Schlagwort-Archiv: Ausbildung

Sommerkurs der Akaflieg Frankfurt

Jedes Jahr nach Ende des Sommersemesters bietet die Akaflieg Frankfurt einen zweiwöchigen Kurs an, um Interessierten einen Einstieg in den Segelflugsport bieten zu können.

Es sind keine theoretischen oder praktischen Vorkenntnisse nötig! Ziel ist, die Basis für den ersten Alleinflug zu legen – unter günstigen Bedingungen ist der erste Soloflug bereits zum Ende des Kurses möglich, sonst kann er im Rahmen der regulären Wochenendschulung bis zum Saisonende absolviert werden.

-> Kursdaten: 17.08.26 bis 28.08.26
-> Anmeldung
-> Video

Peak Soaring – „so geht Segelfliegen heute“

Autor Ernst Willi

Seit Jahrzehnten nehme ich in der kühleren, fast segelflugfreien Jahreszeit die Klassiker von Kalckreuth, Reichmann und Brigliadori zur Hand und tröpfle sie als mentales Training in meine Saison-Vorbereitung ein. Die Mischung aus Vorfreude auf eine in Bälde beginnende Saison, Einblicke in das gebündelte Know-how der besten Segelflug-Kenner der Geschichte und ein feines Glas Rotwein gehören zur traditionellen Vorbereitung meiner ersten Flüge.

Ausgewogene Mischung

Nun ist ein neuer Klassiker dazugekommen. Ich bin überzeugt, dass Benjamin Bachmaiers Standardwerk künftig ein fester Bestandteil meiner spätwinterlichen Saison-Vorbereitung sein wird. «Peak Soaring» ist dank seines dichten Inhalts, moderner grafischer Gestaltung, der beigelegten Zusatzkarte zum detaillierten Nachschauen beschriebener fliegerischer Abenteuer für Pilot/-innen, die das erste Mal die Alpen erkunden ebenso wie für erfahrenere Segelflieger/-innen, die ihr Wissen vertiefen wollen, ein wichtiges Standardwerk.

Passend zu den beschriebenen Flugabenteuern legt der Viento-Verlag dem Buch von Benjamin Bachmaier eine Karte zum nachschauen der geflogenen Routen oder als allgemeine Orientierungshilfe in den Alpen bei.

Sprachlicher Zauber

Natürlich ist es eine Zumutung für einen Autor wie Benjamin Bachmaier, wenn ein Dritter sein 500-Seiten-Werk, in das er sein geballtes und über Jahre intensiven Segelfliegens gesammeltes Wissen steckt, in wenigen Zeilen als Buchbesprechung einzuordnen versucht. Hier kann ich allerdings nicht anders, als vergnügliche Begeisterung zu zeigen: Nur schon Benjamin Bachmaiers Schreibstil ist eine Seltenheit. Der dicke Wälzer ist wunderbar geschrieben. Ein sprachlicher Zauber liegt wie Feenstaub auf allen Druckbögen. Das Talent, Wesentliches im Fokus zu behalten und es einfach-spannend, physikalisch-technisch korrekt und trotzdem leichtfüssig zu beschreiben, macht ihn aus. Ein Beispiel für sprachliche Höhenflüge ist das Kapitel «Wir und unser Wind». Es ist ein Genuss, die fein gedrechselten Texte zu lesen. Schon nach wenigen Sätzen ist man «hin und weg».

Roter Faden

Manches ist neu für mich , etwa die ausführlich beschriebenen «thermischen Hitzetiefs» und ihre dazu gehörenden «Absink-Hochs» – aber sie helfen beim Erklären bisher diffuser praktischer Erfahrungen. Sie spüren: Nicht alles habe ich gleich beim ersten Durchlesen verstanden; spätestens beim dritten Mal und nach einem Griff zurück in die ersten Seiten stellt sich aber ein «Aha-Effekt» ein. Dort finden die Leser/-innen Grunddefinitionen der Begrifflichkeiten und einen Meteo-Crashkurs, damit alle präzise verstehen, was sie gerade lernen. Diese Elemente sind Teil eines inhaltlichen Konzeptes mit einem roten Faden, der verlässlich durch das Werk führt und für eine abwechslungsreiche Mischung aus Theorie und praktischen Erlebnissen sorgt.

