Schlagwort-Archiv: Motorflug

Magdeburg-Cochstedt erweitert UAS-Testgebiet

Am nationalen Erprobungszentrum für unbemannte Luftfahrzeuge in Magdeburg-Cochstedt gilt seit dem 27. November 2025 ein neues geografisches Gebiet, das den UAS-Betrieb in der offenen Kategorie deutlich erleichtert. Dort sind künftig Flüge

  • außerhalb der direkten Sichtweite (BVLOS),
  • mit UAS über 25 Kilogramm sowie
  • über 120 Meter über Grund

möglich – vorausgesetzt, Betreiber erfüllen die Vorgaben der „Erklärung des UAS-Betreibers und Risikobewertung für die Nutzung des geografischen Gebiets“.

Das Luftfahrt-Bundesamt wird damit spürbar entlastet, da Einzel-Genehmigungen in der speziellen Kategorie entfallen, ohne dass die operationelle Sicherheit sinkt.

Update vom 8. Dezember 2025: Die Landesluftfahrtbehörde Sachsen-Anhalt veröffentlichte per NfL 2025-1-3710 eine Allgemeinverfügung zum Einflug in das geografische Gebiet rund um den Flughafen. Wer die dort festgelegten Nebenbestimmungen erfüllt, benötigt keine separate Genehmigung nach § 21h Abs. 3 Nr. 2 LuftVO mehr. Quelle: dipul.de

Startsteigflug endet tragisch

Am Sonntagnachmittag des 27. März 2022 herrschten über dem Flugplatz Konstanz eigentlich ideale Sichtflugbedingungen. Für ein zweisitziges Leichtflugzeug der American Aviation AA-1B endete der Flug jedoch kurz nach dem Start dramatisch: Die Maschine verlor an Höhe, kollidierte mit Bäumen und prallte auf den Boden. Pilot und Fluggast wurden schwer verletzt, das Flugzeug zerstört.

Unfallstelle – Quelle: Polizei, Bearbeitung BFU

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) übernahm die Ermittlungen. Jetzt liegt der Abschlussbericht vor – er zeigt, wie eine Kombination aus Erfahrungslücken, Flugvorbereitungsmängeln und ungünstigen Rahmenbedingungen zu dem Unfall führte.

Der 44-jährige Pilot verfügte über eine Privatpilotenlizenz und insgesamt 246 Flugstunden. Seine Erfahrung mit der AA-1B, die er erst im Juni 2021 erworben hatte, war jedoch begrenzt: Bis zum Unfall hatte er rund 43 Stunden auf diesem Flugzeug-Muster gesammelt. Laut BFU war das Flugzeug beim Start auf der 760 Meter langen Graspiste zunächst nur „zögerlich abgehoben“ und erreichte keine stabile Steiggeschwindigkeit. Ein Zeuge beschrieb, dass die Maschine „nur schwer an Höhe gewann“ und im Steigflug leicht die Richtung änderte, bevor sie über die rechte Tragfläche kippte. Ein Leistungsverlust des Triebwerks wurde ausgeschlossen.

Flugweg- und Geschwindigkeitsdaten – Quelle BFU

Laut Bericht hätte der Pilot den Start noch abbrechen können. Mehrere Faktoren trugen letztlich zum Unfall bei: Überschreitung der maximal zulässigen Abflugmasse, unzureichende Kenntnisse der Flugeigenschaften in Grenzflugzuständen, mangelhafte Flugvorbereitung, Hindernisse im Abflugsektor und das Versäumnis, den Start rechtzeitig abzubrechen.

Dank des schnellen Eingreifens des Flugleiters und der Rettungskräfte überlebten die Insassen den Absturz trotz schwerer Verletzungen. Die BFU betont, dass die Kollision mit Bäumen und die Endlage des Wracks in einer Geländesenke die Überlebenschancen entscheidend erhöhten.

Der Unfallbericht macht deutlich: Auch bei scheinbar harmlosen Starts können ungenügende Vorbereitung und begrenzte Erfahrung schnell zu kritischen Situationen führen – eine mahnende Erinnerung an die Bedeutung von Trainingsstand, Startabbruch-Disziplin und sorgfältiger Flugplanung.

-> Vollständiger Untersuchungsbericht der BFU

Ausflug zur Flugwerft Schleißheim

Am Sonntag, 10. August nutzten Hans Günther und Marc (SG Siemens München) das ideale Flugwetter für einen Ausflug mit der KYSI zur Flugwerft Schleißheim (EDNX). Anlass war ein Aktionswochenende zum 80. Jahrestag der Übernahme des Flugplatzes durch die US Army.

Vor Ort bot sich ein vielfältiges Programm: Zwei UH-72 Lakota der US Army standen zur geführten Besichtigung bereit, die Bundespolizei präsentierte an beiden Tagen einen Super Puma, dazu kamen historische Militärfahrzeuge sowie eine Bo105 der Heeresflieger. Für das leibliche Wohl sorgten Biergarten und Grill – für die Crew selbstverständlich alkoholfrei.

Der Hinflug führte, betreut durch Langen ATC, via Rosenheim über München, entlang des Deutschen Museums und des Englischen Gartens nach Oberschleißheim. Von dort ging es über die große Platzrunde zum Endanflug aus Osten. Praktisch: Die Flugwerft verfügt über einen eigenen Taxiway zur historischen Halle, die Landegebühren können bequem online bezahlt werden.

Nach einer ausführlichen Erkundung der Ausstellung, der Helikopter und einer kurzen Stärkung startete die KYSI am Nachmittag wieder Richtung Heimat. Die Rückroute führte über Bad Tölz zu den Alpen, weiter entlang von Tegernsee und Schliersee, vorbei an Wendelstein und Kampenwand zurück zum Platz.

Ein Bad in der Tiroler Achen und die spätere Motorradfahrt nach München – begleitet von einem Abendessen im Biergarten der Brauerei Aying – rundeten diesen gelungenen Sommerausflug ab.

Zum Schluss ein Dank an das gesamte Betreuungsteam der KYSI: Ihre Arbeit macht solche Flüge erst möglich.

Leichtfliegerei-Aufbruch dank MOSAIC

Mit dem Inkrafttreten der neuen MOSAIC-Vorschriften (Modernization of Special Airworthiness Certification) hat die FAA (USA) die Regeln für Leichtflugzeuge grundlegend modernisiert. Die neue Verordnung ersetzt bisherige Gewichts-Beschränkungen durch leistungsbasierte Kriterien und erlaubt künftig unter anderem bis zu vier Sitze, einziehbares Fahrwerk, konstante Propellerdrehzahl, Nachtflug sowie zweimotorige Konfigurationen.

Tecnam begrüßt die Reform als Aufbruch in eine neue Ära der allgemeinen Luftfahrt. „MOSAIC ist auf unsere Mission zugeschnitten, das Fliegen einfacher, sicherer und zugänglicher zu machen“, erklärt Geschäftsführer Giovanni Pascale Langer. Die Neuerungen eröffnen Chancen für Piloten, Flugschulen und Unternehmen – von effizienteren Ausbildungswegen bis hin zu erweiterten Einsatzmöglichkeiten für Spezialmissionen.

