Schlagwort-Archive: Luftraum

Flugwetter, -Karten, Webcams & Cie.

Wissen Sie, dass auf flieger.news für die Flugvorbereitung ein umfangreiches Informations-Angebot kostenlos für Sie bereitsteht? Sie finden hier die wichtigen Flugwetter-Informationen, Notam’s, die aktuellen DABS, METAR, TAF, kostenloses Kartenmaterial zum Download und eine grosse Zahl von Panorama-Webcams.

Genf/WTO: beschränkte Luftraumnutzung

Die Nutzung des Luftraums in der Region Genf wird von Sonntag 12. Juni 2022 ab 14 Uhr bis Mittwoch 15. Juni 2022 um 24 Uhr Lokalzeit, eingeschränkt. Der kommerzielle Flugbetrieb vom und zum internationalen Flughafen Genf ist davon nicht betroffen. Da es sich um ein Treffen mit hochrangigen internationalen Vertreterinnen und Vertretern handelt, ist diese Massnahme zur Gewährleistung der Sicherheit der Konferenz notwendig, zumal die Schweiz verpflichtet ist, den Schutz von völkerrechtlich geschützten Personen sicherzustellen. Die Luftwaffe wird den Luftpolizeidienst und eine verstärkte Luftraumüberwachung gewährleisten. Quelle: ‘BAZL‘.

Flugverbot bei G7-Gipfel

Vom 25. bis 28. Juni ist im Grenzgebiet Bayern/Tirol ein grosszügiges Flugverbotsgebiet zum Schutz der G7-Gipfel-Besucher/innen eingerichtet. Hier finden Sie die Details zum österreichischen Teil und hier zum bayerischen Teil.

Flugverbotszone beim G-7-Gipfel

Über Tausende Quadratkilometer wird für den G7-Gipfel der Luftraum über Bayern eingeschränkt. Private Sportflugzeuge, Drachen, Gleitschirmflieger und Drohnen müssen am Boden blieben. Bayern bekommt während des G-7-Gipfels auf Schloss Elmau über weite Gebiete Flugverbote für bestimmte Flieger. Auf Sicht fliegende Sportflugzeuge, aber auch Drachen- und Gleitschirmflieger sowie Drohnen müssen während der Ankunft und der Abreise der Staats- und Regierungschefs über viele Stunden von Ingolstadt an der Donau bis zur italienischen Staatsgrenze am Boden bleiben.

Linienflugzeuge, die nach Instrumenten fliegen, sind den Angaben zufolge nicht betroffen. Das Flugbeschränkungsgebiet habe zeitweilig eine Nord-Süd-Ausdehnung von mehr als 200 Kilometern, teilte der G-7-Planungsstab der Polizei mit. Die Ost-West-Ausdehnung erstrecke sich zeitweise über mehr als 100 Kilometer von Füssen bis an den Tegernsee.

Die Staats- und Regierungschefs der G-7-Staaten kommen unter Leitung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vom 26. bis 28. Juni zusammen. Bereits 2015 fand der G-7-Gipfel in dem Luxushotel Schloss Elmau statt, auch damals galten Flugverbote. Ein Verstoß gegen die Flugbeschränkungen sei eine Straftat nach dem Luftverkehrsgesetz, hieß es weiter.

Ausgenommen seien Flüge des Rettungsdienstes, der Polizei, der Bundeswehr sowie Flüge ausländischer G-7-Delegationen. In einem Radius von 56 Kilometern um Elmau gilt das Flugverbot für die auf Sicht fliegenden Flugzeuge und Sportflieger nicht nur bei der Ankunft und Abreise der Gäste, sondern an allen drei Gipfeltagen. Drohnen und ferngesteuerte Flugmodelle dürfen in dieser Zeit in einem Radius von rund 19 Kilometern um Elmau nicht fliegen und um den Flugplatz Pömetsried bei Ohlstadt in einem Radius von rund sechs Kilometern. Quelle: ‘Süddeutsche Zeitung‘. Karte: ‘DFS‘.

“Dädalus22” – Österreich sicherte seinen Luftraum

20 Luftfahrzeuge sicherten während des Weltwirtschaftsforums in Davos den Luftraum über Österreich. Von 22. bis einschließlich 26. Mai 2022 sicherten die Luftstreitkräfte des Bundesheeres anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos (Schweiz) verstärkt den österreichischen Luftraum. Dazu wurde ein Flugbeschränkungsgebiet über Teile Vorarlbergs und Tirols errichtet. Mehr als 1.000 Soldatinnen und Soldaten sowie 20 Luftfahrzeuge, zehn Flächenflugzeuge und zehn Hubschrauber, sorgten für die Sicherheit der Veranstaltung und schützten die örtliche Bevölkerung vor Gefahren aus der Luft.

„Damit Großveranstaltungen überhaupt stattfinden können ist es notwendig, für die Sicherheit der Veranstaltungsteilnehmer aber auch der örtlichen Bevölkerung zu sorgen. Dies sowohl am Boden, als auch in der Luft. Mit der Luftraum-Sicherungsoperation ‚Dädalus22‘ beweisen die österreichischen Luftstreitkräfte, in Zusammenarbeit mit ihren Schweizer Kameraden, die hohe Kompetenz bei der Durchführung dieses grenzüberschreitenden Einsatzes“, heißt es aus dem Verteidigungsministerium.

Flüge über die Staatsgrenze werden laufend zwischen Österreich und der Schweiz im Rahmen der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit intensiviert. Möglich sind diese Verfolgungsflüge durch die gegenseitige Erteilung von Einfluggenehmigungen. Seit 1. Februar 2019 ist das Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Schweizerischen Eidgenossenschaft bezüglich der Zusammenarbeit im Bereich der grenzüberschreitenden Sicherung des Luftraums gegen nichtmilitärische Bedrohungen aus der Luft vollinhaltlich in Kraft.

„Cross-Border-Operations ” stellen bei grenznahen Luftraumverletzungen gegenseitig die lückenlose Beobachtung und Begleitung von Luftfahrzeugen sicher, welche sich nicht an internationale Luftfahrtrichtlinien halten. Damit kann eine Beobachtung von Luftfahrzeugen, aber vor allem die frühzeitige Übergabe zwischen den Luftwaffen zweier Staaten sichergestellt werden. Ein Waffengebrauch im benachbarten Luftraum ist jedoch nicht erlaubt. Eine ähnliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Polizei gibt es am Boden bereits seit Jahren. Sie ermöglicht Verfolgungshandlungen auf das benachbarte Staatsgebiet auszudehnen. Auf Grund der Grenznähe von Davos, erging seitens der Schweiz das Ersuchen, die Überwachung des österreichischen Luftraums im betroffenen Gebiet zu verstärken. Quelle: ‘austrianwings‘.

