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Kein “Nationales Segelflug-Sportzentrum”

Seit Anfang des letzten Jahres arbeitet der Segelflugverband an Abklärungen zur Errichtung eines nationalen Segelflug-Sportzentrums zur Unterstützung des Leistungssportes und des Swiss Gliding Teams (SGT). Aus den angemeldeten Interessenten wurden zwei Standorte evaluiert, welche über die benötigte Infrastruktur und Organisation verfügen. Die Bedürfnisabklärungen des Verbandes haben sich in die Länge gezogen und keinen verpflichtenden Nutzungsplan für die kommenden Jahre ergeben. Dieser wäre die Grundlage, um die Einrichtung eines Segelflug-Sportzentrums mit nationaler Bedeutung zu begründet und den grossen Aufwand rechtfertigt.

Der Vorstand des SFVS hat an seiner Sitzung Anfang September entschieden, das Projekt vorläufig einzustellen. Der Vorstand ist überzeugt, dass das die Mitglieder des SGT durch die intensive Nutzung eines Sportzentrums profitieren würden und die sportlichen Leistungen weiter gesteigert werden könnten. Der Segelflugverband bedankt sich bei den Segelfluggruppen für das gezeigte Interesse und die eingereichten Bewerbungen. Das Projekt wird zu gegebener Zeit und bei einer verlässlichen Nutzungsplanung weitergeführt. Quelle: ‘SFVS‘.

Fliegen “wie Gott in Frankreich”

Video von Roland Henz über seine zwei Wochen Segelfliegen in Südfrankreich im Spätsommer 2021. Startort der Flugplatz Serres, Flüge in Thermik, Wind, Konvergenz und Welle, vom Hochgebirge bis fast ans Meer. Das Wetter hat sich von seiner besten Seite gezeigt, mehr geht fast nicht! Aufnahmen u.a. von Matterhorn, Mt. Blanc, Aosta, Montagne de Lure, Vaumuse, Pic de Bure, Guillaume, Col d`Etache, Col de Carro, Lac de St. Croix, Vinon und weiteren schönen Ecken.

Frequenzen von Europas Flugplätzen

Hier finden Sie eine kostenlose, aktuelle PDF-Datei mit allen europäischen Flugplatz-Frequenzen zusammengestellt. Durchsuchbar, alphabetisch sortiert und zum Ausdruck vorbereitet (Registrierung bei flieger.news).

Hermeline helfen, den Luftraum zu sichern

Der Flugplatz Meiringen hat neue tierische Helfer. Im Rahmen eines Projekts angelockte Hermeline jagen Mäuse und halten so Greifvögel aus dem Luftraum fern. Der Militärflugplatz zwischen Meiringen und Unterbach im Berner Oberland hat mehrere Pisten umgeben von grasgrünen Wiesen. Diese sind jedoch ein idealer Lebensraum für Feld- und Wühlmäuse, die ihrerseits Raubvögel anziehen. Um das zu verhindern, setzen die Betreiber seit einigen Jahren eine neue Wunderwaffe ein: Hermeline. Milane und andere geschützte Greifvögel im Luftraum des Flugplatzes können jedoch schnell zum Problem werden: Wo ein Zusammenstoss für einen Milan tödlich endet, kann er auch ein Risiko für Pilot und Flugzeug darstellen. Wie die «Berner Zeitung» (BZ) berichtete, hat man daher im Jahr 2019 rund um den Flugplatz Meiringen Steinhaufen angelegt. Diese ziehen als idealer Unterschlupf Wiesel an, die dann ihrerseits die Mäusepopulation reduzieren. Nun wurde überprüft, ob das Projekt ein Erfolg war. Schon 2020 fanden die Spezialisten, dass in drei Vierteln aller Steinhaufen Spuren von Hermelinen gefunden. Und diese erledigten ihren Job als Mäuse-Wächter für den Flugplatz Meiringen tadellos. Gemäss BZ beobachteten die Pistenwarte seit dem Einzug der Wiesel «weniger oder zumindest nicht mehr Vögel». Quelle: ‘nau.ch‘.

Lärmstreit um Schwabacher Flugplatz

In den Ortsteilen um den Schwabacher Flugplatz gärt seit Jahren ein Lärmstreit. Anwohner sagen, es werde immer schlimmer. Die Piloten dagegen beteuern, sich an die Regeln zu halten. Jetzt droht sich der Konflikt erneut zuzuspitzen. Wenige Kilometer südlich von Schwabach liegt der Flugplatz Schwabach-Büchenbach. Der Lärm der Propellermaschinen ist einigen Anwohnerinnen und Anwohnern der umliegenden Ortsteile seit Jahren ein Dorn im Auge. Sie werfen den Pilotinnen und Piloten vor, sich oftmals nicht an die geltenden Regeln zu halten. Die Fliegerinnen und Flieger dagegen beteuern, den Lärmschutz ernst zu nehmen und sich nachweislich an die Vorgaben zu halten.

Massive Klagen über Fluglärm
Seit Jahren klagen Anwohnerinnen und Anwohner der umliegenden Ortschaften über den Fluglärm. Sie haben sich zu einer Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen. Der Lärm betreffe unter anderem Gauchsdorf, Breitenlohe und Aurau. Vor allem aber Götzenreuth. Hier wohnen auch Gerhard und Ute Preißinger. Am etwa eineinhalb Kilometer entfernt liegenden Flugplatz würden vor allem am Wochenende viele Flieger starten, sagen sie. “Es sind Stunden dabei, da haben wir zwischen fünf und zwölf Starts”, schildert Gerhard Preißinger. Teils würden selbst an Sonntagen die Flieger “im Drei-Minuten-Takt” in die Luft gehen. Das Hauptproblem sei die Dauerbelastung. Teils könne man sich am Wochenende wegen des Fluglärms nicht mehr normal auf der Terrasse unterhalten, sagt Ute Preißinger.

Piloten weisen Vorwürfe zurück
Angesichts der jährlich rund 4.000 bis 5.000 Starts und Landungen am Flugplatz Schwabach-Büchenbach beteuern die Pilotinnen und Piloten, sie seien sich des Lärmproblems prinzipiell bewusst. Deshalb habe man sich in den vergangenen Jahren “sehr bemüht, auf die Probleme der Anwohner einzugehen”, so Hans Rogenhofer, Vorstand der Fliegervereinigung Schwabach e.V. Das sei unter anderem der Grund dafür gewesen, dass man vor ein paar Jahren rund 300.000 Euro investiert habe, um die Landebahn ein Stück weit vom Ort weg zu verlegen.

