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Notlandung im Maisacker überstanden

Da waren die Schutzengel wieder fleißig: Nachdem ein Kleinflugzeug am Samstag bei St. Andrä im Lavanttal auf einem Maisacker notlanden hatte müssen, konnten der Pilot (58) und eine Passagierin (42), beide aus Wien, samt einem kleinen Hund selbst aus dem Wrack kraxeln. Sie waren zum Glück unverletzt geblieben. Das in St. Marein gestartete Flugzeug war gegen 14 Uhr bei St. Andrä im Lavanttal offenbar in Turbulenzen geraten. Dem erfahrenen Piloten gelang es noch, über eine Siedlung zu fliegen und anschließend auf einem Maisacker notzulanden. Das Kleinflugzeug kam auf dem Dach liegend zum Stillstand. „Als die Polizei eintraf, waren der Pilot und die Passagierin, die eine kleine Französische Bulldogge mithatte, bereits selbstständig und unverletzt ausgestiegen“, heißt es bei der Polizei. Das Kleinflugzeug wurde von einem Abschleppunternehmen geborgen und zum Flugplatz St. Marein gebracht, wo der Besitzer des Flugzeuges einen Standplatz hat. Quelle: ‘Krone.at‘.

Älterwerden für Piloten

Das Pilotenalter gibt in der aktiven Pilotencommunity immer wieder Anlass zu Diskussionen, sei es im kommerziellen sowie nicht kommerziellen Bereich. Und die Meinungen dazu gehen weit auseinander. Jedoch hat keiner von uns die Wahl, nicht älter zu werden. Wir sollten uns deshalb bewusst sein, welche Auswirklungen das Alter auf Piloten haben kann. Ausserdem ist es ratsam, das Thema Alter und aktive Fliegerei proaktiv anzugehen und uns zu bemühen, gesund und fit zu bleiben.

Ein amüsanter Rückblick auf 34 Jahre, 4 Monate und 7 Tage aktive Pilotenzeit
Ein leidenschaftliches Hobby aufzugeben, fällt vielen schwer. Wir von Stay Safe wollten wissen, welche Erfahrungen und Überlegungen sich Richard Hunziker als 73-jähriger Pilot mit zunehmendem Alter gemacht hat. Für ihn war in der aktiven Fliegerei ein Aspekt besonders wichtig: «Trainieren, trainieren, trainieren: Wer nicht zwei Mal pro Monat im Flieger sitzt und hie und da längere Flüge macht, gibt das Brevet besser ab. Wer nur noch 3 Landungen in 3 Monaten macht, ist eine Gefahr für Unbeteiligte, Passgiere und sich selbst.»

Kenne deine Limiten: Personal Minimums Requirements List
Unabhängig von der Altersthematik möchten wir euch bei dieser Gelegenheit ans Herz legen, für sich eine so genannte «Personal Minimums Requirements List» zu erstellen und à jour zu halten. Wenn du deine Fähigkeiten und Fertigkeiten einschätzt, notiere dir vor deinem Flug diese in deiner persönlichen Personal Minimums Requirements List. Es ist so viel einfacher, die richtigen Entscheidungen darüber zu treffen, was sicher oder unsicher ist, wenn man nicht mit dem Fliegen beschäftigt ist. Eine solche Checkliste dient auch als solide Orientierungshilfe bei der Entscheidungsfindung vor dem Flug und bei der Planung von Eventualitäten. Quelle: ‘Staysafe; BAZL‘.

Führungskräfte lernen von Piloten

Immer mehr Anbieter in der Schweiz, Deutschland und Österreich laden zu speziellen Führungskräfte-Trainings ein, etwa im Airbus 320 oder in einer Boeing 737. Doch nützt das etwas oder handelt es sich lediglich um einen Zeitvertreib, bis „Top Gun: Maverick“ als Fortsetzung des Jetpiloten-Fan-Klassikers vielleicht doch einmal anläuft und der Geschwindigkeitsrausch dank modernster Technik erlebbar wird? Mitnichten!

Dass es zwischen der Fliegerei und dem Geschäftsleben viele Parallelen gibt, wird bereits beim ersten Blick auf die Angebote deutlich. Sowohl Piloten als auch Manager müssen beispielsweise leistungsfähig sein, die richtige Einstellung haben, jederzeit auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, differenzieren, selektieren, schnell entscheiden, klar kommunizieren, entschlossen handeln und nicht zuletzt das Ziel mit ihrer Crew sicher erreichen. Was die Umsetzung betrifft, ist die Luftfahrt jedoch weiter entwickelt. Denn nach einer Reihe von Unfällen in den 70er-Jahren wurde ein Kulturwandel angestossen und „Crew Resource Management“ (CRM)-Training in die Ausbildung aufgenommen, wie Christoph May, Risikomanager und Projektleiter bei einer Bank und Privatpilot, auf der Plattform BankingHub erläutert. Dabei geht es um Kooperation, situative Aufmerksamkeit, Führungsverhalten, Entscheidungsfindung und die dazugehörige Kommunikation, für die klare Prinzipien sowie Vorgehensweisen definiert sind.

Skills aus den besten Cockpits der Welt
Als wichtigster Grundsatz gilt: „First fly the Aircraft!“ Das bedeutet, dass Piloten unabhängig davon, was passiert, zuerst das Flugzeug fliegen sollten. Erst dann sind Entscheidungen zu treffen – und zwar nach dem FORDEC-Model. Demnach werden zunächst sämtliche Fakten zusammengetragen. Als Zweites werden die Optionen betrachtet. Anschliessend wägt der Pilot die Risiken und Vorteile ab. Darauf basierend trifft er eine Entscheidung (englisch: Decision) und setzt diese konsequent um (englisch: Execution). Schliesslich folgt ein Check und gegebenenfalls der Prozess erneut.

Ebenso bedeutend ist die Einstellung, zu der Disziplin, Motivation, Mut, Respekt und Haltung gehören. „Wir nennen es Airmanship“, heisst es auf der Website von Top Gun Leaders Training & Consulting, die mit dem Image des legendären Films alles andere als spielen. Sie vermitteln „Soft Skills aus den besten Cockpits der Welt“, damit diese auch am Boden ihre Wirkung entfalten. Dass Geschäftsführer Ralph Eckhardt unter anderem 20 Jahre Erfahrung als Tornado-Pilot hat, verwundert nicht. Denn wer sonst könnte die in der Luftfahrt bewährten Methoden besser vermitteln als ein Pilot? Wohl niemand.

Piloten übersetzen Wissen und Kompetenzen
Deshalb ist er auch nicht der einzige Flieger, der sein Know-how an Führungskräfte weitergibt. Tom Haug, Major a. D. und früher Jetpilot, lehrt mit seinem Unternehmen TOMKAT zum Beispiel CRM, Entscheidungsfindung nach dem FORDEC-Modell sowie Management von Unsicherheit und Umgang mit Fehlern. Zudem bringt er Managern Strategien wie Closed Loop Communication sowie das Briefing und Debriefing nahe. Diese stammen aus dem militärischen Bereich, werden jedoch inzwischen auch im zivilen Umfeld angewendet, um die Kommunikation zu verbessern.

Ein anderer Pilot ist Philip Keil. Als Keynote Speaker überträgt er spannende Denkanstösse auf die Unternehmenswelt, wenn er über schwierige Entscheidungen spricht, über das Team als Erfolgsfaktor, Führung in dynamischen Zeiten oder eine positive Fehlerkultur. Für seine wegweisenden Ansätze wurde er sogar in den Kreis der „Management-Vordenker Deutschlands“ erhoben.

Mit Holger Lietz steht ein weiterer international gefragter Keynote Speaker am Start, der Mindset und Methoden aus der Welt der komplexen Militärfliegerei auf die Anforderungen an Manager in der Geschäftswelt überträgt. Auf seiner Website fordert er etwa auf: „Gewinnen Sie neue, spannende Tools, Techniken und Methoden für Ihr Leadership & Business Cockpit“, „Richtig entscheiden! Mit der Kampfpiloten-Methode“ und „Verkaufen mit maximaler Schubkraft“. Sein „Level 10 Marketing“ basiert auf einem für die Luftüberlegenheit von Kampfpiloten entwickelten System, dem OODA-Loop. Es ist darauf ausgerichtet, Veränderungen einschliesslich Bedrohungen frühzeitig zu antizipieren und zu neutralisieren, bevor sie kritisch werden.

Leadership jenseits der Schallmauer
Diese Beispiele verdeutlichen: Flüge im Simulator versetzen Führungskräfte in die Lage, hautnah zu erfahren, wie sie in welchen Situationen reagieren und sich wirkungsvolle Methoden anzueignen, die sie aus dem Cockpit in den Chefsessel mitnehmen können. „Manager können viel von Piloten lernen. Vor allem in den Bereichen Fehlermanagement, Stressresistenz und Führung“, schreiben Kahmann & Kollegen. Oder wie die Mach 2 – Aviation Experts formulieren: „Entscheidungen im Team unter Zeitdruck treffen, strukturiertes Arbeiten mit Checklisten und Verfahren aus der Luftfahrt im Cockpit richtig anwenden, erschliesst völlig neue Perspektiven ausserhalb Ihres gewohnten Umfeldes.“

Somit setzen inzwischen viele Branchen zu Recht auf Konzepte aus der Fliegerei und bilden Führungskräfte dementsprechend weiter. Die neuen Blickwinkel aus der Luft sind eine Idee, die so mancher Unternehmung sprichwörtlich Schub verleiht. Wem das nicht reicht, der hat die Option, auch Piloten einzustellen und damit zusätzlich zu den Triebwerken den Nachbrenner zu zünden, um die Schallmauer zu durchbrechen. Sie entscheiden und handeln! Quelle: ‘Die Ostschweiz‘.

Segelfliegen – das stille Abenteuer plagen Nachwuchssorgen

Die Zahl der brevetierten Segelflugpilotinnen und -piloten nimmt laufend ab. Mittlerweile gibt es in der Schweiz nur noch rund 1700 aktive Segelflieger. Wird das stille Abenteuer bald aussterben? «Für die Einwohner von Zweisimmen sind die Segelflugzeuge das Zeichen, dass der Sommer da ist», sagt die Gemeinderätin Claudia Gautschi anlässlich der Begrüssung von rund dreissig Segelflugpiloten im Simmental. Die Mitglieder der Segelfluggruppe Olten führten 1970 erstmals ein Fluglager auf dem ehemaligen Militärflugplatz Zweisimmen durch. Seither kommen sie Jahr für Jahr wieder – und verkünden in Zweisimmen den Sommer. Letztmals vom 17. bis zum 31. Juli 2021.

