Vom 4. bis 11. Juli 2026 trifft sich die SHARK-Community zum achten Mal – erneut am idyllisch gelegenen Flugplatz Hilzingen (EDTH) nahe Bodensee. Nach der erfolgreichen Austragung findet das Treffen bereits zum zweiten Mal im Hegau statt, rund 30 Kilometer westlich von Konstanz und nur 10 Kilometer nördlich von Schaffhausen.
v.l.n.r.: Der Hausberg von Singen – der Hohentwiel, im Hintergrund der Bodensee; Freundschaftstreffen
Der Platz verfügt über eine rund 650 Meter lange Graspiste mit großzügigen Abstell-Flächen. Infrastruktur und Atmosphäre stimmen: Supermarkt und Hotel sind fußläufig erreichbar, eine Küche in der Flugleitung sowie Grillmöglichkeiten sorgen für unkompliziertes Beisammensein. Bekannt wurde Hilzingen durch große Flugtage – unter anderem mit drei Auftritten der „Red Arrows“ – und durch Besuche von Transall und historischen Warbirds wie Me 109, Mustang oder Spitfire.
Testgelände von Mercedes, etwa 40km nördlich des Flugplatzes Hilzingen.
Die Lage eröffnet vielfältige fliegerische Optionen: Rennstrecken auf der Schwäbischen Alb und im Schwarzwald, Ausflüge in den Schweizer Jura oder in die Vogesen sowie Alpenflüge mit kurzen Motorlaufzeiten von 15 bis 20 Minuten. Während der gesamten Woche sind Winden- und F-Schleppbetrieb geplant.
Im Mittelpunkt steht der Austausch unter SHARK-Piloten – fachlich wie kameradschaftlich. Die Anreise ist flexibel zwischen 4. und 10. Juli möglich; auch kürzere Teilnahmen sind willkommen. Wetterbedingte Anpassungen sind selbstverständlich. Je nach Verfügbarkeit könnten zudem Testflüge mit einer TWIN SHARK oder einer einsitzigen SHARK angeboten werden.
Vom 14. bis 17. Mai 2026 wird Courtelary erneut zum Treffpunkt der Westschweizer und Jurapiloten: Die Regionalmeisterschaft (RM) Romand-Jura steht auf dem Programm. Der traditionsreiche Wettbewerb verspricht anspruchsvolle Aufgaben im Jura und attraktive Wettbewerbstage am bekannten Segelflugstandort LSZJ Courtelary.
Die Anmeldungen sind ab sofort offen. Für die definitive Teilnahme ist eine Anmeldegebühr von CHF 100.– zu entrichten, für Teilnehmende unter 25 Jahren CHF 50.–. Voraussetzung für die endgültige Zulassung ist der Zahlungseingang sowie die Genehmigung durch das Organisationskomitee.
Organisation mit Tradition und Kompetenz
Die RM Romand-Jura wird primär von der Segelfluggruppe Biel (SG Biel) in enger Zusammenarbeit mit der Groupe de vol à voile de Courtelary organisiert, die den Flugplatz Courtelary betreibt. Der Platz gilt seit Jahren als Kompetenzzentrum für den Segelflug im Jura und ist regelmässig Austragungsort regionaler und überregionaler Wettbewerbe.
Kontakt und Anmeldung
Interessierte Pilotinnen und Piloten finden das Anmeldeformular zur RM Romand-Jura 2026 in Courtelary online. Kontakt: Bernard Meylan, championnat(at)gvvc.ch. Das Organisationskomitee freut sich darauf, die Teilnehmenden im Mai 2026 in Courtelary begrüssen zu dürfen.
Die RM Dittingen im Spätsommer ist eine seltene, aber umso attraktivere Gelegenheit, den Jura besser kennenzulernen – und das in bester Gesellschaft. Die Dittinger organisieren ihre Anlässe mit viel Eigeninitiative, entsprechend gross sind die Abstände zwischen den Wettbewerben. Bereits 2022 war die AFG – Akademische Fluggruppe Zürich zu Gast, musste sich damals jedoch den Lokalmatadoren geschlagen geben: Pfeffermühle und Podest blieben im Baselbiet. 2025 folgt der nächste Anlauf – diesmal mit zwei AFG-Teams:
Team AI mit AI Ephraim Friedli und PIC Emmanuel Heer sowie Team AT mit AI Pascal Schiller und PIC Raphael Zimmermann. Die Mission ist klar: Angriff auf die Pfeffermühle. Ob gegen die eingesessenen Flieger-Familien (Durrer, Misun & Co.) eine Chance besteht, wird sich zeigen.
Mittwoch, 13. August – Anreise
Am späteren Nachmittag treffen wir uns im Birrfeld, rüsten die Flugzeuge und fahren nach Dittingen. Ziel: bereits am Vorabend aufstellen und verpflocken, um am ersten Renntag Zeit zu sparen. Ein Wespennest in Box 6 sorgt gleich für den ersten Aufreger – Raphi wird beim Öffnen der Tür in den Hals gestochen, glücklicherweise ohne Folgen. Dass die Wespen uns diese Woche noch begleiten würden, ahnen wir da noch nicht.
Das Aufstellen auf dem stark geneigten Gelände verlangt ungewohnte Kraftakte. Dittingen ist eben speziell: Start talwärts, Landung bergwärts – unabhängig vom Wind. Bremsklötze werden unsere ständigen Begleiter. Nach dem ersten Schweissbad folgt das verdiente Bier in der Beiz. Die Dittinger sind bereits im Vorstartmodus – langweilig wird diese Woche sicher nicht.
Übernachtet wird geteilt: Pascal und Emmanuel pendeln nach Hause, Ephraim und Raphi beziehen Quartier im Hotel Central in Laufen. Morgen geht’s los.
Donnerstag, 14. August – Erster Renntag
Ein vorsichtiger Auftakt: AAT im Westjura, 90 Minuten Taskzeit. Die Thermik setzt spät ein, die Bedingungen bleiben verhalten.
Ein grosser, grosser Cumuli, tief über dem Jura – wo ist der Schlauch?
Team AT
Der Start gelingt nur mühsam, Höhen sind knapp. Erst ein mutiger Entscheid bei einem Gleitschirm nördlich des Grenchenbergs bringt die Wende: ein kräftiger Schlauch, erstmals über 2’000 m. Das Muster des Tages wird klar – Ablösungen am Hangfuss funktionieren besser als oben. Mit guter Linienwahl zwischen Pieterlen und Neuenburg drücken wir den Speed über 100 km/h. Kurz vor Schluss wird es nochmals eng, doch ein letzter Schlauch an der Läberen reicht für den Heimflug. Landung in Dittingen – und bald ist klar: Tagessieg. Ein starker Auftakt.
Das gefällt uns schon besser, eine Konvergenz am Jura zum ‚Fräsen‘. Da spielt’s auch keine Rolle, wenn die Konkurrenz Mal höher fliegt.
Team AI
Der Tag beginnt hektisch: Eine Flügelmutter fällt beim Sauerstoffeinbau in den Rumpf, die Sitzwanne muss nochmals raus. Gerade noch rechtzeitig startklar.
In der Luft kämpfen wir lange ums Oben Bleiben, finden aber an der ersten Jurakrete Anschluss. Die Aufgabe wird angeflogen, jedoch mit wenig Reserve. Am Ende reicht es nicht – Aussenlandung in Grenchen. Dank schneller Organisation sind wir dennoch bald zurück in Dittingen. Der Blick geht nach vorne: Morgen wird besser.
Freitag, 15. August – Abgestochen …
Die Prognose verspricht bessere Bedingungen, die Aufgaben werden länger – erneut AAT im Westjura.
Team AI – Wespenstich statt Wertung
Der Tag endet, bevor er richtig beginnt: Während der Startverschiebung wird Emmanuel von einer Wespe in die Zunge gestochen – direkt aus dem Sandwich heraus. Die Schwellung macht Fliegen unmöglich. Vier Stunden Beobachtung im Gesundheitszentrum Laufen ersetzen den Renntag. Segelfluggefühl immerhin dank piepsendem Monitor.
Team AT – Durchhalten zahlt sich aus
In der Luft baut sich das Wetter zunächst gut auf, später wird es anspruchsvoll. Schauer, Abschattungen und schwache Aufwinde zwingen zum defensiven Fliegen. Racing wird zum Überlebensmodus. Mit Hangaufwind und einer klugen Linie über Chasseral, Montoz und Weissenstein schaffen wir es zurück nach Dittingen. Nur sechs Flugzeuge beenden den Task – wir liegen auf Rang vier. Halbzeit: Die Pfeffermühle ist noch drin, auch wenn das Leadertrikot vorerst an die Familie Misun geht.
