Mitte Juni fand auf dem Flugplatz Freiburg das Familienfest „Open Airport 2026“ statt. Die Veranstaltung wurde von der Akaflieg Freiburg e.V. in Zusammenarbeit mit weiteren Luftsportvereinen, Flugschulen und am Flugplatz ansässigen Unternehmen organisiert.
Das Programm umfasste „geöffnete Hallentore“, Rundflüge und verschiedene Flugshows. Zudem wurden eine Segelflugausstellung, bei der Besucher in den Flugzeugen Platz nehmen konnten, sowie eine Science Show im Hangar der Akaflieg angeboten.
Laut den Veranstaltern war das Besucheraufkommen vergleichbar mit dem 100-jährigen Flugplatzjubiläum im Jahr 2007. Zahlreiche Familien und Kinder nutzten die Gelegenheit, sich über die Luftfahrt zu informieren. Auch die lokale Presse, wie die Badische Zeitung, berichtete über das hohe Interesse an der Veranstaltung. Die Organisatoren dankten den Helfern, Ausstellern, der Flugplatz Freiburg GmbH und den Unterstützern für ihren Einsatz bei der Vorbereitung und Durchführung des Festes.
Zu Pfingsten veranstaltete die AOPA Germany unter der Leitung ihres engagierten Geschäftsführers Michael Erb traditionell ein Fly-Out zu fliegerisch attraktiven Destinationen in Europa. Im Mai 2026 führte die Reise erneut nach Mali Lošinj in Kroatien. Der Einladung folgten 33 Crews, die mit unterschiedlichsten VFR- und IFR-tauglichen Flugzeugen aus ganz Deutschland zum Flugplatz LDLOauf der Insel Lošinj anreisten. Wir selbst wählten mit unserer Aquila A210 die bewährte Route von Arnstadt/Alkersleben (EDBA) über die Ostalpen mit Tankstopp in Wiener Neustadt (LOAN).
In der geschützten Kvarner Bucht gelegen, hat sich das rund 7’500 Einwohner zählende Mali Lošinj dank seines milden Klimas zu einem beliebten Urlaubsort entwickelt. Malerische Buchten, zahlreiche Wassersportmöglichkeiten sowie gut ausgebaute Spazier- und Radwege machen die Insel ebenso attraktiv wie die venezianisch geprägte Altstadt und die lebhafte Uferpromenade mit ihren Cafés, Restaurants und Boutiquen. Ein besonderer Aussichtspunkt ist der 171 Meter hohe Providenca-Hügel, von dem sich bei Sonnenuntergang ein eindrucksvoller Blick über den Archipel bietet.
Unsere Wahl fiel auf das Hotel Bellevue an der Čikat-Bucht, das sich als idealer Ausgangspunkt erwies. Hervorzuheben sind das ausgezeichnete Frühstück, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant Matsunoki sowie die großzügige Hotelanlage mit Meerwasserpools und Privatstrand.
Fazit
Wenn die AOPA Germany Anfang des Jahres zu ihrem traditionellen Fly-Out einlädt, gibt es nur wenige Gründe, nicht teilzunehmen. Die größte Hürde ist meist die begrenzte Teilnehmerzahl, denn Unterkunft, Flugplatz, Abstellflächen und Treibstoffversorgung für mehr als 30 Flugzeuge müssen sorgfältig organisiert werden. Diese logistischen Herausforderungen meisterte das AOPA-Team in Egelsbach – erneut mit Unterstützung aus der Schweiz – in bewährter Weise. Dazu kam ideales Flugwetter. Mali Lošinj erwies sich einmal mehr als lohnendes Ziel und besonders in der Vorsaison als echte Empfehlung für Pilotinnen und Piloten.
Der französische Flugzeughersteller Elixir Aircraft hat eine Finanzierungsrunde über 45 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird sie vom SPI-Fonds der französischen Förderbank Bpifrance im Rahmen des Investitionsprogramms „France 2030“ sowie von Odyssée Venture, Innovacom und weiteren Investoren. Das Kapital soll den Ausbau der Produktion, die internationale Expansion und die Entwicklung eines neuen Flugzeugtyps unter dem Projektnamen „Equinox“ finanzieren.
Elixir Aircraft baut seine Fertigung derzeit deutlich aus. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 16 Flugzeuge ausgeliefert – bereits mehr als im gesamten Jahr 2025. Aktuell sind rund 60 Elixir-Flugzeuge bei Flugschulen in Frankreich, Großbritannien, Spanien, Portugal und Griechenland im Einsatz. Nach dem ersten Flug eines Elixir in den USA soll insbesondere der amerikanische Markt weiter erschlossen werden. Mittelfristig plant das Unternehmen eine Produktionskapazität von fünf Flugzeugen pro Monat sowie die Bündelung seiner Fertigungsstandorte in der Region La Rochelle.
Das zweisitzige Schulflugzeug Elixir wurde 2020 von der EASA und 2025 von der FAA zugelassen. Die vollständig aus Kohlefaser gefertigte Zelle, ein sparsamer Antrieb sowie wartungsfreundliche Konstruktion sollen niedrige Betriebskosten ermöglichen. Zur Serienausstattung gehören unter anderem ein Gesamtrettungssystem, verbesserte Überzieheigenschaften und ein crashsicherer Kraftstofftank. Seit April 2026 ist zudem die Version Elixir+ mit erhöhter Nutzlast verfügbar.
Mit dem neuen Programm „Equinox“ will Elixir Aircraft seine Produktpalette erweitern. Das größere Flugzeug richtet sich vor allem an Flugschulen und soll auf der bestehenden Carbon-OneShot-Technologie basieren. Weitere Einzelheiten will das Unternehmen in den kommenden Monaten bekannt geben.
Auf der EAA AirVenture Oshkosh (20. bis 26. Juli) wird Elixir Aircraft neben den Modellen Elixir und Elixir+ auch einen Ausblick auf das Equinox-Programm sowie weitere Produktentwicklungen geben.
Der (Schweizer) Nationalrat hat am Donnerstag die Revision des Luftfahrtgesetzes (LFG) mit 130 zu 60 Stimmen angenommen. Der Aero-Club der Schweiz (AeCS) begrüsst den Entscheid, der neben der Zulassung von Ultraleichtflugzeugen und Anpassungen bei den Zollflugplätzen auch die Bedeutung regionaler Flugfelder stärker im Gesetz verankert.
Als wichtigen Erfolg bezeichnet der AeCS den von Nationalrat und Zentralpräsident Matthias Jauslin eingebrachten Minderheitsantrag zu Artikel 36, der vom Nationalrat angenommen wurde. Dieser sieht vor, dass nicht nur die Landesflughäfen, sondern auch kleinere Flugfelder besser geschützt werden. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Aus- und Weiterbildung von Pilotinnen und Piloten sowie zum Flugsport und zur Allgemeinen Luftfahrt.
