Kategoriearchiv: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Fly-In, Vereinsjubiläum und Flugplatztag

Drei Luftsportvereine berichten 2026 über unterschiedliche lokale Anlässe: das Saisonende eines Fly-Ins in Hodenhagen, das 75-jährige Bestehen des Flugsportvereins Kirn und den Tag der offenen Tür am Flugplatz Lüneburg.

Am Flugplatz Hodenhagen fand am 7. August das letzte Currywurst Fly-In der Saison 2026 statt. Nach Angaben des Aero-Clubs Hodenhagen wurden 147 Luftfahrzeuge begrüßt; zuvor hatten sich 128 Luftfahrzeuge angekündigt. Der Verein ordnet die Veranstaltung als das drittbestbesuchte Currywurst Fly-In seiner Geschichte ein.

Aus den 128 Anmeldungen und den jeweils angegebenen Heimatflugplätzen errechnete der Verein eine einfache Gesamtstrecke von 16.725 nautischen Meilen beziehungsweise 30.975 Kilometern nach Hodenhagen. Herrmann Schiele legte mit seiner RV-8 D-EIGT auf dem Rückweg aus Oshkosh 4.753 nautische Meilen zurück. Parallel begann in Hodenhagen die Veranstaltung Vans & Friends, für die nach Vereinsangaben mehr als 30 Anmeldungen vorlagen.


In Kirn beging der Flugsportverein Kirn am 1. August sein 75-jähriges Bestehen. Bundestags-Präsidentin Julia Klöckner nahm laut Verein an der Feier teil und würdigte in ihrer Ansprache unter anderem die Entwicklung des Vereins, die Frauenquote im Vorstand und den generationen-übergreifenden Zusammenhalt. Im Rahmen der Veranstaltung absolvierte Jörg Pilawa mit dem Kirner Piloten Guido Wagner einen Rundflug.

Der FSV Kirn kündigt zudem für den 6. September ein Quetschekuchefest an. Für 2026 verweist der Verein außerdem auf eine Segelflug-Schnuppersaison sowie auf das Angebot „Pilot für einen Tag“, bei dem jeweils zwei Starts und Landungen mit einer Flugzeit von etwa 15 Minuten vorgesehen sind.


Der Luftsportverein Lüneburg hatte bereits am 21. Juni zum Tag der offenen Tür am Flugplatz an der Zeppelinstraße eingeladen. Auf dem Gelände waren Flugzeuge und Hubschrauber zu sehen. Beteiligt waren unter anderem der Feuerwehrflugdienst Niedersachsen mit einer Cessna, die Bundeswehr mit einem Infomobil, das ADAC-Team und die Freiwillige Feuerwehr Lüneburg. Für Familien gab es Angebote für Kinder; eine Arbeitsbühne der Firma Anker Kran- und Arbeitsbühnenvermietung ermöglichte einen Blick über das Gelände.

Termine: Vereinsfeste, Jubiläum, Business Aviation

Mehrere Luftsportvereine und Branchenveranstalter haben in diesen Tagen Termine vom Flugplatzfest bis zur internationalen Messe angekündigt oder durchgeführt.

Tag der offenen Tür am Flugplatz Mainz-Finthen

Der vom Luftfahrtverein Mainz e.V. für den 5. und 6. September 2026 am Flugplatz Mainz angekündigte Tag der offenen Tür Vergangenheit. Das Programm lief jeweils von 10 bis 18 Uhr und umfasste die Geschichte des Flugplatzes sowie 75 Jahre Luftfahrtverein Mainz, Schnupperflüge, Segelflug, Flugsimulatoren und Towerbesichtigungen. Gezeigt wurden historische und moderne Flugzeuge, darunter als Highlight eine Junkers F13. Für Kinder standen eine Rallye, Tretflieger-Rennen sowie Bastel- und Weitflugwettbewerbe zur Verfügung, für die Erwachsenen Foodtrucks, Getränkewägen und das Flugplatzrestaurant TowerOne.

Flugplatzfest Hölleberg

Das Flugplatzfest des Luftsportvereins Hölleberg am 5. und 6. September 2026 am Flugplatz Hölleberg ist vorbei. Angeboten wurden Rundflüge, Modellflug-Shows, eine Hüpfburg, eine Tombola sowie ein Kaffee- und Kuchenbuffet im Hangar. Der Veranstalter erwartete zudem Gastflugzeuge verschiedener Größen und Ausführungen. Der Eintritt war kostenlos; für Gastpiloten war die Landung während des Festes frei.

Kinderrundflugtag am Flugplatz Gauchsdorf

Die Fliegervereinigung Schwabach-Roth e.V. lädt heute, 12. und morgen, 13. September 2026 zum Kinderrundflugtag an den Flugplatz Gauchsdorf in Büchenbach einladen. Das Programm ist am Samstag von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr vorgesehen. Kinder und Jugendliche können mit Eltern oder Begleitpersonen etwa zwölfminütige Rundflüge im Motorflugzeug unternehmen. Ergänzend sind Informationen zum Flugsport, ein Spielplatz und Familienbereich sowie Bewirtung in der Vereinsgaststätte Fly-Inn angekündigt. Der Eintritt ist frei. Die Rundflüge sollen vor Ort gebucht werden und kosten für Kinder 23 Euro, mit Ferienpass des Kreisjugendrings Roth 20 Euro sowie für Erwachsene 25 Euro. Die Zufahrt über Kammerstein ist laut Veranstalter gesperrt und soll umfahren werden; Fahrräder sollen im gekennzeichneten Bereich abgestellt werden.

125 Jahre Luftsport in Wien

Der Österreichische Aero-Club begeht 2026 sein Jubiläumsjahr unter dem Titel „125 Jahre Luftsport“. Als zentrale öffentliche Veranstaltung ist der 26. September 2026 am Heldenplatz in Wien angekündigt. Dort soll sich der Luftsport im Rahmen des Tags des Sports gemeinsam mit anderen österreichischen Sportverbänden präsentieren; weitere Programmdetails will der Veranstalter noch bekannt geben. Am 13. Oktober 2026 folgt im Haus des Sports in Wien eine repräsentative Feier für Spitzenvertreter aus den Sektionen und Bundesländern sowie für Partner, Medien und Wegbegleiter der Sport- und Freizeitluftfahrt. Angaben zu Anmeldung, Eintritt oder Besucherfristen liegen nicht vor.

Fliegerflohmarkt am Flugplatz Konstanz

Der Club der Flieger e.V. Konstanz veranstaltet am Samstag, 26. September 2026, einen Fliegerflohmarkt im Hangar am Flugplatz Konstanz, Riedstraße 78. Besucher haben von 9 bis 18 Uhr freien Eintritt; für Verkäufer ist der Einlass ab 7:30 Uhr vorgesehen. Angeboten werden sollen Gegenstände aus Motorflug, Segelflug und Modellflug, darunter Ersatzteile, Avionik, Headsets, Flugbekleidung, Bücher, Maschinen und Werkzeuge. Außerdem kündigt der Verein Rundflüge mit einer clubeigenen Cessna 172 und einen selbst steuerbaren Flugsimulator an. Parkplätze und Verpflegung sind vor Ort vorhanden. Verkäufer können für 20 Euro, zahlbar bar am Eingang, teilnehmen; Anmeldung und Fragen laufen über flieflohkonstanz@gmail.com.

NBAA-BACE in Las Vegas

Die NBAA-BACE ist vom 20. bis 22. Oktober 2026 im Las Vegas Convention Center, West Hall, in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada vorgesehen. Die begleitende Aircraft Connection wird für den 20. und 21. Oktober am Henderson Executive Airport in Henderson, Nevada, angekündigt. Inhaltlich richtet sich die Veranstaltung an Akteure der Business Aviation und thematisiert deren Rolle bei Wirtschaftswachstum, technologischen Innovationen und der Ansprache künftiger Generationen. Geplant sind moderne Luftfahrzeuge, Technologien, Systeme und Lösungen, außerdem Keynotes, Sessions, Austausch mit Branchenführern und ein Creators Studio für Influencer und Podcaster der Business Aviation.

Neue Sperrgebiete: Sorgfalt in der Flugvorbereitung

Die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa wirkt sich zunehmend auf die Allgemeine Luftfahrt in Deutschland aus. Die Bundeswehr plant eine verstärkte Nutzung des Luftraums für Übungen mit Drohnen und zur Abwehr von Drohnen. Dafür werden zusätzliche geschützte Lufträume, insbesondere temporäre oder dauerhafte ED-R-Sperrgebiete, benötigt.

Auch die Reaktivierung ehemaliger Bundeswehrstandorte kann Auswirkungen auf die zivile Luftfahrt haben. So soll am ehemaligen Flugplatz Husum (EDXJ) eine Raketenabwehr-Einheit stationiert werden, was voraussichtlich zur Schließung des Flugplatzes führen wird.

Die AOPA-Germany und weitere Luftfahrtverbände werden im Rahmen der Luftraumplanung von der DFS angehört. Ziel ist es, die Auswirkungen neuer militärischer Lufträume auf die zivile Luftfahrt möglichst gering zu halten. Konflikte können insbesondere entstehen, wenn neue Sperrgebiete in Platzrunden oder IFR-Verfahren hineinreichen.

Für Piloten gewinnt damit eine sorgfältige Flugvorbereitung weiter an Bedeutung. Kleine ED-R-Gebiete sind auf Übersichtskarten teilweise schwer zu erkennen und können sich über mehrere tausend Fuß erstrecken. Navigations-Apps mit regelmäßig aktualisierten Luftraumdaten, NOTAM-Informationen und Warnfunktionen können hier eine wichtige Unterstützung bieten.

Besondere Aufmerksamkeit ist auch aufgrund der rechtlichen Folgen eines unerlaubten Einflugs erforderlich: Während Verstöße gegen Lufträume der Klassen C und D als Ordnungswidrigkeit gelten, ist der unberechtigte Einflug in ein ED-R-Sperrgebiet nach § 62 LuftVG eine Straftat. Dies gilt auch bei fahrlässigem Einflug infolge mangelnder Flugvorbereitung oder eines Navigationsfehlers.

