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Pflege / Reparatur des Auszugsrampen-Hydraulikzylinders

Öl nachfüllen
Abdeckplatte abnehmen. Sie sehen auf dem Hydraulikzylinder einen Gummistöpsel, der das Öleinfüllloch verschließt. Nehmen Sie den Gummistöpsel durch seitliches Eindrücken mit einem Schraubendreher ab. Der Heber wird dazu waagerecht auf den Boden gestellt. Durch diese Öffnung wird Hydrauliköl (Typ: HLP 32 Iso oder vergleichbar) eingefüllt. Bitte füllen Sie bei Bedarf soviel Öl ein, bis der innenliegende, sichtbare Zylinder mit Öl bedeckt ist. Nun den Gummistöpsel wieder dicht in die Öffnung einsetzen.

Entlüften
Mindestens nach jedem Ölnachfüllen muss die Hydraulik entlüftet werden. Auch durch längeren Nichtgebrauch des Hebers können sich Luftpolster in den Hydraulikgängen bilden. Sie merken dies, wenn beim Anheben die halb oder nur teilweise angehobene Last ruckweise zurücksinkt. Zum Entlüften pumpen Sie den Hebearm ohne Belastung ca. zur Hälfte hoch. Jetzt drücken Sie mit Ihrem Fuß auf den Hebearm, damit auf der Hydraulik ein wenig Gegendruck entsteht. Die Hebe-Ablass-Schraube muss geschlossen sein. Drücken Sie mit dem Schraubendreher den Gummistöpsel leicht zur Seite, bis die Luft abbläst.

    Nun senken sie den Heber durch Öffnen der Ablass-Schraube und wiederholen den Vorgang ca. 2-3mal. Ebenso wird über die Ablassschraube entlüftet. Dass dabei eventuell tropfenweise austretende Öl ist von keiner Bedeutung für die weitere Funktion des Hebers. So gehen Sie sicher, dass eventuelle Luftpolster aus den Ölkanälen herausgedrückt werden und das Gerät einwandfrei arbeitet.

    Wartung
    Alle beweglichen Gelenke sollten, je nach Gebrauch, alle viertel bis halbe Jahre geölt oder die Rollenlager der Lenkräder gefettet werden. Jede Hydraulik ist mit Dichtungs-O-Ringen oder Dichtmanschetten ausgerüstet, die je nach Einsatz zum Verschleiß führen. Füllen Sie nur säurefreies Hydrauliköl nach, damit die Dichtungen nicht beschädigt werden. Altöl oder auslaufendes Öl in einem speziellen Behälter auffangen und bei einer Altölentsorgungsstelle abgeben. Sobald der Hydraulikheber außer Betrieb ist, sollte die Hydraulik (Kolben) immer im Ruhezustand sein (Kolben eingefahren). Dies schützt die präzisionsgefertigten Oberflächen des Kolbens und der Kolbenstange vor Korrosion. Um eine gute Funktion des Gerätes zu erreichen, sollten Sie nur hochwertiges Hydrauliköl verwenden. Mischen Sie unter keinen Umständen verschiedene Öle miteinander. Verwenden Sie nie Bremsflüssigkeit, Alkohol, Glyzerin, verschmutztes Öl, etc. Quelle: ‚Cobra-Anhänger‚.

      Sustainable Aviation Fuel with Lower Cost and Waste

      Honeywell announced its hydrocracking technology can be used to produce sustainable aviation fuel (SAF) from biomass, helping to make sustainable aviation fuel (SAF) that is 90% less carbon intensive than traditional fossil-based jet fuels1. The new technology produces 3-5% more SAF2,3, enables a cost reduction of up to 20%3,4 and reduces by-product waste streams as compared to other commonly used hydroprocessing technologies.

      Honeywell’s Fischer-Tropsch (FT) Unicracking™ technology takes liquids and waxes from processed biomass – including leftovers from crops, wood waste or food scraps – and can be used to produce SAF that complies with the strict standards of the aviation industry and with lower environmental impact. This innovation demonstrates Honeywell’s alignment of its portfolio with three compelling megatrends, including the energy transition.

      „As demand for SAF continues to grow, the aviation industry is challenged by limited supplies of traditional SAF feedstocks such as vegetable oils, animal fats and waste oils,“ said Ken West, president and CEO of Honeywell Energy and Sustainability Solutions. „When combined with the existing Fischer-Tropsch process, our new technology will expand the feedstock options available in the industry to sources that are more plentiful, ultimately helping improve our customers‘ ability to produce SAF.“

      Recently, DG Fuels selected Honeywell’s FT Unicracking technology for its biofuels manufacturing facility in Louisiana – the largest in the world for making SAF from the FT process – that will produce 13,000 barrels of SAF each day when it begins operations in 2028.

      Honeywell helped pioneer SAF production with its Ecofining™ process, which has been used to produce the fuel commercially since 2016. The company now offers solutions across a range of feedstocks to meet the rapidly growing demand for renewable fuels, including SAF. In addition to Honeywell Unicracking and Ecofining, Honeywell’s renewable fuels portfolio includes Ethanol to Jet technology and eFining™, which converts green hydrogen and carbon dioxide into e-fuels. More than 50 sites globally have licensed Honeywell’s SAF technologies, with refineries projected to exceed a combined capacity of more than 500,000 barrels of SAF per day when fully operational. Source: ‚Honeywell‚.

      Britten-Norman celebrates 70th Anniversary

      Britten-Norman is celebrating its platinum anniversary in 2024, marking 70 years since the company was founded. John Britten and Desmond Norman started their business in 1954, on completion of their apprenticeships at De Havilland. The business was conceived as an aircraft modification company before the two entrepreneurs identified a gap in the market for a high payload, short sector, short take-off and landing aircraft that is capable of operating in some of the most remote parts of the world with the minimum of infrastructure or support. So, 10 years later, the ubiquitous Islander was born. Source: ‚Britten-Norman‚.

      Notabsprung-Seminar

      Am Wochenende des 10./11. Augusts bietet der BWLV am Flugplatz Tannheim einen Lehrgang zum Thema Notabsprung an. Das BWLV-Notabsprung-Seminar richtet sich an Absetz-, Segel- Motor- und Kunstflugpiloten. Der zweitägige Lehrgang hat zum Ziel, die Teilnehmer so zu schulen, dass sie in Extremsituationen handlungsfähig bleiben und die richtigen Entscheidungen treffen. Grundlage dafür ist das Verständnis für Funktion und Handhabung des eigenen Rettungsgerätes. Am Ende des Lehrgangs besteht für jeden Teilnehmer die Möglichkeit eines automatischen Fallschirmsprungs (mit einem Sportfallschirmsystem). Alle Infos gibt es hier zum Nachlesen. Anmeldeschluss ist am 5. August 2024. Quelle: ‚BWLV‚.

