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Flugplatz Speyer boomt

Die Corona-Pandemie macht den großen Fluggesellschaften zu schaffen und sie müssen sparen. Der Flugverkehr am Flugplatz Speyer hingegen boomt. Flugzeuge starten und landen am laufenden Band. Über den Wolken ist die Freiheit bekanntlich grenzenlos, aber das allein kann es nicht sein, was den Flugplatz Speyer jetzt plötzlich so beliebt macht. Steigen vielleicht gutbetuchte Geschäfts- und Privatleute wegen der Corona-Ansteckungsgefahr auf kleinere Maschinen um? Mit der Ehefrau mal schnell in den Kurzurlaub auf die Nordseeinsel Wangerooge oder mit Kollegen zum Geschäftstermin? Flugplatz-Geschäftsführer Roland Kern kennt die Gründe nicht im Detail, aber er kennt die Zahlen.

Mehr Freizeitflieger, mehr Flugschüler
Der Monat September sei ein Ausreißer: 46 Prozent mehr Flugbewegungen als im Vergleichsmonat im vergangenen Jahr. Knapp 6.000 Starts und Landungen habe es im September gegeben. Dazu haben wahscheinlich viele Freizeitflieger beigetragen, die statt Urlaub, in den vergangenen Wochen häufiger geflogen sind. Auch Flugschulen haben mehr Zulauf: Roland Kern mutmaßt, dass Unternehmer sich keine Privatflüge mit professionellem Piloten leisten wollen und sich deswegen überlegen, selbst zu fliegen.

Anwohnerverein beunruhigt
In Speyer landen immer wieder Propeller-Maschinen oder auch Ultraleicht-Hubschrauber. Anwohner sehen das skeptisch: Sie befürchten mehr Lärm und sind dagegen, dass der Speyerer Flugplatz am Schluss noch ein Regionalflughafen werden könnte, sagt der Vorsitzende des Stadtteilvereins Speyer Süd Frank Scheid. Der Verein hatte gehofft, dass der Flugverkehr weniger wird – stattdessen steigen die Zahlen. Für ihn ein Schritt in die falsche Richtung.

Weniger geschäftliche Flugreisen
Wegen der Corona- Pandemie sind ab Speyer jedoch weniger Firmen-Flüge gestartet, beispielsweise von der BASF, die in Speyer Maschinen stationiert hat. Insgesamt sei der Flugplatz aber auf einem gutem Kurs, so die erste Zwischenbilanz von Geschäftsführer Roland Kern. Piloten würden Speyer nach dem Lockdown vielleicht auch deswegen anfliegen, weil sowohl die Stadt als Reiseziel attraktiv sei, als auch der Flughafen selbst. Quelle: ‚SWR‚.

Flughafen Paderborn in der Insolvenz

Es hatte sich schon länger angekündigt, jetzt ist die Insolvenz in Eigenverantwortung für den Flughafen Paderborn/Lippstadt offiziell. Die milde Variante des Insolvenzverfahrens soll den Standort sanieren. Die Beteiligten wollen, dass es weitergeht. Der Flughafen Paderborn begibt sich in ein Insolvenzverfahren, aus dem heraus in neuer Struktur der Flugbetrieb langfristig fortgeführt werden soll. Das Amtsgericht Paderborn habe dem Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung stattgegeben, teilte die Flughafengesellschaft mit.

Die Insolvenz in Eigenverwaltung ist eine Variante des Insolvenzrechts, die statt einer Abwicklung auf die Sanierung eines Unternehmens zielt. Die Geschäftsleitung bleibt dabei im Amt, ihr wird allerdings ein sogenannter Sachwalter von außen zur Seite gestellt. Hierfür wurde der Bielefelder Rechtsanwalt Stefan Meyer ausgewählt und vom Gericht bestätigt. Er wird die Aktivitäten der Geschäftsführung künftig überwachen und auf die Umsetzung eines Sanierungsplans achten. Zuvor wurde bereits der Bielefelder Rechtsanwalt Dr. Yorck Streitbörger zum Generalbevollmächtigten bestellt.

Helfen soll nun eine deutliche Verkleinerung der Aktivitäten. Im Sanierungskonzept sei vorgesehen, dass der Paderborn/Lippstadt Airport den Status eines Verkehrsflughafens mit Flugsicherung behält und weiterhin 24 Stunden am Tag in Betrieb sein wird. Angesichts der geringeren Flugbewegungen sei es jedoch kaufmännisch nicht vertretbar, die Kapazitäten für die Flugzeugabfertigung im bisherigen Umfang vorzuhalten.

Zu den Kostensenkungen, die der Sanierungsplan vorsieht, gehöre auch „ein schmerzhafter Abbau des Personalkörpers“, wie der Flughafen mitteilt. Es würden bereits Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen möglichst sozialverträglichen Abbau von Arbeitsplätzen laufen. In diesen soll Cezanne laut der Zeitung „Neue Westfälische“ bereits erklärt haben, dass von den 170 direkt bei der Flughafengesellschaft beschäftigten Angestellten nur rund 65 bleiben könnten. Trotz künftig weniger Kapazitäten soll jedoch kein Flug, der Paderborn ansteuern will, abgewiesen werden, so die Mitteilung. Sobald die Nachfrage wieder anziehe, werde es möglich sein, darauf zu reagieren und die vorhandene Infrastruktur, die mehr als eine Millionen Passagiere im Jahr handhaben könne, wieder hochzufahren.

85 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahr

Der Schritt in das abgeschwächte Insolvenzverfahren sei der einzig richtige Schritt, erläuterte Flughafen-Chef Marc Cezanne bereits Ende August im Interview mit airliners.de. Dem Airport werde so eine realistische Zukunftsperspektive eröffnet. „Insbesondere aufgrund massiv rückläufiger Flugbewegungen infolge der Corona- Krise ist eine umfangreiche Unternehmenssanierung notwendig geworden“, kommentierte Cezanne nun die gerichtliche Einleitung des Verfahrens. „Tatsächlich liegen die aktuellen Passagierzahlen um 85 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes und es wird voraussichtlich noch einige Zeit dauern, bis die Passagierzahlen wieder annähernd das Vorkrisen-Niveau erreichen.“

Die einmalig anfallenden Sanierungskosten für die Neuaufstellung sollen die Gesellschafter tragen. Das sind in erster Linie der Landkreis Paderborn und angrenzende westfälische Kreise und Gemeinden. Derzeit befinde man sich mit den Gesellschaftern zudem im engen Austausch über die künftige Eigentümerstruktur. So hatten im Zuge der in der Corona-Krise aus dem Ruder laufenden Verluste sowohl die Stadt Bielefeld als auch die Kreise Gütersloh und Lippe vor, sich als Eigentümer des Flughafens ganz zurückzuziehen.

Doch die Bereitschaft der Gesellschafter, wiederum mehr Geld als geplant in den Flughafen zu investieren, dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass massive Kosteneinsparungen unumgänglich seien, schränkt der Flughafen ein.

Für die laufenden Betriebskosten gelte die Genehmigung der EU für maximal 2,5 Millionen Euro staatliche Beihilfen pro Jahr. Doch selbst fünf Millionen Euro an Beihilfen würden mittlerweile nicht mehr ausreichen, die Verluste zu decken. An einer kompletten Neuaufstellung führt kein Weg vorbei. Denn, so räumt der Flughafen auch ein, waren die Erlöse aus dem Flugbetrieb auch schon vor der Corona-Krise nicht ausreichend, um kostendeckend zu arbeiten. Quelle: ‚Airliners.de‚. Bild: ‚Paderborner Land‚.

