Archiv der Kategorie: Segelflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten der Ereignisse im Segelflug.

Supersommer für Segelflieger

Obwohl die Amberger Segelflieger coronabedingt erst Mitte Mai in die Saison 2020 starten konnten, haben sie bis Mitte August bereits 34 500 Kilometer zurückgelegt. Das Wetter hat es heuer gut mit ihnen gemeint. Sieht man sich die Statistik der bisherigen Flüge an, so fällt auf, dass es über den Sommer verteilt viele Tage gab, an denen weite Strecken möglich waren. Das nutzten die Amberger Piloten aus. Viele der Flüge wurden mit hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten geflogen, die durchaus 100 km/h und mehr betragen haben. Insgesamt wurden von den Amberger Fliegern 113 Flüge beim Online-Contest gemeldet, einem dezentralen Wettbewerb, bei dem die Landes- und die Deutschlandmeister in verschiedenen Klassen ermittelt werden.

Mehrfach konnten die Amberger Piloten sogar die 700-Kilometer-Marke überbieten. Thomas Kulzer und David Neumann flogen 704 bzw. 700 Kilometer, dem 21-jährigen Phillip Luyken gelang dies sogar an insgesamt drei Tagen mit 705 Kilometern am 16. Mai, 711 Kilometern am 28. Mai und 707 Kilometern am 12. Juli. Damit hält er den Vereinsrekord. Die meisten dieser großen Strecken führen von Amberg aus an das östliche Ende des Bayerischen Waldes, weit nach Süden auf die Schwäbische Alb und hinauf bis Thüringen. Quelle: ‚Mittelbayerische‚.

Legendärer Segelflieger restauriert

Fast ein halbes Jahrhundert war die „Meise“ ein Wrack, dem Verfall geweiht. Bis ein paar Tüftler in Arnbruck im Bayerischen Wald den „Vogel“ restauriert und wieder in die Luft gebracht haben. Die „Meise“ ist ein inzwischen legendäres Segelflugzeug. Obwohl der Flieger oft gebaut worden ist, sind nur wenige davon als Museumsstücke erhalten geblieben, noch weniger sind überhaupt flugfähig. Umso stolzer sind David Hofmann und Johannes Fischer, dass ihnen die Restaurierung der „Meise“ gelungen ist und sie damit wieder abheben können. Die beiden Segelflieger haben in Arnbruck im Bayerischen Wald zusammen mit dem Tschechen Jiri Lenik den „Vogel“ restauriert und wieder in die Luft gebracht. „Ich hatte einfach Lust auf ein solches Projekt – irgendwas restaurieren, irgendwas, was vielleicht nicht jeder hat. Irgendwas, was toll fliegt, toll ausschaut, irgendwo noch einen geschichtlichen Hintergrund hat“, erzählt Pilot David Hofmann. Mehr als 4.000 Arbeitsstunden und über 20.000 Euro haben die Eigentümer der „Meise“ mit der internationalen Kennung F-CAJF in den Wiederaufbau des Seglers investiert. Ihre „Meise“ ist 73 Jahre alt, fast ein halbes Jahrhundert verfiel sie als Wrack. So mussten viele Teile des Fliegers neu konstruiert und zusammengefügt werden. Unter anderem stammt eine der beiden Tragflächen aus Deutschland, die andere wurde in Frankreich gebaut. „Das passt aber zusammen, ist legal und fliegt gerade aus“, lacht David Hofmann. Das Flugzeug wurde 1938 vom deutschen Konstrukteur Hans Jacobs konstruiert. Es sollte der Einheitssegler für den olympischen Wettbewerb im Jahr 1940 sein, deswegen wurden die Konstruktionspläne international verschickt. Die Olympischen Spiele in Helsinki wurden nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs abgesagt, Segelfliegen aus dem Olympiaprogramm gestrichen – dennoch wurde die „Meise“ meist unter anderen Namen in vielen Ländern anhand der Originalpläne nachgebaut. So auch das Flugzeug der beiden Arnbrucker, das als „Nord 2000“ im Jahr 1947 in Frankreich gebaut wurde. Die deutsche Konstruktion diente in vielen Ländern unter anderem auch als Schulungsflugzeug für angehende Militärpiloten. Mit ihrer aufwändig restaurierten „Meise“ waren die beiden Eigentümer inzwischen bereits bei Flug-Oldtimer-Treffen. Ihr Muster wird dort neugierig betrachtet, sogar Museen zeigen sich interessiert, wollen den Flieger kaufen. Die beiden Piloten wollen aber weiter über ihrem Heimatflugplatz in Arnbruck kreisen – schließlich musste ihre Meise ja fast ein halbes Jahrhundert lang als Wrack auf dem Boden stehen. Quelle: ‚BR24.de‚.

1000-km-Dreieck in Mistral und Thermik

Gilles Navas hat eine erneute kreative Streckenflug-Marke gesetzt. Am 4. August flog er über Südfrankreich ein 1’000-km-Dreieck mit Wendepunkten in der Region Narbonne, westlich von Vichy im Zentralmassiv und im Allos-Tal. Die Innovation ist die frühemorgendliche Nutzung des noch aktiven Mistrals über dem Mont Ventoux und den Cevennen, um später thermisch das Zentralmassiv auf der Ostseite zu umfliegen, das Rhonetal ein zweites Mal eine Etage tiefer erneut zu queren, um den letzten Wendepunkt in den südöstlichen Voralpen zu erreichen.

Segelflieger nach Kollision abgestürzt

Die Ursache des Zusammenstoßes eines Segelfliegers mit einem Propellerflugzeug im Landkreis Neu-Ulm ist weiterhin rätselhaft. «Die Ermittlungen laufen, es müssen noch Vernehmungen durchgeführt werden», sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die beiden Flugzeuge waren am Freitag, 7. August, kurz vor 19.00 Uhr nahe dem Flugplatz Weißenhorn kollidiert – bei klarer Sicht und strahlendem Sonnenschein, wie ein Polizeisprecher nach dem Unfall sagte. Das Segelflugzeug stürzte ab, der 52 Jahre alte Pilot kam ums Leben. Das einmotorige Propellerflugzeug wurde an der rechten Tragfläche schwer beschädigt, konnte jedoch auf dem nahen Flugplatz landen. Der 52 Jahre alte Pilot und sein 73 Jahre alter Begleiter blieben unverletzt. Die Kripo Memmingen ermittelt; auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Memmingen wurde ein Gutachter zur Klärung der Unfallursache hinzugezogen. Auch ein Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) aus Braunschweig war vor Ort. Das Wrack des Segelfliegers wurde in der Nacht zu Samstag geborgen. Ein abgerissenes Teil seiner Tragfläche, das zunächst vermisst wurde, wurde inzwischen ebenfalls gefunden. Auch die Propellermaschine wurde sichergestellt. Sie erlitt laut Polizei einen Totalschaden. Weitere Ergebnisse der Ermittlungen seien frühestens in den nächsten Tagen zu erwarten, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Quelle: ‚Badische Zeitung‚.

„Himmlisches“ Spiel mit den Kräften der Natur

Acht Tage lang gehört der Himmel über der Burg Feuerstein und im weiten Umkreis den Segelfliegern. Beim „Frankensprint“ versuchen die Teilnehmer, die Thermik bestmöglich zu nutzen. Darunter auch ein junger Lokalmatador. Samstagmorgen, 10.30 Uhr: Patrick Benoist steht vor seinem Segelflieger auf dem Flugplatz Feuerstein. Zusammen mit Vater Max füllt der 18-Jährige aus Dobenreuth Wasser in die Flügel, 110 Liter passen in den Tank. „Je schwerer der Flieger, desto mehr Höhe kann ich gewinnen“, erklärt Patrick. Seit vier Jahren fliegt er selbst, hat das Handwerk auf dem Feuerstein gelernt. „Er kennt nichts anderes als die Fliegerei“, sagt sein Vater lächelnd.

