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Unter Druck richtig entscheiden

Philip Keil zeigte beim „Wissensforum“ in Gießen, was jeder von Piloten für den Alltag lernen kann, und gab seinen Zuschauern im Livestream eine Profi-Checkliste als „Roten Faden“ an die Hand. Den 24. Februar 2009 wird Philip Keil sicherlich nie mehr in seinem Leben vergessen. Genauso wenig wie die über 200 Passagiere des Flugzeugs, an dessen Steuerknüppel der Berufspilot zu jenem Zeitpunkt saß. Kurz nach dem Start im ägyptischen Ferienort Hurghada traf eine sogenannte Windscherung die Maschine. Dadurch riss der Auftrieb ab und das Flugzeug stürzte in die Tiefe. Erst rund 150 Meter über dem Boden gelang es Keil, den Sturzflug des Ferienfliegers zu beenden und ihn zurück auf eine sichere Flughöhe zu bringen. „Der freie Fall dauerte nur zwei Sekunden. In erster Linie ging es in dem Moment darum, überhaupt eine Entscheidung zu treffen“, schilderte er im Livestream beim „Gießener Wissensforum“ die damaligen Ereignisse. Anhand dieses Beispiels und anderer kritischer Situationen von Flugzeugführern zeigte Keil seinen Zuschauern, was jeder von Piloten für den Alltag lernen kann, um gerade in Drucksituationen die vorhandenen Potenziale abzurufen.

In den Mittelpunkt seines Vortrags stellte der Referent die Notwasserung eines Airbus A320 auf dem Hudson River in New York, die Mitte Januar 2009, also nur wenige Wochen vor Keils Rettungstat, den US-Piloten Chesley B. Sullenberger („Sully“) weltweit berühmt gemacht hatte. Mehr als 150 Passagiere waren damals mit dem Schrecken davongekommen. Mittels einer Computersimulation und des originalen Funkverkehrs zwischen Cockpit und Fluglotse vermittelte Keil einen Eindruck davon, „wie cool die Jungs dabei geblieben sind“. Sullenberger habe das später damit begründet, sich „völlig sicher“ gewesen zu sein, dass ihm die Wasserlandung, die erstmalige mit einem solchen Airbus-Flugzeugtyp überhaupt, gelingen würde.

„Außerhalb der Komfortzone“
Vom Zusammenstoß mit einem Vogelschwarm, wodurch alle Turbinen lahmgelegt wurden, bis hin zum Aufsetzen auf dem Fluss durchlief der US-Pilot mehrere richtungsweisende Momente, die Philip Keil als „Decision Points“, also Entscheidungspunkte, beschrieb. Dabei griff auch „Sully“ auf die sogenannte FORDEC-Checkliste zurück, eine Methode zur strukturierten Entscheidungsfindung, die sich Piloten zu eigen gemacht haben und die laut Keil jedem in schwierigen Situationen als „Roter Faden“ dienen kann. Das „F“ stehe hierbei für „Fakten“ („Facts“): „Gerade unter Stress sehen wir nur einen Teil des Gesamtbildes“, weiß er aus eigener Erfahrung. Daher gelte es, sich auf die grundsätzlichen, bekannten Fakten zu konzentrieren, um sich als nächsten Schritt zu überlegen, welche „Möglichkeiten“ („Options“) sich daraus ergeben. Deren Abwägung als „Risiken und Vorteile“ („Risks and Benefits“) komme als Nächstes. Wobei der Sachbuchautor („Du bist der Pilot – Wie Sie selbstbewusst Ihre Ziele im Leben erreichen“) zu bedenken gab, dass „wir im Alltag dazu tendieren, unseren Blick eher auf die Risiken zu richten“; das aber sollte vermieden werden. Wie ebenso der häufig gemachte Fehler, bei der „Entscheidung“ („Decision“, wofür in der Liste das „D“ steht) „den Blick zurück zu richten“, statt gleich nach vorne. Als letzte Punkte auf der Checkliste, die der Referent auch als „mentale Warteschleife“ beschrieb, folgen dann noch „Ausführung“ („Execution“) und „Prüfen“ („Check“); Letzteres, um herauszufinden, ob eventuell noch Nachbesserungen notwendig sind.

Darüber hinaus erfordere es „Vertrauen“, in sich selbst und genauso in seine Fähigkeiten, um in einer Drucksituation des Alltags bestehen zu können, ergänzte Philip Keil. „Vertrauen ist der Treibstoff des Erfolgs.“ Zudem sei darin der Begriff „sich trauen“ enthalten, müsse also überhaupt erst einmal der Mut dafür aufgebracht werden. Deshalb aber kritischen Situationen gleich aus dem Weg zu gehen, sei falsch. „Das persönliche Wachsen findet immer außerhalb der eigenen Komfortzone statt“, betonte er.

Eine weitere Piloten-Geschichte, die Keil erzählte, war die von Robert „Bob“ Hoover, einem US-amerikanischen Testpiloten, der laut dem Wikipedia-Eintrag ein Wegbereiter des modernen Kunstflugs gewesen sein soll. Jener Hoover sei einmal bei einem Flug in große Schwierigkeiten geraten, als sich herausstellte, dass ein Mann von der Bodencrew die Maschine mit dem falschen Treibstoff betankt hatte. Was zu gewaltigen technischen Problemen in der Luft führte, und fast zu einem Absturz. Nach seiner Landung habe Hoover dennoch darauf bestanden, dass künftig nur noch dieser Boden-Mitarbeiter seine Flugzeuge betankt. Aus einem einfachen Grund: „Dem Mann wird dieser Fehler niemals wieder passieren“, schilderte der Referent. „Daher ist auch jeder Fehler, der einem wirklich wehtut, ein ‚Decision Point'“. Problematisch sei jedoch zumeist weniger der einzelne Fehler als eine ganze Fehlerkette, wenn also ein Team versagt. „Holen Sie sich Menschen an Bord, die Ihnen sagen, was Sie hören sollten, und nicht das, was Sie hören wollen“, legte Philip Keil insbesondere Führungskräften in Unternehmen ans Herz. Im Übrigen gelte wie im Berufsleben auch im Privaten: „Wer seine Ziele erreichen will, muss die Menschen erreichen.“ Quelle: Frank O.Docter im ‚Giessener Anzeiger‚.

5 Geheimnisse erfolgreicher Segelflugpiloten

Interessante Zusammenfassung, warum Emotionen, Austausch und Freundschaft, Beobachten, Reflektieren und lernen, Entdeckergeist und Leidenschaft zufriedene und erfolgreiche Pilot/innen ergeben. Lesen Sie selber im Artikel von ‚milvus.aero‚.

Stemmes „elfin 20“ soll 2021 fliegen

Die RAINERSTEMME.aero GmbH aus Trebbin will in diesem Jahr die elektrische elfin20 in die Luft bringen. Die Berliner Firma hat die Coronazwangspause erfolgreich für einige wesentliche Design-Verbesserungen genutzt.