Mit der zunehmenden militärischen Luftraumnutzung wird es für die Allgemeine Luftfahrt daher wichtiger denn je, aktuelle Luftraumdaten und NOTAMs vor jedem Flug sorgfältig zu prüfen.

-> Flug-Vorbereitungs-Infos wie NOTAM’s, DABS & Co.

40’000 an Jubiläums-Flugshow in Altenrhein

Der Flugplatz St.Gallen-Altenrhein hat sein 100-jähriges Bestehen vom 28. bis 30. August mit einer Flugshow gefeiert. Nach Angaben des Organisationskomitees kamen am Samstag und Sonntag knapp 40.000 Besucherinnen und Besucher auf das Gelände. Der Flugbetrieb verlief ohne Zwischenfall; die Anreise führte am Samstag jedoch zu Verkehrsproblemen.

Das Jubiläumsprogramm stellte die Geschichte des Flugplatzes und die heutige Rolle des Standorts in den Mittelpunkt. In der Luft waren unter anderem die Patrouille Suisse, historische Flugzeuge der Flying Bulls sowie die Classic Formation mit einer Douglas DC-3 und drei Beechcraft Model 18 zu sehen. Auch Flugzeuge des Fliegermuseums Altenrhein waren in das Programm eingebunden. Für die Patrouille Suisse war es nach Angaben der Veranstalter der letzte Auftritt in ihrer gewohnten Formation in der Ostschweiz.

Der Flugplatz besteht seit 1926 und ist eng mit dem Rheintal sowie dem grenznahen österreichischen Raum verbunden. Neben der historischen Bedeutung ist der Standort weiterhin für die regionale Luftverkehrsanbindung relevant; People’s verbindet Altenrhein regelmässig mit Wien. Die Ausrichtung der Flugshow erforderte wegen des angrenzenden österreichischen Luftraums eine Genehmigung des Landes Vorarlberg. Im Vorfeld hatte es aus den Rheindelta-Gemeinden Kritik an Lärm, Sicherheitsfragen und möglichen Auswirkungen auf das Natura-2000-Gebiet gegeben.

Für die Flugsicherung galt während der Vorführungen eine besondere Luftraumorganisation. Während des Flugprogramms durften keine anderen Luftfahrzeuge die Kontrollzone durchfliegen. Der Linienverkehr sollte dennoch aufrechterhalten werden. Zusätzlich war ein System zur Erkennung privater Drohnen eingerichtet worden.

Die grösste Herausforderung war die Verkehrsführung am Samstag. Der Besucherandrang führte zu Rückstaus bis auf die Autobahn. Die Ausfahrt Rheineck in Richtung St. Margrethen musste am frühen Nachmittag rund eine Stunde lang geschlossen werden. Mehr als 40 zusätzliche Angehörige der Feuerwehr wurden für den Verkehrsdienst aufgeboten. Nach Anpassungen in der Einsatzorganisation und einer personellen Verstärkung konnten die Besucherströme am Sonntag besser bewältigt werden.

Aus Sicht der Kantonspolizei St.Gallen verlief die Veranstaltung abgesehen von der Verkehrslage im Rahmen der Erwartungen. Polizei und Feuerwehr verzeichneten ausser den Einsätzen zur Verkehrslenkung keine weiteren besonderen Vorkommnisse. Der Rettungsdienst registrierte rund 500 Bagatellfälle, behandelte mehr als 80 Personen ärztlich und brachte sieben Personen in Spitalpflege. Der Flugbetrieb selbst verlief ohne Zwischenfälle. Die Blaulichtorganisationen wollen die Verkehrsbelastung gemeinsam mit dem Veranstalter mit Blick auf mögliche künftige Grossveranstaltungen analysieren.

Erstflug der Britten-Norman Islander BN-2

Eine auf der Isle of Wight gebaute Britten-Norman BN-2 Islander hat ihren Erstflug absolviert. Das zweimotorige Flugzeug wird für den Falkland Islands Government Air Service lackiert und anschliessend als Verkehrsverbindung im Südatlantik eingesetzt.

Die BN-2 Islander ist erstmals seit Jahrzehnten wieder vollständig auf der Isle of Wight gefertigt worden. Nach einer langen Phase, in der die Musterproduktion überwiegend in Rumänien erfolgte und die Endmontage in Bembridge stattfand, kehrte die Fertigung 2023 an den ursprünglichen Standort zurück.

Britten-Norman plant nach Angaben des Unternehmens, die Produktion in Bembridge innerhalb der kommenden zwei Jahre auf bis zu acht Flugzeuge jährlich auszubauen. Mit der Rückverlagerung nach Grossbritannien will der Hersteller Qualität, Liefertermine und Produktionsplanung stärker selbst steuern. Die Zahl der Mitarbeitenden am Standort ist seit der Rückkehr der Fertigung von 100 auf 180 gestiegen.

Die Islander hatte ihren Prototyp-Erstflug 1965. Seither wurden laut BBC rund 1’250 Flugzeuge ausgeliefert; etwa 350 Exemplare sind noch in mehr als 100 Ländern im Einsatz. Typischerweise ist die Islander für einen Piloten und bis zu neun Passagiere ausgelegt. Sie wird unter anderem für regionale Verbindungen, medizinische Dienste, militärische Aufgaben und die Luftüberwachung genutzt.

Technische und betriebliche Eckdaten

MerkmalAngabe
MusterBritten-Norman BN-2 Islander
FertigungsortBembridge, Isle of Wight, Vereinigtes Königreich
Geplanter EinsatzFalkland Islands Government Air Service
AuslegungEin Pilot, bis zu neun Passagiere
HöchstgeschwindigkeitRund 264 km/h (164 mph)
ProduktionszielBis zu acht Flugzeuge pro Jahr
HistoriePrototyp-Erstflug 1965; rund 1’250 ausgelieferte Flugzeuge

Flugplatzfest Birrfeld abgesagt

Ein Hagelsturm hat am 28. August auf dem Flugplatz Birrfeld mehrere Hangars und Flugzeuge beschädigt. Das für den 12. September geplante Flugplatz- und Sommernachtsfest wird deshalb verschoben.

Der Flugplatz Birrfeld steht nach dem schweren Gewitter vom Freitag, 28. August 2026, weiterhin im Zeichen der Aufräum- und Instandstellungs-Arbeiten. Nach Angaben des Flugplatzes sind mehrere Hangars sowie Flugzeuge betroffen. Ein Ersatztermin für das Flugplatz- und Sommernachtsfest ist noch nicht bekannt.

Meteorologisch handelte es sich um eine kräftige Gewitterzelle im Vorfeld einer aktiven Kaltfront. MeteoSchweiz ordnet sie als Superzelle ein, die am Morgen entlang der Aare durch den Aargau und weiter in Richtung Zürich und Bodensee zog. Der Aargau wurde kurz nach 09.00 Uhr von Westen her erfasst. Neben Hagel traten stürmische Böen und Starkregen auf.

Die Schäden im Birrfeld gingen über den Flugplatz hinaus: Mehrere Hochspannungsmasten stürzten um, und auf der A1 kippte ein Lastwagen um. Der Flugplatz konzentriert sich auf die Wiederherstellung der Infrastruktur und die Unterstützung der Betroffenen.

Flugplatzfest Leverkusen mit Kunstflug, Oldtimern & Segelflug

Der Luftsportclub Leverkusen öffnet am 12. und 13. September 2026 den Flugplatz Kurtekotten. Das Programm umfasst Motor- und Segelkunstflug, historische Flugzeuge, moderne Segelflugzeuge, Modellflug und Angebote für Familien. Geöffnet ist an beiden Tagen von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Am zweiten Septemberwochenende wird der Flugplatz Leverkusen-Kurtekotten erneut zum Treffpunkt für Luftsportinteressierte. Der Luftsportclub Leverkusen verbindet bei seinem Flugplatzfest Flugvorführungen mit einer Ausstellung am Boden und Einblicken in die Arbeit des Vereins. Die aktuell veröffentlichten Programmpunkte sind vorläufig; die Zeiten der einzelnen Vorführungen können sich noch ändern.

Kunstflug und historische Flugzeuge

Für den Motorkunstflug sind nach aktuellem Stand eine Extra 330LX, eine Pitts Model 12 und eine Pitts S1 vorgesehen. Eine T-6 Texan soll als historisches Schulflugzeug im Flug gezeigt werden. Ebenfalls angekündigt ist die PZL 106 Kruk. Das ursprünglich für landwirtschaftliche Aufgaben entwickelte Flugzeug wurde auch als Löschflugzeug eingesetzt.

Junkers Aircraft ist erneut als Hauptsponsor beteiligt. Zum Programm gehören die Junkers Junior A50 und Nachbauten der Junkers F13. Auch eine Antonov An-2 ist angekündigt. Die in der Pressemappe genannten Schnupper- und Rundflüge ergänzen das Programm; Verfügbarkeit und Buchung richten sich nach den jeweiligen Anbietern und dem Flugbetrieb.

Segelflug und Modellflug

Den Segelkunstflug zeigen Piloten mit Salto und ASK 21. Hinzu kommen Präsentationen moderner Segelflugzeuge, darunter JS3, ASH 31 und ASG 29. Der Verein will damit sowohl den Leistungssegelflug als auch die Ausbildung und den Vereinsbetrieb vorstellen.

Modellflugvorführungen sind ebenfalls Teil des Programms. In der Pressemappe wird unter anderem eine F-14 Tomcat mit einem Gewicht von rund 65 Kilogramm genannt. Weitere Vereinsflugzeuge sollen in statischen und dynamischen Displays zu sehen sein.