G7-Treffen: ED-R Schloss Elmau geschlossen

Anlässlich des G7-Treffens 2022 hat das BMVI vorübergehend vom 26.6. bis 28.6. in der FIR München ein Gebiet mit Flugbeschränkungen, die „ED-R Schloss Elmau“ eingerichtet. Quelle: ‘DAeC‘.

WEF, Weltwirtschaftsforum 2022

In Davos findet in der Zeit vom 22. Mai bis zum 26. Mai 2022 das Weltwirtschaftsforum (WEF) statt. Um die Sicherheit zu garantieren, sind auf Antrag der Bündner Regierung verschiedene Sicherheitsmassnahmen ergriffen worden. Unter anderem ist am 20. Mai sowie in der Zeit vom 22. Mai bis 26. Mai die freie Benützung des Luftraums und der Flugplätze in der Region Davos eingeschränkt.

In einem Radius von 25 nautischen Meilen (rund 47 Kilometer) um das Zentrum von Davos wird der Flugverkehr über schweizerischem Hoheitsgebiet eingeschränkt. Ähnliche Beschränkungen gelten für grenznahe Gebiete in Österreich und Italien. An- und Abflüge zu den Flugplätzen innerhalb der Sicherheitszone unterliegen besonderen Regeln und Verfahren, welche die Luftwaffe in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt erarbeitet hat.

Für die innerhalb der R-Area gelegenen Plätze Bad Ragaz, Balzers und Samedan gelten spezielle Regeln und Verfahren für den Flugbetrieb. Alle Flüge zu und von diesen Flugplätzen bedürfen einer vorherigen Bewilligung durch die Luftwaffe. Die detaillierten Informationen sind den offiziellen Publikationen (VFR Manual SUP, NOTAM, DABS, zu entnehmen. Quelle: ‘BAZL‘.

Neue ICAO-Karte Österreich online

Hier finden Sie kostenlos die aktuelle 2022er-ICAO-Karte von AustroControl im Massstab 1:500’000 ebenswo wie die meisten zentraleuropäischen Karten zum Download und Benutzen z.B. auf einem grossen Tablet.

Flugzeug verletzt Luftraum um Kernkraftwerk Paks

Ein österreichisches Motorflugzeug flog in die verbotene Drei-Kilometer-Zone des ungarischen Kernkraftwerks Paks in Zentralungarn, sagte der Kommunikationsdirektor des Kraftwerks. Gripen des ungarischen Militärs wurden alarmiert. Das Flugzeug wurde von den ungarischen Kampfflugzeugen nach Szeged eskortiert. Die Gripen waren gegen 17 Uhr alarmiert worden, nachdem der österreichische Pilot es versäumt hatte, sich bei der Einreise mit der ungarischen Flugsicherung in Verbindung zu setzen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Quelle: ‘Ungarn heute‘.

LX Navigation: SW-Update auf OS 5.2.1

LX Navigation lanciert für sein Moving-Map-System “Zeus 7.0” einen Firmware-Update mit der Bezeichnung 5.2.1. Download des neuen Operating-Systems. Download der neuen Luftraum- und Airport-Dateien für 2022.

Schweizer Luftraum-Dateien 2022

Die Schweizer Luftraumdateien für das Jahr 2022 können hier herunterladen werden. Leider das cub-File lässt sich nicht auf die Webseite aufladen, aber es ist per Email erhältlich unter: secretary [a] sfvs-fsvv.ch. Quelle: ‘SFVS

AeCS Luftraum-Seminar 2022

Der Aero-Club der Schweiz (AeCS) führt am 04. April 2022 ein Luftraum/Safety-Seminar durch. Ziel ist es, Luftraumbenützer und Interessierte aus erster Hand über aktuelle Themen zu informieren. Quelle: ‘AeCS‘.

Schneealpe bekommt Drohnen-Testgebiet

Das Innovationslabor „AIRlabs Austria“ forscht an der friedlichen Nutzung von Drohnen. Um auch im Freien Testflüge durchführen zu können, soll auf der steirischen Seite der Schneealpe bald ein geschütztes Testgebiet entstehen. Konkret geht es um unbemannte Flugdrohnen, die etwa bei Katastropheneinsätzen helfen sollen oder auch Medikamente in entlegene Gebiete bringen können. Im letzten Jahr erforschte „AIRlabs Austria“, das seinen Sitz an der FH Joanneum in Graz hat, wie man Drohnen allwettertauglich machen kann: Die Testflüge dafür fanden vor allem in Innenräumen statt, denn bis jetzt gibt es noch kein Testfluggebiet.

Geschützte Testumgebung kurz vor Genehmigung
Nun soll es jedoch auf der steirischen Seite der Schneealpe bald soweit sein, denn das Genehmigungsverfahren ist fast abgeschlossen – es fehle nur noch eine wichtige Unterschrift, so die Geschäftsführerin der AIRlabs GmbH, Roswitha Wiedenhofer: „Wir wissen, dass es im Kabinett der Ministerin zur Genehmigung liegt – unser erstes Testgebiet auf der Schneealpe. AiRlabs ist jetzt mit der Aufbauphase quasi fertig.“

Der Flugraum über dem Testgebiet wird nur noch für Rettungshubschrauberflüge und andere Einsatzflüge genehmigt sein – und eben für die Drohnen der AIRlabs, so der wissenschaftliche Leiter Holger Friemelt: „Wir bekommen also eine geschützte Testumgebung, sodass, wenn irgendetwas Unerwartetes mit der Drohne beim Testflug passiert, wir zumindest sicherstellen können, dass sie nicht mit einem Segel- oder Drachenflieger zusammenstößt.“

Kälte als Herausforderung für Drohnen
Um Drohnen in Zukunft etwa bei der Lawinensuche oder bei der Suche nach Vermissten im Schneesturm verwenden zu können, müssen sie vereisungssicher sein – ein konkreter Forschungsauftrag, an dem AIRlabs mit Partnern gerade arbeitet, „und das ist gar nicht so einfach. Dazu müssen wir verstehen, wo lagert sich Eis am schnellsten an? Und was kann ich für konstruktive Maßnahmen ergreifen, damit sich Eis dort weniger gut anlagert. Und das ist eben das, wo wir langsam erwachsen werden – oder reifen – als AIRlabs. Dass wir mit unseren Innovationsprojekten und mit unseren Partnern zeigen, was geht und was noch nicht geht.“ Quelle: ‘ORF‘.

