Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Schweben mit der Anna

Der Pilot Andreas Wild aus Herrsching veranstaltet mit seinem 62 Jahre alten Doppeldecker immer sonntags Rundflüge über das Fünfseenland und Neuschwanstein. Man hört das tiefe Brummen schon von weitem, lange bevor das Flugzeug über Münchens Häusern auftaucht. Lange kann man diesem ungewöhnlichen Vogel mit den beiden Tragflächen hinterherschauen, bevor er hinter den Dächern entschwindet. Ganz so langsam, wie es scheint, ist die Antonow AN-2 zwar nicht, immerhin kann sie 300 Sachen machen, aber Andreas Wild kann den Doppeldecker auch ohne Probleme in der Geschwindigkeit eines Vespa-Rollers in der Luft halten. „Tante Anna“ nennt der 58-jährige Herrschinger Softwareentwickler und Pilot liebevoll seinen 62 Jahre alten Oldie, den er vor 16 Jahren aus dem Süden Afrikas unter teils abenteuerlichen Umständen nach Oberbayern überführte und restaurieren ließ. Wegen all der Jahre, die Anna mittlerweile auf dem Buckel hat, muss sich aber kein Passagier Sorgen machen: Die Antonov ist laut Statistik eines der sichersten Flugzeuge der Welt und wird regelmäßig aufwendig gewartet. Der zuverlässige 1000-PS-Sternmotor wurde jahrzehntelang unverändert gebaut und in vielen Flugzeugtypen eingesetzt. Und dank ihrer besonderen Aerodynamik kann die AN-2 auch auf sehr kurzen Bahnen starten.

Wie etwa auf ihrem Heimatflugplatz Bad Wörishofen. Von hier aus bricht Andreas Wild von Mai bis Oktober sonntags mit zahlenden Passagieren zu Rundflügen über das Fünfseenland und Neuschwanstein auf. Neun Gäste finden im größten einmotorigen Doppeldecker Platz. Für einen Aufpreis darf man sich sogar als Copilot versuchen und zwischendurch das Steuer übernehmen. Ein Flug dauert etwa 45 Minuten und kostet 199 Euro, den Platz im Cockpit bekommt man für einen Aufpreis von 300 Euro. Bis zu vier Mal sonntags, aber auch unter der Woche können Flüge organisiert werden. An Bord herrscht Maskenpflicht, der Flieger wird nach jedem Flug desinfiziert. Trotz des spartanischen Interieurs bietet die Anna einigen Komfort wie Ledersitze und vor allem große Panoramafenster, durch die sich beeindruckende Fotomotive auftun. Wenn dann unter einem die Frauenkirche, die malerischen Osterseen, Kloster Andechs, der Paffenwinkel und die Zuspitze auftauchen, ist diese Langsamkeit in unserer schnelllebigen Zeit purer Genuss. Quelle: ‚Süddeutsche Zeitung‚.

Traum-Flugtag gewinnen

Auch 2020 schreibt flieger.news wieder einen attraktiven Wettbewerb aus. Alle flieger-Newsletter-Empfänger nehmen am Wettbewerb des Jahres 2020 teil. Sie können dabei folgende Preise gewinnen:

  • 1. Preis: TMG-Traum-Flugtag zum Matterhorn und zu einer Pizza ins Tessin im Wert von CHF 500.-
  • 2. bis 10. Preis: je ein flieger.news-Polo-Shirt
  • 11. bis 25. Preis: je ein flieger-news-Souvenir

So machen Sie mit: einfach hier den monatlichen Newsletter anfordern – und Sie nehmen am Wettbewerb 2020 teil. Die Verlosung findet am 31.12.2020 statt. Die GewinnerInnen werden persönlich benachrichtigt und hier publiziert. Keine Korrespondenz. Keine Barauszahlung. Rechtsweg ausgeschlossen.

Sportflieger in MV abgestürzt

Beim Absturz eines Sportflugzeuges bei Teldau im Kreis Ludwigslust-Parchim hat sich der Pilot schwer verletzt. Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte das Flugzeug bei der Landung am Montagabend die Landebahn verfehlt und stürzte aus etwa 30 Metern Höhe auf einen angrenzenden Acker. Die Ursache war zunächst nicht bekannt. Der 68 Jahre alte Pilot wurde dabei schwer verletzt und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Es entstand ein Sachschaden von 170’000 Euro. Quelle: ‚Nordkurier.de‘.

Mehr Sicherheit im Luftraum mit neuronalen Netzen

Studierende der Wirtschaftsinformatik an der DHBW Mosbach erarbeiteten in Kooperation mit dem Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr die Anwendbarkeit von künstlichen neuronalen Netzen zur automatischen Erkennung von Vogelschwärmen im Luftraum. Sie sind oft in großen, dichten Schwärmen unterwegs und streifen mit ihren faszinierend synchronisierten Manövern über den Himmel hinweg: Vogelschwärme. Doch das beeindruckende Naturschauspiel sorgt auch immer wieder für Ärger. Insbesondere im Luftverkehr wird das Schwarmverhalten für Mensch und Tier oft zur Gefahr. Im diesjährigen Integrationsseminar des Studiengangs Wirtschaftsinformatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach, unter der Leitung von Prof. Dr. Herbert Neuendorf, erforschten die Studierenden die Anwendbarkeit neuronaler Netze zur automatischen Erkennung von Vogelschwarm-Mustern in Radarbildern. Ziel des Seminares war es, anhand von Radarbildern Vogelschwärme nicht nur aufzuspüren, sondern deren Gefahr für den Luftverkehr einzustufen. All das erfolgt mittels künstlicher neuronaler Netze. Diese bestehen aus einem komplexen Netzwerk einzelner Neuronen, die miteinander kommunizieren. Durch eine immer bessere Anpassung an vorgegebene Daten kann das neuronale Netz trainiert werden und seine Funktionsweise bestimmt und gesteuert werden. So können Vogelschwärme nicht nur automatisch erkannt werden, sondern es werden, auf Basis des antrainierten künstlichen Wissens, Vorhersagen getroffen, inwiefern die Schwärme den Luftverkehr beeinträchtigen. Das Projekt ist eine Kooperation mit der Abteilung für Angewandte Geowissenschaften des Zentrums für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBW). Basierend auf frei verfügbaren Informationen und Problemstellungen des ZGeoBW beurteilten die studentischen Gruppen verschiedene KI-Frameworks im Bereich Klassifizierung / Neuronaler Netze, generierten Trainings- und Testdaten und trainierten neuronale Netze unterschiedlicher Struktur auf diesen generierten Mustern. Lesen Sie mehr im Originalbericht auf ‚fnweb.de‚. Bild: ‚Travelbook‚.

Kleinflugzeug bei Paulinenaue abgestürzt

In der Nähe des Ortes Paulinenaue (Havelland) ist ein Kleinflugzeug abgestürzt. Nach Angaben der Polizei vom Donnerstag, 17. September, ist dabei der Pilot ums Leben kommen. Der 68-jährige Mann kam aus Nordrhein-Westfalen. Ein zweiter Insasse wurde schwer verletzt, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag mitteilte. Seine Identität ist noch nicht abschließend geklärt. Weitere Menschen befanden sich nicht in dem Flugzeug. Die Maschine war laut Mitteilung am Vormittag vom Flugplatz „Bienenfarm“ gestartet und nur wenige hundert Meter hinter dem Platz in ein Feld gestürzt. Die Ursache dafür ist noch unklar. Die Bundesstelle für Flugunfall-Uuntersuchung hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: ‚rbb24.de‚.

