Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Pilot schätzte Wetter falsch ein

Der Absturz eines Kleinflugzeugs vor knapp drei Jahren bei Grebenhain (Vogelsberg) geht Untersuchungen zufolge auf schlechtes Wetter und eine falsche Einschätzung durch den Piloten zurück. Der 66-Jährige war bei dem Unglück am 13. Oktober 2017 ums Leben gekommen. Er habe das Risiko durch aufsteigende Nebelwolken und schlechte Sicht unterschätzt, heißt es in dem nun veröffentlichten Bericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Das Flugzeug hatte Baumwipfel gestreift, war dann auf den Waldboden gestürzt und ausgebrannt. Quelle: ‚Hessenschau.de‚. Bild: ‚Fuldaer Zeitung‚.

Biergarten am Flugplatz

Auf 400 Quadratmetern ist der „Isenbeck Biergarten am Flugplatz“ mit einem wohl einmaligen Ausblick entstanden: Hinter dem Flugfeld präsentiert sich die Skyline der Hammer Innenstadt und die startenden und landenden Flugzeuge sorgen für echte Urlaubsatmosphäre. Damit präsentiert der Luftsportclub Hamm ein neues Angebot, mit dem er sich an alle Interessierte wendet. „Natürlich mussten auch wir coronabedingt in diesem Sommer auf vieles verzichten, so auch auf das Flugplatzfest“, sagt der Geschäftsführer Patrick Lademann. Schon im vergangenen Jahr war das Fest kurzfristig abgesagt worden, weil ein Doppeldecker für Rundflüge nicht in die Luft gehen durfte. So hätten wichtige Einnahmen gefehlt. Für diesen Sommer habe sich der Verein nun entschlossen, das gastronomische Angebot ergänzend zur vorhandenen Terrasse mit diesem Biergarten zu erweitern, sagt Club-Präsident Walter Oppenheim. Mit der Errichtung des Biergartens sei die eigentliche Planungszeit für das Flugplatzfest jetzt sinnvoll genutzt worden. Die Idee kam im Verein und bei allen Partnern von Beginn an gut an: Robert Schünke, Gebietsverkaufsleiter der Warsteiner Brauerei, sagte sofort die erforderlichen Sonnenschirme und Banner zu, Getränkelieferant Bruno Bispinghoff unterstützte die Planungen ebenfalls. Und als die Genehmigung der Stadt vorlag, wurden die Ideen in die Praxis umgesetzt. Quelle: ‚wa.de‚.

Skyguide erhält bis zu 400 Millionen vom Bund

Der Bund will die Flugsicherung Skyguide im laufenden und im kommenden Jahr mit bis zu 400 Millionen Franken unterstützen. Skyguide ist von einem Liquiditätsengpass bedroht, weil die Flugbewegungen aufgrund der Corona-Pandemie eingebrochen sind. Die Flugbewegungen auf den Schweizer Landesflughäfen sind aufgrund der Corona-Pandemie um mehr als 95 Prozent zurückgegangen. Das wirkt sich auch stark auf die Flugsicherung Skyguide aus. Das Unternehmen befindet sich im Eigentum des Bundes und finanziert sich hauptsächlich über Gebühren für An- und Abflüge sowie für Überflüge durch den Schweizer Luftraum. Den Angaben des Bundes zufolge führt der Verkehrsrückgang bei Skyguide voraussichtlich ab August/September 2020 zu einem Liquiditätsengpass.

Konkret rechnet Skyguide für die Jahre 2020 und 2021 mit Verlusten von insgesamt rund 400 Millionen Franken. Dadurch würde das Eigenkapital der Aktiengesellschaft, das Ende 2019 rund 320 Millionen betrug, vollständig verloren gehen. Der Bund beantragt dem Parlament nun zunächst einen Kapitaleinschuss von 150 Millionen Franken. Zudem beantragt er weitere 250 Millionen Franken für das nächste Jahr. Ob die Auszahlung der gesamten zweiten Summe von 250 Millionen Franken tatsächlich nötig sein wird, und wie sie eingesetzt werden soll, will der Bund im Laufe des Jahres auf Basis von aktuellen Informationen entscheiden. Neben der Entwicklung der Pandemie spielt dabei beispielsweise eine Rolle, ob auf europäischer Ebene eine Einigung gefunden wird, die Verluste der Flugsicherungen zwischen Fluggesellschaften und Flugsicherungen aufzuteilen. Quelle: ‚punkt4.info‚.

Darum wären die Kleinflugzeuge fast kollidiert

Defektes Funkgerät, fehlende Warnanlage, ausgeschalteter Transponder: Der Bericht zur Beinahe-Kollision zweier Flugzeuge am Flugplatz Langenthal zeigt eine ganze Fehlerkette auf. Im Anflug auf den Flugplatz Langenthal sind im vergangenen März zwei Motorflugzeuge beinahe zusammengestossen. Das eine Flugzeug wurde beim Landen von einem anderen überholt und musste deshalb durchstarten. Die Flugzeuge näherten sich horizontal bis auf 80 Meter und vertikal bis auf 10 Meter, wie aus einem Schlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hervorgeht.

Beim einen Piloten war die Hörmuschel der Sprechgarnitur kaputt, weshalb er die relevanten Positionsmeldungen wegen des Motorenlärms nicht deutlich verstehen konnte, wie es im Bericht heisst. Die beiden Piloten dürften sich im Anflug gesehen haben, jedoch falsche Annahmen zu den Absichten des anderen getroffen haben. Im Gegensatz zu einem kontrollierten Flugplatz, auf dem ein Flugverkehrsleiter den Verkehr regelt, müssen dies auf einem unkontrollierten Platz die Piloten selbst tun. Dabei bleibe «kein Raum für falsche Annahmen oder Vermutungen», betont die Sust. Vielmehr müssten mittels sogenannter Blindmeldungen alle Zweifel über die Absichten der Piloten ausgeräumt werden. Eines der Flugzeuge war zum Zeitpunkt der Beinahekollision noch nicht mit einem Kollisionswarngerät versehen. Beide Flugzeuge waren hingegen mit einem Transponder ausgestattet, in einem Fall war er allerdings nicht eingeschaltet. Quelle: ‚Langenthaler Tagblatt‚.

Hinauf in die grenzenlose Freiheit

Premiere auf dem Flugplatz Altfeld: An einem Tag durfte sich der Club gleich über zwei bestandene Flugprüfungen mit parallelen Lizenzen freuen. Kurt Moos (66) wird künftig mit behördlicher Erlaubnis dem Segelflug frönen. Sein Fluglehrer Horst Ostrowski kann jetzt auch in Motormaschinen bis zu einem zulässigen Abfluggewicht von zwei Tonnen den Steuerknüppel bedienen.

