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Heilbronn: Motorflugsparte mit Kappa-UL

Die Motorflugsparte der Fliegergruppe Heilbronn erfährt eine Erweiterung der Flugzeugpalette, indem sie ein weiteres Flugzeug in ihre Flotte aufnimmt. Der Hubschrauberlandeplatz Oedheim dient als Operationsbasis für die Sparte, die jetzt auch ein Ultraleichtflugzeug des renommierten Herstellers Kappa vorstellen kann. Diese Maschine gesellt sich zu den bereits vorhandenen Flugzeugen, einer Cessna 172 Rocket und einer Robin DR 253, und vervollständigt somit den vielfältigen Flugzeugpark der Motorflieger.

Das neueste Flugzeug, aus der Produktion in Tschechien stammend, gehört einem Vereinsmitglied, das die Maschine privat betreibt. Besonders hervorzuheben ist die Eignung des schnellen Flugzeugs mit Einziehfahrwerk für den Flugplatz Oedheim. Die kurze Start- und Landebahn stellt für das Ultraleichtflugzeug kein Hindernis dar. Mit einer bemerkenswert geringen Startstrecke von gerade einmal 100 Metern und einer Landestrecke von 140 Metern beweist die Maschine auf der 500 Meter langen Graspiste eine beeindruckende Sicherheit. Die Landung eines Ultraleichtflugzeugs in Oedheim kennzeichnet nicht nur den Beginn der Saison 2024, sondern auch die Entwicklung der Sparte, die künftig nicht nur Motorflugzeuge betreibt, sondern auch Ultraleichtflugzeuge in ihr Vereinsangebot integriert. Quelle: “Meine Stimme‚.

Der Himmel auf Erden

Damals unternahmen 15 Teams in UL-Flugzeugen gemeinsam eine sechstägige Reise von Zell am See bis nach Sizilien. „Eine ultraleichter Aus-Flug zu Italiens friedlich brodelndem Vulkan“, so das Motto. Aber dieses Abenteuer ging bei Weitem über das fliegerische Erlebnis hinaus. Die Crews lernten in diesen Tagen die schönste Seite Italiens kennen. Dieser Reisebericht soll Euch – lieben Fliegerfreunden- ein Flugerlebnis der etwas anderen Art vermitteln. Abseits von kontrollierten Lufträumen, Beschränkungen und Bürokratie kann man die ureigenste Form des Fliegens erleben, die man sich als Pilot nur vorstellen kann. Quelle und vollständiger Bericht: ‚Gletscherflug.ch‚.

Freie Plätze beim UL-Fluglehrerlehrgang

Der Lehrgang findet vom 9. bis 11. Oktober 2023 am SLP Herrenteich statt.

Der Fachausschuss Motorflug-/UL-Ausbildung des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes (BWLV) unter der Leitung von Günther Hausmann (BWLV-Ausbildungsleiter UL) veranstaltet im Oktober 2023 erneut einen UL-Fluglehrer-Lehrgang für Inhaber einer Lehrberechtigung auf Motorflugzeugen, Hubschraubern, oder Segelflugzeugen. Ausbildung und Prüfung erfolgen im Rahmen eines mindestens dreitägigen Lehrganges.

Es sind noch Plätze frei!

Besonderheit: Teilnahme nur mit eigenem, oder gechartertem UL möglich. Das eingesetzte Gerät muss dabei eine Zulassung ≥ 550 Kilogramm MTOW aufweisen.

Termin:
Montag, 9. Oktober, bis Mittwoch, 11. Oktober 2023
Lehrgangsort: Sonderlandeplatz Herrenteich (EDEH)
Seminarkürzel (im Vereinsflieger): AUS-0098

Lehrgangsgebühr: 190 Euro für BWLV-Mitglieder*
Lehrgangsgebühr: 240 Euro für Teilnehmer, die nicht Mitglied im BWLV sind.*
*Zuzüglich Prüfungsgebühr nach DAeC-Preisliste

Alle Details finden Sie hier in der Ausschreibung

Neue Reihe des Ultraleichtflugzeugs „Savannah“ zugelassen

Auf Antrag des italienischen Herstellers I.C.P. Srl hat das DAeC-Luftsportgeräte-Büro am 31. Juli 2023 die Musterzulassung für die „Savannah SR“ erteilt. Die Baureihe SR ist mit einer maximalen Abflugmasse von 600 kg und dem 100-PS-Rotax mit drei Propeller-Varianten zugelassen. Das Wartungs-Handbuch des Herstellers ist gleichzeitig verpflichtendes Instandhaltungs-Programm für die Halter. Quelle: ‚DAeC‚.

600-kg-ULs: Einflug nur mit Genehmigung der dänischen Luftfahrtbehörde

Die schlechte Nachricht verbreitete sich sehr schnell in den betroffenen Kreisen: 600kg ULs dürfen nicht wie die Ultraleichtflugzeuge bis maximal 475 kg MTOM mit einer Genehmigung des Dänischen Ultraleichtfliegerverbands (DULFU) nach Dänemark fliegen. Ein Gespräch am Rande eines EASA-Meetings zwischen den AOPA-Vertretern und dem Vertreter der dänischen Luftfahrtbehörde zeigte dann aber klar einen Lösungsweg: Die dänische Luftfahrtbehörde erteilt auf Anfrage individuelle Genehmigungen zum Einflug.

Viele Piloten von Ultraleichtflugzeugen sind sich nach Einschätzung der dänischen Behörden nicht bewusst, dass ihr Flugzeug mit einer nationalen Erlaubnis fliegt, die nur in einem begrenzten Gebiet in Europa gültig ist, und eben nicht für ganz Europa. Im Gegensatz zu Zulassungen und Pilotenlizenzen, die EASA-Regeln entsprechen, die gelten in allen EASA-Mitgliedsstaaten. Ultraleichtflugzeuge bis 475 kg MTOM werden von DULFU betreut, dem die Verantwortung für Ultraleichtflugzeugaktivitäten in Dänemark bis 475 kg MTOM übertragen wurde. Für Flugzeuge außerhalb dieses Bereichs ist die dänische CAA zuständig. Dänemark hat bislang nicht von dem Gebrauch der Anerkennung der 600kg ULs Gebrauch gemacht, und erkennt deshalb diese Flugzeuge auch nicht 1:1 an.

So laufen die empfohlenen Verfahren:
Anträge für Sondergenehmigungen für Dänemark-Flüge mit Flugzeugen ohne Musterzulassung müssen über die Mailadresse info[ a ]trafikstyrelsen.dkan die dänische Luftfahrtbehörde gesendet werden. Handelt es sich bei dem Flugzeug um ein Ultraleichtflugzeug mit einem MTOM von weniger als 475 kg, muss die Anfrage an den DULFU gesendet werden, seine Internetseite findet man hier.

Sowohl die Behörde als auch der DULFU fordern folgende Dokumente zur Validierung von Piloten und Flugzeugen in Kopie an:
– Pilotenlizenz, Medical, Funklizenz (Sprachniveau Englisch ist wichtig!)
– Lufttüchtigkeitsunterlagen: ARC (oder ähnliches)
– Zulassungsdokumente
– Versicherungspolice der Haftpflichtversicherung

und Informationen zu:
– Halter bzw. Eigentümer: Name, Adresse, E-Mail und Telefonnummer
– Zeitraum des Fliegens in Dänemark.

Kosten werden für die Genehmigung nach unserem Auskunftsstand von der Behörde nicht erhoben. Quelle: ‚AOPA Germany‘.

Fly & Swim: von Ampfing nach Straubing-Wallmühle EDMS

>> Rückblick auf die erste Etappe.

