Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Lieferdrohnen im Zwielicht

Was in der Lieferlogistik als Ei des Kolumbus gilt, entlarvt eine neue Studie in gewissen Fällen als Energieverschwendung. Leichte Elektro-Nutzfahrzeuge rücken wieder ins Zentrum. Post von der Propellerdrohne, so soll die Zustell-Zukunft dem steigenden Verkehrsaufkommen am Boden aus der Luft ein Schnippchen schlagen. Paketlieferdienste sind während der Corona-Krise aufgrund von «Bleibt zu Hause»-Losungen und geschlossenen Detailhandelsgeschäften zur beliebten Variante fürs Einkaufen geworden. Online bestellen, am nächsten Tag oder gar gleichentags per Post oder Paketdienst vor die gute Stube gebracht, das ist mittlerweile schon fast Normalität. Jetzt, wo die ersten Lockerungen im Vorbeuge-Regime Realität sind, wird zwar weiter kräftig online bestellt, aber das Verkehrsaufkommen ist bereits wieder deutlich gestiegen. Doch was passiert, wenn der Posttransporter oder etwa der schokoladenbraune Van mit der goldenen Aufschrift, den Laderaum bis zum Rand mit Waren zur Einzelzustellung gefüllt, im schnöden Stadtverkehr steckenbleibt? Die Waren müssen in Rekordzeit zum Kunden kommen, und die Lager sind reichlich mit Nachschub ausgestattet. Hinzu kommt der Druck bei der Lieferung von eiligen Waren, etwa Medikamenten oder anderen Materialien lebenswichtiger Dringlichkeit. Das Ei des Kolumbus ist die Lieferdrohne, ein Multikopter-Fluggerät, das sich ferngesteuert oder sogar autonom durch die Luft zum Zielort bewegt. In mehreren Metern Höhe trotzt die Drohne den verstopften Strassen und fliegt über alle Hindernisse hinweg sicher zum Ziel. Die Schweizerische Post begann 2017 in Lugano und Zürich, durch verschiedene Tests mit Lieferdrohnen ermutigt, mit der Lieferung von Blutkonserven, Medikamenten und Gewebeproben zwischen Spitälern und Labors. Die Drohnen lieferte der Hersteller Matternet aus Mountain View in Kalifornien, der eine Maximallast von zwei Kilogramm pro Lieferpaket zusicherte. Damit liess sich bis zu 20 Kilometer weit und mit bis zu 70 km/h fliegen. So weit, so gut, doch kam es 2019 in Zürich zu zwei Abstürzen von Drohnen der Post, bei denen alle Sicherheitsvorkehrungen wie Warnsirene und Fallschirm versagten. Die eine stürzte mit Blutkonserven in den Zürichsee, die andere in ein Waldstück, wenige Meter von spielenden Kindern entfernt. Die Verantwortlichen stoppten das Lieferexperiment, doch seit Anfang 2020 sind die Drohnen des Typs Matternet M2 V9 wieder unterwegs, nachdem die Multikopter modifiziert worden sind, damit sie insbesondere bei starkem Wind besser fliegen können. In den USA gibt es ebenfalls seit einiger Zeit Lieferdrohnen, etwa beim grössten Versandhändler Amazon sowie bei DHL und Google. Sollten die Drohnenlieferungen Schule machen und sollten sich immer mehr Händler zum Versand von Waren aller Art und jeglicher Grösse entschliessen, entsteht ein weiteres Sicherheitsproblem. Der Luftraum ist nicht so einfach zu regeln wie der Strassenverkehr. Ampeln gibt es nicht, immerhin aber Flugschneisen. Und doch kommt es in der Fliegerei mit noch vor der Corona-Krise kräftig zunehmenden Flugfrequenzen immer wieder zu gefährlichen Annäherungen zweier Fluggeräte. Mittlerweile gibt es vom Bundesamt für Zivilluftfahrt detaillierte Regelungen, die auch für Lieferdrohnen gelten. Dabei wird unterschieden zwischen Fluggeräten mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm sowie solchen darüber, die einer Bewilligungspflicht unterstehen. Entsprechende Einschränkungen für Start und Landung (nicht auf öffentlichem Gebiet), Flughöhe und Distanz zu Flugplätzen sind festgeschrieben. Was der Bund jedoch bisher nicht geregelt hat, ist das Thema Energieverbrauch bei Drohnen. Für den Strassenverkehr gibt es jede Menge Vorschriften zur Zulassung von Fahrzeugen und entsprechende Obergrenzen bei den lokalen Emissionen. Heikel wird es bei der Bewertung ganzer Energiebilanzen in der Betrachtung von der Entstehung des Fahrzeugs bis zu seiner Entsorgung. Quelle: ‚NZZ, Neue Zürcher Zeitung‘.

Elektromobilitäts-Pläne für Flugplatz Drewitz

Spätestens bis zum Herbst will der neue Eigentümer des Flugplatzes Drewitz (Spree-Neiße) seine Pläne für die Ansiedlung eines Gewerbegebietes vorstellen. Das sagte Tassilo Soltkahn von der Euromovement GmbH auf rbb-Nachfrage. Der Plan ist, auf dem einstigen Flugplatz normale Busse auf Elektromobilität umzurüsten. Etwa 2.000 Arbeitsplätze sollen hier im Laufe der nächsten Jahre entstehen. Bei der Frage, welche Berufe künftig gebraucht werden würden, erklärte Soltkahn, dass es vor allem traditionelle Berufe sein. Dazu gehörten zum Bespiel Karrosseriebauer, Mechatroniker und Lackierer, so Soltkhan. Geplant ist, das Areal an das Bahnnetz anzuschließen. Dafür soll eine alte Trasse wiederbelebt werden. Zum Team der Entwickler für das Areal sollen auch Verkehrsplaner der BTU Cottbus-Senftenberg gehören. Mit dem Bau der ersten Montagehallen rechnet Soltkahn frühestens im Herbst 2021. Der neue Eigentümer hatte bereits angekündigt, auf dem Gelände Busse auf Elektroantrieb umrüsten zu wollen. Es gebe zahlreiche Busse, die von öffentlichen Verkehrsbetrieben genutzt würden und die mit einer Umrüstung weitere zehn oder 20 Jahre nutzbar sein könnten, sagte Soltkahn im vergangenen Dezember dem rbb. „Ein neuer Bus kostet wesentlich mehr als ein umgebauter Bus“, erklärte er. Vorhandene Busse klimaneutral zu betreiben sei zudem nachhaltiger als ein Neukauf. Seit den 90er Jahren waren mehrere Versuche einer Privatisierung des einstigen Militärflugplatzes gescheitert. Für die kommunalen Gesellschafter – den Landkreis, die Stadt Guben, das Amt Peitz, sowie die Gemeinden Jänschwalde und Schenkendöbern – war der Flugplatz nach der Wende ein Zuschussgeschäft, deshalb wurde immer wieder nach Käufern gesucht. Quelle: ‚rbb24.de‚.

