Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Investitionen auf dem Flugplatz Münster-Telgte

Um den Flugplatz Münster-Telgte fit für die nächsten Jahre zu machen, investiert der Aero-Club Münster-Münsterland derzeit viel Geld. Momentan werden die Rollwege saniert, über die die Flugzeuge von den Hallenvorplätzen zur Start- und Landebahn gelangen. Der Aero-Club Münster-Münsterland investiert derzeit viel Geld in den Flugplatz Münster-Telgte, um diesen fit für die nächsten Jahre zu machen. Wie Wolfgang Müller, Präsident des Aero-Clubs, auf WN-Anfrage erläuterte, werden derzeit die sogenannten Rollwege saniert. Das sind die Verbindungswege zwischen den Hallenvorplätzen sowie der Start- und Landebahn. Denn nach rund 40 Jahren, so alt seien die Rollwege und die Startbahn in etwa, hätten sich an einigen Stellen Risse gebildet. Das sei nach Ansicht der Experten wahrscheinlich dadurch bedingt, dass der Unterbau seinerzeit nicht an allen Stellen ausreichend stark ausgeführt worden sei. Das Manko betreffe vor allem den östlichen Bereich der Rollwege. Dort wurde in den vergangenen Tagen bereits, wo notwendig, der Unterbau verstärkt, um Sicherheit für die Zukunft zu haben. Im westlichen Bereich der Rollwege musste die Decke nur abgefräst und anschließend erneuert werden. Die Maßnahme, die rund 100.000 Euro kostet, wird vom Land mit rund 60 Prozent bezuschusst, da es sich um wichtige Sicherheitsmaßnahmen handelt. Der Förderzusage vorausgegangen war nach Angaben des Aero-Clubs ein aufwendiges Prüfverfahren. Während die Rollwege derzeit saniert werden, finden an der Start- und Landebahn keine Arbeiten statt. Dort ist nach Aussagen des Clubs alles in Ordnung. Quelle: ‚azonline.de‚.

Kritik nach NetJets-Flugplatzanteils-Verkauf

Die Amerikaner steigen aus, ein neuer Eigentümer aus dem Nachbarbundesland ist schon im Anflug: Die Firma NetJets Europe steht im Begriff, ihren knapp 88-prozentigen Mehrheitsanteil an der Hessischen Flugplatz GmbH Egelsbach (HFG) zu verkaufen. Den größten allgemeinen Verkehrslandeplatz der Bundesrepublik übernehmen wird die Triwo-Gruppe aus Trier, ein Immobilienunternehmen, zu dessen Geschäftsfeldern der Betrieb von Flugplätzen zählt. Beide Seiten sind sich handelseinig, das ist spruchreif und wurde gestern so von NetJets öffentlich gemacht. Als offizieller Übernahmetermin bieten sich der Jahreswechsel und das Ende des HFG-Geschäftsjahrs an, doch im Detail ausgearbeitet und in trockene Tücher gebracht werden soll die Transaktion so bald als möglich im November oder Dezember. Das bringt die beiden Minderheitsgesellschafter, die Kommunen Egelsbach (6,61 Prozent HFG-Anteil) und Langen (5,66), ebenfalls mit an den Tisch. Und nach  Monaten der Funkstille in NetJets-Manier wurden deren Vertreterinnen in der HFG-Gesellschafterversammlung Mitte Oktober kurzfristigst zur Sitzung eingeladen. Die Art und Weise dieses vor vollendete Tatsachen Stellens in Verbindung mit einer weiteren Kapitalerhöhung in Millionenhöhe hat die Juniorpartner einmal mehr vergrätzt. Mehr Infos finden Sie im Originalbericht von ‚op-online.de‚.

Luftraum muss Allgemeingut bleiben

Der gesamte Luftraum muss weiterhin frei zugängliches Allgemeingut bleiben und darf nicht ausschließlich von den Interessen der unbemannten kommerziellen Luftfahrt dominiert werden. Das fordern der Deutsche Aero Club e.V. (DAeC), die Vereinigung Cockpit e.V. (VC), der Deutsche Hubschrauber Verband e.V. (DHV) und die Bundesvereinigung fliegendes Personal der Polizei e.V. (BfPP) gemeinsam in einem offenen Brief an die EU-Kommissarin für Verkehr, Violeta Bulc, und die Mitglieder des EU-Ausschusses für Verkehr und Tourismus. Anstoß für den offenen Brief: Derzeit erstellt die EASA in einem beschleunigten Verfahren eine Verordnung für den sogenannten U-Space, welcher als Luftraum für die kommerziell genutzte unbemannte Luftfahrt dienen soll. Die bemannte Luftfahrt wurde bei diesem Entstehungsprozesses nicht ausreichend eingebunden und berücksichtigt. Doch Luftfahrt ist “Teamsport”. Und deshalb rufen DAeC, VC, DHV und BfPP die Adressaten des offenen Briefes auf, einen gemeinsamen Workshop abzuhalten, an dem alle Interessensgruppen beteiligt werden. “Ein weiterer Alleingang im Hinblick auf den U-Space steht in völligem Gegensatz zu den Standardized European Rules of the Air und gefährdet die Idee des Single European Sky”, lautet hier das gemeinsame Fazit. “Unglücklicherweise wird das derzeit entstehende Regelwerk für den U-Space von den Interessen der unbemannten kommerziellen Luftfahrt dominiert, also von einem völlig neuen Teilnehmer im Luftraum. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die bemannte Luftfahrt ebendiesen Luftraum seit mehr als 100 Jahren nutzt”, fordert DAeC-Präsident Stefan Klett deshalb. “Wir sind sehr besorgt, dass die angedachten Regulierungen des U-Space die Flugsicherheit beeinträchtigen und den freien Zugang zum Luftraum begrenzen werden. Daher haben wir den aktuellen Entwurf zum U-Space umfassend kommentiert”, ergänzt Habbo Brune, Vorsitzender des DAeC-Bundesausschusses Unterer Luftraum. Alle Unterzeichner des offenen Briefes sind sich einig, dass sich neue Luftraumteilnehmer und damit der U-Space in die bestehenden Luftraum- und Flugsicherungsstrukturen integrieren müssen. Dabei dürfen für die bemannte Luftfahrt keine unnötigen Beschränkungen oder zusätzliche Belastungen entstehen. “Eine völlig abgegrenzte unbemannte Luftfahrt führt in die falsche Richtung und beschneidet nicht nur die Bedürfnisse und Interessen des Luftsports sowie die der Allgemeinen und kommerziellen Luftfahrt. Auch Einsatzflüge von Polizei, Militär und Rettungsdienst sind betroffen“, lautet die einhellige Meinung der Unterzeichner, die auch eine stärkere Einbindung der bemannten Luftfahrt fordern und dazu ihre Kooperation anbieten. Quelle: ‚DAeC‚.

