Archiv der Kategorie: Segelflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten der Ereignisse im Segelflug.

Geht doch! Rund um den Genfer See.

Bericht von Aurélien Berner.
Aus dem Französischen übersetzt von Ernst Willi.

Ich hatte schon ein oder zwei Saisons über die Idee für nachgedacht um den Genfer See herumfliegen. Wenn man den erfahrenen Piloten zuhört, ist diese See-Umrundung schwierig, denn es gibt verschiedene Faktoren, die stimmen müssen: Man braucht gutes Wetter, sowohl im Jura als auch in den Alpen, es darf in Chambéry keine Inversion haben, man braucht eine vernünftige Basis-Höhe usw. Nachdem ich den Bericht von Roland Burgermeister gelesen hatte, die unter dem Titel „Vom Jura zu den Alpen“ veröffentlicht wurde und den Weg westlich der Genfer TMA in die Alpen erklärt, wollte ich es ebenfalls versuchen.

Wichtige Vorbereitung

Freitag 7. Juni 2019, TopTherm prognostiziert bei überwiegender Blauthermik gutes Wetter sowohl im Jura als auch in den Alpen. Ich benutze Roland Burgermeisters Artikel, die ICAO-Karte, die Segelflugkarte und jene der TMA Genf, um meine Route vorzubereiten. Allen, die diese Tour um den Genfersee machen wollen, empfehle ich, den Flug gut vorzubereiten, um die verschiedenen Höhen der TMA zu verstehen, damit man nicht an die falschen Stellen fliegt, zumal die Untergrenzen der kontrollierten Lufträume wirklich niedrig sind. Ausserdem kann man sich bei guter Vorbereitung auf das Fliegen und nicht auf Karten konzentrieren.

Platt am Start

Am Folgetag, Samstag, 8. Juni 2019, gehe ich auf den Flugplatz, um JG, die LS8, HB-3288, mit 60 Liter Wasser in den Flächen vorzubereiten. Am Start merke ich, dass das Rad zu wenig Luft hat. Das wird wohl nichts mit dem geplanten Start – der Reifen ist platt! Das fängt ja gut an. Mit tatkräftiger Hilfe von Patrick Mégard und weiterer Helfer demontieren wir die Flügel und kippen den Rumpf einfach zur Seite, um den Reifen zu wechseln.

Viel zu spät!

Mit dem ‘Messer zwischen den Zähnen’ kann ich schließlich um 13:30 Uhr – viel zu spät – starten, wegen der fehlenden Zeit zum Wieder-Auffüllen ohne Wasser. Um mir eine Atempause zu verschaffen, schleppe ich zum Mont-Tendre auf 2’000 m.ü.M. und winde die erste Thermik bis auf 2’300 m.ü.M. aus und drehe die Nase südwärts. Nachher gleite ich direkt in den Norden von Bellegarde (markantes Jura-Ende)

Unter der TMA Genf abgleiten bis auf 1’300 m.ü.M.

Dort stehen mir nach Rolands Artikel zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Erstens, die TMA von Genf zu umfliegen, um auf 2’000 m.ü.M. bleiben zu können oder direkt südwärts nach Seyssel abzuküren, aber gleichzeitig auf 1’700 m.ü.M. abzusteigen. Ohne klare Markierungen am Himmel drücke ich den Knüppel nach vorn in Richtung der alternativen Route zum ‘Grand Colombier’, wo ich auf noch 1’300 m.ü.M. eintreffe. Am Ende des kontrollierten Luftraumes nutze ich eine erste Thermik, um wieder auf 2’100 m.ü.M. zu steigen. Das verschafft zwar etwas Luft – aber es ist noch ein langer Weg.

Der Karthäuser-Berg hilft

Der nächste Halt ist der ‘Dent du Chat’, wo ich im Hangflug über den Grat klettern kann, um den Anschluss an die ‘Chartreuse’ zu finden. Ich taste mich vorsichtig dem besonnten und im Wind stehenden Hang entlang. In den Schluchten nordwestlich des ‘Mont Granier’ schaffe ich es, gerade hoch genug zu klettern, um die ‘Chartreuse’ zu erreichen. Ich mache südlich davon eine Wende und entscheide mich, zurück zu fliegen.

Der (tiefen-entspannte) Autor Aurélien Berner an der Regionalmeisterschaft in Sion.

Das ‘Massif des Bauges’ und die ‘Chaîne des Aravis’ funktionieren trotz Blau-Thermik gut. Hier ist die Lage übersichtlicher. Ich ziehe zum Grat und sobald ich steigen kann, drehe ich in den Aufwind ein. Diese Formel funktioniert bis zum ‘Tête du Colonney’ gut.

Knapper Endanflug

Danach habe ich Mühe, Aufwinde zu finden und zögere. Um das ‘Loch von Bex’ zu meiden, das mir beim letzten Versuch Probleme machte, wähle ich eine Route via Morzine-Avoriaz bis zum Südostende des Genfersees, was den Vorteil hat, in der Region der ‘Rochers de Naye’ das Rhonetal einfach queren zu können. Meine gewählte Strecke läuft nicht so gut, schnell bin ich gezwungen, meine Taktik auf das Aussenlandefeld in ‚Taninges‘ auszurichten.

Dank der Finesse der LS8 komme ich gerade hoch genug, um den ‚Col de Cou‚ zu überqueren, und erleichtert finde ich mich in einem 3 m/sec.-Aufwind, der zweifellos auf mich wartete, damit ich diesen Flug stilvoll beenden kann.

Eine Verlängerung durch die Voralpen drängt sich nicht auf und ich nehme Kurs auf den Flugplatz Montricher und melde mich letztlich tief in der ‘Base der Biste 21, ohne das Gelände überhaupt zu sehen.

Vorbereitung macht sich bezahlt

Das war ein schöner Flug – er ist eigentlich nicht besonders schwierig, aber er braucht eine gute Vorbereitung in Navigation und immer ausreichende Höhe, weil man sich häufig nicht sehr hoch unter der TMA von Genf befindet, wo die grossen Flugzeuge knapp über dem Kopf vorbeifliegen. Dieser Flug kann vernünftig durchgeführt werden, wenn ständig im ‘Trichter’ zu einem Flugplatz oder Aussenlandefeld bleibt und den Willen und Mut hat, den geliebten, sicheren Jura zu verlassen.

