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„Rain in the desert“

„Komm in die Wüste haben sie gesagt… Kann man gut segelfliegen, haben sie gesagt… Da regnet es nie… Willkommen im Wassersportparadies Pokweni!“ Bild: Markus Frank auf facebook.

Gefährliche Annäherung

Ein Passagierflugzeug und ein privates Motorflugzeug sind sich beim Flughafen Zürich gefährlich nahe gekommen. Deshalb hat die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust eine Untersuchung eröffnet. Im Vorbericht heisst es, der Vorfall habe sich am 13. Oktober rund 35 Kilometer nordwestlich des Flughafens Zürich ereignet. Es geht um einen Airbus von British Airways, der von London Heathrow nach Zürich unterwegs war, und eine Privatmaschine, die von Locarno nach Donaueschingen-Villingen in Deutschland gesteuert wurde. Quelle: ‚Zentralplus.ch‚.

Die Zukunft der Luftfahrt

Am 26. November hielt Zukunftsforscher Morell Westermann im Audi-eTron-Experience-Center in Zürich einen fesselnden Vortrag zum Thema ‚Zukunft der Luftfahrt‘. Morell ist selber Segelflieger und präsentierte mit ansteckendem Optimismus mehrere spannende Visionen über zukünftige luftige Fortbewegungs-Möglichkeiten. Eine davon ist, dass neue Antriebsarten die Form künftiger Flugobjekte völlig verändert. Damit stehen wir vor ganz neuen Möglichkeiten, wurde doch in der bisherigen Geschichte der Fliegerei die Form des Flugzeuges um den Antrieb herum gebaut.

Neue Antriebsformen eröffnen neue (Transport-) Möglichkeiten. Flugobjekte entwickeln sich von aerodynamischen Hightech-Lösungen hin zu Multikopter-Objekten, bei denen man z.B. die Flugrichtung kaum mehr erkennt, da sie sich ‘schwebend’ fortbewegen. Diese Flugobjekte werden heute zwar im Miniformat, aber dafür gleich millionenfach als Kameradrohnen von erstaunlicher Qualität und mit verblüffenden Funktionen überall auf der Welt gekauft. Sie sind elektrisch angetrieben. Sie haben für ihren Einsatzzweck genügend Reichweite, fliegen erstaunlich hoch, können autonom starten und landen und finden jederzeit zurück nach Hause. Sie sind leicht zu bedienen, auch ohne Pilotenschein.

Morell Westermann prophezeit in wenigen Jahren eine Flut «Mann- oder mindestens Paket-tragender, autonom gesteuerter Flugobjekte» – unpraktischerweise im gleichen Luftraum, den wir Segelflieger seit Otto Lilienthals ersten Hüpfern nutzen. Bei der Vorstellung tausender herumschwirrender Elektro-Lufttaxis, von Express-Drohnen mit sensibler medizinischer Fracht an Bord oder luftiger, Smartphone-gesteuerter Pizza-Lieferungen bekommt man es als traditioneller Segelflieger mit der Angst zu tun: «Wo ist wohl in wenigen Jahren neben der Zivilluftfahrt, die unseren ‘Playground’ seit Jahren systematisch bedrängt, noch Platz für das beste aller Hobbies?» – Gefragt sind in naher Zukunft also effiziente Flugsport-Verbände und mutige Anführer, die unseren ‚Playground‘ gegen laute und leise Angriffe vehement verteidigen werden.

Hundertjährige hebt ab

Natürlich steige ich ein!“ Mit diesem Satz zerstreute Martha Schenk bei ihrer Schwiegertochter jeglichen Zweifel. Die hatte gerade zum 100. Geburtstag ihrer Schwiegermutter die Briefe geöffnet und die Glückwünsche vorgelesen. In einem davon steckte eine Überraschung zum Abheben. Barbara Böttcher, die Hausärztin von Martha Schenk, hatte ihr einen Rundflug geschenkt. Die Schwiegertochter fragte zweifelnd: „Unsere Mutter soll über Hennigsdorf fliegen?“ Für die Jubilarin war das gar keine Frage. „Ich freue mich schon!“, rief sie in die Geburtstagsrunde. Immerhin sollte es erst der zweite Flug ihres Lebens sein. „Zum 90. Geburtstag habe ich von meinen Kindern eine Flugreise nach Teneriffa geschenkt bekommen. Damals war ich noch rüstig“, erzählt die Dame am Telefon in einem Ton, der keinen Zweifel daran lässt, dass sie noch immer unternehmungslustig ist. Offensichtlich hatte die Hennigsdorferin ihrer Ärztin derart begeistert von diesem Erlebnis erzählt, dass diese auf die Idee für das ungewöhnliche Geschenk kam. „Ich wusste gar nicht, was ich sagen soll. So ein großes Geschenk!“, staunt die Hundertjährige noch immer über die Überraschung. Quelle: ‚moz.de‚.

„English-only“ vom Tisch

Der Ständerat hat am 5. Dezember 2019 oppositionslos einer Motion des Nationalrates zugestimmt, wonach der Funkverkehr für den nichtgewerbsmässigen Sichtflug in der Schweiz neben Englisch weiterhin auch in der ortsüblichen Landessprache stattfinden darf. Anlässlich der Herbstsession 2019 hatte sich schon der Nationalrat – entgegen dem Antrag des Bundesrates – mit 138 zu 13 Stimmen bei 23 Enthaltungen überaus klar für die Annahme der KVF-N Motion ausgesprochen. Dem ist die Schwesterkommission des Ständerates (KVF-S) gefolgt. Nach dem aktuellen Entscheid des Ständerates muss nun der Bundesrat entsprechende Korrekturen vornehmen. Der Aero-Club der Schweiz hat sich seit anfangs Jahr gegen «English only» gewehrt. Mit grossem politischen Engagement, allen voran durch den AeCS-Zentralpräsidenten Matthias Jauslin, unterstützt durch die Gruppe «English only no!» aus der Romandie konnte nun die Wende herbeigeführt werden. Allen, die aktiv mitgewirkt haben, gebührt ein grosser Dank. Quelle: ‚Aero-Club der Schweiz‚.