Samstag, 16. August – Wechselwetter
Das Wetter bleibt unbeständig, die Aufgabe anspruchsvoll. Ziel: möglichst fehlerfrei bleiben.
In der Dauerhitze Mal eine Abkühlung, nur wäre uns diese am Boden lieber.
Team AT
Frühes Absaufen droht, ein letzter schwacher Aufwind in der Klus hält uns im Rennen. Nach Startfreigabe fliegen wir mit niedrigen Höhen los. Erst ein Vogel zeigt den rettenden Schlauch – ein Schlüsselmoment. Im Osten dreht das Wetter erneut, die Klus funktioniert nicht mehr, der Passwang wäre riskant. Der Rückzug kostet Höhe, doch bei Balsthal gelingt das Ausgraben. Der Speed leidet, aber wir kommen erneut nach Hause. Rang vier – und das Leadertrikot kehrt knapp zurück.
Team AI
Nach dem Nuller vom Vortag bleibt der Tag schwierig. Früher Abflug, wenig Höhe, schliesslich Aussenlandung in Platznähe. Immerhin logistisch unkompliziert. Der Duo wird gleich wieder aufgebaut – morgen zählt’s.
Sonntag, 17. August – Finale
Gutes Wetter, aber nichts geschenkt. Nordwind macht die Linienwahl knifflig.
Team AT
Abflug auf der ersten Krete, moderate Höhen. Wir gehen mit dem ersten Pulk. Anfangs fehlt der Speed, später helfen Hangaufwinde an der Nordseite. Taktisch lernen wir dazu. Ein möglicher Rechenfehler bei der Reserve sorgt kurz für Nervosität, doch der direkte Kurs über Erschwil geht auf. Der Task wird ohne Kreisen beendet. Früh zurück, aber nicht als Schnellste – die Gesamtwertung bleibt offen.
Team AI
Heute klappt es endlich. Diszipliniert im Pulk, gute Linienwahl, saubere Wende bei Sainte-Croix. Der Rückflug wird zäher, doch ein Blick auf die eingestellte Sicherheitshöhe bringt die Erkenntnis: Es reicht längst. Landung in Dittingen – Aufgabe geschafft.
Entscheidung und Ausklang
Beim Feierabendbier treffen sich beide AFG-Teams, dann die Rangverkündigung. Team AT verliert am letzten Tag etwas Boden – das Polster war dünn.
Das Siegerpodest – umzingelt von Lokalmatadoren konnte sich Team AT hauchdünn durchsetzen.
Dann die Überraschung: Gesamtsieg mit einem Punkt Vorsprung. Über die gesamte Wettbewerbsdistanz entspricht das rund einem halben Kilometer. Die Freude ist gross. Sieger aus dem Baselbiet, gefeiert in bester Gesellschaft. Die RM Dittingen lebt von echter Vereinsatmosphäre – und wir spielen bereits mit dem Gedanken an die Titelverteidigung.
Ein grosses Dankeschön an die Organisatoren, das AFG-Team vor Ort und das Mitfiebern im AFG-Chat.
Autoren: Ephraim Friedli, Emmanuel Heer, Pascal Schiller und Raphael Zimmermann
Das legendäre Glasflügel Fly-In kommt erstmals in den Norden Deutschlands: Vom 25. bis 28. Juni 2026 trifft sich die Glasflügel-Gemeinde auf dem Flugplatz Goch-Asperden (EDLG) nahe der niederländischen Grenze.
Ausrichter ist der Glasflügel-Verein e.V., Gastgeber der LSV Goch, der seit sechs Jahrzehnten Segelflug am Platz betreibt. Erwartet werden zahlreiche flugfähige Klassiker wie Libelle, Hornet, Mosquito oder Kestrel – ebenso wie viele Besucher, welche die eleganten Oldtimer der Marke Glasflügel am Boden und in der Luft erleben möchten.
Nach Fly-Ins in Bad Saulgau, Tannheim und weiteren süddeutschen Plätzen rückt die Veranstaltung 2026 erstmals für Piloten und Fans aus Norddeutschland und den Niederlanden in die Nähe. Der Flugplatz bietet ausreichend Stellflächen für Flugzeuge, Anhänger, Wohnwagen und Zelte.
Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen. Detaillierte Informationen zum Flugplatz sowie zu den geltenden TMZ-Regelungen stellt der LSV Goch online bereit.
Zum Jahreswechsel boten sich den Pilotinnen und Piloten des LSV Schwarzwald ideale Gelegenheiten, die Winterpause kurz zu unterbrechen. Am 28. Dezember 2025 sowie am Neujahrstag herrschten am Flugplatz Winzeln-Schramberg ausgezeichnete Bedingungen: klare Sicht, eine schneefreie Piste und ruhige Winterluft ermöglichten Starts mit Motor- und Segelflugzeugen.
Die kalte Winterluft erlaubte eine atemberaubende Sicht auf die Alpen. Foto: Joachim Schwenk / Titelfoto: Sebastian Kammerer
Bereits am Sonntag traf sich eine Gruppe engagierter Vereinsmitglieder, um mehrere Vereinsflugzeuge einsatzbereit zu machen – darunter ein Motorflugzeug, der Motorsegler „Piccolo“ sowie ein Duo Discus XLT. Insgesamt wurden vier Segelflugzeug-Starts und sechs motorisierte Flüge durchgeführt. Neben dem reinen Flugbetrieb stand das Gemeinschaftserlebnis im Mittelpunkt: Formationsflüge sorgten nicht nur für eindrucksvolle Bilder, sondern auch für besondere Momente in der Luft.
Ein meteorologisches Highlight bot die Wolkenlage am Nachmittag. Während sich die Wolkendecke über dem Platz öffnete, blieb sie östlich davon geschlossen – eine seltene Gelegenheit für Segelflüge über den Wolken, verbunden mit eindrucksvollen Ausblicken und einem besonderen Freiheitsgefühl.
Am Neujahrstag setzte starker Wind den Rahmen für ein weiteres fliegerisches Erlebnis: Wellenfliegen. Mehrere Piloten nutzten die Leewellen über dem Schwarzwald, um nach längeren Schlepps ruhiges Steigen zu finden. Zwischen Brandenkopf, St. Georgen und Kandel wurden Höhen von bis zu 3’000 Metern erreicht, bei Flugzeiten von drei bis fast fünf Stunden. Trotz Temperaturen um –10 °C im Cockpit bleibt das Fazit eindeutig: Winterliche Wellenflüge gehören zu den eindrucksvollsten Erlebnissen im Segelflug. Text: Tim Herbst
Dieses Jahr hat der Aero-Club Aargau das neue Jahr erstmals nicht mit dem traditionellen Neujahrsapéro, sondern mit einem gemeinsamen Neujahrszmorge begonnen. In ungezwungener Atmosphäre trafen sich Mitglieder am Morgen, um bei Kaffee, frischen Backwaren und guten Gesprächen, um gemeinsam ins neue Jahr zu starten. Der „Neujahrszmorge“ bot Raum für Begegnungen, Austausch und ein bewusst ruhigeres Ankommen nach den Feiertagen. Das neue Format wurde von vielen Anwesenden geschätzt und zeigte, dass auch kleine Veränderungen neue Impulse ins Vereinsleben bringen können. Ein gelungener Auftakt ins Jahr – persönlich, nahbar und gemeinschaftlich. Der Aero-Club Aargau wünscht Ihnen einen guten Start und freut sich auf ein Jahr voller Begegnungen, Erfolge und vielen Flugstunden!
Die Segelfluggruppe Lägern (SGL) lädt vom 4. bis 12. Juni 2026 zur Schweizermeisterschaft im Streckenflug nach Schänis ein. Acht Wettbewerbstage versprechen anspruchsvolle Tasks in einem der abwechslungsreichsten Fluggebiete der Schweiz. Anmeldeschluss ist der 15. April 2026.
Der Wettbewerb startet am Donnerstag (Fronleichnam), letzter Wertungstag ist Donnerstag, 11. Juni, die Siegerehrung findet am Freitag, 12. Juni, statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Pilotinnen und Piloten begrenzt, die Klassen werden nach Eingang der Anmeldungen festgelegt. Geflogen und ausgewertet wird über SoaringSpot.
Die Teilnahmegebühr beträgt CHF 250.-, für Junioren CHF 150.-. Für Erstteilnehmer in Schänis ist eine Anmeldung im Airmanager des Flugplatzes erforderlich. Standplatz-Gebühren werden für die SM keine erhoben.
