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Mehr Sicherheit im Luftraum mit neuronalen Netzen

Studierende der Wirtschaftsinformatik an der DHBW Mosbach erarbeiteten in Kooperation mit dem Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr die Anwendbarkeit von künstlichen neuronalen Netzen zur automatischen Erkennung von Vogelschwärmen im Luftraum. Sie sind oft in großen, dichten Schwärmen unterwegs und streifen mit ihren faszinierend synchronisierten Manövern über den Himmel hinweg: Vogelschwärme. Doch das beeindruckende Naturschauspiel sorgt auch immer wieder für Ärger. Insbesondere im Luftverkehr wird das Schwarmverhalten für Mensch und Tier oft zur Gefahr. Im diesjährigen Integrationsseminar des Studiengangs Wirtschaftsinformatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach, unter der Leitung von Prof. Dr. Herbert Neuendorf, erforschten die Studierenden die Anwendbarkeit neuronaler Netze zur automatischen Erkennung von Vogelschwarm-Mustern in Radarbildern. Ziel des Seminares war es, anhand von Radarbildern Vogelschwärme nicht nur aufzuspüren, sondern deren Gefahr für den Luftverkehr einzustufen. All das erfolgt mittels künstlicher neuronaler Netze. Diese bestehen aus einem komplexen Netzwerk einzelner Neuronen, die miteinander kommunizieren. Durch eine immer bessere Anpassung an vorgegebene Daten kann das neuronale Netz trainiert werden und seine Funktionsweise bestimmt und gesteuert werden. So können Vogelschwärme nicht nur automatisch erkannt werden, sondern es werden, auf Basis des antrainierten künstlichen Wissens, Vorhersagen getroffen, inwiefern die Schwärme den Luftverkehr beeinträchtigen. Das Projekt ist eine Kooperation mit der Abteilung für Angewandte Geowissenschaften des Zentrums für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBW). Basierend auf frei verfügbaren Informationen und Problemstellungen des ZGeoBW beurteilten die studentischen Gruppen verschiedene KI-Frameworks im Bereich Klassifizierung / Neuronaler Netze, generierten Trainings- und Testdaten und trainierten neuronale Netze unterschiedlicher Struktur auf diesen generierten Mustern. Lesen Sie mehr im Originalbericht auf ‚fnweb.de‚. Bild: ‚Travelbook‚.

eGlide Grossrückerswalde

Es war eine tolle Erfahrung, die e2glide auszurichten. Wir sind an den Herausforderungen gewachsen und waren nach dem einhelligen feedback der Teilnehmer gute Gastgeber. Es hat sich gezeigt, dass mit den Elektroantrieben eine enorme Chance besteht, die segelfliegerisch nutzbare Saison zu erweitern und dabei immer sicher unterwegs zu sein. In den nächsten Tagen werden wir noch weitere Daten präsentieren, die diese Aussagen unterstreichen können. (…) das Briefing ist vorbei. Der Sportleiter hat als einziges fliegbares Fenster die Möglichkeit gefunden, in Richtung Tschechien nach Osten zu fliegen und die Ziellinie nach LKCH (Chomutov) zu verlegen…. Diese Aufgabenstellung hat beim Briefing durchaus für verlegene Stille gesorgt, ehe wir dann doch den Tag für heute neutralisieren mußten. Die erste Regenfront ist einfach zu schnell am Platz und zerschneidet den Tag leider in zwei nicht einmal für FES-Flugzeuge fliegbare Hälften. Lesen Sie die anderen Tagesbericht hier auf der Webseite des Wettbewerbs-Ausrichters ‚e2glide.de‚.

Reise mit Abstandsregeln

Andris Kade, seine Frau Gabi und sein Freund Thomas segelten diesen Sommer quer durch Osteuropa. Was sie auf ihrem Wandersegelflug durch Österreich, die Slowakei, Ungarn und auf dem Weg zurück zum Hotzenwald alles erleben, lesen Sie hier in Andris‘ illustriertem und ausführlichen Bericht.

Kleinflugzeug bei Paulinenaue abgestürzt

In der Nähe des Ortes Paulinenaue (Havelland) ist ein Kleinflugzeug abgestürzt. Nach Angaben der Polizei vom Donnerstag, 17. September, ist dabei der Pilot ums Leben kommen. Der 68-jährige Mann kam aus Nordrhein-Westfalen. Ein zweiter Insasse wurde schwer verletzt, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag mitteilte. Seine Identität ist noch nicht abschließend geklärt. Weitere Menschen befanden sich nicht in dem Flugzeug. Die Maschine war laut Mitteilung am Vormittag vom Flugplatz „Bienenfarm“ gestartet und nur wenige hundert Meter hinter dem Platz in ein Feld gestürzt. Die Ursache dafür ist noch unklar. Die Bundesstelle für Flugunfall-Uuntersuchung hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: ‚rbb24.de‚.

Wandersegelflug 2020 – Reise mit Abstandsregeln

Text und Bilder von Andris Kade.

Es ist noch gut eine Woche bis zu unserem Wandersegelflug 2020. Seit zehn Jahren unternehmen wir Wandersegelflüge quer durch Europa. Wir sind meine Frau und ich sowie unser Fliegerkamerad und Freund Thomas. Er fliegt eine DG 800 B und wir haben seit zehn Jahren eine gut gepflegte DG 500 M. Diese ist ein Glücksfall, denn wir konnten das Flugzeug in gutem Zustand von der Segelfluggruppe Bex erwerben. Das ist der Grundstein, um unseren Wandersegelflieger-Traum umsetzen zu können.

Querung der Donau östlich von Linz.

Schon ein bis zwei Wochen im Voraus beobachte ich aufmerksam das Wetter, um einen optimalen Abflug-Zeitpunkt zu planen. Aber nicht nur das Wetter ist in diesem Jahr eines der größten Herausforderungen, sondern vor allem die Covid-19-Situation macht die Planung nicht einfach. Da jedes der geplanten Länder andere Vorschriften erlässt, muss ich mehrfache Telefonate mit Behörden und Flugsicherungen führen. Plötzlich brauchen wir Flugpläne, wo man früher einfach über Grenzen fliegen konnte. Als Segelflieger ist man das Ausfüllen von Flugplänen nicht gewohnt. Mit dem Online-Tool der DFS ist das aber kein Problem mehr, denn man kann die Flugpläne nicht nur für das In- sondern auch für das Ausland problemlos erstellen. Besonderer Dank gilt hier den Mitarbeitern der DFS, die ich mehrfach im Vorfeld telefonisch um Hilfe bitte und die mir jedes Mal geduldig zur Seite stehen.

Samstag 11.07.2020
Tolle Rückseite zum Auftakt
Das Wetter passt endlich, es geht los. Wir können eine wunderbare Rückseite nutzen, um von unserem Heimatflugplatz Hütten-Hotzenwald nach Osten wegzufliegen. Der erste Flugplatz ist auch in diesem Jahr Regensburg-Oberhub. Nach gut fünf Stunden Flugzeit kommen wir in Regensburg an und stellen fest, dass es dort keine Taxifahrer gibt. Unser Hotel liegt einige Kilometer vom Flugplatz weg. Glücklicherweise gibt es am Flugplatz ein Restaurant und die ältere und rüstige Wirtin bringt uns kurzerhand in ihrem kleinen roten Auto und mit zügigem Fahrstil zum Hotel.

Sonntag, 12.07.2020
Tiefe Basis in den Alpen und ein bisschen Mut
Aufgrund der Wettervorhersage entscheiden wir, weiter Richtung Österreich zu fliegen. Leider merken wir schnell, dass das Wetter weniger gut als die Vorhersage ist. Schon am frühen Nachmittag treffen wir auf größere Ausbreitungen und Regenschauer im Bayrischen Wald. Dennoch gelingt uns schliesslich dank einem Aufwind auf 2‘600 m nordöstlich von Linz problemlos der Sprung zu den Alpen. Ohne den Motor zu nutzen, erreichen wir die ersten hohen Berge südlich von Amstetten und weiter Richtung Mariazell. Bei nur 2000 m Basishöhe basteln wir uns durch das hohe Gelände weiter nach Punitz, unserem heutigen Ziel. Der Einstieg in die Alpen gelingt Thomas nicht so problemlos und er braucht den Motor. In Punitz ist es wieder ein eifriger 84jähriger Fliegerkamerad, der uns bei der Hotelsuche unterstützt und uns zum Hotel bringt. Am nächsten Morgen werden wir sogar wieder abgeholt.

