Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Einmal um die Erde in einer DA 40

Er ist Mitglied im Motorflieger-Club (MFC) Bad Hersfeld und war mit seinem einmotorigen Flugzeug vom Typ Diamond DA 40 auf Weltreise. Am Samstag ist Thamer wieder wohlbehalten auf dem Flugplatz auf dem Bad Hersfelder Johannesberg gelandet. Jens Thamer ist mit seiner ganz besonderen Flugleistung nun Mitglied der „Earthrounders“, einem extrem exklusivem Club, dem weltweit nur etwa 145 Personen angehören, die die Erdumrundung im Alleinflug unter Einhaltung eines entsprechenden Regelwerk geschafft haben. „Wir sind stolz darauf einen so guten, mutigen und umsichtigen Piloten unter unseren Mitgliedern im MFC zu haben,“ sagte deshalb auch der 1. Vorsitzende des MFC, Arunas Zakaras, nach der Landung von Jens Thamer. Er wurde auf dem Johannesberg von einigen Freunden erwartet, die mit ihm auf die gelungene Erdumrundung angestoßen haben. Gestartet zum ersten Teil seiner Reise war Thamer im Oktober 2019. Damals flog er zunächst die Strecke Bad Hersfeld – Rimini – Kreta – Ägypten – Dubai – Malediven bis nach Perth in Australien. Nach einer arbeitsbedingten Pause und den Weihnachtstagen bei der Familie in Niederaula führte ihn danach der zweite Teil der Reise von Perth über den Ayers Rock – Gold Coast – die Norfolk Inseln – Tonga – Samoa – Kiribati – Hawaii nach Monterey in Kalifornien, etwa 150 Kilometer südlich von San Francisco. Über Texas – Florida – Hamilton auf den Bermudas – Azoren – Spanien erreichte er am 7. März wieder Bad Hersfeld. Hier wurde er von seiner Familie, Freunden und einigen Mitgliedern des MFC Bad Hersfeld herzlich begrüßt. Quelle: ‚Hersfelder Zeitung‚.

Bienenfarm: Bauarbeiten vor Saisonstart

Da in den vergangenen Jahren kaum in die Infrastruktur des Flugplatzes Bienenfarm investiert worden ist, wird das jetzt nachgeholt. Unter anderem entsteht eine biologische Kläranlage. Die Anwohner hoffen derweil, dass künftig die Lärmbelästigungen durch Flugzeuge reduziert werden. Quelle: ‚MAZ-online.de‚.

Bitburg: Zuversicht in der Luft

Die Umwandlung des Flugplatzes Bitburg vom Militärflugplatz der Amerikaner hin zu einem Gewerbestandort bietet Perspektiven für Unternehmen, birgt aber auch Herausforderungen. Die Planer der Konversion in Bitburg haben es nicht leicht. Zuletzt hatte der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier ART wegen der kontaminierten Erde zunächst darauf verzichtet, sein Grundstück als Müllumschlagplatz zu nutzen. Mehr Informationen im Interview mit dem Verwaltungsleiter beim Zweckverband Flugplatz Bitburg im ‚Wochenspiegel‚. Bildquelle: U.S. DefenseImagery.

ÖAeC mit Notbetrieb

„Das Generalsekretariat hält einen Notbetrieb mit eingeschränkter Erreichbarkeit per Email bzw. Telefon aufrecht. Wir ersuchen um Übermittlung von Anliegen per Email an ihre gewohnten Kontakte oder office[a]aeroclub.at und bitten um Verständnis für möglicherweise längere Antwortzeiten.

Lieferungen aus unserem Webshop können bis auf Weiteres nicht erfolgen. Bis auf Weiteres ist kein Parteienverkehr möglich. Das Behördenbüro hält einen Notbetrieb aufrecht. Wir ersuchen um Übermittlung von Anbringen per Email an faa[a]aeroclub.at, oder um postalische Übermittlung. Gleichzeitig ersuchen wir um Geduld – die Bearbeitung von Anbringen unterliegt noch nicht absehbaren Verzögerungen“.

Überirdisch gute Bilder

Christiaan van Heijst hat gleich zwei Traumjobs: Seit rund 20 Jahren arbeitet er als Pilot und fliegt Ziele auf der ganzen Welt an. Als Fotograf schießt er vom Cockpit aus außerdem Fotos, die unseren Planeten aus einer ungewohnten Perspektive zeigen. Seine Bilder haben ihn bereits zum Bestsellerautor gemacht. In diesem ‚STANDARD‘-Interview erzählt er, woher seine Leidenschaft fürs Fliegen kommt, welcher für ihn der schönste Ort von oben ist und warum er zu Hause in den Niederlanden nie fotografiert. Quelle: ‚Der Standard‘.

Ausnahmeregelung für Revalidierungen in Vorbereitung

Die Einschränkungen und Massnahmen des BAZL führten zu Verunsicherung und Fragen speziell in Bezug auf die Erneuerung von Class- und Typeratings sowie von Medicals. Das BAZL hat eine Exemption mit Fristverlängerungen für die Commercial Operation ausgearbeitet. Das Amt erachtet auch für PPL/SPL/BPL, LAPL-Lizenzen derzeit jegliche Revalidierungen als nicht opportun und arbeitet an einer ergänzenden Exemption mit gleicher Zielvorgabe. Der AeCS unterstützt das BAZL bei der Ausarbeitung einer pragmatischen und tragbaren Lösung für unsere Mitglieder und erwartet auch eine grosszügige Berücksichtigung von terminlichen Härtefällen, welche die Zeit vor Inkraftssetzung der Ausnahmeregelung betreffen.

Shanghai – einmal raus und wieder rein!

Eindrücklicher Bericht von Tino Janke über den massiv veränderten Alltag in einer asiatischen Megacity, gefunden auf Facebook.

Was in Deutschland erst in den letzten 2 bis 3 Wochen richtig Fahrt aufgenommen hat, beschäftigt uns nun schon seit 2 Monaten! In China lebend, waren wir zwangsläufig mit unter den ersten, deren Leben sich nun nachhaltig ändern würde – mal wieder!

Ganz gleich ob Familie, Kollegen oder Freunde, unzählige Fragen trudelten in den letzten Wochen ein. Mit einem kurzen Rückblick möchte nun auch ich für ein „STAY HOME“ werben, da es offensichtlich funktioniert!

