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Jeroen Jennen ist «IGC-Pilot des Jahres»

Für den 32-jährigen belgischen Segelflugpiloten Jeroen Jennen war 2025 ein denkwürdiges Jahr mit einem Trio wichtiger Auszeichnungen. Eine Woche bevor er seinen dritten Nationalmeistertitel gewann, stand er im Standardklasse-Segelflug bei den FAI Weltmeisterschaften in Tábor, Tschechien, auf der obersten Stufe des Podests.

Diese Auszeichnung wurde von der FAI Segelflugkommission (IGC) geschaffen, um die beste Leistung bei den FAI Weltmeisterschaften im Segelflug zu würdigen. In jedem Meisterschaftskalenderjahr wird der FAI Weltmeister mit der höchsten Punktzahl zum IGC Champion Pilot of the Year ernannt und erhält zudem den World Soaring Cup.

Seit Jennens erstem Einstieg in den Wettbewerbs-Segelflugsport im Jahr 2010 hat er zahlreiche lokale Wettbewerbe gewonnen, dreimal den belgischen Nationaltitel errungen und sich bei FAI Europa- und Weltmeisterschaften unter den besten zehn positioniert. Er sagt: „Ein Höhepunkt war mein dritter Platz bei den FAI Europa-Meisterschaften im Segelflug 2017 in der Tschechischen Republik – anscheinend liegt mir dieses Land besonders!“

Mit einem Leben, das dem Segelflug gewidmet ist, haben sich Jennens jahrelanges intensives Training und Simulatorübungen 2025 offensichtlich ausgezahlt. Er nahm sich freundlicherweise etwas Zeit, um zu teilen, was ihm die Auszeichnung bedeutet und warum seinen eigeneb Weg zu fliegen zu einer erfolgreichen Saison geführt hat:

Wie fühlt es sich an, Weltmeister und IGC Champion Pilot of the Year zu sein?

Unglaublich, wie ein wahr gewordener Traum. Nach Jahren des gemeinsamen Trainings mit meinem Cousin Dennis war diese Weltmeisterschaft definitiv ein Ziel. Leider nicht mehr als Team mit Dennis, aber dank all unseres Teamfliegens über die Jahre habe ich enorm viel gelernt.

Der Gewinn des IGC Pilot of the Year war zudem etwas, das ich überhaupt nicht erwartet hatte – ein wunderbarer Preis und eine Belohnung für eine Saison, in der einfach alles zusammenpasste. Um es noch besonderer zu machen, gelang es mir nur eine Woche nach der WM auch, die belgische Meisterschaft zu gewinnen – ein Ergebnis, auf das ich stolz bin, das ich aber hauptsächlich als die Kirsche auf der Torte einer ohnehin schon unvergesslichen Saison sehe. Ohne die Unterstützung meiner Familie, meiner Frau und meines Teams wäre all dies jedoch nicht möglich gewesen!

Wie war die FAI Weltmeisterschaft im Segelflug in Tábor insgesamt? Es gab schwierige meteorologische Bedingungen mit Rauch von kanadischen Waldbränden, und Sie hatten auch noch ein Last-Minute-Problem zu lösen…

Die WM in Tábor war perfekt organisiert, genau wie die Europameisterschaften im letzten Jahr. Dank des Fliegens bei den Europameisterschaften hatte ich diese zusätzliche Vorbereitung und das Wissen, was mir während des Wettbewerbs mehrfach geholfen hat. An den ersten Tagen gab es tatsächlich ein Wetterphänomen, das ich zunächst kaum glauben konnte, aber zum Glück habe ich am ersten Tag erkannt, dass etwas nicht stimmte. Dadurch konnte ich mit einem geringeren Gewicht fliegen und die Wolkenbasis direkt nach dem letzten Wendepunkt wieder erreichen. Nach ein paar Tagen waren wir davon befreit und konnten wirklich gutes Segelflugwetter genießen!

Am sechsten Wettbewerbstag hatte ich tatsächlich ein Problem mit dem Wasser-Ballastsystem meiner LS8. Dank Wim Akkermans, der die Dinge telefonisch von zu Hause aus erklärte, meinem treuen Team sowie der zusätzlichen Hilfe von Holger Back und Benno Beesten konnten wir es rechtzeitig reparieren, sodass ich wieder mit Wasser fliegen konnte. Glücklicherweise war es ein Tag, an dem sich die Thermik spät entwickelte, sodass ich sowieso weit hinten im Feld lag. Nach den ersten zehn Minuten ließ der Stress nach. Nach dem Flug haben wir dann alles wieder auseinander- und zusammengebaut, um sicherzugehen, dass alles perfekt in Ordnung war.

Sie gewannen mit deutlichem Vorsprung – was hat Ihnen geholfen, diesen Vorteil zu erreichen?

Ich glaube vor allem, dass ich meinem eigenen Weg treu geblieben bin. Zusammen mit Robin, dem anderen belgischen Piloten in der Standardklasse, haben wir versucht, einfach das zu tun, was wir vorher geplant hatten. Die Wettervorhersage des lokalen meteorologischen Teams und von SkySight machte die Planung relativ einfach.

Am letzten Tag habe ich ein paar zusätzliche Punkte durch den Tagessieg erzielt. Obwohl der Plan war, in der Hauptgruppe zu bleiben, ist das nicht wirklich meine Stärke, also habe ich wieder meinen eigenen Weg gewählt. Das verschaffte mir eine bessere Linie im ersten Sektor und ein paar hundert Punkte mehr auf Platz zwei. Der Rest war größtenteils konstantes Fliegen und gelegentlich etwas Glück. Die Unterstützung meines relativ großen Bodenpersonals sollte man ebenfalls nicht unterschätzen – sie sorgten dafür, dass ich mich um nichts anderes kümmern musste als ums Fliegen. (Und natürlich ums Abwaschen!)

Die Piloten der Top 3 in Tábor flogen alle LS8 – fliegen Sie diesen Segler schon lange, und warum haben Sie ihn gewählt?

Es ist der Segler meines Onkels, in dem ich das Fliegen gelernt habe, und dank ihm konnte ich das ganze Jahr über darauf üben. Seit mehreren Jahren profitiere ich davon, und neuerdings teile ich ihn mir mit Jef Kell, der letztes Jahr bei den Europa-Meisterschaften zu uns dazu gestoßen ist. Zum Glück lässt er mich bei den großen Wettbewerben mit dem LT fliegen! Da ich so viele Stunden in diesem Flugzeug habe, kenne ich es in- und auswendig, was mir definitiv einen Vorteil gegenüber dem Wechsel zu einem anderen Typ verschafft.

Sie sind auch bei Virtual Gliding Wettbewerben aktiv. Glauben Sie, dass das zu Ihrem Erfolg beigetragen hat, und welchen Einfluss hat dieser E-Sport allgemein auf den Segelflug?

Ich bin ziemlich überzeugt, dass es mir in meiner Entwicklung als Wettbewerbspilot geholfen hat. Ich fliege Condor seit den frühen Anfängen 2005, und seitdem hat sich das Programm stark weiterentwickelt – Condor 3 ist mittlerweile sogar noch realistischer. So kann ich im Winter weiter fliegen und trainieren, wenn das Wetter draußen schlecht ist. Meiner Ansicht nach ist das ein Medium, das bei vielen Aspekten des Segelflugs helfen kann, vom Basistraining bis hin zum Wettbewerbsfliegen.

Wie sind Sie zum Segelflug gekommen?

Meine Eltern betrieben bis vor zwei Jahren das Restaurant auf dem Flugplatz Keiheuvel in Belgien, deshalb war die Luftfahrt von Anfang an Teil meines Lebens. Schon früh durfte ich mit Familie und Freunden mitfliegen. Da fast meine ganze Familie im Segelflug engagiert ist, war es nur natürlich, dass ich auch damit anfangen würde.

Mit 16 begann ich offiziell meine Ausbildung, und nach nur 13 Starts war ich zum Alleinflug freigegeben. Im selben Jahr erwarb ich meine Lizenz und das Silberabzeichen. Dank der Ratschläge meines Onkels Eddy Huybreckx und meines Cousins Dennis konnte ich mich Jahr für Jahr weiter verbessern – mit dieser Saison als ultimativem Ergebnis.

Palmarès

  • Teilnahme an den FAI Junior Weltmeisterschaften im Segelflug: Musbach, Deutschland (2011) und Leszno, Polen (2013)
  • Belgischer Segelflugmeister: 2012, 2018, 2025
  • Beste Platzierung bei FAI Europameisterschaften im Segelflug: 3. Platz 2017
  • Beste Platzierung bei FAI Weltmeisterschaften im Segelflug: 1. Platz 2025
  • Weitere lokale und internationale Wettbewerbe gewonnen: Kempen, Kiewit und Keiheuvel Cup, Hahnweide, Klippeneck und Rotenburg
  • Charron Cup (Belgischer WeGlide Wettbewerb): mehrmaliger Sieger
  • Streckensegelflug: Vier Flüge über 1000 km in Belgien

Quelle: „FAI“.

PC-7 MKX  für Belgiens Luftwaffe

Die belgische Regierung hat das hochmoderne PC-7 MKX Trainingssystem als neue Ausbildungsplattform für die belgischen Luftstreitkräfte ausgewählt. Eine Flotte von 18 PC-7 MKX sowie ein integriertes bodengestütztes Trainingssystem werden die bislang für die Grundausbildung militärischer Piloten eingesetzten Flugzeuge ersetzen. Die ersten Auslieferungen sind für 2027 geplant.