Flugplatz Uetersen/Heist mit 35’000 Flugbewegungen

Er zählt zu den größten öffentlichen Verkehrslandeplätzen in Deutschland – der Flugplatz Uetersen/Heist. Vor allem in den wärmeren Monaten starten und landen hier insbesondere an den Wochenenden Segelflieger, kleine Motorflugzeuge und Hubschrauber am laufenden Band. Jetzt, im Herbst, wird es ruhiger auf dem Gelände und ringsum. Unterdessen zieht Ralph Post, der Geschäftsführer des Flugplatzbetreibers, eine positive Bilanz der Sommersaison. Er erläutert, dass das Unternehmen mit bis zu 35.000 Flugbewegungen im gesamten Jahr seine Position auf den vorderen Plätzen erneut behaupten konnte. Finanziell wird das nach seinen Worten „einen Umsatz von etwa 850.000 Euro“ bedeuten. Die Einnahmen setzen sich nicht nur aus den Landegebühren zusammen, von denen nach seinen Schätzungen etwa 70 Prozent aus den Landungen an den Sommer-Wochenenden stammen. Für Umsatz sorgen auch die Vermietung und Verpachtung von Büros und dem Restaurant in den gesellschaftseigenen Räumlichkeiten und einer Tankstelle für die Flugzeuge. Für Landungen zahlen die Piloten – je nach Gewichtsklasse ihres Flugzeugs – ab 7 Euro. Mehr Informationen im Originalbericht der ‚SHZ‘ (Registrierung).

Flugplatz Bamberg erhält Instrumentenflugbetrieb

Am Flugplatz Bamberg können in Zukunft Maschinen auch bei schlechtem Wetter starten und landen. Dazu wird auf dem Verkehrslandeplatz ein Instrumentenflugbetrieb eingerichtet, teilte das Verkehrsministerium mit. Am Flugplatz Bamberg können Flugzeuge bislang nur bei guter Sicht starten und landen. Künftig soll das auch bei schlechtem Wetter möglich sein. Dazu wird am Verkehrslandeplatz ein Instrumentenflugbetrieb eingerichtet, teilte das Verkehrsministerium mit. Um diesen zu ermöglichen, ist der Einbau einer sogenannten Mittellinienbefeuerung auf der Start- und Landebahn vorgesehen. Außerdem muss eine Anflugbefeuerung installiert werden. Die Baumaßnahme werde mit zwei Millionen Euro gefördert, heißt es in der Mitteilung weiter. Insgesamt müssen 3,3 Millionen vom Bauherren investiert werden. Der Bauherr sind die Stadtwerke Bamberg Verkehrs- und Park GmbH. Die Ab dem Frühjahr 2020 sollen Flugzeuge mit bis zu zehn Tonnen Gewicht in Bamberg bei schlechter Sicht abheben und landen können. 2018 erfolgten 6.000 Starts am Flugplatz. Für Unternehmen in Oberfranken, die Geschäftspartner im Ausland haben, gilt der Instrumentenflugbetrieb am Flugplatz Bamberg als Standortvorteil. Quelle: ‚BR24.de‚.

Senioren gehen in die Luft

Zu einem karitativen Event der besonderen Art lud der Markgräfler Luftsportverein Müllheim (MLV) unlängst Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen der Gevita Residenz Müllheim auf den vereinseigenen Flugplatz. MLV-Vorsitzender Arno Breitenfeld hatte der Seniorenhilfeeinrichtung angeboten, dass der Verein im Rahmen eines sozialen Projektes gerne zehn Freiflüge für Bewohner und Mitarbeiter verschenken möchte, so heißt es in einer Mitteilung von Gevita. Gedacht war die Aktion auch als ein Dankeschön an die, die sich tagtäglich um die Pflege und Betreuung der Seniorinnen und Senioren kümmern. Darüber hinaus sei es eine Herzensangelegenheit gewesen, älteren, auch pflegebedürftigen, Menschen den Traum vom Fliegen zu erfüllen. Quelle: ‚Badische Zeitung‚.

Fluglärm: täglich grüßt das Murmeltier

Regelmäßig vor Landtagswahlen wird das Parlament in Rheinland-Pfalz zum großen Fluglärmgegner – aber es ändert sich am Himmel nichts. Denn regelmäßig, alle fünf Jahre, verwandelt sich das Parlament in Rheinland-Pfalz zur großen Bühne der Fluglärmaktivisten, Bürgerinitiativenversteher und Ausbaugegner. Denn alle fünf Jahre wird gewählt. Murmeltiertag. Gegenüber dem einen oder anderen Abgeordneten mag das ungerecht sein. Aber die rheinland-pfälzische Politik brilliert bei dem Thema in erster Linie rhetorisch. Verbessert hat sich die Situation am Himmel für die Rheinland-Pfälzer nicht. Und es könnte noch schlimmer kommen: Der Luftraum über dem östlichen Soonwald, dem Rheintal und dem Raum Bingen soll offenbar ab 2020 abgesenkt werden. Wird heute in knapp 2000 Meter geflogen, so könnte es noch einmal um fast 1000 Meter weiter runtergehen. Es geht um den Landeanflug bei Ostwind. Auch soll der Luftraum für anfliegende Jets nach Westen ausgeweitet werden. Der Mainzer-CDU Abgeordnete Gerd Schreiner wagte sich zumindest an den Versuch einer Lösung. Er schlug vor, die Flugsicherung zu Lärmschutz zu verpflichten. Auch müsse man an die Grenzwerte ran. Was Schreiner verschwieg, ist, dass das Fluglärm-Schutzgesetz vor zwölf Jahren im Bundestag auch mit CDU-Stimmen beschlossen wurde. Die darin formulierten Werte sind, aus Sicht des Lärmschutzes im Rhein-Main-Gebiet, lächerlich. Quelle: ‚Wormser Zeitung‚.