      Auf den letzten Metern ins Lee geraten

      Der Pilot war Teilnehmer eines Segelflugwettbewerbs. Nach einem 6stündigen Streckensegelflug kam der Motorsegler im Landeanflug am Zielflugplatz zu tief, kollidierte unterhalb des Flugplatzniveaus mit Bäumen und Buschwerk und prallte auf den Boden.

      Ereignisse und Flugverlauf
      Der Pilot nahm an einem Segelflugwettbewerb teil. Er startete in der 18-m-Klasse. Für den zweiten Wettbewerbstag war für diese Klasse ein „Vieleck um 3 Wendepunkte“ ausgeschrieben. Die Streckenlänge betrug 471 km. Der Motorsegler kam von Süden über den Flugplatz geflogen und erreichte den Ziel-kreis in etwa 800 m AMSL. Danach flog er in die Nordplatzrunde ein.

      Laut Aussage des Piloten war ihm bewusst, dass er im Anflugsektor zur Piste 06 in der Anflugplanung eine starke Leeausprägung berücksichtigen musste. Zur gleichen Zeit sei ein Pulk von Segelflugzeugen der Offenen Klasse im Anflug gewesen und er habe im Funk mitgehört, wie sie sich im Platzrundenbereich einordneten. Im Queranflug habe er dann sein Segelflugzeug für die Landung konfiguriert, weil er noch relativ hoch gewesen sei und habe auch „Queranflug 06 Sierra 1“ gemeldet. Dann habe er gesehen, wie ihm zwei Segelflugzeuge aus der Südplatzrunde entgegenkamen. Daraufhin habe er die Bremsklappen wieder eingefahren und die Wölbklappen auf Stufe 4 für bestes Gleiten gestellt und seinen Flugweg so angepasst, dass er beim Eindrehen in den Endanflug die anderen beiden Segelflugzeuge vor sich hatte. Im weiteren Anflugverlauf habe er gemerkt, dass es „knapp werden könnte“. Er habe kurz darüber nachgedacht, ins Tal abzudrehen und den Motor zu starten, dann aber doch entschieden, den Anflug fortzusetzen, weil seine Geschwindigkeit etwa 120–130 km/h betragen habe. Er sei genauso hoch gewesen wie die vor ihm anfliegenden beiden Segelflugzeuge, aber dann sei er „ganz massiv“ in das Lee geraten. Er habe dann das Segelflugzeug „durchgezogen“, kurz bevor es zur Kollision mit Bäumen und Sträuchern gekommen sei. Anschließend sei es auf den Boden geprallt. Ein Zeuge zeichnete die letzte Phase des Landanfluges auf. Die Videoaufnahmen zeigen die letzten fünf Sekunden bis zum Unterfliegen des Flugplatzniveaus:

      Die Flugwegaufzeichnung zeigte ein Auskurven im Queranflug nach rechts, so dass sich der Motorsegler nach dem Eindrehen in den Endanflug noch etwa 1’100 m vor der Schwelle der Piste 06 und etwa 80 m über dem Pistenniveau befand. Nach dem Aufprall habe er starke Schmerzen im Rücken verspürt, aber trotzdem das Cockpit verlassen können. Er habe sich dann aber sicherheitshalber neben das Segelflugzeug gelegt. Der Rettungsdienst und weitere Helfer seien sehr schnell vor Ort gewesen.

      Meteorologische Informationen
      Der Segelflugwettbewerb wurde von einem Meteorologen betreut. Die Piloten wurden in täglichen Wetterbriefings mit den notwendigen Informationen versorgt. Dabei handelte es sich überwiegend um die Flugbedingungen in der Start- bzw. Abflugphase und auf der Strecke. Eine explizite Landewettervorhersage erfolgte nicht. Die anfliegenden Piloten wurden daher über die jeweils aktuellen Wetterbedingungen direkt durch den Flugleiter des Verkehrslandeplatzes Bayreuth informiert.

      Laut Tagesbriefing bzw. Vorhersage für den 30.05.2023 wurde die Wetterlage wie folgt beschrieben: Rückseitig einer sich auflösenden wetterunwirksamen Front floss ein Schwall kühler Luft ein. Von Westen her verstärkte sich der Hochdruckeinfluss wieder. Die mittelhohe Cirrus-Bewölkung zog nach Süden ab bzw. löste sich auf. Die konvektive Bewölkung, respektive Thermik, wurde für 12:00 Uhr mit 0/8-1/8 Cu, Basishöhe 1 900 m, mäßig bis gut, angegeben und ab 14:30 Uhr 1/8-3/8 Cu mit einer Basishöhe von 2 200 m und guter Thermik. Das Thermikende war um 18:30 Uhr. Der Bodenwind wurde mit einer Stärke von 15 kt, in Böen bis 25 kt aus Nordost vorhergesagt. Das QNH wurde mit 1’022 hPa, langsam steigend, angegeben. Es gab keine besonderen Wetter-Erscheinungen oder Warnungen. Auf die Leewirkung bei Anflügen und Landungen in Richtung 06 wurde hingewiesen. Laut Aussage des Flugleiters wehte der Wind zum Zeitpunkt des Unfalls aus 030° mit 17 kt und die Böen erreichten eine Stärke von 24 kt.

      Unfallstelle und Feststellungen am Luftfahrzeug
      Die Unfallstelle befand sich im mit Bäumen und Buschwerk bewachsenen Hang im Bereich des Endanfluges 06 zur Piste S 1, wenige Meter unterhalb des Höhenniveaus des Flugplatzes und etwa 100 m von der Schwelle 06 der Piste S 1 entfernt. Bei der Kollision mit den Hindernissen kam es zur Drehung um die Hochachse, so dass der Motorsegler mit dem Cockpit voraus hangabwärts zum Liegen gekommen war. Im Bereich des Cockpits war die Bugspitze gestaucht und in Höhe des Instrumenten-pilzes gebrochen. Die Cockpithaube war zersplittert. Das Instrumentenbrett war gebrochen. Die Tragflächen wiesen diverse Beschädigungen der Beplankung im Nasenbereich auf. Die Wölbklappen standen auf Stufe 4, die Bremsklappen waren eingefahren. Das Fahrwerk war ausgefahren.

