Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Flyinggroup übernimmt neunten PC-24

Die Flyinggroup hat einen Vertrag zur Übernahme des neunten PC-24 in ihr Flottenmanagement unterzeichnet. Die belgische Chartergesellschaft setzt bereits seit 2020 auf den Super Versatile Jet von Pilatus. Der neue PC-24 mit einzigartigem Design – einer elegant grauen Linienführung und Schweizer Edelweissblüten – wurde am 16. Mai 2024 an die Flyinggroup übergeben. Die Übernahme des PC-24 ermöglicht es der Anbieterin, ihre Flotte noch vielseitiger und leistungsfähiger zu gestalten, wovon letztendlich die Passagiere wie auch die Crews profitieren.

PC-24 Super Versatile Jet
Der neue PC-24 hat eine um 272 Kilogramm (600 Pfund) höhere Zuladungskapazität. Die maximale Reichweite mit sechs Passagieren an Bord wurde um 370 Kilometer (200 nautischen Meilen) gesteigert. Bei voller Treibstoffzuladung sowie unter «Single Pilot Operation» resultiert eine maximale Nutzlast von 596 Kilogramm. Eine Optimierung, die vor allem im Charterbereich wesentliche Vorteile bringt, da mehr Passagiere und Gepäck befördert werden können. Der neue PC-24 der Flyinggroup bietet zudem eine weiterentwickelte Kabinenausstattung mit «Welcome Center» sowie zusätzlichen Stauraum in der Kabine. Der neue PC-24 sowie der PC-12 NGX werden an der Messe EBACE in Genf vom 28. bis 30. Mai 2024 ausgestellt sein. Quelle: ‚Pilatus‚.

Flugwetter, Gratis-Karten und Webcams.

Kostenlos: auf flieger.news steht für Ihre Flugvorbereitung ein umfangreiches Informations-Angebot bereit.

Sie finden hier die wichtigen Flugwetter-Informationen, Notam’s, die aktuellen DABS, METAR, TAF, kostenloses Kartenmaterial zum Download und eine grosse Zahl von Panorama-Webcams.

Piper Announces Approved Service Center in France

Piper Aircraft, Inc. and Authorized Piper Dealer, Flying Smart Aero, announced the appointment of Troyes Aviation as the Approved Piper Service Center in France. Founded in 1973 by Françoise Horiot and transferred to new ownership in 2023, Troyes Aviation is a fully-owned subsidiary of JGH SAS and the sister Company of JG AVIATION, the Authorized Pilatus Service Centre for France.

Over the past 50 years, Troyes Aviation has built a reputation for its flawless service delivery and the innovative approach of its leadership, ensuring a competitive edge in the premium general aviation market. The management’s commitment to continuous innovation includes maintaining the latest aircraft models, providing ongoing training for their staff, and leading their operations in a dynamic, pragmatic, and human-centred manner, always prioritizing client satisfaction. Source: ‚Piper Aircraft‚.

Sustainable Aviation Fuel with Lower Cost and Waste

Honeywell announced its hydrocracking technology can be used to produce sustainable aviation fuel (SAF) from biomass, helping to make sustainable aviation fuel (SAF) that is 90% less carbon intensive than traditional fossil-based jet fuels1. The new technology produces 3-5% more SAF2,3, enables a cost reduction of up to 20%3,4 and reduces by-product waste streams as compared to other commonly used hydroprocessing technologies.

Honeywell’s Fischer-Tropsch (FT) Unicracking™ technology takes liquids and waxes from processed biomass – including leftovers from crops, wood waste or food scraps – and can be used to produce SAF that complies with the strict standards of the aviation industry and with lower environmental impact. This innovation demonstrates Honeywell’s alignment of its portfolio with three compelling megatrends, including the energy transition.

„As demand for SAF continues to grow, the aviation industry is challenged by limited supplies of traditional SAF feedstocks such as vegetable oils, animal fats and waste oils,“ said Ken West, president and CEO of Honeywell Energy and Sustainability Solutions. „When combined with the existing Fischer-Tropsch process, our new technology will expand the feedstock options available in the industry to sources that are more plentiful, ultimately helping improve our customers‘ ability to produce SAF.“

Recently, DG Fuels selected Honeywell’s FT Unicracking technology for its biofuels manufacturing facility in Louisiana – the largest in the world for making SAF from the FT process – that will produce 13,000 barrels of SAF each day when it begins operations in 2028.

Honeywell helped pioneer SAF production with its Ecofining™ process, which has been used to produce the fuel commercially since 2016. The company now offers solutions across a range of feedstocks to meet the rapidly growing demand for renewable fuels, including SAF. In addition to Honeywell Unicracking and Ecofining, Honeywell’s renewable fuels portfolio includes Ethanol to Jet technology and eFining™, which converts green hydrogen and carbon dioxide into e-fuels. More than 50 sites globally have licensed Honeywell’s SAF technologies, with refineries projected to exceed a combined capacity of more than 500,000 barrels of SAF per day when fully operational. Source: ‚Honeywell‚.

Britten-Norman celebrates 70th Anniversary

Britten-Norman is celebrating its platinum anniversary in 2024, marking 70 years since the company was founded. John Britten and Desmond Norman started their business in 1954, on completion of their apprenticeships at De Havilland. The business was conceived as an aircraft modification company before the two entrepreneurs identified a gap in the market for a high payload, short sector, short take-off and landing aircraft that is capable of operating in some of the most remote parts of the world with the minimum of infrastructure or support. So, 10 years later, the ubiquitous Islander was born. Source: ‚Britten-Norman‚.

Cloud-basiertes Flugsicherungssystem für Memmingen

Die DFS Aviation Services GmbH (DAS), ein Tochterunternehmen der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, führt am Flughafen Memmingen das Cloud-basierte Flugsicherungs-System PHOENIX WebInnovation zur Flugverkehrskontrolle ein. Das innovative Flugsicherungs-System, das erste seiner Art, arbeitet vollständig in der Public-Cloud und stellt einen technologischen Paradigmenwechsel in der Flugsicherungs-Branche dar. Das System nutzt modernste Technologien und hat sich bereits an kleineren Flugplätzen als erweitertes Informationstool bewährt. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Cloud Native Produkt, welches auf der Kubernetes Plattform des Unternehmens SysEleven gehostet wird, mit dem die DAS eine langjährige Partnerschaft eingegangen ist.

In Memmingen wird es erstmals zur Flugverkehrskontrolle an einem Verkehrsflughafen zum Einsatz kommen. Im Kern bietet es neben einem modernen, komfortablen Radarbildschirm, der als Anzeige der Luftlage verwendet wird, ein innovatives elektronisches Flugstreifensystem zur Nutzung im Tower. Das Tool ist orts- und hardwareunabhängig und wird über eine Public-Cloud und einen geschützten Zugriff betrieben.

Aufbauend auf dem Erfolg der bisherigen Projekte, wurde das System durch die DAS unter Einbeziehung von Fluglotsen weiterentwickelt, um ein elektronisches Flugstreifensystem zur Ablösung der bisher verwendeten Papierstreifen ergänzt und auf die besonderen betrieblichen Anforderungen der Fluglotsen an Verkehrsflughäfen zugeschnitten.