Flugsicherung bereitet BER-Start vor

Die Zeichen verdichten sich, dass der BER im kommenden Jahr tatsächlich ans Netz geht. Die Flughafengesellschaft FBB kommuniziert gegenüber den Systempartnern Herbst 2020 als Eröffnungstermin und gibt sich zuversichtlich, das lange währende Projekt im kommenden Jahr endlich zu einem Abschluss bringen zu können. Mit der Eröffnung des neuen Flughafens und der Schließung des bislang wichtigsten Hauptstadt-Airport in Tegel wird auch der Luftraum über Berlin neu strukturiert. Das bedeutet für die DFS einen erheblichen Umstellungsaufwand, da die Lotsen auf den geänderten Luftraum und neue Verfahren geschult werden müssen. Für das Personal der beiden Kontrolltürme in Tegel und Schönefeld sowie die in Bremen stationierte Center-Lotsen beginnen nun die Schulungen für den BER-Betrieb. Ab November würden zunächst die Trainer geschult, die dann ab Februar auch die Lotsen und Vorfeldkontrolleure aus Schönefeld sowie die Lotsen und Platzkoordinatoren aus Tegel schulen, heißt es von der DFS. Das Unternehmen baue derzeit extra einen 3D-Simulator am Tower des BER, an dem alle möglichen Szenarien trainiert werden könnten. Mehr Informationen wie die künftige Berliner Luftraum-Struktur finden Sie im Originalbeitrag von ‚Airliners.de‘.

LSV Lüneburg Bürgerentscheid soll Flugplatz retten

Der Luftsportverein in Lüneburg plant einen Bürgerentscheid, um das Aus für den örtlichen Flugplatz doch noch abzuwenden. Das sagte der Vorsitzende des Vereins, Richard Meier, zu NDR 1 Niedersachsen. Bei der Stadt sei das Vorhaben bereits angezeigt. Damit es zu einem Entscheid kommt, müssen die Initiatoren nun knapp 6.000 Unterschriften sammeln. Der Lüneburger Rat hatte im August beschlossen, den Pachtvertrag für das Gelände nicht mehr zu verlängern. In einem Jahr soll der Flugplatz schließen. Geplant ist dort ein Gewerbegebiet. Quelle: ‚NDR‚.

CH-Privatflugabgabe: Es steht zu viel auf dem Spiel!

Im Rahmen der Totalrevision des CO2-Gesetzes wurde unter Federführung von Ständerat Thomas Minder (parteilos, Schaffhausen) über eine „Privatflugabgabe“ in Höhe von CHF 500.00 pro Flug beraten. Es besteht innerhalb der Aviatik Einigkeit und grösste Sorge darüber, dass eine derart ungerechtfertigte und kaum durchdachte Massnahme verheerende Folgen für die Allgemeine Luftfahrt, die Flugplätze und deren Partner haben würde. Die Basis der Schweizer Luftfahrt steht auf dem Spiel. Der VSF hat zusammen mit seinen Partnern der General Aviation, dem Aero-Club der Schweiz und der Aircraft Owners und Pilots Association, bei der zuständigen Kommission im Nationalrat interveniert und diese mit einem Memorandum von Verbänden und Unternehmern der Luftfahrt bedient. Die zuständige Kommission UREK-NR berät zum Gesetz das nächste Mal am 28. Oktober 2019. Sie finden das Memorandum von Verbänden und Unternehmen im untenstehenden Link. Bei Rückfragen steht Ihnen die Geschäftsführung des VSF gerne zur Verfügung. Foto: Flugschule Hohensee.

‚NO‘ zu «ENGLISH ONLY» auf Regionalflugplätzen

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates (KVF-S) spricht sich dafür aus, dass der Funkverkehr für den nichtgewerbsmässigen Sichtflug in der Schweiz neben Englisch weiterhin in der ortsüblichen Landessprache stattfinden darf. Sie empfiehlt eine entsprechende Motion ihrer Schwesterkommission einstimmig zur Annahme. Die KVF des Ständerates geht mit der grossen Kammer darin einig, dass die seit dem 1. Januar 2019 geltende Regelung, wonach die Radiotelefonie im Luftraum über der Schweiz grundsätzliche auf Englisch erfolgen soll, keinen Sicherheitsgewinn gebracht, sondern insbesondere auf Regionalflughäfen zu Unsicherheiten geführt hat. Ausserdem weist sie darauf hin, dass das Parlament bei der Revision des Luftfahrtgesetzes (16.062) im Jahr 2017 davon ausging, dass die Regelung «English only» in erster Linie die Landesflughäfen, den Instrumentenflugverkehr und den kommerziellen, internationalen Linienluftverkehr betreffen soll. Für die übrigen Lufträume und Flugplätze sollte es mittels Ausnahmeregelungen wie bis anhin möglich sein, neben Englisch auch in der entsprechenden Landessprache zu kommunizieren. Nach Ansicht der Kommission trägt die Umsetzung der Gesetzesrevision in der Verordnung über die Flugsicherungsdienste dem damals geäusserten politischen Willen nun aber nur ungenügend Rechnung, weshalb die Verordnung wieder angepasst werden soll. Sie beantragt daher ihrem Rat einstimmig, die Motion anzunehmen.

Pilatus erneuert Verkaufsschlager PC-12

Konjunkturschwäche und Greta Thunberg zum Trotz: Privatjets verkaufen sich nach wie vor sehr gut. Laut «Bloomberg» sollen die Auslieferungen dieses Jahr weltweit um 9 Prozent auf 690 Stück steigen. Auch im kommenden Jahr ist mit einem weiter steigenden Absatz auf 740 Exemplare zu rechnen. Hauptgrund für den anhaltenden Aufschwung ist, dass derzeit viele Hersteller mit neuen Modellen auf den Markt kommen, die effizienter und komfortabler sind. Auch der Flugzeugbauer Pilatus will sich ein Stück dieses Kuchens abschneiden. An einer Branchenmesse in Las Vegas haben die Stanser am Dienstag, 22. Oktober, die dritte Generation des Verkaufsschlagers PC-12 vorgestellt. Der neue PC-12 NGX sei der «weltweit modernste und vielseitigste einmotorige Turboprop», teilt Pilatus mit. CEO Markus Bucher bezeichnet den neuen Flieger als «weiteres Vorzeigeprojekt». Er verfüge unter anderem über ein verbessertes Triebwerk und eine komplett neu gestaltete Kabine mit grösseren Fenstern. Ausserdem verspricht Pilatus eine markante Senkung der Betriebskosten. Quelle: ‚Luzerner Zeitung‚.