Am nächsten Morgen machen wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf einen Abstecher nach Straubing-Wallmühle. Der Flug wird keine halbe Stunde dauern. Wir drehen noch eine Runde über den Ort, dann geht es gen Norden an die Donau. Wir wollten schon vor ein paar Jahren nach Straubing kommen, mussten dann aber aufgrund starker Gewitterneigung abbrechen. Umso mehr freue ich mich, dass es nun endlich klappt. Der Flugplatz Straubing-Wallmühle EDMS hat eine RMZ, da IFR-Verkehr möglich ist, PAPI und alles drum und dran – und bietet damit einen ziemlichen Gegensatz zu dem gemütlichen Grasplatz in Ampfing. Direkt am Flugplatz gibt es das Flugplatzrestaurant Wallmühle, bei dem auch vier Gästezimmer zur Verfügung stehen, allerdings sind die an diesem Wochenende bereits von Segelfliegern belegt. Die sehen wir auch gleich, als wir den Platz anfliegen: Es geht ein F-Schlepp nach dem anderen raus. Ich komme etwas hoch über dem Badesee im Endanflug an und muss ordentlich slippen, aber die Bahn ist ja mit ihren 1350 m mehr als lang genug.

Die Attinger Weiher am Flugplatz Straubing-Wallmühle
Fußläufig – etwa zehn Minuten vom Flugplatz entfernt – liegt am Ende der Piste 09 mit Weiher „Nr. 5“ einer von mehreren durch Kiesabbau entstandenen Weihern rund um den Flugplatz. Ob man in den anderen Weihern baden kann, testen wir nicht – dazu reicht uns die Zeit heute nicht. Das Bayerische Naturschutzgesetz und das Wasser-Haushaltsgesetz Bayerns besagen jedoch, dass alle Teile der freien Natur von jedermann unentgeltlich betreten und oberirdische Gewässer von jedermann zum Baden genutzt werden können – sofern nicht Kiesabbau betrieben wird oder artenschutzrechtliche Belange dagegen sprechen. Ein näher am Flugplatz gelegener Weiher ist auf jeden Fall Anglern vorbehalten.

Doch mit Weiher Nr. 5 sind wir vollkommen glücklich. Er bietet mehrere Zugangs-Möglichkeiten, die zum Teil etwas schlickig sein können, wie man uns bereits am Flugplatz warnt. Ein Teil des Ufers ist nicht öffentlich zugänglich, hier hat der Fischereiverein einige Lauben. Es gibt jedoch mehrere kleine Stellen am Ufer, an denen man es sich gemütlich machen kann, auch mit Schatten. Heute ist einiges los am Ufer – im Wasser sind allerdings nur wenige. Was wir nicht entdecken, sind sanitäre Anlage oder einen Kiosk – dafür hungrige Mücken.

Wir schwimmen eine Runde und ruhen uns dann etwas unter einem Baum am Ufer aus. Das Schwimmen war herrlich erfrischend und macht nun schläfrig. Über uns brummt immer wieder die Schleppmaschine auf ihrem Weg zur Landung. Das erinnert uns daran, dass wir uns langsam auf den Weiterflug machen sollten. Ich checke noch einmal die Notams und muss lesen, dass in Eggenfelden bis Montagmittag voraussichtlich kein Sprit zur Verfügung stehen wird. Ob das an dem UL-Treffen liegt, das dort gerade stattfindet? Da Andrés‘ Lehrgang am Montag gleich in der Frühe anfängt, beschließen wir, hier vor Ort zu tanken – auch wenn es kein MOGAS, sondern nur das teurere AVGAS gibt.

Das Tanken dauert dann etwas länger als geplant – zum einen ist der Zapfhahn mit seiner Voluminösität nicht für Flieger wie die C42 geeignet, sodass die Anlage immer wieder stoppt, zum anderen gibt es unerwartete Schwierigkeiten mit dem Abrechungsprogramm. Wir trinken gemütlich einen Kaffee, während die Flugleitung mit dem Notdienst von BP telefoniert. Irgendwann ist das Problem gelöst und wir können zahlen. Nachdem ich die letzten Flüge pilotiert habe, überlasse ich Andrés die nächste Etappe. Quelle: ‚Ultraleicht-Fliegen & mehr‚.

Lightwing AC4 GT im Praxistest

In den letzten Monaten wurde der Lightwing AC4 GT ausgiebig getestet, aufgrund des anhaltend schlechten Wetters sowie der oftmals tiefliegenden Wolkendecke jedoch mit Verzögerung. Bei voller Zuladung wurden die Start- und Landestrecken auf Asphalt- und Graspisten erflogen. Bei diesen Messungen flog der AC4 GT mit maximalen Abfluggewicht von 630 kg.

Start- und Steigleistungen:

Die Pistenlänge ist 485m, der Fotopunkt bei 400 m.


Weiter erfolgten Schlepptests mit diversen Segelflugzeugen. Auch diese Tests wurden auf Asphalt wie auch auf Graspisten durchgeführt. Hier ein paar Eindrücke eines Schlepptages mit dem AC4 GT mit DG 505 Doppelsitzig im Schlepptau. Die Pistenlänge ist 485m, der Fotopunkt bei 400 m. Bisher wurden folgende Segelflugzeuge geschleppt:

Debatte um Zukunft des Offenburger Flugplatzes

Wie geht es weiter mit dem Offenburger Flugplatz? Piloten kämpfen für seinen Fortbestand – die Stadt würde ihn opfern.
Die Zukunft des Offenburger Flugplatzes sorgt derzeit in der Stadt für hitzige Diskussionen – vorerst bleibt sie aber ungewiss. Der Gemeinderat wollte am Montagabend entscheiden, ob der Flugplatz zugunsten von Gewerbeflächen aufgegeben wird. Nach mehr als fünf Stunden Sitzung wurde dann aber festgelegt, dass es bis zum Sommer eine Klausurtagung zu diesem Thema geben soll. Da soll noch einmal ausführlich beraten werden. Erst danach soll eine Entscheidung fallen. Die Stadt würde den Flugplatz aufgeben, die Fliegergruppe Offenburg will ihn erhalten.

Bei einer Klausurtagung soll ausführlich beraten werden
Die Stadt mit Oberbürgermeister Marco Steffens (CDU) an der Spitze hatte mehrfach betont, dass es in Offenburg keine freien Gewerbe-Flächen mehr gebe. Gleichzeitig fragten immer wieder Offenburger Firmen, die erweitern wollen, im Rathaus an. Die Stadt schlägt deshalb vor, den Flugplatz zu opfern und dort auf maximal 36 Hektar Fläche ein Gewerbegebiet einzurichten. Steffens sagt, er sorge sich um die Firmen in seiner Stadt, die nach freien Flächen suchten. Die Fliegergruppe Offenburg mit ihren 300 Mitgliedern – davon 200 aktive Piloten – ist gegen diese Pläne. 4’000 Starts und Landungen gibt es hier jährlich. Segelflieger, Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge und kleine Motorflieger heben in Offenburg ab oder landen.

Fliegergruppe Offenburg will Start- und Landebahn erhalten
Die Fliegergruppe Offenburg hatte dem Gemeinderat einen Kompromissvorschlag präsentiert. Demnach sollen die Start- und Landebahn erhalten bleiben und nur 15 Hektar zum Industriegebiet werden. Wäre der Flugplatz einmal weg, käme er nie wieder, so die Sorge. Oberbürgermeister Steffens hält dagegen: Der Lahrer Flugplatz sei nur 15 Kilometer entfernt. Die Fliegergruppe Offenburg könne dorthin umziehen. Lahr sei bei der Fliegerei außerdem kompetenter als Offenburg. Quelle: ‚SWR‚.

„Gesetze werden immer restriktiver“

Wie sich der Flugsport verändert hat und welche Herausforderungen sein Flugverein hat , verrät Roland Helfer vom Flugsportverein 1910 Karlsruhe. Roland Helfer ist seit 60 Jahren Mitglied beim Flugsportverein 1910 Karlsruhe, der am Segelflugplatz in Forchheim zuhause ist. Zum heutigen Internationalen Tag der Zivilluftfahrt erzählt er, was sich im Flugsport verändert hat und welchen Herausforderungen der Verein aktuell begegnet.