Eine weitere bedeutende Neuerung betrifft die Ultraleichtflugzeuge. Künftig sollen UL-Flugzeuge mit einem maximalen Abfluggewicht von bis zu 600 Kilogramm grundsätzlich zugelassen werden. Damit übernimmt die Schweiz die in weiten Teilen Europas geltenden Bestimmungen und schafft erstmals eine gesetzliche Grundlage für diese Luftfahrzeugkategorie.
Ebenfalls positiv bewertet der AeCS die geplante Aufhebung von Artikel 9 des Luftfahrtgesetzes über Zollflugplätze. Nach Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung sollen die Vorschriften für grenzüberschreitende Flüge künftig an jene des grenzüberschreitenden Strassenverkehrs angeglichen werden. Der AeCS hatte sich unter der Federführung von Matthias Samuel Jauslin im politischen Prozess intensiv für beide Anpassungen eingesetzt.
Nach der Zustimmung des Nationalrats wird die Revision des Luftfahrtgesetzes nun im Ständerat beraten.
Am 10. und 11. Juli wird der Flughafen Grenchen zum Treffpunkt für Aviatikbegeisterte. Die «Wings and Friends» bietet ein abwechslungsreiches Flugprogramm mit historischen Klassikern, modernen Flugzeugen und der Patrouille Suisse als Publikumsmagnet.
Zu den Höhepunkten zählt zweifellos der Auftritt der Patrouille Suisse. Doch auch darüber hinaus erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm. Die in Grenchen beheimatete Classic Formation präsentiert eindrucksvolle Formationsflüge mit ihrer Douglas DC-3 und drei Beechcraft B-18. Ein besonderes Spektakel verspricht der Absetzflug der militärischen DC-3-Version, der C-47, deren Fallschirmspringer eine Landung im Stil der historischen Normandie-Invasion demonstrieren.
Classic Formation 2024 – Rückblick auf die Flugshow-Saison 2024 – Video von Ian Lienhard
Ergänzt wird das Flugprogramm durch zahlreiche Oldtimer wie die Pilatus P-2 und P-3, die Antonov An-2 oder die Nieuport 23 C-1 sowie Vorführungen moderner Luftfahrzeuge.
Auch am Boden hat die Veranstaltung einiges zu bieten. Der Flughafen Grenchen präsentiert sich in einem grossen Ausstellungsbereich, während ein vielfältiges Gastronomieangebot für das leibliche Wohl sorgt. Der Vorverkauf für die Veranstaltung hat bereits begonnen.
Die Classic Formation ist eine Schweizer Formation, die mit einer Douglas DC-3 und drei Beechcraft B-18 regelmässig an Flugshows in der Schweiz und im europäischen Ausland auftritt. Mit ihren präzisen Formationsflügen zählt sie zu den bekanntesten Warbird-Displays Europas.
Am Wochenende vom 8. und 9. August 2026 findet am Flugplatz Meschede-Schüren (EDKM) das Bockwurst Fly-In statt. Die Veranstaltung richtet sich an Flugbegeisterte und bietet gleichzeitig einen Tag der offenen Tür für die Öffentlichkeit.
Das Fly-In beginnt am Samstag, den 8. August, um 11:00 Uhr mit offenem Ende. Am Sonntag, den 9. August, wird die Veranstaltung bis 18:00 Uhr fortgesetzt. Auf dem Programm steht ein Treffen für Piloten und Luftfahrtinteressierte im Sauerland. Für die Verpflegung der Besucher ist gesorgt.
Der Flugplatz Meschede-Schüren befindet sich in der Otto-Lilienthal-Str. 1 in 59872 Meschede. Die Pistenkoordinaten lauten 51.302222, 8.237222. Mittwochs und samstags besteht bei geeignetem Flugwetter zudem die Möglichkeit, Motorkunstflieger beim Training zu beobachten.
Mit der Initiative „Women Rule the Sky“ wirbt Austro Control gezielt um Nachwuchs für die Flugverkehrskontrolle und möchte insbesondere junge Frauen für den Beruf der Fluglotsin begeistern.
Fluglotsinnen und Fluglotsen sorgen täglich für die sichere Abwicklung des Luftverkehrs im österreichischen Luftraum. Sie koordinieren Flugrouten und Flughöhen, erteilen Start- und Landefreigaben und gewährleisten jederzeit die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände zwischen den Luftfahrzeugen. Einsatzorte sind der Tower des Flughafens Wien, die Überflugskontrolle in Wien-Erdberg sowie die Towers der Flughäfen Graz, Klagenfurt, Innsbruck, Salzburg und Linz.
Interessierte erwartet eine bezahlte Ausbildung sowie ein attraktives Einstiegsgehalt von 6’600 Euro pro Monat. Informationen zum Berufsbild und zum Bewerbungsverfahren sind auf www.startfrei.at verfügbar. Bewerbungen sind laufend möglich.
Vom 20. bis 24. Juli 2026 findet während des EAA AirVenture Oshkosh die beliebte Veranstaltungsreihe „Warbirds in Review“ statt. Jeweils um 10:00 Uhr und 13:00 Uhr stehen auf der Warbirds-Rampe im Bereich der EAA Warbirds of America historische Militärflugzeuge und ihre bewegenden Geschichten im Mittelpunkt.
Zu den vorgestellten Mustern zählen unter anderem die Curtiss P-40 Warhawk, Chance Vought F4U-4 Corsair, Lockheed Martin F-35A Lightning II, Lockheed P-38 Lightning, Consolidated PBY-5A Catalina, North American P-51 Mustang, MiG-29UB Fulcrum, Northrop F-5 Tiger II, Douglas A-26 Invader sowie die Hubschrauber Hiller UH-12B und Sikorsky UH-34D.
Piloten, Veteranen, Restauratoren und Historiker geben dabei spannende Einblicke in die Geschichte und den Erhalt dieser legendären Flugzeuge. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet am Freitag die traditionelle Veterans Tribute Parade.
Der traditionsreiche Allgäuflug in Leutkirch feierte 2026 sein 60-jähriges Bestehen und bot einmal mehr einen abwechslungsreichen Rallyeflug-Wettbewerb mit Disziplinen wie ANR- und Präzisionsflug. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an erfahrene Crews und erfreute sich mit über 40 gemeldeten Teams großer Beliebtheit. Neben dem sportlichen Wettbewerb prägten vor allem die kameradschaftliche Atmosphäre und die Gastfreundschaft das verlängerte Wochenende.
Walter Dworschak trat erneut gemeinsam mit Lukas Galusinski für den Österreichischen Aero-Club an. Nach dem Anflug mit einer Cessna 172 nach Leutkirch absolvierte das Duo bereits am ersten Tag die ANR-Clubmeisterschaft. Am zweiten Wettkampftag folgten der offizielle Trainingsflug und die Siegerehrung, bei der die beiden sowohl im ANR als auch im Trainingsflug jeweils den vierten Rang belegten.