Am 27. November 2025 hat die belgische Regierung die Vergabe eines umfassenden, 20-jährigen Dienstleistungsvertrags an Pilatus genehmigt, um auf Basis des PC-7 MKX ein vollständiges Trainingsangebot bereitzustellen. 

Die Trainingslösung umfasst nicht nur die 18 Trainingsflugzeuge, sondern auch modernste bodengestützte Trainingsmittel und bildet so ein vollständig integriertes Ausbildungssystem. Pilatus stellt hochentwickelte Simulatoren, computergestützte Trainingsplattformen sowie Planungs- und Auswertungssysteme für Missionen bereit, um einen nahtlosen Trainingsablauf vom Unterrichtsraum bis ins Cockpit zu gewährleisten. 

Zusätzlich zum integrierten Trainingssystem wird Pilatus gemeinsam mit den belgischen Partnern Sabena Engineering und AG Real Estate neue sowie modernisierte Einrichtungen am Fliegerhorst Bevekom/Beauvechain errichten und den operativen Support für die nächsten 20 Jahre sicherstellen. Die belgische Industrie spielt beim Bau und der laufenden Instandhaltung dieser Anlagen eine zentrale Rolle und übernimmt darüber hinaus den umfassenden In-Service-Support für die Flugzeuge.

PC-7 MKX im Einsatz 

Die Ausbildung der ersten Flugschüler soll 2028 beginnen, sobald die Infrastruktur und die Flugsimulatoren bereitstehen und die Ausbilder auf dem neuen Pilotentrainingssystem geschult sind.

Belgien wird den PC-7 MKX für die Grundausbildung einführen und folgt damit der Royal Netherlands Air and Space Force sowie der französischen Armée de l’Air et de l’Espace, die sich Ende 2024 für das PC-7 MKX Trainingssystem entschieden haben. 

Neues Smart-Cockpit für den Pilatus PC-7 MKX 

Der Pilatus PC-7 MKX verfügt über ein modernes Cockpit, das auf der Garmin G3000 PRIME Suite basiert. Durch die Kombination von Pilatus’ langjähriger Erfahrung in der Pilotenausbildung mit der fortschrittlichen Technologie von Garmin entsteht eine besonders intuitive und zuverlässige Umgebung für die Ausbildung von Anfang an. 

Diese Zusammenarbeit markiert die erste Integration der G3000 mit individuell anpassbaren Displays und schafft eine flexible Plattform, die speziell auf die Anforderungen der militärischen Pilotenausbildung zugeschnitten ist. Damit setzt der PC-7 MKX neue Massstäbe für die Ausbildung der nächsten Generation von Militärpiloten.

Luftraum-Sensibilisierung bei VFR-/IFR-Mischverkehr

Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) führt die DFS Deutsche Fugsicherung GmbH jährlich eine Validierung der bestehenden Lufträume / Luftraumelemente durch.Die Ergebnisse der aktuellen Luftraum-Analysen nimmt die DFS zum Anlass, erneut auf die Thematik „IFR-/VFR-Mischverkehr im Luftraum der Kategorie E hinzuweisen.

Die Vermeidung von gefährlichen Annäherungen und Kollisionen im kontrollierten Luftraum der Kategorie E beruht auf dem Prinzip „See and Avoid“. Zwar gelten dort auch für IFR-Piloten die einschlägigen Ausweichregeln, es wird jedoch darauf hingewiesen, dass gerade in der Anflugphase zu Flugplätzen mit IFR-Betrieb die Arbeitslast im Cockpit hoch ist und dadurch die Luftraumbeobachtung entsprechend eingeschränkt sein kann.

Deshalb bittet die DFS alle VFR-Piloten – also Piloten, die nach Visual Flight Rules, bzw. Sichtflugregeln, fliegen – darum,

  • eine intensive Luftraumbeobachtung durchzuführen, da in diesen Bereichen mit erhöhtem Aufkommen von IFR-Anflugbetrieb, oft auch mit schnell fliegenden Verkehrsflugzeugen, zu rechnen ist
  • rechtzeitig und großräumig auszuweichen. Wirbelschleppen eines Verkehrsflugzeugs sind unsichtbar und gefährlich
  • Grenzen des Luftraums E nicht bis zu seinen Limits „auszureizen“
  • den Fluginformationsdienst FIS zu nutzen
  • nicht auf ein Vorflugrecht zu beharren. Die Sicht aus dem Cockpit von Verkehrsflugzeugen ist nicht vergleichbar mit der aus dem Cockpit von kleineren Flugzeugen. Auch ist ein Verkehrsflugzeug in der Regel für Sie leichter zu erkennen als ein Sportflugzeug für einen Verkehrspiloten.

Gefährliche Annäherungen werden deutschlandweit verzeichnet

Rund um Lübeck, Oberpfaffenhofen und Salzburg kam es allerdings in der Vergangenheit wiederholt zu kritischen Annäherungen zwischen VFR- und IFR-Verkehrsflugzeugen. Diese führten auch zu Ausweichmanövern oder abgebrochenen Anflügen der Verkehrsflugzeuge. Insbesondere in solchen Gebieten bittet die DFS um erhöhte Aufmerksamkeit. 

Doppelter Erfolg in Heppenheim

Am 18. Mai absolvierte Flugschüler Luis den ersten Alleinflug. Bei bestem Wetter meisterte er diesen Meilenstein der Segelflugausbildung mit viel Ruhe. Der erste Alleinflug ist ein unvergesslicher Moment für jeden Piloten und markiert den Übergang vom Schüler zum eigenverantwortlichen Fliegen. Der zweite Grund zur Freude ließ nicht lange auf sich warten. Am 7. Juni legte Benedikt, ehemaliger Flugschüler der Akaflieg Darmstadt, erfolgreich seine praktische Prüfung ab.

Bis 30.9. für Förder-Ventus-3T bewerben

Bis 30. September läuft die Bewerbungsfrist für begabte Nachwuchs-Pilotinnen und -piloten, um das Förderflugzeug Ventus-3T der Bundeskommission Segelflug in der kommenden Flugsaison (1. Februar bis 31. Oktober 2026) fliegen zu dürfen.

Antragsberechtigt sind:

  • Mitglieder des DAeC-C-Kaders
  • Mitglieder des DAeC-D/C-Kaders
  • Platz 1 – 5 der Junioren DM (Standard- und Clubklasse)
  • Platz 1 – 5 der DMSt Rangliste Streckenwertung Junior*innen
  • Mitglieder der Sportfördergruppe der Bundeswehr

Anträge sind schriftlich mit fliegerischem Lebenslauf und Benennung eines Paten (zur Unterstützung und fliegerischen Beratung des Preisträgers/der Preisträgerin) an das Büro der Bundeskommission Segelflug/Motorsegelflug zu richten:
Deutscher Aero Club e.V., Büro Bundeskommission Segelflug, Hermann-Blenk-Straße 28, 38108 Braunschweig.

Die Entscheidung über die Vergabe trifft ein von der Bundeskommission Segelflug bestimmtes Kuratorium.
-> Mehr Informationen zur Förderung von Junioren-Spitzenpilot*innen

Innsbruck: 6 neue Piloten

Am Mittwoch, 18.06.2025 konnten drei Flugschüler der Innsbrucker Segelflieger-Vereinigung ISV ihre praktische Prüfung absolvieren: Michael Wörndle, Paul Pummerer und Laurenz Linder. Und nicht einmal eine Woche später, am Dienstag, 24.06.2025 absolvierten Christiane Knobbe-Thomsen (Kurs 2024) & Andreas Ritsch (Kurs 2025) ebenfalls die praktische Prüfung.

Zwischen den Prüfungen gab es zudem einen weiteren Soloflug aus dem Kurs 2025: Am 19.06.2025 hob David Pesa zum ersten Mal ohne Fluglehrer ab. Und unsere Jungpiloten lassen nichts anbrennen. Am 24.06.2025 konnte Marvin Steyer seinen Kufsteinflug absolvieren und hat somit den 50 km Streckenflug für das Leistungsabzeichen Silber C erflogen. Weiters haben unsere Prüfungsabsolventen Andreas, Paul und Laurenz bereits den 5-Stunden-Flug für das Leistungsabzeichen Silber C in der Tasche.

Cessna Skyhawk mit elektronischer Doppel-Zündung

Die Cessna Skyhawk erhält ein elektronisches Doppelzündsystem (Dual EIS), das die Wartung, die Effizienz und den Gesamtbetrieb des einmotorigen Hochdeckers verbessert. Das duale elektronische Lycoming-Zündsystem ist nun bei allen neuen Cessna Skyhawk-Flugzeugen Standard.

Das duale EIS ersetzt das frühere duale Magnetzündsystem der Skyhawk. Es enthält fortschrittliche elektronische Komponenten und reduziert die Anzahl der internen beweglichen Teile, um den Betrieb zu optimieren. Diese elektronische Festkörper-Technik verbessert die Wartungsintervalle, die Kraftstoffeffizienz und die Motorleistung und senkt die Betriebskosten des Flugzeugs. Die Cessna Skyhawk ist das meistverkaufte Flugzeug der Welt und ein beliebtes Schulflugzeug.

