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Unsichere Steuergestänge. Sicherheits-Empfehlung.

Vorgeschichte
Ende Mai 2022 fanden auf dem Flugplatz Sion (LSGS) die Regionalmeisterschaften im Segelflug unter Leitung des Segelflugvereins «Vol à Voile Club Valais» (VVCV) statt. Am 28. Mai 2022 schrieb die Wettbewerbsleitung eine Aufgabe entlang der Hauptachse des Wallis aus, die bis in die Region der Riederalp und dem Col de la Forclaz führte. Die nicht-eigenstartfähigen Segelflugzeuge wurden mit Schleppflugzeugen in den Warteraum an den nordöstlich von Sion gelegenen Berghängen geschleppt. Anschliessend starteten die eigenstartfähigen Segelflugzeuge und stiegen ebenfalls in diesen Warteraum.

Verlauf des Unfalls
Der Pilot des als HB-2320 eingetragenen, eigenstartfähigen Segelflugzeuges DG 800-B startete am 28. Mai 2022 um 14:53 Uhr vom Flugplatz Sion (LSGS). Auf einer Flughöhe von rund 2200 m/M schaltete der Pilot den Motor des Flugzeuges aus und fuhr das Ausklapptriebwerk in den Rumpf ein. Anschliessend flog er in mehreren langgezogenen Achten dem Westhang der Crêta Besse entlang und gewann dabei stetig an Höhe. An diesem Hang flogen weitere Segelflugzeuge, die auch an der Regionalmeisterschaft teilnahmen.

Um 15:14 Uhr sahen mehrere Piloten, wie sich ein Segelflugzeug, bei dem es sich um die HB-2320 handelte, im Trudeln (Vrille) befand und nach wenigen Umdrehungen um die Längsachse auf rund 2500 m/M auf dem steilen Berghang aufschlug. Das Flugzeug wurde beim Aufprall, der nicht überlebbar war, zerstört. Siehe auch Unfallmeldung der Kantonspolizei Wallis.

Steuerorgane und Steuergestänge
Das Segelflugzeugmuster DG-800 B ist mit konventionellen Steuerflächen ausgerüstet: Höhen- und Seitenruder befinden sich am Heck, Quer- und Wölbklappen als Flaperons kombiniert sowie Bremsklappen sind an den beiden Tragflächen angebracht. Die Steuerung von Höhen- und Querruder erfolgt über den Steuerknüppel, der sich zwischen den Beinen des Piloten befindet, die Betätigung der Wölbklappen und der Bremsklappen über entsprechende Hebel auf der linken Cockpitseite. Das Seitenruder wird über Pedale bewegt.

Die Bewegungen an Steuerknüppel und Wölbklappen- resp. Bremsklappenhebel werden über Steuerstangen (push-pull-rods) und Umlenkhebel durch den Rumpf und die Tragflächen resp. das Leitwerk an die Steuerflächen übertragen. Dabei sind die Steuergestänge hinter Verkleidungen geführt und deshalb nicht einsehbar. Gewisse Enden der Stahlrohre dieser Steuergestänge sind mit einem Innengewinde versehen. In dieses ist ein Gelenkkopf mit Aussengewinde eingeschraubt, der mittels einer Mutter, die der Hersteller als Kontermutter bezeichnet, und Fächerscheibe gegen eine ungewollte Verdrehung gesichert ist.

Technische Befunde
Die bisherige Untersuchung des Segelflugzeuges ergab folgende Feststellungen betreffend die Steuerorgane und das Steuergestänge:

  • Diverse Kontermuttern an Gelenkköpfen mit Aussengewinde des Steuergestänges waren lose.
  • Die Fächerscheiben zwischen den losen Kontermuttern und Steuerstangen waren vorhanden.

Bei zwei weiteren in der Schweiz resp. Norditalien verunfallten DG-800 B mit ähnlichem Baujahr wurden gleichartige Befunde betreffend gelöste Kontermuttern an Steuerstangen festgestellt. Zu diesen Unfällen wurden bisher noch keine Zwischen- oder Schlussberichte veröffentlicht.

Sicherung der Gelenkköpfe
Beim verunfallten Segelflugzeug des Musters DG-800 B waren diverse Kontermuttern bei den Gelenkköpfen der Steuerstangen lose, was sich nicht durch die Folgen des Unfalls erklären liess. Daraus kann geschlossen werden, dass sich die Verbindungen bereits vor dem Unfall gelöst haben und dieser Zustand möglicherweise seit längerer Zeit bestand.

Das unbeabsichtigte Lösen der Kontermuttern an den Steuerstangen kann die Betriebssicherheit der Steuerelemente beinträchtigen. Dies stellt ein Sicherheitsdefizit dar, deshalb die SUST eine Sicherheitsempfehlung ausspricht. Es ist denkbar und naheliegend, dass das Design der Steuerelemente bei der DG-800 B in ähnlicher Art und Weise auch bei anderen Segelflugzeugmustern und Herstellern verwendet wird. Aus diesem Grund ist es wahrscheinlich, dass das obengenannte Sicherheitsdefizit auch bei anderen Segelflugzeugmustern und Herstellern auftritt, weshalb die SUST einen entsprechenden Sicherheitshinweis ausspricht.

Sicherheitsempfehlung
Bei einem verunfallten, eigenstartfähigen Segelflugzeug des Musters DG-800 B waren diverse Kontermuttern bei den Gelenkköpfen der Steuerstangen lose, was sich nicht durch die Folgen des Unfalls erklären liess. Daraus kann geschlossen werden, dass sich die Verbindungen bereits vor dem Unfall gelöst haben und dieser Zustand möglicherweise seit längerer Zeit bestand. Nicht festgezogene oder nicht korrekt gesicherte Kontermuttern an den Steuerstangen können die Betriebssicherheit der Steuerelemente beinträchtigen.

Sicherheitshinweis
Hersteller, Halter und Eigentümer von Segelflugzeugen sollten die Unversehrtheit der Steuergestänge regelmässig überprüfen und insbesondere sicherstellen, dass die Sicherungen an Steuerelementen sachgemäss angebracht sind. Quelle / vollständiger Zwischenbericht: ‘SUST‘.

Der bei diesem Unfall tragisch verunglückte Pilot Bert Willing hat 2008 diesen beachtenswerten Aufsatz zum Thema ‘Wie überlebt man den Segelflug? geschrieben.

Segelflugzeug auf Alm notgelandet

Im Pinzgau hat es Samstagnachmittag, 18. Juni 2022 einen Einsatz von Rettungskräften nach der Notlandung eines Segelflugzeugs auf einer Alm bei Zell am See gegeben. Der 74-jährige Pilot aus Deutschland stieg unverletzt aus und wurde per Hubschrauber ins Tal gebracht. Wegen zu geringer Flughöhe dürfte es am Samstag zu dem Zwischenfall gekommen sein, meldet die Polizei. Der erfahrene Pilot schaffte es, auf einer Wiese nahe der Schützingalm über dem Zeller Stadtteil Thumersbach aufzusetzen. Weil das Gelände dort steil ist, rutschte das Segelflugzeug nach dem geglückten Manöver ein paar Meter ab. Der Pilot blieb unverletzt. Die Besatzung des Rettungshubschraubers Alpin Heli 6 brachte ihn zum Flugplatz Zell am See, von wo er bei einem Schleppflug gestartet war.

„Maschine ist Totalschaden“
Das Segelflugzeug wird auf dem Berg vom Besitzerverein abgeholt – dem Alps Flying Club. Dessen Sprecher Christoph Scholz sagte dem ORF am Sonntag, man sei sehr froh, dass der Pilot unverletzt sei. Die Maschine sei nach dieser Landung leider ein Totalschaden. Fachleute könnten sich die Ursache für den Zwischenfall bisher nicht erklären, deshalb werde man nun digitale Flugdaten auswerten. In ersten Berichten hatte es am Samstag noch irrtümlich geheißen, das Segelflugzeug sei unbeschädigt, und der Pilot sei leicht verletzt worden. Die Schwalbenwand steht zentral im Mitterpinzgau zwischen Maria Alm, Saalfelden, Maishofen, Zell am See und Bruck an der Glocknerstraße.

