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DAeC-Statement zum Medienbericht „Gefahrenzone Luftraum“

von Christian Mannsbart, Öffentlichkeitsarbeit, Deutscher Aero Club e.V.

170 gefährliche Annäherungen von Luftfahrzeugen im deutschen Luftraum in den vergangen vier Jahren – diese Zahlen führte am Dienstag, 10.12.2019 ein Bericht des Norddeutschen Rundfunks ins Feld, und spricht deshalb von der „Gefahrenzone Luftraum“. Außerdem seien nicht näher genannte Luftfahrtexperten der Meinung, dass es eine erhebliche Dunkelziffer nicht gemeldeter Zwischenfälle gebe und die Gesamtzahl der Vorfälle noch höher liegen könnte, da auch „Meldungen bei anderen zuständigen Behörden eingehen.“

„Wenn sich alle an die bestehenden, auf europäischer Ebene einheitlichen Regeln halten, ist es kein Problem, dass sich die unterschiedlichen Partner einen gemeinsamen Luftraum teilen“, ist sich Stefan Klett, Präsident des Deutschen Aeroclubs (DAeC), sicher. „Der DAeC arbeitet seit Jahren zusammen mit der kommerziellen Luftfahrt und der Deutschen Flugsicherung in verschiedenen Arbeitsgruppen daran, die Situation zu entschärfen. Alles ist nur eine Frage der Information, die generiert und wahrgenommen werden muss: Etwa durch ADS-B, einem System, mit dem alle Teilnehmer des Luftverkehrs erkennbar gemacht werden“, erklärt Mike Morr, Referent für Luftraum und Flugsicherheit im DAeC. „Sehen und gesehen werden, heißt die Devise! Dabei können in angemessenem Rahmen technologische Lösungen vorangetrieben werden. Dazu müssen sich alle Teilnehmer an einen Tisch setzen und sich gegenseitig auf Augenhöhe begegnen. Die jeweiligen Bedürfnisse und Anforderungen müssen ernst genommen werden“, ergänzt Klett. „Der Bundesausschuss Unterer Luftraum (BAUL) verfolgt das Ziel, die Sicherheit im Luftraum weiterhin zu gewährleisten. Deshalb arbeiten wir gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur aktuell an einem umfangreichen Konzept, um die Möglichkeiten verschiedener Maßnahmen darzulegen“, erklärt Habbo Brune, Vorsitzender des Bundesausschusses Unterer Luftraum im DAeC.

Mehr Fördergeld für den deutschen Luftsport

Die Sportförderung des Bundesministeriums des Innnern, für Bau und Heimat (BMI) steigt auf insgesamt 265 Millionen Euro. So lautete am vergangenen Freitag der Beschluss einer Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses im Deutschen Bundestag. Auch der Luftsport soll spürbar von dieser Entscheidung profitieren. „Ich freue mich sehr für den Luftsport als nichtolympische Sportart, dass der Durchbruch zur spürbar erhöhten Förderung durch den Bund bereits für 2020 gelungen ist. An dieser Stelle möchte ich allen danken, die sich im Deutschen Aero Club (DAeC) auf Bundes- und Landesebene für die Belange des Luftsports einsetzen“, kommentiert DAeC-Präsident Stefan Klett. Quelle: ‚DAeC‚.

