Schlagwort-Archiv: Speyer

Safety Day und Jugendausflug

Der Luftsportverein Geratshof bereitet sich auf die neue Segelflugsaison vor. Zum Auftakt fanden zwei zentrale Veranstaltungen statt: ein Ausflug der Jugendgruppe sowie der traditionelle Safety Day für alle Piloten.

Jugendausflug nach Speyer und Sinsheim

Mitte März besuchte die sechsköpfige Jugendgruppe des Vereins die Technikmuseen in Speyer und Sinsheim. Auf dem Programm standen unter anderem die Besichtigung einer Boeing 747-200 der Lufthansa in Speyer sowie der Überschallflugzeuge Concorde und Tupolew Tu-144 in Sinsheim. Ergänzt wurde das Wochenende durch Planespotting am Frankfurter Flughafen.

Safety Day mit Benjamin Bachmaier

Zur Vorbereitung auf den Flugbetrieb veranstaltete der LSV Geratshof seinen jährlichen Safety Day. Das Fluglehrer-Team informierte die Mitglieder über aktuelle Neuerungen, darunter angepasste Funkverfahren im Bereich des Flugplatzes sowie Änderungen bei der Ausstattung der Schleppseile.

Zusätzlich wurden grundlegende Sicherheitsthemen aufgefrischt: Verfahren für den Windenstart, das Verhalten bei Notfällen am Flugplatz und die allgemeine Sicherheitskultur im Luftsport. Als Gastreferent sprach der Segelflieger Benjamin Bachmaier, Inhaber mehrerer deutscher Rekorde, über das Fliegen im Gebirge. Da viele Flüge vom Geratshof in Richtung Alpen führen, lag der Fokus seines Vortrags auf der sicheren Durchführung von Gebirgsflügen.

Verkehrslandeplatz Speyer bleibt Dauerproblem

Der Gemeinderat Oberhausen-Rheinhausen stimmt einem Antrag zu, der die Bevölkerung vor Lärm schützen soll. Der Flugplatzbetreiber soll sich jetzt an Auflagen halten.

Seit Jahren ist der Verkehrslandeplatz in Speyer ein Ärgernis für Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Orte, hauptsächlich wegen des verursachten Lärms, der auch die Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen erheblich in Mitleidenschaft zieht. Dem bereits im September von der Freien Ökologischen Demokratischen Liste (Födl) eingebrachten „Antrag zum Schutz der Bevölkerung vor Gefahren und unzumutbaren Lärmbelästigungen“ hat jetzt der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einmütig zugestimmt.

Dabei geht es um die Einhaltung der Betriebserlaubnis und die Beachtung von Festlegungen und Auflagen. Nach Eingang des Födl-Antrags habe die Gemeinde umgehend Kontakt mit ihrem Anwaltsbüro aufgenommen, um die weiteren Schritte zu besprechen. Inzwischen sei der Betreiber des Verkehrslandeplatzes vom Bürgermeister aufgefordert worden, die geltenden Regelungen zu beachten und darauf hinzuwirken, dass sich die Nutzer des Verkehrslandeplatzes an die vorgeschriebene Platzrunde und an den festgelegten Anflugsektor halten. Die Verwaltung habe auch Kontakt mit Altlußheim aufgenommen und einen Termin für eine gemeinsame Besprechung abgestimmt.

Gemeinde bittet um Sachstandsberichte bei der Geschäftsführung und Ministerien

Dringliche Schreiben der Gemeinde mit der Bitte um Sachstandberichte gingen an die Geschäftsführung des Flugplatzes, den Landesbetrieb Mobilität und an drei Ministerien. Den zunehmenden Lärm und die Nichteinhaltung der Flughöhen kritisierte Werner Most (CDU). Auch Thomas Zieger (Födl) sprach von gesundheitsschädlichem Lärm. Hans Strubel (FW) verwies auf frühere Beschlüsse zu dem Thema. Quelle: ‚bnn.de‚. Foto: Klaus Landry.

Jetzt anmelden: Hexentreffen 2025 in Speyer

Luftsportlerinnen aus ganz Deutschland und den Anrainerstaaten treffen sich vom 31. Januar bis 2. Februar in Speyer zu ihrem jährlichen Hexentreffen. Interessierte können sich ab sofort anmelden.

Auf dem Programm stehen spannende Vorträge von Frauen-Segelflugmeisterschaften über Elektrofliegerei bis hin zur Arbeit der Deutschen Flugsicherung, aber auch Zeit zum Netzwerken und ein Besuch im Technik Museum.

Alle Details und auf dem Anmeldeformular ab sofort. Rückfragen an Petra Eifel eifel-p(at)web.de. Quelle: ‚daec.de‚.

Flugplatz Speyer: „Symbolpolitik der Grünen“

Kommentar von Patrick Seiler in der „Rheinpfalz“ zur möglichen Schliessung des Flugplatzes Speyer: Auch eine neuerliche Prüfung zu Möglichkeiten einer Schließung des Flugplatzes wird keine einfach umzusetzenden Ergebnisse bringen. Von ungefähr kommt der Grünen-Vorstoß sieben Wochen vor der Kommunalwahl nicht: Das Kalkül besteht wohl darin, dass sich potenzielle Wähler vom Einsatz der Partei gegen eine ungeliebte Einrichtung überzeugen lassen.

Wenn es in der Folge tatsächlich zu einem Beschluss gegen eine Verlängerung der Pachtverträge ab 2045 käme, wäre die Frage, welche Rolle dieser im komplizierten Geflecht der Flugplatz-Gesellschafter und ihrer Anteilseigner spielen würde. Und: Wie seriös wäre eine solche Aussage über ein Jahrzehnt, bevor die Frage tatsächlich ansteht?

Bis dahin kann noch viel passieren. Auch wenn das Ansinnen aufrichtig und nicht nur als Show gedacht ist: Es bleibt Symbolpolitik. Wenn in der Straßenverkehrspolitik Erfolge ausbleiben, kann mit dem Flugplatz abgelenkt werden.