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Unfall bei der Landung

Der Unfall einer Cessna hat den Flugverkehr am Airport Hamburg vorübergehend komplett zum Erliegen gebracht. Ersten Informationen zufolge kam das Flugzeug bei der Landung von der Landebahn ab und liegt nun im Grünstreifen. Die zwei Insassen der Maschine wurden nicht verletzt. Seit 17.25 Uhr läuft der Betrieb wieder normal.

Nach dem Unfall durfte nicht einmal ein Hubschrauber der Polizei landen. Der Flugverkehr sollte laut Erstinformation der Pressesprecherin des Airports bis circa 18 Uhr gestoppt bleiben. Die Cessna, die von der Landebahn abkam, hatte ersten Informationen zufolge ein Problem mit dem Fahrwerk. Beide Insassen der Maschine sind aber unverletzt.

Die Cessna vom Typ 190D, deren Abflugort aktuell noch nicht bekannt ist, soll wohl öfter am Flughafen Hamburg zu Gast sein. Die Flughafenfeuerwehr hat das havarierte Flugzeug mittlerweile von der Landebahn entfernt. Dazu wurde ein Sattelauflieger verwendet. Gegen 17.25 Uhr wurde der Flugverkehr wieder aufgenommen. „Die Cessna lag direkt am Pistenkreuz“, erklärte die Sprecherin, warum Maschinen weder landen noch starten konnten. Wegen Verspätungen sollten sich Passagiere an die jeweilige Fluggesellschaft wenden. „Wir haben aber noch nicht das Flugaufkommen, das wir sonst hätten“, ergänzte sie. Wegen der Corona-Pandemie seien es derzeit etwa 15 000 Passagiere am Tag, sonst sind es etwa 50 000 an Ferientagen. Quelle: ‚focus.de‘.

Erzbergland Cup

Drei Schweizer Segelflug-Junioren nahmen am Erzbergland Cup teil, welcher gleichzeitig wie die Österreichischen Meisterschaften im Segelflug in Timmersdorf ausgetragen wurde.

David Leemann (Ex-Junior) belegte Platz 2, Nico Jägli Platz 3 auf dem Siegerpodest. Auch Raphaël Pahud, neu im Swiss Junior Gliding Team seit Beginn dieses Jahres, zeigte gute Leistungen.

Kleinflugzeug brannte bei Landung in Basel-Mulhouse

Ein Flugzeug hat auf dem Flughafen Basel-Mulhouse am Donnerstagnachmittag zur Schliessung beider Pisten geführt. Die Maschine brannte bei der Landung. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Das Kleinflugzeug des Typs Piper PA-28 der Gesellschaft General Aviation sei mit einem Brand an Bord gelandet. Es kam neben der Piste zum Stehen. Das hiess es in einer Mitteilung des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg am Donnerstagabend. Beide Pisten seien ab 15.58 Uhr geschlossen worden, die Querpiste sei seit 17.36 Uhr aber wieder geöffnet. Es habe nur wenige Umleitungen und Annullierungen von Flügen gegeben, es kam auch nicht zu extremen Verspätungen. Verschiedene Flugzeuge flogen deshalb andere Flughäfen an. Eine Maschine von Wizz Air ist nach Genf geflogen, Turkish Airlines und Easyjet wichen auf den Flughafen Zürich aus. Quelle: ‚nau.ch‚.

Einmal Schweiz und zurück – im Segelflieger

Eintausend Kilometer am Stück – mit den meisten Autos unmöglich. Die Segelflieger des Sportfliegerclubs Leonberg haben das am vergangenen Wochenende Ganz ohne Motor und Benzin bewerkstelligt. Ohne eigenen Antrieb segelten sie über den Schwarzwald oder zum Teil sogar bis ins Schweizer Juragebirge und wieder zurück nach Malms­heim. „Das Wetter war ideal“, schwärmt Holger Leicht vom SFC Leonberg. „Die wenigsten wissen, was im Segelflug machbar ist und dass im Sommer bei günstigen Wetterlagen Flüge über viele hundert Kilometer ganz ohne Motor möglich sind“, sagt Holger Leicht. „Die Segelflieger können durch Kreisen in der Thermik Höhe gewinnen und mit der gewonnenen Höhe wieder Strecke machen.“ Wind sei dazu gar nicht notwendig, „auch wenn das die landläufige Meinung ist“.

Am vergangenen Wochenende hat es das Wetter, wie schon relativ oft in dieser Saison, gut gemeint mit den Piloten in Malmsheim. „Der Schwarzwald vor der Haustür und der angrenzende Schweizer Jura sind für die Malmsheimer eine wahre Spielwiese“, so Holger Leicht. Manche Routen gingen an Basel vorbei bis in die Nähe von Genf oder über die Schwäbische Alb großräumig um den Luftraum des Stuttgarter Flughafens herum. „Neben der Wertung faszinieren immer auch die Ausblicke auf die beeindruckenden Landschaften mit Titisee und Schluchsee im Schwarzwald und natürlich den Felsformationen im Jura sowie der Blick auf die Alpen und den Mont Blanc.“ Doch was passiert, wenn man auf so einem langen Flug doch mal unvorhergesehen landen muss? „Es kommt schon vor, dass jemand es nicht ganz bis zum Flugplatz zurückschafft“, erklärt Leicht. Das passiere aber meist erst gegen Ende des Rückflugs, wenn es nur noch wenige Kilometer bis nach Hause sind. Zwischenlandungen auf ganz langen Flügen kämen eigentlich nicht vor, „die Wetterberichte sind mittlerweile sehr zuverlässig“. Trotzdem: Große Flüge unternehme man eigentlich nur mit einem Notmotor, falls doch mal etwas sein sollte. Quelle: ‚Leonberger Kreiszeitung‚.

Lötschental: Flugzeug-Absturz

Im Wallis ist ein kleines Passagierflugzeug abgestürzt. Dabei kamen vier Personen ums Leben. Bei der Fluggruppe Reichenbach im Kandertal ist man bestürzt. Flugzeug-Crash bei Blatten VS: Am Samstag um etwa 12.20 Uhr ist eine kleine Passagiermaschine im Bereich der Gletscherspitza (3063 m ü. M.) abgestürzt, teilt die Kantonspolizei Wallis mit. Einige Minuten später meldete dieselbe Person eine starke Rauchentwicklung. Auf Webcam-Aufnahmen war in dem Bereich eine weisse Rauchwolke sichtbar. Fotos von einem BLICK-Leser zeigen die schwer zu erreichende Absturzstelle. Die aufgebotene Feuerwehr Lötschental, sowie die Rettungskräfte, wurden mit einem Helikopter der Air Zermatt auf Platz geflogen. Diese konnte nur noch den Tod der Flugzeuginsassen feststellen. Bei den Opfern handelt es sich um zwei Schweizer im Alter von 66 und 50 Jahren und zwei Österreicher im Alter von 50 und 46 Jahren.

Das betroffene Flugzeug gehörte zur Flotte der Fluggruppe Reichenbach im Kandertal. «Ich wurde gestern durch die Kapo Bern informiert, dass eines unserer Flugzeuge im Lötschental abgestürzt ist und dabei vier Personen ihr Leben verloren haben», sagt die Präsidentin der Gruppe, Manuela Gebert, zu BLICK. «Mein Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen, die gestern einen lieben Menschen verloren haben, welcher nicht mehr nach Hause kommen wird», sagt sie. Aus Respekt vor den vier verstorbenen Personen, sei der Flugbetrieb der Fluggruppe vorerst eingestellt worden.

