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Rätsel um Flugzeugabsturz bei Steinenbronn

War es menschliches Versagen oder gab es ein technisches Problem? Nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges bei Steinenbronn (Kreis Böblingen) gibt es jetzt neue Erkenntnisse. Die genaue Absturzursache ist zwar weiter unklar, aber laut der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BDU) war das Flugzeug im “Instrumentenflug” unterwegs. Das bedeutet, die beiden Piloten flogen nicht auf Sicht, sondern ließen sich von Fluglotsen leiten, die den Kurs vorgaben.

Zwei Piloten an Bord
An Bord waren demnach zwei Piloten. Ein 62-jähriger Mann aus Ludwigsburg und sein Co-Pilot, ein 73 Jahre alter Mann aus Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen). Sie und ein Fluggast, vermutlich die Ehefrau einer der Piloten, kamen bei dem Absturz ums Leben.

Zwischenbericht erst im September erwartet
Das Kleinflugzeug vom Typ “Piper” war am Samstagvormittag am Stuttgarter Flughafen in Richtung Nienburg nahe Magdeburg gestartet. Wenige Minuten später stürzte es in einem Wald bei Steinenbronn ab. Zuvor soll der Pilot einen ersten Startversuch abgebrochen haben. Warum ist noch unklar. Bis es weitere Details zu dem Unglück gibt, könnte es noch etwas dauern. Die BDU rechnet erst im September mit einem Zwischenbericht. Das bestätigte ein Sprecher dem SWR. Quelle: ‘SWR‘.

Montage von Kameras an Flugzeugen

Anlässlich einer Vorfeld-Inspektion eines unserer Inspektorenteams wurde beobachtet, wie ein Flugzeug mit einer auf dem Flügel montierten Kamera startete. Nach der Landung wurden nur noch Klebebandreste vorgefunden. Nach Rücksprache mit dem Piloten konnte festgestellt werden, dass sich die Kamera bei der Landung mitsamt der Befestigung vom Flugzeug separiert hatte. In der Stellungnahme gab der Pilot bekannt, dass er sich hinsichtlich allfälliger rechtlicher Grundlagen und Konsequenzen keine Gedanken gemacht hatte. Vermehrt tauchen auch auf sozialen Netzwerken (wie zum Beispiel „Youtube” und „Facebook”) vergleichbare Videos auf, welche darauf schliessen lassen, dass der vorgenannte Vorfall kein Einzelfall ist. Mehrere Meldungen (SWANS, durch Flugplatzleiter und Piloten) sowie verschiedene Beobachtungen des BAZL deuten darauf hin, dass die Kameras meistens an die Flugzeugstruktur angebracht werden.

Anweisung/Empfehlung
Das BAZL weist darauf hin, dass das Anbringen von Kameraausrüstungen oder Halterungen das Betriebsverhalten, die Aerodynamik oder das Schwingungsverhalten des Luftfahrzeugs negativ beeinflussen kann. Dies kann die Besatzung oder Dritte gefährden. In diesem Sinn handelt es sich um genehmigungspflichtige Änderungen am Luftfahrzeug, für welche entsprechende Nachweise erforderlich sind. Quelle: ‘BAZL‘.

Unglück nach dem Start

In Nordholz im Landkreis Cuxhaven ist am Donnerstagmorgen, 8. Juli, ein Sportflugzeug abgestürzt. Zwei Menschen sind bei dem Unglück ums Leben gekommen. Wie die Polizei bestätigte, prallte die Maschine nach dem Start auf dem Sportflugplatz in ein Waldstück und wurde zerstört. Der Flugunfall ereignete sich um kurz nach 10 Uhr. Die beiden Insassen seien im brennenden Flugzeug ums Leben gekommen, heißt es dort weiter. Es soll sich dabei um ein Leichtflugzeug gehandelt haben. Die Identität der Opfer stünde nach Polizeiangaben zunächst nicht fest. Es soll sich beim Piloten um ein Vereinsmitglied des Sportflughafens mit langjähriger Flugerfahrung gehandelt haben. Warum das Leichtflugzeug kurz nach dem Start abstürzte, ist noch unklar. Informationen zur Absturzursache liegen zunächst nicht vor. Die Bundesstelle für Flugunfallforschung in Braunschweig sei in Kenntnis gesetzt worden. Quelle: ‘Fehmarn24‘.

Flugzeugunfall in Epagny

Ein zweisitziges Flugzeug ist Freitag, 9. Juli, während der Startphase auf dem Flugplatz von Epagny FR abgestürzt. Der Pilot wurde leicht verletzt. Der 67-Jährige war zum Zeitpunkt des Unfalls die einzige Person an Bord, wie die Kantonspolizei Freiburg am Abend mitteilte. Das Flugzeug sei während der Startphase aus noch unbekanntem Grund mehrmals gehüpft und habe sich dann auf den Rücken gedreht. Der Pilot wurde laut Polizei mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht. Eine Untersuchung der genauen Umstände des Unfalls durch der Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) sei im Gang. Quelle: ‘Blick‘.

Howard Hughes und sein Superflugzeug

Mit extravagantem Lebensstil und entsprechenden Flugzeugen machte der Milliardär Howard Hughes von sich reden. Bis er am 7. Juli 1946 in einen selbst konstruierten Aufklärer stieg. Der Jungfernflug wurde zum Desaster. Der Chef wollte es unbedingt selbst machen. Das verlangten sein Ego und nicht zuletzt das Marketing, schließlich war der Markt für das hochmoderne Flugzeug inzwischen weggebrochen. Also startete die XF-11 am 7. Juli 1946 mit keinem Geringeren als dem Milliardär Howard Hughes (1905–1976) im Cockpit. Und weil der Meister selbst den Steuerknüppel bediente, hielt er sich auch nicht an den ausgefertigten Flugplan, sondern setzte zum Rundflug über Los Angeles an. Bis er um 19:20 Uhr in Beverly Hills eine Bruchlandung hinlegte. Sie sollte Hughes’ Leben verändern.

Dem Monopol auf Erdöl-Bohrmeißel, über das die Firma seines Vaters verfügte, verdankte Howard Hughes ein privilegiertes Leben. Nach dem frühen Tod seiner Eltern wollte ihr einziger Erbe aber nicht die Familientradition fortsetzen, sondern erklärte seinem Generalbevollmächtigten: „Mein erstes Ziel ist es, der beste Golfspieler der Welt zu werden. Zweitens der beste Flieger zu werden und drittens der berühmteste Filmproduzent.“ Zumindest dem zweiten und dritten Ziel sollte er zumindest nahekommen.

Während er mit Filmen wie „Scarface“ oder „Outlaw“ und der Liaison mit der Schauspielerin Katharine Hepburn in Hollywood für Furore sorgte, legte er mit seiner Firma Hughes Aircraft 1936 die Grundlage für ein Luftfahrtunternehmen, das durch futuristische Projekte und Militäraufträge während des Zweiten Weltkrieges zu einem global agierenden Konzern aufstieg, zu dem auch die Fluggesellschaft TWA gehörte. Zu seinem Markenzeichen gehörte es, dass Hughes nicht nur an der Konstruktion seiner Flugzeuge mitwirkte, sondern sie auch als Pilot vorführte.

Während des Zweiten Weltkrieges entwarf er den Prototypen eines schnellen Bombers, der allerdings die Käufer von der Air Force nicht überzeugen konnte. Das Konzept einer zweimotorigen Maschine mit doppeltem Leitwerk übertrug Hughes anschließend auf einen schnellen Aufklärer mit großer Reichweite, die XF-11. Die Air Force war begeistert, doch als die ersten Prototypen flugtauglich waren, war der Krieg zu Ende und der Vertrag nichtig.

Die Daten waren beeindruckend. Der knapp 20 Meter lange Zweisitzer erreichte eine Höhe von 13,5 Kilometern, hatte eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 700 km/h und eine Reichweite von gut 5500 Kilometern. Allerdings erwies sich Abstimmung der beiden gegenläufigen Propeller an jedem Motor als ein Problem, das im Juni 1946 fast zu einer Katastrophe geführt hätte.

