Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Tiefflug einer NATO-Militärmaschine

Freitagvormittag hat der Überflug eines riesigen NATO-Militärflugzeuges an Wolfgangsee und Attersee für Aufsehen bei Bevölkerung und Gästen gesorgt. Die vierstrahlige Boeing C-17, die in Ungarn stationiert ist, wurde wenig später von Eurofightern des Bundesheeres abgefangen. Sie soll ohne Erlaubnis so tief unterwegs gewesen sein. Laut Bundesheer-Sprecher Michael Bauer handelte es sich ursprünglich um einen genehmigten Überflug der C-17 Globemaster III, die für einen Nato-Pool genutzt wird. Sie soll in einer Flughöhe von rund 10.000 Metern legal in den österreichischen Luftraum gekommen sein.

Warum mehr als 9.000 Meter gesunken?
Auf dem Weg Richtung Osten und schließlich entlang der Westautobahn sei die Maschine immer tiefer gesunken. Über dem Seengebiet im Salzkammergut Salzburgs und Oberösterreichs habe die Flughöhe dann nur noch rund tausend Meter betragen. Eine derartige Abweichung von vorgeschriebenen Verfahren habe es „in den vergangenen 20 Jahren“ nicht gegeben. Oberst Bauer spricht von einer „massiven Gefährdung“ für andere Verkehrsteilnehmer in der Luftfahrt. Das Flugzeug habe sich „wie ein Geisterfahrer auf einer Autobahn“ verhalten.

Augenzeugin auf Mountainbike
„Zuerst habe ich geglaubt, es ist eine Hercules des Bundesheeres. Beim Näherkommen war dann klar, diese Maschine ist noch viel größer. Außerdem hat sie vier Strahltriebwerke und keine Propeller wie die C-130“, sagt Augenzeugin Gabi Frühwirth, die beim St. Gilgener Ortsteil Abersee der Riesin beobachtete: „Die ist dann gleich noch ein zweites Mal sehr tief über den Wolfgangsee geflogen.“

Eurofighter rasch zur Stelle
Von Österreichs Behörden heißt es, die ungarische Besatzung habe Freitag keinen Funkkontakt zur zivilen oder militärischen Luftraumsicherung in Österreich aufgenommen. Die gesetzliche Mindestflughöhe über Grund für angemeldete Flüge würde ca. 300 Meter betragen. Zwei Eurofighter stiegen von Zeltweg auf, setzten sich neben die riesige Transportmaschine und brachten die Besatzung dazu, auf die Kontrolle zu reagieren. Schließlich eskortierten die Kampfflugzeuge den Transporter gegen 11.35 Uhr wieder aus dem österreichischen Luftraum, heißt es beim Bundesheer.

Protest der Wiener Regierung?
Der Grund für den Tiefflug ist noch nicht bekannt. Der Zwischenfall könnte einen diplomatischen Protest der Republik Österreich in Budapest oder im NATO-Hauptquartier in Brüssel zur Folge haben, heißt es in Fachkreisen. Quelle: ‘ORF‘.

Austro Control: Verkehrs-Management für Drohnen

Die Zahl der Drohnen im österreichischen Luftraum steigt kontinuierlich. Damit Drohnen künftig noch sicherer in Österreich unterwegs sind, schreibt Austro Control jetzt die Beschaffung eines Traffic Management Systems für Unmanned Aircraft Systems, wie Drohnen in der Fachsprache genannt werden, aus. Mit dem neuen EU-Regulativ, das seit Anfang des Jahres in Kraft ist, wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die ein geordnetes und sicheres Wachstum für den Drohnenbereich ermöglichen. Kernstück des neuen Regulativs ist die Registrierungspflicht für Drohnen-Betreiber und für Drohnen-Pilotinnen und Piloten – der Drohnenführerschein. Über die Austro Control Drohnenplattform „dronespace.at“ haben sich bisher 24.000 Drohnenbetreiber registriert und wurden bereits 36.000 Führerscheine ausgestellt.

Für den sicheren Betrieb von Drohnen in der Zukunft braucht es eine Neu-Definition des Luftraums und ein eigenes Verkehrsmanagementsystem (UTM – unmanned traffic management). Damit sollen in einer ersten Stufe Drohnen-Flugpläne übermittelt werden, Drohnen identifiziert, vor gesperrten Lufträumen gewarnt werden und der Einflug von Drohnen in spezielle Lufträume durch die Flugsicherung freigegeben werden. In weiterer Folge soll auf europäischer Ebene unter dem Überbegriff „U-Space“ ein integrierter Luftraum entwickelt werden, in dem alle Flugverkehrsteilnehmer – bemannt oder unbemannt – koordiniert und sicher unterwegs sind.

“Drohnen sind für Austro Control eines der zentralen Zukunftsthemen. Als Behörde aber auch als Flugsicherung sind wir mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, um das sichere Fliegen mit Drohnen in immer mehr Einsatzgebieten zu ermöglichen. Wir setzen darauf, dass sich im Rahmen unserer Ausschreibung viele Technologiepartner melden und mit uns ein Drohnen-Verkehrsmanagement-System für Österreich aufbauen”, sagt Austro Control Geschäftsführerin Valerie Hackl.

Schon heute sind Drohnen auch in den verschiedensten professionellen Bereichen in Verwendung: In der Film- und Fotobranche, der Land- und Forstwirtschaft oder bei Blaulichtorganisationen wie Feuerwehr und Rettung, die zunehmend auf diese neue Technologie setzen. Laufend werden neue Anwendungsgebiete erschlossen, die von Vermessungsaufgaben und Rettungseinsätzen über die Überwachung von Infrastrukturanlagen bis hin zum Transport von Blutkonserven reichen. In den meisten Fällen sind Drohnen dabei in Sichtverbindung mit ihren Pilotinnen und Piloten unterwegs, es gibt aber auch immer mehr Anträge bei Austro Control auf Drohnen-Flüge außerhalb der Sichtverbindung. Quelle: ‘AustroControl‘.

Flugplatz Latsch erhitzt die Gemüter

Der Flugplatz Latsch ist in letzter Zeit immer wieder im Gespräch. Die Unfälle der letzten Wochen haben für Aufsehen gesorgt. Anwohner aber sind schon seit geraumer Zeit genervt vom Fluglärm und sorgen sich um Sicherheit und Kosten. Wie die AG Grün.Bunt.Weiden auf Anfrage bei der Stadtverwaltung erfahren hat, sei die Anzahl der Ultraleichtflüge von 2.092 im Jahr 2018 auf 19.326 im Jahr 2020 gestiegen.

“Wir brauchen dringend Transparenz!”
Georg Erl, neuer CSU-Vorsitzender beim Ortsverband Neunkirchen-Frauenricht, erklärte bei einem Gespräch zwischen CSUlern und Anwohnern, dass die Menschen viele Fragen hätten. Deshalb sei es wichtig, alle Daten rund um den Flugplatz Latsch in übersichtlicher Form zu veröffentlichen. „Wir brauchen hier dringend Transparenz“, betonte Erl. Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer forderte daraufhin einen Runden Tisch, an dem alle Beteiligten und Betroffenen teilnehmen sollten. Die Geräuschkulisse müsse auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Dr. Benjamin Zeitler unterstreicht: „Nur so werden wir in Weiden eine dauerhafte Akzeptanz für den Verkehrslandeplatz bekommen“. Quelle: ‘Oberpfalzecho‘.

Buochs vollständig zivil

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL hat die Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes Buochs (NW) in ein ziviles Flugfeld genehmigt. Es hat der Airport Buochs AG (ABAG) die Bewilligung für den Betrieb als Flugfeld sowie die Plangenehmigung für die Infrastrukturanlagen erteilt. Zudem hat das BAZL das Betriebsreglement genehmigt. Der ehemalige Militärflugplatz Buochs wird seit 1946 auch von zivilen Luftfahrzeugen mitbenutzt. Seit 2005 betreibt die Airport Buochs AG (ABAG) den zivilaviatischen Teil des Flugplatzes. Nachdem der Bundesrat im Jahr 2017 beschloss, die militärische Nutzung des Flugplatzes definitiv einzustellen, hat die ABAG beim BAZL ein Gesuch zur Umnutzung in ein ziviles Flugfeld eingereicht. Das Gesuch beinhaltet die Erteilung der Betriebsbewilligung, die Genehmigung des Betriebsreglements sowie die Plangenehmigung für die weiterhin genutzten Infrastrukturanlagen. Dabei geht es um die Umnutzung der bestehenden militärischen Bauten für zivile Zwecke, den Rückbau von Hindernissen im Sicherheitsstreifen der Piste und die Massnahmen des Generellen Entwässerungsplans (GEP). Die ABAG hat beim BAZL zudem die Weiternutzung der Hangarzelte und die Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an der Herdernstrasse beantragt. Diese öffentliche Strasse verläuft quer über den Flugplatz und kreuzt die Piste und einen Rollweg.

