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„Überlegen Sie sich, was Sie sonst noch im Leben machen können“

Uwe Harter von der Pilotenvereinigung Cockpit glaubt nicht, dass sich die Flugbranche schnell von der Krise erholen wird, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde. Besonders jungen Kolleginnen und Kollegen, rät er, sich genau anzusehen, was in der Flugindustrie gerade passiert und nach Alternativen zu suchen. Die Prognosen für die Flugbranche sehen in Zeiten der Corona-Pandemie nicht gut aus. Die Lufthansa wurde vom deutschen Staat mit neun Milliarden Euro unterstützt. Trotzdem droht eine massive Entlassungswelle – zurzeit ist die Rede von bis zu 28.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Ursprünglich hatte der Konzern deutliche schneller mit einer Erholung der Branche gerechnet als es nun der Fall ist. Für den Dezember 2020 rechnete man zunächst damit, dass etwa 50 Prozent der durchschnittlichen Vor-Pandemie-Passagierzahlen erreicht werden könnten. Das wurde nun – mit Blick auf die Zahlen für September und Dezember – revidiert und die aktuellen Prognosen liegen bei etwa 25 Prozent. Uwe Harter gehört der Pilotenvereinigung Cockpit an und ist Vorstandsmitglied im Internationalen Pilotenverband. Er macht sich große Sorgen um seine Branche. Lesen Sie auch das Interview mit Uwe Harter im ‚Deutschlandfunk‚.

Pilot startet in dichten Nebel

Trotz dichtem Nebel hob am Mittwochmorgen ein Kleinflugzeug in Hausen am Albis ZH ab. Dabei fliegen solche kleinen Maschinen eigentlich auf Sicht. Nach dem gefährlichen Manöver hat sich das Bazl eingeschaltet. Dichter Nebel liegt über dem Flugplatz von Hausen am Albis ZH am Mittwochmorgen. Die Sicht ist schlecht. Doch das scheint einen waghalsigen Piloten nicht zu stören. Er setzt sich trotzdem in ein Kleinflugzeug, schmeisst die Motoren an und startet durch – mitten rein in die graue Suppe. Ein Leserreporter filmt den Nebel-Start. Auf dem Video ist zunächst nur der Motorenlärm zu hören. Von einem Flugzeug ist nichts zu sehen. Der Lärm wird lauter und dann schiesst aus der Nebelwand plötzlich das Kleinflugzeug hervor, hebt ab und verschwindet im Nichts.

Aber darf ein Pilot überhaupt bei so starkem Nebel starten? Genau das klärt jetzt das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl). Der Vorfall werde untersucht, heisst es auf Anfrage. Denn: Das Kleinflugzeug hätte wohl nicht starten dürfen. Bazl-Sprecher Christian Schubert zu BLICK: «Für den Luftraum Golf (bis auf eine Höhe von 600 Meter, Anmerkung der Redaktion) ist eine Mindestsicht von fünf Kilometern sowie ständige Sicht auf Boden notwendig. Ausserdem muss der Pilot jederzeit eine Umkehrkurve machen und auf dem Flugplatz landen können.» Und gerade das sei bei der Situation in Video fraglich – und gefährlich.

Schubert weiter: «Für nicht ausgebildete Besatzungen, mit nicht entsprechend ausgerüsteten und zugelassenen Flugzeugen auf nicht entsprechend zugelassenen Flugplätzen kann ein solcher Start tödlich enden.» Für Flugzeuge, die nach Sichtflugregeln fliegen, könnten deshalb Flüge im Nebel fatal enden. Um den Vorfall zu klären, werde der Pilot nun befragt. Er soll Stellung zu seinem gefährlichen Manöver nehmen. Bei einer Verurteilung drohen dem Nebel-Kapitän eine Busse bis hin «zum zeitweiligen oder gar permanenten Entzug der Fluglizenz».

Der Flugplatz Hausen am Albis prüft ebenfalls den Vorfall. Zur Verantwortung gezogen kann er allerdings nicht. «Es handelt sich um einen unkontrollierten Flugplatz im unkontrollierten Luftraum ohne Flugsicherung. Es gibt entsprechend keinen Tower, der Freigaben ausstellt. Alle Verkehrsteilnehmer handeln in Eigenverantwortung nach Sichtflugregeln», teilt der Flugplatz auf Anfrage mit. Das sei üblich bei Kleinflugplätzen. Quelle: ‚Blick‚.

Supersommer für Segelflieger

Obwohl die Amberger Segelflieger coronabedingt erst Mitte Mai in die Saison 2020 starten konnten, haben sie bis Mitte August bereits 34 500 Kilometer zurückgelegt. Das Wetter hat es heuer gut mit ihnen gemeint. Sieht man sich die Statistik der bisherigen Flüge an, so fällt auf, dass es über den Sommer verteilt viele Tage gab, an denen weite Strecken möglich waren. Das nutzten die Amberger Piloten aus. Viele der Flüge wurden mit hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten geflogen, die durchaus 100 km/h und mehr betragen haben. Insgesamt wurden von den Amberger Fliegern 113 Flüge beim Online-Contest gemeldet, einem dezentralen Wettbewerb, bei dem die Landes- und die Deutschlandmeister in verschiedenen Klassen ermittelt werden.

Mehrfach konnten die Amberger Piloten sogar die 700-Kilometer-Marke überbieten. Thomas Kulzer und David Neumann flogen 704 bzw. 700 Kilometer, dem 21-jährigen Phillip Luyken gelang dies sogar an insgesamt drei Tagen mit 705 Kilometern am 16. Mai, 711 Kilometern am 28. Mai und 707 Kilometern am 12. Juli. Damit hält er den Vereinsrekord. Die meisten dieser großen Strecken führen von Amberg aus an das östliche Ende des Bayerischen Waldes, weit nach Süden auf die Schwäbische Alb und hinauf bis Thüringen. Quelle: ‚Mittelbayerische‚.

Pilot schätzte Wetter falsch ein

Der Absturz eines Kleinflugzeugs vor knapp drei Jahren bei Grebenhain (Vogelsberg) geht Untersuchungen zufolge auf schlechtes Wetter und eine falsche Einschätzung durch den Piloten zurück. Der 66-Jährige war bei dem Unglück am 13. Oktober 2017 ums Leben gekommen. Er habe das Risiko durch aufsteigende Nebelwolken und schlechte Sicht unterschätzt, heißt es in dem nun veröffentlichten Bericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Das Flugzeug hatte Baumwipfel gestreift, war dann auf den Waldboden gestürzt und ausgebrannt. Quelle: ‚Hessenschau.de‚. Bild: ‚Fuldaer Zeitung‚.

Wie sicher sind Ultraleichtflugzeuge?

Ultraleichtflugzeuge gehören zu den sogenannten Luftsportgeräten und werden von einem Motor angetrieben. Sie dürfen beim Abflug nicht mehr als 600 Kilogramm wiegen. Für die Zulassung sind in Deutschland zwei Luftsportverbände zuständig, ihren Zahlen zufolge sind derzeit mehr als 4000 Ultraleichtflugzeuge für den deutschen Luftraum zugelassen. Rund 12.600 Piloten besitzen eine Fluglizenz dafür.

Die Flugzeuge nehmen dem Luftfahrtbundesamt zufolge gleichberechtigt am Luftverkehr teil – grundsätzlich gelten also etwa bei der Flughöhe die gleichen Regeln wie für die allgemeine Luftfahrt. So müssen auch Ultraleichtflugzeuge die Sichermindesthöhe von 500 Fuß (etwa 166 Meter) über Land, 1000 Fuß über Ortschaften und 2000 Fuß über größeren Ortschaften einhalten. Der Flug über Wohngebiete wie vor dem Absturz in Wesel ist laut der Bezirksregierung Düsseldorf erlaubt.

Allerdings beschränkt sich die Ultraleicht-Pilotenlizenz laut der Flugschule am Flughafen Köln/Bonn auf den sogenannten Sichtflug, sodass ein Flug etwa durch Wolken quasi ausgeschlossen und aus Sicherheitsgründen eine freie Sicht auf den Boden sinnvoll ist. Für eine solche Lizenz muss der Pilot mindestens 17 Jahre alt sein und eine 60-stündige theoretische Ausbildung absolvieren. Dazu kommen 30 Stunden Flugzeit, fünf davon im Alleinflug. Bevor eine Maschine zugelassen wird, wird sie zudem geprüft, dazu gibt es einmal pro Jahr eine Nachprüfung und der Halter ist dazu verpflichtet, sie instandzuhalten und regelmäßig zu warten.

