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Hammelburger Sportsoldat fliegt ganz vorne mit

Für die Segelflug-Sportsoldaten der Bundeswehr stellt die Corona-Pandemie eine Herausforderung dar. Eigentlich wollte man die ganze Saison über an Segelflugmeisterschaften teilnehmen. Wegen der vielen Regelungen und Verfügungen, die durch den weltweiten Ausbruch der Erkrankung erlassen sind, wird daraus nun nichts. Schon im März musste ein Trainingslager in den französischen Alpen vorzeitig abgebrochen werden. Es war nicht einfach, eine Möglichkeit zur Fortsetzung des Trainings zu finden.

Eric Schneider von der Flugsportgruppe Hammelburg ist einer der insgesamt vier Sportsoldaten der Bundeswehr in der Sparte Segelflug Im Mai und Juni hat er die gesamte Gruppe einschließlich dem Segelflug-Bundestrainer Wolli Beyer auf seinen Heimatflugplatz auf der Hohen Lanz eingeladen. Dadurch hat er der Mannschaft laut einer Pressemitteilung der Flugsportgruppe eine willkommene Gelegenheit für ein Trainingslager verschafft. Geografisch betrachtet ist Hammelburg eine hervorragende Ausgangsbasis für Streckensegelflüge in verschiedene Himmelsrichtungen.

In der ersten Trainingswoche im Mai haben die vier Piloten über 12 600 Kilometer Flugstrecke angesammelt, und das, obwohl nicht jeder an jedem Tag in die Luft kam. Je nach Wind und Wetter flog man mal bis zum Schwarzwald, mal an die tschechische Grenze. Auch ein Flug über 900 Kilometer war wieder dabei. Am Sonntag nach Pfingsten versammelte man sich zur zweiten Trainingswoche in Hammelburg. „Heute war ein harter Trainingstag“, erzählt Eric Schneider am Abend nach der Landung. „Alles so, wie es nicht sein soll. Die Wolken tief, wenig Sonneneinstrahlung, viel Wind.“ Man sieht es gelassen. Es wurden zwar keine Rekordflüge hingelegt, aber trotz dieser widrigen Bedingungen konnten sich die vier und ihr Trainer jeweils mehrere Stunden in der Luft halten.

Zeit, die man nicht im Flugzeug verbringen kann, verstreicht nicht tatenlos. Man nutzt solche Momente zur Theorieschulung, Außerdem fühlt man sich bei den Hammelburger Fliegern gut aufgehoben. Paul Wissmann, einer der drei anderen Piloten, ist vollauf zufrieden: „Hammelburg bietet optimale Voraussetzungen in jeder Hinsicht. Die Verfügbarkeit von Schleppmaschinen, Unterkunft, Verpflegung. Es passt einfach alles.“ Auch Bundestrainer Beyer, der durch die Segelfliegerei viel auf der Welt herumgekommen ist, zeigt sich beeindruckt.

Obwohl die Meisterschaft-Events auf diversen Flugplätzen heuer abgesagt sind, gehen die Segelflüge trotzdem in eine Wertung ein. Die wichtigste Plattform hierfür ist der weltweit führende online-Streckenflug-Wettbewerb OLC. Vergleichbar mit anderen Sportarten gibt es hier unter anderem eine erste und zweite Bundesliga und eine U25-Liga. Eine Wertung dort trägt den Namen „Bitterwasser Cup“. Wer die meisten Punkte erfliegt, erhält ein Ticket für einen Trainingsaufenthalt in Bitterwasser. Jedem Segelflieger ist dieses Segelflugzentrum in Namibia ein Begriff. Dort einmal fliegen zu dürfen ist der Wunschtraum vieler. Eric Schneider führt diesen Wettstreit, an dem über 800 Piloten in ganz Deutschland teilnehmen, mit komfortablem Punktevorsprung an. Alle vier Sportsoldaten rangieren unter den ersten Zehn. Quelle: ‚Mainpost.de‚.

Stefan Langer: 5 Crazy Flights in a Glider

Watch the TOP 5 glider flights captured on camera from Stefan Langer. From flying into a funnel cloud in Germany to making a lowpass at the beach of New Zealand and … landing a glider like a fighter jet in Italy?

Deutschland, das neue Namibia

Am Wochenende von Samstag/Sonntag sowie am Montag, 11. bis 13. Juli, wurden von Startplätzen in Deutschland 128 Flüge durchgeführt, die in der Auswertung mehr als 1’000 Punkte-Kilometer ergaben. Deutschland erweist sich damit als neues Segelflugparadies mit möglichen Distanzen, die thermisch vor allem im Winterhalbjahr in der südlichen Hemisphäre geflogen werden. Bild: FAI / facebook.

Übersicht:

  1. Juli: 09 Flüge über 1’000 Punkte-Kilometer
  2. Juli: 91 Flüge über 1’000 Punkte-Kilometer
  3. Juli: 28 Flüge über 1’000 Punkte-Kilometer

„Longest-Day-Fliegen“ auf dem Egelsberg

Fliegen am längsten Tag des Jahres von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang: Die Segelflug-Sportler am Egelsberg haben den Tag der Sommersonnenwende ausgiebig genutzt.

Bereits um 4 Uhr morgens trafen sich die Frühaufsteher des Vereins für Segelflug (VfS) am Hangar, um den Flugtag vorzubereiten. Pünktlich um 5.13 Uhr bei Sonnenaufgang hob dann der erste Segler in den Krefelder Morgenhimmel mit seinen besonderen Lichtverhältnissen ab.

Auch wenn es nicht der ganz brillante Sonnenaufgang war und einige Wolken den Himmel bedeckten, konnten nacheinander alle Piloten das frühe Erlebnis genießen, um in besonders ruhiger Luft über die noch verschlafene niederrheinische Landschaft zu gleiten. Nach einem guten Frühstück hatten sich die Wolken verzogen und es herrschten ideale Wetterbedingungen für viele Ausbildungs- und Streckenflüge. Quelle: ‚RP-online.de‚.

