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Rogue Sport of the Week: Gliding

“Gliders, sailplanes, they are wonderful flying machines. It’s the closest you can come to being a bird.” – Neil Armstrong. Only when you’re high in the atmosphere with no engine, where the only sound audible is the wind rushing past the cockpit, can you understand exactly what Neil meant.

Cambridge University Gliding Club (CUGC) was founded in 1935 and boasts famous alumni including NASA astronaut Michael Foale. The club owns a glider and has around 50 members ranging in experience from those who have never flown before to those who started flying at 14. From zero experience, it is possible to reach solo standard – where you are trusted to fly on your own – in under a year.

Having never set foot in a glider before, last Michaelmas I headed out excitedly for a trial flight with CUGC. It was a bitterly cold morning, with low clouds and fog hanging in the air. Still, it would have taken more than dreary weather to dampen my enthusiasm, and as I arrived at the airfield and prepared for the flight the clouds were clearing up.

I walked out and strapped myself into the front seat of the glider, soon after we began our launch and shot off into the air, quickly reaching the top of the launch and releasing from the winch to begin our flight. Taking control of the aircraft for the first time – navigating steep soaring turns and feeling the power of the atmosphere, all while taking in phenomenal views of Cambridgeshire, felt incredible. I was hooked before I touched down and headed back to college already dreaming of my next flight.

Despite being engineless, gliders can do more than just ‘fall with style’. Using the same naturally occurring rising air currents as birds, gliders can climb thousands of feet up into the skies and travel vast distances. A good pilot can stay aloft for multiple hours at a time, travelling hundreds of kilometres. The versatility of a glider was proven on a flight where the instructor spotted the opportunity to try out some aerobatics. Before I knew it, we were at the top of a loop where I found the ground above me and the sky below. If you still class this as falling with style, the emphasis should certainly be on style.

Unlike flying powered aircraft, gliding is not as expensive as you might assume. Without an engine to fuel or maintain, it is relatively cheap to operate a glider. Members flying the club glider can expect to pay around £10 per launch, and then £9 more per hour in the air, compared to rates of £150+ per hour on powered aircraft The lack of an engine also means that gliders emit no greenhouse gasses, so you won’t feel any ‘flight shame’ when taking to the sky.

Another common misconception is that gliders need wind to fly. In fact, unless there’s thick fog or a storm, most days will be flyable; our members can and do train all through the year. In both February and at Easter a long-held CUGC tradition is to organise an expedition and this year the club visited the Yorkshire Gliding Club at Sutton Bank. A week of spectacular weather presented phenomenal flying opportunities, but the best parts of expeditions are the evenings, where club members come together for a drink to compare flying stories and notes.

To fly cross country in a glider, a pilot must have a deep understanding of weather systems to carefully utilise the sun’s energy and the air currents it generates. This could mean using wind on ridge faces to fly low and fast, using convection currents called thermals to explore the countryside, or using atmospheric waves to climb to the height of jumbo jets.

Gliding isn’t only about whiling away time with your head in the clouds though, it is a true sport, and competitive gliding is commonplace. The pinnacle of competitive gliding at Cambridge is of course the varsity match, where standard rules see competitors attempting to achieve as much height gain as possible on a 50-minute flight. As of 2020, gliding varsity has half blue status in Cambridge. With commitment and dedication, you could reach these prestigious heights.

CUGC welcomes members of any ability and we run our trial flight sessions in Michaelmas and Easter term. Regular CUGC flying sessions take place every other Tuesday during term, and members are also welcome at the airfield any time it is open. Check our Facebook or website (cugc.org.uk) if you are interested. We look forward to seeing you in the East Anglian skies! Source: ‘Varsity.co.uk‘.

Mit 19 im UL den Globus umrundet

Was man halt so macht mit 19 Jahren: Zara Rutherford hat gerade ihre Weltumrundung abgeschlossen – nach 156 Tagen, 52’000 Kilometern und Dutzenden Ländern. Worauf freut man sich nach so einer Reise am meisten? Auf die Familie. Nach fast einem halben Jahr auf Tour ist die 19 Jahre alte Pilotin Zara Rutherford am Donnerstag, 20. Januar 2022 von ihrer Weltumrundung im Ultraleichtflugzeug zurückgekommen. Gegen 13.00 Uhr landete sie sicher auf einem Flugplatz im Westen Belgiens – im Gepäck die Aussicht auf zwei Weltrekorde. Das Erste, was sie tat: Mama, Papa und den Bruder kräftig drücken. Es war eine Reise, mit der Rutherford andere junge Frauen inspirieren wollte und die sie wortwörtlich um die ganze Welt führte. Sie flog unter anderem über Grönland, Kanada, die USA, Südamerika, Alaska und Russland. Klar, dass es da auch schwierige Momente gab, wie die belgisch-britische Pilotin am Donnerstag sagte. Sie nennt etwa den Flug über Sibirien. Über Hunderte Kilometer habe sie nichts Menschliches gesehen. Da habe sie gedacht: Wenn jetzt der Motor ausfällt, habe sie ein Problem. Der Motor fiel nicht aus, aber Turbulenzen gab es doch einige auf der Reise – beispielsweise als Rutherford in Kalifornien mit starkem Rauch durch Waldbrände zu kämpfen hatte, oder technische Pannen, bei denen sich die Räder des Flugzeugs nicht ausfahren liessen. Doch es gab auch die beeindruckenden Momente, die von dieser Reise wohl vor allem in Erinnerung bleiben werden. Auch hier nennt Rutherford den Flug über Sibirien – eben weil es so abgelegen sei. Auch die Flüge über Saudi-Arabien, das vielfältig und wunderschön sei, und über Bulgarien mit seinen markanten Gebirgszügen seien eindrücklich gewesen.

Am Donnerstag wurde die belgisch-britische Pilotin, deren Eltern ebenfalls Piloten sind, von einem grossen Aufgebot an Journalisten, Unterstützern und Freunden in Empfang genommen. In einer Live-Übertragung war zu sehen, wie sie eine letzte Schleife über den Flughafen Kortrijk-Wevelgem drehte und dann sicher landete. Den letzten Zwischenstopp hatte sie am Mittwoch im hessischen Egelsbach eingelegt. Für diese letzte Etappe brauchte sie noch gut zwei Stunden – dann hatte sie ihr Ziel erreicht: die Weltumrundung.

Rutherford wollte die erste Frau werden, die die Welt in einem Ultraleichtflugzeug umrundet. Ausserdem wollte sie die jüngste Frau werden, die den Flug um die Welt alleine unternommen hat. Als Inspiration nennt die 19-Jährige andere Pionierinnen der Luftfahrt: Amelia Earhart etwa, die als erste Frau allein über den Atlantik flog; oder Valentina Tereschkowa, die 1963 die erste Frau im Weltraum war. Nach Angaben von Guinness World Records sollte nach Rutherfords Landung geprüft werden, ob die Rekordversuche erfolgreich waren und alle notwendigen Belege vorliegen. Ihr Team ging aber davon aus, dass Rutherford nun zweifache Guinness-Rekordhalterin ist.

«Wenn du die Möglichkeit hast, dann nutze sie»
Bislang hält die US-Amerikanerin Shaesta Waiz den Weltrekord, die im Alter von 30 Jahren allein den Planeten umflog. Männlicher Rekordhalter ist ein 18-Jähriger. Für Rutherford ist das auch ein Zeichen der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Mit ihrem Flug wolle sie Mädchen und junge Frauen dazu ermutigen, ihre Träume zu verfolgen, schreibt die 19-Jährige auf ihrer Homepage. Sie hofft zudem, sie für Naturwissenschaft und Luftverkehr zu begeistern.

Grundsätzlich will sie andere Menschen dazu ermutigen, Abenteuer anzugehen. «Wenn du die Möglichkeit hast, dann nutze sie», sagte sie am Donnerstag. Für sie sei das Ende der Schulzeit der beste Zeitpunkt gewesen, etwas Verrücktes zu tun – auch, wenn sie lange gedacht habe, das Vorhaben sei zu teuer, zu gefährlich und zu schwierig. Für Rutherford wird es jetzt zunächst einmal etwas ruhiger. Was sie nächste Woche tun werde? «Definitiv nichts», sagte die Pilotin am Donnerstag. Es werde wohl etwas ungewohnt, nicht jeden Tag zu fliegen. Nach der Pause will sie Elektroingenieurwesen studieren – mit dem Ziel, Astronautin zu werden, wie sie vor ihrer Reise bereits gesagt hat. Quelle: ‘Watson‘. Berichterstattung der ‘BBC‘, ‘Nau.ch‘, ‘FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung’.