Testflug über Singapur

„Diese Stadt war niemals schüchtern, wenn es darum ging, neue Ideen auf ihre Tauglichkeit zu testen“, sagt Park Byung Joon über die Metropole Singapur. Park ist koreanischer Ökonom und Transportexperte, der im südostasiatischen Stadtstaat Wirtschaft lehrt. Singapur gilt im Bereich der Stadtplanung als Zukunftslabor. Insofern liegt es nahe, dass das deutsche Unternehmen Volocopter, das Flugtaxis entwickelt und erprobt, Pläne für Singapur schmiedet. Der Vorstoß der badischen Drohnen-Pioniere an den Äquator hat aus Sicht des Start-ups noch weitere Vorteile: Singapur gilt als Schaufenster für ganz Asien und bietet so eine günstige Kulisse, um dem Vorhaben autonom gesteuerter Flugtaxis einen weiteren Schub zu geben. Sie hoffen, dass es nur noch zwei bis vier Jahre dauern wird, bis man auf einer „kommerziellen Route“ starten könne, wie Duncan Walker sagt. Er ist Geschäftsführer des Unternehmens Skyports, das in Kooperation mit Volocopter die potenziellen Start- und Landeplätze für Flugtaxis entwickelt. Tan Kong Whee von der singapurischen Behörde für wirtschaftliche Entwicklung EDB beschwor die Aussicht auf „weitere aufregende Partnerschaften“ mit dem Startup. Allerdings hielt sich der Stadtstaat bislang noch bedeckt, wann und wo eine solche Flugtaxistrecke tatsächlich eingerichtet werden könnte. Quelle: ‚Süddeutsche Zeitung‚.

Das Flugzeug fliegt ja trotzdem!

Es heißt nun von allen Seiten, wir sollten weniger mit dem Flugzeug reisen. Das ist im Prinzip in Ordnung, doch eine Frage drängt sich auf: Wieso soll die Entscheidung einer einzelnen Person, nicht zu fliegen, etwas bringen? Das Flugzeug fliegt ja trotzdem. Ab wie vielen Absagen bleibt ein Flieger mit 180 Sitzplätzen am Boden? Bei 30, 40 oder 50? Wo ist die Schmerzgrenze für die Airline? Ab wann wird die Flugfrequenz in eine gefragte Stadt reduziert? Ein paar Vorschläge für Einsparungsmöglichkeiten: Es fallen mir die Fußballfan-Flüge ein, mit denen bis zu 20.000 Fans zu einem Match in einer großen Stadt anreisen: Würden Fifa und Uefa sich dazu durchringen, einfach keine Karten für Auslandsfans aufzulegen, wäre der Flugwahnsinn bald vorbei. Den Vereinen kann es sogar recht sein, denn wenn diese 20.000 stattdessen das Spiel im Fernsehen anschauen, verdienen sie sogar noch daran, denn es werden, weil mehr Werbegelder, auch mehr Gelder ausgeschüttet. Sicher nicht populär, aber effizient! Reisen zu Destinationen innerhalb eines bestimmten Radius sollten langfristig mit der Bahn gemacht werden. Die Strecke Wien–München nimmt derzeit per Bahn und Flugzeug beinah gleich viel Zeit in Anspruch. Aber auch Reisen darüber hinaus sollten forciert werden. Dazu müsste aber etwa in die Nachtzug-Schienen investiert werden: mehr Schlafwägen, bessere Qualität, mehr Einzelkabinen. Kreuzfahrten: Alle wichtige Häfen, wie Venedig, Dubrovnik, Barcelona, etc. sollten gemeinsame Forderungen an die Reedereien stellen: innerhalb einer Jahresfrist Umstellung auf sauberen Antrieb, oder Anlegeverbot. Gleichzeitig drastische Erhöhung der Hafengebühren und damit konsequenterweise der Kreuzfahrten. Vielleicht werden wir in ein paar Jahren Angebote von chinesischen Reisebüros haben, mit einem Segelschiff nach China zu fahren und dort die nachgebauten Tourismusattraktionen wie Hallstatt etc. zu besichtigen. So werden keine Einwohner belästigt, und man hat mehrere Ziele in Reichweite! Quelle: ‚Die Presse‚.

Nach Feierabend über der Weser fliegen

Bis abends ist Turgut Pencereci Anwalt. Danach hebt er ab. An zwei Tagen in der Woche leiht sich der 58-Jährige in seinem Verein, dem Bremer Verein für Luftfahrt (BVL), ein Flugzeug, um alles von oben zu sehen. Heute ist es ein Motorflugzeug, eine Piper PA-28, die Pencereci vor dem Hangar in die richtige Position schiebt. Sie ist leichter als ein Golf und hat vier Plätze. Pencereci macht routiniert zahlreiche Sicherheitschecks. Er bewegt die Flugzeugklappen, dreht den Propeller. „Niemals in Hetze fliegen“, mahnt er. Im Cockpit setzt er die typische Pilotensonnenbrille auf und studiert die Checkliste für den Flug, die auf seinen Knien liegt. Kaum startet der Freizeitpilot den Motor, der Piper wird, es in der engen Kabine ohrenbetäubend laut. Über die Kopfhörer meldet sich die näselnd klingende Stimme eines Fluglotsen vom Tower des Bremer Flughafens. Er und Pencereci funken auf Englisch. Mit drehendem Propeller rollt die Maschine schließlich Richtung November – Flugbahn N nach internationalem Funkalphabet. Nachdem ein Passagierflugzeug die Bahn verlassen hat, fährt Pencereci hinauf und wird schneller. Dabei scheint die Piper über die Flugbahn zu hüpfen. An ihren Fenstern saust der Bremer Flughafen vorbei. Sie hebt ab. Die Häuser der Neustadt werden kleiner, der Werdersee liegt dunkel daneben. Es ist ein bekanntes Bild für viele, die bereits in Bremen mit dem Flieger gestartet sind. Doch in der Kabine der Freizeitmaschine ist einiges anders: Selbst mit Kopfhörern hört man das laute Rasen des Propellers. Es ist kühl und etwas zugig. Außerdem fliegt die Piper nur bis unter die graue Wolkendecke. Passagierflugzeuge fliegen weiter hoch, meistens bis etwa auf eine Höhe von 10 000 Meter. Pencereci fliegt tiefer. Sehr tief. Bis 150 Meter darf er mit seiner Maschine über unbesiedelten Gebieten hinunterziehen. Wie sich das anfühlt, demonstriert er über saftig grünen Feldern im Bremer Norden. Immer tiefer fliegt die Piper und wird dabei immer häufiger von starken Windböen geschüttelt. Die Felder unter ihr sehen aus, als wären sie aus Filz oder Bastelmaterialien. Dann zieht Pencereci wieder in die Höhe. Mehr Informationen finden Sie im Originalbericht des ‚Weser-Kuriers‘.

