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Sturzflug über dem Baggersee

Was den Segelkunstflugwettbewerb am Flugplatz Thannhausen so besonders macht. Unter den Jury-Mitgliedern ist ein früherer Weltmeister. Anders als sonst drehten die Segelflugzeuge über den Baggerseen im Thannhauser Nordwesten keine gemütlichen Runden. Stattdessen flogen sie Loopings, drehten sich in Rückenlage oder ließen sich trudelnd in die Tiefe fallen. Anlass für diese wirklich spektakulären Flugmanöver war der Wettbewerb im Doppelsitzer-Segelkunstflug, den der Förderverein Segelkunstflug Bayern gemeinsam mit dem Mittelschwäbischen Luftsportverein (MLV) nun am Flugplatz in Thannhausen ausrichtete.

19 Talente sind dabei
19 Talente, vorwiegend aus Süddeutschland, traten in mehreren Wertungen gegeneinander an. Geflogen wurde in drei Schulungsflugzeugen. Thomas Kraus, Abteilungsleiter Segelflug des MLV und verantwortlich für die Organisation vor Ort, erklärt dazu: „Dieser Wettbewerb ist für Neulinge gedacht und soll sie an den Wettbewerbskunstflug heranführen. Deshalb kommen Flugzeuge zum Einsatz, die so gut wie in jedem Verein vorhanden sind. Damit können möglichst viele Pilotinnen und Piloten unter gleichen Bedingungen teilnehmen.“

Eine Kunstflugbox am Himmel
Für den Wettkampf wurde am Himmel über den Baggerweihern eine sogenannte Kunstflugbox definiert. „Diese Box ist einen Kilometer lang, einen Kilometer breit und etwa 800 Meter hoch“, sagt Kraus. Zur besseren Orientierung wurden die Ecken der Box am Boden mit Stoffmarkierungen gekennzeichnet. Denn die Pilotinnen und Piloten fliegen – bis auf einen Höhen- und Geschwindigkeitsmesser sowie einem Messgerät für G-Kräfte – ohne technische Hilfsmittel.

Zum Einstieg in die Box auf 1200 Metern Höhe werden die Segelflugzeuge per Schleppflugzeug gebracht. Im Anschluss absolvieren sie das Kunstflugprogramm, das bis zu einer Mindest-Flughöhe von 400 Metern abgeschlossen sein muss. Die Box darf dafür nicht verlassen werden, das gäbe Punktabzug. Anders als beim motorisierten Kunstflug gebe es beim Segelkunstflug keine Möglichkeit, wieder an Höhe zu gewinnen, so Thomas Kraus. „Für den Piloten geht es immer nur nach unten und er muss mit der Energie haushalten, um die Figuren innerhalb der vorgegebenen Höhen fliegen zu können.“

Übungen auch für das normale Fliegen hilfreich
Zum ersten Mal beim Wettbewerb dabei ist Anna-Lena Schlammer aus Bad Wörishofen. Die 28-Jährige ist selbst Fluglehrerin und hat im vergangenen Jahr ihren Kunstflugschein erworben. „Weil es einfach Spaß macht“, wie sie sagt. Aber auch im regulären Flugbetrieb sieht sie damit Vorteile. „Der Kunstflug bietet ganz andere Möglichkeiten, sein Flugzeug zu beherrschen. In kritischen Situationen kann das auch bei einem normalen Flug hilfreich sein.“ Quelle: ‘Augsburger Allgemeine‘.

Dario Costa fliegt mit 245 km/h durch Tunnel

Der Kunstflieger Dario Costa schafft etwas, dass vor ihm noch niemand wagte: Costa durchfliegt mit seinem Kleinflugzeug einen Autobahntunnel. Mit 245 km/h donnert Costa durch die niedrigen und engen Betonröhren. Quelle: ‘Youtube‘.

Wolke in der Box

Nachdem drei Konkurrenten (zwei in der Kat. Sportsman und einer in der Kat. Advanced) noch bei schönstem Sonnenschein ihre Programme voll durchziehen konnten, schob sich eine neugierige Wolke in die Box. Jury und Konkurrenzleitung beschlossen darauf hin, die Programme wieder um zwei Figuren zu verkürzen. Bei den ersten drei Piloten wurden diese Figuren ebenfalls gestrichen und nicht bewertet. Bis am Mittag konnte der Wettbewerb abgeschlossen werden.

Am Nachmittag wurde den vier Jungpiloten ein Einweisungsflug mit dem Fox geschenkt. Es sind jene vier Teilnehmer, welche letzte Woche im BFK in Hausen teilgenommen haben. Dank ihrer spontanen Anmeldung zur SM konnte diese überhaupt durchgeführt werden. Sonst hätte es zu wenig Teilnehmer gehabt.

Champagner bitte kaltstellen
Um 16 Uhr fand die feierliche Siegerehrung statt. Unter grossem Applaus wurde Stefan Illi aus der Segelfluggruppe Thun zum Schweizermeister in der Kat. Sportsman gekürt. Die Silbermedaille ging an Nick Bachmann, Bronze gewann sein älterer Bruder Timm. Beide Piloten sind in Ruswil/LU zuhause und fliegen in der SG Olten.

In der Kat. Advanced verteidigte Roman Baumer wurde Schweizermeister, Silber ging an Christian Syfrig und Bronze gewann Pascal Zollikofer. Seine Führungsposition und wurde verdient Schweizermeister. Roman fliegt in der SG Schaffhausen im Schmerlat. Christian Syfrig aus Oftringen gewann die Silbermedaille und Pascal Zollikofer aus Winterthur durfte sich die Bronzemedaille umhängen. Quelle: ‘SG Thun‘. Foto-Album.