Diamant an Bord

Michael Wunder Christian Walle, der Vorsitzende des Luftsport Clubs (LSC) Nordhalben, hat seinen ersten Diamanten erflogen. Der leidenschaftliche Segelflieger hat bei seinem Zielstreckenflug, der eine vorgegebene Route mit verschiedenen Wendepunkten und einer Mindestfluglänge von 300 Kilometern vorschreibt, knapp 460 Kilometer hinter sich gebracht. In über fünfeinhalb Stunden ging es vom heimischen Segelflugplatz Titschendorf nach Chemnitz, von dort nach Weiden in der Oberpfalz und schließlich mit einer Zusatzstrecke zurück nach Titschendorf. Christian Walle hat sich mit dem Leistungsabzeichen „Silber C“ bereits vor Jahren die Voraussetzungen für die Diamanten und Diplome erworben. Nunmehr hat der 33-Jährige mit seinem Segelflugzeug LS 4 das erste von drei Diamantabzeichen mit Erfolg abgelegt. Er musste dabei im Vorfeld seinen Zielstreckenflug mit den entsprechenden Wendepunkten anmelden und anschließend einen Antrag an die Landesauswertungsstelle in Thüringen schicken. Überprüft werden derartige Leistungsprüfungen aufgrund der eingereichten GPS-Daten, welche mit eingereicht werden müssen. Darüber hinaus muss ein Zeuge vor Ort den absolvierten Flug mit Unterschrift bestätigen. Neben vielen Aufgaben als Vorsitzender und Fluglehrer hat Christian Walle in diesem Jahr einen weiteren Diamanten im Blick. „Nachdem der Segelflugsport derzeit mit entsprechenden Auflagen wieder möglich ist, möchte ich heuer den Streckendiamanten, der eine angemeldete Flugstrecke von 500 Kilometer vorschreibt, angehen“, sagte er zuversichtlich.

Den dritten Diamanten sowie die Höhe für das Leistungsabzeichen „Gold C“, hier geht es nicht um die Flugsstrecke, sondern um die Flughöhe, kann er auf heimischen Gebiet nicht machen. Die Thermik reicht hier bei weitem nicht aus, so dass er für diese Flüge mit einer Mindesthöhe von 3000 und 5000 Metern, in die Alpen, nach Italien oder Südfrankreich reisen muss. In diesen Gebieten entstehen sogenannte Leewellen, die ein Segelflugzeug bis auf diese Höhen steigen lassen können.

„Da ist schon ein gewisser Aufwand. Man benötigt Atemgeräte und gute Kleidung, schließlich herrschen in diesen Höhen bis zu minus 30 Grad.“ In heimischen Regionen gehe es nur bis zu einer Flughöhe von drei Kilometern über Meeresspiegel. „Die sind schon was Besonderes für unsere bescheidenen Verhältnisse“, sagt Walle. Er verweist dabei auch auf die älteren Vereinsmaschinen, mit denen derartige Leistungsflüge nur schwer durchzuführen sind. Hochmoderne neue Maschinen bieten speziell für Leistungsflüge eine wesentlich bessere Voraussetzungen. Quelle: ‚infranken.de‚.

Junioren-Trainingslager in Schänis

Autor: Harald Kirchberger

Die sehr guten Kontakte zu den Schweizer Junioren und deren Teamchefs Beat Straub und Pascal Brunner gibt es seit einigen Jahren. Viele Schweizer Junioren waren bereits bei uns zu diversen Events zu Gast und nun wurden die Gliding Juniors zur Junioren Schweizermeisterschaft eingeladen. Aufgrund der aktuellen Umstände wurde daraus ein unter Wettbewerbsbedingungen durchgeführtes Trainingslager mit Briefings, Tasks, Debriefings usw. Mit Nico Jägli, Lukas Schneeberger und Lukas Kirchberger waren 3 GlidingJuniors am Start, Paul war als Helfer dabei und durfte mit Mike Hürlimann im Arcus fliegen. Stehen ja in Schänis genug herum… 😉

Das lokale Team rund um Mike und Susann hat das Trainiingslager perfekt vorbereitet und abgewickelt. Wir wurden ausgesprochen freundlich und zuvorkommend empfangen. Die Stimmung unter den (vielen!) Teilnehmern und Coaches war sehr gut. Ein ausgewogenes Gemisch aus Flügen, Analysen, Theorieeinheiten und ein sehr spannender Vortrag von Davide Giovanelli über seinen 1000er – Flug brachte für alle Leistungsstufen einen grossen Gewinn an Wissen … hier den ganzen Bericht lesen.

EGLIDE-Wettbewerb im Grand Prix Format

Der Fliegerclub Großrückerswalde e.V. veranstaltet vom 28. August bis 5. September 2020 die zweite Auflage des EGLIDE-Wettbewerbs im Grand Prix Format. Nach einem ersten erfolgreichen Wettbewerb in den Bergen des nördlichen Apennins folgt nun die zweite Auflage des Events über dem Weltkulturerbe Erzgebirge. Das Format E2GLIDE hat zum Ziel, die gesammelte Erfahrung vom 1. eglidecontest 2019 in Pavullo/Italien strukturiert aufzugreifen und mit weiteren Ideen zu kombinieren. Der Einsatz von definierten Motorkontingenten während des Wertungsfluges ermöglicht zunehmende Unabhängigkeit von Wettererscheinungen und öffentlichkeitswirksame Renn-Events.