Zum Jubiläum hatten die Organisatoren den Rallyeflug besonders anspruchsvoll gestaltet. Zwei jeweils rund 75-minütige Wertungsflüge mit Ziellandungen, einem Zwischenstopp in Biberach sowie erst vor Ort ausgegebenen Navigationsunterlagen verlangten den Crews höchste Konzentration ab. Zahlreiche Fotowendepunkte, Bodenzeichen und Navigationsaufgaben sowie dichter Verkehr machten den Wettbewerb besonders fordernd.
Den Gesamtsieg sicherten sich die jungen „Navgeeks“ Shearer/Meindl vor Ciesielsky/Ciesielsky und dem Solo-Piloten Rimensberger. Für Walter Dworschak und Lukas Galusinski gab es ebenfalls Grund zur Freude: Sie erreichten den hervorragenden dritten Platz in der Advanced-Klasse.
Nach der feierlichen Siegerehrung klang das Jubiläumswochenende in geselliger Runde aus. Trotz wechselhafter Wetterprognosen verlief auch der Rückflug nach Stockerau problemlos. Das Fazit der beiden Piloten fiel entsprechend positiv aus: ein sportlich anspruchsvolles, erfolgreiches Wochenende mit wertvollen Erfahrungen und vielen neuen Bekanntschaften. Die nächste Austragung des Allgäuflugs ist für den 6. bis 9. Mai 2027 geplant.
Vom 15. bis 19. Juli 2026 findet auf dem Flugplatz Zwickau (Reichenbacher Straße 131) die 32. Offene Deutsche Meisterschaft im Rallyeflug statt. Die Veranstaltung richtet sich an Piloten und Navigatoren in den Kategorien Newcomer, Advanced und Unlimited.
Die Anmeldung für die Meisterschaft ist bis zum 30. Juni 2026 möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 300 Euro pro Crew, für Frühbucher steht ein reduziertes Ticket für 250 Euro zur Verfügung. Crews, die nicht dem DAeC angehören, zahlen einen Zuschlag von 50 Euro. Für zusätzliche Gäste bei der Preisverleihung und dem anschließenden Abendbuffet werden 40 Euro pro Person berechnet.
Im Rahmen der Anmeldung müssen die Teilnehmer ihre gewünschte Wettbewerbsgeschwindigkeit zwischen 60 und 100 Knoten angeben. Zudem wird am 15. Juli eine zusätzliche Trainingsroute angeboten, für die sich Interessierte bei der Anmeldung registrieren können.
Für die Übernachtung stehen verschiedene Optionen in Zwickau zur Auswahl, darunter das Best Western Plaza Hotel, das First Inn Hotel, das B&B Hotel sowie das ACHAT Hotel. Alternativ besteht die Möglichkeit, auf dem Flugplatz zu campen oder dort ein Zimmer zu buchen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung, darunter die offizielle Ausschreibung, die Ausschreibung zur Jugendförderung, die Wettbewerbskarte für Zwickau sowie das aktuelle Bulletin und die Crewliste, sind auf der Webseite des Navigationsflugs abrufbar.
Präzision, Spannung und ein heißer Wettbewerbstag am Flugsportzentrum Spitzerberg
Mit der Rudi Wenighofer Gedächtnis-Rallye fand am 20. Juni 2026 am Spitzerberg ein bedeutender Bewerb des österreichischen Präzisionsflugs statt. Die von Edmund Schlapschy mit großem Einsatz organisierte Veranstaltung wurde als Österreichische Staatsmeisterschaft in der Allgemeinen Klasse sowie als Österreichische Meisterschaft in der Standardklasse ausgetragen und zugleich als Niederösterreichische und Steirische Landesmeisterschaft gewertet.
Herzliche Gratulation dem österreichischen Staatsmeister 2026 Walter Dworschak; Cornelia Marsch belegte Rang zwei und Wolfgang Schneckenreither erreichte den dritten Platz.
Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat ihren Abschlussbericht zum Unfall einer Piper PA-46-350P (Jetprop) vom 10. Oktober 2020 bei Dauchingen veröffentlicht. Der Pilot blieb dabei leicht verletzt, das Flugzeug erlitt jedoch einen Totalschaden.
Der Unfallflug begann in Rottweil-Zepfenhan mit dem Ziel Lugano. Während des Steigflugs unter Instrumentenflugbedingungen (IMC) leuchtete auf Flugfläche 70 kurzzeitig die Warnlampe für den Treibstofffilter-Bypass auf. Etwa eine Minute später fiel das Triebwerk (PT6A-35) aus und der Treibstoffdruck sank auf null. Der Pilot versuchte zweimal erfolglos, das Triebwerk neu zu starten.
Blick vom Unfallort nach Westen, entgegen der Anflugrichtung; Ackerland mit Bodenspuren
Nachdem ein Anflug auf den Flugplatz Schwenningen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der geringen Höhe verworfen wurde, entschied sich der Pilot für eine Notlandung auf einem Feld. Das Flugzeug setzte kurz vor der anvisierten Wiese auf weichem Ackerboden auf. Dabei brach das Fahrwerk zusammen und die linke Tragfläche riss ab.
Die Untersuchung ergab, dass der Treibstofffilter stark mit einer bräunlich-schwarzen Substanz verunreinigt war. Auch im Header-Tank (Sammeltank) befanden sich grosse Mengen an Wasser und Mikroorganismen (Bakterien und Pilze). Das Triebwerk selbst wies keine mechanischen Schäden auf, die den Ausfall vor dem Aufprall erklären könnten.
Gemäss BFU wurde das Problem durch unzureichende Wartung und mangelhafte Vorflugkontrollen begünstigt. Der Header-Tank wurde nicht regelmässig oder nicht korrekt drainiert, wodurch sich Wasser ansammeln und Mikroorganismen vermehren konnten. Bereits zwei Tage vor dem Unfallflug hatte die Filter-Warnlampe aufgeleuchtet. Bei der anschliessenden Überprüfung durch einen Instandhaltungsbetrieb wurde der Filter zwar gereinigt, die Ursache der Verunreinigung jedoch nicht behoben.
Die BFU schliesst, dass der Triebwerksausfall höchstwahrscheinlich durch Wasser und mikrobiologische Verunreinigungen im Treibstoff verursacht wurde. Die Notlandung auf dem ungeeigneten Acker führte schliesslich zur Zerstörung des Flugzeugs. Der Bericht betont die Wichtigkeit der korrekten Drainierung gemäss Vorflugkontrolle sowie einer zielgerichteten Fehlersuche bei Wartungsarbeiten.
Der Schweizer Hersteller von Energiespeichersystemen für die Luftfahrt, H55, hat den Abschluss eines Konsultationsverfahrens für seine Mitarbeiter in der Schweiz bekanntgegeben. Die Massnahme ist Teil einerNeuausrichtung nach dem erfolgreichen Abschluss eines Zertifizierungsprojekts für Antriebsbatterien unter EASA-Aufsicht.