Der Traum vom Fliegen

Die Ottenschlagerin Brigitte Danzinger fasziniert das Fliegen seit der Kindheit, es wurde ihre Leidenschaft, brachte sie zu vielen Großevents – und jetzt zur Segel-Kunstflug-WM. Brigitte Danzinger, die im Lebensresort in Ottenschlag als Physiotherapeutin arbeitet, hat ihre Begeisterung für das Segelfliegen schon seit der Kindheit, als sie einmal mitfliegen durfte. Sie wusste damals: „Das will ich auch machen.“ Ihre Familie – vor allem ihr Vater Franz Danzinger, der als Segelfluglehrer in Dobersberg tätig war – war ursprünglich dagegen. Doch mit Ferialjobs verdiente sie ihr eigenes Geld und konnte so mit 18 Jahren den Segelfliegerschein machen. Nur ihr Großvater Franz Danzinger, der ehemalige Bürgermeister von Ottenschlag, unterstützte sie und war auch bei ihrem ersten internationalen Auftritt, der Europameisterschaft 1996 in Ungarn, dabei.

Hoffnung auf eine Einzelmedaille. Ihre größten Erfolge bisher waren der Vizestaatsmeistertitel 2018 und der vierte Platz mit der österreichischen Mannschaft bei der letzten Weltmeisterschaft 2019 in Rumänien. Bei der diesjährigen WM, die vom 24. Juli bis 7. August in Leszno in Polen stattfindet, erhofft sie sich eine Einzel-Medaille. Für eine Medaille mit der Mannschaft, die grundsätzlich aus drei Teilnehmern besteht, gibt es kaum Chancen, da die Österreicher heuer nur zu zweit antreten. An den ersten Tagen finden nur die offiziellen Trainings statt. Wer dabei zu riskant fliegt, wird schon vor dem Wettbewerb disqualifiziert. Es ist also nicht so, wie man vielleicht vermuten könnte, dass nur „wilde Hunde“ fliegen.

Der perfekte Kreis. Das Reglement für die Wertung erklärt Brigitte Danzinger folgendermaßen: „Man muss das vorgegebene Programm in einem Würfel von jeweils 1 Kilometer Seitenlänge fliegen. Um mit diesem Platz auszukommen, muss man sich für die Abfolge schon vorher überlegen, wo man anfängt. Verlässt man diesen Bereich, gibt es Strafpunkte. Die zu fliegenden Figuren sind auf einem Plan vorgegeben. Es geht dabei um die Präzision dreidimensional in jede Richtung. Auch die Winkel des Fluges und die Richtungen – mit bzw. gegen die Windrichtung – sind vorgeschrieben, und für Abweichungen gibt es Punkteabzüge. Ein Looping muss kreisrund sein, darf also keine Ellipse sein. Jede Figur hat einen bestimmten Schwierigkeitsfaktor, den sogenannten K-Faktor. Dafür bekommt man Noten und für jeden Fehler Abzüge.“

Akribische Vorbereitung. Bei der Vorbereitung auf einen Wettkampf gibt es zwei Schwerpunkte: Einerseits macht man viel Mentaltraining, das heißt, man trainiert die Figurenabfolge ohne Flugzeug, wie es gesteuert werden soll und wie man mit dem Platz und der Höhe auskommt. Andererseits wird mit dem Flieger trainiert, doch das ist in Österreich schwierig, weil es hierzulande ein reiner Amateursport ist mit begrenzten zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten. Man benötigt dafür Sponsoren, für die eine entsprechende Medienpräsenz und ein Angebot an Flugvorführungen wichtig sind. Brigitte Danzinger: „Bei einer Weltmeisterschaft nehmen auch Leute teil, die das hauptberuflich gegen Bezahlung machen und 400 Trainingsflüge haben. Ich muss halt mit etwa 30 Trainingsflügen auskommen“. Brigitte Danzinger hat auch den Motorflugschein, doch ihre Faszination gehört dem Segelfliegen. Es sei vor allem die Stille und das Spielen mit Bewegungen in der Atmosphäre, was sie so begeistert. „Es ist eine Art von Entspannung, und man kommt weg von dem, was einen herunten stresst. Toll ist auch, dass die Vögel und Störche mit dem Segelflieger spielen. Es macht Spaß, mit dem Kopf nach unten oder Figuren zu fliegen und den Flieger mit den Kräften, die auf den Körper einwirken, präzise zu steuern.“ Brigitte Danzinger ist Mitglied der Unionsportfliegergruppe Ottenschlag, die etwa 10 Mitglieder hat. Im Hangar beim Flugplatz in Ottenschlag sind drei Flieger fix stationiert; dazu kommen noch drei private. Die meisten Flieger sind Doppelsitzer und werden auch für Schnupperflüge angeboten. Der Verein mit dem neuen Obmann Florian Vieghofer führt am 14. August den AIRlebnistag durch. Quelle: ‘NOEN.at‘.

Schweizermeisterschaft im Segelkunstflug

Liebe SegelfliegerInnen,

Kunstflug macht sicherer, Kunstflug ist schön und die Schweizermeisterschaft Segelkunstflug ist für alle Segelflieger mit Kunstflugerweiterung im Ausweis eine super geeignete Veranstaltung zum Trainieren und zur Perfektionierung! Sie findet Ende August in Thun statt, vor einer wunderbaren Kulisse.