„EATS“ in Lissabon

Vom 4. bis 6. November 2025 trifft sich die europäische Luftfahrt-Ausbildungs-Branche im Estoril Convention Center in Lissabon. Das Europäische Symposium für Fluglinien-Ausbildung (EATS 2025) gilt als Plattform für Flugschulen, Airlines und Trainingsexperten, um über neueste Entwicklungen, Technologien und Standards der Pilotenausbildung zu diskutieren.

Tecnam freut sich, Sie auf der EATS 2025 zu treffen. Nutzen Sie die Gelegenheit, ihre neuesten Trainingsflugzeuge und Lösungen kennenzulernen.Vereinbaren Sie jetzt einen Gesprächstermin mit dem Tecnam-Vertriebsteam: marketin(at)tecnam.com.

-> Die nächsten Tecnam-Veranstaltungen finden Sie hier

Neuer Zelt-Hangar in Pinkafeld

Wo geflogen wird, sind auch Flugzeuge. Bei schlechtem Wetter werden sie geschützt, bleiben flugklar und begleiten die Piloten viele Jahre zuverlässig. Anders als bei Autos werden Flugzeugteile regelmäßig gewartet oder ausgetauscht, sodass selbst ein 50 Jahre altes Flugzeug ein sicheres Fortbewegungsmittel bleibt.

Der Flugplatz Pinkafeld verfügt historisch über Hangars für Segel- und Motorflugzeuge, die die Luftsportgeräte vor fast allem schützen – Hochwasser ausgenommen. In den letzten Jahren stieg jedoch die Zahl der Flugzeuge und Fluggeräte deutlich, sodass der vorhandene Hangarplatz zunehmend knapp wurde. Die Flugzeuge mussten wie ein komplexes Puzzle untergebracht werden.

Um Abhilfe zu schaffen, kaufte der Sportfliegerclub einen gebrauchten Zelthangar und stellte ihn am Flugplatz auf. Aufmerksamen Passanten ist das große, grüne Zelt möglicherweise bereits aufgefallen.

Ein Zelthangar bietet gegenüber einem massiven Bau viele Vorteile: Er ist nachhaltig, schnell aufzubauen und flexibel einsetzbar. Der neue Hangar wurde bereits bezogen und beherbergt nun mehrere Flugzeuge und Tragschrauber. Der Sportfliegerclub Pinkafeld dankt allen, die beim Aufbau mitgeholfen oder den Verein moralisch unterstützt haben. Dank des Zelthangars steht den Mitgliedern nun wieder mehr Platz zur Verfügung.

Erste Tecnam P2006T NG auf den Kanaren

Canavia Flight Training hat eine neue Tecnam P2006T NG übernommen und erfolgreich auf die Kanarischen Inseln überführt. Es ist die erste Maschine der „Next Generation“-Version in der Region. Damit erweitert Canavia ihre Flotte auf drei P2006T und insgesamt zehn Tecnam-Flugzeuge, die vorwiegend für die ATPL-Ausbildung eingesetzt werden.

Die 2009 gegründete Flugschule zählt zu den etablierten Ausbildungszentren Europas. Rund 160 Schüler profitieren von konstant guten Wetterbedingungen, erfahrenen Lehrern und einer verlässlichen Flotte.

Tecnam’s P2006T NG ist mit zwei Rotax 912S3-Triebwerken und der Garmin G1000 NXi ausgestattet. Sie kombiniert niedrige Betriebskosten mit moderner Avionik und bleibt damit ein Standardtyp für mehrmotorige Schulungen. www.flycanavia.com

Vermeintlich vollgetankt

Am 25. Juli 2024 verunfallte eine Cessna 210K bei einer Notlandung nahe Beblenheim im Elsass. Der Pilot und ein Passagier wurden schwer verletzt, das Flugzeug zerstört. Die französische Untersuchungsbehörde BEA (Bureau d’Enquêtes et d’Analyses) ermittelte als Ursache Treibstoffmangel, zurückzuführen auf eine unvollständige Betankung und eine unzureichende Flugplanung.

Flugverlauf und Unfallhergang

Das in den USA registrierte Flugzeug startete um 13:28 Uhr in Aalborg, Dänemark, zum Rückflug nach Colmar-Houssen (Frankreich). Der Flug war die letzte Etappe einer mehrtägigen Skandinavien-Reise. An Bord befanden sich der 60-jährige Pilot mit 785 Flugstunden Erfahrung und ein 64-jähriger Passagier, der ebenfalls eine Pilotenlizenz besass.

Der Flug verlief zunächst ohne besondere Vorkommnisse auf einer Reiseflughöhe von rund 4.100 Fuss. Um 17:40 Uhr meldete sich der Pilot beim Turm in Colmar und gab an, „etwas knapp mit Öl“ zu sein. Nur drei Minuten später, in einer Höhe von etwa 3.000 Fuss, meldete er einen Leistungsverlust des Motors mit den Worten „der Motor stirbt ab“.

Der Pilot leitete eine Notlandung auf einem Feld ein. Im kurzen Endanflug kollidierte das Flugzeug mit einer leicht erhöhten Landstrasse (D3), die vor dem gewählten Feld lag. Nach dem Kontakt mit der Strasse überschlug sich die Maschine und kam in einem angrenzenden Maisfeld auf dem Rücken zum Liegen. Beide Insassen erlitten schwere Verletzungen.

Ergebnisse der Untersuchung

Die technische Untersuchung des Wracks bestätigte, dass der Motor aufgrund von Treibstoffmangel ausfiel. In den beiden Tanks wurden nur noch geringe Restmengen von 300 ml bzw. 600 ml gefunden. Es gab keine Anzeichen für ein technisches Versagen des Motors selbst.

Die Ermittlungen der BEA konzentrierten sich auf die Frage, wie es trotz einer vermeintlichen Volltankung in Aalborg zu einem Treibstoffmangel kommen konnte. Die Hauptursachen liegen in einer Kombination aus flugzeugspezifischen Eigenheiten, den Bedingungen bei der Betankung und der Flugvorbereitung.

Die Problematik der Betankung bei der Cessna 210

Bereits 1994 hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA in einer Sicherheitsanweisung (Airworthiness Directive AD 94-12-08) auf die Schwierigkeit hingewiesen, Flugzeuge der Cessna-210-Serie vollständig zu betanken. Die Konstruktion der Tanks kann dazu führen, dass bei einer Betankung auf nicht vollständig ebenem Untergrund eine erhebliche Menge Treibstoff (bis zu 10 Gallonen / ca. 38 Liter) fehlt, obwohl die Tanks voll erscheinen. Die AD schreibt daher vor, entweder spezielle, hervorstehende Tankdeckel zu installieren, die eine bessere Sichtkontrolle ermöglichen, oder entsprechende Warnhinweise im Cockpit und an den Flügeln anzubringen. Zudem muss das Flugzeug bei der Betankung in einer exakt definierten, leicht buglastigen Position stehen.

