Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Rätsel um Flugzeugabsturz bei Steinenbronn

War es menschliches Versagen oder gab es ein technisches Problem? Nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges bei Steinenbronn (Kreis Böblingen) gibt es jetzt neue Erkenntnisse. Die genaue Absturzursache ist zwar weiter unklar, aber laut der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BDU) war das Flugzeug im “Instrumentenflug” unterwegs. Das bedeutet, die beiden Piloten flogen nicht auf Sicht, sondern ließen sich von Fluglotsen leiten, die den Kurs vorgaben.

Zwei Piloten an Bord
An Bord waren demnach zwei Piloten. Ein 62-jähriger Mann aus Ludwigsburg und sein Co-Pilot, ein 73 Jahre alter Mann aus Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen). Sie und ein Fluggast, vermutlich die Ehefrau einer der Piloten, kamen bei dem Absturz ums Leben.

Zwischenbericht erst im September erwartet
Das Kleinflugzeug vom Typ “Piper” war am Samstagvormittag am Stuttgarter Flughafen in Richtung Nienburg nahe Magdeburg gestartet. Wenige Minuten später stürzte es in einem Wald bei Steinenbronn ab. Zuvor soll der Pilot einen ersten Startversuch abgebrochen haben. Warum ist noch unklar. Bis es weitere Details zu dem Unglück gibt, könnte es noch etwas dauern. Die BDU rechnet erst im September mit einem Zwischenbericht. Das bestätigte ein Sprecher dem SWR. Quelle: ‘SWR‘.

Wie sicher sind Kleinflugzeuge?

In den vergangenen Tagen machten Abstürze von Kleinflugzeugen Schlagzeilen: So kam es in Böblingen (Baden-Württemberg), Renneritz (Sachsen-Anhalt) und Hildesheim (Niedersachsen) zu Unfällen mit Toten. Das wirft Fragen nach der Sicherheit auf.

„Ich erachte Fliegen als sicher – unter gewissen Voraussetzungen“, sagt Professor Gordon Konieczny vom Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Konieczny, der selbst Pilot ist und eine Berufspilotenlizenz besitzt, weist darauf hin, dass für einen sicheren Flug mit einem Kleinflugzeug drei Punkte wichtig seien: das Flugzeug, der Pilot und das Wetter.

Das Flugzeug
Für jedes Flugzeug gibt es vorgesehene Wartungsintervalle. So müsse etwa ein Kleinflugzeug nach 50, 100 oder 200 Stunden zur Wartung, wo dann festgelegte Checks vorgenommen werden, so Konieczny. Durch ein Bordbuch, in das jeder Pilot des Flugzeuges die Flugzeit einträgt, wisse man vor dem Start, wann die nächste Wartung anstehe und ob ein Flug durchgeführt werden könne.

Außerdem bewertet Konieczny die Zuverlässigkeit der Sicherheitschecks: „Die Flugzeuge sind meines Erachtens unter einer sehr strikten Kontrolle.“ Zwei Organisationen beaufsichtigen, überprüfen und koordinieren die Wartungsprozesse: zum einen die Continuing Airworthiness Management Organisation (CAMO), die für die Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen zuständig ist, und zum anderen die Maintenance Organisation (MO) – die Wartungsorganisation.

Der „Human Factor“
In seiner Arbeit an der Hochschule in Hamburg beschäftigt sich Konieczny auch mit dem sogenannten „Human Factor“ beim Fliegen. „Wenn Sie fliegen wollen, müssen Sie natürlich fit sein – gesundheitlich und fliegerisch fit“, sagt er. Deshalb greifen auch hier verschiedene Kontrollmechanismen. So überprüfen Ärzte regelmäßig die Gesundheit der Piloten. Quelle: ‘RND

Frequenzen von Europas Flugplätzen

Hier finden Sie eine kostenlose, aktuelle PDF-Datei mit allen europäischen Flugplatz-Frequenzen zusammengestellt. Durchsuchbar, alphabetisch sortiert und zum Ausdruck vorbereitet (Registrierung bei flieger.news).

Der “Go-Around” ist Standard

Ein Pilot stellt sich im Final mental immer auf einen Go-Around ein. Gelandet wird nur, wenn alles passt. Der Go-Around ist also kein Notfall, sondern ein Standard-Verfahren. Für einen Entscheid, durchzustarten, gibt es zahlreiche Gründe. Etwa ein nicht-stabilisierter Anflug (zu hoch, zu tief, versetzt zur Centerline, zu schnell, zu langsam), aber auch Turbulenzen, starker Seitenwind oder Böen können einen Go-Around auslösen. Ist die Piste blockiert, etwa durch ein vorher gelandetes Flugzeug, gehört das Manöver zur Selbstverständlichkeit wie auch bei einer Anweisung der Flugverkehrsleitung. Auch Situationen während der Landung können Grund für ein Durchstarten sein. Dann zum Beispiel, wenn die Landung ausserhalb der beabsichtigten Aufsetzzone erfolgt (im Endanflug deshalb die Pisten- oder Geländemarken für den Aufsetz- und Durchstartpunkt visuell festlegen) oder wenn nach einer harten Bodenberührung das Flugzeug wieder wegspringt.

Doch tatsächlich kommt es immer wieder vor, dass selbst bei noch so aussichtsloser Ausgangslage im Short-Final die Landung auf Biegen und Brechen erzwungen wird. Im besten Fall mag dies eine lange Landung oder eine harte Dreipunktlandung zur Folge haben. Es kann aber auch zu heiklen, ja gefährlichen Situationen führen.

Mögliche Folgen eines «verpassten» Go-Arounds können Schäden am Flugzeug sein. Eine Vollbremsung nach einer langen Landung kann
zum Reifenplatzer führen oder gar zum Überrollen des Pistenendes. Ein «Erzwingen der Landung» kann das Fahrwerk beschädigen. Und eine erste Bodenberührung mit dem Bugrad kann eine Propeller-Berührung mit der Piste nach sich ziehen oder gar das Bugrad einknicken lassen.

Seitlich versetzt durchstarten.
Ein Go-Around darf niemals über einem auf der Piste auflinierten und starbereiten Flugzeug durchgeführt werden. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass der startwillige Pilot das anfliegende Flugzeug übersehen hat. Was ist in diesem Fall zu tun? Nehmen wir an, Flugzeug A befindet sich Mitte Final auf einen unkontrollierten Flugplatz. Plötzlich liniert das am Holding Point wartende Flugzeug B auf die Piste auf. Pilot A ist folglich gezwungen, einen Go-Around einzuleiten. Ob Pilot B seinen Fehler erkannt hat und seinen Start verzögert, oder ob er sogleich startet, kann Pilot A nur kontrollieren, wenn er seinen Go-Around seitlich versetzt und parallel zur Piste fliegt.

Approach Briefing
Genügend Zeit für die Anflugvorbereitung und das Approach Briefing ist die Basis für einen sicheren, ruhigen und erfolgreichen Anflug mit Landung auf jeden Flugplatz. Ein Anflug wird nur begonnen, wenn alle notwendigen Aufgaben (Checks, ATIS abhören und Approach Briefing) erledigt sind. Im Approach Briefing rekapituliert der Pilot die in der Vorbereitung erarbeiteten Fakten und
ergänzt diese mit den letzten Informationen vom Zielflugplatz (etwa Pistenrichtung und aktuelle Windverhältnisse).

Als Grundsatz gilt: Ein Approach Briefing soll kurz und effektiv sein. Zudem empfiehlt es sich, dafür genügend Zeit einzuplanen. Denn: Ein stabiler, gut vorbereiteter Anflug ist die Basis für eine sichere und präzise Landung. Quelle: ‘AeCS Safer Flying‘.

Freispruch für Pilot

Die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts hat den Piloten eines im August 2016 bei Schaffhausen abgestürzten Kleinflugzeugs freigesprochen. Gutachten zeigen, dass die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) falsche Berechnungen bei ihrer Unfalluntersuchung machte.