Der Januar ist für gewöhnlich in China ein Monat, wo ein ganzes Land sprichwörtlich aus dem Häuschen gerät. Da es für mehr als 800 Millionen Menschen bedeutet, dass sie zum größten Fest des Jahres, „Chinese New Year“, nach Hause fahren, und für ein paar wenige Tage im Jahr ihre Familien, und oft auch (Klein)Kinder sehen.

Mitte Januar nun überschlugen sich von einem Tag auf den anderen die Ereignisse und es wurde von einem Virus berichtet – erst gerüchteweise in einer der unzähligen WeChat-Gruppen, dann auch offiziell. Auf meinen letzten Flügen trugen wir nun schon alle Masken, was damals auch für chinesische Verhältnisse ungewöhnlich war. Ein erster Gedanke war es, wir müssen diesem Spuk entkommen, und haben schleunigst für die Schulferien vom 27. Januar an ein Ticket auf die Philippinen gebucht. Auf einmal ging alles ganz schnell. Von einem Krankenhaus für 10.000 Leute war die Rede, und eine ganze Region sollte abgeriegelt werden. Offiziell gab es zu diesem Zeitpunkt erst wenige Tausend Infizierte in ganz China – da war wohl was größeres im Busch! Und da wir weder Hellseher, Ärzte oder Wissenschaftler sind, haben wir auf unser Bauchgefühl gehört und uns selbst eine Ausgangssperre auferlegt. Die letzten 4 Tage bis zum Abflug auf die Philippinen verbrachten wir somit schon mal zu Hause. (Mein Sohn ist mir seitdem beim „Siedler von Catan“ überlegen!)

Am Abend (26.01) vor unserem Abflug wurde die ganze Situation schon etwas beängstigend. All unsere Freunde verließen Hals über Kopf China auf den unterschiedlichsten Wegen – die Meldung, „ab morgen sollen die Flughäfen schließen“, hatte ein wenig Panik ausgelöst. Ungewohnt überpünktlich haben wir uns am nächsten Nachmittag mit Sommersachen ausgestattet auf den Weg zum Flughafen Pudong gemacht. Ein Geisterflughafen erwartete uns und die erste wirklich beängstigende Szene. Irgendwer wurde mit Fieber „erwischt“ und somit wurde sofort ein großer Bereich vom Terminal abgesperrt, der Ton wurde rauer, wir zählten die Minuten bis zum Abflug!

In Cebu gelandet, erreichte uns dann auch die Nachricht, dass der Rückflug nach Shanghai 5 Tage später ersatzlos gestrichen wurde und die Schule hätte auch für die nächsten Wochen zu! Zwischenzeitlich bat dann auch schon die Firma, seine freien Tage vorzuverlegen usw. Wir sprechen hier immer noch von Ende Januar! Da zeitgleich der erste Todesfall auf den Philippinen zu beklagen war, buchten wir 3 Tickets über Hongkong nach Frankfurt. Auch hier wieder Bangen, nicht nur weil die Flugverbindungen merklich ausgedünnt wurden, sondern wurde auch in Hongkong „scharf“ Fieber gemessen – und die Wurzel des abgebrochenen Zahnes unseres Sohnes hatte sich furchtbar entzündet!

Wie auch immer, auf dem Flug nach Frankfurt (04. Februar) waren ALLE Passagiere vollständig maskiert, was bei der Ankunft zu beiderseitigen Erstaunen führte. Wir Passagiere wunderten uns, in welch heile Welt wir endlich gelangten, wo auch wirklich niemand auch nur die geringste Notiz von all den Vermummten nahm. Und wenn es dann doch jemand bemerkte, war es ja das chinesische Problem – weit weg, eben kein Problem. Zwei Puzzleteile in unserem Leben, die absolut nicht zusammen passen wollten.

Nach und nach wurden unsere Vorahnungen zuerst in Italien, dann in Spanien und jetzt auch in Deutschland bestätigt. Die Lage verschlechtert sich zusehend und die Meinungen dazu könnten nicht vielfältiger sein. Auf der einen Seite kollabieren Gesundheitssysteme, auf der Anderen wird beschwichtigt und abgewiegelt. Wie gesagt, ohne Hellseher, Arzt oder Wissenschaftler zu sein, muss ich mich hier auf meinen gesunden Menschenverstand verlassen. Und so lange ich nicht alle Risiken kenne, bringe ich meine Familie immer gern aus der Gefahrenzone! Und damit auch die älteren Familienmitglieder, da sie eben nicht angesteckt werden können.

Wie sah das nun mittlerweile in China aus? Den Verlautbarungen zu Folge stabilisierte sich die Situation langsam wieder, allerdings wurden die Einreisebestimmungen immer weiter verschärft. Wiedereinmal war guter Rat teuer. Da ja immer noch zwei Katzen, eine Wohnung und hoffentlich ein Platz im Cockpit in China warteten, habe ich mich Anfang der Woche auf den Weg gemacht. Aeroflot hatte meinen Flug gestrichen, also mit Thai zunächst nach Bangkok, 7 Stunden warten und dann 5 Stunden weiter nach Shanghai. Landung 00:50 Ortszeit. Schon während des Fluges begann das Fiebermessen und Formulare Ausfüllen. In den ersten 2 Stunden nach der Landung passierte nicht viel – ausser Fiebermessen. Dann wurden nach und nach die ersten Passagiere aufgerufen, vermessen und in Gruppen step by step zur Immigration gebracht. Bis zum Ausgang waren 6 Kontrollpunkte zu passieren – Fieber messen, Formulare ausfüllen, Fragen beantworten. Zwischenzeitlich wurden den Reisenden je nach Herkunft unterschiedlich farbliche Punkte auf den Pass und verschiedene Formulare geklebt. Irgendwie lief alles ziemlich gut und als ich meinen Koffer hatte – der drehte nun mittlerweile schon mehr als 3 Stunden seine Runden auf dem Band – dachte ich: geil, Du kannst nach Hause.