Was hat sich in den vergangenen Jahrzehnten im Flugsport geändert?
Helfer: Die Gesetze werden immer restriktiver, was mit den Gedanken an Sicherheit, Umweltschutz und Lärmschutz zusammenhängt. Bei Flugtagen etwa werden seit einigen Jahren deutlich mehr Sicherheitsvorkehrungen gefordert, zum Beispiel, was die Abstände zum Publikum betrifft. Das ist zum Teil richtig, es macht solche Veranstaltungen aber immer schwieriger. Auch gibt es mehr Dokumentationspflichten, zum Beispiel in der Ausbildung von Flugschülern oder beim Nachweis der Berechtigung, fliegen zu dürfen oder einen Passagier mitnehmen zu dürfen. Dafür ist alle paar Jahre eine fliegerärztliche Untersuchung erforderlich. Wir als Verein müssen diese Nachweise elektronisch in unser System einpflegen und den Piloten gegebenenfalls sperren, wenn seine Berechtigung ausläuft. Und auch bei der Reparatur von Flugzeugen gibt es strengere Vorschriften: Wo dürfen Halter selbst reparieren, wo müssen sie einen Prüfer herbeiziehen? Früher hat der Werkstattleiter gesagt: Das Flugzeug ist in Ordnung, ihr dürft fliegen. heute geht das nicht mehr so einfach.

Hat sich bei der Zielgruppe etwas verändert?
Helfer: Eigentlich nicht. Wir machen im Verein fast alles ehrenamtlich und können unseren Mitgliedern Flugzeuge zur Verfügung stellen. Nur so ist es etwa möglich, dass 14-Jährige bei uns den Segelflug erlernen können, ohne dass die Eltern gut betucht sind. Es ist ein Breitensport, der nicht nur den Vermögenden offen steht. Entgegen des üblichen Trends haben wir keine Reduzierung der Mitgliederzahl, teilweise hatten wir sogar Wartelisten für Flugschüler. Aktuell zählt die Luftsportgemeinschaft Rheinstetten, die den Flugsportverein 1910 Karlsruhe, die Akaflieg des KIT und den Luftsportverein Albgau umfasst, um die 800 Mitglieder. Im Flugsportverein Karlsruhe sind es rund 400.

Können Sie sich noch an ihren ersten Flug erinnern?
Helfer: Ja, das war 1957. Mein Vater hatte mir zum Weißen Sonntag einen Segelgastflug geschenkt, es ging ein paar Mal um den alten Verkehrslandeplatz in Forchheim. Ich war damals zehn Jahre alt – und bin dann dort auch hängen geblieben. Bis ich selbst Fliegen lernen durfte, musste ich aber noch ein bisschen warten: Das Mindestalter waren damals 16 Jahre. Heute sind es 14 Jahre. Quelle: ‚Badische Neueste Nachrichten‚.

Nasse Flächen, zuviel Power und unerfahren.

Ereignisse und Flugverlauf
Während des Anfangssteigfluges geriet das Ultraleichtflugzeug in eine unkontrollierte Fluglage und prallte auf den Boden. Der Start auf der Piste 25 des Flugplatzes Gießen-Lützellinden erfolgte um 14:25 Uhr 1. Zeugen gaben an, dass in der Beschleunigungs-Phase beim Startlauf das Bugrad entlastet worden war. Unmittelbar nach dem Abheben sei das Ultraleichtflugzeug nach links um die Längsachse gerollt und in südliche Richtung gedreht. Die Fluggeschwindigkeit wurde als gering eingeschätzt. Kurz danach sei es aus ca. 20 m Höhe nach vorn abgekippt und auf den Boden geprallt.

Der hinten im Luftfahrzeug sitzende Fluglehrer gab zu diesem Start an, dass er vor dem Start den Piloten noch auf die nassen Tragflächen hingewiesen habe und ihm sagte, dass er deshalb mit einer längeren Startstrecke rechnen solle. Anrollen, Abheben und Steigflug hätten dem vorherigen geähnelt. Als er korrigierend eingreifen wollte, sei das Ultraleichtflugzeug schon im überzogenen Zustand gewesen. Er habe noch wahrgenommen, wie es in Rückenlage rollte und nahezu senkrecht auf den Boden prallte.

Historie des Ultraleichtflugzeuges
Der Pilot hatte das Luftfahrzeug als Bausatz gekauft und es in der Slowakei zum Verkehr zugelassen. Das Luftfahrzeug war ursprünglich mit dem Triebwerk Rotax 912 ULS und einem Dreiblatt-PowerMax-Propeller ausgerüstet. Es wurde am 24.03.2020 vom Kithersteller umgerüstet und dabei mit einem Edge Performance 912 Sti-Triebwerk und einem DuoMax-Propeller ausgestattet. Das Rotax 912 ULS-Triebwerk hat eine Leistung von 100 PS, das Edge Performance 912 Sti-Triebwerk 154 PS. Laut Flughandbuch betrug die Überziehgeschwindigkeit mit voll ausgefahrenen Landeklappen 46 KIAS, wobei die Überziehgeschwindigkeit ohne Klappen (VS) bei 59 KIAS lag. Die höchstzulässige Fluggeschwindigkeit in ruhiger Luft (VNE) lag bei 185 KIAS in beiden Varianten. Die maximale Manövergeschwindigkeit betrug in der ursprünglichen Ausstattung 96 KIAS und nach der Umrüstung 105 KIAS. Die Testpiloten des Kitherstellers gaben an, dass sich nach der Triebwerksumrüstung das Startverhalten des Luftfahrzeuges deutlich geändert hat. So seien der Startlauf und das Abheben nur mit reduzierter Leistung möglich, da andernfalls das Luftfahrzeug nach links wegdrehen würde. Nach Angaben des Herstellers befand sich die TL Stream innerhalb der Beladungs- und Schwerpunktgrenzen.

Der Propeller-Torque-Effekt
Unter dem Propeller Torque Effect (Propellerdrehmoment-Effekt) versteht man den Einfluss des Propellerdrehmoments auf die Flugzeugbewegung und -steuerung. Er
zeigt sich bei propellergetriebenen Flugzeugen mit nur einem Propeller in einer Linksdrehtendenz bzw. Rechtsdrehtendenz bei Rotaxmotoren mit Getriebe. Zusätzlich ist bei Startläufen der P-Faktor zu beachten. Er beschreibt eine asymmetrische Propellerbelastung, die bei einem hohen Anstellwinkel das Flugzeug je nach Lauf des Propellers zusätzlich nach rechts bzw. links drehen lässt. Plötzliche Leistungsstei gerungen können durch das veränderte Drehmoment daher einen Verlust der Richtungsstabilität bewirken.

Betriebliche Aspekte
Die Mitnahme eines Sicherheitspiloten belegt, dass der Pilot Schwierigkeiten hatte die deutlich erhöhte Startleistung des Ultraleichtflugzeugs zu beherrschen. Aufgrund der Zeugenaussagen ist es sehr wahrscheinlich, dass der Start auf dem Flugplatz Gießen-Lützellinden mit ähnlichen Leistungsparametern durchgeführt wurde, als der am 05.06.2020.

Durch die noch regennassen Tragflächen wurde die Mindestgeschwindigkeit zusätzlich erhöht und der Auftrieb gestört. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass das Abkippen des UL für den mit dem Start überforderten Piloten unerwartet kam. Die Zulassungsauflagen, das Ultraleichtflugzeug nur im unkontrollierten Luftraum zu
betreiben, ignorierte der Pilot. Der Ansatz einen Sicherheitspiloten mitzunehmen, war nach Auffassung der BFU eine gute Entscheidung, um mit dem Ultraleichtflugzeug besser vertraut zu werden. Dass seine Hinweise und Ratschläge dann letztlich nicht angenommen wurden, belegt die Selbstüberschätzung des Piloten in seine Fähigkeiten zum Führen des UL.

