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Unbekannte driften auf fränkischem Flugplatz

Ärger auf dem Flugplatz Niederfüllbach (Landkreis Coburg): Unbekannte haben am Wochenende mit Driftübungen auf Schnee für einen vierstelligen Schaden gesorgt. Dort, wo normalerweise kleine Flugzeuge starten und landen, sind jetzt nur noch tiefe Reifenspuren – und jede Menge Unverständnis für die Aktion. Auf mehr als 200 Quadratmetern Fläche sind sie zu sehen: Tiefe Reifenspuren im Schnee. Darunter liegt eigentlich die Start- und Landebahn eines Flugplatzes. Eigentlich, denn: Nutzen kann den Flugplatz nun erstmal niemand. Die Instandsetzung werde voraussichtlich mehrere Wochen dauern, wie eine Sprecherin des Flugplatzes gegenüber dem Bayerischen Rundfunk mitteilt.

Über die Details dessen, was auf dem Flugplatz in der Zeit von Samstag, 16 Uhr bis Montag, 12 Uhr passiert ist, kann die Polizei derzeit nur spekulieren. Deutlich sichtbare Driftspuren im Schnee hatten Unbekannte, vermutlich mit mehreren Autos unterwegs, den Beamten zufolge hinterlassen. Die Kosten für die Instandsetzung werden auf mindestens 1000 Euro geschätzt. Quelle: ‘Nordbayern.de‘.

Nur noch für Wasserflugzeuge

Tatsächlich besitzt der Flugsportclub zwei Amphibienflugzeuge. Warum diese trotz des hohen Pegelstandes der Baunach nicht zum Einsatz kommen können. Flugplatzverkehr – durchfahrt verboten” – die Ansage auf dem Schild ist deutlich. Doch beim Blick auf die Startbahn des Flugplatzes Ebern-Sendelbach wird schnell klar: Hier hebt an diesem Dreikönigstag keine Maschine ab. Denn dort, wo normalerweise die grüne Wiese zu sehen ist, ist nun ein See. Nur die Köpfe der Pylonen spitzen hervor und lassen erahnen, dass hier bei strahlendem Sonnenschein für gewöhnlich Flugbetrieb herrscht. Dauerregen hatte in den vergangenen Tagen die Pegel der Flüsse im Landkreis Haßberge steigen lassen, auch jenen der Baunach. Immerhin: Wasserflugzeuge könnten vom Flugplatz wohl noch starten.

Hochwasser auf der Startbahn zu dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich
“Tatsächlich haben wir zwei Amphibienflugzeuge in unserem Verein”, sagt Franz Hardi, der Vorsitzende des Flugsportclubs Ebern. “Kein Scherz!”, schiebt der Rentweinsdorfer lachend hinterher. Doch die stünden derzeit nicht in den Eberner Hangars, sondern an einem See bei Welzow, Brandenburg. Wer hatte schon ahnen können, dass die Maschine direkt vor der eigenen Haustüre in Ebern hätte erprobt werden können? Tatsächlich sei es nicht unüblich, dass die Startbahn zu dieser Jahreszeit unter Wasser stehe, sagt der 75-Jährige Hardi. “Üblicherweise passiert das vielleicht zwei bis drei Wochen später, wenn die Schneeschmelze in Thüringen beginnt.” Für den Einsatz des Amphibienflugzeuges, das von seiner Form aufgebaut ist wie ein Boot, sei der Wasserstand auf der Startbahn am Ende aber doch zu niedrig.

Tatsächlich besitzt der Flugsportclub zwei Amphibienflugzeuge. Warum diese trotz des hohen Pegelstandes der Baunach nicht zum Einsatz kommen können. Flugplatzverkehr – durchfahrt verboten” – die Ansage auf dem Schild ist deutlich. Doch beim Blick auf die Startbahn des Flugplatzes Ebern-Sendelbach wird schnell klar: Hier hebt an diesem Dreikönigstag keine Maschine ab. Denn dort, wo normalerweise die grüne Wiese zu sehen ist, ist nun ein See. Nur die Köpfe der Pylonen spitzen hervor und lassen erahnen, dass hier bei strahlendem Sonnenschein für gewöhnlich Flugbetrieb herrscht. Dauerregen hatte in den vergangenen Tagen die Pegel der Flüsse im Landkreis Haßberge steigen lassen, auch jenen der Baunach. Immerhin: Wasserflugzeuge könnten vom Flugplatz wohl noch starten.

Hochwasser auf der Startbahn zu dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich
“Tatsächlich haben wir zwei Amphibienflugzeuge in unserem Verein”, sagt Franz Hardi, der Vorsitzende des Flugsportclubs Ebern. “Kein Scherz!”, schiebt der Rentweinsdorfer lachend hinterher. Doch die stünden derzeit nicht in den Eberner Hangars, sondern an einem See bei Welzow, Brandenburg. Wer hatte schon ahnen können, dass die Maschine direkt vor der eigenen Haustüre in Ebern hätte erprobt werden können? Tatsächlich sei es nicht unüblich, dass die Startbahn zu dieser Jahreszeit unter Wasser stehe, sagt der 75-Jährige Hardi. “Üblicherweise passiert das vielleicht zwei bis drei Wochen später, wenn die Schneeschmelze in Thüringen beginnt.” Für den Einsatz des Amphibienflugzeuges, das von seiner Form aufgebaut ist wie ein Boot, sei der Wasserstand auf der Startbahn am Ende aber doch zu niedrig.

Ursache für die Fluten auf dem Flugplatz ist die Baunach, die sich am Rande des Flugfeldes durch die Wiesen schlängelt. Sie führte bis zum Dreikönigstag Hochwasser der ersten Meldestufe. Inzwischen ist der Pegel – gemessen am Leucherhof – wieder rückläufig: Am Freitagmittag lag er bei 2,63 Metern und damit unter der ersten Meldestufe von 2,80 Metern. Ihren diesjährigen Höchststand erreicht hatte die Baunach am 6. Januar um 6 Uhr in der Früh mit 2,95 Metern. “Wir hoffen, dass wir Ende Februar wieder fliegen können”, sagt Franz Hardi. Bis dahin sollten die Fluten im besten Falle wieder verschwunden sein, erklärt er. Quelle: ‘Mainpost‘.

Umnutzung Flugplatz Mollis abgeschlossen

Der Flugplatz Mollis ist ein zivil genutztes Flugfeld. Der operative Betrieb ist mittlerweile an die Mollis Airport AG übergegangen. Die Entwicklung des Flugfeldes kann in den Rahmenbedingungen des Umnutzungsgesuches nun in Angriff genommen werden. Mit dem Eintrag der Gemeinde Glarus Nord als Eigentümerin des Flugplatzgeländes im Grundbuch endet die in vielerlei Hinsicht sehr komplexe Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes in ein zivil genutztes Flugfeld. Durch den Eintrag im Grundbuch traten auch der Baurechtsvertrag und die Nutzungsvereinbarung mit der Mollis Airport AG in Kraft. Die Mollis Airport AG ist dadurch neue Betreiberin des Flugfeldes und übernimmt von der Gemeinde Glarus Nord sämtliche Rechte und Pflichten. Die Mollis Airport AG löst damit auch den Flugplatzverein definitiv als Betreiberin ab.

Die Mollis Airport AG hat die herausfordernde Aufgabe gefasst, das zivile Flugfeld nach dem breit abgestützten Raumordnungskonzept (ROK) zu nutzen. Das dem Umnutzungsverfahren zugrundeliegende ROK sieht eine Nutzung durch sämtliche Anspruchsgruppen in diesem Gebiet vor: Nebst wirtschaftlicher Nutzung wird dadurch auch die Freizeitfliegerei und der Zugang für die Bevölkerung als Naherholungsgebiet langfristig gesichert. Ebenso kann der Flugplatz weiterhin für Anlässe genutzt werden. Gleichzeitig besteht auch die Möglichkeit, die Entwicklung des Flugplatzgebietes weiter voranzutreiben: So genehmigten die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2018 den Verkauf von 22 000 Quadratmetern Bauland an bereits am Flugplatz ansässige Firmen. Diese Projekte können dank der erfolgreichen Umnutzung nun umgesetzt werden. Als erste Firma hat die REGA ein Projekt eingereicht mit dem Ziel, die eigene Basis im Frühling 2023 eröffnen zu können.

Flugplatzgebiet Mollis soll sich entwickeln
Für eine zivile Nutzung sind des Weiteren verschiedene bauliche Anpassungen zur Gewährleistung der Sicherheit, insbesondere auch für die Nutzerinnen und Nutzer des Flugplatzes als Naherholungsgebiet, notwendig. So wird unter anderem der Langsamverkehr im Bereich der angesiedelten Firmen mit einem separaten Rad- und Fussweg um die wirtschaftlich genutzten Flächen umgeleitet. Hierbei gibt es eine Übergangsphase, bis das kantonale Projekt «Ausbau Netstalerstrasse» definitiv vorliegt. Zudem ist geplant, die offizielle Wegführung des kantonalen Radwegs auf den bestehenden Weg bei der Linth zu verlegen. Letztlich ist im Rahmen des Entwicklungsschwerpunktes Flugplatz auch eine ÖV-Anbindung geplant.