Die beiden sind zum Fliegersprint gekommen, einem Wettbewerb, den die Fränkische Fliegerschule EDQE vom 1. bis 8. August veranstaltet. 40 Piloten nehmen mit 35 Segelfliegern an dem Wettbewerb teil. Dabei gibt es zwei Klassen: Die Club-Klasse und die gemischte Klasse. Beide Klassen bekommen täglich eine neue Aufgabe, sie fliegen auf Strecken bis zu 450 Kilometer. Wer am schnellsten ist, bekommt die meisten Punkte in der Wertung.

Bevor es losgehen kann, werden alle Piloten im Briefing über die aktuelle Lage informiert: Aufgrund der Corona-Hygieneregeln müssen Abstände eingehalten werden, auch wird stark auf die Sicherheit geachtet. Das Wetter ist am ersten Wettkampftag alles andere als perfekt: Während jeder Wanderer oder Wochenendausflügler sich – abgesehen von der Hitze – über den Sonnenschein freuen würde, sorgt der wolkenlose Himmel dafür, dass die fürs Segeln wichtigen Aufwinde fehlen – „Blauthermik“ nennt sich das im Segeljargon. Deswegen wurde die Strecke auch abgekürzt.

Für Patrick Benoist ist es der erste Wettbewerb dieser Art. Er tritt in der gemischten Klasse an, die eine knapp 212 Kilometer lange Strecke abfliegt. Vom Feuerstein aus geht es Richtung Nordwesten in Richtung Königsberg, anschließend nach Neustadt bei Coburg, bevor die Segler über Warmensteinach wieder zurück fliegen. Trainiert hat Patrick bereits in den vergangenen Tagen – auch bei Wetterlagen, bei denen man unter normalen Bedingungen nicht fliegen würde. Das ist die Herausforderung an Wettbewerben: Dort wird beinahe immer geflogen. Das Training ist notwendig, weil auch die Konkurrenz beim Frankensprint stark ist.

„Eigentlich hätten aktuell die Deutschen Meisterschaften der Junioren stattfinden sollen. Die wurde abgesagt, weshalb jetzt auch hier ganz viele sehr gute Junioren mitfliegen“, meint der heimische Nachwuchssegelpilot. Trotzdem ist der Wettbewerb nach langer Corona-Zeit bewusst entspannt gestaltet, auch die Regularien wurden etwas gelockert. Deswegen dürfen beispielsweise auch die Piloten im Flieger wechseln, was unter normalen Umständen nicht erlaubt wäre. „Es soll ja Spaß machen“, meint Patrick. Quelle: ‚Nordbayern.de‘.

Fluglager zu Corona-Zeiten kein Problem

„Ein Fluglager zu Corona-Zeiten ist doch kein Problem, wenn ein Hygienekonzept vorliegt und sich die Gäste an die vorgegebenen Regeln halten“, sagt Julia Nöth, Vorsitzende des Flugsportverein Grabfeld in Saal. In diesem Tagen sind deshalb Gäste des Luftsportverein Wittlage-Osnabrück zu Gast. „Und das nicht zum ersten Mal“, weiß Günter Heinrich. Er ist mit seinen 79 Jahren der älteste Gast aus Osnabrück ist. Im Jahr 1996 seien die Norddeutschen zum ersten Mal zu einem Fluglager nach Saal gekommen. „Und seither schauten wir bis auf wenige Ausnahmen jährlich im Grabfeld vorbei“, so Heinrich.

Gemeinsam zusammen sitzen, natürlich mit dem entsprechenden Abstand, das gehört bei einem Fluglager dazu. Während die einen „in die Luft gehen,“ wird am Boden Geselligkeit gepflegt. Gemeinsam zusammen sitzen, natürlich mit dem entsprechenden Abstand, das gehört bei einem Fluglager dazu. Während die einen „in die Luft gehen,“ wird am Boden Geselligkeit gepflegt. Foto: Hanns Friedrich

„Es ist die perfekte Lage des Flugplatzes, die herrliche Gegend und vor allem auch die Möglichkeit, bekannte Gegenden und Städte kennenzulernen“, wissen die Niedersachsen. So fliegen sie unter anderem Dresden in diesen Tagen direkt von Saal aus an. Ein großes Lob habe sie für die Mitglieder des Flugsportvereins Grabfeld, gerade was die Betreuung betrifft. Nachdem eine Verköstigung zu Corona-Zeiten nicht möglich ist, wird der Partyservice von Christian Düring aus Saal in Anspruch genommen.

Mit zehn Flugzeugen sind die Gäste aus Wittlage-Osnabrück nach Saal gekommen, darunter fünf vereinseigene Flieger. Julia Nöth berichtet, dass man sich natürlich bei den zuständigen Stellen am Landratsamt Rhön-Grabfeld zuvor informierte und die notwendigen Genehmigungen eingeholt hat. Dazu gehörte das Erstellen eines Hygienekonzepts. Das sieht die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und beim Fliegen vor, um nur eine der Vorschriften zu nennen.

Tagsüber wird geflogen oder es werden die Flugzeuge gewartet und am Abend pflegt man die Kameradschaft. Nach wie vor sind am Platz des Flugsportvereins keine Zuschauer zugelassen. Allerdings können Flüge gebucht werden. Corona verhindert in diesem Jahr auch das Ferienfliegen oder Schnupperkurse. Nachdem aber Fluglager möglich sind, kommen nun als nächstes Gäste des FC Antersberg und danach welche aus Holland. Auch sie sind langjährige Freunde des Flugsportvereins Grabfeld. Quelle: ‚Main Post‚.

938 Kilometer an einem Tag

Jetzt ist es vom Deutschen Aeroclub bestätigt: Markus Frank vom LSR Aalen gelangen am 18./19. Juli bei zwei Flügen drei deutsche Rekorde. Er flog am ersten Tag auf der Ziel-Rück-Strecke 938 Kilometer über den Jura, das Grenzgebirge zwischen der Schweiz und Frankreich. Schon um 7 Uhr hatte er seine EB-29 startklar gemacht. Die Wettervorhersagen für den gesamten süddeutschen Raum versprachen ein eigentlich gar nicht so perfektes Segelflugwetter.

In Ruhe wartete er ab, bis die Thermik gegen 9.30 Uhr einsetzte. Mit dem eingebauten Motor seiner EB-29 startete er in Elchingen und stieg bis auf 1000 Meter über dem Härtsfeld. Der Abflugpunkt war Nördlingen. Den Motor benutzte er an diesem Tag kein weiteres Mal. Frank kam mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 100 Stundenkilometern gut voran. Etwa 40 Kilometer westlich von Genf wendete er. Nach knapp sieben Stunden war er auf seinem Rückweg wieder an der deutsch-schweizerischen Grenze.

Am späten Nachmittag wurden die Wolken von Westen her immer flacher und weniger. Jetzt war Taktieren und vor allem ganz präzises Fliegen angesagt. Die Steigwerte waren nicht mehr so gut wie am Mittag. Frank brauchte weitere zwei Flugstunden, bis er mit seiner EB-29 wieder am Flugplatz Elchingen landete. Inzwischen wurde sein Flug ausgelesen und sportlich bestätigt. Die gewertete Strecke war 938,34 Kilometer, die Flugdauer 9:21:20 Stunden, effektiv flog er 1018 Kilometer weit. Damit stellte der Bietigheimer deutsche Rekorde sowohl im angemeldeten als auch im freien Ziel-Rückkehr-Flug auf.

Tags darauf gelang dem Piloten des LSR Aalen ein FAI-500-km-Dreiecksflug mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 129,44 km/h – auch dies bedeutete eine neue nationale Bestmarke. Die Wendepunkte lagen bei Reiselfingen auf der Baar, in der Nähe der Wutachschlucht und in der Nähe von Wassertrüdingen am Nordrand des Nördlinger Riedes. Quelle: ‚Heidenheimer Zeitung‚.

