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Aero auf 2022 verschoben

Mitteilung der Messe Friedrichshafen GmbH: „Als wir die AERO 2020 im letzten Jahr aufgrund der sich anbahnenden weltweiten Ausmaße der Pandemie absagen mussten, war dies für die ganze Branche der General Aviation ein Schock. Wir waren fest davon überzeugt, dass 2021 alles wieder ins Lot kommt. Aber schon früh im Jahr mussten wir den angepeilten April-Termin in Richtung Sommer verschieben. Nun steht genau an dem Tag, an dem die AERO 2021 ursprünglich gestartet wäre, fest, dass wir auch die Summer Edition der AERO nicht halten können. Die aktuelle Pandemiesituation inner- und außerhalb Europas, sowie das im Rahmen der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg definierte Veranstaltungsverbot, lassen eine Durchführung der AERO erneut nicht zu. Der Umstand, dass die General Aviation relativ gut durch die Pandemie gekommen ist, lässt uns aber trotzdem optimistisch in die Zukunft blicken. Daher freuen wir uns die GA Community vom 27. bis 30. April 2022 auf der AERO Friedrichshafen 2022 endlich wieder zusammenzuführen. Trotz und gerade wegen der aktuellen Pandemie, die die ganze Welt beherrscht, ist ein direkter Austausch innerhalb der Luftfahrtbranche essenziell. Mit der AERO Friedrichshafen als führende Messe im Bereich der General Aviation möchten wir Ihnen allen wieder eine Plattform für diesen so wichtigen persönlichen Dialog bieten. Daher konzentrieren wir uns nun voller Optimismus und Elan auf die nächste AERO Friedrichshafen. Wir sind fest davon überzeugt, dass die kommende Edition erfolgreich und in gewohnter Größe stattfindet“.

Gratis-Luftfahrtkarten

Wissen Sie, dass zahlreiche mitteleuropäische Länder wie Frankreich, Deutschland, die Schweiz, Italien, Österreich die Luftfahrtkarten inzwischen kostenlos online zur Verfügung stellen? In dieser Übersicht finden Sie die Links zu den verfügbaren Gratis-Luftfahrtkarten. Während ein Ausdruck auf Papier kaum sinnvoll erscheint, ist der Download und die Speicherung auf einem Tablet-Computer eine vorstellbare Methode, die Luftfahrtkarten auch im Flug übersichtlich darstellen zu können.

Umschulung nur auf eigene Kosten

Die Luftfahrt ist von der Pandemie hart getroffen. Ein Pilot aus Freising, der durch die Krise arbeitslos geworden ist, hat einen neuen Job in Aussicht. Die dafür benötigte Weiterbildung aber will die Agentur für Arbeit nicht bezahlen.

Wer ein Flugzeug fliegen will, muss erst eine Musterberechtigung erwerben. Für Piloten, die sich auf weniger verbreitete Modelle spezialisieren wollen, ist es schwer, staatliche Unterstützung für Umschulungen zu erhalten. Diese Erfahrung hat auch Jakob Meier aus Freising gemacht. Er fällt durch alle Raster. Die Corona-Krise hat ihn stark getroffen, er verlor – wie auch alle seine Kollegen in dem Betrieb – seine Anstellung. Meier, der seinen richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen will, ist Pilot und hat, wie er sagt, als bisher Einziger aus dem Kollegenkreis ein neues Jobangebot. Mit dem Arbeitsplatz wechselt aber auch das Flugzeugmodell, weshalb Jakob Meier eine neue Musterberechtigung benötigt. Diese berechtigt zum Führen eines bestimmten Luftfahrzeug-Typs. Seinem Antrag an die Agentur für Arbeit, die Kosten für die Fortbildung zu übernehmen, wird allerdings nicht stattgegeben. Auf Anfrage gibt die Behörde an, dass sie an rechtliche Voraussetzungen gebunden sei, die in Jakob Meiers Fall nicht zuträfen.

Arbeitslosengeld statt Umschulung: Jakob Meier kann das nicht nachvollziehen
Grundsätzlich hat jeder, der arbeitslos ist oder für den sich eine Weiterbildung anbietet, Anspruch auf eine Beratung und Kostenübernahme durch die Arbeitsagentur – wenn die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind. Jakob Meier schildert, dass er in mehreren Gesprächen seine Situation erläutert und versichert habe, dass er bereits ein neues Jobangebot bekommen habe. Sein Antrag scheiterte dennoch, denn das Trainingscenter, das Meier nach seinen Worten für diesen Flugzeugtyp besuchen müsste, befindet sich in England und ist offenkundig nicht ausreichend zertifiziert.

Stattdessen wurde ihm Arbeitslosengeld für maximal ein Jahr bewilligt. Jakob Meier kann das nicht nachvollziehen. Schließlich würde die Umschulung gerade einmal die Hälfte dieses Gesamt-Betrags ausmachen, zudem sei nicht garantiert, dass er in dem Jahr einen neuen Arbeitsplatz finden werde, den er derzeit ja bereits nachweisen könne. Jakob Meier sieht keine Alternative zu der Schulung, denn für diesen speziellen Flugzeugtyp gebe es kein Trainingscenter in Deutschland.

Viele Umschulungen fänden nur im Ausland statt, er ist deshalb überzeugt, dass er kein Einzelfall ist
Der Pilot arbeitet in der Geschäftsreise-Branche, in der nicht die weitverbreiteten Flugzeugtypen im Einsatz seien, erklärt er. Viele Umschulungen fänden allerdings nur im Ausland statt. Er ist deshalb überzeugt, dass er kein Einzelfall ist. „Gerade jetzt, wo sich viele Piloten um einen neuen Job umschauen, ist das ein Problem. Wenn jemand trotz Krise selbst eine neue Anstellung gefunden hat, müsste man das doch unterstützen.“ Die Agentur für Arbeit begründet die geltenden Anforderungen damit, dass Steuergeld gut eingesetzt werden müsse. Jakob Meier wiederum versichert, dass das Trainingscenter eine gute Umschulung ermögliche, auch sein Arbeitgeber habe dies bestätigt. Meier sagt, ihm bleibe nun nichts anderes übrig, als die Weiterbildung auf eigene Kosten zu machen, das Geld habe er „irgendwie zusammengekratzt“. Sein neues Jobangebot könne er sich nicht entgehen lassen. Quelle: ‚Süddeutsche Zeitung‚.

Tausende Piloten suchen Jobs

Dem Himmelssturm folgt der berufliche Absturz. In der Corona-Krise stehen tausende Piloten vor einer ungewissen beruflichen Zukunft. Ins Cockpit werden nicht alle zurückkehren, aber es gibt Alternativen. „Meinem Vermieter oder meiner Bank ist es egal, ob ich Pilot bin.“ Nach 16 Berufsjahren steht der Pilot der insolventen Luftfahrtgesellschaft Walter fast schon mit dem Rücken zu Wand. Mit der Corona-Krise sind im einstigen Dauer-Wachstumsmarkt Luftverkehr auf einen Schlag tausende Kapitäne und Co-Piloten vor existenzielle Fragen gestellt. Die europäische Pilotenvereinigung EPA schätzt, dass von den rund 65.000 Kräften auf dem Kontinent rund 18.000 dauerhaft ihren Job verlieren. Allein bei der deutschen Lufthansa sollen im kommenden Jahr bis zu 1200 von rund 5500 Kollegen gehen, schätzt die Vereinigung Cockpit. Statt Spitzengehältern droht manchen die Arbeitslosigkeit.

Die Cockpit-Mannschaften der Airlines sind durchaus heterogen: Da gibt es Voll-Akademiker, die noch andere Stellen innehaben, Piloten im Management aber auch Kollegen, die nach ihrer zweijährigen Ausbildung davon ausgegangen waren, dass Pilot eine Lebensstellung sei. Vor allem bei dieser Gruppe ist guter Rat teuer, weiß der Luftverkehrsexperte der Arbeitsagentur am Flughafen Frankfurt, Holger Bausch. „Die meisten sorgen sich erst einmal um die Aufrechterhaltung ihrer Lizenz und schauen, was weltweit möglich ist. Aber ein Jobwechsel nach China, in die Golfstaaten oder nach Südamerika ist derzeit wegen der Pandemie nahezu unmöglich.“

Erhard Walther, Chef und Gründer der Hamburger Beratungsgesellschaft Interpersonal, glaubt nicht, dass alle wieder unterkommen. „Ich fürchte, dass einige Piloten verglühen. Es ist sehr aufwendig, Lizenz und medizinische Voraussetzungen aufrecht zu erhalten. Für ältere Kollegen wird sich das vielleicht auch gar nicht mehr rechnen. Jüngere, die vielleicht auch eine Familie versorgen müssen, werden in andere Berufe wechseln.“ Der Betreiber der Job-Börse career.aero für fliegerisches Fachpersonal sieht zudem ein klassisches Betätigungsfeld für Ex-Piloten derzeit versperrt: „Die Flughäfen und Zulieferer haben im Moment selbst zu große Mannschaften an Bord.“

