Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Ernstfall am Himmel

Geht eine Seitentür auf? Schaut ein Maschinengewehr raus? Oder steuert die Maschine im Steilflug auf Davos runter? Dann entscheidet die Bundesrätin, ob der Eindringling abgeschossen wird.“ Peter Merz zieht einen in den Bann mit seinen Geschichten, die genau genommen gar keine Geschichten sind, sondern Szenarien darüber, was er und seine Kampfjetpiloten-Kollegen tun müssten, wenn ein Flugzeug, zum Beispiel während des World Economic Forum (WEF) in Davos, unerlaubterweise in den Schweizer Luftraum eindringt. Was geschähe, wenn der fremde Pilot nicht reagiert auf das Nah-heran-Fliegen und das Warnen, das Funken und auch auf „den letzten Zwick an der Geisel“, das Abfeuern von Leuchtfackeln. Wenn also klar wäre, dass kein Missverständnis vorliegt, sondern dass jemand in böser Absicht die Schweizer Lufthoheit und damit die Souveränität des Landes verletzt. „Dann sind wir bereit, unser Land und unsere Demokratie zu verteidigen, mit allem, was wir haben“, sagt der Oberst im Generalstab: „Wir müssen für alle Situationen gewappnet sein, in Friedens- und in Kriegszeiten. Die Armee ist die Lebensversicherung des Staates.“

Deshalb brauche die Schweiz neue Kampfflugzeuge, sagt der Pilot Merz. Deshalb weibelt er, der im Verteidigungsministerium (VBS) das Projekt „Neues Kampfflugzeug“ leitet, für ein Ja am 27. September, wenn die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger darüber entscheiden, ob der Bund für maximal sechs Milliarden Franken neue Kampfflugzeuge kaufen soll.

Marionna Schlatter sieht das anders. Die grüne Nationalrätin sagt: „Der militärische Ernstfall, also ein konventioneller Luftkrieg, das ist ein absurd unrealistisches Szenario. Ich würde mich lieber an den wahrscheinlichen Risiken orientieren: dem Klimawandel oder einer Pandemie, wie sie uns in diesem Jahr ziemlich unvorbereitet und dramatisch getroffen hat.“ Heute stehen in den Flugzeughangars der Schweizer Armee in Payerne, Emmen und Buochs insgesamt 56 Kampfflieger: 30 F/A-18 Hornet, seit 1996 in Betrieb, 26 F-5E Tiger, mit ihnen wird seit 1978 geflogen. Beide Jets gelten als veraltet.

Das Schweizer Parlament hat dem Kauf von neuen Flugzeugen im Dezember 2019 zugestimmt. Dagegen haben die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), die SP und die Grünen, unterstützt von Greenpeace und mehreren Friedensorganisationen, das Referendum ergriffen. Lesen Sie hier den ganzen Artikel aus ‚Die Zeit‘.

Geglückte Notlandung im Maisfeld

Glück im Unglück hatten ein Pilot und sein Passagier, die zu einem Rundflug über die Alpen starten wollten. Wegen eines Motorausfalls mussten sie in einem Maisfeld in Reitnau AG notlanden. Am Sonntagmorgen nahm ein geplanter Alpenrundflug ab dem Flugplatz Birrfeld AG für den Piloten sowie eine Passagierin eine dramatische Wende. Das Motorflugzeug vom Typ Piper Warrior hatte in der Luft plötzlich einen Motorausfall.

Der Pilot entschied sich daher, auf einem Maisfeld in Reitnau AG eine Notlandung einzuleiten. Er landete zwischen der «Bluemegade Reitnau» und der Güggelfarm Baumann im Surenmoos, ratterte rund 15 Meter zwischen Maispflanzen durch und kreuzte einen Feldweg. Wegen eines kleinen Absatzes zwischen Feld und Kiesweg brach das Bugrad. Auch der Propeller wurde verbogen. Doch die beiden Flugzeuginsassen hatten grosses Glück: Niemand wurde verletzt. Quelle: ‚Blick‚.

Opas bringen russsisches Spionageflugzeug zum Laufen

Wenn man Rentner ist, kann man einiges tun: Toaster reparieren, Kleingärtner werden, Briefmarken sortieren, in der Mittagssonne dösen. Oder man restauriert – versteckt, aber mitten in Berlin – ein tonnenschweres altes Spionageflugzeug aus der Zeit des kalten Kriegs. So wie Avraham. Avraham Kotljar, faltige Finger und Knopfaugen, sitzt in seiner kleinen Wohnung im Flachbau am Westrand von Berlin. An den Wänden Sammelteller, dazwischen wellt sich Blümchentapete. Seit siebzig Jahren träumt Avraham Kotljar vom Fliegen. Seit dem Schultag in Usbekistan, von dem er erzählt, als wäre es letzte Woche gewesen.

An dem Tag ist er ein Achtklässler in Taschkent, Usbekistan und ein Mann vom „Aeroclub“ kommt zu Besuch in seine Schule. Der Mann vom Aeroclub reihte die Jungs auf und fragte: „Wer möchte Segelflieger sein?“ Taschkent hat damals keine Gulags mehr, überall in der grünen Oase wird gebaut. Der kalte Krieg beginnt gerade erst und man darf ein bisschen träumen. Also meldet sich Avraham als erster, der Mann notiert ihn auf der Liste. Lesen Sie hier den ganzen Bericht von ‚vice.com‘.

Thüringens älteste Fluglehrerin

Mit 80 mögen die meisten Kaffeekränzchen, Spaziergänge und Theateraufführungen. Ursula Wötzel liebt das Abenteuer, die Geschwindigkeit und die Höhe. Denn die Jenaerin hebt mit 80 gerne ab! „Es ist schön in der Luft zu sein und die Welt von oben zu sehen“, sagt Uschi, die inzwischen 16 000 Starts hinter sich hat. „Ich kam durch einen guten Freund meines Bruders zur Fliegerei, habe dafür das Handball spielen an den Nagel gehängt, denn für dieses Hobby braucht man viel Zeit.“ Einmal im Jahr absolviert sie einen Gesundheits-Check, der ist ab 50 Pflicht. Den bestand sie bisher mit Bravour. „Ich fühle mich auch noch topfit, gar nicht wie 80“, lächelt die Seniorin. In diesem Jahr bildet Uschi drei Flugschüler aus. Allein in den Motorfliegern waren es insgesamt 62 Schüler, der Älteste war 72 Jahre! Die Lehrerin erklärt: „Wir üben erst das Geradeaus fliegen, dann Kurven. Starten ist einfach, das Landen will geübt sein.“ Quelle: ‚Bild‚.

Mit Kaminski auf Fehmarn

Klaus Skerra gehören der Flugplatz Fehmarn und die Fluggesellschaft Fehmarn Air, die aus einer Maschine besteht. Der 72-Jährige ist alles in einem: Flughafen- und Airline-Chef, Cheffluglotse, Pilot, Catering-Leiter, Marketingdirektor, Pressesprecher und Sicherheitschef. Am liebsten sitzt Skerra bei Sonnenschein in seinem Tower: einem in die Jahre gekommenen Strandkorb. Im Interview mit HORIZONT-Videoreporter Mirko Kaminski erzählt er, warum PR für ihn das beste Marketing ist, wie er Kundenzufriedenheit misst und warum er mal jemanden festnehmen musste. Quelle: ‚horizont.net‚.