Anfang September werden sich bis zu 20 Teilnehmer in spannenden Luftrennen vom Flugplatz Grossrückerswalde aus um die effizienteste Flugwegwahl duellieren, darunter einige VIPs der Segelflugszene. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Segelflugwettbewerben darf nach dem Regatta-Abflug ein definiertes Energiekontingent genutzt werden, um mithilfe eines Elektromotors Außenlandungen zu vermeiden oder die Durchschnittgeschwindigkeit zu erhöhen. Wer zuerst das Zielband überfliegt, gewinnt den Tag. Überschrittenes Energiekontingent wird mit einer Zeitstrafe belegt. Unter www.e2glide.de finden Sie alle wichtigen Informationen über die Veranstaltung.

Flying Sailplanes & Acrobatics

Video (from Ty Gunnlaugsson) he made back in 2013 but never posted. „I sure had a good time flying sailplanes and doing acrobatics for someone in High School! Feel free to comment if you want to learn more about flying sailplanes.“

Segelflug ins Maisfeld

Kurzer Schock in der Gemeinde Petersberg (Landkreis Fulda): wie das Polizeipräsidium Osthessen bekannt gab, kam es am Sonntag um 19:55 Uhr auf einem Maisfeld neben der Bundesstraße 458, Höhe Böckels, zu einer unplanmäßigen Landung eines Segelfliegers. Aufgrund ungünstiger thermischer Verhältnisse war der Pilot gezwungen seinen Segler zu landen. Bei dem nicht alltäglichen Manöver entstand weder Personen- noch Sachschaden am Segler. Bezüglich des Ernteausfalls wurden die Personalien zwischen dem Landwirt und dem Piloten ausgetauscht. Quelle: ‚Osthessen-News‘.

Savoyen: Segelflugunfall

Am Donnerstag, 25. Juni, stürzte in Savoyen, unweit des Tunnels Pas de la Fosse, ein zweisitziges Segelflugzeug ab. Um 17.00 Uhr wurden die Rettungsdienste mobilisiert. Zwei Verletzte wurden gefunden. Ihr Zustand ist zur Zeit unbekannt.

Der Hochgebirgs-Gendarmeriezug (PGHM) von Modane wurde für diese Intervention aufgeboten. Ein Pilot des Clubs von Chambéry alarmierte die Rettungskräfte, als er das Flugzeug am Boden sah. Die Umstände des Unfalls sind noch nicht bekannt. Quelle: ‚France 3‚. Bild: ‚Le Dauphiné‚.

1000 Kilometer im Segelflug

Im Mai flogen zwei Piloten des LSV Egge aus Vinsebeck mit dem Segelflugzeug je eine Strecke von über 1000 Kilometern, am Stück und ohne Zwischenlandung. Wie geht das? Die Sonne erwärmt den Boden und dieser die Luft darüber. Ist diese nun zu leicht geworden, dann steigt sie auf. In diesem Aufzug, der Thermik, von den Piloten auch liebevoll „Bart“ genannt, können die Flugzeuge aufsteigen. Die bekannten „Schäfchenwolken“ markieren die obere Etage des „Bartes“. So sind diese Aufzüge für die Piloten leichter zu finden. Die so gewonnen Höhe wird nun wie bei einer Papierschwalbe in Strecke umgesetzt: bis zum Erreichen eines nächsten Aufzuges. So gelang den beiden Piloten diese außergewöhnliche Leistung. Es waren die ersten Flüge mit einer Strecke von über 1000 km, die überhaupt vom Flugplatz Oerlinghausen aus, geflogen wurden. Das Flugzeug der Piloten ist dort stationiert, um geeignetes Wetter auch während der Wochentage nutzen zu können.

Andreas Hillebrand startete am 05. Mai um 9:54 Uhr mit der ersten Thermik, um den Tag voll nutzen zu können. Gelandet wurde nach fast 10 ½ Stunden, einer Strecke von 1020 Kilometern und damit einer Schnittgeschwindigkeit von 101 km/h um 20:13 Uhr Ortszeit. Um eine solche Leistung zu vollbringen muss über Jahre trainiert werden. Der Berufspilot fliegt bereits seit der Schulzeit auch Segelflug. „Zu einem solchen Flug gehört auch eine intensive Beobachtung des Wetters und seiner Vorhersagen. Und das bereits über mehrere Tage vor dem Flug“, so Hillebrand. Außerdem muss neben der körperlichen Fitness und Konzentrationsfähigkeit auch der Wille eine solche Leistung vollbringen zu wollen, vorhanden sein. „All das und die nötige Portion Glück führten dazu, dass der Flug gelang“, so der Pilot.

Josef Meyer aus Bergheim/Steinheim startete am 14. Mai ebenfalls um 09:54 Uhr, brauchte mit einer Geschwindigkeit von 106 km/h für die geflogene Strecke von 1056 km ganze 10 Stunden und 19 Minuten. Bei Josef Meyer spielt auch die große Erfahrung eine wichtige Rolle. Bereits seit seiner Kindheit träumt der gelernte Landwirt vom Fliegen und ist seit den siebziger Jahren Pilot im LSV Egge (www.lsv-egge.de). „Einen solchen Flug macht man nicht von heute auf morgen“, so der Pilot. „Erfahrung ist enorm wichtig. Man muss Situationen, wie eine Wetteränderung, erkennen und vor allem dann zu seinem Vorteil nutzen können“, so Meyer. Bei einer derartig großen Strecke trifft man nicht nur auf das gewünschte Wetter. Von blauem Himmel bis zu Schneeschauern kann im Mai alles vorkommen.

So war es für die Piloten eine Wonne, das außergewöhnliche Wetter im Mai nutzen zu können. Es muss trotzdem während des gesamten Fluges mit hoher Konzentration geflogen, das Wetter beobachtet, Entscheidungen überprüft und eventuell geändert werden. Langeweile kommt so nie auf. Diese Konzentration während des Fluges macht den Kopf frei. Die Sorgen des Alltages bleiben auf der Erde. Quelle: ‚Deutschland today‚.