Die in Wesel abgestürzte Maschine war eine TL-96 des tschechischen Herstellers TL Ultralight. Das Modell hat Platz für zwei Insassen und fliegt mit einer maximalen Reisegeschwindigkeit von 240 Kilometern pro Stunde. Stürzt ein Ultraleichtflugzeug ab, wird dies in der Regel von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) erfasst und untersucht. Allerdings besteht laut Luftfahrtbundesamt keine Meldepflicht für Zwischenfälle mit Luftsportgeräten. In der Unfallstatistik der BFU werden Ultraleichtflugzeuge zudem nicht einzeln ausgewiesen, sondern fallen mit Tragschraubern und Zeppelinen in die Kategorie sonstige Luftfahrzeug-Arten. Sieben Unfälle hat die BFU im vergangenen Jahr mit solchen Maschinen notiert, 2018 waren es zehn. Sieben Menschen kamen dabei 2019 ums Leben, fünf wurden schwer verletzt.

Bei dem Absturz in Wesel am vergangenen Samstag war neben dem Piloten und seinem Begleiter auch eine Anwohnerin des Mehrfamilienhauses gestorben, in das das Flugzeug gestürzt war. Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauern an, die Staatsanwaltschaft Duisburg geht allerdings von einem technischen Defekt aus. Quelle: ‚RP-Online.de‘.

Hangelar: 17-jährige Segelfliegerin abgestürzt

Ein gerissenes Zugseil ist offenbar verantwortlich für den Absturz eines Segelfliegers am Flugplatz Hangelar. Die 17 Jahre alte Pilotin wurde bei dem Absturz am Samstagnachmittag schwer verletzt. Sie musste aus dem Flieger befreit werden. euerwehr und Rettungsdienst waren am Samstagnachnittag am Flugplatz Hangelar im Einsatz: Dort war um kurz nach 15 Uhr ein Segelflugzeug abgestürzt. Die 17 Jahre alte Pilotin wurde bei dem Absturz schwer verletzt. Offenbar war ein Zugseil beim Start des Segelfliegers gerissen, wie zwei Augenzeugen bestätigten. Demnach sei das Flugzeug gerade mit Seilwinde in die Luft gezogen worden, als das Seil riss. Laut der Augenzeugen sei die Maschine nach links gekippt und ins Trudeln geraten. Die unmotorisierte Maschine stürzte schließlich aus mehreren hundert Metern ab.

Durch Zufall war gerade ein Rettungshubschrauber der deutschen Luftrettung samt Notarzt aus Berlin sowie ein Rettungswagen mit Rettungsassistenten aus Sankt Augustin auf dem Flugplatzgelände. Ein Patient aus Berlin wurde an den Rettungsdienst zum Weitertransport in eine Klinik übergeben, während der Flugunfall passierte. Als die Teams den Absturz sahen, eilten sie direkt an die Unglücksstelle und leisteten Erste Hilfe. Parallel dazu forderten sie weitere Rettungskräfte an.

Die junge Pilotin wurde nach dem Absturz in dem Segelflieger eingeschlossen und musste von den Rettungskräften befreit werden. Rund 60 Feuerwehrkräfte der Einheiten aus Hangelar, Mülldorf, Niederpleis und Menden, ein Notarzt aus Siegburg und Polizeibeamte rückten daraufhin zu dem etwas abgelegenen Bereich des Flugplatzes aus. Mit hydraulischem Schneidgerät trennten die Feuerwehrkräfte den Steuerknüppel der Maschine ab, um die junge Frau befreien zu können. Die schwer verletzte Pilotin wurde nach der Erstversorgung zunächst in einem Rettungswagen weiterbehandelt. Anschließend wurde die junge Pilotin mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Eine Gruppe von Flugschülern, die Augenzeugen des Absturzes wurden, wurden durch einen Notarzt und einen hinzu alarmierten Feuerwehr-Seelsorger vorsorglich betreut.

Experten der Flugsicherung haben die Ermittlungen übernommen. Mit einer Drohne nahm dazu die Feuerwehr Bilder vom Absturzort auf. Nach dem Absturz wurde der Flugbetrieb direkt eingestellt. Dieser sollte auch erst nach Abschluss der Unfallaufnahme durch die Experten wieder aufgenommen werden. Die 17-jährige Pilotin war keine Flugschülerin, sondern hatte bereits ihren Flugschein. Diesen darf man bereits mit 16 Jahren machen. Quelle: ‚General-Anzeiger‚.

Gera: Deutsche Kunstflug-Meisterschaften

Rund 150 Motor-Kunstflieger der Interessengemeinschaft „German Aerobatics“ tragen seit dem Montagvormittag ihre Deutschen Meisterschaften in Gera aus. Auf dem Flugplatz Gera-Leumnitz fliegen sie in vier Leistungsstufen. Sie müssen zunächst ein Pflichtprogramm absolvieren. Dabei erfahren sie erst kurz vor dem Start, welche Figuren sie fliegen müssen. Danach stellen sich die Piloten im Wettbewerb mit selbst entwickelten Flug-Programmen vor. Schiedsrichter vergeben für die Loopings, Linien und Rollen Noten von Null bis Zehn. Abschluss der Wertungswoche wird ein Freistil-Wettbewerb sein, bei dem die Piloten der höchsten Kategorie ihre Flugbahnen auch mit Rauch an den Himmel zeichnen. Trotz des hohen Schauwertes ist Kunstflug nach eigenen Angaben ein Leistungssport. In der höchsten Kategorie müssen die Piloten je nach Flugmanöver ein Vielfaches ihres Körpergewichts aushalten. Bei den Wettbewerben in Gera-Leumnitz starten bis Samstag mehr als 30 Flieger. Quelle: ‚MDR Thüringen‘.

In Neumarkt Pilot werden

Drei Männer leben beim Flugsportverein den Traum vom Fliegen. Denn seit April dürfen auch Anfänger unterrichtet werden. Olaf Schumann ist durch Zufall zum Fliegen gekommen. „Ich habe in einem Café ein Handy gefunden, und der Besitzer hat mich zum Dank eine Runde über Neumarkt geflogen. Das war so schön. Das muss ich auch lernen“, sagte er sich. Wie die Flugschüler Udo Dufe und Peter Gleissner, die beim Fototermin verhindert waren, will der 46-Jährige nun den Segelflugschein mit der Berechtigung für Touring-Motorsegler erwerben. Klaus-Peter Weiß, Vorstand der Neumarkter Flieger, sagt: „Wir legen Wert darauf, dass sich praktisch jeder das Fliegen leisten kann“. Gewerbliche Flugschulen verlangten pro Flugstunde bis zu 180 Euro. Seine Vereinsmitglieder zahlen nur 45 Euro.

Fluglehrer Egfried Trautenberg rechnet vor, dass für seine Flugschüler die Lizenz zum Fliegen inclusive Mitgliedsbeitrag und der teueren flugärztlichen Untersuchung in zwei Jahren für 2500 bis 4000 Euro zu haben ist. Die Ausbildung erfordert 20 bis 25 Flugstunden im „SF25cFalke“-Motorsegler mit 80 PS aus dem gut gewarteten, umgebauten VW-Motor im Hangar des Vereins: „Am Ende der ersten Woche können die Schüler alleine fliegen, wenn das Wetter mit macht. Dann müssen sie navigieren lernen und ein intensives Notfalltraining machen.“ Damit seine Schüler auch mit Motorschaden landen lernen, schaltet er in der Luft sogar den Motor aus.

Seine Leidenschaft fürs Fliegen hat der pensionierte Mathe- und Physiklehrer mit zehn Jahren in Hersbruck bei der Taufe eines „Schulgliders“ entdeckt. „Für mich war es schwierig, dort als Heimatvertriebener in den Fliegerverein zu kommen“, erinnert sich der in Karlsbad geborene Pilot mit 61 Jahren Flugerfahrung. „Für mich ist das Fliegen die beste Erholung. Im Flugzeug schalte ich von allem anderen ab. Die Gedankenkreise, die man sonst immer hat, werden durchbrochen“.

Er sei immer „ein anderer Mensch“ gewesen, wenn er wieder zurückkam, habe ihn seine Frau ermutigt, als er noch Kurse bei einer gewerblichen fränkischen Fliegerschule gab. Heute unterrichtet Trautenberg in Amberg Segelflug und will nun zusammen mit Michael Jahn, dem zweiten Fluglehrer in Neumarkt, die „eingeschlafene“ Flugschule an der Nürnberger Straße wieder beleben.