Doppelseite aus „Peak Soaring“. Üppige Illustrationen und zahllose Randbemerkungen (sog. Marginalien) erzeugen zusammen mit dem leichtfüssig formulierten Inhalt eine hohe inhaltliche Dichte.

Inhaltliche Dichte

Mit Benjamins Sprache, geschickt platzierten grafischen Elementen wie reichhaltigen Illustrationen und ausführlichen Randbemerkungen erreicht «Peak Soaring» eine Dichte, die für ein schnelles Durchfliegen der Seiten hoch ist. Man muss sich für dieses Werk etwas Zeit gönnen – aber wie eingangs erwähnt, darf man Benjamins Werk durchaus immer wieder konsultieren, neue Entdeckungen warten auch nach mehrmaligem Durchlesen sozusagen hinter jedem Umblättern.

«Peak Soaring» ist ideal für Pilot/-innen, die ihrem Segelflug-Können mehr Tiefe verleihen oder die Alpen Frankreichs, der Schweiz und Österreichs genauer erkunden wollen.

-> Bestellen können Sie Peak Soaring hier.

Vater und Sohn meistern Prüfungsflug

Autor: Thomas Schöll

Wenn Familien am Wochenende ihrem gemeinsamen Hobby nachgehen, kommt es nur selten zu solchen Momenten wie jüngst am Flugplatz Bamberg-Breitenau: Vater und Sohn absolvierten am selben Tag ihre Prüfungsflüge zur Segelfluglizenz. Laut Prüfer Matthias Reich, seit über 30 Jahren im Einsatz, war dies ein Novum – auch in der Historie des Aero-Clubs Bamberg findet sich kein vergleichbarer Fall.

Der 16-jährige Oliver Schmitt ist auf dem Bamberger Flugplatz gewissermassen groß geworden. Sein Vater begann dort ebenfalls früh mit der Fliegerei, arbeitet heute als Kapitän auf Airbus A350 und A380 und ist dem Platz bis heute eng verbunden. Seine alte Segelfluglizenz war jedoch verfallen. Als Oliver mit 13 Jahren in die Ausbildung startete, wuchs in ihm der Wunsch, selbst ebenfalls wieder zurück in den Segelflug zu finden.

So nahm der Langstreckenpilot erneut im Cockpit der ASK 21 Platz und ließ sich von den Segelfluglehrern des Clubs Schritt für Schritt in die Welt des motorlosen Fliegens zurückführen. Oliver wiederum sammelte früh wertvolle Erfahrung und ging bereits mit 14 Jahren erstmals solo über Bamberg auf Thermiksuche. Kurz nach seinem 16. Geburtstag konnte er seine Ausbildung nun erfolgreich abschließen.

 Da sich der für Oliver angesetzte Prüfungstermin nach Ansicht eines aufmerksamen Mitarbeiters des zuständigen Luftamtes auch für Vater Thomas anbot, wurde auch er zum Checkflug angemeldet Das Ergebnis: Zwei bestandene Prüfungen, ein besonderer Tag – und ab sofort die Möglichkeit für Vater und Sohn, gemeinsam in den Segelflugzeugen des Aero-Clubs Bamberg unterwegs zu sein.

Segelflug-Theorie für die Zentralschweiz

Ab Samstag, 8. November 2025 unterrichten verschiedene Referenten in den Prüfungsfächern, jeweils von 08:30 bis ca. 16:30, an 11 Samstagen. Ziel ist, die Segelflug-Theorieprüfung im März oder April 2026 erfolgreich abzulegen und sich dann wieder mit vollem Elan um die praktische Ausbildung zu kümmern, respektive mit der praktischen Ausbildung zu beginnen.

Anmeldefrist: spätestens 1. November 2025

Anmeldung und Fragen bitte direkt an: Peter Steinmann, steinmpe[a]gmail.com, +41 79 457 13 23 oder +41 41 260 31 18.

Erweiterung von SPL auf TMG

Der Flugplatz Schänis bietet dieses Jahr wieder Theorie- und Praxiskurse für die Touring-Motorglider-Ausbildung (TMG) an.