Pilot verfehlt Landebahn

Ein Ultraleichtflugzeug ist auf dem Flughafen Bohmte im Landkreis Osnabrück abgestürzt. Die zwei Insassen, ein 35-Jähriger aus Nordwalde und eine 32-jährige Emsdettenerin, sind leicht verletzt worden.

Das einmotorige Sportflugzeug habe sich offenbar beim Landen überschlagen, wie die Feuerwehr Bohmte mitteilt. Die Verletzten sind durch den Rettungsdienst versorgt und in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Gestartet war die Maschine vom Typ “Aerospool WT-9 Dynamic” vom Flugplatz in Münster-Telgte. Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte der 35-jährige Pilot, ein Mann aus Nordwalde, in östliche Richtung zur Landung angesetzt. Dabei verfehlte er aus bislang unbekannten Gründen die Landebahn und setzte einige Meter neben der Piste auf. Das Fluggerät überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Beide Insassen, der Pilot und eine 32-jährige Frau aus Emsdetten, konnten die Maschine selbstständig verlassen.

“Da Kleinflugzeuge mit einem pyrotechnischen Rettungsfallschirm ausgestattet sind, wurden noch fachkundige Personen vom Luftsportverein Wittlage hinzugezogen”, so die Feuerwehr, die bereits wieder vom Unfallort abgerückt ist. Da keine weiteren Gefahren von dem Wrack ausgehen würden, hätten die Feuerwehrleute die Einsatzstelle an die Eigentümer übergeben. Quelle: ‘Neue Westfälische‘. Typähnliches Symbolbild: ‘Florent Michel‘.

Motorsegler landet im See

Beim Flugplatz Wangen-Lachen ist am Donnerstagnachmittag ein Sportflugzeug kurz nach dem Start in den Zürichsee gestürzt. Verletzt wurde niemand. Das Flugzeug konnte rasch geborgen werden. Am Donnerstag, 6. Januar 2022, startete ein Sportflugzeug um 15.30 Uhr vom Flughafen Wangen. Während des Starts kam es aus bislang nicht geklärten Gründen zu einem Leistungsabfall, weshalb das Flugzeug abstürzte. Der Pilot konnte rund 100 Meter vom Ufer entfernt im Zürichsee notwassern. Ein in der Nähe fahrender Bootsführer beobachtete den Unfall und barg den Piloten. Der 49jährige war unterkühlt, aber blieb unverletzt. Er wurde vom Rettungsdienst zur Kontrolle ins Spital gebracht. Das Flugzeug konnte vom Seerettungsdienst Pfäffikon zum Ufer gezogen und anschliessend von der Feuerwehr Wangen mithilfe eines Krans geborgen werden. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Quelle: ‘Bote der Urschweiz‘.

Lightwing AC4-UL zugelassen

Kurz vor Jahresende durfte die Firma Lightwing vom Deutschen Ultraleicht-Ffliegerverband e.V. die Urkunde für die Musterzulassung des AC4-UL entgegennehmen. Den ersten Bestellungen aus Deutschland und weiteren Ländern mit Übernahme der DULV-Zulassungen steht somit nichts mehr im Weg. Der AC4-UL beruht auf dem AC4-LSA und verfügt neben einem erneuerten, innovativen Cockpit zusätzlich über das für UL-Flugzeuge vorgeschriebene Fallschirm-Gesamtrettungssystem. Quelle: ‘Lightwing‘.

Umnutzung Flugplatz Mollis abgeschlossen

Der Flugplatz Mollis ist ein zivil genutztes Flugfeld. Der operative Betrieb ist mittlerweile an die Mollis Airport AG übergegangen. Die Entwicklung des Flugfeldes kann in den Rahmenbedingungen des Umnutzungsgesuches nun in Angriff genommen werden. Mit dem Eintrag der Gemeinde Glarus Nord als Eigentümerin des Flugplatzgeländes im Grundbuch endet die in vielerlei Hinsicht sehr komplexe Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes in ein zivil genutztes Flugfeld. Durch den Eintrag im Grundbuch traten auch der Baurechtsvertrag und die Nutzungsvereinbarung mit der Mollis Airport AG in Kraft. Die Mollis Airport AG ist dadurch neue Betreiberin des Flugfeldes und übernimmt von der Gemeinde Glarus Nord sämtliche Rechte und Pflichten. Die Mollis Airport AG löst damit auch den Flugplatzverein definitiv als Betreiberin ab.

Die Mollis Airport AG hat die herausfordernde Aufgabe gefasst, das zivile Flugfeld nach dem breit abgestützten Raumordnungskonzept (ROK) zu nutzen. Das dem Umnutzungsverfahren zugrundeliegende ROK sieht eine Nutzung durch sämtliche Anspruchsgruppen in diesem Gebiet vor: Nebst wirtschaftlicher Nutzung wird dadurch auch die Freizeitfliegerei und der Zugang für die Bevölkerung als Naherholungsgebiet langfristig gesichert. Ebenso kann der Flugplatz weiterhin für Anlässe genutzt werden. Gleichzeitig besteht auch die Möglichkeit, die Entwicklung des Flugplatzgebietes weiter voranzutreiben: So genehmigten die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2018 den Verkauf von 22 000 Quadratmetern Bauland an bereits am Flugplatz ansässige Firmen. Diese Projekte können dank der erfolgreichen Umnutzung nun umgesetzt werden. Als erste Firma hat die REGA ein Projekt eingereicht mit dem Ziel, die eigene Basis im Frühling 2023 eröffnen zu können.

Flugplatzgebiet Mollis soll sich entwickeln
Für eine zivile Nutzung sind des Weiteren verschiedene bauliche Anpassungen zur Gewährleistung der Sicherheit, insbesondere auch für die Nutzerinnen und Nutzer des Flugplatzes als Naherholungsgebiet, notwendig. So wird unter anderem der Langsamverkehr im Bereich der angesiedelten Firmen mit einem separaten Rad- und Fussweg um die wirtschaftlich genutzten Flächen umgeleitet. Hierbei gibt es eine Übergangsphase, bis das kantonale Projekt «Ausbau Netstalerstrasse» definitiv vorliegt. Zudem ist geplant, die offizielle Wegführung des kantonalen Radwegs auf den bestehenden Weg bei der Linth zu verlegen. Letztlich ist im Rahmen des Entwicklungsschwerpunktes Flugplatz auch eine ÖV-Anbindung geplant.

Der Erwerb des Flugplatzes durch die Gemeinde Glarus Nord und die damit verbundene Umnutzung in ein zivil genutztes Flugfeld wurde durch den Gemeinderat – unter gleichzeitigem Verzicht der vorhandenen Ansprüche der Gemeinde Glarus und des Kantons Glarus – im Herbst 2011 gefällt. Zu dieser Stossrichtung haben die Stimmberechtigten an verschiedenen Gemeindeversammlungen mehrmalig ihre Zustimmung gegeben, erstmals an der denkwürdigen ordentlichen Gemeindeversammlung vom Juni 2012 im Garten des Freulerpalastes in Näfels. Ende 2017 genehmigte die Gemeindeversammlung den Baurechtsvertrag mit der Mollis Airport AG und beauftragte den Gemeinderat mit dem Abschluss der weiteren damit verbundenen Rechtsgeschäfte. Quelle: ‘Glarus24‘. Bild: ‘Ecoflight‘.

Falsche Pistenrichtung im Kopf

(…) Im vorliegenden Fall legt der Flugweg der HB-KOW nahe, dass der Pilot die Anweisung «H-OW, now I have you in sight. You are on the wrong downwind, make a right turn, I say again, a right turn and then äh, you’ll be on the left downwind for runway 14.» so verstanden hatte, dass er zwar die richtige Pistenausrichtung anfliege, sich aber nur auf dem falschen Gegenanflug (right hand statt left hand downwind) befinde. Eine korrigierende Anweisung mit Bezug auf die Pistenrichtung hätte möglicherweise dem Piloten der HB-KOW geholfen, sich aus seinem falschen mentalen Bild zu lösen.