Flughafen München: Langsamer Re-Start

Wer rastet, der rostet. Das gilt auf der Couch ebenso wie auf den Vorfeldern des Münchner Flughafen. Als die Corona-Pandemie den Luftverkehr fast vollständig zum Erliegen brachte, musste auch der Lufthansa-Konzern fast alle seiner 120 im Erdinger Moos stationierten Maschinen am Boden lassen, auch die der Töchter Eurowings und CityLine. Von den 80 Kranichen sind 24 noch im Nest. Auf Dauer tut ihnen das nicht gut. Deswegen müssen die Maschinen immer wieder überprüft werden, alle drei Monate steht ein Bewegungsflug an. Wir waren bei einem dabei. Andreas Jasper und Matthias Kirchgasser sind Piloten auf der A350, das neue Lufthansa-Flaggschiff, das deutlich leiser ist und viel weniger (Kerosin-)Durst hat. „Das ist unser Hochleistungssportler. Dem geht es wie einem echten Athleten. Wenn er nicht trainiert, gerät er aus der Form“, sagt der 49-Jährige schmunzelnd. „Normalerweise sind diese Flieger 16 Stunden am Tag im Einsatz. Deswegen war die Vorgabe des Herstellers, dass er spätestens nach drei Monaten Stillstand einen Bewegungsflug machen muss, bisher reine Theorie“, sagt Jasper. Seit Monaten ist es bittere Realität.

Gähnende Leere auch auf den Taxiways, den Betonpisten zur Startbahn. Es ist kurz nach 11 Uhr. „Normalerweise hätten wir jetzt Stau“, sagt Kirchgasser. Immerhin: Ehe es auf die Nordbahn geht, muss Jasper zwei landende Maschinen durchlassen. Es tut sich wieder ein bisschen was am Himmel über dem Erdinger Moos. Lufthansa-Sprecherin Bettina Rittberger verbreitet Optimismus: „Wir sind schon wieder bei 40 Prozent der Flugbewegungen vom Vorjahr.“ Quelle: ‚Merkur‚. Bild: Axel J. auf Flickr.

Gera: Deutsche Kunstflug-Meisterschaften

Rund 150 Motor-Kunstflieger der Interessengemeinschaft „German Aerobatics“ tragen seit dem Montagvormittag ihre Deutschen Meisterschaften in Gera aus. Auf dem Flugplatz Gera-Leumnitz fliegen sie in vier Leistungsstufen. Sie müssen zunächst ein Pflichtprogramm absolvieren. Dabei erfahren sie erst kurz vor dem Start, welche Figuren sie fliegen müssen. Danach stellen sich die Piloten im Wettbewerb mit selbst entwickelten Flug-Programmen vor. Schiedsrichter vergeben für die Loopings, Linien und Rollen Noten von Null bis Zehn. Abschluss der Wertungswoche wird ein Freistil-Wettbewerb sein, bei dem die Piloten der höchsten Kategorie ihre Flugbahnen auch mit Rauch an den Himmel zeichnen. Trotz des hohen Schauwertes ist Kunstflug nach eigenen Angaben ein Leistungssport. In der höchsten Kategorie müssen die Piloten je nach Flugmanöver ein Vielfaches ihres Körpergewichts aushalten. Bei den Wettbewerben in Gera-Leumnitz starten bis Samstag mehr als 30 Flieger. Quelle: ‚MDR Thüringen‘.

Bruchlandung in Verden

Einen dramatischen Nachmittag haben am Sonntag die Rettungskräfte in Verden erlebt. Innerhalb kurzer Zeit mussten sie erst zur Bruchlandung eines Kleinflugzeugs und dann in unmittelbarer Nähe zu einem schweren Autounfall ausrücken. Wie die Polizei mitteilte, verunglückte zunächst gegen 14.50 Uhr die Propeller-Maschine beim Landeanflug. Das Kleinflugzeug geriet über die markierte Landebahn hinaus und kam erst auf einem angrenzenden Feld zum Stehen. Nach Angaben der Feuerwehr, mussten die Einsatzkräfte eine pyrotechnische Abschussvorrichtung für das flugzeugeigene Rettungsgerät entschärfen, bevor das Wrack geborgen werden konnte. Der Pilot erlitt leichte Verletzungen. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar. Knapp zwei Stunden später verunglückten in rund 500 Metern Entfernung drei junge Männer mit ihrem Auto. Quelle: ‚NDR‚. Bild: ‚Kreiszeitung‚.

„Noch halten wir durch“

Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf den Flugplatz Manching. Zumindest auf den Betrieb von Private Wings. Geschäftsführer Peter Paul Gatz bestätigte, dass wegen der wirtschaftlichen Situation „knapp 20 Prozent der Angestellten“ entlassen worden sind. Und er malt ein düsteres Szenario an die Wand: „Wenn sich die Lage nach den Sommerferien nicht entspannt, wird es ganz eng. “ Gatz schließt dann eine Standortschließung nicht aus.

Private Wings wurde von Gatz und Andreas Wagner 1991 in Berlin gegründet. Dort befindet sich auch der Hauptsitz. Manching ist laut Gatz der Hauptstandort. Hier waren zuletzt Shuttleflüge für die Automobilindustrie, also für Audi und Volkswagen, das Kerngeschäft. Im Portfolio sind aber auch andere geschäftliche Charter- sowie Frachtflüge.

Corona hat das Geschäft nahezu zusammenbrechen lassen. „Im gesamten April hatten wir exakt einen Flug“, sagt Gatz. Sonst seien es mehrere Hundert. „Uns ergeht es genauso wie der Lufthansa und anderen Fluggesellschaften. “ Und er habe von Großkunden gehört, einige wollten in Bezug auf die Flüge nach Corona „nicht mehr zu alter Stärke“ zurückkehren.

Kündigungen unter den rund 70 Mitarbeitern waren laut Gatz unumgänglich. „Boden- oder Reinigungspersonal, auch Piloten mussten coronabedingt gekündigt werden. Wir brauchen zum Beispiel nicht so viele Servicetechniker wie bisher, wenn unsere Flugzeuge nicht regelmäßig fliegen, sondern nur am Boden stehen. “ Einen Teil der Flotte hat Private Wings inzwischen in Oberpfaffenhofen „dauerhaft abgestellt“. In Manching stehen laut Gatz „noch fünf, sechs flugfähige Maschinen“. Private Wings verfügt insgesamt über zwölf Flugzeuge. „Noch halten wir durch“ betont der Geschäftsführer. „Wir hoffen aber auf Audi und VW.“ Quelle: ‚Ingolstadt Today‘. Bild: ‚Augsburger Allgemeine‚.

Sportflugzeug fliegt in Lotsenturm

Ein Kleinflugzeug ist in Müncheberg östlich von Berlin in den Tower des dortigen Flugplatzes geflogen – und zunächst steckengeblieben. Die beiden Insassen des Flugzeugs – Vater und Sohn – hatten am Sonntag Glück im Unglück. Sie wurden von Einsatzkräften gerettet und mit Hubschraubern in Krankenhäuser geflogen. Der 68 Jahre alte Pilot und sein 46-jähriger Sohn seien verletzt, sagte eine Polizeisprecherin. Wie stark die Verletzungen waren, blieb zunächst unklar.

