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Nationales Fliegerfest

Das nationale Fliegerfest findet am Samstag/Sonntag/Montag, 25./26. und 27. September in ganz Frankreich statt. Es lädt die Franzosen ein, mit ihren Familien die “Tage der offenen Tür” im ganzen Land zu besuchen, um unsere fliegerischen Aktivitäten wie Freiflug, Modellflug, Fallschirmspringen, Motorflug bis zur kommerziellen, militärischen, geschäftlichen und Raumfahrt zu entdecken. Eine tolle Gelegenheit, die Ausbildungsgänge, Berufe, Aktivitäten, kostenlosen Veranstaltungen und Dienstleistungen zu entdecken, die nicht weit vom jeweiligen Wohnort entfernt angeboten werden. Quelle: ‘PlaneurNet‘ und ‘Fête de l’Aviation‘.

Kein “Nationales Segelflug-Sportzentrum”

Seit Anfang des letzten Jahres arbeitet der Segelflugverband an Abklärungen zur Errichtung eines nationalen Segelflug-Sportzentrums zur Unterstützung des Leistungssportes und des Swiss Gliding Teams (SGT). Aus den angemeldeten Interessenten wurden zwei Standorte evaluiert, welche über die benötigte Infrastruktur und Organisation verfügen. Die Bedürfnisabklärungen des Verbandes haben sich in die Länge gezogen und keinen verpflichtenden Nutzungsplan für die kommenden Jahre ergeben. Dieser wäre die Grundlage, um die Einrichtung eines Segelflug-Sportzentrums mit nationaler Bedeutung zu begründet und den grossen Aufwand rechtfertigt.

Der Vorstand des SFVS hat an seiner Sitzung Anfang September entschieden, das Projekt vorläufig einzustellen. Der Vorstand ist überzeugt, dass das die Mitglieder des SGT durch die intensive Nutzung eines Sportzentrums profitieren würden und die sportlichen Leistungen weiter gesteigert werden könnten. Der Segelflugverband bedankt sich bei den Segelfluggruppen für das gezeigte Interesse und die eingereichten Bewerbungen. Das Projekt wird zu gegebener Zeit und bei einer verlässlichen Nutzungsplanung weitergeführt. Quelle: ‘SFVS‘.

Wolke in der Box

Nachdem drei Konkurrenten (zwei in der Kat. Sportsman und einer in der Kat. Advanced) noch bei schönstem Sonnenschein ihre Programme voll durchziehen konnten, schob sich eine neugierige Wolke in die Box. Jury und Konkurrenzleitung beschlossen darauf hin, die Programme wieder um zwei Figuren zu verkürzen. Bei den ersten drei Piloten wurden diese Figuren ebenfalls gestrichen und nicht bewertet. Bis am Mittag konnte der Wettbewerb abgeschlossen werden.

Am Nachmittag wurde den vier Jungpiloten ein Einweisungsflug mit dem Fox geschenkt. Es sind jene vier Teilnehmer, welche letzte Woche im BFK in Hausen teilgenommen haben. Dank ihrer spontanen Anmeldung zur SM konnte diese überhaupt durchgeführt werden. Sonst hätte es zu wenig Teilnehmer gehabt.

Champagner bitte kaltstellen
Um 16 Uhr fand die feierliche Siegerehrung statt. Unter grossem Applaus wurde Stefan Illi aus der Segelfluggruppe Thun zum Schweizermeister in der Kat. Sportsman gekürt. Die Silbermedaille ging an Nick Bachmann, Bronze gewann sein älterer Bruder Timm. Beide Piloten sind in Ruswil/LU zuhause und fliegen in der SG Olten.

In der Kat. Advanced verteidigte Roman Baumer wurde Schweizermeister, Silber ging an Christian Syfrig und Bronze gewann Pascal Zollikofer. Seine Führungsposition und wurde verdient Schweizermeister. Roman fliegt in der SG Schaffhausen im Schmerlat. Christian Syfrig aus Oftringen gewann die Silbermedaille und Pascal Zollikofer aus Winterthur durfte sich die Bronzemedaille umhängen. Quelle: ‘SG Thun‘. Foto-Album.

850 km Travel by Glider to the Alps

The most epic glider flight of my 3 days flying adventure. You feel like a tiny bird in-between the huge mountains. Passing the Kitzsteinhorn and Hintertuxer glacier – two stunning ski areas in Austria. Only with the power of nature! Quelle: ‘Stefan Langer, Youtube‘.