Keine Geheimniskrämerei
Ist ein Segelfluglager in Zweisimmen überhaupt noch zeitgemäss? Gute Segelflugpiloten können bei günstigem Wetter von Olten aus in die Alpen fliegen. Der langjährige Lagerleiter Ruedi Engeler sieht folgende Vorteile: «Kombination von Flieger- und Familienferien in schöner Umgebung, Pflege der Kameradschaft, tolle Lageratmosphäre, intensives Flugtraining in den Alpen, sehr gutes Einvernehmen mit den ansässigen Fluggruppen und deren Mitgliedern, gute Infrastruktur des Flugplatzes und der Region, Wander- und Bike-Möglichkeiten, kurze Wege.»

Die Lagerteilnehmer bringen ihre Familien mit oder kommen alleine. Sie übernachten in Ferienwohnungen, Hotels, Zimmern, auf dem Campingplatz oder in einer ehemaligen Unterkunft der Rega direkt auf dem Flugplatz. Die Piloten treffen sich täglich um halb zehn zum obligatorischen Briefing. Neben den Oltner Segelfliegern sind Mitglieder der Segelfluggruppen Lenzburg und Obwalden dabei. Diese drei Teams bestreiten gemeinsam zwei des insgesamt sechs Wochen dauernden alpinen Segelfluglagers in Zweisimmen. Die Briefings sind strukturiert. Nach einem kurzen Rückblick auf den Flugbetrieb des Vortags folgen die Ausführungen des Lagermeteorologen Daniel Frey. Er ist ein ausgezeichneter Segelflieger, der in der Praxis stets nachprüft, ob seine Prognosen richtig waren. Am Montag der ersten Lagerwoche fliegt Dani – Segelflieger duzen sich weltweit – mit seinem Segelflugzeug ASH 26E von Zweisimmen nach Meran und zurück (604 Kilometer). Am Dienstag sind es bereits 723 Kilometer. Am Abend lädt Dani seine elektronisch aufgezeichneten Flüge auf die Plattform www.onlinecontest.org. So können die Kollegen Danis Flugtaktik nachvollziehen. Die Zeiten der Geheimniskrämerei sind vorbei.

Der Segelflug ist männlich
Am Briefing wird der Flugdienstleiter und Schlepppilot bestimmt. Es folgt die Verteilung der Gruppenflugzeuge. Regelmässig greift der Lagerleiter Ruedi ein Safety-Thema auf: zum Beispiel das Vorgehen bei einem Startabbruch. Die Zuhörer sind mehrheitlich ältere Herren, Segelfliegerinnen sind seit bald hundert Jahren rar – leider. Immerhin sind ein paar jüngere Gesichter auszumachen. Einige Jungpiloten stammen aus Fliegerfamilien, andere wurden ohne familiären Hintergrund vom Flugvirus infiziert. Zum Beispiel Joshua Müller, der bereits mit 14 Jahren auf dem Flugplatz Olten Gheid seine Ausbildung zum Segelflugpiloten beginnt. Noch vor dem Eintritt in die Kantonsschule Zofingen absolviert er seinen ersten Alleinflug. Während die Mehrheit seiner Klassenkolleginnen und -kollegen über ihre berufliche Zukunft im Unklaren sind, kennt Joshua seine Berufung: Pilot. Kurz nach seinem 16. Geburtstag erhält er das Segelflugbrevet.

Je nach Wetterlage gelingen von Zweisimmen aus Flüge über mehr als 700 Kilometer.
Zum Fliegen braucht es Reife, die Joshua von zu Hause mitbringt und die er auf dem Flugplatz weiterentwickelt. Alleine die Eingliederung in einen fast neunzigjährigen Verein lässt einen Teenager reifen. Die Segelflugausbildung erfordert eine Prise Talent, kombiniert mit grosser Motivation und Leidenschaft. Da der Fortschritt während der Ausbildung nicht immer kontinuierlich verläuft, sind auch Ausdauer und Durchhaltewille gefragt.

Einzelkämpfer und Teamplayer
Am Mittwoch der ersten Lagerwoche startet Jörg Feller um 11 Uhr 02, um als «Winkelried» zu erkunden, ob die Aufwinde schon funktionieren. Er lässt sich auf den Hundsrügg schleppen, wo über der Krete die erste Thermik einsetzt. Der Segelflugpilot ist ein Einzelkämpfer, der in der Luft über die alleinige Entscheidungshoheit verfügt. Doch am Boden ist Teamwork gefragt. Die Vereinsarbeit hat bei jungen Menschen an Attraktivität verloren. Das mag einer der Gründe sein, warum es in der Schweiz nur noch 1700 Segelflug-, aber über 15 000 Gleitschirmpiloten gibt. Jörg kann über dem Hundsrügg seine Höhe halten. Bis zur Mittagspause um 12 Uhr 15 starten möglichst viele weitere Piloten. Wobei langsames Pressieren zur Sicherheit beiträgt. Sobald die Thermik kräftiger geworden ist, gehen die Segelflieger auf Strecke: Sie gleiten von Aufwind zu Aufwind und entfernen sich vom Ausgangspunkt. Je nach Erfahrung, Talent und Lust unterschiedlich weit. Am Abend sind sie zurück; Aussenlandungen sind selten.

Die Anforderungen an die Segelflugpiloten sind aufgrund immer strenger werdender Bestimmungen gestiegen. Matthias Jauslin, Mitglied der Segelfluggruppe Lenzburg, setzt sich dafür ein, dass das Bundesamt für Zivilluftfahrt bei der Reglementierung nicht übertreibt. Er vertritt als Präsident des Aero-Clubs der Schweiz und als Nationalrat damit auch die Interessen der Sportaviatik, der Fallschirmspringer und der Modellflieger. Matthias verbringt einige Tage im Segelfluglager Zweisimmen und geniesst es, losgelöst vom Polit-Alltag durch das Berner Oberland zu schweben. Segelfliegen ist ein Privileg, doch es ist kein elitärer Sport. Es ist auch kein Volkssport, wie ursprünglich geplant. Segelflugpiloten gehören in der Regel der Mittelschicht an und geben für ihre Leidenschaft pro Jahr einen kleinen vierstelligen Betrag aus. Segelflugzeuge sind mehrheitlich im Besitz von Vereinen und werden von den Piloten gemietet. Am Donnerstagabend wird gemeinsam grilliert. Nach einem erfolgreichen Flugtag gibt es genug Gesprächsstoff. Der Abend endet mit einem von den Obwaldner Segelfliegern über dem offenen Feuer aufgesetzten «Cheli». Riecht nach einem alkoholhaltigen Kaffeegetränk.

Das Nachwuchsproblem ist von Segelfluggruppe zu Segelfluggruppe unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Gruppe Olten hat das Glück, in unmittelbarer Stadtnähe Windenstarts durchzuführen. Diese werden von Interessierten wahrgenommen, ohne Uninteressierte in ihrer Ruhe zu stören. Passanten können spontane Schnupperflüge geniessen. Sie wissen dann, ob sie das Segelfliegen vertragen. Der Windenstartbetrieb ermöglicht eine kostengünstige Segelflugausbildung, was Schülern und Lernenden entgegenkommt.

Den Freitag der ersten Woche nutzt Thomas Frey als letzten perfekten Segelflugtag des Lagers für einen längeren Streckenflug. Thomas fliegt von Zweisimmen nach Südfrankreich in das nördliche Département Alpes-Maritimes und wieder zurück. Am Abend schwärmt er vom “Parcours”, auf welchem er über weite Strecken der Krete entlang geradeaus fliegend 1000 Meter an Höhe gewonnen hat. Mit 742 Kilometern ist es die längste Strecke, die an diesem Tag von der Schweiz aus antriebslos zurückgelegt wird. Die zweite Lagerwoche bringt durchzogenes Wetter, das nur noch lokale Segelflüge zulässt. 2022 werden die Segelflugzeuge in Zweisimmen wieder den Sommer verkünden. Quelle: ‘NZZ; neue Zürcher Zeitung‘ (kostenlose Registrierung).

Fahrwerk liess sich nicht ausfahren

Zwei Personen befanden sich an Bord eines Mooney-Kleinflugzeuges, welches am Freitagabend, 10. September, auf dem Orange Municipal Airport von der Landebahn gerutscht war. Nach Angaben der Feuerwehr von Orange blieben der Pilot und der Passagier des Flugzeugs unverletzt, sie verließen das Flugzeug, bevor Hilfe eintraf. Nach einem Aufruf um 18.00 Uhr eines auf dem Rumpf gelandeten Kleinflugzeuges an die Leitstelle von Shelburne wurden alle diensthabenden und nicht diensthabenden Mitarbeiter zu Hilfe aufgerufen. Der Pilot erklärte den Beamten, dass sich das Fahrwerk bei dem Landeversuch nicht ausfahren ließ, und er eine kontrollierte Landung ohne Fahrwerk versuchen musste. Die Hilfskräfte verbrachte danach Stunden damit, das Flugzeug mit Stützen und Airbags aufzurichten. Sie unterstützen das Abschleppunternehmen beim Abtransport des Flugzeuges von der Landebahn. Quelle: ‘22News WWLP.com’.

Gelungene Notlandung

Das ist gerade noch mal gut gegangen: Am Samstagnachmittag um 16 Uhr flog ein 64-jähriger Pilot mit seinem Kleinflugzeug vom Flugplatz Bad Ragaz Richtung Flugplatz Wangen. Während des Flugs kam es zu technischen Problemen, weshalb der Pilot im Gebiet Burst in Reichenburg auf einer Wiese eine Notladung machen musste. Die Notlandung des im Kanton St. Gallen immatrikulierten Flugzeugs verlief ohne Probleme, es wurde niemand verletzt.

