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Eisenschmidt auf dem Flugplatz Mainz-Finthen

Am 1. April 2021 eröffnete Eisenschmidt einen Verkaufsstand auf dem Verkehrslandeplatz Mainz-Finthen EDFZ. Dort wird es bis zum 31. Mai 2021 Produkte für Motor- und UL-Piloten sowie Segelflieger geben. Öffnungszeiten sind Donnerstag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr. Ein Pilotshop fehlt bisher an dem attraktiven Flugplatz Mainz-Finthen EDFZ. Dies hat Eisenschmidt, Luftfahrtbedarfshändler aus Egelsbach, erkannt und eröffnet dort einen temporären Verkaufsstand. In bester Lage, direkt am Vorfeld wird es Bedarf für Flugvorbereitung und Flugdurchführung sowie schöne Produkte für den Pilotenalltag geben. Geplant ist der Store für acht Wochen bis Ende Mai.

Eisenschmidt bringt einen Teil aus seinem umfangreichen Sortiment für die Allgemeine Luftfahrt mit nach Mainz: ICAO-Karten, Flugbücher, Taschen, Flugzeug-Zubehör und vieles mehr. Ebenso wird es speziellen Bedarf für Segelflugzeuge geben. Der Eisenschmidt-Verkaufswagen steht in der vordersten der neu gebauten Hallen auf der westlichen Seite des Flugplatzes.

Der Zugang erfolgt über den Haupteingang am Tower. Besucher und Kunden bewegen sich sicher auf dem Betriebsgelände, indem sie sich an die ausgewiesene Wegbeschreibung halten. Das Ladengeschäft in Egelsbach bleibt auch in dieser Zeit weiterhin wie gewohnt geöffnet. Als Verlagsbuchhandlung darf Eisenschmidt sowohl in Hessen als auch in Rheinland-Pfalz nach derzeitigem Stand seine Stores öffnen. Das Team von Eisenschmidt freut sich auf den zweiten Standort in Mainz-Finthen und auf den Besuch von vielen Pilot/innen und Luftfahrtbegeisterten.

Flugplatz soll Sachsens größtes Gewerbegebiet werden

Das ist eine echte Nummer: Im Industrie- und Gewerbegebiet Flughafen Großenhain wartet eine der größten zusammenhängenden Industrieflächen in Sachsen auf einen Großinvestor à la Tesla. Die Stadt hätte gegen eine Aufsplitterung auch nichts einzuwenden. „Wir sind Stück für Stück auf der Zielgeraden“, sagt der Großenhainer OB Sven Mißbach (42, parteilos). Eigentlich handelt es sich nur um ein Stück. Aber das ist ganz schön mächtig: 230 Hektar, 145 davon sind bebaubare Fläche. Es ist ein Teil des traditionsreichen Flughafens, der momentan noch für den Flugbetrieb genutzt wird. Aber nicht mehr lange.

Der Freistaat, dem das Gelände gehört, arbeitet auf eine industrielle Großansiedlung hin. Geschätzter Grundstückswert: mindestens im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich. Geschätzter Mehrwert: unbezahlbar. Wenn die Stadt den Bebauungsplan noch 2021 beschließt, ist das Gelände vermarktungsreif, sagt Martin Oberacher vom Zentralen Flächenmanagement des Freistaats. Anfragen habe es bereits aus dem In- und Ausland gegeben, so Sven Mißbach, der sich einen Investor à la Tesla vorstellen könnte. „Wasserstofftechnologie vielleicht oder ein Batteriezellenproduzent.“

Am Großenhainer Flughafen fehlt nur noch der Großinvestor
Gerade in diesem Bereich wird der Bedarf immens steigen. Stichwort: Elektromobilität. Erst am Freitag hat die EU eine aktualisierte Prioritätenliste für den Aufbau einer Batterieproduktion beschlossen. In Sachsen laufen bereits Projekte in Kamenz, Großröhrsdorf und Döbeln. Eine Großansiedlung hat aber auch Nachteile. Gerät das Unternehmen in Schwierigkeiten, bricht die Gewerbesteuer in einem Stück weg. Bei der Stadt könnte man sich deshalb auch eine Teilung des Grundstücks vorstellen. Mehrere Unternehmen, weniger Risiko. Aber allein wird der künftige Großinvestor ohnehin nicht sein. Im Industrie- und Gewerbegebiet Flughafen siedeln bereits jetzt über 30 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Fehlt nur noch der Großinvestor.

Großenhainer Flugplatz hat lange Geschichte
Der Flugplatz ist keiner von vielen. Tatsächlich ist er einer der ältesten noch in Betrieb befindlichen Flugplätze in Deutschland. Heute sind unter anderem Rundflüge möglich oder Segelfliegen. In den ehemaligen Flugzeughallen fertigt der Airbus-Zulieferer 3D ICOM. Eine echte Attraktion ist das „Fliegende Museum“, eine der größten Privatsammlungen historischer Flugzeuge in Europa. Auch als Drehort für Spielfilme ist das Areal mitunter gefragt. Quelle: ‚Tag24.de‚.

Keine Gesuche für Flugplatz Kägiswil

Im Zusammenhang mit der Immobilienstrategie des Kantons Obwalden kam am Donnerstag im Kantonsrat auch der Flugplatz Kägiswil zur Sprache. Im Zusammenhang mit der Immobilienstrategie erkundigte sich Guido Cotter (SP, Sarnen) nach dem Stand der Dinge beim Flugplatz Kägiswil. Wie Baudirektor Josef Hess erklärte, beschloss der Bundesrat am 2. September 2020 die Eintragung des Flugplatzes Kägiswil als zivilen Flugplatz im Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL), dem Planungs- und Koordinationsinstrument des Bundes für die zivile Luftfahrt. Die Flugplatzgenossenschaft Obwalden (FGOW) muss nun ein Gesuch für eine definitive Betriebsbewilligung und ein Betriebsreglement beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) einreichen. Dies ist noch nicht erfolgt.

Der Mietvertrag des Kantons mit der FGOW gilt bis zum Vorliegen der rechtskräftigen Betriebsbewilligung und des genehmigten Betriebsreglements durch den Bund, längstens aber bis zum 31. Dezember 2023. Liegen diese bis dann nicht vor, verfällt der Baurechtsvertrag Armasuisse-Kanton und die Armasuisse kann den vorzeitigen Heimfall der Parzelle geltend machen. Der Zeitplan hänge also im Wesentlichen davon ab, wann die FGOW ihr Gesuch um eine Betriebsbewilligung und ein Betriebsreglement beim BAZL einreiche, sagte Josef Hess. Anschliessend erfolge die Beurteilung durch das BAZL und die öffentliche Auflage im Kanton Obwalden.

Kosten für Rückbau und Rekultivierung sind erheblich
Die Piste soll 60 bis 90 Meter kürzer und auf 560 Metern von 40 auf 22 Meter verschmälert werden. Damit lassen sich etwa 1,4 Hektaren rekultivieren. Die Kosten dafür seien erheblich, so Josef Hess weiter. Es müssen rund 10’000 Kubikmeter Belag und teilweise kontaminierter Untergrund entfernt und entsorgt werden. Die Fläche muss anschliessend mit gutem Erdmaterial rekultiviert werden. Solches würde zum Beispiel bei den in diesem Bereich geplanten Aufweitungen der Sarneraa anfallen. Ferner müssen die Dränageleitungen an die neue Situation angepasst werden. Eine Kostenschätzung liege vor und rechne mit Kosten von rund 1,2 Millionen Franken.

Die Kostenübernahme sei Gegenstand von Verhandlungen des Kantons mit Armasuisse, die eben erst angelaufen sind. Es sei auch denkbar, einen Teil der Kosten durch eine allfällige Mietzinserhöhung von der FGOW refinanzieren zu lassen. Die Kosten für einen allfälligen Rückbau der Militärunterstände und des Hangars liegen beim Kanton. Dieser hat die Bauten beim Abschluss des Kaufvertrages erworben und ist Eigentümer. Für Josef Hess ist klar, dass die dabei beim Kanton entstehenden Kosten, zu denen noch keine Schätzungen vorliegen, über einen künftigen Mietvertrag refinanziert werden müssten. Auswirkungen auf die Bautätigkeit in der unmittelbaren Umgebung des Flugplatzes hätte zudem die Hindernisbegrenzung, so Hess weiter. Bei der derzeit vorgesehenen Bebauung mit 2- bis 3-stöckigen Gebäuden sei das Konfliktpotenzial aber gering. Beschränkungen für die betroffenen Parzellen seien bereits seit der Zeit des Militärflugplatzes auf den betroffenen Parzellen im Grundbuch vermerkt. Quelle: ‚Luzerner Zeitung‚.

