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Unfall bei Flughafen in Weiden

Das Kleinflugzeug eines 52 Jahre alten Piloten setzte kurz vor der Landebahn auf und überschlug sich aus bislang ungeklärter Ursache, wie die Polizei am Montagabend mitteilte. Der Pilot und auch der 60 Jahre alte Co-Pilot konnten sich selbstständig aus dem beschädigten Flugzeug befreien. “Durch die naheliegende Luftrettung wurden sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet. Beide Insassen kamen mit dem BRK mit mittelschweren Verletzungen ins Klinikum Weiden”, heißt es in einer Polizeimeldung. Fachkräfte, unter anderem vom Luftfahrtbundesamt, versuchen nun, die Ursache zu ermitteln. Der Sachschaden dürfte sich laut Polizei auf etwa 100.000 Euro belaufen. Quelle: ‘Tag24‘.

Schnell durch die französischen Alpen

Video von “Fayence Soaring”: Nutzen Sie eine einzigartige Form des Aufwinds und verbessern Sie Ihren Streckensegelflug sowie die Geschwindikeit in den Bergen. Quelle: ‘Youtube‘.

Spenden sammeln für Flutopfer

12’000 Euro für Flutopfer wurden erflogen. Das freute vor allem Landrat Stephan Pusch. Nicht nur über die Spenden freute er sich, sondern auch über einen Flug in einem Flieger im Design von Borussia Mönchengladbach. Eine Spende in Höhe von 12’000 Euro und obendrein ein ereignisreicher Rundflug über die Kreisstadt Heinsberg mit einem Flieger im Design von Borussia Mönchengladbach: Besser konnte es kaum kommen für den Kreis Heinsberger Landrat Stephan Pusch. Das ist das schöne Ergebnis einer Aktion, die die Ultraleicht-Piloten des Flugclubs Heinsberg-Selfkant kurzerhand organisiert hatten, um Spenden zu sammeln, die den vom Hochwasser im Juli betroffenen Menschen helfen sollen. Einer dieser Piloten ist Peter Dohmen, Vorsitzender des BSV Wassenberg, der bei seinen Piloten-Kollegen offene Türen einrannte, denn jedem war klar, dass das Ereignis kein gewöhnliches war und dass Hilfe – in welcher Art auch immer – folgen sollte.

Die Benefiz-Aktion der Pilotinnen und Piloten bestand in erster Linie schließlich aus Rundflügen, bei denen Pilotin Katrin Dahmen in ihrem Ultraleicht-Flugzeug vom Typ Ikarus C42 beispielsweise insgesamt 31 Fluggäste mitgenommen hatte. Oberstes Gebot: „Vereinzelt gab es die Bitte, über ein paar Hochwassergebiete zu fliegen, doch einen Hochwasser-Tourismus hatten wir von Anfang an ausgeschlossen“, erklärte Peter Dohmen. So sei der Überflug von überschwemmten Gebieten eben absolut tabu gewesen. Dohmen weiter: „Die meisten unserer Fluggäste wollten ihren eigenen Wohnort und damit auch ihr eigenes Haus von oben sehen.“ Auch Josef Staaks, der Vorsitzende des Flugclubs, äußerte sich zur Aktion, bei der das Thema Sicherheit eine wesentlich Rolle spielte: „Gerade bei einem hohen Verkehrsaufkommen achten wir strikt auf die koordinierten Abläufe am Boden, abgestimmte Flugrouten und auf das behördlich genehmigte Start- und Landeverfahren. mein Dank gilt nicht nur allen Spenderinnen und Spendern, sondern auch an unsere Vereinsmitglieder, die keine Mühe gescheut hatten, die Benefiz-Rundflüge zu organisieren.“ Quelle: ‘RP-online.de‘.

Nationales Fliegerfest

Das nationale Fliegerfest findet am Samstag/Sonntag/Montag, 25./26. und 27. September in ganz Frankreich statt. Es lädt die Franzosen ein, mit ihren Familien die “Tage der offenen Tür” im ganzen Land zu besuchen, um unsere fliegerischen Aktivitäten wie Freiflug, Modellflug, Fallschirmspringen, Motorflug bis zur kommerziellen, militärischen, geschäftlichen und Raumfahrt zu entdecken. Eine tolle Gelegenheit, die Ausbildungsgänge, Berufe, Aktivitäten, kostenlosen Veranstaltungen und Dienstleistungen zu entdecken, die nicht weit vom jeweiligen Wohnort entfernt angeboten werden. Quelle: ‘PlaneurNet‘ und ‘Fête de l’Aviation‘.

Kleinflugzeug muss notlanden

Der Pilot (65) eines Kleinflugzeugs kam am Freitagmittag bei Kirchberg mit dem Schrecken davon: Weil der Motor seiner Cessna “175 H” ausfiel, musste der Mann die Maschine auf einem Feld im Ortsteil Burkersdorf notlanden. Der Deutsche war am Donnerstag gegen 12 Uhr vom Flugplatz in Zwickau zu einem Rundflug gestartet. Nach etwa 20 Minuten bemerkte er, dass der Motor kein Gas mehr annahm. Quelle: ‘Tag24‘.

Kein “Nationales Segelflug-Sportzentrum”

Seit Anfang des letzten Jahres arbeitet der Segelflugverband an Abklärungen zur Errichtung eines nationalen Segelflug-Sportzentrums zur Unterstützung des Leistungssportes und des Swiss Gliding Teams (SGT). Aus den angemeldeten Interessenten wurden zwei Standorte evaluiert, welche über die benötigte Infrastruktur und Organisation verfügen. Die Bedürfnisabklärungen des Verbandes haben sich in die Länge gezogen und keinen verpflichtenden Nutzungsplan für die kommenden Jahre ergeben. Dieser wäre die Grundlage, um die Einrichtung eines Segelflug-Sportzentrums mit nationaler Bedeutung zu begründet und den grossen Aufwand rechtfertigt.

Der Vorstand des SFVS hat an seiner Sitzung Anfang September entschieden, das Projekt vorläufig einzustellen. Der Vorstand ist überzeugt, dass das die Mitglieder des SGT durch die intensive Nutzung eines Sportzentrums profitieren würden und die sportlichen Leistungen weiter gesteigert werden könnten. Der Segelflugverband bedankt sich bei den Segelfluggruppen für das gezeigte Interesse und die eingereichten Bewerbungen. Das Projekt wird zu gegebener Zeit und bei einer verlässlichen Nutzungsplanung weitergeführt. Quelle: ‘SFVS‘.