Diebe am Nobitzer Flugplatz

Ungewöhnliche Beute machten in den vergangenen Tagen Langfinger am Flugplatz Nobitz. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, nahmen sie die Umfriedung eines Firmengeländes auseinander, entfernten über 400 Schrauben von insgesamt 87 Zaunsfeldern. Ob die Täter tatsächlich nur die Schrauben brauchten oder gar den kompletten Zaun stehlen wollten, ist bislang nicht geklärt. Ebenso unklar ist die Identität der Diebe und der exakte Tatzeitpunkt. Der mögliche Zeitraum wird auf den 11. bis 15. September abgesteckt – offenbar ist der Schraubenklau nicht sofort aufgefallen. Die Altenburger Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die auffällige Personen- oder Fahrzeugbewegungen wahrgenommen haben. Die mögen sich unter der Telefonnummer +49 3447 4710 bei der Polizei melden. Quelle: ‚Leipziger Volkszeitung‚.

LSV Asperden wird vom Land gefördert

Insgesamt 70.600 Euro gibt es für den Austausch des Motors im Schulungsflugzeug Robin DR 400 und die Einrichtung eines Jugendschulungsraumes. Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat weitere Fördermaßnahmen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ bekannt gegeben. Von dem Förderprogramm profitieren bereits mehr als 750 Sportvereine aus Nordrhein-Westfalen – und jetzt auch der Luftsportverein Goch: Gefördert werden dort der Austausch des Motors im Schulungsflugzeug Robin DR 400 gegen ein deutlich leiseres Modell und die Einrichtung eines Jugendschulungsraumes im Clubheim in Höhe von 70.604 Euro. „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können“, sagt Milz. Mit dem Programm werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert. Insgesamt 300 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Entsprechend erfreut zeigte sich der Verein. „Durch die neue Ausrüstung kann in Zukunft mit modernsten Kommunikationsmitteln state of the art beim Luftsportverein Goch ausgebildet werden“, sagt Vorsitzende Jens-Uwe Beyer. Der Antrag, der insgesamt über 78.500 Euro gestellt wurde, wird zu 90 Prozent bezuschusst. Dies entspricht der maximalen Fördersumme. Zehn Prozent wird der Verein in Eigenleistung erbringen. Nach Ende der Flugsaison 2020 wird es für den LSV Goch dann heißen: Ärmel hochkrempeln. Der Jugendschulungsraum wird im bestehenden Clubheim gebaut. Die Jugendlichen werden dabei unter Anleitung von Architekt Jochen Kleemann auch einen Teil der Arbeiten selbst organisieren. Die Demontage und der Einbau des neuen Motors wird der LSV in Eigenregie und Teamarbeit durchführen. Eine Gruppe aus fünf aktiven Piloten, die eine entsprechende technische Befähigung hierzu besitzen, werden den Lycoming O 360 A3A gegen ein generalüberholtes Exemplar mit lärmreduzierter Abgasanlage austauschen. Quelle: ‚rp-online.de‚.

Flugzeug stürzt in Acker

Bei einem Flugzeugabsturz in Villingen-Schwenningen ist der 66-jährige Pilot leicht verletzt worden. Die einmotorige Maschine hatte sich nahe eines Wohngebiets nach einer versuchten Notlandung in einem Acker überschlagen. Mit einem Großaufgebot eilten die Rettungskräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei am Donnerstag gegen 15 Uhr zu einem gemeldeten Flugzeugabsturz in Villingen-Schwenningen. Nach bisherigen Angaben der Polizei hatte der Pilot im Zentralbereich der Doppelstadt eine Notlandung unternommen und war dabei verunglückt. Das leichte, einmotorige Mehrzweckflugzeug vom Typ Dornier Do 27 war auf einem Acker zwischen der Sonnhalde und in der Nähe des Wohngebiets Schilterhäusle in einen Acker gekracht und hat sich dann überschlagen.

Doch wie kam es dazu? José Nadile, der den Absturz ebenfalls miterlebt hat, berichtet im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten, dass das Flugzeug zunächst sehr niedrig geflogen sei. „Ich habe zuerst gedacht, der besprüht das Feld“, berichtet er. Plötzlich sei das Flugzeug dann aber „schlagartig runter“ und überschlug sich anschließend. Offenbar, so vermutet Nadile, habe der Mann in letzter Minute den Hochspannungsleitungen ausweichen wollen, die quer über den Acker verlaufen. Die Maschine, welche offenbar unterwegs war zum Flugplatz nach Schwenningen, blieb nach dem Crash auf den Tragflächen liegen.

Gegenüber den Augenzeugen gab der 66-Jährige an, er habe nicht mehr beschleunigen können. Demnach war der Notlandung offenbar ein technischer Defekt des Flugzeugs vorausgegangen. Der Pilot verletzte sich nach ersten Angaben der Polizei nur leicht, stieg laut den Zeugen selbstständig mit einer Kopfplatzwunde aus der Maschine. Er wurde anschließend von einem Notarzt versorgt und zur weiteren Untersuchung in das nahegelegene Schwarzwald-Baar-Klinikum gebracht.

An der Unglücksstelle nahm die Polizei unverzüglich die Ermittlungen zum Unfallhergang und der Ursache auf. Ein Polizeihubschrauber überflog zunächst die Absturzstelle, fertigte von oben Aufnahmen an. Anschließend landete die Crew, um das Wrack unter die Lupe zu nehmen. Auch mehrere Streifen der bodengebundenen Polizei waren vor Ort, um Zeugen zu befragen. Die weiteren Ermittlungen werden voraussichtlich von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung übernommen. Auch die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen und starken Kräften vor Ort, um sich um den Brandschutz zu kümmern. Quelle: ‚Schwarzwälder-Bote‚.

„Überlegen Sie sich, was Sie sonst noch im Leben machen können“

Uwe Harter von der Pilotenvereinigung Cockpit glaubt nicht, dass sich die Flugbranche schnell von der Krise erholen wird, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde. Besonders jungen Kolleginnen und Kollegen, rät er, sich genau anzusehen, was in der Flugindustrie gerade passiert und nach Alternativen zu suchen. Die Prognosen für die Flugbranche sehen in Zeiten der Corona-Pandemie nicht gut aus. Die Lufthansa wurde vom deutschen Staat mit neun Milliarden Euro unterstützt. Trotzdem droht eine massive Entlassungswelle – zurzeit ist die Rede von bis zu 28.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Ursprünglich hatte der Konzern deutliche schneller mit einer Erholung der Branche gerechnet als es nun der Fall ist. Für den Dezember 2020 rechnete man zunächst damit, dass etwa 50 Prozent der durchschnittlichen Vor-Pandemie-Passagierzahlen erreicht werden könnten. Das wurde nun – mit Blick auf die Zahlen für September und Dezember – revidiert und die aktuellen Prognosen liegen bei etwa 25 Prozent. Uwe Harter gehört der Pilotenvereinigung Cockpit an und ist Vorstandsmitglied im Internationalen Pilotenverband. Er macht sich große Sorgen um seine Branche. Lesen Sie auch das Interview mit Uwe Harter im ‚Deutschlandfunk‚.

Wo Träume wahr werden

Seit einem halben Jahrhundert gibt es den Flugplatz Buttwil. Immer dabei: die Familie Eichenberger. Zwölf Motorflieger und vier Helikopter umfasst die Flotte der Flugschule Eichenberger. In Buttwil kann man den Traum von der «grenzenlosen Freiheit über den Wolken» leben. Quelle: ‚Wohler Anzeiger‚.

