Die DFS Deutsche Flugsicherung reagiert auf das steigende Verkehrsaufkommen und plant für das Jahr 2026 eine Aufstockung der Neueinstellungen im Lotsenbereich. Das Unternehmen will damit die Kapazitäten an den steigenden Bedarf anpassen und die Pünktlichkeit im deutschen Luftraum weiter gewährleisten.
Im Jahr 2025 verzeichnete die DFS mit 3,071 Millionen Flügen nach Instrumentenflugregeln ein Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Verkehrsaufkommen erreichte damit rund 92 Prozent des Vorkrisenniveaus. Um dem Wachstum gerecht zu werden, wurden bereits 2025 140 Nachwuchslotsen eingestellt. Für 2026 ist die Einstellung von 150 weiteren geplant. Parallel dazu wird das Platzangebot in der Fluglotsenausbildung erweitert.
Die Ausbildung zum Fluglotsen dauert zwischen 2,5 und 3,5 Jahre und gliedert sich in einen theoretischen Teil an der Flugsicherungsakademie in Langen und einen praktischen Teil in einer Kontrollzentrale oder einem Tower. Während der Theoriephase erhalten die Auszubildenden eine Vergütung von 1.450 Euro pro Monat, die im praktischen Teil auf rund 5.000 Euro ansteigt.
Voraussetzung für die Bewerbung ist die allgemeine Hochschulreife mit einem Notendurchschnitt von 2,7 oder besser sowie fließende Deutsch- und Englischkenntnisse. Ein Höchstalter für die Bewerbung gibt es nicht. Neben der klassischen Ausbildung bietet die DFS auch ein duales Studium an, das die Ausbildung mit einem Bachelor in „Air Traffic Management“ kombiniert.
Mit diesen Maßnahmen will die DFS sicherstellen, auch zukünftig für einen sicheren und effizienten Flugverkehr über Deutschland zu sorgen. Die durchschnittliche flugsicherungsbedingte Verspätung konnte bereits von 50 Sekunden im Jahr 2024 auf rund 30 Sekunden pro Flug im Jahr 2025 reduziert werden. Bilder: ‚DFS, Deutsche Flugsicherung‚.
Mitarbeiter/-innen, die während des US-Government-Shutdowns für die Sicherheit des US-Luftraums sorgten, sollen einen Bonus erhalten.
Gemäss US-Verkehrsminister Sean P. Duffy und dem Administrator der Federal Aviation Administration (FAA), Bryan Bedford, sollen 776 Fluglotsen und Techniker eine Prämie in Höhe von USD 10’000 für ihre Arbeit zur Gewährleistung der Sicherheit des Luftraums während des 44-tägigen Regierungsstillstands erhalten. Die Prämie wird an bis 9. Dezember Mitarbeiter ausgezahlt, die während des Shutdowns regelmässig und ohne Aussicht auf Bezahlung zur Arbeit erschienen.
Für 2026 plant die DFS Deutsche Flugsicherung mit 144 Einstellungen in der Lotsen-Ausbildung. Mit der Ausweitung der Ausbildungszahlen bereitet sich die DFS auf die zunehmende Anzahl an Flugbewegungen vor. Hinzu kommen rund 50 Startplätze für dual Studierende in Air Traffic Management, Technik, IT und Luftverkehrsmanagement sowie in der IHK-Ausbildung.
Rund 200 Einstellungen im Jahr 2025 In diesem Jahr begrüßt die DFS in ihrer Lotsenausbildung 136 angehende Fluglotsinnen und Fluglotsen. Gemeinsam mit Berufsstartern in dualen Studiengängen und der IHK-Ausbildung starten rund 200 Talente in ihre Flugsicherungskarriere.
Ausbildungsangebot 2026 Für das kommende Jahr plant die DFS mit einer Ausweitung der Ausbildungszahlen. Das Ausbildungsportfolio umfasst folgende Berufsbilder:dieAusbildung zum Fluglotsen, duale Studiengänge für Air Traffic Management, Flugsicherungsingenieur/in, Informatik und Luftverkehrsmanagement sowie IHK-Ausbildungen zum Bürokaufmann/-frau und Fachinformatiker für Systemintegration.
Für die dualen Studiengänge in IT, Technik und Management sowie für die IHK-Ausbildung endet die Bewerbungsfrist am 31. Oktober 2025. Für die Lotsenausbildung und das duale Studium Air Traffic Management können sich Interessierte ganzjährig bewerben.
Neben dem Karriereeinstieg in klassischer Ausbildung oder Dualen Studiengängen plant die DFS auch Neueinstellungen in operativen Spezialisten-Berufsbildern (z.B. Flugberater w/m/d).
Karrierechancen für erfahrene Fachkräfte in Technik und IT Im Rahmen ihrer ATS-Systemstrategie modernisiert die DFS ihre technische Infrastruktur für die Flugsicherung grundlegend. Dafür sucht sie berufserfahrene Fachkräfte und Studienabsolventen in den Bereichen Produktmanagement, Anforderungsmanagement, Site Reliability Engineering und Softwareentwicklung, die diesen Wandel aktiv mitgestalten möchten. Gesucht werden Persönlichkeiten mit technischem Know-how, strategischem Blick und Begeisterung für komplexe Systeme in einem sicherheitskritischen Umfeld.
Über 500 Einstellungen in die Lotsenausbildung seit 2022 „Die Flugverkehrszahlen steigen. Seit 2022 haben wir bereits über 500 Lotsinnen und Lotsen in unserer Ausbildung neu eingestellt. Diesen Weg setzen wir fort. Die Ausbildung von Nachwuchskräften genießt bei der DFS traditionell höchsten Stellenwert. Mit der Entscheidung, verstärkt in unsere Ausbildung zu investieren, sichern wir die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens“ berichtet Andrea Wächter, Geschäftsführerin Personal.
Die meisten Ausbildungsplätze für das kommende Jahr sind noch unbesetzt. Bewerbungen sind ab sofort möglich! Auf der Karriereseite finden Sie alle Informationen über den Arbeitgeber DFS, die Lotsenausbildung sowie zu den weiteren dualen Studienangeboten und den IHK-Ausbildungsberufen und zu den Möglichkeiten des Direkteinstiegs.
Der Deutsche Aero Club lädt zu einem weiteren Lehrgang für Luftaufsichtspersonal (BFL) ein. Das Seminar findet vom 12. bis 14. September und am 19. und 20. September 2025 statt.
Anmeldungensind bis 30. August möglich. Außerdem werden Sprachprüfungen für Englisch Levels bis 6 angeboten.
Das Seminar vereint gemäß NFL I 170/01 Theorie und Praxis für Verbandsmitglieder und Nicht-Mitglieder.
Zeitraum: 12. – 14. September; 19. und 20. September 2025
Ort bei mindestens zehn Teilnehmern: Flugplatz Eder/Allendorf (alternativ Bundesgeschäftsstelle des DAeC in Braunschweig.
Die Mindestteilnehmerzahl 7 muss erreicht werden, sonst BGSt DaeC e.V. in Braunschweig
Kosten: für Vereinsmitglieder 785,00 € zzgl. 7% MwSt.
Für Nicht-Vereinsmitglieder betragen die Kosten 999,00 EUR zzgl. 19% MwSt.
Teilnahmebedingung: Teilnehmer sollten im Besitz eines Luftfahrerscheines oder eine ähnlichen Qualifikation aufweisen und im Besitz des BZF I oder höher sein.
Fluglotsinnen und Fluglotsen sind verantwortlich für die Sicherheit im österreichischen Luftraum. Sie geben Flugroute und Flughöhe vor, erteilen die Starterlaubnis, geben die Freigabe zur Landung und sorgen dafür, dass Flugzeuge sich nie zu nahe kommen.
Wer sich diesen herausfordernden und abwechslungsreichen Job zutraut, hat am 23. Juni wieder die Möglichkeit, sich am online Recruiting Day zu informieren. Auf dem Programm steht ein faszinierender Blick hinter die Kulissen der Flugsicherung, Einblicke in den Ausbildungsalltag und wertvolle Informationen zum Selektionsverfahren.