Stand Flugplanpflicht für Segelflüge

Seit 15. Juni 2020 hat die Schweiz die Grenzen zu allen EU-/EFTA-Staaten und den UK wieder geöffnet. Flüge ins Ausland sind somit grundsätzlich möglich, bedürfen jedoch einer guten Vorbereitung. Folgende Änderungen betreffend der Flugplanpflicht für Flüge ins Ausland sind zu berücksichtigen. Der SFVS führt die Diskussionen mit dem BAZL über Flugplanpflicht für grenzüberschreitende Flüge mit Segelflugzeugen weiter. Die Schweiz verzichtet auf Flugplanpflicht, falls das betroffene Nachbarland es ebenfalls macht (Art. 16 Abs. 2 VRV-L). Nach Abklärung mit dem BAZL ist die aktuelle Lage bezüglich Flugplanpflicht so:

  • Österreich:
    Kein Flugplanpflicht, stattdessen Streckenflugausweis
  • Deutschland:
    Kein Flugplanpflicht ab dem 16.07.2020, stattdessen Streckenflugausweis
  • Frankreich: nach wie vor Flugplanpflicht
  • Italien: nach wie vor Flugplanpflicht

Das BAZL arbeitet aktiv daran, die Lage mit Frankreich und Italien abzuklären und hält uns auf dem laufenden. Das AIP (ENR 5.5) sowie das VFR Manual (RAC 3-1-2 und RAC 4-2-1) werden zeitgerecht aufdatiert. Die nächste Publikation inkl. Bereinigung der Inhalte findet voraussichtlich am 16. Juli 2020 statt.

Wir erinnern daran, dass ohne Flugplan ein Alarmdienst nur verzögert ausgelöst werden kann. Flugpläne werden überwacht und bei fehlender Landemeldung wird Alarm ausgelöst. Auch wenn kein Flugplanpflicht besteht, ist es möglich einen Flugplan abzugeben, um vom Alarmdienst zu profitieren. Einen Beispiel-Flugplan für Segelflüge finden Sie hier. Quelle: ‚SFVS‚.

In der Duracher Pilotengruppe ist jedes Alter vertreten

Unter strengen hygienischen Sicherheitsvorschriften – so darf zum Beispiel in Doppelsitzern nur mit Mund- und Nasenschutz geflogen werden und bei jedem Pilotenwechsel wird das Cockpit desinfiziert – ist seit Kurzem auch der Segelflugsport wieder erlaubt. In einer Altersmischung wie kaum in einer anderen Sportart trifft sich wieder eine Pilotengruppe jedes Wochenende auf dem Flugplatz in Durach. Mit 14 Jahren, dem Mindestalter für den Schulungsbeginn, saß Gregor Nenning zum ersten Mal auf dem Pilotensitz eines Segelflugzeuges. Der Fluglehrer auf dem hinteren Sitz der Schulungsmaschine ermunterte ihn, zunächst nur die Steuerungsbewegungen am Knüppel und an den Pedalen mitzufühlen. Schon nach wenigen Schulungsflügen übernahm der Lehrer nur noch während des Start- und des Landevorganges die vollständige Kontrolle über das Flugzeug, während in der Luft der Schüler die Steuerungsorgane selbst bedienen durfte. So entwickelte er nach und nach das Gefühl, wie ein solches Flugzeug sicher und zuverlässig zu manövrieren ist.

Heute ist Gregor mit 18 Jahren der jüngste Pilot unter den Duracher Segelfliegern, nachdem er vor zwei Jahren die letzten Prüfungen mit hervorragendem Erfolg absolviert hat. Er ist nunmehr dabei, die grandiose Bergwelt der Alpen auf den ersten Erkundungsflügen zu erschnuppern. Seine Kollegen wünschen ihm dazu viel Freude und Erfolg. Einer dieser Kollegen kennt diese Bergwelt bereits wie seine Hosentasche. Er war außerdem dreimal Europameister im Sandbahnrennen, dreimal deutscher Meister im Motorflug, war begeisterter Skiläufer und Allroundsportler, ist aber heute mit 86 Jahren nach eigenen Angaben „am liebsten auf dem Kanapee, weils klemmt“.

Aber Segelflug betreibt er noch immer. Die Rede ist von Wack Hofmeister, der als ältester Segelflugpilot des Vereines so gut wie jedes Wochenende mit seiner „Libelle“ unterwegs ist. Natürlich nicht ganz so extrem wie zu Zeiten, aus denen er gerne erzählt: „Wenn dich die Föhnwelle auf 7000 Meter getrage hat, dann siehst du unter dir etwas, das wie eine kleine Erderhebung aussieht. Erstaunt stellst du fest, dass es sich um den Mont Blanc handelt.“

Aber noch heute fliegt er an guten Tagen ins Engadin oder in die andere Richtung in die von Segelfliegern ebenso beliebte Gegend von Zell am See. Und noch immer schwärmt er nach einem solchen Flug voll Ehrfurcht von der erhabenen Schönheit der alpinen Bergwelt wie sie sich besonders der Perspektive des Fliegenden darstellt. Eines eindrucksvolleren Beweises, dass Segelfliegen ein Sport für ein ganzes Leben ist, bedarf es wohl nicht. Von 18 bis 86 ist bei den Duracher Segelfliegern jedes Alter vertreten und jeder ist herzlich eingeladen, den Pilotenschein für Segelflugzeuge zu machen. Quelle: ‚Kreisbote.de‘.

Coesfelder bricht deutschen Segelflug-Rekord

Perfektes Wetter, viel Erfahrung und einen starken Willen brachten Mark Wenning dazu, vor Kurzem früh morgens mit seinem Segelflugzeug vom Flugplatz Stadtlohn bis hinter Schwerin und wieder zurück zu fliegen. Ohne Motor. Nur mit der Kraft der Natur. Der 28-jährige Fluglehrer vom Coesfelder Luftsportverein nutzte die thermischen Aufwinde unter den Schönwetterwolken dabei so geschickt aus, dass er sogar den deutschen Rekord in seiner Wertungsklasse über eine freie Zielrückkehrstrecke brach. Den alten Rekord aus dem Jahr 2017 (711 geflogene Kilometer) erhöhte Wenning auf insgesamt 744 Kilometer und nahm damit einem Segelflieger aus Bayern den Titel ab. Inzwischen wurde der Rekord auch offiziell vom Deutschen Aero Club bestätigt. Quelle: ‚Allgemeine Zeitung‚.