      Medizinische und pathologische Angaben
      Der Pilot erlitt eine sogenannte stabile Fraktur im Lendenwirbelbereich.

      Die Untersuchung wurde mit der Darstellung der Fakten, d. h. ohne Analyse und Schlussfolgerung, abgeschlossen. Quelle: ‚Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung‚.

      Cloud-basiertes Flugsicherungssystem für Memmingen

      Die DFS Aviation Services GmbH (DAS), ein Tochterunternehmen der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, führt am Flughafen Memmingen das Cloud-basierte Flugsicherungs-System PHOENIX WebInnovation zur Flugverkehrskontrolle ein. Das innovative Flugsicherungs-System, das erste seiner Art, arbeitet vollständig in der Public-Cloud und stellt einen technologischen Paradigmenwechsel in der Flugsicherungs-Branche dar. Das System nutzt modernste Technologien und hat sich bereits an kleineren Flugplätzen als erweitertes Informationstool bewährt. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Cloud Native Produkt, welches auf der Kubernetes Plattform des Unternehmens SysEleven gehostet wird, mit dem die DAS eine langjährige Partnerschaft eingegangen ist.

      In Memmingen wird es erstmals zur Flugverkehrskontrolle an einem Verkehrsflughafen zum Einsatz kommen. Im Kern bietet es neben einem modernen, komfortablen Radarbildschirm, der als Anzeige der Luftlage verwendet wird, ein innovatives elektronisches Flugstreifensystem zur Nutzung im Tower. Das Tool ist orts- und hardwareunabhängig und wird über eine Public-Cloud und einen geschützten Zugriff betrieben.

      Aufbauend auf dem Erfolg der bisherigen Projekte, wurde das System durch die DAS unter Einbeziehung von Fluglotsen weiterentwickelt, um ein elektronisches Flugstreifensystem zur Ablösung der bisher verwendeten Papierstreifen ergänzt und auf die besonderen betrieblichen Anforderungen der Fluglotsen an Verkehrsflughäfen zugeschnitten.

      „Der Einsatz von PHOENIX WebInnovation reduziert den Koordinationsaufwand und die Arbeitsbelastung der Losten, was die Wachstums- und Effizienzziele wesentlich unterstützt. Darüber hinaus wird in einem nächsten Schritt der Datenaustausch zwischen Flughafen und Flugsicherung verbessert, was die Datenqualität für alle Beteiligten erhöht und den Flugbetrieb noch zuverlässiger macht“, sagt Ralf Schmid, Geschäftsführer des Flughafens Memmingen.

      „Die Einführung des Cloud-basierten Flugsicherungssystems an einem Verkehrsflughafen ist ein großer Erfolg für die DAS und die Flugsicherungsbranche“, sagte Andreas Pötzsch, Geschäftsführer der DAS. „Mit der Einführung der Cloud-Technologie leiten wir eine neue Ära der Effizienz, Zuverlässigkeit und Digitalisierung im Flugverkehrsmanagement ein.“ Quelle: ‚DFS, Deutsche Flugsicherung‚.

      65 Jahre Porter-Erstflug

      Am 4. Mai 2024 feierten die Yeti-Flyers mit geladenen Gästen den 65. Geburtstag des Pilatus Porters PC-6. Eine Vielzahl von Fachleuten haben die Feier bunt gestaltet. ​Eine besondere Ehre war die Anwesenheit von Rolf Böhm, der den Erstflug am 4. Mai 1959 durchführte und von Peter Diener, der ebenfalls den Weg nach Bleienbach fand. Quelle: ‚Yeti-Flyers‚.

      Übersicht Flugplatzdaten Schweiz

      Andreas Allenspach und die Segelfluggruppe Basel Fricktal haben auch für 2024 das praktische Übersichts-Booklet zu allen Schweizer Flugplätzen aktualisiert. Hier können Sie das Booklet und auch die A4-Version kostenlos downloaden.

      Wingly sucht neue Aktionäre

      Die Mitflugzentrale Wingly konnte kürzlich eine Finanzierungsrunde von 3,5 Millionen Euro mit führenden europäischen Investoren durchführen. Direkt danach bietet sie Privatpiloten via Crowdfunding an, „Teil des Erfolgs zu werden“ und unter denselben Bedingungen in Wingly zu investieren.

      Lightwing AC4 GT ist EASA-zertifiziert

      Das Schleppflugzeug des Schweizer Herstellers Lightwing erhielt kürzlich das EASA-Zertifikat. Das Flugzeug zeigt robuste Steigwerte bei kurzen Schleppzyklen und Anhängelasten bis 850 kg. Der AC4 GT ist einfach und intuitiv zu bedienen. Die Arbeitsbelastung des Schlepp Piloten wird durch diverse Maßnahmen gering gehalten, um einen ermüdungsarmen Einsatz zu ermöglichen. Quelle: ‚Lightwing Aircraft‚.

      Der AC4 GT in der Übersicht:

      • Vollautomatische Propellerverstellung durch Single lever power / Propeller Control.
      • Kraftvoller Turboeinspritzmotor mit thermostatisch geregelten Ölkühlern.
      • Gute Übersicht durch großzügige Verglasung des Cockpits.
      • Rückwärtsgerichtete Kamera für die Beobachtung am Boden und im Schlepp.
      • Integriertes Traffic Information System TIS.
      • Zuverlässig funktionierende Seileinzugswinde.
      • Beschattetes Cockpit.
      • Hohe Fluggeschwindigkeit bei ausgefahrenen Klappen für rasanten Abstieg.
      • Gutmütige Eigenschaften auch im Langsamflug.
      • Hohe Längsstabilität dank großem Leitwerk und langem Rumpf.
      • Lautstärke von nur 62 dB(A)

      Navilogic übernimmt iGlide und iPilot

      Die App-Suite umfasst mehrere Tools, die Piloten die Navigation und Planung ihrer Flüge erleichtern. Dazu gehören eine hochauflösende Moving Map, Luftraum-Warnungen und vieles mehr. Mit der Übernahme durch NaviLogic können sich Piloten auf noch mehr Funktionen und Möglichkeiten freuen, die ihr Flugerlebnis verbessern werden.