Durch konstruktive Vorschläge der Belegschaft konnte der ursprünglich geplante Stellenabbau von 80 auf 54 Positionen reduziert werden. Die Anpassung der Belegschaft zielt darauf ab, das Unternehmen auf die wachsenden Anforderungen in den Bereichen elektrische und hybrid-elektrische Luftfahrt, unbemannte Luftfahrzeuge und Verteidigungsprogramme auszurichten.
Die Schweiz bleibt das Zentrum der Unternehmensaktivitäten. H55 konsolidiert seine Schweizer Standorte auf zwei Einrichtungen in Sion:
Der Flughafen Sion dient künftig als Zentrum für Unternehmensführung, Zertifizierung, Kundenbetreuung und strategische Partnerschaften.
Der Industriestandort Chandolin wird das Zentrum für Forschung und Entwicklung, Tests und Fertigung.
Zusätzlich stärkt H55 seine Präsenz in Kanada. Der nordamerikanische Standort soll das industrielle Wachstum unterstützen und die Kundennähe in Nordamerika sicherstellen. Laut H55-Führung liegt die aktuelle Herausforderung der Branche im Übergang von der Entwicklung zur kommerziellen Umsetzung elektrischer Antriebstechnologien. Das Unternehmen fokussiert sich auf Bereiche, in denen seine Expertise im Zertifizierungsprozess und in der Technologieintegration am effektivsten eingesetzt werden kann.
Der französische Flugzeughersteller Aura Aero (Toulouse-Francazal) hat am 23. Juni 2026 wesentliche Vermögenswerte des Hybrid-Elektro-Flugzeug-Startups VoltAero übernommen. Dabei handelt es sich nicht um eine vollständige Firmenübernahme, sondern um den Erwerb strategischer Assets.
Was übernommen wurde Aura Aero erhält den Hybrid-Elektro-Flugdemonstrator Cassio S, Patente, Flugtest-Daten, Prototyping-Kapazitäten, einen Teil des VoltAero-Teams sowie die Industrieinfrastruktur am Standort Rochefort (rund 2.400 m² Nutzfläche mit direktem Rollbahnzugang). Der Cassio S absolvierte seit Beginn der Flugtests im Jahr 2019 über 270 Flüge und legte dabei rund 25.000 Kilometer zurück.
Hintergrund: VoltAero VoltAero wurde 2017 von Jean Botti gegründet, dem früheren Cheftechniker von Airbus, der zuvor das Airbus-E-Fan-Projekt geleitet hatte. Das Unternehmen entwickelte die Cassio-Familie — Hybrid-Elektro-Flugzeuge mit vier bis zehn Sitzen (Cassio 330, 480, 600). Im Oktober 2025 wurde VoltAero unter gerichtliche Aufsicht gestellt (redressement judiciaire), nachdem erwartete Investitionen ausblieben und das Unternehmen seine Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen konnte. Die eigenständige Weiterentwicklung der Cassio-Baureihe dürfte damit beendet sein.
Bedeutung für Aura Aero Aura Aero entwickelt neben der zweisitzigen INTEGRAL-Baureihe (konventionell und elektrisch) das 19-sitzige Hybrid-Elektro-Regionalflugzeug ERA sowie das ENBATA-Drohnenprogramm. Die übernommenen VoltAero-Technologien — insbesondere die Erfahrung aus dem Flugbetrieb hybrider Antriebssysteme — sollen direkt in diese Programme einfließen. Der Standort Rochefort soll künftig für Elektroantrieb-Flugtests und das ENBATA-Drohnenprojekt genutzt werden. Aura Aero hat bislang rund 340 Millionen Euro eingeworben, überwiegend aus öffentlichen Fördermitteln in Frankreich und im US-Bundesstaat Florida.
Es gibt heute eine bemerkenswerte Kategorie von Menschen: brillant, kompetent, gebildet, leistungsstark – und doch nahezu unfähig geworden, an sich selbst zu zweifeln. Sie leiten Unternehmen, treten in Talkshows auf, beraten Regierungen, fliegen Flugzeuge oder steuern Technologieprojekte. Sie wissen. Oder vielmehr: Sie wissen, dass sie wissen.
Wir leben im Zeitalter einer Intelligenzia, die sich ihrer selbst über-bewusst und überzeugt ist, dass technische Kompetenz allein für menschliche Klarheit ausreicht. Genau dort beginnt die Falle. Denn Intelligenz schützt weder vor Ego noch vor Blindheit – und auch nicht vor jener modernen Krankheit, die man die „Arroganz der Expertise“ nennen könnte.
Das Phänomen ist subtil. Es geht nicht um laute Ignoranten. Im Gegenteil: Die Gefährlichsten sind oft die Fähigsten im Raum. Beeindruckende Profile. Ausgebildet. Erfahren. Effizient. Menschen, die so lange erfolgreich waren, dass sie schrittweise den grundlegenden Reflex verloren haben, der weiteres Wachstum erst ermöglicht: die Selbst-Infrageststellung.
Unsere Zeit hat dem Problem eine weitere Schicht hinzugefügt. Während moderne Gesellschaften immer mehr Experten hervorbringen, produzieren sie gleichzeitig eine Flut von Sofort-Experten – selbsternannte Figuren, deren Sichtbarkeit ihre tatsächliche Kompetenz bei weitem übersteigt.
Die sozialen Medien haben das Wort demokratisiert, aber auch die Illusion von Beherrschung. Ein Influencer wird in einem Video zum geopolitischen Analysten, ein Luftfahrt-Begeisterter nach ein paar Stunden im Simulator oder auf Wikipedia zum Luftfahrt-Experten, ein erfolgreicher Unternehmer erklärt plötzlich Psychologie, Medizin oder Militärstrategie. Sichtbares Selbstvertrauen ersetzt zunehmend echtes Wissen. Und je komplexer das Thema, desto besser gedeiht die Illusion.
Das Phänomen entspricht oft dem bekannten Dunning-Kruger-Effekt: Je weniger jemand ein Gebiet beherrscht, desto mehr überschätzt er sein Verständnis. Das Problem verschärft sich noch durch das Brandolini-Theorem: Es braucht unendlich viel mehr Energie, einen Unsinn zu widerlegen, als ihn zu produzieren. Die Folge: Aggressive Vereinfacher besetzen den öffentlichen Raum, während echte Experten – vorsichtiger, differenzierter, der Komplexität bewusster – zögerlich oder weniger „überzeugend“ wirken. So entsteht eine merkwürdige Zivilisation, in der spektakuläre Gewissheit mit echter Kompetenz konkurriert.
Man erkennt sie schnell. Sie sprechen mit makelloser Sicherheit. Sie verwandeln Intuitionen in Dogmen. Sie verwechseln Erfahrung mit Allwissenheit. Und je realer ihre Kompetenz ist, desto schwieriger wird es, das Problem zu erkennen.
Denn die Welt belohnt Selbstvertrauen weit mehr als Differenziertheit. In einer Besprechung wirkt schwacz, wer zögert. Wer vereinfacht, wirkt hellsichtig. Wer zweifelt, gilt als fragil. So entstehen Profile, deren Sicherheit für Tiefgang gehalten wird.
