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Segelfluglager in Saanen

Die Segelfluggruppe Dittingen zieht eine positive Bilanz ihres Segelfluglagers 2026 in Saanen. Fast während der gesamten Lagerwoche ermöglichten Basishöhen von über 3.000 Metern ausgedehnte Flüge im alpinen Umfeld.

Gute Bedingungen während der Lagerwoche

Die Gruppe reiste mit Wohnwagen und einem Arcus nach Saanen. Während fast der ganzen Woche waren Flüge bei hohen Basishöhen möglich. Lokale Gewitterzellen blieben selten und sorgten vor allem nachts für etwas Abkühlung.

Die täglichen Briefings umfassten die Wetterlage, die Flüge des Vortags und die Flugbewegungen am Saanen Airport. Durch die abgestimmte Organisation konnten die Segelflugzeuge jeweils zügig und sicher starten.

Fliegen und Lagerleben

Neben dem Flugbetrieb gehörten gemeinsame Abendessen und der Erfahrungsaustausch zum Lageralltag. Der direkt am Flugplatz gelegene Campingplatz verkürzte die Wege und verband Unterkunft und Flugbetrieb.

Die Umgebung von Saanen bietet unterschiedliche Anforderungen für den alpinen Segelflug. Erfahrene wie weniger erfahrene Pilotinnen und Piloten fanden Bedingungen vor, um das fliegerische Können weiterzuentwickeln. Die gute Erreichbarkeit von Flugplätzen in den verschiedenen Richtungen erhöht dabei die Handlungsmöglichkeiten bei sich verändernden Bedingungen.

Alexander Schott ist neuer LBA-Präsident

Alexander Schott ist seit 1. August Präsident des Luftfahrt-Bundesamtes in Braunschweig. Der 56-jährige Volljurist will die Behörde digitaler und leistungsfähiger ausrichten und den Austausch mit der Luftfahrtbranche stärken.

Amtseinführung im August

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger führte Alexander Schott am 20. August offiziell in das Amt ein. Schott folgt auf Jörg-Werner Mendel, der Ende Januar in die Altersteilzeit verabschiedet worden war. Seit Gründung des Luftfahrt-Bundesamtes ist Schott dessen achter Leiter. An der Amtseinführung nahmen Vertreter aus Politik, Bundeswehr, Verwaltung, Luftverkehrswirtschaft sowie Verbänden und Gesellschaften teil.

Digitalisierung und Verfahren im Fokus

Schott will das Luftfahrt-Bundesamt als effektive, digitale und zukunftsorientierte Behörde aufstellen. Neben dem Dialog mit Unternehmen, Betrieben, Verbänden und Institutionen nannte er die Weiterentwicklung einer sicheren und modernen Luftfahrt als Ziel.

Bilger betonte bei der Amtseinführung insbesondere die Modernisierung, Digitalisierung und Leistungsfähigkeit des Luftfahrt-Bundesamtes. Er verwies zudem auf schnellere und verlässliche Verfahren in der Flugmedizin.

Vor seinem Wechsel nach Braunschweig verantwortete Schott im Bundesministerium der Verteidigung die Bereiche Forschung und Innovation sowie Digitalisierung und die Implementierung künstlicher Intelligenz für die Bundeswehr.

Diamond Fest in London (Ontario)

Diamond Aircraft Canada hat am 21. und 22. August zum Diamond Fest 2026 am Standort London in Ontario eingeladen. Die Veranstaltung verband die Airshow London SkyDrive mit Weiterbildung, Werksbesichtigungen, Flugzeugausstellung und dem Austausch innerhalb der Diamond-Gemeinschaft.

Auftakt mit Formationsflug

Den Freitagabend eröffnete ein Empfang im Katana Café mit Zugang zur Airshow London SkyDrive. Im Flugprogramm flog eine DA40 NG gemeinsam mit einer DA50 RG und einer DA62 in Formation über London. Ergänzt wurde das Airshow-Programm durch Vorführungen militärischer und ziviler Teams.

Auf der Terrasse des Katana Café zeigte Diamond eine statische Ausstellung mit einer DA42 des Diamond Flight Centre, einer DA50 RG in der Ausführung «Black Knight» und einer DA62. Die Gäste erhielten zudem erstmals Zugang zum neuen Pilot Shop in der Diamond-Canada-Fabrik.

Fachseminare und Einblick in die Fertigung

Am Samstag folgten Fachseminare und Werksführungen durch die Produktionsanlagen von Diamond Aircraft Canada. Die Inhalte reichten von zustandsorientierter Instandhaltung über die Auswertung von Motor- und ECU-Daten mit künstlicher Intelligenz bis zu Garmin-Lösungen für Diamond-Piloten. Ebenfalls behandelt wurden Wiederholungs- und Übergangstrainings.

Die Veranstaltung richtete sich an Eigentümer, Betreiber, Piloten, Flugschulen und weitere Partner des Herstellers. Neue Mitglieder der Diamond-Gemeinschaft konnten sich mit erfahrenen Eigentümern austauschen; im Zentrum standen praktische Erfahrungen zu Betrieb, Wartung und Ausbildung.

MerkmalAngabe
Zeitraum21.–22. August 2026
OrtDiamond Aircraft Canada, London, Ontario (CYXU)
PartnerDiamond Flying Club, Airshow London und Diamond Pilots Association
TeilnehmerkreisFlugzeugeigentümer, Flugschulen, Piloten, Wartungsfachleute, Zulieferer, Behördenvertreter und Luftfahrtinteressierte
Gezeigte FlugzeugeDA40 NG, DA42, DA50 RG und DA62
FachprogrammInstandhaltung, Datenanalyse, Garmin-Lösungen sowie Wiederholungs- und Übergangstraining

Auf unsichtbaren Linien

Ein Streckensegelflug von Felix Prattes über der ungarischen Tiefebene zeigte, wie sich eine Konvergenzlinie auch ohne sichtbare Wolken nutzen lässt. Mit einem Twin Astir entstand am Ende eines späten Flugnachmittags eine optimierte Strecke von 111,7 Kilometern.

Blauthermik über der Tiefebene

Der Flug begann am Nachmittag bei wolkenlosem Himmel und hohen Temperaturen. Nach kurzer Suche fand die Crew den ersten Aufwind und erreichte 26 Minuten nach dem Start fast 2.800 Meter Höhe. Damit stand für den anschliessenden Streckenteil eine für die ungarische Tiefebene aussergewöhnlich hohe Basis zur Verfügung.

Im Zentrum des Fluges stand eine Konvergenz- oder Energielinie. Sie besteht aus einer Folge gleichgerichteter Aufwinde und ermöglicht es, im Geradeausflug kaum Höhe zu verlieren. Über dem Flachland ohne Wolken ist sie nicht optisch erkennbar; den Hinweis liefert dort vor allem das Variometer.

Lange Vorflüge ohne Kreisen

Auf dem ersten Vorflug legte der Twin Astir rund zehn Kilometer bei etwa 200 Metern Höhenverlust zurück. Das entsprach rechnerisch einer Gleitzahl von 51. Nach dem westlichsten Punkt südöstlich von Ruzsa drehte die Crew wegen schwächerer Bedingungen im Westen nach Osten ab. Auf einem sieben Kilometer langen Abschnitt betrug der Höhenverlust nur rund 35 Meter.

Der längste Schenkel führte über 35 Kilometer nahezu bis an die serbische Grenze. Auf dem anschliessenden Kurs nach Nordwesten lag das Flugzeug nach etwa 21 Kilometern sogar rund 100 Meter höher als zu Beginn des Abschnitts. Nach dem nördlichsten Punkt bei Kistelek wurde der Rückflug angetreten. Wegen grosser Höhenreserve verlängerte die Crew die Strecke vor der Landung noch einmal. Nach knapp zwei Stunden endete der Flug mit 111,7 Kilometern optimierter Strecke.

MerkmalAngabe
Flugtag5. August 2026
Start- und LandeplatzSzatymaz, LHST, Ungarn
FlugzeugTwin Astir, Schulungsdoppelsitzer
Start und Landung16:05 bis 18:02 Uhr Ortszeit
Erreichte Höheknapp 2.800 Meter
Optimierte Strecke111,7 Kilometer

Bölkow & Friends auf Burg Feuerstein

Vom 14. bis 16. August trafen sich 32 Flugzeuge und ihre Crews zum Bölkow-&-Friends-Treffen am Flugplatz Burg Feuerstein. Das Programm verband gemeinsames Fliegen mit Ausflügen, einer Piloten-Challenge und Begegnungen abseits des Flugbetriebs.

32 Flugzeuge am Platz

Am Flugplatz Burg Feuerstein kamen 32 von 36 angemeldeten Flugzeugen zusammen. Vertreten waren unter anderem die Muster Bölkow 207, 208 Junior und 209 Monsun. Die teilnehmenden Crews reisten aus England, Tschechien, der Schweiz und Deutschland an. Der Luftsportverein Burg Feuerstein unterstützte die Veranstaltung organisatorisch; die Landegebühren der anwesenden Flugzeuge übernahm ASCAIR.

Programm zwischen Flugplatz und Sternwarte

Den Auftakt bildete am Freitag ein gemeinsames Abendessen im Flugplatzrestaurant. Anschliessend besuchte die Gruppe die nahe gelegene Sternwarte. Dort erläuterte Frank Fleischmann astronomische Themen und führte durch die Beobachtung des Nachthimmels.

Am Samstag standen neben dem Aufenthalt am Flugplatz Ausflüge in die Fränkische Schweiz auf dem Programm. Am Nachmittag folgte eine Piloten-Challenge mit mehreren Geschicklichkeitsaufgaben. Dazu gehörten ein Wettbewerb mit Boule-Kugeln, ein Blindflug nach Anweisungen des Navigators sowie ein Wassertransport als symbolischer Treibstoff. Die jüngste Crew entschied die Wertung für sich. Den Tagesabschluss bildete ein gemeinsames Grillen.