Das „Märchenschloss“ von Weinitz von Prievidza, eine schöne Kulisse im Anflug.

Montag, 13.7.2020
Flugpläne und Corona-News
Nach längerem Wetter- und Corona-Newsbriefing und einigem Hin und Her entscheiden wir uns heute, in die Slowakei zu fliegen. Die Corona-Situation macht uns Sorgen. Es gilt auf jeden Fall zu vermeiden, nicht in einer Quarantäne-Falle zu landen. Für den Flug in die Slowakei ist jedoch ein Flugplan nötig, den wir problemlos über das DFS-Tool online erledigen. Bei hervorragendem Wetter und guter Wolkenthermik erreichen wir am frühen Nachmittag den slowakischen Flugplatz Prievidza. Hier treffen wir auf unsere Bekannten Katarina und ihren Freund Daniel, mit denen wir einen netten Abend verbringen. Beide sind dort am Platz Segelflieger. Wir werden von ihnen durch den netten Ort Bojnice geführt sowie bei der Besichtigung des hübschen Schlosses Weinitz von Prievidza begleitet.

Nach den Bergen wird es flach in Ungarn, hier südlich von Sopron. Im Hintergrund der Neusiedler See.

Dienstag 14.07.2020
Wie Schachspielen – immer ein paar Flugtage weiterdenken
Es ist 10:00 Uhr, das morgendliche „Schachspiel“ nimmt seinen Lauf… Optionen um Optionen werden geprüft und verworfen. Weiterfliegen in Richtung Polen ist heute bei dieser Wetterlage nicht möglich. Außerdem stellen wir fest, dass wir für die kommenden Tage ein Flugplatz weiter im Süden wählen müssen, um starken Regenfällen im Norden auszuweichen. Wir entscheiden uns für Gabis Heimat Ungarn. Im Südosten Ungarns liegt der Flugplatz Bekescsaba. Natürlich benötigen wir auch für diesen Flug einen Flugplan. Mittlerweile sind wir fast schon Profis, das Ausfüllen des Flugplans dauert keine fünf Minuten. So wie an den Tagen zuvor füllen wir nur einen Flugplan aus, da wir als Team fliegen und der Aufwand mit der Flugsicherung während des Fluges kleiner wird. Den Funkverkehr überlässt Thomas mir, weil wir ja im Doppelsitzer fliegen und es einfacher sei – meint er…. naja. Nach einem stressigen Flug mit viel Funkverkehr, Frequenzwechsel und unsäglichem Transpondereinsatz sage ich zu Thomas: „Es ist halt im Alter wie beim betreuten Wohnen – Du bekommst betreutes Wandersegelfliegen!“

Von Prievidza nach Bekescsaba. Ungarische Puszta – kein Berg weit und breit. Der Theiß-See ist Ungarns grösster künstlicher See.

Der Flugplatz Bekescsaba ist als regionaler Flughafen ausgelegt. Entsprechend sind Lande- und Rollbahnen, Zollhäuschen, Gepäckbänder und Abflughalle ausgerüstet. Für Segelflieger-Landungen auf einer Asphaltbahn mit 1400 x 40m mehr als komfortabel. Unglaublich, was mit EU-Geldern finanziert wird. Nach der Landung begrüsst uns eine junge, quirlige Flugleiterin, die uns spontan zu einem Kaffee in ihrem Büro einlädt. So was haben wir auf unseren Reisen noch nicht erlebt. Nebenbei organisiert sie Taxi sowie ein wunderbares Hotel in der Nähe. Ein Traum! Fast wie eine Pauschalreise von TUI, aber eben nur fast, denn die fliegen ja derzeit nicht.

Mittwoch 15.07.2020
Auf der Suche nach gutem Wetter
Das Wetter wird ab Donnerstag schlechter. Wir überlegen uns, wo wir die nächsten Tage im Trockenen verbringen können. Wieder fällt die Wahl auf die wunderschöne Kleinstadt Pecs südlich des Balatons. Auch hier befindet sich ein Regionalflughafen der ausreichend Komfort bietet – bei Gewittern notfalls Hangarplätze. Das Flughafenpersonal kennt uns schon seit mehreren Jahren und ist erfreut, uns wieder begrüssen zu dürfen. Das Hotel liegt im Zentrum der Altstadt von Pecs, wo es ausreichend Restaurants und Zuckerbäckereien gibt. Zuckerbäckereien sind Thomas´ Plaisir an den Nachmittagen. Kaffee und Kuchen sind ein „Muss“ an unfliegbaren Tagen.

Das Zentrum von Pecs. Herrliches Ambiente.

Donnerstag 16.07. bis Samstag, 18.07.
Rien ne va plus
Das Wetter läst in den nächsten Tagen keinen Weiterflug zu. Wir sitzen jetzt mitten im Zentrum eines Tiefdruckgebietes, welches sich freudig um uns dreht. Wir sind umzingelt von Regen und Gewittern.

Sonntag 20.07.2020
Verlagerung nach Nordwesten Ungarns
Das Warten hat ein Ende und die Wettervorhersage sieht brauchbar aus. Das Queren der Alpen oder entlang der Alpen zu fliegen ist zwar nach wie vor nicht machbar, aber wir verlagern unseren Standort in den Nordwesten Ungarns. Der Flugplatz Fertöszentmiklos (Meidl Airport) verspricht für den nächsten Tag eine gute Ausgangsposition, um dann um Wien herum das Alpenvorland nach Deutschland zu queren. Auf dem Flugplatz werden wir vom jungen Flugleiter Namens Krisztian herzlich empfangen. Vorteilhaft auf Ungarnreisen ist, dass Gabi perfekt ungarisch spricht. So sind alle Sprachbarrieren gebrochen. Krisztian bringt uns in ein hervorragendes Hotel in Flugplatz-Nähe. Für den nächsten Tag wird eine Uhrzeit für den für Krisztian selbstverständlichen Abholservice am Morgen ausgemacht. Ein grandioser Service in Ungarn!

Montag, 21.07.2020
Tiefe Basis, Regenschauer und coole Controller
Um 10 Uhr morgens stehen erste Cumulus am blauen Himmel. Eigentlich wäre das eine gute Voraussetzung für einen tollen Tag. Doch beim ersten Blick in die Wettermodelle wird schnell klar, dass wir heute einen feuchtlabilen Tag mit Regenschauern zu erwarten haben. Wie feucht merken wir später… Prognosen von Meteoblue kündigen schon ab Mittag erste Regenschauer in den Ostalpen an. Trotzdem entscheiden wir, den Tag zu nutzen, denn die Folgetage sehen nicht besser aus. Bevor es aber heute los geht, tanken wir beide nochmals komplett voll (nichts ist so unsinnig wie das Benzin in der Tankstelle…).

Der Neusiedler See, ein wunderbares Naturgebiet nicht nur für Segelflieger, sondern auch für Radfahrer.