Neue Chance für „Air Berlin“

Stendal und Tangerhütte wollen statt einem internationalem Flughafen ein Industriegebiet direkt an der A 14 entwickeln. Der Traum vom Flughafen „Berlin international“ ist längst geplatzt. 2004 wurden die ehrgeizigen Pläne zu den Akten gelegt. Nun besteht für Teile des einstigen Plangebiets eine neue Chance. Kein Airport, sondern ein neues Industriegebiet könnte aus dem Boden gestampft werden. Direkt an der A14 gelegen, wenn die Trasse durch die Altmark fertig gestellt ist. Was die Verlängerung der Bundesautobahn betrifft, ist diese bereits Realität. Am kommenden Montag um 11 Uhr wird der A-14-Abschnitt von Colbitz bis Tangerhütte für den Fahrzeugverkehr frei gegeben. Währenddessen schieben sich Bagger über Lüderitz weiter in Richtung Stendal. Laut Verkehrsministerium in Magdeburg liegen die Bauarbeiten im Plan.

Das neue „Industriegebiet Stendal“ ist hingegen noch reine Vision. Aus diesem Grund will die Hansestadt Stendal mit der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte einen Kooperationsvertrag schließen, um eine sogenannte Machbarkeitsstudie in Auftrag geben zu können. Ziel dieser Studie ist, Chancen und Risiken für die Errichtung, Entwicklung und Vermarktung eines Industriegebietes auf den beiden Gemarkungen zu untersuchen. Betroffen sind Grundstücksflächen in Lüderitz und Windberge (Stadt Tangerhütte) sowie der Stendaler Ortschaften Buchholz, Wittenmoor, Nahrstedt und Insel. Die Vorlage für diesen Kooperationsvertrag steht in Stendal in der Ratssitzung am 28. September zum Beschluss an. Dort werden sich die Ratsmitglieder mit einem Änderungsantrag befassen müssen. Quelle: ‚Volksstimme.de‘.

Braucht der Flughafen Grenchen einen «Flugzeug-Fänger»?

Ein in Grenchen landendes Flugzeug geriet im September 2018 über das Pistenende und die Archstrasse hinaus: Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust sieht Handlungsbedarf. Der «schwere Vorfall» vom 28. September 2018 sei «auf ein spätes Aufsetzen des Flugzeuges auf der Piste mit überhöhter Geschwindigkeit zurückführen», heisst es im Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust). Und der Vorfall hätte mehr als nur ins Auge gehen können: Der Pilot eines einmotorigen, zweisitzigen Leichtflugzeugs Yak-52 setzte kurz nach Mittag zur Landung auf dem Flughafen Grenchen an.

Das Flugzeug landete mit einer Geschwindigkeit von rund 80 Stundenkilometern, geriet über das Pistenende hinaus, durchquerte den angrenzenden Acker und überrollte schliesslich auch die 110 Meter hinter dem Pistenende liegende, quer zur Pistenachse verlaufende Kantonsstrasse nach Arch.

Dass es beim Unfall keine schlimmeren Folgen und Verletzte gab, ist auch dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass ein Autolenker das nahende Flugzeug erkannte und rechtzeitig anhalten konnte. Der Pilot forderte das Glück anschliessend gleich noch einmal heraus: Er wende die Maschine und rollte, ohne Absprache mit dem Tower, zurück in Richtung Flugplatz, wobei er die Strasse erneut überqueren musste. «Dies war eine unüberlegte, unnötige und riskante Handlung, die erneut ein Risiko für die Strassenverkehrsteilnehmer darstellte», wird dazu im Sust-Bericht wörtlich festgehalten. Mehr Informationen im Originalbericht der ‚Solothurner Zeitung‘.

Schweinfurt will Flugplatz nicht mehr mitfinanzieren

Kaum ein Thema hat die Ratsgremien der Stadt Haßfurt und des Landkreises Haßberge in den vergangenen Jahren so regelmäßig beschäftigt wie der Verkehrslandeplatz in Haßfurt. Den Einen fließt schon jetzt viel zu viel Geld hinein, die Anderen sehen darin einen unverzichtbaren Standortvorteil. Noch in diesem Herbst wird die Diskussion darum wohl von neuem entbrennen. Denn der Stadtrat Schweinfurt hat vor der Sommerpause in nicht-öffentlicher Sitzung entschieden, sich ab dem Jahr 2021 aus dem Verbund Verkehrslandeplatz Schweinfurt-Haßfurt auszusteigen – und damit aus der Finanzierung der Einrichtung.

Am Haßfurter Flugplatz beteiligt sind aktuell der Landkreis Haßberge, die Stadt Haßfurt und die Stadt Schweinfurt mit jeweils 30 Prozent. Neun Prozent trägt die Verkehrslandeplatz Haßfurt Schweinfurt GmbH und ein Prozent der Motorflugclub Haßfurt. Die drei großen Gesellschafter hatten dabei erst im Juli des vergangenen Jahres die Zuschüsse für den Flugplatz von je 25 000 Euro auf 50 000 Euro verdoppelt, um die kosten zu decken. Schon vor dieser Entscheidung hatte unter anderem die Grünen-Kreistagsfraktion eine Neuausrichtung der Finanzierung gefordert – sonst werde man künftig gegen eine Finanzierung stimmen. Auch im Stadtrat Schweinfurt hatte sich Widerstand geregt.

Eine finanzielle Beteiligung der Regierung von Unterfranken sei laut Landratsamt jedoch aus rechtlichen Gründen ausgeschlossen. Auch der Bezirk Unterfranken scheide aus, weil eine Beteiligung „nicht als dessen Aufgabe angesehen werden“ könne. Als „wahrscheinlichste Lösung“ für das Dilemma sähe Landrat Wilhelm Schneider (CSU) den Zuschuss der Stadt Schweinfurt auf die Stadt Haßfurt und den Landkreis Haßberge aufzuteilen, was für beide eine Erhöhung der Zahlungen auf 75 000 Euro jährlich bedeuten würde. Allerdings würden laut Landrat „Gespräche auf verschiedenen Ebenen“ auch über die von vielen geforderte Neuausrichtung und finanzielle Stabilisierung des Flugplatzes geführt.

„Grundsätzlich ist der Beschluss des Schweinfurter Stadtrates zu bedauern“, sagt Wilhelm Schneider. „Der Flugplatz Haßfurt ist eine wichtige Infrastruktureinrichtung für die gesamte Region Main-Rhön. Deshalb sollte es auch die Aufgabe aller Beteiligten sein, sich für den Erhalt dieser Einrichtung stark zu machen. Aktuell stecke man mitten in der Diskussion, um eine Lösung zu finden, so das Landratsamt. In der nächsten Sitzung des Kreistages und des Haßfurter Stadtrates soll der Punkt auf die Tagesordnung. Quelle: ‚Neue Presse‚.

Unfall bei der Landung

Der Unfall einer Cessna hat den Flugverkehr am Airport Hamburg vorübergehend komplett zum Erliegen gebracht. Ersten Informationen zufolge kam das Flugzeug bei der Landung von der Landebahn ab und liegt nun im Grünstreifen. Die zwei Insassen der Maschine wurden nicht verletzt. Seit 17.25 Uhr läuft der Betrieb wieder normal.