Das ist der aktuelle Stand des Projektes:

  • Die Batteriekapazität wurde von zwei auf drei Batterien mit je 10,5kWh erweitert. Im rein elektrischen elfin20.e Modell können damit inklusive e-Start fast drei Stunden Elektroflug gewonnen werden, unter anderem ein Resultat der hochwertigen Aerodynamik.
  • Zusammen mit dem Batteriepartner „Emectric“ wird eine neue Batteriezelle mit der Fähigkeit zu mehr Ladezyklen eingesetzt.
  • Ein „RangeExtender“ in der Modell-Variante „elfin20.ex“ wurde vom Flügel in den hinteren Rumpf verschoben und dort gegen eine oder zwei der drei Batterien der e-Version getauscht. 90 Liter Treibstoffkapazität sind im Innenflügel enthalten. Bei 185 km/h (100 kts) liegt der Verbrauch bei 16 l/h. Inklusive e-power wird damit eine Reichweite von 1’100 km für den Flug ins Traum-Segelfluggebiet erzielt. Die eine oder zwei Batterien sind bei Ankunft vom RangeExtender wieder geladen.
  • Mit „BRS Aerospace“ wurde ein Vertrag für das elfin Gesamtrettungssystem mit EASA/FAA-Zulassung für 900 kg/300 km/h verhandelt. Es ist im Mittelrumpf verbaut.

Hier finden Sie die aktuelle Broschüre und die Spezifikationen.

Schweizer Tempo-100-Plakette für Anhänger

In Deutschland dürfen Gespanne mit Wohnwagen und anderen Anhängern auf Autobahnen und Kraftfahrtstrassen unter bestimmten Voraussetzungen mit Tempo 100 km/h fahren. Um eine solche Tempo-100-Plakette zu bekommen, muss der Wohnwagen oder der Anhänger vorgängig in einem Technischen Zentrum des TCS (Touring Club Schweiz) nach den Vorgaben der Deutschen Gesetzgebung geprüft werden.

Wer Tempo 100 in Deutschland mit Personenwagen, Reisebussen oder anderen Zugfahrzeugen fahren möchte, muss besondere Anforderungen gemäss der deutschen Gesetzgebung erfüllen. Der TCS kann das Personenwagen-Gespann mit Schweizer Inverkehrsetzung in den Technischen Zentren prüfen und eine technische Bestätigung ausstellen. Diese wird von den deutschen Behörden anerkannt. Mit der technischen TCS-Bestätigung organisiert der TCS in Deutschland eine zweite Administrativ-Bestätigung und eine Plakette 100 km/h (Format 22×22 cm).

Den Test in einem Technischen Zenter durchführen
Die Kontrolle kann in einem der folgenden technischen Zentren durchgeführt werden: Au-Wädenswil, Biel, Birr, Emmen, Fontaines, Füllinsdorf, Ittigen, Oensingen, St. Gallen, Sevelen, Sitten, Thun-Allmendingen, Volketswil, Winterthur (Neftenbach), Zürich (Schlieren). Vor der Anmeldung für die Tempo-100-Prüfung beim TCS ist mit Vorteil unsere Checkliste zu beachten. Diese Checkliste soll dazu beitragen, dass mit dem Gespann die Kontrollhürde beim ersten Mal genommen werden kann. Die meisten Anhänger sind vom Hersteller für 100 km/h zugelassen. Diese Bestätigung hat keinen Einfluss auf die notwendige Sichtkontrolle. Quelle: ‚TCS‚.

Grosses Update des Flight Simulators

Ab sofort kann der Download des Flight Simulator-Updates 1.12.13.0 im Microsoft Store, via Steam und letztendlich im Spiel selbst angestoßen werden. Als neueste Funktion steht der Support für Virtual-Reality-Headsets im Mittelpunkt. Unterstützt werden alle Head Mounted Displays (HMDs), die mit dem OpenXR-Standard kompatibel sind. Dazu gehören unter anderem alle VR-Brillen, die Teil des Windows Mixed Reality- und SteamVR-Kosmos sind. Ebenso wurde an vielen Orten der Spielwelt die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet, die Spieler – wie im Tweet zu sehen – entdecken können. Zu den weiteren neuen Inhalten gehören zudem zwei neue Trainingsmissionen, die euch das Starten und Landen des Airbus A320neo näherbringen sollen. Wie vorab angekündigt, wurde weiterhin das Live-Wetter angepasst. Durch detaillierte Analysen aus der Meteo Blue-Datenbank zeigen sich nun mehr mit Schnee und Eis bedeckte Gebiete im Spiel. Außerdem erhalten viele Flugzeuge neue Lackierungen, die unter den Namen Sam and Rufus, Aviators Club und Test Pilot aufgeführt werden. Quelle: ‚winfuture‚. Bild: ‚GigaGames‚.

Los geht’s, wenn’s blinkt

Auch wenn auf dem Schleißheimer Flugplatz nur tagsüber Starts und Landungen von Sportfliegern möglich sind, leuchten an den Maschinen diverse Signal- und Warnlampen. Sobald in der schmucken Regent Robin vor den alten Flugzeughallen der Motor aufheult, beginnt oben am Rumpf hinter dem Cockpit das so genannte Beacon Light zu blinken. Kurz darauf bewegt sich der Viersitzer zur Startposition auf dem Rollfeld. Am Ruder und an den Tragflächen links und rechts leuchten jetzt auch Lichter. Am Flugplatz in Oberschleißheim starten und landen die Sportflugzeuge nur bei Tageslicht. Doch diverse Signal- und Warnlampen gehören dazu, damit alles sicher und geordnet über die Bühne geht. Und sobald sich die Flugzeuge am Himmel befinden, sind deren Lichter oft das einzige, was man von ihnen am Boden noch sieht. Wie viele Menschen haben mit Sehnsucht die Lichter der Flugzeuge am Firmament verfolgt? Nachts wirken sie wie Sterne, die langsam vorüberziehen.

Michael Bauer, 44, ist Flugbetriebsleiter auf dem kleinen Flugplatz in Oberschleißheim und beruflich auch Pilot bei der Lufthansa. Er steht vor der Flugzeughalle, als ein Kollege die rundumerneuerte bald 30 Jahre alte Sportmaschine französischer Bauart zum Start manövriert. Kurz darauf folgt ein Pilot mit einer knallgelben Propellermaschine. Ein Hubschrauber der benachbarten Bundespolizei kreuzt in niedriger Höhe den Flugplatz, auf dem Bauer ganz in seinem Element ist. Er habe als Bub vom Fliegen geträumt, sagt Bauer, der in Altperlach direkt in der Einflugschneise des Riemer Flughafens aufgewachsen ist. Und oft, sagt er, habe er als Zehn- oder Elfjähriger nachts in seinem Zimmer auf dem Schreibtisch sitzend durch das Dachfenster in den Himmel geschaut. Er beobachtete dann die wie auf einer Perlenschnur aufgereihten Flugzeuge mit ihren leuchtenden Positionslichtern. Als er schließlich einen Alpenrundflug geschenkt bekam, war die Berufswahl klar.