Falsch! Am Ausgang ein ganz anderes Bild als gewohnt. Die Empfangshalle glich einem Amazon-Lager. Pfeile am Boden, Kontrollstellen alle 50 Meter und überall abgetrennte Bereiche. Der Grüne Punkt auf meinem Pass führte mich zu dem Gelben Pfeil am Boden und weiter zur Quarantäne-Gruppe Pudong. Wahnsinn, was passiert nun? Kleine Grüppchen wurden gesammelt. Es hieß, wir würden in eine Aufnahmestation kommen, wo wir getestet würden. Okay, dann mal los! Wieder die notwendigen Papier- und WeChat Formulare ausfüllen und Fiebermessen! Irgendwann bewegte sich unsere 6er Gruppe flankiert von 4 Medical-Mitarbeitern unter Vollschutz im Schneckentempo von einem Checkpoint zum nächsten bis wir schließlich im Bus saßen – und auch unsere Pässe wieder bekamen. Am Quarantäne-Hotel angekommen hatte man das Gefühl, die einzigen Überlebenden nach einer Kernschmelze zu sein. Nachdem wir ordentlich mit Chlor abgeduscht wurden begann das übliche Programm. Fiebermessen, Formulare Ausfüllen und wieder Warten. Vieles geht in China für unsere Verhältnisse ja deutlich langsamer. Niemals wird mit Schritt 2 begonnen, so lange Schritt 1 nicht zu 100% abgeschlossen und bestätigt ist. Das hat jetzt eine neue Dimension erreicht! Anyway, um 6 Uhr morgens war ich auf meinem Zimmer, schnell noch mal Fieber messen und dann schlafen.

Nach langem hin und her wurde unsere Gruppe doch noch am nächsten Tag getestet. Die Testmannschaft unter Vollschutz entnahm gegen 17 Uhr die Probe, was gleichzeitig bedeutete, dass es eine weitere Nacht in dem Quarantäne-Hotel werden würde. Gegen Mittag des Folgetags dann die Entwarnung – die gesamte Gruppe wurde negativ getestet. (Es mussten alle negativ getestet werden. Bei einem Ausreißer hätte es die ganze Gruppe betroffen!) Also durften wir das Hotel verlassen – nur eben nicht allein und selbständig. Das „local neighbourhood committee“ wäre für den Transport zuständig. Da ich bis zu diesem Moment noch nichtmal von deren Existenz wusste, hatte ich folglich natürlich auch keine Telefonnummer von denen. Das klärte sich dann mit Hilfe vieler netter Chinesen und ich konnte auf den Transport warten – nicht ohne die üblichen Prozeduren: Fiebermessen, Formulare Ausfüllen und Warten!

Wieder unter Vollschutzbegleitung hieß es nun die 10 Etagen des Hotels über die Nottreppe zu verlassen – der Fahrstuhl ging für „Patienten“ nur nach oben – oder was auch immer… Unten angekommen die Zuteilung in den Bus. Das war dann recht zügig nach etwas 30 Minuten erledigt, so dass sich der Bus unter Polizeischutz in Richtung Zentrum in Bewegung setzte. Vor dem Compound dann wieder das Übliche plus die Verlesung der Regularien durch einen Polizisten. Es war wie beim Notar. 4 Seiten Text wurden vorgelesen und übersetzt. Die Rechte und Pflichten für die nächsten 14 Tage. 14 Tage Haus-Quarantäne, zweimal täglich ein Foto vom Fieberthermometer zu einem der unzähligen neuen WeChat Kontakte schicken und die Nase nicht vor die Tür. Bei Zuwiderhandlung gilt das Strafmaß des entsprechenden Bezirks, welches im Dokument nicht näher benannt wurde! 3 weitere WeChat Formulare, dann wurde ich endlich von 2 Polizisten zum Fahrstuhl meiner Wohnung eskortiert und durfte nach einer letzten Belehrung unseren Kater Samu auf der Couch-Ecke wiederfinden, wo ich ihn vor mehr als 7 Wochen zum letzten mal gesehen hatte (er bekam zwischenzeitlich Futter und war am Leben)!

Wenn man auch nicht jedes Verfahren verstehen mag oder verstehen kann, nach einiger Zeit in China hat man sich an vieles gewöhnt. Und auch wenn all das extrem anstrengend und zuweilen auch ein bisschen beängstigend ist, gibt es auch ein Stück Sicherheit. Man versucht hier mit allen Mitteln die Spreu vom Korn zu trennen und die Corona-Verbreitung einzudämmen. Nochmal, obwohl negativ getestet, muss man derzeit in 14 Tage Home-Quarantäne. Wer würde das in Europa freiwillig über sich ergehen lassen? Auch hier ist Frühling, die Straßen füllen sich wieder und unten im Park spielen die Kinder Fußball – wie immer. Nur ich sitze negativ getestet in der Wohnung meine 14 Tage ab und messe Fieber.

Es scheint zu funktionieren, dass Leben beginnt wieder und wir haben weiterhin die Hoffnung, dass wir auch die Arbeit hier behalten werden. Wie auch immer die Verträge demnächst aussehen werden – mit Sicherheit besser, als gar keinen Vertrag mehr zu haben. Wie der Virus entstanden ist, von wem verbreitet oder wie Gefährlich er denn nun wirklich ist, weiss ich nicht. Und bei den unzähligen verschiedenen Meinungen, jede mit plausiblen Argumenten gespickt, wird mir fast schwindelig. Bis ich jedoch keine Antwort auf die vielen Fragen habe, mache ich den Spuk mit und lebe ab in 2 Wochen wieder draußen!

Viele Grüße aus Shanghai

Flugplatz Breitscheid als getarnter Feldflughafen

Im Herbst 1935 erhielt der damalige Breitscheider Bürgermeister Robert Bechtum hohen Besuch aus Dillenburg und vom Luftgaukommando Münster. Ihm wurde eröffnet, dass auf der „Hub“ ein als „Jungviehweide“ getarnter Flugplatz gebaut werden sollte. Die Arbeiten dauerten bis 1938 an. Dabei wurde nicht nur eine relativ ebene Start- und Landebahn geschaffen, sondern auch ein „Kommandantenhaus“, mehrere landwirtschaftlich Gebäude als Tarnung für die vorgeschobene Nutzung sowie eine größere Anzahl von Baracken. Der Flugplatz war während des Zweiten Weltkriegs nur zeitweilig belegt. Zunächst waren es Verbindungsflugzeuge von Kommandostäben der Luftwaffe. Nach der Landung der Alliierten wurde Breitscheid zum Einsatzhafen ausgebaut. Am 15. September 1944 wurden 30 Messerschmitt 109 auf die „Hub“ verlegt. Im Oktober 1944 gab es die ersten amerikanischen Angriffe auf den Flugplatz. Im März 1945 folgte nach provisorischer Instandsetzung der zerstörten Infrastruktur die Verlegung von drei Stuka-Staffeln (Junkers Ju-87) der Nachtschlachtgruppe 2 nach Breitscheid und auf die Lippe. Am 24. März 1945 war ein weiterer Angriff auf mehrere Flugplätze, darunter auch Breitscheid, geplant. Weil die Angreifer aber herausfanden, dass die Ju-87 verlegt worden waren, wurde statt Breitscheid der neue Stuka-Standort Ziegenhain angegriffen. Quelle: ‚Mittelhessen.de‚.