Wichtige Hinweise: Es gibt keinen Rückholservice, Helfer sind selbst zu organisieren. Aufgrund der kurzen Piste können Gewichtsbeschränkungen gelten. FLARM (in der OGN-Datenbank registriert) ist obligatorisch, ACLs („Blitzer“) nach IGC-Reglement sind ab 2026 vorgeschrieben.
Weitere Informationen und Anmeldung über das Anmeldeformular; Fragen beantwortet Beat Straub (beat.straub (at) bluewin.ch).
Das Jubiläum des Flugplatzes St.Gallen-Altenrhein ist ein wichtiges Ereignis für die regionale Luftfahrtgemeinschaft. Die Veranstaltung verbindet die historische Würdigung mit zukunftsweisenden Impulsen und unterstreicht die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Flugplatzes. Die Planung ist fortgeschritten, steht aber unter dem Vorbehalt der Lärmregelungen.
Hintergrund und Bedeutung Der Flugplatz St.Gallen-Altenrhein feiert 2026 sein 100-jähriges Bestehen. Seit 1926 verbindet der Standort Menschen und Regionen und ist eng mit der Luftfahrtgeschichte am Bodensee verknüpft. Claude Honoré Désiré Dornier, ein bedeutender Flugzeug-Konstrukteur, gilt als „Vater des Flugplatzes“. Er gründete hier Produktions-Hallen und finanzierte den Flugplatz, nachdem der Bau der legendären Do X in Deutschland verboten war. Heute wird der Flughafen von der People’s Air Group betrieben und ist ein wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor.
Veranstaltungskonzept Vom 28. bis 30. August 2026 findet auf dem Flugplatzgelände ein dreitägiges Jubiläumsfest statt. Geplant sind Airshows, Ausstellungen und ein vielfältiges Rahmen-Programm für Familien, Aviatik-Enthusiasten und die breite Öffentlichkeit. Das Organisationskomitee erwartet 50.000 bis 100.000 Besucher/-innen. Die Veranstaltung soll historische Einblicke bieten, Begegnungen fördern und die Zukunft des Flugplatzes thematisieren.
Aktueller Stand und Herausforderungen Die Planung ist in vollem Gange, jedoch hängt die konkrete Ausgestaltung des Programms von der Lockerung des Lärmkorsetts ab. Diese erfordert die Zustimmung Österreichs, da der Flugplatz grenzüberschreitende Bedeutung hat. Das OK steht in konstruktivem Austausch mit den Vorarlberger Behörden und geht von einer positiven Entscheidung aus. Eine kleinere, aber attraktive Airshow ist bereits vorgesehen. Der Vorverkauf für Tickets wird erst nach Vorliegen aller offiziellen Bewilligungen starten.
Organisation und Verantwortliche Das OK besteht aus regional verankerten Mitgliedern, die verschiedene Ressorts leiten – von Kommunikation und Sicherheit über Finanzen bis hin zu Air Display und Gastronomie.
Kooperationen und Resonanz Die Resonanz auf das Jubiläum ist positiv. Potenzielle Partner und Mieter des Flugplatzes unterstützen die Veranstaltung, etwa durch die Bereitstellung von Hangarflächen. Geplant sind Kooperationen mit der Historischen Schifffahrt Bodensee, um historische Fahrzeuge zu Wasser und in der Luft zu präsentieren.
Am 26. Juni 2024 kam es am Sonderlandeplatz Saarmund (EDCS) zu einem tragischen Flugunfall, bei dem der Pilot eines leichten Luftsportgeräts vom Typ SPACEK SD-1 Minisport tödlich verunglückte. Der Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) führt den Unfall auf einen Kontrollverlust im Anfangssteigflug mit Rückenwind zurück.
Der Unfallhergang
Der 69-jährige Pilot startete gegen 10:00 Uhr Ortszeit von der Piste 27. Zum Unfallzeitpunkt herrschte am Platz eine Ostwindlage mit Windgeschwindigkeiten von etwa 8 Knoten, in Böen bis zu 13 Knoten. Dies bedeutete für den Start auf Piste 27 einen direkten Rückenwind. Das Luftsportgerät hob nach dem Startlauf ab, erreichte jedoch nur eine geringe Flughöhe von etwa 26 Metern über Grund. Augenzeugen beschrieben den Flugzustand als „überzogen“ und das Motorgeräusch als „dumpf“. Kurz darauf kippte die Maschine über die linke Tragfläche ab und stürzte in eine Wiese neben der Piste. Der Pilot erlitt tödliche Verletzungen, das Fluggerät wurde zerstört.
Untersuchungsergebnisse der BFU
Die BFU hat in ihrem Bericht (Aktenzeichen: BFU24-0537-3X) eine Reihe von Faktoren identifiziert, die in ihrer Gesamtheit zum Unfall führten. Eine technische Störung am Fluggerät oder Triebwerk konnte nicht nachgewiesen werden. Das Flugzeug war zudem innerhalb der zulässigen Gewichts- und Schwerpunktgrenzen beladen.
Als kritisch bewertet die BFU die Entscheidung, den Start bei den herrschenden Windverhältnissen mit Rückenwind durchzuführen. Berechnungen ergaben, dass die benötigte Startstrecke sich dadurch erheblich verlängerte und die Steigleistung stark reduziert wurde. Die BFU ermittelte eine benötigte Startstrecke von rund 460 Metern, um eine Höhe von 15 Metern zu erreichen. Ein Start gegen den Wind hätte die Strecke auf 382 Meter verkürzt und eine deutlich größere Sicherheitsmarge zu den Hindernissen im Abflugbereich geboten.
Erschwerend kamen die besonderen Gegebenheiten des Flugplatzes hinzu. Saarmund liegt in einer Senke, was zu unvorhersehbaren Windverhältnissen führen kann. Zudem war die Graspiste uneben und wies teilweise hohen Bewuchs auf.
Eine weitere wesentliche Rolle spielten die behördlichen Auflagen für den Flugplatz. Aufgrund von Bäumen im Abflugsektor der Piste 09 war per NOTAM festgelegt, dass Starts nur auf Piste 27 und Landungen nur auf Piste 09 erfolgen durften. Diese Regelung zwang den Piloten bei der herrschenden Ostwindlage zu einem Start mit Rückenwind.
Der Pilot selbst verfügte über eine gültige Lizenz, hatte jedoch mit rund 20 Stunden in den letzten vier Jahren nur begrenzte Erfahrung auf dem Unfallmuster. Obwohl er ein Selbstbriefing zu den besonderen Platzrundenverfahren unterzeichnet hatte, war er formal nicht für den „Flugbetrieb ohne Flugleiter“ registriert, der zum Unfallzeitpunkt stattfand.
Schlussfolgerungen
Die BFU kommt zu dem Schluss, dass der Unfall auf einen Kontrollverlust durch einen überzogenen Flugzustand im Steigflug mit Rückenwind zurückzuführen ist. Die Kombination aus den anspruchsvollen Windverhältnissen, den behördlichen Auflagen und der geringen Erfahrung des Piloten auf dem Muster führte zu einer Situation, die der Pilot nicht mehr beherrschen konnte. Der Bericht unterstreicht einmal mehr die fundamentalen aerodynamischen Nachteile und Risiken eines Starts mit Rückenwind.
Der Sportfliegerclub Malmsheim e. V. lädt zu seinen bewährten Streckenflug-Abenden ein. Die Vortragsreihe bietet fundiertes Know-how, spannende Erfahrungsberichte und aktuelle Updates rund um Technik, Luftraum und Sicherheit. Referenten aus Vereinen, Behörden und der Praxis beleuchten zentrale Themen des modernen Fliegens – kompakt, praxisnah und offen für Pilotinnen und Piloten aller Sparten. Die Abende finden dienstags online statt und verbinden Weiterbildung mit gelebter Vereins- und Nachwuchsförderung.
Diesen Winter führen wir vier Online-Events durch. Die erste Know-How Session Anfang Februar ist für Streckenflug-Einsteiger. Wir besprechen Routenwahl, Taktik und Mindset für die ersten Streckenflüge ab Schänis. Für Piloten, welche den Sprung vom Lokalfliegen weg vom Flugplatz machen wollen. Mit Inputs von Patrick Gabler & Nico Jäggli sowie viel Zeit für deine Fragen.
Nachdem wir uns letztes Jahr mit Flügen bis zur Schweizer Grenze befasst haben, geht es an diesem Abend nun ab da weiter. Wir besprechen Routen und Flüge nach Österreich vom Arlberg bis in die Region Dachstein. Ein Erfahrungs-Austausch als offene Diskussions- und Fragerunde mit Inputs von Experten.