Neue Chance für „Air Berlin“

Stendal und Tangerhütte wollen statt einem internationalem Flughafen ein Industriegebiet direkt an der A 14 entwickeln. Der Traum vom Flughafen „Berlin international“ ist längst geplatzt. 2004 wurden die ehrgeizigen Pläne zu den Akten gelegt. Nun besteht für Teile des einstigen Plangebiets eine neue Chance. Kein Airport, sondern ein neues Industriegebiet könnte aus dem Boden gestampft werden. Direkt an der A14 gelegen, wenn die Trasse durch die Altmark fertig gestellt ist. Was die Verlängerung der Bundesautobahn betrifft, ist diese bereits Realität. Am kommenden Montag um 11 Uhr wird der A-14-Abschnitt von Colbitz bis Tangerhütte für den Fahrzeugverkehr frei gegeben. Währenddessen schieben sich Bagger über Lüderitz weiter in Richtung Stendal. Laut Verkehrsministerium in Magdeburg liegen die Bauarbeiten im Plan.

Das neue „Industriegebiet Stendal“ ist hingegen noch reine Vision. Aus diesem Grund will die Hansestadt Stendal mit der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte einen Kooperationsvertrag schließen, um eine sogenannte Machbarkeitsstudie in Auftrag geben zu können. Ziel dieser Studie ist, Chancen und Risiken für die Errichtung, Entwicklung und Vermarktung eines Industriegebietes auf den beiden Gemarkungen zu untersuchen. Betroffen sind Grundstücksflächen in Lüderitz und Windberge (Stadt Tangerhütte) sowie der Stendaler Ortschaften Buchholz, Wittenmoor, Nahrstedt und Insel. Die Vorlage für diesen Kooperationsvertrag steht in Stendal in der Ratssitzung am 28. September zum Beschluss an. Dort werden sich die Ratsmitglieder mit einem Änderungsantrag befassen müssen. Quelle: ‚Volksstimme.de‘.

Flucht nach oben

Michael Herbig erzählt in „Ballon“ die wahre Geschichte einer waghalsigen Flucht aus der DDR – als ungemein spannenden Thriller. Wenn es ein Regisseur schafft, einen von der ersten bis zur letzten Einstellung spannenden Film zu machen, obwohl jeder Zuschauer weiß, wie die Geschichte ausgeht, dann versteht er sein Handwerk. „Ballon“ (2018) ist so ein Film, ein Fluchtthriller, gemacht, um mitzufiebern. Inszeniert hat ihn Michael Herbig, der als Bully vor allem mit lustigen Sachen bekannt geworden ist. Zum Lachen ist in seinem neuen Film niemandem zumute. Herbig erzählt die wahre Geschichte von zwei Familien, die 1979 aus Thüringen nach Bayern geflohen sind – in einem Heißluftballon. Ein spektakuläres Unterfangen, das die DDR bis auf die Knochen blamierte – und nun erstmals im Free-TV bei SAT.1 läuft.

Raus aus der DDR, und zwar schnell: Peter (Friedrich Mücke) und Doris Strelzyk (Karoline Schuch) wollen mit ihren Freunden Günter (David Kross) und Petra Wetzel (Alicia von Rittberg) die Flucht mit einem Heißluftballon wagen. Ein ziemlich gewagtes Unterfangen, aber eines, das funktionieren könnte. Den Luftraum haben die Grenztruppen nicht besonders gut im Blick. Allerdings scheitert der erste Versuch knapp, nur mit viel Glück wird niemand verletzt oder verhaftet. Die Stasi aber ist alarmiert und setzt den unerbittlichen Oberstleutnant Seidel (Thomas Kretschmann) auf den Fall an. Und der macht keine Gefangenen, was zuallererst schläfrige 18-jährige Grenzsoldaten zu spüren bekommen, die von ihrem Dienst an der Waffe heillos überfordert sind.

Was die geplante Flucht mit den Familien macht, bleibt in „Ballon“ nebensächlich. Herbig zeigt gerade genug, um zu erahnen, wie es den Leuten ging, wie sich Angst, Druck und Verfolgung auf die Beziehungen und die Kinder auswirken. Das gelingt ihm gut, wie etwa beim Besuch der Stasi in einem Kindergarten. Eine kleine Szene, in der das Leben in der DDR besser nicht hätte beschrieben werden können. Weil sie offenbart, dass der Staatsgewalt jedes Mittel recht war, um ihre Macht zu sichern, weil sie zeigt, dass man sich nirgendwo sicher fühlen konnte, aber weil sie auch zeigt, dass die Menschen zusammenhielten. Die Kindergärtnerin jedenfalls verrät nichts, als die Stasi vehement nachfragt – obwohl sie aus unschuldigem Kindermund wusste, wessen Vater zu Hause nächtelang an der Nähmaschine saß, um die Ballonhülle zu nähen. Quelle: ‚Weser-Kurier.de‚.

Braucht der Flughafen Grenchen einen «Flugzeug-Fänger»?

Ein in Grenchen landendes Flugzeug geriet im September 2018 über das Pistenende und die Archstrasse hinaus: Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust sieht Handlungsbedarf. Der «schwere Vorfall» vom 28. September 2018 sei «auf ein spätes Aufsetzen des Flugzeuges auf der Piste mit überhöhter Geschwindigkeit zurückführen», heisst es im Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust). Und der Vorfall hätte mehr als nur ins Auge gehen können: Der Pilot eines einmotorigen, zweisitzigen Leichtflugzeugs Yak-52 setzte kurz nach Mittag zur Landung auf dem Flughafen Grenchen an.

Das Flugzeug landete mit einer Geschwindigkeit von rund 80 Stundenkilometern, geriet über das Pistenende hinaus, durchquerte den angrenzenden Acker und überrollte schliesslich auch die 110 Meter hinter dem Pistenende liegende, quer zur Pistenachse verlaufende Kantonsstrasse nach Arch.

Dass es beim Unfall keine schlimmeren Folgen und Verletzte gab, ist auch dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass ein Autolenker das nahende Flugzeug erkannte und rechtzeitig anhalten konnte. Der Pilot forderte das Glück anschliessend gleich noch einmal heraus: Er wende die Maschine und rollte, ohne Absprache mit dem Tower, zurück in Richtung Flugplatz, wobei er die Strasse erneut überqueren musste. «Dies war eine unüberlegte, unnötige und riskante Handlung, die erneut ein Risiko für die Strassenverkehrsteilnehmer darstellte», wird dazu im Sust-Bericht wörtlich festgehalten. Mehr Informationen im Originalbericht der ‚Solothurner Zeitung‘.

Pilot startet in dichten Nebel

Trotz dichtem Nebel hob am Mittwochmorgen ein Kleinflugzeug in Hausen am Albis ZH ab. Dabei fliegen solche kleinen Maschinen eigentlich auf Sicht. Nach dem gefährlichen Manöver hat sich das Bazl eingeschaltet. Dichter Nebel liegt über dem Flugplatz von Hausen am Albis ZH am Mittwochmorgen. Die Sicht ist schlecht. Doch das scheint einen waghalsigen Piloten nicht zu stören. Er setzt sich trotzdem in ein Kleinflugzeug, schmeisst die Motoren an und startet durch – mitten rein in die graue Suppe. Ein Leserreporter filmt den Nebel-Start. Auf dem Video ist zunächst nur der Motorenlärm zu hören. Von einem Flugzeug ist nichts zu sehen. Der Lärm wird lauter und dann schiesst aus der Nebelwand plötzlich das Kleinflugzeug hervor, hebt ab und verschwindet im Nichts.

Aber darf ein Pilot überhaupt bei so starkem Nebel starten? Genau das klärt jetzt das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl). Der Vorfall werde untersucht, heisst es auf Anfrage. Denn: Das Kleinflugzeug hätte wohl nicht starten dürfen. Bazl-Sprecher Christian Schubert zu BLICK: «Für den Luftraum Golf (bis auf eine Höhe von 600 Meter, Anmerkung der Redaktion) ist eine Mindestsicht von fünf Kilometern sowie ständige Sicht auf Boden notwendig. Ausserdem muss der Pilot jederzeit eine Umkehrkurve machen und auf dem Flugplatz landen können.» Und gerade das sei bei der Situation in Video fraglich – und gefährlich.