Programm am Boden

Neben den Flugvorführungen ist ein Static Display mit verschiedenen Flugzeugen vorgesehen. Laut Pressemappe beteiligt sich die Bundespolizei mit einem EC135-Hubschrauber. Vereinsmitglieder stehen für Gespräche über Ausbildung, Technik und die unterschiedlichen Sparten des Luftsports zur Verfügung.

Für Kinder sind unter anderem ein Mal-Tisch, eine Hüpfburg und Angebote zum Modellfliegerbau angekündigt. Gastronomiestände, eine Kaffee- und Kuchenbar sowie weitere Angebote ergänzen das Bodenprogramm.

Anreise mit dem Auto eingeschränkt

Die direkte Zufahrt zum Flugplatz ist während des Festes für Personenwagen gesperrt. Parkmöglichkeiten gibt es an der Edith-Weyde-Strasse 12 hinter der Feuerwache sowie an der Otto-Bayer-Strasse bei der Station Leverkusen Chempark. Von dort verkehren Shuttlebusse zum Flugplatz.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anreise bis Leverkusen Chempark möglich; auch dort besteht Anschluss an den Shuttle. Fahrräder können direkt zum Flugplatz fahren, Stellplätze sind vorhanden. Eine Anreise mit dem Flugzeug ist nur eingeschränkt und nach vorheriger Genehmigung, PPR, möglich.

Tickets sind online und an der Tageskasse erhältlich. Wer das Ticket vorab über Eventfrog kauft, kann nach Angaben des Veranstalters einen separaten Fast-Lane-Zugang nutzen.

EckdatenAngaben
DatumSamstag, 12., und Sonntag, 13. September 2026
Öffnungszeitenan beiden Tagen von 10.00 bis 18.00 Uhr
OrtFlugplatz Kurtekotten, Kurtekottenweg 1, 51373 Leverkusen
Eintritt10 Euro ab 16 Jahren, 5 Euro ab 10 Jahren, unter 10 Jahren frei
GültigkeitEintrittskarte gilt für beide Veranstaltungstage
Vorverkaufonline über Eventfrog; Tickets sind auch vor Ort erhältlich

Das Flugprogramm ist vorläufig und kann sich aus betrieblichen oder wetterbedingten Gründen ändern.

Familientag auf dem Fliegerhorst Wittmundhafen

Das Taktische Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ lud am 12. August 2026 zum Familientag auf den Fliegerhorst Wittmundhafen. Neben einem abwechslungsreichen Programm erhielten auch die Mitglieder der Fluggruppe die Gelegenheit, ihren Verein zu präsentieren.

Mit einer DG-500, einer DR-400 und einer Piper war die Fluggruppe vor Ort vertreten. Die Besucher konnten die Flugzeuge aus nächster Nähe besichtigen, Probesitzen und sich von den Vereinsmitgliedern über das Fliegen und die Aktivitäten der Fluggruppe informieren lassen. Das Interesse war sowohl bei den Kindern als auch bei den Erwachsenen gross.

Für die fliegerischen Höhepunkte sorgte das Geschwader selbst: Bei mehreren Überflügen waren unter anderem ein A400M, ein Tornado, ein A321 der Flugbereitschaft sowie mehrere Eurofighter zu sehen.

Den krönenden Abschluss bildete ein rund zehnminütiges Flying Display mit einem Eurofighter. Geflogen wurde die eindrucksvolle Demonstration von Fluggruppen-Mitglied Patrick, der dabei verschiedene Kunstflug- und Manöverelemente des Kampfflugzeugs präsentierte.

Die Fluggruppe bedankt sich beim Taktischen Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ für die Einladung und die Möglichkeit, den Verein im Rahmen dieses besonderen Tages vorzustellen.

Velis Elektro in Freiburg

Die Akaflieg Freiburg hat eine Pipistrel Velis Electro in ihre Flotte aufgenommen. Das vollelektrische Motorflugzeug soll vor allem in der Ausbildung eingesetzt und überwiegend mit Strom aus der vereinseigenen Solaranlage geladen werden.

Elektroantrieb nun auch im Motorflug

Mit der Velis Electro erweitert die Akaflieg Freiburg ihre Erfahrungen mit elektrischem Fliegen auf den Motorflug. Der Verein betreibt bereits den eigenstartfähigen Elektrosegler AS 34 Me «Freiburg». Die Velis ist als zertifiziertes, vollelektrisches Motorflugzeug in Freiburg stationiert und wurde von Green Aviation Hub geleast.

Die Akaflieg plant, das zweisitzige Flugzeug unter anderem für die ersten Flüge angehender Pilotinnen und Piloten einzusetzen. Damit soll die Ausbildung um praktische Erfahrungen mit elektrischem Motorflug ergänzt werden. Der Verein verweist auf den lokal emissionsfreien und im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren leiseren Betrieb.

Laden mit Solarstrom

Für das Laden der Velis nutzt die Akaflieg Freiburg am Flugplatz überwiegend Strom aus der eigenen Solaranlage. Auf der Überführung von Haguenau nach Freiburg legte das Flugzeug einen Ladestopp in Lahr ein. Dort war wenige Wochen zuvor eine neue Ladestation in Betrieb gegangen.

Mit der Aufnahme der Velis will die Akaflieg Freiburg elektrische Antriebstechnik unter Praxisbedingungen in den eigenen Flugbetrieb integrieren und Erfahrungen für Ausbildung und Betrieb sammeln.

Alexander Schott ist neuer LBA-Präsident

Alexander Schott ist seit 1. August Präsident des Luftfahrt-Bundesamtes in Braunschweig. Der 56-jährige Volljurist will die Behörde digitaler und leistungsfähiger ausrichten und den Austausch mit der Luftfahrtbranche stärken.

Amtseinführung im August

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger führte Alexander Schott am 20. August offiziell in das Amt ein. Schott folgt auf Jörg-Werner Mendel, der Ende Januar in die Altersteilzeit verabschiedet worden war. Seit Gründung des Luftfahrt-Bundesamtes ist Schott dessen achter Leiter. An der Amtseinführung nahmen Vertreter aus Politik, Bundeswehr, Verwaltung, Luftverkehrswirtschaft sowie Verbänden und Gesellschaften teil.

Digitalisierung und Verfahren im Fokus

Schott will das Luftfahrt-Bundesamt als effektive, digitale und zukunftsorientierte Behörde aufstellen. Neben dem Dialog mit Unternehmen, Betrieben, Verbänden und Institutionen nannte er die Weiterentwicklung einer sicheren und modernen Luftfahrt als Ziel.

Bilger betonte bei der Amtseinführung insbesondere die Modernisierung, Digitalisierung und Leistungsfähigkeit des Luftfahrt-Bundesamtes. Er verwies zudem auf schnellere und verlässliche Verfahren in der Flugmedizin.

Vor seinem Wechsel nach Braunschweig verantwortete Schott im Bundesministerium der Verteidigung die Bereiche Forschung und Innovation sowie Digitalisierung und die Implementierung künstlicher Intelligenz für die Bundeswehr.

Diamond Fest in London (Ontario)

Diamond Aircraft Canada hat am 21. und 22. August zum Diamond Fest 2026 am Standort London in Ontario eingeladen. Die Veranstaltung verband die Airshow London SkyDrive mit Weiterbildung, Werksbesichtigungen, Flugzeugausstellung und dem Austausch innerhalb der Diamond-Gemeinschaft.

Auftakt mit Formationsflug

Den Freitagabend eröffnete ein Empfang im Katana Café mit Zugang zur Airshow London SkyDrive. Im Flugprogramm flog eine DA40 NG gemeinsam mit einer DA50 RG und einer DA62 in Formation über London. Ergänzt wurde das Airshow-Programm durch Vorführungen militärischer und ziviler Teams.

Auf der Terrasse des Katana Café zeigte Diamond eine statische Ausstellung mit einer DA42 des Diamond Flight Centre, einer DA50 RG in der Ausführung «Black Knight» und einer DA62. Die Gäste erhielten zudem erstmals Zugang zum neuen Pilot Shop in der Diamond-Canada-Fabrik.

Fachseminare und Einblick in die Fertigung

Am Samstag folgten Fachseminare und Werksführungen durch die Produktionsanlagen von Diamond Aircraft Canada. Die Inhalte reichten von zustandsorientierter Instandhaltung über die Auswertung von Motor- und ECU-Daten mit künstlicher Intelligenz bis zu Garmin-Lösungen für Diamond-Piloten. Ebenfalls behandelt wurden Wiederholungs- und Übergangstrainings.

Die Veranstaltung richtete sich an Eigentümer, Betreiber, Piloten, Flugschulen und weitere Partner des Herstellers. Neue Mitglieder der Diamond-Gemeinschaft konnten sich mit erfahrenen Eigentümern austauschen; im Zentrum standen praktische Erfahrungen zu Betrieb, Wartung und Ausbildung.

MerkmalAngabe
Zeitraum21.–22. August 2026
OrtDiamond Aircraft Canada, London, Ontario (CYXU)
PartnerDiamond Flying Club, Airshow London und Diamond Pilots Association
TeilnehmerkreisFlugzeugeigentümer, Flugschulen, Piloten, Wartungsfachleute, Zulieferer, Behördenvertreter und Luftfahrtinteressierte
Gezeigte FlugzeugeDA40 NG, DA42, DA50 RG und DA62
FachprogrammInstandhaltung, Datenanalyse, Garmin-Lösungen sowie Wiederholungs- und Übergangstraining

Bölkow & Friends auf Burg Feuerstein

Vom 14. bis 16. August trafen sich 32 Flugzeuge und ihre Crews zum Bölkow-&-Friends-Treffen am Flugplatz Burg Feuerstein. Das Programm verband gemeinsames Fliegen mit Ausflügen, einer Piloten-Challenge und Begegnungen abseits des Flugbetriebs.