Technische Aspekte
Mit der Umrüstung auf das Edge Performance 912 STi Triebwerk mit DuoMax Propeller änderten sich die Leistungsdaten erheblich. Die Aussage des Testpiloten des Kitherstellers, dass das UL mit voller Triebwerksleistung im Startlauf schwer kontrollierbar war und deshalb empfohlen wird, mit reduzierter Leistung zu starten, stand nicht im Widerspruch zu den Angaben des Herstellers im POH. Das POH des Ultraleicht-Flugzeuges enthielt Vorgaben, die entsprechend den Umweltbedingungen und der Erfahrung des Piloten anzugleichen waren. Zum Beispiel sind die Geschwindigkeiten bei Regen entsprechend zu erhöhen und der Startlauf anzupassen, um einen sicheren Start zu gewährleisten. Die Beladung des UL war nahe der maximalen Abflugmasse. Durch die Beladung im hinteren Gepäckfach war der Schwerpunkt in einer leicht rückwärtigen Lage und begünstigte die rasche Zunahme des Anfangsteigwinkels.

Schlussfolgerungen
Der Unfall ist auf das Unterschreiten der Mindestfluggeschwindigkeit in der Startphase zurückzuführen. Zum Flugunfall beigetragen haben die regennassen Tragflächen, die leicht rückwärtige Schwerpunktlage und die geringe Erfahrung des Piloten mit dem umgerüsteten Ultraleichtflugzeug. Quelle: ‚BFU, Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung‚.

BWLV-UL-Fluglehrerlehrgang 2022

Dieser findet vom 4. bis 6. Oktober 2022 am Sonderlandeplatz Herrenteich statt. Der Fachausschuss Motorflug-/UL-Ausbildung des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes (BWLV) veranstaltet unter der Leitung von Günther Hausmann (BWLV-Ausbildungsleiter UL) im Herbst 2022 einen UL-Fluglehrerlehrgang für Inhaber einer Lehrberechtigung auf Motorflugzeugen, Hubschraubern oder Segelflugzeugen. Ausbildung und Prüfung erfolgt im Rahmen eines mindestens dreitägigen Lehrganges. Besonderheit: Teilnahme nur mit eigenem, oder gechartertem UL möglich. Das eingesetzte Gerät muss dabei eine Zulassung ≥ 550 Kilogramm MTOW aufweisen. Quelle: ‚BWLV‚. Bild: ‚Flugschule Reichelsheim‚.

Elektroflugzeug-Erstflug in Memmingerberg

Auf dem Flughafen Memmingerberg im Unterallgäu ist der „Jungfernflug“ eines zweisitzigen Ultraleichtflugzeuges erfolgt. Seine Eigenschaften machen es für einen weltweiten Kundenkreis interessant. Erfolgreich ist das zweisitzige Elektro-Ultraleichtflugzeug „Elektra Trainer“ am frühen Abend vom Flughafen Memmingerberg zum Jungfernflug gestartet und sicher wieder gelandet. Es gibt weltweit momentan nur zwei Maschinen, die elektrisch mit zwei Passagieren fliegen können. Der Erstflug wurde aber nur von Testpilot Uwe Nortmann allein durchgeführt, erst mit der späteren Genehmigung des Luftfahrtbundesamt kann dann ein zweiter Passagier dazu steigen. Nach dem Erstflug war Nortmann voll des Lobes über das Flugverhalten.

Elektro-Flugzeug erregt in ganz Europa Aufmerksamkeit
Geplant ist der „Elektra Trainer“ als Schulungsflugzeug. Aus ganz Europa soll es bereits Anfragen für das 250.000 Euro teure E-Flugzeug geben. Hauptverkaufsargument ist für stadtnahe kleinere Flugplätze die Lautstärke des Fliegers. Es sind gerade mal 55 Dezibel, das entspricht einem Fernseher in normaler Zimmerlautstärke oder einem Regenschauer draußen. Die Serienproduktion ist bereits in der Vorbereitung, in ein paar Jahren soll dann einmal eine Jahresproduktion von 100 elektrischen Ultraleichtflugzeugen erreicht werden. Fernziel ist ein emissionsfreies, leises Flugzeug für zehn Passagiere und 400 Kilometer Reichweite.

Solarzellen auf den Tragflächen
Emissionsfrei fliegen können Pilot und Fluglehrer fast drei Stunden, denn auch auf den Tragflächen sind Solarzellen, die die Batterien im Flug mit Strom versorgen. Nur rund 30 Minuten dauert zuvor der Zusammenbau der Maschine, so die Firma, und das von nur einer Person. Der E-Flieger hat einen verstellbaren Propeller und ein einziehbares Fahrwerk. Zum Laden ist ein tragbares Ladegerät mit 12 kW dabei, wie bei den Standard-Wallboxen für E-Autos. Quelle: ‚Bayerischer Rundfunk/Christoph Scheule‚.

G7-Gipfel – „Die glaubten wohl, wir seien Terroristen“

Ein Mediziner aus Wien ist mit seinem Ultraleichtflugzeug in Turbulenzen geraten.– nur zweieinhalb Kilometer vom G7-Tagungshotel entfernt. Das wirft Fragen auf. Die Menschen, die am Montag bei sengender Hitze im Mittenwalder Kranzberggebiet Erholung suchen, halten den Atem an. „Oje, oje,oje“, ruft ein Kind, als es in einiger Entfernung ein Flugzeug samt Rettungsschirm vom blauen Himmel nach unten trudeln sieht. Irgendwann ist die Maschine im Gehölz verschwunden. „Das war Glück im Unglück“, sagt Thomas Unden. „Der Wald hat uns gebremst.“ Als „Leopold“, so heißt seine Maschine, aufschlägt, bemerken der Mediziner aus Wien (59) und sein Sohn Gregor nur einen leichten Stoß – und dass obwohl sie aus einer Höhe von rund 8000 Fuß mit fünf bis sechs Metern pro Sekunde nach unten stürzte.

Unzählige Polizisten rücken an
Als Vater und Sohn wie durch ein Wunder völlig unversehrt ihrem 240-Kilo-Ultraleichtflugzeug im Fichten-Dickicht am Ferchensee entsteigen, treffen kurze Zeit später schon die ersten Rettungskräfte ein. „Die beiden wirkten sehr entspannt“, meint der Mittenwalder Feuerwehr-Kommandant Karl Seitz. Doch nicht nur seine Mannen rückten mit dem neuen G7-Quad an und die alarmierte Bergwacht mit ihrem geländegängigen „Pinzgauer“. Auch Polizei war vor Ort – und keineswegs nur Beamte der hiesigen Inspektion, sondern auch jene Polizeikräfte, die sich um die Sicherheit von Schloss Elmau kümmern. Jenem Luxushotel, in dem ab Sonntag der G7-Gipfel stattfindet. „Da waren irrsinnig viele Polizisten“, erinnert sich Thomas Unden. „Die glaubten wohl, wir seien Terroristen.“

Sorge wegen G7-Gipfel
In Mittenwald kursierten tags darauf bereits entsprechende Gerüchte. Denn das ausgerechnet sechs Tage vor der Konferenz der sieben Staats- und Regierungschefs in zweieinhalb Kilometern Entfernung von Schloss Elmau ein unbekanntes Flugzeug abstürzt – das kann kein Zufall sein. War es doch. Als die Undens zwei Stunden vor dem Unglück in Bremgarten (Kanton Aargau) in der Schweiz für 18 500 Euro ihre Maschine kaufen und jeweils probeweise drei Starts und drei Landungen auf Gras und Beton hinlegen, wusste keiner von den zwei Wienern, dass in wenigen Tagen in Oberbayern ein G7-Gipfel stattfindet. Und als ihr Leichtflugzeug Richtung Kärnten abhob, wollte man ursprünglich via Inntal dorthin gelangen. Als Wolken aufzogen, entschied der Pilot, über die nördliche bayerische Route auszuweichen. Kurz vor der Wettersteinwand begann die Maschine bei, so Unden, „normaler Fluglage“ und etwa 100 Stundenkilometern sich nach links zu drehen. „Wir wissen bis heute nicht warum.“

Dann geht’s ganz schnell. Der Sohn zieht den Notfallschirm, mit Gas und Propeller versucht der Pilot, sich vom felsigen und schroffen Gelände fernzuhalten. Und so schlägt „Leopold“ sozusagen bei seinem Jungfernflug im Mittenwalder Bergwald auf. Dort, wo im Zuge von G7 (alle G7-Infos im Überblick) am kommenden Samstag weiträumig eine Flugverbotszone eingerichtet wird. Auch das weiß Unden nicht. Doch was wäre geschehen, hätte er exakt jenen Flug von der Schweiz nach Kärnten fünf Tage später absolviert? Zu einem Zeitpunkt, wenn bereits der Bundeskanzler und der US-Präsident in Schloss Elmau logieren?

