Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Organisatorische Anpassungen bei Ju-Air

Der Verein der Freunde der Schweizerischen Luftwaffe (VFL), zu dem die JU-AIR gehört, hat eine ihrer JU-52 an die Junkers Flugzeugwerke AG abgegeben. Diese wird das Flugzeug grundüberholen und danach wieder der JU-AIR zur Verfügung stellen. Die JU-AIR hat im Hinblick auf die Wiederinbetriebnahme der JU-52 ihre Organisation verändert und die Wartungsabteilung 2019 an die Junkers Flugzeugwerke AG ausgelagert. Diese hat mit der Grundüberholung der JU-52 „HB-HOS“ begonnen und übernimmt das Flugzeug nun auch in ihr Eigentum. Die für Sommer 2021 vorgesehene Wiederinbetriebnahme des Flugzeuges wird nun nicht vor 2022 erwartet. Sollte die „HB-HOS“ irgendwann nicht mehr fliegen dürfen oder können, dann wird sie im Flieger Flab Museum in Dübendorf ausgestellt werden. Die zweite JU-52 mit der Immatrikulation „HB-HOP“ bleibt im Eigentum der Eidgenossenschaft. Der VFL bereitet das Flugzeug derzeit für die Ausstellung im Flieger Flab Museum Dübendorf auf, wo es ab Frühjahr 2021 zu sehen sein wird. Das dritte Flugzeug in der Flotte der JU-AIR, die Casa 352 „HB-HOY“, gehört dem Verein der Freunde historischer Luftfahrzeuge e.V. im deutschen Mönchengladbach und ist dort ausgestellt. Im Verlauf der vergangenen Monate hat sich gezeigt, dass im AIR FORCE CENTER Dübendorf zu wenig Platz für den umfangreichen Veranstaltungsbetrieb und die gleichzeitige Grundüberholung der historischen Flugzeuge ist. Die Junkers Flugzeugwerke werden das AIR FORCE CENTER und den Flugplatz Dübendorf deshalb per Ende Juli 2020 verlassen und die Grundüberholung der „HB-HOS“ an einem neuen Standort zu Ende führen. JU-AIR CEO Kurt Waldmeier hat seine Aufgaben bei den Junkers Flugzeugwerken nach der Aufbauphase beendet. Er konzentriert sich auf die Neuausrichtung der JU-AIR und den Betrieb des AIR FORCE CENTER Dübendorf. Quelle: ‚FlugRevue‚.

Mitgliedervortrag «Einsätze der Rega-Ambulanz-Jets»

Am Montag, 15. Juni 2020 um 19.00 Uhr berichtet Urs Nagel, Leiter Jet-Einsatz bei der Rega, über die Flüge der Ambulanz-Jets der Rettungsflugwacht. Wie werden erfahren, welche Missionen die Jets der Rega zu erfüllen haben. Besondere Beachtung wird Urs Nagel den Auswirkungen des Corona-Virus auf die Flüge der Rega schenken. Zudem erklärt er, welchen Weg einzuschlagen ist, um Pilotin oder Pilot bei der Rega zu werden. Die Anmeldung zu diesem interessanten Vortrag erfolgt über diesen Link. Sie erhalten vor dem Anlass Instruktionen, wie Sie am Webinar teilnehmen können.

Notlandung mit Messerschmitt-Oldtimer

Glück im Unglück hatten zwei Insassen eines Kleinflugzeugs am Donnerstagnachmittag gegen 15 Uhr in Hohenlockstedt. Die Maschine (Typ Messerschmitt) musste wegen eines technischen Defekts auf dem Flugplatz „Hungriger Wolf“ notlanden. Der mit 40 Jahren flugerfahrene Pilot kreiste zunächst mehrere Minuten über dem Flugplatz, um den Tank leerzufliegen. Zeitgleich wurde ein Großaufgebot von Rettungsdienst und Feuerwehr an den Flugplatz beordert. Die Helfer positionierten sich auf einem Feld.
Anschließend setzte der Pilot zum Landeanflug an, doch das vordere Fahrwerk ließ sich offenbar nicht ausfahren, woraufhin das Flugzeug kurz vor dem Stillstand vorne aufschlug. Der Pilot habe „absolut richtig und professionell gehandelt“, sagte der Flugzeugbesitzer aus München unserem Reporter am Telefon. Die beiden Insassen der Maschine blieben unverletzt. An dem Flugzeug entstand Sachschaden. Die Höhe und die Ursache des technischen Defekts sind noch unklar. Quelle: ‚IhrAnzeiger.de‚.

JSM und Regional-Meisterschaft in Bex

Die GVV „Les Martinets“ freut sich, Euch zur Junioren Schweizermeisterschaft (JSM) und zur Regional Meisterschaft (RM) einzuladen. Sie finden parallel in Bex (LSGB) vom 02. bis 05. Juli 2020 statt. Anmeldung und Informationen.

Fehrbelliner Flugplatz wartet auf Signale aus Tegel

Für den Flugplatz in Fehrbellin bieten sich mit der Tegel-Schließung aber die lange ersehnten Entwicklungschancen. Milbach hofft, dass die Eigentümer kleinerer Flugzeuge oder gar Hubschrauber, diese dann in Fehrbellin unterstellen. „Die Kapazitäten haben wir. Dafür haben ich in den vergangenen Jahren drei Hallen gebaut“, so Milbach. Auch für Wartungsunternehmen und Charterbetriebe, die in Tegel keine Bleibe mehr haben, gebe es in Fehrbellin noch Platz.

Die endgültige Schließung von Tegel hätte außerdem zur Folge, dass über dem Ländchen Bellin in größeren Höhen geflogen werden darf. Das hatte die Flugsicherung wegen dem Luftverkehr von und nach Tegel bisher oft nicht zugelassen. „Noch habe ich dazu aber nichts gehört“, so Milbach, der aber in den nächsten Wochen mit Reaktionen rechnet.

Für den Flugplatz wären positive Signale jetzt gut. Wegen der Auflagen zur Corona-Pandemie sei in den vergangenen Wochen auf Gelände so gut wie nichts passiert. Der Fallschirmsport mit den Tandemsprüngen ist aufgrund der „körpernahen Dienstleistung“ noch verboten, das Sportspringen hingen wieder erlaubt. Ebenso durfte die Flugschule keinen Praxis-Unterricht geben, weil in den Flugzeugen der Mindestabstand zwischen Schüler und Lehrer nicht gewährleistet werden konnte. Quelle: ‚moz.de‚.

Flugkunst oder nur Lärm?

„Fast täglich heben Kunstflieger auf dem Flugplatz Schwarze Heide ab und stören Anwohner in Gartrop-Bühl und im Hünxerwald sowie den angrenzenden Kommunen“, teilt die SPD Hünxe mit. Sie verweist auf eine Online-Petition zum „Verbot des Kunstflug“, der sich bereits über 50 Hünxer angeschlossen haben. „Wir brauchen klare Regeln und Zeitvorgaben für die Kunstfliegerei. Es geht nicht darum, den Flugplatz Schwarze Heide infrage zu stellen. Jetzt gilt es, alle Betroffenen an einen Tisch zu holen“, meint der designierte SPD-Bürgermeisterkandidat Volker Marquard. em entgegnet die CDU Voerde kritische Worte. „Lärm ist natürlich zum einen ein ernstzunehmender Risikofaktor für die Gesundheit, eignet sich aber zum anderen auch als hervorragendes Wahlkampfthema“, schreibt CDU–Fraktionsvorsitzender Dr. Michael Wefelnberg in einer Pressemitteilung. Der Bürgermeister hätte bereits „zu diesem Thema Kontakt mit der Bezirksregierung aufgenommen, welche im Gegensatz zum Gemeinderat wirklich für dieses Thema zuständig ist.“ Im nächsten Haupt- und Finanzausschuss (HFA) soll dann über dieses Thema berichtet werden.