Das Ironische: Viele dieser Menschen waren zu einem Zeitpunkt ihres Lebens tatsächlich außergewöhnlich. Sie haben ihren Erfolg oft auf echter intellektueller Disziplin aufgebaut. Aber Erfolg hat manchmal einen seltsamen Nebeneffekt: Er versteift. Er verwandelt Intelligenz in Identität. Und wenn jemand sich schließlich mit seinem eigenen intellektuellen Status identifiziert, wird jeder Widerspruch zur existenziellen Bedrohung.
So entsteht der „Kult der Kompetenz„. In diesem impliziten System wird Rechthaben wichtiger als Verstehen. Fehler werden beschämend statt nützlich. Meinungs-Verschiedenheiten werden als Angriff wahrgenommen. Widerspruch ist keine Gelegenheit zur Reflexion mehr, sondern eine Infragestellung des sozialen Rangs. Diskussionen hören auf, kollektive Wahrheitssuche zu sein. Sie werden zu Wettbewerben symbolischer Dominanz.
Es entstehen „intellektuelle Pfauen„: Menschen, die ihre Referenzen, ihr Fachjargon und ihre ausgefeilten Analysen wie Gefieder zur Schau stellen – um das Publikum zu beeindrucken, nicht um die Realität zu erhellen.
Das Problem ist besonders in Hochleistungsumgebungen sichtbar: Elitehochschulen, Beratungs-Unternehmen, strategische Führungsebenen, Technologiebranchen, Medien- und Politiksphären. Orte voller außerordentlich fähiger Menschen – die manchmal sehr kompetent, aber tief verschlossen für weiteres Lernen geworden sind.
Weil sie, als die Klügsten im Raum, irgendwann aufgehört haben, noch jemandem zuzuhören.
Das Paradox ist grausam: Je mehr jemand ein Gebiet beherrscht, desto anfälliger wird er für die Illusion der Übertragbarkeit. Ein exzellenter Ingenieur glaubt, menschliche Psychologie zu verstehen. Ein erfolgreicher Unternehmer meint, Geopolitik zu beherrschen. Ein Finanzexperte hält sich für einen Philosophen. Kompetenz wird zur Waffe – nicht mehr als Werkzeug des Aufbaus, sondern als Instrument intellektueller Dominanz.
Doch menschliche Intelligenz hat einen tragischen Fehler: Sie ist außerordentlich gut darin, die eigenen blinden Flecken zu rationalisieren. Deshalb werden so viele brillante Menschen schließlich zu „brillanten Geistern mit riesigen blinden Flecken“. Und diese blinden Flecken wachsen genau deshalb, weil sie nie wirklich in Frage gestellt werden.
Um solche Profile herum entsteht oft eine Art stiller Hofstaat. Kollegen scheuen die Konfrontation. Untergebene schweigen. Institutionen belohnen Leistung mehr als Bescheidenheit. Es entsteht, was man die „Klasse der dauerhaft Überzeugten“ nennen könnte – Menschen, die unfähig sind zu sagen: „Ich weiß es nicht.“ „Ich habe mich geirrt.“ „Du hast vielleicht recht.“ „Ich werde darüber nachdenken.“
Dabei beginnt echte Intelligenz oft genau dort.
Das zeitgenössische Drama ist vielleicht dieses: Wir haben gelernt, Experten zu produzieren, bevor wir gelernt haben, Menschen zu formen, die den Zweifel aushalten können. Wir haben Organisationen voller professionell geschliffener, aber menschlich unzugänglicher Menschen geschaffen. Fähig, Weltmärkte zu analysieren, aber unfähig, eine Kritik zu hören, ohne sich angegriffen zu fühlen. Fähig, komplexe Systeme zu optimieren, aber unfähig, einen einfachen Fehler zuzugeben.
Und je mehr ihr sozialer Erfolg wächst, desto stärker wird ihre intellektuelle Isolation.
Sie leben schließlich in einer seltsamen kognitiven Blase, in der ihre Gewissheiten ihnen ständig als Beweise ihrer Überlegenheit zurückgespiegelt werden. Das Beunruhigendste daran: Dieses Phänomen produziert nicht unbedingt spektakuläre Tyrannen. Es produziert oft etwas weit Banaleres: sterile Umgebungen. Besprechungen, in denen niemand mehr anders zu denken wagt. Unternehmen, in denen Innovation verlangsamt. Teams, in denen jeder lernt, sein Image zu schützen statt die Wahrheit zu suchen. Institutionen, in denen Fehler versteckt statt untersucht werden.
Denn die Angst, unrecht zu haben, tötet am Ende immer die kollektive Intelligenz.
Und doch sind die beeindruckendsten Menschen selten jene, die andere durch ihre Gewissheit erdrücken. Es sind oft jene, die eine innere Beweglichkeit bewahren. Die brillant sein können, ohne starr zu werden. Kompetent, ohne verächtlich zu werden. Standfest, ohne verschlossen zu werden.
Die verstehen, dass Klarheit eine gewisse Bescheidenheit erfordert.
Denn wahre intellektuelle Reife bedeutet nicht, unwiderlegbar zu werden. Es bedeutet, auch nach hundert Malen Rechthabens noch lernfähig zu bleiben. Vielleicht ist es das, was Weisheit von bloßer Intelligenz unterscheidet: die Fähigkeit, kein Gefangener der eigenen Kompetenz zu werden.
Die wirklichen Experten sind selten jene, die das Bedürfnis verspüren, ihre Expertise zu proklamieren. Wirklich kompetente Menschen sind oft zurückhaltend – nicht aus Schwäche, sondern weil sie keine permanente symbolische Bestätigung mehr brauchen. Ihre Beherrschung spricht in der Regel für sich selbst.
Und im Gegensatz zu Profilen, die von der Demonstration ihrer Überlegenheit besessen sind, besitzen die solidesten Experten oft eine selten gewordene Qualität: intellektuelle Güte. Sie wissen zuzuhören. Zu erklären, ohne zu demütigen. Zu korrigieren, ohne zu erdrücken. Weiterzugeben, ohne zu verachten.
Denn je mehr jemand die Komplexität der Welt wirklich versteht, desto bewusster wird ihm, was er noch nicht weiß.
Vielleicht deshalb sind die tiefsten Intelligenzen oft auch die ruhigsten.
Das Vorstandsteam wird ergänzt durch Johannes Weber, den Ersten Bürgermeister der Gemeinde Unterwössen, sowie Toni Liedl. Die neue Leitung plant, die bisherige Entwicklung der Flugschule fortzusetzen. Ziel ist es, die Institution für den Segelflugsport sowie als Vertreterin der Gemeinde und der Region zu erhalten und weiterzuentwickeln. Die Zusammenarbeit mit dem Team um Betriebsleiter Stefan Pracher, den Mitgliedern, Flugschülern und Partnern steht dabei im Mittelpunkt. Der bisherigen Vorstandschaft wurde für ihren Einsatz und die Übernahme der Verantwortung gedankt.
