Schlagwort-Archiv: Luftfahrt

Hoffmann Propeller mit neuer Doppelspitze

Hoffmann Propeller erweitert Geschäftsführung – Heintje Wyczisk übernimmt Verantwortung für F&E und Neubau im Großraum Rosenheim.

Hoffmann Propeller, ein führender Hersteller von Propellersystemen für zivile, historische und spezielle Luftfahrtanwendungen, stellt sein neues Führungsduo vor: Heintje Wyczisk wird als Managing Director in die Geschäftsführung berufen. Gemeinsam mit Mark Härtenberger, der bereits seit 2024 als Managing Director für Hoffmann Propeller tätig ist, steuert er künftig den weiteren Ausbau und die strategische Entwicklung des Unternehmens.

Neu in der Geschäftsführung: Heintje Wyczisk wird als Managing Director bei Hoffmann Propeller den Aufbau des neuen, modernen Standorts im Großraum Rosenheim, die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie die Verantwortung für Forschung und Technologieentwicklung mitgestalten

Erfahrene Führung für Zukunftsprojekte

Mit Heintje Wyczisk gewinnt Hoffmann Propeller einen international erfahrenen Ingenieur und Manager, der über mehr als 25 Jahre Expertise in Luftfahrttechnik, elektrischen Antriebssystemen und Zulassungsverfahren verfügt. Zuvor war er in leitenden Funktionen bei Siemens eAircraft und Rolls-Royce Electrical tätig, wo er weltweit Engineering-Teams führte und innovative Technologien im Bereich elektrischer Antriebe verantwortete. Seine Schwerpunkte bei Hoffmann Propeller sind der Aufbau des neuen, modernen Standorts im Großraum Rosenheim, die strategische Weiter-Entwicklung des Unternehmens sowie die Verantwortung für Forschung und Technik-Entwicklung. „Hoffmann Propeller ist ein Traditionsunternehmen, das große Potenziale hat. Ich freue mich sehr, diese gemeinsam mit Mark Härtenberger zu heben und Hoffmann Propeller erfolgreich in die Zukunft zu führen“, so Heintje Wyczisk.

Mark Härtenberger, Managing Director Hoffmann Propeller, führt gemeinsam mit Heintje Wyczisk das Unternehmen.

Stärkung von Vertrieb und Marktpräsenz

Mark Härtenberger fokussiert sich einerseits auf Vertrieb, Kundenbeziehungen und Marktentwicklung, andererseits begleitet er die Funktion des Head of Design Organisation sowie die Verantwortung als Accountable Manager für EASA Part 21G und Part 145. Er bringt langjährige Erfahrung im internationalen Aerospace-Vertrieb und im Aufbau von Geschäftseinheiten mit – unter anderem bei Linde Advanced Material Technologies und CT Engineering Group. Seit seinem Eintritt bei Hoffmann Propeller im Mai 2024 war er zudem maßgeblich an der Übernahme durch die ROSEN Swiss Holding beteiligt und begleitet weiterhin aktiv den Post-Merger-Integrationsprozess. „Mit der ROSEN Swiss Holding als finanzstarken Investor und Heintje Wyczisk als weiteren Managing Director sind wir für die kommenden Zeiten ideal aufgestellt. Nun gilt unsere gemeinsame Kraft dem geplanten Neubau und die wirtschaftliche Stärkung von Hoffmann Propeller“, fasst Mark Härtenberger zusammen.

Geteilte Verantwortung – gemeinsame Vision

Mit dieser Doppelspitze setzt Hoffmann Propeller auf eine klare Aufgabenteilung: Während Heintje Wyczisk den Bereich Forschung & Technologieentwicklung sowie den Aufbau des neuen Standorts im Großraum Rosenheim verantwortet, liegt der Fokus von Mark Härtenberger auf Vertrieb und Marktentwicklung. Beide Geschäftsführer arbeiten eng zusammen, um die Operation und den Ausbau des Unternehmens strategisch voranzutreiben und die Position von Hoffmann Propeller auf dem internationalen Markt zu stärken.

Der geplante Neubau im Großraum Rosenheim, für den sich das Unternehmen derzeit in der Phase der Grundstückssuche befindet, wird ein hochmodernes Zentrum für Produktion, Instandhaltung und Forschung. Damit schafft Hoffmann Propeller nicht nur zusätzliche Arbeitsplätze, sondern sichert auch langfristig den Standort und die Luftfahrtkompetenz in der Region.

Über Hoffmann Propeller

Seit fast 70 Jahren steht Hoffmann Propeller für Präzision, Zuverlässigkeit und Innovation in der Propellerfertigung. Mit einem breiten Produktportfolio von Propellern für Kleinflugzeuge über historische Maschinen bis hin zu UAVs (unmanned aerial vehicles) und Spezial-Anwendungen beliefert das Unternehmen Kunden weltweit. Heute beschäftigt Hoffmann Propeller rund 50 Mitarbeitende am Hauptsitz in Rosenheim, mit Wachstumsplänen auf bis zu 300 Beschäftigte im Rahmen des geplanten Neubaus.

Bundeswehr erhält ersten PC-12

Pilatus hat einen PC-12 an die Wehrtechnische Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrt-Gerät der deutschen Bundeswehr (WTD 61) übergeben. Der vielseitig einsetzbare einmotorige Turboprop von Pilatus ist künftig auf dem Fliegerhorst Ingolstadt/Manching in Deutschland stationiert und dient sowohl der Aus- und Weiterbildung von Testpiloten als auch dem Transport von Personal und Material.

Mit dem PC-12 erhält die WTD 61 ein leistungsfähiges Flugzeug, das kostengünstig im Betrieb und flexibel einsetzbar ist und die Einsatzbereitschaft der Dienststelle massgeblich stärken wird. Der PC-12 gilt als zuverlässig und äusserst bewährte Plattform in der zivilen und militärischen Luftfahrt und wird die Standardisierungs-Trainings der Bundeswehr-Testpiloten sowie den logistischen Transport unterstützen.

Die Bundeswehr betont die Bedeutung der neuen Maschine: «Der PC-12 unterstützt uns dabei, unsere Aufgaben im Bereich Training und Transport effizient und sicher wahrzunehmen», erklärt Barbara Reinhold, Direktorin des WTD 61.

«Wir sind überzeugt, dass der PC-12 durch seine Vielseitigkeit, moderne Avionik und bewährte Zuverlässigkeit optimal auf die Anforderungen der Bundeswehr zugeschnitten ist und einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung ihrer anspruchsvollen Aufgaben leisten wird», erklärt Ioannis Papachristofilou, Vice President Government Aviation von Pilatus.

Die Übergabe markiert den Beginn einer vielversprechenden Partnerschaft zwischen Pilatus und der Bundeswehr, die in den kommenden Jahren durch technische und logistische Unterstützung auf langfristigen Erfolg ausgelegt ist. Pilatus freut sich sehr, diesen äusserst professionellen Operator neu zu ihrem Kundenportfolio zählen zu dürfen.

LBA: Strukturelle Defizite gefährden Vertrauen in Flugmedizin

Die jüngsten Veröffentlichungen der Juristin Nina Coppik (ehemals Referat L 6) sowie das Interview mit Flugmediziner Dr. Steffen Grüner unterstreichen eindrücklich die desaströsen Zustände im Bereich der Flugmedizin des LBA. Verfahren werden unnötig verkompliziert, gesetzliche Spielräume nicht genutzt und Piloten vorschnell für untauglich erklärt. In aller Deutlichkeit: Es gibt derzeit wohl kaum einen Berufs- oder Privatpiloten, der noch Vertrauen in eine geregelte, aber faire Tauglichkeitsprüfung hat, sobald das LBA involviert ist. Die Bundesoberhörde sorgt für Angst, Frust und Existenzvernichtung – und schadet damit der Luftfahrt, die es zu schützen vorgibt.

Systematische Probleme statt Einzelfälle

Flugmediziner Dr. Steffen Grüner berichtet von willkürlichen Entscheidungen – etwa der Verweigerung seiner AME-Rezertifizierung aufgrund eines Jahre zurückliegenden Migräneanfalls oder unnötigen Zusatzuntersuchungen nach einem schlichten Datenfehler.

Nina Coppik trat aus Gewissensgründen Ende September von ihrem Amt zurück und kehrt dem Staatsdienst den Rücken. Ihre Bilanz: fehlerhafte Tauglichkeits-Entscheidungen, fachfremde Gutachten, mangelnde Sachverhaltsaufklärung. Sie erinnert daran, dass Untauglichkeit nach EU-Regularien Ultima Ratio sein muss – und nicht voreilige Praxis. Ihren Erfahrungsbericht zu den unerträglichen Zuständen im LBA und die Hintergründe für ihre Entscheidung teilte Sie öffentlich auf LinkedIn. Diese Ausführungen sind eine Bankrotterklärung für die Behörde, denn Frau Coppik konnte eine fortgesetzte Tätigkeit im LBA „weder mit ihrem Fliegerherzchen noch ihrer Vorstellung von juristischer Berufsethik vereinbaren“ und will stattdessen als Juristin nun die Fliegerinnen und Flieger beraten.

LBA-Stellungnahme überzeugt nicht

Zwar verweist die Behörde auf interne Checklisten, elektronische Akten und neue Kommunikationswege. Doch zentrale Punkte bleiben unbeantwortet: klare Fristen, transparente Kennzahlen, proaktive Qualitätssicherung. Solche Strukturen sind unerlässlich, um medizinische Standards einzuhalten und Verfahren verlässlich zu gestalten.

Reformierung des Referats Flugmedizin

Das Referat L 6 muss reformiert werden. Sofort. Nicht irgendwann. Die Verbände AOPA, DAeC und DULV bieten dazu nach wie vor einen „Runden Tisch“ an, um die Probleme offen anzusprechen und schnelle Lösungen aufzuzeigen Es geht um Existenzen, es geht um Vertrauen, es geht um die Zukunft einer ganzen Branche.

Das LBA ist selbst nicht in der Lage, diese Probleme zu lösen. Ein Einschreiten des BMV ist daher unerlässlich und das nicht nur für Einzelfälle! Die neue Bundesregierung ist 100 Tage im Amt und in der Pflicht, hier politische Kontrolle auszuüben. Den politischen Einfluss wird es brauchen, denn wir glauben in der Flugmedizin schon lange nicht mehr an die Selbstheilungskraft des LBA.