„Wir legen Wert auf eine sehr solide Ausbildung“, sagt Jahn. Seine Leidenschaft für die Fliegerei hat schon mit zwei Jahren begonnen. „Da musste mich die Mutter aus dem Fenster halten, wenn Hubschrauber vorbei geflogen sind. Die Initialzündung war dann mit zwölf Jahren die Modellfliegerei.“ Mit achtzehn war Jahn Gründungsmitglied der Berchinger Flugfreunde und mit fünfundzwanzig Jahren ging er in die Luft.

Vor einem Jahr haben die Neumarkter ihre Flugschule nach einer Pause wieder gestartet. Zu Beginn durften sie nur Schüler mit Segelflugschein weiterbilden, aber „seit April ist es uns wieder erlaubt, Fußgänger auszubilden“, freuen sich die Piloten. „Und jetzt dürfen Lehrer und Schüler im Cockpit auch wieder nebeneinandersitzen, natürlich mit Maske. Jeder Pilot desinfiziert nach seinem Flug und der nächste Pilot vor dem Flug“ erklären sie die Corona-Regeln im Motorsegler.

Einige weitere Interessenten haben schon in der Neumarkter Flugschule angeklopft und Vorstand Weiß hofft: „Es wäre erstrebenswert, dass wir das 100-jährige Vereinsjubiläum in 30 Jahren hier in Neumarkt feiern können, obwohl viele schon meinten, den Flugplatz gebe es gar nicht mehr.“ Die Flieger hätten schon einen guten Draht zur Stadt. Die habe sie bei der jüngsten Nutzungsverlängerung des Flugplatzes unterstützt und die Flieger revanchierten sich mit kostenlosen Rundflügen für ein Werbevideo der Stadt. „So wollen wir die nächsten Jahre weiter machen“, heißt es. Quelle: ‚Mittelbayerische‚.

Chris Jörges jetzt 1000er-Pilot

Das herausragend gute Segelflugwetter der letzten Maiwoche nutzte Chris Jörges vom Rhönflug Gersfeld/GFS Wasserkuppe gleich zu zwei 1000-Kilometer-Flügen. Für ihn ging damit ein großer Wunsch in Erfüllung. Chris flog sich in den Club der 1000-Kilometer-Piloten, von denen es in Deutschland nicht viele gibt. Flug eins am 27. Mai erbrachte eine Flugdistanz von 1044 Kilometer. Am 29. Mai erflog der 34-jährige Industriemeister 1023 Kilometer im reinen Segelflug. Ein Tausender in Deutschland ist immer noch eine sehr gute Leistung, außerhalb der Thermik- und Wellenflugparadiese auf der Südhalbkugel der Welt. Zwischen einem Hoch über Skandinavien und Tiefdruckgebiet im Osten floss frische Kaltluft. Die sorgte für langanhaltende Thermik (Aufwinde). Eine gute Flugplanung und viel Erfahrung waren gefragt, um den 1000er zu schaffen. Bei rund zehn Stunden Flugzeit im engen Cockpit sind viel Kondition und Konzentration gefragt. „Wenn man nach rund zehn Stunden Flugzeit aus dem Cockpit steigt, meint man seine eigene Flügel verloren zu haben“, so Chris Jörges humorvoll. Um wieder an Höhe zu gewinnen, muss man steil in engen Aufwinden kreisen, die dem Segelflugzeug die Energie zum weiteren Vorflug verschaffen.

So nutzte Chris Jörges bei seinem ersten Tausender 50 Aufwinde, die im Mittel ein Steigen von 1,94 Meter/Sekunde brachten. Das münzte der Wasserkuppen-Pilot zu einem Schnitt von 104,36 Stundenkilometer um. „Die Sonne ist unser Motor“, so der ASH-26E Pilot. Das Flugzeug verfügt über eine Spannweite von 18 Metern, hat einen Hilfsmotor und ist somit eigenstartfähig. Hergestellt wurde der schnittige Himmelsrenner vom Segelflugwerk Alexander Schleicher in Poppenhausen. Bei beiden 1000er-Flügen nutzte Chris Jörges den Hilfsmotor nur zum Start. Die Flüge wurden detailliert von einem Logger erfasst. Damit kann der Pilot belegen, dass er alle sportlichen Regeln und Vorgaben im Luftraum beachtet hat. Quelle: ‚Mainpost.de‚.

In der Duracher Pilotengruppe ist jedes Alter vertreten

Unter strengen hygienischen Sicherheitsvorschriften – so darf zum Beispiel in Doppelsitzern nur mit Mund- und Nasenschutz geflogen werden und bei jedem Pilotenwechsel wird das Cockpit desinfiziert – ist seit Kurzem auch der Segelflugsport wieder erlaubt. In einer Altersmischung wie kaum in einer anderen Sportart trifft sich wieder eine Pilotengruppe jedes Wochenende auf dem Flugplatz in Durach. Mit 14 Jahren, dem Mindestalter für den Schulungsbeginn, saß Gregor Nenning zum ersten Mal auf dem Pilotensitz eines Segelflugzeuges. Der Fluglehrer auf dem hinteren Sitz der Schulungsmaschine ermunterte ihn, zunächst nur die Steuerungsbewegungen am Knüppel und an den Pedalen mitzufühlen. Schon nach wenigen Schulungsflügen übernahm der Lehrer nur noch während des Start- und des Landevorganges die vollständige Kontrolle über das Flugzeug, während in der Luft der Schüler die Steuerungsorgane selbst bedienen durfte. So entwickelte er nach und nach das Gefühl, wie ein solches Flugzeug sicher und zuverlässig zu manövrieren ist.

Heute ist Gregor mit 18 Jahren der jüngste Pilot unter den Duracher Segelfliegern, nachdem er vor zwei Jahren die letzten Prüfungen mit hervorragendem Erfolg absolviert hat. Er ist nunmehr dabei, die grandiose Bergwelt der Alpen auf den ersten Erkundungsflügen zu erschnuppern. Seine Kollegen wünschen ihm dazu viel Freude und Erfolg. Einer dieser Kollegen kennt diese Bergwelt bereits wie seine Hosentasche. Er war außerdem dreimal Europameister im Sandbahnrennen, dreimal deutscher Meister im Motorflug, war begeisterter Skiläufer und Allroundsportler, ist aber heute mit 86 Jahren nach eigenen Angaben „am liebsten auf dem Kanapee, weils klemmt“.

Aber Segelflug betreibt er noch immer. Die Rede ist von Wack Hofmeister, der als ältester Segelflugpilot des Vereines so gut wie jedes Wochenende mit seiner „Libelle“ unterwegs ist. Natürlich nicht ganz so extrem wie zu Zeiten, aus denen er gerne erzählt: „Wenn dich die Föhnwelle auf 7000 Meter getrage hat, dann siehst du unter dir etwas, das wie eine kleine Erderhebung aussieht. Erstaunt stellst du fest, dass es sich um den Mont Blanc handelt.“

Aber noch heute fliegt er an guten Tagen ins Engadin oder in die andere Richtung in die von Segelfliegern ebenso beliebte Gegend von Zell am See. Und noch immer schwärmt er nach einem solchen Flug voll Ehrfurcht von der erhabenen Schönheit der alpinen Bergwelt wie sie sich besonders der Perspektive des Fliegenden darstellt. Eines eindrucksvolleren Beweises, dass Segelfliegen ein Sport für ein ganzes Leben ist, bedarf es wohl nicht. Von 18 bis 86 ist bei den Duracher Segelfliegern jedes Alter vertreten und jeder ist herzlich eingeladen, den Pilotenschein für Segelflugzeuge zu machen. Quelle: ‚Kreisbote.de‘.

Ansichten eines Piloten

Fliegen. Der Moment, in dem man den Schubhebel im Cockpit nach vorn legt, die Triebwerke hochspulen, die Lichter in der Pistenmitte immer schneller unter der Windschutzscheibe verschwinden. Ein sanftes Ziehen, die Räder lösen sich vom Boden, mehrere Tonnen Gewicht überwinden die Schwerkraft. Wolkenfetzen, es rüttelt kurz, dann strahlt die Sonne vom blauen Himmel. Ich liebe es: die Geschwindigkeit, die Freiheit im Raum, der Blick von oben auf die Welt. Dafür bin ich Pilot geworden.

Generationen vor uns haben davon geträumt, Leonardo und Lilienthal sich den Kopf zerbrochen, wie das möglich wäre. Wir tun es einfach: Seatbelts off, Sonnenbrille auf, Schluck aus dem Kaffeebecher. Wir überwinden Distanzen in wenigen Stunden, für die andere Transportmittel Wochen brauchen.