Beschwerden und Anzeigen ohne Ergebnis
Seit Jahren gehen beim zuständigen Luftamt Nordbayern immer wieder Beschwerden und Anzeigen ein, etwa weil die Flieger laut den Anwohnerinnen und Anwohnern direkt über die Ortschaften geflogen seien. Die Pilotinnen und Piloten weisen diesen Vorwurf von sich. “Bisher war in keinem einzigen Fall dieser Anzeigen ein Pilot der Fliegervereinigung beteiligt. Das konnte nie nachgewiesen werden”, so Hans Rogenhofer. Er könne aber nicht ausschließen, dass ortsfremde Piloten teils von der sogenannten Platzrunde abweichen und der Wohnbebauung zu nahekommen. Die Platzrunde gibt eine Route vor, bei der die umliegenden Ortschaften umflogen werden.

Wie gut sind Flugverstöße nachweisbar?
Wenn Beschwerden eingehen oder Anzeigen erstattet werden, werden diese vom Luftamt Nordbayern geprüft. Im vergangenen Jahr war das laut der Behörde zehn Mal der Fall. Dabei wurden “keine Verstöße” festgestellt. In den Vorjahren ohne corona-bedingte Einschränkungen habe es zwar mehr Beschwerden gegeben, heißt es. Ein Fehlverhalten der Pilotinnen und Piloten habe man aber so gut wie nie feststellen können. Laut Anwohner Gerhard Preißinger liegt das auch daran, dass viele Flieger ihren Transponder ausschalten und somit die Flugroute nicht aufgezeichnet wird. Dann sei es für die Anwohner kaum möglich, ein Fehlverhalten nachzuweisen. Laut Luftamt Nordbayern ist die Flugroute aber auch bei ausgeschaltetem Transponder nachvollziehbar: über das sogenannte Primärradar. Dieses Radar erfasse bis auf Ausnahmen – etwa topografisch bedingt – “Flugbewegungen aller Luftfahrzeuge”.

Entspannung oder Zuspitzung?
Trotz vieler Gespräche ist der Streit um den Fluglärm am Flugplatz Schwabach-Büchenbach nicht aus der Welt. Immerhin: seit Anfang August gilt eine neue Platzrunde. Diese soll die Flieger künftig an Götzenreuth vorbeiführen und so für weniger Lärm sorgen. Dem Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner nach flugfreien Tagen am Wochenende hat die Fliegervereinigung bereits eine Absage erteilt. Die lärmgeplagten Bürgerinnen und Bürger überlegen indessen, ob sie wegen der verhärteten Fronten nicht gar auf eine Schließung des Flugplatzes pochen.

Bundesumweltamt: Lärm kann krank machen
Dass Lärm prinzipiell krank machen kann, bekräftigte das Bundesumweltamt zuletzt im März. “Schall wirkt auf den gesamten Organismus, indem er körperliche Stressreaktionen auslöst”, heißt es auf der Internetseite der Behörde. Die Folge sein könnten unter anderem Bluthochdruck, Schlafstörungen oder ein höheres Herzinfarktrisiko. Quelle: ‘BR24.de‘.

Absturz beim Flugplatz Oerlinghausen

Ein Segelflugzeug ist am Mittwoch, 18. August 2021, in Oerlinghausen im Kreis Lippe abgestürzt, der Pilot kam ums Leben. Die Maschine sei in einem Waldgebiet in der Nähe des Segelflugplatzes aus noch ungeklärter Ursache verunglückt. Nach dem Notruf einer Zeugin leiteten Polizei und Feuerwehr eine Suchaktion ein. Der Notarzt habe aber nur noch den Tod des 74-jährigen Piloten feststellen können, teilte die Polizei mit. Nach bisherigen Erkenntnissen stürzte das Segelflugzeug kurz nach dem Start ab. Der Pilot war alleine. Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nahmen Ermittlungen zur Unglücksursache auf. Quelle: ‘Die Zeit‘.

Bugrad knickt weg

Beim Landen auf dem Bodensee-Airport in Friedrichshafen ist ein Rad am Fahrwerk eines Leichtflugzeugs weggeknickt. Die Cessna sei am Donnerstag auf dem Bug liegen geblieben, teilte die Polizei mit. Pilot, Copilot und drei Passagiere seien unverletzt geblieben. Den Sachschaden am Bugfahrwerk, an der Front und am Propeller schätzten die Beamten auf rund 70.000 Euro. Ein Gutachter soll klären, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Die Maschine sei am Vormittag in Friedrichshafen zu einem Rundflug gestartet. Bei der Rückkehr ereignete sich der Vorfall während des Abrollens. Der Flugverkehr sei nicht beeinträchtigt worden. Quelle: ‘Südkurier‘.

Fluglager auf dem Dingel

Die Vorfreude war riesig, als sich am 24. Juli 2021 um die Mittagszeit die ersten FKBler auf dem Flugplatz trafen, um die letzten Vorbereitungen für das Fluglager auf „dem Dingel“ abzuschließen. Nach mehreren Monaten Vorbereitung wurde es nun Zeit, die Flugzeuganhänger an die Autos zu koppeln und sich endlich aufzumachen, gemeinsam eine Woche lang eine neue Region fliegerisch zu erkunden. Das Ziel war der Flugplatz „Der Dingel“ – die Heimat des Luftsportvereins Hofgeismar, nur wenige Kilometer nördlich der Stadt Kassel. Unser Ausbildungsleiter Herbert Horbrügger hat das Fliegen hier in seiner Jugend erlernt und das Fluglager federführend organisiert. Die Resonanz war groß, unter den 13 mitfahrenden Vereinsmitgliedern waren nicht nur Flugschülerinnen und -schüler, sondern auch ausgebildete Scheinpilotinnen und -piloten sowie vier Fluglehrer. Eine bunte Truppe, zwischen 17 und 65 Jahre alt. Mit den beiden Doppelsitzern ASK 21 und DG 1000 sowie den einsitzigen Segelflugzeugen LS 4, DG 300 und Astir wurden gleich fünf Vereinsflugzeuge mit in das Fluglager nach Nordhessen genommen. Ein großer Dank geht an das „Abbauteam“, die die Flugzeuge bereits am 18. Juli abgebaut und abfahrbereit in die Flugzeughänger verstaut hatten. So konnte es am 23. Juli dann direkt losgehen. Nach vierstündiger Fahrzeit erwarteten uns die „Dingelaner“ bereits mit einem (oder zwei) Erfrischungsgetränk(en) und einem leckeren Abendessen. Nach einem langen Corona-Jahr war es da wieder, dieses großartige Gefühl sich auch an anderen Flugplätzen und umgeben von anderen Segelfliegern direkt „zu Hause“ zu fühlen. Man nennt es nicht umsonst auch die „Flieger-Familie“. Fliegerisch waren die ersten Tage für die Eingewöhnung reserviert. Neben den obligatorischen Einweisungsstarts für alle Pilotinnen und Piloten haben wir eine Sicherheitseinweisung gemacht und die Besonderheiten des Flugplatzes besprochen. Für viele von uns „Flachlandfliegern“ aus Brandenburg war viel Neues dabei: Hügel, Berge, Fliegen nach „Luvs“ und „Lees“ und einiges mehr. Da auch der Wind in den kommenden Tagen zunehmen sollte, war es goldrichtig die Wetter- und Windphänomene der regionalen Umgebung genauestens zu briefen – über allem Spaß steht stets ein sicherer Flugbetrieb. Nachdem das FKB-Team am 24. Juli durch die Ankunft der letzten Nachzügler vervollständigt wurde, veranstalteten die heimischen Piloten vom Dingel ein kleines Grill-Fest. Segelflug ist ein Team-Sport, über Tag und auch am Abend.