Luftraum muss Allgemeingut bleiben

Der gesamte Luftraum muss weiterhin frei zugängliches Allgemeingut bleiben und darf nicht ausschließlich von den Interessen der unbemannten kommerziellen Luftfahrt dominiert werden. Das fordern der Deutsche Aero Club e.V. (DAeC), die Vereinigung Cockpit e.V. (VC), der Deutsche Hubschrauber Verband e.V. (DHV) und die Bundesvereinigung fliegendes Personal der Polizei e.V. (BfPP) gemeinsam in einem offenen Brief an die EU-Kommissarin für Verkehr, Violeta Bulc, und die Mitglieder des EU-Ausschusses für Verkehr und Tourismus. Anstoß für den offenen Brief: Derzeit erstellt die EASA in einem beschleunigten Verfahren eine Verordnung für den sogenannten U-Space, welcher als Luftraum für die kommerziell genutzte unbemannte Luftfahrt dienen soll. Die bemannte Luftfahrt wurde bei diesem Entstehungsprozesses nicht ausreichend eingebunden und berücksichtigt. Doch Luftfahrt ist “Teamsport”. Und deshalb rufen DAeC, VC, DHV und BfPP die Adressaten des offenen Briefes auf, einen gemeinsamen Workshop abzuhalten, an dem alle Interessensgruppen beteiligt werden. “Ein weiterer Alleingang im Hinblick auf den U-Space steht in völligem Gegensatz zu den Standardized European Rules of the Air und gefährdet die Idee des Single European Sky”, lautet hier das gemeinsame Fazit. “Unglücklicherweise wird das derzeit entstehende Regelwerk für den U-Space von den Interessen der unbemannten kommerziellen Luftfahrt dominiert, also von einem völlig neuen Teilnehmer im Luftraum. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die bemannte Luftfahrt ebendiesen Luftraum seit mehr als 100 Jahren nutzt”, fordert DAeC-Präsident Stefan Klett deshalb. “Wir sind sehr besorgt, dass die angedachten Regulierungen des U-Space die Flugsicherheit beeinträchtigen und den freien Zugang zum Luftraum begrenzen werden. Daher haben wir den aktuellen Entwurf zum U-Space umfassend kommentiert”, ergänzt Habbo Brune, Vorsitzender des DAeC-Bundesausschusses Unterer Luftraum. Alle Unterzeichner des offenen Briefes sind sich einig, dass sich neue Luftraumteilnehmer und damit der U-Space in die bestehenden Luftraum- und Flugsicherungsstrukturen integrieren müssen. Dabei dürfen für die bemannte Luftfahrt keine unnötigen Beschränkungen oder zusätzliche Belastungen entstehen. “Eine völlig abgegrenzte unbemannte Luftfahrt führt in die falsche Richtung und beschneidet nicht nur die Bedürfnisse und Interessen des Luftsports sowie die der Allgemeinen und kommerziellen Luftfahrt. Auch Einsatzflüge von Polizei, Militär und Rettungsdienst sind betroffen“, lautet die einhellige Meinung der Unterzeichner, die auch eine stärkere Einbindung der bemannten Luftfahrt fordern und dazu ihre Kooperation anbieten. Quelle: ‚DAeC‚.

Offene Stellen beim DAeC

Diese offenen Stellen beim Deutschen Aero Club sind derzeit zur Neubesetzung ausgeschrieben. Der Verband vertritt die Interessen von rund 100.000 Piloten und Pilotinnen in ganz Deutschland. Wir suchen engagierte, teambegeisterte, qualifizierte und motivierte Menschen, die einen wichtigen Beitrag leisten wollen, um Luftsport und Allgemeine Luftfahrt auf Bundesebene noch weiter nach vorne zu bringen.

EASA-Opinion 1/2019 verspricht Verbesserungen

Ziel des Vorschlags ist, Anforderungen festzulegen, die für den Segelflug sinnvoll und angemessen sind. Ohne in die Details der vielfältigen Vorschläge näher einzugehen, sollen einige wichtige Regelungsvorschläge vereinfacht dargestellt werden.

Segelfluglehrer werden künftig keine Kompetenzbeurteilung durch einen Prüfer bei jeder dritten Verlängerung der Berechtigung benötigen; ein Überprüfungsflug mit einem qualifizierten Fluglehrer (FII) wird ausreichen.

– Es soll künftig nur noch eine Segelfluglizenz (SPL) geben; der LAPL(S) entfällt.

– Für den europäischen Raum wird nur noch das LAPL-Medical gefordert; der manchmal lästige Gang zum Fliegerarzt jedes Jahr für ältere Piloten entfällt damit. Wer im außereuropäischen Raum segelfliegen will, benötigt weiter das Medical Class 2.

– Die Anfängerschulung für den Touring-Motorsegler (TMG) wird wieder zugelassen.

– Für den Segelkunstflug werden die beiden unterschiedlichen Level Basic und Advanced möglich sein.

Die neuen Regelungen werden für den Segelflug realistischer und damit nachvollziehbarer sein; viele häufig kritisierte derzeit gültige Regelungen werden damit entfallen.