Damit hat der 55-Jährige seine Lizenzen auf sechs verschiedene Berechtigungen erweitert – ein Umstand, der unter dem fränkischen Fliegerhimmel relativ selten zu finden ist. Kurt Moos‘ beruflicher Alltag spielte sich nur wenige Minuten vom Flugplatz entfernt ab, ganz in der Nähe des Distributionszentrums von Procter & Gamble. Hier arbeitete Moos bis zu seinem Ruhestand als Abteilungsleiter. Wegen der Nähe zum Flugbetrieb spielten sich Starts und Landungen fast vor seinen Augen ab. Nach einem Kaffee-Stündchen auf der Terrasse des Fliegerstübchens dauerte es nur etwa eine Woche, bis Moos‘ Entscheidung gefallen war: Er wollte Segelflieger werden.

Der »Jung-Senior« meldete sich in der Altfelder Flugschule an und durchlief alle Ausbildungsstufen – einschließlich eines 133 Kilometer langen Alleinfluges von Altfeld nach Schweinfurt und zurück. Als jetzt der Prüfer Frank Kurtz vom Luftamt Nordbayern nach Altfeld kam, hatte sich Moos so viel praktisches Können angeeignet, dass er im Luftraum über dem Vorspessart im doppelsitzigen Segler vom Typ ASK 21 alle praktischen Vorgaben mit Bravour meisterte. Horst Ostrowski kennt die von Reinhard Mey besungene grenzenlose Freiheit bereits seit 1997, als er beim Aeroclub Tauberbischofsheim das Einmaleins des Segelfliegens erlernte. Seit Ostrowski die Fluglehrer-Berechtigung erworben hat, hat er 30 Personen das Segelfliegen beigebracht. Quelle: ‚Main-Echo‚.

Villingen-Schwenningen schreibt schwarze Zahlen

Der seit gut einem Jahr amtierende Geschäftsführer Eckhard Pauly erläuterte im Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss des Kreistages das Zahlenwerk. Die Bilanzsumme von 1,946 Millionen Euro liegt nur knapp unter dem Ergebnis des Vorjahres. Zwei neu gebaute Flugzeughallen tragen mit den Mieteinnahmen wesentlich zu diesem positiven Ergebnis bei. Gleichwohl stehen damit auch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in der Bilanz. 2019 sind das insgesamt rund 1,2 Millionen Euro, und schon gut 40 000 Euro weniger als im Vorjahr. Fragen nach anstehendem Sanierungsaufwand, konnte Pauly vorerst verneinen.

An der Landebahn mit dem etwas sumpfigen Untergrund müsse in den nächsten fünf Jahren nichts getan werden. Als beruhigend wurde auch wahrgenommen, dass es in jüngster Zeit keine Unfälle gegeben habe. Gleichwohl räumte Pauly aber einige kritische Situationen ein. Auch an den Wochenenden, bei schönem Wetter mit vielen Privatflügen und Stau im Luftraum, gebe es kein Kollisionsrisiko.

Auf Nachfrage informierte Pauly über den Sachstand zum Hotel Concorde, das sich in der Mitte der seit den 1970er Jahren allmählich entstandenen Gebäudezeile parallel zur B 31 und entlang der Landebahn errichteten Gebäude befindet. Das Hotel, so Pauly, wurde Ende 2019 an die Immobilienfirma Pro Invest in Bad Dürrheim verkauft. Die Pächtersuche gestalte sich schwierig. Mit der Wiedereröffnung des für den Flugplatz wichtigen Übernachtungsangebotes rechne man im Frühjahr 2021. Das Bistro „Fliegerstüble“ habe man aus dem Hotelvertrag herausnehmen können, es werde in Eigenregie von eigenen Mitarbeitern betrieben. Dieses Angebot sei wichtig für den Flugplatz im Blick auf Privatleute und Ausflügler, die zum Verkehrslandeplatz kommen.

Was von engagierten Umweltschützern wie von Bewohnern der Ostbaar, die vom heimischen Flugverkehr direkt betroffen sind, zuweilen kritisch hinterfragt wird, die Entwicklung der Flugbewegungen und vor allem das Verhältnis von Geschäfts- und Privat-/Sportflügen, dazu äußerte sich Pauly erst auf Nachfrage am Rande der Sitzung. Insgesamt stieg die Zahl der Flugbewegungen von 2018 zu 2019 um 9,48 Prozent auf 20 378 Starts- und Landungen. Davon entfallen 17 Prozent, so Pauly, auf Geschäftsflüge. Der große Rest ist Privat-/Sportfliegerei.

Etwas unklar bleibt die Einstufung als „gewerblich“, wenn Pilot und Passagier als Firmenangestellte im eigenen Flugzeug unterwegs sind. Spaziergänger am Aasener Weiherwald sind zuweilen irritriert, wenn ein und dasselbe Flugzeug kurzfristig mehrfach startet und landet. Aber das hat offensichtlich mit der seit Jahren hier angesiedelten Flugschule zu tun beziehungsweise der Notwendigkeit Privat-/Sportfluglizenzen zu sichern.

Die umweltbewussten Grünen, sonst immer kritisch zur Sportfliegerei positioniert, äußerten sich diesmal in der Sache überhaupt nicht. Lediglich beim einstimmigen Beschluss, den Jahresüberschuss der Gewinnrücklage zuzuführen und den Geschäftsführer zu entlasten, enthielten sich Wolfgang Kaiser und Armin Schott. Persönlich darauf angesprochen hieß es: Nach zehn Jahren sei man es leid, immer wieder erfolglos auf den hohen Anteil von privatem Sportflugverkehr hinzuweisen. Auch wenn die Geschäftsflüge auf dem Verkehrslandeplatz in Donaueschingen nicht einmal 20 Prozent ausmachen, hält man diese Einrichtung für die Wirtschaft doch für wichtig.

Der Flugplatz, so Landrat Sven Hinterseh, „tut der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg gut. Die Nutzer kommen aus der gesamten Region, insbesondere aus der regionalen Wirtschaft“. Durchgängig zufrieden äußerte man sich in der Diskussion zum Bau der beiden neuen Rundhallen am Ende der Flughafengebäude in Richtung Donaueschingen. Die Vorstellung, die Stellplätze zügig vermieten zu können, und dabei hatte man damals auch die Sportflieger aus der Schweiz im Blick, hat sich offensichtlich erfüllt und inzwischen positiv in der Bilanz niedergeschlagen.