Schulung
Das Wetter gestaltete sich direkt ab dem ersten Flugtag anspruchsvoll. Unsere Flugschülerin Belana Goll (17) und die Flugschüler Thorge Rumpf (15), Alexander Wormuth (27), Andreas Inselmann (18) und Dirk Furchtbar (53) sammelten, begleitet von einem Fluglehrer, die ersten Flugerfahrungen in der neuen Umgebung und Landeerfahrungen auf einem Flugplatz, der deutlich weniger Platz als das heimische „Mühlenfeld“ bietet. Schnell entwickelten sich Cumulus-Wolken, die durch thermische Aufwinde zwar auch längere Flüge ermöglichten, sich jedoch schnell überentwickelten und für einige Schauer am Nachmittag sorgten. Diese Wetterlage sollte sich auch in den kommenden Tagen bei auffrischendem Wind aus westlichen Richtungen, kaum ändern. Für den thermischen Streckenflug waren die Bedingungen also nicht optimal, für die Schulflüge boten sich hier jedoch gute Trainingsbedingungen. Herbert Horbrügger, Lars Bamberger, Max Michaelis und Dominique Langhans schulten im Wechsel auf der ASK 21 und waren schnell beeindruckt davon, wie gut sich die Flugschüler an die neue Umgebung gewöhnt haben und Flug für Flug Fortschritte erzielen konnten. In den späteren Abend- und früheren Morgenstunden beruhigte sich das wechselhafte Wetter dann meist und eröffnete so auch Zeitfenster für die wohl unvergesslichsten Flüge eines jeden Piloten: Die ersten Alleinflüge ohne Fluglehrer.

Am Mittwoch war es für Dirk Furchtbar soweit. Nach einem letzten Checkflug mit Fluglehrer wurden im hinteren Sitz die Gurte verschlossen, der Fallschirm entfernt und der Flugleiter gab dem Windenfahrer durch: „Die ASK 21 ist einsitzig am Bergseil abflugbereit“. Sichtlich erschöpft, aber ebenso glücklich und zufrieden sah man Dirk nach dem dritten Start aus dem Cockpit steigen. Geschafft! Naja fast, denn unumstößlich zusammen mit den ersten Alleinflügen (der sogenannten „A-Prüfung“) hängt eine Zeremonie, durch die Herbert Horbrügger als Fluglehrer auch den Dirk „geführt“ hat. Dann war es aber geschafft, das abendliche Getränk hat sich Dirk verdient: Herzlichen Glückwunsch!

Das jede A-Prüfung besonders ist, zeigte sich dann am Freitag. Denn auch Belana Goll hatte alle Punkte im Ausbildungsnachweis erfolgreich abgehakt und die Fluglehrer waren sich einig: Belana kann das! Da das Wetter ab dem Vormittag thermisch aktiv (also auch ordentlich ruppelig) werden sollte, trafen sich kurzerhand alle FKB-Piloten (und auch unsere motivierten Fliegerfreunde vom Dingel!) morgens früh um 7 Uhr zum Flugbetrieb. Ein zauberhafter, ruhiger Morgen – das perfekte Wetter für die ersten Alleinflüge! Nach einem letzten Check war es dann auch soweit und Belana ließ sich in der ASK 21 zum ersten Mal alleine von der Seilwinde in die Luft ziehen. Überglücklich nahm Belana nach dem dritten Alleinflug die Glückwünsche entgegen, zur Belohnung wartete bereits das Frühstück – es war schließlich noch nicht einmal 9 Uhr! Auch unsere etwas weiter fortgeschrittenen Flugschüler konnten tolle Erfolge erzielen! Alexander Wormuth absolvierte mit Bravour die B-Prüfung. Dies ist die zweite Prüfung auf dem Weg zum Segelflugschein und erfordert bereits fortgeschrittene Flugfähigkeiten, um die erforderlichen Flugaufgaben zu erfüllen. Herzlichen Glückwunsch! Auch Thorge Rumpf und Andreas Inselmann waren viel in der Luft und sammelten reichlich neue Erfahrungen auf diesem besonderen Segelflugplatz. So absolvierte unsere ASK 21 im Fliegerlager 107 Starts und war dabei über 18 Stunden in der Luft und auch unser Schulungseinsitzer wurde 10mal von der Seilwinde in die Luft gezogen.

Streckenflug
Nachdem Dominique Langhans in der DG300 am Montag über 200km geflogen ist und sich ganz fasziniert von der Landschaft gezeigt hat, versprach das Wetter am Freitag noch einmal die Möglichkeit für längere Flüge. Nach dem morgendlichen Wetterbriefing gab es zunächst auch ein „Geländebriefing“. Zwar liegt der Flugplatz Dingel bereits auf ca. 200m über dem Meeresspiegel, zahlreiche großen Wälder und viele Berge in der Region liegen jedoch nochmals höher und machen das Segelfliegen dadurch anspruchsvoll. Das Wetter sollte sich südlich des Flugplatzes etwas besser entwickeln als nördlich. Der Vereinsvorsitzende Lars Bamberger und Klaus Tiedemann in der DG1000, Lenja Goll in der LS4, Jan Jensen in der DG300 und Max Michaelis in der ASG29 entschieden sich daher für südlichere Kurse nach dem Start. Dabei gab es jedoch vieles zu beachten: So sind beispielsweise Außenlandemöglichkeiten, insbesondere im Sauerland und Thüringer Wald, nur sehr begrenzt vorhanden. Ein Vorausschauendes und sehr überlegtes Fliegen war Pflicht. Nach einem langen Flugtag mit Flügen von bis zu 430km (Max Michaelis) waren am Abend alle wieder zu Hause angekommen – erschöpft, aber glücklich. Auch wenn die thermischen Bedingungen hätten besser sein können, das Fliegen im hügeligem Gelände zu trainieren hat nicht nur viel Freude bereitet, sondern den Scheinpilotinnen und -piloten eine Vielzahl neue Erfahrungen gebracht und zur fliegerischen Weiterentwicklung beigetragen.

Bis bald!
Auch am letzten Tag – dem 31. Juli – sind wir noch geflogen. Nach somit acht sehr gut genutzten Flugtagen rollte die ASK21 nach einigen Abschlussflügen direkt zu den Flugzeughängern. Nachdem kurze Zeit später alle Flugzeuge in den Hängern verstaut, die Zelte abgebaut, das Vereinsheim geputzt und alle Rechnungen beglichen wurden, hieß es dann bei Kaffee & Nussecke: Abschied nehmen. Einen herzlichen Dank an die Dingelaner Fliegerfreunde, die uns mit offenen Armen empfangen haben und die gesamte Woche über wunderbare Gastgeber waren. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen! Quelle: ‘Meetingpoint Brandenburg‘.