Bis nach Österreich und zurück

Perfektes Wetter und die nötige Motivation ermöglichten den Coesfelder Segelflugpiloten Mark Wenning und Lars Siepelmeyer jetzt gleich an zwei Tagen eine Strecke von über 900 Kilometern ganz im Süden Deutschlands zurückzulegen. Im Rahmen des zweiwöchigen Segelfluglagers in Kronach (Bayern) flogen sie an einem Tag mit dem Hochleistungs-Doppelsitzer „Arcus T“ vom Startplatz Kronach über den Bayerischen Wald sogar bis nach Österreich und wieder zurück. Ebenso erfolgreich war die Flugschülerin Simone Hüning des Coesfelder Vereins, die ihrem Traum von der Segelfluglizenz bei dem Lager ein gutes Stück näher kam. Sie konnte den erforderlichen 50-Kilometer-Flug absolvieren und kann sich somit für die praktische Prüfung anmelden. Auch die anderen Mitglieder genossen die Zeit in Oberfranken und unternahmen ausgedehnte Streckenflüge und Wanderungen oder besuchten die umliegenden Städte und touristischen Hotspots. Der Coesfelder Luftsportverein blickt somit wieder einmal auf zwei entspannte und erfolgreiche Wochen beim befreundeten Verein in Kronach zurück und freut sich, auch im nächsten Jahr dort wieder zu Gast sein zu dürfen, heißt es im Pressetext des Vereins. Quelle: ‘AZonline.de‘.

Absturz beim Flugplatz Oerlinghausen

Ein Segelflugzeug ist am Mittwoch, 18. August 2021, in Oerlinghausen im Kreis Lippe abgestürzt, der Pilot kam ums Leben. Die Maschine sei in einem Waldgebiet in der Nähe des Segelflugplatzes aus noch ungeklärter Ursache verunglückt. Nach dem Notruf einer Zeugin leiteten Polizei und Feuerwehr eine Suchaktion ein. Der Notarzt habe aber nur noch den Tod des 74-jährigen Piloten feststellen können, teilte die Polizei mit. Nach bisherigen Erkenntnissen stürzte das Segelflugzeug kurz nach dem Start ab. Der Pilot war alleine. Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nahmen Ermittlungen zur Unglücksursache auf. Quelle: ‘Die Zeit‘.

LSV Rinteln gewinnt Bundesliga

Das letzte Ligawochenende gab ein letztes Mal Gelegenheit, die Geschwindigkeits-Kkonten aufzustocken. Größere Veränderungen an der Spitze brachte dies nicht, aber sehr wohl bei dem Kampf um die Zugehörigkeit zur jeweiligen Liga in der nächsten Saison. Die Vereine im Süden waren meteorologisch im Vorteil, aber auch andernorts konnte gepunktet werden. Der Rundensieg geht an die Königsdorfer, die mal wieder Richtung Südwesten unterwegs waren. Aber es half nicht, die sehr konstanten Sachsen aus Pirna in der Tabelle zu überholen. Diese festigten mit Rundenplatz drei ihren „Vizetitel“. Wie nicht anders zu erwarten, geht der Gesamtsieg an den LSV Rinteln, der trotz einer durchwachsenen Rundenausbeute haushoch den Meistertitel erringt. Herzlichen Glückwunsch! Brandenburg erzielt ungefährdet den vierten Gesamtplatz. Mit Rundenplatz sieben lösen die Piloten aus Schwäbisch Gmünd das Ticket in die 1.Liga. Damit ist die Einführungssaison zur neu gestalteten DMSt Geschichte. Im nächsten Jahr wird ja bekanntlich in 1.,2. und Regionalliga differenziert und auch eine Punktewertung eingeführt werden.

Die Rückmeldungen zum neuen Format, das vom DAeC in Kooperation mit WeGlide ins Leben gerufen wurde sind größtenteils positiv. Die Möglichkeit des neuen Streckenbonus erlaubt es auch große, flächige Strecken zu fliegen und damit zu punkten, was mit einer reinen Speedwertung schwieriger ist, da die hohen Geschwindigkeiten meisten bei linienartigen Flügen (Hänge, Alb rauf und runter, Wolkenstrassen etc.) zu Stande kommen. Auch können bis zu sechs Pilot*innen in eine Rundenwertung kommen. Diese positiven Aspekte kompensieren m.E. den geringen Verlust an Übersichtlichkeit. Die Philosophie von WeGlide ist abheben und genießen. Dass beim dezentralen Fliegen keine absolute „Wertungsgerechtigkeit“ erzielt werden kann ist bekannt. Irgendein Vorteil oder Nachteil ist oft im Spiel. Aber ein Blick auf die Top Ten der Gesamtwertung zeigt, von Hamburg bis Königsdorf, bzw. von Pirna bis Dannstadt sind die einzelnen Regionen gut repräsentiert. Quelle: ‘weGlide‘. Foto: ‘rinteln-aktuell.de‘.

