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SAGA_Kunstflug_Fox_Schänis

Am ersten Aprilwochenende fanden sich 11 Pilotinnen und Piloten in Schänis ein für den ersten Segelflugwettbewerb der Saison, den SAGA-Cup. Die meisten Teilnehmer wies die Kategorie Sportsman auf. Viele nutzten den Wettbewerb als Einstieg in den Wettbewerbskunstflug im direkten Anschluss an den Kunstflug-BFK.

Der Wettbewerb konnte bei perfektem Frühlingswetter einem grossen Publikum in Schänis präsentieren werden. Das Flugplatzrestaurant war an beiden Tagen komplett ausgebucht und so konnten die Besucher das Wettbewerbsgeschehen optimal mitverfolgen, was die Teilnehmer an den Himmel zauberten. Am Samstag waren zwei Durchgänge angesagt. Der Erste konnten viele Piloten bereits am Freitag trainieren und so die Schwierigkeiten im Programm erfliegen und gegebenenfalls korrigieren beim gewerteten Flug.

Der zweite Durchgang folgte nach der Mittagspause, in welcher die Streckenflieger starteten. Das Programm war am Morgen am Briefing bekannt gegeben worden und somit bis dahin unbekannt. Zwar wurden die einzelnen Figuren am Briefing besprochen, allerdings kamen Kombinationen vor, welche die Pilotinnen und Piloten noch nie zuvor geflogen waren. Dies erforderte viel mentale Vorbereitung über den Mittag. Das Resultat durfte am Nachmittag an den Himmel gezeichnet werden, den einen gelang dies besser als den anderen, was sich dann auch auf der Zwischen-Rangliste aufzeigte. Am Samstagabend wurde das letzte unbekannte Programm für den Sonntag bekannt gegeben und besprochen. Das organisierte Nachtessen vom Grill wurde ausgezeichnet zubereitet und so konnten alle wohlgenährt das Programm im Kopf durchgehen, oder miteinander anstossen auf den gelungenen Tag.

Der Sonntag gestaltete sich wettertechnisch gleich wie der Samstag. Perfekte Kunstflugverhältnisse in Form von beinahe wolkenlosem Himmel und relativ ruhiger Luft bei warmen Temperaturen. Mit diesen Aussichten war die Halle auch bei noch kalten Temperaturen leicht auszuräumen und die Flieger standen schnell bereit. Der Fortschritt vom ersten zum letzten Programm war bei allen Pilotinnen und Piloten gut auszumachen, die Winkel wurden genauer, die Linien gerader und die Bögen gleichmässiger. Nach dem dritten Durchgang ging es gespannt Richtung Siegerehrung wobei die Flugzeuge verräumt, demontiert oder zu Trainingszwecken noch geflogen wurden. Gegen den Abend war schliesslich alles bereit. Die Rangliste ist auf der Internetseite der SAGA zu finden. Sämtlichen Teilnehmern, Safety-Piloten in Form von Fluglehrern, Organisatoren, Sponsoren, Schlepppiloten sowie Punktrichtern gilt es einen Dank auszusprechen für den gelungenen Auftakt in die Kunstflugsaison 2024. Quelle: ‚Pascal Zollikofer / SFVS‚.

Motorkunstflug-Trainingslager Reinsdorf

Das Trainingslager findet vom 22.04.-28.04.2024 auf dem Flugplatz Reinsdorf statt, Ihr könnt aber auch schon ab 21.04. anreisen und Euch ab dem 22.04. „warmturnen“. An allen Tagen stehen Trainer zur Verfügung.

Ziel des Trainingslagers ist es, nach der Winterpause die Sicherheit in der Box zu festigen, neue Fähigkeiten zu erlangen, Programme zu erarbeiten und gemeinsam den Spaß am Kunstflug zu feiern.

Als Höhepunkt der Woche freuen wir uns auf Samstag, an dem wir zu einem gutgelaunten, hochmotivierten Fly-In einladen, zu dem wir natürlich gerne auch andere Kunstflugpiloten, Angehörige und Interessierte begrüßen würden. Das Reinsdorf-Training wird bevorzugt für Teilnehmer mit Wettbewerbsambitionen organisiert, neben dem Training sollen vor allem Sicherheitsaspekte besprochen und trainiert werden.

Jeder Teilnehmer muss eine gültige Pilotenlizenz mit Kunstflugberechtigung besitzen und mit dem Flugzeug vertraut sein. Quelle/vollständige Ausschreibung: ‚Kunstflugverband‘.

Segelkunstflug SAGA-CUP 2024

  • Der SAGA-Cup (Regionalmeisterschaft) 2024 im Segelkunstflug wird in den Kategorien Sportsman und Advanced ausgetragen.
  • Training: Freitag 05. April 2024
  • Ort: Flugplatz Schänis (LSZX)
  • Eröffnungsbriefing: 06. April, 9:00 Schänis Werkstatt, alle Piloten und Helfer
  • Alle Flugzeuge sind vor dem Briefing vorzubereiten
  • Wettbewerb: Samstag 06. bis Sonntag 07. April 2024
  • Pflichtprogramme: Die Free-Known-Pflichtfiguren für Advanced sind im nächsten Absatz zu finden.
  • Den Sporting-Code mit den Regeln zur Gestaltung findest Du auf der SAGA-Website.
  • Für die Sportsman ist das erste Pflichtprogramm auf der letzten Seite der Ausschreibung zu finden.
  • OK Präsident: Christian Syfrig saga@flugplatz-schaenis.ch
  • Nenngebühren: 50.- CHF für Advanced 25.- CHF für Sportsman und Junioren (<= 25 Jahre)

Anmeldefrist: 05. April 2024
Anmeldung: Mit diesem Formular kannst Du dich anmelden.

Schänis: Kunstflug-Breitenförderungs-Kurs

Der SFVS und die SAGA führen nächstes Jahr in Schänis einen Kunstflug-BFK durch.
Es gibt vier Ausbildungsgänge, daher ist der Kurs für jedes Niveau geeignet (mindestens 30h oder 120 Starts ab Scheinerhalt). Detailinfos und Anmeldeformular finden Sie hier. Anmeldeschluss ist der 14. Februar 2024.

Akaflieg München malt Liebe in den Himmel

Zum Auftakt des beliebten Oktoberfestes in München haben Besucher und Einheimische dieses Jahr eine besondere Überraschung erlebt. Hoch über der Theresienwiese, direkt über dem pulsierenden Herz des Oktoberfestes, zeichnete sich ein riesiges Herz am Himmel ab. Das Kunstwerk, das von den Münchnern mit Freude und Staunen aufgenommen wurde, war das Werk von Sascha Odermann, Kunstflieger der Akaflieg München. Quelle: ‚Akaflieg München E.V.‚.

Syfrig und Höllmann Segelkunstflug-Meister

Vom 23. bis 27. August fand in Amlikon die Schweizermeisterschaft im Segelkunstflug statt. Nach sechs geflogenen Programmen in den Kategorien Sportsman und Advanced wurden die neuen Schweizermeister auserkoren.

In der Klasse Sportsman:

  1. Manuel Höllmann
  2. Fabian Grunder
  3. Nicolas Rouvé

In der Klasse Advanced:

  1. Christian Syfrig
  2. Roman Baumer
  3. Pascal Zollikofer

Quelle: ‚SFVS‚.

Thuner Kunstflugtage

Wenn die Tage und die geflogenen Strecken kürzer und die Nächte länger werden, dann widme einen oder mehrere Trainingstage Deiner Safety! Tageweise kannst Du an den Thuner Kunstflugtagen vom 18. bis 23. September 2023:

  • einen ‚Schleuderkurs‘ absolvieren: Extremfluglagen, Vrille retablieren nach mehreren Umgängen, die aerodynamischen Grenzen erleben und mit ihnen umgehen:
  • Das gibt Sicherheit für Grenzsituationen und schärft den richtigen Riecher für die rettende Steuerbewegung in Extremsituationen!
  • Eine Einführung in den Kunstflug oder ein die Ausbildung nach EASA zur Kunstflugerweiterung.
  • Auch Wettbewerbstraining wird angeboten.

Die Thuner Kunstflugtage und die Fluglehrer der SAGA stehen bereit, ein speditiver Schleppbetrieb ist aufgegleist und per NOTAM ist genügend Übungsluftraum freigehalten. Anmeldung für Deine bevorzugten Tage über diesen Link. Ein Vorausbriefing inkl. Vorschlägen für günstige Übernachtungen wird den angemeldeten fristgerecht zugestellt werden. Quelle: ‚Adrian Sieber, SG Thun‘.

Die ganz hohe Kunst

Bei der 22. Kunstflugwoche in Ziegenhain vollführten über 20 Piloten ihre Figuren in atemberaubender Höhe. Wiebke Althoff schlägt mit ihrem Segelflugzeug „Hessen-Fox“ einen Looping, vollführt Rollen, und steht plötzlich senkrecht in der Luft, bevor es einen Überschlag nach hinten macht. Althoff ist eine von 23 Pilotinnen und Piloten, die an der 22. Kunstflugwoche in Ziegenhain teilnehmen. Eine Woche lang kreisen die Segelflugzeuge über dem Flugplatz „der Ring“. Ausgerichtet wird die Kunstflugwoche von der Flugsportvereinigung Schwalm (FSV).

„Das war ein Weibchen!“, ruft Martin Schmerer, der die Bezeichnung jeder Figur kennt, die Althoff mit dem Flugzeug aufführt. „Männchen“ hieße die Figur, wenn das Flugzeug nach vorne abkippt, ergänzt er. Schmerer ist Lehrgangsleiter des FSV und Hauptorganisator die Kunstflugwoche. Zu der kommen sowohl Beginner, die ihre Kunstflugberechtigung machen wollen, als auch erfahrene Kunstflieger, die für Wettkämpfe trainieren möchten, erklärt Schmerer.

Von den Beginnern, auch „Grundschüler“ genannt, seien in diesem Jahr acht nach Ziegenhain gereist. Außerdem zögen 15 erfahrene „Weiterbilder“ ihre kunstvollen Bahnen in den Schwälmer Lüften. Davon würden sich vier Piloten auf die nächste Kunstflug-Weltmeisterschaft vorbereiten, sagt Schmerer. Obwohl es im vergangenen Jahr vier Teilnehmer mehr gab, bemerke Schmerer kein nachlassendes Interesse am Kunstsegel-Sport. Auch von Nachwuchsproblemen könne er beim FSV nicht sprechen. „Was ich eher feststelle, ist, dass das Interesse am Ehrenamt nachlässt“, sagt er. Deshalb sei er umso dankbarer für die helfenden Hände bei der Kunstflugwoche: egal ob in der Küche oder auf dem Flugplatz. Einige Helfer würden sich sogar für die gesamte Woche Urlaub nehmen.