Während der öffentlichen Auflage der Gesuchsunterlagen sind insgesamt elf Einsprachen eingegangen. Als Folge davon erfolgte eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Beteiligung des Kantons Nidwalden sowie des Bundesamtes für Umwelt. Aufgrund der positiven Beurteilung des Gesuchs und der Umweltverträglichkeitsprüfung hat das BAZL die Umnutzung des Flugplatzes Buochs bewilligt. Die ABAG wird für die Umsetzung jedoch zahlreiche Auflagen erfüllen müssen, u. a. für die Sanierung der Entwässerung. Das BAZL hat die Anzahl motorisierter Flugbewegungen vorläufig auf 16’800 Starts und Landungen pro Jahr beschränkt. Zusammen mit dem für später geplanten Ersatz bestehender Bauten wird das BAZL die Anzahl zulässiger Flugbewegungen neu beurteilen. Gegen den Entscheid des BAZL steht der Weiterzug ans Bundesverwaltungsgericht offen. Quelle: ‘BAZL‘.

Aero-Club Mülheim schreibt Rekordzahlen

Der Aero-Club Mülheim an der Ruhr e.V. am Flughafen Essen/Mülheim wird in drei Jahren einhundert Jahre alt. Noch nie in seiner Geschichte war der Flugverein größer als in diesem Jahr und noch nie haben sich so viele Mülheimer und Essener für den Luftsport interessiert. Auf der letzten Jahreshauptversammlung des Luftsportvereins aus Mülheim an der Ruhr stellte die langjährige Geschäftsführerin Gabi Oesterwind die aktuellen Zahlen vor: Insgesamt zählt der Verein 304 Mitglieder, darunter 75 Jugendliche. Das ist Rekord! In Ausbildung befinden sich derzeit 72 Flugschülerinnen und Flugschüler – die Jüngsten sind 13 Jahre alt -, die von 21 ehrenamtlichen Fluglehrern ausgebildet werden. Mit den genannten Zahlen ist der Verein aus Mülheim an der Ruhr einer der größten in ganz Nordrhein-Westfalen. Die mitgliederstärkste Abteilung ist traditionell die der Segelflieger. Normalerweise findet der Flugbetrieb der motorlosen Flugzeuge am Wochenende auf dem Gelände des Flughafens Essen/Mülheim statt.

Dr. Andreas Scheik, seit dem letzten Jahr neu im Vorstand und Vereinspräsident, ergänzt: „Unser alljährlicher Fluglehrgang in Amboise-Dierre in Frankreich hat einen signifikanten Anteil an unserer momentanen Ausbildungsleistung. Besonders unsere jungen Flugschülerinnen und Flugschüler profitieren von der intensiven dreiwöchigen Schulung und machen vor Ort große Fortschritte.“ Scheik erinnert sich auch an das aufwendige online Schulungskonzept während des Lockdowns und die zahlreichen Online-Abende der Jugendgruppe. „Auch aufgrund solcher Bemühungen haben in dieser Zeit kaum Mitglieder den Spaß am Luftsport bei uns verloren.“ Grundsätzlich können alle Mitglieder auf die vereinseigene Flugzeugflotte zurückgreifen. Diese besteht aus zehn Segelflugzeugen, zwei Reisemotorseglern und vier Motorflugzeugen. Nördlich des Flughafens Essen/Mülheim, auf einem gepachteten Gelände, befindet sich zudem noch das Fluggelände der Modellflugabteilung des Aeroclubs.

Constantin Budny, langjähriger Jugendleiter und seit 11 Jahren im Aeroclub, möchte mit dazu beitragen, dass diese vielen positiven Entwicklungen beibehalten werden. Vor kurzem hat er erfolgreich die Fluglehrerausbildung in Oerlinghausen, dem Landesleistungsstützpunkt für Segelflug, abgeschlossen und wird in Zukunft als Segelfluglehrer das ehrenamtliche Ausbildungsteam des Vereins verstärken. Ehrenamtliches Engagement ist für den Sportverein existentiell. Das gilt nicht nur für das Lehrpersonal. Um beispielsweise ein einzelnes Segelflugzeug in die Luft zu bekommen, ist ein ganzes Team erforderlich: Angefangen von Startleiter und Startwindenfahrer bis hin zu den luftfahrtzertifizierten Werkstattleitern, die die Wartung der Flugzeugflotte durchführen – alles im Ehrenamt. Nur so trägt der Aeroclub sich selbst und der Weg zur Piloten-Lizenz bleibt erschwinglich. Die Mitglieder haben beispielsweise in den letzten beiden Jahren über 4.500 Arbeitsstunden mit der Wartung an den Flugzeugen und Vereinsanlagen verbracht. Um auf der einen Seite den Status Quo zu erhalten, aber auf der anderen Seite auch Planungssicherheit und eine Perspektive für die eigenen Mitglieder anbieten zu können, unterstützt und befürwortet der AERO-CLUB Mülheim an der Ruhr e.V. auch die neue Bürgerinitiative „Wir bleiben Flughafen“ seit der Gründung im Frühjahr. Zukünftigen Entwicklungen in der Luftfahrtbranche steht der Verein offen gegenüber. Er hofft, auch weiterhin Menschen aus Mülheim an der Ruhr, Essen und der Region für den Luftsport und die Luftfahrt im Allgemeinen begeistern zu können. Quelle: ‘Online-Zeitung Rhein-Ruhr‘.

Umkehrkurve ja oder nein?

Obwohl Piloten bei jedem Takeoff-Briefing laut und deutlich ansprechen, was im Falle einer Motorpanne während des Starts zu unternehmen ist, kommt es leider immer wieder zu Unfällen, auch mit tödlichem Ausgang. In den Fluguntersuchungen hat sich herausgestellt, dass oft versucht wurde, eine Umkehrkurve zu fliegen. Da stellt sich die Frage: Können Umkehrkurven überhaupt gelingen und wenn ja, warum kommt es trotzdem zu Unfällen? Wenn auch Praxisversuche unter “Optimalbedingungen” des AOPA Safety Instituts gezeigt haben, dass eine Umkehrkurve auch in geringerer Höhe gelingen kann….never try to turn back at 1’000 ft or below!

Deshalb gilt: Keine Umkehrkurve unter 1’000 ft
Jeder Pilot ist überrascht, wenn der Motor nach einem erfolgreichen Start plötzlich (im kritischsten aller Momente) abstellt. Durch diese Schreckemssekunde verliert der Pilot Zeit und die notwendige Geschwindigkeit. Da sich das Flugzeug im Steigflug befindet, muss er rasch nachdrücken, um die Geschwindigkeit „Best Glide“ (gem. AFM) zu erreichen. Leider verliert die Maschine normalerweise auch an Höhe.

Um eine Umkehrkurve erfolgreich einleiten zu können, muss das Flugzeug sich auf über 1000 ft (AAL) befinden. Dazu kommt, dass mit zunehmender Querlage in der Kurve sich auch der Auftrieb verringert. Dabei ergibt sich die Gefahr eines Strömungsabrisses, denn es muss etwas mehr als eine 180 Grad-Kurve geflogen werden. Zudem müsste bei einer Umkehrkurve mit Rückenwind und nicht in exaktem Gegenkurs gelandet werden. Bei einem unerwarteten Motorausfall herrschen leider nie Idealbedingungen. Und das Zusammentreffen verschiedener, ungünstiger Faktoren erhöhen das Unfallrisiko zusätzlich.

Wir halten deshalb an folgender Grundregel fest:

  • Übe “Power-off landings” gezielt mit deinem Fluglehrer und deinem spezifischen Flugzeug (jedes Flugzeug reagiert anders)
  • Nach einer Triebwerkstörung direkt nach dem Start, d.h. unter 1000ft/AAL muss eine unausweichliche Notlandung möglichst in Flugrichtung (max 30° links/rechts) ausgeführt werden.
  • Eine Umkehrkurve entspricht der instinktiven, aber möglicherweise falschen Reaktion des Piloten in dieser Lage.
  • Für die Umkehrkurve wird bedeutend mehr Höhe benötigt, als dies auf den ersten Blick erscheinen mag. Erst über 1000 ft/AAL darf eine Umkehrkurven Erwägung gezogen werden.

Many happy landings! Quelle: ‘BAZL‘.