Nach dem Unfall durfte nicht einmal ein Hubschrauber der Polizei landen. Der Flugverkehr sollte laut Erstinformation der Pressesprecherin des Airports bis circa 18 Uhr gestoppt bleiben. Die Cessna, die von der Landebahn abkam, hatte ersten Informationen zufolge ein Problem mit dem Fahrwerk. Beide Insassen der Maschine sind aber unverletzt.

Die Cessna vom Typ 190D, deren Abflugort aktuell noch nicht bekannt ist, soll wohl öfter am Flughafen Hamburg zu Gast sein. Die Flughafenfeuerwehr hat das havarierte Flugzeug mittlerweile von der Landebahn entfernt. Dazu wurde ein Sattelauflieger verwendet. Gegen 17.25 Uhr wurde der Flugverkehr wieder aufgenommen. „Die Cessna lag direkt am Pistenkreuz“, erklärte die Sprecherin, warum Maschinen weder landen noch starten konnten. Wegen Verspätungen sollten sich Passagiere an die jeweilige Fluggesellschaft wenden. „Wir haben aber noch nicht das Flugaufkommen, das wir sonst hätten“, ergänzte sie. Wegen der Corona-Pandemie seien es derzeit etwa 15 000 Passagiere am Tag, sonst sind es etwa 50 000 an Ferientagen. Quelle: ‚focus.de‘.

Flughafen München: Langsamer Re-Start

Wer rastet, der rostet. Das gilt auf der Couch ebenso wie auf den Vorfeldern des Münchner Flughafen. Als die Corona-Pandemie den Luftverkehr fast vollständig zum Erliegen brachte, musste auch der Lufthansa-Konzern fast alle seiner 120 im Erdinger Moos stationierten Maschinen am Boden lassen, auch die der Töchter Eurowings und CityLine. Von den 80 Kranichen sind 24 noch im Nest. Auf Dauer tut ihnen das nicht gut. Deswegen müssen die Maschinen immer wieder überprüft werden, alle drei Monate steht ein Bewegungsflug an. Wir waren bei einem dabei. Andreas Jasper und Matthias Kirchgasser sind Piloten auf der A350, das neue Lufthansa-Flaggschiff, das deutlich leiser ist und viel weniger (Kerosin-)Durst hat. „Das ist unser Hochleistungssportler. Dem geht es wie einem echten Athleten. Wenn er nicht trainiert, gerät er aus der Form“, sagt der 49-Jährige schmunzelnd. „Normalerweise sind diese Flieger 16 Stunden am Tag im Einsatz. Deswegen war die Vorgabe des Herstellers, dass er spätestens nach drei Monaten Stillstand einen Bewegungsflug machen muss, bisher reine Theorie“, sagt Jasper. Seit Monaten ist es bittere Realität.

Gähnende Leere auch auf den Taxiways, den Betonpisten zur Startbahn. Es ist kurz nach 11 Uhr. „Normalerweise hätten wir jetzt Stau“, sagt Kirchgasser. Immerhin: Ehe es auf die Nordbahn geht, muss Jasper zwei landende Maschinen durchlassen. Es tut sich wieder ein bisschen was am Himmel über dem Erdinger Moos. Lufthansa-Sprecherin Bettina Rittberger verbreitet Optimismus: „Wir sind schon wieder bei 40 Prozent der Flugbewegungen vom Vorjahr.“ Quelle: ‚Merkur‚. Bild: Axel J. auf Flickr.

Mit der DG1000 nach Düsseldorf

Einmal mit der DG1000 nach Düsseldorf fliegen. Das wär’s ja, dachten sich einige Segelflieger vom Luftsportverein Grenzland e.V. Corona-bedingt ist der Verkehr auf NRWs betriebsamsten Airport nahezu gänzlich zum Erliegen gekommen. Was in kommerzieller Hinsicht eine Katastrophe für den Flughafen ist, ist für uns Luftsportler eine Chance, mal Dinge zu tun, die sonst nicht gehen. Mit der DG1000 nach Düsseldorf zum Beispiel.

Normalerweise ist der Einflug mit einem Segelflugzeug (zumal zur Landung) in die Lufträume rund um Düsseldorf kaum möglich. Zu viel Verkehr, zu hoch die Belastung der Lotsen, um ein Flugzeug hineinzulassen, dass vor allem seine Höhe und in der Konsequenz auch seinen Kurs nicht so halten kann, wie es für eine sichere Staffelung hilfreich wäre.

Des Einen Leid – des Anderen Freud. Ein Anruf bei den Lotsen in Düsseldorf brachte die Erkenntnis: ja, aus Sicht der Flugsicherung geht das. Auch die Verkehrsleiter des Flughafens zeigten sich äußerst kooperativ. Ein 30min Zeitfenster für Landung und Rückschlepp wurde uns zugestanden. Reicht locker für ne Landung, ein paar Selfies, nen Schnack mit den Flughafenleuten und den Rückstart. Bei normalem Verkehr wäre eine derart lange Blockade der Piste völlig undenkbar. Jetzt, in diesen verrückten Zeiten, kein Problem. Also: auf geht’s mit der DG1000 nach Düsseldorf. Wie die Geschichte weitergeht, lesen Sie auf der Webseite des LSV Grenzland.

Dübendorf: «unheimliche Stille»

Die Corona-Krise hat den Flugverkehr massiv ausgebremst. Geniessen die Menschen in den Gemeinden rund um den Flughafen Zürich nun eine himmlische Ruhe? So einfach ist es nicht, wie ein Besuch in Rümlang zeigt. Ob Restaurantbesuch oder Shopping: Die Lockerungsschritte vom 11. Mai haben vieles wieder möglich gemacht, aber eben: Ganz zurück im Alltag ist die Schweiz noch lange nicht. Das sieht man auch am Minimalbetrieb auf dem Flughafen Zürich. Oder besser, man hört es: Wenn die Flieger am Boden bleiben, wird es in den Gemeinden rund um den Flughafen plötzlich ungewohnt still. Zum Beispiel in Rümlang. In den ersten beiden Aprilwochen brach die Zahl der Flugbewegungen in Zürich um ganze 95 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, wie die Flughafenbetreiber festhalten. «Das fehlt tatsächlich», sagt Thomas Hardegger. Er war bis 2018 Rümlanger Gemeindepräsident und präsidiert den Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Zürich (SBFZ), der gegen «unzumutbaren Fluglärm» kämpft. In Jubel bricht er wegen der ungewohnten Stille aber nicht aus. Denn: «Bei der Fluglärmproblematik gibt es zwei Seiten.» Einerseits geniesse man die Ruhe, nun Gespräche auch im Freien ungestört führen zu können – bei Hochbetrieb dröhne immerhin alle zwei bis drei Minuten eine Maschine am Himmel, was in der Gemeinde zu Lärm von bis zu 100 Dezibel führe. Andererseits ist da die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens: Bei Hardegger, der bis 2019 für die SP im Nationalrat sass, kommen durchaus Erinnerungen an das Swissair-Grounding von 2002 hoch. «Auch da war es eher eine unheimliche Stille, weil man weiss, dass Tausende von Arbeitsplätzen am Flughafen und an angegliederten Branchen hängen.» Jeder im Dorf kenne jemanden, dessen Arbeitsplatz mit dem Airport verbunden sei, ob im Catering, bei der Flugzeugreinigung oder im Verkauf in den vielen Flugzeuggeschäften. «Man hat ja mit dem Flughafen leben gelernt.» Hardegger sagt, er sei kein Gegner des Fluglärms an sich. Er störe sich aber daran, wenn «die Regeln nicht eingehalten werden». Sprich: Wenn die Nachtflugsperre verletzt wird. Diese gilt eigentlich zwischen 23 Uhr und 6 Uhr, wobei verspätete Flieger noch bis 23:30 Uhr Zeit haben. Doch weil die Verstösse gegen diese Sperre sukzessive zugenommen hatten, beschloss das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) 2018, die Anzahl spätabendlicher Slots – also Zeitfenster für Starts und Landungen – zu begrenzen. Auch zog der SBFZ für höhere Lärmgebühren, die Airlines für laute Maschinen in den Randstunden bezahlen müssen, vor das Bundesverwaltungsgericht. Mit Erfolg – seit letztem Herbst gelten nun höhere Lärmzuschläge. Je nach Maschinentyp können dafür bis zu 3’000 Franken fällig werden, wie die Flughafen Zürich AG vorgerechnet hat. Hardegger zufolge habe das schon dazu geführt, dass seit September weniger Maschinen ab 23 Uhr gestartet seien. «Da hat eine gute Entwicklung eingesetzt», findet er – und er hofft, dass die Nachtruhe auch nach der Krise und der Normalisierung des Flugverkehrs stärker berücksichtigt werde. Quelle: ‚bluewin.ch‚. Bild: ‚2coinsTravel‘.