Heimflüge vor dem Wetterwechsel

Für Sonntag war ein Wetterwechsel angekündigt, weshalb viele Crews frühzeitig abreisten. Nach Angaben der Organisatoren erreichten alle Teilnehmer ihre Heimatflugplätze ohne Schwierigkeiten. Das nächste Bölkow-&-Friends-Treffen ist für den 13. bis 15. August 2027 vorgesehen. Der Veranstaltungsort wurde noch nicht bekannt gegeben.

MerkmalAngabe
Zeitraum14.–16. August 2026
OrtFlugplatz Burg Feuerstein (EDQE)
Beteiligung32 Flugzeuge bei 36 Anmeldungen
Vertretene MusterBölkow 207, 208 Junior und 209 Monsun sowie weitere befreundete Flugzeuge
Internationale CrewsEngland, Tschechien, Schweiz und Deutschland
Nächster Termin13.–15. August 2027; Veranstaltungsort noch offen

Gastflug-Wochenenden

Mehrere Schweizer Segelflugorganisationen laden im September zu Passagierflügen und Besucheranlässen ein. Am ersten Septemberwochenende finden in Olten und auf dem Schmerlat bei Neunkirch zwei Veranstaltungen statt; Ende Monat folgen die Segelflug-Passagierflugtage in Schänis. Neben Mitfluggelegenheiten bieten die Veranstalter Einblicke in Flugzeuge, Flugbetrieb und Ausbildung.

DatumOrtAnlassAngebot für Besucher
5.–6. Sept.Flugplatz Olten, GheidPassagierflug-WochenendeSegelflug-Passagierflüge, Flugzeugausstellung und Informationen zur Ausbildung
5.–6. Sept.Schmerlat, Neunkirch SHFlüüger-FäschtRundflüge, Flugvorführungen, Kunstflug, Modellflug und Festwirtschaft
26.–27. Sept.Flugplatz
Schänis
Segelflug-Passagierflugtage30-minütige Lufttaufen, Segelkunstflug, Simulator und Flugschulinformationen

Olten: Segelflug zum Mitfliegen

Die Segelfluggruppe Olten veranstaltet ihr Passagierflug-Wochenende am 5. und 6. September auf dem Flugplatz im Gheid. Neben den Segelflug-Passagierflügen stehen eine Flugzeugausstellung mit unter anderem ASK 23 und LS-8 sowie Auskünfte über die Segelflugausbildung auf dem Programm. Für die Verpflegung sorgt das Beizli. Ein Flug kostet CHF 50; die Gruppe empfiehlt den Vorverkauf, hält aber ein begrenztes Kontingent für Buchungen vor Ort bereit. Für Passagiere gelten ein Mindestalter von sechs Jahren und ein Höchstgewicht von 100 Kilogramm; Minderjährige müssen von den Eltern begleitet werden.

Schmerlat: Flüüger-Fäscht mit Flugprogramm

Ebenfalls am 5. und 6. September organisiert die Segelfluggruppe Schaffhausen ihr Flüüger-Fäscht auf dem Schmerlat bei Neunkirch. Das Programm umfasst Rundflüge, Motor- und Segelkunstflug, Modellflugvorführungen sowie eine Festwirtschaft. Angekündigt sind Vorführungen mit einer XA-42 Xtreme, einer Boeing Stearman und einem Kunstflugsegelflugzeug Fox; am Sonntagabend ist ein Ballonstart vorgesehen. Für Rundflüge sollen eine Antonov An-2, viersitzige Robin-Flugzeuge und zwei Segelflug-Doppelsitzer zur Verfügung stehen. Der Eintritt ist frei. Für Autos fällt eine Parkgebühr von CHF 10 an; zwischen Löhningen und dem Schmerlat wird ein Shuttlebus angeboten.

Schänis: Lufttaufe oder Segelkunstflug

Der Flugplatz Schänis plant seine Passagierflugtage für den 26. und 27. September. Angeboten wird eine 30-minütige Lufttaufe über der Linthebene für CHF 160 sowie Segelkunstflug für CHF 230; für den Kunstflug nennt der Veranstalter einen regulären Preis von CHF 250. Eine Reservation ist online möglich, alternativ können freie Plätze am Infostand gebucht werden. Ergänzend gibt es einen kostenlosen Segelflug-Simulator, Informationen der Piloten zur Ausbildung und das Flugplatz-Restaurant. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Zahl der Plätze ist jedoch begrenzt.

Fliegerfreundschaft ohne Grenzen

Kurz nach dem Fall der innerdeutschen Grenze landeten drei Segelflugzeuge – eine ASW 15, eine ASW 29 und eine Libelle – bei einem Fest auf einem kleinen Flugfeld. Kaffee und Kuchen sorgten für die notwendige Stärkung, doch viel wichtiger war die Begegnung, aus der eine bis heute lebendige Freundschaft entstand: zwischen dem Luftsportclub Nordhalben und dem Aero-Club Bamberg.

Der 1951 gegründete Luftsportclub Nordhalben konnte aufgrund der unmittelbaren Nähe zur innerdeutschen Grenze lange Zeit nicht am Heimatort fliegen. Der Flugbetrieb fand stattdessen in Kulmbach statt. Mit der Grenzöffnung änderte sich die Situation grundlegend.

1991 erfolgte in Titschendorf, auf einem ehemaligen Abschnitt des Grenzstreifens, die erste Landung. Seit 1993 wird dort regelmäßig geflogen, 1997 wurde das Gelände schließlich als Segelfluggelände zugelassen.

Dank des Kontakts von Ludwig S. unterstützt der Aero-Club Bamberg seither regelmäßig die Flugplatzfeste in Titschendorf mit Motor- und Segelflugzeugen. Die Verbindung zwischen beiden Vereinen entwickelte sich dabei weit über gelegentliche Besuche hinaus.

Ein besonderer Höhepunkt war 2009, als der Aero-Club Bamberg sein traditionelles Fluglager in Titschendorf veranstaltete. Nahezu die gesamte Segelflugzeugflotte war dabei. Flugschüler und Scheininhaber konnten auf dem für sie ungewohnten Gelände wertvolle neue Erfahrungen sammeln.

Nach längerer Pause gab es am 8. August 2026 nun wieder ein Wiedersehen mit zahlreichen alten Bekannten. Anlass war das 75-jährige Bestehen des Luftsportclubs Nordhalben. Die Bamberger Flieger waren mit ihren Flugzeugen erneut zu Gast und feierten gemeinsam mit den Freunden aus Nordhalben ein Stück Vereinsgeschichte, das unmittelbar mit der jüngeren deutschen Geschichte verbunden ist.

Was einst mit drei Segelflugzeugen, Kaffee und Kuchen begann, ist heute eine Freundschaft über Vereins- und einst sogar über Staatsgrenzen hinweg. Die Vorfreude ist jedenfalls schon da: Im kommenden Jahr wollen die Bamberger wieder in Thüringen aufschlagen.

Ein Wochenende unter Freunden

Was für ein Wochenende: Vom 14. bis 16. August trafen sich die Bölkow & Friends auf dem Flugplatz Burg Feuerstein. Mit 32 Flugzeugen von 36 angemeldeten Maschinen war ein großer Teil des südlichen Platzbereichs fest in der Hand der Bölkow-Freunde.

Bölkow 207, 208 Junior und 209 Monsun trafen dabei auf zahlreiche befreundete Flugzeuge und Crews aus Deutschland, England, Tschechien und der Schweiz. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die historischen Maschinen, sondern vor allem die Menschen und die gemeinsame Freude am Fliegen.

Sterne statt Flugzeuge

Nach dem gemeinsamen Abendessen im Flugplatzrestaurant ging es am Freitagabend zur nahegelegenen Sternwarte. Frank Fleischmann nahm die Teilnehmer mit auf eine faszinierende Reise durch das Universum. Bei klarstem Himmel konnten Sternbilder, Nebel und die Milchstraße beobachtet werden. Eine Preisfrage sorgte zudem für die Chance, ein echtes Meteoritenstück zu gewinnen.

Piloten-Games mit Spaßfaktor

Der Samstag stand zunächst zur freien Verfügung. Ausflüge in die Fränkische Schweiz, nach Bamberg, Pottenstein oder Coburg boten reichlich Gelegenheit, die Region zu erkunden.

Am Nachmittag wurde es sportlich: Bei den Bölkow & Friends Piloten-Games mussten die Teilnehmer unter anderem einen „Tower“ mit Boule-Kugeln treffen, einen Blindflug ausschließlich nach den Anweisungen des Navigators absolvieren und Wasser unter erschwerten Bedingungen transportieren. Die jüngste Crew meisterte die Aufgaben am besten und sicherte sich den Sieg.

Beim anschließenden gemeinsamen Grillabend klang der Tag in geselliger Runde aus.

Wetterwechsel zum Heimflug

Am Sonntag kündigte sich bereits ein Wetterwechsel an. Viele Crews traten deshalb frühzeitig den Heimflug an. Mit guter Flugplanung und etwas Geduld erreichten alle ihre Heimatplätze sicher.

Damit ging ein rundum gelungenes Wochenende zu Ende: 32 Flugzeuge, internationale Gäste, spannende Gespräche und jede Menge gemeinsamer Erlebnisse.

Bölkow & Friends steht damit einmal mehr für mehr als historische Flugzeuge. Es geht um Freundschaft, Fliegerei und die Freude am gemeinsamen Erlebnis.

Bölkow & Friends 2027

Weiter geht es im kommenden Jahr. Der Termin steht bereits fest: 13. bis 15. August 2027. Wo sich die Bölkow-Freunde treffen werden, bleibt vorerst eine Überraschung. Die Vorfreude ist jedenfalls schon jetzt groß.