Die Lufthansa-Pilotin Leila Belaasri weist auf Probleme mit der Verkehrspilotenlizenz ATPL hin, die in Deutschland keinen anerkannten Berufsabschluss darstelle. „Diese Einstufung spiegelt das facettenreiche Kompetenzprofil eines Piloten nicht wider. Folglich ist es signifikant wichtig, die Unterstützung des Luftfahrtbundesamtes zu gewinnen, um die rechtlichen Voraussetzungen für eine bessere Anerkennung zu schaffen. Damit Kollegen leichter in andere Berufe quer einsteigen oder bei verwandten Studiengängen nicht ganz bei Null anfangen müssen.“

Wolfgang Zschauer musste nach elf Pilotenjahren aus gesundheitlichen Gründen zurück an den Boden und hat seitdem vielfältige Berufserfahrungen gesammelt. Er sagt: „Piloten haben eine sehr breite technische Systemkompetenz in vielen verschiedenen Fachgebieten. Sie sind ‚ingenieurnah qualifiziert‘ und können sich extrem schnell in komplexe Systeme einarbeiten.“ „Außerdem seien Piloten sauberes Arbeiten nach vorgegebenen Standards gewohnt, wenn auch bei der x-ten Wiederholung Präzision und genaue Dokumentation gefordert werden. „Das sind insbesondere in Testlaboren oder bei Audits gefragte Fähigkeiten. Bedarf haben da viele Industriezweige wie Pharma, Chemie, Auto oder Maschinenbau.“

In seinem aktuellen Beruf achtet Zschauer darauf, dass die komplexen Regeln der europäischen Luftsicherheitsbehörde EASA am Münchner Flughafen umgesetzt und eingehalten werden. Eine klassische Aufgabe für Ex-Piloten, findet er. „Wir wissen, wie wichtig Genauigkeit ist und können Vorfälle genau analysieren.“

Arbeitsvermittler Bausch rät den Betroffenen zur Selbstanalyse: „Die Bewerber müssen im Einzelfall schauen, welche Teilgebiete ihres bisherigen Jobs sie ausbauen wollen. Das könnten beispielsweise Luftrecht, Technik oder auch die Meteorologie sein.“ Interpersonal-Chef Walther sieht ebenfalls Möglichkeiten außerhalb der Fliegerei: „Grundsätzlich können Piloten mit ihren Kompetenzen auch gut in technischen Hochrisiko-Umfeldern eingesetzt werden, zum Beispiel in Kraftwerken. Das haben bislang noch zu wenige potenzielle Arbeitgeber erkannt.“

Die Pilotin und Coachin Belaasri wirbt mit den Führungsqualitäten der Berufsgruppe: „Piloten sind Verantwortungs- und Entscheidungsträger, die in einem vorgegebenen Team mit gelebter psychologischer Sicherheit alle verfügbaren Ressourcen nutzen können. Dazu braucht es hohe kommunikative Fähigkeiten, um eine Atmosphäre von Offenheit und Vertrauen zu schaffen. Piloten haben eine ausgeprägte Lösungskompetenz für Probleme und Konflikte.“ Quelle: ‚Frankenpost‚.

Fast 2 Mio. Euro für Gustav-Weißkopf-Museum

Leutershausen hat Grund zur Freude. Das Deutsche Flugpionier-Museum Gustav Weißkopf erhält rund 1,9 Millionen Euro an Fördermitteln. Mit dem Geld soll das historische Museumsgebäude in der Altstadt saniert werden. Das Bayerische Wissenschaftsministerium hat gute Nachrichten für das Deutsche Flugpionier-Museum Gustav Weißkopf in Leutershausen. Die Kultureinrichtung im Landkreis Ansbach bekommt 1,9 Millionen Euro an Fördermitteln. Demnach fließt die Summe aus dem Entschädigungsfonds und soll der Sanierung des historischen Gebäudes in der Altstadt von Leutershausen dienen. Dabei sollen unter anderem Schäden an den Balken beseitigt, das Dach erneuert und das marode Mauerwerk wiederhergestellt werden.

Museumsgebäude ist „herausragendes Baudenkmal“
Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) zufolge handelt es sich bei dem früheren Landgericht mit seinen Vorgängerbauten um ein herausragendes Baudenkmal. Mit der Sanierung werde auch ein angemessenes Zuhause geschaffen für das Deutsche Flugpionier-Museum. In einer zeitgemäßen und lebendigen Ausstellung sollen Besucher künftig das Leben und Wirken Gustav Weißkopfs nachvollziehen und in die Welt des Luftfahrtpionierwesens eintauchen können, teilt das Wissenschaftsministerium mit. Laut Sibler werde so an Gustav Weißkopf erinnert, „den bayerischen Visionär und Erfinder“, der das erste erfolgreich funktionierende Motorflugzeug konstruiert haben soll.

Gustav Weißkopf war Pionier der Luftfahrt
Gustav Weißkopf wurde am 1. Januar 1874 in Leutershausen geboren und wanderte später in die USA aus. Am 14. August 1901 unternahm er im US-Bundesstaat Connecticut mit einer selbstgebauten Flugmaschine den ersten motorbetriebenen Flug der Geschichte. Die Zeitungen der Region berichteten am nächsten Tag von dem Ereignis. Dennoch galten die Gebrüder Wright jahrzehntelang als Flugpioniere. Sie machten schlicht mehr Werbung für sich als der Tüftler Gustav Weißkopf. Tatsächlich unternahmen sie ihren Motorflug 855 Tage nach Weißkopf.

Fördermittel kommen vom Entschädigungsfonds
Eigentümerin des Gebäudes, in dem das Flugpionier-Museum untergebracht ist, ist die Stadt Leutershausen. Der Entschädigungsfonds wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verwaltet und gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen. Quelle: ‚Bayerischer Rundfunk‚.

Schweiz: Funken in Landessprache wieder zugelassen

Der Bundesrat hat die Botschaft zur Teilrevision des Luftfahrtgesetzes verabschiedet. Mit der Annahme der Motion «Für den nichtgewerbsmässigen Sichtflug die Landessprachen nicht verbieten» durch das Parlament, wird der Grundsatz für eine einheitliche Flugfunksprache in Englisch um weitere Ausnahmen ergänzt.

Pilotinnen und Piloten sollen im nichtgewerbsmässigen Sichtflugverkehr (VFR) nebst Englisch auch wieder eine Landessprache für den Flugfunk verwenden können. Dies bedeutet, dass wir in der Schweiz mit den Nachbarstaaten kompatibel sind. Hauptsächlich Segelflieger und auch Motorflieger in der Zentral-, West- und Südschweiz werden davon profitieren können. Quelle: ‚Aero Club Ostschweiz‚.

Regionale Flugunternehmen in der Pandemie

Die Einreisebeschränkungen und Corona-Regelungen wirken sich auch auf das Geschäft der regionalen Luftfahrt-Unternehmen aus. In Märkisch-Oderland landen kaum noch Geschäftsflieger. Dafür nutzen mehr Hobby-Piloten den Lockdown. Einreiseverbote, Anmelde- und Testpflichten sowie Quarantäneregelungen: Zurzeit gilt eine Vielzahl an Einreisevorschriften, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Darunter leidet in der Luftfahrt insbesondere der Linienverkehr an den großen Flughäfen. Betroffen sind allerdings auch die Regionalflugplätze und kleinen Flugunternehmen in der Region.

Mehr Flugschüler, weniger Business-Flieger
Wer glaubt, dass durch Corona an Regionalflugplätzen nichts mehr los ist, hat weit gefehlt. Am Flugplatz Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) zum Beispiel haben im Corona-Jahr 2020 die Flüge von Flugschulen um zehn Prozent zugelegt. Uwe Hädicke vom Airport Neuhardenberg erklärt: „Es hängt sicher damit zusammen, dass viele Damen und Herren jetzt doch ein anderes Zeitfenster haben, um privat oder beruflich ihre Lizenz zu verlängern, sich zu qualifizieren oder ihren Flugschein machen.“ Im Allgemeinen sind an Regionalflugplätzen die Flugbewegungen weit weniger stark zurückgegangen als an Großflughäfen. Das zeigt eine Erhebung der Interessengemeinschaft regionale Flugplätze. Doch die Zahl der Flugbewegungen ist nicht alles.