Einfach bequem von zu Hause aus ganz Österreich einwählen – die Veranstaltung findet über MS Teams statt!
In der derzeitigen „Winterpause“ ist es zum Thema Fliegen ohne Flugleiter ruhiger geworden. Dafür ist jetzt Zeit, sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Sei es auf Seiten der Platzhalter mit Anträgen zum FoF und organisatorischen Aufgaben und sei es auf Seiten der fliegenden Gemeinschaft im Bezug auf anzuwendende Verfahren und die zugehörige Schulung. Zugleich soll der aktuelle Stand der Einführung skizziert werden.
Um folgende Themen geht es dieses Mal:
Lösungsansatz Flugplatz Schönberg
Ein unvollständiger Überblick über den Stand in den Bundesländern
Praktische Erfahrungen aus der letzten Saison
Herausforderungen für die (Auffrischungs-)Schulung
Aufgaben für Platzhalterinnen und -halter
Lösungsansatz Flugplatz Schönberg In diesem Jahr hat Projektteam vom Flugplatz Schönberg (EDPK) ein sehr gutes Betriebs-Konzept zum Fliegen ohne Flugleiter entwickelt. Dabei u. a. eine Lösung für einen kreuzenden Wirtschaftsweg gefunden. Dies wurde vom Luftamt Bayern Süd ausdrücklich gutgeheißen. Nach einem erfolgreichen Probebetrieb in dieser Saison wird dieses Konzept nun in den „Normalbetrieb“ übernommen. Wer Interesse an weiteren Informationen hat, kann sich gerne direkt bei Toni Liedl melden.
Ein unvollständiger Überblick über den Stand in den Bundesländern
Wie im richtigen Leben gibt es hier viel Licht, aber auch einige Schattenseiten: Nordrhein-Westfalen: Sowohl Münster als auch Düsseldorf überzeugen momentan durch eine sehr pragmatische und praxisorientierte Vorgehensweise: Beide Behörden haben eigene Handreichungen für die Plätze in ihren Zuständigkeitsbereich herausgegeben. Auch haben beide Behörden ein klares Bekenntnis, dass das Fliegen ohne Flugleiter analog zum Ausland als ein „Normal-Verfahren“ betrachtet wird.
Hessen: Hier sind schon erste Genehmigungen erteilt worden. Nach bisherigen Rückmeldungen geht es auch hier voran!
Sachsen: hat ebenfalls diverse Genehmigungen bereits erteilt.
Aus anderen Bundeländern erreichen uns derzeit gemischte Rückmeldungen. So gibt es in einem Bundeland derzeit noch „internen Abstimmungsbedarf“ bei der Behörde. Das ist etwas verwunderlich, da die NfL nun schon seit fast einem dreiviertel Jahr veröffentlicht ist!
In einem weiteren Bundesland gibt es Diskussionen um eine verpflichtende Kontrolle am Boden vor Flugbetriebsbeginn, was Landungen ohne Betriebsleiter praktisch unmöglich macht… Ein weiteres Bundeland beharrt teilweise auf Einschränkungen des Fliegens ohne Flugleiter auf betriebsschwache Zeiten, auf Flugbetrieb ohne Platzrunden und ohne Schulbetrieb sowie eine Einschränkung auf platzansässige Piloten. Zusätzlich wird noch eine Hilfsperson gefordert. Hier stellt sich die Frage, ob auf Seiten der Sachbearbeiterin die NfL 2024-1-3106 und 2023-1-2792 überhaupt bekannt sind…
Hier liegt noch einiges an Überzeugungsarbeit vor uns – praktische Erfahrungen der letzten Saison. Die ersten Plätze haben nun einigen Betrieb ohne Flugleiter hinter sich. Dabei ergaben sich folgende Rückmeldungen:
PPR-Anfragen: Leider gilt für die meisten teilnehmenden Plätze noch eine PPR-Regelung. Diese ist auch beim Fliegen ohne Flugleiter zu beachten. Hinweise dazu finden sich in den entsprechenden AIP-Einträgen und evtl. auf der Homepage der Platzbetreiberinnen und -betreiber.
Abgabe von Start- und Landemeldungen: Auch beim Betrieb ohne Flugleiter muss (noch) ein Hauptflugbuch geführt werden. Hier sind die Start- und Landemeldungen der beteiligten Pilotinnen und Piloten essentiell. Denken Sie also daran, nach dem Flug Ihre Zeiten entsprechend der festgelegten Verfahren zu übermitteln.
Herausforderungen für die (Auffrischungs-) Schulung Der Theorieunterricht im Winter und die kommenden Auffrischungsschulungen im Sommer bieten sich perfekt für diverse Themen im Zusammenhang mit dem Fliegen ohne Flugleiter an. Hier freuen wir uns, wenn Sie sowohl als Fluglehrer und Class Rating Instruktoren als auch für Ihre eigenen Übungsflüge ensprechende Themen einflechten.
Mögliche Themen sind hier:
Vorbereitung: Wo finden sich Informationen zum Fliegen ohne Flugleiter (AIP, NOTAM, Verweise auf Homepage)? Was habe ich am jeweiligen Platz zu beachten (PPR erforderlich, Rückmeldung Start- und Landezeiten, welche Alternativen stehen bei Nichtbenutzbarkeit des Platzes zur Verfügung)
Situationsbewusstsein: Fragen Sie Ihre Aspiranten und sich zwischendurch in der Platzrunde, wo sich gerade andere Flugzeuge befinden und welche davon Ihnen evtl. in die Quere kommen könnten (Verkehrslagebild im Kopf)
Funkverkehr in der Platzrunde: Achten Sie auf korrekte Meldungen in der Platzrunde. Nur bei korrekten Meldungen wird Konfliktpotential für alle Beteiligten erkennbar. Melden Sie jeden Richtungswechsel, denn zu diesem Zeitpunkt sind sie durch Ihre Schräglage am besten für anderen Verkehr erkennbar!
Funkverkehr untereinander: Motivieren Sie dazu, sich gegenseitig abzusprechen. Achten Sie dabei auf den Grundsatz „Immer nur die eigenen Intentionen senden und nicht andere zu irgendetwas auffordern!“. Wenn Sie sich über die Position eines anderen Luftfahrzeuges unsicher sind, funken Sie es ruhig an und fragen.
Einflug in die Platzrunde: Fliegen Sie nach Möglichkeit mit 45° in den Gegenanflug ein. So haben Sie eine bessere Chance, anderen Verkehr in der Platzrunde rechtzeitig zu erkennen, da die Annäherungsraten kleiner sind als z. B. eine „hineinquetschen“ über einen langen Quer- oder Endanflug.
Volle Platzrunde: Wenn Ihnen im Endteil die Staffelung zum vorausfliegenden Flieger zu knapp wird, starten Sie durch! Wenn innerhalb der Platzrunde die Staffelung zu eng wird, fliegen Sie deutlich aus der Platzrunde aus und fädeln sich über den Gegenanflug wie oben beschrieben wieder ein.
Aufgaben für Platzhalterinnen und -halter Wenn Sie für die nächste Saison das Fliegen ohne Flugleiter einführen wollen, so empfiehlt es sich, das Projekt am besten jetzt zügig anzugehen. Hier eine kurze Anleitung zu dem Thema:
Schaffen Sie, falls noch nicht erfolgt, die Voraussetzungen für ein Fliegen ohne Feuerlösch- und Rettungsdienst gem. NfL 2023-1-2792.
Schreiben Sie ein Betriebskonzept, wie sie die bisher vom Flugleiter übernommenen Aufgaben in Zukunft erledigen wollen. Wir stellen Ihnen gerne entsprechenden Vorlagen!
Schauen Sie in Ihre Flugplatzgenehmigung. Überlegen Sie sich, welche Stellen auf den Flugleiter verweisen und wie sie diese Ändern wollen.