Seit einigen Jahren hat EASA die Ausbildungsrichtlinien zugunsten von bestehenden Sailplane-Pilot-Licenses (SPL) vereinfacht. Es muss nun nicht mehr die ganze PPL-Theorieprüfung schriftlich abgelegt werden. Die Theorieprüfung findet nur noch mündlich während ca. 30 Minuten anlässlich der praktischen Flugprüfung statt.

Diese Kurse werden auch in diesem Winterhalbjahr 2025/2026 durchgeführt. Der Kurs ist für alle SP-Lizenzen offen. Sie können auch am Kurs teilnehmen, wenn Sie nicht in Schänis fliegen.

Die Kurse bestehen aus zwei Blöcken Präsenzunterricht von total ca. acht bis zehn Stunden. Im Vorfeld bereiten sich die Kandidatinnen und Kandidaten im Selbststudium vor. Am Kurs wird kein Basiswissen vermittelt, sondern hier wird die Umsetzung in die Praxis vertieft. Ideal sind 4-6 Teilnehmer pro Kurs. Die Termine werden individuell mit den Teilnehmer-Klassen festgelegt. Ebenfalls ist es von Vorteil, wenn vor Kursbeginn bereits ein erster Ausbildungsflug auf der Dimona durchgeführt werden kann. Das erleichtert das Verständnis für die Theorie.

Wer sich für die Theoriekurse sowie auch die praktische Ausbildung interessiert, meldet sich bitte direkt bei Adrian Müller, paradi[a]bluewin.ch, +41 79 692 96 36

Vom Segelflieger zum UL-Pilot

Autor: Silas van Acken

Nachdem ich meine Segelflugausbildung beim LSV Worms abgeschlossen hatte, war für mich schnell klar: Ich will weiterfliegen, aber diesmal mit Motor. Die Entscheidung für die Ultraleichtfluglizenz (UL) fiel mir leicht – maximale Freiheit bei vergleichsweise geringen Kosten und eine tolle Möglichkeit, meine fliegerischen Fähigkeiten zu erweitern. Hier mein Erfahrungsbericht über die Ausbildung, die Herausforderungen und die Highlights auf dem Weg zur Lizenz.

Der Anfang
Mein erster Flug im Ultraleicht war eine ganz neue Erfahrung. Plötzlich gab es Leistung auf ,,Knopfdruck“, kein Warten auf Thermik oder kreisen, um Höhe zu gewinnen. Stattdessen: Gas rein – und los geht’s! Auch das Steuern fühlte sich anders an, da ein UL-Flugzeug oft empfindlicher auf Steuereingaben reagiert als ein schwereres Segel-Flugzeug. Aber dank meiner Erfahrung im Segelflug hatte ich schnell ein Gefühl für das neue Flugverhalten.

Die Ausbildung:
Die UL-Ausbildung beim LSV Worms ist strukturiert, aber dennoch flexibel. Dank meiner Segelfluglizenz hatte ich einige Vorteile, was den Ausbildungsumfang verkürzte. Dennoch gab es neue Inhalte, die ich lernen musste:

  • Motorflug-Grundlagen: Das Triebwerksmanagement, Berechnung der Startstrecke und des Schwerpunktes waren mir völlig neu
  • Funksprechverfahren: Während ich im Segelflug meist nur Platzrundenfunk hatte, kam nun auch FIS und teilweise Kontrollzonenfunk dazu.
  • Luftraumstruktur & Navigation: Auch hier hatte ich durch den Segelflug einen Vorteil, hatte das Wissen aber noch nicht oft wirklich anwenden können
  • Notfallverfahren: Ein Motor kann vielseitige Probleme erzeugen. Die Notverfahren habe ich also umso ausführlicher gelernt.

Ein Highlight war für mich immer das Funken. Ich mag es, mich in den realen Flug-Verkehr einzuklinken. Mir macht es Spaß, mit anderen Piloten oder der Flugverkehrs-Kontrolle über sehr professionell klingende Funkphrasen zu kommunizieren.