Training: ab Montag, 23. August 2021
Wettkampf: 26. – 28. August 2021

Jeder Segelflieger, auch mit wenig Erfahrung, kann an der SM teilnehmen: In der Sportsman Kategorie:

  • stellen wir Dir auf Wunsch Dein Wettkampf-Programm zusammen
  • kann mit Safety-FI geflogen werden in Trainings- und Wettkampfflügen
  • kannst Du mit ASK-21 oder B4 den Wettkampf bestreiten (oder mit der FOX!)
  • kannst Du enorm profitieren und Fortschritte für Dich verbuchen

Melde Dich an für ein schönes Fliegerfest in Thun, es winken schöne Preise und ein unvergessliches Wettbewerbs-Erlebnis! Die Flugzeuge sind vorhanden, Wettbewerbsneulinge profitieren von einer substantiellen Reduktion der Nenngelder! Das Motto heisst: “Top fun for cheap money”!

Offizielle Ausschreibung. Rückfragen an das OK: adrian.sieber [a] hin.ch

Der Pilot, der in den Himmel schreibt

Pilot Tim Tibo (44) ist einer von acht Kunstpiloten, die mit ihren Fliegern Botschaften aus weißem Dampf in den Himmel zaubern! Tibo: „In der Corona-Zeit haben wir in Deutschland schon viele dutzend Mal „Bleibt gesund“ geschrieben. Das begeistert die Leute: Es ist eine positive Nachricht und sie sehen etwas, was sie vorher noch nicht gesehen haben.“ Die Buchstaben sind rund 200 mal 200 Meter groß, in wenigen Sekunden fertig und können sich bis zu zehn Minuten halten. Sie entstehen durch Ausstoß von Paraffinöl. Der Pilot: „Das wird im Auspuff erhitzt und verdampft dabei.“ Das sei weder umwelt- noch gesundheitsschädlich. Tibos „Skyexter“ gibt’s seit 2020. Der Pilot hat das Unternehmen mit vier Job-Kollegen gegründet. Mittlerweile sind fünf Flieger im Einsatz. Die Piloten stammen aus Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg. Der Schreib-Vorgang ist digitalisiert: Bevor die Maschinen abheben, ist genau programmiert, welche wann eine Wolke absetzen muss. Die Fliegen halten in der Luft einen Abstand von 20 bis 30 Metern. Die Flugzeuge sind zudem per WLAN verbunden. Viele Firmen haben die Flug-Schreiber schon gebucht. Auch Anfragen für Heiratsanträgegab’s schon. Tibo: „Wenn wir dann sagen müssen, dass das einen fünfstelligen Betrag kostet, ist das Gespräch schnell beendet.“ Quelle: ‘Bild‘.

Motorkunstflieger trotzen scheinbar der Physik

Eine halbe gerissene Rolle, bei der das Flugzeug in der Langachse auf den Rücken gedreht wird, eingebaut in ein 45 Grad aufwärts Flugmanöver: Solche Kunstflugfiguren, die der Physik vermeintlich ein Schnippchen schlagen und die Zuschauer am Boden staunen lassen, sind genau Dr. Benjamin Schaums Kragenweite. Der 43-jährige Gelnhäuser ist Sportflieger beim Aero-Club Gelnhausen und hat in diesem Jahr im Motorkunstflug mit seiner Yak-54 seine größten Erfolge gefeiert: Dritter bei den deutschen Meisterschaften und Sieger bei den brandenburgischen Meisterschaften – jeweils in seiner Klasse. Dabei sagt er über sich selbst: „Eigentlich bin ich kein Wettbewerbskämpfer, sondern fliege lieber Shows, aber nach den Erfolgen juckt es mich doch in den Fingern.“

Die Fliegerei wurde Benjamin Schaum in die Wiege gelegt. Sein Papa Wolfgang Schaum war von 1977 bis 2011 Vorsitzender des Aero-Clubs Gelnhausen und wurde danach zum Ehrenpräsidenten ernannt. Kein Wunder also, dass seine beiden Söhne in jungen Jahren viel Zeit auf dem Flugplatz Gelnhausen verbracht haben. Zusätzlich wurde ihnen das Fliegen vom Papa schmackhaft gemacht. „Er war Unfallchirurg und wollte uns davon abhalten, Motorrad zu fahren, weil er das für zu gefährlich hielt. Daher hat er das Fliegen aktiv gefördert“, erzählt Benjamin Schaum.

Eigene und technische Grenzen kennen
Für seinen Papa und für ihn selbst ist die Fliegerei sicher, solange der Pilot sie sicher gestaltet. „Bei den meisten Unfällen sitzt das Problem zwischen dem Headset. Man muss die persönlichen und technischen Grenzen kennen und respektieren, dann stellt das Fliegen keine Gefahr dar“, sagt der Gelnhäuser, der auch beruflich dem Pfad seines Vaters gefolgt ist. Er ist Facharzt für Allgemeinmedizin mit einer Praxis in Gelnhausen sowie Fliegerarzt. Lange bevor Benjamin Schaum Arzt wurde, lernte er Fliegen. Mit 14 Jahren fing der Gelnhäuser seine Karriere im Cockpit an. „Mein Bruder und ich waren schon immer mit auf dem Flugplatz und konnten es kaum erwarten, endlich selbst fliegen zu dürfen“, erinnert sich der 43-Jährige zurück. Am Fliegen gefällt dem Allgemeinmediziner, dass er sich vom Alltag ausklinken und alles hinter sich lassen kann. Ins Cockpit zu steigen und mit seiner Yak-54 in die Lüfte aufsteigen, das bedeutet für den Vater eines Sohnes Erholung. Außerdem eröffne das Fliegen einen anderen Blickwinkel. Dieser Perspektivwechsel bedeute Freiheit.