Bauer machte eine Ausbildung als Flugzeugmechaniker, er kam zum Oberschleißheimer Flugplatz und begann mit dem Segelfliegen. Heute hat er sich seinen Traum erfüllt. Er steuert selbst große Maschinen über den Atlantik und erlebt nun auch die andere Seite – also den Blick von oben. Gerade die Nachtflüge seien zu genießen, sagt Bauer, wenn er im mit blinkenden Armaturen besetzten Cockpit sitzt und in das schwarze Nichts blickt. „Ich habe dann ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit.“ Der Sternenhimmel über dem Meer, sagt Bauer, sei etwas Besonderes. Und ein tolles Erlebnis sei es, wenn die Maschine vom Meer kommend Festland erreiche und am Boden die unzähligen Lichter von bewohnten Gegenden zu sehen sei. Derzeit muss Bauer wegen der Corona-Krise beruflich am Boden bleiben. Nach Monaten wird er im Januar wieder das erste Mal ein Verkehrsflugzeug steuern. Ob er Sehnsucht danach hat? „Definitiv“, sagt er.

Immerhin hat er stets die Möglichkeit, mit der kleinen Regent Robin aufzusteigen, die seinem Flugsportverein gehört. Doch das Fliegen damit sei mit dem Flug in einer Boeing oder einem Airbus nicht vergleichbar. In einer von Technik durchdrungenen Welt geht es auf dem Flugplatz in Oberschleißheim überraschend geerdet zu. Die Hallen auf dem seit 1912 existierenden Flugplatz, der damit der älteste noch in Betrieb befindliche dieser Art in ganz Deutschland ist, sind in die Jahre gekommen. Der Biergarten-Fliegertreff könnte ein Stüberl in einer Schrebergartenanlage sein. Es wirkt alles andere als exklusiv. Und geflogen wird hier noch ohne technischem Schnickschnack. „Das ist reine Sichtfliegerei“, sagt Bauer.

Eine Start- oder Landebahnbefeuerung existiert in Oberschleißheim nicht, weil nur bei Tageslicht geflogen wird. Der frühere Tower ist denkmalgeschützt und Teil der benachbarten Jugendbegegnungsstätte des Landkreises. Der Flugbetriebsleiter sitzt in einem einfachen Raum und steht mit den Piloten per Funk in Kontakt. Mehr nicht. Ein paar Begrenzungsleuchten an der Windfahne und an den Ecken der Flugzeughallen dienen den Piloten des Bundespolizei-Flugplatzes nebenan als Orientierung. Der Funk sei im Flugzeug immer an, sagt Bauer, er sei das zentrale Kommunikationsmittel. Ansonsten seien die Piloten selbst verantwortlich, ihre Flüge sorgsam zu planen. Das beginnt mit guter Sicht. „Wir brauchen sogenannte Wetterminimas“, sagt Bauer. Bei dichtem Nebel etwa bleiben die Maschinen am Boden. Doch wenn die Leuchten an den Flugzeugen in Oberschleißheim aufblinken, dann heißt das ganz einfach: Es geht los zum Start. Quelle: Bernhard Lohr in der ‚Süddeutschen Zeitung‚.

Wie ein Personal Locator Beacon (PLB) Ihr Leben retten kann

Es gibt eine zuverlässige Methode, um einen abgelegenen Camping-, Wander-, Angel- oder Skiausflug viel sicherer zu machen: einen Personal Locator Beacon mitnehmen. Tatsache ist, dass die Geräte in abgelegenen Gegenden schon unzählige Menschen gerettet haben. Tragischerweise wissen nicht genug Menschen, die sich gerne in der freien Natur aufhalten, über sie Bescheid oder wie sie zu benutzen sind. Jedes Jahr sterben Menschen unnötigerweise bei dem, was sie lieben, wenn eine Investition in eine PLB sie hätte retten können. Bei Tackle Village verwenden wir PLBs immer dann, wenn wir in einer abgelegenen Umgebung fischen, um sicher zu sein und um uns zu beruhigen. Das kann sein, während wir in den Kajaks sitzen, in den Bergen wandern oder einfach zu Fuß einen langen Weg vom Auto zum Forellenangeln in einem abgelegenen Tal zurücklegen, wenn der Telefonempfang begrenzt ist. Quelle: ‚Tackle Village‚. Anm. d.Red.: Erhältlich sind diese ‚Tracker‘ in unseren Breitengraden bei Christian Hynik auf ‚streckenflug.at‚.

Allein im Flugzeug über beide Pole

Es gibt Menschen, die das große Abenteuer suchen und dabei Unglaubliches leisten. Zu diesen bewundernswerten Persönlichkeiten zählt zweifellos Miguel Angel Gordillo. Der in Kamerun geborene Spanier aus Madrid ist der erste und bislang einzige Mensch, der mit einem selbst gebauten Motorflugzeug allein in zwei Flügen die Erde über den Nord- und Südpol umrundete. Vor vier Jahren war der spanische Rekordflieger nach der ersten Hälfte seiner Erdumrundung über den Nordpol in Würzburg gelandet. Am Flugplatz Schenkenturm war er von seinem Würzburger „Weltumrunder-Kollegen“ Peter Woelfel herzlich empfangen worden. „Der helle Wahnsinn“, hatte damals Würzburgs Fluglegende Heinz Gräf bewundernd kommentiert. Veranlasst hatte den Besuch ein anderer Würzburger „Überflieger“, der aus Stuttgart stammende Naturwissenschaftler und Mediziner Prof. Peter Schneider. Mit seiner Frau Dr. Rita Schneider hat er nun dem spanischen Rekordflieger ein Denkmal gesetzt mit dem Buch „Nordpol und Südpol im Soloflug – Im Eigenbauflugzeug zum Weltrekord“.

Haus über dem Hangar
Peter Schneider weiß, worüber er schreibt. 1988 hatte er mit der Fliegerei begonnen, nachdem ihn ein Freund zu einem großes Fliegertreffen in Wisconsin „mitgeschleppt“ und begeistert hatte. Sein Haus in der Dürrbachau unterhalb des Flugplatzes am Schenkenturm ist über einer großen Garage erbaut, die Schneider „mein Hangar“ nennt. Drinnen steht, wenn er nicht gerade in der Luft ist, mit eingeklappten Flügeln ein Motorflugzeug, eine zweisitzige „Kitfox“, die er in zweijähriger Arbeit selbst gebaut hat. Damit hat er, neben vielen anderen extremen Flügen, vor zehn Jahren seinen Freund, den spanischen „earth-rounder“ Gordillo in Madrid besucht, den er bei einem Experimental-Fliegertreffen in Chambley in Frankreich kennen gelernt hatte. Nun hat Schneider dessen anerkannten Weltrekord in einem spannenden Buch auf 280 Seiten festgehalten zusammen mit seiner Frau, die die literarische Feinarbeit geleistet hat. Dahinter steckt eine enorme Arbeit, denn zahlreiche Notizen des Piloten auf Spanisch oder Englisch und in seinem Internet-Blog mussten lesbar umgesetzt werde. Herausgekommen ist eine spannende Lektüre, die nicht nur für Flugbegeisterte empfehlenswert ist.