Der schwere Vorfall (Airprox) zwischen zwei Motorflugzeugen in der Platzrunde nördlich des Flugplatzes ist darauf zurückzuführen, dass der Pilot eines Flugzeuges aufgrund einer falschen Erwartungshaltung die in Betrieb stehende Piste in entgegengesetzter Richtung anfliegen wollte. In der Folge kam es zu einer gefährlichen Annäherung mit einem in korrekter Richtung anfliegenden Flugzeug. Quelle: ‘SUST‘.

Crowdfunding für neuen UL-Schlepper

Unser Segelflugverein möchte sich ein modernes und sparsames Ultraleichtflugzeug zum Schleppen von Segelflugzeugen zulegen. Bei der Finanzierung dieses Vorhabens hoffen wir auf Eure Unterstützung! Unser aktuelles Schleppflugzeug “Robin DR 400/180 Régent” betreiben wir mittlerweile seit 1998 und möchten dies nun durch das Ultraleichtflugzeug “Dynamic WT-9” ersetzen. Wir versprechen uns von dem moderneren Flugzeug u.a. geringere Betriebskosten, einen ökologischeren Betrieb sowie noch weniger Fluglärm. Quelle: ‘Volksbank Darmstadt-Südhessen‘.

Kohlenmonoxid: Giftgefahr im Cockpit

Was machen wir, wenn es im Cockpit kalt ist? Die Heizung einschalten. Damit verbunden ist aber nicht nur ein Komfortgewinn, sondern zugleich auch ein Risiko. Das Risiko einer Kohlenmonoxidvergiftung. Das Heimtückische daran: Sie schleicht sich unbemerkt an, es sei denn im Cockpit befindet sich ein entsprechendes Kohlenmonoxid-Messgerät, das uns warnt. Nicht zuletzt nach dem tragischen Absturz von Fussballer Emilano Sala dürfte bei jedem Piloten und jeder Pilotin die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung an Bord eines Luftfahrzeuges bekannt sein.

Die britische Untersuchungsbehörde für Flugsicherheit (AAIB) hat im Nachgang zu diesem tödlichen Unfall mit einem Piper PA-46 (Malibu) auf die Gefahren einer Kohlenmonoxid Vergiftung hingewiesen. Denn die toxikologischen Untersuchungen des Blutes des Passagiers haben eine potenziell tödliche Kohlenmonoxidbelastung festgestellt.

Aufgrund dieser Befunde veröffentlichte die britische Air Accident Investigation Branch (AAIB) ein Sonderbulletin S2/2019, um Piloten für die Gefahren einer Kohlenmonoxid-Exposition zu sensibilisieren und auf mögliche Präventivmassnahmen hinzuweisen, die zur Erkennung von Kohlenmonoxid in der Kabine eines Kleinflugzeuges beitragen. Ziel ist es, dieses potenziell tödliche Risiko soweit möglich zu reduzieren.

Es liegt auf der Hand, dass alle möglichen Vorkehrungen zu treffen sind, um einen gefährlichen Anstieg des Kohlenmonoxidgehalts in der Cockpitluft zu vermeiden, welcher auf eine technische Störung oder einer ungünstigen Konfiguration der Kabinenlüftung und -heizung, Fenstern sowie der Fluglage zurückzuführen ist. Viel wichtiger allerdings ist das Erkennen sowie die Bewältigung im Eintretensfall. Die Präventivmassnahmen adressieren aber nicht nur Piloten, sondern auch Flugzeugeigentümer, -betreiber und -instandhalter. Alle sollten die „Eselsbrücke“ im Zusammenhang mit Kohlenmonoxid im Cockpit kennen: Protect – Detect – React:

Protect:
Als neuralgischster Punkt bei der CO-Problematik gelten Schalldämpfer und Wärmetauscher. Hier sollten die Flugzeugeigentümer und -betreiber sicherstellen, dass die Heizungs-/Belüftungssysteme und Auspuff und Abgaskrümmer des Luftfahrzeugs in gutem bzw. funktionsfähigen Zustand sind, wie vom Hersteller angegeben.

Detect:
Es ist essentiell, allfällig im Cockpit befindliches CO möglichst schnell zu erfassen. Wir empfehlen Pilotinnen und Piloten sowie Betreibern von Luftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor einen CO-Detektor in das Luftfahrzeug einbauen oder einen mobilen CO-Detektor zu beschaffen. Hier ist darauf zu achten, dass allfällige CO-Alarmtöne auch hörbar sind, wenn Kopfhörer mit Rauschunterdrückung getragen werden.

React:
Nimmst du als Pilot oder deine Insassen einen ungewöhnlichen Geruch wahr, der von Triebwerksabgasen herrühren könnte oder leidest du plötzlich an Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit oder hast du plötzlich eine erhöhte Atemfrequenz, dann liegt wo möglich eine erhöhte CO-Exposition vor. Da muss schnell gehandelt und folgende Massnahmen ergriffen werden:

  • Ausschalten der Kabinenheizung
  • Frischluftzufuhr aufs Maximum
  • Fenster öffnen
  • Lande so schnell wie möglich
  • Informiere die Flugverkehrsleitung über den Vorfall
  • Stelle sicher, dass das Flugzeug vor dem nächsten Flug von einem zertifizierten Mechaniker auf die CO-Problematik inspiziert wird

In diesem Kontext verweisen wir ebenfalls an ein Safety Information Bulletin der EASA, welches die oben genannten drei Stufen zur Verringerung eine Kohlenmonoxidvergiftung an Bord eines Luftfahrzeuges aufgreift. Quelle: ‘BAZL / Staysafe’.

Notlandung auf Autobahnbrücke

Ein Pilot hat eine Brücke der Autobahn 62 als Notlandepiste genutzt. Der Mann setzte seine einmotorige Propellermaschine am Samstag um kurz nach 12.00 Uhr auf die Fahrbahn der Schwarzbachtal-Brücke in Rheinland-Pfalz und stieß mit einem Lastwagen zusammen. Der 72 Jahre alte Pilot erlitt leichte Blessuren, während der Lkw-Fahrer unverletzt blieb. Beim Flugzeug war nach Polizeiangaben auf dem Weg von Frankreich nach Niedersachsen der Motor ausgefallen, so dass der Pilot innerhalb kürzester Zeit entscheiden musste, eine Notlandung zur versuchen. Die rund 100 Meter hohe Brücke überspannt das Schwarzbachtal bei Pirmasens. Die A62 blieb den Angaben nach den Nachmittag über gesperrt, um Treibstoff des Flugzeugs abzupumpen, die Maschine zu demontieren und zu bergen. Die Polizei schätzte den Schaden auf rund 60’000 Euro. Quelle: ‘Volksstimme‘.

Seil ausgewichen, doch mit Gelände kollidiert

Ein Freizeitpilot aus Bernried am Starnberger See hat knapp eine Katastrophe verhindert: Er wäre bei Sölden (Tirol) beinahe mit dem Kabel einer Materialseilbahn zusammengestoßen und abgestürzt. Die Bruchlandung überlebten er und ein Fluggast schwer verletzt. Maxime C. (40) aus Bernried ist Freizeitpilot mit Leib und Seele. Schon mit 15 Jahren begann der gebürtige Franzose in seiner Heimat mit dem Segelfliegen, er absolviert jedes Jahr über 100 Flugstunden, seit sieben Jahren nennt er ein Ultraleichtflugzeug sein eigen – eine Zlin Savage aus tschechischer Produktion, die er am Flugplatz in Peiting bei Schongau in einem Hangar stationiert hat. Am Sonntag war Maxime C. wie so oft zuvor mit einem Freund und Kollegen – dem Münchner Matthias B. (32) – von dort zu einem Rundflug über die Alpen aufgebrochen. Eigentlich eine Routineangelegenheit für den verheirateten Ingenieur.