32 Flugzeuge am Platz

Am Flugplatz Burg Feuerstein kamen 32 von 36 angemeldeten Flugzeugen zusammen. Vertreten waren unter anderem die Muster Bölkow 207, 208 Junior und 209 Monsun. Die teilnehmenden Crews reisten aus England, Tschechien, der Schweiz und Deutschland an. Der Luftsportverein Burg Feuerstein unterstützte die Veranstaltung organisatorisch; die Landegebühren der anwesenden Flugzeuge übernahm ASCAIR.

Programm zwischen Flugplatz und Sternwarte

Den Auftakt bildete am Freitag ein gemeinsames Abendessen im Flugplatzrestaurant. Anschliessend besuchte die Gruppe die nahe gelegene Sternwarte. Dort erläuterte Frank Fleischmann astronomische Themen und führte durch die Beobachtung des Nachthimmels.

Am Samstag standen neben dem Aufenthalt am Flugplatz Ausflüge in die Fränkische Schweiz auf dem Programm. Am Nachmittag folgte eine Piloten-Challenge mit mehreren Geschicklichkeitsaufgaben. Dazu gehörten ein Wettbewerb mit Boule-Kugeln, ein Blindflug nach Anweisungen des Navigators sowie ein Wassertransport als symbolischer Treibstoff. Die jüngste Crew entschied die Wertung für sich. Den Tagesabschluss bildete ein gemeinsames Grillen.

Heimflüge vor dem Wetterwechsel

Für Sonntag war ein Wetterwechsel angekündigt, weshalb viele Crews frühzeitig abreisten. Nach Angaben der Organisatoren erreichten alle Teilnehmer ihre Heimatflugplätze ohne Schwierigkeiten. Das nächste Bölkow-&-Friends-Treffen ist für den 13. bis 15. August 2027 vorgesehen. Der Veranstaltungsort wurde noch nicht bekannt gegeben.

MerkmalAngabe
Zeitraum14.–16. August 2026
OrtFlugplatz Burg Feuerstein (EDQE)
Beteiligung32 Flugzeuge bei 36 Anmeldungen
Vertretene MusterBölkow 207, 208 Junior und 209 Monsun sowie weitere befreundete Flugzeuge
Internationale CrewsEngland, Tschechien, Schweiz und Deutschland
Nächster Termin13.–15. August 2027; Veranstaltungsort noch offen

Ein Wochenende unter Freunden

Was für ein Wochenende: Vom 14. bis 16. August trafen sich die Bölkow & Friends auf dem Flugplatz Burg Feuerstein. Mit 32 Flugzeugen von 36 angemeldeten Maschinen war ein großer Teil des südlichen Platzbereichs fest in der Hand der Bölkow-Freunde.

Bölkow 207, 208 Junior und 209 Monsun trafen dabei auf zahlreiche befreundete Flugzeuge und Crews aus Deutschland, England, Tschechien und der Schweiz. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die historischen Maschinen, sondern vor allem die Menschen und die gemeinsame Freude am Fliegen.

Sterne statt Flugzeuge

Nach dem gemeinsamen Abendessen im Flugplatzrestaurant ging es am Freitagabend zur nahegelegenen Sternwarte. Frank Fleischmann nahm die Teilnehmer mit auf eine faszinierende Reise durch das Universum. Bei klarstem Himmel konnten Sternbilder, Nebel und die Milchstraße beobachtet werden. Eine Preisfrage sorgte zudem für die Chance, ein echtes Meteoritenstück zu gewinnen.

Piloten-Games mit Spaßfaktor

Der Samstag stand zunächst zur freien Verfügung. Ausflüge in die Fränkische Schweiz, nach Bamberg, Pottenstein oder Coburg boten reichlich Gelegenheit, die Region zu erkunden.

Am Nachmittag wurde es sportlich: Bei den Bölkow & Friends Piloten-Games mussten die Teilnehmer unter anderem einen „Tower“ mit Boule-Kugeln treffen, einen Blindflug ausschließlich nach den Anweisungen des Navigators absolvieren und Wasser unter erschwerten Bedingungen transportieren. Die jüngste Crew meisterte die Aufgaben am besten und sicherte sich den Sieg.

Beim anschließenden gemeinsamen Grillabend klang der Tag in geselliger Runde aus.

Wetterwechsel zum Heimflug

Am Sonntag kündigte sich bereits ein Wetterwechsel an. Viele Crews traten deshalb frühzeitig den Heimflug an. Mit guter Flugplanung und etwas Geduld erreichten alle ihre Heimatplätze sicher.

Damit ging ein rundum gelungenes Wochenende zu Ende: 32 Flugzeuge, internationale Gäste, spannende Gespräche und jede Menge gemeinsamer Erlebnisse.

Bölkow & Friends steht damit einmal mehr für mehr als historische Flugzeuge. Es geht um Freundschaft, Fliegerei und die Freude am gemeinsamen Erlebnis.

Bölkow & Friends 2027

Weiter geht es im kommenden Jahr. Der Termin steht bereits fest: 13. bis 15. August 2027. Wo sich die Bölkow-Freunde treffen werden, bleibt vorerst eine Überraschung. Die Vorfreude ist jedenfalls schon jetzt groß.

Luftwaffe: Gesuche für Flugvorführungen 2027

Veranstalter und Vereine, die 2027 eine Flugvorführung oder eine statische Präsentation der Schweizer Luftwaffe planen, müssen ihre Gesuche bis Ende Oktober 2026 einreichen.

Betroffen sind die Displayteams Patrouille Suisse, PC-7 Team, Super Puma Display Team, PC-21 sowie das Fallschirmaufklärungs-Vorführteam. Auch Gesuche für statische Mittel der Schweizer Luftwaffe können eingereicht werden.

Der Aero-Club der Schweiz (AeCS) fungiert als privilegierter Partner der Luftwaffe und übernimmt die Erfassung der Gesuche für seine Mitgliedsvereine. Die Anträge können online beim AeCS eingereicht werden:

-> Gesuche an die Luftwaffe-Aero-Club der Schweiz

Wichtige Voraussetzungen

Je präziser Veranstaltung, Projekt und benötigte Mittel beschrieben werden, desto besser können die Gesuche beurteilt werden. Eine frühzeitige Planung erhöht zudem die Möglichkeit, auf die jeweiligen Bedürfnisse einzugehen.

Für Flugvorführungen der Patrouille Suisse über Flugplätzen muss der Veranstalter die Zustimmung aller an den Flugplatz angrenzenden Gemeinden einholen und dem Gesuch beilegen.

Zu beachten sind außerdem die vorgeschriebenen Versicherungssummen: Flugvorführungen müssen durch den Veranstalter mit mindestens 50 Millionen Franken für die Patrouille Suisse beziehungsweise 30 Millionen Franken für das PC-7 Team versichert werden.

Auch Veranstaltungen nach 2027 können bereits beantragt werden. Diese Gesuche sind entsprechend speziell zu kennzeichnen.

Kurzfristige Absagen möglich

Trotz sorgfältiger Planung kann es auch 2027 aufgrund unvorhersehbarer Situationen zu kurzfristigen Absagen von Flugvorführungen kommen. Die Veranstalter sollen darüber jedoch so früh wie möglich informiert werden.

Wichtig für Veranstalter: Wer 2027 auf die Unterstützung eines Schweizer Displayteams oder auf statische Mittel der Luftwaffe setzt, sollte das Gesuch spätestens bis Ende Oktober 2026 einreichen.

Erste Einweisung auf der Junkers A50 Junior

Am 26. August 2026 begann für Julia Hundertmark, in der Luftfahrtszene besser bekannt als „Flyingjul“, ein besonderes Kapitel: Am Lido di Venezia absolvierte sie ihre erste Einweisung auf die Junkers A50 Junior.

Die junge Pilotin verfügt über eine PPL und fliegt bislang hauptsächlich eine Robin DR400. Parallel zu ihrer fliegerischen Ausbildung absolviert sie eine Ausbildung zur Avionikerin bei Porta Air Service und beschäftigt sich intensiv mit Technik und Avionik. Ihre Flugerlebnisse und Erfahrungen teilt sie regelmäßig mit ihrer wachsenden Online-Community.

Am Lido erhielt FlyingJul von Fluglehrerin Sarah Reuter eine Einführung in die A50 Junior. Neben dem Vorflugcheck standen insbesondere die Besonderheiten des Spornradfliegens und erste Einweisungsflüge auf dem Passagiersitz auf dem Programm. Die Kombination aus klassischem Junkers-Design und moderner Technik macht die A50 Junior für die technikbegeisterte Pilotin besonders interessant.

Die Einweisung wird in den kommenden Wochen in Leverkusen fortgesetzt. Dort soll FlyingJul den nächsten Schritt machen und die A50 Junior vom Pilotensitz aus als Pilot in Command fliegen.

Die Zusammenarbeit zwischen Junkers und FlyingJul besteht seit Anfang 2026. Ziel der Kooperation ist es, die Begeisterung für die moderne Ultraleichtfliegerei sichtbar zu machen und einer breiteren Öffentlichkeit zu zeigen, wie zugänglich, technisch anspruchsvoll und faszinierend die Fliegerei sein kann.

In einem Carbon Cub-UL über den Nordatlantik

Die Carbon Cub UL N21UL ist von Idaho über den Nordatlantik nach Polen überführt worden. Nach Angaben des Herstellers handelte es sich um die erste Atlantiküberquerung dieses Musters.

Die N21UL startete nach der Auslieferung in Lewiston im US-Bundesstaat Idaho. Eigentümer ist Zbigniew Dziubas, als Pilot führte Gabriel Batkiewicz die Überführung durch. In 94,5 Flugstunden legte die Maschine rund 6.900 nautische Meilen zurück. Die Route führte durch die USA, Kanada, Grönland, Island, das Vereinigte Königreich, die Niederlande, Tschechien und endete in Polen.

