Archiv der Kategorie: Motorflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten aus dem Motorflug.

Erste DA20i aus europäischer Fertigung

Diamond Aircraft hat die erste neu produzierte DA20i Katana aus europäischer Fertigung an die Aviation Academy Austria (AAA) übergeben. Die Auslieferung des zweisitzigen Schulflugzeugs fand am 28. November 2025 am Firmensitz des Herstellers in Wiener Neustadt statt.

Produktion als Reaktion auf hohe Nachfrage

Aufgrund einer gestiegenen Nachfrage von Flugschulen und Privatkunden hatte Diamond Aircraft die Produktion der DA20i in Europa Anfang 2025 wieder aufgenommen. Das nun an die Aviation Academy Austria ausgelieferte Flugzeug ist das erste Exemplar seit dem Neustart der Fertigungslinie. Es ist Teil einer Bestellung über zwei Maschinen, deren zweite Anfang 2026 ausgeliefert werden soll. Die aktuelle Version der DA20i ist mit einem Rotax 912 iSc3 Sport-Motor und einem Garmin G500TXi Glascockpit ausgestattet, was modernen Ausbildungsanforderungen entspricht.

Flottenerweiterung bei der Aviation Academy Austria

Die Aviation Academy Austria ist ein langjähriger Kunde von Diamond Aircraft und betreibt eine reine Diamond-Flotte. Vor der aktuellen Lieferung umfasste diese bereits sieben DA20i, vier DA40NG und zwei DA42NG-VI. Mit der Übernahme der neuen Maschine wächst die Flotte der Flugschule auf insgesamt 14 Diamond-Flugzeuge an.

Online Training für Englischprüfung Level 6

SierraMike Consulting bietet ab 13. Januar 2026 ein online-Training zur Vorbereitung der Sprachprüfung Level 6 (Englisch) an. In acht Wochen werden Sie 16 Stunden im Online-Unterricht auf die Prüfung vorbereitet; für AOPA-Mitglieder gilt der Sonderpreis von 159,- Euro zzgl. Steuern.

Mehr Informationen und ein Anmeldeformular finden Sie hier. Bitte senden Sie nach der Anmeldung eine E-Mail an office[a]sierramike-consulting.com unter Angabe Ihrer Mitgliedsnummer.

LSV Cloppenburg vor den Trümmern seiner Geschichte

In einer schicksalhaften Nacht vom 5. auf den 6. Dezember 2025 wurde der Flugplatz Varrelbusch (EDWU) bei Cloppenburg von einem verheerenden Großbrand heimgesucht. Das Feuer, das gegen 0:42 Uhr gemeldet wurde, hat einen Großteil der Infrastruktur des Luftsportvereins (LSV) Cloppenburg zerstört und einen Millionenschaden hinterlassen. Der Flugbetrieb ist bis auf Weiteres eingestellt.

Flammeninferno vernichtet Gebäude und Flugzeuge

Nach ersten Erkenntnissen brach der Brand im Towergebäude des Flugplatzes aus und griff rasch auf die angrenzende Gaststätte, das Vereinsheim, Werkstätten und Teile der Hangars über. Ein Großaufgebot der Feuerwehr mit bis zu 250 Einsatzkräften kämpfte stundenlang gegen die Flammen, die sich auf einer Fläche von rund 100 mal 25 Metern ausbreiteten. Trotz des massiven Einsatzes konnten sie die Zerstörung wesentlicher Teile des Flugplatzes nicht verhindern. Neben den Gebäuden fielen auch die Tankstelle und mindestens vier Vereinsflugzeuge dem Feuer zum Opfer: zwei Motorflugzeuge, ein Motorsegler und ein Segelflugzeug.

Der materielle Schaden ist immens. Die Polizei schätzt ihn auf rund 750.000 Euro, der Vereinsvorstand auf 1.5 bis 2.0 Mio, da die Räumlichkeiten kürzlich renoviert worden seien und eine der Maschinen einen neuen Motor erhielt.

Fakten und Details zum Grossbrand:

Datum & UhrzeitNacht vom 5. auf den 6. Dezember 2025, ca. 0:42 Uhr
OrtFlugplatz Varrelbusch (EDWU), Cloppenbur
Brand-UrsprungVermutlich im Towergebäude, genaue Ursache unklar
Zerstörte InfrastrukturTower, Vereinsheim, Gaststätte, Hangars, Tankstelle, Werkstätten
Zerstörte Flugzeuge4 (2 Motorflugzeuge,
1 Motorsegler, 1 Segelflugzeug)
Geschätzter Schaden750.000 € (Polizei) bis 2 Mio. € (Verein)
VerletzteKeine

Verein bittet um Unterstützung

Der 1954 gegründete Luftsportverein Cloppenburg steht vor der größten Herausforderung seiner Geschichte. Der Flugplatz ist bis auf Weiteres nur noch nach vorheriger Genehmigung (PPR) anfliegbar. Um den Flugbetrieb, insbesondere für die aktive Jugendabteilung, so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können, hat der Verein einen Spendenaufruf gestartet. Die Gelder sollen als Soforthilfe für die Wiederbeschaffung essentieller Ausrüstung wie einer Funkanlage und Rettungsmitteln dienen.

Der Verein zeigt sich kämpferisch und blickt trotz des Schocks nach vorne. Der große Zusammenhalt der Mitglieder, die sich unmittelbar nach dem Brand zu Aufräumarbeiten versammelten, gibt Hoffnung für den Wiederaufbau.

Spendenkonto:

  • Empfänger: Luftsportverein Cloppenburg e.V.
  • IBAN: DE03 2805 0100 0092 4338 20
  • Verwendungszweck: Brandhilfe LSV Cloppenburg

Magdeburg-Cochstedt erweitert UAS-Testgebiet

Am nationalen Erprobungszentrum für unbemannte Luftfahrzeuge in Magdeburg-Cochstedt gilt seit dem 27. November 2025 ein neues geografisches Gebiet, das den UAS-Betrieb in der offenen Kategorie deutlich erleichtert. Dort sind künftig Flüge

  • außerhalb der direkten Sichtweite (BVLOS),
  • mit UAS über 25 Kilogramm sowie
  • über 120 Meter über Grund

möglich – vorausgesetzt, Betreiber erfüllen die Vorgaben der „Erklärung des UAS-Betreibers und Risikobewertung für die Nutzung des geografischen Gebiets“.

Das Luftfahrt-Bundesamt wird damit spürbar entlastet, da Einzel-Genehmigungen in der speziellen Kategorie entfallen, ohne dass die operationelle Sicherheit sinkt.

Update vom 8. Dezember 2025: Die Landesluftfahrtbehörde Sachsen-Anhalt veröffentlichte per NfL 2025-1-3710 eine Allgemeinverfügung zum Einflug in das geografische Gebiet rund um den Flughafen. Wer die dort festgelegten Nebenbestimmungen erfüllt, benötigt keine separate Genehmigung nach § 21h Abs. 3 Nr. 2 LuftVO mehr. Quelle: dipul.de

Pipistrel mit kolumbianischen Musterzulassungen

Der Flugzeughersteller Pipistrel hat von der kolumbianischen Zivilluftfahrtbehörde (Aerocivil) die Musterzulassung für drei seiner Flugzeugmodelle erhalten.

Die Zulassung umfasst die Modelle Explorer, Velis Club sowie die Spezialvariante X-Eye, die auf dem Explorer basiert und für Luftvermessungs-Aufgaben konzipiert ist. Mit dieser Zertifizierung ist Pipistrel das erste Unternehmen, das eine Musterzulassung nach der neuen kolumbianischen Bauvorschrift für sehr leichte Flugzeuge (RAC-VLA) erhält.

Zertifizierte Modelle

Die erteilte Musterzulassung eröffnet dem slowenischen Hersteller den Zugang zum kolumbianischen Markt für Flugzeuge mit konventionellem Verbrennungsmotor. Die zertifizierten Modelle sind:

  • Pipistrel Explorer (Virus SW 121A): Dieses Modell, das bereits 2021 die EASA-Musterzulassung erhielt, ist für Tag- und Nacht-VFR-Flüge sowie für beabsichtigtes Trudeln zugelassen. Es verfügt über ein IFR-fähiges Avionik-Paket und ist aufgrund seiner Leistungs-Charakteristik für den Betrieb in unterschiedlichen Höhen und Temperaturen ausgelegt.
  • Pipistrel Velis Club: Eine Variante, die auf dem Modell Virus SW 121 basiert und primär für die Flugausbildung entwickelt wurde.
  • Pipistrel X-Eye: Eine für die X-Eye AG entwickelte Plattform für Luftvermessung und Fernerkundung. Das auf dem Explorer 121A basierende System kann für Anwendungen wie 3D-Modellierung, Pipeline-Inspektionen und Umweltanalysen eingesetzt werden.

Die Zertifizierung nach RAC-VLA-Standard bestätigt die Konformität der Pipistrel-Flugzeuge mit den lokalen Bau- und Betriebsvorschriften und ermöglicht deren Verkauf und Betrieb in Kolumbien.

Kontrolliert ins Gelände

Flugverlauf und Unfallhergang

Der 45-jährige Pilot startete mit einem Passagier zu einem VFR-Überlandflug von Bad Marienberg nach Leutkirch-Unterzeil. Während des Fluges verschlechterten sich die Wetterbedingungen zusehends. Südlich von Tübingen, im Bereich der Schwäbischen Alb, flog der Pilot unter einer immer dichter werdenden und tiefer liegenden Wolkendecke.