Bei Extrarunde kommt Flieger ein Drahtseil in die Quere
Dieses Mal führte die Route ins Ötztal und von da ins von dort abzweigende Gurgler Tal. „Wir wollten uns dann den Gletscher anschauen, doch dafür waren wir noch zu niedrig“, schildert der Hobbypilot unserer Zeitung. Also wollte Maxime C. noch mal eine Runde Richtung Ötztal fliegen, um Höhe zu gewinnen. „Da sah ich plötzlich das Drahtseil vor mir“, so Maxime C. Es ist das Seil der Materialseilbahn des Ramolhauses – eine Berghütte auf 3006 Metern Höhe. Das Seil überspannt das Gurgler Tal in luftiger Höhe auf die andere Bergflanke. Ein Zusammenstoß mit dem Seil in knapp 3000 Metern Höhe wäre vermutlich tödlich gewesen. „Da wäre das Flugzeug wohl direkt abgestürzt“, berichtet Manfred Schiefele, Betreiber des Peitinger Flugplatzes. Der Talgrund liegt dort über 1000 Meter tiefer!

Doch Maxime C. behielt die Nerven, er zog das Flugzeug kurz vor dem Drahtseil hoch, wodurch es aber zum Strömungsabriss kam und das Flugzeug ins Trudeln geriet. „Ich habe diese Situation schon mehrfach in großer Höhe geübt“, so Maxime C. weiter. Nach etwa einer Umdrehung lag das Flugzeug wieder horizontal in der Luft. „Ich hätte es fast abgefangen, doch dann trafen wir den Berg.“ In rund 2700 Metern Höhe krachte der Hochdecker auf die Bergflanke. „Das Fahrwerk mit dem großen Gummirad hat das schlimmste verhindert“, so Maxime C.

Helm bewahrte Piloten offenbar vor Schlimmerem
Das Flugzeug rutschte über eine schneebedeckten Steilrinne rund 50 Meter in die in die Tiefe, bis das Wrack endlich zum Stillstand kam. Der Pilot konnte sich schnell befreien: „Ich trage einen Helm, weil bei einem Unfall mit einem Doppeldecker die obere Tragfläche auf den Piloten schlagen kann.“ Sonst wäre er möglicherweise bewusstlos gewesen. Maxime C. half seinem Freund ins Freie, alarmierte per Funk die Rettung, sein Ortungssystem, das er für solche Fälle mit sich trägt, sorgte dafür, dass die beiden schnell gefunden waren.

Die Bergung per Tau durch einen Rettungshubschrauber gestaltete sich schwierig, da sie unter dem Seil der Materialseilbahn durchgeführt werden musste. Schließlich kam Maxime C. mit Verdacht auf Wirbelbrüchen ins Krankenhaus Zams (Tirol), sein schwerer verletzter Freund in eine Innsbrucker Klinik. Wir haben schon telefoniert“, so Maxime C. Er hofft, dass beiden keine bleibende Schäden bleiben. „Das wichtigste ist, dass wir beide am Leben sind.“ Quelle: ‘Merkur‘.

Das war knapp!

Auch eine grosse Flugerfahrung bietet keine Gewähr, nicht in einen Zusammenstoss mit einem anderen Flugzeug verwickelt zu werden. Schnell kann die Aufmerksamkeit auf die Luftraumüberwachung durch erhöhte Arbeitsbelastung verringert werden. Selbst ein Fluglehrer an Bord ist keine Garantie, dass es nicht zu unangenehmen Zwischenfällen kommt. Statistisch gesehen ist das Risiko sogar etwas höher, da die Aufmerksamkeit von beiden auf die Instruktion gerichtet ist. Das Bewusstsein, dass die Gefahr eines Zusammenstosses jederzeit gegeben ist, und die Kenntnisse, wie es dazu kommen kann, helfen, das Risiko zu senken.

Traffic in Sight»?
Im An- und Ausflugbereich sowie im Platzverkehr erhöht sich naturgemäss die Verkehrsdichte. Neben einer konsequenten Luftraumüberwachung sollten Sie sich eine räumliche Vorstellung machen, wo sich andere Flugzeuge befinden und wohin sie sich bewegen. Durch «TrafficInformation» des Flugverkehrsleiters und Positionsmeldungen von Piloten schaffen Sie sich die nötige Übersicht.

Eine wichtige Bedingung dabei ist, dass die Positionsmeldungen der Piloten exakt sind. Andernfalls wird das Luftfahrzeug an einer anderen Stelle gesucht und erwartet, als dies tatsächlich der Fall ist. Bei der Positionsmeldung sind folgende Punkte zu beachten:

  1. Verwenden Sie für die Positionsmeldungen wenn möglich nur Orte, welche auf den Navigations- und Anflugkarten aufgeführt sind. Ortsunkundige Piloten wissen sonst nicht, wo sie Sie suchen sollen.
  2. Vermeiden Sie den Ausdruck «approaching …». Diese Art von Positionsmeldung sagt nichts über Ihre effektive Position aus.
  3. Bei VFR-Flügen besteht die Positionmeldung aus einem geografischen Ort und der Flughöhe. Mit der Meldung «10 miles east of the airport» teilen Sie den anderen Piloten in erster Linie mit, dass Sie nach GPS fliegen und nicht wirklich wissen, wo Sie sind.

Position korrekt übermitteln
Um anderen Piloten während Ihres «Straight in approach» die Möglichkeit zu geben, Sie an der richtigen Stelle zu suchen, ist es wichtig, die Position korrekt zu übermitteln. Sie befinden sich im «Long Final», solange Sie vor der Stelle sind, wo die Basis der publizierten Platzrunde in den Final mündet. Nach dieser Stelle sind Sie im Final. Etwa das letzte Drittel des Finals vor der Landung wird «Short Final» genannt.

Wenn Sie ein gesuchtes Luftfahrzeug erkennen, vergewissern Sie sich, dass dieses wirklich mit der vermuteten oder gemeldeten Position übereinstimmt. Vor allem wenn sich mehrere Luftfahrzeuge im selben Gebiet befinden, kann das «erstbeste» Flugzeug, das Sie sehen, eine falsche Sicherheit vermitteln und zu bösen Überraschungen führen, wenn das tatsächlich gesuchte Luftfahrzeug auftaucht. Quelle: ‘MFVS / AeCS‘.

Pilot aus dem Meer gerettet

Eine Marineeinheit an der Westküste Floridas ist gerade unterwegs zu einer Übungseinheit, als sie plötzlich einen einsamen Mann auf einem Flugzeugdach findet – mitten im Meer. Er war kurz zuvor mit seinem Kleinflugzeug abgestürzt. Die Marine-Soldaten waren am vergangenen Dienstag zufällig wegen einer Marineübung in der Gegend unterwegs, als sie das Kleinflugzeug im Meer schwimmen sahen. Die Matrosen nahmen schnell Kurs auf die abgestürzte Maschine. Als sie dem Flugzeug näher kamen, sahen sie den Mann auf dem Dach. Noch rechtzeitig konnten sie den Piloten ins Boot holen, bevor das Flugzeug vom Meer verschluckt wurde. Der Mann war laut einem “ABC”-Bericht kurz nach dem Start im Meer gelandet, etwa 800 Meter von der Landebahn entfernt. “Das Situationsbewusstsein und schnelle Handeln unserer Marine hat möglicherweise eine menschliche Tragödie verhindert”, sagt Michael Matthies stellvertretender Direktor für Marineoperationen. Quelle: ‘RTL’.

Plötzlich wird es still

Benzinpannen sind selten. Wenn aber ein Problem mit der Treibstoff-Versorgung auftaucht, ist eine Notlandung meist unausweichlich. Nicht nur die Menge des zur Verfügung stehenden Kraftstoffes kann limitieren, sondern auch die Qualität. Damit ist nicht gemeint, dass es guten und schlechten Treibstoff gibt, sondern dass Verschmutzungen und Wasser im Tank den zuverlässigen Betrieb eines Motors gefährden. Deshalb umfasst eine gründliche Vorflugkontrolle immer auch eine Kontrolle der Tanks und des darin enthaltenen Treibstoffs.

Zuerst der Preflight Check
Jeder Preflight Check beginnt im Cockpit. Dies ist aus verschiedenen Gründen wichtig. Punkte wie «All electrical switches – OFF» oder «Avionics – OFF» stehen auf den Flugzeugchecklisten. Die Kontrolle der Benzinanzeigen gehört aber ebenfalls zu den wichtigen Kontrollen. Beim anschliessenden Aussencheck werden die abgelesenen Werte mit der tatsächlich in den Tanks vorhandenen Treibstoffmenge verglichen. Die Kenntnis von Abweichungen der Anzeigen ist im Flug äusserst wichtig. Der Benzinstand in einem 15 Zentimeter hohen, aber einem Meter breiten Tank kann nur schwer ermittelt werden, da durch die kleinste Bewegung eine Anzeige von leer bis voll möglich ist. Aufgrund der in den meisten Flugzeugen in den Tragflächen eingebauten Tanks sind solche Abweichungen fast unvermeidlich. Quelle / vollständiger Bericht: ‘MFVS‘.