SeaGuardian-Drohne im zivilen Luftraum

Am 12. September hat eine ferngesteuerte Drohne des Typs MQ-9B SeaGuardian von General Atomics Aeronautical Systems (GA-ASI) einen Inlandsflug im zivilen britischen Luftraum absolviert. Die britische Zivilluftfahrtbehörde CAA habe dafür erstmals einen Punkt-zu-Punkt-Inlandsflug für ein unbemanntes einmotoriges Luftfahrzeug in der nationalen Luftraumstruktur genehmigt, teilte Hersteller GA-ASI dazu mit. Dabei flog die Maschine den Angaben zufolge von der Luftwaffen-Basis Waddington in Lincolnshire zur RAF Base Lossiemouth in Schottland.

Der komplette SeaGuardian-Flug wurde vom zivilen britischen Flugsicherungsdienst NATS überwacht, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. Nach Angaben von NATS wurde der Flug durch einen komplexeren Luftraum als bei allen bisherigen unbemannten Flüge in Großbritannien gesteuert. NATS zufolge entsprachen die Verfahren für den Flug weitgehend denen für bemannte konventionelle Flugzeuge. Deshalb geht der Flugsicherungsdienst davon aus, dass die bestehenden Methoden auch für die Kontrolle von anderen fernpilotierten Flugzeugen anwendbar sind, die die gleiche Leistung wie der SeaGuardian erbringen. Nach Aussage von Robert Schoeffling, GA-ASI Vice President of International Strategic Development, ebnet der Flug auch den Weg für andere zivile und kommerzielle unbemannte Einsätze. Wie GA-ASI in der Mitteilung weiter schreibt, wurde bei dem Flug auch das neue Kollisions-Vvermeidungssystem (Detect and Avoid, DAA) des Unternehmens eingesetzt. Dieses versetzte die Drohnen in die Lage, im normalen Flugverkehr des nationalen britischen Luftraums zu operieren. Großbritannien beschafft die MQ-9B SeaGuardian unter dem Namen Protector für seine Streitkräfte. Die unbemannten Flugzeuge sollen auf dem RAF-Stützpunkt Waddington stationiert werden. Quelle: ‘Europäische Sicherheit & Technik’.

Notlandung im Maisacker überstanden

Da waren die Schutzengel wieder fleißig: Nachdem ein Kleinflugzeug am Samstag bei St. Andrä im Lavanttal auf einem Maisacker notlanden hatte müssen, konnten der Pilot (58) und eine Passagierin (42), beide aus Wien, samt einem kleinen Hund selbst aus dem Wrack kraxeln. Sie waren zum Glück unverletzt geblieben. Das in St. Marein gestartete Flugzeug war gegen 14 Uhr bei St. Andrä im Lavanttal offenbar in Turbulenzen geraten. Dem erfahrenen Piloten gelang es noch, über eine Siedlung zu fliegen und anschließend auf einem Maisacker notzulanden. Das Kleinflugzeug kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. „Als die Polizei eintraf, waren der Pilot und die Passagierin, die eine kleine Französische Bulldogge mithatte, bereits selbstständig und unverletzt ausgestiegen“, heißt es bei der Polizei. Das Kleinflugzeug wurde von einem Abschleppunternehmen geborgen und zum Flugplatz St. Marein gebracht, wo der Besitzer des Flugzeuges einen Standplatz hat. Quelle: ‘Krone.at‘.

Älterwerden für Piloten

Das Pilotenalter gibt in der aktiven Pilotencommunity immer wieder Anlass zu Diskussionen, sei es im kommerziellen sowie nicht kommerziellen Bereich. Und die Meinungen dazu gehen weit auseinander. Jedoch hat keiner von uns die Wahl, nicht älter zu werden. Wir sollten uns deshalb bewusst sein, welche Auswirklungen das Alter auf Piloten haben kann. Ausserdem ist es ratsam, das Thema Alter und aktive Fliegerei proaktiv anzugehen und uns zu bemühen, gesund und fit zu bleiben.

Ein amüsanter Rückblick auf 34 Jahre, 4 Monate und 7 Tage aktive Pilotenzeit
Ein leidenschaftliches Hobby aufzugeben, fällt vielen schwer. Wir von Stay Safe wollten wissen, welche Erfahrungen und Überlegungen sich Richard Hunziker als 73-jähriger Pilot mit zunehmendem Alter gemacht hat. Für ihn war in der aktiven Fliegerei ein Aspekt besonders wichtig: «Trainieren, trainieren, trainieren: Wer nicht zwei Mal pro Monat im Flieger sitzt und hie und da längere Flüge macht, gibt das Brevet besser ab. Wer nur noch 3 Landungen in 3 Monaten macht, ist eine Gefahr für Unbeteiligte, Passgiere und sich selbst.»

Kenne deine Limiten: Personal Minimums Requirements List
Unabhängig von der Altersthematik möchten wir euch bei dieser Gelegenheit ans Herz legen, für sich eine so genannte «Personal Minimums Requirements List» zu erstellen und à jour zu halten. Wenn du deine Fähigkeiten und Fertigkeiten einschätzt, notiere dir vor deinem Flug diese in deiner persönlichen Personal Minimums Requirements List. Es ist so viel einfacher, die richtigen Entscheidungen darüber zu treffen, was sicher oder unsicher ist, wenn man nicht mit dem Fliegen beschäftigt ist. Eine solche Checkliste dient auch als solide Orientierungshilfe bei der Entscheidungsfindung vor dem Flug und bei der Planung von Eventualitäten. Quelle: ‘Staysafe; BAZL‘.

Flugzeugschlepp kollidiert mit Modellflieger

Schreckmoment in der Luft: Nach einem Zusammenstoß mit einem Modellflieger müssen zwei Flugzeuge nahe Darmstadt notlanden. Nach der Notlandung einer Propellermaschine auf dem Flugplatz Reinheim nahe Darmstadt wegen einer Kollision mit einem Modellflugzeug laufen die Ermittlungen zur Ursache. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ist an der Untersuchung beteiligt. Am Samstagnachmittag, 25. September 2021 war die einmotorige Propellermaschine mit einem Segelflugzeug im Schlepptau nahe Otzberg im Landkreis Darmstadt-Dieburg mit einem Modellflugzeug zusammengestoßen. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand. In dem Flieger saß der 56jährige Pilot – im Segelflieger ein 42jähriger Pilot und ein zehnjähriges Kind. An der Propellermaschine entstand ein Schaden von rund 10’000 Euro, am Modellflugzeug von etwa 1’500 Euro. Verletzt wurde laut Polizei Darmstadt bei dem Zusammenstoß niemand.

Laut ersten Erkenntnissen ist die einmotorige Maschine vom Flugplatz Reinheim nahe Darmstadt gestartet, um ein Segelflugzeug zu schleppen. Kurz nach dem Start kam es über der Gemeinde Otzberg/Ober-Klingen zu einem Zusammenstoß zwischen dem Schleppflugzeug und einem Modellflugzeug.

Reinheim bei Darmstadt: Motorflugzeug und Segelflieger müssen notlanden
Dabei wurde nach Angaben der Polizei Darmstadt das linke Leitwerk des Motorflugzeuges teilweise abgerissen. Gedankenschnell klinkte der 56-jährige Pilot der Maschine den Segelflieger aus und landete kurze Zeit auf dem Flugplatz Reinheim. Auch der 42-jährige Pilot des Segelfliegers, in dem auch ein zehnjähriges Kind saß, schaffte die Landung ohne größere Probleme. Der Besitzer des Modellflugzeuges, das offenbar in Groß-Bieberau gestartet wurde und eine Spannweite von 1.60 Meter hatte, wurde ermittelt. Quelle: ‘OP-online.de‘. (Symbol-) Foto: Jürgen Miebs.

Routine als Gefahr

Routinen sind in der Regel sehr nützlich und effektiv. Doch wiegen wir uns ihretwegen gelegentlich in falscher Sicherheit und werden, ohne es zu bemerken, nachlässiger – häufige Folgen: Unfälle. Während wir im Alltag oft glimpflich aus solchen Situationen herauskommen, sieht das in der Luftfahrt oftmals anders aus. Hier hat man in der Regel keine zweite Chance. Im Grunde genommen sind Routinen etwas Positives und erleichtern in den meisten Lebensbereichen unser Handeln. Sie machen uns effektiver und schneller. Routinen befähigen uns, quasi aus dem Unterbewusstsein heraus “automatisch” das Richtige zu tun, eben weil wir in bestimmten Bereichen eine Reihe von Erkenntnissen und auch viel Erfahrung haben.