Umstände werden untersucht
Für die Sicherung des Flugzeugs standen die Kantonspolizeien Schwyz St. Gallen, die Feuerwehr Reichenburg und die Stützpunktfeuerwehr Pfäffikon im Einsatz. Die Umstände, die zur Notlandung geführt haben, werden nun durch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) untersucht. Quelle: ‘Linth24‘. Bild: Stefan Grüter.

Unfall bei Flughafen in Weiden

Das Kleinflugzeug eines 52 Jahre alten Piloten setzte kurz vor der Landebahn auf und überschlug sich aus bislang ungeklärter Ursache, wie die Polizei am Montagabend mitteilte. Der Pilot und auch der 60 Jahre alte Co-Pilot konnten sich selbstständig aus dem beschädigten Flugzeug befreien. “Durch die naheliegende Luftrettung wurden sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet. Beide Insassen kamen mit dem BRK mit mittelschweren Verletzungen ins Klinikum Weiden”, heißt es in einer Polizeimeldung. Fachkräfte, unter anderem vom Luftfahrtbundesamt, versuchen nun, die Ursache zu ermitteln. Der Sachschaden dürfte sich laut Polizei auf etwa 100.000 Euro belaufen. Quelle: ‘Tag24‘.

Spenden sammeln für Flutopfer

12’000 Euro für Flutopfer wurden erflogen. Das freute vor allem Landrat Stephan Pusch. Nicht nur über die Spenden freute er sich, sondern auch über einen Flug in einem Flieger im Design von Borussia Mönchengladbach. Eine Spende in Höhe von 12’000 Euro und obendrein ein ereignisreicher Rundflug über die Kreisstadt Heinsberg mit einem Flieger im Design von Borussia Mönchengladbach: Besser konnte es kaum kommen für den Kreis Heinsberger Landrat Stephan Pusch. Das ist das schöne Ergebnis einer Aktion, die die Ultraleicht-Piloten des Flugclubs Heinsberg-Selfkant kurzerhand organisiert hatten, um Spenden zu sammeln, die den vom Hochwasser im Juli betroffenen Menschen helfen sollen. Einer dieser Piloten ist Peter Dohmen, Vorsitzender des BSV Wassenberg, der bei seinen Piloten-Kollegen offene Türen einrannte, denn jedem war klar, dass das Ereignis kein gewöhnliches war und dass Hilfe – in welcher Art auch immer – folgen sollte.

Die Benefiz-Aktion der Pilotinnen und Piloten bestand in erster Linie schließlich aus Rundflügen, bei denen Pilotin Katrin Dahmen in ihrem Ultraleicht-Flugzeug vom Typ Ikarus C42 beispielsweise insgesamt 31 Fluggäste mitgenommen hatte. Oberstes Gebot: „Vereinzelt gab es die Bitte, über ein paar Hochwassergebiete zu fliegen, doch einen Hochwasser-Tourismus hatten wir von Anfang an ausgeschlossen“, erklärte Peter Dohmen. So sei der Überflug von überschwemmten Gebieten eben absolut tabu gewesen. Dohmen weiter: „Die meisten unserer Fluggäste wollten ihren eigenen Wohnort und damit auch ihr eigenes Haus von oben sehen.“ Auch Josef Staaks, der Vorsitzende des Flugclubs, äußerte sich zur Aktion, bei der das Thema Sicherheit eine wesentlich Rolle spielte: „Gerade bei einem hohen Verkehrsaufkommen achten wir strikt auf die koordinierten Abläufe am Boden, abgestimmte Flugrouten und auf das behördlich genehmigte Start- und Landeverfahren. mein Dank gilt nicht nur allen Spenderinnen und Spendern, sondern auch an unsere Vereinsmitglieder, die keine Mühe gescheut hatten, die Benefiz-Rundflüge zu organisieren.“ Quelle: ‘RP-online.de‘.

Unangekündigte Alkoholkontrollen beim Flugpersonal

Das (Schweizer) Parlament will mit unangekündigten Alkoholkontrollen beim Flugzeugpersonal die Sicherheit der Passagiere erhöhen. Nach dem Nationalrat hat am Montag auch der Ständerat dieser Änderung zugestimmt. Der Ständerat sagte mit 41 zu 0 Stimmen und bei einer Enthaltung Ja zur Änderung des Luftfahrtgesetzes. Dank dieser soll das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) beim Besatzungspersonal künftig jederzeit Alkoholkontrollen durchführen können. Heute sind solche Kontrollen nur auf Verdacht hin möglich. Der Ständerat stimmte dieser Anpassung am Montag oppositionslos zu. Der Nationalrat hatte bereits in der Sommersession Ja gesagt. Zudem sollen nach Ansicht des Bundesrats Ärztinnen und Psychologen Diagnosen und Informationen über mögliche akute psychische oder körperliche Erkrankungen künftig ans Bazl weiterleiten können. Dies soll helfen, psychische oder körperliche Erkrankungen bei Besatzungsmitgliedern frühzeitig zu erkennen. Sie sollen ein Melderecht bekommen.

Das sei in der vorberatenden Kommission umstritten gewesen, sagte deren Sprecher Hansjörg Knecht (SVP/AG). Denn Ärztinnen und Ärzte könnten sich schon heute vom Berufsgeheimnis entbinden lassen, um entsprechende Meldungen zu machen, sagte Knecht im Namen der Kommissionsmehrheit. Eine Minderheit gelang es aber, das Ruder herumzureissen. Es gebe zwar regelmässige, aber eben nicht permanente Kontrollen, sagte Minderheitssprecher Mathias Zopfi (Grüne/GL). Der Gesundheitszustand könne sich zwischen Kontrollen ändern, deswegen müsse die Möglichkeit bestehen, dass die Ärzte eine Meldung erstatten können – ohne sich zunächst vom Berufsgeheimnis entbinden lassen zu müssen.

Regelung wegen German-Wings-Absturz
Sie könne kaum verstehen, dass es, anders als etwa bei Carchauffeuren, bei Piloten noch kein Melderecht gebe, sagte Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga. Diese Regelung, die der Bundesrat nun einführen will, gehe zurück auf den vom Piloten herbeigeführten Absturz einer Maschine von Germanwings 2015 in Frankreich. Dort sei genau das der Fall gewesen, dass sich der psychischen Zustands des Piloten zwischen den Kontrollen verändert habe. Laut den Ermittlungen steuerte der verantwortliche Pilot das Flugzeug mit Absicht in einen Berg. Alle 150 Insassen kamen ums Leben. Der Ständerat stimmte schliesslich mit 31 zu 11 Stimmen für das Melderecht. Weil der Nationalrat es in der Sommersession aus der Vorlage gestrichen hat, muss er nun noch einmal darüber befinden.

Kein Widerstand bei Funken in Ortssprache
Im revidierten Luftfahrtgesetz umgesetzt wird auch eine vom Parlament überwiesene Motion aus dem Jahr 2019. Demnach sollen Hobbypiloten im Sichtflugverkehr (VFR) nebst Englisch auch wieder in einer ortsüblichen Landessprache kommunizieren können. Seit 1. Januar 2019 müssen diese Piloten ihre Funksprüche grundsätzlich in Englisch absetzen.

Der Nationalrat präzisierte nun, dass der Grundsatz «English only» nur für den Flughafen Zürich gelten soll. Ansonsten soll für den nicht gewerbsmässigen Sichtflugverkehr neben Englisch auch in der jeweils lokal gesprochenen Schweizer Amtssprache gefunkt werden können. Der Ständerat zeigte sich damit am Montag oppositionslos einverstanden. Quelle: ‘Südostschweiz‘. Bild: ‘Flugplatz Schönefeld‘.

Neue Plattform für Drohnenpiloten

Mit UAS.gate hat das BAZL eine neue Plattform für Drohnenpilot/innen aufgeschaltet. Sie können sich hier auf noch freiwilliger Basis registrieren sowie einen Onlinelehrgang mit Test absolvieren. Vorläufig ist diese Dienstleistung noch kostenlos. Das Zertifikat wird im europäischen Ausland noch nicht anerkannt. Die Schweiz kann bekanntlich die neue europäische Drohnenregulierung noch nicht übernehmen. Diese sieht für Drohnen ab 250g Fluggewicht eine Registrierung des Piloten sowie ein Onlinetraining und eine Onlineprüfung vor. Seit dem 16. August ist es nun trotzdem möglich, sich auf freiwilliger Basis über die Plattform UAS.gate auch in der Schweiz zu registrieren und den Onlinekurs sowie den Onlinetest zu absolvieren.

Das momentan noch freiwillige Zertifikat ist allerdings in der EU nicht gültig, da die Schweiz die dazugehörende EU-Verordnung noch nicht übernehmen konnte. Wer im Ausland eine Drohne oder ein Modellflugzeug betreiben will, muss sich grundsätzlich in dem EU-Staat registrieren, in welchem die erste Operation stattfinden soll. Das Training und die Prüfung kann aber je nach Muttersprache auf einer anderen europäischen Plattform absolviert werden, für Deutschsprachige beispielsweise in Deutschland oder Österreich.

Eine Registrierung auf freiwilliger Basis lohnt sich nicht nur aus Kostengründen. Wer nach der Registrierung das momentan ebenfalls kostenlose Onlinetraining und den Test absolviert, kann sich intensiver sowohl mit allgemein gültigen Sicherheitsthemen wie den spezifischen Vorschriften der neuen EU-Regulierung auseinandersetzen. Zudem bietet das Register auch Vorteile für alle, die am Swiss U-space Programm teilnehmen. Wenn die Schweiz die europäische Drohnenregulierung übernehmen kann, wird die freiwillige Registration selbstverständlich in der Schweiz wie in der EU akzeptiert. Registrierung und Onlinetest werden ab diesem Zeitpunkt aber kostenpflichtig. Quelle: ‘BAZL‘.

Die Plattform UAS.gate bietet zwei Services an:

  • Registration als Drohnenbetreiber/in
  • Zertifizierung als Drohnenpilot/in

Armless pilot announces foot-controlled RV–10 build project

Armless sport pilot Jessica Cox, who has inspired scores of aviators and others, announced during EAA AirVenture that she intends to pursue a third-class medical certificate and then move up from an adapted two-seat Ercoupe to a foot-controlled four-seat Van’s Aircraft RV–10 homebuilt aircraft. Cox and Chamberlain predicted that the aircraft build project could “serve as a role model for other pilots with disabilities to explore or inspire new ideas.” Two universities are challenging their students to come up with designs for flight and engine controls that could be implemented. Chamberlain said a team of professional engineers has also committed to helping Cox ensure the safety of any modifications.

