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Reges Treiben über Flugplatz Winzeln

Reges Treiben herrscht derzeit am Flugplatz Winzeln-Schramberg. Der Luftsportverein (LSV) Schwarzwald ist Ausrichter der Süddeutschen Segelflugmeisterschaft der 18-Meter-Klasse. Zweck des Wettbewerbs ist die Qualifikation zu den Deutschen Segelflugmeisterschaften 2023. Vom Samstag, 11. Juni bis zum letzten Wertungstag am Samstag, 18. Juni, messen sich die Piloten bei den jeweiligen Tagesaufgaben.

Starts im Minutentakt
Die vorgegebenen Strecken führen die Teilnehmer über Schwarzwald, Schwäbische Alb und die angrenzenden Gebiete. Vor allem am Vormittag herrscht reges Treiben auf dem Winzelner Flugplatz, erklärt Volker Herbst, Pressesprecher des Vereins und Teilnehmer. In dieser Zeit findet nämlich die Startphase statt. Fast im Minutentakt werden die Segelflieger im Schlepptau von kleinen motorbetriebenen Flugzeugen in die Lüfte befördert. Einige Besucher haben es sich auf der Terrasse der Fliegerklause bequem gemacht, um die Startphase zu beobachten.

In 600 Metern Höhe wird ausgeklinkt
Sobald die Segelflieger eine Höhe von 600 Metern erreicht haben, wird abgekoppelt und die Piloten müssen sich auf die Thermik verlassen, erklärt Vereinsmitglied Marco Tarnaske. Gelegentlich komme es vor, dass ein Pilot nicht mehr weiterkomme und auf einem Feld notlanden müsse. Bei der Wertung zähle am Ende die geflogene Zeit. Wer am schnellsten wieder zurück ist und die vorgegebenen Aufgaben erfüllt hat, bekommt die meisten Punkte.

Online mitverfolgen
Wer ganz am Ende die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt den Wettbewerb. Am zweiten Wertungstag ging es für die Piloten zunächst nach Süden an den Kirnbergsee. Anschließend gilt es Wendepunkte bei Giengen, östlich von Stuttgart und bei Mosbach zu meistern. Zielpunkt ist wieder beim Winzelner Flugplatz. Über die aktuellen Ereignisse informieren die Mitglieder des LSV auf einem speziellen Internet-Blog. Quelle: ‘Schwarzwälder Bote’.

Neue Struktur, mehr Flieger und Aus für Millionenprojekt

Auf einer Wiese in Leer-Nüttermoor schlug die Geburtsstunde des Flugplatzes Leer-Papenburg. Heute sind jährlich 20.000 Starts und Landungen möglich. Wie geht es weiter? Zu Beginn müssen wir über 50 Jahre zurückgehen. Auf einer Wiese in Leer-Nüttermoor wird auf private Initiative ein kleiner Flugplatz geschaffen. Es dauert nicht lange, bis deutlich wird, dass ein Flugplatz in privater Hand in Ostfriesland keine Goldgrube ist. Also wird 1970 eines der deutschlandweit wohl ersten Privat-Öffentlichen-Unternehmen – seit einigen Jahren besser bekannt als Privat-Public-Partnership (PPP) – aus der Taufe gehoben. Stadt und Landkreis Leer gründen mit Privatpersonen die Flugplatz Leer-Nüttermoor GmbH, heute Leer-Papenburg. Ihre Aufgabe bis heute: die Förderung des Luftverkehrs und des Flugsports im Landkreis Leer und im nördlichen Emsland.

Die Jahre vergehen, der Flugbetrieb nimmt zu. Mehrere Millionen Euro, beispielsweise für den Bau einer Nachtbefeuerungsanlage, werden investiert. So sind heute jährlich 20.000 Starts und Landungen möglich. Das Besondere daran: Der Ausbau wird mit Fördermitteln und Zuschüssen aus öffentlicher Hand bezahlt, die privaten Eigentümer und Unternehmen müssen nichts zuschießen. Auch übernehmen sie keine Verluste – immerhin jährlich immer so um die 120.000 Euro. Dafür sind die Gesellschafter Landkreis Leer (45 %), Landkreis Emsland (12,5 %) sowie von den Städten Leer (30 %) und Papenburg (12,5 %) zuständig.

Es hat nun ebenfalls über 50 Jahre gedauert, bis dieses ungewöhnliche Konstrukt der für die privaten Gesellschafter – sie haben teilweise nur Einlagen um die 1.000 Euro, sind aber rechtlich Mit-Eigentümer des durch kommunale Hand geschaffene, über 500.000 Euro umfassende Anlagevermögen – hinterfragt wurde. Ein Ausgangspunkt dafür war der Beschluss des Stadtrats Leer, den städtischen Anteil und damit auch die Verlustübernahme auf ein Minimum reduzieren zu wollen. Es stellte sich – wie schon häufiger – die Frage, was denn die aktuell 27,24 Prozent wert sind. Und siehe da: In dem Gesellschaftervertrag gab es dazu keine klare Regelung. Theoretisch ist der Wert damit zumindest der anteilige Wert des Vermögens der GmbH und nicht das in die Gesellschaft eingezahlte Stammkapital. Auch wenn noch nicht entschieden ist, wie es mit den Anteilen der Stadt weitergeht, hat Flugplatz-Geschäftsführer Dieter Backer zumindest eines klar geregelt: Die seit einigen Tagen geltende Neufassung des Gesellschaftervertrages sagt aus, dass nur zum Nennwert verkauft wird und kein Zugriff auf das Vermögen besteht. Das gilt auch für die privaten Eigentümer, die bis dato hätten durch einen Verkauf einen Gewinn erzielen können. Die Gespräche laufen und es wird wohl darauf hinauslaufen, dass der Kreis übernimmt. Getreu der Devise, wie zuletzt im Falle zweier privater Anteilseigner: Der Kreis sammelt alles ein, was verkauft wird. Ein deutliches Bekenntnis, dass der Flugplatz als ein wichtiger Faktor der Infrastruktur in der Region gesehen wird. Unternehmen der Region – z.B. die Meyer Werft – fliegen mit teils eigenen Maschinen von Leer aus in die Welt.

Wie geht es nun in den nächsten Jahren weiter? Die Richtung stimmt, könnte man sagen. Die Zahl der Flugzeuge, die in Nüttermoor ihren Standplatz haben, ist angestiegen. Teilweise sind Flieger aus dem benachbarten Emden umgezogen. Die familiäre Atmosphäre ist dafür ebenso ausschlaggebend wie der Umstand, dass das Unternehmen Flugwerft Hangar-1 seit 2020 seinen Hauptsitz in einer der zwei neuen Hangar-Hallen hat, die Investor Helmuth Sandersfeld neben dem Flugplatz für einen siebenstelligen Betrag geschaffen hat.

Ist jetzt also alles rosig? Nein. Ein großes Vorhaben – die Verbreiterung der Start- und Landebahn – wird nicht mehr umgesetzt. Vor mehr als zehn Jahren gab es dazu Überlegungen, die an der Finanzierung scheiterten. Nun läuft im Sommer der noch gültige Planfeststellungsbeschluss aus. Ein neues Verfahren wird es nicht geben, die siebenstellige Zukunftsinvestition ist vom Tisch. Und dann ist da noch die Frage der Erreichbarkeit. Wer einmal dort war, der kann sich kaum vorstellen, dass am Ende einer schmalen Allee – noch dazu in einem katastrophalen Zustand – ein Flugplatz ist. Hier gibt es seit Jahren Überlegungen für eine andere Anbindung. Passiert ist bisher nichts. Auch in diesem Punkt werden die Flugplatz GmbH, der Kreis und die Stadt gemeinsam eine langfristige Lösung finden müssen. Zum Nulltarif wird die nicht zu haben sein. Der Kreis mit Landrat Matthias Groote wird hier wohl ebenfalls Geld in die Hand nehmen müssen. Getreu dem Motto: Wer A sagt, muss auch B sagen. Es dauert hoffentlich in dieser Frage nicht 50 Jahre, bis hier neue Fakten geschaffen werden. Quelle: ‘Holger Hartwig in NWZ online‘. Foto: ‘Youtube‘.

Mit der OLC-LS8 neo von Königsdorf zum Mont Blanc

Im Rahmen der OLC-Talentförderung begeistert Johannes Beyer mit sensationellen Flügen. Einer ist dabei besonders interessant: Mit der LS8 von Königsdorf zum Mont Blanc am 18.05.2022. Das war natürlich ein Grund für ein Interview:

OLC: Johannes, vielen Dank, dass du für ein Interview zur Verfügung stehst. Du schreibst im Kommentar zu Deinem Flug am 18.05.2022, dass das zwar nicht dein punkthöchster aber einer deiner spektakulärsten Flüge deines Lebens war. Da interessieren uns natürlich die Details. Aber bevor wir auf den Flug eingehen, möchten wir Dich um ein paar Sätze zu dir selbst bitten: Wir alt bist du, welche Flugerfahrung hast du und was beschäftigt Dich außerhalb des Segelfliegens?

Johannes: Vielen Dank erstmal für das Interesse an meinem Flug! Ich bin 24 Jahre alt und dem Segelfliegen bereits seit 2014 verfallen. Meine fliegerischen Wurzeln liegen in Stahringen am Bodensee, wo ich 2016 meine Lizenz erwerben konnte. Seit 2017 bin fliegerisch in Königsdorf beheimatet. Dort konnte ich sehr von der Juniorenförderung in meinem Verein profitieren und von den hervorragenden Piloten wie Mathias oder Benni in kürzester Zeit sehr viel über das Alpenfliegen lernen. Mittlerweile durfte ich über 1200 Segelflugstunden in ganz Europa und auch auf der Südhalbkugel sammeln. Wenn ich nicht fliege, studiere ich im Master Luft und Raumfahrttechnik an der Technischen Universität München.

OLC: Bitte erzähle uns etwas zu deinem Flug vom 18.05.2022, der dich mit der OLC LS8 ja 415 km weit von Königsdorf aus bis zum Mont Blanc geführt hat und den du ja selbst als „spektakulär“ beschreibst.

Johannes: Mit den Nordalpen als Fluggebiet sind wir in Königsdorf grundsätzlich schon sehr verwöhnt. Allerdings sind die Flüge bis in die Westalpen landschaftlich nochmal eine ganz anderen Liga. Sich zwischen den höchsten Bergen der Alpen zu bewegen, deren Gipfel die Wolkenbasis nochmal um 1500m überragen, ist jedes Mal sehr spektakulär. Der Flug selbst lief wirklich sehr gut. Das größte Handicap war, dass die für den Abflug relevanten Randberge erst deutlich später als das umliegende Gebiet Cumuli entwickelten.