      Neuanfang
      iGlide erhält nun regelmäßige Updates. Jip van Akker, Segelflieger und Gründer von NaviLogic, ist begeistert von iGlide, welches bereits einen positiven Einfluss auf die Segelfluggemeinschaft habe. Bestehende Kunden können die iGlide-App, die sie erworben haben, weiterhin nutzen. Quelle: ‚Air-Avionics‘ sowie ‚Navilogic‚.

      Militärflugzeug-Oldtimer in Biel-Kappelen

      Bei besten Wetterbedingungen trafen sich auf dem Flugplatz Biel-Kappelen rund 20 ehemalige Schweizer Militärflugzeuge zu einem Fly-In. Unterstützung gab es durch das Super Puma Display Team der Schweizer Luftwaffe sowie die IG Warbird. Organisator Paul Misteli kann zufrieden sein: Der Flugplatz Biel-Kappelen wurde von Besuchern am Boden und aus der Luft regelrecht überrannt. Von der Nieuport 23, pilotiert von Isidor von Arx, bis zur Do 27 aus Altenrhein gab es für die zahlreichen Besucher jede Menge historischer Schweizer Militärflugzeuge zu bestaunen.

      Die Vorführung des Super Puma der Schweizer Luftwaffe sorgte für Begeisterung. Etwas ausserhalb des regulären Programms überraschten Danielle und Emiliano Del Buono mit einer Wingwalker-Show mit der Super Stearman. Über die Mittagszeit bewunderten die Zuschauer eine Vorführung von Piloten der IG Warbird, die ihre perfekt gebauten Modelle von Schweizer Militärflugzeugen am Himmel präsentierten. Quelle: ‚Aeroclub Schweiz, AeCS, Bilder Roger Steiner‚.

      Förderung des Navigationsfluges

      Der BWLV will die aufstrebende Motorflugsportart Navigationsflug besonders fördern. Dazu hat der Fachausschuss Motorflug/Ultraleicht im Frühjahr 2024 ein Förder-Programm für Luftsportlerinnen und Luftsportler mit Ambitionen zum Spitzensport in Leben gerufen. Konkret werden dabei ausgeschriebene Meisterschaften auf Bundesebene finanziell unterstützt. Quelle: ‚BWLV‚.

      Region Domodossola wird zu „Luftraum D“

      Seit 16. Mai 2024 gilt in Italien die neue AIP Revision 05/2024. Ein Ausschnitt daraus zeigt eine neue Zone «30 Domodossola». Dieser Luftraum wird ab FL175 bis FL 195 als Luftraumklasse «D» hoch-klassiert (heute gilt da Luftraum «E» bis FL 195). Die Grenze gegen Norden, Osten und Westen bildet die Landesgrenze Schweiz/Italien. Bis dahin handelte es sich bei diesem Luftraum um eine TMZ im Luftraum G, neu ist das ab FL 175 bis FL 195 ein kontrollierten Luftraum der Kategorie D.

      So sah die bisherige Luftraum-Situation aus:

      Und so ist sie jetzt:

      Flugleiter-Assistenz-System für automatische Funkansagen

      Die Firma KAPI electronics GmbH, bekannt durch die Entwicklung von Flugdatenschreibern (FDR) und Datenloggern für die allgemeine Luftfahrt wartet mit neuen und innovativen Entwicklungen auf. Zum Beispiel das Flugleiter-Assistenz-System FAS für automatische Funkansagen. Für die Betreiber von Verkehrs- und Sonderlandeplätzen wird mit dem FAS, inklusive Wetterstation und Touchscreen, ein wertvolles zusätzliches Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt, dass den Flugleiter weitestgehend unterstützt. Der Flugbetriebsdienst ist mit dem FAS durchgehend gewährleistet und der Flugleiter kann sich zusätzlich administrativen und organisatorischen Aufgaben widmen.

      Das FAS sendet nach einem durch den Piloten getätigten Erstanruf via programmierter, digitaler, synthetischer Sprachausgabe (Text-to-Speech), die aktuelle Windrichtung, Windstärke sowie dem vorherrschenden Luftdruck am Platz und empfiehlt dem anfliegenden Piloten eine Landerichtung. Die automatischen Ansagen entsprechend den gesetzlichen Mindestbestimmungen und sind Grundlagen eines üblichen praktizierten Anflug- und Landeverfahrens. Alle am Platz notwendigen Informationen und Einstellungen lassen sich am mitgelieferten Touchscreen-Monitor einstellen. Das integrierte Flugfunkgerät ist als Bodenfunkstelle zugelassen. Es ist auch möglich, die aktuellen Flugplatzinformationen online aus dem Homeoffice abzurufen bzw. zu bearbeiten. Des Weiteren kann die Sprachausgabe zwischen männlicher und weiblicher Stimme ausgewählt werden. Gleiches gilt für Ansagen in unterschiedlichen Sprachen, wie z.B. Englisch, Französisch etc.

      Schweizer Piloten an internationalen Wettbewerben

      JWGC in Ostrow (Polen) 13.7. – 27.7.2024:

      • Raphael Lutz (Std)
      • Gionata Donati (Club)
      • Moriz Urwyler (Club)
      • Pascal Brunner (Team-Captain)

      WGAC in Oschatz (Deutschland) 31.7. – 10.8.2024:

      • Jonas Langenegger
      • Pascal Zollikofer
      • Christian​ Syfrig
      • Sarah Caminada (Team-Captain)

      WGC in Uvalde (USA) 14.8. – 1.9.2024:

      • Werner Rüegger
      • Yves Gerster

      Automatische Flugbewegungs-Erfassung

      Sowohl von Vereinsflieger als auch von aerops werden gerade Systeme zur automatisierten Erfassung von Flugbewegungen im Hauptflugbuch vorgestellt. Diese bedienen sich der Erfassung von Bewegungsdaten durch die Firma Jetvision und integrieren diese in ihre Systeme. Auch eine Abrechnung von Landegebühren kann dann integriert erfolgen. Aerops hat hierzu eine Informationswebseite erstellt, die hier erreicht werden kann. Vereinsflieger hat eine Zusammenfassung erstellt, die hier abgerufen werden kann, und bietet den Zugang zu einem Demosystem an, dessen Anmeldeseite sich hier befindet. Quelle: ‚Guido Frey‘.