Dass Fluglärm diskutiert wird, ist nichts neues auf der Schwarzen Heide. Außer dass Flugzeuge gebaut und erprobt werden müssen, sind dort noch Flugschulen aktiv. Eine betreibt beispielsweise Hans Detlef Schulz. Schulz erzählt, dass er sich wegen vormaliger Beschwerden freiwillig an bestimmte Zeitfenster halte. Geflogen werde seitens seiner Flugschule nur ab 9 Uhr und niemals nach 19 Uhr, sogar in der Mittagszeit bleiben die Maschinen am Boden, sowie am Wochenende. Schulz verweist darauf, dass auf dem Flugplatz das UPRT-Flugsicherheitstraining (Upset Prevention and Recovery Training) durchgeführt werde, ein Training, dass neuerdings für angehende Piloten von Verkehrsmaschinen vorgeschrieben ist: „Die Europäische Agentur für Flugsicherheit schreibt das UPRT vor, damit die Piloten lernen, was zu tun ist, wenn die Systeme versagen.“
Ohne UPRT kann kein Pilot das Training in Verkehrsmaschinen beginnen. Seine Flugschule bietet diese Lehrgänge (der nächste ist wieder ab dem 15. Juni) nur vier bis fünf Mal im Jahr an jeweils drei Tagen an. Geflogen werde mit einer vergleichsweise leisen Extra 200 (200 PS). Größere Maschinen würden auch größeren Lärm verursachen. Auch die Flugschule Westflug Flight Training trainiert unter der Woche auf der Schwarzen Heide. Wie aber Geschäftsführer Walter Kampsmann mitteilt, nur bis 19 Uhr, als freiwillige Selbstbeschränkung. Auch würde man den Kunstflug mit deutlich reduzierter Leistung durchführen. Je geringer die Drehzahl, desto leiser der Rotor. Die starken Geräusche seien je nach Wind unterschiedlich, und beim Kunstflug würde jede Winkelveränderung auch eine starke Geräuschveränderung verursachen, obwohl die Frequenz immer gleich bleibe. Wahrgenommen würden eher diese Veränderungen.

„Es ist ja auch so gewesen, dass während der Coronakrise weniger geflogen werden durfte“, erklärt Kampsmann. Auch die Menschen seien vermehrt zu Hause gewesen und hätten sich an die Ruhe gewöhnt. Und plötzlich werde wieder geflogen!
Alles also nur eine Sache der subjektiven Wahrnehmung und Gewöhnung? Klar ist jedenfalls: Ein Flugplatz sei grundsätzlich mit Fluglärm verbunden, ziehe aber auch begeistertes Publikum an. Für viele sei das Fliegen ein Hobby und auch Sport, so Kampsmann. Wenn man den nicht mehr ausüben dürfte, dann müsste man demnächst auch darüber nachdenken, das Motorradfahren zu verbieten. Quelle: ‚Lokalkompass.de‚.

Flaneure auf Neumarkter Flugfeld

Jedem Spaziergänger, jedem Gassigeher, der lesen kann, müsste spätestens beim Anblick der Warnschilder klar sein, dass er das Gelände des Neumarkter Flugplatzes nicht betreten darf. Doch in letzter Zeit missachten immer wieder Leute das Verbot, klagt die Flugsportvereinigung. Und trotzdem müssen Mitglieder der Flugsportvereinigung dort unbefugte Passanten vom Flugfeld scheuchen. „Da gehen welche seelenruhig spazieren oder mit dem Hund. Und das auch während des Flugbetriebs“, sagt Klaus Weiß, der Vorsitzende des Neumarkter Flugsportvereins. Sogar Radfahrer seien schon auf der Start- und Landebahn gesehen worden. „Viele sind völlig uneinsichtig, wenn man sie auf die möglichen Gefahren hinweist.“ Als Betreiber des Neumarkter Flugplatzes ist die Flugsportvereinigung besonders stolz darauf, dass es dort seit der Eröffnung im Jahr 1959 keinen schweren Unfall gegeben hat. Und das soll auch so bleiben bis zum Ende. Das Ende ist zwar vielleicht schon nah, fest steht es aber noch nicht. Ursprünglich wäre der Pachtvertrag mit der Stadt Neumarkt, der der größte Teil des Geländes gehört, Ende 2020 ausgelaufen. Inzwischen wurde der Vertrag aber um ein weiteres Jahr verlängert. Außerdem hoffen die Flieger, dass der Flugplatz als wertvolle „Frischluftschneise“ für die Innenstadt doch noch erhalten bleibt. Bis dahin hat, wie auf jedem Flugplatz, die Sicherheit oberste Priorität. Deshalb rauft sich Klaus Weiß die Haare, wenn Fremde übers Feld flanieren. Auch in Corona-Zeiten wird dort gestartet und gelandet, zum Beispiel für die Waldbrandüberwachung. Und seit 11. Mai das Fliegen im Luftsportverein generell wieder erlaubt. Quelle: ‚Nordbayern.de‚.

Neues Auto für die „Türmer“

Ein gelbes Blinklicht bewegt sich jeden Tag früh am Morgen kreuz und quer über den Flugplatz Niershorst. Dann kontrolliert die Luftaufsicht die Landebahnen und Rollwege.Wenn alles in Ordnung ist, wird der Flugplatz freigegeben.Jetzt steht den ehrenamtlichen „Türmern“ – wie die Luftaufsicht auch genannt wird – ein neues Fahrzeug zur Verfügung. In gelb-schwarzer Lackierung mit Blinklicht, Feuerlöschern, Erste-Hilfe-Kasten gehört der Skoda Fabia nun zur Ausstattung des einzigen Flugplatzes im Kreis Viersen.

Gesponsert worden ist das Fahrzeug von der Oedter Firma KLP. Lehrlinge haben den Skoda im Rahmen Ihrer Ausbildung lackiert und aufgearbeitet. Inhaber Detlef Langels stellte Fahrzeug und Material zur Verfügung. Langels, seit einem Jahr Pilot und am Flugplatz Niershorst aktiv: „Bei den gemeinsamen Arbeiten am Flugplatz habe ich gesehen, wie alle an einem Strang ziehen. Egal ob jung oder alt, Jungs oder Mädchen, alle packen gemeinsam an und halten den Flugplatz in Schuss. Da kann man mal sehen, was Gemeinschaft und Ehrenamt bewegen kann. Die Idee mit dem Fahrzeug für die Türmer lag auf der Hand, wir bringen schließlich jeden Tag Autos wieder in Schuss. Es freut mich, daß der Wagen jetzt der Gemeinschaft am Flugplatz dient.

Primäre Aufgabe der Luftaufsicht ist es, die an- und abfliegenden Flugzeuge mit Verkehrs- und Wetterinformationen zu versorgen und die Flugzeuge am Boden zu koordinieren. Dabei ist die Luftaufsicht nicht weisungsbefugt, sondern unterstützt die Piloten am und um den Flugplatz. Niershorst ist von der Kategorie ein Verkehrslandeplatz und hat damit Öffnungspflicht. Die Türmer stellen sicher, daß der Flugplatz zu den vorgeschriebenen Zeiten in Betrieb ist. Quelle: ‚rp-online.de‚.