Die ersten Solo-Flüge:
Nur drei Wochen nach Ausbildungsbeginn war es soweit. Mit meiner Fluglehrerin Marianne machte ich an diesem Tag (2.11.2024) Platzrundentraining, da das Aufsetzen und Durchstarten noch nicht so gut funktionierte. Nach fünf ,,touch and go‘s“ klappte es endlich. Nachdem wir wieder gelandet waren, stieg mein zweiter Fluglehrer Albrecht ein und wir flogen zusammen drei Platzrunden. Das war auch schon der Checkflug für den ersten Alleinflug. Danach ging es los. Das erste Mal alleine im Ultraleichtflugzeug war ein besonderes Erlebnis. Nach erfolgreichen drei Platzrunden wurde mir von allen Seiten gratuliert.

Danach ging es mit meinem Fluglehrer Albrecht über Land. Zuerst flogen wir nach Karlsruhe Baden- Baden, dann nach Siegerland und im Februar 2025 nach Giebelstadt und Würzburg. Nach diesem intensiven Training fühlte ich mich bereit für die ersten Solo- Überlandflüge.

Mein erster Solo-Überlandflug führte mich zu einem mir bekannten Platz, Walldürn, den ich bereits mit Fluglehrer besucht hatte. Alles lief routiniert, aber es war trotzdem ein unbeschreibliches Gefühl, ganz alleine irgendwo zu landen. Für die Ausbildung sind drei Solo Überlandflüge vorgeschrieben, daher ging es noch zweimal nach Aschaffenburg.

Der Endspurt zur Lizenz
Nun geht es in die letzten Wochen vor der Prüfung. Meine Solo-Platzrunden absolviere ich bereits routiniert, und auch die Navigationsflüge klappten problemlos. Die letzten Vorbereitungen bestehen aus Ziellandungen, simulierten Notverfahren und der Festigung aller gelernten Inhalte. Das alles wiederholte ich mit Albrecht am Tag vor der Prüfung. Aufgeregt war ich nicht, da ich die Prüfung bei Marianne, der UL- Ausbildungs-Leiterin, absolvieren konnte. Mit ihr bin ich schon sehr oft geflogen, auch während der Segelflugausbildung. Der Prüfungsflug am 23.2.2025 erfolgte bei bestem Wetter. Sogar Segelflieger waren unterwegs. Wir flogen nach Walldürn, um Ziel-Landungen zu machen und dann ging es weiter nach Speyer für ein Start mit simuliertem Triebwerksausfall. Ein paar Mal blickte ich zu Mariannes Prüfungscheckliste und sah, wie ein Punkt nach dem anderen abgehakt wurde. Nach der Landung zurück in Worms gratulierte sie mir zur bestandenen Prüfung und ich konnte es fast nicht glauben, dass die Ausbildung, so schnell wie sie begonnen hatte, nun zuende ist.

Bereits nach drei Tagen lag mein Schein im Briefkasten und ich war schwer beeindruckt von der schnellen Bearbeitungszeit der Behörde. Die Passagierberechtigung wurde mir direkt eingetragen. Der erste Flug mit Lizenz ging für mich nach Mannheim. Ich brauchte eine Schutzhülle für die Lizenz und ging deswegen zum dortigen Pilotenshop. Ein paar Tage später nahm ich zum ersten Mal einen Passagier mit. Mit meiner Mama flog ich nach Speyer zum Eis essen.

Fazit: Segelflug + UL = Perfekte Kombination

Die UL-Ausbildung war für mich die perfekte Ergänzung zum Segelflug. Während ich beim Segelfliegen die Kunst des Fliegens ohne Motor gelernt habe, gibt mir das Ultraleicht-Fliegen die Möglichkeit, flexibler und ortsunabhängiger zu reisen. Beide Bereiche ergänzen sich perfekt, und ich kann es kaum erwarten, mit der frisch erworbenen Lizenz meine ersten eigenen Touren zu planen. Ich danke meinen Fluglehrern Marianne und Albrecht ganz herzlich für die Unterstützung bei der Ausbildung und ebenso allen anderen die daran beteiligt waren.