Da ich ohne Motor schon sehr ungern ins Blaue hinein starte, ging es erst etwas später los. Der Abflug lief dann umso besser. Trotz zweier Langohren im Schlepptau und damit leicht reduzierter Kurbeleffizienz (:-)) war der Stundenschnitt schon beim Sprung ins Rheintal über 100km/h. Auf der Rheintal Nordseite konnte ich dann in eine gute Linie einfädeln, die mich sehr schnell bis an die TMA Sion brachte. Nach der Wallis Querung wurde es etwas schwieriger im Rhythmus zu bleiben. Trotzdem gelang es mir zügig über die Querrippen bis Verbier und weiter an den Col du Ferret zu kommen. Am Mont Blanc vorbei bis zur Wende war es dann gar nicht so einfach. Im Tal von Aosta wurde ich dann aber wieder von Hammerthermik begrüßt, was mich dazu bewegte über das Valpelline zurück ins Mattertal zu springen.

Ab dort gab es dann kein Halten mehr. Beste Nachmittagsthermik und die hohe Basis trieben den Schnitt jenseits der 125km/h. Im oberen Höhenband konnte ich bis kurz vor Davos fliegen. Ab dort baute die Thermik dann langsam ab und auch das Engadin war schwächer als üblich. Zu diesem Zeitpunkt lag ich aber schon so gut im Zeitplan, dass ich auch schwächeres Steigen mitnehmen konnte. Einfach das Risiko minimieren sicher bis über den Gleitpfad nach Königsdorf zu kommen, war ab dort die Devise.

OLC: Es waren noch einige Pilotinnen und Piloten mit dir unterwegs. Offensichtlich konntest du gut mit den Arcen mithalten oder ihnen teilweise sogar davonfliegen. War das Ziel „Mont Blanc“ im engen Teamflug von vorneherein vereinbart?
Ist ein wendiger Einsitzer in den Bergen den schwerfälligen Doppelsitzern sogar überlegen?

Johannes: Die Route nach Westen ist von Königsdorf aus sehr deutlich durch das Gelände vorgegeben. Gerade weil die Südseite doch sehr feucht-labil und damit eher schwierig fliegbar war, ähnelten sich die Routen sehr. Den Wendepunkt Mont Blanc gaben die Klassenrekorde für DoSi und Standardklasse, die dicht beieinander liegen, vor. Einen engen Teamflug hatten wir nicht vereinbart. Gerade auf langen Flügen genieße ich es, für mich zu fliegen und meine eigenen Entscheidungen treffen zu können. Austausch über Thermik, Streckenfortschritt und Flugtaktik mit den Kameraden im gleichen Gebiet gibt es natürlich über Funk. Man muss vielleicht erwähnen, dass die Nordalpen bei der Flugtaktik sehr selektiv sind. Schon 50m zu wenig am nächsten Grat können verhindern, dass man an das starke Steigen kommt. So werden kleine Fehlentscheidungen schnell mal mit 15-30 Minuten Zeitverlust bestraft. Da spielt die Leistungsfähigkeit des Flugzeugs an homogenen Tagen eher eine untergeordnete Rolle. Allerdings bin ich schon erstaunt, wie gut man bei einigermaßen gutem Wetter mit der LS8 mit größeren Flugzeugen mithalten kann. Erst wenn es dann schwächer wird merkt man die doch etwas geringere Gleitleistung der Standardklasse an den Schnitten.

OLC: Gab es Tiefpunkte unterwegs, die das Ziel Mont Blanc bzw. das Heimkommen fraglich erschienen ließen?
Johannes: Das Heimkommen steht beim ausgereizten Zielrückkehrflügen eigentlich dauerhaft in Frage. Schon eine kleine Verschlechterung des Wetters und eine dadurch sinkende Schnittgeschwindigkeit können dazu führen, dass man am Ende schlicht aus dem Wetter fällt. Diesen Gedanken konnte ich auf dem Flug jedoch weitgehend von mir fernhalten. Einen richtigen Tiefpunkt gab es zum Glück nicht. Allerdings kam ich vor der Querung des Col du Ferret knapp 20km vor der Wende etwas aus dem Rhythmus. Aufgrund der Außenlandesituation war es hier notwendig, für den Weiterflug deutlich zu steigen, was sich aber als schwierig erwies. Da musste ich mich schon meinen ganzen Mut zusammennehmen, um trotzdem bis zur Wende durchzuziehen.

OLC: Was reizt dich genau an solch langen Flügen (mit einem Standardklassse-Flugzeug ohne Motor)?
Johannes: Für mich ist es ungemein spannend den Tag streckentechnisch komplett auszureizen. Von den ersten Flusen bis zur letzten zerfallenden Congestuswolke zu fliegen und dabei alle natürliche Energie möglichst effizient in Strecke umzusetzen, fasziniert mich sehr. Dabei ist es nicht so wichtig den neusten 18-m Renner oder eine offene Klasse zur Verfügung zu haben, um tolle Strecken zurückzulegen. Mit den richtigen Entscheidungen und einigermaßen Flächenbelastung kommt man da schon ziemlich weit. Mit der LS8 darf ich ein Flugzeug fliegen, in dem ich mich wirklich sehr wohl fühle und mit dem trotzdem fast alles möglich ist. Das Fliegen ohne Motor macht die ganzen Flüge nochmal interessanter. Da überlegt man sich wirklich genau was man tut, denn eine potentielle Fehlentscheidung kann nicht eben durch 2L Avgas ausgebügelt werden. Auf der anderen Seite bringt man dadurch auch manchmal aussichtslos scheinende Flüge nach Hause. Frei nach dem Motto: „Wer keinen Motor hat zündet ihn auch nicht“.

OLC: Im Falle einer Außenlandung: Was war die Planung? Hast du immer eine Zahnbürste (etc.) dabei? Wer unterstützt dich im Hintergrund?
Johannes: Ich habe das Glück in einem Verein zu fliegen, in dem Streckenflug wirklich gelebt wird. Das heißt es gibt viele Mitglieder, die ambitioniert Strecke fliegen und dann auch Verständnis dafür haben, wenn man doch mal irgendwo landet. Unser Rückholprinzip beruht auf spontaner Gegenseitigkeit. Wenn irgendjemand außenlandet, findet sich immer jemand, der das Rückholen übernimmt. (Danke an dieser Stelle auch an alle, die mich schon zurückgeholt haben :-)) So spart man sich vor jedem Flug die aufwändige Organisation für den doch relativ unwahrscheinlichen Fall einer Außenlandung – und das Wichtigste: Man kann mit freiem Kopf fliegen!
Eine Zahnbürste hatte ich übrigens nicht dabei.

OLC: Du fliegst zurzeit die LS8 aus der OLC-Talentförderung. Was sind deine segelfliegerischen Ziele in nächster Zeit und langfristig?
Johannes: Das nächste Event steht schon vor der Tür: Die Deutsche Meisterschaft in Zwickau. Da freue ich mich schon sehr mit der LS8 mitzufliegen und hoffentlich viel Neues von den Wettbewerbsexperten lernen zu können. Den Rest des Jahres kann ich dann hoffentlich gut mit Liga und Langstreckenflügen füllen, um auch außerhalb der Wettbewerbsfliegerei meine Fähigkeiten weiter zu verbessern. Ein Flug, auf den ich definitiv hinarbeite, sind die 1000km FAI von Königsdorf aus. Ein Dreieck dieser Größe in den Nordalpen ist meines Erachtens eine der anspruchsvollsten Strecken und reizt mich daher sehr. Ob sich da dieses Jahr mit der LS8 eine Wetterlage finden lässt, sei mal dahingestellt. Aber man braucht ja auch Ziele für die Zukunft. Link zum Flug. Quelle: ‘OLC, online contest‘.

Aero-Club Aargau ohne Vorstand

Nach einer turbulenten Generalversammlung des Aero-Clubs Aargau rufen die Obmänner der Birrfelder Fluggruppen alle Mitglieder zur Teilnahme an einem runden Tisch auf. Vereinbart werden soll der Prozess für die Wahl eines neuen Vorstands. Da der Aero-Club Aargau (AeCA) momentan ohne Vorstand und Präsidium ist, hat der Aero-Club der Schweiz (AeCS) nach der turbulenten Generalversammlung (GV) im Mai seine Unterstützung angeboten. Damit geeignete Kandidierende für Neuwahlen gefunden werden können, soll vorgängig mit allen Parteien gesprochen werden. Jetzt rufen die Obmänner der Birrfelder Fluggruppen zu einem runden Tisch auf. Die Obmänner haben sich seit der letzten GV des AeCA bereits zweimal getroffen und die Lage diskutiert, heisst es auf der Website des Flugplatzes Birrfeld. Und: «Sie sind sich einig, dass es einen Neuanfang braucht. Der Weg dazu soll von allen Beteiligten gemeinsam definiert werden.»

Die Obmänner möchten deshalb alle Mitglieder und auch alle Mitarbeitenden einladen, an einem runden Tisch teilzunehmen und dort gemeinsam den Prozess für die Wahl eines neuen Vorstands zu vereinbaren. Unter anderem sollen Fragen zur Einberufung einer ausserordentlichen GV und Abstimmungsprozedur verbindlich geklärt werden.

Runder Tisch als Fundament für einen NeuanfangGleichzeitig soll der runde Tisch laut den Obmännern nicht dazu dienen, Grundsatzdiskussionen über Ausrichtung, Strukturen oder Finanzen zu führen. Stattdessen soll er «das Fundament für einen gemeinsamen Neuanfang bilden». Um eine möglichst neutrale und sachliche Durchführung des runden Tisches zu ermöglichen, haben sich Yves Burkhardt, Generalsekretär des AeCS, und Jurist Philip Bärtschi, Vizepräsident und Mitglied des AeCS-Zentralvorstands, bereit erklärt, die Veranstaltung zu moderieren. Die Obmänner halten fest: «Beide, Burkhardt und Bärtschi, haben betont, dass der AeCS eine neutrale Rolle einnimmt und keine Interessengruppe bevorzugt.» Die Vertreter des AeCS seien bemüht, dass sich alle Beteiligten sachlich und fair in den Prozess einbringen können. Das ist mit ein Grund, warum nicht etwa AeCA-Zentralpräsident Matthias Jauslin aus Wohlen, der selber Mitglied beim AeCA ist, als Moderator auftritt.

Die Oppositionsgruppe, die in den letzten Jahren als scharfe Kritikerin des – inzwischen nicht wiedergewählten – AeCA-Vorstands in Erscheinung trat, hat ihre Website mit gesammelten, angeblichen Missständen nach der GV vom 20. Mai vom Netz genommen. Der runde Tisch findet am 1. Juli abends auf dem Regionalflugplatz Birrfeld statt. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung unter diesem Link gebeten. Quelle: ‘Aargauer Zeitung‘. Bild: Alex Spichale.

“Noch einmal etwas Cooles erleben”

Der Herzenswunsch-Krankenwagen (HWK) der Malteser hat am Pfingstmontag den Wunsch eines Mannes erfüllt, der “noch einmal etwas Cooles erleben” wollte: einen Rundflug über dem Bayerischen Wald. Ausgangspunkt dafür war der Flugplatz in Sonnen. “Innerhalb von drei Minuten hatten wir das Team zusammen”, sagt Sabine Grundmüller vom HWK-Leitungsteam. Sie freut sich, dass das ehrenamtliche Engagement, die Wünsche von Menschen in der letzten Lebensphase zu erfüllen, ungebrochen ist. Die Fahrt war für Pfingstsonntag geplant, musste aber aufgrund der Unwettervorhersagen um einen Tag verschoben werden.