Schubert weiter: «Für nicht ausgebildete Besatzungen, mit nicht entsprechend ausgerüsteten und zugelassenen Flugzeugen auf nicht entsprechend zugelassenen Flugplätzen kann ein solcher Start tödlich enden.» Für Flugzeuge, die nach Sichtflugregeln fliegen, könnten deshalb Flüge im Nebel fatal enden. Um den Vorfall zu klären, werde der Pilot nun befragt. Er soll Stellung zu seinem gefährlichen Manöver nehmen. Bei einer Verurteilung drohen dem Nebel-Kapitän eine Busse bis hin «zum zeitweiligen oder gar permanenten Entzug der Fluglizenz».

Der Flugplatz Hausen am Albis prüft ebenfalls den Vorfall. Zur Verantwortung gezogen kann er allerdings nicht. «Es handelt sich um einen unkontrollierten Flugplatz im unkontrollierten Luftraum ohne Flugsicherung. Es gibt entsprechend keinen Tower, der Freigaben ausstellt. Alle Verkehrsteilnehmer handeln in Eigenverantwortung nach Sichtflugregeln», teilt der Flugplatz auf Anfrage mit. Das sei üblich bei Kleinflugplätzen. Quelle: ‚Blick‚.

Kinder der Diakonie fliegen

Im Rahmen des Leader-Projektes „Come together“ des Luftsportvereins Sauerland, hat eine Gruppe Kinder des familienunterstützenden Dienstes der Diakonie Iserlohn den Flugplatz in Höveringhausen besucht. Die Mädchen und Jungen verbrachten einen Tag am Flugplatz; sie waren von den Erlebnissen hellauf begeistert, wie Vereinssprecherin Marie Kneer feststellte. Hinter der Aktion steckt ein kluger Kopf. Heinz-Günther Schmidtchen ist langjähriges Mitglied im Luftsportverein Sauerland. Nachdem er als Vertriebsmanager in Rente gegangen ist, engagiert er sich beim familienunterstützenden Dienst der Diakonie Iserlohn. Dabei entlastet er Familien, unternimmt mit den Kindern verschiedene Ausflüge. Da er schon seit seiner Jugend leidenschaftlicher Flieger ist, war für ihn klar: „Den Kindern mache ich mit dem Besuch am Flugplatz sicher eine Freude – schließlich lauschen sie immer gespannt meinen Geschichten, die ich vom Fliegen erzähle“, berichtete Schmidtchen.

Im Rahmen des Ferienprogramms des familienunterstützenden Dienstes kamen acht Kinder nach Höveringhausen. „Aufgrund der Corona-Pandemie verzichten wir auf nahen Kontakt zu allen Vereinsmitgliedern, die bei unseren vorherigen Besuchen aber immer mit Rat und Tat zur Seite standen. Die Kinder fühlen sich in dieser großen Gemeinschaft immer sehr wohl“, bedauert Schmidtchen. Ein ordentliches Programm auf die Beine stellte er dennoch auf.

Nach einer kurzen Stärkung im neuen Come-together-Raum des Vereins – Gegenstand der Leader-Förderung – hieß es für die Kinder dann: ab ans Flugzeug. Sie nahmen das blau-weiße Schleppflugzeug des Vereins unter die Lupe, löcherten Schlepppilot Ulrich Schucka und Heinz-Günther Schmidtchen mit Fragen. Die Kinder beobachteten den Flugbetrieb aus der Ferne. So sahen, wie die Segelflugzeuge vom Schleppflugzeug an den Himmel gezogen wurden und wie sie wieder landeten. Anschließend besichtigten sie die Flugzeughallen des LSV. Quelle: ‚Westfalenpost‚.

Nach Notlandung unbeschädigt aus Feld gestartet

Ein 47-Jähriger aus Steyr flog am 26. August 2020 gegen 13:30 Uhr mit einem Kleinflugzeug vom Flugplatz in Hofkirchen im Traunkreis weg. Kurz nach dem Start fiel der Motor aus und ließ sich nicht mehr starten. Aus diesem Grund leitete der Pilot eine Notlandung ein. Weil er bereits genug Höhe erreicht hatte, konnte er sich einen Überblick über die Landschaft verschaffen und auf einem abgeernteten Feld landen. Durch das Manöver entstand weder Sachschaden am Flugzeug noch ein Flurschaden auf dem Feld. Auch der 47-Jährige blieb unverletzt. Am Boden ließ sich der Motor wieder starten und das Flugzeug konnte zurück zum Flugplatz geflogen werden. Quelle: ‚Regionews.at‚. Foto: ‚Aviator.at/Chris Barszczewski‘.

Canadair trifft Lastkahn

Am Sonntag, 27. August, traf am späten Nachmittag ein Canadair-Wasserflugzeug einen im Hafen von Vallabrègues (Dep. Gard) ankernden Lastkahn. Das Flugzeug war im Einsatz zur Bekämpfung eines Waldbrandes in Collias in der Nähe von Nîmes. Glücklicherweise verursachte der Unfall nur Materialschaden und niemand wurde verletzt. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, teilt franceinfo der Luftfahrtgendarmerie von Montpellier mit, um zu ermitteln, was zum Unfall führte. Im Video sieht man, wie das Löschflugzeug aus der Rhone Wasser schöpft. Einer der Flügel trifft den Mast des Lastkahns. Derzeit ist noch nicht bekannt, warum es zu diesem Unfall kam. Quelle: ‚FranceTVinfo.fr‚ und Isabelle Blache auf youtube (Video).

Landebahn mit Wiese verwechselt

Ein Kleinflugzeug ist bei Bad Endorf abgestürzt. Das Fluggerät ist in der Nähe des Flugplatzes auf den Bahngleisen niedergegangen. Der Pilot blieb unverletzt. Der Mann aus dem Landkreis München hat eine Wiese mit der Landebahn verwechselt und konnte nicht mehr durchstarten. Der Pilot aus dem Landkreis München war laut Polizeibericht in Landshut gestartet und wollte mit seinem Ultra-Leichtflugzeug in Bad Endorf landen. Beim Landeanflug habe er eine Wiese zwischen den Gleisen und der Staatsstraße 2092 mit der Landebahn verwechselt und eine Bruchlandung hingelegt. Die angesteuerte Landebahn befindet sich ein paar Meter westlich der Gleise und der Staatsstraße. Als der Pilot seinen Fehler bemerkte, sei ein Durchstarten nicht mehr möglich gewesen, so die Polizei. Denn in seiner Flugrichtung habe eine Hochspannungsleitung gestanden. Der Pilot setzte zur Notlandung an. Den Hergang des Flugunfalles ermittelt nun ein Sachverständiger. Den Schaden vor Ort beziffert die Polizei auf 30.000 Euro. Menschen kamen bei dem Flugunfall nicht zu Schaden. Quelle: ‚OVB online‚.

Weicht CH-Ständerat CO2-Abgabe für Privatjets auf?

Nicht nur für Linienflieger, auch für Privat- und Businessjets soll eine CO2-Abgabe fällig werden. Ständeräte wollen dabei aber dem Schweizer Flugzeugbauer Pilatus entgegenkommen. Die Flugticket-Abgabe für Linienflüge ist beschlossene Sache. 30 bis 120 Franken soll ein Flug künftig mehr kosten, da sind sich National- und Ständerat einig.

Doch was ist mit all den Privat- und Geschäftsflügen, die zwei Drittel aller Flugbewegungen in der Schweiz ausmachen? Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der Ständerat beugt sich heute Montag über letzte Differenzen im neuen CO2-Gesetz – eine davon besteht bei der Flugticket-Abgabe für private Flugzeuge.