Das geht lange Zeit gut. Aber irgendwann geschehen dann doch Unfälle, weil wir uns zu sehr in Sicherheit gewogen haben. Sei es im Haushalt, bei handwerklichen Tätigkeiten oder auf der Autobahn. Unsere Aufmerksamkeit ist “eingeschlafen” und Risikoszenarien rücken zunehmend in den Hintergrund. Deshalb passieren die meisten Unfälle von Autofahrern nicht im ersten Jahr nach Erwerb der Fahrerlaubnis, sondern erst in den Jahren danach. Heute läuft man in der Luftfahrt oft in Gefahr, persönliche Erfahrung, Kenntnis und Routine durch elektronische Hilfen zu ersetzen oder zumindest zu ergänzen. Die von den Navigationsgeräten angezeigten Kabel und Leitungen vermitteln eine vollständige Übersicht von Luftfahrthindernissen am Einsatzort. Die Kollisionswarngeräte machen auf jedes andere Luftfahrzeug in der Umgebung aufmerksam. Der Anflug auf den Spitallandeplatz war in der Vergangenheit frei von Hindernissen und wird es auch in dieser Nacht sein. Nach dem Grundsatz “expect the unexpected” geht es immer darum, das nicht dargestellte Luftfahrthindernis zu suchen, das Flugzeug mit dem nicht eingeschalteten Transponder zu identifizieren und den neu am Spitallandeplatz erstellten Kran im Anflug zu berücksichtigen. Durch die Anwendung von standardisierten Verfahren, Checklisten, Briefings und offenen Augen können wir den negativen Auswirkungen von Routine begegnen und so die eigene Flugsicherheit erhöhen. Das erfordert täglich grosse Aufmerksamkeit und Disziplin. Quelle: ‘Flugsicherheit Deutsche Luftwaffe‘.

Roland Garros schreibt Geschichte

Den Namen Roland Garros bringt fast jeder Sportfan wohl zunächst mit Tennis in Verbindung. Schließlich ist seit 1927 die Anlage, auf der die French Open stattfinden, nach ihm benannt. Doch zu seinen Lebzeiten galt das Interesse des 1888 auf Réunion geborenen Franzosen der Luftfahrt. Roland Garros, der sich das Fliegen selbst beibrachte, erhielt 1910 den Pilotenschein und machte sich erstmals einen Namen, als er 1911 bei extrem schlechten Bedingungen einen Flugwettbewerb in Frankreich gewann. Sein Meisterstück gelang ihm jedoch am 23. September 1913. Der damals 24-Jährige überquerte als erster Mensch in einem Flugzeug das Mittelmeer. Um 5:47 Uhr am Morgen startete Garros im südfranzösischen Fréjus. Knapp acht Stunden später, um 13:45 Uhr, landete er im tunesischen Bizerta. In der Luft legte er bei seinem Rekordflug etwa 500 Meilen zurück.

Die Bedingungen waren dabei alles andere als einfach. Heftiger Wind trieb den Franzosen teilweise von der gewünschten Route ab. “Ich war in den Wolken bei etwa 9842 Fuß verloren und hatte wegen des Windes teilweise keine Ahnung, ob mein Flugzeug nach vorne, hinten, rechts oder links getrieben wurde”, wird Garros in Presseberichten nach der Landung zitiert. Roland Garros fiel kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs, am 5. Oktober 1918. Seine Maschine wurde von einem deutschen Kampfflieger abgeschossen. Die Erinnerung an ihn aber lebt weiter – nicht nur während der French Open. Quelle: ‘Eurosport‘.

Einführung Basic Instrument Rating

Seit dem 8. September 2021 gibt es nun das Basic IR, welches das bisherige Enroute IR ersetzt. Es ist das Resultat aus der Initiative der EASA, der allgemeinen Luftfahrt den Zugang zum Instrumentenflug zu erleichtern. Neben dem Basic IR gibt es weiterhin den kompetenzbasierten Weg (CB-IR), sowie die herkömmliche Ausbildung zum Instrument Rating.

Pilotinnen und Piloten, welche sich bisher in der Ausbildung zum Enroute IR befanden, können im Rahmen eines bewilligten Basic-IR-Kurses fortfahren. Für die Flugschulen bedeutet dies, dass sie den Kurs zum Enroute IR via Form 105 von ihrem ATO-Zertifikat entfernen müssen. Der Kurs für das Basic IR muss neu eingereicht und bewilligt werden. Quelle: ‘BAZL’.

Flugplatzfest mit Wermutstropfen

Zweimal musste das Flugplatzfest verschoben werden. Dieses Wochenende brummten endlich wieder die Flugzeugmotoren über Zwickau. Rund 4’000 Fans kamen und bezahlten. Deshalb war der Aero-Club-Vorsitzende am Sonntagabend auch zufrieden, aber gewiss nicht rundum zufrieden. Joachim Lenk bedauerte, dass durch den Nebel einige Piloten Zwickau nicht anfliegen konnten und dadurch das Programm schmaler ausfiel. Es gab auch Verzögerungen. Und eines ärgerte ihn so sehr, dass er darüber nachdenkt, ob er nochmal ein Flugplatzfest organisieren will: die Zaungäste. Mindestens 500 waren es, die die Show kostenlos verfolgt haben. Quelle: ‘Radio Zwickau‘.

Unfall mit Modellflugzeug in Stromleitung

Bei Gretzenbach SO ist ein 61-jähriger Mann durch einen Stromschlag tödlich verletzt worden. Der Grund: Er wollte einen Teil seines Modellflugzeugs aus einer Stromleitung befreien. Wie die Polizei des Kantons Solothurn in einer Medienmitteilung schreibt, wurde am Dienstagnachmittag auf einem Feld bei Gretzenbach SO ein lebloser Mann aufgefunden. Die Rettungskräfte konnten vor Ort nur noch den Tod des Mannes feststellen. Nach ersten Erkenntnissen war sein Modellflugzeug mit der freihängenden Stromleitung kollidiert und ein Flügel dort hängen geblieben. Beim Versuch, dieses Teil am Montag mit einer Aluminiumstange zu befreien, erlitt der 61-Jährige einen tödlichen Schlag aus der Starkstromleitung. Quelle: ‘Blick‘.

Stelldichein der Elektroflugzeuge

Das 5. Electrifly-In war ein voller Erfolg, aber mit dem neuen Helikopter-Hangar fehlt dem Anlass die Infrastruktur auf dem Flughafen Grenchen, er findet nächstes Jahr in Bern statt. Am Wochenende wurde der Flughafen Grenchen erneut zum Zentrum der Elektromobilität in der Luft. Die neuste und fünfte Ausgabe des Electrifly-In zeigte, dass die Entwicklung der Luftfahrzeuge mit Elektromotoren vorangeht – zwar langsamer als bei den Autos, aber in zunehmendem Tempo. Noch vor fünf Jahren, beim ersten Treffen für Elektroflugzeuge in Grenchen, schien der alltägliche Einsatz eines Flugzeugs mit Elektromotor noch in weiter Ferne. In der Zwischenzeit wurde er aber Realität. Mit der Velis gibt es ein zertifiziertes zweiplätziges Flugzeug, von dem ein Exemplar auch auf dem Flughafen Grenchen stationiert ist.

Erstmals mit Rundflügen für das Publikum
Dieser Typ der slowenischen Firma Pipistrel war der eigentliche Star am Electrifly-In und wartete mit einer Premiere auf: Zum ersten Mal konnten dem Publikum Rundflüge angeboten werden. Die wurden rege benützt: Über 30 Personen flogen zum ersten Mal in ihrem Leben mit einem E-Flugzeug, fachkundig begleitet von den Fluglehrern Hans Marthaler und Markus Wullimann.

Der Erste war Christian Burkhardt, der ehemalige Gemeindeschreiber von Langenbruck: «Ich bin sehr positiv überrascht von der Leistung dieses Flugzeugs. Es ist angenehm zum Fliegen, durch den Elektromotor leise im Cockpit und in der Steuerung äusserst direkt», sagte er begeistert nach der Landung. Vielfältiges Fachsimpeln war an der Ausstellung im historischen Farner-Hangar angesagt. So etwa am Stand des Projekts Smartflyer, eines vierplätzigen hybriden Reiseflugzeugs, das in Grenchen entwickelt wird. Grosse Aufmerksamkeit wurde auch dem grossen Reiseflugzeug Traveler TR230 mit ebenfalls vier Sitzplätzen zuteil. Es ist in Grenchen stationiert und soll in einer vollelektrischen Variante demnächst zum Erstflug abheben. Über 60 Personen verfolgten den eTalk im Rega-Hangar. Das Podiumsgespräch moderierte Olympiasiegerin und Berufspilotin Dominique Gisin. Unter dem Titel «Generation Y – nächster Schritt in die Luftfahrt» diskutierten junge Menschen aus Politik und Wirtschaft, die einen unterschiedlichen Bezug zur Aviatik haben, wie die Fliegerei in eine nachhaltige Zukunft geführt werden kann.