Cessna 172F: Sicherheitslandung in Mengen

Am Dienstagnachmittag, 12.Mai, musste eine Cessna Typ F172F auf dem Flugplatz in Mengen eine Sicherheitslandung wegen eines Öldruckabfalls durchführen. Wie die Polizei mitteilt, war das Flugzeug von Worms nach Friedrichshafen unterwegs, als der Pilot gegen 15 Uhr einen Ölverlust feststellte und sich deshalb mit dem Tower des Flughafens Mengen in Verbindung setzte. Die Besatzung landete gegen 15.30 Uhr störungsfrei auf dem Flugplatz Mengen. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse dürfte ein technischer Defekt am Motor ursächlich für den Ölverlust sein. Die Höhe des Sachschadens ist aktuell nicht bekannt. Quelle: ‚Schwäbische.de‚.

Air Ticino soll Flughafen Lugano retten

Das Tessin ist für Airlines ein hartes Pflaster. Nun arbeiten Investoren an der Lancierung einer neuen Fluggesellschaft. Sie soll die Sonnenstube mit dem Rest der Schweiz verbinden. Nach dem Niedergang der Airlines Darwin (2017) und Skywork (2018) hat kürzlich auch noch die Flughafenbetreiberin in Lugano Konkurs angemeldet. Nun gibt es aber neue Hoffnung. Eine Tessiner Gesellschaft hat die Marke «Air Ticino» eintragen lassen. Sie bestätigt der «Handelszeitung» konkrete Pläne für eine neue Fluggesellschaft. Der Markenzweck beinhaltet unter anderem Transport und «Geräte zur Fortbewegung zu Lande, in der Luft oder zu Wasser». Inhaberin ist die Firma Generalavia SA in Mendrisio TI. Ein Mitarbeiter der Gesellschaft bestätigt die Pläne. Sie umfassten ein Konzept für eine neue Fluggesellschaft und den gemeinsamen Betrieb der Tessiner Flugplätze. Die Pläne dürften sich verzögern. Wegen der Corona-Krise. Und weil sich die Betreibergesellschaft des Flughafens Lugano-Agno derzeit in einer ordentlichen Liquidation befindet. Quelle: ‚Blick‚.

Hochbetrieb auf Flugzeugfriedhof

Europas größter Flugzeugfriedhof im spanischen Teruel macht in der Coronakrise ein enormes Geschäft. Er ist so gut gebucht wie nie – auch dank eingemotteter Maschinen der Lufthansa. Es kommt nicht oft vor, dass ein Langstreckenflugzeug der Lufthansa auf einem spanischen Flughafen landet. Noch dazu auf einem ohne Passagierverkehr. Dieser Airport ist so etwas wie ein Flugzeug-Parkplatz in einer wüstenartigen Landschaft, so groß wie 140 Fußballfelder. „Wir sind hier in Teruel gelandet. Die Maschine geht hier in Storage, wir wissen nicht, ob sie zurückkommt oder nicht“, sagt Pilot Thomas Jahn im „Instagram“-Kanal der Lufthansa. In Teruel werden Flugzeuge entweder für einen gewissen Zeitraum zwischengeparkt oder die Airline hat die Maschinen abgeschrieben und sie dienen nur noch als Ersatzteillager. Die Lufthansa will all ihre Langstreckenflugzeuge vom Typ A340-600 hierher verlegen: Zehn werden zunächst nur abgestellt, sieben sollen die Flotte verlassen. Die Maschinen werden wegen des zusammengestrichenen Flugplans durch die Corona-Pandemie gerade nicht gebraucht. Während die klassischen Passagierflughäfen gerade kaum etwas zu tun haben, herrscht in Teruel Hochbetrieb. Der Flughafen gehört mit seinem Geschäftsmodell als Flugzeug-Abstellplatz zu den Gewinnern der Coronavirus-Krise. Auch wenn er für den Parkplatz an sich kein Geld kassiert. „Die Fluggesellschaften zahlen zunächst die Landegebühren“, erklärt Ibrahim. „Ein Unternehmen, das hier am Flughafen ansässig ist, kümmert sich dann um die regelmäßigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an den Flugzeugen. Denn die Maschinen sollen ja betriebsfähig gehalten werden, damit sie zu dem Zeitpunkt, zu dem sie wieder fliegen sollen, auch fliegen können.“ Quelle: ‚Tagesschau.de‚. Bild: ‚spainsnews.com‚.

Betreiberin des Flughafens Lugano-Agno zahlungsunfähig

Die Betreiberfirma des Flughafens Lugano-Agno (Lasa) geht in die ordentliche Liquidation. Der Flughafen selber soll jedoch nicht geschlossen werden, sondern wenn möglich in die private Hände übergehen. Damit steht der kommerzielle Flugbetrieb in Lugano vor dem Aus. Am Ende hat das Hoffen nichts gebracht: Die Betreiberfirma des Flughafens Lugano-Agno (Lasa) wirft das Handtuch und wird ein Konkursverfahren einleiten. Eigentlich hätte das Volk über die Zukunft des Flughafens entscheiden sollen, sagte Lasa-Vizepräsident Filippo Lombardi. Doch Ende März sei der «Zusammenbruch» gekommen. Die Coronakrise hätte alle Aktivitäten auf dem Flughafen unmöglich gemacht, hielt der ehemalige CVP-Ständerat fest. In dieser unsicheren Situation hätte man nicht noch länger nach finanzieller Unterstützung bitten wollen, fuhr Lombardi fort. «Stattdessen bevorzugen wir einen ordentlichen Übergang in eine neue Form.» Bis Ende Mai solle die «ordentliche Liquidation» der Beitreiberfirma Lasa vollzogen werden. Bis dann sollen auch die vollen Löhne ausbezahlt werden, versprach Borradori. Für einen möglichst grossen Teil der Lasa-Mitarbeiter wolle man eine Anschlusslösung finden, sagte Borradori. Es würden Gespräche geführt – auch mit der Stadt Lugano. Auf die Frage eines Journalisten, wie viel Geld für das Überleben des Flughafens nötig gewesen wäre, erklärte Borradori, dass Lasa Ende März von rund einer Million Franken ausgegangen sei. Dieser Betrag wäre nötig gewesen, um bis Ende Jahr liquide zu bleiben. Quelle: ‚Blick‚.