Sechs neue Segelfluglehrer

Vom 15.-27. Juni 2025 fand der Fluglehrerkurs in Amlikon statt. Sechs TeilnehmerInnen aus der Deutschschweiz nahmen teil und wurden auf ihre zukünftige Tätigkeit vorbereitet. Das zweiwöchige Ausbildungsprogramm besteht jeweils aus praktischen, theoretischen und didaktischen Teilen, Longbriefings, Lehrgesprächen und vielen Flugübungen sowie Eigentraining – letztem Feinschliff im Fliegen vom hinteren Sitz – Trudel-Training, Windenstarts und Interventions-Training mit Rollenspielen.

Die Experten auf dem Vordersitz spielten bei jedem Flug andere Schülertypen, um die Neo-Instruktoren auf den Schulalltag vorzubereiten. Trotz langer Tage blieb auch Zeit für eine Abkühlung im Pool und interessante Gespräche am Feuer. Mit einem gut gefüllten Rucksack an wertvollen Erfahrungen können die neuen Fluglehrer ihre Tätigkeit in ihren Vereinen beginnen. Als Experten waren Roland Bieri, Pepe Schäuble, Alois Lüthold, Heinz Brem und Matteo Morisoli im Einsatz. Fotos: ‚SFVS‚.

Schnupperfliegen im Mai

Der LSV Schwarzwald führt 2025 auf dem Flugplatz Winzeln-Schramberg wieder sein traditionelles Schnupperfliegen durch. Am 24. und 25. Mai können Sie als Besucher/-in in einem Segelflugzeug oder Motorselger selber als Pilot über den Schwarzwald fliegen. Zwar ist nach nur einem Wochenende noch kein neuer Pilot entstanden, aber das unbeschreibliche Gefühl, vogelgleich durch die Luft zu gleiten, Kreise über dem Schwarzwald zu ziehen und dabei auch mal die Steuerung selbst zu übernehmen, ist der erste Schritt. Begleitet werden Sie von Fluglehrern des LSV Schwarzwald. An beiden Tagen können Sie Schnupperflüge im Segelflugzeug und am Sonntag auch im Motorflugzeug erleben.

Melden Sie sich bitte unter pilot-werden[@]lsv-schwarzwald.de an. Mindestalter: 13 Jahre.

22 Pilatus PC-7 MKX für Frankreichs Luftwaffe

Die französische Beschaffungsbehörde Direction Générale de l’Armement (DGA) hat den PC-7 MKX als neues Trainingssystem für die französischen Luftstreitkräfte ausgewählt. Die Flotte von 22 PC-7 MKX wird für die militärische Grundausbildung der Piloten genutzt, wobei die Auslieferung für 2027 geplant ist.

Neben den 22 Flugzeugen umfasst das Paket bodengestützte Trainings-Komponenten, die teilweise in Zusammenarbeit mit der französischen Industrie bereitgestellt werden. Im Rahmen des bodengestützten Trainingssystems wird Pilatus Simulatoren, Computer-gestütztes Training und Ausstattungen für das Missionsplanungs- und Debriefing-System liefern.

PC-21 & PC-7 MKX im Einsatz

Bereits seit 2018 führt die Armée de l’Air et de l’Espace ihre fortgeschrittene Piloten-Ausbildung auf dem Pilatus PC-21 und dem zugehörigen Trainingssystem auf der Basis Aérienne 709 in Cognac-Châteaubernard durch. Inzwischen trainieren die Piloten auf 26 PC-21, die in zwei Chargen beschafft wurden. Mit der Einführung des PC-7 MKX für die Grundausbildung setzt Frankreich nun ausschliesslich Pilatus Trainingsflugzeuge für alle Phasen der Ausbildung ein.

Neues smartes Avioniksystem

Die Pilatus PC-7 MKX Plattform verfügt über ein neues Cockpit-Design, das auf dem Garmin G3000 PRIME Avioniksystem basiert und auch mit einem Head-Up-Display ausgestattet ist. Dank der langjährigen Erfahrung von Pilatus in der Entwicklung von Pilotenausbildungssystemen bietet das Ergebnis ein äusserst zuverlässiges und intuitives Avioniksystem, das bereits in den frühen Ausbildungsphasen eine ideale Trainingsumgebung schafft. Bei der gemeinsamen Entwicklung hat Garmin erstmals seine G3000 PRIME Technologie integriert, die die Verwendung von benutzerdefinierten Displays ermöglicht. Durch die Zusammenarbeit beider Unternehmen wurde die DNA der militärischen Pilotenausbildungsphilosophie von Pilatus mit der Anpassungs-Fähigkeit und dem Fachwissen von Garmin im Bereich offener Systemarchitekturen kombiniert, um ein hochmodernes Avioniksystem zu entwickeln, das den militärischen Trainingsmarkt revolutioniert.