„Ausflugsrestaurant mit eigenem Flugplatz“

Das Restaurant Segelflugplatz Schänis sucht einen jungen (junggebliebenen) , innovativen Pächter (Paar) der das neu gebaute Restaurant ab Frühling 2020 übernimmt. Es handelt sich um einen modernen Neubau, wobei viel Wert auf Gemütlichkeit gelegt wurde. Der Segelflugplatz Schänis wird während der Sommermonate von unzähligen Ausflüglern frequentiert. Ein grosszügiger Kinderspielplatz sorgt dafür, dass die Eltern sich etwas Zeit nehmen können, ohne permanent «unter Strom» zu stehen. Aber auch die lokale Bevölkerung schätzt das Restaurant Segelflugplatz sehr. Überhaupt ist der Flugplatz Schänis auf den Goodwill der Region angewiesen. Diesen haben wir uns über die vergangenen Jahrzehnte erarbeitet. Umso wichtiger ist es, dass wir den Vereinen aus der Region einen Sitzungsraum zur Verfügung stellen können. Dafür haben wir eine mobile Trennwand eingebaut, welche den Gastraum in unterschiedlich grosse Räume abtrennt. Die Küche wurde von Gastroprofis geplant und entspricht den aktuellen Anforderungen an eine zeitgerechte Gastronomie. Die grosszügige Gartenterrasse verspricht in den Sommermonaten hervorragende Frequenzen. Das Restaurant verfügt über grosszügige Parkmöglichkeiten. Einem innovativen Pächter bietet die Flugplatz-Leitung Hand zur Entwicklung dieser einmaligen Möglichkeit.

Lahr: Investoren aus China melden sich nicht mehr

Im Wahlkampf war das Thema erst groß aufgeploppt, dann aber wieder schnell in der Versenkung verschwunden, nachdem sich alle OB-Kandidaten dagegen ausgesprochen hatten: eine Übernahme des Lahrer Flugplatzes durch eine chinesische Investorengruppe. Seither haben sich die Chinesen nicht mehr in Lahr gemeldet. Ein Engagement der Investorengruppe aus Fernost sei derzeit für ad acta gelegt. Mit dem derzeitigen Betreiber, dem Schwanauer Tunnelbohrunternehmer Martin Herrenknecht, sei in dieser Angelegenheit noch kein Gespräch anberaumt. Herrenknecht, der sich entschieden gegen die chinesischen Betreiber ausgesprochen hatte, hat bereits im August gegenüber der Badischen Zeitung erklärt, sich über das Vertragsende 2021 hinaus als Betreiber des Flughafens einzubringen und zu engagieren. Basis seien Gespräche mit den Vertretern der Stadt, nach der Wahl des neuen Oberbürgermeisters, so Herrenknecht damals. Dazu würden klare Konzepte und Überlegungen zur Entwicklung benötigt: „Daran ist ebenso die Frage gekoppelt, wer die passenden und besten Partner für die weitere Entwicklung des Flughafens und dessen Betrieb über 2021 hinweg sind.“ Im neuen Jahr will sich Martin Herrenknecht zu den weiteren Schritten äußern. Quelle: ‚Badische-Zeitung‚ (Registrierung).

Thuner Kunstflugtage 2019

Im Herbst 2019 fanden auf dem Flugplatz Thun die traditionellen Thuner Kunstflugtage statt. Der Kunstflugkurs begann mit einem Longbriefing im Flugplatzrestaurant, wo sich ein buntes Teilnehmerfeld einfand. Einige wollten ihre Segelkunstflugkenntnisse auffrischen, andere absolvierten einfach ein Safetytraining und ein Pilot erneuerte seine Segelfluglizenz. Auch Schnupperflüge wurden angeboten, um das Gefühl von Segelkunstflug zu vermitteln.

Egelsbach: Triwo AG übernimmt von NetJets

Der größte allgemeine Verkehrslandeplatz der Bundesrepublik und die zugehörige Betriebsgesellschaft bekommen neue Hausherren – da will man in der Lokalpolitik möglichst rasch herausfinden, mit wem man es zu tun hat. Vieles, was der Triwo-Vorstand vorträgt, dürfen seine Gegenüber als beruhigend zur Kenntnis nehmen: Die Triwo AG habe kein Problem damit, den sogenannten Vertrag über die Entwicklung und den Ausbau des Flugplatzes Frankfurt-Egelsbach – abgeschlossen anno 2009 zwischen den HFG-Verkäufern und NetJets – einzuhalten, der wesentliche Betriebsbestimmungen im Sinne der Anrainerkommunen reglementiert. Vielmehr habe man langfristiges Interesse, den Flugplatz voranzubringen und die Infrastruktur zu ertüchtigen, so Adrian. Weder strebe man die Verlängerung der Piste noch der Betriebszeiten an noch die Erhöhung des höchstzulässigen Abfluggewichts. Das liegt aktuell bei 14 Tonnen, NetJets hätte gern 25 gehabt. „14 Tonnen reichen für diesen Flugplatz absolut“, stellt Adrian fest. Abgesehen davon herrsche in der Triwo-Chefetage Konsens: „Deutlich mehr Flugbewegungen dürften kein Faktor für wirtschaftlichen Erfolg in Egelsbach sein.“ Quelle: ‚op-online.de‚.

Rekord über den Wolken – Klaus Ohlmann

60 Weltrekorde hält der Segelflieger Klaus Ohlmann, Höhenrekorde, Langstreckenrekorde in den Anden und die Überfliegung des Mount Everest mit dem Segelflugzeug. Für die Wissenschaft fliegt er, um sogenannte Leewellen zu erforschen, die auch bei Linienflügen immer wieder für Turbulenzen sorgen. Ausführliches Interview des WDR mit Klaus Ohlmann.