Und jetzt das: ein Virus, und eine ganze Branche bleibt am Boden. Wie kommen wir dazu? „We are aviation!“, posten Kollegen unter ihren Fotos auf Facebook, und sie glauben, sie hätten ein Recht darauf, zu fliegen. Haben sie recht? Wie Elon Musk, der Tesla-Gründer, glaubt, ein Recht darauf zu haben, jeden Monat 60 Satelliten für seine Vision von überall und ständig verfügbarem Internet ins All zu schießen. Schließlich zahlt er dafür. Derzeit umkreisen 360 seiner Satelliten die Erde, am Ende sollen es 40.000 sein. Am 21. April flogen sie 20 Minuten lang in einer schier endlosen Kette nördlich an Wien vorbei. Ich sah sie durch Zufall, weil ich an diesem Abend neben dem Griller im Garten stand und bei einem Schluck Bier den Sternenhimmel beobachtete. Es fühlte sich an, als hätten wir Menschen nun auch die letzte Bastion der Stille entweiht. Hineingepfuscht in die Erhabenheit des Weltalls.

Recht auf Wohlstand?
Musks Satellitenprojekt sichert bestimmt viele Arbeitsplätze, und das ist jetzt nicht einmal nur polemisch gemeint. So wie auch Ischgls Seilbahnen Arbeitsplätze und Wohlstand geschaffen haben. Aber gibt es überhaupt ein Recht auf Wohlstand? Auf wessen Kosten geht der? Und wann ist es genug?

Jeden Tag verbauen wir in Österreich derzeit eine Fläche von umgerechnet 18 Fußballfeldern, nirgendwo in Europa sind es mehr. Die Bürgermeister können im Alleingang über die Flächenwidmung der Gemeinden entscheiden, aber die Sinnhaftigkeit von noch mehr Chalets, betonierten Betriebsflächen oder Supermärkten am Ortsrand ist mehr als zweifelhaft. Was jedes Jahr an landwirtschaftlicher Fläche verlorengeht, entspricht der Produktionsmöglichkeit für den Nahrungsbedarf von 20.000 Menschen im selben Zeitraum. Kein anderes Land der EU kommt jetzt schon auf mehr Supermarktfläche in Relation zur Bevölkerung, und was den Tourismus betrifft, brachte 2019 mit 150 Millionen Nächtigungen in unserem Land einen nie dagewesenen Rekord. Die Pro-Kopf-Nächtigungen liegen mehr als zweimal über dem EU-Schnitt. Sollten wir nicht sagen: Das reicht? Dürre, Unwetter und Überschwemmungen bekommen nicht mehr nur die Landwirte zu spüren. Insekten verschwinden und mit ihnen ganze Ökosysteme. Die Rechnung ist einfach: Unbegrenztes Wachstum kann sich bei begrenzten Ressourcen nicht ausgehen.

Stillstand
Wir ignorieren das gekonnt. Bis vor zwei Monaten bauten die Österreicher, als gäbe es kein Morgen. Und dann: Stillstand. Und ein Virus, das uns sofort wieder zum Innehalten zwingt, sobald wir wie gewohnt Fahrt aufnehmen wollen. Wir sollten die Pause nutzen, um zu sehen, wo wir stehen, bevor wir schauen, wie wir möglichst schnell wieder dorthin kommen, wo wir aufgehört haben zu rennen.

Vor meiner Haustür steht ein Landrover, Dunkelblau-Metallic, knapp zwei Tonnen schwer, viereinhalb Meter lang, 405 Liter Kofferraumvolumen. Als ich ihn vor sieben Jahren kaufte, dachte ich: Einmal im Leben will ich mir den Luxus leisten. Bequem, großzügig, ein Reiseauto für die Familie samt Allrad. Längere Strecken fahren sich wunderbar damit. Aber die statistische Wahrheit ist: 90 Prozent aller Fahrten sind kürzer als 50 Kilometer, und in der Stadt ist das Auto ein fahrendes Hindernis. Im Gelände habe ich ihn genau einmal ausprobiert – beim Landrover-Geländetraining im Burgenland. Die Gassen in Wien sind nicht gebaut für all die Porsche Cayennes, Rover und Mercedes, die aussehen wie Panzer, sich auf dem Weg zur Schule der Sprösslinge um die Vorfahrt streiten und in einer Kolonne bis zum Schultor stauen. Seit dem Lockdown vor vielen Wochen habe ich das Auto kaum mehr bewegt, an den Bremsscheiben klebt Flugrost, am Metallic-Lack gelber Blütenstaub. Und es dämmert mir, dass seine Zeiten vorbei sind. Goodbye Landrover, hello Öffi-Jahreskarte!

Corona zeigt uns etwas
Menschen brauchen Menschen. Plötzlich greifen die Rezepte der Populisten nicht mehr, sie entlarven sich selbst in ihrem Aufheizen von Stimmungen, der Sucht nach Anerkennung, im Spalten und Auseinanderdividieren. Sawaki Kōdō, einer der bedeutendsten japanischen Zen-Meister aus dem vorigen Jahrhundert, fragte sich: „Warum wollen die Menschen eigentlich alle gewinnen und Erfolg haben? Wenn die Welt endlich verstünde, dass das gar nicht notwendig ist, hätten wir Frieden auf Erden.“ Kann das jemand Donald Trump sagen?

Wir sind kreativ, wir stellen uns auf neue Situationen ein, finden neue Wege der Kommunikation. Ärzte und Pfleger helfen, Wissenschafter forschen, Musiker spielen, Yogalehrer unterrichten online, die Wiesen der Stadt sind plötzlich voll mit Menschen auf Picknickdecken. In Venedigs Kanälen sieht man wieder Fische schwimmen. Kann das so falsch sein? Ist es wirklich so naiv und sozialromantisch, von einer besseren Welt zu träumen, wie uns manche Leitartikler glauben lassen wollen? Könnte es nicht mindestens ebenso naiv sein, hartnäckig an einem Wirtschaftssystem festzuhalten, das die Menschheit an den Rand der Selbstauslöschung geführt hat?

„Bevor wir die Ärmel aufkrempeln und uns ans Aufräumen nach Corona machen, wäre es gut, über die Richtung nachzudenken, in die wir marschieren wollen.“

Dort, wo man über die Einbrüche einer Branche jammert, muss man auch sehen, wie sie zuvor gewachsen ist: Bevor der Dow-Jones-Index einknickte, hatte er sich in nur vier Jahren verdoppelt, die Zahl der Flugpassagiere weltweit schaffte das in zwölf Jahren. Täglich querten vor der Krise 2500 Flugzeuge den Atlantik, das sind 104 pro Stunde. Ist alles, was möglich ist, auch sinnvoll? „It’s the economy, stupid!“ Bill Clintons Credo aus den 1990ern gilt immer noch. Die Wirtschaft muss brummen, gerade nach Corona, argumentieren die einen. Sie haben recht. Wer würde wollen, dass wir uns in einer jahrelangen Depression wiederfinden, mit Massenarbeitslosigkeit, sozialen Unruhen, politisch destabilisiert – ein Fressen für „starke“ Männer und den Weg in die Diktatur. Und sie haben unrecht. Wenn sie nämlich all jene kleinreden, die spüren, dass so weiterzumachen der falsche Weg ist. Wenn auch ein bequemer.

„The comfort of knowing what to do“, nennt das Charles Eisenstein, ein amerikanischer Universitätsdozent, Autor und Philosoph, der in Yale Mathematik und Philosophie studiert hat und Ende März beim „Pioneers of Change“-Gipfel online seine Visionen vortrug. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Gedanke des „Interbeing“ – dass alles und jeder auf dieser Erde miteinander verbunden ist.

Eisenstein lebte jahrelang in Taiwan, arbeitete als Chinesisch-Dolmetscher und weigerte sich lange, den typischen Yale-Karriereweg zu gehen. Noch mit 53 Jahren wirkt er jugendlich und aufgeweckt wie ein neugieriger Bub. Er ist zu smart, um sich in eine Schublade pressen zu lassen. Er hält nichts davon, im Kampf gegen Global Warming nur auf neue, grüne Technologien zu setzen, weil das, so Eisenstein, nur eine andere Form des alten Denkens sei. Produkt ausgetauscht, die Motivation bleibt dieselbe: Möglichst viel Gewinn erwirtschaften. Genauso kritisch sieht er den Handel mit Emissionen oder eine CO2- Steuer. Industrien könnten sich freikaufen: Da wird mit Geld Verantwortung verschoben, aber nicht neu gedacht.

