Archiv der Kategorie: Segelflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten der Ereignisse im Segelflug.

GP Gliders, Newsletter Februar

In der Kunden-Information vom 12. Februar meldet GP Gliders, dass die GP14 einen Flattertest absolvierte, dass der GP15-Flügel ebenfalls getestet wird, dass der GT3-Trailer weitgehend fertig entwickelt sei und dass das Flugmaterial an der Aero in Friedrichshafen an einem Gemeinschaftsstand mit MGM Compro (das ist der Lieferant des elektrischen Antriebsstrangs) mit einem Standard-Rumpf zu besichtigen sein wird. Hier finden Sie mehr Infos.

Degerfelder Luftsportler gegen Windpark

Der Luftsportverein Degerfeld (LSV) stellt sich gegen den geplanten Windpark Winterlingen. Er sieht darin eine Gefahr für den Flugbetrieb an seinem Platz. Eine der Windkraftanlagen, welche die „Windpark Winterlingen-Alb GmbH & Co. KG“ auf Gemarkung Winterlingen in der Nachbarschaft zur Gemeinde Bitz plant, befände sich den aktuellen Plänen zufolge in unmittelbarer Nähe des Flugplatzes Degerfeld. Darauf weißt der LSV Degerfeld in einer Stellungnahme ausdrücklich hin. „Sie soll etwa 240 Meter bis zur Rotorspitze hoch sein und rund zwei Kilometer südlich der Landebahn stehen. Das ist ein Hindernis – noch höher als der Fernsehturm in Stuttgart. Zwei Kilometer Abstand zum Platz sind für Flugbetrieb gar nichts“, sagt Guido Voss, Airline-Kapitän, Piloten-Ausbilder und Vorsitzender des LSV. Mehr Infos im Bericht des ‚Schwarzwälder Bote‚. Foto: Belair Aviation.

Pilot meldete: „Ruder klemmt“

Zwischenbericht zum Absturz eines Segelflugzeuges im Sommer 2018: Der Flugschüler … war zuvor auf das Muster eingewiesen worden. Zeugen sagten aus, dass nach dem Ausklinken in einer geschätzten Höhe von etwa 400 Meter zwei Rechtskurven in den Segelflug-Übungsraum geflogen wurden. Dann meldete der Pilot laut Aussage mehrerer Zeugen per Funk ‘Ruder klemmt’. Während dieser Flugphase beobachteten Zeugen Lageänderungen des Segelflugzeuges, die anfangs einem Seitengleitflug mit großer Schräglage entsprachen.“ „Der Fluglehrer, der den Flug beobachtete, forderte den Flugschüler über Funk auf, das Luftfahrzeug mit dem Rettungsfallschirm zu verlassen. Der Flugschüler warf die Cockpithaube ab und verließ das Luftfahrzeug nach Zeugenschätzung in einer Höhe von 100 bis 120 Meter.“ Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) solle sicherstellen, dass Halter der Musterzulassung „Verfahren zum Anschluss von Rudern und Klappen dahingehend präzisieren, dass Kontrollen von Ruder- und Klappenanschlüssen auch eine manuelle Prüfung der Funktion der Sicherung beinhalten“. Quelle ‚Braunschweiger Zeitung‘.

Die LS8 von DG wird elektrisch

DG Flugzeugbau bringt das FES (Front-Electric-Sustainer)-Antriebssystem an der AERO für die LS8. Die LS8-e wird es auch in einer 18m–Version mit LS Winglets geben. Dank einfacher Bedienung lässt sich der Motor laut Werksangabe ohne Zeitverzug starten und volle Leistung ist sofort abzurufbar. Ein vibrationsfreier Antrieb kombiniert gute Leistung mit leisem Lauf. DG Flugzeugbau zeigt den Prototyp der LS8-e auf der Aero 2019. Die Messe findet vom 10. bis 13. April auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt.

LSC Hochtaunus wappnet sich für neue Saison

Winterzeit ist Werkstattzeit beim Luftsportclub Bad Homburg (LSC) – dann werden vor allem die Segel- und Motorflugzeuge repariert, gewartet und auf die jährlich stattfindenden offiziellen Nachprüfungen vorbereitet. Das ist, wie die gesamte Fliegerei, Teamarbeit: Beim LSC gibt es keine bezahlten Kräfte. Das Verhältnis eines Piloten zu seinem Flugzeug ist aber auch sehr viel enger als beispielsweise jenes eines Autofahrers zu seinem Fahrzeug. „Man kann bei einem Problem in der Luft nicht einfach rechts ranfahren, anhalten und nachschauen. Mehr im Bericht des ‚Usinger-Anzeigers‘.

Isnyer Segelflieger fliegen 60’000 Kilometer

Die Luftsportgruppe Isny meldet ein erfolgreiches 2018: Nach ihren Starts auf dem Segelflugplatz im Rotmoos legten die Segelflieger laut Schriftführer Fritz Lingg knapp 60’000 Kilometer zurück, was eineinhalb Erdumrundungen entspricht. Und das allein mit Sonnenenergie. Der beste Flug auf Vereinsflugzeugen gelang laut Pressebericht Bernd Sauter auf dem „Duo Discus“ am 26. Juli 2018: In neun Stunden Flugzeit legte er eine Strecke von 747 Kilometern zurück. Die längste Einzelstrecke erflogen Christina und Harry Hecht, die ebenfalls am 26. Juli in neun Stunden Flugzeit mit ihrem Doppelsitzer „Arcus“ 772 Kilometer absolvierten. Mehr im Bericht der ‚Schwäbischen‘.

Schallgutachten für Aeroclub Wolfsburg

Der Aeroclub Wolfsburg möchte für seinen Segelflugplatz in Stüde eine Zulassung für Motorflugzeuge. Als Entscheidungsgrundlage wurde unter anderem ein schalltechnisches Gutachten gefordert. Das liegt der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel jetzt vor. Gegen die Pläne des Aeroclubs Wolfsburg gibt es kräftigen Gegenwind der Anwohner aus Stüde und Grußendorf. Neben dem schalltechnischen Gutachten muss die Landesbehörde auch 21 Einzeleinwendungen sowie eine Liste mit mehr als 200 Unterschriften von Anwohnern in ihre Entscheidung einfließen lassen. Quelle: ‚WAZ-online.de‘.

Innovation auf dem Flugplatz Birrfeld

Die Brugger Energieversorgerin ist ausgezeichnet worden mit dem begehrten Schweizer Energiepreis Watt d’Or 2019 in der Kategorie Energietechnologien. Die Übergabe der Trophäe, einer Schneekugel, fand in Bern statt (die AZ berichtete). Diesen Mittwochabend sind Projektbeteiligte sowie Behördenvertreter – anwesend waren gegen 50 Gäste – auf den Flugplatz Birrfeld eingeladen worden zur Watt-d’Or-Feier mit der Präsentation der innovativen Strom-Infrastruktur: Photovoltaikanlage auf dem Hangar, Steuerungs-Plattform GridEye sowie öffentliche Ladestation für Elektroautos. Bereits 2013 war die Brugger Energieversorgerin ausgezeichnet worden mit dem Watt d’Or als Partnerin des Projekts Brennstoffzellenpostauto. Auf den Lorbeeren ausruhen will man sich allerdings nicht. Ziel sei es in den kommenden Jahren, sich wieder zu bewerben für den Energiepreis, sagte Pfiffner – um aufzuzeigen, dass Innovation wirklich stattfinde in der Energiebranche und miteinander Lösungen gefunden werden könnten. Mehr im Bericht der Aargauer Zeitung.