Die Propeller sollten sich auch beim Jungfernflug am 7. Juli als Achillesferse der XF-11 erweisen. Ein kleines Leck in der Ölversorgung blieb unentdeckt und hätte wohl auch keine Folgen gehabt, wenn Hughes sich an den Flugplan gehalten hätte. Der sah einen Start mit anschließendem Flug über 20 Minuten vor. Hughes aber beschloss, mit seiner neuen Errungenschaft einen Rundflug über Los Angeles zu unternehmen.

Bei dem Versuch, in Beverly Hills auf einem Golfplatz zu landen, rasierte er die Dächer von drei Häusern ab. Hughes konnte von Glück reden, dass er sich aus der brennenden Maschine retten konnte. Aber die Verletzungen waren schwer. Nicht nur waren ein Schlüsselbein und mehrere Rippen gebrochen, sondern auch die Lunge war schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. An den Händen erlitt er Verbrennungen dritten Grades.

Der Rückzug des exzentrischen Milliardärs und Playboys aus der Öffentlichkeit wird mit den Folgen des Absturzes erklärt. Mehrere Jahre soll er seine Suite in Las Vegas nicht verlassen haben. Die Abhängigkeit von Medikamenten und Drogen war seiner Gesundheit kaum förderlich. Als er am 5. April 1976 starb, war der 1,93 Meter große Mann völlig abgemagert. Der Tod ereilte ihn – in einem Flugzeug. Quelle: ‘Die Welt‘.

Flughafen Locarno-Magadino teilweise zerstört

TICINO – Die durch das Unwetter verursachten Schäden am Flughafen Locarno-Magadino sind beträchtlich. Sogar Staatsrat Claudio Zali war vor Ort, um sich von den strukturellen Schäden am Flughafen zu überzeugen. Quelle/Fotogalerie: ‘Liberatv‘.

Beim Landen in die Böschung

Flugunfall in Westerstede-Felde: Ein Ultraleichtflugzeug ist am Donnerstagnachmittag, 13. Mai, beim Landen verunglückt. Wie es von Seiten der Westersteder Polizei heißt, seien die beiden Insassen so verletzt worden, dass sie in die Ammerland-Klinik gebracht werden mussten. Bei dem Piloten handelt es sich um einen 57-Jährigen aus dem ostfriesischen Hinte. Als Passagier befand sich ein 73-Jähriger aus Aurich im Flugzeug. Die Maschine war beim Landen von der Bahn gerutscht und in eine Böschung geprallt. Quelle: ‘NWZonline.de‘.

Sicherheit dank Routine

In Rheinland-Pfalz verunglücken immer wieder Kleinflugzeuge. Allein 2020 waren es mindestens fünf – eins davon krachte in ein Haus. Das wirft Fragen nach der Sicherheit auf.

  • Leichtflugzeug-Abstürze 2021 in RLP
  • Mehr Flugstunden – mehr Routine
  • Verlängerung der Fluglizenz – das sind die Anforderungen
  • Der Faktor Mensch
  • Ultraleichtflugzeuge – zu viele Kilos?

Als vor einem Jahr ein Kleinflugzeug, eine Cessna, in Langenhahn im Westerwald in ein Einfamilienhaus stürzte, saß der Schock bei den Anwohnern und vielen anderen Menschen tief. Der Pilot überlebte, die Hausbewohner hatten Glück im Unglück: Ihr Haus wurde schwer beschädigt, sie aber blieben körperlich unverletzt. Dieser Absturz ist ein Extremfall, aber dennoch nicht auszuschließen. In Wesel (Nordrhein-Westfalen) passierte im Juli letzten Jahres ein ähnliches Unglück. Bei dem Absturz eines Kleinflugzeuges in ein Mehrfamilienhaus starben die zwei Flugzeuginsassen und eine Bewohnerin.

In diesem Jahr sind bislang drei Kleinflugzeuge in Rheinland-Pfalz verunglückt. Zuletzt ein Ultraleichtflugzeug beim Segelflugplatz Montabaur, zuvor im Mai ein Leichtflugzeug bei Bad Sobernheim. Im Februar stürzte eine Cessna in der Eifel ab. Das wirft Fragen nach der Sicherheit und Zuverlässigkeit von Mensch und Maschine auf. Ernst Eymann, Präsident des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz, weist darauf hin, dass nicht mehr Unfälle passierten. “Aber jeder Unfall ist einer zuviel und jeder Unfall hat seinen Grund.” Unfälle passierten immer infolge einer Kette von mehreren Dingen – etwas vergessen, etwas nicht machen oder etwas ignorieren. Den einen Hauptgrund gebe es nicht.

Physik lässt sich nicht austricksen
Disziplin, Selbstachtung, Respekt – für Eymann sind das wesentliche Aspekte für die Sicherheit der Fliegerei. “Das hat was mit Physik zu tun, die ist gegeben. Die findet einfach statt in ihren Regeln und die Regeln kann man nicht austricksen”, mahnt der langjährige Pilot. Eymann hat über 3.000 Flugstunden mit rund 7.000 Starts und Landungen absolviert. Genauso essentiell für ihn: Sicherheit durch Routine. “Je öfter man es tut, und auch über die Jahre öfters tut, umso leichter ist es, sich in Übung zu halten.” Deshalb ist sein Rat, so viel wie möglich zu fliegen, dass sei auch die Philosophie der Verbände. ‘”Viel fliegen macht Spaß und bringt Sicherheit.”

Verlängerung der Fluglizenz – die Bedingungen
Wer eine Fluglizenz hat, der muss diese immer wieder verlängern lassen. Für Leichtflugzeuge müssen dafür in 24 Monaten zwölf Flugstunden absolviert werden, davon eine als Übungsflug mit einem Fluglehrer. Außerdem müssen zwölf Starts und zwölf Landungen nachgewiesen werden, damit die Fluglizenz verlängert wird. Das wird nach Aussage von Eymann sehr streng kontrolliert. Er betont, dass diese Vorschriften das Minimum seien, was zu tun ist. Ob das ausreicht, “hängt auch davon ab, wie viel Erfahrung man hat”. In den Flugschulen und Vereinen würde allerdings auch mehr gemacht, als diese Minimalanforderungen. Aber: Nach Aussage von Eymann gibt es viele Piloten, die nicht organisiert sind. Inwiefern diese über die Mindestanforderungen hinaus üben und fliegen, wisse man nicht. Erfülle jemand nur die Minimalanforderungen, heiße das noch nicht unbedingt, dass er gefährlich fliege, denn Erfahrung könne er ja trotzdem haben haben. “Aber ich wünsche mir einfach, dass die Leute viel mehr fliegen.”

Der Faktor Mensch in der Maschine
Bei anderen Fliegern und Flugexperten klingt ebenfalls durch: Die zwölf Stunden sind eben ein Minimum. “An Übung ist es eigentlich nie genug. Gerade in der Fliegerei lernt man nie aus”, so Fluglehrer Roman Breitenbach und ergänzt: “Nicht umsonst machen die Verkehrsfluggesellschaften mehr als das Minimum. Wenn man ein Minimum an Training und ein Minimum an Erfahrung hat, reicht das vielleicht nicht aus, wenn es brenzlig wird.” Ein anderer Kollege weist darauf hin, dass auch die Tagesform des Piloten in den Blick genommen werden sollte: “Viele gehen unvorbereitet oder hektisch an den Start.” Wer nicht gut drauf sei, sollte besser am Boden bleiben. In der Diskussion um die Sicherheit von Kleinflugzeugen taucht auch die Frage auf, ob das erhöhte zulässige Gewicht bei Ultraleichtflugzeugen einen Einfluss haben könnte. Seit 2019 dürfen diese beim Abflug insgesamt 600 Kilogramm wiegen, zuvor waren es gut 470.