Emmen fit für 24/7-Luftwaffeneinsätze

In Emmen LU werden derzeit Abläufe getestet. Seit 1. Januar 2021 ist die Schweizer Luftwaffe rund um die Uhr und jeden Tag für Einsätze im Luftraum mit zwei bewaffneten Kampf-Flugzeugen einsatzbereit. Haupteinsatzbasis dafür ist der Militärflugplatz Payerne. Aber auch der Militärflugplatz Emmen LU macht sich jetzt fit für die Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft: Die Schweizer Luftwaffe führt am Montag, 15. und am Dienstag 16. März 2021 einen sogenannten 24-Stunden-Test ab dem Militärflugplatz Emmen durch. Ziel sei die «Erprobung der Abläufe ab der neuen Halle 7 (ZLE)», heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde Emmen. Oberstleutnant Roland Studer, Chef des Operationscenters, präzisierte auf Anfrage von 20 Minuten: «Zwei F/A-18-Kampfjets werden in Alarmbereitschaft in Emmen stationiert. Das heisst, dass sie in der Lage sein müssen, innert einer Viertelstunde von ihrer Box auf dem Militärflugplatz Emmen in der Luft zu sein.» Hierzu würden nun sämtliche Abläufe getestet, von den Funkverbindungen bis hin zu den Schlafplätzen der Crew auf dem Flugplatz Emmen.

Als Infrastruktur steht in Emmen der fast 60 Millionen Franken teure Neubau «Zentrum Luftfahrtsysteme Emmen» (ZLE) zur Verfügung, der im Dezember 2020 eingeweiht wurde. Armasuisse teilt sich den Komplex mit der Luftwaffe in den Bereichen des neuen Aufklärungsdrohnen-Systems (ADS 15) und des Luftpolizeidienstes 24.

Auch Hot Missions sind ab Emmen möglich
Von 18. Juni bis 19. Juli 2021 wird der Militärflugplatz Emmen zum neunten Mal zum Jet-Hauptflugplatz der Schweizer Luftwaffe für sämtliche Flüge mit dem Kampfjet F/A-18, heisst es in der Mitteilung der Gemeinde Emmen weiter. Auch die Einsätze zu Gunsten des 24/7-Luftpolizeidienstes werden in dieser Zeit ab Emmen erfolgen. «Im Falle eines Vorkommnisses im Schweizer Luftraum kann es im Rahmen des Luftpolizeidienstes auch zu Hot Missions ausserhalb den normalen Flugbetriebszeiten kommen. Die Souveränität im Schweizer Luftraum wird damit jederzeit gewährleistet», schreibt das Flugplatzkommando Emmen weiter. Quelle: ‚20 Minuten‚.

Drohne über Tower

Das Krisenmanagement der Schweizer Flugsicherung probt mehrmals im Jahr eine Katastrophenlage. Damit im Ernstfall alles glimpflich abläuft.

Es ist fünf vor sechs. Eine Boeing 747 der Air Sharif aus Teheran befindet sich im Sinkflug nach Zürich. Bis dahin verlief der Flug problemlos, der Landung steht nichts mehr im Wege. Bei einer Höhe von 5200 Fuß kontaktiert der Pilot der Boeing den Tower per Funk, um die Landeerlaubnis einzuholen. „Sharif 747, Zurich Tower, position one-five nautical miles Northeast of AMIKI, requesting direct approach to runway 34“. Stille. Der Pilot versucht es noch einige Male, erfolglos. Was ist geschehen? Der Kontrollturm am Zürcher Flughafen wurde von einer mit einer Bombe bestückten Drohne angegriffen. Der ganze Funkkontakt des Kontrollturms und die gesamte Flughafenkoordination wurden auf einen Schlag lahmgelegt. Es herrscht das völlige Chaos. Zum Glück handelt es sich bei dieser Schilderung nur um eine Übung des Krisenstabs von skyguide und nicht um einen Ernstfall. Geschildert wird das Szenario von Christian Weiss, dem Leiter des Betriebskontinuitäts- und Krisenmanagements von skyguide, dem Hauptflugsicherungsunternehmen der Schweiz mit 1368 Vollzeitstellen. Weiss’ Hauptaufgabe ist es, Verfahren und Strategien zu entwickeln, um Vorfälle, die sich zu Notfällen oder Krisen entwickeln könnten, zu vermeiden. Dazu gehören die Organisation und das Training der Mitglieder des Krisenstabs. Dieser Krisenstab muss jederzeit einsatzbereit sein.

Herausfinden, wo der Fehler liegt
„Die Gründe für ein Aufgebot des Krisenstabs können vielfältig sein: Schwere Vorfälle im Flugbetrieb, ein Versagen der Technik oder eben ein Angriff auf den Kontrollturm. Ich und mein Team sind einerseits zuständig, Verfahren und Strategien zu entwickeln, um Vorfälle, welche sich zu Notfällen entwickeln könnten, zu vermeiden, und anderseits für das Image des Unternehmens, welches in einem solchen Fall keinen nachhaltigen Schaden nehmen soll“, sagt Weiss. Deshalb ist der Leitsatz „Sicherheit ist unsere Raison d’Être“. Dennoch kann mal etwas schiefgehen. Bekanntlich sind menschliche Fehler nicht zu verhindern. „Ich suche dabei nicht den Schuldigen, sondern will den Fehler eruieren und durch einen Lernprozess eine Wiederholung verhindern“, erklärt der 48-jährige Familienvater und passionierte Segler. Zurück zum Szenario: Da der Pilot der fiktiven Airline aus Iran den Kontrollturm nicht erreichen kann, funkt er manuell die Anflugleitstelle an, die ihn kurz zuvor an den Tower verwiesen hatte. Diese befindet sich nicht am Flughafen und ist deshalb nicht direkt von dem Angriff betroffen. Im Beispiel ist das das Kontrollzentrum auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens in Dübendorf, rund zehn Kilometer vom Kontrollturm entfernt. Die Bezirksleitstellen in Dübendorf und in Genf regeln den ganzen Flugverkehr, der durch den Schweizer Luftraum verkehrt. Der Luftraum ist in Sektoren unterteilt. Jedem Sektor sind eine bestimmte Höhe und ein bestimmter Radius zugeschrieben.

Rund um die Uhr kann ein Team mobilisiert werden
Jeder Sektor wird von mindestens zwei Fluglosten überwacht und gesteuert. Die für uns relevanten Sektoren sind der Area Control, Approach Control und der Tower. Bildlich gesprochen steuern vom Boden aus die Lotsen des Towers ein Gebiet vergleichbar mit einem Zylinder mit 15 bis 20 Kilometer Radius und einer Höhe von 1500 Metern über Meer. Alles, was über 1500 Metern herumschwirrt, steuert der Approach- und Area Control. Der Pilot kontaktiert den Approach Control. Jetzt kommt das Krisenmanagement ins Spiel, bei dem Weiss seit 2015 dafür sorgt, dass rund um die Uhr ein Team von Spezialisten und Entscheidungsträgern mobilisiert werden kann. Zwei Mitglieder müssen immer anwesend sein, eines in Dübendorf und eines in Genf: Diese Duty Officers entscheiden, was die nächsten Handlungen sind. Ein geregelter Ablauf ist entlang einer Checkliste durchzugehen. „In einer solchen Situation lastet eine riesige Verantwortung auf den Flugverkehrsleitern und Duty Officers. Eine unüberlegte Handlung und der Vorfall könnte noch gravierendere Auswirkungen haben.“

Erst dann werden die nächsten Entscheidungen getroffen
Weiss verwendet oft die in der Aviatik gebräuchlichen Abkürzungen, die alles andere als selbsterklärend sind: „Der ADC im TWR koordiniert üblicherweise über TRACE mit dem APP East ATCO im CIR DUB, welches in diesem Fall U/S war – genauso wie das EMTEL.“ Das bedeutet: „Der Aerodrome Controller im Kontrollturm spricht sich üblicherweise über ein Koordinations-System mit dem Flugverkehrsleiter am Approach East im Kontrollraum Dübendorf ab. Dieses System war zu diesem Zeitpunkt außer Betrieb, genauso wie alle Telefonleitungen.“ Quelle: ‚FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung‚.

Wo die Hildener fliegen lernten

Auch wenn es der Name nahe legt: Der Kesselsweier hat nichts mit einem „Weiher“ zu tun. Der alte Gutshof wurde lange von Segelfliegern genutzt. Heute ist er ein Denkmal und liegt mitten in einem besonders wertvollen Naturschutzgebiet. Das Areal wurde viele Jahre als Segelflugplatz genutzt. 2008 musste der Flugbetrieb eingestellt werden, weil die Start- und Landebahn zugewachsen war. Der Hildener Stadtrat war nicht bereit, für eine Verlängerung der Betriebserlaubnis rund 2000 Bäume zu opfern. Ein Unternehmer kaufte Gut Kesselsweier und ließ es unter Denkmalschutz stellen. Die historischen Gutsanlage existiert bereits seit mindestens 1590. 1927 wird der Verein Segel- und Motorflug Hilden gegründet. 1970 schließen sich die Luftsportgruppe Hilden und der Luftsportclub Haan zur LSG Kesselsweier Hilden-Haan zusammen. Die Flugplatzfeste am Kesselsweier waren legendär und zogen jedes Jahr zehntausende Besucher an. Zum 1. Januar 2013 schließt sich die LSG Kesselsweier der LSG Erbslöh in Langenfeld an.