Neuer Hangar für den Flugplatz Bienenfarm

Der erste Spatenstich für den neuen Hangar am Flugplatz Bienenfarm wurde am Freitag vollbracht. Bis zum Herbst soll die neue, rund 1’800 m2 große Halle fertig sein. „Also noch vor dem BER“, sagt Alexander Stendel. Stendel hatte den ehemaligen Agrarflug- und späteren Sportflugplatz 2017, zusammen mit Dr. Benedikt Lehmann-Dronke, Prof. Dr. Martin Strik und Manuel Meger übernommen. Seitdem wird der Flugplatz zwischen Nauen und Paulinenaue zum Mekka für die Oldtimer-Fliegerei ausgebaut. Dahinter steht der Verein Quax, zu dem die neuen Eigentümer gehören und die sich der Fliegerei in historischen Maschinen verschrieben haben. Die liebevoll gepflegten Veteranen der Lüfte sind allerdings viel zu schade, um nur im Museum zu stehen. Die Vereinsmitglieder steigen mit den geschichtsträchtigen Schätzchen auch regelmäßig in den Himmel über das Havelland. Wenn sie nicht geflogen werden, brauchen die Flugzeuge einen angemessenen Stellplatz. Der wird mit dem neuen Hangar gerade geschaffen. Die Bienenfarm hat sich ebenfalls zum Treffpunkt für Flugbegeisterte entwickelt. Auf vielen Veranstaltungen konnten die Oldtimer in Aktion bewundert werden, die Treffen zogen Besucher aus dem nahezu gesamten europäischen Ausland auf die Bienenfarm. In diesem Jahr fallen die Veranstaltungen Corona-bedingt aus. Also geht man ans Bauen, Neu- und Umgestalten. Quelle: ‚moz.de‚.

75% weniger Flüge in Strausberg

Der Flugplatz hatte während der Corona-Krise – als alle Beschränkungen in Kraft waren – einen Rückgang im Flugverkehr von etwa 75 Prozent zu verkraften. Das sagte Irina Kühnel, Geschäftsbereichsleiterin Verkehr in der Stadtwerke-Gruppe, gegenüber der MOZ. Als Reaktion seien die Öffnungszeiten eingeschränkt worden. Um gut durch die Corona-Zeit zu kommen, versuche man auch, beim Personal zu sparen. Vereinsflüge seien zwar immer noch verboten, der Flugschulbetrieb inzwischen mit entsprechendem Hygienekonzept aber wieder aufgenommen worden. Auch Privatflüge seien mit Ausnahme des grenzüberschreitenden Verkehrs erlaubt. „Aber auf diesem liegt unser Fokus zum Glück nicht, der spielt eine untergeordnete Rolle“, sagte Irina Kühnel. Der Flugplatz sei während der vergangenen Wochen vor allem für den systemrelevanten Verkehr offen gehalten worden. Dieser macht etwa 25 Prozent Anteil am Gesamtaufkommen aus. „Da gibt es ein klares Erfordernis. Wir sind ja der Rettungslandeplatz für das Krankenhaus Märkisch-Oderland“, erklärte Irina Kühnel. Auch Transport- und Kontrollflüge fänden durchgehend statt. So würden zum Beispiel von Strausberg aus Maschinen zur Überprüfung des Gasleitungsnetzes aus der Luft losgeschickt. Der Flugplatz wird seit 1992 für die gewerbliche Luftfahrt, Geschäftsverkehr, die fliegerische Ausbildung und Luftsport genutzt. Quelle: ‚moz.de‚.

Dübendorf: «unheimliche Stille»

Die Corona-Krise hat den Flugverkehr massiv ausgebremst. Geniessen die Menschen in den Gemeinden rund um den Flughafen Zürich nun eine himmlische Ruhe? So einfach ist es nicht, wie ein Besuch in Rümlang zeigt. Ob Restaurantbesuch oder Shopping: Die Lockerungsschritte vom 11. Mai haben vieles wieder möglich gemacht, aber eben: Ganz zurück im Alltag ist die Schweiz noch lange nicht. Das sieht man auch am Minimalbetrieb auf dem Flughafen Zürich. Oder besser, man hört es: Wenn die Flieger am Boden bleiben, wird es in den Gemeinden rund um den Flughafen plötzlich ungewohnt still. Zum Beispiel in Rümlang. In den ersten beiden Aprilwochen brach die Zahl der Flugbewegungen in Zürich um ganze 95 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, wie die Flughafenbetreiber festhalten. «Das fehlt tatsächlich», sagt Thomas Hardegger. Er war bis 2018 Rümlanger Gemeindepräsident und präsidiert den Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Zürich (SBFZ), der gegen «unzumutbaren Fluglärm» kämpft. In Jubel bricht er wegen der ungewohnten Stille aber nicht aus. Denn: «Bei der Fluglärmproblematik gibt es zwei Seiten.» Einerseits geniesse man die Ruhe, nun Gespräche auch im Freien ungestört führen zu können – bei Hochbetrieb dröhne immerhin alle zwei bis drei Minuten eine Maschine am Himmel, was in der Gemeinde zu Lärm von bis zu 100 Dezibel führe. Andererseits ist da die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens: Bei Hardegger, der bis 2019 für die SP im Nationalrat sass, kommen durchaus Erinnerungen an das Swissair-Grounding von 2002 hoch. «Auch da war es eher eine unheimliche Stille, weil man weiss, dass Tausende von Arbeitsplätzen am Flughafen und an angegliederten Branchen hängen.» Jeder im Dorf kenne jemanden, dessen Arbeitsplatz mit dem Airport verbunden sei, ob im Catering, bei der Flugzeugreinigung oder im Verkauf in den vielen Flugzeuggeschäften. «Man hat ja mit dem Flughafen leben gelernt.» Hardegger sagt, er sei kein Gegner des Fluglärms an sich. Er störe sich aber daran, wenn «die Regeln nicht eingehalten werden». Sprich: Wenn die Nachtflugsperre verletzt wird. Diese gilt eigentlich zwischen 23 Uhr und 6 Uhr, wobei verspätete Flieger noch bis 23:30 Uhr Zeit haben. Doch weil die Verstösse gegen diese Sperre sukzessive zugenommen hatten, beschloss das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) 2018, die Anzahl spätabendlicher Slots – also Zeitfenster für Starts und Landungen – zu begrenzen. Auch zog der SBFZ für höhere Lärmgebühren, die Airlines für laute Maschinen in den Randstunden bezahlen müssen, vor das Bundesverwaltungsgericht. Mit Erfolg – seit letztem Herbst gelten nun höhere Lärmzuschläge. Je nach Maschinentyp können dafür bis zu 3’000 Franken fällig werden, wie die Flughafen Zürich AG vorgerechnet hat. Hardegger zufolge habe das schon dazu geführt, dass seit September weniger Maschinen ab 23 Uhr gestartet seien. «Da hat eine gute Entwicklung eingesetzt», findet er – und er hofft, dass die Nachtruhe auch nach der Krise und der Normalisierung des Flugverkehrs stärker berücksichtigt werde. Quelle: ‚bluewin.ch‚. Bild: ‚2coinsTravel‘.