Zwei Schweizer und zwei Österreicher tot
Das Kleinflugzeug startete am Morgen vom Flugplatz Reichenbach BE. Dort sollte dieses im Laufe des Tages wieder landen. Auf Anfrage möchte sich der Flugplatzleiter nicht zum Absturz äussern. Rettungskräfte, Air Zermatt und die Feuerwehr seien im Einsatz. «Das Flugzeug ist in Brand», sagt Polizeisprecher Stève Léger auf Anfrage. Auch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle sei ausgerückt. Um die Unfallursache zu klären, wurde eine Untersuchung eingeleitet. Quelle: ‚Blick‚.

„Der Kopf muss frei sein“

Dem Segelflieger Manfred Henninger ist erstmals in der Clubgeschichte der SG Möckmühl-Öhringen ein Flug von mehr als 1000 Kilometern gelungen. Im Interview berichtet der 68-Jährige, welche Faktoren dafür passen müssen und wie er seinen persönlichen Rekord erlebt hat.

Glückwunsch Herr Henninger, wie lautet denn Ihre Rekordzahl?
Manfred Henninger: Nach unserer Auswertung waren es genau 1000,46 Kilometer. Es war der erste Flug in unserer Region, mit dem 1000 Kilometer erreicht wurden. Mir wäre zumindest nicht bekannt, dass ein Kollege aus Öhringen oder Bad Friedrichshall weiter geflogen ist. In Möckmühl war es ganz sicher der erste.

Sind Flugkunst, gutes Wetter und Topform denn die entscheidenden Kriterien für einen Rekordflug?
Henninger: Alles drei – und noch ein bisschen mehr. Der Mensch, die Umgebung, der Flieger, die Luft, das Wetter, alles muss passen. Dazu sollte der Kopf frei sein.

Haben Sie denn schon am Boden gespürt, dass etwas in der Luft liegt?
Henninger: Normal gehen wir bei gutem Wetter 600, 700 Kilometer an. Das sind Marken, die wir häufiger geflogen sind. Die 1000 Kilometer hatte ich erst in der achten Stunde im Kopf, als ich gemerkt habe, alles läuft noch gut. Wir sind bereits um 11 Uhr gestartet, um 20.42 Uhr bin ich gelandet. Angesagt war, dass sich gegen 19 Uhr keine Thermik mehr bietet. Aber sie hat eineinhalb Stunden länger angehalten.

Haben Sie denn für den Fall der Fälle ein Paket Windeln im Segelflieger?
Henninger: Männer haben Plastiktüten, das ist kein Problem – und alles gut geübt.

Haben Sie denn auch Proviant dabei?
Henninger: Natürlich! Manche nehmen Müsliriegel mit, ich bin eher für Konventionelles, hatte eine Seele mit Schwarzwälder Schinken zum Vespern, eine Flasche Wasser und eine Flasche Cola, das war okay.

Kein Flug ist gleich. Was war denn am Rekordflug besonders?
Henniger: Die frühere Startzeit. Auf der Schwäbischen Alb geht die Thermik, die wir ja brauchen, früher los. Die können meist schon eine Stunde früher als wir in der Luft sein. Dann die Höhe, die wir sofort hatten. Ich konnte bei 1600 Metern anfangen, das ist eine gute Ausgangsbasis, weil man da viel Luft hat, um Strecke zu fliegen. Zum Schluss hat sich die Wolkenbasis auf 2500 Meter angehoben. Wenn du so hoch bist, kannst du auch entsprechend weit gleiten. Das trägt dazu bei, dass ich schneller fliegen konnte – und gut vorwärtskam.

Wo sind Sie überhaupt hingeflogen?
Henninger: Los ging es in Möckmühl. Vom Kocher-Jagst-Gebiet in die Fränkische Alb, dann in den Bayerischen Wald nach Cham. Richtung Tschechien war das Wetter schlechter, daher habe ich umgedreht, bin zurück nach Walldorf ins Rheintal. Da war ich erst bei 500 Kilometern. Von dort ging es ostwärts nach Beilngries und zurück nach Sinsheim. Dann hatte ich um die 900 Kilometer, aber das Wetter war noch gut. Um Möckmühl herum habe ich die restlichen Kilometer gesammelt.

Nach knapp zehn Stunden in der Luft – welches Gefühl sind da die ersten Schritte am Boden?
Henninger: Man steht schlecht. Die Bewegungsfreiheit in so einem Fliegerle ist schon gering, da kann man nicht rucken. Beim Aussteigen ist man ordentlich steif – und mit dem Alter wird es nicht besser.

Sie sind 68 Jahre alt, aber nun Rekordflieger.
Henninger: Wenn man einen eingetragenen Rekordflug haben möchte, muss man ihn vorher als solchen anmelden. Also ist es nur ein Rekord für mich, die 1000 Kilometer sind aber dokumentiert.

Gab es denn zumindest Punkte für die 2. Bundesliga?
Henninger: Nein. Das ist eine ganz andere Sache. Da liegen wir derzeit auf Platz zwölf, dürfen aber nur samstags und sonntags fliegen. Und es gibt eine Wertungszeit von zweieinhalb Stunden. Binnen dieser Zeit muss man möglichst weit fliegen.

Gibt es denn einen Flecken in Deutschland, den Sie noch nicht von oben gesehen haben?
Henninger: Vermutlich nicht, aber ich kenne Baden-Württemberg und Bayern deutlich besser als die Ost- oder Nordsee, da bin ich nur mit Motor unterwegs. Da ist die Thermik nicht so gut, daher fliege ich lieber auf die Schwäbische Alb, da ist es weit interessanter. Quelle: ‚stimme.de‚.

Feinste Akrobatik über Gera

Eine Woche voller Flugakrobatik, Sommerwetter, sportlichem Ehrgeiz und gleichzeitig familiärer Atmosphäre: So lassen sich die Deutschen Meisterschaften im Motorkunstflug 2020 zusammenfassen, die auf dem Flugplatz Gera-Leumnitz vom 20. bis 26. Juli stattfanden. Für Veranstaltungsleiter und Motorkunstflugreferent Jürgen Leukefeld und sein Team war alleine schon das pure Stattfinden der Meisterschaften ein Glücksgriff. Schließlich hatte der Event aufgrund der Corona-Bestimmungen lange Zeit bis wenige Wochen vor dem Termin auf der Kippe gestanden. Sogar 200 Zuschauer ließen die gelockerten Bestimmungen des Landes Thüringen am letzten Tag des Wettbewerbs zu. Wer keinen Platz mehr im abgetrennten Zuschauerbereich ergattern konnte, wich auf die umliegenden Feldwege aus und zückte Handy oder Fotoapparat.

Auch wenn mancher Pilot im Vorfeld nicht im gewohnten Umfang hatte trainieren können, war allen die Freude deutlich anzumerken, endlich wieder an einem Wettkampf teilnehmen zu dürfen. Insgesamt 32 Piloten in den Klassen Sportsman, Intermediate, Advanced und Unlimited gingen an den Start, gemessen an den 34 Piloten des Vorjahres und der Ungewissheiten im Vorfeld, eine beachtliche Teilnehmerzahl. Am Himmel wurde dann feinste Akrobatik geboten. Florian Berger wurde zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister der Klasse Unlimited. Er gewann mit deutlichem Vorsprung. Ganz eng dagegen ging es im Rennen um die Plätze zwei und drei zu. Heike Sauels, eine von zwei Frauen im Teilnehmerfeld, konnte den Vizemeister-Titel mit einem hauchdünnen Vorsprung vor ihrem Ehemann Heinrich Sauels erringen.

