Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

17% mehr Vorfälle

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) bearbeitete 2025 knapp 15 000 Meldungen zu Vorfällen – deutlich mehr als in früheren Jahren. Dies geht aus dem kürzlich publizierten Annual Safety Report hervor. Die Meldungen dienen dazu, die Sicherheit am Boden und in der Luft stetig weiterzuentwickeln.

Rund 17% mehr gemeldete Vorfälle in der kommerziellen Luftfahrt und der Leichtaviatik als im Vorjahr; mehr Kratzer an Flugzeugen und am Boden falschrollende Pilotinnen, Piloten und Bodenpersonal auf stetig komplexeren Flugplätzen mit engeren Platzverhältnissen; mehr falsch beladene Flugzeuge; mehr Beinahe-Zusammenstösse in der Luft; mehr Luftraumverletzungen wegen neuen Luftraumstrukturen; mehr Konflikte zwischen Flugzeugen, Helikoptern und Drohnen; mehr GPS-Störungen; mehr fluchende und gewalttätige Passagierinnen und Passagiere; weniger Laserattacken; immer noch Kollisionen von Helikoptern mit Kabeln; weniger Unfälle bei der Arbeit mit Helikoptern; mehr Meldungen zur Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen; kein Unfall mit Todesfolge in der kommerziellen Luftfahrt, vier Unfälle mit insgesamt sechs Todesopfern in der Leichtaviatik, ein Helikopterunfall mit einem Todesopfer und einem Verletzten bei einem Einsatz in der Landwirtschaft: So die Kürzestfassung der Vorfallstatistik 2025 in der Schweizer Zivilaviatik.

Im Berichtsjahr 2025 bearbeitete das BAZL insgesamt 14’972 Vorfälle. Kategorisieren, analysieren und daraus Massnahmen definieren: Aus den eingegangenen Meldungen identifiziert das BAZL für die fünf Bereiche Flugplätze, Flugsicherung, Flugbetrieb, Helikopter und Flugtechnik die wichtigsten Ursachen und beurteilt sie nach dem Schweregrad.

Die Sicherheitskultur der zivilen Luftfahrt baut auf Erfahrungen von Pilotinnen und Piloten, Fluglotsinnen und Fluglotsen sowie dem Bodenpersonal auf. Von den gemeldeten sicherheitsrelevanten Vorfällen leitet das BAZL Präventionsmassnahmen ab und erarbeitet Empfehlungen.

Seit 2019 nehmen die Vorfallmeldungen zu. Die Hauptursachen: die bessere Meldekultur; die Zunahme des kommerziellen Luftverkehrs sowie mehr Konfliktregionen mit grossflächig gestörten GPS-Signalen in Flugzeugen.

Im Schweizer Luftraum hat das Vermeiden von Kollisionen höchste Priorität. Die Analyse der Vorfallmeldungen liefert dabei wichtige Hinweise zu Schweregrad und Ort der Ereignisse. Zusammen mit der Schweizer Luftfahrtbranche sowie der Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) erarbeitet das BAZL im Projekt Future Aviation Surveillance Services and Technologies (FASST-CH) Lösungen. Ziel ist es, moderne Überwachungstechnologien einzuführen, damit alle im Luftraum sichtbar sind.


Seit über zehn Jahren betreibt das BAZL die Sicherheitskampagne «Staysafe.aero». Die Zielgruppe: Pilotinnen und Piloten sowie Akteure der Leichtaviatik. Über das Internet und die sozialen Medien veröffentlicht das BAZL wöchentlich neue Beiträge zu aktuellen sicherheitsrelevanten Themen.

Jubiläumsfeier 125 Jahre Österreichischer Aero-Club

Der Landesverband Burgenland des Österreichischen Aero-Clubs (ÖAeC) veranstaltete am 30. Mai 2026 auf dem Modellflugplatz des MFC Siegendorf eine Feier anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Dachverbandes. Im Zentrum der Veranstaltung standen zwei Projekte, die der Förderung des Flugsports und der Jugendarbeit dienen.

Schüler der Abteilung Flugtechnik der HTL Eisenstadt präsentierten einen eigens für das Jubiläum entwickelten und gebauten Modellflug-Impeller-Jet im ÖAeC-Design. Das Projekt wurde über ein Jahr von Simon Walcher, Anton Gröbl, Julian Fischer und Daniel Netzer unter der Leitung ihres Lehrers und ÖAeC-Landesverbandspräsidenten Gerhard Probst im Rahmen ihrer Diplomarbeit realisiert. Der Jet wurde von Juniorenweltmeister Simon Walcher (Klasse F3K) vorgeflogen.

Als zweites Projekt wurde ein Paragleitsimulator für den Einsatz auf Messen und Events vorgestellt. Dieser wurde von den HTL-Schülern Max Hohenbichler, Fabian Knoflach und Lucas Klinger konstruiert und stand den Besuchern vor Ort zum Testen zur Verfügung.

ÖAeC-Präsident Wolfgang Malik und der Direktor der HTL Eisenstadt, Thomas Schober, nahmen an der Veranstaltung teil. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden zudem drei Funktionäre des Landesverbandes Burgenland für ihr langjähriges Engagement geehrt: Reinhold Schirk (Organisationsreferent), Herbert Aibel (Finanzreferent) und Wolfgang Briese (Obmann FMC Siegendorf).

Historische Luftfahrt in La Ferté-Alais

Das 53. Oldtimer-Flugtreffen „Le Temps des Hélices“ fand bei sommerlichen Wetterbedingungen auf dem Flugplatz Cerny-La Ferté-Alais, rund 40 Kilometer südlich von Paris, statt. Die von der Amicale Jean-Baptiste Salis (AJBS) organisierte Veranstaltung bot auch im 80. Jahr des Bestehens des Flugplatzes einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Luftfahrt.

Historische Fluggeräte am Boden und in der Luft

Die zweitägige Veranstaltung bot den Besuchern am Vormittag die Möglichkeit, die historischen Flugzeuge aus der Nähe zu betrachten und mit den Piloten in Kontakt zu treten. Viele Teilnehmer trugen historische Uniformen, die auf die jeweiligen Epochen der Flugzeuge abgestimmt waren. Zudem wurden Rundflüge in Maschinen wie der Boeing Stearman, Douglas C-53 Skytrooper und North American T-6 Texan angeboten.

Das Flugprogramm am Nachmittag umfasste Vorführungen aus verschiedenen Epochen. Zu den gezeigten Maschinen der Frühzeit gehörten eine Blériot XI und eine Morane H. Aus der Zeit des Ersten Weltkriegs waren unter anderem eine SE-5, ein Fokker Dr.1 Dreidecker sowie verschiedene Caudron-Modelle zu sehen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf französischen Mustern. Präsentiert wurden Flugzeuge wie der Nahaufklärer Nord 3400, das Schulflugzeug Nord 3202 sowie die Morane-Saulnier-Modelle MS.315, MS.317 und die weltweit einzige flugfähige MS.406 (als D.3801).

Höhepunkte des Flugprogramms

Ein markantes Element der diesjährigen Ausgabe war der Flug einer Nachbildung der Caudron C.460, die gemeinsam mit einem aktuellen Kampfflugzeug vom Typ Dassault Rafale der französischen Luftstreitkräfte präsentiert wurde. Der blaue Rennflieger aus den 1930er Jahren wurde von seinem Besitzer, dem Automobilhersteller Renault, begleitet von historischen Rekordfahrzeugen aus derselben Zeit gezeigt.

Das britische Turbulent Team führte Formationsflüge mit Stark Turbulent Einsitzern durch, angetrieben von 35-PS-Motoren. Das Schweizer Team 46 Aviation zeigte Wingwalking-Darbietungen auf einer modifizierten Boeing Super Stearman aus dem Jahr 1943.

Weitere nennenswerte Vorführungen umfassten eine Avro Anson, die Messerschmitt Bf 109 E „Rote 12“, eine Supermarine Spitfire Mk XI sowie die letzte weltweit flugfähige Junkers Ju 52.

Die Veranstaltung bot einen Überblick über die Entwicklung der Luftfahrttechnik und die Bemühungen zum Erhalt historischer Fluggeräte.

Starlink passt Preise für Allgemeine Luftfahrt an

SpaceX hat kürzlich die Preisstruktur und die Datenkontingente für die Nutzung von Starlink in der Allgemeinen Luftfahrt (General Aviation, GA) überarbeitet. Die Änderungen folgen auf deutliche Preiserhöhungen und Einschränkungen, die bei Piloten und Interessenverbänden in den vergangenen Wochen für Kritik gesorgt hatten.

