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Buochs vollständig zivil

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL hat die Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes Buochs (NW) in ein ziviles Flugfeld genehmigt. Es hat der Airport Buochs AG (ABAG) die Bewilligung für den Betrieb als Flugfeld sowie die Plangenehmigung für die Infrastrukturanlagen erteilt. Zudem hat das BAZL das Betriebsreglement genehmigt. Der ehemalige Militärflugplatz Buochs wird seit 1946 auch von zivilen Luftfahrzeugen mitbenutzt. Seit 2005 betreibt die Airport Buochs AG (ABAG) den zivilaviatischen Teil des Flugplatzes. Nachdem der Bundesrat im Jahr 2017 beschloss, die militärische Nutzung des Flugplatzes definitiv einzustellen, hat die ABAG beim BAZL ein Gesuch zur Umnutzung in ein ziviles Flugfeld eingereicht. Das Gesuch beinhaltet die Erteilung der Betriebsbewilligung, die Genehmigung des Betriebsreglements sowie die Plangenehmigung für die weiterhin genutzten Infrastrukturanlagen. Dabei geht es um die Umnutzung der bestehenden militärischen Bauten für zivile Zwecke, den Rückbau von Hindernissen im Sicherheitsstreifen der Piste und die Massnahmen des Generellen Entwässerungsplans (GEP). Die ABAG hat beim BAZL zudem die Weiternutzung der Hangarzelte und die Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an der Herdernstrasse beantragt. Diese öffentliche Strasse verläuft quer über den Flugplatz und kreuzt die Piste und einen Rollweg.

Während der öffentlichen Auflage der Gesuchsunterlagen sind insgesamt elf Einsprachen eingegangen. Als Folge davon erfolgte eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Beteiligung des Kantons Nidwalden sowie des Bundesamtes für Umwelt. Aufgrund der positiven Beurteilung des Gesuchs und der Umweltverträglichkeitsprüfung hat das BAZL die Umnutzung des Flugplatzes Buochs bewilligt. Die ABAG wird für die Umsetzung jedoch zahlreiche Auflagen erfüllen müssen, u. a. für die Sanierung der Entwässerung. Das BAZL hat die Anzahl motorisierter Flugbewegungen vorläufig auf 16’800 Starts und Landungen pro Jahr beschränkt. Zusammen mit dem für später geplanten Ersatz bestehender Bauten wird das BAZL die Anzahl zulässiger Flugbewegungen neu beurteilen. Gegen den Entscheid des BAZL steht der Weiterzug ans Bundesverwaltungsgericht offen. Quelle: ‘BAZL‘.

PC-12 stürzt in Bürogebäude bei Mailand

Ein Leichtflugzeug ist im Süden der Stadt Mailand kurz nach dem Start in Linate abgestürzt und in ein leerstehendes Bürogebäude gekracht. Beim Absturz der Pilatus PC-12 kamen der Pilot, ein weiteres Besatzungsmitglied und alle sechs Passagiere ums Leben. Die Todesopfer kamen alle aus dem Ausland. Unter den Toten ist auch ein Kind, wie die Staatsanwältin am Ort des Unglücks mitteilte. Das Gebäude in San Donato Milanese am Stadtrand der norditalienischen Millionenstadt fing nach dem heftigen Aufprall des Flugzeugs Feuer. Wegen Renovierungsarbeiten befanden sich aber keine Menschen in den Büros.

Die Unglücksmaschine ist eine Pilatus PC-12
Das Flugzeug vom Typ Pilatus PC-12 war um 13:04 Uhr vom zweitgrössten Mailänder Flughafen Linate abgehoben, um nach Olbia auf Sardinien zu fliegen. Kurz nach dem Start stürzte es dann im Südosten von Mailand ab. Das geht aus den Flugdaten des Internetdienstes Flightradar24.com hervor. Demnach verlor das Flugzeug nach der Startphase und einer ersten Schleife plötzlich an Höhe und stürzte nur Sekunden später in das Gebäude in San Donato Milanese. Der Grund für den Absturz ist noch unklar. Augenzeugen berichteten, dass ein Motor der Maschine gebrannt habe und das Flugzeug daraufhin im Sturzflug zu Boden ging, ohne dass ein Manöver ersichtlich waren. Die Retter konnten den Flugschreiber für weitere Auswertungen finden. Quelle: ‘SRF’.

Spanische Luftwaffe erhält ersten PC-21

Am 14. September 2021 wurden die ersten beiden PC-21 übergeben. Total 24 PC-21 wird Pilatus bis im Juni 2022 nach Spanien liefern. Anlässlich der Auslieferung sagte León-Antonio Machés, stellvertretender Generaldirektor für Beschaffungsprogramme des Ministerio de Defensa de España (DGAM): «Wir freuen uns sehr, dass wir ein so fortschrittliches Trainingssystem integrieren können. Der PC-21 wird nicht nur unsere Pilotenausbildung revolutionieren und auf ein völlig neues Niveau heben, er wird uns auch ermöglichen, die Kosten unserer Pilotenausbildung zu senken.» André Zimmermann, VP Government Aviation von Pilatus, ergänzte: «Wir freuen uns sehr, dass ab sofort der erste PC-21 in den Nationalfarben Spaniens offiziell unterwegs sein wird.” Spaniens Luftwaffe ist die dritte Luftwaffe Europas, die auf das Pilatus-Trainingssystem setzt. Quelle: ‘Pilatus‘.