Auch im Freestyle Wettbewerb, an dem nur Unlimited-Piloten teilnehmen dürfen, machten diese drei Piloten die vorderen Ränge unter sich aus – Berger wieder oben auf, dahinter Heinrich und Heike Sauels auf Platz zwei und drei. Die akrobatischen Manöver jeder Kür, unterstrichen durch eine Spur aus Rauch, die die Maschinen hinter sich her zogen, entlockten den Zuschauern „AAAHS“ und „OOOHS“ im Dauertakt. Motorkunstflug ist eine Kombination aus Erfahrung, Talent, körperlicher Fitness und natürlich Training. Und auch in den unteren Klassen arbeiten die Piloten hart. In der zweithöchsten Wettbewerbsklasse Advanced triumphierte Heintje Wyczisk. Der Pilot hat eine besondere Verbindung zu seinem Flugzeug, hat er die Laser 260 doch eigenhändig zusammengebaut. Alexander Stegner und Rainer Berndt folgten auf den Plätzen. Bei den Piloten in der Klasse Intermediate siegte Jan Diehl vor Justus Schiedek-Jacht und Benjamin Schaum. Erfreulich viele Wettbewerbs-Neulinge registrieren die Organisatoren in der Klasse Sportsman. Hier gingen insgesamt 10 Kunstflieger an den Start. Mit nur zwei Tausendstel Vorsprung setzte sich hier David Friedrich gegen Michael Storek durch. Ingo Sturhan landete auf Rang drei. Alle Ergebnisse des Wettbewerbs sowie weitere Infos finden Sie unter http://results.german-aerobatics.com. Bildbericht: ‚DAeC‚. Video.

Der Kondor – der Meister des Segelflugs

Neue Daten von Bewegungssensoren enthüllen, wie die riesigen Vögel in der Luft bleiben. Mit einem Gewicht von bis zu 15 Kilogramm fliegt der Andenkondor bis zu fünf Stunden ununterbrochen, ohne mit den Flügeln zu schlagen. Wie schafft das ein so schwerer Vogel? Ein internationales Forscherteam, darunter eine Wissenschaftlerin, die inzwischen am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz/Radolfzell arbeitet, hat Bewegungsdaten der Kondore gesammelt. Diese zeigen, dass die Vögel in aufsteigenden Luftströmungen segeln und sich so stundenlang in der Luft halten können. Nur während ein Prozent der Flugzeit schlagen sie aktiv mit den Flügeln.

Emily Shepard und Hannah Williams von der Universität Swansea und Sergio Lambertucci in Argentinien haben für ihre Studie Andenkondore mit Hightech-Bewegungssensoren ausgestattet. Diese zeichnen jeden Flügelschlag und jede Drehung und Wendung im Flug auf. Das Team wollte mehr darüber herausfinden, wie die Fluganstrengungen der Vögel je nach Umweltbedingungen variieren. Ihre Ergebnisse belegen, dass sich die größten flugfähigen Vögel der Erde während des Fluges nicht auf ihren Flügelschlag verlassen. Stattdessen nutzen sie die Luftströmungen, um sich stundenlang in der Luft zu halten. Nur ein Prozent seiner Flugzeit schlägt der Kondor mit den Flügeln. Die Forscher stellten darüber hinaus fest, dass mehr als 75 Prozent der Flügelschläge während des Starts stattfinden. Einmal in der Luft, können die Vögel über lange Zeiträume unter den verschiedensten Wind- und Thermikbedingungen segeln. Einer der untersuchten Kondore ist beispielsweise fünf Stunden ohne Flügelschlag geflogen und hat dabei rund 172 Kilometer zurückgelegt.

„Segelfliegende Vögel fliegen bei Wetterbedingungen, bei denen sie mit einem absoluten Minimum an Bewegung in der Luft bleiben können. Vor allem beim Start müssen sie aber auf extrem energieaufwendige Schlagflüge umstellen“, sagt Hannah Williams, die während ihrer Zeit an der Swansea University an der Forschung beteiligt war und jetzt als Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Verhaltensforschung arbeitet. Die richtige Entscheidung, wann und wo ein Tier landet und wann es die Strömung wechselt, ist daher von entscheidender Bedeutung, denn die Starts nach unnötigen Landungen erhöhen die Gesamtflugkosten erheblich.

Emily Shepard vom Swansea Lab for Animal Movement erklärt: „Die Strecken zwischen Gebieten mit schwacher Thermik sind für die Kondore besonders heikel: Wenn sie das Ende der Gleitflüge zwischen den Thermiken erreicht haben, müssen sie stark mit den Flügeln schlagen, um wieder Höhe zu gewinnen.“ Thermik kann sich wie eine Lavalampe verhalten, in der regelmäßig Blasen warmer Luft vom Boden aufsteigen. „Die Kondore müssen daher nicht nur den richtigen Ort einer Thermik finden, sondern auch zur richtigen Zeit dort ankommen, wenn sie eine ungewollte Landung vermeiden wollen“, fügt Sergio Lambertucci hinzu.

Hannah Williams will nun den Entscheidungsprozess von Kondoren während des Fluges weiter untersuchen und herausfinden, wie die Vögel die unsichtbaren Luftströme lokalisieren können, die ein absolutes Minimum an Bewegungskosten ermöglichen. Es wäre zum Beispiel denkbar, dass Segler wie die Kondore den Flug anderer Tiere beobachten und so eine Art Strömungskarte ihrer Umgebung erstellen. „Können sie mit Hilfe einer solchen Karte energiesparende Flugrouten finden und entscheiden, wann und wohin sie fliegen sollten?“, fragt Williams.

Quelle: ‚Max-Planck-Gesellschaft‚. Bild: Alvaro Moya Riffo.

Butzbacher Rekordflug

Moritz Lübstorf vom Aero-Club Butzbach hat am Montag vergangener Woche nicht nur einen neuen persönlichen Rekord im Segelflug aufgestellt, sondern auch den bisher weitesten Streckenflug mit einem Segelflugzeug von und nach Butzbach absolviert. 854 Kilometer Flugstrecke in sechs Schenkeln, 8:50 Stunden Flugzeit bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 96,8 Kilometern pro Stunde lauten Zahlen hinter der beeindruckenden Leistung des Butzbacher Piloten. Bereits vor ein einigen Wochen hatte Lübstorf mit seinem Fliegerkollegen Justus Grünthaler einen Flug von 580 Kilometern absolviert – seine bis dato persönliche Bestleistung.

Mithilfe eines Schleppflugzeugs wurde der Segler exakt um 12 Uhr mittags in die Luft gebracht und konnte bei einer hohen Basis bereits zu Beginn gute Steigwerte erzielen. Die Kunst des Piloten besteht darin, die thermischen Bedingungen ideal auszunutzen. Hierbei hat Lübstorf offensichtlich ganze Arbeit geleistet, gute Linien getroffen und musste wenig „kurbeln“, d.h. durch Kreisflüge zusätzlich Höhe gewinnen.

Zunächst führte sein Flug Richtung Norden bis nach Detmold. Aufgrund besserer Wetterbedingungen im Süden entschied er sich in der Folge umzudrehen und zunächst Richtung Süden und dann nach Westen bis Pirmasens – nahe der französischen Grenze – zu fliegen. Dabei galt es, stets den in diesem Sektor liegenden Lufträumen der großen Flughäfen Frankfurt am Main, Frankfurt/Hahn und der US-Militärbasis Ramstein auszuweichen.

Gegen 17 Uhr drehte Lübstorf über Pirmasens wieder Richtung Norden ein und verlängerte seinen Flug über das Sauerland und den Vogelsberg. Die sogenannte Basis, die knapp unter der Wolkengrenze liegt und Segelflugzeuge für den idealen Auftrieb nutzen, lag zu diesem Zeitpunkt in rund 2700 Metern Höhe. Schließlich landete der Butzbacher nach knapp neun Stunden Flug, um 20.50 Uhr wieder in Butzbach.