OLC-Flugdetails.

Artikel von Roland Burgermeister im ‚Feuille Volante‘

Verzeichnis der Segelflug-Unfälle

(Unvollständige) Übersicht von Vorkommnissen im Segelflug der vergangenen Wochen mit nicht immer glimpflichem Ausgang – fliegen Sie bitte vorsichtig – und passen Sie bei jedem Flug von Neuem auf sich auf…

DatumFlugzeugtypOrt
2019_08_25Glaser-Dirks DG-300 ElanWilkeson, WA (USA)
2019_08_17Schleicher ASK 13Borkenberge
2019_08_14Schweizer SGS 2-33APicton Airport (CA)
2019_08_11Scheibe SF 25C-TL Rotax-FalkeFüssen
2019_08_11LAK-17B-FESGarray (ES)
2019_08_11Schleicher ASW 19BHavlíckuv Brod
2019_08_10Ventus 2cxMMonte Vettore, Rieti
2019_08_07'Glider'Cross Fell, Kirkland, Cumbria (UK)
2019_08_06Jonkers JS1-C-21 RevelationUvalde, TX (USA)
2019_08_02Schempp-Hirth Janus BLa Vachette
2019_07_30Arcus MSisteron
2019_07_28Schleicher ASK 21Bad Gandersheim
2019_07_28Discus bTølløse Airfield
2019_07_26Standard Cirrus 75Gwernesney, Monmouthshire
2019_07_26Schleicher ASK 21Black Diamond, AB
2019_07_23SZD-50-3 PuchaczPiotrków Trybunalski Airfield
2019_07_21Grob G102 Astir CSLüneburg
2019_07_21Antares 20EaBlayeul, Haute-Provence
2019_07_20HK-36R Super DimonaWasserkuppe
2019_07_19ASG-32MiComo, Alzate Brianza
2019_07_18SZD-30 PiratPalikije, Lublin
2019_07_18Jantar Standard 3Leszno-Strzyżewice
2019_07_17Phoebus B-1Alvord Desert, OR
2019_07_16LS8-18Cheval-Blanc
2019_07_15Schleicher ASK 13Labécède, Lauragai
2019_07_07Standard CirrusSaint Aubin
2019_07_06IAR IS-29D2Sanpetru Airfield , Brasov
2019_07_06Grob G103 Twin AstirRankin County
2019_07_04Schleicher ASW 19Thaleralm, Brandenberg
2019_07_04Schleicher ASW 19Thaleralm, Brandenberg
2019_07_02Schleicher ASW 20LBad Belzig, Lüsse
2019_07_01Schempp-Hirth Arcus MNephi Municipal Airport, UT
2019_06_30Rolladen-Schneider LS4-aMoriarty, NM
2019_06_23Schleicher ASG-32Arbaz, VS
2019_06_21Grob G103C Twin III AcroHetzleser Berg
2019_06_20Glaser-Dirks DG-300WLWaldleiningen
2019_06_16Ventus 3TBeuren / Hahnweide
2019_06_15Grob AstirKrefeld-Egelsberg
2019_06_15SZD-48-1 Jantar Standard 2Ostrów Airport
2019_06_13Schleicher ASK-21Schliersee, Valepp
2019_06_03SZD-48-3 Jantar Standard 3Bojanowo, Polen
2019_06_02GliderSchmoldow
2019_06_01Grob G103, Twin AstirCentre de Vol à Voile Lyonnais (CVVL)

Regionalflugplatz Samedan wird modernisiert

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 13. September 2019 das Objektblatt des Sachplans Infrastruktur Luftfahrt (SIL) für den Regionalflugplatz Samedan verabschiedet. Damit wird das Objektblatt von 2002 ersetzt und der raumplanerische Rahmen für die langfristige Entwicklung des Flugplatzes festgelegt. In einem ersten Schritt ist die Einführung eines Flugbetriebs nach Instrumenten-Flugregeln (IFR) vorgesehen. Die dazu notwendige Anpassung des Betriebsreglements soll in den nächsten Tagen vom BAZL genehmigt werden. Der Flugplatz sollt modernisiert und damit die Erreichbarkeit des Oberengadins sowohl als Tourismusdestination als auch als Wohn- und Arbeitsort verbessert werden. Die in die Jahre gekommene Infrastruktur, die noch aus der Armeezeit stammt, sowie diverse Provisorien sollen ersetzt und erweitert werden. Ausserdem gilt es, die Anlagen für den Flächenflug- und den Helikopterbetrieb voneinander zu trennen. In einem ersten Schritt ist geplant, auf die Wintersaison 2019/2020 einen Flugbetrieb nach Instrumenten-Flugregeln (IFR) einzuführen. Voraussetzung dazu ist die Anpassung des Betriebsreglements. Quelle: ‚BAZL‚.

Digitale Plattform für Luftfahrtdaten

Der Schweizer Bundesrat hat beschlossen, eine neue Stelle mit Aufbau und Betrieb einer internetbasierten Plattform für die Sammlung der Luftfahrtdaten zu schaffen und die dafür nötigen Gelder zu sprechen. Die neue Plattform dient dazu, die Datenqualität zu verbessern. Gute Luftfahrtdaten sind für die Sicherheit der zivilen und militärischen Luftfahrt essentiell. Bei den Luftfahrtdaten handelt es sich um Geoinformationsdaten, die zum Beispiel für die Erstellung von Luftfahrtkarten notwendig sind und in Cockpitsysteme einfliessen. Sie geben Auskunft über die Struktur von Lufträumen, kennzeichnen Luftfahrthindernisse und werden für die Ausarbeitung von Flugverfahren benötigt. In der Schweiz werden diese Daten heute über diverse analoge Prozesse und Medien gesammelt und bei der Flugsicherung Skyguide und dem BAZL digitalisiert. Da immer mehr Luftfahrdaten in Cockpitsystemen direkt genutzt werden, steigen die Anforderungen an deren Qualität. Daher ist es sinnvoll, die Prozesse zur Sammlung und Anlieferung dieser Daten an die Flugsicherung Skyguide zu verbessern. Quelle: ‚BAZL‚.

Segelfliegertage, Segelflug-Konferenz

Daten und Veranstaltungsorte der Segelfliegertage und der Segelflugkonferenz in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Herbst 2019:

Österreichischen Segelfliegertag
Samstag, 19. Oktober,Wien 22., Bernoullistrasse 1, Veranstaltungszentrum Donaustadt.