Die Welt von oben sehen

Die Liste von Wolfgang Janowitsch’ (58) Erfolgen ist lang: zweimal Vizeweltmeister, fünfmal Europameister und zweimal Weltmeister im Streckensegelflug, dazu kommen etliche Rekordflüge. Der in Baden lebende Janowitsch ist Berufspilot, am Fliegen begeistert ihn der Perspektivenwechsel. Für seine Segelflüge sitzt er auch gerne schon einmal bis zu zehn Stunden im Flugzeug. „Der längste Flug dauerte 14 Stunden. Da bin ich in den Anden mit einem Kollegen 2.300 Kilometer geflogen“, erzählt der amtierende Weltmeister. Nächstes Jahr im Juli findet die nächste WM statt. In der Zwischenzeit hebt Janowitsch vom Heimatflugplatz in Wiener Neustadt ab und reiht sich in einem weltweiten Online-Bewerb in die Top-Ränge ein. „Hier werden weltweit Flüge aufgezeichnet, derzeit bin in da hinter einem Tschechen auf dem zweiten Platz gelistet“, erklärte er im KURIER-Gespräch. Sein jüngstes Meisterstück aus der Vorwoche: Ein Segelflug über 1.033 Kilometer. „Das war eigentlich gar nicht so etwas Besonderes“, gibt sich der 58-Jährige bescheiden. Tatsächlich zeichnete sich der Flug vor allem durch die Strecke aus. Die führte nämlich über den bayrischen Wald sowie die schwäbische und die fränkische Alp. Von Wiener Neustadt weg ging es zunächst nach Matzendorf-Hölles, schließlich nach Bodenmais, Fünfstetten, Bärnau, Gaming, Ritzing und über Wöllersdorf-Steinabrückl wieder zurück nach Wiener Neustadt, wo er nach exakt zehn Stunden landete. „Normalerweise geht Segelfliegen besonders gut in den Bergen, wegen des Windes. Was viele aber nicht wissen: zum Segelfliegen braucht man Aufwind – und der entsteht durch Thermik“, erklärt Janowitsch wieso er diese Strecke wählte. Grundsätzlich sei jetzt die beste Jahreszeit zum Segelfliegen. Im Mai und im Juni seien die Tage lang, zudem sei die sogenannte „labile Luftmasse“ ein Vorteil. „Das heißt, die Meere sind noch kalt, aber warme Luft steigt auf“, schildert der mehrfache Weltmeister. Er schmunzelt: „Das heißt, das typische Badewetter ist eigentlich nicht so das Segelflugwetter.“ Quelle: ‚Kurier.at‚.

JSM und Regional-Meisterschaft in Bex

Die GVV „Les Martinets“ freut sich, Euch zur Junioren Schweizermeisterschaft (JSM) und zur Regional Meisterschaft (RM) einzuladen. Sie finden parallel in Bex (LSGB) vom 02. bis 05. Juli 2020 statt. Anmeldung und Informationen.

Wasserkuppe: Museum öffnet wieder

Ab Samstag 30. Mai 2020 um 10 Uhr können Besucher im Deutschen Segelflugmuseum mit Modellflug auf der Wasserkuppe auf den Spuren der Pioniere des Flugsportes wandeln und erleben, wie der Traum vom Fliegen wahr wurde. Das Museum zeigt eine faszinierende Ausstellung historischer und moderner Fluggeräte auf einer Fläche von rund 4.000 Quadratmetern. Mehr erfahren über die abenteuerlichen Anfänge des Flugsports, die leidenschaftliche Entwicklung und Forschung auf den unbewaldeten Höhen des Rhöner Bergs bis zum heutigen Stand modernster Flugzeug-Technik. Die einzigartige Ausstellung von rund 60 Originalen und Nachbauten spannt den Bogen von den ersten Gleitern bis zum High Tech Segelflugzeug, das Weltrekorde gebrochen hat. Auf dem Rundgang entdecken Sie Raritäten wie den Urvater des modernen Segelflugzeugs, den Vampyr, die legendäre Blaue Maus oder die kuriose Raketenente. Des Weiteren beherbergt das Museum eine Vielzahl von Modellflugzeugen, sowie die beeindruckende Sammlung von Modellmotoren der Dr.-Rubin-Stiftung. Auch hier entdecken Sie Meilensteine in der Geschichte des Modellfluges. Darunter Raritäten wie das Original-Modellflugzeug von Tierforscher Bernhard Grzimek mit eingebauter Kamera für seine seltenen Tieraufnahmen. Das Museum aus der „Kupp“ freut sich auf seine Besucher. Die notwendigen Hygiene-Hinweise sind am Eingang des Museums nachzulesen. Quelle: ‚DAeC‚.