“No Limits 2021” – ein voller Erfolg

Zum 11. Mal fand am Sonntag den 12.09.2021 “No-Limits in the air” der Flugsportgruppe UNION Linz statt. Dabei konnten 45 Kinder mit Beeinträchtigung und deren Begleiter die Faszination Fliegen erleben. Insgesamt wurden 70 Starts mit den Teilnehmern durchgeführt. Das Wetter spielte nach einem anfänglichen Regenguss perfekt mit. Es ist immer wieder schön, die große Freude der Kinder erleben zu dürfen. Quelle: ‘Aeroclub.at‘.

Lilium an der Nasdaq

Der kommerzielle Erstflug der Lilium-Flugtaxis soll 2024 stattfinden. Zeitplan und Technologie sind ambitioniert – und nicht mehr alle Investoren ziehen mit. Passend zum Börsengang hat Lilium-Vorstandschef Daniel Wiegand noch einmal auf die große Vision hingewiesen: 2015 habe sich das Flugtaxi-Unternehmen daran gemacht, “ein Produkt zu entwickeln und ein Team aufzubauen, das die Art und Weise, wie sich die Welt bewegt, radikal verändern soll. Sechs Jahre und fünf Generationen von Technologie-Demonstrationsflugzeugen später sind wir diesem Ziel näher als zuvor.”

Seit diesem Mittwoch wird die Lilium-Aktie an der amerikanischen Technologie-Börse Nasdaq gehandelt, nachdem das Unternehmen mit dem bereits dort notierten Akquisitionszweckunternehmen Qell fusioniert hat. Diese Zweckgesellschaften sind Mantelgesellschaften, die zunächst über einen Börsengang Kapital einsammeln, das sie anschließend für die Übernahme eines vorher nicht fest bestimmten Unternehmens nutzen. 584 Millionen US-Dollar Bruttoerlös bringt die Transaktion, deutlich weniger als die erhofften rund 800 Millionen Dollar. Es ist weniger Geld geworden, weil zwei Drittel der Qell-Aktionäre von ihrem Recht Gebrauch gemacht haben, sich vorher auszahlen zu lassen.

Die Zurückhaltung ist keine Überraschung und spricht nicht unbedingt für Skepsis der Investoren gegenüber Lilium. Vielmehr hat der Boom der Zweckgesellschaften in den USA zuletzt merklich nachgelassen, viele Analysten halten die Firmen für überbewertet. Lilium ist in der Branche kein Einzelfall: Der Konkurrent Joby Aviation wollte durch eine ganz ähnliche Transaktion 1,6 Milliarden Dollar erlösen, kam aber nur auf rund eine Milliarde. Archer kommt auf knapp 860 Millionen, eingeplant waren 1,1 Milliarden. Auch bei Archer und Joby stiegen viele der Anleger aus. Der Börsengang der britischen Vertical Aerospace steht im Herbst an.

Alle vier wollen unterschiedlich konzipierte elektrische Flugtaxis auf den Markt bringen. Der Lilium-Jet ist mit sieben Sitzen der größte und soll mit rund 250 Kilometern Reichweite auch am weitesten fliegen können. Der kommerzielle Erstflug soll 2024 stattfinden. Lilium will die ersten Strecken in Deutschland und Florida anbieten. Sowohl der Zeitplan als auch die Technologie gelten als sehr ambitioniert. Luftfahrtbehörden müssen vor der Zulassung überzeugt werden, dass die Fluggeräte sicher sind. Eine Studie von Porsche Consulting verwies jüngst darauf, dass die soziale Akzeptanz in der Bevölkerung eine der großen Schwierigkeiten sein wird. Der Studie zufolge müssen Investoren in dem Sektor einen extrem langen Atem haben, bis sich ihre Einlagen lohnen.

Mit dem Börsengang von Lilium formiert sich auch der neue Verwaltungsrat. Das Gremium wird vom früheren Airbus-Chef Tom Enders geleitet. Unter anderem gehört ihm auch David Neeleman an, der unter anderem Azul, Jet Blue Airways und Breeze Airways gegründet hat, sowie der ehemalige Airbus-Vorstand und ILFC-Chef Henri Courpron. “Es wird kein einfacher Weg werden”, sagt Enders. “Aber wir haben die Technologie, das Team und die Ressourcen, die uns die Zuversicht geben, dass Lilium es schaffen wird.” Zum Börsenschluss lag die Aktie von Lilium in New York 1,1 Prozent im Minus bei 9,31 Dollar. Quelle: ‘Süddeutsche Zeitung‘.

Dario Costa fliegt mit 245 km/h durch Tunnel

Der Kunstflieger Dario Costa schafft etwas, dass vor ihm noch niemand wagte: Costa durchfliegt mit seinem Kleinflugzeug einen Autobahntunnel. Mit 245 km/h donnert Costa durch die niedrigen und engen Betonröhren. Quelle: ‘Youtube‘.

Fliegen “wie Gott in Frankreich”

Video von Roland Henz über seine zwei Wochen Segelfliegen in Südfrankreich im Spätsommer 2021. Startort der Flugplatz Serres, Flüge in Thermik, Wind, Konvergenz und Welle, vom Hochgebirge bis fast ans Meer. Das Wetter hat sich von seiner besten Seite gezeigt, mehr geht fast nicht! Aufnahmen u.a. von Matterhorn, Mt. Blanc, Aosta, Montagne de Lure, Vaumuse, Pic de Bure, Guillaume, Col d`Etache, Col de Carro, Lac de St. Croix, Vinon und weiteren schönen Ecken.

Segelflugzeug aufrüsten

Dieses Video ist in einem Monat über 200’000 Mal auf Youtube betrachtet worden. Es zeigt hauptsächlich, wie attraktiv es sein kann, ein Segelflugzeug aufzurüsten. Quelle: ‘Youtube‘.

