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Luftwaffe: Gesuche für Flugvorführungen 2027

Veranstalter und Vereine, die 2027 eine Flugvorführung oder eine statische Präsentation der Schweizer Luftwaffe planen, müssen ihre Gesuche bis Ende Oktober 2026 einreichen.

Betroffen sind die Displayteams Patrouille Suisse, PC-7 Team, Super Puma Display Team, PC-21 sowie das Fallschirmaufklärungs-Vorführteam. Auch Gesuche für statische Mittel der Schweizer Luftwaffe können eingereicht werden.

Der Aero-Club der Schweiz (AeCS) fungiert als privilegierter Partner der Luftwaffe und übernimmt die Erfassung der Gesuche für seine Mitgliedsvereine. Die Anträge können online beim AeCS eingereicht werden:

-> Gesuche an die Luftwaffe-Aero-Club der Schweiz

Wichtige Voraussetzungen

Je präziser Veranstaltung, Projekt und benötigte Mittel beschrieben werden, desto besser können die Gesuche beurteilt werden. Eine frühzeitige Planung erhöht zudem die Möglichkeit, auf die jeweiligen Bedürfnisse einzugehen.

Für Flugvorführungen der Patrouille Suisse über Flugplätzen muss der Veranstalter die Zustimmung aller an den Flugplatz angrenzenden Gemeinden einholen und dem Gesuch beilegen.

Zu beachten sind außerdem die vorgeschriebenen Versicherungssummen: Flugvorführungen müssen durch den Veranstalter mit mindestens 50 Millionen Franken für die Patrouille Suisse beziehungsweise 30 Millionen Franken für das PC-7 Team versichert werden.

Auch Veranstaltungen nach 2027 können bereits beantragt werden. Diese Gesuche sind entsprechend speziell zu kennzeichnen.

Kurzfristige Absagen möglich

Trotz sorgfältiger Planung kann es auch 2027 aufgrund unvorhersehbarer Situationen zu kurzfristigen Absagen von Flugvorführungen kommen. Die Veranstalter sollen darüber jedoch so früh wie möglich informiert werden.

Wichtig für Veranstalter: Wer 2027 auf die Unterstützung eines Schweizer Displayteams oder auf statische Mittel der Luftwaffe setzt, sollte das Gesuch spätestens bis Ende Oktober 2026 einreichen.

Schweizer Armee groundet Tiger und heutige Patrouille Suisse

Etwas mehr als drei Jahre noch, dann soll die Tiger-Flotte gegroundet werden. Vor zwei Jahren bereits wollte der Bundesrat die F-5 Tiger ausmustern. Das Parlament allerdings legte sein Veto ein. Jetzt nimmt Verteidigungsministerin Amherd den nächsten Anlauf und möchte die Tiger Ende 2027 stilllegen. Die Armee bestätigt entsprechende Recherchen von Radio SRF.

Weiterbetrieb zu teuer
Ein wichtiger Grund sind die knappen Gelder. Die Armee schreibt auf Anfrage: «Angesichts der aktuellen Finanzlage des Bundes und der konsequenten Ausrichtung auf die Wiedererlangung der Verteidigungsfähigkeit beabsichtigt die Armee, die F-5 Tiger Flotte noch bis Ende 2027 weiterzubetreiben.» Die Tiger kosten jährlich rund 40 Millionen Franken, für einen längeren Betrieb wären zusätzliche Millionen-Investitionen nötig. Diese will die Armee nicht mehr tätigen. Mit der Ankunft der ersten F-35-Jets in der Schweiz ab 2028 können laut Armee die heutigen Aufgaben der Tiger auch anders erbracht werden.

Ein Aus für die Tiger bedeutet das Aus für die bisherige Patrouille Suisse, die mit Tiger-Jets fliegt. So wie jetzt beabsichtigt, werde die Patrouille Suisse nicht mehr auf einem Jetflugzeug fliegen können, schreibt die Armee. Die Flugwaffe solle sich aber auch künftig einem breiten Publikum zeigen können. Als Ersatz seien die Schulungsflugzeuge Pilatus PC-7 die sinnvollste Lösung. Konkret soll das bestehende PC-7-Team an die Stelle der Patrouille Suisse rücken. Quelle: ‚SRF‚.