Vom Segelflieger zum UL-Pilot

Autor: Silas van Acken

Nachdem ich meine Segelflugausbildung beim LSV Worms abgeschlossen hatte, war für mich schnell klar: Ich will weiterfliegen, aber diesmal mit Motor. Die Entscheidung für die Ultraleichtfluglizenz (UL) fiel mir leicht – maximale Freiheit bei vergleichsweise geringen Kosten und eine tolle Möglichkeit, meine fliegerischen Fähigkeiten zu erweitern. Hier mein Erfahrungsbericht über die Ausbildung, die Herausforderungen und die Highlights auf dem Weg zur Lizenz.

Der Anfang
Mein erster Flug im Ultraleicht war eine ganz neue Erfahrung. Plötzlich gab es Leistung auf ,,Knopfdruck“, kein Warten auf Thermik oder kreisen, um Höhe zu gewinnen. Stattdessen: Gas rein – und los geht’s! Auch das Steuern fühlte sich anders an, da ein UL-Flugzeug oft empfindlicher auf Steuereingaben reagiert als ein schwereres Segel-Flugzeug. Aber dank meiner Erfahrung im Segelflug hatte ich schnell ein Gefühl für das neue Flugverhalten.

Die Ausbildung:
Die UL-Ausbildung beim LSV Worms ist strukturiert, aber dennoch flexibel. Dank meiner Segelfluglizenz hatte ich einige Vorteile, was den Ausbildungsumfang verkürzte. Dennoch gab es neue Inhalte, die ich lernen musste:

  • Motorflug-Grundlagen: Das Triebwerksmanagement, Berechnung der Startstrecke und des Schwerpunktes waren mir völlig neu
  • Funksprechverfahren: Während ich im Segelflug meist nur Platzrundenfunk hatte, kam nun auch FIS und teilweise Kontrollzonenfunk dazu.
  • Luftraumstruktur & Navigation: Auch hier hatte ich durch den Segelflug einen Vorteil, hatte das Wissen aber noch nicht oft wirklich anwenden können
  • Notfallverfahren: Ein Motor kann vielseitige Probleme erzeugen. Die Notverfahren habe ich also umso ausführlicher gelernt.

Ein Highlight war für mich immer das Funken. Ich mag es, mich in den realen Flug-Verkehr einzuklinken. Mir macht es Spaß, mit anderen Piloten oder der Flugverkehrs-Kontrolle über sehr professionell klingende Funkphrasen zu kommunizieren.

Die ersten Solo-Flüge:
Nur drei Wochen nach Ausbildungsbeginn war es soweit. Mit meiner Fluglehrerin Marianne machte ich an diesem Tag (2.11.2024) Platzrundentraining, da das Aufsetzen und Durchstarten noch nicht so gut funktionierte. Nach fünf ,,touch and go‘s“ klappte es endlich. Nachdem wir wieder gelandet waren, stieg mein zweiter Fluglehrer Albrecht ein und wir flogen zusammen drei Platzrunden. Das war auch schon der Checkflug für den ersten Alleinflug. Danach ging es los. Das erste Mal alleine im Ultraleichtflugzeug war ein besonderes Erlebnis. Nach erfolgreichen drei Platzrunden wurde mir von allen Seiten gratuliert.

Danach ging es mit meinem Fluglehrer Albrecht über Land. Zuerst flogen wir nach Karlsruhe Baden- Baden, dann nach Siegerland und im Februar 2025 nach Giebelstadt und Würzburg. Nach diesem intensiven Training fühlte ich mich bereit für die ersten Solo- Überlandflüge.

Mein erster Solo-Überlandflug führte mich zu einem mir bekannten Platz, Walldürn, den ich bereits mit Fluglehrer besucht hatte. Alles lief routiniert, aber es war trotzdem ein unbeschreibliches Gefühl, ganz alleine irgendwo zu landen. Für die Ausbildung sind drei Solo Überlandflüge vorgeschrieben, daher ging es noch zweimal nach Aschaffenburg.

Der Endspurt zur Lizenz
Nun geht es in die letzten Wochen vor der Prüfung. Meine Solo-Platzrunden absolviere ich bereits routiniert, und auch die Navigationsflüge klappten problemlos. Die letzten Vorbereitungen bestehen aus Ziellandungen, simulierten Notverfahren und der Festigung aller gelernten Inhalte. Das alles wiederholte ich mit Albrecht am Tag vor der Prüfung. Aufgeregt war ich nicht, da ich die Prüfung bei Marianne, der UL- Ausbildungs-Leiterin, absolvieren konnte. Mit ihr bin ich schon sehr oft geflogen, auch während der Segelflugausbildung. Der Prüfungsflug am 23.2.2025 erfolgte bei bestem Wetter. Sogar Segelflieger waren unterwegs. Wir flogen nach Walldürn, um Ziel-Landungen zu machen und dann ging es weiter nach Speyer für ein Start mit simuliertem Triebwerksausfall. Ein paar Mal blickte ich zu Mariannes Prüfungscheckliste und sah, wie ein Punkt nach dem anderen abgehakt wurde. Nach der Landung zurück in Worms gratulierte sie mir zur bestandenen Prüfung und ich konnte es fast nicht glauben, dass die Ausbildung, so schnell wie sie begonnen hatte, nun zuende ist.

Bereits nach drei Tagen lag mein Schein im Briefkasten und ich war schwer beeindruckt von der schnellen Bearbeitungszeit der Behörde. Die Passagierberechtigung wurde mir direkt eingetragen. Der erste Flug mit Lizenz ging für mich nach Mannheim. Ich brauchte eine Schutzhülle für die Lizenz und ging deswegen zum dortigen Pilotenshop. Ein paar Tage später nahm ich zum ersten Mal einen Passagier mit. Mit meiner Mama flog ich nach Speyer zum Eis essen.

Fazit: Segelflug + UL = Perfekte Kombination

Die UL-Ausbildung war für mich die perfekte Ergänzung zum Segelflug. Während ich beim Segelfliegen die Kunst des Fliegens ohne Motor gelernt habe, gibt mir das Ultraleicht-Fliegen die Möglichkeit, flexibler und ortsunabhängiger zu reisen. Beide Bereiche ergänzen sich perfekt, und ich kann es kaum erwarten, mit der frisch erworbenen Lizenz meine ersten eigenen Touren zu planen. Ich danke meinen Fluglehrern Marianne und Albrecht ganz herzlich für die Unterstützung bei der Ausbildung und ebenso allen anderen die daran beteiligt waren.

Frist für US-Adresse bei FAA-Lizenz ausgelaufen

Inhaber von US-Pilotenlizenzen müssen bei der amerikanischen Luftfahrtbehörte FAA seit dem 7. Juli 2025 eine postalische Adresse in den USA angeben.

Wenn Sie bereits eine Adresse in den USA haben, ist die postalische Zustellung von Informationen der FAA sichergestellt. Wenn Sie ausserhalb der USA wohnen, können Sie einen US-Agenten beauftragen, der die Post an Sie weiterleitet. Sie können den „Agenten Ihres Vertrauenshier registrieren. Foto: ‚ATP‚.

Sechs neue Segelfluglehrer

Vom 15.-27. Juni 2025 fand der Fluglehrerkurs in Amlikon statt. Sechs TeilnehmerInnen aus der Deutschschweiz nahmen teil und wurden auf ihre zukünftige Tätigkeit vorbereitet. Das zweiwöchige Ausbildungsprogramm besteht jeweils aus praktischen, theoretischen und didaktischen Teilen, Longbriefings, Lehrgesprächen und vielen Flugübungen sowie Eigentraining – letztem Feinschliff im Fliegen vom hinteren Sitz – Trudel-Training, Windenstarts und Interventions-Training mit Rollenspielen.

Die Experten auf dem Vordersitz spielten bei jedem Flug andere Schülertypen, um die Neo-Instruktoren auf den Schulalltag vorzubereiten. Trotz langer Tage blieb auch Zeit für eine Abkühlung im Pool und interessante Gespräche am Feuer. Mit einem gut gefüllten Rucksack an wertvollen Erfahrungen können die neuen Fluglehrer ihre Tätigkeit in ihren Vereinen beginnen. Als Experten waren Roland Bieri, Pepe Schäuble, Alois Lüthold, Heinz Brem und Matteo Morisoli im Einsatz. Fotos: ‚SFVS‚.

Wenn Träume wahr werden

Autorin Michelle aus Bremen

Meine Geschichte über den Traum vom Fliegen beginnt mit anderen Interessen: Manga und Anime. Als ich 11 war, sah ich zum ersten Mal den japanischen Anime-Film Nausicaä aus dem Tal der Winde. Ohne detailliert auf die Handlung des Films einzugehen, sei nur gesagt, dass Nausicaä eine Prinzessin in einer fiktiven Welt ist. Sie ist eine talentierte Fliegerin und besitzt einen „Gleiter“ – ein leichtes Fluggerät, das aussieht wie eine Möwe. Ich habe den Film gesehen und dachte: So will ich auch fliegen.