Lernvideo zum Luftraum in Deutschland

In den vergangenen Wochen hat Tino Janke ein Video zur Luftraumstruktur in Deutschland aufgezeichnet. Die Länge des Videos beträgt ca. 50 Minuten und verschafft somit einen umfassenden Überblick über alle relevanten Themen. Die zudem vorgestellte Trainingsmöglichkeit ist zum Trainieren der Luftraumstruktur ebenfalls kostenlos nutzbar. Folgende Themen werden darin besprochen:

  • SERA / Statistik zu Luftraumverletzungen
  • die Lufträume
  • G
  • E
  • D(CTR)
  • D
  • C
  • die Zonen
  • RMZ
  • TMZ
  • ATZ
  • Trainingsmöglichkeiten

Bund will reguläre Drohnen-Lufträume einführen

Drohnenalarme haben immer wieder den Flugbetrieb behindert, bis hin zur Einstellung. Doch Drohnen könnten als Verkehrsträger bald wieder zum Alltag gehören können. Der Bund will im kommenden Jahr erste reguläre Drohnen-Lufträume in Deutschland einführen. Die Blaupause dafür hat im vorigen Jahr ein Pilotprojekt mit Testflügen im Hamburger Hafen geliefert. Dabei wurde von der Droniq GmbH, einer Beteiligung der staatliche Deutschen Flugsicherung (DFS), und der DFS durchgespielt, wie Drohnenflüge schnell, sicher und ohne langen Genehmigungsaufwand auch außerhalb der Sichtweite des Drohnenpiloten möglich sein können. Das Bundesverkehrsministerium hatte das Projekt gefördert und will sich nun an die praktische Umsetzung der Empfehlungen aus dem Projekt machen, wie es bei Droniq und DSF heißt.

Das Hamburger Reallabor habe wichtige Fragen zur Einrichtung so genannter „U-Spaces“ geliefert, sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) laut einer Mitteilung von Droniq. Mit „U-Space“ ist ein räumlich abgegrenzter Luftraum gemeint, in dem der Idee nach spezielle Regeln und Verfahren den Drohnenverkehr koordinieren. „Diese erfolgreiche Praxiserfahrung nutzen wir jetzt, um Fortschritt zu ermöglichen“, sagte Wissing. „Schon nächstes Jahr sollen die ersten U-Space-Gebiete in Deutschland eingerichtet werden. Damit schaffen wir Sicherheit im deutschen Luftraum und ermöglichen mehr Innovationen in der unbemannten Luftfahrt.“

Schon für die vorige Bundesregierung hatten die im Juristendeutsch sperrig „unbemannte Luftfahrtsysteme“ genannten Fluggeräte ein enormes Potenzial für verschiedene Anwendungen, die weit über das Ausliefern zum Beispiel von Paketen oder Medikamenten hinausgehen. Auch Wissing betonte: „Deutschland ist mit rund 400 Unternehmen Leitmarkt für Drohnentechnologien. Diesen technologischen Vorsprung Deutschlands wollen wir stärken und weiter ausbauen.“

Mit U-Space-Gebieten können Drohnen nach Angaben der Firma Droniq sicher in den Luftraum integriert werden – auch im Zusammenspiel mit der bemannten Luftfahrt. „Das ermöglicht einen regulären Einsatz von Drohnen, etwa in der Logistik, der Landwirtschaft, für die Versorgung schwer erreichbarer Gebiete oder den Transport von lebenswichtigem medizinischem Equipment.“

Zu den Droniq-Vorschlägen zählt die Empfehlung, zunächst U-Space-Gebiete in Modellregionen einzurichten, um weitere Erfahrungen bei deren Umsetzung und Betrieb zu sammeln. „Hierfür empfehlen Droniq und die DFS komplexe Lufträume mit regem unbemanntem und bemanntem Flugverkehr, etwa Großstädte mit Flughafenanbindung“, heißt es in der Mitteilung. Mit zunehmender Erfahrung könnten dann weitere Drohnen-Lufträume eingeführt, ausgedehnt oder miteinander verknüpft werden. Quelle: ‘Wirtschaftswoche‘.

Ohlstadt wieder „mittendrin“

Noch rund vier Monate, dann kommt die Weltpolitik ein weiteres Mal in den Landkreis. Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau steht an, Ende Juni. Und wie bereits 2015 ist auch diesmal die Gemeinde Ohlstadt voll involviert. Die Bundespolizei hat den Flugplatz in Pömetsried erneut als ihr Basislager angemietet. Für Christian Scheuerer ist die Lage klar: „Wir sind mal wieder mittendrin statt nur dabei“, betont Ohlstadts Bürgermeister. Was er damit meint? Den kommenden G7-Gipfel. Zwischen 26. und 28. Juni treibt dieser einmal mehr die Elite der Weltpolitik in den Landkreis. Denn wie bereits 2015 für Barack Obama, Angela Merkel, Francoise Holland und Co., geht es auch für Joe Biden und die weiteren sechs Staatschefs aus Deutschland, Italien, Frankreich, Kanada, Japan und Großbritannien heuer ins Schloss Elmau nach Krün. Und ebenso wie damals ist auch die Gemeinde Ohlstadt in das Großereignis involviert. Die Bundespolizei wird erneut ihr Basislager auf dem Flugplatz in Pömetsried aufschlagen.

Rund 30 Hubschrauber und über 500 Fachleute, egal ob Piloten, Techniker oder Logistiker, waren dort vor sieben Jahren für das Politikertreffen zusammengezogen worden. Der Kleinflughafen erhielt seinerzeit die Infrastruktur eines professionellen Hubschrauber-Betriebs. Mit Zelten und Containern, einem Mini-Tower sowie Tanklastzügen bis hin zu einer Mobilfunkanlage und einer Kantine samt Küche, die im Hangar der Segelflieger untergebracht war. Von der 900 Meter langen Start- und Landebahn in Pömetsried aus starteten die Einsatzkräfte schon Wochen vor dem Gipfel zu Trainings- und Aufklärungsflügen. Zudem diente der Standort während des Gipfels als Ausweichflugplatz für die Politiker. So wurde 2015 etwa Kanadas Premierminister Stephen Harper von Ohlstadt nach München geflogen. Schlechte Witterungsverhältnisse hatten einen Start am Schloss Elmau verhindert.