Deutscher Segelfliegertag
Samstag, 2. November, Freudenstadt, Kurhaus.

Schweizer Segelflug-Konferenz
Samstag, 16. November, Mehrzweckhalle ‚Serafin‘, Baslerstrasse 5, 4242 Laufen BL

Hahnweide: Nostalgie über den Wolken

Die offizielle Eröffnung erfolgte traditionell mit dem Segelflugzeug Slingsby und Trompetenklängen. Dazu hatte Wolfgang Kizler mit seinem Signalhorn im Segler Platz genommen. „Die Musik kommt allerdings vom Band“, gestand der fliegende Trompeter. „Aus 500 Metern Höhe hört mich ja sonst keiner“, fügt der Musiker mit einem Augenzwinkern dazu. Im Anschluss wurde es laut und spannend. Als erstes zog Walter Eichhorn mit seiner North America T-6 seine Bahnen durch die Lüfte, gefolgt von weiteren waghalsigen Loopings, die das Publikum begeisterten. Eine weitere Besonderheit folgte. Die Dreierformation der Minimoa. Dieses Segelflugzeug aus dem Hause Schempp-Hirth ist mittlerweile zur Rarität geworden, und weltweit gibt es nur noch einige wenige dieser Segler. Umso mehr freuten sich die Flug-Fans, dass sich am Freitag gleich drei dieser Exemplare am Himmel zeigten. Thomas Bader zeigte auf der Extra 330 SC – ein Kunstflugzeug -, was die Freiheit über den Wolken wohl ausmacht. Mit seiner Freestyle Show begeisterte er genauso wie der Kunstflug der Zlin 526. Im Laufe des Tages füllten sich nicht nur die Parkplätze rund um die Hahnweide, auch auf dem Gelände begann es langsam eng zu werden. Die Zuschauer wurden aber mit der Ankunft weiterer Raritäten belohnt. Von den US-Streitkräften kam der einstige Jagdbomber P40, und aus Russland flog die YAK11, ein Jagdflugzeug des Warschauer Pakts, ein. Quelle: ‚Teckbote‚.

Kostenloser Flugschein für Auszubildende

Müller Präzisionswerkzeuge lockt Auszubildende mit der Möglichkeit, kostenlos einen Segelflugschein zu machen. Das Unternehmen übernimmt alle Kosten, die mit dem Erwerb des Flugscheins entstehen. Neben den Kosten für den Flugschein trägt Müller Präzisionswerkzeuge zusätzlich auch die Kosten eines Jahresbeitrags für den Aero-Club Idar-Oberstein. „Mit unseren ungewöhnlichen Maßnahmen möchten wir die Attraktivität unseres Ausbildungsprogramms weiter steigern“, so Müller-Präzisionswerkzeuge-Geschäftsführer Mathias Schmidt, der selbst begeisterter Hobby-Pilot ist. „Gleichzeitig freue ich mich, die Faszination Fliegen an unsere jungen Mitarbeiter weitergeben zu können.“ Und auch zu den Aufgaben bei Müller Präzisionswerkzeuge bestehe ein direkter Bezug. „Fliegen hat sehr viel mit technischem Verständnis und konstruktiven Fähigkeiten zu tun“, so Schmidt weiter. „Unsere Mitarbeiter konstruieren und produzieren Hochleistungswerkzeuge, die unter anderem in der Luftfahrttechnik und im Flugzeugbau eingesetzt werden. Neben Automobilherstellern und -zulieferern haben wir viele Kunden aus der zukunftsträchtigen Aerospace-Branche.“ Darüber hinaus zahlt Müller Präzisionswerkzeuge Auszubildenden bereits im 1. Ausbildungsjahr 1080 Euro monatlich und damit mehrere hundert Euro mehr als tariflich vorgesehen. Daneben bietet das Unternehmen unter 18-Jährigen einen kostenlosen Azubi-Shuttle für den täglichen Weg zur Arbeit. Hinzu kommen Prämien bei guten schulischen Leistungen, Fahrgeldzuschuss und Nebenkostenerstattung sowie verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens. Der Mittelständler verspricht auch eine Übernahmegarantie bei guten Leistungen. Quelle: ‚Maschinen-Markt‚.

Oldtimer über dem Blumberger Ried

Ein prächtiges Bild gaben die Oldtimer-Motorsegelflieger aus der Schweiz am Wochenende in Blumberg ab, als die Piloten ihre Flugzeuge in jeweils Dreier und Viererformation den Blumberger Flugplatz anflogen. Zuvor zeigten sie sich über der Kernstadt, Zollhaus und Randen. Auf dem Fluggelände am Ried wurden die Piloten der zwölf zum Teil mehr als 70 Jahre alten Oldtimer-Flugzeuge mit ihren Präsidenten und einigen Angehörigen von Mitgliedern des Blumberger Luftsportvereins gebührend empfangen. Die Oldtimerfreunde aus den Schweizer Luftsportvereinen „Vetecano“ und „Albatros“ Birrfeld im Kanton Aargau, befanden sich auf Deutschlandtour und statteten den Blumberger Freunden einen Besuch ab. Bei der Landung und am späten Nachmittag beim Abflug zogen die Piloten der Oldtimer-Luftfahrzeuge in Formation an den Gastgebern um Kassierer Jürg Eichenberger vorbei. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

FES-Segelflugzeug LS8e zu Testflügen in der Schweiz

Von Donnerstag, 3. bis Sonntag. 6. Oktober 2019 wird Holger Back, Geschäftsführer von DG Flugzeugbau in Bruchsal, mit der LS8e die Schweiz besuchen. U.a. sind auch Testflüge ab dem Flugplatz Schänis südlich von Zürich geplant. Aktuell steht der (wetterabhängige) ‚Tourneeplan‘ noch nicht bis ins Detail, wir informieren Sie aber frühzeitig über die Flugdaten und -Orte, wenn Sie sich per eMail als InteressentIn für die Schweizer Testflüge anmelden. Anmeldungen bitte per eMail an ‚cinque [a] flieger.news‘.

Weitere Informationen zum Flugzeug.

Doch kein ‚English only‘ in der Schweiz?