Die Piloten, die bei der Kunstflugwoche fliegen, kommen laut Schmerer in diesem Jahr aus ganz Deutschland und aus den Niederlanden. „Die Kunstflugwoche ist international bekannt“, sagt er. Wenn er die Teilnehmer begrüßt, stelle er immer gleich klar was sein Ziel für die Woche ist: Keine Unfälle und keine Verletzten. Am gefährlichsten seien gar nicht die Figuren und Manöver, die in 1000 Meter Höhe vollführt werden, sondern Start und Landung. Das erfordere vollste Konzentration. In die Luft kommen die Segelflieger, die keinen eigenen Antrieb haben, mit motorisierten „Schlepp-Flugzeugen“. Die ziehen die Kunstflieger in die Höhe. Die Segelflugzeuge manövrieren dann alleine mit ihrer Aerodynamik, erklärt Schmerer. Eine Zuschauertribüne gibt es auf dem Ziegenhainer Flugplatz nicht. Einen guten Blick habe man vom Damm neben dem Platz, sagt Schmerer. Dort sei man nah am Geschehen und könne die Kunstflieger bestaunen. Quelle: ‚HNA‚.

Lauterbach Looped 2023

Vom 17. bis 20. Mai fand am Fluglatz Wernges (EDFT) der Motorkunstflugwettbewerb “Lauterbach Looped” statt. Erstmals wurden in diesem Rahmen auch die Deutschen Meisterschaften in den Kategorien Sportsman und Intermediate ausgerichtet. Die Zusammenarbeit des Deutschen Kunstflugverbands (DKuV) mit dem Flugplatzteam des Aero-Club Lauterbach funktionierte dabei in unübertroffener Perfektion! Das Wetter spielte auch mit, wenngleich etwas kühl für die Jahreszeit, war es meist sehr sonnig und keine Wolken in der Box. Lediglich am Samstag waren die Wolken etwas zu tief, weshalb in den Kategorien Advanced und Unlimited jeweils nur zwei statt der geplanten drei Programme geflogen wurden.

Alle 32 Piloten waren sehr diszipliniert unterwegs, so dass die Programme straff durchgezogen werden konnten. Die Judges leisteten in diesem Kontext förmlich Fließbandarbeit – auch hier war alles mehr als professionell, kaum war ein Pilot gelandet, konnte er schon seine Bewertung begutachten. Sieger in der Deutschen Meisterschaft der Kategorie Sportsman wurde Uwe Krabbe in seiner Extra 300L vor Andreas Hochenauer (Extra 330SC) und Thilo Glaser (Yak 55M). In der mit 14 Teilnehmern stärksten Kategorie Intermediate konnte Martin Laubner (Yak 55M) die deutsche Meisterschaft gewinnen, nachdem ihm das letztes Jahr schon bei den Sportsman gelungen ist. Zweiter wurde Florian Fischer (Edge 540) und Rang drei ging an Patric Leis mit seiner Pitts S-1E.

In Advanced siegte Altmeister Alex Stegner (Pitts S-2S) vor Flo Kowohl (Edge 540) und David Friedrich (Extra 330SC). David war gleichzeitig als Veranstalter und Contest Director mehr als ausgelastet, also sensationell, da nebenbei einen dritten Platz zu erfliegen! In Unlimited waren nur zwei Teilnehmer am Start. Es siegte Markus ‘Maxu’ Feyerabend (Extra 330SC) vor der einzigen Dame im Teilnehmerfeld, Kathi Suthau mit ihrer XA-42. Die gesamten Ergebnisse sind auf der Veranstaltungsseite zu finden, die detaillierten Wertungen können hier betrachtet werden.

Am Samstagabend war noch Freestyle und Airshow Training angesagt, hier konnten die Piloten ihre Künste verfeinern und die Maschinen ihre Rauchfahnen zeigen. Dann ging es zur großen Abschlussfeier über, die mit leckerem Essen begann. Zu Ehren des erst kürzlich verstorbenen Dirk Schmidt – die Seele des Lauterbacher Vereins – wurde noch eine Missing Man Formation geflogen, bevor es mit der Siegerehrung weiterging. Untermalt von Livemusik folgte ein bunter Abend der sich lange in die Nacht hineinzog und der Veranstaltung einen würdigen Abschluss bot. Lauterbach war wieder eine ganz tolle Veranstaltung, wir sind gespannt und freuen uns schon auf die Ausgabe im nächsten Jahr. Quelle: ‚Kunstflugverband‚.

Pilot konnte Vrille nicht beenden

Vorgeschichte
Im Mai 1979 wurde das früher unter dem Eintragungszeichen A-41 für die Luftwaffe fliegende Motorflugzeug Bücker Bü 131B «Jungmann» als HB-UVC ins zivile Luftfahrtregister eingetragen. Der neue Eigentümer und Halter war Pilot und von diesem Zeitpunkt an auch für den Unterhalt zuständig. Im Juli 2017 wurde das Flugzeug durch den am Unfalltag fliegenden Piloten erworben. Der ehemalige Eigentümer blieb Halter und führte nach wie vor die Unterhaltsarbeiten an der Maschine durch.

Die befreundeten Piloten unternahmen viele gemeinsame Flüge, wobei vorerst nur der erfahrenere und frühere Eigentümer die Maschine fliegen durfte. Er verfügte zudem über die Berechtigung zum Kunstflug. Im Dezember 2019 wurde ihm aufgrund einer Erkrankung das medizinische Tauglichkeitszeugnis nicht mehr erteilt. Am 26. Juni 2020 begann der aktuelle Eigentümer die Einführung auf der HB-UVC und schloss diese am 2. Juli 2020 nach 6 Flügen mit 5 Stunden und 7 Minuten Flugzeit sowie 33 Landungen, davon 40 Minuten und 4 Landungen alleine an Bord, ab. Der Pilot verfügte bereits über rund 77 Stunden Flugerfahrung im Motor- oder Motorsegelflug und über rund 900 Stunden im Segelflug.

Nach dem Abschluss der Einführung flog der Pilot bis zum Unfallflug 34 Stunden und 23 Minuten lang einmotorige Kolbenflugzeuge mit 34 Landungen, davon 14 Flüge mit total 16 Stunden und 6 Minuten und 17 Landungen auf der HB-UVC. In den letzten 90 Tagen vor dem Unfall waren es 1 Stunde und 2 Minuten mit 5 Landungen auf diesem Muster.

Der Pilot verfügte über keinerlei Ausbildung im Kunstflug und hatte auch nie eine Einführung in das Erkennen, Verhindern oder Beenden von aussergewöhnlichen Fluglagen (Upset Recovery Training) erhalten. Das Verfahren zum Beenden einer Vrille3 kannte er nur theoretisch. Gemäss eigener Angaben hatte er während seiner gesamten fliegerischen Laufbahn nie eine Vrille eingeleitet oder beendet. Am 20. Juli 2021 beabsichtigte der Pilot von Langenthal aus mit dem früheren Eigentümer als Passagier einen Rundflug in die Westschweiz (Region Biel/Gruyère) durchzuführen.

Am Nachmittag dieses Tages bereiteten der Pilot und sein Passagier das Flugzeug für die geplanten Flüge vor. Anschliessend wurde die Maschine voll betankt. Da dieses Modell, angetrieben von einem Walter Minor Motor, über keinen Anlasser verfügt, musste der Motor von Hand gestartet werden. An diesem Nachmittag dauerte es etwas länger, bis der Motor schliesslich startete, was aber nach Aussage des Piloten nicht aussergewöhnlich war.

Da der Pilot schon längere Zeit nicht mehr mit diesem Muster geflogen war und sich für den anstehenden Passagierflug vorbereiten wollte, führte er gegen 16:30 Uhr zunächst eine Platzrunde ohne Passagier durch. Nach der Landung, noch während des Ausrollens, stoppte der Motor und konnte nicht mehr gestartet werden. Die Maschine wurde von Hand vor den Hangar der HB-UVC geschoben.

Verlauf des Unfallfluges
Gegen 17:30 Uhr wurde von Augenzeugen beobachtet, dass der Motor wieder gestartet werden konnte und das Flugzeug zum Rollhaltepunkt der Piste 05 gerollt wurde. Ungefähr um 18 Uhr startete die als HB-UVC eingetragene Bücker Bü 131B «Jungmann» auf der Hartbelagspiste 05 in Langenthal und verliess den Platz über den Gegenanflug in westlicher Richtung.

Da keine Aufzeichnungen des Flugwegs existieren und sich der Pilot aufgrund einer retrograden Amnesie nur sehr eingeschränkt an den Unfallflug erinnern kann, ist über den grössten Teil des Flugverlauf nichts bekannt. Wie sich der Pilot bezüglich der letzten Flugphase erinnerte, übergab er dem Passagier im Anflug nach Langenthal die Steuer, um auf seinem Kniebrett die notwenigen Unterlagen für den Anflug vorzubereiten. Dieses Vorgehen war nach Angabe des Piloten so üblich. Das Flugzeug befand sich zu diesem Zeitpunkt auf einer Höhe von gegen 1’000 Meter über Grund oder ungefähr 1’400 m/M.

Wie der Pilot angab, erhöhte daraufhin der Passagier die Leistung, senkte die Nase des Flugzeuges und zog es schliesslich steil nach oben. Der Pilot nahm an, dass der Passagier einen Looping fliegen wollte und überlegte noch kurz, den Hebel zum Umschalten des Tanks für Rückenflug zu bedienen. Als nächstes nahm der Pilot wahr, dass das Flugzeug in eine Drehbewegung um die Hochachse geriet und rasch an Höhe verlor. Auf Anfragen des Piloten an den Passagier kam keine Reaktion. Der Pilot übernahm nun die Steuer, die als weich und nicht wirksam wahrgenommen wurden, und versuchte die Vrille auszuleiten. Dies tat er nach dem ihm theoretisch bekannten Grundsatz, dass der Steuerknüppel neutral bis leicht gestossen gehalten und das Seitensteuer voll gegen die Drehrichtung ausgeschlagen werden muss. Wie die Filmaufnahme zeigt, war während längerer Zeit der Motor dabei nicht im Leerlauf, sondern gab erhöhte Leistung ab.

Um 20:20 Uhr wurde die Maschine von mehreren Augenzeugen in der Region Subingen in einer Vrille nach links beobachtet. Schliesslich schlug das Flugzeug auf einer Höhe von 411 m/M auf einem Acker auf. Beim Aufprall wurde der Passagier tödlich verletzt, der Pilot erlitt schwere Verletzungen. Das Flugzeug wurde zerstört. Der Notsender (Emergency Locator Transmitter – ELT) wurde beim Aufprall nicht ausgelöst und sendete kein Signal aus.