Im Nebel gestartet

Im Gemeindegebiet von Dornbirn stürzte am Donnerstagvormittag, 11.November, ein Sportflugzeug mit einer Person an Bord ab. Die einmotorige Maschine war nach Angaben der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) bei Nebel vom Flugplatz Hohenems gestartet und prallte nach Polizeiangaben aus bisher unbekannter Ursache gegen die Breitenberg-Wand. Die Bergung des toten Piloten gestaltete sich schwierig. Die Retter mussten sich teilweise zu der Absturzstelle abseilen. Ein Augenzeuge berichtete im Gespräch mit ORF Vorarlberg, dass er bemerkte, wie niedrig die Maschine flog. Anschließend hörte er nur noch den Knall des Aufpralls. Mittlerweile wurde das abgestürzte Flugzeug mittels Drohne und Wärmebildkamera im Gebiet des Steinbruches Unterklien gefunden. Das Wrack ist laut Polizei-Pressesprecher Horst Spitzhofer ausgebrannt.

Erfahrener Pilot
Der 51-jährige Dornbirner, der ums Leben kam, sei ein erfahrener Pilot gewesen. Fest steht, er konnte aufgrund des Nebels nicht auf Sicht starten. Für das Starten mit Hilfe der Instrumente sei der Pilot ausgebildet gewesen. Warum der 51-Jährige nach dem Start Richtung Memmingen nicht geradeaus geflogen ist, sondern eine Kurve Richtung Breitenberg gemacht hat, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Austro Control: Schwierig im Nebel zu starten
Der Sprecher der Austro Control, Markus Pohanka, betont aber, wie schwierig es für Piloten sein kann, sich im Nebel zu orientieren. Man könne den Flug im Nebel mit Skifahren im Nebel vergleichen. Der Absturz in Hohenems-Dornbirn wird nun von der Flugunfall-Kommission umfassend untersucht. Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis der Abschlussbericht vorliegt. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei der Maschine um eine einmotorige Cessna P210N. An Bord befand sich ein 51-jähriger Mann aus Dornbirn. Sein Ziel war der Flughafen Memmingen in Bayern. Quelle: ‘ORF Vorarlberg‘.

U-Bericht zum Kitfox-Unfall in Daun-Senheld

Das Ultraleichtflugzeug (UL) mit zwei Personen an Bord startete ca. 11:00 Uhr1 vom Flugplatz Langenbach zu einem Überlandflug zum Flugplatz Daun-Senheld. Nach Zeugenaussagen meldete sich der Pilot ca. 11:50 Uhr über Flugfunk zur Landung an und er wurde vom Flugleiter über die Landerichtung 09 sowie die schwachen Windbedingungen am Boden informiert. Es wurde beobachtet wie das UL im Bereich der Halbbahnmarkierung aufsetzte. Zeugen gaben an, dass zunächst vom Piloten ersucht wurde, das UL abzubremsen. Anschließend entschied sich der Pilot mit dem UL durchzustarten. Zeugen beobachteten nach dem Abheben des ULs einen deutliche Vergrößerung des Anstellwinkels und ein nachfolgendes Abkippen nach links. Mit großer Längsneigung prallte das UL auf den Boden und geriet anschließend in Brand. Der Pilot wurde dabei tödlich verletzt und der Fluggast konnte sich schwer verletzt aus dem UL retten. Er wurde anschließend von Helfern aus der Gefahrenzone des brennenden Wracks gezogen. Der Flugunfall ist darauf zurückzuführen, dass die Landung auf dem Flugplatz erst in der Bahnmitte der Piste erfolgte und beim anschließenden Durchstarten in der Phase des Anfangssteigfluges die Geschwindigkeit nicht beachtet wurde. Dazu beigetragen haben: Überforderung des Piloten in der Situation des Durchstartmanövers. Quelle: ‘BFU‘.

Antares 20 als Erprobungsträger für E-ROP

Als Erprobungsträger für dieses Projekt wird das Hochleistungs-Segelflugzeug Antares 20 dienen, dass durch seinen großen Motorkasten ideal für die Aufnahme des Range-Extenders (Wankelmotor-Generator-Kombi) ist. Der Akku ist wie beim Originalflugzeug im Flügel untergebracht. Der Falt-Propeller des elektrischen Antriebs ist in die Rumpfnase integriert. Der Start erfolgt geräuscharm mit Energie aus dem Akku, im Reiseflug liefert der Motor-Generator die notwendige Energie und lädt gleichzeitig den Akku. Die Langstreckenfähigkeit wird durch die Möglichkeit des „Sägezahnfliegens“ (steigen, gleiten, steigen) unterstützt. In der Kombination aller Leistungsmerkmale verspricht dieses Konzept die Vision eines emissionsarmen Langstreckenfluges am besten zu erfüllen . Der vorgestellte Ansatz ist realistisch, luftfahrttauglich und vereint optimal die Vorteile eines Elektroantriebs mit denen eines Verbrennungsmotors. Berechnungen lassen eine Reichweite von über 2.500 km erwarten. Das Konzept ist soweit ausgearbeitet, dass nun mit der Realisierung (Konstruktion, Prototypenbau, Erprobung, Zulassung) begonnen werden kann. Die dazu erforderlichen nicht unerheblichen finanziellen Mittel müssen über Forschungsgelder und Sponsoren eingeworben werden. Quelle: ‘E-ROP‘. Bild: ‘BR‘.

Austro Control: Verkehrs-Management für Drohnen

Die Zahl der Drohnen im österreichischen Luftraum steigt kontinuierlich. Damit Drohnen künftig noch sicherer in Österreich unterwegs sind, schreibt Austro Control jetzt die Beschaffung eines Traffic Management Systems für Unmanned Aircraft Systems, wie Drohnen in der Fachsprache genannt werden, aus. Mit dem neuen EU-Regulativ, das seit Anfang des Jahres in Kraft ist, wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die ein geordnetes und sicheres Wachstum für den Drohnenbereich ermöglichen. Kernstück des neuen Regulativs ist die Registrierungspflicht für Drohnen-Betreiber und für Drohnen-Pilotinnen und Piloten – der Drohnenführerschein. Über die Austro Control Drohnenplattform „dronespace.at“ haben sich bisher 24.000 Drohnenbetreiber registriert und wurden bereits 36.000 Führerscheine ausgestellt.

Für den sicheren Betrieb von Drohnen in der Zukunft braucht es eine Neu-Definition des Luftraums und ein eigenes Verkehrsmanagementsystem (UTM – unmanned traffic management). Damit sollen in einer ersten Stufe Drohnen-Flugpläne übermittelt werden, Drohnen identifiziert, vor gesperrten Lufträumen gewarnt werden und der Einflug von Drohnen in spezielle Lufträume durch die Flugsicherung freigegeben werden. In weiterer Folge soll auf europäischer Ebene unter dem Überbegriff „U-Space“ ein integrierter Luftraum entwickelt werden, in dem alle Flugverkehrsteilnehmer – bemannt oder unbemannt – koordiniert und sicher unterwegs sind.

“Drohnen sind für Austro Control eines der zentralen Zukunftsthemen. Als Behörde aber auch als Flugsicherung sind wir mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, um das sichere Fliegen mit Drohnen in immer mehr Einsatzgebieten zu ermöglichen. Wir setzen darauf, dass sich im Rahmen unserer Ausschreibung viele Technologiepartner melden und mit uns ein Drohnen-Verkehrsmanagement-System für Österreich aufbauen”, sagt Austro Control Geschäftsführerin Valerie Hackl.

Schon heute sind Drohnen auch in den verschiedensten professionellen Bereichen in Verwendung: In der Film- und Fotobranche, der Land- und Forstwirtschaft oder bei Blaulichtorganisationen wie Feuerwehr und Rettung, die zunehmend auf diese neue Technologie setzen. Laufend werden neue Anwendungsgebiete erschlossen, die von Vermessungsaufgaben und Rettungseinsätzen über die Überwachung von Infrastrukturanlagen bis hin zum Transport von Blutkonserven reichen. In den meisten Fällen sind Drohnen dabei in Sichtverbindung mit ihren Pilotinnen und Piloten unterwegs, es gibt aber auch immer mehr Anträge bei Austro Control auf Drohnen-Flüge außerhalb der Sichtverbindung. Quelle: ‘AustroControl‘.