Perspektivwechsel am Himmel
Und Perspektivwechsel gibt es beim Motorkunstflug einige. Denn präzise, aber trotzdem mit Tempo, müssen die jeweiligen Figuren in einer vorher festgelegten Abfolge an den Himmel gemalt werden – das Ganze auch noch in einem begrenzten Luftraum, der sogenannten Box. Als Benjamin Schaum mit dem Kunstfliegen begann, hatte er durchaus etwas Angst davor. Dennoch wirbt er dafür, den Kunstflug im Besonderen und die Fliegerei im Allgemeinen einfach mal auszuprobieren und mal mitzufliegen. Möglichkeiten in Gelnhausen und Langenselbold gebe es in der heimischen Region genügend. Bei der Ausbildung zum Kunstflieger sitzt zuerst ein Trainer mit im Flugzeug. In den ersten Trainingseinheiten werden die Steuereingaben geübt, denn die Handgriffe müssen sitzen. Zusätzlich muss der Pilot ein Gefühl dafür bekommen, wie sich das Flugzeug bei bestimmten Manövern verhält. Außerdem ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn das Flugzeug beispielsweise genau auf 90 Grad zu halten, sei „schwierig zu fühlen“.

Flugmanöver müssen lange geübt werden
Um bei Wettbewerben konkurrenzfähig sein zu können, ist also viel Übung nötig. „Ich bin eher Showprogramme bei zum Beispiel befreundeten Flugplätzen geflogen und habe das eher repräsentativ für den Sport gemacht. Bei Showflügen musst du nicht ganz so präzise sein. Da kommt es nicht drauf an, ob der Winkel 90 oder 85 Grad beträgt. Das heißt: Fliege ich Showprogramme, habe ich im Wettbewerb keine Chancen“, hatte der Gelnhäuser eigentlich nicht mit einer Teilnahme an der brandenburgischen Meisterschaft, die in der Kunstflieger-Szene eine Traditionsveranstaltung und so eine Art kleine deutsche Meisterschaft ist, geplant. Urlaub in den USA stand stattdessen auf dem Plan der Familie Schaum, der aber durch die Corona-Pandemie gestrichen wurde. „Meine Frau Melanie hat mich dann motiviert, die frei gewordene Zeit in das Training zu investieren und doch bei der Meisterschaft zu starten“, musste sich der Familienvater erst von seiner Frau überreden lassen. Der Lohn war der erste Platz.

Die Leidenschaft für die Fliegerei teilt also auch seine Frau, die ausgebildete Pferdewirtin ist und damit das andere Hobby der Familie aktiv betreibt – jeweils zwei Pferde und Hunde vervollständigen die Familie Schaum. „Reiten ist ein wunderschöner Ausgleich und hat auch Parallelen zur Fliegerei. Mit einem Flugzeug muss man umgehen wie mit einem sensiblen Tier“, sagt Benjamin Schaum, der seine Passion für das Fliegen und die Technik auch schon an seinen Sohn Emil weitergegeben hat.

Sohn Emil ist oft mit auf dem Flugplatz
Der zweieinhalbjährige Emil kann nämlich schon „fehlerfrei eine Maschine alleine am Motorengeräusch erkennen“, erzählt der stolze Papa von einem Tag mit dem Junior auf dem Gelnhäuser Flugplatz. Die nächste Fliegergeneration der Familie Schaum steht also schon in den Startlöchern. Quelle: ‘OP-Online.de‘.

Internationale Kunstflieger in der Lausitz

Auf dem Flugplatz Welzow (Spree-Neiße) finden bis zum Wochenende internationale Wettbewerbe im Kunstflug statt. Daran nehmen zwölf Piloten aus sechs Ländern teil. Darunter aus der Schweiz, Österreich und aus Luxemburg. Nach Veranstalterangaben sind wegen der Corona-Pandemie große Turniere wie Welt- und Europameisterschaften abgesagt worden, deshalb gebe es in Welzow eine abgespeckte Variante, erklärt Wettkampfdirektor Klaus Schrodt.

Corona verhindert Anreise von Russen und Franzosen
Ursprünglich sollten auch Flieger aus Russland und Frankreich in Welzow starten. Das gehe aber nicht wegen der Corona-Beschränkungen, sagt Wettkampfdirektor Klaus Schrodt. Für den Schweizer Kunstflieger Marcus Leibundgut biete Welzow eine schöne Variante, ersetze aber nicht große internationale Wettbewerbe, bei denen Schiedsrichter die Flugleistungen kommentieren und benoten. Höhepunkt sei der Sonnabend, verspricht Schrodt. Da werde von jedem Piloten bis vier Minuten Freestyle geflogen. Dazu gehören Figuren, die beim klassischen Kunstflug nicht auf dem Programm stehen. Die Freestyle-Figuren nennen sich beispielsweise “Purzelbäume” und “Radschlagen”. Außerdem werde mit Rauch geflogen und damit Bilder am Himmel gemalt, kündigt der Wettkampfdirektor an. Die Hygieneregeln erlauben maximal 1.000 Zuschauer, so der Veranstalter. Quelle: ‘rbb24.de‘.

Feinste Akrobatik über Gera

Eine Woche voller Flugakrobatik, Sommerwetter, sportlichem Ehrgeiz und gleichzeitig familiärer Atmosphäre: So lassen sich die Deutschen Meisterschaften im Motorkunstflug 2020 zusammenfassen, die auf dem Flugplatz Gera-Leumnitz vom 20. bis 26. Juli stattfanden. Für Veranstaltungsleiter und Motorkunstflugreferent Jürgen Leukefeld und sein Team war alleine schon das pure Stattfinden der Meisterschaften ein Glücksgriff. Schließlich hatte der Event aufgrund der Corona-Bestimmungen lange Zeit bis wenige Wochen vor dem Termin auf der Kippe gestanden. Sogar 200 Zuschauer ließen die gelockerten Bestimmungen des Landes Thüringen am letzten Tag des Wettbewerbs zu. Wer keinen Platz mehr im abgetrennten Zuschauerbereich ergattern konnte, wich auf die umliegenden Feldwege aus und zückte Handy oder Fotoapparat.