Medizinische und pathologische Feststellungen
Pilot: Der Pilot, der im Flugzeug hinten sass, überlebte den Unfall mit schweren Verletzungen.

Passagier: Ein Polytrauma mit Verletzungen von Kopf, Rumpf und Extremitäten führte zum sofortigen Tod. Es fanden sich keine typischen Verletzungen der Hände, die darauf hinweisen, dass der Passagier den Steuerknüppel beim Aufprall in der Hand gehalten hätte. Aus der Anamnese geht hervor, dass der Passagier an einer Gedächtnisstörung litt. Seine medizinische Tauglichkeit wurde ihm im März 2019 entzogen. Der Pilot war über den Verlust der medizinischen Tauglichkeit des Passagiers zu diesem Zeitpunkt informiert. Da der Passagier gegen den Entscheid des BAZL Rekurs erhoben hatte, ging der Pilot aber davon aus, dass dieser seine medizinische Tauglichkeit im Frühjahr 2021 wieder erlangt hatte. Tatsächlich wurde der Rekurs des Passagiers aber abgewiesen, was dem Piloten nicht bekannt war.

Diese neurodegenerative Erkrankung der Stirn- und Schläfenlappen des Gehirns konnte anhand von Veränderungen des Hirngewebes bei der Autopsie bestätigt werden. Zusätzlich konnten weitere bekannte Erkrankungen nachgewiesen werden, die wahrscheinlich keinen Einfluss auf das Unfallgeschehen hatten. Die forensisch-toxikologischen Untersuchungen zeigten keine körperfremden Substanzen wie Alkohol, Medikamente, Betäubungsmittel oder Rauchgas zum Zeitpunkt des Unfalls. Dem Passagier waren Medikamente verordnet worden, die aber nicht nachgewiesen wurden, was zeigt, dass der Passagier die verordneten Medikamente nicht eingenommen hat. Das entsprechende Gutachten kommt dabei zu folgendem Schluss:

«[…], der fehlende Nachweis von mehreren [dem Passagier] verordneten Medikamenten könnte jedoch die damit behandelten Erkrankungen soweit verschlimmern, dass allein dadurch eine Beeinträchtigung bei der Führung des Luftfahrzeuges denkbar wäre. Dies betrifft insbesondere den Verzicht auf die Blutgerinnungshemmer Aspirin und Plavix, wodurch sich die Gefahr plötzlicher Herzinfarkte oder Schlaganfälle erhöhte, und den Verzicht auf blutzuckersenkende Medikamente zur Behandlung einer Diabetes mellitus».

Es ist bekannt, dass bei einer Demenzerkrankung die Betroffenen beginnen, ihre Pflichten zu vernachlässigen. Besonders schwierig ist die fehlende Krankheitseinsicht der betroffenen Personen, denn sie halten sich selbst in den meisten Fällen für völlig gesund und können die Problematik der Krankheit nicht erkennen. Dies führt oft dazu, dass die medikamentöse Therapie vernachlässigt wird.

Medizinische Aspekte
Die Autopsie konnte die Diagnose einer Demenzerkrankung beim Passagier bestätigen; die Auswirkungen dieser Krankheit auf den Unfallflug sind hingegen nicht belastbar zu belegen. Das Verhalten des Passagiers kann deshalb nicht abschliessend erklärt werden. Es ist denkbar, dass er, weil vom Kunstflug begeistert, vor dem Anflug noch einen Looping fliegen wollte, ihm dieser aber nicht gelang. Gemäss Beobachtung des Piloten reagierte der Passagier anschliessend nicht mehr, was auf ein medizinisches Problem hinweisen könnte, das gemäss der Autopsie nicht ausgeschlossen werden kann.

Menschliche und betriebliche Aspekte
Die befreundeten Piloten unternahmen viele gemeinsame Flüge, woraus ein natürliches Vertrauensverhältnis entstand. Auch wenn deshalb nachvollziehbar ist, dass der Pilot dem Passagier die Steuer kurzzeitig übergab, um mit Blick auf sein Kniebrett und mit beiden Händen die Unterlagen für die Landung vorbereiten zu können, so wurde damit das Flugzeugführung unbewusst einer fluguntauglichen Person übergeben.

Der Pilot wurde nach eigenen Aussagen zwar über die unerwartete vom Passagier geflogene Flugfigur überrascht, war jedoch aufgrund des Vertrauens, das er in seinen Passagier hatte, zumindest zu Beginn nicht sonderlich beunruhigt. Es ist nicht aussergewöhnlich, dass ein Flugzeug aus der Rückenlage abkippen und in eine Vrille geraten kann, Dies geschieht gelegentlich, wenn die Geschwindigkeit im Kulminations-Punkt des Loopings zu gering ist. Dieses Flugzeugmuster ist grundsätzlich einfach aus der Vrille zu bringen. Der Pilot war mit dem entsprechenden Verfahren aber nicht vertraut und er wurde weder dafür ausgebildet noch führte er es selber je aus. Wie der Pilot die Steuer während des Versuchs, die Vrille zu beenden, gehalten hat, kann nicht belastbar rekonstruiert werden. Hingegen zeigen die Filmaufnahmen, dass der Motor während der Vrille nicht im Leerlauf lief, sondern während längerer Zeit eine erhöhte Leistung abgab. Dieser Umstand kann das Beenden der Vrille erschwert haben.

Das Flugzeug befand sich zumindest während einer längeren Zeit in einer Linksvrille. Die Spuren legen nahe, dass der Aufschlag mit dem rechten Flügelpaar zuerst erfolgte, was darauf hinweist, dass es dem Piloten zumindest kurz vor dem Aufprall gelungen war, die Drehrichtung der Vrille zu wechseln. Dieser Wechsel der Drehrichtung, ohne aber die Drehbewegung stoppen und das Flugzeug abfangen zu können, wird gelegentlich bei Piloten beobachtet, die keine Erfahrung im Kunstflug bzw. im Beenden einer Vrille besitzen.

Der Unfall, bei dem das Flugzeug mit dem Boden kollidierte, ist darauf zurückzuführen, dass das Flugzeug in eine Vrille geriet und der Pilot diese nicht beenden konnte.

Die Untersuchung hat folgende Faktoren ermittelt, die für die Entstehung des Unfalls kausal waren:

  • Der Pilot übergab dem Passagier kurzzeitig die Steuer.
  • Der Passagier zog das Flugzeug hoch, bis es in Rückenlage in einen Strömungsabriss und anschliessend in eine Vrille geriet.
  • Der Pilot war mit dem Beenden einer Vrille nicht vertraut.

Zum Unfall hat möglicherweise beigetragen, dass der Passagier an einer Erkrankung litt, welche die Führung eines Luftfahrzeuges beeinträchtigen kann.

Sicherheitshinweis
Eine Ausbildung in Kunstflug oder eine Einführung in das Erkennen, Verhindern und Beenden von ungewöhnlichen Fluglagen mit hohen Querlagen oder grossen positiven bzw. negativen Längsneigungswinkeln im gesamten Geschwindigkeitsbereich (Upset Recovery Training) ist deshalb für jeden Piloten als sicherheitsfördernde Massnahme zu empfehlen. Quelle/vollständiger Untersuchungsbericht: ‚SUST‚. Foto: ‚Hornet Driver‚.

Viel Neues auf und über dem Wächtersberg

Vor einem Jahr startete ein neuer Vorstand mit seiner Arbeit bei der Flugsportvereinigung Wächtersberg. Dadurch hat sich so manches rund um den Verein und den Flugplatz verändert. Der seit einem Jahr amtierende Vorsitzende Swen Holtmann ließ bei der Hauptversammlung ein Jahr der vielen Neuerungen bei der FSV Wächtersberg Revue passieren. Nachdem der neue Vorstand intern die Verantwortlichkeiten verteilt hatte, wurden unter anderem Regelungen wie die Reservierung der Flugzeuge angepasst und das Hauptflugbuch, mit dem sämtliche Starts und Landungen erfasst werden, muss nicht mehr in Papierform geführt werden – dank geänderter rechtlicher Bedingungen. Es ist nun für die Vereinsmitglieder möglich, auf dem Flugplatz, außerhalb vom Flugbetrieb, auch Modellflüge durchzuführen.

Dem Gemeinschaftssinn zuträglich
Mit Freude erinnerte Holtmann an das gemeinsame Fluglager in Isny, das zwar recht nass, aber dem Gemeinschaftssinn nicht abträglich war. Weitere Veranstaltungen waren die Teilnahme am Schäferlauf, dem 5. BWLV Jugend Fly-in und dem erfolgreichen Aktionsstag „Pilot für einen Tag“. Im August gab es nochmals einen Fluglager auf dem Wächtersberg, gemeinsam mit einem Gastverein aus Vaihingen/Enz. Fluglehrer Patrick Hagel führte federführend die Segelkunstflugausbildung auf dem Wächtersberg ein, dazu schuf man die neue Möglichkeit, eine Ausbildung vom Fußgänger zum Motorseglerpiloten zu absolvieren.

Motorflugzeug möglichst kurzfristig ersetzen
Aktuell arbeitet man daran, möglichst kurzfristig das Motorflugzeug zu ersetzen, sowie sichere Flugzeug-Schlepps zu ermöglichen. Mittelfristig will der Verein einen Ersatz für das Ultraleichtflugzeug finden, um das maximale Abfluggewicht von 472,5 Kilogramm auf 600 Kilogramm zu bringen. Darüber hinaus will man verstärkt das Thema Mitgliedergewinnung in Angriff nehmen, mit dem Ziel die Mitgliederzahl nicht nur konstant zu halten, sondern auch noch zu steigern. Aus dem Bereich Technik berichtete Benedikt Storck. Nach Reparatur der Landeschäden und dem Abschluss der Winterarbeiten, sowie der Jahresabnahme stehen bald wieder alle Flugzeuge zur Verfügung.

13 Flugschüler
Fluglehrer Patrick Hagel berichtete in Vertretung des Ausbildungsleiters Mark Heim zum Stand der Ausbildung im Verein. So stehen den derzeit 13 in Ausbildung befindlichen Flugschülern 12 ehrenamtlich tätige Fluglehrer zur Verfügung. In der Segelflugausbildung erfolgten 556 Starts mit insgesamt 135 Stunden Flugzeit. In der Motorflugausbildung waren es 70 Stunden.