Comeback der AS 202

Das Schweizer Propellerflugzeug AS 202 wurde bis 1988 gebaut. Jetzt geht es 32 Jahre später wieder in Produktion – ein Trend in der Luftfahrt. Diese Konstruktion ist mehr als ein halbes Jahrhundert alt: Die AS 202 Bravo wurde schon 1968 beim Flugzeugbauer Siai Marchetti in Italien entwickelt. Gebaut wurde die Maschine von 1971 bis 1989 in der Schweiz. Jetzt entstanden nach 32-jähriger Unterbrechung der Produktion mehrere Exemplare neu, allerdings in Hannover. Die erste dieser Maschinen hatte am 16. März ihren Jungfernflug. Was in der Automobilwelt undenkbar wäre, ein 50 Jahre altes Fahrzeug lediglich mit geändertem Armaturenbrett und sogar dem alten Motor wieder neu zu bauen, kommt in der Aviatik öfter vor. Das liegt vor allem an den ungemein teuren Zulassungsverfahren neuer Flugzeuge.

Deshalb greifen Hersteller mitunter auf betagte Konstruktionen zurück, die bereits eine Luftfahrtzulassung mitbringen. Meist kommt die von der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA oder der europäischen Flugsicherheitsagentur EASA. Dann dürfen die neugebauten Flugzeuge zwar behutsam modernisiert werden, etwa mit zeitgemäßer Instrumentierung, Autopiloten oder Kollisionsvermeidungssystemen. Die Zellenstruktur, also Rumpf, Flügel, Leitwerk und Konfiguration müssen aber unverändert bleiben, damit die alte Zulassung erhalten bleibt. Auch das Triebwerk sollte möglichst das gleiche wie zuvor sein. Im Gegenzug fallen keine Entwicklungskosten an.

So ist es auch für die AS 202 geplant. Die hatte 1969 als kunstflugtauglicher Zwei- bis Dreisitzer ihren Erstflug. Bis 1989 entstanden fast 230 Exemplare, viele fliegen bis heute. Die luftfahrtrechtliche Genehmigung zur Produktion der AS 202 Bravo hält seit 2015 die deutsche Gomolzig Aircraft Service GmbH. In Hannover wurden jetzt drei gebrauchte AS 202 überholt und modernisiert. Die erste Maschine hatte Mitte März ihren Jungfernflug und ist nun in der Flugerprobung. Sollte das Flugzeug gut ankommen, wären 14 weitere in den achtziger Jahren produzierte Maschinen vorhanden, die dann zu Ende gebaut und verkauft werden könnten.
Modernes Cockpit, alter Vierzylinder-Boxermortor

Natürlich kann die Maschine nicht völlig unverändert auf Kundenfang gehen. Während in den siebziger Jahren Piloten gewohnt waren, auf eine Vielzahl von kleinen Instrumenten zu schauen, sind seit etwa 20 Jahren Glascockpits auch in kleinen Maschinen Standard. Dabei werden alle Informationen wie Fluglage, Höhe, Geschwindigkeit, Position und mögliche Kollisionswarnungen auf großen Bildschirmen angezeigt. Solch ein modernes Cockpit erhält auch die AS 202. Auch wenn der gleiche Motor eingebaut wird wie vor 40 Jahren, ein neuer Vierzylinder-Boxermotor des Herstellers Lycoming, hat sich zumindest etwas bei diesem getan. Er ist nun nicht nur für die Verwendung des verbleiten Flugzeugtreibstoffs Avgas geeignet, sondern darf künftig auch mit bleifreiem Superbenzin betrieben werden. Zudem ist die modernisierte Version deutlich leiser. Eine Kombination aus Dreiblatt-Propeller und Nachschalldämpfer macht es möglich.

Wer aber soll eine neue Maschine mit Konstruktionsjahr 1968 kaufen? Zum einen Flugschulen, die einen robusten und seit Jahrzehnten bewährten Trainer suchen. Daneben Anbieter von sogenannten Trainings für angehende Berufspiloten. Um die dafür vorgesehenen Manöver zu üben, muss die Maschine kunstflugzugelassen sein. Zudem interessieren sich Privatleute, die einen Metall-Tiefdecker bevorzugen und die gelegentlich mal eine Rolle oder einen Looping fliegen wollen. Nicht zuletzt sind auch Fliegerclubs eine Zielgruppe, die eine vielfältig nutzbare Maschine zum Segelflug-Schlepp benötigen.

Ein Vorbild für die gelungene Wiederaufnahme einer Flugzeugproduktion findet sich auch in Kanada. Dort gibt es seit zehn Jahren eine Neuauflage des Buschflugzeug-Klassikers Twin Otter. Die hatte ihren Erstflug 1965, wurde von de Havilland Canada bis 1988 produziert und dann eingestellt. Die kanadische Viking Air kaufte die Produktionsrechte und Werkzeuge 17 Jahre später, baut die Zweimotorige mit Propellerturbinen seit 2010 wieder und hat Erfolg damit. Ein anderes Beispiel: Die italienische Partenavia, heute heißt sie Vulcanair, hatte Mitte der 1960er Jahre ein bis zu viersitziges Propellerflugzeug vom Typ P 64/66 entwickelt, zugelassen und in kleiner Serie gebaut. Damals besaß die Maschine keine Chance gegen den Welt-Bestseller des Typs 172 von Cessna. Heute sieht das anders aus. Denn die Neuauflage ist deutlich preiswerter als die ebenfalls noch gebaute Cessna 172. Und so stellt Vulcanair nach einer Produktionsunterbrechung von gut 25 Jahren die P 64 seit 2017 wieder neu her.

Selbst bei Verkehrsflugzeugen gibt es überraschende Comebacks. Aus dem einst in Bayern gebauten Regionalflugzeug Dornier Do 328 mit 33 Passagierplätzen wird nun die D328 Neu. Sie soll am Flughafen Leipzig von der amerikanischen Sierra Nevada Corporation gebaut werden. Von der Ursprungs-Turboprop entstanden 107 Exemplare zwischen 1991 und 1998, viele fliegen noch heute. Die im Wesentlichen identische D 328 Neu soll ab 2023 abheben und den Regionalflugzeugmarkt der 30- bis 40-Sitzer wiederbeleben. Gleiches gilt für das Amphibien-Flugboot Dornier Seastar. Die Zweimotorige für zwölf Passagiere flog erstmals in den 1980er Jahren, ging aber nie in Serie. Seit 2013 entwickelt das neugegründete deutsch-chinesische Unternehmen Dornier Seawings die Seastar weiter. Der Prototyp der Neuauflage flog jetzt Ende März erstmals in Bayern. Quelle: Jürgen Schelling in der ‚Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ.net‘.

Geglückte Notlandung auf Landstrasse

Am Freitag, 22. Mai, gegen 18.00 Uhr, wurde die Feuerwehr von Temple (TX) zu einem möglicherweise abgestürzten Flugzeug losgeschickt. Nach einer kurzen Durchsuchung des Gebiets stellte die Rettungsmannschaft fest, dass ein kleines Flugzeug eine Notlandung auf der Prairie View Rd, direkt vor der North Belton Middle School, gemacht hatte.

Der Pilot gab an, dass er Triebwerksprobleme aufgrund einer defekten elektrischen Leitung hatte und während des Fluges Strom verloren habe. Das Flugzeug erlitt erheblichen Schaden am Propeller, aber die Beteiligten meldeten keine Verletzungen.

Der Pilot war in der Lage, das ansonsten intakte Flugzeug selber auf einen Anhänger zu verladen und vom Einsatzort abzuschleppen. Quelle: Alex Torres auf facebook.