Wir besprechen an diesem Abend Routen und Flüge ab Zermatt bis Südfrankreich. Ein Erfahrungs-Austausch als offene Diskussions- und Fragerunde mit Inputs von Experten.
Der Flugplatz St.Gallen-Altenrhein wird dieses Jahr 100jährig. Im Jubiläumsjahr offeriert der Flugplatz ein spezielles Angebot für AeCS-Pilotinnen- und Piloten.
Für das Jahr 2026 bietet der Flugplatz allen AeCS-Mitgliedern einen Rabatt von 30% auf die Landegebühren an. Dies gilt für Luftfahrzeuge mit einem Gewicht unter drei Tonnen. Der Rabatt kann im C-Büro gegen Vorweisen des Mitgliederausweises geltend gemacht werden. Er ist nicht kumulierbar mit anderen Aktionen.
Der Luftsportverein Halver e.V. steht nach einem langjährigen Rechtsstreit und finanziellen Schwierigkeiten vor der Auflösung. Der Verein, der seit 2006 keinen eigenen Flugbetrieb mehr in Halver durchführen konnte, verfügte zwar noch über drei betriebsbereite Segelflugzeuge, litt jedoch unter einem deutlichen Rückgang der aktiven Mitglieder.
Der Flugplatz Wipperfürth,
Die Flugaktivitäten wurden in den letzten Jahren von Wipperfürth aus fortgesetzt, und es fanden regelmäßig Fliegerlager in anderen Regionen statt. Ein zentraler Grund für die aktuelle Situation war ein Rechtsstreit, der die Rücklagen des Vereins aufzehrte und die finanzielle Handlungsfähigkeit stark einschränkte. Zuletzt zählte der Verein noch 37 Mitglieder, davon 28 Aktive, und war 2020 für sein breitensportliches Engagement ausgezeichnet worden.
Am 15. Dezember 2025 wurde vom Amtsgericht Halver die vorläufige Insolvenz-Verwaltung über den Luftsportverein Halver e.V. angeordnet. Diese Maßnahme dient der Sicherung des verbleibenden Vereinsvermögens, und der geordneten Abwicklung der Vereinsangelegenheiten. Gläubiger und Drittschuldner wurden angewiesen, Zahlungen ausschließlich an den vorläufigen Insolvenzverwalter zu leisten, um die Insolvenzmasse zu schützen und eine geregelte Abwicklung zu ermöglichen.
Mit der Auflösung geht ein Stück Vereins- und Stadtgeschichte zu Ende. Die verbleibenden Mitglieder und Verantwortlichen stehen nun vor der Aufgabe, die Abwicklung zu organisieren und die noch vorhandenen Vereinswerte sachgerecht zu verteilen. Für die Segelflug- und Motorflugpiloten der Region bedeutet dies das Ende einer langjährigen Institution, die über Jahrzehnte den Luftsport in Halver geprägt hat.
Zum Jahreswechsel hat der Motorflugclub (MFC) Salzgitter den Verkehrslandeplatz Drütte räumen müssen. Nach der Kündigung des Pachtvertrags durch die Salzgitter AG, die auch juristisch bestätigt wurde, endet ein traditionsreicher Luftfahrtstandort. Die sechs Vereins-Flugzeuge sind nach Braunschweig überführt worden, wo dem Club künftig eine Halle zur Verfügung steht.
„Die Enttäuschung ist groß, aber wir müssen uns damit abfinden“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Volkmar Plewa. Besonders betroffen sind auch zwei Flugschulen, die ihren Betrieb in Salzgitter einstellen mussten. Für laufende Flugschüler ist die Zukunft derzeit noch offen.
Abschied aus Salzgitter: MFC-Mitglied Harald Bode und der stellv. Vorsitzende Volkmar Plewa im Tower auf dem Verkehrslandeplatz Drütte.
Langjähriges Mitglied Harald Bode spricht trotz breiter Unterstützung aus Politik und Bevölkerung von einer ernüchternden Entscheidung. Mit dem Flugplatz verliere Salzgitter nicht nur eine Ausbildungsstätte für den fliegerischen Nachwuchs, sondern auch einen wichtigen Teil seiner öffentlichen Luftverkehrs-Infrastruktur. Geschäfts- und Tourismusflüge seien von und nach Salzgitter künftig nicht mehr möglich – ein schwerer Verlust für die Region.
Am Höhepunkt tummelten sich rund 140 Leute auf dem Platz, davon etwa 50 Pilotinnen und Piloten. Ich selbst war zum 30. Mal dabei – und ich kann mich wirklich nicht erinnern, jemals so miserables Wetter erlebt zu haben. Zum Zelten war es viel zu kalt (nachts 10–12 Grad) und zum Fliegen gab es häufig tiefe Bewölkung und reichlich Regen. Von 14 Tagen waren nur neun überhaupt für Schulungsflüge geeignet; die durchschnittliche Flugzeit lag bei ganzen… acht Minuten. Nur einmal habe ich die ZA für einen Streckenflug montiert. Mit knapp 250 km war ich der einzige in der ganzen Woche, der es geschafft hat, das Erzgebirge zu überqueren und eine kleine Runde in Tschechien zu drehen. Das brachte mir einiges an Respekt ein. Offenbar bin ich nach acht Jahren SGD doch nicht mehr ganz so ein reiner Flachlandflieger wie die anderen Holländer.
Fliegerisch gibt es daher nicht viel zu berichten – zum Glück hatte ich noch eine zweite Mission: einen neuen (gebrauchten) Propeller für unsere Piper abholen. Philip Glogg hatte alles mit den Leuten vom Aeroclub Pirna eingefädelt. Die ganze Szenerie dort: eine riesige Grasfläche unterhalb des TMA Dresden, umgeben von typisch sozialistischen Gebäuden – das Gelände hatte wohl mal eine militärische Funktion. Der Propellerwechsel lief dann fast wie in einer Krimiserie ab: In einem dunklen Zeller wurde ein Aktenkoffer voller Bargeld deden den Propeller getauscht. Mein Auto ist zwar groß, aber so groß dann auch wieder nicht. Glücklicherweise hatte Stefan Finck das vorausgesehen und mir seine Dachträger geliehen. Mit den Polstern aus dem Hangar und einer ordentlichen Menge Spanngurten hat es dann tatsächlich funktioniert. Die Kombination aus diesem Spezialtransport auf dem Dach und dem ZA-Anhänger hinten dran sah allerdings etwas nach Zirkusumzug aus.
Die Rückfahrt über die Grenze war entsprechend nervenaufreibend. Natürlich wurde ich herausgewunken und ausgefragt. Zum Glück hatte niemand eine Ahnung, was da eigentlich auf meinem Dach lag. Ich glaube, sie gingen davon aus, der Propeller gehöre zu einem Flugzeug im Anhänger – und ich habe sie in dem Glauben gelassen.
Eine Woche später – das Wetter war jetzt natürlich wieder hervorragend – hatte ich dann richtig Spaß beim Einbau von Motor und Propeller und beim anschließenden Testflug. Foto: ‚Fliegerclub Grossrückerswalde e.V.‘
Mitnichten! Der Spätwinter ist eine der arbeitssamsten Zeiten: Die Jahreswartungen werden abgeschlossen und die Flugzeuge wieder hergerichtet. Es ist die perfekte Zeit, um Schulklassen in hautnahen Erstkontakt mit Segelflugzeugen zu bringen.
Schulbesuch im Frühjahr
Die Schulklasse der Tochter des Autors besuchte die Akaflieg zu Frühlingsbeginn. Adolf Hansemann, Sigi Hollerer und der Autor erklärten den Zweitklässlern die Physik des Fliegens und wie Flugzeuge gesteuert werden. Der Besuch war in den Sachunterricht eingebettet, mit Schwerpunkt auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Segelflugzeuge wurden als umweltfreundliche Alternative vorgestellt, da sie ohne Energie und nur mithilfe von Aufwinden fliegen können.
Werkstatt und Simulator
Die Kinder durften sich in den Twin-Segelflugzeug setzen und lernten über Glasfaser-Matten, Kohlefaser-Rovings und Epoxidharze. Das Highlight war der Segelflug-Simulator mit VR-Brille. Etwa zwanzig Kinder flogen nacheinander am Simulator. Einige zeigten beeindruckendes Talent. Die Lehrerinnen und der Autor stellten ebenfalls ihre fliegerischen Fähigkeiten unter Beweis.