G7-Gipfel 2022: Alles soll nach dem Vorbild von 2015 geschehen
So oder so ähnlich wird es wohl auch in diesem Jahr laufen. „Bis jetzt haben wir von der Bundespolizei nur die Ansage bekommen, dass alles nach dem Vorbild von 2015 passieren soll“, sagt Bürgermeister Scheuerer. Genauere Pläne gebe es noch nicht. Zahlreiche Videokonferenzen werden in den kommenden Wochen wohl konkretere Erkenntnisse liefern. Mit sichtbaren Maßnahmen, wie etwa dem Aufbau eines Sicherheitszaunes, rechnet Scheuerer aber erst Anfang Juni. „Davor wird man als Außenstehender vermutlich noch nicht viel von der Sache mitbekommen.“

Er selbst steht dem erneuten Stell-dich-ein der Politikgrößen direkt vor der Haustüre zwiegespalten gegenüber. „Einerseits ist es natürlich wieder eine tolle Chance für die Region, sich der Weltöffentlichkeit als guter Gastgeber zu präsentieren“, betont er. Andererseits berge ein solches Großevent auch Risiken. Da wären in erster Linie die zu erwartenden Demonstranten und Proteste. 2015 gab es die freilich auch. Letztlich lief aber alles gewaltfrei und friedlich ab. In Ohlstadt etwa war von Ausschreitungen gar nichts zu spüren. „Da hatten wir großes Glück“, sagt Scheuerer. Ob es diesmal genauso entspannt bleibt, darf aber zumindest bezweifelt werden. Spätestens seit Beginn der Coronakrise hat sich der Ton in der Gesellschaft merklich verschärft, werden grundlegende Konflikte zwischen Teilen der Bevölkerung und der Regierung offenkundig. „Die gesamtpolitische Lage ist deutlich aggressiver als damals“, urteilt der Ohlstädter Rathauschef.

G7-Gipfel bringt verstärktes Sicherheitsaufgebot und Hubschrauber-Lärm mit sich
Für die knapp 3300 Einwohner der Gemeinde bedeutet der G7-Gipfel vor allem ein verstärktes Sicherheitsaufgebot innerhalb des Ortes. Auch der Lärm durch die vielen Starts und Landungen der Hubschrauber wird wie bereits 2015 eine Rolle spielen. Dass davon nicht jeder begeistert ist, kann Scheuerer nachvollziehen. „Das sind natürlich massive Einschnitte in den Alltag“, räumt er ein. So mancher Bürger habe sich bereits bei ihm deswegen gemeldet. „Der Tenor ist ein wenig: Brauch’ ma des jetzt auch noch zusätzlich zu Corona.“

Immerhin kann Scheuerer bereits mit einem ersten greifbaren Vorteil aufgrund der erneuten Gastgeber-Rolle aufwarten: Und zwar erhält die Feuerwehr in Ohlstadt schon jetzt ein neues Einsatzfahrzeug. Geplant war die Anschaffung eigentlich erst in fünf Jahren, doch sei die Förderung nun deutlich höher. „Geschenkt bekommen wir es immer noch nicht“, stellt der Bürgermeister klar. „Aber da unsere Feuerwehr auch dieses Mal den Brandschutz am Flugplatz sicherstellen soll, ging jetzt alles ein wenig einfacher.“

Bürgermeister Scheuerer möchte Bürger in Ohlstadt mit ins Boot holen
Bis Joe Biden und Co. das erste Mal Landkreisboden betreten, möchte Scheuerer seine Bürger so gut es geht mit ins Boot holen. Für Ende April, Anfang Mai hat er eine Bürgerversammlung geplant, bei der sämtliche Fragen rund um den G7-Gipfel und Ohlstadts Rolle dabei geklärt werden sollen. Vermutlich wird diese in Hybrid-Form stattfinden. „Wir wollen jedem die Möglichkeit geben, dabei zu sein“, unterstreicht Scheuerer. Denn eines steht für ihn fest: „Je mehr Informationen wir den Menschen geben können, desto höher ist die Akzeptanz.“ Quelle: ‘Merkur‘.

Flugzeug vergessen

Ein neuer Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle zeigt, dass es am 18. Juli 2020 in Grenchen SO fast zu einem Zusammenstoss zweier Kleinflugzeuge kam. Die Flugsicherung hat bereits Schritte zur Verbesserung der Sicherheitssituation eingeleitet. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat am Montag einen Bericht veröffentlicht, der eine gefährliche Situation am Flughafen Grenchen im Kanton Solothurn auswertet. Demnach kam es am 18. Juli 2020 zu einem «schweren Zwischenfall», bei dem sich zwei Flugzeuge bis auf 30 Meter näherten. Die Flugverkehrsleitstelle Bern Approach leitete die Flugzeuge während eines Teils des Flugs, bis der Tower Grenchen übernahm. Dort gab es dann einen Schichtwechsel von zwei Flugverkehrsleitern. Zum betreffenden Zeitpunkt befand sich das erste Flugzeug sich im Landeanflug, nachdem es Fallschirmspringer abgesetzt hatte, während das zweite (eine Cessna) am Starten war. Da der Platzverkehrsleiter das anfliegende Flugzeug vergessen hatte, übermittelte er keine Verkehrsinformationen und die beiden Piloten wurden erst sehr spät aufeinander aufmerksam.

Beide Piloten mussten Ausweichmanöver einleiten
Im Falle der Cessna geschah dies auch dank des Kollisionswarngeräts. Beide Maschinen mussten in der Folge ein Ausweichmanöver einleiten – gemäss dem Sust-Bericht entschärften diese die Situation und waren «sicherheitsbewusst». Die Sust bewertet die Durchführung von Anflügen in Gegenrichtung zum übrigen Verkehr als tendenziell schwierig, besonders während gleichzeitigem Segelflug- und Fallschirmabsetzbetrieb, wie es in Grenchen an jenem Tag der Fall war. Demnach könne es zu komplexen Situationen mit geringer Fehlertoleranz kommen, die zu einer Überforderung führen. Die bordeigenen Kollisionswarngeräte stellten gemäss Bericht ein gutes Sicherheitsnetz dar, indem die Piloten der beiden Flugzeuge auf die gefährliche Annäherung aufmerksam gemacht wurden und rechtzeitig ausweichen konnten. Um die Flugsicherheit in Zukunft zu erhöhen, hat die Flugsicherungsgesellschaft Skyguide inzwischen ein standardisiertes Verfahren eingeführt, das die Überwachung des Flugraumes während des Fallschirmsprungbetriebs erleichtern soll. Eine visuelle Erinnerung an den speziellen Flugraum (genannt «Parabox») bei diesem Betrieb soll gerade bei Übergabesituationen zukünftig Unterstützung leisten. Quelle: ‘20Minuten‘.