Wie bei vielen Sportarten steckt auch hinter der Leistung des Piloten ein starkes Team, das einen solchen Flug überhaupt erst möglich macht. Bereits am Vortag waren umfassende Wetter- und Luftrauminformationen eingeholt, die ideale Startzeit festgelegt und die Strecke eingegrenzt worden. Auch während des Fluges wurde sein Flug vom Butzbacher Flugplatz aus verfolgt, die Geschwindigkeit überwacht und das Satellitenbild im Auge behalten, um den Piloten jederzeit mit weiteren Informationen versorgen zu können. Quelle: ‚Wetterauer-Zeitung‚.

Wie sicher sind Ultraleichtflugzeuge?

Ultraleichtflugzeuge gehören zu den sogenannten Luftsportgeräten und werden von einem Motor angetrieben. Sie dürfen beim Abflug nicht mehr als 600 Kilogramm wiegen. Für die Zulassung sind in Deutschland zwei Luftsportverbände zuständig, ihren Zahlen zufolge sind derzeit mehr als 4000 Ultraleichtflugzeuge für den deutschen Luftraum zugelassen. Rund 12.600 Piloten besitzen eine Fluglizenz dafür.

Die Flugzeuge nehmen dem Luftfahrtbundesamt zufolge gleichberechtigt am Luftverkehr teil – grundsätzlich gelten also etwa bei der Flughöhe die gleichen Regeln wie für die allgemeine Luftfahrt. So müssen auch Ultraleichtflugzeuge die Sichermindesthöhe von 500 Fuß (etwa 166 Meter) über Land, 1000 Fuß über Ortschaften und 2000 Fuß über größeren Ortschaften einhalten. Der Flug über Wohngebiete wie vor dem Absturz in Wesel ist laut der Bezirksregierung Düsseldorf erlaubt.

Allerdings beschränkt sich die Ultraleicht-Pilotenlizenz laut der Flugschule am Flughafen Köln/Bonn auf den sogenannten Sichtflug, sodass ein Flug etwa durch Wolken quasi ausgeschlossen und aus Sicherheitsgründen eine freie Sicht auf den Boden sinnvoll ist. Für eine solche Lizenz muss der Pilot mindestens 17 Jahre alt sein und eine 60-stündige theoretische Ausbildung absolvieren. Dazu kommen 30 Stunden Flugzeit, fünf davon im Alleinflug. Bevor eine Maschine zugelassen wird, wird sie zudem geprüft, dazu gibt es einmal pro Jahr eine Nachprüfung und der Halter ist dazu verpflichtet, sie instandzuhalten und regelmäßig zu warten.

Die in Wesel abgestürzte Maschine war eine TL-96 des tschechischen Herstellers TL Ultralight. Das Modell hat Platz für zwei Insassen und fliegt mit einer maximalen Reisegeschwindigkeit von 240 Kilometern pro Stunde. Stürzt ein Ultraleichtflugzeug ab, wird dies in der Regel von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) erfasst und untersucht. Allerdings besteht laut Luftfahrtbundesamt keine Meldepflicht für Zwischenfälle mit Luftsportgeräten. In der Unfallstatistik der BFU werden Ultraleichtflugzeuge zudem nicht einzeln ausgewiesen, sondern fallen mit Tragschraubern und Zeppelinen in die Kategorie sonstige Luftfahrzeug-Arten. Sieben Unfälle hat die BFU im vergangenen Jahr mit solchen Maschinen notiert, 2018 waren es zehn. Sieben Menschen kamen dabei 2019 ums Leben, fünf wurden schwer verletzt.

Bei dem Absturz in Wesel am vergangenen Samstag war neben dem Piloten und seinem Begleiter auch eine Anwohnerin des Mehrfamilienhauses gestorben, in das das Flugzeug gestürzt war. Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauern an, die Staatsanwaltschaft Duisburg geht allerdings von einem technischen Defekt aus. Quelle: ‚RP-Online.de‘.

LSV Sauerland fast 1000 Stunden in der Luft

Fast 1000 Stunden waren alle Motor- und Segelflugzeuge des Luftsportvereins Sauerland (LSV) in der Saison 2019 in der Luft. Störungen oder gar Unfälle gab es dabei nicht. Diese guten Nachrichten erfuhren die Vereinsmitglieder jüngst auf der Jahreshauptversammlung, die im ausgeräumten Hangar auf dem Flugplatz-Gelände in Küntrop mit dem erforderlichen Corona-Sicherheitsabstand stattfand. „Solch ein Rückblick tut besonders in diesen Zeiten unheimlich gut. Zu sehen, was wir leisten können, welche Erfolge wir erzielt haben“, sagte Vorsitzender Joachim Kneer mit Blick auf die Corona-Saison 2020, in der die Aktivitäten erst jetzt langsam wieder anlaufen. „Die Saison ist zwar schon zur Hälfte vorbei, doch wir freuen uns darüber, endlich wieder fliegen zu können“, so Kneer. Im Vorjahr war der LSV nicht nur sportlich einmal mehr erfolgreich – unter anderem holte Martin Spitzer Bronze bei der Kunstflug-Weltmeisterschaft -, auch die Infrastruktur auf dem Flugplatz-Gelände in Küntrop wurde verbessert. Der Verein erneuerte das Dach der Motorflughalle, das Restaurant Ikarus wurde vor der Neueröffnung im Mai 2019 ebenso renoviert, wie der Gemeinschaftsraum der Flieger. Mit Michael Spitzer und Nils Böhmer gibt es zudem zwei neue Fluglehrer. Quelle: ‚come-on.de‚.

Kleinflugzeug touchiert Baumspitze

Bei einem Flugunfall im Greyerzerland sind am Dienstag der Pilot und sein Passagier leicht verletzt worden. Erste Untersuchungen deuten laut Polizei darauf hin, dass das Flugzeug im Landeanflug eine Baumspitze touchiert hatte. Der Vorfall ereignete sich am Waldrand neben dem Flugplatz in Gruyères, wie die Freiburger Kantonspolizei am Mittwoch mitteilte. Der Pilot und der Passagier konnten sich nach dem Absturz aus eigener Kraft aus dem Flugzeugwrack befreien. Sanitäter leisteten den beiden vor Ort erste Hilfe. Der Pilot ist laut Behördenangaben ein flugerfahrener 73-Jähriger aus der Region. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST hat eine Untersuchung zu den Umständen des Unfalls eingeleitet. Die Wrackteile des Flugzeugs konnten geborgen werden. Quelle: ‚Blick‚.

Heringsdorf: Pilatus PC-2 abgestürzt

Am 2. August wurde der Polizei gemeldet, dass am Flughafen Heringsdorf/Usedom ein Flugzeug abgestürzt ist. Beim Start zu einem Übungsflug war ein einmotoriges Flugzeug vom Hersteller Pilatus Typ PC 2 (Oldtimer) aus etwa 40 Metern Höhe zu Boden gestürzt. Dabei erlitt ein 57-jähriger Pilot tödliche Verletzungen; ein weiterer Pilot konnte schwer jedoch nicht lebensbedrohlich verletzt aus dem Wrack geborgen werden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Beim Absturz über einem unbebauten Gebiet unmittelbar neben dem Flugplatz Heringsdorf kamen keine weiteren Menschen zu Schaden. Am Flugzeug entstand Totalschaden. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Die Absturzursache wird durch den Kriminaldauerdienst Anklam und alarmierte Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung Braunschweig ermittelt. Quelle: ‚Presseportal / Polizeipräsidium Neubrandenburg‚.

Segelflieger im Münsterland abgestürzt

Beim Absturz zweier Segelflugzeuge im Münsterland sind wohl beide Piloten ums Leben gekommen. Ein Zusammenstoß in der Luft wird nicht ausgeschlossen. Einer der Toten wurde am Samstagmittag an einem Wald zwischen Haltern und Dülmen bei den Wracks entdeckt, der andere im Wald. Die Ursache für den Absturz in der Nähe des Flugplatzes Borkenberge war noch nicht geklärt. Ein Zusammenstoß in der Luft oder auch Berührungen mit Baumwipfeln seien möglich, hieß es.