Sabine Grundmüller über die Reaktionen auf der Palliativstation in Freyung, als bekannt wurde, dass es klappt mit der Fahrt zum Flug, den das Krankenhausteam gebucht hatte: “Der Patient war ganz aus dem Häuschen, als die Zusage kam. Und die verantwortliche Ärztin berichtete mir, dass die gesamte Station so gerührt von seiner Vorfreude war, dass die Pflegekräfte Mühe hatten, wieder zur normalen Arbeit zurückzufinden”. Auch für den neuen Termin fanden sich schnell Malteser für die Fahrt vom Krankenhaus Freyung zum Flugplatz nach Sonnen. Tobias Donaubauer, Christoph Sommer und Roland Wintersteiger holten den Patienten ab und wurden am Flugplatz schon von Angehörigen und Mitarbeitenden des Krankenhauses erwartet.

Das Flughafenteam stellte zwei Maschinen bereit, nicht nur für den Patienten, sondern auch für die Begleiter. Und schon konnte es bei strahlendem Wetter losgehen mit dem Rundflug, der bis nach Thurmansbang führte. “Man hat gemerkt, dass der Flug für den Patienten anstrengend gewesen ist. Aber er hat sich sehr gefreut und danach auch viel geredet”, berichtet Christoph Sommer. Anschließend lud das Flugplatzteam den jungen Mann und seine Angehörigen noch in den Biergarten ein. “Es hat alles gut funktioniert und es war eine schöne Fahrt.” So lautete das Resümee von Christoph Sommer. Das sei auch den Betreibern des Flugplatzes Sonnen zu verdanken, die sehr hilfsbereit gewesen seien und sich sehr bemüht hätten, dass alles reibungslos ablaufen konnte, heißt es in einer Pressemitteilung der Malteser. Quelle: ‘PNP.de‘.

Fluglehrer-Refresher 2022

Am Muttertag sind 7 erfahrene FI aller Altersklassen und aus 2 Sprachregionen der Schweiz in Amlikon zum ausserordentlich ergiebigen FI-Refresher des SFVS eingerückt. Der Kurs stand erstmals unter Leitung von Roland Bieri, neuer Chef Ausbildung/head of training des SFVS. Das Kursprogramm dieses «teaching and learning Kurses» war rappelvoll mit Lektionen, Referaten, Longbriefings und fliegerischen Uebungen, welche stets straff strukturiert und exakt gebrieft und nur mit diszipliniertem Kursbetrieb erfolgreich zu bewältigen waren.

So waren dann auch ausnahmslos alle von uns FI gut vorbereitet in Amlikon eingerückt, allesamt vom bereits Gelesenen und Vorbereiteten hoch motiviert. Wir wurden von den Instruktoren Roland Bieri, Pepe Schäuble, Gabi Rossier, Heinz Brem und Alois Lütolf empfangen und 1:2 betreut, um nicht zu sagen geschlaucht. Mit hoher Kompetenz und Präzision wurden unsere Longbriefings, Flugbriefings und die geflogenen Uebungen beurteilt, lehrreich und kameradschaftlich kritisiert und jeder von uns hat so einen grossen Schulsack voll neuem fliegerischen und didaktischen Wissen und Können aus diesem Kurs mit nach Hause genommen.

Wir Teilnehmer sind den Kursorganisatoren, allen voran Euch, Role und Pepe, zu tiefem Dank verpflichtet für Eure enorme und grossteils ehrenamtliche Arbeit, die Ihr an uns und für uns geleistet habt. Ein super Kurs, mit super Instruktoren! Der Refresher hat in seinem Gehaltreichtum keinem der ebenfalls exzellenten BFK’s des SFVS auch nur ein Mü nachgestanden. Jeder von uns wird anders und sicher besser als Ausbildner wirken können in seiner Gruppe, als er dies vor dem Refresher getan hat. Unser Lernfortschritt hat am Kursende auch seine Dokumentation in Form einer erfüllten AoC (Asessment of Competence) gefunden. Wir Teilnehmer drücken Euch Instruktoren unseren herzlichsten Dank aus für den kurzweiligen Kurs, die erteilten fliegerischen Lektionen und Eure gelebte Vorbildfunktion aus, welche auch den Aspekt tadelloser airmanship nie ausser Acht gelassen hatte. Quelle: ‘Adrian Sieber / SFVS).

Tag der offenen Hangartore

Am kommenden Sonntag, 5. Juni, öffnet der Flugplatz “Montagne Noir” seine Hangartore für die Öffentlichkeit. Die ansässigen Luftfahrtvereine freuen sich, Sie am Sonntag, dem 5. Juni, begrüßen zu dürfen. Die ehrenamtlichen Helfer freuen sich darauf, ihre Leidenschaft mit Ihnen zu teilen und Ihnen einen der bedeutendsten Orte der französischen Luftfahrtgeschichte zu zeigen. Gezeigt werden moderne Maschinen, Modellflieger und historische Segelflugzeuge. Die Besucher/innen können auch am Flugsimulator ihre Flugkünste testen. Mehr Informationen.

Tücken des Innsbrucker Flughafens

Piloten, die am Airport Innsbruck landen oder starten möchten, benötigen eine spezielle Ausbildung. Martin Fleidl erklärt die komplexen Szenarien und verrät, warum in Wien das Fluggerät völlig automatisch aufsetzen kann. Der erfahrene Pilot weiß auch, welche Maschinen im Herzen der Alpen aufsetzen dürfen und welche nicht. Über 35 Jahre lang war Martin Fleidl als Linienpilot im Einsatz. Begonnen hat seine Karriere 1977 als Segelflieger. Seit 2014 ist er als Safety-Manager für die Sicherheit am Flughafen Innsbruck zuständig. Diesen kennt er wie seine Westentasche und weiß über das Können und die Ausbildung, die es für einen sicheren An- und Abflug braucht, Bescheid. „Der Flughafen Innsbruck liegt in einem engen Tal und hat Berge als Hindernisse. Die An- und Abflugverfahren sind dadurch viel komplexer als auf einem Flughafen im Flachland“, erklärt Fleidl der „Tiroler Krone“.

Mit zwei Kilometern ist die Piste relativ kurz. Eine große Herausforderung stellt vor allem der Föhn dar. „Er führt zu Windscherungen und Turbulenzen“, verdeutlicht der ehemalige Pilot. Um die Wind- bzw. Föhnverhältnisse zu berechnen, gibt es sechs Messpunkte: Am Patscherkofel, in Igls, nördlich der Stadt, in Kematen und zwei am Flughafen. „Aus diesen sechs Messstationen kann sich der Pilot ein sehr gutes Bild machen“.

Landekurssender liegt 3,5 Grad „offset“ der Piste
Je nachdem, welche Situation herrscht, gibt es unterschiedliche Anflugrouten, um Turbulenzen vorzubeugen. In einem Föhn-Leitfaden werden die diversen Szenarien erklärt. Doch mit der Anflugroute alleine ist es noch lange nicht getan. „Bei Flughäfen gibt es drei Kategorien – A, B und C“, erklärt Fleidl, „Innsbruck fällt unter C.“ Piloten benötigen daher vor dem Instrumentenanflug ein Training im Flugzeug oder im Simulator. Im Flugzeug dauert es rund eine Stunde, im Simulator zwischen zwei und vier. Die Herausforderung liegt darin, den Landekurssender anzufliegen. Dieser ist – anders als bei Standard-Flughäfen – nicht auf die Landerichtung zentriert, sondern liegt 3,5 Grad „offset“, wie es in der Fliegersprache heißt. „Die Gründe, warum der Sender nicht zentriert werden kann, sind einerseits die Berge, andererseits die Aufstellungsmöglichkeiten am Flughafen. Für normal steht die Antenne 300 Meter hinter dem Pistenende. In Innsbruck geht das aufgrund des Inns nicht“, schildert der Safety-Manager.

Vier Landeanflugverfahren
Der Pilot muss daher den letzten Teil des Instrumentenanfluges manuell durchführen und eine kleine Kurve fliegen, um genau auf die Landebahn zu kommen. Bei vielen anderen Flughäfen hingegen kann das Flugzeug vollautomatisch landen. Als Beispiel nennt Fleidl den Flughafen Wien, wo es pro Landerichtung nur ein Anflugverfahren gibt. In Innsbruck gibt es vier. Diese sind freilich überaus komplex. „Der Unterschied bei den ersten drei sind die Fehlanflugverfahren, bei denen es jeweils unterschiedliche Szenarien für das Durchstarten gibt. Beim vierten erfolgt der Anflug durch einen anderen Leitstrahl“, erklärt es Fleidl in auch für Laien verständlichen Worten. Bei der Antragstellung für den Anflug muss sich der Pilot für eines entscheiden.

Maximale Spannweite von 52 Metern
Mitberücksichtigt werden muss auch die jeweilige Flugzeugtype hinsichtlich Anfluggeschwindigkeit und Triebwerks- bzw. Steigleistung. „Während ein kleineres Flugzeug nicht alle vier Szenarien schafft, ist das für ein Linienflugzeug problemlos möglich.“ Diese entscheiden sich meistens für das komplexeste Anflugverfahren, da dieses auch für das schlechteste Wetter geeignet ist, erklärt Fleidl. Sollte das Wetter umschlagen, ist es freilich auch möglich, ein anderes Lande-Szenario durchzuführen. Alles in allem steckt eine enorme Rechenleistung hinter den Verfahren. Es gibt jedoch auch für den Start unterschiedliche Szenarien, die einen eventuellen Triebwerksausfall einkalkuliert haben. „Wenn man diese sicheren Verfahren der Luftfahrt anwendet und den nötigen Respekt vor dem Föhn hat, dann ist ein sicherer Betrieb möglich“, sagt Fleidl. Übrigens: Nicht jedes Flugzeug kann am Airport Innsbruck landen. Die maximal zugelassene Spannweite beträgt 52 Meter. Die Palette reicht also vom kleinen Sportflugzeug bis zur Boeing 767. Quelle: ‘Krone.at‘.

Flugsicherheits-Trainingswoche in Borkhausen

Die Luftsportgemeinschaft (LSG) Lippe-Südost lädt bis Sonntag, 29. Mai, zur Flugsicherheits-Trainingswoche auf den Flugplatz Borkhausen ein. Die Veranstaltung bietet den Teilnehmern die Gelegenheit, Segelkunstflug zu erlernen oder die bereits erlernten Fähigkeiten zu festigen und zu erweitern. Während einige Mitglieder die Gelegenheit nutzen, um für die im August stattfindende Deutsche Meisterschaft im Segelkunstflug zu trainieren, welche in diesem Jahr auf dem Flugplatz der Blomberger Patenstadt Oschatz ausgetragen wird, steht laut LSG für die meisten Teilnehmer nicht die „Kunst“ oder das Spektakel im Vordergrund, sondern das Thema Flugsicherheit. Vergleichbar mit einem Auto-Fahrsicherheitstraining gehe es bei einem Kunstfluglehrgang in erster Linie darum, in Begleitung erfahrener Fluglehrer in einem begrenzten, für den übrigen Luftverkehr gesperrten Luftraum, alle möglichen Fluglagen kennenzulernen und dabei die Kontrolle über das Flugzeug zu behalten.