Wasserflugzeug-Dienst zwischen Boston und Manhattan

Tailwind Air hat seinen lang erwarteten Wasserflugzeugdienst zwischen Boston und Manhattan in New York City gestartet. Damit verkürzt sich die Transportzeit zwischen den beiden Städten auf circa 75 Minuten. Für diesen Dienst betreibt Tailwind eine Flotte von Cessna Caravan Amphibien-Wasserflugzeugen mit dem Turboprop-Antrieb. Jedes Flugzeug hat eine Kapazität für acht Passagiere. Die Fluggesellschaft plant, an Wochentagen vier Hin- und Rückflüge zwischen den beiden Städten durchzuführen. Quelle: ‘China.org‘.

Unfall am Kuchelberggrat

Ein 60-jähriger Pilot aus dem Landkreis ist am Mittwoch, 11. August, mit seinem Segelflugzeug an einer Felswand im Bereich des Kuchelberggrates tödlich verunglückt. Die Bergung des Verstorbenen gestaltete sich als äußerst schwierig. Warum der Flieger abstürzte, ermittelt die Kriminalpolizei. Am Mittwoch machte sich der Einheimische mit einem Kleinflugzeug in Ohlstadt zu einem Rundflug auf. Am Abend kehrte er nicht mehr zurück. Jeglicher Kontaktversuch verlief ins Leere. Um 22 Uhr blieb dem Flugbetriebsleiter des Flugplatzes Ohlstadt-Pömetsried nichts anderes mehr übrig, als via Notruf bei der Integrierten Leitstelle den Segelflieger als vermisst zu melden. Sofort suchten der Polizeihubschrauber Edelweiß 3 und ein SAR-63-Helikopter nach dem verschollenen Fluggerät. Sie rechneten den letzten Standort aus: In den Ammergauer Alpen in der Nähe des Kuchelbergkopfes. Bis Donnerstag, 2 Uhr morgens, blieb die Fahndung erfolglos.

Pilot kann lang nicht geborgen werden
Im Laufe des Donnerstagvormittags setzten die Einsatzkräfte die Suche im hochalpinen Gelände sowohl auf bayerischer als auch auf Tiroler Seite mit drei Hubschraubern fort. Um kurz nach 11 Uhr entdeckte die Besatzung des Polizeihelikopters Edelweiß 8 das verunfallte Wrack des vermissten Motorseglers im nördlichen Bereich des Kuchelberggrates. In unmittelbarer Nähe zum Wrack sichtete sie auch den leblosen Körper des Piloten.

Ein Vordringen zur Absturzstelle war selbst für die beiden Polizeibergführer und die drei Einsatzkräfte der Bergwacht Oberammergau aufgrund des extrem steilen und brüchigen Felsgeländes zunächst nicht möglich. Zudem brach der Polizeihubschrauber mehrere Anflugversuche unmittelbar zum Wrack wegen widriger Witterungsbedingungen ab. Eine Rettungstruppe aus fünf Personen musste deshalb vorerst auf dem Grat ausharren. Erst gegen 16 Uhr ließ es das Wetter für kurze Zeit zu, einen Polizeibergführer an einem 50 Meter langen Seil per Rettungswinde vom Hubschrauber aus abzusetzen. Dann konnte endlich der Tote geborgen werden. Zur Klärung der Unfallursache hat die Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen mit Unterstützung von Luftfahrtsachverständigen die Ermittlungen übernommen. Noch sei die Absturzursache unklar, teilt Polizeipressesprecher Martin Emig vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit. Quelle: ‘Merkur‘.

Bitte einmal Wolken impfen

Georg Vogl hat als Pilot der Hagelabwehr in der Luft schon viel erlebt – auch ausfallende Motoren und eine Notlandung. Er fliegt dennoch weiterhin mitten in die Gewitterfront. Warum er und seine Kollegen sich das antun. Zum vereinbarten Treffen kommt Georg Vogl natürlich mit Käthi angeflogen, fünf Minuten überpünktlich setzt die Partenavia-Maschine auf der Landebahn in Vogtareuth nördlich von Rosenheim auf. Wären Passagiere an Bord, sie hätten bei der sanften Landung wahrscheinlich geklatscht – sieben Sitze bietet der Propellerflieger – aber an Bord ist Vogl in der Regel alleine. Vielleicht liegt es an den Orten, die er mit Käthi ansteuert: immer die Stellen, wo andere Flugzeuge lieber einen Bogen drumherum fliegen, immer direkt in die unterste Schicht von Gewitter- und Unwetterwolken.

Vogl ist Pilot und Leiter der Rosenheimer Hagelabwehr, er erzählt von einem seiner letzten Einsätze: “Da waren die Turbulenzen so stark, dass der Flieger überall hingeflogen ist, nur nicht dahin, wo man hingelenkt hat.” Trotzdem sei jener Samstag ein ganz normaler, ein “typischer” Einsatz gewesen. Vogl hat schon viel gefährlichere Situationen in der Luft erlebt, oder besser: überlebt. Seit Anfang der 1980er Jahre fliegt Vogl schon für die Hagelabwehr, mehr als 2000 Einsatzstunden habe er in der Luft verbracht, sagt er. Vor vielen Jahren kreiste er mit einer einmotorigen Maschine, einer Vorgängerin der jetzigen Flugzeuge, über dem Ebersberger Forst. Während eines Übungsflugs fiel plötzlich der Motor aus. Bei einer einmotorigen Maschine – noch dazu in den Unwetterwinden. “Das war das einzige Mal, dass ich einen Notfall ausgerufen habe”, sagt Vogl mit jener Ruhe in der Stimme, die man wahrscheinlich in so einer Situation braucht.

Der Fluglotse, mit dem er auf seinen Notfall-Funk hin gesprochen habe, sperrte erst mal großzügig den Luftraum. “Da habe ich gemerkt, wie fit die Lotsen wirklich sind.” Er bugsierte das antriebslose Flugzeug zum Flughafen München-Riem. “Mit dem letzten Rest der Batterie hab ich dann das Fahrwerk rausgelassen.” Vogl landete sicher. Als es dann darum ging, neue Flugzeuge für die Hagelabwehr anzuschaffen, “gab es dann den Spruch: Wir lassen den Fallschirm weg und nehmen dafür einen zweiten Motor.” Bei Käthi dreht sich links und rechts der Kabine je ein Propeller. Falls doch mal was sein sollte, vertraut Vogl auf die geringe Wahrscheinlichkeit, dass beide Motoren und damit auch Propeller gleichzeitig defekt sind: “Der rechte Motor weiß schließlich nicht, dass der linke ausgefallen ist.”

