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Urteil im Meller Fluglärm-Prozess am 5. Juli

In der „unendlichen Geschichte“ wird in Kürze das letzte Kapitel geschrieben. Am 5. Juli soll im Prozess um Fluglärm in Altenmelle vor der Zivilkammer des Landgerichts Osnabrück das Urteil gesprochen werden. Ein Anwohner des Tulpenwegs hatte 2017 gegen den Meller Segelflieger-Club geklagt, gestern wurde in dem Verfahren ein Sachverständiger gehört. Der Kläger wirft dem Club vor, wiederholt auf der Ein- und Ausflugschneise die vorgeschriebene Mindestflughöhe von 300 Metern nicht eingehalten zu haben. Und dabei zu dicht über sein weit abseits der Platzrunde liegendes Grundstück geflogen zu sein. Er hatte Belege und Videos eingereicht, die diese Anschuldigung untermauern sollten. Der Luftfahrtsachverständige konnte trotz mehrmonatiger Recherchen („Ich habe Start- und Landelisten abgefragt, aber konnte keine lückenlose Aufzeichnung erstellen“) und Befragungen der beteiligten Parteien aber keinen Nachweis ermitteln. „Die genannten Flugbewegungen lassen sich nicht rekonstruieren und die Videos reichen mangels Referenzpunkte nicht aus“, so seine Begründung, die er noch konkretisierte: „Die vertikalen Flughöhen lasssen sich nicht abschätzen. Ohne weitere Werte bleibt die Ungewissheit bestehen. Es handelt sich um subjektive Wahrnehmungen“. Quelle: ‚Neue Osnabrücker Zeitung‚.

„Landen in Landshut“ reduziert Fluglärm

Zum 1. Januar 2018 hatte die Gesellschaft „Landen in Landshut“ die Stadtwerke als Betreiber des Flugplatzes Ellermühle abgelöst. Schon im ersten Jahr konnte die GmbH einige Erfolge verbuchen. Als zielführend habe sich in dieser Hinsicht die Herausgabe einer Lärmschutzkarte erwiesen. Diese visualisiert die Wohngebiete innerhalb der Platzrunde mit dem Hinweis, Überflüge zu vermeiden und ergänzt das offizielle Sichtanflugblatt der Deutschen Flugsicherung. Damit jeder Pilot auch unmittelbar vor dem Start nochmals an die geltenden Regelungen erinnert wird, wurden diese nun auch direkt auf den Asphalt der Rollbahn geschrieben. Quelle: ‚Wochenblatt‚.

Baselbieter Landrat lehnt Fluglärm-Bericht ab

Der Baselbieter Landrat hat erneut einen Bericht der Fluglärmkommission zu den Bemühungen zur Verminderung der Fluglärmbelastung abgelehnt. Er hält damit den Druck für Verbesserungen am Flughafen Basel-Mülhausen aufrecht. Den Bericht 2016 hatte der Landrat im September deutlich abgelehnt. Die Lärmbelastung bliebt gemäss dem Bericht im Jahr 2017 stabil. Die geltenden Lärmschutzbestimmungen wurden durch den EuroAirport eingehalten. Teilweise wurden tiefere Lärmwerte im Vergleich zum Vorjahr registriert. Quelle: ‚bazonline.ch‘.

Vaihingen: Kompromiss gefunden

Mehr als drei Jahre stritten eine Bürgerinitiative und der örtliche Flugsportverein um Fluglärm. Jetzt fanden die Parteien einen Kompromiss. Der FSV verpflichtet sich dabei, in Zukunft die Zahl der Motorflüge stark einzuschränken. Die Details der Vereinbarung finden Sie hier.