Die beiden Wracks lagen nach Polizeiangaben am Waldrand einige hundert Meter auseinander. Trümmerteile wurden im direkten Umfeld gefunden. Polizisten durchkämmten außerdem nahe liegende Getreidefelder und stießen auch dort auf Teile. „Die werden jetzt erst einmal markiert und dann gucken sich die Experten das an und entscheiden, wie die weiter vorgehen können“, sagte Polizeisprecherin Ramona Hörst.

Zur Identität der Opfer machte die Polizei vorerst keine Angaben. Zunächst sollten die Angehörigen informiert werden. Zeugen hatten nach dem Unglück die Polizei alarmiert. Die Luftaufsicht der Bezirksregierung und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung wurden den Angaben zufolge sofort informiert. Quelle: ‚FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung‚.

Notlandung am Flughafen Ensheim

Eine Privatmaschine vom Typ Rockwell Comander 112 musste am Donnerstag (30. Juli) auf dem Flughafen Ensheim mit vier Besatzungsmitgliedern notlanden. Das hat die Bundespolizei bestätigt. Der Pilot hatte Fahrwerksprobleme gemeldet und zugleich Schwierigkeiten mit dem Funkgerät. Über ein Ersatzgerät habe er Kontakt mit dem Tower aufnehmen können und das Fahrwerk letztlich von Hand mit mechanischem Nothebel ausgefahren. Letztlich sei die Landung sicher und ohne Probleme gelungen, so die Polizei.

Im Einsatz waren neben der Flughafenfeuerwehr auch die Berufsfeuerwehr und die Einsatzleitung Rettungsdienst. Das vorsorglich alarmierte Großaufgebot an Rettungskräften wurde letztlich nicht benötigt. Quelle: ‚Saarbrücker Zeitung‚.

Magische Marke geknackt

Tobias Meiler vom Aero-Club Bad Nauheim hat es geschafft. Der Wettbewerbspilot und Fluglehrer hat den längsten Segelflug vom Flugplatz Ober-Mörlen absolviert – ganze 1014 Kilometer und 9:36 Stunden war er mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 114 Kilometern pro Stunde ohne Motorkraft in seinem Ventus III, einem Segelflugzeug mit einer Spannweite von 18 Metern, unterwegs, ehe er unter dem Jubel etlicher Vereinskollegen den Weg zurück in die Wetterau fand.

Es ist schon 11.36 Uhr an diesem Sonntag, eigentlich recht spät, um einen größeren Segelflug zu beginnen, als Meiler am gelben Griff in seinem Cockpit zieht, der ihn von dem Seil trennen wird, das ihn bis dahin mit dem Schlepp-flugzeug verbunden hat. Ab diesem Moment gleitet er vollkommen lautlos durch die Luft und wird nur noch angetrieben durch die langsame Umwandlung von potenzieller Energie, der Höhe des Flugzeugs, in Vortrieb und Geschwindigkeit.

Zu diesem Zeitpunkt hat Meiler noch keine Ahnung, dass dieser Flug der bislang größte in seiner Streckenflugkarriere werden wird. Zunächst richtet sich die Nase des Flugzeugs nach Südwesten, folgt dem Hauptkamm des Taunus unter noch relativ niedrigen Wolken und gleitet bis zum Rhein auf nur noch etwa 450 Meter über dem Boden hinab – eine Höhe, die Meiler bis zur Landung nicht mehr unterschreiten wird. Dort steht der erste richtig starke Aufwind des Tages, das Flugzeug schraubt sich auf eine Höhe von 1500 Metern. Nun geht es schneller voran und die Wolkenuntergrenze steigt. Weiter geht es über den Rhein, dem Höhenrücken des Hunsrücks folgend, bis weit ins deutsch-französische Grenzgebiet. Lesen Sie hier den gesamten Bericht der Wetterauer Zeitung.

Elektrisch von den Alpen an die Nordsee

Der Passagierflug mit batterie-elektrischem Kleinflugzeug ist für die meisten reine Zukunftsmusik. Um zu beweisen, dass sie schon heute Realität ist, machen sich fünf tollkühne Elektro-Enthusiasten am 30. August 2020 mit dem ersten zertifizierten elektrischen Leichtflugzeug auf den Weg. Ganz nebenbei purzeln dabei sieben Weltrekorde aus der Welt der Verbrennerflugzeuge: So braucht ihr Flugzeug für die Strecke weniger als ein Viertel der Energie wie herkömmliche Flieger.

Obwohl der Anteil der Luftfahrt am Treibhauseffekt heute bereits bei fünf Prozent liegt und gerade Emissionen in großer Höhe als besonders klimaschädlich gelten, beschränkt sich elektrisches Fliegen im Gegensatz zum Straßenverkehr eher auf Drohnen im Hobby-Einsatz. Dies liegt daran, dass bis vor kurzem kein Flugzeug-Hersteller den aufwändigen EASA-Zertifizierungsprozess hinter sich gebracht hat, um ein elektrisches Leichtflugzeug zur Marktreife zu entwickeln. Somit waren bisher schlicht keine Batterie-Flieger am Markt erhältlich.

Im Juni konnte nun der slowenische Hersteller „Pipistrel” als erster sein neuartiges Modell „Velis Electro” erfolgreich zertifizieren lassen. Die Zertifizierung ist der entscheidende Schritt aus dem Protoypen- und Experimental-Stadium hin zur kommerziellen Nutzung durch Flugschulen und SportfliegerInnen. Um das neue Flugzeug auf Herz und Nieren zu prüfen, hat sich ein Team von Elektromobilisten für ein außergewöhnlichese Langstrecken-Experiment zusammengeschlossen.

Über und unter den Wolken

Der Flugplatz Greiz hat eine neue Start- und Landebahn. Und ein Promi hat sie eingeweiht: Westdeutschlands erster Astronaut Ulf Merbold benutzte als Erster das 752 Meter lange Band aus Asphalt – an seinem 79. Geburtstag. Die „Einweihung“ liegt fast fünf Wochen zurück.

Den Flugplatz in Greiz-Obergrochlitz gibt es seit 1927, der Luftsportverein wurde nach der Wende gegründet. Gester zufolge streben die 28 Vereinsmitglieder keine Rekorde auf Teufel komm‘ raus an. „Bei uns steht die Freude am Fliegen im Vordergrund.“
Beim Streckensegelflug wird nach seinen Worten eine Normalgeschwindigkeit von 90 Stundenkilometern erreicht. „Wir fliegen bis zur Wolkengrenze, in einer durchschnittlichen Höhe von 1500 bis 1800 Metern Höhe. Warum? Weil es über den Wolken keinen Auftrieb gibt. Und wir fliegen immer nach Sicht – mit Kompass und Karte. Alle elektrischen Hilfsmittel dienen ausschließlich der Sicherheit.“ Der 71-jährige Gester hat nach eigenem Bekunden erst mit 50 Jahren mit dem Segelflugsport begonnen. „Mittlerweile blicke ich auf 1100 Starts zurück und war etwa 900 Stunden in der Luft.“

Und noch etwas Besonderes gibt es auf dem Flugplatz: Der Verein hat einen Reisemotorsegler angeschafft. „Der kann selbst starten und auch Segelflugzeuge hoch schleppen“, sagt Gester. „Der Reisemotorsegler ist leise, braucht wenig Benzin und macht die neue Landebahn noch wertvoller: Er erreicht schneller Höhe, was Emissionen und Lärmbelästigung der Anwohner weiter senkt.“
Dann kommt der Startbahn-Einweihungsflug Ulf Merbolds nochmals zur Sprache: Nach Gesters Schilderung stieg Ehrenvorsitzender Heinz Peinl mit zu Merbold ins Flugzeug. „Merbold feierte an dem Tag 79. Geburtstag, Peinl seinen 82. Geburtstag. Beide Geburtstagskinder drehten eine Flugplatzrunde.“ Außerdem habe Peinl von seinen Vereinskameraden einen Zeppelinflug ab Friedrichshafen am Bodensee geschenkt bekommen. Quelle: ‚Vogtland Anzeiger‚.