Cox’s current aircraft platform was designed in the 1940s and is adequate for brief flights before she tires because she manipulates the Ercoupe’s conventional “pretzel” yoke and throttle solely with her feet and toes. “She has to hold her legs crisscrossed up in the air in an already cramped cockpit in order to reach the controls,” Chamberlain explained. She can safely hold that position for 30 to 45 minutes and would like to fly farther in a general aviation aircraft so she can continue to inspire others with her story of perseverance. Pilot Jessica Cox, who was born without arms and flies an Ercoupe with integrated aileron and rudder controls, demonstrates her technique for flying the aircraft with her toes during a stop at AOPA headquarters in Frederick, Maryland in 2020.

In 2020, Cox and Chamberlain drew attention to the thirtieth anniversary of the Americans with Disabilities Act by bringing the Ercoupe east for demonstration flights near Washington, D.C. It took a professional ferry pilot four days to fly the small aircraft from Tucson, Arizona, to Frederick, Maryland. She flew retired Sen. Tom Harkin (D-Iowa), who celebrated his landmark bill with “the most fun” event during a weekend of celebrations, AOPA previously reported. “A quick, IFR airplane like an RV–10 could complete a trip like that in a much shorter period of time and allow Jessica to visit multiple locations in rapid succession,” Chamberlain explained. A more capable aircraft could also open the door for Cox to fly herself from her home base at Ryan Field in Tucson for inspirational talks via Rightfooted Foundation International, the nonprofit that supports her speeches, appearances, and encouragement to others facing physical challenges. Cox was optimistic that her accomplishments as a pilot and as an advocate for others who are physically challenged can be “turned into a megaphone to articulate the ongoing issues and struggles of the disability community.” Quelle: ‘AOPA‘.

Trübe Aussichten für angehende Piloten

Seit Ausbruch der Pandemie ist der Beruf Pilot fast schon zum Albtraum geworden: Bitter für diejenigen, die bereits in der Ausbildung stecken – sie haben kaum eine Aussicht auf eine Anstellung. «Cleared for take off!» – Startfreigabe: Pilotenanwärter Julian Günther drückt die Schubhebel im Cockpit der zweimotorigen Propellermaschine nach vorne. Wenige Sekunden später hebt das Flugzeug von der Piste des Flughafens Grenchen (SO) ab. Günther startet mit Fluglehrer Nik Studer zu einem Schulungsflug. «Jedes Mal, wenn ich abhebe, kribbelt es in meinem Bauch, ein grossartiges Gefühl», schwärmt er. Der 29-jährige Aargauer ist einer von rund 100 angehenden Piloten und Pilotinnen, die aktuell im Lufthansa Aviation Training (LAT) in der Ausbildung stehen. Sie alle wollen künftig in einem Cockpit der Fluggesellschaft Swiss oder Edelweiss sitzen. Doch diese Plätze gibt es derzeit nicht. Allein Swiss hat derzeit einen Überbestand von 120 Piloten und Pilotinnen.

Plan B gefragt
In Deutschland wurden darum alle laufenden Ausbildungslehrgänge abgebrochen. In der Schweiz – dank Unterstützungsgelder des Bundes – werden die zweijährigen Lehrgänge, welche noch vor der Pandemie begonnen haben, weitergeführt. Für Julian Günther und seine Kollegen und Kolleginnen einerseits positiv, aber auch belastend, weil sie kaum Aussicht auf eine Anstellung nach der Ausbildung haben. Pilotenanwärter Günther lässt sich davon nicht unterkriegen. «Es wird weitergehen. In einigen Jahren wird wieder Normalbetrieb in der Luftfahrt herrschen», ist er überzeugt. Nichtsdestotrotz hat er sich einen Übergangsjob gesucht – und gefunden. In einem Teilzeitpensum repariert er als Mechaniker Elektro-Scooter. Dies will er so lange tun, bis er auf einem Pilotensitz Platz nehmen kann.

Grösste Krise der Luftfahrt
Fluglehrer Nik Studer ist selbst Langstreckenpilot bei der Swiss und kennt das Auf und Ab in der Luftfahrtbranche. «Bei anderen Krisen war es so, dass man vielleicht einen Job bei einer anderen Fluggesellschaft oder in einem anderen Land fand. Dieses Mal ist es anders. Die Krise ist global und betrifft die ganze Reisebranche.» Die Luftfahrt erlebt die grösste Krise ihrer Geschichte, einen Umbruch. Dennoch habe die klassische Pilotenausbildung eine Zukunft. Davon ist David Birrer, Geschäftsführer von Lufthansa Aviation Training Switzerland, überzeugt: «Mittelfristig gehen wir von einer weltweiten Erholung der Airlines aus.» Zudem eröffneten sich neue Segmente. In den nächsten Jahren würden etwa die elektrischen Lufttaxis in den Markt eintreten. Und auch im Bereich der Frachtdrohnen brauche es Piloten und Pilotinnen, sagt Birrer: «Ich bin überzeugt, dass die Fähigkeiten, die ein Pilot heute lernt, auch in Zukunft gefragt sein werden.»

«Cleared for landing!» – Landeerlaubnis. Günther setzt mit der Propellermaschine im wolkenverhangenen Grenchen auf der Piste auf und rollt zum Standplatz. Trotz der derzeit bewölkten Berufsaussichten – der Pilotenschüler bleibt optimistisch: «Ich schaue positiv in die Zukunft. Ich glaube fest daran, dass es nach der Ausbildung in naher Zukunft mit einem Sitz in einem Cockpit klappt.» Quelle: ‘SRF‘.

Wie sicher sind Kleinflugzeuge?

In den vergangenen Tagen machten Abstürze von Kleinflugzeugen Schlagzeilen: So kam es in Böblingen (Baden-Württemberg), Renneritz (Sachsen-Anhalt) und Hildesheim (Niedersachsen) zu Unfällen mit Toten. Das wirft Fragen nach der Sicherheit auf.

„Ich erachte Fliegen als sicher – unter gewissen Voraussetzungen“, sagt Professor Gordon Konieczny vom Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Konieczny, der selbst Pilot ist und eine Berufspilotenlizenz besitzt, weist darauf hin, dass für einen sicheren Flug mit einem Kleinflugzeug drei Punkte wichtig seien: das Flugzeug, der Pilot und das Wetter.

Das Flugzeug
Für jedes Flugzeug gibt es vorgesehene Wartungsintervalle. So müsse etwa ein Kleinflugzeug nach 50, 100 oder 200 Stunden zur Wartung, wo dann festgelegte Checks vorgenommen werden, so Konieczny. Durch ein Bordbuch, in das jeder Pilot des Flugzeuges die Flugzeit einträgt, wisse man vor dem Start, wann die nächste Wartung anstehe und ob ein Flug durchgeführt werden könne.

Außerdem bewertet Konieczny die Zuverlässigkeit der Sicherheitschecks: „Die Flugzeuge sind meines Erachtens unter einer sehr strikten Kontrolle.“ Zwei Organisationen beaufsichtigen, überprüfen und koordinieren die Wartungsprozesse: zum einen die Continuing Airworthiness Management Organisation (CAMO), die für die Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen zuständig ist, und zum anderen die Maintenance Organisation (MO) – die Wartungsorganisation.

Der „Human Factor“
In seiner Arbeit an der Hochschule in Hamburg beschäftigt sich Konieczny auch mit dem sogenannten „Human Factor“ beim Fliegen. „Wenn Sie fliegen wollen, müssen Sie natürlich fit sein – gesundheitlich und fliegerisch fit“, sagt er. Deshalb greifen auch hier verschiedene Kontrollmechanismen. So überprüfen Ärzte regelmäßig die Gesundheit der Piloten. Quelle: ‘RND

Der “Go-Around” ist Standard

Ein Pilot stellt sich im Final mental immer auf einen Go-Around ein. Gelandet wird nur, wenn alles passt. Der Go-Around ist also kein Notfall, sondern ein Standard-Verfahren. Für einen Entscheid, durchzustarten, gibt es zahlreiche Gründe. Etwa ein nicht-stabilisierter Anflug (zu hoch, zu tief, versetzt zur Centerline, zu schnell, zu langsam), aber auch Turbulenzen, starker Seitenwind oder Böen können einen Go-Around auslösen. Ist die Piste blockiert, etwa durch ein vorher gelandetes Flugzeug, gehört das Manöver zur Selbstverständlichkeit wie auch bei einer Anweisung der Flugverkehrsleitung. Auch Situationen während der Landung können Grund für ein Durchstarten sein. Dann zum Beispiel, wenn die Landung ausserhalb der beabsichtigten Aufsetzzone erfolgt (im Endanflug deshalb die Pisten- oder Geländemarken für den Aufsetz- und Durchstartpunkt visuell festlegen) oder wenn nach einer harten Bodenberührung das Flugzeug wieder wegspringt.

Doch tatsächlich kommt es immer wieder vor, dass selbst bei noch so aussichtsloser Ausgangslage im Short-Final die Landung auf Biegen und Brechen erzwungen wird. Im besten Fall mag dies eine lange Landung oder eine harte Dreipunktlandung zur Folge haben. Es kann aber auch zu heiklen, ja gefährlichen Situationen führen.

Mögliche Folgen eines «verpassten» Go-Arounds können Schäden am Flugzeug sein. Eine Vollbremsung nach einer langen Landung kann
zum Reifenplatzer führen oder gar zum Überrollen des Pistenendes. Ein «Erzwingen der Landung» kann das Fahrwerk beschädigen. Und eine erste Bodenberührung mit dem Bugrad kann eine Propeller-Berührung mit der Piste nach sich ziehen oder gar das Bugrad einknicken lassen.

Seitlich versetzt durchstarten.
Ein Go-Around darf niemals über einem auf der Piste auflinierten und starbereiten Flugzeug durchgeführt werden. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass der startwillige Pilot das anfliegende Flugzeug übersehen hat. Was ist in diesem Fall zu tun? Nehmen wir an, Flugzeug A befindet sich Mitte Final auf einen unkontrollierten Flugplatz. Plötzlich liniert das am Holding Point wartende Flugzeug B auf die Piste auf. Pilot A ist folglich gezwungen, einen Go-Around einzuleiten. Ob Pilot B seinen Fehler erkannt hat und seinen Start verzögert, oder ob er sogleich startet, kann Pilot A nur kontrollieren, wenn er seinen Go-Around seitlich versetzt und parallel zur Piste fliegt.