Flug bei minus 35 Grad
Bei seinen beiden Flügen über den Nord- und Südpol hat Gordillo insgesamt 76 401 Kilometer in 305 Flugstunden durch 25 Länder zurückgelegt, davon 32 183 Kilometer über offenem Meer. Der längste Flugabschnitt ging 4735 Kilometer nonstop über die Antarktis, und das bei minus 35 Grad. Das sind beeindruckende Zahlen, die allerdings nur annähernd wiedergeben, was Gordillo tatsächlich geleistet hat, sagt Schneider bewundernd.

Über Afrika zum Nordpol
Gordillo war Pilot in der spanischen Luftwaffe, dann Pilot bei Iberia Airlines, bevor er sich dem Eigenbau von Flugzeugen widmete, mit denen er jeweils die Welt umrundete. Mit seiner Van’s Aircraft RV-8, einem kleinen einsitzigen Spornradflugzeug mit extremer Reichweite, startete er am 16. Februar 2016 von Madrid aus seinen Flug zum Nordpol, allerdings nicht auf direktem Weg, sondern über Afrika, Mittelamerika, entlang der US Ostküste und über Kanada zum Nordpol. Schließlich kehrte er über Norwegen und dem europäischen Festland zurück nach Spanien.

Der zweite Flug, nun zum Südpol, begann am 1. Oktober 2016 von Spanien aus über den Sudan, Kenia, den Indischen Ozean, Australien, zum östlichen Teil der Antarktis, dann nonstop in über 21 Stunden über den Südpol zum westlichen Ende der Antarktis, entlang der Ostküste von Südamerika, über den Atlantik und zurück nach Spanien.

Physische Herausforderungen
Es sind aber nicht nur die riesigen Entfernungen allein, die bei solchen Flügen zu bewältigen sind, sondern auch die physischen und psychischen Herausforderungen. Dazu kommen andere schwierige Probleme wie die Einflugverbote in einigen Staaten für Privatflugzeugen und die Versorgung mit Sprit.

Obwohl man weiß, dass Gordillo sein Flugziel letztlich erreichen wird, fiebert man beim Lesen des Buches bei jedem Flugabschnitt mit, ob er die immer wieder aufkommenden Probleme meistern wird, wie etwa, als ihm von Mexiko aus der Überflug über die USA verweigert wird und er sich entschließt, entlang der Ostküste der USA nonstop gen Norden zu fliegen, oder wie er die Erlaubnis für eine Zwischenlandung auf einem US-amerikanischen Stützpunkt auf der Antarktis nicht erhält und daher das Risiko auf sich nimmt, die Antarktis nonstop zu überqueren. Das bebilderte Buch ist im Eigenverlag der Verfasser Peter Schneider und Rita Schneider erschienen. Erhältlich im Internet unter www.polflug.com, E-Mail: polflug(a)t-online.de oder durch Bestellung im Buchhandel. Quelle: Herbert Kriener in der ‚MainPost‚.

Segelflieger heben in Unterzeil ab

Dass man Silvester auch luftsportlich feiern kann, bewiesen einige Mitglieder der Segelfliegergruppe Tannheim, die ihre Heimat auf dem Flugplatz westlich von Buxheim nahe Memmingen hat, nun in Unterzeil. Da deren Piste witterungsbedingt Starts und Landungen derzeit nur bedingt zulässt, packten die Piloten ein doppelsitziges Segelflugzeug vom Typ DG 1000 in den Transporthänger und bauten es auf dem Verkehrslandeplatz Leutkirch-Unterzeil wieder auf. Am Schleppseil hinter dem vereinseigenen Ultraleichtflugzeug CT hoben die Segelflieger etliche Male ab, ließen sich auf 1000 Meter Höhe schleppen, klinkten aus und flogen im Gleitflug wieder zurück zum Unterzeiler Flugplatz. Längere Flüge waren aufgrund der in dieser Jahreszeit fehlenden Thermik nicht möglich. Allerdings sind besonders die anspruchsvollen Flugzeug-Schleppstarts eine wertvolle Hilfe, um die „fluglose“ Wintersaison mit Übungen zu überbrücken. Die Aktion war möglich in Absprache mit dem diensttuenden Beauftragten für Luftaufsicht in Unterzeil, der zugleich auch Fluglehrer in Tannheim ist, und der Maßgabe die entsprechenden Corona-Bedingungen einzuhalten. Quelle: ‚Schwäbische‘.

Three Days of Soaring in Tasmania with a Taurus Electro

Mr. Simon Hackett, an experienced glider pilot from down under, wrote a blog about flying his Taurus Electro self-launching motor-glider, from The Vale Airfield in Northwest Tasmania. He describes his adventure – three successive days of gliding at The Vale, in three distinct weather systems, with his son Gabe as the co-pilot and photographer… and how they tackled the systems with their Taurus Electro. Quelle: ‚Pipistrel‘ und Blog von Simon Hackett.

1’000 km mit Baptiste Innocent

Entdecken Sie in dieser ersten Folge von ‚Gliding Spirit‘ einen unglaublichen Segelflug von 1’000 km von Baptiste Innocent vom 28. April 2017. Die Flugstrecke führt von Fayence in den französischen Seealpen gegen den Mistral hinauf ins Rhônetal, im Wellensystem der Cevennen weiter bis an den Fuss der Pyrenäen und zurück. In dieser ersten Folge von Flight Story lässt Sie der Beitrag durch animierte Grafiken den Flug Schritt für Schritt nacherleben. Quelle: ‚Youtube‚.

Flugzeug stürzt in Michigan in ein Haus

In Lyon Township im US-Bundesstaat Michigan stürzte ein Kleinflugzeug in ein Wohnhaus. Der Pilot und seine Fluggäste überlebten den Unfall leider nicht. Eine fünfköpfige Familie, die sich im Haus befand, konnte sich in Sicherheit bringen. Allerdings habe ihre Katze nicht überlebt. Die Familie habe kurz vor dem Absturz noch den Raum verlassen können. Die Absturzstelle befindet sich in der Nähe des Flughafens Oakland / Southwest. Quelle: ‚clickondetroit.com‚.