Der Erwerb des Flugplatzes durch die Gemeinde Glarus Nord und die damit verbundene Umnutzung in ein zivil genutztes Flugfeld wurde durch den Gemeinderat – unter gleichzeitigem Verzicht der vorhandenen Ansprüche der Gemeinde Glarus und des Kantons Glarus – im Herbst 2011 gefällt. Zu dieser Stossrichtung haben die Stimmberechtigten an verschiedenen Gemeindeversammlungen mehrmalig ihre Zustimmung gegeben, erstmals an der denkwürdigen ordentlichen Gemeindeversammlung vom Juni 2012 im Garten des Freulerpalastes in Näfels. Ende 2017 genehmigte die Gemeindeversammlung den Baurechtsvertrag mit der Mollis Airport AG und beauftragte den Gemeinderat mit dem Abschluss der weiteren damit verbundenen Rechtsgeschäfte. Quelle: ‘Glarus24‘. Bild: ‘Ecoflight‘.

Notlandung nach Motorenproblemen

Der Start um 08:31 Uhr auf der Piste 30 verlief nach Angaben des Piloten normal und das Flugzeug hob mit 60 kt von der Piste ab. Nach dem Abheben fuhr der Pilot das Fahrwerk und die Landeklappen ein und schaltete die elektrische Treibstoffpumpe aus, die er jeweils zum Start und zur Landung zuschaltete. Rund 15 Sekunden nach dem Ausschalten der elektrischen Treibstoffpumpe stellte der Pilot einen Leistungsverlust fest. Aufgrund der Hindernis-Situation schaute er sich nach einem geeigneten Aussenlandeplatz um und entschied sich für eine Notlandung auf einem Feld zu seiner Rechten. Er leitete die Rechtskurve ein und fuhr das Fahrwerk aus. Die HB-YHT setzte mit rund 50 kt auf. Beim Ausrollen knickte das Bugfahrwerk, nachdem dieses auf dem weichen Boden aufgesetzt hatte, ein und das Flugzeug überschlug sich.

Weder die Untersuchung des Flugzeuges noch diejenige des Motors des Typs Rotax 912 ULS ergaben Hinweise auf technische Mängel, welche die Wahrnehmung eines Leistungsverlustes durch den Piloten erklären könnten. Da diese Wahrnehmung nach dem Ausschalten der elektrischen Treibstoffpumpe aufgetreten war, wurde die mechanische Treibstoffpumpe einer besonderen Überprüfung unterzogen. Dabei erbrachte sie im gesamten Leistungsbereich des Motors die geforderte Pumpleistung.

Die Untersuchungsergebnisse lassen keine Aussagen zur Stärke des vom Piloten wahrgenommenen Leistungsverlustes zu. Damit bleibt offen, ob der Flug auch ereignislos hätte fortgesetzt werden können. Der Pilot nutzte eine günstige und sich nur für kurze Zeit bietende Gelegenheit für eine Notlandung. Diese verlief zunächst wunschgemäss; der Schaden ergab sich erst am Ende des Ausrollvorgangs, als das Bugfahrwerk aufgrund der Bodenbeschaffenheit einknickte.

Der Start um 08:31 Uhr auf der Piste 30 verlief nach Angaben des Piloten normal und das Flugzeug hob mit 60 kt von der Piste ab. Nach dem Abheben fuhr der Pilot das Fahrwerk und die Landeklappen ein und schaltete die elektrische Treibstoffpumpe aus, die er jeweils zum Start und zur Landung zuschaltete. Rund 15 Sekunden nach dem Ausschalten der elektrischen Treibstoffpumpe stellte der Pilot einen Leistungsverlust fest. Aufgrund der Hindernis-Situation schaute er sich nach einem geeigneten Aussenlandeplatz um und entschied sich für eine Notlandung auf einem Feld zu seiner Rechten. Er leitete die Rechtskurve ein und fuhr das Fahrwerk aus. Die HB-YHT setzte mit rund 50 kt auf. Beim Ausrollen knickte das Bugfahrwerk, nachdem dieses auf dem weichen Boden aufgesetzt hatte, ein und das Flugzeug überschlug sich.

Weder die Untersuchung des Flugzeuges noch diejenige des Motors des Typs Rotax 912 ULS ergaben Hinweise auf technische Mängel, welche die Wahrnehmung eines Leistungsverlustes durch den Piloten erklären könnten. Da diese Wahrnehmung nach dem Ausschalten der elektrischen Treibstoffpumpe aufgetreten war, wurde die mechanische Treibstoffpumpe einer besonderen Überprüfung unterzogen. Dabei erbrachte sie im gesamten Leistungsbereich des Motors die geforderte Pumpleistung.

Die Untersuchungsergebnisse lassen keine Aussagen zur Stärke des vom Piloten wahrgenommenen Leistungsverlustes zu. Damit bleibt offen, ob der Flug auch ereignislos hätte fortgesetzt werden können. Der Pilot nutzte eine günstige und sich nur für kurze Zeit bietende Gelegenheit für eine Notlandung. Diese verlief zunächst wunschgemäss; der Schaden ergab sich erst am Ende des Ausrollvorgangs, als das Bugfahrwerk aufgrund der Bodenbeschaffenheit einknickte.

Eine besondere Gefährdung hätte sich im Falle eines Brandes ergeben, weil der Pilot den in Rückenlage auf dem Notlandefeld liegenden Tiefdecker nicht aus eigener Kraft verlassen konnte. In einem diesbezüglich vergleichbaren Fall (vgl. Schlussbericht Nr. 2039 zum Unfall der Robin DR400 HB-KOC in Belp) sprach das damalige Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU) die Sicherheitsempfehlung Nr. 403 aus zum Mitführen eines Werkzeuges, das der Zertrümmerung der Cockpithaube dient. Quelle: ‘SUST‘.

Flugplatzleiter, Rechte, Pflichten.

Der Flugplatzhalter ernennt einen Flugplatzleiter oder eine Flugplatzleiterin. Die grundlegenden Rechte und Pflichten sowie die übertragenen Aufgaben sind in der Verordnung des UVEK über die Flugplatzleiterin oder den Flugplatzleiter (Flugplatzleiterverordnung) sowie der Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL) festgehalten. Das Bundesamt genehmigt die Ernennung des Flugplatzleiters oder der Flugplatzleiterin, wenn die betreffende Person über die zur Einhaltung der entsprechenden Vorgaben auf dem entsprechenden Flugplatz erforderlichen Voraussetzungen und Kenntnisse verfügt. Quelle: ‘BAZL‘.

“Windpark hui, Flugplatz pfui”: Fridays for Future im Interview

500 Leute hat “Fridays for Future” in Weiden vor drei Jahren mobilisiert. Dann kam Corona, und es wurde ruhiger. Jetzt meldet sich die Gruppe zurück. Sie sagen im Interview: „Nein“ zum Flugplatz Latsch, „Ja“ zum Windpark Parkstein und „Mehr und kostenlos“ zum ÖPNV. Im Interview erklären Christina Schmid (22) und Felix Hochmuth (20), was sie in der Region ändern wollen und warum ihre Plastiksneaker nicht viel mit der Klimakrise zu tun haben.

Im März 2019 war die erste große Demo von Fridays for Future in Weiden mit 500 Teilnehmern. Was hat sich seitdem getan?
Christina Schmid: Corona hat die Bewegung ziemlich ausgebremst. Online ist es schwerer, Leute zu erreichen als auf einer Straßendemo. Wir sind ein kleiner Kern im Orgateam, es gibt viel Fluktuation. Wir sind immer dankbar über Leute, die mitmachen wollen.
Felix Hochmuth: Auf unserer letzten Demo am 24. September waren viele Leute da, überraschend viele, etwa 150. Das gab Rückenwind.
Christina Schmid: Jetzt haben wir Lust, unsere Forderungen durchzusetzen.

Was sind eure Forderungen?
Christina Schmid: Dass Weiden einen Klimabeirat und einen Klimamanager bekommt, waren Forderungen von uns. Das kommt jetzt. Der Klimabeirat muss mehr Verantwortung bekommen. Jede Entscheidung über Infrastruktur- und Subventionsprojekte, wie etwa über den Flugplatz Latsch, müssen mit dem dem 1,5-Grad-Ziel vereinbar sein.

Der Flugplatz Latsch ist gerade heiß in der Diskussion. Dafür oder Dagegen?
Felix Hochmuth: Auf jeden Fall dagegen. Ich kann die Anwohner verstehen, die sich über Lärmbelästigung aufregen. Da es um das Hobby von Privatpersonen geht, kann ich das noch weniger nachvollziehen.

Christina Schmid: Das ist ein Hobby weniger Einzelner zulasten der Gesamtbevölkerung. Der Flugplatz ist mit den Unfällen eine reale Gefahr, CO2-Ausstoß, Flächenversiegelung, Lärm – und das alles subventioniert von der Stadt Weiden. Noch schlimmer ist, dass der Flugplatz nicht mal dazu dient, Leute von A nach B zu bringen. Wir stehen hinter der Bürgerinitiative und hinter dem Antrag von SPD und Grünbuntweiden, dass die Flugbewegungen reduziert werden. Unser ultimatives Ziel ist jedoch, dass der Flugplatz stillgelegt wird.