Gefälle-Messungen auf dem Vorfeld des Flughafens Aalborg

Mangelnde Umsetzung und Kenntnis

Die verunfallte Cessna N5767J war nicht gemäss dieser Sicherheitsanweisung modifiziert. Sie besass die bündig abschliessenden Standard-Tankdeckel und es fehlten die vorgeschriebenen Warn-Plaketten. Der Pilot gab an, von dieser spezifischen Problematik und der FAA-Anweisung keine Kenntnis gehabt zu haben.

Vergleich der Tankdeckel: links und in der Mitte versenkte Tankdeckel am N5767J, rechts hervorstehender Tankdeckel

Erschwerend kam hinzu, dass der Betankungsbereich am Flugplatz Aalborg nicht eben war. Messungen der BEA ergaben eine Neigung von bis zu 2,6 Grad. Diese Schräglage verhinderte eine vollständige Füllung der Tanks, obwohl der Pilot nach bestem Wissen eine Sicht- und Peilstabkontrolle durchführte und von vollen Tanks ausging.

Flugplanung und erhöhter Verbrauch mit ausgefahrenem Fahrwerk

Die Flugplanung des Piloten basierte auf einem Durchschnittsverbrauch von 18 Gallonen pro Stunde bei einer Reisegeschwindigkeit von 135 Knoten. Diese Werte waren realistisch für einen Flug mit ausgefahrenem Fahrwerk – ein seit sieben Monaten bestehender Defekt am Flugzeug verhinderte dessen Einziehen. Allerdings berücksichtigte die Planung keine Reserven für unvorhergesehene Umwege. Während des Fluges mussten aktive Militärzonen sowie die Kontrollzone von Strassburg umflogen werden, was die Flugzeit und den Treibstoffbedarf erhöhte.

Fazit der BEA

Die Untersuchung kommt zum Schluss, dass eine Kette von Faktoren zum Unfall führte: Eine unvollständige Betankung aufgrund der bekannten, aber am Unfallflugzeug nicht adressierten Problematik der Cessna 210, verstärkt durch den unebenen Untergrund am Abflugort. Gepaart mit der Unkenntnis des Piloten über dieses Risiko und einer Flugplanung ohne ausreichende Reserven für Umwege, führte dies zur Erschöpfung des Treibstoffvorrats vor Erreichen des Zielflugplatzes. Der daraus resultierende Motorausfall machte eine Notlandung erforderlich, bei der das Flugzeug verunfallte.

Quelle/vollständiger Bericht auf Französisch: ‘BEA.aero’.

Tecnam Leasing- und Finanzierungen in den USA

Tecnam baut seine Unterstützung für US-Kunden aus und bietet neue Leasing- und Finanzierungslösungen für private Eigentümer, Flugschulen und Flottenbetreiber an. Ziel ist es, den Zugang zu modernen Schulungs- und Reiseflugzeugen finanziell attraktiver und planbarer zu gestalten.

Der italienische Hersteller arbeitet dazu mit mehreren erfahrenen US-Leasingpartnern wie Nesher Aviation, Wings Leasing, AeroSpring Leasing und APM Leasing zusammen. Die Programme decken Operating- und Finanzierungsleasing ab und ermöglichen geringere Anfangsinvestitionen, flexible Vertragsgestaltung sowie feste Raten zur besseren Budgetplanung.

Ein weiterer Vorteil: Flotten lassen sich einfacher modernisieren, da Leasingverträge den Austausch von Flugzeugen erleichtern. Je nach Vertragsform sind zudem steuerliche oder buchhalterische Vorteile möglich.

„Mit unseren maßgeschneiderten Finanzierungsangeboten in den USA senken wir die Einstiegshürde für künftige Tecnam-Besitzer erheblich“, erklärt Walter Da Costa, Chief Sales Officer. „So wird Tecnam nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich zu einer echten Option – vom privaten Piloten bis zur Flugschule.“

Weitere Informationen und Partnerkontakte finden Interessierte hier im US-Leasing- und Finanzierungsportal von Tecnam.

Über Tecnam: Tecnam wurde 1948 von den Brüdern Luigi und Giovanni Pascale gegründet und zählt heute zu den weltweit führenden Herstellern von Kolbenflugzeugen. Neben dem Hauptsitz in Capua, Italien, unterhält das Unternehmen Niederlassungen in Florida (USA) und Brisbane (Australien).

Englisch-Sprachprüfung Level 6

Seit 1. Oktober 2021 bietet die AOPA Germany Termine für die Online-Sprachprüfung Englisch Level 6 an. Voraussetzung für die Teilnahme sind eine stabile Internet-Berbindung sowie eine funktionierende Webcam.

Teilnehmer können bei der Anmeldung einen Terminwunsch angeben. Die Prüfung dauert etwa 30 bis 45 Minuten und wird online vom Language Proficiency Examiner (LPE) Michael Morr durchgeführt. Für Interessierte, die sich zunächst auf die Prüfung vorbereiten möchten, steht ein entsprechendes Vorbereitungsangebot zur Verfügung.

Jede absolvierte Prüfung unterliegt anschließend einer verpflichtenden Zweitbewertung durch den Prüfer in der Organisation (LPLE). Nach Abschluss dieser Bewertung erhält der Teilnehmer ein Zertifikat, das in Österreich von SierraMike Consulting ausgestellt und von den deutschen Luftfahrtbehörden anerkannt wird. Wird Level 6 nicht bestanden, wird je nach Leistung automatisch Level 5 oder 4 zugewiesen; hierfür ist keine erneute Prüfung erforderlich.

Nach Eingang der Anmeldung wird eine Rechnung erstellt. Nach Begleichung der Rechnung kontaktiert die AOPA Germany den Prüfer Michael Morr, um den Prüfungstermin zu vereinbaren.

Teilnahmegebühr inklusive MwSt.:

  • AOPA-Mitglieder: EUR 200,-
  • Nichtmitglieder: EUR 300,-

Weitere Informationen erhalten Interessierte direkt vom Sprachprüfer Michael Morr.

-> Anmeldung

Erste Pilatus PC-12 PRO geht nach Downunder

Pilatus hat den ersten PC-12 PRO an den australischen Unternehmer Dion Weisler übergeben. Das neue Modell wurde im Frühjahr 2025 lanciert und verfügt über das Pilatus Advanced Cockpit Environment (ACE) mit Garmin G3000 Prime.

Weisler, ehemaliger CEO von HP, ist seit Jahren überzeugter PC-12-Pilot – der PRO ist bereits sein viertes Flugzeug dieses Typs. Ein entscheidender Faktor für seine Wahl war das neue Sicherheitsfeature Safety Autoland, das im Notfall die Kontrolle übernimmt und das Flugzeug automatisch sicher landet.

Die Überführung nach Australien absolvierte Weisler gemeinsam mit einem Pilatus Piloten selbst. Die sechstägige Reise führte über Kreta, Ägypten, Oman, Indien, Malaysia und Bali nach Adelaide und umfasste insgesamt 41 Flugstunden.