Es ist schon ironisch: Im Rest der Welt vereinfacht man die Medicals für Privatpiloten drastisch, traut es einem Flugmediziner oder sogar Hausärzten zu Entscheidungen über die Flugtauglichkeit zu treffen. Warum funktioniert das: Weil das Risiko dieser Entscheidungen offenbar sehr gering ist. Wenn es die Politik mit Bürokratieabbau ernst meint, dann muss sie auch hier ansetzen.

Bei der EASA, aber vor allem beim LBA, ist man noch nicht so weit. In Braunschweig macht sich offenbar die LBA-Führung einen Kopf darüber, ob man im Falle von Konsultationen zwei Ärzten trauen kann und stellt deren Untersuchungsergebnisse grundsätzlich in Frage, lässt die Vorgänge monatelang unbearbeitet liegen, beklagt sich über Personalmangel und entschuldigt das selbstausgelöste Chaos mit bösen überzogenen EU-Anforderungen, die man als deutsche Behörde ja wohl nicht zu verantworten hat. Aber weshalb schaffen das alle anderen europäischen Behörden viel besser damit umzugehen als das LBA? Warum wandern hunderte von deutschen Piloten jedes Jahr u.a. nach Österreich ab? Wir wollen endlich einen runden Tisch, um schnellstmöglich gemeinsame Lösungen zu finden.

Mit der Vereinigung Cockpit hat es schon Treffen gegeben, den Verbänden außerhalb der Verkehrsluftfahrt verweigert man diese bislang. Aus einem offenen Brief der VC gehen Details zu den massiven Arbeitsrückständen des LBA hervor, sie werden sachlich und in der Sache schonungslos auf den Tisch gelegt. Was aber überhaupt nicht geht ist, dass die geübte Praxis darin besteht, dass Privatpiloten bei der Bearbeitung ihrer Vorgänge hintenanstehen sollen, bis alle Anträge der Berufspiloten abgearbeitet sind. Solch eine Zweiklassengesellschaft sieht unser Verwaltungsrecht nicht vor.

Unsere Petition gemeinsam mit DAeC und DULV erhielt im letzten Jahr annährend 20.000 Unterschriften. Die Petition zeigte zunächst Erfolg, denn die damaligen Staatssekretäre im Bundesverkehrsministerium hatten sich der Problematik angenommen und ließen sich regelmäßig über den aktuellen Stand der Arbeits-Rückstände in der LBA-Flugmedizin berichten. Aber seit dem Ende der Ampel-Koalition hat sich offenbar niemand mehr auf politischer Ebene um das Problem gekümmert.

Auf der AERO 2025 wurde auf dem LBA-Stand noch verkündet, dass sich die Problematik nach eingeleiteten organisatorischen Maßnahmen schnell vollständig auflösen werde. Eine dreiste Lüge: Dass davon keine Rede sein kann, zeigt die Entwicklung der letzten Monate.

Wir werden in diesen Punkten nicht nachlassen und den Druck gemeinsam mit den anderen Verbänden und der Öffentlichkeit aufrechterhalten.

Piloten, Flugmediziner und Verbände erwarten zurecht, dass das LBA mit Augenmaß entscheidet. Nur durch echte Reformen kann verhindert werden, dass Tauglichkeits-Prüfungen als willkürliche Hürde wahrgenommen werden – und die Sicherheit ebenso wie die Akzeptanz in der Luftfahrt noch weiteren Schaden nimmt. Nicht die Piloten sind das Problem der Luftfahrt, sondern in dem Fall ihre eigene Aufsichtsbehörde! Quelle: ‘AOPA Germany’.

Weichenstellung für die Zukunft

Unter der Leitung von Bundesrat Albert Rösti trafen sich am 2. September 2025 Vertreter der Schweizer Zivilluftfahrt und der Standortkantone der Landesflughäfen in Bern. Im Zentrum stand die Aktualisierung des luftfahrtpolitischen Berichts (Lupo), die Anfang 2026 startet.

Lupo als strategischer Kompass
Der Lupo definiert die Leitlinien der Schweizer Luftfahrtpolitik für zehn Jahre. Er wurde zuletzt 2016 veröffentlicht und soll überarbeitet und 2028 publiziert werden. Laut Rösti behalten viele Grundsätze – etwa zu Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit – ihre Gültigkeit. Neu rücken Nachhaltigkeit und der Einsatz erneuerbarer Flugtreibstoffe stärker in den Vordergrund.

Nachhaltigkeit und Standortstärkung
Rösti betonte, der Bericht solle ein klares Bekenntnis zum Luftfahrtstandort Schweiz enthalten. Internationale Anbindungen müssten gesichert bleiben – mit verlässlichen Rahmenbedingungen etwa bei Infrastruktur und Betriebszeiten. Zur Überarbeitung ist 2027 eine öffentliche Vernehmlassung vorgesehen. Auch Themen wie die Revision der Lärmschutzgesetzgebung und die geplante Beimischpflicht erneuerbarer Treibstoffe wurden angesprochen.

Forum für Austausch
Die seit 2005 jährlich stattfindende «Plattform Luftfahrt Schweiz» fördert den Dialog über aktuelle Herausforderungen der Branche. Dieses Jahr folgten Vertreter der Landes-Flughäfen, der Fluggesellschaften Swiss, Easyjet Schweiz und Helvetic Airways, der Flugsicherung Skyguide, von Aerosuisse sowie Regierungsmitglieder der Kantone Basel-Landschaft, Genf und Zürich der Einladung. Zudem nahmen die Bundesämter für Zivilluftfahrt und Umwelt teil.

LBA-Medical-Debatte neu entfacht

Eine Juristin des Luftfahrt-Bundesamts (LBA) hat mit einem Social-Media-Post ihren Abschied aus der Behörde verkündet und damit eine seit langem schwelende Debatte um die Zustände in der deutschen Flugmedizin neu entfacht. Nina Coppik, die als Juristische Referentin im für die Flugmedizin zuständigen Referat L6 tätig war, spricht von „schlechterdings untragbaren Zuständen“ und einer Entscheidung aus „Gewissensgründen“. Ihr Schritt wirft ein Schlaglicht auf ein System, das seit Jahren in der Kritik steht und für unzählige Piloten existenzbedrohende Konsequenzen hat.

LinkedIn-Post rüttelt Branche auf

In ihrem Beitrag auf LinkedIn wählt Nina Coppik deutliche Worte, die bei vielen Betroffenen einen Nerv treffen: „So – dat war et jewesen mit Luftfahrt-Behinderungsamt„, beginnt sie ihren Post und fährt fort: „Ich habe mich aus Gewissensgründen entschieden, das Referat L6 zu verlassen, in dem u.a. die Flugmedizin angesiedelt ist und in dem ich etwa 1,5 Jahre als Juristische Referentin gearbeitet und viele, viele Widerspruchs- und Klageverfahren von Pilot*innen betreut habe, die von den Behördenärzten gegroundet wurden. Die Zustände in L6 sind aus meiner Sicht schlechterdings untragbar.“

Coppik, die vor ihrer Zeit beim LBA als Rechtsanwältin und als Justitiarin beim Bundes-Aufsichtsamt für Flugsicherung tätig war, macht deutlich, dass sie ihre Tätigkeit nicht länger mit ihrem „Fliegerherz“ und ihrer „Vorstellung von juristischer Berufsethik“ vereinbaren konnte. Interne Versuche, die Missstände zu beheben, seien „immer wieder gescheitert„. Ihre berufliche Zukunft sieht sie nun auf der „richtigen Seite„, nämlich der des fliegenden Personals, wo sie beratend tätig sein wird.

Die Reaktionen aus der Luftfahrt-Community ließen nicht auf sich warten. Von „Danke für die klare Darstellung“ (Herwart Goldbach, ehemals DFS) über „Gratulation! Einem falschen System den Rücken zu kehren, ist ein großer Schritt“ (Thomas Neupert, TRE Boeing 737 bei Tui) bis hin zu „Die Zustände sind für uns Pilot/-innen wirklich unsäglich“ (Malte Fuhrmann, Vereinigung Cockpit) – der Tenor ist klar. Schwer wiegt die Einschätzung des Flugmediziners Dr. med. Stefan Reschke, der von „Unpersönlichkeit und Bürokratie“ spricht, die „mit ärztlicher Tätigkeit kaum noch etwas zu tun hat“ und für ihn längst ein „Sicherheitsrisiko“ darstellt.

Ein Drama mit Ansage: Die Chronik des Versagens

Die von Coppik angeprangerten Zustände sind nicht neu. Seit Jahren klagen Piloten, Verbände und Juristen über die unhaltbare Situation im Referat Flugmedizin des LBA. Deutschland ist, was die Bearbeitungszeiten von Medicals angeht, das traurige Schlusslicht unter allen EASA-Mitgliedsstaaten – und das mit großem Abstand. Während in anderen europäischen Ländern Tauglichkeitsentscheidungen bei identischen Vorschriften oft innerhalb weniger Tage getroffen werden, warten Piloten in Deutschland monate- oder sogar jahrelang auf eine Entscheidung.

Die Gründe dafür sind vielschichtig und zeugen von einem tiefgreifenden Systemversagen:

  • Lähmende Bürokratie und Angst vor Verantwortung: Rechtsanwalt Stefan Hinners, der zahlreiche Piloten gegen das LBA vertritt, beschreibt eine Kultur der Angst und der überbordenden Bürokratie. Sachbearbeiter, die die Piloten nie persönlich zu Gesicht bekommen, entscheiden nach Aktenlage und scheinen aus Angst, Fehler zu machen, immer tiefere und oft unnötige Untersuchungen anzufordern. Theoretische Restrisiken werden zum Anlass genommen, Entscheidungen zu Lasten der Piloten zu treffen.
  • Ignoranz gegenüber Gerichten und Hilfsangeboten: Das LBA ignoriert nicht nur die Anfragen von Fliegerärzten, sondern missachtet sogar gerichtliche Anordnungen. Gleichzeitig werden Hilfsangebote, wie etwa Amtshilfe durch die Luftwaffe, großzügig ausgeschlagen.
  • Personalmangel als vorgeschobenes Argument? Immer wieder wird Personalmangel als Grund für die langen Bearbeitungszeiten angeführt. RA Hinners widerlegt dies mit konkreten Zahlen: Im vergangenen Jahr hatte das Referat L6 im Schnitt lediglich acht bis neun Fälle pro Tag zu bearbeiten. Eine zeitnahe Bearbeitung, so Hinners, könne „nicht unmöglich sein“.
  • Gescheiterte Digitalisierung: Eine herbeigesehnte neue Software, die die Einbindung der Fliegerärzte verbessern sollte, erwies sich offenbar als „völliger Flop“.