Peinlicher Fehler des Bundes in Dübendorf

Ein gravierender Fehler des Bundes beschädigt in Sachen Flugplatz Dübendorf das Vertrauen der Bevölkerung in den Prozess. Fünf Jahre, nachdem er den Betrieb nach einer Ausschreibung an eine Firma übergeben hat, stellt sich heraus, dass er dies in einem entscheidenden Punkt unter falschen Annahmen getan hat. Die Überflugrechte, die für die Luftwaffe galten, gelten für ein privates Unternehmen nicht. Ein fundamentaler Punkt wurde vor der Ausschreibung nicht geklärt oder falsch beurteilt. Der Fehler ist folgenschwer. Er wirft das Vorhaben, die Business-Jets nach Dübendorf auszulagern, um Jahre zurück. Zwar lässt sich das Problem der Überflugrechte technisch lösen, indem der Bund der Betreiberfirma eine Konzession erteilt. Rechtliche Einspruchsmöglichkeiten dagegen gibt es nicht, soweit dies heute abschätzbar ist. Es ist aber absehbar, dass dies bei der betroffenen Bevölkerung als Bevormundung aufgefasst werden wird. Damit ist das eigentliche Problem benannt, das sich aus der rechtlichen Fehleinschätzung ergibt: Es führt zu einem Vertrauensverlust. Die Bevölkerung in den Anrainergemeinden wehren sich seit Jahren gegen den Business-Flugplatz. 2017 stimmte sie an der Urne dagegen und für ein Alternativkonzept, das die Gemeindeexekutiven ausgearbeitet hatten. Die Abstimmung wurde von manchen als Farce kritisiert, weil damals wie heute klar war, dass einzig der Bund am Flugplatz Dübendorf das Sagen hat. Das Gefühl der Bevormundung dürfte sich jedoch verstärken, sollte dieser sich dazu entscheiden, den Weg der Konzession zu beschreiten. Einen Vertrauensverlust hinterlässt der jetzige Marschhalt nicht nur bei den Feinden, sondern auch bei den Freunden des Dübendorfer Flugplatzprojekts. Uvek-Vorsteherin Simonetta Sommaruga gilt nicht als Fan der Aviatik. In den Augen jener, die sie kritisch sehen, hat sich dieses Bild verstärkt. Das Uvek hinterlässt tatsächlich nicht den Eindruck, das Dübendorfer Flugplatzprojekt mit unbedingtem Willen voranzutreiben. Davon zeugt beispielsweise, dass beim weiteren Vorgehen auf die Zusammenarbeit mit dem Kanton verwiesen wird und vieles im Ungefähren bleibt – obwohl der Bund in der Fliegerei fast alle Gestaltungsmittel in der Hand hat und vorwärtsmachen könnte. Quelle: ‚NZZ, Neue Zürcher Zeitung‘.

Übersicht Segelflug-Unfälle 2019

(Unvollständige) Liste folgenschwerer Ereignisse im Segelflug der vergangene Monate. Bitte fliegen Sie vorsichtig – passen Sie bei jedem Flug von Neuem auf sich auf.

DatumFlugzeugtypOrt
2019_12_02Scheibe SF 25Plettenberg Bay (SA)
2019_11_10Schleicher ASK 21Husbands Bosworth (UK)
2019_11_06Schleicher ASW-15BWaynesville, Warren County (US)
2019_11_03Schleicher ASW-19Ludvíkov, Bruntal (CR)
2019_10_28Schleicher ASK 13Le Havre-Saint-Romain (F)
2019_10_26Schempp-Hirth Ventus cMeranges (ES)
2019_10_19Schleicher ASK 13Ohlstadt-Pömetsried (D)
2019_10_15Rolladen-Schneider LS7-WLPic Saint-Loup (F)
2019_10_12Schleicher ASK 21Porta-Westfalica (D)
2019_10_12SZD-42 Jantar 2BJesenik (CR)
2019_09_25Aquila AT01 (A210)Hahnweide (D)
2019_09_19Schempp-Hirth Discus-2cTBoberg (D)
2019_09_13Schleicher ASH 26 EBarcelonnette (F)
2019_09_11Schleicher ASK 21Itxassou (F)
2019_08_31Grob G104 Speed Astir IIBFadrique/Toledo (ES)
2019_08_25Glaser-Dirks DG-300 ElanWilkeson, WA (USA)
2019_08_17Schleicher ASK 13Borkenberge
2019_08_14Schweizer SGS 2-33APicton Airport (CA)
2019_08_11Scheibe SF 25C-TL Rotax-FalkeFüssen
2019_08_11LAK-17B-FESGarray (ES)
2019_08_11Schleicher ASW 19BHavlíckuv Brod
2019_08_10Ventus 2cxMMonte Vettore, Rieti
2019_08_07'Glider'Cross Fell, Kirkland, Cumbria (UK)
2019_08_06Jonkers JS1-C-21 RevelationUvalde, TX (USA)
2019_08_02Schempp-Hirth Janus BLa Vachette
2019_07_30Arcus MSisteron
2019_07_28Schleicher ASK 21Bad Gandersheim
2019_07_28Discus bTølløse Airfield
2019_07_26Standard Cirrus 75Gwernesney, Monmouthshire
2019_07_26Schleicher ASK 21Black Diamond, AB
2019_07_23SZD-50-3 PuchaczPiotrków Trybunalski Airfield
2019_07_21Grob G102 Astir CSLüneburg
2019_07_21Antares 20EaBlayeul, Haute-Provence
2019_07_20HK-36R Super DimonaWasserkuppe
2019_07_19ASG-32MiComo, Alzate Brianza
2019_07_18SZD-30 PiratPalikije, Lublin
2019_07_18Jantar Standard 3Leszno-Strzyżewice
2019_07_17Phoebus B-1Alvord Desert, OR
2019_07_16LS8-18Cheval-Blanc
2019_07_15Schleicher ASK 13Labécède, Lauragai
2019_07_07Standard CirrusSaint Aubin
2019_07_06IAR IS-29D2Sanpetru Airfield , Brasov
2019_07_06Grob G103 Twin AstirRankin County
2019_07_04Schleicher ASW 19Thaleralm, Brandenberg
2019_07_04Schleicher ASW 19Thaleralm, Brandenberg
2019_07_02Schleicher ASW 20LBad Belzig, Lüsse
2019_07_01Schempp-Hirth Arcus MNephi Municipal Airport, UT
2019_06_30Rolladen-Schneider LS4-aMoriarty, NM
2019_06_23Schleicher ASG-32Arbaz, VS
2019_06_21Grob G103C Twin III AcroHetzleser Berg
2019_06_20Glaser-Dirks DG-300WLWaldleiningen
2019_06_16Ventus 3TBeuren / Hahnweide
2019_06_15Grob AstirKrefeld-Egelsberg
2019_06_15SZD-48-1 Jantar Standard 2Ostrów Airport
2019_06_13Schleicher ASK-21Schliersee, Valepp
2019_06_03SZD-48-3 Jantar Standard 3Bojanowo, Polen
2019_06_02GliderSchmoldow
2019_06_01Grob G103, Twin AstirCentre de Vol à Voile Lyonnais (CVVL)