Die erstinstanzliche Verurteilung durch die Strafkammer des Bundesstrafgerichts basierte in wesentlichen Punkten auf dem Sust-Schlussbericht. Dieser wurde in der Zwischenzeit zurückgezogen. Bisher liegt kein neuer Schlussbericht vor, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Urteil der Berufungskammer hervor geht. Die Kammer gab deshalb ein eigenes Gutachten in Auftrag. Und auch ein vom Piloten eingereichtes Privatgutachten wurde bei der Entscheidungsfindung wesentlich berücksichtigt. Die Berufungskammer hält fest, dass dem Piloten keine strafrechtlich relevante Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen sei. Der Mann habe nicht fahrlässig gehandelt, als er sich bei der Berechnung des maximalen Startgewichts auf die Angaben der Passagiere verlassen habe. Gemäss Gutachter gab es kein den Piloten verpflichtendes Verfahren, wie das Gewicht von Passagieren zu bestimmen gewesen wäre. Es war üblich, auf die Angaben der jeweiligen Personen zu vertrauen. Dies habe der Pilot getan.

Kein Flugfehler
Das Gerichts- und das Privatgutachten ergaben weiter, dass dem Piloten kein Flugfehler nachgewiesen werden könne und er die Startrollstrecke von 355 Metern mit den ihm zur Verfügung stehenden Angaben korrekt berechnet habe. Die Sust war von einer Rollstrecke von 455 Metern ausgegangen, was laut Gutachter falsch ist. Beim Flugunfall vom August 2016 wurden der Pilot, eine Frau und zwei weitere Passagiere erheblich verletzt. Die Passagierin erlag später ihren Verletzungen. Das Flugzeug kam damals beim Start kaum vom Boden weg, neigte sich und stürzte nach rund einer Minute Flugzeit ab. Die Strafkammer verurteilte den Piloten im August 2019 wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Störung des öffentlichen Verkehrs zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 750 Franken. Quelle: ‘Top-online‘.

Boeing Stearman muss notlanden

Der Pilot eines Doppeldeckers der Marke „Boeing Stearman“ ist am Sonntag, den 4. Juli, auf einer Wiese zwischen Werben und Räbel notgelandet. Eigentlich wollte er zu einer Veranstaltung für amerikanische Flug- und Fahrzeuge in Brandenburg.

So hatte sich der 53-jährige Pilot aus Hamburg sein Wochenende sicher nicht vorgestellt. In der Altmark, in der Nähe von Werben, musste er am Sonntag, den 4. Juli gegen 13 Uhr, mit seinem alten Doppeldecker der Marke „Boeing Stearman“ eine Sicherheitslandung durchführen. Der Pilot teilte mit, dass das Flugzeug eine Motorstörung beziehungsweise ein Motorenproblem hatte. Demzufolge suchte er eine geeignete Stelle zum Landen. Dabei unterschätzte er aber die Höhe der Gräser, so ein Sprecher des Polizeireviers Stendal. Der Pilot und der 26-jährige Mitinsasse des Fliegers blieben unverletzt. Das Flugzeug selbst wurde leicht beschädigt, die Bergung erfolgte in eigener Zuständigkeit. Die Feuerwehren aus Werben, Behrendorf und Giesenslage sind vorsorglich alarmiert worden und waren mit vier Fahrzeugen und 20 Kameraden vor Ort. Des Weiteren kamen ein Rettungshubschrauber des ADAC und der Rettungshubschrauber der Bundeswehr SAR zum Einsatz. Deren Einsatz konnte aber kurzfristig wieder abgebrochen werden.

Veranstaltung für amerikanische Flugzeuge
Wie ein Sprecher des Polizeireviers Stendal mitteilte, war der Pilot mit seinem Insassen auf dem Weg zum Flugplatz Bienenfarm in Paulinenaue in Brandenburg. Dort fand am Wochenende das “Stearman & Friends” statt. Das ist ein Typentreffen für die Boeing Stearman aus den USA sowie für alle anderen US-Klassiker. Quelle: ‘Volksstimme‘.

PC-21_Trainingsflugzeug_Jettrainer_Pilot_Ausbildung

2017 hat die Französische Luftwaffe “Armée de l’Air et de l’Espace” 17 PC-21 gekauft und bildet seither ihre zukünftigen Militärpiloten erfolgreich mit dem weltweit modernsten Trainingssystem aus. Jetzt hat die Luftwaffe neun PC-21 bestellt, um die Pilotenausbildung mit zusätzlichen Pilatus Trainingsflugzeugen zu verstärken. Die PC-21 werden für die Ausbildung der zukünftigen Militärpiloten eingesetzt. Die PC-21 lösen zweimotorige Jettrainer ab, welche bisher für die Pilotenausbildung im Einsatz waren.

Die PC-21 werden ab 2023 auf der Basis Cognac Châteaubernard in Westfrankreich stationiert. Seit 2018 sind PC-21 dort im Einsatz. Im 2020 konnten die ersten Piloten ihre Ausbildung, abschliessen. Mit den jetzt bestellten PC-21 wird sich die Flotte auf insgesamt 26 erhöhen. Nebst der Schweiz und Spanien ist Frankreich die dritte Nation Europas, welche mit dem PC-21 auf das weltweit modernste Trainingssystem setzt. Weltweit sind über 230 PC-21 bei neun Luftwaffen im Einsatz. Quelle: ‘Pilatus Flugzeugwerke‘.

Montage von Kameras an Flugzeugen

Anlässlich einer Vorfeld-Inspektion eines unserer Inspektorenteams wurde beobachtet, wie ein Flugzeug mit einer auf dem Flügel montierten Kamera startete. Nach der Landung wurden nur noch Klebebandreste vorgefunden. Nach Rücksprache mit dem Piloten konnte festgestellt werden, dass sich die Kamera bei der Landung mitsamt der Befestigung vom Flugzeug separiert hatte. In der Stellungnahme gab der Pilot bekannt, dass er sich hinsichtlich allfälliger rechtlicher Grundlagen und Konsequenzen keine Gedanken gemacht hatte. Vermehrt tauchen auch auf sozialen Netzwerken (wie zum Beispiel „Youtube” und „Facebook”) vergleichbare Videos auf, welche darauf schliessen lassen, dass der vorgenannte Vorfall kein Einzelfall ist. Mehrere Meldungen (SWANS, durch Flugplatzleiter und Piloten) sowie verschiedene Beobachtungen des BAZL deuten darauf hin, dass die Kameras meistens an die Flugzeugstruktur angebracht werden.

Anweisung/Empfehlung
Das BAZL weist darauf hin, dass das Anbringen von Kameraausrüstungen oder Halterungen das Betriebsverhalten, die Aerodynamik oder das Schwingungsverhalten des Luftfahrzeugs negativ beeinflussen kann. Dies kann die Besatzung oder Dritte gefährden. In diesem Sinn handelt es sich um genehmigungspflichtige Änderungen am Luftfahrzeug, für welche entsprechende Nachweise erforderlich sind. Quelle: ‘BAZL‘.

Unglück nach dem Start

In Nordholz im Landkreis Cuxhaven ist am Donnerstagmorgen, 8. Juli, ein Sportflugzeug abgestürzt. Zwei Menschen sind bei dem Unglück ums Leben gekommen. Wie die Polizei bestätigte, prallte die Maschine nach dem Start auf dem Sportflugplatz in ein Waldstück und wurde zerstört. Der Flugunfall ereignete sich um kurz nach 10 Uhr. Die beiden Insassen seien im brennenden Flugzeug ums Leben gekommen, heißt es dort weiter. Es soll sich dabei um ein Leichtflugzeug gehandelt haben. Die Identität der Opfer stünde nach Polizeiangaben zunächst nicht fest. Es soll sich beim Piloten um ein Vereinsmitglied des Sportflughafens mit langjähriger Flugerfahrung gehandelt haben. Warum das Leichtflugzeug kurz nach dem Start abstürzte, ist noch unklar. Informationen zur Absturzursache liegen zunächst nicht vor. Die Bundesstelle für Flugunfallforschung in Braunschweig sei in Kenntnis gesetzt worden. Quelle: ‘Fehmarn24‘.