Dessau kommt relativ gut durch die Krise

Der Dessauer Flugplatz ist bisher relativ gut durch die Corona-Krise gekommen. Das bestätigt Stadtwerke-Sprecher Christian Mattke. „Wir verzeichneten im März und April, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, einen moderaten Rückgang der Starts und Landungen um rund 26 Prozent“, so Mattke. Der Flugplatz Dessau wird von den hiesigen Stadtwerken betrieben. Zwei Flugleiter teilen sich wie schon vor der Krise die tägliche Betriebsaufsicht unter anderem mit der Abwicklung des Funkverkehrs, der Abrechnung von Landegebühren, Betankungen, Instandhaltungen und der Geländepflege. Nach wie vor sind Geschäftsreisen und andere Anreisen mit dem Flugzeug innerhalb Deutschlands für nichttouristische Zwecke erlaubt. Den aktuellen Corona-Bestimmungen wird auch auf dem Flugplatz Rechnung getragen. So wurden auf dem Gelände ein Handdesinfektionsautomat und ein Hygieneset, bestehend aus fünf Spendern zur Handreinigung, -pflege und -desinfektion fest installiert. Der Zugang zum Flugplatzgebäude ist nur noch eingeschränkt möglich. Persönliche Kontakte werden auf ein Minimum reduziert. Sicherheitsabstände zwischen den Flugleitern und Platzgästen sind einzuhalten. Die am Flugplatzgelände befindlichen Caravanstellplätze sind derzeit ebenfalls für Touristen gesperrt. Auswärtigen Handwerkern und Gewerbetreibenden, die im eigenen Campingmobil in Dessau übernachten möchten, ist eine Nutzung aber weiterhin gestattet. Mit der Anfang Mai in Kraft getretenen fünften Pandemie-Verordnung sind touristische Reisen nach Sachsen-Anhalt noch untersagt. Möglicherweise könnte sich das aber in den kommenden Wochen ändern, weil derzeit viel Dynamik in den öffentlichen Diskussionen zu diesem Thema erzeugt wird. „Wir werden alle dazu getroffenen Entscheidungen im Blick haben, die Situation prüfen und adäquat auf neueste Entwicklungen reagieren“, so Mattke. Ganz ausgeschlossen ist eine Nutzung der Caravanstellplätze für Touristen in 2020 also noch nicht. Das gilt auch für Rundflüge mit der Stadtwerke- eigenen Cessna. „Derzeit bieten wir das nicht an. Sobald touristische Nutzungen wieder möglich sind, schauen wir, unter welchen Voraussetzungen es umsetzbar ist“, erklärt Mattke. Während die Fallschirmspringer noch beraten, ob und wie sie in die Saison starten könnten, arbeiten die Segelflieger schon auf Hochtouren an ihrem Saisonstart, der unter Berücksichtigung und Umsetzung aller aktuellen Bestimmungen, möglichst noch im Mai erfolgen soll. Quelle: ‚Mitteldeutsche Zeitung‚.

1.3 Mio. für Elektroflug-Projekte

Ach, wäre man nur Bruce Willis… Der US-Schauspieler ist nicht nur cool, er rast in dem Film „Das fünfte Element“ auch mit seinem Flugtaxi durch den Himmel einer Großstadt. Zwar mit Strafzettel für zu schnelles Fliegen – aber ohne Stau. Science Fiction? Nicht ganz. Die Wirtschaftsministerin Baden-Württembergs sieht in Flugtaxis einen „zentralen Baustein“ für die Mobilität der Zukunft. „Unser Land ist dabei Vorreiter“, sagte Nicole Hoffmeister-Kraut am Montag bei der Bekanntgabe einer Förderung für das elektrische Fliegen. Davon profitieren soll etwa das Bruchsaler Unternehmen Volocopter, das 2023 die ersten Luft-Taxirouten in einer Stadt ermöglichen will.

Zwar ist die aktuelle Landes-Unterstützung mit 1,3 Mio. € überschaubar. An den beiden Test-Orten in Lahr und Mengen-Hohentengen soll sich aber auch „nicht der Himmel mit lauter Drohnen verdunkeln“ und glänzende „Gebäude mit Glasfassaden“ entstehen, stellte Walter Fichter klar, Direktor am Institut für Flugmechanik und Flugregelung der Universität Stuttgart. Es geht um den Aufbau von Bodeninfrastruktur wie Antennen, die Luftraumintegration und – ganz wichtig – das Betriebsverfahren. Denn mit der Erlaubnis, sich in die Luft zu erheben, tun sich Institutionen weltweit schwer.

Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA hat im vergangenen Jahr zwar ein erstes Regelwerk für die Zulassung von Flugtaxis mit Piloten erlassen und arbeitet an einem einheitlichen Standard mit. Zulassungen gibt es aber noch keine, regulatorische Schwierigkeiten dagegen viele.

Dies schmälert aber die weltweite Begeisterung für elektrisches Fliegen nicht. Das Branchenmagazin „Electric VOTL News“ schätzte die Zahl von Projekten für elektrische Senkrechtstarter vor einiger Zeit auf 200. Mit an Bord sind viele große Unternehmen: Daimler, Porsche, Boeing, Airbus, Audi, Toyota. Wie sich die Pandemie allerdings auf die Entwicklung und Forschung der E-Himmelsstürmer auswirkt, muss abgewartet werden. Vom gebeutelten Hersteller Boeing etwa ist derzeit zu diesem Thema nichts zu hören.

Ideen gibt es viele. Der Haudegen auf dem Gebiet autonom fahrender Autos Sebastian Thrun hat sich mittlerweile ebenfalls in die Luft erhoben und ist Präsident des E-Flieger-Herstellers Kitty Hawk, der unter anderem von Google-Mitbegründer Larry Page finanziert wird. Deren Modell ähnelt einem konventionellen Flugzeug. Sechs Motoren sitzen an der Rückseite der sechs Meter langen Tragfläche, zwei weitere sind am Bug angebracht. Der Senkrechtstarter soll 50 Kilometer in etwa 15 Minuten zurücklegen und weitaus weniger Energie brauchen als ein Auto – und leiser sein.

Lilium will dagegen mit fast doppelt so großer Spannweite fünf Passagiere befördern und mit Reichweite und Geschwindigkeit punkten. Das Münchner Flugtaxi-Startup plant seinen Serien-Start 2025. Allerdings zweifeln manche Luftfahrtexperten die Reichweiten und Geschwindigkeiten als unrealistisch an; Lilium-Gründer Daniel Wiegand lässt die Kritik nicht gelten.

Das Problem des elektrischen Fliegens: Batteriestrom hat eine geringe Energiedichte. Batterien sind schwer und bleiben es auch den ganzen Flug über, während bei Kerosin-Antrieb die Tanks leichter werden. Eine Lösung könnten der Hybrid-Antrieb sein, beim Triebwerkhersteller Rolls-Royce etwa produziert eine Gasturbine über einen Generator Energie. Die Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt wollen in vier Jahren ein Flugzeug entwickeln, das 70 Passagiere mit Wasserstoff 2000 Kilometer weit bringen kann.

Das Bruchsaler Unternehmen Volocopter backt kleinere Brötchen. An Bord des E-Fliegers mit seinen 18 Rotoren ist nur ein Fluggast und der Pilot, der später bei autonomen Flügen einem weiteren Passagier Platz machen soll. Irgendwann könnten es fünf oder sechs Plätze geben. Volocopter flog schon oft, unter anderem über Singapur. Das nun geförderte Testfeld in Lahr bietet sich für die Erprobung urbanen Fliegens an, während der Standort in Mengen-Hohentengen sich zum Testen autonomen Fliegens eignet. Zu Bruce Willis Flugtaxi ist es aber noch ein weiter Weg. Quelle: Heidenheimer Zeitung. Autor: Thomas Veitinger.

Cessna 172F: Sicherheitslandung in Mengen

Am Dienstagnachmittag, 12.Mai, musste eine Cessna Typ F172F auf dem Flugplatz in Mengen eine Sicherheitslandung wegen eines Öldruckabfalls durchführen. Wie die Polizei mitteilt, war das Flugzeug von Worms nach Friedrichshafen unterwegs, als der Pilot gegen 15 Uhr einen Ölverlust feststellte und sich deshalb mit dem Tower des Flughafens Mengen in Verbindung setzte. Die Besatzung landete gegen 15.30 Uhr störungsfrei auf dem Flugplatz Mengen. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse dürfte ein technischer Defekt am Motor ursächlich für den Ölverlust sein. Die Höhe des Sachschadens ist aktuell nicht bekannt. Quelle: ‚Schwäbische.de‚.

