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Austro Control Recruiting-Day am 19. November. Jetzt anmelden!

Alle Informationen zum Job Fluglotsin/Fluglotse und ein Blick hinter die Kulissen der Flugsicherung stehen im Mittelpunkt des Recruiting-Days am 19. November persönlich, live und vor Ort im neuen Besucherzentrum von Austro Control. Fluglotsinnen und Fluglotsen sind verantwortlich für die Sicherheit im österreichischen Luftraum. Sie geben Flugroute und Flughöhe vor, erteilen die Starterlaubnis, geben die Freigabe zur Landung und sorgen dafür, dass Flugzeuge sich nie zu nahe kommen.Wer sich diesen herausfordernden und abwechslungsreichen Job zutraut, hat am 19. November wieder live die Möglichkeit, sich direkt bei Austro Control zu informieren. Auf dem Programm steht ein faszinierender Blick hinter die Kulissen der Flugsicherung inklusive Besuch in unserem 360° Tower-Simulator. Gespräche über die Ausbildung und den Berufsalltag runden das Programm des Recruiting-Days ab. Quelle: ‚AustroControl‚.

Drohnenflug für Gas-Pipeline-Inspektion

In Kooperation mit dem Technologieunternehmen BLADESCAPE testet Fernleitungs-Netzbetreiber Gas Connect Austria die Inspektion seines Gasnetzes mittels automatisiert fliegender Drohnen. Austro Control erteilte die Genehmigung für den Demo-Drohnenflug. Interessierte Beobachter, Unternehmens- und Pressevertreter konnten Ende September den Drohnenstart in der Gasstation Baumgarten, einer der größten Erdgasdrehscheiben Europas, live erleben. Die mit Sicherheitskomponenten wie Fallschirm und automatischer Hinderniserkennung und -vermeidung ausgestattete Drohne flog entlang der West-Austria Gasleitung zwischen Baumgarten und Eibesbrunn (NÖ).

Austro Control unterstützt zukunftweisendes Drohnen-Projekt
Die innovative Inspektionstechnologie zur Inspektion des Gasnetzes wurde von Stefan Wagenhofer, Geschäftsführer Gas Connect Austria, Gerhard Peller, Geschäftsführer BLADESCAPE und Austro Control-Geschäftsführerin Valerie Hackl, präsentiert. „Für Austro Control sind Drohnen eines der zentralen Zukunftsthemen, von der Entwicklung eigener Verkehrsmanagementsysteme bis hin zur Integration von Drohnen in den kontrollierten Luftraum“, sagt Valerie Hackl und ergänzt: „Das Innovationspotenzial von Drohnen und die Einsatzmöglichkeiten sind enorm. Die Überprüfung von schwer zugänglichen Infrastruktur-Einrichtungen ist da nur der Anfang. Als Luftfahrtbehörde und Flugsicherung sehen wir uns als Enabler für die österreichische Luftfahrtindustrie, wenn es darum geht, innovative Anwendungen möglich zu machen und zu fördern.“

Winrich Joy Ancheta, Austro Control-Mitarbeiter aus dem Drone Competence Center, erteilte die Genehmigung für den Demo-Drohnenflug. Auf die Herausforderungen im Genehmigungsprozess angesprochen, antwortet er: „Durch die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war es möglich, für diesen Drohnen-Langstreckenflug außerhalb der Sichtverbindung eine Bewilligung zu erteilen. Dem vorausgegangen sind intensive Vorbereitungen. Im Rahmen der Risikobewertung wurden umfangreiche technische und betriebliche Auflagen definiert.“ Da geht es beispielsweise um die mehrfach redundante Auslegung des Gesamtsystems und Koordination mit Luftraum-Beobachtern. Und um definierte Notlandezonen, die immer in Reichweite sind, sollte es Probleme mit der Datenverbindung geben. Sowie um eine detaillierte Analyse des Betriebsgebietes und der Luftraumstruktur.

Hocheffiziente Datenanalyse durch künstliche Intelligenz
Die eingesetzten Drohnen veranschaulichen eindrucksvoll die Möglichkeiten von Digitalisierung und Automatisierung für den Energie- und Industriebereich. Ausgestattet mit hochauflösenden Kameras und umfangreichen Sicherheitskomponenten, ermöglichen die unbemannten Luftfahrzeugsysteme eine präzise und zuverlässige Überprüfung der Pipeline-Trassen. Neben der bewährten Inspektion der Leitungen durch Begehung und Befahrung könnten dabei künftig auch automatisiert fliegende Drohnen anstatt der bisher üblichen Befliegung per Helikopter zum Einsatz kommen.