Die Welt neu denken
Jetzt wäre so ein Zeitpunkt. Die Welt neu zu denken. Wir haben alle unsere Realitätsfilter: Die Flugzeugabgase machen nur knapp fünf Prozent aller CO2-Emissionen aus, ein gern verwendetes Argument von Piloten. Der Autoverkehr, Schiffe – viel schlimmer! Was nicht dazugesagt wird: Niemand sonst bläst seine Emissionen in zehn Kilometern Höhe in die Troposphäre, kaum eine Branche hatte bis zum Auftreten des Coronavirus solche Zuwachsraten. Seinen Standpunkt zu verteidigen mag legitim sein. Autofahrerklubs heulen reflexartig auf, wenn irgendwo neue Radwege eröffnet werden, Lehrer, wenn sie an Fenstertagen arbeiten sollen, die FPÖ, wenn Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet werden.

Aber wir verirren uns dabei in Polarisierung und Grabenkämpfen, Trumps Amerika zeigt es traurig vor. Wir haben uns daran gewöhnt, dass andere Meinungen schlechtgemacht werden, dass der (politisch) Andersdenkende als Gegner begriffen wird, den man in Grund und Boden redet. Loser. Total Failure. Fake-News. Wir hören einander nicht mehr zu. Ein echter Diskurs braucht alle Argumente, nicht nur die eigenen.

Es mag naiv klingen, wenn Sepp Schellhorn, Hotelier und Neos-Wirtschaftssprecher, vor kurzem bei „Frühstück bei mir“ erzählte, er wolle nach der Wiedereröffnung seines Hotels mit den Gästen unter dem Kastanienbaum im Garten sitzen und einfach nur reden. Darüber, was ein gutes Leben sei und wie das aussehen könnte. Was wir aus dieser Krise machen können, damit die Welt besser wird. Er hat recht: Bevor wir die Ärmel aufkrempeln und uns ans Aufräumen nach Corona machen, wäre es gut, über die Richtung nachzudenken, in die wir marschieren wollen. Die Welt um uns ist ein Spiegel unserer Gedanken. Der Film „Inception“ spielte gelungen mit dieser Thematik auf der Leinwand, im wirklichen Leben funktioniert es nicht anders. Die eigenen Ideen stehen am Beginn jeder Wirklichkeit. Fragen gäbe es genug zu stellen: Was wird die Politik dagegen tun, dass Corona vor allem sozial schwächere Frauen trifft? Was macht das mit einer Gesellschaft, wenn ein Prozent der Österreicher einen Wert von 40 Prozent des Nettoeinkommens unseres Landes besitzt, sämtliche vermögensbezogene Abgaben aber gerade einmal 0,6 Prozent des BIP ausmachen (mehr als dreimal so viel sind es im EU-Schnitt).

Umdenken
Oder, global gesehen, wenn der Amazon-Chef Jeff Bezos dank Corona seit Jahresbeginn jeden Monat sechs Milliarden Dollar mehr auf dem Konto und insgesamt ein Vermögen von 140 Milliarden angehäuft hat. Man muss sich das vorstellen: 140.000 Millionen Dollar. Ist es dann fair, dass Amazon in Österreich und den anderen EU-Staaten für Lieferungen unter 22 Euro Gesamtwert keine Steuern zahlt, jeder Unternehmer aber schon? Wodurch entsteht in einer Krise ein Umdenken, eine Kursänderung, ein Richtungswechsel? Konventionell gedacht, mit Newtons Gesetzen von Kraft und Gegenkraft, bräuchte es dafür enorme Kräfte. Der Einzelne kann so gut wie nichts bewirken. Aber Charles Eisenstein, und nicht nur er, sieht es anders. In jedem Ökosystem, argumentiert er, seien die Lebewesen nicht einfach da, um zu überleben, sondern jedes einzelne spielt eine wichtige Rolle. Die Menschen genauso. Jeder trägt etwas in sich, das diese Welt dringend braucht. Jede einzelne unserer Handlungen, sei sie noch so klein, ist ein Statement: So wollen wir sein, so sehen wir die Welt. Es wird wahrgenommen. Es wirkt. Es beeinflusst. Es erzeugt einen Sog. Es verändert letztlich alles.

„What can you rely on?“, wird Eisenstein an einer Stelle beim „Pioneers of Change“-Gipfel gefragt. Seine Antwort ist einfach: „It starts with my bare feet and what I know when I stand on ground: that earth is alive.“ Die Erde unter den eigenen Füßen ist lebendig. Der Mann hat recht. Probieren Sie es aus!

Und das Fliegen?
Tickets, bei denen das Taxi zum Flughafen teurer ist als der Flug, gehören abgeschafft, sie haben sowieso noch nie etwas mit Kostenwahrheit zu tun gehabt. Genauso Flüge in Privatjets, bei denen ein russischer Oligarch die Crew von Moskau nach Paris und retour schickt, um seinen neuen Anzug vom Schneider abzuholen. Oder deutsche Cargoflugzeuge, die Hühnerküken nach China fliegen, wo sie billig gemästet werden, um dann wieder in Deutschland als deutsche Hühner verkauft zu werden. Nicht alles, was der Wirtschaft guttut, tut auch uns gut. Aber deshalb alle Flugzeuge verdammen?

Manchmal fehlt mir in diesen Zeiten der Blick von oben auf die Welt. Dann träume ich in der Nacht vom Cockpit. Vom Sinkflug auf London über dem Ärmelkanal, unter uns die weißen Klippen von Dover, die Windräder im Meer und dutzende Schiffe, die wie Spielzeug in der Badewanne aussehen. Wann ist dieses Wunder für uns eigentlich selbstverständlich geworden? Kein anderes Verkehrsmittel verbindet Kontinente und Menschen in ähnlicher Weise. Wir sollten weiterhin fliegen. Seltener und mit mehr Respekt vor der Technik. Und der Erde, diesem fragilen Planeten unter uns, auf dem wir nach jedem Flug sicher landen wollen. Unser aller Zuhause.

(Quelle: Michael Marchetti, 6.6.2020, im ‚Standard‘)

Verirrter Pilot

Ein Hobby-Pilot aus Baden-Württemberg hat bei einem Rundflug die Orientierung verloren – und ist Hunderte Kilometer entfernt in Prag gelandet. «Das ist ein einzigartiger Vorfall, der uns noch nicht untergekommen ist», sagte Josef Bejdak von der tschechischen Stelle für Flugunfalluntersuchung am Freitagabend. Er bestätigte einen Bericht der «Stuttgarter Nachrichten» und sprach von einem «ernsten Zwischenfall». Der 79-Jährige sei am 26. Mai völlig unangekündigt kurz vor Sonnenuntergang auf dem Prager Verkehrsflughafen gelandet – noch dazu auf einer Landebahn, die wegen Wartungsarbeiten gesperrt war. Auf Funksprüche und rote Lichtsignale habe er nicht reagiert. «Er ist gelandet, weil ihm der Treibstoff ausging», sagte Bejdak. Der Mann habe nicht einmal seinen Pilotenschein dabei gehabt. Die Odyssee des Fliegers begann drei Stunden zuvor in Rottweil, etwa 90 Kilometer südlich von Stuttgart. Der Pilot flog entlang der Donau und überquerte den Böhmerwald, ohne es nach späteren Aussagen zu merken. «Wir wissen nicht genau, was er eigentlich vorhatte», sagte Bejdak. Die tschechische Autobahn D5 führte ihn nach Prag, wo er in den Kontrollraum des Flughafens eindrang. «Bei vollem Betrieb auf dem Flughafen wäre das ein großes Problem gewesen», betonte Bejdak. Doch wegen der Coronavirus-Pandemie waren die meisten Flüge abgesagt worden. Quelle: ‚Berliner-Kurier.de‚. Bild: Hynek Moravec.

D-6684 zurück bei den Luftsportfreunden in Wesel

Das Saisonende durfte die heutige D-6684 noch in Holland verbringen, bevor es dann im November zurück an die Römerwardt ging. Zurück?, richtig, der Flugplatz in Wesel ist nicht neu für den Flieger, sie war hier bereits viele Jahre stationiert und wurde von der Segelfluggruppe Duisburg geflogen. Es war also eine Reise zurück zu den Anfängen. Die vielen Jahre und tausende Starts hatten aber auch Spuren hinterlassen. Diese sollten bis zum Start der kommenden Saison beseitigt werden. Malte Hennig investierte daher im Winter hunderte Stunden um mit Vereinskollegen den Flieger technisch wieder in Bestzustand zu versetzen. Nachdem am 14.05.20 die Abnahme durch den Prüfer, also so etwas wie dem Flieger Tüv erfolgte, sollte am Abend des Folgetages, nach weiteren Vorbereitungen, der langersehnte Erstflug unter neuem Kennzeichen erfolgen. Aufgrund des enormen Abeitseinsatzes gebührte diese Ehre Malte Hennig, begleitet durch Fluglehrer Hübers. Nach dem ersten Flug stiegen beide Piloten mit einem breiten Grinsen aus. Das Flugzeug fliegt sich hervorragend, da waren sich beide einig. Davon wollte sich dann natürlich auch Vorsitzender und Ideengeber Kujaht überzeugen. Am letzten Wochenende erfolgte dann die „Übergabe“ an die Vereinsmitgliedschaft. Viele Starts folgten bereits und die positiven Rückmeldungen rissen nicht ab. Die neue, alte ASK 21 ist in Wesel angekommen. Quelle: ‚Lokalkompass.de‚.