Kurz nach 12 Uhr starten wir bei sehr guter Thermik. Mit einem schönen Ausblick auf den Neusiedler See fliegen wir westwärts. Wir erreichen gerade die Hügelchen (Ungaren nennen das Berge) südlich von Sopron, da prasselt der erste Regenschauer auf uns nieder. Mit Mühe rette ich mich ein paar Kilometer weiter in einem Sonnenfleck und erreiche tatsächlich eine Wolke mit gutem Steigen. Jetzt merke ich schnell, dass wir unseren Flug nicht über die Berge fortsetzen können, sondern über das Wiener Becken ausweichen müssen. Während meine Frau fleißig weiter Höhe macht, studiere ich den komplexen Wiener Luftraum. Der Transponder wird eingeschaltet und Wien Information um eine Freigabe quer durch das Wiener Becken angefragt. Zügig erhalte ich einen Squawk und die gewünschte Freigabe auf 5‘500 ft. Damit kommen wir problemlos durch das Wiener Becken und erreichen die ersten Berge westlich Wiener Neustadts. Das Glück meint es gut mit uns und wir finden einen guten Bart, der uns auf 1900 m bringt. Aufgrund massiver Ausbreitungen und Regenschauer in den Bergen bleibt uns nichts anderes übrig, als in das flachere Gebiet nördlich der Alpen auszuweichen. Erst in 300 m GND finden wir nach viel Herumbohren endlich ein wenig Thermik. Mühsam geht es weiter entlang der ersten Bergketten Richtung Westen. Bei Steyr, südlich Linz erwischen wir das letzte Mal Thermik. Im Westen macht eine massive Abschirmung jede Hoffnung, thermisch weiter zu fliegen, zunichte. Ich melde mich jetzt bei Wien Information ab, um mit dem Controller von Linz Kontakt aufzunehmen. Von Thomas höre ich nichts. Irgendwie haben wir uns verloren. Nach kurzer Rücksprache mit Linz Radar dürfen wir problemlos die TMA queren und auf dem Direktflug weiter Richtung Schärding, unserem heutigen Tagesziel, fliegen. So sparen wir uns einen grossen Umweg und lange Motorlaufzeiten. Glücklicherweise strahlt in Schärding die Sonne und wir können einen wunderbaren Abend im Freien bei gutem Essen verbringen.

Dienstag, 22.08.2020
Schwache Thermik, frühes Thermikende und eine Märchenstadt
Den Traum, über die Alpen nach Hause zu fliegen, haben wir am Vortag aufgegeben. In den Jahren zuvor konnten wir den Heimflug immer über die Alpen realisieren. So müssen wir aufgrund der Wetterlage einen Weg nördlich von München suchen. Warmlufteinfluss macht heute einen frühen Start unmöglich. Bei anfänglich schwacher Blauthermik kämpfen wir uns langsam voran. Bei Landau an der Isar ist dann endgültig Schluss. Wir gönnen uns sieben Minuten Motorzeit und erreichen 12 km weiter endlich erste brauchbare Wolken. Irgendwie scheinen wir in eine andere Klimazone einzufliegen. Mit ordentlicher Wolkenthermik bis 2000 m geht es die nächsten 160 km zügig weiter. Übermütig frage ich Thomas, ob wir anstelle Rothenburg o.d.T. nicht doch Würzburg anfliegen wollen. Thomas stimmt zu, doch schon wenig später merke ich, wie der Wind zunimmt und die Thermik südöstlich Nürnbergs nachlässt. Rothenburg würde ich problemlos im Gleitwinkel erreichen. Nochmals den Motor bemühen möchte ich nicht. Ich informiere Thomas und lande in Rothenburg. Er wollte ohnehin nicht unbedingt nach Würzburg.

Rothenburg o.d.Tauber: Kurz nach dem Start fliegen wir eine Runde über der historischen Kleinstadt. Markant ist die vollständig erhaltene Stadtmauer.

Den Abend verbringen wir im Zentrum von Rothenburg – einer Märchenstadt. Die historische Altstadt mit bezaubernden Häuschen und gemütlichen Biergärten. Ein Besuch, der sich lohnt.

Mittwoch, 23.08.2020
Die kaputte Statistik und viel Warmluft
Wäre der heutige Tag nicht gewesen, hätten wir einen neuen Rekord aufgestellt. Nur etwas mehr als eine Stunde Motorlaufzeit haben wir bis jetzt gebraucht. Die ersten sechs Tage benötigen wir den Motor ausschliesslich zum Starten… und jetzt das! Strahlend blauer Himmel, kein Wölkchen weit und breit. Gegen 12 Uhr startet ein Arcus M. Leicht verunsichert halten wir aber an der Strategie fest, erst gegen 13 Uhr loszufliegen.

Erstaunlicherweise finden wir kurz nach dem Start gute Blauthermik mit Steigwerten um 2,5-3m/s. Die Freude ist gross, aber nur bis Schwäbisch Hall. Sobald die Bauern mit den Traktoren durchs Cockpit zu fahren scheinen, entscheiden wir uns, den Motor arbeiten zu lassen. Bis zum Schwarzwald prägt ein Mix aus Thermik und Motor das sonst so lautlose Fliegen. Selbst der Schwarzwald ist durch Überentwicklungen und breit laufende Wolken thermisch kaum nutzbar. Als wir nach rund vier Stunden wieder Zuhause am Hotzenwald ankommen, bin ich froh. 40 Minuten Motorlaufzeit drückt einem ambitionierten Segelflieger schon aufs Gemüt. Eine so miese Etappe hatten wir auf Wandersegelfliegen noch nie. Kein schöner Abschluss nach so tollen Erlebnissen in den letzten zwei Wochen.

Zusammenfassend legten wir in elf Tagen 2‘700 km in 42 Stunden Flugzeit zurück. Der Motor kam während der ersten Etappen unterwegs nicht, sondern erst auf dem Rückweg zum Einsatz, als die Wettersituation schwierig wurde. So kamen wir am Schluss auf einem Motor Laufzeit von knapp zwei Stunden. Bemerkenswert ist, dass weder Thomas noch ich keine Probleme mit dem Motor hatten. Das ist nach den Jahren zuvor erwähnenswert. Mal schauen, welche Überraschungen 2021 bringen wird.

Diebe am Nobitzer Flugplatz

Ungewöhnliche Beute machten in den vergangenen Tagen Langfinger am Flugplatz Nobitz. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, nahmen sie die Umfriedung eines Firmengeländes auseinander, entfernten über 400 Schrauben von insgesamt 87 Zaunsfeldern. Ob die Täter tatsächlich nur die Schrauben brauchten oder gar den kompletten Zaun stehlen wollten, ist bislang nicht geklärt. Ebenso unklar ist die Identität der Diebe und der exakte Tatzeitpunkt. Der mögliche Zeitraum wird auf den 11. bis 15. September abgesteckt – offenbar ist der Schraubenklau nicht sofort aufgefallen. Die Altenburger Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die auffällige Personen- oder Fahrzeugbewegungen wahrgenommen haben. Die mögen sich unter der Telefonnummer +49 3447 4710 bei der Polizei melden. Quelle: ‚Leipziger Volkszeitung‚.

Überlandflugsaison geht zu Ende

Mit dem anstehenden Herbst verabschiedet sich nach und nach die Thermik, die den Segelfliegern die so begehrten Aufwinde liefert. Bedingt durch Corona konnte ein sehr guter April nicht zum Fliegen genutzt werden. Erste Überlandflüge wurden ab Mitte Mai absolviert. Am 16. Mai legte Joachim Treier (Discus) nach der langen Winter und Corona-Pause schon mal 572 Kilometer vor. Timo Lehrke knackte am 21. Juni mit 702 Kilometer die 700er-Grenze. Als einer der besten Tage des Jahres präsentierte sich der 12. Juli. Lehrke (Discus 2b) trumpfte da mit 883 Kilometer auf, knapp gefolgt von Hansjörg Rothfuß (DG 800), der 856 Kilometer vorlegte. Geißler war mit 795 Kilometer dabei, Popp erflog 691 Kilometer. Nur eine Woche später erflog Lehrke nochmals 723 Kilometer. Flüge über 600 Kilometer schafften Buchthal (666 km), sowie die Doppelsitzer Teams Timo Lehrke/ Constantin Wiegert (669 km) und Joachim Treier/ Tobias Abraham (622 km). Weiter wurden zahlreiche Streckenflüge über 500 Kilometer absolviert. Einig waren sich die Musbacher Überlandflugpiloten, dass dieses Jahr außergewöhnlich gutes Wetter brachte.