FlugzeugCarbon Cub UL N21UL
MotorRotax 916 iS, turbomotorisiert
Gesamtstreckerund 6.900 NM
Flugzeit94,5 Stunden
Längste Etappe695 NM in 6 Stunden 58 Minuten
Durchschnittlicher Verbrauch21,5 bis 22,0 Liter pro Stunde

Die längste Wasserstrecke führte direkt von Reykjavík (BIRK) nach Wick in Schottland (EGPC). Für diese Etappe wurde ein zusätzlicher Rumpfbehälter mit 25 US-Gallonen mitgeführt. Damit erhöhte sich die gesamte Kraftstoffkapazität auf 69 US-Gallonen. Der Flug über 695 NM dauerte 6 Stunden und 58 Minuten; der Verbrauch lag laut CubCrafters bei 158 Litern.

Wetter und Ausweichplanung bestimmten den Ablauf der Überführung. Über dem grönländischen Eisschild flog die Carbon Cub UL auf Flugfläche 120. Starke Winde verzögerten den Weiterflug von Grönland nach Island; in Kanada wich die Besatzung wegen schlechteren Wetters zu einem vorgesehenen Ausweichflugplatz aus.

Für die langen Wasserstrecken war das Flugzeug mit Überlebensanzügen, Rettungswesten, Rettungsinsel, Satellitenortung und Notfallkommunikationsmitteln ausgerüstet. Während eines großen Teils der Reise lag die wahre Fluggeschwindigkeit laut Hersteller zwischen 97 und 100 mph. Angetrieben wurde die Carbon Cub UL von einem aufgeladenen Rotax 916 iS mit FADEC-gesteuerter Einspritzung.

Das Titel-Bild von Tyler Peters/CubCrafters zeigt den Eigentümer Zbigniew Dziubas (links) und den Piloten Gabriel Batkiewicz (rechts) vor der N21UL in Lewiston, Idaho.

ADS-B/UAT: Testanlage bleibt integriert

AOPA Austria treibt die Einführung von ADS-B/UAT in Österreich weiter voran. Als erster Standort für eine Testinstallation ist der Flugplatz Bad Vöslau vorgesehen. Im Genehmigungsverfahren stehen derzeit zwei Themen im Mittelpunkt: die von der Bezirkshauptmannschaft Baden angesprochene mögliche Beeinflussung des DME am Flughafen Wien sowie die Frage, ob Verkehrsdaten über TIS-B ausgesendet werden dürfen.

ProjektstandInhalt
Vorgesehener StandortFlugplatz Bad Vöslau
ProjektzielErste ADS-B/UAT-Testinstallation in Österreich
Behördliches Thema 1Prüfung möglicher Störungen des DME am Flughafen Wien
Behördliches Thema 2Aussendung von Verkehrsdaten über TIS-B
Vorgeschlagener Ansatz für TIS-BNutzung von Verkehrsdaten der Austro Control für die Aussendung
Nächster angekündigter SchrittErstes Gespräch mit der zuständigen Fachabteilung der Austro Control

Bad Vöslau wurde als Teststandort ausgewählt, weil sich die Installation dort nach Darstellung der AOPA einfach und gut erreichbar einrichten lässt. Die Betriebsleitung des Flugplatzes stellt einen Standort für das Equipment bereit. Im laufenden Genehmigungsverfahren meldete die Bezirkshauptmannschaft Baden jedoch Bedenken an, dass die Anlage das DME am Flughafen Wien stören könnte. Die AOPA wurde dazu um Stellungnahme ersucht.

Mit Unterstützung aus Finnland, wo ADS-B/UAT-Installationen bereits betrieben werden, sowie mit Unterlagen des Geräteherstellers hat die AOPA umfangreiches Material und Studien an die Behörde übermittelt. Diese Unterlagen sollen nachweisen, dass eine ADS-B/UAT-Installation auch in Nachbarschaft zum DME am Flughafen Wien störungsfrei betrieben werden kann. Eine Antwort der Bezirkshauptmannschaft Baden steht noch aus.

Ein zweiter Punkt betrifft die Verkehrsinformationen. Austro Control untersagt derzeit, dass die Testinstallation TIS-B-Daten als Information an die Empfänger ausstrahlt. TIS-B steht für Traffic Information Service – Broadcast und ist ein zentraler Baustein des vorgesehenen Systems. Die AOPA verweist darauf, dass gerade die Sichtbarkeit des gesamten relevanten Luftverkehrs im Cockpit die Situational Awareness erhöhen soll.

Als möglichen Weg schlägt die AOPA vor, Verkehrsdaten der Austro Control für die TIS-B-Aussendung zu verwenden. In einem persönlichen Gespräch mit Mitarbeitern der Austro Control habe es dafür vorsichtig positives Feedback gegeben. Nach einer internen Zuordnung des Themas erwartet die AOPA einen Terminvorschlag für ein erstes Gespräch mit der zuständigen Fachabteilung.

Informationslage in der Allgemeinen Luftfahrt

Das Vorhaben zielt darauf, den Piloten im Cockpit einen umfassenden Überblick über das Geschehen im Umfeld des Luftfahrzeugs zu geben. Dazu zählen Verkehrsinformationen, Wetterinformationen sowie aktuelle Hinweise zu Lufträumen, Beschränkungsgebieten und NOTAMs. Nach der technischen Einordnung der AOPA bestehen in der Allgemeinen Luftfahrt derzeit mehrere Lücken.

BereichAktuelle Einschränkung
Mode-C/S-VerkehrLuftfahrzeuge mit Mode-C/S-Transponder können im Cockpit nicht angezeigt werden.
ADS-B-VerkehrADS-B-Ziele können mit einem ADS-B-Empfänger zuverlässig angezeigt werden;
ADS-B ist jedoch noch nicht flächendeckend verbreitet.
FluginformationsdienstWien Information informiert nach dem Best-effort-Prinzip über Verkehr mit Mode C/S, ADS-B und gegebenenfalls Primärziele. Bei hoher Verkehrsdichte ist diese Information eingeschränkt.
FLARMFLARM wird teils von Segelflugzeugen, Gleitschirmen und Ultraleichtflugzeugen eingesetzt. Das System ist zu den genannten Systemen inkompatibel und hat eine eingeschränkte Reichweite. FLARM-Ziele erscheinen nicht auf dem Radar von Wien Information und können anderen Piloten daher nicht oder allenfalls als Primärziele gemeldet werden.
DrohnenDrohnen sind derzeit nicht sichtbar. Die EASA-iConspicuity-Initiative ADS-L verwendet das SRD-860-Frequenzband und ist zu den genannten Systemen nicht kompatibel.

Auch bei Wetter- und Luftrauminformationen sieht die AOPA Einschränkungen. Für leichte GA-Flugzeuge gebe es bisher keine einfache und kostengünstige Möglichkeit, aktuelle Wetterdaten im Cockpit abzurufen. Mobilfunk-Internet sei oberhalb von etwa 4.000 bis 5.000 Fuß nur eingeschränkt zuverlässig verfügbar. Das betrifft zugleich die Verfügbarkeit aktueller Informationen zu Lufträumen, Beschränkungsgebieten und NOTAMs.

Anbieter wie Golze Engineering und Garmin stellen Wetterdaten über Iridium-Satellit bereit. Dazu wird ein portables oder fest installiertes Gerät verwendet, das Daten etwa zu Radarbild, Infrarot, TAF und METAR über WLAN an Navigations- und EFB-Anwendungen auf Tablet oder Smartphone übergibt. Die Systeme verursachen laufende Kosten und bleiben auf Wetterdaten beschränkt. Zusätzliche Dienste wie TIS-B-Verkehrsinformationen oder NOTAMs können damit nicht bereitgestellt werden. Wetterradar ist für kleinere GA-Flugzeuge ebenfalls kaum eine Option, da es an verfügbaren STCs und Einbauraum fehlt, die Hardware mehr als 25.000 Euro kostet und die Reichweite begrenzt ist.

ADS-B/UAT als gemeinsamer Datenkanal

Als Lösungsansatz sieht die AOPA den bestehenden ADS-B-UAT-Standard der US-amerikanischen FAA. UAT bedeutet Universal Access Transceiver. Über diesen Standard können verschiedene Dienste in einem gemeinsamen System bereitgestellt werden.

DienstVorgesehener Inhalt
FIS-BAktuelle Wetterinformationen, darunter Radarbild, METAR und TAF
TIS-BVerkehrsinformationen
NOTAMAktuell gültige NOTAMs in einem Radius von 100 NM um die sendende Bodenstation
TFRTemporary Flight Restrictions in einem Radius von 100 NM um die sendende Bodenstation

AOPA Austria arbeitet nach eigenen Angaben seit mehr als vier Jahren daran, in Bad Vöslau die erste ADS-B/UAT-Bodenstation aufzubauen. Seit mehr als einem Jahr laufen konkrete Gespräche mit dem Flugplatzbetreiber, Austro Control, dem Ministerium, der Fernmeldebehörde und der Bezirkshauptmannschaft Baden. Von Austro Control und dem damals zuständigen Ministerium BMIMI habe es grundsätzlich Zustimmung für das Projekt gegeben.

Weiterhin offen ist das Bewilligungsverfahren bei der Fernmeldebehörde. Dieses erweist sich nach Darstellung der AOPA wegen gesetzlicher Regelungen und fehlender Definitionen für UAT im Frequenzplan als schwierig. Die AOPA will das Vorhaben dennoch fortführen. Als Beispiele für die grundsätzliche Umsetzbarkeit in Europa verweist sie auf bestehende Installationen in Finnland sowie auf eine jüngere Einführungs-Initiative in der Schweiz.

ElectriFly-In in Bern

Vom 11. bis 13. September 2026 findet auf dem Bern Airport (Bundesbasis Belp) das ElectriFly-In Switzerland 2026 statt. Die Veranstaltung, die seit 2022 in Bern ausgerichtet wird, hat sich als einzigartige Plattform für elektrische, hybride und wasserstoffbetriebene Flugzeuge in Europa etabliert. Organisiert wird sie von einer Gemeinschaft aus Luftfahrtbegeisterten und Innovatoren, die sich für eine nachhaltigere Zukunft der Aviation einsetzen.