Aus sportlicher Sicht wurden vom Wächtersberg im reinen Segelflug beeindruckende Strecken geflogen: 945 Kilometer (Swen Holtmann), 942 Kilometer (Jochen Goller) und 840 Kilometer (Helmut Denz). Am Klippeneck Wettbewerb nahmen mit Doppelsitzern René van der Helm und Hans Peter Petzold (Platz 8) sowie Timo Protzer und Karl Heinz Röhm (Platz 11) teil.

Erster Flugschüler für die erste reine Motorseglerausbildung
Der erste Flugschüler für die erste reine Motorseglerausbildung, Nick Dressler, begann im September mit der Ausbildung und hat im Januar die praktische Prüfung bestanden. Auch die erste auf dem Wächtersberg durchgeführte Ausbildung zur Berechtigung für den Segelkunstflug hat Benedikt Storck im September abgeschlossen. Zum Thema Infrastruktur erfuhren die Mitglieder von Tim Zeller neben den in diesem Jahr notwendigen Arbeiten im Gelände von den nun begonnenen Arbeiten für den radikalen Umbau des in die Jahre gekommenen Sanitärbereichs.

Jugendliche Gäste aus ganz Baden-Württemberg
Für die Jugendgruppe findet laut Jugendleiterin Helen Knab-Rieger das Pfingst- und Sommerfluglager in der jeweils ersten Ferienwoche statt. Zum sechsten Mal wird es am 22. und 23. Juli auf dem Wächtersberg den BWLV Jugend Fly-in geben, mit jugendlichen Gästen aus ganz Baden-Württemberg. Der Abend endete mit der Ehrung für langjährige Mitgliedschaft der aktiven Mitglieder Fritz Dürr (30 Jahre) und Tim Zeller (25). Die passiven, nicht anwesenden Mitglieder, waren Manfred Mayer (70), Nils Radau (40) und Raimund Kemmer (25). Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Segelkunstflugtraining der Frauen in Schänis

Gut gewappnet in die Flugsaison

Kürzlich fand am Flugplatz Schänis ein Kunstflugtraining ausschliesslich für die Segelfliegerinnen der Schweiz statt. Der Anlass wurde von Bea Guntli aus der SG Bad Ragaz organisiert und von der SG Lägern Schänis unterstützt.

Zu Beginn des Trainingstages hat Fluglehrer Heinz Brem die Pilotinnen über spezielle Fluglagen unterrichtet und auf allfällige Gefahren hingewiesen. 

Das praktische Training wurde, je nach Flugerfahrung der Damen, individuell angepasst. Die drei Fluglehrer Heinz Brem, Stefan Heldstab und Jonas Langenegger zeigten viel Geduld und gaben den Pilotinnen die nötige Zeit, um auch missglückte Flugfiguren wieder zu retablieren und zu üben. «Das hat uns enorm viel Vertrauen ins Fliegen gegeben, und ich denke wir sind nun alle sehr gut für die anstehende Flugsaison gewappnet,» resümierte Bea Guntli. Aus der SG-Lägern nahm die Flugschülerin Jasmin Steiner am Training teil. (pd)

Die Ausbildung im Segelkunstflug

Die umfassende Segelkunstflugausbildung erfolgt in zwei Stufen und dauert natürlich länger, als nur einen Tag.  In der Kategorie Basic lernen die Pilotinnen und Piloten Figuren wie z.B. Looping und Vrille (Trudeln). In der Kategorie Advanced werden Rollen, Turns, Immelmann und Rückenflug trainiert. Im Segelkunstflug finden alle zwei Jahre Schweizermeisterschaften statt; in diesem Jahr auf dem Flugplatz Amlikon/TG. Die meisten Absolventinnen und Absolventen nutzen die Segelkunstflugausbildung oder Kurse jedoch, um die persönliche Sicherheit in allen Fluglagen zu fördern.

Segelkunstflug-Breitenförderungskurs

Wir haben mit unseren beiden DG’s und der SAGA-FOX vom 19. bis 23. September ca. 100 Flüge absolviert, es waren die beiden SAGA FI Heinz Brem, Stefan Heldstab und der neu gebackene FI Sam Santschi (Grenchen) und ich im Einsatz.

Insgesamt 19 Piloten aus allen Landesteilen und Sprachregionen (inkl. Engadin!) waren angemeldet, zwölf sind geflogen und haben allesamt jeweils eine positive Manöverkritik an ihrem letzten Kurstag abgegeben. Sieben Piloten haben sich berufs- und krankheits-bedingt abgemeldet.

Ich danke René Schönholzer, Werner Lerch und Chrigel Schindler für die ausserordentlich hilfreiche Arbeit und Unterstützung der Thuner Kunstflugtage 2022 und gratuliere Sam Santschi zum AOC als ACR FI.

Mein besonderer Dank geht an die FI-Kollegen Heinz Brem und Stefan Heldstab, ohne die der Kurs nicht durchzuführen gewesen wäre. Ebenfalls danke ich der SAGA, welche einmal mehr den FOX zur Verfügung gestellt hat. Die Thuner Kunstflugtage 2023 sind in Vorbereitung und werden wieder Mitte September stattfinden. Bericht: Adrian Sieber.

Flugplatzfest Hattorf findet 2022 wieder statt

Das Flugplatzfest in Hattorf am Harz wartet Anfang September 2022 wieder mit mehreren Flugshows auf. Erstmals seit Ausbruch der Pandemie lädt der Luftsportverein bei Hattorf am 3. und 4. September wieder zu seinem traditionellen Flugplatzfest ein.

Kunstflug, Segelflieger, Hubschrauberrundflug
Es wird diverse Flugshows aus den Bereichen Segelflug und Segelkunstflug sowie Motorkunstflug geben. Zudem wird die Möglichkeit geboten, im Hubschrauber oder Motorflugzeug den Landkreis Göttingen oder den Harz von oben zu betrachten. Für Adrenalinjunkies gibt es auch die Möglichkeit bei den Kunstfliegern einzusteigen. Für die kleinen Gäste stehen Karussell und Hüpfburg parat. Genauso wie die jährliche Tombola mit tollen Preisen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt und der Eintritt ist frei. Quelle: ‚Harzkurier‚.

Deutsche Meisterschaft im Motorkunstflug 2022

Vom 3. bis 9. Juli fanden am Flugplatz Gera-Leumnitz (EDAJ) die 62. Deutschen Meisterschaften im Motorkunstflug statt. Und doch war es eine Prämiere: zum ersten Mal hat der neu gegründete Deutsche Kunstflug Verband e.V. die Ausrichtung übernommen. Gemeinsam mit dem Flugplatzteam Gera ist hier ein rundum gelungenes Event geglückt, das von allen Seiten mit großem Lob versehen wurde.

Am Sonntag den 3. Juli begann die Veranstaltung mit dem Eröffnungsbriefing für die knapp 30 Teilnehmer. Anschließend leitete der Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft Wolfgang Tiefensee mit einer kurzweiligen Rede den Abend ein, der von einem großzügigen Buffet begleitet war.

Bei idealen Wetterbedingungen bekam dann am Montag jede Pilotin, jeder Pilot die Möglichkeit sich mit der Box vertraut zu machen. Es lief alles zügig und diszipliniert ab, so dass jeder seinen 10-Minuten Slot optimal nutzen konnte. Am Abend schon begann dann der Wettbewerb mit den Free Known Flügen in der Klasse Unlimited.

Es folgten der Dienstag und Mittwoch mit weiterhin heißem und meist wolkenfreien Wetter an denen weitere Programme geflogen werden konnten, immer alle Kategorien im Wechsel. So hatten Unlimited und Advanced am Mittwoch Abend jeweils drei, Intermediate und Sportsman zwei Programme geflogen. Das “Bergfest” wurde am Abend dann mit einem großen Spanferkel und leckerem Buffet zelebriert.

Der Donnerstag hielt sich an sein schon lange vorher gesagtes Regenwetter und wurde daher ein Ruhetag für den Wettbewerb. Auch am Freitag Vormittag war die Wolkenbasis noch zu tief, so dass bis zum Nachmittag gewartet werden musste. Dort konnte dann das dritte Programm in Sportsman und Intermediate geflogen werden, anschließend das abschließende vierte Programm (Unknown 3) in Unlimited. Auch am Samstag wollte das Wetter nicht so recht mitspielen, so dass dort nur noch der Freestyle Wettbewerb durchgeführt werden konnte. Trotzdem wurde für alle Klassen eine gültige Wertung erreicht, mit jeweils drei Flügen für Sportsman, Intermediate und Advanced und den geplanten vier für Unlimited.

Der Deutsche Meistertitel ging souverän an Florian Bergér, der auch in jedem einzelnen Wertungsflug vorne lag! Die Silbermedaille holte sich der mehrfache Deutsche Meister Martin Albrecht. Auf Rang drei der Deutschen Meisterschaft landete Markus ‘Maxu’ Feyerabend, der allerdings hinter dem einzigen Teilnehmer aus dem Ausland landete, Cyrial Talon aus Luxemburg war nach Punkten Dritter im Wettbewerb.

In der Kategorie Advanced hatte das Ehepaar Sauels die Nase vorn, wobei Heike ihrem Mann Heinrich den Vortritt lassen musste. Dritter wurde Markus Extra. In Intermediate siegte Simon Greis vor Florian Fischer und Benny Knoll, in Sportsman Martin Laubner vor Ferdinand Popp und Dominik Kräh.

Den spektakulären Freestyle Wettbewerb vor großem Publikum am Samstag Nachmittag, konnte ebenfalls Florian Bergér für sich entscheiden, geflogt von Maxu Feyerabend und Heinrich Sauels. Den krönenden Abschluß bildete dann am Abend die Siegerehrung mit vielen strahlenden Gesichtern, leckerem Essen und dem einen oder anderen Drink. Eine geniale Veranstaltung, mit großem Dank an das Flugplatzteam Gera – besser hätte die Prämiere für den DKuV nicht laufen können! Quelle: ‚Kunstflugverband.de‚.

Kunstflug-Webinar

Der AeCS bietet seinen Mitgliedern diverse Seminare und Weiterbildungen an. Über anstehende Anlässe werden die Mitglieder jeweils über die Website und/oder über den AeCS Newsletter informiert. Im Anschluss an die Anlässe werden die Präsentationen / Information unter dieser Rubrik zur freien Verfügung gestellt und der Bitte, die Mitglieder in den Vereinen und Clubs weiter zu informieren.

AeCS Webinar: Kunstflug – 10. Mai 2022 – 19:00. Der Aero-Club der Schweiz (AeCS) führt am 10. Mai 2022 ein Kunstflug-Webinar durch. Ziel ist es, Luftraumbenützer und Interessierte aus erster Hand über aktuelle Themen zu informieren. Es ist bereits fünf Jahre her, dass der Informationsflyer zum Thema Kunstflug erschienen ist. Nach einer Zunahme von Lärmbeschwerden im Zusammenhang mit dem Kunstflug erschien es uns angebracht, eine Aktion zu diesem Thema durchzuführen.