Die Ursache der Kollision des Ultraleichtflugzeugs am Flugplatz Eggersdorf in einem Ortsteil von Müncheberg (Landkreis Märkisch-Oderland) blieb ebenfalls vorerst offen. Dies soll bei einer Flugunfalluntersuchung herausgefunden werden. Die Experten waren laut Polizei am Sonntag am Ort. Weitere Menschen wurden nicht verletzt. Im Turm befand sich zwar zum Zeitpunkt der Kollision ein Mann, er blieb aber unverletzt. Die Hülle des Towers sei nicht beschädigt, Scheiben seien nicht zu Bruch gegangen.

Das Flugzeug konnte zunächst noch nicht geborgen werden. „Es hängt noch dort oben am Tower“, sagte die Polizeisprecherin. Der Grund sei, dass das Ultraleichtflugzeug eine Rakete als Bestandteil eines Rettungssystems habe, die bei einer Notlandung aktiviert werde. Um sie zu sichern und zu entfernen, sei ein Munitionsbergungsdienst am Ort. Der frühere Militärflugplatz ist seit diesem Jahr ein Sonderlandeplatz und nicht mehr Verkehrslandeplatz, nur bestimmte Nutzer dürfen dort landen. Der Turm war nach Angaben des Flugplatzes erst im Jahr 2013 errichtet worden. Quelle: ‚Berliner Morgenpost‘.

Pilot besucht betroffene Hauseigentümer

„Es sei gut so, wie es ausgegangen ist“, sagt Horst Wisser mit fester, aber leiser Stimme. Er steht in dem Studio in seinem Wohnhaus, in welches an Pfingstsamstag um 19.30 Uhr ein Kleinflugzeug gekracht ist. „Wir leben beide. Wir haben einen Schutzengel gehabt“, wendet Wisser sich an Hans-Dieter Pahl, den 54-jährigen Piloten, der die Maschine flog. Quelle: ‚Rhein-Zeitung‚.

Gefährliche Annäherung von PC-24 und Segelflieger

Am Himmel über Neuheim im Kanton Zug sind sich ein Segelflugzeug und eine Pilatus PC-24 gefährlich nahe gekommen. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat daher eine Untersuchung eröffnet. Der Vorfall ereignete sich am 8. Mai auf rund 1500 Metern über Meer, wie aus dem Vorbericht hervorgeht, den die Sust am Dienstag veröffentlichte. Das Segelflugzeug war vom Flugplatz Hausen am Albis mit einem Piloten an Bord zu einem privaten Flug gestartet. Der PC-24 der Pilatus Flugzeugwerke war derweil auf einem technischen Flug unterwegs. Mit zwei Personen an Bord war der Jet vom Flugplatz Buochs aus gestartet, für beide Flugzeuge galten die Sichtflugregeln. Die Sust stuft das Ereignis als «schweren Vorfall» ein. Quelle: ‚Luzerner Zeitung‘.

Wasserstoff in der Luftfahrt

Lange war Wasserstoff nur ein Forschungsthema, doch jetzt will die Branche das Gas ernsthaft zum Ersatz für Kerosin machen. Die Coronakrise könnte den grünen Wandel beschleunigen. Mitte Juni am britischen Flughafen Cranfield: Eine Gruppe Zuschauer in gelben Warnwesten steht auf dem Rasen, auch die Feuerwehr hat sich mit zwei Einsatzwagen an der Startbahn postiert. Langsam rollt sie los, die blaue Propellermaschine mit sechs Sitzen, auf zu ihrem ersten Testflug, auf in die Zukunft der Luftfahrt. Das Video vom gelungenen Debüt der Kleinmaschine vom Typ Piper Malibu wird später im Internet die Runde machen. Es ist ein wichtiger Erfolg für das britische Start-up ZeroAvia. Dessen Ingenieure haben der Maschine einen neuen Antriebsstrang verpasst: Statt Kerosin tankt sie Strom. Noch stammt der aus Akkus, aber schon beim nächsten großen Testflug im Herbst sollen ihn Brennstoffzellen aus Wasserstoff erzeugen. „Vor einem Jahr sprachen alle in der Branche noch von Batterien”, sagt Julian Renz, Projektmanager bei ZeroAvia. „Jetzt ist Wasserstoff Mittelpunkt der Diskussionen.” Weltweit investieren Staaten und Konzerne in die Massenproduktion des neuen Energieträgers. Allein Deutschland will neun Milliarden Euro in die Wasserstoff-Wirtschaft stecken, und nun hat auch die Europäische Union eine Wasserstoff-Offensive vorgestellt. Ziel dieser Initiativen ist es, das Gas zum Treibstoff des 21. Jahrhunderts zu machen. Erste Züge und Schiffe fahren schon damit, Stahlwerke und Düngemittelfabriken testen Wasserstoff als neuen Energieträger. „Wasserstoff könnte eine Möglichkeit sein, Luftfahrt emissionsfrei weiterzuführen”, sagt Jochen Kaiser, Leiter für visionäre Flugzeugkonzepte beim Münchner Luftfahrt-Think-Tank Bauhaus Luftfahrt. Quelle: ‚Wirtschaftswoche‚.

Frachtflieger Il-76: Start und Landung auf Erdpiste

Das russische Verteidigungsministerium hat kürzlich ein Video von einem Training der russischen Transportflugzeuge Il-76MD veröffentlicht. Dabei stand der Start und die Landung der Il-76 auf einer Erdpiste im Mittelpunkt. Die Übungen fanden in dem russischen Gebiet Twer statt. Dabei mussten die Piloten mit einem Transportflugzeug des Typs Il-76MD von einer Erdpiste zuerst in die Luft aufsteigen und dann die Maschine auf dieser wieder landen. Die veröffentlichten Aufnahmen zeigen, wie eine Il-76MD von der Start- und Landebahn eines Trainingsplatzes auf eine Erdpiste rollt, von wo aus die Maschine erfolgreich in die Luft aufsteigt. Die Iljuschin Il-76 (NATO-Codename: „Candid“) ist ein schweres Transportflugzeug, das in der Sowjetunion entwickelt wurde und bis heute in Russland hergestellt wird. Das Flugzeug ist in der Lage, schweres militärisches Gerät wie Panzer und Geschütze zu transportieren. Video. Quelle: ‚Sputniknews.com‚.

IGOL: Überraschender Rücktritt des Präsidenten

Im Mai dieses Jahres informierte Frido Stutz, seit drei Jahren IGOL-Präsident, den Vorstand per E-Mail über seinen sofortigen Rücktritt. Gründe seien seine berufliche Belastung und Mängel in der Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Frido Stutz ist vor kurzem als Pilot bei Cargolux pensioniert worden. So führte der langjährige Vizepräsident Bruno Scherrer kompetent und engagiert die 35. Mitgliederversammlung im neuen Flieger- und Fahrzeug-Museum Altenrhein. Nach der Begrüssung zahlreicher Ehrenmitglieder blickte er auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Kassier Dani Ritter präsentierte einen erfreulichen Jahresabschluss mit einem positiven Ergebnis und ein ausgeglichenes Budget 2020.