Mit meiner Familie bin ich bereits in jungen Jahren oft in den Urlaub geflogen. Flugangst hatte ich nie. Ich klebte stattdessen immer am Fenster und bewunderte, wie klein die Welt doch von oben ist. Alle Aktivitäten, die irgendwie mit Fliegen zu tun hatten, habe ich mitgenommen: Gleitschirmfliegen, Seilrutschen, Bungeejumping, Fallschirm-springen, Gastflüge. Auch die Idee, selber einen Flugschein zu machen, kam mir öfter in den Sinn. Doch irgendwie kam ich nie an den Punkt, diese Idee auch wirklich umzusetzen. Und so blieb der Traum vom Fliegen lange Zeit auch nur das: ein Traum.

Der Hauptgrund, warum ich immer dachte, ein Flugschein käme nicht in Frage, war die Vorstellung, mir würde eine der beiden Hauptkomponenten fehlen: Zeit oder Geld. Nun ergab es sich, dass ich im April 2020 aufgrund von Corona plötzlich beides hatte. Ich hatte einiges angespart und durch Kurzarbeit auf einmal viel mehr freie Zeit. Außerdem war ich auf der Suche nach etwas, das mir viel positive Energie geben konnte.

Ich begann zu recherchieren, welche Möglichkeiten von Flugausbildungen es in Bremen und Umgebung gibt. Aufgrund des Lockdowns waren die meisten Flugschulen und Vereine nicht regelmäßig besetzt. Im Mai wurden die Kontaktbeschränkungen gelockert. Auf meine Anfrage beim Verdener Luftfahrtverein lud mich Heinrich Kracke, der Vereinsvorsitzende, spontan zu einem persönlichen Treffen am Flugplatz ein. Ich war eigentlich mit einer Freundin verabredet, aber wir hatten noch keinen genauen Plan, der Tag war sonnig und warm, also unternahmen wir einen Ausflug nach Verden.

Am Flugplatz begrüßte uns Heinrich herzlich. Es war reger Flugbetrieb und die Stimmung gesellig, alle freuten sich über das gute Wetter. Heinrich gab uns einen Überblick über die verschiedenen Lizenzen, die Vereinsstrukturen und Abläufe der Ausbildungen. Ultraleicht-Fliegen (UL) gefiel mir am besten: weniger zeitaufwendig als Segelflug, nicht so teuer wie Motorflug. Ein perfekter Mittelweg. Es war ein gutes Gespräch, ich konnte alle meine Fragen stellen, die Heinrich geduldig und ausführlich beantwortete. Wir wollten uns gerade wieder verabschieden, da fragte er einen gerade vorbeilaufenden Fluglehrer, ob er kurz Zeit für einen Schnupperflug hätte. Ich wollte abwinken, aber da es offenbar keine Umstände zu machen schien, konnte ich die Gelegenheit nicht sausen lassen.

Das UL stand schon bereit, Carl führte die Vorflugkontrolle durch, ich bekam ein Headset in die Hand gedrückt und schon durfte ich mich zu ihm ins Cockpit gesellen. „Du willst also einen Flugschein machen“, sagte Carl zu mir. „Dann erkläre ich dir jetzt mal alles ganz genau.“ Und das tat er. Er erklärte mir jeden Schritt, jeden Handgriff. Ich hörte gespannt zu und saugte alle Informationen auf. Der Moment, als das kleine UL abhob, war unbeschreiblich. Das Gefühl vom Fliegen war so viel näher als bei allen anderen bisherigen Aktivitäten! Nach kurzer Zeit meinte Carl, ich solle das Steuer übernehmen. „Ich kann das doch gar nicht.“, entgegnete ich überrascht. „Dafür bist du ja hier.“ Carl deutete auf eine Gruppe Windräder in der Ferne. „Flieg mal auf die zu.“ Ich wartete auf weitere Erklärungen. Als die nicht kamen, lenkte ich einfach in die Richtung, in die er gezeigt hatte. Das UL reagierte und beschrieb eine flache Kurve. Ein wahnsinniges Gefühl! Ich flog! Und das fast wie im Film!

Ich meldete mich noch am selben Abend beim Verdener Luftfahrt-Verein für die Ausbildung zur Sportpilotin an. Mein Traum vom Fliegen sollte nach 20 Jahren endlich Wirklichkeit werden. Und was soll ich sagen: besser spät als nie!

EASA-Updates für die Luftfahrt-Medizin

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat auf dem ICAO EUR/MID AvMed Workshop am 20. Mai 2025 wichtige Aktualisierungen im Bereich der Luftfahrtmedizin vorgestellt. Diese Neuerungen, präsentiert von Dr. Cristian Panait, EASA Medical Expert, zielen darauf ab, die Sicherheit im Luftverkehr zu erhöhen und medizinische Standards anzupassen. Der Fokus liegt auf neuen Technologien, verbesserter Datenerfassung und der Berücksichtigung altersbedingter sowie gesundheitlicher Aspekte bei Piloten und Fluglotsen.

Forschung und Entwicklung
Die EASA engagiert sich aktiv in Forschungsprojekten zur medizinischen Fitness von Piloten und Fluglotsen. Dazu gehören Studien zu Farbsehschwächen (VISION-Projekt), neuen Gesundheitsmaßnahmen in Flugzeugen (HEALTH-Projekt) und medizinischen Anforderungen für Operationen in höheren Lufträumen (HAO MED-Projekt). Diese Projekte untersuchen, wie medizinische Aspekte die Flugsicherheit beeinflussen und wie neue Technologien und Umgebungen berücksichtigt werden können.

Datenerfassung und Analyse
Ein zentraler Aspekt der EASA-Arbeit ist die Nutzung von Big Data zur Verbesserung der Flugsicherheit. Durch die Analyse von Daten zu medizinischen Gründen für Flug-Untauglichkeit und Überweisungen können Trends identifiziert und präventive Maßnahmen ergriffen werden. Die Daten zeigen, dass psychische Gesundheit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und muskuloskelettale Probleme zu den häufigsten Gründen für Fluguntauglichkeit gehören. Die Hauptursachen variieren je nach Altersgruppe, was eine gezieltere medizinische Betreuung ermöglicht.

Regelwerk-Updates
Die EASA hat auch Änderungen an den Vorschriften (EU) Nr. 1178/2011 und (EU) Nr. 965/2012 vorgenommen, die am 13. Februar 2025 in Kraft traten. Diese Updates umfassen:

  • Altersgrenzen und medizinische Maßnahmen: Erleichterungen für Piloten über 60 Jahren im HEMS-Ein-Piloten-Betrieb, begleitet von medizinischen und operativen Minderungsmaßnahmen.
  • Berichterstattung von Gesundheitsdaten: Piloten über 60 Jahre müssen nun ihre Gesundheitsdaten melden.
  • Altersbedingte Auswirkungen: Neue Bestimmungen zur Sensibilisierung für degenerative Auswirkungen des Alterns bei flugmedizinischen Untersuchungen.
  • Herz-Kreislauf-Risikobewertung: Regelmäßige Bewertung des Herz-Kreislauf-Risikofaktors nach dem 40. Lebensjahr.
  • Röntgenaufnahmen: Die Notwendigkeit von Röntgenaufnahmen des Brustkorbs bei regelmäßigen flugmedizinischen Untersuchungen wurde entfernt.
  • Ausbildung von Flugmedizinern: Aktualisierte Anforderungen an die Ausbildung von Flugmedizinern.

Diese Änderungen unterstreichen das Engagement der EASA, die Luftfahrtmedizin kontinuierlich an die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und technologischen Fortschritte anzupassen, um die Sicherheit im europäischen Luftraum zu gewährleisten.

-> Mehr Informationen.

Schnupperfliegen im Mai

Der LSV Schwarzwald führt 2025 auf dem Flugplatz Winzeln-Schramberg wieder sein traditionelles Schnupperfliegen durch. Am 24. und 25. Mai können Sie als Besucher/-in in einem Segelflugzeug oder Motorselger selber als Pilot über den Schwarzwald fliegen. Zwar ist nach nur einem Wochenende noch kein neuer Pilot entstanden, aber das unbeschreibliche Gefühl, vogelgleich durch die Luft zu gleiten, Kreise über dem Schwarzwald zu ziehen und dabei auch mal die Steuerung selbst zu übernehmen, ist der erste Schritt. Begleitet werden Sie von Fluglehrern des LSV Schwarzwald. An beiden Tagen können Sie Schnupperflüge im Segelflugzeug und am Sonntag auch im Motorflugzeug erleben.

Melden Sie sich bitte unter pilot-werden[@]lsv-schwarzwald.de an. Mindestalter: 13 Jahre.

Ausflug nach Österreich

Es ist der dritte Tag unserer Tour und wir sind früh unterwegs zum Flugplatz in Salzburg. Heute geht es nach Wien. Unser Zielflugplatz ist Wien-Vöslau. Es geht mit dem Crew-Bus zu unserem Flieger und ich mache den Outside Check, während Christian das Cockpit vorbereitet und unser Gepäck verstaut. Wir lassen den Motor an und melden uns bei Salzburg Ground. Heute bekommen wir die Piste 15 zugeteilt. Kurz vor dem Rollhalt erreicht uns auch schon die Startfreigabe. Da die Maschine bereits voll konfiguriert ist für den Start, lassen wir die TT rollen und geben direkt Vollgas. Nach weniger als 150 m sind wir in der Luft. Die Steigrate von knapp 8 m/s ist jedes Mal beeindruckend.