Schreiben Sie einen entsprechenden Antrag an die zuständige Behörde. Schreiben Sie diesen möglichst, so dass sie eigentlich keinen Flugleiter mehr benötigen. Wenn Sie dann zu bestimmten Zeiten weiter einen einsetzen möchten, so können Sie dies jederzeit tun. Beachten Sie die NfL 2024-1-3106 aufgeworfenen Punkte, die einen Betriebsleiter erfordern können. Zeigen Sie der Behörde in Ihrem Antrag, warum dafür keine Veranlassung besteht. Auch hier stellen wir Ihnen gerne entsprechende Vorlagen zur Verfügung!
Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer zuständigen Behörde auf und besprechen Sie ihre Absichten.
Wenn Sie schon eine Genehmigung zum Fliegen ohne Flugleiter haben, überprüfen Sie gerne mal folgende Dinge:
Sind Ihre Meldewege für Mängel allen Beteiligten bekannt (Gibt es einen Aushang für Platzfremde? Wissen die ansässigen Pilotinnen und Piloten Bescheid?)
Wissen die Empfängerinnen und Empfänger der Mängelmeldungen, wie sie damit umzugehen haben (NOTAM-Veröffentlichung, Platzinterner Verteiler, Webseite)?
Nachdem Sie Betriebserfahrungen gesammelt haben, denken Sie mal über Lockerungen und Vereinfachung Ihrer PPR-Regelung nach. Ein Ziel ist es, die Anfliegbarkeit von Flugplätzen zu vereinfachen. Machen Sie da gerne mit! Wie wäre es z. B. PPR allgemein auf Ihrer Homepage zu veröffentlichen („Platz ist heute offen von bis. Kommen Sie einfach vorbei, auch wenn sich niemand im Funk meldet…“)
Wie sieht es mit der Schulung Ihrer platzansässigen Pilotinnen und Piloten aus? Gibt es irgendwo Defizite? Ist es evtl. sinnvoll, in einer sowieso stattfindenden Versammlung das Thema mal aufzugreifen?
Und zuletzt wieder der Hinweis: Ich freue mich über jede Art von Rückmeldung zum Thema!
Meine Kontaktdaten finden Sie weiter unten. Rufen Sie an, schreiben Sie. Falls noch Fragen offen sind, versuche ich gerne, eine Antwort zu recherchieren. Guido Frey, Interessengemeinschaft Fliegen ohne Flugleiter, Von-Schlechtendal-Weg 5, 33102 Paderborn. eMail: guido.frey@posteo.de
Start frei zur Karriere als Fluglotsin oder Fluglotse. Austro Control sucht laufend Bewerber/-innen für diesen verantwortungsvollen Job. Bewerbungen sind jederzeit möglich. Fluglotsinnen und Fluglotsen sind verantwortlich für die Sicherheit im österreichischen Luftraum. Sie geben Flugroute und Flughöhe vor, erteilen die Starterlaubnis, geben die Freigabe zur Landung und sorgen dafür, dass Flugzeuge sich nie zu nahe kommen.
Gesucht werden junge Menschen mit Matura, die gerne im Team arbeiten, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben und stressresistent sind. Voraussetzung für die Aufnahme ist das Bestehen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens mit abschließendem Assessment-Center und ein positiver fliegerärztlicher Medical-Check. Die Ausbildung dauert rund drei Jahre und findet im Austro Control-Ausbildungs-Zentrum in Wien statt. Austro Control nimmt bis zu 40 Trainees pro Jahr auf. Bewerbungen sind hier jederzeit möglich.
Verschiedene Interessenvertretern der Luftfahrtindustrie haben sich schriftlich an die Luftfahrt-Vertreter im US-Kongress gewendet, um verstärkte Investitionen in das Budget für die Modernisierung der Flugsicherung der FAA zu erhalten. Darin wird die wirtschaftliche Bedeutung der Branche hervorgehoben, da die Luftfahrt mehr als fünf Prozent des US-BIP ausmacht. Es wird gefordert, mehr für den Erhalt und die Modernisierung des Flugsicherungssystems der FAA zu tun.
„Wir bitten die Bewilligungsbehörden, mit der FAA und allen Interessengruppen zusammenzuarbeiten, um das System durch zielgerichtete und vorhersehbare Mittel zu unterstützen, die in erster Linie aus dem AATF (Airport & Airway Trust Fund) stammen, um sicherzustellen, dass die FAA über einen Plan verfügt, um die nötigen Ressourcen für ein sicheres und effizientes Wachstum zu nutzen“, heißt es in dem Schreiben.
Die Zukunft der Flugsicherung hat früher zu Meinungsverschiedenheiten geführt, da einige Teile der Branche die Privatisierung des US-Systems forderten. Das aktuelle Schreiben ist ein Bekenntnis dazu, dass die FAA die Einrichtung der Wahl ist, um das nationale System zu beaufsichtigen. Die Interessenvertreter lobten die bereits geleistete Arbeit zur Bereitstellung von Finanzmitteln und zum Schutz des Luftraumsystems.
Bisher haben diverse Landesluftfahrtbehörden die Auffassung vertreten, dass Verkehrslandeplätze für jeglichen gewerblichen Verkehr (CAT) jederzeit anfliegbar sein müssten. Dementsprechend müsse auch das dazu passende Gerät und Personal für den Feuerlösch- und Rettungsdienst während der veröffentlichten Betriebszeiten vorgehalten werden. Das ist für kleine Verkehrslandeplätze eine teilweise große Bürde. Noch interessanter wird dies bei Verkehrslandeplätzen mit kurzen Bahnen, die in den letzten Jahrzehnten überhaupt keinen CAT-Verkehr gesehen haben. Hier muss also etwas für eine Verkehrsart vorgehalten werden, die an diesen Plätzen faktisch nicht stattfindet.
Hier ist glücklicherweise die Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin/Brandenburg einen großen pragmatischen Schritt gegangen:
Für einen Verkehrslandeplatz in Brandenburg mit kurzer Bahn, hat sie eine Genehmigung zum Betrieb mit technischer Grundausstattung erteilt.
Der Platz konnte nachweisen, dass es bisher keinerlei CAT-Verkehr am Platz gab und die Bahn durch ihre Kürze für die meisten im CAT-Verkehr eingesetzten Flugzeuge zu kurz ist.
Wir können der Behörde hier zum gezeigten pragmatischen Vorgehen nur gratulieren! Wir würden uns freuen, wenn sich eine solche Vorgehensweise auch bundesweit durchsetzen würde. Wenn jemand mehr Informationen über die Vorgehensweise etc. benötigt (z. B. um eine ähnliche Regelung für den eigenen Verkehrslandeplatz zu erreichen), möge sich gerne melden unter Tel. +49 178 4044 332. Wir stellen gerne den Kontakt zum Platzhalter her. Quelle: Guido Frey, Von-Schlechtendal-Weg 5, 33102 Paderborn, eMail: guido.frey@posteo.de. Bild: Flugplatz Meschede-Schüren.
Nach dem Ende der Corona-Pandemie herrscht im deutschen Luftraum wieder mehr Betrieb. Die Deutsche Flugsicherung etwa hat 2023 mehr Flugbewegungen überwacht als im Jahr zuvor.
Im deutschen Luftraum sind im vergangenen Jahr häufiger Flugzeuge unterwegs gewesen als im Jahr 2022. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) kontrollierte rund 2,8 Millionen Flugbewegungen. Das teilte die DFS der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auf Anfrage hin mit. Das entspricht im Vergleich zu 2022 einer Zunahme von etwa 7,7 Prozent.
Mehr Flugbewegungen gab es zuletzt 2019: Damals wurden etwa 3,3 Millionen Bewegungen überwacht. Mit der Corona-Pandemie fielen die Zahlen stark: 2020 wurden etwa 1,5 Millionen Bewegungen kontrolliert, 2021 waren es rund 1,6 Millionen.
Die DFS mit Hauptsitz im hessischen Langen bei Frankfurt ist zuständig für die Sicherheit im deutschen Luftraum. Das bundeseigene Unternehmen beaufsichtigt in den Zentralen alle Flugzeuge, die nach den sogenannten Instrumentenflugregeln fliegen. Der Sprecherin zufolge ist das der Fall, wenn Piloten sich allein an den Instrumenten orientieren und beispielsweise nicht an Autobahnkreuzen, die sie von oben sehen. Quelle: ‚Welt / DFS, Deutsche Flugsicherung‚.