Dieses Webinar soll Ihnen nicht sagen, dass Sie Ihre Kunstflugaktivitäten einschränken sollen, sondern Ihnen relevante Informationen geben und Sie an einige Benimmregeln beim Kunstflug erinnern, damit wir diese wunderbare Aktivität noch viele Jahre lang fortsetzen können. Quelle: ‚AeCS‘.

Melden Sie sich bitte hier online an:
Webinar in DEUTSCH am 10. Mai 2022, ab 19:00 Uhr

„Make sure your straps are tight“

As a self-proclaimed taildragger enthusiast, I naturally gravitate towards burly, backcountry beasts, old warbirds, and vintage/modern Cubs. Although aerobatic airplanes typically fall into the tailwheel category, I have never been drawn to them. After all, the mere thought of pulling Gs makes me slightly nauseous.

When Richard McSpadden, senior vice president of AOPA’s Air Safety Institute asks if you’re interested in flying AOPA’s Extra 300L at Sun ’n Fun, the only conceivable answer is „yes.“ McSpadden, a former commander and flight leader of the U.S. Air Force Thunderbirds, a Super Cub owner, and a family friend explained that I would be one of the test subjects for a new aerobatic and upset recovery training series that the ASI is developing. The forthcoming series will introduce pilots who have little to no aerobatic experience to unusual attitudes and various aerobatic manoeuvres. The Extra 300L was recently donated to AOPA by Bruce Williams, a flight instructor, Microsoft Flight Simulator program manager and aerobatic pilot who made the generous gift to promote aviation safety education. The Extra, which he had owned for nearly two decades was an airplane that Williams also used for upset recovery training and spin instruction through his own organization, BruceAir.

After a few back-and-forth emails with McSpadden and the ASI team, we developed a tentative Extra flight game plan: get to Sun ’n Fun and then go from there. With weather forecasts looking dicey and plenty for everyone to do before the show, McSpadden and I agreed to play it by ear. After an easy (but hot) two-hour flight from Peach State Aerodrome in Georgia to Lakeland Linder International Airport in Florida with Erick Webb (my fellow AOPA social media marketer) in the AOPA Sweepstakes Grumman Tiger, McSpadden met us at the airplane with a smile. Although slightly distracted by the Tiger in its new livery, it didn’t take long for McSpadden to point out his Sun ’n Fun chariot tied down across the ramp—the Extra 300L.

Suddenly, the thought of training in the Extra became a reality. I knew at some point in the very near future I would don a parachute and strap myself into the high-performance machine. Slightly nauseous at the thought, I looked away and marvelled at the metallic Tiger sparkling in the sun. After a day and a half of waiting on the weather to clear, the time had come. McSpadden and I met at the Sheltair FBO where we briefed the flight and went through an extensive checklist of manoeuvres that I would complete. Let’s just say that I was relieved to have passed on the bacon, eggs, and pancakes at breakfast. After setting up the GoPros, McSpadden handed me my parachute and said, “Make sure your straps are tight. You’ll find yourself trying to cinch them even tighter when we start the manoeuvres.” Although I would have expected a comment like that to make my nerves jump sky-high, it had the opposite effect. I couldn’t wait to climb in.

One might assume that strapping into an Extra is like hopping into any other airplane, but that couldn’t be further from the truth. Thanks to the parachute and a ratchet-type seatbelt system, securing my 5-foot-4 frame into the front cockpit turned into a time-consuming and uncomfortable process. I quickly realized how essential it was to provide ample time for this task. After a final walk-around and GoPro check, McSpadden climbed into the aft cockpit, closed the canopy, and exclaimed “clear prop!” Before I knew it, McSpadden said “your controls” and I was S-turning the agile machine all the way to the hold-short line. The airplane did just exactly what I told it to do—nothing more and nothing less. I was already impressed. “Follow through on the controls with me,” said McSpadden. “Once the tail comes up we will give it a second and we’ll be ready.” As I shadowed the controls, I couldn’t help but notice how quickly everything happened. As the power came up, so did the tail and before I realized it, we were already departing the pattern. This was definitely not one of the taildraggers I was used to.

“Pick a nice opening around the clouds and work your way up to 5,000 feet,” said McSpadden. Shocked at the fact that he had already turned the controls over to me, I picked an opening and turned towards it. It didn’t take long for me to realize how snappy, yet refined this airplane really was. Once we reached 5,000 feet McSpadden and I completed 90-degree turns, steep turns, and “as steep as I was comfortable“ turns. Although it took a few turns to get caught up with the airplane, I found myself catching on much quicker than I would have thought. Next up on the checklist was one of my favoured manoeuvres—Dutch rolls. “Keep the nose on the very top of the cloud at your 12 o’clock position,” instructed McSpadden. A manoeuvre I was expecting to be quite easily turned into quite a feat. But after watching McSpadden demonstrate the manoeuvre, my feet started waking up in the way they should have at the very beginning.

The next to-do on McSpadden’s list was an incredibly important one. “Anytime you point the nose down in this airplane, the power needs to come back. The airplane is just that fast.” As McSpadden pointed the nose down, he left the power in and demonstrated how quickly the airplane builds speed. Before I knew it we had reached 125 knots and we were still accelerating before McSpadden pulled the nose up above the horizon. “Nose down, power back” was one of the biggest mantras of our flight. Next on the manoeuvre list were power-on and power-off stalls. McSpadden demonstrated both types of stalls and then passed the controls over to me. There was a very defined buffet—very similar to that of a Cessna 172 with no harsh characteristics. The tameness thoroughly surprised me.

Left feeling quite confident from power-on and power-off stalls, we went straight into accelerated stalls. As McSpadden pulled through a tight and steep turn, the airplane slowed, and as it stalled the wing shook and rumbled intensely. It was aggressive and abrupt. Admittedly I was caught off-guard and left wondering “what just happened?” I asked McSpadden to demonstrate another before I took the controls. Flying through it proved to be much easier than riding through it, but eye-opening, nonetheless.

The final item on McSpadden’s checklist was unusual altitudes. I had high hopes for this part of the training, but as McSpadden started demoing the manoeuvres, I started feeling queasy. I managed to ride through one more demonstration before taking the controls and manoeuvring the airplane for myself, but after one attempt of my own, I told McSpadden that I was feeling nauseous. “Alright let’s call it. We got a lot done, much more than I would have thought for a first flight,” said McSpadden. “30 minutes is a lot in an Extra.” Although I wish that we could have continued, I knew better than to test my limits. I wanted to walk away from the Extra with positive thoughts instead of stumbling away with a Sic-Sac in hand.

My first introduction to the Extra was filled with plenty of grins, laughs, and “oh wows.” I didn’t know what to expect, but I stepped away from the flight feeling like a more educated pilot. I look forward to my next lesson in this airplane—one that I am both nervous and excited about—an introduction to aerobatics. Source: ‚Cayla McLeod on the AOPA Website‚.

Zusammenstoß über Flugplatz

Über dem Flugplatz bei Wesel (Hünxe) in Nord-Rhein-Westfalen sind am Abend des 10. März zwei Kunstflieger in der Luft zusammengestoßen. Beide Piloten haben überlebt. Einer der beiden Piloten stammt aus Mainz, bestätigt die Kreispolizei in Wesel. Er konnte sich mit dem Fallschirm retten. Dabei verletzte sich der 35-jährige leicht. Der andere Pilot konnte noch sicher landen. Das Flugzeug des Mainzer Piloten fand die Polizei wenige später auf einem Spargelfeld in der Nähe des Flugplatzes. Es sind allerdings nur noch Trümmer.

Ermittlungen durch BFU
Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen hat noch am gleichen Abend die Ermittlungen übernommen. Bislang ist noch unklar, wie es zu dem Zusammenstoß kam. Quelle: ‚Hit Radio FFH‚.

Locker 150 Meter im Rückwärtsflug gefallen

Interview mit Christian Syfrig, dem Schweizer Vizemeister im Segelkunstflug, über Rollen und Unendlichzeichen am Himmel sowie seine WM-Pläne. Er ist 2021 Vizemeister und im Jahr 2019 Schweizer Meister im Segelkunstflug geworden. Segelfliegen ist allerdings nur sein Hobby, hauptberuflich programmiert er. Früher hatte er darüber nachgedacht, Testpilot zu werden.

Herr Syfrig, wie und wann sind Sie zum Segelsport gekommen?
Syfrig: Ich habe mit 13 Jahren mit dem Modellflug begonnen und mich schon da schnell für den Kunstflug begeistert. Die Flieger wurden dann schnell größer und teurer, bis ich mir sagte, dass man für fast das gleiche Geld richtig Segelfliegen kann. Als ich 17 Jahre alt war, habe ich meinen Gleitschirmschein gemacht und bin dann 2009 zum Segelflug gekommen. Als angehender Segelkunstflieger muss man erst den normalen Segelflug sicher beherrschen. 2014 habe ich den Schein zum Segelkunstflug gemacht.

Welche Fähigkeiten braucht man als Segelkunstflieger?
Syfrig: Man darf keine Ressourcen verbrauchen, um das Flugzeug stabil zu starten, zu landen, geradeaus oder um eine Kurve zu fliegen, sodass man alle Aufmerksamkeit auf die Positionierung, die Geschwindigkeit, die strukturelle Belastung auf das Flugzeug und einen selbst, G-Last genannt, sowie auf fremde Flugzeuge und den Funk lenken kann.

Was begeistert Sie am meisten am Segelkunstflug?
Syfrig: Dass man sich mit seinem Segelflugzeug in einem dreidimensionalen Raum bewegt, und immer das Flugzeug unter Kontrolle zu haben. Ich habe gemerkt, dass ich, seit ich Kunstflug mache, viel gelassener im normalen Fliegen bin.

Was ist Ihre Lieblingsfigur?
Syfrig: Eine Vier-Zeiten-Rolle. Das ist eine Rolle, bei der alle 90 Grad eine kleine Pause in die Drehung eingebaut wird. Man kann sie schön präzise fliegen.

Was ist Ihre schwierigste Figur?
Syfrig: Eine Figur in der Form eines Unendlich-Zeichens, jedoch mit drei Schlaufen. Generell sind die Figuren am anspruchsvollsten, bei denen man senkrecht hoch fliegt bis zum absoluten Stillstand, um dann vorwärts oder rückwärts möglichst gezielt und ohne dass es einen verdreht, zu kippen und dann senkrecht runterzufliegen.