Flugzeugunfall in Epagny

Ein zweisitziges Flugzeug ist Freitag, 9. Juli, während der Startphase auf dem Flugplatz von Epagny FR abgestürzt. Der Pilot wurde leicht verletzt. Der 67-Jährige war zum Zeitpunkt des Unfalls die einzige Person an Bord, wie die Kantonspolizei Freiburg am Abend mitteilte. Das Flugzeug sei während der Startphase aus noch unbekanntem Grund mehrmals gehüpft und habe sich dann auf den Rücken gedreht. Der Pilot wurde laut Polizei mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht. Eine Untersuchung der genauen Umstände des Unfalls durch der Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) sei im Gang. Quelle: ‘Blick‘.

Die Überfliegerin

Den Flugschein hatte Iris Brditschka zwei Jahre vor dem Pkw-Führerschein in der Tasche. Heute fliegt die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin mit dem „ORF-Überflieger“ und informiert die Hörer von Radio Oberösterreich frühmorgens über das Verkehrsaufkommen. Um acht Uhr morgens treffen wir Iris Brditschka am Flugplatz der HB-Flugtechnik in Hofkichen im Traunkreis. Voll Elan steigt die fesche Ansfeldnerin aus einem Motorsegler, der soeben gelandet ist. Es handelt sich aber nicht um irgendeinen Flieger, sondern um den „ORF-Überflieger“, der die Hörer von Radio Oberösterreich immer morgens über das aktuelle Verkehrsaufkommen im Großraum Linz informiert. Während der Pilot in der Luft seine Kreise zieht, übermittelt Co-Pilotin Iris via Liveschaltung die aktuellen Staus.

Flieger-Familie: Das Fliegen wurde der studierten Wirtschaftswissenschaftlerin in die Wiege gelegt. Großvater Heinz W. Brditschka hat als Amateurbauer zwei Exemplare der legendären „Motorkrähe“ gebaut und im familieneigenen Schmuckwarenbetrieb Flugteile für Amateure gefertigt. Ihr Vater Heino hat bereits 1973 das erste manntragende Elektroflugzeug entwickelt und es damit sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft. Vor mehr als 50 Jahren hat er in Hofkirchen im Traunkreis die Firma HB-Flugtechnik sowie einen Flugplatz gegründet, wo auch Iris beschäftigt ist. Beim Covershooting beweist die 31-jährige Privatpilotin, dass sie nicht nur im Cockpit, sondern auch vor der Kamera eine Topfigur macht und erzählt, dass sie quasi im Flieger aufgewachsen ist. Das ganze Interview lesen Sie hier in der ‘OberÖsterreicherin’.

Howard Hughes und sein Superflugzeug

Mit extravagantem Lebensstil und entsprechenden Flugzeugen machte der Milliardär Howard Hughes von sich reden. Bis er am 7. Juli 1946 in einen selbst konstruierten Aufklärer stieg. Der Jungfernflug wurde zum Desaster. Der Chef wollte es unbedingt selbst machen. Das verlangten sein Ego und nicht zuletzt das Marketing, schließlich war der Markt für das hochmoderne Flugzeug inzwischen weggebrochen. Also startete die XF-11 am 7. Juli 1946 mit keinem Geringeren als dem Milliardär Howard Hughes (1905–1976) im Cockpit. Und weil der Meister selbst den Steuerknüppel bediente, hielt er sich auch nicht an den ausgefertigten Flugplan, sondern setzte zum Rundflug über Los Angeles an. Bis er um 19:20 Uhr in Beverly Hills eine Bruchlandung hinlegte. Sie sollte Hughes’ Leben verändern.

Dem Monopol auf Erdöl-Bohrmeißel, über das die Firma seines Vaters verfügte, verdankte Howard Hughes ein privilegiertes Leben. Nach dem frühen Tod seiner Eltern wollte ihr einziger Erbe aber nicht die Familientradition fortsetzen, sondern erklärte seinem Generalbevollmächtigten: „Mein erstes Ziel ist es, der beste Golfspieler der Welt zu werden. Zweitens der beste Flieger zu werden und drittens der berühmteste Filmproduzent.“ Zumindest dem zweiten und dritten Ziel sollte er zumindest nahekommen.

Während er mit Filmen wie „Scarface“ oder „Outlaw“ und der Liaison mit der Schauspielerin Katharine Hepburn in Hollywood für Furore sorgte, legte er mit seiner Firma Hughes Aircraft 1936 die Grundlage für ein Luftfahrtunternehmen, das durch futuristische Projekte und Militäraufträge während des Zweiten Weltkrieges zu einem global agierenden Konzern aufstieg, zu dem auch die Fluggesellschaft TWA gehörte. Zu seinem Markenzeichen gehörte es, dass Hughes nicht nur an der Konstruktion seiner Flugzeuge mitwirkte, sondern sie auch als Pilot vorführte.

Während des Zweiten Weltkrieges entwarf er den Prototypen eines schnellen Bombers, der allerdings die Käufer von der Air Force nicht überzeugen konnte. Das Konzept einer zweimotorigen Maschine mit doppeltem Leitwerk übertrug Hughes anschließend auf einen schnellen Aufklärer mit großer Reichweite, die XF-11. Die Air Force war begeistert, doch als die ersten Prototypen flugtauglich waren, war der Krieg zu Ende und der Vertrag nichtig.

Die Daten waren beeindruckend. Der knapp 20 Meter lange Zweisitzer erreichte eine Höhe von 13,5 Kilometern, hatte eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 700 km/h und eine Reichweite von gut 5500 Kilometern. Allerdings erwies sich Abstimmung der beiden gegenläufigen Propeller an jedem Motor als ein Problem, das im Juni 1946 fast zu einer Katastrophe geführt hätte.

Die Propeller sollten sich auch beim Jungfernflug am 7. Juli als Achillesferse der XF-11 erweisen. Ein kleines Leck in der Ölversorgung blieb unentdeckt und hätte wohl auch keine Folgen gehabt, wenn Hughes sich an den Flugplan gehalten hätte. Der sah einen Start mit anschließendem Flug über 20 Minuten vor. Hughes aber beschloss, mit seiner neuen Errungenschaft einen Rundflug über Los Angeles zu unternehmen.

Bei dem Versuch, in Beverly Hills auf einem Golfplatz zu landen, rasierte er die Dächer von drei Häusern ab. Hughes konnte von Glück reden, dass er sich aus der brennenden Maschine retten konnte. Aber die Verletzungen waren schwer. Nicht nur waren ein Schlüsselbein und mehrere Rippen gebrochen, sondern auch die Lunge war schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. An den Händen erlitt er Verbrennungen dritten Grades.

Der Rückzug des exzentrischen Milliardärs und Playboys aus der Öffentlichkeit wird mit den Folgen des Absturzes erklärt. Mehrere Jahre soll er seine Suite in Las Vegas nicht verlassen haben. Die Abhängigkeit von Medikamenten und Drogen war seiner Gesundheit kaum förderlich. Als er am 5. April 1976 starb, war der 1,93 Meter große Mann völlig abgemagert. Der Tod ereilte ihn – in einem Flugzeug. Quelle: ‘Die Welt‘.

Flughafen Locarno-Magadino teilweise zerstört

TICINO – Die durch das Unwetter verursachten Schäden am Flughafen Locarno-Magadino sind beträchtlich. Sogar Staatsrat Claudio Zali war vor Ort, um sich von den strukturellen Schäden am Flughafen zu überzeugen. Quelle/Fotogalerie: ‘Liberatv‘.

Jubiläumsfest 25 Jahre Hunterverein

Am Freitag/Samstag, 3./4. September 2021, feiert der Hunterverein in Mollis mit einer feinen Flugshow sein 25jähriges Bestehen. Verschiedene bekannte Formationen und Flugzeuge werden ihr Können demonstrieren, darunter finden sich die Patrouille Suisse, das PC-7-Team, das Super-Puma-Display-Team, die Yak-52, Bücker Jungmann, Vampire-Trainer und -Einsitzer, North American T6, Sukhoi26 und Pitts S1S, DC-3, Beech 18, Hunter T.MK.68 Doppelsitzer, Tiger- und Papyrus-Hunter, P-51 Mustang sowie eine Gleitschirmshow. Tickets. Programm.