Informationen zum Job Fluglotsin/Fluglotse stehen im Mittelpunkt des Recruiting-Days am 20. April persönlich, live und vor Ort bei Austro Control. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.
Fluglotsinnen und Fluglotsen sind verantwortlich für die Sicherheit im österreichischen Luftraum. Sie geben Flugroute und Flughöhe vor, erteilen die Starterlaubnis, geben die Freigabe zur Landung und sorgen dafür, dass Flugzeuge sich nie zu nahe kommen.
Wer sich diesen herausfordernden und abwechslungsreichen Job zutraut, hat am 20. April wieder live die Möglichkeit, sich direkt bei Austro Control zu informieren. Auf dem Programm steht ein faszinierender Blick hinter die Kulissen der Flugsicherung. Gespräche über die Ausbildung und den Berufsalltag runden das Programm des Recruiting-Days ab. Alle weiteren Infos finden Sie hier bei AustroControl.
Es sind noch Plätze frei: Das Fachreferat Luftraum, Flugsicherheit und Flugbetrieb im DAeC lädt zu einem weiteren Lehrgang für Luftaufsichtspersonal ein. Das Seminar vereint gemäß NFL I 170/01 Theorie und Praxis für Verbandsmitglieder. Der Lehrgang wird vom 5. bis 7. und 12. sowie 13. April in der Bundesgeschäftsstelle in Braunschweig stattfinden. Anmeldungen sind ab sofort möglich.
Zeitraum: 5 Tage, vom 5. – 7.04. und 12. – 13.04.2024
Kosten: für Vereinsmitglieder 550,00 € zzgl. der gesetzlichen MwSt.
Für Nicht-Mitglieder betragen die Kosten 965.– zzgl. der gesetzlichen MwSt.
Teilnehmerzahl: max. 12 Teilnehmer
Vorrausetzung für die Teilnahme: Teilnehmer sollten im Besitz eines Luftfahrerscheines sein oder eine ähnliche Qualifikation aufweisen und im Besitz des BZF I oder II sein.
Für Rückfragen steht Ihnen Andreas Bucher zur Verfügung. E-Mail: a.bucher[a]web.de
Die französische DSNA (Luftverkehrs-Kontrolle) übernimmt SINAPS, ein von ONERA entwickeltes KI-Tool Bruno Sainjon, Vorstandsvorsitzender der ONERA, und Florian Guillermet, Direktor der Dienste für Luftverkehrsnavigation (DSNA) der Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGAC), haben im Dezember 2023 eine Vereinbarung zum Einsatz von „SINAPS„, einem KI-gestützten Entscheidungshilfe-Tool zur Optimierung der Luftverkehrs-Verwaltung, offiziell vorgestellt.
Was ist das SINAPS-Tool? Der Algoritmus von SINAPS wurde von ONERA-Ingenieuren entwickelt: Es handelt sich um ein innovatives Tool, basierend auf „maßgeschneiderter“ künstlicher Intelligenz, welche den operativen Kräften der DSNA eine Entscheidungshilfe für die Verwaltung der Kontrollsektor-Konfigurationen bietet. Historisch wurde SINAPS innerhalb des Zentrums für Luftverkehrsnavigation (CRNA) von Bordeaux im Rahmen von SESAR-Experimenten bewertet und steht jetzt in vier Luftverkehrs-Zentren im Versuch.
Dieses Entscheidungshilfe-Tool bietet eine Reihe von Dienstleistungen, um die Konfiguration der Kontrollsektoren en-route zu optimieren und damit die Nutzung der Kapazität und der verfügbaren Ressourcen für die Verwaltung des Luftverkehrs. Mit diesem innovativen KI-Tool werden die Leiter der regionalen Kontrollzentren über eine Reihe integrierter Dienste bis hin zur optimalen Konfiguration der taktisch einzusetzenden Sektoren verfügen. SINAPS wurde im Rahmen des europäischen SESAR-Programms und der in diesem Kontext zwischen der DSNA und der ONERA etablierten Partnerschaft entwickelt.
Eine bereichernde Partnerschaft Diese Vereinbarung umrahmt die privilegierte Partnerschaft zwischen der ONERA und der DSNA: Die Teams der DSNA arbeiten in enger Verbindung mit den Wissenschaftlern der ONERA an mehreren Themen:
den operativen Einsatz von SINAPS in der Arbeitsumgebung der Leiter der französischen Luftverkehrskontrollzentren;
eine postoperative Analyse und Überwachung durch die ONERA und die DSNA, um die Relevanz der Algorithmen und die Angemessenheit der wissenschaftlichen Methoden zu den operativen Anweisungen der Fluglotsen zu überprüfen;
gemeinsame Arbeiten zur Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses: Kenntnis der Luftverkehrsmanagementberufe durch die ONERA und erleichterter Zugang zu erstklassigen wissenschaftlichen KI-Methoden durch die DSNA. Die Vereinbarung sieht die Einrichtung eines Lenkungsausschusses vor, um die Arbeiten im Sinne des gemeinsamen Interesses beider Parteien zu steuern.
Eine historische Zusammenarbeit Als historische Partner zur Verbesserung der französischen Luftfahrt arbeiten die DSNA und die ONERA seit 2008 im Rahmen des europäischen SESAR-Programms zusammen. ONERA hat auf Anfrage der DSNA das neue KI-Tool für CRNAs entwickelt. Die Vereinbarung stellt den betroffenen operativen Akteure ein unterstützendes Tool zur Verfügung, das sich bei der Verwaltung der Kontrollsektorkonfigurationen auf wissenschaftliche Algorithmen stützt – zum Vorteil des Luftverkehrs.
Wir stehen unmittelbar vor einem großen Zwischenschritt auf dem Weg zum Fliegen ohne Flugleiter (FoF). Vor zwei Wochen trafen sich in Berlin Mitarbeiter des Bundes-Verkehrsministeriums und der Länderministerien, um – unter anderem – über das Thema FoF zu beraten. Präsentiert und diskutiert wurde offenbar eine Vorlage, die wesentliche Details zum Flugbetrieb wie An- und Abflugverfahren sowie Funksprechgruppen vorgibt, und auch zu verwaltungsrechtlichen Aspekten Stellung bezieht. Wie man uns inoffiziell mitgeteilt hat, ist diese Diskussion im Sinne des FoF sehr positiv verlaufen.Den Verbänden wurde in Aussicht gestellt, dieses Papier in den nächsten Tagen zur Kommentierung zu erhalten. Konkretes Ziel mehrerer Landesluftfahrt-Behörden ist es offensichtlich, zu Beginn der Flugsaison 2024 auch an vielen Flugplätzen FoF anbieten zu können.
Das setzt aber auch voraus, dass die Flugplatzhalter bei ihrer zuständigen Behörde ein Interesse an diesem Thema anmelden und sich mit eventuell noch bestehenden Auflagen in der aktuellen Flugplatzgenehmigung auseinandersetzen. Denn diese Auflagen müssen beseitigt werden, dazu bedarf es entweder Allgemeinverfügungen der Behörde (wie in Hessen vorbildlich geschehen), oder die Flugplatzhalter müssen im jeweiligen Einzelfall Änderungen der Genehmigungen beantragen. Die Herausforderungen sollten sich bei vorhandenem Wohlwollen auf beiden Seiten aber in Grenzen halten.
Wir halten Sie selbstverständlich – auch aktuell über unsere Website – über den Fortschritt informiert. Sehr hilfreich für Flugplatzbetreiber ist die Initiative von Guido Frey aus Paderborn, der in seinem inzwischen achten Newsletter zum Thema Fliegen ohne Flugleiter wichtige Fragen aus der Praxis aufgreift:
Erste erteilte Genehmigungen
Vorbereitung Genehmigungsänderung
Tanken und Abrechnung ohne Flugleiter
Flugassistenzsystem
Wer Kontakt aufnehmen und den Newsletter beziehen will: Interessengemeinschaft Fliegen ohne Flugleiter, Guido Frey, Telefon: +49 178-4 04 43 32, E-Mail: Guido.Frey@posteo.de. Selbstverständlich steht Ihnen für Rückfragen auch die AOPA-Geschäftsstelle mit den bekannten Kontaktdaten zur Verfügung.