Auch wenn mancher Pilot im Vorfeld nicht im gewohnten Umfang hatte trainieren können, war allen die Freude deutlich anzumerken, endlich wieder an einem Wettkampf teilnehmen zu dürfen. Insgesamt 32 Piloten in den Klassen Sportsman, Intermediate, Advanced und Unlimited gingen an den Start, gemessen an den 34 Piloten des Vorjahres und der Ungewissheiten im Vorfeld, eine beachtliche Teilnehmerzahl. Am Himmel wurde dann feinste Akrobatik geboten. Florian Berger wurde zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister der Klasse Unlimited. Er gewann mit deutlichem Vorsprung. Ganz eng dagegen ging es im Rennen um die Plätze zwei und drei zu. Heike Sauels, eine von zwei Frauen im Teilnehmerfeld, konnte den Vizemeister-Titel mit einem hauchdünnen Vorsprung vor ihrem Ehemann Heinrich Sauels erringen.

Auch im Freestyle Wettbewerb, an dem nur Unlimited-Piloten teilnehmen dürfen, machten diese drei Piloten die vorderen Ränge unter sich aus – Berger wieder oben auf, dahinter Heinrich und Heike Sauels auf Platz zwei und drei. Die akrobatischen Manöver jeder Kür, unterstrichen durch eine Spur aus Rauch, die die Maschinen hinter sich her zogen, entlockten den Zuschauern „AAAHS“ und „OOOHS“ im Dauertakt. Motorkunstflug ist eine Kombination aus Erfahrung, Talent, körperlicher Fitness und natürlich Training. Und auch in den unteren Klassen arbeiten die Piloten hart. In der zweithöchsten Wettbewerbsklasse Advanced triumphierte Heintje Wyczisk. Der Pilot hat eine besondere Verbindung zu seinem Flugzeug, hat er die Laser 260 doch eigenhändig zusammengebaut. Alexander Stegner und Rainer Berndt folgten auf den Plätzen. Bei den Piloten in der Klasse Intermediate siegte Jan Diehl vor Justus Schiedek-Jacht und Benjamin Schaum. Erfreulich viele Wettbewerbs-Neulinge registrieren die Organisatoren in der Klasse Sportsman. Hier gingen insgesamt 10 Kunstflieger an den Start. Mit nur zwei Tausendstel Vorsprung setzte sich hier David Friedrich gegen Michael Storek durch. Ingo Sturhan landete auf Rang drei. Alle Ergebnisse des Wettbewerbs sowie weitere Infos finden Sie unter http://results.german-aerobatics.com. Bildbericht: ‘DAeC‘. Video.

Gera: Deutsche Kunstflug-Meisterschaften

Rund 150 Motor-Kunstflieger der Interessengemeinschaft “German Aerobatics” tragen seit dem Montagvormittag ihre Deutschen Meisterschaften in Gera aus. Auf dem Flugplatz Gera-Leumnitz fliegen sie in vier Leistungsstufen. Sie müssen zunächst ein Pflichtprogramm absolvieren. Dabei erfahren sie erst kurz vor dem Start, welche Figuren sie fliegen müssen. Danach stellen sich die Piloten im Wettbewerb mit selbst entwickelten Flug-Programmen vor. Schiedsrichter vergeben für die Loopings, Linien und Rollen Noten von Null bis Zehn. Abschluss der Wertungswoche wird ein Freistil-Wettbewerb sein, bei dem die Piloten der höchsten Kategorie ihre Flugbahnen auch mit Rauch an den Himmel zeichnen. Trotz des hohen Schauwertes ist Kunstflug nach eigenen Angaben ein Leistungssport. In der höchsten Kategorie müssen die Piloten je nach Flugmanöver ein Vielfaches ihres Körpergewichts aushalten. Bei den Wettbewerben in Gera-Leumnitz starten bis Samstag mehr als 30 Flieger. Quelle: ‘MDR Thüringen’.

Stampe JCL-4 verunglückt

Während eines Kunstflugtrainings stürzte am Samstag, 4. Juli 2020, ein Flugzeug des Vereins “Stampe Aéro Passion” bei La Petite-Robinière in der Nähe des Flughafens von Angers-Marcé ab. Der Unfall hat einen Todesfall und eine schwere Verletzung verursacht. Beim Flugzeug handelt es sich um eine Stampe Aéro Passion, des Kunstflug-Ausbildungszentrums von Angers (CPVA). Beide Opfer sind Mitglieder dieses Clubs. Der Pilot, etwa sechzig Jahre alt, starb. Sein Passagier, ebenfalls in den Sechzigern, ist schwer verletzt.

Das Flugzeug stürzte am Ende des Flugplatzes, etwa 200 Meter von der Departementstraße entfernt, in einem Weizenfeld. Zunächst sicherte die Feuerwehr das Gelände ab, um zu verhindern, dass in diesem besonders trockenen Gebiet ein Feuer ausbricht. Es wird eine Untersuchung durchgeführt, um die Umstände und Ursachen dieses Flugunfalls zu ermitteln.

Der Präsident des Clubs wollte sich zu dem Unfall nicht äußern. Die Mitglieder des Vereins seien schockiert, ebenso alle Personen, die auf dem Flugplatz Marcé und im Museum Espace Air Passion arbeiten oder ehrenamtlich tätig sind. Dort wird seit Samstag eine Sommerausstellung präsentiert, die den Brüdern Pierre und René Gasnier, den Pionieren der Luftfahrt in der Anjou, gewidmet ist. Quelle: ‘ouest-france.fr‘.