In dem Versuch, Sichtflugbedingungen aufrechtzuerhalten, sank der Pilot unter die Wolkenschicht und flog in ein Tal ein. Als er die aussichtslose Lage erkannte – er war im Tal von Wolken „eingekesselt“ – versuchte er eine Umkehrkurve zu fliegen. Während dieses Manövers, bei dem er versuchte, aus dem Tal wieder aufzusteigen, kollidierte der Motorsegler mit Bäumen an einem ansteigenden, bewaldeten Hang. Das Flugzeug stürzte daraufhin ab.

Ursächliche Faktoren

Der Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) zeigt eine Kette von Ereignissen auf, die zum Unfall führten:

  1. Fehleinschätzung des Wetters: Trotz einer Wettervorhersage, die eine geschlossene Wolkendecke und geringe Sichtweiten ankündigte (GAFOR-Gebiet 62), entschied sich der Pilot zur Fortsetzung des Fluges in das Gebiet.
  2. Get-there-itis / Umkehr-Druck: Der Pilot versuchte, trotz der sich verschlechternden Bedingungen, den Flug fortzusetzen, anstatt frühzeitig umzukehren oder einen Ausweichflugplatz anzusteuern.
  3. Verlust des Situationsbewusstseins: Durch das Einfliegen in das Tal unter die Wolkendecke verlor der Pilot den Überblick über das ansteigende Gelände und die genaue Position der Wolkenuntergrenze, was ihn in eine Falle lockte (CFIT – Controlled Flight Into Terrain).

Weitere Details

  • Pilot: Der Pilot besaß eine Segelfluglizenz (SPL) mit der Berechtigung für Reise-Motorsegler (TMG) und verfügte über eine Gesamtflugerfahrung von rund 323 Stunden, davon ca. 71 Stunden auf Motorseglern.
  • Flugzeug: Das Flugzeug war mit einem Kollisionswarnsystem (FLARM) ausgestattet, dessen Daten zur Rekonstruktion des Flugweges verwendet wurden.
  • Kommunikation: Es bestand kein Funkkontakt zum Fluginformationsdienst.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Unfall auf eine Kette von Entscheidungen des Piloten in Reaktion auf sich verschlechternde Wetterbedingungen zurückzuführen ist, die letztendlich zu einem kontrollierten Flug ins Gelände führten.

Datum des Unfalls23. Oktober 2024
OrtNahe Lichtenstein (Schwäbische Alb), Deutschland
LuftfahrzeugMotorsegler, Diamond HK 36 TC Super Dimona
SchadenLuftfahrzeug zerstört, Pilot und Passagier schwer verletzt

Erfolgreiche Online-Schulung für Flugplatz-Betriebsleiter

Der Österreichische Aero-Club hat eine positive Zwischenbilanz für sein neues Schulungs-Programm für Flugplatz-Betriebsleiter gezogen. Anlass war die neue Zivilluftfahrt-Betriebsleiter-Verordnung (ZFBO), die seit diesem Jahr in Kraft ist und eine Neuschulung von rund 1’800 Personen erfordert.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, entwickelte die Sektion INFRA des Aero-Clubs in Kooperation mit der Aircademy eine Online-Lernplattform. Wie der Club bei seinem jährlichen Sektionsmeeting bekannt gab, haben bereits 1’150 Personen die Schulung erfolgreich absolviert.

Wolfgang Malik, Präsident des Aero-Clubs und Leiter der Sektion INFRA, betonte, dass damit nicht nur eine akute Herausforderung gemeistert, sondern auch ein nachhaltiges und niedrigschwelliges Angebot für die Zukunft geschaffen wurde. Die flexible Online-Lösung stelle zudem eine kostengünstige und somit entlastende Variante für die Vereine dar. Der Aero-Club sieht diesen Schritt als Teil seiner Modernisierungsstrategie im Sinne seiner Mitglieder und der gesamten Sportluftfahrt.


Wer ist die «Sektion INFRA»?

Die Sektion INFRA des Aero-Clubs Österreichs ist eine Fachsektion, die sich um die Belange von Zivilflugplätzen kümmert. Sie fungiert als Informations- und Organisations-Plattform für Vereine, die einen Flugplatz betreiben.

Hauptaufgaben:

  • Unterstützung für Flugplatzbetreiber: Die Sektion arbeitet mit Landessektionsleitern und Vereinsobmännern zusammen, um Vereine bei der komplexen Aufgabe des Flugplatz-Betriebs zu unterstützen.
  • Schulungen: Ein zentrales Angebot ist die Flugplatzbetriebs- und Einsatzleitungs-Schulung (FBEL). Diese Online-Schulung mit integrierter Wissenskontrolle berechtigt die Absolventen zur Flugplatzbetriebs- und Einsatzleitung auf österreichischen Flugfeldern.

Lockheed L-1649A Super Star restauriert

Lufthansa Technik hat die Restaurierung eines Lockheed L-1649A Starliner „Super Star“ abgeschlossen. Dies ist ein bedeutender Meilenstein in der Bewahrung lebendiger Luftfahrtgeschichte. Das viermotorige Kolbenflugzeug, das Ende der 1950er Jahre die Flaggschiff-Flotte der Lufthansa anführte, wurde sorgfältig wieder zusammengebaut und in seiner ursprünglichen Lackierung aus den 1950er Jahren restauriert. Es wird im neuen Konferenz- und Besucherzentrum der Lufthansa in Frankfurt ausgestellt.

Historische Bedeutung

Die Super Star kam 1957 in den Dienst der Lufthansa als erstes Flugzeug mit der Senator Class, der exklusivsten Reiseklasse der Airline. Das Flugzeug wurde hauptsächlich auf der Route Hamburg-New York eingesetzt und bot Nonstop-Transatlantikflüge, die bis zu 17 Stunden dauern konnten. Mit vier Kolbenmotoren und dem charakteristischen Dreifachleitwerk stellte das Flugzeug eine technische Leistung dar, die das letzte Kapitel der Propellerflugzeuge auf Nordatlantik-Langstreckenrouten markierte.

Umfang und Herausforderungen der Restaurierung

Das Restaurierungsprojekt erstreckte sich über etwa zehn Jahre und umfasste die Montage zahlreicher großer Komponenten. Im Oktober 2023 trafen der Rumpf, die Tragflächen, das charakteristische Dreifachleitwerk und 292 Holzkisten mit kleineren Teilen in der Hamburger Werkstatt von Lufthansa Technik ein. Das Cockpit wurde nach authentischen Spezifikationen aus den 1950er Jahren restauriert, mit funktionsfähiger Beleuchtung und Steuerung, während Seilzüge Ruder und Klappen beweglich machen – ein Zeugnis der Ingenieurskunst dieser Ära.

Eine der Hauptherausforderungen der Restaurierung war die Nachbildung des historischen Anstrichs des Flugzeugs. Die legendären „Parabeln“, ein zentrales Element des Lufthansa-Designs der 1950er Jahre, erforderten detaillierte Dokumentation aus Unternehmensarchiven und einen spezialisierten Lackierplan, entwickelt von der Abteilung Graphics Solutions der Lufthansa Technik in Hamburg. Mankiewicz, ein Hamburger Lackhersteller, stellte etwa 500 Liter Speziallack zur Unterstützung der Lackierarbeiten zur Verfügung, die im Sommer 2025 auf dem Flughafen Münster/Osnabrück durchgeführt wurden.

Flugzeugspezifikationen

Die restaurierte Super Star misst 35,42 Meter in der Länge, ist 7,12 Meter hoch und verfügt über eine beeindruckende Spannweite von 45,18 Metern – etwa 27,5 Prozent breiter als lang. Das Flugzeug wird von vier 18-Zylinder-Sternmotoren angetrieben, jeder mit 55 Litern Hubraum. Das charakteristische Dreifachleitwerk wiegt 1,4 Tonnen und hat eine Spannweite von über 15 Metern.

Montage und Ausstellung

Nach der Lackierung wurde das Flugzeug im Juli 2025 mit Schwerlast-Transport-Fahrzeugen zum Flughafen Frankfurt gebracht. Die Montage in der neuen „Lufthansa Group HANGAR ONE“ stellte einzigartige logistische Herausforderungen dar, da der begrenzte Platz (73 Meter breit, 53 Meter tief, 17,5 Meter hoch) die Verwendung schwerer Kräne oder externer Ausrüstung ausschloss. Montage-Teams setzten zwei synchronisierte Gabelstapler ein, um Großkomponenten mit Präzision zu positionieren – ein Prozess, der sorgfältige Koordination und technisches Know-how erforderte.

Das Leitwerk, die letzte Großkomponente, wurde im November 2025 erfolgreich montiert. Das Flugzeug steht nun vollständig im Ausstellungsraum, sichtbar für die Öffentlichkeit durch die Glasfassade der Einrichtung.

Der neue Ausstellungsraum

Die Super Star wird als Hauptattraktion der „Lufthansa Group HANGAR ONE“, eines neuen Konferenz- und Besucherzentrums, das im Frühjahr 2026 eröffnet, dienen. Das Flugzeug wird neben der restaurierten Junkers Ju 52, einem weiteren historischen Lufthansa-Flugzeug, ausgestellt. Die Ausstellung fällt mit dem 100. Jubiläum der Gründung der Deutschen Luft Hansa zusammen.

Die Einrichtung verfügt über eine offene Galerie im ersten Stock, in der zahlreiche Artefakte aus der Unternehmensgeschichte der Lufthansa ausgestellt werden, viele davon zum ersten Mal öffentlich. Das Zentrum wird als Veranstaltungsort für Konferenzen, Events und Besuchererlebnisse dienen, mit Verpflegungsangeboten. Die Glasfassade ermöglicht die Sichtbarkeit beider historischen Flugzeuge von außen.