Die französische Version von OLC und WeGlide, netcoupe, entwickelt ein neues Meldesystem zur Beurteilung des Umgangs zwischen Segelflugpiloten und Flugsicherung. Es heisst „REXEA“. Damit sollen Segelflugpiloten die Qualität ihrer Beziehung zur Flugsicherung während ihres Fluges bewerten. Zusammen mit dem Hochladen der Flüge können die NetCoupe-Nutzer/-innen eine Bewertung des Services abgeben, der ihnen von der Flugsicherung geboten wurde. Sie helfen damit der Luftraumkommission der FFVP, den Zugang von Segelflugzeugen zu regulierten Lufträumen zu verteidigen.
NetCoupe-Teilnehmer/-innen, die dies wünschen, können bei der Registrierung ihres Fluges oder im Nachhinein (über ihr Pilotenkonto, indem sie den Flug auswählen) einen REXEA senden: Das Sammeln Ihres Feedbacks ist ein freiwilliger Schritt, und keine der in diesem Formular ausgefüllten Informationen wird auf dem NetCoupe-Server gespeichert, sondern direkt per E-Mail an die Verantwortlichen der FFVP-Kommission für Luftraumplanung weitergeleitet.
Was geschieht mit den Nachrichten, nachdem sie eingereicht wurden? Sie werden von der FFVP gelesen und analysiert, die dadurch ein zuverlässiges Bild der Situation erhält. Die krassesten und häufigsten Fälle, in denen der Zugang zum Luftraum verweigert wird, dienen dazu, Schritte bei den „Quality of Service“-Einheiten der DGAC einzuleiten (natürlich unter Wahrung der Anonymität). Quelle: ‚NetCoupe‚.
Drohnenfliegen in Österreich wird noch sicherer und einfacher. Austro Control hat gemeinsam mit Frequentis ein Verkehrsmanagement-System zur sicheren Integration von Drohnen in den österreichischen Luftraum entwickelt.
Drohnen erleben seit Jahren einen regelrechten Boom. Um das Drohnenfliegen in Österreich noch sicherer und einfacher zu machen, hat Austro Control gemeinsam mit Frequentis ein Verkehrsmanagement-System für Drohnen entwickelt, das jetzt an den Start geht. Mit Austro Control Dronespace werden Drohnen in den österreichischen Luftraum integriert.
Das Fliegen mit Drohnen wird einfacher, weil direkt in der APP Flugpläne abgegeben und Flugfreigaben eingeholt bzw. erteilt werden können.
Das Fliegen wird sicherer, weil für die Flugsicherung aber auch für Drohnenpilotinnen und -piloten sichtbar wird, wo gerade andere Drohnen unterwegs sind.
Drohnenfliegen wird einfacher, weil Austro Control Dronespace zur Anlaufstelle für alle behördlichen und operativen Prozesse wird: von der Registrierung als Drohnen-Betreiberin oder -Betreiber bis hin zur Verwaltung der eigenen Drohnen in der APP.
Drohnenfliegen wird sicherer, weil mit der Funktion „Quick-Check“ für Drohnenpilotinnen und -piloten immer sofort ersichtlich ist, wo geflogen werden darf und wo nicht.
Austro Control Dronespace ermöglicht künftig digitale Drohnen-Flugplanung und Flug-Freigaben in Echtzeit. Drohnenpilotinnen und -piloten erhalten ein umfassendes Lagebild über andere Flüge in der Umgebung sowie alle luftfahrtrechtlich relevanten Informationen über Geozonen und Luftraumbeschränkungen. Durch mehr Transparenz bei geplanten Drohnenflügen und den automatisierten Freigabeprozess, der bisher telefonisch durch den Tower erfolgte, bringt das neue System auch wesentliche Erleichterungen für die Fluglotsinnen und Fluglotsen von Austro Control. Das neue System wurde im Vorfeld intensiv mit Drohnen-Betreiberinnen und -Betreibern getestet und das konstruktive Feedback im Entwicklungsprozess mit einbezogen. Nach einer erfolgreichen Testphase ist die Austro Control Dronespace APP startklar.
Wichtig ist, dass Drohnenpilotinnen und -piloten die Austro Control Dronespace-APP künftig für all ihre Drohnenflüge nützen und immer einen Flugplan aufgeben. Damit sind ihre Drohnenflüge auch für andere Drohnenpilotinnen und -piloten und auch für die Flugsicherung immer sichtbar und sie sind somit sicherer unterwegs. Quelle: ‚AustroControl‚.
Ab 28. Dezember 2023 verschwindet das Rufzeichen „FLUGPLATZ“ in Österreich, ab diesem Zeitpunkt werden Bodenfunkstellen auf unkontrollierten Flugplätzen das Rufzeichen RADIO erhalten. So wird zum Beispiel aus „Vöslau Flugplatz“ (oder auf Englisch „Vöslau Aerodrome“) ab dem 28.12.2023 „Vöslau Radio“, wobei des Rufzeichen RADIO in Englisch und Deutsch (im Gegensatz zu Flugplatz bzw. Aerodrome) gleich ist (siehe auch AIC-Sprechfunkverfahren ab 28.12.2023).
Es handelt sich dabei um Vorgaben der Europäischen Union, um die Luftfahrt in Europa weiter zu harmonisieren und so unkompliziertes grenzüberschreitendes fliegen zu erleichtern. Pilotinnen und Piloten aus dem benachbarten Ausland wie Deutschland kennen diese Änderung bereits.
RADIO = unkontrollierter Flugplatz Flugbetrieb an einem unkontrollierten Flugplatz – das ist zu beachten!
Durch die Umstellung der Rufzeichen ändert sich für Pilotinnen und Piloten wenig. Bitte beachten Sie aber für den Flugbetrieb an unkontrollierten Flugplätzen weiterhin folgende Punkte:
Auf unkontrollierten Flugplätzen in Österreich wird kein Flugverkehrskontrolldienst oder Fluginformationsdienst erbracht. Beide Services dürfen ausschließlich durch Flugverkehrsdienststellen erbracht werden – erkennbar an Rufzeichen wie TOWER, RADAR, usw.). Zusätzlich erbringt auch WIEN INFORMATION Fluginformationsdienst gemäß den gesetzlichen Vorgaben.
Hinter der Bodenfunkstelle RADIO auf unkontrollierten Flugplätzen in Österreich verbirgt sich der Flugplatzhalter bzw. Flugplatzbetriebsleiter, der für die reibungslose Abwicklung des Flugplatzbetriebes verantwortlich ist, das kann auch, sofern genehmigt (AIP) auch betriebsleiterloses Fliegen bedeuten.
Flugplatzbetriebsleiter erteilen keine Informationen, Hinweise oder Freigaben in Bezug auf den Flugverlauf, jedoch Informationen, ob der Flugplatz verwendet werden kann (PPR) sowie die Bedingungen und Aktivitäten am Flugplatz (z.B. Betriebsrichtung, Segelflugbetrieb u.ä.) Diese Informationen sind vergleichbar mit dem Signalfeld. Es ist daher die Aufgabe des/der verantwortlichen Piloten/Pilotin diese abzufragen und den Flugverlauf so zu gestalten, dass dieser sicher ist und alle rechtlichen Vorgaben (SERA.3225/AIP) eingehalten werden. Flugplatzfluginformationsdienst (AFIS) gibt es in Österreich derzeit nicht.
See and Avoid – Die Beobachtung des Flugplatzverkehrs, um Zusammenstöße zu vermeiden ist wesentlich. Einfügung in den Verkehrsfluss (Einflug in die Platzrunde) Rausschauen!