Samedan: Knapp an der Katastrophe vorbei

Auf dem Engadin Airport in Samedan/Engadin ist es vor rund zwei Jahren beinahe zu einem Zusammenstoss zwischen einem Helikopter und einem Sportflugzeug gekommen. Mit Glück konnte eine Kollision in der Luft durch ein Ausweichmanöver verhindert werden. Verletzt wurde niemand, es gab keinen Sachschaden. Das geht aus dem Untersuchungsbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) von Ende April 2020 hervor.

Air Ticino soll Flughafen Lugano retten

Das Tessin ist für Airlines ein hartes Pflaster. Nun arbeiten Investoren an der Lancierung einer neuen Fluggesellschaft. Sie soll die Sonnenstube mit dem Rest der Schweiz verbinden. Nach dem Niedergang der Airlines Darwin (2017) und Skywork (2018) hat kürzlich auch noch die Flughafenbetreiberin in Lugano Konkurs angemeldet. Nun gibt es aber neue Hoffnung. Eine Tessiner Gesellschaft hat die Marke «Air Ticino» eintragen lassen. Sie bestätigt der «Handelszeitung» konkrete Pläne für eine neue Fluggesellschaft. Der Markenzweck beinhaltet unter anderem Transport und «Geräte zur Fortbewegung zu Lande, in der Luft oder zu Wasser». Inhaberin ist die Firma Generalavia SA in Mendrisio TI. Ein Mitarbeiter der Gesellschaft bestätigt die Pläne. Sie umfassten ein Konzept für eine neue Fluggesellschaft und den gemeinsamen Betrieb der Tessiner Flugplätze. Die Pläne dürften sich verzögern. Wegen der Corona-Krise. Und weil sich die Betreibergesellschaft des Flughafens Lugano-Agno derzeit in einer ordentlichen Liquidation befindet. Quelle: ‚Blick‚.

Leipziger Flugplatz wird Strom-Tanke

Zwischen Neuer Messe und B 2 verwildert auf 28’531 Quadratmetern ein Stück Leipziger Luftfahrtgeschichte: der alte Flughafen Mockau. Lange Zeit war unklar, wie es dort weitergeht. Nun gibt es ein Konzept für Tower, Fliegerheim und Gelände. Das Unternehmen „Leipziger Ladepark“ will dort ab Herbst eine Strom-Tanke für E-Autos errichten. Unternehmensgründer Christian Werner (33): „Insgesamt sollen hier bis zu 200 Ladesäulen für E-Autos entstehen. Die Ladeplätze sollen mit Solaranlagen überdacht werden.“ Werner selbst kennt sich in der Automobilbranche aus, arbeitet derzeit noch für Porsche. „Neben Ladesäulen für private Nutzer wollen wir auch Ladeflächen für Lieferdienste oder Fahrdienstleister anbieten.“ Insgesamt soll der Bau des Ladeparks 4,5 Mio. Euro kosten. Werner: „1,5 Mio. Euro an Fördermitteln hat der Bund bereits bewilligt.“ Zeitgleich soll auch die Sanierung des Fliegerheims und des Towers starten. Werner: „Bisher gehört das Grundstück der NEG AG. Wir sind derzeit in Vertragshandlungen. Als Ladepark wollen wir das Grundstück erwerben, die NEG AG wird wohl die Gebäude behalten und sanieren.“ Sowohl im Tower als auch im Fliegerheim, zusammen 4’000 Quadratmeter groß, sollen u.a. Event- und Schulungsflächen entstehen. „Der Tower ist zudem der perfekte Ort für ein Restaurant oder eine Bar mit Dachterrasse“, schwärmt der Unternehmer. Ebenso soll ein Museum entstehen, in dem die Leipziger Luftfahrtgeschichte thematisiert wird. Werner: „Für alles müssen wohl um die 11,5 Mio. Euro investiert werden. Das Geld dafür kommt von Investoren, u.a. einem deutschen Solarparkbetreiber, Banken und aus Fördermitteln.“ Sein Traum: „Es wäre doch schön, wenn aus dem alten Luftschiffhafen ein Mobilitätsstandort der Zukunft wird.“ Quelle: ‚Bild.de‚.

Elektromobilität, die Zukunft der Luftfahrt

An der DHBW Mosbach geht es am Do. 14-05-2020 um 18:00 Uhr um Elektromobilität, diesmal um die Zukunft der Luftfahrt, die auch elektrisch sein wird. Morell Westermann, Pilot und Zukunftsforscher aus der Schweiz, wird über die Realität, Visionen und die Zukunft der Luftfahrt berichten.

  • Klimaneutrale Luftfahrt – Wo stehen wir heute, wann fliegen wir elektrisch?
  • Völlig neue Flugkonzepte – Wie futuristisch werden die Flugzeuge aussehen?
  • Was bedeutet das für uns? (Fluglärm, Sicherheit)
  • Wann ist das Fliegen mit der Drohne billiger als das eigene Auto?
  • Welche Chancen ergeben sich daraus? Für jede(n) einzelne(n) von uns?
  • Was bedeutet das, wenn ich für 100 CHF in 1 Stunde von St. Gallen nach Genf oder Frankfurt fliegen kann?
  • Wie verändert sich das, was wir heute „Pendeln zur Arbeit“ oder den „Wochenendausflug“ nennen?

Der Vortrag im Cyberspace, online stattfinden. Sie können sich über Ihren Webbrowser über diesen Link und das Passwort „fliegen!“ einloggen. Alternativ können Sie über ihr Telefon dem Vortrag akustisch folgen.

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Der Beitrag stammt von Prof. Dr.-Ing. Rainer Klein, Leiter Studiengang Mechatronik, Duale Hochschule Baden Württemberg Mosbach.

FAA ermittelt gegen Harrison Ford

Nach einem Zwischenfall auf einem kalifornischen Flugplatz ermittelt die US-Flugaufsichtsbehörde FAA gegen Hollywoodstar Harrison Ford. Die Maschine des Schauspielers überquerte eine Start- und Landebahn, auf der ein anderes Flugzeug gerade das Landen mit sofortigem Wieder-Durchstarten übte, wie die FAA am Mittwoch erklärte. Der 77-jährige Star aus Filmen wie „Indiana Jones“ und „Star Wars“ war vom Tower aufgefordert worden zu halten, hatte die Ansage aber offenbar falsch verstanden. „Entschuldigen Sie, Sir, ich dachte genau das Gegenteil. Es tut mir furchtbar leid“, sagt der Schauspieler in einem aufgezeichneten Funkspruch. Beide Maschinen waren bei dem Zwischenfall auf einem Flugplatz im Landkreis Los Angeles am Freitag rund einen Kilometer voneinander entfernt, niemand kam zu Schaden. Ein Sprecher des Schauspielers sagte der Nachrichtenagentur AFP, bei dem Vorfall habe „zu keiner Zeit die Gefahr eines Zusammenstoßes“ bestanden. Es ist nicht das erste Mal, dass der begeisterte Pilot Ford Ärger wegen seines Hobbys hat. 2017 entging er knapp einer Strafe, nachdem er auf einem anderen kalifornischen Flughafen die Lande- mit einer Rollbahn verwechselt hatte und mit seinem Kleinflugzeug dicht über eine Boeing 737 mit 116 Insassen hinweggeflogen war. Zwei Jahre zuvor musste er mit einem Oldtimer-Flugzeug nach einem Triebwerksausfall auf einem Golfplatz notlanden und erlitt dabei mehrere Knochenbrüche. Quelle: ‚Stuttgarter Zeitung‚.

