Schlagwort-Archive: Friedrichshafen

Bugrad knickt weg

Beim Landen auf dem Bodensee-Airport in Friedrichshafen ist ein Rad am Fahrwerk eines Leichtflugzeugs weggeknickt. Die Cessna sei am Donnerstag auf dem Bug liegen geblieben, teilte die Polizei mit. Pilot, Copilot und drei Passagiere seien unverletzt geblieben. Den Sachschaden am Bugfahrwerk, an der Front und am Propeller schätzten die Beamten auf rund 70.000 Euro. Ein Gutachter soll klären, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Die Maschine sei am Vormittag in Friedrichshafen zu einem Rundflug gestartet. Bei der Rückkehr ereignete sich der Vorfall während des Abrollens. Der Flugverkehr sei nicht beeinträchtigt worden. Quelle: ‘Südkurier‘.

Aero auf 2022 verschoben

Mitteilung der Messe Friedrichshafen GmbH: “Als wir die AERO 2020 im letzten Jahr aufgrund der sich anbahnenden weltweiten Ausmaße der Pandemie absagen mussten, war dies für die ganze Branche der General Aviation ein Schock. Wir waren fest davon überzeugt, dass 2021 alles wieder ins Lot kommt. Aber schon früh im Jahr mussten wir den angepeilten April-Termin in Richtung Sommer verschieben. Nun steht genau an dem Tag, an dem die AERO 2021 ursprünglich gestartet wäre, fest, dass wir auch die Summer Edition der AERO nicht halten können. Die aktuelle Pandemiesituation inner- und außerhalb Europas, sowie das im Rahmen der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg definierte Veranstaltungsverbot, lassen eine Durchführung der AERO erneut nicht zu. Der Umstand, dass die General Aviation relativ gut durch die Pandemie gekommen ist, lässt uns aber trotzdem optimistisch in die Zukunft blicken. Daher freuen wir uns die GA Community vom 27. bis 30. April 2022 auf der AERO Friedrichshafen 2022 endlich wieder zusammenzuführen. Trotz und gerade wegen der aktuellen Pandemie, die die ganze Welt beherrscht, ist ein direkter Austausch innerhalb der Luftfahrtbranche essenziell. Mit der AERO Friedrichshafen als führende Messe im Bereich der General Aviation möchten wir Ihnen allen wieder eine Plattform für diesen so wichtigen persönlichen Dialog bieten. Daher konzentrieren wir uns nun voller Optimismus und Elan auf die nächste AERO Friedrichshafen. Wir sind fest davon überzeugt, dass die kommende Edition erfolgreich und in gewohnter Größe stattfindet”.

Friedrichshafen nach Kleinflugzeug-Bruchlandung gesperrt

Am Mittwoch, 31. März, wurde ein Kleinflugzeug bei der Landung so stark beschädigt, dass es erst neben der Flugbahn zum Stillstand kam. Verletzt wurde laut Flughafen Friedrichshafen niemand, allerdings musste der Bodensee-Airport rund eineinhalb Stunden lang gesperrt werden, bis das Flugzeug geborgen werden konnte. Es ist der zweite Unfall am Flughafen innerhalb weniger Tage. Quelle: ‘Südkurier‘. Bild: Alexander Hofmann, Flughafen Friedrichshafen.

AERO 2021 auf Sommer verschoben

wir sind voller Zuversicht und Hoffnung in das neue Jahr gestartet. Die ersten Tage sind wir auf Sicht geflogen. Nun liegt wieder dichter Nebel über der Landebahn. Wir können bereits heute abschätzen, dass die internationale Luftfahrtmesse AERO Friedrichshafen aufgrund der Pandemie nicht wie geplant vom 21.-24. April 2021 stattfinden kann. Die insgesamt hohe Zahl an Anmeldungen und die sehr positiven Stimmen zur AERO Friedrichshafen aus der Branche haben uns jedoch darin bestärkt, die Messeedition 2021 nicht einfach abzusagen. Ganz nach dem Motto #weareGA bieten wir der gesamten General Aviation Familie stattdessen einen Ausweichtermin an. Die AERO 2021 findet deshalb als Sommer Edition vom 14. – 17. Juli 2021 in Friedrichshafen statt. Bei Interesse einer Teilnahme als Aussteller in diesem Jahr, bitten wir Sie, uns die Anmeldung oder das Interesse an einem Messestand möglichst noch im Januar zuzusenden. Der neue Sommertermin lädt dazu ein, den Aufenthalt am Bodensee nach einer erfolgreichen AERO zu verlängern und einige Urlaubstage in der Region zu verbringen. Bitte denken Sie daran, Ihre Unterkunft zeitnah zu buchen, da im Juli, speziell unter den aktuellen Bedingungen, eine erhöhte Nachfrage herrscht! Quelle: Newsletter der Aero, Friedrichshafen.

