Schlagwort-Archive: Luftraum

Test von Drohnen-Kontrollsystem

Im europäischen Luftraum brummt es. Damit bei der wachsenden Anzahl von Drohnen niemand den Überblick verliert, wird in den Niederlanden nun ein Kontrollsystem getestet. Im niederländischen Delft wird ein neues europäisches Kontrollsystem für Drohnen getestet. Durch das System U-Space solle der Luftraum geordneter und sicherer werden, teilte die Technische Universität Delft mit. Ihre Forscher testen zudem Technologien, die Drohnen ermöglichen sollen, selbstständig anderen Flugkörpern auszuweichen. 2020 soll das Flugsicherungssystem U-Space in der EU eingeführt werden. Damit sollen Drohnen registriert und in die reguläre Flugsicherung integriert werden. Quelle: ‚ZDF‚.

Drohnen sollen europaweit einheitlich fliegen

Die EU hat neue Bestimmungen für die private und kommerzielle Nutzung von Drohnen erlassen. Bis 2020 müssen sie in nationales Recht umgesetzt werden. „Mit Blick auf einen einheitlichen europäischen Luftraum ist das ein großer Schritt vorwärts“, sagt Timo Stellpflug von der Kanzlei Taylor Wessing, einer der wenigen Experten für das Recht der unbemannten Luftfahrzeugsysteme (unmanned aircraft system, UAS). „Wer Geschäftsmodelle mit Drohnen plant, hat nun die notwendige Sicherheit.“ Die Zeit bis zum Geltungsbeginn der Verordnung könne allerdings zur Hängepartie zwischen alter Rechtslage und neuen Regelungen werden. Der Verband Unbemannte Luftfahrt (VUL) teilte auf Anfrage mit: „Wir begrüßen insbesondere, dass die Betreiber von Drohnen nun in vielen Fällen einen Kompetenznachweis erbringen müssen.“ Gelobt wird auch, dass Drohnen künftig durch einen Transponder im Luftraum erkennbar gemacht werden sollen (Fernidentifikation) und die Betreiber vor Luftraumverletzungen gewarnt werden (Geo-Sensibilisierung). Künftig soll es drei Kategorien von Drohnen geben, die sich am Betriebsrisiko orientieren: offen, speziell und zulassungspflichtig. Hier gelten dann unterschiedliche Regelungen. Darüber hinaus müssen die Staaten digitale Register schaffen, in die Betreiber zumindest von zulassungspflichtigen Drohnen eingetragen werden. Quelle: ‚Handelsblatt‚.

DAeC: „So gehen wir nicht mit Luftraum um!“

„Uns bereitet große Sorge, dass Grundidee zu sein scheint, den gesamten untersten Luftraum (vom Boden bis ca. 150 Meter Höhe) als potentiellen U-Space zu betrachten“, sind sich DAeC-Generalsekretär Hubertus von Samson-Himmelstjerna und der Vorsitzende des Bundesausschusses Unterer Luftraum Habbo Brune einig. Das Diskussionspapier formuliert den Anspruch, den U-Space flächendeckend zu gestalten. Eine Fragmentierung soll vermieden werden. Hierzu kommentiert der DAeC in seiner Stellungnahme an die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA): Der U-Space muss sich in die bestehenden Luftraumstrukturen integrieren und den gesamten Luftraum ohne Einschränkungen, sowie ohne technologische Standards die nur von der Drohnenindustrie vorgegeben werden, für die bemannte Luftfahrt nutzbar halten. Die unbemannte, automatisierte Luftfahrt muss vom Instrumentflug-(IFR) und Sichtflug- (VFR)Verkehr getrennt sein und einem ähnlichen Regelwerk unterliegen, den „Unmanned Flight Rules“ (UFR). Grundsätzlich sind alle Luftraumnutzer zur Einhaltung der SERA-Verordnung verpflichtet.“ Einen Luftraum, in dem nach dem Motto „Drohnen zuerst“ gehandelt wird, lehnt der DAeC ab. „Die genannten Ideen beruhen lediglich auf Rentabilität und nicht auf Flugsicherheit oder einer fairen Partnerschaft mit der Luftfahrtgemeinschaft. So gehen wir nicht mit dem Luftraum um, der für alle europäischen Bürger frei zugänglich sein muss. Den gesamten Artikel finden Sie im Newsletter des DAeC. Grafik: „Mit freundlicher Genehmigung der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH / R. Eisenschmidt GmbH“.