Die menschliche Tragödie hinter den Aktenbergen

Die Konsequenzen dieses Verwaltungschaos sind für die Betroffenen verheerend. Für Berufspiloten, insbesondere für Freelancer, bedeutet der Entzug der Tauglichkeit den sofortigen Verdienstausfall und nicht selten die Gefährdung der wirtschaftlichen Existenz. Angestellte Piloten fallen auf das Krankengeld zurück und erleiden erhebliche finanzielle Einbußen.

Für Privatpiloten sind die Auswirkungen oft nicht weniger dramatisch. Die Fliegerei ist für viele eine Herzensangelegenheit, ein zentraler Bestandteil ihres Lebens. Der Entzug der Lizenz reißt ein tiefes Loch in ihr Leben und bringt, wie Hinners es formuliert, ihr „gesamtes Lebenskonzept aus den Fugen„. Es ist diese Zerstörung von Lebenskonzepten durch ein nicht nachvollziehbares Amtsverständnis, die Verbände wie die AOPA seit langem anprangern.

Ein System am Abgrund: Verbände schlagen Alarm

Die Luftfahrtverbände wie AOPA, DAeC und DULV laufen seit Jahren Sturm gegen die Missstände. Eine gemeinsame Petition wurde von fast 20.000 Menschen unterzeichnet, doch die erhoffte Reaktion aus der Politik blieb aus. Ein Treffen der Verbandsspitzen mit der LBA-Führung im Sommer 2024 nährte kurzzeitig die Hoffnung auf Besserung, doch Taten folgten kaum. Das ernüchternde Fazit der AOPA im Oktober 2024: „Politik und Verwaltung ist die Aufsicht über die deutsche Luftfahrtbehörde entglitten.“

Die Kündigung von Nina Coppik ist mehr als nur die persönliche Entscheidung einer mutigen Juristin. Sie ist ein Alarmsignal, das die tiefen Risse in einem für die Sicherheit und das Funktionieren der Luftfahrt essenziellen System offenlegt. Ihr Schritt gibt den unzähligen Piloten eine Stimme, die in den Mühlen der LBA-Bürokratie zerrieben werden. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Paukenschlag endlich das dringend benötigte Erdbeben auslöst, das die festgefahrenen Strukturen in Braunschweig aufbricht und den Weg für eine bürgernahe, effiziente und faire Flugmedizin in Deutschland ebnet. Die Zeit des Abwartens ist endgültig vorbei.

Deutscher Segelfliegertag 2025 in Hamburg

Am 1. November 2025 trifft sich die deutsche Segelflug-Community zum 81. Segelfliegertag im Audimax der Universität Hamburg. Rund 2’000 Pilotinnen und Piloten werden zu Vorträgen, Fachmesse und Austausch erwartet.

Foto: Henry Lübberstedt

Das Programm reicht von Flugsicherheit über Luftfahrttechnik bis Meteorologie und Vereinswesen. Höhepunkte sind die Berichte der Bundeskommission Segelflug, Ehrungen erfolgreicher Sportler sowie die Vergabe von Förderflugzeugen an Nachwuchspiloten – unter ihnen Felix Herold, der 2024 mit einem 2011-Kilometer-Flug über die Alpen für Aufsehen sorgte.

Foto: Henry Lübberstedt

Im Foyer des geschichtsträchtigen Audimax und im benachbarten „WiWi-Bunker“ präsentieren Hersteller wie Schleicher, Schempp-Hirth und MD-Flugzeugbau ihre neuesten Modelle. Dazu kommen zahlreiche Aussteller aus Technik, Service und Meteorologie.

Foto: Andreas Bergmann

Das Vortragsprogramm bietet Fachwissen aus erster Hand: Von Segelkunstflug mit Ewald Roithner (Red Bull Blanix-Team) über Alpensegelflug mit Benjamin Bachmeier bis hin zu Sicherheit, Trudeln und Wetter. Auch die Deutsche Nationalmannschaft ist vor Ort für ein Meet & Greet.

Abgeschlossen wird der Segelfliegertag mit einer großen Party in den Dammtor-Kasematten.

-> Aktuelle Informationen

Keine Zölle für die Luftfahrt

Die Luftfahrtbranche bangte monatelang wegen der Auseinandersetzung zwischen USA und EU über Importzölle. Die US-Regierung drohte mit Zollsätzen von 30%, was zu katastrophalen Preissteigerungen im Flugzeugkauf und Handel mit Komponenten geführt hätte. Inzwischen einigten sich USA und EU auf ein Handelsabkommen mit 15% amerikanischem Importzoll für europäische Exportgüter. Wichtig für die Luftfahrt: Der Sektor wurde einvernehmlich komplett von den Zöllen ausgenommen, da auch die US-Luftfahrtindustrie massiv geschädigt worden wäre.

Das zwischen Trump und von der Leyen ausgehandelte Abkommen wird noch diskutiert, da andere Wirtschaftssektoren betroffen sind. Es ist zu hoffen, dass die Einigung im Luftfahrtbereich bestehen bleibt.

Die Konsequenzen hoher US-Zölle erfahren der brasilianische Hersteller Embraer (15% Einfuhrzoll) und der Schweizer Hersteller Pilatus, der sich nach 39% Zöllen vorübergehend komplett aus dem US-Markt zurückzieht.

EvoMestec Marchiori-Distributor für DACH-Region

EvoMestec übernimmt ab 2026 den Vertrieb und Service für die Luftdaten-Prüfgeräte des italienischen Herstellers D.Marchiori Srl (DMA) in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Damit tritt das Unternehmen die Nachfolge der SMC-technologie GmbH an, die den Markt über drei Jahrzehnte erfolgreich betreut hat.

Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, arbeiten SMC und EvoMestec künftig eng zusammen. EvoMestec fokussiert sich auf zivile Kunden und MRO-Betriebe, während SMC weiterhin wichtige Partner aus Verteidigung und Luftfahrt betreut.

DMA ist international bekannt für hochpräzise Prüfgeräte zur Wartung, Kalibrierung und Zertifizierung von Flugzeugen. EvoMestec übernimmt Vertrieb, Support, Lager-Haltung sowie Zugang zu zertifizierten Kalibrierungsdiensten in der Region. EvoMestec ist Teil der Evolution Measurement Group und liefert seit Jahren Mess- und Kalibrier-Lösungen für Luftfahrt, Motorsport, Energiewirtschaft und Forschung.

Schweiz übernimmt EU-Luftfahrt-Regeln

Die Schweiz passt ihre Luftfahrtvorschriften erneut an EU-Standards an. Der Gemischte Ausschuss des bilateralen Luftverkehrsabkommens Schweiz–EU hat am 25. Juli 2025 die Übernahme mehrerer neuer EU-Verordnungen beschlossen. Sie betreffen die Flugsicherheit, das Flugverkehrsmanagement sowie den Umweltschutz.

Mehr Sicherheit in der Luft
Neu gelten verschärfte Regeln für Helikopter mit absturzsicheren Tanks sowie für den Brandschutz in Frachtbereichen. Auch das Sicherheitspersonal an Flughäfen muss künftig strengeren Anforderungen genügen. Zudem wird eine neue Lizenzkategorie für Privatpiloten von Tragschraubern eingeführt.

Umwelt: Schweiz zieht mit EU gleich
Ab 1. Januar 2026 gelten auch in der Schweiz EU-weite Regeln zur Förderung nachhaltiger Flugtreibstoffe (SAF). Anbieter müssen künftig eine Mindestmenge dieser klimafreundlicheren Treibstoffe bereitstellen. Zunächst sind nur die Flughäfen Zürich und Genf betroffen. Die CO₂-Kennzeichnung bei Flugangeboten bleibt freiwillig, unterliegt ab 2026 aber klaren Vorgaben.

Hintergrund
Seit 2002 regelt ein bilaterales Abkommen den Luftverkehr zwischen der Schweiz und der EU. Neue EU-Vorschriften werden laufend vom gemeinsamen Ausschuss übernommen – nach vorheriger Zustimmung des (Schweizer) Bundesrats.

->Vollständiger Bericht
-> CO2-Verordnung

Wenn aus Flugangst Flugleidenschaft wird

Der Weg ins Cockpit ist so individuell wie die Menschen, die ihn gehen. Weder Flugangst noch eine Brille sind Ausschlusskriterien für eine Fluglizenz – das beweisen die Mitglieder des Verdener Luftfahrt-Vereins. In persönlichen Geschichten berichten sie von ihrer Ausbildung, Herausforderungen und besonderen Momenten wie dem ersten Alleinflug oder der bestandenen Prüfung.

Eine dieser Geschichten erzählt von Carl aus Achim, der offen mit seinen Ängsten umgeht – auch mit seiner Flugangst. Diese war im Freundeskreis längst bekannt, als sich eine überraschende Wendung ergab: Sein langjähriger Freund Malte Sommer, mit dem ihn die Liebe zur Musik verbindet, ist nicht nur passionierter Flieger, sondern auch Fluglehrer im Verdener Luftfahrt-Verein.

Als Malte von Carls Flugangst erfuhr, bot er sofort Hilfe an – und schlug vor, gemeinsam in einer Vereinsmaschine zu fliegen. Carl war dankbar für das Angebot, aber auch skeptisch: Zu sehr hatte er sich bereits mit seiner Angst arrangiert. Doch genau dieser Moment wurde zum Wendepunkt.

Was zunächst als Versuch begann, sich der Angst zu stellen, entwickelte sich über die Zeit zu einer neuen Leidenschaft: dem Fliegen. Heute ist Carl nicht nur Passagier, sondern selbst Pilot.