Der PC-12 PRO vereint modernste Avionik, gesteigerte Performance und neue Komfortoptionen. Das digitale Autothrottle-System reduziert die Arbeitsbelastung im Cockpit, während das bewährte Pratt & Whitney PT6-Triebwerk höchste Zuverlässigkeit bietet und den Betrieb mit Sustainable Aviation Fuel ermöglicht. Mit diesen Weiter-Entwicklungen festigt Pilatus den PC-12 PRO als technologisch fortschrittlichsten einmotorigen Turboprop seiner Klasse.

Innovation im Fokus

Im September 2025 feierte Diamond Aircraft zwei Anlässe auf beiden Seiten des Atlantiks: das Diamond-Fest in London, Ontario, und den ersten After-Sales-Workshop am Hauptsitz in Wiener Neustadt.

Vom 5. bis 6. September verwandelte sich der kanadische Standort von Diamond in einen Treffpunkt für Besitzer, Piloten, Flugschulen, Wartungsexperten und Luftfahrt-Fans. Das Diamond Fest fiel mit der Airshow London SkyDrive zusammen und bot exklusive Flugvorführungen – darunter ein Formationsflug mit DA50 RG, DA62 und Beech 18 sowie Auftritte der Canadian Forces Snowbirds, des US Navy F/A-18 Super Hornet Teams und vieler weiterer Highlights. Ein abendliches Lichtspektakel des „Ghostwriters“ mit Pyrotechnik und Feuerwerk setzte dem ersten Festtag die Krone auf.

Neben dem Showprogramm boten Seminare und Werksführungen am Folgetag fachlichen Mehrwert. Mitglieder der Diamond Pilots Association und des Diamond Flying Club diskutierten innovative Ansätze in der Flugdatenanalyse und den Einsatz von Diamond-Flugzeugen im Instrumentenflug. Ein neuer Pilot Shop eröffnete und unterstrich den Community-Charakter des Treffens, bei dem Austausch und Vernetzung ebenso im Mittelpunkt standen wie die Präsentation von Technik und Innovation.

Nur wenige Tage später, am 11. und 12. September, lud Diamond Aircraft nach Wiener Neustadt zum ersten After-Sales-Workshop. Über 70 Wartungsexperten aus mehr als 30 Ländern nahmen teil, um gemeinsam an der Zukunft des Kundenerlebnisses zu arbeiten. In interaktiven Formaten wie LEGO® SERIOUS PLAY® entstanden praxisnahe Lösungen für zentrale Herausforderungen. Beide Veranstaltungen zeigten, wie Diamond Aircraft Community, Innovation und Kundennähe verbindet – sei es durch spektakuläre Flugshows oder durch die konsequente Weiterentwicklung des Service-Angebots.

Abenteuerliche Rückführung aus Marokko

Lorenzo Andretta erzählt von der abenteuerlichen Rückführung der HB-PRM von Bernard und ihm aus Marokko. Die Reise führte sie über Stopps in Casablanca, Tanger, Granada, Castellón de la Plata, Perpignan und schließlich Lyon Bron. Dabei hatten sie einige unerwartete Erlebnisse.

Start in Basel und erste Hürden

Am 11. März 2023 trafen sich Bernard und Lorenzo am Flugplatz Basel zur Abreise nach Marokko. Der Start geriet ins Stocken: Ein Streik in Frankreich führte zur Flugstreichung, Umbuchungen scheiterten zunächst, und die Kosten für Ersatzflüge summierten sich schnell.

Zürich über Lissabon nach Agadir
Am nächsten Tag starteten sie mit TAP via Lissabon nach Agadir. Anstrengende Passagier-Kontrollen, Gepäckdiskussionen und ein leerer Ryanair-Flug prägten den Tag. Um 1 Uhr morgens erreichten sie endlich die HB-PRM am Flughafen Agadir. Ein Taxi brachte sie irrtümlich zu einem falschen Riad, doch hilfsbereite Gastgeber organisierten den Transport zum gebuchten Hotel. Trotz kleiner Probleme mit der Buchung war die Erleichterung groß.

Agadir entdecken
Nach einem Ruhetag erkundeten sie die Stadt: Kasbah, Gondel, Strandpromenade – Agadir war überschaubar, aber charmant genug für einen kurzen Aufenthalt.

Auf nach Casablanca und Tanger
Am 14. März begann die Rückreise mit der HB-PRM nach Casablanca. Bürokratische Abläufe, Cash-Zahlungen und die Suche nach einem Taxi gestalteten sich schwierig, doch schließlich klappte alles. Casablanca beeindruckte als Industrie- und Geschäfts-Stadt, Tanger dagegen mit gepflegter Medina, Souk und marokkanischem Pfefferminz-Tee.

Über die Costa del Sol nach Granada
Von Tanger aus ging es über die Meerenge nach Granada. Gibraltar wurde nur überflogen, bevor sie der Küste Spaniens entlang flogen. In Granada trafen sie auf teure Handling-Gebühren, aber auch auf die Schönheit der Sierra Nevada, nahegelegene Strände und spanische Kulinarik.

Spanien bis Perpignan
Der Flug nach Castellón de la Plata führte sie durch turbulente Regionen voller Windräder und Volksfeststimmung. Anschließend ging es weiter entlang der Küste über Reus und Barcelona nach Perpignan. Dort erschwerten schlechtes Wetter, mangelhafte Busverbindungen und komplizierte Tank- und Gate-Prozesse den Ablauf, doch die Crew meisterte alles souverän.

Letzte Etappe nach Lyon Bron und Basel
Am 19. März führte die letzte Etappe nach Lyon Bron für den Crew-Wechsel und dann weiter nach Basel. Das wechselhafte Wetter erforderte geschicktes Navigieren zwischen Regenfronten. In Basel angekommen, war nur noch das Abdecken der PRM möglich, bevor der nächste Regenschauer kam.

Fazit
Trotz zahlreicher logistischer und bürokratischer Herausforderungen war die Reise spannend und lehrreich. Die HB-PRM wurde sicher zurückgeführt, und die Piloten sammelten wertvolle Erfahrungen in internationalem VFR-Flug, Handling-Prozeduren und marokkanischer sowie spanischer Flugplatzpraxis.

-> vollständiger Bericht.

Tag der offenen Schranken in Sitterdorf

Am Wochenende des 13. und 14. September 2025 öffnet der Flugplatz Sitterdorf (CH) seine Tore zum „Tag der offenen Schranken“.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm: Der Eintritt ist frei, ebenso die Parkplätze. Freizeitpark und Tierpark sind für alle geöffnet, dazu locken attraktive Rundflugangebote mit Flächenflugzeugen und Helikoptern.

Entlang der Festmeile laden kulinarische Köstlichkeiten und vielfältige Aussteller zum Verweilen ein. Von hier aus bietet sich ein idealer Blick auf das Herzstück des Geschehens – die Starts und Landungen der Flugzeuge. Wer sich für die Welt der Luftfahrt begeistert, sollte sich diesen Termin bereits heute vormerken.