Beim Landen in die Böschung

Flugunfall in Westerstede-Felde: Ein Ultraleichtflugzeug ist am Donnerstagnachmittag, 13. Mai, beim Landen verunglückt. Wie es von Seiten der Westersteder Polizei heißt, seien die beiden Insassen so verletzt worden, dass sie in die Ammerland-Klinik gebracht werden mussten. Bei dem Piloten handelt es sich um einen 57-Jährigen aus dem ostfriesischen Hinte. Als Passagier befand sich ein 73-Jähriger aus Aurich im Flugzeug. Die Maschine war beim Landen von der Bahn gerutscht und in eine Böschung geprallt. Quelle: ‘NWZonline.de‘.

Das plant Geely mit Volocopter

Der chinesische Automobilhersteller Geely ist seit 2019 an dem badischen Flugtaxi-Unternehmen Volocopter beteiligt. Nun verriet das chinesische Unternehmen, welche Pläne hinter der Investition in das deutsche Startup stecken.

Fliegende Autos ab 2024
Der chinesische Automobilhersteller Zhejiang Geely Holding Group (Geely) will in rund drei Jahren mit seiner Luftfahrtsparte in Zusammenarbeit mit Volocopter ein fliegendes Auto auf den chinesischen Markt bringen. Im ersten Schritt sollen hierfür die von Volocopter initiierten Flugtaxis auf dem deutschen Markt zugelassen werden. Die entsprechende Zertifizierung wurde laut “Investmentplattformchina” bereits bei der European Aviation Safety Agency (EASA) beantragt. Demnach erleichtert diese Zulassung in Deutschland bzw. in Europa aufgrund bestehender bilateraler Abkommen die Genehmigung des Einsatzes im chinesischen Luftraum für Geely.

Da die Forschung und Entwicklung des Modells fast fertiggestellt sei, soll bereits in drei Jahren mit einer Markteinführung zu rechnen sein, so Jing Chao gegenüber “The Paper” unter Berufung auf “Investmentplattformchina”: “Daher sind wir zuversichtlich, dass es fliegende Autos in China etwa ab dem Jahr 2024 geben wird”. Zielgruppe sollen neben Geschäftsleuten auch Eventveranstalter, Tourismusanbieter und der Massenmarkt sein, sofern sich die Flugtaxis als normale Verkehrsmittel durchsetzen können. Quelle: ‘Finanzen.net‘.

Vom Risiko falscher Betankung

«Am 07.07. um 10:13 Uhr haben wir bei der XXX per Telefon JET Fuel bestellt. Meine Frau und ich trafen um 10:25 Uhr beim Flugzeug ein und es stand der kleine AVGAS Wagen vor Ort. Der Tankwart hatte bereits den Teppich um den Tankdeckel gelegt, die beiden Tankdeckel geöffnet und den Schlauch bis zum Flügeltank ausgerollt und kurzfristig abgelegt um erst dann das Flugzeug noch zu erden. Neben dem Tankdeckel sind grosse Kleber ersichtlich mit der Aufschrift „Jet Fuel only“. Mit der Erdung lief er dann auf die linke Seite, wo wir ihn kurzfristig nicht mehr sehen konnten. Bei Ankunft vor Ort haben wir ihn aufgeklärt, dass unser Flugzeug JET Fuel benötigt und nicht etwa AVGAS. Das war ihm absolut nicht bewusst und auch die Kleber bei der Tanköffnung seien ihm nicht aufgefallen. Sein Kollege hätte ihm gesagt, er müsse das Flugzeug mit AVGAS betanken und er habe das deshalb so ausgeführt.»

Die Betankung eines Luftfahrzeuges gilt als reine Routinearbeit. Ein Fehler kann aber schwerwiegende Folgen haben. Auch wenn einheitliche Normen, standardisierte Abläufe und klare Instruktionen den Betankungsvorgang grundsätzlich sicher machen, kommt es immer wieder vor, dass Luftfahrzeuge mit dem falschen Treibstoff betankt werden. Dabei spielen die vorhandene Infrastruktur, aber auch die Normenkonformität der Luftfahrzeuge eine zentrale Rolle. Die Konsequenzen einer unbemerkten Falschbetankung sind in der Regel fatal. So lassen sich die Triebwerke mit noch verbleibenden korrekten Treibstoffmenge im System (Tank, Pumpen, Filter, und Schläuchen) starten, und auch der Start ist noch möglich, bevor es dann zu Störungen oder gar zu einem Triebwerksausfall kommt. Quelle: ‘BAZL‘.

Gefährliche Begegnung

Im Nahbereich eines Flugplatzes mit Sprungbetrieb muss im Luftraum jederzeit mit Fallschirmspringern gerechnet werden. Dies birgt grosse Gefahren, wie die nachstehende Schilderung eines Para-Operationflugs aus Sicht des Piloten zeigt: Seit knapp fünf Minuten bin ich im Pilatus Porter mit zehn Fallschirmspringern an Bord im Steigflug auf Flight Level 140. Gemäss Flugverkehrsleiter muss ich mich zwei Minuten vor dem geplanten Absetzen der Springer melden, um die Dropping-Clearance, die Freigabe zum Absetzen der Springer, zu erhalten. Es ist ein herrlicher Sommertag und dementsprechend sind zahlreiche Sportflugzeuge unterwegs. Regelmässig erhalte ich deshalb vom Flugverkehrsleiter anhand seines Radarbildes Traffic-Informationen über Flugzeuge, die meinen Steigflug im unkontrollierten Luftraum kreuzen. Kurz vor dem Passieren von FL120 kontaktiere ich den Flugverkehrsleiter mit der Angabe «Ready to drop in 2 minutes», worauf der Flugverkehrsleiter antwortet: «…cleared to drop out of FL 140». Sogleich informiere ich auf der Flugplatz-Frequenz den mithörenden Flugplatzverkehr über den in zwei Minuten bevorstehenden Absprung von Fallschirmspringern. Unmittelbar vor dem Erreichen der Absetzposition informiere ich ein weiteres Mal auf der Flugplatz-Frequenz über den bevorstehenden Absprung von Fallschirmspringern. Der Bodenbeobachter quittiert mit «Luftraum frei» und ich gebe den Fallschirmspringern das Zeichen zum Öffnen der Schiebetüre. Nach dem Absprung einer Fünfer-Formation machen sich zwei weitere Springer bereit, indem sie sich, in ihrer Absprungposition formiert, aussen am Türrahmen festklammern.

«Abbruch – Abbruch!»
Just in diesem Moment informiert mich der Flugverkehrsleiter über ein unterhalb des kontrollierten Luftraums auf den Sprungplatz zudrehendes Flugzeug. Sofort rufe ich «Abbruch – Abbruch!»in die Kabine, damit der Absprung gestoppt wird. Für die aussen am Porter formierten zwei Springer kommt dieser Aufruf aber zu spät, denn sie tauchen bereits kopfüber nach unten weg. Weil das besagte Flugzeug direkt über den Sprungplatz fliegt, höre ich auf dem zweiten Funkgerät, dass der Bodenbeobachter auf der Flugplatz-Frequenz energisch versucht, den Motorflugpiloten zum Abdrehen aufzufordern.

Hoffen, dass nichts passiert
Weder die bereits abgesprungenen Fallschirmspringer noch der den aktiven Sprungplatz überfliegende Motorflugpilot (der nicht auf der Flugplatz-Frequenz ist) ahnen etwas von der sich anbahnenden möglichen Gefahr und es bleibt dem Bodenbeobachter, dem Flugverkehrsleiter und mir als Absetzpilot nur zu hoffen, dass genau gleich wie bei den vergangenen ähnlichen Situationen, nichts passiert. Quelle: ‘MFVS, Safer Flying‘.