Info-Anlass „Fluglehrerkurs-Aufnahmeprüfung“

Der Motorflug-Verband der Schweiz wiederholt am Samstag, den 07. Dezember 2024, die erfolgreiche Informationsplattform für Interessierte an einer Fluglehrer-Ausbildung. Eine Teilnahme ist kostenlos und unverbindlich.

Es werden folgende Themen behandelt:

  • Generelle Struktur der verschiedenen Aufnahmeprüfungen
  • Theorieprüfung
  • Eignungsabklärung und Interview
  • Praktische Flugprüfung

Ort: Verkehrshaus Luzern, Lidostrasse 5 (Haupteingang Verkehrshaus), 6006 Luzern, Seminarräume DC3 & Orion
Kursdauer: 10:00 – ca. 16:00 Uhr
Anmeldefrist: Freitag, 29.11.2024

Der MFVS bietet seinen Mitgliedern diverse Seminare und Weiterbildungen an. Über anstehende Anlässe werden die Mitglieder jeweils über die Website und/oder über den MFVS Newsletter informiert. Quelle: ‚MFVS‚.

Kostenloser Segelflug-Probemonat

Der Uelzener Flugsportverein Cumulus vergibt in diesem Jahr erstmals einen kostenlosen Probemonat für die Ausbildung zum Segelflug-Piloten. Das Angebot gilt für zwei Personen. „Innerhalb der vier Wochen lernt ihr alles, was für den Einstieg ins Segelfliegen zu wissen ist und steuert vom Sitz des Piloten das Flugzeug selbst“, verspricht Segelflugreferent Jan Baucke. Natürlich würden die Probe-Flugschüler von einem der erfahrenen Segelfluglehrer des Vereins begleitet.

Bewerben können sich Interessierte ab 14 Jahren, Voraussetzung ist bei Minderjährigen die Zustimmung der Sorgeberechtigten sowie körperliche Gesundheit. „Die Form der Bewerbung ist eurer Kreativität überlassen, lasst uns einfach wissen, warum ihr unbedingt fliegen lernen wollt“, erklärt Baucke. Vom Text bis zum selbstgedrehten Video sei alles erlaubt. „Die zwei besten Bewerbungen gewinnen“, so Baucke. Der Zeitraum des Probemonats könne individuell gewählt werden. Quelle ‚Uelzener Presse‚.

Ausbildungsfinanzierung Luftfahrt

Pro memoria: Gemäss dem Bundesgesetz über die Verwendung der zweckgebundenen Mineralölsteuer und weiterer für den Strassen- und Luftverkehr zweckgebundener Mittel (MinVG) kann der Bund einen Teil der Erträge aus der Mineralölsteuer zur Unterstützung von Aus- und Weiterbildungen im Bereich der Luftfahrt einsetzen.

Mit dieser Massnahme wird dem Mangel an qualifiziertem Personal in der Schweizer Luftfahrt entgegengewirkt. Die finanziellen Beiträge werden nur an Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller ausbezahlt, die eine Anstellung bei einem Schweizer Aviatikbetrieb (Definition siehe Seite 3 der „Erläuterungen zur Revision der Verordnung des Schweizerischen Bundesrats über die Finanzhilfen für Ausbildungen im Bereich der Luftfahrt“) nachweisen können. Berücksichtigt werden jene Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller, welche die beste Gewähr für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung und gute Leistungen im Beruf bieten. Quelle / Ausschreibung: ‚BAZL‚.