Uwe Hädike, Flugplatzmanager in Neuhardenbeg, sagt: „Viele Stammkunden aus der Geschäfts-Fliegerei, vor allem in die benachbarte, polnische Sonderwirtschaftszone wollen, sind zu fast 100 Prozent weggebrochen“. Und weiter: „Auch traditionelle Kunden der Stiftung Schloss Neuhardenberg sind ausgeblieben. Wirtschaftlich fehlt da schon ein Stück.“ Kommerzielle Veranstaltungen auf dem Flugplatz mussten ebenfalls ausfallen. „Wir sind natürlich darauf angewiesen, kreativ zu bleiben, Nischen zu suchen“, sagt der Flugplatzmanager. „Bis jetzt gelingt uns das sehr gut und wir nutzen die Zeit, uns für die Epoche nach Corona fit zu machen.“

Auch Rückgang bei Fracht- und Ambulanzflügen
Flexibilität muss auch die Firma Aeorotours am Flugplatz Strausberg – Luftlinie gut 30 Kilometer westlich – beweisen. Eines ihrer Standbeine sind Fracht- und Ambulanzflüge, auch kommerzielle Charterflüge. Dieses Geschäft sei um etwa 50 Prozent zurückgegangen, sagt Robert Hanke, der der Geschäftsleitung angehört: „Im Prinzip ist es so, dass wir die gleichen Reise-Einschränkungen haben. Dass wir auch nicht einfach nach England fliegen dürfen, wenn da jetzt die Mutante unterwegs ist, wie ein anderes Luftfahrtunternehmen.“ Genauso gelten auch die gleichen Quarantäneverordnungen wie bei einer Airline, so Hanke.

Die Geschäftsfliegerei, die sogenannte Business Aviation, hatte im Corona-Jahr 2020 europaweit starke Einbrüche hinzunehmen. Das zeigen Daten des Europäischen Geschäftsluftfahrt-Verbandes (EBAA). Die Einbrüche bei den Airlines – also bei der Linienluftfahrt – waren freilich noch umfangreicher.

Alternative Einnahme-Quellen
Aerotours in Strausberg gleicht diesen Rückgang im Chartergeschäft mit der betriebseigenen Flugschule aus. Tatsächlich habe es hier bedeutende Zuwächse gegeben. Und das liegt ironischerweise auch an der Corona-Pandemie. Robert Hanke von Aerotours sagte dazu: „Das hängt damit zusammen, dass es im Bereich der Airlines leider einige Insolvenzen und Schließungen gab. Relativ viele Piloten wurden auf den freien Markt gesetzt. Die müssen dann gucken, wie sie die Zeit überbrücken und sich ein anderes Betätigungsfeld suchen.“ Doch Aerortours will sich nicht auf diesen Trend verlassen. Derzeit erschließt sich die Firma mit einer eigenen Werft beziehungsweise einer Werkstatt ein drittes Geschäftsfeld. Hier wird Aerotours dann selbst Wartungen durchführen können, denn Flugmaschinen müssen trotz Pandemie gewartet werden. Quelle: ‚rbb24/Studio Frankfurt‘.

Museum der Luftstreitkräfte in Monino

Das Zentrale Museum der Luftstreitkräfte der Russischen Föderation in Monino ist weltweit eines der größten Luft- und Raumfahrtsmuseen. Wo heute das Museum steht, befand sich von 1932 bis1956 ein Flughafen. Obwohl das Museum in den 1960er Jahren eröffnet wurde, war das Gebiet zu Sowjetzeiten für Zivilisten nicht zugänglich.

Viele der russischen Flugzeugbaubüros (Tupolev, Ilyushin, Antonov, Mikoyan, etc.) haben Ausstellungsstücke und Ressourcen zur Aufrechterhaltung des Museums beigesteuert. Sie können sich dort mehr als 170 Flugzeuge von Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zu modernen Kriegsfliegern, Frachtflugzeuge, Sportflugzeuge als auch Zivilflugzeuge und Helikopter ansehen.

Sie werden die berühmte „Ilya Muromets“, die sowjetische „Concorde“ (Tupolew-144), Iwan Kozhedub’ s La-7, Tupolew-95 Bomber (NATO-Codename „Bear“), Tupolew-22? (Backfire) und weitere legendäre Maschinen zusehen bekommen… Das Zentrale Museum der Luftstreitkräfte der Russischen Föderation in Monino ist ca. 38 km von Moskau entfernt und befindet sich am Gorky Highway in einer hübschen bewaldeten Gegend. Quelle: ‚Russland erleben‚.

AERO 2021 auf Sommer verschoben

wir sind voller Zuversicht und Hoffnung in das neue Jahr gestartet. Die ersten Tage sind wir auf Sicht geflogen. Nun liegt wieder dichter Nebel über der Landebahn. Wir können bereits heute abschätzen, dass die internationale Luftfahrtmesse AERO Friedrichshafen aufgrund der Pandemie nicht wie geplant vom 21.-24. April 2021 stattfinden kann. Die insgesamt hohe Zahl an Anmeldungen und die sehr positiven Stimmen zur AERO Friedrichshafen aus der Branche haben uns jedoch darin bestärkt, die Messeedition 2021 nicht einfach abzusagen. Ganz nach dem Motto #weareGA bieten wir der gesamten General Aviation Familie stattdessen einen Ausweichtermin an. Die AERO 2021 findet deshalb als Sommer Edition vom 14. – 17. Juli 2021 in Friedrichshafen statt. Bei Interesse einer Teilnahme als Aussteller in diesem Jahr, bitten wir Sie, uns die Anmeldung oder das Interesse an einem Messestand möglichst noch im Januar zuzusenden. Der neue Sommertermin lädt dazu ein, den Aufenthalt am Bodensee nach einer erfolgreichen AERO zu verlängern und einige Urlaubstage in der Region zu verbringen. Bitte denken Sie daran, Ihre Unterkunft zeitnah zu buchen, da im Juli, speziell unter den aktuellen Bedingungen, eine erhöhte Nachfrage herrscht! Quelle: Newsletter der Aero, Friedrichshafen.

Sparsamer Flieger als Antwort auf die Klimakrise

Die Luftfahrt steckt in der Krise. Nicht erst, weil seit Corona kaum noch geflogen wird. Denn schon seit Jahren wächst das Umweltbewusstsein der Menschen und Fliegen ist die mit Abstand klimaschädlichste Form der Fortbewegung. Am Flughafen Leipzig/Halle soll nun ein Flugzeug gebaut werden, das die Entwicklung hin zu einer emissionsfreien Luftfahrt beschleunigen soll. Eigentlich wäre an den Flughäfen jetzt kurz vor Weihnachten viel los. Die einen hätten die Feiertage gern im warmen Süden verbracht, andere wären lieber zurück in die Heimat gekommen, um die Festtage bei ihren Lieben zu verbringen. Doch statt Trubel und Hektik herrscht in den meisten Abflughallen verschlafene Ruhe. Denn wegen der anhaltenden Corona-Pandemie bleiben aktuell rund 90 Prozent aller Flüge am Boden. Mitten in dieser mit Abstand wohl größten Krise in der Geschichte der Luftfahrt stellte Anfang der Woche ein noch junger Flugzeugbauer – die Deutsche Aircraft – ein noch in der Entwicklung steckendes neues Regionalflugzeug vor, dass am Flughafen Leipzig/Halle gebaut werden soll. Die Pläne für den Bau eines Flugzeugs am Airport waren zwar schon länger bekannt, doch mitten in der Corona-Krise hat kaum jemand damit gerechnet, dass das ambitionierte Projekt weiter realisiert wird.

Auslieferung ab 2025
Bereits 2025 sollen nun die ersten Maschinen vom Typ D328eco aus der Produktion auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle an Kunden ausgeliefert werden. Die Kabine des neuen Kurzstreckenfliegers soll bis zu 43 Passagiere Platz bieten. Auch die Leistungsdaten des Fliegers stechen hervor: 600 km/h Reisegeschwindigkeit, 2.000 Kilometer Reichweite, über 9.000 Meter Flughöhe und nur 1.000 Meter Startstrecke. Zusammen mit einem speziell entwickelten Propeller und modernen Triebwerken soll das Flugzeug nicht nur vergleichsweise leise, sondern auch sparsam sein.