Almbauer als Augenzeuge
Die Besatzungen des Zeller Notarzthubschraubers und des Polizeihubschraubers der Flugeinsatzstelle auf dem Salzburg Airport waren zur Hilfeleistung im Einsatz. Die Alarmierung kam telefonisch vom Betreiber einer nahen Almhütte, der Augenzeuge des Endanfluges vor der Notlandung wurde. Quelle: ‘ORF‘.

Absturz in den Bodensee

Am Donnerstag, 28. April 2022, ist ein Kleinflugzeug bei Staad in den Bodensee gestürzt. Der Pilot, ein 72-jähriger Schweizer, dürfte allein unterwegs gewesen sein. Er ist beim Unfall verstorben. Bei der verunfallten Maschine handelt es sich um ein Kleinflugzeug, welches nach dem Start beim Flughafen Altenrhein bei Staad in den See gestürzt ist.

Am 18. Februar 2021 ereignete sich ebenfalls bei bei Staad kurz vor der Landung bei Nebel ein Unfall mit Absturz einer zweimotorigen Maschine in den Bodensee. Damals konnte der Pilot sich aus der Maschine retten.

Zu hoher Stress im IFR-Anflug

Kurzdarstellung
Das einmotorige Flugzeug stürzte nach 2 Stunden Aufenthalt im Warteverfahren (Holding) und einem ILS-Anflug neben der Landebahn ab. Am Ereignistag startete der Pilot um 08:49 Uhr1 vom Sonderlandeplatz Pattonville, um zum Flughafen Saarbrücken zu fliegen. Dort wollte er einen Geschäftstermin wahrnehmen. Der Flug wurde nach Instrumentenflug-Regeln (IFR) durchgeführt. Seine IFR-Freigabe erhielt er durch den Sektor Stuttgart von Langen Radar, danach wurde er an den Sektor Pfalz übergeben. Um 09:28 Uhr (07:48 UTC) befand er sich über dem Initial Approach Fix (IAF) Zweibrücken (ZWN), von dort begann der Pilot den Instrumentenanflug auf die Landebahn 27 des Flughafens Saarbrücken. Aufgrund nicht ausreichender Sichtverhältnisse brach er den Anflug ab und leitete das Fehlanflugverfahren ein. Um 09:44 Uhr (07:44 UTC) flog er in das Holding bei Zweibrücken ein und verblieb dort bis 11:37 Uhr (09:37 UTC). Während seines Aufenthaltes im Holding ZWN wurde der Pilot laut den vorliegenden Sprach-Aufzeichnungen der Flugsicherung (ATC) um 11:08:33 Uhr (09:08:33 UTC) gefragt, wieviel Zeit er denn noch habe. Der Pilot antwortete um 11:08:35 Uhr: „[…] ich hab noch Stunden Zeit vom Sprit her, und von oben her brennt ́s halt langsam weg, es wird immer mehr frei.“

Vom Tower erhielt der Pilot um 11:40:53 Uhr (09:40:53 UTC) folgende Freigabe: „[…] Saarbrücken tower, good morning again, RVRs runway touchdown – runway two seven touch down zone two two five meters, stop end two hundred meters, wind two niner zero degrees tree knots, runway two seven cleared to land.” Um 11:42:48 Uhr (ca. 2 500 ft AMSL) wurden dem Piloten die aktuellen RVR („touch down zone two five zero – stop end two hundred meters, wind check two seven zero tree knots“) mitgeteilt, die vom Piloten durch zweimaliges Drücken der Funktaste bestätigt wurden. Danach kam es zu keinen weiteren Meldungen der RVR (Runway Visual Range) durch ATC. Um 11:46:43 Uhr (09:46:43 UTC) wurde der Pilot vom Tower angewiesen, das Fehlanflugverfahren einzuleiten: „[…], follow standard missed approach procedure“. Dieser und fünf weitere Aufrufe wurden durch den Piloten nicht mehr beantwortet. Zu diesem Zeitpunkt dürfte der Unfall bereits passiert sein.

Der Flugweg wurde durch die zuständige Flugsicherungsorganisation aufgezeichnet. Diese Daten standen der BFU zur Verfügung. Die Radardaten zeigten, dass während des Anfluges eine Höhe von ca. 1 300 ft AMSL (ca. 200 ft AGL) nicht unterschritten wurde. Nach dem Erreichen des CAT I-Minimums wurde die Höhe von ca. 1 300 ft AMSL zunächst beibehalten. Die Radaraufzeichnungen des Flugweges (siehe oben) zeigen danach einen leichten Linksschwenk, dem sich unmittelbar danach ein Rechtsschwenk anschloss. Die Radaraufzeichnungen verzeichneten dabei einen Anstieg der Flughöhe auf ca. 1 400 ft AMSL. Danach endeten die Radaraufzeichnungen.

Beurteilung
Der Pilot war im Besitz der erforderlichen Lizenzen und Berechtigungen, um diesen Flug durchführen zu können. Seine Flugerfahrung nach Instrumentenflugregeln und sein Trainingsstand waren mit über 3700 Stunden IFR und 57 Starts und Landungen innerhalb der letzten 90 Tage als hoch zu bewerten. Die zum Zeitpunkt des Unfalles vorherrschenden Wetterbedingungen am Flughafen Saarbrücken lagen mit Sichtweiten von 150 m, einer Runway Visual Range (RVR) von 250 m und einer Vertikalsicht von nahezu Null weit unterhalb der erforderlichen Wetterbedingungen für einen CAT I-Anflug (RVR 550 m und Entscheidungshöhe 200 ft). Pilot, Luftfahrzeug und Flughafen waren nur für Anflüge nach CAT I zugelassen. Es ist aber wahrscheinlich, dass der Pilot aufgrund der sehr positiven Wettervorhersage (TAF-Ausgabezeit 05:00 UTC, für den Zeitraum von 09:00 bis 12:00 UTC: BECMG 6000 BKN 010) eine deutliche Verbesserung der Wetterbedingungen für den Zeitraum des Anfluges erwartet hatte. Ein Beleg dafür wäre, dass er deshalb solange im Warteverfahren verblieben war und einen zweiten Anflug durchführte. Es ist wahrscheinlich, dass der Pilot die Aktualisierung der Wettervorhersage (Ausgabe um 09:36 UTC TAF AMD) nicht mehr gehört hat, da er sich zu diesem Zeitpunkt bereits in der Vorbereitung seines Anfluges befunden haben dürfte.

Gemäß der EU-Verordnung Nr. 800/2013 NCC.OP.230 darf der verantwortliche Pilot ungeachtet der gemeldeten Runway Visual Range einen Instrumentenanflug beginnen. Jedoch müssen vor Erreichen von 1 000 ft AGL (Above Ground Level) über dem Flugplatz die erforderlichen RVRs gegeben sein. Fällt die gemeldete Pistensichtweite/Sicht nach Passieren von 1 000 ft AGL über dem Flugplatz unter das anzuwendende Minimum, darf der Anflug bis zur DA/H oder MDA/H fortgesetzt werden. Im vorliegenden Fall waren die erforderlichen RVRs vor Erreichen von 1 000 ft AGL nicht gegeben und ein Fehlanflugverfahren hätte eingeleitet werden müssen. Alle von ATC erhaltenen RVR-Werte wurden vom Piloten nicht zurückgelesen, sondern mit „RVRs are copied“ oder durch ein zweimaliges Betätigen der Funksprechtaste bestätigt. Da die RVR-Werte vom Piloten nicht zurückgelesen wurden, kann nicht gesagt werden, ob der Pilot den zuletzt gemeldeten RVR-Wert (two five zero) falsch verstanden hatte. Zudem bedeutet „hören“ nicht gleich „verstehen“, wenn die Arbeitsbelastung sehr hoch ist. Die Anflugkarte enthielt keinen Outer Marker (Markierungsfunkfeuer, OM). Dieser wurde ca. 4 Wochen vor dem Unfall stillgelegt. Ein OM ist bei einem ILS-DME-Anflug nicht erforderlich. Dennoch kann ein OM einen unter Stress stehenden Piloten dabei unterstützen, seine Position richtig einzuschätzen.

