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Physik zum Anfassen

Da staunten die Schülerinnen und Schüler am Frobenius Gymnasium nicht schlecht, als am Mittag eines heißen Julitages ein echtes Segelflugzeug auf dem Schulhof stand. Aus der Luft gelandet war es bestimmt nicht. Die Lösung um das Rätsel über den Segelflieger auf dem Schulhof: Das Segelflugzeug wurde als Anschauungsmaterial für ein zweitägiges Projekt der Fahrtenwoche der Klasse 8a aufgebaut, wie die Flugsportgruppe Hammelburg in einer Pressemitteilung berichtet. Gemeinsam mit der Flugsportgruppe Hammelburg hatten die Schülerinnen und Schüler eine außergewöhnliche Idee in die Tat umgesetzt. Segelflugsport ist eine spannende Sache, sagte man sich in der Klasse, das wollen wir genauer wissen.

Tag 1: Theorie über’s Fliegen
Am ersten Tag gab es Theorieunterricht in der Schule. Frank Luft, Fluglehrer und Ausbildungsleiter der Flugsportgruppe, vermittelte das wichtigste Basiswissen. Wie ist ein Flugzeug konstruiert, wie wird es gesteuert, und warum fliegt es überhaupt? Ganz wichtig für den Segelflug sind Wind und Wetter, die Schwerkraft und die thermischen Aufwinde als treibende Energien, um ohne Motor weite Strecken zurücklegen zu können. Damit es so richtig Substanz bekommt, inspizierte die Klasse danach im Schulhof die LS1, ein Hochleistungsflugzeug. Sie konnte Klappen, Ruder, Steuerung, Cockpitinstrumente und vieles mehr am realen Objekt anfassen.

Praxis an der Hohen Lanz
Tags darauf war die Fortsetzung des praktischen Teils an der Reihe. Nach einer Wanderung auf die Hohe Lanz waren die diversen Anlagen des Hammelburger Flugplatzes erstes Unterrichtsthema. Wie auf einem Flughafen, gibt es hier einen Tower mit Funkanlage, Hangars, eine eigene Werkstatt und eine Landebahn mit Vorfeld. Es braucht viele Hände, bis ein Segelflugzeug in die Luft kommt. Die Schülerinnen und Schüler durften mithelfen, ein Flugzeug aufzubauen, die Seilwinde vorzubereiten und lernten viel über die notwendigen Sicherheitschecks an allen Geräten. Mathematik- und Physiklehrer Nicolas Braune zeigte sich beeindruckt: “Herr Luft und die Leute von der Flugsportgruppe machen das wahnsinnig gut.” Als Pädagoge weiß er, wovon er spricht.

Segelflug im Angebot
Am Mittag war der Schulunterricht offiziell beendet. Die Flugsportgruppe legte noch ein Angebot obendrauf: Wer wollte, durfte am Flugplatz bleiben und am Nachmittag einen echten Segelflug erleben. Eine Einladung, die von vielen angenommen wurde. Platz zu nehmen auf dem vorderen Sitz des ASK13-Segelschulflugzeuges und sich mit der Winde rasant hinauf ziehen zu lassen, das war schon ein Erlebnis. Auf dem hinteren Sitz war natürlich ein erfahrener Segelfluglehrer mit an Bord.

“Start ist wie Achterbahnfahren”
Nach den Eindrücken gefragt, war der erste spontane Ausruf: “Der Start ist wie Achterbahnfahren”, um sofort von einem anderen Schüler korrigiert zu werden, dass es noch viel besser wäre als eine Achterbahn. Alle waren fasziniert von der Aussicht auf Hammelburg: Die Schülerinnen und Schüler konnten sogar ihr eigenes Haus von oben sehen. Die 14-jährige Lara fand es besonders toll, wie man im Team zusammenarbeitet, denn auch jetzt packten alle mit an und konnten nach einer gründlichen Einweisung sogar den Funkverkehr abwickeln. Dank eines ausführlichen Briefings wegen der Temperaturen über 30 Grad waren alle mit ausreichend Getränken, Sonnenschutz und Mützen ausgestattet. So war es trotz der Hitze ein “cooler” Tag. Letztendlich ging es nicht in erster Linie um einen spannenden Zeitvertreib. Viel wichtiger war die Erfahrung, zu sehen, dass Physik eine praktische Anwendung hat und wie wertvoll Teamarbeit ist. Quelle: ‘InFranken‘.

Flieger-Nachwuchs über Landsberg

An seinen ersten Flug erinnert sich Henri Martin noch genau. 2020 war das, die Flugsaison begann wegen der Corona-Auflagen recht spät. Zum ersten Mal saß er im Segelflugzeug, den Fluglehrer im Rücken. „Schon der Start war spektakulär. Das Gefühl, wenn man nach oben gezogen wird. Die Aussicht von oben und die Freude daran, wendig in der Luft zu sein. Mir war eigentlich vorher schon klar, dass ich mit dem Segelfliegen starten will, aber nach diesem Flug war ich mir sicher“, blickt er zurück.

Inzwischen sind fast zwei Jahre vergangen und aus dem „Schnupperflieger“ von einst ist schon fast ein fertiger Pilot geworden. Die Theorieprüfung hat er schon in der Tasche und bis zur praktischen Prüfung ist es nicht mehr weit. Damit befindet sich der 21-Jährige in guter Gesellschaft: „Aktuell bilden wir 14 Flugschüler aus“, berichtet Sepp Holzapfel, Vorstand des Landsberger Segelflugvereins Geratshof. „Damit stellen sie etwa ein Viertel aller aktiven Mitglieder und sind eine wichtige Säule unseres Vereins. Die Jugendarbeit liegt uns sehr am Herzen.“

Ganze neun Fluglehrer kümmern sich um den fliegerischen Nachwuchs – ehrenamtlich in ihrer Freizeit. An den Wochenenden und Feiertagen wechseln sie sich am Flugplatz ab und während der Schulferien stellen viele ihren Urlaub in den Dienst der Gemeinschaft, um auch unter der Woche einen Flugbetrieb anbieten zu können.