Eine Woche voller Flugerlebnisse

Bereits zum elften Mal schlug die Fluggruppe Neuburg Anfang August ihr Fliegerlager in Ellwangen auf. Vom 1. bis 8. August 2026 standen gemeinsamer Flugbetrieb, Schulung, Ausflüge und vor allem das kameradschaftliche Miteinander auf dem Programm. Der herzliche Empfang durch die Fliegergruppe Ellwangen sorgte einmal mehr dafür, dass sich die Neuburger schnell heimisch fühlten.

Schon am ersten Tag wurde bei guten Bedingungen geflogen – im Windenbetrieb und im F-Schlepp. Die folgenden Tage boten hochsommerliches Wetter mit Temperaturen von bis zu 36 Grad. Im täglichen Briefing wurden neben Wetter und Flugplanung auch sicherheitsrelevante Themen besprochen. Gerade bei Hitze, böigem Wind und nachlassender Konzentration am Nachmittag lag ein besonderes Augenmerk auf dem sicheren Umgang mit Flugzeugen und Personen am Flugplatz.

Schulung und Streckenflüge

Besonders die fünf Flugschüler profitierten von den guten Bedingungen und der engagierten Betreuung durch das wechselnde Fluglehrerteam. Für einige war der Windenstart eine Premiere. Leon und Pauline erlebten ihre ersten Starts und waren begeistert: „Ein bisschen wie Achterbahn fahren.“

Auch die fortgeschrittenen Piloten kamen auf ihre Kosten. Mehrere längere Streckenflüge führten unter anderem in Richtung Schwäbische Alb und Bodensee. Norbert absolvierte einen 420-Kilometer-Flug mit einem Schnitt von 107 km/h, während Wolfgang eine ausgeprägte Wolkenstraße nutzte und bis auf Flight Level 100 steigen konnte. Gleichzeitig sorgten die Junioren-Weltmeisterschaften im Segelfliegen im benachbarten Aalen für zusätzliches fliegerisches Interesse. Mehrere Teilnehmer der Weltmeisterschaft landeten im Laufe der Woche in Ellwangen.

Ein besonderes Erlebnis war auch ein Ausflug von Karre und Thomas mit dem Motorsegler an die Mosel. Nach einem Zwischenstopp in Traben-Trarbach und einem Abstecher über Trier ging es wieder zurück Richtung Ellwangen. Wegen knapper Kraftstoffreserven wurde in Mosbach-Lohrbach ein Tankstopp eingelegt, bevor die beiden am späten Nachmittag sicher nach Ellwangen zurückkehrten.

Sommer, Gemeinschaft und ein wenig Abenteuer

Neben dem Flugbetrieb kam die Gemeinschaft nicht zu kurz. Gemeinsame Abendessen mit Nudelpfanne, Gulasch, Chili con Carne, Käsespätzle und Fleischpflanzerln gehörten ebenso zum Lageralltag wie Gitarrenmusik, Freibier und lange Gespräche an der Tafel. Die Kinder waren längst Teil der Mannschaft und halfen zunehmend selbstverständlich beim Flugbetrieb mit.

Auch außerhalb des Flugplatzes gab es einiges zu erleben. Ausflüge führten unter anderem zum Badesee, nach Gunzenhausen und an den Bodensee. Eine De Havilland DH.89 Dragon Rapide, einst bei Swissair im Einsatz, sorgte in Ellwangen für ein besonderes historisches Highlight. Beim Anwerfen der beiden Motoren konnte noch echte Handarbeit beobachtet werden.

Nicht alles verlief nach Plan – glücklicherweise jedoch ohne ernsthafte Folgen. Zwei Seilrisse und ein Fehlstart beim Windenbetrieb boten wertvolle Lerngelegenheiten. Renate absolvierte ihre erste Außenlandung am Fuß des Hesselbergs und konnte das Segelflugzeug sicher auf einem geeigneten Feld absetzen. Mensch und Maschine blieben unversehrt; der Bergungstrupp konnte das Flugzeug anschließend problemlos zurückholen.

Erfolgreicher Abschluss

Am letzten Flugtag sorgte ein besonderer Moment für große Freude: Cornelius absolvierte nach drei tadellosen Flügen seinen ersten Alleinflug. Fluglehrer Wolfgang gratulierte mit einer kurzen Ansprache und einem Blumenstrauß – begleitet von den traditionellen Glückwünschen der Vereinskameraden.

Auch die Ausbildung kam zum Abschluss noch einmal voll zum Zug. Ein simulierter Seilriss beim F-Schlepp forderte die Piloten, während Werner seine Auffrischungsschulung auf dem Motorsegler absolvierte. Der drehende Wind erforderte am Nachmittag schließlich einen Wechsel der Startrichtung.

Zum Abschluss traf sich die Gruppe noch einmal zu schwäbischer Küche im Gasthof „Zum Grünen Baum“ in Pfahlheim. Ein von Werner vorbereitetes Rum-Tasting bildete den geselligen Schlusspunkt einer ereignisreichen Woche.

Wiedersehen in Ellwangen

Das Fliegerlager 2026 hinterlässt bei der Fluggruppe Neuburg viele schöne Erinnerungen – an erfolgreiche Ausbildungsflüge, lange Strecken, gemeinsame Erlebnisse und eine außergewöhnliche Kameradschaft.

Ein besonderer Dank gilt den Fliegerfreunden aus Ellwangen für ihre herzliche Gastfreundschaft und das entgegengebrachte Vertrauen. Für die Neuburger steht damit fest: Auch das zwölfte Fliegerlager in Ellwangen darf gerne kommen.

-> Vollständiger Originaltext

Luftwaffe: Gesuche für Flugvorführungen 2027

Veranstalter und Vereine, die 2027 eine Flugvorführung oder eine statische Präsentation der Schweizer Luftwaffe planen, müssen ihre Gesuche bis Ende Oktober 2026 einreichen.

Betroffen sind die Displayteams Patrouille Suisse, PC-7 Team, Super Puma Display Team, PC-21 sowie das Fallschirmaufklärungs-Vorführteam. Auch Gesuche für statische Mittel der Schweizer Luftwaffe können eingereicht werden.

Der Aero-Club der Schweiz (AeCS) fungiert als privilegierter Partner der Luftwaffe und übernimmt die Erfassung der Gesuche für seine Mitgliedsvereine. Die Anträge können online beim AeCS eingereicht werden:

-> Gesuche an die Luftwaffe-Aero-Club der Schweiz

Wichtige Voraussetzungen

Je präziser Veranstaltung, Projekt und benötigte Mittel beschrieben werden, desto besser können die Gesuche beurteilt werden. Eine frühzeitige Planung erhöht zudem die Möglichkeit, auf die jeweiligen Bedürfnisse einzugehen.

Für Flugvorführungen der Patrouille Suisse über Flugplätzen muss der Veranstalter die Zustimmung aller an den Flugplatz angrenzenden Gemeinden einholen und dem Gesuch beilegen.

Zu beachten sind außerdem die vorgeschriebenen Versicherungssummen: Flugvorführungen müssen durch den Veranstalter mit mindestens 50 Millionen Franken für die Patrouille Suisse beziehungsweise 30 Millionen Franken für das PC-7 Team versichert werden.

Auch Veranstaltungen nach 2027 können bereits beantragt werden. Diese Gesuche sind entsprechend speziell zu kennzeichnen.

Kurzfristige Absagen möglich

Trotz sorgfältiger Planung kann es auch 2027 aufgrund unvorhersehbarer Situationen zu kurzfristigen Absagen von Flugvorführungen kommen. Die Veranstalter sollen darüber jedoch so früh wie möglich informiert werden.

Wichtig für Veranstalter: Wer 2027 auf die Unterstützung eines Schweizer Displayteams oder auf statische Mittel der Luftwaffe setzt, sollte das Gesuch spätestens bis Ende Oktober 2026 einreichen.

Erste Einweisung auf der Junkers A50 Junior

Am 26. August 2026 begann für Julia Hundertmark, in der Luftfahrtszene besser bekannt als „Flyingjul“, ein besonderes Kapitel: Am Lido di Venezia absolvierte sie ihre erste Einweisung auf die Junkers A50 Junior.

Die junge Pilotin verfügt über eine PPL und fliegt bislang hauptsächlich eine Robin DR400. Parallel zu ihrer fliegerischen Ausbildung absolviert sie eine Ausbildung zur Avionikerin bei Porta Air Service und beschäftigt sich intensiv mit Technik und Avionik. Ihre Flugerlebnisse und Erfahrungen teilt sie regelmäßig mit ihrer wachsenden Online-Community.

Am Lido erhielt FlyingJul von Fluglehrerin Sarah Reuter eine Einführung in die A50 Junior. Neben dem Vorflugcheck standen insbesondere die Besonderheiten des Spornradfliegens und erste Einweisungsflüge auf dem Passagiersitz auf dem Programm. Die Kombination aus klassischem Junkers-Design und moderner Technik macht die A50 Junior für die technikbegeisterte Pilotin besonders interessant.

Die Einweisung wird in den kommenden Wochen in Leverkusen fortgesetzt. Dort soll FlyingJul den nächsten Schritt machen und die A50 Junior vom Pilotensitz aus als Pilot in Command fliegen.

Die Zusammenarbeit zwischen Junkers und FlyingJul besteht seit Anfang 2026. Ziel der Kooperation ist es, die Begeisterung für die moderne Ultraleichtfliegerei sichtbar zu machen und einer breiteren Öffentlichkeit zu zeigen, wie zugänglich, technisch anspruchsvoll und faszinierend die Fliegerei sein kann.