Die Mitglieder-Beiträge bleiben unverändert und erlauben für die Zukunft weitere inte-ressante Aktivitäten. Mit Applaus ist Uschi Menzi in den Vorstand gewählt worden. Die langjährige, erfahrene Treuhänderin und selbst Pilotin ist sowohl mit der IGOL wie auch mit dem AeCOS seit vielen Jahren verbunden und bestens vertraut. Für seine grossen Verdienste um die IGOL und vormalige VPFA ist mit grossem Applaus Peter Thoma mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet worden. Bekannt ist unter anderem sein „Airmail“, das einzigartige Magazin der IGOL. Sein Wirken meist im Hintergrund hat viel zum Erfolg der Ostschweizer Luftfahrt beigetragen. Für den IGOL-Vorstand steht jetzt die Suche nach einem neuen Präsidenten im Vordergrund. Quelle: AeCOS.

70 Jahre Fluggruppe FFA

1950 beschlossen einige Mitarbeiter der Flug- und Fahrzeugwerke Altenrhein FFA, eine Motorfluggruppe zu gründen. Dort, wo der legendäre P-16 entwickelt wurde, fliegt seither der 1945 gebaute Piper L-4 HB-OFR.

Heute gehören der seit 70 Jahren in der FG-FFA diensttuende Piper HB-OFR und die Cessna 172 HB-CCT zur Flotte des Vereins. Der Piper wird gerne zum Spazierenfliegen benutzt und die Cessna mit Long Range Ausrüstung eignet sich als Reiseclipper. Die Flugzeuge sind seit einiger Zeit im Fliegermuseum Altenrhein hangariert und können dort besichtigt werden. 25 Piloten und 57 Mitglieder sorgen für einen erfolgreichen Club-Betrieb. Weitere Piloten und Mitglieder sind sehr willkommen. Gesamte Chronik lesen.

Drogenschmuggler fackeln Jet nach Notlandung ab

Eine BAE 125 mutmaßlicher Drogenschmuggler brannte aus, nachdem sie auf einer Landstraße nahe der Stadt José Maria Morelos im Bundesstaat Quintana Roo landete. Wie das mexikanische Verteidigungsministerium in einer Mitteilung schreibt, ist der Geschäftsflieger von der Besatzung absichtlich in Brand gesteckt worden.

Die Insassen gaben ihr Flugzeug wahrscheinlich auf, weil sie auf der Flucht waren. Zuvor wurde die BAE 125 von Luftfahrzeugen der mexikanischen Luftwaffe abgefangen. Radarüberwachungen zeigten, dass sie unerlaubt aus Südamerika kommend über die Karibik in den mexikanischen Luftraum eingedrungen ist. Laut Medienberichten kreiste in Nähe des gelandeten Privatjets ein Militärhubschrauber, der zuvor das Feuer auf die etwa 39-jährige Maschine eröffnet haben soll.

Unweit des Privatflugzeuges fanden Soldaten einen Geländewagen mit etwa 390 Kilogramm einer «kokainähnlichen weißen Substanz», sagt Mexikos Verteidigungsministerium. Die Drogen haben einen Wert von 109 Millionen Pesos oder umgerechnet 4,3 Millionen Euro. Ob die Besatzung des Jets gefasst worden ist, ist bislang nicht bekannt. Quelle: ‚aerotelegraph.com‚.

Tage der Fluglärm-Pause in Frankfurt sind gezählt

Nach Monaten der Corona-bedingten Ruhe am Frankfurter Himmel ist nun wieder Schluss mit Entspannung. Bürgerinitiativen kritisieren die Nordwestbahn-Öffnung und befürchten eine verheerende Symbolik. Welcher Flieger am Mittwoch als erstes nach 107-tägiger Pause auf der Nordwest-Landebahn hessischen Boden berührte, ist leider nicht bekannt. Auch auf eine Willkommens-Zeremonie mit Fahnen und winkenden Mitarbeitern wurde angesichts der noch immer angespannten Lage verzichtet, wie ein Fraport-Sprecher erklärte. „Es ist noch nicht die Zeit für Jubelszenen.“

Für die Öffnung der seit 23. März stillgelegten Landebahn nördlich der A3 reicht der erwartete Anstieg der Flugzahlen aber schon wieder aus, der Frankfurter Flughafen hat nach der Corona-Delle offiziell wieder drei von vier Anflugs- und Abflugs-Pisten in Betrieb. „Das ist für einen verzögerungsfreien Flugbetrieb notwendig“, teilte der Flughafenbetreiber mit.

Was für Airport und Airlines ein Schritt zurück in die Normalität ist, ist für viele Bewohner Frankfurts und einiger Orte im Taunus ein Rückfall in alte und fast vergessene Fluglärm-Zeiten. Die lange aus dem Blickfeld verschwundenen Flugzeuge, die im Vor-Corona-Zeitalter zum Frankfurter Himmel gehörten wie die Skyline oder Wolken jeder Art, kehren langsam zurück. „Es werden jetzt wieder andere Flugrouten benutzt“, heißt es dazu von der Fraport.

Konkret bedeutet das, dass nun wieder die sogenannte nördliche Gegenanflugroute angesteuert wird und damit wieder Flieger über die südlichen Frankfurter Stadtteile wie Sachsenhausen oder Niederrad hinwegbrettern. Ungestörte Nachmittage auf dem Balkon, am Mainufer oder im Kleingarten gehören der Vergangenheit an. Auswirkungen werden zudem auch in den Taunus-Städtchen Bad Soden, Kelkheim, Schwalbach, Eschborn, Liederbach und Sulzbach spür- und hörbar sein. Auch Flörsheim ist betroffen.

Kritik gibt es wegen der zusätzlichen Lärmbelastung aus der Politik. Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), die sich schon als Kandidatin vor der Oberbürgermeisterwahl 2012 deutlich gegen die 2011 eröffnete Landebahn positioniert hatte, pocht auf eine Benutzung nur in Ausnahmefällen. Das habe die Deutsche Flugsicherung (DFS) so mit der Fluglärmkommission abgesprochen, sagte sie gegenüber hessenschau.de. „Meinetwegen könnten sie die Nordwestbahn gerade wieder bepflanzen.“

Grund für die Wiederaufnahme des Betriebs, den die europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol angeordnet hat, ist die Zunahme der Flugbewegungen in der Ferienzeit. Waren es in der letzten Maiwoche lediglich rund 250 Starts und Landungen pro Tag, wird für Mitte Juli mehr als das Doppelte erwartet. Die Räumung des während der vergangenen Wochen für rund 40 Flieger als Abstellplatz genutzten Landebahn sei „für einen flüssigen Flugbetrieb“ dringend notwendig.