Flugplatz Dübendorf: Rahmenvereinbarung aufgelöst

Die Vertreter des Bundes und der Flugplatz Dübendorf AG (FDAG) haben beschlossen, die 2015 abgeschlossene Rahmenvereinbarung einvernehmlich aufzulösen. Der Bund wird die FDAG für bisher entstandene Aufwendungen und bereits ausgeführte Planungsarbeiten zur Umnutzung des Militärflugplatzes in einen zivil genutzten Flugplatz mit 7,3 Millionen Franken entschädigen. Aufgrund neu aufgetauchter Fragen war der Bundesrat im Herbst 2020 zum Schluss gekommen, das zur Umnutzung nötige Sachplanverfahren einzustellen und die bisherige Zusammenarbeit mit der FDAG zu beenden. Die einvernehmliche Lösung ist im Interesse beider Seiten: So kann ein langwieriges Gerichtsverfahren vermieden werden.

Im August 2014 beschloss der Bundesrat für das Gelände des Militärflugplatzes Dübendorf eine Dreifachnutzung mit Innovationspark, militärischer Bundesbasis und zivilem Flugfeld. Den Zuschlag zum Betrieb dieses zivilen Flugfelds erhielt gestützt auf eine öffentliche Ausschreibung die Flugplatz Dübendorf AG (FDAG). Der Bund schloss mit der FDAG sodann 2015 eine Rahmenvereinbarung ab, mit der sie ermächtigt wurde, die nötigen Planung- und Bewilligungsverfahren zur Umnutzung des Militärflugplatzes in einen zivil genutzten Flugplatz zu durchlaufen.

Im Rahmen der weiteren Arbeiten tauchten neue Fragen auf, die bei der ursprünglichen Planung des Projekts nicht vorhersehbar und daher nicht berücksichtigt worden waren. Der Bundesrat beschloss in der Folge im Herbst 2020, das Verfahren zur Anpassung des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) für die Umnutzung in ein ziviles Flugfeld einzustellen und die bisherige Zusammenarbeit mit der FDAG zu beenden. In diesem Zusammenhang haben die Vertreter des Bundes und der FDAG nun beschlossen, die 2015 abgeschlossene Rahmenvereinbarung einvernehmlich aufzulösen. Der Bund wird die FDAG für bisher entstandene Aufwendungen und bereits ausgeführte Planungsarbeiten mit 7,3 Millionen Franken entschädigen. Die einvernehmliche Lösung ist im Interesse beider Seiten. So kann ein langjähriges Gerichtsverfahren vermieden werden. Der Bundesrat hat heute den Nachtragskredit gutgeheissen, der für die Entschädigungszahlungen nötig ist. Der abschliessende Entscheid darüber obliegt wie gewohnt dem Parlament. Quelle: ‘UVEK‘.

Neue Führung für Flugsport-Club Würzburg

Die Auslieferung des neuen, leisen Schleppflugzeugs sowie der geregelte Übergang von der bisherigen Schleppmaschine auf die neue waren zwei wichtige Aufgaben im vergangenen Jahr, auf die der Erste Vorsitzende Michael Hoffmann in der Jahreshauptversammlung des Flugsport-Clubs Würzburg (FSCW) zurückblickte. Als einen wesentlichen Beitrag des FSCW zur Lärmaktionsplanung der Stadt Würzburg sei laut Hoffmann Ende des Jahres das leise Schleppflugzeug an den Start gegangen. Heute werde die erwartete Halbierung des Fluglärms von vielen betroffenen Bürgern bestätigt, was als absoluter Erfolg zu werten sei. Hoffmann hob die Unterstützung der Stadt und des Landkreises Würzburg sowie der Gemeinden Veitshöchheim und Margetshöchheim und der Bürger aus Zell am Main besonders hervor. Ohne diese Unterstützung wäre die Anschaffung des Schleppflugzeugs für den Verein nicht zu schultern gewesen. Einige Schlepppiloten seien schon auf das neue Muster geschult worden, so dass die Segelflugsaison bereits begonnen habe.

Mit Blick auf die finanzielle Situation der Sparten sprach Hoffmann von befriedigenden Ergebnissen, wenn man von der Belastung der Sparte Segelflug wegen der Beschaffung des Schleppflugzeugs absehe. Dies, obwohl der Flugplatz wegen fallender Treibstoffpreise ein ordentliches Defizit eingefahren habe. „Denn die Tanks für die Rettungshubschrauber wurden wegen der Corona-Krise gefüllt, um mögliche Engpässe zu vermeiden. Dann sind die Preise massiv gefallen“, so Hoffmann weiter. Der scheidende Erste Vorsitzende bedauerte, dass der Verein wegen der Pandemie auf viele lieb gewonnene Veranstaltungen verzichten musste. Das Kinderfliegen, das der FSCW seit vielen Jahren im engen Schulterschluss mit der Sportferienfreizeit der Stadt Würzburg anbiete, werde aber in 2021 vorrausichtlich mit entsprechendem Hygienekonzept stattfinden, so wie schon im Jahr zuvor.

Spannend waren die anschließenden Neuwahlen, weil einige Mitglieder der Vorstandschaft nicht mehr zur Wahl antraten. In den Vorstand wurden Jochen Gögelein als Erster Vorsitzender und Christian Frizlen als Zweiter Vorsitzender gewählt. Wiedergewählt als Dritter Vorsitzender wurde Elmar Tell. Das Amt des Schatzmeisters übernahm Michael Hoffmann, das Amt des Schriftführers Dieter Schirm. Jens Wiesner wurde als Leiter des Marketingteams und Matthias Schmitt als Naturschutzbeauftragter im Amt bestätigt. Klaus Dieter Lutz ist der neue Platzwart. Die Luftsportjugend des Flugsport-Clubs hatte im Vorfeld bereits Alexander Keller zu Ihrem Jugendleiter gewählt. Er wurde von der Hauptversammlung im Amt bestätigt. Quelle: ‘Main Post’.

Vergaser verursachte nach Start starke Motor-Vibrationen

Nachdem das Flugzeug wieder von der Piste 24 abgehoben und eine Flughöhe von rund 300 ft über Grund erreicht hatte, verspürten die Piloten zunächst leichte und dann innert Sekunden stark zunehmende Vibrationen, weshalb sie einen unmittelbar bevorstehenden Ausfall der Motorleistung befürchteten. Aus diesem Grund übernahm der Fluglehrer die Steuerführung und meldete um 11:33:48 Uhr über Funk eine Notlage mit Motorausfall. Der Flugverkehrsleiter antwortete sinngemäss, dass eine Landung in entgegengesetzter Pistenrichtung möglich sei. Darauf senkte der Fluglehrer die Flugzeugnase und leitete eine Umkehrkurve nach links ein mit der Absicht, entweder auf der Gras- oder der Hartbelagpiste zu landen (vgl. Abbildung 1). Bei dieser Umkehrkurve, die bei einer angezeigten Fluggeschwindigkeit von etwa 80 kt erfolgte, nahm das Flugzeug eine Querlage von rund 45° ein. Ein unmittelbar anschliessend durchgeführter Motortest (engine run-up) brachte keine Beanstandungen zutage. Am Flugzeug entstand kein Schaden und die Flugbesatzung blieb unverletzt. Es entstand kein Drittschaden. Mehr Informationen finden Sie im summarischen Bericht der ‘SUST‘.

Strategie für BMW-Gelände am Flugplatz Fürstenfeldbruck

Etwas mehr als 36 Hektar sind es, die zum Teil noch von BMW für die Driving Academy genutzt werden – alles vorbelastete Fläche. Versiegelt und nicht dem umliegenden sogenannten FFH-Schutzgebiet (Flora-Fauna-Habitat) zugeordnet. Schon länger spielt man in Maisach mit dem Gedanken, dort Gewerbe anzusiedeln. Von einem Technologie- und Innovationszentrum ist seit Herbst 2019 die Rede. Mit dem angekündigten Wegzug von BMW im Laufe des Jahres 2024 rückt das Thema wieder in den Fokus. Maisachs Bürgermeister Hans Seidl (CSU) sieht in den bereits versiegelten Flächen eine Chance: „Wir könnten mit der Ansiedlung von Gewerbe auf bereits versiegelte Flächen gehen und müssten kein Ackerland umwandeln“, sagte er im Gemeinderat. Ein Paradigmenwechsel, wie er es nennt.