Neue Ausgangslage beim Flugplatz Dübendorf

Im Zusammenhang mit der Umnutzung des Militärflugplatzes Dübendorf in ein ziviles Flugfeld sind wichtige Fragen aufgetaucht, die bei der Planung des Projekts 2013 nicht berücksichtigt worden sind. Zum einen haben Abklärungen ergeben, dass der vorgesehene Flugbetrieb in Dübendorf aus Sicherheitsgründen grösseren Koordinationsbedarf mit dem Flughafen Zürich auslöst als ursprünglich angenommen worden ist. Zum anderen hat sich gezeigt, dass Grundstücke derart tief überflogen würden, dass die Eigentumsrechte der Grundeigentümer entgegen den bisherigen Planungen allenfalls beschränkt werden müssten. Die Flugplatz Dübendorf AG, die vom Bund 2014 den Zuschlag für den Betrieb erhalten hatte, verfügt jedoch nicht über die dazu nötige Befugnis zur Enteignung. Dafür wäre eine Konzession erforderlich. Das UVEK hat den Kanton Zürich über diese Entwicklungen und die neue Ausgangslage informiert. Zu den sicherheitstechnischen Aspekten wird das UVEK zudem eine Studie in Auftrag geben. Der Bund wird das weitere Vorgehen in Rücksprache mit dem Kanton Zürich klären, um tragfähige Lösungen für die Zukunft der zivilen Luftfahrt in Dübendorf zu entwickeln. Der Aufbau des Innovationsparks ist von den neuen Entwicklungen nicht betroffen.

Schänis: Pilotinnentag

Sechs Pilotinnen nahmen die Gelegenheit wahr, in die Faszination «Segelfliegen» einzutauchen. Der Event wurde von Susanne Styger, Béatrice Echter, Mirjam Stemmler und Mike Hürlimann aus der SG Lägern organisiert. Dank einer kurzen Regenpause kamen doch noch alle Pilotinnen in den Genuss eines Schnupperfluges. Der Tag begann mit einem Theorieblock von Beat Straub. In der Werkstatt konnten sich die Teilnehmerinnen auch am Simulator üben. Dabei wurden sie von Mitgliedern der SG Lägern betreut. Mit dieser Aktion will die SG Lägern Frauen den Segelflugsport näherbringen.

Thermik aus der Steckdose

Spaziergängern bietet sich zuweilen ein seltsamer Anblick: Auf einem freien Feld steht ein verlassenes Segelflugzeug, das dort augenscheinlich nicht hingehört. Offenbar hat der Pilot sein Ziel verfehlt, er musste an einer Stelle landen, wo er eigentlich nicht wollte. Die Außenlandung auf geeigneten Feldern oder Wiesen blüht ihm bei nachlassenden Aufwinden, der Flugplatz kann dann außer Reichweite geraten. Das klingt stressig für den Segelflugpiloten und ist es auch, die Außenlandung gehört aber zur Ausbildung und wird jährlich Hunderte Male erfolgreich durchgeführt. Viel ärgerlicher als die entgangenen Streckenkilometer wiegt die anschließende Rückholprozedur, für die das Segelflugzeug von der anrückenden Hilfsmannschaft zerlegt und in einem Anhänger verstaut werden muss. Zur Vermeidung solcher Mühsal haben die Konstrukteure längst Antriebe entwickelt, deren Propeller rechtzeitig aus dem Rumpfrücken des Flugzeugs klappt und nach dem Einsatz aerodynamisch günstig wieder darin verschwindet. Der lautlose Flug kann damit weitergehen. Um ihn allein schließlich geht es Segelfliegern, die grundsätzlich nur aufsteigende Luftmassen nutzen wollen, um Höhe zu gewinnen. Oft findet sich diese Thermik unter bilderbuchreif aufquellenden Cumuluswolken, die Segelflugzeuge folglich anziehen wie das Licht die Motten. Optimal im engen Aufwindschlauch kreisend, wird Höhe getankt, um sie im anschließenden Geradeausflug in wertvolle Streckenkilometer umzuwandeln. Von Wolke zu Wolke huschend, sind Distanzen über viele hundert Kilometer kein Hexenwerk, wobei die Flugeigenschaften moderner Segler immer wieder begeistern. Eine Gleitleistung von 50 Kilometern aus eintausend Höhenmetern etwa gehört in der populären Klasse von 18 Meter Spannweite zum guten Ton und euphorisiert im schnellen Geradeausflug mit dem Gefühl, die Maschine würde kaum sinken. Quelle: ‚FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung‘.

‚Landung‘ in Hochspannungsleitung

Dieser Pilot hatte scheinbar seine Schutzengel auf beiden Flügeln sitzen. Thomas Koskovich flog mit seinem einmotorigen Sportflugzeug in eine Hochspannungsleitung. Das Wunder: Er überlebte völlig unverletzt. Laut der Polizei von Shakopee war Koskovich auf dem Weg nach Minneapolis gewesen. Gegen 16 Uhr krachte er mit seiner Piper Cub in die Hochspannungsleitung in einem Feld. Die Maschine blieb in der Luft an den Leitungen hängen. Polizeichef Luke Hennen: „Wir haben den Strom abgestellt, um den Piloten sicher bergen zu können. Er hatte keine Verletzungen davon getragen. Es ist unglaublich, dass dieser Absturz keine schlimmeren Folgen hatte.“ Warum der 65-Jährige so tief geflogen und in die Stromleitung gekracht war, soll eine Untersuchung der Flugsicherheitsbehörde FAA feststellen. Quelle: ‚express.de‚.