Genau an dieser Stelle bildet sich jedoch Widerstand. Das Bündnis der Bürgerinitiativen (BI), das sich seit Jahren gegen den Flughafenausbau und für ein Nachtflugverbot einsetzt, hält das Nordwestbahn-Comeback für verfrüht und nicht zweckgebunden. „Es gibt dafür keine sachliche Notwendigkeit“, klagte ein Sprecher der Fluglärm-Gegner an. „Die Fraport versucht, krampfhaft zur Normalität zurückzukehren und suggeriert ein falsches Realitätsbild.“

Die Theorie der Initiative: Mehr Landebahnen heißt mehr Flüge. Mehr Flüge heißt mehr Passagiere. Und wenn wieder mehr Menschen fliegen, kann die momentane Situation ja so schlimm nicht sein. „Die wollen, dass wieder mehr Leute in die Flugzeuge steigen.“ Bis es so weit ist, wird es aber noch eine ganze Weile dauern. Zwar rechnet die Fraport in den kommenden Wochen mit einem Anstieg auf knapp 500 Flugbewegungen und 45.000 Passagiere am Tag. Im Vergleich zum Rekordjahr 2019 ist das aber weiterhin nur ein Bruchteil. Vor genau zwölf Monaten gab es täglich rund 1.400 abfliegende oder ankommende Flugzeuge mit insgesamt 230.000 Reisenden. Quelle: ‚Hessenschau‚.

Flugzeug musste in Wals notlanden

Kurz nach dem Start fiel der Öldruck ab. Der Pilot, der mit einem Flugschüler nach Bayern wollte, entschied sich für eine Notlandung in einem umgepflügten Feld. „Das hätte auch anders ausgehen können“, sagte der Pilot eines Leichtflugzeugs nach einer eher holprigen Notlandung in Wals-Siezenheim. Der Flieger setzte in einem umgepflügten Feld auf. Nachdem es deutlich abgebremst hatte, fiel das Gerät „in Zeitlupe“ um und blieb auf dem Dach liegen. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten sich der Pilot und sein Flugschüler – beide blieben unverletzt – bereits aus dem Wrack befreit. Die Männer wollten nach Eggenfelden (Bayern) nordwestlich von Braunau fliegen. Wenige Minuten nach dem Start sei der Öldruck abgefallen. Der Motor kam zum Stillstand. „Die einzige Entscheidung war: Wo gehen wir runter?“ Die Flughöhe bezifferte der Mann zu diesem Zeitpunkt mit rund 2800 Fuß (850 Meter). „Der Flughafen hat noch angeboten zurückzufliegen. Aber das war nicht mehr möglich.“

Die Bruchlandung rief Dienstagabend den Anrainerschutzverband Salzburg Airport auf den Plan. Obmann Michael Lederer schrieb in einer Aussendung: „Man stelle sich vor, das Sportflugzeug wäre in eines der nur wenige Hundert Meter entfernten Häuser gestürzt. Im letzten Jahr wurden trotz der einmonatigen Flughafensperre mehr als 17.000 private Schulungsflüge in Salzburg geflogen. Nahezu alle davon werden als Platzrunde über Wals-Siezenheim, also über bewohntem Gebiet geflogen. Die Absturzstelle des Sportflugzeugs in Gois ist vom Flughafen ungefähr gleich weit weg wie die Altstadt. Man stelle sich die verheerenden Folgen eines Flugzeugabsturzes (…) in der Salzburger Altstadt vor. Der Anrainerschutzverband fordert ein sofortiges Ende der Sportflugzeuge und der Platzrunden über Wals-Siezenheim und damit die unnötige und verantwortungslose Gefährdung Tausender unschuldiger Menschen in Wals-Siezenheim und Salzburg.“ Quelle: ‚Salzburger Nachrichten‚.

Bottrop: Kleinflugzeug muss notlanden

Am Dienstagvormittag, 07. Juli 2020, musste ein Kleinflugzeug auf einer Bottroper Kreuzung notlanden. Das Manöver ist geglückt – und hat dennoch einen Großeinsatz ausgelöst. Laut der Feuerwehr Bottrop war gegen 11 Uhr ein Notruf wegen eines Flugzeugabsturzes eingegangen. Zwei Notärzte, zwei Rettungswagen sowie zahlreiche Feuerwehrleute wurden daraufhin zur Kreuzung Hofwiese/Packskamp geschickt.

Vort Ort stellten die Rettungskräfte fest, dass die Maschine unversehrt auf der schmalen Straße inmitten zweier Felder zu Boden gebracht worden war. Der Pilot blieb unverletzt. „Alles ist sehr glücklich ausgegangen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Nur eine halbe Stunde nach dem Notruf konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken.

Nach ersten Erkenntnissen haben technische Schwierigkeiten zur Notlandung auf der schwach befahrenen Straße geführt. Der Motor des Kleinflugzeugs soll teilweise ausgesetzt haben. Die genaue Unfallursache wird jetzt ermittelt. Quelle: ‚WDR‘.

In Neumarkt Pilot werden

Drei Männer leben beim Flugsportverein den Traum vom Fliegen. Denn seit April dürfen auch Anfänger unterrichtet werden. Olaf Schumann ist durch Zufall zum Fliegen gekommen. „Ich habe in einem Café ein Handy gefunden, und der Besitzer hat mich zum Dank eine Runde über Neumarkt geflogen. Das war so schön. Das muss ich auch lernen“, sagte er sich. Wie die Flugschüler Udo Dufe und Peter Gleissner, die beim Fototermin verhindert waren, will der 46-Jährige nun den Segelflugschein mit der Berechtigung für Touring-Motorsegler erwerben. Klaus-Peter Weiß, Vorstand der Neumarkter Flieger, sagt: „Wir legen Wert darauf, dass sich praktisch jeder das Fliegen leisten kann“. Gewerbliche Flugschulen verlangten pro Flugstunde bis zu 180 Euro. Seine Vereinsmitglieder zahlen nur 45 Euro.

Fluglehrer Egfried Trautenberg rechnet vor, dass für seine Flugschüler die Lizenz zum Fliegen inclusive Mitgliedsbeitrag und der teueren flugärztlichen Untersuchung in zwei Jahren für 2500 bis 4000 Euro zu haben ist. Die Ausbildung erfordert 20 bis 25 Flugstunden im „SF25cFalke“-Motorsegler mit 80 PS aus dem gut gewarteten, umgebauten VW-Motor im Hangar des Vereins: „Am Ende der ersten Woche können die Schüler alleine fliegen, wenn das Wetter mit macht. Dann müssen sie navigieren lernen und ein intensives Notfalltraining machen.“ Damit seine Schüler auch mit Motorschaden landen lernen, schaltet er in der Luft sogar den Motor aus.

Seine Leidenschaft fürs Fliegen hat der pensionierte Mathe- und Physiklehrer mit zehn Jahren in Hersbruck bei der Taufe eines „Schulgliders“ entdeckt. „Für mich war es schwierig, dort als Heimatvertriebener in den Fliegerverein zu kommen“, erinnert sich der in Karlsbad geborene Pilot mit 61 Jahren Flugerfahrung. „Für mich ist das Fliegen die beste Erholung. Im Flugzeug schalte ich von allem anderen ab. Die Gedankenkreise, die man sonst immer hat, werden durchbrochen“.

Er sei immer „ein anderer Mensch“ gewesen, wenn er wieder zurückkam, habe ihn seine Frau ermutigt, als er noch Kurse bei einer gewerblichen fränkischen Fliegerschule gab. Heute unterrichtet Trautenberg in Amberg Segelflug und will nun zusammen mit Michael Jahn, dem zweiten Fluglehrer in Neumarkt, die „eingeschlafene“ Flugschule an der Nürnberger Straße wieder beleben.