„Da sich der für die Flugübungen reservierte Luftraum direkt nördlich des Flugplatzes zwischen Flugplatzgelände und dem Blomberger Gewerbegebiet befinde, können die teils spektakulären Manöver sehr gut von unserer Besucherterrasse verfolgt werden“, teilt der Verein weiter mit. Gäste seien jederzeit ebenfalls am Flugplatz willkommen. Quelle: ‘Lippesche Zeitung‘.

Ladestation für e-Flugzeuge in St. Gallen-Altenrhein

Auf dem Flugplatz St.Gallen-Altenrhein wurde am Dienstag, 17. Mai 2022 eine Ladestation für Elektroflugzeuge eingeweiht. Hinter dem Projekt stehen die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke SAK sowie Zukunftsforscher Morell Westermann.

“Aus der Platzrunde befreit”
Mit der neuen Ladestation, die im Ladenetzwerk für e-Flugzeuge eingebunden wird, werden laut Westermann mögliche Routen um einen «kontrollierten Flughafen erweitert. Damit werde das e-Flugzeug aus der «Platzrunde» befreit und die Ladeinfrastruktur ermögliche eine umweltfreundliche und lärmvermeidende Pilotenausbildung sowie Rundflüge für Fluggäste. Ein modernes e-Flugzeug wie die Pipistrel Velis habe zwar nur Platz für zwei Personen und könne nur eine Stunde fliegen kann, markiere aber die “dritte Revolution” der Luftfahrt, nach Kolbenmotor, und Turbine.

«Stehen da, wo wir vor zehn Jahren mit den e-Autos waren».
Die Automobil-Industrie habe laut Westermann den Trend zur e-Mobilität lange ignoriert. Der erste Tesla Roadster wurde belächelt, die e-Antriebs-Technologie als nicht alltagstauglich abgewertet. Heute sehe man, welchen Reifegrad die e-Mobilität am Boden erreicht habe. Einen vergleichbaren Telsa-Roadster-Moment erlebe die Aviatik aktuell.

Netzwerk, Flugschulen und klimaneutrale Mobilität
Das bestehende Ladenetzwerk auf Schweizer Flugplätzen wird nun um die Ladestation in St. Gallen erweitert. In Schänis hat sich eine Elektroflugschule etabliert. Die Elektrifizierung der Luftfahrt werde laut Westermann einen Beitrag für eine klimaneutrale Mobilität leisten. Für die Pilotenausbildung schon heute, für Regional- und Kurzstreckenflüge, wie Sie auch vom Flughafen St. Gallen Altenrhein angeboten werden, in naher Zukunft.

Verhinderbare Annäherung

Kurzdarstellung
Im Luftraum G kam es zu einer Annäherung zwischen einem Motorflugzeug und einem Hubschrauber. Beide Luftfahrzeuge flogen nach Sichtflugregeln. Der geringste ermittelte Abstand betrug ca. 100 m horizontal und 100 ft vertikal. Laut den vorliegenden Radardaten kreuzte der Rettungshubschrauber den Flugweg der AT01 etwa 100 m hinter dieser von rechts nach links in einem Winkel von etwa 100°. Er befand sich dabei etwa 100 ft unterhalb der AT01. Beide Flugzeuge setzten ihre Flüge anschließend planmäßig fort.

Beurteilung, Pilot 1
Eine Nutzung des Fluginformationsdienstes vor dem Wechsel auf die Platzfrequenz hätte zur Konfliktvermeidung beitragen können. Es
wäre möglich gewesen, rechtzeitig radarbasierte Verkehrsinformationen und eventuell eine Ausweichempfehlung zu erhalten. Die Kollisionsgefahr wurde zu spät erkannt.

Pilot 2: Ein Mithören der Platzfrequenz hätte die Besatzung möglicherweise dabei unterstützen können, das andere Luftfahrzeug eher zu erkennen. Auch der Fluginformationsdienst wurde nicht genutzt, was ebenfalls nicht vorgeschrieben war. Die Nutzung des Fluginformationsdienstes hätte dazu führen können, dass die Besatzung rechtzeitig über die sich anbahnende Kollisionsgefahr informiert wird und entsprechend reagieren kann, möglicherweise sogar eine Ausweichempfehlung erhält. Da sich die EC 135 P2 der AT01 von rechts annäherte, war ihr Pilot nicht ausweichpflichtig. Die Kollisionsgefahr wurde zu spät erkannt.

Schlussfolgerungen
Die Schwere Störung ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

  • Alle beteiligten Personen erkannten die sich anbahnende Kollisionsgefahr zu spät, um die gefährliche Annäherung aktiv verhindern zu können.
  • Das Prinzip „See and avoid“ hat nicht funktioniert.

Beitragender Faktor

  • Keine der beteiligten Besatzungen stand kurz vor oder zum Zeitpunkt der Annäherung mit dem Fluginformationsdienst in Kontakt. Es konnten keine radarbasierten Verkehrsinformationen erteilt werden. Quelle und vollständiger Untersuchungsbericht: ‘BFU’.

Schweizer Meisterschaft in Schänis

Vom 25. Juni bis 2. Juli organisiert der Flugplatz Schänis am Fusse der Alpen die diesjährige Schweizer Meisterschaft im Segelflug. Nachmeldungen sind hier möglich bis 31. Mai 2022.

Absturz in den Bodensee

Am Donnerstag, 28. April 2022, ist ein Kleinflugzeug bei Staad in den Bodensee gestürzt. Der Pilot, ein 72-jähriger Schweizer, dürfte allein unterwegs gewesen sein. Er ist beim Unfall verstorben. Bei der verunfallten Maschine handelt es sich um ein Kleinflugzeug, welches nach dem Start beim Flughafen Altenrhein bei Staad in den See gestürzt ist.

Am 18. Februar 2021 ereignete sich ebenfalls bei bei Staad kurz vor der Landung bei Nebel ein Unfall mit Absturz einer zweimotorigen Maschine in den Bodensee. Damals konnte der Pilot sich aus der Maschine retten.

Faszination Segelfliegen in Friedrichshafen

Die Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten ist ein großes Abenteuer. Und das lautlose Dahingleiten in einem Segelflugzeug gehört sicherlich zu den schönsten Arten des Fliegens – besonders in einer so interessanten Region wie in Friedrichshafen am Bodensee. Warum nicht Teil einer großen Luftsportgemeinschaft werden und mit dem Segelfliegen beginnen? Ab sofort beginnt wieder die Segelflugschulung beim Luftsportclub Friedrichshafen e.V. Bereits ab einem Alter von 14 Jahren kann geflogen werden. Aber auch ältere Flugschüler haben am Flugplatz ihren Spaß. Momentan reicht die Altersspanne der Schüler in Friedrichshafen von 15 bis 50 Jahren. Dazu ist Segelfliegen im Verein finanziell sehr erschwinglich. Quelle: ‘Schwäbische‘.

Segelflug-Regionalmeisterschaft in Amlikon

Vom 28. April bis 1. Mai 2022 findet auf dem Flugplatz Amlikon eine Regionalmeisterschaft im Segelflug statt. Die Segelfluggruppe Cumulus, welche den Anlass organisiert, kann 30 Piloten aus der ganzen Schweiz willkommen heissen. Die Teilnehmer werden Aufgaben erhalten, die sie in möglichst kurzer Zeit abfliegen müssen. Bei guten Wetterbedingungen können dies Strecken von mehreren hundert Kilometern sein. Während des Anlasses ist auf dem Flugplatz Amlikon eine Festbeiz in Betrieb. Dank Live-Tracking können die Flüge auf einer Leinwand mitverfolgt werden. Die Startzeit ist abhängig vom Wetter und wird zwischen 11 und 16 Uhr liegen. Bild: ‘SG Cumulus‘.

Übersicht Flugplatzdaten Schweiz

Andreas Allenspach und die Segelfluggruppe Basel Fricktal hat das praktische Übersichts-Booklet über alles Schweizer Flugplätze für 2022 wieder aktualisiert. Hier können Sie das Booklet und hier die A4-Version kostenlos downloaden.

Fortbildung in Lachen-Speyerdorf

Ab Gründonnerstag trafen sich Nachwuchs-Streckenflieger aus dem Südwesten Deutschlands auf dem Flugplatz in Lachen-Speyerdorf. Nachdem das Oster-Warm-Up-Training zwei Jahre wegen Corona-Einschränkungen hatte abgesagt werden müssen, veranstaltete die Luftsportjugend Rheinland-Pfalz wieder eine Streckensegelflug-Förderung am Landesleistungszentrum Segelflug in Neustadt.

Eingeladen waren junge Talente aus der Region, informierte Bernd Schwehm, Pressereferent des FSV Neustadt. Voraussetzungen seien nach luftsportlichen Regeln ein Alter unter 27 Jahren und eine abgeschlossene Segelflug-Ausbildung. Angemeldet haben sich elf Junioren und zwei junge Frauen. Vom Flugsportverein Neustadt waren Erva Satun, Axel Hofmann und Joachim Kaltenborn dabei. Die weiteste Anreise hatten zwei sächsische Jungpiloten: Sie starteten für den Aero-Club Zwickau, „der für seine hervorragende Streckenflug-Nachwuchsarbeit bekannt ist“, informierte Schwehm.

Wettbewerbsmäßiges Segelfliegen
Geleitet wurde das Oster-Warm-Up von Steffen Rogoll aus Idar-Oberstein. Er ist Leistungspilot, Verbandstrainer und im Vorstand der Luftsportjugend Rheinland-Pfalz. Mit ihm standen fünf Streckenflug-Trainer parat, um die Talente an die großräumige Strecken-Segelfliegerei und das wettbewerbsmäßige Segelfliegen heranzuführen. Für einige Teilnehmer stand die konkrete Wettbewerbsvorbereitung ihres Saisonplanes im Fokus.

Der Flugsportverein Neustadt stellte neben den Lehrsälen auch das Clubheim mitsamt Küche und die sanitären Einrichtungen zur Verfügung. Piloten und Betreuer übernachteten auf dem Campingplatz. Zwei Streckenflug-Trainer sowie die Schlepppiloten, die die Teilnehmer nach dem Einsetzen der Thermik-Aufwinde in die Luft schleppen werden, stellte der Neustadter Verein.

Vor dem Frühstück
Der Trainingstag begann vor dem Frühstück, wenn die Segelflugzeuge aus ihren Transporthängern geholt und aufgebaut wurden. „Nachdem sich die Trainer über die Tagesaufgaben abgesprochen haben, erfolgte ein detailliertes Briefing zur Wetterlage und den taktischen Aufgaben mit den Nachwuchs-Piloten“, erklärte Schwehm den weiteren Verlauf. Danach flögen die Talente in Kleingruppen. Schwehm: „Ein Trainer kümmerte sich um zwei bis drei Trainees.“

Meist flogen die Piloten in einsitzigen Segelflugzeugen, aber auch die Leistungsdoppelsitzer kamen zum Einsatz, um die ersten Schritte im Wettbewerbssegelflug zu üben. Die Kleingruppen hätten mehrere Stunden am Tag in der Luft geübt und nach der Landung die erzielten Leistungen besprochen, informierte Schwehm. Hilfreich seien dabei Analyse-Tools auf dem PC und im Internet, die die Aufzeichnungen der GPS-Datenlogger auswerteten und zeigten, wer wann wo und wie geflogen sei.