Neue Webinar-Reihe und Live-Q&As zum Thema „Drohnen“ ab 10. Oktober
Um für angehende Drohnen-Pilotinnen und Piloten den Start ins Hobby „Drohnen-Fliegen“ jetzt noch einfacher zu gestalten – aber auch für alle, für die das längst nichts Neues mehr ist oder für die, die sich einfach generell für das Thema „Drohnen“ interessieren – bietet Austro Control eine neue Webinar-Reihe mit Live-Q&As an.

Abrufbar sind die Videos zu vier unterschiedlichen – für das sichere Drohnenfliegen relevanten – Themen ab dem 10. Oktober auf dem YouTube-Channel von Austro Control – weitere Infos finden Sie hier. Quelle: ‚AustroControl‘.

Austro Control macht Standorte klimafit

Als Luftfahrt-Umwelt-Pionier nutzt Austro Control bereits seit Jahren die Kraft der Sonne, um einen Teil des eigenen Energiebedarfs zu decken. Dazu sind mittlerweile schon sechs eigene Photovoltaikanlagen im Einsatz, viele weitere sollen folgen. Die erste hauseigene Photovoltaikanlage ging 2010 am Tiroler Patscherkofel mit einer Leistung von einem Kilowattpeak (kWp) ans Netz (Bild 2). Anschließend wurde die Maximalleistung dieser Anlage durch Ausbau und die Installation stärkerer Module schrittweise erhöht. Mit Freistadt (Oberösterreich) und dem Flughafen Graz konnten 2018 dann zwei weitere Standorte in Betrieb genommen werden.

Besonders der Standort Freistadt (Bild 3) zeichnet sich durch eine innovative Konstruktion aus. So wurde die Antennenplattform einer stillgelegten Navigationsanlage beibehalten, um sie als Grundlage für die PV-Paneele zu verwenden. Dieses Konzept sorgte auch auf europäischer Ebene für Aufmerksamkeit und wurde von Eurocontrol als besondere Initiative zur Reduktion des Stromverbrauchs hervorgehoben. Seit 2019 befindet sich des Weiteren eine Anlage auf der Simmeringer Alm (Tirol), und auf dem Flughafen Innsbruck sind seit 2020 drei Container mit Photovoltaik-Ausrüstung zu finden.

Die mit 29,2 Kilowattpeak bisher größte Photovoltaikanlage nahm schließlich Ende 2021 im niederösterreichischen Rauchenwarth den Betrieb auf (Bild 4). Zusammen können diese sechs PV-Anlagen insgesamt über 60 Megawattstunden elektrische Energie pro Jahr (MWh/a) bereitstellen. Zusätzlich ist die Austro Control Unternehmenszentrale, der Ende Februar 2022 bezogene Austro Tower, ebenfalls mit einer Vielzahl an Solarzellen auf dem Dach ausgestattet, die signifikant zur nachhaltigen Stromversorgung des Platin-zertifizierten Gebäudes beitragen werden.

Für die kommenden Jahre sind 21 weitere Photovoltaikanlagen in Evaluierung oder bereits geplant. Das Potential dieser Art der Stromgewinnung ist jedenfalls enorm. Nicht nur im Sinne des Umweltschutzes ist das eine gute Nachricht. Gerade in Zeiten erheblicher Strompreissteigerungen sind Investitionen in Solarstrom zumeist auch ökonomisch sinnvoll. Dies ist deshalb umso wichtiger, weil laut Prognosen davon auszugehen ist, dass der Strombedarf Österreichs in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Austro Control setzt auf erneuerbare Energie und wird diesen Weg auch konsequent fortsetzen. Quelle: ‚AustroControl‚.

Austro Control Unternehmenszentrale zieht um

Seit 1. März 2022 übersiedelt die Unternehmenszentrale von Austro Control in den neuen Austro Tower – zurück in die Schnirchgasse im dritten Bezirk in Wien. 380 Mitarbeiter:innen von Austro Control ziehen damit vom temporären Standort im IZD Tower in der Wagramer Straße wieder in die unmittelbare Nachbarschaft zu unserem Air Traffic Control Center Vienna in die Schnirchgasse.

Die Geschäftsadresse lautet künftig:
Austro Control GmbH, Schnirchgasse 17, 1030 Wien. Den Empfang finden Sie ebenso wie die Prüfungsräumlichkeiten im 29. Stock im Austro Tower.

Amtsstunden: Montag – Freitag: 08:00 – 16:00 Uhr (ausgenommen gesetzliche Feiertage, 24. und 31. Dezember). Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage unter www.austrocontrol.at.