      Landung im Acker

      In Schwandorf hat sich kürzlich die deutsche Nationalmannschaft der Segelflieger zum Training getroffen. Das hätte fast keiner mitbekommen, wäre da nicht eine Außenlandung bei Gebenbach gewesen. Das Aufsetzen am Boden war ein bisschen holprig. Am Schluss ging es schnurstracks in ein kürzlich geackertes Feld.

      Das Fluggerät wurde dann mithilfe eines Traktors aus dem Acker gezogen und wieder in den Anhänger verladen. Gestartet war der Pilot zusammen mit einem Teamkollegen als Mitglieder der Nationalmannschaft der Segelflieger in Schwandorf. Dort bereitete sich das Team auf die Junioren-Weltmeisterschaft vor, die Mitte Juli in Polen stattfindet. Quelle: ‚ONetz.de‚.

      Pilot kommt mit Schock davon

      Am Samstag, 4. Mai, gegen 13 Uhr flog laut Polizei ein 81-jähriger Weilheimer mit seinem motorisierten Segelflugzeug im Bereich Wessobrunn. Er musste aufgrund der schlechten Thermik eine Außenlandung auf einer großflächigen Wiese im Bereich des Zellsees durchführen. Hierbei kam es aufgrund weiterer Windbeeinträchtigungen zu einer Kollision zwischen einer Tragfläche des Segelfliegers und der Wiese, sodass das Segelflugzeug beschädigt und um 180 Grad gedreht wurde. Das Segelflugzeug erlitt dabei einen wirtschaftlichen Totalschaden – die Polizeiinspektion Penzberg schätzt den entstandenen Sachschaden auf circa 100.000 Euro. Der Segelflugzeugpilot kam vorsorglich in ein umliegendes Krankenhaus, wurde nach bisherigen Erkenntnissen jedoch nicht verletzt. Quelle: ‚Merkur.de‚.

      Sichtflug in der TMZ

      Wie Sie sich als Pilot/-in in einer Transponder Mandatory Zone korrekt verhalten, finden Sie einerseits in der Nfl mit dem etwas sperrigen Titel „Regelung für Flüge nach Sichtflugregeln bei einem Flug durch Gebiete mit festgelegter Transponderpflicht„, während Sie anderseits hier eine Übersicht samt Hörbereitschafts-Frequenzen und zur jeweiligen TMZ gehörendem Transponder-Code finden. Quelle: ‚DAeC‘.

      150 Millionen Dollar auf Abruf – Lilium atmet auf

      Die deutschen Flugtaxi-Entwickler Lilium und Volocopter haben zuletzt gewarnt, dass ihre Gelder knapp werden könnten. Nun kann zumindest Lilium erstmal erleichtert sein. Ein US-Investor steht für eine Notfall-Spritze bereit. Jüngst schlug Lilium-Chef Klaus Roewe Alarm, weil die Gelder des deutschen Flugtaxi-Entwicklers knapp werden könnten. Er plädierte für staatliche Bürgschaften, um neue Investitionen abzusichern. Nach WELT-Recherchen hat Lilium jetzt eine Notfall-Finanzspritze vereinbart. Der US-Hedgefonds Yorkville Advisors ist bereit, für bis zu 150 Millionen Dollar Lilium-Aktien zu kaufen. Geplant ist eine Kapitalzufuhr auf Abruf, weil noch nicht feststeht, ob und wann das bis Mai 2027 befristete Angebot genutzt wird.

      Eine Sonder-Hauptversammlung am 30. Mai soll den potenziellen Einstieg des US-Investors bewilligen, heißt es in Dokumenten an die US-Börsenaufsicht. Vorgesehen ist eine SEPA-Finanzierung (Standby Equity Purchase Agreement), bei dem ein Investor bei Bedarf Aktien kauft, gewissermaßen ein Eigenkapital-Kredit. Yorkville könnte die Anteile ein paar Prozentpunkte unter dem Börsenkurs erwerben. Es gehört zum Yorkville-Geschäftsmodell, in ambitionierte und risikoreiche Zukunftsfelder zu investieren. So hatte sich der Hedgefonds auch beim vorübergehend insolventen deutschen E-Autoentwickler Sono Motors engagiert.

      Ein Lilium-Sprecher spielte die Bedeutung des Yorkville-Abkommens auf Anfrage herunter und sprach von einer häufig genutzten Absicherung von an der US-Technologiebörse Nasdaq notierten Unternehmen. Das Thema Sicherheit habe nicht nur bei den Lilium-Modellen höchste Priorität, sondern auch bei den Unternehmens-Finanzen, so die Begründung.

      Die Lilium-Finanzhilfe aus den USA ist dennoch bedeutend, denn sie wird ausgerechnet zu einem Zeitpunkt publik, an dem sowohl der Lilium-Chef als auch der Chef des Flugtaxi-Unternehmens Volocopter, Dirk Hoke, unverblümt um Staatshilfe als Bürgschaft bitten, um die Entwicklung ihrer Elektro-Senkrechtstarter weiter zu finanzieren. Hoke sprach sogar von einer potenziellen Insolvenzgefahr oder den Verkauf ins Ausland.

      Finales Lilium-Modell wird an EBACE in Genf gezeigt
      Auch der Lilium-Chef Roewe beklagte jüngst in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ fehlende politische Unterstützung, um die Zukunftsbranche im Land zu halten. Lilium versteht sich wegen seiner E-Jet-Triebwerke statt Propeller und seiner größeren Reichweite ohnehin nicht als klassisches Flugtaxi, sondern mit zunächst 175 Kilometer Reichweite als Angebot für Städteverbindungen.

      Die Lilium-Finanzhilfe wird kurz vor der Businessflugzeug-Messe (EBACE) in Genf Ende Mai bekannt, bei der erstmals die endgültige Auslegung des Modells für vier bis sechs Passagiere plus Pilot öffentlich gezeigt wird.

      Häufig werden im Umfeld von Messen auch Neuaufträge vereinbart. Bisher liegen Lilium Absichtserklärungen für 757 Modelle, davon 42 Festaufträge, vor. Die kommerzielle Einführung ist für 2026 geplant – wenn die Aufsichtsbehörden grünes Licht geben. Der erste bemannte Lilium-Testflug ist bis Jahresende geplant. Quelle: ‚Welt‚.