Landung in Zell am See wird zum Politikum

Ein russischer Jet holte das Gepäck eines Oligarchen ab, eine Landung in Zell am See beschäftigt nun das Hohe Haus. Die „Krone“ berichtete über die Aufregung um eine „vermeintliche Millionärslandung am Zweitwohnsitz“. Anfang April startete in Nizza eine Privatmaschine mit mehreren Personen an Bord und setzte am Flugplatz Zell am See auf – ohne Landegenehmigung, obwohl die Region damals bereits unter Quarantäne stand und obwohl an den Grenzen wieder kontrolliert wurde. Dem Vernehmen nach waren auch Nicht-EU-Bürger dabei. Nach einem bemerkenswerten Behörden-Rundlauf durfte die Maschine schließlich in Wien landen und kehrte ohne Passagiere in den Pinzgau zurück, wo sie auch stationiert ist. Ein Zwischenstopp, der die hohe Politik beschäftigt: SPÖ-Nationalrat Alois Stöger stellte jeweils parlamentarische Anfragen an Umweltministerin Leonore Gewessler, Innenminister Karl Nehammer und Außenminister Alexander Schallenberg bezüglich der „Odyssee eines Privatflugzeugs“. Die Regierungsmitglieder haben acht Wochen für Aufklärung. Die lieferte das Gesundheitsministerium bei einem zweiten, bemerkenswerten Flug nach Salzburg: Vergangenen Samstag kam – trotz Landeverbots – eine Gulfstream-Maschine aus Moskau an und startete nur 70 Minuten später wieder. Die Maschine mit der Kennung LX-MOW nutzt auch der frühere russische Vizepremier und nunmehrige Chef der Wneschekonombank, Igor Schuwalow. „Es wurden Koffer und andere Sachen von Zweitwohnbesitzern in Österreich abgeholt“, erläuterte eine Ministeriums-Sprecherin. Möglich wurde dies durch eine Ausnahmeregelung, weil es „bei An- und Abflug jeweils keine Passagiere gegeben hat.“ Quelle: ‚Krone.at‚.

Notlandung im Getreidefeld

Ein 82jähriger Pilot hat am Freitag ungeplant seine Notlandefähigkeiten unter Beweis gestellt. Wegen eines Navigationsfehlers steuerte der Steirer statt des Flugfelds Glainach bei Ferlach (Bezirk Klagenfurt-Land) eine zweieinhalb Kilometer südwestlich gelegene Grünfläche an, teilte die Polizei Kärnten mit. In dem bewachsenen Getreidefeld kippte der Flieger trotz kontrollierter Landung nach vorne. Bei der Landung sei nämlich das Bugfahrwerk eingeknickt, hieß es. Der Pilot, der in Zeltweg gestartet war, sei unverletzt geblieben und konnte sich selbst aus dem beschädigten Flugzeug befreien. Am Getreidefeld sei Flurschaden entstanden, am Flugzeug erheblicher Sachschaden. Die Feuerwehren Ferlach und Kirschentheuer waren mit 35 Personen und acht Fahrzeugen im Einsatz. Quelle: ‚DiePresse.com‚. Bild: ‚LOXZ.at‚.

Fluginformations-Managementsystem für Drohnen

Die Schweizer Flugsicherung skyguide und AirMap, das führende Unternehmen für digitalen Luftraum und Automatisierung im Dienste der Drohnenwirtschaft, geben heute in Partnerschaft mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) die operationelle Auslieferung des Schweizer U-Space Fluginformationsmanagementsystems für Drohnen (FIMS) bekannt. IMS ist eine Drehscheibe für den Datenaustausch in der Luftfahrt, die das Flugsicherungssystem von skyguide mit U-Space Service Providern (USSPs) über offene Schnittstellen verbindet, um einen sicheren und konformen Drohnenbetrieb im unteren Luftraum zu unterstützen. Die erfolgreiche operationelle Einführung von FIMS in der Schweiz geht mit der Unterzeichnung von Vereinbarungen mit verschiedenen USSPs einher. Als Teil des U-Space ist das FIMS eine Cloud-basierte, interoperable Plattform, die Luftrauminformationen, Direktiven und Echtzeitverkehr von den ATM-Systemen der skyguide über ein Netzwerk von USSPs an die Betreiber von Drohnen verteilt. Die teilnehmenden USSPs verbinden sich über offene Schnittstellen mit dem FIMS, um Dienste anzubieten, welche die Drohnenbetreiber bei der Erfüllung ihrer regulatorischen und operationellen Anforderungen unterstützen. Das Schweizer U-Space FIMS soll eine offene, wettbewerbsfähige Drohnenwirtschaft und einen Marktplatz für Drohnendienste unterstützen. Mit der operationellen Bereitstellung des FIMS erreicht die Entwicklung der Swiss U-Space Implementation Initiative (SUSI) einen kritischen Meilenstein. Quelle: ‚Skyguide‚.

„Glücklich, wieder zu fliegen“

Was wie eine geplante Flugzeugentführung anmutet, ist dank Corona der verspätete Start in eine besondere Flugsaison: Auch der Flugsport unterliegt den neuen gesetzlichen Auflagen für Sportvereine. Klaus Koser, zweiter Vorsitzender der Segelfluggruppe Bensheim und promovierter Mediziner, hat diese Auflagen in ein passendes Hygienekonzept umgesetzt: Checklisten und farblich markierte spezielle Desinfektionsmittel gewährleisten, dass jeder Bereich, Fahrzeuge, aber auch die sensiblen Flugzeugcockpits, vorschriftsgemäß desinfiziert werden. Abläufe wurden optimiert. Mit den allgemeingültigen Regeln – Gesichtsmasken, Abstandswahrung und häufiges Händewaschen – schützen sich die Piloten selbst. Einzige Wermutstropfen: Die Vereinskantine und die Aussichtsterrasse müssen geschlossen bleiben. Selbstversorgung ist angesagt, die gemütliche große Runde nach dem Flugbetrieb entfällt. Gastflüge sind genauso wie die doppelsitzige Anfängerschulung leider bis auf Weiteres untersagt, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung. „Die Verfahren waren anfangs noch etwas ungewohnt, aber das hat sich schnell eingespielt. Wir sind einfach glücklich, wieder fliegen zu dürfen,“ schildert der erste Vorsitzende Andre Keller. Fluglehrer Moritz Schmiede ergänzt: „Anders als Autofahrer sind wir Piloten gesetzlich verpflichtet, regelmäßig eine Mindestzahl an Flügen und Überprüfungen zu absolvieren, um kontinuierlich in Übung zu bleiben. Ansonsten wird unsere Lizenz inaktiv. Dann wird es kompliziert.“ Und so genossen die Segelflieger bei tollem Flugwetter begeistert die (fast) grenzenlose Freiheit unter den Wolken: über dem Odenwald, der Pfalz, Kraichgau, Rhön und Frankenland. Quelle: ‚morgenweb.de‚.

Pilatus: Höhenflug im Jahr 2019

Das Geschäftsjahr 2019 war für Pilatus wieder sehr erfolgreich: Mit über 1.1 Milliarden Schweizer Franken Umsatz wurde die Milliardengrenze erneut übertroffen. Es konnten ein Betriebsergebnis von 153 Millionen Schweizer Franken erwirtschaftet sowie Bestelleingänge von 1.1 Milliarden Schweizer Franken verbucht werden. Auch die Pilatus Mitarbeitenden haben vom Erfolg profitiert und einen essentiellen Bonus erhalten – auch in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Zeit. Quelle: ‚AeCS‚.

So haben Sie Berlin noch nie gesehen!

Vier Stunden kreiste der Fotograf Oliver Lang in einer Cessna über Berlin. Aus einer Entfernung von 600 Meter bis 1000 Meter hielt er mit seiner Kamera die Auswirkungen der Corona-Pandemie fest. Das Ergebnis: Berlin, wie Sie es noch nicht gesehen haben. Täglich berichtet B.Z. über die Krise und die Sorgen vieler einzelner Berliner. Gastronomen, Künstler, Unternehmer, Alleinerziehende. Ihre berechtigte Furcht vor der Zukunft spiegelt sich auch in diesen Aufnahmen wieder. Straßen, Plätze, Gebäude, die sonst mit Menschenmassen geflutet sind, wirken verlassen. So leer, so unwirklich, so wenig Berlin war die Stadt noch nie! Doch so schlimm die Situation mit Abstand betrachtet auch sein mag: Wenn die Pandemie überstanden ist, wird es auch wieder Nahaufnahmen unserer Stadt geben, die zeigen, wie wunderschön und stark sie ist. So aufregend, lebendig und voller Menschen. Quelle: ‚bz-berlin.de‚.