Das Motto des Anlasses lautet: „Fliegen in die Zukunft – Newsdays zu Flugzeugen mit alternativen Antrieben“. Im Fokus stehen Präsentationen von Flugzeugen mit alternativen Antrieben, Fachvorträge, Netzwerkveranstaltungen und die eTrophy, ein Wettbewerb mit einem Preisgeld von CHF 15.000, gesponsert von Waterjet AG.

Programm Freitag, 11. September 2026
16:30 Uhr: Türöffnung (nur für Gäste mit Einladung)
17:00–20:00 Uhr: Opening/Networking-Event mit Pitch-Talks und Apéro

  • Begrüßung durch:
    Matthias Jauslin (Nationalrat, Präsident Aero-Club Schweiz)
  • Raphael Lanz (Regierungsrat, Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektor Kanton Bern)
  • Jean-Michel With (Gemeindevizepräsident Belp, Vorstand IG Berner Luftverkehr)
  • Urs Ryf (CEO Bern Airport)
  • Pitch-Talks von Milan Aircraft, AeroDelft, Smartflyer, Cellsius, ELECTRIC 131 Bücker Jungmann
  • Moderation: Alex Miescher
     
    Programm Samstag, 12. September 2026
  • 09:30 Uhr: Türöffnung für die Öffentlichkeit
  • 10:00–13:00 Uhr: Mitgliederanlass IGBL
  • Tagesprogramm:
  • Ankünfte der Teilnehmer der eTrophy
  • Schnupperflüge in Elektroflugzeugen
  • Präsentationen elektrischer, hybrider und wasserstoffbetriebener Flugzeuge
  • 16:00 Uhr: THE eTalk – Podiumsgespräch mit Gästen
  • 17:00 Uhr: Vortrag von Uwe Nortmann – „Eine Reise nach Skandinavien mit dem Electra Trainer“
  • 18:00 Uhr: Schließung der Ausstellung

    Programm Sonntag, 13. September 2026
  • 09:30 Uhr: Türöffnung
  • Tagesprogramm:
  • Schnupperflüge in Elektroflugzeugen
  • Präsentationen alternativer Antriebe
  • 10:00–13:00 Uhr: Diverse Fachvorträge
  • 15:00 Uhr: Siegerehrung der eTrophy
    ab 15:30 Uhr: Überführungsflüge der Elektroflugzeuge
  • 16:00 Uhr: Ende des ElectriFly-In Switzerland 2026

Praktische Informationen

  • Eintrittspreise: CHF 10.– (Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren frei)
  • Im Preis inbegriffen: eTalk & Symposium
    Verpflegung: Festivalrestaurant am Haupteingang mit Food-Ständen, Mineralwasser, Bier, Wein und Kaffee
  • Shuttle-Service: Kostenloser eShuttle ab Bahnhof Belp, Terminal Bern Airport und allen Parkplätzen (offeriert von Zollhaus Automobile AG)

Fahrzeiten:

  • Freitag: 16:00–20:00 Uhr
  • Samstag: 09:30–18:00 Uhr
  • Sonntag: 09:30–16:00 Uhr
     
    Das ElectriFly-In Switzerland wurde 2017 in Grenchen ins Leben gerufen und ist seit 2022 am Bern Airport beheimatet. Die Veranstaltung versteht sich als Botschafter der dritten Ära der Luftfahrt – nach Kolben- und Strahltriebwerken folgt nun die Ära der elektrischen Antriebe, alternativen Propulsionssysteme und nachhaltigen Flugtreibstoffe (SAF).

    Ziel ist es, E-Mobilität in der Luftfahrt zu fördern und den Austausch zwischen Experten, Innovatoren und der Öffentlichkeit zu ermöglichen. Neben der statischen Ausstellung und den Schnupperflügen bietet die eTrophy spannende Rennen, während das Symposium und der eTalk Fachvorträge und Diskussionen zu aktuellen Themen der Luftfahrt bieten.

Air Navigation Race in Stockerau

Am 19. September 2026 wird am Flugplatz Stockerau die Österreichische Meisterschaft im Air Navigation Race ausgetragen. Der Wettbewerb zählt zugleich als Niederösterreichische Landesmeisterschaft.

Beim Air Navigation Race, kurz ANR, fliegt eine grundsätzlich zweiköpfige Besatzung nach Sichtflugregeln durch einen auf der Wettbewerbskarte vorgegebenen Korridor. Dieser ist zwischen 0,25 und 0,5 nautischen Meilen breit und umfasst eine Strecke von etwa 20 bis 30 nautischen Meilen. Ein- und Ausflüge sollen möglichst genau zu den errechneten Zeiten erfolgen. Die Flugwege werden mit GPS-Loggern aufgezeichnet und nach der Landung ausgewertet.

Für jede Sekunde Zeitabweichung sowie für Flüge ausserhalb des Korridors werden Fehlerpunkte vergeben. Kreisen innerhalb des Korridors ist nicht erlaubt. Zwei unterschiedliche Wettbewerbsrouten enden jeweils mit einer gewerteten Ziellandung. Die zehn bestplatzierten Besatzungen des ersten Durchgangs fliegen im zweiten Durchgang um die Plätze der Gesamtwertung. Zusätzlich sind eine niederösterreichische Landeswertung, eine Landemeisterschaft und bei mindestens drei reinen Frauencrews eine Damenwertung vorgesehen.

Zugelassen sind Flächenflugzeuge bis zwei Tonnen maximaler Abflugmasse. Die Wettbewerbs-Geschwindigkeit kann in Zehn-Knoten-Schritten zwischen 60 und 100 Knoten gewählt werden; als Richtwert nennt die Ausschreibung 80 Knoten. Der verantwortliche Pilot muss über die erforderlichen Lizenzen, Berechtigungen, ein gültiges Medical und eine Sportlizenz des Aero-Clubs verfügen.

Das Briefing beginnt am Veranstaltungstag um 09.30 Uhr, der erste Start ist für 10.45 Uhr vorgesehen. Der zweite Durchgang soll ab 14.00 Uhr beginnen, die Siegerehrung ist gegen 16.00 bis 16.30 Uhr geplant. Änderungen aufgrund von Wetter oder Organisation bleiben vorbehalten. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Besatzungen begrenzt, die Mindestzahl beträgt sechs Crews. Die Nenngebühr beläuft sich auf 50 Euro pro Besatzung und umfasst Organisation, Wettbewerbsunterlagen sowie die Ziellandungen. Nennschluss ist der 31. August 2026. Das ausgefüllte Nennblatt ist per E-Mail an Veranstaltungsleiter Walter Ochsenhofer zu senden.

-> Anmeldung.

Infoabend zur Pilotenausbildung

Die Swiss PSA Pilot School Association lädt am Freitag, 11. September 2026, um 19:00 Uhr zu einem kostenlosen Infoabend zur Pilotenausbildung am Flugplatz Sitterdorf ein.

Vorgestellt werden der Weg vom Interessenten zum Piloten, die medizinischen Voraussetzungen sowie Kosten und Zeitplan der Ausbildung. Die Veranstaltung findet am Flugplatz Sitterdorf, 8589 Sitterdorf, statt. Eine Anmeldung ist per E-Mail an [info@erlebnisflugplatz.ch] möglich.

TBM 980: Aufträge bis Mitte 2027

Daher hat nach eigenen Angaben seit der Vorstellung der TBM 980 im Januar mehr als 30 Exemplare ausgeliefert. Der Auftragsbestand des einmotorigen Turboprops reicht laut Hersteller bis Mitte 2027.

Für 2026 plant Daher mehr als 60 Auslieferungen der TBM 980. Mehr als die Hälfte der Kunden, die in diesem Jahr ein Flugzeug erhalten, besitzen bereits eine TBM. Das Modell ist die aktuelle Ausführung der TBM-Baureihe. Sie wurde im Januar 2026 vorgestellt.

Die TBM 980 ist mit dem Garmin-Cockpit G3000 PRIME ausgestattet. Drei 14-Zoll-Touchscreen-Displays bilden die Bedienoberfläche. Antrieb und Propeller entsprechen der Vorgängerversion TBM 960: eingesetzt werden das Turboproptriebwerk Pratt & Whitney Canada PT6E-66XT, ein fünfblättriger Hartzell-Composite-Propeller sowie ein FADEC-System.

Zum e-copilot-Konzept der Baureihe zählen laut Daher unter anderem Wettererkennung, Enteisungsschutz, Flugbereichsüberwachung, ein Notabstiegsmodus und die HomeSafe-Notlandefunktion.

Daher verweist zudem auf die geringe Zahl jüngerer Gebrauchtflugzeuge am Markt. Von 218 gebauten TBM 960 standen zum Zeitpunkt der Mitteilung weltweit drei zum Verkauf. Bei der Vorgängerin TBM 940 waren es vier Flugzeuge bei einer Gesamtproduktion von 124 Exemplaren.

Seit der Indienststellung der Baureihe im Jahr 1990 wurden weltweit mehr als 1.300 TBM aller Varianten ausgeliefert. Die Flotte hat nach Herstellerangaben mehr als 2,6 Millionen Flugstunden in Geschäftsreise-, Privat- und Sondermissionsbetrieb gesammelt.

Technische und kommerzielle Eckdaten

MerkmalAngabe
ModellDaher TBM 980
VorstellungJanuar 2026
Auslieferungen seit VorstellungMehr als 30
AuftragsbestandBis Mitte 2027
Auslieferungsziel 2026Mehr als 60
AvionikGarmin G3000 PRIME mit drei 14-Zoll-Touchscreen-Displays
TriebwerkPratt & Whitney Canada PT6E-66XT
PropellerHartzell, fünfblättrig, Composite
TBM-Auslieferungen seit 1990Mehr als 1.300
Flugstunden der TBM-FlotteMehr als 2,6 Millionen

Pilatus bündelt Composite-Fertigung

Pilatus hat im Kanton Nidwalden ein neues Kompetenzzentrum für faserverstärkte Kunststoffbauteile in Betrieb genommen. Das Gebäude mit dem Namen „Schwarzhorn“ führt Entwicklung und Fertigung von Composite-Bauteilen an einem Standort zusammen. Es ist für rund 300 Mitarbeitende ausgelegt.