Erzbergland Cup

Drei Schweizer Segelflug-Junioren nahmen am Erzbergland Cup teil, welcher gleichzeitig wie die Österreichischen Meisterschaften im Segelflug in Timmersdorf ausgetragen wurde.

David Leemann (Ex-Junior) belegte Platz 2, Nico Jägli Platz 3 auf dem Siegerpodest. Auch Raphaël Pahud, neu im Swiss Junior Gliding Team seit Beginn dieses Jahres, zeigte gute Leistungen.

Einmal Schweiz und zurück – im Segelflieger

Eintausend Kilometer am Stück – mit den meisten Autos unmöglich. Die Segelflieger des Sportfliegerclubs Leonberg haben das am vergangenen Wochenende Ganz ohne Motor und Benzin bewerkstelligt. Ohne eigenen Antrieb segelten sie über den Schwarzwald oder zum Teil sogar bis ins Schweizer Juragebirge und wieder zurück nach Malms­heim. „Das Wetter war ideal“, schwärmt Holger Leicht vom SFC Leonberg. „Die wenigsten wissen, was im Segelflug machbar ist und dass im Sommer bei günstigen Wetterlagen Flüge über viele hundert Kilometer ganz ohne Motor möglich sind“, sagt Holger Leicht. „Die Segelflieger können durch Kreisen in der Thermik Höhe gewinnen und mit der gewonnenen Höhe wieder Strecke machen.“ Wind sei dazu gar nicht notwendig, „auch wenn das die landläufige Meinung ist“.

Am vergangenen Wochenende hat es das Wetter, wie schon relativ oft in dieser Saison, gut gemeint mit den Piloten in Malmsheim. „Der Schwarzwald vor der Haustür und der angrenzende Schweizer Jura sind für die Malmsheimer eine wahre Spielwiese“, so Holger Leicht. Manche Routen gingen an Basel vorbei bis in die Nähe von Genf oder über die Schwäbische Alb großräumig um den Luftraum des Stuttgarter Flughafens herum. „Neben der Wertung faszinieren immer auch die Ausblicke auf die beeindruckenden Landschaften mit Titisee und Schluchsee im Schwarzwald und natürlich den Felsformationen im Jura sowie der Blick auf die Alpen und den Mont Blanc.“ Doch was passiert, wenn man auf so einem langen Flug doch mal unvorhergesehen landen muss? „Es kommt schon vor, dass jemand es nicht ganz bis zum Flugplatz zurückschafft“, erklärt Leicht. Das passiere aber meist erst gegen Ende des Rückflugs, wenn es nur noch wenige Kilometer bis nach Hause sind. Zwischenlandungen auf ganz langen Flügen kämen eigentlich nicht vor, „die Wetterberichte sind mittlerweile sehr zuverlässig“. Trotzdem: Große Flüge unternehme man eigentlich nur mit einem Notmotor, falls doch mal etwas sein sollte. Quelle: ‚Leonberger Kreiszeitung‚.

„Der Kopf muss frei sein“

Dem Segelflieger Manfred Henninger ist erstmals in der Clubgeschichte der SG Möckmühl-Öhringen ein Flug von mehr als 1000 Kilometern gelungen. Im Interview berichtet der 68-Jährige, welche Faktoren dafür passen müssen und wie er seinen persönlichen Rekord erlebt hat.

Glückwunsch Herr Henninger, wie lautet denn Ihre Rekordzahl?
Manfred Henninger: Nach unserer Auswertung waren es genau 1000,46 Kilometer. Es war der erste Flug in unserer Region, mit dem 1000 Kilometer erreicht wurden. Mir wäre zumindest nicht bekannt, dass ein Kollege aus Öhringen oder Bad Friedrichshall weiter geflogen ist. In Möckmühl war es ganz sicher der erste.

Sind Flugkunst, gutes Wetter und Topform denn die entscheidenden Kriterien für einen Rekordflug?
Henninger: Alles drei – und noch ein bisschen mehr. Der Mensch, die Umgebung, der Flieger, die Luft, das Wetter, alles muss passen. Dazu sollte der Kopf frei sein.

Haben Sie denn schon am Boden gespürt, dass etwas in der Luft liegt?
Henninger: Normal gehen wir bei gutem Wetter 600, 700 Kilometer an. Das sind Marken, die wir häufiger geflogen sind. Die 1000 Kilometer hatte ich erst in der achten Stunde im Kopf, als ich gemerkt habe, alles läuft noch gut. Wir sind bereits um 11 Uhr gestartet, um 20.42 Uhr bin ich gelandet. Angesagt war, dass sich gegen 19 Uhr keine Thermik mehr bietet. Aber sie hat eineinhalb Stunden länger angehalten.

Haben Sie denn für den Fall der Fälle ein Paket Windeln im Segelflieger?
Henninger: Männer haben Plastiktüten, das ist kein Problem – und alles gut geübt.

Haben Sie denn auch Proviant dabei?
Henninger: Natürlich! Manche nehmen Müsliriegel mit, ich bin eher für Konventionelles, hatte eine Seele mit Schwarzwälder Schinken zum Vespern, eine Flasche Wasser und eine Flasche Cola, das war okay.

Kein Flug ist gleich. Was war denn am Rekordflug besonders?
Henniger: Die frühere Startzeit. Auf der Schwäbischen Alb geht die Thermik, die wir ja brauchen, früher los. Die können meist schon eine Stunde früher als wir in der Luft sein. Dann die Höhe, die wir sofort hatten. Ich konnte bei 1600 Metern anfangen, das ist eine gute Ausgangsbasis, weil man da viel Luft hat, um Strecke zu fliegen. Zum Schluss hat sich die Wolkenbasis auf 2500 Meter angehoben. Wenn du so hoch bist, kannst du auch entsprechend weit gleiten. Das trägt dazu bei, dass ich schneller fliegen konnte – und gut vorwärtskam.

Wo sind Sie überhaupt hingeflogen?
Henninger: Los ging es in Möckmühl. Vom Kocher-Jagst-Gebiet in die Fränkische Alb, dann in den Bayerischen Wald nach Cham. Richtung Tschechien war das Wetter schlechter, daher habe ich umgedreht, bin zurück nach Walldorf ins Rheintal. Da war ich erst bei 500 Kilometern. Von dort ging es ostwärts nach Beilngries und zurück nach Sinsheim. Dann hatte ich um die 900 Kilometer, aber das Wetter war noch gut. Um Möckmühl herum habe ich die restlichen Kilometer gesammelt.

Nach knapp zehn Stunden in der Luft – welches Gefühl sind da die ersten Schritte am Boden?
Henninger: Man steht schlecht. Die Bewegungsfreiheit in so einem Fliegerle ist schon gering, da kann man nicht rucken. Beim Aussteigen ist man ordentlich steif – und mit dem Alter wird es nicht besser.

Sie sind 68 Jahre alt, aber nun Rekordflieger.
Henninger: Wenn man einen eingetragenen Rekordflug haben möchte, muss man ihn vorher als solchen anmelden. Also ist es nur ein Rekord für mich, die 1000 Kilometer sind aber dokumentiert.

Gab es denn zumindest Punkte für die 2. Bundesliga?
Henninger: Nein. Das ist eine ganz andere Sache. Da liegen wir derzeit auf Platz zwölf, dürfen aber nur samstags und sonntags fliegen. Und es gibt eine Wertungszeit von zweieinhalb Stunden. Binnen dieser Zeit muss man möglichst weit fliegen.