Darunter war Florian Erni, der bei den Pilatus Flugzeugwerken arbeitet und eben die Pilotenausbildung auf einem Elektroflugzeug begonnen hat. Die Handhabung sei angenehm, da man mit der Motorenbedienung nicht viel zu tun habe und sich ganz auf die Koordination und das Erlernen der Flugzeugsteuerung konzentrieren könne. Er sieht denn auch für die Elektrofliegerei vorerst ein gutes Potenzial bei der Grundausbildung von angehenden Pilotinnen und Piloten.

Der Wermutstropfen: nicht mehr in Grenchen
Am Electrifly-In gab es auch einen Wettbewerb. Den längsten Anflug in einem rein elektrischen Flugzeug machte Marc Corpataux über 70 Kilometer von Ecuvillens nach Grenchen. Die Vortragsreihe am Symposium war gut besucht. Spannende Themen kamen zur Sprache. So etwa die Erfahrungen von Marco Buholzer, der bereits drei Jahre Erfahrung hat als Fluglehrer auf einem E-Flugzeug in Schänis. In ihrem Referat vor den Ausstellern und den Gästen ging Sandra Dubach, Präsidentin des Electrifly-In, auf die Entwicklung des Anlasses und damit auf die E-Mobilität in der Luft ein. Zum Schluss erwähnte sie, dass das Electrifly-In im kommenden Jahr auf dem Flughafen Bern stattfinden werde. Den Umzug ins Belpmoos begründete sie mit dem anstehenden Bau des Helikopter-Hangars in Grenchen, wodurch dem Electrifly-In die notwendige Infrastruktur fehlen werde. Quelle: ‘Peter Brotschi im Grenchener Tagblatt‘.

PC-12 stürzt in Bürogebäude bei Mailand

Ein Leichtflugzeug ist im Süden der Stadt Mailand kurz nach dem Start in Linate abgestürzt und in ein leerstehendes Bürogebäude gekracht. Beim Absturz der Pilatus PC-12 kamen der Pilot, ein weiteres Besatzungsmitglied und alle sechs Passagiere ums Leben. Die Todesopfer kamen alle aus dem Ausland. Unter den Toten ist auch ein Kind, wie die Staatsanwältin am Ort des Unglücks mitteilte. Das Gebäude in San Donato Milanese am Stadtrand der norditalienischen Millionenstadt fing nach dem heftigen Aufprall des Flugzeugs Feuer. Wegen Renovierungsarbeiten befanden sich aber keine Menschen in den Büros.

Die Unglücksmaschine ist eine Pilatus PC-12
Das Flugzeug vom Typ Pilatus PC-12 war um 13:04 Uhr vom zweitgrössten Mailänder Flughafen Linate abgehoben, um nach Olbia auf Sardinien zu fliegen. Kurz nach dem Start stürzte es dann im Südosten von Mailand ab. Das geht aus den Flugdaten des Internetdienstes Flightradar24.com hervor. Demnach verlor das Flugzeug nach der Startphase und einer ersten Schleife plötzlich an Höhe und stürzte nur Sekunden später in das Gebäude in San Donato Milanese. Der Grund für den Absturz ist noch unklar. Augenzeugen berichteten, dass ein Motor der Maschine gebrannt habe und das Flugzeug daraufhin im Sturzflug zu Boden ging, ohne dass ein Manöver ersichtlich waren. Die Retter konnten den Flugschreiber für weitere Auswertungen finden. Quelle: ‘SRF’.

ETH-Studenten entwickeln Elektroflugzeug-Viersitzer

Der Innovationspark Zürich ist kein Bauprojekt, noch nicht. Studierende der ETH forschen dort aber schon seit Jahren. Ein Augenschein in den Hangars. Die Hülle ist ein Bausatz, ein sogenanntes Kit-Flugzeug aus Südafrika zum Selbernieten und -zusammenschrauben. Der Antrieb entsteht ebenfalls im Eigenbau, aber auf höchstem technischem Niveau. Ein Dutzend Studierende der ETH Zürich konstruiert das wahrscheinlich erste Elektroflugzeug weltweit mit vier Plätzen. E-Sling ist ein sogenanntes Fokusprojekt der ETH Zürich. Während acht Monaten entwickeln die angehenden Elektro- und Maschineningenieure einen rein elektrischen Sportflieger. Welches ist dabei die grösste Schwierigkeit? Die nötige Energiedichte der Batterie zu erreichen, antwortet der junge Software-Ingenieur Timo Kleger, der dem Besucher bereitwillig Auskunft gibt. Die Akkus werden vorne in die Tragflächen eingebaut. Für ein Flugzeug müssen sie im Verhältnis zu ihrem Gewicht und Volumen maximal viel Elektrizität speichern können. Um mehr Reichweite zu erhalten, war es unumgänglich, die Flügelspannweite um einen Meter zu verlängern.

Für einige in der Gruppe ist das Elektroflugzeug ihre Bachelorarbeit. 12 zusätzliche Kreditpunkte zu den 14 für das Fokusprojekt gebe es dafür, sagt Timo Kleger. Allein deshalb lohne sich der Arbeitsaufwand nicht. Er mache das ohnehin nicht nur wegen der Punkte. Die Chance, im ETH-Grundstudium ein Flugzeug zu bauen, ist Ansporn genug. Das Testgelände, um E-Sling zum Fliegen zu bringen, ist das kleinste Problem. Denn die mit allerlei Geräten und elektrischen Apparaturen überstellte Werkstatt befindet sich im Hangar 3 des Flugplatzes Dübendorf. Anfang Oktober ist der Roll-out. Danach wird das Flugzeug auf dem Rollfeld davor ausführlich geprüft.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl), das neben zahlreichen Sponsoren sehr am Projekt interessiert ist, wird voraussichtlich bis Ende Jahr das Flugzeug zertifizieren. Die Studierenden haben keinen aviatischen Hintergrund. Den ersten Flug wird voraussichtlich im nächsten Frühling ein Testpilot übernehmen, den das Bazl auswählt.

Weltweit einzigartiges Labor
«Das Flugzeug wird abheben», sagt René Kalt überzeugt, der Geschäftsführer der Stiftung Innovationspark Zürich. Der E-Flieger steht geradezu beispielhaft für die Synthese von Innovation und Aviatik. Diese Zielsetzung wird neu auf dem ganzen Flugplatzareal verfolgt; das ergab die vor knapp zwei Wochen veröffentlichte Gesamtschau. Im Fokus stehen Forschungsgebiete, die auf eine Flugpiste oder sonst auf grosse Testflächen angewiesen sind. Konkret: Mobilität, Robotik, Aviatik und Raumfahrt. Quellen: ‘NZZ, Neue Zürcher Zeitung‘ (kostenlose Registrierung) und ‘Youtube’ (Video).

Führungskräfte lernen von Piloten

Immer mehr Anbieter in der Schweiz, Deutschland und Österreich laden zu speziellen Führungskräfte-Trainings ein, etwa im Airbus 320 oder in einer Boeing 737. Doch nützt das etwas oder handelt es sich lediglich um einen Zeitvertreib, bis „Top Gun: Maverick“ als Fortsetzung des Jetpiloten-Fan-Klassikers vielleicht doch einmal anläuft und der Geschwindigkeitsrausch dank modernster Technik erlebbar wird? Mitnichten!

Dass es zwischen der Fliegerei und dem Geschäftsleben viele Parallelen gibt, wird bereits beim ersten Blick auf die Angebote deutlich. Sowohl Piloten als auch Manager müssen beispielsweise leistungsfähig sein, die richtige Einstellung haben, jederzeit auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, differenzieren, selektieren, schnell entscheiden, klar kommunizieren, entschlossen handeln und nicht zuletzt das Ziel mit ihrer Crew sicher erreichen. Was die Umsetzung betrifft, ist die Luftfahrt jedoch weiter entwickelt. Denn nach einer Reihe von Unfällen in den 70er-Jahren wurde ein Kulturwandel angestossen und „Crew Resource Management“ (CRM)-Training in die Ausbildung aufgenommen, wie Christoph May, Risikomanager und Projektleiter bei einer Bank und Privatpilot, auf der Plattform BankingHub erläutert. Dabei geht es um Kooperation, situative Aufmerksamkeit, Führungsverhalten, Entscheidungsfindung und die dazugehörige Kommunikation, für die klare Prinzipien sowie Vorgehensweisen definiert sind.

Skills aus den besten Cockpits der Welt
Als wichtigster Grundsatz gilt: „First fly the Aircraft!“ Das bedeutet, dass Piloten unabhängig davon, was passiert, zuerst das Flugzeug fliegen sollten. Erst dann sind Entscheidungen zu treffen – und zwar nach dem FORDEC-Model. Demnach werden zunächst sämtliche Fakten zusammengetragen. Als Zweites werden die Optionen betrachtet. Anschliessend wägt der Pilot die Risiken und Vorteile ab. Darauf basierend trifft er eine Entscheidung (englisch: Decision) und setzt diese konsequent um (englisch: Execution). Schliesslich folgt ein Check und gegebenenfalls der Prozess erneut.