Die beiden Propellermaschinen der Hagelabwehr – neben Käthi steht noch Hannelore in der Vogtareuther Garage – fliegen in der Saison um die 25 Mal ins Gewitter. Sie waren zum Beispiel bei den starken Unwettern Ende Juni über Ebersberg im Einsatz. Damals hagelte es stellenweise und es prasselten bis zu 35 Liter pro Quadratmeter in einer Viertelstunde hinab. Da kann dann auch Vogl nicht mehr viel machen. Denn den Niederschlag selbst verhindert die Hagelabwehr nicht. Im besten Falle prasseln aber keine Hagelkörner, sondern nur Regentropfen auf die Maisfelder und Autodächer.

Die Spuren der Hageleinschläge sieht man auch an den Flugzeugen. An der vorderen Seite der Tragfläche ist Käthis Festgummi zerbeult, Hannelores Schnauze hat auch schon was abbekommen. Zum Glück seien sie “gutmütige Flugzeuge”, die einiges verzeihen, sagt Vogl. Das müssen sie auch, wenn man bedenkt, wo Vogl seine Flugzeuge hinsteuert. Direkt hinein in die Gewitterfront.

Um zu verstehen, warum die Piloten sich das und ihren Flugzeugen antun, hilft ein kleiner Exkurs in die Meteorologie. “Bei jeder Wolke wird die Feuchtigkeit von unten in die Höhe gezogen”, sagt Vogl. Dafür muss es unten warm sein, die Thermik transportiert dann die Luft mitsamt Wassertröpfchen nach oben. Bei Hagelwolken besonders stark, bis zu 13 Kilometer trägt der Aufwind die Wolkentropfen in die Höhe. “Da können Sie auch einen Ziegelstein fallen lassen und der fliegt nach oben”, sagt Vogl halb ernst, halb im Scherz. Je höher es die Luft trägt, desto kälter wird es. Kalte Luft kann nicht so viel Feuchtigkeit binden wie warme Luft. Es entstehen Wolken. Geht man noch höher, gefriert manches Wassertröpfchen, an die Spitzen der Eiskristalle hängen sich die nicht gefrorenen Wolkentröpfchen dran, vier Millionen davon bilden einen normalgroßen Regentropfen. Ist der Aufwind stark genug, treibt es die Tropfen auch in Höhen, wo sie gefrieren: Es entstehen Hagelkörner.

Aber selbst die stärksten Aufwinde reichen irgendwann nicht mehr aus, um die größer und größer gewordenen Hagelkörner und Regentropfen in der Höhe zu halten. Die Gravitation zieht die Eis-Wasser-Tropfen nach unten. Auf diesem Weg zum Boden entscheidet sich, ob Eis oder Wasser im Garten ankommt. Denn oft schmelzen die Eiskörner beim Fallen noch. Nur wenn sie dafür zu groß sind, kommen unten Hagelkörner an. Und da setzt die Hagelabwehr an. Ziel ist es, den Wassertropfen möglichst viele Partikel in der Wolke bereitzustellen, so dass sie sich auf Tropfen verteilen können. Die einzelnen Eiskörner bleiben auf diese Weise so klein, dass sie beim Fallen schmelzen. Aber: “Die Menge Wasser bleibt gleich”, erklärt Vogl. Wahrscheinlich ist das wie bei einem Zehn-Liter-Bierfass: Ob es für die Feier ausreicht, hängt von der Gästezahl ab, auf die es sich verteilt.

Das Kernstück der Hagelabwehr hängt wenig aufsehenerregend an den Enden der Tragflächen. Auf den ersten Blick ist es nur ein etwa anderthalb Meter langes, silbernes Rohr. In der Mitte des Rohres ist ein Tank für etwa 15 Liter, darin: Silberjodid. Eine Mischung aus Aceton, das mit sechs Prozent Silber versetzt wurde. Im Flug verbrennt das Gemisch mit Temperaturen von bis zu 1200 Grad. Am Ende des Rohrs kommt der Rauch raus, wie beim Auspuff. Damit die Rauchpartikel dort ankommen, wo die Wolkentröpfchen zu Regen und Hagel werden, muss Vogl direkt zur Wolkenbasis fliegen. Etwa 500 bis 2500 Meter über dem Boden. Der Rauch steigt also mit der Feuchtigkeit auf. Die Wolke bekommt so “künstliche Kondensationskeime”, erklärt Vogl. Die “Wolken impfen”, nennen sie das. Quelle: ‘Süddeutsche Zeitung’.

Becker Avionics develops Collision Avoidance Safety System

Becker Avionics, a 65-year globally-renowned aviation industry supplier that works with the top 20 Aerospace OEM’s, and commercial drone safety innovator, Iris Automation, have entered into a strategic partnership to increase the situational awareness of general aviation pilots and advance uncrewed aerial vehicle (UAV) safety. The two companies will jointly develop a non-required safety-enhancing equipment system to detect and warn pilots of nearby, potentially threatening aircraft.

The Iris Automation and Becker Avionics collision avoidance safety system will use computer vision and machine learning to “see” when another aircraft is approaching from outside the pilot’s field of view, and poses a risk to the equipped aircraft, issuing 3D audio warnings. The solution will combine Iris Automation’s patented Casia detect and alert technology with Becker Avionics’ communication and navigation equipment expertise for both crewed and uncrewed airborne applications.

Many aircraft are equipped with radio-based signaling technology (ADS-B) to avoid mid-air collisions. But in some airspace, traditional ADS-B signals are not available, increasing the workload on a pilot to monitor for incoming aircraft. According to the Bureau of Transportation Statistics, 1450 near mid-air collisions were reported from 2016 – 2020. Eighty-two percent of mid-air collisions occur from the rear, states the AOPA Air Safety Foundation (ASF). This risk is especially acute for the $48B helicopter market, with over 38,000 aircraft in service worldwide.

The Iris Automation/Becker Avionics optoelectronic/audio system will monitor airspace in visual flight conditions independently, onboard the pilot’s aircraft, even if ADS-B or TCAS signals may be unavailable. It supplements pilots’ situational awareness, whether in the cockpit or remote, during instrument scans or other parts of the airspace. By providing warnings in time to take appropriate actions to avoid potential collisions, the system is designed to improve safety with minimal impact on pilot workload. Source: ‘Becker Avionics’.