60 Jahre ‚VW Käfer der Lüfte‘

Im November 1955 hob die Cessna 172 Skyhawk zu ihrem Erstflug ab und ist heute noch in Produktion. Ganz neu gibt es sie mit 155-PS-Dieselmotor. Wer über einen kleinen Flugplatz irgendwo in der Schweiz schlendert, sieht dort garantiert auch eine Cessna 172 stehen oder fliegen. Die viersitzige Maschine wirkt immer noch zeitlos modern, dabei ist sie bereits seit 1956 in Produktion. Zwar wurde sie wegen amerikanischer Produkthaftungsgesetze, die damals immense Versicherungsprämien vorsahen, zwischen 1986 und 1998 nicht gefertigt. Anschliessend ging der Bau aber weiter. Ein Ende ist bis heute nicht abzusehen. Mit etwa 43 000 Exemplaren ist sie zudem das meistverkaufte Flugzeug der Welt. Dass sie über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg so beliebt ist, verdankt die 172 vor allem ihren gutmütigen Flugeigenschaften und ihrer Robustheit. Sie verzeiht Fehler des Piloten, oft sogar mehrere auf einmal. Die Skyhawk fliegt selbst dann noch, wenn der Pilot sie quält und der Alarmton der sogenannten Überziehwarnung heult, der vor einem Abreissen der Luftströmung an der Tragfläche und damit vor einem Absturz warnt. Fliegt man dennoch so langsam, dass nicht mehr genügend Auftrieb erzeugt wird, ist die 172 beim sogenannten Strömungsabriss gut beherrschbar. Wenn die Luftströmung nämlich wirklich an der Tragfläche abreisst und den Auftrieb zum Erliegen bringt, drehen manche Flugzeuge abrupt zur Seite ab und gehen in eine gefährliche Vrille über. Nicht so die Cessna. Sie kippt dann einfach nach vorne ab. Lässt der Pilot nun das Steuerhorn los, stabilisiert sie sich nach einigen Pumpbewegungen wieder und fliegt weiter. Mehr Informationen im Originalbericht von Jürgen Schelling in der Neuen Zürcher Zeitung.

Messerschmitt machte Augsburg weltbekannt

Vor 92 Jahren übersiedelte der Flugzeugkonstrukteur nach Augsburg. Bis 1945 wurden 45.000 Messerschmitt-Maschinen gebaut. Das Einstiegsmodell wog nur 186 Kilo. Das „M“ oder „Me“ vor einem historischen Flugzeug aus der Zeit bis 1945 steht für Messerschmitt. Das wissen nicht nur Luftfahrt-Insider. Die meisten dieser Flugzeuge wurden in Augsburg entwickelt, tausende in Augsburg gefertigt und eingeflogen. Willy Messerschmitt verbindet man weltweit mit Augsburg. Bis 1945 wurden rund 45000 Messerschmitt-Flugzeuge gebaut. Augsburg bot dafür ideale Voraussetzungen. Am 30. Juli 1926 hatten die „Bayerischen Flugzeugwerke AG“ (BFW) die 1916 angesiedelten Rumpler-Flugzeugwerke in Augsburg erworben: drei Fabrikationshallen, Verwaltungs-, Wirtschafts- und Wohnbauten. Ein der Stadt gehörender Flugplatz grenzte an. BFW baute ab Herbst 1926 hier wieder Flugzeuge. Die Aktiengesellschaft hatte den bankrotten „Udet-Flugzeugbau“ in München erworben, Maschinen und Personal nach Augsburg geholt. In den ehemaligen Rumpler-Werken ging der Bau des Doppeldeckers „U 12 Flamingo“ weiter. Das zweisitzige Schulflugzeug war ein Erfolgsmodell von Udet-Flugzeugbau. Ende 1927 übersiedelte die „Messerschmitt Flugzeugbau GmbH“ von Bamberg nach Augsburg. Ihr Gründer Willy Messerschmitt bestimmte eine fast 18-jährige Epoche der Luftfahrtstadt Augsburg. „Die Bayerischen Flugzeugwerke wurden zur Werkbank Messerschmitts“, zogen Luftfahrt-Historiker das Resümee. Willy Messerschmitt hatte 1923 in Bamberg seine erste Firma zum Bau von Segelflugzeugen gegründet. 1924 entwarf und baute er drei Motorsegler. Mehr Informationen finden Sie im Originalbericht der ‚Augsburger Allgemeinen‚.

Keine Löschflugzeuge für Brandenburg

Wegen der vielen Waldbrände waren Stimmen laut geworden, dass Brandenburg wieder eigene Löschflugzeuge anschaffen sollte. In den Kenia-Koalitionsverhandlungen wurde der Plan nun abgeblasen. Eine eigene Flugzeugstaffel, die Brandenburgs Forsten gegen Waldbrände verteidigt, wird es unter der künftigen Kenia-Regierung nicht geben. Wie der Nordkurier aus Verhandlerkreisen erfuhr, soll sich die Arbeitsgruppe Inneres des geplanten neuen Regierungsbündnisses stattdessen darauf verständigt haben, sich finanziell an den Hubschraubern von Bundespolizei und Bundeswehr zu beteiligen, um darauf Zugriff zu erhalten. Brandenburg besitzt seit 2014 keine Löschflugzeuge mehr. Damit setzt die neue Regierung die Linie fort, die bereits die rot-rote Koalition unter Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) vorgegeben hatte. Ähnlich sollen die Verhandlungen auch bei anderen Themen abgelaufen sein. Ein etwas abenteuerlich klingender Vorschlag der Grünen, wonach jeder, der in eine Polizeikontrolle gerät, dafür eine Quittung erhalten solle, auf der unter anderem die anschließend möglichen Beschwerde- und Rechtswege verzeichnet sein sollen, wurde von SPD und CDU kassiert. Quelle: ‚Nordkurier‚. Foto: Yorgos Karahalis.