TMZ über Altenrhein/Friedrichshafen

Aufgrund von SUST-Empfehlungen hat das BAZL entschieden, im Raum Altenrhein/Friedrichshafen, erstmals am Schweizer Himmel, eine TMZ einzurichten. Diese wird am 24. März 2022 in Kraft treten. Damit sich die Piloten und Flugschulen der Region auf die Einführung der TMZ vorbereiten können, vermitteln wir im Auftrag des BAZL dieses PDF.

Der SFVS hat sich im 2020 beim BAZL gegen die Einführung einer schweizweiten Transponderpflicht geäussert. In den Besprechungen um die TMZ Nordostschweiz 2021 konnte der SFVS zusammen mit den lokalen Segelfluggruppen und dem AeCS sicherstellen, dass das Ausmass der TMZ kleinstmöglichst ausfiel und vor allem, dass das « Listening Squawk » (also die Hörbereitschaft gem. Abschnitt 4) zuerst auf freiwilliger Basis erfolgt.

Die verlangten technischen Anforderungen an die Transponder, «Level 2 mit SI-Code und Elementary-Surveillance-Funktionalität», entsprechen den Spezifikationen aller üblichen Mode S Transponder. Es wird also hier keine Spezialfallanforderung gestellt. (Nicht zu verwechseln mit SIL 2)

Im Laufe des Jahres 2022 werden die Piloten, welche in der Region der TMZ fliegen, vom BAZL gebeten, eine Umfrage auszufüllen. Die Resultate werden den weiteren Verlauf der TMZ Anforderungen in der Schweiz und spezifisch der TMZ Nordostschweiz beeinflussen, insbesondere den freiwilligen Charakter der Hörbereitschaft. Quelle: ‘SFVS‘.

Video zu den Luftraumänderungen 2022

Eisenschmidt und die DFS haben ein Video aufgenommen, in dem ein Luftraumexperte die Änderungen, welche uns im deutschen Luftraum erwarten, beschreibt. Das Video ist mit Kartenmaterial illustriert. Das Video ist abrufbar im YouTube-Kanal von “Eisenschmidt Pilotshop”.

TU Graz simuliert Flugzeug-Transponder für Europas Luftraum

Wenn Flugzeuge vom Radar verschwinden, kann das an überlasteten Transpondern liegen. Ein neues Simulationstool der TU Graz soll das verhindern: Es wird im Auftrag der Eurocontrol für den europäischen Luftraum entwickelt. Die TU Graz hat das Simulationstool laut einer Aussendung ursprünglich für Österreichs Luftraum-Behörde Austro Control entwickelt. Es werde nun im Auftrag der Eurocontrol, der gesamteuropäischen, zivil-militärischen Organisation zur Unterstützung der europäischen Luftfahrt, für den gesamten europäischen Luftraum ausgebaut.

Der Transponder als Kernstück der Flugsicherheit
Er gehört zur gesetzlichen Pflichtausstattung von zivilen Flugzeugen: der Transponder; ein elektronisches Gerät, das auf Radarabfragen antwortet und so der Flugsicherung und den Kollisionsvermeidungssystemen (air collision avoidance systems) anderer Luftfahrzeuge am Himmel hilft, die genaue Position des Flugzeugs zu ermitteln. Die Dauer, die das Signal vom Transponder bis zum Empfänger braucht, gibt Aufschluss über die genaue Position des Flugzeugs. Je nach Transpondertyp werden auch weiterführende Informationen übermittelt, etwa zu Flughöhe oder Flugkennung. Hat ein Transponder besonders viele Signalabfragen zu bewältigen, bestehe die Gefahr einer Überlastung – der Transponder antwortet dann nicht mehr auf alle Abfragen und im äußersten Fall auf gar keine Abfragen mehr. Das Flugzeug kann dadurch für kurze Zeit vom Radar verschwinden. Das Risiko eines solchen Szenarios ist zwar gering, aber gegeben, heißt es an der TU Graz: „Ein Flugzeug, das plötzlich vom Bildschirm der Flugüberwachung verschwindet, ist immer höchst alarmierend“, sagt Helmut Schreiber vom Institut für Hochfrequenztechnik.

Was kann den Transponder ausfallen lassen?
Schreiber untersuchte im Auftrag der österreichischen Flugsicherung Austro Control sämtliche Einflussfaktoren auf die Transponderbelastung und entwickelte darauf aufbauend das Simulationstool „TOPAS“ (Transponder Occupancy Analysis Software) für die Transponderbelastung im österreichischen Luftraum. Im Auftrag der Eurocontrol soll dieses Tool nun für den gesamteuropäischen Luftraum weiterentwickelt werden: Unter dem Akronym „ESIT“ (Eurocontrol Simulator of Surveillance Interrogators and Transponders) arbeite die TU Graz dafür eng mit Austro Control sowie mit der deutschen Firma SeRo Systems und der Eurocontrol zusammen.

Die Simulation
Einen raschen und ungefähren Überblick über die Transponderbelastung gibt eine relativ einfache Tabellenkalkulation, heißt es: Sie berücksichtigt nur die Anzahl der Sensoren und der Flugzeuge, nicht aber deren räumliche Verteilung. Die Tools Topas und ESIT hingegen beziehen als digitaler Zwilling die tatsächlichen Positionen aller Radarsensoren und auch die reale Luftverkehrssituationen mit ein. „Mit so einer Simulation sind auch komplexere Abfragefolgen programmierbar, sowohl für ganze Radarsysteme als auch isoliert für einzelne Sensoren. Damit erzielen wir realistischere und genauere Ergebnisse: Wir erfahren konkret, wann und wo es welche Belastungssituationen für Transponder geben wird“, erklärt Helmut Schreiber. Mit dem ESIT-Tool sollen Nutzer (staatliche Behörden, Flugsicherungen) die Transponderbelastung in ihrem Luftraum bestimmen können, die durch eigene Systeme und die der Nachbarstaaten verursacht wird. Nachdem das Tool ausschließlich auf Servern der Eurocontrol laufen wird, haben die Nutzer keinen Zugang zu sensiblen Daten der Infrastruktur anderer Länder, so die TU Graz.