Ebenso bedeutend ist die Einstellung, zu der Disziplin, Motivation, Mut, Respekt und Haltung gehören. „Wir nennen es Airmanship“, heisst es auf der Website von Top Gun Leaders Training & Consulting, die mit dem Image des legendären Films alles andere als spielen. Sie vermitteln „Soft Skills aus den besten Cockpits der Welt“, damit diese auch am Boden ihre Wirkung entfalten. Dass Geschäftsführer Ralph Eckhardt unter anderem 20 Jahre Erfahrung als Tornado-Pilot hat, verwundert nicht. Denn wer sonst könnte die in der Luftfahrt bewährten Methoden besser vermitteln als ein Pilot? Wohl niemand.

Piloten übersetzen Wissen und Kompetenzen
Deshalb ist er auch nicht der einzige Flieger, der sein Know-how an Führungskräfte weitergibt. Tom Haug, Major a. D. und früher Jetpilot, lehrt mit seinem Unternehmen TOMKAT zum Beispiel CRM, Entscheidungsfindung nach dem FORDEC-Modell sowie Management von Unsicherheit und Umgang mit Fehlern. Zudem bringt er Managern Strategien wie Closed Loop Communication sowie das Briefing und Debriefing nahe. Diese stammen aus dem militärischen Bereich, werden jedoch inzwischen auch im zivilen Umfeld angewendet, um die Kommunikation zu verbessern.

Ein anderer Pilot ist Philip Keil. Als Keynote Speaker überträgt er spannende Denkanstösse auf die Unternehmenswelt, wenn er über schwierige Entscheidungen spricht, über das Team als Erfolgsfaktor, Führung in dynamischen Zeiten oder eine positive Fehlerkultur. Für seine wegweisenden Ansätze wurde er sogar in den Kreis der „Management-Vordenker Deutschlands“ erhoben.

Mit Holger Lietz steht ein weiterer international gefragter Keynote Speaker am Start, der Mindset und Methoden aus der Welt der komplexen Militärfliegerei auf die Anforderungen an Manager in der Geschäftswelt überträgt. Auf seiner Website fordert er etwa auf: „Gewinnen Sie neue, spannende Tools, Techniken und Methoden für Ihr Leadership & Business Cockpit“, „Richtig entscheiden! Mit der Kampfpiloten-Methode“ und „Verkaufen mit maximaler Schubkraft“. Sein „Level 10 Marketing“ basiert auf einem für die Luftüberlegenheit von Kampfpiloten entwickelten System, dem OODA-Loop. Es ist darauf ausgerichtet, Veränderungen einschliesslich Bedrohungen frühzeitig zu antizipieren und zu neutralisieren, bevor sie kritisch werden.

Leadership jenseits der Schallmauer
Diese Beispiele verdeutlichen: Flüge im Simulator versetzen Führungskräfte in die Lage, hautnah zu erfahren, wie sie in welchen Situationen reagieren und sich wirkungsvolle Methoden anzueignen, die sie aus dem Cockpit in den Chefsessel mitnehmen können. „Manager können viel von Piloten lernen. Vor allem in den Bereichen Fehlermanagement, Stressresistenz und Führung“, schreiben Kahmann & Kollegen. Oder wie die Mach 2 – Aviation Experts formulieren: „Entscheidungen im Team unter Zeitdruck treffen, strukturiertes Arbeiten mit Checklisten und Verfahren aus der Luftfahrt im Cockpit richtig anwenden, erschliesst völlig neue Perspektiven ausserhalb Ihres gewohnten Umfeldes.“

Somit setzen inzwischen viele Branchen zu Recht auf Konzepte aus der Fliegerei und bilden Führungskräfte dementsprechend weiter. Die neuen Blickwinkel aus der Luft sind eine Idee, die so mancher Unternehmung sprichwörtlich Schub verleiht. Wem das nicht reicht, der hat die Option, auch Piloten einzustellen und damit zusätzlich zu den Triebwerken den Nachbrenner zu zünden, um die Schallmauer zu durchbrechen. Sie entscheiden und handeln! Quelle: ‘Die Ostschweiz‘.

‘Spirit of Innovation’ takes to the skies for the first time

We are pleased to announce the completion of the first flight of our all-electric ‘Spirit of Innovation’ aircraft. At 14:56 (BST) the plane took to the skies propelled by its powerful 400kW (500+hp) electric powertrain with the most power-dense battery pack ever assembled for an aircraft. This is another step towards the plane’s world-record attempt and another milestone on the aviation industry’s journey towards decarbonisation.

Warren East, CEO, Rolls-Royce, said: “The first flight of the ‘Spirit of Innovation’ is a great achievement for the ACCEL team and Rolls-Royce. We are focused on producing the technology breakthroughs society needs to decarbonise transport across air, land and sea, and capture the economic opportunity of the transition to net zero. This is not only about breaking a world record; the advanced battery and propulsion technology developed for this programme has exciting applications for the Urban Air Mobility market and can help make ‘jet zero’ a reality.”

Business Secretary Kwasi Kwarteng said: “The first flight of Rolls-Royce’s revolutionary Spirit of Innovation aircraft signals a huge step forward in the global transition to cleaner forms of flight. This achievement, and the records we hope will follow, shows the UK remains right at the forefront of aerospace innovation. “By backing projects like this one, the Government is helping to drive forward the boundary pushing technologies that will leverage investment and unlock the cleaner, greener aircraft required to end our contribution to climate change.”

The aircraft took off from the UK Ministry of Defence’s Boscombe Down site, which is managed by QinetiQ and flew for approximately 15 minutes. The site has a long heritage of experimental flights and the first flight marks the beginning of an intense flight-testing phase in which we will be collecting valuable performance data on the aircraft’s electrical power and propulsion system. The ACCEL programme, short for ‘Accelerating the Electrification of Flight’ includes key partners YASA, the electric motor and controller manufacturer, and aviation start-up Electroflight. The ACCEL team have continued to innovate while adhering to the UK Government’s social distancing and other health guidelines.

Half of the project’s funding is provided by the Aerospace Technology Institute (ATI), in partnership with the Department for Business, Energy & Industrial Strategy and Innovate UK. In the run up to COP26, the ACCEL programme is further evidence of the UK’s position at the forefront of the zero-emission aircraft revolution.

“The first flight of the Spirit of Innovation demonstrates how innovative technology can provide solutions to some of the world’s biggest challenges,” said Gary Elliott, CEO, Aerospace Technology Institute. “The ATI is funding projects like ACCEL to help UK develop new capabilities and secure a lead in the technologies that will decarbonise aviation. We congratulate everyone who has worked on the ACCEL project to make the first flight a reality and look forward to the world speed record attempt which will capture the imagination of the public in the year that the UK hosts COP26.”

Rolls-Royce is offering our customers a complete electric propulsion system for their platform, whether that is an electric vertical takeoff and landing (eVTOL) or commuter aircraft. We will be using the technology from the ACCEL project and applying it to products for these exciting new markets. The characteristics that ‘air-taxis’ require from batteries are very similar to what is being developed for the ‘Spirit of Innovation’ so that it can reach speeds of 300+ MPH (480+ KMH) – which we are targeting in our world record attempt. In addition, Rolls-Royce and airframer Tecnam are currently working with Widerøe, the largest regional airline in Scandinavia, to deliver an all-electric passenger aircraft for the commuter market, which is planned to be ready for revenue service in 2026.

In June, we announced our pathway to net zero carbon emissions – a year on from joining the UN Race to Zero campaign – and the ‘Spirit of Innovation’ is one way in which we are helping decarbonise the critical parts of the global economy in which we operate. We are committed to ensuring our new products will be compatible with net zero operation by 2030 and all our products will be compatible with net zero by 2050. Source: “Rolls Royce“.

Airbus-Flugtaxi soll Arbeitsplätze nach Donauwörth bringen

Ohne Pilot und elektrisch angetrieben: Airbus stellt neue Entwürfe für das Flugtaxi vor – das künftig mit Tempo 120 in Asiens Megacitys unterwegs sein könnte. Welche Rolle das Flugtaxi für den Standort in Donauwörth spielt. Die nächste Generation des Flugtaxis von Airbus wird maßgeblich von Airbus Helicopters am Standort Donauwörth entwickelt. Das teilte der Konzern mit, nachdem er im französischen Toulouse diese Woche ein digitales Modell des neuen Flugtaxis erstmals der Öffentlichkeit präsentiert hatte. Flugtaxis sollen in Zukunft autonom, also ohne Pilot, und elektrisch angetrieben fliegen.