      Aktuelles Sportzeugenschulungs-Video

      Bisher haben über 900 Sportzeugen das Schulungs-Video mit Quiz erfolgreich durchlaufen. Nach 2 Jahren ist nun eine aktualisierte Version verfügbar. Die Änderungen:

      • Anpassung an den Sporting Code 2023 (alle Sportzeugen dürfen Flüge für FAI-Rekorde kontrollieren – der Status „Senior OO“ wurde abgeschafft).
      • Verbesserte Struktur des Videos
      • Einige zusätzliche Folien aus den Erfahrungen der letzten 2 Jahren
      • Audio neu aufgenommen – bessere Qualität

      Das Video ist dadurch ein wenig länger geworden (knapp 29 Minuten). Der Link zum Quiz steht auch in der Videobeschreibung. Sportzeugen, die das bisherige Quiz erfolgreich durchgelaufen haben, MÜSSEN NICHT die neue Version des Videos ansehen & das Quiz neu bestehen. Es wird aber EMPFOHLEN, das neue Video als „Auffrischung“ anzusehen.

      Alena Netušilová – IGC Champion 2023

      Alena Netušilová has been named as FAI Gliding Commission (IGC) Champion Pilot of the Year 2023, for winning the 18m class at the 2023 FAI Women’s World Gliding Championships in Soria, Spain. This was her second World Champion title, which contributed to the overall victory of the Czech Women’s national team.

      Girl power
      Alena started her career as a glider pilot when she and her classmate noticed a flyer during their high school studies that the local aeroclub was recruiting brave boys for glider pilot training. Together, they decided to sign up and show that gliding was not a sport just for men. This was in 1986. Alena then started her racing career in 1991, gaining second place at the Women’s Federal Gliding Championship of the Czechoslovak Republic.

      A distinguished career
      She has been competing in the European and World Women’s Championships since 1993 and has stood on the podium no less than six times, and twice won the title of World Champion. Alena is one of the few female glider pilots in the world who can achieve excellent placings at competitions alongside male pilots. In total, she has flown 4500 hours and over 120,000km in competition.

      Alena has a daughter, Sarah, and a son, David, and is a successful businesswoman. She works in an international company she founded and co-owns. When she’s not flying, she enjoys rollerblading, running, swimming and persistently (but ineffectively) trying to train her French bulldog, Rosie.

      IGC Champion Pilot of the Year
      This award was created to recognise the top performance in the FAI World Gliding Championships. Each Championship calendar year, the FAI World Champion with the highest score is named the IGC Champion Pilot of the Year and is also awarded the World Soaring Cup. Source: ‚FAI‚.

      Flyby acquires 4 Tecnam P2008JC

      Tecnam announced, that ‘FlyBy’, Spain’s leading General Aviation Flight Training Organisation has placed an order for an additional four Tecnam P2008JC. These will supplement their existing Tecnam fleet of 16. Burgos, Spain-based ‘FlyBy’, is renowned for its all-inclusive integrated flight training program which includes accommodation, meals, iPad, ground school and flight simulators. Course duration is just 14 months, with students starting with ATPL Ground School, then going onto Visual Flight Rating (VFR), Instruments Flight Rating (IFR), and then completing a Multi-Engine and APS Multi Crew Cooperation module.

      Current FlyBy’s fleet includes:

      • 2 P Mentors
      • 8 P2008JC
      • 3 P2006T
      • 3 P2002JF

      Fly By is a Training Organization registered with the Spanish Civil Aviation Authority (AESA) with registration number E-166. AESA is a member of the European Aviation Safety Agency (EASA) and the licenses issued are valid in all EASA member countries. Source: ‚Tecnam‚.

      St. Crépin 2024

      Zehn Pilotinnen und Piloten der SGBF verbrachten unterschiedlich viel Zeit im diesjährigen Alpenfluglager in St. Crépin. Am ersten Flugtag konnten alle Anwesenden Checkflüge machen und teilweise noch mit dem Einsitzer in die Luft. Am zweiten Flugtag konnte man Schleppen und Abgleiten und die folgenden Tage liessen uns Regen, Schnee und Saharastaub viel Geduld üben. Dank Café und Croissants ging die gute Laune kaum verloren und die meisten hielten durch, bis endlich fliegbares Wetter uns schöne Flüge in den verschneiten Bergen ermöglichte. Die Vars-Welle stand und das Erreichen von FL 190 war ein schönes Erlebnis. Jeder Tag stellte andere Herausforderungen und so konnten die St.-Crépin-Neulinge die nähere Umgebung erkunden und die alten Hasen den Saisoneinstieg für’s Training nutzen. Quelle: ‚SG Basel-Fricktal‚.

      Durchbruch beim einheitlichen europäischen Luftraum

      Unterhändler von Europäischem Parlament und EU-Ratspräsidentschaft haben sich auf eine neue Verordnung für einen Single European Sky (SES) geeinigt. Über diese Reform wird seit gut zehn Jahren diskutiert. Der Kompromiss öffnet unter anderem die Tür für eine Staffelung von Luftraumgebühren, die den Einsatz nachhaltiger Treibstoffe (SAF) wirtschaftlich attraktiver machen können.

      Nach rund zehn Jahren Verhandlungen gibt es Fortschritte beim Aufbau eines einheitlichen europäischen Luftraums. Unterhändler von Europäischem Parlament und EU-Ratspräsidentschaft haben sich auf den Text einer neuen Verordnung über den Single European Sky (SES 2+) geeinigt. Der Kompromiss muss noch von EP und EU-Ministerrat bestätigt werden, bevor er Gesetz werden kann. Hauptziel der neuen Verordnung ist ein effizienteres Luftraummanagement, das helfen soll, Kapazitäts-Engpässe zu vermeiden, kürzere Flugrouten zu wählen und damit Kosten und Treibhausgasemissionen einzusparen.

      Allerdings tun sich die EU-Staaten traditionell schwer, nationale Kompetenzen beim Luftraummanagement aufzugeben. Eine 2013 vorgeschlagene Reform der SES-Verordnung scheiterte. Im September 2020 unternahm die EU-Kommission einen neuen Anlauf mit einem geänderten Vorschlag, doch auch über diesen streiten Parlament und Ministerrat bereits seit Jahren. Europaabgeordnete zeigten sich nach der unter belgischer Ratspräsidentschaft jetzt recht überraschend erzielten Einigung dann auch erleichtert, gleichzeitig aber auch ernüchtert über die erreichten Fortschritte.