Gibt es denn einen Flecken in Deutschland, den Sie noch nicht von oben gesehen haben?
Henninger: Vermutlich nicht, aber ich kenne Baden-Württemberg und Bayern deutlich besser als die Ost- oder Nordsee, da bin ich nur mit Motor unterwegs. Da ist die Thermik nicht so gut, daher fliege ich lieber auf die Schwäbische Alb, da ist es weit interessanter. Quelle: ‚stimme.de‚.

Der Kondor – der Meister des Segelflugs

Neue Daten von Bewegungssensoren enthüllen, wie die riesigen Vögel in der Luft bleiben. Mit einem Gewicht von bis zu 15 Kilogramm fliegt der Andenkondor bis zu fünf Stunden ununterbrochen, ohne mit den Flügeln zu schlagen. Wie schafft das ein so schwerer Vogel? Ein internationales Forscherteam, darunter eine Wissenschaftlerin, die inzwischen am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz/Radolfzell arbeitet, hat Bewegungsdaten der Kondore gesammelt. Diese zeigen, dass die Vögel in aufsteigenden Luftströmungen segeln und sich so stundenlang in der Luft halten können. Nur während ein Prozent der Flugzeit schlagen sie aktiv mit den Flügeln.

Emily Shepard und Hannah Williams von der Universität Swansea und Sergio Lambertucci in Argentinien haben für ihre Studie Andenkondore mit Hightech-Bewegungssensoren ausgestattet. Diese zeichnen jeden Flügelschlag und jede Drehung und Wendung im Flug auf. Das Team wollte mehr darüber herausfinden, wie die Fluganstrengungen der Vögel je nach Umweltbedingungen variieren. Ihre Ergebnisse belegen, dass sich die größten flugfähigen Vögel der Erde während des Fluges nicht auf ihren Flügelschlag verlassen. Stattdessen nutzen sie die Luftströmungen, um sich stundenlang in der Luft zu halten. Nur ein Prozent seiner Flugzeit schlägt der Kondor mit den Flügeln. Die Forscher stellten darüber hinaus fest, dass mehr als 75 Prozent der Flügelschläge während des Starts stattfinden. Einmal in der Luft, können die Vögel über lange Zeiträume unter den verschiedensten Wind- und Thermikbedingungen segeln. Einer der untersuchten Kondore ist beispielsweise fünf Stunden ohne Flügelschlag geflogen und hat dabei rund 172 Kilometer zurückgelegt.

„Segelfliegende Vögel fliegen bei Wetterbedingungen, bei denen sie mit einem absoluten Minimum an Bewegung in der Luft bleiben können. Vor allem beim Start müssen sie aber auf extrem energieaufwendige Schlagflüge umstellen“, sagt Hannah Williams, die während ihrer Zeit an der Swansea University an der Forschung beteiligt war und jetzt als Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Verhaltensforschung arbeitet. Die richtige Entscheidung, wann und wo ein Tier landet und wann es die Strömung wechselt, ist daher von entscheidender Bedeutung, denn die Starts nach unnötigen Landungen erhöhen die Gesamtflugkosten erheblich.

Emily Shepard vom Swansea Lab for Animal Movement erklärt: „Die Strecken zwischen Gebieten mit schwacher Thermik sind für die Kondore besonders heikel: Wenn sie das Ende der Gleitflüge zwischen den Thermiken erreicht haben, müssen sie stark mit den Flügeln schlagen, um wieder Höhe zu gewinnen.“ Thermik kann sich wie eine Lavalampe verhalten, in der regelmäßig Blasen warmer Luft vom Boden aufsteigen. „Die Kondore müssen daher nicht nur den richtigen Ort einer Thermik finden, sondern auch zur richtigen Zeit dort ankommen, wenn sie eine ungewollte Landung vermeiden wollen“, fügt Sergio Lambertucci hinzu.

Hannah Williams will nun den Entscheidungsprozess von Kondoren während des Fluges weiter untersuchen und herausfinden, wie die Vögel die unsichtbaren Luftströme lokalisieren können, die ein absolutes Minimum an Bewegungskosten ermöglichen. Es wäre zum Beispiel denkbar, dass Segler wie die Kondore den Flug anderer Tiere beobachten und so eine Art Strömungskarte ihrer Umgebung erstellen. „Können sie mit Hilfe einer solchen Karte energiesparende Flugrouten finden und entscheiden, wann und wohin sie fliegen sollten?“, fragt Williams.

Quelle: ‚Max-Planck-Gesellschaft‚. Bild: Alvaro Moya Riffo.

Wie sicher sind Ultraleichtflugzeuge?

Ultraleichtflugzeuge gehören zu den sogenannten Luftsportgeräten und werden von einem Motor angetrieben. Sie dürfen beim Abflug nicht mehr als 600 Kilogramm wiegen. Für die Zulassung sind in Deutschland zwei Luftsportverbände zuständig, ihren Zahlen zufolge sind derzeit mehr als 4000 Ultraleichtflugzeuge für den deutschen Luftraum zugelassen. Rund 12.600 Piloten besitzen eine Fluglizenz dafür.

Die Flugzeuge nehmen dem Luftfahrtbundesamt zufolge gleichberechtigt am Luftverkehr teil – grundsätzlich gelten also etwa bei der Flughöhe die gleichen Regeln wie für die allgemeine Luftfahrt. So müssen auch Ultraleichtflugzeuge die Sichermindesthöhe von 500 Fuß (etwa 166 Meter) über Land, 1000 Fuß über Ortschaften und 2000 Fuß über größeren Ortschaften einhalten. Der Flug über Wohngebiete wie vor dem Absturz in Wesel ist laut der Bezirksregierung Düsseldorf erlaubt.

Allerdings beschränkt sich die Ultraleicht-Pilotenlizenz laut der Flugschule am Flughafen Köln/Bonn auf den sogenannten Sichtflug, sodass ein Flug etwa durch Wolken quasi ausgeschlossen und aus Sicherheitsgründen eine freie Sicht auf den Boden sinnvoll ist. Für eine solche Lizenz muss der Pilot mindestens 17 Jahre alt sein und eine 60-stündige theoretische Ausbildung absolvieren. Dazu kommen 30 Stunden Flugzeit, fünf davon im Alleinflug. Bevor eine Maschine zugelassen wird, wird sie zudem geprüft, dazu gibt es einmal pro Jahr eine Nachprüfung und der Halter ist dazu verpflichtet, sie instandzuhalten und regelmäßig zu warten.

Die in Wesel abgestürzte Maschine war eine TL-96 des tschechischen Herstellers TL Ultralight. Das Modell hat Platz für zwei Insassen und fliegt mit einer maximalen Reisegeschwindigkeit von 240 Kilometern pro Stunde. Stürzt ein Ultraleichtflugzeug ab, wird dies in der Regel von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) erfasst und untersucht. Allerdings besteht laut Luftfahrtbundesamt keine Meldepflicht für Zwischenfälle mit Luftsportgeräten. In der Unfallstatistik der BFU werden Ultraleichtflugzeuge zudem nicht einzeln ausgewiesen, sondern fallen mit Tragschraubern und Zeppelinen in die Kategorie sonstige Luftfahrzeug-Arten. Sieben Unfälle hat die BFU im vergangenen Jahr mit solchen Maschinen notiert, 2018 waren es zehn. Sieben Menschen kamen dabei 2019 ums Leben, fünf wurden schwer verletzt.

Bei dem Absturz in Wesel am vergangenen Samstag war neben dem Piloten und seinem Begleiter auch eine Anwohnerin des Mehrfamilienhauses gestorben, in das das Flugzeug gestürzt war. Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauern an, die Staatsanwaltschaft Duisburg geht allerdings von einem technischen Defekt aus. Quelle: ‚RP-Online.de‘.