Ursprünglich nutzten viele Privatpiloten standardmäßige Roaming-Abonnements für rund 50 US-Dollar pro Monat, um im Cockpit Wetterdaten abzurufen und die Flugplanung durchzuführen. Nach einer Anpassung durch SpaceX wurden diese Tarife jedoch auf eine maximale Ground Speed von 100 mph (ca. 160 km/h) beschränkt. Für schnellere Flugzeuge wurden neue, deutlich teurere Luftfahrttarife eingeführt.

Die neue Preisstruktur

Die jüngsten Anpassungen von SpaceX bieten nun mehr Datenvolumen für die gleichen oder leicht reduzierte Preise im Vergleich zur ersten Erhöhung:

*   General Aviation Local (zuvor Aviation 300): Für 200 US-Dollar pro Monat erhalten Nutzer nun 50 GB Datenvolumen (zuvor 250 US-Dollar für 20 GB). Dieser Tarif gilt für Flugzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 mph.

*   General Aviation Global (zuvor Aviation 450): Für 1.000 US-Dollar pro Monat stehen nun ebenfalls 50 GB zur Verfügung (zuvor 20 GB für denselben Preis). Dieser Tarif richtet sich an Flugzeuge, die schneller als 300 mph und bis zu 450 mph fliegen.

Zusätzliches Datenvolumen wird weiterhin separat in Rechnung gestellt. Bei den Tarifen für Geschäfts-Reiseflugzeuge („Aviation Jets“) blieben die Preise unverändert, lediglich die Bezeichnungen wurden angepasst.

Reaktionen aus der Luftfahrt-Community

Die anfängliche Preiserhöhung auf bis zu 1.000 US-Dollar pro Monat bei gleichzeitig reduziertem Datenvolumen stieß auf erheblichen Widerstand. Eine Online-Petition, die die Wiedereinführung der ursprünglichen Roaming-Tarife forderte, sammelte fast 10.000 Unterschriften. Piloten argumentierten, dass die Internetverbindung im Flugzeug nicht nur dem Komfort diene, sondern ein wesentlicher Faktor für die Flugsicherheit sei, insbesondere durch den Echtzeitzugriff auf Wetter- und Verkehrsinformationen.

Auch die Aircraft Owners and Pilots Association (AOPA) intervenierte. In einem Schreiben an SpaceX wies die Organisation darauf hin, dass die hohen Kosten für viele kleine Betreiber und Privatpiloten nicht tragbar seien. In Europa berichtete die AOPA Frankreich, dass von 89 Nutzern des Starlink-Mini-Systems 87 ihre Abonnements nach der ersten Preiserhöhung kündigten.

Technische Neuerungen

Parallel zu den Tarifänderungen profitiert die Allgemeine Luftfahrt von einer Anpassung durch die US-Fernmeldebehörde FCC. Diese erlaubt es Starlink-Terminals nun, bis zu einem Elevationswinkel von 5 Grad (zuvor 25 Grad) zu operieren. Davon profitieren insbesondere seitlich montierte Antennen, da ein größerer Bereich der Satellitenbahn nutzbar wird. Hersteller wie Cirrus Aircraft bieten bereits entsprechende Installationskits für die Starlink-Mini-Antenne an (siehe Beitragsbild).

Es bleibt abzuwarten, ob die jüngsten Tarifanpassungen mit dem erhöhten Datenvolumen ausreichen, um die Bedenken der Piloten der Allgemeinen Luftfahrt auszuräumen und die Akzeptanz des Systems in diesem Segment wieder zu steigern.

EAS warnt vor neuer Regelflut

Bei der diesjährigen Generalversammlung von Europe Air Sports (EAS) in Madrid standen die künftige Entwicklung der Allgemeinen Luftfahrt, neue regulatorische Herausforderungen und die Flugsicherheit im Mittelpunkt. Gastgeber war der Königliche Spanische Aero Club (RACE).

EASA-Vertreter Vladimir Foltin stellte den „GA Flightpath 2030“ vor. Das Programm soll die Sicherheitskultur stärken, die Digitalisierung vorantreiben und nachhaltiges Wachstum in der Allgemeinen Luftfahrt ermöglichen. Zu den Schwerpunkten gehören elektronische Sichtbarkeit, vereinfachte Verfahren und effizientere Flugoperationen.

Mit Sorge betrachtet EAS neue Überlegungen der EU-Kommission zur Luftsicherheit. Im Rahmen einer laufenden Studie wird untersucht, ob zusätzliche Maßnahmen wie die Vorabübermittlung von Passagierdaten, erweiterte Flugplanpflichten oder Anforderungen an die elektronische Erkennbarkeit auch für die Sport- und Freizeitfliegerei eingeführt werden sollen. EAS setzt sich dafür ein, dass die Besonderheiten der Allgemeinen Luftfahrt angemessen berücksichtigt werden.

Breiten Raum nahm das Thema elektronische Sichtbarkeit ein. Experten betonten, dass moderne Systeme das bewährte Prinzip „Sehen und Ausweichen“ nicht ersetzen, sondern durch ein verbessertes Situationsbewusstsein ergänzen. Als vielversprechender Standard für den unkontrollierten Luftraum gilt derzeit ADS-L. Unterstützt wird die Entwicklung durch Netzwerke wie das Open Glider Network (OGN), das Positionsdaten verschiedener Systeme zusammenführt.

Diskutiert wurde zudem die Einführung von Pilot Medical Declarations (PMD), die bereits in den USA und Großbritannien erfolgreich angewendet werden. Die EAS sieht darin Potenzial für eine Vereinfachung medizinischer Anforderungen ohne Einbußen bei der Sicherheit.

Kritisch bewertet die Organisation hingegen einen neuen EASA-Vorschlag, wonach künftig bereits bei der erstmaligen medizinischen Untersuchung für LAPL- und Klasse-2-Piloten verpflichtende Alkohol- und Drogentests vorgesehen sein könnten. Dies würde die Ausbildungskosten deutlich erhöhen.

Im Rahmen der Versammlung wurde außerdem Patrick Naegeli in den Vorstand von Europe Air Sports gewählt. Der erfahrene Pilot und ehemalige Präsident der European Gliding Union gilt als ausgewiesener Kenner europäischer Luftfahrtregulierung.

Mit besonderem Dank verabschiedete die Organisation den Belgier Patrick Pauwels aus dem Vorstand. Der langjährige Segelflieger und Luftsportfunktionär prägte über Jahrzehnte die Interessenvertretung des europäischen Luftsports und erhielt für sein Engagement unter anderem die renommierte Lilienthal-Medaille der FAI.

Die nächste EAS-Generalkonferenz findet 2027 in den Niederlanden statt.

125 Jahre ÖAeC: Innovation aus dem Burgenland

Mit einem abwechslungsreichen Programm beteiligte sich der Landesverband Burgenland am 30. Mai 2026 an den Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen des Österreichischen Aero-Clubs. Austragungsort war das Modellfluggelände des MFC Siegendorf, wo insbesondere innovative Nachwuchsprojekte im Mittelpunkt standen.

Zwei Projekte des Landesverbands verfolgen das Ziel, junge Menschen für den Flugsport zu begeistern und die Nachwuchsarbeit nachhaltig zu stärken. Präsentiert wurden ein speziell für das Jubiläum entwickelter Modellflug-Impellerjet sowie ein neuer Paragleitsimulator für den Einsatz auf Messen und Veranstaltungen.

Der Jubiläumsjet entstand im Rahmen einer Diplomarbeit an der HTL Eisenstadt, Abteilung Flugtechnik. Unter der Leitung von Prof. Dipl.-Ing. Gerhard Probst, Präsident des ÖAeC-Landesverbands Burgenland, entwickelten Simon Walcher, Anton Gröbl, Julian Fischer und Daniel Netzer das Modell innerhalb eines Jahres. Der Jet im Design „125 Jahre ÖAeC“ wurde von F3K-Juniorenweltmeister Simon Walcher der Öffentlichkeit präsentiert.

Ein weiterer Höhepunkt war die Premiere des von Max Hohenbichler, Fabian Knoflach und Lucas Klinger entwickelten Paragleitsimulators. Auch dieses Projekt entstand an der HTL Eisenstadt und überzeugte die zahlreichen Besucher, die den Simulator vor Ort selbst testen konnten.

