Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Auf bewährtem Kurs

39 Mitglieder zählt der Aero-Club Schmidgaden, davon 30 Aktive. Erfreulich ist auch die Zahl der Flugschüler, nachdem vor zwei Jahren nach längerer Pause wieder der Schulbetrieb aufgenommen wurde. In der Jahreshauptversammlung im Clubheim am Flugplatz Schmidgaden gab Vorsitzender Horst Schreyer einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Derzeit schulen sechs Flugschüler bei zwei Fluglehrern auf den beiden zur Echo-Klasse gehörenden Vereinsmaschinen. Eine dieser Maschinen wurde erst vorletztes Jahr speziell für die Schulung angeschafft. Anfang letzten Jahres kam ein neues modernes Ultraleichtflugzeug hinzu. Seit dem Ankauf des Flugplatzgeländes durch den Aero-Club Schmidgaden hat sich die Zahl der Flugbewegungen mehr als verdoppelt. Nach wie vor ist Schmidgaden Stützpunkt der Luftrettungsstaffel Oberpfalz. Regelmäßige Übungen – wie im vergangenen Jahr – finden auch am Flugplatz Schmidgaden statt. Beim Sonnwendfliegen wurden Dieter Naber für 50-jährige und Helmut Siegert für 30-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Die Neuwahl der Vorstandschaft konnte schnell abgehandelt werden, weil sich die Vorstandsmitglieder geschlossen zur Wiederwahl zur Verfügung stellten. Erster Vorsitzender ist nach wie vor Horst Schreyer, sein Stellvertreter Martin Janz, Kassier Edgar Scheuerer und Schriftführer Roland Völkl. Quelle: ‚onetz.de‚.

Leise, leise in die Lüfte

Am Flugplatz Schönhagen sollen elektrische Propellerantriebe entstehen. »Sie wissen vielleicht gar nicht, über welche Perle Sie mit diesem Flugplatz verfügen, ganz Europa beneidet Sie darum.« Mit diesen Worten wollte Andreas Timmermann, Professor und Geschäftsführer der Berlin-Brandenburg Aerospace Alliance (BBAA), den Mitgliedern der Kreistagsausschüsse für Regionalentwicklung und Bauplanung von Teltow-Fläming den besonderen Wert des Flugplatzes Schönhagen verdeutlichen. Damit meinte er weniger die einzigartige Nachbarschaft dieses bedeutenden Verkehrslandeplatzes am Rande eines Landschafts- und Vogelschutzgebietes. Ihm ging es vielmehr um die Nähe zu Berlin, dem neuen Hauptstadtairport BER und den Forschungs- und Produktionszentren der regionalen Luft- und Raumfahrtwirtschaft. Die Abgeordneten, die sich in dieser Woche zur gemeinsamen Sitzung auf dem Flugplatzgelände versammelt hatten, konnte Timmermann damit kaum beeindrucken. Quelle: „Neues Deutschland„.

ZÜP: DAeC widerspricht Verschärfungen

Seit Januar liegt ein Gesetzentwurf zur Änderung des Luftsicherheitsgesetzes (LuftSiG) vor, in dem die „Rahmenbedingungen luftsicherheitsrechtlicher Zuverlässigkeitsüberprüfungen (ZÜP)“ verbessert werden sollen. Für Privatpiloten könnte die neue Regelung eine Verschärfung der ZÜP bedeuten. Der DAeC bleibt in dieser Sache auch weiter im Sinne des Luftsports aktiv.

„Unsere Sachverständigen befinden sich im direkten und kritischen Dialog mit den Behörden und politischen Entscheidungsträgern. Wir werden sachlich, aber deutlich weiteren Verschärfungen widersprechen. Der DAeC bleibt also weiter dran“, verspricht Präsident Stefan Klett. Bereits im September hatte Klett in einem Brief Bundesinnenminister Horst Seehofer darauf hingewiesen, dass die ZÜP, die EU-weit lediglich in Deutschland für Privatpiloten von Motorflugzeugen und Motorseglern Pflicht ist, gegen bestehendes europäisches Recht verstößt. Der DAeC wird auch weiterhin über die aktuelle Sachlage berichten.

Am Montag, 10. Februar, fand im Innenausschuss des Bundestages eine öffentliche Anhörung unter dem Vorsitz von Andrea Lindholz (CDU/CSU) statt. Hierzu hatte die FDP-Fraktion, die in einem Antrag für die Abschaffung der ZÜP für Privatpiloten und Luftsportler plädiert, Frank Dörner, Rechtsanwalt für Luftfahrtrecht, als Experten geladen. Dörner kritisierte das Prinzip der Regelvermutung, wonach Piloten als unzuverlässig gelten, wenn sie wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Freiheitsstrafe, Jugendstrafe oder Geldstrafe von mindestens 60 Tagessätzen verurteilt wurden. Der Jurist sprach von einer „Überkriminalisierung“.

Im Vorfeld der öffentlichen Anhörung versendete zudem die AOPA eine Stellungnahme an die Mitglieder des Innenausschusses des Deutschen Bundestages. Die Vertretung der Aircraft Owners and Pilots Association betrachtet die ZÜP für Privatpiloten nicht als geeignetes Mittel, um ein sehr hohes Sicherheitsniveau in der Luftfahrt zu erreichen. Schließlich habe sie bisher noch keinen einzigen Terrorverdächtigen zutage fördern können.