Freizeitpilotinnen und Piloten sollen im Schweizer Luftraum auch in der ortsüblichen Landessprache funken dürfen. Das hat der Nationalrat beschlossen. Damit sollen etwa Segelflieger, die nur auf Sicht fliegen und auf einem Regionalflughafen landen, von der Englisch-Pflicht entbunden werden. Seit Juni dieses Jahres gilt in der Schweiz die Englischpflicht für alle Pilotinnen und Piloten. Laut der Nationalratsmehrheit geht dies aber zu weit und schickaniere Freizeitflieger. Zudem gebe es sowieso Ausnahmen. So werde in Lugano wegen der Nähe zu Italien auch italienisch gesprochen. Der Nationalrat hat eine Motion der Verkehrskommission mit 138 zu 13 Stimmen gutgeheissen, die beim Funken der Hobby-Flieger wieder die ortsüblichen Landessprachen zulässt. Nun ist noch die kleine Kammer, der Ständerat, dran. Quelle: ‚Zentralplus‚.

Der Lack ist ab

Mit einem Crowdfunding-Projekt will der Luftsportverein Warburg (LSV) die Neulackierung des doppelsitzigen Segelflugzeuges ASK-21 finanzieren. Das Flugzeug wird häufig genutzt und hat Tausende von Starts hinter sich. Das Flugzeug ist für die Ausbildung junger Segelflieger unerlässlich, aber mittlerweile 33 Jahre alt und benötigt eine neue Lackierung, die auch notwendig ist, um strukturelle Schäden zu vermeiden. Die Arbeit wird nur in einem speziellen Betrieb vorgenommen und ist aufwändig. Der Verein wendet sich an Freunde des Flugsports, die gebeten werden, den LSV Warburg mit einer kleinen Spende zu unterstützen. Für jede eingehende Spende steuert die Vereinigte Volksbank – wie auch bei anderen Projekten – einen Betrag zu. Kontakt über Marvin Scheideler vom LSV unter Telefon 0170/3493982. Quelle: ‚Westfalen-Blatt‚.

Nürtinger Segelflieger Gast auf dem Bischofsberg

Mit insgesamt sechs Segelflugzeugen, zwei Doppelsitzern und vier Einsitzern, machten sich 20 aktive Nürtinger Piloten Mitte August auf den Weg. Am Sonntag standen zuerst Einweisungsflüge auf dem Doppelsitzer an und danach konnte bei guter Thermik die nähere Umgebung des Flugplatzes erkundigt werden. Die bergige, mit großen Ackerflächen durchsetzter Landschaft bietet beste thermische Bedingungen und auch für weniger erfahrene Piloten eröffnen sich somit interessante Möglichkeiten für Flüge rund um den Flugplatz, beispielsweise zur Wasserkuppe, dem Berg der Segelflieger, nach Suhl in den Thüringer Wald, oder Richtung Schweinfurth und Hassberge. Quelle: ‚NTZ.de‚.

Sebastian Kawas harte Landung in Pavullo

Zum ersten Mal in seiner Karriere beschädigte Sebastian Kawa bei einer harten Landung ein Segelflugzeug. Eine Aufarbeitung der Geschehnisse mit Tino Janke von ‚easymemoryitem‚ soll allen PilotInnen helfen, solche Ereignisse zukünftig zu vermeiden.

„Was passiert ist, hat mich selbst sehr überrascht. Zum ersten Mal in meiner Karriere habe ich bei einer harten Landung ein Segelflugzeug beschädigt. Eine sehr unangenehme Erfahrung mit der neuen GP15 am steilen Hang von Pavullo!

Das Terrain im Apennin lädt in vielen Gebieten nicht gerade zum Landen ein. Fast jede geeignete, flache Fläche ist bebaut, die Täler sind V-förmig und in der Mitte befindet sich ein Bach. Felder, sofern vorhanden, befinden sich an steilen Hängen. Somit ist es von vornherein sehr schwer, überhaupt einen geeigneten Landeplatz zu finden.

Was war passiert?
Etwa 30 km vor der Ziellinie, ich befand mich immer noch in großer Höhe, traf ich die Entscheidung, kein Risiko einzugehen und den Motor zu starten. Es war nur ein Trainingstag, an dem keine Punkte gesammelt werden mussten. Nachdem der Start nun schon einige Stunden zurück lag, waren immer noch 75% der elektrischen Leistung vorhanden. Damit konnte ich problemlos nach Hause kommen. Ich überlegte, wie ich die verbleibende Energie am effektivsten zu nutzen war und startete den Motor. Nichts geschah!

Noch hatte ich genug Zeit. Nach einem kurzen Rundumblick machte ich nicht weniger als 10 mögliche Landefelder aus – alle im bergigen Gelände, alle am steilen Hang! Also nahm ich die Sonnenbrille ab und versuchte, den Motor zum Laufen zu bringen. Zuerst dache ich, doch nicht genügend Energie zum Ausfahren des Pylons zu haben und schaltete das Navigationsdisplay aus. Ich startete das System neu und versuchte das Anlassen erneut. Nichts geschah!

Meine Optionen schwanden…
Nach weiteren 15 geflogenen Kilometern waren schließlich nur noch zwei geeignete Felder in Sichtweite. Sehr steil, aber etwas größer als die vorherigen. Da der weitere Verlauf des Tals nicht einsehbar war, entschied ich mich für eine Außenlandung auf einem der beiden gelbbraunen Felder neben einem Bauernhof und einer asphaltierten Straße. Leider stellte sich im Nachhinein heraus, dass dieser Acker sehr holprig war, was sich noch zu den anderen Schwierigkeiten addierte!

Ich bin zuvor bereits auf ähnlich steilen Hügeln gelandet. Auf einigen Segelflugplätzen wie Jeżów Sudecki (Grunau) oder in Bieszczady gibt es Landeflächen mit Neigungen bis zu 11%. Selbst mit einer ASH 25 bin ich (in Bieszczady) an solch einem Hang wie diesem gelandet. Allerdings war dort das Gras weich und eben!