Auch der Öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) ist immer wieder ein Thema. Was fordert ihr da?
Felix Hochmuth: Der ÖPNV ist teuer und schlecht. Wir wollen, dass der ÖPNV gratis wird, weil man sich das als Schüler nicht leisten kann. Und wenn ich meinen Freund in Parkstein besuchen will, kann ich das nicht. Der letzte Bus fährt am Samstag um 13 Uhr. Ohne Auto ist man als junger Mensch auf dem Land aufgeschmissen.

Christina Schmid: Wir sind ja nicht nur eine Umweltbewegung, sondern eine Klimagerechtigkeitsbewegung. Die ÖPNV-Situation trägt zu Ungerechtigkeit bei. Wenn ich mir kein Auto leisten kann oder keins haben will, kann ich nicht auf eine weiterführende Schule gehen, meine Wunschausbildung oder Job nicht machen, meine Freunde nicht besuchen. Die Region wird für uns immer unattraktiver.

Es gibt kritische Stimmen, die sagen: „Ihr habt alle Handys, tragt Plastikschuhe und lasst euch von euren Eltern von der Schule abholen. Ändert erst einmal euer Verhalten und rettet dann die Welt“. Was sagt ihr dazu?
Christina Schmid: Das hören wir tatsächlich öfter. Das ist Privatkonsumkritik. Das ist aber nicht der Kern des Problems. Wir müssen verhindern, dass Konzerne und Staat noch mehr Kohle abbauen. Wir müssen verhindern, dass Leute in den Minen ausgebeutet werden, die die seltenen Erden für unsere Handys schürfen. Das dürfen wir nicht einzelnen Privatpersonen in die Schuhe schieben. Nicht jeder kann sich den Bioladen oder Solaranlagen auf dem Dach leisten. Wir müssen als Gesellschaft weiterkommen.

Felix Hochmuth: Unsere Umweltprobleme haben was mit dem kapitalistischen System zu tun. Klar ist es toll, wenn wir keine Plastikstrohhalme mehr verwenden. Aber das Problem sind die Großkonzerne, die für den meisten CO2-Ausstoß auf der Welt verantwortlich sind. Es ist verwerflich, da Einzelpersonen in die Pflicht zu nehmen.

Wenden wir uns wieder den Problemen in der Region zu. Was würdet ihr da verbessern?
Christina Schmid: Thema Windpark Parkstein. Auch der Landkreis Neustadt könnte sich dafür einsetzen, dass 10-H-Regel gekippt wird, macht das aber nicht. Er könnte Energie- und Bürgergenossenschaften fördern, macht das aber auch nicht. Er zeigt keine Initiative. Da ist eine Energiegenossenschaft wie in Parkstein ein Vorzeigeprojekt. Die sagen, die nehmen die Energiewende selbst in die Hand und geben den Menschen vor Ort sogar noch etwas zurück. Das unterstützen wir eindeutig.

Bei einer Abstimmung sprechen sich 70 Prozent der 14- bis 17jährigen in Parkstein für den Windpark aus. Die Gegner zweifeln das Ergebnis an. Was sagt ihr dazu?
Christina Schmid: Die Meinung der jungen Menschen ist zu respektieren. Dass die Windpark-Gegner diese Meinung anzweifeln und sagen, sie hätte die Frage nicht verstanden, ist ein No-Go. Wir wissen natürlich nicht, warum die Jugendlichen für den Windpark gestimmt haben. Aber das Votum zeigt, dass die ländliche Bevölkerung akut handeln muss. Drei Windräder, die rumstehen, sind Nichts im Vergleich zur Klimakrise.

Es heißt ja, dass Schwarzstörche gesichtet wurden.
Christina Schmid: Ja, vor fünf Jahren. Wenn der Bürgerentscheid sich für Windparks ausspricht, dann wird das geprüft. Wenn gefährdete Arten bedroht sind, kann das Verfahren noch gestürzt werden. Aber wir müssen das erst einmal prüfen. Außerdem: Wenn die Klimaziele nicht eingehalten werden, sieht es für sämtliche Tierarten auf der Welt düster aus.

Im ganzen Land gibt es Klimagerechtigkeitsbewegungen, die auch zivilen Ungehorsam ausüben, Bäume besetzen und Straßen blockieren.
Christina Schmid: Vor allem bei uns in der Region sollte bekannt sein, dass ziviler Ungehorsam manchmal nötig sein muss. Beispiel der WAA-Protest [Protest gegen die Atomwiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf in den 1980ern]. Doch das hat nichts mit Gewalt gegen Personen zu tun, dagegen wenden wir uns.

Gibt es bald auch in der Oberpfalz Klimacamps und Waldbesetzungen wie im Hambacher Forst?
Christina Schmid: Das ist nicht auszuschließen, in Nürnberg gibt es ja schon lange ein Klimacamp. Doch es gibt auch andere Wege: Weiden West IV wurde demokratisch durch einen Bürgerentscheid gekippt. Das ideale Ziel ist ja eh, dass wir uns als Bewegung überflüssig machen. Quelle: ‘Oberpfalz-Echo‘.

Zweimal um die Erde

Mit der Aktion ging die diesjährige Flugsaison zu Ende. Und die Landsberger Segelflieger ziehen eine positive Bilanz: Annähernd 2.000 Starts standen dieses Jahr zu Buche. Vom Flugplatz Geratshof aus brechen die weißen Flieger zu weiten Flügen auf. Besonders verlockend: Die Nähe zu den Alpen macht die Region zur idealen Spielwiese für Erlebnisflüge. Bei knapp 900 Kilometern Flugdistanz lag dieses Jahr der Vereinsrekord – erflogen an einem Tag im Juni. Der sportliche Anspruch wird auch dadurch untermauert, dass viele Vereinspiloten ihre Flüge elektronisch dokumentieren: „Zwar werden nur gut ein Zehntel aller Flüge auf diese Weise erfasst“, erklärt Sepp Holzapfel, der Vorsitzende des Segelflugvereins. „Aber alleine diese 260 Flüge addieren sich zu 85.000 geflogenen Kilometern in diesem Jahr – das entspricht mehr als zwei Erdumrundungen. Deutschlandweit liegen wir damit auf Platz 20 von über 900 Vereinen. Ein schöner Beleg, dass wir unser Ziel, viel und weit zu fliegen, mit Leben füllen.“ Klar, dass für solch weite Flüge Sitzfleisch nötig ist: Acht Stunden Flugzeit und mehr sind keine Seltenheit. Ob anspruchsvoller Sport oder einfach erlebnisreiches Hobby: Was alle jenseits der Rekorde eint, ist der Spaß daran, die Welt von oben zu betrachten und elegant und leise dahinzugleiten – klimafreundlich noch dazu.

Schein in zwei Jahren
Diesem Reiz erlagen auch in diesem Jahr wieder einige „Neuzugänge“ – ohnehin ist die Nachwuchsförderung eine wesentliche Säule der Vereins­arbeit. „Jährlich startet rund ein halbes Dutzend Jungpilotinnen und -piloten mit der Ausbildung. Die jungen Mitglieder stellen einen erheblichen Teil unseres rund 80-köpfigen Vereins“, stellt Holzapfel fest. Der Weg ist oft der gleiche: So mancher Zaungast wird neugierig und hebt zu einem Schnupperflug ab – und dieses Erlebnis lässt viele nicht mehr los. Etwa zwei Jahre dauert der Weg bis zum Flugschein. Der Landsberger Verein bietet Camps während der Ferienzeiten an, bei denen täglich geflogen werden kann – ein ziemlicher Turbo für alle, die schnelle Fortschritte erzielen wollen, und die ideale Gelegenheit für Einsteiger, um ihrem Traum vom Flugschein näherzukommen.

Im März oder April – je nach Wetter – startet die nächste Saison. Ein ungestörter Winter­schlaf wird es für die Vereinsflotte aber nicht, denn die nächsten Monate werden die Flugzeuge einer umfassenden Wellness-Behandlung unterzogen. Holzapfel: „Jedes Flugzeug muss jährlich sehr genau gecheckt werden – eine Art Flugzeug-TÜV. Die Wintermonate nutzen wir, um unsere Flotte gründlich zu warten und zu pflegen.“ Damit die eleganten Gleiter auch im nächsten Jahr aufbrechen zu erlebnisreichen Flügen mit unvergesslichen Aussichten. Quelle: ‘Merkur‘.

Bozen: Flugbetrieb gestartet

Die Verlängerung der Landebahn ist abgeschlossen. Die Landebahn ist jetzt 1500 Meter lang, um 100 Meter länger als bisher. Es können damit auch größere Flugzeuge starten und landen. Flughafenbetreiber Josef Gostner sagt, der Flugbetrieb ist damit sicherer. Das Flugprogramm bis zum Frühjahr steht. Die Fluggesellschaft bietet zusätzlich zum Brüssel Flug Flüge nach und von Rotterdam, Kopenhagen und London. Angeflogen werden auch Berlin, Düsseldorf oder Hamburg. Die Anbindung an Nordeuropa bleibt somit zentral. Nicht mehr angeboten werden hingegen die Rom-Flüge; es gibt auch keine Flugverbindung zu einer anderen italienischen Stadt. Laut Gostner geht es primär um die Ankurbelung der Touristenflüge. Die Auslastung wird von Gostner bereits jetzt als “gut” beschrieben. Quelle: “RAInews“.