Nun beginnt nun die Wellenflugsaison. Dabei nutzen die Segelflieger die aufschwingenden Luftströmungen, die sie bis weit über 5000 Meter tragen können. So sind über dem Nordschwarzwald schon Höhen von über 7600 Meter erflogen worden. Das ganze natürlich mit Genehmigung der Flugsicherung in Langen, die das Wellenfluggebiet Murgtal freigibt. Bei Flügen über 4000 Meter benutzen die Piloten Sauerstoff. In den Wellensystemen wurden selbst im Hochwinter schon Flüge von weit mehr als 500 Kilometer erflogen. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

LSV Asperden wird vom Land gefördert

Insgesamt 70.600 Euro gibt es für den Austausch des Motors im Schulungsflugzeug Robin DR 400 und die Einrichtung eines Jugendschulungsraumes. Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat weitere Fördermaßnahmen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ bekannt gegeben. Von dem Förderprogramm profitieren bereits mehr als 750 Sportvereine aus Nordrhein-Westfalen – und jetzt auch der Luftsportverein Goch: Gefördert werden dort der Austausch des Motors im Schulungsflugzeug Robin DR 400 gegen ein deutlich leiseres Modell und die Einrichtung eines Jugendschulungsraumes im Clubheim in Höhe von 70.604 Euro. „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können“, sagt Milz. Mit dem Programm werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert. Insgesamt 300 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Entsprechend erfreut zeigte sich der Verein. „Durch die neue Ausrüstung kann in Zukunft mit modernsten Kommunikationsmitteln state of the art beim Luftsportverein Goch ausgebildet werden“, sagt Vorsitzende Jens-Uwe Beyer. Der Antrag, der insgesamt über 78.500 Euro gestellt wurde, wird zu 90 Prozent bezuschusst. Dies entspricht der maximalen Fördersumme. Zehn Prozent wird der Verein in Eigenleistung erbringen. Nach Ende der Flugsaison 2020 wird es für den LSV Goch dann heißen: Ärmel hochkrempeln. Der Jugendschulungsraum wird im bestehenden Clubheim gebaut. Die Jugendlichen werden dabei unter Anleitung von Architekt Jochen Kleemann auch einen Teil der Arbeiten selbst organisieren. Die Demontage und der Einbau des neuen Motors wird der LSV in Eigenregie und Teamarbeit durchführen. Eine Gruppe aus fünf aktiven Piloten, die eine entsprechende technische Befähigung hierzu besitzen, werden den Lycoming O 360 A3A gegen ein generalüberholtes Exemplar mit lärmreduzierter Abgasanlage austauschen. Quelle: ‚rp-online.de‚.

Joachim Schwenk vom LSV Schwarzwald bei E2GLIDE Fünfter

Die Energiewende macht auch vor dem Segelflug nicht halt. Traditionell war er schon von Anfang an auf Effizienz und Motorlosigkeit ausgerichtet. Die Nutzung natürlicher Aufwinde brachte aber das Abenteuer mit sich, dass nie ganz sicher war, ob man wieder nach Hause kam. In der jüngeren Zeit kamen daher zunehmend Segelflugzeuge mit Heimkehrhilfe in Mode. Dies sind kleinere Motoren, die dem Piloten helfen, „Thermik-Durststrecken“ zu überbrücken und so noch nach Hause zu fliegen. Seit kurzem gibt es nun auch elektrogetriebene Modelle. Das neue Wettbewerbsformat E2GLIDE nimmt sich dieser Gruppe an und integriert die Besonderheiten des emissions- und nahezu geräuschlosen Antriebskonzepts in den Wettbewerb.

Im traditionellen Wettbewerbskonzept endet der Wertungsflug mit dem Starten des Motors sofort. Das bedeutet, dass wertvolle Punkte verloren gehen, auch wenn kurze Zeit später wieder Thermik gefunden wird. E2GLIDE erlaubt bis zu einem bestimmten Energie-Kontingent die Nutzung des Motors. Somit hat der Pilot völlig neue taktische Möglichkeiten. Auch ist die Durchführung von längeren Flügen (im Wettbewerb zwischen 100 und 200 Kilometer) auch in der Vor- und Nachsaison möglich. Der Pilot muss nun die Wetterentwicklung in Kombination mit der zur Verfügung stehenden Energiemenge in seine Flugtaktik einbeziehen. Dies ist vergleichbar mit einem Marathonläufer: Nicht zu Beginn alles geben. Am Ende muss alles eingesetzt werden, um zu gewinnen.

Joachim Schwenk fand das Wettbewerbskonzept bereits nach der ersten Durchführung im vergangenen Jahr so interessant, dass er 2020 dabei sein wollte. Schwenk: „Die Technologie und das Wettbewerbskonzept fand ich sofort cool. Hier besteht auch noch die Möglichkeit, die Regeln mitzugestalten, da vieles noch ausprobiert werden muss.“ Das Flugzeug konnte über einen Segelflieger aus Jena geliehen werden. Die Familie kam ebenfalls mit und nutzte die Zeit für einen spätsommerlichen Urlaub. Quelle: ‚Neue Rottweiler Zeitung‚.

Flugzeug stürzt in Acker

Bei einem Flugzeugabsturz in Villingen-Schwenningen ist der 66-jährige Pilot leicht verletzt worden. Die einmotorige Maschine hatte sich nahe eines Wohngebiets nach einer versuchten Notlandung in einem Acker überschlagen. Mit einem Großaufgebot eilten die Rettungskräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei am Donnerstag gegen 15 Uhr zu einem gemeldeten Flugzeugabsturz in Villingen-Schwenningen. Nach bisherigen Angaben der Polizei hatte der Pilot im Zentralbereich der Doppelstadt eine Notlandung unternommen und war dabei verunglückt. Das leichte, einmotorige Mehrzweckflugzeug vom Typ Dornier Do 27 war auf einem Acker zwischen der Sonnhalde und in der Nähe des Wohngebiets Schilterhäusle in einen Acker gekracht und hat sich dann überschlagen.

Doch wie kam es dazu? José Nadile, der den Absturz ebenfalls miterlebt hat, berichtet im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten, dass das Flugzeug zunächst sehr niedrig geflogen sei. „Ich habe zuerst gedacht, der besprüht das Feld“, berichtet er. Plötzlich sei das Flugzeug dann aber „schlagartig runter“ und überschlug sich anschließend. Offenbar, so vermutet Nadile, habe der Mann in letzter Minute den Hochspannungsleitungen ausweichen wollen, die quer über den Acker verlaufen. Die Maschine, welche offenbar unterwegs war zum Flugplatz nach Schwenningen, blieb nach dem Crash auf den Tragflächen liegen.

Gegenüber den Augenzeugen gab der 66-Jährige an, er habe nicht mehr beschleunigen können. Demnach war der Notlandung offenbar ein technischer Defekt des Flugzeugs vorausgegangen. Der Pilot verletzte sich nach ersten Angaben der Polizei nur leicht, stieg laut den Zeugen selbstständig mit einer Kopfplatzwunde aus der Maschine. Er wurde anschließend von einem Notarzt versorgt und zur weiteren Untersuchung in das nahegelegene Schwarzwald-Baar-Klinikum gebracht.

An der Unglücksstelle nahm die Polizei unverzüglich die Ermittlungen zum Unfallhergang und der Ursache auf. Ein Polizeihubschrauber überflog zunächst die Absturzstelle, fertigte von oben Aufnahmen an. Anschließend landete die Crew, um das Wrack unter die Lupe zu nehmen. Auch mehrere Streifen der bodengebundenen Polizei waren vor Ort, um Zeugen zu befragen. Die weiteren Ermittlungen werden voraussichtlich von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung übernommen. Auch die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen und starken Kräften vor Ort, um sich um den Brandschutz zu kümmern. Quelle: ‚Schwarzwälder-Bote‚.