Beim PC-24 setzt Pilatus erstmals auch Composite-Bauteile für lasttragende Steuerflächen ein. Bislang verwendete das Unternehmen faserverstärkte Kunststoffe vor allem für nicht lasttragende Bauteile wie Abdeckungen und Verkleidungen. Der Einsatz der Werkstoffe soll ausgebaut werden.

Im neuen Gebäude sind Rohmateriallager, Fertigung, Detailmontage, Oberflächenbehandlung, Lagerung und Kommissionierung zusammengeführt. Die Bauteile werden als vorbereitete Kits an die Endmontage geliefert. Pilatus will dort künftig auch Fertigungs- und Prüfschritte weiter automatisieren.

Für das Gebäude investierte Pilatus 100 Millionen Schweizer Franken. Zur Energieversorgung gehören Photovoltaik-Anlagen auf Dach und Fassade. Zusätzlich werden Prozessabwärme und Grundwasser für Heizung und Kühlung genutzt. Pilatus strebt für das Gebäude eine LEED-Platinum-Zertifizierung an.

ProAero-Jugendlager

Das ProAero Jugendlager richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren, die sich für die Fliegerei interessieren. Es vermittelt Grundlagen aus Theorie und Praxis der Luftfahrt und gibt Einblick in unterschiedliche Berufsfelder.

Die 42. Durchführung war für den 26. Juli bis 1. August 2026 im Truppenlager in S-chanf im Engadin vorgesehen. Organisiert wird das einwöchige Lager vom Aero-Club der Schweiz unter dem Patronat der Stiftung Pro Aero.

Zum Programm gehören handwerkliche Arbeiten, Informationen zu den verschiedenen Bereichen der Luftfahrt und eine Exkursion zum Flugplatz Samedan. Erfahrene Leiterinnen und Leiter betreuen die Teilnehmenden in kleinen Gruppen.

Der Kostenanteil beträgt 299 Franken pro Person. Darin enthalten sind Unterkunft, Verpflegung, Bau- und Bastelmaterial sowie die Exkursion nach Samedan. Die An- und Rückreise zum Lager wird von den Teilnehmenden selbst organisiert.

Hynaero plant neues Löschflugzeug

Das französische Unternehmen Hynaero entwickelt mit der Fregate-F100 ein amphibisches Löschflugzeug. Das Projekt zielt auf den europäischen Markt für Wasserbomber, der bislang vor allem von den Canadair-Mustern geprägt ist. Parallel zur Beschaffung von 22 De Havilland Canadair 515 durch die EU und sechs Mitgliedstaaten arbeitet Hynaero an einem von Grund auf neu geplanten Muster.

Die Fregate-F100 soll als zweimotoriger Schulterdecker mit 10.000 Litern beziehungsweise zehn Tonnen Löschflüssigkeit ausgelegt werden. Hynaero nennt eine Reisegeschwindigkeit von 250 Knoten, mehr als vier Stunden Flugdauer sowie eine Löschautonomie von mehr als drei Stunden bei einer Entfernung von 250 Kilometern zur Basis. Die Werte sind Planungsangaben des Herstellers; ein zugelassenes Flugzeug existiert noch nicht.

Für die Einsatzrolle ist die Wasseraufnahme auf Gewässern vorgesehen. Nach Angaben von aeroTELEGRAPH benötigt das Konzept dafür rund 800 Meter freie Wasserfläche. Vorgesehen sind außerdem eine Fly-by-Wire-Steuerung, ein Head-up-Display und eine integrierte vorausschauende Wartung. Hynaero begründet die Auslegung mit kurzen Interventionszeiten und einer hohen Zahl möglicher Einsatzzyklen.

Technischer Kurzüberblick

MerkmalGeplante Auslegung
GrundkonfigurationZweimotoriges Amphibienflugzeug als Schulterdecker
Löschmittelkapazität10.000 Liter / 10 Tonnen
Reisegeschwindigkeit250 kt / rund 463 km/h
EinsatzautonomieMehr als 3 Stunden bei 250 km Entfernung zur Basis
ÜberführungsreichweiteBis zu 2.500 km
WasseraufnahmeRund 800 m Wasserstrecke erforderlich
Avionik und InstandhaltungFly-by-Wire, Head-up-Display, vorausschauende Wartung
ProgrammstatusEntwicklungsprogramm; Hynaero nennt als Ziel einen Programmstart 2031

Die industrielle Basis des Vorhabens soll europäisch organisiert werden. Airbus Defence and Space und Hynaero haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die laut Hynaero und aeroTELEGRAPH Konstruktion, Zertifizierung, Vermarktung, Strukturen und Lieferkette umfasst. Latécoère stellt zusätzliche Entwicklungskapazität bereit. Medienberichten zufolge könnte ein Erstflug 2030 stattfinden; als mögliche Einsatzreife wird 2032 genannt. Diese Termine stehen neben Hynaeros aktuellem Ziel eines Programmstarts 2031 und sind daher als Planungswerte einzuordnen.

Neben der Löschversion beschreibt Hynaero weitere Optionen auf derselben Plattform. Genannt werden Seeüberwachung und Suche und Rettung mit einer Flugdauer von mehr als acht Stunden, eine Ambulanzversion sowie Passagier- und Frachtvarianten. Für die zivile Ausführung nennt der Hersteller 36 Sitzplätze oder fünf Tonnen Fracht bei einer kommerziellen Reichweite von mehr als 2.500 Kilometern. Auch diese Varianten befinden sich im Konzeptstadium.

Die Fregate-F100 wäre damit kein kurzfristiger Ersatz für die bestehende Canadair-Flotte, sondern ein langfristiges europäisches Entwicklungsprojekt. Ob das Programm die technische Reife, Finanzierung und Zulassung bis zu den genannten Terminen erreicht, bleibt abzuwarten.

Elektro-Heart X1 hebt erstmals ab

Heart Aerospace hat seinen Demonstrator X1 erstmals rein elektrisch geflogen. Der 27-minütige Testflug in den USA ist ein Entwicklungsschritt für das geplante Regionalflugzeug ES-30.

Das Flugzeug startete am 12. August am Plattsburgh International Airport im US-Bundesstaat New York. Der bemannte Testflug dauerte 27 Minuten und fand unter einem Sonder-Lufttüchtigkeits-Zeugnis der US-Luftfahrtbehörde FAA für experimentelle Erprobungen statt.

Zum Flugprofil gehörten Rollen, Start, Steigflug, Manöver und Landung. Die X1 erreichte dabei 1.100 Fuß, rund 335 Meter, über Grund. Nach Angaben des Herstellers stellte ihr batterieelektrisches Antriebssystem mehr als ein Megawatt Leistung bereit.

Die Maschine wird von vier Elektromotoren mit Propellern angetrieben. Sie ist 23 Meter lang, hat eine Spannweite von etwa 32 Metern und eine Startmasse von 11.340 Kilogramm. Heart Aerospace und die zitierten Medien bezeichnen sie deshalb als größtes und schwerstes bislang geflogenes vollelektrisches Flugzeug. Diese Einordnung basiert auf Herstellerangaben.

Die X1 ist ein Demonstrator in Originalgröße. Sie soll Aerodynamik, Flugleistungen, elektrische Antriebstechnik und die Erprobungsorganisation für die geplante ES-30 validieren. Die ES-30 soll ein hybrid-elektrisches Regionalflugzeug für bis zu 30 Passagiere werden. Heart Aerospace plant die Flugerprobung eines ersten Vorserienflugzeugs ab 2028; der Dienstbeginn ist nach der aktuellen Planung für 2031 vorgesehen.

UL-Schlepps: mindestens 30 UL-Stunden

Wer die Schleppberechtigung für motorgetriebene Luftsportgeräte erwerben will, muss derzeit 30 Flugstunden als verantwortlicher Pilot auf einem motorgetriebenen Luftsportgerät nachweisen. Flugzeit auf klassischen Motorflugzeugen wird dafür nicht anerkannt.

Maßgeblich ist § 84 der Luftverkehrs-Personalverordnung. Danach müssen Bewerberinnen und Bewerber 30 Flugstunden als verantwortliche Führer eines motorgetriebenen Luftsportgeräts nachweisen. Flugstunden, die auf einem Flugzeug absolviert wurden, erfüllen diese Voraussetzung nach Darstellung des DAeC nicht.

Hintergrund dieser Klarstellung ist eine ältere Bekanntmachung aus dem Jahr 2002, auf die in der Praxis offenbar noch verwiesen wird. Die damalige Regelung ließ unter bestimmten Voraussetzungen zu, dass Inhaber einer Flugzeug-Schleppberechtigung die geforderten 30 Stunden auf Flugzeugen nachweisen konnten. Diese Bekanntmachung wurde jedoch aufgehoben. Mit der Neufassung der Luftverkehrs-Personalverordnung im Jahr 2003 änderten sich auch die Anforderungen an die Schleppberechtigung.

Für Flugschulen, Fluglehrer und Bewerber bedeutet das: Ausbildung, Nachweis der Flugzeit und Erteilung der Berechtigung richten sich nach der heute geltenden Verordnung. Wer die UL-Schleppberechtigung beantragt, benötigt derzeit 30 verantwortliche Flugstunden auf einem UL; eine Anrechnung von Flugstunden auf Flugzeugen ist nicht vorgesehen.

Der DAeC teilt zugleich mit, sich für eine Änderung dieser Vorgabe einzusetzen. Ziel sei, dass künftig auch 30 Flugstunden auf Flugzeugen als Voraussetzung anerkannt werden können. Bis zu einer möglichen Änderung bleibe jedoch die geltende Regelung maßgeblich.