Wie Henri Martin stammen auch die anderen Flugschüler aus dem Landsberger Einzugsgebiet. Darunter sind Jugendliche ab 14 Jahren, dem gesetzlichen Mindestalter – aber auch „Spätberufene“ über 50. Und wer erst einmal Feuer gefangen hat für sein Hobby, will auch nicht mehr allzu weit weg. Henri Martin jedenfalls pendelt für sein Maschinenbau-Studium nach Kempten. Für Simon Rost, ebenfalls Flugschüler, geht es unter der Woche zum Mathe-­Studium nach Augsburg. Generell, findet der 22-Jährige, ist die Fliegerei eine Sache der Prioritäten: „Es ist ja im Prinzip mit allem so: Wenn einem etwas wichtig genug ist, nimmt man sich die Zeit. Ich habe mit dem Segelfliegen später angefangen als andere, bei denen vielleicht schon Familienmitglieder fliegerisch aktiv waren. Es war also mein eigener Entschluss und entsprechend habe ich eine starke Motivation. Auf Prüfungsphasen nehme ich aber Rücksicht.“

Auch für ihn ist das Gefühl, durch die Luft zu schweben, etwas ganz Besonderes: „Es ist ein Freiheitsgefühl. Man hat so viel Übersicht. Alles nach unten ist klein und irrelevant. Und dann die Beschleunigung, die man spürt – andere zahlen Geld dafür, um in den Freizeitpark zu gehen.“

Normal fit reicht
Zwei Beispiele, die stellvertretend sind für viele junge Pilotinnen und Piloten. Was müssen Neueinsteiger denn mitbringen, um den beiden nacheifern zu können? „Praktisch jeder, der körperlich normal fit ist, kann das Segelfliegen lernen“, erklärt Sepp Holzapfel. „Wir nehmen uns viel Zeit für eine gründliche und sichere Ausbildung. Übrigens: Dank des ehrenamtlichen Engagements der Vereinsmitglieder ist das Hobby absolut erschwinglich.“

Die Ausbildung gliedert sich in mehrere Abschnitte. Los geht es im doppelsitzigen Flugzeug. Wer das grundlegende fliegerische Handwerkszeug sicher beherrscht, darf schließlich alleine fliegen. Im Sparring mit den Fluglehrern werden die Fähigkeiten dann Schritt für Schritt vertieft. Ein selbstständiger Flug über eine Distanz von 50 Kilometern bildet die letzte Hürde auf dem Weg zur Prüfung, bis man die begehrte Pilotenlizenz in den Händen hält.

„Wichtig sind auf jeden Fall der Spaß am Fliegen und dass man am Ball bleibt“, bringt Holzapfel die Anforderungen für eine erfolgreiche Ausbildung auf den Punkt. Henri Martin und Simon Rost pflichten ihm bei. Gefragt, was sie Interessenten mit auf den Weg geben würden, sind sie sich einig: „Regelmäßig zu fliegen, ist die halbe Miete. Dann macht man schnell Fortschritte – und das motiviert.“ Gerade die Camps während der Schulferien sind eine prima Gelegenheit zum Einstieg. Quelle: ‘Merkur’.

Bad Vöslau mit Elektroflugzeug

Auf dem Flugplatz Bad Vöslau in Niederösterreich kommt Österreichs erstes elektrisch betriebenes Luftfahrzeug zum Einsatz. Die zweisitzige Maschine vom Typ “Velis Electro” verbrennt keinen Treibstoff, sondern fliegt mit Strom. Dadurch stößt sie auch keine Abgase aus, die das Klima schädigen. Außerdem fliegt sie sehr leise. Mit dem Flugzeug sollen Piloten-Schüler das Fliegen lernen. Die Maschine kann rund 50 Minuten lang fliegen. Das Aufladen der Maschine dauert rund 90 Minuten. Das Elektro-Flugzeug ist ein erster Schritt, das Fliegen umweltfreundlicher zu machen. Quelle: ‘Kurier‘.

Von den Vorteilen des E-Fliegens

NRW-Verkehrsministerin überzeugt sich am Flughafen Aachen-Merzbrück von den Vorteilen des E-Fliegens. Leises, geräusch- und emissionsarmes Abheben mit einem Motorflugzeug – das ist keine Zukunftsvision, sondern Wirklichkeit in Aachen-Merzbrück. Davon hat sich nun auch NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes überzeugt. Es sei beeindruckend mit dem einzigen voll zugelassenen Elektroflugzeug der Welt, einem von zwei »Pipistrel Velis Electro« abzuheben und dabei keinerlei Belastungen für Anwohner zu erzeugen. » Leiser und sauberer Flugverkehr ist für hochverdichtete Ballungsräume besonders interessant«, weiß Brandes. Nur an der Heizung habe man gespart, scherzt sie nach einem halbstündigen Rundflug mit Westflug-Geschäftsführer Walter Kampsmann bei eisigen Temperaturen.

Das Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen fördert ein Projekt der Fachhochschule Aachen und der in Merzbrück ansässigen Flugschule Westflug zur Erforschung der Pilotenausbildung mit voll elektrischen angetriebenen »Silent Air Trainer«-Flugzeugen. E-Flieger sind hierbei eine Besonderheit – die Pilotenausbildung in Deutschland erfolgt bislang mit Flugzeugen mit Verbrennungsmotoren. Das Projekt »Next Generation Electric-Flight Training« (NEFT) erforscht, wie die Pilotenausbildung mit E-Flugzeugen umgesetzt werden kann, welche Emissionen eingespart werden können und wie die Instandhaltung der elektrisch angetriebenen Flugzeuge in bestehende Wartungsprozesse integriert werden kann. Mit den Landesgeldern von 810.000 Euro wurden zwei E-Flieger sowie ein passender Flugsimulator angeschafft.

Forschungs- und Industriepark
Der Flugplatz Aachen-Merzbrück bietet in Kombination mit dem angrenzenden »Aeropark« die Chance, sich als Keimzelle für die e-mobile Luftfahrt zu entwickeln. Der Aufbau einer zukunftsrelevanten Produktions-, Entwicklungs-, Test- und Zulassungsinfrastruktur mache nicht nur den Standort attraktiv, sondern schaffe wichtige Arbeitsplätze im Strukturwandel des Rheinischen Reviers. Quelle: ‘Wochenspiegel‘.

Flieger wollen leiser werden

Vertreter der Flugplatzgemeinschaft und der Vereine stellen sich Fragen im Ausschuss – und der Kritik von Anwohner wegen Lärms. Naturschutz ist ein weiteres Thema. In jüngster Zeit haben sich Anlieger des Segelflugplatzes Oerlinghausen über den vermehrten Lärm beschwert. Im Umweltausschuss erläuterte Rolf Tiemeyer, Geschäftsführer der Flugplatzgemeinschaft, dass Starts und Landungen keineswegs zugenommen haben. Zugleich stellte er die verschiedenen Maßnahmen zum Umweltschutz vor.