Fahrwerk weggeknickt

Am 9. Juli 2019 flog der Pilot mit dem einmotorigen Ultraleichtflugzeug JMB Aircraft VL-3, eingetragen als D-MPCS, alleine an Bord vom Flugplatz Saarmund (EDCS) in Deutschland nach Locarno (LSZL). Nach einem ereignislosen Flug begann er den Anflug auf die Hartbelagpiste 26R in LSZL und fuhr wie üblich zuerst das Fahrwerk und anschliessend die Landeklappen aus. Gemäss Pilot wechselte die Fahrwerksanzeige sowohl für die beiden Hauptfahrwerke als auch für das Bugfahrwerk von Rot auf Grün, was der Anzeige für ein ausgefahrenes und verriegeltes Fahrwerk entspricht. Der Ausschwebevorgang (landing flare) erfolgte normal, ebenso die darauffolgende Landung um 11:21 Uhr auf der Piste 26R, die zuerst auf dem Hauptfahrwerk erfolgte. Der Pilot gab an, dass er anschliessend auch das Aufsetzen des Bugrades auf der Piste aufgrund einer leichten Unwucht im Rad wahrnehmen konnte.

Als er die Radbremsen betätigte, begann das Bugfahrwerk langsam einzuknicken. Er habe sofort den elektrischen Fahrwerksschalter kurz nach oben in die Stellung für ein eingefahrenes Fahrwerk und zurück nach unten in die Stellung für ein ausgefahrenes Fahrwerk gebracht. Damit habe er die Hydraulik für das Fahrwerkssystem aktivieren wollen, um dem Einknicken des Bugfahrwerkes entgegenzuwirken. Dies gelang aber nicht, so dass der Propeller den Boden berührte und das Flugzeug auf dem vorderen Rumpfboden schleifend nach kurzer Distanz auf der Piste zum Stillstand kam. Der Pilot blieb unverletzt und konnte das Flugzeug aus eigener Kraft verlassen. Es brach kein Feuer aus. Das Flugzeug wurde am Bugfahrwerk, am vorderen Rumpfboden, am Propeller und am Motor schwer beschädigt. Quelle: ‘SUST‘.

Serres: Motorsegler-Unfall

Am Montag, dem 2. August, ereignete sich gegen 17.30 Uhr auf dem Flugplatz Serres-La Bâtie-Montsaléon ein Unfall mit einem Motorsegler. Nach den ersten Erkenntnissen der Feuerwehr kam eine Person, die nach dem Absturz im Flugzeug eingeklemmt war, ums Leben. Rettungskräfte aus den Rettungszentren von Aspres-sur-Buëch, Laragne-Montéglin, Serres und Veynes waren im Einsatz. Im Gegensatz zu einem Segelflugzeug, das eine Winde oder ein Schleppflugzeug benötigt, um zu starten, ist das Motorsegelflugzeug dank eines Hilfsmotors beim Start autonom. Quelle: ‘LeDauphine.com‘. Eintrag in ‘Aviation Safety‘.

Fahrwerk vergessen

Die Ursache für den Unfall auf dem Flugplatz Wangen vom September ist geklärt. Ein 53-jähriger Schweizer Pilot wollte am Freitag, 11. September 2020, auf dem Flugplatz Wangen-Lachen zu Trainingszwecken drei Landungen mit Wiederabheben durchführen. Anschliessend hätte mit Flugzeug Mooney M20M «TLS» zu einem Rundflug gestartet werden sollen. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) schreibt dazu: «Bei der dritten Landung setzte das Flugzeug mit eingezogenem Fahrwerk auf der Piste 08 auf. Es rutsche der Piste entlang und kam auf dem rechten Rand der Piste zum Stillstand.» Weder der erfahrene Pilot (über 730 Flugstunden) noch sein Passagier wurden bei diesem Zwischenfall verletzt. Das Flugzeug wurde aber stark beschädigt.

Fahrwerk funktionierte
Die Sust begab sich in der Folge auf die Suche nach der Unfallursache. «Die auf der Piste und am Flugzeug ersichtlichen Spuren belegen, dass das Flugzeug mit eingezogenem Fahrwerk aufgesetzt hat», heisst es im summarischen Bericht, der dieser Tage veröffentlicht worden ist.

Nach der Bergung des Flugzeugs konnte das elektrisch angetriebene Fahrwerk aus- und wieder eingefahren werden. «Es liessen sich weder vor Ort noch während der Instandstellungsarbeiten Hinweise auf vorbestehende technische Mängel finden, die den Unfall hätten beeinflussen oder verursachen können.» Deshalb ist die Schlussfolgerung der Sust klar: «Alles deutet darauf hin, dass das Ausfahren des Fahrwerks vor der Landung vergessen wurde.» Quelle: ‘Linth24‘.

Beinahe-Crash wird untersucht

Auf dem Flugplatz Biel-Kappelen stiessen Ende Juni eine abfliegende Cessna und ein landender Pilatus Porter fast zusammen. Ein «schwerer Vorfall», schreibt die Schweizerische Sicherheits-Untersuchungsstelle. Am Morgen des 26. Juni kam es auf dem Flugplatz Biel-Kappelen beinahe zu einem Zusammenstoss zwischen zwei Flugzeugen. In den Vorfall involviert waren eine Cessna, die sich gerade im Anfangssteigflug befand, und ein landender Pilatus Porter. Die Schweizerische Sicherheits-Untersuchungsstelle (SUST) erachtet den Vorfall als «schwer» und eröffnete eine Untersuchung.

Es handelt sich dabei um einen Vorfall der Kategorie «Airprox», also Luftfahrzeug-Annäherung. Gemäss Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) handelt es sich dabei um Situationen, «bei der sich mindestens eine Beteiligte oder ein Beteiligter (Flugzeugbesatzung und Flugverkehrsleitende) gefährdet fühlte bzw. die Sicherheit gefährdet sah.» Die Cessna ist auf die Fluggruppe Seeland, der Pilatus Porter auf die Fallschirm-Schule Swissboogie Parapro zugelassen. Beide beteiligten Parteien verzichteten auf Anfrage von 20 Minuten auf eine Stellungnahme zum Vorfall. Quelle: ‘20min.’. Bild: ‘Youtube‘.