Der Pilot setzte laut den vorliegenden Radaraufzeichnungen den Anflug bis zum Erreichen der CAT I-Entscheidungshöhe (DA/H) fort. Dort flog er, ohne weiter zu sinken (das CAT I-Minimum wurde nicht unterschritten), einen Linksschwenk, dem sich ein Schwenk nach rechts anschloss. Die an der Unfallstelle festgestellte mittlere Position der linken Landeklappe (Durchstartposition), den vom Motoraufzeichnungsgerät während der letzten 30 Sekunden der Aufzeichnung registrierte gleichmäßige Anstieg von EGT/CHT (Leistungserhöhung) sowie die Radaraufzeichnungen mit einem Hö-
henanstieg auf 1 400 ft AMSL begründeten die Schlussfolgerung, wonach der Pilot sich zu einem Durchstartmanöver entschlossen und dieses eingeleitet hatte.

Da beide Kraftstoffbehälter beim Aufprall aufgerissen wurden, konnte die tatsächliche Restkraftstoffmenge nicht mehr mit Sicherheit ermittelt werden. Die durch einen Flughafenmitarbeiter nach dem Unfall auf einem Foto dokumentierte Restkraftstoffmenge und der starke Kraftstoffgeruch an der Unfallstelle weisen darauf hin, dass noch ausreichend Kraftstoff vorhanden war, um den Alternate Mannheim zu erreichen.

Eventuell vorhandener zeitlicher Druck durch den geplanten Geschäftstermin wird als unwahrscheinlich angenommen, da der Pilot der Flugsicherung und dem Abholer mitgeteilt hatte, dass er im Falle eines Fehlanfluges nach Mannheim ausweichen würde. Damit hatte der Pilot bereits eine konkrete Alternative geplant. In der Vergangenheit war der Pilot laut Zeugenaussage des Abholers bei Geschäftsterminen schon öfter zu Ausweichplätzen geflogen und hatte sich dort abholen lassen. Die verhältnismäßig hohe Flugerfahrung (IFR) des Piloten, sein strukturiertes Vorgehen, seine nach Außen kommunizierte Option, ein Fehlanflugverfahren durchzuführen und sich dann in Mannheim abholen zu lassen und die Tatsache, dass die Entscheidungshöhe nicht unterschritten wurde und ein Fehlanflugverfahren eingeleitet wurde lassen auf einen verantwortungsvollen Piloten schließen, der nicht bereit war, ein unnötiges Risiko einzugehen. In Kombination mit den vorhandenen Bodenspuren (Erstberührung mit Hauptfahrwerk und Heck) wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Fehler in der Sequenz des Durchstartmanövers (beispielsweise ein zu schnelles/weites Einfahren der Landeklappen mit anschließender Korrektur oder ähnliches) und daraus entstehender Ablenkung vermutet.

Schlussfolgerungen
Der Unfall ist mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf zurückzuführen, dass es nach der vom Piloten getroffenen Entscheidung, ein Durchstartmanöver (Fehlanflugverfahren) einzuleiten, dieses nicht konsequent durchgeführt wurde und es dabei zu einem Kontrollverlust über das Flugzeug kam. Beitragender Faktor hierfür könnte der Stress gewesen sein, unter dem sich der allein fliegende Pilot aufgrund der hohen Arbeitsbelastung unter den extrem schlechten Wetterbedingungen befunden haben dürfte. Quelle / vollständiger Bericht: ‘BFU‘.

Unangemessene Lande-Einteilung

Kurzdarstellung
Beim Anflug eines Segelflugzeuge mit Heimkehrhilfe auf ein Außenlandefeld kam es in geringer Flughöhe zu einer Bodenberührung mit der Tragflächenspitze und zum anschließenden Aufprall auf dem Boden.

Fünf Teilnehmer hatten den Wettbewerbsflug nicht erfolgreich beendet, davon flogen zwei Luftfahrzeuge unter Motornutzung zum Zielflugplatz zurück und zwei Luftfahrzeuge waren um 14:37 Uhr und um 17:28 Uhr außengelandet. Die ASW 24 E verunfallte etwa 30 km nordöstlich des Wendepunktes Roßlau im Verlauf einer Außenlandung, nachdem sie ungefähr 140 km der Aufgabe abgeflogen hatte. Eine Meldung des Ereignisses ging weder bei der Polizei noch bei den Rettungsdiensten ein. Der Veranstalter des Wettbewerbs hatte gegen 19:00 Uhr der Polizei gemeldet, dass ein Segelflugzeug vermisst wird. Der Pilot war über Flugfunk bzw. telefonisch nicht erreichbar. Bei der von der Polizei eingeleiteten Suche nach dem Luftfahrzeug hatte diese zunächst das Mobiltelefon des Piloten lokalisiert. Die Besatzung eines daraufhin eingesetzten Polizeihubschraubers fand mithilfe einer Wärmebildkamera in der Nacht auf einem Feld das zerstörte Luftfahrzeug. Der Pilot war tödlich verletzt und das Luftfahrzeug zerstört.

Beurteilung
Die Spuren an der Unfallstelle belegen, dass der Motorsegler in sehr geringer Flughöhe bei ausgefahrenen Bremsklappen zuerst mit der linken Tragflächenspitze Bodenberührung hatte. Damit an der rechten Tragflächenwurzel ohne weitere Schäden das Auge vom hinteren Querkraftrohr rutschen kann, muss die rechte Tragfläche extrem nach vorn bewegt worden sein. Dies ist nur möglich, wenn das Luftfahrzeug mit der linken Tragfläche Bodenberührung hatte und dann mit dem Cockpit auf den Erdboden prallte. Ein solches Kollisionsszenario entsteht aber in aller Regel nicht aus einem rechtzeitig stabilisierten Endanflug, sodass es wahrscheinlich erscheint, dass die Bodenberührung mit der linken Tragfläche im Verlauf einer sehr niedrigen großen Richtungskorrektur erfolgte.

Außenlandefeld
Das abgemähte Außenlandefeld war nahezu eben und hindernisfrei, aufgrund der großen Nord-Süd-Ausdehnung war es für eine Landung gut geeignet.

Schlussfolgerungen
Der Flugunfall ist sehr wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die Außenlandung nicht rechtzeitig begonnen und keine angemessene Landeinteilung mit stabilisiertem Endanflug geflogen wurde, sodass es zu einer Bodenberührung mit der linken Tragfläche und anschließendem Aufprall des Rumpfbugs auf den Erdboden kam. Vollständiger Bericht / Quelle: ‘BFU‘.

Startunfall wegen falschem Treibstoff und unbenutzter Checkliste

Ablauf
Das Flugzeug überrollte den Weg und eine ca. 160 m lange Wiese. Diese war kurz gemäht. Es wurden keine Bremsspuren festgestellt. Anschließend rollte das Flug-zeug durch niedrigen Wildwuchs und kollidierte auf einem Parkplatz mit einem abgestellten Auto. Das Flugzeug schob das Auto um ca. 90° zur Seite, drehte sich um etwa 180° nach rechts und kam zum Stehen.