Der Flugplatz sei in den bald 100 Jahren seiner Existenz untrennbar mit Oerlinghausen verbunden, sagte Tiemeyer. „Wir betrachten uns als Leuchtturm der Stadt.“ Nach seinen Worten kommen die Flugbegeisterten aus einem Umkreis von 150 Kilometern. Gemessen an der Zahl der Starts der Segelflieger gehöre der Platz zu einem der größten weltweit. Sein Stellenwert lasse sich außerdem an der Anerkennung als Landesportzentrum ablesen.

Seit zehn Jahren wird die Flugplatzgemeinschaft laut Tietmeyer von zwölf Vereinen getragen, deren Mitglieder weit überwiegend Segelflug betreiben. „Es gibt einige wenige Motorflugzeuge, sie stehen aber nicht im Mittelpunkt“, sagte der Geschäftsführer. „Auch Helikopter wird es nicht geben. Sie passen nicht zum Gedanken eines nichtkommerziellen Platzes.“ Obwohl ganztägiges Fliegen genehmigt sei, hätten sich die Vereine selbst Beschränkungen auferlegt. Unter anderem blieben die Flugzeuge in der Mittagszeit am Boden, auch nach 19 Uhr werde nicht gestartet.

Für das Hochziehen mit Motorflugzeugen gebe es genaue Vorgaben, sagte Tiemeyer. So sei man bemüht, möglichst leichte Maschinen einzusetzen und nicht über Wohnhäuser in der Südstadt hinweg zu starten. „Es gibt den Vorwurf, dass die Flugbewegungen seit 20 Jahren kontinuierlich mehr geworden sind, aber dem ist nicht so“, sagte der Geschäftsführer. Anhand von Zahlen legte er dar, dass Starts und Landungen seit den 1980er Jahren sogar beständig abnahmen. „Seit zehn Jahren sind sie auf dem gleichen Niveau geblieben, denn wir haben die Kapazitätsgrenze erreicht“, sagte Tietmeyer.

Beschwerden beantworte er stets selbst und frage auch regelmäßig nach, ob sich etwas verbessert habe, betonte er. „Der Platz wurde in 50 Jahren nie gedüngt oder umgegraben“, führte Tiemeyer aus und verwies darauf, dass sich an den Randbereichen zum Beispiel Heidekraut und Wacholder ausbreite. Es werde nur vorsichtig und selten gemäht. Anstelle des abgestorbenen Fichtenbestands wurde ein Mischwald mit Rotbuchen und Rosskastanien gepflanzt. Darüber hinaus bestehe eine gute Zusammenarbeit mit dem Naturschutzgroßprojekt.

„Die Zukunft wird elektrisch, auch in der Fliegerei“, sagte Tiemeyer. So wurde vor kurzem eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen und für die Schulungen sollen noch im Laufe des Jahres zwei Flugzeuge mit Elektromotor angeschafft werden. Ursula Flehmer (SPD) meinte: „Ich kann mir Oerlinghausen ohne Flugplatz nicht vorstellen. Aber wir in Währentrup leiden gerade in den Schulungswochen sehr unter dem Lärm.“ Das Hochschleppen sei allerdings Teil der Pilotenausbildung, entgegnete Tiemeyer. „Die Propeller sind schon ausgetauscht worden, sie sind jetzt leiser geworden.“ Auf eine entsprechende Frage von Olaf Nolte (Grüne) erklärte Andreas Frankrone als Vertreter der Vereine, dass auch die Modellflugzeuge ein Lärmzertifikat benötigen. „Darin muss eine geringe Schallintensität bestätigt werden“, sagte er. Quelle: ‘NW.de’.

Piloten: “Die Aufgabe der Lufthansa-Flugschule war ein Fehler”.

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat der Lufthansa einen strategischen Fehler vorgeworfen, weil sie ihre traditionsreiche Flugschule in Goodyear im US-Staat Arizona an United Airlines übertragen hat. VC-Präsident Stefan Herth bezeichnete es am Dienstag in einer Mitteilung als «absolut unverständlich», dass Lufthansa den Standort nicht selbst weiterführt. Die stattdessen angestoßene Umstrukturierung der Pilotenausbildung sei weder wirtschaftlich noch arbeitsmarktseitig sinnvoll. Es werde in den kommenden Jahren einen großen Bedarf an Pilotennachwuchs geben.

Der MDax-Konzern hat seine Pilotenausbildung auch an den europäischen Standorten umgekrempelt und die Schule in Goodyear im November an den Star-Alliance-Partner United übergeben, der auch weiter Lufthansa-Flugschüler unterrichten soll. Die VC sieht in dem neuen Ausbildungskonzept eine Abkehr vom bisherigen Qualitätsversprechen der Lufthansa. Im Wüstenklima von Goodyear hatten angehende Lufthansa-Piloten seit 1955 ihre ersten praktischen Trainings absolviert. Künftige Flugschüler sollen erst nach ihrer Ausbildung Job-Angebote verschiedener Airlines aus dem Lufthansa-Konzern erhalten. Bislang hatte es Kurse gegeben, deren handverlesene Teilnehmer sich nahezu sicher sein konnten, später bei der Lufthansa-Kerngesellschaft zu lukrativen Tarif-Bedingungen zu fliegen. Quelle: ‘Die Zeit‘.

Flugschüler landet auf der Nase

Nach dem Eindrehen in den Endanflug der Piste 32 erkannte der Flugschüler, dass die HB-WZB über dem gewünschten Gleitweg flog und auf dem Präz isionsanflug-Gleitwinkelbefeuerung vier weisse Lichter sichtbar waren. Der Flugschüler wusste um den versetzten Aufsetzpunkt für einmotorige Flugzeuge, bezüglich dem sich die HB-WZB auf einem Gleitweg von rund 6° befand, und teilte den Anflug entsprechend ein. Der Endanflug erfolgte stabilisiert mit einer angezeigten Fluggeschwindigkeit von rund 60 kt bis auf etwa 150 ft über Grund. Anschliessend reduzierte sich die IAS im letzten Teil des Endanfluges auf etwa 50 kt. Kurz vor dem Aufsetzen zog der Flugschüler den Gashebel in den Leerlauf und zog für das Einleiten des Ausschwebvorganges (flare) am Höhenruder. Die HB-WZB setzte anschliessend um 15:11 Uhr mit leicht positivem Längsneigungswinkel und einer IAS von rund 45 kt kurz vor dem versetzten Aufsetzpunkt für einmotorige Flugzeuge erstmals auf der Piste auf.