Deggendorfer Pilot darf nicht nach Kanada fliegen

Eigentlich wollte der Deggendorfer Paul Kroiss am Dienstagfrüh einen Privatjet nach Nordamerika überführen. Aber weil Kanada kurzfristig seinen Luftraum für Flugzeuge aus dem Ausland gesperrt hat, mussten Kroiss und seine Besatzung den Start am Augsburger Flughafen abbrechen. „Wir saßen schon im Cockpit und wollten starten. Da hörten wir von der Flugsicherung, dass Kanada auch zugemacht hat.“ Piloten müssen vor dem Start routinemäßig ihren Flugplan angeben. Im Fall von Kroiss wäre dies England, Grönland, Kanada und als Ziel Dallas, USA, gewesen. Das Flugzeug muss den Weg über Kanada nehmen, um unterwegs auftanken zu können. Als Kroiss und seine Crew die Flugroute durchfunkten, kam das Verbot. Paul Kroiss handelt mit Flugzeugen. Er hat einen CitationJet, ein zweistrahliges Geschäftsreiseflugzeug des amerikanischen Herstellers Cessna, nach Dallas verkauft und wollte es mit einem weiteren Piloten zum neuen Eigentümer bringen. Morgens um 8 Uhr saß Kroiss schon im Flugzeug am Augsburger Flughafen. In Goose Bay in der kanadischen Provinz Neufundland wollte Kroiss zwischenlanden, bevor es weiter zum eigentlichen Ziel Dallas ging. In der Nacht auf Dienstag hatte Kanada ohne Ankündigung alle Grenzen für Ausländer und US-Bürger geschlossen. Quelle: ‚pnp.de‚.

SUST-Bericht: Flugzeug ohne Pilot rollt in Hangar

Ein Kleinflugzeug ist auf dem Flugplatz Kägiswil OW nach dem Starten in ein Hangar geprallt. Der Pilot hatte die ungesicherte Maschine von aussen angeworfen und schaffte es nicht mehr an Bord. Die Beschreibung im Schlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungstelle (Sust) liest sich wie das Drehbuch einer Filmkomödie. Beim Vorfall vom 6. März 2019 wurde niemand verletzt, das Piper-Kleinflugzeug und das Hangar wurden aber beschädigt. Wie die Sust in ihrem Bericht schreibt, den sie am Freitag veröffentlichte, schob der 66-jährige Pilot den Flieger nach dem Betanken auf den Grasabstellplatz. Weil das Flugzeug über keinen elektrischen Starter verfügt und keine weitere Person zugegen war, entschied sich der Mann, den Motor alleine anzuwerfen. Auch eine Parkbremse ist bei der Maschine nicht vorhanden, sie muss gemäss den betrieblichen Vorgaben entweder mittels einer Seilsicherung oder durch den Gebrauch von Radschuhen auf beiden Seiten gesichert werden. Weil der Mann aber dachte, das Flugzeug würde auf dem Grasboden nicht wegfahren, verzichtete er auf die Radschuhe. Als der Motor startete, realisierte er, dass zu viel Leistung gesetzt war. Er wollte den Gashebel zurück in den Leerlauf ziehen, rutschte aber auf dem Gras aus und konnte das rollende Flugzeug nicht mehr erreichen. Dieses fuhr in Richtung Hangar und berührte diesen mit dem linken Flügel. In der Folge drehte sich das Flugzeug um den linken Flügel zum Hangar hin, so dass der Propeller mit der Holzwand des Hangars kollidierte. Dann stoppte der Motor. Am Hangar entstand ein Loch von rund einem Quadratmeter. Quelle: ‚bluewin.ch‚. Aufnahme: ‚Alpöhi‚.

Flugverkehr: unabsehbare Folgen wegen Coronavirus

Die rasante Ausbreitung des neuen Coronavirus hat für Europas Fluggesellschaften unabsehbare Folgen. Mehrere Airline-Chefs berichteten bei einem Branchentreffen am Dienstag in Brüssel von einem starken Rückgang der Buchungszahlen. «Es ist klar, dass wir noch nicht die vollen Auswirkungen von Covid-19 erkennen können», sagte Air-France-KLM-Vorstand Benjamin Smith, der auch dem Verband Airlines for Europe (A4E) vorsitzt. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte, «die Situation ist sehr dynamisch». Derzeit blieben wegen der Viruskrise rechnerisch 23 von 200 Langstreckenmaschinen am Boden. «Die Aussichten hängen sehr von der Entwicklung in Europa in den nächsten Tagen ab», sagte Spohr der Deutschen Presse-Agentur. Erst in zwei Wochen werde man genaueres sagen können. Derzeit rechnet der Konzern damit, sein Angebot auf Kurz- und Mittelstrecken in den nächsten Wochen um 25 Prozent zu reduzieren. In Italien sei es mehr als ein Drittel. Lufthansa hat bereits ein Sparprogramm wegen des Coronavirus angekündigt. Ryanair-Chef Michael O’Leary erwartet nach eigenen Worten eine sehr schwache Nachfrage «in den nächsten zwei, drei Wochen». Wenn sich die Infektionswelle dann nicht verstärke, würden die Menschen irgendwann genug von den Warnungen haben: Im Juni und Juli «wird das Paniklevel sinken», lautete O’Learys Prognose. Der Noch-Chef der International Airlines Group mit British Airways und Iberia, Willie Walsh, sprach von einem «erheblichen Nachfrage-Rückgang in Asien». Es sei «zu früh, um zu sagen, wohin dies führen wird». Quelle: ‚Badische Neueste Nachrichten‚.