Irrflug über Kloten

Irgendwie war da ein Echo. Ab und zu wurde es auf dem Radar sichtbar. Dem Mann im Tower des Flughafens Zürich gefiel das nicht. Denn mit dem unbekannten Flugzeug auf seinem Bildschirm, dem Grund für das Signal, bestand kein Funkkontakt. Das «Ufo» näherte sich dem Nahverkehrsbereich des Flughafens in Kloten ZH mit beängstigendem Tempo. Der Zeitpunkt für die Überraschung war denkbar ungeeignet. Denn gerade hatte der Flugverkehrsleiter im Tower Piste 14 für einen Edelweiss-Airbus aus Las Vegas (USA) freigegeben. Und der Ferienflieger meldete tatsächlich ein nicht identifiziertes Flugzeug auf Kollisionskurs: einen Motorsegler mit Pilot und Passagier. Eine Dreiviertelstunde geisterte der Hobby-Flugzeugführer durch den Schweizer Luftraum. Seinen Transponder hatte er die ganze Zeit ausgeschaltet. Zurück in deutschen Gefilden, vermied er es zunächst tunlichst, sein Schweizer Abenteuer zu melden. Die ganze Geschichte finden Sie im Originalbericht von ‚blick.ch‚.

Redesign Luftraum Zürich

Hier sind Informationen und empfohlene Handlungsanleitungen des Aero-Club der Schweiz zum laufenden Prozess um den Entwurf einer neuen TMA/CTR Struktur online zu finden. Dem AeCS ist es wichtig, dass Luftraumbenutzer und Flugplatzhalter/Infrastrukturbetreiber transparent informiert sind und aktiv mitarbeiten und Stellung nehmen zum angedachten, jedoch völlig unbrauchbaren Entwurf. Der AeCS ist auf Rückmeldungen der aviatischen Community angewiesen, genau so wie der Regulator BAZL und der Provider skyguide, um gute Lösungen zu finden. Quelle: ‚Aero Club Schweiz‚.

Änderungen im Schweizer Luftraum 2019

Hier finden Sie die neueste Version der gewohnten Luftraum-Präsentation von Kurt Oswald. Es hat für die Saison 2019 nur marginale Änderungen gegeben (was nicht heisst, dass man diese vor dem nächsten Flug nicht studieren soll). Die ehemaligen Segelflugzonen und Segelflugräume heissen nun alle LS-R-xx.

Piloten warnen von Unfallgefahr in Paderborn

Die Pilotengewerkschaft Cockpit befürchtet ein erhöhtes Risiko von Zusammenstößen in der Luft am Flughafen Paderborn . Hintergrund der Warnung ist eine Lockerung der Luftraumregeln durch das Bundesverkehrsministerium. Im Kern geht es um den Verzicht auf Funkkontakt. »Diese Entscheidung gefährdet Piloten und Passagiere«, kritisiert Cockpit-Vorstandsmitglied Björn Reimer. Gerade mit Blick auf einen Zwischenfall im Juli 2018 sei diese Entscheidung nicht hinzunehmen. Bei dem Vorfall kam es über dem sauerländischen Meschede zu einer Beinahekollision zwischen einem Segelflieger und einer Passagiermaschine des Typs Embraer 190, die sich im Landeanflug auf den Flughafen in Büren befand. Bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung dokumentierte man den Fall als »eine schwere Störung«. Dennoch wurden die Regeln im Paderborner Luftraum von Klasse D auf E gelockert. Damit müssen sich Piloten – egal ob in einer Passagiermaschine oder in einem Segelflugzeug – über Funk nicht mehr beim dortigen Tower melden. Quelle: ‚Westfalen-Blatt‚.

