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Umkehrkurve ja oder nein?

Obwohl Piloten bei jedem Takeoff-Briefing laut und deutlich ansprechen, was im Falle einer Motorpanne während des Starts zu unternehmen ist, kommt es leider immer wieder zu Unfällen, auch mit tödlichem Ausgang. In den Fluguntersuchungen hat sich herausgestellt, dass oft versucht wurde, eine Umkehrkurve zu fliegen. Da stellt sich die Frage: Können Umkehrkurven überhaupt gelingen und wenn ja, warum kommt es trotzdem zu Unfällen? Wenn auch Praxisversuche unter “Optimalbedingungen” des AOPA Safety Instituts gezeigt haben, dass eine Umkehrkurve auch in geringerer Höhe gelingen kann….never try to turn back at 1’000 ft or below!

Deshalb gilt: Keine Umkehrkurve unter 1’000 ft
Jeder Pilot ist überrascht, wenn der Motor nach einem erfolgreichen Start plötzlich (im kritischsten aller Momente) abstellt. Durch diese Schreckemssekunde verliert der Pilot Zeit und die notwendige Geschwindigkeit. Da sich das Flugzeug im Steigflug befindet, muss er rasch nachdrücken, um die Geschwindigkeit „Best Glide“ (gem. AFM) zu erreichen. Leider verliert die Maschine normalerweise auch an Höhe.

Um eine Umkehrkurve erfolgreich einleiten zu können, muss das Flugzeug sich auf über 1000 ft (AAL) befinden. Dazu kommt, dass mit zunehmender Querlage in der Kurve sich auch der Auftrieb verringert. Dabei ergibt sich die Gefahr eines Strömungsabrisses, denn es muss etwas mehr als eine 180 Grad-Kurve geflogen werden. Zudem müsste bei einer Umkehrkurve mit Rückenwind und nicht in exaktem Gegenkurs gelandet werden. Bei einem unerwarteten Motorausfall herrschen leider nie Idealbedingungen. Und das Zusammentreffen verschiedener, ungünstiger Faktoren erhöhen das Unfallrisiko zusätzlich.

Wir halten deshalb an folgender Grundregel fest:

  • Übe “Power-off landings” gezielt mit deinem Fluglehrer und deinem spezifischen Flugzeug (jedes Flugzeug reagiert anders)
  • Nach einer Triebwerkstörung direkt nach dem Start, d.h. unter 1000ft/AAL muss eine unausweichliche Notlandung möglichst in Flugrichtung (max 30° links/rechts) ausgeführt werden.
  • Eine Umkehrkurve entspricht der instinktiven, aber möglicherweise falschen Reaktion des Piloten in dieser Lage.
  • Für die Umkehrkurve wird bedeutend mehr Höhe benötigt, als dies auf den ersten Blick erscheinen mag. Erst über 1000 ft/AAL darf eine Umkehrkurven Erwägung gezogen werden.

Many happy landings! Quelle: ‘BAZL‘.

Föhnflug im Oktober

Ein Flug im Südföhn von Unterwössen im Chiemgau bis in die Welle des Montafons. Leider hatte ich bei diesem Flug einige technische Probleme und habe zudem einen taktischen Fehler begangen und musste deswegen den Motor nutzen. Dennoch war auch dieser Flug ein Genuss für das Auge! Quelle: ‘Roland Henz auf Youtube‘. OLC-Daten.

SeaGuardian-Drohne im zivilen Luftraum

Am 12. September hat eine ferngesteuerte Drohne des Typs MQ-9B SeaGuardian von General Atomics Aeronautical Systems (GA-ASI) einen Inlandsflug im zivilen britischen Luftraum absolviert. Die britische Zivilluftfahrtbehörde CAA habe dafür erstmals einen Punkt-zu-Punkt-Inlandsflug für ein unbemanntes einmotoriges Luftfahrzeug in der nationalen Luftraumstruktur genehmigt, teilte Hersteller GA-ASI dazu mit. Dabei flog die Maschine den Angaben zufolge von der Luftwaffen-Basis Waddington in Lincolnshire zur RAF Base Lossiemouth in Schottland.

Der komplette SeaGuardian-Flug wurde vom zivilen britischen Flugsicherungsdienst NATS überwacht, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. Nach Angaben von NATS wurde der Flug durch einen komplexeren Luftraum als bei allen bisherigen unbemannten Flüge in Großbritannien gesteuert. NATS zufolge entsprachen die Verfahren für den Flug weitgehend denen für bemannte konventionelle Flugzeuge. Deshalb geht der Flugsicherungsdienst davon aus, dass die bestehenden Methoden auch für die Kontrolle von anderen fernpilotierten Flugzeugen anwendbar sind, die die gleiche Leistung wie der SeaGuardian erbringen. Nach Aussage von Robert Schoeffling, GA-ASI Vice President of International Strategic Development, ebnet der Flug auch den Weg für andere zivile und kommerzielle unbemannte Einsätze. Wie GA-ASI in der Mitteilung weiter schreibt, wurde bei dem Flug auch das neue Kollisions-Vvermeidungssystem (Detect and Avoid, DAA) des Unternehmens eingesetzt. Dieses versetzte die Drohnen in die Lage, im normalen Flugverkehr des nationalen britischen Luftraums zu operieren. Großbritannien beschafft die MQ-9B SeaGuardian unter dem Namen Protector für seine Streitkräfte. Die unbemannten Flugzeuge sollen auf dem RAF-Stützpunkt Waddington stationiert werden. Quelle: ‘Europäische Sicherheit & Technik’.

Nasses Segelfluglager in Zweisimmen

Speziell war der 5. Juli: Drei Einsitzer-Piloten konnten eine Flaute des Rückenwindes zum Starten nützen und wurden mit Wellenflüge auf Höhen bis gegen 5000 Meter belohnt. Die anderen fliegbaren Tage waren von einer tiefen Wolkenuntergrenze und oft marginalen Thermikverhältnissen geprägt. Ausser für die Motorseglerpiloten war die Sicht auf die Gletscher eine Rarität, dafür kamen die üppig fliessenden Wasserfälle umso mehr zur Geltung. Am 6. Juli wurden wir von durchziehenden Schauern und Gewittern überrascht, und zwei Landungen fanden bei marginalen Sichtbedingungen statt. In beiden Fällen waren Fluglehrer an Bord und sorgten durch überlegtes Handeln für sichere Bedingungen.

Ab dem 13. Juli waren die Wetteraussichten für den Rest des Lagers derart schlecht, dass wir bereits am Mittwoch der zweiten Woche wieder ins Unterland fuhren. Schon am Donnerstag der ersten Woche war die Simme so stark angestiegen, dass wir im Unterstand «5» den Motorsegler von Hans Hedinger auf Holzbalken und Bierkisten höherlegen mussten. Das Schleppflugzeug der Gruppe Skylark konnten wir notfallmässig im Holzhangar unterbringen. Ab dem 13. Juli wurde die Hochwassersituation wieder grenzwertig. Entsprechend bescheiden blieben die Flugzeiten unserer Piloten mit total 97.5 Stunden und 87 Landungen. Einen wesentlichen Anteil hatten die Doppelsteuerflüge mit Fluglehrer. Gelegenheit zu Platzvolten gab es an den vielen thermikschwachen Tagen natürlich oft. Die ansässige HB-OLW und die Skylark-Robin D-EAIO waren für uns ca. 15 Stunden in der Luft. Die Erfassung der Flüge erfolgte erstmals über die Webbasierte Software «vereinsflieger.de». Diese bewährte sich sehr gut. Etwas «Computer-Flair» erwies sich allerdings auch hier als nützlich. In unserem Lager waren eine Flugschülerin, drei Flugschüler, zehn Piloten aus der SG Birrfeld, elf aus der SG Skylark sowie je ein Teilnehmer aus der SG Freiburg und aus der SG Thermik angemeldet. Einige von ihnen reisten angesichts der Wetteraussichten gar nicht ins Lager an – oder vorzeitig wieder ab.