Roland Hauke fertigt seit vielen Jahren Leichtflugzeuge in seinem mittelständischen Betrieb in Mendig (Landkreis Mayen-Koblenz). Aus seiner Sicht stellt die Erhöhung des Abfluggewichts bei Ultraleichtflugzeugen kein erhöhtes Risiko für die Flugsicherheit dar: “Für den Piloten ändert sich nicht viel durch das höhere zugelassene Gesamtgewicht. Das ist kaum spürbar.” Weltweit würde zudem mit viel höheren Abfluggewichten geflogen – mit denselben Maschinen. Die eine Antwort auf die Frage, warum es immer wieder zu Abstürzen von Kleinflugzeugen kommt, gibt es offenbar nicht. Der beste Schutz vor Unglücken – daran sind sich offenbar die Flieger weitgehend einig ist: Fliegen, fliegen, fliegen. Quelle: ‘SWR‘.

Notlandung im Getreidefeld

Bei einer Notlandung in einem Getreidefeld an der Derner Straße bei Kamen ist der Pilot eines Ultraleichtflugzeuges am Samstagmorgen leicht verletzt worden. Der 47-Jährige habe beim Landeanflug auf den Segelflugplatz Kamen-Heeren offenbar ein technisches Problem gehabt, teilten Polizei und Feuerwehr am Samstag mit. Beim Landeanflug hat es anscheinend ein technisches Problem gegeben. Das verunfallte Flugzeug: Beim Landeanflug hat es anscheinend ein technisches Problem gegeben. Der Mann aus Schwerte habe nach der Landung noch selbstständig aus der motorisierten Propellermaschine aussteigen können und einen Notruf abgesetzt. Er sei notärztlich versorgt und anschließend mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Quelle: ‘T-online‘.

Trauer um Piloten der Flying Bulls

Nach dem Absturz einer Maschine der “Flying Bulls” in Tschechien am Sonntag hat das staatliche Institut für die Untersuchung von Flugunfällen (UZPLN) in Prag mit der Erhebung der Ursachen und Umstände des Unfalls begonnen. Wie die tschechische Polizei berichtete, war die 1954 gebaute North American T-28B “Trojan” am Sonntag kurz vor 17.00 Uhr bei Jickovice in einem Waldstück zerschellt. Der Pilot kam bei dem Unglück ums Leben, ein Passagier erlitt schwere Verletzungen. Über den Gesundheitszustand des 1975 geborenen Mannes lagen Montagfrüh noch keine Informationen vor. Die Retter hätten ihn allerdings akut vorklinisch versorgen müssen, sagte eine Sprecherin der Rettung gegenüber der Tageszeitung “Deník”. Der Verletzte wurde mit dem Hubschrauber in ein Prager Krankenhaus transportiert.

Erfahrener Kunstpilot
Die Red-Bull-Kunstfliegertruppe „Flying Bulls“ hat am Montag nach dem tragischen Absturz die Identität des getöteten Piloten bekannt gegeben: Rainer Steinberger (54) aus Salzburg sei ein erfahrener Pilot gewesen, hieß es in einem Instagram-Posting. „Wir sind sehr schockiert und traurig über diese Tragödie. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Freunden von Rainer.“ Sein Mitflieger wurde mit schweren Verbrennungen von einem Rettungshelikopter in ein Prager Krankenhaus geflogen. Dem verletzten Passagier wünsche man eine schnelle und vollständige Genesung. “Wir sind sehr schockiert und traurig über diese Tragödie. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des Verunglückten.”

Rückweg von Flugshow
Der Zweisitzer befand sich mit drei weiteren Maschinen auf dem Rückweg von einer Flugshow in Leszno (Polen) zur Heimatbasis in Salzburg, als es zu dem Unfall kam. Gegenüber “Deník” sagte ein Augenzeuge, dass er ein Flugzeug kreisen und dann nur noch rauchen gesehen habe. Die Maschine zerbrach am Boden in mehrere Teile und fing zu brennen an. Die kunstflugtaugliche und 1.425 PS starke T-28B wurde 1954 gebaut und war bis 1965 bei der US-Navy als Trainingsmaschine im Einsatz. In den 1980er-Jahren wurde sie vom Salzburger Flieger Siegfried Angerer in den USA aufgespürt, gekauft, zerlegt, nach Europa verschifft und wieder zusammengebaut. Seit 2001 befand sich das Flugzeug in Salzburg. Laut Homepage der “Flying Bulls” war die zuletzt oliv-schwarz lackierte Propellermaschine der Beginn und die Keimzelle der Sammlung flugfähiger historischer Flugzeuge. Die “Flying Bulls” sind eine private Flugzeugflotte, die dem österreichischen Unternehmer, Milliardär und Flugzeugliebhaber Dietrich Mateschitz gehört. Quelle: ‘Kleine Zeitung‘.

Kleinflugzeug-Absturz bei Lupfig

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges im Birrfeld wurde am 17. Juni 2021 der Pilot schwer verletzt. Die Ursache ist noch unbekannt. Der Unfall ereignete sich kurz vor 18.30 Uhr in Lupfig. Eine Drittperson meldete, dass soeben ein Kleinflugzeug in der Nähe des Flugplatz Birrfeld abgestürzt sei. Umgehend wurde die Rettungskräfte aufgeboten. Als die Polizei vor Ort eintraf, konnte festgestellt werden, dass der Pilot alleine unterwegs war und schwer verletzt jedoch ansprechbar im Flugzeug saß. Zur Bergung wurde die Feuerwehr aufgeboten. Der 48-jährige Pilot wurde mittels Rettungshelikopter ins Spital überführt. Wie es zum Absturz kommen konnte, ist noch nicht bekannt. Die Kantonspolizei hat in Zusammenarbeit mit den Spezialisten der Flugunfall-Untersuchungsstelle des Bundes, die Ermittlungen aufgenommen. Die zuständige Staatsanwaltschaft eröffnete eine Strafuntersuchung und ordnete eine Blut- und Urinprobe an. Quelle: ‘Fireworld.at’ und ‘Tele M1‘.

Ultraleichtes, karibisches Inselhüpfen

Dieses Video zeigt einen Flug von St. Croix auf den Virgin Islands nach Grenada. Das Pilotenpaar lässt sich dabei von den unvermeidlichen Wasserstrecken nicht aufhalten. Quelle: ‘Youtube‘.

Danish Armed Forces will fly Velis Electro

Pilots of the Danish Armed Forces at Flying School in Karup will soon be able to practice their flying skills in a more climate-friendly way. The Danish Ministry of Defense has launched an action plan focusing on the transition to more environmentally friendly solutions, so as the first country in the world, Denmark leased two electric aircraft on course to their operational use in the Airforce.

According to the plan, the two electric planes will be delivered to the Flying School in Karup this September, where they will be used for a two-year trial period. Initially, the planes will be evaluated by experienced pilots, but then they will be used as training airplanes and included in Karup Flying School’s program for new pilots. The Pipistrel Velis Electro is the first type-certified fully electric plane in the world. It will complement the Danish Air Force’s current training aircraft Saab T-17 .

Danish Minister of Defense, Ms. Trine Bramsen says: “Everyone has a responsibility to contribute to climate change prevention. This also applies to the area of defense. Therefore, we have decided to procure electric aircraft for our air military. The electric planes will be used for training, among other things. The experience will be important for future equipment acquisitions in the field of defense.”

Lieutenant Colonel Casper Børge Nielsen of the Ministry of Defense Material and Procurement Agency has many years of experience as a test pilot. Now he is in charge of testing the electric planes for flight training use in the Air Force. He says: “We will test whether some of the flights and tasks we have in the Air Force can be replaced by electric planes.” He warns there are still some limitations, because this kind of flight is still at a very initial stage, but he says that considering flight training, the two aircraft will probably be able to cover many needs of the the Danish Air Force. Børge Nielsen confirmed he had no doubt that also within Air Force, something must happen for the protection of environment. He said the goal was to gain some experience in electric flight at an early stage, so they would be the forefront when this technology evolves over the years.