PC-21_Trainingsflugzeug_Jettrainer_Pilot_Ausbildung

2017 hat die Französische Luftwaffe “Armée de l’Air et de l’Espace” 17 PC-21 gekauft und bildet seither ihre zukünftigen Militärpiloten erfolgreich mit dem weltweit modernsten Trainingssystem aus. Jetzt hat die Luftwaffe neun PC-21 bestellt, um die Pilotenausbildung mit zusätzlichen Pilatus Trainingsflugzeugen zu verstärken. Die PC-21 werden für die Ausbildung der zukünftigen Militärpiloten eingesetzt. Die PC-21 lösen zweimotorige Jettrainer ab, welche bisher für die Pilotenausbildung im Einsatz waren.

Die PC-21 werden ab 2023 auf der Basis Cognac Châteaubernard in Westfrankreich stationiert. Seit 2018 sind PC-21 dort im Einsatz. Im 2020 konnten die ersten Piloten ihre Ausbildung, abschliessen. Mit den jetzt bestellten PC-21 wird sich die Flotte auf insgesamt 26 erhöhen. Nebst der Schweiz und Spanien ist Frankreich die dritte Nation Europas, welche mit dem PC-21 auf das weltweit modernste Trainingssystem setzt. Weltweit sind über 230 PC-21 bei neun Luftwaffen im Einsatz. Quelle: ‘Pilatus Flugzeugwerke‘.

Locher Airfield – Der etwas andere Flugplatz

Wer sich für die aussergewöhnlichsten Flugplätze der Welt interessiert, wird schnell auf einen kleinen, einzigartigen Flugplatz im Südtirol stossen. Der Besitzer Gebhard Locher ist ein Freund der kurzen Wege. So kam es, dass sich sein eigener Flugplatz heute direkt hinter seinem Haus und dem Firmensitz befindet. Pilatus Flugzeugwerke AG

Im Sarntal, der flächenmässig grössten Gemeinde des Südtirols, staut sich manchmal der Strassenverkehr. Nicht etwa aufgrund einer Verkehrsüberlastung, sondern weil Touristen erstaunt Gebhard Locher beim Starten oder Landen seines PC-12 zusehen. Der Flugplatz liegt auf 795 Meter über Meer und die abfallende Landebahn misst 437 Meter in der Länge.

In die Natur eingebettet
Erbaut wurde die Flugpiste zusammen mit dem neuen Firmengebäude von Gebhard’s Firma im Jahr 2005. Da zum Zeitpunkt des Gebäudebaus die Maschinen und Spezialisten sowieso vor Ort waren, entschied sich Gebhard, die Piste sowie einen ersten Hangar gleich mitzubauen. An der Stelle, wo sich jetzt die Piste und das Firmengebäude befinden, waren zuvor nur ein Hang und etwas Wald.

Der Rollweg misst etwas mehr als fünf Meter und führt vom tiefer gelegenen Hangar 1 hoch zur Piste. Das Dach des Hangars 1 dient durch seine ausgeklügelte, vertiefte Bauweise zusätzlich als Abstellfläche. Für das Tanken der Flugzeuge steht eine mobile Tankmöglichkeit zur Verfügung. Nach der problemlosen Zulassung des Flugplatzes durch die italienischen Behörden hat Gebhard mit verschiedenen kleinen Flugzeugtypen in unzähligen Starts und Landungen Erfahrung auf der Flugpiste gesammelt.

Das beste Pferd im Stall
Mit steigender Erfahrung, Flugzeuggrösse und Reisedistanzen wurden auch die Ausflüge mit Freunden immer häufiger, sodass Gebhard begann, mit einem PC-12 zu liebäugeln. Auf dem rund 17 Kilometer entfernten Flugplatz Bozen studierte er die Handbücher des PC-12 und verglich die theoretischen und praktischen Distanzen beim Starten und Landen. Ihm fiel auf, dass in der Realität meist viel kürzere Start- und Landestrecken realisiert werden konnten als theoretisch errechnet wurde. Zudem erreichte er mit dem PC-12 letztendlich kürzere Start- und Landestrecken als mit anderen, bereits vom Locher Airfield geflogenen Flugzeugtypen.

So entschied er sich im Jahr 2016 dazu, einen PC-12 zu kaufen. Zuerst flog er unzählige An- und Abflüge auf diversen Pisten, gefolgt von der ersten Landung auf seinem Flugplatz. Im Anflug musste man damals noch drei Hochspannungsleitungen überfliegen – kein einfaches Manöver. Gebhard nennt seinen PC-12 inzwischen sein «bestes Pferd im Stall». «Der Komfort, die Performance sowie die Wirtschaftlichkeit sind konkurrenzlos» führt er aus.