Handlungsempfehlung für DAeC-Mitglieder

Am 16. März hat der DAeC-Vorstand in einer Telefonkonferenz beschlossen, folgende Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie seinen Mitgliedern zu empfehlen. Der Vorstand stützt seine Entscheidungen u.a. auf die Aussagen des DOSB und des Robert-Koch-Instituts, die dieser E-Mail als Link beigefügt sind, und auf Empfehlungen einiger DAeC-Landesverbände, die heute bereits ihre Mitglieder (Vereine) informiert haben. Bitte kommunizieren Sie diese Information an Ihre jeweiligen Mitglieder. Die hier empfohlenen Einschränkungen gelten zunächst bis zum 19. April 2020. Alle weiteren Schritte werden auf Grundlage der aktuellen Lage-Einschätzung des Robert-Koch-Instituts entschieden.
as Coronavirus breitet sich weiter aus und die dynamische Lage führt täglich zur Ausweitung der Sicherungsmaßnahmen durch den Staat zum Schutz der Gesundheit aller Bürger und der Gesellschaft. Die Vorgabe ist, alle Maßnahmen und Aktivitäten in Staat und Gesellschaft wie auch im privaten Bereich auf das unerlässlich Notwendige zu beschränken. Auch der Sport ist hier gefordert.

  • Im Blick auf diese Situation empfehlen wir allen unseren Mitgliedern, bis auf weiteres die fliegerischen/luftsportlichen Aktivitäten und den Flugbetrieb in den Vereinen einzustellen und die Aktivitäten auf das unerlässlich notwendige Minimum zu beschränken (Not-/Sicherungsmaßnahmen). Auch interne Veranstaltungen, Sitzungen, Versammlungen, Mitgliederversammlungen) im Verein sollten nicht stattfinden.
  • Der DAeC empfiehlt seinen Mitgliedern, sämtliche angesetzten Veranstaltungen auf Verbands- und Vereinsebene, Seminare, Lehrgänge, Weiterbildungsmaßnahmen, Gremiensitzungen und Verbandstagungen bis auf Weiteres abzusagen.
  • Der Geschäftsbetrieb in unserer Bundesgeschäftsstelle läuft weiter. Es ist aber nicht auszuschließen, dass es hier in den nächsten Tagen zu betrieblichen Maßnahmen kommen muss, welche die Geschäftstätigkeit zumindest einschränken. Hierfür bitte ich Sie um Verständnis.

Für weiterführende Informationen verfolgen Sie bitte die Berichterstattung in den tagesaktuellen Medien und berücksichtigen Sie auch die jeweiligen aktuellen regionalen/lokalen Verfügungen. So sehr die Einschränkungen zu persönlichen Nachteilen führen können, so wichtig ist es jetzt entschlossen zu handeln. Der DAeC-Vorstand und die BGSt hoffen, dass die auf allen Ebenen in unserem Land jetzt erfolgenden Maßnahmen rasch und erfolgreich greifen und wir möglichst bald zum Sport-Alltag zurückkehren können. Bleiben Sie gesund!

Singe European Sky: Zeit zu handeln

Die Geschichte des geplanten einheitlichen europäischen Luftraums ist eine beinahe unendliche. Die Umsetzung scheitert seit Jahrzehnten an nationalen Egoismen, kein Staat will die Hoheit über den eigenen Luftraum aufgeben. „Wir haben dieselbe Streckenführung wie vor 30 Jahren, wir können es uns nicht leisten, noch länger zu warten“, wird IAG CEO Willie Walsh emotional, die Politik müsse endlich handeln. Die Fluglinien, alleine in Europa, investieren in den kommenden 10 Jahren 169 Milliarden € in neue Flugzeuge, die um 25% sauberer und auch leiser seien. „Die Politik möge bitte endlich ihre Hausaufgaben machen.“ Ein einheitlicher Luftraum würde kürzere Flugrouten bringen und eine effizientere Luftraumüberwachung. Als Folge könnten pro Jahr 25 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Und rund 17 Milliarden €, die die Ineffizienz sowie die sozialwirtschaftlichen Folgen derzeit im Jahr kosten, so die Airline-Chefs. Einen einheitlichen europäischen Luftfahrtmarkt gibt es derzeit nur auf dem Papier. Er muss fertig umgesetzt werden, fordert der Verband der europäischen Fluglinien. Zu dem Markt gehören der vereinheitlichte Luftraum, eine europäische statt der nationalen und damit wettbewerbsverzerrenden Luftfahrtsteuern, einheitliche Flughafengebühren sowie effizientere Grenzkontrollen. Mehr Jobs und bessere, schnellere Verbindungen für die Passagiere wären die Folge. Spart ein einheitlicher europäischer Luftraum wie erwähnt rund 17 Milliarden Euro, würden die drei anderen Punkte noch einmal so viel bringen, rechnet A4E vor. Quelle: ‚austrianaviation‚. Bild: ‚Skyguide‚.

Modellflieger kollidiert fast mit Passagierflugzeug

Gegen 11.30 Uhr meldete der Pilot des Passagierflugzeugs, welches mit 463 Stundenkilometern in circa 2700 Metern Höhe im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen war und aus Berlin kam, dass es beinahe einen Zusammenstoß mit dem Modellflugzeug gegeben hätte. „Normalerweise dürfen Drohnen oder andere Luftobjekte in Flughafennähe lediglich maximal 100 Meter hoch fliegen“, sagt Polizeisprecher Alexander Schlüter. Wie das Modellflugzeug eine solche Höhe erreichen konnte, ist noch unklar. Schlüter macht jedoch darauf aufmerksam, dass man bei der Höhe und der Geschwindigkeit des Passagierflugzeugs nicht genau feststellen könne, wie hoch das Modellflugzeug tatsächlich gewesen ist. Da sich das Flugzeug im Luftraum über Bad Soden-Salmünster befand, geht die Polizei davon aus, dass auch der Besitzer aus dem Bereich Bad Soden-Salmünster stammt. Quelle: ‚Fuldaer Zeitung‚. Bild: ‚Fraport‚.