Absturz im Gebirge

Am Montag, 18. Mai zog ein 64-jähriger Wiener mit seinem Segelflieger seine Schleifen über dem Gebirge der Schladming-Dachstein-Region. Bei strahlend schönem Wetter kam der Einsitzer plötzlich dem Südosthang des Rossfelds zu nahe, prallte gegen den Fels und zerschellte in zwei Teile. Der Pilot wurde verletzt geborgen.

Voller Bewunderung beobachteten die Wanderer vom 1850 Meter hohen Gipfel des Rossfeldes aus einen Wiener (64), der bei bestem Flugwetter mit seinem Segelflugzeug der Type Hornet seine Schleifen zog. Zuvor war das im Bezirk Liezen wohnhafte Mitglied eines Flugvereins vom Flugplatz Aigen aus gestartet. Der 64-Jährige konnte selbst die Einsatzkräfte rufen, auch eine Augenzeugin schlug Alarm. Sofort rückten die Alpinpolizei, die Bergrettung Schladming, der Rettungshubschrauber Martin 1 und die Feuerwehr aus, um den Verletzten zu bergen. Eine Taubergung war nicht möglich, die Befürchtung war zu groß, dass der Hubschrauber Wrackteile aufwirbeln könnte. Daher barg die Bergrettung den Mann, der dann zum Krankenhaus geflogen wurde. Quelle: ‚Krone.at‚.

Kreuz am Himmel

Der Pilot eines Kleinflugzeugs flog am Ostermontag ein Kreuz über der Schweiz. Gestartet war es in der Westschweiz, flog dann Richtung Wallis, weiter in die Innerschweiz und dann Richtung Norden. Wegen des Coronavirus befinden sich derzeit nur wenige Flugzeuge im Schweizer Luftraum. Schon am Sonntagmittag war ein Privatflugzeug in Bern gestartet und umrundete die Schweiz. Und das mehr oder weniger genau der Grenze entlang. Quelle: ‚20min.ch

Landung neben der Piste. Ursache unklar.

Ein Flugzeug landete im März 2018 in Beromünster neben der Piste. Weil der Pilot nicht wie vorgeschrieben die Unfallmeldestelle benachrichtigte, bleibt die Ursache nun im Dunkeln. Der Pilot war am 24. März 2018 als Schlepppilot für die Segelfluggruppe Pilatus eingeteilt. Da die Landung auf der Graspiste bei einem der Schleppflüge eher lang ausfiel, versuchte er dies beim nachfolgenden Flug zu korrigieren. In der Folge setzte das Flugzeug bereits rund fünf Meter vor Beginn der Piste in weichem Wiesland auf. Das Flugzeuges wurde derart stark abgebremst, dass ein grosser Riss auf der Flügelunterseite entstand. Auch auf der rechten Tragfläche und der rechten Rumpfwand kam es zu Schäden. Das anschliessende Ausrollen auf der Piste erfolgte dann normal. Auch der Pilot blieb unverletzt. Der Mann gab an, dass das Flugzeug in technisch einwandfreiem Zustand gewesen sei. Der schwere Vorfall ist damit auf eine zu kurz geratene Landung aus betrieblichen Gründen zurückzuführen, wie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) in ihrem Abschlussbericht schreibt. Der Pilot hatte den schweren Vorfall – nicht wie gesetzlich vorgeschrieben – umgehend gemeldet. Die Sust konnte deshalb keine unmittelbaren Abklärungen vor Ort treffe. Daher «muss offenbleiben, ob es möglicherweise weitere Faktoren gegeben hatte, die den Verlauf des schweren Vorfalls beeinflusst hatten», wie es im Bericht heisst. Quelle: ‚Zentralplus.ch‚. Bild: ‚SUST‘.

20 Flieger in Formation auf dem Rollfeld

Trotz geschlossenem Flugplatz haben sich im Birrfeld 20 Flieger in Formation aufgestellt. Dabei habe es sich um ein Fotoshooting gehandelt, so der Flugplatzleiter. Aufgrund der Coronapandemie ist der Flugplatz Birrfeld in Lupfig seit dem 21.März auf unbestimmte Zeit für das Publikum geschlossen. Auf Flüge und Veranstaltungen wird also verzichtet. Umso mehr staunten Spaziergänger am vergangenen Samstagnachmittag, als sie die in Reih und Glied auf den beiden Rollfeldern aufgestellte Flugzeugformation entdeckten. So auch der 85-jährige Roger Jenni aus Baden, der mit seiner pflegebedürftigen Ehefrau unterwegs war. Als die Piloten die Motoren starteten, machte Jenni ein Video. Auch ein Feuerwehrauto war vor Ort. Auf Anfrage der AZ sagt Flugplatzleiter Martin Andenmatten, dass es sich um eine Fotosession mit allen 20 Flugzeugen der Fliegerschule Birrfeld AG gehandelt habe. Ursprünglich sei sie für den diesjährigen Buss- und Bettag geplant gewesen. «Gemäss der aktuellen Situation, dass der Flugplatz geschlossen ist und schönes Wetter herrschte, hatten wir uns kurzfristig entschieden, die Fotosession vorzuverlegen», so Andenmatten weiter. Quelle: ‚Aargauer Zeitung‚.

Anklage nach Flugunfall auf Wasserkuppe

Fast eineinhalb Jahre nach einem tödlichen Flugunfall auf der Wasserkuppe hat die Staatsanwaltschaft Fulda Anklage gegen den Piloten erhoben. Bei dem Unfall waren eine Mutter und ihre beiden Kinder ums Leben gekommen. Dem 57 Jahre alten Piloten werde fahrlässige Tötung und fahrlässige Gefährdung des Luftverkehrs vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Fulda am Dienstag mit. Das Landgericht wird als nächstes über die Zulassung der Anklage und einen Prozess entscheiden. Das Unglück ereignete sich am 14. Oktober 2018 in Gersfeld (Fulda) in der Rhön: Ein Leichtflugzeug war über die Landebahn hinaus gerast und hatte eine 39 Jahre alte Frau und ihre beiden 11 und 12 Jahre alten Kinder getötet. Der Pilot hatte nach einem missglückten Landeversuch auf Hessens höchstem Berg versucht durchzustarten, was ihm aber nicht gelang. Die Maschine durchbrach eine Schranke und erfasste die Passanten auf einem angrenzenden Fußweg. Zur Begründung der Anklage führte die Staatsanwaltschaft mehrere Punkte auf. Der Pilot aus Ludwigshafen habe seine Sorgfaltspflichten nicht ausreichend beachtet und dadurch den Tod der drei Menschen verschuldet. Die Maschine sei beim Flug von Mannheim in die hessische Rhön überladen gewesen. Der Pilot habe es vor dem Flug versäumt, das Gewicht der mit vier erwachsenen Passagieren besetzten Maschine zu checken. Und das obwohl sich eine Überprüfung angesichts der Anzahl der Passagiere förmlich aufgedrängt habe. Die Maschine vom Ty Cessna 172N hätte nach Angaben der Staatsanwaltschaft nur 1.043 Kilogramm wiegen dürfen. Letztlich sei sie mit 32 Kilogramm überladen gewesen. Aufgrund der damit verbundenen Leistungseinbußen der Maschine hätte der Pilot nicht fliegen dürfen. Quelle: ‚Hessenschau‚.