Sicherheit geht vor
Gebhard lässt jeweils die höchst mögliche Vorsicht bei der Planung aller seiner Vorhaben walten, beruflich wie auch in der Luft. Die wenigen Anwohner mögen den Flugplatz. Auf dem Locher Airfield dürfen nur Piloten landen, die er persönlich kennt. So stellt er sicher, dass nur mit den benötigten fliegerischen Fähigkeiten auf seinem Flugplatz gelandet wird.

Als gelernter Schlosser führt Gebhard heute sein eigenes Unternehmen. «Beruflich war ich einfach öfters zur richtigen Zeit am richtigen Ort», sagt er. Mit dem Flugplatz direkt neben dem Firmengebäude geniesst er das Leben und die Kurztrips, welche er nach Feierabend oder am Wochenende mit seinem PC-12 unternimmt – am liebsten innerhalb von Europa, meistens nach Spanien, Griechenland, Kroatien oder in den Süden Italiens. Quelle: ‘Pilatus‘. Video: ‘Youtube’.

Pilatus mit Spitzenergebnis

Corona forderte Pilatus ebenfalls stark und hat dem Unternehmen Turbulenzen beschert: dennoch konnte Pilatus den Umsatz mit 1.1 Milliarden Schweizer Franken beinahe auf dem Niveau von 2019 halten, das Betriebsergebnis ist mit 155 Millionen Franken sogar noch leicht besser ausgefallen. Insgesamt wurden 129 Flugzeuge abgeliefert und das Bestellbuch ist mit 1.7 Milliarden Franken gut gefüllt.

Es gibt sicher kein Unternehmen dieser Welt, das in seinem Jahresrückblick nicht von der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf das Geschäft berichtet. Zwar agierten die Flugzeugkunden während vier bis sechs Wochen zurückhaltend, doch danach kehrten sie wider Erwarten mit einer umso stärkeren Nachfrage zurück. Die grösste Herausforderung war demnach nicht nur der Umgang mit der Pandemie an sich, sondern insbesondere die Suche nach Antworten auf die unterbrochenen Lieferketten und die drohenden Verzögerungen in der Fertigung.

129 Flugzeuge abgeliefert
41 PC-24, 82 PC-12 und 6 PC-21 konnten im vergangenen Jahr abgeliefert werden. Besonders unsere neusten Vorzeigeprodukte, der PC-12 und PC-24, verkaufen sich enorm gut. Ende 2020 konnte bereits der 100. PC-24 an unseren treuen Kunden Jetfly übergeben werden, was ein wichtiger Meilenstein in diesem noch jungen Programm markiert.

Mit dem PC-21 Auftrag aus Spanien, welcher Ende Januar 2020 unterzeichnet werden konnte, hat Pilatus ein sehr wichtiges Ziel zur Sicherstellung der Zukunft erreichen können. Insgesamt wird Pilatus 24 PC-21 an die Spanischen Luftstreitkräfte, die Ejército del Aire, ab diesem Jahr liefern. Der Erstflug des ersten PC-21 für die spanische Luftwaffe ist bereits erfolgt.

Mitarbeiterbonus trotz Corona
Das sehr gute Jahresergebnis ist insbesondere der wichtigsten Ressource, den Pilatus Mitarbeitenden, zu verdanken. Für 2020 haben alle Mitarbeitenden einmal mehr ihren persönlichen Anspruch am Unternehmensgewinn. Es sind in diesem Jahr zusätzlich bis zu 1.5 Monatslöhne. Pilatus konnte ihren Mitarbeitenden seit Einführung des Mitarbeiterbeteiligungssystems im Jahre 1995 einen Bonus auszahlen und sie so am Erfolg direkt teilhaben lassen.

Oscar J. Schwenk über das 2020
«Wir haben ein herausforderndes Jahr mit Bravour überstanden. Die operative Führungscrew unter der Leitung von CEO Markus Bucher hat hervorragende Arbeit geliefert. Das Überstehen des Corona-Jahres mit einem solchen Spitzenergebnis hat bewiesen, dass Pilatus ein kerngesundes Unternehmen mit einer nachhaltigen Strategie ist, welche alle kompromisslos verfolgen. Auch deshalb habe ich entschieden, das Verwaltungsratspräsidium jetzt in neue Hände zu übergeben. Anlässlich der kommenden Generalversammlung vom Juni 2021 werde ich mich nicht mehr zur Wahl zur Verfügung stellen. Ich bleibe dem Unternehmen aber weiterhin treu, mehr dazu nach der Generalversammlung.» Quelle: ‘Pilatus‘.

1800. Pilatus PC-12 ausgeliefert

Mit der Übergabe des 1800. Flugzeuges erreicht Pilatus einen weiteren Meilenstein im PC-12 Programm. Im 2020 konnte der PC-12 insgesamt 82 Mal ausgeliefert werden. Der flexibel einsetzbare PC-12 ist somit das weltweit meistverkaufte einmotorige Geschäftsreiseflugzeug und macht ihn zum unangefochtenen Marktleader. Ende April 2021 konnte der 1800. PC-12 mit Seriennummer 2070 an Alán Aguirre übergeben werden. Er ist Eigentümer von Divine Flavor LLC, einem US-Unternehmen mit Sitz in Nogales, Arizona, welches auch Gewächshäuser und Weinberge in Mexiko besitzt.