«Wir lassen sie zur Wahl zu»

Die Frage, welche Kandidaten zur Vorstandswahl für den Aero-Club Aargau empfohlen und zugelassen werden, beschäftigt die Motorfluggruppe Birrfeld und den Aero-Club Aargau seit Wochen. Präsident Werner Neuhaus sagt, wie es zum Entscheid gekommen ist. Bekanntlich will eine Gruppierung die Vorstandsmehrheit des Aero-Clubs Aargau (AeCA) auswechseln. Vier Neue und drei Bisherige sollen künftig das Sagen haben auf dem Flugplatz Birrfeld. Der für den 22. Juni geplante Versand der Wahlzettel ist jedoch noch nicht erfolgt. Klar ist bereits, dass sich die 87. ordentliche Generalversammlung des Regionalverbands Aargau des Aero-Clubs der Schweiz sowie die Wahl der sieben Vorstandsmitglieder, die gleichzeitig Verwaltungsratsmitglieder der Fliegerschule Birrfeld sind, in die zweite Hälfte der Sommerferien verschieben dürfte.

Coronabedingt hatte sich der AeCA-Vorstand entschieden, die GV in schriftlicher Form durchzuführen. Der Gruppierung, die sich neue Vorstandsmitglieder wünscht, und vier neue Kandidaten ins Spiel gebracht hat, wurde vom Vorstand vorgeworfen, Formfehler begangen zu haben. Neben den drei Bisherigen Werner Neuhaus, Roger Birchmeier und Leo Widler sollen neu Alex Erismann aus Scherz, Peter Lanz aus Unterengstringen, Jens B. Thuesen aus Wollerau und Roger Trüb aus Dietlikon in den Vorstand des AeCA gewählt werden. Neue Kandidaten müssen gemäss Statuten von einer im Birrfeld angeschlossenen Fluggruppe empfohlen werden. Ob diese Unterstützung vom Vorstand oder von der GV erfolgt und wie diese beantragt werden soll, darüber gingen die Meinungen in den letzten Tagen innerhalb der Motorfluggruppe Birrfeld (MFGB) auseinander.

Konsultativabstimmung wurde anonym durchgeführt
Nach der Bekanntgabe der vier neuen Kandidaten hiess es, der Vorstand MFGB empfehle diese zur Wahl. Am Freitag, 25. Juni, wurde an der GV beantragt, über die Wahlempfehlung erneut abzustimmen. Zwar gehört AeCA-Präsident Werner Neuhaus der MFGB nicht an, er weiss aber, dass dort die Vorstandsempfehlung an der GV gekippt wurde. Quelle: ‘Aargauer Zeitung‘.

Krach von zwei Seiten

Die Stadt Unterschleißheim setzt sich für besseren Schutz vor Fluglärm ein. Sie beteiligt sich an der Anhörung zur Fortschreibung des Lärmaktionsplans für den Großflughafen im Erdinger Moos und pocht darauf, Regelungen für den Nachtflugbetrieb nicht aufzuweichen. Bei der Diskussion über die Stellungnahme kam im Bauausschuss des Stadtrats aber auch zur Sprache, dass es immer wieder Klagen von Bewohnern gerade auch der südlichen Stadtteile gibt, die sich durch den Flugverkehr vom Sonderflughafen in Oberschleißheim und der dort stationierten Hubschrauberstaffel der Bundespolizei gestört fühlen. Unterschleißheim ist nicht Freising oder Attaching. Die Betroffenheit durch landende und startende Maschinen am Münchner Airport ist in der Stadt kein Dauerthema. Aber es gibt immer wieder Klagen, weshalb das Rathaus auch vor längerer Zeit bereits auf eine Messung des Fluglärms gedrungen hat. Das Ergebnis, das bereits von 2014 stammt, ist Teil der Stellungnahme zur Fortschreibung des Lärmaktionsplans. Daraus geht hervor, dass damals bei Betriebsrichtung West, was den Anflug beschreibt, an 42,8 gemessenen Tagen im August und September insgesamt 92 Fluglärmereignisse registriert wurden. Bei zwei Ereignissen am Tag wurden jeweils ein Mal Schallpegel im Bereich von 55 bis 59 und 60 bis 64 Dezibel (A) erreicht. Bei Betriebsrichtung Ost kam man auf drei Ereignisse, zwei davon im weniger belastenden Bereich. Als Mittelpegel wurden 27 Dezibel (A) tagsüber und 26 Dezibel (A) nachts ermittelt.

Eigentlich ist laut Rathaus nicht zu erwarten, dass Unterschleißheim überflogen wird. Doch in den hoch belasteten Wochen des Sommer-Urlaubbetriebs könne es zu Ausnahmen kommen. Und dabei soll es auch bleiben, vor allem nachts. Das ist laut Stellungnahme das Hauptanliegen der Stadt. CSU-Stadtrat Thomas Bittner betonte, dass seiner Ansicht nach auch der Flugbetrieb des Sonderflughafens in Oberschleißheim in dem Papier eine Rolle spielen sollte. Es gebe offenbar Freizeitpiloten, die es schätzten, über dem Stadtgebiet von Unterschleißheim ihre Runden zu drehen. Ein Vertreter des Bauamts allerdings korrigierte Bittner dahingehend, dass der Luftraum über Unterschleißheim nicht zum Überflug freigegeben sei. Allerdings seien Sportflieger zu hören, wenn sie im erlaubten Bereich dem Stadtgebiet nahekämen. Es sei durchaus möglich, diese Belastung mit in die Stellungnahme aufzunehmen, ebenso die Beeinträchtigung durch die Hubschrauberstaffel. Überdies fordert die Stadt, Lärmmessungen künftig regelmäßig anzustellen. Bis zum 28. Juli muss die Stellungnahme aus Unterschleißheim bei der Regierung von Oberbayern eingehen. Quelle: ‘Süddeutsche Zeitung‘.

Open Days in Schönhagen bei reinerstemme.AERO GMBH

  1. bis 22. August 2021

Programm:

  • Firma, die Elfin, Produkte und Anwendungen der rs.Aero
  • Präsentationen, Fachvorträge
  • Kulinarisches aus der Region, Musik, geselliges Beisammensein.
  • Anmeldung bitte bis 09. August per eMail an: event [a] rainerstemme.aero.
  • Quelle: ‘RainerStemme.aero‘.

Astronaut in Laichingen

„Unglaublich, du steuerst sanft nach links und drehst ein, in einen Vollkreis, danach kann man den Knüppel loslassen. Der Arcus fliegt einfach weiter.“ Das waren am Samstag einer seiner ersten Sätze von Ulf Merbold nach der Landung des Hochleistung Segelflugzeuges Arcus. Ulf Merbold sei einer der wenigen Astronauten, die dreimal im Weltall waren. 1983 mit der Columbia, 1992 mit der Discovery und 1994 insgesamt 31 Tage auf der russischen Raumstation Mir.

Hintergrund zum Besuch
Eberhard Laur, Präsident des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbands, Sohn des Gründers des Jakob-Laur-Flugplatzes und langjähriger Freund von Ulf Merbold, hat ihn laut Mitteilung des Flugsportvereins Laichingen spontan zu einem Flug mit dem Arcus eingeladen. Merbold, der erst einen runden Geburtstag feiern durfte, hatte mit Laur sichtlich Spaß im Arcus.