FSV wieder in Zweiter Bundesliga
Für die erfahrenen FSV-Streckenflieger begann auch die neue Bundesliga-Saison: Im Flugjahr 2021 hatte die Mannschaft um Trainer Frank Schwerdtfeger nach dem Aufstieg 2020 den Klassenverbleib gefeiert. Damit startete Neustadt auch 2022 in der Zweiten Segelflug-Bundesliga. Schwehm: „Die Liga-Wertung besteht aus 19 Wochenenden; gewertet werden die drei schnellsten Überlandflüge der Mannschaft.“ Bis zum Saisonfinale Ende Juli wollen die Neustadter Segelflug-Sprinter als Minimalziel wieder den Klassenverbleib sichern. Quelle: ‘Rheinpfalz‘.

Hauptfahrwerk fährt nicht aus

Der ehemalige Kampfjetpilot Oliver Becker hat den Piloten einer defekten Zivilmaschine auf den Flugplatz beim Stadtteil Zell begleitet. Die geglückte Notlandung im Februar macht die Bundeswehr nun öffentlich. Es war ein sonniger Samstagnachmittag, als auf einer Funkfrequenz der Hilferuf eines zivilen Kleinflugzeugs zu hören war. Der Pilot hatte Fahrwerksprobleme. Zu diesem Zeitpunkt war der Luftsportverein JG74 auf dem Neuburger Flugplatz. Oliver Becker, ehemaliger Phantom-Pilot und als aktiver Reservist beim Taktischen Luftwaffengeschwader 74, bereitete sich gerade in seiner Zivilmaschine auf den Anflug auf Neuburg vor, als er den Funkspruch hörte. “Ich entschloss mich zu helfen, da bei mir noch genügend Treibstoff im Tank war, und machte mich auf den Weg, um mir aus nächster Nähe ein Bild von dem Fahrwerksproblem zu machen”, sagt er und betont: “Ich habe an der Stimme wahrgenommen, dass der Pilot Hilfe braucht. “

Hauptfahrwerk fährt nicht aus
Die defekte Maschine sollte an diesem Tag von Genderkingen nach Dingolfing überführt werden. Dadurch, dass das Fahrwerk nicht mehr vollständig ausfuhr, war eine normale Landung jedoch nicht mehr möglich. Als Becker bei dem Flugzeug in Notlage eingetroffen war, versuchten die Piloten erst, das Problem gemeinsam zu lösen. Bei der äußeren Sichtinspektion stellten sie fest, dass nur eines der Hauptfahrwerke sowie das Bugfahrwerk partiell ausgefahren wurden. Mehrere Versuche schlugen fehl.

Eine andere Lösung musste her. Und da blieb nur noch eine Möglichkeit, um das Flugzeug auf den Boden zu bekommen: eine Landung mit eingefahrenem Fahrwerk, eine sogenannte Bauchlandung. Doch diese kann bei einem ungünstigen Winkel durch Auf- oder Abwind oder eine ungeschickte Bewegung am Steuer gravierende Folgen haben. Die Gefahr einer Bruchlandung ist groß, Rettungskräfte unbedingt erforderlich, um im Fall der Fälle eine schnelle Erstversorgung sicherzustellen. “Diese Rettungskette hätte der Pilot an seinem Heimatflughafen Dingolfing so nicht vorgefunden”, so Becker. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit bis zum Sonnenuntergang und der Tatsache, dass Neuburg für solche Notverfahren ausgestattet ist, entschieden die Piloten, dort zu landen. “Außerdem ist das Team des Luftsportvereins sehr eng mit dem Geschwader verknüpft, da viele Soldaten im Verein fliegen”, erklärt der Oberstleutnant der Reserve. Die notwendigen Rettungskräfte waren daher rasch alarmiert. Tower und Flugplatzfeuerwehr sind in Neuburg ohnehin rund um die Uhr in Bereitschaft. Zudem gibt es für Kleinflugzeuge eine Graspiste, die sich gut für Bauchlandungen eignet.

“Ich informierte zuerst unseren Flugleiter, da dieser ein ehemaliger Fluglotse ist und sich noch gut mit der Rettungskette auskennt. Zu unserem Glück war unser Flugsicherheitsmeister Michael Haase auch am Platz”, erinnert sich Becker. An einen ruhigen Samstagnachmittag war jetzt auch für Stabsfeldwebel Haase nicht mehr zu denken. Er koordinierte parallel die weiteren Verfahren. Sofort machte er sich auf dem Weg in sein Büro, schnappte sich Funkgerät und VW-Bus. Mit Blaulicht brachte er sich zusammen mit der Feuerwehr auf die für Rettungskräfte vorgesehene Warteposition des Flugplatzes, um im Notfall schnellstmöglich eingreifen zu können. “Wir sind vorbereitet und warten auf euch. ” Mit diesem Anruf informierte Haase seinen Kameraden in der Luft. Jetzt hieß es warten.

Mit der Sicherheit, dass am Boden alles für die Landung vorbereitet war, konnte der Pilot nun mit der Landephase beginnen. “Das Wichtigste war, ihm Sicherheit zu vermitteln, wie wir den weiteren Ablauf gemeinsam durchführen würden”, so Becker. Es galt vor allem, ruhig und besonnen zu agieren. “Zusammen haben wir mehrere Anflüge am Platz gemacht. So konnte sich der Pilot mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut machen und sich einprägen, wo er mit der Maschine zwischen Runway und Taxiway auf der Graspiste landen konnte. “

Maschine bleibt nahezu unbeschädigt
Per Funk wurde der Flugleiter informiert, dass der Moment der finalen Landung gekommen war. In einer “Chase-Formation”, in der das zweite Flugzeug etwas höher mit Abstand zu dem Notfallflugzeug fliegt, steuerten beide Maschinen auf die Landebahn des Flugplatzes zu. “Man hat in diesem Moment eine Stecknadel fallen hören können”, erinnerte sich Haase. Sofort nach dem geglückten Aufsetzen machten sich die Rettungskräfte auf dem Weg zum Piloten, um die Erstversorgung sicherzustellen. Glücklicherweise blieb er unverletzt, die Maschine war nahezu unbeschädigt. Keine Schmier- oder Kraftstoffe traten aus, es war kein Flurschaden zu verzeichnen – eine perfekt geglückte Notlandung.

Nachdem der erste Schock überwunden war, hoben die Feuerwehrkräfte das Flugzeug hoch und das Fahrwerk wurde manuell aus dem Fahrwerksschacht gezogen. Das defekte Bauteil wurde bereits getauscht und die Untersuchungen abgeschlossen. Die Koordination zwischen Militär und Vereinsmitgliedern verhinderten größere Schäden. “Wichtig ist, dass man jederzeit professionelle Hilfe an einem Bundeswehrstandort bekommt, falls man sich in einer Notlage befindet”, so Becker. Quelle: ‘Donaukurier‘.

Zum Niedergang des Flugplatzes Offenburg

Leserbrief von Rolf Leonhardt in der Badischen Zeitung zum Artikel “Offenburg gibt für neue Gewerbeflächen evtl. Flugplatz auf“. “Die Stadt Offenburg hat im Jahre 1996 dem Offenburger Verkehrslandeplatz durch einen Gemeinderatsbeschluss den Todesstoß versetzt. Zusammen mit den Städten Freiburg, Offenburg und Lahr wollte man in Lahr einen Flughafen à la Baden-Airpark aus dem Boden stampfen. Deshalb verwundert mich es sehr, dass Stadträtin Loretta Bös (SPD) vom Haupt- und Bauausschuss in der Presse behauptet, aus eigenen Erfahrungen wisse sie, der Flugplatz sei verlottert.

Die Frage stellt sich, aus welchen Gründen am Flugplatz nichts mehr los ist. Was hat die Stadt aus dem Gelände gemacht? Ein Verkehrslandeplatz hat natürlich seine Kosten. Fluglotsen, Feuerwehr, Pflege der Landebahn, Tankstelle, tägliche Öffnungszeiten und so weiter. Betreiber des Flugplatzes war im Auftrag der Stadt die TBO. Stück für Stück reduzierte man die Aktivitäten seitens der Stadt, gliederte den Flugplatz aus den Vertragsverhältnisse der TBO aus und übergab den Landeplatz, nun als Sonderlandeplatz durch einen Pachtvertrag der Offenburger Fliegergruppe zur Eigennutzung. Auflage: kein anderer Flieger durfte ohne Genehmigung der Stadt Offenburg anfliegen. Ausnahme waren Hubschrauber der Polizeidirektion Offenburg und des Militärs.

Von damals 20’000 Starts und Landungen im Jahr blieb natürlich nicht viel übrig, um einen Flugplatz kostengünstig zu betreiben. Als erstes wanderte die Flugwerft Heimerl ohne Zukunftsaussichten nach Bremgarten ab. Dann wurde das sehr beliebte Flugplatz-Restaurant geschlossen, die international bekannte Lackier-Werft Konprecht hatte keinen Nachfolger gefunden, da der Pachtvertrag nicht verlängert wurde, Burda hat den Flugverkehr eingestellt, die Hallen der Baufirma Fischer wurden an die Stadt zurückgegeben, Flugschule Hezel und Isemann mussten 1997 wie die am Flugplatz stationierten Flugzeuge ohne Wenn und Aber nach Lahr.

Dann wurde der Knast gebaut, dies gab wieder Einschränkungen für den Flugbetrieb. Und nun benutzt man das Vorfeld des Flugplatzes für Unterkünfte für Flüchtlinge, die Burdahalle für Gerätschaften der Feuerwehr. Und deshalb, Frau Loretta Bös, nur deshalb, finden am beliebten Flugfeld keine Aktivitäten mehr statt, auch durch Ihren Anteil der Gemeinderatsbeschlüsse, die allerdings schon Jahre zurückliegen und bei Ihnen in irgendeiner Schublade verstaubt sind. Andere Städte oder Orte wie Bremgarten, Neuhausen ob Eck und so weiter haben ihren Gewerbepark mit den flugaffinen Firmen gefördert, in Offenburg hat man die Pachtverträge dieser Firmen mit hochqualifizierten Arbeitern gekündigt. Dies alles sollte der Gemeinderat in der nächsten Sitzung berücksichtigen”. Quelle: ‘Leserbrief von Rolf Leonhardt in der Badischen Zeitung‘:

Kreis Wesel trennt sich vom Flugplatz “Schwarze Heide”

Nach jahrzehntelangen Debatten verkauft der Kreis Wesel seine 20 Prozent am Zuschussgeschäft Flugplatz Schwarze Heide. Das sind die Bedingungen. Eine jahrzehntelange Diskussion hat jetzt ein Ende gefunden: Der Kreis Wesel wird seine 20 Prozent am Flugplatz Schwarze Heide in Hünxe verkaufen. Das hat der Kreistag mehrheitlich in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. Der Plan: Der Kreis Wesel bietet seine Anteile der Gemeinde Hünxe an, die somit die Möglichkeit hat, so viel davon zu kaufen wie sie will und kann. Was dann übrig bleibt, geht an private Investoren, eventuell auch an Bottrop. Hintergrund dieser Lösung ist, dass Hünxe und Bottrop eine Sperrminorität der Anteile halten wollen, sie können somit weiterhin Einfluss auf die Entwicklung am Flugplatz Schwarze Heide nehmen. Und im Zweifel unerwünschte Ziele unterbinden.