Alán Aguirre sagte anlässlich der Übergabe: «Nach dem wir das erste Mal mit unserem neuen PC-12 NGX geflogen sind, war ich absolut überzeugt, dass wir die richtige Wahl getroffen haben. Zum einen überzeugt der NGX durch seine attraktive Kabine, zum anderen ist er mit der neusten Triebwerks- und Avionik-Technologie ausgestattet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Einsatzfähigkeiten sind im Vergleich zu Flugzeugen anderer Hersteller einzigartig. Pilatus kann stolz auf seine Flugzeuge sein – und auf die unverwechselbare Schweizer Qualität!»

Adrian Zambrano, Geschäftsführer des Autorisierten Pilatus Verkaufscenters in Mexiko, übergab Alán Aguirre bei der Tochtergesellschaft von Pilatus in Broomfield, Colorado die Schlüssel und erklärte: «Wir fühlen uns geehrt, mit Pilatus und seinen engagierten Mitarbeitenden zusammen arbeiten zu dürfen. Auch in Zukunft setzen wir auf eine vertrauensvolle Partnerschaft mit Pilatus und unseren Kunden und freuen uns, auf die nächsten 1800 PC-12, die kommen werden.»

Neuste Generation des Bestsellers
Mit der Einführung des PC-12 NGX, der erstmals im Herbst 2019 anlässlich der US-Messe, der «National Business Aviation Association Convention & Exhibition» vorgestellt wurde, offeriert Pilatus einen weiteren grossen Technologie-Fortschritt. Die neuste Generation des PC-12 ist erstmals mit einem elektronischen Propeller- und Motorsteuerungssystem ausgestattet – einzigartig in dieser Flugzeugkategorie. Das Pratt & Whitney PT6-67E Triebwerk ist gekoppelt mit einer automatischen Schubregelung, welche die Arbeitsbelastung des Piloten markant reduziert. Ausserdem konnten die Wartungsintervalle reduziert werden, was in tieferen Betriebskosten resultiert. Die neue Triebwerktechnologie zeichnet sich ausserdem durch den sogenannten «Propeller Low Speed»-Modus aus, welcher die Propellerdrehzahl im Reiseflug reduziert und den Geräuschpegel in der Kabine senkt, ohne die Geschwindigkeit zu beeinträchtigen. Der PC-12 NGX verfügt zudem über grössere Kabinenfenster, ein neues Luftverteilungssystem und hochwertigere Passagiersitze, welche mehr Komfort bieten.

Thomas Bosshard, CEO von Pilatus Business Aircraft Ltd, ergänzte: «Wir sind sehr stolz, dass Herr Aguirre dieses Meilenstein-Flugzeug in Empfang nehmen kann. Das PC-12 Programm übertraf in der Vergangenheit alle unsere Erwartungen und mit dem brandneuen NGX erreichen wir erneut ein fantastisches Niveau, was sich in der aktuellen Nachfrage wiederspiegelt. Viele Betreiber früherer PC-12 Versionen sind angesichts der Kombination aus Geschwindigkeit, Komfort und Treibstoffeffizienz auf den brandneuen PC-12 NGX umgestiegen.»

Über den PC-12
Der vielseitige PC-12 ist in den unterschiedlichsten Branchen im Einsatz: Firmenkunden, Privatpersonen, Charter – oder Ambulanzorganisationen setzen auf den bewährten PC-12. Die globale Flotte konnte bereits über acht Millionen Flugstunden sammeln. Viele davon wurden in den rauesten Umgebungen der Welt erzielt. Bei einer jährlichen Umfrage des «Professional Pilot Magazine» wurde zum 19. Mal in Folge der Kundensupport von Pilatus als er beste in diesem Marktsegment bewertet. Pilatus setzt auch in Zukunft alles daran, ihren Kunden den weltweit besten Kundenservice zu bieten. Quelle: ‘Pilatus‘.

Obwaldner Regierung will nichts gegen Fluglärm unternehmen

Passt der erhebliche Fluglärm in Obwalden zu einem Kanton, der in seiner Strategie die Mischung aus Lebens-, Erholungs- und Wirtschaftsraum hervorhebt? Diese Frage stellt Kantonsrat Guido Cotter (SP, Sarnen) in einer Interpellation, die er am 3. Dezember eingereicht hat. Mehr als 30’000 Einwohnerinnen und Einwohner seien von zunehmendem Fluglärm betroffen, würden immer mehr darunter leiden und von der Regierung erwarten, dass sie etwas unternehme, um den Fluglärm zu reduzieren.

In ihrer Antwort macht die Regierung den Lärmgeplagten aber keine Hoffnung. Einerseits stellt sie sich auf den Standpunkt, dass der Kanton bei zivilen und militärischen Flugplätzen nicht mit den Vollzugsaufgaben der Lärmschutzverordnung beauftragt sei und deshalb diesbezüglich auch keine Massnahmen anordnen könne.