Flugplatz Latsch erhitzt die Gemüter

Der Flugplatz Latsch ist in letzter Zeit immer wieder im Gespräch. Die Unfälle der letzten Wochen haben für Aufsehen gesorgt. Anwohner aber sind schon seit geraumer Zeit genervt vom Fluglärm und sorgen sich um Sicherheit und Kosten. Wie die AG Grün.Bunt.Weiden auf Anfrage bei der Stadtverwaltung erfahren hat, sei die Anzahl der Ultraleichtflüge von 2.092 im Jahr 2018 auf 19.326 im Jahr 2020 gestiegen.

“Wir brauchen dringend Transparenz!”
Georg Erl, neuer CSU-Vorsitzender beim Ortsverband Neunkirchen-Frauenricht, erklärte bei einem Gespräch zwischen CSUlern und Anwohnern, dass die Menschen viele Fragen hätten. Deshalb sei es wichtig, alle Daten rund um den Flugplatz Latsch in übersichtlicher Form zu veröffentlichen. „Wir brauchen hier dringend Transparenz“, betonte Erl. Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer forderte daraufhin einen Runden Tisch, an dem alle Beteiligten und Betroffenen teilnehmen sollten. Die Geräuschkulisse müsse auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Dr. Benjamin Zeitler unterstreicht: „Nur so werden wir in Weiden eine dauerhafte Akzeptanz für den Verkehrslandeplatz bekommen“. Quelle: ‘Oberpfalzecho‘.

Buochs vollständig zivil

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL hat die Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes Buochs (NW) in ein ziviles Flugfeld genehmigt. Es hat der Airport Buochs AG (ABAG) die Bewilligung für den Betrieb als Flugfeld sowie die Plangenehmigung für die Infrastrukturanlagen erteilt. Zudem hat das BAZL das Betriebsreglement genehmigt. Der ehemalige Militärflugplatz Buochs wird seit 1946 auch von zivilen Luftfahrzeugen mitbenutzt. Seit 2005 betreibt die Airport Buochs AG (ABAG) den zivilaviatischen Teil des Flugplatzes. Nachdem der Bundesrat im Jahr 2017 beschloss, die militärische Nutzung des Flugplatzes definitiv einzustellen, hat die ABAG beim BAZL ein Gesuch zur Umnutzung in ein ziviles Flugfeld eingereicht. Das Gesuch beinhaltet die Erteilung der Betriebsbewilligung, die Genehmigung des Betriebsreglements sowie die Plangenehmigung für die weiterhin genutzten Infrastrukturanlagen. Dabei geht es um die Umnutzung der bestehenden militärischen Bauten für zivile Zwecke, den Rückbau von Hindernissen im Sicherheitsstreifen der Piste und die Massnahmen des Generellen Entwässerungsplans (GEP). Die ABAG hat beim BAZL zudem die Weiternutzung der Hangarzelte und die Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an der Herdernstrasse beantragt. Diese öffentliche Strasse verläuft quer über den Flugplatz und kreuzt die Piste und einen Rollweg.

Während der öffentlichen Auflage der Gesuchsunterlagen sind insgesamt elf Einsprachen eingegangen. Als Folge davon erfolgte eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Beteiligung des Kantons Nidwalden sowie des Bundesamtes für Umwelt. Aufgrund der positiven Beurteilung des Gesuchs und der Umweltverträglichkeitsprüfung hat das BAZL die Umnutzung des Flugplatzes Buochs bewilligt. Die ABAG wird für die Umsetzung jedoch zahlreiche Auflagen erfüllen müssen, u. a. für die Sanierung der Entwässerung. Das BAZL hat die Anzahl motorisierter Flugbewegungen vorläufig auf 16’800 Starts und Landungen pro Jahr beschränkt. Zusammen mit dem für später geplanten Ersatz bestehender Bauten wird das BAZL die Anzahl zulässiger Flugbewegungen neu beurteilen. Gegen den Entscheid des BAZL steht der Weiterzug ans Bundesverwaltungsgericht offen. Quelle: ‘BAZL‘.

Notlandung im Maisacker überstanden

Da waren die Schutzengel wieder fleißig: Nachdem ein Kleinflugzeug am Samstag bei St. Andrä im Lavanttal auf einem Maisacker notlanden hatte müssen, konnten der Pilot (58) und eine Passagierin (42), beide aus Wien, samt einem kleinen Hund selbst aus dem Wrack kraxeln. Sie waren zum Glück unverletzt geblieben. Das in St. Marein gestartete Flugzeug war gegen 14 Uhr bei St. Andrä im Lavanttal offenbar in Turbulenzen geraten. Dem erfahrenen Piloten gelang es noch, über eine Siedlung zu fliegen und anschließend auf einem Maisacker notzulanden. Das Kleinflugzeug kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. „Als die Polizei eintraf, waren der Pilot und die Passagierin, die eine kleine Französische Bulldogge mithatte, bereits selbstständig und unverletzt ausgestiegen“, heißt es bei der Polizei. Das Kleinflugzeug wurde von einem Abschleppunternehmen geborgen und zum Flugplatz St. Marein gebracht, wo der Besitzer des Flugzeuges einen Standplatz hat. Quelle: ‘Krone.at‘.

PC-12 stürzt in Bürogebäude bei Mailand

Ein Leichtflugzeug ist im Süden der Stadt Mailand kurz nach dem Start in Linate abgestürzt und in ein leerstehendes Bürogebäude gekracht. Beim Absturz der Pilatus PC-12 kamen der Pilot, ein weiteres Besatzungsmitglied und alle sechs Passagiere ums Leben. Die Todesopfer kamen alle aus dem Ausland. Unter den Toten ist auch ein Kind, wie die Staatsanwältin am Ort des Unglücks mitteilte. Das Gebäude in San Donato Milanese am Stadtrand der norditalienischen Millionenstadt fing nach dem heftigen Aufprall des Flugzeugs Feuer. Wegen Renovierungsarbeiten befanden sich aber keine Menschen in den Büros.

Die Unglücksmaschine ist eine Pilatus PC-12
Das Flugzeug vom Typ Pilatus PC-12 war um 13:04 Uhr vom zweitgrössten Mailänder Flughafen Linate abgehoben, um nach Olbia auf Sardinien zu fliegen. Kurz nach dem Start stürzte es dann im Südosten von Mailand ab. Das geht aus den Flugdaten des Internetdienstes Flightradar24.com hervor. Demnach verlor das Flugzeug nach der Startphase und einer ersten Schleife plötzlich an Höhe und stürzte nur Sekunden später in das Gebäude in San Donato Milanese. Der Grund für den Absturz ist noch unklar. Augenzeugen berichteten, dass ein Motor der Maschine gebrannt habe und das Flugzeug daraufhin im Sturzflug zu Boden ging, ohne dass ein Manöver ersichtlich waren. Die Retter konnten den Flugschreiber für weitere Auswertungen finden. Quelle: ‘SRF’.

Fahrwerk liess sich nicht ausfahren

Zwei Personen befanden sich an Bord eines Mooney-Kleinflugzeuges, welches am Freitagabend, 10. September, auf dem Orange Municipal Airport von der Landebahn gerutscht war. Nach Angaben der Feuerwehr von Orange blieben der Pilot und der Passagier des Flugzeugs unverletzt, sie verließen das Flugzeug, bevor Hilfe eintraf. Nach einem Aufruf um 18.00 Uhr eines auf dem Rumpf gelandeten Kleinflugzeuges an die Leitstelle von Shelburne wurden alle diensthabenden und nicht diensthabenden Mitarbeiter zu Hilfe aufgerufen. Der Pilot erklärte den Beamten, dass sich das Fahrwerk bei dem Landeversuch nicht ausfahren ließ, und er eine kontrollierte Landung ohne Fahrwerk versuchen musste. Die Hilfskräfte verbrachte danach Stunden damit, das Flugzeug mit Stützen und Airbags aufzurichten. Sie unterstützen das Abschleppunternehmen beim Abtransport des Flugzeuges von der Landebahn. Quelle: ‘22News WWLP.com’.