Achleitner/Unterrainer wieder Staatsmeister

Nach den in St. Johann im Frühsommer ausgetragenen österreichischen Meisterschaften im Streckensegelflug in den „kleinen“ Klassen, standen in dieser Saison noch die Bewerbe für die 18-Meter-Klasse, die Offene Klasse und die Doppelsitzer Klasse an, welche vom 6. bis 14. August am Flugplatz Dobersberg (Waldviertel) ausgetragen wurden.

Der befliegbare Wettbewerbsraum konnte auf tschechisches Staatsgebiet ausgedehnt werden, und bot somit ein hervorragendes Kontrastprogramm zu den doch sehr alpinen Bedingungen in St. Johann. Ähnlich zu den Meisterschaften in St. Johann war auch bei den Meisterschaften in Dobersberg die Ausbeute an flieg baren Wertungstagen, denn wiederum konnte wetterbedingt an 7 von 8 möglichen Tagen geflogen werden. Die Wettbewerbsflüge fanden bei teilweise sehr guten, allerdings auch recht selektiven Bedingungen statt. Nach dem Corona-bedingten Ausfall der Weltmeisterschaft in Stendal/Deutschland fanden die internationalen Elite-Piloten, zu denen auch Guido Achleitner und Michael Rass vom St. Johanner Fliegerclub zählen, bei der Staatsmeisterschaft in Dobersberg einen ebenbürtigen Ersatz-Wettbewerb für die abgesagte WM vor.

In der Doppelsitzerklasse (diesmal vereint mit den noch leistungsstärkeren Flugzeugen der Offenen Klasse) traten für den FC St. Johann das Team Achleitner/Unterrainer (Pilot Guido Achleitner aus Waidring mit seinem Co-Pilot Niklas Unterrainer aus Fieberbrunn) an. Das Doppelsitzer-Team konnte auf einer Schleicher ASG-32 den vierten Titel dieser Klasse in Folge gewinnen. Nach einem durchwachsenen Start mit einigen technischen Problemen am ersten Wettbewerbs-Tag, war dem Team Achleitner/Unterrainer nach einem gewonnenen Tag und folgenden Top-5 Platzierungen der Sieg in der Gesamtwertung und somit der Staatsmeistertitel nicht mehr zu nehmen. Auch Manuel Salcher aus Kirchberg, der bei dieser Staatsmeisterschaft als Co-Pilot von Christof Koch aus Fürstenfeld flog, konnte in der Doppelsitzerklasse mit dem 6. Gesamtrang eine beachtenswerte Top-10 Platzierung erreichen.

Michael Rass aus St. Johann war in der 18-Meter-Klasse auch dieses Mal erster Herausforderer des amtierenden Weltmeisters und mehrmaligen Europameisters Wolfgang Janowitsch. Beide Piloten lieferten sich während der gesamten Staatsmeisterschaft mit mehrmaligen Führungswechseln einen hochspannenden Kampf, und dies mit Tages-Schnittgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h. Bis zum letzten Wertungstag blieb das Rennen zwischen beiden Kontrahenten offen und spannend. Michael Rass konnte dann am letzten Wertungstag mit seiner AS 33 über 380 Kilometer in dreieinhalb Stunden bei einem Tages-Schnitt von 104 km/h zwar den dritten Tagessieg erringen, musste sich aber dann schlussendlich dennoch Wolfgang Janowitsch (Ventus 3) um wenige Punkte geschlagen geben. Rass holte somit aber dennoch auch in der 18-Meter Klasse, wie schon zuvor in der Clubklasse, den Vize-Staatsmeistertitel nach St. Johann. Martin Embacher (Ventus 2 cxt) und Reinhard Haggenmüller (ASG-29) konnten mit den Platzierungen 10 und 11 das wiederum hervorragende Ergebnis der St. Johanner Piloten komplettieren, wobei Haggenmüller mit einem Tagessieg wiederum seine international bekannte Klasse aufzeigen konnte. Alle Teilnehmer und Piloten blicken nun Richtung 2022 und hoffen, dass für das kommende Jahr auch bei internationalen Großbewerben wieder Normalität eintritt. Dies auch deshalb, da für Anfang Mai 2022 mit dem 5. Kitzbüheler Alpenpokal in St. Johann der nächste hochkarätige Wettbewerb auf heimischen Boden vor der Tür steht. Quelle: ‘MeinBezirk.at‘.

Unangekündigte Alkoholkontrollen beim Flugpersonal

Das (Schweizer) Parlament will mit unangekündigten Alkoholkontrollen beim Flugzeugpersonal die Sicherheit der Passagiere erhöhen. Nach dem Nationalrat hat am Montag auch der Ständerat dieser Änderung zugestimmt. Der Ständerat sagte mit 41 zu 0 Stimmen und bei einer Enthaltung Ja zur Änderung des Luftfahrtgesetzes. Dank dieser soll das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) beim Besatzungspersonal künftig jederzeit Alkoholkontrollen durchführen können. Heute sind solche Kontrollen nur auf Verdacht hin möglich. Der Ständerat stimmte dieser Anpassung am Montag oppositionslos zu. Der Nationalrat hatte bereits in der Sommersession Ja gesagt. Zudem sollen nach Ansicht des Bundesrats Ärztinnen und Psychologen Diagnosen und Informationen über mögliche akute psychische oder körperliche Erkrankungen künftig ans Bazl weiterleiten können. Dies soll helfen, psychische oder körperliche Erkrankungen bei Besatzungsmitgliedern frühzeitig zu erkennen. Sie sollen ein Melderecht bekommen.

Das sei in der vorberatenden Kommission umstritten gewesen, sagte deren Sprecher Hansjörg Knecht (SVP/AG). Denn Ärztinnen und Ärzte könnten sich schon heute vom Berufsgeheimnis entbinden lassen, um entsprechende Meldungen zu machen, sagte Knecht im Namen der Kommissionsmehrheit. Eine Minderheit gelang es aber, das Ruder herumzureissen. Es gebe zwar regelmässige, aber eben nicht permanente Kontrollen, sagte Minderheitssprecher Mathias Zopfi (Grüne/GL). Der Gesundheitszustand könne sich zwischen Kontrollen ändern, deswegen müsse die Möglichkeit bestehen, dass die Ärzte eine Meldung erstatten können – ohne sich zunächst vom Berufsgeheimnis entbinden lassen zu müssen.