Danach hob das Flugzeug wieder ab, worauf si ch der Längsneigungswinkel verringerte und das Flugzeug erneut aufsetzte, diesmal zuerst mit dem Bugfahrwerk. In der Folge hob die HB-WZB drei weitere Male wieder ab und prallt e mit dem Bugfahrwerk zuerst auf der Piste auf, dies mit zunehmender Intensität. Beim fünften Aufprall auf der Piste brach das Bugfahrwerk ein. Das Flugzeug kam auf der Piste auf Höhe des Rollweges C am rechten Pistenrand zum Stillstand. Der Flugschüler, der unverletzt blieb, deaktivierte alle elektrischen Systeme und verliess das Flugzeug aus eigener Kraft. Die HB- WZB wurde an Bug- und Hauptfahrwerk sowie an Rumpfboden und Motorspant beschädigt.

Analyse
Der Endanflug der HB-WZB erfolgte mit einer leicht erhöhten Endanfluggeschwindigkeit, war aber ansonsten stabilisiert. Auf rund 150 ft über Grundreduzierte sich die Geschwindigkeit auf die korrekte Endanfluggeschwindigkeit. Das Einleiten des Abflachvorganges erfolgte erst spät, so dass das Flugzeug rund 2 Sekund en später zwar auf dem Hauptfahrwerk, aber bei einer Fluggeschwindigkeit deutlich über der Minimalfluggeschwindigkeit aufsetzte. Dies führte dazu, dass das Flugzeug erneut abheben konnte. Diesem Wiederabheben wirkte der Pilot mit einer Steuereingabe am Höhenruder entgegen, was sich in einer Abnahme des Längsneigungswinkels zeigte. Daraus entwickelte sich eine pilot induced oscillation in Form eines porpoising. Ein solches “porpoising” lässt sich mittels korrigierenden Höhenrudereingaben kaum stoppen, weshalb in einem solchen Fall ein frühzeitiger Durchstart eine sichere Vorgehensweise darstellt. Quelle ‘SUST‘.

Für die Prüfung im Dreieck fliegen

Es rumpelt und holpert. Durch die Kopfhörer hört man gedämpft das Dröhnen des Motors. Ein letzter Check. Flugplatz und Flugnummer werden genannt, dann die Antwort des Flugleiters: „Frei zum Start nach eigenem Ermessen, Startbahn 09!“ Das kleine Flugzeug wird schneller, bis schließlich die Reifen die mit kurzem Gras bewachsene Startbahn verlassen. Schon nach wenigen Sekunden kann man die dunklen Wälder und flachen Felder unter sich hinweggleiten sehen, während nur Stoff, dünnes Blech und Glas zwischen einem und der Tiefe liegen.

Spontan fliegen, wenn das Wetter schön ist
Was für den einen wie ein einmaliges Erlebnis klingt, ist für Constantin Maiwald (Name geändert) schon Routine. Auf einem kleinen Sportflugplatz südwestlich von Berlin steht die Maschine des 69-Jährigen zusammen mit weiteren Flugzeugen in einem von mehreren Hangars. Auf dem Flugplatz kennt man sich, tauscht Erfahrungen und hilft sich aus, sei es nun ein Ratschlag zur Motorenoptimierung oder mit Kleinteilen wie Schrauben oder Schläuchen. Maiwald schätzt sich glücklich, sein Flugzeug hier unterbringen zu können, denn er ist mit dem Auto in nur 20 Minuten vor Ort: „Ich kann mich ganz spontan dazu entscheiden, am Abend mal zu fliegen, wenn das Wetter schön ist“, erzählt er freudig. Bis eine halbe Stunde nach der Dämmerung darf er dabei noch in der Luft sein. Einen guten Hangar-Platz zu haben ist nicht selbstverständlich: „Oft muss man sich auf einer Warteliste eintragen lassen.“ Quelle: ‘FAZ, Frankfurter allgemeine Zeitung / Registrierung‘.

Danish Armed Forces will fly Velis Electro

Pilots of the Danish Armed Forces at Flying School in Karup will soon be able to practice their flying skills in a more climate-friendly way. The Danish Ministry of Defense has launched an action plan focusing on the transition to more environmentally friendly solutions, so as the first country in the world, Denmark leased two electric aircraft on course to their operational use in the Airforce.

According to the plan, the two electric planes will be delivered to the Flying School in Karup this September, where they will be used for a two-year trial period. Initially, the planes will be evaluated by experienced pilots, but then they will be used as training airplanes and included in Karup Flying School’s program for new pilots. The Pipistrel Velis Electro is the first type-certified fully electric plane in the world. It will complement the Danish Air Force’s current training aircraft Saab T-17 .

Danish Minister of Defense, Ms. Trine Bramsen says: “Everyone has a responsibility to contribute to climate change prevention. This also applies to the area of defense. Therefore, we have decided to procure electric aircraft for our air military. The electric planes will be used for training, among other things. The experience will be important for future equipment acquisitions in the field of defense.”

Lieutenant Colonel Casper Børge Nielsen of the Ministry of Defense Material and Procurement Agency has many years of experience as a test pilot. Now he is in charge of testing the electric planes for flight training use in the Air Force. He says: “We will test whether some of the flights and tasks we have in the Air Force can be replaced by electric planes.” He warns there are still some limitations, because this kind of flight is still at a very initial stage, but he says that considering flight training, the two aircraft will probably be able to cover many needs of the the Danish Air Force. Børge Nielsen confirmed he had no doubt that also within Air Force, something must happen for the protection of environment. He said the goal was to gain some experience in electric flight at an early stage, so they would be the forefront when this technology evolves over the years.

The two aircraft will be provided to the Danish Armed Forces in cooperation with Green Aerolease, owner of the largest Pipistrel Velis Electro fleet (Green-aerolease-and-pipistrel-aircraft-announce-a-partnership). Pipistrel would like to congratulate Green Aerolease for this esteemed customer and will continue to provide our world class services.

Pipistrel CEO Ivo Boscarol says: “We are thankful to the Danish Armed Forces for their pioneering spirit and decision to contribute to a cleaner atmosphere. Our Velis Electro will deliver immediate reduction of CO2 emissions, noise and cost associated with military pilot training operations. Surely Danish citizens will appreciate much quieter flying activities in vicinity of populated areas across the country“. Source: ‘Pipistrel‘.