-> Vollständiger Bericht

General Aviation Days

Am 25. und 26. Juni wurden Vertreter der EASA zu den General Aviation Days von der IAOPA und GAMA eingeladen. Ziel: Die Vielfalt und Innovationskraft der Allgemeinen Luftfahrt erlebbar machen – direkt am Flugplatz, im Austausch mit Industrie, Flugschulen, Verbänden und Betreibern. Von moderner Avionik über Simulator-Technik bis zu luftfahrtrechtlichen Herausforderungen – an mehreren Stationen erhielten die Teilnehmer praxisnahe Einblicke und konstruktive Impulse. Quelle: ‚AOPA Germany‚,

Sauberer und klimafreundlicher

Vor zwei Jahren führten die Schweizer Luftwaffe und das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) auf dem Militärflugplatz Payerne Testmessungen mit nachhaltigem Flugtreibstoff (SAF) durch. Diese Tests bestätigten: Mit SAF (sustainable aviation fuels) sinken die Emissionen von Russpartikeln und fossilem CO2.

Was passiert bei der Verbrennung von SAF mit den ultrafeinen Russemissionen und flüchtigen Partikeln? Diese Frage stand bei den Testmessungen im Frühjahr 2023 im Mittelpunkt. Sie fanden auf dem Militärflugplatz Payerne mit einer Cessna 560 XL Citation Excel der Luftwaffe am Boden statt. Dies ist ein zweistrahliger Business-Jet, der neun Passagieren Platz bietet.

Signifikant weniger Russpartikel

ine Arbeitsgruppe mit Umweltexpertinnen und -experten der Zürcher Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), des Paul Scherrer Instituts PSI, der Luftwaffe und des BAZL analysierte und wertete die Daten aus. Dabei zeigte sich ein klares Bild: Die fossilen CO2-Emissionen sinken im gleichen Verhältnis wie der vertankte SAF-Anteil. D.h. 35 Prozent SAF-Anteil im Treibstoff, 35 Prozent weniger CO2.

Signifikant ist der Rückgang der Russemissionen: Je nach Triebwerkskonfiguration fallen diese bis zu 35 Prozent tiefer aus. Gerade im Leerlauf – etwa wenn sich die Flugzeuge mit laufendem Triebwerk am Boden befinden – ist der Rückgang markant. Der Grund: SAF enthalten in der Regel keine Russ bildenden aromatischen Kohlenwasserstoffe und sind deshalb sauberer als rein fossiles Kerosin. Sie sind zudem schwefelfrei. So entstehen bereits bei geringer Beimischung nicht nur weniger Russpartikel, sondern auch weniger gasförmige aromatische und schwefelhaltige Stoffe, welche insgesamt zu einer Verringerung der Feinstaubbelastung und zur Verbesserung der Luftqualität beitragen.

SAF: Besser fürs Klima und die Luftqualität am Boden

Nachhaltige Flugtreibstoffe sind ein vielversprechender Ansatz, um die fossilen CO2-Emissionen in der Luftfahrt zu reduzieren. Verglichen mit fossilem Treibstoff ist es mit SAF möglich, ohne Änderung an den heutigen Triebwerken bis zu 80 Prozent der CO2-Emissionen zu vermeiden, alle Aufwendungen für die Herstellung und den Transport eingerechnet. Der Einsatz von SAF ist eine Win-Win-Situation, denn er wirkt sich auch positiv auf die Luftqualität am und rund um einen Flughafen aus. Während für grosse Triebwerke ähnliche Ergebnisse schon vorlagen, zeigen die Messungen in Payerne an einem Business-Jet-Triebwerk, dass mit SAF auch bei kleinen Triebwerken weitere Schadstoffemissionen verringert werden können.

Die Resultate der Testmessungen sind in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht.

Test-Installation SAF

Das bei den Tests verwendete Treibstoffgemisch enthielt 35% nachhaltigen Flugtreibstoff (SAF). Dieser erfüllte die technischen Anforderungen von konventionellem Kerosin. Es erforderte keine technischen Anpassungen am Flugzeug oder an der Tankanlage. Dies ist wichtig, da solche SAF-Gemische direkt in existierenden Flugzeugen eingesetzt werden können. Die Produktion des SAF erfolgte aus organischen Abfällen wie Altspeiseöl und tierischen Fetten aus Schlachtabfällen. Um das SAF-Gemisch direkt mit konventionellem Kerosin vergleichen zu können, wurden diese im rechten und linken Flügeltank separat betankt. Bei laufendem Triebwerk konnte zwischen den Treibstoffen umgeschaltet werden. Quelle: ‚news.admin.ch‚.

-> Bundesamt für Zivilluftfahrt und Luftwaffe testen nachhaltigen Flugtreibstoff

Modernes Karriere- und Lernzentrum

Textron Aviation hat auf seinem East Wichita Campus ein neues, hochmodernes Career & Learning Center in Betrieb genommen. Die Einrichtung erweitert die Schulungsfläche auf über 75’000 m2 und bietet ein erstklassiges Umfeld für Recruiting, Onboarding und Weiterbildung. Das Zentrum steht potenziellen, neuen und bestehenden Mitarbeitenden zur Verfügung und setzt neue Maßstäbe in der Entwicklung von Fachkräften.

Amphibien-Großflugzeug AG600 erhält Musterzulassung

Chinas ziviles Groß-Löschflugzeug AG600 hat von der Zivilluftfahrtbehörde CAAC die Musterzulassung erhalten – ein Meilenstein für die chinesische Luftfahrt-Industrie. Entwickelt vom Staatskonzern AVIC, ist es das weltweit größte zivile Amphibien-Flugzeug und schließt eine technologische Lücke.

Das 38,9 Meter lange und 60 Tonnen schwere Flugzeug kann auf Land und Wasser operieren, bis zu 12 Tonnen Wasser aufnehmen und eignet sich für Brandbekämpfung sowie Rettungseinsätze in schwer zugänglichem Gelände. Es fliegt mit minimal 220 km/h, kann in geringer Höhe über Brände manövrieren und erreicht eine Dienstgipfelhöhe von 7’600 Metern.

Die Entwicklung begann 2009 und mobilisierte landesweit 292 Organisationen. Nach erfolgreichen Testflügen ab 2017 soll die Serienfertigung nun starten. Die erste Auslieferung ist für Oktober 2025 geplant.

AVIC sieht im AG600 einen symbolischen Erfolg nationaler Innovationskraft und strebt den weiteren Ausbau der Flugzeugfamilie an.

Kraftstoffe für Flugmotoren – Faktencheck für sicheres Fliegen

Avgas oder Mogas? Wenig verbleit oder unverbleit? Mit oder ohne Ethanol? Geht auch Avgas, wenn es kein Mogas gibt? Und was haben die Jahreszeiten damit zu tun? Das sind nur einige der Fragen, deren Antwort die Leistung und auch die Haltbarkeit des Triebwerks wesentlich beeinflussen. Diesen und weiteren Punkten geht Referent Oliver Kleen, unter anderem Fluglehrer und Prüfer, am Dienstag, 13. Mai ab 19 Uhr, in der kommenden Ausgabe von „Alles Flusi“ nach.

Im Vortrag wird sich der Bundesausschuss Flugsicherheit, der die Veranstaltung jeden zweiten Dienstag im Monat organisiert, mit dem Wahrheitsgehalt von Mythen ebenso auseinandersetzen wie mit den aktuellen Entwicklungen im Bereich der Flugkraftstoffe.

Hier können Sie direkt am Vortrag teilnehmen.

Schwerpunktthemen:

  • Was man als Pilot über Flugkraftstoffe wissen muss
  • Mogas und seine Tücken
  • Ethanol – das unbekannte Wesen
  • Klopfen, kein Spuk sondern eine reale Gefahr für den Flugmotor
  • Wie spart man richtig?

Die Teilnahme am Online-Vortrag ist wie immer kostenlos und findet über Microsoft Teams statt. Wer künftig keine Ausgabe von ‚Alles Flusi‘ mehr verpassen möchte, abonniert den E-Mail-Reminder, der einige Tage vor der Veranstaltung von der Bundesgeschäftsstelle per E-Mail verschickt wird. Quelle: ‚daec.de‚.

Ausflugsziel Chateau Savigny bei Beaune

Ein besonderes Ausflugsziel ist das Schloss von Savigny-lès-Beaune. Neben einer Motorrad-Ausstellung mit 250 Exponaten, einer Auto-Ausstellung zur Marke „Abarth“, einem Feuerwehrwagen-Musuem finden Pilot/-innen auf dem Schlossgelände ein Luftfahrt-Museum.

Dabei handelt es sich um die größte Sammlung von Jagdflugzeugen aus aller Welt. Fast 100 Jagdflugzeuge sind im Park des Schlosses ausgestellt, darunter auch vier Flugzeuge der Patrouille de France, elf MIGs und 17 Dassault-Maschinen. Das Museum ist täglich geöffnet. Detailliertere Informationen zu Schloss, Museum und Anreise finden Sie hier.

1’000 Lizenzen: immer mehr Privatpiloten

Im Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt werden derzeit rund 1’000 Lizenzen verwaltet. Es erteilt vier verschiedene Arten von Lizenzen für Privatpiloten, die eine spannende Karriere oder ein anspruchsvolles Hobby in der Luftfahrt ermöglichen. Die Lizenzen umfassen die Privatpilotenlizenz für motorisierte Kleinflugzeuge, Helikopter-Piloten-Lizenz, Segelflug-Lizenz sowie Ballonpiloten-Lizenz.

Die Ausbildung für Segelflug und Ballon ist bereits ab 14 Jahren möglich, wobei die Segelflug- und Ballonpiloten-Lizenz ab einem Alter von 16 Jahren erteilt werden kann. Die Ausbildung für motorisierte Flugzeuge und Hubschrauber beginnt ab 16, und die Erteilung der entsprechenden Lizenzen ist ab 17 Jahren möglich. Dies macht das Fliegen zu einer äußerst attraktiven Alternative zum Autofahren und ermöglicht jungen Menschen den Zugang zur Luftfahrt bereits in frühem Alter. Quelle/vollständiger Bericht: ‚dubisthalle.de‚.

Von ersten Starts zur Millionen-Renovation

Am höchstgelegenen Flughafen in Europa finden jährlich 15’000 Flüge statt. Der Flughafen trägt dazu bei, dass St. Moritz als Top-Destination gilt. Ein Blick in die Vergangenheit und die aktuelle Situation des Flughafens.