Hamm: Startbahn deutlich länger

Der Hammer Luftsportclub (LSC) baut die Start- und Landebahn seines Flugplatzes aus. Die Ziele sind weniger Fluglärm und mehr Sicherheit. Wenn bislang ein Pilot am Hammer Flugplatz seine Maschine in die Lüfte zog, hatte er die ersten Turbulenzen schon hinter sich. Über Kaninchenlöcher und Maulwurfshügel hatte er sich in der ersten Startphase hinweggehoppelt, bis er endlich den befestigten Teil der Piste erreicht hatte und richtig beschleunigen konnte. Das war nicht nur wenig komfortabel, sondern auch mit gewissen Gefahren und Lärmbelästigungen für die Anlieger verbunden. Die motorgetriebenen Maschinen steuerten nämlich in Flugrichtung Westen in relativ geringer Höhe auf das Hamtec zu und verursachten eben wegen dieser geringen Flughöhe am Boden wahrnehmbaren Lärm. Die alte, 630 Meter lange Piste wird derzeit nach Osten hin verlängert, und zwar um 120 Meter. 750 Meter maß die Hammer Start- und Landebahn offiziell zwar schon immer, aber darin eingerechnet waren die 120 Meter auf der Buckelpiste. Wie schon auf dem alten Teil, soll auch beim neuen Teilstück ein Ökostein verpflastert werden. Er führt nicht zur Versiegelung der Fläche, sondern ist wasserdurchlässig. 150.000 Euro wird die Maßnahme kosten. Sie wird zum Teil vom Land NRW gefördert – wegen des erhöhten Sicherheitsaspekts und des geringeren Fluglärms. Denn klar ist: Die Maschinen erreichen in Zukunft schneller ihre Abfluggeschwindigkeit und fliegen entsprechend höher über das Hamtec hinweg. Nichts ändern wird sich an den Dimensionen der für den Hammer Flugplatz zugelassenen Maschinen. Bei mehr als einer Tonne Gewicht wird weiterhin Schluss sein. Quelle: ‚wa.de‚.

Alpe Adria Cup-Anmeldung jetzt möglich

Der Alpe Adria Segelflugcup ist einer der größten Segelflugwettbewerbe in Österreich mit internationaler Beteiligung und jährt 2020 zum 28. Mal. Im Vorjahr haben 43 Piloten aus der Schweiz, Deutschland, Italien, Tschechien und Österreich teilgenommen. An 4 von 8 möglichen Wertungstagen wurden ca. 30.000 Streckenkilometer erflogen. Streckenflüge zwischen 240 und 480 Kilometer wurden durchgeführt. Veranstaltet wird der Cup, bei dem in der 106er Klasse und der Offenen Klasse geflogen wird, vom Österreichischen Aero Club – Landesverband Kärnten. In der 106er Klasse fliegen alle Segelflugzeuge bis zu einem Flugzeugfaktor von 106 nach der „British Gliding Association – glider handicap list“ und alle darüber liegenden Segelflugzeuge fliegen in der offenen Klasse. Veranstaltungsort ist der Flugplatz Feldkirchen Ossiachersee. Hier wurde dieser Wettbewerb schon mehr als 20 Mal ausgetragen. Tagesaufgaben von über 500 km wurden in den vergangenen Wettbewerben ausgeschrieben und auch von den Teilnehmern vollendet. Der „Siegerschnitt“ bei einem Streckenflug von mehr als 400 km beim einem AAC lag bei über 149 km/h. Dieser durchaus anspruchsvolle Wettbewerb ist bei den Teilnehmern sehr beliebt; daher sind auch dieses Mal die Startplätze sehr begehrt.

Eine königliche Reise – vom Veltlin ins Aosta-Tal

Dieser Bericht über das Fluggebiet ‚Südalpen‘ beschreibt den Flugweg vom Monte Legnone am Westende des Veltlins bis ins Aosta-Tal. Bestimmt interessieren Sie sich für den Unterschied zwischen der ‚großen‘ und ‚kleinen Banane‘ – und vermutlich noch mehr, an welchen Hotspots Sie Ihr Höhenmeter-Konto wieder auffüllen können.

Die beiden beschriebenen Flugstrecken und ihre Aufwindquellen grafisch dargestellt

Grandioses Gebirgserlebnis

Norditalien bietet grossartige landschaftliche Eindrücke. Zahlreiche Segelflug-Gespanne ziehen deshalb schon früh zu Saisonbeginn aus dem nördlichen Teil Europas auf die Flugplätze Caiolo im Veltlin, nach Locarno oder Calcinate del Pesce, Alzate-Brianza am Rande der Po-Ebene, Valbrembo am Nordwestrand der CTR Bergamo, Ambri in der Schweizer Leventina oder den im Frühjahr temporär wieder zum Leben erweckten ehemaligen Flugplatz bei San Vittore. Den westlichen Teil der Region schliessen die Flugfelder in Masera bei Domodossola und der grosse Flugplatz in Aosta ab. Letztere weisen ein paar Nachteile auf, diese Spezialitäten finden Sie in den zusätzlich aufbereiteten online-Flugplatz-Informationen. Hier finden Sie den kompletten Bericht mit Zusatz-Informationen im fliegerNews-Shop.

BER soll am 31. Oktober 2020 öffnen

Die Betreiber des BER trauen sich mit einem neuen Eröffnungstermin an die Öffentlichkeit: Am 31. Oktober 2020 soll der neue Hauptstadtflughafen in Betrieb gehen. Angesichts jahrelanger Verzögerung und mehrerer geplatzter Termine bleiben viele skeptisch. Es ist der letzte mögliche Tag innerhalb eines selbst gesteckten Zeitraums: Am 31. Oktober des kommenden Jahres soll der Hauptstadtflughafen BER eröffnen, verkündeten die Betreiber am Freitag. Sollten sie den Termin diesmal halten können, ginge der Flughafen mit rund neun Jahren Verspätung, mehr als verdreifachten Kosten und nach diversen geplatzten Terminen an einem Samstag ans Netz. Dass es im Oktober des kommenden Jahres endlich soweit sein soll, war schon länger bekannt. Der genaue Tag hingegen war bis zuletzt ein gut gehütetes Geheimnis. Rund eine Woche vorher enden in Berlin die Herbstferien. Laut dem BER-Chef bedeutet das für den geplanten Tag der Eröffnung rund ein Drittel weniger Fluggäste als während der Ferien oder im Sommer. „Dadurch war es schon naheliegend, dass wir ans Ende Oktober gehen.“ Quelle: ‚RP-online.de‚.