Wichtiger Tourismuszweig
Besonders gefreut hat uns der Besuch von Frau Gemeinderatspräsidentin Beatrice Zeller an einem unserer Briefings. Sie überbrachte uns Willkommensgrüsse der Behörden und einen köstlichen Käse aus der Region, welchen wir natürlich umgehend erfolgreich «ins Lagerleben integrierten». In der Region Zweisimmen ist man sehr froh, dass die Segelflieger ausgiebig Ferien machen und Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen sowie die Läden rege frequentiert werden. Wir bedankten uns im Gegenzug für die Gastfreundschaft der Gemeinde und bei der ansässigen Fluggruppe ASGZ. Das Zweisimmenlager hinterlässt immer unvergessliche Erinnerungen. Das zeigte sich, als ehemalige Aktive uns besuchten, ihre Erlebnisse auffrischten und auch gerne mal wieder im Doppelsitzer mitflogen. Auch dieses Jahr hatte das eingespielte Leitungsteam (Christoph Heuberger, Erik Imhof, Werner Trütsch, BJ Minder) selbstlose Helfer an der Hand. Willi von Dach stand mit grosser Übersicht und immer voller Humor als Flugdienstleiter, als Rasenmäher-Pilot und auch als helfende Hand unermüdlich im Einsatz – an dieser Stelle ganz herzlichen Dank!

Besonders hervorheben möchte ich den Einsatz der Fluglehrer. Werner Trütsch und Pascal Wenker trainierten sowohl «Grünhörner» als auch schon fortgeschrittene Piloten auf dem Duo Discus. Werner besprach fast täglich ein Sicherheitsthema beim Briefing. In der SG Skylark nahmen sich Dominic Gerber und Christian Schmid der lernwilligen Piloten an. In einigen Fällen leiteten die Fluglehrer auch Debriefings nach schwierigeren Situationen, vor allem nach der Überraschung durch die Gewitterzelle am 6. Juli. Das hat sicher dazu beigetragen, dass wir keine Vorfälle zu verzeichnen hatten. Wir haben die Zeit in Zweisimmen trotz rarem Segelflugwetter sehr geschätzt. Die gemeinsamen Mahlzeiten oder Grillabende bei der ASGZ Baracke sorgten für viel Lustiges und Unterhaltsames in unseren Ferien. Zum Schluss geht ein herzlicher Dank an unsere Gastgeber von der Alpinen Segelfluggruppe und der Flugplatzgenossenschaft Zweisimmen. Wir haben wiederum die Infrastruktur frei benützen dürfen und wurden allenthalben unterstützt, insbesondere als das Wasser auf dem Flugplatz und in den Unterständen stieg. Klar, dass wir uns auf die Ausgabe Zweisimmen 2022 schon jetzt sehr freuen. Quelle: ‘Christoph Heuberger im Segelflug-Bulletin‘.

Präzisionslanden der Segelfliegerinnen

Die “Hexen” freuen sich sehr, zum Präzisionslanden nach Bad Ragaz einzuladen. Auch männliches Publikum ist an diesem Tag herzlich willkommen.

  • Programm:
  • Eintreffen ab 09.00 Uhr zu Kaffee und Gipfeli auf dem Flugplatz Bad Ragaz am 16.10.21.
  • Beginn des Präzisionsfliegens um 10.00 Uhr!
  • Sollte das Wetter (untypischerweise) unfliegbar sein, so treffen sich die Segelfliegerinnen um 11.00 Uhr zu einem spannenden Alternativprogramm.
  • Während des Tag werden wir uns auch austauschen, Kuchen essen, Saison nachbesprechen und Saison vorplanen!

Notlandung im Maisacker überstanden

Da waren die Schutzengel wieder fleißig: Nachdem ein Kleinflugzeug am Samstag bei St. Andrä im Lavanttal auf einem Maisacker notlanden hatte müssen, konnten der Pilot (58) und eine Passagierin (42), beide aus Wien, samt einem kleinen Hund selbst aus dem Wrack kraxeln. Sie waren zum Glück unverletzt geblieben. Das in St. Marein gestartete Flugzeug war gegen 14 Uhr bei St. Andrä im Lavanttal offenbar in Turbulenzen geraten. Dem erfahrenen Piloten gelang es noch, über eine Siedlung zu fliegen und anschließend auf einem Maisacker notzulanden. Das Kleinflugzeug kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. „Als die Polizei eintraf, waren der Pilot und die Passagierin, die eine kleine Französische Bulldogge mithatte, bereits selbstständig und unverletzt ausgestiegen“, heißt es bei der Polizei. Das Kleinflugzeug wurde von einem Abschleppunternehmen geborgen und zum Flugplatz St. Marein gebracht, wo der Besitzer des Flugzeuges einen Standplatz hat. Quelle: ‘Krone.at‘.

Tour de France im Segelflugzeug

Entdecken Sie die “Tour de France im Segelflugzeug” von Ludo und Clément vom 12. bis 21. August 2020, diesmal an Bord eines Discus 2c FES von Schempp-Hirth. Sie durchqerten Frankreich in sieben Flügen. Erleben Sie dieses Abenteuer Flug um Flug. Quelle: ‘Youtube‘.

Älterwerden für Piloten

Das Pilotenalter gibt in der aktiven Pilotencommunity immer wieder Anlass zu Diskussionen, sei es im kommerziellen sowie nicht kommerziellen Bereich. Und die Meinungen dazu gehen weit auseinander. Jedoch hat keiner von uns die Wahl, nicht älter zu werden. Wir sollten uns deshalb bewusst sein, welche Auswirklungen das Alter auf Piloten haben kann. Ausserdem ist es ratsam, das Thema Alter und aktive Fliegerei proaktiv anzugehen und uns zu bemühen, gesund und fit zu bleiben.

Ein amüsanter Rückblick auf 34 Jahre, 4 Monate und 7 Tage aktive Pilotenzeit
Ein leidenschaftliches Hobby aufzugeben, fällt vielen schwer. Wir von Stay Safe wollten wissen, welche Erfahrungen und Überlegungen sich Richard Hunziker als 73-jähriger Pilot mit zunehmendem Alter gemacht hat. Für ihn war in der aktiven Fliegerei ein Aspekt besonders wichtig: «Trainieren, trainieren, trainieren: Wer nicht zwei Mal pro Monat im Flieger sitzt und hie und da längere Flüge macht, gibt das Brevet besser ab. Wer nur noch 3 Landungen in 3 Monaten macht, ist eine Gefahr für Unbeteiligte, Passgiere und sich selbst.»

Kenne deine Limiten: Personal Minimums Requirements List
Unabhängig von der Altersthematik möchten wir euch bei dieser Gelegenheit ans Herz legen, für sich eine so genannte «Personal Minimums Requirements List» zu erstellen und à jour zu halten. Wenn du deine Fähigkeiten und Fertigkeiten einschätzt, notiere dir vor deinem Flug diese in deiner persönlichen Personal Minimums Requirements List. Es ist so viel einfacher, die richtigen Entscheidungen darüber zu treffen, was sicher oder unsicher ist, wenn man nicht mit dem Fliegen beschäftigt ist. Eine solche Checkliste dient auch als solide Orientierungshilfe bei der Entscheidungsfindung vor dem Flug und bei der Planung von Eventualitäten. Quelle: ‘Staysafe; BAZL‘.

Flugzeugschlepp kollidiert mit Modellflieger

Schreckmoment in der Luft: Nach einem Zusammenstoß mit einem Modellflieger müssen zwei Flugzeuge nahe Darmstadt notlanden. Nach der Notlandung einer Propellermaschine auf dem Flugplatz Reinheim nahe Darmstadt wegen einer Kollision mit einem Modellflugzeug laufen die Ermittlungen zur Ursache. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ist an der Untersuchung beteiligt. Am Samstagnachmittag, 25. September 2021 war die einmotorige Propellermaschine mit einem Segelflugzeug im Schlepptau nahe Otzberg im Landkreis Darmstadt-Dieburg mit einem Modellflugzeug zusammengestoßen. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand. In dem Flieger saß der 56jährige Pilot – im Segelflieger ein 42jähriger Pilot und ein zehnjähriges Kind. An der Propellermaschine entstand ein Schaden von rund 10’000 Euro, am Modellflugzeug von etwa 1’500 Euro. Verletzt wurde laut Polizei Darmstadt bei dem Zusammenstoß niemand.