      Keine Pflicht zur Liberalisierung
      So willigten die Mitgliedsstaaten schließlich ein, dass Air Traffic Service Provider wie etwa Lotsendienste neben einer Sicherheits- auch eine Bescheinigung über wirtschaftliche Solidität erhalten müssen. Dafür muss aber keine eigene Aufsichtsbehörde eingerichtet werden, wie im Gespräch war, sondern die für Sicherheitsprüfungen zuständigen Behörden können das mit übernehmen. Zudem müssen die Mitgliedsstaaten den Markt für Luftverkehrsmanagementdienste nicht liberalisieren. EU-Kommission und Parlament wollten zumindest die Versorgung mit bestimmten Daten, etwa über Verkehr im Luftraum oder Wetter oder Kommunikations-Dienstleistungen zwischen Airlines und deren Flugzeugen, für Wettbewerb öffnen.

      Ebenfalls abgeblockt wurde vom Rat der Plan, dass eine neue Abteilung bei der EU-Luftfahrtsicherheitsagentur EASA, ein Performance Review Body (PRB), die nationalen Pläne zum effizienteren Luftraummanagement prüft und etwa auch Preise für die Luftraumnutzung festlegen kann. Diese Kompetenzen wollten die Staaten der EASA nicht geben, zumal sie und die Luftraumnutzer das neue Gremium bezahlen müssten. Nun wird zwar ein PRB eingerichtet, der allerdings nur eine beratende Rolle hat und aus dem EU-Haushalt finanziert wird.

      Gestaffelte Gebühren für Luftraumnutzung
      „Mit dem heutigen Trilogergebnis bleibt es im Wesentlichen beim Alten, nur wenige Verbesserungen konnten erreicht werden“, sagte der FDP-Europaabgeordnete Jan-Christoph Oetjen. Zu diesen zählt er neben dem PRB auch Vorgaben für effizientere Routenplanung, mit der sich die CO₂-Emissionen des Luftverkehrs und Verspätungen weiter reduzieren ließen. „Ich hätte mir jedoch weitaus stärkere Ambitionen bei der Marktöffnung und stärkere Kontrollmöglichkeiten gegenüber den nationalen Flugsicherungs-Organisationen gewünscht“, sagte Oetjen. Ähnlich äußerten sich auch Jens Gieseke (CDU) und Markus Ferber (CSU).

      Positiv bewertet Oetjen, dass die Kommission Vorschläge machen soll, wie Gebühren für die Luftraumnutzung so gestaltet werden können, dass eine spritsparende Routenplanung und die Nutzung von nachhaltigen Treibstoffen (SAF) wirtschaftlich attraktiver werden. Eine solche Gebührenstaffelung könnte später durch delegierte Rechtsakte verbindlich gemacht werden. Auch der amtierende EU-Ratsvorsitzende, Belgiens Verkehrsminister Georges Gilkinet (Grüne), lobte diese Regelung. „Sie gibt den Mitgliedsstaaten auch mehr Möglichkeiten, die Belastungen durch die Luftfahrt zu begrenzen“, sagte Gilkinet. Quelle: ‚DVZ, Deutsche Verkehrs-Zeitung‚.

      Deutschlandwetter im April 2024

      Vom Sommer in den Winter und wieder zurück, das bot der diesjährige April. Zum Start in den Monat wurde der Natur ein richtiger Booster verpasst, denn aus nordafrikanischen Gefilden wurde eine sehr warme Luftmasse nach Deutschland geführt. Zur Monatsmitte kam es dann, unter anderem im Zusammenhang mit einer sehr gut ausgebildeten Kaltfront, zu einem deutlichen Wetterumschwung. Unter der Zufuhr von polaren Luftmassen stellte sich in der Folge typisches Aprilwetter mit Regen-, Schnee- und Graupelschauern ein. Im Bergland und den Alpen fiel sogar nennenswert Schnee. Leichter bis mäßiger Luftfrost in der dritten Dekade trieb besonders Obst- und Weinbauern Sorgenfalten auf die Stirn, da gebietswiese erhebliche Frostschäden an Pflanzen entstanden sind. Zum Monatsende kam dann der Frühling mit wieder höheren Temperaturen zurück. Der Niederschlag fiel etwas überdurchschnittlich aus und Sonnenanbeter kamen durchschnittlich oft zum Zuge, wobei es regional deutliche Unterschiede gab. Das meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

      Zu mildes Aprilwetter mit erstem Hitzetag des Jahres und frostigem Dämpfer
      Das Temperaturmittel lag im April 2024 mit knapp 10,0 Grad Celsius (°C) um gut 2,6 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (7,4 °C). Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (9,0 °C) betrug die Abweichung immer noch 1,0 Grad. Der Monat fiel dabei erneut viel zu mild aus, vom Rekord aus dem Jahr 2018 mit 12,3 Grad ist er aber ein gutes Stück entfernt. Besonders auffällig waren die großen Temperaturschwankungen. Am 6. wurde im Oberrheingraben an der Station Ohlsbach mit 30,1 C nicht nur der Monatshöchstwert bereits in der ersten Dekade, sondern auch der erste heiße Tag des Jahres 2024 erreicht! Aber auch in vielen anderen Regionen war es so früh im April schon außergewöhnlich warm. Im Gegensatz dazu fielen die Temperaturen zur Monatsmitte hin ab und begaben sich zu Beginn der dritten Dekade verbreitet in den leichten bis mäßigen Nachtfrostbereich. Das Minimum verzeichnete am 23. das im Erzgebirge gelegene Deutschneudorf-Brüderwiese mit -8,8 °C. Vor allem für die Natur waren diese Nachtfröste ein erheblicher Dämpfer und es gab größere Schäden in der Vegetation.

      Etwas überdurchschnittlich viel Niederschlag, aber inhomogene Verteilung
      Rund 64 Liter pro Quadratmeter (l/m²) Niederschlag fielen im zweiten Frühlingsmonat 2024, was ein Plus von ungefähr 11 Prozent gegenüber der Referenzperiode 1961 bis 1990 (58 l/m²) entspricht. Verglichen mit der trockeneren Periode 1991 bis 2020 (45 l/m²) ergab sich ein Überschuss von 44 Prozent. Das „Nass“ war dabei aber sehr inhomogen verteilt und ging als Regen, Graupel und Schnee nieder. Während in der Nordwesthälfte teilweise das Anderthalb- bis Zweifache an Niederschlag beobachtet wurde, lagen die Werte vor allem im Osten teils um ein Drittel unter dem Soll. Besonders rund um Berlin fielen nur um 20 l/m². Mehr als das Doppelte gab am 19. mit 49,7 l/m² Schöfweg am Bayerischen Wald an einem Tag zu Protokoll. In den Hochlagen der Gebirge wurde der Niederschlag in der zweiten Monatshälfte zweitweise auch in Form von Schnee gebunden. Quelle: ‚DWD, Deutscher Wetterdienst‚.