Ka-6-Treffen in Aspres

Vom 1. bis 9. August 2026 zog es Patrik Altmann vom Flugsportverein Rosenheim zum Ka-6-Treffen auf den malerischen Flugplatz Aspres-sur-Buëch in Südfrankreich. Was als zwangloses Treffen begeisterter Holzflugzeug-Enthusiasten gedacht war, entwickelte sich für die kleine, sechsköpfige Gruppe zu einer außergewöhnlichen Segelflugwoche.

Mit dabei waren drei Ka-6 aus Basel, Königsdorf und Leverkusen, eine weitere in Serres stationierte Ka-6 sowie eine ASK-13 aus Königsdorf. Aus Rosenheim reisten Tina und Patrik Altmann an, der seine SB 5 E mitgebracht hatte.

Bereits die Starts mit der spritzigen Humbert Tetras als Schleppmaschine waren täglich ein besonderes Erlebnis. Nach dem Ausklinken erwartete die Piloten ein wahres Thermikparadies. Die Südalpen präsentierten sich von ihrer besten Seite und boten hervorragende Bedingungen für ausgedehnten Gebirgssegelflug.

Zu den Höhepunkten gehörte das Soaren unmittelbar an den gewaltigen Felswänden des Pic de Bure. Über den klassischen „Parcours“ führte die Route nach Süden bis zur tief eingeschnittenen, türkisfarbenen Verdon-Schlucht. In nördlicher Richtung ging es entlang der beeindruckenden Eisflanken des Pic du Glacier Blanc bis zur Roche Noire.

Auch sportlich konnte Patrik Altmann mit seiner SB 5 E überzeugen. Ihm gelangen zwei Soloflüge über 220 und 350 Kilometer. Den Höhepunkt der Woche erlebte er jedoch gemeinsam mit Oliver Wolfinger in der ASK-13: An einem perfekten Flugtag erreichte das Duo nach stundenlangem Flug und taktisch anspruchsvoller Routenwahl beeindruckende 501 Kilometer. Der Flug zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial auch in den zeitlosen Doppelsitzern steckt, wenn alpines Wetter und gutes Teamwork zusammenkommen.

Für eine besondere Überraschung sorgten Sylvester und Markus, die von Königsdorf aus mit einem A-Falken nach Aspres flogen. Die Alpenüberquerung mit dem vergleichsweise langsamen Motorsegler und seiner geringen Motorleistung war eine bemerkenswerte fliegerische Leistung und stiess bei den Teilnehmern auf Anerkennung.

Neben den Flugerlebnissen kam auch die Kameradschaft nicht zu kurz. Die Abende wurden gemeinsam auf dem Flugplatz verbracht, geprägt von südfranzösischem Flair, angeregten Gesprächen über Holzflugzeuge und der Analyse der Tagesflüge.

Patrik Altmann zieht ein rundum positives Fazit und bedankt sich bei der Mannschaft in Aspres für die Gastfreundschaft und die hervorragende Organisation. Für ihn steht bereits fest: Die Südalpen werden ihn wiedersehen.

-> Link zu WeGlide: 501 km Oliver Wolfinger & Patrik Altmann Aspres

In einem Carbon Cub-UL über den Nordatlantik

Die Carbon Cub UL N21UL ist von Idaho über den Nordatlantik nach Polen überführt worden. Nach Angaben des Herstellers handelte es sich um die erste Atlantiküberquerung dieses Musters.

Die N21UL startete nach der Auslieferung in Lewiston im US-Bundesstaat Idaho. Eigentümer ist Zbigniew Dziubas, als Pilot führte Gabriel Batkiewicz die Überführung durch. In 94,5 Flugstunden legte die Maschine rund 6.900 nautische Meilen zurück. Die Route führte durch die USA, Kanada, Grönland, Island, das Vereinigte Königreich, die Niederlande, Tschechien und endete in Polen.

FlugzeugCarbon Cub UL N21UL
MotorRotax 916 iS, turbomotorisiert
Gesamtstreckerund 6.900 NM
Flugzeit94,5 Stunden
Längste Etappe695 NM in 6 Stunden 58 Minuten
Durchschnittlicher Verbrauch21,5 bis 22,0 Liter pro Stunde

Die längste Wasserstrecke führte direkt von Reykjavík (BIRK) nach Wick in Schottland (EGPC). Für diese Etappe wurde ein zusätzlicher Rumpfbehälter mit 25 US-Gallonen mitgeführt. Damit erhöhte sich die gesamte Kraftstoffkapazität auf 69 US-Gallonen. Der Flug über 695 NM dauerte 6 Stunden und 58 Minuten; der Verbrauch lag laut CubCrafters bei 158 Litern.

Wetter und Ausweichplanung bestimmten den Ablauf der Überführung. Über dem grönländischen Eisschild flog die Carbon Cub UL auf Flugfläche 120. Starke Winde verzögerten den Weiterflug von Grönland nach Island; in Kanada wich die Besatzung wegen schlechteren Wetters zu einem vorgesehenen Ausweichflugplatz aus.

Für die langen Wasserstrecken war das Flugzeug mit Überlebensanzügen, Rettungswesten, Rettungsinsel, Satellitenortung und Notfallkommunikationsmitteln ausgerüstet. Während eines großen Teils der Reise lag die wahre Fluggeschwindigkeit laut Hersteller zwischen 97 und 100 mph. Angetrieben wurde die Carbon Cub UL von einem aufgeladenen Rotax 916 iS mit FADEC-gesteuerter Einspritzung.

Das Titel-Bild von Tyler Peters/CubCrafters zeigt den Eigentümer Zbigniew Dziubas (links) und den Piloten Gabriel Batkiewicz (rechts) vor der N21UL in Lewiston, Idaho.

Sechs neue Segelfluglehrer

Der Fluglehrerkurs in Amlikon ist abgeschlossen. Sechs Teilnehmer wurden als Fluglehrer brevetiert und kehren nun in ihre jeweiligen Segelfluggruppen zurück.

Vom 26. Juli bis 8. August 2026 führte der Segelflugverband der Schweiz in Amlikon einen FI-Kurs durch. Neben dem morgendlichen Theorieunterricht standen tägliche praktische Flugeinheiten auf dem Programm. Nach Angaben des Verbands ermöglichte das Flugwetter eine intensive fliegerische Ausbildung.

In der ersten Kurswoche übten die Anwärter die Grundlagen der Ausbildung. In der zweiten Woche übernahmen die Instruktoren in Rollenspielen die Rolle von Flugschülern. Unterschiedliche Ausbildungssituationen sollten die angehenden Fluglehrer auf ihre spätere Tätigkeit vorbereiten.

Brevets erhielten Jörg Bächtiger von der SG Nidwalden, Tim Bürgel und Glenn Borer von der SG Dittingen, Christian Dornes von der AFG, Christian Syfrig von der ASSAG sowie Markus Graf von der SG Cumulus. Sie werden künftig in ihren Heimflugschulen ausbilden.

ADS-B/UAT: Testanlage bleibt integriert

AOPA Austria treibt die Einführung von ADS-B/UAT in Österreich weiter voran. Als erster Standort für eine Testinstallation ist der Flugplatz Bad Vöslau vorgesehen. Im Genehmigungsverfahren stehen derzeit zwei Themen im Mittelpunkt: die von der Bezirkshauptmannschaft Baden angesprochene mögliche Beeinflussung des DME am Flughafen Wien sowie die Frage, ob Verkehrsdaten über TIS-B ausgesendet werden dürfen.

ProjektstandInhalt
Vorgesehener StandortFlugplatz Bad Vöslau
ProjektzielErste ADS-B/UAT-Testinstallation in Österreich
Behördliches Thema 1Prüfung möglicher Störungen des DME am Flughafen Wien
Behördliches Thema 2Aussendung von Verkehrsdaten über TIS-B
Vorgeschlagener Ansatz für TIS-BNutzung von Verkehrsdaten der Austro Control für die Aussendung
Nächster angekündigter SchrittErstes Gespräch mit der zuständigen Fachabteilung der Austro Control

Bad Vöslau wurde als Teststandort ausgewählt, weil sich die Installation dort nach Darstellung der AOPA einfach und gut erreichbar einrichten lässt. Die Betriebsleitung des Flugplatzes stellt einen Standort für das Equipment bereit. Im laufenden Genehmigungsverfahren meldete die Bezirkshauptmannschaft Baden jedoch Bedenken an, dass die Anlage das DME am Flughafen Wien stören könnte. Die AOPA wurde dazu um Stellungnahme ersucht.

Mit Unterstützung aus Finnland, wo ADS-B/UAT-Installationen bereits betrieben werden, sowie mit Unterlagen des Geräteherstellers hat die AOPA umfangreiches Material und Studien an die Behörde übermittelt. Diese Unterlagen sollen nachweisen, dass eine ADS-B/UAT-Installation auch in Nachbarschaft zum DME am Flughafen Wien störungsfrei betrieben werden kann. Eine Antwort der Bezirkshauptmannschaft Baden steht noch aus.

Ein zweiter Punkt betrifft die Verkehrsinformationen. Austro Control untersagt derzeit, dass die Testinstallation TIS-B-Daten als Information an die Empfänger ausstrahlt. TIS-B steht für Traffic Information Service – Broadcast und ist ein zentraler Baustein des vorgesehenen Systems. Die AOPA verweist darauf, dass gerade die Sichtbarkeit des gesamten relevanten Luftverkehrs im Cockpit die Situational Awareness erhöhen soll.

Als möglichen Weg schlägt die AOPA vor, Verkehrsdaten der Austro Control für die TIS-B-Aussendung zu verwenden. In einem persönlichen Gespräch mit Mitarbeitern der Austro Control habe es dafür vorsichtig positives Feedback gegeben. Nach einer internen Zuordnung des Themas erwartet die AOPA einen Terminvorschlag für ein erstes Gespräch mit der zuständigen Fachabteilung.