Bemannte Kunstflugdrohne

Die Drone Champions AG mit Sitz in Liechtenstein hat Anfang Februar die erste bemannte Drohne abheben lassen. Das Unternehmen, das auch die Drone Champions League ins Leben gerufen hat, ist Teil der WWP Group, die sich unter anderem auf Sportvermarktung spezialisiert hat. Nach ersten Tests einer Big Drone in einer Indooranlage in Deutschland gab es vor wenigen Tagen die ersten Outdoorflüge im kroatischen Vrsar. Dort sass CEO Herbert Weirather in der einsitzigen Maschine und absolvierte Kunstflugmanöver mit der Maschine, die Mirko Cesena mit einem RC-Controller steuerte. Der Mann ist ehemaliger Drone Champions League Teilnehmer und disziplinübergreifender Champion. Quelle: ‚horizont.net / youtube‚.

Tollkühner Pilot, berühmter Passagier, viel Pech

Der erste Flug überhaupt aus der Schweiz nach London startete vor 100 Jahren vom St. Moritzer See. Er lief alles andere als glatt. Die frühe Luftfahrtgeschichte der Schweiz wurde von einem Bündner Hochtal aus geschrieben – im Winter. Als «Flugfeld» diente der gefrorene St. Moritzer See. Bereits der erste Motorflug überhaupt im Lande war 1910 von dort gestartet. Mit einem Wright-Doppeldecker, den er zuvor mit der Rhätischen Bahn herangeschafft hatte, drehte der Deutsche Paul Engelhard drei Runden. Zehn Jahre später hatte sich das Fortbewegungsmittel nicht zuletzt durch den Ersten Weltkrieg schon weit mehr etabliert. Auch in der Schweiz wurden die ersten Fluggesellschaften gegründet. Dazu gehörte die «Ad Astra» von Alfred Comte und Walter Mittelholzer, aus der zwölf Jahre später die Swissair hervorging. Quelle: ‚Südostschweiz‚.

Arnsberg-Menden wird 50

Anlass für die Zusammenkunft war das 50jährige Bestehen des Flugplatzes Arnsberg-Menden in diesem Jahr sowie die Präsentation von vielen Investitionen. Auch wurde über Maßnahmen für die zukünftige weitere Sicherheitserhöhung durch eine etwaige Landebahnverlängerung sowie ein sogenanntes GPS-Anflugverfahren informiert. Anschließend stellte Architekt Paul Schüpstuhl aus Wimbern die Neubaupläne eines Bürogebäudes am Flugplatz vor, das zukünftig der OBO Bettermann Gruppe zur Verfügung steht. Auch berichtete der Architekt, dass man aus Sicherheitsgründen und aufgrund europäischer Vorgaben die Start- und Landebahn verlängern möchte. Die geforderte Landebahnbreite soll – wie vorgesehen – von 20 auf 25 Meter hergestellt werden. Auf Nachfrage von Bürgermeistern, ob mit diesen Maßnahmen eine Steigerung der Start- und Landevorgänge einhergehe, brachte der Architekt klar zum Ausdruck, dass alle diese Maßnahmen und ein mögliches GPS-Navigationsanflugverfahren nur der Sicherheitserhöhung dienten und auch in Zukunft keine größeren Maschinen als heute landen könnten sowie damit keine Steigerung der Starts und Landungen einherginge. Quelle: ‚Lokalkompasse.de

Flugbenzin auf Wormser Flugplatz ausgelaufen

Aus einem kleinen Vereinsflugzeug, das in einer Halle auf dem Wormser Flugplatz abgestellt war, ist am Samstagabend Flugbenzin ausgelaufen. Als das Malheur entdeckt wurde, verständigten Vereinsmitglieder sofort die Feuerwehr. Das war auch richtig so, denn es waren etwa 40 Liter ausgelaufen. Und bei einer solchen Menge besteht schon Brand- und Explosionsgefahr“, berichtete Einsatzleiter Ralf Schnabel. Die Kollegen banden den Kraftstoff und hatten damit die Gefahr rasch beseitigt. Das Flugzeug war vorher vollgetankt und dann im Hangar abgestellt worden. Der Treibstoff ist nach Einschätzung der Feuerwehr durch einen technischen Defekt ausgelaufen. Quelle: ‚Wormser Zeitung‚.

Airbus A 220 zwischengeparkt

Auf dem ehemaligen Flugplatz Twente sind Ende vergangener Woche zwei funkelnagelneue Flugzeuge vom Typ Airbus A 220 gelandet. Die Maschinen werden dort vorübergehend geparkt, so die Zeitung Tubantia. Normalerweise landen auf stillgelegten Twente-Airport nur noch Maschinen, die dort vom Unternehmen AELS (Aircraft End-of-Live Solutions) demontiert werden (WN berichteten). Die Maschinen, die in der vergangenen Woche dort landeten, sind indes nagelneu und kommen direkt aus der Produktion in Kanada. Bestimmt waren die Flieger für eine russische Fluggesellschaft, die sie leasen wollte, es sich dann aber anders überlegte. Da die Airbus-Flugzeuge aber schon Bau waren, wurden sie nach der Fertigstellung auf den Flughaften Twente gebracht, wo sie jetzt auf einen neuen Kunden warten. Auf dem Maastrichter Flughafen stehen vier weitere Maschinen dieses Typs, so die Tubantia in ihren Bericht weiter. Quelle: ‚AZonline.de‚.