„Der Einsatz von PHOENIX WebInnovation reduziert den Koordinationsaufwand und die Arbeitsbelastung der Losten, was die Wachstums- und Effizienzziele wesentlich unterstützt. Darüber hinaus wird in einem nächsten Schritt der Datenaustausch zwischen Flughafen und Flugsicherung verbessert, was die Datenqualität für alle Beteiligten erhöht und den Flugbetrieb noch zuverlässiger macht“, sagt Ralf Schmid, Geschäftsführer des Flughafens Memmingen.

„Die Einführung des Cloud-basierten Flugsicherungssystems an einem Verkehrsflughafen ist ein großer Erfolg für die DAS und die Flugsicherungsbranche“, sagte Andreas Pötzsch, Geschäftsführer der DAS. „Mit der Einführung der Cloud-Technologie leiten wir eine neue Ära der Effizienz, Zuverlässigkeit und Digitalisierung im Flugverkehrsmanagement ein.“ Quelle: ‚DFS, Deutsche Flugsicherung‚.

65 Jahre Porter-Erstflug

Am 4. Mai 2024 feierten die Yeti-Flyers mit geladenen Gästen den 65. Geburtstag des Pilatus Porters PC-6. Eine Vielzahl von Fachleuten haben die Feier bunt gestaltet. ​Eine besondere Ehre war die Anwesenheit von Rolf Böhm, der den Erstflug am 4. Mai 1959 durchführte und von Peter Diener, der ebenfalls den Weg nach Bleienbach fand. Quelle: ‚Yeti-Flyers‚.

Wingly sucht neue Aktionäre

Die Mitflugzentrale Wingly konnte kürzlich eine Finanzierungsrunde von 3,5 Millionen Euro mit führenden europäischen Investoren durchführen. Direkt danach bietet sie Privatpiloten via Crowdfunding an, „Teil des Erfolgs zu werden“ und unter denselben Bedingungen in Wingly zu investieren.

Militärflugzeug-Oldtimer in Biel-Kappelen

Bei besten Wetterbedingungen trafen sich auf dem Flugplatz Biel-Kappelen rund 20 ehemalige Schweizer Militärflugzeuge zu einem Fly-In. Unterstützung gab es durch das Super Puma Display Team der Schweizer Luftwaffe sowie die IG Warbird. Organisator Paul Misteli kann zufrieden sein: Der Flugplatz Biel-Kappelen wurde von Besuchern am Boden und aus der Luft regelrecht überrannt. Von der Nieuport 23, pilotiert von Isidor von Arx, bis zur Do 27 aus Altenrhein gab es für die zahlreichen Besucher jede Menge historischer Schweizer Militärflugzeuge zu bestaunen.

Die Vorführung des Super Puma der Schweizer Luftwaffe sorgte für Begeisterung. Etwas ausserhalb des regulären Programms überraschten Danielle und Emiliano Del Buono mit einer Wingwalker-Show mit der Super Stearman. Über die Mittagszeit bewunderten die Zuschauer eine Vorführung von Piloten der IG Warbird, die ihre perfekt gebauten Modelle von Schweizer Militärflugzeugen am Himmel präsentierten. Quelle: ‚Aeroclub Schweiz, AeCS, Bilder Roger Steiner‚.

Förderung des Navigationsfluges

Der BWLV will die aufstrebende Motorflugsportart Navigationsflug besonders fördern. Dazu hat der Fachausschuss Motorflug/Ultraleicht im Frühjahr 2024 ein Förder-Programm für Luftsportlerinnen und Luftsportler mit Ambitionen zum Spitzensport in Leben gerufen. Konkret werden dabei ausgeschriebene Meisterschaften auf Bundesebene finanziell unterstützt. Quelle: ‚BWLV‚.

Flugleiter-Assistenz-System für automatische Funkansagen

Die Firma KAPI electronics GmbH, bekannt durch die Entwicklung von Flugdatenschreibern (FDR) und Datenloggern für die allgemeine Luftfahrt wartet mit neuen und innovativen Entwicklungen auf. Zum Beispiel das Flugleiter-Assistenz-System FAS für automatische Funkansagen. Für die Betreiber von Verkehrs- und Sonderlandeplätzen wird mit dem FAS, inklusive Wetterstation und Touchscreen, ein wertvolles zusätzliches Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt, dass den Flugleiter weitestgehend unterstützt. Der Flugbetriebsdienst ist mit dem FAS durchgehend gewährleistet und der Flugleiter kann sich zusätzlich administrativen und organisatorischen Aufgaben widmen.

Das FAS sendet nach einem durch den Piloten getätigten Erstanruf via programmierter, digitaler, synthetischer Sprachausgabe (Text-to-Speech), die aktuelle Windrichtung, Windstärke sowie dem vorherrschenden Luftdruck am Platz und empfiehlt dem anfliegenden Piloten eine Landerichtung. Die automatischen Ansagen entsprechend den gesetzlichen Mindestbestimmungen und sind Grundlagen eines üblichen praktizierten Anflug- und Landeverfahrens. Alle am Platz notwendigen Informationen und Einstellungen lassen sich am mitgelieferten Touchscreen-Monitor einstellen. Das integrierte Flugfunkgerät ist als Bodenfunkstelle zugelassen. Es ist auch möglich, die aktuellen Flugplatzinformationen online aus dem Homeoffice abzurufen bzw. zu bearbeiten. Des Weiteren kann die Sprachausgabe zwischen männlicher und weiblicher Stimme ausgewählt werden. Gleiches gilt für Ansagen in unterschiedlichen Sprachen, wie z.B. Englisch, Französisch etc.

Automatische Flugbewegungs-Erfassung

Sowohl von Vereinsflieger als auch von aerops werden gerade Systeme zur automatisierten Erfassung von Flugbewegungen im Hauptflugbuch vorgestellt. Diese bedienen sich der Erfassung von Bewegungsdaten durch die Firma Jetvision und integrieren diese in ihre Systeme. Auch eine Abrechnung von Landegebühren kann dann integriert erfolgen. Aerops hat hierzu eine Informationswebseite erstellt, die hier erreicht werden kann. Vereinsflieger hat eine Zusammenfassung erstellt, die hier abgerufen werden kann, und bietet den Zugang zu einem Demosystem an, dessen Anmeldeseite sich hier befindet. Quelle: ‚Guido Frey‘.

Sichtflug in der TMZ

Wie Sie sich als Pilot/-in in einer Transponder Mandatory Zone korrekt verhalten, finden Sie einerseits in der Nfl mit dem etwas sperrigen Titel „Regelung für Flüge nach Sichtflugregeln bei einem Flug durch Gebiete mit festgelegter Transponderpflicht„, während Sie anderseits hier eine Übersicht samt Hörbereitschafts-Frequenzen und zur jeweiligen TMZ gehörendem Transponder-Code finden. Quelle: ‚DAeC‘.

150 Millionen Dollar auf Abruf – Lilium atmet auf

Die deutschen Flugtaxi-Entwickler Lilium und Volocopter haben zuletzt gewarnt, dass ihre Gelder knapp werden könnten. Nun kann zumindest Lilium erstmal erleichtert sein. Ein US-Investor steht für eine Notfall-Spritze bereit. Jüngst schlug Lilium-Chef Klaus Roewe Alarm, weil die Gelder des deutschen Flugtaxi-Entwicklers knapp werden könnten. Er plädierte für staatliche Bürgschaften, um neue Investitionen abzusichern. Nach WELT-Recherchen hat Lilium jetzt eine Notfall-Finanzspritze vereinbart. Der US-Hedgefonds Yorkville Advisors ist bereit, für bis zu 150 Millionen Dollar Lilium-Aktien zu kaufen. Geplant ist eine Kapitalzufuhr auf Abruf, weil noch nicht feststeht, ob und wann das bis Mai 2027 befristete Angebot genutzt wird.