Sparsamer als die Lufthansa-Flotte
Wie das Luftfahrtportal „aerotelegraph“ berichtet, rechnet der Flugzeugbauer Deutsche Aircraft mit einem Kerosinverbrauch von 2,6 Liter pro Passagier und 100 Kilometer. Zum Vergleich: Die Kurzstreckenflugzeuge der Lufthansa-Flotte benötigen durchschnittlich fast 6 Liter Kerosin, also mehr als doppelt so viel Treibstoff. Außerdem soll die Maschine problemlos mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden können, die auf Basis von Pflanzenölen oder aus Algen hergestellt werden. Das erklärte Ziel des Flugzeugbauers Deutsche Aircraft ist es, mit dem neuen Flugzeug die ökologische Entwicklung in der Luftfahrt zu beschleunigen. Deutsche Aircraft Chef Dave Jackson ist von den Qualitäten seiner neuen Maschine auch voll und ganz überzeugt. Er meint: „Die D328eco ist die einzige Plattform, die in der Lage ist, den grünen Wandel der Branche voranzutreiben.“

Luftfahrt sucht Wege aus der Klimakrise
Der grüne Wandel ist auch dringend erforderlich. Denn in den letzten Jahren ist immer häufiger von „Flugscham“ die Rede – also dem schlechten Gewissen Flugreisender. Denn in der allgegenwärtigen Klimadiskussion ist auch das Umweltweltbewusst der Fluggäste in den vergangenen Jahren gewachsen. Vor allem auf Kurz- und Regionalverbindungen war das schon vor der Corona-Krise zum Teil deutlich zu spüren. Ein Trend von dem zuletzt vor allem Bahn- und Fernbusunternehmen profitierten. Immerhin ist die Zivilluftfahrt je nach Berechnung für rund zwei bis fünf Prozent des weltweit vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das scheint zwar nicht so viel. Aber die auf den Reiseflughöhen ausgestoßenen Abgase sind wesentlich klimaschädlicher als am Boden. Oft unterschätzt werden vor allem die Kondensstreifen. Sie können beim Fliegen in großen Höhen entstehen und verhindern das Abstrahlen von Licht und Wärme von der Erde ins Weltall. Sie halten praktisch die Wärme wie eine Glocke in der Atmosphäre und verstärken somit die Klimawirkung des Luftverkehrs. Deshalb versucht die Luftfahrt schon seit längerem Wege zu finden, das Fliegen effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Vergangenes Jahr traf sich die Branche daher mit der Bundesregierung am Flughafen Leipzig/Halle zur ersten nationalen Luftfahrtkonferenz. Mit dabei war Bundeskanzlerin Angela Merkel, die für nachhaltige Innovationen in der Branche warb. Eine dieser Innovationen könnte die D328eco sein.

Starthilfe vom Bund für neuen Flieger
Die Bundesregierung scheint von dem neuen Flugzeug überzeugt zu sein. Denn das Projekt erhält einen stattlichen Förderkredit von rund 125 Millionen Euro. Der Luftfahrtkoordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek, erhofft sich davon aber auch eine Stärkung des Luftfahrtstandorts Deutschland. MDR SACHSEN-ANHALT sagte er: „Mit der Entwicklung der D328eco werden Kernkompetenzen im Flugzeugbau in Deutschland wieder erlangt, die wir vor Jahren mit den Insolvenzen von Fokker und Dornier verloren haben.“ Dornier hat einst den Vorgänger der nun vorgestellten D328eco entwickelt und produziert. Es war das bislang letzte Verkehrsflugzeug, das vollständig in Deutschland entwickelt und gebaut wurde. Zwar sind noch heute etwa die Hälfte aller gebauten Maschinen im Einsatz, aber Deutsche Aircraft rechnet in den kommenden Jahren mit einer großen Nachfrage für die Neuauflage des Kurzstrecken-Flugzeugs. Vor allem, weil die D328eco aufgrund ihrer Größe bislang ohne nennenswerte Konkurrenz fliegen würde.

Die Zukunft: Elektrisches Fliegen und Wasserstoff-Antrieb
Luftfahrtkoordinator Jarzombek sieht aber noch eine weitere Marktlücke, in die die D328eco stoßen wird: Denn das neue Flugzeug soll mittelfristig auch ein Technologieträger für alternative Flugzeugantriebe sein. Bislang geht die Bundesregierung davon aus, dass man irgendwann in den kommenden zehn bis 20 Jahren auch hybridelektrisch fliegen kann. Dafür ist die D328eco Jarzombek zufolge genau das richtige Flugzeug: „Wir können hier von der Flugzeuggröße her tatsächlich am ehesten einsteigen, um hybridelektrisch zu fliegen. Denn bevor man am Ende die heute eingesetzten großen Passagiermaschinen elektrifiziert oder mit Wasserstoff betreibt, ist sicherlich noch ein weiterer Weg zu gehen.“ Deutsche Aircraft Konkurrent Airbus scheint da zuversichtlicher. Bis 2035 will der europäische Branchen-Primus ein Passagierflugzeug auf den Markt bringen, das mit Wasserstoff betrieben werden kann. Die Idee, mit Wasserstoff statt Kerosin zu fliegen, ist nicht neu. Schon in den 1980er-Jahren bauten Wissenschaftler in der Sowjetunion ein Passagierflugzeug zum Wasserstoffflieger um. Durchgesetzt hat sich der Antrieb bislang aber nicht. Das liegt auch daran, dass Wasserstoff viermal mehr Volumen als gängiger Treibstoff benötigt. Und Platz ist an Bord von Flugzeugen bekanntlich ein knappes Gut. Branchenbeobachter gehen zudem davon aus, dass für einen Durchbruch der Wasserstoff-Technologie auch die nötige Infrastruktur von der Produktion über die Lagerung bis hin zur Betankung geschaffen werden muss. Elektrische und hybridelektrische Flugzeuge könnten daher eine wichtige Rolle als Brückentechnologie spielen – die zum Teil sogar schon einsatzbereit ist. Denn bereits vor einem Jahr gelang bei Vancouver der erste Flug einer zum Elektroflugzeug umgebauten kleinen Verkehrsmaschine.

Corona-Krise: Unklare Marktsituation für neue Flugzeuge
Ob auch die D328eco diese ökologische Entwicklung in der Luftfahrt nachhaltig beeinflussen kann, wird letzten Endes aber vor allem davon abhängen wie, gut sich die Neuauflage des Dornier-Regionalfliegers in den nächsten Jahren verkaufen wird. Denn auch wenn der Flugverkehr nach der Corona-Krise in den nächsten Monaten wieder zunehmen wird, dürfte es noch Jahre dauern, bis das Vorkrisen-Niveau wieder erreicht ist. Dass die von der Corona-Krise ohnehin bereits finanziell stark belasteten Fluggesellschaften dann gleich in moderne und damit teure Flugzeuge investieren, darf bezweifelt werden. Ob und wenn ja wie viele Vorbestellungen es für das Flugzeug aus Mitteldeutschland bereits gibt, ist unklar. Eine entsprechende Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT bei Deutsche Aircraft blieb bislang unbeantwortet. Quelle: Thomas Tasler im ‚MDR Sachsen-Anhalt‚.

AERO 2021 mit vollem Programm am Start

Die Internationale Luftfahrtmesse findet nach einem Jahr Corona-Pause im kommenden Jahr von 21. bis 24. April 2021 auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt. Das Projektteam am Bodensee rechnet mit einer sehr guten Belegung. Wichtige Branchengrößen wie Diamond, Tecnam, Piper, Junkers, Textron sowie Rheinland Air Service (DAHER, Hondajet, Bell-Partnerschaft) haben ihre Präsenz bereits zugesagt und nutzen gerne die AERO, welche eine der wichtigsten internationalen Branchentreffs darstellt: „Wir freuen uns über den lauten, positiven Ruf aus der Branche. Dies unterstreicht die Relevanz der AERO und die Notwendigkeit, sich persönlich auszutauschen“, erklärt Roland Bosch, Bereichsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung. AERO-Projektleiter Tobias Bretzel ist sicher, dass die Fachmesse – unter Beachtung der entsprechenden Hygienevorschriften, mit Maskenpflicht und verpflichtendes Online-Ticketing – gut organisiert stattfinden kann.

Das AERO-Team verzeichnet bereits Mitte Dezember 2020 einen sehr guten internationalen Anmeldestand. Rund 60 Prozent der gemeldeten Aussteller kommen aus dem Ausland. Einen hohen Stellenwert nimmt die e-flight-expo im kommenden Jahr ein. Unter dem Oberbegriff „Nachhaltige Luftfahrt“ werden hier besonders innovative Flugzeuge, alternative Antriebsarten sowie das Thema Ladeinfrastruktur gezeigt. Aktuell prüft der an das Messegelände angrenzende Flughafen Friedrichshafen in einem Pilotprojekt die Umsetzung von Ladestationen für Flugzeuge mit Elektroantrieb. Ziel ist, bereits zur kommenden AERO 2021 eine solche Ladestation in Betrieb zu haben, da bereits konkrete Anfragen seitens Schweizer Piloten bei den AERO-Veranstaltern vorliegen. Diese möchten u.a. mit der neuen Pipistrel Velis Electro, die in der Schweiz bereits zu Schulungszwecken verwendet wird, Friedrichshafen (EDNY) anfliegen.