Schermbeck soll einen Platz im Lärmbeirat bekommen
Zudem wird der Kreis Wesel seinen Platz im Lärmbeirat des Flugplatzes künftig der Gemeinde Schermbeck überlassen. Die hat zwar keine Anteile am Flugplatz, leidet aber vor allem im Bereich Gahlen unter dem Fluglärm – vor allem die Kunstflugübungen zerren an den Nerven der Anwohner dort sowie in Hünxe und Kirchhellen. Der Entscheidung vorausgegangen waren zahlreiche Gespräche und juristische Fachgutachten: Der Kreis Wesel will für die wirtschaftlichen Risiken des Flugbetriebes nicht in die Verantwortung genommen werden. Die nun gefundene Lösung sei mit allen Beteiligten besprochen worden, auch mit den Privatinvestoren. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, diese Lösung nun schriftlich vorzubereiten. Bevor es zum Geschäft kommt, muss die Gemeinde Hünxe über ihre gewünschten Anteile beraten und beschließen. Aktuell halten noch die Kommunen Hünxe, Dinslaken, Voerde, Bottrop sowie der Kreis Wesel 85 Prozent der Anteile an der Fluggesellschaft – die übrigen 15 Prozent halten private Investoren. Dinslaken will sich von seinen Anteilen trennen, auch die Stadt Voerde will diesen Weg gehen. Quelle: ‘NRZ‘.

Gibt Offenburg für Gewerbeflächen Flugplatz auf?

In Offenburg sind freie Gewerbeflächen rar. Nun prüft die Stadt, ob auf dem Flugplatzareal ausgewiesen werden können. Zu einer möglichen Abwägung vertritt OB Steffens eine klare Haltung. Offenburg braucht mehr freie Gewerbeflächen: Für diese Position von Oberbürgermeister Steffens gab es im Haupt- und Bauausschuss des Gemeinderates keine Gegenstimme. Gesetzt wird vorrangig auf weitere Reserveflächen beim Gewerbepark Raum Offenburg (GRO). Intensiv geprüft werden soll auch das Flugplatzareal. Weitere besonders geeignete Flächen sieht man in Elgersweier (“Im Krummen Acker”) und in Rammersweier in der Erweiterung des Gewerbegebiets.

Sperrig der Titel, üppig der Inhalt: Gewerbeflächenpotenzialanalyse. Sabine Maier-Hochbaum vom Fachbereich Stadtplanung und Baurecht formuliert darin den Satz: “Die Bereitstellung baureifer Flächen für Betriebe, die an Erweiterung, Verlagerung oder Neuansiedlung interessiert sind, ist eines der wichtigsten Instrumente der kommunalen Wirtschaftsförderung.” OB Steffens unterstrich dies in der Montag-Sitzung: Man müsse allen Unternehmern dankbar sein, die Mut haben zu investieren. Erst die wirtschaftliche Stärke der Stadt “gibt uns die Möglichkeit, auch soziale Stadt zu sein”. Stadtplaner Leon Feuerlein erinnerte daran, dass die Verwaltung bereits 2018, angeregt durch die Freien Wähler, die baureifen und verfügbaren Gewerbeflächen umfassend dargestellt habe, auch Reserven, die im Flächennutzungsplan ausgewiesen sind. Ergebnis war, so Maier-Hochbaum, “dass sowohl die Stadt als auch der Zweckverband Gewerbepark Raum Offenburg ansiedlungsinteressierten Unternehmen nur noch sehr eingeschränkt sofort baureife Gewerbeflächen anbieten können.”

Ein Super-Gau wie mit “Kirsch” darf sich nicht wiederholen
Das erinnerte Grüne-Chef Ingo Eisenbeiß an den “Super-Gau mit Kirsch“: Weil der alteingesessenen Firma auf Gemarkung Offenburg keine geeignete Expansionsfläche angeboten werde konnte, sei sie nach Willstätt weitergezogen. Bei allem Entgegenkommen gegenüber ansiedlungswilligen Unternehmen: Ökologisch dürfe dabei nichts aus dem Gleichgewicht geraten. Das neue Gewerbegebiet bei Kappel-Grafenhausen, fügte Stefan Konprecht (Freie Wähler) hinzu, lege besonderen Wert auf Nachhaltigkeit: Die Verwaltung möge prüfen, ob es “übertragbar” wäre. Die Verwaltung präsentiert in der Analyse 17 gewerbliche “Potentialgebiete”: vier, die bereits im Flächennutzungsplan ausgewiesen sind, sowie 13 neue Flächen, verteilt fast über die ganze Stadt. Gleichzeitig empfiehlt sie dem Gemeinderat, vorerst einen Teil davon, das “Szenario 2”, weiterzuverfolgen, die moderate Ergänzung der im Flächennutzungsplan aufgeführten Areale. Mittelfristig sollen primär das Gewerbegebiet Rammersweier erweitert sowie das Gebiet “Im Krummen Acker” in Elgersweier und weitere Teilflächen im GRO angepackt werden. Langfristig – in 15 bis 20 Jahren – sollen weitere GRO-Flächen angegangen werden, auch auf Gemarkung Hohberg.

Die Verwaltung braucht Entscheidungen
Nicht eben geringe Hürden sind aus dem Weg zu räumen: So ist die Zukunft des Flugplatzes nicht geklärt, auch nicht die Trassenführung des Autobahn-Südzubringers. Die Verwaltung will beim Regierungspräsidium ausloten, welche der Varianten wohl ausscheiden wird – was der Stadtverwaltung Gelegenheit gäbe, die Gewerbeplanung voranzutreiben. Steffens stellte klar: Man wolle nicht die Behörde beeinflussen: “Es geht ausschließlich um eine frühzeitige Information.” Vielleicht schrien ja auch schon Varianten danach, “herausgenommen zu werden”. Der OB machte auch deutlich: Bei einer Abwägung – Flugplatz versus gewerbliche Nutzung – spräche er sich für die Erweiterung des dortigen Gewerbegebietes aus. Ähnlich Elisabeth Abele (CDU) und Loretta Bös: Bereits bei einem Besuch 2019 habe auch eine Bekannte den Eindruck gehabt, dort sei “alles verlottert”. Könnte die Fliegergruppe, so die SPD-Rätin, sich nicht jener in Kehl anschließen? Kleinere Flächen, das wurde auch in der Sitzung deutlich, gebe es bald auch im Umfeld des früheren Schlachthofs, in Waltersweier, wo der Technologiepark (TPO) frei wird, und auf dem Gelände des früheren Baumarktes an der Schutterwälder Straße, vis-à-vis des Kreuzschlags. Manch andere potenzielle Gewerbefläche ist aber laut Verwaltung nicht einfach zu bekommen, weil in privater Hand. Quelle: ‘Badische Zeitung‘.

Über der Hahnweide geht es wieder hoch her

Die Fliegergruppe Wolf Hirth ist in die Segelflug-Saison 2022 gestartet. Bei Sonnenschein und Frühlingstemperaturen genossen die Piloten unlängst die ersten Flüge in der Umgebung der Hahnweide und auf der Schwäbischen Alb. Auch wenn bereits die ersten Streckenflüge über einige Hundert Kilometer in den Logbüchern stehen, liegt der Fokus gerade zu Saisonbeginn vor allem darauf, wieder fit zu werden und den eigenen Trainingsstand, der bei vielen Piloten in der Nebensaison etwas leidet, kritisch zu überprüfen. So gab es zahlreiche Checkflüge der Piloten mit den vereinseigenen Fluglehrern, um mögliche Defizite zu erkennen und abzustellen.

Auch der reguläre Ausbildungsbetrieb begann am vergangenen Wochenende. Ob Platzrunde oder ausgedehnter Flug in der angesichts des diesigen Wetters mit wenigen Wolken eher schwer zu findenden Thermik – gerade die Piloten in spe starteten mit viel Motivation in die Saison. Quelle: ‘Teckbote‘.

Wer bekommt die Biersteuer des Flugplatz-Kiosk?

Der Flugplatz verbindet Renningen und Malmsheim seit langer Zeit. Denn auch wenn er gemeinhin als Flugplatz Malmsheim bezeichnet wird, verliefen die Gemarkungsgrenzen beider Orte immer mitten hindurch. Was viele nicht wissen: Mittlerweile liegt er sogar ausschließlich auf Renninger Gemarkung. Als Schnallenäcker II und III geplant wurden, hat die Stadt die Gemarkungsgrenzen verschoben, sodass die beiden Baugebiete gänzlich zu Malms­heim gehören und im Ausgleich unter anderem der Flugplatz zu Renningen.

Bald wird das aber ohnehin nicht mehr von Bedeutung sein. Die Firma Bosch hat das große Gelände um den Flugplatz und nördlich davon vor Jahren gekauft und dort ihren Bildungscampus errichtet. Sobald die Bundeswehr, die den Flugplatz als Übungs- und Absprunggelände nutzt, einen neuen Standort gefunden hat, wird Bosch den Flugplatz irgendwann überbauen. Nach aktuellen Erkenntnissen könnte das schon 2023 der Fall sein, dass der neue Standort im Zollernalbkreis von der Wehr genutzt werden kann.

Viele Bauern mussten ihr Land abgeben
Mit dem Flugplatz wird ein bedeutender Teil der Malmsheimer ebenso wie der Renninger Geschichte verschwinden. Der ehemalige Renninger Stadtarchivar Mathias Graner hat diese Geschichte vor wenigen Jahren in einem eigenen Buch zusammengefasst. Es ist im Rathaus erhältlich oder kann im Stadtarchiv eingesehen werden.

Angelegt wurde der Flugplatz Mitte der 1930er Jahre auf 80 Hektar Fläche. Viele Bauern mussten damals ihr Land abgeben. Eine besondere Anekdote weiß Mathias Graner aus dieser Anfangszeit zu erzählen: Bereits während der Bauphase wurde auf dem Platz eine Art Kiosk mit Bierausschank für die zahlreichen Bauarbeiter betrieben. „Und der Renninger und der Malms­heimer Gemeinderat waren sich uneins darüber, an welche Gemeinde die Biersteuer zu entrichten sei“, erzählt Graner schmunzelnd. Ein anschauliches Beispiel dafür, dass die Geschichte beider Orte durchaus von einer gewissen „Rivalität“ geprägt gewesen sei – gleichzeitig aber auch beide mit denselben Problemen konfrontiert waren wie dem Landverlust durch den Flugplatzbau.