Die Bedeutung der Projekte wurde durch die Anwesenheit von ÖAeC-Präsident Dipl.-Ing. Wolfgang Malik sowie HTL-Direktor Dipl.-Ing. Thomas Schober unterstrichen, die den jungen Entwicklern persönlich ihre Anerkennung aussprachen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem drei Funktionäre des Landesverbands Burgenland für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet: Ing. Reinhold Schirk (Organisationsreferent), Dipl.-Ing. Herbert Aibel (Finanzreferent) sowie Wolfgang Briese, Obmann des MFC Siegendorf.

Ein besonderer Dank galt dem MFC Siegendorf für die Bereitstellung des Modellfluggeländes sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen der Jubiläumsveranstaltung beigetragen haben.

Erste King Air 360 für die Mongolei

Der mongolische Charter- und Regionalflugbetreiber Hunnu Air hat die erste Beechcraft King Air 360 des Landes bestellt. Die Auslieferung des zweimotorigen Turboprops ist für Ende 2027 vorgesehen.

Mit dem Neuzugang will Hunnu Air ihr Angebot im Tourismus- und Geschäftsreiseverkehr ausbauen sowie VIP- und Pendlerflüge innerhalb der weitläufigen Mongolei effizienter bedienen. Nach Angaben von Textron Aviation soll die King Air 360 insbesondere durch ihre Vielseitigkeit und ihre Eignung für regionale Einsätze überzeugen.

Die Bestellung reiht sich in die laufende Flottenmodernisierung der Fluggesellschaft ein. Erst kürzlich hatte Hunnu Air zwei Passagierversionen der Cessna SkyCourier – die ersten Exemplare dieses Musters in der Mongolei – sowie eine weitere Cessna Grand Caravan EX geordert.

Die Beechcraft King Air gilt als eine der weltweit erfolgreichsten Turboprop-Familie im Geschäfts- und Regionalflugsegment. Seit der Einführung im Jahr 1964 wurden mehr als 7’900 Flugzeuge ausgeliefert, die zusammen über 66 Millionen Flugstunden absolviert haben.

Die aktuelle King Air 360 kombiniert bewährte Zuverlässigkeit mit moderner Avionik und verbessertem Passagierkomfort. Zu den Neuerungen zählen eine automatische Kabinendruck-Regelung, eine geringere Kabinenhöhe auf Reiseflughöhe sowie eine hochwertig ausgestattete Kabine für Geschäfts- und Chartereinsätze.

Windräder blinken nur bei Bedarf

Österreich führt bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung für Windkraftanlagen ein

Seit Ende März 2026 ist in Österreich die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung für Windräder im Regelbetrieb. Das Mobilitätsministerium hat die rechtlichen Rahmen-Bedingungen geschaffen, Austro Control die technische Lösung entwickelt. Als erster Betreiber hat Burgenland Energie 38 Windanlagen im burgenländischen Andau umgerüstet. Weitere Standorte in Neusiedl/Weiden und Parndorf sind in Genehmigung.

Das System aktiviert die roten Hindernislichter künftig nur noch dann, wenn sich tatsächlich ein Luftfahrzeug nähert. Grundlage sind Radar- und Flugplandaten von Austro Control. Der definierte Schutzbereich umfasst einen Radius von mindestens 8 km um das Hindernis sowie eine Höhe von mindestens 600 m über dem höchsten Punkt der Anlage. Befindet sich kein Flugzeug in diesem Bereich, bleiben die Lichter aus. Rettungs- und Einsatzflüge können die Beleuchtung über die jeweilige Leitstelle jederzeit per Fernaktivierung einschalten.

Laut Austro Control können die Hindernislichter durch die neue Technologie in bis zu 90 Prozent der Nachtzeit ausgeschaltet bleiben – bei unverändertem Sicherheitsstandard für die Luftfahrt.

Für Piloten ändert sich die Situation grundsätzlich: Windparks in der Nähe von Flugwegen sind weiterhin durch die Hindernisbefeuerung gekennzeichnet, sobald ein Luftfahrzeug in den Schutzbereich einfliegt. Die Kennzeichnung erfolgt damit bedarfsgerecht und nicht mehr als Dauerbetrieb.

Segelflug-Ausbildung auf Hawaii

Die Soar Hawaii Foundation hat ein Bildungsprogramm gestartet, das Jugendliche und Interessierte an den Flugsport heranführen soll. Im Mittelpunkt stehen Stipendienflüge, Schnupperflüge, öffentliche Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit rund um die Fliegerei.

Hawaii bietet dafür ungewöhnlich gute Voraussetzungen: mehr als 300 fliegbare Tage pro Jahr, zuverlässige Hangaufwinde und eine spektakuläre Landschaft mit Vulkanen. Für die Umsetzung des Programms setzt die Foundation auf eine Stemme S10 VT – einen zweisitzigen Reisemotorsegler des deutschen Herstellers Stemme GmbH aus Strausberg.

Das Muster verbindet Hochleistungssegelflug mit Reichweite, Sicherheit und operativer Flexibilität, was es nach Einschätzung der Foundation für Ausbildungs- und Öffentlichkeits-Missionen in abgelegenen Regionen besonders geeignet macht. Das Flugzeug soll auch für Luft-zu-Luft-Aufnahmen eingesetzt werden.

Stemme unterstützt das Projekt und sieht darin ein Beispiel für einen zentralen Aspekt der Luftfahrtkultur: die Weitergabe von Wissen und Begeisterung an die nächste Generation von Piloten.

60. Internationaler Allgäuflug 2026

Vom 4. bis 6. Juni 2026 findet auf dem Verkehrslandeplatz Leutkirch-Unterzeil (EDNL) der 60. Internationale Allgäuflug statt. Gleichzeitig wird die Baden-Württembergische Navigationsflug-Meisterschaft 2026 ausgetragen. Veranstalter ist die Fliegergruppe Leutkirch e.V., die beide Wettbewerbe in Anlehnung an die Wettbewerbsordnungen für Rallyeflug und ANR des DAeC durchführt.

Der Allgäuflug ist ein Navigationsflug-Wettbewerb für einmotorige Motorflugzeuge, aerodynamisch gesteuerte Ultraleichtflugzeuge und Reisemotorsegler mit einer Mindest-Wettbewerbsgeschwindigkeit von 60 Knoten. Geflogen wird unter Sichtflugbedingungen (VFR). Zugelassen sind internationale Crews; eine BWLV-Mitgliedschaft ist nur für die Landesmeisterschaft erforderlich.

Das Programm beginnt am Donnerstag, dem 4. Juni, mit freiem Anflug und einer Offenen Vereinsmeisterschaft im ANR-Modus sowie einem geselligen Abend in der Leutkircher Kulturbrauerei. Am Freitag, dem 5. Juni, folgen Trainingsflug und Präzisionsflug. Der eigentliche Wettbewerbstag ist Samstag, der 6. Juni: Die Crews starten in Leutkirch, fliegen eine Zwischenlandung in Aalen-Heidenheim (EDPA) und kehren nach Leutkirch zurück. Den Abschluss bildet eine Siegerehrung mit Tombola.

Die Nenngebühr beträgt 145 Euro pro Besatzung; für Einsteiger, Junioren unter 25 Jahren, Schüler mit Lehrer sowie Vereine mit zwei oder mehr Mannschaften gilt ein Nachlass von 30 Euro. Die Anmeldung erfolgt online unter www.allgaeuflug.de. Neben Einzel- und Mannschaftswertungen werden Sonderpreise für das beste Damenteam, das jüngste und das älteste Team sowie die Besatzung mit dem weitesten Anflug vergeben.

Weitere Informationen wie das Hotelverzeichnis für Leutkirch und Umgebung sind hier abrufbar.

Traktor auf der Landebahn

Am 16. Mai 2026 kam es am Flugplatz Winzeln-Schramberg im Landkreis Rottweil (Baden-Württemberg), zu einer ungewöhnlichen Protestaktion. Ein 62-jähriger Landwirt stellte seinen John-DeereTraktor auf die Start- und Landebahn und blockierte damit den laufenden Flugbetrieb. Nach Einschätzung der Polizei war der Mann mit dem Saisonstart des Flugplatzes nicht einverstanden.

Die Blockade dauerte rund zehn Minuten, bevor der Landwirt das Rollfeld wieder freigab. In dieser Zeit mussten mehrere Flugzeuge, darunter auch Motorgleitschirme, Warteschleifen drehen. Laut Polizeipräsidium Konstanz kam es dabei zu keiner konkreten Gefährdung.

