Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Braucht Deutschland 39 Flughäfen?

Nur zwei Airlines haben Rostock-Laage angesteuert – beide sind pleite. Der Flughafen bangt um seine Existenz und hofft auf neues Geld vom Land. Der Fall wirft erneut die Frage auf, ob der Betrieb solcher Kleinst-Airports sinnvoll ist. „Es ist für uns ein schwerer Schlag“, sagt Flughafenchefin Dörte Hausmann, „aber er kam für uns nicht unerwartet.“ Schließlich hatte Flybmi schon Anfang Januar die Verbindung nach Stuttgart gekappt. Sie rechnete sich nicht – wie so vieles sich nicht rechnet in Rostock-Laage, wo auch die Bundeswehr einen Luftwaffenstützpunkt unterhält. Braucht Deutschland wirklich 39 Verkehrsflughäfen – von Heringsdorf bis Friedrichshafen? Und: Muss unbedingt die Allgemeinheit deren Finanzlöcher stopfen? Die Antworten darauf finden Sie im Originalbericht des ‚Spiegel‚.

Flugplatz Konstanz bleibt in Betrieb

Der Verkehrslandeplatz Konstanz bleibt bestehen – wenn auch in abgespeckter Form. Das hat der Petitionsausschuss des Landtags in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen. In einer Petition hatten sich Bürger gegen Pläne der Stadt gewandt, die Start- und Landebahn in Gewerbefläche umzuwandeln. Flugpiste und Rollbahn sollen verschoben und die restliche Fläche zu einem Gewerbegebiet umgewidmet werden. Das Regierungspräsidium Stuttgart als koordinierende Mittelbehörde des Landesverkehrsministeriums, die Stadt Konstanz und Vertreter des Landeplatzes einigten sich auf den Kompromiss, Flugpiste und Rollbahn auf 995 Meter Länge und 40 Meter Breite zu verschmälern und den frei werdenden Geländestreifen nach Süden Richtung Bahnhaltepunkt Konstanz-Wollmatingen für gewerbliche Nutzung vorzusehen. Der Gemeinderat hat dem Vorschlag zugestimmt, das Änderungsverfahren läuft. Flugsicherung und Flugplatzbetreiber gaben grünes Licht. Quelle: ‚Wochenblatt‘.

Baselbieter Landrat lehnt Fluglärm-Bericht ab

Der Baselbieter Landrat hat erneut einen Bericht der Fluglärmkommission zu den Bemühungen zur Verminderung der Fluglärmbelastung abgelehnt. Er hält damit den Druck für Verbesserungen am Flughafen Basel-Mülhausen aufrecht. Den Bericht 2016 hatte der Landrat im September deutlich abgelehnt. Die Lärmbelastung bliebt gemäss dem Bericht im Jahr 2017 stabil. Die geltenden Lärmschutzbestimmungen wurden durch den EuroAirport eingehalten. Teilweise wurden tiefere Lärmwerte im Vergleich zum Vorjahr registriert. Quelle: ‚bazonline.ch‘.

Fliegende Bullen kommen ins Degerfeld

Der Luftsportverein Degerfeld (LSV) meldet den ersten Kracher für das Flugplatzfest 2019: Die Kunstflug-Formation „Flying Bulls Aerobatic Team“ kommt. Die tschechischen Profis zeigen Formationskunstflug mit vier Maschinen des Typs Xtrem Air XA42. Der Luftsportverein Degerfeld (LSV) meldet den ersten Kracher für das Flugplatzfest 2019: Die Kunstflug-Formation „Flying Bulls Aerobatic Team“ kommt. Die tschechischen Profis zeigen Formationskunstflug mit vier Maschinen des Typs Xtrem Air XA42. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Bundesamt beendet Pilotprojekt Grenchen

Seit zwei Jahren läuft in Grenchen ein Pilotprojekt, Instrumentenflug auch ohne Luftverkehrskontrolle zu ermöglichen. Weil sich Piloten nicht an die Regeln gehalten haben, wird das Projekt nicht weitergeführt. Die Resultate des Pilots seien positiv, mit einer Ausnahme. Denn die Flugwege für Instrumentenflüge ab Grenchen kreuzen sich mit jenen ab Bern. «Dies erforderte, dass der in Grenchen abfliegende Pilot vor dem Start bei der Flugsicherung Bern eine Startfreigabe (Release) einholt, um nicht unangemeldet in den Kreuzungsbereich der Flugwege einzufliegen.» Bei 8 von 814 IFR Abflügen ohne ATC vergassen die Piloten allerdings, vor dem Start in Grenchen den Release in Bern einzuholen. Quelle: ‚Grenchener Tagblatt‚.