Kabine und Innenausstattung

Die Kabine des Flugzeugs spiegelt die Ästhetik der 1950er Jahre wider, ergänzt durch moderne Konservierungstechniken. Sitze, die aus einem ausgemusterten Lufthansa Airbus A340 stammen, wurden umfangreich überarbeitet und in weinrotem Leder neu bezogen. Teppiche und Vorhänge folgen historischen Mustern und schaffen eine authentische Umgebung aus dieser Epoche, während moderne Konservierungs-Standards eingehalten werden.

Bedeutung des Projekts

Die Restaurierung stellt eine Gemeinschaftsleistung dar, an der Lufthansa Technik, die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung und zahlreiche spezialisierte Auftragnehmer beteiligt waren. Das Projekt demonstriert die technischen Fähigkeiten, die erforderlich sind, um komplexe mechanische Systeme aus der Kolbenmotor-Ära zu bewahren, und spiegelt das Engagement der Airline wider, Luftfahrtgeschichte als Teil ihrer Hundertjahrfeier zu bewahren.

Die abgeschlossene Restaurierung wird Besuchern eine greifbare Verbindung zu einem bedeutenden Kapitel der Handelsluftfahrtgeschichte bieten, als Propellerflugzeuge den Höhepunkt der Langstreckenflugtechnologie und Ingenieurskunst darstellten.

BuKo Ultraleichtfliegertag tagte in Hamburg

Die Bundeskommission Ultraleichtflug (BuKo) im Deutschen Aero Club (DAeC) hat zum jährlichen Ultraleichtfliegertag nach Hamburg eingeladen.

Das zentrale Steuerungs- und Austauschforum für alle Themen rund um den Ultraleichtflug – von Ausbildung über Technik bis hin zu Sport und Interessenvertretung – diente erneut der Vernetzung und Weiterentwicklung des Ultraleichtflugs in Deutschland. Neben den Mitgliedern der BuKo nahmen auch die Vertreter der Landesverbände sowie weitere Gäste teil: Frank Einführer vom Luftsportgerätebüro, Kjell Buchholtz als Vertreter des Vorstands (Vizepräsident Jugend) und Generalsekretär Andreas Flegel standen ebenfalls für den regen Austausch zur Verfügung.

Inhalte und Beschlüsse

  • Berichte und Diskussionen: Die Referenten stellten aktuelle Entwicklungen vor, die anschließend intensiv diskutiert wurden.
  • Neuwahl des Sportreferenten: Nach langjähriger Tätigkeit übergab Michael Kania, zugleich 2. Vorsitzender der BuKo, das Sportreferat aufgrund seiner Doppelbelastung. Einstimmig wurde Bernhard Heller zu seinem Nachfolger gewählt.

Blick auf die UL-DM 2026

Bernhard Hellers erste große Aufgabe wird die Organisation der Deutschen Meisterschaft im Ultraleichtfliegen 2026 sein. Gemeinsam mit seiner Assistentin Jasmin Densborn sowie Anja Thamm vom austragenden Flugplatz wird er die Veranstaltung vorbereiten.

Termin vormerken: UL-DM 2026 vom 17. bis 23. August 2026 am Flugplatz Böhlen (EDOE). Der Ultraleichtfliegertag 2025 hat gezeigt, wie wichtig regelmäßiger Austausch und Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung des Ultraleichtflugs sind. Quelle: «DAeC».

Leichtaviatik trifft sich in Luzern

Gegen 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, spannende Referate und Networking auf allen Ebenen: die erste Konferenz der Leichtaviatik des AeCS in Luzern war ein Erfolg.

Eingeladen waren nebst dem Zentralvorstand Vertreter von Vereinen, der acht Sparten und der 35 Regionalverbände sowie diverse Gäste. Zentralpräsident Matthias Jauslin orientierte über den Stand der Struktur- und Organisationsreform des AeCS.

MD Aircraft und flyvbird/VINI kooperieren

MD Aircraft GmbH und flyvbird/VINI wollen bei der Entwicklung eines integrierten Ökosystems für elektrische Regionalmobilität kooperieren. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung eines integrierten digitalen und operativen Ökosystems für elektrische Regionalflüge in Europa. 

Im Zentrum stehen:

  • der MDA1 eViator, ein vollelektrisches, short-field-fähiges Regionalflugzeug der nächsten Generation
  • flyvAI, die KI-gestützte Plattform von flyvbird/VINI für dynamische Routenplanung, Energieoptimierung und operative Entscheidungsunterstützung

Durch die Zusammenarbeit wird die Technik in einem durchgängigen System vereint, das reale Nachfrage, Flugzeugleistung und operativen Betrieb verbindet.

flyvbird bestätigt Interesse an zehn MDA1-Flugzeugen 

flyvbird zeigt Interesse daran, den MDA1 als Schlüsselkomponente für zukünftige elektrische Regionalflüge einzusetzen und unterzeichnet eine Absichtserklärung zum Kauf von zehn Flugzeugen. Dieser Schritt stärkt die Markteinführung des MDA1 eViator und unterstreicht die Bedeutung einer deutsch-europäischen Kooperation in der nachhaltigen Luftfahrt.

MDA Aircraft integriert flyvAI und nutzt VINI als operativen Technikpartner

MD Aircraft bestätigt, dass die flyvAI-Plattform in die Evaluierung und Vorbereitung operativer MDA1-Szenarien eingebunden wird. flyvbird und VINI bauen bereits heute den Markt für Regional- und Advanced Air Mobility aktiv auf.

Luftraumverletzungen rund um Zürich

Das Jahr 2025 war geprägt von einer bedeutenden Änderung der Luftraumstruktur rund um den Flughafen Zürich. Dieses Projekt, mit dem Namen Redesign CTR/TMA Zürich, betrifft alle Nutzerinnen und Nutzer – von den Flugverkehrsleitenden bis hin zu den allgemeinen Luftraumnutzenden – und insbesondere auch die Pilotinnen und Piloten, die gewohnt in dieser Umgebung fliegen oder Flugplätze in der Nähe des Flughafens Zürich nutzen.

Die schlechte Nachricht: Die neue Struktur des Luftraums rund um den Flughafen Zürich hat zu einem deutlichen Anstieg von Luftraumverletzungen geführt. Dies war in einer ersten Phase zu erwarten. Gemeldete Vorfälle zeigen oft unpräzise Flugverläufe, ungenügende vertikale Abstände oder Gewohnheiten aus früheren Flugmustern. Die gute Nachricht: Glücklicherweise ist seit der Einführung im März 2025 kein Vorfall als schwerwiegend einzustufen. Ausserdem gibt uns die Analyse der Vorfälle wichtige Hinweise für eine Verbesserung der Situation, die Flugvorbereitung.

Aktuelle Navigationsdaten (Luftfahrtpublikationen) für Planung und Flug
Mit den neuen Luftraumänderungen sind alte ICAO-Luftfahrtkarten nicht nur nutzlos. Sie erhöhen vor allem das Risiko einer Luftraumverletzung. Es ist daher unerlässlich, auf Folgendes zu achten:

  • Verwende daher nur aktuelles Kartenmaterial (ICAO-Karte), sei es in Papierform oder digital
  • Überprüfe vor jedem Flug das Gültigkeitsdatum der Navigationsdaten
  • Bei Nutzung von elektronischen Karten achte auf eine Redundanz im Cockpit
    (z. B. ICAO-Karte zusätzlich auf Papier oder auf einem anderen elektronischen Gerät)

Alte Verhaltensmuster für neue Luftraumstruktur ändern
Gewohnheiten ändern sich schwer – besonders nach fast 20 Jahren stabiler Luftraumstrukturen. Doch rund um den Flughafen Zürich wurden mehrere Bereiche neu klassifiziert: ehemalige Gebiete mit E-Klassifizierung sind heute teilweise C-Luftraum mit tieferen Untergrenzen. Obwohl veröffentlicht, werden diese Änderungen bei vertrauten VFR-Flügen leicht übersehen. Daher ist es entscheidend, sich mit den neuen Höhen und Sektorgrenzen genau vertraut zu machen. Um Fehler zu vermeiden:

  • Neue vertikale und laterale Grenzen vor dem Flug auf der ICAO-Karte überprüfen
  • Änderungen mit Hilfe von map.geo.admin.ch oder Google Earth visualisieren
  • Neu Orientierungspunkte / Sichtreferenzen für die Navigation definieren (Autobahn, Gebäude, Fluss etc.)
  • Ganz empfehlenswert: Angewöhungs-/Refresherflug mit ortskundigem Fluglehrer/-in buchen

Fazit
Eine gründliche Vorbereitung auf die neuen Luftraumstrukturen rund um Zürich – und volle Aufmerksamkeit bei allen vertikalen und lateralen Übergängen – ist entscheidend. Dazu gehören auch gute Geländekenntnisse. Grundregeln, die immer gelten:

  • Nur mit aktuellen Schweizer Luftfahrtpublikationen fliegen
  • Nicht auf alte Navigationspunkte verlassen
  • An- und Abflüge nahe kontrollierter Lufträume sorgfältig planen
  • Vertikale und laterale Sicherheitsmargen einbauen
  • Erforderliche Frequenzen und Funkkontakte vorab festlegen
  • Freigaben in CTR- oder TMA-Bereichen frühzeitig einholen
  • Flüge an Luftraumgrenzen meiden (GPS und Tablets können Positionsabweichungen haben und das Risiko einer Verletzung erhöhen).