Die AERO bietet ein komplettes Angebot für alle Bereiche der Allgemeinen Luftfahrt. Präsent sind Fluggeräte von der zivilen Drohne über Segelflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge und Gyrocopter, Helikopter und leichte Flugzeuge mit Kolbenmotor oder Propellerturbine bis hin zu Businessjets. Neue Antriebssysteme, modernste Avionik, Dienstleistungen und Zubehör für Piloten sind weitere Schwerpunkte. Diese Themenbereiche finden auch in den AERO Conferences statt und machen Europas größte Veranstaltung der Allgemeinen Luftfahrt dadurch auch zu einer wichtigen Plattform für Wissensaustausch und Weiterbildung.

Auch das neue Datum der AERO South Africa ist nun fixiert, nachdem die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie für dieses Jahr ebenfalls abgesagt wurde: Die Luftfahrtmesse findet von 8. bis 10. Juli 2021 auf dem Flughafen Wonderboom in Pretoria statt. Die AERO Friedrichshafen präsentiert sich zusätzlich außerhalb der klassischen Messezeit im regelmäßigen Turnus mit digitalen Konferenzinhalten. „Damit halten wir den Kontakt zu unseren Ausstellern, Besuchern und sämtlichen Netzwerken bis zum kommenden Messetermin aufrecht und teilen mit der Branche unter #wearega und #aerofriedrichshafen ganzjährig die Faszination Luftfahrt“, erklärt AERO-Projektleiter Tobias Bretzel.

Stimmen zur AERO 2021:
Johannes Graf von Schaesberg, Geschäftsführer Rheinland Air Service:
„Die AERO ist für Rheinland Air Service einer der wichtigsten überregionalen Branchentreffpunkte in unserem europäischen Vertriebsgebiet und deshalb sind wir natürlich auch im kommenden Jahr wieder live vor Ort. Nach einem Jahr auf unfreiwilliger ,Distanz‘ freuen wir uns nun ganz besonders darauf, wieder persönlich mit unseren Kunden ins Gespräch zu kommen. Nichts geht über den gemeinsamen Blick auf unsere Ausstellungsflugzeuge, um sich selbst von der Qualität unserer Flugzeuge zu überzeugen. Und so blicken wir nun voller Vorfreude auf die kommende AERO. Als offizieller Händler für den HondaJet, die TBM Serie von DAHER und die vielseitige Kodiak haben wir unseren Stammplatz in Halle A3 natürlich bereits wieder gebucht und freuen uns auf ein Wiedersehen mit allen interessierten Messebesuchern. Als neuer Händler für den Bell 505 Helikopter in Deutschland freuen wir uns in 2021 ganz besonders auf unseren Messestand in der Halle B5 – hier möchten wir das Publikum einladen, einen Blick auf den hochmodernen Bell 505 Jet Ranger X zu werfen, Fragen zu stellen und sich umfassend zu informieren.“

Vincent Fischer, Leiter Marketing Piper Deutschland AG:
„Die Firmengruppe der Piper Deutschland AG freut sich, dass die AERO in 2021 unter Berücksichtigung eines neuen Hygienekonzeptes vorangetrieben wird. Piper Aircraft, Inc. USA und Piper Deutschland unterstützen das Messeteam und haben gern ihre Teilnahme bestätigt. Wir freuen uns auf die AERO 2021, um mit Partnern, Kunden und Lieferanten neue Wege zu beschreiten.“

Ivo Boscarol, Gründer und General Manager Pipistrel Group:
„Pipistrel hat die AERO Friedrichshafen immer als eines der wichtigsten Events zur Förderung der ‚light and general aviation‘ angesehen. Daher haben wir die Messe von Anfang an nie verpasst – außer in diesem Jahr, als das Corona-Virus uns alle an der Teilnahme hinderte. Wir freuen uns somit auf die AERO 2021, wenn die Veranstaltung wieder in ihrer ganzen Pracht zum Leben erweckt wird, nicht nur zum Erfolg von uns Ausstellern, sondern auch zur Förderung der Luftfahrt im Allgemeinen mit der Europäischen Leitmesse in diesem Bereich. Die AERO Expo, die durch Begleitveranstaltungen wie Konferenzen oder Präsentationen eine einzigartige Anerkennung erhält, ist für uns unverzichtbar. Deshalb werden wir gemeinsam mit den Organisatoren unser Bestes geben, um eine Veranstaltung auf dem Niveau der Vorjahre vorzubereiten, oder sogar besser. Und wussten Sie, dass Pipistrels Flugzeuge den Slogan „Infected by Pipistrel“ tragen? Es ist nicht umsonst – wenn Sie sie einmal probiert haben, sind Sie für Ihr ganzes Leben überwältigt. Die AERO Friedrichshafen hat Pandemien wie Aids und Ebola überlebt und wird sicherlich auch Covid-19 überleben. Wir glauben daher, dass das Pipistrel-Virus-Flugzeug das einzige ,Virus‘ auf der AERO 2021 sein wird!“ Die AERO 2021 beginnt am 21. April und dauert bis zum 24. April 2021.

Luftfahrtschau in Le Bourget 2023 geplant

Die Pariser Luftfahrtschau im Sommer 2021 ist wegen der Coronakrise abgesagt worden. Die „unvermeidliche Entscheidung“ sei getroffen worden angesichts der internationalen Gesundheitssituation und der Besucherzahlen, die so eine Messe generieren würde, teilte der Veranstalter am Montag mit. Die Pariser Luftfahrtschau auf dem Flughafen Le Bourget bei Paris zählt zu den bedeutendsten internationalen Luftfahrtmessen der Welt. Sie hätte vom 21. bis 27. Juni 2021 stattfinden sollen. Die nächste Luftfahrtschau in Le Bourget ist nun für 2023 angesetzt. Quelle: ‚oe24‚. Bild: ‚Le Figaro‘.

Luftfahrt in Corona-Krise: Pilot berichtet

Eigentlich hätte Kapitän Harald Wesch auf seinem Flug von Lübeck aus eine Sportmannschaft begrüßt. Weil ihr Auswärtsspiel aber aufgrund eines Corona-Falls in der gegnerischen Mannschaft abgesagt wurde, starten lediglich drei Gäste in Richtung Stuttgart. Seit August bietet die Fluggesellschaft Lübeck Air Flüge nach München und Stuttgart an – auch Geschäftsreisende will das Unternehmen ansprechen. Durch die aktuellen Corona-Beschränkungen haben die meisten Unternehmen genau diese Reisen aber stark eingeschränkt. Die Lübecker Airline dünnte deshalb, wie viele andere auch, ihren Flugplan etwas aus.

Auswirkungen von Corona-Pandemie überall spürbar
In ganz Deutschland sind seit dem Frühjahr fast eine Million Passagierflüge ausgefallen. Das bekommt der Pilot aus Husby bei Flensburg deutlich zu spüren: „Hier auf der Frequenz ist eigentlich Stille. Es sind kaum andere Flugzeuge zu hören“, erzählt er, während er die Maschine steuert. Besonders in der Nähe von Großstädten herrsche sonst eigentlich reger Funkverkehr. Nach anderthalb Stunden landet das Flugzeug in Stuttgart. Auch hier sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich spürbar. Vor der Krise wurden pro Tag etwa 200 Flugzeuge abgefertigt – jetzt sind es noch 25.

Pilot: Das ist noch nicht das Ende
Nach einiger Zeit ist die Crew bereit für den Rückflug nach Lübeck. Wieder heben nur drei Gäste ab. Damit bleiben 57 Plätze an Bord frei – ökologisch betrachtet ist das keine gute Bilanz. Die gesamte Luftfahrt-Branche ist im Krisenmodus. Im Lufthansa-Konzern bleiben einige Airlines dauerhaft am Boden. Allein dadurch sind laut Pilotenvereinigung Cockpit etwa 450 Pilotenstellen weggefallen. Wesch befürchtet: Das ist noch nicht das Ende. Der Vater von zwei Kindern ist allerdings froh, zumindest im Moment noch regelmäßig für Lübeck Air abheben zu dürfen. Traumberuf Pilot? Eine Flugausbildung würde er unter den derzeitigen Umständen nicht erneut absolvieren. Quelle: ‚NDR‚.

„Überlegen Sie sich, was Sie sonst noch im Leben machen können“

Uwe Harter von der Pilotenvereinigung Cockpit glaubt nicht, dass sich die Flugbranche schnell von der Krise erholen wird, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde. Besonders jungen Kolleginnen und Kollegen, rät er, sich genau anzusehen, was in der Flugindustrie gerade passiert und nach Alternativen zu suchen. Die Prognosen für die Flugbranche sehen in Zeiten der Corona-Pandemie nicht gut aus. Die Lufthansa wurde vom deutschen Staat mit neun Milliarden Euro unterstützt. Trotzdem droht eine massive Entlassungswelle – zurzeit ist die Rede von bis zu 28.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Ursprünglich hatte der Konzern deutliche schneller mit einer Erholung der Branche gerechnet als es nun der Fall ist. Für den Dezember 2020 rechnete man zunächst damit, dass etwa 50 Prozent der durchschnittlichen Vor-Pandemie-Passagierzahlen erreicht werden könnten. Das wurde nun – mit Blick auf die Zahlen für September und Dezember – revidiert und die aktuellen Prognosen liegen bei etwa 25 Prozent. Uwe Harter gehört der Pilotenvereinigung Cockpit an und ist Vorstandsmitglied im Internationalen Pilotenverband. Er macht sich große Sorgen um seine Branche. Lesen Sie auch das Interview mit Uwe Harter im ‚Deutschlandfunk‚.