Regelung wegen German-Wings-Absturz
Sie könne kaum verstehen, dass es, anders als etwa bei Carchauffeuren, bei Piloten noch kein Melderecht gebe, sagte Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga. Diese Regelung, die der Bundesrat nun einführen will, gehe zurück auf den vom Piloten herbeigeführten Absturz einer Maschine von Germanwings 2015 in Frankreich. Dort sei genau das der Fall gewesen, dass sich der psychischen Zustands des Piloten zwischen den Kontrollen verändert habe. Laut den Ermittlungen steuerte der verantwortliche Pilot das Flugzeug mit Absicht in einen Berg. Alle 150 Insassen kamen ums Leben. Der Ständerat stimmte schliesslich mit 31 zu 11 Stimmen für das Melderecht. Weil der Nationalrat es in der Sommersession aus der Vorlage gestrichen hat, muss er nun noch einmal darüber befinden.

Kein Widerstand bei Funken in Ortssprache
Im revidierten Luftfahrtgesetz umgesetzt wird auch eine vom Parlament überwiesene Motion aus dem Jahr 2019. Demnach sollen Hobbypiloten im Sichtflugverkehr (VFR) nebst Englisch auch wieder in einer ortsüblichen Landessprache kommunizieren können. Seit 1. Januar 2019 müssen diese Piloten ihre Funksprüche grundsätzlich in Englisch absetzen.

Der Nationalrat präzisierte nun, dass der Grundsatz «English only» nur für den Flughafen Zürich gelten soll. Ansonsten soll für den nicht gewerbsmässigen Sichtflugverkehr neben Englisch auch in der jeweils lokal gesprochenen Schweizer Amtssprache gefunkt werden können. Der Ständerat zeigte sich damit am Montag oppositionslos einverstanden. Quelle: ‘Südostschweiz‘. Bild: ‘Flugplatz Schönefeld‘.

Spanische Luftwaffe erhält ersten PC-21

Am 14. September 2021 wurden die ersten beiden PC-21 übergeben. Total 24 PC-21 wird Pilatus bis im Juni 2022 nach Spanien liefern. Anlässlich der Auslieferung sagte León-Antonio Machés, stellvertretender Generaldirektor für Beschaffungsprogramme des Ministerio de Defensa de España (DGAM): «Wir freuen uns sehr, dass wir ein so fortschrittliches Trainingssystem integrieren können. Der PC-21 wird nicht nur unsere Pilotenausbildung revolutionieren und auf ein völlig neues Niveau heben, er wird uns auch ermöglichen, die Kosten unserer Pilotenausbildung zu senken.» André Zimmermann, VP Government Aviation von Pilatus, ergänzte: «Wir freuen uns sehr, dass ab sofort der erste PC-21 in den Nationalfarben Spaniens offiziell unterwegs sein wird.” Spaniens Luftwaffe ist die dritte Luftwaffe Europas, die auf das Pilatus-Trainingssystem setzt. Quelle: ‘Pilatus‘.

Wolke in der Box

Nachdem drei Konkurrenten (zwei in der Kat. Sportsman und einer in der Kat. Advanced) noch bei schönstem Sonnenschein ihre Programme voll durchziehen konnten, schob sich eine neugierige Wolke in die Box. Jury und Konkurrenzleitung beschlossen darauf hin, die Programme wieder um zwei Figuren zu verkürzen. Bei den ersten drei Piloten wurden diese Figuren ebenfalls gestrichen und nicht bewertet. Bis am Mittag konnte der Wettbewerb abgeschlossen werden.

Am Nachmittag wurde den vier Jungpiloten ein Einweisungsflug mit dem Fox geschenkt. Es sind jene vier Teilnehmer, welche letzte Woche im BFK in Hausen teilgenommen haben. Dank ihrer spontanen Anmeldung zur SM konnte diese überhaupt durchgeführt werden. Sonst hätte es zu wenig Teilnehmer gehabt.

Champagner bitte kaltstellen
Um 16 Uhr fand die feierliche Siegerehrung statt. Unter grossem Applaus wurde Stefan Illi aus der Segelfluggruppe Thun zum Schweizermeister in der Kat. Sportsman gekürt. Die Silbermedaille ging an Nick Bachmann, Bronze gewann sein älterer Bruder Timm. Beide Piloten sind in Ruswil/LU zuhause und fliegen in der SG Olten.

In der Kat. Advanced verteidigte Roman Baumer wurde Schweizermeister, Silber ging an Christian Syfrig und Bronze gewann Pascal Zollikofer. Seine Führungsposition und wurde verdient Schweizermeister. Roman fliegt in der SG Schaffhausen im Schmerlat. Christian Syfrig aus Oftringen gewann die Silbermedaille und Pascal Zollikofer aus Winterthur durfte sich die Bronzemedaille umhängen. Quelle: ‘SG Thun‘. Foto-Album.

Propeller verloren

Ein vom Flugplatz Schänis aus gestartetes Segelflugzeug mit Hilfsmotor verliert während des Flugs den Propeller. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) stuft den Vorfall als schwer ein.

Es herrscht bestes Flugwetter, als am Montagnachmittag des vergangenen 19. Juli ein Segelflugzeug mit Hilfsmotor mit der Immatrikulation HB-2467 vom Flugplatz Schänis abhebt. Am Steuerknüppel sitzt ein erfahrener 57-jähriger Schweizer Pilot. Das Flugzeug ist ein Zweiplätzer. Der Flieger hängt an der Schleppwinde eines Motorflugzeugs. Nachdem er die nötige Höhe erreicht hat, um mit Aufwinden ohne Motorhilfe weiter steigen zu können, wird das Seil ausgeklinkt. Im Verlaufe des weiteren Flugs startet der Pilot den Hilfsmotor, der sich oben am Segler befindet und der ausgeklappt werden kann. Während des Anlassvorgangs löst sich plötzlich der Propeller vom Motor und fällt in die Tiefe. Er schlägt im Raum Kaltbrunn/Benken im Riet auf. Trotz des Vorfalls, der sich um 17 Uhr ereignet hatte, kann der Pilot das Segelflugzeug anschliessend sicher auf dem Flugplatz Schänis landen. Dies geht aus einem Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) vom 11. August hervor. Sie hat zum verloren gegangenen Propeller eine Untersuchung eröffnet. Das Ergebnis steht noch aus. Die Sust spricht jedoch von einem «schweren Vorfall».