Laut ersten Erkenntnissen ist die einmotorige Maschine vom Flugplatz Reinheim nahe Darmstadt gestartet, um ein Segelflugzeug zu schleppen. Kurz nach dem Start kam es über der Gemeinde Otzberg/Ober-Klingen zu einem Zusammenstoß zwischen dem Schleppflugzeug und einem Modellflugzeug.

Reinheim bei Darmstadt: Motorflugzeug und Segelflieger müssen notlanden
Dabei wurde nach Angaben der Polizei Darmstadt das linke Leitwerk des Motorflugzeuges teilweise abgerissen. Gedankenschnell klinkte der 56-jährige Pilot der Maschine den Segelflieger aus und landete kurze Zeit auf dem Flugplatz Reinheim. Auch der 42-jährige Pilot des Segelfliegers, in dem auch ein zehnjähriges Kind saß, schaffte die Landung ohne größere Probleme. Der Besitzer des Modellflugzeuges, das offenbar in Groß-Bieberau gestartet wurde und eine Spannweite von 1.60 Meter hatte, wurde ermittelt. Quelle: ‘OP-online.de‘. (Symbol-) Foto: Jürgen Miebs.

Proximity Flying with LAK 17c FES

Spectacular, proximity flying during the final glide with the electric LAK17c FES. It was the last competition day of the 3rd eGlide competition in Varese, Italy. Racing in the scenic area of Lake Maggiore and Lake Como in Italy and Switzerland is amazing. During eGlide competition flights, we are allowed to use between 1,5 kWh and 3 kWh of electric power. Source: ‘Youtube‘.

Routine als Gefahr

Routinen sind in der Regel sehr nützlich und effektiv. Doch wiegen wir uns ihretwegen gelegentlich in falscher Sicherheit und werden, ohne es zu bemerken, nachlässiger – häufige Folgen: Unfälle. Während wir im Alltag oft glimpflich aus solchen Situationen herauskommen, sieht das in der Luftfahrt oftmals anders aus. Hier hat man in der Regel keine zweite Chance. Im Grunde genommen sind Routinen etwas Positives und erleichtern in den meisten Lebensbereichen unser Handeln. Sie machen uns effektiver und schneller. Routinen befähigen uns, quasi aus dem Unterbewusstsein heraus “automatisch” das Richtige zu tun, eben weil wir in bestimmten Bereichen eine Reihe von Erkenntnissen und auch viel Erfahrung haben.

Das geht lange Zeit gut. Aber irgendwann geschehen dann doch Unfälle, weil wir uns zu sehr in Sicherheit gewogen haben. Sei es im Haushalt, bei handwerklichen Tätigkeiten oder auf der Autobahn. Unsere Aufmerksamkeit ist “eingeschlafen” und Risikoszenarien rücken zunehmend in den Hintergrund. Deshalb passieren die meisten Unfälle von Autofahrern nicht im ersten Jahr nach Erwerb der Fahrerlaubnis, sondern erst in den Jahren danach. Heute läuft man in der Luftfahrt oft in Gefahr, persönliche Erfahrung, Kenntnis und Routine durch elektronische Hilfen zu ersetzen oder zumindest zu ergänzen. Die von den Navigationsgeräten angezeigten Kabel und Leitungen vermitteln eine vollständige Übersicht von Luftfahrthindernissen am Einsatzort. Die Kollisionswarngeräte machen auf jedes andere Luftfahrzeug in der Umgebung aufmerksam. Der Anflug auf den Spitallandeplatz war in der Vergangenheit frei von Hindernissen und wird es auch in dieser Nacht sein. Nach dem Grundsatz “expect the unexpected” geht es immer darum, das nicht dargestellte Luftfahrthindernis zu suchen, das Flugzeug mit dem nicht eingeschalteten Transponder zu identifizieren und den neu am Spitallandeplatz erstellten Kran im Anflug zu berücksichtigen. Durch die Anwendung von standardisierten Verfahren, Checklisten, Briefings und offenen Augen können wir den negativen Auswirkungen von Routine begegnen und so die eigene Flugsicherheit erhöhen. Das erfordert täglich grosse Aufmerksamkeit und Disziplin. Quelle: ‘Flugsicherheit Deutsche Luftwaffe‘.

Vom Föhn verweht

Ein Segelflieger aus München hat am Sonntagabend für Aufregung gesorgt: Der Pilot musste nach einem fünfstündigen Flug eine Außenlandung in einem Feld zwischen Schlins und Satteins machen. Der Föhnwind brachte den Piloten nach Vorarlberg. Die Polizei wurde am späten Nachmittag wegen eines in Not geratenen Segelflugzeugs alarmiert. Als die Polizei vor Ort war, stellte sich heraus, dass ein Segelflieger-Pilot eine Außenlandung absolvieren musste. Der Pilot wurde nicht verletzt, auch das Flugzeug blieb unbeschadet. Eine Außenlandung auf einer geeigneten Wiese ist nichts Außergewöhnliches. Jedes Segelflugzeug ist hierfür konstruiert. Gemacht wird eine Außenlandung, wenn aufgrund fehlender Thermik kein Flughafen mehr erreicht werden kann.

Fünf Stunden in der Luft
Bemerkenswert war, dass der 21-jährige Pilot in München gestartet war und über fünf Stunden bis nach Vorarlberg geflogen ist. Das Ganze sei nicht gewollt gewesen, sagte der Pilot nach der Landung. Doch die Föhnwetterlage habe ihn bis ins Ländle gebracht. Nun muss der Flieger per Anhänger wieder zum Heimatflughafen in München gebracht werden.

Segelflugzeuge brauchen keinen Wind
Zum Fliegen brauchen Segelflugzeuge keinen Wind. Sie fliegen auch wenn es windstill ist. Beim Start wird das Segelflugzeug durch eine Winde oder ein Motorflugzeug auf eine bestimmte Höhe gebracht. Anschließend fliegt es auf einer schwach nach unten geneigten Bahn. Dabei muss es für seinen Gleitflug ständig etwas von seiner Ausgangshöhe opfern. Das Segelflugzeug setzt seine Flughöhe in Flugstrecke um, und das solange, bis die Höhe verbraucht ist und das Flugzeug landen muss, heißt es auf der Website.

Flugdauer bis zu acht Stunden
Die Dauer eines Fluges kommt auf das Wetter und die Strecke an. Er kann zwischen fünf Minuten und acht Stunden dauern. Moderne Segelflugzeuge erreichen spielend 250 km/h. Der Höhenweltrekord liegt bei 14.000 Metern, die weiteste geflogene Strecke bei über 3.000 Kilometer.

Während des Gleitfluges versucht der Segelflieger Thermik zu finden. Thermik ist von der Sonneneinstrahlung erwärmte Luft, die vom Boden aufsteigt. Diese aufsteigende Luft nutzt der Segelflieger. Durch ständiges Kreisen bleibt er innerhalb des Aufwindes und klettert mit ihm. Beim Streckenflug gleitet er dann abwärts bis zum nächsten Aufwind, gewinnt dort wieder Höhe, gleitet zum übernächsten usw. Manche Segelflugzeuge besitzen auch einen Motor. Quelle: ‘ORF Vorarlberg’.