Der Vorfall hat jedoch rechtliche Konsequenzen: Dem Landwirt droht eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Windräder: schärferer Fokus auf Flugsicherheit

Beim Bau von Windkraftanlagen in der Nähe von Flugplätzen gewinnt die internationale Luftfahrtregelung an Bedeutung. Grundlage ist das neue ICAO-Handbuch „Airport Services Manual – Part 6: Control of Obstacles“ (ICAO Doc 9137, 3. Ausgabe 2026). Die jetzt veröffentlichte Neufassung ersetzt die ältere Ausgabe und wurde nach Angaben der ICAO umfassend überarbeitet. Hintergrund sind vor allem neue Herausforderungen durch:

  • immer höhere Windkraftanlagen,
  • komplexere Flugverfahren,
  • moderne Navigationssysteme,
  • sowie zunehmende Bebauung im Umfeld von Flugplätzen.

Erstmals enthält das Handbuch ausführliche Vorgaben zu:

  • Windkraftanlagen,
  • Turbulenzen und Windscherungen,
  • Blendwirkungen,
  • Funk- und Radarbeeinflussungen,
  • sowie sogenannten „non-physical hazards“.

Die ICAO stellt klar, dass Windräder nicht nur klassische Hindernisse darstellen, sondern auch Flugverfahren, Platzrunden und die langfristige Entwicklung eines Flugplatzes beeinflussen. Deshalb müssen Projekte in Flugplatznähe durch sogenannte „aeronautical studies“ sicherheitstechnisch bewertet werden. Das gilt ausdrücklich auch für kleinere Verkehrslandeplätze ohne IFR-Verfahren. Dort stehen vor allem Sichtanflug, Durchstartmanöver und Turbulenzen im Fokus der Bewertung. Nach ICAO-Einschätzung sollen die neuen Regeln weltweit zu einer einheitlicheren und strengeren Hinderniskontrolle rund um Flugplätze führen. Quelle: ‚DAeC, Deutscher Aero Club‚.

G7-Gipfel in Evian

Frankreich wird dieses Jahr den G7-Gipfel 2026 vom 15. bis 17. Juni 2026 in Evian-les-Bains ausrichten. In diesem Zeitraum wird der Luftraum für den Sichtflug, nichtkommerziellen Instrumenten-Flugverkehr sowie für unbemannte Luftfahrzeuge in der Westschweiz eingeschränkt.

Die Flugplätze La Cöte (LSGP), Montricher (LSTR), Bex (LSGB) und Yverdon-les-Bains (LSGY) werden geschlossen. Die Beschränkungen gelten von Mittwoch, 10. Juni 2026, 13.00 Uhr LT, bis Donnerstag, 18. Juni 2026, 03.00 Uhr Ortszeit.

Derzeit handelt es sich um einen maximalen Rahmen. Die Zeiträume für die Aktivierung und Deaktivierung der Sperrzone werden per NOTAM bekannt gegeben und gelten in Übereinstimmung mit den auf französischem Gebiet geltenden Bestimmungen.

Gemäss letzten Informationen wird die Sperrzone wie folgt aktiviert:

  • Mi, 10. und Do, 11. Juni 2026, von 13.00 bis 16.00 Uhr
  • Fr, 12. Juni 2026, von 09.00 bis 12.00 Uhr
  • Am Sa, 13. und So, 14. Juni, gelten keine Einschränkungen.
  • Die Sperrzone wird anschliessend von Montag, dem 15. Juni, morgens bis Donnerstag, dem 18. Juni, 03.00 Uhr LT, aktiviert.

Kommerzielle IFR- und VFR-Zivilflüge von bzw. nach Payerne(LSMP) sind ebenso wie Flüge auf den Flugplätzen Môtiers (LSTO), Ecuvillens (LSGE) und Saanen (LSGK) unter Einhaltung festgelegter Routen zulässig. Bitte beachten Sie, dass die oben genannten Einschränkungen je nach Lage jederzeit verschärft oder gelockert werden können. Deshalb ist ein Blick auf das aktuelle NOTAM Pflicht.

Flugvorführungen über dem Hillclimb

Goodwood, West Sussex, 9.–12. Juli 2026. Das Goodwood Festival of Speed, das jährlich auf dem Anwesen Goodwood House in West Sussex stattfindet, verbindet Motorsport mit Luftfahrt. Neben dem Hillclimb und der Fahrzeugausstellung gehören Flugvorführungen zum festen Bestandteil des Programms.

Flugvorführungen

Die Luftfahrt-Komponente des Festivals präsentiert internationale Kunstflugteams, die während der Veranstaltungstage über dem Gelände auftreten. Zu den bekannten Gästen zählen die Red Arrows der Royal Air Force sowie The Blades. Die Teams fliegen direkt über das Hillclimb-Gelände, sodass die Vorführungen vom Boden aus gut verfolgt werden können.

Anreise per Luftfahrzeug

Goodwood Aerodrome, das historisch als RAF Westhampnett bekannt ist und im Zweiten Weltkrieg als Satellitenflugplatz von Tangmere diente, liegt unmittelbar neben dem Veranstaltungsgelände. Piloten können das Festival of Speed direkt anfliegen. Der offizielle Helikopter-Partner des Flugplatzes, Elite Helicopters, bietet massgeschneiderte Charter-Flüge von vorab vereinbarten Standorten wie Hotels, Flugplätzen und privaten Geländen an.

Helikopter-Rundflüge

Während des Festivals werden Rundflüge über das Gelände angeboten. Besucher können dabei Goodwood House, die Rennstrecke, den Motor Circuit, den Flugplatz und die umliegende Landschaft aus der Luft erleben. Der Preis beginnt ab 85 Pfund pro Person.

Veranstaltungsdetails

Datum9.–12. Juli 2026
OrtGoodwood House, Chichester, West Sussex, PO18 0PX
Nächster BahnhofChichester (Verbindung London Victoria)
Ticketsgoodwood.com/motorsport/festival-of-speed/tickets-and-packages/
Anreise per Luftfahrzeuggoodwood.com/flying/pilot-information/arriving-by-air/

Das Goodwood Revival, das ebenfalls Flugvorführungen mit historischen Flugzeugen umfasst, findet vom 18. bis 20. September 2026 statt.

Air Tattoo in Fairford abgesagt

Das Royal International Air Tattoo (RIAT), das auf dem Stützpunkt RAF Fairford geplant war, findet im Jahr 2026 nicht statt. Die Organisatoren haben die Absage am 22. Mai 2026 nach Gesprächen mit der Royal Air Force (RAF) und der United States Air Force (USAF) bekannt gegeben.

Grund für die Annullierung ist die anhaltende Krise im Nahen Osten. Aufgrund der Situation sei der ungehinderte Zugang zum Stützpunkt RAF Fairford nicht gesichert, hiess es von Seiten der Royal Air Force Charitable Trust Enterprises. Da die US-Streitkräfte in der Region gebunden sind, war bereits zuvor mit einer reduzierten Teilnahme gerechnet worden.

Für das diesjährige RIAT waren die Themen „Fighter Meet“ und „Royal Flight“ vorgesehen. Die Veranstaltung, die jährlich stattfindet, ist eine wichtige Einnahmequelle für den RAF Charitable Trust.

Rückerstattung und Ausblick

Personen, die bereits Tickets für 2026 erworben haben, werden bis Ende Mai kontaktiert. Sie haben die Möglichkeit, den Kaufpreis zurückzufordern, die Tickets auf die Ausgabe 2027 zu übertragen oder den Betrag dem RAF Charitable Trust zu spenden. Die nächste Ausgabe des RIAT ist für den 16. bis 18. Juli 2027 geplant.

Wasserflugzeuge am Lac de Vassivière

Der Lac de Vassivière, ein fast 10 Quadratkilometer großer Stausee im französischen Limousin (Massif Central), diente kürzlich als Kulisse für ein außergewöhnliches Luftfahrt-Ereignis. Die Association Française d’Hydraviation (AFH) hielt dort vom 8. bis 10. Mai 2026 ihre jährliche Generalversammlung ab. Dafür wurde eine temporäre Wasserflugbasis (Hydrosurface) eingerichtet.

Die Wasserfliegerei ist in Frankreich streng reglementiert. Es gibt lediglich zwei permanente Wasserflugbasen (Biscarrosse und Étang de Berre) sowie einige wenige Hydrosurfaces. Für das Treffen am Lac de Vassivière, der sich über die Départements Creuse und Haute-Vienne erstreckt, war eine doppelte behördliche Genehmigung der Präfekturen erforderlich.

Insgesamt acht Wasserflugzeuge nutzten die Gelegenheit, auf dem von dichten Wäldern umgebenen See zu landen. Unter den Teilnehmern befanden sich drei Piper PA-18 auf Schwimmern sowie fünf Ultraleichtflugzeuge (ULM), darunter Modelle wie Savannah, Flywhale, Seamax und ein historischer MD03 Transat. Einige Teilnehmer reisten sogar aus der Schweiz und Spanien an.