Streit um Lufthansa-Ausbildung

Der Lufthansa-Flugschule droht die Schließung. Viele angehende Pilotinnen und Piloten klagen nun gegen den Konzern, weil sie ihre Ausbildung in Bremen abschließen wollen. Ein großer Teil der einst 700 Flugschüler werde seit Monaten im Unklaren gelassen, wie es mit der Ausbildung weitergehen soll, berichten mehrere Betroffene gegenüber buten un binnen. Seit dem Frühjahr habe es, mit wechselnden Begründungen, keinerlei Unterricht mehr gegeben. Auf Nachfragen hätten sowohl Flugschulleitung als auch die Lufthansa, die die Einrichtung betreibt, so gut wie nie reagiert, beklagen die Schüler. Einige Dutzend Schülerinnen und Schüler hätten mittlerweile Aufhebungsverträge unterzeichnet und die Flugschule verlassen.

Prüfung von Vertragsbruch
Nun versuche das Unternehmen, viele der verbliebenen Schülerinnen und Schüler auf Flugschulen abzuschieben, die nicht zur Lufthansa-Gruppe gehörten. “Das ist nicht die Ausbildung, die in Aussicht gestellt war, es ist in jedem Fall eine geringwertigere Ausbildung”, sagt die Frankfurter Arbeitsrechtlerin Martina Stickler-Posner, die zusammen mit Partnerkanzleien über hundert Flugschülerinnen und Flugschüler vertritt. Die Rechtsanwältin wirft der Lufthansa Vertragsbruch vor. “Wir haben in den meisten Fällen schon Klage eingereicht – jetzt müssen die Arbeitsrichter entscheiden”, sagt Stickler-Posner. Ziel sei es, dass die Flugschüler ihre Ausbildung an der Lufthansa-Flugschule in Bremen beenden können.

Lufthansa verteidigt sich
Die Lufthansa begründet ihr Vorgehen gegenüber buten un binnen mit den Folgen der Corona-Pandemie. Diese habe die Berufsaussichten für angehende Piloten grundlegend verändert, teilt eine Sprecherin schriftlich mit. Fortgeschrittenen Flugschülern biete das Unternehmen an, ihre Ausbildung an Lufthansa-Flugschulen beenden zu können. Das Training werde voraussichtlich noch im Januar wieder aufgenommen. Flugschüler, die noch am Anfang ihrer Ausbildung stehen, würden dagegen nicht mehr an Lufthansa-Flugschulen ausgebildet. Sollten die betreffenden Flugschüler dennoch darauf bestehen, werde die Ausbildung an eine externe Flugschule vergeben. Gegen diese Lösung klagen viele der Betroffenen nun.

Verdi fürchtet Vertragsflucht
Die Lufthansa lässt in Bremen seit über einem halben Jahrhundert ihre Pilotinnen und Piloten ausbilden. Die Gewerkschaft Verdi fürchtet, dass das Unternehmen die Schule nun aus wirtschaftlichem Kalkül abwickeln möchte. Statt weiter auf Bremen zu setzen, verlagere die Fluggesellschaft das Ausbildungsgeschehen zunehmend an ihre Flugschule in Rostock. Dort gelte allerdings, anders als in Bremen, kein Tarifvertrag. Dafür spreche auch, dass der Konzern die bisher in Bremen angesiedelte Ausbildung von Bundeswehrpiloten nach Rostock verlagern wolle. “Das wäre ein klarer Fall von Tarifflucht”, sagt der zuständige Gewerkschaftssekretär Franz Hartmann.
Endgültige Standort-Entscheidung steht noch aus

Gewerkschaft und Senat fordern von der Lufthansa, die Flugschule in Bremen weiter zu betreiben. Die Konzernsprecherin betont, dass eine endgültige Standort-Entscheidung noch ausstehe. Die Lufthansa plane zwar durchaus, weiterhin Flugschulen zu führen. “Allerdings in restrukturierter Form, denn das bestehende Setup passt nicht mehr zur aktuellen Marktlage. Sie hat sich im Zuge der Pandemie drastisch verändert”, heißt es in der schriftlichen Stellungnahme. Ein Bekenntnis zum Standort Bremen ist das nicht. Quelle: ‘butenunbinnen.de‘.

Kaderschmiede für Piloten im Südburgenland

Enzo Savignano richtet sich den Sitz im Cockpit zurecht, dreht an Reglern, bewegt Hebel, dann ist er auch schon in der Luft. Hinter ihm sitzt Fluglehrer Philipp Jahn. Er kontrolliert auf seinem Bildschirm den Flugsimulator, mit dem sein Schüler virtuell unterwegs ist. „Ich habe schon meinen Privatpilotenschein hier gemacht und jetzt mache ich den Instrumentenflugschein“, sagt Savignano. Der Schweizer hat sich für die Flugschule in Punitz entschieden, „weil es hier eine familiäre Umgebung gibt“. Und dafür nehme er auch den langen Weg von Luzern in der Schweiz ins tiefeste Südburgenland in Kauf. Er habe keine Ambitionen beruflich zu fliegen, aber privat ist er viel in der Luft unterwegs.

Nachfrage ungebrochen
Das Coronavirus hat der Flugbranche einen Dämpfer verpasst. Die Passagiere bleiben wegen der Pandemie am Boden und viele Flüge zu Urlaubsdestinationen fallen aus. Dem Traum vom Pilotenjob könne das Virus aber keinen Abbruch tun. „Das Interesse an unserer Flugschule ist ungebrochen“, sagt Reinhard Kremsner Geschäftsführer von Punitzflug. In der südburgenländischen Gemeinde findet sich der einzige Flugplatz des Burgenlandes mit Asphaltpiste. „Wir machen aus Fußgängern Linienpiloten“, sagt Kremsner, der selbst mehr als 30 Jahre Flugerfahrung als Linienpilot hat. Heute hat er rund 50 Fluglehrer und 30 Flugzeuge, die für seine Flugschüler an mehreren Standorten zur Verfügung stehen.

„Viele junge Burschen und Mädchen kommen und sagen sie wollen Pilot werden, die haben dann ein Glänzen in den Augen“, sagt Liane Knotz, die für die Betreuung der Schüler in Punitz zuständig ist. Der Start ist für alle angehenden Piloten gleich, die Privatpilotenausbildung. „Dabei stecken sich dann viele mit dem Flugvirus an und schmeißen ihren Job hin, um Berufspilot zu werden“, sagt Kremsner. Dank des neuen Flugsimulators in Punitz kann nun auch ein großer Teil der Ausbildung zum Linienpiloten direkt vor Ort gemacht werden. Rund 55.000 Euro kostet der Traum vom Linienpiloten.