Quelle: „staysafe.aero“

Forschungs- / Überwachungs-Flugzeuge bestellt

Der Flugzeughersteller Diamond Aircraft kann mehrere Geschäfts-Abschlüsse melden, die sowohl die Pilotenausbildung als auch den Bereich Spezialflugzeuge betreffen. Die Bestellungen umfassen Lieferungen von Mehrzweck-Plattformen für Forschung und staatliche Überwachungsaufgaben sowie eine Bestellung für den Schulungsmarkt.

DA62 MPP für Forschung und Überwachung

Die zweimotorige DA62 MPP (Multi-Purpose Platform) stand im Mittelpunkt zweier wichtiger Auslieferungen, die die Vielseitigkeit der Plattform unterstreichen.

Forschungsplattform für die TU Dresden

Die Technische Universität Dresden hat eine DA62 MPP als Forschungsflugzeug erhalten. Das Flugzeug wird von den Instituten für Leichtbau und Kunststofftechnik sowie für Luft- und Raumfahrttechnik als fliegendes Labor eingesetzt. Hauptziel ist die Erprobung und Validierung neuartiger, fossilfreier Antriebssysteme unter realen Flugbedingungen. Ein zentrales Projekt sieht vor, eines der beiden konventionellen Triebwerke durch ein wasserstoffbasiertes System zu ersetzen. Die DA62 MPP wurde aufgrund ihrer modernen Verbundwerkstoff-Zelle, der zweimotorigen Auslegung und Effizienz als geeignete Trägerplattform ausgewählt.

Überwachungsflugzeuge für Griechenland

An das griechische Ministerium für Klimakrise und Katastrophenschutz wurden drei DA62 MPP übergeben. Die Flugzeuge sind für Überwachungs- und Katastrophenschutz-Einsätze konzipiert, darunter die Koordination bei der Brandbekämpfung, Such- und Rettungseinsätze (SAR) sowie die Echtzeit-Lageerfassung. Der Vertrag umfasste ein Gesamtpaket aus Flugzeugen, Bodenstationen, Schulung und technischer Unterstützung.

Die Ausrüstung der Flugzeuge ist auf diese Aufgaben spezialisiert:

KomponenteBeschreibung
KamerasystemTrakka TC-375 (EO/IR) für Tag- und Nachteinsätze
LokalisierungSmith Myers ARTEMIS zur Ortung von Mobiltelefonen
MissionssystemCarteNav AIMS-ISR zur Missionsverwaltung
DatenlinksLOS/BLOS sowie 4G/5G zur Echtzeit-Datenübertragung
FunkSeefunk (VHF) für maritime Operationen

Ausbau bei der Pilotenausbildung

Die Intercontinental Aviation Enterprise (IAE), die Flugschulen in den VAE, Zypern, Griechenland und Portugal betreibt, hat eine Absichtserklärung über den Kauf von zehn Schulungsflugzeugen unterzeichnet. Die Bestellung umfasst acht Einmotorige vom Typ DA40 NG und zwei Zweimotorige vom Typ DA42-VI. Die Flugzeuge sollen die Flotte der Intercontinental Aviation Academies (IAA) modernisieren und erweitern.

Die Auslieferung einer ersten Tranche ist für das zweite Quartal 2026 geplant. Die Flugzeuge werden für den Betrieb unter A6- (VAE) und EASA-Registrierungen konfiguriert, um einen flexiblen Einsatz an den verschiedenen Standorten zu ermöglichen.

Luftfahrt-Kundenforum des DWD

Das Luftfahrt-Kundenforum 2025 fand am 13. November 2025 in der Zentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach statt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand die Rolle der Meteorologie bei der Modernisierung des Air Traffic Managements.

Durch das Programm führte Dr. Christoph Leifeld, Leiter des Referats Kundenservice Luftfahrt. Er stellte den Flugwetterdienst des DWD vor, präsentierte aktuelle Entwicklungen und laufende Projekte und gab einen umfassenden Überblick über das Leistungsspektrum des Bereichs. Auch Ausführungen zu den Leistungen und Kosten des Flugwetterdienstes waren Bestandteil seines Beitrags.

Wie bereits in den Vorjahren prägten auch in diesem Jahr Fachvorträge das Forum. Sie boten den Teilnehmenden vertiefte Einblicke in verschiedene Arbeitsfelder, Projekte und Dienstleistungen im Bereich der Luftfahrt. In diesem Jahr bereicherten Herr Torsten Jacob (Deutsche Flugsicherung), Herr Prof. Dr. Hartmut Fricke (Technische Universität Dresden) und – seitens des DWD – Herr Dr. Thomas Wetter das Programm mit ihren Beiträgen.

Ein besonderes Highlight war die erstmals durchgeführte Podiumsdiskussion. Vertreterinnen und Vertreter der DFS, Eurocontrol, Vereinigung Cockpit, Lufthansa AG und Condor diskutierten gemeinsam mit Dr. Christoph Leifeld und Dirk Zinkhan (DWD) über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Branche. Moderiert wurde die Diskussion von Klaus Sturm.

Während der erweiterten Mittagspause bot sich den Teilnehmenden in entspannter Atmosphäre die Gelegenheit zu intensiven fachlichen Gesprächen. Mitarbeitende des Flugwetterdienstes präsentierten an vier Themenständen wichtige Entwicklungen, Produkte und Leistungen und standen für weiterführende Gespräche zur Verfügung.

Schweiz übernimmt EU-Erlasse

Der Gemischte Ausschuss des bilateralen Luftverkehrsabkommens Schweiz-EU hat am 26. November 2025 die Übernahme mehrerer EU-Erlasse durch die Schweiz beschlossen. Sie sollen in der europäischen Zivilluftfahrt ein hohes und einheitliches Sicherheitsniveau aufrecht erhalten. Der (Schweizer) Bundesrat hatte die Übernahme der neuen Bestimmungen am 12. November 2025 genehmigt. Die neuen Bestimmungen betreffend Bodenabfertigung, das Flugverkehrsmanagement und Flugsicherheit treten am 1. Februar 2026 in Kraft.

Ziviles Flugsicherungs-System der Schweiz als Teil des europäischen Luftraums

Im Flugverkehrs-Managements übernimmt die Schweiz die Verordnung zum einheitlichen europäischen Luftraum (SES, Single European Sky). Die Schweiz ist seit 2006 Teil des SES. Wichtigste Pfeiler des SES sind das gemeinsame Leistungs- und Gebührensystem sowie die Modernisierung von Infrastruktur und Systemen der Flugsicherung. Die Übernahme dieser Verordnung gewährleistet die ununterbrochene Teilnahme der Schweiz am SES.

Sie erlaubt der Schweiz sowie den EU-Mitgliedstaaten, dass ihre Flugsicherungs-Erbringer künftig gewisse Dienstleistungen auf dem gesamteuropäischen Markt anbieten oder einkaufen können. Der Entscheid hierzu obliegt dem Staat des jeweiligen Flugsicherungsanbieters. Das Monopol der für die Flugsicherung in der Schweiz verantwortlichen Skyguide auf zentralen Dienstleistungen, wie beispielsweise die Erbringung von Streckenflügen sowie den An- und Abflügen und andere unerlässliche Dienste, bleibt bestehen.

Neben diesen Bestimmungen beschloss der Gemischte Ausschuss die Übernahme weiterer EU-Rechtsakte in das Luftverkehrsabkommen. Diese betreffen etwa die Wettbewerbsregeln bei Fusionen oder die Anerkennung von in Drittländern ausgestellten Lizenzen für Fluglotsinnen und –lotsen.

EU-Bestimmungen für die Schweizer Luftfahrt
Seit 2002 verbindet die Schweiz und die EU ein bilaterales Luftverkehrsabkommen: Das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Luftverkehr. Neue, von der EU-Kommission verabschiedete Erlasse werden vom zuständigen gemischten Ausschuss Schweiz-EU regelmässig in den Anhang des Luftverkehrsabkommens übernommen. Für die Schweiz unterzeichnet Christian Hegner, Direktor des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL), den Beschluss des Gemischten Luftverkehrsausschusses, nachdem der Bundesrat vorgängig die Übernahme der Bestimmungen genehmigt hat.

Ende einer Legende

Textron Aviation stellt Produktion seiner ikonischen Kolbenmotor-Flugzeuge, der Beechcraft Bonanza G36 und der zweimotorigen Baron G58, ein. Die Nachricht beendet eine fast achtzigjährige Produktionsgeschichte, die Generationen von Piloten prägte.

Produktion der Bonanza und Baron gestoppt

Die Bestätigung des Produktionsstopps erfolgte Mitte November 2025, nachdem aufmerksamen Beobachtern aufgefallen war, dass die beiden Modelle von der offiziellen Website von Textron Aviation entfernt worden waren.

Eine formelle Pressemitteilung gab es seitens des Herstellers aus Wichita nicht, was den Abschied von zwei der bekanntesten Flugzeugtypen der Luftfahrtgeschichte eher leise gestaltete. Die Produktion wird nach Abarbeitung der letzten bestehenden Bestellungen endgültig eingestellt. Wie viele Flugzeuge noch ausgeliefert werden, wurde nicht bekannt gegeben.

Die Beechcraft Bonanza, die ihren Erstflug am 22. Dezember 1945 absolvierte und seit 1947 ununterbrochen in Serie gefertigt wurde, gilt als das am längsten in Serie produzierte Flugzeug der Welt. Die Baron, ihre zweimotorige Schwester, ist seit 1961 auf dem Markt.