Der Abflug bietet nochmals einen tollen Blick von oben auf die Stadt an der Salzach. Es geht für uns nun Richtung Osten. Nach dem verlassen der Kontrollzone schaltet Christian auf Salzburg Radar. Die Berge werden hier immer höher und der Luftraum Delta schränkt unser Höhenband ein. Um hier etwas mehr Sicherheit zu haben, erbittet Christian Einflug in den von Radar kontrollierten Luftraum. Ohne Probleme bekommen wir diesen auch von der Lotsin genehmigt.

So geht es weiter über die Gipfel der Kalkalpen an Micheldorf und Mariazell vorbei. Nach Mariazell sinken wir, um unterhalb des Luftraums von Wien zu bleiben. Der Anflug auf Vöslau ist relativ unkompliziert und so landen wir bereits 12 Minuten vor der geplanten Ankunftszeit. Nach dem Abstellen verzurren wir den Flieger, da das Wetter für die kommenden Tage etwas unbeständig vorhergesagt ist. Der Fußmarsch zum Bahnhof nach Bad Vöslau gestaltet sich zu einer ziemlichen Tortur, denn die Sonne hat kein Erbarmen und das Thermometer zeigt 34 C°. Langsam beginne ich zu zweifeln, ob es sinnvoll war, neben der Fliegertasche und der großen Reisetasche auch noch den Rucksack mitzuschleppen.

Mit der ÖBB fahren wir in 45 Min. ins Zentrum Wiens. Unser Hotel liegt zentral und so ist nach kurzem Check-In das Mittagessen im Visier. Es gibt, wie könnte es anders sein, original Wiener Kalbsschnitzel. Heute besuchen die Wiener Hofburg und die kaiserliche Schatzkammer. Im Anschluss gibt es vor der Albertina einen Eiskaffee und eine Sachertorte. Wir beschließen, der großen Hitze zu entfliehen und fahren an die alte Donau, um hier das kühle Wasser zu genießen. Am Abend besuchen wir den Naschmarkt und suchen uns ein passendes Restaurant.

Am nächsten Morgen geht’s dann zum Schloss Schönbrunn. Die weitläufige Parkanlage ist herrlich. Der Weg führt uns den flachen Hügel zur Gloriette hinauf. Natürlich schauen wir uns die Kaisergemächer an, fahren zum Hundertwasser-Haus, naschen im Restaurant Trzesniewski einige Brotaufstriche und einen Pfiff und schauen die österreichische Nationalbibliothek an. Die vielen Stufen auf den Wiener Stephansdom sind kein Spaziergang, aber dafür werden wir mit einem fantastischen Ausblick belohnt. Zum Abendessen fahren wir zum Wiener Prater. Dieser Vergnügungspark hat einen ganz besonderen Charme.

Ob wir nun morgen zurückfliegen oder noch einen Tag dranhängen, steht nun zur Diskussion. Aufgrund der Wettervorhersage für Freitag, die für den Abend eine von Westen kommende Kaltfront mit Schauern, Gewittern und Hagel bis 5 cm prognostiziert, erwägen wir, bereits am Freitagvormittag zurückzufliegen. Hier rufen wir wieder einmal bei der Wetterberatung des DWD an. Die hilfsbereite Beraterin erklärt uns nochmal die Wetterentwicklung für unsere Strecke und mahnt uns, möglichst früh zu starten. Diesen Rat nehmen wir gerne an.

Am Freitagmorgen stehen wir bereits bei Öffnung des Flugplatzes in Vöslau am Tor. Wir machen unsere Maschine fertig. Hier hat sich in den letzten Tagen eine gute Routine bei uns eingespielt. Christian wird heute wieder PIC sein. Es wird das längste Leg unserer Reise. Etwas über zwei Stunden sind kalkuliert. Und so heben wir um 09:36 Uhr wieder ab. Mit maximaler Reisespeed fliegen wir nach Westen. Die aufziehende Front ist noch weit weg und wir sehen der Strecke nach Hause gelassen entgegen. Der Durchflug durch Luftraum Delta von Linz wird uns problemlos genehmigt. Vorbei an Regensburg nähern wir uns unserem Heimatflugplatz Fürth-Seckendorf und setzen dort nach knapp zwei Stunden Flugzeit auf. Der Durchgang der erwähnten Kaltfront war etwa vier Stunden später, so das wir hier alles richtig gemacht haben. Wir können auf eine erfolgreiche Tour zurückblicken und konnten viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Mehr Eindrücke.

22 Pilatus PC-7 MKX für Frankreichs Luftwaffe

Die französische Beschaffungsbehörde Direction Générale de l’Armement (DGA) hat den PC-7 MKX als neues Trainingssystem für die französischen Luftstreitkräfte ausgewählt. Die Flotte von 22 PC-7 MKX wird für die militärische Grundausbildung der Piloten genutzt, wobei die Auslieferung für 2027 geplant ist.

Neben den 22 Flugzeugen umfasst das Paket bodengestützte Trainings-Komponenten, die teilweise in Zusammenarbeit mit der französischen Industrie bereitgestellt werden. Im Rahmen des bodengestützten Trainingssystems wird Pilatus Simulatoren, Computer-gestütztes Training und Ausstattungen für das Missionsplanungs- und Debriefing-System liefern.

PC-21 & PC-7 MKX im Einsatz

Bereits seit 2018 führt die Armée de l’Air et de l’Espace ihre fortgeschrittene Piloten-Ausbildung auf dem Pilatus PC-21 und dem zugehörigen Trainingssystem auf der Basis Aérienne 709 in Cognac-Châteaubernard durch. Inzwischen trainieren die Piloten auf 26 PC-21, die in zwei Chargen beschafft wurden. Mit der Einführung des PC-7 MKX für die Grundausbildung setzt Frankreich nun ausschliesslich Pilatus Trainingsflugzeuge für alle Phasen der Ausbildung ein.

Neues smartes Avioniksystem

Die Pilatus PC-7 MKX Plattform verfügt über ein neues Cockpit-Design, das auf dem Garmin G3000 PRIME Avioniksystem basiert und auch mit einem Head-Up-Display ausgestattet ist. Dank der langjährigen Erfahrung von Pilatus in der Entwicklung von Pilotenausbildungssystemen bietet das Ergebnis ein äusserst zuverlässiges und intuitives Avioniksystem, das bereits in den frühen Ausbildungsphasen eine ideale Trainingsumgebung schafft. Bei der gemeinsamen Entwicklung hat Garmin erstmals seine G3000 PRIME Technologie integriert, die die Verwendung von benutzerdefinierten Displays ermöglicht. Durch die Zusammenarbeit beider Unternehmen wurde die DNA der militärischen Pilotenausbildungsphilosophie von Pilatus mit der Anpassungs-Fähigkeit und dem Fachwissen von Garmin im Bereich offener Systemarchitekturen kombiniert, um ein hochmodernes Avioniksystem zu entwickeln, das den militärischen Trainingsmarkt revolutioniert.

„Wenn ich hochging, war ich frei“

Johannes Rohde blickt auf eine 50 Jahre lange unfallfreie Karriere als Segelflieger zurück. Seinen letzten Flug machte der 85-Jährige vergangenes Jahr.

Ein wenig Wehmut schwingt mit, wenn Johannes Rohde aus Ziegenhain an den 26. Oktober des vergangenen Jahres denkt. Exakt um 17.05 Uhr landete der 85-Jährige das letzte Mal mit seinem Segelflugzeug LS8 auf dem Segelflugplatz in Ziegenhain. Nach 50 Jahren als aktiver Flieger.

Dabei war er eigentlich Reiter und musste den Reitsport umständehalber aufgeben. Kurz danach traf er seinen späteren Freund Heinrich Wiegand, der ihn einlud, mit zum Segelfliegen in Ziegenhain zu kommen. Die Weichen waren gestellt und Johannes Rohde war von diesem Zeitpunkt an leidenschaftlicher Segler.

Rohde besuchte zunächst ab September 1974 die „Jugendausbildungsstelle der Luftsportjugend“ in Hirzenhain und nach seinem ersten begleiteten, relativ abrupten Start war er überzeugt, dass er diese Kunst nie lernen würde. Gleichzeitig wurde er Mitglied in der Flugsportvereinigung Schwalm.

Erster Flug nach Calden

Nach erfolgreich abgeschlossener theoretischer und praktischer Prüfung machte Johannes Rohde 1979 seinen ersten 50 Kilometer langen Überlandflug nach Kassel-Calden. Erstmals sei er losgelöst vom heimischen Flugplatz gewesen, erinnert er sich immer noch stolz.

„Ein Segelflug-Schüler fliegt vom ersten Tag an, selbstverständlich stets in Begleitung eines erfahrenen Fluglehrers“, weiß Johannes Rohde, „und der Schüler muss, neben einer theoretischen und praktischen Prüfung, zwischen 50 und 60 Starts nachweisen, bevor er das erste Mal allein fliegen darf.“

Ritual für Prüfung

In diesem Zusammenhang schildert Rohde ein besonderes Ritual, das den Prüfling nach erfolgreicher Prüfung ereilt: Von sämtlichen Anwesenden erhält dieser einen Klaps auf den Po, um ihm für alle Zukunft ein besseres Thermik-Gefühl mit auf den Weg zu geben.