Ein Zeitungsartikel von Nobert S. bildete das perfekte Handout für die Nachbearbeitung in der Schule oder zuhause.
Nach mehr als zwei Stunden kehrte die Klasse in die Schule zurück. Die Kinder erhielten ein Handout über Segelflug. Der Besuch hinterließ bei allen einen positiven Eindruck. Quelle/vollständiger-Bericht: ‘Akaflieg Graz’.
Am 20. Mai 2025 nutzte Markus Schriebl ein günstiges Wetterfenster, um die Dimona zum Fluglager in Nötsch zu überstellen. Da der Co-Pilotensitz frei war, spielte das Gewicht keine Rolle – 50 Liter „flüssige Thermik“ wurden vor dem Start aufgetankt, und Rucksack mit Karten und nützlichen Utensilien wurde sicher am Sitz befestigt.
Der Start erfolgte um 12:44 UTC vom Heimatflugplatz Graz, und die Dimona stieg zügig in Richtung Westen. Über die Pack flog Schriebl durch bewölktes, aber noch ausreichend wolkenfreies Terrain. Zwischen Hirzmannsperre und dem Packer Stausee setzte leichter Regen ein, der die Scheibe und Tragflächen reinigte – so gründlich, dass sogar Klebeband und Faden wegrutschten.
Alles hebt ab Über das Klagenfurter Becken führte der Weg weiter ins Lavanttal, wobei aufziehendes Schlechtwetter und leichter Aufwind genutzt wurden, um die Fahrt zu optimieren. Kurz westlich von Sankt Paul sackte die Dimona überraschend ab: Alles nicht gesicherte Material hob ab, inklusive des Mobiltelefons, das aus dem geöffneten Fenster entwischte und vermutlich im Wald landete – daher gibt es keine Fotos von diesem Flug.
Trotz kleinerer Turbulenzen erreichte die Dimona entlang der Karawanken das Fluglager Nötsch. Nach einem ersten unbeantworteten Funkruf meldete sich schließlich „Nötsch Radio“. Der Endanflug erfolgte bei leichtem Seitenwind, und um 13:58 UTC setzte die Dimona sanft auf der Graspiste auf und rollte zur Abstellposition. Dort wartete sie auf die Akaflieger – bereit für neue Flüge. Wie KG treffend sagte: „Gehet hin und flieget!“
Wir träumen schon lange davon, mit unserer„Fliege“ – der Katana HB-SCZ – nach Galicien zu reisen. Unser Ziel: eine kleine Piste am See im Naturpark Mazaricos. Wochenlang planen wir sorgfältig zwölf Etappen über ebenso viele Ferientage im Mai 2025 – mit genauen Kriterien: mindestens 700 m Pistenlänge, Übernachtungs- oder ÖV-Möglichkeiten, Treibstoff, Öffnungszeiten und Handling-Bestimmungen.
Tag 1: Birrfeld – Annemasse Schon am ersten Tag wird klar: Fliegen heisst flexibel bleiben. Das Wetter spielt verrückt –Sonne, Kaltfront, Regen, Gewitter. Nach vielem Abwägen entscheiden wir uns, so weit wie sicher möglich zu fliegen und vor der Front zu landen. Plan: Birrfeld – Grenoble Realität: Birrfeld – Yverdon (Kaffeepause und Gratis-Flugzeugwäsche), dann am Nachmittag weiter nach Annemasse bei Rückseitenwetter. Entspannt statt verbissen – das ist die richtige Entscheidung.
Tag 2: Annemasse – Grenoble Tief unter einer zähen Wolkendecke schlängeln wir uns zwischen Quellwolken hindurch. Die Landschaft unter uns ist spektakulär – Seen, Hügel, Sonnenflecken. In Grenoble erwartet uns ein herzlicher Empfang, ein Mittagessen mit Cidre und ein traumhafter Aufenthalt im Domaine de Dony – sehr zu empfehlen für fliegende Gäste!
Tag 3: Grenoble – Montauban Endlich Sonne! Der Pilot findet seine Routine, Navigation funktioniert auch ohne App. Wir landen auf einem Flugplatz ohne Landegebühr, essen Pizza und übernachten gratis auf dem Tarmac.
Tag 4: Montauban – Santa Cilia Die Pyrenäen – majestätisch und einschüchternd zugleich. Die Wetterlage zwingt uns, die Route über Andorra zu ändern. In engen Tälern bahnen wir uns den Weg durch Regen und Wolken. Für den Piloten Routine, für die Copilotin eine Grenzerfahrung. Nach einer sicheren Landung in Santa Cilia geniessen wir Tapas und Gastfreundschaft – inklusive Leihwagen vom Flugplatz.
Tag 5: Santa Cilia – Burgos – Mazaricos Das Wetter klart auf. In Burgos legen wir eine Pause ein – ein Flugplatz voller Flugschüler, aber ohne Linienbetrieb. Dann, nach zwei Stunden Turbulenzen, sehen wir endlich das Meer! Der kleine See von Mazaricos glitzert in der Sonne – unser Ziel ist erreicht. Ein Paradies: Jacuzzi mit Blick auf den Flugplatz, Ruhe, Natur und das Gefühl, angekommen zu sein.
Tag 6: Mazaricos – Vilaframil – Rinlo Ein kurzer Flug über den See, dann weiter an die Küste. Auf einem fast verlassenen Flugplatz treffen wir nur einen Modellflieger – unser eigentlicher Kontakt reist extra an, um uns den Schlüssel für den Hangar zu übergeben. Im nahegelegenen Dorf Rinlo tauschen wir spontan ein Ladegerät gegen Luftaufnahmen: Wir fotografieren das Dorf aus der Luft, die Ladenbesitzerin macht daraus Souvenirmagnete. Eine winzige Geste – und doch ein schönes Beispiel, wie Fliegen Menschen verbindet.
Tag 7–8: Vilaframil – Asturias –San Sebastián Eine neue Front zwingt uns zu Änderungen. Wir folgen der Nordküste Spaniens, vorbei an spektakulären Klippen und leeren Stränden. In Asturias läuft das Handling etwas chaotisch – also essen wir improvisiert unter dem Flügel im Schatten, ganz ohne Bürokratie. Das Crossing über Bilbao bringt uns tief über die Stadt – aufregend, aber unvergesslich. In San Sebastián verbringen wir zwei Tage Pause: Pintxos, Txakoli, Regen und viel Genuss.
Tag 9: San Sebastián – Aire-sur-l’Adour Nach Gewitter und Hagel in Frankreich nutzen wir eine kurze Wetternische, um sicher weiterzufliegen. Frankreich zeigt sich von seiner besten Seite: Viele kleine Flugplätze, unkompliziert und charmant.
Tag 10–12: Aire-sur-l’Adour – Valence –Birrfeld Starker Gegenwind zwingt uns zu einem Tag Pause in Valence – zum Glück bei Freunden. Am nächsten Tag geht’s heimwärts: 11–17 kt Wind, Böen bis 25 kt, aber klare Sicht und gute Laune. Nach zwölf Tagen, 2’500 km und unzähligen Eindrücken kehren wir glücklich ins Birrfeld zurück.
Nach Kroatien und Dänemark war dies unsere dritte grosse Reise mit der Katana HB-SCZ. Sie hat uns einmal mehr gezeigt, was Reisen mit einem Kleinflugzeug wirklich bedeutet: Freiheit, Verantwortung, Teamarbeit und Erlebnisse, die man nie vergisst. Ein grosses Dankeschön an die Fliegerschule Birrfeld, die uns die „Fliege“ für dieses Abenteuer anvertraut hat.
Mit viel Betrieb, guter Stimmung und winterlichem Wetter ist die Segelfluggruppe Basel Fricktal ins neue Jahr gestartet. Beim traditionellen Neujahrs-Windelen herrschte reger Flugbetrieb.
Ein neuer Flugschüler, zahlreiche aktive Segelflugpilotinnen und -piloten, drei Fluglehrer sowie ebenso viele Windenfahrer sorgten gemeinsam mit vielen interessierten Besuchern für einen lebendigen Flugplatz. Insgesamt wurden 38 Windenstarts durchgeführt – ein willkommener Beweis dafür, dass die Winde nach der Winterpause wieder zuverlässig im Einsatz steht.
Bereits wenige Tage zuvor, am 30. Dezember 2025, konnte bei leichter Bise und sich stetig bessernden Bedingungen ebenfalls intensiv geflogen werden. Bis in die Dämmerung nutzten mehrere Piloten der LSZI Fricktal-Schupfart die Gelegenheit, ehe die Temperaturen bei der anschließenden Flugzeugreinigung deutlich in den frostigen Bereich fielen.