Zur Gesellschaft der Flugplatz GmbH zählen mit Geschäftsanteilen von jeweils 27 Prozent oder 30 700 Euro die Städte Donaueschingen und Villingen-Schwenningen und der Schwarzwald-Baar-Kreis, der Landkreis Tuttlingen mit 10 250 Euro, die Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg mit 7700 Euro und Erbprinz Christian zu Fürstenberg mit 3600 Euro. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‘.

Drohnenführerschein soll Luftraum sicherer machen

Mit einheitlichen Regeln für die gesamte Europäische Union soll der Betrieb von unbemannten Drohnen ab 31. Dezember dieses Jahres vereinfacht werden. In Österreich wird über die Austro Control eine Art Drohnenführerschein zu absolvieren sein, der dann für die gesamte EU gilt. Damit soll der Luftraum vor allem sicherer werden, hieß es bei der Präsentation am Montag in Wien.

„Heute müssen Sie eine Drohne noch bewilligen lassen, zukünftig wird das deutlich einfacher sein“, sagte Austro-Control-Geschäftsführerin Valerie Hackl. Dauert es aktuell oft noch mehrere Tage bis eine Flugdrohne in Betrieb genommen werden darf, braucht es in Zukunft nur mehr die Absolvierung einer Multiple-Choice-Prüfung und schon kann der Luftraum beflogen werden. Starten soll das neue Verfahren bereits im zweiten Halbjahr dieses Jahres. „Damit wollen wir sicherstellen, dass eine gewisse Bewusstseinsschaffung in der Bevölkerung erreicht wird“, fügte Hackl hinzu und betonte, dass das Betreiben einer Drohne zudem deutlich günstiger werde.

Müssen Drohnenbesitzer heute mit 300 Euro für die Bewilligung rechnen, kostet der Drohnenführerschein in Zukunft nur mehr 28 Euro und ist fünf Jahre lang gültig. Zudem können damit beliebig viele Drohnen zwischen 250 Gramm und 25 Kilogramm betrieben werden. Sogenannte Spielzeugdrohnen ohne Kamera, die maximal 30 Meter hoch fliegen können, sind davon befreit. Außerdem müssen Betreiber, die aktuell über eine Bewilligung verfügen, den neuen Drohnenführerschein erst nach Ablauf dieser absolvieren. Zwar ist es in Zukunft notwendig, jede Drohne online zu registrieren und zu beschriften, doch sei dies mit keinen Zusatzkosten verbunden.

„Die Anwendungsbereiche werden immer größer und intensiver“, sagte Magnus Brunner, Staatssekretär im Klimaschutz- und Innovationsministerium. Wurden Drohnen zu Beginn hauptsächlich für Foto- und Videoaufnahmen genutzt, sind sie heute bereits in der Landwirtschaft, Vermessungstechnik oder bei der Feuerwehr zu finden. „Dieses Innovationspotenzial wollen wir ausbauen und wollen wir nützen“, sagte Brunner und betonte, dass es mit steigender Anzahl an Drohnen immer mehr auf die Sicherheit des Luftraums ankomme. Während in den ersten Jahren seit 2015 laut Brunner rund 400 Drohnen jährlich durch die Austro Control bewilligt wurden, waren es 2019 fast 2700 und heuer bereits 1300. Quelle: ‚Krone.at‚.

Unfall bei der Landung

Der Unfall einer Cessna hat den Flugverkehr am Airport Hamburg vorübergehend komplett zum Erliegen gebracht. Ersten Informationen zufolge kam das Flugzeug bei der Landung von der Landebahn ab und liegt nun im Grünstreifen. Die zwei Insassen der Maschine wurden nicht verletzt. Seit 17.25 Uhr läuft der Betrieb wieder normal.

Nach dem Unfall durfte nicht einmal ein Hubschrauber der Polizei landen. Der Flugverkehr sollte laut Erstinformation der Pressesprecherin des Airports bis circa 18 Uhr gestoppt bleiben. Die Cessna, die von der Landebahn abkam, hatte ersten Informationen zufolge ein Problem mit dem Fahrwerk. Beide Insassen der Maschine sind aber unverletzt.

Die Cessna vom Typ 190D, deren Abflugort aktuell noch nicht bekannt ist, soll wohl öfter am Flughafen Hamburg zu Gast sein. Die Flughafenfeuerwehr hat das havarierte Flugzeug mittlerweile von der Landebahn entfernt. Dazu wurde ein Sattelauflieger verwendet. Gegen 17.25 Uhr wurde der Flugverkehr wieder aufgenommen. „Die Cessna lag direkt am Pistenkreuz“, erklärte die Sprecherin, warum Maschinen weder landen noch starten konnten. Wegen Verspätungen sollten sich Passagiere an die jeweilige Fluggesellschaft wenden. „Wir haben aber noch nicht das Flugaufkommen, das wir sonst hätten“, ergänzte sie. Wegen der Corona-Pandemie seien es derzeit etwa 15 000 Passagiere am Tag, sonst sind es etwa 50 000 an Ferientagen. Quelle: ‚focus.de‘.

Kleinflugzeug brannte bei Landung in Basel-Mulhouse

Ein Flugzeug hat auf dem Flughafen Basel-Mulhouse am Donnerstagnachmittag zur Schliessung beider Pisten geführt. Die Maschine brannte bei der Landung. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Das Kleinflugzeug des Typs Piper PA-28 der Gesellschaft General Aviation sei mit einem Brand an Bord gelandet. Es kam neben der Piste zum Stehen. Das hiess es in einer Mitteilung des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg am Donnerstagabend. Beide Pisten seien ab 15.58 Uhr geschlossen worden, die Querpiste sei seit 17.36 Uhr aber wieder geöffnet. Es habe nur wenige Umleitungen und Annullierungen von Flügen gegeben, es kam auch nicht zu extremen Verspätungen. Verschiedene Flugzeuge flogen deshalb andere Flughäfen an. Eine Maschine von Wizz Air ist nach Genf geflogen, Turkish Airlines und Easyjet wichen auf den Flughafen Zürich aus. Quelle: ‚nau.ch‚.