„Wir legen Wert auf eine sehr solide Ausbildung“, sagt Jahn. Seine Leidenschaft für die Fliegerei hat schon mit zwei Jahren begonnen. „Da musste mich die Mutter aus dem Fenster halten, wenn Hubschrauber vorbei geflogen sind. Die Initialzündung war dann mit zwölf Jahren die Modellfliegerei.“ Mit achtzehn war Jahn Gründungsmitglied der Berchinger Flugfreunde und mit fünfundzwanzig Jahren ging er in die Luft.

Vor einem Jahr haben die Neumarkter ihre Flugschule nach einer Pause wieder gestartet. Zu Beginn durften sie nur Schüler mit Segelflugschein weiterbilden, aber „seit April ist es uns wieder erlaubt, Fußgänger auszubilden“, freuen sich die Piloten. „Und jetzt dürfen Lehrer und Schüler im Cockpit auch wieder nebeneinandersitzen, natürlich mit Maske. Jeder Pilot desinfiziert nach seinem Flug und der nächste Pilot vor dem Flug“ erklären sie die Corona-Regeln im Motorsegler.

Einige weitere Interessenten haben schon in der Neumarkter Flugschule angeklopft und Vorstand Weiß hofft: „Es wäre erstrebenswert, dass wir das 100-jährige Vereinsjubiläum in 30 Jahren hier in Neumarkt feiern können, obwohl viele schon meinten, den Flugplatz gebe es gar nicht mehr.“ Die Flieger hätten schon einen guten Draht zur Stadt. Die habe sie bei der jüngsten Nutzungsverlängerung des Flugplatzes unterstützt und die Flieger revanchierten sich mit kostenlosen Rundflügen für ein Werbevideo der Stadt. „So wollen wir die nächsten Jahre weiter machen“, heißt es. Quelle: ‚Mittelbayerische‚.

Stampe JCL-4 verunglückt

Während eines Kunstflugtrainings stürzte am Samstag, 4. Juli 2020, ein Flugzeug des Vereins „Stampe Aéro Passion“ bei La Petite-Robinière in der Nähe des Flughafens von Angers-Marcé ab. Der Unfall hat einen Todesfall und eine schwere Verletzung verursacht. Beim Flugzeug handelt es sich um eine Stampe Aéro Passion, des Kunstflug-Ausbildungszentrums von Angers (CPVA). Beide Opfer sind Mitglieder dieses Clubs. Der Pilot, etwa sechzig Jahre alt, starb. Sein Passagier, ebenfalls in den Sechzigern, ist schwer verletzt.

Das Flugzeug stürzte am Ende des Flugplatzes, etwa 200 Meter von der Departementstraße entfernt, in einem Weizenfeld. Zunächst sicherte die Feuerwehr das Gelände ab, um zu verhindern, dass in diesem besonders trockenen Gebiet ein Feuer ausbricht. Es wird eine Untersuchung durchgeführt, um die Umstände und Ursachen dieses Flugunfalls zu ermitteln.

Der Präsident des Clubs wollte sich zu dem Unfall nicht äußern. Die Mitglieder des Vereins seien schockiert, ebenso alle Personen, die auf dem Flugplatz Marcé und im Museum Espace Air Passion arbeiten oder ehrenamtlich tätig sind. Dort wird seit Samstag eine Sommerausstellung präsentiert, die den Brüdern Pierre und René Gasnier, den Pionieren der Luftfahrt in der Anjou, gewidmet ist. Quelle: ‚ouest-france.fr‚.

Der Elfer der Lüfte

Sie heißen Mooney M20L, Cessna 182Q und Robin DR400/RP und haben eines gemeinsam: Ihr Motor stammt aus Zuffenhausen. Seit 1988 treibt ein 3,2 Liter großer Sechszylinder-Boxermotor mit Zwangskühlung die drei Kleinflugzeug-Muster mit Platz für einen Piloten und drei Passagiere an. Das Porsche-Aggregat mit dem Namen PFM 3200 leistet in der verlängerten Flugzeugnase beim Start 212 PS und im Reiseflug 200 PS. Doch bevor der Sportwagenmotor in den 80er Jahren den Weg in die Luft antreten konnte, mussten umfangreiche Anpassungen erfolgen. Die Kurbelwelle entsprach der Auslegung des Motors des 911 Turbo 3.3 seit 1977 mit einem Hub von 74,7 Millimetern. Die Bohrung mit 95 Millimetern hingegen bot Porsche in Kombination mit dieser Kurbelwelle erst ab 1984 im 911 Carrera 3.2 an. Aus Gewichtsgründen ist zudem das Lüfterrad aus Magnesium gefertigt. Ein Propellerantrieb sorgt für eine Reduzierung der Triebwerksdrehzahl im Verhältnis 1:0,442, so dass der PFM 3200 beim Start mit 5.300 Umdrehungen pro Minute dreht. An der Propellerwelle liegen zu diesem Zeitpunkt 2.340 Umdrehungen an. Theoretisch passen Zylinderköpfe aus Automobilen, allerdings müssen beim Flugmotor die Ventilsitze angepasst und verschiedene zusätzliche Bohrungen gesetzt werden. Gleichzeitig findet eine Umrüstung des Nockenwellenantriebs von Kette auf Zahnräder statt. Hinzu kommen eine zweite Lichtmaschine und eine Doppelzündung mittels zweier elektronischer Kennfeld-Zündanlagen und je zwei Zündkerzen. Die Doppelzündung folgte im Fahrzeugbau erst mit dem Porsche 964 im Jahr 1988.

Vergleichbare Flugmotoren waren damals und sind bis heute noch mit Magnetzündungen ausgerüstet. Ein Grund für den kommerziellen Misserfolg des Porsche-Motors. Denn während Porsches Zündsystem auf mindestens einen funktionierenden Generator angewiesen ist, funktioniert die Magnetzündung auch ohne externe Stromzufuhr. Fallen also beide Generatoren aus, kann ein Flugzeug mit dem PFM 3200 nur noch eine Stunde mit Batteriestrom weiterfliegen. Ein Nachteil, den die Konkurrenz regelmäßig in die Öffentlichkeit trug.

Das erste Flugzeug, das diesen Motor im Jahr 1982 bekam, war die Cessna 182 Skylane mit dem Kennzeichen D-EIMP. 1985 ergänzte Porsche seine Flotte um einen Flugzeughersteller, dessen Muster sich noch besser für den Motor eignen sollte: Mooney. Insgesamt 40 Maschinen des sportlichen Typs M20L erhielten den PFM 3200. Zwischen 1986 und 1989 gönnen sich zudem eine Handvoll Piloten eine Robin DR400/RP („Remorqueur Porsche“). Der Porsche-Motor kostete damals gut zweieinhalbmal so viel wie die bis dato installierten Aggregate.

Insgesamt produziert Porsche 180 Exemplare des PFM 3200. Etwa 80 davon finden den Weg in ein Flugzeug. Wiederum nur noch 20 Flugzeuge davon heben weltweit noch ab, von denen allein zwölf in Heubach, 55 Kilometer östlich von Stuttgart, zu finden sind. Aktuell wird in den USA eine Mooney M20L PFM 3200 für 140.000 US-Dollar zum Kauf angeboten. Quelle: ‚Auto Motor und Sport‚.