Bei welcher Figur haben Sie am meisten Punkte erzielt?
Syfrig: Das kann ich nicht genau sagen, dennes gibt folgendes Punktesystem: Jede Figur hat ihren eigenen Schwierigkeitsfaktor. Zum Beispiel hat Geradeausfliegen den K-Faktor zwei und die Vier-Zeiten-Rolle den Faktor K19. Für jede fünf Grad Abneigung von der vorgeschriebenen Route gibt es einen Minuspunkt. Während des Kunstfluges befinden wir uns in einem festgelegten Kubikkilometer. Wenn man seitlich aus diesem rausfliegt, bekommt man zwei Minuspunkte pro Sekunde und wenn man die Mindesthöhe unterschreitet, gibt es 70 Minuspunkte pro Figur unter dieser Höhe. Vor dem Kunstflug wird man mit einem Motorflugzeug auf eine passende Höhe geschleppt.

Welche Höhe ist das?
Syfrig: Wir fliegen, wie gesagt, während des Kunstfluges in einem Kubikkilometer, dieser geht in der Schweiz von 350 Meter bis 1350 Meter über dem Boden. Zudem bekommen wir 50 Meter, um uns für den Flug zu positionieren. Das macht 1400 Meter über dem Grund. Man fliegt dann für zirka drei Minuten im Kunstflug.

Welchen Belastungen und Geschwindigkeiten ist man ausgesetzt?
Syfrig: Maximal zwischen dem minus fünf- und plus achtfachen des Körpergewichts. Bei der Geschwindigkeit schöpft man das volle Spektrum aus, bis zur Maximalgeschwindigkeit von 280 Kilometern pro Stunde.

Wie und wie lange trainieren Sie für ein Wettbewerb?
Syfrig: Die Positionierung und die Einprägung der Umgebung mache ich am Simulator. Für das Fluggefühl fliege ich zehn bis 15 Stunden im normalen Segelflug. Einen Modellhelikopter nehme ich, um die Reaktionstests durchzuführen. Am Schluss übe ich mit einem Kunstflugzeug die Kombination aus allen. Im Turnier sollte man dann eher konstant in den top Fünf sein, als einmal der Beste und dann nur noch Zehnter.

Was machen Sie, wenn etwas beim Kunstflug schiefläuft?
Syfrig: In der Grundausbildung lernt man die Notverfahren: Was muss man machen, für wie lange. Auf alle Fälle muss man ruhig und durchdacht agieren.

Waren Sie schon einmal in so einer Situation?
Syfrig: Ja, bei einer Übung, als ich rückwärts nach unten flog. In dem Fall kann man entweder am Höhenruder ziehen oder drücken. Ich habe mich für das Drücken entschieden, da man so mehr Kraft hat, um die Ruder zu blockieren, sodass ich nach einem längeren Rückwärtsfall schnell umklappte. Danach hatte ich eine ziemlich hohe Geschwindigkeit im Nachuntenfliegen, wobei ich extrem auf die G-Last aufpassen musste, um das Flugzeug nicht zu überlasten. Weder die Maschine noch ich haben Schaden genommen, aber ich bin locker 150 Meter im Rückwärtsflug gefallen.

Was spielt das Wetter beim Segelkunstflug für eine Rolle?
Syfrig: Bei niedriger Wolkenhöhe können wir natürlich nicht die ganzen 1000 Meter nutzen, das heißt von dem Programm werden nicht alle Figuren geflogen. Bei Wind passiert es leichter, dass man vom Kurs abweicht. Wenn es regnet, sinkt man schneller, da der Regen die Oberfläche der Tragfläche ein wenig verändert, was eine negative Auswirkung auf den Auftrieb und ein schnelleres Abreißen der Luftströmung am Flügel, die notwendig ist fürs Fliegen, zur Folge hat. Zudem gibt es bei Regen häufig Abwind, sodass man noch schneller sinkt.

Was ist Ihr Karriereziel? Syfrig: Die Weltmeisterschaft 2022. Quelle: ‚Badische Zeitung‚.

Sturzflug über dem Baggersee

Was den Segelkunstflugwettbewerb am Flugplatz Thannhausen so besonders macht. Unter den Jury-Mitgliedern ist ein früherer Weltmeister. Anders als sonst drehten die Segelflugzeuge über den Baggerseen im Thannhauser Nordwesten keine gemütlichen Runden. Stattdessen flogen sie Loopings, drehten sich in Rückenlage oder ließen sich trudelnd in die Tiefe fallen. Anlass für diese wirklich spektakulären Flugmanöver war der Wettbewerb im Doppelsitzer-Segelkunstflug, den der Förderverein Segelkunstflug Bayern gemeinsam mit dem Mittelschwäbischen Luftsportverein (MLV) nun am Flugplatz in Thannhausen ausrichtete.

19 Talente sind dabei
19 Talente, vorwiegend aus Süddeutschland, traten in mehreren Wertungen gegeneinander an. Geflogen wurde in drei Schulungsflugzeugen. Thomas Kraus, Abteilungsleiter Segelflug des MLV und verantwortlich für die Organisation vor Ort, erklärt dazu: „Dieser Wettbewerb ist für Neulinge gedacht und soll sie an den Wettbewerbskunstflug heranführen. Deshalb kommen Flugzeuge zum Einsatz, die so gut wie in jedem Verein vorhanden sind. Damit können möglichst viele Pilotinnen und Piloten unter gleichen Bedingungen teilnehmen.“

Eine Kunstflugbox am Himmel
Für den Wettkampf wurde am Himmel über den Baggerweihern eine sogenannte Kunstflugbox definiert. „Diese Box ist einen Kilometer lang, einen Kilometer breit und etwa 800 Meter hoch“, sagt Kraus. Zur besseren Orientierung wurden die Ecken der Box am Boden mit Stoffmarkierungen gekennzeichnet. Denn die Pilotinnen und Piloten fliegen – bis auf einen Höhen- und Geschwindigkeitsmesser sowie einem Messgerät für G-Kräfte – ohne technische Hilfsmittel.

Zum Einstieg in die Box auf 1200 Metern Höhe werden die Segelflugzeuge per Schleppflugzeug gebracht. Im Anschluss absolvieren sie das Kunstflugprogramm, das bis zu einer Mindest-Flughöhe von 400 Metern abgeschlossen sein muss. Die Box darf dafür nicht verlassen werden, das gäbe Punktabzug. Anders als beim motorisierten Kunstflug gebe es beim Segelkunstflug keine Möglichkeit, wieder an Höhe zu gewinnen, so Thomas Kraus. „Für den Piloten geht es immer nur nach unten und er muss mit der Energie haushalten, um die Figuren innerhalb der vorgegebenen Höhen fliegen zu können.“

Übungen auch für das normale Fliegen hilfreich
Zum ersten Mal beim Wettbewerb dabei ist Anna-Lena Schlammer aus Bad Wörishofen. Die 28-Jährige ist selbst Fluglehrerin und hat im vergangenen Jahr ihren Kunstflugschein erworben. „Weil es einfach Spaß macht“, wie sie sagt. Aber auch im regulären Flugbetrieb sieht sie damit Vorteile. „Der Kunstflug bietet ganz andere Möglichkeiten, sein Flugzeug zu beherrschen. In kritischen Situationen kann das auch bei einem normalen Flug hilfreich sein.“ Quelle: ‚Augsburger Allgemeine‚.

Dario Costa fliegt mit 245 km/h durch Tunnel

Der Kunstflieger Dario Costa schafft etwas, dass vor ihm noch niemand wagte: Costa durchfliegt mit seinem Kleinflugzeug einen Autobahntunnel. Mit 245 km/h donnert Costa durch die niedrigen und engen Betonröhren. Quelle: ‚Youtube‚.

Wolke in der Box

Nachdem drei Konkurrenten (zwei in der Kat. Sportsman und einer in der Kat. Advanced) noch bei schönstem Sonnenschein ihre Programme voll durchziehen konnten, schob sich eine neugierige Wolke in die Box. Jury und Konkurrenzleitung beschlossen darauf hin, die Programme wieder um zwei Figuren zu verkürzen. Bei den ersten drei Piloten wurden diese Figuren ebenfalls gestrichen und nicht bewertet. Bis am Mittag konnte der Wettbewerb abgeschlossen werden.

Am Nachmittag wurde den vier Jungpiloten ein Einweisungsflug mit dem Fox geschenkt. Es sind jene vier Teilnehmer, welche letzte Woche im BFK in Hausen teilgenommen haben. Dank ihrer spontanen Anmeldung zur SM konnte diese überhaupt durchgeführt werden. Sonst hätte es zu wenig Teilnehmer gehabt.

Champagner bitte kaltstellen
Um 16 Uhr fand die feierliche Siegerehrung statt. Unter grossem Applaus wurde Stefan Illi aus der Segelfluggruppe Thun zum Schweizermeister in der Kat. Sportsman gekürt. Die Silbermedaille ging an Nick Bachmann, Bronze gewann sein älterer Bruder Timm. Beide Piloten sind in Ruswil/LU zuhause und fliegen in der SG Olten.

In der Kat. Advanced verteidigte Roman Baumer wurde Schweizermeister, Silber ging an Christian Syfrig und Bronze gewann Pascal Zollikofer. Seine Führungsposition und wurde verdient Schweizermeister. Roman fliegt in der SG Schaffhausen im Schmerlat. Christian Syfrig aus Oftringen gewann die Silbermedaille und Pascal Zollikofer aus Winterthur durfte sich die Bronzemedaille umhängen. Quelle: ‚SG Thun‚. Foto-Album.

Der Traum vom Fliegen

Die Ottenschlagerin Brigitte Danzinger fasziniert das Fliegen seit der Kindheit, es wurde ihre Leidenschaft, brachte sie zu vielen Großevents – und jetzt zur Segel-Kunstflug-WM. Brigitte Danzinger, die im Lebensresort in Ottenschlag als Physiotherapeutin arbeitet, hat ihre Begeisterung für das Segelfliegen schon seit der Kindheit, als sie einmal mitfliegen durfte. Sie wusste damals: „Das will ich auch machen.“ Ihre Familie – vor allem ihr Vater Franz Danzinger, der als Segelfluglehrer in Dobersberg tätig war – war ursprünglich dagegen. Doch mit Ferialjobs verdiente sie ihr eigenes Geld und konnte so mit 18 Jahren den Segelfliegerschein machen. Nur ihr Großvater Franz Danzinger, der ehemalige Bürgermeister von Ottenschlag, unterstützte sie und war auch bei ihrem ersten internationalen Auftritt, der Europameisterschaft 1996 in Ungarn, dabei.