Sicherheitsrelevante Luftsport-Ereignisse 2026

Der Deutsche Aero Club hat die ihm bis Ende Juli 2026 bekannten Flugunfälle und Ereignisse ausgewertet. 36 Fälle mit 15 Todesopfern und 25 Verletzten zeigen Schwerpunkte im Ultraleichtflug sowie in den Flugphasen Anflug und Landung.

Nach Angaben des Verbandes kamen dabei 15 Menschen ums Leben, 25 wurden verletzt. Mindestens 21 Luftfahrzeuge erlitten einen Totalschaden; in drei Fällen entstand erheblicher Sachschaden an Dritten. Die Zahlen beziehen sich ausdrücklich auf die dem DAeC bislang bekannt gewordenen Ereignisse und stellen keine abschließende Unfallursachenfeststellung dar.

Mit 18 Ereignissen entfiel die Hälfte der Fälle auf den Ultraleichtflug. Dort verzeichnet der DAeC fünf Todesopfer und 15 Verletzte. Im Motorflug wurden neun Ereignisse mit fünf Todesopfern und acht Verletzten registriert. Der Segelflug weist sechs Ereignisse, zwei Todesopfer und fünf Verletzte auf; im Motorseglerbereich waren es drei Ereignisse mit drei Todesopfern und zwei Verletzten.

Einen deutlichen Schwerpunkt sieht die Auswertung in den kritischen Flugphasen: Zehn Ereignisse ereigneten sich im Landeanflug, weitere sechs während der Landung. Damit entfallen 45 Prozent der bekannten Fälle auf diese beiden Phasen. Auch beim Start und im anfänglichen Steigflug wurden mehrere Unfälle verzeichnet.

Der DAeC erkennt in vielen Fällen Hinweise auf menschliche Einflussfaktoren. Genannt werden unter anderem Kontrollverluste in Bodennähe, Entscheidungen unter Zeitdruck, unzureichende Luftraumbeobachtung, Fehleinschätzungen der Wetterlage und eine Überschätzung der eigenen Fähigkeiten. Der Verband leitet daraus Schwerpunkte für die Flugsicherheitsarbeit ab: Training von Start und Landung, Human-Factors-Schulungen, Sicherheitsbriefings, realistische Risikowahrnehmung sowie Maßnahmen zur Kollisionsvermeidung sollen stärker in Ausbildung, Weiterbildung und Vereinsarbeit verankert werden.

Auch die Altersstruktur wurde betrachtet. Rund 59 Prozent der bekannten Ereignisse betrafen Pilotinnen und Piloten zwischen 51 und 70 Jahren. Der DAeC betont jedoch, dass daraus keine unmittelbare Unfallursache abgeleitet werden könne; die Verteilung spiegele auch die Struktur der aktiven Pilotenschaft wider.

Neue DWD-Wetterstation in Oberbayern

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am 15. Juli 2026 in Bichl (Oberbayern) eine neue hauptamtliche Wetterstation in Betrieb genommen. Die Station erfasst vollautomatisch und rund um die Uhr meteorologische Messgrössen und übermittelt die Daten alle 30 Minuten an die DWD-Zentrale in Offenbach, wo sie in die numerische Wettervorhersage, die Ausgabe amtlicher Warnungen sowie in klimatologische Auswertungen einfliessen.

Erfasst werden unter anderem Lufttemperatur, Luftfeuchte, Luftdruck, Erdbodentemperaturen, Niederschlag, Schneehöhe, Wolkenhöhe, Windrichtung und Windgeschwindigkeit, Sichtweite und Wetterzustand.

Mit der neuen Station umfasst das DWD-Messnetz bundesweit 182 hauptamtliche sowie rund 1.700 nebenamtliche Wetter- und Niederschlagsstationen. Der Standort Bichl im bayerischen Alpen-Vorland gilt als meteorologisch bedeutsam, da die komplexe Topographie der Region eine engmaschige Erfassung von Wetterereignissen erfordert. Die neuen Daten sollen insbesondere die Vorhersagequalität für lokale Wetterereignisse und die Frühwarnung vor Unwettern in diesem Gebiet verbessern. Für Pilot/-innen, die das bayerische Alpenvorland befliegen, bedeutet die neue Station eine verbesserte Datenlage für Wettervorhersagen und Warnungen in einer der anspruchsvollsten Flugregionen Mitteleuropas. Originalbericht und Foto: ‘DWD, Deutscher Wetterdienst’.

45 Kunstflug-Piloten in Welzow

Vom 5. bis 12. Juli 2026 fand auf dem Verkehrslandeplatz Welzow (EDCY) die Deutsche Meisterschaft im Motorkunstflug statt. Veranstaltet wurde der Wettbewerb vom Deutschen Aeroclub (DAeC), ausgerichtet vom Deutschen Kunstflug Verband (DKuV). Mit 45 Teilnehmern verzeichnete die Meisterschaft gegenüber dem Vorjahr (31 Starter) einen deutlichen Zuwachs. Neben deutschen Piloten traten Teilnehmer aus Tschechien, Rumänien, Polen, Luxemburg, Großbritannien, den USA und der Schweiz an.

Der Wettbewerb gliederte sich in vier Leistungsklassen – Sportsman, Intermediate, Advanced und Unlimited – sowie eine Freestyle-Wertung. Die Klassen unterscheiden sich in der Figurenkomplexität und den vorgeschriebenen Mindestflughöhen (400 m in Sportsman bis 100 m in Unlimited). Geflogen wird in einer 1 × 1 × 1 Kilometer grossen Box; das Verlassen dieser Box führt zu Punktabzügen. Das Programm umfasst je nach Klasse 7 bis 15 Figuren, die mit bis zu 10 Punkten bewertet werden.

Wetterbedingt musste der Ablauf in der ersten Wochenhälfte angepasst werden: Regenphasen führten zu Programmunterbrechungen, und in den Klassen Sportsman und Intermediate wurde die Reihenfolge von Known- und Unknown-Programm getauscht. Alle Programme konnten dennoch vollständig absolviert werden.

Ergebnisse nach Klassen

Sportsman: Sebastian Glück (GER, Pitts S-1S) gewann mit 2995,89 Punkten (72,5 %) vor Wiebke Althoff (GER, 68,5 %) und John Groteloh (GER, 66,7 %).

Intermediate: Der Tscheche Tomas Turek (EA 330SC) setzte sich mit 4125,83 Punkten (73,5 %) durch, gefolgt von Tomasz Malec (POL, 73,1 %) und Pavel Jiranek (CZE, 65,2 %). Bester Deutscher wurde Florian Fischer auf Rang 4 (64,8 %).

Advanced: Jaromir Cihak (CZE, EA 300L) gewann den Gesamtwettbewerb mit 6998,73 Punkten (71,6 %). Deutscher Meister wurde Ulrich Pade (Sbach 300) mit 6760,96 Punkten (69,2 %) vor Jan Schröjahr (Pitts S-2B, 68,5 %) und Dietke Clauß (SU 26, 66,7 %).

Unlimited: Den Gesamtsieg holte der Rumäne Romain Fhal (EA 330SX) mit 11047,81 Punkten (81,8 %). Florian Berger (GER, EA 330SC) sicherte sich mit 10436,75 Punkten (77,3 %) den Deutschen Meistertitel. Vizemeister wurde René John (GER, 75,4 %), Dritter Markus Feyerabend (GER, 70,6 %). Auf Platz 3 im Gesamtklassement landete Ekaterina Volkova (USA, 75,5 %). Als einziger Schweizer in der Unlimited-Klasse belegte Hanspeter Rohner (EA 330SC, HB-MTR) Rang 12 mit 63,5 %.

Freestyle: Florian Berger gewann auch die Freestyle-Wertung mit 3153,77 Punkten (78,8 %) vor Marcus Extra (GER, 76,3 %) und Romain Fhal (ROM, 67,8 %). Hanspeter Rohner (SUI) belegte Rang 7 (60,3 %).

Übersicht Podestplätze

Klasse1. Platz (Gesamt)Deutscher Meister2. Platz (D)3. Platz (D)
SportsmanSebastian Glück (GER)Sebastian GlückWiebke AlthoffJohn Groteloh
IntermediateTomas Turek (CZE)Florian Fischer (Rang 4)Werner KrausJohannes Schröder
AdvancedJaromir Cihak (CZE)Ulrich PadeJan SchröjahrDietke Clauß
UnlimitedRomain Fhal (ROM)Florian BergerRené JohnMarkus Feyerabend
FreestyleFlorian Berger (GER)Florian BergerMarcus Extra

Der nächste Wettbewerb des DKuV ist die Reinsdorf Challenge im September 2026. Hier finden Sie den Bericht aus dem Vorjahr.

MD Aircraft und ST Airborne Systems kooperieren

MD Aircraft GmbH und ST Airborne Systems AB haben am Rande der Farnborough International Airshow 2026 eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet. Ziel ist die Kombination von MD Aircrafts Elektroflugzeug-Technologie mit den Missionsystemen von ST Airborne Systems für Überwachungsaufgaben.

MD Aircraft entwickelt elektrische Regionalflugzeuge, darunter die MDA1 eViator, deren Erstflug für Anfang 2028 und die kommerzielle Zertifizierung für 2030 geplant ist. ST Airborne Systems, ein schwedisches Unternehmen mit 50 Jahren Erfahrung, liefert Systeme für maritime Überwachung, Umweltmonitoring, Ölspill-Erkennung und Brandfrüherkennung.

Die Kooperation soll neue Plattformen für Sondermissionen ermöglichen, die mit herkömmlichen Großflugzeugen bisher nicht realisierbar waren. MD Aircraft bezeichnet das angestrebte Konzept als Flugzeug der „Counter-Class“. Durch die Verbindung emissionsarmer Antriebe mit fortgeschrittener Sensorik soll der ökologische Fußabdruck von Überwachungsoperationen reduziert werden.