Der Lac de Vassivière, einer der größten künstlichen Seen Frankreichs, wurde 1950 durch den Bau eines Staudamms an der Maulde geschaffen. Er dient der Stromerzeugung, der Trinkwasserversorgung und dem Tourismus. Für den Fall von Waldbränden sind auf dem See zudem zwei Zonen für Löschflugzeuge reserviert.

Die Veranstaltung bot rund 30 Piloten die Möglichkeit, in einer Umgebung zu fliegen, die viele an kanadische Landschaften erinnerte. Die Logistik vor Ort umfasste ein Sicherungsboot (Zodiac) und die Bereitstellung von Treibstoff (100LL und Superbenzin), da die Versorgung auf dem Wasser vorab organisiert werden musste.

Pilatus testet Carbon-Wiederverwendung

Kohlefaserverstärkte Kunststoffe (Carbon Fibre Composites) sind ein zentraler Werkstoff im Flugzeugbau, zeichnen sich durch geringes Gewicht und hohe Stabilität aus. Bei der Verarbeitung von vorimprägniertem Carbonfasergewebe (Prepreg) entsteht jedoch Verschnitt. Bei der Pilatus Gruppe fallen jährlich über sechs Tonnen dieses Materials an, das bisher ungenutzt entsorgt wird.

Um diesen Produktionsabfall wiederzuverwenden, hat Pilatus gemeinsam mit der Hochschule Luzern und der inspire AG (Partner der ETH Zürich) ein 32-monatiges Forschungsprojekt gestartet. Pilatus stellt Material, Produktionsumgebung und Know-how zur Verfügung, um den Prozess unter realen Bedingungen zu testen. Unterstützt wird das Vorhaben durch Innosuisse, die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung.

Der technische Ansatz sieht vor, den klebrigen Prepreg-Verschnitt kontrolliert zu erwärmen, um die Haftwirkung für die maschinelle Weiterverarbeitung aufzuheben. Das Material wird zerkleinert und in einem speziellen Pressverfahren zu neuen Bauteilen geformt und ausgehärtet. Eine etablierte industrielle Methode für dieses Verfahren existiert in der Luftfahrt bislang nicht.

Für Pilatus bietet das Projekt die Möglichkeit, den Produktionsabfall zu reduzieren und gleichzeitig bis zu 36 Tonnen Aluminium pro Jahr durch die neuen Carbonteile zu ersetzen. Dies führt zu einer Gewichtsersparnis bei den Flugzeugen und einer Reduktion der Umweltbelastung. Das Vorhaben ist ein Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft im Flugzeugbau, wobei sich der Erfolg des Projekts in den kommenden Jahren zeigen wird.

AOPA-Flugsicherheitstraining

Das Flugsicherheitstraining in Eggenfelden findet seit über 46 Jahren statt. Durch die Nähe der Alpen ist hier natürlich das „Highlight” die Alpeneinweisung durch ortskundige Lehrer. Für Fortgeschrittene werden auch interessante Flüge mit Alpenüberquerungen nach Venedig, Slowenien, Kroatien als Tagesausflüge angeboten. Österreich, Tschechien, Ungarn wurden in den letzten Jahren ebenfalls angeflogen.

Natürlich kommen allgemeine Trainings-Flüge, bis hin zu IFR – Training nicht zu kurz. Alle Trainingsinhalte können natürlich ganz individuell auf Ihre Fähigkeiten und Bedürfnisse angepasst werden, ob SEP, MEP, VFR oder IFR. Auch in diesem Jahr bietet die AOPA Germany allen Teilnehmern ein kostenloses ForeFlight Seminar zu Beginn der Veranstaltung an.

Gemeinsam mit dem Deutschen Ultraleichtflugverband (DULV) wird die Betreuung und Trainingsmöglichkeiten für UL-Flieger weiter ausgebaut. UL-Piloten sind beim Flugsicherheits-Training in Eggenfelden herzlich willkommen und werden durch den DULV direkt vor Ort unterstützt. Die gewünschten Kursinhalte werden nach der Anmeldung gesondert abgefragt.

Weitere Infos

Teilnahmegebühr inkl. MwSt:
– EUR 300 für AOPA-Mitglieder und DULV-Mitglieder
– EUR 350 für Nichtmitglieder

In der Teilnahmegebühr enthalten sind:
Ein ForeFlight Seminar zu Beginn der Veranstaltung, theoretische Unterlagen, Shuttle-Service morgens vom Hotel zum Flugplatz und abends retour, sowie das Abschluss-Buffet.

Der Pinch-Hitter-Lehrgang kostet EUR 80 (inklusive Theorieunterlagen).

Die Kosten für die Fluglehrer werden mit EUR 50 pro Stunde berechnet.
Pro Ereignis fallen zusätzlich EUR 50,- für Briefing & Debriefing an.

-> Anmeldung (Anmeldeschluss ist der 24.07.2026)

Kurztrip ans Meer

Was mittlerweile fast schon Tradition ist, wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt: Einige Mitglieder der Aka-Flieg Graz machten sich erneut auf zu einem gemeinsamen Kurztrip ins Ausland. Das Ziel 2026: Medulin an der kroatischen Adriaküste.

Autor: Florian Posch

Mit dabei war ein sechsköpfiges Team, verteilt auf drei Flugzeuge. Von Graz starteten Christoph mit seiner „Frosch“ sowie Gernot und Tom in einer WT9. Aus Wiener Neustadt hoben Manuel, Lukas und Florian mit einer Diamond DA40 Richtung Süden ab.

Manuel & Lukas beim Check

Bereits frühmorgens begann für die DA40-Crew die Reise mit der Anfahrt nach Wiener Neustadt, wo Manuel das passende Flugzeug organisiert hatte – ideal für den komfortablen Drei-Personen-Trip. Als Pilot in Command fungierte Manuel, trotz seiner erst 27 Jahre bereits ein erfahrener Aviatiker.

Nach Checklisten, Flugplanaufgabe und letzten Vorbereitungen hob die Maschine gegen 9.30 Uhr ab. Der Flug selbst verlief ausgesprochen ruhig: Kaum Thermik, kaum Turbulenzen – perfekte Bedingungen für einen entspannten Reiseflug in 7’500 bis 8’500 Fuß, größtenteils oberhalb der Wolken.

Crew der DA-40

Nach rund zwei Stunden erfolgte die Landung auf der Graspiste von Airport Medulin – butterweich, wie die Crew berichtet. Der bestens organisierte Flugplatz lieferte alle nötigen Informationen für einen unkomplizierten Aufenthalt.

AKA-Flieger beim Erkunden neuer Fortbewegungsmittel

Anschliessend ging es per Uber direkt nach Medulin. Ein Mittagessen an der Promenade, die spontane Organisation einer Unterkunft und der erste Sprung ins noch frische Meer machten schnell klar: Dieser Kurztrip stand ganz im Zeichen des Genusses. Gute Gesellschaft, traumhaftes Wetter, hervorragendes Essen – und natürlich die Fliegerei – machten den Ausflug einmal mehr zu etwas Besonderem.

Pula von oben

Wegen einer ungünstigen Wetterprognose fiel die Entscheidung, bereits am nächsten Morgen früh die Heimreise anzutreten. Auch der Rückflug verlief reibungslos. Ein besonderes Highlight bot sich der Crew beim Überflug der Küste rund um Pula und Rovinj – Adriapanorama inklusive.

Rovinj von oben

Gegen Mittag setzte die DA40 wieder sicher in Wiener Neustadt East Airport auf. Das Fazit der Crew fällt eindeutig aus: ein kurzer, aber rundum gelungener Flug ans Meer – und ganz sicher nicht der letzte seiner Art.

Red Arrows and der AirVenture Oshkosh

Das Kunstflugteam der Royal Air Force, die Red Arrows, wird 2026 erstmals an der EAA AirVenture Oshkosh teilnehmen. Die Auftritte sind als Teil der Nachmittagsflugshows vom 24. bis 26. Juli geplant. Die Veranstaltung findet während der 73. Ausgabe der EAA-Fly-in-Convention vom 20. bis 26. Juli auf dem Wittman Regional Airport in Oshkosh, Wisconsin, statt.