LSV Hegenscheid bekommt Geld vom Land NRW

Einige Mitglieder beim “Luftsportverein Hegenscheid” werden wohl bald Luftsprünge machen: Denn es gibt Geld vom Land! 120.000 Euro aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“. Jetzt können die Flugbegeisterten davon eine neue Halle bauen, denn die alte taugt nicht mehr. Von dem Förderprogramm haben schon mehr als 2.500 Sportvereine aus ganz NRW profitiert, die ihre Anlagen sanieren möchten. Quelle: ‘Radio MK’.

Fliegen heißt Lernen

„Fliegen heißt Landen“, so heißt es in der Fliegerei. Genauso gut muss es aber heißen „Fliegen heißt Lernen“, denn sowohl in der Verkehrsfliegerei als auch bei den Sportfliegern ist ständige Weiterbildung wichtig, um ein Flugzeug jederzeit sicher und sachgemäß am Boden und in der Luft zu bewegen. Im Luftsportverein Worms e.V. einem von mehreren am Wormser Flugplatz ansässigen Vereinen, werden daher in den Wintermonaten traditionell Weiterbildungen für die Mitglieder angeboten. Diese „Winter-Abende“ gestalten meist Mitglieder des Vereins zu interessanten Themen. Da die Pilotenausbildung viele Facetten aus Physik, Aerodynamik, Meteorologie, Navigation und allgemeiner Technik aufweist, gehen die Themen für die Veranstaltungen niemals aus. Der erste Winterabend im Winter 2021/2022 wurde vom Referenten der Motorflug-Sparte ausgearbeitet und präsentiert. Zunächst ging es um die richtige Behandlung der Flugzeuge beim Ein- und Ausräumen im Hangar des LSV. Zwischen 8 und 11 Meter Spannweite haben die Motorflugzeuge und wiegen leer zwischen gut 300 und Knapp 800 kg. Das Bewegen in der engen Halle will gekonnt sein und jegliche, auch kleinste Kollisionen mit Wänden oder anderen Maschinen beim Rangieren/Hangarieren müssen unter allen Umständen vermieden werden. Wenn das hinterste Flugzeug benötigt wird dauert es oftmals einige Zeit, bevor die davor befindlichen Maschinen aus und wieder eingeräumt sind.

Putzen und Waschen wichtig!
Ebenso wichtig ist das richtige Putzen und Waschen der Maschinen. Dieses Thema war Punkt zwei der Tagesordnung. Gerade im Sommer sorgen Insekten an Tragflügelvorderkanten und auch am Propeller für Störungen in der Aerodynamik und müssen daher sorgfältig, ohne jeglichen Einsatz von Putzmitteln mit klarem Wasser und entsprechenden Utensilien nach jedem Flug entfernt werden. Die schonende Behandlung des Lacks und speziell der empfindlichen Kunststoff-Cockpitscheiben will gelernt sein und zahlt sich letztlich durch Langlebigkeit, Sicherheit und Werterhalt aus. Traditionell werden daher beim LSV Worms 2x im Jahr, Putz- und Waschtage veranstaltet, an denen die Mitglieder die Flugzeuge durch gründliches Säubern und Polieren auf Vordermann bringen.

Ein weiteres Thema des ersten Winterabends war der richtige Umgang mit den Batterien im Flugzeug. Genauso wie auch im Auto sind auch im Flugzeug die Starterbatterien kälteempfindlich und verlieren im Winter deutlich an Leistung. Da sie aus Gewichtsgründen jedoch viel kleiner und leistungsschwächer als Autobatterien sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Motor bei Kälte nicht anspringt noch viel höher. Jeder Flugzeugtyp erfordert dabei einen eigenen Umgang beim Aufladen der Batterie oder wenn externe Starthilfe von außen gegeben werden muss. Hier gibt eine solche Weiterbildung wertvolle Hinweise zur sicheren Durchführung dieses Manövers.

Zum Thema Motoröl
Zum Schluss des Winterabends wurde das Thema Motoröl behandelt. Auch hier muss der Pilot/ die Pilotin Kenntnisse zum korrekten Umgang haben. Beispielsweise gibt es für manche Motoren unterschiedliche Vorschriften und Ölsorten für Sommer- und Winterbetrieb und auch die eigentlich einfache Ölstandskontrolle ist bei manchen Flugzeugen eine Wissenschaft für sich. In den kommenden Winterabenden des LSV Worms werden allgemeine Sicherheitsthemen, Aerodynamik, Flugplanung mit digitalen Tools sowie das Fliegen im Ausland behandelt werden. Quelle: ‘Nibelungen-Kurier.de’.

Bamberg für größere Flugzeuge gerüstet

Der Sonderlandeplatz Bamberg-Breitenau kann nun auch unter Instrumentenflug-Bedingungen angeflogen werden. Das macht den Flugplatz für größere Maschinen interessant. Profitieren sollen davon vor allem Wirtschaftsunternehmen in der Region. Am Flugplatz Bamberg-Breitenau können Flugzeuge nun bei jedem Wetter und auch bei schlechter Sicht sicher starten und landen. Der Sonderlandeplatz ist für Instrumenten-Flugbetrieb ausgebaut worden. Das gab das bayerische Verkehrsministerium bekannt. Bisher war es nur möglich im Sichtflugbetrieb zu starten und zu landen.

Flugzeuge bis zehn Tonnen können in Bamberg landen
In Bamberg ermöglicht die Ertüchtigung des Flugplatzes nun auch die Landung von größeren Flugzeugen bis zu einem Gewicht von zehn Tonnen. Umfangreiche bauliche Maßnahmen wurden dafür vorgenommen. Eine Hochspannungsleitung musste eingekürzt, die Wetterstation umgebaut und die Anflug- und Mittellinienbefeuerung erweitert werden. “Das Fliegen unter Instrumentenflugregeln macht das Fliegen deutlich wetterunabhängiger als der bisherige Sichtflugbetrieb. Dies kommt besonders der regionalen Wirtschaft zu Gute, die Flüge von und nach Bamberg künftig besser planen kann”, so Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU).

Instrumentenflugbetrieb nun auch in Coburg
Insgesamt hat der Freistaat Bayern die sogenannte Kombilösung für Oberfranken-West mit fünf Millionen Euro gefördert. Dazu gehört auch der Instrumentenflugbetrieb auf der Coburger Brandsteinsebene. Quelle: ‘BR24‘.

Kägiswil: Widerstand gegen Umnutzung

Rund 40 Einsprachen sind beim Bundesamt für Zivilluftfahrt eingegangen. Sie betreffen das Umnutzungsgesuch für den ehemaligen Militärflugplatz Kägiswil, der definitiv zu einem zivilen Flugfeld werden soll. Seit dem 26. November ist die Einsprachefrist zum Umnutzungsgesuch des Flugplatzes in Kägiswil abgelaufen. Dieses wurde im Oktober von der Flugplatzgenossenschaft Obwalden (FGOW) eingereicht. Ziel der Genossenschaft ist es, für den ehemaligen Militärflugplatz eine definitive zivile Betriebsbewilligung und ein Betriebsreglement zu erhalten. Der Flugplatz ist bereits seit September 2020 beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) als ziviler Flugplatz eingetragen.

Laut Christian Schubert, Mediensprecher des BAZL, sind rund 40 Einsprachen gegen das Umnutzungsgesuch eingegangen. Diese kämen von Privatpersonen, der Standortgemeinde Sarnen und Landeigentümern. Laut Schubert reichen die Forderungen in den Einsprachen von Beschränkungen des Flugbetriebs über die Reduktion der Lärmemissionen bis hin zur Verweigerung von Rechten an Grundstücken und Überflugrechten. «Die Diskussion um den Flugplatz in Kägiswil ist mit jener vergleichbar, die seit Jahren in Dübendorf geführt wird», so Schubert.

Umnutzungsgesuche in zivile Flugfelder haben schweren Stand
Das BAZL werde nun die Frist zur Stellungnahme des Kantons Obwalden abwarten, die noch bis Ende Januar 2022 läuft. «Danach wird über das weitere Vorgehen entschieden», sagt Schubert. «Bedingt durch die engen räumlichen Verhältnisse und die vielfältigen Bedürfnisse seitens Bevölkerung haben Umnutzungsgesuche von Militärflugplätzen in zivile Flugfelder in der Schweiz einen schweren Stand.» Quelle: ‘Luzerner Zeitung‘.

Fluglärm nervt Anwohner

Auf dem Verkehrslandeplatz in Latsch rührt sich was. Mittlerweile werden dort jedes Jahr mehr als 20.000 Starts und Landungen registriert. Gyrokopter kreisen, Propellermaschinen steigen auf. Es tut sich was am Himmel über Latsch. Sehr zum Ärger der Anwohner in Frauenricht und Neunkirchen. Der Dauerlärm geht den Bürgern massiv auf den Geist. Nachdem sich vor zwei Jahren eine private Flugschule auf dem Areal niedergelassen hat, überspringen die jährlichen Flugbewegungen die 20.000er Marke. Eine Bürgerinitiative (BI) hat sich gegründet, die der Dauerbeschallung Einhalt gebieten möchte.