Roland Garros schreibt Geschichte

Den Namen Roland Garros bringt fast jeder Sportfan wohl zunächst mit Tennis in Verbindung. Schließlich ist seit 1927 die Anlage, auf der die French Open stattfinden, nach ihm benannt. Doch zu seinen Lebzeiten galt das Interesse des 1888 auf Réunion geborenen Franzosen der Luftfahrt. Roland Garros, der sich das Fliegen selbst beibrachte, erhielt 1910 den Pilotenschein und machte sich erstmals einen Namen, als er 1911 bei extrem schlechten Bedingungen einen Flugwettbewerb in Frankreich gewann. Sein Meisterstück gelang ihm jedoch am 23. September 1913. Der damals 24-Jährige überquerte als erster Mensch in einem Flugzeug das Mittelmeer. Um 5:47 Uhr am Morgen startete Garros im südfranzösischen Fréjus. Knapp acht Stunden später, um 13:45 Uhr, landete er im tunesischen Bizerta. In der Luft legte er bei seinem Rekordflug etwa 500 Meilen zurück.

Die Bedingungen waren dabei alles andere als einfach. Heftiger Wind trieb den Franzosen teilweise von der gewünschten Route ab. “Ich war in den Wolken bei etwa 9842 Fuß verloren und hatte wegen des Windes teilweise keine Ahnung, ob mein Flugzeug nach vorne, hinten, rechts oder links getrieben wurde”, wird Garros in Presseberichten nach der Landung zitiert. Roland Garros fiel kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs, am 5. Oktober 1918. Seine Maschine wurde von einem deutschen Kampfflieger abgeschossen. Die Erinnerung an ihn aber lebt weiter – nicht nur während der French Open. Quelle: ‘Eurosport‘.

„Betriebs-Ausflug“ zu den Segelfliegern

Was haben Seile der Segelflieger mit den Seilen einer Isnyer Firma zu tun? Segelflugzeuge können mit Ausnahme von Selbststartern nur im Windenschlepp oder im Flugzeugschlepp in die Luft kommen, aber immer mit speziellen Seilen. Die Firma Edelrid, die es seit mehr als 150 Jahren gibt, stellt spezielle Seile beispielsweise für den Klettersport und die Arbeitssicherheit her.

Die 200 Mitarbeiter freuen sich jedes Jahr auf drei betriebliche Veranstaltungen, die jedoch durch die Corona-Pandemie jäh ausgebremst wurden. Die Freude war also groß, als es nun hieß: Auf zum Fluggelände der Luftsportgruppe Isny! Zu Fuß marschierten etwa 140 Betriebsangehörige zu den Flugzeughallen, bei denen am Vormittag mit vielerlei Spielen und Aufgaben die Zeit nicht lang wurde wie beim Tauziehen – selbstredend mit firmeneigenen Seilen, den „lebenden Flechtmaschinen“, die dem Tanz um einen Maibaum ähnelten, oder dem Rollen in einer Wanne auf Kartonhülsen und Papierfliegerweitwurf, der allerdings weitgehend dem Ostwind zum Opfer fiel.

Die Mitglieder der Luftsportgruppe Isny stellten nach einem ausgiebigen Buffet ihre doppelsitzigen Segelflugzeuge sowie das Ultraleichtflugzeug an den Start, wo es unter den Besuchern auch einige „Ängstliche“ gab, die jedoch angesichts ihrer mitfliegenden Kolleginnen und Kollegen dann doch in die Flugzeuge einstiegen und nach der Landung voll des Lobes und der Begeisterung waren. Manch einer der Mitflieger war überhaupt das erste Mal in seinem Leben in der Luft. Mit den Segelflugzeugen waren nur relativ kurze Flüge möglich, das Ultraleichtflugzeug war jedoch in der näheren Umgebung unterwegs, „ihre“ Firma in Isny konnten aber die meisten Mitfliegenden erfreut aus der Luft identifizieren. Mit Kunstflieger Florian Hofer von der Luftsportgruppe am Steuer ließ sich ein Mutiger gar im Flugzeugschlepp auf etwa 1000 Meter schleppen, um dann nach Looping und Rollen im Rückenflug die Stadt Isny einmal „andersherum“ zu betrachten, das heißt „grün“ war oben und „blau“ unten. Mehr als zufrieden konnte die große Gruppe gegen Abend wieder nach Hause marschieren angesichts der vielen Eindrücke und kreativen Spiele mit Bezug zu ihrer Firma. Der „Betriebs-Ausflug“ hinterließ nicht nur bei den mithelfenden Mitgliedern der Luftsportgruppe, überwiegend Flugschüler und junge Flugscheininhaber, den Eindruck, dass es „fast wie ein Flugtag“ war. Flug-Betrieb und Flugplatz-Fest gehören schließlich zusammen. Quelle: ‘Schwäbische‘.

Einführung Basic Instrument Rating

Seit dem 8. September 2021 gibt es nun das Basic IR, welches das bisherige Enroute IR ersetzt. Es ist das Resultat aus der Initiative der EASA, der allgemeinen Luftfahrt den Zugang zum Instrumentenflug zu erleichtern. Neben dem Basic IR gibt es weiterhin den kompetenzbasierten Weg (CB-IR), sowie die herkömmliche Ausbildung zum Instrument Rating.

Pilotinnen und Piloten, welche sich bisher in der Ausbildung zum Enroute IR befanden, können im Rahmen eines bewilligten Basic-IR-Kurses fortfahren. Für die Flugschulen bedeutet dies, dass sie den Kurs zum Enroute IR via Form 105 von ihrem ATO-Zertifikat entfernen müssen. Der Kurs für das Basic IR muss neu eingereicht und bewilligt werden. Quelle: ‘BAZL’.

Flugplatzfest mit Wermutstropfen

Zweimal musste das Flugplatzfest verschoben werden. Dieses Wochenende brummten endlich wieder die Flugzeugmotoren über Zwickau. Rund 4’000 Fans kamen und bezahlten. Deshalb war der Aero-Club-Vorsitzende am Sonntagabend auch zufrieden, aber gewiss nicht rundum zufrieden. Joachim Lenk bedauerte, dass durch den Nebel einige Piloten Zwickau nicht anfliegen konnten und dadurch das Programm schmaler ausfiel. Es gab auch Verzögerungen. Und eines ärgerte ihn so sehr, dass er darüber nachdenkt, ob er nochmal ein Flugplatzfest organisieren will: die Zaungäste. Mindestens 500 waren es, die die Show kostenlos verfolgt haben. Quelle: ‘Radio Zwickau‘.

SFVS goes WeGlide

WeGlide hat sich während des letzten Jahres als Plattform etabliert und erfreut sich grosser Beliebtheit unter jungen Pilot/innen. Der SFVS wird zukünftig eng mit WeGlide zusammenarbeiten.

WeGlide: ein Name, der hält, was er verspricht. WeGlide bietet eine Wertungsplattform für Streckenflüge, wie sie bislang nur von OLC bekannt war. Doch damit ist es nicht getan – einfache Aufgabenplanung und Fluganalyse, Live-Tracking und soziale Features wie z.B. das „liken“ oder kommentieren eines Fluges vereinen viele Bedürfnisse der Pilot/innen auf einer Plattform. Die Grundfunktionalitäten werden gratis, freiwillige Add-Ons wie z.B. die Integration von Wetterprognosen kostenpflichtig angeboten. Dem „We“ in WeGlide wird besonders viel Beachtung zugemessen: aktive Kommunikation auf verschiedenen Kanälen wie z.B. Youtube oder Instagram, eine intelligente Vermarktung des Erlebnis Segelflug fördern den Segelflugsport und das Zusammengehörigkeits-Ggefühl in der Segelfluggemeinde. Wer WeGlide bereits erkundet hat, ist womöglich über den Icon „NSFW“ gestossen. Der SFVS hat beschlossen, den Nationalen Segelflugwettbewerb NSFW zukünftig auf dieser Plattform auszurichten. Per 01.10.21 beginnt die Wertungsperiode des NSFW 2022 auf WeGlide. Bis dahin wird der Probebetrieb ohne Wertung weitergeführt. Die Wertungsperiode 2021 wird wie anfangs Jahr kommuniziert auf OLC beendet. Quelle: ‘SFVS‘.