Das Parlament will Sport- und Hobbyflieger von der Abgabe befreien. Darum hat der Nationalrat entschieden, dass nur zur Kasse gebeten werden soll, wer eine Maschine fliegt, die über 5700 Kilogramm wiegt.

Die Umweltkommission des Ständerats schlägt nun aber vor, die CO2-Abgabe auch für Privatjets zu lockern. Statt bei 5700 soll die Grenze bei 8618 Kilogramm liegen. Laut dem Bundesamt für Umwelt wären so statt 18’300 Flüge pro Jahr noch 14’300 bis 15’300 von der Abgabe betroffen.

Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, sprechen Kritiker dabei von einer «Lex Pilatus». Der Stanser Flugzeugbauer hat mit einem Brief an die Kommissionsmitglieder für eine Aufweichung der Abgabepflicht gekämpft. Pilatus warnt im Schreiben, die 5700-Kilogramm-Grenze würde die Absatzchance für seinen PC-24 «beeinträchtigen», seine Konkurrenzfähigkeit würde «vermindert». Der Businessjet aus Schweizer Produktion, mit dem auch der Bundesrat fliegt, wiegt rund 8300 Kilogramm.

Das Lobbying hat gefruchtet. Per Stichentscheid des Präsidenten empfahl die Kommission eine Erhöhung der Gewichtsgrenze. «Aus Sicht der Kommission erhöht dieser Entscheid die Vollzugtauglichkeit der Abgabe und kommt den schweizerischen Flugzeugherstellern entgegen», hiess es in der Medienmitteilung der Kommission. Womit deutlich wird, dass der Entscheid massgeblich durch Pilatus beeinflusst worden ist.

Laut «Tages-Anzeiger» hat insbesondere der Solothurner Ständerat Pirmin Bischof (CVP) für die von Pilatus favorisierte Lösung plädiert. Seinen Angaben zufolge habe dies «nicht viel» mit dem Geschäft des Schweizer Flugzeugbauers zu tun, sondern damit, dass die Unterscheidung zwischen Flugzeugen unter und über 5700 Kilogramm veraltet sei. Allerdings: Die Limite ist in Europa heute nach wie vor gebräuchlich bei der Unterscheidung verschiedener Luftfahrzeug-Klassen.

Nicht nur die Frage, welche Flugzeuge abgabepflichtig sind, wird im Ständerat zu reden geben. Auch ist noch nicht festgelegt, wie hoch die Abgabe für die Privat- und Businessjets dann ausfällt. Der Nationalrat schlägt eine Bandbreite von 500 bis 5000 Franken vor – je nachdem, wie gross das Flugzeug ist. Die Umweltkommission des Ständerats unterstützt diesen Vorschlag. Umstritten ist allerdings noch, nach welchen Kriterien festgelegt wird, wer wie viel zu zahlen hat. Eine knappe Mehrheit der Kommission möchte, dass auch eine Rolle spielt, wie weit jemand mit dem Privatjet fliegt. Quelle: ‚Blick‚.

Flugzeug stösst beim Anflug fast mit Heißluftballon zusammen

Am Sonntag, 30. August, musste der Pilot eines Kleinflugzeugs einem Heißluftballon ausweichen. Jetzt ermittelt die Polizei gegen den Ballonfahrer. Wie die Polizei Osnabrück berichtet, meldete sich am vergangenen Sonntag der Pilot eines Kleinflugzeuges beim Tower des Flughafens Münster/Osnabrück. Beim Landeanflug auf den FMO habe er einem Heißluftballon ausweichen müssen. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war die Fahrt des Heißluftballons nicht bei der Flugsicherung angemeldet worden.

Auch eine Kontaktaufnahme des Tower blieb erfolglos, die Ballonbesatzung war nicht, wie vorgeschrieben, per Funk für die Flugsicherung erreichbar. Nach Angaben des Piloten ereignete sich der Vorfall am Sonntag gegen 18:55 Uhr, rund einen Kilometer südlich von Georgsmarienhütte. Der Ballon müsste sich zu diesem Zeitpunkt folglich im Luftraum zwischen Georgsmarienhütte und Bad Iburg befunden haben. Die Ballonhülle soll die Farben rot, blau und weiß gehabt haben. Mit einem Aufruf hat sich die Polizei, die wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr ermittelt, am Donnerstag an die Öffentlichkeit gewandt, um Hinweise auf den Heißluftballon zu bekommen. Durch die Verbreitung der Pressemeldung auf den Kanälen örtlicher Medien und in den sozialen Netzwerken meldete sich der gesuchte Ballonfahrer bereits kurz danach bei der Polizei. Ebenfalls meldeten sich zahlreiche Zeugen, die den Heißluftballon und seine Landung in Lienen (Kreis Steinfurt) beobachtet hatten. Quelle: ‚Allgemeine Zeitung‚.

Schweinfurt will Flugplatz nicht mehr mitfinanzieren

Kaum ein Thema hat die Ratsgremien der Stadt Haßfurt und des Landkreises Haßberge in den vergangenen Jahren so regelmäßig beschäftigt wie der Verkehrslandeplatz in Haßfurt. Den Einen fließt schon jetzt viel zu viel Geld hinein, die Anderen sehen darin einen unverzichtbaren Standortvorteil. Noch in diesem Herbst wird die Diskussion darum wohl von neuem entbrennen. Denn der Stadtrat Schweinfurt hat vor der Sommerpause in nicht-öffentlicher Sitzung entschieden, sich ab dem Jahr 2021 aus dem Verbund Verkehrslandeplatz Schweinfurt-Haßfurt auszusteigen – und damit aus der Finanzierung der Einrichtung.

Am Haßfurter Flugplatz beteiligt sind aktuell der Landkreis Haßberge, die Stadt Haßfurt und die Stadt Schweinfurt mit jeweils 30 Prozent. Neun Prozent trägt die Verkehrslandeplatz Haßfurt Schweinfurt GmbH und ein Prozent der Motorflugclub Haßfurt. Die drei großen Gesellschafter hatten dabei erst im Juli des vergangenen Jahres die Zuschüsse für den Flugplatz von je 25 000 Euro auf 50 000 Euro verdoppelt, um die kosten zu decken. Schon vor dieser Entscheidung hatte unter anderem die Grünen-Kreistagsfraktion eine Neuausrichtung der Finanzierung gefordert – sonst werde man künftig gegen eine Finanzierung stimmen. Auch im Stadtrat Schweinfurt hatte sich Widerstand geregt.

Eine finanzielle Beteiligung der Regierung von Unterfranken sei laut Landratsamt jedoch aus rechtlichen Gründen ausgeschlossen. Auch der Bezirk Unterfranken scheide aus, weil eine Beteiligung „nicht als dessen Aufgabe angesehen werden“ könne. Als „wahrscheinlichste Lösung“ für das Dilemma sähe Landrat Wilhelm Schneider (CSU) den Zuschuss der Stadt Schweinfurt auf die Stadt Haßfurt und den Landkreis Haßberge aufzuteilen, was für beide eine Erhöhung der Zahlungen auf 75 000 Euro jährlich bedeuten würde. Allerdings würden laut Landrat „Gespräche auf verschiedenen Ebenen“ auch über die von vielen geforderte Neuausrichtung und finanzielle Stabilisierung des Flugplatzes geführt.

„Grundsätzlich ist der Beschluss des Schweinfurter Stadtrates zu bedauern“, sagt Wilhelm Schneider. „Der Flugplatz Haßfurt ist eine wichtige Infrastruktureinrichtung für die gesamte Region Main-Rhön. Deshalb sollte es auch die Aufgabe aller Beteiligten sein, sich für den Erhalt dieser Einrichtung stark zu machen. Aktuell stecke man mitten in der Diskussion, um eine Lösung zu finden, so das Landratsamt. In der nächsten Sitzung des Kreistages und des Haßfurter Stadtrates soll der Punkt auf die Tagesordnung. Quelle: ‚Neue Presse‚.