Die genauen Produktionszahlen sind umstritten, wie folgende Tabelle zeigt:

ModellQuelle: Textron AviationQuelle: American Bonanza Society
Bonanza18.000> 26.000 (gesamte Familie)
Baron3.000 – 6.000ca. 7.000

Wirtschaftliche Realität und strategische Neuausrichtung

Die Entscheidung, die Produktion zu beenden, kommt nicht unerwartet. Die Verkaufs-Zahlen waren seit Jahren rückläufig. Laut Daten der General Aviation Manufacturers Association (GAMA) wurden im ersten Halbjahr 2025 lediglich vier Bonanzas und zwei Barons ausgeliefert, was die Modelle zu den am wenigsten verkauften zertifizierten Kolbenflugzeugen in Serienproduktion machte.

Die Gründe für den Produktionsstopp sind vielschichtig. Einerseits war die Fertigung bei solch geringen Stückzahlen kaum noch wirtschaftlich. Bereits 2024 hatte Textron einen vorläufigen Bestellstopp für die Bonanza G36 verhängt. Andererseits spiegeln die Zahlen einen tiefgreifenden Wandel im Markt der Allgemeinen Luftfahrt wider. In den letzten zwei Jahrzehnten haben Hersteller wie Cirrus und Diamond mit ihren modernen Designs aus Verbundwerkstoffen und niedrigeren Betriebskosten den Markt für Hochleistungs-Kolbenflugzeuge dominiert. Klassische Flugzeuge mit Einziehfahrwerk wie die Bonanza und Baron bedienten zuletzt nur noch eine schrumpfende Nische, trotz ihres exzellenten Rufs für solide Bauqualität und hervorragende Flug-Eigenschaften.

Textron Aviation richtet seinen strategischen Fokus nun verstärkt auf die Zukunft, insbesondere auf die neue Single-Engine-Turboprop Beechcraft Denali. Dieses Flugzeug soll nach seiner Zertifizierung die Produktpalette im einmotorigen Segment anführen und die Lücke füllen, die durch das Ende der Kolbenmotor-Ära entsteht.

Was bedeutet das für Besitzer?

Für die zehntausenden Besitzer einer Bonanza oder Baron weltweit gab Textron Aviation eine wichtige Zusicherung: Die Versorgung mit Ersatzteilen und der technische Support für die bestehende Flotte sollen weiterhin vollständig gewährleistet werden. Damit bleibt das Erbe dieser legendären Flugzeuge auch in Zukunft in der Luft.

Der Abschied von Bonanza und Baron ist mehr als nur das Ende zweier Produktions-Linien. Er symbolisiert den Wandel einer ganzen Industrie, die sich von den klassischen Metallflugzeugen der Nachkriegszeit hin zu modernen, effizienteren Konzepten bewegt. Für viele Piloten und Luftfahrt-Enthusiasten geht damit jedoch vor allem eine Ära zu Ende, die sie persönlich begleitet und inspiriert hat.

PC-7 MKX  für Belgiens Luftwaffe

Die belgische Regierung hat das hochmoderne PC-7 MKX Trainingssystem als neue Ausbildungsplattform für die belgischen Luftstreitkräfte ausgewählt. Eine Flotte von 18 PC-7 MKX sowie ein integriertes bodengestütztes Trainingssystem werden die bislang für die Grundausbildung militärischer Piloten eingesetzten Flugzeuge ersetzen. Die ersten Auslieferungen sind für 2027 geplant.

Am 27. November 2025 hat die belgische Regierung die Vergabe eines umfassenden, 20-jährigen Dienstleistungsvertrags an Pilatus genehmigt, um auf Basis des PC-7 MKX ein vollständiges Trainingsangebot bereitzustellen. 

Die Trainingslösung umfasst nicht nur die 18 Trainingsflugzeuge, sondern auch modernste bodengestützte Trainingsmittel und bildet so ein vollständig integriertes Ausbildungssystem. Pilatus stellt hochentwickelte Simulatoren, computergestützte Trainingsplattformen sowie Planungs- und Auswertungssysteme für Missionen bereit, um einen nahtlosen Trainingsablauf vom Unterrichtsraum bis ins Cockpit zu gewährleisten. 

Zusätzlich zum integrierten Trainingssystem wird Pilatus gemeinsam mit den belgischen Partnern Sabena Engineering und AG Real Estate neue sowie modernisierte Einrichtungen am Fliegerhorst Bevekom/Beauvechain errichten und den operativen Support für die nächsten 20 Jahre sicherstellen. Die belgische Industrie spielt beim Bau und der laufenden Instandhaltung dieser Anlagen eine zentrale Rolle und übernimmt darüber hinaus den umfassenden In-Service-Support für die Flugzeuge.

PC-7 MKX im Einsatz 

Die Ausbildung der ersten Flugschüler soll 2028 beginnen, sobald die Infrastruktur und die Flugsimulatoren bereitstehen und die Ausbilder auf dem neuen Pilotentrainingssystem geschult sind.

Belgien wird den PC-7 MKX für die Grundausbildung einführen und folgt damit der Royal Netherlands Air and Space Force sowie der französischen Armée de l’Air et de l’Espace, die sich Ende 2024 für das PC-7 MKX Trainingssystem entschieden haben. 

Neues Smart-Cockpit für den Pilatus PC-7 MKX 

Der Pilatus PC-7 MKX verfügt über ein modernes Cockpit, das auf der Garmin G3000 PRIME Suite basiert. Durch die Kombination von Pilatus’ langjähriger Erfahrung in der Pilotenausbildung mit der fortschrittlichen Technologie von Garmin entsteht eine besonders intuitive und zuverlässige Umgebung für die Ausbildung von Anfang an. 

Diese Zusammenarbeit markiert die erste Integration der G3000 mit individuell anpassbaren Displays und schafft eine flexible Plattform, die speziell auf die Anforderungen der militärischen Pilotenausbildung zugeschnitten ist. Damit setzt der PC-7 MKX neue Massstäbe für die Ausbildung der nächsten Generation von Militärpiloten.

Skytech Inc. wird zu Pilatus Aircraft USA

1976 gegründet, ist Skytech Inc. ein auf Flugzeugverkäufe und Service-Dienstleistungen spezialisiertes Unternehmen mit Standorten in den US-Bundesstaaten Maryland, South Carolina und Georgia. 2022 hat Pilatus das Unternehmen und die Mitarbeitenden übernommen. Per 1. Januar 2026 wird Skytech Inc. in die Pilatus Gruppe integriert und läuft künftig unter dem Namen Pilatus Aircraft USA mit Sitz in Broomfield, Colorado.

Mit der Namensänderung stärkt Pilatus die Zugehörigkeit des Unternehmens zur Gruppe und bekräftigt das Engagement für Qualität, Kundennähe und die Mitarbeitenden vor Ort. Kundinnen und Kunden können sich darauf verlassen, dass das bewährte Skytech-Team auch unter neuem Namen dieselbe Servicequalität, Fachkompetenz und persönliche Betreuung bietet – nun unter der Marke „Pilatus“. 

Verwurzelung in den USA 

Mit der Akquisition von Skytech Inc. hat Pilatus ihr Engagement im wichtigen US-Markt weiter ausgebaut. Seit 29 Jahren verfügt Pilatus zudem über eine Tochtergesellschaft in Colorado, die Endmontagearbeiten am PC-12 und PC-24 durchführt. Durch die Integration von Skytech Inc. sind weitere Investitionen in den Ausbau des Standorts sowie in neue Arbeitsplätze geplant. Pilatus sieht in den kommenden Jahren ein erhebliches Wachstumspotenzial und wird weiterhin zur wirtschaftlichen Entwicklung der Ostküste der USA beitragen. Im US-Bundesstaat Florida plant Pilatus einen weiteren Standort. Dort soll künftig die Montage von PC-12 erfolgen, die für den nord- und südamerikanischen Markt bestimmt sind. 

Ab 2026 hat Pilatus Aircraft USA den Hauptsitz in Broomfield, CO (KBJC) sowie Standorte in Westminster, MD (KDMW), Rockhill, SC (KUZA) und Atlanta, GA (KPDK) mit insgesamt 400 Angestellten.

Bürgerentscheid zur Zukunft des Offenburger Flugplatzes

Die Zukunft des Sonderlandeplatzes Offenburg (EDTO) wird am 8. März 2026 durch einen Bürgerentscheid entschieden. Die Bürger der Stadt Offenburg werden darüber abstimmen, ob das rund 25 Hektar große Areal in ein Gewerbegebiet umgewandelt werden soll. Die Fragestellung des Bürgerentscheids lautet: „Sind Sie für die Entwicklung des Sonder-Landeplatzes zu einem Gewerbegebiet auf Offenburger Gemarkung?“.

Die Positionen

Die Debatte um die Zukunft des Flugplatzes ist von gegensätzlichen Interessen geprägt. Auf der einen Seite stehen Unternehmen, die neue Flächen für ihre Expansion benötigen. Die Stadt Offenburg argumentiert mit einem Mangel an Gewerbeflächen und der Gefahr, dass ansässige Betriebe abwandern könnten.

Auf der anderen Seite kämpft die „Bürgerinitiative Pro Flugplatz Offenburg“ für den Erhalt des Flugplatzes. Sie wird von den rund 180 Mitgliedern der Fliegergruppe Offenburg sowie von Unterstützern aus der Bevölkerung getragen. Die Initiative betont die Bedeutung des Flugplatzes für die regionale Luftverkehrsstruktur, insbesondere für den Geschäftsreiseverkehr und den Luftsport. Sie argumentiert, dass der nahegelegene Flughafen Lahr für Kleinflugzeuge keine adäquate Alternative darstellt.