Im kontrollierten Steigflug aus der Krise

Auf der Hahnweide ist nach wochenlangem Stillstand Leben zurückgekehrt. Die Fliegergruppe Wolf Hirth hat das vom Luftfahrtverband aufgelegte Hygienekonzept noch verfeinert. Der Wiedereinstieg funktioniert offenbar. Dort, wo es seit Mitte März außer einigen Erprobungsflügen und Werkstatttätigkeiten keinerlei Segelflugaktivitäten mehr gab, kehrten am Wochenende schrittweise Leben und Zuversicht zurück. Schon kurz nach acht Uhr herrschte rege Betriebsamkeit auf der Hahnweide. „Alles reibungslos verlaufen“, bilanzierte am Sonntagabend Tilo Holighaus, der nach zweimonatiger Zwangspause gleich mehrfach in die Lüfte stieg. Prächtiges Frühlingswetter mit reichlich Sonnenschein und brauchbare Winde versüßten die Rückkehr – auch für die Mitglieder jener acht anderen Klubs, die das Fluggelände ebenso nutzen. Der Wiedereinstieg dürfte freilich deutlich schwerer fallen als in früheren Zeiten. Tilo Holighaus fügt noch einen weiteren Aspekt hinzu. „Von meinen Flugfreunden in anderen Ländern weiß ich, dass dort der Lockdown teils deutlich härter war als in Deutschland“, so der aktuelle Weltmeister, selbst Radfahren oder Joggen sei dort in vielen Fällen für seine Kollegen nicht erlaubt gewesen. In Deutschland war dies möglich, Holighaus machte reichlich Gebrauch davon – und hatte dabei so manches Aha-Erlebnis. „Speziell beim Radfahren lernte ich Touren und Straßen kennen, von denen ich gar nicht wusste, dass es die gibt“, er habe eben für eine Weile „Naturbeobachtung vom Boden statt aus der Luft“ betrieben. Quelle: ‚Teckbote‚.

Coronavirus: Segelflug in den Alpes-de-Haute-Provence in Gefahr

Den folgenden Bericht publizierte die Zeitung ‚La Provence‚ in der vergangenen Woche.

Nach Angaben des Französischen Segelflugverbandes sind fast 50 Arbeitsplätze durch die Einschränkungen ihrer Tätigkeit gefährdet. Die Alpes-de-Haute-Provence ist für die Segelflieger in Europa ein beliebtes Ziel. Der Club von Vinon-sur-Verdon beispielsweise ist in Bezug auf die Anzahl Lizenzen der führende Klub Frankreichs, jener von Sisteron liegt an fünfter Stelle und im Departement ist ausserdem das Nationale Segelflugzentrum (CNVV) in Château-Arnoux-Saint-Auban angesiedelt. Das ist eine weltweit einzigartige Struktur, die jedes Jahr mehr als 1’000 Auszubildende aus der ganzen Welt betreut. In Frankreich gibt es fast 12’000 Segelflugzeugführer-Lizenz-Inhaber in insgesamt 162 Clubs, darunter stammen 2’300 aus der Region Provence-Hautes-Alpes-Côte d’Azur-Region (PACA), die bei den Lizenz-Inhabern vor der Occitaine an erster Stelle steht.

Fast 1’500 Menschen kommen im Sommer, um hier Segelflugzeuge zu fliegen. „Wir müssen auch daran denken, dass diese Leute nicht allein kommen, sondern mit ihren Familien andere touristische Aktivitäten konsumieren“, sagt Luc Guillot, Direktor des französischen Segelflugverbands (FFVP). Die Saison 2020 verspricht, schwierig zu werden: Jetzt kommen die Gäste wegen der Gesundheitsvorschriften nicht mehr („Lockdown“-Regeln mit 100 km maximaler Bewegungsfreiheit, Schließung der Grenzen)“, erklärt Luc Guillot. Mit der 100-km-Regelung sind wir massiv eingeschränkt, ein Segelflieger macht regelmäßig Flüge von 500 km“. Diese mit der Gesundheitssituation verbundenen Einschränkungen mindern die Attraktivität der Französischen Alpen erheblich.

„In der gegenwärtigen Situation machen wir uns Sorgen um die Arbeitsplätze und um die Fähigkeit der Clubs, den Schock zu absorbieren. Ausbilder, Mechaniker, Sekretariate und Restaurants befinden sich nun in Kurzarbeit. Segelfliegen beschäftigt rund 50 Profis, deren Arbeitsplätze in den Clubs des Departements bedroht sind“, sagt Luc Guillot.

Um eine Erholung zu ermöglichen, hat der Verband Gesundheitsprotokolle für den Empfang von Menschen in den Clubs, sowohl am Boden als auch in der Luft, eingeführt. Der Beruf wartet nun auf die Piloten, die aus Frankreich, Europa und darüber hinaus kommen werden, sobald die Einschränkungen wieder gelockert worden können.

Segelflug-Unfall am Bettlachberg

Der Pilot eines Segelflugzeugs hat sich am Sonntag bei einem Flugunfall am Bettlachberg im Kanton Solothurn erhebliche Verletzungen zugezogen. Die Meldung sei kurz nach 14.35 Uhr eingegangen, bestätigte Astrid Bucher, Mediensprecherin der Kantonspolizei Solothurn, eine Meldung von blick.ch. Auf der Onlineplattform war das Video eines Leserreporters zu sehen, das den Moment zeigt, in dem das Segelflugzeug in die Wandfluh prallt. Nach ersten Erkenntnissen hatte das Segelflugzeug zuvor eine Stromleitung touchiert, wie die Kantonspolizei Solothurn am Abend mitteilte. Anschliessend prallte es in die Felswand der Wandfluh in der Region des Bettlacherbergs. Dann stürzte das Flugzeug in den Wald oberhalb des Restaurant Bettlachberg und brach auseinander. Der Pilot war laut Angaben der Kantonspolizei alleine im Segelflugzeug. Er sei mit erheblichen Verletzungen geborgen und von der Rega ins Spital geflogen worden. Für die Bergung des Piloten standen mehrere Patrouillen der Kantonspolizei sowie der Stadtpolizei Grenchen im Einsatz. Aufgeboten worden sei auch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust). Zur Klärung des genauen Hergangs des Unfalls sucht die Polizei Zeugen. Laut blick.ch war das Segelflugzeug eines von drei Flugzeugen, die zuvor gemeinsam auf dem Flugplatz Grenchen SO gestartet seien. Die beiden anderen Segelflugzeuge seien nach dem Absturz unversehrt zum Flugplatz zurückgekehrt. Quelle: ‚TeleBasel‚. Video: ‚Blick / TeleM1‚.