Flying Sailplanes & Acrobatics

Video (from Ty Gunnlaugsson) he made back in 2013 but never posted. “I sure had a good time flying sailplanes and doing acrobatics for someone in High School! Feel free to comment if you want to learn more about flying sailplanes.”

Flugkunst oder nur Lärm?

“Fast täglich heben Kunstflieger auf dem Flugplatz Schwarze Heide ab und stören Anwohner in Gartrop-Bühl und im Hünxerwald sowie den angrenzenden Kommunen”, teilt die SPD Hünxe mit. Sie verweist auf eine Online-Petition zum “Verbot des Kunstflug”, der sich bereits über 50 Hünxer angeschlossen haben. „Wir brauchen klare Regeln und Zeitvorgaben für die Kunstfliegerei. Es geht nicht darum, den Flugplatz Schwarze Heide infrage zu stellen. Jetzt gilt es, alle Betroffenen an einen Tisch zu holen“, meint der designierte SPD-Bürgermeisterkandidat Volker Marquard. em entgegnet die CDU Voerde kritische Worte. „Lärm ist natürlich zum einen ein ernstzunehmender Risikofaktor für die Gesundheit, eignet sich aber zum anderen auch als hervorragendes Wahlkampfthema“, schreibt CDU–Fraktionsvorsitzender Dr. Michael Wefelnberg in einer Pressemitteilung. Der Bürgermeister hätte bereits “zu diesem Thema Kontakt mit der Bezirksregierung aufgenommen, welche im Gegensatz zum Gemeinderat wirklich für dieses Thema zuständig ist.” Im nächsten Haupt- und Finanzausschuss (HFA) soll dann über dieses Thema berichtet werden.

Dass Fluglärm diskutiert wird, ist nichts neues auf der Schwarzen Heide. Außer dass Flugzeuge gebaut und erprobt werden müssen, sind dort noch Flugschulen aktiv. Eine betreibt beispielsweise Hans Detlef Schulz. Schulz erzählt, dass er sich wegen vormaliger Beschwerden freiwillig an bestimmte Zeitfenster halte. Geflogen werde seitens seiner Flugschule nur ab 9 Uhr und niemals nach 19 Uhr, sogar in der Mittagszeit bleiben die Maschinen am Boden, sowie am Wochenende. Schulz verweist darauf, dass auf dem Flugplatz das UPRT-Flugsicherheitstraining (Upset Prevention and Recovery Training) durchgeführt werde, ein Training, dass neuerdings für angehende Piloten von Verkehrsmaschinen vorgeschrieben ist: “Die Europäische Agentur für Flugsicherheit schreibt das UPRT vor, damit die Piloten lernen, was zu tun ist, wenn die Systeme versagen.”
Ohne UPRT kann kein Pilot das Training in Verkehrsmaschinen beginnen. Seine Flugschule bietet diese Lehrgänge (der nächste ist wieder ab dem 15. Juni) nur vier bis fünf Mal im Jahr an jeweils drei Tagen an. Geflogen werde mit einer vergleichsweise leisen Extra 200 (200 PS). Größere Maschinen würden auch größeren Lärm verursachen. Auch die Flugschule Westflug Flight Training trainiert unter der Woche auf der Schwarzen Heide. Wie aber Geschäftsführer Walter Kampsmann mitteilt, nur bis 19 Uhr, als freiwillige Selbstbeschränkung. Auch würde man den Kunstflug mit deutlich reduzierter Leistung durchführen. Je geringer die Drehzahl, desto leiser der Rotor. Die starken Geräusche seien je nach Wind unterschiedlich, und beim Kunstflug würde jede Winkelveränderung auch eine starke Geräuschveränderung verursachen, obwohl die Frequenz immer gleich bleibe. Wahrgenommen würden eher diese Veränderungen.

“Es ist ja auch so gewesen, dass während der Coronakrise weniger geflogen werden durfte”, erklärt Kampsmann. Auch die Menschen seien vermehrt zu Hause gewesen und hätten sich an die Ruhe gewöhnt. Und plötzlich werde wieder geflogen!
Alles also nur eine Sache der subjektiven Wahrnehmung und Gewöhnung? Klar ist jedenfalls: Ein Flugplatz sei grundsätzlich mit Fluglärm verbunden, ziehe aber auch begeistertes Publikum an. Für viele sei das Fliegen ein Hobby und auch Sport, so Kampsmann. Wenn man den nicht mehr ausüben dürfte, dann müsste man demnächst auch darüber nachdenken, das Motorradfahren zu verbieten. Quelle: ‘Lokalkompass.de‘.

Breitenförderungskurse: Fristen verlängert

Liebe Segelfliegerinnen, Liebe Segelflieger,

da es noch frei Plätze bei den BFK’s gibt, wurde die Anmeldefrist verlängert:
BFK Gebirgsflug in Samedan
15.06.-26.06.2020, neuer Anmeldetermin: 8. März 2020.

BFK Streckenflug in Courtelary
20.04.-01.05.2020, neuer Anmeldetermin: 8. März 2020

BFK Kunstflug in Hausen a. A.
16.08.-22.08.2020, Anmeldetermin bleibt 31. Mai 2020.

Segelflug Video über Lauf-Lillinghof

Jonas August hat im Sommer 2019 zusammen mit vielen anderen Mitgliedern des SFC lauf ein tolles Filmprojekt seines Vereins in der fränkischen Schweiz realisiert. Dabei werden eindrucksvolle Segelflug-Bilder – inklusive Kunstflug – stimmungsvoll ins Szene gesetzt.