1909 markiert wahrscheinlich die Anfänge des Oberengadiner Flughafens. Dann sind die ersten Flugzeuge auf dem St.-Moritzer-See gelandet. Später ist der Flughafen in Samedan eingeweiht worden und während des zweiten Weltkriegs durch das Militär genutzt worden. Nach und nach sind der Flughafen und die Infrastruktur ausgebaut worden. 2004 kam es dann zu grösseren Veränderungen: Der Kanton Graubünden hat für 2,2 Millionen Franken Boden vom Militär gekauft und die Engadin Airport AG hat später die Leitung übernommen. An der Spitze ist seitdem Urs Schwarzenbach.

Im Oberengadin hat sich eine Diskussionen darum entfacht, ob der Flughafen vollständig von Privatpersonen gekauft werde. Auch der Kanton hätte gerne den Boden verkauft. Dagegen wehrten sich jedoch die Gemeinden und so wurde der Boden der Engadin Airport SA im Baurecht abgegeben. Danach wurde die INFRA, die für die Infrastruktur des Flughafens zuständig ist und die elf eingebundenen Gemeinden repräsentiert, gegründet.

Umstrittenes Renovationsprojekt

Im Jahre 2017 hat die Bevölkerung der beteiligten Gemeinden ein Renovationsprojekt von 22 Millionen Franken angenommen. Einige Jahre später war jedoch die Rede von einer Renovationssumme von 88 Millionen Franken, also das Vierfache. Das hat Diskussionen und Kritik ausgelöst, auch eine Petition wurde eingereicht. Nach erneuter Prüfung des Projekts stand eine reduzierte Variante für 35 Millionen Franken im Raum.

Da es noch nicht zu einer Renovation kam, hat die Rega, welche im Oberengadin eine Basis hat, Druck gemacht und gedroht, Samedan zu verlassen. 2024 hat ein Bericht verschiedene Mängel aufgezeigt. Seit 2023 wird zusammen mit Interessensgruppen das Sanierungs-Projekt überarbeitet. Das Projekt beläuft sich nun auf 68 Millionen Franken. Der zusätzliche Kredit kommt dieses Jahr vors Volk. Die Infrastruktur, namentlich die Piste sowie die Anlagen sind schon länger renovationsbedürftig.

Wichtigkeit für Region und Kanton

Insgesamt stehen rund 1’000 Jobs im Oberengadin mit dem Flughafen in Zusammenhang. Gemäss dem Handels und Gewerbeverband Samedan-Bever würde das Gewerbe der ganzen Region vom Tourismus des Flughafens profitieren – vom Restaurant bis zum Einkaufsladen. Der CEO von Engadin Tourismus Jan Steiner sagt, dass der Flughafen notwendig sei. Sonst wäre das Oberengadin so wie jede andere Destination.

Im Oberengadin werde jährlich ein Umsatz 200 Millionen Franken generiert, welcher direkt oder indirekt in Zusammenhang mit dem Flughafen stehe. Miteinbezogen ist der Gewinn des Flughafen, die Einnahmen von Tourismus und Wirtschaft durch Gäste und Arbeiten sowie Steuereinnahmen. Quelle:‘rtr.ch‚.

Flugplatz Latsch: Diskussion um Zukunft dreht noch eine Runde

Die Zukunft des Flugplatzes Latsch stand im Mittelpunkt der letzten Stadtratssitzung. Wieder einmal. Der Beschluss diesmal: Die Verwaltung soll die Möglichkeiten prüfen, wie der Verkehrslandesplatz weitergeführt werden soll.

Den Zuhörern – darunter zahlreiche Mitglieder der Bürgerinitiative gegen Fluglärm – kam das bekannt vor. Und tatsächlich: Die Diskussion um die Zukunft des Flugplatzes Latsch dreht sich im Kreis. Aber wie. „Ich komm‘ mir vor wie im Kreisverkehr bei voller Geschwindigkeit und die Fliehkräfte ziehen nach außen“, sagte Karl Bärnklau (Die Grünen).

Kurz die Vorgeschichte: Seit Jahren wird die Zukunft des Verkehrslandeplatzes diskutiert. Tower, Landebahn und Tankanlage sind sanierungsbedürftig. Der Flugplatz (eine freiwillige Leistung) beschert der Stadt jährlich ein Defizit von deutlich über 100.000 Euro. Parallel dazu fordert eine Bürgerinitiative gegen Fluglärm eine deutliche Reduzierung der Flugbewegungen. 2026 geht zudem der Mitarbeiter im Tower in den verdienten Ruhestand.

Zeit für eine Zäsur. Darin ist sich der Stadtrat Weiden einig. Der Flugplatz soll zwar weiterbetrieben werden. Offen ist, von wem und wie. In der November-Sitzung 2024 bekam die Verwaltung den Auftrag, die Vor- und Nachteile von Verpachtung, Verkauf und Betreibergesellschaft zu prüfen. Außerdem sollten die Kosten der Investitionen ermittelt werden.

Rechtsdezernentin ist anderer Meinung

Rechtsdezernentin Nicole Hammerl legte am Montag ernüchternde Ergebnisse vor. Sie geht davon aus, dass die Tankanlage „ein wirtschaftlicher Totalschaden“ ist. Der Stadtrat hatte sich vor Jahren gegen die teure Komplettsanierung entschieden. Seit Jahren können Flieger in Latsch schon nicht mehr tanken, tun das woanders oder bringen ihren Sprit mit.

Zum Thema Verpachtung und Verkauf: Laut OB Jens Meyer hat die Verwaltung mit drei potenziellen Investoren gesprochen. Es bestehe kein Interesse. Bleibt die Gründung einer Betreibergesellschaft. Beide Fliegervereine – der Oberpfälzer Motorfliegerclub Weiden und der Aeroclub – können sich vorstellen, mit der Stadt und gegebenenfalls anderen Unternehmen einen Betreibergesellschaft zu gründen.

Luftamt Nordbayern muss seinen Segen geben

Für einen mittleren Aufruhr im Stadtrat sorgte die Einschätzung der städtischen Rechtsdezernentin zur Betreibergesellschaft. Nicole Hammerl machte keinen Hehl daraus, keine Vorteile zu sehen. Mit dieser „Halb-Auslagerung“ seien womöglich noch mehr Kosten und Risiken verbunden. Auch eine Herabstufung des Verkehrs-Landesplatzes zum Sonderlandeplatz hält sie für mehr oder minder unmöglich: „Es ist der einzige Verkehrs-Landeplatz in der Oberpfalz.“ Das Luftamt Nordbayern werde auf den Erhalt pochen.

Die Juristin rief damit Widerstand in allen Fraktionen hervor. Beispielsweise von CSU-Stadtrat Wolfgang Pausch: „Wow! Da nimmt man den Willen des Stadtrats und der Bürger gar nicht wahr. Im Prinzip haben wir jetzt gehört: Es muss alles so bleiben wie es ist. Ich bin ein Riesenfan des Flugplatzes, verstehe aber auch die berechtigten Ansinnen der Menschen, die enorm leiden.“ Das Flugaufkommen habe sich – durch die Ansiedlung der Flugschule 2019 – massiv gesteigert. „Und wir stehen da und sagen: Wir können nichts ändern?“

Beschluss: Verwaltung prüft noch einmal

SPD-Fraktionschef Roland Richter forderte eine Entscheidung: „Wir wollen eine Betreibergesellschaft. Dafür besteht Interesse und Bereitschaft.“ Das brachte Bürgermeister Lothar Höher auch vom Runden Tisch mit, den er seit Monaten moderiert. Er lobte das sachliche Klima, in dem die Bürgerinitiative mit den Fliegervereinen diskutiert habe. „Aber mit Abmachungen kommen wir jetzt nicht weiter.“ Es bedürfe einer politischen Entscheidung. Sein Vorschlag: Betreibergesellschaft, Flugaufsicht in der Hand der Vereine, Prüfung eines privaten Angebots für die Tankstelle.

Für OB Jens Meyer liegt das Problem an bisher widersprüchlichen Aussagen im Stadtrat: „Sie müssen sagen, was Sie wollen. Es gibt dazu keine Entscheidung.“ Für ein wenig Heiterkeit sorgte Stadtrat Rainer Sindersberger (Freie Wähler). Er brachte CSU-Kollege Hans-Jürgen Gmeiner ins Spiel, Berufssoldat a.D., der den Tower locker sprengen könnte: „Fegen wir den Tower weg!“

Am Ende einigte sich das Gremium auf folgenden Beschluss:

  • Die Gründung einer Betreibergesellschaft ist weiter zu verfolgen.
  • Die Verwaltung wird beauftragt Verhandlungen bezüglich eines Verkaufs der Tankstelle zu führen.
  • Eine Gebührenanpassung ist vorzubereiten.
  • Die Verwaltung tritt in Verhandlungen mit dem Luftamt Nordbayern, mit dem Ziel, eine Einschränkung der verbindlichen Öffnungszeiten zu erreichen. Mit dem Luftamt Nordbayern sind weiterhin Gespräche hinsichtlich der Herabstufung zu einem Sonderlandeplatz zu führen. Quelle: ‚oberpfalzecho.de‚.



Altenrhein: Abflug-Regime einhalten.

Immer wieder kommt es über Altenrhein zu gefährlichen Annäherungen von Flugzeugen. Philipp Köppel, Berufspilot und St.Galler SVP-Kantonsrat, hat die parlamentarische Gruppe Luft- und Raumfahrt gegründet. Er spricht über die Herausforderungen für Pilotinnen und Piloten und sagt, was die Politik nun tun kann.

Ein Businessjet hebt in Altenrhein ab. Bei aufeinanderfolgenden Starts und Landungen kommen sich die Flugzeuge nahe – manchmal zu nahe.

Herr Köppel, immer wieder sind startende Freizeitpilotinnen und -piloten in die Vorfälle involviert. Was macht das Startmanöver herausfordernd?