Schweizermeisterschaft im Segelflug verschoben

Das Organisationskomitee der SM 2020 hat soeben entschieden, die Schweizer Meisterschaft 2020 in Grenchen um ein Jahr auf 2021 zu verschieben. Bisher hatten sich rund 40 teilnehmenden PilotInnen in die Startliste eingetragen. Die Planung wird eingefroren und Ende Jahr wieder aufgenommen. Ein neues Datum für 2021 wird nach den Sommerferien definiert. Die lückenlose Information soll auf verschiedenen Kanälen gewährleistet werden. Auch die bisher erhaltenen Zahlungen wird das OK buchhalterisch sauber ins 2021 übertragen.

Bisher längster Segelflug ab Kägiswil (2019)

In 8 Stunden und 40 Minuten «trug» der Föhn ein Segelflugzeug 1148 Kilometer weit. Am Steuerknüppel sass Yves Gerster. An diesen und ähnlich schöne Flüge im Vereinsjahr 2019 erinnern sich die Mitglieder der Segelfluggruppe Obwalden derzeit besonders gern. Denn die Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung des Coronavirus vom 13. März haben auch zur sofortigen Einstellung des Flugbetriebes in Kägiswil geführt. Am 14. März hätte zwar die ordentliche Generalversammlung der SGOW noch durchgeführt werden können, «doch wir wollten nicht ans Limit gehen und sagten sie deshalb ab», blickt Obmann Peter Steinmann zurück. Er hofft, dass der Flugbetrieb ab dem 27. April wieder aufgenommen werden kann, «doch werden wir uns mit den andern Segel- und Motorfluggruppen absprechen.» Höhepunkt der GV wäre ein Vortrag des Berner Piloten Yves Gerster zum Thema «Föhnfliegen» gewesen. Der bald 30-jährige Segelflieger hat am 23. November 2019 mit Föhnunterstützung den bisher längsten Flug ab Kägiswil geschafft. Darüber berichtet er nun in dieser Zeitung statt vorher an der GV der Segelflieger. «Rund 20 Minuten nach dem Start um 7.31 Uhr auf dem Flugplatz Kägiswil», erklärt Gerster, «habe ich auf 2500 Metern über Meer im Gebiet Seelisberg den Motor ausgeschaltet und eingeklappt.» Auf die Ausgangshöhe für den folgenden Segelflug war der Pilot nicht durch ein Schleppflugzeug gezogen worden, sondern durch den im Segelflugzeug integrierten kleinen Motor. «So bin ich flexibler, ich muss keinen Schlepp-Piloten suchen.» Selbstverständlich bleibt der Motor beim eigentlichen Segelflug stets ausgeschaltet. Geräte an Bord überprüfen das. Den ganzen Bericht finden Sie in der ‚Luzerner Zeitung‚.

Verschobene Grossanlässe

Die Segelflug-Weltmeisterschaften in Stendal (D) und Châlons-Ecury sur Coole (FRA) wurden beide um ein Jahr verschoben. Offen ist jetzt noch, ob der Kunstflug-WM in Polen dieses Jahr ebenfalls nicht stattfinden kann. Die Junioren Weltmeisterschaft von 2021 wurde bereits zum heutigen Zeitpunkt um ein Jahr auf 2022 verschoben. Hier finden Sie die Original-Webseiten der verschiedenen Wettbewerbe für weitere Informationen: www.wgc2021.de; www.wgc2020.fr; www.wgac2020.pl; www.jwgc2021.cz.

Bettlachstock als «Bermudadreieck»

Der Flughafen Grenchen ist seit fast neun Jahrzehnten auch ein Ort des Segelflugsports. Der nahe Jura erlaubt den Anschluss an die Thermik und ist ein Ausgangspunkt für lange Streckenflüge. Aber beim Flug entlang den Bergflanken muss man auf der Hut sein: In den 1960er- Jahren stürzten drei junge Piloten am Bettlachstock ab. Die Bäume zeigten sich bei allen als Lebensretter. Am 14. Mai 1961 flog der 19-jährige Pilot U. Z. aus Solothurn mit dem Segelflugzeug K-8 HB-621 der Segel- und Motorfluggruppe Grenchen am Bettlachstock und versuchte Höhe zu gewinnen. Die Schleicher K-8 war damals ein erfolgreiches Modell und wurde in der Regel noch während der Ausbildung als erstes einsitziges Flugzeug geflogen (siehe Zweitartikel). Der Elektromechaniker-Lehrling wollte an diesem Tag mit einem Flug ins Birrfeld (AG) die 50-km-Strecke für das sogenannte «Silber-C» absolvieren. Das ist die erste sportliche Auszeichnung nach der Brevetierung zum Segelflieger. Am Vortag hatte er einen fünf Stunden dauernden Flug durchgeführt, der ebenfalls Bedingung für diese Auszeichnung ist. Nach dem Klinken flog er rund sieben Minuten lang in den Achterschleifen am Bettlachstock mit leicht sinken­- der Tendenz. Im Unfallbericht heisst es, dass er dann in die Bäume des Bettlachstocks gestürzt sei, «nachdem er sich zweifellos zu nahe an den Hang gewagt hatte». Das Flugzeug blieb auf einer Höhe von 940 m ü. M. senkrecht in den Bäumen hängen. U. Z. kam mit einer Beule am Kopf davon. Zu Fuss und per Autostopp kehrte er zum Flugplatz zurück, wo er den Unfall dem Flugdienstleiter meldete. Das Flugzeug wurde wieder aufgebaut. Wie glimpflich die beiden anderen Unfälle ausgingen, finden Sie im Original-Bericht des Grenchner Tagblattes.