Startpunkt für viele Lufteinsätze im Zweiten Weltkrieg
Von 1936 an wurde der Malmsheimer Einsatzhafen gebaut, doch schon 1938 brauchte das Militär mehr Fläche. Während des Zweiten Weltkriegs starteten von dem großen Flughafen aus viele Lufteinsätze. Getarnt war er als Gutshof, auf dem auch tatsächlich Landwirtschaft betrieben wurde. Etliche hier stationierte Soldaten ließen sich nach dem Krieg am Rankbach nieder.

Nach dem Krieg wurde das Gelände unter anderem als Durchgangslager für Heimatvertriebene und Flüchtlinge genutzt, später als Zwischenstation für deutsche Kriegsheimkehrer und als Militärstützpunkt für die US-Amerikaner, bis die Baracken abgerissen wurden. Nach der Gründung der Bundeswehr 1955 übernahm diese das Gelände, bis heute wird es als Übungs- und Absprunggelände genutzt. Und nicht nur das: Selbst Vereine dürfen das Gelände nutzen. Unter anderem sind dort die Sportflieger Malmsheim ansässig, die dort regelmäßig ihr beliebtes Drachenfest veranstalten. Pläne der Bundeswehr, den Flugplatz umfangreich auszubauen, scheiterten seinerzeit an Bürgerprotesten. Quelle: ‘Leonberger Kreiszeitung‘.

Neue Werfthalle geplant

Mit dem Flugplatz in Winzeln beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Die Aufstellung des Bebauungsplans “Flugplatz Winzeln” stand im Gremium zur Debatte. Der Luftsportverein (LSV) Winzeln will eine neue Werft-/Montagehalle auf dem Flugplatzgelände errichten. Die planungsrechtlichen Bedingungen seien mit dem Kreisbauamt erörtert worden, gab die Verwaltung bekannt. Da es für das Flugplatzgelände keinen Bebauungsplan gebe, müsse ein solcher aufgestellt werden. Martin Weisser vom Rottweiler Ingenieurbüro informierte den Gemeinderat zu diesem Thema. Der Flächennutzungsplan weise dort ein Sondergebiet aus. Der dortige Campingplatz sei allerdings nicht in der Sondernutzungsfläche enthalten. Der Gemeinderat stimmte für den Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans “Flugplatz Winzeln”.

Regionalplan 20 Jahre alt
Ebenfalls votierte der Rat für die Gesamtfortschreibung des Regionalplans Schwarzwald-Baar-Heuberg. Michael Lübke von der Stadt Oberndorf, deren Verwaltungsgemeinschaft Fluorn-Winzeln angehört, informierte zu diesem Tagesordnungspunkt. Der bisherige Regionalplan sei bereits 20 Jahre alt und müsse aktualisiert werden. Dabei soll unter anderem die Ausbauachse Oberndorf-Dornhan-Freudenstadt weiterentwickelt werden. Oberndorf habe zudem den Antrag zur Aufnahme Oberndorf-Schramberg als Regionale Entwicklungsachse gestellt.

Dies sei auch für Fluorn-Winzeln, das als “ländlicher Raum” geführt wird, sehr wichtig, ergänzte Bürgermeister Tjaden und einigte sich mit dem Gremium, dies auch im Beschlussvorschlag zu verankern. Für Fluorn-Winzeln sei etwa der Ausbau von Gewerbe und Wohnen vorgesehen. Angesichts der relativ niedrigen Bevölkerungsdichte im Vergleich zu Oberndorf müsse hier – angesichts vieler Einfamilienhäuser – ein Umdenken geschehen, so dass in Wohngebieten künftig auch Mehrfamilienhäuser ermöglicht werden, gab Tjaden zu bedenken. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Gesamtfortschreibung und den Antrag zur Aufnahme der Achse Oberndorf-Schramberg aus.

Suchlauf über geeignete Flächen
Ein weiteres Thema war die “punktuelle Änderung des gemeinsamen Flächennutzungsplanes im Bereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes ›Agri-Solarpark Epfendorf‹ ”. Konkret plane die Firma “Next2Sun” eine besondere Form von Freiflächen-Photovoltaikanlagen mit senkrecht und in Reihen stehenden Modulen. Dem Vorschlag der Stadt Oberndorf, über die Verwaltungsgemeinschaft einen Suchlauf über geeignete Flächen aufzugreifen, wurde bei einer Gegenstimme zugestimmt. Quelle: ‘Schwarzwälder Bote‘.

Süddeutsche Segelflugmeisterschaft in Winzeln

Im Zeitraum vom 11. bis zum 18. Juni findet am Flugplatz Winzeln die Süddeutsche Segelflugmeisterschaft der 18-Meter-Klasse statt. Der Luftsportverein Schwarzwald erwartet in diesem Zeitraum rund 45 Piloten mit ihren Segelflugzeugen aus ganz Deutschland und der Schweiz. An den Wertungstagen werden Wettbewerbsflüge über dem Schwarzwald, der Schwäbischen Alb und den angrenzenden Regionen zur Tagesordnung gehören. Die Süddeutsche Segelflugmeisterschaft der 18-Meter-Klasse ist ein Qualifikationswettbewerb zur Deutschen Segelflugmeisterschaft 2023. Der LSV Schwarzwald ist als Ausrichter vom DAeC (Deutscher Aeroclub) beauftragt, diesen Wettbewerb durchzuführen. Bei dem Wettbewerb handelt es sich um einen Streckenflugwettbewerb. Die Piloten erhalten täglich eine Aufgabe, für deren Erfüllung eine bestimmte Strecke abzufliegen ist. Der Pilot, der die Strecke in der kürzesten Zeit zurücklegt, gewinnt die Tagesaufgabe.

Spannende Luftrennen
In dieser Klasse finden sich Segelflugzeuge mit einer Spannweite von 18 Metern. Sie zeichnen sich durch eine gute Kombination von Gleitleistung, Geschwindigkeit und Wendigkeit aus. So sind Gleitzahlen von bis zu 50 keine Seltenheit. Dies bedeutet, dass das entsprechende Flugzeug aus einer Höhe von 1000 Metern bis zu 50 Kilometer weit gleiten kann. Dabei sind Höchstgeschwindigkeiten von 280 Stundenkilometer möglich. Die noch nicht allzu große Spannweite gestattet auch enges Kreisen in der Thermik. Das verspricht spannende Luftrennen. 2014 fand zum letzten Mal dieser Wettbewerb am Flugplatz Schramberg-Winzeln statt. Damals beteiligten sich 30 Piloten am Fliegen um den Süddeutschen Meister in drei verschiedenen Klassen (Clubklasse, 15-Meter-Klasse und 20-Meter-Mixed-Klasse).

Offene Vereinsmeisterschaft
Für 2022 liegen bereits Anmeldungen aus ganz Deutschland und der Schweiz vor. Vom LSV Schwarzwald selbst sind sechs Mitglieder für den Qualifikations-Wettbewerb registriert. Neben dem Qualifikations-Wettbewerb wird parallel die “Winzeln Open” als offene Vereinsmeisterschaft ausgetragen. Hier liegen bereits acht Anmeldungen vor. Die Besucher können viele Segelflugstarts beobachten. Außerdem wird es den Tag über, während die Piloten irgendwo in Süddeutschland ihre Aufgabe erfüllen, die Möglichkeit geben, sich die Segelfliegerei, den Wettbewerb und die Aufgaben von erfahrenen Piloten erklären zu lassen. Auf einem Bildschirm können die Flugzeuge live beobachtet werden. Quelle: ‘Schwarzwälder Bote’. Bild: ‘LSV Schwarzwald‘.

Zaun um Senne-Flugplatz steht

Er war umstritten und ein Politikum in Bad Lippspringe – doch das hat die britische Militärverwaltung nicht davon abgehalten, ihn zügig umzusetzen. Der Zaun rund um das Flugplatzgelände nahe der Bundesstraße 1 ist praktisch fertiggestellt. Die Briten hatten sich über Vandalismus beklagt und beschlossen daher, über eine Strecke von knapp 2,8 Kilometer einen grünen Stabmattenzaun ziehen, der 2,30 Meter hoch werden sollte. Wie mittlerweile bestätigt ist, soll der Flugplatz künftig auch wieder genutzt werden, zumindest im Rahmen von Militärübungen in der Senne. Laut Army-Sprecher Mike Whitehurst könnte er als Start- und Landeplatz für Hubschrauber dienen. Keineswegs sei aber ein Ausbau des Flugfeldes geplant. Weil es sich um eine Grasbahn handele, sei diese für Jets sowieso nicht geeignet. Eventuell könne das Gelände auch für den Aufbau eines Feldlazaretts im Rahmen eines Manövers genutzt werden. Quelle: ‘NW.de‘.

Zusammenstoß über Flugplatz

Über dem Flugplatz bei Wesel (Hünxe) in Nord-Rhein-Westfalen sind am Abend des 10. März zwei Kunstflieger in der Luft zusammengestoßen. Beide Piloten haben überlebt. Einer der beiden Piloten stammt aus Mainz, bestätigt die Kreispolizei in Wesel. Er konnte sich mit dem Fallschirm retten. Dabei verletzte sich der 35-jährige leicht. Der andere Pilot konnte noch sicher landen. Das Flugzeug des Mainzer Piloten fand die Polizei wenige später auf einem Spargelfeld in der Nähe des Flugplatzes. Es sind allerdings nur noch Trümmer.

Ermittlungen durch BFU
Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen hat noch am gleichen Abend die Ermittlungen übernommen. Bislang ist noch unklar, wie es zu dem Zusammenstoß kam. Quelle: ‘Hit Radio FFH‘.

In die Erfolgszone geflogen

Der Flughafen in Schönhagen findet als »kleiner Bruder« des BER seine Nischen. Während der neue Großflughafen BER eine Negativschlagzeile nach der anderen produziert, sind kleine Flugplätze rund um Berlin klar im Vorteil – und nicht selten sogar Corona-Gewinner. Der Umstand, dass die Fußballer des FC Bayern München nicht den BER nutzten, sondern den Flugplatz Schönhagen, um nach einem Spiel gegen Hertha BSC Berlin sicher und ohne Zeitverzug heimzukehren, lenkte kürzlich die Aufmerksamkeit auf dieses Thema.

Die Mannschaft sei hier schon mehrfach gestartet – und nicht nur sie, sagt Flugplatzchef Klaus-Jürgen Schwahn. »Die halbe Bundesliga« habe das schon getan, seit Beginn der Corona-Pandemie laufe das Geschäft. Während der große Linienverkehr um bis zu 75 Prozent zurückging (laut Statistischem Bundesamt von 124,4 Millionen Passagieren im Jahr 2019 auf 31,3 Millionen 2020), wuchs die Zahl der Flüge in Schönhagen um immerhin vier Prozent. Rund 44 000 Starts und Landungen seien im vergangenen Jahr abgefertigt worden, sechs Prozent davon waren Auslandsflüge. »Die Airports waren geschlossen, aber es wurden nach wie vor Flugleistungen abgefordert. Das haben wir übernommen«, berichtet Schwahn.