Feststellungen
Über den Trainingsstand von Notverfahren, insbesondere von Startabbruchverfahren, lagen der BFU keine Nachweise des Piloten vor. Er gab an, aufgrund seiner hohen Erfahrung auf dem Flugzeugmuster keine Checklisten nutzen zu müssen. Startund Landestreckenberechnung wurden am Ereignistag nicht durchgeführt. Es wurden somit auch keine klaren Randbedingungen, wie z.B. Geschwindigkeiten zum Abheben, bestes Steigen, Überfliegen eines Hindernisses, für einen eventuellen Startabbruch oder eine Notlandung festgelegt. Der Pilot gab an, am Sonderlandeplatz Nabern/Teck üblicherweise kurz vor der Halbbahnmarkierung mit dem Flugzeug in der Luft zu sein. Laut Angaben des Passagiers, sowie in Abbildung 2 ersichtlich, versuchte der Pilot das Flugzeug auch am Ende der Piste noch in die Luft zu bekommen. Für die BFU ergaben sich keine Hinweise für einen Startabbruch durch den Piloten.

Die originalen Checklisten des Herstellers, sowie die im Bordbuch befindliche Checkliste in deutscher Sprache, wurden vom Piloten nicht angewendet. Diese hätten seine Aufmerksamkeit auf die Triebwerksparameter im Startlauf gelenkt und dadurch höchstwahrscheinlich auch die Bereitschaft für einen möglichen Startabbruch bei verminderter Motorleistung erhöht.

Durch die langjährige Verwendung von Kraftfahrzeugbenzin und das Einbringen von Verunreinigungen bei der Betankung mittels Kanistern, wurde im Kraftstoffsystem des Flugzeuges höchstwahrscheinlich der Kraftstoffdurchfluss im Bereich des Einspritz-Systems beeinflusst. Der Zustand der Zündkerzen wies auf ein ungleichmäßiges Verbrennungsbild hin. Der stark verrußte und verölte Zustand der Zündkerzen in Verbindung mit einem ungleichmäßigen Verbrennungsbild können aber auch ein Hinweis auf eine Fehlbedienung des Motors sein: Läuft z.B. die Kraftstoffpumpe dauerhaft auf „HIGH“ und/oder wird der Hebel für das Gemisch nicht über den im Cockpit angezeigten Kraftstofffluss für maximale Motorleistung eingeregelt, so kann das Gemisch verfetten und sich die Leistung aufgrund von zu viel Kraftstoff reduzieren.

Schlussfolgerungen
Der Unfall ist auf einen nicht erfolgten Startabbruch nach unzureichendem Aufbau von Geschwindigkeit aufgrund eines Leistungsverlustes des Motors im Startlauf des Flugzeuges zurückzuführen. Ursächlich für den Leistungsverlust des Motors waren höchstwahrscheinlich die Verwendung von nicht zugelassenem und verunreinigtem Kraftfahrzeugbenzin, sowie das Nichtnutzen von Checklisten und eine daraus möglicherweise resultierende Fehlbedienung des Motors. Quelle / vollständiger Untersuchungsbericht: ‘BFU’.

Kleinflugzeug in Coburg abgestürzt

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs an einem Flugplatz in Coburg ist am Freitag ein 62-jähriger Mann ums Leben gekommen. Der zweite Insasse, ein 34-jähriger Mann, wurde schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Maschine war ersten Erkenntnissen zufolge beim Landeanflug abgestürzt. Die genaue Ursache war noch unklar. Ein Polizeisprecher vor Ort sagte, es habe sich um eine Flugstunde gehandelt: Der 62-Jährige sei der Fluglehrer, der 34-Jährige der Flugschüler gewesen. Wer das Flugzeug zum Unfallzeitpunkt tatsächlich steuerte, sei noch unklar. Der Rettungsdienst brachte die beiden Männer nach dem Absturz in eine Klinik. Der 62-Jährige sei in der Notaufnahme gestorben, teilte die Polizei mit. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermittelt zu den genauen Hintergründen. Quelle: ‘RND‘. Foto: ‘BR‘.

Zu nah. Zu langsam. Abgelenkt.

Der Pilot startete eine Minute und 26 Sekunden vor der Geländeberührung die Videoaufnahme mit seinem Mobiltelefon. Dieses führte er mit der rechten Hand, während er mit der linken Hand das Flugzeug steuerte. Es kann davon ausgegangen werden, dass er als Rechtshänder nicht die gleiche Routine im Steuern mit der linken Hand hatte. Die angezeigte Fluggeschwindigkeit betrug sechs Sekunden vor dem Unfall 80 km/h. Diese Geschwindigkeit ist in Geländenähe zu gering. Damit bestanden keine Sicherheitsreserven mehr. Wie die Kameraführung zeigt, war der Pilot an Stellen, bei denen er die drohende Bodenberührung und die zu geringe Geschwindigkeit hätte erkennen können, mit der Videoaufnahme beschäftigt. Die Kameraführung lenkte den Piloten offensichtlich vom Fliegen ab. Die eher tiefe Sitzposition des Piloten schränkte die durch den Instrumentenpilz verdeckte Sicht nach vorne und unten zusätzlich ein. Er konnte ab einem gewissen Zeitpunkt den ansteigenden Grat nicht mehr sehen. Das Fliegen über einem Grat erfordert genügende Geschwindigkeitsreserven, einen ausreichenden Abstand zum Gelände sowie eine aktive Geländebeobachtung. Die im vorliegenden Fall angewandte Flugtaktik entsprach diesen Anforderungen nicht und schuf damit eine wesentliche Voraussetzung zur Entstehung des Unfalls. Quelle: ‘SUST‘.

Im Nebel gestartet

Im Gemeindegebiet von Dornbirn stürzte am Donnerstagvormittag, 11.November, ein Sportflugzeug mit einer Person an Bord ab. Die einmotorige Maschine war nach Angaben der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) bei Nebel vom Flugplatz Hohenems gestartet und prallte nach Polizeiangaben aus bisher unbekannter Ursache gegen die Breitenberg-Wand. Die Bergung des toten Piloten gestaltete sich schwierig. Die Retter mussten sich teilweise zu der Absturzstelle abseilen. Ein Augenzeuge berichtete im Gespräch mit ORF Vorarlberg, dass er bemerkte, wie niedrig die Maschine flog. Anschließend hörte er nur noch den Knall des Aufpralls. Mittlerweile wurde das abgestürzte Flugzeug mittels Drohne und Wärmebildkamera im Gebiet des Steinbruches Unterklien gefunden. Das Wrack ist laut Polizei-Pressesprecher Horst Spitzhofer ausgebrannt.

Erfahrener Pilot
Der 51-jährige Dornbirner, der ums Leben kam, sei ein erfahrener Pilot gewesen. Fest steht, er konnte aufgrund des Nebels nicht auf Sicht starten. Für das Starten mit Hilfe der Instrumente sei der Pilot ausgebildet gewesen. Warum der 51-Jährige nach dem Start Richtung Memmingen nicht geradeaus geflogen ist, sondern eine Kurve Richtung Breitenberg gemacht hat, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Austro Control: Schwierig im Nebel zu starten
Der Sprecher der Austro Control, Markus Pohanka, betont aber, wie schwierig es für Piloten sein kann, sich im Nebel zu orientieren. Man könne den Flug im Nebel mit Skifahren im Nebel vergleichen. Der Absturz in Hohenems-Dornbirn wird nun von der Flugunfall-Kommission umfassend untersucht. Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis der Abschlussbericht vorliegt. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei der Maschine um eine einmotorige Cessna P210N. An Bord befand sich ein 51-jähriger Mann aus Dornbirn. Sein Ziel war der Flughafen Memmingen in Bayern. Quelle: ‘ORF Vorarlberg‘.