Das 15 Hektar große Areal gehört der Stadt Hilden. Der Kesselsweier ist seit 1984 Landschaftsschutzgebiet. Es grenzt an zwei Naturschutzgebiete (Spörkelnbruch und Hildener Stadtwald). „Die ökologische Wertigkeit ist sehr hoch“, sagt die Untere Landschaftsbehörde des Kreises: „So etwas gibt es sonst nirgendwo im Kreis Mettmann.“ Deshalb trat die Untere Landschaftsbehörde mit dem Wunsch an die Stadt Hilden heran, das ehemalige Flugplatzgelände doch zu einem Biotop für seltene Tiere und Pflanzen zu entwickeln. Quelle: ‚RP-online‚.

Staunen bei der Landung der Piper L 4J

Am 7. März staunten die Flieger des LSV Bad Neuenahr nicht schlecht, als eine alte Piper L 4 J auf dem Flugplatz Bengener Heide landetet. Die Eigner des Flugzeuges hatte es sich nicht nehmen lassen, mit einem Überflug über den Rhein, bei Remagen, auf den 76. Jahrestag der Überquerung des Rheins, durch die amerikanischen Truppen, aufmerksam zu machen. Mitglieder und Soldaten der Gruppe Living History hatten am Morgen Kränze, als Gedenken an die Toten der verschiedenen amerikanischen Regimenter, an der Gedenktafel vor dem Friedensmuseum niedergelegt und besuchten anschließend in zeitgenössischen amerikanischen Uniformen den Flugplatz Bad Neuenahr.

Die aus Jahr 1944 stammende Maschine gehört zum Bestand der 125th Liaison Squadron, eines Vereins, der sich um die Restaurierung und Erhaltung der amerikanischen Beobachtungs- und Kurierflugzeuge kümmert. Der Rumpf der Maschine hat einen Gitterrohrrahmen und ist mit Stoff bespannt. Das macht die Maschine leicht und sie kann mit ihrem robusten Fahrwerk auch auf kurzen Pisten und in unwegsamen Gelände landen. Quelle: ‚Blick-aktuell.de‚.

Natur und Segelflieger im Einklang

Segelflugsport und Naturschutz vertragen sich. Davon sind die Mitglieder des Osnabrücker Vereins für Luftfahrt überzeugt. Sie betreiben den Segelflugplatz in Achmer und machen sich aufgrund der aktuellen Diskussion über den Naturschutz Sorgen um die Zukunft des Vereins. Quelle: ‚NOZ.de‚ (Registrierung).

Flugplatz-Restaurant musste wegen Lockdown Bier loswerden

Im Lager des Flugplatz-Restaurants «The Hangar» in Buttwil erreichen die Getränkevorräte bald das Ablaufdatum. Seit Februar offerierten die Betreiber Bier, Most und Mineral zum Spezialpreis. Seit zwei Monaten ist der Zapfhahn abgestellt, der Kühlschrank mit den Getränken brummt nicht mehr. Mit dem behördlich verordneten Lockdown im Dezember steht auch das Beizenleben im Restaurant „The Hangar“ beim Flugplatz Buttwil still. Wann der Betrieb von Pächter Peter Stutz, der das Restaurant seit April 2018 führt, wieder Gäste empfangen darf, weiss niemand. Die Lage ist schwierig. „Trotzdem haben wir aufgrund von vorausschauender Planung die Verluste so gering wie möglich halten können, und alle unsere Verbindlichkeiten gegenüber Dritten konnten erfüllt werden», heisst es auf der Facebook-Seite des «The Hangar». Ohne Kundschaft kann allerdings auch nichts verkauft werden, weshalb sich die Vorräte im Lager stapelten. Das wird, je länger der Lockdown dauert, zu einem Problem. Ursprünglich wollte Peter Stutz nur das Mineralwasser verkaufen. «Doch mit dem neuesten Bundesratsentscheid und der Lockdown-Verlängerung wurde nun auch den Bier- und Mostvorrat angeboten. Quelle: «Aargauer Zeitung».

Pfaffenhainer Flugplatz GmbH sucht neuen Chef

Matthias Fahrhöfer, der Geschäftsführer der Verkehrslandeplatz GmbH, wird seinen Posten bald aufgeben. Das geht aus einer Stellenausschreibung im Chemnitzer Amtsblatt hervor. Dort heißt es, dass die GmbH zum 1. September einen Nachfolger des Geschäftsführers sucht. Fahrhöfer bestätigt, dass er den Betrieb aus Altersgründen verlässt. Er wird in diesem Jahr 63.

Die Verkehrslandeplatz GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Stadt Chemnitz und des Erzgebirgskreises. Fahrhöfer war seit der Gründung im Jahr 1993 der erste und einzige Geschäftsführer. Er hatte den Flugplatz in den vergangenen Jahren immer wieder gegen Kritik aus der Bevölkerung verteidigt. Vor allem der Lärm, der von den Maschinen ausgeht, brachte Anwohner und Gemeinderäte auf die Palme. Sie warfen Fahrhöfer vor, dass sich Flieger nicht an Regeln halten und beispielsweise die vorgegebene Route über dem Ort verlassen würden. Fahrhöfer wies darauf hin, dass das nur schwer kontrollierbar sei. Darüber hinaus habe man alle gesetzlichen Grenzwerte beachtet. „Mit Kritik muss man leben können“, sagte Fahrhöfer am Freitag der „Freien Presse„.

Ein See als Flugplatz

Wenn im US-Bundesstaat New Hampshire die Seen zufrieren, hat Paul LaRochelle viel zu tun: Er ist der Betreiber des einzigen zugelassenen Eisflugplatzes in den kontinentalen USA. Die Flugzeuge landen auf der Eisfläche des Winnipesaukee-Sees. Quelle / Video: ‚Braunschweiger Zeitung‚.

Segelflieger mit Adresse

Das Vereinsheim der Segelflieger in Westertimke hatte bisher keine Adresse. Das liegt daran, dass das Gebäude auf dem Gebiet der Gemeinde Hepstedt liegt, die die daran vorbeiführende Straße bislang nicht benannt hatte. Die von Westertimke kommende Dorfstraße endet just vorm Vereinsheim. Bis jetzt jedenfalls, denn künftig heißt die Straße vom Westertimker Dorfrand bis zur Kreisstraße von Kirchtimke nach Hepstedt: Zum Flugplatz. Quelle: ‚Weser-Kurier.de‚.

Bohlhof: mehr Lärmgegner

Die geplante Umwandlung des Segelfluggeländes in einen Landeplatz für besondere Zwecke hatte Mitglieder der Segelfluggemeinschaft sowie besorgte Bürger auf den Plan gerufen. Durch die Umwandlung wären befristete Ausnahmen der Landeerlaubnisse für Motorflieger nicht mehr notwendig und der Verkehr langfristig gesichert. Kritiker befürchten eine Zunahme des Lärms. Quelle: ‚Südkurier‚.

Regionale Flugunternehmen in der Pandemie

Die Einreisebeschränkungen und Corona-Regelungen wirken sich auch auf das Geschäft der regionalen Luftfahrt-Unternehmen aus. In Märkisch-Oderland landen kaum noch Geschäftsflieger. Dafür nutzen mehr Hobby-Piloten den Lockdown. Einreiseverbote, Anmelde- und Testpflichten sowie Quarantäneregelungen: Zurzeit gilt eine Vielzahl an Einreisevorschriften, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Darunter leidet in der Luftfahrt insbesondere der Linienverkehr an den großen Flughäfen. Betroffen sind allerdings auch die Regionalflugplätze und kleinen Flugunternehmen in der Region.

Mehr Flugschüler, weniger Business-Flieger
Wer glaubt, dass durch Corona an Regionalflugplätzen nichts mehr los ist, hat weit gefehlt. Am Flugplatz Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) zum Beispiel haben im Corona-Jahr 2020 die Flüge von Flugschulen um zehn Prozent zugelegt. Uwe Hädicke vom Airport Neuhardenberg erklärt: „Es hängt sicher damit zusammen, dass viele Damen und Herren jetzt doch ein anderes Zeitfenster haben, um privat oder beruflich ihre Lizenz zu verlängern, sich zu qualifizieren oder ihren Flugschein machen.“ Im Allgemeinen sind an Regionalflugplätzen die Flugbewegungen weit weniger stark zurückgegangen als an Großflughäfen. Das zeigt eine Erhebung der Interessengemeinschaft regionale Flugplätze. Doch die Zahl der Flugbewegungen ist nicht alles.