Besonderes Dankeschön an die KrankenpflegerInnen

Die AAVA in Vinon offerierte 25 Pflegekräften des Krankenhauses von Manosque einen halbstündigen Himmels-Spaziergang in mehr als 1000 m Höhe in einem Segelflugzeug. Die AAVA dankte damit den PflegerInnen, die auf dem Höhepunkt der Coronavirus-Krise das Sonnenlicht kaum mehr zu Gesicht bekamen.

Der Verein unter dem Vorsitz von Noël Faucheux hat sich diese Aktion schon seit mehreren Monaten überlegt. Durch die Vermittlung des Pilotenarztes Yves Bodin wurde die Idee dem Krankenhaus-Zentrum vorgestellt. Gleichzeitig machte sich die AAVA auf die Suche nach Partnern für die Finanzierung der Aktion. Durance Lubéron Verdon Agglomération, die Domaine Saint-Jean-lez-Durance, Crédit Agricole, Pom’Alpes sowie die Versicherer AéroPrévoyance und Air Courtage beglichen die Rechnungen für die Flüge, während Etal Plus für das reichhaltige Buffet sorgte.

Noel Faucheux konnte etwa sechzig Freiwillige für die Veranstaltung mobilisieren. Vier Schleppflugzeuge standen ab 9.30 Uhr für die Starts bereit. Herzliche Gratulation von der flieger.news-Redaktion zu dieser gelungenen Aktion! Quelle: ‚La Provence‚.

Antersberg Drehkreuz im interkontinentalen Flugverkehr

Mit etwa 50 Starts in Richtung Afrika an einem Tag dürfte das Segelfluggelände Antersberg dem Flughafen München ernsthafte Konkurrenz machen. Ungeschlagen war der Flugbetrieb in Antersberg dabei jedenfalls in der CO2-Bilanz, da alle Interkontinentalflüge von Störchen durchgeführt wurden und vollkommen klimaneutral waren. Kürzlich fanden sich hier bis zu 50 Störche auf dem Segelflugplatz Antersberg und den umliegenden Feldern ein. Offensichtlich sammelten sich die Tiere und stärkten sich vor dem Weiterflug nach Spanien und Nordafrika. Der starke Niederschlag in den vergangenen Wochen, welcher zu sehr feuchten Feldern rund um das Segelfluggelände führte, hat das Nahrungsangebot für die Störche verbessert. Der Flugbetrieb des FC Condor störte die Tiere nicht. Im Gegenteil: Sie benutzten auch Teile der Infrastruktur wie den Rollweg, der die Landebahn mit der Halle verbindet.

Für die Segelflieger des FC Condor war dagegen die Ausbeute dieses Jahr eher durchwachsen. Bedingt durch die Corona-Pandemie konnte bis spät in den Sommer nicht in die Alpen nach Österreich oder in die Schweiz geflogen werden. Der Grenzübertritt in der Luft war wie am Boden für den privaten Flugverkehr nahezu vollkommen gesperrt. Dies sind die für den Verein üblichen Fluggebiete, welche noch frei von Beschränkungen des kommerziellen Luftverkehrs sind. Dafür wurden nach der Freigabe des Flugbetriebs Mitte Juni dann Flüge auf die Schwäbische Alb, in den Bayerischen Wald und zum Teil bis nach Franken durchgeführt. Diese Fluggebiete sind durch Luftraumbeschränkungen und geringere Thermik in einer normalen Saison eher seltene Ziele. Insgesamt konnten die Vereinsmitglieder aufgrund der coronabedingten Zwangspause nur etwa die Hälfte der sonst üblichen Flüge durchführen. Quelle: ‚ovb-online.de‚.

„Überlegen Sie sich, was Sie sonst noch im Leben machen können“

Uwe Harter von der Pilotenvereinigung Cockpit glaubt nicht, dass sich die Flugbranche schnell von der Krise erholen wird, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde. Besonders jungen Kolleginnen und Kollegen, rät er, sich genau anzusehen, was in der Flugindustrie gerade passiert und nach Alternativen zu suchen. Die Prognosen für die Flugbranche sehen in Zeiten der Corona-Pandemie nicht gut aus. Die Lufthansa wurde vom deutschen Staat mit neun Milliarden Euro unterstützt. Trotzdem droht eine massive Entlassungswelle – zurzeit ist die Rede von bis zu 28.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Ursprünglich hatte der Konzern deutliche schneller mit einer Erholung der Branche gerechnet als es nun der Fall ist. Für den Dezember 2020 rechnete man zunächst damit, dass etwa 50 Prozent der durchschnittlichen Vor-Pandemie-Passagierzahlen erreicht werden könnten. Das wurde nun – mit Blick auf die Zahlen für September und Dezember – revidiert und die aktuellen Prognosen liegen bei etwa 25 Prozent. Uwe Harter gehört der Pilotenvereinigung Cockpit an und ist Vorstandsmitglied im Internationalen Pilotenverband. Er macht sich große Sorgen um seine Branche. Lesen Sie auch das Interview mit Uwe Harter im ‚Deutschlandfunk‚.

Wo Träume wahr werden

Seit einem halben Jahrhundert gibt es den Flugplatz Buttwil. Immer dabei: die Familie Eichenberger. Zwölf Motorflieger und vier Helikopter umfasst die Flotte der Flugschule Eichenberger. In Buttwil kann man den Traum von der «grenzenlosen Freiheit über den Wolken» leben. Quelle: ‚Wohler Anzeiger‚.

Ein Grund, gleich in die Luft zu gehen

In Deutschland gibt es mehr als 30 000 Segelflieger im Alter zwischen 14 und 80 Jahren. Wer ebenfalls davon träumt, Pilot zu werden, kann sich beim Luftsportclub Friedrichshafen melden. Der Verein bildet derzeit sieben Flugschüler aus. Lautlos durch die Luft gleiten, in unterschiedlicher Höhe und abwechslungsreichen Landschaften – und dabei keinen Tropfen Sprit zu verbrauchen – das ist Segelfliegen. Der Sport ist laut Luftsportclub nicht teuer, auch nicht gefährlich und auch nicht Erwachsenen vorbehalten. Viele Fliegerkarrieren beginnen bereits in jungen Jahren und die meisten üben ihr Hobby bis ins hohe Alter aus, versichert der Verein.

Die Ausbildung zum Piloten dauert in der Regel zwei Jahre und bereits ab 14 Jahren können Schüler mit dem Flugsport am Flugplatz in Friedrichshafen beginnen. Die Flugausbildung gliedert sich in theoretische und praktische Teile: Von März bis Oktober wird an den Wochenenden geflogen, in den Wintermonaten findet die technische Wartung der Flugzeuge sowie die theoretische Weiterbildung statt.

Sebastian Michelberger ist einer der aktuell sieben Flugschüler im Luftsportclub Friedrichshafen, der dieses Jahr begonnen hat. „Beim Modellfliegen habe ich mich immer gefragt, wie es sich wohl anfühlt, selbst in einem dieser Flugzeuge zu sitzen. Dann hat mir mein Nachbar erzählt, dass er mit dem Segelfliegen begonnen hat und meine Neugier war geweckt“, erzählt der 15-jährige Schüler aus Tettnang. Nach einem Schnupperflug war dieSache klar. Michelberger war begeistert. „Die Welt von oben anzuschauen ist super“, so der Flugschüler, der bereits nach wenigen Wochen trotz verspätetem Saisonstart unter Corona-Bedingungen über 30 Starts und über mehrere Stunden Flugzeit verfügt. „Aktuell tragen wir in den Flugzeugen Masken und draußen halten wir Abstand. Nach einem Flugzeugwechsel wird kräftig desinfiziert, das funktioniert gut und jeder macht mit“, sagt er. Während der Ausbildung wird der Gemeinschaftssinn gefördert und viel Wert auf Teamarbeit gelegt. Es ist ein bezahlbares Hobby und wer sich noch nicht sicher ist, den richtigen Sport gefunden zu haben, kann eine günstige Schnuppermitgliedschaft abschließen. Anschließend kostet das Fliegen genau so viel wie andere Hobbys. Die Flugzeuge stellt der Verein. Quelle: ‚Schwäbische.de‚.