Jetpack-Mann von L.A. nahe an Flugzeug

Kurz nach dem Start am Flughafen in Los Angeles sichten Piloten einen Mann mit Raketenrucksack – in einer Höhe von knapp 1000 Metern. Das Flugmanöver ist jedoch nicht etwa Bestandteil von Dreharbeiten eines neuen Hollywood-Films, sondern illegal und außerdem hochgefährlich.

Berufspiloten sind es gewohnt, sich den Himmel mit Vögeln oder mit Drohnen zu teilen. Ein völlig neues Flugobjekt sichteten Piloten jedoch in der Nähe des Flughafens von Los Angeles: Einen Mann, der einen Jetpack fliegt. Etwa ein Kilometer über dem Boden soll der „Jetpack-Guy“ geschwebt haben.

„Tower, American 1997 – wir sind gerade an einem Mann in einem Jetpack vorbeigeflogen“, funkte der Pilot des American-Airlines-Fluges 1997 dem Bodenkontrollzentrum in Los Angeles am Sonntagabend. Nur etwa 30 Sekunden später meldet sich erneut ein Pilot: Auch er will das menschliche Flugobjekt gesichtet haben. Beide Flugzeuge befanden sich bei der Begegnung mit dem Mann im Landeanflug, gerade einmal 300 Meter soll der Abstand zwischen Flugzeug und der bemannten Mini-Rakete betragen haben. So was gebe es „nur in L.A.“ kommentierte ein Fluglotse.

Seth Young, Pilot und Professor für Luftfahrt an der Ohio State University wies in einem Bericht der „New York Times“ darauf hin, wie gefährlich das Manöver des Mannes war. „Das Risiko besteht offensichtlich darin, mit einem Flugzeug zu kollidieren. Die Triebwerke des Flugzeugs hätten den Mann aber auch aus größerer Entfernung ansaugen können“, erklärt Young. Mit diesem Problem habe man bereits bei Vögeln zu kämpfen. Schon mehrfach mussten Flugzeuge umdrehen, weil es bei Starts zu Vogelschlägen gekommen ist.

Amerikanische Luftfahrtbehörden teilten mit, dass der Fall an die Polizei von Los Angeles übergeben wurde. Diese habe die Gegend nach Verdächtigen abgesucht, einen Jetpack konnten die Beamten bislang nicht finden. Dass sich die beiden Piloten geirrt und den Raktenrucksack-Mann mit einem großen Vogel verwechselt haben könnten, glaubt Seth Young trotzdem nicht. Die Piloten seien darauf trainiert, kleine Objekte in der Luft zu erkennen. Zudem sollen die Crews der Maschinen einwandfreie Sicht gehabt haben.

Jetpacks, also Rucksäcke mit integriertem Triebwerk, gehören schon länger zum Repertoire der Fortbewegungsmittel in Science-Fiction-Filmen. Aber auch an ihrer realen Umsetzung wird bereits seit einiger Zeit gearbeitet. Im letzten Jahr sorgte der französische „Raketen-Mann“ Frank Zapata für Schlagzeilen, als er mit seinem Jetpack-ähnlichen „Flybord Air“ über den Ärmel-Kanal flog. Quelle: ‚n-tv.de‚.

Elektroflieger erreicht Norderney

Mit einem Tag Verspätung ist am Mittwochnachmittag der erste Elektroflug von den Alpen zur Nordsee auf der Insel Norderney gelandet. Am Morgen hatte das E-Flugzeug seinen ersten Zwischenstopp in Niedersachsen eingelegt: Auf dem Flugplatz in Diepholz wurde es zwei Stunden lang für die nächste Etappe nach Westerstede (Landkreis Ammerland) mit Solarstrom aufgeladen. In Westerstede wurde erneut aufgeladen – und am Nachmittag war dann mit der Landung auf Norderney das Ziel erreicht.

Die Maschine vom Typ „Velis Electro“ war wegen schlechten Wetters statt am Sonntag erst am Montag im schweizerischen Schänis im Kanton St. Gallen zu der 700 Kilometer langen Pionierreise gestartet. Auf Norderney soll der Flieger nun zwei Tage zu bestaunen sein, wie NDR 1 Niedersachsen berichtete. Auch einige Rundflüge sind geplant, unter anderem zur Insel Baltrum.

Die Flugpioniere streben mit ihrem Flug mehrere Weltrekorde für Elektroflugzeuge an: unter anderem die größte Flughöhe, die schnellste Geschwindigkeit und die längste mit Strom geflogene Strecke. Die angepeilten Rekorde seien ihm aber nicht so wichtig, sagte Tobias Pape, Mit-Initiator des Rekordflugs und Norderneyer Bierbrauer. Hauptsache, die Pionierarbeit gehe weiter, so Pape: „Wir hätten nichts dagegen, wenn die Rekorde schon bald gebrochen werden.“ Er hatte über das Internet den Schweizer Fluglehrer Marco Buholzer kennengelernt, der den ersten in Europa zugelassenen Elektro-Leichtflieger besitzt. Pape lud den Fluglehrer auf die Insel ein, wo dann die Idee vom ersten Elektro-Flug von den Alpen an die Nordsee entstand.

Etwa alle 100 Kilometer musste der Zweisitzer zwischenlanden, um Strom zu tanken. Zwei Bodenteams kümmerten sich um die Logistik und transportierten unter anderem die mobilen Ladestationen von Flugplatz zu Flugplatz. Experten sehen Elektroflieger in Zukunft als ideale Kurzstrecken-Alternative für den Verkehr zu den Ostfriesischen Inseln. Quelle: ‚NDR‚.

Internationale Kunstflieger in der Lausitz

Auf dem Flugplatz Welzow (Spree-Neiße) finden bis zum Wochenende internationale Wettbewerbe im Kunstflug statt. Daran nehmen zwölf Piloten aus sechs Ländern teil. Darunter aus der Schweiz, Österreich und aus Luxemburg. Nach Veranstalterangaben sind wegen der Corona-Pandemie große Turniere wie Welt- und Europameisterschaften abgesagt worden, deshalb gebe es in Welzow eine abgespeckte Variante, erklärt Wettkampfdirektor Klaus Schrodt.

Corona verhindert Anreise von Russen und Franzosen
Ursprünglich sollten auch Flieger aus Russland und Frankreich in Welzow starten. Das gehe aber nicht wegen der Corona-Beschränkungen, sagt Wettkampfdirektor Klaus Schrodt. Für den Schweizer Kunstflieger Marcus Leibundgut biete Welzow eine schöne Variante, ersetze aber nicht große internationale Wettbewerbe, bei denen Schiedsrichter die Flugleistungen kommentieren und benoten. Höhepunkt sei der Sonnabend, verspricht Schrodt. Da werde von jedem Piloten bis vier Minuten Freestyle geflogen. Dazu gehören Figuren, die beim klassischen Kunstflug nicht auf dem Programm stehen. Die Freestyle-Figuren nennen sich beispielsweise „Purzelbäume“ und „Radschlagen“. Außerdem werde mit Rauch geflogen und damit Bilder am Himmel gemalt, kündigt der Wettkampfdirektor an. Die Hygieneregeln erlauben maximal 1.000 Zuschauer, so der Veranstalter. Quelle: ‚rbb24.de‚.