Hoffnung auf eine Einzelmedaille. Ihre größten Erfolge bisher waren der Vizestaatsmeistertitel 2018 und der vierte Platz mit der österreichischen Mannschaft bei der letzten Weltmeisterschaft 2019 in Rumänien. Bei der diesjährigen WM, die vom 24. Juli bis 7. August in Leszno in Polen stattfindet, erhofft sie sich eine Einzel-Medaille. Für eine Medaille mit der Mannschaft, die grundsätzlich aus drei Teilnehmern besteht, gibt es kaum Chancen, da die Österreicher heuer nur zu zweit antreten. An den ersten Tagen finden nur die offiziellen Trainings statt. Wer dabei zu riskant fliegt, wird schon vor dem Wettbewerb disqualifiziert. Es ist also nicht so, wie man vielleicht vermuten könnte, dass nur „wilde Hunde“ fliegen.

Der perfekte Kreis. Das Reglement für die Wertung erklärt Brigitte Danzinger folgendermaßen: „Man muss das vorgegebene Programm in einem Würfel von jeweils 1 Kilometer Seitenlänge fliegen. Um mit diesem Platz auszukommen, muss man sich für die Abfolge schon vorher überlegen, wo man anfängt. Verlässt man diesen Bereich, gibt es Strafpunkte. Die zu fliegenden Figuren sind auf einem Plan vorgegeben. Es geht dabei um die Präzision dreidimensional in jede Richtung. Auch die Winkel des Fluges und die Richtungen – mit bzw. gegen die Windrichtung – sind vorgeschrieben, und für Abweichungen gibt es Punkteabzüge. Ein Looping muss kreisrund sein, darf also keine Ellipse sein. Jede Figur hat einen bestimmten Schwierigkeitsfaktor, den sogenannten K-Faktor. Dafür bekommt man Noten und für jeden Fehler Abzüge.“

Akribische Vorbereitung. Bei der Vorbereitung auf einen Wettkampf gibt es zwei Schwerpunkte: Einerseits macht man viel Mentaltraining, das heißt, man trainiert die Figurenabfolge ohne Flugzeug, wie es gesteuert werden soll und wie man mit dem Platz und der Höhe auskommt. Andererseits wird mit dem Flieger trainiert, doch das ist in Österreich schwierig, weil es hierzulande ein reiner Amateursport ist mit begrenzten zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten. Man benötigt dafür Sponsoren, für die eine entsprechende Medienpräsenz und ein Angebot an Flugvorführungen wichtig sind. Brigitte Danzinger: „Bei einer Weltmeisterschaft nehmen auch Leute teil, die das hauptberuflich gegen Bezahlung machen und 400 Trainingsflüge haben. Ich muss halt mit etwa 30 Trainingsflügen auskommen“. Brigitte Danzinger hat auch den Motorflugschein, doch ihre Faszination gehört dem Segelfliegen. Es sei vor allem die Stille und das Spielen mit Bewegungen in der Atmosphäre, was sie so begeistert. „Es ist eine Art von Entspannung, und man kommt weg von dem, was einen herunten stresst. Toll ist auch, dass die Vögel und Störche mit dem Segelflieger spielen. Es macht Spaß, mit dem Kopf nach unten oder Figuren zu fliegen und den Flieger mit den Kräften, die auf den Körper einwirken, präzise zu steuern.“ Brigitte Danzinger ist Mitglied der Unionsportfliegergruppe Ottenschlag, die etwa 10 Mitglieder hat. Im Hangar beim Flugplatz in Ottenschlag sind drei Flieger fix stationiert; dazu kommen noch drei private. Die meisten Flieger sind Doppelsitzer und werden auch für Schnupperflüge angeboten. Der Verein mit dem neuen Obmann Florian Vieghofer führt am 14. August den AIRlebnistag durch. Quelle: ‚NOEN.at‚.

Schweizermeisterschaft im Segelkunstflug

Liebe SegelfliegerInnen,

Kunstflug macht sicherer, Kunstflug ist schön und die Schweizermeisterschaft Segelkunstflug ist für alle Segelflieger mit Kunstflugerweiterung im Ausweis eine super geeignete Veranstaltung zum Trainieren und zur Perfektionierung! Sie findet Ende August in Thun statt, vor einer wunderbaren Kulisse.

Training: ab Montag, 23. August 2021
Wettkampf: 26. – 28. August 2021

Jeder Segelflieger, auch mit wenig Erfahrung, kann an der SM teilnehmen: In der Sportsman Kategorie:

  • stellen wir Dir auf Wunsch Dein Wettkampf-Programm zusammen
  • kann mit Safety-FI geflogen werden in Trainings- und Wettkampfflügen
  • kannst Du mit ASK-21 oder B4 den Wettkampf bestreiten (oder mit der FOX!)
  • kannst Du enorm profitieren und Fortschritte für Dich verbuchen

Melde Dich an für ein schönes Fliegerfest in Thun, es winken schöne Preise und ein unvergessliches Wettbewerbs-Erlebnis! Die Flugzeuge sind vorhanden, Wettbewerbsneulinge profitieren von einer substantiellen Reduktion der Nenngelder! Das Motto heisst: „Top fun for cheap money“!

Offizielle Ausschreibung. Rückfragen an das OK: adrian.sieber [a] hin.ch

Der Pilot, der in den Himmel schreibt

Pilot Tim Tibo (44) ist einer von acht Kunstpiloten, die mit ihren Fliegern Botschaften aus weißem Dampf in den Himmel zaubern! Tibo: „In der Corona-Zeit haben wir in Deutschland schon viele dutzend Mal „Bleibt gesund“ geschrieben. Das begeistert die Leute: Es ist eine positive Nachricht und sie sehen etwas, was sie vorher noch nicht gesehen haben.“ Die Buchstaben sind rund 200 mal 200 Meter groß, in wenigen Sekunden fertig und können sich bis zu zehn Minuten halten. Sie entstehen durch Ausstoß von Paraffinöl. Der Pilot: „Das wird im Auspuff erhitzt und verdampft dabei.“ Das sei weder umwelt- noch gesundheitsschädlich. Tibos „Skyexter“ gibt’s seit 2020. Der Pilot hat das Unternehmen mit vier Job-Kollegen gegründet. Mittlerweile sind fünf Flieger im Einsatz. Die Piloten stammen aus Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg. Der Schreib-Vorgang ist digitalisiert: Bevor die Maschinen abheben, ist genau programmiert, welche wann eine Wolke absetzen muss. Die Fliegen halten in der Luft einen Abstand von 20 bis 30 Metern. Die Flugzeuge sind zudem per WLAN verbunden. Viele Firmen haben die Flug-Schreiber schon gebucht. Auch Anfragen für Heiratsanträgegab’s schon. Tibo: „Wenn wir dann sagen müssen, dass das einen fünfstelligen Betrag kostet, ist das Gespräch schnell beendet.“ Quelle: ‚Bild‚.

Motorkunstflieger trotzen scheinbar der Physik

Eine halbe gerissene Rolle, bei der das Flugzeug in der Langachse auf den Rücken gedreht wird, eingebaut in ein 45 Grad aufwärts Flugmanöver: Solche Kunstflugfiguren, die der Physik vermeintlich ein Schnippchen schlagen und die Zuschauer am Boden staunen lassen, sind genau Dr. Benjamin Schaums Kragenweite. Der 43-jährige Gelnhäuser ist Sportflieger beim Aero-Club Gelnhausen und hat in diesem Jahr im Motorkunstflug mit seiner Yak-54 seine größten Erfolge gefeiert: Dritter bei den deutschen Meisterschaften und Sieger bei den brandenburgischen Meisterschaften – jeweils in seiner Klasse. Dabei sagt er über sich selbst: „Eigentlich bin ich kein Wettbewerbskämpfer, sondern fliege lieber Shows, aber nach den Erfolgen juckt es mich doch in den Fingern.“

Die Fliegerei wurde Benjamin Schaum in die Wiege gelegt. Sein Papa Wolfgang Schaum war von 1977 bis 2011 Vorsitzender des Aero-Clubs Gelnhausen und wurde danach zum Ehrenpräsidenten ernannt. Kein Wunder also, dass seine beiden Söhne in jungen Jahren viel Zeit auf dem Flugplatz Gelnhausen verbracht haben. Zusätzlich wurde ihnen das Fliegen vom Papa schmackhaft gemacht. „Er war Unfallchirurg und wollte uns davon abhalten, Motorrad zu fahren, weil er das für zu gefährlich hielt. Daher hat er das Fliegen aktiv gefördert“, erzählt Benjamin Schaum.

Eigene und technische Grenzen kennen
Für seinen Papa und für ihn selbst ist die Fliegerei sicher, solange der Pilot sie sicher gestaltet. „Bei den meisten Unfällen sitzt das Problem zwischen dem Headset. Man muss die persönlichen und technischen Grenzen kennen und respektieren, dann stellt das Fliegen keine Gefahr dar“, sagt der Gelnhäuser, der auch beruflich dem Pfad seines Vaters gefolgt ist. Er ist Facharzt für Allgemeinmedizin mit einer Praxis in Gelnhausen sowie Fliegerarzt. Lange bevor Benjamin Schaum Arzt wurde, lernte er Fliegen. Mit 14 Jahren fing der Gelnhäuser seine Karriere im Cockpit an. „Mein Bruder und ich waren schon immer mit auf dem Flugplatz und konnten es kaum erwarten, endlich selbst fliegen zu dürfen“, erinnert sich der 43-Jährige zurück. Am Fliegen gefällt dem Allgemeinmediziner, dass er sich vom Alltag ausklinken und alles hinter sich lassen kann. Ins Cockpit zu steigen und mit seiner Yak-54 in die Lüfte aufsteigen, das bedeutet für den Vater eines Sohnes Erholung. Außerdem eröffne das Fliegen einen anderen Blickwinkel. Dieser Perspektivwechsel bedeute Freiheit.

Perspektivwechsel am Himmel
Und Perspektivwechsel gibt es beim Motorkunstflug einige. Denn präzise, aber trotzdem mit Tempo, müssen die jeweiligen Figuren in einer vorher festgelegten Abfolge an den Himmel gemalt werden – das Ganze auch noch in einem begrenzten Luftraum, der sogenannten Box. Als Benjamin Schaum mit dem Kunstfliegen begann, hatte er durchaus etwas Angst davor. Dennoch wirbt er dafür, den Kunstflug im Besonderen und die Fliegerei im Allgemeinen einfach mal auszuprobieren und mal mitzufliegen. Möglichkeiten in Gelnhausen und Langenselbold gebe es in der heimischen Region genügend. Bei der Ausbildung zum Kunstflieger sitzt zuerst ein Trainer mit im Flugzeug. In den ersten Trainingseinheiten werden die Steuereingaben geübt, denn die Handgriffe müssen sitzen. Zusätzlich muss der Pilot ein Gefühl dafür bekommen, wie sich das Flugzeug bei bestimmten Manövern verhält. Außerdem ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn das Flugzeug beispielsweise genau auf 90 Grad zu halten, sei „schwierig zu fühlen“.