Fraktionen im Stadtrat ergreifen Partei für genervte Bürger
Die SPD-Fraktion aber auch die Arbeitsgemeinschaft Grün.Bunt.Weiden hat Partei für die genervten Bürger ergriffen. Diese Woche musste sich der Weidener Stadtrat mit dem Thema beschäftigen. Fazit: Es soll eine weitere Runde von Sondierungsgesprächen eingeläutet werden. Bereits Anfang Oktober hatten sich Verteter der BI, der Stadt, der Flugschule und der Luftsportvereine getroffen und beraten. Alternativrouten für die Platzrunden wurden dabei ins Spiel gebracht, aber auch eine Vorverlegung des sogenannten Abrollpunkts bei den Starts wurde überlegt. “Ich hoffe, dass wir beim nächsten Mal konkrete Vorschläge von den Flugsportlern vorgelegt bekommen, mit denen wir was anfangen können”, betont BI-Sprecher Christian Rittner.

Flugverkehr von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang
Dass sich auf dem Flugfeld in Latsch mächtig was rührt, davon konnten sich die Mitglieder der SDP-Fraktion bei einer Ortsbesichtigung Anfang Juni selbst überzeugen. “An dem Tag wurden 152 Starts gezählt”, erinnert sich SPD-Fraktionssprecher Roland Richter. Er hat mehr als Verständis für den Unmut der Anwohner. Denn für sie gibt es im Grunde genommen keine Fluglärm-Pause. Latsch ist Verkehrslandeplatz (VLP). Das heißt, hier kann, wenn es die Wetterbedingungen zulassen, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang geflogen werden – und das sieben Tage in der Woche. Und genau hier könnte man aus Sicht der Sozialdemokraten den Hebel ansetzen. Latsch könnte man zu einem Sonderlandeplatz herabstufen. Flugfrequenz und -betrieb könnten dann kontrolliert werden. Dann hätten die Neunkirchner mal wieder die Gelegenheit am Sonntagmittag entspannt auf der Terrasse zu sitzen, ohne dass ihnen die niedrig flegenden Gyrokopter-Piloten in den Suppenteller schauen.

Stadt kostet der Flugbetrieb jährlich 100.000 Euro
Die Herabstufung-Idee ist nicht neu, weiß Richter. Bereits 2013 habe der Kommunale Prüfungsverband mit Blick auf den klammen Weidener Haushalt der Stadt den heißen Tipp gegeben, mit einer Umnutzung des Latscher Geländes Geld einzusparen. “Die Stadt muss pro Jahr für den Dauerbetrieb rund 100.000 Euro ausgeben”, berichtet der Fraktionssprecher. Doch der Weg zum Sonderlandeplatz kann lang werden. Zunächst muss die Kommune beim in Ansbach angesiedelten Luftamt Nordbayern einen Antrag stellen. Die Behörde leitet dann ein Verwaltungsverfahren ein, bei dem alle betroffenen Stellen, wie etwa der Regionale Planungsverband aber auch die in Latsch ansässigen Nutzer beteiligt werden. Schlussendlich würden dann alle Interessen abgewogen und eine Entscheidung getroffen, heißt es beim Luftamt.

Photovoltaikanlage statt Flugplatz
Bei der Bürgerinitiative fragt man sich aber ohnehin, ob sich eine finanziell nicht auf Rosen gebettete Stadt, so eine defizitäre Anlage überhaupt leisten kann. Und die BI hätte sogar eine Lösung parat, wie man mit Latsch sogar Geld verdienen könnte. “Wenn man auf dem städtischen Gelände eine Freiflächenphotovoltaikanlage errichten würde, könnten Einnahmen aus Pacht und Gewerbesteuer erwirtschaftet werden”, erläutert Rittner. Quelle: ‘OberpfalzEcho.de‘.

Neustadt: Ziellande-Wettbewerb

Quasi eine Punktlandung wollen die Segelflug-Piloten des FSV Neustadt am Samstag zum Saisonabschluss auf dem Flugplatz Lilienthal hinlegen. Die Neustadter richten einen Spaßwettbewerb mit ernstem Hintergrund aus. Nach einer unfallfreien Saison dürfen dann alle Pilotinnen und Piloten des Vereins von der 14-jährigen Flugschülerin bis zum 80-jährigen Senior demonstrieren, wie präzise sie das Segelflugzeug auf einer zuvor definierten Fläche landen können. „Präzisionswettbewerbe gibt es vor allem in der Motorfliegerei“, informiert Bernd Schwehm, Pressereferent im Flugsportverein. Im antriebslosen Segelflugzeug sei es nochmals eine Stufe schwieriger, metergenau zu fliegen. Es gelinge nur mit viel Übung und sehr viel Feingefühl für die Steuerflächen des Sportgerätes und die Luftströmungen über dem Landefeld.

Zwei Meter langes Volltrefferfeld
Schwehm erklärt die Anforderungen für die Segelflieger: „Während eine normale Landebahn mehrere hundert Meter lang ist, wird das Zielfeld am Samstag als fünf Meter breiter Streifen mit einem zwei Meter langen Volltreffer-Feld markiert.“ Jeder Meter vor oder hinter diesem Feld gebe einen Punktabzug vom Idealwert. Die Wettbewerbsjury, angeführt von Jugendleiter Jeremias Poswitz, beäuge genau das Aufsetzen des Hauptrades bei jedem Versuch. „Je eine Landung auf zwei verschiedenen Schulflugzeugen kommen für jeden Teilnehmer in die Wertung“, erläutert Schwehm die Vorgehensweise. Für die Gewinner warteten Gutscheine für kostenlose Flugzeug-Schlepps in der neuen Saison im nächsten Jahr. Ein Schlepp bis 700 Meter kostet beispielsweise 40 Euro, informiert Bernd Schwehm. Quelle: ‘Die Rheinpfalz‘.

Im Nebel gestartet

Im Gemeindegebiet von Dornbirn stürzte am Donnerstagvormittag, 11.November, ein Sportflugzeug mit einer Person an Bord ab. Die einmotorige Maschine war nach Angaben der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) bei Nebel vom Flugplatz Hohenems gestartet und prallte nach Polizeiangaben aus bisher unbekannter Ursache gegen die Breitenberg-Wand. Die Bergung des toten Piloten gestaltete sich schwierig. Die Retter mussten sich teilweise zu der Absturzstelle abseilen. Ein Augenzeuge berichtete im Gespräch mit ORF Vorarlberg, dass er bemerkte, wie niedrig die Maschine flog. Anschließend hörte er nur noch den Knall des Aufpralls. Mittlerweile wurde das abgestürzte Flugzeug mittels Drohne und Wärmebildkamera im Gebiet des Steinbruches Unterklien gefunden. Das Wrack ist laut Polizei-Pressesprecher Horst Spitzhofer ausgebrannt.

Erfahrener Pilot
Der 51-jährige Dornbirner, der ums Leben kam, sei ein erfahrener Pilot gewesen. Fest steht, er konnte aufgrund des Nebels nicht auf Sicht starten. Für das Starten mit Hilfe der Instrumente sei der Pilot ausgebildet gewesen. Warum der 51-Jährige nach dem Start Richtung Memmingen nicht geradeaus geflogen ist, sondern eine Kurve Richtung Breitenberg gemacht hat, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Austro Control: Schwierig im Nebel zu starten
Der Sprecher der Austro Control, Markus Pohanka, betont aber, wie schwierig es für Piloten sein kann, sich im Nebel zu orientieren. Man könne den Flug im Nebel mit Skifahren im Nebel vergleichen. Der Absturz in Hohenems-Dornbirn wird nun von der Flugunfall-Kommission umfassend untersucht. Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis der Abschlussbericht vorliegt. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei der Maschine um eine einmotorige Cessna P210N. An Bord befand sich ein 51-jähriger Mann aus Dornbirn. Sein Ziel war der Flughafen Memmingen in Bayern. Quelle: ‘ORF Vorarlberg‘.

Gegenwind am Lausanner Flughafen

Es ist der derzeit hitzigste Konflikt um Fluglärm in der Schweiz. Der Flugplatz Lausanne-Blécherette sieht sich nicht nur der Kritik aufmüpfiger Anwohnerinnen und Anwohner ausgesetzt, auch weht aus der Politik ein immer rauerer Wind. Den Streit zusätzlich verschärfen dürfte der Zuzug Tausender neuer Flughafen-Anrainer in einem neu gebauten «Ökoquartier» ab nächstem Sommer. Lausanne-Blécherette ist der älteste Flugplatz der Schweiz, der noch in Betrieb ist. In den über 100 Jahren seiner Existenz ist die Stadt immer näher an das Gelände herangewachsen.

Langjähriger Konflikt
Noch 1992 spricht sich die Lausanner Stimmbevölkerung in einer Abstimmung für den Erhalt und die Privatisierung des Flugplatzes aus. Die Anwohnerinnen und Anwohner aber beklagen den Lärm der Südflüge, die direkt über die Stadt gehen. Ihr Widerstand ist in den letzten Jahren lauter geworden. Zuletzt hat der Anwohner-Verein ADRB ein «Weissbuch» veröffentlicht, in dem der Fluglärm anhand eigener Messungen dokumentiert wurde. Rückenwind bekommen die Anwohnerinnen und Anwohner inzwischen auch von der Klima-Bewegung. Auf der anderen Seite stehen Hobbypiloten, Liebhaberinnen historischer Flugzeuge, Freizeit- und Businessflug-Firmen. Laut den Betreibern des Flugplatzes ist die Anzahl der Flugbewegungen seit Jahren stabil, und die Ausrichtung der Flüge von und nach Norden oder Süden sei abhängig vom Wetter. Der Regionalflughafen habe bereits restriktivere Betriebszeiten als die meisten anderen Flughäfen in der Schweiz. Mit einem neuen Elektro-Flugzeug und Flugsimulatoren für die Ausbildung wolle man den Lärm weiter reduzieren. Doch die Fronten sind verhärtet, der Dialog stockt.