Der G7-Planungsstab der bayerischen Polizei gibt sich zu diesem Szenario, das seit dem Unden-Flug keineswegs unrealistisch scheint, in der Bewertung sehr zurückhaltend. „Die Polizei hat selbstverständlich auch Verstöße gegen die Flugverbotszone im Blick und sieht stufenweise Maßnahmen je nach Anlass vor“, teilt ein Sprecher mit. Konkret wird er nicht, es bleibt bei Allgemeinplätzen. „Leider können wir aus polizeitaktischen Gründen hierzu keine weiteren Auskünfte erteilen.“ Bei dem einen oder anderen Sicherheitsexperten dürfte der Wiener Bruchpilot auf jeden Fall das Blut in Wallung gebracht haben. Unden, Kapitän und seit 40 Jahren als Pilot in der Luft unterwegs, ficht das nicht an. „Ich habe keine Angst.“ Er sei in Libyen angeschossen worden, sei zweimal mit einem Schiff gekentert, habe den Krebs besiegt und viermal einen Flugzeugabsturz überlebt. „Daher bin ich nicht empfindlich. Ich bin schon acht- bis neunmal gestorben.“ Quelle: ‚Merkur.de‚. Bild: .Hans Schmid, Feuerwehr Mittenwald‘.

Deutsche UL-Meisterschaft

Der Wettbewerb der Luftsportgeräte wurde erfolgreich und unfallfrei ausgetragen. Axel Dwyer aus München, zum zweiten Mal dabei, holte sich mit seiner Skylark den Meistertitel in der Klasse Dreiachser, einsitzig. Bei den Trikefliegern lag nach drei Wertungstagen und insgesamt sieben Navigations- und Präzisionsaufgaben Stefan Wagner (Graffiti) aus Ochtrup auf dem ersten Platz. Weil die Teilnehmerzahl für jeweils eigene Klassen nicht reichte, wurden Tragschrauber, doppelsitzige Trikes und doppelsitzige Dreiachser gemeinsam gewertet. Das Team Rieger/Rieger (C42) aus Tegernheim gewann hier knapp. Auch in der Gesamtwertung aller Teilnehmer belegte es den ersten Platz. Wettbewerbsleiter Kania und sein Team mussten den Zeitplan immer wieder anpassen, weil der starke Westwind nicht zu jeder Tageszeit einen Wertungsflug zuließ. Viele der Teilnehmer, die hier zum ersten Mal an einer UL-Meisterschaft teilnahmen, wollen auf jeden Fall im nächsten Jahr dabei sein, wenn am Himmelfahrtswochenende die 32. UL-DM in Bad Saulgau ausgetragen wird. Quelle: ‚DAeC‚.

Mitgliederversammlung BuKo UL in Braunschweig

Personal, Finanzen und Flugsicherheit waren die Schwerpunkte der diesjährigen Mitgliederversammlung der Bundeskommission Ultraleichtflug am 19. März in Braunschweig. Prof. Klaus-Dieter Weber verabschiedete sich aus dem Kreis der Funktionäre. 33 Jahre unterstützte er die Arbeit als Technik-Referent. Sein Nachfolger ist Peter A. Mühlbauer aus dem Luftsport-Verband Bayern. Finanziell ist die Kommission gut aufgestellt. Weil während der Pandemie etliche Wettbewerbe nicht ausgetragen werden durften, bilden die dafür reservierten Mittel ein gutes Polster auch für neue Projekte. Vor der Versammlung waren die Teilnehmer zu Gast bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). Ute Gaus, Leiterin der Untersuchungseinheit und Flugunfalluntersucher Roger Knoll informierten über die Arbeit der BFU und neue Erkenntnisse aus den Untersuchungen von Unfällen in der Allgemeinen Luftfahrt. Im März 2023 wird sich die Bundeskommission zur Jahrestagung in Langen treffen und bei der Gelegenheit der Deutschen Flugsicherung einen Besuch abstatten. Quelle: ‚DAeC‚.

Bei böigen Verhältnissen zu langsam angeflogen

Über der Piste hob der Pilot etwas die Nase des Flugzeuges an, um bei unverminderter Leistung die Geschwindigkeit und die Sinkrate zu verringern. Erst als sich die HB-YKC noch in geringer Höhe von 1.5 bis 2 m über der Piste befand, leitete der Pilot den Abflachvorgang (flare) ein. In einer Höhe von rund 1 m über der Piste, verlor der Schulterdecker abrupt an Höhe und schlug mit dem Hauptfahrwerk auf den Boden auf. Nach dem Aufprall hob das Flugzeug wieder wenig von der Piste ab. Beim darauffolgenden Bodenkontakt nahm der Pilot einen heftigen Schlag auf das Bugfahrwerk wahr. Unmittelbar danach stellte er fest, dass der Propeller ebenfalls Kontakt mit der Piste hatte, aber noch drehte. Anschliessend senkte sich die Flugzeugnase in einer langsamen Nickbewegung, bis das Flugzeug schliesslich mit dem Bugfahrwerkbein auf der Piste aufsetzte und auf diesem nach rund 30 m entlang der Pistenachse rutschte, bevor es zum Stillstand kam. Der Pilot blieb unverletzt.

Nach einem stabilen, auf der verlängerten Pistenachse ausgerichteten Endanflug mit den vollständig ausgefahrenen Landeklappen (15°) überflog der Pilot die Pistenschwelle in geringer Höhe mit einer Anfluggeschwindigkeit von 55 MPH, die er in der Folge allmählich reduzierte. Gegenüber der zugehörigen Höchstgeschwindigkeit bei ausgefahrenen Landeklappen (Maximum Flap Extended Speed – VFE) von 60 MPH verblieben dem Piloten während des Endanfluges somit nur eine geringe Marge von maximal 5 MPH. Zudem bieten ausgefahrene Landeklappen einen erhöhten Widerstand und damit einhergehenden eine grössere Angriffsfläche bei Turbulenzen. Mit nur teilweise ausgefahrenen Klappen wird zum einen diese Einflussgrösse verringert, zum anderen besteht nicht die Gefahr, die VFE zu überschreiten. Die Wahl der Klappenstellung war daher in dieser Situation nicht zweckmässig. Es ist denkbar, dass die HB-YKC im Windschatten der nördlich der Piste verlaufenden Baumreihe aufgrund eines plötzlichen Auftriebsverlusts infolge einer vertikalen Windscherung rasch an Höhe verlor und auf die Piste prallte. Bei einer geringen Landemasse von nur rund 450 kg führt eine Leistungsreduktion oder einer Störung durch eine Windböe zu einem schnelleren Abbau der Geschwindigkeit als bei einem Flugzeug grösserer Masse. Daher sei an dieser Stelle daran erinnert, dass die in der Aviatik verbreitete Regel, wonach die Anfluggeschwindigkeit das 1.3-Fache der Überziehgeschwindigkeit in Landekonfiguration (VS0) beträgt, für Flugzeuge vergleichsweise geringer Masse nur beschränkt anwendbar ist. Die vom Pilot gewählte Anfluggeschwindigkeit war bei den vorherrschenden Windbedingungen daher zu gering. Quelle / vollständiger Untersuchungsbericht: ‚SUST‚.

BRISTELL B23 Turbo certified

BRISTELL B23 is certified now with the most powerful ROTAX 915iSc engine including the towing device for gliders up to 800kg. Thanks to this engine, it is certified now up to FL180. Enjoy BRISTELL comfort at a higher speed. BRISTELL B23 is a towing machine of a new generation.