SFC Betzdorf-Kirchen für Zukunft gerüstet

Anlässlich der Jahreshauptversammlung des Segelflugclubs SFC Betzdorf-Kirchen e.V. konnte Armin Brast, 1. Vorsitzender des Vereins, eine positive Bilanz für die Saison 2019 ziehen und einen vielversprechenden Ausblick auf die Aktivitäten des Vereins für das Jahr 2020 geben. Oberste Priorität hatte auch im vergangenen Jahr die Flugsicherheit. Erneut absolvierte der Verein eine Flugsaison ohne jegliche Zwischenfälle oder gar Unfälle. Dazu trug nicht nur das verantwortungsvolle Verhalten der Piloten in der Luft, sondern auch die Aufmerksamkeit der Mitglieder am Boden in erheblichem Maße bei. Auch die sportlichen Erfolge des Vereins konnten sich sehen lassen: Frederik Wendland gewann beispielsweise zum zweiten Mal in Folge die Bad Breisiger Segelflugwoche auf der Mönchsheide. Aber die größten Fortschritte wurden bei der Pilotenausbildung mit einem echten Vereinsrekord erzielt : In der Saison 2020 absolvierten 6 Piloten ihre ersten Alleinflüge im Motor- oder Segelflugzeug, 8 Piloten bestanden zudem ihre theoretischen und praktischen Prüfungen für die Pilotenlizenz im Motor- und Segelflug, zudem wurden neue Fluglehrer ausgebildet oder nahmen an Fortbildungen teil. Passend dazu konnte der Verein seine Mitgliederzahl leicht steigern und zählt nun 161 Mitglieder. Um diese Tendenz zu sichern, beschloss der SFC zahlreiche Aktivitäten zur Mitgliedergewinnung für 2020, so etwa die Aktion „Pilot für einen Tag“ am 2. Mai 2020, die Teilnahme an den Kinder-Ferienspaßaktionen der Verbandsgemeinden Betzdorf-Gebhardshain und Kirchen, sowie ein Fluglager mit Intensivlehrgang für Jugendliche im Sommer. Highlight der Saison wird der nun wieder im Zweijahresrhythmus stattfindende „Tag der offenen Tür mit großem Flugplatzfest“ am 5.9. und 6.9.2020 sein. Quelle: ‚AK-Kurier‚.

Deggendorfer Pilot darf nicht nach Kanada fliegen

Eigentlich wollte der Deggendorfer Paul Kroiss am Dienstagfrüh einen Privatjet nach Nordamerika überführen. Aber weil Kanada kurzfristig seinen Luftraum für Flugzeuge aus dem Ausland gesperrt hat, mussten Kroiss und seine Besatzung den Start am Augsburger Flughafen abbrechen. „Wir saßen schon im Cockpit und wollten starten. Da hörten wir von der Flugsicherung, dass Kanada auch zugemacht hat.“ Piloten müssen vor dem Start routinemäßig ihren Flugplan angeben. Im Fall von Kroiss wäre dies England, Grönland, Kanada und als Ziel Dallas, USA, gewesen. Das Flugzeug muss den Weg über Kanada nehmen, um unterwegs auftanken zu können. Als Kroiss und seine Crew die Flugroute durchfunkten, kam das Verbot. Paul Kroiss handelt mit Flugzeugen. Er hat einen CitationJet, ein zweistrahliges Geschäftsreiseflugzeug des amerikanischen Herstellers Cessna, nach Dallas verkauft und wollte es mit einem weiteren Piloten zum neuen Eigentümer bringen. Morgens um 8 Uhr saß Kroiss schon im Flugzeug am Augsburger Flughafen. In Goose Bay in der kanadischen Provinz Neufundland wollte Kroiss zwischenlanden, bevor es weiter zum eigentlichen Ziel Dallas ging. In der Nacht auf Dienstag hatte Kanada ohne Ankündigung alle Grenzen für Ausländer und US-Bürger geschlossen. Quelle: ‚pnp.de‚.

Verdener holen Team-Landestitel

Der erste Sieg der Vereinsgeschichte in der Mannschaftswertung bei den Niedersächsischen Streckenflug-Meisterschaften: Dieser Erfolg ist nun Patrick Siemens, Bastian Kuls und Niklas Westermann vom Verdener Luftfahrt-Verein geglückt. Das Trio ist damit in der 15-Meter/Standardklasse die Nummer eins im Lande. In der Endabrechnung – die Bestleistungen der drei erfolgreichsten Piloten eines Vereins zählen – kamen die Verdener auf insgesamt 2664 Punkte. Der AC Braunschweig sammelte 2606 Zähler und wurde damit Zweiter, Platz drei ging mit 2564 Punkten an den LSV Burgdorf. Diese Ergebnisse gehen aus dem Zahlenwerk des Landesluftsport-Verbandes hervor, das zum Jahresende veröffentlicht wurde. Die Basis für den Mannschaftstriumph legte Bastian Kuls. Er startete Anfang Mai von Scharnhorst Richtung Lüneburger Heide, machte die erste Wende bei Güstrow, genoss kurz den Blick auf Ostsee sowie Mecklenburgische Seenplatte und segelte weiter über Stendal in der Altmark bis zur sächsischen Landesgrenze. Über Magdeburg, Wolfsburg und Celle steuerte er sein Segelflugzeug zurück nach Verden. Bei der Landung lag ein neunstündiger Nonstop-Flug hinter ihm, knapp 750 Kilometer hatte er allein mit den Kräften der Thermik zurückgelegt. Dies war der Top-Flug des Jahres und bescherte dem Verdener Luftfahrt-Verein rund 900 Punkte. Das bedeutete aber nicht gleichzeitig Platz eins in der Einzelwertung, denn dafür ist Konstanz vonnöten. Die drei weitesten Flüge jedes Piloten fließen in die Wertung ein. Auf Verdener Seite war Patrick Siemens der konstanteste Pilot. Er wurde in der 15-Meter-Klasse Dritter in Niedersachsen. Kuls folgte auf Rang vier. Quelle: ‚Weser-Kurier‚.

Flugzeug-Notlandung in See

Ein Kleinflugzeug ist in einen See im US-amerikanischen Massachusetts ‚erfolgreich‘ notgelandet. Der Pilot konnte unverletzt geborgen werden. Da in der Region Minusgrade herrschen, mussten sich die Retter durch eine Eisschicht kämpfen. Anwohner haben den Absturz beobachtet und paddelten mit einem Kanus zur Unfallstelle. Dort konnten sie den Piloten aus dem Wrack helfen und ihn aufs Land befördern. Der Pilot des verunglückten Flugzeuges wurde vorsichtshalber von Ärzten untersucht. Laut Polizei stellten sich „unglaublicherwiese“ fest, dass der Pilot wohlauf ist. Quelle: Youtube.

Spitfire pilots return to Goodwood

Two British pilots have touched down on home soil, after flying around the world in a restored Spitfire, with the paintwork stripped to a shining aluminium finish. Steve Brooks, 58, from Burford, Oxfordshire, and Matt Jones, 45, from Exeter, took four months to circumnavigate the globe in the first trip of its kind in a Spitfire. They stopped off in 100 locations, across 30 countries. The project, called Silver Spitfire – The Longest Flight, started and finished at Goodwood Aerodrome, the base of Boultbee Flight Academy, the first-ever school for Spitfire pilots, in West Sussex. Quelle: ‚BBC‚.

Leichtaviatik-Statistik: Positives aus Frankreich

Das französische Ministerium für Zivilluftfahrt hat die Zahlen der nationalen Luftfahrtverbände veröffentlicht. Im Segelflug ging die Zahl der Verbände von 1995 bis 2018 leicht zurück, von 165 auf 159, während die Zahl der Lizenznehmer im Jahr 2018 11’710 betrug. Der Wert ist nahe bei 12’415 Mitgliedern im Jahr 1995, obwohl es von 2000 bis 2013 einen Tiefstand von 9.000 bis 10.000 Lizenznehmern gab. Die Zahl neu erworbener Lizenzen pro Jahr liegt nach wie vor zwischen 400 und 500 und damit weit entfernt von 700 bis 900 in den Jahren 1990-1995. Die Flugzeug-Flotte umfasst 1’800 Segelflugzeuge und Motorsegler, 197 Schlepp-Flugzeuge (wahrscheinlich in den letzten Jahren dank der Ultraleichtflugzeuge gestiegen) und 75 Winden (seit dem Jahr 2’000 kontinuierlich gewachsen). Die jährlichen Flugstunden liegen weiterhin über 200’000 Stunden, verglichen mit mehr als 300’000 in den Jahren 1990-1995. Quelle: ‚planeur.net‚.

Bundesstrafgericht spricht Pilot schuldig

Das Bundesstrafgericht hat den Piloten des im August 2016 in Löhningen abgestürzten Kleinflugzeugs wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Störung des öffentlichen Verkehrs zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt.Das Bundesstrafgericht erachtet es als erwiesen, dass der Pilot bei der Berechnung des Startgewichts und des Schwerpunkts des Flugzeugs seinen Pflichten nicht nachgekommen ist. Dies geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten, begründeten Urteil hervor. Der 52-jährige Mann wollte im August 2016 vom Schmerlat aus einen Rundflug mit drei Personen antreten. Die Frau und die beiden männlichen Flugpassagiere gaben dem Piloten ihr Gewicht an. Anhand einer Excel-Tabelle berechnete der Pilot, ob das Gewicht aller Personen, des Flugzeugs und des Treibstoffs das maximale Startgewicht von 1000 kg überschreitet oder nicht. Das verwendete Computer-Programm spuckte ein Gewicht von 966 Kilogramm und damit ein «Go» aus. Das Flugzeug kam beim Start jedoch kaum vom Boden weg, neigte sich und stürzte nach einer Flugzeit von rund einer Minute ab. Alle Insassen wurden verletzt. Die Frau verstarb nach mehreren Tagen im Spital. Quelle: ‚Schaffhauser Nachrichten‚.