Verfahren – Der Pilot / die Pilotin müssen mit den lokalen verlautbarten Verfahren (Platzrunden, Meldepunkte, Hindernisse, …) vertraut sein und diese einhalten. Er/Sie kann erwarten, dass sich die anderen Pilotinnen und Piloten auch daran halten.
Kommunikation ist sicherheitsrelevant – Pflichtmeldepunkte beachten – Standort und Höhe melden – ggf. vor Einflug in die Platzrunde diese Absicht melden – andere Luftfahrzeuge wahrnehmen. Sind keine Meldepunkte vorhanden, so sollte der Gegenanflug, der Queranflug und der Endanflug inklusive der Absichten des Piloten (z.B.: Tiefanflug, Aufsetzen und Durchstarten) gemeldet werden.
Kollisionsvermeidung – Neben dem Sprechfunkverkehr und dem Beobachten des Flugplatzverkehrs zur Vermeidung von Kollisionen (SERA.3201 und SERA.3205) ist es ebenso wichtig, dass Pilotinnen und Piloten sich mit den Ausweichregeln (SERA.3210) vertraut machen und stets die vorgeschriebenen Lichter (SERA.3215) einschalten. Die Nutzung von Kollisionswarngeräten (z.B.: TIS, TCAS, FLARM, usw.) wird empfohlen. Dabei ist wichtig, immer einen funktionierenden Transponder einzuschalten. Gemäß SERA.13001 müssen motorgetriebene Luftfahrzeuge ihren Transponder immer betreiben, unabhängig von Luftraumklassen oder Bereichen mit Transponderpflicht (TMZ).
Meldeverpflichtung – Kommt es trotzdem zu einer gefährlichen Annäherung, so ist der Pilot / die Pilotin verpflichtet, diese zu melden (Details siehe AIP ENR 1.14). Diese Meldung dient ausschließlich dazu, um zu prüfen, ob Verbesserungen an bestehenden Verfahren erforderlich sind. Quelle: ‚Austrocontrol‚.
Fluglotsinnen und Fluglotsen sind verantwortlich für die Sicherheit im österreichischen Luftraum. Sie geben Flugroute und Flughöhe vor, erteilen die Starterlaubnis oder geben die Freigabe zur Landung. Sie sorgen insbesondere dafür, dass Flugzeuge einander nie zu nahe kommen.
Online Recruiting-Day: Einfach und unkompliziert aus ganz Österreich teilnehmen. Alle, die sich für den Job Fluglotsin oder Fluglotse interessieren, erhalten beim Austro Control Online Recruiting-Day unkompliziert und aus erster Hand alle Informationen. Im Rahmen der virtuellen Veranstaltung ermöglichen Fluglotsinnen und Fluglotsen von Austro Control einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Flugsicherung.
Was macht der Tower, wofür ist Approach zuständig und wie werden Überflüge sicher durch den österreichischen Luftraum geführt? Diese und alle weiteren Fragen rund um Auswahlverfahren, Ausbildung und Job werden beim Online Recruiting-Day von Austro Control Expertinnen und Experten beantwortet.
Datum: Mittwoch, 9. August Zeit: 17.00 bis 19.00 Uhr Anmeldung ab Ende Juli möglich
Für den Job sollte man ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, Stressresistenz und Teamfähigkeit mitbringen. Voraussetzung für die Aufnahme ist das Bestehen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens mit abschließendem Assessment-Center und ein positiver fliegerärztlicher Medical-Check. Die Ausbildung dauert rund drei Jahre und findet im Austro Control Ausbildungszentrum in Wien statt. Bewerbungen sind jederzeit möglich.
Flugverkehrsleitende von Skyguide sind fürstlich bezahlt, haben eine 35-Stunden-Woche und gehen mit 60 in Rente. Dennoch geht der Nachwuchs aus – es droht ein Personalmangel mit direkten Folgen für den Flugverkehr. «Swiss 65, Tower, Grüezi, number two.» Pascal Büsser kommuniziert via Funk mit den Piloten einer Swiss-Maschine, die sich im Landeanflug befindet. Der 31-Jährige ist Flugverkehrsleiter im Tower am Flughafen Zürich. Zu viert oder zu fünft dirigieren er und seine Kolleginnen und Kollegen die Starts und Landungen aller Flugzeuge – über 600 pro Tag.
Seit zehn Jahren ist Büsser Flugverkehrsleiter bei Skyguide. Oben im Kontrollturm zu sitzen – für ihn ein Traumjob: «Als 13-Jähriger durfte ich einen Kollegen begleiten, der als Lotse arbeitete. Da hat es mir den Ärmel reingezogen.» Dieses Gefühl verspüre er auch heute noch, wenn er eine Schicht antrete. «Wir sind dafür mitverantwortlich, dass die Flieger sicher starten und landen und zig Passagiere sicher fliegen können. Das ist toll», schwärmt er. Doch es gibt zu wenig Flugverkehrsleitende – trotz Durchschnitts-Salär von 190’000 Franken, 35-Stunden-Woche, bis zu sieben Wochen Ferien und Pensionierung mit 60 Jahren. Ab 2025 fehlen Skyguide in Zürich und Genf rund 25 Lotsinnen und Lotsen.
Kann dieses Loch nicht gestopft werden, hat das direkte Auswirkungen auf den Flugverkehr, weiss Thomas Muhl, Leiter Kontrollturm und Landeanflug in Zürich: «Wenn wir zu wenig Nachwuchs ausbilden können, müssen wir gewisse Sektoren schliessen. Dadurch sinkt die Kapazität. Das heisst, wir könnten in der gleichen Zeit nicht mehr gleich viele Flugzeuge abfertigen.»
Nur rund 80 Prozent der Ausbildungsplätze werden besetzt Skyguide konnte 2022 nur 39 der 50 Ausbildungsplätze besetzen. Auch für dieses Jahr sind noch 15 Plätze offen. Die Gründe für den fehlenden Nachwuchs seien vielfältig, sagt Christian Lareida, Leiter der Skyguide-Academy. Möglicherweise spielten die Pandemie eine Rolle, der geringe Bekanntheitsgrad des Berufs und der Wandel der Bedürfnisse der Generation Z. «Und wir spüren, dass die grosse Verantwortung, die der Beruf verlangt, viele abschreckt, sich nur schon für die Ausbildung zu bewerben.»
Larissa Grubenmann hat die dreijährige Ausbildung zur Flugverkehrsleiterin begonnen. Jeden Tag trainiert sie in der Skyguide-Academy in Wangen bei Dübendorf. Dabei sitzt sie in einem nachgebauten Tower. Ein 360-Grad-Screen zeigt den Flugverkehr auf einem fiktiven Flughafen. Statt mit echten Pilotinnen und Piloten funkt die angehende Flugverkehrsleiterin mit Mitstudierenden, die diese Rolle übernehmen. «Man muss jeden Tag im Simulator alles geben. Bis zum letzten Tag weiss man nicht, ob man diesen Job nachher ausüben darf», sagt die 28-Jährige. Die grosse Verantwortung, die der Job mit sich bringt, sei ständig präsent. «Aber man wird schrittweise herangeführt, wir trainieren jede erdenkliche Situation. Das gibt Sicherheit», erklärt die angehende Lotsin. Ein Fehler kann im schlimmsten Fall Hunderte Menschenleben kosten. Flugverkehrsleiter Pascal Büsser ist sich dessen bewusst, «aber diese Gedanken stehen nicht permanent im Vordergrund, sonst wäre der Job nicht machbar», sagt er.
Ein Einsatz am Funk dauert zwei Stunden. Danach gibt es 20 bis 40 Minuten Pause. Die attraktiven Arbeitszeiten und der hohe Lohn seien der Verantwortung angepasst, findet Büsser. Doch die Arbeitsbedingungen seien kein Grund, dass er diesen Job gerne ausübe. «Das ist meiner Begeisterung für die Aviatik geschuldet.» Sagt’s und funkt: «Swiss 65, wind 280 degrees, 7 knots, runway 14, cleared to land.» Quelle: ‚SRF‚.