Eine Sonder-Hauptversammlung am 30. Mai soll den potenziellen Einstieg des US-Investors bewilligen, heißt es in Dokumenten an die US-Börsenaufsicht. Vorgesehen ist eine SEPA-Finanzierung (Standby Equity Purchase Agreement), bei dem ein Investor bei Bedarf Aktien kauft, gewissermaßen ein Eigenkapital-Kredit. Yorkville könnte die Anteile ein paar Prozentpunkte unter dem Börsenkurs erwerben. Es gehört zum Yorkville-Geschäftsmodell, in ambitionierte und risikoreiche Zukunftsfelder zu investieren. So hatte sich der Hedgefonds auch beim vorübergehend insolventen deutschen E-Autoentwickler Sono Motors engagiert.

Ein Lilium-Sprecher spielte die Bedeutung des Yorkville-Abkommens auf Anfrage herunter und sprach von einer häufig genutzten Absicherung von an der US-Technologiebörse Nasdaq notierten Unternehmen. Das Thema Sicherheit habe nicht nur bei den Lilium-Modellen höchste Priorität, sondern auch bei den Unternehmens-Finanzen, so die Begründung.

Die Lilium-Finanzhilfe aus den USA ist dennoch bedeutend, denn sie wird ausgerechnet zu einem Zeitpunkt publik, an dem sowohl der Lilium-Chef als auch der Chef des Flugtaxi-Unternehmens Volocopter, Dirk Hoke, unverblümt um Staatshilfe als Bürgschaft bitten, um die Entwicklung ihrer Elektro-Senkrechtstarter weiter zu finanzieren. Hoke sprach sogar von einer potenziellen Insolvenzgefahr oder den Verkauf ins Ausland.

Finales Lilium-Modell wird an EBACE in Genf gezeigt
Auch der Lilium-Chef Roewe beklagte jüngst in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ fehlende politische Unterstützung, um die Zukunftsbranche im Land zu halten. Lilium versteht sich wegen seiner E-Jet-Triebwerke statt Propeller und seiner größeren Reichweite ohnehin nicht als klassisches Flugtaxi, sondern mit zunächst 175 Kilometer Reichweite als Angebot für Städteverbindungen.

Die Lilium-Finanzhilfe wird kurz vor der Businessflugzeug-Messe (EBACE) in Genf Ende Mai bekannt, bei der erstmals die endgültige Auslegung des Modells für vier bis sechs Passagiere plus Pilot öffentlich gezeigt wird.

Häufig werden im Umfeld von Messen auch Neuaufträge vereinbart. Bisher liegen Lilium Absichtserklärungen für 757 Modelle, davon 42 Festaufträge, vor. Die kommerzielle Einführung ist für 2026 geplant – wenn die Aufsichtsbehörden grünes Licht geben. Der erste bemannte Lilium-Testflug ist bis Jahresende geplant. Quelle: ‚Welt‚.

Flyby acquires 4 Tecnam P2008JC

Tecnam announced, that ‘FlyBy’, Spain’s leading General Aviation Flight Training Organisation has placed an order for an additional four Tecnam P2008JC. These will supplement their existing Tecnam fleet of 16. Burgos, Spain-based ‘FlyBy’, is renowned for its all-inclusive integrated flight training program which includes accommodation, meals, iPad, ground school and flight simulators. Course duration is just 14 months, with students starting with ATPL Ground School, then going onto Visual Flight Rating (VFR), Instruments Flight Rating (IFR), and then completing a Multi-Engine and APS Multi Crew Cooperation module.

Current FlyBy’s fleet includes:

  • 2 P Mentors
  • 8 P2008JC
  • 3 P2006T
  • 3 P2002JF

Fly By is a Training Organization registered with the Spanish Civil Aviation Authority (AESA) with registration number E-166. AESA is a member of the European Aviation Safety Agency (EASA) and the licenses issued are valid in all EASA member countries. Source: ‚Tecnam‚.

Durchbruch beim einheitlichen europäischen Luftraum

Unterhändler von Europäischem Parlament und EU-Ratspräsidentschaft haben sich auf eine neue Verordnung für einen Single European Sky (SES) geeinigt. Über diese Reform wird seit gut zehn Jahren diskutiert. Der Kompromiss öffnet unter anderem die Tür für eine Staffelung von Luftraumgebühren, die den Einsatz nachhaltiger Treibstoffe (SAF) wirtschaftlich attraktiver machen können.

Nach rund zehn Jahren Verhandlungen gibt es Fortschritte beim Aufbau eines einheitlichen europäischen Luftraums. Unterhändler von Europäischem Parlament und EU-Ratspräsidentschaft haben sich auf den Text einer neuen Verordnung über den Single European Sky (SES 2+) geeinigt. Der Kompromiss muss noch von EP und EU-Ministerrat bestätigt werden, bevor er Gesetz werden kann. Hauptziel der neuen Verordnung ist ein effizienteres Luftraummanagement, das helfen soll, Kapazitäts-Engpässe zu vermeiden, kürzere Flugrouten zu wählen und damit Kosten und Treibhausgasemissionen einzusparen.

Allerdings tun sich die EU-Staaten traditionell schwer, nationale Kompetenzen beim Luftraummanagement aufzugeben. Eine 2013 vorgeschlagene Reform der SES-Verordnung scheiterte. Im September 2020 unternahm die EU-Kommission einen neuen Anlauf mit einem geänderten Vorschlag, doch auch über diesen streiten Parlament und Ministerrat bereits seit Jahren. Europaabgeordnete zeigten sich nach der unter belgischer Ratspräsidentschaft jetzt recht überraschend erzielten Einigung dann auch erleichtert, gleichzeitig aber auch ernüchtert über die erreichten Fortschritte.

Keine Pflicht zur Liberalisierung
So willigten die Mitgliedsstaaten schließlich ein, dass Air Traffic Service Provider wie etwa Lotsendienste neben einer Sicherheits- auch eine Bescheinigung über wirtschaftliche Solidität erhalten müssen. Dafür muss aber keine eigene Aufsichtsbehörde eingerichtet werden, wie im Gespräch war, sondern die für Sicherheitsprüfungen zuständigen Behörden können das mit übernehmen. Zudem müssen die Mitgliedsstaaten den Markt für Luftverkehrsmanagementdienste nicht liberalisieren. EU-Kommission und Parlament wollten zumindest die Versorgung mit bestimmten Daten, etwa über Verkehr im Luftraum oder Wetter oder Kommunikations-Dienstleistungen zwischen Airlines und deren Flugzeugen, für Wettbewerb öffnen.