FAI-Rallye-WM in Ferrara

Heute beginnt in Ferrara die 24. FAI-Weltmeisterschaft im Rallye-Fliegen. Bis 5. September messen sich die weltbesten Pilot-Navigator-Teams in den Disziplinen Luftnavigation, Präzisionslandung und Zeitmessung.

Italien richtet die Titelkämpfe nach 26 Jahren erstmals wieder aus – zuletzt fand die WM 1999 in Ravenna statt. Gastgeber sind der Aero Club d’Italia und der Aero Club Ferrara. Insgesamt treten 45 Teams aus 17 Nationen an, darunter Deutschland, Frankreich, Österreich, China und Südafrika. Sie fordern die Titelverteidiger Petr Jonáš/Marek Velát aus Tschechien sowie das französische Siegerteam der Mannschaftswertung heraus.

Ralf Grunwald, Präsident der FAI-General Aviation Commission, fungiert als internationaler Schiedsrichter: „Diese Meisterschaften zeigen die Präzision und Teamarbeit, die den Sport ausmachen, und motivieren Piloten weltweit, ihr Können weiterzuentwickeln.“

Wettbewerbsleiter Filippo Papale betont die ideale Lage Ferraras und die günstigen Bedingungen: „Wir freuen uns, Piloten und Zuschauer zu einer Veranstaltung von Weltklasse begrüßen zu dürfen.“ Die Wettflüge finden vom 1. bis 4. September statt. Ergebnisse und GPS-Tracking werden online veröffentlicht.

Stemme übergibt erste S12-G mit Duc Hélice-Propellern

Ein besonderer Moment für Stemme und die Fliegergemeinde: Die erste Serienversion der S12 ist jetzt mit den neuen Duc Hélice-Propellern ausgestattet. Diese sorgen für noch ruhigere Flugeigenschaften und mehr Effizienz. Zusammen mit dem modernen Garmin G3X-Glascockpit zeigt die S12-G die neueste Stufe in Stemmes Innovationskraft.

Großes Lob an das gesamte Stemme-Team – von der Konstruktion über die Produktion bis hin zur Auslieferung – für die Umsetzung dieses besonderen Projekts.

Ausflug nach Konstanz und zur Insel Mainau

Autor: Michael Schumacher

Strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen boten am Sonntag, 13.Juli 2025 ideale Bedingungen für einen Vereinsflug der Piloten des Aero-Clubs Bamberg mit der Cessna 172 in den Süden. Ziel: Konstanz am Bodensee. Nach einigen Schauern im Frankenland erwartete uns blauer Himmel mit einzelnen Wolken. Die schwache Thermik sorgte für einen angenehm ruhigen Hinflug.

Die Route führte über Neustadt/Aisch, das VOR Dinkelsbühl, an Heubach vorbei zur Schwäbischen Alb und schließlich zum Bodensee. Der Anflug auf Konstanz ist anspruchsvoll: Überflug der Ortschaften in nur 1’700 ft, kurze Platzrunde wegen der Schweizer Grenze, dazu ein paar Häuser im kurzen Endanflug – die Landung auf der Graspiste jedoch problemlos.

Am Flugplatz verzichteten wir auf angebotene Fahrräder – ein freundlicher „Chauffeur“ erwartete uns bereits. Zu Fuß ging es durch die weitläufige Altstadt mit ihren hochwertigen Boutiquen und zum Stadtgarten am See.

Nach dem Mittagessen stand die Blumeninsel Mainau auf dem Programm. Die 45 Hektar große Garteninsel begeistert trotz hoher Eintrittspreise mit kunstvoll angelegten Blumenbeeten, einem Arboretum mit 500 Baumarten, Schloss, Palmengarten, Café und Schmetterlingshaus. Der Rosengarten hatte seine erste Blüte hinter sich, doch die Uferwege mit Blick auf den Bodensee erinnerten fast an norditalienische Seen.

Gegen 17:00 Uhr traten wir den Rückflug an, um den angekündigten Gewittern über der Schwäbischen Alb auszuweichen. Ein letzter Blick auf die Insel Mainau – begleitet vom Anblick eines Zeppelins – und wir wählten einen östlicheren Kurs, um zwei Schauerzellen zu umfliegen. Nach eineinhalb Stunden landeten wir wieder in Bamberg, stärkten uns nach dem Tanken und Putzen bei Pizza und ließen den gelungenen Ausflug ausklingen.

Luftraum-Sensibilisierung bei VFR-/IFR-Mischverkehr

Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) führt die DFS Deutsche Fugsicherung GmbH jährlich eine Validierung der bestehenden Lufträume / Luftraumelemente durch.Die Ergebnisse der aktuellen Luftraum-Analysen nimmt die DFS zum Anlass, erneut auf die Thematik „IFR-/VFR-Mischverkehr im Luftraum der Kategorie E hinzuweisen.

Die Vermeidung von gefährlichen Annäherungen und Kollisionen im kontrollierten Luftraum der Kategorie E beruht auf dem Prinzip „See and Avoid“. Zwar gelten dort auch für IFR-Piloten die einschlägigen Ausweichregeln, es wird jedoch darauf hingewiesen, dass gerade in der Anflugphase zu Flugplätzen mit IFR-Betrieb die Arbeitslast im Cockpit hoch ist und dadurch die Luftraumbeobachtung entsprechend eingeschränkt sein kann.

Deshalb bittet die DFS alle VFR-Piloten – also Piloten, die nach Visual Flight Rules, bzw. Sichtflugregeln, fliegen – darum,

  • eine intensive Luftraumbeobachtung durchzuführen, da in diesen Bereichen mit erhöhtem Aufkommen von IFR-Anflugbetrieb, oft auch mit schnell fliegenden Verkehrsflugzeugen, zu rechnen ist
  • rechtzeitig und großräumig auszuweichen. Wirbelschleppen eines Verkehrsflugzeugs sind unsichtbar und gefährlich
  • Grenzen des Luftraums E nicht bis zu seinen Limits „auszureizen“
  • den Fluginformationsdienst FIS zu nutzen
  • nicht auf ein Vorflugrecht zu beharren. Die Sicht aus dem Cockpit von Verkehrsflugzeugen ist nicht vergleichbar mit der aus dem Cockpit von kleineren Flugzeugen. Auch ist ein Verkehrsflugzeug in der Regel für Sie leichter zu erkennen als ein Sportflugzeug für einen Verkehrspiloten.

Gefährliche Annäherungen werden deutschlandweit verzeichnet

Rund um Lübeck, Oberpfaffenhofen und Salzburg kam es allerdings in der Vergangenheit wiederholt zu kritischen Annäherungen zwischen VFR- und IFR-Verkehrsflugzeugen. Diese führten auch zu Ausweichmanövern oder abgebrochenen Anflügen der Verkehrsflugzeuge. Insbesondere in solchen Gebieten bittet die DFS um erhöhte Aufmerksamkeit. 

DA50 RG erstmals nach Brasilien geliefert

Mit der Übergabe einer Diamond DA50 RG an einen Kunden in Brasilien beginnt für die Allgemeine Luftfahrt des Landes ein neuer Abschnitt.