Versiegelte Fläche ist eine Chance
Peter Aust (SPD) mahnte an, bei der Konzeptentwicklung gut überlegt zu handeln. „Ich will nicht, dass in der Öffentlichkeit rüberkommt, wir hätten einfach nur ein neues Gewerbegebiet“, sagte er. Auch Gottfried Obermair (FW) wies darauf hin, dass die Konversion des Flugplatzareals ein Thema mit zwei wichtigen Punkten sei – des Wohnungsbaus und der Schaffung von Arbeitsplätzen. „Das muss man gemeinsam mit allen Beteiligten diskutieren“, sagte er. Quelle: ‘Merkur‘.

Sicherheit dank Routine

In Rheinland-Pfalz verunglücken immer wieder Kleinflugzeuge. Allein 2020 waren es mindestens fünf – eins davon krachte in ein Haus. Das wirft Fragen nach der Sicherheit auf.

  • Leichtflugzeug-Abstürze 2021 in RLP
  • Mehr Flugstunden – mehr Routine
  • Verlängerung der Fluglizenz – das sind die Anforderungen
  • Der Faktor Mensch
  • Ultraleichtflugzeuge – zu viele Kilos?

Als vor einem Jahr ein Kleinflugzeug, eine Cessna, in Langenhahn im Westerwald in ein Einfamilienhaus stürzte, saß der Schock bei den Anwohnern und vielen anderen Menschen tief. Der Pilot überlebte, die Hausbewohner hatten Glück im Unglück: Ihr Haus wurde schwer beschädigt, sie aber blieben körperlich unverletzt. Dieser Absturz ist ein Extremfall, aber dennoch nicht auszuschließen. In Wesel (Nordrhein-Westfalen) passierte im Juli letzten Jahres ein ähnliches Unglück. Bei dem Absturz eines Kleinflugzeuges in ein Mehrfamilienhaus starben die zwei Flugzeuginsassen und eine Bewohnerin.

In diesem Jahr sind bislang drei Kleinflugzeuge in Rheinland-Pfalz verunglückt. Zuletzt ein Ultraleichtflugzeug beim Segelflugplatz Montabaur, zuvor im Mai ein Leichtflugzeug bei Bad Sobernheim. Im Februar stürzte eine Cessna in der Eifel ab. Das wirft Fragen nach der Sicherheit und Zuverlässigkeit von Mensch und Maschine auf. Ernst Eymann, Präsident des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz, weist darauf hin, dass nicht mehr Unfälle passierten. “Aber jeder Unfall ist einer zuviel und jeder Unfall hat seinen Grund.” Unfälle passierten immer infolge einer Kette von mehreren Dingen – etwas vergessen, etwas nicht machen oder etwas ignorieren. Den einen Hauptgrund gebe es nicht.

Physik lässt sich nicht austricksen
Disziplin, Selbstachtung, Respekt – für Eymann sind das wesentliche Aspekte für die Sicherheit der Fliegerei. “Das hat was mit Physik zu tun, die ist gegeben. Die findet einfach statt in ihren Regeln und die Regeln kann man nicht austricksen”, mahnt der langjährige Pilot. Eymann hat über 3.000 Flugstunden mit rund 7.000 Starts und Landungen absolviert. Genauso essentiell für ihn: Sicherheit durch Routine. “Je öfter man es tut, und auch über die Jahre öfters tut, umso leichter ist es, sich in Übung zu halten.” Deshalb ist sein Rat, so viel wie möglich zu fliegen, dass sei auch die Philosophie der Verbände. ‘”Viel fliegen macht Spaß und bringt Sicherheit.”

Verlängerung der Fluglizenz – die Bedingungen
Wer eine Fluglizenz hat, der muss diese immer wieder verlängern lassen. Für Leichtflugzeuge müssen dafür in 24 Monaten zwölf Flugstunden absolviert werden, davon eine als Übungsflug mit einem Fluglehrer. Außerdem müssen zwölf Starts und zwölf Landungen nachgewiesen werden, damit die Fluglizenz verlängert wird. Das wird nach Aussage von Eymann sehr streng kontrolliert. Er betont, dass diese Vorschriften das Minimum seien, was zu tun ist. Ob das ausreicht, “hängt auch davon ab, wie viel Erfahrung man hat”. In den Flugschulen und Vereinen würde allerdings auch mehr gemacht, als diese Minimalanforderungen. Aber: Nach Aussage von Eymann gibt es viele Piloten, die nicht organisiert sind. Inwiefern diese über die Mindestanforderungen hinaus üben und fliegen, wisse man nicht. Erfülle jemand nur die Minimalanforderungen, heiße das noch nicht unbedingt, dass er gefährlich fliege, denn Erfahrung könne er ja trotzdem haben haben. “Aber ich wünsche mir einfach, dass die Leute viel mehr fliegen.”

Der Faktor Mensch in der Maschine
Bei anderen Fliegern und Flugexperten klingt ebenfalls durch: Die zwölf Stunden sind eben ein Minimum. “An Übung ist es eigentlich nie genug. Gerade in der Fliegerei lernt man nie aus”, so Fluglehrer Roman Breitenbach und ergänzt: “Nicht umsonst machen die Verkehrsfluggesellschaften mehr als das Minimum. Wenn man ein Minimum an Training und ein Minimum an Erfahrung hat, reicht das vielleicht nicht aus, wenn es brenzlig wird.” Ein anderer Kollege weist darauf hin, dass auch die Tagesform des Piloten in den Blick genommen werden sollte: “Viele gehen unvorbereitet oder hektisch an den Start.” Wer nicht gut drauf sei, sollte besser am Boden bleiben. In der Diskussion um die Sicherheit von Kleinflugzeugen taucht auch die Frage auf, ob das erhöhte zulässige Gewicht bei Ultraleichtflugzeugen einen Einfluss haben könnte. Seit 2019 dürfen diese beim Abflug insgesamt 600 Kilogramm wiegen, zuvor waren es gut 470.

Roland Hauke fertigt seit vielen Jahren Leichtflugzeuge in seinem mittelständischen Betrieb in Mendig (Landkreis Mayen-Koblenz). Aus seiner Sicht stellt die Erhöhung des Abfluggewichts bei Ultraleichtflugzeugen kein erhöhtes Risiko für die Flugsicherheit dar: “Für den Piloten ändert sich nicht viel durch das höhere zugelassene Gesamtgewicht. Das ist kaum spürbar.” Weltweit würde zudem mit viel höheren Abfluggewichten geflogen – mit denselben Maschinen. Die eine Antwort auf die Frage, warum es immer wieder zu Abstürzen von Kleinflugzeugen kommt, gibt es offenbar nicht. Der beste Schutz vor Unglücken – daran sind sich offenbar die Flieger weitgehend einig ist: Fliegen, fliegen, fliegen. Quelle: ‘SWR‘.

Diesel-Hochdruckpumpe verursacht Motorausfall

Am 19. Juli 2020 startete der Pilot um 10:27 Uhr in einem vierplätzigen Motorflugzeug, eingetragen als HB-PMF, vom Flugplatz Birrfeld zu einem Alpenrundflug. Mit ihm an Bord befand sich eine Passagierin. Auf einer Höhe von 5500 ft über Meer ging er in den Reiseflug über und setzte eine Motorleistung von 75%. In der Region von Zofingen (AG) fiel der Motor aus. Der Pilot stellte fest, dass die Kontrollanzeigen beider FADEC1 blinkten.Er führte die im Falle eines Motorausfalls auszuführenden Manipulationen aus. Der Motor liess sich aber nicht mehr starten.Während des Gleitfluges in Richtung des Flugplatzes Triengen entschied sich der Pilot für eine Notlandung in einem Maisfeldbei Reitnau, da bis Triengen nach seiner Beurteilungkeine geeigneten Notlandeplätze in Reichweite waren. Nach dem Aufsetzen kam das Flugzeug gegen das Ende des Maisfeldes hin an einer Ackerfurche zum Stillstand. Dabei knickte das Bugfahrwerk ein, sodass das Flugzeug leicht beschädigt wurde. Der Pilot und die Passagierin blieben unverletzt. Quelle: ‘SUST‘.