The two aircraft will be provided to the Danish Armed Forces in cooperation with Green Aerolease, owner of the largest Pipistrel Velis Electro fleet (Green-aerolease-and-pipistrel-aircraft-announce-a-partnership). Pipistrel would like to congratulate Green Aerolease for this esteemed customer and will continue to provide our world class services.

Pipistrel CEO Ivo Boscarol says: “We are thankful to the Danish Armed Forces for their pioneering spirit and decision to contribute to a cleaner atmosphere. Our Velis Electro will deliver immediate reduction of CO2 emissions, noise and cost associated with military pilot training operations. Surely Danish citizens will appreciate much quieter flying activities in vicinity of populated areas across the country“. Source: ‘Pipistrel‘.

Neuer Flugzeug-Schlepper: Breezer B400

Der Breezer B400-6 als Schleppversion vereint sportliches Fliegen mit Robustheit und Stabilität. Mit der Schleppversion wird der Breezer zum optimalen Vereins- und Flugschulflugzeug. Seine robuste Bauweise ermöglicht dem Breezer B400-6 in der Schleppversion Segelflieger bis zu einem Gewicht von 650 kg zu ziehen.

Je nach Gewicht des Seglers beträgt die Startrollstrecke des Breezers B400-6 auf einer Grasbahn 250 bis 600 m (NN). Die Steigleistung von bis zu 3,5 m/s garantiert ökonomische F-Schlepps. Auch den Einsatz in der F-Schlepp-Ausbildung (Kastenflüge, gemeinsame touch-and-go’s) meistert der B400-6 spielerisch.

Speziell bei Veranstaltungen spielt der B400-6 in der Schleppversion seine einmaligen Stärken aus. Mit bis zu 150 m² Bannern (bis ca, 20 kg) im Schlepp wird der Breezer zur fliegenden Werbetafel. Seine Gutmütigkeit und die Verlässlichkeit zahlen sich bei dieser Aufgabe besonders aus.

Erprobt wird derzeit eine weitere Auflastung, der Breezer B850, der dann 850kg schleppen können wird. Im Breezer B850 ist der 141Ps starke Rotax 915iS vorgesehen, der eine neue Motorenkühlung bekommen hat und mit seinem robusteren Fahrwerk und den breiten Reifen diese größere Leistung souverän auf die eigens entwickelte Schleppvorrichtung umsetzt. Geplant sind zwei unterschiedliche Schleppkupplungs-Vvarianten. Die Tests und Erprobungen laufen unter einer vorläufigen Verkehrszulassung, angestrebt wird eine Zulassung im Herbst 2021. Quelle: ‘Breezer Aircraft‘.

Transall-Abschied

Die Transall der Bundeswehr hat sich von Mecklenburg-Vorpommern verabschiedet. In Neubrandenburg und Anklam warteten Hunderte auf den Transportflieger – und wurden nicht enttäuscht. Hunderte Zuschauer und Schaulustige haben sich am Donnerstag bereits ab 12 Uhr auf den Flugplatz Trollenhagen bei Neubrandenburg versammelt. Dort landete die Transall mit wenigen Minuten Verspätung zur Abschiedstour. Die Ära des Transportflugzeugs der Bundeswehr findet nach mehr als 50 Jahren ihr Ende. Mit einigen Manövern in der Luft beeindruckte der Pilot schließlich noch die Zuschauer und verabschiedete sich. Danach ging es zum nächsten Zwischenhalt nach Anklam.

Sonderlackierung zeigt Geschichte der Transall
Rund 10 Minuten dauerte der Abschiedsbesuch der Transall in Sonderlackierung in der Lilienthalstadt am Donnerstagnachmittag. Mehr als 500 Zuschauer hatte das Spektakel auf den Flugplatz gelockt. Begleitet von zahlreichen „Ahhs” und „Ohs” zogen gleich zwei Flugzeugriesen zunächst eine große Runde über das Flugfeld. Das Begleitflugzeug der Sondermaschine blieb für Fotos in der Luft, während die Sondermaschine sicher auf Anklamer Boden landete. Beste Sicht gab es so auf die spezielle Lackierung, die die Geschichte der Transall im Dienste der Bundeswehr widerspiegeln soll. Mit dabei: das Silber des einstigen Prototyps und auch die weiße UN-Lackierung. Die linke Seite trägt die Hummel als Symbol des Lufttransportgeschwaders am Standort Hohn. Auf der Oberseite der Flügel erkennt man die deutsche Flagge und die von Schleswig-Holstein mit der Aufschrift „Last Call“, also letzter Aufruf. Nach einer Begrüßungsfontäne durch die Anklamer Feuerwehr und einem kurzen Gruß der Crew aus dem Cockpit startete die große Lady dann auch schon wieder durch. Quelle: ‘Nordkurier‘.

Propeller im Flug verloren

Eine Antonov-Maschine verlor im Flug einen ihrer Propeller. Der Vorfall nahm aber ein glimpfliches Ende. Wie örtliche Medien berichteten, hob die Frachtmaschine An-26 am Donnerstag in Juba ab und war auf dem Weg nach Paloch. In der Nähe der Stadt Bor fiel plötzlich der linke Propeller ab. Das Teil wurde nicht in das Flugzeug selbst katapultiert, sondern fiel zu Boden. Dort schlug es unweit einer Baustelle mit mehreren Arbeitern ein. Diese blieben unverletzt. Die Antonov konnte nach dem Vorfall nach Juba zurückkehren, wo der Pilot offenbar landete. Warum der Propeller abfiel, ist bislang unbekannt. Die Regierung des Südsudans erließ ein Startverbot für derartige Maschinen. Quelle: ‘Tag24.de‘.

Wie fliegen wir in 30 Jahren?

Flugzeuge sind ein fester Bestandteil der Reisebranche. Millionen Urlauber fliegen jährlich in den Urlaub, um ihre Lieblingsländer zu besuchen oder neue Destinationen zu entdecken. Umweltschonend ist das nicht gerade – deshalb forschen viele Wissenschaftler, wie Flugreisen nachhaltiger gestaltet werden können. Einer von ihnen ist Jens Friedrichs. Er ist Professor an der TU Braunschweig im Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen und Sprecher des Exzellenzcluster SE2A. Hinter diesem Namen verbirgt sich eine Gruppe von Wissenschaftlern der TU Braunschweig, der Leibniz-Universität Hannover und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Bei ihrer Forschung haben sie den Gesamtkontext im Blick. Sie fokussieren sich nicht nur auf die Form von Flugzeugen, sondern auch auf die Energiesysteme, und beschäftigen sich mit Fragen wie: Wie kann man die Energie für zukünftige Flugreisen speichern? Wie weit können Flugzeuge mit Batterien, synthetischen Kraftstoffen oder Wasserstoff fliegen? Und: Wie müssen beispielsweise die Routen und die Aerodynamik der Flugzeuge verändert werden, um mit nachhaltigen Kraftstoffen Energie zu sparen?

„Wir sind davon überzeugt, dass nachhaltige Luftfahrt nur geht, wenn man an allen Aspekten arbeitet. Ein reines Austauschen des Antriebs bei sonst unveränderten Rahmenbedingungen wird uns nicht dahin bringen, wo wir hinwollen“, sagt Friedrichs im Gespräch mit dem reisereporter. Batterien, Edelkerosin und Wasserstoff – sind das die Energieträger der Zukunft? Mit welchem Antrieb sind die Flugzeuge der Zukunft unterwegs? Ein Forschungsansatz des Exzellenzclusters beleuchtet die Alternativen zum klassischen Kerosin als Energieträger in Flugzeugen. Eine Erkenntnis: Batterien könnten für kleine Flugzeuge und kurze Strecken eine emissionsfreie Lösung sein, aber nicht für Langstreckenflüge mit einem Jumbojet – sagt der Experte. Warum ist das so?