Erlebnisreiches und erfolgreiches Jahr

Auch in diesem Jahr stand an den Sommer-Wochenenden die Segelflug-Bundesliga im Vordergrund der Flugplanung. Trotz der notwendigen Anpassung der Bundesliga-Saison an die Auswirkungen der Corona-Pandemie, erzielte der FKB zum Saisonende mit Platz 8 von 30 eine hervorragende Platzierung im vorderen Tabellendrittel. Nicht nur unsere Schüler und jungen Lizenzpiloten haben sich dieses Jahr trotzt der Umstände hervorragend weiterentwickelt. Mit Dominique Langhans konnte außerdem ein FKB-Mitglied zum Fluglehrer ausgebildet werden und unterstützt das Fluglehrerteam nun tatkräftig dabei, neuen Vereinsmitgliedern ihren Traum zu ermöglichen: Ein Flugzeug allein durch die Luft zu navigieren.

Weiterhin spielt die Corona-Pandemie eine große Rolle in den Planungen des Vereins. So musste der beliebte Fliegerball in 2020 leider entfallen und das Fortbildungswochenende im Januar 2021 soll im digitalen Raum stattfinden. Der FKB ist jedoch optimistisch, die in 2020 ausgefallen Deutsche Segelflug-Meisterschaft der Frauen im kommenden Sommer durchführen zu können. Voraussetzung sei jedoch, dass zum einen die geltenden Regeln dies zulassen und zum anderen das Durchführen so einer Veranstaltung mit bis zu 300 Personen auf dem Flugplatz gesellschaftlich vertretbar ist. Diese Einschränkung hält die zahlreichen tatkräftigen Helfenden jedoch nicht davon ab, die Planung mit „Volldampf“ voranzutreiben. Pilotinnen und Piloten haben den Ruf stets optimistisch nach vorne zu schauen – für die Mitglieder des Fliegerklub Brandenburg trifft dieses Vorurteil in jedem Fall zu. Die Vorfreude auf die Flugsaison 2021 ist quasi „mit den Händen zu greifen.“ Quelle: ‚Meetingpoint Brandenburg‚.

Gelassen in der Luft und am Boden

Im „Starfighter“, in Boeings, in Cessnas: Rolf Stünkel aus Kirchweyhe ging und geht noch immer als fliegerischer Tausendsassa in die Luft. Noch dazu ist er freier Autor und Hobbymusiker. Lauter Phrasen fallen Rolf Stünkel ein, wenn er seine Haltung zum Leben beschreibt. „Man lebt nur einmal“, „Geht nicht, gibt´s nicht“ und auch den Kalenderspruch „Carpe diem“ nennt er der Verdeutlichung halber. Wie auch immer man es nennen möge: Der Pilot aus Kirchweyhe entdeckte in diversen Cockpits, auch in dem eines Starfighters, seine Glücksfähigkeit. Vielleicht führte selbige ihn aber auch genau dorthin. So genau weiß er das nicht. Eines jedoch weiß er über die Entscheidung, eben genau seine Laufbahn eingeschlagen zu haben, sehr genau: „Seitdem ist das Leben nur noch schön.“ Und das kann Stünkel nur mit einem aufrechten Lächeln sagen, obwohl ihn einst der Kummer zum Fliegen brachte… den ganzen Bericht finden Sie im ‚Weser-Kurier‚.

Rekordhalter Alfred Hock wird 101

Alfred Hock aus Karlstadt hat Geburtstag: er wird 101 Jahre alt. Der Unterfranke hat noch immer eine Leidenschaft für das Segelfliegen. Genau diese Leidenschaft hat Alfred Hock vor zwei Jahren sogar einen Rekord eingebracht, den er weiterhin hält. „Zum Geburtstag viel Glück“ heißt es für Alfred Hock aus Karlstadt im Landkreis Main-Spessart. Der gebürtige Laufacher wird nämlich an diesem 5. Januar 101 Jahre alt. In seinem Leben hat es der Unterfranke zu einiger Berühmtheit geschafft – nicht zuletzt wegen seiner Leidenschaft für das Fliegen, genauer gesagt für das Segelfliegen.

Ältester Looping-Passagier in einem Segelflugzeug
Seit Jahrzehnten ist Alfred Hock dem örtlichen Luftsport-Club Karlstadt eng verbunden. Schon als junger Mann erlernte er noch vor dem zweiten Weltkrieg das Fliegen. Die Segelfliegerei ist sein großes Hobby geblieben. Noch heute repariert er beispielsweise den Fallschirm für die Winde, die die Segelflugzeuge in die Luft bringt oder macht Sitzpolster für das Fliegerheim. Für seine immerwährende Hilfsbereitschaft schenkte ihm der Verein zum 99. Geburtstag einen Segelflug über seine Heimat – und machte ihn damit zum Rekordhalter: Er ist der „älteste Looping-Passagier im Segelflugzeug“ der Welt.

Auftritt im BR-Fernsehen bei „Heimat der Rekorde“
Als Rekordhalter ist er auch im BR Fernsehen am 11. Januar 2021 um 20.15 Uhr zu sehen in der Reihe „Heimat der Rekorde“. Ein gutes Gedächtnis hat der Karlstadt auch noch mit 101 Jahren: er verteilt Telefonkarteikarten mit etwa 300 Telefonnummern, die er einmal auswendig gelernt hat und lässt sich abfragen. Man kann mit ihm wetten – doch Hock liegt nie daneben. Quelle: ‚BR 24′.

Holpriger Start des neuen Portals für LBA-Ereignismeldungen

Ab 01. Januar 2021 wurde das bisherige Meldeportal für Ereignismeldungen durch ein neues ersetzt. Es kann über den Link erreicht werden.

Das LBA weist darauf hin, dass es derzeit in der Praxis noch zu Störungen bei der Nutzung des Meldeportals kommen kann. Die EASA arbeitet an diesen Problemen mit höchster Priorität. Damit die Melder in der Übergangsphase ihren Melde-Vverpflichtungen gemäß der Verordnung (EU) Nr. 376/2014 nachkommen können, wird alternativ die Verwendung der Offline PDF-Formulare empfohlen. Die PDF-Formulare können lokal heruntergeladen werden. Sie können verändert, gespeichert und per E-Mail als Anhang an occurrence(a)lba.de gesendet werden. Sobald die Probleme im Zusammenhang mit der Meldung von Ereignissen auf dem neuen Portal gelöst sind, wird das LBA die Nutzer entsprechend informieren. Quelle: ‚LBA‚.

255 km vom Ziel entfernt gelandet

Passagiere eines Fluges von Buddha Air landeten am komplett falschen Ort. Das lag nicht an Wetterbedingungen oder Landeverboten. Eigentlich sollten die 69 Passagiere vom Flug U4-505 am Freitag (18. Dezember) von Kathmandu nach Janakpur im Süden Nepals fliegen. Doch als der Flieger die ATR von Buddha Air ankam, merkten sie, dass sie nicht ganz da waren, wo sie eigentlich hinwollten. Sie befanden sich im 255 Kilometer entfernten Pokhara.

Wie die Zeitung Kathmandu Post berichtet, ermitteln die nepalesischen Behörden jetzt in der Sache. Der Grund für das Malheur liegt offenbar in einem Missverständnis am Boden. Seit Flüge im Land wieder erlaubt sind, so die Zeitung, seien die Flüge generell sehr voll, die Mitarbeitenden am Flughafen gestresst. Hinzu kommt das in Nepal oft einschränkende Wetter. Beides spielte bei dem Vorfall eine Rolle.