Die aktuelle Lage für Jungpiloten sehe er nicht so kritisch, da die Ausbildung zwischen 18 und 30 Monaten dauert. „Bis dahin wird sicher wieder mehr geflogen“, meint Kremsner. Auch der Privatjet-Bereich sei für Jungpiloten interessant. „Hier ist die Nachfrage ungebrochen, da hier in kleinen Maschinen auch kleine Flughäfen angeflogen werden können“, sagt der Punitzflug-Geschäftsführer. So könnten große Menschenansammlungen vermieden werden. „Ich bin Jahrzehnte in diesem Bereich geflogen, bis nach Sydney und Calgary“, sagt Kremsner. Er ist sich sicher, dass Reisen Zukunft hat, ebenso wie die Piloten in seinen Kursen. Savignano wird auch nach dem Abschluss seines Instrumentenflugscheins wieder ins Südburgenland kommen, dann kann er auch bei schlechtem Wetter mit seinem Flugzeug Punitz ansteuern. Quelle: ‘Kurier.at‘.

Lufthansa-Flugschüler vor dem Nichts

Es war ihr großer Traum: Pilot oder Pilotin bei Lufthansa zu werden. Doch Deutschlands größte Airline macht die Flugschule dicht. In einem ergreifenden Video schildern etliche Flugschüler ihre dramatische Situation: “Vom Realschüler und Pizzaboten zum Piloten bei der größten Airline Europas.” Ein junger Familienvater zeichnet den dramatischen Absturz nach, aber auch seine Mitschülerinnen sagen, wie es ihnen jetzt geht.

Ein angehender Pilot schildert in dem Video das Ende seines Traums: “Ich bin 28 Jahre alt, verheiratet und habe ein Kind.” Ihm fehlen jetzt nur noch wenige Monate bis zum Abschluss der Ausbildung. Doch die Lufthansa macht die Verkehrsfliegerschule jetzt erst einmal dicht – denn wegen Corona werden keine Piloten mehr gebraucht. In dem Video, das die Flugschülerinnen und Flugschüler ins Internet gestellt haben, schildern viele ihre schwierige Situation.

Lufthansa hat keinen Bedarf mehr an Piloten

Bereits im März wurden die Flugschüler des Lufthansa-Konzerns nach Hause geschickt, teilt die zuständige Lufthansa-Ausbildungsgesellschaft European Flight Academy (EFA) mit. Rund 700 junge Menschen stehen ohne die angestrebte Piloten-Lizenz da, einigen fehlen nur noch wenige Flugstunden bis zum Ziel. Der angestrebte Job im Cockpit ist mit der Corona-Krise aber in weite Ferne gerückt. Wie Lufthansa bekannt gab, sollen bald über 1000 Piloten-Stellen gestrichen werden. Quelle: ‘RTL.de‘.

Aus für Lufthansa-Flugschule Bremen?

Die Lufthansa-Flugschule Bremen hat wegen der Corona-Krise ihre Pilotenausbildung ausgesetzt. Die Beschäftigten fürchten nun, dass die Bundeswehr mit einer folgenschweren Entscheidung der Einrichtung den Todesstoß versetzt. Rafft das Corona-Virus auch die traditionsreiche Verkehrsfliegerschule der Lufthansa in Bremen dahin? Genau das befürchten Schüler und die rund 150 Beschäftigten der Einrichtung am Bremer Flughafen, an der schon Tausende Piloten die Grundlagen ihres schwierigen Berufs erlernt haben. Die Corona-Krise hat bereits zu tiefen Einschnitten geführt. Doch nun steht eine weitere Entscheidung an, die das Ende der 1956 gegründeten Verkehrsfliegerschule bedeuten könnte. Bereits im März wurden die Flugschüler des Lufthansa-Konzerns nach Hause geschickt, teilt die zuständige Lufthansa-Ausbildungsgesellschaft European Flight Academy (EFA) mit. Rund 700 junge Menschen stehen ohne die angestrebte Piloten-Lizenz da, einigen fehlen nur noch wenige Flugstunden bis zum Ziel. Der angestrebte Job im Cockpit ist mit der Corona-Krise aber in weite Ferne gerückt. Allein bei der Kerngesellschaft Lufthansa sind aktuell rund 900 Piloten zu viel an Bord, wie Konzernchef Carsten Spohr kürzlich sagte.

Mindestens bis zum Jahreswechsel ruhen die Kurse, eine Fortsetzung ist durchaus unklar. Dem Konzern könnte das Ende der Bremer Schule ganz recht sein, wird in Kreisen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) spekuliert. Schließlich gilt die Einrichtung als Nukleus des starken Korpsgeistes der Lufthansa-Piloten. Eine Kommission erarbeite gerade Vorschläge, wie es im kommenden Jahr weitergehen könne, sagt Unternehmenssprecher Dirk Sturny. Die in Kurzarbeit geschickten Mitarbeiter glauben hingegen, dass es wegen des fehlenden Bedarfs in den kommenden fünf Jahren keine neuen Kurse mehr geben wird. Sturny mag dazu keine Aussage treffen: „Wir bekommen den Bedarf von den Fluggesellschaften gemeldet.“ Quelle: ‘FAZ.de‘. Bild: ‘Weser Kurier‘ / Jochen Stoss.

Hinauf in die grenzenlose Freiheit

Premiere auf dem Flugplatz Altfeld: An einem Tag durfte sich der Club gleich über zwei bestandene Flugprüfungen mit parallelen Lizenzen freuen. Kurt Moos (66) wird künftig mit behördlicher Erlaubnis dem Segelflug frönen. Sein Fluglehrer Horst Ostrowski kann jetzt auch in Motormaschinen bis zu einem zulässigen Abfluggewicht von zwei Tonnen den Steuerknüppel bedienen.

Damit hat der 55-Jährige seine Lizenzen auf sechs verschiedene Berechtigungen erweitert – ein Umstand, der unter dem fränkischen Fliegerhimmel relativ selten zu finden ist. Kurt Moos’ beruflicher Alltag spielte sich nur wenige Minuten vom Flugplatz entfernt ab, ganz in der Nähe des Distributionszentrums von Procter & Gamble. Hier arbeitete Moos bis zu seinem Ruhestand als Abteilungsleiter. Wegen der Nähe zum Flugbetrieb spielten sich Starts und Landungen fast vor seinen Augen ab. Nach einem Kaffee-Stündchen auf der Terrasse des Fliegerstübchens dauerte es nur etwa eine Woche, bis Moos’ Entscheidung gefallen war: Er wollte Segelflieger werden.