Ebenfalls abgeblockt wurde vom Rat der Plan, dass eine neue Abteilung bei der EU-Luftfahrtsicherheitsagentur EASA, ein Performance Review Body (PRB), die nationalen Pläne zum effizienteren Luftraummanagement prüft und etwa auch Preise für die Luftraumnutzung festlegen kann. Diese Kompetenzen wollten die Staaten der EASA nicht geben, zumal sie und die Luftraumnutzer das neue Gremium bezahlen müssten. Nun wird zwar ein PRB eingerichtet, der allerdings nur eine beratende Rolle hat und aus dem EU-Haushalt finanziert wird.

Gestaffelte Gebühren für Luftraumnutzung
„Mit dem heutigen Trilogergebnis bleibt es im Wesentlichen beim Alten, nur wenige Verbesserungen konnten erreicht werden“, sagte der FDP-Europaabgeordnete Jan-Christoph Oetjen. Zu diesen zählt er neben dem PRB auch Vorgaben für effizientere Routenplanung, mit der sich die CO₂-Emissionen des Luftverkehrs und Verspätungen weiter reduzieren ließen. „Ich hätte mir jedoch weitaus stärkere Ambitionen bei der Marktöffnung und stärkere Kontrollmöglichkeiten gegenüber den nationalen Flugsicherungs-Organisationen gewünscht“, sagte Oetjen. Ähnlich äußerten sich auch Jens Gieseke (CDU) und Markus Ferber (CSU).

Positiv bewertet Oetjen, dass die Kommission Vorschläge machen soll, wie Gebühren für die Luftraumnutzung so gestaltet werden können, dass eine spritsparende Routenplanung und die Nutzung von nachhaltigen Treibstoffen (SAF) wirtschaftlich attraktiver werden. Eine solche Gebührenstaffelung könnte später durch delegierte Rechtsakte verbindlich gemacht werden. Auch der amtierende EU-Ratsvorsitzende, Belgiens Verkehrsminister Georges Gilkinet (Grüne), lobte diese Regelung. „Sie gibt den Mitgliedsstaaten auch mehr Möglichkeiten, die Belastungen durch die Luftfahrt zu begrenzen“, sagte Gilkinet. Quelle: ‚DVZ, Deutsche Verkehrs-Zeitung‚.

Mögliche Rückkehr einer Legende

Sie gilt als herausragendes Beispiel der deutschen Ingenieurkunst, ein Gigant der Lüfte, Luftfahrtgeschichte – die imposante Do X, von der nur drei Flugzeuge jemals gebaut wurden und keines mehr heute besteht, schlummert als Kulturgut der Innovationskraft in unserer Vergangenheit. Es ist Zeit sie zu wecken und mit ihr den Pioniergeist deutscher Ingenieurleistung. Der Anfang ist gemacht, das erste Bauteil – Spant 44 – ist bereits gebaut und zeigt eindrücklich, dass ein Nachbau der Do X möglich ist.

Die Do X Nachbau Vision
In enger Zusammenarbeit mit den Dualen Hochschulen Baden-Württembergs und tatkräftiger Unterstützung leidenschaftlicher Enthusiasten wurde bereits die Vorkonstruktion des massiven Flugschiffes fertiggestellt und mit der detaillierten Rekonstruktion von Bauteilen begonnen. Nun gilt es den nächsten Schritt, den Aufbau der Do X, zu gehen.

Ein kompletter Nachbau der Do X in originalgetreuer und begehbarer Form soll bis zum 100. Jahrestag des Erstfluges, am 12. Juli 2029 verfügbar sein. Der Wiederaufbau soll in Teilphasen unter Verwendung von historischen Fertigungsmethoden der Luftfahrt in einer gläsernen Werft nach dem Beispiel von Campus Galli, der Rekonstruktion einer Klosterstadt in Meßkirch oder dem Burgbauprojekt Guédelon in Frankreich erfolgen. Das heißt, die Besucher können die Entstehung der Maschine von den Anfängen der Profilerstellung (als Filmeinspielung, weil die Vorfertigung der Profile in einer externen Firma erfolgt) bis zur Integration verfolgen. Quelle: ‚DO-X Altenrhein‚.

Mehr GPS-Störungen im Luftraum

Russland betreibt offenbar GPS-Störsender und gefährdet damit die Luftfahrt. Baltische Politiker warnen vor einer Katastrophe. Auch in Deutschland sind die Auswirkungen zu spüren. Vergangene Woche mussten zwei Finnair-Flüge von Helsinki in die estnische Stadt Tartu aufgrund von GPS-Störungen umdrehen und nach Finnland zurückkehren. Die finnische Fluggesellschaft Finnair stoppte daraufhin alle Flüge nach Tartu bis Ende Mai. Im März war bei Kaliningrad sogar das GPS-Signal eines Flugzeugs mit dem britischen Verteidigungsminister Grant Shapps an Bord blockiert worden, etwa 30 Minuten lang. Die Piloten mussten sich auf andere Navigationssysteme verlassen.

Westliche Politiker machen Moskau für Störungen verantwortlich
Vertreter westlicher Regierungen und vor allem baltische Politiker machten Russland für die Störungen verantwortlich und warnten, dies könne früher oder später zu einem Absturz führen. „Wir betrachten das als feindliche Aktivitäten Russlands“, sagte Margus Tsahkna, Estlands Außenministerin. „Diese hybriden Angriffe sollten nicht ignoriert oder toleriert werden“, schreibt Landsbergis im Kurznachrichtendienst X. Quelle: ‚ZDF‚. Foto: ‚ESA‚.

Safety Report 2023

Knapp 10’000 Vorfälle bearbeitete das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) 2023. Die Meldungen dienen dazu, die Sicherheit am Boden und in der Luft stetig weiter zu entwickeln. Publiziert wird die jährliche Sicherheitsstatistik im Annual Safety Report. Der neueste Bericht ist soeben erschienen. Die gute Nachricht: 2023 gab es in der Schweiz keinen Unfall mit Todesfolgen in der kommerziellen Luftfahrt.

24% mehr gemeldete Vorfälle in der kommerziellen und der Leichtaviatik, 55% mehr GPS-Störungen, 10% mehr Konflikte mit Drohnen, mehr Laserattacken, zwei Unfälle mit insgesamt fünf Todesopfern in der Freizeitfliegerei: So die Kürzestfassung der Vorfall-Statistik 2023 in der Schweizer Zivilaviatik. Seit 2019 nehmen die Vorfalls-Meldungen zu. Die Hauptursachen: eine bessere Meldekultur; in Konflikt-Regionen mehr grossflächig gestörte GPS-Signale auf Flugzeugen; und die vermehrte Nutzung von Lasern und Drohnen.

Ein bei der Abfertigung am Boden beschädigtes Flugzeug, ein Beinahe-Zusammenstoss zweier Flugzeuge in der Luft oder auf dem Rollweg, eine Kollision mit Vögeln, Cyber-Angriffe und, und, und: Im Berichtsjahr 2023 bearbeitete das BAZL insgesamt 9’995 Vorfälle.

Kategorisieren, analysieren und daraus Massnahmen definieren: Aus den eingegangenen Meldungen identifiziert das BAZL für die fünf Risikobereiche Flugplätze, Flugsicherung, Flugbetrieb, Helikopter und Flugtechnik die wichtigsten Ursachen und beurteilt sie nach dem Schweregrad.