Gute Sicht, aber keine Vogelperspektive

Bei der Flugsportgemeinschaft (FSG) Soest herrscht weitestgehend Stillstand – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Motorflugzeuge, Motorsegler und Segelflugzeuge stehen in der Halle des Flugplatzes Soest-Bad Sassendorf in Lohne, das Vereinsleben ruht ebenfalls seit sieben Wochen. Quelle: ‚Soester Anzeiger‚.

DFS: weniger Lotsen durch Corona

„Es ist definitiv weniger los“, seufzt Damaris Schönfeld. Bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen kontrolliert die 26-Jährige im Schichtdienst den Luftraum östlich von Frankfurt in einem Dreieck bis Nürnberg und Stuttgart. Wegen der Corona-Krise fliegen in dem sonst extrem dicht besetzten Luftraum nur noch vereinzelte Passagiermaschinen und die derzeit gut ausgelasteten Frachter. Die Verkehrsleistung ist um rund 85 Prozent gesunken und die Lotsen müssen trotz zusammengelegter Sektoren aufpassen, dass sie in der Flaute nichts Wichtiges übersehen. „Die Konzentration oben zu halten, ist ein wichtiger Teil meines Jobs“, sagt Schönfeld, die nach ihrer Ausbildung bereits seit fast drei Jahren am Kontrollschirm sitzt. Übrigens niemals allein, sondern immer mindestens in Zweier-Teams. „Fluglotsen sind keine Einzelkämpfer“ lautet ein wichtiger Grundsatz der Luftverkehrskontrolle.

Die DFS gehört mit ihren vier Kontrollzentralen und Towern an allen 16 internationalen Flughäfen Deutschlands zweifelsfrei zur kritischen Infrastruktur des Landes. Der Luftraum muss auch in Krisenzeiten reibungslos funktionieren. Das bedeutet, dass für Szenarien wie die aktuelle Pandemie ausgearbeitete Notfallpläne vorliegen. Die bundeseigene GmbH hat nach eigenen Angaben in ihren Reihen bislang zehn nachgewiesene Corona-Fälle erlebt, von denen vier Mitarbeiter bereits wieder genesen sind. Nach einem Corona-Nachweis bei einem aktiven Tower-Lotsen in München Anfang März war die gesamte Schicht in Quarantäne geschickt worden. Schon beim leisesten Verdachtsfall würden die Mitarbeiter und Kontaktpersonen nach Hause geschickt oder gleich dort gelassen, versichert Sprecherin Ute Otterbein.

Die Lotsenpulte sind groß genug, dass man voneinander den Mindestabstand von 1,5 Metern halten könne, versichert die Lotsin Schönfeld. Neben ihr steht immer Desinfektionsmittel für die Konsole, ihr Headset nutzt sie ohnehin ausschließlich selbst. Kurzfristig seien Plexiglas-Trennwände zu den Kollegen diskutiert, aber auch schnell wieder verworfen worden. „Wir müssen einfach miteinander kommunizieren.“ Quelle: ‚airliners.de‚.

Nur ‚Take-Away‘ am Flugplatz Bienenfarm

Nachdem am Flugplatz Bienenfarm aufgrund der Corona-Pandemie alle für 2020 geplanten großen Flug- und Publikumsveranstaltungen abgesagt und auf 2021 geschoben werden mussten, öffnet ab Freitag, 1. Mai, die Gaststube mit einem kleinen „Auf-die-Hand“-Angebot. Freitags bis Sonntags und an Feiertagen von 11 bis 21 Uhr ist eine kleine Auswahl aus warmen und kalten Getränken, sowie süßen und deftigen Speisen für Ausflügler, Fahrradfahrer und andere „Vorbeifahrende“ im Angebot. Der Flugplatz Bienenfarm wird seit 2017 zu einem Hotspot für Oldtimer-Flugzeuge entwickelt. Als „Fliegendes Museum“ sind hier vor allem Flugzeuge aus dem 1930er bis 1950er Jahren am Boden und in der Luft zu bewundern. Schon im Laufe des Winters wurde der Biergarten neu angelegt und in die Gastro-Infrastruktur investiert. Nachdem nun der Veranstaltungskalender zwangsweise ausfällt, will man das Jahr 2020 für weitere Baumaßnahmen und Modernisierungen nutzen. So wird im Zeitraum von Mai bis September eine neue Flugzeughalle als Ausstellungsfläche für die vielen historischen Flugzeuge am Platz entstehen und weitere, eigentlich für die nächsten Jahre geplanten Baumaßnahmen werden vorgezogen. Der Oldtimer-Flugplatz Bienenfarm liegt unweit des Havelland-Radweges. Wer das Wochenende für eine Fahrradtour nutzt, der kann auf dem Flugplatz bei Paulinenaue alles für ein stilvolles Picknick im Grünen bekommen. Quelle: ‚moz.de‚.

Mannheimer Flugplatz erwartet Millionendefizit

Der Mannheimer City Airport rechnet wegen der Corona-Pandemie für dieses Jahr mit einem Defizit von 1,4 Millionen Euro, berichtet der „SWR“. Derzeit fallen 95 Prozent der Geschäftsflüge aus. Auch die Linienflüge nach Hamburg und Berlin der flughafeneigenen Rhein-Neckar-Air bleiben weiter ausgesetzt. Quelle: ‚Airliners.de‚.

Wer braucht die AUA?

Die AUA soll nur Staatshilfe bekommen, wenn sie ihre Drehkreuzfunktion in Wien behält. Da geht es um Anbindung und den Standort Österreich. Kann das nur die AUA bieten? Die Uhr tickt, eine Entscheidung in den Verhandlungen zwischen AUA-Mutter Lufthansa und deutscher Regierung wird aber trotzdem nicht so bald erwartet. Der Aufsichtsrat der Airline tagte am Montag, die Hauptversammlung am Dienstag. Wohlinformierte gehen davon aus, dass der Rettungsschirm am Donnerstag, spätestens Freitag fix ist und präsentiert wird. Die Airline braucht schließlich eine Lösung für den Gesamtkonzern, also auch für ihre Töchter Austrian, Swiss und Brussels. Auch österreichische, Schweizer und belgische Töchter der Lufthansa haben ja um Staatsgeld angesucht. Wobei es Swiss ausschließlich um garantierte Kredite (1,2 Milliarden Franken) geht – der Schweizer Staat will dem Vernehmen nach eine Art Wachstumsgarantie herausverhandeln: Baut die Mutter die Hubs in München oder Frankfurt aus, soll Zürich um den gleichen Anteil wachsen, wobei eine Differenz bis zu 15 Prozentpunkte toleriert werde. Zudem hätten die Schweizer gern Lufthansa-Aktien als Kreditbesicherung – aber das scheint nicht sehr realistisch. Bei Lufthansa geht es um ein Hilfspaket von rund zehn Milliarden Euro, die Bundesrepublik soll im Gegenzug mit 25,1 Prozent einsteigen. Quelle: ‚Der Standard‚.