Gelungene Notlandung

Das ist gerade noch mal gut gegangen: Am Samstagnachmittag um 16 Uhr flog ein 64-jähriger Pilot mit seinem Kleinflugzeug vom Flugplatz Bad Ragaz Richtung Flugplatz Wangen. Während des Flugs kam es zu technischen Problemen, weshalb der Pilot im Gebiet Burst in Reichenburg auf einer Wiese eine Notladung machen musste. Die Notlandung des im Kanton St. Gallen immatrikulierten Flugzeugs verlief ohne Probleme, es wurde niemand verletzt.

Umstände werden untersucht
Für die Sicherung des Flugzeugs standen die Kantonspolizeien Schwyz St. Gallen, die Feuerwehr Reichenburg und die Stützpunktfeuerwehr Pfäffikon im Einsatz. Die Umstände, die zur Notlandung geführt haben, werden nun durch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) untersucht. Quelle: ‘Linth24‘. Bild: Stefan Grüter.

Unfall bei Flughafen in Weiden

Das Kleinflugzeug eines 52 Jahre alten Piloten setzte kurz vor der Landebahn auf und überschlug sich aus bislang ungeklärter Ursache, wie die Polizei am Montagabend mitteilte. Der Pilot und auch der 60 Jahre alte Co-Pilot konnten sich selbstständig aus dem beschädigten Flugzeug befreien. “Durch die naheliegende Luftrettung wurden sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet. Beide Insassen kamen mit dem BRK mit mittelschweren Verletzungen ins Klinikum Weiden”, heißt es in einer Polizeimeldung. Fachkräfte, unter anderem vom Luftfahrtbundesamt, versuchen nun, die Ursache zu ermitteln. Der Sachschaden dürfte sich laut Polizei auf etwa 100.000 Euro belaufen. Quelle: ‘Tag24‘.

Bitte einmal Wolken impfen

Georg Vogl hat als Pilot der Hagelabwehr in der Luft schon viel erlebt – auch ausfallende Motoren und eine Notlandung. Er fliegt dennoch weiterhin mitten in die Gewitterfront. Warum er und seine Kollegen sich das antun. Zum vereinbarten Treffen kommt Georg Vogl natürlich mit Käthi angeflogen, fünf Minuten überpünktlich setzt die Partenavia-Maschine auf der Landebahn in Vogtareuth nördlich von Rosenheim auf. Wären Passagiere an Bord, sie hätten bei der sanften Landung wahrscheinlich geklatscht – sieben Sitze bietet der Propellerflieger – aber an Bord ist Vogl in der Regel alleine. Vielleicht liegt es an den Orten, die er mit Käthi ansteuert: immer die Stellen, wo andere Flugzeuge lieber einen Bogen drumherum fliegen, immer direkt in die unterste Schicht von Gewitter- und Unwetterwolken.

Vogl ist Pilot und Leiter der Rosenheimer Hagelabwehr, er erzählt von einem seiner letzten Einsätze: “Da waren die Turbulenzen so stark, dass der Flieger überall hingeflogen ist, nur nicht dahin, wo man hingelenkt hat.” Trotzdem sei jener Samstag ein ganz normaler, ein “typischer” Einsatz gewesen. Vogl hat schon viel gefährlichere Situationen in der Luft erlebt, oder besser: überlebt. Seit Anfang der 1980er Jahre fliegt Vogl schon für die Hagelabwehr, mehr als 2000 Einsatzstunden habe er in der Luft verbracht, sagt er. Vor vielen Jahren kreiste er mit einer einmotorigen Maschine, einer Vorgängerin der jetzigen Flugzeuge, über dem Ebersberger Forst. Während eines Übungsflugs fiel plötzlich der Motor aus. Bei einer einmotorigen Maschine – noch dazu in den Unwetterwinden. “Das war das einzige Mal, dass ich einen Notfall ausgerufen habe”, sagt Vogl mit jener Ruhe in der Stimme, die man wahrscheinlich in so einer Situation braucht.

Der Fluglotse, mit dem er auf seinen Notfall-Funk hin gesprochen habe, sperrte erst mal großzügig den Luftraum. “Da habe ich gemerkt, wie fit die Lotsen wirklich sind.” Er bugsierte das antriebslose Flugzeug zum Flughafen München-Riem. “Mit dem letzten Rest der Batterie hab ich dann das Fahrwerk rausgelassen.” Vogl landete sicher. Als es dann darum ging, neue Flugzeuge für die Hagelabwehr anzuschaffen, “gab es dann den Spruch: Wir lassen den Fallschirm weg und nehmen dafür einen zweiten Motor.” Bei Käthi dreht sich links und rechts der Kabine je ein Propeller. Falls doch mal was sein sollte, vertraut Vogl auf die geringe Wahrscheinlichkeit, dass beide Motoren und damit auch Propeller gleichzeitig defekt sind: “Der rechte Motor weiß schließlich nicht, dass der linke ausgefallen ist.”

Die beiden Propellermaschinen der Hagelabwehr – neben Käthi steht noch Hannelore in der Vogtareuther Garage – fliegen in der Saison um die 25 Mal ins Gewitter. Sie waren zum Beispiel bei den starken Unwettern Ende Juni über Ebersberg im Einsatz. Damals hagelte es stellenweise und es prasselten bis zu 35 Liter pro Quadratmeter in einer Viertelstunde hinab. Da kann dann auch Vogl nicht mehr viel machen. Denn den Niederschlag selbst verhindert die Hagelabwehr nicht. Im besten Falle prasseln aber keine Hagelkörner, sondern nur Regentropfen auf die Maisfelder und Autodächer.

Die Spuren der Hageleinschläge sieht man auch an den Flugzeugen. An der vorderen Seite der Tragfläche ist Käthis Festgummi zerbeult, Hannelores Schnauze hat auch schon was abbekommen. Zum Glück seien sie “gutmütige Flugzeuge”, die einiges verzeihen, sagt Vogl. Das müssen sie auch, wenn man bedenkt, wo Vogl seine Flugzeuge hinsteuert. Direkt hinein in die Gewitterfront.

Um zu verstehen, warum die Piloten sich das und ihren Flugzeugen antun, hilft ein kleiner Exkurs in die Meteorologie. “Bei jeder Wolke wird die Feuchtigkeit von unten in die Höhe gezogen”, sagt Vogl. Dafür muss es unten warm sein, die Thermik transportiert dann die Luft mitsamt Wassertröpfchen nach oben. Bei Hagelwolken besonders stark, bis zu 13 Kilometer trägt der Aufwind die Wolkentropfen in die Höhe. “Da können Sie auch einen Ziegelstein fallen lassen und der fliegt nach oben”, sagt Vogl halb ernst, halb im Scherz. Je höher es die Luft trägt, desto kälter wird es. Kalte Luft kann nicht so viel Feuchtigkeit binden wie warme Luft. Es entstehen Wolken. Geht man noch höher, gefriert manches Wassertröpfchen, an die Spitzen der Eiskristalle hängen sich die nicht gefrorenen Wolkentröpfchen dran, vier Millionen davon bilden einen normalgroßen Regentropfen. Ist der Aufwind stark genug, treibt es die Tropfen auch in Höhen, wo sie gefrieren: Es entstehen Hagelkörner.

Aber selbst die stärksten Aufwinde reichen irgendwann nicht mehr aus, um die größer und größer gewordenen Hagelkörner und Regentropfen in der Höhe zu halten. Die Gravitation zieht die Eis-Wasser-Tropfen nach unten. Auf diesem Weg zum Boden entscheidet sich, ob Eis oder Wasser im Garten ankommt. Denn oft schmelzen die Eiskörner beim Fallen noch. Nur wenn sie dafür zu groß sind, kommen unten Hagelkörner an. Und da setzt die Hagelabwehr an. Ziel ist es, den Wassertropfen möglichst viele Partikel in der Wolke bereitzustellen, so dass sie sich auf Tropfen verteilen können. Die einzelnen Eiskörner bleiben auf diese Weise so klein, dass sie beim Fallen schmelzen. Aber: “Die Menge Wasser bleibt gleich”, erklärt Vogl. Wahrscheinlich ist das wie bei einem Zehn-Liter-Bierfass: Ob es für die Feier ausreicht, hängt von der Gästezahl ab, auf die es sich verteilt.