Die Sicherheitskultur der zivilen Luftfahrt baut auf Erfahrungen von Pilotinnen und Piloten, Fluglotsinnen und Fluglotsen sowie dem Bodenpersonal auf. Von den gemeldeten sicherheitsrelevanten Vorfällen leitet das BAZL Präventionsmassnahmen ab und erarbeitet Empfehlungen. Der Sicherheitsbereich Kollisionen hat höchste Priorität. Eine zentrale Frage: Welche Dienste und Technologien können die Sicherheit im Luftraum erhöhen und sollen kurz- und langfristig im Einsatz stehen? Zusammen mit der Aviatik-Branche erarbeitet das BAZL Lösungen.

Und: Seit mehr als 10 Jahren betreibt das BAZL die Sicherheitskampagne «Staysafe.aero» im Bereich General Aviation. Die Zielgruppe: Pilotinnen und -piloten sowie Akteure der Leichtaviatik. Über Internet – der Auftritt ist brandneu – und die sozialen Medien werden wöchentlich neue Beiträge zu aktuellen, sicherheitsrelevanten Themen veröffentlicht. Quelle: ‚BAZL‚.

LSV Warburg lädt zum Tag der offenen Tür ein

Fliegen ist immer ein Erlebnis. Deshalb sind auch die kommenden Pfingstfeiertage die Gelegenheit, einmal den Luftsportverein Warburg auf seinem Fluggelände bei Ossendorf zu besuchen. Der LSV Warburg veranstaltet am Pfingstsonntag, 19. Mai, und Pfingstmontag, 20. Mai, seine Tage der offenen Tür, bei dem Interessierte die Möglichkeit haben, den Luftsport aus der Nähe zu betrachten, Flieger und Flugzeuge in Aktion zu erleben und sogar selbst mitzufliegen.

Antonov-2 aus den 60er-Jahren ausgestellt
Beim Tag der offenen Tür an Pfingsten ist die Gelegenheit, den heimischen Fliegern über die Schulter zu sehen. Am Boden bestaunt werden kann ein beeindruckender Veteran der Luftfahrt, eine Antonov-2 aus den 1960er-Jahren. Es werden sich am Pfingstwochenende aber auch Möglichkeiten bieten, als Fluggast Flüge im Motor- und Segelflug mitzuerleben. Wer jedoch vorerst nur zuschauen möchte, dem wird also ebenfalls etwas geboten. Grill- und Getränkestand sind sicherlich auch gute Argumente für einen Besuch. Waffeln und Kaffee sind ebenso erhältlich. Quelle: ‚Westfalen-Blatt‚.

Medical-Initiative von „Europe Air Sports“

Das Konzept der „EAS Initiative on Pilot Medical Declarations“ soll Piloten ermöglichen, ihre Flugtauglichkeit selbst zu deklarieren, wodurch die Kosten für eine Untersuchung zur Erlangung eines medizinischen Tauglichkeitszeugnisses der Klasse 2 oder LAPL vermieden werden. Das PMD wird seit einigen Jahren in den USA und im Vereinigten Königreich verwendet, ohne dass nennenswerte Probleme aufgetreten sind. Die EAS schlägt vor, dass es einem Piloten gestattet sein sollte, die Einhaltung der medizinischen Standards für:

  • PPL/LAPL/BPL/SPL
  • nicht-kommerziellen Betrieb
  • Flugzeuge < 2730 kg, Hubschrauber < 1200 kg, alle Segelflugzeuge und Ballone
  • maximal 4 Insassen

eigenhändig zu bestätigen.

Die detaillierten medizinischen Standards müssen noch festgelegt werden, aber im Großen und Ganzen würden sie den Führerschein-Standards entsprechen. Der Vorschlag ist aus Sicht der EAS gerechtfertigt, da die Gefahr von Schäden für Dritte bei Abstürzen von Leichtflugzeugen vernachlässigbar sei und die Möglichkeit, dass ein Pilot während des Fluges flugunfähig werde, für die Passagiere von Leichtflugzeugen akzeptabel sei. Der Vorschlag wird den entsprechenden Organisationen im Laufe dieses Monats vorgelegt. Am 20. April fand auf der AERO zu diesem Thema eine Diskussionsrunde dazu statt.

Aktuelle NfL zu „Fliegen ohne Flugleiter“

Beim Durchlesen der „Grundsätze über die Betriebsleitung auf Landeplätzen und Segelfluggeländen ohne Flugverkehrsdienste“ wird klar, dass es sich anscheinend um den kleinsten gemeinsamen Nenner der Landesluftfahrt-Behörden handelt. Es werden diverse Gründe für einen Betriebsleiter (früher Flugleiter) genannt, die aber dann auch wieder ignoriert werden können… Sprich jede Behörde kann hier ihr eigenes Süppchen kochen und Fliegen ohne Flugleiter zulassen oder ganz ablehnen. Daher verbleibt uns als Platzhalterinnen und -halter m. E. leider nur der folgende Weg:
Stellen Sie jetzt Ihren Antrag auf Fliegen ohne Flugleiter!

Dadurch sind die Landesluftfahrtbehörden gezwungen, Farbe zu bekennen. Machen sie von dem ihnen gegebenen Ermessensspielraum im Sinne des Fliegens ohne Flugleiter Gebrauch oder bleiben einige Behörden bei einer Verhinderungstaktik. Im ersten Fall ist alles wunderbar, im zweiten Fall können wir dann mit begründeten Beispielen auf eine Nachschärfung der NfL zu Gunsten des Fliegens ohne Flugleiter drängen.

Überprüfungen der Bezirksregierung Münster
Die NfL 2023-1-2792 ist vor einem Jahr veröffentlicht worden und seit kurzem endgültig in Kraft. Daraufhin hat die Bezirksregierung Münster eine Reihe von Prüfungen insbesondere bei den in ihrem Bereich liegenden Verkehrslandeplätzen durchgeführt. Zwei dieser Überprüfungen stachen besonders heraus:

Bei einem Verkehrslandeplatz mit einem recht großem Gelände, aber einer mit gut 800 m kurzen Start- und Landebahn, die in den letzten Jahrzehnten nur vereinzelten CAT-Betrieb gesehen hat, wurde die Einhaltung der Hilfsfrist von drei Minuten überprüft. Bei einem 60 ha großen Gelände ist das mit nur einer anwesenden Person (Flugleiter) schwierig darzustellen. Um dies gewährleisten zu können, wäre eine zusätzliche Person zur Besetzung des Feuerwehrfahrzeuges nötig, die während des Flugbetriebes angezogen und ausgerüstet bereits im Fahrzeug sitzen müsste. Angesichts lediglich weniger CAT-Bewegungen würde dies das Budget des Verkehrslandeplatzes umgehend in den negativen Bereich bewegen. Begründung der Bezirksregierung in diesem Fall: Als Verkehrslandeplatz müsse im Rahmen der Betriebspflicht während der veröffentlichten Betriebszeiten jederzeit und ohne Ankündigung CAT-Verkehr stattfinden können. Daher müsste auch das entsprechende Personal vorgehalten werden.