Unfall mit Modellflugzeug in Stromleitung

Bei Gretzenbach SO ist ein 61-jähriger Mann durch einen Stromschlag tödlich verletzt worden. Der Grund: Er wollte einen Teil seines Modellflugzeugs aus einer Stromleitung befreien. Wie die Polizei des Kantons Solothurn in einer Medienmitteilung schreibt, wurde am Dienstagnachmittag auf einem Feld bei Gretzenbach SO ein lebloser Mann aufgefunden. Die Rettungskräfte konnten vor Ort nur noch den Tod des Mannes feststellen. Nach ersten Erkenntnissen war sein Modellflugzeug mit der freihängenden Stromleitung kollidiert und ein Flügel dort hängen geblieben. Beim Versuch, dieses Teil am Montag mit einer Aluminiumstange zu befreien, erlitt der 61-Jährige einen tödlichen Schlag aus der Starkstromleitung. Quelle: ‘Blick‘.

Segelflugkonferenz 2021

Die (Schweizer) Segelflug-Konferenz findet am 13. November 2021 in Brugg-Windisch statt.

Programm
09:00 Türöffnung
10:00 Begrüssung, Grusswort aus Politik und Wirtschaft

News aus den Reihen des SFVS
WeGlide
Perlan Projekt (Miguel Iturmendi)

12:00: Mittagessen

13:30 Ehrungen der Sportler
Segelflugschulung im Simulator (Thomas Stemmler, Morell Westermann)
Birdy (Norbert Klenhart)
Flugbericht (Bert Schmelzer)

16:00 Abschluss und Verabschiedung
17:30 Ende der Ausstellung

Anmeldung

Stelldichein der Elektroflugzeuge

Das 5. Electrifly-In war ein voller Erfolg, aber mit dem neuen Helikopter-Hangar fehlt dem Anlass die Infrastruktur auf dem Flughafen Grenchen, er findet nächstes Jahr in Bern statt. Am Wochenende wurde der Flughafen Grenchen erneut zum Zentrum der Elektromobilität in der Luft. Die neuste und fünfte Ausgabe des Electrifly-In zeigte, dass die Entwicklung der Luftfahrzeuge mit Elektromotoren vorangeht – zwar langsamer als bei den Autos, aber in zunehmendem Tempo. Noch vor fünf Jahren, beim ersten Treffen für Elektroflugzeuge in Grenchen, schien der alltägliche Einsatz eines Flugzeugs mit Elektromotor noch in weiter Ferne. In der Zwischenzeit wurde er aber Realität. Mit der Velis gibt es ein zertifiziertes zweiplätziges Flugzeug, von dem ein Exemplar auch auf dem Flughafen Grenchen stationiert ist.

Erstmals mit Rundflügen für das Publikum
Dieser Typ der slowenischen Firma Pipistrel war der eigentliche Star am Electrifly-In und wartete mit einer Premiere auf: Zum ersten Mal konnten dem Publikum Rundflüge angeboten werden. Die wurden rege benützt: Über 30 Personen flogen zum ersten Mal in ihrem Leben mit einem E-Flugzeug, fachkundig begleitet von den Fluglehrern Hans Marthaler und Markus Wullimann.

Der Erste war Christian Burkhardt, der ehemalige Gemeindeschreiber von Langenbruck: «Ich bin sehr positiv überrascht von der Leistung dieses Flugzeugs. Es ist angenehm zum Fliegen, durch den Elektromotor leise im Cockpit und in der Steuerung äusserst direkt», sagte er begeistert nach der Landung. Vielfältiges Fachsimpeln war an der Ausstellung im historischen Farner-Hangar angesagt. So etwa am Stand des Projekts Smartflyer, eines vierplätzigen hybriden Reiseflugzeugs, das in Grenchen entwickelt wird. Grosse Aufmerksamkeit wurde auch dem grossen Reiseflugzeug Traveler TR230 mit ebenfalls vier Sitzplätzen zuteil. Es ist in Grenchen stationiert und soll in einer vollelektrischen Variante demnächst zum Erstflug abheben. Über 60 Personen verfolgten den eTalk im Rega-Hangar. Das Podiumsgespräch moderierte Olympiasiegerin und Berufspilotin Dominique Gisin. Unter dem Titel «Generation Y – nächster Schritt in die Luftfahrt» diskutierten junge Menschen aus Politik und Wirtschaft, die einen unterschiedlichen Bezug zur Aviatik haben, wie die Fliegerei in eine nachhaltige Zukunft geführt werden kann.

Darunter war Florian Erni, der bei den Pilatus Flugzeugwerken arbeitet und eben die Pilotenausbildung auf einem Elektroflugzeug begonnen hat. Die Handhabung sei angenehm, da man mit der Motorenbedienung nicht viel zu tun habe und sich ganz auf die Koordination und das Erlernen der Flugzeugsteuerung konzentrieren könne. Er sieht denn auch für die Elektrofliegerei vorerst ein gutes Potenzial bei der Grundausbildung von angehenden Pilotinnen und Piloten.

Der Wermutstropfen: nicht mehr in Grenchen
Am Electrifly-In gab es auch einen Wettbewerb. Den längsten Anflug in einem rein elektrischen Flugzeug machte Marc Corpataux über 70 Kilometer von Ecuvillens nach Grenchen. Die Vortragsreihe am Symposium war gut besucht. Spannende Themen kamen zur Sprache. So etwa die Erfahrungen von Marco Buholzer, der bereits drei Jahre Erfahrung hat als Fluglehrer auf einem E-Flugzeug in Schänis. In ihrem Referat vor den Ausstellern und den Gästen ging Sandra Dubach, Präsidentin des Electrifly-In, auf die Entwicklung des Anlasses und damit auf die E-Mobilität in der Luft ein. Zum Schluss erwähnte sie, dass das Electrifly-In im kommenden Jahr auf dem Flughafen Bern stattfinden werde. Den Umzug ins Belpmoos begründete sie mit dem anstehenden Bau des Helikopter-Hangars in Grenchen, wodurch dem Electrifly-In die notwendige Infrastruktur fehlen werde. Quelle: ‘Peter Brotschi im Grenchener Tagblatt‘.

PC-12 stürzt in Bürogebäude bei Mailand

Ein Leichtflugzeug ist im Süden der Stadt Mailand kurz nach dem Start in Linate abgestürzt und in ein leerstehendes Bürogebäude gekracht. Beim Absturz der Pilatus PC-12 kamen der Pilot, ein weiteres Besatzungsmitglied und alle sechs Passagiere ums Leben. Die Todesopfer kamen alle aus dem Ausland. Unter den Toten ist auch ein Kind, wie die Staatsanwältin am Ort des Unglücks mitteilte. Das Gebäude in San Donato Milanese am Stadtrand der norditalienischen Millionenstadt fing nach dem heftigen Aufprall des Flugzeugs Feuer. Wegen Renovierungsarbeiten befanden sich aber keine Menschen in den Büros.

Die Unglücksmaschine ist eine Pilatus PC-12
Das Flugzeug vom Typ Pilatus PC-12 war um 13:04 Uhr vom zweitgrössten Mailänder Flughafen Linate abgehoben, um nach Olbia auf Sardinien zu fliegen. Kurz nach dem Start stürzte es dann im Südosten von Mailand ab. Das geht aus den Flugdaten des Internetdienstes Flightradar24.com hervor. Demnach verlor das Flugzeug nach der Startphase und einer ersten Schleife plötzlich an Höhe und stürzte nur Sekunden später in das Gebäude in San Donato Milanese. Der Grund für den Absturz ist noch unklar. Augenzeugen berichteten, dass ein Motor der Maschine gebrannt habe und das Flugzeug daraufhin im Sturzflug zu Boden ging, ohne dass ein Manöver ersichtlich waren. Die Retter konnten den Flugschreiber für weitere Auswertungen finden. Quelle: ‘SRF’.