Erstaunliche Leichtigkeit des Fliegens

Es dauerte längere Zeit, bis in der Schweiz sogenannte Ecolight-Flugzeuge zugelassen werden konnten. Anders als etwa die Regierungen in allen europäischen Nachbarländern sträubte sich der Bundesrat lange dagegen, diese besonders leichten Motorflugzeuge zu erlauben. Nach hartnäckigen Anstrengungen der Swiss Microlight Flyers, des zuständigen Spartenverbands des Aero-Clubs der Schweiz, gelang es aber von Juli 2005 an, Ecolight-Flugzeuge zuzulassen. Seit 2015 gilt das auch für Ecolight-Tragschrauber, wenn sie die entsprechenden Regularien erfüllen. Es ist neben den günstigen Anschaffungs- und Unterhaltskosten auch ihre Vielfalt, die Ecolights beliebt macht. So gibt es sie als Hoch- oder Tiefdecker, mit Bug- oder Spornrad, als sogenannten Touring-Motorsegler oder als motorisiertes Segelflugzeug mit Klapptriebwerk. Zudem werden sie gerne als sparsame und leise Schleppmaschinen für Segelflugzeuge eingesetzt. Ecolight-Flugzeuge sind beliebt, weil sie einen preiswerten Einstieg in die motorisierte Aviatik ermöglichen. So verbrennen ihre zwischen etwa 50 und 120 PS starken Viertaktmotoren bleifreien Autotreibstoff und nicht das verbleite und deutlich teurere Flugbenzin Avgas, das Cessna, Piper und Co. benötigen. Ausserdem ist ein Treibstoffverbrauch von nur 12 bis 16 Litern je Stunde üblich. Damit kommt ein modernes Ecolight in einer Stunde aber 200 Kilometer weit. Deshalb beträgt der Verbrauch nur etwa sechs bis acht Liter auf 100 Kilometer. Inzwischen sind auch elektrische Antriebe für Ecolight-Flugzeuge und -Tragschrauber zugelassen. Mehr Informationen im Originalbericht der ‚Neuen Zürcher Zeitung‚.

Inselflieger sind bequem – aber zu laut?

Die offene Bürgerrunde des Bürgervereins nutzte eine Wangeroogerin, um ihrem Ärger über den Anstieg der Flugbewegungen und dem einhergehenden Lärm Luft zu machen. Besonders in den vergangenen zwei Sommern, die sehr lang und sehr warm waren, seien ihr mehr und mehr Flugzeuge am Himmel aufgefallen. Und nicht nur das: Auch der Tragschrauber, mit dem sich Touristen und Insulaner über die Insel fliegen lassen können, sei oft und unangenehm laut über den Ort geflogen, meinte die Wangeroogerin. Auch Bürgermeister Marcel Fangohr bestätigte auf Nachfrage, dass Fluglärm auf der Insel ein Problem ist. Allerdings sei der Flugverkehr als Ergänzung zum tideabhängigen Fährverkehr bei den Insulanern beliebt. „Für einen Facharztbesuch etwa fliegen manche lieber, als aufgrund ungünstiger Überfahrzeiten auf dem Festland übernachten zu müssen“, sagte Fangohr. Auch die Verbindungen mit der Bahn seien oft nicht so zuverlässig wie die Flüge. Quelle: ‚Jeversches-Wochenblatt.de‚.

Luftfahrt: Piloten-Psyche wird untersucht

Piloten müssen seit heuer nicht nur körperlich, sondern auch psychologisch genau untersucht werden. Das ist die Konsequenz aus dem Germanwings-Absturz aus dem Jahr 2015 mit 150 Toten. Der Absturz wurde damals vom Copiloten bewusst ausgelöst. In Salzburg diskutierten am Samstag, 12. Oktober 2019 Flugmediziner aus ganz Österreich, wie sie Untersuchungen zur psychologischen Gesundheit künftig am besten durchführen sollen. Anlass für die verpflichtenden Tests ist das Flugzeugunfall in den französischen Alpen im Jahr 2015. An einer Felswand zerschellte ein Airbus mit 150 Personen an Bord. Alle Flugzeuginsassen starben. Grund für den Absturz war der Copilot, der Selbstmord begehen wollte, sich im Cockpit eingeschlossen hatte und das Flugzeug gegen den Berg gesteuert hatte. Als Konsequenz aus diesem Unglück gelten seit heuer neue Regeln für flugmedizinische Untersuchungen. Flugärzte müssen jetzt auch zahlreiche Fragen zum psychischen Zustand der Piloten stellen. „Nun versucht man, zusätzlich mentale und geistige Störungen und Verhaltensstörungen zu erfassen. Die Untersuchungen werden daher noch genauer und aufwändiger, um die Sicherheit im Flugverkehr zu gewährleisten“, schilderte Psychiater Helmut Leitner. Doch wie macht ein Flugarzt das am besten? Das ist das Thema des Treffens in Salzburg. Beim Treffen in Salzburg bestätigen die Flugmediziner, dass sich durch den zusätzlichen Fragenkatalog an der Qualität der Untersuchung einiges ändere. „Es wird mehr darauf eingegangen, weil wir zusätzliche Testverfahren im Rahmen der Flugmedizinischen Tauglichkeitsprüfung durchführen und auch geschulte Gespräche mit den Piloten führen, um in teilweise sehr private Bereiche vorzudringen. Dabei wollen wir erfassen, wie es unseren Probanden wirklich geht“, sagte Thomas Drekonja vom Flugmedizinischen Zentrum in Salzburg. Quelle: ‚ORF‚.

Porsche und Boeing elektrifizieren den Luftraum

Nachdem Porsche mit dem Taycan sein erstes E-Auto erfolgreich auf die Straße gebracht hat, erhebt man sich nun in die Lüfte. Gemeinsam mit Boeing will man den Markt für Premium Urban Air Mobility (UAM) erschließen. Dazu haben die beiden Parteien eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist es, die Stärken und das Wissen beider Unternehmen zu bündeln, um die Zukunft urbaner Fluggeräte zu untersuchen. “Die Kombination von Leistung und Stille haut einen aus den Socken” hieß es bereits beim Taycan, diese Erfahrung möchte man nun in andere Segmente überführen. All dies sind Zeichen dafür, dass sich Porsche “vom Sportwagenhersteller hin zur führenden Marke für Premium-Mobilität – und das kann langfristig auch die dritte Dimension umfassen” entwickelt, so Detlev von Platen, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei der Porsche AG. Aus seiner Sicht bringe man mit diesem Projekt die “die Stärken zweier weltweit führender Unternehmen zusammen, um ein potenziell wichtiges Marktsegment der Zukunft anzugehen.” Im Rahmen der Zusammenarbeit befasst sich ein internationales Team mit den verschiedenen Aspekten von Urban Air Mobility. Dazu gehört es, das Potenzial des Marktes für Premium-Produkte zu analysieren und mögliche Anwendungsbereiche zu ermitteln. Die Mitarbeiter von Boeing, Porsche und Aurora Flight Sciences, eine Tochtergesellschaft von Boeing, entwickeln ein Konzept für ein vollständig elektrisches Fluggerät, das senkrecht starten und landen kann. Dieses soll nicht nur auf dem Papier oder am Rechner entstehen, sondern auch in der Realität. Quelle: ‚Elektroauto-news.net‚.