Ein anderer Verkehrslandeplatz mit 800 m Graslandebahn wurde ebenfalls überprüft. Dieser hat die letzten 30 Jahre keine einzige CAT-Bewegung gesehen. Weiterhin wurde eine bisher gesetzlich ausreichende Feuerwehrausstattung vorgehalten. Diese entspricht aber nicht mehr der aktuellen NfL, da die neue NfL höhere Ausstoßraten und mehr Feuerlöschmittel verlangt. Ebenfalls gab es ein Problem mit der Hilfsfrist. Anstatt jetzt jedoch dem Fluglplatz eine Frist zur Nachbesserung einzuräumen oder, wie im behördeneigenen Merkblatt (Revision 00 vom 23. 7. 2023) zum Thema ausdrücklich vorgesehen, eine on request 24 h Regelung für CAT-Verkehr vorzunehmen, wurde der Platz an Ort und Stelle geschlossen und für nicht mehr anfliegbar erklärt!

Hier gibt es m. E. folgende Punkte, die zu kritisieren sind:

  • Die zu Grunde liegende Rechtsauffassung
  • Den Zeitpunkt der Kontrollen
  • Die gewählten Sanktionen
  1. Die zu Grunde liegende Rechtsauffassung
    Zur Rechtauffassung hat Tilman Nebelung (Jurist der AOPA Germany) eine sehr aufschlussreiche Zusammenfassung geschrieben:
    „Die NfL 2023-1-2792 sind verbindliche gemeinsame Grundsätze des Bundes und der Länder.
    Die gesamte Diskussion rund um die Verkehrslandeplätze dreht sich um Nr. 3.2 der NfL:
    (…) An Flugplätzen, für die mindestens eines der folgenden Kriterien zutrifft, ist innerhalb der veröffentlichten Betriebszeiten unter Berücksichtigung von Nr. 3.1, Absatz 2 ein Feuerlösch- und Rettungsdienst gemäß Nummer 5 bereitzustellen:
  • Flugplätze, an denen regelmäßig monatlich mehr als 60 Flugbewegungen mit Luftfahrzeugen stattfinden, deren MTOM mehr als 5.700 kg beträgt oder
  • Flugplätze, an denen regelmäßig gewerblicher Luftverkehr mit motorgetriebenen Luftfahrzeugen gemäß Artikel 3 Nr. 24 der Verordnung (EU) 2018/1139 stattfinden soll.

Als regelmäßiger Betrieb gilt solcher, der ohne vorherige Anmeldung durchgeführt werden kann (Flugbetrieb, der in den genehmigten Betriebsgrenzen des Flugplatzes und innerhalb der veröffentlichten Betriebszeiten stattfindet).

Findet nur zu festgelegten Zeiten oder nur vereinzelt gewerblicher Luftverkehr statt, der einer Anmeldpflicht unterliegt (O/R oder PPR), ist zu diesen Zeiten ein ICAO konformer Feuerlösch- und Rettungsdienst gemäß Nummer 5 herzustellen. Das Problem liegt derzeit in vereinzelten Fällen darin, dass einige Behörden den letzten Absatz schlichtweg überlesen bzw. dessen Anwendung und Verbindlichkeit ignorieren. Nachdem im November 2022 die Kommentierung der Verbände bzgl. der neuen RFFS-Grundsätze verschickt wurde, kam aus dem BMDV die unmissverständliche Rückmeldung, dass die Anforderung nach permanent vorzuhaltendem RFFS im zweiten Bullet mit dem regelmäßigen gewerblichen Luftverkehr dahingehend aufgelöst werden kann, dass man von dem gewerblichen Luftverkehr Anmeldepflicht über O/R (on request) fordert. Dies ist eine absolut praxisgerechte und faire Lösung. Ausgerechnet die Bezirksregierung Münster erwähnt in ihrem eigenen Merkblatt vom Juli 2023 auf S. 2: „Dabei obliegt es grundsätzlich ihrer Entscheidung, inwieweit gewerblicher Luftverkehr einer Anmeldepflicht (O/R) unterliegt. Wir benötigen daher keine Anpassung der NfL, sondern „einfach nur“ eine korrekte Anwendung, wie Sie in den Grundsätzen bereits niedergeschrieben ist.“ Dem ist nichts hinzuzufügen…

  1. Der Zeitpunkt der Kontrollen
    Die NfL 2023-1-2792 ist am 20. April 2023 veröffentlicht worden. Darin wird den Landesluftfahrtbehörden (!) eine Frist eingeräumt, die Richtlinie innerhalb von 12 Monaten umzusetzen.

Die angeführte Kontrolle mit sofortiger Platzschließung wurde nun am 21. April 2024 (Sonntag) durchgeführt (also genau einen Tag nach Ablauf der Frist). Eine wohlwollende und an einem reibungslosem Übergang interessierte Behörde hätte also 12 Monate Zeit gehabt, solche Kontrollen im Vorfeld durchzuführen. Dabei hätte eine Bestandsaufnahme der aktuellen Vorbereitungen der Plätze und ein Abgleich der Rechtsauffassungen zwischen Behörde und den Platzhalterinnen und -haltern erfolgen können. Anschließend wäre noch genug Zeit gewesen, etwaige Differenzen bis zum endgültigen Inkrafttreten der Grundsätze zu klären.

Gerne hätten wir die dahinter liegende Intention des zuständigen Dezernenten in Erfahrung gebracht. Trotz einer Nachricht auf seinem Anrufbeantworter gestern morgen und einer offiziellen Anfrage an die Pressestelle gestern mittag mit einem eingereichten Fragenkatalog, erfolgte keine Rückmeldung von Seiten der Dezernatsleitung.

Insofern kann hier nur spekuliert werden: Sollte hier ein Exempel statuiert werden? Wollte sich jemand mit einer abweichenden Rechtsauffassung profilieren? Wollte hier jemand gegen eine seines Erachtens nach unklare Formulierung auf dem Rücken eines kleinen Verkehrslandeplatz protestieren? Dies sind alles Dinge, die einer gedeihlichen, professionellen und dem gemeinsamen Sicherheitsziel verpflichteten Zusammenarbeit zwischen Behörde und Flugplatzhalterinnen und -haltern sicherlich nicht unbedingt zuträglich sind.

  1. Die gewählten Maßhnahmen
    Behördliche Maßnahmen sollten verhältnismäßig sein. Nun hatte die Kontrolle ergeben, dass das vorgehaltene Gerät und Personal nach Interpretation der Behörde Feuerwehr- und Rettungsdienst für CAT-Verkehr nicht zuließ.

Selbst wenn man sich der Auffassung der Behörde anschlösse, dass dies eine Gefahr darstellen könne (trotz des gar nicht vorhandenen CAT-Verkehres…) und Verkehrslandeplätze für jede Art von Verkehr innerhalb der Betriebspflicht jederzeit anfliegbar sein müssen, so könnte die Gefahr ja leicht gebannt werden: Der CAT-Betrieb wird bis zu einer Klärung der Angelegenheit eingestellt.

Stattdessen wurde das ganz große Geschütz der Platzschließung aufgefahren. Somit wurde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet: Jetzt wird mit der angeordneten Platzschließung nicht nur der CAT-Verkehr verunmöglicht (der sowieso gar nicht stattfand), sondern auch der restliche Verkehr ausgesperrt, der problemlos mit technischer Grundausstattung hätte abgewickelt werden können. Die Anfliegbarkeit während der Zeiten der Betriebspflicht wird dadurch sicher nicht verbessert…

Als ironischer Seiten-Aspekt kam dann noch folgendes hinzu: Zu Zeiten von PPR, also außerhalb der veröffentlichten Betriebszeiten wurde nicht-CAT-Betrieb weiter zugelassen… Angesichts dieser Faktenlage kann jedem Verkehrslandeplatz im Bezirk Münster nur dringendst empfohlen werden, schleunigst eine Regelung für „CAT O/R 48 h“ oder „CAT PPR“ zu beantragen! Der Betreiber des erstgenannten Platzes hat jetzt auch genau diesen Weg eingeschlagen.