Ein besonderer Moment war die erfolgreiche Einweisung von Andi L auf die Bristell BR23.
Insgesamt fällt die Bilanz positiv aus: 2025 wurden 847 Starts und Landungen bei rund 140 Flugstunden absolviert, die Bristell präsentiert sich in bestem Zustand. Nach der erfolgreichen Einführung des neuen Schleppflugzeugs blicken die Piloten LSZI Fricktal-Schupfart optimistisch auf 2026 – mit den besten Wünschen für ein gesundes, unfallfreies und erfolgreiches neues Flugjahr.
Seit mehreren Jahren ist Serres im Frühsommer ein fester Bestandteil im Reiseprogramm der Segelfluggruppe Dittingen. Ziel ist es, das Streckensegelfliegen in der Provence und den französischen Alpen mit Kameradschaft und gemeinsamer Zeit am Boden zu verbinden – Segelflug als ganzheitliches Erlebnis.
Fliegerisch bietet Serres nach wie vor hervorragende Möglichkeiten. Je nach Wetterlage ermöglichen kurze Schlepps den Einstieg in die Thermik oder – bei Mistral – direkt in die Welle. Die Routenvielfalt ist gross: Glandasse und Vercors Richtung Norden, der Mont Ventoux im Südwesten oder – bei ausreichender Basis – alpine Strecken über Pic de Bure, Écrins und Vanoise. Auch Flüge in die Provence Richtung Fayence sind möglich, erfordern jedoch aufgrund der anspruchsvollen Täler eine sorgfältige Planung. Und Vogelschutz-Zonen sind strikt zu beachten.
Die Ausgabe 2025 stellte die Dittinger Segelflug-Gruppe allerdings vor besondere Herausforderungen. Durch Aschestaub kanadischer Waldbrände war die Einstrahlung deutlich reduziert, die Thermik schwächer als prognostiziert und die Sicht im unteren Höhenband teils stark eingeschränkt. Grossartige Wellenhöhen blieben aus, dennoch gelangen einige schöne Flüge. In Erinnerung bleibt insbesondere der Besuch von Vereinskameraden im Arcus aus Dittingen, die Serres trotz Staubdunst sicher erreichten.
Mit Sorge betrachtet die Segelfluggruppe Dittingen die Entwicklung des Flugplatz-Betriebs. Infrastruktur und Unterkünfte benötigen Investitionen, der Pool war nicht nutzbar und das Schleppflugzeug steht nicht mehr dauerhaft zur Verfügung. Die aktuelle Schleppkonfiguration mit eingeschränkter Leistung ist gerade bei Doppel-Sitzern und ungünstigen Windverhältnissen wenig befriedigend.
Konstant positiv bleibt jedoch die Buvette am Pistenende. Gastgeberin Lison sorgt mit engagierter Küche und gelegentlicher Live-Musik für jene Atmosphäre, die Serres weiterhin besonders macht.
Serres bleibt für die Segelfluggruppe Dittingen fliegerisch reizvoll – gleichzeitig stellt sich zunehmend die Frage, wohin sich der traditionsreiche Platz entwickelt. Die Antwort darauf wird mit Interesse weiterverfolgt.
Vom 1. bis 8. August 2026 wird der Flugplatz Mauterndorf (LOSM) erneut zum Treffpunkt der Streckensegelflugszene. Der Tauerncup 2026, veranstaltet vom Österreichischen Aero-Club Landesverband Salzburg und dem SFC Lungau, verbindet sportlichen Wettbewerb mit gezielter Nachwuchsförderung. Newcomer profitieren vom direkten Austausch mit erfahrenen Pilotinnen und Piloten der Sportklasse, während ambitionierten Teilnehmern ein attraktiver Wettbewerb nach FAI-Reglement geboten wird.
Geflogen wird in den Klassen 113er und Sportklasse; bei ausreichender Beteiligung wird zudem der Salzburger Landesmeister ermittelt. Die Hochplateaulage des Lungau sowie die Fluggebiete der Hohen Tauern und Nockberge versprechen gerade im Hochsommer eindrucksvolle und leistungsstarke Aufgaben. Ein vielseitiges Rahmen-Programm mit Flugsimulator, Fachvorträgen und Schlechtwetterangeboten sowie Campieren direkt am Flugzeug runden die Woche in gewohnt familiärer Atmosphäre ab.
Was das Fliegen im Verein ausmacht, zeigt sich besonders in der starken Gemeinschaft der Bamberger Flugjugend. Die unter 25-jährigen Mitglieder verbindet nicht nur die Leidenschaft für den Luftsport, sondern auch ein ausgeprägter Zusammenhalt, der weit über den reinen Flugbetrieb hinausgeht. Gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge gehören fest dazu.
Am 13. Dezember machte sich eine Gruppe engagierter Nachwuchspilotinnen und -piloten in Fahrgemeinschaften auf den Weg zur Wasserkuppe – einem der traditionsreichsten Luftsportzentren Deutschlands. Das winterliche Wetter ließ zwar keinen Flugbetrieb erwarten, der Besuch bot dennoch reichlich Luftfahrt-Geschichte und besondere Momente.
Erster Programmpunkt war das direkt am Flugplatz gelegene Deutsche Segelflug-Museum. Die Jugendlichen erhielten dort spannende Einblicke in die Entwicklung des Segelflugs – von historischen Exponaten bis zu aktuellen technischen Konzepten. Anschließend führte der Weg zum Fliegerdenkmal. Auf dem Weg dorthin wurde auch das markante Radom passiert, bevor sich am Denkmal überraschend die dichte Wolkendecke lichtete und einen stimmungsvollen Sonnenuntergang freigab.
Für zusätzliche Heiterkeit sorgte eine bekannte Fliegerlegende: Zwei mutige Mitglieder der Flugjugend erklommen das Denkmal und berührten den Schnabel des Adlers – in der Hoffnung, eines Tages Segelflugweltmeister zu werden.
Nach dem Rückweg bot sich noch Gelegenheit für kurze Begegnungen mit bekannten Gesichtern sowie einen Blick in Hallen und Werkstätten am Flugplatz. Am Abend trat die Gruppe voller Eindrücke die Rückreise nach Bamberg an.
Der Aero-Club Bamberg e.V. dankt insbesondere dem ehemaligen Jugendleiter Marcello für die kurzfristige Organisation, den freiwilligen Fahrerinnen und Fahrern sowie allen Teilnehmenden, die diesen gelungenen Ausflug möglich gemacht haben.
Am Flugplatz LSZI nimmt die nachhaltige Energieproduktion weiter Fahrt auf. Das Photovoltaikteam der SG Basel Fricktal hat in rund einer Woche intensiver Fronarbeit den Kopfbau vollständig mit Solarmodulen bestückt.
Installiert wurden insgesamt 72 Photovoltaikmodule mit je 435 Watt Leistung, was einer Gesamtleistung von 31,3 kWp entspricht. Ergänzend kamen weitere 39 Module mit insgesamt 16,965 kWp hinzu. Damit leistet die Anlage einen spürbaren Beitrag zur Eigenstromproduktion am Flugplatz.
Dem sichtbaren Ergebnis ging eine umfangreiche Vorbereitungsphase voraus: Materialdisposition, Verlegung von Kabeln und Rohren, Stringleitungen, Befestigungs-Systeme sowie die Reinigung der Module verlangten dem Team einiges ab. Auch die Rahmenbedingungen forderten ihren Tribut – gutes Schuhwerk, warme Kleidung, Handschuhe, Ausdauer, Flexibilität und Geduld waren ebenso gefragt wie technisches Know-how.
Der Einsatz hat sich gelohnt: Mit diesem Engagement konnte das Projekt planmäßig abgeschlossen werden. Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für ihren vorbildlichen Einsatz zugunsten einer nachhaltigeren Infrastruktur am Flugplatz.
Wenn Alessandro Rizzo heute im Cockpit einer Embraer von Helvetic Airways sitzt, hat er Hunderte Flugstunden Erfahrung – doch seine Reise in die Lüfte begann ganz unscheinbar: mit einem Geschenk seiner Familie.