New Aircraft Model: Pipistrel Explorer

The Explorer is fully EASA Type-certified in the “Normal” category; using a Type-certified engine, capable of running on automotive fuel; and approved for night-VFR operations, intentional spins and glider-towing. It is uniquely equipped with an advanced autopilot, dual touch-screen glass cockpit, dual COM, ADS-B In & Out, haptic stall-warning, full-airframe ballistic parachute rescue system, Type-certified hydraulic constant-speed propeller and airbrakes. The Explorer can be used for commercial operations and is the ideal solution for pilot training, while at the same tile excels at being an advanced private airplane for long trips. Source: ‚Pipistrel‚.

Wetter-Warnungen ignoriert

Der Ende vergangenen Jahres bei Sinsheim tödlich verunglückte Pilot hat nach ersten Erkenntnissen alle Warnungen vor schlechten Wetterbedingungen in den Wind geschlagen. Das geht aus einem Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfall-Uuntersuchung (BFU) hervor, über den die „Rhein-Neckar-Zeitung“ berichtet hat. Darin heißt es, dass der junge Pilot, der auf dem Weg nach Mittelhessen war, die Warnung des Deutschen Wetterdienstes, nach der er am Boden hätte bleiben müssen, ignoriert habe.

Ein lizenzierter Luftfahrzeugführer habe mit Blick auf die Wetterdaten an ihn appelliert, nicht aufzubrechen. Auch ein anderer Pilot habe dem 20-Jährigen per Messengerdienst von der Reise abgeraten. Diesem hatte er laut BFU noch geantwortet: „… irgendeinen Weg wird man ja finden…“ Der Abschlussbericht der Braunschweiger Experten folgt in noch nicht absehbarer Zeit. Nach ihrer Ansicht geriet das Ultraleicht-Flugzeug auf dem Weg ins mittelhessische Pohlheim bei Sichtflug in eine Lage, die schließlich zum Abriss der linken Tragfläche führte. Mit hoher Wahrscheinlichkeit verlor der Pilot die Kontrolle über sein Luftfahrzeug in Wetterbedingungen, die einen Flug nach Sicht nicht zuließen, sondern einen Instrumentenflug erfordert hätten, wie die BFU weiter mitteilte.

Nach Zeugenaussagen habe an der Unfallstelle Nebel geherrscht. Der Pilot habe als Grund für seine riskante Tour angegeben, dass er das Flugzeug nur bis zum Flugtag, einem Sonntag, gebucht habe, und er am Montag wieder Vorlesungen an seiner Universität besuchen wolle. Die Maschine war am 7. November vom Flugplatz Münsingen-Eisberg in Richtung Pohlheim gestartet. Nach einer guten halben Stunde stürzte sie am frühen Sonntagnachmittag in einem unbewohnten Feldgebiet in Sinsheim-Ehrstädt (Rhein-Neckar-Kreis) rund 500 Meter von einem Sportplatz entfernt ab. Der Student war alleine an Bord. Er starb an einem schweren Schädelhirntrauma. Quelle: ‚Mannheimer Morgen‚. Damaliger Unfallbericht des SWR.

Mit 19 im UL den Globus umrundet

Was man halt so macht mit 19 Jahren: Zara Rutherford hat gerade ihre Weltumrundung abgeschlossen – nach 156 Tagen, 52’000 Kilometern und Dutzenden Ländern. Worauf freut man sich nach so einer Reise am meisten? Auf die Familie. Nach fast einem halben Jahr auf Tour ist die 19 Jahre alte Pilotin Zara Rutherford am Donnerstag, 20. Januar 2022 von ihrer Weltumrundung im Ultraleichtflugzeug zurückgekommen. Gegen 13.00 Uhr landete sie sicher auf einem Flugplatz im Westen Belgiens – im Gepäck die Aussicht auf zwei Weltrekorde. Das Erste, was sie tat: Mama, Papa und den Bruder kräftig drücken. Es war eine Reise, mit der Rutherford andere junge Frauen inspirieren wollte und die sie wortwörtlich um die ganze Welt führte. Sie flog unter anderem über Grönland, Kanada, die USA, Südamerika, Alaska und Russland. Klar, dass es da auch schwierige Momente gab, wie die belgisch-britische Pilotin am Donnerstag sagte. Sie nennt etwa den Flug über Sibirien. Über Hunderte Kilometer habe sie nichts Menschliches gesehen. Da habe sie gedacht: Wenn jetzt der Motor ausfällt, habe sie ein Problem. Der Motor fiel nicht aus, aber Turbulenzen gab es doch einige auf der Reise – beispielsweise als Rutherford in Kalifornien mit starkem Rauch durch Waldbrände zu kämpfen hatte, oder technische Pannen, bei denen sich die Räder des Flugzeugs nicht ausfahren liessen. Doch es gab auch die beeindruckenden Momente, die von dieser Reise wohl vor allem in Erinnerung bleiben werden. Auch hier nennt Rutherford den Flug über Sibirien – eben weil es so abgelegen sei. Auch die Flüge über Saudi-Arabien, das vielfältig und wunderschön sei, und über Bulgarien mit seinen markanten Gebirgszügen seien eindrücklich gewesen.

Am Donnerstag wurde die belgisch-britische Pilotin, deren Eltern ebenfalls Piloten sind, von einem grossen Aufgebot an Journalisten, Unterstützern und Freunden in Empfang genommen. In einer Live-Übertragung war zu sehen, wie sie eine letzte Schleife über den Flughafen Kortrijk-Wevelgem drehte und dann sicher landete. Den letzten Zwischenstopp hatte sie am Mittwoch im hessischen Egelsbach eingelegt. Für diese letzte Etappe brauchte sie noch gut zwei Stunden – dann hatte sie ihr Ziel erreicht: die Weltumrundung.

Rutherford wollte die erste Frau werden, die die Welt in einem Ultraleichtflugzeug umrundet. Ausserdem wollte sie die jüngste Frau werden, die den Flug um die Welt alleine unternommen hat. Als Inspiration nennt die 19-Jährige andere Pionierinnen der Luftfahrt: Amelia Earhart etwa, die als erste Frau allein über den Atlantik flog; oder Valentina Tereschkowa, die 1963 die erste Frau im Weltraum war. Nach Angaben von Guinness World Records sollte nach Rutherfords Landung geprüft werden, ob die Rekordversuche erfolgreich waren und alle notwendigen Belege vorliegen. Ihr Team ging aber davon aus, dass Rutherford nun zweifache Guinness-Rekordhalterin ist.

«Wenn du die Möglichkeit hast, dann nutze sie»
Bislang hält die US-Amerikanerin Shaesta Waiz den Weltrekord, die im Alter von 30 Jahren allein den Planeten umflog. Männlicher Rekordhalter ist ein 18-Jähriger. Für Rutherford ist das auch ein Zeichen der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Mit ihrem Flug wolle sie Mädchen und junge Frauen dazu ermutigen, ihre Träume zu verfolgen, schreibt die 19-Jährige auf ihrer Homepage. Sie hofft zudem, sie für Naturwissenschaft und Luftverkehr zu begeistern.

Grundsätzlich will sie andere Menschen dazu ermutigen, Abenteuer anzugehen. «Wenn du die Möglichkeit hast, dann nutze sie», sagte sie am Donnerstag. Für sie sei das Ende der Schulzeit der beste Zeitpunkt gewesen, etwas Verrücktes zu tun – auch, wenn sie lange gedacht habe, das Vorhaben sei zu teuer, zu gefährlich und zu schwierig. Für Rutherford wird es jetzt zunächst einmal etwas ruhiger. Was sie nächste Woche tun werde? «Definitiv nichts», sagte die Pilotin am Donnerstag. Es werde wohl etwas ungewohnt, nicht jeden Tag zu fliegen. Nach der Pause will sie Elektroingenieurwesen studieren – mit dem Ziel, Astronautin zu werden, wie sie vor ihrer Reise bereits gesagt hat. Quelle: ‚Watson‚. Berichterstattung der ‚BBC‚, ‚Nau.ch‚, ‚FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung‘.

Pilot verfehlt Landebahn

Ein Ultraleichtflugzeug ist auf dem Flughafen Bohmte im Landkreis Osnabrück abgestürzt. Die zwei Insassen, ein 35-Jähriger aus Nordwalde und eine 32-jährige Emsdettenerin, sind leicht verletzt worden.