Beim Start kommt grundsätzlich viel zusammen: Kleinflugzeuge werden oft nur von einer Person gesteuert. Man muss die Geschwindigkeit und den Kurs im Griff haben, nach anderen Flugobjekten Ausschau halten und gleichzeitig auf den Funkverkehr hören. Damit ist man ziemlich ausgelastet. Für Pilotinnen und -piloten ist daher eine gute Flugvorbereitung essenziell. Und gerade auch für Hobbyfliegerinnen und -flieger ist Routine wichtig.

Haben Sie Verständnis für die Fehler, die dabei in letzter Zeit gemacht wurden?

Im Prinzip ist das Abflugverfahren in Altenrhein einfach: Geradeaus abheben und dann rechts abdrehen. Beim letzten Vorfall muss der Pilot das Abflugverfahren nicht studiert haben, sonst wäre es nicht zur Situation gekommen. Da im entgegenkommenden Flugzeug Profis sassen, ist nichts passiert. Wichtig ist: Wenn sich alle an die Abläufe halten, die in Altenrhein gelten, sollten solche Vorfälle nicht passieren. An sich hat das also nichts mit Altenrhein zu tun – es gibt andere Flugplätze, die ein ähnliche Abflugregimes betreiben.

Bildlegende: Quelle:SUST/Kartendaten: OSM, Lizenz Odbl 1.0/Karte:stb

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt macht die Pilotinnen und Piloten mit Informationskampagnen auf die Situation aufmerksam. Ist das der richtige Weg?

Grundsätzlich finde ich die Kampagne gut. Es ist die einzige Möglichkeit, die es innerhalb der Rahmenbedingungen gibt. Solange dieses Abflugregime gilt und Flüge über Österreich auf ein Minimum beschränkt sind, muss man damit leben. Insofern kenne ich aktuell kein besseres Rezept.

Grund für das Überflug-Verbot ist der Staatsvertrag mit Österreich aus dem Jahr 1992. Neuverhandlungen waren zuletzt gescheitert – plädieren Sie für eine Wiederaufnahme?

Unbedingt. Das ist ein wichtiges Anliegen unserer parlamentarischen Gruppe Luft- und Raumfahrt. Die ganze Region – Vorarlberg, Liechtenstein und natürlich die Ostschweiz – profitiert vom Flugplatz. In Vorarlberg betreut der neue Landesstatthalter Christof Bitschi das Verkehrsdossier. Ich bin überzeugt, dass man mit ihm und der neuen österreichischen Bundesregierung Wege findet und hoffe, dass möglichst schnell eine Lösung erarbeitet werden kann, um die Situation zu verbessern. Von Schweizer Seite ist der Wille da, vorwärts zu machen. Quelle: ‚Tagblatt.ch‚.

Kantonsrat Philipp Köppel (SVP) hat als Berufspilot über 10’000 Flugstunden absolviert.

Skyguide: Merz folgt auf Bristol

Nach acht Jahren im Amt wird Alex Bristol am 31. Oktober 2025 als CEO von Skyguide zurücktreten. Sein Nachfolger wird Peter Merz, bisheriger Kommandant der Schweizer Luftwaffe, der das Amt am 1. November 2025 übernimmt.

Bristol, der zunächst als Chief Operating Officer zu Skyguide kam, wurde 2017 CEO. Unter seiner Führung stärkte Skyguide ihre Position als internationaler Innovator im Flugverkehrsmanagement und erhielt die weltweit erste GreenATM-Akkreditierung.

«Der Weitblick und die Führung von Alex waren entscheidend für die Gestaltung der Zukunft von Skyguide», sagte Aldo C. Schellenberg, Verwaltungsratspräsident, und unterstrich die Leistung von Bristol, ein stabiles und integratives Arbeitsumfeld zu schaffen, insbesondere während der COVID-Krise.

Sein Nachfolger, Divisionär Peter Merz, bringt umfangreiche Luftfahrt- und Führungs-Erfahrung mit. Als Kommandant der Schweizer Luftwaffe hat er massgeblich zur Modernisierung der Luftverteidigung und zur Weiterentwicklung der Schweizer Luftfahrt-Technologie beigetragen. «Peters tiefes Verständnis für unsere Branche macht ihn zur idealen Führungs-Persönlichkeit für das nächste Kapitel von Skyguide», fügte Schellenberg hinzu.

Merz wird am 1. Oktober bei Skyguide beginnen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, bevor er am 1. November 2025 offiziell die Rolle des CEO antritt. Quelle: ‚Skyguide.ch‚.

BSG-Urteil: „Freelancer“ sind „scheinselbständig“

Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) informiert über eine neue Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes (BSG, 23.04.2024 – Az: B 12 BA 9/22 R). Danach werden Piloten ohne eigenes Luftfahrzeug, so genannte „Freelancer“, als scheinselbständig eingestuft.

Unter dem Begriff Scheinselbstständigkeit versteht man das Auftreten als Selbständiger, obwohl der Betroffene im Sinne der Sozialversicherung als abhängig beschäftigt anzusehen ist und damit Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer zu zahlen sind.

Werden Sozialversicherungsbeiträge für vermeintlich freie Mitarbeiter vorenthalten, ist dies eine Straftat. Verdachtsfälle werden den zuständigen Behörden zur Klärung gemeldet.“ Das Urteil kann auf der Internetseite des BSG nachgelesen werden. Quelle. ‚lba.de‚.

Basler liefert zwei C-47-Umbauten aus

Basler Turbo Conversions hat kürzlich zwei BT-67-Umbauten von seiner Basis in Oshkosh, WI, an einen unbekannten Kunden ausgeliefert.

Die Flugzeuge, N1350A (MSN 68) und N941AT (MSN 69), sind grau lackiert und tragen keine Markierungen. Sie flogen von Oshkosh in Formation nach Tullahoma, TN.

Die BT-67 N1350A begann ihr „Leben“ als USAAF TC-47B-30-DK im April 1945, während die N941AT am 31. März 1944 an die USAAF ausgeliefert wurde. Sie schleppte am 6. Juni 1944 im Rahmen der Mission „Keokuk“ und einen Tag später im Rahmen der Mission „Galveston“ einen Lastensegler mit Männern und Material für die 101st Airborne Division zu einer Landezone bei Hiesville in die Normandie. Über den Kunden sind keine Informationen erhältlich.

Ein seltenes Beispiel für ein erfolgreiches und vollständig wiederaufbereitetes Flugzeug

So nah die Kolben-DC-3 der Perfektion kam, so sehr wusste Warren Basler, dass eine bessere und effizientere Version dieses zuverlässigen Flugzeugs benötigt wurde. Mit dieser Vision wurde Basler Turbo Conversions gegründet. Die Produktion begann im Januar 1990 in der neuen, 75’000 Quadratmeter großen Anlage am Wittman Regional Airport in Oshkosh, Wisconsin. Seitdem wurden BT-67-Flugzeuge hergestellt und weltweit an Kunden verkauft.

„Die DC-3 war ein schönes, stabiles und praktisch unzerstörbares Flugzeug, das verschwendet wurde. Wir erkannten, dass das Flugzeug durch die Turbinisierung und Modernisierung noch viele Jahre weiterfliegen würde. „Die Luftfahrtindustrie hat jahrelang nach einem Ersatz für dieses robuste und zuverlässige Flugzeug gesucht. Bei Basler Turbo Conversions bauen wir es“, erklärt Besitzer Basler.

Im Jahr 1996 übernahm Jack Goodale, ein luftfahrtbegeisterter Unternehmer aus Grand Rapids, Michigan, die Leitung des Unternehmens. Herr Goodale brachte seine Fähigkeiten und seinen Hintergrund als Unternehmensgründer in das Unternehmen ein und hat es zu seiner heutigen Stellung als komplettes und fokussiertes Flugzeugbau-Unternehmen geführt. Heute stehen die Basler Turbo Conversions und die BT-67-Konfiguration der DC-3 / C-47 beispielhaft für erfolgreiche und vollständig überholte Flugzeuge.

Das am weitesten entwickelte und bewährte Transportsystem seiner Klasse

Nach Tausenden von Entwicklungsstunden wird jede BT-67 so konstruiert, dass jedes Bauteil, jede Baugruppe und jedes System neu oder neuwertig ist. Die gesamte Verarbeitung und die Materialien entsprechen den höchsten Standards der US Federal Aviation Administration (FAA). Die Philosophie ihres Herstellungsprozesses besteht darin, die Industriestandards zu übertreffen, indem ein kompromissloser Ansatz verfolgt wird, der ein Produkt von höchster Qualität hervorbringt. Die Basler BT-67 kombiniert eine zuverlässige Flugzeugzelle mit zuverlässigen Motoren.

Alle Änderungen werden in umfangreichen Tests nach FAR Part 25 zertifiziert, denselben strengen Kriterien, die auch für die neueste Generation von Verkehrs-Flugzeugen gelten. Das daraus resultierende Produkt, die BT-67, hält jedem Standard-Vergleich stand. Es ist zweifellos das am weitesten entwickelte und bewährte Transport-System seiner Klasse, sowohl in Bezug auf die Produktivität als auch auf die Kosten-Effizienz. Quelle: ‚theaviationgeekclub.com‚. Autor: Dario Leone

Dario Leone ist Autor für Luftfahrt, Verteidigung und Militär. Er ist Gründer und Herausgeber von „The Aviation Geek Club“, einem der meistgelesenen Blogs über die militärische Luftfahrt. Seine Artikel sind in The National Interest und anderen Nachrichten-Medien erschienen. Er hat aus Europa berichtet und ist bei der Schweizer Luftwaffe Super Pumas und Cougar-Hubschrauber geflogen.

Wird man dank Segelflug ein besserer Airline-Pilot?

Segelflug in der integrierten ATP-Ausbildung

Viele Fähigkeiten, die beim Fliegen eines Segel-Flugzeugs gelernt werden, sind auf die Flugausbildung eines Berufspiloten übertragbar. Auf dem European Airline Transport Symposium (EATS) erörterte Sergio Gómez Brito, Ausbildungsleiter der spanischen ATO Quality Fly, die Vorzüge des Einsatzes von Segelflugzeugen in der kommerziellen Flugausbildung.

Dieses Youtube-Video von Quality Fly veranschaulicht Möglichkeiten, wie der Segelflug bei der Ausbildung von Berufspiloten in Bezug auf die manuelle Steuerung des Flugzeugs helfen kann. Das Fehlen eines Motors bedeutet, dass Segelflugzeug-Piloten sich auf Nick- und Höhenrudereingaben konzentrieren müssen, um die Flug-Geschwindigkeit sorgfältig zu halten.