RAF-Museum und ‘Landshut’-Standort neu diskutiert

Die Spezialeinheit GSG 9 befreite 1977 die Geiseln in der entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“. Jetzt soll eine Ausstellung rund um das Flugzeug entstehen, die über den RAF-Terror informiert. Der Museumsstandort am Bodensee lag fest – eigentlich. 1977 wurde die Lufthansa-Maschine „Landshut“ von palästinensischen Extremisten entführt, um die in Stuttgart inhaftierte Führung der Rote Armee Fraktion (RAF) freizupressen. Nach der Ermordung des Piloten Jürgen Schumann stürmte die GSG 9 das Flugzeug und befreite die Geiseln. In der Folge nahmen sich die inhaftierten RAF-Mitglieder im Gefängnis das Leben. Um an den sogenannten „Heißen Herbst“ in Deutschland zu erinnern, soll eine Ausstellung entstehen, die an diese konfliktreiche Zeit erinnert. Zentrales Ausstellungsstück und gleichzeitig Ausstellungsraum: die „Landshut“.

Haushaltsausschuss gegen Kulturstaatsministerin
Obwohl der Haushaltsausschuss des Bundestags Ende November 15 Millionen Euro für die Umsetzung eines Ausstellungskonzepts am Standort Friedrichshafen bewilligt hat, rege sich vor allem Widerstand bei der Bundesregierung, sagt der Journalist Sebastian Engelbrecht. „Namentlich bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Sie traut es einfach den Akteuren in Friedrichshafen nicht zu, so ein wichtiges Projekt auf Dauer zu stemmen.“ Friedrichshafen ist traditionell ein Standort der Luftfahrtindustrie. Dort steht die „Landshut“ seit drei Jahren. David Dornier, der Enkel des Flugzeugpioniers Claude Dornier, hatte es fertiggebracht, das Flugzeug aus Brasilien nach Deutschland zurückzuholen.

Monika Grütters könne sich mehrere Standorte vorstellen, so Engelbrecht: zum einen den ehemaligen Flughafen in Berlin-Gatow, wo sich auch das Militärhistorische Museum der Bundeswehr befindet. Eine weitere Möglichkeit sei der Flughafen Berlin-Tempelhof. Eine dritte Option sehe Grütters am Sitz der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, sagt Engelbrecht. Dort befindet sich Hauptquartier der GSG 9. Die Spezialeinsatztruppe hatte die Landshut 1977 auf dem Flughafen der somalischen Hauptstadt Mogadischu gestürmt und die Geiseln befreit. Und auch eine dezentrale Ausstellung habe Grütters ins Gespräch gebracht: „Vielleicht der verrückteste Vorschlag, mit der Aufteilung der verschiedenen Flugzeugteile, um sie an verschiedenen Orten in Deutschland zu zeigen.“

Zeitzeugen wollen Museum in Tempelhof
Neun ehemalige Geiseln – darunter der Co-Pilot der Maschine, Jürgen Vietor, und die Stewardess Gabriele von Lutzau – haben sich in der Zeitung „Die Welt“ zu Wort gemeldet: „Sie favorisieren den Standort Berlin-Tempelhof. Dort kann die Maschine erst einmal in einem der Hangars restauriert werden und wäre dann ein begehbares Stück Zeitgeschichte.“

Doch es gehe den ehemaligen Geiseln auch darum, den Deutschen Herbst – die Auseinandersetzungen zwischen der Rote Armee Fraktion und dem Staat Bundesrepublik – nachvollziehbar zu machen. „Sie wollen mit einem Museum mahnen und die Erkenntnis vermitteln, wohin Gewalt führen könne. Es soll dann in einem solchen Museum um Fragen gehen, wie entstand die Rote Armee Fraktion? Welche Kontakte hatte sie zu anderen Terrororganisationen und Geheimdiensten – eben zu Palästinensern? Welche Lehren zieht die Gesellschaft heute aus dieser sogenannten bleiernen Zeit?“ Und auch die Leistung der GSG 9 bei der Befreiung solle nach dem Willen der ehemaligen Geiseln in dem Museum gewürdigt werden.