Argumente für den Erhalt

Die Befürworter des Flugplatzes führen eine Reihe von Argumenten für dessen Erhalt an:

  • Wirtschaftliche Bedeutung: Der Flugplatz schaffe direkte und indirekte Arbeitsplätze und sei ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaftsregion Offenburg. Flugplatz-typische Gewerbe wie Werftbetriebe, Trainingszentren und Avionik-Unternehmen könnten sich ansiedeln.
  • Infrastruktur: Der Flugplatz sei gut angebunden und ermögliche schnelle Verbindungen zu europäischen Wirtschaftszentren.
  • Ökologie: Das Flugplatzgelände wird als wichtige Grünfläche und Ausgleichsfläche betrachtet, deren Zerstörung aus Natur- und Umweltschutzgründen verhindert werden sollte. Die Bürgerinitiative schlägt alternativ die Schaffung eines „Klimaparks“ vor.
  • Naherholung: Das angrenzende Naherholungsgebiet mit dem Königswaldsee müsse erhalten bleiben.

Die Abstimmung

Abstimmungsberechtigt sind alle deutschen und EU-Bürger, die am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in Offenburg haben. Das Ergebnis des Bürgerentscheids ist für die Stadt Offenburg bindend.

Startsteigflug endet tragisch

Am Sonntagnachmittag des 27. März 2022 herrschten über dem Flugplatz Konstanz eigentlich ideale Sichtflugbedingungen. Für ein zweisitziges Leichtflugzeug der American Aviation AA-1B endete der Flug jedoch kurz nach dem Start dramatisch: Die Maschine verlor an Höhe, kollidierte mit Bäumen und prallte auf den Boden. Pilot und Fluggast wurden schwer verletzt, das Flugzeug zerstört.

Unfallstelle – Quelle: Polizei, Bearbeitung BFU

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) übernahm die Ermittlungen. Jetzt liegt der Abschlussbericht vor – er zeigt, wie eine Kombination aus Erfahrungslücken, Flugvorbereitungsmängeln und ungünstigen Rahmenbedingungen zu dem Unfall führte.

Der 44-jährige Pilot verfügte über eine Privatpilotenlizenz und insgesamt 246 Flugstunden. Seine Erfahrung mit der AA-1B, die er erst im Juni 2021 erworben hatte, war jedoch begrenzt: Bis zum Unfall hatte er rund 43 Stunden auf diesem Flugzeug-Muster gesammelt. Laut BFU war das Flugzeug beim Start auf der 760 Meter langen Graspiste zunächst nur „zögerlich abgehoben“ und erreichte keine stabile Steiggeschwindigkeit. Ein Zeuge beschrieb, dass die Maschine „nur schwer an Höhe gewann“ und im Steigflug leicht die Richtung änderte, bevor sie über die rechte Tragfläche kippte. Ein Leistungsverlust des Triebwerks wurde ausgeschlossen.

Flugweg- und Geschwindigkeitsdaten – Quelle BFU

Laut Bericht hätte der Pilot den Start noch abbrechen können. Mehrere Faktoren trugen letztlich zum Unfall bei: Überschreitung der maximal zulässigen Abflugmasse, unzureichende Kenntnisse der Flugeigenschaften in Grenzflugzuständen, mangelhafte Flugvorbereitung, Hindernisse im Abflugsektor und das Versäumnis, den Start rechtzeitig abzubrechen.

Dank des schnellen Eingreifens des Flugleiters und der Rettungskräfte überlebten die Insassen den Absturz trotz schwerer Verletzungen. Die BFU betont, dass die Kollision mit Bäumen und die Endlage des Wracks in einer Geländesenke die Überlebenschancen entscheidend erhöhten.

Der Unfallbericht macht deutlich: Auch bei scheinbar harmlosen Starts können ungenügende Vorbereitung und begrenzte Erfahrung schnell zu kritischen Situationen führen – eine mahnende Erinnerung an die Bedeutung von Trainingsstand, Startabbruch-Disziplin und sorgfältiger Flugplanung.

-> Vollständiger Untersuchungsbericht der BFU

Ausflug zur Flugwerft Schleißheim

Am Sonntag, 10. August nutzten Hans Günther und Marc (SG Siemens München) das ideale Flugwetter für einen Ausflug mit der KYSI zur Flugwerft Schleißheim (EDNX). Anlass war ein Aktionswochenende zum 80. Jahrestag der Übernahme des Flugplatzes durch die US Army.

Vor Ort bot sich ein vielfältiges Programm: Zwei UH-72 Lakota der US Army standen zur geführten Besichtigung bereit, die Bundespolizei präsentierte an beiden Tagen einen Super Puma, dazu kamen historische Militärfahrzeuge sowie eine Bo105 der Heeresflieger. Für das leibliche Wohl sorgten Biergarten und Grill – für die Crew selbstverständlich alkoholfrei.

Der Hinflug führte, betreut durch Langen ATC, via Rosenheim über München, entlang des Deutschen Museums und des Englischen Gartens nach Oberschleißheim. Von dort ging es über die große Platzrunde zum Endanflug aus Osten. Praktisch: Die Flugwerft verfügt über einen eigenen Taxiway zur historischen Halle, die Landegebühren können bequem online bezahlt werden.

Nach einer ausführlichen Erkundung der Ausstellung, der Helikopter und einer kurzen Stärkung startete die KYSI am Nachmittag wieder Richtung Heimat. Die Rückroute führte über Bad Tölz zu den Alpen, weiter entlang von Tegernsee und Schliersee, vorbei an Wendelstein und Kampenwand zurück zum Platz.

Ein Bad in der Tiroler Achen und die spätere Motorradfahrt nach München – begleitet von einem Abendessen im Biergarten der Brauerei Aying – rundeten diesen gelungenen Sommerausflug ab.

Zum Schluss ein Dank an das gesamte Betreuungsteam der KYSI: Ihre Arbeit macht solche Flüge erst möglich.

USD 10’000 Prämie

Mitarbeiter/-innen, die während des US-Government-Shutdowns für die Sicherheit des US-Luftraums sorgten, sollen einen Bonus erhalten.

Gemäss US-Verkehrsminister Sean P. Duffy und dem Administrator der Federal Aviation Administration (FAA), Bryan Bedford, sollen 776 Fluglotsen und Techniker eine Prämie in Höhe von USD 10’000 für ihre Arbeit zur Gewährleistung der Sicherheit des Luftraums während des 44-tägigen Regierungsstillstands erhalten. Die Prämie wird an bis 9. Dezember Mitarbeiter ausgezahlt, die während des Shutdowns regelmässig und ohne Aussicht auf Bezahlung zur Arbeit erschienen.

Änderungen im Luftfahrtgesetz

Der (Schweizer) Bundesrat hat am 12. November 2025 die Botschaft zur Teilrevision des Luftfahrtgesetzes (LFG) zuhanden des Parlaments verabschiedet. Die Revision setzt mehrere parlamentarische Motionen um. Diese betreffen die strafrechlichen Zuständigkeiten des Bundes im Luftverkehr, die Altergrenze für Helikopterpilotinnen und -piloten sowie das Beschaffungswesen für Flughäfen. Zudem enthält das Gesetz Bestimmungen, um die Betriebszeiten der Flughäfen Genf und Zürich zu verankern und die Redlichkeitskultur (Just Culture) auszuweiten.

Die Umsetzung mehrerer parlamentarischer Vorstösse erfordert Anpassungen im Luftfahrtgesetz (LFG). Die Motion Candinas sieht vor, die strafrechtliche Zuständigkeit bei Flugunfällen und schweren Vorfällen der Bundesanwaltschaft zu übertragen. Dadurch wird das Fachwissen gebündelt und die Verfahren können effizienter geführt werden. Zwei identische Motionen der Verkehrs- und Fernmeldekommission des Nationalrats (KVF-N) und von Ständerat Ettlin verlangen die Schaffung einer nationalen Berufspilotenlizenz. Dadurch soll es für gewerbsmässig tätige Helikopterpilotinnen und -piloten möglich sein, bis zum 65. Altersjahr zu fliegen. Zudem fordert eine Motion der KVF-N, den Sektorenmarkt der Flughäfen von der öffentlichen Ausschreibungspflicht auszunehmen. So wird der besonderen volkswirtschaftlichen Bedeutung dieser Infrastrukturen Rechnung getragen.