Neue Chance für „Air Berlin“

Stendal und Tangerhütte wollen statt einem internationalem Flughafen ein Industriegebiet direkt an der A 14 entwickeln. Der Traum vom Flughafen „Berlin international“ ist längst geplatzt. 2004 wurden die ehrgeizigen Pläne zu den Akten gelegt. Nun besteht für Teile des einstigen Plangebiets eine neue Chance. Kein Airport, sondern ein neues Industriegebiet könnte aus dem Boden gestampft werden. Direkt an der A14 gelegen, wenn die Trasse durch die Altmark fertig gestellt ist. Was die Verlängerung der Bundesautobahn betrifft, ist diese bereits Realität. Am kommenden Montag um 11 Uhr wird der A-14-Abschnitt von Colbitz bis Tangerhütte für den Fahrzeugverkehr frei gegeben. Währenddessen schieben sich Bagger über Lüderitz weiter in Richtung Stendal. Laut Verkehrsministerium in Magdeburg liegen die Bauarbeiten im Plan.

Das neue „Industriegebiet Stendal“ ist hingegen noch reine Vision. Aus diesem Grund will die Hansestadt Stendal mit der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte einen Kooperationsvertrag schließen, um eine sogenannte Machbarkeitsstudie in Auftrag geben zu können. Ziel dieser Studie ist, Chancen und Risiken für die Errichtung, Entwicklung und Vermarktung eines Industriegebietes auf den beiden Gemarkungen zu untersuchen. Betroffen sind Grundstücksflächen in Lüderitz und Windberge (Stadt Tangerhütte) sowie der Stendaler Ortschaften Buchholz, Wittenmoor, Nahrstedt und Insel. Die Vorlage für diesen Kooperationsvertrag steht in Stendal in der Ratssitzung am 28. September zum Beschluss an. Dort werden sich die Ratsmitglieder mit einem Änderungsantrag befassen müssen. Quelle: ‚Volksstimme.de‘.

Neuer Haubenblitzer

Sotecc aus Kirchheim/Teck bringt einen neuen Haubenblitzer mit neu entwickeltem Haubenkontakt für rund EUR 400.- auf den Markt. Er ist mit roten LED’s bestückt und soll auch bei starkem Sonnenlicht gut erkennbar sein. Er kann individuell konfiguriert werden (Blikfrequenz, Alarm-Schwelle, Sichtbarkeit). Bei Stillstand am Boden bleibt der Blitzer ausgeschaltet. Sobald sich das Flugzeug in Bewegung setzt, wird dies erkannt und der Blitzer fängt automatisch an mit einer stromsparenden Blitzfrequenz zu blinken. Der Pilot muss also den Schalter zur Steuerung im Nomalbetrieb nicht bedienen. Wird eine drohende Kollision erkannt, ändert sich die Blitzfrequenz des Haubenblitzers. Nach der Landung geht der Haubenblitzer automatisch in den Standby-Mode und blinkt nicht mehr. Bei Klapphauben ist es wichtig, dass im Falle eines Notabwurfs dieser nicht durch Kabel oder andere Anschlüsse blockiert wird. Deswegen wurde viel Zeit in die Entwicklung eines Haubenkontaktes investiert, der Funktionionalität, Sicherheit mit einem unkomplizierten Einbau kombiniert.

Flucht nach oben

Michael Herbig erzählt in „Ballon“ die wahre Geschichte einer waghalsigen Flucht aus der DDR – als ungemein spannenden Thriller. Wenn es ein Regisseur schafft, einen von der ersten bis zur letzten Einstellung spannenden Film zu machen, obwohl jeder Zuschauer weiß, wie die Geschichte ausgeht, dann versteht er sein Handwerk. „Ballon“ (2018) ist so ein Film, ein Fluchtthriller, gemacht, um mitzufiebern. Inszeniert hat ihn Michael Herbig, der als Bully vor allem mit lustigen Sachen bekannt geworden ist. Zum Lachen ist in seinem neuen Film niemandem zumute. Herbig erzählt die wahre Geschichte von zwei Familien, die 1979 aus Thüringen nach Bayern geflohen sind – in einem Heißluftballon. Ein spektakuläres Unterfangen, das die DDR bis auf die Knochen blamierte – und nun erstmals im Free-TV bei SAT.1 läuft.

Raus aus der DDR, und zwar schnell: Peter (Friedrich Mücke) und Doris Strelzyk (Karoline Schuch) wollen mit ihren Freunden Günter (David Kross) und Petra Wetzel (Alicia von Rittberg) die Flucht mit einem Heißluftballon wagen. Ein ziemlich gewagtes Unterfangen, aber eines, das funktionieren könnte. Den Luftraum haben die Grenztruppen nicht besonders gut im Blick. Allerdings scheitert der erste Versuch knapp, nur mit viel Glück wird niemand verletzt oder verhaftet. Die Stasi aber ist alarmiert und setzt den unerbittlichen Oberstleutnant Seidel (Thomas Kretschmann) auf den Fall an. Und der macht keine Gefangenen, was zuallererst schläfrige 18-jährige Grenzsoldaten zu spüren bekommen, die von ihrem Dienst an der Waffe heillos überfordert sind.

Was die geplante Flucht mit den Familien macht, bleibt in „Ballon“ nebensächlich. Herbig zeigt gerade genug, um zu erahnen, wie es den Leuten ging, wie sich Angst, Druck und Verfolgung auf die Beziehungen und die Kinder auswirken. Das gelingt ihm gut, wie etwa beim Besuch der Stasi in einem Kindergarten. Eine kleine Szene, in der das Leben in der DDR besser nicht hätte beschrieben werden können. Weil sie offenbart, dass der Staatsgewalt jedes Mittel recht war, um ihre Macht zu sichern, weil sie zeigt, dass man sich nirgendwo sicher fühlen konnte, aber weil sie auch zeigt, dass die Menschen zusammenhielten. Die Kindergärtnerin jedenfalls verrät nichts, als die Stasi vehement nachfragt – obwohl sie aus unschuldigem Kindermund wusste, wessen Vater zu Hause nächtelang an der Nähmaschine saß, um die Ballonhülle zu nähen. Quelle: ‚Weser-Kurier.de‚.

Segelflieger wollen am Traditions-Hang starten

In den 30er und 40er Jahren galt der Nord-West-Hang in Hirzenhain als „das Rekordgelände“ im Segelflug in Deutschland. Viele Piloten lernten am Hang das Segelfliegen, absolvierten ihre Prüfungen und Bedingungen für Leistungsabzeichen. Die letzten Segelflugstarts der Segelflieger Hirzenhain am Hang sind schon einige Jahre her, weil keine Einweisungsstarts im Doppelsitzer mehr erfolgen konnten, da das passende Segelflugzeug fehlte. Fluglehrer haben die Landungen schon geübt. Weil der Verein nun wieder ein doppelsitziges Holzflugzeug besitzt, können diese Starts wieder stattfinden. Die beiden Fluglehrer Steffen Krause und Tim Schneider haben schon mal mit den Vereins-Oldtimerflugzeugen die Landungen am Nord-West Hang „geübt“. Sie starteten auf dem Flugplatz Hirzenhain mit dem Doppelsitzer K 7 (Baujahr 1966) und flogen erst einmal einige Runden am Hang. Gelandet wurde auf dem Gelände vor der großen Flughalle. Steffen Krause startete auch mit einem einsitzigen Segelflugzeug vom Typ K 8 (Baujahr 1961). Ziel des Vereins ist es nun, wieder am Hang zu starten – mit der Winde oder per Gummiseil. Quelle: ‚Mittelhessen.de‚.

Braucht der Flughafen Grenchen einen «Flugzeug-Fänger»?