Approach Briefing
Genügend Zeit für die Anflugvorbereitung und das Approach Briefing ist die Basis für einen sicheren, ruhigen und erfolgreichen Anflug mit Landung auf jeden Flugplatz. Ein Anflug wird nur begonnen, wenn alle notwendigen Aufgaben (Checks, ATIS abhören und Approach Briefing) erledigt sind. Im Approach Briefing rekapituliert der Pilot die in der Vorbereitung erarbeiteten Fakten und
ergänzt diese mit den letzten Informationen vom Zielflugplatz (etwa Pistenrichtung und aktuelle Windverhältnisse).

Als Grundsatz gilt: Ein Approach Briefing soll kurz und effektiv sein. Zudem empfiehlt es sich, dafür genügend Zeit einzuplanen. Denn: Ein stabiler, gut vorbereiteter Anflug ist die Basis für eine sichere und präzise Landung. Quelle: ‘AeCS Safer Flying‘.

Unglück nach dem Start

In Nordholz im Landkreis Cuxhaven ist am Donnerstagmorgen, 8. Juli, ein Sportflugzeug abgestürzt. Zwei Menschen sind bei dem Unglück ums Leben gekommen. Wie die Polizei bestätigte, prallte die Maschine nach dem Start auf dem Sportflugplatz in ein Waldstück und wurde zerstört. Der Flugunfall ereignete sich um kurz nach 10 Uhr. Die beiden Insassen seien im brennenden Flugzeug ums Leben gekommen, heißt es dort weiter. Es soll sich dabei um ein Leichtflugzeug gehandelt haben. Die Identität der Opfer stünde nach Polizeiangaben zunächst nicht fest. Es soll sich beim Piloten um ein Vereinsmitglied des Sportflughafens mit langjähriger Flugerfahrung gehandelt haben. Warum das Leichtflugzeug kurz nach dem Start abstürzte, ist noch unklar. Informationen zur Absturzursache liegen zunächst nicht vor. Die Bundesstelle für Flugunfallforschung in Braunschweig sei in Kenntnis gesetzt worden. Quelle: ‘Fehmarn24‘.

Die Überfliegerin

Den Flugschein hatte Iris Brditschka zwei Jahre vor dem Pkw-Führerschein in der Tasche. Heute fliegt die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin mit dem „ORF-Überflieger“ und informiert die Hörer von Radio Oberösterreich frühmorgens über das Verkehrsaufkommen. Um acht Uhr morgens treffen wir Iris Brditschka am Flugplatz der HB-Flugtechnik in Hofkichen im Traunkreis. Voll Elan steigt die fesche Ansfeldnerin aus einem Motorsegler, der soeben gelandet ist. Es handelt sich aber nicht um irgendeinen Flieger, sondern um den „ORF-Überflieger“, der die Hörer von Radio Oberösterreich immer morgens über das aktuelle Verkehrsaufkommen im Großraum Linz informiert. Während der Pilot in der Luft seine Kreise zieht, übermittelt Co-Pilotin Iris via Liveschaltung die aktuellen Staus.

Flieger-Familie: Das Fliegen wurde der studierten Wirtschaftswissenschaftlerin in die Wiege gelegt. Großvater Heinz W. Brditschka hat als Amateurbauer zwei Exemplare der legendären „Motorkrähe“ gebaut und im familieneigenen Schmuckwarenbetrieb Flugteile für Amateure gefertigt. Ihr Vater Heino hat bereits 1973 das erste manntragende Elektroflugzeug entwickelt und es damit sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft. Vor mehr als 50 Jahren hat er in Hofkirchen im Traunkreis die Firma HB-Flugtechnik sowie einen Flugplatz gegründet, wo auch Iris beschäftigt ist. Beim Covershooting beweist die 31-jährige Privatpilotin, dass sie nicht nur im Cockpit, sondern auch vor der Kamera eine Topfigur macht und erzählt, dass sie quasi im Flieger aufgewachsen ist. Das ganze Interview lesen Sie hier in der ‘OberÖsterreicherin’.

Neue Führung für Flugsport-Club Würzburg

Die Auslieferung des neuen, leisen Schleppflugzeugs sowie der geregelte Übergang von der bisherigen Schleppmaschine auf die neue waren zwei wichtige Aufgaben im vergangenen Jahr, auf die der Erste Vorsitzende Michael Hoffmann in der Jahreshauptversammlung des Flugsport-Clubs Würzburg (FSCW) zurückblickte. Als einen wesentlichen Beitrag des FSCW zur Lärmaktionsplanung der Stadt Würzburg sei laut Hoffmann Ende des Jahres das leise Schleppflugzeug an den Start gegangen. Heute werde die erwartete Halbierung des Fluglärms von vielen betroffenen Bürgern bestätigt, was als absoluter Erfolg zu werten sei. Hoffmann hob die Unterstützung der Stadt und des Landkreises Würzburg sowie der Gemeinden Veitshöchheim und Margetshöchheim und der Bürger aus Zell am Main besonders hervor. Ohne diese Unterstützung wäre die Anschaffung des Schleppflugzeugs für den Verein nicht zu schultern gewesen. Einige Schlepppiloten seien schon auf das neue Muster geschult worden, so dass die Segelflugsaison bereits begonnen habe.

Mit Blick auf die finanzielle Situation der Sparten sprach Hoffmann von befriedigenden Ergebnissen, wenn man von der Belastung der Sparte Segelflug wegen der Beschaffung des Schleppflugzeugs absehe. Dies, obwohl der Flugplatz wegen fallender Treibstoffpreise ein ordentliches Defizit eingefahren habe. „Denn die Tanks für die Rettungshubschrauber wurden wegen der Corona-Krise gefüllt, um mögliche Engpässe zu vermeiden. Dann sind die Preise massiv gefallen“, so Hoffmann weiter. Der scheidende Erste Vorsitzende bedauerte, dass der Verein wegen der Pandemie auf viele lieb gewonnene Veranstaltungen verzichten musste. Das Kinderfliegen, das der FSCW seit vielen Jahren im engen Schulterschluss mit der Sportferienfreizeit der Stadt Würzburg anbiete, werde aber in 2021 vorrausichtlich mit entsprechendem Hygienekonzept stattfinden, so wie schon im Jahr zuvor.

Spannend waren die anschließenden Neuwahlen, weil einige Mitglieder der Vorstandschaft nicht mehr zur Wahl antraten. In den Vorstand wurden Jochen Gögelein als Erster Vorsitzender und Christian Frizlen als Zweiter Vorsitzender gewählt. Wiedergewählt als Dritter Vorsitzender wurde Elmar Tell. Das Amt des Schatzmeisters übernahm Michael Hoffmann, das Amt des Schriftführers Dieter Schirm. Jens Wiesner wurde als Leiter des Marketingteams und Matthias Schmitt als Naturschutzbeauftragter im Amt bestätigt. Klaus Dieter Lutz ist der neue Platzwart. Die Luftsportjugend des Flugsport-Clubs hatte im Vorfeld bereits Alexander Keller zu Ihrem Jugendleiter gewählt. Er wurde von der Hauptversammlung im Amt bestätigt. Quelle: ‘Main Post’.

Deutschlands älteste Fluglehrerin über das Fliegen in der DDR

Mit 81 Jahren sitzt Pilotin Ursula Wötzel aus Jena nach wie vor am Steuer ihrer Maschine. Statt Kaffeekränzchen gibt es bei ihr Headset und Höhenmeter. Auf dem Sitz ihres Motorseglers hat die wohl älteste Fluglehrerin Deutschlands so einiges erlebt. Dabei kann “Uschi”, wie sie von den meisten gerufen wird, von Fluchtversuchen bei Meisterschaften, der Überwachung durch die Stasi und den Anfängen als Frau im männerdominierten Flugsport berichten.

Als Pilotin oder Pilot die DDR aus der Luft zu erkunden, ist fast nur über eine Mitgliedschaft in der “Gesellschaft für Sport und Technik” (GST) möglich gewesen. Die vormilitärische Ausbildung in der Massenorganisation sollte junge DDR-Bürger für eine Laufbahn in der NVA begeistern. Für nur 10 Mark konnten sie kostengünstig Sportarten wie Fallschirmspringen oder Segelfliegen ausprobieren.

Frauen im Flugsport in der DDR
Auch die 1940 geborene Ursula Wötzel (geb. Heinicke) aus Jena gehörte zu den Jugendlichen, die ihre Wochenenden auf dem Flugplatz verbrachten. Zu ihrer Leidenschaft kam sie über einen Freund, der zum Umzug am Tag der Arbeit mit seinem Segelflieger über der Stadt kreiste. Einen Tag darauf besuchte Uschi selbst den Flugplatz und übte bereits ihre ersten Starts. Doch gerade die Anfangszeit war nicht leicht. Frauen und Mädchen auf dem Flugplatz? Auch wenn es das schon gegeben hatte, war es ungewohnt. Quelle: ‘MDR‘.

Ultraleichtes, karibisches Inselhüpfen

Dieses Video zeigt einen Flug von St. Croix auf den Virgin Islands nach Grenada. Das Pilotenpaar lässt sich dabei von den unvermeidlichen Wasserstrecken nicht aufhalten. Quelle: ‘Youtube‘.

Warum boomen Fracht und Hobbyfliegerei?

Christian Pfitzner schaut aus dem Cockpitfenster seines Airbus-Frachters A300. Auf dem Flughafen von Sevilla stehen Paletten zum Einladen bereit, die Luft flirrt in der Nachmittagshitze. “32 Grad”, seufzt Pfitzner. “Zum Glück läuft unsere Klimaanlage.” Für den 25-jährigen Co-Piloten ist es schon die zweite Airline in dreieinhalb Berufsjahren. “Nach der Insolvenz meiner Gesellschaft hatte ich das Glück, hier zu landen”, berichtet er. “Cargo fliegen ist abwechslungsreich.” In den vergangenen Wochen pendelte er zwischen Athen und Larnaca auf Zypern, aktuell ist er zwischen Sevilla in Südspanien und Tanger in Marokko unterwegs.