Breitenförderungskurs ‘Segelkunstflug’

Datum: Sonntag, 16. August 2020 (Eröffnungsbriefing 17:00h) – Samstag, 22. August 2020. Teilnehmer: Die Zahl der Kursteilnehmer ist auf 16 Piloten beschränkt. Kursleitung: SFVS, SAGA, Sergio Magaldi, Hafnerstrasse 3, 9000 St. Gallen, Tel. M: 077 464 44 45, 45, sergio.magaldi[a]bluemail.ch. Voraussetzungen: Gültiger Segelfliegerausweis, gültiges Medical (für SPL/LAPL), mind. 40 h oder 120 Starts seit Erwerb der Segelfluglizenz (für EASA-Ausbildung). Anmeldung bis 31. Mai 2020.

Kursprogramm:

  1. Kunstflug-Ausbildung entsprechend EASA-FCL.800 (erfordert eine Mindestausbildung von 5 h oder 20 Starts)
  2. Erweiterung bestehender Schweizer ACR-Erlaubnisse auf höheren Kunstflug (je nach Übungs- und Kenntnisstand).
  3. Praktisches Sicherheitstraining für Segel-(Strecken)flieger:
    (Mind. 5-7 Flüge mit unterschiedlichen Ausbildungsinhalten an 2-3 Tagen)
  • Lagefliegen, Überziehen, Abkippen, Vrillen
  • Erfliegen und Retablieren von ungewöhnlichen Fluglagen
  • Bewegen des Flugzeugs ausserhalb des persönlichen Komfortbereichs zur Stressreduktion und Erhaltung der Handlungsfähigkeit im Ernstfall.

Himmel und Erde tauschen die Plätze

Der Freiberger Dieter Geipel steigt seit seinem 14. Lebensjahr regelmäßig in die Lüfte. Als 70-Jähriger hat er nun einen Weltmeistertitel geholt. Was muss das für ein Gefühl sein? Man saust in einem einsitzigen Motorflugzeug durch den Himmel, vollführt waghalsige Loopings. Himmel und Erde tauschen die Plätze. Auf den eigenen Körper wirken immense Kräfte. Dies alleine auszuführen, ist schon eine Leistung. Aber mit einem Partner in einer zweiten Maschine unterwegs zu sein, etwa einen Spiegelflug zu zeigen, bei dem sich die Cockpits beinahe zu berühren scheinen, ist die hohe Schule des Kunstflugs. So zumindest sagt es Dieter Geipel, und er muss es wissen. Der 70-jährige Freiberger steigt seit seinem 14. Lebensjahr regelmäßig in die Lüfte. Seit wenigen Wochen ist er gemeinsam mit seinem Flugpartner Michael Storek aus Gera Weltmeister im Verbandskunstflug der Oldtimer. Das bedeutet, dass er jene komplexen Figuren am Himmel in einer älteren Maschine absolviert. In seinem Fall ist das eine tschechische Zlin 526 AFS aus dem Jahr 1971. “Eigentlich sind zu solch einem Wettkampf nur Flugzeuge zugelassen, die mindestens 50 Jahre alt sind”, sagt Geipel. “Da bei uns aber nur eineinhalb Jahre fehlten, wurde ein Auge zugedrückt.” Mehr Informationen im Originalbericht der ‘Freien Presse‘.

Kunstflugmeisterschaft am Spitzerberg

Vom 17. bis 24. August fanden die Meisterschaften am Spitzerberg statt, wo der Kunstflug wieder sehr willkommen war und gebührend im Mittelpunkt stand. 38 Piloten stellten dabei ihr Können vor den Augen der strengen Richter unter Beweis. Ein Team mit fünf Teilnehmern reiste dafür extra aus Argentinien an. Nachdem das Wetter zu Beginn der Meisterschaft mit Gewittern und starken Winden erste Flüge verhinderte, wurde es mit jedem der folgenden Tage besser. Somit konnte der Wettbewerb wider Erwarten einen Tag früher mit allen Wertungsflügen abgeschlossen werden. Quelle: ‘austrianwings.info‘.

Kopfüber auf der Schwäbischen Alb

Ein Programm „turnen“ nennen die Segelflieger eine Abfolge von Kunstflug-Figuren. Piloten des Aero Clubs Krefeld haben jetzt über der Schwäbischen Alb im Rahmen eines zweiwöchigen Flieger-Lagers den „Rückenflug“ trainiert. Looping, Rolle oder Kleeblatt: Die Kunstflug-Piloten des Aero Clubs Krefeld haben jetzt das Sommer-Fliegercamp auf der Schwäbischen Alb genutzt, um diese besonderen Figuren zu trainieren. „Wer gern Achterbahn fährt, wird den Kunstflug lieben“, meint Frank Werthebach, Pressebeauftragter des Clubs. Bei einem dieser Kunststückchen in der Luft kann sogar ein Moment der Schwerelosigkeit erzeugt werden – nichts für schwache Nerven oder Mägen. Für die Kunstflieger sind besonders die Morgen- und Abendstunden attraktiv, wenn wenig Thermik herrscht. „Die Maschine wird dann auf rund 1200 Meter hochgeschleppt“, erklärt Werthebach. „Die Kunstflug-Piloten überlegen sich im Vorfeld des Flugs ein Programm, das sie ‚abturnen’, so nennen wir das in der Fliegersprache.“ Dafür wird eine gedachte Box von rund 1000 Meter Kantenlänge zu Grunde gelegt, in der die Piloten die geplante Abfolge von Figuren fliegen. Zwei bis drei Minuten haben sie dafür Zeit, dann ist die „Höhe verbraucht“, wie Werthebach erklärt. Wichtig ist auch die Geschwindigkeit. Die Endgeschwindigkeit einer Figur soll die Startgeschwindigkeit der nächsten Figur sein. Ein Looping wird beispielsweise mit 200 Stundenkilometern geflogen. Nach einer Abfolge von sieben bis zehn Figuren fliegt die Maschine auf rund 400 Metern. „Danach wird in der Regel sofort gelandet, weil der Kunstflug sehr anstrengend ist und der Körper sehr hohen Belastungen ausgesetzt wird“, erklärt Frank Werthebach. Für den „Rückenflug“, bei dem das Segelflugzeug für einige Sekunden auf den Kopf gedreht wird, sei es sehr wichtig, dass der Pilot „ordentlich angeschnallt“ ist und beim Überkopf-Flug somit auch tatsächlich im Sitz bleibt. Das spektakuläre Foto ist mit Hilfe einer auf der Tragfläche fixierten Kamera mit Fernauslöser entstanden. Im Verein haben rund 20 von 100 Piloten den Kunstflug-Schein, drei von ihnen trainieren die Manöver regelmäßig. Quelle: ‘RP-Online.de‘.