Hier fliegt der Bär

Das Wort „Cub“ bedeutet im amerikanischen Sprachgebrauch Bärenkind. Warum allerdings das Flugzeug zu diesem Namen kam, ist nicht genau zu klären. Die Piper Cub, das fliegende Bärchen des Flugzeugbauers, hat auf jeden Fall eine weltweite Fangemeinde. Entstanden in seiner Urform Anfang der 1930er Jahre, wurde das Konzept des Hochdeckers im Laufe der Jahrzehnte immer weiter verfeinert. Zudem ist die Cub ein STOL-Flieger. Das steht für Short Take-off and Landing und bedeutet Kurzstart- und Landefähigkeit. Nicht mal 100 Meter brauchen die meisten Maschinen beim 34. Piper-Treffen auf dem baden-württembergischen Flugplatz Tannheim zum Abheben, Landen geht noch kürzer. Die Cub ist universell einsetzbar. Sie fliegt mit normalen Rädern von Gras- oder Asphaltpisten, auf Schwimmern vom Wasser, mit Kufen auf Schnee sowie mit überdimensionierten Ballonreifen als Buschflieger in der Wildnis. Anders als bei den meisten Flugzeugen sitzen die beiden Insassen nicht nebeneinander, sondern hintereinander. So hat der Pilot perfekte Sicht nach allen Seiten. Gleichzeitig ist die Cub auf Wunsch ein fliegendes Cabrio. Während des Flugs ist es möglich, die zweigeteilte Einstiegstür aufzuklappen. Dann kommen zwar nicht von oben, aber zumindest von der Seite Licht und Luft ins Cockpit. Gratis dazu gibt es einen ungestörten Blick auf die vorbeiziehende Landschaft. Nur für hohe Geschwindigkeiten ist eine Cub ungeeignet. Bei Triebwerken von 40 PS zu Beginn der Baureihe J-3 im Jahr 1938 und maximal 150 PS der PA 18-Versionen ab 1954 ist gemütliches Reisen zwischen 130 und 180 km/h drin. Aber beim Cub-Fliegen ist ohnehin der Weg das Ziel. Kurioserweise sitzt der Pilot bei den frühen J-3-Versionen hinter seinem Passagier und muss ihm deshalb im Flug über die Schulter schauen. Das liegt daran, dass der Tank damals vorn im Rumpf eingebaut war und der Schwerpunkt der Maschine sonst nicht gepasst hätte. In den späteren PA-18-Varianten durfte der Pilot hingegen auf dem vorderen Sitz Platz nehmen und den Mitflieger hinter sich lassen, weil der Tank in die Fläche wanderte und die Maschine dadurch wieder im Lot war. Quelle: ‚Jürgen Schelling in der FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung‚.

Rolls-Royce will Elektro-Temporekord knacken

Der britische Hersteller Rolls-Royce plant einen Geschwindigkeitsrekord mit einem Elektroflugzeug. Noch im Frühjahr dieses Jahres will Rolls-Royce einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Elektroflugzeuge aufstellen. Dazu hat der britische Hersteller nun auf dem Flughafen von Gloucestershire das entsprechende Flugzeug vorgestellt. Es ist Teil des Projekts „Accelerating the Electrification of Flight“, verkürzt Accel, und heißt „Spirit of Innovation“. Das Elektroflugzeug soll maximal 300 Meilen pro Stunde fliegen können, also etwa 480 km/h. Der bisherige Temporekord für Flugzeuge mit einem Gewicht von bis zu 1000 kg, den ein Flieger mit Siemens-Elektromotor im Jahr 2017 aufgestellt hat, beträgt knapp 338 km/h. Für Accel kooperiert Rolls-Royce, das im Juni 2019 von Siemens das Geschäft für Elektro- und Hybrid-Antriebe übernommen hat, mit dem Elektromotor-Hersteller Yasa und mit dem Startup Electroflight. Die drei Elektromotoren des Accel haben zusammen eine Leistung von 368 kW. Der Propeller soll sich im Vergleich zu einem konventionellen Flugzeug langsamer drehen, damit der Flug stabiler und ruhiger wird, schreibt Rolls-Royce. Der Akku, dessen 6000 Zellen so gepackt sein sollen, dass sie möglichst wenig Gewicht verursachen, soll für einen Flug von London nach Paris reichen. Die Energieeffizienz soll während des geplanten Rekordflugs 90 Prozent betragen. Ein Formel-1-Auto komme auf 50 Prozent, teilte der Hersteller mit. Quelle: ‚Heise Online‚.