FSG Feldberg Oberems fusioniert mit Sportfliegerclub Riedelbach

Neue Gesichter beim Sommerlager des Sportfliegerclubs Riedelbach: In einer außerordentlichen Versammlung am 27. Juni im Freien hat der Verein unter Beisein eines Notars die Flugsportgruppe (FSG) Feldberg aus Oberems „geheiratet“. Am Sonntag wurde vom Segelflugplatz Riedelbach aus ein neuer Streckenflugrekord für diesen Startplatz aufgestellt. Tore Graeber legte mit seiner LS7 946 Kilometer in gut neun Stunden zurück. Vom Taunus aus ging es nach Westen an die französische Grenze und von dort in die Gegend von Stuttgart – und anschließend die selbe Strecke wieder zurück. Dies berichtete der Vorsitzende des Sportfliegerclubs (SFC) Riedelbach, Michael Begovici, am Montag zur Halbzeit des wegen Corona abgespeckt stattfindenden Fliegerlagers. Bereits zum 24. Mal in Folge treffen sich in den ersten beiden Wochen der Sommerferien Segelflugbegeisterte zur Ausübung des gemeinsamen Hobbys auf der Riedelbacher Segelfluganlage. In diesem Jahr sind zum ersten Mal die „Neuen“ von der Flugsportgruppe (FSG) Feldberg dabei. Denn am 27. Juni haben beide Vereine in einer außerordentlichen Versammlung im Freien unter Beisein eines Notars die Fusion beschlossen.

„Das war eine sinnvolle Folge der Entwicklung“, betonte Fluglehrer Berthold Wunderlich von der FSG. In Oberems sei der Personalbestand inzwischen so knapp gewesen, dass der Flugbetrieb gefährdet war. „Wie wäre das, wenn…“, diese Frage sei seit rund zwei Jahren im Gespräch gewesen, blickte Begovici zurück. Im Jahr 2019 habe man sich dann etwas intensiver damit beschäftigt. Denn bei der FSG Feldberg habe es bei 23 stimmberechtigten Mitgliedern nur noch etwa zwölf Aktive gegeben, während die Riedelbacher mit 55 Aktiven punkten können. Durch die Corona-Krise habe sich die Entscheidung etwas hingezogen, aber ein gemeinsamer Flugbetrieb habe am 9. Mai in Riedelbach aufgenommen werden können. „Wir sind sofort miteinander klar gekommen“ ergänzte Flugleiter Oliver Böhm. Vier Flugzeuge, zwei Einsitzer und zwei Doppelsitzer sowie einen Traktor haben die Oberemser mit in die „Ehe“ gebracht. Der Traktor war bei den Riedelbachern hochwillkommen. Denn jetzt entfällt das an den Start schieben der Flugzeuge mit mehreren Personen. In Corona-Zeiten hätten sonst die Tragflächen nach jedem Schieben desinfiziert werden müssen. Und mit dem einen Doppelsitzer ist ein baugleiches Schulungsflugzeug, wie es die Riedelbacher haben, hinzugekommen. Quelle: ‚Usinger-Anzeiger‚.

Ernstfall am Himmel

Geht eine Seitentür auf? Schaut ein Maschinengewehr raus? Oder steuert die Maschine im Steilflug auf Davos runter? Dann entscheidet die Bundesrätin, ob der Eindringling abgeschossen wird.“ Peter Merz zieht einen in den Bann mit seinen Geschichten, die genau genommen gar keine Geschichten sind, sondern Szenarien darüber, was er und seine Kampfjetpiloten-Kollegen tun müssten, wenn ein Flugzeug, zum Beispiel während des World Economic Forum (WEF) in Davos, unerlaubterweise in den Schweizer Luftraum eindringt. Was geschähe, wenn der fremde Pilot nicht reagiert auf das Nah-heran-Fliegen und das Warnen, das Funken und auch auf „den letzten Zwick an der Geisel“, das Abfeuern von Leuchtfackeln. Wenn also klar wäre, dass kein Missverständnis vorliegt, sondern dass jemand in böser Absicht die Schweizer Lufthoheit und damit die Souveränität des Landes verletzt. „Dann sind wir bereit, unser Land und unsere Demokratie zu verteidigen, mit allem, was wir haben“, sagt der Oberst im Generalstab: „Wir müssen für alle Situationen gewappnet sein, in Friedens- und in Kriegszeiten. Die Armee ist die Lebensversicherung des Staates.“

Deshalb brauche die Schweiz neue Kampfflugzeuge, sagt der Pilot Merz. Deshalb weibelt er, der im Verteidigungsministerium (VBS) das Projekt „Neues Kampfflugzeug“ leitet, für ein Ja am 27. September, wenn die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger darüber entscheiden, ob der Bund für maximal sechs Milliarden Franken neue Kampfflugzeuge kaufen soll.

Marionna Schlatter sieht das anders. Die grüne Nationalrätin sagt: „Der militärische Ernstfall, also ein konventioneller Luftkrieg, das ist ein absurd unrealistisches Szenario. Ich würde mich lieber an den wahrscheinlichen Risiken orientieren: dem Klimawandel oder einer Pandemie, wie sie uns in diesem Jahr ziemlich unvorbereitet und dramatisch getroffen hat.“ Heute stehen in den Flugzeughangars der Schweizer Armee in Payerne, Emmen und Buochs insgesamt 56 Kampfflieger: 30 F/A-18 Hornet, seit 1996 in Betrieb, 26 F-5E Tiger, mit ihnen wird seit 1978 geflogen. Beide Jets gelten als veraltet.

Das Schweizer Parlament hat dem Kauf von neuen Flugzeugen im Dezember 2019 zugestimmt. Dagegen haben die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), die SP und die Grünen, unterstützt von Greenpeace und mehreren Friedensorganisationen, das Referendum ergriffen. Lesen Sie hier den ganzen Artikel aus ‚Die Zeit‘.

Die Kunst, mit der Luft zu schwimmen

Für Segelflieger gelten die gleiche Gesetze wie für die Vögel – sie sind immer auf der Suche nach warmen Aufwinden. Segelfliegen ist nicht nur ein Hobby, nicht nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung. Segelfliegen – ist das überhaupt ein Sport? Diese Frage höre ich oft. Auf den ersten Blick spricht einiges dagegen: In den meisten modernen Cockpit-Sitzen liege ich schon fast. Die Pedale an den Füßen lassen sich bequem an meine Beinlänge anpassen. Unter mir ein stoßabsorbierendes Sitzkissen. Im Nacken eine gepolsterte Kopfstütze. Klingt komfortabel oder? Na, dann wollen wir mal. Start an der Seilwinde. Beim Start beschleunigt das Flugzeug in wenigen Sekunden von null auf etwa 120 Kilometer pro Stunde. Ich werde in den Sitz gedrückt. Oben klinke ich das Seil aus. Mich verbindet jetzt nichts mehr mit der Erde. Wie lange kann man da eigentlich oben bleiben? Wenn das Wetter passt, fliege ich mehrere Stunden. Dann wird es anstrengend. Im Sommer wird das Cockpit zum Gewächshaus – im Frühjahr oder Herbst werden meine Füße taub vor Kälte. Das klingt jetzt wahrscheinlich nach einem recht einsamen Sport. Stundenlang allein im Cockpit. Segelfliegen klappt aber nur im Team. Alleine komme ich nicht in die Luft. Wenn ich fliege, helfen die anderen Vereinsmitglieder am Boden mit. Am nächsten Tag läuft es andersherum. Für unsere Leidenschaft opfern wir ein ganzes Wochenende. Quelle: ‚Deutschlandfunkkultur.de‚.