Die einmotorige, fünfsitzige DA50 RG ist mit einem Continental CD-300 Jet-A1-Triebwerk und dem Garmin G1000 NXi-Avioniksystem ausgestattet. Sie gilt als besonders effizient, bietet moderne Sicherheitsmerkmale und verfügt über die größte Kabine ihrer Klasse sowie ein Einziehfahrwerk.

Vorschau: Fliegerfest Fürth-Seckendorf

Am ersten Septemberwochenende 2025 ist es wieder soweit: Der Aero-Club Fürth lädt herzlich zum traditionellen Fliegerfest auf den Flugplatz Fürth-Seckendorf ein.

Am Samstag und Sonntag, den 6. und 7. September, jeweils ab 10 Uhr, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm für Familien. Neben Rundflügen über dem Frankenland dürfen sich Gäste auf kulinarische Spezialitäten vom Grill und frisch gezapftes Bier freuen. Ein Highlight findet am Samstagabend ab 19 Uhr statt: Der gemeinsame Start mehrerer Heißluftballons sorgt für ein stimmungsvolles Erlebnis in der Abenddämmerung.

Auch für die jungen Gäste ist gesorgt. Ein Segelflugzeug lädt zum Probesitzen ein, während eine Bastelstation und eine Hüpfburg für Spiel und Spaß sorgen.

Der Aero-Club Fürth freut sich auf zwei erlebnisreiche Tage mit zahlreichen Flugbegeisterten und Neugierigen – beim Fliegerfest 2025 in Fürth-Seckendorf.

Navigations-Flug: DM 2025 in Marpingen

Die BuKo Motorflug des Deutschen Aero Club e.V. veranstaltet vom 18. bis 21. September 2025 auf dem Sonderlandeplatz in Marpingen zusammen mit dem Aeroclub Saar e.V. die dritte offene Deutsche Meisterschaft im Air Navigation Race.

Ziel der Meisterschaft ist es, grundlegende fliegerische Fähigkeiten der Crews im Navigationsflug unter Wettbewerbsbedingungen zu bewerten und dadurch die Sicherheit im Flugbetrieb zu fördern. Geflogen wird unter Sichtflugbedingungen.

Den Teams soll ein angemessenes Training ermöglicht werden und der Wettbewerb dient als Vorbereitung auf die Teilnahme an internationalen Meisterschaften.

-> Ausschreibung

Sternflug 2025 nach Biel-Kappelen

Termin: 31. August 2025 (Ausweichdatum: 14. September 2025)

Im Jahr 2025 führt der traditionelle Sternflug die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum zentral gelegenen Flugplatz Biel-Kappelen. Neben der fliegerischen Komponente stehen kulinarische Genüsse und geselliges Beisammensein im Vordergrund – eine ideale Gelegenheit für alle, bestehende Bekanntschaften zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen.

Tagesprogramm:

  • ab 09:00 Uhr: Eintreffen der Teilnehmenden
  • Mittagszeit: Mittagessen und geselliges Zusammensitzen im Restaurant am Flugplatz
  • Nachmittag: Individueller Rückflug

Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Auch Passagierinnen und Passagiere ohne eigene Mitfluggelegenheit sind herzlich willkommen: Interessierte, die keinen Piloten oder keine Pilotin kennen, können sich als Mitfluginteressierte registrieren. Das Organisationsteam bemüht sich, freie Plätze bei teilnehmenden Pilotinnen und Piloten zu vermitteln. Die weiteren Absprachen – etwa zur Kostenbeteiligung – erfolgen dann direkt zwischen Pilot und Passagier. Eine Mitfluggarantie kann nicht gegeben werden, aber das Team wird sein Möglichstes tun, um möglichst vielen den Mitflug zu ermöglichen. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Das OK Sternflug freut sich auf zahlreiche Teilnehmende und einen gelungenen Flugtag.

Familientag Takt LwG 74

Autor: Wolfgang Hesche

Am 3. Juli 2025 fand beim Taktischen Luftwaffengeschwader 74 der Familientag statt, bei dem die ortsansässigen Flugvereine LSV und FGN Rundflüge anboten. Pünktlich zum Donnerstag sorgte eine Wolkenabdeckung für angenehmere Temperaturen nach der enormen Hitze der vergangenen Tage. Somit waren ideale Bedingungen für Mitflüge in unserer Dynamic gegeben.

Nach dem Aufbau und kurzem Briefing nutzte das sechsköpfige Team der Fluggruppe Neuburg die Zeit vor dem Eintreffen der Gäste, um die Vielzahl der ausgestellten Flugzeuge aus der Nähe anzusehen. Von Jets, über Transportflugzeuge bis zu Hubschraubern war alles geboten, was das Fliegerherz begehrt.

Am späten Nachmittag wurde eine Abfangübung gezeigt und Noble flog seine Leistungsdemonstration im neuen Bavarian Tiger Eurofighter. Auf Grund des hohen Flugaufkommens mussten die Rundflugmaschinen zum Teil länger warten bis es hieß „Start frei“. Dadurch ergab sich für die Bodencrew Zeit für interessante Gespräche wie zum Beispiel mit der Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 32, der sich an unseren Flugtagen an den Wochenenden des Öfteren über Funk über den Status der Neuburger Kontrollzone erkundigt.

Gegen 18 Uhr wurde mit dem Abbau begonnen, bevor der Familientag dann mit kühlen Getränken beim Hallenfest einen schönen Abschluss fand.

FAI Rallye-Flug-WM zurück in Italien

Nach 26 Jahren findet die FAI World Rallye Flying Championships wieder in Italien statt – zuletzt war Ravenna 1999 Austragungsort. Wettbewerbsdirektor Filippo Papale freut sich, das prestigeträchtige Event 2025 nach Ferrara zu holen.

Bewertung einer Rallye-Fluglandung bei der 19. WRFC 2014, Torun, Polen. Foto: Tadeusz Misiasek

Wer wird Rallye-Flug-Weltmeister 2025?

Vom 30. August bis 5. September treten Teams aus 15 Nationen – darunter Österreich, Chile, China, Deutschland, Frankreich, Südafrika und Gastgeber Italien – gegen die Titelverteidiger aus Tschechien an. Letztere holten 2023 in Mâcon, Frankreich, sowohl den Einzel- als auch den Mannschaftstitel.

Gelingt es Italien, vor heimischem Publikum über der UNESCO-geschützten Poebene den Titel zu erringen? Papale ist überzeugt: Die zentrale Lage und das Gelände rund um den Flughafen Ferrara seien „wie geschaffen für einen Weltmeisterschaftswettbewerb“.

Navigator bei der Streckenplanung, 18. WRFC in Spanien. Foto: Katarzyna Osowska

Was ist Rallye-Fliegen?

Rallyefliegen ist ein Präzisionssport: Erfolg hängt nicht nur von Tempo, sondern vor allem von Navigationskunst, Kartografie, Flugtechnik und punktgenauem Timing ab.