Das Fliegen in der Thermik erfordert von den Segelfliegern Schräglagenwinkel von 30 bis 45 Grad, die in der Regel über den in der Verkehrsfliegerei üblichen Werten liegen. Segelflugzeugpiloten müssen sich auch darauf konzentrieren, den Strömungsabriss des Segelflugzeugs bei hohen Neigungswinkeln und niedriger Fluggeschwindigkeit zu vermeiden, wenn sie in die Thermik eindrehen, um den notwendigen Auftrieb zu gewinnen.

Segelflugzeugpiloten haben in der Regel nur eine Chance, das Flugzeug erfolgreich zu landen, und haben im Vergleich zum Motorflug nur begrenzte Ausweichmöglichkeiten.

Luftstreitkräfte auf der ganzen Welt nutzen das Segelfliegen als Sprungbrett, bevor sie Piloten in ein offizielles militärisches Flugtrainingsprogramm einführen. Das Segel-Fliegen gilt auch als eine der zugänglichsten und reinsten Formen des Fliegens, die es gibt. Quelle: ‚ftnonline.co.uk‚.

>> Youtube-Video

Schweiz übernimmt neue EU-Bestimmungen

Der Gemischte Ausschuss des bilateralen Luftverkehrsabkommens Schweiz-EU hat am 16. Januar 2025 die Übernahme verschiedener EU-Erlasse beschlossen. Sie dienen dazu, in der europäischen Zivilluftfahrt ein hohes und einheitliches Sicherheitsniveau aufrechtzuerhalten. Der Bundesrat hatte die Übernahme der neuen Bestimmungen an seiner Sitzung vom 15. Januar 2025 genehmigt. Die neuen Bestimmungen treten am 1. Februar 2025 in Kraft.

Ein aus vier Verordnungen bestehendes Paket schafft den Rechtsrahmen für den zukünftigen Einsatz von zulassungspflichtigen unbemannten Luftfahrzeugsystemen. Als zulassungspflichtig gelten zum Beispiel Drohnen, die schwere Güter transportieren. Dieser neue Rechtsrahmen regelt die Konstruktion und die Herstellung von solchen Luftfahrzeugen und stellt deren Lufttüchtigkeit sicher.

Eine Verordnung definiert den Rechtsrahmen für den zukünftigen Betrieb von bemannten Luftfahrzeugen, die senkrecht starten und landen. Die Verordnung ermöglicht es, diese elektrischen Flugtaxis sicher und effizient in das bestehende Luftfahrtsystem zu integrieren.

Eine weitere Verordnung erhöht die Altersgrenze für alle Helikopterpilotinnen und -piloten, die medizinische Notfallflüge im Einzelpilotenbetrieb durchführen, von 60 auf 65 Jahre. Dies gewährleistet, dass mehr Pilotinnen und Piloten für solche Einsätze verfügbar sind – immer unter der Voraussetzung, dass sie zusätzliche Gesundheitsanforderungen erfüllen. Mit der Übernahme der entsprechenden Verordnung werden die zwei Motionen KVF-NR und Ettlin «Schaffung einer nationalen Berufspilotenlizenz» teilweise – nämlich für medizinische Notfallflüge – umgesetzt. Beide Motionen haben eine Erhöhung der Altersgrenze für alle Pilotinnen und Piloten von Helikopterflügen im Einzelpilotenbetrieb zum Ziel.

Mit dem Beschluss des Gemischten Ausschusses werden auch die Leistungsziele für Anbieter von Flugsicherungsdiensten für die Jahre 2025 bis 2029 in den Bereichen Sicherheit, Umwelt, Kapazität und Kosteneffizienz festgelegt. In der Schweiz haben Skyguide sowie Meteo Schweiz diese Ziele zu erreichen.

Darüber hinaus beschloss der Gemischte Ausschuss, weitere EU-Rechtsakte in den Anhang des Luftverkehrsabkommens zu übernehmen. Diese betreffen die Flugsicherheit, das Flugverkehrsmanagement (ATM) sowie die Liberalisierung des Luftverkehrs.

EU-Bestimmungen für die Schweizer Luftfahrt

Seit 2002 verbindet die Schweiz und die EU ein bilaterales Luftverkehrsabkommen: das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Luftverkehr. Neue, von der EU-Kommission verabschiedete Erlasse werden vom zuständigen gemischten Ausschuss Schweiz-EU regelmässig in den Anhang des Luftverkehrsabkommens übernommen. Für die Schweiz unterzeichnet Christian Hegner, Direktor des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL), den Beschluss des Gemischten Luftverkehrsausschusses, nachdem der Bundesrat vorgängig die Übernahme der Bestimmungen genehmigt hat. Quelle. ‚bazl.admin.ch‚.

Austro Control Season Opener in Wien und Bregenz

Bestens vorbereitet in die neue Flugsaison starten: Die aktuellen Informationen rund um das Thema Flugsicherheit gibt es wieder beim Austro Control Season Opener am 15. März in Wien und am 22. März in Bregenz.

Startfrei für die neue Flugsaison

Damit Sie optimal vorbereitet in die neue Flugsaison starten können, wurden wieder die aktuellen Informationen rund um das Thema Flugsicherheit für Sie zusammengestellt. Freuen Sie sich auf spannende Themen, Einblicke und Fachbeiträge von Expert/-innen.

Bitte merken Sie sich folgende Termine vor:

Wien: 15. März 2025
Austro Tower, Schnirchgasse 17, 1030 Wien

Bregenz: 22. März 2025
Landesberufsschule Bregenz 2, Feldweg 25, 6900 Bregenz

Das detaillierte Programm folgt in Kürze. Quelle: ‚austrocontrol.at‚.

Nach dem Boom: Weniger Privatflüge am Flughafen Sylt

Während der Corona-Zeit kamen soviele Privatflieger wie nie zuvor auf die Ferieninsel. Das NDR Datenteam hat die Sylter Flugdaten der vergangenen zwei Jahrzehnte ausgewertet. Was kommt nach dem Boom?

Der Sylter Flughafen ist klein und schnörkellos, mit sechs Check-in-Schaltern und drei Gates; Duty-Free-Geschäfte oder Boutiquen gibt es hier nicht. Das Team ist eingespielt und ab und zu kommt die Inselschäferin mit ihrer Herde vorbei. Hier starten und landen Flugzeuge fast aller Art und Größe: Von der kleinen Propellermaschine, die die Fallschirmspringer nach oben bringt, über den A320 von Eurowings, der Sylt mit Düsseldorf verbindet, bis hin zum Privatjet aus Rostock oder Bayern oder auch mal aus Miami.

Die Sylter Privatflüge stehen immer wieder im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen. Sie sind für den Inselflughafen prägend: 59 Prozent aller Starts im Jahr 2024 waren Privatflüge, zeigen die Zahlen von eurocontrol – deutschlandweit sind es weniger als neun Prozent. Privatflüge sind besonders teuer und besonders umweltschädlich – für Klimaaktivisten repräsentieren sie den übergroßen Anteil reicher Menschen am Klimawandel. Mehrfach wurde der Flughafen Sylt in den vergangenen Jahren so zum Ziel von Protestaktionen. Erst vor wenigen Wochen wurden Aktivisten, die einen Privatjet mit Farbe besprüht hatten, zu Haft- und Geldstrafen verurteilt.

Eine Auswertung von NDR Data zeigt nun erstmals, wie sich diese Flüge in den vergangenen zwei Jahrzehnten entwickelt haben. Eine Analyse von Tausenden Flugbewegungen im vergangenen Jahr macht deutlich: Die meisten Flüge von und nach Sylt sind Inlandsflüge und Kurzstrecken. Die Privatflüge machen mindestens ein Drittel der Flugemissionen aus. Schon 2005 gehörten die meisten Flüge ab Sylt zum Markt-Segment “Business Aviation” – so heißen in der Branchensprache zivile, nicht planmäßige Flüge, oder vereinfacht: Privatflüge. In den Jahren seit 2013 stieg ihre Zahl kontinuierlich bis zu einem Höhepunkt im Jahr 2022: Von 988 Abflügen im Jahr 2013 haben sie sich auf 1’920 im Jahr 2022 fast verdoppelt. Selbst 2020, als der Flugverkehr wegen der Corona-Pandemie überall einbrach, stiegen diese weiter an.

Klientel mit Möglichkeiten

“Aufgrund der Insellage hoch im Norden und trotz unseres starken Liniennetzes ist Sylt aber nicht für alle per Bahn, Auto oder Direktverbindung gut zu erreichen“, sagt Flughafenchef Stephan Haake. „Außerdem spricht Sylt mit seinen hochwertigen Hotels und Restaurants eine Klientel an, die mehr Möglichkeiten hat“. Beispielsweise, die Möglichkeit, Privatflüge zu bezahlen. Daher sei der Anteil der Privatflüge auf der Insel traditionell hoch. Während des Lockdowns sei Sylt wegen der Landschaft und der Nordseeluft ein besonders attraktives Ziel gewesen.

Auch deutschlandweit erreichten Privatflüge im Jahr 2022 einen absoluten Rekord. 94’000 Mal starteten damals Privatflüge in ganz Deutschland – und wie auf Sylt sinkt ihre Zahl seitdem wieder: 2024 hoben deutschlandweit nur noch knapp 84’000 Privatjets ab. Die Auswertung von NDR Data zeigt: Am Flughafen Sylt waren 5’051 Einzelflüge im Jahr 2024 für CO2-Emissionen in Höhe von etwa 15’750 Tonnen verantwortlich. Privatflüge machten dabei mindestens ein Drittel aus, nämlich 5’064 Tonnen CO2. Zum Vergleich: Der CO2-Fußabdruck eines Deutschen beträgt durchschnittlich etwa 10 Tonnen für ein ganzes Jahr.