Der frischen Fassade des Kontrollturms auf dem Flugplatz dürfte nichts mehr im Wege stehen. Der Kulturausschuss bewilligte am Gründonnerstag den Zuschuss für die Sanierung in Höhe von 7.000 Euro. Das Vorhaben und der Aero-Club hatten im Ausschuss viel Rückenwind bekommen. Aber es gab auch eine Gegenstimme und Kritik an dem stellenweise maroden Zaun.
Andreas Wolf von der AfD lehnte die Finanzspritze ab. Es sei bekannt, dass die Flugzeuge nicht billig seien, sagte er. Und wenn sich die Mitglieder das leisten können, dann kann der Club auch die Sanierung des Turms bezahlen, lautete das Argument sinngemäß weiter. Außerdem verlangte Andreas Wolf, dass der Aero-Club erst mal den Zaun in Ordnung bringt. Der Jägerzaun ist in der Tat an vielen Stellen zusammengefallen oder umgeknickt. Auch Grit Fischer, BfZ, sprach dieses Thema an.
Gerd Drechsler (CDU) wies darauf hin, dass der Aero-Club gut 50 Prozent der Fassadensanierung selbst bezahlt. Fraktionskollege Christian Siegel hob die wertvolle Jugendarbeit des Clubs hervor. Ute Brückner, Die Linke, erinnerte an die Arbeitseinsätze der Clubmitglieder. „Das ist unser Turm“, sagte Jens Juraschka. Eigentümer des Flugplatzes sei die Stadt. Der Aero-Club bewirtschafte als Pächter städtisches Gelände, so der SPD-Mann.
Zum Zaun sagte der Chef des Sportstättenbetriebs Mike Franke, dass es „priorisierte Stellen“ gebe, dass die Kosten für die Erneuerung ermittelt werden und dann die Ausgaben womöglich im Wirtschaftsplan 2024 berücksichtigt werden. Der Zeitplan für den Turm ist unterdessen klar: Im Mai soll das Gebäude eingerüstet und die Fassade auf Vordermann gebracht werden. Quelle: ‚Radio Zwickau / Gert Friedrich‚.
Nach zwei Jahren Pandemie können wir Sie endlich wieder persönlich informieren. Der Season Opener 2023 findet am 15. April live in Wien statt und wird online gestreamt. Pünktlich zum Start der Flug-Saison dreht sich am 15. April wieder alles rund um das Thema Sicherheit in der Luftfahrt. Nach zwei Jahren Pandemie freuen wir uns, Sie wieder persönlich zu treffen und Sie in unserem neuen Austro Tower in der Schnirchgasse 17, 1030 Wien willkommen heißen zu dürfen. Für all jene, die nicht vorort sein können, wird der Season Opener live gestreamt. Informieren Sie sich aus erster Hand über die neusten Entwicklungen in der Flugsicherung, der Meteorologie und im behördlichen Bereich (mit den Schwerpunkten Lizenzierung und Flugmedizin).
Programm-Schwerpunkte Season Opener 2023:
Lizensierung Im Bereich Lizensierung stehen heuer die Human Factors von der Ausbildung bis zum Pilotenalltag im Mittelpunkt. Einen Schwerpunkt bildet das Thema Fit-to-Fly und das Fliegen ab 60: Wie steht es um mögliche Einschränkungen in der Wahrnehmung und wie gestaltet sich die Entscheidungsfindung im Cockpit.
General Aviation In unserem General Aviation Block fokussieren wir uns diesemal auf das sichere Fliegen im Flugplatzbereich unkontrollierter Flugplätze. Von aktuellen Entwicklungen entsprechender VFR-Verfahren über das Thema Unfallvermeidung bis hin zu Gefahrenstellen und der Wichtgkeit von Positionsmeldungen. Dazu widmen wir uns umweltfreundlichen alternativen Antriebsformen und befassen uns mit Assistenzsysteme wie FLARM.
Safety and Oversight Im Bereich Safety and Oversight steht heuer das Thema Meldewesen und Aviation Reporting im Vordergrund. Wir stellen das neue europäische Meldetool vor, beantworten die Frage, was mit der Meldung im Hintergrund passiert und fokussieren uns auf Themen wie Meldekultur, Just Culture und die Wichtigkeit von Meldungen.
EASA Ein Vertreter der EASA wird vor Ort über die aktuellen Entwicklungen auf europäischer Ebene insbesondere übe die General Aviation Roadmap berichten. Über den aktuellen Stand bezüglich AVGAS Ersatz und U-Space wird ebenfalls informiert.
Flugberatung/MET/ Briefing Im Flugberatung/MET/ Briefing Block stellen wir aktuellste Entwicklungen und neue digitale Produkte wie VFR Charts mit Geolocation vor.
ATC/FIS Aktuelle Neuigkeiten von ATC/FIS, also von unseren Flugsicherungsstellen und von Wien Information bilden einen weiteren wichtigen Programmpunkt. Von der ILS Änderung LOWL über Infos zu IFR Trainings LOWS bis hin zu geänderten VFR Meldepunkten LOWI.
Dazu noch viele weitere Themen und wie immer gibt es praktische Handouts wie unseren aktualiserten VFR Pilot Folder. Der Season Opener ist die ideale Plattform, um mit unseren Expertinnen und Experten zu sprechen und sich mit anderen Pilotinnen und Piloten auszutauschen. Merken Sie sich das Datum also jetzt schon vor.
Der Luftverkehr in der Schweiz hat im vergangenen Jahr stark zugenommen. Skyguide führte und überwachte im Jahr 2022 1’147’007 Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR). Damit stiegen die Gesamtzahlen gegenüber Vorjahr erneut deutlich an (+66.2 Prozent), das Verkehrsvolumen liegt aber noch immer 12.1 Prozent unter dem Wert von 2019. Die Landesflughäfen Genf (+70.2 Prozent) und Zürich (+68.0 Prozent) verzeichneten ebenfalls deutlich mehr Verkehr. Die Pünktlichkeit der Flugsicherung blieb auch 2022 auf einem sehr hohen Niveau. 97.3 Prozent (Vorjahr: 99.2 Prozent) aller von Skyguide kontrollierten Flüge wurden pünktlich abgewickelt. Skyguide hat 2022 die erfolgreiche zivil-militärische Partnerschaft weiter gestärkt und die Luftwaffe in ihrem Souveränitäts-Auftrag 24/7 unterstützt.
Nach dem pandemiebedingten Einbruch der kommerziellen Luftfahrt und der teilweisen Erholung im Vorjahr stiegen die Verkehrszahlen im Jahr 2022 wieder deutlich an. Jedoch bleibt auch die Volatilität weiterhin gross. An den beiden Landesflughäfen in Genf und Zürich ist die starke Nachfrage zum Grossteil auf den wiedereinsetzenden Ferienflugverkehr zurückzuführen. Skyguide kontrollierte durchschnittlich 3’142 Flüge pro Tag. Der Spitzentag war der 27. Juli 2022 mit 3’999 Flügen (Vorjahr: 31. Juli mit 3’301 Flügen. 2019: 28. Juni mit 4’522 Flügen). Im Jahr 2022 kontrollierte Skyguide 1’147’007 IFR-Flüge.
Flugsicherung weiterhin sehr pünktlich 2022 waren 97.3 Prozent aller von Skyguide kontrollierten Flüge pünktlich gemäss den Flugsicherungsparametern. Im Vorjahr waren es noch 99.2 Prozent. Die flugsicherungsbedingten Verspätungen betrugen im Schnitt 18.3 Sekunden pro Flug (Vorjahr 3.2 Sekunden). Die Hauptgründe für den innereuropäischen Anstieg der Verspätungen liegen in der unzureichenden Leistungsfähigkeit des gesamt-europäischen Netzwerks. Neben nicht beeinflussbaren Faktoren, wie die geopolitische Lage mit Einschränkungen wegen des Kriegs in der Ukraine oder zunehmend schwierigen Wetterbedingungen mit heftigen und lang andauernden Gewittern, haben auch Engpässe bei den Fluggesellschaften, Flughäfen und Bodenabfertigungsdiensten im Sommer, als der Reiseverkehr stark zunahm, zu schwierigen Situationen geführt.