Die Teilnahme in Oshkosh ist Teil einer ausgedehnten US-Tournee der Red Arrows im Jahr 2026 anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Vereinigten Staaten. Die Red Arrows, die seit 1965 aktiv sind und Hawk T1 Jets nutzen, befinden sich in ihrer 62. Saison. Neben den Flugvorführungen werden die Mitglieder des Teams während der AirVenture-Woche auch an verschiedenen öffentlichen Auftritten und Veranstaltungen auf dem Gelände teilnehmen. Der Zeitplan dafür wird später bekannt gegeben.

Junkers A60 mit DULV-Musterzulassung

Friedrichshafen – Junkers Aircraft hat auf der AERO 2026 die deutsche Musterzulassung des Deutschen Ultraleichtflugverbandes (DULV) für das neue Ultraleichtflugzeug Junkers A60 erhalten.

Die Junkers A60 erweitert das Portfolio des Herstellers um ein Modell mit nebeneinander angeordneten Sitzen (Side-by-Side) und Bugrad-Fahrwerk. Bisherige Modelle wie die A50 Junior setzten auf eine Tandem-Sitzanordnung und Spornrad. Das Design der A60 greift die historische Wellblech-Optik aus Duraluminium auf, kombiniert diese jedoch mit modernen Konstruktionsmerkmalen.

Technische Auslegung und Antrieb

Das Flugzeug ist als offener Ganzmetalltiefdecker mit einem maximalen Abfluggewicht (MTOM) von 600 Kilogramm konzipiert. Standardmäßig wird die A60 mit einer geschlossenen Kabinenhaube ausgeliefert, die sich für den offenen Flugbetrieb gegen ein Windschild austauschen lässt. Künftig soll neben dem festen Fahrwerk auch eine Variante mit Einziehfahrwerk (A60 RG) angeboten werden.

Als Antrieb dient ein Edge Performance EP916ECi mit 130 PS. Dieser Motor basiert auf dem Rotax 912 und erreicht seine Leistung durch Einspritzung, Hubraumerweiterung und eine modifizierte Nockenwelle, wobei auf eine Turboaufladung verzichtet wird. Alternativ ist der Rotax 912 iS mit 100 PS verfügbar.

Ausstattung und Daten

Die Avionik umfasst ein Garmin G3X Touch Flight Display. Für die Verzögerung sorgen Bremsen von Beringer, als Rettungssystem kommt ein System von Galaxy zum Einsatz.

Wichtige technische Daten der Junkers A60: * Spannweite: 10,25 m * Länge: 7,25 m * Höhe: 2,59 m * Leergewicht: ab 381 kg * Tankvolumen: 105 Liter * Reisegeschwindigkeit (bei 75 % Leistung): 150 km/h Mit der Zulassung der A60 hat Junkers Aircraft nun drei Modelle im Programm: die A50 Junior, die A50 Heritage und die A60. Auf der AERO 2026 verzeichnete der Hersteller ein reges Interesse und erste Verkäufe des neuen Modells.

Unerlaubte VFR-Nachtlandung in Uetersen

In der Nacht von Montag, 11., auf Dienstag, 12. Mai 2026 landete auf dem Flugplatz Uetersen/Heist (EDHE) eine Cirrus SR20. Eine in Warschau gestartete Cirrus SR20 aus Polen landete dabei gegen 23:20 Uhr Ortszeit auf der unbeleuchteten Graspiste.

Da der Flugplatz nachts nicht besetzt ist und Nachtlandungen grundsätzlich nicht gestattet sind, löste der Vorfall einen Großeinsatz der örtlichen Feuerwehr und des Rettungsdienstes aus.

Anwohner hatten beobachtet, wie das Flugzeug mehrfach tief über dem Gelände kreiste, und die Einsatzkräfte alarmiert, da ein technischer Defekt oder eine Notlandung vermutet wurde.

Nach der Landung konnte Entwarnung gegeben werden. Die beiden Insassen der Maschine blieben unverletzt. Berichten zufolge war die Zwischen-Landung auf dem rund 1100 Meter langen Grasstreifen in Heist offenbar von der Crew geplant gewesen. Die zuständige Luftfahrtbehörde hat aufgrund der unzulässigen Nachtlandung Ermittlungen eingeleitet.

Erst Mitte April war am Flugplatz Uetersen/Heist der offizielle Startschuss für das Fliegen ohne Betriebsleiter gefallen, wofür jedoch eine vorherige Anmeldung und die Einhaltung der regulären Öffnungszeiten zwingend erforderlich sind.

Fly-in Stadtlohn

Am Samstag, den 4. Juli 2026, findet am Flugplatz Stadtlohn das AOPA Netherlands Fly-In statt. Zu dieser Veranstaltung sind neben den niederländischen Mitgliedern auch Mitglieder der AOPA Germany eingeladen.

Die Teilnahme setzt eine Mitgliedschaft bei der AOPA Netherlands oder der AOPA Germany voraus. Ein Beitritt ist auch vor Ort am Veranstaltungstag möglich. Vorab-Anmeldungen werden über die Website der AOPA Netherlands entgegengenommen. Das Programm umfasst Fachvorträge, eine Ausstellung sowie Möglichkeiten zum Austausch unter Piloten. Zudem wird eine Verpflegung angeboten.

Für Unternehmen und Dienstleister aus der Luft- und Raumfahrtindustrie (UL/GA) besteht die Möglichkeit, sich mit einem Ausstellungsstand zu präsentieren. Die Organisation der Stände erfolgt gegen eine Gebühr durch die Veranstalter.

Interessenten können sich per E-Mail an info@aopa.de wenden; die Anfragen werden an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Bei schlechten Wetterbedingungen ist eine Verlegung der Ausstellung in die Flugzeughalle vorgesehen. Im Falle einer Absage der Veranstaltung werden bestehende Standreservierungen kostenfrei storniert.

-> Anmeldung.

Fly-in Speck – Aviation Day in Fehraltorf

Am Samstag, 4. Juli 2026, lädt der Flugplatz Speck (Fehraltorf) zum traditionellen Fly-in Speck ein. Parallel dazu findet der Openday statt – ein idealer Anlass für einen abwechslungsreichen Aviation Day in der Zürcher Region.

Fly-in / Fly-out

  • Fly-in ab 08:00 Uhr LT, Landungen auch über Mittag möglich
  • Fly-out am Samstag und Sonntag während der regulären Betriebszeiten
  • Keine Starts zwischen 12:15 und 13:45 Uhr LT

Infrastruktur & Angebot

  • Gastronomie im Restaurant Speck
    • Samstag: 10:00–23:00 Uhr
    • Sonntag: 09:00–22:00 Uhr
  • Übernachtung im eigenen Zelt direkt beim Flugzeug möglich
  • Sanitäranlagen und Duschen stehen zur Verfügung
  • Treibstoffversorgung: Avgas, Mogas 98 sowie Jet A-1

Hinweise

Der Flugplatz Flugplatz Speck Fehraltorf ist PPR – eine vorgängige Anmeldung ist zwingend erforderlich. Landegebühren sowie ein Konsumationsgutschein für die Crew werden offeriert.

Der Veranstalter freut sich auf zahlreiche anfliegende Crews, spannende Begegnungen und einen lebendigen Tag rund um die Allgemeine Luftfahrt.

-> Anmeldung

Jubiläumsfest auf der Hahnweide

Der Baden-Württembergische Luftfahrtverband (BWLV) feiert 2026 sein 100-jähriges Bestehen und lädt aus diesem Anlass am Samstag, 27. Juni 2026, zum großen Jubiläumsfest auf den Sonderlandeplatz Hahnweide bei Kirchheim/Teck ein.

Vor der eindrucksvollen Kulisse der Schwäbischen Alb mit der Burg Teck erwartet die Besucherinnen und Besucher ein ganztägiges Luftsportprogramm auf einem der traditionsreichsten Fluggelände Süddeutschlands. Für das leibliche Wohl sorgen verschiedene Verpflegungsstände am Tag, am Abend folgt ein Festakt mit Dinner im besonderen Ambiente des Backstein-Hangars.

Programm-Highlights (vorläufig)

  • ab 09:00 Uhr: Fly-In und Beginn des Besucherbetriebs mit Kaffeebar
  • 11:00 Uhr: Eröffnung mit Fallschirmsprung (Klaus Renz), Musik der Steinlach Stompers, Infostände
  • bis 13:00 Uhr: Anflug der Fly-In-Teilnehmer
  • 13:30–17:00 Uhr: Flugprogramm (Segel- und Motorkunstflug, Fallschirmspringen, Modellflug)
  • 18:30 Uhr: Siegerehrung Air Navigation Race
  • 19:00 Uhr: Ballonaufbau und Start
  • 19:30 Uhr: Elektroflug-Vorführung Velis Electro und Ballonstart
  • ab 20:00 Uhr: Abendveranstaltung mit Festakt, Buffet, Musik und Unterhaltung
  • Open End

Das Flugprogramm steht unter dem Vorbehalt geeigneter Wetterbedingungen.