Gleichzeitig bekommt er einen Distelstrauch überreicht, den er fest in den Händen halten muss. So ist er, sagt das Ritual, gewappnet für alle Unwägbarkeiten in der Luft. Kein Wunder also, dass Rohde 1995 zum 35. Hessentag in Schwalmstadt auch das Steuer des 60 Meter langen FFH-Zeppelins übernahm.

„Fliegen fand häufig an den Wochenenden statt“, erinnert sich Johannes Rohde, der von 1967 bis 2002 eine Pfarrstelle in Zella und Loshausen hatte und ergänzt, dass er einmal noch im schwarzen Anzug von einer Predigt auf den Flugplatz fuhr, um einen Flug über die Schwalm anzutreten.

Hierbei genoss er insbesondere das Dahingleiten und das Abwerfen jeglicher Sorgen. „Wenn ich hochging, war ich frei“, stellt er mit verschmitztem Lächeln fest. Gern erinnert er sich an die Duette mit verschiedenen Greifvögeln, denen er folgte, um die passende Thermik zu erwischen und war doch froh, dass ihm auch die Technik an Bord dabei half.

Sein wahrhaft heißester Flug führte ihn 2020 bei hervorragender Thermik, aber Bodentemperaturen von mehr als 40 Grad, über Korbach, Gießen und den Hoherodskopf zurück nach Ziegenhain. „Während die anderen wegen der Hitze am Boden stöhnten, genoss ich beim Aufsteigen die kühler werdenden Temperaturen mit Blick auf eine wunderbare Welt, in der alles abfällt“, so Rohde.

Johannes Rohde war aber nicht nur aktiver Flieger, sondern übernahm ab 1983 für 26 Jahre auch den Vorsitz des FSV. Seit dem 26. Oktober 2024 hat er den Steuerknüppel aus der Hand gelegt und blickt zurück auf eine überaus erfolgreiche und unfallfreie Zeit als Segelflieger.

Fit sei er immer noch, das bestätigte ihm auch das Tauglichkeitszeugnis des Fliegerarztes. Aber genug sei genug, so Rohde, der neben der Fliegerei auch noch zeichnet und aktiv im Verein die Tuba spielt.

Dem FSV Schwalm wird er immer treu bleiben und in die Luft gehen wird er auch wieder. Wenn im kommenden April die Flugsaison beginnt, wird er erneut in einen Segler steigen, diesmal allerdings als „Bei-Flieger“. Quelle: ‚hna.de‚.

Umfrage für Safety-Kampagne im Luftraum „Echo“

Der Luftraum Echo ist ein kontrollierter Luftraum und wird für VFR- und IFR-Flüge genutzt. In der Vergangenheit ist es zwischen IFR und VFR-Verkehr wiederholt zu Annäherungen (Airprox) gekommen, die auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sind. Diverse Sicherheits-Empfehlungen haben die zu verbessernden Faktoren aufgegriffen, welche Pilotinnen und Piloten von Segel- und Motorflugzeugen, aber auch Cockpitcrews von bspw. Business-Jets adressieren.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt lanciert deshalb zur oben beschriebenen Problematik die Sensibilisierungskampagne «Luftraum Echo (E)». Sie verfolgt folgende Ziele:

  • Pilot-/innen des Sicht- und Instrumentenflugs sollen für die Risiken im Luftraum Echo sensibilisiert werden.
  • Pilot-/innen des Sicht- und Instrumentenflugs müssen die Regeln sowie die Methoden und technischen Hilfsmittel zur Kollisionsverhinderung im Luftraum Echo kennen.
  • Die Anzahl Annäherungen zwischen IFR und VFR-Verkehr im Luftraum Echo soll reduziert werden.

Online-Umfrage für IFR-Pilot und VFR-Pilot/-innen bis 16. März 2025

Jetzt ist Ihr Input gefragt: In einer ersten Phase der Kampagne ist das Ziel, mittels Online-Umfrage (in Englisch) wichtige Erkenntnisse über die (Situational) Awareness von Piloten zu gewinnen. Welche Kenntnisse haben Sie über den Luftraum E und wie bereiten Sie sich auf Flüge in diesem Luftraum vor. Die Umfrage umfasst 20 Fragen und benötigt 5-10 Minuten Zeit. Sie dauert bis 16. März 2025 und kann mit einem Klick abgerufen werden.

Helfen Sie mit, die Sicherheit im Luftraum Echo zu verbessern. Vielen Dank für Ihre Teilnahme an der Umfrage. Quelle: ‚staysafe.aero‚.



BSG-Urteil: „Freelancer“ sind „scheinselbständig“

Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) informiert über eine neue Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes (BSG, 23.04.2024 – Az: B 12 BA 9/22 R). Danach werden Piloten ohne eigenes Luftfahrzeug, so genannte „Freelancer“, als scheinselbständig eingestuft.

Unter dem Begriff Scheinselbstständigkeit versteht man das Auftreten als Selbständiger, obwohl der Betroffene im Sinne der Sozialversicherung als abhängig beschäftigt anzusehen ist und damit Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer zu zahlen sind.

Werden Sozialversicherungsbeiträge für vermeintlich freie Mitarbeiter vorenthalten, ist dies eine Straftat. Verdachtsfälle werden den zuständigen Behörden zur Klärung gemeldet.“ Das Urteil kann auf der Internetseite des BSG nachgelesen werden. Quelle. ‚lba.de‚.

Wird man dank Segelflug ein besserer Airline-Pilot?

Segelflug in der integrierten ATP-Ausbildung

Viele Fähigkeiten, die beim Fliegen eines Segel-Flugzeugs gelernt werden, sind auf die Flugausbildung eines Berufspiloten übertragbar. Auf dem European Airline Transport Symposium (EATS) erörterte Sergio Gómez Brito, Ausbildungsleiter der spanischen ATO Quality Fly, die Vorzüge des Einsatzes von Segelflugzeugen in der kommerziellen Flugausbildung.

Dieses Youtube-Video von Quality Fly veranschaulicht Möglichkeiten, wie der Segelflug bei der Ausbildung von Berufspiloten in Bezug auf die manuelle Steuerung des Flugzeugs helfen kann. Das Fehlen eines Motors bedeutet, dass Segelflugzeug-Piloten sich auf Nick- und Höhenrudereingaben konzentrieren müssen, um die Flug-Geschwindigkeit sorgfältig zu halten.

Das Fliegen in der Thermik erfordert von den Segelfliegern Schräglagenwinkel von 30 bis 45 Grad, die in der Regel über den in der Verkehrsfliegerei üblichen Werten liegen. Segelflugzeugpiloten müssen sich auch darauf konzentrieren, den Strömungsabriss des Segelflugzeugs bei hohen Neigungswinkeln und niedriger Fluggeschwindigkeit zu vermeiden, wenn sie in die Thermik eindrehen, um den notwendigen Auftrieb zu gewinnen.

Segelflugzeugpiloten haben in der Regel nur eine Chance, das Flugzeug erfolgreich zu landen, und haben im Vergleich zum Motorflug nur begrenzte Ausweichmöglichkeiten.

Luftstreitkräfte auf der ganzen Welt nutzen das Segelfliegen als Sprungbrett, bevor sie Piloten in ein offizielles militärisches Flugtrainingsprogramm einführen. Das Segel-Fliegen gilt auch als eine der zugänglichsten und reinsten Formen des Fliegens, die es gibt. Quelle: ‚ftnonline.co.uk‚.

>> Youtube-Video

Deutschlands jüngster Pilot

Max will hoch hinaus: Der 14-Jährige ist an seinem Geburtstag erstmals alleine mit einem Segelflieger abgehoben. Über seinen Soloflug spricht er hier.

Max ist derzeit wohl der jüngste Pilot Deutschlands. Denn der Schüler aus Marzling bei Freising erreichte vergangenen November mit seinem 14. Geburtstag endlich das gesetzliche Mindestalter für Soloflüge – und bestieg noch am selben Tag das erste Mal allein ein Segelflugzeug. „Natürlich war ich ein bisschen aufgeregt“, sagt Max gelassen. Da er aber schon sehr oft in einem Flugzeug mitgeflogen sei, habe die Vorfreude die Aufregung übertroffen. Auf dem Flugplatz des Ikarus Luftsportclubs in Oberschleißheim wurde der Pilot zunächst mit einer Seilwinde nach oben gezogen. Auf einer Höhe von bis zu 450 Metern glitt er dann ganz ohne motorischen Antrieb durch die Lüfte. Zur Sicherheit war er über ein Funkgerät mit dem Fluglehrer am Boden verbunden – doch dessen Hilfe war gar nicht nötig, denn Max meisterte die Herausforderung allein. Insgesamt absolvierte er drei Soloflüge an seinem Geburtstag. „Ich bin schon sehr stolz darauf“, sagt er. „Ich habe ewig darauf gewartet, jetzt hat es endlich funktioniert.“

Eigentlich ist im November auf dem Flugplatz in Oberschleißheim die Flugsaison schon beendet. Doch für Max‘ Geburtstag organisierten die Vereinsmitglieder eigens noch einen Flug. Fürs Erste musste sich Max zwar auf ein paar Runden um das Vereins-Gelände beschränken, da der Flug im Rahmen einer Schulung stattfand. Doch sobald der Nachwuchspilot 16 ist, möchte er den Flugschein absolvieren – wenn möglich, auch gleich wieder an seinem Geburtstag. Auf seinen nächsten Alleinflug wird er noch warten müssen, bis die Flugsaison nach dem Winter wieder losgeht. Da auch seine Alters-Genossen erst dann wieder mit den Schulungen beginnen, wird er sich so lange noch mit seinem Titel als jüngster Pilot rühmen können.