Der »Jung-Senior« meldete sich in der Altfelder Flugschule an und durchlief alle Ausbildungsstufen – einschließlich eines 133 Kilometer langen Alleinfluges von Altfeld nach Schweinfurt und zurück. Als jetzt der Prüfer Frank Kurtz vom Luftamt Nordbayern nach Altfeld kam, hatte sich Moos so viel praktisches Können angeeignet, dass er im Luftraum über dem Vorspessart im doppelsitzigen Segler vom Typ ASK 21 alle praktischen Vorgaben mit Bravour meisterte. Horst Ostrowski kennt die von Reinhard Mey besungene grenzenlose Freiheit bereits seit 1997, als er beim Aeroclub Tauberbischofsheim das Einmaleins des Segelfliegens erlernte. Seit Ostrowski die Fluglehrer-Berechtigung erworben hat, hat er 30 Personen das Segelfliegen beigebracht. Quelle: ‘Main-Echo‘.

In Neumarkt Pilot werden

Drei Männer leben beim Flugsportverein den Traum vom Fliegen. Denn seit April dürfen auch Anfänger unterrichtet werden. Olaf Schumann ist durch Zufall zum Fliegen gekommen. „Ich habe in einem Café ein Handy gefunden, und der Besitzer hat mich zum Dank eine Runde über Neumarkt geflogen. Das war so schön. Das muss ich auch lernen“, sagte er sich. Wie die Flugschüler Udo Dufe und Peter Gleissner, die beim Fototermin verhindert waren, will der 46-Jährige nun den Segelflugschein mit der Berechtigung für Touring-Motorsegler erwerben. Klaus-Peter Weiß, Vorstand der Neumarkter Flieger, sagt: „Wir legen Wert darauf, dass sich praktisch jeder das Fliegen leisten kann“. Gewerbliche Flugschulen verlangten pro Flugstunde bis zu 180 Euro. Seine Vereinsmitglieder zahlen nur 45 Euro.

Fluglehrer Egfried Trautenberg rechnet vor, dass für seine Flugschüler die Lizenz zum Fliegen inclusive Mitgliedsbeitrag und der teueren flugärztlichen Untersuchung in zwei Jahren für 2500 bis 4000 Euro zu haben ist. Die Ausbildung erfordert 20 bis 25 Flugstunden im „SF25cFalke“-Motorsegler mit 80 PS aus dem gut gewarteten, umgebauten VW-Motor im Hangar des Vereins: „Am Ende der ersten Woche können die Schüler alleine fliegen, wenn das Wetter mit macht. Dann müssen sie navigieren lernen und ein intensives Notfalltraining machen.“ Damit seine Schüler auch mit Motorschaden landen lernen, schaltet er in der Luft sogar den Motor aus.

Seine Leidenschaft fürs Fliegen hat der pensionierte Mathe- und Physiklehrer mit zehn Jahren in Hersbruck bei der Taufe eines „Schulgliders“ entdeckt. „Für mich war es schwierig, dort als Heimatvertriebener in den Fliegerverein zu kommen“, erinnert sich der in Karlsbad geborene Pilot mit 61 Jahren Flugerfahrung. „Für mich ist das Fliegen die beste Erholung. Im Flugzeug schalte ich von allem anderen ab. Die Gedankenkreise, die man sonst immer hat, werden durchbrochen“.

Er sei immer „ein anderer Mensch“ gewesen, wenn er wieder zurückkam, habe ihn seine Frau ermutigt, als er noch Kurse bei einer gewerblichen fränkischen Fliegerschule gab. Heute unterrichtet Trautenberg in Amberg Segelflug und will nun zusammen mit Michael Jahn, dem zweiten Fluglehrer in Neumarkt, die „eingeschlafene“ Flugschule an der Nürnberger Straße wieder beleben.

„Wir legen Wert auf eine sehr solide Ausbildung“, sagt Jahn. Seine Leidenschaft für die Fliegerei hat schon mit zwei Jahren begonnen. „Da musste mich die Mutter aus dem Fenster halten, wenn Hubschrauber vorbei geflogen sind. Die Initialzündung war dann mit zwölf Jahren die Modellfliegerei.“ Mit achtzehn war Jahn Gründungsmitglied der Berchinger Flugfreunde und mit fünfundzwanzig Jahren ging er in die Luft.

Vor einem Jahr haben die Neumarkter ihre Flugschule nach einer Pause wieder gestartet. Zu Beginn durften sie nur Schüler mit Segelflugschein weiterbilden, aber „seit April ist es uns wieder erlaubt, Fußgänger auszubilden“, freuen sich die Piloten. „Und jetzt dürfen Lehrer und Schüler im Cockpit auch wieder nebeneinandersitzen, natürlich mit Maske. Jeder Pilot desinfiziert nach seinem Flug und der nächste Pilot vor dem Flug“ erklären sie die Corona-Regeln im Motorsegler.

Einige weitere Interessenten haben schon in der Neumarkter Flugschule angeklopft und Vorstand Weiß hofft: „Es wäre erstrebenswert, dass wir das 100-jährige Vereinsjubiläum in 30 Jahren hier in Neumarkt feiern können, obwohl viele schon meinten, den Flugplatz gebe es gar nicht mehr.“ Die Flieger hätten schon einen guten Draht zur Stadt. Die habe sie bei der jüngsten Nutzungsverlängerung des Flugplatzes unterstützt und die Flieger revanchierten sich mit kostenlosen Rundflügen für ein Werbevideo der Stadt. „So wollen wir die nächsten Jahre weiter machen“, heißt es. Quelle: ‘Mittelbayerische‘.

Schweiz: ab 11. Mai darf geschult werden

Der Schweizer Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 weitere Lockerungen im Rahmen der COVID-19-Verordnung-2 beschlossen. Demnach werden per 11. Mai 2020 Präsenzveranstaltungen in Ausbildungsstätten wieder zulässig sein, sofern nicht mehr als fünf Personen daran teilnehmen und zudem alle nowendigen Schutzmassnahmen getroffen und umgesetzt werden. D.h., dass personenbezogene Ausbildungstätigkeiten und damit auch die praktische Flugschulung, ab 11. Mai wieder möglich sein werden. Gleiches gilt nach Auffassung des AeCS auch für die theoretische Flugschulung. Das BAZL hat dies inzwischen bestätigt und wird die entsprechende Mitteilung auf seiner Webseite noch publizieren. Die Umsetzung der Schutzkonzepte wird von den Kantonen überprüft. Der Aero-Club der Schweiz hat auf seiner Website eine Liste wichtiger Kriterien für die individuelle Erarbeitung eines Schutzkonzepts für Vereine, Fluggruppen, Infrastrukturen und Flugschulen publiziert.