Katharina lernt fliegen – Motivation

Was hat Motivation mit Segelfliegen zu tun?
Als erstes müsst ihr die Kraft haben, euer Ziel trotz schwieriger Situationen weiter zu verfolgen. Ich musste auch vier Jahre auf die Erfüllung meines Traumes warten. Um Träume wahr werden zu lassen, springt man oft über seinen eigenen Schatten und tut Dinge, die man sich selbst niemals zugetraut hätte. Beispielsweise steigen Menschen mit Flugangst in eine Maschine, weil sie unbedingt Piloten werden wollen. Der Körper verdrängt dabei alle Sorgen, Ängste und Probleme. Aber es gibt auch Momente, in denen man mit starken Zweifeln zu kämpfen hat: „Ist das wirklich die richtige Entscheidung?“, „Was ist, wenn ich versage?“ und „Ich werde im Verein doch niemals Freunde finden und überhaupt, ich bin doch sowieso viel zu blöd zum Fliegen! Das kann ich eh nicht.“ Bestimmt kennt ihr solche Sätze. Aber die Situation verschlimmert sich noch zusätzlich, wenn dann auch noch Freunde oder Verwandte euch kritisieren. Dabei fallen häufig Sätze wie: „Aber das ist doch viel zu gefährlich!“, „Bist du dir wirklich sicher, dass du eine Risikosportart machen möchtest?“ oder hier mal ein Satz, den vor allem Mädchen zu hören bekommen: „Fliegen ist doch was Technisches, das kannst du doch eh nicht. Piloten werden nur Jungs.“ Das geht raus an alle Pilotinnen und solche, die es werden wollen: Lasst euch nicht unterkriegen, ihr könnt das genauso gut wie die Männer! Lasst euch nur nicht in eine Rolle zwingen, mit der ihr nicht einverstanden seid!

Kritik? – Nur nicht persönlich nehmen!
Wenn ihr erst mal mit dem Fliegen angefangen habt, kommt das nächste Problem auf euch zu. Nach den Flügen bekommt ihr natürlich immer Kritik vom Fluglehrer und Kritik hört aus verständlichen Gründen keiner gerne. Aber sie versuchen euch nur zu erklären, was ihr bei eurem nächsten Flug besser machen könnt. Schließlich kritisieren sie euch nicht, um euch zu demotivieren. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, aber: Versucht euch diese Kritik nicht so zu Herzen zu nehmen. Denn es handelt sich dabei ja nicht um Kritik an der eigenen Person, sondern an dem vorangegangen Flug. Allerdings kam bei mir zumindest noch ein Aspekt hinzu: Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man sich leider häufig mit anderen Piloten vergleicht. Ich war immer gleich neidisch, weil bei ihnen anscheinend alles „auf Anhieb“ funktioniert hat. Wenn mein Ergebnis nach fünf weiteren Starts noch nicht perfekt war, war ich schnell frustriert. Leider habe ich das Problem immer noch nicht überwunden und sehe immer nur meine eigenen Fehler. Das können unsaubere Kurven, schlechte Landungen oder kleine Fehler im Start sein. Wenn ich dann allerdings genauer hinschaue, war gar nicht der ganze Flug „für den Eimer“, sondern es gab noch einzelne Dinge zu verbessern. Und natürlich fühlt man sich gegenüber den anderen Piloten total unfähig, wenn diese immer nur von ihren Erfolgen und nie von ihren Rückschlägen berichten.

Mein Ratschlag: Kopf hoch!
Niemand kann alles auf Anhieb perfekt und auch langjährige Scheinpiloten machen Fehler. Sucht euch am besten eine Person auf dem Flugplatz, mit der ihr über eure Probleme und Motivationstiefs sprechen könnt. Ich kann euch versichern: Jeder Pilot und jede Pilotin hatte dieselben Probleme wie ihr. Ihr seid ganz sicher nicht die einzigen Piloten beziehungsweise Pilotinnen, bei denen nicht alles auf Anhieb perfekt klappt. Macht weiter, auch wenn es gerade nicht so gut läuft und der Start auch nach dem siebten Anlauf noch nicht klappt oder die letzte Kurve in der Platzrunde immer noch nicht richtig sitzt. Übung macht den Meister und Aufgeben führt in keinem Fall näher zum Ziel! Quelle: ‘Düsseldorfer Aero-Klub

ETH-Studenten entwickeln Elektroflugzeug-Viersitzer

Der Innovationspark Zürich ist kein Bauprojekt, noch nicht. Studierende der ETH forschen dort aber schon seit Jahren. Ein Augenschein in den Hangars. Die Hülle ist ein Bausatz, ein sogenanntes Kit-Flugzeug aus Südafrika zum Selbernieten und -zusammenschrauben. Der Antrieb entsteht ebenfalls im Eigenbau, aber auf höchstem technischem Niveau. Ein Dutzend Studierende der ETH Zürich konstruiert das wahrscheinlich erste Elektroflugzeug weltweit mit vier Plätzen. E-Sling ist ein sogenanntes Fokusprojekt der ETH Zürich. Während acht Monaten entwickeln die angehenden Elektro- und Maschineningenieure einen rein elektrischen Sportflieger. Welches ist dabei die grösste Schwierigkeit? Die nötige Energiedichte der Batterie zu erreichen, antwortet der junge Software-Ingenieur Timo Kleger, der dem Besucher bereitwillig Auskunft gibt. Die Akkus werden vorne in die Tragflächen eingebaut. Für ein Flugzeug müssen sie im Verhältnis zu ihrem Gewicht und Volumen maximal viel Elektrizität speichern können. Um mehr Reichweite zu erhalten, war es unumgänglich, die Flügelspannweite um einen Meter zu verlängern.

Für einige in der Gruppe ist das Elektroflugzeug ihre Bachelorarbeit. 12 zusätzliche Kreditpunkte zu den 14 für das Fokusprojekt gebe es dafür, sagt Timo Kleger. Allein deshalb lohne sich der Arbeitsaufwand nicht. Er mache das ohnehin nicht nur wegen der Punkte. Die Chance, im ETH-Grundstudium ein Flugzeug zu bauen, ist Ansporn genug. Das Testgelände, um E-Sling zum Fliegen zu bringen, ist das kleinste Problem. Denn die mit allerlei Geräten und elektrischen Apparaturen überstellte Werkstatt befindet sich im Hangar 3 des Flugplatzes Dübendorf. Anfang Oktober ist der Roll-out. Danach wird das Flugzeug auf dem Rollfeld davor ausführlich geprüft.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl), das neben zahlreichen Sponsoren sehr am Projekt interessiert ist, wird voraussichtlich bis Ende Jahr das Flugzeug zertifizieren. Die Studierenden haben keinen aviatischen Hintergrund. Den ersten Flug wird voraussichtlich im nächsten Frühling ein Testpilot übernehmen, den das Bazl auswählt.

Weltweit einzigartiges Labor
«Das Flugzeug wird abheben», sagt René Kalt überzeugt, der Geschäftsführer der Stiftung Innovationspark Zürich. Der E-Flieger steht geradezu beispielhaft für die Synthese von Innovation und Aviatik. Diese Zielsetzung wird neu auf dem ganzen Flugplatzareal verfolgt; das ergab die vor knapp zwei Wochen veröffentlichte Gesamtschau. Im Fokus stehen Forschungsgebiete, die auf eine Flugpiste oder sonst auf grosse Testflächen angewiesen sind. Konkret: Mobilität, Robotik, Aviatik und Raumfahrt. Quellen: ‘NZZ, Neue Zürcher Zeitung‘ (kostenlose Registrierung) und ‘Youtube’ (Video).

Die Mädels stellen sich vor

(…) Heute kommt ein kleines Special von mir in Form eines neuen Blogartikels. Und zwar habe ich mich dazu entschieden, ein paar Mitglieder des Vereins zu interviewen. Heute fange ich mal mit einer von uns drei jungen Frauen an… Quelle: ‘Düsseldorfer Aero-Klub‘.

Führungskräfte lernen von Piloten

Immer mehr Anbieter in der Schweiz, Deutschland und Österreich laden zu speziellen Führungskräfte-Trainings ein, etwa im Airbus 320 oder in einer Boeing 737. Doch nützt das etwas oder handelt es sich lediglich um einen Zeitvertreib, bis „Top Gun: Maverick“ als Fortsetzung des Jetpiloten-Fan-Klassikers vielleicht doch einmal anläuft und der Geschwindigkeitsrausch dank modernster Technik erlebbar wird? Mitnichten!