Eutingen: Hobby-Flieger hinter dem Herd

„Der Flieger“, die ehemalige Fliegerklause am Eutinger Fluggelände, ist wieder geöffnet. Dort sorgt der Armin Reimann ab sofort für das leibliche Wohl. Ein Speiselokal soll die frühere Fliegerklause nicht werden, sondern vielmehr eine Einkehrmöglichkeit mit kleinen Speisen wie einer Roten Wurst, Maultaschen und Salat für Gäste aus der ganzen Region. Kaffee und Kuchen soll es auch geben. Seine selbst gemachten Kuchen bekamen Edgar Müller, Vorsitzender der Flugsportgruppe Hanns Klemm Böblingen, und Claudius Banani nun zum Probieren. Ob Pflaumenkuchen oder Rührkuchen, Reimann hat ein neues Hobby entdeckt. Für die warmen Monate hat er schon einen Wunsch: „Einen schönen Biergarten auf dem Flugplatz.“ Auf dem Eutinger Fluggelände sei immer so viel los und die Aussicht sei wunderbar, der Maichinger will das Ambiente nicht ungenutzt lassen. „Mir ist es wichtig, dass wir die Leute hierherholen und dass der Flugplatz bekannter wird“, merkt Reimann, dass man auch beim vorbeiwandern einen Halt machen könnte. Interessierte könnten Kontakt zu ihm aufnehmen, dann könne er sich auch vorstellen, für Wandergruppen und Einkehrende zu öffnen. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Airbus reveals „Maveric“

Airbus has revealed MAVERIC (Model Aircraft for Validation and Experimentation of Robust Innovative Controls) its “blended wing body” scale model technological demonstrator. At 2 metres long and 3.2 metres wide, with a surface area of about 2.25m², MAVERIC features a disruptive aircraft design, that has the potential to reduce fuel consumption by up to 20% compared to current single-aisle aircraft. The “blended wing body” configuration also opens up new possibilities for propulsion systems type and integration, as well as a versatile cabin for a totally new on-board passenger experience. Launched in 2017, MAVERIC first took to the skies in June 2019. Since then the flight-test campaign has been on-going and will continue until the end of Q2 2020. “Airbus is leveraging emerging technologies to pioneer the future of flight. By testing disruptive aircraft configurations, Airbus is able to evaluate their potential as viable future products,” said Jean-Brice Dumont, EVP Engineering Airbus. “Although there is no specific time line for entry-into-service, this technological demonstrator could be instrumental in bringing about change in commercial aircraft architectures for an environmentally sustainable future for the aviation industry.”

Auf den Spuren Oskar Biders

In der Tesil-Halle in Egerkingen stehen zwei Fliegerbegeisterte vor der Vollendung ihres Projekts. Sie haben die Lieblingsmaschine des Schweizer Flugpioniers Oskar Bider nachgebaut. Was vor 20 Jahren als Herzensprojekt von Isidor von Arx und Kuno Schaub begann, könnte nun bald Realität werden: Einen detailgetreuen Nachbau des französischen Jagdflugzeugs Nieuport 23 C-1 wollen sie in die Lüfte befördern. «Momentan ist es unser Ziel, den Motor ans Flugzeug anzuschliessen und zum Laufen zu bringen», sagt von Arx. Die Nieuport 23 C-1 mit dem Wappen Langenbrucks ist nicht irgendein historisches Replikat, sondern die Lieblingsmaschine eines Schweizer Flugpioniers. «Als wir vor 20 Jahren mit dem Bau begonnen haben, war uns gar nicht bewusst, dass wir ein Flugzeug von Oskar Bider nachbauten», sagt von Arx. Der Langenbrucker Oskar Bider war wahrscheinlich der berühmteste Pilot der Schweiz. Das Ausnahmetalent Bider überflog 1913 als erster Mensch überhaupt die Pyrenäen und die Alpen, im Alter von gerade einmal 22 Jahren. «Die Geschichte Oskar Biders ist bis heute so einzigartig, dass sie als Vorlage eines Hollywoodfilms dienen könnte», sagt der Gäuer, der selbst Kunstflugpilot ist. Quelle: ‚Solothurner Zeitung‚.

Ein Flugzeug in 15 Sek

Mit dem Carplane entwickelte ein kleines Team deutscher Ingenieure ein bimodales Elektrofahrzeug, das in der Lage ist sich sowohl auf der Straße als auch in der Luft fortzubewegen. Das Ingenieursteam aus Braunschweig setzt bei dem Carplane verschiedene Techniken ein, die dafür sorgen sollen, dass sowohl die Emissionen als auch die Geräuschentwicklung extrem gering ausfallen. Das Carplane benötigt nur eine Strecke von 85 Metern für den Start oder die Landung. Als Elektrofahrzeug soll das Carplane am Boden eine Geschwindigkeit von 176 km/h erreichen. Die Verwandlung vom Auto in ein Flugzeug soll in nur 15 Sekunden passieren. Quelle: ‚carplane / youtube‚.

Eutigen: grosse Pläne im 2020

Die Flugsportgruppe Hanns Klemm Böblingen und der Flugsportverein Rottenburg-Horb-Eutingen wollen sich zusammenschließen. Dafür ist eine Änderung der Satzung notwendig. Sie soll auf der Hauptversammlung am heutigen Freitag, 7. Februar, um 19 Uhr im Waldhorn in Holzgerlingen zur Abstimmung freigegeben werden. Für dieses Jahr haben die beiden Vereine einiges geplant. Bereits beim traditionellen Neujahrsfliegen habe das Wetter mitgemacht. Jedes Jahr werde ein Segelflugzeug in der Wintersaison nicht abgebaut, das für das Neujahrsfliegen zur Verfügung steht. „Der Rest wird in der Zeit Instandgesetzt und gewartet“, erklärt Edgar Müller, Vorsitzender der Flugsportgruppe Hanns Klemm Böblingen, die aus 96 aktiven und 32 passiven Mitgliedern besteht. Die vergangenen Neujahrsfliegen konnten meist aufgrund des schlechten Wetters nicht umgesetzt werden. Doch dieses Mal habe es geklappt. Fünf Motor-, zwei Ultraleichtflugzeuge und ein Segelflugzeug wären in der Luft gewesen. Darunter auch zwei historische Maschinen, Klemm 107. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Schwächeres Flugverkehrs-Wachstum