AustroControl-Workshops für künftige Fluglotsen

Du willst Dich intensiver mit dem Job Fluglotsin oder Fluglotse auseinandersetzen? Du hast noch Fragen zur Selektion, zur Ausbildung oder zum Berufsalltag? Dann sind unsere Online-Workshops am 9.11. und am 15.11. genau das Richtige für Euch! Einfach per Mail anmelden und unseren Expertinnen und Experten alle Fragen stellen, die Dich beschäftigen! Die Workshops finden online über die Plattform MS Teams statt. Der Link wird nach erfolgter Anmeldung per Mail am Tag vor der Veranstaltung verschickt. Quelle: ‚AustroControl‘.

AustroControl modernisiert Flugmeteorologie

Am Flughafen Wien-Schwechat entsteht eines der modernsten flugmeteorologischen Zentren Europas. Die österreichische Flugsicherung Austro Control macht einen entscheidenden Schritt zur Modernisierung der Flugmeteorologie. Mit präzisen Wetterbeobachtungen, -vorhersagen, -beratungen und -warnungen sorgt die Austro Control-Flugmeteorologie dafür, dass PilotInnen und Flugzeuge immer sicher unterwegs sind. Von telefonischen Wetterbriefings, über Warnungen vor Gewittern, Windscherungen oder Vereisungsgefahr bis hin zu Kurz- und Mittelfristprognosen wird die gesamte Luftfahrt mit sicherheitsrelevanten Wetter-Informationen versorgt. In den kommenden drei Jahren wird die Austro Control-Flugmeteorologie auf neue, zukunftssichere Beine gestellt.

Bessere Prognosen
Austro Control setzt auf die Digitalisierung und den zunehmenden technologischen Fortschritt, um die Wetterbeobachtung noch präziser und effizienter zu machen. Mit den entsprechenden Investitionen wird die Erstellung von Flugwetterprognosen noch besser, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards. Wesentliches Element dabei ist die verstärkte Automatisierung, etwa bei der Bestimmung von Sichtwerten, Wettererscheinungen und Wolkenuntergrenzen. Bereits heute werden Windrichtung, Windgeschwindigkeit oder Pistensichtweite als Bestandteile einer Flug-Wettermeldung automatisch erhoben.

Eines der modernsten flugmeteorologischen Zentren Europas
Mit der Investition in neue technologische Systeme und neue Arbeitsbereiche wird im Tower am Flughafen Wien-Schwechat eines der modernsten meteorologischen Kompetenz-Zentren Europas eingerichtet. Das neue MET-Center Vienna schafft optimale Arbeitsbedingungen, damit das Know-How unserer hochqualifizierten meteorologischen Experten bestmöglich zum Einsatz kommen kann. Verbesserte Arbeitsabläufe und ein rascherer Informationsaustausch stellen eine höhere Konsistenz bei der Erstellung der Wetterberichte sicher und ermöglichen dadurch noch bessere Prognosen. Dazu kommen ein besseres Workloadbalancing innerhalb des Teams – besonders relevant bei kritischen Wetterphasen – und eine Erhöhung der Flexibilität. Darüber hinaus sichern diese Investitionen hochwertige Arbeitsplätze.

Austro Control stärkt Vorreiterrolle als Top Dienstleister der Flugsicherungsbranche
Das neue MET-Center ist auch im internationalen Vergleich state-of-the-art. In Deutschland werden beispielsweise 15 internationale und 25 Regionalflughäfen von fünf MET-Centern remote mit Flugwetter-Informationen versorgt. Vergleichbare Lösungen gibt es bereits in Frankreich oder in den Niederlanden. Die Investitionen erhöhen die Effizienz, denn durch die Bündelung und die zunehmende Automatisierung bei Austro Control können im neuen MET-Center Aufgaben übernommen werden, die derzeit noch auf verschiedene Standorte verteilt sind. Das lokale Know-How bleibt durch intensive Schulungen während der Umsetzungsphase erhalten.

Modernisierung als wichtiger Schritt zur Zukunftssicherung von Austro Control
Angesichts der nach wie vor anhaltenden Luftfahrtkrise sind diese Investitionen in die Modernisierung der Austro Control Flugmeteorologie von großer Bedeutung. Es gilt, das Unternehmen nachhaltig für die Zukunft zu stärken. Die Nutzung modernster Technologien und digitaler Lösungen spielt bei der Steigerung der Effizienz und Hebung von Synergien eine entscheidende Rolle. Mit diesem Schritt setzt Austro Control auch die Vorgaben des Rechnungshofs um, der in einem früheren Prüfbericht die verstärkte Automatisierung der Flugmeteorologie empfohlen hat.