Radar fragt, Transponder antwortet
Neben zivilen und militärischen Radarstationen an Flughäfen oder an neuralgischen Punkten wie der Koralpe, beanspruchen außerdem laufende Funkkontakte sogenannter Multilaterations-Systeme die Transponder. Österreichweit gibt es dafür rund 70 Sende- und Empfangsstationen. Die Multilateration, kurz MLAT, funktioniert wie ein umgekehrtes GPS: Mehrere Antennenstationen auf dem Boden tasten das ausgesandte Funksignal eines Transponders ab und schicken zusätzlich auch eigene Abfragen an den Transponder. Je nach Entfernung des Flugzeugs erreichen die Funkwellen des Transponders die jeweiligen Empfangsantennen zu anderen Zeitpunkten. Jede Empfangsstation meldet den exakten Zeitpunkt, an dem sie das Signal erhalten hat, an einen Zentralrechner. So lässt sich der Weg des Flugzeuges mitverfolgen. TU Graz-Forscher Schreiber: „MLAT-Systeme haben große Vorteile: Sie können teure Radarstationen ersetzen. Und der Ausfall eines einzelnen Empfängers ist weniger dramatisch als etwa der Ausfall einer ganzen Radarstation. Trotz dieser Vorteile können die laufenden Funkkontakte bei einer schlechten Konfiguration Transponder in einem außerordentlich hohen Maß belasten und ebenso dazu führen, dass ein Flugzeug quasi unsichtbar wird.“ Die Entwicklung der zivilen Flugüberwachung geht laut Schreiber in die Richtung, dass längerfristig auf Radaranlagen zumindest teilweise verzichtet werden kann: Flugzeuge bestimmen mittels Satellitennavigationssystem ihre Position selbst und schicken diese automatisch an die Flugüberwachung. Auch dies werde durch ESIT simuliert. Durch Berechnung der potentiellen Transponderbelastungen erhöhen Topas und ESIT somit die Sicherheit in der Luft für bestehende und zukünftige Systeme, heißt es.

Die Statements
„Für die Planung und den Ausbau von Flugsicherungsinfrastruktur ist es essentiell zu wissen, wie sich diese Infrastruktur auf die Transponderbelastung auswirkt. Das betrifft etwa das Hinzufügen neuer Radaranlagen oder Änderungen von Abfragestrategien. Da ist es wichtig herauszufinden, wo es bereits Hotspots gibt und eine Entlastung notwendig ist. Unsere Simulationswerkzeuge leisten hier einen wichtigen Beitrag“, so Schreiber. Paul Bosman, Abteilungsleiter der ATM-Infrastruktur bei Eurocontrol: „Wir freuen uns über die hervorragende Zusammenarbeit mit der TU Graz, Austro Control und SeRo Systems. Die Simulationstools werden zu einer nachhaltigen Nutzung der kritischen Ressourcen Funkfrequenzen und Transponderkapazität beitragen, wovon alle europäischen Luftraumnutzer profitieren werden.“ Quelle: ‘Extrajournal.net‘.

Schweiz übernimmt neue EU-Luftfahrt-Bestimmungen

Der Gemischte Luftverkehrsausschuss Schweiz-EU hat die Übernahme verschiedener EU-Erlasse durch die Schweiz beschlossen. Die neuen Bestimmungen betreffen die Flugsicherheit und das Management des Flugverkehrs. Der Bundesrat hat die Übernahme dieser Bestimmungen an seiner Sitzung vom 24. November 2021 genehmigt. Sie treten am 1. Februar 2022 in Kraft.

Im Rahmen der Teilnahme am einheitlichen, europäischen Luftraum (Single European Sky) übernimmt die Schweiz einen Beschluss, welcher europaweit geltende Leistungsziele für das Luftverkehrsmanagementnetz festlegt. Gestützt darauf muss die Schweiz nationale Leistungspläne mit verbindlichen Vorgaben für die Bereiche Sicherheit, Umwelt, Kapazität und Kosteneffizienz für die Skyguide AG einreichen. Dies ermöglicht direktere Flugrouten und schont so die Umwelt, erhöht die Pünktlichkeit und reduziert die Kosten eines Fluges.

Auch übernimmt die Schweiz einen Rechtsakt, welcher die zukünftige Einführung eines europäischen Risikoklassifizierungs-Systems ermöglicht. Dieses System bezweckt, sicherheitsrelevante Ereignisse überall in Europa auf gleiche Weise zu definieren und zu klassifizieren, was die Bestimmung von Sofortmassnahmen ermöglicht. Weitere Verordnungen, welche die Schweiz übernimmt, betreffen die Konstruktion und den Einbau von nicht-sicherheitsrelevanten Bauteilen in Luftfahrzeuge. Damit lässt sich der bislang dazu notwendige Verwaltungsaufwand erheblich reduzieren.

Schon heute wendet die Schweiz die sogenannte «EU-Flugsicherheitsliste» an. Sie garantiert den Bürgerinnen und Bürgern die Einhaltung höchster Flugsicherheits-Sstandards. Die aktuelle Version dieser Liste führt Luftfahrtunternehmen auf, für die in der EU Flugverbote oder Betriebsbeschränkungen gelten, weil sie die internationalen Sicherheitsnormen nicht erfüllen. Die Bestimmungen des Abkommens treten in der Schweiz am 1. Februar 2022 in Kraft. Quelle: ‘BAZL‘. Bild: Enaire.

Lösung für Wellenfluggebiete

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH will die verschiedenen Gebiete nur durch Einzelfreigaben zur Segelflugnutzung frei geben. Durch das verlinkte NfL wurde die Luftraumstruktur angepasst. Im Falle der Aktivierung der Gebiete wird ein Luftraum E mitaktiviert. So ist in diesen Sektoren der Wellensegelflug wieder wie bisher möglich. Bitte beachten, dass für die Nutzung und Aktivierung die festgelegten Regeln gelten. Quelle: ‘LV Bayern‘. ‘DFS‘.

Innsbruck: Betriebsbestimmungen für Segelflieger

Der Anmeldende hat sich vor Beanspruchung der temporären zivilen Luftraumreservierungen TRA LOWI L, TRA Nordpark oder TRA LOWI C über telefonisches Abhören von ATIS LOWI, Telefon +43 (0)5 1703 6631 oder auf der Frequenz 126.030 zu informieren, ob einer der Bereiche schon aktiviert wurde. Wenn die beanspruchte TRA noch nicht angemeldet wurde, ist diese bei der Flugverkehrskontrollstelle Innsbruck, Telefon +43 (0)5 1703 6610, zu aktivieren. Im Zweifel ist ATIS LOWI erneut abzuhören oder auf der Frequenz LOWI RADAR 128.975 nachzufragen. Segelflugpiloten von auswärts haben sich über die Luftfahrtpublikationen gewissenhaft mit den Grenzen und den Verfahren für die TRA LOWI C vertraut zu machen. Quelle: ‘AustroControl‘.