Verschiedene Flugsportvereine zogen kürzlich eine positive Bilanz ihrer Veranstaltungen zur Nachwuchsgewinnung und Öffentlichkeitsarbeit. Im Mittelpunkt standen Schnupperflugtage und Gästeflug-Veranstaltungen, die Luftfahrtinteressierten praktische Einblicke in den Flugbetrieb boten.
Am Flugplatz Bad Windsheim fand das Schnupperfliegen an einem Wochenende statt. Die Veranstaltung begann freitags mit einer Theorieeinheit. Trotz durchwachsenen Wetters, das mehrfache Unterbrechungen erforderte, konnten am Samstag und Sonntag alle Teilnehmer ihre geplanten Flüge absolvieren. Neben den praktischen Flugerfahrungen erhielten die Teilnehmer Einblicke in das Vereinsleben. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Grillen.
Auch die Fluggemeinschaft Leibertingen-Meßkirch e.V. veranstaltete am 30. Mai 2026 ein Schnupperfliegen. Vier Teilnehmer nahmen an dem Tag teil, der mit dem gemeinsamen Aufbau des Flugbetriebs und einer theoretischen Einführung begann. Bei guten Wetterbedingungen absolvierten die Teilnehmer im Rahmen einer Kurzmitgliedschaft jeweils drei Flüge im Schulungsdoppelsitzer. Die Flüge wurden von erfahrenen Fluglehrern begleitet, wodurch die Teilnehmer erste Erfahrungen in der Steuerung eines Segelflugzeugs sammeln konnten.
Am Verkehrslandeplatz Breitscheid (EDGB) fand am 1. Mai 2026 das dritte „Westerwald Worscht & Wings Fly-In“ statt. Die Veranstaltung richtete sich an Piloten sowie die breite Öffentlichkeit. Der Flugplatz verzeichnete an diesem Tag 127 Flugbewegungen, wobei für anreisende Luftfahrzeuge die Landegebühren entfielen. Ein Fokus lag auf der Präsentation von Ultraleichtflugzeugen des Herstellers Shark.Aero. Zudem wurde eine Spendenaktion durchgeführt: Der Erlös des Currywurst-Verkaufs kam dem Verein „Kleine Helden – Große Flügel e.V.“ zugute, der schwerkranken Kindern besondere Flugerlebnisse ermöglicht. Dieser Verein wird am 13. Juni 2026 einen weiteren Charity-Flugtag in Breitscheid veranstalten.
Die Motorflieger-Donauwörth-Genderkingen (MDG) führten im Frühsommer 2026 zwei Vereinsausflüge durch. Beide Touren wurden vom Eventmanager Zafer Ertem organisiert.
Ausflug nach Puimoisson (LFTP) Vom 22. bis 24. Mai 2026 reisten fünf Flugzeuge nach Puimoisson in Südfrankreich. Der Flugplatz liegt in der Provence nahe der Verdonschlucht. Die Piloten übernachteten in Holzchalets direkt am Flugfeld. Das Programm umfasste neben gemeinsamen Grillabenden auch einen Ausflug nach Cannes an der Côte d’Azur. Aufgrund der positiven Rückmeldungen ist Puimoisson als festes Ziel für den Saisonauftakt 2027 eingeplant.
Ausflug nach Elba (LIRJ) Am Wochenende vom 13. bis 14. Juni 2026 folgte eine Tour nach Elba. Vier MDG-Piloten und ihre Begleitungen flogen mit zwei DA40 und einer Bonanza auf die italienische Insel. Nach der Landung in Marina di Campo und dem Hotelbezug erkundete die Gruppe die Insel mit gemieteten 125-ccm-Motorrollern. Der Rückflug über die Alpen nach EDMQ verlief ohne Zwischenfälle.
Für Anfang August 2026 ist ein weiterer Vereinsausflug nach Venedig geplant.
Ein internationales Team von Segelflugpiloten führt im Juni 2026 die „Trans-North America Mountain Wave Expedition“ durch. Die Route führt von Minden, Nevada, bis nach Fairbanks, Alaska. Ziel ist die Erforschung von Leewellen, die bei der Überquerung von Gebirgszügen durch starke Winde entstehen. Diese atmosphärischen Schwerewellen können bis in die Stratosphäre reichen und beeinflussen die atmosphärische Zirkulation sowie Turbulenzen in der Luftfahrt.
Das Team besteht aus den Piloten Klaus Ohlmann, Markus Lewandowski, Doug Easton und Antonio Sanchez. Eingesetzt werden zwei Motorsegler der Stemme AG, eine S10 und eine S12. Diese Flugzeuge eignen sich aufgrund ihrer Eigenstartfähigkeit, ihrer Reichweite und der Möglichkeit, zwischen Motor- und Segelflug zu wechseln, für Einsätze in entlegenen Gebirgsregionen.
Forschung über Nordamerika Die wissenschaftlichen Ziele umfassen die Messung von 3D-Windvektoren, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Turbulenzen. Die gewonnenen Daten sollen zur Validierung von Wettermodellen und zur Entwicklung von Vorhersagewerkzeugen für die Flugsicherheit beitragen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der University of Alaska Fairbanks durchgeführt.
Aktuelle Berichte der Expedition verzeichnen einen Flug über den Mount Saint Elias. Nach dem Erreichen von Juneau, Alaska, flog das Team in Richtung der Saint Elias Range. Dabei wurde der Mount Saint Elias, der mit 5.489 Metern höchste Küstenberg, im Segelflug überquert. Die Piloten berichteten von Flügen über den Malaspina-Gletscher und das Bagley Icefield sowie von Sicht auf den Mount Fairweather.
Die Fränkische Fliegerschule Feuerstein (EDQE) hat ihre Flotte erneuert. Die bisherige Cessna D-EFRW stand seit März nach einem bei einer Routinekontrolle festgestellten Schaden am Boden und wird nun ausgemustert. Als Ersatz wurde die baugleiche Cessna D-ECTC beschafft.
Der Einsatz der D-ECTC steht noch unter dem Vorbehalt der Ausstellung des Eintragungsscheins durch das Luftfahrt-Bundesamt. Die entsprechenden Anträge wurden bereits eingereicht.
Der US-Flugmotorenhersteller Continental Aerospace Technologies wird von der US-amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft Arcline Investment Management übernommen. Der Kaufpreis für die Holdinggesellschaft von Continental beträgt rund 535 Millionen US-Dollar. Damit endet die 15jährige Zugehörigkeit zum chinesischen Luftfahrtkonzern Aviation Industry Corporation of China (AVIC).
Continental, gegründet 1905 mit Hauptsitz in Mobile, Alabama, produziert Avgas- und Jet-A-Kolbenflugmotoren für die Allgemeine Luftfahrt. Die Übernahme umfasst auch die deutschen Standorte in St. Egidien (Sachsen) und Altenburg (Thüringen), wo die Entwicklung und Produktion der Diesel-Flugmotoren (CD-135, CD-155, CD-300) stattfindet, sowie den Bereich für Software- und Elektroniksysteme in Hamburg.