Mit dem neuen MET-Center Vienna macht die Austro Control Flugmeteorologie einen entscheidenden Digitalisierungsschritt in Richtung Zukunft. Der Flugwetterdienst entwickelt sich damit zu einem modernen MET-Service Provider, der sich auch international behaupten kann und auf künftige Herausforderungen gut vorbereitet ist. Unter dem Aspekt der Sicherheit wird das gesamte Projekt selbstverständlich entsprechenden Safety-Asssessments unterzogen. Auch der Aufsichtsrat von Austro Control ist eingebunden und wird sich in seiner nächsten Sitzung mit der Modernisierung der Flugmeteorologie befassen. Für die die Kundinnen und Kunden von Austro Control bleiben die hohe Qualität der Flugwetterberatung ebenso wie der Umfang der Services weiter erhalten, und die Sicherheit in der Luftfahrt in Österreich wird weiter erhöht. Quelle: ‚AustroControl‚.

Austro Control: Verkehrs-Management für Drohnen

Die Zahl der Drohnen im österreichischen Luftraum steigt kontinuierlich. Damit Drohnen künftig noch sicherer in Österreich unterwegs sind, schreibt Austro Control jetzt die Beschaffung eines Traffic Management Systems für Unmanned Aircraft Systems, wie Drohnen in der Fachsprache genannt werden, aus. Mit dem neuen EU-Regulativ, das seit Anfang des Jahres in Kraft ist, wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die ein geordnetes und sicheres Wachstum für den Drohnenbereich ermöglichen. Kernstück des neuen Regulativs ist die Registrierungspflicht für Drohnen-Betreiber und für Drohnen-Pilotinnen und Piloten – der Drohnenführerschein. Über die Austro Control Drohnenplattform „dronespace.at“ haben sich bisher 24.000 Drohnenbetreiber registriert und wurden bereits 36.000 Führerscheine ausgestellt.

Für den sicheren Betrieb von Drohnen in der Zukunft braucht es eine Neu-Definition des Luftraums und ein eigenes Verkehrsmanagementsystem (UTM – unmanned traffic management). Damit sollen in einer ersten Stufe Drohnen-Flugpläne übermittelt werden, Drohnen identifiziert, vor gesperrten Lufträumen gewarnt werden und der Einflug von Drohnen in spezielle Lufträume durch die Flugsicherung freigegeben werden. In weiterer Folge soll auf europäischer Ebene unter dem Überbegriff „U-Space“ ein integrierter Luftraum entwickelt werden, in dem alle Flugverkehrsteilnehmer – bemannt oder unbemannt – koordiniert und sicher unterwegs sind.

„Drohnen sind für Austro Control eines der zentralen Zukunftsthemen. Als Behörde aber auch als Flugsicherung sind wir mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, um das sichere Fliegen mit Drohnen in immer mehr Einsatzgebieten zu ermöglichen. Wir setzen darauf, dass sich im Rahmen unserer Ausschreibung viele Technologiepartner melden und mit uns ein Drohnen-Verkehrsmanagement-System für Österreich aufbauen“, sagt Austro Control Geschäftsführerin Valerie Hackl.

Schon heute sind Drohnen auch in den verschiedensten professionellen Bereichen in Verwendung: In der Film- und Fotobranche, der Land- und Forstwirtschaft oder bei Blaulichtorganisationen wie Feuerwehr und Rettung, die zunehmend auf diese neue Technologie setzen. Laufend werden neue Anwendungsgebiete erschlossen, die von Vermessungsaufgaben und Rettungseinsätzen über die Überwachung von Infrastrukturanlagen bis hin zum Transport von Blutkonserven reichen. In den meisten Fällen sind Drohnen dabei in Sichtverbindung mit ihren Pilotinnen und Piloten unterwegs, es gibt aber auch immer mehr Anträge bei Austro Control auf Drohnen-Flüge außerhalb der Sichtverbindung. Quelle: ‚AustroControl‚.

AustroControl-Season Opener erstmals online

Am 15. März startet der Austro Control Season Opener 2021. Aufgrund der geltenden COVID19-Einschränkungen heuer unter völlig neuen Rahmenbedingungen und komplett online. Austro Control ist es ein besonderes Anliegen, den Season Opener – trotz der bestehenden Einschränkungen – im Sinne der Sicherheit und einer optimalen Vorbereitung auf die neue Flugsaison heuer stattfinden zu lassen.

So findet der Season Opener 2021 statt: Eine ganze Woche Fachpräsentationen mit Live-Diskussionen. Sechs Themen in fünf Tagen von 15.-19. März 2021.

  • Jeder Thementag mit Videopräsentationen, abrufbar on demand (streambar ab 09.00).
  • Abendliche Online Live-Diskussion und Q&A Session mit unseren Expertinnen und Experten. Die Veranstaltung findet über ZOOM statt.
  • Stellen Sie Ihre Fragen zu den Präsentationen im Vorfeld oder während der Online-Diskussion über die interaktive Diskussionsplattform Slido am jeweiligen Thementag. Zugangscode: #lowx.
  • Vorträge von ExpertInnen der Fachbereiche von Austro Control, des Österreichischen Aeroclubs und der Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (UUB).
  • Und: Spezieller Thementag für unsere Ballonfahrer- und SegelfliegerInnen.