Wem gehört der Luftraum?

Mag nach §903 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches auch dem Eigentümer die tatsächliche oder rechtliche Verfügungs- und Nutzungsgewalt an einer Sache zustehen, muss er sich zugleich innerhalb gesetzlicher Grenzen bewegen. Diese allerdings sind nicht immer explizit geregelt, sondern unterliegen aktuellen politischen und gesellschaftlichen Abwägungen und gerichtlichen Präzedenzfällen. Ähnlich verhält es sich mit Gütern zur allgemeinen Nutzung. Dem zunehmenden Verkehr im Luftraum soll durch präzise Regelungen, Aktualisierungen und Neuverordnungen Rechnung getragen und von Flugschneisen über Villengegenden bis zur Verletzung internationaler Hoheitsrechte einheitliche Regularien geschaffen werden.

Was zählt zum Luftraum?
Bei der Definition des Luftraums werden zwei Gesichtspunkte berücksichtigt. Danach ist er zunächst schlicht ein freier, mit Luft gefüllter Raum über der Erdoberfläche. Weitere Einteilungen werden anhand seiner unterschiedlichen Gaszusammensetzungen vorgenommen: Bis zu einhundert Kilometer sind seine Atmosphärengase noch gut durchmischt. Dieser Bereich wird als Homosphäre bezeichnet und durch die sogenannte Kármán-Linie von der darüber liegenden Homo- bzw. Turbopause begrenzt. Auf rechtlicher Ebene zählt er zum jeweils unter ihm liegenden Hoheitsgebiet, das wiederum durch nationale Regelungen Einfluss auf seine Nutzung nehmen kann. Bestimmte Bereiche werden der Luftfahrt zur Verfügung gestellt.

Gesetze und Verordnungen
Die Erfüllung des Menschheitstraums Fliegen begann mit einem Gleitflug Otto Lilienthals 1891, wurde durch Motorenflüge der Gebrüder Wright fortgesetzt und findet heute stetige Weiterentwicklungen auf den Gebieten unbemannter Flugobjekte oder in der Raumfahrt. Prognosen deuten auf einen weltweiten Anstieg von vier Milliarden Passagieren innerhalb der kommenden zwei Jahrzehnte und damit einer Fluganzahl von über 50 Millionen im Jahr 2040. Zudem geraten Natur- und Umweltschutz, Lärmpegel und CO²-Emissionen rund um Flughäfen zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Die zahlreichen bereits bestehenden Gesetze und Verordnungen auf regionalen, nationalen und internationalen Ebenen sind insofern unerlässlich, allerdings gerade hinsichtlich des Umgangs mit unbemannten Flugobjekten unter Abwägung ihrer Verhältnismäßigkeit stetigen Neuerungen unterworfen.

Internationaler, nationaler und regionaler Flugverkehr
Der Luftraum über sämtliche einem Staat zugerechneten See- und Landgebiete fällt unter dessen Hoheitsrechte und darf entsprechend von diesem geregelt werden. Unbefugtes Eindringen in einen Luftraum wird im Normalfall als Verletzung landeseigener Hoheitsrechte angesehen. Quelle / gesamter Artikel bei: ‘Wissenschaft.de‘.

AustroControl-Workshops für künftige Fluglotsen

Du willst Dich intensiver mit dem Job Fluglotsin oder Fluglotse auseinandersetzen? Du hast noch Fragen zur Selektion, zur Ausbildung oder zum Berufsalltag? Dann sind unsere Online-Workshops am 9.11. und am 15.11. genau das Richtige für Euch! Einfach per Mail anmelden und unseren Expertinnen und Experten alle Fragen stellen, die Dich beschäftigen! Die Workshops finden online über die Plattform MS Teams statt. Der Link wird nach erfolgter Anmeldung per Mail am Tag vor der Veranstaltung verschickt. Quelle: ‘AustroControl’.

Antrag auf “Abbruch des Projekt Redesign Luftraum Zürich”

Das General Aviation Steering Committee (GASCO) stellte am 06. September 2021 beim BAZL den Antrag auf “Abbruch des Projekt Redesign Luftraum Zürich”. Mit Schreiben vom 30. Januar 2018 „Redesign der Luftraumstruktur um den Flughafen Zürich in Zusammenhang mit der Umsetzung des Europäischen Pilot Common Project (Verordnung EU Nr.716/2014)“ wurde das Projekt Redesign Luftraum Zürich vom BAZL lanciert. Nach unzähligen Sitzungen und mehreren Workshops wurden am 28. März 2019 die Version 1, später am 05. Dezember 2019 die Version 2 und am 30. April 2021 die Version 3.0 präsentiert. Am 04. Juni 2021 hat das BAZL die Version 3.1 auf ihrer Internetseite veröffentlicht, nachdem entschieden wurde, den Luftraum von Dübendorf unverändert in diese Version zu integrieren. Angesichts der Tatsache, dass der heute bestehende Luftraum die durch die EU geforderte Implementierung von RNP 1 bereits zulässt und unter Berücksichtigung des bereits erfolgten unnützen Aufwandes, den noch zu tätigenden Aufwänden und des bestenfalls marginalen Gewinnes ist das Projekt mit sofortiger Wirkung einzustellen. Quelle: ‘AeroClub der Schweiz‘.

Austro Control: Verkehrs-Management für Drohnen

Die Zahl der Drohnen im österreichischen Luftraum steigt kontinuierlich. Damit Drohnen künftig noch sicherer in Österreich unterwegs sind, schreibt Austro Control jetzt die Beschaffung eines Traffic Management Systems für Unmanned Aircraft Systems, wie Drohnen in der Fachsprache genannt werden, aus. Mit dem neuen EU-Regulativ, das seit Anfang des Jahres in Kraft ist, wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die ein geordnetes und sicheres Wachstum für den Drohnenbereich ermöglichen. Kernstück des neuen Regulativs ist die Registrierungspflicht für Drohnen-Betreiber und für Drohnen-Pilotinnen und Piloten – der Drohnenführerschein. Über die Austro Control Drohnenplattform „dronespace.at“ haben sich bisher 24.000 Drohnenbetreiber registriert und wurden bereits 36.000 Führerscheine ausgestellt.