Für schräge Momente im Fliegerleben

Kommt der Wind quer, müssen Piloten ihr ganzes Können aufbieten. Im Xwind-Simulator wird Landen geübt. Die kleine Halle am norddeutschen Flugplatz Itzehoe unweit von Hamburg ist in gedämpftes Licht gerückt. Auf eine große Leinwand wird die imaginäre Landebahn projiziert. Im cockpitähnlichen Gestell eines Simulators sitzt ein Proband und macht kräftige Steuerbewegungen. Denn es gibt einen natürlichen Feind jedes Piloten – den Seitenwind. Er macht manche Landung heikel und sorgt dafür, dass die Flut an spektakulären Landevideos von Flugzeugen oder deren wacklige Durchstartmanöver nie abreisst. Mehr im Bericht der ‚FAZ‘.

Land soll Kreis-Flugplatz mitfinanzieren

Der Flugplatz Schönhagen kostet den Kreis Teltow-Fläming viel Geld. Deshalb will die Verwaltung nun das Land Brandenburg finanziell in die Pflicht nehmen. Hauptargument: Das Land profitiert besonders vom Flugplatz. Beteiligen soll sich das Land aber nicht an den allgemeinen Kosten für den Betrieb. Bei der Bitte um Mitfinanzierung geht es um die Kosten, die mit den Aufgaben der Daseinsvorsorge zusammenhängen. Denn nicht nur Hobbypiloten und Vereine nutzen die Anlage in Schönhagen. Der Flugplatz entlastet als größter Verkehrslandeplatz in den neuen Bundesländern auch die beiden Berliner Flughäfen in Tegel und Schönefeld. Mehr im Bericht der ‚maz-online.de‚.

Ein Jumbo im Garten

In den Niederlanden hat in der Nacht ein ausrangierter Jumbojet eine Autobahn überquert. Ziel seiner Reise ist ein Hotel in der Nähe des Flughafens. Über den Landweg wurde das ausrangierte Flugzeug vom Amsterdamer Flughafen Schiphol zu einem nahe gelegenen Hotel geschleppt. Der 150 Tonnen schwere Jumbojet soll im Garten des Corendon Village Hotels in Badhoevedorp aufgestellt und als Attraktion für Besucher ausgebaut werden. Mehr Bilder und Informationen im Bericht des ‚Spiegel‘.

Ziviler Luftverkehr begann in Johannisthal

Viele Fenster sind kaputt, das Mauerwerk der alten Hallen bröckelt. Ein Schornstein ragt in die Höhe. Auf dem denkmalgeschützten, aber verfallenen Gelände in Treptow sind noch Spuren des früheren Flugplatzes Johannisthal zu sehen. Aus dem einstigen Flugfeld ist ein Erholungspark geworden. Ein paar Spaziergänger führen ihre Hunde aus. Gar nicht so weit vom pannengeplagten Hauptstadtflughafen BER entfernt begann dort vor 100 Jahren die Geschichte des zivilen Luftverkehrs mit Streckenflügen in Deutschland. Mehr im Bericht der ‚Berliner Zeitung‘.

Wie die Gletscherfliegerei begann

Vor 60 Jahren fand ein erstes Treffen für Ski- und Gebirgsflieger in Les Diablerets statt. Nun landen Schweizer Gletscherpiloten wieder am gleichen Ort, um an ihre Anfänge zu erinnern. Obwohl Gletscherfliegen heute professionell betrieben wird, hat diese Form der Aviatik noch gar keine so lange Tradition. Nach ersten Erprobungsflügen in den 1940er Jahren wurde das Fliegen mit Kufenfahrwerken Mitte der 1950er Jahre in der Schweiz professioneller. Flugpioniere wie Hermann Geiger und Fredy Wissel legten die Grundlagen dafür. So fand im Mai 1958 auch das erste Treffen für Ski- und Gebirgsflieger in Isenau und auf den Gletschern von Les Diablerets in den Waadtländer Alpen statt. An diese Premiere und die ersten Piloten wie den Schweizer Fernand Martignoni, die damals per Gletscherflugzeug Rettungseinsätze im Hochgebirge absolvierten, erinnert eine Veranstaltung der Gletscherpiloten-Vereinigung. Sie soll an gleicher Stelle Mitte Februar stattfinden, falls Wetter und Schneeverhältnisse mitspielen. Mehr im Bericht der ‚Neuen Zürcher Zeitung‘.