Sein Unternehmen ist Mitglied einer Interessengemeinschaft von 75 Regional-Fflugplätzen in Deutschland. »In Metropolennähe können die meisten auf eine solche Bilanz verweisen. Und für die Flughäfen in den entfernten Regionen war der Rückgang längst nicht so stark wie der beim Linienflug«, sagt der Chef des Airports Schönhagen.

Charter gelten als schneller und sicherer
Der Linienverkehr ist nicht immer die beste Lösung, wenn es gilt, für relativ wenige Passagiere spezielle Ziele anzusteuern. In einem solchen Fall ist eine Chartermaschine laut Schwahn der schnellere und unter Umständen sogar günstigere Weg. Charterflüge würden daher auch von Prominenten mit besonderen Sicherheitsanforderungen genutzt. Denn entsprechende Konzepte könnten viel einfacher umgesetzt werden als auf einem großen und viel genutzten Linienflughafen. Sogar nach China sei man von Schönhagen aus schon aufgebrochen – natürlich mit mehreren Zwischenlandungen. Denn der Flugverkehr von hier aus hat einen maximalen Radius von 3500 Kilometern. »Nach Nordafrika kommen wir nonstop, über den Atlantik schaffen wir es aber nicht«, sagt Schwahn.

Mit öffentlicher Förderung zum Erfolg
Den regionalen Landeplätzen erging es lange Zeit ähnlich wie vielen Gewerbegebieten: Sie dümpelten vor sich hin, bis »der Knoten geplatzt« war. Doch schon vor 15 Jahren bescheinigte das Wirtschaftsministerium Schönhagen eine »gute Entwicklung«, so wie auch dem Flugplatz in Strausberg. Zum Konzept in Schönhagen gehören neben Geschäftsreisen, Werk- und Charterverkehr auch die Ausbildung von Piloten und der Luftsport. Die 1220 Meter lange Start- und Landebahn wurde auf 1500 Meter verlängert. Inzwischen haben sich 47 Firmen angesiedelt, 190 Flugzeuge sind daneben untergebracht. »Im Moment habe ich keine Baufläche mehr frei«, bedauert Schwahn. Inzwischen ist der Antrag gestellt, weitere 50 000 Quadratmeter als Baufeld ausweisen zu können. Die alte Querlandebahn wird dafür stillgelegt. Der Geschäftsführer will auf diese Weise »genügend Potenzial« für die Entwicklung in den kommenden zehn Jahren schaffen.

Auch inhaltlich begibt sich der Standort gleichsam in neue Sphären. Unter der Überschrift »nachhaltiges Fliegen« ist eine Reihe von Forschungskooperationen entstanden, unter anderem mit der Technischen Hochschule Wildau und der Freien Universität Berlin. Letztere hat zwecks Klimabeobachtung ein Flugzeug in Schönhagen stationiert. Erforscht wird auch das Fliegen mit gespeicherter Elektroenergie, mit synthetischen oder CO2-freien Kraftstoffen. »Das geht auch die Luftfahrt etwas an«, meint Schwahn. Schönhagen liegt zwar einige Kilometer weiter von der Berliner Stadtgrenze entfernt als der BER und verfügt auch nicht über einen S-Bahn-Anschluss. Von einer Konkurrenz zum Linienflugbetrieb am BER könne da bei allem Aufwind keine Rede sein, sagt der Geschäftsführer. Geflogen wird hier gleichwohl schon lange. Es begann Ende der 1920er Jahre mit dem Segelflug, in der Nazizeit entstand eine militärische Flugschule. In der DDR nutzte die Gesellschaft für Sport und Technik (GST) den Flugplatz, der nach 1990 für Charterflüge und Sportfliegerei ausgebaut wurde. Quelle: ‘ND-aktuell.de‘.

Bei böigen Verhältnissen zu langsam angeflogen

Über der Piste hob der Pilot etwas die Nase des Flugzeuges an, um bei unverminderter Leistung die Geschwindigkeit und die Sinkrate zu verringern. Erst als sich die HB-YKC noch in geringer Höhe von 1.5 bis 2 m über der Piste befand, leitete der Pilot den Abflachvorgang (flare) ein. In einer Höhe von rund 1 m über der Piste, verlor der Schulterdecker abrupt an Höhe und schlug mit dem Hauptfahrwerk auf den Boden auf. Nach dem Aufprall hob das Flugzeug wieder wenig von der Piste ab. Beim darauffolgenden Bodenkontakt nahm der Pilot einen heftigen Schlag auf das Bugfahrwerk wahr. Unmittelbar danach stellte er fest, dass der Propeller ebenfalls Kontakt mit der Piste hatte, aber noch drehte. Anschliessend senkte sich die Flugzeugnase in einer langsamen Nickbewegung, bis das Flugzeug schliesslich mit dem Bugfahrwerkbein auf der Piste aufsetzte und auf diesem nach rund 30 m entlang der Pistenachse rutschte, bevor es zum Stillstand kam. Der Pilot blieb unverletzt.

Nach einem stabilen, auf der verlängerten Pistenachse ausgerichteten Endanflug mit den vollständig ausgefahrenen Landeklappen (15°) überflog der Pilot die Pistenschwelle in geringer Höhe mit einer Anfluggeschwindigkeit von 55 MPH, die er in der Folge allmählich reduzierte. Gegenüber der zugehörigen Höchstgeschwindigkeit bei ausgefahrenen Landeklappen (Maximum Flap Extended Speed – VFE) von 60 MPH verblieben dem Piloten während des Endanfluges somit nur eine geringe Marge von maximal 5 MPH. Zudem bieten ausgefahrene Landeklappen einen erhöhten Widerstand und damit einhergehenden eine grössere Angriffsfläche bei Turbulenzen. Mit nur teilweise ausgefahrenen Klappen wird zum einen diese Einflussgrösse verringert, zum anderen besteht nicht die Gefahr, die VFE zu überschreiten. Die Wahl der Klappenstellung war daher in dieser Situation nicht zweckmässig. Es ist denkbar, dass die HB-YKC im Windschatten der nördlich der Piste verlaufenden Baumreihe aufgrund eines plötzlichen Auftriebsverlusts infolge einer vertikalen Windscherung rasch an Höhe verlor und auf die Piste prallte. Bei einer geringen Landemasse von nur rund 450 kg führt eine Leistungsreduktion oder einer Störung durch eine Windböe zu einem schnelleren Abbau der Geschwindigkeit als bei einem Flugzeug grösserer Masse. Daher sei an dieser Stelle daran erinnert, dass die in der Aviatik verbreitete Regel, wonach die Anfluggeschwindigkeit das 1.3-Fache der Überziehgeschwindigkeit in Landekonfiguration (VS0) beträgt, für Flugzeuge vergleichsweise geringer Masse nur beschränkt anwendbar ist. Die vom Pilot gewählte Anfluggeschwindigkeit war bei den vorherrschenden Windbedingungen daher zu gering. Quelle / vollständiger Untersuchungsbericht: ‘SUST‘.

Altenrhein: Flüge in Sperrzeiten

Anwohnende des St.Galler Flugplatzes Altenrhein werfen den Beitreibern vor, systematisch über Mittag und am Abend Flugzeuge starten und landen zu lassen. Dabei ist das eigentlich verboten. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Flugplatz gebüsst wird. Der einzige St.Galler Flugplatz steht in der Kritik. In den letzten sechs Monaten sollen die Betreiber die Mittags- und Nachtruhe systematisch gebrochen haben. Die Zahlen und Fakten stützen den Vorwurf.

Jeden Tag ein Flugzeug ausserhalb der erlaubten Zeiten
Insgesamt 139 Mal startete oder landete ein Flugzeug in den letzten sechs Monaten auf dem Flugplatz Altenrhein ausserhalb der erlaubten Zeiten. Alleine im August 2021 waren es 39 Starts und Landungen. Das zeigt eine Aufzeichnung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl), die FM1Today vorliegt. Eigentlich dürfte der Flugplatz laut dem eigenen Betriebsreglement, welches mit dem Bazl und den umliegenden Kantonen bestimmt wurde, zwischen 12 und 13.30 Uhr nicht starten oder landen. Ausserdem gilt eine Nachtruhe.

Ausnahmen sind erlaubt, aber nur in geringer Anzahl
Der Flugplatz darf Sonderbewilligungen für diese Sperrzeiten erlauben. Dies sollte gemäss Betriebsreglement aber nur in Ausnahmefällen passieren. «Bei 139 Bewilligungen in den letzten sechs Monaten, kann man nicht mehr von Ausnahmen sprechen», sagt die Anwohnerin Cécile Metzler. Sie wirft dem Flugplatz Altenrhein vor, die Betreiber würden systematisch die Regelung ausnutzen und Sperrzeiten missachten.

Vergehen wäre schon das zweite Mal
Bereits im Jahr 2019 büsste das Bazl den Flugplatz Altenrhein wegen drei illegalen Landungen mitten in der Nacht. Die Betreiber mussten damals rund 800 Franken bezahlen. Sollte der aktuelle Vorwurf zutreffen und der Flugplatz hat mutwillig die Regelung systematisch ausgenutzt, dürfte die Busse laut Bazl bis zu zehntausend Franken höher ausfallen.

«Auf den ersten Blick sieht es nach viel aus»
«Ich kann verstehen, dass 139 Flüge in den letzten sechs Monaten auf den ersten Blick nach viel aussieht», sagt der CEO des Flugplatz Altenrhein Thomas Krutzler. Er dementiert den Vorwurf eines systematischen Regelbruches scharf. «Die Ausnahmen hatten jeweils ganz verschiedene Gründe.» An die Anwohnenden richtet der CEO ein Appell: «Wir tun hier nichts Verbotenes und jeglicher Vorwurf diesbezüglich ist schlicht falsch. Aber wir sind jederzeit bereit für einen Dialog.»

Mittagsruhe soll fallen
Während sich Anwohnende über die gestörte Mittagsruhe ärgern, gibt es Bestrebungen vonseiten der Politik, diese gleich ganz abzuschaffen. dass auf dem Flugplatz Altenrhein die Mittagsruhe grundsätzlich fallen könnte. Die Mitte-EVP-Fraktion hat einen Vorstoss zum Ausbau des Flugbetriebs eingereicht und sich mit einer Interpellation nach den Perspektiven für den Flugplatz erkundet. Die Regierung wird darin um eine Stellungnahme gebeten, ob sie sich in Bern für die Ausweitung der Betriebszeiten auf die Mittagszeit und Feiertage einsetzen würde.

«Für die Wirtschaftlichkeit der Region St.Gallen und Rheintal ist der Flugplatz sehr wichtig», sagt der Flugplatz Altenrhein CEO Thomas Krutzler. Sollte die Mittagsruhe fallen wäre der Flugplatz deutlich konkurrenzfähiger auf dem internationalen Markt. Krutzler betont aber: «Wir haben überhaupt keine Ausbaupläne.»

Diskussion wegen Mittagsruhe geplant
Verschiedene Interessengruppen treffen sich am 11. März, um darüber zu sprechen, wie es mit dem Flugplatz Altenrhein und der Mittagsruhe weitergeht. An diesem runden Tisch sind aber weder Anwohnende eingeladen, noch Vertreter des Flugplatzes Altenrhein. Quelle: ‘FM1today‘.