In Italien war die Situation eine andere. Die Oberfläche des Feldes war rau und im Anflugsektor standen Bäume. Um auf einem solchen Feld landen zu können, muss selbst mit einem leichten Segelflugzeug mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h angeflogen werden, um parallel zum Boden abfangen zu können. Schnelle Flugzeuge benötigen hier sogar noch mehr Fahrt! Mit dem leichten Flieger und ohne Wasser umflog ich mit exakt 130 km/h die Bäume im Anflugsektor und verspürte, kurz bevor ich am Boden war, einen harten Stoß – eine Bodenwelle. Das Flugzeug sprang im steilen Winkel nach oben und verlor rasant an Fahrt. Ohne Geschwindigkeit, die ich benötigt hätte, um auch nur irgendetwas an der Situation ändern zu können, sah ich die Baumkronen wieder unter mir. Also warten! Im nächsten Moment war ich wieder am Boden und rutschte ein paar Meter auf dem Rumpf. Daraufhin knackte es unter dem Instrumentenpanel und das Fahrwerk brach ab.

Nicht zu empfehlen!
Im ersten Moment fühlte ich starke Rückenschmerzen und hatte große Schwierigkeiten, aus dem Cockpit aus zu steigen. Nach ein paar Minuten, die ich auf dem Flügel lag, trat etwas Erleichterung ein, da ich glücklicherweise alle meine Glieder bewegen und fühlen konnte. Eigentlich war diese Aktion nicht richtig, da ich jedem in solch einer Situation empfehle, sich nicht so viel zu bewegen – wenn man nicht sicher ist, ob die Wirbelsäule intakt ist.

Ich betrachte es als Unglück, die Bodenwelle bis zum letzten Moment nicht erkannt zu haben. Zum Glück ist die GP14 ein leichter und sehr stabiler Segler, so dass nicht mehr passierte.

Wichtigste Erkenntnis: auch wenn der Motor noch beim Start funktionierte, kann er jederzeit ausfallen. So war es auch bei meiner Landung im Apennin. Nachdem der Motor abgekühlt war, sprang er nicht wieder an, weil der Pylon den Endschalter nicht berührte. Verlasse Dich nie zu 100% auf den Motor!“

Happy Landings, Sebastian Kawa

Download des gesamten Artikels mit Zeichnungen von Sebastian Kawa.

Jet-Heimkehrhilfe im Eigenbau

Aufgrund seiner kompakten und modularen Bauweise ist das PSR Jet System geeignet, es in Segelflugzeugen der 15 und 18 m Klasse nachzurüsten. Das PSR Jet System ist die sicherste und leistungsfähigste Heimkehrhilfe und wurde mit dem Luftsportmagazin Flugsicherheitspreis 2018 ausgezeichnet.

Das PSR T01 Jet Triebwerk wurde durch die EASA als Luftfahrtgerät zugelassen (EASA .E.108). Für den Einbau des PSR Jet Systems in Segelflugzeuge bildet eine ergänzende Musterzulassung STC die behördliche Grundlage. Der Einbau kann durch einen Luftfahrttechnischen Betrieb, aber auch als Selbsteinbau nach Technischen Mitteilungen und Arbeitsanweisungen des STC-Halters des entsprechenden Musters erfolgen. Quelle: Pressemeldung von Klaus Meitzner, PSR Jet-System. Kontakt: tech.info@psr-jet-system.com.

Erster Frauen-Segelflug-Schnuppertag

Am 5. Oktober findet auf dem Flugplatz Schänis ein Segelflug-Schnuppertag – für Frauen – statt.
Lerne einen Tag lang einen faszinierenden Sport kennen!

Programm:
• Start 09.45 Uhr auf dem Flugplatz Schänis
• Theorie: Warum funktioniert Segelfliegen?
• Simulator: Theorie gleich am Simulator ausprobieren
• Segelflug auf dem Pilotensitz im Schleppstart mit einer/m erfahrenen Fluglehrer/-in
• Kaffee, Tee und Kuchen während dem ganzen Tag
• Lunch, Abendessen und Getränke
• Shuttle vom Bahnhof Schänis

Kosten: CHF 180.-, alles inbegriffen. Ersatzdatum: Sonntag 6. Oktober. Jünger als 18 oder in Ausbildung: CHF 130.-. Anmeldung hier. Wir freuen uns, Beatrice Echter, Susanne Styger und Mirjam Stemmler.

LSV Hude kauft Pipistrel Taurus

Mit einem neuen Segelflieger will der Luftsportverein Hude versuchen, sowohl den alten, als auch neuen Mitgliedern eine neue Attraktion zu liefern. Was das 100.000 Euro teure Flugzeug kann, zeigte der LSV am Sonntag. Der Luftsportverein Hude hat sich einen neuen Segelflieger angeschafft – und zwar einen besonderen, wenn den Vereinsmitgliedern zu glauben ist: Der Flieger erfüllt nicht nur alle modernsten technischen Anforderungen und kann mit eigenem Triebwerk alleine in die Luft starten, er besitzt – anders als die meisten Segelflugzeuge – auch zwei Plätze nebeneinander, nicht hintereinander. Der Flieger ist deshalb besonders, weil es sich der Zulassung nach nicht um ein Segelflugzeug handele, sondern um ein Ultraleichtflugzeug. Es könne alles, was ein Segelflugzeug kann – „nur besser“, sagen die Mitglieder. „Es reagiert ungewöhnlich gut aufs Ruder, kann sich sehr gut aufs Wetter anpassen“, so Christoph Hoffmann, der schon die ersten Stunden im Taurus-Cockpit hinter sich gebracht hat. Zunächst sei es ungewohnt, man müsse viel sensibler fliegen. Wer sich aber gewöhnt habe, der komme viel weiter. Quelle: ‚Neue Osnabrücker Zeitung‚.