„Die Leistungsanforderungen sind sehr groß und die Speicherkapazität einer Batterie vergleichsweise gering – das wissen wir schon aus dem Automobilbereich“, erklärt Friedrichs. Bei größeren Maschinen könnte daher eher Edelkerosin zum Einsatz kommen. Das ist ein synthetischer Antriebsstoff, der aus Kerosinersatzstoffen hergestellt wird, indem man Strom aus erneuerbaren Energien und CO2 verwendet und zusammenführt. Der Nachteil: Da beim Fliegen das bereits gebundene CO2 wieder ausgestoßen wird, ist das Edelkerosin zwar CO2-neutral, aber nicht klimaneutral. „Wenn es in zwölf Kilometern Höhe ausgestoßen wird, ist es in der Luft sehr viel schädlicher als am Boden“, so Friedrichs. Quelle: ‘Reisereporter‘.

“Landung” auf Firmendach

Ein 57jähriger ist am Montagnachmittag in Lüneburg bei einem missglückten Landemanöver mit seinem Ultraleichtflugzeug auf dem Dach eines Gebäudes zum Stehen gekommen. Der Mann war mit seinem Flieger beim Anflug auf den Lüneburger Flugplatz von einer Windböe erfasst worden. Als er versuchte, erneut an Höhe zu gewinnen, krachte er mit seinem Flieger auf ein Gebäude neben der Landebahn. Der Pilot wurde leicht verletzt. Die Feuerwehr rettete ihn mit einer Drehleiter. Das Flugzeug soll voraussichtlich im Laufe des Dienstags geborgen werden. Quelle: ‘NDR‘.

Pilot und Experte stürzen bei Lärmmessung ab

Ein Eigenbau-Kleinflugzeug ist am Samstag in Oberramsern SO bei einer Lärmmessung abgestürzt. Der Pilot und der Experte der Schallmessgruppe sind beim Aufprall verstorben. Bei einem Lärmmessflug kamen am Samstagnachmittag, 8. Mai, in Oberramsern SO zwei Männer ums Leben: Bei einem Verstorbenen handelt es sich um einen der Erbauer des Flugzeuges. Der 49-Jährige war mit einem motorisierten Kleinflugzeug in Grenchen gestartet. Mit an Bord sei ein Experte (57) der Schallmessgruppe des Vereins Experimental Aviation of Switzerland (EAS) gewesen, sagt Vereinspräsident Werner Maag.

Bisher sei es bei einer Lärmmessung noch nie zu einem Zwischenfall gekommen. Diese wird seit 20 Jahren regelmässig durch den Verband EAS durchgeführt: «Es handelt sich um einen Routinetest, den jedes Flugzeug machen muss, um zugelassen zu werden», sagt EAS-Präsident Werner Maag. Beim Test soll das Starten der Maschine simuliert werden, bei dem das Flugzeug am lautesten ist. Der Test beginne auf einer Flughöhe von 200 bis 300 Metern über dem Boden, erklärt Maag. «Rund zweieinhalb Kilometer vor dem Mikrofon gibt der Pilot vollen Schub und leitet eine steile Steigung ein.» Das Mikrofon werde dann bei maximaler Flughöhe überflogen. Das Ganze werde sechs Mal wiederholt um einen Mittelwert festzustellen. «Die Übung dauert rund 30 Minuten und ist für einen erfahrenen Piloten nicht besonders anspruchsvoll.» Damit der Pilot nicht schummeln könne, sei jeweils ein unabhängiger Beobachter im Cockpit dabei.

Prämiertes Eigenbau-Flugzeug
Beim Flugzeug handelte es sich um einen Eigenbau. Dieses wurde letztes Jahr an einem Event des Vereins EAS gar als «elegantestes» und «bestes Kit-Flugzeug» prämiert. Und bereits vor dem Erstflug wurde der Flieger im Fachmagazin Aero-Revue als «Innovationsträger» bezeichnet. Der verstorbene Pilot und ein Kollege hatten viel Aufwand in den Eigenbau investiert, schreibt Aero-Revue. Das Flugzeug habe dadurch eine «beachtliche Flugleistung» erlangt. Das Fachwissen zum Flugzeugbau hatten die zwei Männer aus ihrem Beruf, wie das Magazin schreibt. Der Elektroingenieur gab gar Kurse für den Verein und publizierte mehrere wissenschaftliche Arbeiten in seinem Fachbereich. Bislang ist unklar, weshalb das Flugzeug abgestürzt ist. Die Sicherheits-Uuntersuchungsstelle (SUST) untersucht dies nun. Für EAS-Präsidenten Maag sieht der Absturz nach einem Kontrollverlust des Piloten aus. «Wie es zum Unfall kam und weshalb der Pilot die Kontrolle über die Maschine verloren hat, wissen wir noch nicht.» Quelle: ‘20Min‘.

Landendes Flugzeug touchiert Auto

Bei einem Flugzeugunglück auf dem Flugplatz Ballenstedt-Asmusstedt sind am Sonntag vier Personen dank eines riesengroßen Schutzengels mit einem Schrecken davon gekommen. Eine Mutter und ihr acht Monate alter Säugling blieben nach ersten Erkenntnissen unverletzt, kamen jedoch vorsorglich zur Kontrolle in ein Krankenhaus.

Das Unglück ereignete sich gegen 14.40 Uhr beim Landeanflug eines Kleinflugzeugs. Beim Ansteuern der Landebahn, die sich wenige Meter hinter einer Kreisstraße befindet, verlor der Pilot die Kontrolle über seine Maschine und kam zu früh zu weit nach unten. Dabei kollidierte die Maschine mit ihrem Bugfahrwerk mit einem VW Caddy, der in diesem Moment gerade die Straße befuhr. Die Insassen im Auto – eine Frau und ihr Säugling – blieben nach Informationen der Volksstimme unverletzt, wurden von der alarmierten Notärztin aber zwecks umfassender medizinischer Kontrolle ins Klinikum gebracht.

Auch die Insassen im Flieger – ein Ehepaaar – blieben nach Informationen der Volksstimme unverletzt. Die Frau erlitt wohl einen Schock. Die Maschine verlor beim Zusammenstoß Teile des Fahrwerks. Dem Pilot gelang es aber, den Flieger trotz langer Schlitterpartie übers Rollfeld unter Kontrolle zu behalten. Die Ursache des Unglücks ist unklar. Zunächst sollten Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen Braunschweig die weiteren Ermittlungen übernehmen, dann jedoch ging diese Aufgabe an die Polizei. Möglicherweise wurde die Maschine von einer Windböe nach unten gedrückt. Quelle: ‘Volkesstimme‘.

Segelflugzeug stürzt am “Butterberg” ab

In NRW ist es am Wochenende zu einem tödlichen Unfall bei einem Flugzeugabsturz gekommen. In Bad Meinberg nahe Paderborn und Bielefeld ist es am Wochenende zu einem Flugzeugunfall mit Todesfolge gekommen. Ein Segelflieger ist dort am Samstag gegen 14 Uhr abgestürzt. Pilot der Maschine war ein 74-jähriger Mann. Er kam bei dem Flugzeugunfall ums Leben, wie die Polizei im Kreis Lippe berichtet. Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine Maschine mit einem Sitzplatz. Dementsprechend gab es keine weiteren Opfer. Der Mann war mit seinem Segelflieger am sogenannten „Butterberg“ an der Hamelner Straße in Bad Meinberg abgestürzt. Für den aus Rheda-Wiedenbrück stammenden Mann kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch am Unfallort.

Der 74-Jährige war laut Angaben der örtlichen Polizei in Vinsbeck (Steinheim) nur etwa sechs Kilometer südöstlich der Unfallstelle mit seinem Segelflieger gestartet. Was die Ursache für den Absturz ist, ist noch unklar. Die Polizei geht allerdings von einem Unfall aus. Die Kriminalpolizei ermittelt aktuell zur genauen Todesursache. „Die Staatsanwaltschaft Detmold ordnete eine Beschlagnahme des Leichnams sowie eine Obduktion an“, schreibt die Polizei Lippe in einer Stellungnahme. Das Luftfahrtbundesamt aus Braunschweig übernimmt die technische Ursachenprüfung des Flugzeugabsturzes. Quelle: ‘ruhr24.de‘.