Hier können Sie sich anmelden.

Abzug der Flugsicherung?

Für heftige Kritik sorgen Pläne von Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne), die Flugüberwachungsbehörde Austro Control in Wien zu zentralisieren. SPÖ und Gewerkschaft wehren sich gegen den möglichen Abzug vieler Fluglotsen aus den Bundesländern – auch aus Salzburg. Laut internen Briefen gibt es auch Sicherheitsbedenken. Die Flugsicherheit über weiten Teilen Österreichs sei durch die neuen Pläne in Gefahr, betonen die Chef-Fluglotsen der fünf großen Bundesländer-Flughäfen Österreichs in internen und vertraulichen Briefen an die Geschäftsführung von ACG. Diese liegen dem ORF vor. Demnach sollen laut Wiener Management der Austro Control GesmbH (ACG) die fünf Anflugkontrollstellen auf den Airports in Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Graz nach Wien zentralisiert werden. Das ruft massive Sicherheitsbedenken in Kreisen von AC-Lotsen hervor. Dazu kommt nun offizielle Kritik aus der Politik.

Besonderheit alpiner Flughäfen
Nicht nur würden drei Viertel der Arbeitsplätze am Standort Salzburg wegfallen, sondern auch die für diesen Flughafen nötige Expertise, heißt es. Mehr und mehr Fluglotsen würden für den Flughafen Salzburg von Wien aus arbeiten. Das sei vor allem für alpine Flughäfen wie Salzburg und Innsbruck eine Katastrophe, kritisiert der Salzburger SPÖ-Landesparteivorsitzende David Egger. Gerade bei schwierigem Wind und Wetter seien Piloten auf die Unterstützung von regionalen Lotsen mit genauen Ortskenntnissen angewiesen, sagt Kajetan Uriach von der Gewerkschaft Vida: „Es ist wichtig, dass man gerade in der Flugsicherung die Fachleute lokal verankert hat. Sie können Lagen schneller und besser einschätzen als Fachkräfte aus der Ferne – aus Wien über technische Systeme. Deshalb wäre diese Zentralisierung ein Wahnsinn.“

Ressortchef wartet auf Antwort aus Wien
Eigentümer des Salzburger Flughafens sind Stadt und Land Salzburg. Man habe bisher noch keine zufriedenstellende Antwort aus Wien bekommen, sagt der für den Flughafen in der Landesregierung zuständige LHstv. Christian Stöckl (ÖVP): „Aber wir fordern immer wieder ein, dass die Sicherheitsbedenken ernst genommen werden. Entscheidung ist bisher keine gefallen.“

Laut Austro Control wackeln Salzburger Jobs nicht
Aktuell arbeiten auf dem Standort Salzburg 21 ACG-Mitarbeiter. Übrig würden zwischen fünf und zehn Jobs bleiben, befürchtet Uriach. Für das Bundesland wichtige und hochwertige Arbeitsplätze würden wegfallen. Laut Austro Control wackeln jedoch aktuell keine Arbeitsplätze in Salzburg. Generell würden noch verschiedenste Konzepte diskutiert – unter Abwägung der Flugsicherheit und Effizienzsteigerung, sagte dazu ein Sprecher von Austro Control am Donnerstag dem ORF.

Interne Briefe an AC-Management bekannt geworden
Die Chef-Lotsen der fünf großen Flughäfen in den Bundesländern betonen in ihren internen Briefen an die Wiener ACG-Geschäftsführung, dass die seit vielen Jahren bewährte ineinandergreifende Zusammenarbeit zwischen Tower- und Anfluglotsen künftig bundesweit in Gefahr sein könnte. Auf allen Airports seien hochqualifizierte Lotsen miteinander tätig. Diese hätten jeweils mehrfache behördliche Zulassungen für beide Aufgabenbereiche: „Tower“ sowie „An- und Abflugkontrolle“. Diese Teams seien perfekt eingespielt, würden sich abwechseln und ergänzen, so die regionalen Chef-Fluglotsen in ihren vertraulichen Briefen nach Wien. Auf Anfrage des ORF gab es von keinem der Autoren eine Antwort oder Bestätigung.