Neues Ausbildungshandbuch für Luftfahrerschulen

Die Bundeskommission Ultraleichtflug im DAeC hat in Zusammenarbeit mit dem Luftsportgeräte-Büro (LSG-B) ein neues „Ausbildungshandbuch für Luftfahrerschulen“ erstellt und zum Zieltermin Januar 2024 veröffentlicht. Neben einigen inhaltlichen Änderungen wurden u. a. die Übersichtlichkeit und das Inhaltsverzeichnis deutlich verbessert.

Der Veröffentlichung des neuen Ausbildungshandbuchs werden in weiteren Schritten Anhänge und Ergänzungen sowie die Digitalisierung von Meldungen und Dokumenten über den das Online-Portal Vereinsflieger folgen. Die Bundeskommission hofft, den Flugschulen und Vereinen mit dem Ausbildungshandbuch einen verständlichen und nützlichen Leitfaden an die Hand gegeben zu haben.

Neben den Kommissionsmitgliedern Robert Artmann und Michael Kania hat auch Stefan Reusch von der Luftsportvereinigung Dr. Hermann Köhl am Flugplatz Borkenberge viel Zeit in das Projekt investiert. „Allen meinen herzlichen Dank für die geleistete Arbeit“, sagt Torsten Gutzeit

Das Ausbildungshandbuch steht hier zum Download bereit. Quelle: ‚DAeC

„…wäre ich heute kein Pilot“.

Airlines wie die Swiss suchen Piloten. Die Ausbildungsklassen sind nur spärlich gefüllt. Woran liegt das? Ein Gespräch mit einem langjährigen Piloten und einer angehenden Pilotin.

Herr Ammann, warum wollten Sie vor 30 Jahren Pilot werden?
Ammann: Das war ein Kindheitstraum. Ich wusste schon in der fünften Klasse, dass ich Pilot werden will. Die Fliegerei hat mich fasziniert. Aber auch die Technik, die Geschwindigkeit, die unbegrenzten Möglichkeiten.

Und Sie, Frau Feuser. Warum wollen Sie 2024 Pilotin werden?
Feuser: Meine Tante hat als Flugbegleiterin bei der Lufthansa gearbeitet und mich als junges Mädchen auf einen Flug mitgenommen. Ich war sehr fasziniert vom Fliegen und habe schnell gemerkt, das will ich auch machen. Nach dem Abitur habe ich als Flugbegleiterin gearbeitet und konnte mir so ein realistisches Bild vom Job des Piloten machen. Aus verschiedenen Gründen habe ich mich dann für die Ausbildung entschieden. Ich bekomme als Pilotin Einblicke in unterschiedliche Themenbereiche wie beispielsweise Technik, Luftrecht oder Meteorologie. Das macht es für mich zu einem sehr spannenden und abwechslungsreichen Beruf. Ausserdem gefällt mir, dass man mit Menschen zusammenarbeitet.

Ammann: Ein sehr wichtiger Punkt. Die Zusammenarbeit mit Menschen wird als Kapitän nochmals intensiver. Ich führe Menschen, ich kann sie motivieren. Mein Führungsstil prägt das Team für einen Flug. Und es schafft Möglichkeiten, Probleme zu lösen oder – im schlechten Fall – neue zu kreieren.

Da spricht ein Kapitän. Ist das auch Ihr Ziel?
Feuser: Theoretisch habe ich die Wahl. Ich bin nicht verpflichtet, Kapitänin zu werden. Ich glaube aber, dass das das Ziel von jedem und jeder ist. Alle möchten eines Tages vorne links sitzen, ich auch.

Ist das Ihr inneres Verlangen nach Führung?
Feuser: Nein, mir geht es nicht darum, zu führen. Mir geht es ums Fliegen und ums Arbeiten im Team.Ammann: Wenn du Chef werden willst, suche dir einen Beruf im Management. Wenn du die Faszination Fliegen erleben möchtest und dich das fesselt, werde Pilotin. Ich habe mir nie solche Gedanken gemacht. Ich wusste, ich will fliegen. Ob ich Kapitän werde, habe ich mir nicht überlegt.