Probleme mit der Sicht
Flüge nach Pokhara waren bis 15 Uhr nicht erlaubt, weil die Sicht für die Piloten zu schlecht war. Als dann das Okay von der Flugsicherung kam, beschloss die Airline, den Flug nach Pokhara vorzuziehen und plante um. Der Flieger, der eigentlich nach Janakpur hätte fliegen sollen, wurde nun für den Flug nach Pokhara eingeplant, weil er bereits vorbereitet war. Die Piloten flogen los. Aber die Passagiere nach Janakpur stiegen in das Flugzeug ein, das zuvor für ihren Flug vorgesehen war und landeten am Ende am falschen Ort. Wie genau es zu dem Missverständnis kam, muss nun noch untersucht werden.

Ähnlicher Vorfall bei British Airways
Etwas ähnliches passierte vergangenes Jahr auf einem Flug, der von WDL im Auftrag von British Airways durchgeführt wurde. Weil man der Crew den Flugplan des Vortages vorgelegt hatte, flog der Jet die Passagiere von London City statt nach Düsseldorf ins schottische Edinburgh. Erst nach mehr als zwei Stunden konnte die Reise dann weitergehen. Quelle: Laura Frommberg in ‚Aerotelegraph‚.

Albstädter Husky steigt wieder in den Himmel

Die Power-Schleppe des Luftsportvereins Degerfeld erstrahlt in neuem Glanz. Dieter Schempp und Dietrich Braunschweiger haben viel Zeit investiert, um das Arbeitspferd wieder flott zu machen.

Zwei Mitglieder tun sich hervor
Besonders stolz ist der Verein, da der größte Teil der Grundüberholung von Vereinsmitgliedern gemacht wurde. Weiter heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins: Insbesondere zwei Mitglieder haben mit rund 3000 Arbeitsstunden einen enormen Beitrag zur Umsetzung dieses Projekts geleistet. Dieter Schempp aus Ebingen und Dietrich Braunschweiger aus Bitz sind bereits seit Jahrzehnten Mitglieder des LSV Degerfeld und haben schon den ein oder anderen Flieger wieder als Team in Schuss gebracht.

Gegenseitiges Vertrauen ist wichtig
Die gute Zusammenarbeit im Team und vor allem auch das Vertrauen, dass der andere seinen Part sorgfältig und gewissenhaft erfüllt, ist für die beiden eine Voraussetzung, ohne die ein solches Projekt nicht realisierbar wäre. Aber natürlich gehört auch einiges an Wissen dazu. Dieter Schempp ist Raumausstattermeister. Seit 1973 hat er sich auf die Innenausstattung von Flugzeugen spezialisiert. Sein erstes Flugzeug habe er mit seinem Vater grundüberholt. „Und wenn man so lange im Verein aktiv ist, lernt man natürlich immer wieder dazu und baut sich so ein Repertoire auf“, sagt Schempp.

Wichtiges Wissen um Materialen
Als Mechanikermeister verfügt Dietrich Braunschweiger über ein breites Wissen über die verschiedenen Verhaltensweisen und Besonderheiten verschiedener Materialien. Und auch er hat bereits drei Flugzeuge von Grund auf aufgebaut. „So konnten wir uns super ergänzen“, so Dieter Schempp. Neben Erfahrung und Fachwissen ist für Dietrich Braunschweiger bei einer Grundüberholung aber auch die Genauigkeit sehr wichtig.

„Du darfst nichts dem Zufall überlassen, du willst ja im Nachhinein selbst rein sitzen, also musst du dir deiner Sache schon recht sicher sein.“ Dieter Schempp stimmt ihm da voll zu: „Wir haben jeden Abend das komplette Werkzeug aufgeräumt und geschaut ob etwas fehlt. Ein vergessenes Werkzeug in einem Flugzeug kann später böse enden.“

Beim Auseinanderbauen nicht dabei
Aber trotz jahrelanger Erfahrung, gegenseitigem Vertrauen und Fachwissen brachte diese Grundüberholung auch einige Herausforderungen mit sich. Schwierig war, dass wir selbst beim Auseinanderbauen nicht dabei waren und zu wenige Fotos existieren. Wir hatten also teilweise wenig Infos und Vorlagen, so Schempp.

Die Husky fliegt sich super
Alles in allem sind die beiden jedoch sehr zufrieden. Dieter Schempp beschreibt den Moment, als die Husky zum ersten Mal wieder abhob als ein großartiges Gefühl. „Da hatte ich richtige Schmetterlinge im Bauch und eine Gänsehaut. Die Husky fliegt sich super schön. Und wenn man weiß, dass man so viel daran gearbeitet hat und jetzt wieder alles tut, das ist einfach super.“

Manches kann immer besser laufen
Dietrich Braunschweiger kann ihm da nur zustimmen: „Klar, manche Sachen hätten immer besser laufen können bei so einem Projekt. Aber der erste Flug war eine innerliche Genugtuung. Man sieht, dass man alles richtig gemacht hat. Und ich persönlich habe auch mehr Vertrauen in Flugzeuge die ich selber aufgebaut habe.“ Mit der Husky hat das Degerfeld nun wieder eine super Schleppmaschine. „Sie ist das perfekte Arbeitspferd, da sie sehr leicht ist und gleichzeitig gut motorisiert“ so Schempp. Quelle: ‚Zollern Alb Kurier‚.

Luftfahrt-Geschichte in Schleißheim

Die Flugwerft und der Flugplatz Schleißheim gehören zu den ältesten Flugplatzanlagen Deutschlands. Sie repräsentiert nicht nur die Geschichte der Luftfahrt, sondern auch die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts. Von 1912 bis zum Abzug der US-Streitkräfte im Jahr 1973 wurde das Gelände militärisch genutzt Heute ist dort mit der Flugwerft Schleißheim ein Ableger des Deutschen Museums beheimatet. Anstelle bei einem Besuchs kann man sich über den Youtube-Kanal des Deutschen Museums unter der Überschrift „Kleiner Rundgang durch die Flugwerft Schleißheim“ dort ein bisschen umsehen. Dabei zeigt Thomas Michel ein paar Highlights aus der neuen Ausstellungshalle. Quelle: ‚Süddeutsche Zeitung‚.

Flugwetter-Lehrfilme des DWD

Für InteressentInnen alternativer Wege in der Flugmeteorologie bzw. an einer Erweiterung der Fachkenntnisse offeriert der Deutsche Wetterdienst einen Wetterintensivkurs für PPL-und ATPL-Piloten auf DVDs. Die englische Version ist zum Vorzugspreis von €42.02 (statt 63.03 €) zuzgl. MwSt. und €4,58 Versandkosten erhältlich. Dieses Angebot gilt bis 31.01.2021. Hier finden Sie weitere Informationen.