Windräder unter (Drehfunk-)Feuer

Nach einer aktuellen Umfrage des Bundesverbands Windenergie (BWE) können über 1.000 Windenergieprojekte mit einer Leistung von 4.800 Megawatt (MW) nicht realisiert werden, weil die Deutsche Flugsicherung (DFS) ihnen eine mögliche Beeinträchtigung von Drehfunkfeuern (DVOR) unterstellt. Drehfunkfeuer senden ein Funksignal, mit dem Piloten sich im Luftraum zurechtfinden – vergleichbar mit einem Leuchtturm für die Schifffahrt. Wie und ob überhaupt Windräder diese Signale stören, ist bis heute umstritten. Die einst angenommenen Abstände sind aber sicher zu großzügig ausgelegt. Darum reduzierte die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) schon im Dezember 2015 die Schutzzone von 15 auf 10 Kilometer um die Funkfeuer herum. Und die obersten Luftfahrtbehörden einiger europäischer Länder gehen längst weiter: Spanien ist auf 3 Kilometer, Belgien auf 7 Kilometer runtergegangen. Und Australien hat die Zone sogar auf 1,5 Kilometer verkleinert, „ohne dass dies erkennbaren Einfluss auf die Sicherheit des Flugbetriebs zu haben scheint“, wie eine aktuelle Studie im Auftrag des BWE bescheinigt. Nichtsdestotrotz: Die Deutsche Flugsicherung klammert sich weiter an einen Prüfbereich von 15 Kilometern. Und lässt dabei auch außer Acht, dass Drehfunkfeuer insbesondere im gewerblichen Luftverkehr fast gar nicht mehr benutzt werden. Funkfeuer gelten als veraltet und werden nach und nach von der Satellitennavigation ersetzt. Der „Global Air Navigation Plan 2016–2030“ der ICAO sieht den Abbau von Funkfeuern um bis zu 50 Prozent vor. Einen entsprechenden Plan zum Abbau der Anlagen in Deutschland gibt es von der DFS jedoch nicht. Das Beispiel Nienburg kann eine Übergangslösung sein, bis das letzte Drehfunkfeuer verloschen ist. Ein In-die-Schranken-Weisen der DFS durch die Regionalplanung darf aber nicht zum Dauerzustand werden. Die Verkehrspolitik muss endlich auf eine Schutzzone von höchstens zehn Kilometern pochen und den Übergang auf die moderne GPS-Navigation vorantreiben. Wenn absehbar ist, welche Funkfeuer wann abgebaut werden, kann die Regionalplanung diese Flächen auch schon perspektivisch für die Windenergie öffnen. Damit wäre dann tatsächlich beidem gedient: dem Klimaschutz und der Sicherheit des Luftverkehrs. Quelle: ‚Erneuerbareenergien.de‚. Foto: ‚Klettgauer Bote‚.

Innenminister schließt Löschflugzeuge in Welzow aus

Seit Monaten wird über eine mögliche Stationierung einer europäischen Löschflugzeugstaffel in Welzow diskutiert. Nun hat Innenminister Michael Stübgen (CDU) die Stationierung ausgeschlossen. „Für Brandenburg ist das nicht sinnvoll, wir können sie bei den Seegegebenheiten nicht nutzen.“ Er sieht die Nutzung von Bundewehr- und Bundespolizeihubschraubern als am effektivsten an. Jedoch stehen diese Helikopter nicht für eine europäische Nutzung zur Verfügung. Gemeinsam mit der Bundespolizei soll ein europäischer Pool an Helikoptern aufgebaut werden. Auch Pläne des THW zum Aufbau eines Tainings- und Forschungszentrum in dem Bereich würde er unterstützen. Quelle: ‚Niederlausitz-aktuell.de‚.

Mit der „Dixie Clipper“ über den Atlantik

Vor 80 Jahren startete die legendäre US-Airline Pan Am den ersten Linienflugbetrieb über den Atlantik. Die gigantischen „Clipper“-Flugboote versprachen enormen Luxus, reiche Kunden rissen sich um Tickets. Es war eine Weltpremiere, die das transatlantische Reisen revolutionieren sollte: Die US-Fluggesellschaft Pan American Airways (Pan Am) nahm den ersten Linienbetrieb für Passagierflüge über den Atlantik auf. Ab jetzt konnte jeder mit dem nötigen Geld für die teuren Tickets von Amerika nach Europa fliegen. Von New York führte die Route über die Azoren und Lissabon nach Marseille. „Ein großer Tag, nicht nur für Pan Am, sondern für die kommerzielle Luftfahrt insgesamt“, beschreibt die Pan Am Historical Foundation den ersten transatlantischen Linienflug. Laut der Stiftung, die sich um das geschichtliche Erbe der 1927 gegründeten und 1991 in die Insolvenz geratenen US-Airline kümmert, gingen 22 zahlende Kunden in Long Island an Bord der „Dixie Clipper“ genannten Boeing 314. Das viermotorige Langstrecken-Flugboot, das auf dem Wasser startete und landete, galt damals als Inbegriff von Luxus und Fortschritt. Manche Passagiere hatten sich die Tickets Jahre im Voraus gesichert. Quelle: ‚Welt.de‚.

Butterweiche Bauchlandung

Auf dem Goodyear Airport in Phenix, Arizona zeigten die Piloten Nerven und legten wegen eines nicht ausfahrbaren Fahrwerks eine saubere Bauchlandung hin. Bis auf den nicht stillgelegten Propeller / Motor ging alles glimpflich aus.

Entlebuch: Flugzeuge beinahe kollidiert

Im Entlebuch haben sich 2019 zwei Kleinflugzeuge auf 2100 Meter Höhe auf bis 80 Meter angenähert. Grund für die Beinahekollision war, dass die Maschinen nur unzureichend mit Kollisionswarngeräten ausgerüstet waren. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat ihren summarischen Untersuchungsbericht zu dem Vorfall publiziert, der sich am 14. September 2019 ereignet hat. Involviert waren zwei Flugzeuge der Hersteller Piper und Robin, die beide mit Passagieren private Rundflüge machten. Die Piper war in Triengen LU gestartet, wendete über dem Kanton Obwalden und wollte via Entlebuch zum Startort zurückfliegen. Beim Schimbrig wurde der Pilot, der die Maschine vom hinteren Sitz aus steuerte, von einem anderen Flugzeug überrascht. Dieses habe sein Sichtfeld durch das obere Fenster von vorne nach hinten binnen einer Sekunde und in geringem Abstand gekreuzt, schreibt die Sust. Dieses zweite Flugzeug, die Robin, war in Grenchen SO gestartet. Es war im Gegensatz zur Piper mit einem Kollisionswarngerät ausgerüstet. Der Pilot gab an, nichts von der gefährlichen Annäherung gemerkt zu haben. Die Sust schreibt, das Kollisionswarngerät habe das andere Flugzeug nicht erfassen können, da dieses nicht mit einem kompatiblen System ausgerüstet gewesen sei. Quelle: ‚bluewin.ch‚.