Uwe Hädike, Flugplatzmanager in Neuhardenbeg, sagt: „Viele Stammkunden aus der Geschäfts-Fliegerei, vor allem in die benachbarte, polnische Sonderwirtschaftszone wollen, sind zu fast 100 Prozent weggebrochen“. Und weiter: „Auch traditionelle Kunden der Stiftung Schloss Neuhardenberg sind ausgeblieben. Wirtschaftlich fehlt da schon ein Stück.“ Kommerzielle Veranstaltungen auf dem Flugplatz mussten ebenfalls ausfallen. „Wir sind natürlich darauf angewiesen, kreativ zu bleiben, Nischen zu suchen“, sagt der Flugplatzmanager. „Bis jetzt gelingt uns das sehr gut und wir nutzen die Zeit, uns für die Epoche nach Corona fit zu machen.“

Auch Rückgang bei Fracht- und Ambulanzflügen
Flexibilität muss auch die Firma Aeorotours am Flugplatz Strausberg – Luftlinie gut 30 Kilometer westlich – beweisen. Eines ihrer Standbeine sind Fracht- und Ambulanzflüge, auch kommerzielle Charterflüge. Dieses Geschäft sei um etwa 50 Prozent zurückgegangen, sagt Robert Hanke, der der Geschäftsleitung angehört: „Im Prinzip ist es so, dass wir die gleichen Reise-Einschränkungen haben. Dass wir auch nicht einfach nach England fliegen dürfen, wenn da jetzt die Mutante unterwegs ist, wie ein anderes Luftfahrtunternehmen.“ Genauso gelten auch die gleichen Quarantäneverordnungen wie bei einer Airline, so Hanke.

Die Geschäftsfliegerei, die sogenannte Business Aviation, hatte im Corona-Jahr 2020 europaweit starke Einbrüche hinzunehmen. Das zeigen Daten des Europäischen Geschäftsluftfahrt-Verbandes (EBAA). Die Einbrüche bei den Airlines – also bei der Linienluftfahrt – waren freilich noch umfangreicher.

Alternative Einnahme-Quellen
Aerotours in Strausberg gleicht diesen Rückgang im Chartergeschäft mit der betriebseigenen Flugschule aus. Tatsächlich habe es hier bedeutende Zuwächse gegeben. Und das liegt ironischerweise auch an der Corona-Pandemie. Robert Hanke von Aerotours sagte dazu: „Das hängt damit zusammen, dass es im Bereich der Airlines leider einige Insolvenzen und Schließungen gab. Relativ viele Piloten wurden auf den freien Markt gesetzt. Die müssen dann gucken, wie sie die Zeit überbrücken und sich ein anderes Betätigungsfeld suchen.“ Doch Aerortours will sich nicht auf diesen Trend verlassen. Derzeit erschließt sich die Firma mit einer eigenen Werft beziehungsweise einer Werkstatt ein drittes Geschäftsfeld. Hier wird Aerotours dann selbst Wartungen durchführen können, denn Flugmaschinen müssen trotz Pandemie gewartet werden. Quelle: ‚rbb24/Studio Frankfurt‘.

Auto zerpflügt Landebahn

Im Verein mit 50 Mitgliedern wird von März bis Oktober geflogen. In den Wintermonaten werden die Fluggeräte gewartet. Und diese Stille nutzten ein paar Halbstarke: Es gab mindestens drei Autofahrten über das Gelände. Flugschüler Dominik Domke (22): „Die Unbekannten haben Donuts gedreht, versucht zu Driften.“ Fatal für die Flugschule. Denn in diesem sensiblen Bereich setzen die Flugzeuge bei der Landung auf. Die Piste muss dafür eben und fest sein, sonst kann es gefährlich werden. Domke: „Wir werden Geld in die Hand nehmen müssen und das Gelände mit Videokameras überwachen. Für unseren kleinen Verein ist der Schaden groß. Wir hoffen, dass die Spuren bis zum Frühling weg sind.“ Und das ist mit viel Arbeit verbunden: „Wir müssen große Teile mit Harken und Schaufeln ebnen“, so Fluglehrer Florian von Fintel (24). Quelle: ‚Bild‚.

Birrfeld: Carlo Ferrari neuer Leiter

Der Aero-Club Aargau hat aus insgesamt 30 Bewerbungen den 60-jährigen Carlo Ferrari zum neuen Flugplatzchef verpflichtet. Er ist seit 20 Jahren Mitglied der im Birrfeld beheimateten Fluggruppe Albatros und war unter anderem Airport Manager auf dem Flughafen Zürich. Im letzten Sommer wurde publik, dass der Aero-Club Aargau einen neuen Geschäftsführer für den Flugplatz Birrfeld sucht. Denn der gebürtige Walliser Martin Andenmatten, der den Posten inne hatte, war nach knapp einem Jahr wieder weg. Interimistisch übernahm deshalb Vorstandsmitglied Aurelio Vassalli im Mai 2020 die Leitung des Regionalflugplatzes.

Ab 1. März wird Vassalli nun schrittweise abgelöst. Denn der Aero-Club Aargau hat Carlo Ferrari zum neuen Flugplatzleiter ernannt. Total seien 30 Bewerbungen eingegangen, die in einem ordentlichen Selektionsverfahren evaluiert wurden, sagt Präsident Werner Neuhaus. Der 60-jährige Ferrari beginnt vorerst mit einem 50%-Pensum im Birrfeld. Ab April übernimmt er ein 100%-Pensum. Vassalli wird Ferrari bis im Mai noch unterstützend begleiten. Quelle: ‚Aargauer Zeitung‚.

Zwischen Himmel und Homeoffice

Die Anwohner des Flugplatzes in Egelsbach klagen über Lärm, an dem auch die Corona-Pandemie nichts ändert. Nicht nur Freizeit-Piloten sind Schuld an der Lärmbelastung. bwohl die Corona-Pandemie weltweit viele Fluggesellschaften dazu gezwungen hat, einen Großteil ihrer Flotten am Boden zu lassen, beschweren sich viele Egelsbacher im Rathaus über mehr Lärm. Tatsächlich sei das Verkehrsaufkommen am Flugplatz laut Statistik 2020 nur um weniger als ein Prozent gestiegen, sagt Bürgermeister Tobias Wilbrand (Die Grünen). Bei größeren Maschinen, die meist von Geschäftskunden genutzt würden, sei 2020 sogar ein Rückgang der Flugbewegungen um gut 25 Prozent festgestellt worden. Dafür, dass es trotzdem lauter geworden sei, macht der Rathauschef zum einen die Flieger der „Foxtrott-Klasse“, kleiner, einmotoriger Maschinen, verantwortlich; außerdem werde der Flugplatz, einer der verkehrsreichsten in Deutschland, von vielen Hubschrauberpiloten genutzt. Und allein bei den Drehflüglern sei binnen zwölf Monaten ein Plus von mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum festzustellen gewesen.

„Sommerboom“ an Fluglärm
„Berücksichtigt man die Tatsache, dass im ersten Lockdown im März und April kaum Flüge stattgefunden haben, ist eine Steigerung von knapp einem Prozent aufs ganze Jahr gesehen ein sicheres Indiz für deutlich mehr Flugbewegungen in den Folgemonaten“, schrieb Wilbrand in einer jetzt veröffentlichten Stellungnahme der Gemeinde. Tatsächlich habe es seit Mai fünf Monate in Folge gegeben, in denen es zu jeweils mehr als 8000 Flugbewegungen gekommen sei – etwa 1000 mehr im Monat als üblich. Seit Oktober haben sich Starts und Landungen danach wieder auf dem Vorjahresniveau eingependelt. Für den „Sommerboom“ waren laut Bürgermeister drei Gründe ausschlaggebend: Zum einen müssten Piloten eine bestimmte Zahl von Flugstunden nachweisen, so dass es nach dem Lockdown einen Nachholbedarf gegeben habe. Zum anderen hätten private Flieger aufgrund von Homeoffice und Kurzarbeit wohl mehr Zeit gehabt, ihrem Hobby nachzugehen. Drittens seien kurze Rundflüge in Zeiten der Reisebeschränkungen für Piloten eine willkommene Ablenkung gewesen.

Darüber hinaus ärgern sich viele Egelsbacher aber auch über die Erprobung der neuen Abflugroute „Amtix kurz“ am Frankfurter Flughafen. Mit der von der Fluglärmkommission angeordneten Verlegung soll der Großraum Darmstadt entlastet werden. Deshalb bringen neuerdings auch einige der am Frankfurter Flughafen startenden Linienflieger zusätzlichen Lärm – vor allem über Egelsbach-Bayerseich. Weshalb sich die Gemeinde mit juristischen Mitteln und gemeinsam mit den Nachbarn aus Erzhausen gegen die Abflugroute wehren sollte, wie Wilbrand meint: „Denn es ist zu befürchten, dass bei einer Rückkehr zum Normalbetrieb am Rhein-Main-Flughafen die Belastung noch weiter steigen wird.“ Quelle: ‚FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung‚.