Informationslage in der Allgemeinen Luftfahrt

Das Vorhaben zielt darauf, den Piloten im Cockpit einen umfassenden Überblick über das Geschehen im Umfeld des Luftfahrzeugs zu geben. Dazu zählen Verkehrsinformationen, Wetterinformationen sowie aktuelle Hinweise zu Lufträumen, Beschränkungsgebieten und NOTAMs. Nach der technischen Einordnung der AOPA bestehen in der Allgemeinen Luftfahrt derzeit mehrere Lücken.

BereichAktuelle Einschränkung
Mode-C/S-VerkehrLuftfahrzeuge mit Mode-C/S-Transponder können im Cockpit nicht angezeigt werden.
ADS-B-VerkehrADS-B-Ziele können mit einem ADS-B-Empfänger zuverlässig angezeigt werden;
ADS-B ist jedoch noch nicht flächendeckend verbreitet.
FluginformationsdienstWien Information informiert nach dem Best-effort-Prinzip über Verkehr mit Mode C/S, ADS-B und gegebenenfalls Primärziele. Bei hoher Verkehrsdichte ist diese Information eingeschränkt.
FLARMFLARM wird teils von Segelflugzeugen, Gleitschirmen und Ultraleichtflugzeugen eingesetzt. Das System ist zu den genannten Systemen inkompatibel und hat eine eingeschränkte Reichweite. FLARM-Ziele erscheinen nicht auf dem Radar von Wien Information und können anderen Piloten daher nicht oder allenfalls als Primärziele gemeldet werden.
DrohnenDrohnen sind derzeit nicht sichtbar. Die EASA-iConspicuity-Initiative ADS-L verwendet das SRD-860-Frequenzband und ist zu den genannten Systemen nicht kompatibel.

Auch bei Wetter- und Luftrauminformationen sieht die AOPA Einschränkungen. Für leichte GA-Flugzeuge gebe es bisher keine einfache und kostengünstige Möglichkeit, aktuelle Wetterdaten im Cockpit abzurufen. Mobilfunk-Internet sei oberhalb von etwa 4.000 bis 5.000 Fuß nur eingeschränkt zuverlässig verfügbar. Das betrifft zugleich die Verfügbarkeit aktueller Informationen zu Lufträumen, Beschränkungsgebieten und NOTAMs.

Anbieter wie Golze Engineering und Garmin stellen Wetterdaten über Iridium-Satellit bereit. Dazu wird ein portables oder fest installiertes Gerät verwendet, das Daten etwa zu Radarbild, Infrarot, TAF und METAR über WLAN an Navigations- und EFB-Anwendungen auf Tablet oder Smartphone übergibt. Die Systeme verursachen laufende Kosten und bleiben auf Wetterdaten beschränkt. Zusätzliche Dienste wie TIS-B-Verkehrsinformationen oder NOTAMs können damit nicht bereitgestellt werden. Wetterradar ist für kleinere GA-Flugzeuge ebenfalls kaum eine Option, da es an verfügbaren STCs und Einbauraum fehlt, die Hardware mehr als 25.000 Euro kostet und die Reichweite begrenzt ist.

ADS-B/UAT als gemeinsamer Datenkanal

Als Lösungsansatz sieht die AOPA den bestehenden ADS-B-UAT-Standard der US-amerikanischen FAA. UAT bedeutet Universal Access Transceiver. Über diesen Standard können verschiedene Dienste in einem gemeinsamen System bereitgestellt werden.

DienstVorgesehener Inhalt
FIS-BAktuelle Wetterinformationen, darunter Radarbild, METAR und TAF
TIS-BVerkehrsinformationen
NOTAMAktuell gültige NOTAMs in einem Radius von 100 NM um die sendende Bodenstation
TFRTemporary Flight Restrictions in einem Radius von 100 NM um die sendende Bodenstation

AOPA Austria arbeitet nach eigenen Angaben seit mehr als vier Jahren daran, in Bad Vöslau die erste ADS-B/UAT-Bodenstation aufzubauen. Seit mehr als einem Jahr laufen konkrete Gespräche mit dem Flugplatzbetreiber, Austro Control, dem Ministerium, der Fernmeldebehörde und der Bezirkshauptmannschaft Baden. Von Austro Control und dem damals zuständigen Ministerium BMIMI habe es grundsätzlich Zustimmung für das Projekt gegeben.

Weiterhin offen ist das Bewilligungsverfahren bei der Fernmeldebehörde. Dieses erweist sich nach Darstellung der AOPA wegen gesetzlicher Regelungen und fehlender Definitionen für UAT im Frequenzplan als schwierig. Die AOPA will das Vorhaben dennoch fortführen. Als Beispiele für die grundsätzliche Umsetzbarkeit in Europa verweist sie auf bestehende Installationen in Finnland sowie auf eine jüngere Einführungs-Initiative in der Schweiz.

FAI-Sailplane Grand Prix in Vinon

Mit Trainingstagen ab dem 27. August begann gestern in Vinon-sur-Verdon die Vorbereitung auf die fünfte Station der FAI Sailplane Grand Prix Series 13. Die Wertungsflüge sind vom 30. August bis 5. September vorgesehen. Geflogen wird im Umfeld der südlichen Alpen in Südfrankreich.

Das Teilnehmerfeld umfasst Pilotinnen und Piloten aus mehreren europäischen Ländern. Neben Mario Kiessling und Conrad Hartter sind unter anderem der Schweizer Yves Gerster, der Pole Stanisław Biela sowie die Franzosen Didier Hauss und Kévin Faur angekündigt.

Victor Mallick startet in Vinon erstmals bei einem Grand Prix. Der aktuelle Weltmeister der 18-Meter-Klasse will dabei eine Diana 4 fliegen. Didier Hauss geht von seinem Heimatverein aus an den Start. Auch Erik Borgmann, der regelmäßig in Vinon fliegt, und Kévin Faur mit einer JS3 zählen zum Kreis der erfahrenen Grand-Prix-Piloten.

Neben dem sportlichen Wettbewerb sind technische Neuerungen vorgesehen. Zum Veranstaltungsbeginn soll ein 3D-Livetracking für Zuschauer verfügbar sein. Zudem ist in der zweiten Hälfte der Woche die Erprobung eines Live-Bordkamerasystems geplant. Der Umfang des Einsatzes hängt vom Stand und der Zuverlässigkeit der Technik ab.

In Vinon geht es um Punkte und um die Chance, sich für das Serienfinale zu qualifizieren. Dieses ist vom 9. bis 15. Januar 2028 in Vitacura in Chile angesetzt.

KerndatenInformation
WettbewerbFAI Sailplane Grand Prix, Series 13 – Qualifikation Vinon
Zeitraum30. August bis 5. September 2026
OrtVinon-sur-Verdon, Frankreich
FluggebietSüdliche Alpen
Teilnehmerfeld20 Pilotinnen und Piloten
Deutsche TeilnehmerMario Kiessling (Ventus 3T), Conrad Hartter (JS1-C)
Technische Angebote3D-Livetracking; Erprobung von Live-Bordkameras
QualifikationszielWorld Sailplane Grand Prix Final, Vitacura, Chile, Januar 2028

Regionalmeisterschaft Gruyères

Vom 30. Juli bis 2. August 2026 fand auf dem Flughafen Épagny (La Gruyère, Schweiz) die Regionalmeisterschaft im Segelflug (CR Alpes Gruyères 2026) statt. Organisiert wurde der Wettbewerb vom Groupe de Vol à Voile de la Gruyère (GVVG). Insgesamt 18 Teams aus der ganzen Schweiz traten in zwei Klassen an: Mixte (Gemischte Klasse) und Libre (Freie Klasse).

Der Wettbewerb bot ideale Bedingungen für Segelflugbegeisterte, um sich auszutauschen und ihre Fähigkeiten zu messen. Die Aufgaben umfassten Streckenflüge mit Zielvorgaben, die je nach Klasse und Tag variierten. Die Wertung erfolgte über die durchschnittliche Geschwindigkeit (km/h) der geflogenen Aufgaben.

Der CR Alpes Gruyères 2026 war ein erfolgreicher Wettbewerb mit starker Beteiligung und herausfordernden Aufgaben.

Kurzrangliste Offene Klasse:

RangVornameNameFlugzeugPunkte (Gesamt)
1GabrielRossierASH 31 Mi2.518
2Kuttel &KuttelDuo Discus XL2.210
3AurélienBernerLS 82.189

Kurz-Rangliste Gemischte Klasse:

RangVornameNameFlugzeugPunkte (km/h)
1Nidegger &Schurr100,87
2Hüppi &Hürlimann99,07
3RaphaëlPahud83,87

-> Gesamt-Rangliste

ElectriFly-In in Bern

Vom 11. bis 13. September 2026 findet auf dem Bern Airport (Bundesbasis Belp) das ElectriFly-In Switzerland 2026 statt. Die Veranstaltung, die seit 2022 in Bern ausgerichtet wird, hat sich als einzigartige Plattform für elektrische, hybride und wasserstoffbetriebene Flugzeuge in Europa etabliert. Organisiert wird sie von einer Gemeinschaft aus Luftfahrtbegeisterten und Innovatoren, die sich für eine nachhaltigere Zukunft der Aviation einsetzen.

Das Motto des Anlasses lautet: „Fliegen in die Zukunft – Newsdays zu Flugzeugen mit alternativen Antrieben“. Im Fokus stehen Präsentationen von Flugzeugen mit alternativen Antrieben, Fachvorträge, Netzwerkveranstaltungen und die eTrophy, ein Wettbewerb mit einem Preisgeld von CHF 15.000, gesponsert von Waterjet AG.