René Ortwein, Airbus-A330-Kapitän beim gleichen Unternehmen, zählt auf: “Pferde, Medikamente, Gefahrgut – wir fliegen praktisch alles.” Dabei landen die Piloten auch auf Airports abseits der üblichen Passagierstrecken. “Cincinnati in Ohio zum Beispiel ist eine tolle Stadt”, hat Ortwein mittlerweile gelernt. Die meisten Linienpiloten indes können derzeit nur vom Fliegen träumen. Viele waren mehr als ein Jahr lang nicht mehr in der Luft, andere sind arbeitslos. Das Passagieraufkommen ist fernab jeder Normalität, auch das Oster- und das Pfingstgeschäft brachten wenig Belebung. Bis Anfang Mai zählte der deutsche Flughafen-Verband ADV erst etwa 500 000 Passagiere, vor zwei Jahren waren es fast zehnmal so viele.

Ganz anders sieht es dagegen bei der Luftfracht aus. “2020 wird als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem die Luftfracht vom Krisenfall zum Umsatzbringer wurde”, hatte Tobias Bernecker, Professor für Verkehrspolitik und Verkehrswirtschaft an der Hochschule Heilbronn, bereits im November 2019 im Fachblatt Deutsche Verkehrszeitung prognostiziert. Und so geschah es auch: Die Cargo-Tochter der Lufthansa erzielte 2020 mit 2,76 Millionen Euro Umsatz das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Der Cargo-Bereich machte über 20 Prozent des Konzernumsatzes, mehr als dreimal so viel wie 2019. Alle deutschen Cargo-Airlines zusammen beförderten bis Anfang Mai dieses Jahres etwa 110 500 Tonnen Fracht, gut 37 Prozent mehr als im selben Zeitraum vor zwei Jahren.

Die Luftfracht boomt – auch weil im Internet so viel bestellt wird
Am Flughafen Leipzig-Halle betreibt das Logistik-Unternehmen DHL sein europäisches Drehkreuz, das größte innerhalb des globalen Netzwerks; 655 Millionen Euro flossen bislang nach eigenen Angaben in den Standort. Auch die Cargo-Airline Aerologic, ein Joint Venture von DHL Express und Lufthansa Cargo, ist in Leipzig-Halle beheimatet. Das ausgedehnte Gelände verfügt über zwei parallele Start- und Landebahnen, Allwetterbetrieb und direkte Anbindung an das transeuropäische Autobahn- und Schienennetz, vor allem aber über eine 24-Stunden-Betriebserlaubnis für Frachtflüge. Das Geschäft dort boomt, auch weil mit den vielen Lockdowns in aller Welt die Nachfrage nach Gütern aus dem Internet sprunghaft gestiegen ist. Global agierende Frachtdienstleister wie UPS erwarten, dass dies auch nach einem Ende der Corona-Pandemie anhalten wird. Ähnlich sieht es DHL Express: Der Dienstleister hat bekannt gegeben, in Österreich eine neue Frachtfluggesellschaft für innereuropäische Routen aufbauen zu wollen. Im Gegenzug werde die Tochterfirma DHL Air UK zu einer interkontinentalen Fluggesellschaft ausgebaut.

Auch die Business Aviation, also die Fliegerei mit kleineren Jets für Geschäftsreisende, konnte nach einem Rückgang der Verkehrszahlen zu Beginn der Corona-Krise zuletzt wieder zulegen. Im Gebiet der europäischen Flugsicherheitsorganisation Eurocontrol stiegen die Flugbewegungen von März 2020 bis März 2021 um 24 Prozent. Derzeit macht die Geschäftsfliegerei dort 16 Prozent des gesamten Verkehrs aus. Den größten Anteil stellen mit 37 Prozent die leichten Businessjets, gefolgt von Flugzeugen mit Turboprop-Antrieb.

Nicolas von Mende blickt von seinem Büro aus auf die Jets in der Werft am Bremer Flughafen. Mende ist Chef von Atlas Air Service (AAS), einem Unternehmen, das sich auf Handel, Wartung und Instandhaltung von kleineren Business-Jets spezialisiert hat; zudem betreibt es einen eigenen Flugbetrieb. 250 Mitarbeiter sind an vier deutschen Standorten beschäftigt. “Mit der Krise fielen die klassischen Geschäftsreisen weg”, erklärt von Mende. Dafür machen nun deutlich mehr Kunden Privatreisen mit Businessflugzeugen. “Nicht wenige werden sich später selbst ein Flugzeug anschaffen”, ist er überzeugt.

Die Nachfrage nach kleineren Einsteiger-Jets und Turboprops habe zuletzt enorm zugenommen, sagt Mende. “Im Segment bis fünf Millionen US-Dollar ist die Branche praktisch ausverkauft, wir beobachten Preissteigerungen von bis zu 20 Prozent.”

Kleinere Flugplätze profitieren
Zu den Nutznießern des wachsenden Geschäfts zählen auch viele kleinere Flugplätze wie Mönchengladbach, Schönhagen bei Berlin, der Jade-Weser-Airport in Wilhelmshaven oder der Flughafen Kiel-Holtenau. An einigen dieser Standorte fielen nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie auch noch die letzten verbliebenen Linienverbindungen weg, mit den Business-Jets kehrt nun zumindest etwas Betrieb zurück auf die Flugverkehrsflächen – nicht immer allerdings zur Freude der Anwohner.

Und eine weitere Luftfahrtsparte sorgt weiterhin für Betrieb am Himmel: Piloten müssen regelmäßige Trainingsflüge absolvieren und Simulatorchecks machen; viele junge Flugschüler haben trotz der Krise ihre Verkehrspiloten-Ausbildung nicht abgebrochen. Während Airlines ihren Nachwuchs vertrösten und sogar ihre Flugschulen dichtmachen, läuft der Betrieb andernorts normal weiter. “Wir haben gerade 150 Piloten in der Ausbildung”, erklärt Christian Käufer, Chef des Essener Airline-Trainingsunternehmens TFC. Seine Schule kooperiert unter anderem mit der Hochschule Aachen beim dualen Bachelor-Studiengang Flugbetriebstechnik mit Verkehrspilotenausbildung. Auch er hat festgestellt: “Viele junge Leute zieht es derzeit in die Fracht und zur Business Aviation.”

Und auch bei kleineren Flugschulen, die vor allem Hobbypiloten ausbilden, läuft der Betrieb besser denn je. “Unsere Schülerzahlen sind auf einem Höchststand”, sagt Andreas Künne von der Flugschule Seabirds.de in Oldenburg-Hatten. In der Corona-Krise habe sich das Freizeitverhalten verändert. “Viele entdecken ihr Interesse für die Fliegerei.” Die Beschäftigung mit ungewohntem Lehrstoff und Erfolgserlebnisse beim Fliegen – all das sei eine Abwechslung vom gewohnten Alltag, sagt Künne: “Jede Stunde in der Luft ohne Handy und Termine macht den Kopf frei.” Quelle: ‘Süddeutsche Zeitung‘. Bild: ‘MDF, Mitteldeutsche Flughäfen, PortGround GmbH‘.

Der Pilot, der in den Himmel schreibt

Pilot Tim Tibo (44) ist einer von acht Kunstpiloten, die mit ihren Fliegern Botschaften aus weißem Dampf in den Himmel zaubern! Tibo: „In der Corona-Zeit haben wir in Deutschland schon viele dutzend Mal „Bleibt gesund“ geschrieben. Das begeistert die Leute: Es ist eine positive Nachricht und sie sehen etwas, was sie vorher noch nicht gesehen haben.“ Die Buchstaben sind rund 200 mal 200 Meter groß, in wenigen Sekunden fertig und können sich bis zu zehn Minuten halten. Sie entstehen durch Ausstoß von Paraffinöl. Der Pilot: „Das wird im Auspuff erhitzt und verdampft dabei.“ Das sei weder umwelt- noch gesundheitsschädlich. Tibos „Skyexter“ gibt’s seit 2020. Der Pilot hat das Unternehmen mit vier Job-Kollegen gegründet. Mittlerweile sind fünf Flieger im Einsatz. Die Piloten stammen aus Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg. Der Schreib-Vorgang ist digitalisiert: Bevor die Maschinen abheben, ist genau programmiert, welche wann eine Wolke absetzen muss. Die Fliegen halten in der Luft einen Abstand von 20 bis 30 Metern. Die Flugzeuge sind zudem per WLAN verbunden. Viele Firmen haben die Flug-Schreiber schon gebucht. Auch Anfragen für Heiratsanträgegab’s schon. Tibo: „Wenn wir dann sagen müssen, dass das einen fünfstelligen Betrag kostet, ist das Gespräch schnell beendet.“ Quelle: ‘Bild‘.

Segelfliegen lernen am Feuerstein

Die Fränkische Fliegerschule Feuerstein e.V. bietet in den Pfingstferien vom 22. Mai bis 4. Juni einen Segelflug-Lehrgang für Anfänger an: In 14 Tagen werden Fußgänger zu Solo-Piloten ausgebildet.

Lautlos durch die Lüfte schweben, das Spiel mit dem Aufwind und die traumhafte Landschaft der Fränkischen Schweiz von oben erleben: All das bietet der Anfängerlehrgang der Fliegerschule am Flugplatz Burg Feuerstein zwischen Forchheim und Bamberg. Erfahrene Fluglehrer vermitteln im Schulungs-Doppelsitzer die praktischen Grundlagen des Fliegens. Die Gruppe von maximal fünf Teilnehmern bekommt neben kleinen theoretischen Einheiten eine gründliche Einweisung zum Verhalten auf dem Flugplatz.

Schon mit 14 Jahren kann man die Ausbildung beginnen, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Die einzige Voraussetzung ist ein medizinisches Tauglichkeitszeugnis, das bei Lehrgangsbeginn vorliegen muss. Kontaktdaten von Fliegerärzten erhalten Sie im Büro der Fliegerschule. Im Gesamtpreis von 2.090 EUR sind 40 Flugzeug-Schlepps sowie Segler- und Lehrergebühren enthalten. 40 Starts reichen für einen durchschnittlich begabten Flugschüler aus, um reif für den ersten Alleinflug zu werden. Darüber hinaus notwendige Starts werden nach der aktuellen Preisliste berechnet.