Notlandung in Allgäuer See

Im Landkreis Oberallgäu ist ein Kleinflugzeug abgestürzt – und zwar in einen See. Die vier Insassen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Maschine versank nach dem Aufprall im Öschlesee und muss nun geborgen werden. Die vier Insassen wurden dabei teils schwer verletzt. Das bestätigte das zuständige Polizeipräsidium Schwaben Süd/West auf BR-Anfrage.

Das Flugzeug vom Typ Cessna war auf dem Flugplatz in Durach im Landkreis Oberallgäu, gestartet. Der Pilot stellte schon kurz nach dem Start ein Problem an der Maschine fest, weshalb er sich zu der Notlandung auf dem Öschlesee entschloss. Beim Aufprall auf dem Wasser sei eine Person lebensgefährlich, eine weitere schwerstverletzt und die beiden übrigen Insassen leicht verletzt worden, so das Polizeipräsidium. Die Maschine sank auf den Grund des Sees.

Bergung des versunkenen Flugzeugs
Gutachter sollten sowohl die Absturzursache untersuchen als auch die Bergung des Flugzeugs vorbereiten. Neben der Polizei waren auch Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr sowie der Wasserwacht im Einsatz. Quelle: ‘BR24‘.

Notlandung auf Wiese

Ein Motorflugzeug musste am Samstagmorgen, 24.April 2021 auf einer Wiese angrenzend zur Straße „Am Wiesental“ in Michelstadt notlanden. Gegen 9.45 steuerte der 60 Jahre alte Pilot das Flugzeug auf die Wiese, dabei entstanden beim Flugzeug und mehreren Weidezäunen leichte Schäden. Hintergrund war offenbar ein technischer Defekt. Der Pilot und seine 58 Jahre alte Begleiterin überstanden die Landung unverletzt. Der ausgelaufene Treibstoff des Flugzeuges wurde durch die Feuerwehr Michelstadt aufgefangen. Die Polizei war mit einem Hubschrauber an Ort und Stelle. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen wurde laut Polizei bereits über den Vorfall informiert. Der Abtransport des Motorflugzeuges wurde noch durch den Besitzer veranlasst. Quelle: ‘op-online.de‘.

Größtes Flugzeug der Welt fliegt wieder

Der Stratolaunch gilt, gemessen an der Flügelspannweite, als das größte Flugzeug der Welt. Seinen Jungfernflug hatte das von Microsoft-Mitbegründer Paul Allen entwickelte Flugzeug mit dem Spitznamen „The Roc“ eigentlich schon vor zwei Jahren. Doch aus den ursprünglichen Plänen wurde nichts, das Riesenflugzeug wurde an einen neuen Eigentümer verkauft. Nun hob es über der Mojave-Wüste in Kalifornien erstmal wieder zu einem Testflug ab. Am Donnerstag um 7.30 Uhr Ortszeit war es so weit: Unter den Augen Hunderter Schaulustiger und Fotografen hob der gigantische Stratolaunch vom Mojave Air and Space Port in Kalifornien ab. Etwa drei Stunden später war das größte Flugzeug der Welt nach verschiedenen Testflugmanövern wieder auf dem Boden, berichtet unter anderem das Branchen-Portal „Simple Flying“. Quelle: ‘Travelbook‘.

Mit einem Ultraleichtflugzeug hoch hinaus

Noch ist der Flugbetrieb auf dem Krefelder Egelsberg gemäß den Corona-Regeln für den Luftsport nur eingeschränkt möglich. Dabei stehen die Mitglieder des Vereins für Segelflug Krefeld in den Startlöchern. Die Wartung der Flugzeuge ist abgeschlossen und auch alle anderen Geräte sind überprüft, sodass die Saison losgehen kann, sobald es die Pandemielage ermöglicht.

Für Max Zeuner ging es in den vergangenen Tagen aber dennoch hoch hinaus. Eingeschränkt und mit besonderen Hygieneauflagen ist nämlich ein minimaler Flugbetrieb dennoch möglich. Der 18-jährige Nachwuchspilot konnte somit seinen ersten Ausbildungserfolg in der noch jungen Flugsaison verbuchen. Nachdem er seine Segelflugausbildung in den Jahren zuvor bereits erfolgreich abgeschlossen hatte, folgt jetzt die Ausbildung im Ultraleichtflugzeug. Dabei handelt es sich um ein besonders leichtes, zweisitziges Sportflugzeug mit einem 80PS-Motor. Die moderne Konstruktion unterscheidet sich kaum von einem „normalen“ Sportflugzeug und kann ähnliche Flugleistungen aufweisen. Mit diesem sogenannten Luftsportgerät konnte Max Zeuner jetzt unter der Aufsicht von UL-Ausbildungsleiter Ralf Froese seine ersten drei Alleinflüge erfolgreich absolvieren. Bei idealen Wetterbedingungen flog der Nachwuchspilot drei „einwandfreie Platzrunden um den Flugplatz Egelsberg und krönte jeden Flug mit einer wunderschön sanften Landung“, lobte Froese im Anschluss.

Erfolge auch bei der Funksprechausbildung
Die Leistungen des noch jungen Piloten sind aber nicht der einzige Grund für Freude beim Verein. Schließlich gibt es auch im Bereich der Funksprechausbildung Erfolge zu verbuchen, wie Pressesprecher Thomas Wiehle mitteilt. Die Ausbildung ist nötig, um sich in der Luft als gleichberechtigter Luftverkehrsteilnehmer gut mit den Fluglotsen verständigen zu können und zu dürfen. In Kooperation mit dem VfS Krefeld und dem Aeroclub Krefeld konnten gleich sieben Nachwuchspiloten die Sprechfunkprüfung BZF I (in deutsch und englisch) vor der Bundesnetzagentur ablegen: Christiann Breuer, Niklas Gassner und Max Zeuner aus Krefeld sowie Julius Kellings, Janina und Nico Stimming sowie Thomas Wiehle. Alle sieben hatten sich seit Dezember intensiv auf die Prüfung vorbereitet und waren unter anderem vom Krefelder Sprechfunklehrer Nikolas Kehr instruiert worden. Jetzt hofft der Verein, dass die Piloten das Erlernte schon bald im Flugbetrieb einsetzen und lautlos ihre Kreise am Himmel ziehen dürfen. Quelle: ‘Westdeutsche Zeitung‘.

Flugzeugbergung im Bodensee

Die erste Aktion zur Bergung des abgestürzten Flugzeugs vor Staad ist im Februar missglückt. Nun wagt die Kantonspolizei St.Gallen einen neuen Versuch. Für die Klärung der Ursache ist eine Bergung nicht mehr zwingend nötig. Das Wrack könnte aber schädlich für das Ökosystem sein. Noch immer liegt die «Piper», das Kleinflugzeug, das am 18. Februar über dem Bodensee abgestürzt ist, 84 Meter unter der Wasseroberfläche. Eine Woche nach dem Absturz versuchte ein interdisziplinäres Team von Experten, das Wrack an die Oberfläche zu holen. Die Bergungsaktion missglückte. Es gab Komplikationen, die vor allem mit der Wassertiefe am Ort des gesunkenen Wracks zusammenhingen. Gegen Abend wurde entschieden, die Bergung abzubrechen, um hinsichtlich der Sicherheit der Taucher kein Risiko einzugehen, erklärte der Mediensprecher der Kantonspolizei Hanspeter Krüsi. Für die Rekonstruktion des Unfallhergangs ist die Bergung des Flugzeugs gemäss Angaben der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) nicht mehr notwendig. Laut Kantonspolizei St.Gallen geht es lediglich um das Sicherstellen des Materials.

Der Bergungsversuch eine Woche nach dem Absturz wurde im Auftrag der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) durchgeführt. Wie Untersuchungsleiter Martin Pohl gegenüber «FM1 Today» sagt, habe die SUST durch die Auswertung von Funksprüchen, Radardaten, Piloten- und Zeugenaussagen genug Informationen. Er sagt: «Aus unserer Sicht ist die Bergung des Wracks nicht notwendig.»