Nach Trainingsflügen und der Eröffnungsfeier am 30. August beginnen die Wertungs-Flüge am 1. September. Die Crews – jeweils Pilot und Navigator – erhalten kurz vor dem Start einen Umschlag mit Fotos und Hinweisen zu Wendepunkten. Auf dieser Basis wird eine Route gezeichnet und exakt abgeflogen – inklusive Luftbildaufnahmen und Landeaufgaben. -> Mehr Infos über FAI Rallye Flying finden Sie hier.

GPS-Tracker ermöglichen es den Wertungsrichtern, Genauigkeit und Flugverlauf zu beurteilen. Auch Zuschauer können das Geschehen live online verfolgen.

Sport, der begeistert

Papale bringt über 20 Jahre Erfahrung aus der Organisation der italienischen Meisterschaften in Catania mit. Als ehemaliger Teilnehmer, Preisrichter und Teammanager bei mehreren Weltmeisterschaften will er nicht nur für einen reibungslosen Ablauf sorgen, sondern auch neue Fans für den Sport gewinnen: „Wir möchten viele Gäste anlocken.“

Zugleich sieht er die WM als Plattform, um anderen Nationen die Organisation näherzubringen und die internationale Rallye-Flugszene zu stärken.

Wettkampf-Zeitplan

  • 25.–29. August: Training
  • 30. August: Eröffnungsfeier
  • 31. August: Briefing
  • 1.–4. September: Wettbewerbsflüge
  • 5. September: Abschlusszeremonie

-> Ergebnisse aus 2023

Tower on – Take-off in Grenchen

Erster Start nach der Inbetriebnahme des neuen Towers in LSZG Grenchen.

Am 04.06.2025 wurde der neue Kontrollturm auf dem Flughafen in LSZG – Grenchen zum ersten Mal in Betrieb genommen. Um diesen Moment zu feiern, machte die heimische Douglas DC-3 N431HM der Classic Formation einen kurzen Flug.

-> YouTube-Video: Classic Formation – First Take off

Nordlicht statt Mittelmeer

Vom 12. bis 15. September 2024 unternahm der DFS Fliegerclub gemeinsam mit den Hessenfliegern seinen traditionellen Auslandsflug – in diesem Jahr gen Norden statt Süden. Ursprünglich waren knapp 20 Teilnehmende angemeldet, letztlich starteten 14 Piloten in Richtung Flensburg. Eine Absagewelle aus beruflichen Gründen und ein technischer Defekt an der DETLA reduzierten die Gruppe kurz vor Abflug.

Wettercheck mit Folgen

Ein kleines Team erfahrener Fluglehrer prüfte am Dienstag zuvor die Wetterlage. Wegen eines großflächigen Regengebiets in Österreich und Tschechien fielen alle Ziele im Süden und Osten aus. Die Wahl fiel auf Flensburg als Basis für Ausflüge nach Dänemark und Südschweden – rückblickend eine goldrichtige Entscheidung: durchweg gutes Wetter, angenehme Temperaturen um 20 Grad und typische Brisen aus Nordwest.

Flensburg, Stadt und Förde

Anreise mit Rückenwind

Am Donnerstag um 14 Uhr trafen sich die Crews in Egelsbach zum Briefing. Nach individuellen Zwischenstopps – u.a. in Hannover, Damme oder Rendsburg – erreichten alle Flensburg gegen 19 Uhr bei bestem Wetter. Während die VFR-Piloten eine entspannte Anreise genossen, kämpften IFR-Crews in FL60 mit leichtem Eisansatz und vereinzelten CBs – wurden dafür aber mit Rückenwind belohnt.

Nächte an Land und auf See

Untergebracht war die Gruppe in zwei Ibis Hotels und auf der stilvollen 53-Meter-Yacht Sanssouci Star im Flensburger Hafen – ein echtes Highlight für zwei Crewmitglieder.

Anflug auf Aalborg

Aalborg und Endelave – Kontraste des Nordens

Am Freitag folgten Ausflüge nach Aalborg, der lebendigen Universitätsstadt im Norden Jütlands. Der Rückflug bot mit der 600-Meter-Graspiste von Endelave einen reizvollen Kontrast. Der Abend klang in Hansens Brauhaus am Flensburger Museumshafen aus – mit eigengebrautem Bier, norddeutscher Küche und bester Stimmung.

600-Meter-Graspiste, Flugplatz Endelave

Schweden per Luft und Fahrrad

Am Samstag (bzw. Sonnabend) ging es weiter zu Zielen wie Maribo, Samsoe, Kalundborg, Stauning (mit Oldtimermuseum) und Sindal. Zwei Crews wagten den Sprung nach Schweden und landeten in Höganäs nördlich von Helsingborg, wo sie per Fahrrad den Ort erkundeten. Auf dem Rückweg führte der VFR-Korridor spektakulär mitten durch Kopenhagen – ein echtes Highlight.

Tagesausklang mit Bratkartoffeln

Abends traf man sich beim Kroaten direkt am Flugplatz, um die Erlebnisse des Tages zu teilen – stilecht bei Bier und Bratkartoffeln.

Skagen, die Nordspitze Dänemarks

Fliegen leicht gemacht

Besonders beeindruckt zeigten sich die Crews vom unkomplizierten Fliegen in Dänemark und Schweden: keine Flugleiter, einfache Kommunikation auf Informationsfrequenzen, spontane Landeerlaubnisse, freundliche Menschen, und vielerorts Fahrräder zum Erkunden der Umgebung. Die dänische Südsee zeigte sich bei bestem Wetter karibisch anmutend – inklusive Badepausen an Naturstränden.

Dänische Südsee

Rückflug mit vielen Eindrücken

Am Sonntag traten die meisten die Heimreise über Rendsburg, Bremen oder Rotenburg/Wümme an. Eine Crew war bereits am Samstag mit der Cessna zurückgeflogen. Alle landeten am Nachmittag zufrieden und um viele Eindrücke reicher wieder in Egelsbach.

Fazit: Ein Auslandsflug abseits der gewohnten Routen – wettertechnisch wie fliegerisch ein voller Erfolg.

Fly & Grill Ambrì

Am 9. August findet das Fly & Grill Ambrì 2025 in der wunderschönen Leventina statt. Die Anmeldung zur Teilnahme ist ab sofort möglich. Das Fly-In findet nur am Samstag statt, der Sonntag ist nur für Rückflüge derjenigen vorgesehen, die in der Leventina übernachten wollen.

Am Flugplatz Ambrì sind alle herzlich willkommen, die das Gefühl des Fliegens durch die Alpen erleben und auf dem felsigsten Flugplatz der Schweiz landen möchten. Einmal angekommen, können die Gäste lokale Speisen und Getränke aus der Region probieren oder die Berge der Leventina im Helikopter erkunden. Jedes Crew-Mitglied erhält einen exklusiven Schlüsselanhänger und eine Kappe als Andenken an die Teilnahme.