Der Lehrgang endet mit der sogenannten A‑Prüfung, also den ersten drei Alleinflügen der neuen Piloten. Sollte das Wetter die nötige Anzahl an Starts nicht erlauben, werden die Flüge zu einem späteren Zeitpunkt individuell nachgeholt. Danach kann es dann weitergehen mit der Ausbildung bis zum Segelflugschein. Der Kurs findet unter strengen Hygienebedingungen statt und natürlich nur, wenn die aktuellen Corona-Vorschriften es erlauben. Abstandsregeln sind auf dem weitläufigen Gelände leicht einzuhalten, im Flugzeug herrscht Maskenpflicht. InteressentInnen melden sich bei Fragen und für die Anmeldung im Büro der Fränkischen Fliegerschule unter 09194 797575 oder info@edqe.de. Der nächste Lehrgang startet in den Sommerferien ab 23. August. Quelle: ‘Wiesentbote.de‘.

Mit einem Ultraleichtflugzeug hoch hinaus

Noch ist der Flugbetrieb auf dem Krefelder Egelsberg gemäß den Corona-Regeln für den Luftsport nur eingeschränkt möglich. Dabei stehen die Mitglieder des Vereins für Segelflug Krefeld in den Startlöchern. Die Wartung der Flugzeuge ist abgeschlossen und auch alle anderen Geräte sind überprüft, sodass die Saison losgehen kann, sobald es die Pandemielage ermöglicht.

Für Max Zeuner ging es in den vergangenen Tagen aber dennoch hoch hinaus. Eingeschränkt und mit besonderen Hygieneauflagen ist nämlich ein minimaler Flugbetrieb dennoch möglich. Der 18-jährige Nachwuchspilot konnte somit seinen ersten Ausbildungserfolg in der noch jungen Flugsaison verbuchen. Nachdem er seine Segelflugausbildung in den Jahren zuvor bereits erfolgreich abgeschlossen hatte, folgt jetzt die Ausbildung im Ultraleichtflugzeug. Dabei handelt es sich um ein besonders leichtes, zweisitziges Sportflugzeug mit einem 80PS-Motor. Die moderne Konstruktion unterscheidet sich kaum von einem „normalen“ Sportflugzeug und kann ähnliche Flugleistungen aufweisen. Mit diesem sogenannten Luftsportgerät konnte Max Zeuner jetzt unter der Aufsicht von UL-Ausbildungsleiter Ralf Froese seine ersten drei Alleinflüge erfolgreich absolvieren. Bei idealen Wetterbedingungen flog der Nachwuchspilot drei „einwandfreie Platzrunden um den Flugplatz Egelsberg und krönte jeden Flug mit einer wunderschön sanften Landung“, lobte Froese im Anschluss.

Erfolge auch bei der Funksprechausbildung
Die Leistungen des noch jungen Piloten sind aber nicht der einzige Grund für Freude beim Verein. Schließlich gibt es auch im Bereich der Funksprechausbildung Erfolge zu verbuchen, wie Pressesprecher Thomas Wiehle mitteilt. Die Ausbildung ist nötig, um sich in der Luft als gleichberechtigter Luftverkehrsteilnehmer gut mit den Fluglotsen verständigen zu können und zu dürfen. In Kooperation mit dem VfS Krefeld und dem Aeroclub Krefeld konnten gleich sieben Nachwuchspiloten die Sprechfunkprüfung BZF I (in deutsch und englisch) vor der Bundesnetzagentur ablegen: Christiann Breuer, Niklas Gassner und Max Zeuner aus Krefeld sowie Julius Kellings, Janina und Nico Stimming sowie Thomas Wiehle. Alle sieben hatten sich seit Dezember intensiv auf die Prüfung vorbereitet und waren unter anderem vom Krefelder Sprechfunklehrer Nikolas Kehr instruiert worden. Jetzt hofft der Verein, dass die Piloten das Erlernte schon bald im Flugbetrieb einsetzen und lautlos ihre Kreise am Himmel ziehen dürfen. Quelle: ‘Westdeutsche Zeitung‘.

Konstanz: visionäre Ideen für Flugplatz unerwünscht

Manuel Miller wollte in den Flugplatz investieren – statt ihn anzuhören, schlug die Stadt dem Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft einen Interimsgeschäftsführer vor. Der soll den Betrieb bis Ende des Jahres führen, während der Gemeinderat noch bis zum Sommer eine Entscheidung treffen soll, wie es mit dem Platz weitergeht. Manche Räte würden ihn am liebsten dicht machen. Quelle: ‘Südkurier’ (Registrierung).

Umschulung nur auf eigene Kosten

Die Luftfahrt ist von der Pandemie hart getroffen. Ein Pilot aus Freising, der durch die Krise arbeitslos geworden ist, hat einen neuen Job in Aussicht. Die dafür benötigte Weiterbildung aber will die Agentur für Arbeit nicht bezahlen.

Wer ein Flugzeug fliegen will, muss erst eine Musterberechtigung erwerben. Für Piloten, die sich auf weniger verbreitete Modelle spezialisieren wollen, ist es schwer, staatliche Unterstützung für Umschulungen zu erhalten. Diese Erfahrung hat auch Jakob Meier aus Freising gemacht. Er fällt durch alle Raster. Die Corona-Krise hat ihn stark getroffen, er verlor – wie auch alle seine Kollegen in dem Betrieb – seine Anstellung. Meier, der seinen richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen will, ist Pilot und hat, wie er sagt, als bisher Einziger aus dem Kollegenkreis ein neues Jobangebot. Mit dem Arbeitsplatz wechselt aber auch das Flugzeugmodell, weshalb Jakob Meier eine neue Musterberechtigung benötigt. Diese berechtigt zum Führen eines bestimmten Luftfahrzeug-Typs. Seinem Antrag an die Agentur für Arbeit, die Kosten für die Fortbildung zu übernehmen, wird allerdings nicht stattgegeben. Auf Anfrage gibt die Behörde an, dass sie an rechtliche Voraussetzungen gebunden sei, die in Jakob Meiers Fall nicht zuträfen.

Arbeitslosengeld statt Umschulung: Jakob Meier kann das nicht nachvollziehen
Grundsätzlich hat jeder, der arbeitslos ist oder für den sich eine Weiterbildung anbietet, Anspruch auf eine Beratung und Kostenübernahme durch die Arbeitsagentur – wenn die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind. Jakob Meier schildert, dass er in mehreren Gesprächen seine Situation erläutert und versichert habe, dass er bereits ein neues Jobangebot bekommen habe. Sein Antrag scheiterte dennoch, denn das Trainingscenter, das Meier nach seinen Worten für diesen Flugzeugtyp besuchen müsste, befindet sich in England und ist offenkundig nicht ausreichend zertifiziert.

Stattdessen wurde ihm Arbeitslosengeld für maximal ein Jahr bewilligt. Jakob Meier kann das nicht nachvollziehen. Schließlich würde die Umschulung gerade einmal die Hälfte dieses Gesamt-Betrags ausmachen, zudem sei nicht garantiert, dass er in dem Jahr einen neuen Arbeitsplatz finden werde, den er derzeit ja bereits nachweisen könne. Jakob Meier sieht keine Alternative zu der Schulung, denn für diesen speziellen Flugzeugtyp gebe es kein Trainingscenter in Deutschland.

Viele Umschulungen fänden nur im Ausland statt, er ist deshalb überzeugt, dass er kein Einzelfall ist
Der Pilot arbeitet in der Geschäftsreise-Branche, in der nicht die weitverbreiteten Flugzeugtypen im Einsatz seien, erklärt er. Viele Umschulungen fänden allerdings nur im Ausland statt. Er ist deshalb überzeugt, dass er kein Einzelfall ist. “Gerade jetzt, wo sich viele Piloten um einen neuen Job umschauen, ist das ein Problem. Wenn jemand trotz Krise selbst eine neue Anstellung gefunden hat, müsste man das doch unterstützen.” Die Agentur für Arbeit begründet die geltenden Anforderungen damit, dass Steuergeld gut eingesetzt werden müsse. Jakob Meier wiederum versichert, dass das Trainingscenter eine gute Umschulung ermögliche, auch sein Arbeitgeber habe dies bestätigt. Meier sagt, ihm bleibe nun nichts anderes übrig, als die Weiterbildung auf eigene Kosten zu machen, das Geld habe er “irgendwie zusammengekratzt”. Sein neues Jobangebot könne er sich nicht entgehen lassen. Quelle: ‘Süddeutsche Zeitung‘.

Tausende Piloten suchen Jobs

Dem Himmelssturm folgt der berufliche Absturz. In der Corona-Krise stehen tausende Piloten vor einer ungewissen beruflichen Zukunft. Ins Cockpit werden nicht alle zurückkehren, aber es gibt Alternativen. “Meinem Vermieter oder meiner Bank ist es egal, ob ich Pilot bin.” Nach 16 Berufsjahren steht der Pilot der insolventen Luftfahrtgesellschaft Walter fast schon mit dem Rücken zu Wand. Mit der Corona-Krise sind im einstigen Dauer-Wachstumsmarkt Luftverkehr auf einen Schlag tausende Kapitäne und Co-Piloten vor existenzielle Fragen gestellt. Die europäische Pilotenvereinigung EPA schätzt, dass von den rund 65.000 Kräften auf dem Kontinent rund 18.000 dauerhaft ihren Job verlieren. Allein bei der deutschen Lufthansa sollen im kommenden Jahr bis zu 1200 von rund 5500 Kollegen gehen, schätzt die Vereinigung Cockpit. Statt Spitzengehältern droht manchen die Arbeitslosigkeit.

Die Cockpit-Mannschaften der Airlines sind durchaus heterogen: Da gibt es Voll-Akademiker, die noch andere Stellen innehaben, Piloten im Management aber auch Kollegen, die nach ihrer zweijährigen Ausbildung davon ausgegangen waren, dass Pilot eine Lebensstellung sei. Vor allem bei dieser Gruppe ist guter Rat teuer, weiß der Luftverkehrsexperte der Arbeitsagentur am Flughafen Frankfurt, Holger Bausch. “Die meisten sorgen sich erst einmal um die Aufrechterhaltung ihrer Lizenz und schauen, was weltweit möglich ist. Aber ein Jobwechsel nach China, in die Golfstaaten oder nach Südamerika ist derzeit wegen der Pandemie nahezu unmöglich.”