Teilnahme und Anmeldung

Für den Tagesbesuch ist keine Anmeldung erforderlich – der BWLV freut sich auf alle Luftsportlerinnen und Luftsportler sowie Gäste, die spontan vorbeischauen und das Programm erleben möchten.

Für den Abend mit Festakt und Dinner ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich. Die Vereinsvorstände erhalten hierzu separate Informationen zur gebündelten Anmeldung über ein Online-Portal.

Fly-In

Die Anreise per Flugzeug ist möglich, jedoch ausschließlich nach vorheriger Anmeldung. Diese erfolgt per E-Mail an: betriebsleitung-hahnweide(at)bwlv.de

Anflüge sind am 27. Juni zwischen 09:00 und 13:00 Uhr, Abflüge ab 17:00 Uhr (Lokalzeit) bzw. am darauffolgenden Sonntagmorgen vorgesehen.

Der BWLV freut sich auf ein grosses Jubiläumsfest mit zahlreichen Gästen, spannenden Flugvorführungen und gelebter Luftsportgemeinschaft.

Meilenstein an der Aero in Friedrichshafen

Die AERO 2026 in Friedrichshafen wurde für Diamond Aircraft zu einem deutlichen Erfolg und markiert einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensentwicklung. Die internationale Leitmesse für die Allgemeine Luftfahrt fand vom 23. bis 26. April statt und brachte dem Hersteller starke Nachfrage, neue Impulse und mehrere Premieren.

Besonders hervorzuheben ist die Rekordzahl an während der Messe unterzeichneten Verträgen – ein klares Zeichen für das anhaltende Vertrauen in das Diamond-Portfolio. Der Stand war während der gesamten vier Tage stark frequentiert und zog Eigentümer, Betreiber, Flugschulen sowie internationale Partner gleichermassen an.

Das neue Da42-VI-Demonstrationsflugzeug von Diamond Aircraft

Ein zentraler Fokus lag auf Innovation und Produktneuheiten: Drei neue Demonstrationsflugzeuge – DA42-VI, DA50 RG und DA62 – feierten ihre öffentliche Premiere und präsentierten aktuelle Weiterentwicklungen im Programm. Ergänzt wurde der Messeauftritt durch eine neue Pilot Lounge sowie einen „Musterturm“, in dem Materialien und Oberflächen haptisch erlebbar waren.

Luca Guiquinta, CEO von Diamond Aircraft Germany, und der Softwareentwickler Saul Kadirzade von Euro Flight Training Southampton testen den neuen Diamond Aircraft-Konfigurator.

Dort stand auch die digitale Zukunft im Mittelpunkt: Mit DADEVISTA, dem neuen 3D-Flugzeugkonfigurator, stellte Diamond Aircraft ein Werkzeug vor, das künftig die frühe Kundeninteraktion deutlich erweitern soll. Es ermöglicht die Konfiguration von Missionen und Flugzeugen sowie erste Einblicke in Reichweite, Nutzlast und Designoptionen.

Auch die Community spielte eine wichtige Rolle. Der Diamond Flying Club (DFC) brachte rund 60 Gäste zur Standveranstaltung zusammen – viele davon mit eigenen Flugzeugen angereist. Präsentationen, Erfahrungsberichte und die Vorstellung des Kunstflugteams rundeten das Programm ab.

Zudem wuchs das „Diamond Aircraft Authorized Training Center“ (DATC)-Netzwerk weiter: AEROTOURS (Deutschland) und Euro Flight Training (UK) wurden neu zertifiziert und verstärken künftig das globale Ausbildungsnetzwerk.

Jane Wang, Leiterin für Vertrieb, Marketing und Flugbetrieb bei Diamond Aircraft Austria, zusammen mit Valentino Kadirzade (links) und George Coe (rechts), Eigentümer bzw. Geschäftsführer von Euro Flight Training, nach der Unterzeichnung einer Vereinbarung über die Einrichtung eines autorisierten Diamond-Schulungszentrums.

„Die AERO 2026 war ein herausragender Moment für Diamond Aircraft“, so Jane Wang, Leiterin Vertrieb, Marketing und Flugbetrieb bei Diamond Aircraft Austria. Besonders die starken Verkaufszahlen, die Resonanz auf die neuen Demonstrationsflugzeuge und das Interesse an DADEVISTA hätten die Dynamik im Markt bestätigt. Entscheidend sei jedoch vor allem die Stärke der Community – von Kunden bis zu Partnern, die das Unternehmen aktiv begleiteten.

Mit zahlreichen Premieren, hoher Marktnachfrage und starkem Community-Engagement unterstreicht Diamond Aircraft seine strategische Ausrichtung auf Innovation, Kundennähe und langfristige Partnerschaften.

Rettungssystem abgerissen

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat den Untersuchungsbericht zum Unfall eines Ultraleichtflugzeugs vom Typ TL 96 Star in Wesel veröffentlicht. Der Unfall ereignete sich am 25. Juli 2020. Nach Auslösung des Rettungssystems riss es vom Luftfahrzeug ab. Das Flugzeug stürzte in ein Wohnhaus. Drei Personen kamen ums Leben, das Flugzeug wurde zerstört und das Gebäude schwer beschädigt.

Ereignisse und Flugverlauf

Das Ultraleichtflugzeug startete um 14:38 Uhr vom Flugplatz Wesel-Römerwardt mit zwei Insassen an Bord. Ziel war Marl-Lohmühle. Der Pilot meldete im rechten Gegenanflug das Verlassen der Frequenz. Kurz darauf wurde das Rettungssystem ausgelöst. Zeugen beobachteten, wie sich der Fallschirm vom Flugzeug ablöste. Er wurde später vom Wrack abgetrennt und auf einem Privat-Grundstück gefunden. Das Flugzeug stürzte daraufhin in ein Wohnhaus. Die beiden Insassen sowie eine Bewohnerin des Hauses wurden tödlich verletzt. Es kam zu einem Brand im Gebäude.

Aus den Flugdaten geht hervor, dass das Flugzeug in einer Rechtsplatzrunde aufstieg. Um 14:40 Uhr kam es zu einem abrupten Absinken der mechanischen Energie, was auf das Auslösen des Fallschirms zurückzuführen war. Es folgte ein starker Geschwindigkeits-Abfall bei gleichzeitigem Höhengewinn. Das Flugzeug ging in einen Steigflug über und kippte anschließend ab. In der letzten Phase führte das Ultraleichtflugzeug vermutlich eine Drehung um die Längsachse durch und schlug in Rückenfluglage ins Gebäude ein.

Auslösen des Rettungssystems ungeklärt

Der Auslösegrund des Rettungssystems konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden. Der Steigflug und die unauffällige Funkmeldung deuteten nicht auf ein technisches Problem hin. Ein plötzliches gravierendes Problem, eine Einschränkung der Handlungsfähigkeit des Piloten oder eine versehentliche Auslösung können nicht ausgeschlossen werden. Hinweise auf ein Versagen eines Propellerblatts im Flug oder auf Vogelschlag wurden nicht festgestellt.

Schäden am Rettungsgerät und Versagen der Verbindungsseile

Das Rettungsgerät wies Spuren hoher Belastung auf, insbesondere an den Fangleinen und am Slider. Die Fallschirmkappe zeigte Einrisse, die vermutlich durch die gerissenen Verbindungsseile entstanden waren.

Die Untersuchung ergab, dass die Verbindungsseile durch Bruch unter Gewalt gerissen waren. Die Festigkeit der eingebauten Litzenseile (19×7) hätte theoretisch ausgereicht, um die bei der Entfaltung des Fallschirms erwarteten Belastungen aufzunehmen. Die BFU geht davon aus, dass die aufgetretene Belastung zu hoch war.

Ein wahrscheinliches Szenario ist, dass sich der Fallschirm aufgrund der Aufwärts-Bewegung des Flugzeugs zunächst nicht vollständig entfaltete. Beim anschließenden Abkippen des Flugzeugs wurden die Leinen plötzlich gestrafft. Die Kappe öffnete sich schlagartig, was zu einem unkontrollierten Entfaltungsstoß führte. Die Füllungskräfte wurden dadurch höher als üblich, was die Verbindungsseile überlastete. Die Verwendung von Stahlseilen wirkte sich negativ aus, da sie nur geringe Dehnungen zulassen und keine Energie aufnehmen können.