Bettlachstock als «Bermudadreieck»

Der Flughafen Grenchen ist seit fast neun Jahrzehnten auch ein Ort des Segelflugsports. Der nahe Jura erlaubt den Anschluss an die Thermik und ist ein Ausgangspunkt für lange Streckenflüge. Aber beim Flug entlang den Bergflanken muss man auf der Hut sein: In den 1960er- Jahren stürzten drei junge Piloten am Bettlachstock ab. Die Bäume zeigten sich bei allen als Lebensretter. Am 14. Mai 1961 flog der 19-jährige Pilot U. Z. aus Solothurn mit dem Segelflugzeug K-8 HB-621 der Segel- und Motorfluggruppe Grenchen am Bettlachstock und versuchte Höhe zu gewinnen. Die Schleicher K-8 war damals ein erfolgreiches Modell und wurde in der Regel noch während der Ausbildung als erstes einsitziges Flugzeug geflogen (siehe Zweitartikel). Der Elektromechaniker-Lehrling wollte an diesem Tag mit einem Flug ins Birrfeld (AG) die 50-km-Strecke für das sogenannte «Silber-C» absolvieren. Das ist die erste sportliche Auszeichnung nach der Brevetierung zum Segelflieger. Am Vortag hatte er einen fünf Stunden dauernden Flug durchgeführt, der ebenfalls Bedingung für diese Auszeichnung ist. Nach dem Klinken flog er rund sieben Minuten lang in den Achterschleifen am Bettlachstock mit leicht sinken­- der Tendenz. Im Unfallbericht heisst es, dass er dann in die Bäume des Bettlachstocks gestürzt sei, «nachdem er sich zweifellos zu nahe an den Hang gewagt hatte». Das Flugzeug blieb auf einer Höhe von 940 m ü. M. senkrecht in den Bäumen hängen. U. Z. kam mit einer Beule am Kopf davon. Zu Fuss und per Autostopp kehrte er zum Flugplatz zurück, wo er den Unfall dem Flugdienstleiter meldete. Das Flugzeug wurde wieder aufgebaut. Wie glimpflich die beiden anderen Unfälle ausgingen, finden Sie im Original-Bericht des Grenchner Tagblattes.

St.Gallen-Altenrhein: Betrieb fast eingestellt

In Folge der am 16. März 2020 vom Schweizer Bundesrat veröffentlichten COVID19-Verordnung-2, wurden die Schweizer Flughafenbetreiber vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) aufgefordert, Vereinsaktivitäten (Schulungen, Rundflüge etc.) einzustellen und sämtliche private, nicht zwingende Flüge auf ein Minimum zu reduzieren. Dadurch sah sich die Geschäftsleitung des Flughafen St.Gallen-Altenrhein gezwungen, den Betrieb erheblich einzuschränken. Der Airport St.Gallen-Altenrhein war seit 18. März 2020 für alle Flugzeuge und Helikopter mit einem maximalen Abfluggewicht unter drei Tonnen geschlossen. Flugzeuge und Helikopter mit einem maximalen Abfluggewicht über 3 Tonnen mussten seither angemeldet und bewilligt werden. Quelle: ‚airsportzentrale.de‚.

Piste und Luftraum frei für den Fotoflieger

Die Fliegerei ist fast stillgelegt, einerseits auf Grund fehlender Nachfrage und andererseits auf Grund der behördlichen Einschränkungen. Dennoch wird das Personal am Flughafen Grenchen nicht die Hände in den Schoss legen. Lediglich am Morgen und am Abend sollen bei den Öffnungszeiten bis auf weiteres die erste und die letzte Stunde gestrichen werden, wobei auf Voranmeldung der Flughafen auch dann geöffnet sein wird. Das erklärt Flughafendirektor Ernest Oggier auf Anfrage. Der Grund, die Öffnungszeiten im Tower aufrechtzuerhalten, liegt bei der Sicherheit. Grenchen müsse weiterhin als Ausweichflughafen für die umliegenden Flughäfen zur Verfügung stehen, sagt Oggier. «Was wir an Flugbewegungen noch haben, sind Rettungs- und Arbeitsflüge, letztere zum Beispiel für Holztransport, dazu Trainingsflüge der Armee. Schulungen seien nach dem zeitweiligen Verbot unter gewissen Auflagen seit dem letzten Freitag wieder erlaubt, führt Oggier aus. Darüber sei er froh, «denn so hat der eine oder andere Fluglehrer und -schüler trotz der Krise eine sinnvolle Beschäftigung». Letzte Woche hat es zudem eine Reihe von Repatriierungsflügen gegeben. Quelle: ‚Grenchner Tagblatt‚.

Als der Flugplatz Erbenheim noch eine Pferderennbahn war

Bevor der Flugplatz Erbenheim der US-Army gehörte, war er zuerst eine Pferderennbahn und dann ein Linienflughafen. Ein Blick in die Geschichte. Heute bekommen nur ausgewählte Wiesbadener Einblick in die Einrichtungen der US-Army in Wiesbaden. Betreten dürfen sie nur Personen, die einen entsprechenden Ausweis besitzen, oder einen Soldaten kennen. Lediglich zum Deutsch-Amerikanischen-Freundschaftsfest und zu anderen besonderen Anlässen öffnet die US-Garnison ihre Tore. Dann dürfen die Wiesbadener manchmal auch den umzäunten Flugplatz Erbenheim betreten. So exklusiv war der Zutritt auf den Flugplatz allerdings nicht schon immer. Denn bevor er 1945 an die US-Army überging, war er erst eine beliebte Pferderennbahn und dann ein ziviler Flughafen. Das Areal des heutigen Flugplatzes hat eine rund 113-jährige Geschichte. Sie begann 1907 als der Rennclub Wiesbaden das Gelände kaufte und daraus eine Pferderennbahn machte. Unter großem Interesse der Öffentlichkeit weihte der Rennclub die Bahn im Juli 1910 ein. Darauf folgten einige Jahre, in denen die Bahn zum echten Publikumsmagnet wurde. Im Frühjahr, Sommer und Herbst fanden dort dreitägige Veranstaltungen statt, die tausende Gäste nach Wiesbaden zogen. Auf den großen Tribünen mit über 2500 Sitzplätzen konnten die Gäste den Reitern zusehen, oder sich in das zugehörige Restaurant setzen, um Hunger und Durst zu stillen. Mit dem Start des Ersten Weltkriegs ging der Glanz des Pferderennens dann langsam verloren. Nach dem Konkurs des Rennclubs im Jahr 1922/23 verlor die Bahn an Bedeutung. 1927 übernahm die mittelrheinische Flughafen GmbH den Platz und machte aus ihm einen Zivilflugplatz. Dafür riss das Unternehmen die meisten Tribünen der Rennbahn ab. Eine große Tribüne blieb jedoch stehen, sodass der Platz auch nach dem Ende der Rennbahn noch ein beliebter Treffpunkt blieb. Seit seiner Eröffnung war er immer wieder Ort für rauschende Feste und Veranstaltungen, wurde aber auch von kleinen privaten Fluggesellschaften für Post- und Linienflüge genutzt. So konnte man beispielsweise von Wiesbaden über Mannheim und Karlsruhe nach Baden-Baden fliegen, oder über Köln und Düsseldorf nach Krefeld. Ein Flug nach Krefeld kostete 26 Reichsmark, nach Baden-Baden kam man für 20 Reichsmark und nach Mannheim kostete ein Linienflug sogar nur 9 Reichsmark. Sogar einen Shuttleservice ab der Wilhelmstraße und dem Hauptbahnhof Mainz gab es damals. Mit dem Nationalsozialismus endete dann allerdings langsam die zivile Nutzung des Flughafens. Adolf Hitler besuchte den Flugplatz 1932 im Rahmen seines Wahlkampfes; später wurde der Platz mehr und mehr zum Militärflughafen und wurde auch bombardiert. Im Zweiten Weltkrieg waren dort verschiedene Abteilungen der Luftwaffe stationiert. Erst letztes Jahr erinnerte die US-Army mit einer Luftshow und Musik an die Luftbrücke vor 70 Jahren. Dabei konnte jeder, der eine Eintrittskarte bekommen hatte, Flugzeuge des Typs „C-47 Skytrain“ auf dem Platz bestaunen, mit denen Berlin von der Luft aus versorgt worden war. Eine seltene Möglichkeit für alle Wiesbadener, einmal selbst auf dem geschichtsträchtigen Boden des Flugplatzes zu stehen. Quelle: ‚Merkurist.de‚.