Lieferdrohnen im Zwielicht

Was in der Lieferlogistik als Ei des Kolumbus gilt, entlarvt eine neue Studie in gewissen Fällen als Energieverschwendung. Leichte Elektro-Nutzfahrzeuge rücken wieder ins Zentrum. Post von der Propellerdrohne, so soll die Zustell-Zukunft dem steigenden Verkehrsaufkommen am Boden aus der Luft ein Schnippchen schlagen. Paketlieferdienste sind während der Corona-Krise aufgrund von «Bleibt zu Hause»-Losungen und geschlossenen Detailhandelsgeschäften zur beliebten Variante fürs Einkaufen geworden. Online bestellen, am nächsten Tag oder gar gleichentags per Post oder Paketdienst vor die gute Stube gebracht, das ist mittlerweile schon fast Normalität. Jetzt, wo die ersten Lockerungen im Vorbeuge-Regime Realität sind, wird zwar weiter kräftig online bestellt, aber das Verkehrsaufkommen ist bereits wieder deutlich gestiegen. Doch was passiert, wenn der Posttransporter oder etwa der schokoladenbraune Van mit der goldenen Aufschrift, den Laderaum bis zum Rand mit Waren zur Einzelzustellung gefüllt, im schnöden Stadtverkehr steckenbleibt? Die Waren müssen in Rekordzeit zum Kunden kommen, und die Lager sind reichlich mit Nachschub ausgestattet. Hinzu kommt der Druck bei der Lieferung von eiligen Waren, etwa Medikamenten oder anderen Materialien lebenswichtiger Dringlichkeit. Das Ei des Kolumbus ist die Lieferdrohne, ein Multikopter-Fluggerät, das sich ferngesteuert oder sogar autonom durch die Luft zum Zielort bewegt. In mehreren Metern Höhe trotzt die Drohne den verstopften Strassen und fliegt über alle Hindernisse hinweg sicher zum Ziel. Die Schweizerische Post begann 2017 in Lugano und Zürich, durch verschiedene Tests mit Lieferdrohnen ermutigt, mit der Lieferung von Blutkonserven, Medikamenten und Gewebeproben zwischen Spitälern und Labors. Die Drohnen lieferte der Hersteller Matternet aus Mountain View in Kalifornien, der eine Maximallast von zwei Kilogramm pro Lieferpaket zusicherte. Damit liess sich bis zu 20 Kilometer weit und mit bis zu 70 km/h fliegen. So weit, so gut, doch kam es 2019 in Zürich zu zwei Abstürzen von Drohnen der Post, bei denen alle Sicherheitsvorkehrungen wie Warnsirene und Fallschirm versagten. Die eine stürzte mit Blutkonserven in den Zürichsee, die andere in ein Waldstück, wenige Meter von spielenden Kindern entfernt. Die Verantwortlichen stoppten das Lieferexperiment, doch seit Anfang 2020 sind die Drohnen des Typs Matternet M2 V9 wieder unterwegs, nachdem die Multikopter modifiziert worden sind, damit sie insbesondere bei starkem Wind besser fliegen können. In den USA gibt es ebenfalls seit einiger Zeit Lieferdrohnen, etwa beim grössten Versandhändler Amazon sowie bei DHL und Google. Sollten die Drohnenlieferungen Schule machen und sollten sich immer mehr Händler zum Versand von Waren aller Art und jeglicher Grösse entschliessen, entsteht ein weiteres Sicherheitsproblem. Der Luftraum ist nicht so einfach zu regeln wie der Strassenverkehr. Ampeln gibt es nicht, immerhin aber Flugschneisen. Und doch kommt es in der Fliegerei mit noch vor der Corona-Krise kräftig zunehmenden Flugfrequenzen immer wieder zu gefährlichen Annäherungen zweier Fluggeräte. Mittlerweile gibt es vom Bundesamt für Zivilluftfahrt detaillierte Regelungen, die auch für Lieferdrohnen gelten. Dabei wird unterschieden zwischen Fluggeräten mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm sowie solchen darüber, die einer Bewilligungspflicht unterstehen. Entsprechende Einschränkungen für Start und Landung (nicht auf öffentlichem Gebiet), Flughöhe und Distanz zu Flugplätzen sind festgeschrieben. Was der Bund jedoch bisher nicht geregelt hat, ist das Thema Energieverbrauch bei Drohnen. Für den Strassenverkehr gibt es jede Menge Vorschriften zur Zulassung von Fahrzeugen und entsprechende Obergrenzen bei den lokalen Emissionen. Heikel wird es bei der Bewertung ganzer Energiebilanzen in der Betrachtung von der Entstehung des Fahrzeugs bis zu seiner Entsorgung. Quelle: ‚NZZ, Neue Zürcher Zeitung‘.

Elektromobilitäts-Pläne für Flugplatz Drewitz

Spätestens bis zum Herbst will der neue Eigentümer des Flugplatzes Drewitz (Spree-Neiße) seine Pläne für die Ansiedlung eines Gewerbegebietes vorstellen. Das sagte Tassilo Soltkahn von der Euromovement GmbH auf rbb-Nachfrage. Der Plan ist, auf dem einstigen Flugplatz normale Busse auf Elektromobilität umzurüsten. Etwa 2.000 Arbeitsplätze sollen hier im Laufe der nächsten Jahre entstehen. Bei der Frage, welche Berufe künftig gebraucht werden würden, erklärte Soltkahn, dass es vor allem traditionelle Berufe sein. Dazu gehörten zum Bespiel Karrosseriebauer, Mechatroniker und Lackierer, so Soltkhan. Geplant ist, das Areal an das Bahnnetz anzuschließen. Dafür soll eine alte Trasse wiederbelebt werden. Zum Team der Entwickler für das Areal sollen auch Verkehrsplaner der BTU Cottbus-Senftenberg gehören. Mit dem Bau der ersten Montagehallen rechnet Soltkahn frühestens im Herbst 2021. Der neue Eigentümer hatte bereits angekündigt, auf dem Gelände Busse auf Elektroantrieb umrüsten zu wollen. Es gebe zahlreiche Busse, die von öffentlichen Verkehrsbetrieben genutzt würden und die mit einer Umrüstung weitere zehn oder 20 Jahre nutzbar sein könnten, sagte Soltkahn im vergangenen Dezember dem rbb. „Ein neuer Bus kostet wesentlich mehr als ein umgebauter Bus“, erklärte er. Vorhandene Busse klimaneutral zu betreiben sei zudem nachhaltiger als ein Neukauf. Seit den 90er Jahren waren mehrere Versuche einer Privatisierung des einstigen Militärflugplatzes gescheitert. Für die kommunalen Gesellschafter – den Landkreis, die Stadt Guben, das Amt Peitz, sowie die Gemeinden Jänschwalde und Schenkendöbern – war der Flugplatz nach der Wende ein Zuschussgeschäft, deshalb wurde immer wieder nach Käufern gesucht. Quelle: ‚rbb24.de‚.