Das einmotorige Sportflugzeug habe sich offenbar beim Landen überschlagen, wie die Feuerwehr Bohmte mitteilt. Die Verletzten sind durch den Rettungsdienst versorgt und in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Gestartet war die Maschine vom Typ „Aerospool WT-9 Dynamic“ vom Flugplatz in Münster-Telgte. Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte der 35-jährige Pilot, ein Mann aus Nordwalde, in östliche Richtung zur Landung angesetzt. Dabei verfehlte er aus bislang unbekannten Gründen die Landebahn und setzte einige Meter neben der Piste auf. Das Fluggerät überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Beide Insassen, der Pilot und eine 32-jährige Frau aus Emsdetten, konnten die Maschine selbstständig verlassen.

„Da Kleinflugzeuge mit einem pyrotechnischen Rettungsfallschirm ausgestattet sind, wurden noch fachkundige Personen vom Luftsportverein Wittlage hinzugezogen“, so die Feuerwehr, die bereits wieder vom Unfallort abgerückt ist. Da keine weiteren Gefahren von dem Wrack ausgehen würden, hätten die Feuerwehrleute die Einsatzstelle an die Eigentümer übergeben. Quelle: ‚Neue Westfälische‚. Typähnliches Symbolbild: ‚Florent Michel‚.

Lightwing AC4-UL zugelassen

Kurz vor Jahresende durfte die Firma Lightwing vom Deutschen Ultraleicht-Ffliegerverband e.V. die Urkunde für die Musterzulassung des AC4-UL entgegennehmen. Den ersten Bestellungen aus Deutschland und weiteren Ländern mit Übernahme der DULV-Zulassungen steht somit nichts mehr im Weg. Der AC4-UL beruht auf dem AC4-LSA und verfügt neben einem erneuerten, innovativen Cockpit zusätzlich über das für UL-Flugzeuge vorgeschriebene Fallschirm-Gesamtrettungssystem. Quelle: ‚Lightwing‚.

Crowdfunding für neuen UL-Schlepper

Unser Segelflugverein möchte sich ein modernes und sparsames Ultraleichtflugzeug zum Schleppen von Segelflugzeugen zulegen. Bei der Finanzierung dieses Vorhabens hoffen wir auf Eure Unterstützung! Unser aktuelles Schleppflugzeug „Robin DR 400/180 Régent“ betreiben wir mittlerweile seit 1998 und möchten dies nun durch das Ultraleichtflugzeug „Dynamic WT-9“ ersetzen. Wir versprechen uns von dem moderneren Flugzeug u.a. geringere Betriebskosten, einen ökologischeren Betrieb sowie noch weniger Fluglärm. Quelle: ‚Volksbank Darmstadt-Südhessen‚.

Leicht. Leise. Leistungsstark.

Der Atos Wing ist ein Elektro-Reise-Motorsegler der 120KG UL Klasse (medical-befreit). Die Konstruktion des Flügels basiert auf dem seit über 20 Jahren bewährten und ständig weiterentwickelten ATOS Flügel. So entstand ein weltweites Händlernetz mit weltweit über 4’000 Fluggeräten. Die aerodynamische Auslegung verleiht dem Atos Wing außerordentlich einfach abzurufende Leistungen beim Thermikflug. Die Start- und Landestrecke ist sehr kurz und mit dem gefederten Fahrwerk lässt es sich auch auf wenig befestigten Pisten starten. Durch die max. Reichweite von ca. 300 km eignet sich der Atos Wing neben dem Thermikflug auch als fast lautloser Reise- Motorsegler. Der komfortable Rumpf und die Flügelstruktur sind in CFK Faserverbundbauweise hergestellt. Zur Pilotensicherheit dienen die geringe Stall-Geschwindigkeit im Zusammenhang mit dem sehr robusten Cockpit und das Raketen-Rettungssystem. Aus dem Anhänger kann der Atos Wing in ca. 15 min alleine aufgebaut werden. Alle Ruderanschlüsse bleiben dabei verbunden. Quelle: ‚Air-Atos‚.

Seil ausgewichen, doch mit Gelände kollidiert

Ein Freizeitpilot aus Bernried am Starnberger See hat knapp eine Katastrophe verhindert: Er wäre bei Sölden (Tirol) beinahe mit dem Kabel einer Materialseilbahn zusammengestoßen und abgestürzt. Die Bruchlandung überlebten er und ein Fluggast schwer verletzt. Maxime C. (40) aus Bernried ist Freizeitpilot mit Leib und Seele. Schon mit 15 Jahren begann der gebürtige Franzose in seiner Heimat mit dem Segelfliegen, er absolviert jedes Jahr über 100 Flugstunden, seit sieben Jahren nennt er ein Ultraleichtflugzeug sein eigen – eine Zlin Savage aus tschechischer Produktion, die er am Flugplatz in Peiting bei Schongau in einem Hangar stationiert hat. Am Sonntag war Maxime C. wie so oft zuvor mit einem Freund und Kollegen – dem Münchner Matthias B. (32) – von dort zu einem Rundflug über die Alpen aufgebrochen. Eigentlich eine Routineangelegenheit für den verheirateten Ingenieur.

Bei Extrarunde kommt Flieger ein Drahtseil in die Quere
Dieses Mal führte die Route ins Ötztal und von da ins von dort abzweigende Gurgler Tal. „Wir wollten uns dann den Gletscher anschauen, doch dafür waren wir noch zu niedrig“, schildert der Hobbypilot unserer Zeitung. Also wollte Maxime C. noch mal eine Runde Richtung Ötztal fliegen, um Höhe zu gewinnen. „Da sah ich plötzlich das Drahtseil vor mir“, so Maxime C. Es ist das Seil der Materialseilbahn des Ramolhauses – eine Berghütte auf 3006 Metern Höhe. Das Seil überspannt das Gurgler Tal in luftiger Höhe auf die andere Bergflanke. Ein Zusammenstoß mit dem Seil in knapp 3000 Metern Höhe wäre vermutlich tödlich gewesen. „Da wäre das Flugzeug wohl direkt abgestürzt“, berichtet Manfred Schiefele, Betreiber des Peitinger Flugplatzes. Der Talgrund liegt dort über 1000 Meter tiefer!

Doch Maxime C. behielt die Nerven, er zog das Flugzeug kurz vor dem Drahtseil hoch, wodurch es aber zum Strömungsabriss kam und das Flugzeug ins Trudeln geriet. „Ich habe diese Situation schon mehrfach in großer Höhe geübt“, so Maxime C. weiter. Nach etwa einer Umdrehung lag das Flugzeug wieder horizontal in der Luft. „Ich hätte es fast abgefangen, doch dann trafen wir den Berg.“ In rund 2700 Metern Höhe krachte der Hochdecker auf die Bergflanke. „Das Fahrwerk mit dem großen Gummirad hat das schlimmste verhindert“, so Maxime C.

Helm bewahrte Piloten offenbar vor Schlimmerem
Das Flugzeug rutschte über eine schneebedeckten Steilrinne rund 50 Meter in die in die Tiefe, bis das Wrack endlich zum Stillstand kam. Der Pilot konnte sich schnell befreien: „Ich trage einen Helm, weil bei einem Unfall mit einem Doppeldecker die obere Tragfläche auf den Piloten schlagen kann.“ Sonst wäre er möglicherweise bewusstlos gewesen. Maxime C. half seinem Freund ins Freie, alarmierte per Funk die Rettung, sein Ortungssystem, das er für solche Fälle mit sich trägt, sorgte dafür, dass die beiden schnell gefunden waren.

Die Bergung per Tau durch einen Rettungshubschrauber gestaltete sich schwierig, da sie unter dem Seil der Materialseilbahn durchgeführt werden musste. Schließlich kam Maxime C. mit Verdacht auf Wirbelbrüchen ins Krankenhaus Zams (Tirol), sein schwerer verletzter Freund in eine Innsbrucker Klinik. Wir haben schon telefoniert“, so Maxime C. Er hofft, dass beiden keine bleibende Schäden bleiben. „Das wichtigste ist, dass wir beide am Leben sind.“ Quelle: ‚Merkur‚.