Wasserkuppe: Weniger fremde Piloten

Das Flugzeug-Unglück im Oktober 2018 hat drei Menschen – eine Mutter (39) und ihre beiden Kinder (11 und 12 Jahre) – aus dem Leben gerissen. Das Unglück hat sich in unterschiedlicher Art und Weise auf den Flugbetrieb auf Hessens höchstem Berg ausgewirkt. Eine Auswirkung ist: Der Verkauf von Gutscheinen für Rundflüge, ein gefragtes Weihnachtsgeschenk in den Vorjahren, ist im Herbst 2018 eingebrochen. Ab dem Frühjahr hat sich dies allerdings wieder normalisiert: Dann seien wieder in alter Zahl Rundflüge gebucht worden. Das berichtet Flugschulleiter Harald Jörges. Auch aufgrund der neuen Bestimmungen, die nach dem Unglück getroffen wurden, hat sich viel geändert. Die neue Regel lautete, dass fremde Piloten nur nach einer Einweisung der Fliegerschule auf der Wasserkuppe landen dürfen. Dadurch ist die Zahl der Landungen fremder Piloten drastisch zurückgegangen, sagt Jörges. „Nur zehn auswärtige Piloten haben im vergangenen Jahr den höchsten deutschen Flugplatz angeflogen.“ In den Jahren zuvor seien es jährlich jeweils rund 500 gewesen. „Für uns ist es nicht weiter schlimm“, sagt er, weist aber darauf hin, dass viele der Crew-Mitglieder Kaffee getrunken, etwas gegessen oder Souvenirs gekauft hätten. Sie seien ein Wirtschaftsfaktor auf der Wasserkuppe. Quelle: ‘Fuldaer Zeitung‘.

Fliegerisches Dankeschön in Unterwössen

Einmal im Jahr sagt die Deutsche Alpensegelflugschule Unterwössen den Menschen und Institutionen im Achental Danke für die gute Zusammenarbeit. Dann bieten sie die Möglichkeit des Einheimischenfliegens für die Bewohner des Achentals, den Rundflug zu stark ermäßigten Preisen. Dazu stellt sich der Flugplatz in den Dienst der Gäste. Piloten und Fluglehrer ließen rund 200 Besucher abheben. „Wir Flieger freuen uns sehr über die starke Resonanz auf unser Angebot“,erzählt Thomas Ager, der geschäftsführende Vorsitzende der DASSU. Quelle: ‘OVB-online.de‘.

Neumarkt: Flieger reaktivieren Flugschule

Der Pachtvertrag mit der Stadt Neumarkt läuft zwar Ende 2020 aus – doch die Flugsportvereinigung gibt nicht auf. Die Flugsportvereinigung hat ihre Flugschule wieder aktiviert – ab dieser Woche kann auf dem Flugplatz in der Nürnberger Straße wieder geschult werden, teilte die Flugsportvereinigung am Wochenende mit. Und das, wo doch der Pachtvertrag mit der Stadt im Dezember 2020 ausläuft. Denn die Stadt möchte das Gelände dort neu überplanen, es ist von einem Mix aus Wohnen und Gewerbe die Rede. „Nach unserer Ansicht ist ein Weiterbetrieb nach 2020 im Einklang mit Bebauung möglich“, erklären die Flieger auf ihrer Homepage. Schließlich sei es auch bisher in all den Jahren zu keinerlei Beschwerden der Bürger wegen des Flugbetriebs gekommen, im Gegenteil seien die Neumarkter nach Rundflügen über ihre Heimat immer wieder voll begeistert. In den Konzepten für eine Stadtentwicklung sei immer die Notwendigkeit von Frischluftschneisen zu finden. „Wir können uns vorstellen, dass wir unsere beiden Interessen hier vereinbaren können“, appellieren die Flieger. Quelle: ‘Mittelbayerische‘.

Cessna 172 macht 25’000 Landungen

Kürzlich gab es beim Rieser Flugsportverein die 25’000ste Landung mit dem meistgebauten Flugzeugtyp der Welt, einer Cessna 172. Das Flugzeug mit dem Baujahr 1973 und der Kennung D-ECWB wird als Ausbildungsflugzeug in der Flugschule des Rieser Flugsportvereins eingesetzt. Wegen ihrer gutmütigen und sicheren Flugeigenschaften, verbunden mit vergleichsweise niedrigen Betriebs- und Wartungskosten, wird die C 172 in vielen Vereinen verwendet. Die Maschine wird alle 50 Flugstunden in der Werft gewartet und erhielt im Jahr 2015 einen neuen Motor sowie einen neuen Propeller. Die 25’000ste Landung der Cessna absolvierte Reinhard Berndt, der seit 45 Jahren die Privat-Piloten-Lizenz besitzt und erst vor kurzem für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft im Flugsportverein geehrt wurde. Quelle: ‘Augsburger-Allgemeine‘.

Am Himmel über Oerlinghausen

Die günstige Thermik an der Bergkette zog von Anfang an Luftsportfreunde aus ganz Ostwestfalen an. Schnell gründeten sich Segelflugvereine, die auf dem Oerlinghauser Gelände, das anfangs noch an der Bleiche unweit des Kalkwerks lag, ihren abenteuerlichen Sport betrieben. Auch die hiesigen Segelflieger schlossen sich im Flugverein zusammen – unter anderem im 1932 gegründeten Verein „Sturmvogel“. Aus dem rustikalen Flugplatzgelände der Nachkriegszeit hat sich im Laufe der Jahrzehnte ein großer Luftsportstandort entwickelt, der weit über das reine Segelfliegen hinausgeht. Denn auf dem Oerlinghauser Flugfeld starten heute auch Motorsegler, Ultraleicht-, Motor- und Modellflugzeuge, Drachen, Gleitschirme und Ballone. Den 13 Vereinen aus OWL mit insgesamt etwa 1.000 Mitgliedern bietet das heutige Luftsportzentrum die Fliegerei in all ihren Varianten an. Und es sind mehr als 100 Segelflugzeuge in Oerlinghausen stationiert. Einen großen Schub für das Luftsportzentrum Oerlinghausen und das Segelfliegen brachte vor einigen Jahren eine Entscheidung der Bundeswehr. Die Bergstadt wurde ein wichtiger Standort für die deutsche Luftwaffe, denn das Militär beschreitet seit neuestem völlig neue Wege in der Ausbildung seiner Luftwaffen-Offiziere. Das Verteidigungsministerium verordnete seinen angehenden Luftwaffenoffizieren – auch denjenigen, die später nicht zum fliegenden Einsatz kommen – eine Segelflugausbildung. Quelle: ‘nw.de‘.