Widerstand gegen Swiss Rotor Hubs-Bauprojekt

Gegen das Projekt des Unternehmers Daniel Borer, Verwaltungsratspräsident der Centaurium Aviation Ltd, die als Bauherrin ein Kompetenz- und Verkaufszentrum für Helikopter bauen will, sind beim Bazl zwei Einsprachen eingereicht worden. Sie sollen aber offenbar wieder zurückgezogen werden. Mitte November letzten Jahres hat die Centaurium Aviation Ltd zusammen mit der Regionalflugplatz Grenchen Jura AG beim Bundesamt für Zivilluftfahrt ein Baugesuch für einen Neubau eingereicht. Anstelle des baufälligen grünen «Farner»-Hangar soll ein Gebäude entstehen mit Schulungsräumen, Werkstätten, modernsten Flugsimulatoren, einem Bell Helicopter Showroom, einem Verkaufsraum für neue und gebrauchte Helikopter sowie ein Bed&Breakfast für Kursteilnehmer. Daniel Borer, Verwaltungsratspräsident der Centaurium Aviation Ltd, ist es vor rund fünf Jahren gelungen, die Schweizer Vertretung von Bell Textron zu übernehmen, einem der weltweit führenden Helikopter-Anbieter. Der Airport Grenchen stellt der Centaurium Aviation Ltd das Land im Baurecht zur Verfügung. Wie Ernest Oggier, Direktor des Flughafens letztes Jahr anlässlich der Bekanntgabe des Bauprojekts sagte, passe das Projekt exakt in die Strategie. Bereits heute fänden zwei Drittel der Starts und Landungen in Grenchen im Rahmen von Ausbildungsflügen statt. Die Gewichtsverschiebung vom Freizeit- zum Ausbildungsflugplatz setze sich mit der Inbetriebnahme des Swiss Rotor Hub fort.

Das Bazl gibt Auskunft – wenn auch nur beschränkt
Eine gute Sache also, die von allen Seiten begrüsst und mitgetragen wird, sollte man meinen. Doch weit gefehlt: Aus gut unterrichteter Quelle war zu vernehmen, dass innerhalb der Einsprachefrist zwei Einsprachen beim Bazl eingereicht wurden. Baubewilligungsbehörde ist bei solchen Projekten nicht etwa die Stadt Grenchen, wie Stadtbaumeister Aquil Briggen auf Anfrage mitteilt. Allfällige Einsprachen würden zwar an die Baudirektion adressiert, von da aber ans Bazl weitergeleitet. Er könne folglich zu den Einsprechern keine Auskunft geben.

Mehr zu erfahren ist hingegen von der Medienstelle des Bazl: Wie Christian Schubert von der Medienstelle des Bazl mitteilt, wurde die Kollektiveinsprache von der erst im letzten Herbst gegründeten Interessengemeinschaft LSZG mit 21 Parteien eingereicht. LSZG ist die weltweite Abkürzung für den Regionalflughafen Grenchen. In dieser IG seien praktisch alle am Flughafen tätige Unternehmen vertreten, vom Aero-Club über die Flugschule bis zur Virus-Fluggruppe. Die andere Einsprache stamme von der Tennishalle AG und beinhalte teilweise dasselbe Argumentarium. Inhaltlich gehe aus beiden Einsprachen hervor, dass man das Bauvorhaben nicht behindern wolle, aber grundsätzliche Bedenken äussern und Wünsche anbringen wolle. Es gehe um Punkte wie die Erreichbarkeit, um die Zu- und Wegfahrt und um Parkplätze.

Parkplatzfrage war für beide Einsprecher Thema
Ein Punkt, der offenbar genannt wurde, war die Lage des neuen Gebäudes, das nach Meinung der Einsprecher am falschen Ort zu stehen komme. Da die Helikopter hinter dem Airporthotel weder starten noch landen können, müssen sie auf Rollwagen zur Piste gebracht werden, durch eine Zone, auf der oft parkierte Flugzeuge stehen. Aus diesem Grund war man offenbar der Meinung, statt des «Farner»-Hangars hätte man einen Platz in der Nähe der Piste finden sollen. Dort, wo schon jetzt die Helikopter der Mountain Flyers starten, die ja ebenfalls in den Neubau einziehen werden. Ein weiteres Argument in der über 25-seitigen Einsprache war die Parkplatzfrage: Durch den Neubau gehen auf dem Flughafengelände einige Parkplätze verloren. Die Vertreter der Tennishalle AG wollten auch diesen Punkt abgeklärt haben. Denn die Befürchtung bestand, dass die Parkplätze bei der Tennishalle, die nicht bewirtschaftet sind, von Fremdparkierern besetzt werden. Mia-Initiator Christian Riesen, der die Interessen der Tennishalle AG vertritt, hatte erst wenige Tage vor Ablauf der Einsprachefrist überhaupt davon erfahren und eine in diesem Punkt wortgleiche Einsprache eingereicht. Auf Anfrage sagt er, die Einsprache sei eingereicht worden, weil ein Kommunikationsmangel bestanden habe. Sie wollten die Fragen rund um den Anschluss an der öV, die gesamte Verkehrssituation und die Parkplatzsituation noch etwas genauer beleuchtet haben. Aber die Einsprache habe rein formellen Charakter, denn gegen das Projekt habe die Tennishalle grundsätzlich nichts einzuwenden.

Die Recherchen des Grenchner Tagblattes zeigten offenbar Wirkung oder dann war es reiner Zufall, dass die beteiligten Parteien noch am gleichen Abend in einer dringlichen Sitzung miteinander sprachen. Jedenfalls wollte weder Ciryll Kobler, der Präsident der IG LSZG noch Conrad Stampfli, Vizepräsident des Verwaltungsrats der Regionalflughafen Grenchen Jura AG, in der Sache weiter Auskunft geben. Das Thema habe sich inzwischen erledigt und es gebe weiter nichts mehr dazu zu sagen, hiess es lediglich. Daniel Borer, Initiant des Neubaus, sieht das Ganze gelassen und nimmt den Gegenwind sportlich. Es habe lediglich ein paar Telefonate bedurft, um die Fragen zu klären. Insofern habe sich das mit den beiden Einsprachen jetzt erledigt. Seine Erklärung, dass man einen Neubau, in dem Schulungen auf Flugsimulatoren stattfinden, der ein Aeromedical Center für medizinische Untersuchungen von Piloten, Büros und Showrooms für Helikopter beinhaltet, nicht irgendwo auf dem Flughafenareal unterbringen und dann Besucher und Benutzer quer übers Gelände laufen lassen könne, habe eingeleuchtet. Auch die Parkplatzsituation sei insofern geklärt, weil man Ersatz gefunden habe und auch keine zusätzlichen Parkplätze geschaffen würden.

Die Vermutung liegt nahe, dass die Motivation zu der Kollektiveinsprache auch daher rühren könnte, dass der Airport die Mieten für Hangarplätze erhöhen will und man ihm einen Schuss vor den Bug geben wollte. Nur hat man einmal mehr den Esel gemeint und stattdessen den Sack gehauen. Sei’s drum – Ende gut alles gut. Laut Borer ist man bereit und sobald der Kanton seine Stellungnahme abgegeben hat, wird das Bazl das Prüfungsverfahren einleiten und in etwa sechs bis neun Monaten abschliessen. Quelle: ‚Grenchner Tagblatt‚.

Notlandefeld im Tal von Chamonix

Vergangenen Herbst wurde das Flugfeld von Sallanches von der Stadtverwaltung geschlossen – im Tal von Chamonix besteht seither nur noch eine Notlande-Möglichkeit auf den ‚Feldern von Passy‘. Hier finden Sie die Details zu den Landewiesen sowie aktuelle Fotos.

Informationen zum ehemaligen Flugplatz Sallanches

(Stand: 14. Februar 2021)

Der Flugplatz Sallanches im Tal von Chamonix wurde durch einen Regierungs-Erlass am 1. September 2020 geschlossen. Die Rechtsmittel gegen die Schliessung wurden durch eine Entscheidung des „Conseil d’Etat“ vom 23. November 2020 zurückgewiesen. was endgültig alle rechtlichen Möglichkeiten ausschliesst, um sich gegen den Entscheid des Bürgermeisters von Sallanches zur Flugplatz-Schliessung zu wehren.

Lage des Landefeldes von Passy im Tal von Chamonix

Aktuelle Situation

Inzwischen wurden die Gebäude und der Hangar des ULM-Clubs abgebrochen, aber die Start- und Landebahn ist nicht physisch zerstört, da sie als Parkfläche der künftigen Entwicklungszone dienen soll, die von der Stadtverwaltung von Sallanches ins Leben gerufen wurde.