Online-Flugwetterseminar beim DWD

Der Deutsche Wetterdienst hast sein Angebot der Flugwetterseminare aktualisiert und um Online-Seminare erweitert. Am 13.03.2021 bietet er ein Online-Flugwetterseminar „Meteorologische Flugvorbereitung mit flugwetter.de“ an. Anmelden können Sie sich bei „pcmet.info(a)dwd.de“. Hier finden Sie ausserdem einen Überblick über sämtliche Flugwetterseminare bis April 2021.

Notlandung auf der Alm

Auf der Vöraner Alm musste am Montagnachmittag kurz vor 15.30 Uhr ein Kleinflugzeug notlanden. Der Pilot blieb unverletzt. Er konnte das Flugzeug auf einer etwa zwei Meter hohen Schneedecke halbwegs sicher landen und sich auch selbst aus dem Flugzeug befreien. Die Einsatzkräfte kümmerten sich um die Sicherungsarbeiten an der Unglücksstelle. Neben der FF Vöran waren noch die Bergrettung Meran, die Flugrettung des Pelikan 2 und die Carabinieri im Einsatz. Quelle: ‚Neue Südtiroler Tageszeitung‚.

Der Tausend-Kilometer-Trick

(…) Es war mein erster Frühstart seit dem 4. März 2017 – die beiden Winter in Amerika hatten mich über viele Föhnlagen hinweg auf die Zuschauerränge gezwungen. Aber um 07:15 war es endlich soweit: Christian schiebt vorne in der Remo das Gas rein, und wir steigen langsam aus der völlig windstillen Bodeninversion heraus in den schwachen Nordwind, der unter dem Föhnstrahl am Alpenrand liegt. In 500 Metern kommt der Südwind langsam durch. Ich habe erst wenige Ostabflüge im Föhn gemacht, weil ich mich davor scheue, im gleißenden Gegenlicht gegen die Sonne zu fliegen, und dann später meistens auch gegen die Abendsonne wieder zurück zu fliegen. Gute Sicht ist im Hochgebirge lebenswichtig. Aber heute geht es nicht anders, und einen Heimflug wird es ohnehin nicht geben. Schon im Schlepp sehen wir jenseits des Wettersteins, wie das Inntal von Westen mit überschwappendem Regen gefüllt wird. Der Tag ist erst wenige Minuten alt, aber wir sind keinen Augenblick zu früh dran. Als ich über Vorderriss in 2700 m ausklinke, weiß ich, dass wir Königsdorf heute nicht mehr wieder sehen werden… den ganzen Bericht von Benjamin Bachmaier finden Sie hier in seinem Blog.

Pilotentraum in den USA

In der Heimat bleibt Ingo Nehls eine Karriere als Pilot versagt. Mit 33 wandert er aus, erreicht sein Ziel. Doch dann kommt Corona. Der Bargteheider Ingo Nehls hat es geschafft. Mit 33 Jahren kündigte der Programmierer seinen sicheren Job in Hamburg, um seinen Jugendtraum zu verwirklichen. Schon von klein auf hatte er davon geträumt, Pilot zu werden. Dass er dazu in die Vereinigten Staaten auswandern musste, nahm Nehls in Kauf. Inzwischen arbeitet er in einem der anspruchsvollsten Jobs in der Flugbranche: Ingo Nehls ist als Rettungshubschrauber-Pilot im Gebiet um Albuquerque, einer Großstadt in New Mexico, im Einsatz.

Bei der Musterung wurde sein Wunsch abgelehnt
Dabei hatte es anfangs so gar nicht danach ausgesehen, dass er überhaupt jemals als Berufspilot im Cockpit sitzen würde. Nehls sagt: „Als ich 18 Jahre alt war, gab es noch die Wehrpflicht. Schon bei der Musterung habe ich gesagt, dass ich gern fliegen würde.“ Doch was er darauf zu hören bekommen habe, sei alles andere als motivierend gewesen. Die knappe Ansage: „Nee, das wird nichts.“ Nehls erinnert sich: „Es hieß: Du fliegst nie.“ Der Grund: Nehls ist Brillenträger. Der junge Mann entschied sich für den Zivildienst, absolvierte ihn beim Blutspendedienst in Lütjensee. Manchmal konnte er Hubschrauber beobachten, die dort landeten, um Blutpräparate abzuholen. Die technischen Möglichkeiten beeindruckten den Bargteheider schwer. Nehls: „Hubschrauber können schweben, vor- und rückwärts fliegen, senkrecht starten und brauchen keinen Landeplatz.“ Seine allgemeines Interesse für Flugzeuge wandelte sich zu einem ganz spezifischen für Helikopter.

Ein Kindheitserlebnis löste die Leidenschaft aus
Beruflich wandte er sich zunächst dem IT-Bereich zu, arbeitete als Programmierer bei einer Hamburger Werbeagentur. Doch die Faszination am Fliegen blieb. Auslöser war ein Kindheitserlebnis. Als Nehls elf Jahre alt war, durfte er mit dem Flugzeug zu seinen Großeltern in Süddeutschland reisen. „Nach dem Start bekam ich ein aufblasbares Flugzeug“, berichtet er. Und einen besonderen Service. „Die Flugbetreuung fragte mich: ,Hey, kleiner Ingo, willst du mal ins Cockpit gehen?‘“ Dort erlebte er etwas Einmaliges: „Wir sind aus den Wolken aufgetaucht und in den Sonnenaufgang hineingeflogen.“ Die Szene löst heute noch Begeisterung bei Ingo Nehls aus. „Das ist im Gedächtnis hängengeblieben und hat die Sehnsucht geweckt.“ Irgendwann meldete diese sich bei dem Programmierer zurück. „Ich habe damals gedacht: Ist IT wirklich alles, was ich machen will?“, erinnert sich Nehls. Er entschloss sich, den medizinischen Test fürs kommerzielle Fliegen zu absolvieren. Das Ergebnis fiel wegen seiner Augen negativ aus.

Ausbildung kostete Ingo Nehls 70.000 Dollar
Was genau das Problem war, erschloss sich ihm nicht. „Die haben mit Zahlen um sich geworfen, die ich noch nie gehört habe.“ Eine private Ausbildung in Deutschland war jedoch teuer. Da erhielt er aus seinem Bekanntenkreis den Tipp, es in den USA zu versuchen. Er recherchierte und fand heraus: „In Amerika gibt es einen Realtest. Solange ich alles lesen und sehen und die Fehlsichtigkeit auf normales Maß reduziert werden kann, sind die Anforderungen erfüllt.“ Nach einem Mitflug in einem Helikopter stand sein Plan: Übersiedeln in die USA, dort den Pilotenschein machen und dann als Pilot arbeiten. Das Vorhaben finanzierte er mit seinem Ersparten und einen Zuschuss der Großeltern.