Erhard Walther, Chef und Gründer der Hamburger Beratungsgesellschaft Interpersonal, glaubt nicht, dass alle wieder unterkommen. “Ich fürchte, dass einige Piloten verglühen. Es ist sehr aufwendig, Lizenz und medizinische Voraussetzungen aufrecht zu erhalten. Für ältere Kollegen wird sich das vielleicht auch gar nicht mehr rechnen. Jüngere, die vielleicht auch eine Familie versorgen müssen, werden in andere Berufe wechseln.” Der Betreiber der Job-Börse career.aero für fliegerisches Fachpersonal sieht zudem ein klassisches Betätigungsfeld für Ex-Piloten derzeit versperrt: “Die Flughäfen und Zulieferer haben im Moment selbst zu große Mannschaften an Bord.”

Die Lufthansa-Pilotin Leila Belaasri weist auf Probleme mit der Verkehrspilotenlizenz ATPL hin, die in Deutschland keinen anerkannten Berufsabschluss darstelle. “Diese Einstufung spiegelt das facettenreiche Kompetenzprofil eines Piloten nicht wider. Folglich ist es signifikant wichtig, die Unterstützung des Luftfahrtbundesamtes zu gewinnen, um die rechtlichen Voraussetzungen für eine bessere Anerkennung zu schaffen. Damit Kollegen leichter in andere Berufe quer einsteigen oder bei verwandten Studiengängen nicht ganz bei Null anfangen müssen.”

Wolfgang Zschauer musste nach elf Pilotenjahren aus gesundheitlichen Gründen zurück an den Boden und hat seitdem vielfältige Berufserfahrungen gesammelt. Er sagt: “Piloten haben eine sehr breite technische Systemkompetenz in vielen verschiedenen Fachgebieten. Sie sind ‘ingenieurnah qualifiziert’ und können sich extrem schnell in komplexe Systeme einarbeiten.” “Außerdem seien Piloten sauberes Arbeiten nach vorgegebenen Standards gewohnt, wenn auch bei der x-ten Wiederholung Präzision und genaue Dokumentation gefordert werden. “Das sind insbesondere in Testlaboren oder bei Audits gefragte Fähigkeiten. Bedarf haben da viele Industriezweige wie Pharma, Chemie, Auto oder Maschinenbau.”

In seinem aktuellen Beruf achtet Zschauer darauf, dass die komplexen Regeln der europäischen Luftsicherheitsbehörde EASA am Münchner Flughafen umgesetzt und eingehalten werden. Eine klassische Aufgabe für Ex-Piloten, findet er. “Wir wissen, wie wichtig Genauigkeit ist und können Vorfälle genau analysieren.”

Arbeitsvermittler Bausch rät den Betroffenen zur Selbstanalyse: “Die Bewerber müssen im Einzelfall schauen, welche Teilgebiete ihres bisherigen Jobs sie ausbauen wollen. Das könnten beispielsweise Luftrecht, Technik oder auch die Meteorologie sein.” Interpersonal-Chef Walther sieht ebenfalls Möglichkeiten außerhalb der Fliegerei: “Grundsätzlich können Piloten mit ihren Kompetenzen auch gut in technischen Hochrisiko-Umfeldern eingesetzt werden, zum Beispiel in Kraftwerken. Das haben bislang noch zu wenige potenzielle Arbeitgeber erkannt.”

Die Pilotin und Coachin Belaasri wirbt mit den Führungsqualitäten der Berufsgruppe: “Piloten sind Verantwortungs- und Entscheidungsträger, die in einem vorgegebenen Team mit gelebter psychologischer Sicherheit alle verfügbaren Ressourcen nutzen können. Dazu braucht es hohe kommunikative Fähigkeiten, um eine Atmosphäre von Offenheit und Vertrauen zu schaffen. Piloten haben eine ausgeprägte Lösungskompetenz für Probleme und Konflikte.” Quelle: ‘Frankenpost‘.

Neresheimer Piloten bereit für Flugsaison

Der Start der Flugsaison rückt immer näher. Noch ist es relativ ruhig auf dem Fluggelände südlich von Neresheim. Doch der Schein trügt: Hinter den verschlossenen Hallentoren wurden während der Wintermonate unter strenger Einhaltung der vorgegebenen Hygienemaßnahmen alle Flugzeuge bis ins Detail inspiziert, gewartet und auf ihre Flugtüchtigkeit überprüft, sodass diese zu Saisonbeginn zur Verfügung stehen. Die winterlichen Wartungsarbeiten reichen dabei von einfachen Reifenwechseln und der obligatorischen Lackpflege bis hin zur Untersuchung der Steuerung und der Instrumente im Cockpit.

Für aufwändigere Arbeiten, die nicht selbst durchgeführt werden können, wenden sich die Neresheimer an professionelle Flugzeugwerften. So wurde der Schulungsdoppelsitzer, der für gewöhnlich die meisten Starts und Flugstunden auf dem Buckel hat, nach 3000 Flugstunden einer grundlegenden Inspektion in einer Werft unterzogen und steht nun wieder zur Ausbildung von Nachwuchspiloten zur Verfügung.

Aber nicht nur der Schulungsdoppelsitzer als das Arbeitspferd des Vereins, sondern auch die Leistungsflugzeuge wurden den Winter über auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Der einsitzige Hochleistungssegler vom Typ LS8 erhielt neu entwickelte Flügelspitzen, von denen eine deutliche Verbesserung der Flugleistungen zu erwarten sind. Für die Neresheimer Segelflieger gilt es nun also nur noch, auf die warme Frühlingssonne zu warten und dann wieder durchzustarten. Quelle: ‘Schwäbische.de‘.

Wasserkuppe: 58jähriger Pilot erhält Bewährungsstrafe

Im Prozess um das Flugzeug-Unglück auf der Wasserkuppe, bei dem im Oktober 2018 drei Menschen ums Leben kamen, ist am Landgericht in Fulda das Urteil gesprochen worden. Der 58-jährige Pilot aus Ludwigshafen erhält eine Bewährungsstrafe. Fulda – Etwas früher als erwartet ist die Kammer um den Vorsitzenden Richter Josef Richter am Donnerstag, 18. März, in Fulda zu einem Urteil gekommen: Der Pilot (58), der mit seiner einmotorigen Propellermaschine am 14. Oktober 2018 eine Mutter (39) und ihre beiden Kinder (11 und 12) aus Sinntal erfasst und tödlich verletzt hat, ist wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Das Strafmaß reicht hierbei von einer Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren. Der Pilot wurde zu sechs Monaten Haft, die auf Bewährung ohne Auflagen ausgesetzt ist, wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen und zur Übernahme der Kosten des Verfahrens verurteilt. Der Angeklagte hatte angekündigt, einen Geldbetrag von 5000 Euro an den Nebenkläger zu zahlen. Da „die Kammer die Erwartung hat, dass er dies auch tun werde, wurde von der Erteilung weiterer Bewährungsauflagen und -weisungen abgesehenen“, erklärt das Langericht Fulda. Quelle: ‘Fuldaer Zeitung‘.

AustroControl-Season Opener erstmals online

Am 15. März startet der Austro Control Season Opener 2021. Aufgrund der geltenden COVID19-Einschränkungen heuer unter völlig neuen Rahmenbedingungen und komplett online. Austro Control ist es ein besonderes Anliegen, den Season Opener – trotz der bestehenden Einschränkungen – im Sinne der Sicherheit und einer optimalen Vorbereitung auf die neue Flugsaison heuer stattfinden zu lassen.

So findet der Season Opener 2021 statt: Eine ganze Woche Fachpräsentationen mit Live-Diskussionen. Sechs Themen in fünf Tagen von 15.-19. März 2021.

  • Jeder Thementag mit Videopräsentationen, abrufbar on demand (streambar ab 09.00).
  • Abendliche Online Live-Diskussion und Q&A Session mit unseren Expertinnen und Experten. Die Veranstaltung findet über ZOOM statt.
  • Stellen Sie Ihre Fragen zu den Präsentationen im Vorfeld oder während der Online-Diskussion über die interaktive Diskussionsplattform Slido am jeweiligen Thementag. Zugangscode: #lowx.
  • Vorträge von ExpertInnen der Fachbereiche von Austro Control, des Österreichischen Aeroclubs und der Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (UUB).
  • Und: Spezieller Thementag für unsere Ballonfahrer- und SegelfliegerInnen.

Hier können Sie sich anmelden.

Lufthansa konzentriert praktische Pilotenausbildung in Rostock

Lufthansa Aviation Training baut die hauseigene Ausbildung von Pilotinnen und Piloten um. Bremen steht künftig für Theorie, Rostock für Praxis. Kaum war die Corona-Krise ausgebrochen, zog Lufthansa die Reißleine. Sie stoppte die hauseigene Ausbildung von Pilotinnen und Piloten. Im Spätsommer kam dann die Hiobsbotschaft für 500 junge Frauen und Männer, die auf eine Karriere im Cockpit gehofft hatten. Lufthansa Aviation Training beendete ihre Ausbildung.

Flugschüler, die bereits eineinhalb von zweieinhalb Jahren ihrer Ausbildung absolviert hatten, dürfen dagegen weitermachen. Auch für die 170 angehenden Pilotinnen und Piloten ändert sich aber etwas. Lufthansa Aviation Training stellt das Ausbildungskonzept an den eigenen Flugschulen um. Der theoretische Teil wird künftig in Bremen konzentriert. Dort werden auch digitale Module für die theoretische Pilotenausbildung entwickelt.

Aussicht auf Job bei der Gruppe
Der in Deutschland vorgesehene praktische Ausbildungsteil wird künftig in Rostock-Laage durchgeführt und nicht mehr auch in Bremen. «Damit erhält die aktuelle Generation von Flugschülerinnen und Flugschülern zugleich wieder eine Perspektive auf einen möglichen späteren Einstieg in Cockpits der Lufthansa Group Airlines», schreibt der Konzern. Quelle: ‘Stefan Eiselin auf Aerotelegraph‘.