Große Flugtage in Wesel

Wie auch in den letzten Jahren, wartet am 24. und 25. August ein tolles Programm auf die Besucher. In der Luft und auf dem Boden ist jede Menge los. Zahlreiche Vorführung vom Oldtimer bis zum modernen Kunstflugzeug werden gezeigt. Es werden auch wieder Mitfluggelegenheiten in den unterschiedlichstem Fluggerät angeboten. Auch Gäste mit eigenem Flugzeug sind herzlich willkommen. Die Piloten zeigen Rasante Kunstflüge, in echten Oldtimer-Flugzeugen. Auch Modellbaufans kommen auf ihre Kosten. Rundflüge gibt es bereits ab 30 Euro. Quelle: ‘lokalkompass.de’. Fotos: Axel Schepers, Fotografie.

Loopings und Drehungen in der Box

Ein Looping, eine Schleife oder doch lieber ein großes U? Am Himmel lassen sich alle möglichen Figuren fliegen. Zum Beispiel mit einem Segelflieger. So ein kleines, leichtes Flugzeug wird in der Regel an einem Seil von einem Motorflugzeug gezogen, um in den Himmel zu steigen. Denn ein Segelflugzeug hat keinen Motor. Oben in der Luft nutzt der Pilot oder die Pilotin Aufwinde, um möglichst lange fliegen zu können. Aufwinde sind bestimmte Luftmassen auf denen die Segelflieger gleiten. Und wer will, kann dann da oben eben auch Figuren fliegen. Das konnte man am Wochenende zum Beispiel im Bundesland Niedersachsen sehen. Denn dort fingen die Landesmeisterschaften im Segelkunstflug an. Dabei müssen die Piloten ihre Figuren in einem bestimmten Raum am Himmel vorführen, auch Box genannt. Das lässt sich vom Boden aus gut sehen und bewerten. Quelle: ‘Mindener Tageblatt‘.

Pilotenkameraden helfen gerne

Kollegiale Hilfe leistete die Fliegergruppe Freudenstadt beim Verein Uhlenfulg in Peine. Jörg Müller half dort bei einem Kunstfluglehrgang für Segelflieger aus. Noch verhalten verlief bislang der Flugbetrieb auf dem Fluggelände in Musbach. Jörg Müller hat dagegen mit dem Ultraleichtflugzeug schon reichlich Flugstunden gesammelt. Die Flieger aus Peine hatten beim Vorsitzenden Axel Reich von der Fliegergruppe Freudenstadt nachgefragt, ob die Musbacher Luftsportler nicht eine Woche mit ihrem Flugzeug aushelfen können. Der Motorsegler des dortigen Vereins war nach einer größeren Wartung nicht rechtzeitig zum Lehrgang fertig geworden. Jörg Müller hatte Zeit und machte sich auf den Weg nach Niedersachsen. Die Strecke von 462 Kilometern Luftlinie bewältigte er in zweieinhalb Stunden. Der Gegenwind hatte ihn etwas gebremst. Das die “Dynamic” schnell unterwegs sein kann, belegte der Heimflug, den Müller in gut zwei Stunden schaffte. Mehr im Bericht von Lothar Schwark im ‘Schwarzwälder Boten‘.

80 Jahre Flugplatz Emmen

Am Samstag, 25. Mai feierte der Militärflugplatz Emmen bei Luzern seinen 80jährigen Geburtstag mit einem ‘Tag der Öffentlichkeit’. Die Organisatoren boten den trotz wechselhaften Wetters erschienenen ca. 26’000 Zuschauern ein abwechslungsreiches Programm mit der Patrouille Suisse, Kunstflug-Vorführungen mit der Pilatus PC-9, Flugvorführungen des Transport-Helikopters ‘Super Puma’ sowie eine Demonstration der Schlagkraft der Flughafen-Feuerwehr. Finden Sie in der ‘Luzerner Zeitung’ mehr Impressionen.

Kunstflieger trainieren am Welzower Flugplatz

Die Deutsche Meisterschaft im Motorkunstflug ist zwar erst im Juli, aber schon jetzt wird fleißig trainiert – auch auf dem Flugplatz in Welzow sind Flugkünstler aus ganz Deutschland zusammen gekommen. Eine ganze Woche lang gastierten gleiche mehrere Piloten mit ihren Maschinen am Welzower Flugplatz, um sich auf die kommende Deutsche Meisterschaft im Motorkunstflug vorzubereiten. Angeleitet werden die tollkühnen Piloten von Klaus Schrodt, der als Koryphäe in der Szene der Kunstflieger gilt. Quelle: ‘lr-online.de‘.