Sicherheitsbedenken, CO2-Debatte
Eine einzige Zentralstelle in Wien wäre mit den schwierigen Bedingungen über Österreich rasch überfordert, heißt es in einem dieser Schreiben weiter.
Lokale Kompetenz und Wissen gingen verloren. Bei dem neuen Konzept sei aus Kostengründen geplant, dass künftig ein Fluglotse gleichzeitig mehrere Airports in den Bundesländern betreuen soll. Dabei bestehe die Gefahr, dass ein Lotse in Wien etwas übersieht, während er zeitgleich bei einem anderen Airport mit eigener Problemlösung beschäftigt sei. Daran würde auch modernste Computer-Technik nichts ändern. Die geplante Zentralisierung in Wien bringe zudem höhere Belastungen für Umwelt und Klima. Um aus der Ferne in Wien mehr Zeit für Entscheidungen und Anweisungen zu gewinnen, würden Luftfahrzeuge mehr Warteschleifen fliegen oder vor dem Abflug länger auf dem Boden mit laufenden Triebwerken warten müssen. Resultate seien Zeitverluste, höhere Lärmbelastung, zusätzliche CO2-Emissionen und mehr Spritverbrauch.

Neues Konzept „nicht ratsam“
Der Leiter der Salzburger Fluglotsen argumentiert in seinem internen Brief mit massiven Sicherheitsbedenken. Auch in Salzburg stünden Hoch- und Mittelgebirge im direkten Nahbereich des Airport, was gelegentlich sehr rasche Entscheidungen und Anweisungen erfordere. Das sei aus der Ferne mit der nötigen Effizienz nicht möglich. Auch der automatisierte Instrumentenanflug in Salzburg habe hohe Sichtflug-Anteile, was die Verfahren schwieriger mache. Dazu komme ein einzigartiger Verkehrsmix von internationalen Verbindungen, heimischen Linien und privaten Flugzeugen – neben dem Hubschrauberbetrieb von Rettungsorganisationen, Polizei und Privaten und der international bekannten Oldtimer-Flotte im Hangar 7. Der intensive Ski-Charter-Verkehr im Winter erfordere in Salzburg sehr viel lokale Kompetenz bei Flugsicherung und Meteorologie. Das von Wiener Zentralstellen geplante Konzept sei „widersinnig und nicht ratsam für den Standort“, so der Tenor aus Salzburg.

Tiroler, Salzburger verweisen auf schwierige Anflüge
Große Sorgen macht sich zum Beispiel auch der leitende Fluglotse in Innsbruck angesichts des Wetters, das in Westösterreich harten und schnellen Wechseln unterliege. Dazu komme die weltweit einzigartige geografische Lage Innsbrucks im langgezogenen Flusstal-Kessel des Inn. Allein der Anflug von Osten her über Rattenberg sei mehr als 45 Kilometer lang, gesäumt von Hochgebirgen auf beiden Seiten, die im Fall des Falles von der Flugsicherung schnelle Reaktionen erfordern. Dazu kämen extreme Föhn-Wetterlagen, Sommer- und Winterstürme über den Bergen und im Inntal. Weiters seien allein in Tirol der internationale und nationale Flugverkehr mit dem regionalen Betrieb von 35 Hubschrauber-Basen zu koordinieren. Quelle: ORF.

AustroControl: Season Opener 2020

Rechtzeitig zum Start der Flugsaison beginnt am 28. Februar wieder die Austro Control Season Opener-Reihe mit den wichtigsten Neuerungen aus den Bereichen ATC, AIM, MET und Luftfahrtagentur. Themen-Video.

Kollateralschäden einer Österreich-Tournee.

Bloss nicht verkrampfen und immer schön cool bleiben –
auch wenn man mal kein Glück hat und noch Pech dazu kommt.

darum geht’s bei der Österreich-Tournee…
Folgen der Luftraum-Verletzung in Innsbruck im Herbst 2011.

März/April 2013. Den Season-Opener in Klagenfurt haben wir nach einer längeren Anreise quer durch die Vor- und Ostalpen pünktlich erreicht. Den Vortrag ohne grössere Durchhänger, ‚Staggeler‘ oder technische Pannen überstanden. Computer, Beamer und Co. haben ohne Zicken das gemacht, wofür sie gebaut worden sind. Dennoch haben meine Brigitte und ich abends nach dem Klagenfurter Anlass noch ein langes Gesicht gemacht.

Gerade haben wir’s uns leicht fröstelnd im ausgekühlten Auto bequem gemacht, den Motor gestartet, uns pflichtschuldig angeschnallt und losgefahren. Aber schon nach zwei Metern war die Fahrt zu Ende. Ein Reifen war platt. Das passiert mir in wenigen Monaten jetzt schon das zweite Mal, einmal konnte ich den Pneu, der eine dicke Schraube mitten in der Lauffläche aufgelesen hatte, mit einem ‚Stopfen‘, wie sie dem hier in Kärnten sagen, bei meiner benachbarten Garage ohne grösseres Federlesen flicken. Diesmal wird es aber etwas schwieriger. Nicht nur der Tageszeit wegen. Mein Opeli hat nämlich kein Reserverad. Nur noch ein Reparatur-Set. Das Zusatzradl wurde wegen Gewichts- und Benzinspar-Massnahmen wegrationalisiert. Bei gefühlten -15° C habe ich also im dünnen Strassen-Anzügli den platten linken Vorder-Reifen notdürftig gepumpt, damit wir mit einem Zwischenhalt bei einer Tankstelle und zweimaligem Auffüllen der dortigem Pump-Station und dann des Reifens auf der letzten Rille gerade noch unser Waldhotel erreichen konnten.