Der Luftverkehr in Europa verzeichnete 2019 zunächst ein solides Wachstum, bevor im Hochsommer eine Verlangsamung eintrat und im letzten Quartal der Verkehr zurückging. Mit durchschnittlich 3’575 Flügen pro Tag übertraf skyguide den bisherigen Rekorddurchschnitt von 2018 (3’558 Flüge). Der Spitzentag war der 28. Juni mit 4’522 Flügen. Skyguide kontrollierte 2019 etwas mehr als 1,3 Millionen Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR), was einem neuen Rekord entspricht. Der Luftverkehr nahm im vergangenen Jahr in der Schweiz jedoch nur moderat zu und lag deutlich unter den Prognosen. Die Gesamtbewegungen im von skyguide bewirtschafteten und überwachten Luftraum über der Schweiz und in den delegierten Gebieten stiegen um 0,5%. Die Schweizer Landesflughäfen Genf und Zürich verzeichneten 0,8% weniger Landungen und Starts als im Vorjahr. Die durch die Flugsicherung verursachten Verspätungen blieben auch 2019 gering. Auch die Leistungsvorgaben der Schweizer Luftwaffe konnte skyguide 2019 vollumfänglich erfüllen und damit die erfolgreiche zivil-militärische Integration weiter stärken. Quelle: ‚Skyguide‚.

«Interesse am Motorflug ungebrochen»

Der ehemalige Flugplatzleiter und Safety-Officer Heinz Wyss erinnert sich im grossen Interview an den Mann, der einen Piloten als «jungen Schnoderi» bezeichnete, an den «Jumbo», der über das Birrfeld flog und an das Bündnerstübli, das einst als Beiz diente. Ganz von der Aviatik lassen wird er nicht. Zwar ist Heinz Wyss kürzlich als ehemaliger Flugplatzleiter sowie Safety-Officer in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Dem Birrfeld bleibt er mit seiner 48-jährigen Flugplatz-Erfahrung trotzdem erhalten als Pilot, Fluglehrer sowie – an den Wochenenden – Flugplatzchef-Stellvertreter. Den ganzen Bericht samt Interview finden Sie in der ‚Aargauer Zeitung‘.

Propeller-Funktion einfach erklärt

Diese englischsprachige VideoDoku ist etwas vom Besten über das Thema Propeller-Funktion. 24 min purer Video-Input ohne Formeln! Auch für gestandene Luftfahrt-Ingenieure Akaflieger und FI interessant. In den unendlichen Weiten der Youtube-Videos entdeckt von Jürgen Riel aus Müllheim.

Toyota investiert USD 400 Mio in Flugtaxis

Joby Aviation und Toyota Ventures kündigen eine Investition in die Entwicklung von Flugtaxis an. Sie umfasst einen Gesamtbetrag von mehr als USD 720 Mio. Joby Aviation wurde 2009 von JoeBen Bevirt gegründet, einem Multi-Contractor-Ingenieur aus Stanford, der ein erstes Vermögen mit Roboterinstrumenten für pharmazeutische Laboratorien verdiente. Er entwickelte zunächst ein erstes zweisitziges Fahrzeug (den S2), von dem es aber nur digitale Bilder zu sehen gab, anders als vom diese Woche präsentierten S4, der als 4sitiges Flugzeug plus Pilot existiert. Die angekündigten Leistungen sind ehrgeizig: Geschwindigkeit 200 mph, Reichweite 150 Meilen. Das Sicherheitsniveau wird nicht bekannt gegeben, aber die EASA setzt die Messlatte für die Betriebssicherheit von Stadtflugtaxis auf das Niveau von klassischen Flugzeugen – das bisher kein Batterie- und Flugtaxi-Hersteller erreicht. Quelle: ‚Aerobuzz.fr‚.

Ist der Freiburger Flugplatz noch zeitgemäß?

Eine knappe Mehrheit im Gemeinderat will über die Zukunft des Freiburger Flugplatzes diskutieren. Die dortige Flugschule betont indessen die überregionale Bedeutung des Fluggeländes. Ein Vierteljahrhundert nach dem Beschluss des Gemeinderats, den Flugplatz zu schließen, unternimmt eine knappe Mehrheit einen erneuten Versuch. Sie beauftragte die Stadtverwaltung in der Sitzung am Dienstag, die Kosten zu ermitteln, die bei einer Stilllegung im Jahr 2031 anfallen würden – dann laufen die Pachtverträge aus. „Für uns Grüne ist ein Flugplatz in der Stadt nicht mehr zeitgemäß“, sagte tags darauf Fraktionschefin Maria Viethen. „Es gibt keine Stadt in dieser Größenordnung, die keinen Flugplatz hat“, sagt Udo Harter, Inhaber einer Flugschule. Quelle: ‚Badische Zeitung‚.