Butzbacher Rekordflug

Moritz Lübstorf vom Aero-Club Butzbach hat am Montag vergangener Woche nicht nur einen neuen persönlichen Rekord im Segelflug aufgestellt, sondern auch den bisher weitesten Streckenflug mit einem Segelflugzeug von und nach Butzbach absolviert. 854 Kilometer Flugstrecke in sechs Schenkeln, 8:50 Stunden Flugzeit bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 96,8 Kilometern pro Stunde lauten Zahlen hinter der beeindruckenden Leistung des Butzbacher Piloten. Bereits vor ein einigen Wochen hatte Lübstorf mit seinem Fliegerkollegen Justus Grünthaler einen Flug von 580 Kilometern absolviert – seine bis dato persönliche Bestleistung.

Mithilfe eines Schleppflugzeugs wurde der Segler exakt um 12 Uhr mittags in die Luft gebracht und konnte bei einer hohen Basis bereits zu Beginn gute Steigwerte erzielen. Die Kunst des Piloten besteht darin, die thermischen Bedingungen ideal auszunutzen. Hierbei hat Lübstorf offensichtlich ganze Arbeit geleistet, gute Linien getroffen und musste wenig „kurbeln“, d.h. durch Kreisflüge zusätzlich Höhe gewinnen.

Zunächst führte sein Flug Richtung Norden bis nach Detmold. Aufgrund besserer Wetterbedingungen im Süden entschied er sich in der Folge umzudrehen und zunächst Richtung Süden und dann nach Westen bis Pirmasens – nahe der französischen Grenze – zu fliegen. Dabei galt es, stets den in diesem Sektor liegenden Lufträumen der großen Flughäfen Frankfurt am Main, Frankfurt/Hahn und der US-Militärbasis Ramstein auszuweichen.

Gegen 17 Uhr drehte Lübstorf über Pirmasens wieder Richtung Norden ein und verlängerte seinen Flug über das Sauerland und den Vogelsberg. Die sogenannte Basis, die knapp unter der Wolkengrenze liegt und Segelflugzeuge für den idealen Auftrieb nutzen, lag zu diesem Zeitpunkt in rund 2700 Metern Höhe. Schließlich landete der Butzbacher nach knapp neun Stunden Flug, um 20.50 Uhr wieder in Butzbach.

Wie bei vielen Sportarten steckt auch hinter der Leistung des Piloten ein starkes Team, das einen solchen Flug überhaupt erst möglich macht. Bereits am Vortag waren umfassende Wetter- und Luftrauminformationen eingeholt, die ideale Startzeit festgelegt und die Strecke eingegrenzt worden. Auch während des Fluges wurde sein Flug vom Butzbacher Flugplatz aus verfolgt, die Geschwindigkeit überwacht und das Satellitenbild im Auge behalten, um den Piloten jederzeit mit weiteren Informationen versorgen zu können. Quelle: ‚Wetterauer-Zeitung‚.

LSV Sauerland fast 1000 Stunden in der Luft

Fast 1000 Stunden waren alle Motor- und Segelflugzeuge des Luftsportvereins Sauerland (LSV) in der Saison 2019 in der Luft. Störungen oder gar Unfälle gab es dabei nicht. Diese guten Nachrichten erfuhren die Vereinsmitglieder jüngst auf der Jahreshauptversammlung, die im ausgeräumten Hangar auf dem Flugplatz-Gelände in Küntrop mit dem erforderlichen Corona-Sicherheitsabstand stattfand. „Solch ein Rückblick tut besonders in diesen Zeiten unheimlich gut. Zu sehen, was wir leisten können, welche Erfolge wir erzielt haben“, sagte Vorsitzender Joachim Kneer mit Blick auf die Corona-Saison 2020, in der die Aktivitäten erst jetzt langsam wieder anlaufen. „Die Saison ist zwar schon zur Hälfte vorbei, doch wir freuen uns darüber, endlich wieder fliegen zu können“, so Kneer. Im Vorjahr war der LSV nicht nur sportlich einmal mehr erfolgreich – unter anderem holte Martin Spitzer Bronze bei der Kunstflug-Weltmeisterschaft -, auch die Infrastruktur auf dem Flugplatz-Gelände in Küntrop wurde verbessert. Der Verein erneuerte das Dach der Motorflughalle, das Restaurant Ikarus wurde vor der Neueröffnung im Mai 2019 ebenso renoviert, wie der Gemeinschaftsraum der Flieger. Mit Michael Spitzer und Nils Böhmer gibt es zudem zwei neue Fluglehrer. Quelle: ‚come-on.de‚.

Segelflieger im Münsterland abgestürzt

Beim Absturz zweier Segelflugzeuge im Münsterland sind wohl beide Piloten ums Leben gekommen. Ein Zusammenstoß in der Luft wird nicht ausgeschlossen. Einer der Toten wurde am Samstagmittag an einem Wald zwischen Haltern und Dülmen bei den Wracks entdeckt, der andere im Wald. Die Ursache für den Absturz in der Nähe des Flugplatzes Borkenberge war noch nicht geklärt. Ein Zusammenstoß in der Luft oder auch Berührungen mit Baumwipfeln seien möglich, hieß es.

Die beiden Wracks lagen nach Polizeiangaben am Waldrand einige hundert Meter auseinander. Trümmerteile wurden im direkten Umfeld gefunden. Polizisten durchkämmten außerdem nahe liegende Getreidefelder und stießen auch dort auf Teile. „Die werden jetzt erst einmal markiert und dann gucken sich die Experten das an und entscheiden, wie die weiter vorgehen können“, sagte Polizeisprecherin Ramona Hörst.

Zur Identität der Opfer machte die Polizei vorerst keine Angaben. Zunächst sollten die Angehörigen informiert werden. Zeugen hatten nach dem Unglück die Polizei alarmiert. Die Luftaufsicht der Bezirksregierung und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung wurden den Angaben zufolge sofort informiert. Quelle: ‚FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung‚.

Magische Marke geknackt

Tobias Meiler vom Aero-Club Bad Nauheim hat es geschafft. Der Wettbewerbspilot und Fluglehrer hat den längsten Segelflug vom Flugplatz Ober-Mörlen absolviert – ganze 1014 Kilometer und 9:36 Stunden war er mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 114 Kilometern pro Stunde ohne Motorkraft in seinem Ventus III, einem Segelflugzeug mit einer Spannweite von 18 Metern, unterwegs, ehe er unter dem Jubel etlicher Vereinskollegen den Weg zurück in die Wetterau fand.

Es ist schon 11.36 Uhr an diesem Sonntag, eigentlich recht spät, um einen größeren Segelflug zu beginnen, als Meiler am gelben Griff in seinem Cockpit zieht, der ihn von dem Seil trennen wird, das ihn bis dahin mit dem Schlepp-flugzeug verbunden hat. Ab diesem Moment gleitet er vollkommen lautlos durch die Luft und wird nur noch angetrieben durch die langsame Umwandlung von potenzieller Energie, der Höhe des Flugzeugs, in Vortrieb und Geschwindigkeit.

Zu diesem Zeitpunkt hat Meiler noch keine Ahnung, dass dieser Flug der bislang größte in seiner Streckenflugkarriere werden wird. Zunächst richtet sich die Nase des Flugzeugs nach Südwesten, folgt dem Hauptkamm des Taunus unter noch relativ niedrigen Wolken und gleitet bis zum Rhein auf nur noch etwa 450 Meter über dem Boden hinab – eine Höhe, die Meiler bis zur Landung nicht mehr unterschreiten wird. Dort steht der erste richtig starke Aufwind des Tages, das Flugzeug schraubt sich auf eine Höhe von 1500 Metern. Nun geht es schneller voran und die Wolkenuntergrenze steigt. Weiter geht es über den Rhein, dem Höhenrücken des Hunsrücks folgend, bis weit ins deutsch-französische Grenzgebiet. Lesen Sie hier den gesamten Bericht der Wetterauer Zeitung.