EzFK

Daselbst habe ich dann erst mal versucht, die Notruf-Zentrale des TCS in Genf zu erreichen. Die haben da so eine Einrichtung zur Fernhaltung von Kunden (‚EzFK‘ bezw. Call-Center). Weil die Telefon-Verbindung mitten im Waldhotel ziemlich wackelig war, liess mein iPhone die Nachwahlen zur Steuerung der Genfer Telefon-Einrichtung nicht immer durch. Aber nach ca. einer halben Stunde bin ich dann doch glücklich im Topf der Voll-Deppen gelandet, die kein Telefon bedienen können und von jemandem aus dem dafür geschaffenen, besonders sensiblen Care-Team (mit angegliedertem Seelsorger) betreut werden. TCS und ETI sind aber trotzdem eine überaus tolle Sache, absolut zu empfehlen. Denn wenn man die EzFK-Hürde einmal schafft, landet man sozusagen direkt im Care-Team-Himmel. Ob ich sofort eine Depannierung wünsche oder erst morgen früh, war z.B. eine der erstaunlichen Fragen, die einem ETI-Schutzbrief-Kunden (das scheint die Nothelfer-First-Class zu sein) gestellt werden. Wir haben uns dann angesichts der noch fortgeschritteneren Stunde und der inzwischen wieder angenehmen Umgebungs-Temperatur auf ein Treffen früh am kommenden Morgen geeinigt.

Ich flehe Sie an…

Anderntags kam es nicht mal mehr zum versprochenen Anruf. Die 60jährige, erfahrene ÖAMTC-Pannenhilfe stand schon mit einem grossen Abschleppfahrzeug vor dem Wald-Hotel. Die Stirn in tiefe Falten gelegt. Auto schon besichtigt. Reifen schon testweise gefüllt. Die Luft pfiff jedoch noch immer aus einem winzigen Loch zwischen Seitenwand und Lauffläche. Ein dummer Ort für ein Loch, wie ich noch feststellen sollte. Der ÖAMTC-Mitarbeiter muss schon allerhand erlebt haben. Auch die seltsamen Schweizer, die sogar beim Reserverad sparen, wollte er subito irgendwohin abschleppen. Mit letzter Überzeugungs-Kraft konnte ich ihn immerhin dazu bewegen, den Reifen mit einem Stopfen (tolles Wort) zu flicken, um das nächste Pneuhaus ohne ständiges Aufpumpen zu erreichen. Erst nach mehrmaligem ‚Ich flehe Sie an, fahren Sie nicht damit nach Hause…‘ (Ich hör’s noch heute) rückt der Ärmste die Adresse eines Fachbetriebes heraus, der auch an diesem Samstagmorgen geöffnet hat. Und er hat dann seinen Stopfen an einer Stelle montiert, mit dem man seinen Aussagen nach keine einzige Kurven fahren könne.

Im Reifenhotel waren wir leider nicht durchgängig erfolgreich. Winterreifen sind am ersten warmen Frühlings-Samstag nicht das, was auf der Bestseller-Liste zuoberst steht. Entsprechend wird dieser Artikel nicht mehr gelagert. Schwierig. In dreissig Minuten hätten wir im 130 km entfernten Granz sein sollen. Vortrag über Innsbruck und seinen verletzten Luftraum halten. Ankunft telefonisch verschieben. Ist auch nicht einfach, wenn die Kontaktperson das Handy eben gerade wegen des Vortrags auf ’stumm‘ stellen muss. Klappt aber ohne EzFK und unter Einbezug der Grazer AustroControl-Mannschaft auf dem Turm. Wir dürfen uns also etwas mehr Zeit herausnehmen. Die netten Grazer verschieben einfach die Vortrags-Reihenfolge etwas.

Seit Graz fahre ich nun bis zur Rückkehr in die Schweiz zu drei Vierteln mit Winter- und zu einem Viertel mit Sommerreifen. Natürlich alles gesetzeskonform… Ist dem Auto eigentlich egal, das Opeli fährt trotzdem schön geradeaus. Jetzt habe ich einfach ein fünftes Rad 🙂 Wer weiss heute schon, wofür das wieder gut ist. Am besten, ich trag’s immer mit mir herum, dann habe ich es gleich dabei, wenn ich’s mal wieder brauche.

Achja, da war noch was – Out of Africa.