Wirtschaftlicher Nutzen der Flugplätze
Anderseits verweist sie auf den volkswirtschaftlichen Nutzen durch den Betrieb der Flugplätze, der dem Lärm gegenüber gestellt werden müsse. Auf dem Militärflugplatz Alpnach seien (Stand November 2020) 264 Mitarbeitende tätig, ohne Berücksichtigung von Skyguide, des Restaurants Alouette und der stationierten Durchdiener. «Knapp die Hälfte der Mitarbeitenden hat ihren Wohnsitz in Obwalden.» Von wichtiger Bedeutung ist der Militärflugplatz Alpnach laut der Regierung auch für das lokale Gewerbe. «Die über die letzten fünf Jahre allein an das Obwaldner Gewerbe vergebenen Arbeiten im Zusammenhang mit Sanierungen und Neubauten beliefen sich auf mehr als 12,5 Millionen Franken. Gemäss Auskunft der Luftwaffe sollen bis 2026 weitere Investitionen von rund 30 Millionen Franken getätigt werden.»

Ist Lärmzunahme eine subjektive Empfindung?
Generell ist die Regierung der Auffassung, dass die Wahrnehmung der Zunahme von Fluglärm eine subjektive Empfindung sei, zu welcher sich der Regierungsrat objektiv nicht äussern könne. Sie schreibt aber: «Entgegen dem Eindruck des Urhebers der Interpellation und der Mitunterzeichnenden lässt sich anhand der Statistiken, die dem Regierungsrat von der Luftwaffe, der Pilatus Flugzeugwerke AG und der Flugplatzgenossenschaft Obwalden zur Verfügung gestellt wurden, festhalten, dass der Flugverkehr und damit der Fluglärm im Kanton Obwalden durch diese Verursacher in den letzten Jahren nicht zugenommen haben.» Gleichzeitig hält die Regierung aber auch fest: «Es existiert aber keine Statistik über sämtliche Luftfahrzeuge, die im Luftraum über dem Kanton Obwalden verkehren.»

Auf die Frage, ob die Regierung bereit sei, sich für eine Reduktion des Fluglärms in Obwalden einzusetzen, kommt der Regierungsrat «nach Abwägen aller zur Verfügung stehenden Informationen» zum Schluss, «dass weitere Massnahmen nicht zielführend sind und überdies, gerade was den Militärflugplatz Alpnach betrifft, auch weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen hätten».

Regierung sieht keinen Handlungsbedarf
Auch dem Anliegen, die geltenden Betriebszeiten oder die Flugbewegungen von Kampfjets und Helikoptern einzuschränken, um die Lärmbelastung zu verringern, kann die Regierung nichts abgewinnen. So schreibt sie, die Betriebszeiten der Flugplätze Alpnach und Kägiswil seien so festgelegt, «dass das Ruhebedürfnis der Bevölkerung angemessen berücksichtigt wird». Die ordentlichen Betriebszeiten auf dem Militärflugplatz Alpnach seien bereits heute im Vergleich mit zivilen Flugplätzen ähnlicher Grösse eingeschränkt. «Noch grössere Einschränkungen der Betriebszeiten würden dazu führen, dass die Ausbildungsziele nicht mehr erreicht werden könnten, dass Fluglärm an andere Standorte verlagert würde oder dass gar gleich viele Bewegungen in der kürzeren zur Verfügung stehenden Zeit erfolgen würden.» Beim Flugplatz Kägiswil würden kürzere Betriebszeiten laut der Regierung zu einer stärkeren Frequenz und somit zu einer ungünstigen Verteilung der Flüge führen. Für die Flugsicherheit wäre das abträglich. Der Regierungsrat sieht aus den genannten Gründen «keinen Handlungsbedarf und im Rahmen der geltenden Rechtsordnung auch keinen Spielraum, um die Betriebszeiten weiter einzuschränken».

Interpellant ist unzufrieden
Guido Cotter ist stark enttäuscht von der Antwort auf seine Interpellation. «Die Regierung nimmt die Anliegen der Betroffenen nicht ernst, ihre Antwort ist ein Schlag ins Gesicht der Lärmgeplagten», sagt er auf Anfrage. «Von einer angemessenen Berücksichtigung des Ruhebedürfnisses der Bevölkerung kann keine Rede sein, wenn man zum Beispiel die nur sehr wenig eingeschränkten Betriebszeiten des Flugplatzes Kägiswil anschaut. Wichtig scheinen der Regierung nur die wirtschaftlichen Interessen zu sein, die Interessen der Flugplatzbetreiber und der Piloten.» Es bestreite ja niemand den wirtschaftlichen Nutzen der Flugplätze Alpnach und Buochs. «Es geht darum, dem Lärmschutz mehr Beachtung zu schenken.» Dass die rechtlichen Möglichkeiten der Regierung beschränkt seien, möge juristisch zwar stimmen. «Aber sie könnte bei den Betreibern versuchen, mehr Einfluss zu nehmen», so Guido Cotter weiter.