Kopfüber auf der Schwäbischen Alb

Ein Programm „turnen“ nennen die Segelflieger eine Abfolge von Kunstflug-Figuren. Piloten des Aero Clubs Krefeld haben jetzt über der Schwäbischen Alb im Rahmen eines zweiwöchigen Flieger-Lagers den „Rückenflug“ trainiert. Looping, Rolle oder Kleeblatt: Die Kunstflug-Piloten des Aero Clubs Krefeld haben jetzt das Sommer-Fliegercamp auf der Schwäbischen Alb genutzt, um diese besonderen Figuren zu trainieren. „Wer gern Achterbahn fährt, wird den Kunstflug lieben“, meint Frank Werthebach, Pressebeauftragter des Clubs. Bei einem dieser Kunststückchen in der Luft kann sogar ein Moment der Schwerelosigkeit erzeugt werden – nichts für schwache Nerven oder Mägen. Für die Kunstflieger sind besonders die Morgen- und Abendstunden attraktiv, wenn wenig Thermik herrscht. „Die Maschine wird dann auf rund 1200 Meter hochgeschleppt“, erklärt Werthebach. „Die Kunstflug-Piloten überlegen sich im Vorfeld des Flugs ein Programm, das sie ‚abturnen’, so nennen wir das in der Fliegersprache.“ Dafür wird eine gedachte Box von rund 1000 Meter Kantenlänge zu Grunde gelegt, in der die Piloten die geplante Abfolge von Figuren fliegen. Zwei bis drei Minuten haben sie dafür Zeit, dann ist die „Höhe verbraucht“, wie Werthebach erklärt. Wichtig ist auch die Geschwindigkeit. Die Endgeschwindigkeit einer Figur soll die Startgeschwindigkeit der nächsten Figur sein. Ein Looping wird beispielsweise mit 200 Stundenkilometern geflogen. Nach einer Abfolge von sieben bis zehn Figuren fliegt die Maschine auf rund 400 Metern. „Danach wird in der Regel sofort gelandet, weil der Kunstflug sehr anstrengend ist und der Körper sehr hohen Belastungen ausgesetzt wird“, erklärt Frank Werthebach. Für den „Rückenflug“, bei dem das Segelflugzeug für einige Sekunden auf den Kopf gedreht wird, sei es sehr wichtig, dass der Pilot „ordentlich angeschnallt“ ist und beim Überkopf-Flug somit auch tatsächlich im Sitz bleibt. Das spektakuläre Foto ist mit Hilfe einer auf der Tragfläche fixierten Kamera mit Fernauslöser entstanden. Im Verein haben rund 20 von 100 Piloten den Kunstflug-Schein, drei von ihnen trainieren die Manöver regelmäßig. Quelle: ‚RP-Online.de‚.

Über Borstel wird „gezachert“

Der Platz in Stendal ist super für uns geeignet“, sagt Philipp Rosner. „Uns steht ein großer Platz zur Verfügung und die Zusammenarbeit mit der Flugplatzgesellschaft und dem Aero-Club Stendal klappt hervorragend.“ Idaflieg-Präsident Kai Weber fügt hinzu: „Wir wurden wahnsinnig gut aufgenommen und fühlen uns hier sehr wohl.“ Die Münchener haben zum Sommertreffen wieder ihre Mü-31 mitgebracht, wobei das Mü für München steht und die 31 für die laufende Nummer des Prototyps. Im vorigen Jahr stellte die Aka München dieses Modell erstmals vor. Die erste Idee dafür gab es schon 1997, im Jahr 2005 wurde mit dem Bau begonnen. Der Prototyp basiert zwar auf Serien-Segelflugzeugen, aber daraus geworden ist ein Schulterdecker (veränderte Position der Tragflächen), bei dem der Flügel-Rumpf-Übergang optimiert worden ist. Das Ziel: den Strömungswiderstand zu verringern. „Man hält sich besser oben“, beschreibt es der Maschinenbau-Student für den Laien. „Wir sind jetzt in der Flug­erprobung, um die Zulassung zu erreichen.“ Die Mü-31 absolviert während des Sommertreffen nicht nur Flugleistungsvermessungen, sondern auch die Tests zur Flugeigenschaftsermittlung. Die Fachleute sprechen vom „Zachern“, denn Hans Zacher hat maßgeblich das Programm zur Flugeigenschaftsvermessung mitentwickelt. Quelle: ‚Volksstimme.de‘.

So funktioniert die Segelfliegen-Bundesliga

Vergleichbar ist die Idee der Segelflug-Bundesliga mit der Formel 1 im Motorsport. Es zählt die Geschwindigkeit. In der Bundesliga kämpfen 30 Vereine um den Titel. Pro Saison finden insgesamt 19 Wertungsrunden von Ende April bis Ende August statt. Dokumentiert werden die Flüge über ein GPS-gestütztes Flugschreibersystem. Das Grundprinzip: Die drei schnellsten Flüge eines Vereins über einen Zeitraum von 150 Minuten gelangen pro Runde in die Wertung. Ziel ist es, an einem Tag mit einem Segelflugzeug so viele Kilometer wie möglich ohne Zwischenlandung und mit einer höchstmöglichen Geschwindigkeit innerhalb der 150 Minuten zurückzulegen. Eine Wertungsgeschwindigkeit von mindesten 40 km/h ist erforderlich, um in die Wertung zu kommen. Im Normalfall werden durchschnittliche Geschwindigkeiten zwischen 80 bis 120 km/h erflogen, an Spitzentagen können es auch in unseren Breiten bis zu 150 km/h sein. Der Verein mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit bekommt 20 Punkte, der Zweitplatzierte erhält 19 Punkte usw. Um die Chancengleichheit zu wahren, werden die eingesetzten Flugzeugtypen mit einem höheren Handicap (Index) gewertet, je leistungsfähiger sie von der Gleitzahl her sind. Quelle: ‚NDR‚. Bildquelle: LSV Rinteln.

Schlomo, ein Weltmeister und eine Soufflerie

Nach einer heissen Nacht machen wir uns auf den Rückweg aus dem südfranzösischen Segelflug-Leistungszentrum in St.-Auban nach Schänis. Natürlich gelingt bei erschwerenden Rahmenbedingungen wie etwa 43° Celsius Bodentemperatur nicht alles beim ersten Mal. Wie Peter sich aus dem tiefsten Queyras mit einer beinahe archäologischen Bodenübung selber wieder ausgräbt, wer Schlomo, der Malberries-Geniesser ist und wie man sicher einen Weltmeister erkennt, erfahren Sie hier in diesem Bericht unserer Rückreise aus Südfrankreich in die Schweiz.