Dass es zwischen der Fliegerei und dem Geschäftsleben viele Parallelen gibt, wird bereits beim ersten Blick auf die Angebote deutlich. Sowohl Piloten als auch Manager müssen beispielsweise leistungsfähig sein, die richtige Einstellung haben, jederzeit auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, differenzieren, selektieren, schnell entscheiden, klar kommunizieren, entschlossen handeln und nicht zuletzt das Ziel mit ihrer Crew sicher erreichen. Was die Umsetzung betrifft, ist die Luftfahrt jedoch weiter entwickelt. Denn nach einer Reihe von Unfällen in den 70er-Jahren wurde ein Kulturwandel angestossen und „Crew Resource Management“ (CRM)-Training in die Ausbildung aufgenommen, wie Christoph May, Risikomanager und Projektleiter bei einer Bank und Privatpilot, auf der Plattform BankingHub erläutert. Dabei geht es um Kooperation, situative Aufmerksamkeit, Führungsverhalten, Entscheidungsfindung und die dazugehörige Kommunikation, für die klare Prinzipien sowie Vorgehensweisen definiert sind.

Skills aus den besten Cockpits der Welt
Als wichtigster Grundsatz gilt: „First fly the Aircraft!“ Das bedeutet, dass Piloten unabhängig davon, was passiert, zuerst das Flugzeug fliegen sollten. Erst dann sind Entscheidungen zu treffen – und zwar nach dem FORDEC-Model. Demnach werden zunächst sämtliche Fakten zusammengetragen. Als Zweites werden die Optionen betrachtet. Anschliessend wägt der Pilot die Risiken und Vorteile ab. Darauf basierend trifft er eine Entscheidung (englisch: Decision) und setzt diese konsequent um (englisch: Execution). Schliesslich folgt ein Check und gegebenenfalls der Prozess erneut.

Ebenso bedeutend ist die Einstellung, zu der Disziplin, Motivation, Mut, Respekt und Haltung gehören. „Wir nennen es Airmanship“, heisst es auf der Website von Top Gun Leaders Training & Consulting, die mit dem Image des legendären Films alles andere als spielen. Sie vermitteln „Soft Skills aus den besten Cockpits der Welt“, damit diese auch am Boden ihre Wirkung entfalten. Dass Geschäftsführer Ralph Eckhardt unter anderem 20 Jahre Erfahrung als Tornado-Pilot hat, verwundert nicht. Denn wer sonst könnte die in der Luftfahrt bewährten Methoden besser vermitteln als ein Pilot? Wohl niemand.

Piloten übersetzen Wissen und Kompetenzen
Deshalb ist er auch nicht der einzige Flieger, der sein Know-how an Führungskräfte weitergibt. Tom Haug, Major a. D. und früher Jetpilot, lehrt mit seinem Unternehmen TOMKAT zum Beispiel CRM, Entscheidungsfindung nach dem FORDEC-Modell sowie Management von Unsicherheit und Umgang mit Fehlern. Zudem bringt er Managern Strategien wie Closed Loop Communication sowie das Briefing und Debriefing nahe. Diese stammen aus dem militärischen Bereich, werden jedoch inzwischen auch im zivilen Umfeld angewendet, um die Kommunikation zu verbessern.

Ein anderer Pilot ist Philip Keil. Als Keynote Speaker überträgt er spannende Denkanstösse auf die Unternehmenswelt, wenn er über schwierige Entscheidungen spricht, über das Team als Erfolgsfaktor, Führung in dynamischen Zeiten oder eine positive Fehlerkultur. Für seine wegweisenden Ansätze wurde er sogar in den Kreis der „Management-Vordenker Deutschlands“ erhoben.

Mit Holger Lietz steht ein weiterer international gefragter Keynote Speaker am Start, der Mindset und Methoden aus der Welt der komplexen Militärfliegerei auf die Anforderungen an Manager in der Geschäftswelt überträgt. Auf seiner Website fordert er etwa auf: „Gewinnen Sie neue, spannende Tools, Techniken und Methoden für Ihr Leadership & Business Cockpit“, „Richtig entscheiden! Mit der Kampfpiloten-Methode“ und „Verkaufen mit maximaler Schubkraft“. Sein „Level 10 Marketing“ basiert auf einem für die Luftüberlegenheit von Kampfpiloten entwickelten System, dem OODA-Loop. Es ist darauf ausgerichtet, Veränderungen einschliesslich Bedrohungen frühzeitig zu antizipieren und zu neutralisieren, bevor sie kritisch werden.

Leadership jenseits der Schallmauer
Diese Beispiele verdeutlichen: Flüge im Simulator versetzen Führungskräfte in die Lage, hautnah zu erfahren, wie sie in welchen Situationen reagieren und sich wirkungsvolle Methoden anzueignen, die sie aus dem Cockpit in den Chefsessel mitnehmen können. „Manager können viel von Piloten lernen. Vor allem in den Bereichen Fehlermanagement, Stressresistenz und Führung“, schreiben Kahmann & Kollegen. Oder wie die Mach 2 – Aviation Experts formulieren: „Entscheidungen im Team unter Zeitdruck treffen, strukturiertes Arbeiten mit Checklisten und Verfahren aus der Luftfahrt im Cockpit richtig anwenden, erschliesst völlig neue Perspektiven ausserhalb Ihres gewohnten Umfeldes.“

Somit setzen inzwischen viele Branchen zu Recht auf Konzepte aus der Fliegerei und bilden Führungskräfte dementsprechend weiter. Die neuen Blickwinkel aus der Luft sind eine Idee, die so mancher Unternehmung sprichwörtlich Schub verleiht. Wem das nicht reicht, der hat die Option, auch Piloten einzustellen und damit zusätzlich zu den Triebwerken den Nachbrenner zu zünden, um die Schallmauer zu durchbrechen. Sie entscheiden und handeln! Quelle: ‘Die Ostschweiz‘.

Sturzflug über dem Baggersee

Was den Segelkunstflugwettbewerb am Flugplatz Thannhausen so besonders macht. Unter den Jury-Mitgliedern ist ein früherer Weltmeister. Anders als sonst drehten die Segelflugzeuge über den Baggerseen im Thannhauser Nordwesten keine gemütlichen Runden. Stattdessen flogen sie Loopings, drehten sich in Rückenlage oder ließen sich trudelnd in die Tiefe fallen. Anlass für diese wirklich spektakulären Flugmanöver war der Wettbewerb im Doppelsitzer-Segelkunstflug, den der Förderverein Segelkunstflug Bayern gemeinsam mit dem Mittelschwäbischen Luftsportverein (MLV) nun am Flugplatz in Thannhausen ausrichtete.

19 Talente sind dabei
19 Talente, vorwiegend aus Süddeutschland, traten in mehreren Wertungen gegeneinander an. Geflogen wurde in drei Schulungsflugzeugen. Thomas Kraus, Abteilungsleiter Segelflug des MLV und verantwortlich für die Organisation vor Ort, erklärt dazu: „Dieser Wettbewerb ist für Neulinge gedacht und soll sie an den Wettbewerbskunstflug heranführen. Deshalb kommen Flugzeuge zum Einsatz, die so gut wie in jedem Verein vorhanden sind. Damit können möglichst viele Pilotinnen und Piloten unter gleichen Bedingungen teilnehmen.“

Eine Kunstflugbox am Himmel
Für den Wettkampf wurde am Himmel über den Baggerweihern eine sogenannte Kunstflugbox definiert. „Diese Box ist einen Kilometer lang, einen Kilometer breit und etwa 800 Meter hoch“, sagt Kraus. Zur besseren Orientierung wurden die Ecken der Box am Boden mit Stoffmarkierungen gekennzeichnet. Denn die Pilotinnen und Piloten fliegen – bis auf einen Höhen- und Geschwindigkeitsmesser sowie einem Messgerät für G-Kräfte – ohne technische Hilfsmittel.