Buch: ‚Abenteuer Luftfahrt-Fotografie‘

Der Luftfahrt-Fotograf Dietmar Plath hat in 40 Jahren mehr als 640 Flughäfen besucht und 130 Länder bereist. Über seine Abenteuer berichtet er in seinem neuen Buch „Abenteuer Luftfahrt-Fotografie“. Dietmar Plath gehört zu den erfahrensten Fotografen in der Welt zwischen Himmel und Erde. Auf allen Kontinenten hat er gearbeitet und in den vier Jahrzehnten seines Berufslebens fast alles porträtiert, was Flügel hat – Verkehrsflugzeuge und Hubschrauber, aber auch Wasserflugzeuge und Militärtransporter. „Ungewöhnliche Flugzeuge an ungewöhnlichen Orten zu fotografieren und das auch noch aus ungewöhnlichen Perspektiven, das war schon immer mein Ziel“, erklärt der Weltenbummler seine Motivation für eine Arbeit, die stets einer intensiven Vorbereitung bedürfe und auch sehr frustrierend sein könne. „90 Prozent meiner Arbeit sind akribische Planung. Der Rest ist Zufall“, weiß Plath zu berichten. Der Otterstedter hat seine teils waghalsigen Aufnahmen aus allen möglichen Winkeln und Perspektiven gemacht. Ein halbes Jahr habe er mit der Autorin Sigrid Andersen an der Niederschrift seines Lebenswerkes gesessen, schätzt Plath, dem in all den Jahren kein Weg zu weit und kein Ort zu exotisch gewesen sei. Quelle: ‚Weser-Kurier‚.

Pilatus mit PC 21-Grossauftrag aus Spanien

Für Pilatus geht im Geschäft mit Trainingsflugzeugen eine lange Durststrecke zu Ende. Am 30. Januar konnte die Lieferung von 24 Maschinen des Typs PC-21 an die spanischen Luftstreitkräfte im Gesamtwert von über 200 Mio. € vertraglich besiegelt werden. Damit sollten laut Verwaltungsratspräsident Oscar J. Schwenk sämtliche 700 bis 800 Arbeitsplätze gesichert sein, die im Stammwerk in Stans mit den Militärprogrammen der Firma verbunden sind. Pilatus fertigt in Stans auch die beiden Flugzeuge PC-12 und PC-24, die für den zivilen Absatzmarkt bestimmt sind. In diesem Bereich, der in den vergangenen Jahren vor allem wegen des neuen düsengetriebenen Jets PC-24 stark ausgebaut worden ist, arbeiten inzwischen 1200 Angestellte. Insgesamt zählt das Unternehmen am Stammsitz 2300 Mitarbeiter. Laut Schwenk läuft die zweite Phase der Vermarktung des PC-24 zufriedenstellend. Quelle: ‚NZZ, Neue Zürcher Zeitung‚.

eFlieger für alle

Der ehemalige Google-Manager Sebastian Thrun will Lufttaxis entwickeln, mit denen jeder bald zur Arbeit fliegen kann, anstatt zu fahren. Vor zehn Jahren wurde der schwäbische Professor von Google mit dem Roboterauto-Projekt des Unternehmens beauftragt. Er leitet heute die Firma Kitty Hawk und entwickelt elektrische Flugtaxis. Laut Thrun werden die fliegenden Lufttaxis in den nächsten 10 bis 15 Jahren ihren Betrieb aufnehmen können. Sein Unternehmen arbeitet daran, die Flugtaxis sicher zu machen und die Fertigung in den Griff zu bekommen. „Wir sind überhaupt noch nicht auf der Sicherheitsstufe, auf der wir sein müssen”, bestätigt der Erfinder auf einer Veranstaltung von Burda Media. Die Flugtaxis müssen den rigorosen Anforderungen der Luftfahrtbehörden entsprechen. Dafür wird das neueste Modell, die Heaviside, mit acht Motoren ausgerüstet. Selbst wenn ein Motor komplett ausfällt, stellt das kein Problem für den Flugverkehr dar. Die Lufttaxis werden außerdem mit Fallschirmen ausgerüstet, die in Höhen ab 30 Meter eingesetzt werden können. Die Flugtaxis sollen von Anfang als autonome Fahrzeuge entwickelt werden, weil dies in der Luft leichter umzusetzen ist als auf der Straße. Kitty Hawk will von Anfang an den Flugtaxi-Betrieb selber ausüben, weil es laut Thrun keinen gibt, der den Service für das Unternehmen übernehmen könnte. Laut Thrun haben die autonomen Flugtaxis einen wichtigen Vorteil: Sie entlasten den Verkehr auf dem Boden und können die gewünschte Strecke schneller zurücklegen. Die Technologie hat aber auch Nachteile. Sollten die Temperaturen unter die Frostgrenze fallen, können die Flugtaxis wegen möglicher Eisbildung nicht mehr fliegen. Aus diesem Grund sollen die autonomen Taxis laut dem Professor auch nicht in Wolken oder im Nebel fliegen. Im Moment arbeitet das Unternehmen noch an dem Preis der Flugtaxis. Sie können aktuell noch bis zu 2 Millionen USD kosten, mit einer Produktion in größerem Maßstab sollen die Preise jedoch fallen. Quelle: ‚focus.de‚. Video (Kitty Hawk-Firmen-Website).