Wasserstoff in der Luftfahrt

Lange war Wasserstoff nur ein Forschungsthema, doch jetzt will die Branche das Gas ernsthaft zum Ersatz für Kerosin machen. Die Coronakrise könnte den grünen Wandel beschleunigen. Mitte Juni am britischen Flughafen Cranfield: Eine Gruppe Zuschauer in gelben Warnwesten steht auf dem Rasen, auch die Feuerwehr hat sich mit zwei Einsatzwagen an der Startbahn postiert. Langsam rollt sie los, die blaue Propellermaschine mit sechs Sitzen, auf zu ihrem ersten Testflug, auf in die Zukunft der Luftfahrt. Das Video vom gelungenen Debüt der Kleinmaschine vom Typ Piper Malibu wird später im Internet die Runde machen. Es ist ein wichtiger Erfolg für das britische Start-up ZeroAvia. Dessen Ingenieure haben der Maschine einen neuen Antriebsstrang verpasst: Statt Kerosin tankt sie Strom. Noch stammt der aus Akkus, aber schon beim nächsten großen Testflug im Herbst sollen ihn Brennstoffzellen aus Wasserstoff erzeugen. „Vor einem Jahr sprachen alle in der Branche noch von Batterien”, sagt Julian Renz, Projektmanager bei ZeroAvia. „Jetzt ist Wasserstoff Mittelpunkt der Diskussionen.” Weltweit investieren Staaten und Konzerne in die Massenproduktion des neuen Energieträgers. Allein Deutschland will neun Milliarden Euro in die Wasserstoff-Wirtschaft stecken, und nun hat auch die Europäische Union eine Wasserstoff-Offensive vorgestellt. Ziel dieser Initiativen ist es, das Gas zum Treibstoff des 21. Jahrhunderts zu machen. Erste Züge und Schiffe fahren schon damit, Stahlwerke und Düngemittelfabriken testen Wasserstoff als neuen Energieträger. „Wasserstoff könnte eine Möglichkeit sein, Luftfahrt emissionsfrei weiterzuführen”, sagt Jochen Kaiser, Leiter für visionäre Flugzeugkonzepte beim Münchner Luftfahrt-Think-Tank Bauhaus Luftfahrt. Quelle: ‚Wirtschaftswoche‚.

Bremen will Förderung neuer Luftfahrt-Technik

Der Bund gibt Milliarden aus, um der Luftfahrt durch die Corona-Krise zu helfen. Bremen bringt sich in Stellung, um etwas von dem Fördertopf abzubekommen. Dass aus dem unbekannten Fliegen der Zukunft ein bekanntes Fliegen der Gegenwart wird, dabei möchte auch Bremen helfen. Finanziell könnte sich das lohnen. Denn in die „beschleunigte Umstellung von Flugzeugflotten“, von der im Konjunkturprogramm die Rede ist, soll laut Bundesregierung eine Milliarde Euro fließen. Auch „hybridelektrisches Fliegen“ soll gefördert werden. Zukunftstechnologien also, die den Flugverkehr umweltverträglicher machen sollen. Was wie genau gefördert werden soll, das geht aus dem Konjunkturprogramm allerdings nicht hervor – anders als bei anderen Branchen.

Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) ist sich dennoch sicher, dass die Hansestadt vom Investitionsprogramm profitieren kann. Vor allem das Forschungszentrum Ecomat in der Airport-Stadt spielt für sie dabei eine große Rolle. Es ist laut Vogt der „Kristallisationspunkt für das Grüne Fliegen in Bremen“. Das Ecomat wurde vor einem Jahr eröffnet und ist ein Platz, an dem Wirtschaft und Wissenschaft zusammen forschen können (siehe Text unten). Ein Schwerpunkt sind neue, leichte Materialen.

Die spielen nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt eine wichtige Rolle beim Fliegen der Zukunft. Denn: Je leichter ein Flugzeug ist, desto weniger Energie braucht es auch. Das kann wie bislang Kerosin sein, das Flugzeug der Zukunft könnte aber auch anders angetrieben werden – etwa über Elektromotoren und mit Wasserstoff als Treibstoff. Daran glaubt auch Vogt. „Um die Luftfahrt klimafreundlicher zu gestalten, wird Wasserstoff ein prägender Energieträger für Flugzeuge.“ Und für dessen Erforschung biete Bremen ebenfalls gute Voraussetzungen. „Für den Umgang mit modernen Treibstoffen, hierzu zählt auch Wasserstoff, bestehen in Bremen viele Kompetenzen wie zum Beispiel die Qualifizierung von Materialien oder der Betrieb von Demonstratoren, die für die Luftfahrt genutzt werden können.“

Auch wenn die Grundlagen ganz gut aussehen, ist noch völlig unklar, ob und wie Bremen am Ende vom Konjunkturpaket profitiert. Die Details der Konjunkturhilfe müssen erst noch ausgearbeitet werden. „Derzeit sind die Luftfahrtindustrie und die Bundesländer im Dialog mit dem Bund über die Ausgestaltung der Maßnahmen“, sagt Vogt. Bremen stimme sich dabei mit den anderen norddeutschen Ländern sowie mit dem Flugzeugbauer Airbus ab.

Bremen – das wird beim Blick auf die bisherigen Corona-Folgen für die Luftfahrt klar – kann Unterstützung vom Bund gut gebrauchen. Denn auch wenn betriebsbedingte Kündigungen in der Stammbelegschaft bei Airbus bislang vermieden werden konnten, so mussten vor wenigen Tagen bereits 1100 Leiharbeiter an den norddeutschen Standorten in Bremen, Hamburg, Buxtehude und Stade gehen. Zusätzlich sind viele mittelständische Unternehmen und deren Beschäftigte von der Krise betroffen.

Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) sieht auch noch in einem anderen Feld Handlungsbedarf in Bremen. Dass viele Unternehmen der Branche unter der Krise leiden, spürten nun auch außeruniversitäre Institute. Ein Teil ihres Budgets stamme von der Industrie, und der breche nun weg. Der BDLI würde es daher begrüßen, dass „vielversprechende Zukunftsprojekte“ durch das Programm der Bundesregierung unterstützt werden. Quelle: ‚Weser-Kurier‚.

Flugzeugbauer vor harter Landung

Nach Ansicht von Branchenvertretern wird es Jahre dauern, bis sich die Lage in der Luft- und Raumfahrtindustrie wieder normalisiert. Das trifft auch die Zulieferer. Bei den Herstellern von Komponenten gilt Baden-Württemberg als Hochburg. Die fetten Jahre sind vorbei. „Die Coronakrise stellt die größte Zäsur in der Luft- und Raumfahrtindustrie in den letzten Jahrzehnten dar“, sagt Volker Thum. Thum ist Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, kurz BDLI, und meint, noch im vergangenen Jahr habe seine Branche „eine große Erfolgsgeschichte“ geschrieben. Jetzt aber muss Airbus sparen, Lufthansa verkündet das Aus für ihre Tochtergesellschaft Germanwings und die polnische Airline Lot hat plötzlich kein Interesse mehr am Ferienflieger Condor. Ein „Wachstums-, Innovations- und Jobmotor“ sei die Luft-und Raumfahrtindustrie noch bis vor wenigen Monaten gewesen, sagt der BDLI-Geschäftsführer – mit rund 100 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 40 Milliarden Euro. „Es wird mehrere Jahre dauern, bis wir zu einer gewissen Normalität zurückkehren“, meint nicht nur Thum. Rolf-Jürgen Ahlers, der Vorsitzende des Forums Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg, rechnet damit, „dass wir noch ziemlich lange Zeit mit den Auswirkungen der Coronakrise leben müssen“. Noch im Dezember 2019 hatte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bis 2040 eine Steigerung der Passagierzahlen im weltweiten Luftverkehr auf 9,4 Milliarden Euro prognostiziert – gegenüber vier Milliarden im zum Vergleich herangezogenen Jahr 2016. Niemand kann vorhersagen, wie schnell sich der Luft-Tourismus wieder erholen könnte – doch von Geschäftsreisen dürften keine größeren Impulse ausgehen: „Viele Menschen haben sich jetzt auch an Videokonferenzen gewöhnt“, so die Erfahrung von Ahlers. „Es stimmt uns hoffnungsvoll, dass die Politik den Ernst der Lage erkannt hat und auch die kleinen Mittelständler unterstützt“, kommentiert er die Hilfsprogramme von Bund und Land. Quelle: ‚Stuttgarter Zeitung‚.