Laufende Initiativen

Wegen der Notwendigkeit einer „landbare Zone“ bei der Durchführung von Flügen im Mont-Blanc-Massiv sind mehrere Aktionen im Gange:

  • Austausch und Treffen mit dem FFVP und dem Regionalkomitee zu diesem Thema.
  • Die Benachrichtigung der Abgeordneten und des Regional-Präsidenten erfolgte im Januar.
  • eMail an den Präfekten der Haute Savoie und den Präsidenten der Region, um zu prüfen, ob der Flugplatz, obwohl er geschlossen ist, 2021 für Notfälle genutzt werden kann, während man eine andere Lösung sucht.

Am Samstag, 06. Februar fand ein erstes Treffen mit dem Regionalkomitee, einem Vertreter der Nutzer des Sallanches-Clubs und der CSVVA statt, um die wichtigsten Arbeiten zu definieren.

Nach der Aufhebung des Flugfeldes von Sallanches die einzige verbleibende Landemöglichkeit im Tal von Chamonix: die Felder von Passy.

Drei Aktionslinien.

  1. Schritte gegen den Präfekten von Hochsavoyen, der Region, den Institutionen, Abgeordnete, zu unternehmen, um sie auf die Problematik der aktuellen Situation aufmerksam zu machen und um ihre Hilfe bei der Suche nach Lösungen zu bitten, um, wenn möglich, Notlandungen auf der aktuellen Piste des Flugplatzes unter Sicherheitsbedingungen aufrechtzuerhalten. Diese Lösung wird komplex sein, da der Beschluss des Staatsrats vom 23.11.2020 als endgültiger Abschluss fungiert und die verschiedenen Akteure anweist, diesen Beschluss umzusetzen.
  2. Kontaktieren der (zahlreichen) Besitzer der Passy-Felder, die derzeit im Katalog der „landbaren“ Felder in den Nordalpen aufgeführt sind, um zu sehen, ob es möglich ist, eine Vereinbarung mit ihnen zu treffen, um einen passenden Grasstreifen für eine sichere Landung (mit eventuell ein paar Einrichtungen: Grasmähen, Windsack, einzurichten.
  3. Zusammenarbeit mit den Projekt-Beteiligten und den Vertretern des Clubs der ULM von Sallanches, um ein neues Gebiet im Tal zu finden, das in besser ausgestattet werden soll, um den Flugplatz Sallanches für verschiedene Aktivitäten zu ersetzen, etwa ULM oder Segelflugzeug-Landungen.
Das südwestlichste Band der Felder von Passy ist für eine Landung am besten geeignet.

Für 2021

Unabhängig vom Fortschritt dieser Massnahmen kennen wir derzeit keine andere Lösung, als die Erhaltung der Felder von Passy als Landewiesen für Flüge im Bereich des Mont-Blanc-Massivs.

Bemerkung zu den Feldern von Passy :

  • Es gibt mehrere parallele Felder von ca. 600 m Länge. Das beste ist das südwestliche, auf dem Foto oben mit einer Abmessung von 600 x 50 m auf 588 m ü.M.
  • Abhängig von Bewuchs und Hindernissen ist dieses Feld zu bevorzugen. Die anderen Felder sind weniger flach und teilweise mit Bäumen und Sträuchern bewachsen, jene auf der Nordseite sind eher „wellig“.
  • Aufgrund der vorherrschenden Winde im Tal und der Ausrichtung der Felder ist die bevorzugte Landerichtung die oben gezeigte (Rückenwind auf der Südseite des Feldes.
  • Das Ende des Feldes auf der Südseite wird von einer Hochspannungs-Leitung begrenzt (auf dem Foto oben rot markiert, parallel zur Autobahn).
  • Am Beginn des Feldes auf der Nordseite befinden sich am Rand der Häuser Strassenlaternen (5 bis 6 m hoch), daher ist ein höherer Anflug und ein ins Feld versetzter Landepunkt erforderlich.

Fazit

  • Bis zur einer vorteilhafteren Lösung gelten die «Felder von Passy» als Landewiesen für Streckenflugzeuge im Tal von Chamonix.
  • Sollte die Nutzung der alten Piste von Sallanches weiter möglich sein, wird diese Information nachgereicht.
  • Präzisere Fotos von den Feldern, ihrer Nachbarschaft und von den landwirtschaftlichen Kulturen werden nachgeliefert.
  • In Anbetracht der Beschaffenheit dieser Felder und der möglichen Schwierigkeiten bei der Landung ist es unerlässlich, vor Flügen ins Mont-Blanc-Massiv eine Erkundung am Boden durchzuführen.

Denis Hyvert , Président du CSVVA
Centre Savoyard de Vol à Voile Alpin, Aérodrome, 35, Avenue de Chambéry, 73190 Challes-les-Eaux, Tél.+33 4 79 72 97 19, Mail secretariat@planeur-challes.fr, www.planeur-challes.fr

Flugplatz Kamenz trotz Corona-Krise gut im Geschäft

Auf dem Flughafen in Dresden herrscht wenig Betrieb, da viele Linienflüge momentan ausfallen und die Urlauber zu Hause bleiben. Private Flieger dagegen sind trotzdem unterwegs, zum Beispiel auf dem kleinen Flugplatz in Kamenz. Hier arbeitet man fast im Normalbetrieb.

Große Maschinen können auf dem Flugplatz Kamenz zwar nicht landen. Dafür wird er von Piloten kleinerer Flugzeuge wegen seiner Nähe zu Dresden geschätzt. Auch Segelflieger heben hier gerne wegen der guten Thermik ab. Das hat sich auch während der Corona-Pandemie nicht geändert, sagt Flugleiter Ralf Wettig. Durchschnittlich 50 Starts und Landungen gebe es hier täglich. Dabei sei das Publikum gemischt und reicht vom Flugschüler bis zum Geschäftsreisenden.

Spezialisten für Ultraleichtflugzeuge
Außerdem schaffen viele Piloten von Ultraleichtflugzeugen ihre Maschinen in Kamenz zur Wartung. Deshalb finden auch zahlreiche Werkstattflüge statt, erklärt Gerd-Peter Kuhn vom Flugsportzentrum Bautzen. Das Unternehmen hat in Kamenz eine zweite Basis.

Kuhn hat mit einem Ultraleichtflieger gerade eine Proberunde nach der Wartung gedreht. „Wir haben umfangreiche Kontrollen gemacht und Teile ausgetauscht. Deshalb ist es zwingend notwendig, sich selbst ein Bild zu machen, dass alles in Ordnung ist.“ Wenn das der Fall ist, kann der Flieger zurück zu seinem Besitzer nach Zell am See in Österreich.

Kompetenzzentrum für autonomes Fliegen geplant
Das Flugsportzentrum ist nur einer von mehreren Luftfahrt-Dienstleistern, die sich auf dem Flugplatz angesiedelt haben. In den kommenden Jahren soll es weiter aufwärts gehen. So sind unter anderem neue Hangars geplant. Große Hoffnungen setzt der Flugplatz, der Eigentum der Stadt Kamenz ist, auch auf ein geplantes Kompetenzzentrum für autonomes und elektrisches Fliegen. Neben dem Fraunhofer-Institut sind auch die Stadt Kamenz, die TU Dresden und internationale Partner an dem Projekt beteiligt. Quelle: ‚MDR‚.

Neuer Thinktank für Flugplatz Dübendorf

Ein neuer Verein nimmt sich der Causa Flugplatz Dübendorf an: Der «Think Tank Airfield City Dübendorf, Zürich» hat sich vorgenommen, bis im Frühling Vorschläge für die künftige Nutzung auszuarbeiten. Im Vorstand und Präsidium sind Persönlichkeiten der Zivil- und Militärluftfahrt vertreten. Präsidiert wird der Verein vom ehemaligen Betriebschef des Flughafens Zürich, Stefan Conrad. Im Vorstand sitzen der ehemaliger Kommandant der Schweizer Luftwaffe, Markus Gygax sowie der ehemalige Direktor des Bundesamts für Zivilluftfahrt, Peter Müller, wie der Verein am Mittwoch mitteilte. Der Thinktank wolle einen unabhängigen Diskussionsbeitrag für die künftige Nutzung des Flugplatzes leisten, heisst es in der Mitteilung. Dabei solle vor allem eine möglichst gute Verknüpfung zwischen der aviatischen Nutzung und den Bedürfnissen des Innovationsparks Zürich (IPZ) im Vordergrund stehen. Bis im Frühling 2021 soll ein erster Entwurf vorliegen. Es werde sich dabei aber nicht um ein «fixfertiges Betriebskonzept» handeln. Der Bundesrat hatte Mitte Oktober entschieden, den alten Militärflugplatz in Dübendorf doch nicht für Businessjets umnutzen zu lassen. Die Federführung für die Umnutzung liegt seither beim Kanton Zürich. Dieser will ebenfalls bis im Frühling in einem Synthesebericht Stellung nehmen zur Zukunft des Flugplatzes. Quelle: ‚Tages Anzeiger‚.