„Mein erster Schnupperflug war ein Geburtstagsgeschenk von meiner Schwester – 2011,im Birrfeld“, erinnert er sich. „Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Ich kannte Fliegen nur vom Flugsimulator am Computer.“ Geflogen ist er damals mit Guido Pelliccioli, einem erfahrenen Fluglehrer des Birrfelds. „Er erklärte mir alles im Detail, vom Cockpit bis zur Flugkarte – und plötzlich war ich in der Luft.“ Der Flug dauerte nur 20 Minuten, doch das Erlebnis blieb hängen. Nach der Schule absolvierte Alessandro eine Ausbildung zum Automechaniker und bildete sich zum Diagnostiker weiter. Fliegen? Das rückte in den Hintergrund. Bis er Jahre später wieder zufällig auf die Website des Flugplatzes Birrfeld stiess. „Die Kostenaufstellung für die Pilotenausbildung war immer noch dieselbe wie damals“, erzählt er lachend. „Ich schaute auf mein Konto und dachte mir: Komm, mach’s einfach!“ Er meldete sich an – ohne grosse Ambitionen, einfach aus Leidenschaft. Die Theorie absolvierte er abends, nach der Arbeit, und bald sass er wieder im Cockpit – diesmal mit Fluglehrer Olivier Zumstein.
Obwohl Alessandro aus Zürich stammt, stand für ihn schnell fest, dass er im Birrfeld fliegen lernen wollte. Ihn habe die Fliegerschule sofort überzeugt, sagt er. „Hier gibt es viele erfahrene Fluglehrer, eine grosse Flotte und damit viel mehr Möglichkeiten. Und der Flugplatz selbst bietet eine Freiheit, die man an grösseren Plätzen schlicht nicht hat.“ Während man in Zürich jedes Mal einen Flugplan einreichen und Slots abwarten müsse, könne man im Birrfeld „einfach einsteigen und losfliegen“. Auch die Atmosphäre spielte eine Rolle: „Hier ist es familiär, sympathisch, man kennt sich – das ist eine ganz andere Welt.“
Während der PPL-Ausbildung (Private Pilot License) wurde Alessandro klar, dass Fliegen mehr als ein Hobby war. „Ich wollte das zu meinem Beruf machen“, erzählt er.
Doch der Weg war kein leichter. Er bewarb sich bei Swiss – und fiel am ersten Tag durch. „Ich bin am Mathe-Test gescheitert. Ich war überall überdurchschnittlich – ausser beim Kopfrechnen.“ Statt aufzugeben, fand er bei der Horizon Swiss Flight Academy die passende Lösung: eine modulare Ausbildung bis hin zum ATPL (Airline Transport Pilot License).
„Vierzehn Fächer, Tausende Multiple-Choice-Fragen – das war die intensivste Zeit meines Lebens.“
Nach monatelangem Lernen und Prüfun gen stand fest: Alessandro war bereit für den nächsten Schritt. Das Airline-Training bei Helvetic Airways war der Sprung in die grosse Welt der Aviatik. „Das erste Mal im Jet – das war überwältigend. Du realisierst, dass du jetzt Teil dieser grossen Welt bist.“ Die Simulator-Ausbildung absolvierte er in msterdam – meist nachts. „Unsere Sessions gingen von zehn Uhr abends bis fünf Uhr morgens. Das war hart, aber eine gute Vorbereitung auf den Linienbetrieb.
Nach rund 50 Simulatorstunden folgte dasLandetraining in Châteauroux (Frankreich) –Alessandros erster echter Jetflug. „Sechs Landungen, leerer Flieger, perfektes Wetter – das war pure Gänsehaut. Der Moment, in dem du merkst: Ich bin wirklich Pilot.“ Nicht jeder Flug ist ruhig. Besonders in Erinnerung blieb Alessandro ein Anflug auf Zürich während eines Sturms: „Zwei Passagiere haben sich übergeben – einer hat es in‘s Säckchen geschafft, der andere nicht. Wir mussten durchstarten und beim zweiten Versuch landen.“ Gefragt nach Lieblings-Destinationen nennt Alessandro keine Grossflughäfen wie Frankfurt oder Amsterdam. „Ich mag kleine Plätze. Heringsdorf auf Usedom, Dubrovnik oder Tirana – dort spürst du das Fliegen. Nicht diese Riesen-Terminals, sondern echte Aviatik. Quelle: ‚Birrfelder Flugpost‚.
Die Flugplatzgenossenschaft Münster (FGM) zieht Bilanz der Lagersaison 2025. Die erste Lagerwoche musste leider ausfallen, da zu wenig Anmeldungen vorlagen. In den folgenden drei Wochen war die Auslastung besser, doch das Wetter spielte nicht mit. Die Saison endete unfallfrei.
Finanzielle Situation
Die Flugplatzgenossenschaft arbeitet wirtschaftlich am Limit. Die Einnahmen aus dem Flugbetrieb decken gerade die Betriebskosten. Die FGM appelliert an mehr und jüngere Lagerteilnehmer, um die Infrastruktur langfristig zu sichern. Dies gilt für alle alpinen Fluglager in der Schweiz.
Lage und Fluggebiet
Münster liegt in einem hervorragenden Fluggebiet. Zwischen Martigny und dem Furkapass können Flüge durchgeführt werden, ohne die Geländekammer zu wechseln. Nach dem Auslösen am Klinken erreicht man die Aletsch Arena. Das Gebiet bietet Möglichkeiten bis zum Mattertal, Mont Blanc und darüber hinaus.
Lagerdaten 2026
Die Lagersaison 2026 findet vom 4. Juli bis 15. August statt. Anmeldungen sind ab sofort unter www.flugplatzmuenster.ch möglich. Unterkünfte hat es nebst dem Camping auf dem Flugplatz genügend.
Während der winterlichen Flugpause ist eine Weihnachtsfeier eine Gelegenheit, sich zu treffen. Diese wurde auch dieses Jahr rege genutzt. Die gemütliche Holzhütte war weihnachtlich herausgeputzt und stimmungsvoll beleuchtet. Bei Glühwein, Kinderpunsch, Plätzchen und Würstchen-Semmeln blickte der LSV Geratshof auf das vergangene Flugjahr zurück.
1’600 Starts standen dieses Jahr am Geratshof in der Startliste. Fluglehrer Hannes hatte im Vorfeld die Statistiken gewälzt, damit wir eine kleine Siegerehrung der Mitglieder mit den punktestärksten Flügen nach den Regeln der Deutschen Meisterschaft im Streckenflug durchführen konnten. Anschließens gab’s ein fliegerisches Quiz. Fazit: Ein gelungener, gemütlicher Abend mit vielen schönen Gesprächen.
In einer schicksalhaften Nacht vom 5. auf den 6. Dezember 2025 wurde der Flugplatz Varrelbusch (EDWU) bei Cloppenburg von einem verheerenden Großbrand heimgesucht. Das Feuer, das gegen 0:42 Uhr gemeldet wurde, hat einen Großteil der Infrastruktur des Luftsportvereins (LSV) Cloppenburg zerstört und einen Millionenschaden hinterlassen. Der Flugbetrieb ist bis auf Weiteres eingestellt.
Flammeninferno vernichtet Gebäude und Flugzeuge
Nach ersten Erkenntnissen brach der Brand im Towergebäude des Flugplatzes aus und griff rasch auf die angrenzende Gaststätte, das Vereinsheim, Werkstätten und Teile der Hangars über. Ein Großaufgebot der Feuerwehr mit bis zu 250 Einsatzkräften kämpfte stundenlang gegen die Flammen, die sich auf einer Fläche von rund 100 mal 25 Metern ausbreiteten. Trotz des massiven Einsatzes konnten sie die Zerstörung wesentlicher Teile des Flugplatzes nicht verhindern. Neben den Gebäuden fielen auch die Tankstelle und mindestens vier Vereinsflugzeuge dem Feuer zum Opfer: zwei Motorflugzeuge, ein Motorsegler und ein Segelflugzeug.
Der materielle Schaden ist immens. Die Polizei schätzt ihn auf rund 750.000 Euro, der Vereinsvorstand auf 1.5 bis 2.0 Mio, da die Räumlichkeiten kürzlich renoviert worden seien und eine der Maschinen einen neuen Motor erhielt.
Fakten und Details zum Grossbrand:
Datum & Uhrzeit
Nacht vom 5. auf den 6. Dezember 2025, ca. 0:42 Uhr
Der 1954 gegründete Luftsportverein Cloppenburg steht vor der größten Herausforderung seiner Geschichte. Der Flugplatz ist bis auf Weiteres nur noch nach vorheriger Genehmigung (PPR) anfliegbar. Um den Flugbetrieb, insbesondere für die aktive Jugendabteilung, so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können, hat der Verein einen Spendenaufruf gestartet. Die Gelder sollen als Soforthilfe für die Wiederbeschaffung essentieller Ausrüstung wie einer Funkanlage und Rettungsmitteln dienen.