Helikopter-Rundflüge verbieten…

Helikopter-Rundflüge ohne öffentliches Interesse sollen grundsätzlich verboten werden: in Bruneck, aber auch in ganz Südtirol. Ein Rundflug im Hubschrauber über der Stadt und die umliegenden Berge – das hat durchaus seinen Reiz. Aber bereits mehrmals hat der Gemeinderat von Bruneck in den vergangenen Monaten darüber diskutiert – dabei waren sich Opposition und Mehrheit einig, dass diese Rundflüge in Bruneck nicht angeboten werden sollen.

Jetzt haben Claudia Renzler, Christina Niederkofler Contund Walter Hubervon der Bürgerliste einen Beschlussantrag vorgelegt, um diesen Willen zu untermauern. Die Stoßrichtung: Helikopter-Rundflüge ohne öffentliches Interesse sollen grundsätzlich untersagt werden. „So wie Heliskiing in ganz Südtirol grundsätzlich verboten ist“, heißt es im Antrag, „sollten auch private Rundflüge generell verboten werden.“ Für die Stadt Bozen hat die Landesregierung bereits 1999 einen Beschluss zum Schutz der Gesundheit der im Talkessel von Bozen lebenden Bevölkerung gefasst, dort ist eine drastische Einschränkung von Rundflügen ohne öffentliches Interesse verankert.

Im Gemeinderat von Bruneck ist man sich einig: Diese Vorgehensweise sei richtig. Man solle zumindest den Gemeinden die Möglichkeit geben, auf ihrem Gebiet derlei Beschränkungen vorzunehmen. Bürgermeister Roland Griessmair findet das auch. Und weil er sich der Zustimmung des Gemeinderates bereits sicher war, hat er den Brief an die Landesregierung bereits verschickt. „Der Antrag der Bürgerliste“, sagt er, „wäre gar nicht mehr nötig gewesen. Das ist wie Wasser in die Rienz gießen.“ Auch darin besteht Gemeindepolitik: Wer kann sich später auf die Fahnen schreiben, die Stadt vor Schwärmen von Hubschraubern bewahrt zu haben?

Aber zurück zum Thema. In den vergangenen Jahren und Monaten waren derlei Rundflüge im Helikopter immer stärker zur Mode geworden. Bei Stadt- und Wiesenfesten konnte man vielerorts auch gleich einen Hubschrauberflug buchen. Nicht aber in Bruneck. Dort hat man die privaten Rundflüge nie gern gesehen. Quelle: ‚Tageszeitung.it‚.

Insassen überlebten Bruchlandung

Die beiden Insassen eines Motorflugzeugs kamen bei der unbeabsichtigten Landung im Hochgebirge glimpflich davon. Im Salzburger Lungau ist am Dienstag, 30. Juni, ein Motorflugzeug abgestürzt. Beim Versuch, die Niederen Tauern im Gemeindegebiet von Lessach zu überqueren, verlor das Flugzeug 200 Meter vor dem Zwerfenbergsee an Leistung und prallte aus geringer Höhe gegen den steinigen Boden. Der 63-jährige Pilot aus Oberösterreich blieb unverletzt, sein 66-jähriger Bruder erlitt Verletzungen im Brustbereich.

Wie die Polizei berichtete, waren die beiden Männer gegen 13.15 Uhr in Feldkirchen in Kärnten gestartet und wollten nach Schladming fliegen. Dabei kamen sie mit ihrer Diamond DA20 Katana irrtümlich von der geplanten Route ab. Wegen des Leistungsabfalls dürfte sich der Pilot dann zu einer Notlandung entschieden haben. Das Flugzeug schlitterte nach dem Aufsetzen noch rund 100 Meter weiter und kam dann zum Stillstand. Die beiden Insassen alarmierten nach der Bruchlandung in rund 2.000 Metern Seehöhe mit dem Handy die Einsatzkräfte und übermittelten ihre Standortdaten.

Eine Bergung mit dem Hubschrauber war wegen der starken Bewölkung nicht möglich. Darum gingen die zwei Brüder den Bergrettern entgegen. Am Weg ins Tal wurden die Oberösterreicher von den Helfern angetroffen. Der Verletzte wurde anschließend mit einer Gebirgstrage weiter transportiert und anschließend ins Krankenhaus nach Tamsweg gebracht. Am Flugzeug entstand ein Totalschaden. Das Wrack wird nach der Freigabe durch die Behörden in den nächsten Tagen geborgen werden. Quelle: ‚Kurier.at‚.

Vor 20 Jahren eröffnet: Flugplatz Diepholz-Dümmerland

Der zivile Flugplatz Diepholz-Dümmerland (fdd) hat am Montag, 6. Juli, „runden Geburtstag“: Vor genau 20 Jahren öffnete sich das 20 Meter breite Rolltor zwischen dem militärischen Flugplatz Diepholz und dem neu erbauten zivilen Bereich der fdd im Süden des Fliegerhorstes zum ersten Mal, um einem zivilen Luftfahrzeug das Rollen zur 1 283 Meter langen Piste zum Start zu ermöglichen. Wolfgang Zellhorst, damaliger Geschäftsführer des fdd, erinnert sich und schrieb für unsere Zeitung diesen Bericht: „Auslöser für die Erweiterung des militärischen Fliegerhorstes zu einem auch zivil genutzten Flugplatz war die Wende im Jahr 1989. Plötzlich war Deutschland nicht mehr potenzielles Ziel des Warschauer Paktes (dem östlichen Gegenüber der Nato) und die Notwendigkeit, die militärischen Sicherheitsbereiche gegen jeden Zutritt von außen zu schützen, war nicht mehr gegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es nur für einen sehr eingeschränkten Kreis von Mitgliedern des Aeroclubs Diepholz (Motorsportflieger) und dem Diepholzer Luftsportverein (Segelflieger) die Möglichkeit gegeben, unter Einhaltung strenger Sicherheitsbestimmungen ihren Sport auf dem militärischen Gelände auszuüben. Quelle: ‚Kreiszeitung‚.

Anklamer Flugplatz bald in städtischer Hand?