Der austretende Treibstoff könnte schädlich für die Umwelt sein
Die Maschine wird aber so oder so aus dem Wasser geborgen. Das hat das Baudepartement des Kantons St.Gallen am Donnerstag festgelegt. Das Flugzeug im Bodensee zu lassen, sei keine Option, sagt Marco Paganoni, Kommunikationsmitarbeiter des Baudepartements. Es befinden sich nach wie vor Treibstoff und andere Substanzen im Wrack, die früher oder später austreten und das Wasser verschmutzen könnten.

Dem definitiven Entscheid zur Bergung des Wracks sind verschiedene Abklärungen vorausgegangen. So wurden etwa Berufsfischer am Bodensee angefragt, ob ihnen das Flugzeugwrack beim Fischen in die Quere kommen würde. Im Gegensatz zur ersten Bergungsaktion ist dieses Mal die Kantonspolizei St.Gallen federführend. Auch wenn sie die Hauptverantwortung an die Kapo abgegeben hat, wird sich die SUST am zweiten Bergungsversuch wieder beteiligen.

Viele verschiedene Faktoren müssen stimmen
Auch beim zweiten Mal werden viele Parteien involviert sein. Neben der SUST und der Kantonspolizei braucht es Spezialisten aus der ganzen Schweiz sowie das Bergungsschiff, das vom deutschen Ufer kommt. Und dann müssen auch noch das Wetter und die Sicht mitspielen. Marco Paganoni vom Baudepartement sagt: «Die Bergung des Flugzeugs ist keine banale Angelegenheit. Sehr vieles muss zusammenspielen.»

Deshalb laufen bereits die Vorbereitungen für den zweiten Einsatz. Laut Hanspeter Krüsi könnte die Aktion diesmal über mehrere Tage verteilt werden. In diesem Fall würden Profitaucher vorgängig die Gurte am Wrack befestigen. Krüsi sagt: «So müssten am Tag X nur noch die Haken am Flugzeug befestigt und das Wrack vom Kran hinaufgezogen werden.» Quelle: ‘St. Galler Tagblatt‘.

Kein Hinweis auf technisches Versagen

Warum stürzte Anfang Februar eine einmotorige Maschine bei Bitburg ab? Die Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung haben einen Zwischenbericht mit den näheren Umständen des Unglücks veröffentlicht. Der Absturz eines Anfang Februar bei Sefferweich in der Eifel abgestürzten Kleinflugzeugs ist möglicherweise auf menschliches Versagen zurückzuführen. Nach einem am Donnerstag veröffentlichten Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung gibt es „keine Hinweise darauf, dass der Absturz eine technische Ursache gehabt hätte“. Der Cessna sei zuletzt einen Tag vor dem Unfall eine sogenannte Lufttüchtigkeit bescheinigt worden. Laut BFU kollidierte die Maschine, während der Pilot aufgrund des dichten Nebels in der Eifel nach Sichtflugregeln geflogen sei, mit dem Erdboden. Eine Kollision mit einem der Windräder, die im Bereich der Absturzstelle stehen, sei auszuschließen. Der 27-jähige Pilot war bei dem Absturz ums Leben gekommen. Laut Obduktion verstarb er an einem Polytrauma infolge des Absturzes.

Das Propellerflugzeug war am 5. Februar nahe Sefferweich nördlich von Bitburg abgestürzt. Zum Unglückszeitpunkt war starker Nebel. Das Trümmerfeld bei einem Windpark erstreckte sich über mehrere 100 Meter. Die Maschine war eine halbe Stunde vor dem Unglück auf dem 124 Kilometer Luftlinie entfernten belgischen Genk-Zwartberg Airfield gestartet. Dort war die Cessna gewartet worden. Zielflughafen war der Airport im österreichischen Hohenems-Dornbirn am Bodensee. Quelle: ‘Volksfreund‘.

Suche nach Kupfer – auch mit dem Flugzeug

Seit einem Monat sucht eine Spezialfirma im Landkreis Schmalkalden-Meiningen aus der Luft nach Bodenschätzen. Die Experten interessieren sich vor allem für Kupfererz. Jetzt sind die Messflüge abgeschlossen. Doch sie sind erst der Anfang – bis Klarheit herrscht, können Jahre vergehen. Beim Landkreis stößt das Vorhaben auf wenig Gegenliebe, die Landrätin will einen möglichen Kuper-Bergbau in der Region “im Keim ersticken”. Die Schatzsuche hat begonnen. Doch schlummern zwischen Meiningen, Schmalkalden und Kaltennordheim wirklich Bodenschätze? In den nächsten Monaten erhoffen sich die Spezialisten der Kupfer Copper Germany GmbH aus Mannheim ein genaueres Bild darüber.

Messflüge in Südthüringen abgeschlossen
Anfang März fiel der Startschuss für die Messflüge im sogenannten Werra-Revier. Damit beauftragt: das Unternehmen Bell Geospace aus den USA. Gesucht wurde per Flugzeug. Zum Einsatz kam eine umgebaute DC 3 aus dem Jahr 1943. Die zweimotorige Propellermaschine ist vergleichbar mit dem bekannten “Rosinenbomber”. Nach dem Umbau läuft sie unter der Bezeichnung Basler Turbo 67. Mit einer so alten Maschine klingt die Suche fast schon abenteuerlich, aber die alte Technik hat Vorteile. “Das Flugzeug fliegt sehr langsam. Das ist der Vorteil bei alten Maschinen. Neuere Flugzeuge sind schneller und fliegen höher. Aber das wäre für uns kontraproduktiv”, sagt Geophysiker Stefan Kuna, der die Messflüge an Board begleitet hat.

“Trotz des Alters ist das Flugzeug sehr sicher. Selbst wenn ein Propellertriebwerk ausfällt, würde das andere ausreichen, um sicher zu landen. Aber die Arbeit im Cockpit ist nur etwas für absolute Profis. Es gibt zum Beispiel keinen Autopiloten. Geflogen wird auf Sicht. Trotzdem fliegen die Piloten sehr genau, das ist auch wichtig für die Messungen”, sagt Kuna.

Im Tiefflug auf Suche nach Kupfer
Geflogen wurde in geringer Höhe, zum Teil nur 80 Meter über dem Boden. Das Unternehmen ist auf die Suche spezialisiert. Stefan Kuna sagt: “Wir fliegen auf der ganzen Welt. Wir waren schon überall. In Indien, in Malaysia, in den USA und Kanada. Wir können alle möglichen Mineralien suchen. Gold, Diamanten, Eisenerz – alles ist möglich.” Zum Einsatz kam ein sogenannter Schwerkraftgradiometer. Die Technologie wurde in den 70er-Jahren vom Militär entwickelt für U-Boote des US-Militärs. “Wir messen unter anderem, wie dicht das Gestein ist. Die Geologen interpretieren dann die Daten. Es sind kleine Anhaltspunkte, es ist ein bisschen auch Detektivarbeit”, so Kuna. “Wir erwarten, dass die Mineralien wieder wertvoller werden. Deswegen rechnen wir damit, dass das Auftragsvolumen im Bereich Eisenerz und Kupfer steigt.”

Eine teure Wette
Diese Hoffnung hat auch die Kupfer Copper Germany GmbH. Deswegen lässt sich das Unternehmen die Suche auch Einiges kosten. Rund 4,4 Millionen Euro sind für die ersten drei Jahre eingeplant. “Wir wollen mit den Flügen einen Einblick bekommen, was unter der Oberfläche geschieht”, sagt Sebastian Stelter, der die Messungen begleitet und als Geschäftsführer des Mannheimer Unternehmens fungiert. “Wir wissen, dass es hier Kupferschiefer gibt. Inwieweit diese Formation auch Kupfer enthält, das ist die Frage. Wir versuchen uns da anzunähern. Das Suchgebiet hat eine Größe von 30 mal 40 Kilometern. Die Suche ist vergleichbar mit der Nadel im Heuhaufen.”