‚Bullet plane‘ vorgestellt

Nach Jahren des Rätsels wurde die Celera 500L, ein gewehrkugelförmiges Flugzeug, das 2017 zum ersten Mal auftauchte, von der kalifornischen Firma Otto Aviation enthüllt. 31 Testflüge wurden erfolgreich abgeschlossen. Die Celera 500L soll „das treibstoff-effizienteste Flugzeug“ werden. Es handelt sich um ein Privatflugzeug für Direktverbindungen in den USA, das aber mit ähnlichen Geschwindigkeiten und Kosten wie kommerzielle Flüge operiert. Die Neuheit von Otto Aviation solle fast jede amerikanische Stadt ohne Auftanken bedienen können. In die fensterlose Kabine dringt kein natürliches Licht, aber sie ist mit 1,88 Metern Höhe geräumig genug für sechs First-Class-Sitze. Als Motor wirkt ein „Red A03“, ein Diesel-Antrieb für V12-Viertakt-Flugzeugmotoren. Bild: ‚Avionews.it‚.

Manchmal schüttelt es schon kräftig

Wo andere einen weiten Bogen machen oder gleich zusehen, dass sie zurück an den Boden kommen, hebt Julia Rexroth erst ab: Die 37-jährige Pilotin aus Albstadt, Mitglied und Fluglehrerin im Luftsportverein (LSV) Degerfeld, arbeitet als Hagelabwehr-Fliegerin. In dieser Saison ist sie im Schwarzwald, in der Ortenau und im Rheintal im Einsatz. Wenn das endgültige „Go“ von den Meteorologen von Südwest-Wetter aus Karlsruhe kommt, muss es schnell gehen. Julia Rexroth, blond und vielleicht 1,65 Meter groß, kontrolliert noch einmal ihre Maschine und vor allem die beiden Generatoren sowie die beiden Fackel-Batterien am Rumpf der Cessna 182. Dann lässt sie das 230 PS starke Sechs-Zylinder-Triebwerk an und rollt los zur Startbahn.

Der Wetterdienst schickt ihr Radarbilder und Karten auf den Tablet-Computer direkt ins Cockpit, damit sie weiß, wo ihr Einsatzgebiet genau liegt. Rund 30 Mal ist sie in dieser Saison schon losgeflogen, die von Ende April bis Mitte Oktober dauert. Ihr Gebiet liegt zwischen der Ortenau und Freudenstadt bis hoch nach Karlsruhe. Der Auftrag: eine Gewitterzelle mit Hagel-Potenzial anzufliegen, den mächtigen Aufwindkern der Gewitterwolke zu suchen und dann die Generatoren und Fackelbatterien zu zünden. Abgegeben wird dabei ein Silberiodid-Aceton-Gemisch. Das Aceton verbrenne vollständig, für die Umwelt sei die Impfaktion unschädlich. Der Theorie zufolge zieht die Wolke die Partikel ein wie ein Staubsauger. An den sogenannten Kondensationskernen bilden sich aus dem Wasserdampf Tröpfchen, die dann abregnen, anstatt in der kilometerhohen Wolke aufzusteigen, irgendwann zu vereisen und dann als zerstörerischer Hagel niederzuprasseln.

Hagelabwehr-Flieger starten frühzeitig und sind bemüht, die Gewitterwolken vor ihrem „Reifestadium“ zu erwischen, also bevor es knallt. „Je früher, desto besser“, sagt die Pilotin. Ob es ein Einsatztag oder ein freier ist, bekommt die dreifache Mutter meist früh mit. Um 7 Uhr erhalten sie und ihre Kollegen die ersten Wetterdaten des Tages zugeschickt. Ist die Warnstufe „grün“, kann sie zu Hause bleiben. Bei Einsatzbereitschaft „rot“ setzt sie sich ins Auto und fährt nach Offenburg, wo die Maschine normalerweise stationiert ist. Dann macht sie die robuste Cessna startklar, während sich ihr Mann um den Nachwuchs kümmert. Er ist, wie Julia Rexroth, Pilot und ehrenamtlicher Segelfluglehrer des LSV Degerfeld.

Für den Job als Hagelabwehr-Fliegerin in Teilzeit hat Julia Rexroth sich beworben. Denn die 37-Jährige hat zwar eine Berufspilotenlizenz, Einstellungsvoraussetzung für die Hagelabwehr, sie ist jedoch vor allem als Hebamme tätig. In Offenburg sind zwei der insgesamt sieben Hagelabwehr-Flugzeuge der Firma FK Aviation GmbH mit Sitz in Gärtringen bei Herrenberg stationiert. Von dort aus fliegen die beiden Cessnas im Auftrag von Versicherungen und der Landwirtschaft. Weitere Unternehmen in Baden-Württemberg bieten Hagelabwehr mit Kleinflugzeugen an.

Versicherungen übernehmen Flugkosten
Nicht alle Wetterkundler sind von der Wirkung überzeugt. Laut Rexroth werde das Prinzip an Hochschulen erforscht, im Laborversuch habe es geklappt. Aus ihrer fliegerischen Praxis sei sie überzeugt davon, dass die Methode funktioniert: „Wir beobachten immer wieder Gewitterzellen, die sich nach dem Einfluss des Silberiodids abschwächen und kein oder nur sehr kleiner Hagel den Boden erreicht“, sagt sie. Nach Abzug der Flugzeuge verstärkten sich die Gewitter oft wieder und entwickelten außerhalb der Abwehrgebiete nicht selten wieder Hagel am Boden. Sie habe schon im Rheintal Wolken „geimpft“, die abgeregnet seien, während „ungeimpfte“ Wolken an den Vogesen direkt daneben Hagel abgelassen hätten, erzählt sie. Die Versicherungen sind jedenfalls bereit, die Flüge zu bezahlen.

Bei ihren Einsätzen sei es unerlässlich, hellwach zu sein, erzählt Rexroth. „Man muss schon wissen, was man tut. Das ist nichts für Draufgänger“. Den Steigkern einer Wolke zu finden, ist für die Segelfliegerin Routine. Allerdings seien Gewitterzellen noch mal etwas anderes als eine harmlose Haufenwolke, unter denen sich die Thermikjäger für gewöhnlich tummeln.

In den Auf- und Abwindzonen schüttele es die 1,3 Tonnen schwere Maschine schon mal kräftig durch. Deshalb versuche sie stets, die Zelle von vorne anzufliegen und rasch an ihren Steigkern zu kommen. „Aber man muss schon aufpassen mit so einer kleinen Kiste“, sagt sie und lacht. Abwindzonen, in denen die Kaltluft aus der Wolke wie ein Wasserfall Richtung Erde stürzt, meide sie. Angst habe sie bei den Einsätzen keine. Als Segelfliegerin sei sie die Rüttelei gewöhnt. Manchmal sei sie vier Stunden am Stück in der Luft, fliege von einer Zelle zur nächsten, so lange der Treibstoff reiche. Beim Flug sei sie ständig mit einem Meteorologen im Kontakt. Ihre Saisonbilanz fällt bislang positiv aus. Kein Starkhagel-Ereignis ihn ihrem Einsatzgebiet. „Ich habe schon den Eindruck, dass solche Ereignisse weniger werden, seit wir in der Luft sind“, sagt Rexroth. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Action am Stanserhorn

Es gibt derzeit keine Airshow in der Schweiz? Von wegen! Wer diese Flugzeugparade erleben wollte, musste Ende Juli allerdings hoch hinaus – aufs 1900 Meter hohe Stanserhorn

Von Jürgen Schelling

Was für ein Erlebnis: In 6000 Fuß Höhe herrliche Oldtimer extrem nah vorbeifliegen zu sehen – ein Traum. Die Bergstation auf dem Stanserhorn in der Zentralschweiz bot am 25. Juli eine extrem ungewöhnliche Location für eine Luftfahrtveranstaltung.

Das Spektakuläre an der Air-Parade: Normalerweise müssen Flugzeuge einen Abstand von mindestens 500 Fuss zum Boden haben. Am steil abfallenden Stanserhorn ist das aber überhaupt kein Problem. Deshalb konnten die Maschinen hier auf Augenhöhe mit den Zuschauern direkt an der Aussichtsterrasse vorbeifliegen. Kunstflug war allerdings tabu, lediglich Vorbeiflüge waren erlaubt.