Warum sich Max so fürs Fliegen begeistert? „Im Cockpit trifft man eigene Entscheidungen und die muss man dann auch durchziehen und dazu stehen“, erzählt Max. Das Fliegen liegt dem Teenager im Blut: Seine Mutter arbeitet bei der deutschen Flugsicherung, die den Verkehr im deutschen Luftraum kontrolliert. Sein Vater ist ebenfalls Mitglied im Ikarus Luftsportclub. Schon mit drei Jahren saß Max mit seinem Papa das erste Mal in einem Flugzeug. „Ich bin am Flugplatz aufgewachsen“, sagt der Teenager. Sobald er mit 13 das Mindestalter erreicht hatte, fing er mit der Schulung an. Die Ausbildung dauere eigentlich ein bis zwei Saisons – „ich hab sie in einer geschafft“. Da der Nachwuchs-Pilot schon von Kindesbeinen an viel Wissen im Verein aufgesaugt hatte, konnte er sich sogar den Theorieunterricht sparen.

Max fasziniert nicht nur das Fliegen an sich, sondern auch der Aufbau der Flugzeuge. In den Werkstätten des Luftsportclubs hilft er bei der Wartung und hat dadurch bereits viel über Technik gelernt. Wenn Max nicht gerade im Flugzeug sitzt oder an einem schraubt, ist er gerne auf Online-Plattformen unterwegs, auf denen man zum Spaß die Aufgaben von Fluglotsen simulieren kann. Neben dem Flugsport muss der Gymnasiast natürlich auch Hausaufgaben erledigen. Ob er später mal Berufspilot oder Fluglotse werden will, weiß er noch nicht – auf jeden Fall soll sein Job etwas mit Flugzeugen zu tun haben. „Jetzt mach‘ ich erst mal die Schule – und dann konzentriere ich mich voll aufs Fliegen.“ Quelle: ‚Merkur.de‚.

Info-Anlass „Fluglehrerkurs-Aufnahmeprüfung“

Der Motorflug-Verband der Schweiz wiederholt am Samstag, den 07. Dezember 2024, die erfolgreiche Informationsplattform für Interessierte an einer Fluglehrer-Ausbildung. Eine Teilnahme ist kostenlos und unverbindlich.

Es werden folgende Themen behandelt:

  • Generelle Struktur der verschiedenen Aufnahmeprüfungen
  • Theorieprüfung
  • Eignungsabklärung und Interview
  • Praktische Flugprüfung

Ort: Verkehrshaus Luzern, Lidostrasse 5 (Haupteingang Verkehrshaus), 6006 Luzern, Seminarräume DC3 & Orion
Kursdauer: 10:00 – ca. 16:00 Uhr
Anmeldefrist: Freitag, 29.11.2024

Der MFVS bietet seinen Mitgliedern diverse Seminare und Weiterbildungen an. Über anstehende Anlässe werden die Mitglieder jeweils über die Website und/oder über den MFVS Newsletter informiert. Quelle: ‚MFVS‚.

Immer über den Bergkämmen bleiben

Warum? – Weil die Chance, die Energielinien der aufsteigenden Luft zu treffen, höher ist, und man mehr oder weniger frei vom Gelände ist. Diese Regel ist leicht zu verstehen, bis zu dem Moment, in dem man unterhalb der Kämme stecken bleibt und sich im Streckenflug langsam, aber sicher in ein „Game Over“ manövriert.

In diesem Video erfahren Sie, wie diese Regel durch eine falsche Entscheidung außer Kraft gesetzt wurde und wie das Segelflugzeug von starken Winden von den hohen Gipfeln auf den Boden gefegt wurde. Bitte beachten Sie, dass das Video von einem lernenden Segelflieger ist, der seine Erfahrungen und die Magie des Segelfliegens mit Ihnen teilt, einschließlich seiner Fehler, mit dem Ziel, diesen Sport gemeinsam besser und sicherer zu machen. Quelle: ‚youtube.com‚.

Ausweis-Verlängerung nur noch im Simulator

  • Ab dem 1. Oktober 2024 (Flugzeuge) und ab dem 1. Juni 2025 (Hubschrauber) ist die Verwendung von FSTDs obligatorisch.
  • Das betrifft Piloten, Instruktoren, Betriebe und Prüfungsexperten von komplexen oder hochleistungsfähigen komplexen Flugzeugen mit Einpersonenbesatzung und den meisten Hubschrauberkategorien.
  • Das BAZL wird keine praktischen Prüfungen oder Befähigungsüberprüfungen mehr anerkennen, die dieser Anforderung nicht entsprechen.

Umfang:
Diese Richtlinie betrifft Piloten, ATOs, Instruktoren, Betriebe (AOC/SPO/NCC/NCO) und Prüfungsexperten von komplexen oder hochleistungsfähigen komplexen Flugzeugen mit Einpersonenbesatzung und den meisten Hubschrauberkategorien.

Die neue Richtlinie gilt nicht für:

  • Flugzeuge mit Einpersonenbesatzung, die nicht komplex und nicht hochleistungsfähig sind;
  • TMG;
  • nicht-komplexe Hubschrauber, bei denen die maximal zugelassene Sitzkonfiguration fünf Sitze nicht überschreitet, oder wenn für ein bestimmtes Muster kein FSTD existiert.

Im Detail
Auf der Grundlage von Sicherheits-, Effizienz- und Umwelterwägungen sind praktische Prüfungen, Befähigungsüberprüfungen und Schulungen/Prüfungen gemäss Part-ORO für Flugzeuge und Hubschrauber mit einem Piloten in einem FSTD durchzuführen, wenn dieser verfügbar und zugänglich ist.

  • Für praktische Prüfungen und Befähigungsüberprüfungen (LPC nach Part FCL) und/oder Betreiberprüfungen (OPC nach Part ORO) auf komplexen und/oder hochleistungsfähigen Flugzeugen und Hubschraubern mit einem Piloten ist die Verwendung eines FSTD für alle zulässigen Übungen gemäß der FSTD-Bescheinigung vorgeschrieben. Wird kein verfügbares und zugängliches FSTD verwendet, ist vor dem geplanten Event eine Ausnahme unter Verwendung des Formulars „60.527 Request for check on aircraft“ zu beantragen und zu begründen;
  • Organisationen/Betriebe (AOC/SPO/NCC/NCO) werden gebeten, die erforderliche Überarbeitung ihrer Betriebshandbücher rechtzeitig einzureichen, um den veröffentlichten Zeitplan einzuhalten. Das BAZL wird im GM/INFO Examination Guide Kapitel 1.22 eine neue Anleitung herausgeben. Quelle: ‚BAZL, Bundesamt für Zivilluftfahrt‚.

Vorteile von Flugsimulatoren (FSTD’s)
Flugsimulations-Trainingsgeräte (Flight Simulation Training Devices FSTDs) bringen erhebliche Sicherheits- und Qualitätsvorteile, wenn sie für Ausbildungs- und Prüfungsaktivitäten eingesetzt werden. Das BAZL fördert und erleichtert den Einsatz der verfügbaren FSTDs und unterstützt Piloten, Fluglehrer, Prüfungsexperten und Betriebe im Umstellungsprozess.

Sind Checkflüge geeignet, bessere Piloten zu werden?

Dave Boulter – Vor ein paar Wochen war ich einer der Level-3-Lehrer, die am Lake Keepit SC (LKSC) neue Fluglehrer ausbildete. Was für ein wunderschöner Ort zum Fliegen! Die Landschaft ist großartig. Die Einrichtungen der Clubs sind erstklassig. Das ist das Ende der „Werbung“.

Ich habe am Lake Keepit mit dem Segelfliegen begonnen und war schon viele Male dort, um an Streckenfluglagern meines Clubs (Southern Cross GC) und an Wettbewerben teilzunehmen. Ich bin mit dem Gebiet und dem Luftraum vertraut. Ich erinnere mich an die Start- und Landebahnen und die Streckenführung. Schon seit einigen Jahren bin ich nicht mehr im LKC geflogen.

Warum ich trotzdem einen Checkflug im Lake Keepit Soaring Club machte

Das war eine Gelegenheit, um zu erfahren, was sich geändert hatte. Der Checkflug und die umfassende Einweisung am Boden sowie die Lektüre des Betriebshandbuchs erschienen mir angemessen. Ich habe dann den Checkflug „bestanden“.

Wir alle haben eine Abneigung gegen Scheitern. Ich selber betrachte Checkflüge nicht als ein „Bestehen“ oder „Scheitern“. Ich betrachte Checkflüge eher als Möglichkeit, sich zu verbessern. Die Person, die kontrolliert wird, und die Person, welche die Kontrolle durchführt, lernen aus jedem Flug etwas. Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie einen perfekten Flug absolviert haben und nichts verbessert werden kann, dann ist das ein Thema für ein anderes Mal. Checkflüge zu akzeptieren und anzustreben, sollte eine Gelegenheit sein, um ein besserer Pilot zu werden.