Das neue Flugtaxi hat Flügel
Die auffälligste Veränderung: Das neue Flugtaxi hat Flügel bekommen. Bisher ähnelte der mehrere Meter große Demonstrator, so die Bezeichnung für die Vorstufe eines Prototyps, den kleinen Drohnen, die mittlerweile viele als Spielzeug oder zum Filmen daheim haben. Jetzt verteilen sich acht Propeller auf zwei Flügel und das Heck. Damit kann das Flugtaxi senkrecht starten und landen und nutzt im Vorwärtsflug den Auftrieb der Flügel.

Mit 120 km/h rund 80 Kilometer weit
Der neue “CityAirbus” soll eine Reichweite von 80 Kilometern haben und 120 Kilometer pro Stunde schnell sein, teilt Airbus mit. Schafft es der Prototyp einmal in die Serienproduktion, könnten das gute Nachrichten für den Industriestandort Donauwörth sein. Laut einem Airbus-Sprecher wird Donauwörth eine zentrale Rolle bei der Serienfertigung spielen. Die Auswirkungen auf die Beschäftigung sei natürlich positiv.

Flugtaxi bringt Arbeitsplätze nach Donauwörth und München
Bereits jetzt entstünden in Donauwörth und München neue Arbeitsplätze in der Entwicklung. “Wir stellen ein”, sagte der Sprecher. Eine Größenordnung nannte er jedoch nicht, auch nicht, wie viele Airbus-Mitarbeiter zurzeit schon an der Entwicklung des Flugtaxis arbeiten. Insgesamt steckt Airbus nach eigenen Angaben einen “signifikanten dreistelligen Millionenbetrag” in das autonome, elektrische Fliegen.

Steht die Zukunft der Flugtaxis bevor?
Dass dem “City-Airbus” noch Flügel wachsen, hatte sich schon im Sommer angedeutet. Damals sagte Jörg Peter Müller, Geschäftsführer der eigens für die Flugtaxi-Entwicklung gegründeten Airbus Urban Mobility GmbH dem BR: “Natürlich werden zukünftige Fluggeräte anders aussehen, das hier ist ein Demonstrator, der war dazu da, entsprechende Daten zu sammeln. Die Zukunft wird natürlich ein bisschen anders aussehen und das wird dann die nächste Generation “CityAirbus” werden.” In den USA hatte Airbus bereits das autonome Fliegen mit Flügeln erforscht.

Forschung bestätigt Flugtaxi-Trend
Auch Luftfahrtexperten wie Florian Holzapfel von der Technischen Universität München prophezeiten bereits, dass der Trend hin zu Flugtaxis mit Flügeln geht. Holzapfel sagte im Gespräch mit dem BR, dass andere Unternehmen im Bereich der neuen Flugmobilität aber extrem viel weiter seien als Airbus. Der Experte nennt dabei zum Beispiel das Start-Up “Volocopter” aus Baden-Württemberg. Airbus verweist immer wieder darauf, dass Konkurrenten ihre Prototypen oft in kleinerem Maßstab bauten, bei Airbus sei der “CityAirbus” aber von Anfang an in Originalgröße von mehreren Metern gebaut und geflogen worden.

Flugtaxi für asiatische Megastädte
Airbus sieht den Einsatz von Flugtaxis vor allem in großen Metropolen zum Beispiel in Asien. Geplant sind Linienflüge etwa aus einem Stadtzentrum hinaus zu einem internationalen Flughafen. Anfangs werde noch ein Pilot sicherheitshalber mit an Bord sein. Die Kosten pro Person sollen vergleichbar sein mit einer Taxi-Fahrt auf derselben Strecke. Quelle: ‘Bayerischer Rundfunk‘.

Durch Hurrican Ida’s Auge

Mit voller Wucht hat der Hurrikan die Küste des US-Staats Louisiana getroffen, die Schäden sind enorm. Piloten filmten nun das Auge des Monstersturms. Mit Windgeschwindigkeiten von rund 240 Stundenkilometern hat “Ida” brauste Hurrikan Ida am Sonntagabend über Grand Isle in Louisiana hinweg. Ein Video einer betroffenen Bewohnerin zeigt die Urkraft des Sturmes: Er entwurzelt kurzerhand einen robusten, massiven Baum. Doch nicht nur dort, im ganzen Bundesstaat sind die Einsatzkräfte gefordert. Die Stromversorgung ist in weiten Regionen zusammengebrochen, mehr als eine Million Haushalte sind ohne Energie. Auch Abwasser kann nicht mehr abgepumpt werden.

Video aus Auge des Sturms
Beängstigende Bilder lieferten nun auch Piloten aus der Luft. Das National Hurricane Center der Vereinigten Staaten (NHC) veröffentlichte die beeindruckenden Aufnahmen ihres Aufklärungsfluges vom Sonntagnachmittag. Quelle: ‘heute.at‘.

Abfangdrohnen gegen Drohnen

Drohnen sorgen immer wieder für Ärger, besonders wenn die kleinen ferngesteuerten Flugobjekte an Flughäfen unterwegs sind. Am Hamburger Airport ist am Donnerstag ein System getestet worden, mit dem Drohnen eingefangen werden können. Das vom Bundesverkehrsministerium mit 2,1 Millionen Euro finanzierte Pilotprojekt heißt “Falke” – der Name steht für “Fähigkeit des Abfangens von in gesperrte Lufträume eindringenden Kleinfluggeräten durch zivile Einsatzmittel”. Das europaweit einmalige Überwachungssystem in Fuhlsbüttel spürt mithilfe von Radar und Sensortechnik Drohnen auf – und schickt dann eine Abfangdrohne.

Mit Netz eingefangen
Die kann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Kilometern pro Stunde fliegen. Die Abfangdrohne bringt sich in Stellung und schießt dann ein Netz über die illegale Drohne. Und zwar ohne dass am Boden ein Pilot eingreifen muss. Allerdings muss ein Einsatzleiter den Befehl zum Abfangen geben. Anschließend hängt das gefangene Objekt an einem dünnen Seil an der Abfangdrohne. Das Einfangen mit dem Netz verhindert, dass Teile auf Start- oder Landebahn fallen. Außerdem soll die gefangene Drohne intakt bleiben, um als Beweismittel in einem Strafverfahren dienen zu können. Das “Falke”-Gerät ist mit zwei Netzen “bewaffnet” und kann bis zu acht Kilo schwere Fänge transportieren.

Drohnenabwehr soll in Serie gehen
Bei jedem zweiten Versuch sei das Manöver bislang gelungen, heißt es von der Helmut-Schmidt-Universität, die das Projekt koordiniert. Bis zum kommenden Jahr sind weitere Tests geplant, dann könnte die Drohnenabwehr in Serie gehen.

Immer wieder Drohnen in der Verbotszone
Eigentlich gilt rund 1,5 Kilometer um den Airport ein Verbot für Drohnen. Dennoch wird im Schnitt einmal im Monat am Flughafen eine Drohne gesichtet. Wenn sie in Turbinen von Flugzeugen gelangen, können die kleinen Fluggeräte zu einer Explosion führen – und schlimmstenfalls einen Absturz verursachen. Quelle: ‘NDR‘.

Fahrwerk liess sich nicht ausfahren

Zwei Personen befanden sich an Bord eines Mooney-Kleinflugzeuges, welches am Freitagabend, 10. September, auf dem Orange Municipal Airport von der Landebahn gerutscht war. Nach Angaben der Feuerwehr von Orange blieben der Pilot und der Passagier des Flugzeugs unverletzt, sie verließen das Flugzeug, bevor Hilfe eintraf. Nach einem Aufruf um 18.00 Uhr eines auf dem Rumpf gelandeten Kleinflugzeuges an die Leitstelle von Shelburne wurden alle diensthabenden und nicht diensthabenden Mitarbeiter zu Hilfe aufgerufen. Der Pilot erklärte den Beamten, dass sich das Fahrwerk bei dem Landeversuch nicht ausfahren ließ, und er eine kontrollierte Landung ohne Fahrwerk versuchen musste. Die Hilfskräfte verbrachte danach Stunden damit, das Flugzeug mit Stützen und Airbags aufzurichten. Sie unterstützen das Abschleppunternehmen beim Abtransport des Flugzeuges von der Landebahn. Quelle: ‘22News WWLP.com’.

Flugwetter, -Karten, Webcams & Cie.

Wissen Sie, dass auf flieger.news für die Flugvorbereitung ein umfangreiches Informations-Angebot kostenlos für Sie bereitsteht? Sie finden hier die wichtigen Flugwetter-Informationen, Notam’s, die aktuellen DABS, METAR, TAF, kostenloses Kartenmaterial zum Download und eine grosse Zahl von Panorama-Webcams.