Musterzulassung und Bauvorschriften

Die BFU stellte fest, dass die Nachweise für die Erhöhung der maximalen Abflugmasse auf 472,5 kg fehlerhaft waren. Die Berechnung erfolgte mit einem anderen Seiltyp als dem eingebauten. Zudem wurde ein anderes Rettungsgerät zur Berechnung herangezogen, und die bei den Fallversuchen verwendete Masse war geringer als die beantragte maximale Flugmasse. Dies führte zu einem falschen Sicherheitsfaktor.

Zudem entsprachen die Seillängen am Unfallflugzeug nicht den Vorgaben. Dies führte vermutlich zu einer einseitigen Belastung der Seile beim Ausstoß des Rettungsgeräts. Die Anleitung zur Umrüstung enthielt keine ausreichenden Hinweise zu Toleranzen der vorgeschriebenen Längen.

Die BFU merkt an, dass der in der Bauvorschrift geforderte Sicherheitsfaktor von 1,3 für Seilkonstruktionen in Rettungssystemen möglicherweise nicht ausreicht. Aerodynamische Kräfte, die vom Luftfahrzeug erzeugt werden, könnten den Öffnungsablauf beeinflussen und zu höheren Lasten führen als bei Versuchen mit einer kompakten Masse.

Schlussfolgerungen und Sicherheitsempfehlungen

Die BFU folgert, dass der Unfall wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass sich der Fallschirm nicht wie vorgesehen entfaltete. Der Entfaltungsstoß war höher als erwartet, was zu einer Überlastung der Verbindungsseile führte.

Als Sicherheitsempfehlung fordert die BFU, dass der Deutsche Aero Club e.V. (DAeC) den Einbau von Verbindungsseilen, die den Bauvorschriften entsprechen, am Luftfahrzeug TL96 vorschreiben sollte. Eine weitere Empfehlung zielt darauf ab, dass Fixierungen der Seile nur erfolgen dürfen, wenn nachgewiesen ist, dass sie die Entfaltung nicht beeinträchtigen. Quelle/Vollständiger Bericht: ‘BFU, Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung’.

Erfahrungen eines Fluglotsen

Unabsichtlich im Luftraum C – unabsichtlich gefährlich
Luftraumverletzungen geschehen nur selten vorsätzlich. Meist sind sie das Ergebnis von Unachtsamkeit, unvollständigen Informationen oder einer kurzen Fehleinschätzung. Welche Folgen ein solcher Moment im freigabepflichtigen Luftraum haben kann, ist vielen Beteiligten jedoch nicht bewusst.

Mit dieser Kampagne möchte die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH auf die zunehmende Problematik aufmerksam machen, mit dem Ziel, den Luftverkehr sicherer zu gestalten. Der folgende Erfahrungsbericht beschreibt eine reale Situation aus der Perspektive eines Fluglotsen. Er gewährt einen Einblick in die Abläufe, den Entscheidungs-Druck und die Konsequenzen, die ein unerlaubter Einflug in freigabepflichtige Lufträume nach sich ziehen kann – für den verantwortlichen Lotsen, den IFR-Verkehr und nicht zuletzt für den VFR-Piloten selbst. Der Bericht verdeutlicht, wie schnell sich eine scheinbar geringfügige Abweichung zu einer komplexen und sicherheitsrelevanten Situation entwickeln kann und zeigt, warum eine sorgfältige Flugvorbereitung sowie fundierte Luftraumkenntnisse unverzichtbar für einen sicheren und reibungslosen Flugbetrieb sind.


Es war ein ganz normaler Schichtbeginn auf meinem Arbeitsplatz in der Kontrollzentrale Langen. Ich löste meinen Kollegen am Radarschirm ab, der gerade einen Anflug auf das ILS 23R für Düsseldorf drehte. Der Verkehr war dicht, aber flüssig. Es lief einige Zeit routinemäßig – bis ich sah, dass ein VFR-Flugziel von unten in meinen Luftraum hineinstieg. Ich erschrak, Tunnelblick, volle Konzentration. Ein unkoordinierter VFR-Flieger in meinem Luftraum: ohne Freigabe, unbekannt, unberechenbar. Ich scannte den Bildschirm: Wo kommt er her? Wo genau fliegt er hin? Wie hoch ist er gerade? Steigt er weiter? Was ist in der Nähe? Wie schnell bewegt er sich?

Der IFR-Anflug auf Düsseldorf lag inzwischen stabil auf dem ILS zur Piste 23R – direkter Konfliktkurs mit dem unbekannten VFR. Mein Fokus lag nun darin, eine gefährliche Annäherung zu verhindern. Zwischen VFR-Flügen und IFR-Flügen müssen in Luftraum C Mindestabstände eingehalten werden. Diese wurden durch den VFR-Einflug bereits unterschritten. Es herrschte Gefahr für beide Luftfahrzeuge. Das bedeutete: Anflug des IFR-Fliegers sofort abbrechen, Fehlanflug anweisen, Verkehrsinformationen erteilen! Nun hoffte ich, dass der Airliner schnell versteht und die Anweisung zügig umsetzt. Ich wusste, das kostet: Zeit, Kerosin, Nerven …

Alles arbeitete auf Hochtouren. Ich hatte keinen Funkkontakt zu der VFR-Maschine, konnte aber durch Mode-S die Registrierung sehen. Ich rief die Maschine mehrfach auf meiner Frequenz, keine Antwort. Ich durfte so definitiv keinen weiteren Anflug zulassen, die Situation war nach wie vor unvorhersehbar. Deshalb schickte ich die anderen Airliner im Anflug auf Düsseldorf in Warteschleifen, um Zeit zu gewinnen. Als nächstes versuchte ich, Essen-Mülheim RADIO und Tower Düsseldorf zu kontaktieren, vielleicht war die Maschine bei einem der beiden auf der Frequenz. Ergebnis negativ.

Glücklicherweise rastete der VFR-Flieger in diesem Moment den Transpondercode von FIS (Flight Information Service) – kurze Erleichterung. Der FIS-Kollege hatte bereits erkannt, dass eine Luftraum-Verletzung vorlag und hatte dem Flieger in meinem Luftraum das sofortige Verlassen des Luftraums C empfohlen, was auch sehr schnell umgesetzt wurde. Mein Luftraum war wieder klar und ich konnte die wartenden IFR-Maschinen nach und nach wieder auf den Anflug fädeln. Trotzdem war es zu einer Staffelungsunterschreitung gekommen, nach welcher Lotsen schnellstmöglich von einem Kollegen abgelöst werden.

Alles noch mal gut gegangen? Nach meiner Ablösung geht mir das Geschehene immer wieder durch den Kopf. Für mich bleibt das Gefühl, dass es leicht hätte schief gehen können. Der Sichtflieger hätte in die Wirbelschleppen eines Airliners einfliegen und im schlimmsten Fall abstürzen können. Ein Zusammenstoß wurde verhindert, aber trotzdem bleibt das Gefühl, nicht die volle Kontrolle über die Situation gehabt zu haben.

Petition für Flugplatz Kägiswil eingereicht

Am 5. Mai 2026 wurde der Bundeskanzlei in Bern eine Online-Petition mit 10.820 Unterschriften für den Erhalt des Flugplatzes Kägiswil überreicht. Die Petition fordert den Bundesrat auf, die Rahmenbedingungen für einen dauerhaften Fortbestand des Flugplatzes zu sichern. Die lokale Verankerung zeigt sich deutlich: 2.000 Unterschriften stammen aus dem Kanton Obwalden, davon 650 direkt aus der Standortgemeinde.

Der Flugplatz Kägiswil ist eine zentrale Ausbildungsplattform für den Motor- und Segelflug in der Zentralschweiz. Die Initianten berufen sich auf den luftfahrtpolitischen Bericht des Bundesrates (LUPO) von 2016, der die Bedeutung von Flugfeldern für die Aus- und Weiterbildung hervorhebt und den Erhalt der Schweizer Flugplatzlandschaft anstrebt. Zudem ist Kägiswil im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) verankert.

Übergeben wurde die Petition durch AeCS-Zentralpräsident Matthias Samuel Jauslin, VSF-Präsident Peter Tschümperlin und FGOW-Präsident Thomas Geissdörfer. In der Leichtaviatik steht derzeit nicht nur Kägiswil unter Druck, auch an anderen Standorten wie dem Euroairport Basel gibt es ähnliche Bestrebungen zur Sicherung der Infrastruktur.