Donaueschingen: Hotel Concorde schliesst

Das Schicksal von Hotel und Gastronomie ist es, sich ständig nach dem auszurichten, was die Besucher und Gäste wollen. Funktioniert ein bestimmtes Angebot nicht mehr, dann ist es notwendig, umzudenken und die Sache mit einem neuen Konzept anzugehen. Das will Karl Heinz Müller, Geschäftsführer der Hotel Concorde GmbH und Co. KG, allerdings nicht mehr. Daher wird der Betrieb eingestellt. Den Schritt geht nicht nur Müller schweren Herzens, der mit seiner Familie seit 1994 den Betrieb des Hotels gesichert hat. „Diese Entscheidung ist uns mit Blick auf unsere engagierten Mitarbeiter, die das Haus verlassen werden, nicht leichtgefallen“, erklärt der Geschäftsführer. Momentan sind im Concorde noch 19 Vollzeit-, sowie Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte angestellt. Es sei sowohl für Mitarbeiter wie die Geschäftsführung nicht leicht gewesen. Positiv sei hier allerdings die Situation am Arbeitsmarkt: „Da der Arbeitsmarkt in der Region derzeit gute Beschäftigungsmöglichkeiten bietet, erhoffen wir uns gleichwohl, dass unsere Mitarbeiter wieder gute Anstellungen finden werden. Wir werden dabei auch behilflich sein“, so Müller. Aber wie ist es überhaupt zu der Entscheidung gekommen, das Hotel zu verkaufen? Die Marktverhältnisse im Raum Donaueschingen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert, erklärt Müller. Veränderungen hat das Hotel schon früher erlebt. „Für eine konzeptionelle Neuausrichtung sind erhebliche Investitionen erforderlich, die von unserer Betriebsgesellschaft, auch angesichts meiner näher rückenden Altersgrenze, nicht mehr übernommen werden können“, sagt der 62-jährige Geschäftsführer. „Das Hotel muss strategisch neu ausgerichtet werden. Da muss jemand richtig rangehen“, erklärt er. Ins Spiel komme da dann durchaus ein Millionenbetrag. „Wir werden das nicht mehr machen. Wer investiert, betreibt ja auch nachhaltig das Konzept wieder weiter.“ Laut Müllers Einschätzung wäre das etwa ein Wandel hin zur einer Ausrichtung im Economy-Bereich, also für Gäste günstiger. „Wir waren immer im höherwertigen Segment angesiedelt“, so Müller. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Business-Jets in Dübendorf verbieten?

Entsteht in Dübendorf ein zweiter Zürcher Airport? Dieses Bild vermitteln die Gegner der Geschäftsfliegerei auf dem ehemaligen Militärflugplatz. Würde aus dem ehemaligen Militär- nun aber ein Business-Flugplatz, so die Logik, sei die Intensität ungleich höher und der Schritt vom Flugplatz zum Flughafen gemacht. Dieses Argument greift nun ein Parteiloser in einem Volksbegehren auf, der «Nur-ein-Flughafen»-Initiative. Als Einwohner von Wollishofen wäre Peter-Wolfgang von Matt, von Beruf Dolmetscher, nicht direkt von zusätzlichem Flugverkehr durch die Business-Jets betroffen. Er sagt, er beschäftige sich allgemein mit Fragen des öffentlichen Verkehrs. Das Dübendorfer Projekt sei ein «struktureller Irrläufer» und im «blinden Wachstums- und Technikglauben» der sechziger und siebziger Jahre verhaftet. Obendrein sei es unnötig, weil der Verkehr vollständig durch die bestehende Infrastruktur in Kloten absorbiert werden könne. Der Initiant plant, auf Parteien vor allem des linken Spektrums zuzugehen. Marionna Schlatter, Präsidentin der Grünen, sagt, sie begrüsse das Anliegen grundsätzlich, zumal sich ihre Partei seit Jahren gegen die Privatfliegerei in Dübendorf gewehrt habe. Quelle: ‚NZZ, Neue Zürcher Zeitung‚.

Prozess um gestohlenes Motorflugzeug abgebrochen

Die Gerichtsverhandlung um den Diebstahl eines gestohlenen Motorflugzeuges ist abgebrochen worden. Grund: Die Tochter des Schöffen ist eine der Zeuginnen. Es gibt von Gewicht und Transport her gewiss einfachere Dinge, die man stehlen könnte. Doch es war ausgerechnet ein Motorflugzeug, das es den Dieben angetan hatte, die Ende März vergangenen Jahres eine Maschine im Wert von rund 153 000 Euro auf dem Segelflugplatz in Watzenborn-Steinberg klauten. Dort waren sie nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler am frühen Abend in die Halle der Segelfliegergruppe Steinkopf eingebrochen. Neben dem weiß-blauen Ultraleicht-Motorflugzeug mit der Typenbezeichnung Dynamic WT-9 und der Kennung D-MEFU ließen die Diebe auch ein Untergestell mit Rädern und weiteres Zubehör im Gesamtwert von etwa 40 000 Euro mitgehen. Bislang wurde erst einer der mutmaßlichen Täter gefasst: Ein 42-jähriger Mann aus Litauen, der im September 2018 in Polen verhaftet worden war. Nun sollte er sich für Einbruch und Diebstahl vor der Siebten Großen Strafkammer des Gießener Landgerichts verantworten. Kaum aber hatte die Verhandlung am ersten Tag begonnen, war sie auch schon wieder zu Ende. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Tochter des Schöffen eine der Zeuginnen ist, die noch aussagen sollte, und dass sie offenbar in die Ermittlungsarbeit eingebunden war. Nach zweifacher Sitzungsunterbrechung, Gesprächen zwischen allen Seiten und kurzfristiger Suche nach einem Ersatzschöffen, die allerdings keinen Erfolg zeigte, brach der Vorsitzende Richter Heiko Söhnel die Verhandlung ab. Quelle: ‚Giessener Anzeiger‚.