Modellflieger kollidiert fast mit Passagierflugzeug

Gegen 11.30 Uhr meldete der Pilot des Passagierflugzeugs, welches mit 463 Stundenkilometern in circa 2700 Metern Höhe im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen war und aus Berlin kam, dass es beinahe einen Zusammenstoß mit dem Modellflugzeug gegeben hätte. „Normalerweise dürfen Drohnen oder andere Luftobjekte in Flughafennähe lediglich maximal 100 Meter hoch fliegen“, sagt Polizeisprecher Alexander Schlüter. Wie das Modellflugzeug eine solche Höhe erreichen konnte, ist noch unklar. Schlüter macht jedoch darauf aufmerksam, dass man bei der Höhe und der Geschwindigkeit des Passagierflugzeugs nicht genau feststellen könne, wie hoch das Modellflugzeug tatsächlich gewesen ist. Da sich das Flugzeug im Luftraum über Bad Soden-Salmünster befand, geht die Polizei davon aus, dass auch der Besitzer aus dem Bereich Bad Soden-Salmünster stammt. Quelle: ‚Fuldaer Zeitung‚. Bild: ‚Fraport‚.

So sah der Stuttgarter Flughafen einst aus

Bei unserer Zeitreise hebt das Stuttgart-Album heute ab: 1958 hat der Rundflug 15 D-Mark gekostet. Auf den Luftbildern sehen wir einen runden Eckensee. Über den Zaun des Flughafens hätte man leicht steigen und aufs Rollfeld gelangen können. 1958 ist das Jahr, in dem Bundespräsident Theodor Heuss den Neckarhafen in Wangen eröffnet, der Wagenburgtunnel, als Luftschutzraum konzipiert, für den Verkehr freigegeben wird und im Hauptbahnhof 120 italienische Maurer und Hilfskräfte als erste Gastarbeiter in Stuttgart eintreffen. Im Juni dieses Jahres gelingt zwei US-Düsenjetpiloten eine abenteuerliche Notlandung auf dem Stuttgarter Flughafen. Hätten sie ihre defekten Militärmaschinen mit dem Schleudersitz verlassen, wären diese wahrscheinlich im dicht besiedelten Stadtgebiet abgestürzt. OB Arnulf Klett lädt die beiden Soldaten in den Gemeinderat ein, um sich bei ihnen gebührend zu bedanken. Quelle: ‚Stuttgarter Nachrichten‚.

Ist der Freiburger Flugplatz noch zeitgemäß?

Eine knappe Mehrheit im Gemeinderat will über die Zukunft des Freiburger Flugplatzes diskutieren. Die dortige Flugschule betont indessen die überregionale Bedeutung des Fluggeländes. Ein Vierteljahrhundert nach dem Beschluss des Gemeinderats, den Flugplatz zu schließen, unternimmt eine knappe Mehrheit einen erneuten Versuch. Sie beauftragte die Stadtverwaltung in der Sitzung am Dienstag, die Kosten zu ermitteln, die bei einer Stilllegung im Jahr 2031 anfallen würden – dann laufen die Pachtverträge aus. „Für uns Grüne ist ein Flugplatz in der Stadt nicht mehr zeitgemäß“, sagte tags darauf Fraktionschefin Maria Viethen. „Es gibt keine Stadt in dieser Größenordnung, die keinen Flugplatz hat“, sagt Udo Harter, Inhaber einer Flugschule. Quelle: ‚Badische Zeitung‚.

Business-Jets in Dübendorf verbieten?

Entsteht in Dübendorf ein zweiter Zürcher Airport? Dieses Bild vermitteln die Gegner der Geschäftsfliegerei auf dem ehemaligen Militärflugplatz. Würde aus dem ehemaligen Militär- nun aber ein Business-Flugplatz, so die Logik, sei die Intensität ungleich höher und der Schritt vom Flugplatz zum Flughafen gemacht. Dieses Argument greift nun ein Parteiloser in einem Volksbegehren auf, der «Nur-ein-Flughafen»-Initiative. Als Einwohner von Wollishofen wäre Peter-Wolfgang von Matt, von Beruf Dolmetscher, nicht direkt von zusätzlichem Flugverkehr durch die Business-Jets betroffen. Er sagt, er beschäftige sich allgemein mit Fragen des öffentlichen Verkehrs. Das Dübendorfer Projekt sei ein «struktureller Irrläufer» und im «blinden Wachstums- und Technikglauben» der sechziger und siebziger Jahre verhaftet. Obendrein sei es unnötig, weil der Verkehr vollständig durch die bestehende Infrastruktur in Kloten absorbiert werden könne. Der Initiant plant, auf Parteien vor allem des linken Spektrums zuzugehen. Marionna Schlatter, Präsidentin der Grünen, sagt, sie begrüsse das Anliegen grundsätzlich, zumal sich ihre Partei seit Jahren gegen die Privatfliegerei in Dübendorf gewehrt habe. Quelle: ‚NZZ, Neue Zürcher Zeitung‚.