      Mögliche Rückkehr einer Legende

      Sie gilt als herausragendes Beispiel der deutschen Ingenieurkunst, ein Gigant der Lüfte, Luftfahrtgeschichte – die imposante Do X, von der nur drei Flugzeuge jemals gebaut wurden und keines mehr heute besteht, schlummert als Kulturgut der Innovationskraft in unserer Vergangenheit. Es ist Zeit sie zu wecken und mit ihr den Pioniergeist deutscher Ingenieurleistung. Der Anfang ist gemacht, das erste Bauteil – Spant 44 – ist bereits gebaut und zeigt eindrücklich, dass ein Nachbau der Do X möglich ist.

      Die Do X Nachbau Vision
      In enger Zusammenarbeit mit den Dualen Hochschulen Baden-Württembergs und tatkräftiger Unterstützung leidenschaftlicher Enthusiasten wurde bereits die Vorkonstruktion des massiven Flugschiffes fertiggestellt und mit der detaillierten Rekonstruktion von Bauteilen begonnen. Nun gilt es den nächsten Schritt, den Aufbau der Do X, zu gehen.

      Ein kompletter Nachbau der Do X in originalgetreuer und begehbarer Form soll bis zum 100. Jahrestag des Erstfluges, am 12. Juli 2029 verfügbar sein. Der Wiederaufbau soll in Teilphasen unter Verwendung von historischen Fertigungsmethoden der Luftfahrt in einer gläsernen Werft nach dem Beispiel von Campus Galli, der Rekonstruktion einer Klosterstadt in Meßkirch oder dem Burgbauprojekt Guédelon in Frankreich erfolgen. Das heißt, die Besucher können die Entstehung der Maschine von den Anfängen der Profilerstellung (als Filmeinspielung, weil die Vorfertigung der Profile in einer externen Firma erfolgt) bis zur Integration verfolgen. Quelle: ‚DO-X Altenrhein‚.

      Mehr GPS-Störungen im Luftraum

      Russland betreibt offenbar GPS-Störsender und gefährdet damit die Luftfahrt. Baltische Politiker warnen vor einer Katastrophe. Auch in Deutschland sind die Auswirkungen zu spüren. Vergangene Woche mussten zwei Finnair-Flüge von Helsinki in die estnische Stadt Tartu aufgrund von GPS-Störungen umdrehen und nach Finnland zurückkehren. Die finnische Fluggesellschaft Finnair stoppte daraufhin alle Flüge nach Tartu bis Ende Mai. Im März war bei Kaliningrad sogar das GPS-Signal eines Flugzeugs mit dem britischen Verteidigungsminister Grant Shapps an Bord blockiert worden, etwa 30 Minuten lang. Die Piloten mussten sich auf andere Navigationssysteme verlassen.

      Westliche Politiker machen Moskau für Störungen verantwortlich
      Vertreter westlicher Regierungen und vor allem baltische Politiker machten Russland für die Störungen verantwortlich und warnten, dies könne früher oder später zu einem Absturz führen. „Wir betrachten das als feindliche Aktivitäten Russlands“, sagte Margus Tsahkna, Estlands Außenministerin. „Diese hybriden Angriffe sollten nicht ignoriert oder toleriert werden“, schreibt Landsbergis im Kurznachrichtendienst X. Quelle: ‚ZDF‚. Foto: ‚ESA‚.

      TopMeteo mit Wellen-Prognose, neuen Radarbildern und GAFOR von AustroControl

      Aus dem TopMeteo-Newsletter von April:

      Neue TopMeteo Karten im LXNAV
      LXNAV hat viele neue TopMeteo Karten verfügbar gemacht. Neben den bereits bekannten Bildern (VIS Sat, PFD, Wolkenverteilung und Wind) sind jetzt auch verfügbar:

      • Wellenvorhersagen
      • Stündliche PFD
      • Thermikkarte
      • Wind in vielen zusätzlichen Höhen

      Die Verknüpfung zwischen LXNAV und TopMeteo sowie der Einrichtung der entsprechenden „Navigationsseiten mit Wetter“ ist initial mit etwas Aufwand verbunden, aber er lohnt sich. Das Feedback aus den Alpen ist in diesem Frühjahr durchweg positiv. Die Wellenvorhersagen sind präzise und ihre Darstellung im LXNAV gelungen.

      GAFOR AT von Austro Control
      Für Motorflug-Piloten, die gerne durch die Alpen fliegen, bietet TopMeteo eine „zweite Meinung“ zu den eigenen Vorhersagen an. Die GAFOR AT Streckenvorhersage wird in Kooperation mit dem nationalen Wetterdienst aus Österreich (Austro Control) produziert und zeigt die VFR-Fliegbarkeit auf den bekannten Transitrouten durch die östlichen Alpen. Das GAFOR AT wird im Sommer vier Mal täglich aktualisiert und immer für die sechs folgenden Stunden erstellt. Wetterbedingte Aktualisierungen einzelner Streckenabschnitte sind auch öfter möglich. Das GAFOR AT wird immer nur für den aktuellen Tag erstellt und ist in unseren Prognosekarten zu finden.

      Neue Radarbilder in Polen, dem Vereinigten Königreich, Spanien und Skandinavien
      In Zusammenarbeit mit dem nationalen polnischen Wetterdienst (IMGW-PIB) bietet TopMeteo ein vollständiges Radarbild für den Polen-Ausschnitt an. Es wird alle zehn Minuten aktualisiert und deckt auch große Teile Tschechiens sowie der Slowakei ab. In Nord- und Zentralspanien ist jetzt im 10-Minuten-Raster ebenfalls ein Radarbild verfügbar, was unter anderem unsere Kunden und Kundinnen in den Segelflugzentren freuen dürfte. Im 5-Minuten-Raster wird nun das Vereinigte Königreich aktualisiert. Die Abdeckung von Irland ist jetzt nahezu komplett. Der Radar-Ausschnitt in Norwegen und Schweden wurde deutlich nach Norden erweitert.