Baden-Oos: Getrübtes Jubiläumsfest

Bei einem Aus für den Flugplatz Oos sehen die beiden betroffenen Luftsportvereine auch das Aus für den jeweiligen Club kommen. „Es gibt keine Alternative. Dann sind wir platt“, meint Patrik Ullrich, Vorsitzender des Aeroclub Baden-Baden. Der Verein nutzt das Gelände mit der Fliegergruppe Gaggenau. Dort wird seine Einschätzung geteilt: „Man kann es nicht anders sagen: Dann droht das Aus“, bestätigt der stellvertretende Vorsitzende Nikolaus Hertweck. aden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen hatte angekündigt, dass sie den Flugplatz mittelfristig in ein Gewerbegebiet umwandeln möchte, um die Nachfrage nach solchen Flächen bedienen zu können. Sollte der Gemeinderat der Empfehlung der Rathauschefin folgen, können die beiden Vereine das städtische Gelände noch bis Ende des Jahres 2024 zur Ausübung ihres Hobbys in Anspruch nehmen. Quelle: ‚Badische Neueste Nachrichten‚.

Lufttaxi-Start-up in Erklärungsnot

Experten zweifeln an den Versprechen des deutschen Lufttaxi-Herstellers Lilium. Die Firma sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Doch die Kritiker legen jetzt nach. Was für ein Traum. Endlich hat auch Deutschland einen Innovator vom Schlage eines Elon Musk. Sein Name: Daniel Wiegand, ein smarter Jungingenieur voller Ehrgeiz und Vision, eine Hoffnung für die Nation. Gemeinsam mit drei weiteren Absolventen der TU München hat Wiegand dafür 2015 die Lilium GmbH gegründet, die seitdem den „Lilium Jet“ entwickelt. Bis 2025 soll das Wunderding fertig sein. Mithilfe von 36 kleinen Elektromotoren soll der Fünfsitzer Menschen bis zu 300 Kilometer weit transportieren können – mit einer Reisegeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde. Doch womöglich könnte der Traum jäh enden: Es mehren sich Zweifel, ob Lilium – ein Vorzeigeprojekt, gefeiert und bestaunt von Ministern und Kanzlerin Angela Merkel, gefördert durch die Europäische Raumfahrtagentur Esa – auf seriöse Weise arbeitet. Die These steht im Raum, dass der Ehrgeiz der Gründer nicht mit den Gesetzen der Physik vereinbar ist. Lesen Sie den vollständigen Artikel im ‚Spiegel‘.

Magdeburg Cochstedt: Land & DLR investieren Millionen

Im vergangenen Sommer übernahm das Deutsche Luft- und Raumfahrzentrum (DLR) mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt den insolventen Flughafen Magdeburg Cochstedt. Dort entsteht ein nationales Erprobungszentrum für unbemannte Flugsysteme. Das DLR möchte Medienberichten zufolge spätestens im Mai 2021 den regulären Flugbetrieb am Standort wieder aufnehmen. Alleine bis zum kommenden Jahr wollen die Partner sechs Millionen Euro investieren, unter anderem in moderne Systeme für Kommunikation, Flugvermessung und Überwachung. Schon in den kommenden Tagen startet eine Versuchsreihe, die die Steuerung von Drohnen und Luftraumtaxis über Städten erprobt. Nach der Wiederaufnahme des Flugbetriebs im Jahr 2021 sollen weitere vier Millionen Euro in die Ausstattung des Standorts investiert werden. Quelle: ‚DAeC‚.

WEF Davos: Armee zieht positive Bilanz

Die Schweizer Armee hat ihren subsidiären Sicherungseinsatz rund um das Jahrestreffen des 50. World Economic Forums (WEF) 2020 in Davos beendet. Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, Kommandant des Armeeeinsatzes, zieht eine positive Bilanz. Es gab weder sicherheitsrelevante Zwischenfälle noch gravierende Unfälle. Heute Freitag wurde die Truppe vom Sicherungsauftrag entbunden. Die zivilen Behörden des Kantons Graubünden zeigen sich betreffend den Armee-Einsatz beeindruckt. Der Einsatz der Armee verlief ohne sicherheitsrelevante Zwischenfälle oder gravierende Unfälle. Die Schweizer Luftwaffe verzeichnete eine Regelwidrigkeit im italienischen Teil der Sperrzone WEF. Auch Österreich leistete einen wertvollen Beitrag an die Sicherheitsmassnahmen rund um das WEF 2020. Die Zusammenarbeit mit dem Nachbarland funktionierte gut. Die Österreichische Luftwaffe registrierte über ihrem Staatsgebiet ebenfalls eine Regelwidrigkeit im eingeschränkten Luftraum. Quelle: Polizei News. Symbol-Bild: SwissInfo.