Uli Schwenk einer der Topfavoriten in Pavullo

Eigentlich wollte Uli Schwenk keine großen Meisterschaften mehr fliegen, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung verrät. Der Flair, den es früher bei diesen Wettbewerben gab, ist verflogen. Kaum noch bleibt Zeit, Kontakte mit Piloten anderer Nationen zu knüpfen. Im April auf der Luftfahrtmesse Aero in Friedrichshafen, wo Uli Schwenk mit seiner Firma Jaxida, die Schutzhüllen nicht nur für Flugzeuge herstellt, mit einem Stand vertreten war, kam Aldo Cernezzi, der Wettbewerbsleiter der WM in Pavullo auf ihn zu, bat den Schwaben, sich doch für den Wettbewerb anzumelden. Schwenk winkte ab: Der Münsinger ist schließlich nicht mehr im A-Kader der Nationalmannschaft vertreten. Cernezzi blieb hartnäckig, kam mehrmals zum Jaxida-Stand, um Schwenk zu „umgarnen“. Der Schwabe erkundigte sich daraufhin bei den Herstellern, ob ein 13,5-Meter-Flieger frei war und ergatterte sich schließlich tatsächlich eine Mini-LAK in Litauen, die er vom Verein in Pocinunai, wo er 2004 bei der Europameisterschaft am Start war und reichlich Kontakte geknüpft hatte, gestellt bekommt. Im nächsten Schritt sprach Schwenk Walter Eisele an, den Vorsitzenden der Bundeskommission Segelflug, bekundete sein Interesse an der WM-Teilnahme. Von Teamcaptain Wolli Beyer erfuhr Schwenk, dass der WM-Platz für Junioren vorgesehen sei. Er wolle keinen der Junioren verdrängen, antwortete Schwenk. Und blieb am Ende doch der Einzige, der Interesse und vor allem einen Flieger hatte. Auf Pavullo freut sich Schwenk, weil es mit zwölf Teilnehmern ein sehr kleines Feld, damit auch ein familiäres Umfeld gibt, die Möglichkeit zum Austausch mit den anderen Piloten besteht. Er wolle mit „neuer Achtsamkeit“ fliegen, so Schwenk. Im Frühjahr hatte der 59-Jährige den Hahnweide-Wettbewerb bestritten und war in der Offenen Klasse mit einer ETA Zweiter geworden. „Das hat mir neues Selbstbewusstsein geschenkt“, sagt Schwenk. Hinter ihm lagen da anstrengende und stressige Monate, als es galt, das Wings-Modegeschäft abzuwickeln, Abschied zu nehmen von einem wichtigen Lebensabschnitt. Quelle: ‚SWP.de‚.

Segelflieger: Starts in Sigritzau und am Walberla

Sigritzau, Forchheim und Cosne-Cours-sur-Loire in Zentralfrankreich haben einen gemeinsamen Nenner und der heißt Baptist Hofmann. Der flugbegeisterte Forchheimer segelte 1957 an einem einzigen Tag vom Feuerstein die über 660 Kilometer lange Strecke bis ins Herz Frankreichs, sein Bruder Josef kam bis Verdun, ein Bamberger Segelkamerad am selben Tag sogar bis in die Nähe von Paris. In Sigritzaus gabe es eine Start- und Landbahn. Die Geschichte wurde schon oft erzählt, auch in den Nordbayerischen Nachrichten. Was sie mit Sigritzau zu tun hat, das wissen nur noch die älteren Forchheimer: In den 1950er Jahren betrieb der Luftsportclub (LSC) Forchheim nördlich von Sigritzau eine Start- und Landebahn für Segelflieger. Es handelte sich um Enthusiasten des Segelsports. 1952, zwei Jahre nach Gründung, gingen sie in die Luft. Der Sportfliegerclub Nürnberg hatte „in der Sigritzau bei Forchheim“ schon 1951 seinen Flugbetrieb aufgenommen, wie aus dessen Chronik hervorgeht. Nun strebten auch die Forchheimer nach oben, die Hofmann-Brüder und andere Flieger. Georg Bergmann leitete die so genannte „Werkstatt“. Sie befand sich im Keller des Gasthauses Schwane. Hier sägten, hämmerten, leimten und schraubten die Bastler nahezu an jedem Winterabend ihre Flugzeuge zusammen, zum Beispiel einen viersitzigen „Specht“. Andere Typen waren der „Baby“, der „Schulgleiter“, der „Spatz“. Fliegen ist teuer: „Da muss so manches Markstück von den Zigaretten, dem Bier und so weiter abgezwackt werden, um den Bau des neuen Flugzeugs zu finanzieren“, schrieb im Januar 1954 die Lokalzeitung. Seit 1953 wurden Leistungsprüfungen geflogen. Penibel wurde festgehalten, wer wie lange wie hoch in der Luft geblieben und welche Strecke er geflogen ist: „Sepp Hofmann hielt sich 45, Rudi Friedrich 30 Minuten, beide auf Muster „Spatz“, Toni Neubauer auf „Baby“ 43 Minuten“ (März 1954). Im März 1953 notierte das Lokalblatt: „Diesmal zeigten auch zwei Fliegerinnen ihr Können. Frl. Förtsch und Fluglehrerin Schreyer, beide Nürnberg, erreichten bei je 45 Minuten Flugzeit 1200 bzw. 950 Meter.“ Mehr Informationen im Originalbericht von ‚Nordbayern.de‘.

«Nachhaltig über die Alpen» – Chrigel Maurer erzählt

Der 6-fache Red Bull X-Alps Gewinner, Chrigel Maurer erzählt im Rahmen eines Referates im Audi e-tron experience centers in Zürich von seinen Abenteuern zwischen Salzburg und Monaco. Chrigel Maurer verrät dabei, was es alles an mentaler Stärke, Taktik, Können und auch einer Portion Glück braucht, um diese Strapazen nicht nur durchzustehen, sondern sogar als Seriensieger abzuschliessen.

Unkostenbeitrag: CHF 35.-, Voranmeldung notwendig. Die Teilnehmerzahl ist limittiert. Direkt-Kontakt: e-tron.center [ a ] audi.ch

Datum: Dienstag, 17. September 2019, 18:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Audi e-tron experience center, Utoquai 47, 8008 Zürich

Aus für Lüneburger Flugplatz

Der Pachtvertrag der Stadt Lüneburg mit dem Luftsportverein Lüneburg wird in einem Jahr auslaufen. Das hat der Stadtrat am Donnerstagabend bestätigt. Die Stadt plant, auf dem Gelände des Flugplatzes neue Firmen anzusiedeln. Dem 70 Jahre alten Flugverein droht damit das Aus. Die Mitglieder hatten nach eigenen Angaben knapp 10.000 Unterschriften gesammelt, um zu erreichen, dass der Pachtvertrag bis zur Kommunalwahl 2021 verlängert wird. Wenn der Lüneburger Flugplatz Ende kommenden Jahres schließt, trifft das auch die Feuerwehr. Denn bisher startet und landet eines der beiden Flugzeuge, mit denen in ganz Niedersachsen nach Waldbränden Ausschau gehalten wird, in Lüneburg. Zweiter Standort ist Hildesheim. Quelle: ‚NDR‚. Der Lüneburger Flugplatz geriet unlängst auch wegen eines Flugzeug-Zusammenstosses über dem Stadtgebiet in die Schlagzeilen.