Programm Freitag, 11. September 2026
16:30 Uhr: Türöffnung (nur für Gäste mit Einladung)
17:00–20:00 Uhr: Opening/Networking-Event mit Pitch-Talks und Apéro

  • Begrüßung durch:
    Matthias Jauslin (Nationalrat, Präsident Aero-Club Schweiz)
  • Raphael Lanz (Regierungsrat, Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektor Kanton Bern)
  • Jean-Michel With (Gemeindevizepräsident Belp, Vorstand IG Berner Luftverkehr)
  • Urs Ryf (CEO Bern Airport)
  • Pitch-Talks von Milan Aircraft, AeroDelft, Smartflyer, Cellsius, ELECTRIC 131 Bücker Jungmann
  • Moderation: Alex Miescher
     
    Programm Samstag, 12. September 2026
  • 09:30 Uhr: Türöffnung für die Öffentlichkeit
  • 10:00–13:00 Uhr: Mitgliederanlass IGBL
  • Tagesprogramm:
  • Ankünfte der Teilnehmer der eTrophy
  • Schnupperflüge in Elektroflugzeugen
  • Präsentationen elektrischer, hybrider und wasserstoffbetriebener Flugzeuge
  • 16:00 Uhr: THE eTalk – Podiumsgespräch mit Gästen
  • 17:00 Uhr: Vortrag von Uwe Nortmann – „Eine Reise nach Skandinavien mit dem Electra Trainer“
  • 18:00 Uhr: Schließung der Ausstellung

    Programm Sonntag, 13. September 2026
  • 09:30 Uhr: Türöffnung
  • Tagesprogramm:
  • Schnupperflüge in Elektroflugzeugen
  • Präsentationen alternativer Antriebe
  • 10:00–13:00 Uhr: Diverse Fachvorträge
  • 15:00 Uhr: Siegerehrung der eTrophy
    ab 15:30 Uhr: Überführungsflüge der Elektroflugzeuge
  • 16:00 Uhr: Ende des ElectriFly-In Switzerland 2026

Praktische Informationen

  • Eintrittspreise: CHF 10.– (Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren frei)
  • Im Preis inbegriffen: eTalk & Symposium
    Verpflegung: Festivalrestaurant am Haupteingang mit Food-Ständen, Mineralwasser, Bier, Wein und Kaffee
  • Shuttle-Service: Kostenloser eShuttle ab Bahnhof Belp, Terminal Bern Airport und allen Parkplätzen (offeriert von Zollhaus Automobile AG)

Fahrzeiten:

  • Freitag: 16:00–20:00 Uhr
  • Samstag: 09:30–18:00 Uhr
  • Sonntag: 09:30–16:00 Uhr
     
    Das ElectriFly-In Switzerland wurde 2017 in Grenchen ins Leben gerufen und ist seit 2022 am Bern Airport beheimatet. Die Veranstaltung versteht sich als Botschafter der dritten Ära der Luftfahrt – nach Kolben- und Strahltriebwerken folgt nun die Ära der elektrischen Antriebe, alternativen Propulsionssysteme und nachhaltigen Flugtreibstoffe (SAF).

    Ziel ist es, E-Mobilität in der Luftfahrt zu fördern und den Austausch zwischen Experten, Innovatoren und der Öffentlichkeit zu ermöglichen. Neben der statischen Ausstellung und den Schnupperflügen bietet die eTrophy spannende Rennen, während das Symposium und der eTalk Fachvorträge und Diskussionen zu aktuellen Themen der Luftfahrt bieten.

Air Navigation Race in Stockerau

Am 19. September 2026 wird am Flugplatz Stockerau die Österreichische Meisterschaft im Air Navigation Race ausgetragen. Der Wettbewerb zählt zugleich als Niederösterreichische Landesmeisterschaft.

Beim Air Navigation Race, kurz ANR, fliegt eine grundsätzlich zweiköpfige Besatzung nach Sichtflugregeln durch einen auf der Wettbewerbskarte vorgegebenen Korridor. Dieser ist zwischen 0,25 und 0,5 nautischen Meilen breit und umfasst eine Strecke von etwa 20 bis 30 nautischen Meilen. Ein- und Ausflüge sollen möglichst genau zu den errechneten Zeiten erfolgen. Die Flugwege werden mit GPS-Loggern aufgezeichnet und nach der Landung ausgewertet.

Für jede Sekunde Zeitabweichung sowie für Flüge ausserhalb des Korridors werden Fehlerpunkte vergeben. Kreisen innerhalb des Korridors ist nicht erlaubt. Zwei unterschiedliche Wettbewerbsrouten enden jeweils mit einer gewerteten Ziellandung. Die zehn bestplatzierten Besatzungen des ersten Durchgangs fliegen im zweiten Durchgang um die Plätze der Gesamtwertung. Zusätzlich sind eine niederösterreichische Landeswertung, eine Landemeisterschaft und bei mindestens drei reinen Frauencrews eine Damenwertung vorgesehen.

Zugelassen sind Flächenflugzeuge bis zwei Tonnen maximaler Abflugmasse. Die Wettbewerbs-Geschwindigkeit kann in Zehn-Knoten-Schritten zwischen 60 und 100 Knoten gewählt werden; als Richtwert nennt die Ausschreibung 80 Knoten. Der verantwortliche Pilot muss über die erforderlichen Lizenzen, Berechtigungen, ein gültiges Medical und eine Sportlizenz des Aero-Clubs verfügen.

Das Briefing beginnt am Veranstaltungstag um 09.30 Uhr, der erste Start ist für 10.45 Uhr vorgesehen. Der zweite Durchgang soll ab 14.00 Uhr beginnen, die Siegerehrung ist gegen 16.00 bis 16.30 Uhr geplant. Änderungen aufgrund von Wetter oder Organisation bleiben vorbehalten. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Besatzungen begrenzt, die Mindestzahl beträgt sechs Crews. Die Nenngebühr beläuft sich auf 50 Euro pro Besatzung und umfasst Organisation, Wettbewerbsunterlagen sowie die Ziellandungen. Nennschluss ist der 31. August 2026. Das ausgefüllte Nennblatt ist per E-Mail an Veranstaltungsleiter Walter Ochsenhofer zu senden.

-> Anmeldung.

Vom Schnupperflug zur Lizenz

Zwei Beispiele aus Dittingen und Schupfart zeigen, wie Segelflugausbildung in der Nordwestschweiz praktisch abläuft. Der persönliche Weg eines jungen Piloten und ein zweiwöchiges Schulungslager stehen dabei für unterschiedliche, aber eng verbundene Formen der Nachwuchsarbeit.

Klassischer Weg in Dittingen

Bei Martin Vögtli begann die Ausbildung an den Flugtagen 2024 der Segelfluggruppe Dittingen. Im Alter von 15 Jahren absolvierte er drei Schnupperflüge mit einem Fluglehrer. Noch im selben Jahr trat er der Schulung bei. Während der Saison 2025 trainierte er an den Wochenenden auf der doppelsitzigen ASK 21. Mit zunehmender Erfahrung übernahm er immer mehr Aufgaben selbst und bereitete sich auf den ersten Alleinflug vor.

Vor der Freigabe musste er unter anderem die Ausleitung aus einer Vrille, das Verhalten bei einem simulierten Seilriss sowie sichere Landungen bei unterschiedlichen Windverhältnissen und stärkerem Verkehr beherrschen. Nachdem zwei Fluglehrer zugestimmt hatten, absolvierte er Ende 2025 mit 16 Jahren seinen ersten Alleinflug. Es folgte die Umschulung auf die einsitzige LS 4 sowie die weitere Ausbildung im Thermik- und Streckenflug.

Im Winter besuchte Vögtli in Grenchen einen Theoriekurs mit neun Fächern. Der Unterricht erstreckte sich über vier Wochenenden und wurde durch Online-Lektionen ergänzt. Zu den behandelten Themen gehörten unter anderem Luftraumstruktur, Kartenkunde und Aerodynamik. Nach dem Theorieabschluss folgte der für die Lizenz erforderliche Solo-Streckenflug über mindestens 50 Kilometer. Die praktische Prüfung bestand er im Juni 2026. Ein Schwerpunkt der Vorbereitung war die Ziellandung innerhalb eines 60 Meter langen Bereichs.

Ausbildungslager in Schupfart

Wie eine konzentrierte praktische Schulung organisiert werden kann, zeigte die Segelfluggruppe Basel Fricktal vom 13. bis 24. Juli 2026 in Schupfart. Am Lager nahmen fünf Flugschüler und eine Flugschülerin im Alter von 14 bis 80 Jahren teil. Hinzu kamen brevetierte Pilotinnen und Piloten sowie ein Schnupperschüler. Zehn Fluglehrer, neun Schlepppiloten und weitere Helfer unterstützten den Betrieb; insgesamt wurden mehr als 100 Schleppstarts durchgeführt.

Der Ausbildungsstand reichte von ersten Flugerfahrungen bis zu Alleinflügen mit Flugaufträgen. Zum Programm gehörten Seilrissübungen sowie Thermik- und Streckenflüge. Während die erste Lagerwoche von grosser Hitze geprägt war, bot die zweite Woche gute thermische Bedingungen. Auch die brevetierten Teilnehmenden nutzten das Lager für Streckenflüge und Einweisungen auf weitere Segelflugmuster.

Beide Beispiele machen den Aufbau der Segelflugausbildung sichtbar: Auf erste Flüge mit Fluglehrer folgen systematisches Training, Alleinflug, Theorie, Streckenflug und praktische Prüfung. Gleichzeitig zeigt die Altersspanne im Lager von Schupfart, dass der Einstieg nicht auf Jugendliche beschränkt ist. Entscheidend sind ein kontinuierlicher Schulungsbetrieb, verfügbare Fluglehrer und die Mitarbeit der Vereinsmitglieder am Boden und in der Luft.