Arcline Investment Management verwaltet ein Vermögen von über 30 Milliarden US-Dollar und investiert in Industrie-, Luftfahrt- und Verteidigungsunternehmen. Der Investor gab an, Continental aufgrund seiner technischen Kompetenz und der starken Marktposition zu übernehmen und kündigte an, weitere Investitionen zur Förderung des Wachstums zu tätigen. Die Transaktion wird von den bisherigen Mehrheitseigentümern unterstützt, steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der üblichen Genehmigungen.
Die ILA Berlin 2026 am Flughafen BER schloss mit rund 110.000 Teilnehmenden ab. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber der Veranstaltung im Jahr 2024. Die Messe zählte 765 Aussteller aus 37 Nationen, die auf über 200.000 Quadratmetern Innovationen aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt sowie Sicherheit und Verteidigung präsentierten.
Rund 100 Fluggeräte wurden am Boden und in der Luft gezeigt. Zu den ausgestellten Modellen gehörten im Bereich der zivilen Luftfahrt der Airbus A350-1000, der Airbus Helicopters Racer, die Emirates A380 sowie die Airbus Beluga. Im militärischen Bereich wurden unter anderem das See-Fernaufklärungsflugzeug P-8A Poseidon, das unbemannte Testflugzeug MQ-28 Ghost Bat sowie die Kampfhubschrauber Leonardo AW249 und EC665 Tiger präsentiert.
Ein zentrales Thema der Messe war das klimaverträgliche Fliegen, einschliesslich der Nutzung von Sustainable Aviation Fuels (SAF) und Wasserstofftechnologien. Im Bereich Raumfahrt lag der Fokus auf Satellitentechnologien, Erdbeobachtung und kommerziellen Anwendungen. Das Segment Verteidigung befasste sich mit moderner Luftverteidigung, vernetzter Operationsführung und unbemannten Systemen, wofür ein separater Bereich für Drohnen eingerichtet wurde.
Zudem nutzten 330 Delegationen aus 60 Ländern die Veranstaltung für den politischen und wirtschaftlichen Austausch. Auf drei Bühnen fanden Diskussionen mit über 400 Referierenden statt. Die nächste ILA Berlin ist für den 17. bis 21. Mai 2028 geplant.
Am Rudolf-Grenzebach-Flugplatz Donauwörth-Genderkingen (EDMQ) wurde am 29. Mai 2026 der offizielle Spatenstich für die neue Halle B begangen – rund fünf Monate nach Beginn der Bauarbeiten. Bauherr ist die Motorfluggruppe Donauwörth-Genderkingen (MDG), Hauptmieter wird die LIMIRIS-Henschel-Stiftung.
Die LIMIRIS-Stiftung wurde im Juli 2025 von Michael Diller gegründet und beabsichtigt, in der südlichen Hälfte der neuen Halle historische Flugzeuge und Automobile aus den 1920er und 1930er Jahren unterzubringen. Die nördliche Hälfte verbleibt im Betrieb der MDG.
Beim Spatenstich anwesend waren Vertreter beider Organisationen: seitens LIMIRIS Michael Diller (Gründer und Leiter), Katja Frank-Hupperz (Verwaltung und Finanzen), Patrick Frank (Technik) sowie Mathias Ullmann (Kurator Fahrzeuge); seitens MDG Hans Kavasch (1. Vorstand), Oliver Klauser (2. Vorstand), Kurt Glock (zuständiges Vorstandsmitglied für den Neubau) und Monika Löffler (Verwaltung und Finanzen).
MDG-Vorstand Hans Kavasch überreichte bei der Feier dem LIMIRIS-Gründer ein Modell einer Diamond DA40 als Symbol für die Zusammenarbeit beider Organisationen am Flugplatz. Michael Diller zeigte sich nach eigenen Angaben positiv überrascht über die zügige Umsetzung des Projekts.
Vom 14. bis 16. August 2026 findet auf dem Flugplatz Burg Feuerstein (EDQE) das Treffen „Bölkow & Friends“ statt. Nach den Veranstaltungen in Koblenz (2024) und Bad Dürkheim (2025) dient dieses Jahr der Flugplatz in der Fränkischen Schweiz als Austragungsort.
Das Treffen richtet sich an alle Piloten und Luftfahrtinteressierten. Die Teilnahme ist nicht an den Besitz eines Bölkow-Flugzeugs gebunden. Willkommen sind Oldtimer, Ultraleichtflugzeuge, Motorflugzeuge sowie anfliegende Gäste und Besucher.
Der Luftsportverein Burg Feuerstein unterstützt die Veranstaltung. Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung über die Webseite der Veranstalter zwingend erforderlich.
Ende Mai 2026 fand auf dem Flugplatz Langenselbold eine gemeinsame Einsatzübung der Feuerwehr Langenselbold und des DRK statt. Geübt wurde das koordinierte Vorgehen bei einem Flugunfall mit mehreren Verletzten.
Das Szenario: Ein Kleinflugzeug stürzt ab und kollidiert beim Aufprall mit einem Fahrzeug. Mehrere Personen werden verletzt. Die Einsatzkräfte übten die Lageerfassung, Brandbekämpfung, Befreiung von Personen aus dem Wrack, medizinische Erstversorgung und Vorbereitung des Abtransports – alles unter Zeitdruck und möglichst realitätsnah, mit Darstellern in der Rolle der Verletzten.
Solche Übungen sind für Flugplätze mit Vereinsbetrieb relevant, da im Ernstfall eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Flugverein und externen Rettungskräften entscheidend ist. Der Aero-Club Langenselbold dankte allen Beteiligten für die Durchführung.
Das EAA AirVenture Oshkosh findet vom 20. bis 26. Juli 2026 am Wittman Regional Airport in Oshkosh, Wisconsin statt. Die 73. Ausgabe des Fly-in-Conventions umfasst neun Airshows an sieben Tagen sowie Sonderprogramme zu Kunstflug und Frauen in der Luftfahrt.
Airshow-Programm Das vorläufige Tagesprogramm ist festgelegt, steht aber unter Vorbehalt kurzfristiger Änderungen. Zu den bestätigten Teilnehmern zählen unter anderem die RAF Red Arrows (Mittwoch bis Sonntag), die U.S. Army Golden Knights (Fallschirmspringen), Kunstflugpiloten wie Michael Goulian (Extra 330SC), Skip Stewart (Prometheus) und Britt Lincoln (Extra 330SC) sowie Warbird-Formationen mit P-51, P-47, Corsair und P-38. Militärische Vorführungen umfassen F-16, F-22, F-35A (NORAD), F-35B (USMC) und eine C-17-Demo der USAF. An den Abenden des 22. und 25. Juli sind Nachtshows mit Feuerwerk, Drohnen und Flugzeugformationen geplant.