Das Kernstück der Hagelabwehr hängt wenig aufsehenerregend an den Enden der Tragflächen. Auf den ersten Blick ist es nur ein etwa anderthalb Meter langes, silbernes Rohr. In der Mitte des Rohres ist ein Tank für etwa 15 Liter, darin: Silberjodid. Eine Mischung aus Aceton, das mit sechs Prozent Silber versetzt wurde. Im Flug verbrennt das Gemisch mit Temperaturen von bis zu 1200 Grad. Am Ende des Rohrs kommt der Rauch raus, wie beim Auspuff. Damit die Rauchpartikel dort ankommen, wo die Wolkentröpfchen zu Regen und Hagel werden, muss Vogl direkt zur Wolkenbasis fliegen. Etwa 500 bis 2500 Meter über dem Boden. Der Rauch steigt also mit der Feuchtigkeit auf. Die Wolke bekommt so “künstliche Kondensationskeime”, erklärt Vogl. Die “Wolken impfen”, nennen sie das. Quelle: ‘Süddeutsche Zeitung’.

Spanische Luftwaffe erhält ersten PC-21

Am 14. September 2021 wurden die ersten beiden PC-21 übergeben. Total 24 PC-21 wird Pilatus bis im Juni 2022 nach Spanien liefern. Anlässlich der Auslieferung sagte León-Antonio Machés, stellvertretender Generaldirektor für Beschaffungsprogramme des Ministerio de Defensa de España (DGAM): «Wir freuen uns sehr, dass wir ein so fortschrittliches Trainingssystem integrieren können. Der PC-21 wird nicht nur unsere Pilotenausbildung revolutionieren und auf ein völlig neues Niveau heben, er wird uns auch ermöglichen, die Kosten unserer Pilotenausbildung zu senken.» André Zimmermann, VP Government Aviation von Pilatus, ergänzte: «Wir freuen uns sehr, dass ab sofort der erste PC-21 in den Nationalfarben Spaniens offiziell unterwegs sein wird.” Spaniens Luftwaffe ist die dritte Luftwaffe Europas, die auf das Pilatus-Trainingssystem setzt. Quelle: ‘Pilatus‘.

Abschiedstour der Transall

Am 17. August setzte die C-160 Transall mit der Kennung 50+40 ihre Abschiedstour fort und war als letzte Maschine ihrer Art unter anderem über Nordrhein-Westfalen zu sehen. Der Flug führte vom Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein mit Zwischenlandung in Münster (ehemaliger Standort des Lufttransportkommandos), über Kalkar (Standort des Zentrums für Luftoperationen), Geilenkirchen (Standort der NATO Airborne Early Warning and Control Force E-3A) und zur Landung auf dem Fliegerhorst in Nörvenich (Standort des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“). Anschließend ging es über Köln (Standort der Flugbereitschaft des BMVg) in Richtung Mosel und Frankfurt am Main (ehemaliger Standort des Amtes für Flugsicherung der Bundeswehr) mit abschließender Landung an diesem Tag in Laupheim, dem Standort des Hubschraubergeschwaders 64. Am Folgetag, dem 18. August, wurde der Abschiedsflug der 50+40 über Standorten in Süd- und Ostdeutschland fortgesetzt und endete in Hohn, dem alten Standort des LTG 63.

Diese letzte der einst 90 Maschinen wird im November als Denkmal in der Offizierschule der Luftwaffe in Roth bei Nürnberg aufgestellt. Das LTG 63 in Hohn wurde im Dezember offiziell außer Dienst gestellt. Die durch die Außerdienststellung der Transall entstandene Fähigkeitslücke beim geschützten taktischen Lufttransport unter Nutzung von Flugplätzen mit geringer Infrastruktur und unbefestigten Pisten wird durch den Aufbau der deutsch-französischen Lufttransportstaffel in Evreux/Frankreich mit insgesamt zehn Luftfahrzeugen vom Typ C-130J „Super Hercules“ geschlossen. Sie dienen unter anderem der Wahrnehmung von Aufgaben im Rahmen des Nationalen Risiko- und Krisenmanagements (NatRKM) sowie der Unterstützung von Operationen von Spezialkräften. Quelle: ‘esut.de‘.

Touch & go mit Kontrollverlust

Beim dritten touch-and-go verliess das Flugzeug nach einer unauffälligen Landung die Pistenmittellinie nach links, kurz nachdem der Flugschüler wieder Gas gegeben hatte. Das Flugzeug bewegte sich sodann auf den linken Pistenrand zu. Als der Flugschüler feststellte, dass ein Überrollen des linken Pistenrandes nicht mehr zu verhindern war, brach er den Startvorgang ab und betätigte die Radbremse. Dabei kippte das Flugzeug nach vorne rechts und es kam zum Bodenkontakt des rechten Flügelrandbogens und des Propellers. Kurz nach dem Verlassen der Piste überschlug sich das Flugzeug nach vorne und kam auf dem Rücken liegend zum Stillstand. Der Pilot konnte das Flugzeug unverletzt und aus eigener Kraft verlassen. Quelle: ‘SUST‘.

Neuer Flieger macht weniger Lärm

Jahrelang haben Anwohner in den Maintalgemeinden rund um den Flugplatz am Schenkenturm in Würzburg über Lärm geklagt. Doch mit dem neuen Schleppflugzeug für Segelflieger hat sich die Situation nun offenbar verändert. Der Flugsportclub Würzburg (FSCW) hat sein neues Schleppflugzeug für Segelflieger offiziell vorgestellt. Der Ultraleicht-Flieger soll deutlich leiser sein als das bisherige Modell. Zu der Anschaffung kam es unter anderem, weil sich seit Jahren Anwohnerinnen und Anwohner in den Maintalgemeinden rund um den Würzburger Flugplatz Schenkenturm über Ruhestörungen beklagt haben. Ralf Petzold von der Bürgerinitiative “Leiser” beschreibt es so: “Die Hauptprobleme waren an Sonn- und Feiertagen, wenn man im Sommer im Garten sein wollte, aber dann ungefähr alle zehn Minuten eine alte Knatterkiste über die Gärten geflogen ist.”

Keine Ruhestörung mehr durch das neue Flugzeug
Michael Hoffmann, der Vorsitzende des Flugsportclubs Würzburg, kann die Beschwerden sogar nachvollziehen: “Es ist eigentlich immer ein großer Disput zwischen den Flugplätzen und den Leuten, die an den Flugplätzen wohnen. Es ist einfach Lärm, wenn die Flieger starten und landen.” Aber mit dem neuen Schleppflugzeug hat sich das laut Hoffmann geändert. “Wir haben, seitdem wir die neue Maschine haben, bereits 330 Schlepps gemacht und keine einzige Beschwerde gehabt.” Sonst sei es üblich, dass sich jedes Wochenende jemand telefonisch beim Verein beschwere.

Hoffmann: “Das neue Flugzeug ist halb so laut”
Die Maintalgemeinden haben sich an der Finanzierung beteiligt. Insgesamt hat die Anschaffung des neuen Schleppflugzeugs rund 160.000 Euro gekostet. Finanziert wurde der Flieger zur Hälfte vom Flugsportclub und zur anderen Hälfte von den Gemeinden Veitshöchheim und Margetshöchheim sowie der Stadt und dem Landkreis Würzburg. Thomas Ort vom Bürgerverein Unterdürrbach freut sich darüber. “Es war auf jeden Fall eine sehr gute Investition. Auch wenn es schwierig war, weil es laute Stimmen gab, die dagegen waren, kommunale Steuergelder in einen privat geführten Flugsportclub zu investieren. Aber es ging bei der Sache nicht um die Investition in einen Flugsportclub, sondern um die Bevölkerung. Von daher war das ein enorm wichtiges Projekt”, meint Ort.

Bürgerinitiative wünscht sich ein angepasstes Flugverhalten
Ralf Petzold von der Bürgerinitiative “Leiser” wünscht sich, dass sich in Zukunft nicht nur die Maschine bewährt, sondern auch das Flugverhalten angepasst wird. “Wie man landet und startet, ist eine Sache, bei der man viel beeinflussen kann. Die Leute in der Umgebung sollten dabei berücksichtigt werden”, sagt Petzold. Quelle: ‘BR24.de‘.