Neuer Hangar für den Flugplatz Bienenfarm

Der erste Spatenstich für den neuen Hangar am Flugplatz Bienenfarm wurde am Freitag vollbracht. Bis zum Herbst soll die neue, rund 1’800 m2 große Halle fertig sein. „Also noch vor dem BER“, sagt Alexander Stendel. Stendel hatte den ehemaligen Agrarflug- und späteren Sportflugplatz 2017, zusammen mit Dr. Benedikt Lehmann-Dronke, Prof. Dr. Martin Strik und Manuel Meger übernommen. Seitdem wird der Flugplatz zwischen Nauen und Paulinenaue zum Mekka für die Oldtimer-Fliegerei ausgebaut. Dahinter steht der Verein Quax, zu dem die neuen Eigentümer gehören und die sich der Fliegerei in historischen Maschinen verschrieben haben. Die liebevoll gepflegten Veteranen der Lüfte sind allerdings viel zu schade, um nur im Museum zu stehen. Die Vereinsmitglieder steigen mit den geschichtsträchtigen Schätzchen auch regelmäßig in den Himmel über das Havelland. Wenn sie nicht geflogen werden, brauchen die Flugzeuge einen angemessenen Stellplatz. Der wird mit dem neuen Hangar gerade geschaffen. Die Bienenfarm hat sich ebenfalls zum Treffpunkt für Flugbegeisterte entwickelt. Auf vielen Veranstaltungen konnten die Oldtimer in Aktion bewundert werden, die Treffen zogen Besucher aus dem nahezu gesamten europäischen Ausland auf die Bienenfarm. In diesem Jahr fallen die Veranstaltungen Corona-bedingt aus. Also geht man ans Bauen, Neu- und Umgestalten. Quelle: ‚moz.de‚.

75% weniger Flüge in Strausberg

Der Flugplatz hatte während der Corona-Krise – als alle Beschränkungen in Kraft waren – einen Rückgang im Flugverkehr von etwa 75 Prozent zu verkraften. Das sagte Irina Kühnel, Geschäftsbereichsleiterin Verkehr in der Stadtwerke-Gruppe, gegenüber der MOZ. Als Reaktion seien die Öffnungszeiten eingeschränkt worden. Um gut durch die Corona-Zeit zu kommen, versuche man auch, beim Personal zu sparen. Vereinsflüge seien zwar immer noch verboten, der Flugschulbetrieb inzwischen mit entsprechendem Hygienekonzept aber wieder aufgenommen worden. Auch Privatflüge seien mit Ausnahme des grenzüberschreitenden Verkehrs erlaubt. „Aber auf diesem liegt unser Fokus zum Glück nicht, der spielt eine untergeordnete Rolle“, sagte Irina Kühnel. Der Flugplatz sei während der vergangenen Wochen vor allem für den systemrelevanten Verkehr offen gehalten worden. Dieser macht etwa 25 Prozent Anteil am Gesamtaufkommen aus. „Da gibt es ein klares Erfordernis. Wir sind ja der Rettungslandeplatz für das Krankenhaus Märkisch-Oderland“, erklärte Irina Kühnel. Auch Transport- und Kontrollflüge fänden durchgehend statt. So würden zum Beispiel von Strausberg aus Maschinen zur Überprüfung des Gasleitungsnetzes aus der Luft losgeschickt. Der Flugplatz wird seit 1992 für die gewerbliche Luftfahrt, Geschäftsverkehr, die fliegerische Ausbildung und Luftsport genutzt. Quelle: ‚moz.de‚.

Dübendorf: «unheimliche Stille»

Die Corona-Krise hat den Flugverkehr massiv ausgebremst. Geniessen die Menschen in den Gemeinden rund um den Flughafen Zürich nun eine himmlische Ruhe? So einfach ist es nicht, wie ein Besuch in Rümlang zeigt. Ob Restaurantbesuch oder Shopping: Die Lockerungsschritte vom 11. Mai haben vieles wieder möglich gemacht, aber eben: Ganz zurück im Alltag ist die Schweiz noch lange nicht. Das sieht man auch am Minimalbetrieb auf dem Flughafen Zürich. Oder besser, man hört es: Wenn die Flieger am Boden bleiben, wird es in den Gemeinden rund um den Flughafen plötzlich ungewohnt still. Zum Beispiel in Rümlang. In den ersten beiden Aprilwochen brach die Zahl der Flugbewegungen in Zürich um ganze 95 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, wie die Flughafenbetreiber festhalten. «Das fehlt tatsächlich», sagt Thomas Hardegger. Er war bis 2018 Rümlanger Gemeindepräsident und präsidiert den Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Zürich (SBFZ), der gegen «unzumutbaren Fluglärm» kämpft. In Jubel bricht er wegen der ungewohnten Stille aber nicht aus. Denn: «Bei der Fluglärmproblematik gibt es zwei Seiten.» Einerseits geniesse man die Ruhe, nun Gespräche auch im Freien ungestört führen zu können – bei Hochbetrieb dröhne immerhin alle zwei bis drei Minuten eine Maschine am Himmel, was in der Gemeinde zu Lärm von bis zu 100 Dezibel führe. Andererseits ist da die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens: Bei Hardegger, der bis 2019 für die SP im Nationalrat sass, kommen durchaus Erinnerungen an das Swissair-Grounding von 2002 hoch. «Auch da war es eher eine unheimliche Stille, weil man weiss, dass Tausende von Arbeitsplätzen am Flughafen und an angegliederten Branchen hängen.» Jeder im Dorf kenne jemanden, dessen Arbeitsplatz mit dem Airport verbunden sei, ob im Catering, bei der Flugzeugreinigung oder im Verkauf in den vielen Flugzeuggeschäften. «Man hat ja mit dem Flughafen leben gelernt.» Hardegger sagt, er sei kein Gegner des Fluglärms an sich. Er störe sich aber daran, wenn «die Regeln nicht eingehalten werden». Sprich: Wenn die Nachtflugsperre verletzt wird. Diese gilt eigentlich zwischen 23 Uhr und 6 Uhr, wobei verspätete Flieger noch bis 23:30 Uhr Zeit haben. Doch weil die Verstösse gegen diese Sperre sukzessive zugenommen hatten, beschloss das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) 2018, die Anzahl spätabendlicher Slots – also Zeitfenster für Starts und Landungen – zu begrenzen. Auch zog der SBFZ für höhere Lärmgebühren, die Airlines für laute Maschinen in den Randstunden bezahlen müssen, vor das Bundesverwaltungsgericht. Mit Erfolg – seit letztem Herbst gelten nun höhere Lärmzuschläge. Je nach Maschinentyp können dafür bis zu 3’000 Franken fällig werden, wie die Flughafen Zürich AG vorgerechnet hat. Hardegger zufolge habe das schon dazu geführt, dass seit September weniger Maschinen ab 23 Uhr gestartet seien. «Da hat eine gute Entwicklung eingesetzt», findet er – und er hofft, dass die Nachtruhe auch nach der Krise und der Normalisierung des Flugverkehrs stärker berücksichtigt werde. Quelle: ‚bluewin.ch‚. Bild: ‚2coinsTravel‘.