Flughafenstreit wird zum Politikum
Längst hat der Flughafenstreit die Lausanner Politik erreicht. «Kurzfristig braucht es jetzt Massnahmen gegen den Fluglärm, Schalldämpfer und mehr Nord- statt Südflüge», so der Grüne Valéry Beaud. Langfristig solle der Flughafen ganz schliessen – und zwar sobald sich die Gelegenheit biete: beim Ablauf der Konzession des Bundes 2036. Die FDP hält dagegen: «Der Flughafen ist für Lausanne als olympische Hauptstadt wichtig», sagt Henri Klunge. Für die vielen internationalen Firmen und Sportorganisationen in Lausanne sei ein eigener Flughafen wichtig.

Klimaziele vs. Flughafen
Die Stadtregierung von Lausanne versucht zwischen Anwohnern und Flughafen zu vermitteln. Gegenüber SRF bezieht die zuständige Stadträtin, Natascha Litzistorf aber erstmals klar Position: «Es ist legitim zu hinterfragen, ob der Flughafen am richtigen Ort ist und es die Fliegerei braucht, die über die Rettungsflüge von Rega und Unispital hinausgeht», so Litzistorf. Die Stadt müsse zwar die Rechtssicherheit gegenüber den Flughafenbetreibern garantieren. «Aber wir müssen auch unserer Bevölkerung eine glaubwürdige Politik garantieren. Dazu gehört auch unser ambitionierter Klimaplan.» Erstmals soll nun eine Studie den wirtschaftlichen Nutzen des Flughafens sowie die gesundheitlichen Kosten für die Bevölkerung beziffern. Das Ergebnis ist offen. Ohnehin kann die Stadt nicht alleine über die Zukunft des Flughafens Lausanne-Blécherette entscheiden. Über eine Verlängerung der Konzession nach 2036 entscheidet der Bund. Klar ist: Mit dem neuen Quartier Plaines-du-Loup, das im Südosten direkt an den Flughafen angrenzt, dürfte die Gruppe der Flughafengegner an Zulauf gewinnen. Quelle: ‘SRF‘.

U-Bericht zum Kitfox-Unfall in Daun-Senheld

Das Ultraleichtflugzeug (UL) mit zwei Personen an Bord startete ca. 11:00 Uhr1 vom Flugplatz Langenbach zu einem Überlandflug zum Flugplatz Daun-Senheld. Nach Zeugenaussagen meldete sich der Pilot ca. 11:50 Uhr über Flugfunk zur Landung an und er wurde vom Flugleiter über die Landerichtung 09 sowie die schwachen Windbedingungen am Boden informiert. Es wurde beobachtet wie das UL im Bereich der Halbbahnmarkierung aufsetzte. Zeugen gaben an, dass zunächst vom Piloten ersucht wurde, das UL abzubremsen. Anschließend entschied sich der Pilot mit dem UL durchzustarten. Zeugen beobachteten nach dem Abheben des ULs einen deutliche Vergrößerung des Anstellwinkels und ein nachfolgendes Abkippen nach links. Mit großer Längsneigung prallte das UL auf den Boden und geriet anschließend in Brand. Der Pilot wurde dabei tödlich verletzt und der Fluggast konnte sich schwer verletzt aus dem UL retten. Er wurde anschließend von Helfern aus der Gefahrenzone des brennenden Wracks gezogen. Der Flugunfall ist darauf zurückzuführen, dass die Landung auf dem Flugplatz erst in der Bahnmitte der Piste erfolgte und beim anschließenden Durchstarten in der Phase des Anfangssteigfluges die Geschwindigkeit nicht beachtet wurde. Dazu beigetragen haben: Überforderung des Piloten in der Situation des Durchstartmanövers. Quelle: ‘BFU‘.

Donaueschingen: trotz Krise mehr Umsatz

Die Corona-Pandemie hatte für viele Betriebe schwerwiegende Folgen. Können sich manche noch erholen, bedeutet es für andere Unternehmen das Aus. Still blieb es während der Lockdowns auch auf den großen Flughäfen – und in der Folge auch direkt vor Ort: auf dem Donaueschinger Flugplatz. Dabei lief es dort gar nicht so übel.

Chance für den Platz
“Das Geschäftsjahr war geprägt durch die Corona-Situation”, erläuterte Pauly. Als Flugplatz sei man dabei besonders verpflichtet gewesen: “Austausch mit dem Regierungspräsidium, dem Aufsichtsrat der Flugsicherung, die Kontrolle der Passagiere – schwierig, das alles einzuhalten.” Dennoch: “Wir konnten den Betrieb 2020 aufrecht erhalten.” Trotzdem seien die Folgen zu spüren gewesen: “In den Monaten März und April hatten wir einen Rückgang der Flugbewegungen von 60 Prozent”, so der Geschäftsführer. Das habe sich jedoch in den Folgemonaten ausgeglichen. “Und es ist jetzt auch eine Chance für den Flugplatz.”

Über die Hälfte sind gewerbliche Nutzer
Der werde von den Unternehmen in der Region gut angenommen und rege genutzt, “sodass wir es geschafft haben, die Flugbewegungen mittlerweile um 0,2 Prozent zu erhöhen.” Der Anteil gewerblicher Nutzer liege dabei bei 56 Prozent. “Ein gutes Ergebnis”, sagte Pauly.

Standort für Bundespolizei
Der Flugplatz sei ein wichtiger Punkt für die Industrie in der Region: “Er ist ein Standort für die Bundespolizei und eine wichtige Möglichkeit für Firmen, hier ihre Geschäftsbeziehungen in andere Länder zu pflegen.” Seine Einnahmen generiere der Flugplatz dabei vor allem über Lande-Abfertigungen, Provisionen, Polizeidienste, Mieten. Und auch hier die Überraschung: “Die Umsatz-Erlöse konnten wir nicht nur halten, sondern verbessern.” Trotz Corona habe man einen Überschuss von 42 000 Euro erwirtschaftet. 380’000 Euro an Krediten habe man getilgt und besitze ein Eigenkapital von 673’000 Euro.

98 Prozent der Auslastung erreicht
Aktuell befinde man sich “in ruhigem Fahrwasser”. Flugbewegungen seien mittlerweile weiter auf hohem Niveau. Schon jetzt habe man in diesem Bereich 98 Prozent der Auslastung des vergangenen Jahres erreicht. In diesem Jahr beschäftige man sich mit der Umstrukturierung der Flugsicherheit: “Die Flugwetterdienste werden automatisiert”, so Pauly.

Hotel Concorde eröffnet
Trotz der schwierigen Bedingungen seien das gute Nachrichten, sagte Donaueschingens Bürgermeister Severin Graf. Grünen-Fraktionssprecher Michael Blaurock erkundigte sich nach den Einnahmen aus der Flugplatz-Gastronomie: “Die Planung in der Gastronomie ist auch wichtig für die Flugbewegungen. Mittlerweile hat das Concorde eröffnet.” Das Hotel sei natürlich keine Konkurrenz zum Fliegerstüble. “Das Fliegerstüble hat Miese gemacht”, erklärte der Geschäftsführer. Daher habe man keine Notwendigkeit gesehen, das Restaurant weiter zu betreiben.

Prognose 2021
Für das Geschäftsjahr 2021 sehe man aktuell stabile Flugbewegungen. Die Hallenplätze seien fast vollständig vermietet, größere Reparaturen oder Investitionen stünden laut Geschäftsführer Eckhart Pauly im Jahr 2021 nicht an. Wenn keine erneuten Beschränkungen durch die Pandemie erfolgen, erwarte man für das Geschäftsjahr ein ausgeglichenes Ergebnis. Gerade 2020 habe sich die Bedeutung des Flugplatzes in der Region gezeigt. Vor allem durch stabile Zahlen bei der gewerblichen Luftfahrt. Während die Luftfahrt auf den großen internationalen Flughäfen eingeschränkt war und auch keine Linienverbindungen mehr da waren, konnte der Platz in Donaueschingen für die regionale Wirtschaft weiter genutzt werden und den Bedarf erfüllen. Quelle: ‘Schwarzwälder Bote‘.