Wetterbedingungen nicht so gut
Obwohl die Wetterbedingungen am Samstag alles andere als optimal gewesen seien, konnte das Duo mit dem Arcus 282 Kilometer zurücklegen und schaffte es in 1,5 Stunden bis ins Altmühltal hinter Bayerisch Eichstätt. Aber die Distanz spielte laut Mitteilung keine Rolle. Der Spaßfaktor stand eindeutig im Vordergrund, wie man aus den strahlenden Gesichtern nach der Landung ablesen konnte.

Auf ein Bier und Steak beim Flugplatz
Und da man unter den Fliegern „per Du“ ist, sei Ulf Merbold auch gerne noch auf ein Steak und ein alkoholfreies Bier geblieben und habe den Abend auf den Jakob-Laur-Flugplatz gemütlich ausklingen gelassen. Quelle: ‘Schwäbische‘.

Flugzeugunfall in Epagny

Ein zweisitziges Flugzeug ist Freitag, 9. Juli, während der Startphase auf dem Flugplatz von Epagny FR abgestürzt. Der Pilot wurde leicht verletzt. Der 67-Jährige war zum Zeitpunkt des Unfalls die einzige Person an Bord, wie die Kantonspolizei Freiburg am Abend mitteilte. Das Flugzeug sei während der Startphase aus noch unbekanntem Grund mehrmals gehüpft und habe sich dann auf den Rücken gedreht. Der Pilot wurde laut Polizei mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht. Eine Untersuchung der genauen Umstände des Unfalls durch der Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) sei im Gang. Quelle: ‘Blick‘.

Die Überfliegerin

Den Flugschein hatte Iris Brditschka zwei Jahre vor dem Pkw-Führerschein in der Tasche. Heute fliegt die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin mit dem „ORF-Überflieger“ und informiert die Hörer von Radio Oberösterreich frühmorgens über das Verkehrsaufkommen. Um acht Uhr morgens treffen wir Iris Brditschka am Flugplatz der HB-Flugtechnik in Hofkichen im Traunkreis. Voll Elan steigt die fesche Ansfeldnerin aus einem Motorsegler, der soeben gelandet ist. Es handelt sich aber nicht um irgendeinen Flieger, sondern um den „ORF-Überflieger“, der die Hörer von Radio Oberösterreich immer morgens über das aktuelle Verkehrsaufkommen im Großraum Linz informiert. Während der Pilot in der Luft seine Kreise zieht, übermittelt Co-Pilotin Iris via Liveschaltung die aktuellen Staus.

Flieger-Familie: Das Fliegen wurde der studierten Wirtschaftswissenschaftlerin in die Wiege gelegt. Großvater Heinz W. Brditschka hat als Amateurbauer zwei Exemplare der legendären „Motorkrähe“ gebaut und im familieneigenen Schmuckwarenbetrieb Flugteile für Amateure gefertigt. Ihr Vater Heino hat bereits 1973 das erste manntragende Elektroflugzeug entwickelt und es damit sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft. Vor mehr als 50 Jahren hat er in Hofkirchen im Traunkreis die Firma HB-Flugtechnik sowie einen Flugplatz gegründet, wo auch Iris beschäftigt ist. Beim Covershooting beweist die 31-jährige Privatpilotin, dass sie nicht nur im Cockpit, sondern auch vor der Kamera eine Topfigur macht und erzählt, dass sie quasi im Flieger aufgewachsen ist. Das ganze Interview lesen Sie hier in der ‘OberÖsterreicherin’.

Flughafen Locarno-Magadino teilweise zerstört

TICINO – Die durch das Unwetter verursachten Schäden am Flughafen Locarno-Magadino sind beträchtlich. Sogar Staatsrat Claudio Zali war vor Ort, um sich von den strukturellen Schäden am Flughafen zu überzeugen. Quelle/Fotogalerie: ‘Liberatv‘.

Segelflieger stürzt in Bad Breisig ab

Aus bislang ungeklärter Ursache ist am Samstagnachmittag ein Segelflieger beim Landeanflug auf den Flugplatz Mönchsheide abgestüzt. Der Flieger mit einem Pilot an Bord stürzte gegen 16.20 Uhr in ein an den Flugplatz angrenzendes Waldstück. Wie die Polizei mitteilte, konnte sich der 60 Jahre alte Pilot selbst aus dem Flugzeug befreien und wurde nicht lebensbedrohlich verletzt. Die Bergungs- und Rettungsmaßnahmen zogen sich bis in den späten Nachmittag. Der nur leicht verletzte Pilot wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. An dem Segelflugzeug entstand erheblicher Sachschaden. Im Einsatz waren die freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Ortschaften, das DRK, First Responder, Notarzt, Rettungshubschrauber sowie die Polizei Remagen und ein Polizeihubschrauber. Quelle: ‘General-Anzeiger‘.

Staatsmeisterschaft in St.Johann

Nach einigen Jahren Pause richtete der Fliegerclub St. Johann vom 29. Mai bis 5. Juni 2021 wieder die Staatsmeisterschaften im Segelflug in der 15 Meter-Mixed und der Clubklasse aus. Organisatorisch war man durch die mehrmalige Ausrichtung des Kitzbüheler-Alpen-Pokales bestens trainiert und unter diesen Vorzeichen stellte sich Ende Mai tatsächlich auch das erwünschte Flugwetter ein. Gemeldet war in beiden Klassen ein hervorragendes Starterfeld, was spannende Wertungstage garantierte. So waren viele aktuelle und frühere WM-Piloten und mehrmalige Staatsmeister am Start, und mit Guido Achleitner und Michael Rass auch zwei für den FC St. Johann. Erich Hinterholzer als Vierter der letzten Meisterschaft in Dobersberg sowie zwei weitere Piloten ergänzten das starke Vereinsteam.

Unter diesen Rahmenbedingungen konnte sich Guido Achleitner aus Waidring in der 15 Meter-Mixed-Klasse von Anfang an in Szene setzen. Auf einer Schleicher AS 33 war er an vier von sechs Wertungstagen jeweils absolut Schnellster mit Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 127 km/h auf Wertungsstrecken bis deutlich über 500 km! Dies reichte am Ende doch recht souverän mit fast 300 Punkten Vorsprung für einen weiteren Titel in seiner Sammlung, vor dem Oberösterreicher Eduard Supersberger und dem Vorarlberger Werner Amann.