Tollkühner Pilot, berühmter Passagier, viel Pech

Der erste Flug überhaupt aus der Schweiz nach London startete vor 100 Jahren vom St. Moritzer See. Er lief alles andere als glatt. Die frühe Luftfahrtgeschichte der Schweiz wurde von einem Bündner Hochtal aus geschrieben – im Winter. Als «Flugfeld» diente der gefrorene St. Moritzer See. Bereits der erste Motorflug überhaupt im Lande war 1910 von dort gestartet. Mit einem Wright-Doppeldecker, den er zuvor mit der Rhätischen Bahn herangeschafft hatte, drehte der Deutsche Paul Engelhard drei Runden. Zehn Jahre später hatte sich das Fortbewegungsmittel nicht zuletzt durch den Ersten Weltkrieg schon weit mehr etabliert. Auch in der Schweiz wurden die ersten Fluggesellschaften gegründet. Dazu gehörte die «Ad Astra» von Alfred Comte und Walter Mittelholzer, aus der zwölf Jahre später die Swissair hervorging. Quelle: ‚Südostschweiz‚.

Buch: ‚Abenteuer Luftfahrt-Fotografie‘

Der Luftfahrt-Fotograf Dietmar Plath hat in 40 Jahren mehr als 640 Flughäfen besucht und 130 Länder bereist. Über seine Abenteuer berichtet er in seinem neuen Buch „Abenteuer Luftfahrt-Fotografie“. Dietmar Plath gehört zu den erfahrensten Fotografen in der Welt zwischen Himmel und Erde. Auf allen Kontinenten hat er gearbeitet und in den vier Jahrzehnten seines Berufslebens fast alles porträtiert, was Flügel hat – Verkehrsflugzeuge und Hubschrauber, aber auch Wasserflugzeuge und Militärtransporter. „Ungewöhnliche Flugzeuge an ungewöhnlichen Orten zu fotografieren und das auch noch aus ungewöhnlichen Perspektiven, das war schon immer mein Ziel“, erklärt der Weltenbummler seine Motivation für eine Arbeit, die stets einer intensiven Vorbereitung bedürfe und auch sehr frustrierend sein könne. „90 Prozent meiner Arbeit sind akribische Planung. Der Rest ist Zufall“, weiß Plath zu berichten. Der Otterstedter hat seine teils waghalsigen Aufnahmen aus allen möglichen Winkeln und Perspektiven gemacht. Ein halbes Jahr habe er mit der Autorin Sigrid Andersen an der Niederschrift seines Lebenswerkes gesessen, schätzt Plath, dem in all den Jahren kein Weg zu weit und kein Ort zu exotisch gewesen sei. Quelle: ‚Weser-Kurier‚.

Airpark Buochs: Niederlage für Kritiker

Hochfliegende Pläne existieren für das Grenzgebiet zwischen den Gemeinden Ennetbürgen und Stans: Auf einem rund 90000 Quadratmeter grossen Areal soll ein Industriepark entstehen, ausgerichtet auf Unternehmen der Luftfahrtbranche. Das Projekt der Nidwalden AirPark AG, an der unter anderem die Ruag Real Estate AG beteiligt ist, stösst allerdings auf Gegenwehr. Nachdem der Gestaltungsplan 2015 im kantonalen Amtsblatt ausgeschrieben worden war, erhob eine Korporation als Eigentümerin zweier angrenzender Parzellen in Ennetbürgen eine Einwendung. Nacheinander landete der Fall bei den Gemeinderäten, bei der kantonalen Baudirektion und vor dem Nidwaldner Verwaltungsgericht, wobei das Ergebnis immer das gleiche war: Die Korporation blitzte ab. In letzter Instanz hatte nun das Bundesgericht über den Gestaltungsplan für den Air Park zu entscheiden. Aus dem gestern veröffentlichten Urteil geht hervor, welche Argumente die Korporation gegen das Projekt ins Feld führt. Ihr Hauptkritikpunkt: Zu Unrecht sei auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet worden. Dabei spielt die Nähe zum Flugplatz Buochs eine wichtige Rolle. Die Korporation macht geltend, zwischen dem Flugplatz und dem geplanten Air Park bestehe ein enger räumlicher und funktionaler Zusammenhang, weshalb es sich um eine Gesamtanlage handle und eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben sei. Quelle: ‚Luzerner Zeitung‚.

Vortrag: „Die Zukunft der Luftfahrt“

Morell Westermann ist Gleitschirmpilot, Segelflieger, Modellflieger und Drohnenpilot. Beruflich, als Ingenieur und Zukunftsforscher, fokussiert er auf die Entwicklung der Luftfahrt. Morell Westermann wird am 17. Januar 2020 in der Linth Arena in Näfels einen inspirierenden Vortrag zur Zukunft der Luftfahrt halten. Türöffnung 18.30 Uhr Beginn 19.00 Uhr im Panoramasaal der Linth Arena in Näfels. Kosten: Fr. 10.-. Anmeldung.

  • Klimaneutrale Luftfahrt — Wo stehen wir heute, wann fliegen wir elektrisch?
  • Völlig neue Flugkonzepte — wie futuristisch werden die Flugzeuge aussehen?
  • Was bedeutet das für uns? (Fluglärm, Sicherheit)
  • Wann ist das Fliegen mit der Drohne billiger als das eigene Auto?
  • Welche Chancen ergeben sich daraus für die Schweiz? Für jede(n) einzelne(n) von uns?
  • Was bedeutet das, wenn ich für 100 CHF in 1 Stunde von St. Gallen nach Genf oder Frankfurt fliegen kann?
  • Wie verändert sich das, was wir heute «Pendeln zur Arbeit» oder den «Wochenendausflug» nennen?

Traum vom Fliegen

Der Traum vom Fliegen ist für Alexandre Servais Wirklichkeit geworden. „Seit ich denken kann, will ich Pilot werden“, erzählt der 17-jährige Raerener. Die Royal Belgian Air Cadets haben es ihm nach mehreren Monaten Ausbildung ermöglicht, alleine mit einem Segelflugzeug in die Luft zu gehen. Für viele Teilnehmer ist diese Ausbildung die ideale Vorbereitung auf eine Karriere als Pilot. „Ich will eines Tages etwas mit Luftfahrt machen“, sagt Alexandre Servais. „Am liebsten natürlich als Pilot, aber nicht unbedingt“, ergänzt der Schüler der Pater-Damian-Sekundarschule. Seit der Promotion 2019 gehört er den Royal Belgien Air Cadets an, eine dreijährige Ausbildung, die viele als Vorbereitung auf eine Pilotenkarriere nutzen. Die belgischen Luftkadetten konzentrieren ihre Aktivitäten auf alles, was mit Luftfahrt, Segelflug und Flugzeugen zu tun hat. Es gibt einen niederländischsprachigen und einen französischsprachigen Flügel, die bei gemeinsamen Auftritten den Titel Royal Belgian Air Cadets wählen. Bei einer Recherche im Internet zu einem Vortrag zum Thema Luftwaffe stieß er auf das Angebot für für 15- bis 16-jährige Jugendliche. Quelle: ‚grenzecho.net‚.

Mainz und die Luftfahrt

Bis 1914 war Mainz das Zentrum der deutschen Luftfahrt. Daran soll die Sonderausstellung „Ballone- Luftschiffe- Flugmaschinen“ im Stadthistorischen Museum Mainz erinnern. Die Geschichte der Luftfahrt in Mainz begann mit der Erfindung des lenkbaren Luftschiffes, der heutige Zeppelin. Den ließ sich der Mainzer Ingenieur Paul Haenlein 1865 patentieren. 1907 wurde dann der „Mittelrheinische Verein für Luftschifffahrt“ von Koblenz nach Mainz verlegt. Der führte bis 1914 circa 140 Ballonfahrten durch. Anthony Fokkers erstes Flugzeug wurde in den Werkstätten der Automobilfachschule in Zahlbach, die 1907 von Aschaffenburg dorthin zog, und dem Flugplatz in Dotzheim. In Niederwalluf gründete der Mainzer Jacob Goedecker dann seine Flugmaschinenwerke. Anthony Fokker wurde zu seinem ersten Fluglehrer und Werkspiloten, die Testflüge wurden im Gonsenheimer Sand durchgeführt. 1912 verlegte Goedecker seine Produktion nach Gonsenheim. Außerdem war Mainz ein wichtiger Flugplatz zur damaligen Zeit. Der erste deutsche Überlandflug 1910 von Frankfurt nach Mannheim führte zum Beispiel über Mainz. Passend zur Sonderausstellung zeigt das Stadthistorische Museum in Kooperation mit dem Luftfahrtverein Mainz e.V. im CAPITOL Mainz am Sonntag, den 24. November 2019, um 17 Uhr den Spielfilm „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ aus dem Jahre 1965. Der Film zeigt nach Originalplänen nachgebaute Flugzeuge und beschäftigt sich mit den damals sehr beliebten Flugzeugwettbewerben. Quelle: ‚antenne-mainz.de‚. Bild: ‚sensor-magazin.de‚.