Speyer: Erstmals seit Gründung Gewinn

Der Flugplatz Speyer hat erstmals seit seiner Gründung vor rund 30 Jahren einen Gewinn gemacht – und das trotz der Corona-Pandemie. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Flugplatz-Speyer-Ludwigshafen-GmbH, Jürgen Vogel, strahlte am Freitag auf der Pressekonferenz über beide Ohren, denn es gab eine “echte Erfolgsgeschichte” zu verkünden: In diesem Jahr werde das Unternehmen ein Plus von rund 100.000 Euro erwirtschaften. Zum Vergleich: Letztes Jahr gab es einen Verlust von 156.000 Euro. In diesem Jahr wurden 30 Prozent mehr Flugbewegungen gezählt als 2020. Warum hat der Flugplatz offenbar von der Corona-Pandemie profitiert? Dafür gibt es laut dem Aufsichtsratsvorsitzenden Vogel mehrere Gründe. Die zwei größten Kunden seien zwei Chartergesellschaften mit mehreren Jets in Speyer. Durch die Corona-Pandemie konnte aus Sicht des Unternehmens viele Geschäftsleute nicht mehr mit den kommerziellen Anbietern fliegen, weil dort während der Pandemie Flugstrecken gekürzt oder gestrichen worden seien. Für die Firmen sei es dann günstiger gewesen, Flugzeuge zu chartern und ihre Mitarbeiter vom Flugplatz in Speyer fliegen zu lassen, als lange Umwege in Kauf zu nehmen. Drittgrößter Kunde sei der Chemiekonzern BASF. Das Unternehmen hat mehrere Jets für seine Mitarbeiter.

Vom Flugplatz zur Teststrecke für Autos
Der Gewinn kam außerdem zustande, weil der Flugplatzbetreiber Geld spart, in dem er das Tankgeschäft selbst übernommen habe und sich nicht mehr von Mineralölkonzernen vor Ort betanken lässt. So kann der Betreiber dann den Sprit günstiger einkaufen und diesen wiederum an die Flugzeugcharterer vor Ort verkaufen – damit fährt der Fluplatz den Gewinn selbst ein. Auch in Bereichen, die nichts mit dem Fliegen zu tun haben, konnte der Flugplatz neue Einnahmen erzielen. So werde beispielsweise nachts die Landebahn an Automobilkonzerne vermietet, die dort dann Testfahrten durchführen. Das Geld werde nun verwendet, um Darlehen zu tilgen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Flugplatz-Speyer-Ludwigshafen-GmbH, Jürgen Vogel. Aus der Gründungsphase gebe es noch Schulden von fast zwei Millionen Euro. Quelle: ‘SWR’.

Briten wollen Flugplatz Senne wieder nutzen

Das britische Militär will den stillgelegten Flugplatz Senne wieder nutzen. Medienberichten zufolge heißt es vom Pressesprecher der Briten, dass dort in Zukunft Hubschrauberlandungen und Fallschirmsprünge geprobt werden könnten. Anrainerkommunen kritisieren, dass sie nur unzureichend über die Pläne der Briten auf dem Truppenübungsplatz Senne informiert werden. Quelle: ‘Radio Bielefeld‘.

Segelflieger in besonderer Mission

Auf Einladung der DJK Segelfluggemeinschaft verbrachten Mitglieder des Clubs Behinderter und ihrer Freunde (CBF) am Samstag einen Flugtag auf dem Ebenberg. Bei bestem Wetter kamen rund 50 Personen auf den Flugplatz, darunter viele Bewohner der CBF-Wohngemeinschaften. Auch Rollstuhlfahrer konnten mithilfe der DJK-Ehrenamtlichen einen Rundflug über die Pfalz machen. Nach gut drei Stunden hatten alle Flugwilligen entweder im Motor- oder im Segelflugzeug die Heimat aus der Luft erkundet. Am Ende waren es nach Mitteilung des CBF fast 50 Starts. Auch die Nichtflieger kamen bei einem reichhaltigen Kuchenangebot auf ihre Kosten und konnten den Flugbetrieb vom Boden aus verfolgen. Quelle: ‘Die Rheinpfalz‘.

Frequenzen von Europas Flugplätzen

Hier finden Sie eine kostenlose, aktuelle PDF-Datei mit allen europäischen Flugplatz-Frequenzen zusammengestellt. Durchsuchbar, alphabetisch sortiert und zum Ausdruck vorbereitet (Registrierung bei flieger.news).

Piloten überleben Bruchlandung

Am Samstagnachmittag, 16. Oktober, kam es in Mittelfranken zu einem Flugzeugabsturz. Die zwei Piloten kamen mit dem Schrecken davon. Wie die Polizeiinspektion Hilpoltstein mitteilt, kamen zwei Piloten eines Ultraleichtflugzeugs am Samstagnachmittag bei Greding mit dem Schrecken davon, als der Motor ihres Luftfahrzeugs bei geringer Flughöhe aus bislang ungeklärter Ursache den Dienst quittierte. In dem Bericht heißt es weiter, dass der 63-jährige Pilot geistesgegenwärtig zu einer Notlandung im nächstgelegenen Acker angesetzt hat. Beim Aufsetzen im durchweichten Boden grub sich das Bugrad des Flugzeugs ins Erdreich und wurde abgerissen, wodurch sich die Maschine überschlug. Wie die Polizei erklärt, blieben die beiden Insassen unverletzt. Das Flugzeug wurde bei dem Vorfall komplett zerstört. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 40.000 Euro. Quelle: ‘Nordbayern‘. Foto: ‘Oberpfalz-Luftbild‘.

Thunderstorm alert!

Early in my Alpine gliding endeavor, I learned about how quickly thunderstorms can develop in the Alps. This footage was recorded on 25 July 2012 (not been previously published). Looking at this 9 years later I am amazed that I decided to go fly at that time. I am not particularly proud of this flight, but the experience was engraved into my brain and will hopefully allow other people to learn from it as well. Summary: i took off with sunshine and less than 20 minutes after being radioed by my instructor to land, the thunderstorm was over the airfield. Source: ‘Youtube‘.

Flugplatz Latsch erhitzt die Gemüter

Der Flugplatz Latsch ist in letzter Zeit immer wieder im Gespräch. Die Unfälle der letzten Wochen haben für Aufsehen gesorgt. Anwohner aber sind schon seit geraumer Zeit genervt vom Fluglärm und sorgen sich um Sicherheit und Kosten. Wie die AG Grün.Bunt.Weiden auf Anfrage bei der Stadtverwaltung erfahren hat, sei die Anzahl der Ultraleichtflüge von 2.092 im Jahr 2018 auf 19.326 im Jahr 2020 gestiegen.

“Wir brauchen dringend Transparenz!”
Georg Erl, neuer CSU-Vorsitzender beim Ortsverband Neunkirchen-Frauenricht, erklärte bei einem Gespräch zwischen CSUlern und Anwohnern, dass die Menschen viele Fragen hätten. Deshalb sei es wichtig, alle Daten rund um den Flugplatz Latsch in übersichtlicher Form zu veröffentlichen. „Wir brauchen hier dringend Transparenz“, betonte Erl. Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer forderte daraufhin einen Runden Tisch, an dem alle Beteiligten und Betroffenen teilnehmen sollten. Die Geräuschkulisse müsse auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Dr. Benjamin Zeitler unterstreicht: „Nur so werden wir in Weiden eine dauerhafte Akzeptanz für den Verkehrslandeplatz bekommen“. Quelle: ‘Oberpfalzecho‘.

Buochs vollständig zivil

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL hat die Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes Buochs (NW) in ein ziviles Flugfeld genehmigt. Es hat der Airport Buochs AG (ABAG) die Bewilligung für den Betrieb als Flugfeld sowie die Plangenehmigung für die Infrastrukturanlagen erteilt. Zudem hat das BAZL das Betriebsreglement genehmigt. Der ehemalige Militärflugplatz Buochs wird seit 1946 auch von zivilen Luftfahrzeugen mitbenutzt. Seit 2005 betreibt die Airport Buochs AG (ABAG) den zivilaviatischen Teil des Flugplatzes. Nachdem der Bundesrat im Jahr 2017 beschloss, die militärische Nutzung des Flugplatzes definitiv einzustellen, hat die ABAG beim BAZL ein Gesuch zur Umnutzung in ein ziviles Flugfeld eingereicht. Das Gesuch beinhaltet die Erteilung der Betriebsbewilligung, die Genehmigung des Betriebsreglements sowie die Plangenehmigung für die weiterhin genutzten Infrastrukturanlagen. Dabei geht es um die Umnutzung der bestehenden militärischen Bauten für zivile Zwecke, den Rückbau von Hindernissen im Sicherheitsstreifen der Piste und die Massnahmen des Generellen Entwässerungsplans (GEP). Die ABAG hat beim BAZL zudem die Weiternutzung der Hangarzelte und die Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an der Herdernstrasse beantragt. Diese öffentliche Strasse verläuft quer über den Flugplatz und kreuzt die Piste und einen Rollweg.

Während der öffentlichen Auflage der Gesuchsunterlagen sind insgesamt elf Einsprachen eingegangen. Als Folge davon erfolgte eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Beteiligung des Kantons Nidwalden sowie des Bundesamtes für Umwelt. Aufgrund der positiven Beurteilung des Gesuchs und der Umweltverträglichkeitsprüfung hat das BAZL die Umnutzung des Flugplatzes Buochs bewilligt. Die ABAG wird für die Umsetzung jedoch zahlreiche Auflagen erfüllen müssen, u. a. für die Sanierung der Entwässerung. Das BAZL hat die Anzahl motorisierter Flugbewegungen vorläufig auf 16’800 Starts und Landungen pro Jahr beschränkt. Zusammen mit dem für später geplanten Ersatz bestehender Bauten wird das BAZL die Anzahl zulässiger Flugbewegungen neu beurteilen. Gegen den Entscheid des BAZL steht der Weiterzug ans Bundesverwaltungsgericht offen. Quelle: ‘BAZL‘.