Notlandung im Getreidefeld

Bei einer Notlandung in einem Getreidefeld an der Derner Straße bei Kamen ist der Pilot eines Ultraleichtflugzeuges am Samstagmorgen leicht verletzt worden. Der 47-Jährige habe beim Landeanflug auf den Segelflugplatz Kamen-Heeren offenbar ein technisches Problem gehabt, teilten Polizei und Feuerwehr am Samstag mit. Beim Landeanflug hat es anscheinend ein technisches Problem gegeben. Das verunfallte Flugzeug: Beim Landeanflug hat es anscheinend ein technisches Problem gegeben. Der Mann aus Schwerte habe nach der Landung noch selbstständig aus der motorisierten Propellermaschine aussteigen können und einen Notruf abgesetzt. Er sei notärztlich versorgt und anschließend mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Quelle: ‘T-online‘.

Was kann eigentlich der Autopilot?

Der Autopilot hilft dem Piloten aus jeder Situation, oder? Flugkapitän Nikolaus Braun räumt mit Kino-Legenden auf und erklärt, was Flugzeuge heute automatisch können – und was nicht. Glaubt man dem Volksmund oder auch den vielen Kinofilmen, kann ein Autopilot fast alles: Egal wie verfahren die Situation ist, egal wie schlimm die Umgebungsbedingungen sind – der Autopilot hilft der Cockpit-Crew aus jeder Situation problemlos wieder hinaus. Im Reiseflug lässt er die Piloten Zeitung lesen und landen kann er sowieso von allein.

Die Realität sieht anders aus. Der Autopilot ist nur ein kleiner Baustein im Gesamtsystem “Flugführung”, was all das umfasst, was sich der Laie als Autopilot vorstellt. Der Autopilot ist der Teil, der das Flugzeug an sich fliegt. “Fliegen” heißt hierbei, dass der Autopilot beispielsweise die Fluglage im Raum so herstellt, dass der dreidimensionale Flugweg eingehalten werden kann.

Im einfachsten Fall – dem unbeschleunigten Geradeausflug – bedeutet das, dass der Autopilot den Anstellwinkel des Flugzeuges so verändert, dass das Flugzeug konstant seine Flughöhe einhält, auch wenn es durch Treibstoffverbrauch leichter wird. Ebenso reagiert er auf Störungen von außen (zum Beispiel Böen oder Aufwinde), Änderungen der Geschwindigkeit oder das Ausfahren von Landeklappen

Der Autopilot regelt Anstellwinkel und Schubbedarf
In der Regel hat der Autopilot noch einen Gehilfen, den automatischen Schubregler. Auch wenn beide Systeme unabhängig arbeiten und auch so genutzt werden können, wird erst aus dem Zusammenspiel eine gelungene Kombination. Aus der Flugphysik ergibt sich, dass es für jede Fluglage mit konstanter Geschwindigkeit bei einem bestimmten Gewicht in der Regel einen bestimmten Schubbedarf gibt. Ändert sich die Fluglage, ändert sich auch der Schubbedarf.

Fliegt das Flugzeug unbeschleunigt mit konstanter Flughöhe geradeaus, ist der Auftrieb gleich der Gewichtskraft (daher kein Steig- oder Sinkflug) und die Schubkraft gleich dem Widerstand (daher unbeschleunigt). Für diese Situation gibt es einen Schubwert und einen Anstellwinkel, aus denen eine Geschwindigkeit resultiert. Wird der Schub erhöht, beschleunigt das Flugzeug. Durch die höhere Geschwindigkeit steigt der Auftrieb, wodurch es aufsteigen würde.

Um die Höhe zu halten, muss der Auftrieb verringert werden, in dem der Anstellwinkel reduziert wird. Fliegt das Flugzeug lange Zeit in konstanter Höhe – wie zum Beispiel im Reiseflug – wird es durch den Kraftstoffverbrauch leichter. Der Anstellwinkel wird daher mit der Zeit leicht reduziert, wodurch sich der Widerstand verringert, was wiederum den Schubbedarf verkleinert. All diese Korrekturen werden kontinuierlich vom Autopiloten veranlasst. Der Autopilot steuert dabei selbst nicht direkt die Steuerflächen des Flugzeugs an. Höhen-, Quer- und Seitenruder werden heutzutage von eigenen speziellen Computern geregelt, die die Vorgaben der Piloten oder Autopiloten in Ausschläge der Steuerflächen umsetzen.

Das Flight Management System kennt den Flugweg
Die Definition des Flugweges, also die Vorgabe, wo das Flugzeug entlang fliegen soll, erfolgt auf zwei mögliche Weisen: Zum einen kann der Pilot direkte Vorgaben machen. Über ein Bedienpanel im Cockpit kann er beispielsweise einen Steuerkurs (“Heading”), eine Geschwindigkeit oder einen Steigflug einstellen. Zum anderen kann das Flight Management System (FMS) dem Autopiloten einen Flugweg vorgeben. In diesem Fall muss nur jede Höhenänderung manuell durch den Piloten vorgegeben werden, alles andere wird aus der programmierten Route berechnet.

Die erstgenannte Methode wird zum Beispiel immer dann genutzt, wenn Fluglotsen eine Richtungsänderung als Steuerkurs anweisen oder wenn hochreichende Bewölkung umflogen wird. Den größten Teil der Strecke wird aber die programmierte Route abgeflogen. Während dieser Zeit hat die Crew die Aufgabe, den Autopiloten zu überwachen, ob die im Flugplan freigegebene Route richtig abgeflogen wird, ob im FMS alle aktuellen Änderungen von Luftstraßen korrekt hinterlegt und ob alle Routen passend kodiert sind.

Automatisch landen geht nicht immer
Bleibt noch die Frage nach dem Starten und Landen. Nein, Autopiloten in heutigen Verkehrsflugzeugen können das Flugzeug zwar unter bestimmten Bedingungen landen, aber nicht starten! Dieser Umstand resultiert daraus, dass ein Start ja immer optional ist, eine Landung hingegen nicht.

Allerdings ist in den vergangenen Jahren Bewegung in diese Thematik gekommen: Im Rahmen der Forschung für automatisierte Flüge und Piloten-Unterstützungssystemen hat Airbus Anfang 2020 in einem Flugversuch einen vollautomatischen Start einer A350 demonstriert. Bis eine solche Technologie alltagstauglich ist, wird es aber noch einige Jahre dauern. Landen hingegen kann schon heute so manch ein Autopilot. Dabei sind die Autopiloten speziell darauf ausgelegt, das Flugzeug dann zu landen, wenn der Mensch es nicht mehr kann. Das ist beispielsweise der Fall, wenn es sehr neblig und die Außensicht auf die Landebahn oder Teile der Anflugbefeuerung versperrt ist. Der Aufwand, der bei diesen Landungen getrieben werden muss, ist aber sehr hoch – für das Flugzeug, den Flughafen und auch die Besatzung. Insofern können bei Weitem nicht alle Flugzeuge automatisch landen und auch auf vielen Flughäfen ist dieses nicht möglich. Andere Szenarien, wie zum Beispiel starken Wind, Regen oder Schneefall, kann der Autopilot ohnehin nicht abdecken. Hier muss und können nur die Piloten landen. Quelle: ‘Airliners.de‘.

Schweiz: CO2-Gesetz und Flugticket-Abgabe abgelehnt

Die Erderwärmung trifft die Schweizer Bergregionen stark. Dennoch hat eine knappe Mehrheit nun dagegen gestimmt, per Gesetz die CO2-Preise zu erhöhen. Dabei wollte die Schweiz ihre Emissionen bis 2030 um die Hälfte reduzieren. In der Schweiz ist das überarbeitete CO2-Gesetz an der Wahlurne durchgefallen – vor allem in ländlichen Regionen. 51,6 Prozent hätten gegen das Vorhaben gestimmt, berichtete der Schweizer Rundfunk (SRF) nach Auszählung aller Stimmen. Dabei hatte sich ein breites Parteienbündnis dafür stark gemacht, ebenso Umweltverbände. Ihre Befürchtung ist nun, dass unklar bleibt, ob und wie die Schweiz ihre internationalen Klima-Verpflichtungen erfüllen kann.