Die Pläne, den Anklamer Flugplatz während der laufenden Liquidation an einen externen Betreiber abzugeben, scheinen sich zerschlagen zu haben. Jetzt wird die Notlösung im Rathaus vorbereitet. Eigentlich war Anklams Bürgermeister Michael Galander (IfA) recht optimistisch, einen neuen externen Betreiber für den Anklamer Flugplatz zu finden. Die städtische GmbH befindet sich derzeit im Liquidationsverfahren und wird bis zum Jahresende abgewickelt. Der Flugbetrieb sollte dennoch auch in Zukunft aufrechterhalten werden – aber eben nicht durch die Stadt. Jetzt sieht es allerdings so aus, dass sich die Stadt wohl doch nicht so leicht vom Flugplatz lösen kann und sogar die Notvariante ziehen muss: Der Flugplatz könnte künftig als direkte nachgeordnete Einrichtung der Stadt Anklam betrieben werden. Die Corona-Krise habe hier direkten Einfluss gehabt, erklärte der Bürgermeister. Ein potenzieller Interessent für den Anklamer Flugplatz, mit dem man im Rathaus bereits Gespräche geführt habe, sei nun wieder abgesprungen. Das Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, das unter anderem mit Geschäftsflügen sein Geld verdient, wollte Anklam zu einem seiner Stützpunkte machen. Daraus wird erst einmal nichts. „Die gesamte Flugbranche ist derzeit von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie stark betroffen“, so Galander. Er selber vermöge damit nicht zu sagen, ob und wann sich dieser Geschäftszweig erholen und weiterentwickeln wird. Welche Auswirkungen der direkte Betrieb des Flugplatzes durch die Stadt auf Anklams städtische Kassen hat, scheint derweil ebenso unklar. Derzeit arbeite man zusammen mit Liquidator Bernd Lange an einem Plan, welches Personalkonzept künftig notwendig sein wird, um den Flugbetrieb fortzuführen. Erst dann könnten auch konkrete Kosten benannt werden, so der Bürgermeister. Fakt sei, künftig sollen nur noch Tätigkeiten, die unmittelbar mit dem Fliegen zu tun haben, darüber abgesichert werden. Die Vermietung und Verpachtung der Immobilen am Flugplatz soll dagegen die städtische Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (GWA) übernehmen. Dadurch, so Galander, würden auch die Einnahmen daraus abzüglich einer entsprechenden Bearbeitungsgebühr wieder direkt auf dem Stadtkonto landen. Ob das allerdings die Kosten für die Absicherung des Flugbetriebes ausgleicht, wenn die Angestellten dort künftig als Mitarbeiter der Stadt gelten, ist noch völlig offen. Quelle: ‚Nordkurier‚.

Flugzeug durchbricht Zaun

Ein einmotoriges Flugzeug ist am Freitag, 26. Juni, kurz nach 17 Uhr auf der Brandensteinsebene in Coburg in einem Gebüsch gelandet. Nach Angaben der Polizeiinspektion Coburg traten beim Start der mit zwei Personen besetzten Maschine Probleme mit dem Motor auf, es kam zu einem Leistungsverlust. Deshalb setzte das Flugzeug mehrfach auf der Startbahn auf, rollte durch den Zaun am Ende des Flugplatzes und blieb in einem Gebüsch hängen. Der Pilot erlitt, so die Polizei, „glücklicherweise nur leichte Verletzungen“, sein Passagier blieb unverletzt. Beide konnten ohne fremde Hilfe aus der beschädigten Maschine aussteigen. Der Sachschaden an der Maschine und am Zaun wird auf 50.000 Euro geschätzt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Coburg sicherten das Flugzeug ab, um einen Brand zu verhindern, und fingen auslaufenden Kraftstoff auf. Mit Hilfe des Technischen Hilfswerks Coburg wurde die Propellermaschine geborgen. Quelle: ‚Neue Presse‚.

Tecnam announces the new P2010TDI

TECNAM SpA has announced the introduction of a new player into the General Aviation arena. With the Type Certificate expected by July, the P2010 TDI has been one of the most secret development programs. Burning just 5.2 US Gal per hour (less than 20 litres), with roomy, Italian-style shaped cabin interiors, and taking advantage of the high-wing configuration with 3 access doors plus another dedicated one for the baggage compartment, is no longer a dream. And it is no longer a dream to cover 1,000nm with the full tank capacity of 63 US Gal (240 litres). The P2010 TDI role is to fill a gap in customer choices, as they can now order the “Twenty-Ten” with three different powerplants, and three different fuel capabilities: automotive unleaded (approved on 180hp version), Avgas on the most powerful 215hp variant and, from now on, Jet/diesel.

The P2010 TDI is a concentrate of state-of-the-art technologies, where Tecnam’s capabilities to manage both metal and composite technologies has shaped a unique solution in terms of efficiency, load-carrying structure and unique Italian style: fuselage and vertical fin entirely made of pre-peg carbon fibers provide the best use of space, while wings, horizontal tail and rudder, as well as all the load-carrying structures, are built with 70 years’ experience of light alloy structures. Flight safety is self-explanatory in the latest certification requirements followed by the electrically adjustable height, 26G-capable crashworthy seats, while flying experience is the ultimate with the Garmin® G1000® NXi glass cockpit and GFCTM 700 autopilot, entirely integrated and tuned around the ContinentalTM CD-170, full FADEC and single-lever controlled engine.

Continental’s Jet/diesel powered 170 HP engine offers ease of flying with its single lever, coupled with electronic engine monitoring and redundant safety features. The CD-170 is the newest design and also the highest-horsepower engine in the CD-100 series family, proven with more than 6,000 engines delivered and over 7.1 million service flight hours.

DFS führt an norddeutschen Flughäfen Satellitennavigation ein

Die DFS hat neue Navigationsverfahren an vier Flughäfen eingeführt. Langfristig soll die Luftraumsteuerung in ganz Deutschland umgestellt werden. Das neue Verfahren bietet mehr Genauigkeit und Effizienz. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat zum 18. Juni neue Flächennavigationsverfahren an den Flughäfen Hamburg-Fuhlsbüttel, Hamburg Finkenwerder, Kiel und Lübeck eingeführt. Mit der Nutzung von Satellitensignalen können An- und Abflugrouten flexibler und präziser gestaltet werden, was mehr Lärm- und Klimaschutz bedeute, teilte die DFS mit. Die Umstellung der Flugverfahren auf die laut DFS „hochpräzise“ Satellitennavigation soll bis 2030 auf mehr als 60 Flugplätzen in Deutschland erfolgen. Dafür müssten in Deutschland rund 2.500 An- und Abflugverfahren neu konstruiert werden, so die Flugsicherung. Mit den neuen Verfahren könnten Flugrouten flexibler gestaltet und die Genauigkeit im An- und Abflug erhöht werden, was auch zu einer Vergrößerung der Kapazität im Luftraum führe.

„Die DFS vollzieht mit diesem Schritt den Übergang von der konventionellen bodengebundenen zur modernen Flächennavigation mit Satelliten“, sagte DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle. Das sei überhaupt nur möglich, weil inzwischen rund 95 Prozent der in Deutschland verkehrenden Flugzeuge mit entsprechenden Bordempfängern ausgerüstet seien. Da die Ausrüstung mit den Empfängern jedoch nicht verpflichtend ist, muss die Flugsicherung auch weiterhin die konventionellen Drehfunkfeuer (VOR) vorhalten. Die nutzen zur Positionsbestimmung Navigationsanlagen am Boden, derzeit sind bundesweit 55 solcher Anlagen in Betrieb.

Durch die Einführung der neuen Verfahren in Norddeutschland benötigt die DFS nach eigenen Angaben dort nun weniger Navigationsanlagen als bisher. Zum 18. Juni sei das VOR Michaelsdorf in Schleswig-Holstein abgeschaltet worden. Auch die bereits abgeschalteten Drehfunkfeuer Elbe und Lübeck müssten nun nicht neu aufgebaut werden. Langfristig könnte die DFS sogar auf die Mehrzahl der heute genutzten 55 Drehfunkfeuer verzichten. Da Windkraftanlagen die Signale von Navigationsanlagen stören können, ist die Zahl der Windräder, die um ein Drehfunkfeuer errichtet werden können, begrenzt. Mit dem Abbau von Drehfunkfeuern in Norddeutschland biete man daher Potenziale zum Ausbau der Windkraft, freut sich die DFS. Quelle: ‚Airliners.de‘.