Über und unter den Wolken

Der Flugplatz Greiz hat eine neue Start- und Landebahn. Und ein Promi hat sie eingeweiht: Westdeutschlands erster Astronaut Ulf Merbold benutzte als Erster das 752 Meter lange Band aus Asphalt – an seinem 79. Geburtstag. Die „Einweihung“ liegt fast fünf Wochen zurück.

Den Flugplatz in Greiz-Obergrochlitz gibt es seit 1927, der Luftsportverein wurde nach der Wende gegründet. Gester zufolge streben die 28 Vereinsmitglieder keine Rekorde auf Teufel komm‘ raus an. „Bei uns steht die Freude am Fliegen im Vordergrund.“
Beim Streckensegelflug wird nach seinen Worten eine Normalgeschwindigkeit von 90 Stundenkilometern erreicht. „Wir fliegen bis zur Wolkengrenze, in einer durchschnittlichen Höhe von 1500 bis 1800 Metern Höhe. Warum? Weil es über den Wolken keinen Auftrieb gibt. Und wir fliegen immer nach Sicht – mit Kompass und Karte. Alle elektrischen Hilfsmittel dienen ausschließlich der Sicherheit.“ Der 71-jährige Gester hat nach eigenem Bekunden erst mit 50 Jahren mit dem Segelflugsport begonnen. „Mittlerweile blicke ich auf 1100 Starts zurück und war etwa 900 Stunden in der Luft.“

Und noch etwas Besonderes gibt es auf dem Flugplatz: Der Verein hat einen Reisemotorsegler angeschafft. „Der kann selbst starten und auch Segelflugzeuge hoch schleppen“, sagt Gester. „Der Reisemotorsegler ist leise, braucht wenig Benzin und macht die neue Landebahn noch wertvoller: Er erreicht schneller Höhe, was Emissionen und Lärmbelästigung der Anwohner weiter senkt.“
Dann kommt der Startbahn-Einweihungsflug Ulf Merbolds nochmals zur Sprache: Nach Gesters Schilderung stieg Ehrenvorsitzender Heinz Peinl mit zu Merbold ins Flugzeug. „Merbold feierte an dem Tag 79. Geburtstag, Peinl seinen 82. Geburtstag. Beide Geburtstagskinder drehten eine Flugplatzrunde.“ Außerdem habe Peinl von seinen Vereinskameraden einen Zeppelinflug ab Friedrichshafen am Bodensee geschenkt bekommen. Quelle: ‚Vogtland Anzeiger‚.

FSG Feldberg Oberems fusioniert mit Sportfliegerclub Riedelbach

Neue Gesichter beim Sommerlager des Sportfliegerclubs Riedelbach: In einer außerordentlichen Versammlung am 27. Juni im Freien hat der Verein unter Beisein eines Notars die Flugsportgruppe (FSG) Feldberg aus Oberems „geheiratet“. Am Sonntag wurde vom Segelflugplatz Riedelbach aus ein neuer Streckenflugrekord für diesen Startplatz aufgestellt. Tore Graeber legte mit seiner LS7 946 Kilometer in gut neun Stunden zurück. Vom Taunus aus ging es nach Westen an die französische Grenze und von dort in die Gegend von Stuttgart – und anschließend die selbe Strecke wieder zurück. Dies berichtete der Vorsitzende des Sportfliegerclubs (SFC) Riedelbach, Michael Begovici, am Montag zur Halbzeit des wegen Corona abgespeckt stattfindenden Fliegerlagers. Bereits zum 24. Mal in Folge treffen sich in den ersten beiden Wochen der Sommerferien Segelflugbegeisterte zur Ausübung des gemeinsamen Hobbys auf der Riedelbacher Segelfluganlage. In diesem Jahr sind zum ersten Mal die „Neuen“ von der Flugsportgruppe (FSG) Feldberg dabei. Denn am 27. Juni haben beide Vereine in einer außerordentlichen Versammlung im Freien unter Beisein eines Notars die Fusion beschlossen.

„Das war eine sinnvolle Folge der Entwicklung“, betonte Fluglehrer Berthold Wunderlich von der FSG. In Oberems sei der Personalbestand inzwischen so knapp gewesen, dass der Flugbetrieb gefährdet war. „Wie wäre das, wenn…“, diese Frage sei seit rund zwei Jahren im Gespräch gewesen, blickte Begovici zurück. Im Jahr 2019 habe man sich dann etwas intensiver damit beschäftigt. Denn bei der FSG Feldberg habe es bei 23 stimmberechtigten Mitgliedern nur noch etwa zwölf Aktive gegeben, während die Riedelbacher mit 55 Aktiven punkten können. Durch die Corona-Krise habe sich die Entscheidung etwas hingezogen, aber ein gemeinsamer Flugbetrieb habe am 9. Mai in Riedelbach aufgenommen werden können. „Wir sind sofort miteinander klar gekommen“ ergänzte Flugleiter Oliver Böhm. Vier Flugzeuge, zwei Einsitzer und zwei Doppelsitzer sowie einen Traktor haben die Oberemser mit in die „Ehe“ gebracht. Der Traktor war bei den Riedelbachern hochwillkommen. Denn jetzt entfällt das an den Start schieben der Flugzeuge mit mehreren Personen. In Corona-Zeiten hätten sonst die Tragflächen nach jedem Schieben desinfiziert werden müssen. Und mit dem einen Doppelsitzer ist ein baugleiches Schulungsflugzeug, wie es die Riedelbacher haben, hinzugekommen. Quelle: ‚Usinger-Anzeiger‚.

Die Kunst, mit der Luft zu schwimmen

Für Segelflieger gelten die gleiche Gesetze wie für die Vögel – sie sind immer auf der Suche nach warmen Aufwinden. Segelfliegen ist nicht nur ein Hobby, nicht nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung. Segelfliegen – ist das überhaupt ein Sport? Diese Frage höre ich oft. Auf den ersten Blick spricht einiges dagegen: In den meisten modernen Cockpit-Sitzen liege ich schon fast. Die Pedale an den Füßen lassen sich bequem an meine Beinlänge anpassen. Unter mir ein stoßabsorbierendes Sitzkissen. Im Nacken eine gepolsterte Kopfstütze. Klingt komfortabel oder? Na, dann wollen wir mal. Start an der Seilwinde. Beim Start beschleunigt das Flugzeug in wenigen Sekunden von null auf etwa 120 Kilometer pro Stunde. Ich werde in den Sitz gedrückt. Oben klinke ich das Seil aus. Mich verbindet jetzt nichts mehr mit der Erde. Wie lange kann man da eigentlich oben bleiben? Wenn das Wetter passt, fliege ich mehrere Stunden. Dann wird es anstrengend. Im Sommer wird das Cockpit zum Gewächshaus – im Frühjahr oder Herbst werden meine Füße taub vor Kälte. Das klingt jetzt wahrscheinlich nach einem recht einsamen Sport. Stundenlang allein im Cockpit. Segelfliegen klappt aber nur im Team. Alleine komme ich nicht in die Luft. Wenn ich fliege, helfen die anderen Vereinsmitglieder am Boden mit. Am nächsten Tag läuft es andersherum. Für unsere Leidenschaft opfern wir ein ganzes Wochenende. Quelle: ‚Deutschlandfunkkultur.de‚.

Hammelburger Sportsoldat fliegt ganz vorne mit

Für die Segelflug-Sportsoldaten der Bundeswehr stellt die Corona-Pandemie eine Herausforderung dar. Eigentlich wollte man die ganze Saison über an Segelflugmeisterschaften teilnehmen. Wegen der vielen Regelungen und Verfügungen, die durch den weltweiten Ausbruch der Erkrankung erlassen sind, wird daraus nun nichts. Schon im März musste ein Trainingslager in den französischen Alpen vorzeitig abgebrochen werden. Es war nicht einfach, eine Möglichkeit zur Fortsetzung des Trainings zu finden.