In der Clubklasse, mit Flugzeugen teils aus älterer Konstruktion wurde sportlich gesehen genauso hochwertig um die Ränge gekämpft und es war trotz mehrerer Tagessiege von Peter Hartmann, einem gebürtigen Wörgler, bis zum Ende spannend und offen. Mario Schupfer aus der Steiermark und Michael Rass aus St.Johann, diesmal auf der Vereins-LS4 angetreten ließen nicht locker und Erich Hinterholzer hatte ebenfalls noch kleine Außenseiterchancen auf den Titel. Mitfavorit David Richter-Trumer aus Oberösterreich hatte sich leider schon am zweiten Tag einen Navigationsschnitzer geleistet, der ihm fast Tausend Punkte gekostet hatte und ihm nur mehr Achtungserfolge mit einem Tagessieg ermöglichte. Schlussendlich reichte für Rass ein unglaublicher Tagessieg am letzten Tag für seinen Vorstoß auf Rang zwei. Hartmann blieb somit zum 12. Mal als Staatsmeister ungeschlagen. Hinterholzer war mit „Blech“ in der Clubklasse mehr als zufrieden, der Weg ins Nationalteam dank hervorragender Rangordnungspunkte könnte geebnet sein. Manuel Salcher, ebenfalls vom FC St. Johann, konnte alle selektiven Aufgaben bewältigen und war mit seiner Meisterschaftspremiere und Rang 13. nicht unglücklich, auch wenn ein technisches Problem an Tag eins gleich viele Punkte gekostet hatte.

Der Fliegerclub St. Johann als Veranstalter war letztendlich erleichtert, alle Unwägbarkeiten in der noch anhaltenden Pandemie bewältigt und den Teilnehmern aus ganz Österreich diesen Wettbewerbsraum in den Alpen präsentiert zu haben. Leider waren Zuschauer durch die hohen Auflagen noch nicht möglich. Der Sport wird aber international auf virtuellen Plattformen verfolgt, was eine gute Werbung für die Region garantiert. Weiter geht es für die St. Johanner mit dem traditionell hochwertigen Alpe Adria Cup in Kärnten, wo Michael Rass und Reinhard Haggenmüller als Mitfavoriten antreten werden. Quelle: ‘MeinBezirk.at‘.

Flugplatz Dübendorf: Rahmenvereinbarung aufgelöst

Die Vertreter des Bundes und der Flugplatz Dübendorf AG (FDAG) haben beschlossen, die 2015 abgeschlossene Rahmenvereinbarung einvernehmlich aufzulösen. Der Bund wird die FDAG für bisher entstandene Aufwendungen und bereits ausgeführte Planungsarbeiten zur Umnutzung des Militärflugplatzes in einen zivil genutzten Flugplatz mit 7,3 Millionen Franken entschädigen. Aufgrund neu aufgetauchter Fragen war der Bundesrat im Herbst 2020 zum Schluss gekommen, das zur Umnutzung nötige Sachplanverfahren einzustellen und die bisherige Zusammenarbeit mit der FDAG zu beenden. Die einvernehmliche Lösung ist im Interesse beider Seiten: So kann ein langwieriges Gerichtsverfahren vermieden werden.

Im August 2014 beschloss der Bundesrat für das Gelände des Militärflugplatzes Dübendorf eine Dreifachnutzung mit Innovationspark, militärischer Bundesbasis und zivilem Flugfeld. Den Zuschlag zum Betrieb dieses zivilen Flugfelds erhielt gestützt auf eine öffentliche Ausschreibung die Flugplatz Dübendorf AG (FDAG). Der Bund schloss mit der FDAG sodann 2015 eine Rahmenvereinbarung ab, mit der sie ermächtigt wurde, die nötigen Planung- und Bewilligungsverfahren zur Umnutzung des Militärflugplatzes in einen zivil genutzten Flugplatz zu durchlaufen.

Im Rahmen der weiteren Arbeiten tauchten neue Fragen auf, die bei der ursprünglichen Planung des Projekts nicht vorhersehbar und daher nicht berücksichtigt worden waren. Der Bundesrat beschloss in der Folge im Herbst 2020, das Verfahren zur Anpassung des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) für die Umnutzung in ein ziviles Flugfeld einzustellen und die bisherige Zusammenarbeit mit der FDAG zu beenden. In diesem Zusammenhang haben die Vertreter des Bundes und der FDAG nun beschlossen, die 2015 abgeschlossene Rahmenvereinbarung einvernehmlich aufzulösen. Der Bund wird die FDAG für bisher entstandene Aufwendungen und bereits ausgeführte Planungsarbeiten mit 7,3 Millionen Franken entschädigen. Die einvernehmliche Lösung ist im Interesse beider Seiten. So kann ein langjähriges Gerichtsverfahren vermieden werden. Der Bundesrat hat heute den Nachtragskredit gutgeheissen, der für die Entschädigungszahlungen nötig ist. Der abschliessende Entscheid darüber obliegt wie gewohnt dem Parlament. Quelle: ‘UVEK‘.

Schweizermeisterschaft in Grenchen

Die Streckensegelflug-Schweizermeisterschaft 2021 fand vom 26.-30. Juni in Grenchen statt. Ein Kaltfrontdurchzug und intensive Niederschläge erschwerten die Durchführung der Meisterschaft. Nichtsdestotrotz verzeichnet die SM 2021 zwei erfolgreiche und unfallfreie Wertungstage. Die neuen Schweizermeister wurden in zwei Klassen gekürt:

Gemischte offene Klasse:

  1. Yves Gerster (SGT, SG Biel)
  2. Jürg Haas (SGT, SG Knonaueramt)
  3. Remy Hirt (SGT, SG Biel)

Gemischte 15m Klasse:

  1. David Leemann (SGT, GVV Bex)
  2. Simon Gantner (SGT, SG Winterthur)
  3. Matteo Merk (SJGT, SG Winterthur)

Quelle: ‘SFVS‘.

Strategie für BMW-Gelände am Flugplatz Fürstenfeldbruck

Etwas mehr als 36 Hektar sind es, die zum Teil noch von BMW für die Driving Academy genutzt werden – alles vorbelastete Fläche. Versiegelt und nicht dem umliegenden sogenannten FFH-Schutzgebiet (Flora-Fauna-Habitat) zugeordnet. Schon länger spielt man in Maisach mit dem Gedanken, dort Gewerbe anzusiedeln. Von einem Technologie- und Innovationszentrum ist seit Herbst 2019 die Rede. Mit dem angekündigten Wegzug von BMW im Laufe des Jahres 2024 rückt das Thema wieder in den Fokus. Maisachs Bürgermeister Hans Seidl (CSU) sieht in den bereits versiegelten Flächen eine Chance: „Wir könnten mit der Ansiedlung von Gewerbe auf bereits versiegelte Flächen gehen und müssten kein Ackerland umwandeln“, sagte er im Gemeinderat. Ein Paradigmenwechsel, wie er es nennt.

Versiegelte Fläche ist eine Chance
Peter Aust (SPD) mahnte an, bei der Konzeptentwicklung gut überlegt zu handeln. „Ich will nicht, dass in der Öffentlichkeit rüberkommt, wir hätten einfach nur ein neues Gewerbegebiet“, sagte er. Auch Gottfried Obermair (FW) wies darauf hin, dass die Konversion des Flugplatzareals ein Thema mit zwei wichtigen Punkten sei – des Wohnungsbaus und der Schaffung von Arbeitsplätzen. „Das muss man gemeinsam mit allen Beteiligten diskutieren“, sagte er. Quelle: ‘Merkur‘.