Kodiak: über Stock und Stein

Dieses Flugzeug ist nicht zum Angeben gedacht. Es ist nicht allzu schnell, kein bisschen elegant und hat nicht mal ein Einziehfahrwerk. Aber die Buschpiloten unter den Fliegern bekommen bei seinem Anblick leuchtende Augen: Die Quest Kodiak 100 Serie 2 ist fürs Starten und Landen auf unbefestigten Pisten und in der Wildnis geschaffen. Bisher gibt es nur drei einmotorige Maschinen mit Propellerturbine, die wirklich geländetauglich sind, also auf jeder Art von Untergrund aufsetzen oder abheben können, und das auf möglichst kleiner Fläche. Das ist einmal die schweizerische Pilatus PC-6 Porter, deren Produktion gerade nach 60 Jahren ausläuft (Sonntagszeitung vom 28. April 2019). Dann die amerikanische Cessna Caravan, der jahrzehntelange Bestseller dieser Klasse. Und seit einigen Jahren die Quest Kodiak, die ebenfalls in den Vereinigten Staaten produziert wird, seit Sommer dieses Jahres aber zum französischen Flugzeughersteller Daher Aerospace gehört. Die Kodiak ist der freche Herausforderer, der zeigen muss, dass er es mit den etablierten Platzhirschen aufnehmen kann. Erstaunlicherweise setzen alle drei Hersteller auf die gleiche Turbine in ihren Buschflugzeugen, und das aus gutem Grund: Die PT-6 von Pratt & Whitney hat unter Piloten einen Ruf für hohe Zuverlässigkeit. Eine Propellerturbine bedeutet viel Leistung, und das ist bei einem Buschflugzeug wichtig. Nach der Geschwindigkeit fragt hier keiner, aber die Werte für Startrollstrecke und Landerollstrecke sind höchst bedeutsam. Und da punktet die Kodiak: Gerade mal 285 Meter braucht sie normalerweise zum Abheben, ein hervorragender Wert. Denn bis zu neun Passagiere können dabei an Bord sein. Zur Landung braucht sie noch weniger Buschpiste. Spektakulär kurze 233 Meter Rollstrecke benötigt die Einmotorige zwischen Aufsetzen und Stillstand. Dabei spielt die Reverse-Funktion der Turbine eine Rolle. Durch den Umkehrschub des Propellers wird die Bremsleistung über die Räder noch unterstützt. Quelle: ‚FAZ‚.

Kritik hagelt auf Kremser Hagelflieger

Im Kampf gegen Hagelschäden werden u. a. im Raum Krems Flugzeuge eingesetzt, die Silberjodid ausstoßen. Ein Verein im Waldviertel macht die Hagelflieger für ausbleibende Niederschläge verantwortlich. Ob die Flieger überhaupt einen Effekt haben, ist wissenschaftlich umstritten. Mit den Eingriffen in Gewitterwolken würde nicht nur der Hagel verhindert, sondern auch der Regen ausbleiben, kritisieren die Mitglieder vom Verein „Regen ist Leben“. Sie beobachteten zuletzt deutliche Rückstände beim Niederschlag – besonders dann, wenn vermehrt Flugzeuge im Einsatz sind, erzählt Herbert Steiner, der Obmann von „Regen ist Leben“. Steiner besitzt eine Christbaumkultur in Tautendorf (Bezirk Horn) und kritisiert, dass einige Landwirtschaftsformen dem Wein nachgestellt würden. „Physikalisch ist es nicht nachzuvollziehen, warum etwas, das in den Wolken gegen Hagel wirken kann, nicht auch andere Auswirkungen haben kann. Im Waldviertel finden sich immer mehr Menschen, die derselben Meinung sind und befürchten, dass die Flieger allgemein schädlich für die Umwelt sind“, erklärt Steiner. „Was dem Wein möglicherweise hilft, muss nicht für alle gut sein.“ Mehr Informationen im Originalbericht von ’new.orf.at‘.

Waldkraiburg bleibt wohl in der Flugplatz GmbH

Mit gut 11’000 Euro hält die Stadt Waldkraiburg 44 Prozent des Stammkapitals der Flugplatz Ampfing-Waldkraiburg GmbH (25 564 Euro). Die Nachbargemeinde Ampfing, auf deren Gebiet der Verkehrslandepolatz liegt, hat einen Anteil von 46 Prozent, dazu kommen einige private Gesellschafter. Die Beteiligung der Stadt stand zuletzt auf der Kippe. Seit 2006 ein Fallschirmsportverein, der bis dahin Hauptnutzer des Landesplatzes war, den Flugplatz verließ, waren erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Zum Ausgleich der Fehlbeträge mussten die Gesellschafter immer wieder Finanzhilfen nachschießen. In den vergangenen Jahren waren laut Bürgermeister Robert Pötzsch mehr Starts und Landungen zu verzeichnen. Allein in der ersten Jahreshälfte 2019 lag die Zahl bei über 5400. Trotzdem werden erneut Betriebskostenzuschüsse erforderlich, weil die Personalkosten steigen. Vor diesem Hintergrund sprach sich jetzt der Haupt- und Finanzausschuss mit einer Mehrheit von 8 gegen 5 Stimmen für einen Verbleib in der GmbH aus. Bis 2022 soll das gelten, dann neu über eine Veräußerung der Anteile entschieden werden. Das letzte Wort hat nun der Stadtrat, der in der Sitzung am 15. Oktober zusammentritt. Mehr Informationen im Originalbericht von ‚ovb-online.de‚.

Löschflugzeug-Flotte gegen Waldbrände

Mehr als 300 Menschen starben in den vergangenen beiden Jahren bei verheerenden Waldbränden in mehreren Ländern Europas. Eine neue Flotte von Löschflugzeugen soll solche Katastrophen in Zukunft verhindern. Sieben Löschflugzeuge und sechs Helikopter: Das ist der erste Teil der sogenannten „rescEU“-Flotte. Bereitgestellt werden die ersten Maschinen von fünf EU-Mitgliedsstaaten (Spanien, Italien, Frankreich, Schweden, Kroatien) für andere europäische Länder und Anrainerstaaten. Sie können im Ernstfall darauf zugreifen und die Maschinen zur Bekämpfung von Waldbränden anfordern. Spanien stellt zwei sogenannte „Canadairs“ dafür ab, Löschflugzeuge der größten und effektivsten Kategorie. Sie fassen über 6.000 Liter Wasser und können ihre Löschtanks in nur zehn Sekunden auffüllen. In den kommenden Jahren soll die Flotte weiter ausgebaut und das Equipment bestmöglich in Europa verteilt werden. Quelle: ‚dw.com‚. Bildquelle: ‚Fotocommunity‚.