U-Bericht zum Kitfox-Unfall in Daun-Senheld

Das Ultraleichtflugzeug (UL) mit zwei Personen an Bord startete ca. 11:00 Uhr1 vom Flugplatz Langenbach zu einem Überlandflug zum Flugplatz Daun-Senheld. Nach Zeugenaussagen meldete sich der Pilot ca. 11:50 Uhr über Flugfunk zur Landung an und er wurde vom Flugleiter über die Landerichtung 09 sowie die schwachen Windbedingungen am Boden informiert. Es wurde beobachtet wie das UL im Bereich der Halbbahnmarkierung aufsetzte. Zeugen gaben an, dass zunächst vom Piloten ersucht wurde, das UL abzubremsen. Anschließend entschied sich der Pilot mit dem UL durchzustarten. Zeugen beobachteten nach dem Abheben des ULs einen deutliche Vergrößerung des Anstellwinkels und ein nachfolgendes Abkippen nach links. Mit großer Längsneigung prallte das UL auf den Boden und geriet anschließend in Brand. Der Pilot wurde dabei tödlich verletzt und der Fluggast konnte sich schwer verletzt aus dem UL retten. Er wurde anschließend von Helfern aus der Gefahrenzone des brennenden Wracks gezogen. Der Flugunfall ist darauf zurückzuführen, dass die Landung auf dem Flugplatz erst in der Bahnmitte der Piste erfolgte und beim anschließenden Durchstarten in der Phase des Anfangssteigfluges die Geschwindigkeit nicht beachtet wurde. Dazu beigetragen haben: Überforderung des Piloten in der Situation des Durchstartmanövers. Quelle: ‚BFU‚.

Piloten überleben Bruchlandung

Am Samstagnachmittag, 16. Oktober, kam es in Mittelfranken zu einem Flugzeugabsturz. Die zwei Piloten kamen mit dem Schrecken davon. Wie die Polizeiinspektion Hilpoltstein mitteilt, kamen zwei Piloten eines Ultraleichtflugzeugs am Samstagnachmittag bei Greding mit dem Schrecken davon, als der Motor ihres Luftfahrzeugs bei geringer Flughöhe aus bislang ungeklärter Ursache den Dienst quittierte. In dem Bericht heißt es weiter, dass der 63-jährige Pilot geistesgegenwärtig zu einer Notlandung im nächstgelegenen Acker angesetzt hat. Beim Aufsetzen im durchweichten Boden grub sich das Bugrad des Flugzeugs ins Erdreich und wurde abgerissen, wodurch sich die Maschine überschlug. Wie die Polizei erklärt, blieben die beiden Insassen unverletzt. Das Flugzeug wurde bei dem Vorfall komplett zerstört. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 40.000 Euro. Quelle: ‚Nordbayern‚. Foto: ‚Oberpfalz-Luftbild‚.

Flugplatz Latsch erhitzt die Gemüter

Der Flugplatz Latsch ist in letzter Zeit immer wieder im Gespräch. Die Unfälle der letzten Wochen haben für Aufsehen gesorgt. Anwohner aber sind schon seit geraumer Zeit genervt vom Fluglärm und sorgen sich um Sicherheit und Kosten. Wie die AG Grün.Bunt.Weiden auf Anfrage bei der Stadtverwaltung erfahren hat, sei die Anzahl der Ultraleichtflüge von 2.092 im Jahr 2018 auf 19.326 im Jahr 2020 gestiegen.

„Wir brauchen dringend Transparenz!“
Georg Erl, neuer CSU-Vorsitzender beim Ortsverband Neunkirchen-Frauenricht, erklärte bei einem Gespräch zwischen CSUlern und Anwohnern, dass die Menschen viele Fragen hätten. Deshalb sei es wichtig, alle Daten rund um den Flugplatz Latsch in übersichtlicher Form zu veröffentlichen. „Wir brauchen hier dringend Transparenz“, betonte Erl. Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer forderte daraufhin einen Runden Tisch, an dem alle Beteiligten und Betroffenen teilnehmen sollten. Die Geräuschkulisse müsse auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Dr. Benjamin Zeitler unterstreicht: „Nur so werden wir in Weiden eine dauerhafte Akzeptanz für den Verkehrslandeplatz bekommen“. Quelle: ‚Oberpfalzecho‚.

Touch & go mit Kontrollverlust

Beim dritten touch-and-go verliess das Flugzeug nach einer unauffälligen Landung die Pistenmittellinie nach links, kurz nachdem der Flugschüler wieder Gas gegeben hatte. Das Flugzeug bewegte sich sodann auf den linken Pistenrand zu. Als der Flugschüler feststellte, dass ein Überrollen des linken Pistenrandes nicht mehr zu verhindern war, brach er den Startvorgang ab und betätigte die Radbremse. Dabei kippte das Flugzeug nach vorne rechts und es kam zum Bodenkontakt des rechten Flügelrandbogens und des Propellers. Kurz nach dem Verlassen der Piste überschlug sich das Flugzeug nach vorne und kam auf dem Rücken liegend zum Stillstand. Der Pilot konnte das Flugzeug unverletzt und aus eigener Kraft verlassen. Quelle: ‚SUST‚.

19jährige startet Solo-Weltumrundung

In ihrem Ultraleichtflugzeug ist Zara Rutherford von Belgien aus zu ihrem Flug rund um die Erde gestartet. Drei Monate wird sie voraussichtlich unterwegs sein – und wenn alles nach Plan läuft, einen neuen Weltrekord aufstellen. Die 19-jährige Zara Rutherford hat von Belgien aus ihren Flug um die Erde gestartet. Die belgisch-britische Pilotin hob in ihrem Ultraleichtflugzeug aus der Stadt Kortrijk ab. Wenn alles nach Plan läuft, wird sie rund drei Monate unterwegs sein und in 90 Stopps den Planeten umrunden. „Ich bin sehr nervös, glaube ich“, sagte Rutherford vor dem Start, „mein nächster Schritt ist es, das Wetter nochmal zu prüfen“. Rutherford startete unter ungünstigen Wetterbedingungen. Normalerweise würde sie am Abend Schottland erreichen, aber sie sei sich nicht sicher, ob das funktionieren würde. „Aber ich werde mein Bestes geben, während ich auf Sicherheit achte“, so die junge Pilotin weiter.

Fünf Kontinente, 52 Länder
Rutherford möchte den Rekord der Amerikanerin Shaesta Waiz brechen, die 2017 mit 30 Jahren den bisherigen Rekord für die Weltumrundung der Frauen aufgestellt hat. Rutherford will dafür über fünf Kontinente und 52 Länder fliegen. Sie wäre dann die jüngste Frau, der eine Solo-Weltumrundung gelingt, womit sie nach eigenen Angaben ein Signal an alle Mädchen und Frauen auf der Welt aussenden will. Männlicher Rekordhalter ist ein 18-jährige Brite Travis Ludlow.

Das Fliegen in die Wiege gelegt
Rutherford selbst wurde das Fliegen in die Wiege gelegt. Sowohl ihre belgische Mutter als auch ihr englischer Vater sind Piloten. Schon mit wenigen Monaten wusste sie deshalb, wie das Cockpit eines Flugzeugs von innen aussieht. Etliche Flugmeilen folgten. Mit 14 lernte die Schülerin, wie man einen Flieger steuert, und arbeitete auf ihren ersten Flugschein hin. „In dem Moment, in dem ich abhebe, vergesse ich alles andere“, erzählte Rutherford einige Tage vor ihrem Start. Das Ultraleichtflugzeug, das die Schulabgängerin um die Welt fliegen will, gehört zur „Shark“-Serie und damit laut Herstellerangaben zu den schnellsten der Welt. Es wurde extra für die Weltumrundung umgebaut. Normalerweise hat das Modell zwei Sitze. Auf einem davon befindet sich in Rutherfords Flugzeug ein zusätzlicher Treibstofftank. Finanzieren wird Rutherford ihre Reisen mithilfe von Sponsoren und Ersparnissen. Quelle: ‚Tagesschau.de‚.