Lötschental: Flugzeug-Absturz

Im Wallis ist ein kleines Passagierflugzeug abgestürzt. Dabei kamen vier Personen ums Leben. Bei der Fluggruppe Reichenbach im Kandertal ist man bestürzt. Flugzeug-Crash bei Blatten VS: Am Samstag um etwa 12.20 Uhr ist eine kleine Passagiermaschine im Bereich der Gletscherspitza (3063 m ü. M.) abgestürzt, teilt die Kantonspolizei Wallis mit. Einige Minuten später meldete dieselbe Person eine starke Rauchentwicklung. Auf Webcam-Aufnahmen war in dem Bereich eine weisse Rauchwolke sichtbar. Fotos von einem BLICK-Leser zeigen die schwer zu erreichende Absturzstelle. Die aufgebotene Feuerwehr Lötschental, sowie die Rettungskräfte, wurden mit einem Helikopter der Air Zermatt auf Platz geflogen. Diese konnte nur noch den Tod der Flugzeuginsassen feststellen. Bei den Opfern handelt es sich um zwei Schweizer im Alter von 66 und 50 Jahren und zwei Österreicher im Alter von 50 und 46 Jahren.

Das betroffene Flugzeug gehörte zur Flotte der Fluggruppe Reichenbach im Kandertal. «Ich wurde gestern durch die Kapo Bern informiert, dass eines unserer Flugzeuge im Lötschental abgestürzt ist und dabei vier Personen ihr Leben verloren haben», sagt die Präsidentin der Gruppe, Manuela Gebert, zu BLICK. «Mein Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen, die gestern einen lieben Menschen verloren haben, welcher nicht mehr nach Hause kommen wird», sagt sie. Aus Respekt vor den vier verstorbenen Personen, sei der Flugbetrieb der Fluggruppe vorerst eingestellt worden.

Zwei Schweizer und zwei Österreicher tot
Das Kleinflugzeug startete am Morgen vom Flugplatz Reichenbach BE. Dort sollte dieses im Laufe des Tages wieder landen. Auf Anfrage möchte sich der Flugplatzleiter nicht zum Absturz äussern. Rettungskräfte, Air Zermatt und die Feuerwehr seien im Einsatz. «Das Flugzeug ist in Brand», sagt Polizeisprecher Stève Léger auf Anfrage. Auch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle sei ausgerückt. Um die Unfallursache zu klären, wurde eine Untersuchung eingeleitet. Quelle: ‚Blick‚.

Feinste Akrobatik über Gera

Eine Woche voller Flugakrobatik, Sommerwetter, sportlichem Ehrgeiz und gleichzeitig familiärer Atmosphäre: So lassen sich die Deutschen Meisterschaften im Motorkunstflug 2020 zusammenfassen, die auf dem Flugplatz Gera-Leumnitz vom 20. bis 26. Juli stattfanden. Für Veranstaltungsleiter und Motorkunstflugreferent Jürgen Leukefeld und sein Team war alleine schon das pure Stattfinden der Meisterschaften ein Glücksgriff. Schließlich hatte der Event aufgrund der Corona-Bestimmungen lange Zeit bis wenige Wochen vor dem Termin auf der Kippe gestanden. Sogar 200 Zuschauer ließen die gelockerten Bestimmungen des Landes Thüringen am letzten Tag des Wettbewerbs zu. Wer keinen Platz mehr im abgetrennten Zuschauerbereich ergattern konnte, wich auf die umliegenden Feldwege aus und zückte Handy oder Fotoapparat.

Auch wenn mancher Pilot im Vorfeld nicht im gewohnten Umfang hatte trainieren können, war allen die Freude deutlich anzumerken, endlich wieder an einem Wettkampf teilnehmen zu dürfen. Insgesamt 32 Piloten in den Klassen Sportsman, Intermediate, Advanced und Unlimited gingen an den Start, gemessen an den 34 Piloten des Vorjahres und der Ungewissheiten im Vorfeld, eine beachtliche Teilnehmerzahl. Am Himmel wurde dann feinste Akrobatik geboten. Florian Berger wurde zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister der Klasse Unlimited. Er gewann mit deutlichem Vorsprung. Ganz eng dagegen ging es im Rennen um die Plätze zwei und drei zu. Heike Sauels, eine von zwei Frauen im Teilnehmerfeld, konnte den Vizemeister-Titel mit einem hauchdünnen Vorsprung vor ihrem Ehemann Heinrich Sauels erringen.

Auch im Freestyle Wettbewerb, an dem nur Unlimited-Piloten teilnehmen dürfen, machten diese drei Piloten die vorderen Ränge unter sich aus – Berger wieder oben auf, dahinter Heinrich und Heike Sauels auf Platz zwei und drei. Die akrobatischen Manöver jeder Kür, unterstrichen durch eine Spur aus Rauch, die die Maschinen hinter sich her zogen, entlockten den Zuschauern „AAAHS“ und „OOOHS“ im Dauertakt. Motorkunstflug ist eine Kombination aus Erfahrung, Talent, körperlicher Fitness und natürlich Training. Und auch in den unteren Klassen arbeiten die Piloten hart. In der zweithöchsten Wettbewerbsklasse Advanced triumphierte Heintje Wyczisk. Der Pilot hat eine besondere Verbindung zu seinem Flugzeug, hat er die Laser 260 doch eigenhändig zusammengebaut. Alexander Stegner und Rainer Berndt folgten auf den Plätzen. Bei den Piloten in der Klasse Intermediate siegte Jan Diehl vor Justus Schiedek-Jacht und Benjamin Schaum. Erfreulich viele Wettbewerbs-Neulinge registrieren die Organisatoren in der Klasse Sportsman. Hier gingen insgesamt 10 Kunstflieger an den Start. Mit nur zwei Tausendstel Vorsprung setzte sich hier David Friedrich gegen Michael Storek durch. Ingo Sturhan landete auf Rang drei. Alle Ergebnisse des Wettbewerbs sowie weitere Infos finden Sie unter http://results.german-aerobatics.com. Bildbericht: ‚DAeC‚. Video.

Kleinflugzeug touchiert Baumspitze

Bei einem Flugunfall im Greyerzerland sind am Dienstag der Pilot und sein Passagier leicht verletzt worden. Erste Untersuchungen deuten laut Polizei darauf hin, dass das Flugzeug im Landeanflug eine Baumspitze touchiert hatte. Der Vorfall ereignete sich am Waldrand neben dem Flugplatz in Gruyères, wie die Freiburger Kantonspolizei am Mittwoch mitteilte. Der Pilot und der Passagier konnten sich nach dem Absturz aus eigener Kraft aus dem Flugzeugwrack befreien. Sanitäter leisteten den beiden vor Ort erste Hilfe. Der Pilot ist laut Behördenangaben ein flugerfahrener 73-Jähriger aus der Region. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST hat eine Untersuchung zu den Umständen des Unfalls eingeleitet. Die Wrackteile des Flugzeugs konnten geborgen werden. Quelle: ‚Blick‚.