Erste Ergebnisse der Messflüge
Nach den Messflügen steht noch lange nicht fest, ob sich im Suchgebiet Kupfererz befindet. Die Spezialisten tasten sich langsam heran. Die Messflüge haben erste Anhaltspunkte geliefert, die genauer untersucht werden müssen. Vermutlich erst im nächsten Jahr sind die Daten so weit, dass die nächsten Schritte geplant werden können. Sichtbar werden in den Daten schon jetzt die Bergkuppen und Höhenzüge der Rhön. “Sie geben ein hohes magnetisches Signal”, so Stelter. Ein Beweis, dass es hier Kupfererz gibt, ist das aber noch nicht.

Erkenntnisse aus DDR fließen ein
Auch zu DDR-Zeiten gab es schon Bestrebungen, in der Rhön nach Kupfer zu suchen. Die Erkenntnisse von damals fließen in die Bewertung ein. Am Ende müssen dies Messungen am Boden und Bohrungen weiter eingrenzen. Fünf bis zehn Jahre kann es dauern, bis abschließend klar ist, ob sich ein Abbau lohnen könnte. “Kommt man schon früher aufgrund der Messdaten zu dem Entschluss, dass sich die Suche nicht weiter lohnt, könnte auch schon früher abgebrochen werden”, sagt Geschäftsführer Stelter. “Man sagt, aus 1.000 Projekten wird am Ende nur eines umgesetzt. Das ist das Risiko, welches wir tragen. Die Ungewissheit spielt immer mit. Es kann quasi jeden Moment vorbei sein oder es geht in die nächste Phase.”

Landrätin: “Ansinnen im Keim ersticken”
Die Landrätin ist von der Vorstellung, dass es im Landkreis Schmalkalden-Meiningen wieder Bergbau geben könnte, nicht begeistert. “Grundsätzlich sehe ich momentan kaum Chancen für einen Kupferabbau im Werratal und das ist gut so. Denn unser Ziel ist es, das Werratal touristisch weiterzuentwickeln, da wären derartige Eingriffe in die sensible Natur mehr als hinderlich”, sagt Peggy Greiser. “Gemäß Landes-Entwicklungs-Programm Thüringen sind im Regionalplan Südwestthüringen Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für den Abbau von Rohstoffen ausgewiesen. Der Abbau von Kupfer ist im Regionalplan nicht vorgesehen. Deswegen sind wir sehr zuversichtlich, dass wir derartige Ansinnen im Keim ersticken können”, so Greiser weiter.

Bären statt Kupfer gesichtet?
Es bleibt also spannend. Die Bodenschätze werden in rund 500 Metern Tiefe vermutet. Ob sie jemals gehoben werden? Verlässliche Aussagen darüber sind momentan noch ein bisschen wie Lotto spielen. Wie die Geschichte weitergeht, wird vielleicht auch Stefan Kuna verfolgen. Der Geophysiker hat die Flüge über dem Werratal genossen. “Die Landschaft ist unheimlich schön. Große Wälder und Felder. Wenig bebaut. Wir fliegen so niedrig, dass wir sogar Rehe von oben sehen können. Unser Pilot behauptet sogar, dass er einen Bären gesehen hätte. Ich glaube aber, dass war dann wohl doch eher ein großer Hund”, sagt Kuna mit einem Lächeln im Gesicht und steigt wieder ein in die alte Propeller-Lady, die übrigens den Namen “Mia” trägt. Quelle: ‘MDR‘.

Zu starke Böen in Barcelonnette

Das Ubayetal wurde kürzlich von Windböen heimgesucht. Auf dem Flugplatz Saint-Pons/Barcelonnette blieb das leider nicht folgenlos. Während sich das Ultraleichtflugzeug von Pierre Turrel kurzzeitig vor dem schutzbietenden Hangar befand, um Platz für andere Flugzeuge, welche zur Startbahn rollen wollten, freizumachen, legte eine Böe von 100 km/h das Flugzeug aus Barcelonnette buchstäblich auf den Rücken. Der 300 kg schwere Zweisitzer landete auf dem Dach und auf den Tragflächen. Der Schaden ist so gross, dass das Flugzeug schrottreif sein dürfte. Ein harter Schlag für den Enthusiasten, der zwei Jahre lang für das Fliegen trainiert hat. Quelle: ‘La Provence‘.

Neuer Anlauf für Wasserstoffflugzeuge

Im Luftfahrtsektor ist Wasserstoff schon lange als Alternativkraftstoff im Gespräch, insbesondere weil er so leicht ist. Es war aber immer klar, dass eine weltweite Umstellung auf einen anderen Energieträger als Kerosin schon wegen des damit verbundenen Infrastrukturumbaus schwer zu bewerkstelligen ist. Trotzdem will man das Thema jetzt ernsthaft angehen, insbesondere im Hause Airbus. Der Flugzeugbauer kündigte im September 2020 an, ein Wasserstoffflieger solle „bis 2035 marktreif“ sein. Aber auch viele andere Unternehmen arbeiten an der Realisierung eines sauberen Flugverkehrs.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus präsentierte unter dem Projekttitel ZEROe drei verschiedene Konzepte, von denen jedes einen anderen Ansatz verfolgt, um die Dekarbonisierung der Luftfahrtindustrie voranzutreiben. Für Kurzstrecken entwarfen die Luftfahrttechniker eine Propellermaschine (Turboprop), die für hundert Passagiere und 1.000 nautische Meilen ausgelegt ist. Das zweite Konzept, die Turbofan-Konstruktion, ist für 120 bis 200 Passagiere gedacht und soll eine Reichweite wie die von Transkontinentalflügen (mehr als 2.000 nautische Meilen) ermöglichen. Als Antriebsaggregat wird bei beiden Konzepten eine modifizierte Gasturbine eingesetzt. Der benötigte flüssige Wasserstoff wird in Tanks, die sich hinter dem hinteren Druckschott befinden, gespeichert. Deutlich futuristischer kommt das Blended-Wing-Body-Modell daher, das zwar auch 200 Passagiere transportieren können soll, mit seinen gleitend in den Flugzeugrumpf übergehenden Tragflächen aber eher an einen Stealth-Bomber als an ein ziviles Flugzeug erinnert. Dieses außergewöhnliche Design eröffne mehrere Optionen für die Anordnung von Kabine und Kraftstofftanks, heißt es.

Gegenüber der französischen Tageszeitung „Le Parisien“ erklärte Guillaume Faury, Vorstandsvorsitzender von Airbus, man befinde sich noch in einem frühen Stadium. Die Entwicklung werde noch viele Jahre in Anspruch nehmen. Diese Modelle seien die „weltweit ersten kommerziellen, klimaneutralen Zero-Emission-Flugzeuge“, und man peile eine Inbetriebnahme im Jahr 2035 an. Er rief Politik und Wirtschaft zu einem gemeinsamen Kraftakt auf: „Der Übergang zu Wasserstoff als primäre Energiequelle für diese Konzeptflugzeuge erfordert ein entschlossenes Handeln des gesamten Luftfahrtökosystems. Mit der Unterstützung von Regierung und Industriepartnern können wir uns der Herausforderung stellen, erneuerbare Energien und Wasserstoff für die nachhaltige Zukunft der Luftfahrtindustrie in großem Maßstab zu nutzen.“

Insbesondere für den Umbau an den Flughäfen sei die Unterstützung durch die Regierungen entscheidend. Wenn die finanziellen Mittel für Forschung und Digitalisierung aufgestockt würden, so Faury, könnten die Fluggesellschaften ältere, weniger umweltfreundliche Flugzeuge „früher aus dem Verkehr ziehen“. Turbine oder Brennstoffzelle? Wenige Tage vor der Präsentation hatte Airbus die Frage aufgeworfen, welcher „saubere“ Energieträger in ausreichendem Maßstab für die Luftfahrtindustrie hochskaliert werden könne. Quelle: ‘HZwei-Blog‘.