Quelle: ‚Guido Frey, Interessengemeinschaft Fliegen ohne Flugleiter‚.

Löschflugzeug unterstützt Harzer Feuerwehren wieder

Der Landkreis Harz hat auch für die neue Waldbrandsaison ein Löschflugzeug gechartert, das die Feuerwehr unterstützen soll. Seit Donnerstag sei das Flugzeug nach der Winterpause im polnischen Heimat-Hangar wieder offiziell im Harzkreis im Dienst, teilte der Landkreis am Freitag in Halberstadt mit. Im Vorjahr habe das Löschflugzeug sechs Einsätze im Landkreis Harz in Niedersachsen und beim Großbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsgelände im brandenburgischen Teltow geflogen. Rund 2300 Liter Wasser fasst der Flieger.

Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse sieht in dem Löschflugzeug eine wirkungsvolle Ergänzung der Bodenkräfte. Nur in der Zusammenarbeit der Feuerwehrkräfte am Boden mit dem Löschflugzeug sei eine schnelle und effektive Brandbekämpfung zu leisten. Quelle: ‚Die Zeit / dpa‚.

FAI-Webinar: „Return to Flying After a Pause“

This webinar is designed for pilots of any air sports and skydivers who are eager to resume their activities after a break. Its main objective is to raise awareness about the decline in skills that occurs when individuals take a pause.

Whether your pause in active flight was due to a short pause or vacation, a medical situation, or perhaps a prolonged period, such as pilots and skydivers experienced during the COVID-19 pandemic, or even a recurring lull in flying activities during winter months, this webinar will help you return safely and confidently into flying.

Date: Sunday, May 12, 2024
Time: 16:00 UTC

Source and registration: ‚FAI‚.

Fliegen hautnah erleben

Luftsport zum Anfassen in familiärer Atmosphäre bot am Mittwoch, 1. Mai, der Luftsportverein Wittlage mit seinem Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz in Bohmte. Von 9 Uhr an drehte sich dort alles rund ums Fliegen. Die Veranstaltung hat sich weit über die Grenzen des Altkreises Wittlage hinaus einen Namen gemacht. Ein neues, verjüngtes Vorbereitungsteam der Luftsportler ist angetreten, um die Veranstaltung in gewohnter Weise zu einem Treffen von Luftfahrtbegeisterten zu machen. Neben vielen Mitflugmöglichkeiten gab es Informationen über die Ausbildung zum Privatpiloten für Segel-, Motor-, Ultraleicht- und Modellflug. In aller Ruhe ein Cockpit erklimmen und den Steuerknüppel „rühren“ war am Infostand möglich.

Schnupperflug mit Helikopter
Aktive Piloten beantworteten Fragen zum Flugsport. Außerdem war das Karrierecenter der Bundeswehr auf dem Flugplatz vertreten. Wer einen Hubschrauber selbst steuern wollte, konnte das mit einer Robinson R 44 bei einem Schnupperflug als Pilot mit einem Fluglehrer ausprobieren. Eine Hubschrauberflugschule verlegte dafür ihren Schulungshelikopter zum Flugplatz in Bohmte. Quelle: ‚Westfalen-Blatt‚.

eDA40-Einsatztest

Diamond Aircraft und Lufthansa Aviation Training (LAT) haben im Rahmen ihrer strategischen Kooperation den eDA40 in einer realen Trainingsumgebung auf dem Flughafen Dübendorf getestet. Zwischen dem 10. und 12. April haben Diamond Aircraft und LAT den vollelektrischen eDA40 einer eingehenden Betriebsprüfung unterzogen. Die Ergebnisse helfen Diamond Aircraft, das E-Flugzeug für die Flugausbildung weiterzuentwickeln und gleichzeitig wertvolle Daten darüber zu liefern, wie eine gemischte Ausbildungsflotte aus eDA40 und konventionellen, mit AUSTRO-Düsentreibstoff betriebenen DA40 NGs betrieben werden kann.

Es wurden fünf Flüge mit vier LAT-Piloten durchgeführt, die mit dem Team von Diamond Aircraft Austria, bestehend aus Ingenieuren und Flugtestpiloten vor Ort, zusammenarbeiteten. Das Feedback der LAT-Piloten war einstimmig: Das Produkt erfüllt die Erwartungen. Sie waren erstaunt, wie einfach das Flugzeug zu bedienen ist und wie ähnlich es sich zur DA40 NG verhält. Sie äußerten sich auch positiv darüber, dass das Flugzeug nicht nur im Vorbeiflug einen niedrigeren Geräuschpegel hat, sondern auch im Cockpit leise ist.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Nahtlose Integration: Die eDA40 fügt sich nahtlos in bestehende Arbeitsabläufe ein und steigert die Effizienz, ohne etablierte Prozesse zu stören.
  • Benutzerzufriedenheit: Alle Teilnehmer hoben das benutzerfreundliche Design und die intuitiven Funktionen des Flugzeuges hervor.
  • Hervorragende Leistung dank Zuverlässigkeit und Robustheit.

Die eDA40 ist eine Weiterentwicklung der bestehenden und zertifizierten DA40-Baureihe, soll das erste zertifizierte Elektroflugzeug seiner Kategorie und die umweltfreundlichste Art sein, das Fliegen zu lernen. Die grundlegende EASA-Zertifizierung wird für 2025 erwartet.

Spanien kauft sieben DHC-515 Löschflugzeuge

Am 19. April 2024 gab die spanische Regierung bekannt, dass es seine Wasserbomber-Flotte um sieben DHC-515-Flugzeuge erweitert. Die Beschaffung erfolgt im Rahmen einer 375 Millionen Euro teuren Aufrüstung der Brandbekämpfungs-Kapazitäten des Landes. Die Anschaffung ist Teil der RescEU-Vereinbarung zwischen den europäischen Ländern des Mittelmeerraums zur gegenseitigen Hilfeleistung in der Region, bei der über 600 Millionen Euro für die Beschaffung von mehr als 20 Flugzeugen in Frankreich, Kroatien, Italien, Portugal und Spanien gehören, bereitgestellt wurden.

Spanien wird fünf der Flugzeuge direkt kaufen, während zwei weitere Flugzeuge aus RescEU-Mitteln stammen. Ein Teil der 375 Millionen Euro wird auch in die Modernisierung der bestehenden spanischen CL-215- und CL-415-Flotte fließen. Die neue DHC-515-Flotte wird voraussichtlich ab 2027 ausgeliefert.

Flugplatz Speyer: „Symbolpolitik der Grünen“

Kommentar von Patrick Seiler in der „Rheinpfalz“ zur möglichen Schliessung des Flugplatzes Speyer: Auch eine neuerliche Prüfung zu Möglichkeiten einer Schließung des Flugplatzes wird keine einfach umzusetzenden Ergebnisse bringen. Von ungefähr kommt der Grünen-Vorstoß sieben Wochen vor der Kommunalwahl nicht: Das Kalkül besteht wohl darin, dass sich potenzielle Wähler vom Einsatz der Partei gegen eine ungeliebte Einrichtung überzeugen lassen.