Heringsdorf: Pilatus PC-2 abgestürzt

Am 2. August wurde der Polizei gemeldet, dass am Flughafen Heringsdorf/Usedom ein Flugzeug abgestürzt ist. Beim Start zu einem Übungsflug war ein einmotoriges Flugzeug vom Hersteller Pilatus Typ PC 2 (Oldtimer) aus etwa 40 Metern Höhe zu Boden gestürzt. Dabei erlitt ein 57-jähriger Pilot tödliche Verletzungen; ein weiterer Pilot konnte schwer jedoch nicht lebensbedrohlich verletzt aus dem Wrack geborgen werden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Beim Absturz über einem unbebauten Gebiet unmittelbar neben dem Flugplatz Heringsdorf kamen keine weiteren Menschen zu Schaden. Am Flugzeug entstand Totalschaden. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Die Absturzursache wird durch den Kriminaldauerdienst Anklam und alarmierte Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung Braunschweig ermittelt. Quelle: ‚Presseportal / Polizeipräsidium Neubrandenburg‚.

Notlandung am Flughafen Ensheim

Eine Privatmaschine vom Typ Rockwell Comander 112 musste am Donnerstag (30. Juli) auf dem Flughafen Ensheim mit vier Besatzungsmitgliedern notlanden. Das hat die Bundespolizei bestätigt. Der Pilot hatte Fahrwerksprobleme gemeldet und zugleich Schwierigkeiten mit dem Funkgerät. Über ein Ersatzgerät habe er Kontakt mit dem Tower aufnehmen können und das Fahrwerk letztlich von Hand mit mechanischem Nothebel ausgefahren. Letztlich sei die Landung sicher und ohne Probleme gelungen, so die Polizei.

Im Einsatz waren neben der Flughafenfeuerwehr auch die Berufsfeuerwehr und die Einsatzleitung Rettungsdienst. Das vorsorglich alarmierte Großaufgebot an Rettungskräften wurde letztlich nicht benötigt. Quelle: ‚Saarbrücker Zeitung‚.

Elektrisch von den Alpen an die Nordsee

Der Passagierflug mit batterie-elektrischem Kleinflugzeug ist für die meisten reine Zukunftsmusik. Um zu beweisen, dass sie schon heute Realität ist, machen sich fünf tollkühne Elektro-Enthusiasten am 30. August 2020 mit dem ersten zertifizierten elektrischen Leichtflugzeug auf den Weg. Ganz nebenbei purzeln dabei sieben Weltrekorde aus der Welt der Verbrennerflugzeuge: So braucht ihr Flugzeug für die Strecke weniger als ein Viertel der Energie wie herkömmliche Flieger.

Obwohl der Anteil der Luftfahrt am Treibhauseffekt heute bereits bei fünf Prozent liegt und gerade Emissionen in großer Höhe als besonders klimaschädlich gelten, beschränkt sich elektrisches Fliegen im Gegensatz zum Straßenverkehr eher auf Drohnen im Hobby-Einsatz. Dies liegt daran, dass bis vor kurzem kein Flugzeug-Hersteller den aufwändigen EASA-Zertifizierungsprozess hinter sich gebracht hat, um ein elektrisches Leichtflugzeug zur Marktreife zu entwickeln. Somit waren bisher schlicht keine Batterie-Flieger am Markt erhältlich.

Im Juni konnte nun der slowenische Hersteller „Pipistrel” als erster sein neuartiges Modell „Velis Electro” erfolgreich zertifizieren lassen. Die Zertifizierung ist der entscheidende Schritt aus dem Protoypen- und Experimental-Stadium hin zur kommerziellen Nutzung durch Flugschulen und SportfliegerInnen. Um das neue Flugzeug auf Herz und Nieren zu prüfen, hat sich ein Team von Elektromobilisten für ein außergewöhnlichese Langstrecken-Experiment zusammengeschlossen.

Ernstfall am Himmel

Geht eine Seitentür auf? Schaut ein Maschinengewehr raus? Oder steuert die Maschine im Steilflug auf Davos runter? Dann entscheidet die Bundesrätin, ob der Eindringling abgeschossen wird.“ Peter Merz zieht einen in den Bann mit seinen Geschichten, die genau genommen gar keine Geschichten sind, sondern Szenarien darüber, was er und seine Kampfjetpiloten-Kollegen tun müssten, wenn ein Flugzeug, zum Beispiel während des World Economic Forum (WEF) in Davos, unerlaubterweise in den Schweizer Luftraum eindringt. Was geschähe, wenn der fremde Pilot nicht reagiert auf das Nah-heran-Fliegen und das Warnen, das Funken und auch auf „den letzten Zwick an der Geisel“, das Abfeuern von Leuchtfackeln. Wenn also klar wäre, dass kein Missverständnis vorliegt, sondern dass jemand in böser Absicht die Schweizer Lufthoheit und damit die Souveränität des Landes verletzt. „Dann sind wir bereit, unser Land und unsere Demokratie zu verteidigen, mit allem, was wir haben“, sagt der Oberst im Generalstab: „Wir müssen für alle Situationen gewappnet sein, in Friedens- und in Kriegszeiten. Die Armee ist die Lebensversicherung des Staates.“

Deshalb brauche die Schweiz neue Kampfflugzeuge, sagt der Pilot Merz. Deshalb weibelt er, der im Verteidigungsministerium (VBS) das Projekt „Neues Kampfflugzeug“ leitet, für ein Ja am 27. September, wenn die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger darüber entscheiden, ob der Bund für maximal sechs Milliarden Franken neue Kampfflugzeuge kaufen soll.

Marionna Schlatter sieht das anders. Die grüne Nationalrätin sagt: „Der militärische Ernstfall, also ein konventioneller Luftkrieg, das ist ein absurd unrealistisches Szenario. Ich würde mich lieber an den wahrscheinlichen Risiken orientieren: dem Klimawandel oder einer Pandemie, wie sie uns in diesem Jahr ziemlich unvorbereitet und dramatisch getroffen hat.“ Heute stehen in den Flugzeughangars der Schweizer Armee in Payerne, Emmen und Buochs insgesamt 56 Kampfflieger: 30 F/A-18 Hornet, seit 1996 in Betrieb, 26 F-5E Tiger, mit ihnen wird seit 1978 geflogen. Beide Jets gelten als veraltet.

Das Schweizer Parlament hat dem Kauf von neuen Flugzeugen im Dezember 2019 zugestimmt. Dagegen haben die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), die SP und die Grünen, unterstützt von Greenpeace und mehreren Friedensorganisationen, das Referendum ergriffen. Lesen Sie hier den ganzen Artikel aus ‚Die Zeit‘.