Geglückte Notlandung im Maisfeld

Glück im Unglück hatten ein Pilot und sein Passagier, die zu einem Rundflug über die Alpen starten wollten. Wegen eines Motorausfalls mussten sie in einem Maisfeld in Reitnau AG notlanden. Am Sonntagmorgen nahm ein geplanter Alpenrundflug ab dem Flugplatz Birrfeld AG für den Piloten sowie eine Passagierin eine dramatische Wende. Das Motorflugzeug vom Typ Piper Warrior hatte in der Luft plötzlich einen Motorausfall.

Der Pilot entschied sich daher, auf einem Maisfeld in Reitnau AG eine Notlandung einzuleiten. Er landete zwischen der «Bluemegade Reitnau» und der Güggelfarm Baumann im Surenmoos, ratterte rund 15 Meter zwischen Maispflanzen durch und kreuzte einen Feldweg. Wegen eines kleinen Absatzes zwischen Feld und Kiesweg brach das Bugrad. Auch der Propeller wurde verbogen. Doch die beiden Flugzeuginsassen hatten grosses Glück: Niemand wurde verletzt. Quelle: ‚Blick‚.

Hammelburger Sportsoldat fliegt ganz vorne mit

Für die Segelflug-Sportsoldaten der Bundeswehr stellt die Corona-Pandemie eine Herausforderung dar. Eigentlich wollte man die ganze Saison über an Segelflugmeisterschaften teilnehmen. Wegen der vielen Regelungen und Verfügungen, die durch den weltweiten Ausbruch der Erkrankung erlassen sind, wird daraus nun nichts. Schon im März musste ein Trainingslager in den französischen Alpen vorzeitig abgebrochen werden. Es war nicht einfach, eine Möglichkeit zur Fortsetzung des Trainings zu finden.

Eric Schneider von der Flugsportgruppe Hammelburg ist einer der insgesamt vier Sportsoldaten der Bundeswehr in der Sparte Segelflug Im Mai und Juni hat er die gesamte Gruppe einschließlich dem Segelflug-Bundestrainer Wolli Beyer auf seinen Heimatflugplatz auf der Hohen Lanz eingeladen. Dadurch hat er der Mannschaft laut einer Pressemitteilung der Flugsportgruppe eine willkommene Gelegenheit für ein Trainingslager verschafft. Geografisch betrachtet ist Hammelburg eine hervorragende Ausgangsbasis für Streckensegelflüge in verschiedene Himmelsrichtungen.

In der ersten Trainingswoche im Mai haben die vier Piloten über 12 600 Kilometer Flugstrecke angesammelt, und das, obwohl nicht jeder an jedem Tag in die Luft kam. Je nach Wind und Wetter flog man mal bis zum Schwarzwald, mal an die tschechische Grenze. Auch ein Flug über 900 Kilometer war wieder dabei. Am Sonntag nach Pfingsten versammelte man sich zur zweiten Trainingswoche in Hammelburg. „Heute war ein harter Trainingstag“, erzählt Eric Schneider am Abend nach der Landung. „Alles so, wie es nicht sein soll. Die Wolken tief, wenig Sonneneinstrahlung, viel Wind.“ Man sieht es gelassen. Es wurden zwar keine Rekordflüge hingelegt, aber trotz dieser widrigen Bedingungen konnten sich die vier und ihr Trainer jeweils mehrere Stunden in der Luft halten.

Zeit, die man nicht im Flugzeug verbringen kann, verstreicht nicht tatenlos. Man nutzt solche Momente zur Theorieschulung, Außerdem fühlt man sich bei den Hammelburger Fliegern gut aufgehoben. Paul Wissmann, einer der drei anderen Piloten, ist vollauf zufrieden: „Hammelburg bietet optimale Voraussetzungen in jeder Hinsicht. Die Verfügbarkeit von Schleppmaschinen, Unterkunft, Verpflegung. Es passt einfach alles.“ Auch Bundestrainer Beyer, der durch die Segelfliegerei viel auf der Welt herumgekommen ist, zeigt sich beeindruckt.

Obwohl die Meisterschaft-Events auf diversen Flugplätzen heuer abgesagt sind, gehen die Segelflüge trotzdem in eine Wertung ein. Die wichtigste Plattform hierfür ist der weltweit führende online-Streckenflug-Wettbewerb OLC. Vergleichbar mit anderen Sportarten gibt es hier unter anderem eine erste und zweite Bundesliga und eine U25-Liga. Eine Wertung dort trägt den Namen „Bitterwasser Cup“. Wer die meisten Punkte erfliegt, erhält ein Ticket für einen Trainingsaufenthalt in Bitterwasser. Jedem Segelflieger ist dieses Segelflugzentrum in Namibia ein Begriff. Dort einmal fliegen zu dürfen ist der Wunschtraum vieler. Eric Schneider führt diesen Wettstreit, an dem über 800 Piloten in ganz Deutschland teilnehmen, mit komfortablem Punktevorsprung an. Alle vier Sportsoldaten rangieren unter den ersten Zehn. Quelle: ‚Mainpost.de‚.

Opas bringen russsisches Spionageflugzeug zum Laufen

Wenn man Rentner ist, kann man einiges tun: Toaster reparieren, Kleingärtner werden, Briefmarken sortieren, in der Mittagssonne dösen. Oder man restauriert – versteckt, aber mitten in Berlin – ein tonnenschweres altes Spionageflugzeug aus der Zeit des kalten Kriegs. So wie Avraham. Avraham Kotljar, faltige Finger und Knopfaugen, sitzt in seiner kleinen Wohnung im Flachbau am Westrand von Berlin. An den Wänden Sammelteller, dazwischen wellt sich Blümchentapete. Seit siebzig Jahren träumt Avraham Kotljar vom Fliegen. Seit dem Schultag in Usbekistan, von dem er erzählt, als wäre es letzte Woche gewesen.

An dem Tag ist er ein Achtklässler in Taschkent, Usbekistan und ein Mann vom „Aeroclub“ kommt zu Besuch in seine Schule. Der Mann vom Aeroclub reihte die Jungs auf und fragte: „Wer möchte Segelflieger sein?“ Taschkent hat damals keine Gulags mehr, überall in der grünen Oase wird gebaut. Der kalte Krieg beginnt gerade erst und man darf ein bisschen träumen. Also meldet sich Avraham als erster, der Mann notiert ihn auf der Liste. Lesen Sie hier den ganzen Bericht von ‚vice.com‘.

Kleiner Tierberg macht den Airport

Durchaus Schlimmeres stand zu vermuten, als Steinachs Feuerwehr am Dienstagmittag von der Rettungsleitstelle zu einem Flugzeugabsturz auf den Kleinen Tierberg beordert wurde. Auf dem Berg gegenüber hatte ein aufmerksamer Anwohner zuvor mitbekommen, dass kurz nach 12 Uhr ein Flieger niederging. Der Zeuge hatte daraufhin sofort den Notruf abgesetzt.