Zum Einstieg in die Box auf 1200 Metern Höhe werden die Segelflugzeuge per Schleppflugzeug gebracht. Im Anschluss absolvieren sie das Kunstflugprogramm, das bis zu einer Mindest-Flughöhe von 400 Metern abgeschlossen sein muss. Die Box darf dafür nicht verlassen werden, das gäbe Punktabzug. Anders als beim motorisierten Kunstflug gebe es beim Segelkunstflug keine Möglichkeit, wieder an Höhe zu gewinnen, so Thomas Kraus. „Für den Piloten geht es immer nur nach unten und er muss mit der Energie haushalten, um die Figuren innerhalb der vorgegebenen Höhen fliegen zu können.“

Übungen auch für das normale Fliegen hilfreich
Zum ersten Mal beim Wettbewerb dabei ist Anna-Lena Schlammer aus Bad Wörishofen. Die 28-Jährige ist selbst Fluglehrerin und hat im vergangenen Jahr ihren Kunstflugschein erworben. „Weil es einfach Spaß macht“, wie sie sagt. Aber auch im regulären Flugbetrieb sieht sie damit Vorteile. „Der Kunstflug bietet ganz andere Möglichkeiten, sein Flugzeug zu beherrschen. In kritischen Situationen kann das auch bei einem normalen Flug hilfreich sein.“ Quelle: ‘Augsburger Allgemeine‘.

‘Spirit of Innovation’ takes to the skies for the first time

We are pleased to announce the completion of the first flight of our all-electric ‘Spirit of Innovation’ aircraft. At 14:56 (BST) the plane took to the skies propelled by its powerful 400kW (500+hp) electric powertrain with the most power-dense battery pack ever assembled for an aircraft. This is another step towards the plane’s world-record attempt and another milestone on the aviation industry’s journey towards decarbonisation.

Warren East, CEO, Rolls-Royce, said: “The first flight of the ‘Spirit of Innovation’ is a great achievement for the ACCEL team and Rolls-Royce. We are focused on producing the technology breakthroughs society needs to decarbonise transport across air, land and sea, and capture the economic opportunity of the transition to net zero. This is not only about breaking a world record; the advanced battery and propulsion technology developed for this programme has exciting applications for the Urban Air Mobility market and can help make ‘jet zero’ a reality.”

Business Secretary Kwasi Kwarteng said: “The first flight of Rolls-Royce’s revolutionary Spirit of Innovation aircraft signals a huge step forward in the global transition to cleaner forms of flight. This achievement, and the records we hope will follow, shows the UK remains right at the forefront of aerospace innovation. “By backing projects like this one, the Government is helping to drive forward the boundary pushing technologies that will leverage investment and unlock the cleaner, greener aircraft required to end our contribution to climate change.”

The aircraft took off from the UK Ministry of Defence’s Boscombe Down site, which is managed by QinetiQ and flew for approximately 15 minutes. The site has a long heritage of experimental flights and the first flight marks the beginning of an intense flight-testing phase in which we will be collecting valuable performance data on the aircraft’s electrical power and propulsion system. The ACCEL programme, short for ‘Accelerating the Electrification of Flight’ includes key partners YASA, the electric motor and controller manufacturer, and aviation start-up Electroflight. The ACCEL team have continued to innovate while adhering to the UK Government’s social distancing and other health guidelines.

Half of the project’s funding is provided by the Aerospace Technology Institute (ATI), in partnership with the Department for Business, Energy & Industrial Strategy and Innovate UK. In the run up to COP26, the ACCEL programme is further evidence of the UK’s position at the forefront of the zero-emission aircraft revolution.

“The first flight of the Spirit of Innovation demonstrates how innovative technology can provide solutions to some of the world’s biggest challenges,” said Gary Elliott, CEO, Aerospace Technology Institute. “The ATI is funding projects like ACCEL to help UK develop new capabilities and secure a lead in the technologies that will decarbonise aviation. We congratulate everyone who has worked on the ACCEL project to make the first flight a reality and look forward to the world speed record attempt which will capture the imagination of the public in the year that the UK hosts COP26.”

Rolls-Royce is offering our customers a complete electric propulsion system for their platform, whether that is an electric vertical takeoff and landing (eVTOL) or commuter aircraft. We will be using the technology from the ACCEL project and applying it to products for these exciting new markets. The characteristics that ‘air-taxis’ require from batteries are very similar to what is being developed for the ‘Spirit of Innovation’ so that it can reach speeds of 300+ MPH (480+ KMH) – which we are targeting in our world record attempt. In addition, Rolls-Royce and airframer Tecnam are currently working with Widerøe, the largest regional airline in Scandinavia, to deliver an all-electric passenger aircraft for the commuter market, which is planned to be ready for revenue service in 2026.

In June, we announced our pathway to net zero carbon emissions – a year on from joining the UN Race to Zero campaign – and the ‘Spirit of Innovation’ is one way in which we are helping decarbonise the critical parts of the global economy in which we operate. We are committed to ensuring our new products will be compatible with net zero operation by 2030 and all our products will be compatible with net zero by 2050. Source: “Rolls Royce“.

Leni ist mit 16 ganz schön „abgehoben“

„Heb’ ab, lerne Segelfliegen.“ Mit diesem Slogan wirbt der Luftsportclub (LSC) Attendorn-Finnentrop eum neue Flugschüler. Auch Leni Wurm hat dies im Sommer 2020 neugierig gemacht. Kürzlich flog sie zum ersten Mal alleine ein Segelflugzeug. Eigentlich wollte ich nur mal mitfliegen, einen kleinen Rundflug über das Sauerland machen“, sagt Leni heute. Ihre Eltern schenkten ihr dann zum 15. Geburtstag einen Segelflug-Schnupperkurs beim LSC. Der Schnupperkurs ist etwa vergleichbar mit einer einmonatigen Probemitgliedschaft, in der man vor Allem das Vereinsleben kennenlernt und seine ersten Schulungsflüge mit Fluglehrer macht. Völlig begeistert von dieser neuen Erfahrung entschied sie sich schnell, dem Verein beizutreten und eine komplette Segelflugausbildung zu machen.

Leni ist immer dabei
In Begleitung und unter Anleitung der Fluglehrer lernte sie Schritt für Schritt, wie man so ein Flugzeug startet, fliegt und sicher wieder landet. Viele Wochenenden verbrachte sie am Flugplatz. Auch im Winter, wenn es darum geht, die Flugzeuge zu pflegen und für die nächste Saison „startklar“ zu machen. Themen wie Technik, Aerodynamik, Meteorologie und Luftrecht wurden und werden ihr auch weiterhin nähergebracht, denn Theorie gehört zur Segelflugausbildung genauso dazu wie das Fliegen selbst.

Am Sonntag, 5. September, waren sich die Fluglehrer vom LSC dann einig: Leni Wurm beherrscht den Segelflieger sicher ohne Eingreifen eines Lehrers. So flog sie dann am Nachmittag zum ersten Mal das Schulungsflugzeug mit 17 Metern Spannweite (Schleicher ASK 21 B) alleine. Mit drei Starts und Landungen zeigte sie bei der sogenannten A-Prüfung, was sie gelernt hat. Sie „flog sich frei“, wie es in der Fliegersprache genannt wird.

„Ein tolles Gefühl“
„Das war ein tolles Gefühl und gleichzeitig extrem aufregend. Plötzlich saß niemand mehr hinter mir, der beobachtete, was ich mache. Ich wusste zwar, dass ich es kann, aber plötzlich so ganz alleine“, erzählt Leni ein bisschen stolz. Von nun an setzt sie ihre weitere Ausbildung häufig alleine im Flugzeug fort. Natürlich stehen ihr die Fluglehrer weiter zur Verfügung und fliegen auch regelmäßig mit, um ihr neue Flugmanöver beizubringen. Quelle: ‘Lokalplus.nrw‘.