Bewohntes Gebiet meiden
Ein Fluglehrer des Flugplatzes Schänis, der nicht namentlich genannt werden will, sagt dazu: «Grundsätzlich gilt jeder Flugabbruch als schwerer Vorfall, auch wenn die Pilotin oder der Pilot sicher zum Flugplatz zurückkehren kann.» Der Fluglehrer gibt stellvertretend für den betroffenen Piloten Auskunft. Aber ein Propeller, der einfach so vom Himmel fliegt, der hätte ja Menschen, Tiere, Häuser oder Fahrzeuge treffen können. Der Fluglehrer verneint. Bewohntes Gebiet werde prinzipiell gemieden. Dies, um die Emissionen für Bewohnerinnen und Bewohner möglichst gering zu halten. Die Pilotinnen und Piloten des Flugplatzes Schänis würden in ihrer Ausbildung darauf sensibilisiert, Rücksicht zu nehmen.

Der abgestürzte Propeller ist aus Glasfasern hergestellt und wiegt zwei bis drei Kilogramm. Im Vergleich dazu seien Eisklötze aus grossen Passagiermaschinen viel grösser und würden einiges häufiger vom Himmel fallen, gibt der Fluglehrer zu bedenken.

Nicht voraussehbar
Wie lange der Pilot in der Luft war, welche Route er genau geflogen ist und ob er allein oder zu zweit unterwegs war, kann der Fluglehrer nicht sagen. Auch nicht, weshalb der Pilot den Hilfsmotor startete. Immerhin ging der Absturz des Propellers glimpflich aus. Gemäss Sust wurde niemand verletzt. Das Segelflugzeug wurde beim Unfall leicht beschädigt und es sei nur geringer Landschaden entstanden. Der Vorfall wird auf dem Flugplatz Schänis auch intern untersucht. Über den Grund, weshalb der Propeller vom Motor abgefallen war, kann laut dem Fluglehrer nur spekuliert werden. Es deute aber alles auf eine technische Ursache hin. Vor und während des Flugs seien am Segelflugzeug keine Probleme festgestellt worden, sagt der Fluglehrer. «Zudem hätte der Pilot keinerlei Möglichkeit gehabt, den Verlust des Propellers vorauszusehen oder zu verhindern.»

Vorerst stillgelegt
Das betroffene Flugzeug ist neun Jahre alt, kostet gegen 200 000 Franken und gehört der auf dem Flugplatz Schänis beheimateten Segelfluggruppe Lägern. Die neun Jahre seien noch kein Alter für ein Segelflugzeug, sagt der Fluglehrer weiter. Segelflugzeuge könnten gut und gerne 50 bis 60 Jahre in der Luft sein. Die Wartungsarbeiten erfolgten in Schänis gemäss Herstellervorgaben in sehr kurzen Abständen. Nach jeweils 25 Betriebsstunden würden die Motoren kontrolliert. Gebaut hat das Segelflugzeug die Schempp-Hirth in Kirchheim unter Teck in Deutschland. Dort steht der vorerst stillgelegte Flieger aktuell in einem Hangar, wo er vom Hersteller und in Zusammenarbeit mit der europäischen Luftfahrtbehörde untersucht wird. Besonders interessant macht den Fall des losgelösten Propellers, dass es sich dabei um den ersten bekannten Vorfall dieser Art überhaupt in ganz Europa handelt, wie der Fluglehrer erklärt. Damit sich ein solcher nicht wiederhole, gehe es nun darum, die mögliche Ursache zu finden und zu beheben. Quelle: ‘Südostschweiz‘.

Abschiedstour der Transall

Am 17. August setzte die C-160 Transall mit der Kennung 50+40 ihre Abschiedstour fort und war als letzte Maschine ihrer Art unter anderem über Nordrhein-Westfalen zu sehen. Der Flug führte vom Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein mit Zwischenlandung in Münster (ehemaliger Standort des Lufttransportkommandos), über Kalkar (Standort des Zentrums für Luftoperationen), Geilenkirchen (Standort der NATO Airborne Early Warning and Control Force E-3A) und zur Landung auf dem Fliegerhorst in Nörvenich (Standort des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“). Anschließend ging es über Köln (Standort der Flugbereitschaft des BMVg) in Richtung Mosel und Frankfurt am Main (ehemaliger Standort des Amtes für Flugsicherung der Bundeswehr) mit abschließender Landung an diesem Tag in Laupheim, dem Standort des Hubschraubergeschwaders 64. Am Folgetag, dem 18. August, wurde der Abschiedsflug der 50+40 über Standorten in Süd- und Ostdeutschland fortgesetzt und endete in Hohn, dem alten Standort des LTG 63.

Diese letzte der einst 90 Maschinen wird im November als Denkmal in der Offizierschule der Luftwaffe in Roth bei Nürnberg aufgestellt. Das LTG 63 in Hohn wurde im Dezember offiziell außer Dienst gestellt. Die durch die Außerdienststellung der Transall entstandene Fähigkeitslücke beim geschützten taktischen Lufttransport unter Nutzung von Flugplätzen mit geringer Infrastruktur und unbefestigten Pisten wird durch den Aufbau der deutsch-französischen Lufttransportstaffel in Evreux/Frankreich mit insgesamt zehn Luftfahrzeugen vom Typ C-130J „Super Hercules“ geschlossen. Sie dienen unter anderem der Wahrnehmung von Aufgaben im Rahmen des Nationalen Risiko- und Krisenmanagements (NatRKM) sowie der Unterstützung von Operationen von Spezialkräften. Quelle: ‘esut.de‘.

Frequenzen von Europas Flugplätzen

Hier finden Sie eine kostenlose, aktuelle PDF-Datei mit allen europäischen Flugplatz-Frequenzen zusammengestellt. Durchsuchbar, alphabetisch sortiert und zum Ausdruck vorbereitet (Registrierung bei flieger.news).