“Brauchen dringend Lösungen”
“Das ist vor allem ein Rückschritt für den Klimaschutz und es ist ein Rückschritt für die Schweiz. Wir haben ja das Klimaabkommen von Paris unterschrieben. Wir wollen es umsetzen und das wird natürlich jetzt sehr viel schwieriger. Die Probleme bleiben und wir brauchen dringend Lösungen”, sagte die grüne Abgeordnete Regula Rytz sagte im SRF. Das Gesetz sei extra nicht überfrachtet worden, sagte die Grünenpolitikerin. “Deshalb ist es für mich wirklich sehr eigenartig, dass es gelungen ist jetzt sehr stark diese Zweifel an dem Kurs des CO2-Gesetzes zu verbreiten”. Es sei klar gewesen, dass es ein sehr wirtschaftsfreundliches Gesetz sei.

SVP unterstütze Ansinnen der Verbände
Das Gesetz sollte dabei helfen, die jährlichen CO2-Emissionen zu reduzieren – bis zum Jahr 2030 auf die Hälfte des Ausstoßes von 1990. Vorgesehen war eine neue Klima-Abgabe auf Flugtickets: Je nach Strecke bis zu umgerechnet rund 110 Euro. Benzin und Diesel wären teurer geworden, ebenso Heizöl. Geplant war aber auch, dass ein Teil des Geldes zurück an die Bevölkerung fließen sollte. Außerdem wären klimafreundliche Gebäudesanierungen gefördert worden. Zur Volksabstimmung über das Gesetz war es gekommen, weil Automobil-, Transport- und Mineralölverbände das Referendum dagegen ergriffen hatten. Unterstützung kam vor allem von der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei, die das Gesetz für missraten, teuer und nutzlos hielt. Das Gesetz hätte die Wirtschaft in der Pandemie zusätzlich belastet. Die Bevölkerung habe “Nein zu einer Bevormundungspolitik” mit neuen Steuern und neuen Abgaben gesagt, erklärte der SVP-Abgeordnete Mike Egger. Gewollt sei ein liberaler Ansatz, den seine Partei unterstütze. “Wir haben in diesem Land die besten Universitäten weltweit. Wir haben kluge Köpfe. Wir können mit Innovation zusammen mit der Wirtschaft Großes bewirken”, sagte er. Quelle: ‘Tagesschau.de‘.

Trauer um Piloten der Flying Bulls

Nach dem Absturz einer Maschine der “Flying Bulls” in Tschechien am Sonntag hat das staatliche Institut für die Untersuchung von Flugunfällen (UZPLN) in Prag mit der Erhebung der Ursachen und Umstände des Unfalls begonnen. Wie die tschechische Polizei berichtete, war die 1954 gebaute North American T-28B “Trojan” am Sonntag kurz vor 17.00 Uhr bei Jickovice in einem Waldstück zerschellt. Der Pilot kam bei dem Unglück ums Leben, ein Passagier erlitt schwere Verletzungen. Über den Gesundheitszustand des 1975 geborenen Mannes lagen Montagfrüh noch keine Informationen vor. Die Retter hätten ihn allerdings akut vorklinisch versorgen müssen, sagte eine Sprecherin der Rettung gegenüber der Tageszeitung “Deník”. Der Verletzte wurde mit dem Hubschrauber in ein Prager Krankenhaus transportiert.

Erfahrener Kunstpilot
Die Red-Bull-Kunstfliegertruppe „Flying Bulls“ hat am Montag nach dem tragischen Absturz die Identität des getöteten Piloten bekannt gegeben: Rainer Steinberger (54) aus Salzburg sei ein erfahrener Pilot gewesen, hieß es in einem Instagram-Posting. „Wir sind sehr schockiert und traurig über diese Tragödie. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Freunden von Rainer.“ Sein Mitflieger wurde mit schweren Verbrennungen von einem Rettungshelikopter in ein Prager Krankenhaus geflogen. Dem verletzten Passagier wünsche man eine schnelle und vollständige Genesung. “Wir sind sehr schockiert und traurig über diese Tragödie. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des Verunglückten.”

Rückweg von Flugshow
Der Zweisitzer befand sich mit drei weiteren Maschinen auf dem Rückweg von einer Flugshow in Leszno (Polen) zur Heimatbasis in Salzburg, als es zu dem Unfall kam. Gegenüber “Deník” sagte ein Augenzeuge, dass er ein Flugzeug kreisen und dann nur noch rauchen gesehen habe. Die Maschine zerbrach am Boden in mehrere Teile und fing zu brennen an. Die kunstflugtaugliche und 1.425 PS starke T-28B wurde 1954 gebaut und war bis 1965 bei der US-Navy als Trainingsmaschine im Einsatz. In den 1980er-Jahren wurde sie vom Salzburger Flieger Siegfried Angerer in den USA aufgespürt, gekauft, zerlegt, nach Europa verschifft und wieder zusammengebaut. Seit 2001 befand sich das Flugzeug in Salzburg. Laut Homepage der “Flying Bulls” war die zuletzt oliv-schwarz lackierte Propellermaschine der Beginn und die Keimzelle der Sammlung flugfähiger historischer Flugzeuge. Die “Flying Bulls” sind eine private Flugzeugflotte, die dem österreichischen Unternehmer, Milliardär und Flugzeugliebhaber Dietrich Mateschitz gehört. Quelle: ‘Kleine Zeitung‘.

Motorschirm-Pilot missachtete Grundregeln des Fliegens

Der Pilot, der im Zeichen von Greenpeace einen Protestflug absolvierte, nutzte einen Lithium-Ionen-Akku als Kraftquelle, hatte laut Greenpeace Probleme mit der Steuerung des E-Motors, was zur unfreiwilligen Landung im Stadion geführt habe. Dabei könnten aber noch andere, “natürliche” Effekte eine Rolle gespielt habe: Am Dienstag gegen 20.50 Uhr, also kurz vor Spielbeginn, wehte, wie der Meteorologe Uwe Zimmermann vom Deutschen Wetterdienst der SZ erklärte, über München ein lauer Nordostwind mit etwa 1,4 Meter pro Sekunde aus 50 Grad. Die Allianz-Arena mit ihrer rundlichen Dachkonstruktion stellt auch für schwache Winde einen erheblichen Widerstand dar, der für kräftige Verwirbelungen und möglicherweise über dem Rasen für Leeströmungen sorgt.

Dazu kam, dass der Pilot entgegen aller Gleitschirmfliegerregeln mit solch geringer Höhe über das Stadion flog, dass er ein Stahlseil touchierte und daraufhin, kurz vor der wenig eleganten Notlandung am Spielfeldrand, wohl in einen solchen Fallwind geriet (Gleitschirmflieger sprechen da von einer “Lee-Watschn”) und mangels Schirmkontrolle deswegen kurz vor dem Touchdown die beiden Personen verletzte. Quelle: ‘Süddeutsche Zeitung’.

Gegen Windrad geflogen

Bei einem Flugunfall ist am Mittwochnachmittag in Gefell im Osten des deutschen Bundeslandes Thüringen ein in Österreich zugelassenes Kleinflugzeug abgestürzt. Dabei kam der Pilot, ein ehemaliger Austria-Salzburg-Trainer, ums Leben. Die Maschine dürfte mit einem Windrad kollidiert sein.

Unfallstelle großräumig abgesperrt
„Zahlreiche Rettungskräfte von Feuerwehr, Rettung und Polizei sind derzeit im Einsatz“, erklärte Polizeioberkommissarin Cindy Beyer (46) von der Landespolizeidirektion Saalfeld gegenüber der „Bild“. Mittels Drohne verschafften sich die Helfer einen Überblick über das Unfallareal. Die Unfallstelle wurde großräumig abgesperrt, die Ermittlungen vor Ort laufen. Quelle: ‘Krone.at‘. Bild: ‘MDR‘.