Füssener Flieger fürchten um Existenz

Wegen der Nähe des Flugplatzes zum gebauten Neubaugebiet hat der Luftsportverein Sorge wegen möglicher Klagen gegen Fluglärm. Thomas Bäurle ist Vorsitzender des Luftsportvereins Füssen und in Sorge: „Durch so ein Szenario sieht sich die Pilotengemeinschaft am Fluglatz in ihrer Existenz bedroht“, so der Vereinschef. Das „Szenario“, das ist das geplante Neubaugebiet im Füssener Norden auf den Flächen des ehemaligen „Allgäuer Dorfs“. In drei bis fünf Jahren sollen dort bekanntlich die ersten Bagger anrollen. Weil die Flugroute des benachbarten Füssener Flugplatzes genau über das geplante Wohngebiet führt, befürchten die Flieger Klagen künftiger Anwohner und damit über kurz oder lang das Aus für ihren Verein. „Die Politik ist in der Pflicht, die künftigen Eigentümer darauf hinzuweisen“, appelliert deshalb der LSV-Vorsitzende. Wie bereits mehrfach ausführlich im Kreisbote berichtet, ist auf den Flächen im Füssener Norden bekanntlich ein neues modernes Stadtquartier geplant, das den Herausforderungen der Zukunft gerecht werden soll. Die Überlegungen sehen ein „Generationenübergreifendes Wohnen, Arbeiten und Leben“ vor. So sollen rund 60 Prozent der Fläche für Wohnen und 40 Prozent für Gewerbe genutzt werden. Von den Mietwohnungen – Ein- bis Vier-Zimmerwohnungen – sollen 40 Prozent im bezahlbaren Segment angeboten werden. Auf den geplanten Gewerbeflächen – die an der B310 entstehen könnten – soll ein Mix aus klassischem verarbeitenden Gewerbe, Medien- und Kreativwirtschaft sowie Dienstleistungsbetrieben entstehen. Angedacht ist, das neue Quartier Abschnitt für Abschnitt umzusetzen, wobei jeder Abschnitt für sich voll funktionsfähig sein müsse. Dass im Füssener Norden in wenigen Jahren Menschen leben sollen, hat jetzt den Luftsportverein alarmiert, der quasi gleich nebenan zusammen mit dem Flugsportverein Marktoberdorf und den Starrflügelpiloten der „Pfrontener Falken“ einen Flugplatz betreibt. Bei diesem handelt es sich um den einzigen noch verbliebenen Flugplatz im Ostallgäu. Die wichtigste Abflugroute von dort führt allerdings genau über das künftige Baugebiet, wie Vorsitzender Thomas Bäurle gegenüber unserer Zeitung erläuterte. Quelle: ‚Kreisbote.de‚.

Bei Fliegern Verursacherprinzip anwenden

(Leserbrief zum Artikel „FDP Würzburg: Stadt soll Flugzeugkauf unterstützen„). Dass der städtische Haushalt in diesem Jahr nicht ganz so komfortabel aufgestellt ist wie in den Vorjahren und die Regierung auch keine weiteren Schulden erlaubt, ist kein Geheimnis. Umso mehr verwundert es, dass immer wieder über die Finanzierung eines neuen Schleppflugzeugs für den Flugsportclub Würzburg diskutiert wird. Nicht nur die Stadt, sondern auch mehrere Landkreisgemeinden signalisieren nicht unerhebliche finanzielle Unterstützung für diese Maßnahme, da sie glauben nur so die Lärmbelastung für ihre Bürgerschaft reduzieren zu können. Der Flug“sport“club ist eine private Einrichtung, die sowohl mit ihrer Schleppfliegerei für die Segelflieger als auch durch die startenden Privatflieger erheblich Lärm erzeugt. So entsteht viel Unmut im Umfeld der Schenkenfeldgemeinden. Hinzu kommen die Emissionen durch den Betrieb der Hubschraubertankstelle, die dem Flugsportclub Einnahmen verschafft. Publikumswirksame Extra-Aktionen wie Nikolausflüge, Muttertagsflüge und die höchst gefährdenden Flugtage, sollen weiterhin von der Anwohnerschaft toleriert werden. Wieso also sollten öffentliche Gelder in eine Maßnahme fließen, die dann auf lange Zeit vermeidbare Schadstoffemissionen, Gefährdungen und natürlich weiterhin Lärm erzeugt? Stadt und Landkreis sollten sich nicht in der Weise nötigen lassen, Maßnahmen einer privaten Gruppe von Freizeitfliegern zum Lärmschutz öffentlich zu finanzieren. Stattdessen sollten sie das Verursacherprinzip anwenden und den Flugsportclub verpflichten, zumindest selbst für die längst überfällige Lärmreduktion zu sorgen. Dies wäre ein Signal, dass man die Zeichen der Zeit verstanden hat. Quelle: ‚mainpost.de‚.

Flugplatz Drewitz wird verkauft

Der Verkehrslandeplatz Cottbus-Drewitz in der Nähe von Peitz (Landkreis Spree-Neiße) soll verkauft werden. Das teilte die Amtsdirektorin von Peitz, Elvira Hölzner (parteilos), am Donnerstag auf rbb-Nachfrage mit. Ein Weiterbetrieb als Flugplatz sei von den wahrscheinlichen neuen Eigentümern, einer Investorengruppe, nicht vorgesehen. Stattdessen setze die Gruppe auf Elektromobilität. Das Amt erhoffe sich neue Industriearbeitsplätze für die Region. „Die jetzigen drei Eigentümer haben sich lange bemüht dort etwas zu etablieren in Richtung Fliegen, was leider nicht geklappt hat“, erklärt Elvira Hölzner. Die Landesregierung habe schriftlich erklärt, dass Drewitz kein Ausweichflugplatz für den BER werde. „Das war natürlich der Todesstoß“, meint sie. Das Gelände soll in der nächsten Woche offiziell verkauft werden. Dann beginnen laut Hölzner die Planungen für die weitere Nutzung des Geländes. „Wir müssen einen neuen Bebauungsplan aufstellen, wir müssen den Flächennutzungsplan ändern, das ist schon eine Zeitspanne von eineinhalb Jahren“, so Hölzner. Quelle: ‚rbb24.de‚.