Kleinflugzeug landet im Schnee

Der Zürcher Pilot eines Kleinflugzeugs ist am Dienstag bei einem Malheur im freiburgischen Ecuvillens mit dem Schrecken davon gekommen: Sein Flugzeug kam in einem Schneefeld zum Stillstand, er blieb aber unversehrt. Das teilte die Kantonspolizei Freiburg am Mittwoch mit. Der 42-Jährige Pilot war am Vormittag in Birrfeld AG gestartet und wollte kurz nach 10 Uhr auf dem Flugplatz Ecuvillens landen. Doch laut den ersten Ermittlungen war das Fahrwerk nicht ausgefahren. Das Flugzeug setzte auf dem Bauch auf, rutschte etwa 800 Meter weit und kam in einem Feld am Ende der Landebahn zum Stillstand. Die Landebahn wurde für mehrere Stunden gesperrt. Mithilfe eines Krans wurde das Flugzeug geborgen und in einen Hangar gebracht. Quelle: ‚Die Südostschweiz‚.

Flugplatz Neuhausen plant stabile Start- und Landebahn

Der Flugplatz Neuhausen/Spree hat Geschichte: schon vor dem Zweiten Weltkrieg militärisch genutzt, zu DDR-Zeiten Zentrum für Segelflieger und Fallschirmspringer. Der Flugsport ist geblieben, Unternehmen haben sich am Standort angesiedelt. Und wie geht’s weiter? Der Verkehrslandeplatz funktioniert, ausreichend Personal ist vor Ort, wirtschaftliche Probleme gibt es keine. Für Bürgermeister Dieter Perko geht es jetzt um den Ausbau des Geländes. Statt Graspiste, wie bisher, soll es künftig eine befestigte Start- und Landebahn geben, kündigt Perko an. Das sei auch deshalb wichtig, um hier sogenanntes flugaffines Gewerbe ansiedeln zu können, erklärt der Kommunalpolitiker seinen Plan. In einem Planfeststellungsbeschluss sind Details zum Ausbau beschrieben. Die Start- und Landebahn ist 23 Meter breit und etwas länger als ein Kilometer. Hinzu kommen Rollwege und sonstige für den Flugbetrieb notwendige Flächen, ergänzt Flugplatzchef Torsten Schwieg. Im Moment gehe es darum, durch ein Planungsbüro unter anderem feststellen zu lassen, wie die neue Rollbahn aussehen soll, aus welchem Material und mit welchem Aufwand sie gebaut werden muss.

Neue Start- und Landebahn für sechs Millionen Euro
Nach bisherigen Kalkulationen gehe man von einem Kostenaufwand von etwa sechs Millionen Euro aus, sagt Bürgermeister Perko. Er rechne mindestens mit einer Förderung von 80 Prozent, über 90 Prozent würde er sich noch mehr freuen, gibt er zu. Über den Eigenanteil der Gemeinde, die Eigentümerin des Flugplatzes ist, soll Anfang März entschieden werden. Quelle: Josefine Jahn auf ‚rbb24‚.

BFU-Untersuchungsbericht über Flugunfall im Birrfeld

Der Luftfahrzeugführer, zugleich Eigentümer und Halter des betroffenen Flugzeuges, startete am Ereignistag um ca. 17:12 Uhr auf der Piste 08 des Flugplatzes Birrfeld / Schweiz zu einem privaten Flug nach Sichtflugregeln (VFR2). Er hatte einen Flug über Konstanz, Wangen-Lachen und zurück nach Birrfeld geplant. Ein Zeuge gab an, dass das Flugzeug normal abgehoben habe und in einen kontinuierlichen Steigflug übergegangen sei. Im Steigflug sei dann das Fahrwerk eingefah-ren worden. Danach hatte er das Flugzeug nicht weiter beobachtet. Der BFU standen Aufzeichnungsdaten eines mitgeführten GPS-Gerätes für die Flugwegrekonstruktion zur Verfügung.

Laut der aufgezeichneten Daten hob das Flugzeug um 17:12:26 Uhr ab. Nach 32 Sekunden war es in eine Linkskurve übergegangen. Vom Zeitpunkt des Abhebens, bis etwa 38 Sekunden danach, beschleunigte das Flugzeug auf eine Geschwindigkeit von 127 km/h über Grund. Zu diesem Zeitpunkt hatte es eine Höhe von 129 m über Flugplatzniveau erreicht. Danach nahm die Geschwindigkeit bis auf 107 km/h über Grund ab. Erst kurz vor Ende der Aufzeichnung nahm sie wieder zu. Nach dem Abheben stieg das Flugzeug in einer Zeit von etwa 49 Sekunden auf eine Höhe von 145 m über Flugplatzniveau. Danach sank es mit schnell abnehmender Höhe zu Boden. Die letzte Aufzeichnung erfolgte etwa 55 Sekunden nach dem Abheben in einer Höhe von ca. 68 m über Flugplatzniveau. Der Kurvenradius betrug dabei etwa 150 Meter. Ein Zeuge, der mit seinem Fahrzeug auf der Autobahn A 1 in Richtung Westen unterwegs war, hatte eine Dashcam3 im Fahrzeug installiert. Die Videoaufnahme dieser Kamera stand für die Flugunfalluntersuchung zur Verfügung. Vom ersten Erkennen des Flugzeugs auf dem Video bis zum Aufschlag auf den Boden vergehen etwa 18 Sekunden.

Untersuchungsbericht BFU19-0580-DX
In der Videoaufnahme ist das Flugzeug erstmals zu erkennen, kurz nachdem es im Anfangssteigflug die Querabflugkurve nach links eingeleitet hatte. Nachdem etwa 90° der Kurve absolviert waren, neigte sich die Flugzeugnase nach unten. Die Querneigung des Flugzeugs nahm während des anhaltenden Kurvenflugs weiter zu. Nach-dem etwa 180° der Kurve absolviert waren, kippte das Flugzeug ansatzlos über die linke Tragfläche ab und drehte sich auf den Rücken. Unmittelbar danach stoppte die Drehbewegung und die Flugzeugnase zeigte nahezu senkrecht zum Erdboden. Kurz vor dem Aufschlag hatte die Flugzeuglängsachse eine Neigung von etwas weniger als 90°. Das Flugzeug prallte auf den Boden und geriet in Brand. Der Pilot wurde tödlich verletzt und das Flugzeug zerstört.

Nach Auffassung der BFU sind die Flugeigenschaften des Flugzeuges im unteren Geschwindigkeitsbereich, nahe der Überziehgeschwindigkeit, als anspruchsvoll ein-zuordnen. Dies belegen sowohl die Hinweise im Flughandbuch als auch die Ein-schätzungen des einweisenden Fluglehrers. Bei dem Betrieb eines solchen Flugzeugs war daher eine besondere Aufmerksamkeit des Piloten gefordert. Der durch Aufprall und Brand bedingte Zerstörungsgrad ließ nur eine eingeschränkte Untersuchung des Wracks bzw. einzelner Komponenten zu. Es wurden aber zumindest in Teilen wichtige Steuerungselemente des Flugzeugs gefunden. Auf dem Video der Dashcam war kein Abfallen von Flugzeugteilen in der Luft zu beobachten. Auch bestätigte der Flugverlauf auf dem Video die Steuerbarkeit des Flugzeugs. Eine mögliche Ursache für den Geschwindigkeitsabbau, siehe Beschreibung zu Abbildung 13, könnte ein wahrscheinlicher Leistungsabfall des Motors gewesen sein. Dieser konnte aufgrund der Zerstörung des Motors nicht ermittelt werden.

Schlussfolgerungen
Der Flugunfall ist darauf zurückzuführen, dass der Pilot sehr wahrscheinlich in Folge einer Störung im Antrieb in der Abflugkurve, diese fortsetzte (Umkehrkurve). Er un-terschritt dabei die für den Kurvenflug erforderliche Geschwindigkeit und das Flugzeug geriet in einen überzogenen Flugzustand. Die Flughöhe reichte für ein Abfangen nicht aus. Den gesamten Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung BFU finden Sie hier.

Flugplatz Mendig ist Wirtschaftsmotor für Region

Mit diesem Erfolg in Mendig hätte niemand so schnell gerechnet. Als vor 12 Jahren die Heeresflieger den Standort Mendig verließen, war das Entsetzen in der Region groß. Der Abzug von 800 Bundeswehrangehörigen bedeutete einen enormen Verlust für Mendig und die Region. Viele stellten sich die Frage, was mit der Konversionsfläche passiert.