Nasses Segelfluglager in Zweisimmen

Speziell war der 5. Juli: Drei Einsitzer-Piloten konnten eine Flaute des Rückenwindes zum Starten nützen und wurden mit Wellenflüge auf Höhen bis gegen 5000 Meter belohnt. Die anderen fliegbaren Tage waren von einer tiefen Wolkenuntergrenze und oft marginalen Thermikverhältnissen geprägt. Ausser für die Motorseglerpiloten war die Sicht auf die Gletscher eine Rarität, dafür kamen die üppig fliessenden Wasserfälle umso mehr zur Geltung. Am 6. Juli wurden wir von durchziehenden Schauern und Gewittern überrascht, und zwei Landungen fanden bei marginalen Sichtbedingungen statt. In beiden Fällen waren Fluglehrer an Bord und sorgten durch überlegtes Handeln für sichere Bedingungen.

Ab dem 13. Juli waren die Wetteraussichten für den Rest des Lagers derart schlecht, dass wir bereits am Mittwoch der zweiten Woche wieder ins Unterland fuhren. Schon am Donnerstag der ersten Woche war die Simme so stark angestiegen, dass wir im Unterstand «5» den Motorsegler von Hans Hedinger auf Holzbalken und Bierkisten höherlegen mussten. Das Schleppflugzeug der Gruppe Skylark konnten wir notfallmässig im Holzhangar unterbringen. Ab dem 13. Juli wurde die Hochwassersituation wieder grenzwertig. Entsprechend bescheiden blieben die Flugzeiten unserer Piloten mit total 97.5 Stunden und 87 Landungen. Einen wesentlichen Anteil hatten die Doppelsteuerflüge mit Fluglehrer. Gelegenheit zu Platzvolten gab es an den vielen thermikschwachen Tagen natürlich oft. Die ansässige HB-OLW und die Skylark-Robin D-EAIO waren für uns ca. 15 Stunden in der Luft. Die Erfassung der Flüge erfolgte erstmals über die Webbasierte Software «vereinsflieger.de». Diese bewährte sich sehr gut. Etwas «Computer-Flair» erwies sich allerdings auch hier als nützlich. In unserem Lager waren eine Flugschülerin, drei Flugschüler, zehn Piloten aus der SG Birrfeld, elf aus der SG Skylark sowie je ein Teilnehmer aus der SG Freiburg und aus der SG Thermik angemeldet. Einige von ihnen reisten angesichts der Wetteraussichten gar nicht ins Lager an – oder vorzeitig wieder ab.

Wichtiger Tourismuszweig
Besonders gefreut hat uns der Besuch von Frau Gemeinderatspräsidentin Beatrice Zeller an einem unserer Briefings. Sie überbrachte uns Willkommensgrüsse der Behörden und einen köstlichen Käse aus der Region, welchen wir natürlich umgehend erfolgreich «ins Lagerleben integrierten». In der Region Zweisimmen ist man sehr froh, dass die Segelflieger ausgiebig Ferien machen und Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen sowie die Läden rege frequentiert werden. Wir bedankten uns im Gegenzug für die Gastfreundschaft der Gemeinde und bei der ansässigen Fluggruppe ASGZ. Das Zweisimmenlager hinterlässt immer unvergessliche Erinnerungen. Das zeigte sich, als ehemalige Aktive uns besuchten, ihre Erlebnisse auffrischten und auch gerne mal wieder im Doppelsitzer mitflogen. Auch dieses Jahr hatte das eingespielte Leitungsteam (Christoph Heuberger, Erik Imhof, Werner Trütsch, BJ Minder) selbstlose Helfer an der Hand. Willi von Dach stand mit grosser Übersicht und immer voller Humor als Flugdienstleiter, als Rasenmäher-Pilot und auch als helfende Hand unermüdlich im Einsatz – an dieser Stelle ganz herzlichen Dank!

Besonders hervorheben möchte ich den Einsatz der Fluglehrer. Werner Trütsch und Pascal Wenker trainierten sowohl «Grünhörner» als auch schon fortgeschrittene Piloten auf dem Duo Discus. Werner besprach fast täglich ein Sicherheitsthema beim Briefing. In der SG Skylark nahmen sich Dominic Gerber und Christian Schmid der lernwilligen Piloten an. In einigen Fällen leiteten die Fluglehrer auch Debriefings nach schwierigeren Situationen, vor allem nach der Überraschung durch die Gewitterzelle am 6. Juli. Das hat sicher dazu beigetragen, dass wir keine Vorfälle zu verzeichnen hatten. Wir haben die Zeit in Zweisimmen trotz rarem Segelflugwetter sehr geschätzt. Die gemeinsamen Mahlzeiten oder Grillabende bei der ASGZ Baracke sorgten für viel Lustiges und Unterhaltsames in unseren Ferien. Zum Schluss geht ein herzlicher Dank an unsere Gastgeber von der Alpinen Segelfluggruppe und der Flugplatzgenossenschaft Zweisimmen. Wir haben wiederum die Infrastruktur frei benützen dürfen und wurden allenthalben unterstützt, insbesondere als das Wasser auf dem Flugplatz und in den Unterständen stieg. Klar, dass wir uns auf die Ausgabe Zweisimmen 2022 schon jetzt sehr freuen. Quelle: ‘Christoph Heuberger im Segelflug-Bulletin‘.

„Betriebs-Ausflug“ zu den Segelfliegern

Was haben Seile der Segelflieger mit den Seilen einer Isnyer Firma zu tun? Segelflugzeuge können mit Ausnahme von Selbststartern nur im Windenschlepp oder im Flugzeugschlepp in die Luft kommen, aber immer mit speziellen Seilen. Die Firma Edelrid, die es seit mehr als 150 Jahren gibt, stellt spezielle Seile beispielsweise für den Klettersport und die Arbeitssicherheit her.

Die 200 Mitarbeiter freuen sich jedes Jahr auf drei betriebliche Veranstaltungen, die jedoch durch die Corona-Pandemie jäh ausgebremst wurden. Die Freude war also groß, als es nun hieß: Auf zum Fluggelände der Luftsportgruppe Isny! Zu Fuß marschierten etwa 140 Betriebsangehörige zu den Flugzeughallen, bei denen am Vormittag mit vielerlei Spielen und Aufgaben die Zeit nicht lang wurde wie beim Tauziehen – selbstredend mit firmeneigenen Seilen, den „lebenden Flechtmaschinen“, die dem Tanz um einen Maibaum ähnelten, oder dem Rollen in einer Wanne auf Kartonhülsen und Papierfliegerweitwurf, der allerdings weitgehend dem Ostwind zum Opfer fiel.

Die Mitglieder der Luftsportgruppe Isny stellten nach einem ausgiebigen Buffet ihre doppelsitzigen Segelflugzeuge sowie das Ultraleichtflugzeug an den Start, wo es unter den Besuchern auch einige „Ängstliche“ gab, die jedoch angesichts ihrer mitfliegenden Kolleginnen und Kollegen dann doch in die Flugzeuge einstiegen und nach der Landung voll des Lobes und der Begeisterung waren. Manch einer der Mitflieger war überhaupt das erste Mal in seinem Leben in der Luft. Mit den Segelflugzeugen waren nur relativ kurze Flüge möglich, das Ultraleichtflugzeug war jedoch in der näheren Umgebung unterwegs, „ihre“ Firma in Isny konnten aber die meisten Mitfliegenden erfreut aus der Luft identifizieren. Mit Kunstflieger Florian Hofer von der Luftsportgruppe am Steuer ließ sich ein Mutiger gar im Flugzeugschlepp auf etwa 1000 Meter schleppen, um dann nach Looping und Rollen im Rückenflug die Stadt Isny einmal „andersherum“ zu betrachten, das heißt „grün“ war oben und „blau“ unten. Mehr als zufrieden konnte die große Gruppe gegen Abend wieder nach Hause marschieren angesichts der vielen Eindrücke und kreativen Spiele mit Bezug zu ihrer Firma. Der „Betriebs-Ausflug“ hinterließ nicht nur bei den mithelfenden Mitgliedern der Luftsportgruppe, überwiegend Flugschüler und junge Flugscheininhaber, den Eindruck, dass es „fast wie ein Flugtag“ war. Flug-Betrieb und Flugplatz-Fest gehören schließlich zusammen. Quelle: ‘Schwäbische‘.

Flugplatzfest mit Wermutstropfen

Zweimal musste das Flugplatzfest verschoben werden. Dieses Wochenende brummten endlich wieder die Flugzeugmotoren über Zwickau. Rund 4’000 Fans kamen und bezahlten. Deshalb war der Aero-Club-Vorsitzende am Sonntagabend auch zufrieden, aber gewiss nicht rundum zufrieden. Joachim Lenk bedauerte, dass durch den Nebel einige Piloten Zwickau nicht anfliegen konnten und dadurch das Programm schmaler ausfiel. Es gab auch Verzögerungen. Und eines ärgerte ihn so sehr, dass er darüber nachdenkt, ob er nochmal ein Flugplatzfest organisieren will: die Zaungäste. Mindestens 500 waren es, die die Show kostenlos verfolgt haben. Quelle: ‘Radio Zwickau‘.