Dessau kommt relativ gut durch die Krise

Der Dessauer Flugplatz ist bisher relativ gut durch die Corona-Krise gekommen. Das bestätigt Stadtwerke-Sprecher Christian Mattke. „Wir verzeichneten im März und April, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, einen moderaten Rückgang der Starts und Landungen um rund 26 Prozent“, so Mattke. Der Flugplatz Dessau wird von den hiesigen Stadtwerken betrieben. Zwei Flugleiter teilen sich wie schon vor der Krise die tägliche Betriebsaufsicht unter anderem mit der Abwicklung des Funkverkehrs, der Abrechnung von Landegebühren, Betankungen, Instandhaltungen und der Geländepflege. Nach wie vor sind Geschäftsreisen und andere Anreisen mit dem Flugzeug innerhalb Deutschlands für nichttouristische Zwecke erlaubt. Den aktuellen Corona-Bestimmungen wird auch auf dem Flugplatz Rechnung getragen. So wurden auf dem Gelände ein Handdesinfektionsautomat und ein Hygieneset, bestehend aus fünf Spendern zur Handreinigung, -pflege und -desinfektion fest installiert. Der Zugang zum Flugplatzgebäude ist nur noch eingeschränkt möglich. Persönliche Kontakte werden auf ein Minimum reduziert. Sicherheitsabstände zwischen den Flugleitern und Platzgästen sind einzuhalten. Die am Flugplatzgelände befindlichen Caravanstellplätze sind derzeit ebenfalls für Touristen gesperrt. Auswärtigen Handwerkern und Gewerbetreibenden, die im eigenen Campingmobil in Dessau übernachten möchten, ist eine Nutzung aber weiterhin gestattet. Mit der Anfang Mai in Kraft getretenen fünften Pandemie-Verordnung sind touristische Reisen nach Sachsen-Anhalt noch untersagt. Möglicherweise könnte sich das aber in den kommenden Wochen ändern, weil derzeit viel Dynamik in den öffentlichen Diskussionen zu diesem Thema erzeugt wird. „Wir werden alle dazu getroffenen Entscheidungen im Blick haben, die Situation prüfen und adäquat auf neueste Entwicklungen reagieren“, so Mattke. Ganz ausgeschlossen ist eine Nutzung der Caravanstellplätze für Touristen in 2020 also noch nicht. Das gilt auch für Rundflüge mit der Stadtwerke- eigenen Cessna. „Derzeit bieten wir das nicht an. Sobald touristische Nutzungen wieder möglich sind, schauen wir, unter welchen Voraussetzungen es umsetzbar ist“, erklärt Mattke. Während die Fallschirmspringer noch beraten, ob und wie sie in die Saison starten könnten, arbeiten die Segelflieger schon auf Hochtouren an ihrem Saisonstart, der unter Berücksichtigung und Umsetzung aller aktuellen Bestimmungen, möglichst noch im Mai erfolgen soll. Quelle: ‚Mitteldeutsche Zeitung‚.

1.3 Mio. für Elektroflug-Projekte

Ach, wäre man nur Bruce Willis… Der US-Schauspieler ist nicht nur cool, er rast in dem Film „Das fünfte Element“ auch mit seinem Flugtaxi durch den Himmel einer Großstadt. Zwar mit Strafzettel für zu schnelles Fliegen – aber ohne Stau. Science Fiction? Nicht ganz. Die Wirtschaftsministerin Baden-Württembergs sieht in Flugtaxis einen „zentralen Baustein“ für die Mobilität der Zukunft. „Unser Land ist dabei Vorreiter“, sagte Nicole Hoffmeister-Kraut am Montag bei der Bekanntgabe einer Förderung für das elektrische Fliegen. Davon profitieren soll etwa das Bruchsaler Unternehmen Volocopter, das 2023 die ersten Luft-Taxirouten in einer Stadt ermöglichen will.

Zwar ist die aktuelle Landes-Unterstützung mit 1,3 Mio. € überschaubar. An den beiden Test-Orten in Lahr und Mengen-Hohentengen soll sich aber auch „nicht der Himmel mit lauter Drohnen verdunkeln“ und glänzende „Gebäude mit Glasfassaden“ entstehen, stellte Walter Fichter klar, Direktor am Institut für Flugmechanik und Flugregelung der Universität Stuttgart. Es geht um den Aufbau von Bodeninfrastruktur wie Antennen, die Luftraumintegration und – ganz wichtig – das Betriebsverfahren. Denn mit der Erlaubnis, sich in die Luft zu erheben, tun sich Institutionen weltweit schwer.

Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA hat im vergangenen Jahr zwar ein erstes Regelwerk für die Zulassung von Flugtaxis mit Piloten erlassen und arbeitet an einem einheitlichen Standard mit. Zulassungen gibt es aber noch keine, regulatorische Schwierigkeiten dagegen viele.

Dies schmälert aber die weltweite Begeisterung für elektrisches Fliegen nicht. Das Branchenmagazin „Electric VOTL News“ schätzte die Zahl von Projekten für elektrische Senkrechtstarter vor einiger Zeit auf 200. Mit an Bord sind viele große Unternehmen: Daimler, Porsche, Boeing, Airbus, Audi, Toyota. Wie sich die Pandemie allerdings auf die Entwicklung und Forschung der E-Himmelsstürmer auswirkt, muss abgewartet werden. Vom gebeutelten Hersteller Boeing etwa ist derzeit zu diesem Thema nichts zu hören.

Ideen gibt es viele. Der Haudegen auf dem Gebiet autonom fahrender Autos Sebastian Thrun hat sich mittlerweile ebenfalls in die Luft erhoben und ist Präsident des E-Flieger-Herstellers Kitty Hawk, der unter anderem von Google-Mitbegründer Larry Page finanziert wird. Deren Modell ähnelt einem konventionellen Flugzeug. Sechs Motoren sitzen an der Rückseite der sechs Meter langen Tragfläche, zwei weitere sind am Bug angebracht. Der Senkrechtstarter soll 50 Kilometer in etwa 15 Minuten zurücklegen und weitaus weniger Energie brauchen als ein Auto – und leiser sein.

Lilium will dagegen mit fast doppelt so großer Spannweite fünf Passagiere befördern und mit Reichweite und Geschwindigkeit punkten. Das Münchner Flugtaxi-Startup plant seinen Serien-Start 2025. Allerdings zweifeln manche Luftfahrtexperten die Reichweiten und Geschwindigkeiten als unrealistisch an; Lilium-Gründer Daniel Wiegand lässt die Kritik nicht gelten.

Das Problem des elektrischen Fliegens: Batteriestrom hat eine geringe Energiedichte. Batterien sind schwer und bleiben es auch den ganzen Flug über, während bei Kerosin-Antrieb die Tanks leichter werden. Eine Lösung könnten der Hybrid-Antrieb sein, beim Triebwerkhersteller Rolls-Royce etwa produziert eine Gasturbine über einen Generator Energie. Die Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt wollen in vier Jahren ein Flugzeug entwickeln, das 70 Passagiere mit Wasserstoff 2000 Kilometer weit bringen kann.

Das Bruchsaler Unternehmen Volocopter backt kleinere Brötchen. An Bord des E-Fliegers mit seinen 18 Rotoren ist nur ein Fluggast und der Pilot, der später bei autonomen Flügen einem weiteren Passagier Platz machen soll. Irgendwann könnten es fünf oder sechs Plätze geben. Volocopter flog schon oft, unter anderem über Singapur. Das nun geförderte Testfeld in Lahr bietet sich für die Erprobung urbanen Fliegens an, während der Standort in Mengen-Hohentengen sich zum Testen autonomen Fliegens eignet. Zu Bruce Willis Flugtaxi ist es aber noch ein weiter Weg. Quelle: Heidenheimer Zeitung. Autor: Thomas Veitinger.

Cessna 172F: Sicherheitslandung in Mengen

Am Dienstagnachmittag, 12.Mai, musste eine Cessna Typ F172F auf dem Flugplatz in Mengen eine Sicherheitslandung wegen eines Öldruckabfalls durchführen. Wie die Polizei mitteilt, war das Flugzeug von Worms nach Friedrichshafen unterwegs, als der Pilot gegen 15 Uhr einen Ölverlust feststellte und sich deshalb mit dem Tower des Flughafens Mengen in Verbindung setzte. Die Besatzung landete gegen 15.30 Uhr störungsfrei auf dem Flugplatz Mengen. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse dürfte ein technischer Defekt am Motor ursächlich für den Ölverlust sein. Die Höhe des Sachschadens ist aktuell nicht bekannt. Quelle: ‚Schwäbische.de‚.