NASA testet Elektro-Flugzeug X-57

Die US-Raumfahrtagentur NASA hat unter der Bezeichnung X-57 ein nur elektrisch angetriebenes Flugzeug entwickeln lassen. Damit sollen bald bemannte Flüge starten, wie die NASA mitteilt. Das kalifornische Unternehmen Empirical Systems Aerospace (ES Aero) aus San Luis Obispo hat den Prototyp für die Raumfahrtorganisation gebaut. Der vollständige Name des elektrischen Experimentierflugzeuges lautet X-57 Maxwell Modification II (Mod II). Die X-57 traf jetzt auf dem NASA Armstrong Flight Research Center in Kalifornien ein. Zunächst einmal finden dort Tests auf dem Boden statt, doch bald soll das Elektro-Flugzeug auch Testflüge mit Menschen an Bord absolvieren. Die NASA will damit die Möglichkeiten und Probleme elektrischer Antriebe für Flugzeuge erkunden, aber auch spezielle Szenarien wie senkrechte Starts und Landungen ausprobieren. Dabei denkt die NASA langfristig vor allem an den Einsatz von Elektro-Flugzeugen für Kurzstreckenflüge und innerstädtische Flüge. Technische Basis ist das zweimotorige Leichtflugzeug Tecnam P2006T. Nur dass deren zwei Verbrennungsmotoren durch den Elektroantrieb mit 14 Elektromotoren ersetzt wurden. Quelle: ‚pcwelt.de‚. Projekt-Website der NASA.

Der Tower (mil)

Die Arbeit in einem militärischen Kontrollturm stellt sich anders dar als an einem zivilen Flughafen. Auch hier geht es natürlich um die zügige Abfertigung von Rollfreigaben bis zum Start. Auch hier müssen Landungen gegen Starts abgewogen werden, wobei die Landungen grundsätzlich Vorrang haben sollten. Allerdings ist der Anteil der Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR), die genauso behandelt werden wie der Verkehr mit den Airlinern, wesentlich geringer. Die militärischen Towerlotsen werden meist mit Flügen nach Sichtflugregeln (VFR) konfrontiert. Und statt einem Flugzeug starten dann gleichzeitig zwei, drei oder vier Maschinen unter demselben Rufzeichen in Formation. Besonders der Jetflugbetrieb mit Tornado, Hornets oder Taifun und was immer unsere NATO-Partner fliegen, ist ungleich schneller, wendiger und flexibler. Nach dem Start melden sich die Formationen ab und fliegen in ihre Übungsgebiete. Dort wird unter der Leitung der Luftverteidigung Luftkampf geübt, oder sie fliegen zu einem Schießgebiet, wo Übungsmunition abgeworfen wird. Kommen sie dann zurück, werden aus vier Formationen schon mal 16 Flugzeuge, von denen jede Maschine vor der Landung noch etwas anderes will, um die taktischen Anforderungen zu erfüllen: Übungsanflüge, Durchstartmanöver, Anflüge mit simulierter Triebwerksstörung, radargeführte Präzisionsanflüge, eine Platzrunde nach der anderen, solange, bis das ideale Landegewicht erreicht ist. Dazwischen ist langsam fliegender Transporterverkehr einzufädeln, der natürlich stets zur unpassendsten Zeit kommt, oder Landungen von Gasthubschraubern und Durchflüge von Fightern befreundeter Nationen. Quelle: ‚Airsportzentrale.de‚. Bild: Luftwaffe/Vanita Jeglinski.

Himmlische Bilder aus luftiger Höhe

Bilder des Stader Fotografen Martin Elsen sind regelmäßig im WOCHENBLATT abgedruckt – und zwar immer dann, wenn es darum geht, Berichte mit einem anschaulichen Foto aus luftiger Perspektive zu illustrieren. Der 50-Jährige dürfte mittlerweile jeden Winkel des Landkreises vom Flugzeug aus aufgenommen haben. Längst hat er seinen Aktionsradius weit über unsere Region hinaus ausgedehnt – und hat sich mit seinen faszinierenden Aufnahmen aus großer Höhe einen Namen als der „Luftbildfotograf“ gemacht. Die Ergebnisse seiner jüngsten fliegerischen Streifzüge sind in seinem neuen Bildband abgedruckt, der gerade erschienen ist: In „Faszination Nordseeküste“ präsentiert Elsen auf 240 Seiten die einzigartige Küstenlandschaft zwischen Borkum und Sylt, darunter auch die Elbmündung bis Hamburg hinauf. Martin Elsens Buch „Faszination Nordseeküste“ (ISBN: 978-3-7822-1356-1) kostet 29,95 Euro. Quelle: ‚Kreiszeitung-Wochenblatt‚. ‚Youtube-Videos‚.

Die Luftraum-Aufräumer

Die Alarmrotte der Luftwaffe steigt auf, wenn ein Flugzeug über Deutschland unterwegs ist, dessen Piloten sich nicht melden oder keine Route angegeben haben. Nun sichert die Staffel auch den Himmel über dem Baltikum. Wittmund ist neben dem bayerischen Neuburg an der Donau einer von zwei Standorten, an denen Deutschlands Eurofighter-Alarmrotte (Englisch: Quick Reaction Alert, „QRA“) stationiert ist: die Kampfflugzeuge, die den bundesdeutschen Luftraum kontrollieren, sichern – und im Krisen- oder gar Kriegsfall verteidigen helfen. In Deutschland werden rund 90 Prozent der Luftraumverletzungen von Maschinen der zivilen Luftfahrt begangen, die Gründe für diese „Verletzungen“ sind aber meist eher harmlose Verfehlungen. Meistens bricht über einen längeren Zeitraum die Funkverbindung ab. Das kann ein technischer Defekt sein, oder die Piloten haben eine falsche Funkfrequenz eingestellt. Oder sie haben einfach ihre Flugroute zuvor nicht angegeben. Quelle: ‚Frankfurter Rundschau‚. Bild: ‚Augsburger Allgemeine‚.