Der Verein zeigt sich kämpferisch und blickt trotz des Schocks nach vorne. Der große Zusammenhalt der Mitglieder, die sich unmittelbar nach dem Brand zu Aufräumarbeiten versammelten, gibt Hoffnung für den Wiederaufbau.
Ein unerwartet heftiger Sturm, der am 26. November 2025 über die australische Stadt Narromine in New South Wales zog, hat schwere Schäden am örtlichen Segelflugplatz verursacht. Mindestens vier Segelflugzeuge wurden zerstört und weitere beschädigt, als die Unwetterfront mit Wind-Geschwindigkeiten von über 110 km/h) über das Gelände fegte. Berichten zufolge ereignete sich der Vorfall gegen 12:30 Uhr mittags, als sich mehrere Piloten und ihre Teams auf eine bevorstehende Wettbewerbswoche vorbereiteten.
Zerstörte Flugzeuge und massive Schäden
Die Wucht des Sturms war so gewaltig, dass selbst die Stahlseile, mit denen zwei der Flugzeuge am Boden gesichert waren, rissen. Augenzeugenberichten zufolge wurden vier Segelflugzeuge von den Böen erfasst, in die Luft gehoben und auf den Rücken geworfen.
Bei den zerstörten Maschinen handelt es sich um folgende Modelle:
Kennzeichen
Flugzeugtyp
IZX
Jantar Standard 2
XCO
SZD 55
FQD
Mosquito
GST
LS6-b
Ein weiteres Flugzeug, eine ASG 29 des Southern Cross Gliding Club, erlitt leichtere Schäden am linken Querruder, konnte aber dank des mutigen Eingreifens eines Piloten vor Schlimmerem bewahrt werden. Glücklicherweise wurden bei dem Vorfall keine Personen ernsthaft verletzt; es blieb bei leichten Prellungen und Schnittwunden.
Ausmaß der Zerstörung
Neben den Flugzeugen wurden auch Teile der Infrastruktur des Flugplatzes in Mitleidenschaft gezogen. Hangartore wurden aus den Angeln gehoben, Dachpaneele abgerissen und Bäume entwurzelt. In der nahegelegenen Stadt Narromine deckte der Sturm das Dach eines Hauses ab und beschädigte Stromleitungen. Einige Kommentatoren in den sozialen Medien sprachen von einem Tornado, der die Region heimgesucht habe und auch in den benachbarten Orten Dubbo und Nevertire für Zerstörung sorgte.
Die Gemeinschaft der Segelflieger zeigte sich in den sozialen Netzwerken tief betroffen von den Ereignissen.
Der Österreichische Aero-Club hat eine positive Zwischenbilanz für sein neues Schulungs-Programm für Flugplatz-Betriebsleiter gezogen. Anlass war die neue Zivilluftfahrt-Betriebsleiter-Verordnung (ZFBO), die seit diesem Jahr in Kraft ist und eine Neuschulung von rund 1’800 Personen erfordert.
Um dieser Herausforderung zu begegnen, entwickelte die Sektion INFRA des Aero-Clubs in Kooperation mit der Aircademy eine Online-Lernplattform. Wie der Club bei seinem jährlichen Sektionsmeeting bekannt gab, haben bereits 1’150 Personen die Schulung erfolgreich absolviert.
Wolfgang Malik, Präsident des Aero-Clubs und Leiter der Sektion INFRA, betonte, dass damit nicht nur eine akute Herausforderung gemeistert, sondern auch ein nachhaltiges und niedrigschwelliges Angebot für die Zukunft geschaffen wurde. Die flexible Online-Lösung stelle zudem eine kostengünstige und somit entlastende Variante für die Vereine dar. Der Aero-Club sieht diesen Schritt als Teil seiner Modernisierungsstrategie im Sinne seiner Mitglieder und der gesamten Sportluftfahrt.
Wer ist die «Sektion INFRA»?
Die Sektion INFRA des Aero-Clubs Österreichs ist eine Fachsektion, die sich um die Belange von Zivilflugplätzen kümmert. Sie fungiert als Informations- und Organisations-Plattform für Vereine, die einen Flugplatz betreiben.
Hauptaufgaben:
Unterstützung für Flugplatzbetreiber: Die Sektion arbeitet mit Landessektionsleitern und Vereinsobmännern zusammen, um Vereine bei der komplexen Aufgabe des Flugplatz-Betriebs zu unterstützen.
Schulungen: Ein zentrales Angebot ist die Flugplatzbetriebs- und Einsatzleitungs-Schulung (FBEL). Diese Online-Schulung mit integrierter Wissenskontrolle berechtigt die Absolventen zur Flugplatzbetriebs- und Einsatzleitung auf österreichischen Flugfeldern.
Einem klimaneutralen Flugbetrieb ist die Segelfluggruppe Bensheim in jüngerer Vergangenheit schon deutlich näher gekommen: Photovoltaikanlage, Elektrowinde, eigenstartfähige Segelflugzeuge mit Elektromotor, was fehlt? Ein „multifunktionales Einsatzfahrzeug mit Elektroantrieb“, mit dem man sowohl schwere Doppelsitzer oder den Rettungsanhänger über den Platz als auch das Seil von der Winde zur Startstelle ausziehen kann.
Während der Vorstand noch diskutierte, ob und wenn ja, zu welchem Preis was möglich wäre, hatte die Jugend einen Plan ausgeheckt: Einen Quad oder Buggy selbst (um-)bauen. Neben den genannten Anforderungen sollte das Gefährt ein robustes Fahrwerk sowie stabiles Chassis besitzen, für jeden unabhängig der Körpergröße leicht zu bedienen, dabei möglichst kompakt sein. Nach intensiver Recherche fanden sie im Spätsommer einen preislich passenden Buggy, mit Anhängerkupplung und (noch) mit Verbrenner-Motor.
Benjamin Ilchmann sowie Marc Ruhl plünderten ihre Urlaubskasse und kauften das Gefährt. Nun wurden Nägel mit Köpfen gemacht, oder besser, die gesamte Werkstatt in Beschlag und der Buggy komplett auseinandergenommen: der Verbrenner-Motor kam raus, ein geeigneter Elektromotor wurde definiert und organisiert, eine neue Motorhalterung gefräst, das Getriebe neu berechnet, designet und passgenau zusammengebaut, der Rahmen abgeschliffen, frisch in „Flugplatzgelb“ lackiert, Sitze, Schalter etc. angepasst, Akkus besorgt.
„In unserem Fall können wir LFP-Akkus (Lithium-Eisen-Phosphat-Akku) nutzen, da wir keine hohe Reichweite brauchen,“ erläutert Benjamin Ilchmann, einer der Hauptorganisatoren: „Diese haben selbst mit größeren Beschädigungen kaum ein Brandrisiko und enthalten keine seltenen Erden. Damit ist der Treibhaus-Gas-Ausstoß und Menschenrechtsverletzungen in der Produktion reduziert.“
Wochenlang, selbst bei besten Schulungswetter, war die Mannschaft unter der Federführung von Marc Ruhl und Konstantin Scheffler hoch motiviert bis teils spät in die Nacht zugange. Das erklärte Ziel: mit den Hauptarbeiten rechtzeitig vor der Wintersaison fertig zu sein, denn dann wird die Werkstatt für die Segelflugzeug-Wartung benötigt. Die jungen Akteure sammelten viel praktische Erfahrung, auch kleinere Rückschläge eingeschlossen. Die „Alten“ ließen sie gewähren und gaben gerne Tipps, wenn Rat gefragt war („Wie bekommt man eine gelbe Werkstatt wieder sauber?“)
Aber die Ausgaben addierten sich. So entstand die Idee, zur Finanzierung des Projektes bei der Crowdfunding-Aktion des örtlichen Energieanbieters teilzunehmen: Pro 10,- Euro werde der Anbieter die eingesammelten Spenden verdoppeln, vorausgesetzt, das vorher definierte Spendenziel werde innerhalb des Aktions-Zeitraumes erreicht. Es wurde erreicht: Binnen 19 Minuten (!) war der digitale Spendenbeutel mit über 5.000 Euro gefüllt.
Die Freude ist bei allen groß: „Jetzt müssen wir nur noch den Motor und die Akkus einbauen. Anschließend stehen Testfahrten an, um zu prüfen, ob die Leistung für den Einsatz wie geplant tatsächlich ausreicht. Und wenn alles passt, können wir endlich einen Haken an unser Projekt machen: den Haken zum Seilausziehen. Dann ist der Buggy für die neue Saison einsatzbereit“, verkündet Organisator Ilchmann stolz.