Geglückte Notlandung im Maisfeld

Glück im Unglück hatten ein Pilot und sein Passagier, die zu einem Rundflug über die Alpen starten wollten. Wegen eines Motorausfalls mussten sie in einem Maisfeld in Reitnau AG notlanden. Am Sonntagmorgen nahm ein geplanter Alpenrundflug ab dem Flugplatz Birrfeld AG für den Piloten sowie eine Passagierin eine dramatische Wende. Das Motorflugzeug vom Typ Piper Warrior hatte in der Luft plötzlich einen Motorausfall.

Der Pilot entschied sich daher, auf einem Maisfeld in Reitnau AG eine Notlandung einzuleiten. Er landete zwischen der «Bluemegade Reitnau» und der Güggelfarm Baumann im Surenmoos, ratterte rund 15 Meter zwischen Maispflanzen durch und kreuzte einen Feldweg. Wegen eines kleinen Absatzes zwischen Feld und Kiesweg brach das Bugrad. Auch der Propeller wurde verbogen. Doch die beiden Flugzeuginsassen hatten grosses Glück: Niemand wurde verletzt. Quelle: ‚Blick‚.

Opas bringen russsisches Spionageflugzeug zum Laufen

Wenn man Rentner ist, kann man einiges tun: Toaster reparieren, Kleingärtner werden, Briefmarken sortieren, in der Mittagssonne dösen. Oder man restauriert – versteckt, aber mitten in Berlin – ein tonnenschweres altes Spionageflugzeug aus der Zeit des kalten Kriegs. So wie Avraham. Avraham Kotljar, faltige Finger und Knopfaugen, sitzt in seiner kleinen Wohnung im Flachbau am Westrand von Berlin. An den Wänden Sammelteller, dazwischen wellt sich Blümchentapete. Seit siebzig Jahren träumt Avraham Kotljar vom Fliegen. Seit dem Schultag in Usbekistan, von dem er erzählt, als wäre es letzte Woche gewesen.

An dem Tag ist er ein Achtklässler in Taschkent, Usbekistan und ein Mann vom „Aeroclub“ kommt zu Besuch in seine Schule. Der Mann vom Aeroclub reihte die Jungs auf und fragte: „Wer möchte Segelflieger sein?“ Taschkent hat damals keine Gulags mehr, überall in der grünen Oase wird gebaut. Der kalte Krieg beginnt gerade erst und man darf ein bisschen träumen. Also meldet sich Avraham als erster, der Mann notiert ihn auf der Liste. Lesen Sie hier den ganzen Bericht von ‚vice.com‘.

Thüringens älteste Fluglehrerin

Mit 80 mögen die meisten Kaffeekränzchen, Spaziergänge und Theateraufführungen. Ursula Wötzel liebt das Abenteuer, die Geschwindigkeit und die Höhe. Denn die Jenaerin hebt mit 80 gerne ab! „Es ist schön in der Luft zu sein und die Welt von oben zu sehen“, sagt Uschi, die inzwischen 16 000 Starts hinter sich hat. „Ich kam durch einen guten Freund meines Bruders zur Fliegerei, habe dafür das Handball spielen an den Nagel gehängt, denn für dieses Hobby braucht man viel Zeit.“ Einmal im Jahr absolviert sie einen Gesundheits-Check, der ist ab 50 Pflicht. Den bestand sie bisher mit Bravour. „Ich fühle mich auch noch topfit, gar nicht wie 80“, lächelt die Seniorin. In diesem Jahr bildet Uschi drei Flugschüler aus. Allein in den Motorfliegern waren es insgesamt 62 Schüler, der Älteste war 72 Jahre! Die Lehrerin erklärt: „Wir üben erst das Geradeaus fliegen, dann Kurven. Starten ist einfach, das Landen will geübt sein.“ Quelle: ‚Bild‚.

Mit Kaminski auf Fehmarn

Klaus Skerra gehören der Flugplatz Fehmarn und die Fluggesellschaft Fehmarn Air, die aus einer Maschine besteht. Der 72-Jährige ist alles in einem: Flughafen- und Airline-Chef, Cheffluglotse, Pilot, Catering-Leiter, Marketingdirektor, Pressesprecher und Sicherheitschef. Am liebsten sitzt Skerra bei Sonnenschein in seinem Tower: einem in die Jahre gekommenen Strandkorb. Im Interview mit HORIZONT-Videoreporter Mirko Kaminski erzählt er, warum PR für ihn das beste Marketing ist, wie er Kundenzufriedenheit misst und warum er mal jemanden festnehmen musste. Quelle: ‚horizont.net‚.

Flughafen München: Langsamer Re-Start

Wer rastet, der rostet. Das gilt auf der Couch ebenso wie auf den Vorfeldern des Münchner Flughafen. Als die Corona-Pandemie den Luftverkehr fast vollständig zum Erliegen brachte, musste auch der Lufthansa-Konzern fast alle seiner 120 im Erdinger Moos stationierten Maschinen am Boden lassen, auch die der Töchter Eurowings und CityLine. Von den 80 Kranichen sind 24 noch im Nest. Auf Dauer tut ihnen das nicht gut. Deswegen müssen die Maschinen immer wieder überprüft werden, alle drei Monate steht ein Bewegungsflug an. Wir waren bei einem dabei. Andreas Jasper und Matthias Kirchgasser sind Piloten auf der A350, das neue Lufthansa-Flaggschiff, das deutlich leiser ist und viel weniger (Kerosin-)Durst hat. „Das ist unser Hochleistungssportler. Dem geht es wie einem echten Athleten. Wenn er nicht trainiert, gerät er aus der Form“, sagt der 49-Jährige schmunzelnd. „Normalerweise sind diese Flieger 16 Stunden am Tag im Einsatz. Deswegen war die Vorgabe des Herstellers, dass er spätestens nach drei Monaten Stillstand einen Bewegungsflug machen muss, bisher reine Theorie“, sagt Jasper. Seit Monaten ist es bittere Realität.

Gähnende Leere auch auf den Taxiways, den Betonpisten zur Startbahn. Es ist kurz nach 11 Uhr. „Normalerweise hätten wir jetzt Stau“, sagt Kirchgasser. Immerhin: Ehe es auf die Nordbahn geht, muss Jasper zwei landende Maschinen durchlassen. Es tut sich wieder ein bisschen was am Himmel über dem Erdinger Moos. Lufthansa-Sprecherin Bettina Rittberger verbreitet Optimismus: „Wir sind schon wieder bei 40 Prozent der Flugbewegungen vom Vorjahr.“ Quelle: ‚Merkur‚. Bild: Axel J. auf Flickr.