Ereignisse liegen nicht weit zurück
Dass die Debatte um einen Ausstellungsort so energisch und schon so lange geführt werde, hänge auch damit zusammen, dass es sich um ein sehr frisches Stück Zeitgeschichte handele, sagt Engelbrecht: „Die Wunden sind bei allen Beteiligten noch offen. Die Akteure sind zum ganz großen Teil einfach noch am Leben, und viele sind da emotional sehr beteiligt. Und ich denke, dass deshalb die Einigungen da besonders schwerfallen.“ Quelle: ‘Deutschlandfunk‘.

Himmlische Spritze ‘gemalt’

Samy Kramer hat am Mittwoch, 23. Dezember 2020 von Friedrichshafen aus während dem Flug mit einem Motorflugzeug eine Spritze in den Himmel gezeichnet. Wegen dem Corona-Impfstart am 27. Dezember wollte der 20-jährige Pilot damit ein Zeichen setzen. Quelle: ‘Südkurier‘.

AERO 2021 mit vollem Programm am Start

Die Internationale Luftfahrtmesse findet nach einem Jahr Corona-Pause im kommenden Jahr von 21. bis 24. April 2021 auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt. Das Projektteam am Bodensee rechnet mit einer sehr guten Belegung. Wichtige Branchengrößen wie Diamond, Tecnam, Piper, Junkers, Textron sowie Rheinland Air Service (DAHER, Hondajet, Bell-Partnerschaft) haben ihre Präsenz bereits zugesagt und nutzen gerne die AERO, welche eine der wichtigsten internationalen Branchentreffs darstellt: “Wir freuen uns über den lauten, positiven Ruf aus der Branche. Dies unterstreicht die Relevanz der AERO und die Notwendigkeit, sich persönlich auszutauschen”, erklärt Roland Bosch, Bereichsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung. AERO-Projektleiter Tobias Bretzel ist sicher, dass die Fachmesse – unter Beachtung der entsprechenden Hygienevorschriften, mit Maskenpflicht und verpflichtendes Online-Ticketing – gut organisiert stattfinden kann.

Das AERO-Team verzeichnet bereits Mitte Dezember 2020 einen sehr guten internationalen Anmeldestand. Rund 60 Prozent der gemeldeten Aussteller kommen aus dem Ausland. Einen hohen Stellenwert nimmt die e-flight-expo im kommenden Jahr ein. Unter dem Oberbegriff “Nachhaltige Luftfahrt” werden hier besonders innovative Flugzeuge, alternative Antriebsarten sowie das Thema Ladeinfrastruktur gezeigt. Aktuell prüft der an das Messegelände angrenzende Flughafen Friedrichshafen in einem Pilotprojekt die Umsetzung von Ladestationen für Flugzeuge mit Elektroantrieb. Ziel ist, bereits zur kommenden AERO 2021 eine solche Ladestation in Betrieb zu haben, da bereits konkrete Anfragen seitens Schweizer Piloten bei den AERO-Veranstaltern vorliegen. Diese möchten u.a. mit der neuen Pipistrel Velis Electro, die in der Schweiz bereits zu Schulungszwecken verwendet wird, Friedrichshafen (EDNY) anfliegen.

Die AERO bietet ein komplettes Angebot für alle Bereiche der Allgemeinen Luftfahrt. Präsent sind Fluggeräte von der zivilen Drohne über Segelflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge und Gyrocopter, Helikopter und leichte Flugzeuge mit Kolbenmotor oder Propellerturbine bis hin zu Businessjets. Neue Antriebssysteme, modernste Avionik, Dienstleistungen und Zubehör für Piloten sind weitere Schwerpunkte. Diese Themenbereiche finden auch in den AERO Conferences statt und machen Europas größte Veranstaltung der Allgemeinen Luftfahrt dadurch auch zu einer wichtigen Plattform für Wissensaustausch und Weiterbildung.

Auch das neue Datum der AERO South Africa ist nun fixiert, nachdem die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie für dieses Jahr ebenfalls abgesagt wurde: Die Luftfahrtmesse findet von 8. bis 10. Juli 2021 auf dem Flughafen Wonderboom in Pretoria statt. Die AERO Friedrichshafen präsentiert sich zusätzlich außerhalb der klassischen Messezeit im regelmäßigen Turnus mit digitalen Konferenzinhalten. “Damit halten wir den Kontakt zu unseren Ausstellern, Besuchern und sämtlichen Netzwerken bis zum kommenden Messetermin aufrecht und teilen mit der Branche unter #wearega und #aerofriedrichshafen ganzjährig die Faszination Luftfahrt”, erklärt AERO-Projektleiter Tobias Bretzel.