Traum vom Fliegen

Der Traum vom Fliegen ist für Alexandre Servais Wirklichkeit geworden. „Seit ich denken kann, will ich Pilot werden“, erzählt der 17-jährige Raerener. Die Royal Belgian Air Cadets haben es ihm nach mehreren Monaten Ausbildung ermöglicht, alleine mit einem Segelflugzeug in die Luft zu gehen. Für viele Teilnehmer ist diese Ausbildung die ideale Vorbereitung auf eine Karriere als Pilot. „Ich will eines Tages etwas mit Luftfahrt machen“, sagt Alexandre Servais. „Am liebsten natürlich als Pilot, aber nicht unbedingt“, ergänzt der Schüler der Pater-Damian-Sekundarschule. Seit der Promotion 2019 gehört er den Royal Belgien Air Cadets an, eine dreijährige Ausbildung, die viele als Vorbereitung auf eine Pilotenkarriere nutzen. Die belgischen Luftkadetten konzentrieren ihre Aktivitäten auf alles, was mit Luftfahrt, Segelflug und Flugzeugen zu tun hat. Es gibt einen niederländischsprachigen und einen französischsprachigen Flügel, die bei gemeinsamen Auftritten den Titel Royal Belgian Air Cadets wählen. Bei einer Recherche im Internet zu einem Vortrag zum Thema Luftwaffe stieß er auf das Angebot für für 15- bis 16-jährige Jugendliche. Quelle: ‚grenzecho.net‚.

FDP Würzburg: Stadt soll Flugzeugkauf unterstützen

Der Flugsportclub Würzburg (FSCW) möchte sich gerne ein neues, leiseres Schleppflugzeug für Segelflieger kaufen, kann aber die Kosten in Höhe von 160’000 Euro für das Ultraleichtflugzeug nicht alleine aufbringen. Die Stadt Würzburg hatte als Zuschuss für den Erwerb der neuen Maschine 25’000 Euro im Haushalt für 2019 eingestellt. Für die an diesem Donnerstag beginnenden Haushaltsberatungen für 2020 (Beginn um 10 Uhr im Ratssaal) beantragt die Stadtratsfraktion von FDP/Bürgerforum, die städtische Förderung auf 50’000 Euro zu verdoppeln, damit der Erwerb des Flugzeugs zeitnah sichergestellt werden kann. FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim Spatz sagte auf Anfrage, dass er den höheren Zuschuss für angemessen und berechtigt halte, weil das neue Flugzeug einen erheblichen Beitrag zur Minderung des Fluglärms leisten werde. Keineswegs handele es sich bei dem städtischen Zuschuss um eine Investition in den Flugsport, sagte Spatz. Das Luftamt Nordbayern hat vor einigen Jahren den Lärm des jetzigen Fliegers gemessen und festgestellt, dass er im zumutbaren Bereich liege. Aus eigener Anschauung könne er bestätigen, dass das neue Flugzeug erheblich leiser fliege als das derzeit im Einsatz befindliche. Diesen subjektiven Eindruck hätten auch Lärmmessungen bestätigt, so der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion. Quelle: ‚mainpost.de‚.

Flug durch die Hölle

Vor 75 Jahren brach am Calanda oberhalb von Felsberg der mutmasslich grösste Waldbrand in der Schweizer Geschichte aus. Rund 477 Hektaren Wald fielen dem Feuer zum Opfer. Weniger bekannt dürfte sein, dass der Waldbrand einer einzigen Person von unmittelbarem Nutzen war. Am Calanda standen gewaltige Rauchmassen, die langsam schleichend, unheimlich still, fast senkrecht zum Himmel strichen. Ein grosses Gebiet des Berghangs brannte lichterloh. Fritz Glur näherte sich dem Hang und spürte eine Luftströmung, die nach oben gegen den Brandherd strich. Er drehte in das Aufwindgebiet ein und konnte seine Höhe von nur noch 190 Metern über der Talsohle halten. In dichten Achterschleifen vor dem Feuer stieg die Spalinger S 22 mit rund 50 Zentimetern pro Sekunde. Bald waren 80 Meter an Höhe gewonnen. Die Steiggeschwindigkeit nahm zu, und Glur wagte sich immer näher zum lodernden Riesenfeuerherd. Sobald er freien Raum hatte, legte er sein Segelflugzeug in steile 360-Grad-Kurven. Dabei durchflog er den Kern des Aufwindschlauchs. Glur schrieb: «Ich erhielt so kräftige Böen, wie ich solche noch nie zuvor in meiner Segelflugpraxis erlebt hatte. Meine Maschine wurde beinahe auseinandergerüttelt, dafür aber zeigte mein Variometer eine Steiggeschwindigkeit von 4 m/Sek!». Der Rauch wurde so dicht, dass Glur zur Sauerstoffmaske greifen und nach den Blindfluginstrumenten fliegen musste. Wenn er etwas näher an den Hang kam, erschien der Rauch in rötlicher Farbe, denn unter ihm loderten die infernalischen Flammen bis zu 50 Metern hoch. Glur schrieb weiter: «Es war ziemlich ungemütlich in diesem tobenden Höllenstrom, und so war meine Freude entsprechend gross, wie ich oben aus der Rauchmasse herauskam und konstatierte, dass ich 1000 Meter Höhe gewonnen hatte. Noch einmal kreiste ich vor dem brennenden Calanda und dachte dabei, dass ich wohl der Einzige war, dem dieser Brand etwas genützt hatte.» Mit der gewonnenen Höhe glitt Fritz Glur nördlich an Chur vorbei ins Gebiet des Hochwang, wo er wieder Anschluss an die Thermik fand und zurück nach Samedan fliegen konnte. Quelle: ‚NZZ‚.

Regionalflugplätze unzufrieden mit Skyguide

Mehrere Regionalflugplätze, darunter Grenchen und St. Gallen-Altenrhein, sind nicht zufrieden mit der Flugsicherung von Skyguide. «Technisch und personell läuft es gut», erklärt Conrad Stampfli vom Flugplatz Grenchen. Nicht einverstanden ist er mit den Kosten und deren Transparenz. «Wir zahlen 680’000 Franken für Wetterdaten, pro Jahr. Damit finanzieren wir mehr, als wir müssten; unter anderem den Wetterdienst von Flugplätzen ohne Flugsicherungsdienst», so Stampfli, der als Vizepräsident des Verwaltungsrates amtet. Das sei eine Quersubventionierung, die nicht fair und gemäss neuem Recht auch nicht erlaubt sei. Ausserdem führe das zu hohen Kosten bei den Regionalflugplätzen: Im Jahr 2018 habe Grenchen über 7 Millionen Franken für die Flugsicherung von Skyguide ausgegeben. Das sei ein hoher Budgetposten – besonders in Zeiten, in denen man sparen müsse. «Doch wie sollen wir sparen, wenn wir nicht einmal wissen, wofür wir alles zahlen müssen», meint Stampfli und kritisiert auch die Transparenz der Skyguide-Rechnungen. Die Schweizer Flugsicherung Skyguide dementiert: Transparenz sei da, jede Rechung sei einsehbar. Und wenn die Regionalflugplätze gerne genauer sehen möchten, wie beispielsweise der Wetterdienst im Detail verrechnet werde, «der kann jederzeit den Telefonhörer in die Hand nehmen, uns anrufen und sich anmelden. Wir schauen das gerne im Detail an», ergänzt Skyguide-Mediensprecher Vladi Barossa. Quelle: ‚SRF‚.