Neue Plattform für Drohnenpiloten

Mit UAS.gate hat das BAZL eine neue Plattform für Drohnenpilot/innen aufgeschaltet. Sie können sich hier auf noch freiwilliger Basis registrieren sowie einen Onlinelehrgang mit Test absolvieren. Vorläufig ist diese Dienstleistung noch kostenlos. Das Zertifikat wird im europäischen Ausland noch nicht anerkannt. Die Schweiz kann bekanntlich die neue europäische Drohnenregulierung noch nicht übernehmen. Diese sieht für Drohnen ab 250g Fluggewicht eine Registrierung des Piloten sowie ein Onlinetraining und eine Onlineprüfung vor. Seit dem 16. August ist es nun trotzdem möglich, sich auf freiwilliger Basis über die Plattform UAS.gate auch in der Schweiz zu registrieren und den Onlinekurs sowie den Onlinetest zu absolvieren.

Das momentan noch freiwillige Zertifikat ist allerdings in der EU nicht gültig, da die Schweiz die dazugehörende EU-Verordnung noch nicht übernehmen konnte. Wer im Ausland eine Drohne oder ein Modellflugzeug betreiben will, muss sich grundsätzlich in dem EU-Staat registrieren, in welchem die erste Operation stattfinden soll. Das Training und die Prüfung kann aber je nach Muttersprache auf einer anderen europäischen Plattform absolviert werden, für Deutschsprachige beispielsweise in Deutschland oder Österreich.

Eine Registrierung auf freiwilliger Basis lohnt sich nicht nur aus Kostengründen. Wer nach der Registrierung das momentan ebenfalls kostenlose Onlinetraining und den Test absolviert, kann sich intensiver sowohl mit allgemein gültigen Sicherheitsthemen wie den spezifischen Vorschriften der neuen EU-Regulierung auseinandersetzen. Zudem bietet das Register auch Vorteile für alle, die am Swiss U-space Programm teilnehmen. Wenn die Schweiz die europäische Drohnenregulierung übernehmen kann, wird die freiwillige Registration selbstverständlich in der Schweiz wie in der EU akzeptiert. Registrierung und Onlinetest werden ab diesem Zeitpunkt aber kostenpflichtig. Quelle: ‘BAZL‘.

Die Plattform UAS.gate bietet zwei Services an:

  • Registration als Drohnenbetreiber/in
  • Zertifizierung als Drohnenpilot/in

850 km Travel by Glider to the Alps

The most epic glider flight of my 3 days flying adventure. You feel like a tiny bird in-between the huge mountains. Passing the Kitzsteinhorn and Hintertuxer glacier – two stunning ski areas in Austria. Only with the power of nature! Quelle: ‘Stefan Langer, Youtube‘.

Sailplane Grand-Prix: Sebastian Kawa erneut Weltmeister

Nach einem wegen ungeeigneter Wetterverhältnisse eingeschobenen Ruhetages ging am Samstag, 11. September 2021 der Sailplane Grand-Prix in Saint Auban mit sechs spannenden Wertungstagen zu Ende.

In einem spannenden Rennen über 333 km entschied sich vor der Wende bei der Skistation Reallon mit kleinen Höhendifferenzen und wenigen Kilometern Rückstand, wer am Ende die WM gewann. Mario Kissling fiel anfangs unscheinbar aus der Spitzengruppe, verlor aber auf dem Weg zur nächsten Wende Greoux in der Region Morgon komplett den Anschluss ans Rennen. Tilo Holighaus, der gleichzeitig in ähnlichen Schwierigkeiten steckte, gewann am Ende das Rennen. Schauerzellen spülten jene Piloten im Endanflug zu Boden, die sich für einen Kurs westlich der Durance entschieden. Darunter war auch Sebastian Kawa, nachdem er kurz zuvor noch gut auf Endanflugkurs gelegen hatte. Er schrieb am Ende ebenso einen Nuller wie zuvor sein direkter Verfolger Mario Kiessling. Knapper kann ein WM-Finale kaum entschieden werden, Mario Kiessling wurde mit einem Punkt Rückstand erneut Vize-Weltmeister.

Die Zusammenfassung der Wettbewerbstage finden Sie hier. Und hier ist die Bilder-Galerie. Ebenso wie die Webseite der FAI, die Resultate, die facebook-Seite und der youtube-Kanal mit der Live-Übertragung des Rennens.

Wingwalker plane crashes in Poole Harbour

Eyewitnesses say it was a “miracle” no one was seriously injured after a wing walker biplane crashed in Poole Harbour, just feet from numerous pleasure craft. The aircraft, part of the Aerosuperbatics display team, had been thrilling the crowds at the Bournemouth Air Festival just minutes earlier. Both of the people on board, the pilot and the wing walker, were rescued safely. Source: ‘BournemouthEcho.co.uk‘.

Doppeldecker überschlägt sich

Im Aargau musste am Sonntag, 5. September, ein Doppeldecker zu einer Notlandung ansetzen. Dabei überschlug sich die Maschine – der 51-jährige Pilot blieb unverletzt. Der Flug von Beromünster LU hätte eigentlich zum Flugfeld Birrfeld AG geführt. Doch während dem Flug stellte der Pilot (51) einen Leistungsabfall des Motors fest. Er entschloss sich daher für eine Notlandung. Laut der Kantonspolizei Aargau überschlug sich die Maschine beim Landemanöver. Der Pilot blieb unverletzt. Er wurde dennoch zur näheren Abklärung in Spitalpflege verbracht. Die Ursache des Leistungsabfalls ist bislang unbekannt. Quelle: ‘Blick‘.

Seilriss an der Winde

In Günterode im Landkreis Eichsfeld ist am Mittwochabend, 25. August, ein Segelflugzeug notgelandet. Die Situation ging glücklicherweise glimpflich aus. Wie die Feuerwehr Günterode mitteilt, ereignete sich der Vorfall am Flugplatz Günterode. Laut Polizeiangaben wurde der Flieger mit einer Winde gestartet. Das Manöver lief leider nicht wie geplant. Wie der MDR schreibt, riss beim Windestart das Seil. Da der Segelflieger noch nicht die erforderliche Mindesthöhe erreicht hatte, musste er den geplanten Flug sofort abbrechen und notlanden. Dabei kam es zu Komplikationen. Beim Versuch, das Flugzeug sicher auf den Boden zu bringen, stieß das Luftfahrzeug mit einem Verkehrsschild zusammen. Die zweiköpfige Crew, die laut MDR-Angaben an Bord war, wurde aber nicht verletzt, allerdings entstand am Flugzeug erheblicher Schaden. Quelle: ‘Tag24.de‘.