Dass die Zahl der Privatflüge nun wieder sinkt, habe mit der Normalisierung des Flugverkehrs nach den Pandemie-Einschränkungen zu tun, so Haake. Andererseits sei der private Flugverkehr sehr volatil, deshalb lasse sich aus sinkenden Zahlen aus zwei Jahren kein langfristiger Trend ableiten. Bei den Linienflügen sieht die Entwicklung der vergangenen Jahre anders aus: Hier sinken die Flüge – mit einigen Ausschlägen – schon seit 2009 kontinuierlich, als es 1’530 Abflüge in der Kategorie gab. Im vergangenen Jahr starteten laut eurocontrol nur noch 741 Linienflüge. Insgesamt sinkt so auch die Zahl der Gesamtflüge am Flughafen Sylt. Im Jahr 2024 gab es dort 2’547 Starts, zwölf Prozent weniger als im Jahr 2023.

Nachwehen der Corona-Pandemie

Den Flughafen-Chef schreckt das nicht auf: „Ein statistischer Effekt“, sagt Stephan Haake. „2022 waren die Nachwehen nach der Pandemie. Die Freiheit des Reisens schnellte nach oben, alle wollten wieder weg und raus. Da haben wir auf der ganzen Insel einen Ansturm erkannt. Uns war aber klar, dass das ein überschnellender Effekt ist. Und dass sich das wieder normalisiert.“

Flughafenchef Haake hat allerdings ein anderes Ziel vor Augen: die Wirtschaftlichkeit. „Wir wollen gar nicht riesig wachsen, haben keine Millionen-Passagier-Ziele vor Augen“, so Haake. “Schon deshalb, weil wir hier auf der Insel einen limitierenden Faktor haben: Es gibt hier nur eine bestimmte Zahl Gästebetten, und mehr Menschen können wir auch nicht transportieren.“ Stattdessen sei es wichtig, dass der Flughafen sich selbst finanziere. Seit wenigen Jahren ist es nun so weit: Seit 2021 die Flugsicherungskosten vom Bund übernommen werden, schreibt der Inselflughafen schwarze Zahlen.

Zu viele Flüge wären belastend

Auch Moritz Luft, Chef der Sylt Marketing GmbH, sieht das Ziel in der Stabilität: „Zu viele Flüge wären ja wiederum eine Belastung für die Insel. Aber insbesondere ohne eine intakte und gut funktionierende Bahnverbindung brauchen wir alle Optionen, die es für eine verlässliche An- und Abreise gibt.“

Aktuell hat Sylt direkte Linienflüge zu zehn Flughäfen: Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart, Frankfurt, Kassel, München, Mannheim, Nürnberg, Zürich und Luxemburg. In diesem Sommer kommt Nummer elf dazu: Wien. Wichtigster Partner für den Sylter Flughafen ist Eurowings: Die Fluggesellschaft bedient die Strecken nach Düsseldorf und Stuttgart. Diese spiegeln sich auch in der Liste der Flughäfen, mit denen es die intensivsten Verbindungen gibt: Etwa zehn Prozent der Flüge im vergangenen Jahr flogen von und nach Hamburg, gefolgt von Düsseldorf, München und Zürich. Insgesamt waren drei Viertel aller Flüge Inlandsflüge und fast die Hälfte legte eine Strecke von weniger als 500 Kilometer zurück.

Auf Sylt starteten und landeten auch Langstreckenflüge aus mehr als 5’000 Kilometern Entfernung. Diese Flugzeuge, ausschließlich Business-Jets, starteten in Gander auf der kanadischen Insel Neufundland, aus der kasachischen Hauptstadt Almaty und aus Miami in den USA. Die Flüge dürften die schädlichsten für das Klima gewesen sein, mit teilweise deutlich über 20 Tonnen CO2 pro Flug. Quelle: ‚ndr.de‚.


15 Islander für EVIA AERO

Evia Aero, ein deutsches Unternehmen, das den europäischen Reiseverkehr durch eine kohlenstoffneutrale Luftfahrt verändern will, unterzeichnete mit Britten-Norman eine Absichtserklärung über den Kauf von 15 Britten-Norman Islander-Flugzeugen.

Die 15 von Britten-Norman erworbenen Islander-Flugzeuge werden ab Anfang 2027 geliefert. Diese Flugzeuge werden zu emissionsfreien Plattformen mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antriebssystemen umgerüstet. Neben dem Kauf des Flugzeugs umfasst die Zusammenarbeit auch die Neugestaltung der Innenausstattung der Islander. Diese wird mehr Komfort und Funktionalität für die Passagiere bieten.

Die Partnerschaft will neue Maßstäbe im Regionalverkehr setzen, indem praktische, emissionsfreie Flugzeuge mit vor Ort erzeugter, grüner Energie betrieben werden. Die Strategie von Evia Aero ist es, nachhaltige Punkt-zu-Punkt-Regionalflug-Verbindungen zwischen europäischen Wirtschaftszentren einzurichten und Passagieren eine klimaneutrale und zeitsparende Alternative zu bieten. Quelle:‘britten-norman.com‚.

Skydweller Aero testet autonomes Seeüberwachungs-Flugzeug

Skydweller Aero Inc., ein weltweit führender Anbieter von solarbetriebener Dauerflug-Technik, treibt die Flugtests für sein autonomes maritimes Patrouillenflugzeug voran. Bei diesen Tests werden einsatzfähige militärische Nutzlasten an Bord des unbemannten Flugsystems Skydweller integriert, was es zu einer bahnbrechenden Lösung für dauerhafte, unbemannte Einsätze in komplexen Umgebungen macht.

„Skydweller ist mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet und befindet sich in der Flugerprobung am Stennis International Airport, um sich auf den Einsatz im Jahr 2025 vorzubereiten“, sagte Dr. Robert Miller, CEO und Mitbegründer von Skydweller Aero. „Die Widerstandsfähigkeit und das Design unseres Flugzeugs ermöglichen es, Multi-Intelligence-Sensor-Nutzlasten auch unter schwierigen Winterbedingungen zu betreiben. Mehrtägige Demonstrationen sind für Anfang 2025 über einsatzrelevanten Gebieten geplant.“

Diese laufenden Tests bauen auf den erfolgreichen autonomen Flugversuchen des Unternehmens auf, die Ende 2024 durchgeführt wurden. Trotz des schwierigen Wetters an der Golfküste, darunter zwei Hurrikane, absolvierte Skydweller Aero zwischen dem 22. August und dem 22. September sechs Flüge, von denen vier vollständig autonom waren. Die längsten Einsätze dauerten 16 und 22,5 Stunden und demonstrierten die Ausdauer und Einsatzfähigkeit des Flugzeugs über Land und Meer in Höhen von bis zu 33’000 Fuß.

Dr. Miller erklärte: „Das Flugzeug hat einen beeindruckenden Rhythmus beibehalten und im Durchschnitt alle fünf Tage einen Einsatz absolviert. Diese Leistung unterstreicht die Wartungsfreundlichkeit und Zuverlässigkeit unseres Systems“.

Während des Höhepunkts der atlantischen Hurrikan-Saison haben die Skydweller-Teams die autonomen Fähigkeiten des Flugzeugs feinabgestimmt und seine Reaktions-Fähigkeit auf dynamische Wetterbedingungen verbessert. „Bei Flügen in der Nähe von Mississippi-Gewittern konnten wir unsere Wettervermeidungssysteme testen und verfeinern“, erklärte Dr. Miller. „Die Fähigkeit von Skydweller, unter widrigen Bedingungen zu navigieren, unterstreicht seinen Wert, insbesondere für Einsätze in tropischen Regionen, wo plötzliche Stürme vermieden werden müssen, um der Luftabwehr zu entgehen.

Im Gegensatz zu vielen anderen unbemannten Systemen, die auf kontrollierte Umgebungen beschränkt sind, ist Skydweller für den Einsatz in realen Umgebungen konzipiert. Die robuste Konstruktion der Plattform, die beträchtliche Nutzlastkapazität und die kontinuierliche Leistungsabgabe bieten eine unübertroffene operative Flexibilität. Quelle: ‚defensehere.com‚.

Diamond Aircraft erhöht max. Abflugmasse der DA62 MPP

Diamond Aircraft Industries, ein führender Innovator in der Luft- und Raumfahrtindustrie, gibt eine bedeutende Verbesserung der DA62 MPP bekannt. Die maximale Abflugmasse (MTOM) der DA62 MPP wurde erhöht, was einen wichtigen Meilenstein für die Einsatzfähigkeit des Flugzeugs darstellt.

Die neue MTOM von 2.360 kg bedeutet eine Erhöhung um 2,5 % gegenüber dem bisherigen Grenzwert. Diese Verbesserung ermöglicht eine größere Nutzlastkapazität, so dass Betreiber mehr Kraftstoff oder Ausrüstung mitführen können, was die betriebliche Effizienz und Rentabilität verbessert.

Die wichtigsten Vorteile der erhöhten MTOM:

  • Erhöhte Nutzlastkapazität: Die erhöhte MTOM ermöglicht zusätzliche Missions-Ausrüstung, was den Betreibern mehr Flexibilität und Ertragspotenzial bietet.
  • Verbesserte Treibstoffeffizienz: Trotz der höheren Startmasse behält die DA62 MPP ihre branchenführende Treibstoffeffizienz bei und gewährleistet so einen kosteneffizienten Betrieb.
  • Erweiterte Reichweite: Das Flugzeug kann nun auf längeren Missionen eingesetzt werden, ohne dass die Leistung beeinträchtigt wird. Die 60 kg zusätzliche Nutzlast entsprechen einer Stunde zusätzlicher Ausdauer.
  • Einhaltung von Sicherheitsstandards: Die Erhöhung der MTOM wurde von den zuständigen Luftfahrtbehörden rigoros getestet und zertifiziert, um die höchsten Sicherheits- und Zuverlässigkeitsstandards zu gewährleisten.

Die DA62 MPP ist eine vielseitige fliegende Plattform, die auf den Wettbewerbsvorteilen des bekannten Diamond Aircraft Modells DA62 aufbaut. Zu diesen Vorteilen gehören die einfache Handhabung des Flugzeugs und die unübertroffene Sicherheitsbilanz von Diamond, Jet-A-betriebene Dieselmotoren, die für die niedrigsten Betriebskosten in ihrer Klasse sorgen, eine geringe Geräusch- und IR-Signatur aufgrund des On-Top-Abgassystems der Motoren, eine hervorragende Aerodynamik und Korrosions -Beständigkeit durch die Vollverbundstruktur des Flugzeugs und vieles mehr. Quelle: ‚diamondaircraft.com‚.