Eric Schneider von der Flugsportgruppe Hammelburg ist einer der insgesamt vier Sportsoldaten der Bundeswehr in der Sparte Segelflug Im Mai und Juni hat er die gesamte Gruppe einschließlich dem Segelflug-Bundestrainer Wolli Beyer auf seinen Heimatflugplatz auf der Hohen Lanz eingeladen. Dadurch hat er der Mannschaft laut einer Pressemitteilung der Flugsportgruppe eine willkommene Gelegenheit für ein Trainingslager verschafft. Geografisch betrachtet ist Hammelburg eine hervorragende Ausgangsbasis für Streckensegelflüge in verschiedene Himmelsrichtungen.

In der ersten Trainingswoche im Mai haben die vier Piloten über 12 600 Kilometer Flugstrecke angesammelt, und das, obwohl nicht jeder an jedem Tag in die Luft kam. Je nach Wind und Wetter flog man mal bis zum Schwarzwald, mal an die tschechische Grenze. Auch ein Flug über 900 Kilometer war wieder dabei. Am Sonntag nach Pfingsten versammelte man sich zur zweiten Trainingswoche in Hammelburg. „Heute war ein harter Trainingstag“, erzählt Eric Schneider am Abend nach der Landung. „Alles so, wie es nicht sein soll. Die Wolken tief, wenig Sonneneinstrahlung, viel Wind.“ Man sieht es gelassen. Es wurden zwar keine Rekordflüge hingelegt, aber trotz dieser widrigen Bedingungen konnten sich die vier und ihr Trainer jeweils mehrere Stunden in der Luft halten.

Zeit, die man nicht im Flugzeug verbringen kann, verstreicht nicht tatenlos. Man nutzt solche Momente zur Theorieschulung, Außerdem fühlt man sich bei den Hammelburger Fliegern gut aufgehoben. Paul Wissmann, einer der drei anderen Piloten, ist vollauf zufrieden: „Hammelburg bietet optimale Voraussetzungen in jeder Hinsicht. Die Verfügbarkeit von Schleppmaschinen, Unterkunft, Verpflegung. Es passt einfach alles.“ Auch Bundestrainer Beyer, der durch die Segelfliegerei viel auf der Welt herumgekommen ist, zeigt sich beeindruckt.

Obwohl die Meisterschaft-Events auf diversen Flugplätzen heuer abgesagt sind, gehen die Segelflüge trotzdem in eine Wertung ein. Die wichtigste Plattform hierfür ist der weltweit führende online-Streckenflug-Wettbewerb OLC. Vergleichbar mit anderen Sportarten gibt es hier unter anderem eine erste und zweite Bundesliga und eine U25-Liga. Eine Wertung dort trägt den Namen „Bitterwasser Cup“. Wer die meisten Punkte erfliegt, erhält ein Ticket für einen Trainingsaufenthalt in Bitterwasser. Jedem Segelflieger ist dieses Segelflugzentrum in Namibia ein Begriff. Dort einmal fliegen zu dürfen ist der Wunschtraum vieler. Eric Schneider führt diesen Wettstreit, an dem über 800 Piloten in ganz Deutschland teilnehmen, mit komfortablem Punktevorsprung an. Alle vier Sportsoldaten rangieren unter den ersten Zehn. Quelle: ‚Mainpost.de‚.

Kleiner Tierberg macht den Airport

Durchaus Schlimmeres stand zu vermuten, als Steinachs Feuerwehr am Dienstagmittag von der Rettungsleitstelle zu einem Flugzeugabsturz auf den Kleinen Tierberg beordert wurde. Auf dem Berg gegenüber hatte ein aufmerksamer Anwohner zuvor mitbekommen, dass kurz nach 12 Uhr ein Flieger niederging. Der Zeuge hatte daraufhin sofort den Notruf abgesetzt.

Gleichauf mit den Helfern war von der Leitstelle in Zella-Mehlis auch ein Rettungshubschrauber verständigt worden. Vor Ort konnte dann aber rasch Entwarnung gegeben werden. Dass es sich um eine unfreiwillige Landung handelt, ist zwar unbestritten. Doch kommt derlei in der Segelpiloten-Zunft ja durchaus öfter vor. Das bekannte Stichwort lautet: Abbruch der Thermik. Beim Aufsetzen auf der Wiese oberhalb der Brunnenstadt nahm weder der Mann im Cockpit noch seine Maschine Schaden. Wie die Polizei mitteilt, hatte der 22-Jährige zwar den ein oder anderen Baumwipfel im Sinkflug gestreift, doch blieb dies glücklicherweise folgenlos. Wie Einsatzleiter Holger Jacob schildert, setzte wenig später bereits der fliegende Notarzt auf. Es blieb allerdings bei einer nur kurzen Untersuchung des Unverletzten, dann konnte das Helikopter-Team auch flugs wieder abheben.

Aufgebrochen war der 22-Jährige aus Osnabrück am Morgen vom Segelfluplatz Saal/Am Kreuzberg, unweit von Bad Neustadt an der Saale gelegen. Geplant war eigentlich ein ganztägiger Ausflug in Richtung Rhön, der aber wegen des ausbleibenden Aufwindes in Steinach sein vorzeitiges Ende fand. Der einzig nennenswerte Schaden unterm Strich dürfte wohl der Zeitverlust geblieben sein. So dauerte es einige Stunden, bis ein Kollege des 22-Jährigen endlich Steinach erreichte, um Pilot und Fluggerät aus Südthüringen abzuholen. Abgesichert wurde das Geschehen auf dem „Stäniche“ Kurzzeitflughafen von rund 15 Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr. Quelle: ‚Südthüringen.de‘.

Erstflug der DG-1001E neo

Die DG-1001E hat Anfang Juli erfolgreich ihren Erstflug absolviert. Die neue Version der DG-1001 mit FES Antrieb der Fa. LZ Design hob mit Jelmer Wassenaar an Bord zu ihrem Jungfernflug ab. Das Flugzeug flog mit 18m neo Winglets und den kleinen FES-Batterien mit 2x14S und 4,2kWh. Mit der kleinen Batterie sind aktuell etwa 15min Steigflug bei 1m/s möglich, oder alternativ gut eine halbe Stunde Reise-Flug bei 105km/h. Um diese Leistungen deutlich zu steigern warten wir aktuell auf die Freigabe für die großen Batterien. Nach aktuellen EASA Zulassungsvorschriften müssen diese zusätzliche Tests durchlaufen, die noch nicht alle abgearbeitet werden konnten. Die neuen 20m neo Winglets stehen kurz vor ihrer Fertigstellung.

Es konnte bereits auch das erste Flugzeug an seinen Kunden übergeben werden. Der FSR Kraichgau aus Sinsheim darf nun seit letzter Woche eine DG-1001E neo sein Eigen nennen. Das Flugzeug ist neben dem neuen FES System auch mit einer Handicap Steuerung ausgestattet. In Kooperation mit der Aktion Mensch und DG Flugzeugbau konnte der Verein seinem Rolli Flieger Martin Köhl ermöglichen auch bald mit dem neuen Doppelsitzer des Vereins zu fliegen. Aktuell läuft bei DG die Flugerprobung des Kunstfluges mit der DG-1001E neo. Um der Rolle als Allzweckflugzeug möglichst gerecht zu werden wird man die DG-1001E mit 17,2m Spannweite und ohne die FES Batterien auch im Kunstflug einsetzen können.

Sobald die neuen Ansteckflügel verfügbar sind werden wir auch damit beginnen die Vielzahl an Probefluganfragen abzuarbeiten. Wir freuen uns Ihnen dieses wunderschöne Flugzeug bald präsentieren zu können.