Was Manager von Piloten lernen können

Führungskräfte haben es nicht leicht. Sie sind für alles verantwortlich und müssen schwierige Entscheidungen treffen, die über die Zukunft des Unternehmens entscheiden – und das oft unter Zeitdruck. Um diese Aufgabe zu bewältigen, muss man krisenfest sein und vor allem auf seine Mitarbeiter zählen können. Wie (überlebens-)wichtig das Vertrauen in die eigenen Stärken ist, weiß Berufspilot Philip Keil aus eigener Erfahrung. 2009 kann er buchstäblich in letzter Sekunde einen Absturz mit 189 Passagieren an Bord verhindern. Keil beschreibt, wie dieser Moment sein Leben veränderte und was er ihn gelehrt hat. Der Experte für Teamwork und positive Fehlerkultur hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Erfolgsgeschichte aus der Luftfahrt auf die Unternehmenswelt zu übertragen. Mehr Infos im Originalbericht des ‚Handelsblattes‚. Bild: ‚Swiss Blog‚.

Traum vom Fliegen

Der Traum vom Fliegen ist für Alexandre Servais Wirklichkeit geworden. „Seit ich denken kann, will ich Pilot werden“, erzählt der 17-jährige Raerener. Die Royal Belgian Air Cadets haben es ihm nach mehreren Monaten Ausbildung ermöglicht, alleine mit einem Segelflugzeug in die Luft zu gehen. Für viele Teilnehmer ist diese Ausbildung die ideale Vorbereitung auf eine Karriere als Pilot. „Ich will eines Tages etwas mit Luftfahrt machen“, sagt Alexandre Servais. „Am liebsten natürlich als Pilot, aber nicht unbedingt“, ergänzt der Schüler der Pater-Damian-Sekundarschule. Seit der Promotion 2019 gehört er den Royal Belgien Air Cadets an, eine dreijährige Ausbildung, die viele als Vorbereitung auf eine Pilotenkarriere nutzen. Die belgischen Luftkadetten konzentrieren ihre Aktivitäten auf alles, was mit Luftfahrt, Segelflug und Flugzeugen zu tun hat. Es gibt einen niederländischsprachigen und einen französischsprachigen Flügel, die bei gemeinsamen Auftritten den Titel Royal Belgian Air Cadets wählen. Bei einer Recherche im Internet zu einem Vortrag zum Thema Luftwaffe stieß er auf das Angebot für für 15- bis 16-jährige Jugendliche. Quelle: ‚grenzecho.net‚.

Gefährliche Laser-Attacke in 5’000 m.ü.M.

Unfassbarer Vorfall am Mittwochabend während eines Fluges von Köln/Bonn nach Hamburg: Auf der Reisehöhe von 5.000 Metern blendete plötzlich ein grüner Laserstrahl die Piloten im Cockpit! Die Flugkapitäne einer Propellermaschine „ATR 42“ (rund 500 km/h schnell) waren für einige Schrecksekunden außer Gefecht gesetzt. Glücklicherweise blieb die Crew unverletzt, konnte weiter fliegen und sicher in Hamburg landen. Die Kripo ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftraum. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wo genau stand der Laserpointer-Attentäter und wer war es? Warum dieses Flugzeug? Und welches Gerät ist so leistungsfähig, bei Dunkelheit und Nässe einen Strahl vertikal auf 5.000 Metern Höhe abzufeuern? „Der Laserpointer muss extrem leistungsstark gewesen sein“, meint Anja Naumann, die für Norddeutschland zuständige Luftfahrtexpertin der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) zum EXPRESS. „Der Laserstrahl muss sich ja auch noch in den Scheiben des Flugzeugs brechen und so viel Wirkung haben, dass das Cockpit hell erleuchtet ist und die Piloten geblendet sind.“ Pech für die Laser-Attentäter: Die Info der FedEx-Piloten über die Attacke war so exakt, dass anhand der Geo-Koordinaten der genaue Tatort ermittelt werden konnte. Der liegt zwischen Bielefeld und Hannover in der Nähe von Hameln, an einem Abzweig der Bundesstraße 83, nahe der Ortschaft Ohr. Die Polizei war kurze Zeit später sogar noch vor Ort, konnte aber keine verdächtigen Personen mehr antreffen. Dennoch wird nun mit Hochdruck gefahndet. Quelle: ‚express.de‚. Bild: ‚merkur.de‚.

‚NO‘ zu «ENGLISH ONLY» auf Regionalflugplätzen

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates (KVF-S) spricht sich dafür aus, dass der Funkverkehr für den nichtgewerbsmässigen Sichtflug in der Schweiz neben Englisch weiterhin in der ortsüblichen Landessprache stattfinden darf. Sie empfiehlt eine entsprechende Motion ihrer Schwesterkommission einstimmig zur Annahme. Die KVF des Ständerates geht mit der grossen Kammer darin einig, dass die seit dem 1. Januar 2019 geltende Regelung, wonach die Radiotelefonie im Luftraum über der Schweiz grundsätzliche auf Englisch erfolgen soll, keinen Sicherheitsgewinn gebracht, sondern insbesondere auf Regionalflughäfen zu Unsicherheiten geführt hat. Ausserdem weist sie darauf hin, dass das Parlament bei der Revision des Luftfahrtgesetzes (16.062) im Jahr 2017 davon ausging, dass die Regelung «English only» in erster Linie die Landesflughäfen, den Instrumentenflugverkehr und den kommerziellen, internationalen Linienluftverkehr betreffen soll. Für die übrigen Lufträume und Flugplätze sollte es mittels Ausnahmeregelungen wie bis anhin möglich sein, neben Englisch auch in der entsprechenden Landessprache zu kommunizieren. Nach Ansicht der Kommission trägt die Umsetzung der Gesetzesrevision in der Verordnung über die Flugsicherungsdienste dem damals geäusserten politischen Willen nun aber nur ungenügend Rechnung, weshalb die Verordnung wieder angepasst werden soll. Sie beantragt daher ihrem Rat einstimmig, die Motion anzunehmen.

Luftfahrt: Piloten-Psyche wird untersucht

Piloten müssen seit heuer nicht nur körperlich, sondern auch psychologisch genau untersucht werden. Das ist die Konsequenz aus dem Germanwings-Absturz aus dem Jahr 2015 mit 150 Toten. Der Absturz wurde damals vom Copiloten bewusst ausgelöst. In Salzburg diskutierten am Samstag, 12. Oktober 2019 Flugmediziner aus ganz Österreich, wie sie Untersuchungen zur psychologischen Gesundheit künftig am besten durchführen sollen. Anlass für die verpflichtenden Tests ist das Flugzeugunfall in den französischen Alpen im Jahr 2015. An einer Felswand zerschellte ein Airbus mit 150 Personen an Bord. Alle Flugzeuginsassen starben. Grund für den Absturz war der Copilot, der Selbstmord begehen wollte, sich im Cockpit eingeschlossen hatte und das Flugzeug gegen den Berg gesteuert hatte. Als Konsequenz aus diesem Unglück gelten seit heuer neue Regeln für flugmedizinische Untersuchungen. Flugärzte müssen jetzt auch zahlreiche Fragen zum psychischen Zustand der Piloten stellen. „Nun versucht man, zusätzlich mentale und geistige Störungen und Verhaltensstörungen zu erfassen. Die Untersuchungen werden daher noch genauer und aufwändiger, um die Sicherheit im Flugverkehr zu gewährleisten“, schilderte Psychiater Helmut Leitner. Doch wie macht ein Flugarzt das am besten? Das ist das Thema des Treffens in Salzburg. Beim Treffen in Salzburg bestätigen die Flugmediziner, dass sich durch den zusätzlichen Fragenkatalog an der Qualität der Untersuchung einiges ändere. „Es wird mehr darauf eingegangen, weil wir zusätzliche Testverfahren im Rahmen der Flugmedizinischen Tauglichkeitsprüfung durchführen und auch geschulte Gespräche mit den Piloten führen, um in teilweise sehr private Bereiche vorzudringen. Dabei wollen wir erfassen, wie es unseren Probanden wirklich geht“, sagte Thomas Drekonja vom Flugmedizinischen Zentrum in Salzburg. Quelle: ‚ORF‚.