2008 wurde der Zweckverband Konversion Flugplatz Mendig gegründet, dem die Stadt Mendig, die Verbandsgemeinden Mendig und Pellenz, die Ortsgemeinden Thür und Kruft sowie der Landkreis Mayen-Koblenz angehören. Voraussetzung für eine zivile Nutzung waren Planungsrecht und umfangreiche Erschließungsmaßnahmen. Ein Masterplan legte die Entwicklungsziele Fahren, Fliegen und gewerblich/industrielle/kulturelle Nutzung fest. Zusammen mit dem Land Rheinland-Pfalz und einem Investor wurde die Entwicklung vorangebracht. Neue Gewerbefelder wurden erschlossen, bestehende Infrastruktur ertüchtigt und die Flugplatzhangar für eine gewerbliche Nutzung umgebaut. Verbandsvorsteher Jörg Lempertz erklärte: „Ich bin zusammen mit dem Team des Zweckverbandes froh, dass sich bis heute 70 neue Firmen auf dem Gelände angesiedelt haben und auch neue Immobilien errichtet wurden. Die entstandenen Arbeitsplätze, das Potential der Firmen, sowie die aus dem Flugplatz geschöpfte Wirtschaftskraft schenken unserer Region eine neue Chance nach dem Fortgang der Bundeswehr.“ Landtagskandidatin Anette Moesta ergänzt: „Unsere Wirtschaft ist das Fundament unseres sozialen Wohlstandes. Deshalb brauchen wir eine starke Wirtschaft vor Ort. Mendig ist ein Musterbeispiel dafür!“ Quelle: ‚Blick-aktuell‘.

Online-Seminare Flugplatz Schänis

Die online-Seminare sind kostenlos und öffentlich / für jedermann und jedefrau zugänglich. Gesamt-Übersicht aller Anlässe.

Dorf-Flugplatz für Ex-Flughafenchef

Die Pläne zweier Hobby-Piloten aus Berlin für einen Flugplatz in Dahme-Spreewald nehmen Gestalt an. Nach dem Ortsbeirat hat auch der Bauausschuss von Groß Leuthen dazu geraten, die Piste anzulegen. Anwohner sorgen sich aber um die Umwelt. In Groß Leuthen (Dahme-Spreewald) ist der erste Schritt zur Einrichtung einer Wiesen-Landebahn für Kleinflugzeuge erfolgt. Seit rund vier Jahren träumen zwei Hobbyflieger aus Berlin, dort einen privaten Flugplatz anzulegen – einer von ihnen ist der ehemalige Flughafenchef von Berlin-Tegel, Elmar Kleinert. Fast so lange wie die Pläne gibt es aber auch Protest von Campern und Jägern. Nachdem es lange Zeit ruhiger um das Projekt geworden war, tagte im November 2020 der Ortsbeirat und empfahl eine Anlage der Piste – am Donnerstagabend schloss sich der Bauausschuss dieser Empfehlung an.

Das letzte Wort hat die Luftfahrtbehörde
Bei der Abstimmung im Bauausschuss stimmten vier Mitglieder stimmten für den Antrag, es gab eine Enthaltung. Allerdings erfolgte das Votum mit Einschränkungen. So soll unter anderem nicht jeder Neubau innerhalb eines Radius von 1,5 Kilometer um die Landebahn herum von der Luftfahrtbehörde genehmigt werden müssen. So sieht es eigentlich das Luftfahrtgesetz vor. Doch dann müsste selbst eine Genehmigung eingeholt werden, wenn jemand in Groß Leuthen zum Beispiel nur eine Pergola über seine Mülltonnen bauen will. Als nächsten Schritt möchte die Gemeinde am kommenden Montag im Hauptausschuss ein Statement beschließen. Im Moment sieht es danach aus, dass dieser dem Antrag auf die Start- und Landebahn zustimmt. Genehmigt werden muss die Piste aber schließlich von der Luftfahrtbehörde.

Sorge um Umwelt und Tiere
Vor der Bauausschusssitzung kam es allerdings zu einer hitzigen Diskussion zwischen dem Antragsteller Ralph Seefeld und Hans-Jochen Wagner, einem Mitglied der Initiative „Klein Leuthen bewahren“, die sich gegen die Piste einsetzt. Klein Leuthen ist der Gemeindeteil von Groß Leuthen, in dem das Projekt umgesetzt werden soll. Die Initiative befürchtet Nachteile für einen benachbarten Campingplatz und die Umwelt. „Ich bin einfach erschreckt darüber, dass jemand hier herkommt und sagt, dass, weil es für ihn sehr angenehm ist, nach Bremen zu fliegen und alle Staus zu umfliegen“, meint Wagner, „dass es doch super wäre, wenn er einen Landeplatz vor der Türe hätte. Wenn er da erst eine Stunde hinfahren müsste, wäre das nicht ökologisch.“

Als das Projekt bekannt wurde, sorgten sich Anwohner auch um die Lärmbelastung. Um diese Sorgen zu zerstreuen, hatten die beiden Hobbypiloten Anfang 2017 zu einem Testflug ihrer „Piper PA-18“ auf dem Gelände des geplanten Flugplatzes eingeladen. Rund 150 Groß Leuthener besuchten die Veranstaltung, die meisten zeigten sich nach der Vorführung zufrieden. „Es war leiser als ein Motorrad“, sagte eine Anwohnerin über die einmotorige Maschine.

Hans-Jochen Wagner ist jedoch besorgt, dass auch andere Beeinträchtigungen für die Umwelt geben könnte. In den letzten Jahren habe der See „sehr viel Wasser verloren“, sagt er. Alte Bäume würden plötzlich eingehen. „Grundsätzlich habe ich den Eindruck, man müsste die Gemeinde in allem unterstützen, was den Umweltschutz betrifft“, meint Wagner.

Ob ein Flugbetrieb der Umwelt und den ansässigen Tieren schaden könnte, wurde bereits in einem ersten Gutachten der Flugaufsichtsbehörde untersucht. Darin werden keine Gefahren für Umwelt und Naturschutz gesehen. Allerdings bemängeln Kritiker, dass es nur zwei Vor-Ort-Begehungen gab und nicht alle Tiere erfasst worden seien. Und so könnte es sein, dass der Hauptausschuss am kommenden Montag ein neues Gutachten empfehlen wird. Quelle: Marie-Therese Harasim in ‚rbb24‘.

Darum musste Fluglehrerin in Lupfig notlanden

Vor fünf Jahren musste ein Schulungsflug der Fliegerschule Birrfeld AG unerwartet abgebrochen werden. Jetzt sind die Gründe bekannt. Am frühen Nachmittag des 10. August 2015 startete ein einmotoriges Leichtflugzeug des Typs Piper PA-28-161 Cadet auf dem Flugplatz Birrfeld zu einem Schulungsflug. Gemäss des im Dezember veröffentlichten Berichts der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) brachte der damals 40-jährige Flugschüler die Lupfiger Maschine in Startlage, worauf sie vom Boden abhob. Kurz darauf habe die Leistung des Motors abgenommen, und dieser begann zu stottern.

Die SUST schreibt zum weiteren Verlauf: «Die Fluglehrerin übernahm die Kontrolle und korrigierte die Fluglage des Flugzeugs in den Gleitflug. Schliesslich fiel der Motor aus.» Nur eine Minute nach dem Start entschied sich die Ausbildnerin für eine Aussenlandung – das heisst eine Landung ausserhalb des Flugplatzes – rund 1,5 Kilometer westlich vom Birrfeld auf einem Feld. Sowohl Flugzeug als auch beide Insassen überstanden diese unbeschadet.

Auch andere Länder kämpften mit den Defekten
Die SUST bezeichnete den Vorfall als «schwer» und leitete deshalb eine Untersuchung ein. Dabei fokussierte man sich auf die Kraftstoff-Förderpumpe, eine mechanisch angetriebene Zahnradpumpe, die die Maschine mit Kerosin versorgt. An dieser wurden im Rahmen der Analyse verschiedene Defekte wie Risse im Antriebsrad festgestellt. In Folge der Schäden an der Kraftstoff-Förderpumpe kam es zum Verklemmen des Zahnrads und somit zum Motorausfall im Sommer 2015.

Darstellung der Kraftstoff-Förderpumpe

Abschliessend wird im Bericht gefolgert, dass die untersuchten Pumpenkomponenten werkstofftechnisch nur beschränkt für den Dauerbetrieb geeignet seien: «Solche Pumpen können nach einer gewissen Betriebszeit mechanisch instabil werden und ausfallen.» Das zeigen auch Analysen aus anderen Ländern. Mehrere vergleichbare Vorfälle gab es gemäss SUST zwischen 2009 und 2012 in Frankreich. Quellen: Maja Reznicek in der ‚Aargauer Zeitung‘ sowie ‚Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST‚.