Ein in Grenchen landendes Flugzeug geriet im September 2018 über das Pistenende und die Archstrasse hinaus: Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust sieht Handlungsbedarf. Der «schwere Vorfall» vom 28. September 2018 sei «auf ein spätes Aufsetzen des Flugzeuges auf der Piste mit überhöhter Geschwindigkeit zurückführen», heisst es im Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust). Und der Vorfall hätte mehr als nur ins Auge gehen können: Der Pilot eines einmotorigen, zweisitzigen Leichtflugzeugs Yak-52 setzte kurz nach Mittag zur Landung auf dem Flughafen Grenchen an.

Das Flugzeug landete mit einer Geschwindigkeit von rund 80 Stundenkilometern, geriet über das Pistenende hinaus, durchquerte den angrenzenden Acker und überrollte schliesslich auch die 110 Meter hinter dem Pistenende liegende, quer zur Pistenachse verlaufende Kantonsstrasse nach Arch.

Dass es beim Unfall keine schlimmeren Folgen und Verletzte gab, ist auch dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass ein Autolenker das nahende Flugzeug erkannte und rechtzeitig anhalten konnte. Der Pilot forderte das Glück anschliessend gleich noch einmal heraus: Er wende die Maschine und rollte, ohne Absprache mit dem Tower, zurück in Richtung Flugplatz, wobei er die Strasse erneut überqueren musste. «Dies war eine unüberlegte, unnötige und riskante Handlung, die erneut ein Risiko für die Strassenverkehrsteilnehmer darstellte», wird dazu im Sust-Bericht wörtlich festgehalten. Mehr Informationen im Originalbericht der ‚Solothurner Zeitung‘.

Wie ich zum Segelfliegen überredet wurde

Semesterferien auf dem Flugplatz: 14 Studierende der Uni Freiburg dürfen beim Breisgauverein für Segelflug in die Lüfte gehen – und selber ein Segelflugzeug steuern. Möglich macht’s ein Hochschulsport-Angebot. fudder-Redakteurin Gina Kutkat ist spontan mitgeflogen. Während andere Studierende gerade in der UB oder zuhause sitzen und an ihren Hausarbeiten schreiben, lernt ein anderer Teil, wie man ein Segelflugzeug fliegt: Seit rund einer Woche campen 14 Studierende der Uni Freiburg auf einem Feld bei Kirchzarten und nehmen Schnupperstunden im Segelfliegen. Was sie richtig gemacht haben? Sie haben den Semesterferien-Kurs im allgemeinen Hochschulsport gebucht – ein Angebot, das Pilot Nils Wiegmann mit dem Breisgauverein für Segelflug vor ein paar Jahren ins Leben gerufen hat. „Heute Abend fliegen wir bis zum Sonnenuntergang“, sagt Wiegmann zu seinen Teilnehmenden, die sich in den letzten Tagen richtig gut kennengelernt haben: Eine Woche verbringen sie auf dem Segelflugplatz in Kirchzarten, essen, pauken und fliegen gemeinsam. „Segelfliegen ist ein Teamsport“, fügt Alexander Gütermann hinzu, der dem Piloten an diesem Tag als Fluglehrer assistiert. Und während er den Start eines Flugzeugs durchgibt – „ASK 13, doppelsitzig, startklar“ – machen die Studierenden das nächste Flugzeug fit oder breiten sich auf ihren eigenen Flug vor. Nichtsahnend mache ich fleißig Notizen, frage die Studierenden nach ihren Erfahrungen und bin heilfroh, nicht selber in die Luft zu müssen. Zu früh gefreut. Die Faszination des Segelfliegens – die darf jeder Teilnehmer mehrmals in den sieben Tagen erleben. „Jeden Tag pro Person zwei Flüge unter Aufsicht eines Lehrers, das ist realistisch“, sagt Nils Wiegmann. Solange das Wetter mitspielt, versteht sich, denn wie jeder Natursport ist das Segelfliegen davon abhängig. Doch auch wenn es regnet, gibt es genügend Theorie zu pauken – auch das gehört zum Segelfliegen dazu. Heute spielt das Wetter mit, es ist etwas bewölkt, der Wind kommt aus Norden. In Doppelsitzer-Segelflugzeugen vom Typ ASK 13 und 21 wird gegen den Wind gestartet. Quelle: ‚Badische-Zeitung.de‚.

Pilot startet in dichten Nebel

Trotz dichtem Nebel hob am Mittwochmorgen ein Kleinflugzeug in Hausen am Albis ZH ab. Dabei fliegen solche kleinen Maschinen eigentlich auf Sicht. Nach dem gefährlichen Manöver hat sich das Bazl eingeschaltet. Dichter Nebel liegt über dem Flugplatz von Hausen am Albis ZH am Mittwochmorgen. Die Sicht ist schlecht. Doch das scheint einen waghalsigen Piloten nicht zu stören. Er setzt sich trotzdem in ein Kleinflugzeug, schmeisst die Motoren an und startet durch – mitten rein in die graue Suppe. Ein Leserreporter filmt den Nebel-Start. Auf dem Video ist zunächst nur der Motorenlärm zu hören. Von einem Flugzeug ist nichts zu sehen. Der Lärm wird lauter und dann schiesst aus der Nebelwand plötzlich das Kleinflugzeug hervor, hebt ab und verschwindet im Nichts.

Aber darf ein Pilot überhaupt bei so starkem Nebel starten? Genau das klärt jetzt das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl). Der Vorfall werde untersucht, heisst es auf Anfrage. Denn: Das Kleinflugzeug hätte wohl nicht starten dürfen. Bazl-Sprecher Christian Schubert zu BLICK: «Für den Luftraum Golf (bis auf eine Höhe von 600 Meter, Anmerkung der Redaktion) ist eine Mindestsicht von fünf Kilometern sowie ständige Sicht auf Boden notwendig. Ausserdem muss der Pilot jederzeit eine Umkehrkurve machen und auf dem Flugplatz landen können.» Und gerade das sei bei der Situation in Video fraglich – und gefährlich.

Schubert weiter: «Für nicht ausgebildete Besatzungen, mit nicht entsprechend ausgerüsteten und zugelassenen Flugzeugen auf nicht entsprechend zugelassenen Flugplätzen kann ein solcher Start tödlich enden.» Für Flugzeuge, die nach Sichtflugregeln fliegen, könnten deshalb Flüge im Nebel fatal enden. Um den Vorfall zu klären, werde der Pilot nun befragt. Er soll Stellung zu seinem gefährlichen Manöver nehmen. Bei einer Verurteilung drohen dem Nebel-Kapitän eine Busse bis hin «zum zeitweiligen oder gar permanenten Entzug der Fluglizenz».

Der Flugplatz Hausen am Albis prüft ebenfalls den Vorfall. Zur Verantwortung gezogen kann er allerdings nicht. «Es handelt sich um einen unkontrollierten Flugplatz im unkontrollierten Luftraum ohne Flugsicherung. Es gibt entsprechend keinen Tower, der Freigaben ausstellt. Alle Verkehrsteilnehmer handeln in Eigenverantwortung nach Sichtflugregeln», teilt der Flugplatz auf Anfrage mit. Das sei üblich bei Kleinflugplätzen. Quelle: ‚Blick‚.

Absturz kurz nach dem Start

Beim Absturz eines Segelflugzeugs im Waadtländer Jura ist die 29-jährige Pilotin ums Leben gekommen. Sie war am Samstagnachmittag mit ihrem Flugzeug kurz nach dem Start in einem Waldstück verunglückt. Wie die Waadtländer Kantonspolizei am Sonntag mitteilte, ist das Segelflugzeug mit der deutschen Staatsangehörigen, die im Wallis lebte, in der Gemeinde Mont-la-Ville am Col du Mollendruz abgestürzt. Dieser liegt in der Nähe des Lac de Joux. Die Rega und Rettungsdienste seien sofort alarmiert worden und auch schnell vor Ort gewesen. Die Pilotin habe aber nur noch tot geborgen werden können. Polizei, Staatsanwaltschaft und die Schweizer Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) haben laut Mitteilung Ermittlungen zum Flugzeugabsturz aufgenommen. Quelle: ‚Grenchnertagblatt.ch‚.