Im Flugsimulator zum Segelfliegen

„Ich bin durch den Flugsimulator zum Segelfliegen gekommen“, erzählt Stefan. Nach einem Schnupperfliegen beim Club, 2016, ging es für den Flugschüler fränkisch-brasilianischer Abstammung los. Allein neun Fächer umfasst der theoretische Teil der Ausbildung, mit Wetterkunde, Thermik, Flugphysik, oder Einweisung ins Thema „menschliches Leistungsvermögen“. Auch Verkehrsrecht gehört zum Unterricht. „Wenn zwei Flugzeuge aufeinander zufliegen, weichen beide nach rechts aus.“ Ab 14 kann in Deutschland der Segelflugschein absolviert werden, lange vor dem Autoführerschein. Mit 15 dürfen Schüler ihre Kunststoff-Adler alleine fliegen. Das Clubhaus gehört zum Jungflieger-Dasein ebenso dazu wie geduldiges Warten aufs passende Wetter, oder Ausbesserungsarbeiten in der Werkstatt. An diesem Tag betätigen sich Manfred Zeiß und andere Helfer beim Streichen der Wände. Der Vater von Jakob Zeiß ist begeistertes Mitglied der „Schweinfurter Gleitschirmfreunde“, ebenso wie Mutter Elisabeth. Demnächst will Stefan Roth seiner Schule, dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, einen Einsitzer präsentieren, im Rahmen eines P-Seminars „Physik zum Anfassen“: um Grundschülern die Faszination des Fliegens nahe zu bringen. Quelle: ‚mainpost.de‚.

Mainz und die Luftfahrt

Bis 1914 war Mainz das Zentrum der deutschen Luftfahrt. Daran soll die Sonderausstellung „Ballone- Luftschiffe- Flugmaschinen“ im Stadthistorischen Museum Mainz erinnern. Die Geschichte der Luftfahrt in Mainz begann mit der Erfindung des lenkbaren Luftschiffes, der heutige Zeppelin. Den ließ sich der Mainzer Ingenieur Paul Haenlein 1865 patentieren. 1907 wurde dann der „Mittelrheinische Verein für Luftschifffahrt“ von Koblenz nach Mainz verlegt. Der führte bis 1914 circa 140 Ballonfahrten durch. Anthony Fokkers erstes Flugzeug wurde in den Werkstätten der Automobilfachschule in Zahlbach, die 1907 von Aschaffenburg dorthin zog, und dem Flugplatz in Dotzheim. In Niederwalluf gründete der Mainzer Jacob Goedecker dann seine Flugmaschinenwerke. Anthony Fokker wurde zu seinem ersten Fluglehrer und Werkspiloten, die Testflüge wurden im Gonsenheimer Sand durchgeführt. 1912 verlegte Goedecker seine Produktion nach Gonsenheim. Außerdem war Mainz ein wichtiger Flugplatz zur damaligen Zeit. Der erste deutsche Überlandflug 1910 von Frankfurt nach Mannheim führte zum Beispiel über Mainz. Passend zur Sonderausstellung zeigt das Stadthistorische Museum in Kooperation mit dem Luftfahrtverein Mainz e.V. im CAPITOL Mainz am Sonntag, den 24. November 2019, um 17 Uhr den Spielfilm „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ aus dem Jahre 1965. Der Film zeigt nach Originalplänen nachgebaute Flugzeuge und beschäftigt sich mit den damals sehr beliebten Flugzeugwettbewerben. Quelle: ‚antenne-mainz.de‚. Bild: ‚sensor-magazin.de‚.

Das fliegende Bärchen

Vor rund 80 Jahren entstand die Piper Cub, ein fliegender Oldtimer mit Kultstatus. In der Schweiz hat der Klassiker eine riesige Fangemeinde. Entstanden in seiner Urform ist das Flugzeug bereits Anfang der 1930er Jahre. Ab 1938 liefen die ersten Piper J-3C vom Band. Sie hatten vorwiegend Vierzylinder-Boxermotoren, deren Zylinder frei im Fahrtwind standen und so gut gekühlt wurden. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte wurde das Konzept des zweisitzigen Hochdeckers aber immer weiter verfeinert und verbessert. Zudem ist die Cub ein sogenannter STOL-Flieger. Das ist die Abkürzung für Short Take-off and Landing und bedeutet Kurzstart- und landefähigkeit. Nicht mal 100 Meter brauchen die meisten Maschinen zum Abheben, das Landen geht noch kürzer. Die Cub ist ausserdem universell einsetzbar. Sie fliegt in der Schweiz mit normalen Rädern von Pisten oder auf Schwimmern etwa vom Vierwaldstädter- oder Zürichsee aus. Mit Skikufen geht es auf Schnee oder beispielsweise dem oft erwähnten Hüfi-Gletscher. Zudem eignet sich die Cub gut zum Hochschleppen von Segelflugzeugen. Anders als bei den meisten Flugzeugen sitzen die beiden Insassen nicht nebeneinander, sondern hintereinander. So hat der Pilot perfekte Sicht nach allen Seiten. Gleichzeitig ist die Cub auf Wunsch auch ein fliegendes Cabrio. Denn während des Flugs ist es möglich, die zweigeteilte Einstiegstüre aufzuklappen. Dann kommt zwar nicht von oben, aber zumindest von der Seite jede Menge Licht und Luft ins Cockpit. Gratis dazu gibt es einen ungestörten Blick nach unten auf die vorbeiziehende Landschaft. Quelle: ‚NZZ‚.