Gera: Deutsche Kunstflug-Meisterschaften

Rund 150 Motor-Kunstflieger der Interessengemeinschaft „German Aerobatics“ tragen seit dem Montagvormittag ihre Deutschen Meisterschaften in Gera aus. Auf dem Flugplatz Gera-Leumnitz fliegen sie in vier Leistungsstufen. Sie müssen zunächst ein Pflichtprogramm absolvieren. Dabei erfahren sie erst kurz vor dem Start, welche Figuren sie fliegen müssen. Danach stellen sich die Piloten im Wettbewerb mit selbst entwickelten Flug-Programmen vor. Schiedsrichter vergeben für die Loopings, Linien und Rollen Noten von Null bis Zehn. Abschluss der Wertungswoche wird ein Freistil-Wettbewerb sein, bei dem die Piloten der höchsten Kategorie ihre Flugbahnen auch mit Rauch an den Himmel zeichnen. Trotz des hohen Schauwertes ist Kunstflug nach eigenen Angaben ein Leistungssport. In der höchsten Kategorie müssen die Piloten je nach Flugmanöver ein Vielfaches ihres Körpergewichts aushalten. Bei den Wettbewerben in Gera-Leumnitz starten bis Samstag mehr als 30 Flieger. Quelle: ‚MDR Thüringen‘.

Bruchlandung in Verden

Einen dramatischen Nachmittag haben am Sonntag die Rettungskräfte in Verden erlebt. Innerhalb kurzer Zeit mussten sie erst zur Bruchlandung eines Kleinflugzeugs und dann in unmittelbarer Nähe zu einem schweren Autounfall ausrücken. Wie die Polizei mitteilte, verunglückte zunächst gegen 14.50 Uhr die Propeller-Maschine beim Landeanflug. Das Kleinflugzeug geriet über die markierte Landebahn hinaus und kam erst auf einem angrenzenden Feld zum Stehen. Nach Angaben der Feuerwehr, mussten die Einsatzkräfte eine pyrotechnische Abschussvorrichtung für das flugzeugeigene Rettungsgerät entschärfen, bevor das Wrack geborgen werden konnte. Der Pilot erlitt leichte Verletzungen. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar. Knapp zwei Stunden später verunglückten in rund 500 Metern Entfernung drei junge Männer mit ihrem Auto. Quelle: ‚NDR‚. Bild: ‚Kreiszeitung‚.

„Noch halten wir durch“

Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf den Flugplatz Manching. Zumindest auf den Betrieb von Private Wings. Geschäftsführer Peter Paul Gatz bestätigte, dass wegen der wirtschaftlichen Situation „knapp 20 Prozent der Angestellten“ entlassen worden sind. Und er malt ein düsteres Szenario an die Wand: „Wenn sich die Lage nach den Sommerferien nicht entspannt, wird es ganz eng. “ Gatz schließt dann eine Standortschließung nicht aus.

Private Wings wurde von Gatz und Andreas Wagner 1991 in Berlin gegründet. Dort befindet sich auch der Hauptsitz. Manching ist laut Gatz der Hauptstandort. Hier waren zuletzt Shuttleflüge für die Automobilindustrie, also für Audi und Volkswagen, das Kerngeschäft. Im Portfolio sind aber auch andere geschäftliche Charter- sowie Frachtflüge.

Corona hat das Geschäft nahezu zusammenbrechen lassen. „Im gesamten April hatten wir exakt einen Flug“, sagt Gatz. Sonst seien es mehrere Hundert. „Uns ergeht es genauso wie der Lufthansa und anderen Fluggesellschaften. “ Und er habe von Großkunden gehört, einige wollten in Bezug auf die Flüge nach Corona „nicht mehr zu alter Stärke“ zurückkehren.

Kündigungen unter den rund 70 Mitarbeitern waren laut Gatz unumgänglich. „Boden- oder Reinigungspersonal, auch Piloten mussten coronabedingt gekündigt werden. Wir brauchen zum Beispiel nicht so viele Servicetechniker wie bisher, wenn unsere Flugzeuge nicht regelmäßig fliegen, sondern nur am Boden stehen. “ Einen Teil der Flotte hat Private Wings inzwischen in Oberpfaffenhofen „dauerhaft abgestellt“. In Manching stehen laut Gatz „noch fünf, sechs flugfähige Maschinen“. Private Wings verfügt insgesamt über zwölf Flugzeuge. „Noch halten wir durch“ betont der Geschäftsführer. „Wir hoffen aber auf Audi und VW.“ Quelle: ‚Ingolstadt Today‘. Bild: ‚Augsburger Allgemeine‚.

Sportflugzeug fliegt in Lotsenturm

Ein Kleinflugzeug ist in Müncheberg östlich von Berlin in den Tower des dortigen Flugplatzes geflogen – und zunächst steckengeblieben. Die beiden Insassen des Flugzeugs – Vater und Sohn – hatten am Sonntag Glück im Unglück. Sie wurden von Einsatzkräften gerettet und mit Hubschraubern in Krankenhäuser geflogen. Der 68 Jahre alte Pilot und sein 46-jähriger Sohn seien verletzt, sagte eine Polizeisprecherin. Wie stark die Verletzungen waren, blieb zunächst unklar.

Die Ursache der Kollision des Ultraleichtflugzeugs am Flugplatz Eggersdorf in einem Ortsteil von Müncheberg (Landkreis Märkisch-Oderland) blieb ebenfalls vorerst offen. Dies soll bei einer Flugunfalluntersuchung herausgefunden werden. Die Experten waren laut Polizei am Sonntag am Ort. Weitere Menschen wurden nicht verletzt. Im Turm befand sich zwar zum Zeitpunkt der Kollision ein Mann, er blieb aber unverletzt. Die Hülle des Towers sei nicht beschädigt, Scheiben seien nicht zu Bruch gegangen.

Das Flugzeug konnte zunächst noch nicht geborgen werden. „Es hängt noch dort oben am Tower“, sagte die Polizeisprecherin. Der Grund sei, dass das Ultraleichtflugzeug eine Rakete als Bestandteil eines Rettungssystems habe, die bei einer Notlandung aktiviert werde. Um sie zu sichern und zu entfernen, sei ein Munitionsbergungsdienst am Ort. Der frühere Militärflugplatz ist seit diesem Jahr ein Sonderlandeplatz und nicht mehr Verkehrslandeplatz, nur bestimmte Nutzer dürfen dort landen. Der Turm war nach Angaben des Flugplatzes erst im Jahr 2013 errichtet worden. Quelle: ‚Berliner Morgenpost‘.