Stimmen zur AERO 2021:
Johannes Graf von Schaesberg, Geschäftsführer Rheinland Air Service:
“Die AERO ist für Rheinland Air Service einer der wichtigsten überregionalen Branchentreffpunkte in unserem europäischen Vertriebsgebiet und deshalb sind wir natürlich auch im kommenden Jahr wieder live vor Ort. Nach einem Jahr auf unfreiwilliger ,Distanz‘ freuen wir uns nun ganz besonders darauf, wieder persönlich mit unseren Kunden ins Gespräch zu kommen. Nichts geht über den gemeinsamen Blick auf unsere Ausstellungsflugzeuge, um sich selbst von der Qualität unserer Flugzeuge zu überzeugen. Und so blicken wir nun voller Vorfreude auf die kommende AERO. Als offizieller Händler für den HondaJet, die TBM Serie von DAHER und die vielseitige Kodiak haben wir unseren Stammplatz in Halle A3 natürlich bereits wieder gebucht und freuen uns auf ein Wiedersehen mit allen interessierten Messebesuchern. Als neuer Händler für den Bell 505 Helikopter in Deutschland freuen wir uns in 2021 ganz besonders auf unseren Messestand in der Halle B5 – hier möchten wir das Publikum einladen, einen Blick auf den hochmodernen Bell 505 Jet Ranger X zu werfen, Fragen zu stellen und sich umfassend zu informieren.”

Vincent Fischer, Leiter Marketing Piper Deutschland AG:
“Die Firmengruppe der Piper Deutschland AG freut sich, dass die AERO in 2021 unter Berücksichtigung eines neuen Hygienekonzeptes vorangetrieben wird. Piper Aircraft, Inc. USA und Piper Deutschland unterstützen das Messeteam und haben gern ihre Teilnahme bestätigt. Wir freuen uns auf die AERO 2021, um mit Partnern, Kunden und Lieferanten neue Wege zu beschreiten.”

Ivo Boscarol, Gründer und General Manager Pipistrel Group:
“Pipistrel hat die AERO Friedrichshafen immer als eines der wichtigsten Events zur Förderung der ‚light and general aviation‘ angesehen. Daher haben wir die Messe von Anfang an nie verpasst – außer in diesem Jahr, als das Corona-Virus uns alle an der Teilnahme hinderte. Wir freuen uns somit auf die AERO 2021, wenn die Veranstaltung wieder in ihrer ganzen Pracht zum Leben erweckt wird, nicht nur zum Erfolg von uns Ausstellern, sondern auch zur Förderung der Luftfahrt im Allgemeinen mit der Europäischen Leitmesse in diesem Bereich. Die AERO Expo, die durch Begleitveranstaltungen wie Konferenzen oder Präsentationen eine einzigartige Anerkennung erhält, ist für uns unverzichtbar. Deshalb werden wir gemeinsam mit den Organisatoren unser Bestes geben, um eine Veranstaltung auf dem Niveau der Vorjahre vorzubereiten, oder sogar besser. Und wussten Sie, dass Pipistrels Flugzeuge den Slogan “Infected by Pipistrel” tragen? Es ist nicht umsonst – wenn Sie sie einmal probiert haben, sind Sie für Ihr ganzes Leben überwältigt. Die AERO Friedrichshafen hat Pandemien wie Aids und Ebola überlebt und wird sicherlich auch Covid-19 überleben. Wir glauben daher, dass das Pipistrel-Virus-Flugzeug das einzige ,Virus‘ auf der AERO 2021 sein wird!” Die AERO 2021 beginnt am 21. April und dauert bis zum 24. April 2021.