Mehrere hundert Zuschauer auf dem Gipfel bewunderten die Parade der insgesamt 14 Klassiker im Sechsminutentakt. Als eine der kräftigsten Maschinen kam gleich zu Beginn der weltweit grösste Doppeldecker Antonov An-2 angeflogen. Gleich zwei verschiedene An-2 von den Startflugplätzen Birrfeld und Grenchen brummten am Stanserhorn auf Augenhöhe mit den Zuschauern vorbei.

Mehrere Bücker Jungmann und ein Jungmeister folgten, dazu zwei Piper Cub, eine davon auf Floats, Yak-52, AT-16 und ein Stinson L-5 von 1943, der einst sogar noch im Kriegseinsatz im Pazifikraum als Aufklärer diente.

Aus eidgenössischer Produktion und quasi als Heimspiel schaute die Crew eines privaten Pilatus P-2 vorbei. Der Tiefdecker mit Tandemcockpit hatte im April 1945 seinen Erstflug und wurde am unterhalb des Stanserhorns gelegenen Flugplatz Buochs gebaut. Mehr als 30 Jahre flog der P-2 in der Schweizer Luftwaffe.

Ein extrem seltener Klassiker war auch der U4M Pelikan aus den 1960er Jahren. Der vierplätzige Holz-Tiefdecker wurde einst in Kleinstserie von nur vier Stück von der Firma Walter Uetz Flugzeugbau in Speck-Fehraltorf hergestellt. Er ist aufwändig restauriert und heute als einer von zwei Überlebenden wohl im Besser-wie-neu-Zustand.

Eine DeHavilland Gypsy Moth benötigte einige Zeit, um auf fast 6000 Fuß zu klettern. Denn der Reihenmotor des Zweisitzers von 1931 hat lediglich 85 PS. Die Gypsy Moth war die älteste Maschine der Air-Parade.

Zwei angekündigte Flugzeuge konnten leider nicht teilnehmen: Eine Schweizer Beech 18 aus dem Jura konnte wegen Wetterproblemen nicht anreisen, eine ebenfalls zweimotorige DeHavilland Dove aus Deutschland musste in Buochs wegen Magnetproblemen an einem Motor die Teilnahme aus technischen Gründen kurzfristig absagen.

Das grösste Flugzeug kam als vermeintlicher Abschluss der Air-Parade, eine legendäre Douglas DC-3. Die 1943 gebaute Twin mit Standort Grenchen kann bis zu 16 Passagiere befördern. Die DC-3 begeisterte durch ihre hochglanzpolierte Aussenhaut im Swissair-Look und rassige Vorbeiflüge.

Dann gab es sogar noch einen Überraschungsgast zum Ende der Airparade, und was für einer: Eigens aus Salzburg kam der Chefpilot der Flying Bulls, Raimund Riedmann, in der Lockheed P-38 Lightning vorbeigerauscht. Der Jäger war und ist mit bis zu 410 Knoten eines der schnellsten Propellerflugzeuge. Mit drei rasanten Überflügen – gefühlt eher flotter als die hier im unteren Luftraum erlaubten 250 Knoten – setzte die extrem seltene Twin einen krönenden Schlusspunkt dieser aussergewöhnlichen Flugschau, der vermutlich Einzigen der Schweiz in diesem Jahr.

Eisenschmidt wird 140

25.08.2020 – Im September 1880 wurde der Verlag R. Eisenschmidt in Berlin gegründet. Bereits 1909 vertrieb die Firma die erste Karte für „Luftschiffer“. Seitdem ist Eisenschmidt eine feste Größe in der Allgemeinen Luftfahrt. Das Jubiläum wird mit einem großen Gewinnspiel gefeiert.

Von militärwissenschaftlicher Literatur über Wanderkarten hin zu Luftfahrtpublikationen. Auch wenn sich die Themengebiete im Laufe der Jahrzehnte verändert haben, hat das Kerngeschäft seit 140 Jahren Bestand: die Herausgabe und der Vertrieb von Printmedien. Heute ist Eisenschmidt ein moderner Pilotshop, der sein Sortiment ganz auf die Bedürfnisse von Piloten und Pilotinnen ausrichtet. Neben den bewährten Luftfahrtkarten und  -handbüchern haben auch digitale Produkte und Pilotenzubehör Einzug gehalten.

Die Spezialisierung auf Luftfahrtprodukte zeichnete sich schon früh ab. 1909 erschien die erste Karte für die Allgemeine Luftfahrt, die damals noch in den Kinderschuhen steckte. Oberstleutnant Moedebeck war der Erfinder der „Karte für Luftschiffer“. Als Vertriebspartner wurde die Firma Eisenschmidt aufgrund ihrer Expertise im Verlags- und Vertriebswesen gewählt. 

Im Laufe der Jahrzehnte war Eisenschmidt oft amtliche Vertriebsstelle für Kartenwerke von staatlichen Institutionen im In- und Ausland.  Ab 1961 begann die enge Zusammenarbeit mit der Flugsicherung, damals noch BFS (Bundesanstalt für Flugsicherung). Bei Eisenschmidt wurden Luftfahrthandbücher, Nachrichten für Luftfahrer und ICAO-Publikationen konfektioniert und vertrieben. Als die Firma 2013 zum Verkauf stand, wurde sie dann eine 100%ige Tochterfirma der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH.

Nur wenige Firmen in Deutschland schaffen es, eine so lange Firmengeschichte vorzuweisen. Coronabedingt fallen dieses Jahr große Feierlichkeiten vor Ort aus, aber solch ein besonderes Jubiläum soll nicht ungesehen verstreichen. Deshalb gibt es als Dankeschön für Kunden und Kundinnen und alle Luftfahrtbegeisterten im September eine Jubiläumsaktion. 140 Jahre – 140 Preise: Am 1. September startet ein Gewinnspiel und es werden wöchentlich 35 Gewinner ausgelost. Wer also jede Woche die Gewinnspielfrage richtig beantwortet, hat viermal die Chance auf einen der attraktiven Sachpreise.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Teilnahme am Gewinnspiel gibt es unter www.eisenschmidt.aero/140-jahre.

Laser zielt auf Flugzeug

Ein Unbekannter hat vermutlich mit einem Laserpointer auf ein Flugzeug, das im Landeanflug auf den Flughafen Leipzig/Halle war, gezielt. Die Landung der Frachtmaschine sei vorübergehend abgebrochen und erneut durchgeführt worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen. Die Deutsche Flugsicherung informierte die Kriminalpolizei über den Vorfall. Beamte konnten zunächst keinen Täter ausfindig machen. Quelle: ‚RTL.de‚. Bild: ‚Krone.at‚.

Tour de France

Lesen in diesem Reiseblog von ‚Deltamikemike‘ einen ausführlichen, illustrierten Reisebericht über eine Tour de France im Motorflugzeug sowie viel Wissenswertes über das Fliegen in Frankreich. (…) Der Wetterbericht sagt mal wieder wenig gutes für die nächsten Tage voraus, also weiter Richtung Heimat. Die beiden Mittelgebirge, die
dazwischen liegen, haben es doch noch in sich. Während der Flug über die Vogesen zwischen der aufziehenden Cumulus-Bewölkung noch einigermaßen klappt, ist es praktisch unmöglich, über den Schwarzwald zu kommen. Wie der GAFOR da auf “D” kommt, ist mir bei einer Bezugshöhe von 4000 Fuss einigermaßen schleierhaft, denn bei 3500 Fuss hängt eine dichte Wolkendecke. Also geht es den Rhein entlang zurück nach Konstanz…