Sie haben sich weniger überlegt, und Sie haben weniger Erfahrung im Gepäck gehabt. Ist das der Unterschied zu den heutigen Anwärterinnen und Anwärtern?
Ammann: Ich bin einfach meiner Passion gefolgt und habe alles dafür gegeben, dies zu erreichen. Heute müssen die Jungen mehr finanzielle Mittel einbringen, was zu einer vertiefteren Beurteilung des Berufes führt. Hätte ich mit 20 Jahren so viel für die Ausbildung bezahlen müssen, wäre ich heute kein Pilot. Insofern verstehe ich, wenn heute viele Leute mit Berufserfahrung die Ausbildung beginnen, da sie Ersparnisse mitbringen müssen.

Gemäss Schätzungen der Branche werden etwa 42 Prozent der derzeitigen Piloten innerhalb des nächsten Jahrzehnts in den Ruhestand gehen. Der Swiss fehlen bald noch mehr Piloten als ohnehin schon. Dazu kommt die teure Ausbildung.
Ammann: Das ist ein Problem, welches die Swiss beurteilen muss. Die Ausbildungskosten haben aber auch positive Aspekte, man setzt sich dadurch ernsthaft mit dem Beruf auseinander, bevor man sich anmeldet. Persönlich würde ich es begrüssen, wenn die finanzielle Beteiligung tiefer wäre, ähnlich wie bei Studierenden.

Feuser: Ich finde es schade, dass der finanzielle Hintergrund ein ausschlaggebendes Kriterium dafür ist, ob man sich für diese Ausbildung entscheiden kann oder nicht. Dadurch müssen die Airlines auf qualifizierte Bewerber verzichten, die einen Mehrwert bieten könnten. Gleichzeitig verstehe ich, dass das Training an einer Flugschule hohe Kosten mit sich bringt.

Entschuldigung, aber welcher junge Mensch kann nebenbei mal 35 000 Franken zahlen?
Feuser: Ohne eigene Ersparnisse ist das sehr schwierig, das stimmt. Da ist man auf finanzielle Hilfe angewiesen.
Ammann: Die Frage ist schwierig zu beantworten. Natürlich verhindern die Ausbildungskosten, dass eine 18-Jährige eine Pilotenausbildung beginnen kann. Sie kann vielleicht erst mit 26 Jahren starten. Das finde ich schade, auch aus Unternehmenssicht, weil so der Einstieg erst später erfolgen kann und einige Jahre eines Talentes ungenutzt verschwendet werden.

Neben der teuren Ausbildung bringt der Job auch den Ruf als Klimasünder mit. Könnte der Mangel an Piloten damit zusammenhängen?
Feuser: Nein, das glaube ich nicht. Vor allem, weil die Swiss sehr viel für nachhaltigeres Fliegen unternimmt. Die Flotte wird laufend erneuert, wir bekommen den Airbus A350-900. Dieser ist sparsamer und ökologischer. Auch nachhaltiger Treibstoff ist für die Swiss ein grosses Thema.

Sie beide müssen sich im Freundeskreis nie für Ihren Beruf rechtfertigen?
Feuser: Bisher nicht.
Ammann: Ab und zu ist dies in Diskussionen ein Thema. Doch schliesslich befriedigen wir ein Bedürfnis von Menschen, die fliegen wollen. Die heutige Technik ist das Beste, was uns zur Verfügung steht. Doch natürlich beschäftigt mich das Thema.

Würden Sie anders auf Ihren Beruf schauen, wenn Sie am Anfang Ihrer Karriere stehen würden?
Ammann: Nein. Ich akzeptiere, dass das Leben von uns Menschen auf der Erde irgendwo einen Abdruck hinterlässt. Wir können uns bemühen, diesen so klein wie möglich zu halten. Ich versuche mit meinen Möglichkeiten Positives zu bewirken. Ich bin Pilot und habe deswegen kein schlechtes Gewissen.

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Salär? Seit dem neuen Gesamtarbeitsvertrag verdienen Sie sogar noch etwas mehr.
Ammann: Ich finde, es ist ein angemessenes Salär, das den Aufgaben und der Verantwortung entspricht.
Feuser: Das sehe ich genauso. Gerade im Hinblick darauf, dass die Ausbildung kostenintensiv ist, kommt man mit dem Gehalt nach der Ausbildung gut zurecht. Quelle / vollständiger Bericht: ‚NZZ, Neue Zürcher Zeitung‚.