Stefan Langer: 5 Crazy Flights in a Glider

Watch the TOP 5 glider flights captured on camera from Stefan Langer. From flying into a funnel cloud in Germany to making a lowpass at the beach of New Zealand and … landing a glider like a fighter jet in Italy?

Hangelar: 17-jährige Segelfliegerin abgestürzt

Ein gerissenes Zugseil ist offenbar verantwortlich für den Absturz eines Segelfliegers am Flugplatz Hangelar. Die 17 Jahre alte Pilotin wurde bei dem Absturz am Samstagnachmittag schwer verletzt. Sie musste aus dem Flieger befreit werden. euerwehr und Rettungsdienst waren am Samstagnachnittag am Flugplatz Hangelar im Einsatz: Dort war um kurz nach 15 Uhr ein Segelflugzeug abgestürzt. Die 17 Jahre alte Pilotin wurde bei dem Absturz schwer verletzt. Offenbar war ein Zugseil beim Start des Segelfliegers gerissen, wie zwei Augenzeugen bestätigten. Demnach sei das Flugzeug gerade mit Seilwinde in die Luft gezogen worden, als das Seil riss. Laut der Augenzeugen sei die Maschine nach links gekippt und ins Trudeln geraten. Die unmotorisierte Maschine stürzte schließlich aus mehreren hundert Metern ab.

Durch Zufall war gerade ein Rettungshubschrauber der deutschen Luftrettung samt Notarzt aus Berlin sowie ein Rettungswagen mit Rettungsassistenten aus Sankt Augustin auf dem Flugplatzgelände. Ein Patient aus Berlin wurde an den Rettungsdienst zum Weitertransport in eine Klinik übergeben, während der Flugunfall passierte. Als die Teams den Absturz sahen, eilten sie direkt an die Unglücksstelle und leisteten Erste Hilfe. Parallel dazu forderten sie weitere Rettungskräfte an.

Die junge Pilotin wurde nach dem Absturz in dem Segelflieger eingeschlossen und musste von den Rettungskräften befreit werden. Rund 60 Feuerwehrkräfte der Einheiten aus Hangelar, Mülldorf, Niederpleis und Menden, ein Notarzt aus Siegburg und Polizeibeamte rückten daraufhin zu dem etwas abgelegenen Bereich des Flugplatzes aus. Mit hydraulischem Schneidgerät trennten die Feuerwehrkräfte den Steuerknüppel der Maschine ab, um die junge Frau befreien zu können. Die schwer verletzte Pilotin wurde nach der Erstversorgung zunächst in einem Rettungswagen weiterbehandelt. Anschließend wurde die junge Pilotin mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Eine Gruppe von Flugschülern, die Augenzeugen des Absturzes wurden, wurden durch einen Notarzt und einen hinzu alarmierten Feuerwehr-Seelsorger vorsorglich betreut.

Experten der Flugsicherung haben die Ermittlungen übernommen. Mit einer Drohne nahm dazu die Feuerwehr Bilder vom Absturzort auf. Nach dem Absturz wurde der Flugbetrieb direkt eingestellt. Dieser sollte auch erst nach Abschluss der Unfallaufnahme durch die Experten wieder aufgenommen werden. Die 17-jährige Pilotin war keine Flugschülerin, sondern hatte bereits ihren Flugschein. Diesen darf man bereits mit 16 Jahren machen. Quelle: ‚General-Anzeiger‚.

Shark-Treffen

Beim Shark-Treffen in Hilzingen steigen Piloten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz in die Lüfte. Wir haben uns auf dem Flugplatz umgesehen und sind schließlich sogar selbst in eines der zwölf Teilnehmer-Flugzeuge gestiegen. Quelle: ‚Südkurier‚.

Segelfliegen: Junioren-Staatsmeisterschaft

Über den Wolken ist die Freiheit nicht immer grenzenlos – Das wissen vor allem die Piloten, die dieser Tage bei den Junioren-Meisterschsaften im Segelfliegen in Timmersdorf bei Leoben mit dabei sind. Sie müssen sich an genaue Wegpunkte halten, um um den Sieg mitfliegen zu können. Bei den Segelflugmeisterschaften geht es einserseits um Geschwindigkeit – und andererseits um Ausdauer. Quelle: ‚ORF‚. Mehr erfahren.

Segelflugzeug stürzt ab – Pilot wird schwer verletzt

Auf dem Flugplatz Bad Gandersheim kam es am Montag, 13. Juli, zu einem Flugunfall, bei dem ein 65-jähriger Däne schwer verletzt wurde. Der 65-jährige dänische Staatsangehörige wollte demnach gegen 13.30 Uhr mit seinem Segelflugzeug vom Flugplatz Bad Gandersheim zu einem Rundflug starten. Hierzu sollte das Flugzeug mittels einer Seilwinde in die Luft gezogen werden. Offenbar aufgrund einer Fehleinschätzung beim Startvorgang geriet der Segelflieger zunächst in Schräglage, sodass eine der Tragflächen den Untergrund berührte. In der Folge verlor der Pilot die Kontrolle über das Flugzeug und stürzte aus circa 15 Metern Höhe auf das Flugplatzgelände, berichtet die Polizei. Der 65-jährige zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Universitätsmedizin Göttingen gebracht. Am Flugzeug entstand Totalschaden in Höhe von etwa 30.000 Euro. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) wurde über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Die Ermittlungen wurden durch das Polizeikommissariat Bad Gandersheim aufgenommen. Ein technischer Defekt oder Fehlverhalten dritter Personen könne derzeit allerdings ausgeschlossen werden, so die Polizei abschließend. Quelle: ‚Harzkurier‚. Bild: Polizeikommissariat Bad Gandersheim.

AS 33 Zulassung im September erwartet

Jahrelang war die ASG 29 national und international ein wichtiger Player im Wettbewerbsgeschehen der 18m-Klasse. Das Nachfolgemodell, die AS 33 – steht offenbar kurz vor der Zulassung. Trotz aller Widrigkeiten infolge der Covid-19-Pandemie und der Reisebeschränkung behördlicher Vertreter ist Schleicher in Poppenhausen zuversichtlich, das Zulassungsverfahren der AS 33 bereits im September abschliessen zu können. In Kürze soll auch der Erstflug der 15m-Variante stattfinden.

Elektrosegler AS 34 Me kurz vor der Fertigstellung

Der Erstflug des neuen, eigenstartfähigen Elektroseglers AS 34 Me von Schleicher steht offenbar bevor. Das Konstruktionsteam ist derzeit mit der Feinabstimmung von Bedieneinheit, Motorregler und Batteriemanagementsystem (BMS) sowie den Sicherheitsfeatures beschäftigt. Schleicher setzt bei diesem Elektro-Eigenstarter auf „Eigenstart einfach elektrisch, absolute Unabhängigkeit reduziert auf das Wesentliche“. Damit sollen Piloten angesprochen werden, für die hauptsächlich der Genuss am Fliegen im Vordergrund steht, ohne dabei auf die Vorzüge eines Eigenstarters verzichten zu müssen. Eine einfache Triebwerksbedienung und reduzierter Wartungsaufwand sollen den Fokus auf das eigentlichen Erlebnis Segelflug legen.

Deutschland, das neue Namibia

Am Wochenende von Samstag/Sonntag sowie am Montag, 11. bis 13. Juli, wurden von Startplätzen in Deutschland 128 Flüge durchgeführt, die in der Auswertung mehr als 1’000 Punkte-Kilometer ergaben. Deutschland erweist sich damit als neues Segelflugparadies mit möglichen Distanzen, die thermisch vor allem im Winterhalbjahr in der südlichen Hemisphäre geflogen werden. Bild: FAI / facebook.

Übersicht:

  1. Juli: 09 Flüge über 1’000 Punkte-Kilometer
  2. Juli: 91 Flüge über 1’000 Punkte-Kilometer
  3. Juli: 28 Flüge über 1’000 Punkte-Kilometer