Samedan: Knapp an der Katastrophe vorbei

Auf dem Engadin Airport in Samedan/Engadin ist es vor rund zwei Jahren beinahe zu einem Zusammenstoss zwischen einem Helikopter und einem Sportflugzeug gekommen. Mit Glück konnte eine Kollision in der Luft durch ein Ausweichmanöver verhindert werden. Verletzt wurde niemand, es gab keinen Sachschaden. Das geht aus dem Untersuchungsbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) von Ende April 2020 hervor.

Air Ticino soll Flughafen Lugano retten

Das Tessin ist für Airlines ein hartes Pflaster. Nun arbeiten Investoren an der Lancierung einer neuen Fluggesellschaft. Sie soll die Sonnenstube mit dem Rest der Schweiz verbinden. Nach dem Niedergang der Airlines Darwin (2017) und Skywork (2018) hat kürzlich auch noch die Flughafenbetreiberin in Lugano Konkurs angemeldet. Nun gibt es aber neue Hoffnung. Eine Tessiner Gesellschaft hat die Marke «Air Ticino» eintragen lassen. Sie bestätigt der «Handelszeitung» konkrete Pläne für eine neue Fluggesellschaft. Der Markenzweck beinhaltet unter anderem Transport und «Geräte zur Fortbewegung zu Lande, in der Luft oder zu Wasser». Inhaberin ist die Firma Generalavia SA in Mendrisio TI. Ein Mitarbeiter der Gesellschaft bestätigt die Pläne. Sie umfassten ein Konzept für eine neue Fluggesellschaft und den gemeinsamen Betrieb der Tessiner Flugplätze. Die Pläne dürften sich verzögern. Wegen der Corona-Krise. Und weil sich die Betreibergesellschaft des Flughafens Lugano-Agno derzeit in einer ordentlichen Liquidation befindet. Quelle: ‚Blick‚.

Leipziger Flugplatz wird Strom-Tanke

Zwischen Neuer Messe und B 2 verwildert auf 28’531 Quadratmetern ein Stück Leipziger Luftfahrtgeschichte: der alte Flughafen Mockau. Lange Zeit war unklar, wie es dort weitergeht. Nun gibt es ein Konzept für Tower, Fliegerheim und Gelände. Das Unternehmen „Leipziger Ladepark“ will dort ab Herbst eine Strom-Tanke für E-Autos errichten. Unternehmensgründer Christian Werner (33): „Insgesamt sollen hier bis zu 200 Ladesäulen für E-Autos entstehen. Die Ladeplätze sollen mit Solaranlagen überdacht werden.“ Werner selbst kennt sich in der Automobilbranche aus, arbeitet derzeit noch für Porsche. „Neben Ladesäulen für private Nutzer wollen wir auch Ladeflächen für Lieferdienste oder Fahrdienstleister anbieten.“ Insgesamt soll der Bau des Ladeparks 4,5 Mio. Euro kosten. Werner: „1,5 Mio. Euro an Fördermitteln hat der Bund bereits bewilligt.“ Zeitgleich soll auch die Sanierung des Fliegerheims und des Towers starten. Werner: „Bisher gehört das Grundstück der NEG AG. Wir sind derzeit in Vertragshandlungen. Als Ladepark wollen wir das Grundstück erwerben, die NEG AG wird wohl die Gebäude behalten und sanieren.“ Sowohl im Tower als auch im Fliegerheim, zusammen 4’000 Quadratmeter groß, sollen u.a. Event- und Schulungsflächen entstehen. „Der Tower ist zudem der perfekte Ort für ein Restaurant oder eine Bar mit Dachterrasse“, schwärmt der Unternehmer. Ebenso soll ein Museum entstehen, in dem die Leipziger Luftfahrtgeschichte thematisiert wird. Werner: „Für alles müssen wohl um die 11,5 Mio. Euro investiert werden. Das Geld dafür kommt von Investoren, u.a. einem deutschen Solarparkbetreiber, Banken und aus Fördermitteln.“ Sein Traum: „Es wäre doch schön, wenn aus dem alten Luftschiffhafen ein Mobilitätsstandort der Zukunft wird.“ Quelle: ‚Bild.de‚.

Elektromobilität, die Zukunft der Luftfahrt

An der DHBW Mosbach geht es am Do. 14-05-2020 um 18:00 Uhr um Elektromobilität, diesmal um die Zukunft der Luftfahrt, die auch elektrisch sein wird. Morell Westermann, Pilot und Zukunftsforscher aus der Schweiz, wird über die Realität, Visionen und die Zukunft der Luftfahrt berichten.

  • Klimaneutrale Luftfahrt – Wo stehen wir heute, wann fliegen wir elektrisch?
  • Völlig neue Flugkonzepte – Wie futuristisch werden die Flugzeuge aussehen?
  • Was bedeutet das für uns? (Fluglärm, Sicherheit)
  • Wann ist das Fliegen mit der Drohne billiger als das eigene Auto?
  • Welche Chancen ergeben sich daraus? Für jede(n) einzelne(n) von uns?
  • Was bedeutet das, wenn ich für 100 CHF in 1 Stunde von St. Gallen nach Genf oder Frankfurt fliegen kann?
  • Wie verändert sich das, was wir heute „Pendeln zur Arbeit“ oder den „Wochenendausflug“ nennen?

Der Vortrag im Cyberspace, online stattfinden. Sie können sich über Ihren Webbrowser über diesen Link und das Passwort „fliegen!“ einloggen. Alternativ können Sie über ihr Telefon dem Vortrag akustisch folgen.

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Der Beitrag stammt von Prof. Dr.-Ing. Rainer Klein, Leiter Studiengang Mechatronik, Duale Hochschule Baden Württemberg Mosbach.

FAA ermittelt gegen Harrison Ford

Nach einem Zwischenfall auf einem kalifornischen Flugplatz ermittelt die US-Flugaufsichtsbehörde FAA gegen Hollywoodstar Harrison Ford. Die Maschine des Schauspielers überquerte eine Start- und Landebahn, auf der ein anderes Flugzeug gerade das Landen mit sofortigem Wieder-Durchstarten übte, wie die FAA am Mittwoch erklärte. Der 77-jährige Star aus Filmen wie „Indiana Jones“ und „Star Wars“ war vom Tower aufgefordert worden zu halten, hatte die Ansage aber offenbar falsch verstanden. „Entschuldigen Sie, Sir, ich dachte genau das Gegenteil. Es tut mir furchtbar leid“, sagt der Schauspieler in einem aufgezeichneten Funkspruch. Beide Maschinen waren bei dem Zwischenfall auf einem Flugplatz im Landkreis Los Angeles am Freitag rund einen Kilometer voneinander entfernt, niemand kam zu Schaden. Ein Sprecher des Schauspielers sagte der Nachrichtenagentur AFP, bei dem Vorfall habe „zu keiner Zeit die Gefahr eines Zusammenstoßes“ bestanden. Es ist nicht das erste Mal, dass der begeisterte Pilot Ford Ärger wegen seines Hobbys hat. 2017 entging er knapp einer Strafe, nachdem er auf einem anderen kalifornischen Flughafen die Lande- mit einer Rollbahn verwechselt hatte und mit seinem Kleinflugzeug dicht über eine Boeing 737 mit 116 Insassen hinweggeflogen war. Zwei Jahre zuvor musste er mit einem Oldtimer-Flugzeug nach einem Triebwerksausfall auf einem Golfplatz notlanden und erlitt dabei mehrere Knochenbrüche. Quelle: ‚Stuttgarter Zeitung‚.

Gute Sicht, aber keine Vogelperspektive

Bei der Flugsportgemeinschaft (FSG) Soest herrscht weitestgehend Stillstand – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Motorflugzeuge, Motorsegler und Segelflugzeuge stehen in der Halle des Flugplatzes Soest-Bad Sassendorf in Lohne, das Vereinsleben ruht ebenfalls seit sieben Wochen. Quelle: ‚Soester Anzeiger‚.