So sah der Stuttgarter Flughafen einst aus

Bei unserer Zeitreise hebt das Stuttgart-Album heute ab: 1958 hat der Rundflug 15 D-Mark gekostet. Auf den Luftbildern sehen wir einen runden Eckensee. Über den Zaun des Flughafens hätte man leicht steigen und aufs Rollfeld gelangen können. 1958 ist das Jahr, in dem Bundespräsident Theodor Heuss den Neckarhafen in Wangen eröffnet, der Wagenburgtunnel, als Luftschutzraum konzipiert, für den Verkehr freigegeben wird und im Hauptbahnhof 120 italienische Maurer und Hilfskräfte als erste Gastarbeiter in Stuttgart eintreffen. Im Juni dieses Jahres gelingt zwei US-Düsenjetpiloten eine abenteuerliche Notlandung auf dem Stuttgarter Flughafen. Hätten sie ihre defekten Militärmaschinen mit dem Schleudersitz verlassen, wären diese wahrscheinlich im dicht besiedelten Stadtgebiet abgestürzt. OB Arnulf Klett lädt die beiden Soldaten in den Gemeinderat ein, um sich bei ihnen gebührend zu bedanken. Quelle: ‚Stuttgarter Nachrichten‚.

Vom Spielfeld aufs Rollfeld

Freiburgs Flugplatz will möglich machen, dass dort schwerere Flieger landen können – und auch künftige Gegner des SC Freiburg. Die Genehmigung ist schon in Arbeit. Der Freiburger Flugplatz schafft Voraussetzungen, dass größere Maschinen leichter landen können. Ein Feuerwehrfahrzeug ist gekauft und die ersten Brandbekämpfer sind geschult, bestätigt auf BZ-Anfrage Michael Broglin, Geschäftsführer der städtischen Flugplatz GmbH. Jetzt fehlt nur noch der Instrumentenflug, die Genehmigung ist in Arbeit. Mit ihr könnten Bundesligateams dann direkt neben dem neuen SC-Stadion landen und vom Rollfeld aufs Spielfeld gelangen. Quelle: ‚Badische Zeitung‚ (Registrierung).

DB Schenker steigt bei Volocopter ein

Der Logistikriese investiert in den Flugtaxi-Hersteller Volocopter. Das gaben die beiden Unternehmen am Freitag bekannt. Volocopter entwickelt autonom fliegende, elektrische Ultraleicht-Fluggeräte – für menschliche Passagiere und für Fracht. Mit der DB-Schenker-Investition soll unter anderem die zweite Generation der Lastdrohne Volodrone zur Marktreife geführt werden. Die hatte das Bruchsaler Unternehmen im Oktober präsentiert, sie befindet sich noch in der Testphase. Mit wie viel Geld sich Bahn-Logistiktochter Schenker beteiligt, wurde nicht mitgeteilt. An der aktuellen Finanzierungsrunde nahmen noch weitere Investoren teil. Insgesamt hat Volocopter bislang 122 Millionen Euro von verschiedenen Geldgebern eingesammelt. Mit der Integration der Volodrone in unsere zukünftigen Lieferketten können wir den Wunsch unserer Kunden nach schneller, emissionsneutraler Auslieferung auch an schlecht erreichbaren Orten bedienen“, sagte Jochen Thewes, Vorstandsvorsitzender von DB Schenker. Quelle: ‚Stuttgarter Zeitung‘.

Lilium-Prototyp verbrannt

Lilium hat eines seiner zwei Flugtaxi-Prototypen verloren. Bei einem Brand am Donnerstagnachmittag sei der erste Prototyp, den das deutsche Startup hergestellt hatte, in einer Werkshalle in Brand geraten, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Dabei sei er stark beschädigt worden. Der Flieger sei turnusgemäß gewartet worden, als unvermittelt darin ein Feuer ausbrach. Die Werkfeuerwehr des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen, auf dem das Lilium-Werk steht, habe den Brand gelöscht, heißt es in dem Bericht, es sei niemand verletzt worden. Zur Brandursache und welche Bauteile beschädigt wurden, sei nicht bekannt geworden. Das zweite, weiterentwickelte Modell sei nicht beschädigt worden, mit ihm solle die Testreihe fortgesetzt werden, sobald die Brandursache geklärt sei. Das Flugzeug mit 36 elektrischen Jetmotoren in den Tragflächen soll mit 300 km/h eine Stunde lang fliegen können. Die Reichweite des Lilium beziffern die Macher auf 300 km. Quelle: ‚heise.de/newsticker‚.

UL für Sontraer Flugsportverein

Im Mittelhessischen Verein für Flugsport herrscht erwartungsfrohe Stimmung. Im Mai/Juni soll das bestellte ultraleichte Motorflugzeug vom Typ „Dynamic WT 9“ ausgeliefert werden. „Das eröffnet uns ganz neue Möglichkeit“, sagt Sprecher Michael Kramer gegenüber unserer Zeitung. Die Vorfreude auf die neue Saison, die im März startet, wachse dadurch noch mehr. Für den 87 Jahre alten Verein bedeutet das neue Flugzeug einen großen Fortschritt. Denn das schnelle und wendige Flugzeug ist auch mit einer F-Schleppkupplung ausgerüstet. Das bedeutet, dass es die Segelflieger des Vereins in die Höhe ziehen kann. Das gab es so bisher noch nicht auf dem Dornberg bei Sontra. Bislang waren hier für die Segelflieger nur Starts mit der Winde in eine Richtung möglich. „Bei ungünstigen Windverhältnissen konnten wir überhaupt nicht starten“, erzählt Kramer. Oft haben die Piloten die anderen Flugzeuge im nahe gelegenen Thermik-Paradies Thüringer Wald gesehen. „Für uns oft unerreichbar.“ Demnächst zieht das Motorflugzeug die Segelflieger auf eine Höhe von etwa 1000 Meter und alles soll gut werden. Quelle: ‚Werra-Rundschau‚.

Luftraum beim Säntis wird temporär gesperrt

Bis zu 400 Blitze entladen sich am Ostschweizer Hausberg pro Jahr. Dies will der Genfer Professor für angewandte Physik, Jean-Pierre Wolf für sein Experiment nutzen. Mit seinem Team will er Laserstrahlen in Gewitterwolken schiessen und deren Auswirkung testen. Von der Sperrung betroffen ist der Himmel über Wildhaus in einem Radius von fünf Kilometern. Wenn Tests stattfinden, dürfen sich Flugzeuge nicht in diesem Raum bewegen. Piloten müssen sich vorgängig informieren. Die Verfügung gilt von Anfang April bis Ende November. Ziel ist es, Blitze gezielt vom Himmel an den Boden zu leiten. Dies soll mit Hilfe eines Super-Lasers geschehen. Die Entwicklung des Lasers hat über zwei Millionen Franken gekostet. Wolf arbeitet seit über zehn Jahren federführend am Projekt. Es gibt zahlreiche Partner, darunter die ETH Lausanne (EPFL), die Universität für angewandte Wissenschaften der Westschweiz HES, das Luft- und Raumfahrtunternehmen Ariane Group sowie der deutsche Laserentwickler Trumpf. Quelle: ‚SRF‚. Bild: ‚Benjamin Manser‘.