»Landshut« soll doch nach Friedrichshafen

Unerwartete Wende einer Regierungsposse: Das Wrack der 1977 entführten Lufthansa-Maschine »Landshut« soll jetzt doch am Bodensee ausgestellt werden. Die Haushälter des Bundestags gaben in der Nacht 15 Millionen Euro frei. Jahrelang hatte die Bundesregierung nach einem geeigneten Standort für die legendäre Lufthansa-Maschine gesucht, jetzt zeichnet sich eine Lösung ab: Die »Landshut« soll in Friedrichshafen am Bodensee ausgestellt werden. Das habe der Haushaltsausschuss des Bundestages entschieden, teilte der stellvertretende Vorsitzende Martin Gerster (SPD) mit. »In seiner heutigen Sitzung hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages 15 Millionen Euro zur Umsetzung des Ausstellungskonzepts zur ›Landshut‹ in Friedrichshafen zur Verfügung gestellt«, schrieb Gerster. SPIEGEL-Informationen zufolge hatte sich das Bundesinnenministerium in den Streit um die »Landshut« eingemischt, nachdem die Suche der zuständigen Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) ergebnislos verlaufen war. Grütters hatte zuletzt sogar das Bundesverteidigungsministerum um Amtshilfe gebeten und das militärhistorische Museum der Bundeswehr in Berlin-Gatow als Standort prüfen lassen.

Doch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sperrte sich gegen den Bundeswehr-Standort, wie der SPIEGEL berichtete. Hintergrund waren Bedenken der Überlebenden des Geiseldramas, die ein Militärmuseum für unangemessen hielten, schließlich wurde das Flugzeug im Oktober 1977 von der GSG-9, einer Elitetruppe der Polizei, befreit. Dem Vernehmen nach hat der Chef der Bundespolizei, Dieter Romann, hinter den Kulissen mit daran gearbeitet, dass sich das für die GSG-9 zuständige Bundesinnenministerium der »Landshut« annimmt. Regierungskreise bestätigten dem SPIEGEL, dass Friedrichshafen jetzt doch den Zuschlag erhalten könnte.

Es wäre in mehrerlei Hinsicht eine überraschende Wende. Das Wrack der Lufthansa-Maschine wurde 2017 vom damaligen Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) aus Brasilien nach Deutschland zurückgeholt. Gegen den Rat seiner Beamten entschied sich Gabriel voreilig für das Dornier-Museum in Friedrichshafen. Doch der damalige Museumsdirektor David Dornier, Enkel des berühmten Flugzeugbauers Claude Dornier, konnte die Betriebskosten nicht schultern. Weil auch das Kulturstaatsministerium die Kosten nicht übernehmen wollte, erteilte Grütters Dornier eine Absage.

Nachdem die Haushälter das Geld freigegeben haben, ist David Dornier jetzt zurück im Spiel. Allerdings in einer etwas anderen Konstruktion als ursprünglich mit Sigmar Gabriel vereinbart. Als Direktor des Familienmuseums wurde er nämlich kürzlich abgesetzt, der Ausstellungshangar für die »Landshut« soll jetzt auf einem Grundstück neben dem Dornier-Museum errichtet werden, das David Dornier gehört. Unterstützung kommt von Überlebenden und Historikern. »Das ist die vernünftigste aller denkbaren Lösungen«, sagt Martin Rupps, der sich schon vor Jahren für einen Erinnerungsort an die dramatischen Ereignisse des sogenannten Deutschen Herbsts starkgemacht hatte. Quelle: ‘Spiegel‘.

Aero mit Aussteller-Rekord eröffnet

Vom 10. bis 13. April sind die Ausstellungshallen des Messegeländes Friedrichshafen allem gewidmet, was Propeller, Flächen und Rotoren in die Luft bringen. Die AERO ist noch bis Samstag für das Publikum geöffnet. Die AERO geht dieses Jahr mit einem Aussteller-Rekord an den Start. Mit 757 Unternehmen aus 40 Ländern ist die Internationale Luftfahrtmesse am Bodensee so groß wie nie, auch die Auslandsbeteiligung ist entsprechend hoch: Jeder zweite Aussteller kommt aus dem Ausland. Wie Messechef Klaus Wellmann, Bereichsleiter Roland Bosch und Projektleiter Tobias Bretzel vor dem Beginn der Fachmesse berichteten, seien 50 Aussteller mehr als zur Rekord-AERO 2017 (707 Aussteller) dabei. Dies bedeutet einen Zuwachs von sieben Prozent. Alle wichtigen Firmen aus der Allgemeinen Luftfahrt sind am Bodensee präsent. “Die AERO Friedrichshafen ist Europas größte Messe für die Allgemeine Luftfahrt und hinsichtlich der Innovationen und Premieren die wichtigste Fachmesse der Branche weltweit”, betonte Klaus Wellmann bei der Pressekonferenz.