Unter Sternen oder im Motel

Wer die Nacht in der Leventina verbringen möchte, kann dies entweder im eigenen Zelt unter dem Flügel seines Flugzeuges tun oder ein Zimmer im Motel San Gottardo buchen, das sich ganz in der Nähe befindet.


Gäste aus dem Ausland

Piloten, die aus dem Ausland anreisen, können eine Anpassung für die Zollformalitäten in Ambrì beantragen. Als Landegebühr ist eine freiwillige Spende im «C»-Büro willkommen. Quelle: ‚aeroclub.ch‚.

„Lauterbach Looped“ trotzt dem Wetter

Die Deutschen Meisterschaften in den Kategorien Sportsman und Intermediate waren ein voller Erfolg für die Ausrichter und die Teilnehmenden.

Vom 5. bis zum 7. Juni zeigten die besten Motorkunstflieger des Landes sowie zwei ausländische Piloten im Luftraum über dem Flugplatz Wernges bei Lauterbach ihr Können. Dabei stand die Durchführung des Wettbewerbs bis kurz vor dem Start auf der Kippe. „Wer vorab den Wetterbericht angeschaut hat, musste befürchten, dass die Veranstaltung buchstäblich ins Wasser fällt. Doch wir hatten nachmittags immer wieder Glück, sodass das komplette Programm geflogen werden konnte, freut sich der Pressesprecher des Deutschen Kunstflugverbandes DKuV Joachim Weinbrenner.

Drei Wettbewerbstage, zwei Meister

Dank des gnädigen Wettergottes konnten am Ende der drei Wettbewerbstage zwei Deutschen Meister im Kunstflug gekürt werden. Stefan Ziehm gewann in der Kategorie Sportsmann mit 3085,83 Punkten vor der einzigen Teilnehmerin des Wettbewerbs, Wiebke Althoff (3023,68 Punkte), die es gleich bei ihrer ersten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft auf Platz zwei schaffte! Dritter wurde Marcus Schlüter mit 2977,93 Punkten.

In der Kategorie Intermediate siegten die beiden ausländischen Piloten: Roland Kastenhuber aus Österreich erflog sich mit 4418,86 Punkten Platz eins, der Niederländer Ischa Swartz erreichte mit 4379,62 Punkten Platz zwei. Deutscher Meister wurde der Drittplatzierte Benjamin Stiebe mit 4372,85 Punkten vor Michael Gross (4332,67 Punkte) und Carsten Hillebrand (4320,89 Punkte).

31 Starter

Neben dem Wetterglück, den großartigen Leistungen der Piloten und der guten Stimmung wertet der Deutsche Kunstflugverband besonders die hohe Teilnehmerzahl als Erfolg. „Von 31 Startern hätten wir vor wenigen Jahren nur träumen können. Dazu kommt, dass auch viele Neueinsteiger dabei sind“, erklärt Joachim Weinbrenner. Die positive Entwicklung scheint mit neuen Ideen zusammenzuhängen, die der DKuV in die Ausrichtung hat einfließen lassen. Besonders das neue Format scheint sich bezahlt zu machen. „Durch die Aufteilung der Wettbewerbe in zwei Blöcke – Sportsmann und Intermediate sowie Advanced und Unlimited – können wir den Zeitaufwand für die Teilnehmenden deutlich verringern. Das ist besonders für berufstätige Starter ein großer Vorteil.“

Der Dank des Deutschen Kunstflugverbandes für die engagierte Unterstützung bei der Ausrichtung geht an das Flugplatzteam des Aero-Clubs Lauterbach. Die Ergebnisse im Einzelnen finden Sie hier. Quelle: ‚Deutscher Kunstflugverband / Gesa Walkhoff‚.

90 Jahre Flugplatz Kempten-Durach

Der Flugplatz Kempten-Durach feiert 2025 sein 90-jähriges Bestehen – ein Meilenstein für einen Ort, der seit Jahrzehnten Luftfahrtgeschichte schreibt, Begegnungen schafft und technische Entwicklungen vorantreibt.

Ein lebendiger Ort mit Geschichte

An sonnigen Wochenenden ist die Terrasse des beliebten Flugplatzcafés ein Publikumsmagnet. Während Motorflugzeuge starten und landen und Segelflugzeuge über der Allgäuer Alpenkulisse kreisen, spürt man die besondere Atmosphäre dieses außergewöhnlichen Ortes.

Gegründet 1934 auf Initiative des damaligen Kemptener Bürgermeisters Otto Merkt, war der Flugplatz bereits früh ein Schauplatz technischer Innovationen. Hier startete der Konstrukteur Hanns Klemm mit seiner „Klemm 25“ zum ersten Motorflug. Ein Jahr später begann der reguläre Flugbetrieb; im Zweiten Weltkrieg diente der Platz als Schulungszentrum der Luftwaffe.

Nach dem Krieg wurde 1950 mit der Gründung der Luftsportgruppe Kempten e.V. ein neuer Anfang gemacht. Meilensteine wie die Errichtung des Towers 1959, sportliche Erfolge lokaler Pilotinnen und Piloten oder der Wiederaufbau nach einem verheerenden Hangarbrand 1986 prägen die Geschichte.

Von „Quax“ bis Elektromobilität

Ein Kapitel Filmgeschichte schrieb der Flugplatz 1943 mit Dreharbeiten zum Film „Quax in Fahrt“, in dem Heinz Rühmann als „Quax der Bruchpilot“ auftrat. Viele Bürgerinnen und Bürger aus Durach waren als Statisten dabei.

Heute setzt der Platz auf Nachhaltigkeit: Mit der Eröffnung der ersten Elektro-Tankstelle für Flugzeuge in Deutschland im Jahr 2024 und regelmäßigen Elektro-Flugtagen zeigt Kempten-Durach, wie die Zukunft der Luftfahrt aussehen kann.

Der höchstgelegene Flugplatz Deutschlands

Mit 713 Metern über dem Meeresspiegel ist Kempten-Durach der höchstgelegene Flugplatz Deutschlands. Er verfügt über zwei Graspisten (25/07 mit 850 m, 34/16 mit 900 m) und ist für Flugzeuge bis 5,7 Tonnen sowie für Hubschrauber und Ballone zugelassen. Seit 2018 ist auch der Rettungshubschrauber „Christoph 17“ hier stationiert.

Ein Jubiläum mit Weitblick

Der Flugplatz Kempten-Durach blickt auf eine beeindruckende Vergangenheit zurück – und richtet den Blick entschlossen nach vorn. Die Feierlichkeiten im Juli 2025 bieten eine einmalige Gelegenheit, Luftfahrt hautnah zu erleben.

Fluglehrer-Weiterbildungskurs 2025

Vom 1. bis 5. September 2025 findet der Fluglehrer-Weiterbildungskurs des Motorflug-Verbandes der Schweiz statt.

Startort: Flugplatz Birrfeld.
Kosten: CHF: 1’950.–

Darin sind folgende Leistungen inbegriffen:

  • Flugkosten (ca. 9 Std.)
  • Landetaxen und Gebühren
  • Instruktionskosten
  • Kursmaterial
  • Unterkunft und Verpflegung

-> Anmeldung.