Covid-Luftbrücken und -Rekorde

Lange Nonstop-Flüge und neue Strecken: In der Corona-Krise ist plötzlich vieles möglich, auch im Luftverkehr. Das führt mitunter zu kuriosen Flugbewegungen – und einem neuen Weltrekord. Die Corona-Krise stellt auch die Luftfahrt auf eine bislang ungekannte Zerreißprobe. Dutzende Fluggesellschaften haben den Flugbetrieb vorübergehend eingestellt, Tausende Flugzeuge stehen am Boden. Einige wenige Flugzeuge bringen Urlauber zurück in die Heimat, allein die Lufthansa-Gruppe hat in den vergangenen Tagen mehr als 25.000 Urlauber zurückgeholt. Das führt mitunter zu ungewöhnlichen und einmaligen Flugbewegungen. In einem Fall wurde sogar ein neuer Weltrekord aufgestellt. Weil die Kreuzfahrtgesellschaft Norwegian Cruise Line ihren Betrieb bis zum 11. April 2020 aussetzt, musste die Südseefahrt der „Norwegian Jewel“ mit 2000 Passagieren und 1000 Besatzungsmitgliedern vorzeitig beendet werden. Allerdings verweigerten sowohl die Fiji-Inseln als auch Neuseeland dem Schiff die Anlaufgenehmigung. Nach einem Tankstopp in Amerikanisch-Samoa durfte die „Norwegian Jewel“ schließlich in Hawaii ausschiffen. Dort trafen kurz später zwei Boeing 747 der spanischen Charterfluggesellschaft Wamos Air ein, um die Urlauber nach Europa zurückzuholen. Ein Flug ging nach London, der andere nach Frankfurt: EB9461 führte in 14 Stunden und 45 Minuten nonstop von Honolulu nach Frankfurt und landete dort am Mittwoch. Den letzten Nonstop-Flug zwischen Deutschland und Hawaii gab es vor neun Jahren, als die Lufthansa einmalig einen A340 von München nach Honululu schickte und damit den längsten Flug in der Geschichte des Unternehmens durchführte.

Für gewöhnlich legen Flugzeuge der Fluggesellschaft Air Tahiti Nui auf ihrer Reise von Papeete (Tahiti) nach Paris einen Zwischenstopp in Los Angeles ein. Ein Nonstop-Flug wäre zwar technisch möglich, aber unrentabel, da sich die Nutzlast aufgrund des zusätzlichen Kerosins verringert und zusätzliches Personal nötig wäre. Aufgrund geänderter Einreisebestimmungen für die Vereinigten Staaten verzichtete die Airline am 15. März allerdings auf den Zwischenhalt und flog nonstop von Papeete nach Paris. Flug TN64 stellte damit einen Rekord für den längsten Passagierflug (Luftlinie) auf. Der Dreamliner benötigte für die 15.715 Kilometer lange Strecke 16 Stunden und 14 Minuten, der regulär längste Linienflug wird von Singapore Airlines mit einem A350-900ULR zwischen New York und Singapur betrieben (15.345 Kilometer Luftlinie). Zugleich war TN64 gewissermaßen der längste Inlandsflug der Welt – Tahiti gehört zu Frankreich. Quelle: ‚FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung‘.

Helmut-Schmidt-Universität entwickelt Drohnen-Luftraum-Management

Das Bundesverkehrsministerium übergab am 14.2.2020 in Berlin drei Forschungsprojekten aus dem Bereich Drohnen und Lufttaxis Zuwendungsbescheide. Darunter ist mit einer Förderung in Höhe von 3 Millionen Euro das Projekt „UDVeo“ (Urbaner Drohnen-Verkehr effizient organisiert), das von einem Konsortium um die Helmut-Schmidt-Universität entwickelt wurde. Drohnen haben sich rasant zu hochkomplexen technischen Systemen entwickelt, die in naher Zukunft viele nützliche Aufgaben übernehmen werden – vorausgesetzt es gelingt ihre sichere Integration in den Luftraum. Die Freie und Hansestadt Hamburg bietet für Forschungsvorhaben zu Drohnenthemen beste Voraussetzungen: Ein komplexer und verdichteter Stadtraum, in großen Teilen in der Kontrollzone des Flughafens, mit einer großen Zahl von Betreibern und Unternehmen, die schon heute Aufgaben mit Hilfe von Drohnen erledigen. Auch die bauliche Infrastruktur bietet vielfältige Einsatzbereiche für Drohnen: Die Bausubstanz von Brücken und alten Gebäuden, der Zustand von Dächern und Industrieanlagen, aber auch die Gesundheit des Baumbestandes in den Parks und Alleen wird heute schon vielfach mit Hilfe von Drohnen schnell und unkompliziert erfasst. Das ist im Regelfall nicht nur günstiger, sondern auch sicherer als die bisher notwendigen Arbeiten. Drohnen können aber auch wichtige medizinische Hilfsmittel, beispielsweise Blutkonserven oder Medikamente, schnell und unabhängig von der Verkehrssituation am Boden transportieren, auch hier mit einem Sicherheitsgewinn als Nebeneffekt: Der Einsatz von Krankenwagen, die bisher für solche Transporte mit Sonderrechten durch die Stadt fahren müssen, wird ersetzt. Mit einer wachsenden Anzahl sinnvoller Drohnennutzungen sind auch Herausforderungen verbunden, denn es gilt, den neuen Luftverkehr sicher und zuverlässig abzuwickeln. Mit steigender Zahl gleichzeitiger Drohnenflüge wächst die Notwendigkeit, die Einsätze der Drohnen zu erfassen und die Flüge untereinander zu kontrollieren, also den von den Drohnen genutzten Luftraum zu managen. Quelle: ‚Hamburg.de‚.

DG Flugzeugbau GmbH baut Volocopter

Anfang dieses Jahres haben die Volocopter GmbH und DG Flugzeugbau einen Kooperationsvertrag zum Bau des neuen eVTOL Fluggeräts “VoloCity” unterzeichnet. Der bereits im Herbst letzten Jahres der Öffentlichkeit präsentierte “VoloCity” wird seit einiger Zeit von den Ingenieuren bei Volocopter entwickelt und vereint das Know-How aus dem Bau des VC2X sowie die Erkenntnisse aus hunderten von Testflügen, die im Laufe der letzten Jahre bemannt als auch unbemannt durchgeführt wurden. Während die bisher gebauten VC2X für Test als auch Demoflüge weltweit im Einsatz sind werden die neuen Fluggeräte auf den kommerziellen Einsatz ausgelegt.

Grundsätze für den Flugbetrieb

Gestützt auf die in der Pressekonferenz am 15.04.2020 vonHerrn Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler angekündigten „Lockerung der Regelungen im Sportbetrieb“, die in Form der Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz BGBl. II 197/2020(COVID-19-Lockerungsverordnung –COVID-19-LV) am 30.04.2020verlautbart wurden, empfiehlt der Österreichische Aero-Club als Sport-Fachverband für den gesamten Flugsport in Österreich die Ausübung jeglicher Art von Flugsport nur unter Berücksichtigung und Einhaltung der hier abrufbaren Grundregeln.