Infoabend zur Pilotenausbildung

Die Swiss PSA Pilot School Association lädt am Freitag, 11. September 2026, um 19:00 Uhr zu einem kostenlosen Infoabend zur Pilotenausbildung am Flugplatz Sitterdorf ein.

Vorgestellt werden der Weg vom Interessenten zum Piloten, die medizinischen Voraussetzungen sowie Kosten und Zeitplan der Ausbildung. Die Veranstaltung findet am Flugplatz Sitterdorf, 8589 Sitterdorf, statt. Eine Anmeldung ist per E-Mail an [info@erlebnisflugplatz.ch] möglich.

Tauerncup 2026

Grzegorz Kokot hat die 113er-Klasse des fünften Tauerncup in Mauterndorf gewonnen. In der Sport Klasse setzte sich Heimo Demmerer durch.

Der Wettbewerb auf dem Flugplatz Mauterndorf fand vom 2. bis 8. August statt. Die Ergebnislisten weisen in beiden Klassen vier Wertungstage aus; die letzte gewertete Aufgabe wurde am 5. August geflogen. Das hochalpine Umfeld im Salzburger Lungau stellte die Teilnehmer vor wechselhafte und gewitteranfällige Wetterbedingungen.

In der 113er-Klasse gewann Grzegorz Kokot auf einer Discus B CS mit 2.084 Punkten. Christian Zelger folgte mit 1.999 Punkten auf einer LS8 15 m. Harald Sturmann wurde auf einer ASW 24 (b) Dritter. Der Abstand zwischen den beiden Spitzenplätzen betrug 85 Punkte.

Kurzrangliste 113er-Klasse

RangNachnameVornameFlugzeugtypPunkte
1KokotGrzegorzDiscus B CS2.084
2ZelgerChristianLS8 15 m1.999
3SturmannHaraldASW 24 (b)1.884

In der Sport Klasse entschied Heimo Demmerer die Gesamtwertung mit 3.195 Punkten für sich. Er flog einen Ventus 3 18 m Perf. Werner Amann erreichte auf einer AS 33 3.134 Punkte; Sven Kolb wurde auf einer Antares LF20e mit 2.884 Punkten Dritter. Demmerers Vorsprung auf Rang zwei betrug 61 Punkte.

Kurzrangliste Sport Klasse

RangNachnameVornameFlugzeugtypPunkte
1DemmererHeimoVentus 3 18 m Perf3.195
2AmannWernerAS 333.134
3KolbSvenAntares LF20e2.884

-> Gesamt-Ranglisten

TBM 980: Aufträge bis Mitte 2027

Daher hat nach eigenen Angaben seit der Vorstellung der TBM 980 im Januar mehr als 30 Exemplare ausgeliefert. Der Auftragsbestand des einmotorigen Turboprops reicht laut Hersteller bis Mitte 2027.

Für 2026 plant Daher mehr als 60 Auslieferungen der TBM 980. Mehr als die Hälfte der Kunden, die in diesem Jahr ein Flugzeug erhalten, besitzen bereits eine TBM. Das Modell ist die aktuelle Ausführung der TBM-Baureihe. Sie wurde im Januar 2026 vorgestellt.

Die TBM 980 ist mit dem Garmin-Cockpit G3000 PRIME ausgestattet. Drei 14-Zoll-Touchscreen-Displays bilden die Bedienoberfläche. Antrieb und Propeller entsprechen der Vorgängerversion TBM 960: eingesetzt werden das Turboproptriebwerk Pratt & Whitney Canada PT6E-66XT, ein fünfblättriger Hartzell-Composite-Propeller sowie ein FADEC-System.

Zum e-copilot-Konzept der Baureihe zählen laut Daher unter anderem Wettererkennung, Enteisungsschutz, Flugbereichsüberwachung, ein Notabstiegsmodus und die HomeSafe-Notlandefunktion.

Daher verweist zudem auf die geringe Zahl jüngerer Gebrauchtflugzeuge am Markt. Von 218 gebauten TBM 960 standen zum Zeitpunkt der Mitteilung weltweit drei zum Verkauf. Bei der Vorgängerin TBM 940 waren es vier Flugzeuge bei einer Gesamtproduktion von 124 Exemplaren.

Seit der Indienststellung der Baureihe im Jahr 1990 wurden weltweit mehr als 1.300 TBM aller Varianten ausgeliefert. Die Flotte hat nach Herstellerangaben mehr als 2,6 Millionen Flugstunden in Geschäftsreise-, Privat- und Sondermissionsbetrieb gesammelt.

Technische und kommerzielle Eckdaten

MerkmalAngabe
ModellDaher TBM 980
VorstellungJanuar 2026
Auslieferungen seit VorstellungMehr als 30
AuftragsbestandBis Mitte 2027
Auslieferungsziel 2026Mehr als 60
AvionikGarmin G3000 PRIME mit drei 14-Zoll-Touchscreen-Displays
TriebwerkPratt & Whitney Canada PT6E-66XT
PropellerHartzell, fünfblättrig, Composite
TBM-Auslieferungen seit 1990Mehr als 1.300
Flugstunden der TBM-FlotteMehr als 2,6 Millionen

Lilienthal Glide in Lüsse

Patrick Benoist, Florian Heilmann sowie Swen Wollschläger und Jan Warnken haben die drei Klassen des Lilienthal Glide 2026 in Lüsse gewonnen.

Der Wettbewerb auf dem Flugplatz Lüsse fand vom 10. bis 18. Juli statt. Regen am letzten vorgesehenen Wettbewerbstag verhinderte eine weitere Wertung, sodass die Siegerehrung auf Freitagabend vorgezogen wurde.

In der 18-Meter-Klasse gewann Patrick Benoist mit 5.790 Punkten. Er startete auf dem DAeC-Förder-Ventus 3T „IYB“ mit 15-Meter-Außenflügeln. Paul Bauer und Jan-Frederic Müller folgten auf den weiteren Podestplätzen.

Kurzrangliste 18-Meter-Klasse

RangNachnameVornameFlugzeugtypPunkte
1BenoistPatrickVentus 3T 15 m5.790
2BauerPaulASG 29 E 18 m5.727
3MüllerJan-FredericASG 29 18 m5.670

Florian Heilmann setzte sich in der Offenen Klasse mit 5.801 Punkten auf einer EB 29DR durch. Norbert Kalisch und Uli Schwenk belegten die Plätze zwei und drei.

Kurzrangliste Offene Klasse

RangNachnameVornameFlugzeugtypPunkte
1HeilmannFlorianEB 29DR5.801
2KalischNorbertEB 29R5.719
3SchwenkUliNimEta X5.668

In der Doppelsitzerklasse gewannen Swen Wollschläger und Jan Warnken auf einem Arcus M mit 5.286 Punkten. Tobias und Stefan Meiler lagen mit 5.284 Punkten nur zwei Punkte zurück. Michael Pfennig und Annette Klossok wurden Dritte.

Kurzrangliste Doppelsitzerklasse

RangNachnameVornameFlugzeugtypPunkte
1Wollschläger & WarnkenSwen & JanArcus M5.286
2Meiler & MeilerTobias & StefanArcus T5.284
3Pfennig & KlossokMichael & AnnetteArcus M5.242

-> Gesamt-Ranglisten

Jena Cup

Der Jena Cup 2026 wurde vom 24. Juli bis 1. August am Flugplatz Jena-Schöngleina als Qualifikationsmeisterschaft im Streckensegelflug ausgetragen. Gewertet wurden die 18-Meter-Klasse, die Offene Klasse und die Doppelsitzerklasse. Nach fünf Wertungstagen endete der Wettbewerb mit Abschlussabend und Siegerehrung am 2. und 3. August.

In der 18-Meter-Klasse gewann Philipp Schulz mit einem Ventus-3T. Die Offene Klasse entschied Martin Petz im Antares 20e für sich. In der Doppelsitzerklasse setzten sich Tobias Ladenburger und Leonard Krohmer im Arcus T durch. Ein Wertungstag war wegen fehlender nutzbarer Thermik neutralisiert worden.

In der Offenen Klasse erzielte Max Leenders mit 4.062 Punkten den dritthöchsten Punktwert, trat jedoch außer Konkurrenz an. Die Rangliste führt deshalb Andreas Kühl auf Rang drei.

18-Meter-Klasse

RangNameVornameNationFlugzeugErflogene Punkte
1SchulzPhilippDeutschlandVentus-3T3.994
2StreitMichaelDeutschlandAS 33Es3.949
3TwardowskiRaphaelDeutschlandVentus 3E3.820
4VaskeFelixDeutschlandVentus ct3.645
5MatharRudolfDeutschlandAS 33 Me3.633

Offene Klasse

RangNameVornameNationFlugzeugErflogene Punkte
1PetzMartinDeutschlandAntares 20e4.122
2SpathFlorianDeutschlandEB29R4.116
3KühlAndreasDeutschlandAS33Me4.011
4KnopsMartinDeutschlandJS1C3.957
5DolbaBerndDeutschlandJS 53.950

Doppelsitzerklasse

RangNameVornameNationFlugzeugErflogene Punkte
1Ladenburger & KrohmerTobias & LeonardDeutschlandArcus T3.774
2Stengel & WindtNils & SimonDeutschlandDuo Discus XL3.450
3Zimmermann-Lauer & KlossokPetra & AnnetteDeutschlandArcus M3.395
4Fröhlich & FuchsFrank & MatthiasDeutschlandASG32Mi3.394
5Nierste & MarschnerMike & NinaDeutschlandDuo Discus WL3.391

-> Gesamt-Ranglisten.

Pilatus bündelt Composite-Fertigung

Pilatus hat im Kanton Nidwalden ein neues Kompetenzzentrum für faserverstärkte Kunststoffbauteile in Betrieb genommen. Das Gebäude mit dem Namen „Schwarzhorn“ führt Entwicklung und Fertigung von Composite-Bauteilen an einem Standort zusammen. Es ist für rund 300 Mitarbeitende ausgelegt.