WomenVenture Am 22. Juli findet der WomenVenture-Haupttag statt. Das diesjährige Programm steht unter dem Motto «Design, Build, Test» und richtet den Fokus auf Frauen in der Flugzeugentwicklung, im Bau und in der Erprobung. Als Keynote-Rednerin tritt Xyla Foxlin auf, Ingenieurin, Pilotin und YouTube-Produzentin. Am Abend diskutiert ein Podium erfahrener Frauen aus der Flugzeugentwicklung über die Zukunft der Luftfahrt. Das WomenVenture Center ist die gesamte Woche geöffnet und beherbergt zwölf Aussteller-Organisationen sowie tägliche Foren. Das Programm wird von The Boeing Company präsentiert.
Kunstflug-Weltmeisterschaft in Iowa Parallel zu AirVenture findet im August 2026 in Mason City, Iowa, die Kunstflug-Weltmeisterschaft (World Aerobatic Championship) statt – erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder auf amerikanischem Boden. Rund 40 Piloten aus 14 Nationen werden erwartet. Die Veranstaltung wird von einem Freiwilligenteam organisiert.
Der Ostfriesische Flugdienst (OFD) verkauft seine drei neu beschafften Tecnam P2006T, die ursprünglich für den Helgoland-Verkehr ab Nordholz und Heide vorgesehen waren. Grund ist die fehlende wirtschaftliche Darstellbarkeit des gewerblichen Betriebs.
Die Maschinen waren erst Anfang 2025 angeschafft worden, um die betagten Britten-Norman Islander zu ersetzen, die teils nur noch durch Kannibalisierung flugfähig gehalten werden konnten. Nach über einem Jahr im Zulassungsverfahren hat die OFD nun entschieden, sich von dem Typ zu trennen.
Ausschlaggebend ist eine Anforderung des Herstellers: Die Vorflugkontrolle an Zelle und Triebwerk muss von einem Fluggerätemechaniker eines zertifizierten Instandhaltungs-Betriebes durchgeführt werden – und zwar am Standort des Betriebes, der sich im niederländischen Oostwold befindet. Das hätte täglich Leerflüge von Oostwold nach Nordholz bzw. Heide erfordert. Laut OFD wären damit rund die Hälfte aller Flugstunden auf Leerflüge entfallen.
Eine Rückkehr zur Islander schliesst die OFD wegen mangelnder Ersatzteilverfügbarkeit und langer Lieferzeiten aus. Ob und mit welchem Muster die Flotte erneuert wird, ist derzeit offen. Aktuell laufen Abstimmungen mit den betroffenen Organisationen und Personen.
«Wir hören euch – euer Lärm stört am Wochenende, am Mittag oder bei schönem Wetter, wiederholte Flüge am selben Ort nerven uns, und warum belasten wenige Pilotinnen und Piloten Tausende Einwohnerinnen und Einwohner?»
Um derartige Rückmeldungen aus der Bevölkerung zu vermeiden und Kunstflugtraining ohne Einschränkungen zu ermöglichen, empfiehlt das (Schweizer) Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL Kunstflugpilotinnen und -piloten, die folgenden Punkte – angelehnt an den SAA-Kodex – zu befolgen:
Kunstflug unter der Woche nur zu Bürozeiten (08.30–12.00 und 13.30–19.00 Uhr)
Kunstflug an Sonn- und Feiertagen zeitlich einschränken, (09.00–12.00 und 14.00–18.00 Uhr)
Verzicht auf stationären Kunstflug an Sonn- und Feiertagen
Verwendung eines Kartensystems mit zeitlicher und örtlicher
Die Schweizer Flugsicherung Skyguide reduziert ihre Geschäftsleitung per 1. Januar 2027 von neun auf fünf Mitglieder. Mit der neuen Führungsstruktur will das Unternehmen effizienter werden und den Fokus stärker auf sein Kerngeschäft legen: die sichere, zuverlässige und effiziente Führung des Flugverkehrs in der Schweiz und den angrenzenden Lufträumen.
Künftig werden die operativen Aufgaben in den Bereichen Betrieb, Technologie sowie Sicherheit gebündelt. Ergänzt wird die Geschäftsleitung durch einen Chief People & Financial Officer. Neu geschaffen wird zudem die Funktion eines Chiefs of Staff, der direkt dem CEO unterstellt ist, jedoch nicht der Geschäftsleitung angehört.
Die Anpassung ist Teil eines laufenden Effizienzprogramms, mit dem Skyguide ihre Strukturen vereinfachen und Ressourcen gezielter einsetzen will. Laut CEO Peter Merz soll die neue Organisation schnellere Entscheidungswege ermöglichen und gleichzeitig die operative sowie finanzielle Stabilität des Unternehmens stärken.
Bis zum Inkrafttreten der neuen Struktur bleiben die bestehenden Führungs- und Betriebsabläufe unverändert. Die Flugsicherheit habe während des gesamten Transformationsprozesses oberste Priorität, betont Skyguide.
Nur wenige Wochen nach der überraschenden Betriebseinstellung meldet sich der US-Kitflugzeughersteller Sonex eindrucksvoll zurück. Am 1. Mai gab der neue Eigentümer Stephen Osborne die Übernahme sämtlicher Vermögenswerte von Sonex Aircraft bekannt. Dazu gehören neben der Kitflugzeugproduktion auch die Geschäftsbereiche Sonex Aerospace und AeroConversions.
Das Unternehmen aus Oshkosh im US-Bundesstaat Wisconsin hatte Ende März aufgrund hoher Schulden und rückläufiger Verkaufszahlen den Betrieb einstellen müssen (siehe Link am Artikel-Ende). Mit der Übernahme durch den Unternehmer, Flugschulbetreiber und Piloten der dritten Generation konnte die Zukunft der traditionsreichen Marke jedoch gesichert werden. Bereits 21 Tage nach den ersten Gesprächen wurde die Transaktion abgeschlossen und die Produktion wieder aufgenommen.
Osborne kündigte umfangreiche Investitionen in Forschung, Entwicklung und Fertigung an. Ziel sei es, die Produktionskapazitäten auszubauen, bestehende Auftragsrückstände rasch abzubauen und neue Produkte schneller zur Marktreife zu bringen. Besonders im Fokus steht dabei das neue Hochdecker-Projekt von Sonex, für das bereits rund 80 Bestellungen vorliegen.
Firmengründer John Monnett begrüßte die Übernahme und zeigte sich überzeugt, dass das neue Team die Marke erfolgreich weiterentwickeln werde. Auch der bisherige Eigentümer Mark Schaible bleibt dem Unternehmen erhalten und konzentriert sich künftig wieder verstärkt auf die Flugzeug-Entwicklung.
Mit dem Neustart unter neuer Führung setzt Sonex ein starkes Zeichen für die Zukunft des Selbstbauflugzeugmarktes und knüpft an seine langjährige Tradition als innovativer Hersteller von Kitflugzeugen an.