Notlandung im Maisacker überstanden

Da waren die Schutzengel wieder fleißig: Nachdem ein Kleinflugzeug am Samstag bei St. Andrä im Lavanttal auf einem Maisacker notlanden hatte müssen, konnten der Pilot (58) und eine Passagierin (42), beide aus Wien, samt einem kleinen Hund selbst aus dem Wrack kraxeln. Sie waren zum Glück unverletzt geblieben. Das in St. Marein gestartete Flugzeug war gegen 14 Uhr bei St. Andrä im Lavanttal offenbar in Turbulenzen geraten. Dem erfahrenen Piloten gelang es noch, über eine Siedlung zu fliegen und anschließend auf einem Maisacker notzulanden. Das Kleinflugzeug kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. „Als die Polizei eintraf, waren der Pilot und die Passagierin, die eine kleine Französische Bulldogge mithatte, bereits selbstständig und unverletzt ausgestiegen“, heißt es bei der Polizei. Das Kleinflugzeug wurde von einem Abschleppunternehmen geborgen und zum Flugplatz St. Marein gebracht, wo der Besitzer des Flugzeuges einen Standplatz hat. Quelle: ‘Krone.at‘.

Unfall mit Modellflugzeug in Stromleitung

Bei Gretzenbach SO ist ein 61-jähriger Mann durch einen Stromschlag tödlich verletzt worden. Der Grund: Er wollte einen Teil seines Modellflugzeugs aus einer Stromleitung befreien. Wie die Polizei des Kantons Solothurn in einer Medienmitteilung schreibt, wurde am Dienstagnachmittag auf einem Feld bei Gretzenbach SO ein lebloser Mann aufgefunden. Die Rettungskräfte konnten vor Ort nur noch den Tod des Mannes feststellen. Nach ersten Erkenntnissen war sein Modellflugzeug mit der freihängenden Stromleitung kollidiert und ein Flügel dort hängen geblieben. Beim Versuch, dieses Teil am Montag mit einer Aluminiumstange zu befreien, erlitt der 61-Jährige einen tödlichen Schlag aus der Starkstromleitung. Quelle: ‘Blick‘.

Unfall bei Flughafen in Weiden

Das Kleinflugzeug eines 52 Jahre alten Piloten setzte kurz vor der Landebahn auf und überschlug sich aus bislang ungeklärter Ursache, wie die Polizei am Montagabend mitteilte. Der Pilot und auch der 60 Jahre alte Co-Pilot konnten sich selbstständig aus dem beschädigten Flugzeug befreien. “Durch die naheliegende Luftrettung wurden sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet. Beide Insassen kamen mit dem BRK mit mittelschweren Verletzungen ins Klinikum Weiden”, heißt es in einer Polizeimeldung. Fachkräfte, unter anderem vom Luftfahrtbundesamt, versuchen nun, die Ursache zu ermitteln. Der Sachschaden dürfte sich laut Polizei auf etwa 100.000 Euro belaufen. Quelle: ‘Tag24‘.

Unfall am Kuchelberggrat

Ein 60-jähriger Pilot aus dem Landkreis ist am Mittwoch, 11. August, mit seinem Segelflugzeug an einer Felswand im Bereich des Kuchelberggrates tödlich verunglückt. Die Bergung des Verstorbenen gestaltete sich als äußerst schwierig. Warum der Flieger abstürzte, ermittelt die Kriminalpolizei. Am Mittwoch machte sich der Einheimische mit einem Kleinflugzeug in Ohlstadt zu einem Rundflug auf. Am Abend kehrte er nicht mehr zurück. Jeglicher Kontaktversuch verlief ins Leere. Um 22 Uhr blieb dem Flugbetriebsleiter des Flugplatzes Ohlstadt-Pömetsried nichts anderes mehr übrig, als via Notruf bei der Integrierten Leitstelle den Segelflieger als vermisst zu melden. Sofort suchten der Polizeihubschrauber Edelweiß 3 und ein SAR-63-Helikopter nach dem verschollenen Fluggerät. Sie rechneten den letzten Standort aus: In den Ammergauer Alpen in der Nähe des Kuchelbergkopfes. Bis Donnerstag, 2 Uhr morgens, blieb die Fahndung erfolglos.

Pilot kann lang nicht geborgen werden
Im Laufe des Donnerstagvormittags setzten die Einsatzkräfte die Suche im hochalpinen Gelände sowohl auf bayerischer als auch auf Tiroler Seite mit drei Hubschraubern fort. Um kurz nach 11 Uhr entdeckte die Besatzung des Polizeihelikopters Edelweiß 8 das verunfallte Wrack des vermissten Motorseglers im nördlichen Bereich des Kuchelberggrates. In unmittelbarer Nähe zum Wrack sichtete sie auch den leblosen Körper des Piloten.

Ein Vordringen zur Absturzstelle war selbst für die beiden Polizeibergführer und die drei Einsatzkräfte der Bergwacht Oberammergau aufgrund des extrem steilen und brüchigen Felsgeländes zunächst nicht möglich. Zudem brach der Polizeihubschrauber mehrere Anflugversuche unmittelbar zum Wrack wegen widriger Witterungsbedingungen ab. Eine Rettungstruppe aus fünf Personen musste deshalb vorerst auf dem Grat ausharren. Erst gegen 16 Uhr ließ es das Wetter für kurze Zeit zu, einen Polizeibergführer an einem 50 Meter langen Seil per Rettungswinde vom Hubschrauber aus abzusetzen. Dann konnte endlich der Tote geborgen werden. Zur Klärung der Unfallursache hat die Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen mit Unterstützung von Luftfahrtsachverständigen die Ermittlungen übernommen. Noch sei die Absturzursache unklar, teilt Polizeipressesprecher Martin Emig vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit. Quelle: ‘Merkur‘.

Absturz beim Flugplatz Oerlinghausen

Ein Segelflugzeug ist am Mittwoch, 18. August 2021, in Oerlinghausen im Kreis Lippe abgestürzt, der Pilot kam ums Leben. Die Maschine sei in einem Waldgebiet in der Nähe des Segelflugplatzes aus noch ungeklärter Ursache verunglückt. Nach dem Notruf einer Zeugin leiteten Polizei und Feuerwehr eine Suchaktion ein. Der Notarzt habe aber nur noch den Tod des 74-jährigen Piloten feststellen können, teilte die Polizei mit. Nach bisherigen Erkenntnissen stürzte das Segelflugzeug kurz nach dem Start ab. Der Pilot war alleine. Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nahmen Ermittlungen zur Unglücksursache auf. Quelle: ‘Die Zeit‘.

Zwischenbericht zu Unfall in Horn-Bad Meinberg

Gut drei Monate nach dem tödlichen Unglück eines aus Steinheim stammenden Piloten liegt ein Zwischenbericht vor. Demnach ist die Ursache für den Absturz des Segelflugzeugs in Horn-Bad Meinberg weiter offen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat keine Vorschäden an der Maschine gefunden. Auch Hinweise auf medizinische Probleme oder Fremdverschulden gibt es nicht. Die Auswertung eines Kollisions-Warngeräts ergab jetzt, dass der Flug nach dem Start in Steinheim-Vinsebeck eine halbe Stunde lang unauffällig verlief. Die Maschine erreicht eine Höhe von etwa 2000 Metern. In den vier Minuten vor dem Aufprall verlor sie dann stetig an Höhe, schwankte dabei und überschritt zeitweise die zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h. Zeugen berichteten über starke Pfeifgeräusche. Der Pilot verfügte laut dem Zwischenbericht über eine Erfahrung von mehr als 3.400 Flügen. Der 74-Jährige trug einen Rettungsfallschirm, den er aber nicht auslöste. Die Untersuchungen zu dem tödlichen Unglück laufen weiter. Quelle: ‘Radiohochstift.de‘.