2008 begann er in Oregon mit der Ausbildung. Nach 15 Monaten und 70.000 Dollar Kosten hatte Nehls fünf Hubschrauber-Fluglizenzen in der Tasche, darunter die für Berufspiloten und für Fluglehrer. Ein Riesenerfolg – doch die Jobsuche erwies sich als schwierig. Nehls sagt: „Zu dem Zeitpunkt war die Wirtschaftslage schlecht. Niemand hat irgendwelche Leute eingestellt.“

Er berichtet auf Blog von seinen Erfahrungen
So blieb nur der Weg in die Selbstständigkeit. Mit einem Freund gründete er die Firma Konect Aviation, leaste einen Helikopter, bot Rundflüge über die Weingüter im Willamette Valley und um Portland herum an. „Wir haben Flugschüler, die bei uns ihre Helikopterpiloten-Ausbildung machen“, schrieb er auf seinem Blog ingo.nehls.name, auf dem er über sein Leben in Amerika berichtet. Das war 2010, das Jahr, in dem er die freiberufliche Buchhalterin Holly kennenlernte. Als sein Freund das Unternehmen verließ, stieg sie ein. Die beiden heirateten 2012, bauten die Firma auf.

Zuletzt leiteten sie den Flughafen von McMinnville/Oregon, hatten diverse Angestellte, drei weitere Flugzeuge. „Bis 2017 lief alles richtig gut“, so Nehls. Doch dann das Aus: Der Hubschrauber sollte überholt werden. Zeitgleich schloss die Stadt den Flughafen, um die Landebahn zu erneuern. „Wir hatten kein Einkommen mehr und mussten die Firma verkaufen.“ Bei einem Urlaub in Las Vegas bewarb er sich bei Sundance Helicopters, einem Unternehmen, das Touristenflüge über die Stadt und den Grand Canyon anbot. Er wurde genommen, auch seine Frau fand Arbeit in der Metropole. Das Paar zog nach Las Vegas. „Las Vegas ist das brüllende Leben“, sagt der Bargteheider, der dort seinen Traumjob gefunden und bei jedem Flug ein unvergleichliches Panorama vor Augen hatte.

Durch die Pandemie verlor das Paar seine Jobs
Doch Corona unterbricht das Glück jäh. Die Touristen bleiben aus, Las Vegas verwandelt sich in eine Geisterstadt. Nehls und auch seine Frau verlieren ihre Jobs. Der Pilot arbeitet nun als Lebensmittelpacker für die Großmarktkette Cosco. Doch er gibt nicht auf, sucht nach Stellen für Rettungsflieger. Die werden gebraucht. Als er ein Jobangebot aus New Mexico bekommt, nimmt er an. Seit Oktober ist er in Roswell stationiert. Von der Kleinstadt aus, die etwa eine Flugstunde von Albuquerque entfernt ist, bricht er mit einem Team aus Arzt und Krankenpfleger zu den Zwölf-Stunden-Schichten auf. „Es ist etwas schwieriger, weil man teilweise an Plätzen landet, die nicht für Hubschrauber gedacht sind“, erläutert er. Doch Angst habe er nicht, sagt Nehls auf Nachfrage. Als Pilot sei er für solche Situationen trainiert. Demnächst steht der Umzug nach Roswell an. Wo er wohnt, ist für das Glück von Ingo Nehls nicht ausschlaggebend. Dazu zählen nur seine Frau und dass er weiterhin fliegen kann. Quelle: ‚Hamburger Abendblatt‚.

Kaffeekässle geplündert

Weihnachten ist vorbei, doch immer noch gibt es schöne Überraschungen: Die „Kaffeetrinker“ in der Firma Schempp-Hirth in Kirchheim haben übers Jahr nicht nur eifrig ihrer Kaffeesucht gefrönt, sondern auch pünktlich zum Jahresende ihr Kaffeekässle geplündert. Der Inhalt kommt wieder der Teckboten-Weihnachtsaktion zugute, worüber wir uns riesig freuen. Ganz offensichtlich sind die Mitarbeiter des renommierten Flugzeugbauunternehmens rund um ihren Chef Thilo Holighaus nicht nur in Sachen Segelflug äußerst emsig und effektiv, sondern auch im Kaffeeverbrauch. Stolze 1140 Euro haben uns die Flugspezialisten jetzt überwiesen. Das verpasst der Weihnachtsaktion des Teckboten zum Jahresende noch mal einen schönen Schub, und wir danken ganz herzlich dafür. Quelle: ‚Teckbote‚.

Notwasserung 1.000 Meilen vor Hawaii

Es war der Albtraum eines jeden Piloten: Auf dem Überführungsflug einer nagelneuen Pilatus PC-12 NGX traten über dem Pazifik Probleme mit dem Treibstoffsystem auf, die zu einem Motorausfall führten. Das Wiederanlassen des Triebwerks misslang, so dass für die Crew eine Notwasserung unausweichlich wurde.

Die US-Unfallforschungsbehörde NTSB (National Transportation Safety Board) hat den vorläufigen Unfallbericht einer Notwasserung einer Pilatus PC-12 NGX im Pazfik am 6. November dieses Jahres veröffentlicht. Wir veröffentlichen die Übersetzung des Zwischenberichts des NTSB: „Am 6. November 2020, gegen 16.00 Uhr (Pazifische Standardzeit), wurde die Pilatus PC-12 mit dem Kennzeichen N400PW erheblich beschädigt, als sie etwa 1.000 Meilen (1.600 Kilometer) östlich von Hilo, Hawaii, im Pazifischen Ozean notwasserte. Die beiden Piloten erlitten keine Verletzungen. Das Flugzeug wurde als Überführungsflug gemäß „Title 14 Code of Federal Regulations Part 91“ betrieben.

Nach Angaben des verantwortlichen Luftfahrzeugführers (PIC), der auch der Eigentümer des Ferryflug-Unternehmens ist, überführten er und ein weiterer Pilot das neue Flugzeug von Kalifornien nach Australien. Die erste Transozean-Etappe war mit zehn Stunden Flugzeit vom Santa Maria Airport (KSMX) im US-Bundesstaat Kalifornien zum Hilo Airport (PHTO) auf Big Island aug Hawaii geplant. Der Hersteller ließ vor der Auslieferung eine Ferry-Kraftstoffleitung und ein Rückschlagventil in den linken Flügel einbauen. Etwa einen Monat vor dem Start des Ferryflugs beauftragte der Pilot ein Unternehmen damit, ein Ferry-Kraftstoffsystem mit Tanks in der Kabine für die Reise zu installieren. Quelle: ‚Aerobuzz‚.

Bohlhof macht Flugzeuge winterfit

Die Segelfluggemeinschaft Bohlhof in Wutöschingen ist trotz Corona aktiv. Denn jetzt werden die Flugzeuge, Fahrzeuge und das Gebäude in Schuss gebracht. Zeit also, das Schleifpapier und den Schraubenschlüssel hervorzuholen – alles corona-konform, wie der Vorsitzende Peter Hofmann noch vor dem Lockdown betonte. Quelle: ‚Südkurier‚.