Wenn es in der Folge tatsächlich zu einem Beschluss gegen eine Verlängerung der Pachtverträge ab 2045 käme, wäre die Frage, welche Rolle dieser im komplizierten Geflecht der Flugplatz-Gesellschafter und ihrer Anteilseigner spielen würde. Und: Wie seriös wäre eine solche Aussage über ein Jahrzehnt, bevor die Frage tatsächlich ansteht?

Bis dahin kann noch viel passieren. Auch wenn das Ansinnen aufrichtig und nicht nur als Show gedacht ist: Es bleibt Symbolpolitik. Wenn in der Straßenverkehrspolitik Erfolge ausbleiben, kann mit dem Flugplatz abgelenkt werden.

LBA Petition: Unterschriften-Übergabe

Die AERO in Friedrichshafen haben Prof. Dr. Elmar Giemulla, Präsident von AOPA-Germany, Jo Konrad, Präsident des DULV, und Claus Cordes, Präsident des DAeC, genutzt, um sich über den erfolgreichen Abschluss der Online-Petition zur Problematik der flugmedizinischen Verwaltung im Luftfahrt-Bundesamt auszutauschen und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Von immer mehr Seiten hören wir, dass Verfahren beim LBA zu Tauglichkeits-Entscheidungen, bei denen viele Monate lang keine Bewegung erkennbar war, nun plötzlich Fahrt aufnehmen“, berichtet Claus Cordes. Doch das allein reicht den drei Verbänden nicht. „Unsere Mitglieder warten darauf, dass sich nachhaltig etwas ändert und die jahrelangen Wartezeiten ein für alle Mal ein Ende haben“, ergänzt Jo Konrad. Deshalb haben sich die drei Verbände auf der AERO noch einmal darauf verständigt, dass sie die Angelegenheit so lange weiter verfolgen und ihre Hilfe bei der Lösung des Problems anbieten werden, wie es nötig ist. „Wir haben die gesammelten Unterschriften an das Bundesministerium für Digitales und Verkehr in Berlin übergeben. Jetzt sehen wir weiter“, verkündet Prof. Dr. Elmar Giemulla. Quelle: ‚AOPA Germnany‚.

Flugplatz Barnsen: Waldfreunde setzen Kampf für Buchen-Erhalt fort

Die Waldfreunde Barnsen und Umgebung haben jetzt einen offenen Brief an den Landkreis Uelzen und zwei niedersächsische Ministerien geschrieben. Darin kritisieren sie die geplanten Baumfällungen am Flugplatz und zeigen sich besorgt über mögliche Altlasten im Boden. Inwieweit setzt sich der Landkreis Uelzen tatsächlich verantwortungsvoll für den Umgang mit Natur und Umwelt ein? Diese spitzzüngig formulierte Frage stellen die Waldfreunde Barnsen und Umgebung jetzt in einem offenen Brief, den sie unter anderem an Landrat Dr. Heiko Blume, Baudezernent Tobias Linke und die Fraktionschefs der im Kreistag vertretenen Parteien geschickt haben.

Der Hintergrund des Schreibens ist die geplante Abholzung von zwei Hektar Wald am Flugplatz in Barnsen. Wie berichtet, sollen die Bäume am östlichen Ende der Start- und Landebahn entfernt werden, um die Hindernisfreiheit für die Flugzeuge zu gewährleisten. Die Waldfreunde sind einverstanden, dass die zu hoch gewordenen Kiefern gefällt werden, nicht aber die darunter wachsenden niedrigeren Buchen. Den von Heike Krull-Struthoff verfassten Brief haben die Waldfreunde auch an das niedersächsische Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium geschickt. Darin kritisieren sie die von der Kreisverwaltung im Juni 2023 kommunizierten Baumfällungen. Die Waldfläche liege in einem Wasserschutzgebiet. Dort gebe es „ein eindeutiges Verbot“ eines solchen Kahlschlags, betont Hermann Meyer, Mitglied der Waldfreunde, im AZ-Gespräch.

Eine Nutzungseinschränkung gelte auch für das Ablagern von Schutt, Abfall oder wassergefährdenden Stoffen. „Aber genau das Gegenteil ist geschehen“, ärgert sich Meyer. So habe der Landkreis 1998 und 1999 etwa 30 000 Kubikmeter Gleisschotter, Boden und Bauschutt ins Gelände eingebracht, um die Start- und Landebahn des Flugplatzes zu verlängern. Von diesen Altlasten könnten Gefahren fürs Grundwasser – und somit für die Trinkwasserversorgung in Uelzen – ausgehen, befürchtet Meyer. „Wir hätten uns vom Landkreis schon eine gewisse Vorbildfunktion bei der Einhaltung von Schutzgebietsverordnungen erwartet“, heißt es dazu in dem offenen Brief. Ein für Ende 2023 vom Landkreis angekündigtes Ergebnis neuer Boden-Untersuchungen auf dem Flugplatz lasse weiter auf sich warten, wundert sich Meyer. Die Antwort von Landkreissprecher Martin Theine: Das Gutachten liege noch nicht vor, weil das Erkundungskonzept wegen der angetroffenen geologischen Verhältnisse habe verändert werden müssen. Mit Ergebnissen rechne der Landkreis im zweiten Quartal 2024.

Die Waldfreunde ärgern sich auch, dass für die Fällungen und die Wiederaufforstung auf einer Ausgleichsfläche 250 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden mussten. Das hätte der Landkreis viel preisgünstiger haben können, meint Meyer. Er verweist auf einen Vorschlag, den er den Kreistags-Grünen im Herbst 2023 unterbreitet hatte. „Ich habe angeboten, dem Landkreis zwei Hektar als Ausgleichsfläche zur Verfügung zu stellen. Die Fläche würde in meinem Besitz bleiben, der Landkreis sie bepflanzen und die Kosten dafür übernehmen. Im Gegenzug würde er sich verpflichten, die Buchen 15 Jahre lang nicht zu fällen“, schildert Meyer. Das habe der Kreisausschuss aber abgelehnt. „Dass man trotz aller Kompromissvorschläge zu keinem Weg zueinander gefunden hat, finde ich sehr traurig“, sagt Heike Krull-Struthoff. Katja Schaefer-Andrae, Sprecherin der Grünen/Linken-Gruppe im Kreistag, verweist im AZ-Gespräch auf einen Antrag, den sie im November 2023 in die Debatte eingebracht hatte. Darin wird gefordert, eine standortnahe Ausgleichsfläche zu suchen, auf der ein neuer Waldbestand geschaffen wird.

Die noch jungen Buchen in dem Waldstück sollten „vorerst bestmöglich erhalten bleiben“, heißt es in dem Antrag. „Der Buchenbestand soll von Fachleuten unterforstet werden, kann so nachwachsenden Jungbäumen Schutz vor Hitze und Trockenheit bieten und soll erst bei Erreichen der kritischen Höhe in circa zehn Jahren geerntet werden.“ Doch der Antrag habe im Kreisausschuss keine Mehrheit gefunden, bedauert Schaefer-Andrae. Quelle: ‚AZ-online‚.