Beim PC-24 setzt Pilatus erstmals auch Composite-Bauteile für lasttragende Steuerflächen ein. Bislang verwendete das Unternehmen faserverstärkte Kunststoffe vor allem für nicht lasttragende Bauteile wie Abdeckungen und Verkleidungen. Der Einsatz der Werkstoffe soll ausgebaut werden.

Im neuen Gebäude sind Rohmateriallager, Fertigung, Detailmontage, Oberflächenbehandlung, Lagerung und Kommissionierung zusammengeführt. Die Bauteile werden als vorbereitete Kits an die Endmontage geliefert. Pilatus will dort künftig auch Fertigungs- und Prüfschritte weiter automatisieren.

Für das Gebäude investierte Pilatus 100 Millionen Schweizer Franken. Zur Energieversorgung gehören Photovoltaik-Anlagen auf Dach und Fassade. Zusätzlich werden Prozessabwärme und Grundwasser für Heizung und Kühlung genutzt. Pilatus strebt für das Gebäude eine LEED-Platinum-Zertifizierung an.

Millenaar und Hartter gehen nach Chile

Beim FAI Qualifying Sailplane Grand Prix Deutschland am Farrenberg hat Peter Millenaar aus den Niederlanden die Gesamtwertung gewonnen. Conrad Hartter aus Deutschland wurde Zweiter. Beide haben sich damit für das 12. FAI World Sailplane Grand Prix Final in Chile qualifiziert.

Der Wettbewerb wurde vom 9. bis 15. August am Farrenberg bei Mössingen ausgetragen. Im sechsten und letzten Wertungsflug gewann Uwe Wahlig im JS3. Für die 264 Kilometer lange Aufgabe benötigte er 1:42:51 Stunden; das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 153,4 km/h. Hartter folgte in seiner JS1c nach 13 Sekunden. Ulrich Messmer belegte im JS3 den dritten Rang. Alle 20 gestarteten Piloten erreichten das Ziel.

Die Entscheidung um die Gesamtwertung fiel bereits vor dem letzten Flug. Millenaar hatte den fünften Wertungsflug über 302 Kilometer mit 137,6 km/h gewonnen und sich mit zehn Punkten eine Ausgangsposition für die Qualifikation geschaffen. Im abschließenden Rennen genügte ihm Rang sieben.

Millenaar beendete die Serie mit 41 Punkten, Hartter folgte mit 38 Punkten. Stefan Langer wurde mit 29 Punkten Dritter und steht auf der Reserveliste für das Weltfinale. Die ersten beiden der Deutschland-Serie erhalten die direkten Startplätze in Chile.

-> Gesamt-Rangliste

ProAero-Jugendlager

Das ProAero Jugendlager richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren, die sich für die Fliegerei interessieren. Es vermittelt Grundlagen aus Theorie und Praxis der Luftfahrt und gibt Einblick in unterschiedliche Berufsfelder.

Die 42. Durchführung war für den 26. Juli bis 1. August 2026 im Truppenlager in S-chanf im Engadin vorgesehen. Organisiert wird das einwöchige Lager vom Aero-Club der Schweiz unter dem Patronat der Stiftung Pro Aero.

Zum Programm gehören handwerkliche Arbeiten, Informationen zu den verschiedenen Bereichen der Luftfahrt und eine Exkursion zum Flugplatz Samedan. Erfahrene Leiterinnen und Leiter betreuen die Teilnehmenden in kleinen Gruppen.

Der Kostenanteil beträgt 299 Franken pro Person. Darin enthalten sind Unterkunft, Verpflegung, Bau- und Bastelmaterial sowie die Exkursion nach Samedan. Die An- und Rückreise zum Lager wird von den Teilnehmenden selbst organisiert.

Maslak und Scutchings sind Junioren-Weltmeister

Die 14. FAI Junior World Gliding Championships sind am Flugplatz Aalen-Elchingen (EDPA) zu Ende gegangen. Bei der vom 2. bis 15. August ausgetragenen Junioren-Weltmeisterschaft wurde in der Standard- und Clubklasse geflogen.

In der Standardklasse setzte sich Max Maslak aus Deutschland mit 6.672 Punkten durch. Der Titelverteidiger gewann vor seinem Teamkollegen Patrick Benoist (6.567 Punkte); Lasse Edslev aus Dänemark folgte mit 6.536 Punkten auf Rang drei.

Die Clubklasse gewann Max Scutchings aus Australien auf einer ASW 20 mit 7.388 Punkten. Nicolas Caudrelier aus Frankreich wurde mit 7.348 Punkten Zweiter, Nils Zitzelsberger aus Deutschland belegte auf einer LS 7 neo mit 7.296 Punkten den dritten Platz.

Nach Angaben des Veranstalters konnten in beiden Klassen jeweils zehn Wertungstage geflogen werden. Der vorgesehene letzte Flugtag entfiel wegen großer Hitze, schwacher Thermik, Gewittern und teils starkem Wind. Insgesamt wurden 73 Außenlandungen registriert; dies entsprach laut Veranstalter weniger als zehn Prozent der Starts.

Auch im Team Cup lag Deutschland vorne. Mit 875,30 Punkten setzte sich die deutsche Mannschaft vor dem Vereinigten Königreich (868,23) und Frankreich (854,82) durch. Die Schweiz wurde Zwölfte mit 761,00 Punkten.

Standardklasse

RangVornameNameLandFlugzeugPunkte
1MaxMaslakDeutschlandLS 8 neo6.672
2PatrickBenoistDeutschlandLS 8 neo6.567
3LasseEdslevDänemarkLS 86.536
4JacobBøgelund LassenDänemarkDiscus 2a6.495
5BarnaHadiUngarnDiscus 2a6.413

Clubklasse

RangVornameNameLandFlugzeugPunkte
1MaxScutchingsAustralienASW 207.388
2NicolasCaudrelierFrankreichLS 77.348
3NilsZitzelsbergerDeutschlandLS 7 neo7.296
4MichielHaemelsBelgienLS 47.231
5GaelPischeddaFrankreichLS 77.211

-> Gesamt-Ranglisten

Hynaero plant neues Löschflugzeug

Das französische Unternehmen Hynaero entwickelt mit der Fregate-F100 ein amphibisches Löschflugzeug. Das Projekt zielt auf den europäischen Markt für Wasserbomber, der bislang vor allem von den Canadair-Mustern geprägt ist. Parallel zur Beschaffung von 22 De Havilland Canadair 515 durch die EU und sechs Mitgliedstaaten arbeitet Hynaero an einem von Grund auf neu geplanten Muster.

Die Fregate-F100 soll als zweimotoriger Schulterdecker mit 10.000 Litern beziehungsweise zehn Tonnen Löschflüssigkeit ausgelegt werden. Hynaero nennt eine Reisegeschwindigkeit von 250 Knoten, mehr als vier Stunden Flugdauer sowie eine Löschautonomie von mehr als drei Stunden bei einer Entfernung von 250 Kilometern zur Basis. Die Werte sind Planungsangaben des Herstellers; ein zugelassenes Flugzeug existiert noch nicht.

Für die Einsatzrolle ist die Wasseraufnahme auf Gewässern vorgesehen. Nach Angaben von aeroTELEGRAPH benötigt das Konzept dafür rund 800 Meter freie Wasserfläche. Vorgesehen sind außerdem eine Fly-by-Wire-Steuerung, ein Head-up-Display und eine integrierte vorausschauende Wartung. Hynaero begründet die Auslegung mit kurzen Interventionszeiten und einer hohen Zahl möglicher Einsatzzyklen.

Technischer Kurzüberblick

MerkmalGeplante Auslegung
GrundkonfigurationZweimotoriges Amphibienflugzeug als Schulterdecker
Löschmittelkapazität10.000 Liter / 10 Tonnen
Reisegeschwindigkeit250 kt / rund 463 km/h
EinsatzautonomieMehr als 3 Stunden bei 250 km Entfernung zur Basis
ÜberführungsreichweiteBis zu 2.500 km
WasseraufnahmeRund 800 m Wasserstrecke erforderlich
Avionik und InstandhaltungFly-by-Wire, Head-up-Display, vorausschauende Wartung
ProgrammstatusEntwicklungsprogramm; Hynaero nennt als Ziel einen Programmstart 2031

Die industrielle Basis des Vorhabens soll europäisch organisiert werden. Airbus Defence and Space und Hynaero haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die laut Hynaero und aeroTELEGRAPH Konstruktion, Zertifizierung, Vermarktung, Strukturen und Lieferkette umfasst. Latécoère stellt zusätzliche Entwicklungskapazität bereit. Medienberichten zufolge könnte ein Erstflug 2030 stattfinden; als mögliche Einsatzreife wird 2032 genannt. Diese Termine stehen neben Hynaeros aktuellem Ziel eines Programmstarts 2031 und sind daher als Planungswerte einzuordnen.

Neben der Löschversion beschreibt Hynaero weitere Optionen auf derselben Plattform. Genannt werden Seeüberwachung und Suche und Rettung mit einer Flugdauer von mehr als acht Stunden, eine Ambulanzversion sowie Passagier- und Frachtvarianten. Für die zivile Ausführung nennt der Hersteller 36 Sitzplätze oder fünf Tonnen Fracht bei einer kommerziellen Reichweite von mehr als 2.500 Kilometern. Auch diese Varianten befinden sich im Konzeptstadium.

Die Fregate-F100 wäre damit kein kurzfristiger Ersatz für die bestehende Canadair-Flotte, sondern ein langfristiges europäisches Entwicklungsprojekt. Ob das Programm die technische Reife, Finanzierung und Zulassung bis zu den genannten Terminen erreicht, bleibt abzuwarten.