Flugmanöver müssen lange geübt werden
Um bei Wettbewerben konkurrenzfähig sein zu können, ist also viel Übung nötig. „Ich bin eher Showprogramme bei zum Beispiel befreundeten Flugplätzen geflogen und habe das eher repräsentativ für den Sport gemacht. Bei Showflügen musst du nicht ganz so präzise sein. Da kommt es nicht drauf an, ob der Winkel 90 oder 85 Grad beträgt. Das heißt: Fliege ich Showprogramme, habe ich im Wettbewerb keine Chancen“, hatte der Gelnhäuser eigentlich nicht mit einer Teilnahme an der brandenburgischen Meisterschaft, die in der Kunstflieger-Szene eine Traditionsveranstaltung und so eine Art kleine deutsche Meisterschaft ist, geplant. Urlaub in den USA stand stattdessen auf dem Plan der Familie Schaum, der aber durch die Corona-Pandemie gestrichen wurde. „Meine Frau Melanie hat mich dann motiviert, die frei gewordene Zeit in das Training zu investieren und doch bei der Meisterschaft zu starten“, musste sich der Familienvater erst von seiner Frau überreden lassen. Der Lohn war der erste Platz.

Die Leidenschaft für die Fliegerei teilt also auch seine Frau, die ausgebildete Pferdewirtin ist und damit das andere Hobby der Familie aktiv betreibt – jeweils zwei Pferde und Hunde vervollständigen die Familie Schaum. „Reiten ist ein wunderschöner Ausgleich und hat auch Parallelen zur Fliegerei. Mit einem Flugzeug muss man umgehen wie mit einem sensiblen Tier“, sagt Benjamin Schaum, der seine Passion für das Fliegen und die Technik auch schon an seinen Sohn Emil weitergegeben hat.

Sohn Emil ist oft mit auf dem Flugplatz
Der zweieinhalbjährige Emil kann nämlich schon „fehlerfrei eine Maschine alleine am Motorengeräusch erkennen“, erzählt der stolze Papa von einem Tag mit dem Junior auf dem Gelnhäuser Flugplatz. Die nächste Fliegergeneration der Familie Schaum steht also schon in den Startlöchern. Quelle: ‚OP-Online.de‚.

Internationale Kunstflieger in der Lausitz

Auf dem Flugplatz Welzow (Spree-Neiße) finden bis zum Wochenende internationale Wettbewerbe im Kunstflug statt. Daran nehmen zwölf Piloten aus sechs Ländern teil. Darunter aus der Schweiz, Österreich und aus Luxemburg. Nach Veranstalterangaben sind wegen der Corona-Pandemie große Turniere wie Welt- und Europameisterschaften abgesagt worden, deshalb gebe es in Welzow eine abgespeckte Variante, erklärt Wettkampfdirektor Klaus Schrodt.

Corona verhindert Anreise von Russen und Franzosen
Ursprünglich sollten auch Flieger aus Russland und Frankreich in Welzow starten. Das gehe aber nicht wegen der Corona-Beschränkungen, sagt Wettkampfdirektor Klaus Schrodt. Für den Schweizer Kunstflieger Marcus Leibundgut biete Welzow eine schöne Variante, ersetze aber nicht große internationale Wettbewerbe, bei denen Schiedsrichter die Flugleistungen kommentieren und benoten. Höhepunkt sei der Sonnabend, verspricht Schrodt. Da werde von jedem Piloten bis vier Minuten Freestyle geflogen. Dazu gehören Figuren, die beim klassischen Kunstflug nicht auf dem Programm stehen. Die Freestyle-Figuren nennen sich beispielsweise „Purzelbäume“ und „Radschlagen“. Außerdem werde mit Rauch geflogen und damit Bilder am Himmel gemalt, kündigt der Wettkampfdirektor an. Die Hygieneregeln erlauben maximal 1.000 Zuschauer, so der Veranstalter. Quelle: ‚rbb24.de‚.

Feinste Akrobatik über Gera

Eine Woche voller Flugakrobatik, Sommerwetter, sportlichem Ehrgeiz und gleichzeitig familiärer Atmosphäre: So lassen sich die Deutschen Meisterschaften im Motorkunstflug 2020 zusammenfassen, die auf dem Flugplatz Gera-Leumnitz vom 20. bis 26. Juli stattfanden. Für Veranstaltungsleiter und Motorkunstflugreferent Jürgen Leukefeld und sein Team war alleine schon das pure Stattfinden der Meisterschaften ein Glücksgriff. Schließlich hatte der Event aufgrund der Corona-Bestimmungen lange Zeit bis wenige Wochen vor dem Termin auf der Kippe gestanden. Sogar 200 Zuschauer ließen die gelockerten Bestimmungen des Landes Thüringen am letzten Tag des Wettbewerbs zu. Wer keinen Platz mehr im abgetrennten Zuschauerbereich ergattern konnte, wich auf die umliegenden Feldwege aus und zückte Handy oder Fotoapparat.

Auch wenn mancher Pilot im Vorfeld nicht im gewohnten Umfang hatte trainieren können, war allen die Freude deutlich anzumerken, endlich wieder an einem Wettkampf teilnehmen zu dürfen. Insgesamt 32 Piloten in den Klassen Sportsman, Intermediate, Advanced und Unlimited gingen an den Start, gemessen an den 34 Piloten des Vorjahres und der Ungewissheiten im Vorfeld, eine beachtliche Teilnehmerzahl. Am Himmel wurde dann feinste Akrobatik geboten. Florian Berger wurde zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister der Klasse Unlimited. Er gewann mit deutlichem Vorsprung. Ganz eng dagegen ging es im Rennen um die Plätze zwei und drei zu. Heike Sauels, eine von zwei Frauen im Teilnehmerfeld, konnte den Vizemeister-Titel mit einem hauchdünnen Vorsprung vor ihrem Ehemann Heinrich Sauels erringen.

Auch im Freestyle Wettbewerb, an dem nur Unlimited-Piloten teilnehmen dürfen, machten diese drei Piloten die vorderen Ränge unter sich aus – Berger wieder oben auf, dahinter Heinrich und Heike Sauels auf Platz zwei und drei. Die akrobatischen Manöver jeder Kür, unterstrichen durch eine Spur aus Rauch, die die Maschinen hinter sich her zogen, entlockten den Zuschauern „AAAHS“ und „OOOHS“ im Dauertakt. Motorkunstflug ist eine Kombination aus Erfahrung, Talent, körperlicher Fitness und natürlich Training. Und auch in den unteren Klassen arbeiten die Piloten hart. In der zweithöchsten Wettbewerbsklasse Advanced triumphierte Heintje Wyczisk. Der Pilot hat eine besondere Verbindung zu seinem Flugzeug, hat er die Laser 260 doch eigenhändig zusammengebaut. Alexander Stegner und Rainer Berndt folgten auf den Plätzen. Bei den Piloten in der Klasse Intermediate siegte Jan Diehl vor Justus Schiedek-Jacht und Benjamin Schaum. Erfreulich viele Wettbewerbs-Neulinge registrieren die Organisatoren in der Klasse Sportsman. Hier gingen insgesamt 10 Kunstflieger an den Start. Mit nur zwei Tausendstel Vorsprung setzte sich hier David Friedrich gegen Michael Storek durch. Ingo Sturhan landete auf Rang drei. Alle Ergebnisse des Wettbewerbs sowie weitere Infos finden Sie unter http://results.german-aerobatics.com. Bildbericht: ‚DAeC‚. Video.

Gera: Deutsche Kunstflug-Meisterschaften

Rund 150 Motor-Kunstflieger der Interessengemeinschaft „German Aerobatics“ tragen seit dem Montagvormittag ihre Deutschen Meisterschaften in Gera aus. Auf dem Flugplatz Gera-Leumnitz fliegen sie in vier Leistungsstufen. Sie müssen zunächst ein Pflichtprogramm absolvieren. Dabei erfahren sie erst kurz vor dem Start, welche Figuren sie fliegen müssen. Danach stellen sich die Piloten im Wettbewerb mit selbst entwickelten Flug-Programmen vor. Schiedsrichter vergeben für die Loopings, Linien und Rollen Noten von Null bis Zehn. Abschluss der Wertungswoche wird ein Freistil-Wettbewerb sein, bei dem die Piloten der höchsten Kategorie ihre Flugbahnen auch mit Rauch an den Himmel zeichnen. Trotz des hohen Schauwertes ist Kunstflug nach eigenen Angaben ein Leistungssport. In der höchsten Kategorie müssen die Piloten je nach Flugmanöver ein Vielfaches ihres Körpergewichts aushalten. Bei den Wettbewerben in Gera-Leumnitz starten bis Samstag mehr als 30 Flieger. Quelle: ‚MDR Thüringen‘.

Stampe JCL-4 verunglückt

Während eines Kunstflugtrainings stürzte am Samstag, 4. Juli 2020, ein Flugzeug des Vereins „Stampe Aéro Passion“ bei La Petite-Robinière in der Nähe des Flughafens von Angers-Marcé ab. Der Unfall hat einen Todesfall und eine schwere Verletzung verursacht. Beim Flugzeug handelt es sich um eine Stampe Aéro Passion, des Kunstflug-Ausbildungszentrums von Angers (CPVA). Beide Opfer sind Mitglieder dieses Clubs. Der Pilot, etwa sechzig Jahre alt, starb. Sein Passagier, ebenfalls in den Sechzigern, ist schwer verletzt.

Das Flugzeug stürzte am Ende des Flugplatzes, etwa 200 Meter von der Departementstraße entfernt, in einem Weizenfeld. Zunächst sicherte die Feuerwehr das Gelände ab, um zu verhindern, dass in diesem besonders trockenen Gebiet ein Feuer ausbricht. Es wird eine Untersuchung durchgeführt, um die Umstände und Ursachen dieses Flugunfalls zu ermitteln.

Der Präsident des Clubs wollte sich zu dem Unfall nicht äußern. Die Mitglieder des Vereins seien schockiert, ebenso alle Personen, die auf dem Flugplatz Marcé und im Museum Espace Air Passion arbeiten oder ehrenamtlich tätig sind. Dort wird seit Samstag eine Sommerausstellung präsentiert, die den Brüdern Pierre und René Gasnier, den Pionieren der Luftfahrt in der Anjou, gewidmet ist. Quelle: ‚ouest-france.fr‚.