In den letzten Jahren haben sich die nationalen und internationalen Rahmenbedingungen in der Zivilaviatik verändert; zudem strebt der Bund eine Verbesserung in der Aufsicht und im Vollzug an. Die Gesetzesrevision umfasst deshalb 22 weitere Themen, bei denen Anpassungen notwendig sind. Dazu gehören:

  • Besitzstandsschutz für Landesflughäfen: Die Flughäfen Zürich und Genf sollen nicht nur als Gesamtanlagen, sondern auch in ihrem betrieblichen Umfang explizit gesetzlich geschützt bleiben. Damit wird weiterhin sichergestellt, dass zentrale Eckwerte wie die Betriebszeiten auch in umweltrechtlichen Verfahren grundsätzlich erhalten bleiben.
  • Redlichkeitskultur («Just Culture»): Über das Luftverkehrsabkommen Schweiz–EU hat die Schweiz die Verordnung zur Meldung, Analyse und Weiterverfolgung von Ereignissen in der Zivilluftfahrt übernommen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) nutzt diese Meldungen, um die Sicherheit stetig zu verbessern. Das Prinzip der «Just Culture» stellt sicher, dass Personen, die sicherheitsrelevante Ereignisse melden, keine Nachteile erleiden. Diese Grundsätze sollen im LFG verankert werden.
    -> Webseite der JustCulture Plattform.
  • Ausnahmen vom Öffentlichkeitsgesetz (BGÖ): Beim BAZL wird bei Zugangsgesuchen häufig Einsicht in Audit- und Inspektionsberichte sowie in Meldungen von Pilotinnen und Piloten zu sicherheitsrelevanten Ereignissen verlangt. Künftig soll – wie bereits im Eisenbahngesetz enthalten – gesetzlich festgelegt sein, dass sensible Informationen in diesen Dokumenten geschützt sind und nicht dem Öffentlichkeitsgesetz unterliegen. Gleiches soll auch für Dokumente der Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) gelten. Andernfalls besteht das Risiko, dass Meldungen unvollständig erfolgen, was die Sicherheit beeinträchtigen könnte.
  • Flugsicherung: Bisher durfte Skyguide nur beschränkt Flugsicherungsdienstleistungen an ausländische Anbieter übertragen. Mit der fortschreitenden Digitalisierung und der europaweit angestrebten Liberalisierung von Flugsicherungsdienstleistungen («Single European Sky») werden grenzüberschreitende Projekte wichtiger. Deshalb soll die Möglichkeit zur Übertragung solcher Dienstleistungen im LFG erweitert werden.
  • Personen-Zuverlässigkeitsüberprüfungen («Background Checks»): Diese sind ein wichtiges Instrument, um die Zivilluftfahrt vor Sicherheitsrisiken durch sogenannte Insider zu schützen. Mit der Anpassung des Luftfahrtgesetzes setzt die Schweiz neue EU-Vorgaben um und verbessert die Abläufe. Künftig werden mehr Personengruppen überprüft, neu auch im Bereich der Cybersicherheit. Zudem sind die Zuständigkeiten und Verfahren für Behörden und Industrie klarer geregelt und die Informationsgrundlagen festgelegt.
  • Kontrollen beim Bodenpersonal: Flugplatzleiterinnen und -leiter sollen neu bei Anzeichen von Angetrunkenheit Kontrollen des Bodenpersonals durch die Polizei anordnen können.
  • Konfiszierte Gegenstände: Messer, Scheren, Regenschirme – neu soll eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden, um Fundsachen und konfiszierte Gegenstände an Flughäfen zu verwerten.
  • Biometrische Passagierdaten: Um Abläufe zu vereinfachen, sollen Flughäfen und Fluggesellschaften neu biometrische Passagierdaten (Gesichtserkennung) unter Wahrung des Daten- und Persönlichkeitsschutzes verwenden dürfen. Foto: Freepik, @vwalakte.

EASA-Bericht über nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF)

Fortschritte und Herausforderungen

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat den ersten jährlichen technischen Bericht zu ReFuelEU Aviation veröffentlicht. Dieser Bericht analysiert die Bereitstellung, den Erwerb und die Nutzung von nachhaltigen Flugkraftstoffen (SAF) in der Europäischen Union (EU).

Im Jahr 2024 betrug der Anteil von SAF am gesamten an EU-Flughäfen gelieferten Flugkraftstoff 0,6%, was 193 Kilotonnen entspricht. Dies förderte eine Reduzierung der CO₂-Emissionen um rund 714 Kilotonnen. Für 2025 ist ein verbindliches Ziel von 2% SAF-Anteil am gesamten an bestimmten EU-Flughäfen gelieferten Flugkraftstoff festgelegt.

Wichtige Ergebnisse

  • Produktionskapazität: Die EU ist auf Kurs, das verbindliche SAF-Beimischungsziel von 6% im Jahr 2030 zu erreichen.
  • Synthetische Kraftstoffe: Im Jahr 2024 waren keine synthetischen Kraftstoffe im Kraftstoffmix enthalten, was auf den frühen Entwicklungsstand dieser Technologie in der EU hinweist.
  • Preis: Der Durchschnittspreis für SAF lag 2024 bei 2.085 €/Tonne, verglichen mit 734 €/Tonne für konventionelles Kerosin.
  • Marktkonzentration: 25 Kraftstofflieferanten versorgten 33 EU-Flughäfen in zwölf Mitgliedstaaten mit AF. 99% der Lieferungen entfielen jedoch auf Flughäfen in nur fünf Mitgliedstaaten (Frankreich, Niederlande, Spanien, Schweden und Deutschland).
  • Rohstoffe: Fast der gesamte SAF war Biokraftstoff, der hauptsächlich aus Altspeiseöl (81%) und tierischen Abfallfetten (17%) hergestellt wurde. 69% der Rohstoffe stammten von außerhalb der EU, wobei China (38%) und Malaysia (12%) die Hauptlieferanten waren. Finnland war mit 10% der größte EU-Beiträger.

Hintergrund

Die ReFuelEU-Luftfahrtverordnung (Verordnung (EU) 2023/2405) verpflichtet die EASA zur Veröffentlichung eines jährlichen technischen Berichts. Ab 2025 werden die für diesen Bericht gelieferten Daten zur Bewertung der Einhaltung der Verpflichtung herangezogen, mindestens 2% des gesamten Flugkraftstoffs als SAF zu liefern.

Pipistrel-Muster erhalten kanadische Zulassung

Transport Canada hat die Musterzulassungen für die Flugzeugtypen Pipistrel Velis Electro, Explorer und Velis Club validiert. Damit können diese Modelle in Kanada registriert und betrieben werden, was insbesondere für Flugschulen von Bedeutung ist.

Die kanadische Luftfahrtbehörde Transport Canada hat die von der EASA erteilten Musterzulassungen für drei Flugzeugmodelle des Herstellers Pipistrel, der zu Textron gehört, für gültig erklärt. Die Validierung betrifft die Modelle Velis Electro, Explorer und Velis Club in ihren aktuell produzierten Versionen.

Velis Electro

Die Pipistrel Velis Electro ist ein zweisitziges, rein elektrisch angetriebenes Flugzeug, das für die Pilotenausbildung konzipiert wurde. Die Lärmemission wird vom Hersteller mit 60 Dezibel angegeben. Das Modell erhielt bereits 2020 die Musterzulassung durch die EASA, gefolgt von der britischen CAA im Jahr 2022 und einer Lufttüchtigkeitsbefreiung der FAA in der Kategorie LSA im Jahr 2024. Der Elektromotor der Velis Electro war das erste elektrische Triebwerk, das 2024 eine Validierung der Musterzulassung in Kanada erhielt. Ein Exemplar wird bereits seit 2022 durch das Waterloo Institute for Sustainable Aeronautics (WISA) in Zusammenarbeit mit dem Waterloo Wellington Flight Centre (WWFC) für Forschungszwecke eingesetzt.

Explorer

Beim Pipistrel Explorer (Virus SW 121A) handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Virus SW 121. Das Flugzeug ist für den Betrieb unter VFR-Bedingungen bei Tag und Nacht sowie für beabsichtigtes Trudeln zugelassen und wird mit einer für den IFR-Betrieb vorbereiteten Avionik ausgeliefert. Die EASA-Musterzulassung für den Explorer wurde 2021 erteilt, basierend auf der ursprünglichen Zertifizierung des Virus SW 121 aus dem Jahr 2016.

Erster PC-12 PRO für US-Kunden

Pilatus hat den ersten PC-12 PRO in den USA übergeben. Mit neuem Cockpit, erweiterten Sicherheitsfunktionen wie dem Safety Autoland und spürbar mehr Komfort setzt die jüngste Version des Erfolgs-Turboprops neue Standards in ihrer Klasse.

Nach den ersten Auslieferungen in Australien und Europa übernahmen Ravi und Pheroza Arcot ihr Flugzeug am Standort der Pilatus-Tochter in Broomfield, Colorado – dort, wo PC-12 und PC-24 für den amerikanischen Markt endmontiert werden. Die Übergabe gilt als wichtiger Meilenstein für das Modell in den USA.

Für Ravi Arcot ist die Kombination aus bewährtem PT6-Triebwerk und der neuen G3000-PRIME-Avionik entscheidend: «Diese leistungsstarke und zuverlässige Einheit hat uns überzeugt. Neben Einsätzen für wohltätige Zwecke freuen wir uns auf viele gemeinsame Familienflüge.» Die Seriennummer 3005 wird künftig im Nordosten der USA stationiert und verstärkt die wachsende amerikanische PC-12-Flotte.

Thomas Bosshard, President & CEO von Pilatus Business Aircraft Ltd, betont: «Der PC-12 PRO vereint das, was unsere Kunden erwarten: Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Vertrauen. Mit modernster Avionik und neuen Schutzfunktionen bauen wir auf der bewährten Leistungsfähigkeit dieses Flugzeugs auf.»

Mit weltweit über 2200 ausgelieferten Exemplaren und mehr als elf Millionen Flugstunden bleibt der PC-12 ein zentraler Pfeiler der Business Aviation – geschätzt für Effizienz, Vielseitigkeit und seine aussergewöhnliche Zuverlässigkeit.