«Es wird dort geflogen, wo der Widerstand am geringsten ist»
Ihm sei auch unklar, wie die Regierung zum Schluss komme, es sei nur eine subjektive Wahrnehmung, dass der Lärm zugenommen habe, weil die Flugbewegungen abgenommen hätten. «Und gleichzeitig heisst es, es gebe keine Statistik der Flugbewegungen über Obwalden.» Die Regierung könnte doch von sich aus aktiv werden und diese erfassen. Tatsache sei, dass fast täglich viele Flugzeuge in Obwalden fliegen und entsprechend Fluglärm verursachen. «Meine Befürchtung ist, dass dort geflogen wird, wo es am wenigsten Widerstand gibt. Die Regierung sollte deshalb proaktiv handeln», ist Guido Cotter überzeugt. Im Kantonsrat will er seiner Enttäuschung Ausdruck geben und die Regierung nochmals auffordern, sich für Einschränkungen der Flugzeiten und für weniger Fluglärm einzusetzen. Quelle: ‘Luzerner Zeitung’.

Auto kollidiert mit Pilatus-Flugzeug

Am Freitagmorgen kam es in Buochs NW zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem Kleinflugzeug. Insbesondere am Flugzeug entstand beträchtlicher Sachschaden. Auf der Rollpiste am Flugplatz in Buochs NW krachte am Freitagmorgen, um 8.30 Uhr, ein Motorflugzeug der Pilatus Flugzeugwerke AG in ein Auto. Wie die Kantonspolizei Nidwalden schreibt, fuhr die Maschine über die Ennetbürgerstrasse Richtung Startpiste. Beim Überqueren der Strasse kollidierten dann die Rotorblätter des Kleinflugzeugs des Typ PC 12 mit dem Personenwagen. Obwohl der Verkehr auf der Hauptstrasse zuvor mit dem Rotlicht angehalten wurde. Personen wurden dabei keine verletzt und auch der Sachschaden am Personenwagen ist gering. Am Motorflugzeug entstand jedoch beträchtlicher Sachschaden, da das ganze Flugzeug, insbesondere der Motor, wieder überprüft werden muss. Das Kleinflugzeug musste nach der Unfallaufnahme durch Mitarbeitende der Pilatus Flugzeugwerke AG in ihre Werkhalle abgeschleppt werden. Der genaue Unfallhergang wird abgeklärt. Quelle: ‘Blick‘.

Notwasserung 1.000 Meilen vor Hawaii

Es war der Albtraum eines jeden Piloten: Auf dem Überführungsflug einer nagelneuen Pilatus PC-12 NGX traten über dem Pazifik Probleme mit dem Treibstoffsystem auf, die zu einem Motorausfall führten. Das Wiederanlassen des Triebwerks misslang, so dass für die Crew eine Notwasserung unausweichlich wurde.

Die US-Unfallforschungsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board) hat den vorläufigen Unfallbericht einer Notwasserung einer Pilatus PC-12 NGX im Pazfik am 6. November dieses Jahres veröffentlicht. Wir veröffentlichen die Übersetzung des Zwischenberichts des NTSB: „Am 6. November 2020, gegen 16.00 Uhr (Pazifische Standardzeit), wurde die Pilatus PC-12 mit dem Kennzeichen N400PW erheblich beschädigt, als sie etwa 1.000 Meilen (1.600 Kilometer) östlich von Hilo, Hawaii, im Pazifischen Ozean notwasserte. Die beiden Piloten erlitten keine Verletzungen. Das Flugzeug wurde als Überführungsflug gemäß „Title 14 Code of Federal Regulations Part 91“ betrieben.

Nach Angaben des verantwortlichen Luftfahrzeugführers (PIC), der auch der Eigentümer des Ferryflug-Unternehmens ist, überführten er und ein weiterer Pilot das neue Flugzeug von Kalifornien nach Australien. Die erste Transozean-Etappe war mit zehn Stunden Flugzeit vom Santa Maria Airport (KSMX) im US-Bundesstaat Kalifornien zum Hilo Airport (PHTO) auf Big Island aug Hawaii geplant. Der Hersteller ließ vor der Auslieferung eine Ferry-Kraftstoffleitung und ein Rückschlagventil in den linken Flügel einbauen. Etwa einen Monat vor dem Start des Ferryflugs beauftragte der Pilot ein Unternehmen damit, ein Ferry-Kraftstoffsystem mit Tanks in der Kabine für die Reise zu installieren. Quelle: ‘Aerobuzz‘.

Weicht CH-Ständerat CO2-Abgabe für Privatjets auf?

Nicht nur für Linienflieger, auch für Privat- und Businessjets soll eine CO2-Abgabe fällig werden. Ständeräte wollen dabei aber dem Schweizer Flugzeugbauer Pilatus entgegenkommen. Die Flugticket-Abgabe für Linienflüge ist beschlossene Sache. 30 bis 120 Franken soll ein Flug künftig mehr kosten, da sind sich National- und Ständerat einig.

Doch was ist mit all den Privat- und Geschäftsflügen, die zwei Drittel aller Flugbewegungen in der Schweiz ausmachen? Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der Ständerat beugt sich heute Montag über letzte Differenzen im neuen CO2-Gesetz – eine davon besteht bei der Flugticket-Abgabe für private Flugzeuge.