Drohnen-Sensorsystem warnt vor Kollisionen

Die Firmen Hensoldt und Diehl Defence haben gemeinsam im Rahmen einer Studie den Demonstrator eines Sensorsystems zur Vermeidung von Kollisionen zwischen Luftfahrzeugen entwickelt. Erteilt worden war der Auftrag für die Studie vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). Zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) konnten Hensoldt und Diehl schließlich im praktischen Einsatz nachweisen, dass ein derartiges Sensorsystem – bestehend aus einem Radar und einer Kamera – zuverlässig Objekte im Flugweg von Drohnen ausmachen kann. Das Erkennen solcher Situationen ist eine der Grundvoraussetzungen für den Einsatz unbemannter Fluggeräte im kontrollierten Luftraum. Quelle: ‚Bundeswehr-Journal‚.

Auf bewährtem Kurs

39 Mitglieder zählt der Aero-Club Schmidgaden, davon 30 Aktive. Erfreulich ist auch die Zahl der Flugschüler, nachdem vor zwei Jahren nach längerer Pause wieder der Schulbetrieb aufgenommen wurde. In der Jahreshauptversammlung im Clubheim am Flugplatz Schmidgaden gab Vorsitzender Horst Schreyer einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Derzeit schulen sechs Flugschüler bei zwei Fluglehrern auf den beiden zur Echo-Klasse gehörenden Vereinsmaschinen. Eine dieser Maschinen wurde erst vorletztes Jahr speziell für die Schulung angeschafft. Anfang letzten Jahres kam ein neues modernes Ultraleichtflugzeug hinzu. Seit dem Ankauf des Flugplatzgeländes durch den Aero-Club Schmidgaden hat sich die Zahl der Flugbewegungen mehr als verdoppelt. Nach wie vor ist Schmidgaden Stützpunkt der Luftrettungsstaffel Oberpfalz. Regelmäßige Übungen – wie im vergangenen Jahr – finden auch am Flugplatz Schmidgaden statt. Beim Sonnwendfliegen wurden Dieter Naber für 50-jährige und Helmut Siegert für 30-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Die Neuwahl der Vorstandschaft konnte schnell abgehandelt werden, weil sich die Vorstandsmitglieder geschlossen zur Wiederwahl zur Verfügung stellten. Erster Vorsitzender ist nach wie vor Horst Schreyer, sein Stellvertreter Martin Janz, Kassier Edgar Scheuerer und Schriftführer Roland Völkl. Quelle: ‚onetz.de‚.

Leise, leise in die Lüfte

Am Flugplatz Schönhagen sollen elektrische Propellerantriebe entstehen. »Sie wissen vielleicht gar nicht, über welche Perle Sie mit diesem Flugplatz verfügen, ganz Europa beneidet Sie darum.« Mit diesen Worten wollte Andreas Timmermann, Professor und Geschäftsführer der Berlin-Brandenburg Aerospace Alliance (BBAA), den Mitgliedern der Kreistagsausschüsse für Regionalentwicklung und Bauplanung von Teltow-Fläming den besonderen Wert des Flugplatzes Schönhagen verdeutlichen. Damit meinte er weniger die einzigartige Nachbarschaft dieses bedeutenden Verkehrslandeplatzes am Rande eines Landschafts- und Vogelschutzgebietes. Ihm ging es vielmehr um die Nähe zu Berlin, dem neuen Hauptstadtairport BER und den Forschungs- und Produktionszentren der regionalen Luft- und Raumfahrtwirtschaft. Die Abgeordneten, die sich in dieser Woche zur gemeinsamen Sitzung auf dem Flugplatzgelände versammelt hatten, konnte Timmermann damit kaum beeindrucken. Quelle: „Neues Deutschland„.

ZÜP: DAeC widerspricht Verschärfungen

Seit Januar liegt ein Gesetzentwurf zur Änderung des Luftsicherheitsgesetzes (LuftSiG) vor, in dem die „Rahmenbedingungen luftsicherheitsrechtlicher Zuverlässigkeitsüberprüfungen (ZÜP)“ verbessert werden sollen. Für Privatpiloten könnte die neue Regelung eine Verschärfung der ZÜP bedeuten. Der DAeC bleibt in dieser Sache auch weiter im Sinne des Luftsports aktiv.

„Unsere Sachverständigen befinden sich im direkten und kritischen Dialog mit den Behörden und politischen Entscheidungsträgern. Wir werden sachlich, aber deutlich weiteren Verschärfungen widersprechen. Der DAeC bleibt also weiter dran“, verspricht Präsident Stefan Klett. Bereits im September hatte Klett in einem Brief Bundesinnenminister Horst Seehofer darauf hingewiesen, dass die ZÜP, die EU-weit lediglich in Deutschland für Privatpiloten von Motorflugzeugen und Motorseglern Pflicht ist, gegen bestehendes europäisches Recht verstößt. Der DAeC wird auch weiterhin über die aktuelle Sachlage berichten.

Am Montag, 10. Februar, fand im Innenausschuss des Bundestages eine öffentliche Anhörung unter dem Vorsitz von Andrea Lindholz (CDU/CSU) statt. Hierzu hatte die FDP-Fraktion, die in einem Antrag für die Abschaffung der ZÜP für Privatpiloten und Luftsportler plädiert, Frank Dörner, Rechtsanwalt für Luftfahrtrecht, als Experten geladen. Dörner kritisierte das Prinzip der Regelvermutung, wonach Piloten als unzuverlässig gelten, wenn sie wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Freiheitsstrafe, Jugendstrafe oder Geldstrafe von mindestens 60 Tagessätzen verurteilt wurden. Der Jurist sprach von einer „Überkriminalisierung“.

Im Vorfeld der öffentlichen Anhörung versendete zudem die AOPA eine Stellungnahme an die Mitglieder des Innenausschusses des Deutschen Bundestages. Die Vertretung der Aircraft Owners and Pilots Association betrachtet die ZÜP für Privatpiloten nicht als geeignetes Mittel, um ein sehr hohes Sicherheitsniveau in der Luftfahrt zu erreichen. Schließlich habe sie bisher noch keinen einzigen Terrorverdächtigen zutage fördern können.