Segelflugzeug rollt in Wohnmobil

Mit ihrem Segelflugzeug hat eine Frau in der Rhön in Unterfranken (Bayern) ihr eigenes Wohnmobil demoliert. Die Polizei schätzt den Schaden auf 55.000 Euro. Die Pilotin war am Mittwoch (16. Juni 2021) auf dem Flugplatz bei Ostheim vor der Rhön im Landkreis Rhön-Grabfeld in Unterfranken gelandet, wie die Polizei in Mellrichstadt mitteilte. Anschließend habe sie mit ihrem Flieger zu ihrem neben dem Flugplatz abgestellten Wohnmobil rollen wollen. Dabei hätten nach Angabe der Frau jedoch die Bremsen versagt. Das Flugzeug rammte das Wohnmobil und den danebenstehenden Segelfluganhänger. Die Frau blieb unverletzt. Den Schaden an Flugzeug, Wohnmobil und Transportanhänger bezifferte die Polizei auf etwa 55.000 Euro. Quelle: ‘Fuldaer Zeitung‘. Bild: ‘Oberpfalz-Luftbild‘.

Segelflieger von Flugbedingungen begeistert

Der kleine Flugplatz Lönnewitz in Elbe-Elster verzeichnet wieder besonders viele Starts und Landungen. Segelflieger aus ganz Deutschland haben ihn für ihr Hobby entdeckt. Das Areal hat für sie ideale Bedingungen. 60 Start sind in den vergangenen Tagen auf dem “Konto” des kleinen Flugplatzes in Lönnewitz dazugekommen. Allesamt von Segelflug-Fans aus ganz Deutschland, die sich bei einem zehntägigen Lehrgang ihrem Hobby intensiv gewidmet und viele Erfahrungen gesammelt haben. Quelle: “lr-online.de“.

Strausberg führt GPS-Anflug ein

Der Verkehrslandeplatz Strausberg (Märkisch-Oderland) nimmt am Donnerstagnachmittag sein Instrumenten-Anflugsystem in Betrieb. Damit soll in der 90-jährigen Geschichte des Flugplatzes ein neues Kapitel aufgeschlagen werden. Künftig soll hier auch die seit 20 Jahren gewerbliche Luftfahrt ausgebaut werden. Der Flugplatz dient ebenso lang der fliegerischen Ausbildung und dem Luftsport.

Flugplatzchefin Irina Kühnel spricht von einem Meilenstein für den Flugplatz Strausberg. Denn bisher konnte er nur unter Sichtflugbedingungen angeflogen werden. Starts und Landungen konnten nur erfolgen, wenn der Pilot freie Sicht auf die Start- und Landebahn hat. Mit dem neuen Satelliten-gestützten Anflugverfahren können Flieger den Platz auch bei schlechter Sicht ansteuern und haben mehr Planungssicherheit. Mit über 45.000 Flugbewegungen gehört Strausberg den Angaben zufolge zu den großen Flugplätzen im Osten Deutschlands. Quelle: ‘rbb24.de‘.

Kleinflugzeug-Absturz bei Lupfig

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges im Birrfeld wurde am 17. Juni 2021 der Pilot schwer verletzt. Die Ursache ist noch unbekannt. Der Unfall ereignete sich kurz vor 18.30 Uhr in Lupfig. Eine Drittperson meldete, dass soeben ein Kleinflugzeug in der Nähe des Flugplatz Birrfeld abgestürzt sei. Umgehend wurde die Rettungskräfte aufgeboten. Als die Polizei vor Ort eintraf, konnte festgestellt werden, dass der Pilot alleine unterwegs war und schwer verletzt jedoch ansprechbar im Flugzeug saß. Zur Bergung wurde die Feuerwehr aufgeboten. Der 48-jährige Pilot wurde mittels Rettungshelikopter ins Spital überführt. Wie es zum Absturz kommen konnte, ist noch nicht bekannt. Die Kantonspolizei hat in Zusammenarbeit mit den Spezialisten der Flugunfall-Untersuchungsstelle des Bundes, die Ermittlungen aufgenommen. Die zuständige Staatsanwaltschaft eröffnete eine Strafuntersuchung und ordnete eine Blut- und Urinprobe an. Quelle: ‘Fireworld.at’ und ‘Tele M1‘.

Hinter den Kulissen von Oerlinghausens Segelflugplatz

Sie gehören in Oerlinghausen einfach dazu: Segelflieger, die ihre Runden drehen oder sich von hier aus auf eine längere Strecke begeben. Auch im neuen Imagevideo von Oerlinghausen Marketing spielt der Luftsport eine große Rolle. Doch was tut sich eigentlich hinter den Kulissen eines Segelflugplatzes?

Schon bei der Anfahrt wird die Bedeutung deutlich. Am Wegesrand trägt die Grillbude den Namen „Landeplatz”, auf der gegenüberliegenden Seite ist das Restaurant unter „Check In” bekannt. Am Parkplatz, auf dem an Wochenenden viel los ist, geht der Blick in die Runde. Das weiträumige Gelände am Stukenbrocker Weg ist ein beliebtes Ausflugsziel oder Ausgangspunkt von Wanderungen.

Flugplatz wird von 13 Vereinen betrieben
„Das ist ein typischer Tag heute, man kann nicht richtig planen”, sagt der hauptamtliche Geschäftsführer der Flugplatzgemeinschaft Oerlinghausen (FGOe), Rolf Tiemeyer, zur Begrüßung und blickt in den wolkenverhangenen Himmel. Er hat sein Büro unterhalb des Towers. Nachdem er kurz auf die Wetterstation geschaut hat, geht’s ein paar Treppen hinauf. Dabei erklärt der 61-Jährige, dass der Flugplatz Oerlinghausen von der FGOe, dem Zusammenschluss von 13 Vereinen, betrieben wird.

Die FGOe besteht seit 1952, in den Mitgliedsvereinen betreiben etwa 1000 Mitglieder Luftsport. Der Flugplatz umfasst etwa 650.000 Quadratmeter und verzeichnet 25.000 bis 30.000 Starts und somit wohl die meisten weltweit. Klar, dass sich viele, viele Ehrenamtliche um große und kleine Dinge kümmern. Etwa 50 Fluglehrer sind es zum Beispiel, dazu kommen Aushilfskräfte als Flugleitung oder als Platz- und Gebäudewarte.

Oben im Tower hat Johannes Auf dem Venne als Flugleiter an diesem Tag seinen Posten bezogen. Er gibt wichtige Informationen wie zu Start- und Landerichtung, Windstärke oder Windrichtung weiter und registriert die Starts und Landungen. „Mein Name spielt im Prinzip keine Rolle. Ich stehe für Funktion und Abläufe. Alle in den Vereinen die den Flugbetrieb ermöglichen, Ausbildung organisieren, Rekorde fliegen, – die machen den Flugplatz aus”, sagt Rolf Tiemeyer – oder auch Leute wie Johannes Auf dem Venne. Quelle: ‘Lippesche Zeitung‘.