Österreich: Div. Sportstätten ab 1. Mai wieder offen

Die nächsten Lockerungen der COVID-19-Maßnahmen betreffen den Sport. Wie Fachminister Werner Kogler (Grüne) am Mittwoch erklärte, sollen ab 1. Mai diverse Sportstätten vom allgemeinen Betretungsverbot ausgenommen sein. Als Beispiele nannte der Vizekanzler Leichtathletik-Anlagen, Tennisplätze, Golfplätze, dazu Pferdesport- und Schießanlagen. Spitzensportler dürfen schon früher wieder trainieren. Mehrmals verwies der Sportminister bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) auf den Hausverstand, wonach aus gesundheitspolitischen Gründen Sportarten mit geringerem Körperkontakt gegenüber Mannschafts- und Kampfsportarten bevorzugt würden. Für Liebhaber von Tennis, Golf, Reiten, Leichtathletik, Schießen, Segelfliegen und anderen Outdoor-Aktivitäten bedeutet dies gute Nachrichten, denn für sie soll es ab 1. Mai wieder Möglichkeiten geben, ihrem Hobby nachzugehen. Quelle: ‚BVZ.at‚.

Umfangreicher Jahresbericht der SG Bern

Die Segelfluggruppe Bern hat für 2019 einen umfangreichen Jahresbericht publiziert. Darin sind folgende Themen enthalten: Einsprache gegen geplantes GNSS-Verfahren beim Bundesgericht; Berichte des Cheffluglehrers, aus der Werkstatt, dem Sekretariat, Flugsicherheit, Windenstarts ab Bern, ein Flug zum Matterhorn, über das Saanen-Lager, einen Aufenthalt in Puimoisson, Segelfliegen als Wettkampfsport, Kunstflug, den Breitenförderungskurs in Samedan, Rückblick auf ein Segelflieger-Leben, die Ausbildung in den Sechzigern, einen fliegenden Chevrolet in Australien usw. – ein eigentliches Segelflug-Buch mit 31 Seiten Umfang. Absolut lesenswert!

Schweiz: NSFW sistiert

Fliegen ist grundsätzlich nicht verboten und es soll jedem selbst überlassen sein, ob er seine eigenverantwortlich durchgeführten Flüge im OLC hochladen will oder nicht. Wegen der Chancengleichheit hat das Büro Sport des SFVS beschlossen, dass Flüge, welche in den Zeitraum des Lockdowns (17.03. bis ??, wird noch kommuniziert) fallen, aus der Wertung gestrichen werden sollen, da nicht jeder Verein momentan einen vernünftigen Flugbetrieb unterhalten kann. Sobald es möglich sein wird und die Chancengleichheit wieder vorhanden ist, wird das Ende der Sistierung kommuniziert. Symbolbild: OLC.

Standard-Checkliste für Segelflug

Immer wieder erhalte ich Anfragen betreffend einer Standard-Checkliste für den Segelflug. Hier finden Sie eine allgemein verwendbare Basisversion zum kostenlosen Download. Auf allen Druckern im A4-Format ausdruckbar, einmal falten, fertig.

Segelflug-DM Bayreuth abgesagt

In die Reihe der aufgrund des Corona-Virus abgesagten Sportveranstaltungen fügen sich nun auch die Deutschen Segelflug-Meisterschaften ein. Sie hätten in den Pfingstferien am Flugplatz Bayreuth-Bindlacher Berg stattfinden sollen. Der Deutsche Aero-Club (DAeC) und das Organisationsteam der Luftsportgemeinschaft Bayreuth (LSG) haben gemeinsam entschieden, den Wettbewerb abzusagen. Zwar besteht beim Segelfliegen, zumindest in den Einsitzern, kein direkter körperlicher Kontakt mit anderen Sportlern. Beim Vorbereiten der Flugzeuge, zur Besprechung der Tagesaufgaben, während der Startphase und beim abendlichen Verstauen der Flugzeuge sind weit mehr Leute beteiligt. Insgesamt wären zur Meisterschaft etwa 300 Menschen am Flugplatz Bayreuth gewesen. Daher war in der Telefonkonferenz zwischen Verband und Organisatoren klar, dass die Ausrichtung der DM in den Pfingstferien, soweit die Lage momentan überhaupt prognostizierbar ist, nicht zu verantworten gewesen wäre. Neben der Deutschen Meisterschaft in Bayreuth ist vom DAeC das ganze Sportjahr ausgesetzt worden. Das betrifft vor allem auch die diesjährige Segelflug-Weltmeisterschaft, die im Juli in Stendal (Sachsen-Anhalt) hätte stattfinden sollen. Sie ist auf 2021 verschoben worden. Außerdem sind auch in den anderen Luftsport-Disziplinen Wettbewerbe abgesagt, ausgesetzt oder verschoben worden. Vorerst noch aufrecht erhalten wird die Planung für die Deutsche Junioren-Meisterschaft im Segelfliegen am Flugplatz Burg Feuerstein bei Ebermannstadt, da diese erst im August stattfinden soll und aktuell noch keine endgültige Entscheidung erforderlich ist. Für die LSG Bayreuth enden damit abrupt die Vorbereitungen auf das größte sportliche Ereignis der letzten zwanzig Jahre. Dreißig Jahre nach der letzten Deutsche Meisterschaft am Bindlacher Berg und 21 Jahre nach Ausrichtung der Segelflug-Weltmeisterschaften in Bayreuth hätte die Meisterschaft 2020 wieder ein Highlight werden sollen. Ob 2021 die geplante DM nachgeholt wird oder in Bayreuth ein anderer Wettbewerb stattfindet, hängt aktuell auch davon ab, wie der Weltverband FAI den Kalender der Welt- und Europameisterschaften fortschreiben wird, da dieser eigentlich nach der WM in Stendal einige Turnusänderungen hätte erfahren sollen. Die DM 2020 war im Vorgriff auf diese Änderungen zusätzlich vorgesehen gewesen. Quelle: ‚Bayreuther-Tagblatt.de‚.