Über den PC-12 PRO
Die neueste Generation des einmotorigen Bestsellers wurde im März vorgestellt. Herzstück ist das Pilatus Advanced Cockpit Environment (ACE) auf Basis des Garmin G3000 Prime mit fünf Touchscreen-Displays und integriertem Safety Autoland. In Kombination mit dem aktuellen Pratt & Whitney PT6 und dem vollautomatischen EPECS-Steuerungssystem bietet der PC-12 PRO ein Höchstmass an Effizienz und Sicherheit. Die PT6-Familie zählt über 60 000 Triebwerke im Einsatz und mehr als 400 Millionen Flugstunden – eine Referenz, zu der die PC-12-Flotte über elf Millionen Stunden beiträgt.

Nachts über den Alpen

Zehn Jahre dauerte es, bis Garrett Fisher seinen Traum verwirklichte: einen Nachtflug über die winterlichen Alpen im Licht des Vollmonds. Was als spontane Idee in Wyoming begann, entwickelte sich zu einem langjährigen Projekt voller technischer Aufrüstung, regulatorischer Hürden und logistischer Feinplanung.

Anfangs war ein Nachtflug mit seiner PA-11 ausgeschlossen – keine Beleuchtung, keine Infrastruktur, nichts davon legal. Erst Jahre später, inzwischen in Europa, erhielt das Flugzeug Navigation Lights sowie einen kleinen windgetriebenen Generator. Doch die komplexe Stromversorgung, die beheizte Ausrüstung für extreme Wintertemperaturen und die Besorgnis über die Zuverlässigkeit der Systeme machten den Weg in die Dunkelheit weiterhin unsicher. Dazu kamen die regulatorischen Fallstricke: widersprüchliche Vorgaben zwischen FAA- und EASA-Regularien, eingeschränkte Öffnungszeiten alpiner Flughäfen und bürokratische Sackgassen, die eine Nachtflugberechtigung zwar verlangten, sie aber kaum erwerbbar machten.

Erst eine seltene Kombination aus geografischen und gesetzlichen Definitionen schuf eine Nische, in der er legal fliegen und gleichzeitig die FAA-Anforderungen erfüllen konnte. In einer abgelegenen Ecke Europas absolvierte er schließlich die geforderten drei Starts und Landungen – und erhielt seine Nachtflugberechtigung per Post, als wäre nie ein Problem bestanden.

Der erste echte Nachtflug

Das Matterhorn in der späten Abenddämmerung.

Den eigentlichen Durchbruch brachte jedoch ein Winter, in dem der nächtliche Flugplan des Flughafens Sion für wenige Tage mit den Mondphasen, dem Wetter und seinem eigenen Kalender übereinstimmte. Die Bedingungen mussten stimmen: genügend Mondlicht, schneebedeckte Berge, stabile Winde – und ein Flughafen, der bereit war, überhaupt für VFR-Nacht offen zu bleiben.

Der Mont Blanc (4.810 m) im Licht des Vollmonds.

Als sich alles fügte, startete Fisher von Gstaad aus Richtung Matterhorn. Der Sonnenuntergang legte sich wie ein farbiger Schleier über die Gipfel, die Dämmerung dehnte sich über anderthalb Stunden wie ein langsam verlöschender Regenbogen. Über FL160 umrundete er Matterhorn und Dufourspitze, bevor sich vollmondhelle Alpen und die Lichter Mailands in der Ferne mischten. Nebel kroch – wie vorhergesagt – in die Täler, doch das Mondlicht gewann an Intensität und enthüllte Konturen, die bei Tag verborgen bleiben. Rund um den Mont Blanc flog er mehrere Kreise, fasziniert von einem Schauspiel, das er für unmöglich gehalten hatte.

Abstieg nach Sion.

Nach dreieinhalb Stunden setzte er in Sion zur Landung an – ohne Zwischenfälle, aber erfüllt von Eindrücken, die sich unauslöschlich einprägten.

Der zweite Flug – und der endgültige Perspektivwechsel

Wenige Tage später folgte ein weiterer Versuch, diesmal über die Jungfrau. Eine fast vollmondhelle Nacht, klare Luft – eine Seltenheit im Berner Winter. Über dem Aletschgletscher sah er den Mond im Osten aufgehen, während der Westen noch glühte. Die stärker werdende Mondbeleuchtung erzeugte scharfe Kontraste zwischen Gletschern und Felsgraten, die alle Erwartungen übertrafen. Trotz vereinzelter Fallwinde war der Flug sicher, und der Anflug nach Bern verlief routiniert.

Dämmerung auf der Jungfrau.
Die Dämmerung schwindet und der Mond wird stärker. Das Wetterhorn (3.712 m) unterhalb mit den Lichtern von Grindelwald.
Grosser Aletschgletscher. Ein bisschen windig.

Und dann?

Nach zehn Jahren Sehnsucht und zwei Nächten voller Erfüllung stellte sich eine unerwartete Ruhe ein. Die jahrzehntelange Faszination wich einer neuen Perspektive: Wenn er heute an einem winterlichen Vollmondabend aus dem Fenster blickt, denkt er mit einem Schmunzeln daran, wie absurd es sei, bei solchem Wetter in einem Spornradflugzeug unterwegs sein zu wollen. Der Traum war erreicht – und hatte seinen Zauber damit auf eine neue Weise erfüllt. Text und Bilder: Garrett Fisher

-> Vollständiger Bericht

City Airport Mannheim doch weiter gefördert

Der City Airport Mannheim erlebt bewegte Monate. Erst im Frühjahr hatte der Flughafen, einer der kleinsten in Baden-Württemberg, nach einer längeren Pause wieder Linienflüge aufgenommen. Die neu gegründete Mannheim City Air verbindet seither Mannheim mit Zielen wie Elba, Usedom und Sylt – ein wichtiges Signal für die regionale Anbindung nach der Insolvenz der Rhein-Neckar-Air.

Doch schon kurz darauf geriet der Flughafen erneut unter Druck: Die ursprünglich vom Bund angekündigten Kürzungen der Fördermittel für die Flugsicherung hätten die Betriebskosten massiv in die Höhe getrieben. Für kleinere Regionalflughäfen wie Mannheim wären die zusätzlichen Gebühren kaum zu stemmen gewesen – das Aus für den City Airport schien greifbar.

Nun folgt die Kehrtwende. Wie Mitte November bestätigt wurde, stellt der Bund die Förderung der Flugsicherungsleistungen auch für das Jahr 2026 sicher. Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori sprach von einem „echten Erfolg“ für den Standort. Auch Flughafen-Geschäftsführer Dirk Eggert betont die Bedeutung der Entscheidung: Die Unterstützung sei ein wesentlicher Beitrag zur Aufrechterhaltung eines sicheren und wirtschaftlich tragfähigen Betriebs.

Damit kann der City Airport Mannheim vorerst aufatmen. Der Linienflugverkehr bleibt gesichert – und der Flughafen gewinnt wieder ein Stück Zukunftsperspektive.

FAI-Generalkonferenz 2025

Die 119. Generalkonferenz der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) fand vom 22. bis 24. Oktober 2025 in Vantaa, Finnland, statt. Gastgeber der Veranstaltung mit über 140 Teilnehmer/-innen aus 45 FAI-Mitgliedsverbänden und 12 Kommissionen war der Finnische Luftsportverband (Finnish Aeronautical Association).

Neues Konferenzformat und FAI-Forum

Ein Merkmal der diesjährigen Konferenz war die Einführung eines neuen Formats, das neben den plenaren Sitzungen ein interaktives FAI-Forum umfasste. Unter dem Motto „Working Better Together“ sollte der Dialog und die Zusammenarbeit innerhalb der FAI-Gemeinschaft gefördert werden. Das Forum bot Workshops, Keynotes und Diskussions-Runden zu Themen wie Sicherheit, Innovation, Luftraum und die Rolle von Frauen im Luftsport.

Ergebnisse und Entscheidungen

Die Konferenz traf folgende Entscheidungen für die Zukunft des Luftsports:

BeschlussDetail
Internationaler Tag des LuftsportsEs wurde beschlossen, den 14. Oktober
jährlich als „Internationalen Tag des Luftsports“ zu feiern.
AthletenkomiteeDie Gründung eines offiziellen Athleten-Komitees wurde beschlossen, um die Vertretung der Sportler innerhalb der FAI zu stärken.
Budget 2026Das Budget für das Jahr 2026 wurde genehmigt.

Zudem wurde dem Luftsportverband Pakistans eine temporäre Mitgliedschaft für 2026 gewährt. Im Rahmen der Eröffnungszeremonie wurden außerdem drei Personen als „Companions of Honour“ für ihre Verdienste um den Luftsport geehrt: Jia Bing (China), Joy Roa (Philippinen) und Sandy Pimenoff (Finnland).

Ausblick

Die 120. FAI-Generalkonferenz wird vom 14. bis 16. Oktober 2026 in Lausanne, Schweiz, stattfinden. Die Bewerbungsphase für die Ausrichtung der Konferenz im Jahr 2027 ist eröffnet.

Ein Dutzend Katanas für die AELO Swiss Academy

Die AELO Swiss Academy mit Sitz in Locarno hat einen Kaufvertrag mit Diamond Aircraft über zwölf Flugzeuge des Typs DA20i Katana unterzeichnet. Die Vereinbarung beinhaltet eine Option für sechs weitere DA20i, die 2027 ausgeliefert werden sollen.

Die Flugzeuge werden die bestehende Trainingsflotte der AELO erweitern, die bereits die Diamond-Modelle DA40 und DA42 umfasst. Die Bestellung erfolgt kurz nach der Wiederaufnahme der DA20-Produktion in Europa durch Diamond Aircraft. Die in Wiener Neustadt, Österreich, gefertigte DA20i Katana ist mit einem Rotax 912 iSc3 Sport-Motor und einem Garmin G500TXi Glascockpit ausgestattet.