Dazwischen ist mir im Hotel am Freitag nach dem telefonischen Erlebnis mit der Genfer ETI-Zentrale auch noch mit erheblichem Getöse das Bett zusammengefallen – ohne weiteres Dazutun meiner noch immer attraktiven Brigitte, das wären also völlig falsche Verdächtigungen. Um die Zeit und nach der Autopanne war wirklich nichts mehr los mit chäschperle. War eine Schweinkälte da draussen. Auch wenn die Gelegenheit beim gemeinsamen Auftauen noch günstig gewesen wäre. Aber die Bettstatt hat wahrscheinlich einfach von ihrem Dasein genug gehabt, halt so ein typischer Suizid-Lättliroscht (vermutlich wegen meines Vorgängers) – der hat den gebrochenen Bett-Lättli-Rahmen einfach fein säuberlich hingelegt und im Hotel nichts gemeldet, damit der nächste auch damit auf den Boden kracht.

Wie Mister Bean.

Normalerweise habe ich im Zusammenhang mit segelfliegerischen Aktivitäten immer zwei Stanley-Reparatur-Koffer mit dabei. Mit allem drin, was man für jede Art von Panne halt so braucht. Diese Koffer werde ich jetzt noch durch eine 1.20-Meter-Schraubzwinge ergänzen, um Fälle wie den Lättliroscht auch abdecken zu können. Auf die Österreich-Reise habe ich aber meine beiden Stanley’s für einmal nicht mitgenommen – wofür auch, wir planten ja nicht, die Zivilisation zu verlassen. ‚Repariert‘ habe ich die Bettstatt dann, wie man sowas im afrikanischen Busch amigs flickt – mit Rasierwasser, genauer mit einem stabilen Demin-After-Shave-Fläschchen. Genau: jenes für Männer, denen alles ein wenig leichter fällt. Richtig eingeklemmt und zusätzlich mit einem Schweizer Sackmesser vertäut, hat die Parfumflasche alles zusammengehalten und ich habe danach ausgezeichnet geschlafen.

Achja, da war sonst noch was.

Die elektrische Zahnbürste hat sich wieder mal im Koffer entladen, aber wenigstens dabei keinen Brand im Koffer ausgelöst. Und ich habe mir unabhängig davon am Sonntag noch eine Plombe ausgebissen. In Salzburg bei einem Altwiener Suppentopf, die Würschteln waren aber ok, keine Knochen drin – also sicher kein Haftungsfall. Und auf dem Heimweg hat uns auf einer Tiroler Autobahnbaustelle nach insgesamt 1’500 km Fahrt doch noch ein Radar erwischt. Zum Glück haben unsere östlichen Nachbarn das Schweizer Bussen-Reglement für diese Art Schwer-Verbrechen noch nicht übernommen. Sonst wären wir wohl noch im Gefängnis gelandet. Bei 20 km/h Overspeed ist man in der Schweiz ja schon ziemlich nahe dran.

Trotzdem eine tolle Reise.

Aber: weitaus obenauf schwingt natürlich das Positive. Bei so einer Seasen-Opener-Tournee lernt man selbst als Kontaktscheuer eine Menge netter Menschen kennen. Die gwirbigen Vertreter von AustroControl etwa, die sich mit diesen Anlässen für ein praktikables Zusammenleben aller Luftraumbenutzer über die Massen engagieren und ein gutes Beispiel liefern, wie man die gegenseitige Beisshemmung abbauen kann. Auch wenn das bei gefühlten 350 Abkürzungen für das Ausfüllen eines Flugplanes bestimmt nicht einfacher geworden ist. Oder den Präsidenten des österreichischen Segelflugverbandes, der sich nicht zu schade ist, die Schweizer Gäste auf unvergessliche Weise in seinem Graz herum- und zu leckeren Back-Hendln und Kartoffelsalat auszuführen und der dabei eine Menge interessante Themen anspricht. So finden wir dank ihm vielleicht rasch eine Lösung für unsere Schwierigkeit, bei geringen Startzahlen unter der Woche eine zuverlässige Startlisten-Kontrolle auf technischer Basis (Flarm-Radar) einzuführen.

Nach rund einer Woche ist dann alles wieder etwa an dem Platz, wo es hingehört. Mein Opeli hat schon am Dienstagmorgen wieder vier Winter-Räder drauf. Mein Gebiss besitzt schon am Donnerstag eine wunderschöne neue Plombe. Das Klagenfurter Bettgestell hat jetzt hoffentlich auch einen intakten Lättlirost. Und Tirols Säckelmeister freut sich bestimmt an den steigenden Neben-Einnahmen seines Strassen-Care-Teams. Also alles wieder im Butter.

Jetzt sollte man dann nur gelegentlich wieder mal das tun können, worum es hier eigentlich geht: segelfliegen.