Löschflugzeug abgestürzt

Bei Löscharbeiten in der Türkei gab es ein tödliches Unglück: Ein russisches Löschflugzeug stürzte ab, mindestens acht Menschen starben. Im Norden ringt man derweil mit den Folgen der Überschwemmungen. Beim Absturz eines russischen Löschflugzeuges in der Türkei sind acht Menschen ums Leben gekommen. Dies teilte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu mit. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, an Bord hätten sich fünf russische Soldaten und drei Türken befunden. Laut russischen Regierungsangaben war die Maschine im Einsatz gewesen, um einen Waldbrand in der Provinz Kahramanmaras nahe der Grenze zu Syrien zu löschen. Die Ursache für den Absturz ist unklar. Nach russischen Angaben ereignete sich das Unglück bei der Landung. Luftaufnahmen der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zeigten Feuer und Rauch, die aus dem mutmaßlichen Wrack des Flugzeugs aufstiegen. Seit Ende Juli gab es landesweit etwa 300 Brände. Die meisten konnten mittlerweile gelöscht werden. Mehrere Länder – darunter Russland, Spanien und Katar – unterstützten die Löscharbeiten. Russlands Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Die Spezialisten aus beiden Ländern seien an einem wichtigen humanitären Einsatz beteiligt gewesen. Quelle: ‘Tagesschau.de‘. Foto: ‘TASS‘.

Serres: Motorsegler-Unfall

Am Montag, dem 2. August, ereignete sich gegen 17.30 Uhr auf dem Flugplatz Serres-La Bâtie-Montsaléon ein Unfall mit einem Motorsegler. Nach den ersten Erkenntnissen der Feuerwehr kam eine Person, die nach dem Absturz im Flugzeug eingeklemmt war, ums Leben. Rettungskräfte aus den Rettungszentren von Aspres-sur-Buëch, Laragne-Montéglin, Serres und Veynes waren im Einsatz. Im Gegensatz zu einem Segelflugzeug, das eine Winde oder ein Schleppflugzeug benötigt, um zu starten, ist das Motorsegelflugzeug dank eines Hilfsmotors beim Start autonom. Quelle: ‘LeDauphine.com‘. Eintrag in ‘Aviation Safety‘.

Rieti: Unfall an der Coppa

Vor wenigen Tagen noch Sieger, geriet der Segelflieger des Österreichers Christian D. am vergangenen Sonntag während der Coppa Mediterraneo nahe dem italienischen Rieti ins Trudeln, krachte in einen Berg. Für den 57-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Der internationale Bewerb für Segelflieger im italienischen Rieti findet heuer vom 3. bis 13. August statt. Und für den 57-Jährigen begann die Coppa Mediterraneo verheißungsvoll. Erst vergangenen Freitag zeigte Christian D., was er kann. Der Österreicher, der früher als Manager unter anderem für den US-Bankenriesen Morgan Stanley in London und Singapur tätig war und mittlerweile in Neuseeland lebte, setzte sich in seiner „Antares 23E“ vor einem anderen rot-weiß-roten Piloten als Tagessieger durch.

Leidenschaftlicher Flieger und Star der Szene
Der leidenschaftliche Flieger und Star innerhalb der Szene stieg wohl auch am Sonntag gut gelaunt in seine Maschine mit deutscher Kennung. Das Wetter passte, alles deutete auf einen traumhaften Flugtag hin. Doch etwas brachte den Leichtflieger südlich von Rieti ins Trudeln. D. verlor die Kontrolle, sein Flugzeug krachte laut Aussagen anderer Teilnehmer in einen Berg. Für den Austro-Piloten kam jede Hilfe zu spät. Während sich die Bergung der Trümmer in dem unzugänglichen Gebiet schwierig gestaltet, trauern Kollegen um ihren Freund. „Lande sanft, Kamerad“, postete die Innsbrucker Segelflieger Vereinigung auf Facebook. Quelle: ‘Krone.at‘. Bericht in ‘rietinvetrina.it‘.

Flugzeugschlepp-Unfall: In Waldstück verunglückt

Beim Hochziehen eines Segelfliegers bei Hessisch Lichtenau ist ein Sportflugzeug in ein Waldstück gestürzt. Der Pilot kam ums Leben. Weshalb die Maschine abstürzte, ist noch unklar. Laut Polizei hatte das Motorflugzeug einen Segelflieger vom Flugplatz Hopfelderstraße in die Luft gezogen. Kurz nach dem Ausklinken kippte das schleppende Flugzeug nach links ab und stürzte in ein angrenzendes Waldstück. Das Segelflugzeug konnte unterdessen unbeschadet landen.

Absturzursache ungeklärt
Der Pilot, der als einziger in dem Motorflugzeug saß, erlag noch am Absturzort seinen Verletzungen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, handelt es sich um einen 43-jährigen Mann aus Melsungen (Schwalm-Eder-Kreis). Die Leiche des Mannes soll obduziert werden, um Hinweise auf eine mögliche Ursache des Absturzes zu erhalten. Zudem sei am Donnerstagabend damit begonnen worden, das Flugzeugwrack zu untersuchen. Nach dem Absturz betreuten Notfallseelsorger die Anwesenden vor Ort. Die Kriminalpolizei Eschwege übernahm erste Ermittlungen. Quelle: ‘Hessenschau‘.

Wie sicher sind Kleinflugzeuge?

In den vergangenen Tagen machten Abstürze von Kleinflugzeugen Schlagzeilen: So kam es in Böblingen (Baden-Württemberg), Renneritz (Sachsen-Anhalt) und Hildesheim (Niedersachsen) zu Unfällen mit Toten. Das wirft Fragen nach der Sicherheit auf.

„Ich erachte Fliegen als sicher – unter gewissen Voraussetzungen“, sagt Professor Gordon Konieczny vom Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Konieczny, der selbst Pilot ist und eine Berufspilotenlizenz besitzt, weist darauf hin, dass für einen sicheren Flug mit einem Kleinflugzeug drei Punkte wichtig seien: das Flugzeug, der Pilot und das Wetter.

Das Flugzeug
Für jedes Flugzeug gibt es vorgesehene Wartungsintervalle. So müsse etwa ein Kleinflugzeug nach 50, 100 oder 200 Stunden zur Wartung, wo dann festgelegte Checks vorgenommen werden, so Konieczny. Durch ein Bordbuch, in das jeder Pilot des Flugzeuges die Flugzeit einträgt, wisse man vor dem Start, wann die nächste Wartung anstehe und ob ein Flug durchgeführt werden könne.

Außerdem bewertet Konieczny die Zuverlässigkeit der Sicherheitschecks: „Die Flugzeuge sind meines Erachtens unter einer sehr strikten Kontrolle.“ Zwei Organisationen beaufsichtigen, überprüfen und koordinieren die Wartungsprozesse: zum einen die Continuing Airworthiness Management Organisation (CAMO), die für die Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen zuständig ist, und zum anderen die Maintenance Organisation (MO) – die Wartungsorganisation.

Der „Human Factor“
In seiner Arbeit an der Hochschule in Hamburg beschäftigt sich Konieczny auch mit dem sogenannten „Human Factor“ beim Fliegen. „Wenn Sie fliegen wollen, müssen Sie natürlich fit sein – gesundheitlich und fliegerisch fit“, sagt er. Deshalb greifen auch hier verschiedene Kontrollmechanismen. So überprüfen Ärzte regelmäßig die Gesundheit der Piloten. Quelle: ‘RND

Segelflugzeug-Bruchlandung

Ein 34jähriger aus Hannover hat am Samstagabend eine Bruchlandung in Lofer im Salzburger Pinzgau verletzt überstanden. Der Mann war im Bereich Chiemsee in Bayern gestartet und wollte in Richtung Zell am See und wieder retour fliegen. Im Grenzgebiet zwischen Waidring (Tirol) und Lofer verlor er stark an Thermik und entschied sich für eine Notlandung. Das Fluggerät setzte steil auf und zerbrach in mehrere Teile, berichtete die Polizei. Der Deutsche geriet kurz nach 20.00 Uhr in Turbulenzen. Herbeigeeilte Retter fanden den Verletzten im Flugzeug sitzend und gesichert. Er war ansprechbar und kam mit dem Rettungshubschrauber ins Uniklinikum Salzburg. Quelle: ‘Die Presse‘.