Pilot besucht betroffene Hauseigentümer

„Es sei gut so, wie es ausgegangen ist“, sagt Horst Wisser mit fester, aber leiser Stimme. Er steht in dem Studio in seinem Wohnhaus, in welches an Pfingstsamstag um 19.30 Uhr ein Kleinflugzeug gekracht ist. „Wir leben beide. Wir haben einen Schutzengel gehabt“, wendet Wisser sich an Hans-Dieter Pahl, den 54-jährigen Piloten, der die Maschine flog. Quelle: ‚Rhein-Zeitung‚.

Gefährliche Annäherung von PC-24 und Segelflieger

Am Himmel über Neuheim im Kanton Zug sind sich ein Segelflugzeug und eine Pilatus PC-24 gefährlich nahe gekommen. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat daher eine Untersuchung eröffnet. Der Vorfall ereignete sich am 8. Mai auf rund 1500 Metern über Meer, wie aus dem Vorbericht hervorgeht, den die Sust am Dienstag veröffentlichte. Das Segelflugzeug war vom Flugplatz Hausen am Albis mit einem Piloten an Bord zu einem privaten Flug gestartet. Der PC-24 der Pilatus Flugzeugwerke war derweil auf einem technischen Flug unterwegs. Mit zwei Personen an Bord war der Jet vom Flugplatz Buochs aus gestartet, für beide Flugzeuge galten die Sichtflugregeln. Die Sust stuft das Ereignis als «schweren Vorfall» ein. Quelle: ‚Luzerner Zeitung‘.

Wasserstoff in der Luftfahrt

Lange war Wasserstoff nur ein Forschungsthema, doch jetzt will die Branche das Gas ernsthaft zum Ersatz für Kerosin machen. Die Coronakrise könnte den grünen Wandel beschleunigen. Mitte Juni am britischen Flughafen Cranfield: Eine Gruppe Zuschauer in gelben Warnwesten steht auf dem Rasen, auch die Feuerwehr hat sich mit zwei Einsatzwagen an der Startbahn postiert. Langsam rollt sie los, die blaue Propellermaschine mit sechs Sitzen, auf zu ihrem ersten Testflug, auf in die Zukunft der Luftfahrt. Das Video vom gelungenen Debüt der Kleinmaschine vom Typ Piper Malibu wird später im Internet die Runde machen. Es ist ein wichtiger Erfolg für das britische Start-up ZeroAvia. Dessen Ingenieure haben der Maschine einen neuen Antriebsstrang verpasst: Statt Kerosin tankt sie Strom. Noch stammt der aus Akkus, aber schon beim nächsten großen Testflug im Herbst sollen ihn Brennstoffzellen aus Wasserstoff erzeugen. „Vor einem Jahr sprachen alle in der Branche noch von Batterien”, sagt Julian Renz, Projektmanager bei ZeroAvia. „Jetzt ist Wasserstoff Mittelpunkt der Diskussionen.” Weltweit investieren Staaten und Konzerne in die Massenproduktion des neuen Energieträgers. Allein Deutschland will neun Milliarden Euro in die Wasserstoff-Wirtschaft stecken, und nun hat auch die Europäische Union eine Wasserstoff-Offensive vorgestellt. Ziel dieser Initiativen ist es, das Gas zum Treibstoff des 21. Jahrhunderts zu machen. Erste Züge und Schiffe fahren schon damit, Stahlwerke und Düngemittelfabriken testen Wasserstoff als neuen Energieträger. „Wasserstoff könnte eine Möglichkeit sein, Luftfahrt emissionsfrei weiterzuführen”, sagt Jochen Kaiser, Leiter für visionäre Flugzeugkonzepte beim Münchner Luftfahrt-Think-Tank Bauhaus Luftfahrt. Quelle: ‚Wirtschaftswoche‚.

Frachtflieger Il-76: Start und Landung auf Erdpiste

Das russische Verteidigungsministerium hat kürzlich ein Video von einem Training der russischen Transportflugzeuge Il-76MD veröffentlicht. Dabei stand der Start und die Landung der Il-76 auf einer Erdpiste im Mittelpunkt. Die Übungen fanden in dem russischen Gebiet Twer statt. Dabei mussten die Piloten mit einem Transportflugzeug des Typs Il-76MD von einer Erdpiste zuerst in die Luft aufsteigen und dann die Maschine auf dieser wieder landen. Die veröffentlichten Aufnahmen zeigen, wie eine Il-76MD von der Start- und Landebahn eines Trainingsplatzes auf eine Erdpiste rollt, von wo aus die Maschine erfolgreich in die Luft aufsteigt. Die Iljuschin Il-76 (NATO-Codename: „Candid“) ist ein schweres Transportflugzeug, das in der Sowjetunion entwickelt wurde und bis heute in Russland hergestellt wird. Das Flugzeug ist in der Lage, schweres militärisches Gerät wie Panzer und Geschütze zu transportieren. Video. Quelle: ‚Sputniknews.com‚.

IGOL: Überraschender Rücktritt des Präsidenten

Im Mai dieses Jahres informierte Frido Stutz, seit drei Jahren IGOL-Präsident, den Vorstand per E-Mail über seinen sofortigen Rücktritt. Gründe seien seine berufliche Belastung und Mängel in der Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Frido Stutz ist vor kurzem als Pilot bei Cargolux pensioniert worden. So führte der langjährige Vizepräsident Bruno Scherrer kompetent und engagiert die 35. Mitgliederversammlung im neuen Flieger- und Fahrzeug-Museum Altenrhein. Nach der Begrüssung zahlreicher Ehrenmitglieder blickte er auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Kassier Dani Ritter präsentierte einen erfreulichen Jahresabschluss mit einem positiven Ergebnis und ein ausgeglichenes Budget 2020.

Die Mitglieder-Beiträge bleiben unverändert und erlauben für die Zukunft weitere inte-ressante Aktivitäten. Mit Applaus ist Uschi Menzi in den Vorstand gewählt worden. Die langjährige, erfahrene Treuhänderin und selbst Pilotin ist sowohl mit der IGOL wie auch mit dem AeCOS seit vielen Jahren verbunden und bestens vertraut. Für seine grossen Verdienste um die IGOL und vormalige VPFA ist mit grossem Applaus Peter Thoma mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet worden. Bekannt ist unter anderem sein „Airmail“, das einzigartige Magazin der IGOL. Sein Wirken meist im Hintergrund hat viel zum Erfolg der Ostschweizer Luftfahrt beigetragen. Für den IGOL-Vorstand steht jetzt die Suche nach einem neuen Präsidenten im Vordergrund. Quelle: AeCOS.