Gleichauf mit den Helfern war von der Leitstelle in Zella-Mehlis auch ein Rettungshubschrauber verständigt worden. Vor Ort konnte dann aber rasch Entwarnung gegeben werden. Dass es sich um eine unfreiwillige Landung handelt, ist zwar unbestritten. Doch kommt derlei in der Segelpiloten-Zunft ja durchaus öfter vor. Das bekannte Stichwort lautet: Abbruch der Thermik. Beim Aufsetzen auf der Wiese oberhalb der Brunnenstadt nahm weder der Mann im Cockpit noch seine Maschine Schaden. Wie die Polizei mitteilt, hatte der 22-Jährige zwar den ein oder anderen Baumwipfel im Sinkflug gestreift, doch blieb dies glücklicherweise folgenlos. Wie Einsatzleiter Holger Jacob schildert, setzte wenig später bereits der fliegende Notarzt auf. Es blieb allerdings bei einer nur kurzen Untersuchung des Unverletzten, dann konnte das Helikopter-Team auch flugs wieder abheben.

Aufgebrochen war der 22-Jährige aus Osnabrück am Morgen vom Segelfluplatz Saal/Am Kreuzberg, unweit von Bad Neustadt an der Saale gelegen. Geplant war eigentlich ein ganztägiger Ausflug in Richtung Rhön, der aber wegen des ausbleibenden Aufwindes in Steinach sein vorzeitiges Ende fand. Der einzig nennenswerte Schaden unterm Strich dürfte wohl der Zeitverlust geblieben sein. So dauerte es einige Stunden, bis ein Kollege des 22-Jährigen endlich Steinach erreichte, um Pilot und Fluggerät aus Südthüringen abzuholen. Abgesichert wurde das Geschehen auf dem „Stäniche“ Kurzzeitflughafen von rund 15 Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr. Quelle: ‚Südthüringen.de‘.

Thüringens älteste Fluglehrerin

Mit 80 mögen die meisten Kaffeekränzchen, Spaziergänge und Theateraufführungen. Ursula Wötzel liebt das Abenteuer, die Geschwindigkeit und die Höhe. Denn die Jenaerin hebt mit 80 gerne ab! „Es ist schön in der Luft zu sein und die Welt von oben zu sehen“, sagt Uschi, die inzwischen 16 000 Starts hinter sich hat. „Ich kam durch einen guten Freund meines Bruders zur Fliegerei, habe dafür das Handball spielen an den Nagel gehängt, denn für dieses Hobby braucht man viel Zeit.“ Einmal im Jahr absolviert sie einen Gesundheits-Check, der ist ab 50 Pflicht. Den bestand sie bisher mit Bravour. „Ich fühle mich auch noch topfit, gar nicht wie 80“, lächelt die Seniorin. In diesem Jahr bildet Uschi drei Flugschüler aus. Allein in den Motorfliegern waren es insgesamt 62 Schüler, der Älteste war 72 Jahre! Die Lehrerin erklärt: „Wir üben erst das Geradeaus fliegen, dann Kurven. Starten ist einfach, das Landen will geübt sein.“ Quelle: ‚Bild‚.

Erstflug der DG-1001E neo

Die DG-1001E hat Anfang Juli erfolgreich ihren Erstflug absolviert. Die neue Version der DG-1001 mit FES Antrieb der Fa. LZ Design hob mit Jelmer Wassenaar an Bord zu ihrem Jungfernflug ab. Das Flugzeug flog mit 18m neo Winglets und den kleinen FES-Batterien mit 2x14S und 4,2kWh. Mit der kleinen Batterie sind aktuell etwa 15min Steigflug bei 1m/s möglich, oder alternativ gut eine halbe Stunde Reise-Flug bei 105km/h. Um diese Leistungen deutlich zu steigern warten wir aktuell auf die Freigabe für die großen Batterien. Nach aktuellen EASA Zulassungsvorschriften müssen diese zusätzliche Tests durchlaufen, die noch nicht alle abgearbeitet werden konnten. Die neuen 20m neo Winglets stehen kurz vor ihrer Fertigstellung.

Es konnte bereits auch das erste Flugzeug an seinen Kunden übergeben werden. Der FSR Kraichgau aus Sinsheim darf nun seit letzter Woche eine DG-1001E neo sein Eigen nennen. Das Flugzeug ist neben dem neuen FES System auch mit einer Handicap Steuerung ausgestattet. In Kooperation mit der Aktion Mensch und DG Flugzeugbau konnte der Verein seinem Rolli Flieger Martin Köhl ermöglichen auch bald mit dem neuen Doppelsitzer des Vereins zu fliegen. Aktuell läuft bei DG die Flugerprobung des Kunstfluges mit der DG-1001E neo. Um der Rolle als Allzweckflugzeug möglichst gerecht zu werden wird man die DG-1001E mit 17,2m Spannweite und ohne die FES Batterien auch im Kunstflug einsetzen können.

Sobald die neuen Ansteckflügel verfügbar sind werden wir auch damit beginnen die Vielzahl an Probefluganfragen abzuarbeiten. Wir freuen uns Ihnen dieses wunderschöne Flugzeug bald präsentieren zu können.

Mit Kaminski auf Fehmarn

Klaus Skerra gehören der Flugplatz Fehmarn und die Fluggesellschaft Fehmarn Air, die aus einer Maschine besteht. Der 72-Jährige ist alles in einem: Flughafen- und Airline-Chef, Cheffluglotse, Pilot, Catering-Leiter, Marketingdirektor, Pressesprecher und Sicherheitschef. Am liebsten sitzt Skerra bei Sonnenschein in seinem Tower: einem in die Jahre gekommenen Strandkorb. Im Interview mit HORIZONT-Videoreporter Mirko Kaminski erzählt er, warum PR für ihn das beste Marketing ist, wie er Kundenzufriedenheit misst und warum er mal jemanden festnehmen musste. Quelle: ‚horizont.net‚.

Flughafen München: Langsamer Re-Start

Wer rastet, der rostet. Das gilt auf der Couch ebenso wie auf den Vorfeldern des Münchner Flughafen. Als die Corona-Pandemie den Luftverkehr fast vollständig zum Erliegen brachte, musste auch der Lufthansa-Konzern fast alle seiner 120 im Erdinger Moos stationierten Maschinen am Boden lassen, auch die der Töchter Eurowings und CityLine. Von den 80 Kranichen sind 24 noch im Nest. Auf Dauer tut ihnen das nicht gut. Deswegen müssen die Maschinen immer wieder überprüft werden, alle drei Monate steht ein Bewegungsflug an. Wir waren bei einem dabei. Andreas Jasper und Matthias Kirchgasser sind Piloten auf der A350, das neue Lufthansa-Flaggschiff, das deutlich leiser ist und viel weniger (Kerosin-)Durst hat. „Das ist unser Hochleistungssportler. Dem geht es wie einem echten Athleten. Wenn er nicht trainiert, gerät er aus der Form“, sagt der 49-Jährige schmunzelnd. „Normalerweise sind diese Flieger 16 Stunden am Tag im Einsatz. Deswegen war die Vorgabe des Herstellers, dass er spätestens nach drei Monaten Stillstand einen Bewegungsflug machen muss, bisher reine Theorie“, sagt Jasper. Seit Monaten ist es bittere Realität.

Gähnende Leere auch auf den Taxiways, den Betonpisten zur Startbahn. Es ist kurz nach 11 Uhr. „Normalerweise hätten wir jetzt Stau“, sagt Kirchgasser. Immerhin: Ehe es auf die Nordbahn geht, muss Jasper zwei landende Maschinen durchlassen. Es tut sich wieder ein bisschen was am Himmel über dem Erdinger Moos. Lufthansa-Sprecherin Bettina Rittberger verbreitet Optimismus: „Wir sind schon wieder bei 40 Prozent der Flugbewegungen vom Vorjahr.“ Quelle: ‚Merkur‚. Bild: Axel J. auf Flickr.

Stefan Langer: 5 Crazy Flights in a Glider

Watch the TOP 5 glider flights captured on camera from Stefan Langer. From flying into a funnel cloud in Germany to making a lowpass at the beach of New Zealand and … landing a glider like a fighter jet in Italy?