Segelfliegen-Bildkalender 2020 neu von Gabler Media

Der traditionelle Segelfliegen-Bildkalender mit dem bewährten Konzept traumhafter Segelflug-Aufnahmen aller Jahreszeiten auf der Frontseite und spannenden, englisch- und deutschsprachigen Hintergrund-Informationen und Geschichten auf der Kalenderblatt-Rückseite wird neu von Gabler-Media – der Verlegerin des Segelfliegen-Magazins – aufgelegt.

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Er ist ab sofort im Webstore erhältlich – dieser ist auch direkt über den nachfolgend abgebildten QR-Code erreichbar.

Flugwetterseminare des Deutschen Wetterdienstes

Die DWD-Flugwetter-Seminare haben das Ziel, die meteorologische Flugvorbereitung mit Hilfe des pc_met®-Internetservice zu optimieren. Neben dem formalen Umgang mit den Produkten und Anwendungen innerhalb des pc_met®-Internetservice steht die Interpretation und Bewertung der meteorologischen Inhalte bezüglich des gewählten Flugvorhabens im Vordergrund. Einige Seminare sind als Fluglehrerfortbildungsveranstaltung im Sinne des § 96 LuftPersV (Erteilung, Umfang, Gültigkeit, Verlängerung und Erneuerung der Berechtigungen) anerkannt. Anhand von verschiedenen Beispielwetterlagen werden konkrete Flugvorhaben geplant und ausgewertet, so dass der Teilnehmer am Ende des Seminars in der Lage sein sollte, ohne fremde Hilfe die meteorologische Flugvorbereitung mit Hilfe von Selfbriefingverfahren durchzuführen. Dazu haben die Teilnehmer die Möglichkeit, entweder an vom Veranstalter bereitgestellten PC’s oder mit Hilfe eines selbst mitgebrachten Notebooks die Fallbeispiele selbst durchzuspielen. Der Besitz einer pc_met®-Lizenz ist nicht erforderlich. Es werden neben allgemeinen Wetterseminaren, die im wesentlichen die Interessen von Motorfliegern (VFR/IFR) abdecken, auch Spezialseminare für Segelflieger und Ballonfahrer angeboten. Die Durchführung hängt allerdings von der gemeldeten Teilnehmerzahl ab. Die nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen Anzahl, Ort, Ansprechpartner, sowie die anfallenden Kosten der aktuellen Seminare. In der Regel finden die Seminare ab dem späten Herbst bis zum Frühjahr statt. Die Zulieferung der Termine seitens der Seminarleiter erfolgt bis zum Oktober des laufenden Jahres.

18-Meter-Renner für die Möven in Obernau

Seit drei Monaten verfügen die Mitglieder der Möven im Altenbachtal über ein wettbewerbsfähiges Flugzeug. Es ist eine ASG 29. Damit hat der Hersteller Schleicher Segelflugzeugbau aus der Rhön ein Hochleistungssegelflugzeug gebaut. Der Renner konnte günstig gebraucht erworben werden, weil es bereits ein Nachfolgeflugzeug mit besseren Flugleistungen gibt. Allerdings befindet sich die ASG 29 heute nach wie vor auf den vorderen Rängen der nationalen und internationalen Segelflugwettbewerbe. Die ASG 29 kann aus 1.000 m Höhe 50 km weit gleiten, ohne auch nur einen Kreis in der Thermik zu drehen, um wieder Höhe zu gewinnen. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten über 180 km/h bleiben diese guten Gleiteigenschaften erhalten, denn viele Flugzeuge verlieren bei höheren Geschwindigkeiten schneller Höhe. Quelle: ‚Main-Echo‘.

„Ich mache noch weiter“

Leistungssport im Alter von 78 Jahren? Beim Segelfliegen ist das möglich. Der Linzer Horst Siegl steigt auch im Pensionsalter vom Flugplatz im Linzer Hafen als aktiver Leistungspilot noch regelmäßig in die Lüfte auf. Die Flugsportgruppe Union Linz ist seit 61 Jahren ein zentraler Teil seines Lebens. Es gibt fast keine ehrenamtliche Funktion beim Verein, die Siegl in dieser Zeit nicht ausgeübt hat. Er war Schriftführer, Segelflugreferent, Sportwart, Obmann und ist derzeit der stellvertretende Obmann des Vereins. Ans Aufhören denkt er aber auch nach mehr als sechs Jahrzehnten noch nicht: „Solange ich aktiv fliegen kann, werde ich auf jeden Fall weitermachen.“ Viel hat sich in den vergangenen 60 Jahren im Vereinsleben geändert, erinnert sich Siegl. „Früher sind die Leute einfach zu uns gekommen. Heute wird es immer schwieriger, Nachwuchs zu finden.“ Auch der Verein musste sich in den vergangenen Jahren neu ausrichten: „Heute sind wir schon mehr ein Serviceverein. Quelle: ‚nachrichten.at‚.

Fleissige Segelflieger

Mehr als 30 Segelflieger des Aero-Club Hagen und des LSV Ruhr-Lenne nahmen am Sommerfliegercamp am Segelflugplatz Sümmern teil. Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad und teils außergewöhnlicher Wetterlage mit sogenannter Blauthermik boten sich gute Trainingsbedingungen, forderten jedoch auch Körper und Geist heraus. Den eigentlichen Schwerpunkt bildete erneut die intensive Aus- und Weiterbildung der Nachwuchspiloten: Vier Umschulungen auf neue Flugzeugmuster, eine F-Schlepp-Berechtigung, ein 50 Kilometer-Überlandflug und mehrere erfolgreich absolvierte A-, B- und C- Prüfungen bildeten wichtige Meilensteine auf dem Weg zum Erwerb der Segelflieger-Piloten-Lizenz. Insgesamt wurden in zwei Wochen mehr als 3000 Streckenkilometer bei 293 Stunden Flugzeit und 739 Flüge geloggt – eine gute Bilanz trotz der besonderen Wetterlage. Quelle: ‚ikz-online.de‚.