Magdeburg Cochstedt: Land & DLR investieren Millionen

Im vergangenen Sommer übernahm das Deutsche Luft- und Raumfahrzentrum (DLR) mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt den insolventen Flughafen Magdeburg Cochstedt. Dort entsteht ein nationales Erprobungszentrum für unbemannte Flugsysteme. Das DLR möchte Medienberichten zufolge spätestens im Mai 2021 den regulären Flugbetrieb am Standort wieder aufnehmen. Alleine bis zum kommenden Jahr wollen die Partner sechs Millionen Euro investieren, unter anderem in moderne Systeme für Kommunikation, Flugvermessung und Überwachung. Schon in den kommenden Tagen startet eine Versuchsreihe, die die Steuerung von Drohnen und Luftraumtaxis über Städten erprobt. Nach der Wiederaufnahme des Flugbetriebs im Jahr 2021 sollen weitere vier Millionen Euro in die Ausstattung des Standorts investiert werden. Quelle: ‚DAeC‚.

WEF: Hochbetrieb auf umliegenden Flughäfen

Zum Weltwirtschaftsforum in Davos wird es an Schweizer Flughäfen stets eng, ganz besonders, wenn Donald Trump kommt. Was landet da eigentlich alles? Während des World Economic Forum (WEF) in Davos vom 21. bis zum 24. Januar herrscht an drei Schweizer Flughäfen absoluter Hochbetrieb. So finden in Zürich und in St. Gallen-Altenrhein am Bodensee Hunderte Flugbewegungen von Geschäftsreiseflugzeugen sowie Regierungsjets aus der ganzen Welt zusätzlich zum Normalbetrieb statt. Dann wird sogar der Abstellplatz für die Maschinen knapp. Deshalb dient der Militärflugplatz Dübendorf eine Woche lang als Entlastung des Flughafens Zürich. Dort parkieren mehrere Dutzend Businessjets. Am Flughafen St. Gallen-Altenrhein werden während des Davoser Treffens sogar rund zehn Prozent des gesamten Airport-Jahresumsatzes in nur einer Woche erwirtschaftet. Geschäftsreiseflugzeuge oder Regierungsjets bringen Politiker, Unternehmer oder internationale Stars zum Weltwirtschaftsforum in Davos. Dabei kommen die unterschiedlichsten Maschinen zum Einsatz. So gibt es die Kategorien Very Light, Light, Midsize, Longrange und eine Super-Luxusklasse. Produziert werden diese Maschinen in den USA, Kanada, Frankreich, Brasilien und seit kurzem auch in der Schweiz. Im Einsteigersegment der Light-Jets sind vor allem der amerikanische Hersteller Cessna, die brasilianischen Embraer-Modelle und die neuen Herausforderer Honda-Jet aus den USA sowie die Schweizer Pilatus PC-24 erfolgreich. Der Grundpreis beginnt hier bei etwa 7 Millionen Dollar für die Einstiegsmodelle wie etwa die Cessna Citation M2 oder die Embraer Phenom 100. Für diese Flugzeuge mit 5 bis 8 Passagiersitzen ist lediglich ein Pilot vorgeschrieben. Quelle: ‚NZZ, Neue Zürcher Zeitung‚.

Memmingen: Rekorde

Der Allgäu Airport wächst; in seiner Jahresbilanz 2019 vermeldet der Flughafen Rekordwerte: Demnach verzeichnete der Airport trotz der zweiwöchigen Schließung wegen Bauarbeiten an der Start- und Landebahn im September 1,72 Millionen Fluggäste, ein Zuwachs von 15,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Acht Fluggesellschaften boten 2019 insgesamt 52 Flugziele in Europa, Asien und Nordafrika an. Der Flughafen sei als wichtiger Bestandteil der Verkehrsinfrastruktur nicht mehr wegzudenken, sagte Airport-Geschäftsführer Ralf Schmid. Für das Geschäftsjahr 2020 peilt er die Zwei-Millionen-Grenze bei den Passagieren an – weshalb der Flughafen wachsen soll: Bald beginnen die Erweiterung der Gepäckhalle und der weitere Ausbau des Instrumentenlandesystems. 55 Destinationen stehen 2020 auf dem Flugplan. Neu dabei von 30. März an ist Gyumri in Armenien. Ebenfalls neu sind Verbindungen nach Rhodos und Heraklion auf Kreta. Quelle: ‚Süddeutsche Zeitung‚.

Bern: Segelflieger beharren auf Beschwerde

Nun ist nur noch eine Beschwerde gegen den Südanflug auf den Flughafen Bern hängig. Jetzt ist das Bundesgericht am Zug. Von den ursprünglich ein Dutzend Gegnern des Südanflugs auf den Flughafen Bern hat lediglich die Segelfluggruppe Bern eine Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Zwischenverfügung des Bundesgerichts hervor. Die Gemeinden Münsingen und Kiesen sowie weitere Parteien, die mit ihrer Beschwerde gegen das neue Betriebsreglement abgeblitzt waren, haben auf einen Weiterzug verzichtet. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) genehmigte das Reglement im Januar 2018. In der Sache selbst muss das Bundesgericht noch entscheiden. Wann das Urteil gefällt wird, ist nicht bekannt. Quelle: ‚Der Bund‚.

Mit kleinen Fliegern an große Flughäfen

Einmal in Frankfurt oder Heathrow landen und zwischen großen Jets rollen. Das ist der Traum vieler Privatpiloten. Ist das möglich? Wenn wir als Gäste am Flughafen sitzen und aus den großen Glasfenstern schauen, sehen wir eher einen Airbus A380 als eine kleine Cessna 172. Tatsächlich ist die Entdeckung eines kleinen Privatflugzeuges an großen Airports aber realistischer, als wir denken. Doch wer als Privatpilot an einem Drehkreuz landen will, für den gibt es einen Haken: die Kosten. Es gibt durchaus einige größere Flughäfen, wo es nicht nur Spaß macht, zu landen, sondern auch Sinn – etwa weil es einen schnellen Anschluss an die Stadt gibt. Der Stuttgarter Flughafen ist einer davon, aber auch Friedrichshafen, Kassel oder Sylt sind sehr spannend. Betrachtet man die durchschnittliche Landegebühr von rund 10 bis 50 Euro für eine typische Cessna 172, so ist es auch erschwinglich. Dann gibt es aber auch Flughäfen wie Frankfurt. Manch ein Pilot träumt davon. Es ist tatsächlich eine einmalige Erfahrung, zwischen den riesigen Maschinen zu rollen und sich fast ebenbürtig zu fühlen. Aber lohnen sich dafür Kosten im oberen, dreistelligen Euro-Bereich? Diese Frage muss jeder Pilot für sich selber beantworten. Eines ist sicher: möglich ist es. Möchte man die Erfahrung machen, aber nicht ganz so viel ausgeben, so lohnen sich eher kleinere, aber dennoch internationale Flughäfen wie Düsseldorf, Köln oder Berlin-Tegel. Und wer die Kosten scheut: warum den Flughafen anfliegen, wenn man auch einfach über ihn hinweg fliegen kann? Das sogenannte Midfield Crossing, wie der Name schon sagt, ist eine Praxis, die viele Piloten nutzen, um sich das Leben eines Flughafens mal von oben anzusehen. Hier wird ein Überflug in sicherer Höhe quer über den Platz durchgeführt. Aber Achtung: auch das ist nicht einfach so möglich. Solch ein Überfliegen muss in jedem Fall vom Kontrollturm genehmigt werden. Oft passiert es, dass die Anfrage abgelehnt wird. Manchmal ist eben einfach zu viel los. Das muss man akzeptieren und damit leben. Wo dieses Crossing am meisten Spaß macht? In London-Heathrow. Je nach Tageszeit erlauben die Lotsen einem hier den Überflug am Anfang der Piste 27L im Osten. Eine geniale und zugleich einmalige Erfahrung. Quelle: ‚aerotelegraph.com‚.