Afrikas Airlines kämpfen ums Überleben

Die Rivalen in Europa, Amerika oder Asien erhalten staatliche Hilfen, viele afrikanische Fluggesellschaften nicht – mit Folgen für den ganzen Kontinent. Anfang März dachte Tewolde Gebremariam noch, diese Corona-Epidemie sei bald vorüber, wie so viele. „Ein temporäres Problem“ sei das, versicherte er den Teilnehmern einer Luftfahrtkonferenz in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Nur sechs Wochen später gesteht der Chef von Ethiopian Airlines ein, dass es für seine Fluggesellschaft nun schlicht ums Überleben gehe. „Ich hätte nie gedacht, dass es so weit kommen würde.“ Etwa eine halbe Milliarde Euro habe seine Gesellschaft in den ersten vier Monaten verloren, der Umsatz betrage nur noch 15 Prozent des Normalniveaus. In den vergangenen Wochen hat Tewolde deshalb einen Großteil der 126 Maschinen aus dem Verkehr gezogen, Tausende Mitarbeiter wurden in den Zwangsurlaub geschickt, dennoch bleibt die Lage prekär. Bis Juli reichten die finanziellen Rücklagen noch. Und dann? Tewolde weiß es nicht. Fluglinien kämpfen derzeit überall auf der Welt ums Überleben, da unterscheidet sich die Situation von Ethiopian Airlines kaum von der anderer Gesellschaften. Nur kann ein Großteil der Konkurrenz auf Staatshilfen hoffen, die in Europa, den Golfstaaten, Asien und Amerika großzügig verteilt werden. Für Ethiopian besteht da wenig Hoffnung, die Airline ist zwar staatlich, aber der Staat hat kaum Devisen. Die Erlöse aus Flugtickets sind die größte Einnahmequelle von Dollar und Euro. Der Staat ist also eher abhängig von Ethiopian als umgekehrt. Und während es auf anderen Kontinenten immer noch die Flieger der Konkurrenz gibt, die bei einer Pleite Routen und Passagiere übernehmen, hätte der Zusammenbruch von Ethiopian Airlines für den gesamten afrikanischen Kontinent schwerwiegende Folgen. Nach internationalen Zielen ist Ethiopian die viertgrößte Fluglinie der Welt, sie verkörpert den panafrikanischen Traum, sie fliegt von der Hauptstadt der Afrikanischen Union die Hauptstädte fast aller 49 Länder Sub-Sahara-Afrikas an und verbindet den Kontinent mit der Welt. Von 2007 bis 2019 versechsfachte sich die Zahl der Passagiere auf zwölf Millionen. Das Wachstum ist eine große Erfolgsgeschichte und sollte eigentlich ungebremst weiter gehen, selbst der Absturz einer Boeing 737 Max konnte die Expansion nicht aufhalten. Erst Anfang des Jahres wurden Pläne für einen neuen, fünf Milliarden Dollar teuren Flughafen vorgestellt. Nun kämpft Ethiopian ums Überleben. Und mit ihre viele andere afrikanische Gesellschaften: Air Mauritius wurde unter Zwangsverwaltung gestellt, South African Airways und SA Express waren bereits vor Corona technisch insolvent und sind nun wohl kaum noch zu retten. Air Namibia kann Gehälter nicht mehr zahlen, RwandAir und Kenya Airways haben den regulären Betrieb vorerst eingestellt, weil sie kaum noch Ziele anfliegen können und Passagiere fehlen. „Es werden noch weitere Fluglinien folgen, wenn es keine schnellen Finanzhilfen gibt“, warnt Muhammad Albakri vom Internationalen Luftfahrtverband IATA. Nur, woher sollen die Staaten die Finanzhilfen nehmen? Viele afrikanische Regierungen haben schnell und umfassend auf die Bedrohung reagiert, Ausgangssperren verhängt und Grenzen geschlossen. Die Zahl der Infizierten ist noch nicht sehr hoch, in den 55 Ländern Afrikas gibt es etwa 25 000 Fälle. Die wirtschaftlichen Folgen aber sind bereits dramatisch. Quelle: ‚Süddeutsche Zeitung‚.

Immer mehr Airlines in Insolvenz

Die Coronakrise beschleunigt die Konsolidierung der Luftfahrt. Ohne staatliche Unterstützung gehen Fluglinien reihenweise pleite. Erste Airlines wie Emirates fahren den Flugbetrieb dagegen wieder zaghaft hoch. Für Fluggesellschaften nur mit wochenlang am Boden stehenden Flugzeugen wird die Luft dünn. Der Airlineverband IATA rechnet damit, dass demnächst ohne umfassende Staatshilfen mindestens 30 Airlines weltweit vom Markt verschwinden werden. Es ist wie eine Kettenreaktion: Schon im vergangenen November hatte die Lufthansa angekündigt, die Flotte ihres Billigfliegers Eurowings zu verkleinern. Zum Sanierungspaket gehörte auch die Auflösung der Verträge über 15 Turbopropflugzeuge mit jeweils knapp 80 Sitzplätzen, die sie von der Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW) inklusive Besatzung angemietet hatte. Die frühere Air-Berlin-Tochter gehört heute zum Logistikkonzern Zeitfracht und war auf weniger gut ausgelasteten Strecken unterwegs, für die ein Airbus viel zu groß war. Schon Mitte März kam es mit Beginn der Coronakrise zum Grounding der Flugzeuge und vorzeitigen Aus für die LGW-Flieger. Für die 15 Maschinen vom Typ De Havilland Dash 8 fand die Airline immerhin einen Platz auf dem Flughafen Bratislava in der Slowakei. In den kommenden zwei Monaten wird der weltweite Flugbetrieb weiterhin auf Sparflamme laufen. Die großen Airlines halten eine Art Grundversorgung an Verbindungen mit Sonderflugplänen aufrecht. Solange aber für 140 Länder restriktive Einreisebeschränkungen gelten, wird der Passagierverkehr kaum an Fahrt aufnehmen. Den vollständigen Bericht finden Sie im ‚Stern‘.

Notlandung auf Autobahn

Ein Video zeigt, wie das kleine Flugzeug immer tiefer sinkt, sich dem Boden nähert – doch die Autos auf der Autobahn 40 bei Quebec bremsen nicht, sie rollen weiter. Als auch das Flugzeug zum Landen aufsetzt, stoppt zunächst keiner sein Auto. Zwischen den Wagen rollt das Flugzeug weiter, bis es auf dem Seitenstreifen zum Stehen kommt. Bei dieser glücklichen Landung am Donnerstagvormittag (Ortszeit) unweit des Quebec Jean Lesage International Airports schaffte es der Pilot, dass sämtliche Beteiligte unverletzt blieben – er setzte genau zwischen den Autos auf und fuhr im etwa gleichen Tempo wie die vorausfahrenden Autos, sodass es zu keinem Zusammenstoß kam. Warum das Flugzeug zu einer Notlandung – und dann noch an solch einem ungewöhnlichen Ort – ansetzen musste, ist laut kanadischen Medienberichten noch unklar. Die Nachrichtenseite “Toronto City News” meldet, dass die Autobahn für rund eine Stunde gesperrt wurde, um das Flugzeug zu untersuchen und von der Straße wegzutransportieren. Quelle: ‚RND‚.

Waldbrandgefahr: Luftbeobachter starten

Aufgrund der in Unterfranken seit Wochen herrschenden Trockenheit und der damit einhergehenden hohen Waldbrandgefahr ordnet die Regierung von Unterfranken im Einvernehmen mit dem regionalen Beauftragten der bayerischen Forstverwaltung für die Waldbrandbekämpfung in ganz Unterfranken für das kommende Wochenende die Luftbeobachtung an. Aufgrund des schönen Wetters ist trotz der bestehenden Ausgangsbeschränkungen mit einer erhöhten Zahl von Ausflüglern in Wald und Flur zu rechnen, wie die Behörde in Würzburg am gestrigen Donnerstag mitteilte. „Dadurch ist für den gesamten Zeitraum der Anordnung die Schadenseintrittswahrscheinlichkeit deutlich erhöht.“ Die Bevölkerung wird dringend gebeten, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Die vorbeugende Luftbeobachtung findet in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten statt. Die Befliegung mit ausgebildeten Luftbeobachtern erfolgt in Un-terfranken auf zwei Routen. Die Beobachtungsflugzeuge starten bei der sogenannten Westroute von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt aus. Bei der sogenannten Ostroute werden die Flugplätze Schweinfurt-Süd sowie Haßfurt genutzt. Im Rahmen der Luftbeobachtung achten die Fachleute in den Flugzeugen auch auf Auffälligkeiten in Sachen Borkenkäferbefall. Die Verkehrsbeobachtung bildet laut Regierung einen zweiten Einsatzschwerpunkt für alle Luftbeobachter. Quelle: ‚InFranken.de‚. Bild: ‚MainPost‚.