Bewährte Zusammenarbeit in geopolitisch schwieriger Periode Skyguide erbringt als privatrechtliche Flugsicherungsorganisation zivile und militärische Dienstleistungen. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage in Europa ist die bewährte und enge Zusammenarbeit der Schweizer Luftwaffe mit Skyguide von besonderer Bedeutung. So boten im vergangenen Jahr mehrere kurz aufeinander folgende Grosseinsätze wie das WEF, die 12. Ministerkonferenz der Welthandels-Organisation oder die Ukraine Recovery Conference Gelegenheit, das seit über 20 Jahren erfolgreiche Kooperationsmodell eindrücklich unter Beweis zu stellen.
Die militärischen Flugbewegungen nahmen um 1.5 Prozent auf 88’154 (gegenüber 89’491 im Jahr 2021) ab. Skyguide führte 211 Live- und Hot-Missionen sowie 2’397 taktische Einsätze (gegenüber 219 und 1’958 im Vorjahr) für die Luftwaffe durch. Skyguide erreichte 99.62 Prozent des in der Leistungsvereinbarung mit der Luftwaffe definierten Service Levels (Durchschnitt aller Luftwaffenbasen). Das “Air Defence and Direction Center” (ADDC) in Dübendorf erreichte eine Serviceleistung von 100 Prozent. Auch auf den zivilen Regionalflugplätzen erbrachte Skyguide erneut die gesamte Palette der Flugsicherungsdienste. Quelle: ‚Skyguide‚.
Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung hat am 7. Februar eine neue Bekanntmachung über die Sprechfunkverfahren veröffentlicht, die am 8. Februar in Kraft getreten ist und unter NfL 2023 -1- 2726, aber auch in der AIP veröffentlicht ist.
Die Änderung, die uns betrifft, ist ein weiterer Schritt in Richtung „SERA“, aber auch ein Schritt in Richtung „Fliegen ohne Flugleiter“. Damit werden Plätze, die keine Flugverkehrsdienste anbieten, auch kenntlich gemacht.
Flugplätze ohne Flugverkehrsdienst durch den Flugleiter an unkontrollierten Flugplätzen ohne AFIS-Anbieter nicht mehr INFO, sondern RADIO
Die Plätze mit AFIS haben weiterhin das Rufzeichen INFORMATION
Dies gilt auch für FIS-INFORMATION
Diese Rufzeichen sind ab sofort gültig, auch wenn die Sichtflugkarten noch nicht geändert sind. Insgesamt empfiehlt der Fachbereich Luftraum, Flugsicherheit und -betrieb, die „Bekanntmachung über die Sprechfunkverfahren“ zu lesen, da diese neu sortiert ist und einige Erklärungen enthält. Vielleicht gelingt es auch, die Bezeichnung „Endanflug“ (siehe 1.4.14) statt Endteil zu benutzen.
In diesem Zusammenhang ist auch die neue TMZ–Regelzu beachten – es gilt das Verfahren für alle:
„Listening Squawk“ und Hörbereitschaft auf der Radarfrequenz, wie auf der ICAO-Karte veröffentlicht
Andere Verfahren sind nicht gestattet.
Eine Nachfrage beim FIS für ein anderes Verfahren ist nicht notwendig und sollte unterbleiben. Quelle: ‚DAeC‚.
Fluglotsinnen und Fluglotsen sind verantwortlich für die Sicherheit im österreichischen Luftraum. Sie geben Flugroute und Flughöhe vor, erteilen die Starterlaubnis oder geben die Freigabe zur Landung. Sie sorgen insbesondere dafür, dass Flugzeuge einander nie zu nahe kommen.
Für den Job sollte man ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, Stressresistenz und Teamfähigkeit mitbringen. Voraussetzung für die Aufnahme ist das Bestehen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens mit abschließendem Assessment-Center und ein positiver fliegerärztlicher Medical-Check.
Die Ausbildung dauert rund drei Jahre und findet im Austro Control Ausbildungszentrum in Wien statt. Bewerbungen sind jederzeit möglich. Alle Informationen dazu gibt hier.
In der Berufsfliegerei ist kontinuierliches Lernen, Weiterbildung und Auffrischung von Lerninhalten die Basis für exzellente Sicherheit. Aber auch für Privatpiloten gilt das Sprichwort: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom – sobald man aufhört, fällt man zurück“. Darum hatte der Luftsportverein Worms zwei Vertreter der Deutschen Flugsicherung (DFS) aus Langen zu Gast, um das Thema „Sprechfunk mit dem Flug-Informations-Service (FIS)“ ausführlich zu beleuchten. Mehr als 70 Interessierte folgten dem Aufruf und lauschten dem abendfüllenden und interessanten Vortrag von Jan Hendriks und Jens Beppler.
FIS ist ein Angebot der Deutschen Flugsicherung für alle Privatpiloten, die den deutschen Luftraum nutzen. Während des Fluges ruft der verantwortliche Flugzeugführer über eine bestimmte Sprechfunkfrequenz bei „Langen Information“ an. So heißt der offizielle Rufname der FIS. Nach einer standardisierten Anmeldeprozedur ist das Flugzeug, seine genaue Bezeichnung/Typ, die Flughöhe und Position sowie die Intention des Flugs bei FIS gelistet und kann nun über Radar von dort verfolgt werden. Sehen die diensthabenden FIS-MitarbeiterInnen beispielsweise auf dem Radarschirm, dass sich die Flugwege zweier Flugzeuge sehr nahe kommen, sprechen sie die beiden Maschinen gezielt über Funk an und informieren über die mögliche Gefahrenlage.
Brände gesichtet – und gemeldet Auch das Unterstützen in Notfallsituationen oder Infos zu Luftraumdurchquerungen oder -beschränkungen gehören zum Repertoire der Kommunikation. Der Informationsfluss ist in beide Richtungen möglich: Beispielsweise kam es im vergangenen Sommer vielfach – auch in Worms! – zu Meldungen von Bränden, die von Wormser Privatpiloten mit Hilfe von FIS direkt an die zuständige Feuerwehr gemeldet werden konnten. Was sich kommunikativ eigentlich recht einfach anhört, funktioniert in der Praxis – speziell bei hohem Flugaufkommen – nur, wenn jeder sich an gewisse Regeln hält. Einhaltung der Funkdisziplin, d.h. nur wirklich relevante Informationen und Fragen in kurzer standardisierter Form übermitteln ist gefordert. Genau dieser standardisierten Form des Sprechens – im Fachjargon Phraseologie – war ein Großteil des Vortrags gewidmet.
Grundlagen vermittelt, Vorbehalte ausgeräumt Die beiden DFS-Mitarbeiter erklärten Grundlagen und nahmen allen Anwesenden auch Vorbehalte und Ängste, sich aktiv bei FIS anzumelden und mitzureden. Weitere Themen waren Neuigkeiten und anstehende Änderungen zum Verhalten in verschiedenen speziellen Lufträumen sowie generelle Infos zu sonstigen Aufgaben des FIS. Fazit: Die Teilnehmerzahl von über 70 Personen aus verschiedenen Luftsportvereinen im Umkreis zeigte das Interesse an der deutschen Flugsicherung und auch generell am Flugsport an sich. Sie unterstreicht auch die Bereitschaft der anwesenden Piloten und Pilotinnen, sich immer weiterzubilden und jede Ressource optimal zu nutzen, welche die Sicherheit beim Fliegen verbessern kann. Quelle: ‚Nibelungen-Kurier‚.
Skyguide gibt uns einen Überblick zur Arbeit mit ihnen. Lufträume, Freigaben, Verfahren mit dem Controller werden von ihnen vorgestellt. Zielpublikum sind aktive Pilot/-innen.
Ort: Theorieraum Flugplatz Schänis Datum: Freitag, 17. März, 18.00 bis 21.00 Uhr Du musst dich nicht anmelden.