Gelungene Notlandung

Das ist gerade noch mal gut gegangen: Am Samstagnachmittag um 16 Uhr flog ein 64-jähriger Pilot mit seinem Kleinflugzeug vom Flugplatz Bad Ragaz Richtung Flugplatz Wangen. Während des Flugs kam es zu technischen Problemen, weshalb der Pilot im Gebiet Burst in Reichenburg auf einer Wiese eine Notladung machen musste. Die Notlandung des im Kanton St. Gallen immatrikulierten Flugzeugs verlief ohne Probleme, es wurde niemand verletzt.

Umstände werden untersucht
Für die Sicherung des Flugzeugs standen die Kantonspolizeien Schwyz St. Gallen, die Feuerwehr Reichenburg und die Stützpunktfeuerwehr Pfäffikon im Einsatz. Die Umstände, die zur Notlandung geführt haben, werden nun durch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) untersucht. Quelle: ‘Linth24‘. Bild: Stefan Grüter.

Unfall bei Flughafen in Weiden

Das Kleinflugzeug eines 52 Jahre alten Piloten setzte kurz vor der Landebahn auf und überschlug sich aus bislang ungeklärter Ursache, wie die Polizei am Montagabend mitteilte. Der Pilot und auch der 60 Jahre alte Co-Pilot konnten sich selbstständig aus dem beschädigten Flugzeug befreien. “Durch die naheliegende Luftrettung wurden sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet. Beide Insassen kamen mit dem BRK mit mittelschweren Verletzungen ins Klinikum Weiden”, heißt es in einer Polizeimeldung. Fachkräfte, unter anderem vom Luftfahrtbundesamt, versuchen nun, die Ursache zu ermitteln. Der Sachschaden dürfte sich laut Polizei auf etwa 100.000 Euro belaufen. Quelle: ‘Tag24‘.

Spenden sammeln für Flutopfer

12’000 Euro für Flutopfer wurden erflogen. Das freute vor allem Landrat Stephan Pusch. Nicht nur über die Spenden freute er sich, sondern auch über einen Flug in einem Flieger im Design von Borussia Mönchengladbach. Eine Spende in Höhe von 12’000 Euro und obendrein ein ereignisreicher Rundflug über die Kreisstadt Heinsberg mit einem Flieger im Design von Borussia Mönchengladbach: Besser konnte es kaum kommen für den Kreis Heinsberger Landrat Stephan Pusch. Das ist das schöne Ergebnis einer Aktion, die die Ultraleicht-Piloten des Flugclubs Heinsberg-Selfkant kurzerhand organisiert hatten, um Spenden zu sammeln, die den vom Hochwasser im Juli betroffenen Menschen helfen sollen. Einer dieser Piloten ist Peter Dohmen, Vorsitzender des BSV Wassenberg, der bei seinen Piloten-Kollegen offene Türen einrannte, denn jedem war klar, dass das Ereignis kein gewöhnliches war und dass Hilfe – in welcher Art auch immer – folgen sollte.

Die Benefiz-Aktion der Pilotinnen und Piloten bestand in erster Linie schließlich aus Rundflügen, bei denen Pilotin Katrin Dahmen in ihrem Ultraleicht-Flugzeug vom Typ Ikarus C42 beispielsweise insgesamt 31 Fluggäste mitgenommen hatte. Oberstes Gebot: „Vereinzelt gab es die Bitte, über ein paar Hochwassergebiete zu fliegen, doch einen Hochwasser-Tourismus hatten wir von Anfang an ausgeschlossen“, erklärte Peter Dohmen. So sei der Überflug von überschwemmten Gebieten eben absolut tabu gewesen. Dohmen weiter: „Die meisten unserer Fluggäste wollten ihren eigenen Wohnort und damit auch ihr eigenes Haus von oben sehen.“ Auch Josef Staaks, der Vorsitzende des Flugclubs, äußerte sich zur Aktion, bei der das Thema Sicherheit eine wesentlich Rolle spielte: „Gerade bei einem hohen Verkehrsaufkommen achten wir strikt auf die koordinierten Abläufe am Boden, abgestimmte Flugrouten und auf das behördlich genehmigte Start- und Landeverfahren. mein Dank gilt nicht nur allen Spenderinnen und Spendern, sondern auch an unsere Vereinsmitglieder, die keine Mühe gescheut hatten, die Benefiz-Rundflüge zu organisieren.“ Quelle: ‘RP-online.de‘.

Kleinflugzeug muss notlanden

Der Pilot (65) eines Kleinflugzeugs kam am Freitagmittag bei Kirchberg mit dem Schrecken davon: Weil der Motor seiner Cessna “175 H” ausfiel, musste der Mann die Maschine auf einem Feld im Ortsteil Burkersdorf notlanden. Der Deutsche war am Donnerstag gegen 12 Uhr vom Flugplatz in Zwickau zu einem Rundflug gestartet. Nach etwa 20 Minuten bemerkte er, dass der Motor kein Gas mehr annahm. Quelle: ‘Tag24‘.

Lilium an der Nasdaq

Der kommerzielle Erstflug der Lilium-Flugtaxis soll 2024 stattfinden. Zeitplan und Technologie sind ambitioniert – und nicht mehr alle Investoren ziehen mit. Passend zum Börsengang hat Lilium-Vorstandschef Daniel Wiegand noch einmal auf die große Vision hingewiesen: 2015 habe sich das Flugtaxi-Unternehmen daran gemacht, “ein Produkt zu entwickeln und ein Team aufzubauen, das die Art und Weise, wie sich die Welt bewegt, radikal verändern soll. Sechs Jahre und fünf Generationen von Technologie-Demonstrationsflugzeugen später sind wir diesem Ziel näher als zuvor.”

Seit diesem Mittwoch wird die Lilium-Aktie an der amerikanischen Technologie-Börse Nasdaq gehandelt, nachdem das Unternehmen mit dem bereits dort notierten Akquisitionszweckunternehmen Qell fusioniert hat. Diese Zweckgesellschaften sind Mantelgesellschaften, die zunächst über einen Börsengang Kapital einsammeln, das sie anschließend für die Übernahme eines vorher nicht fest bestimmten Unternehmens nutzen. 584 Millionen US-Dollar Bruttoerlös bringt die Transaktion, deutlich weniger als die erhofften rund 800 Millionen Dollar. Es ist weniger Geld geworden, weil zwei Drittel der Qell-Aktionäre von ihrem Recht Gebrauch gemacht haben, sich vorher auszahlen zu lassen.

Die Zurückhaltung ist keine Überraschung und spricht nicht unbedingt für Skepsis der Investoren gegenüber Lilium. Vielmehr hat der Boom der Zweckgesellschaften in den USA zuletzt merklich nachgelassen, viele Analysten halten die Firmen für überbewertet. Lilium ist in der Branche kein Einzelfall: Der Konkurrent Joby Aviation wollte durch eine ganz ähnliche Transaktion 1,6 Milliarden Dollar erlösen, kam aber nur auf rund eine Milliarde. Archer kommt auf knapp 860 Millionen, eingeplant waren 1,1 Milliarden. Auch bei Archer und Joby stiegen viele der Anleger aus. Der Börsengang der britischen Vertical Aerospace steht im Herbst an.

Alle vier wollen unterschiedlich konzipierte elektrische Flugtaxis auf den Markt bringen. Der Lilium-Jet ist mit sieben Sitzen der größte und soll mit rund 250 Kilometern Reichweite auch am weitesten fliegen können. Der kommerzielle Erstflug soll 2024 stattfinden. Lilium will die ersten Strecken in Deutschland und Florida anbieten. Sowohl der Zeitplan als auch die Technologie gelten als sehr ambitioniert. Luftfahrtbehörden müssen vor der Zulassung überzeugt werden, dass die Fluggeräte sicher sind. Eine Studie von Porsche Consulting verwies jüngst darauf, dass die soziale Akzeptanz in der Bevölkerung eine der großen Schwierigkeiten sein wird. Der Studie zufolge müssen Investoren in dem Sektor einen extrem langen Atem haben, bis sich ihre Einlagen lohnen.

Mit dem Börsengang von Lilium formiert sich auch der neue Verwaltungsrat. Das Gremium wird vom früheren Airbus-Chef Tom Enders geleitet. Unter anderem gehört ihm auch David Neeleman an, der unter anderem Azul, Jet Blue Airways und Breeze Airways gegründet hat, sowie der ehemalige Airbus-Vorstand und ILFC-Chef Henri Courpron. “Es wird kein einfacher Weg werden”, sagt Enders. “Aber wir haben die Technologie, das Team und die Ressourcen, die uns die Zuversicht geben, dass Lilium es schaffen wird.” Zum Börsenschluss lag die Aktie von Lilium in New York 1,1 Prozent im Minus bei 9,31 Dollar. Quelle: ‘Süddeutsche Zeitung‘.