Luftraumdaten 2019 Deutschland & Österreich

Der Deutsche Segelflugverband e.V. und AustroControl stellen die aktuellen Luftraumdaten für das Jahr 2019 hier verdankenswerterweise kostenlos zum Download bereit:

-> Luftraumdaten 2019 Deutschland
-> Luftraumdaten 2019 Österreich

Schweiz: Luftraum-Refresher 2019

Der Luftraum in der Schweiz wird immer komplexer. Deshab ist es wichtig, dass wir vor Flügen über die Luftraumstruktur informiert sind. Luftraumverletzungen können nicht nur äusserst gefährlich sein, sondern werfen ein schlechtes Licht auf unseren wunderbaren Sport. Hier finden Sie die (wenigen) Änderungen für das Jahr 2019.

BRD: Luftverkehr wächst

DFS Deutsche Flugsicherung GmbH hat 2018 im deutschen Luftraum so viele Flüge gezählt wie nie zuvor. Insgesamt wurden 3’346’448 Flüge nach Instrumentenflugregeln registriert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 4,2 Prozent. 2018 wurden im deutschen Luftraum über 130’000 Flüge mehr gezählt als im Vorjahr. Das entspricht dem jährlichen Verkehrsaufkommen des Flughafens Stuttgart. Der verkehrsreichste Tag 2018 war der 7. September mit 11’024 kontrollierten Flügen. Auch das ist ein neuer Rekord: Der Spitzenwert des Vorjahres, 10’667 Flugbewegungen an einem einzigen Tag, wurde um 3,5 Prozent übertroffen. Die Zahl der Überflüge legte 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent zu. Quelle: DFS.

WEF – Weltwirtschaftsforum Davos 2019

In Davos findet in der Zeit vom 22. Januar bis zum 25. Januar 2019 das Weltwirtschaftsforum (WEF) statt. Um die Sicherheit zu garantieren, sind verschiedene Sicherheitsmassnahmen ergriffen worden. Unter anderem ist in der Zeit vom 21. Januar bis 26. Januar die freie Benützung des Luftraums und der Flugplätze in der Region Davos eingeschränkt.

WEF Davos, Luftraum-Beschränkungen in Österreich

Vom 18. bis 26. Januar 2019 gelten aufgrund des Weltwirtschaftsforums WEF in Davos jeweils von 07:00 bis 16:00 Uhr die in diesem Dokument ersichtlichen Luftraum-Beschränkungen.

Manchmal wird es knapp.

Der Schweizer Luftraum ist komplex, immer wieder kommen sich Flugzeuge näher als erlaubt. Schuld daran sei auch das Militär, sagen Unfallexperten in einem ungewohnt scharfen Bericht. Die Unfallexperten fahren schweres Geschütz gegen die Luftwaffe auf. Der Schlussbericht über die gefährliche Annäherung eines zivilen und eines militärischen Flugzeugs endet mit zwei sogenannten Sicherheitsempfehlungen: Die Radaranlagen der Flugsicherung auf den Militärflugplätzen sollten mit einem System ausgerüstet werden, das vor Kolli­sionskursen warnt, und die von der Luftwaffe betriebenen Flugzeuge sollten Kollisionswarngeräte erhalten. Das Militär, so stellt die Unfalluntersuchungsstelle (Sust) fest, sei in dieser Beziehung nicht auf dem Niveau der zivilen Fliegerei. Das Fehlen von Kollisionswarngeräten in den Militärmaschinen sei sogar «ein beträchtliches Risiko für alle Luftraumbenützer», da sie sich oft im gleichen Luftraum bewegen wie der zivile Verkehr. Mehr Informationen im Orignalbericht des Tages Anzeigers, Zürich.