Flugzeugunfall in Epagny

Ein zweisitziges Flugzeug ist Freitag, 9. Juli, während der Startphase auf dem Flugplatz von Epagny FR abgestürzt. Der Pilot wurde leicht verletzt. Der 67-Jährige war zum Zeitpunkt des Unfalls die einzige Person an Bord, wie die Kantonspolizei Freiburg am Abend mitteilte. Das Flugzeug sei während der Startphase aus noch unbekanntem Grund mehrmals gehüpft und habe sich dann auf den Rücken gedreht. Der Pilot wurde laut Polizei mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht. Eine Untersuchung der genauen Umstände des Unfalls durch der Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) sei im Gang. Quelle: ‘Blick‘.

Beim Landen in die Böschung

Flugunfall in Westerstede-Felde: Ein Ultraleichtflugzeug ist am Donnerstagnachmittag, 13. Mai, beim Landen verunglückt. Wie es von Seiten der Westersteder Polizei heißt, seien die beiden Insassen so verletzt worden, dass sie in die Ammerland-Klinik gebracht werden mussten. Bei dem Piloten handelt es sich um einen 57-Jährigen aus dem ostfriesischen Hinte. Als Passagier befand sich ein 73-Jähriger aus Aurich im Flugzeug. Die Maschine war beim Landen von der Bahn gerutscht und in eine Böschung geprallt. Quelle: ‘NWZonline.de‘.

Trauer um Piloten der Flying Bulls

Nach dem Absturz einer Maschine der “Flying Bulls” in Tschechien am Sonntag hat das staatliche Institut für die Untersuchung von Flugunfällen (UZPLN) in Prag mit der Erhebung der Ursachen und Umstände des Unfalls begonnen. Wie die tschechische Polizei berichtete, war die 1954 gebaute North American T-28B “Trojan” am Sonntag kurz vor 17.00 Uhr bei Jickovice in einem Waldstück zerschellt. Der Pilot kam bei dem Unglück ums Leben, ein Passagier erlitt schwere Verletzungen. Über den Gesundheitszustand des 1975 geborenen Mannes lagen Montagfrüh noch keine Informationen vor. Die Retter hätten ihn allerdings akut vorklinisch versorgen müssen, sagte eine Sprecherin der Rettung gegenüber der Tageszeitung “Deník”. Der Verletzte wurde mit dem Hubschrauber in ein Prager Krankenhaus transportiert.

Erfahrener Kunstpilot
Die Red-Bull-Kunstfliegertruppe „Flying Bulls“ hat am Montag nach dem tragischen Absturz die Identität des getöteten Piloten bekannt gegeben: Rainer Steinberger (54) aus Salzburg sei ein erfahrener Pilot gewesen, hieß es in einem Instagram-Posting. „Wir sind sehr schockiert und traurig über diese Tragödie. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Freunden von Rainer.“ Sein Mitflieger wurde mit schweren Verbrennungen von einem Rettungshelikopter in ein Prager Krankenhaus geflogen. Dem verletzten Passagier wünsche man eine schnelle und vollständige Genesung. “Wir sind sehr schockiert und traurig über diese Tragödie. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des Verunglückten.”

Rückweg von Flugshow
Der Zweisitzer befand sich mit drei weiteren Maschinen auf dem Rückweg von einer Flugshow in Leszno (Polen) zur Heimatbasis in Salzburg, als es zu dem Unfall kam. Gegenüber “Deník” sagte ein Augenzeuge, dass er ein Flugzeug kreisen und dann nur noch rauchen gesehen habe. Die Maschine zerbrach am Boden in mehrere Teile und fing zu brennen an. Die kunstflugtaugliche und 1.425 PS starke T-28B wurde 1954 gebaut und war bis 1965 bei der US-Navy als Trainingsmaschine im Einsatz. In den 1980er-Jahren wurde sie vom Salzburger Flieger Siegfried Angerer in den USA aufgespürt, gekauft, zerlegt, nach Europa verschifft und wieder zusammengebaut. Seit 2001 befand sich das Flugzeug in Salzburg. Laut Homepage der “Flying Bulls” war die zuletzt oliv-schwarz lackierte Propellermaschine der Beginn und die Keimzelle der Sammlung flugfähiger historischer Flugzeuge. Die “Flying Bulls” sind eine private Flugzeugflotte, die dem österreichischen Unternehmer, Milliardär und Flugzeugliebhaber Dietrich Mateschitz gehört. Quelle: ‘Kleine Zeitung‘.

Schlussbericht über den Unfall des Segelflugzeuges DG-400

(…) Weshalb beim letzten Kreis, 20 Sekunden vor dem Unfall, die Kurve enger wurde und sich damit die Flugbahn zum Hang verlagerte, ist aufgrund der vorhandenen Informationen nicht nachvollziehbar. Eine kurzzeitige Unachtsamkeit aufgrund einer Ablenkung, eine plötzliche Handlungsunfähigkeit oder akutes Unwohlsein könnten den enger werdenden Kreis zum Hang ausgelöst haben. Ein Ausweichmanöver gegenüber einem anderen, mit dem Kollisionswarnsystem Flarm ausgerüsteten, Luftfahrzeug kann als Grund dafür ausgeschlossen werden. Das geländenahe Fliegen am Hang erfordert jederzeit die uneingeschränkte Aufmerksamkeit eines Piloten und bedingt grössere Sicherheitsreserven als beim freien Flug in normalen Flughöhen. Die HB-2139 hatte im Kurvenflug in Drehrichtung rechts mit grosser Wahrscheinlichkeit zuerst mit dem rechten Tragflügel die Baumwipfel gestreift, wurde durch den Impuls um die Hochachse gedreht und kollidierte danach mit Bäumen.
Dieses Szenario wird durch die Flugwegaufzeichnung und die Beschreibung der Person, die das Segelflugzeug in senkrechter Lage zum Horizont beobachtete, bevor ein Flügel die Bäume streifte und danach in horizontaler Lage im Wald verschwand, gestützt. Bei der Kollision mit Baumwipfeln wurde der linke Tragflügel vom Rumpf getrennt und blieb in einer Baumkrone hängen. Aufgrund der Spuren an der Unfallstelle muss der Rumpf zusammen mit dem rechten Tragflügel in einem relativ flachen Winkel den Höhenlinien entlang ungefähr 60 m weit durch den Wald gestürzt sein, bevor sie auf dem Waldboden aufprallten. Quelle: ‘SUST‘.

Segelflugzeug-Unfall-Untersuchung

Im Landkreis Kassel ist am Sonntag, 16. Mai, ein Segelflugzeug abgestürzt. Die Rettungskräfte suchten 90 Minuten nach dem Flugzeug. Der Pilot kam ums Leben. Die Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig (BFU) hat bei der Untersuchung des am vergangenen Sonntag beim Flugplatz Dingel bei Hümme abgestürzten Segelflugzeug keine technischen Probleme festgestellt. Die Experten aus Braunschweig hatten das komplette Wrack und vor allem die Steuerung untersucht, aber keine Hinweise auf eine Fehlfunktion entdeckt. Die Untersuchung war allerdings nach Angaben eines BFU-Sprechers wegen des hohen Zerstörungsgrades des Wracks schwierig.