Für den sicheren Betrieb von Drohnen in der Zukunft braucht es eine Neu-Definition des Luftraums und ein eigenes Verkehrsmanagementsystem (UTM – unmanned traffic management). Damit sollen in einer ersten Stufe Drohnen-Flugpläne übermittelt werden, Drohnen identifiziert, vor gesperrten Lufträumen gewarnt werden und der Einflug von Drohnen in spezielle Lufträume durch die Flugsicherung freigegeben werden. In weiterer Folge soll auf europäischer Ebene unter dem Überbegriff „U-Space“ ein integrierter Luftraum entwickelt werden, in dem alle Flugverkehrsteilnehmer – bemannt oder unbemannt – koordiniert und sicher unterwegs sind.

“Drohnen sind für Austro Control eines der zentralen Zukunftsthemen. Als Behörde aber auch als Flugsicherung sind wir mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, um das sichere Fliegen mit Drohnen in immer mehr Einsatzgebieten zu ermöglichen. Wir setzen darauf, dass sich im Rahmen unserer Ausschreibung viele Technologiepartner melden und mit uns ein Drohnen-Verkehrsmanagement-System für Österreich aufbauen”, sagt Austro Control Geschäftsführerin Valerie Hackl.

Schon heute sind Drohnen auch in den verschiedensten professionellen Bereichen in Verwendung: In der Film- und Fotobranche, der Land- und Forstwirtschaft oder bei Blaulichtorganisationen wie Feuerwehr und Rettung, die zunehmend auf diese neue Technologie setzen. Laufend werden neue Anwendungsgebiete erschlossen, die von Vermessungsaufgaben und Rettungseinsätzen über die Überwachung von Infrastrukturanlagen bis hin zum Transport von Blutkonserven reichen. In den meisten Fällen sind Drohnen dabei in Sichtverbindung mit ihren Pilotinnen und Piloten unterwegs, es gibt aber auch immer mehr Anträge bei Austro Control auf Drohnen-Flüge außerhalb der Sichtverbindung. Quelle: ‘AustroControl‘.

SeaGuardian-Drohne im zivilen Luftraum

Am 12. September hat eine ferngesteuerte Drohne des Typs MQ-9B SeaGuardian von General Atomics Aeronautical Systems (GA-ASI) einen Inlandsflug im zivilen britischen Luftraum absolviert. Die britische Zivilluftfahrtbehörde CAA habe dafür erstmals einen Punkt-zu-Punkt-Inlandsflug für ein unbemanntes einmotoriges Luftfahrzeug in der nationalen Luftraumstruktur genehmigt, teilte Hersteller GA-ASI dazu mit. Dabei flog die Maschine den Angaben zufolge von der Luftwaffen-Basis Waddington in Lincolnshire zur RAF Base Lossiemouth in Schottland.

Der komplette SeaGuardian-Flug wurde vom zivilen britischen Flugsicherungsdienst NATS überwacht, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. Nach Angaben von NATS wurde der Flug durch einen komplexeren Luftraum als bei allen bisherigen unbemannten Flüge in Großbritannien gesteuert. NATS zufolge entsprachen die Verfahren für den Flug weitgehend denen für bemannte konventionelle Flugzeuge. Deshalb geht der Flugsicherungsdienst davon aus, dass die bestehenden Methoden auch für die Kontrolle von anderen fernpilotierten Flugzeugen anwendbar sind, die die gleiche Leistung wie der SeaGuardian erbringen. Nach Aussage von Robert Schoeffling, GA-ASI Vice President of International Strategic Development, ebnet der Flug auch den Weg für andere zivile und kommerzielle unbemannte Einsätze. Wie GA-ASI in der Mitteilung weiter schreibt, wurde bei dem Flug auch das neue Kollisions-Vvermeidungssystem (Detect and Avoid, DAA) des Unternehmens eingesetzt. Dieses versetzte die Drohnen in die Lage, im normalen Flugverkehr des nationalen britischen Luftraums zu operieren. Großbritannien beschafft die MQ-9B SeaGuardian unter dem Namen Protector für seine Streitkräfte. Die unbemannten Flugzeuge sollen auf dem RAF-Stützpunkt Waddington stationiert werden. Quelle: ‘Europäische Sicherheit & Technik’.

Abfangdrohnen gegen Drohnen

Drohnen sorgen immer wieder für Ärger, besonders wenn die kleinen ferngesteuerten Flugobjekte an Flughäfen unterwegs sind. Am Hamburger Airport ist am Donnerstag ein System getestet worden, mit dem Drohnen eingefangen werden können. Das vom Bundesverkehrsministerium mit 2,1 Millionen Euro finanzierte Pilotprojekt heißt “Falke” – der Name steht für “Fähigkeit des Abfangens von in gesperrte Lufträume eindringenden Kleinfluggeräten durch zivile Einsatzmittel”. Das europaweit einmalige Überwachungssystem in Fuhlsbüttel spürt mithilfe von Radar und Sensortechnik Drohnen auf – und schickt dann eine Abfangdrohne.

Mit Netz eingefangen
Die kann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Kilometern pro Stunde fliegen. Die Abfangdrohne bringt sich in Stellung und schießt dann ein Netz über die illegale Drohne. Und zwar ohne dass am Boden ein Pilot eingreifen muss. Allerdings muss ein Einsatzleiter den Befehl zum Abfangen geben. Anschließend hängt das gefangene Objekt an einem dünnen Seil an der Abfangdrohne. Das Einfangen mit dem Netz verhindert, dass Teile auf Start- oder Landebahn fallen. Außerdem soll die gefangene Drohne intakt bleiben, um als Beweismittel in einem Strafverfahren dienen zu können. Das “Falke”-Gerät ist mit zwei Netzen “bewaffnet” und kann bis zu acht Kilo schwere Fänge transportieren.

Drohnenabwehr soll in Serie gehen
Bei jedem zweiten Versuch sei das Manöver bislang gelungen, heißt es von der Helmut-Schmidt-Universität, die das Projekt koordiniert. Bis zum kommenden Jahr sind weitere Tests geplant, dann könnte die Drohnenabwehr in Serie gehen.

Immer wieder Drohnen in der Verbotszone
Eigentlich gilt rund 1,5 Kilometer um den Airport ein Verbot für Drohnen. Dennoch wird im Schnitt einmal im Monat am Flughafen eine Drohne gesichtet. Wenn sie in Turbinen von Flugzeugen gelangen, können die kleinen Fluggeräte zu einer Explosion führen – und schlimmstenfalls einen Absturz verursachen. Quelle: ‘NDR‘.