Luftfahrt: Piloten-Psyche wird untersucht

Piloten müssen seit heuer nicht nur körperlich, sondern auch psychologisch genau untersucht werden. Das ist die Konsequenz aus dem Germanwings-Absturz aus dem Jahr 2015 mit 150 Toten. Der Absturz wurde damals vom Copiloten bewusst ausgelöst. In Salzburg diskutierten am Samstag, 12. Oktober 2019 Flugmediziner aus ganz Österreich, wie sie Untersuchungen zur psychologischen Gesundheit künftig am besten durchführen sollen. Anlass für die verpflichtenden Tests ist das Flugzeugunfall in den französischen Alpen im Jahr 2015. An einer Felswand zerschellte ein Airbus mit 150 Personen an Bord. Alle Flugzeuginsassen starben. Grund für den Absturz war der Copilot, der Selbstmord begehen wollte, sich im Cockpit eingeschlossen hatte und das Flugzeug gegen den Berg gesteuert hatte. Als Konsequenz aus diesem Unglück gelten seit heuer neue Regeln für flugmedizinische Untersuchungen. Flugärzte müssen jetzt auch zahlreiche Fragen zum psychischen Zustand der Piloten stellen. „Nun versucht man, zusätzlich mentale und geistige Störungen und Verhaltensstörungen zu erfassen. Die Untersuchungen werden daher noch genauer und aufwändiger, um die Sicherheit im Flugverkehr zu gewährleisten“, schilderte Psychiater Helmut Leitner. Doch wie macht ein Flugarzt das am besten? Das ist das Thema des Treffens in Salzburg. Beim Treffen in Salzburg bestätigen die Flugmediziner, dass sich durch den zusätzlichen Fragenkatalog an der Qualität der Untersuchung einiges ändere. „Es wird mehr darauf eingegangen, weil wir zusätzliche Testverfahren im Rahmen der Flugmedizinischen Tauglichkeitsprüfung durchführen und auch geschulte Gespräche mit den Piloten führen, um in teilweise sehr private Bereiche vorzudringen. Dabei wollen wir erfassen, wie es unseren Probanden wirklich geht“, sagte Thomas Drekonja vom Flugmedizinischen Zentrum in Salzburg. Quelle: ‚ORF‚.

Hoffnung auf neues Flugbenzin

„Emissionsarme Luftfahrt“ heißt das Thema, das die 340 angemeldeten Teilnehmern des Tages der Deutschen Luft- und Raumfahrtregionen an der Uni Potsdam umtreibt. Die deutschen Luftverkehrsgesellschaften sind zwar nach Angaben des Bundesverbandes der Luftverkehrswirtschaft BDL effizienter geworden. Seit 1990 ist der durchschnittliche Verbrauch pro Passagier auf 100 Kilometern von 6,3 Liter Kerosin auf 3,58 Liter Kerosin gesunken. Aber zugleich hat sich der Luftverkehr ab deutschen Flughäfen mehr als verdreifacht. Der Kerosinbedarf legte insgesamt um 98 Prozent zu. Bis 2050 wird weltweit mit einer Verdreifachung des Luftverkehrs gerechnet. Die Branche muss Treibhausgas-Ausstoß und Lärm drastisch verkleinern. „Lösen wir dieses Problem nicht, verspielen wir unsere Zukunft“, warnt Andreas Sedlmayr vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Diskutiert wird elektrisches Fliegen, eine Kombination von konventionellen Turbinen und Batterien und über neue Treibstoffe. Siemens zum Beispiel entwickelt seit zehn Jahren elektrische Flugmotoren. Doch werden die E-Flieger als Nischenlösung gesehen, für Flugtaxen oder kleine Kurzstreckenflieger. Für das Gros des Verkehrs – die großen Passagiermaschinen – sind E-Motoren keine Lösung. Hersteller wie Rolls Royce setzen eher auf die Verbesserung ihrer konventionellen Triebwerke – 20 bis 30 Prozent Effizienz-Steigerung seien möglich, hieß es in Potsdam. Neue Kraftstoffe sollen hingegen bei Mittel- und Langstrecken einen Durchbruch bringen, vor allem synthetische Treibstoffe. Sie könnten mit Hilfe von Windenergie aus Wasserstoff und aus Kohlendioxid aus der Luft gewonnen werden. Allerdings, so wurde in Potsdam deutlich, steht die Suche nach klimafreundlichen Alternativen ziemlich am Anfang. Die neuen Technologien sind mit vielen ungelösten Problemen verbunden. Neuartige, sparsame und leise Triebwerke sind deutlich größer und schwerer als herkömmliche oder stoßen mehr schädliche Stickoxide aus. Umweltfreundliche Treibstoffe kosten heute um das Zwei- bis Fünffache mehr als Kerosin und werden wohl auch in Zukunft teurer bleiben. Ein Antrieb mit Hilfe von Brennstoffzellen, die Wasserstoff als Treibstoff nutzen, wird von Triebwerksherstellern als Option für die fernere Zukunft gesehen. So setzt die Branche darauf, in allen Dingen – von der Logistik über Materialien bis hin zum fertigen Flugzeug – klimafreundlicher zu werden. Was fehlt, sind revolutionäre Ideen. Quelle: ‚MOZ.de‚.

Gollenberg: ältester Flugplatz der Welt

Eine alte Ansichtskarte aus den 1930er Jahren deutet Luftfahrtgeschichte an. Denn die Aufnahme vom Gollenberg zeigt einen Segelflieger, womöglich dort, wo bis zum Absturz am 9. August 1896 Otto Lilienthal seine Gleiter testete. Heute befindet sich am Gollenberg eine frühere DDR-Verkehrsmaschine, unter deren Tragflächen an diesem Samstag, 10. August, der große Visionär von 12.00 bis 18.00 Uhr gefeiert wird. Sein Todestag jährt sich zum 123. Mal. Im Grunde genommen ist Lilienthal der erste Flieger gewesen und der Gollenberg dadurch der erste Flugplatz der Welt. Noch heute starten und landen dort Segelflieger. Wer mal einsteigen und ebenfalls abheben will, sollte das Fest besuchen. Zudem befindet sich im Ortskern das äußerst informative Lilienthal-Centrum. Quelle: ‚moz.de‚.

„Flugwelt“-Verein macht Luftfahrt erlebbar

Eigentlich sollten die Tore am Sonntag erst um 10 Uhr geöffnet werden. Doch die ersten Besucher kamen lange vorher. Und so öffnete der Verein „Flugwelt Altenburg-Nobitz“ die Türen zum einzigen Luftfahrt Museum Thüringens schon etwas früher. Die jüngste Errungenschaft ist ein K26, ein Hubschrauber sowjetischer Bauart. Desolat dümpelte er in Polen herum. Drei Jahre dauerte es, um seinen Ankauf und Transport zu organisieren. Nur ein paar Monate brauchte der Verein, um die Einzelteile aufzuarbeiten und zusammenzufügen – jetzt kann der K26 pünktlich zum Sommerfest erstmals im Freigelände bewundert werden. Die Ausstellungsfläche draußen – sie ermöglicht es dem Verein, Luftfahrt wirklich erlebbar zu machen. Gleich neben dem Museumsgebäude steht unter anderem eine Maschine, die bis 2010 als U-Boot-Jäger bei der Marine im Einsatz war. Hier dürfen Gäste hereinklettern, sich die Innenausstattung ansehen und erklären lassen. Quelle: ‚MDR Thüringen‘.

TU-Studenten lernen wieder an eigenem Flugzeug

Erstmals seit 30 Jahren können Studenten der Luft- und Raumfahrt der Technischen Universität Berlin wieder an einem uni-eigenen Flugzeug lernen. Für Lehre und Forschung stehe jetzt ein Ultraleichtflugzeug bereit, sagte Andreas Bardenhagen, Professor für Luftfahrzeugbau und Leichtbau, am Montag (1. April 2019) der Deutschen Presse-Agentur. «Ein eigenes Flugzeug können wir nach unseren Wünschen gestalten. Spezielle Messvorrichtungen, Kabelschächte und Anbauvorrichtungen konnten wir während des Flugzeugbaus anfertigen lassen und nun nutzen. Bei einem geliehenen Modell wäre dies undenkbar», erläutert Bastian Göbel, Pilot und wissenschaftlicher Mitarbeiter. Mehr Informationen im Originalbericht von ‚berlin.de‘.