Bozen: Gostner rechnet mit Millionenverlust

Im Interview mit dem Tagblatt Dolomiten sagt der Geschäftsführer der privaten ABD-Holding, Josef Gostner, dass er heuer beim Flugplatz Bozen mit einem Verlust von vier Millionen Euro rechne. Charterflüge vom Flugplatz Bozen in Ferienregionen sind vorläufig bis 20./21. Juni storniert, die restlichen Charterflüge sollen laut derzeitigem Stand stattfinden. Mit den Linienflügen von Bozen nach Rom werde man frühestens im Dezember starten können, sagt Gostner. Quelle: ‚Südtirolnews‚.

Hochbetrieb auf Flugzeugfriedhof

Europas größter Flugzeugfriedhof im spanischen Teruel macht in der Coronakrise ein enormes Geschäft. Er ist so gut gebucht wie nie – auch dank eingemotteter Maschinen der Lufthansa. Es kommt nicht oft vor, dass ein Langstreckenflugzeug der Lufthansa auf einem spanischen Flughafen landet. Noch dazu auf einem ohne Passagierverkehr. Dieser Airport ist so etwas wie ein Flugzeug-Parkplatz in einer wüstenartigen Landschaft, so groß wie 140 Fußballfelder. „Wir sind hier in Teruel gelandet. Die Maschine geht hier in Storage, wir wissen nicht, ob sie zurückkommt oder nicht“, sagt Pilot Thomas Jahn im „Instagram“-Kanal der Lufthansa. In Teruel werden Flugzeuge entweder für einen gewissen Zeitraum zwischengeparkt oder die Airline hat die Maschinen abgeschrieben und sie dienen nur noch als Ersatzteillager. Die Lufthansa will all ihre Langstreckenflugzeuge vom Typ A340-600 hierher verlegen: Zehn werden zunächst nur abgestellt, sieben sollen die Flotte verlassen. Die Maschinen werden wegen des zusammengestrichenen Flugplans durch die Corona-Pandemie gerade nicht gebraucht. Während die klassischen Passagierflughäfen gerade kaum etwas zu tun haben, herrscht in Teruel Hochbetrieb. Der Flughafen gehört mit seinem Geschäftsmodell als Flugzeug-Abstellplatz zu den Gewinnern der Coronavirus-Krise. Auch wenn er für den Parkplatz an sich kein Geld kassiert. „Die Fluggesellschaften zahlen zunächst die Landegebühren“, erklärt Ibrahim. „Ein Unternehmen, das hier am Flughafen ansässig ist, kümmert sich dann um die regelmäßigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an den Flugzeugen. Denn die Maschinen sollen ja betriebsfähig gehalten werden, damit sie zu dem Zeitpunkt, zu dem sie wieder fliegen sollen, auch fliegen können.“ Quelle: ‚Tagesschau.de‚. Bild: ‚spainsnews.com‚.

Betreiberin des Flughafens Lugano-Agno zahlungsunfähig

Die Betreiberfirma des Flughafens Lugano-Agno (Lasa) geht in die ordentliche Liquidation. Der Flughafen selber soll jedoch nicht geschlossen werden, sondern wenn möglich in die private Hände übergehen. Damit steht der kommerzielle Flugbetrieb in Lugano vor dem Aus. Am Ende hat das Hoffen nichts gebracht: Die Betreiberfirma des Flughafens Lugano-Agno (Lasa) wirft das Handtuch und wird ein Konkursverfahren einleiten. Eigentlich hätte das Volk über die Zukunft des Flughafens entscheiden sollen, sagte Lasa-Vizepräsident Filippo Lombardi. Doch Ende März sei der «Zusammenbruch» gekommen. Die Coronakrise hätte alle Aktivitäten auf dem Flughafen unmöglich gemacht, hielt der ehemalige CVP-Ständerat fest. In dieser unsicheren Situation hätte man nicht noch länger nach finanzieller Unterstützung bitten wollen, fuhr Lombardi fort. «Stattdessen bevorzugen wir einen ordentlichen Übergang in eine neue Form.» Bis Ende Mai solle die «ordentliche Liquidation» der Beitreiberfirma Lasa vollzogen werden. Bis dann sollen auch die vollen Löhne ausbezahlt werden, versprach Borradori. Für einen möglichst grossen Teil der Lasa-Mitarbeiter wolle man eine Anschlusslösung finden, sagte Borradori. Es würden Gespräche geführt – auch mit der Stadt Lugano. Auf die Frage eines Journalisten, wie viel Geld für das Überleben des Flughafens nötig gewesen wäre, erklärte Borradori, dass Lasa Ende März von rund einer Million Franken ausgegangen sei. Dieser Betrag wäre nötig gewesen, um bis Ende Jahr liquide zu bleiben. Quelle: ‚Blick‚.

Flugzeugbauer vor harter Landung

Nach Ansicht von Branchenvertretern wird es Jahre dauern, bis sich die Lage in der Luft- und Raumfahrtindustrie wieder normalisiert. Das trifft auch die Zulieferer. Bei den Herstellern von Komponenten gilt Baden-Württemberg als Hochburg. Die fetten Jahre sind vorbei. „Die Coronakrise stellt die größte Zäsur in der Luft- und Raumfahrtindustrie in den letzten Jahrzehnten dar“, sagt Volker Thum. Thum ist Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, kurz BDLI, und meint, noch im vergangenen Jahr habe seine Branche „eine große Erfolgsgeschichte“ geschrieben. Jetzt aber muss Airbus sparen, Lufthansa verkündet das Aus für ihre Tochtergesellschaft Germanwings und die polnische Airline Lot hat plötzlich kein Interesse mehr am Ferienflieger Condor. Ein „Wachstums-, Innovations- und Jobmotor“ sei die Luft-und Raumfahrtindustrie noch bis vor wenigen Monaten gewesen, sagt der BDLI-Geschäftsführer – mit rund 100 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 40 Milliarden Euro. „Es wird mehrere Jahre dauern, bis wir zu einer gewissen Normalität zurückkehren“, meint nicht nur Thum. Rolf-Jürgen Ahlers, der Vorsitzende des Forums Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg, rechnet damit, „dass wir noch ziemlich lange Zeit mit den Auswirkungen der Coronakrise leben müssen“. Noch im Dezember 2019 hatte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bis 2040 eine Steigerung der Passagierzahlen im weltweiten Luftverkehr auf 9,4 Milliarden Euro prognostiziert – gegenüber vier Milliarden im zum Vergleich herangezogenen Jahr 2016. Niemand kann vorhersagen, wie schnell sich der Luft-Tourismus wieder erholen könnte – doch von Geschäftsreisen dürften keine größeren Impulse ausgehen: „Viele Menschen haben sich jetzt auch an Videokonferenzen gewöhnt“, so die Erfahrung von Ahlers. „Es stimmt uns hoffnungsvoll, dass die Politik den Ernst der Lage erkannt hat und auch die kleinen Mittelständler unterstützt“, kommentiert er die Hilfsprogramme von Bund und Land. Quelle: ‚Stuttgarter Zeitung‚.