Mit Rückenwind ins neue Jahr

Während die Zukunft des Flugplatzes Neumarkt wegen des auslaufenden Pachtvertrages ungewiss ist, erlebt die Flugsportvereinigung einen regelrechten Boom beim Publikum. Klar seien sie bestrebt, dass es eine Verlängerung des Pachtvertrages gebe, sagt der Vorsitzende der Flugsportvereinigung, Klaus Weiß. Denn der Flughafen brummt. Auch am Sonntag: Die Flieger hatten zu einem letzten öffentlichen Flugtag in diesem Jahr geladen, und die Neumarkter standen vor dem Tower Schlange. Der Pachtvertrag für den Flugplatz läuft am 31. Dezember 2020 aus. Wie es dann weiter geht? Derzeit offen, sagte Weiß, der sich nur ein bisschen in die Karten schauen ließ: Man stehe in Kontakt zum Beispiel mit den Berchingern, wo es ein derzeit ruhendes Flugfeld gebe. Aber, sagte Weiß auch: Eine Kommune von der Größe Neumarkts sollte einen Flugplatz wie den an der Nürnberger Straße nicht aufgeben. Er werde gebraucht, es gebe Geschäftskunden Neumarkter Firmen, die hier landeten. Einen Platz wie diesen bekomme man heute nirgendwo mehr genehmigt, sagte er. Und: Der Flugplatz brauche nicht das ganze Areal, sondern nur einen Bruchteil davon. „Und Neumarkt braucht eine Frischluftschneise“, sagte er und verwies auf die immer dichter werdende Bebauung in der Innenstadt. Quelle: ‚Nordbayern.de‚.

Drohnen-Abwehrsystem für Flughäfen

Am Hamburger Flughafen will das Verkehrsministerium ein Abwehrsystem testen, um Drohnenangriffe zu vermeiden. An dem Projekt ist auch die Lufthansa beteiligt. Das Bundesverkehrsministerium will einem Zeitungsbericht zufolge deutsche Flughäfen besser vor illegalen Drohnen schützen. Als Modellprojekt soll der Hamburger Flughafen dienen. Es soll getestet werden, wie in den Luftraum eindringende Drohnen aufgespürt, identifiziert und notfalls abgefangen werden können, damit der Flugverkehr nicht gestört werde. Das Abwehrsystem mit dem Namen „Falke“ werde vom Verkehrsministerium mit 2,1 Millionen Euro gefördert. Mit die Erfahrungen am Hamburger Flughafen soll ein Gesamtkonzept zur Abwehr illegaler Drohen entwickelt werden: Wer ist verantwortlich für das Entdecken von Drohnen, wer entscheidet im Fall eines Eindringens in den Luftraum wann und ob diese abgeschossen wird oder nicht? Diese Entscheidungsabläufe sollen standardisiert werden, damit das Konzept als Blaupause auch für andere Flughäfen dienen kann. Quelle: ‚Handelsblatt‚.

BER soll am 31. Oktober 2020 öffnen

Die Betreiber des BER trauen sich mit einem neuen Eröffnungstermin an die Öffentlichkeit: Am 31. Oktober 2020 soll der neue Hauptstadtflughafen in Betrieb gehen. Angesichts jahrelanger Verzögerung und mehrerer geplatzter Termine bleiben viele skeptisch. Es ist der letzte mögliche Tag innerhalb eines selbst gesteckten Zeitraums: Am 31. Oktober des kommenden Jahres soll der Hauptstadtflughafen BER eröffnen, verkündeten die Betreiber am Freitag. Sollten sie den Termin diesmal halten können, ginge der Flughafen mit rund neun Jahren Verspätung, mehr als verdreifachten Kosten und nach diversen geplatzten Terminen an einem Samstag ans Netz. Dass es im Oktober des kommenden Jahres endlich soweit sein soll, war schon länger bekannt. Der genaue Tag hingegen war bis zuletzt ein gut gehütetes Geheimnis. Rund eine Woche vorher enden in Berlin die Herbstferien. Laut dem BER-Chef bedeutet das für den geplanten Tag der Eröffnung rund ein Drittel weniger Fluggäste als während der Ferien oder im Sommer. „Dadurch war es schon naheliegend, dass wir ans Ende Oktober gehen.“ Quelle: ‚RP-online.de‚.

Flughafen Innsbruck plant Öko-Gebühr für Landungen

Die in der vergangenen Woche kolportierte Schließung des Innsbrucker Flughafens ist offenbar vom Tisch. Bürgermeister Georg Willi (Grüne) arbeitet sich aber nach wie vor am Airport ab, den die Stadt gemeinsam mit dem Land besitzt. „Ich werde als Vertreter des Anteils der Stadt eine Ökologisierung der Landegebühren vorantreiben. In Zeiten des Klimawandels ist das ein Gebot der Stunde“, bestätigt Willi gegenüber dem KURIER einen entsprechenden Bericht der Tiroler Tageszeitung. Obwohl die Pläne noch keine drei Tage alt sind, scheint eine relativ rasche Umsetzung möglich. „Wir sehen das konstruktiv. Wir haben vor 15 Jahren lärmabhängige Landegebühren eingeführt. Es gibt Möglichkeiten, hier weitere Anreize zu schaffen“, sagt Flughafen-Chef Marco Pernetta im KURIER-Gespräch. Eine Adaptierung der Landegebühren müsse vom Verkehrsministerium als oberster Luftfahrtbehörde abgesegnet werden. Für das kommende Jahr geht sich das aufgrund des Fristenlaufs nicht mehr aus. Für 2021 wäre es aber möglich, erklärt Pernetta. Wie die Ökologisierung im Detail aussehen könnte, ist noch völlig offen. Dazu sollen nun Erfahrungen von anderen Flughäfen eingeholt werden. Laut Pernetta werde es wohl auf eine aufkommensneutrale Gebühr hinauslaufen. Das heißt, umweltfreundlichere Flugzeuge würden belohnt, umweltschädlichere bestraft. Das Gesamtaufkommen der Gebühr bliebe gleich. „Das müssen wir aber erst mit der Behörde klären“, sagt Pernetta. Eine ganz konkrete Möglichkeit wäre, Fluglinien zu belohnen, die verstärkt Bio-Treibstoffe einsetzen. Laut dem Flughafen-Chef machte man sich damit bei den Fluglinien nicht unbedingt Feinde. „Es gibt in der Branche große Anstrengungen zur Treibstoffreduktion. Wir haben fortschrittliche Airline-Kunden. Damit haben wir keine Probleme“, sagt er. Vorreiter im deutschsprachigen Raum ist der Flughafen Stuttgart, der seit Anfang Juli Fluglinien mit alternativen Kraftstoffen bei den Landegebühren belohnt. Bestraft werden dagegen ältere Flugzeuge. So verteuert sich die Landung in Stuttgart für eine Boeing 747 beispielsweise von 1.400 auf 9.000 Euro. Flugzeuge mit Elektro-Antrieb dürfen dagegen überhaupt gratis landen. Hintergrund der Stuttgarter Reform ist ebenfalls der Wunsch nach einer Lärmreduktion. Quelle: ‚kurier.at‚.