Ein Zwischenbericht wird voraussichtlich Ende Juli veröffentlicht. Fest stehe, dass das Flugzeug nach dem Windenstart über dem angrenzenden Wald abkippte und dann zwischen den Bäumen auf dem Boden aufschlug. Der 61-jährige Pilot wurde dabei, wie berichtet, tödlich verletzt. Laut BFU liege es nun daran, ob eine Obduktion der Leiche Hinweise auf möglicherweise gesundheitliche Beeinträchtigungen würde.

Die wiederum schloss die Kasseler Kriminalpolizei nach den bisher vorliegenden Ergebnissen aus. Wie deren Pressesprecher Matthias Mänz gestern auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, hätten die ersten vorläufigen Obduktionsergebnisse keine Hinweise auf ein Fremdverschulden, auf äußere Einflüsse oder auf einen medizinischen Notfall ergeben. Für weitere Ergebnisse wären weitere Untersuchungen nötig. Bis da ein Ergebnis vorliege, könne es aber noch mehrere Wochen dauern. Man müsse deshalb bei dem Absturz von einem Unfall ausgehen. Quelle: ‘HNA‘ und Bericht im ‘Westfalen-Blatt‘.

Sicherheitshinweis der Sust

Nach dem Unfall mit einem Segelflugzeug in Sitten, den der Pilot nur mit Glück überlebte hatte, sprechen Experten einen Sicherheitshinweis aus. Die Sust empfiehlt, Segelflugzeuge vor dem Schlepp auf diesem Flugplatz anders zu positionieren.

Auf dem Flugplatz Sitten starten Segelflugzeuge grundsätzlich von der Graspiste. Dabei werden sie vor dem Start mit Flugzeugschlepp so aufgestellt, dass eine Zone innerhalb von 75 Metern von der Mittellinie der Hartbelagpiste frei bleibt. In der Folge muss ein Schleppzug in einer Kurve konvergierend auf die Mittellinie der Graspiste rollen.

Dieses Verfahren sei im Rahmen der Untersuchung als systemisch risikoreich erkannt worden, heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten Abschlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust). Sie empfiehlt, dass die Betriebsverfahren auf Flugplätzen mit Segelflugbetrieb dahingehend angepasst werden, dass die Segelflugzeuge für den Start auf der Mittellinie der Startpiste aufgestellt werden können.

Ins Schlingern geraten
Der Pilot wollte am frühen Nachmittag des 26. Juni 2016 zu einem Segelflug aufbrechen. Sein Nimbus 3 des deutschen Herstellers Schempp-Hirth, ein grosses Segelflugzeug mit 25 Metern Spannweite, sollte von einem Motorflugzeug in die Höhe gezogen werden. Unmittelbar nach dem Anrollen berührte das Segelflugzeug mit einer Flügelspitze den Boden. In der Folge scherte das Segelflugzeug seitlich aus, so dass der Pilot während des weiteren Startlaufs die Kontrolle über das Flugzeug verlor. Es bäumte sich auf, überschlug sich und landete auf dem Dach. Der Pilot erlitt beim Absturz diverse Hautschürfungen und eine tiefe Schnittwunde in der Stirn sowie eine Gehirnerschütterung. Der Unfall war laut Sust «nur zufällig überlebbar».

Startabbruch verpasst
Laut Sust hätte das Segelflugzeug den Start sofort abbrechen müssen, nachdem seine Maschine bei Anrollen in Schlingern geraten war. Die aerodynamischen Kräfte, die mit Ruderausschlägen erzeugt werden können, seien bei den langsamen Geschwindigkeiten oft zu gering, um die Flügel wieder in eine waagrechte Lage zu bringen. Beim Start eines Flugzeugschleppgespanns hält ein Helfer am Boden mit der Hand am Flügel das Segelflugzeug während der ersten Metern in der Waagrechte. Videos zeigen, dass der «Flügelmann» die Tragflächen über mehrere Sekunden in einer annähernd horizontalen Lage hielt, bevor er die Hand vom Flugzeug löste.

Gemäss Bericht gibt es zwei mögliche Ursachen dafür, dass das Flugzeug beim Anrollen unmittelbar nach der Freigabe nach rechts drehte und mit dem Flügel den Boden berührte. Möglicherweise sei das Wasser, das sich als Ballast in den beiden Flügeltanks befand, in den jeweiligen Flügeltanks nicht vollständig ausgeglichen gewesen. Deshalb habe sich das Segelflugzeug um die Längsachse nicht im Gleichgewicht befunden. Ebenfalls denkbar sei, dass der Pilot den Steuerknüppel leicht nach rechts ausgeschlagen hatte, was bei dem starken Gegenwind zu einer unvermittelten Rollbewegung nach rechts führte. Quelle: ‘bluewin‘. Schlussbericht der SUST.

Segelflugzeug auf der Koralpe abgestürzt

Am Freitag startete ein 60-jähriger Wolfsberger mit seinem Segelflugzeug gegen 12 Uhr am Flugfeld St. Marein in der Gemeinde Wolfsberg. Dazu wurde er von einem Motorflugzeug auf eine derzeit noch unbekannte Höhe geschleppt. Kurz vor 12.30 Uhr hörten Zeugen in Rieding – Siedlungs- und Waldgebiet an der Koralpe, ein dumpfes Geräusch. Da weitere Zeugen beobachtet hatten, dass ein Segelflugzeug kurz zuvor sehr tief über die Baumwipfel segelte, nahmen diese einen Unfall an. In einem Waldstück außerhalb von Rieding entdeckten sie das Flugzeugwrack. Der 60-Jährige gab an, er habe lediglich leichte Verletzungen. Im LKH Wolfsberg wurde jedoch festgesellt, dass er beim Absturz doch schwere Verletzungen davongetragen hatte. Die Klärung der Unfallursache wird durch die Flugunfallskommission am Samstag durchgeführt werden. Derzeit steht noch nicht fest, was zum Absturz geführt haben könnte. Quelle: ‘Krone-Zeitung‘.

Landendes Flugzeug touchiert Auto

Bei einem Flugzeugunglück auf dem Flugplatz Ballenstedt-Asmusstedt sind am Sonntag vier Personen dank eines riesengroßen Schutzengels mit einem Schrecken davon gekommen. Eine Mutter und ihr acht Monate alter Säugling blieben nach ersten Erkenntnissen unverletzt, kamen jedoch vorsorglich zur Kontrolle in ein Krankenhaus.

Das Unglück ereignete sich gegen 14.40 Uhr beim Landeanflug eines Kleinflugzeugs. Beim Ansteuern der Landebahn, die sich wenige Meter hinter einer Kreisstraße befindet, verlor der Pilot die Kontrolle über seine Maschine und kam zu früh zu weit nach unten. Dabei kollidierte die Maschine mit ihrem Bugfahrwerk mit einem VW Caddy, der in diesem Moment gerade die Straße befuhr. Die Insassen im Auto – eine Frau und ihr Säugling – blieben nach Informationen der Volksstimme unverletzt, wurden von der alarmierten Notärztin aber zwecks umfassender medizinischer Kontrolle ins Klinikum gebracht.

Auch die Insassen im Flieger – ein Ehepaaar – blieben nach Informationen der Volksstimme unverletzt. Die Frau erlitt wohl einen Schock. Die Maschine verlor beim Zusammenstoß Teile des Fahrwerks. Dem Pilot gelang es aber, den Flieger trotz langer Schlitterpartie übers Rollfeld unter Kontrolle zu behalten. Die Ursache des Unglücks ist unklar. Zunächst sollten Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen Braunschweig die weiteren Ermittlungen übernehmen, dann jedoch ging diese Aufgabe an die Polizei. Möglicherweise wurde die Maschine von einer Windböe nach unten gedrückt. Quelle: ‘Volkesstimme‘.