Fluglehrer in den Segelflugvereinen des Landes

Mein Heimatverein befindet sich in der Nähe der größten Stadt Australiens. Es gibt einen endlosen Strom neuer Piloten, die zu uns kommen. Wir haben das große Glück, dass unsere Fluglehrer viele Ab-Initio-Piloten unterrichten können. Ich bin mir bewusst, dass diese Situation in vielen Clubs anders ist. Einige Vereine locken neue Piloten an, indem sie Intensiv-Ausbildungskurse anbieten. Quelle: ‚glidingaustralia.org‚.

Erfolgreiche Alpen- und Gebirgsflug-Einweisung

In diesem Jahr organisierte Theo Dornemann das Gebirgsflugtraining bereits zum 24sten Mal. 44 Piloten, 4 Pilotinnen und 23 Fluglehrer waren an drei Tagen insgesamt über 350 Stunden in der Luft. 1999 nahm Theo Dornemann mit seiner Wassmer an einem Gebirgsflugtraining teil. Davon war er so überzeugt, dass er den damaligen Flight Safety Instructor Alexander Körber fragte, ob der Landesverband Niedersachsen so ein Training nicht auch organisieren könne. Das konnte er!

Ein Verein, der das Training vor Ort realisieren, eine hohe Anzahl von FI, CRI und Gebirgsflugerfahrene und das passende militärische Gelände mit der dortigen Infrastruktur zur Verfügung stellen konnte, war der LSV Kaufbeuren. Bereits die erste Veranstaltung unter der Leitung von Theo Dornemann, bei welcher der DAeC mit drei FSI dabei war, war ein so großer Erfolg, dass man beschloss, sie in den Folgejahren zu wiederholen.

Bis 2014 fand das Gebirgsflugtraining in Kaufbeuren statt. Dann gab die Bundeswehr das Gelände auf, sodass sich Theo Dornemann nach einem neuen Flugplatz umsehen musste, um diese erfolgreiche und in hohem Maße der Sicherheit dienende Veranstaltung weiter durchführen zu können. Den Platz dazu fand er in Bad Wörishofen.

2024 fand die Gebirgsflugveranstaltung nun bereits zum 24sten Mal unfallfrei statt. Die meisten der über 30 Flugzeugbesatzungen waren mehrmals dabei. Trotz seiner 85 Jahre leitet Theo Dornemann das Training unermüdlich mit großem Erfolg und begleitet von uneingeschränkter Anerkennung der Teilnehmer. Nicht ein einziges Mal habe ich von jemandem eine negative Äußerung gehört, und ich selbst bin immerhin – mittlerweile im Auftrag des DAeC – seit 2014 in Kaufbeuren dabei.

Im nächsten Jahr wird Theo Dornemann sein 25-jähriges Jubiläum als Veranstalter des Gebirgsflugtrainings mit dem Fly and Drive feiern und alle Teilnehmer nach Bad Wörishofen einladen. Anschließend wird er die Rolle des Veranstalters an einen Nachfolger übergeben, der bis dahin hoffentlich gefunden werden wird.

Ich bin absolut von der Sinnhaftigkeit dieses Trainings überzeugt und hoffe, dass es auch noch das 50- und das 100-jährige Bestehen feiern wird. Vielleicht nicht mehr mit uns, aber ganz im Geiste seines Gründers Theo Dornemann. Quelle: ‚Mike Morr, Referent Luftraum des DAeC‚.

Nur noch ein Pilot im Cockpit?

Nur noch ein Pilot im Cockpit? Das schlagen die Flugzeughersteller Airbus und Dassault vor. Die Vereinigung Cockpit und andere Verbände in Europa wehren sich dagegen. Die europäische Luftaufsicht (Easa) prüft, ob große Verkehrsflugzeuge phasenweise von einem Piloten alleine statt wie üblich zwei Kapitänen geflogen werden können. Entsprechende Vorschläge machten die Hersteller Airbus und Dassault, wie der Verband Vereinigung Cockpit mitteilte. Dieser und andere europäische Pilotenverbände wehren sich gegen die Pläne der Flugzeughersteller.

Hauptanliegen der Kritiker sind Sicherheitsbedenken an dem Vorhaben. Das Fundament der Flugsicherheit werde durch die Reduktion um einen Menschen dünner, sagt der Sprecher der Vereinigung Cockpit, Frank Blanken. „Die Zusammenarbeit von zwei Piloten im Cockpit als entscheidender menschlicher Faktor im Umfeld komplexer Technik bildet das Fundament für sichere Flüge.“ Zwei Piloten dienten der gegenseitigen Unterstützung und Absicherung, indem sie sich gegenseitig kontrollierten und komplexe Aufgaben sowie Notfälle gemeinsam bewältigten, sagt Blanken. Die Pilotenverbände haben eine Kampagne mit dem Titel One Means None (Einer heißt keiner) gestartet. Sie richtet sich an alle Beteiligten, einschließlich der Passagiere. Quelle: ‚Die Zeit‚.

Frischgebackene Fluglehrer

Regen, Wind und Sonnenschein mit vielen Flügen bis in die Abendstunden. So wechselhaft das Wetter sich vom 17.- 29.6 präsentierte, so abwechslungsreich war auch der Fluglehrer-Kurs. Nebst dem morgendlichen Briefing und Theorieunterricht konnte bis auf einen Tag immer geflogen werden. In der ersten Woche manchmal noch von den Instruktoren „ins kalte Wasser geworfen“, lernten die sechs Anwärter schnell. So konnten sie ihr Erlerntes in der zweiten Woche sogleich umsetzen.

Nach den schönen, intensiven, teils warmen und langen Tagen war die Abkühlung im Pool mit einem erfrischendem Getränk eine willkommene Abwechslung. So wie die gemütlichen Stunden am Lagerfeuer mit Grillade oder einem feinen Raclette. Ein grosses Dankeschön an alle Instruktoren sowie dem Segelflugverband und der SG Cumulus für die Infrastruktur sowie für die schöne Zeit. Alle frisch brevetierten Fluglehrer freuen sich, ihr Wissen und Können an die zukünftigen Flugschüler in ihren heimischen Flugschulen weiter zu geben. Quelle: ‚Daniel Renggli, SFVS‚.

Kostenloser Segelflug-Probemonat

Der Uelzener Flugsportverein Cumulus vergibt in diesem Jahr erstmals einen kostenlosen Probemonat für die Ausbildung zum Segelflug-Piloten. Das Angebot gilt für zwei Personen. „Innerhalb der vier Wochen lernt ihr alles, was für den Einstieg ins Segelfliegen zu wissen ist und steuert vom Sitz des Piloten das Flugzeug selbst“, verspricht Segelflugreferent Jan Baucke. Natürlich würden die Probe-Flugschüler von einem der erfahrenen Segelfluglehrer des Vereins begleitet.

Bewerben können sich Interessierte ab 14 Jahren, Voraussetzung ist bei Minderjährigen die Zustimmung der Sorgeberechtigten sowie körperliche Gesundheit. „Die Form der Bewerbung ist eurer Kreativität überlassen, lasst uns einfach wissen, warum ihr unbedingt fliegen lernen wollt“, erklärt Baucke. Vom Text bis zum selbstgedrehten Video sei alles erlaubt. „Die zwei besten Bewerbungen gewinnen“, so Baucke. Der Zeitraum des Probemonats könne individuell gewählt werden. Quelle ‚Uelzener Presse‚.

Antersberger Piloten mit Goldmedaille bei Navigationsflug-DM

Vom 12. bis 16. Juni starteten die Juniorpiloten des FC Condor Antersber e.V. Jannis Gernhold und Jonas Heims bei die Deutsche Meisterschaft im Navigationsflug in Breitscheid (Westerwald/Siegerland). 31 Teams aus ganz Deutschland, bestehend aus Pilot und Navigator, traten in den Disziplinen Air Navigation Race und Navigationsflug an.

Die beiden überglücklichen und stolzen Goldmedalliengewinner Jonas Heims, Jannis Gernhold nach dem erfolgreichen Abschneiden und der Siegerehrung.

Bei anspruchsvollen Bedingungen mussten Präzisionslandungen, das präzise Abfliegen von Strecken und das Vergleichen von Fotos mit der Landschaft, bewältigt werden. Aufgrund des starken Windes konnten die Ergebnisse des Navigationsflugs nicht gewertet werden. Beim Air Navigation Race konnten die jungen Piloten ihr können voll ausspielen. Sie gewannen die Goldmedaille als bestes Jugend-Team Deutschlands und sicherten sich in der Gesamtwertung in der Kategorie Advanced den beeindruckenden dritten Platz.

Beide Piloten freuen sich über die Qualifikation für internationale Meisterschaften im Ausland sehr. Das Team Gernhold/Heims wurde offiziell zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2025 in Italien eingeladen und ist nun Teil der deutschen Nationalmannschaft. Zur Zeit bereiten sich beide auf die nächsten Wettbewerbe vor: den Internationalen Allgäuflug im Juli, gefolgt von weiteren internationalen Meisterschaften.

Die gesamte Mitgliedschaft des FC Condor Antersberg e.V. drückt den beiden Piloten für die bevorstehenden Wetbewerbe und deren Vorbereitungen fest die Daumen. Jannis Gernhold ist nicht nur in der Luft sehr talentiert, er engagiert sich als Jugendleiter in der Jugendarbeit und gibt sein Können als Fluglehrer bereitwillig an seine Schüler weiter.