Kinder der Diakonie fliegen

Im Rahmen des Leader-Projektes „Come together“ des Luftsportvereins Sauerland, hat eine Gruppe Kinder des familienunterstützenden Dienstes der Diakonie Iserlohn den Flugplatz in Höveringhausen besucht. Die Mädchen und Jungen verbrachten einen Tag am Flugplatz; sie waren von den Erlebnissen hellauf begeistert, wie Vereinssprecherin Marie Kneer feststellte. Hinter der Aktion steckt ein kluger Kopf. Heinz-Günther Schmidtchen ist langjähriges Mitglied im Luftsportverein Sauerland. Nachdem er als Vertriebsmanager in Rente gegangen ist, engagiert er sich beim familienunterstützenden Dienst der Diakonie Iserlohn. Dabei entlastet er Familien, unternimmt mit den Kindern verschiedene Ausflüge. Da er schon seit seiner Jugend leidenschaftlicher Flieger ist, war für ihn klar: „Den Kindern mache ich mit dem Besuch am Flugplatz sicher eine Freude – schließlich lauschen sie immer gespannt meinen Geschichten, die ich vom Fliegen erzähle“, berichtete Schmidtchen.

Im Rahmen des Ferienprogramms des familienunterstützenden Dienstes kamen acht Kinder nach Höveringhausen. „Aufgrund der Corona-Pandemie verzichten wir auf nahen Kontakt zu allen Vereinsmitgliedern, die bei unseren vorherigen Besuchen aber immer mit Rat und Tat zur Seite standen. Die Kinder fühlen sich in dieser großen Gemeinschaft immer sehr wohl“, bedauert Schmidtchen. Ein ordentliches Programm auf die Beine stellte er dennoch auf.

Nach einer kurzen Stärkung im neuen Come-together-Raum des Vereins – Gegenstand der Leader-Förderung – hieß es für die Kinder dann: ab ans Flugzeug. Sie nahmen das blau-weiße Schleppflugzeug des Vereins unter die Lupe, löcherten Schlepppilot Ulrich Schucka und Heinz-Günther Schmidtchen mit Fragen. Die Kinder beobachteten den Flugbetrieb aus der Ferne. So sahen, wie die Segelflugzeuge vom Schleppflugzeug an den Himmel gezogen wurden und wie sie wieder landeten. Anschließend besichtigten sie die Flugzeughallen des LSV. Quelle: ‚Westfalenpost‚.

Viel Glück bei Landung in Maisfeld

Ein Segelflugzeug stürzte auf einem Feld in Saint-Saturnin in Südostfrankreich. Sieben Haushalte waren danach ohne Strom. Das Segelflugzeug stürzte in ein Maisfeld in der Nähe des Ortes „La Maisonnette“, nachdem es ein Stromkabel durchtrennte. „Zum Glück ist alles gut ausgegangen – es ist erstaunlich.“ So Gérard Durand, Bürgermeister von Saint-Saturnin, über den Unfall. Sobald wir das Erdungskabel sahen, riefen wir sofort die Firma Enedis an, die den Schaden innerhalb einer Stunde reparierte“, fuhr der Bürgermeister fort. „Ein Niederspannungskabel war abgerissen worden“, bestätigt Enedis. Als die Serviceleute eintrafen, war der Pilot des Flugzeugs nicht mehr vor Ort. Enedis muss eine Beschwerde für den verursachten Schaden einreichen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein solcher Vorfall in Saint-Saturnin ereignet. Vor einigen Jahren stürzten drei Segelflugzeuge in geringer Entfernung von der Unfallstelle vom Dienstag ab, erinnert sich Sylvie Schwaab. Auch hier gab es keine Todesopfer. Quelle: ‚Leberry.fr‚.

Nach Notlandung unbeschädigt aus Feld gestartet

Ein 47-Jähriger aus Steyr flog am 26. August 2020 gegen 13:30 Uhr mit einem Kleinflugzeug vom Flugplatz in Hofkirchen im Traunkreis weg. Kurz nach dem Start fiel der Motor aus und ließ sich nicht mehr starten. Aus diesem Grund leitete der Pilot eine Notlandung ein. Weil er bereits genug Höhe erreicht hatte, konnte er sich einen Überblick über die Landschaft verschaffen und auf einem abgeernteten Feld landen. Durch das Manöver entstand weder Sachschaden am Flugzeug noch ein Flurschaden auf dem Feld. Auch der 47-Jährige blieb unverletzt. Am Boden ließ sich der Motor wieder starten und das Flugzeug konnte zurück zum Flugplatz geflogen werden. Quelle: ‚Regionews.at‚. Foto: ‚Aviator.at/Chris Barszczewski‘.

DG 1001E neo in Schänis probefliegen

DG-Flugzeugbau aus Bruchsal präsentiert seinen neuen Doppelsitzer DG 1001 E mit FES-Antrieb vom 2. bis 4. Oktober auf dem Flugplatz Schänis in der Schweiz. Interessierte Piloten sind willkommen, die DG 1001 E mit einem Fluglehrer oder mit Holger Back probezufliegen. Anmeldung per eMail bitte hier auf der Kontaktseite von DG.

Canadair trifft Lastkahn

Am Sonntag, 27. August, traf am späten Nachmittag ein Canadair-Wasserflugzeug einen im Hafen von Vallabrègues (Dep. Gard) ankernden Lastkahn. Das Flugzeug war im Einsatz zur Bekämpfung eines Waldbrandes in Collias in der Nähe von Nîmes. Glücklicherweise verursachte der Unfall nur Materialschaden und niemand wurde verletzt. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, teilt franceinfo der Luftfahrtgendarmerie von Montpellier mit, um zu ermitteln, was zum Unfall führte. Im Video sieht man, wie das Löschflugzeug aus der Rhone Wasser schöpft. Einer der Flügel trifft den Mast des Lastkahns. Derzeit ist noch nicht bekannt, warum es zu diesem Unfall kam. Quelle: ‚FranceTVinfo.fr‚ und Isabelle Blache auf youtube (Video).

DWD stellt Skyview ein

Da Adobe zum Ende des Jahres den Support für den Adobe Flash Player einstellt und weil SkyView als interaktive Vorhersage-Wetterkarte auf den Adobe Flash
Player angewiesen ist, stellt der Deutsche Wetter-Dienst diese Anwendung zum 15.12.2020 ein. Weitere Informationen sowie Produktalternativen finden Sie hier.

Landebahn mit Wiese verwechselt

Ein Kleinflugzeug ist bei Bad Endorf abgestürzt. Das Fluggerät ist in der Nähe des Flugplatzes auf den Bahngleisen niedergegangen. Der Pilot blieb unverletzt. Der Mann aus dem Landkreis München hat eine Wiese mit der Landebahn verwechselt und konnte nicht mehr durchstarten. Der Pilot aus dem Landkreis München war laut Polizeibericht in Landshut gestartet und wollte mit seinem Ultra-Leichtflugzeug in Bad Endorf landen. Beim Landeanflug habe er eine Wiese zwischen den Gleisen und der Staatsstraße 2092 mit der Landebahn verwechselt und eine Bruchlandung hingelegt. Die angesteuerte Landebahn befindet sich ein paar Meter westlich der Gleise und der Staatsstraße. Als der Pilot seinen Fehler bemerkte, sei ein Durchstarten nicht mehr möglich gewesen, so die Polizei. Denn in seiner Flugrichtung habe eine Hochspannungsleitung gestanden. Der Pilot setzte zur Notlandung an. Den Hergang des Flugunfalles ermittelt nun ein Sachverständiger. Den Schaden vor Ort beziffert die Polizei auf 30.000 Euro. Menschen kamen bei dem Flugunfall nicht zu Schaden. Quelle: ‚OVB online‚.