Das Parlament will Sport- und Hobbyflieger von der Abgabe befreien. Darum hat der Nationalrat entschieden, dass nur zur Kasse gebeten werden soll, wer eine Maschine fliegt, die über 5700 Kilogramm wiegt.

Die Umweltkommission des Ständerats schlägt nun aber vor, die CO2-Abgabe auch für Privatjets zu lockern. Statt bei 5700 soll die Grenze bei 8618 Kilogramm liegen. Laut dem Bundesamt für Umwelt wären so statt 18’300 Flüge pro Jahr noch 14’300 bis 15’300 von der Abgabe betroffen.

Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, sprechen Kritiker dabei von einer «Lex Pilatus». Der Stanser Flugzeugbauer hat mit einem Brief an die Kommissionsmitglieder für eine Aufweichung der Abgabepflicht gekämpft. Pilatus warnt im Schreiben, die 5700-Kilogramm-Grenze würde die Absatzchance für seinen PC-24 «beeinträchtigen», seine Konkurrenzfähigkeit würde «vermindert». Der Businessjet aus Schweizer Produktion, mit dem auch der Bundesrat fliegt, wiegt rund 8300 Kilogramm.

Das Lobbying hat gefruchtet. Per Stichentscheid des Präsidenten empfahl die Kommission eine Erhöhung der Gewichtsgrenze. «Aus Sicht der Kommission erhöht dieser Entscheid die Vollzugtauglichkeit der Abgabe und kommt den schweizerischen Flugzeugherstellern entgegen», hiess es in der Medienmitteilung der Kommission. Womit deutlich wird, dass der Entscheid massgeblich durch Pilatus beeinflusst worden ist.

Laut «Tages-Anzeiger» hat insbesondere der Solothurner Ständerat Pirmin Bischof (CVP) für die von Pilatus favorisierte Lösung plädiert. Seinen Angaben zufolge habe dies «nicht viel» mit dem Geschäft des Schweizer Flugzeugbauers zu tun, sondern damit, dass die Unterscheidung zwischen Flugzeugen unter und über 5700 Kilogramm veraltet sei. Allerdings: Die Limite ist in Europa heute nach wie vor gebräuchlich bei der Unterscheidung verschiedener Luftfahrzeug-Klassen.

Nicht nur die Frage, welche Flugzeuge abgabepflichtig sind, wird im Ständerat zu reden geben. Auch ist noch nicht festgelegt, wie hoch die Abgabe für die Privat- und Businessjets dann ausfällt. Der Nationalrat schlägt eine Bandbreite von 500 bis 5000 Franken vor – je nachdem, wie gross das Flugzeug ist. Die Umweltkommission des Ständerats unterstützt diesen Vorschlag. Umstritten ist allerdings noch, nach welchen Kriterien festgelegt wird, wer wie viel zu zahlen hat. Eine knappe Mehrheit der Kommission möchte, dass auch eine Rolle spielt, wie weit jemand mit dem Privatjet fliegt. Quelle: ‘Blick‘.

Heringsdorf: Pilatus PC-2 abgestürzt

Am 2. August wurde der Polizei gemeldet, dass am Flughafen Heringsdorf/Usedom ein Flugzeug abgestürzt ist. Beim Start zu einem Übungsflug war ein einmotoriges Flugzeug vom Hersteller Pilatus Typ PC 2 (Oldtimer) aus etwa 40 Metern Höhe zu Boden gestürzt. Dabei erlitt ein 57-jähriger Pilot tödliche Verletzungen; ein weiterer Pilot konnte schwer jedoch nicht lebensbedrohlich verletzt aus dem Wrack geborgen werden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Beim Absturz über einem unbebauten Gebiet unmittelbar neben dem Flugplatz Heringsdorf kamen keine weiteren Menschen zu Schaden. Am Flugzeug entstand Totalschaden. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Die Absturzursache wird durch den Kriminaldauerdienst Anklam und alarmierte Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung Braunschweig ermittelt. Quelle: ‘Presseportal / Polizeipräsidium Neubrandenburg‘.

Gefährliche Annäherung von PC-24 und Segelflieger

Am Himmel über Neuheim im Kanton Zug sind sich ein Segelflugzeug und eine Pilatus PC-24 gefährlich nahe gekommen. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat daher eine Untersuchung eröffnet. Der Vorfall ereignete sich am 8. Mai auf rund 1500 Metern über Meer, wie aus dem Vorbericht hervorgeht, den die Sust am Dienstag veröffentlichte. Das Segelflugzeug war vom Flugplatz Hausen am Albis mit einem Piloten an Bord zu einem privaten Flug gestartet. Der PC-24 der Pilatus Flugzeugwerke war derweil auf einem technischen Flug unterwegs. Mit zwei Personen an Bord war der Jet vom Flugplatz Buochs aus gestartet, für beide Flugzeuge galten die Sichtflugregeln. Die Sust stuft das Ereignis als «schweren Vorfall» ein. Quelle: ‘Luzerner Zeitung’.

Pilatus: Höhenflug im Jahr 2019

Das Geschäftsjahr 2019 war für Pilatus wieder sehr erfolgreich: Mit über 1.1 Milliarden Schweizer Franken Umsatz wurde die Milliardengrenze erneut übertroffen. Es konnten ein Betriebsergebnis von 153 Millionen Schweizer Franken erwirtschaftet sowie Bestelleingänge von 1.1 Milliarden Schweizer Franken verbucht werden. Auch die Pilatus Mitarbeitenden haben vom Erfolg profitiert und einen essentiellen Bonus erhalten – auch in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Zeit. Quelle: ‘AeCS‘.

Der tollkühne Springer

Es dauert, bis die große Gruppe perfekt ihre Ausgangsposition erreicht hat. Dann bleibt noch rund eine halbe Minute, um in der gewünschten Formation als Eskorte neben der Porter Pilatus zu fliegen und dabei auch gemeinsam eine Kurve zu beschreiben. Weil, sagt Vogl: “Sonst kommt man nicht zum Flugplatz zurück.” Dabei gehen die Wingsuiter ein großes Risiko ein, denn der waghalsige Sprung aus dieser Höhe fordert höchste Konzentration. 4700 Meter – und ab! Die Piloten müssen sich vorsichtig an das Flugzeug herantasten, formieren, ein Bild für den Nachweis des Rekords schießen und wieder voneinander wegfliegen, um dann rechtzeitig ihren Fallschirm sicher öffnen zu können. Eine Unachtsamkeit kann für die ganze Truppe fatale Folgen haben. Die Wingsuiter haben deshalb vorher eine Art Alarmplan aufgestellt. Für den Rekordversuch gilt: Sollte ein Notfall eintreten, entfernt sich das Flugzeug nach links oben aus der Gefahrenzone, die Wingsuit-Piloten weichen nach rechts unten aus. Doch alles geht gut. Den vollständigen Bericht finden Sie in der ‘mainpost.de‘.

Pilatus mit PC 21-Grossauftrag aus Spanien

Für Pilatus geht im Geschäft mit Trainingsflugzeugen eine lange Durststrecke zu Ende. Am 30. Januar konnte die Lieferung von 24 Maschinen des Typs PC-21 an die spanischen Luftstreitkräfte im Gesamtwert von über 200 Mio. € vertraglich besiegelt werden. Damit sollten laut Verwaltungsratspräsident Oscar J. Schwenk sämtliche 700 bis 800 Arbeitsplätze gesichert sein, die im Stammwerk in Stans mit den Militärprogrammen der Firma verbunden sind. Pilatus fertigt in Stans auch die beiden Flugzeuge PC-12 und PC-24, die für den zivilen Absatzmarkt bestimmt sind. In diesem Bereich, der in den vergangenen Jahren vor allem wegen des neuen düsengetriebenen Jets PC-24 stark ausgebaut worden ist, arbeiten inzwischen 1200 Angestellte. Insgesamt zählt das Unternehmen am Stammsitz 2300 Mitarbeiter. Laut Schwenk läuft die zweite Phase der Vermarktung des PC-24 zufriedenstellend. Quelle: ‘NZZ, Neue Zürcher Zeitung‘.

Pilatus erneuert Verkaufsschlager PC-12

Konjunkturschwäche und Greta Thunberg zum Trotz: Privatjets verkaufen sich nach wie vor sehr gut. Laut «Bloomberg» sollen die Auslieferungen dieses Jahr weltweit um 9 Prozent auf 690 Stück steigen. Auch im kommenden Jahr ist mit einem weiter steigenden Absatz auf 740 Exemplare zu rechnen. Hauptgrund für den anhaltenden Aufschwung ist, dass derzeit viele Hersteller mit neuen Modellen auf den Markt kommen, die effizienter und komfortabler sind. Auch der Flugzeugbauer Pilatus will sich ein Stück dieses Kuchens abschneiden. An einer Branchenmesse in Las Vegas haben die Stanser am Dienstag, 22. Oktober, die dritte Generation des Verkaufsschlagers PC-12 vorgestellt. Der neue PC-12 NGX sei der «weltweit modernste und vielseitigste einmotorige Turboprop», teilt Pilatus mit. CEO Markus Bucher bezeichnet den neuen Flieger als «weiteres Vorzeigeprojekt». Er verfüge unter anderem über ein verbessertes Triebwerk und eine komplett neu gestaltete Kabine mit grösseren Fenstern. Ausserdem verspricht Pilatus eine markante Senkung der Betriebskosten. Quelle: ‘Luzerner Zeitung‘.

Schweizer Bundesratsjet von Pilatus

Der Privatjet ersetzt eine alte Maschine aus US-Produktion. Die Kabine bietet Platz für acht Personen sowie die Crew. Geflogen wird die PC-24 von Piloten der Schweizer Luftwaffe. Das Flugzeug wird primär für Reisen in Europa genutzt. Der Jet erreicht eine Geschwindigkeit von 815 Kilometer pro Stunde und hat eine Reichweite von 3’704 Kilometern. Eine Spezialität des PC-24 ist, dass das Flugzeug auch auf unbefestigten Pisten starten und landen kann. Quelle: ‘Aargauer Zeitung‘.