Fluglager auf dem Dingel

Die Vorfreude war riesig, als sich am 24. Juli 2021 um die Mittagszeit die ersten FKBler auf dem Flugplatz trafen, um die letzten Vorbereitungen für das Fluglager auf „dem Dingel“ abzuschließen. Nach mehreren Monaten Vorbereitung wurde es nun Zeit, die Flugzeuganhänger an die Autos zu koppeln und sich endlich aufzumachen, gemeinsam eine Woche lang eine neue Region fliegerisch zu erkunden. Das Ziel war der Flugplatz „Der Dingel“ – die Heimat des Luftsportvereins Hofgeismar, nur wenige Kilometer nördlich der Stadt Kassel. Unser Ausbildungsleiter Herbert Horbrügger hat das Fliegen hier in seiner Jugend erlernt und das Fluglager federführend organisiert. Die Resonanz war groß, unter den 13 mitfahrenden Vereinsmitgliedern waren nicht nur Flugschülerinnen und -schüler, sondern auch ausgebildete Scheinpilotinnen und -piloten sowie vier Fluglehrer. Eine bunte Truppe, zwischen 17 und 65 Jahre alt. Mit den beiden Doppelsitzern ASK 21 und DG 1000 sowie den einsitzigen Segelflugzeugen LS 4, DG 300 und Astir wurden gleich fünf Vereinsflugzeuge mit in das Fluglager nach Nordhessen genommen. Ein großer Dank geht an das „Abbauteam“, die die Flugzeuge bereits am 18. Juli abgebaut und abfahrbereit in die Flugzeughänger verstaut hatten. So konnte es am 23. Juli dann direkt losgehen. Nach vierstündiger Fahrzeit erwarteten uns die „Dingelaner“ bereits mit einem (oder zwei) Erfrischungsgetränk(en) und einem leckeren Abendessen. Nach einem langen Corona-Jahr war es da wieder, dieses großartige Gefühl sich auch an anderen Flugplätzen und umgeben von anderen Segelfliegern direkt „zu Hause“ zu fühlen. Man nennt es nicht umsonst auch die „Flieger-Familie“. Fliegerisch waren die ersten Tage für die Eingewöhnung reserviert. Neben den obligatorischen Einweisungsstarts für alle Pilotinnen und Piloten haben wir eine Sicherheitseinweisung gemacht und die Besonderheiten des Flugplatzes besprochen. Für viele von uns „Flachlandfliegern“ aus Brandenburg war viel Neues dabei: Hügel, Berge, Fliegen nach „Luvs“ und „Lees“ und einiges mehr. Da auch der Wind in den kommenden Tagen zunehmen sollte, war es goldrichtig die Wetter- und Windphänomene der regionalen Umgebung genauestens zu briefen – über allem Spaß steht stets ein sicherer Flugbetrieb. Nachdem das FKB-Team am 24. Juli durch die Ankunft der letzten Nachzügler vervollständigt wurde, veranstalteten die heimischen Piloten vom Dingel ein kleines Grill-Fest. Segelflug ist ein Team-Sport, über Tag und auch am Abend.

Schulung
Das Wetter gestaltete sich direkt ab dem ersten Flugtag anspruchsvoll. Unsere Flugschülerin Belana Goll (17) und die Flugschüler Thorge Rumpf (15), Alexander Wormuth (27), Andreas Inselmann (18) und Dirk Furchtbar (53) sammelten, begleitet von einem Fluglehrer, die ersten Flugerfahrungen in der neuen Umgebung und Landeerfahrungen auf einem Flugplatz, der deutlich weniger Platz als das heimische „Mühlenfeld“ bietet. Schnell entwickelten sich Cumulus-Wolken, die durch thermische Aufwinde zwar auch längere Flüge ermöglichten, sich jedoch schnell überentwickelten und für einige Schauer am Nachmittag sorgten. Diese Wetterlage sollte sich auch in den kommenden Tagen bei auffrischendem Wind aus westlichen Richtungen, kaum ändern. Für den thermischen Streckenflug waren die Bedingungen also nicht optimal, für die Schulflüge boten sich hier jedoch gute Trainingsbedingungen. Herbert Horbrügger, Lars Bamberger, Max Michaelis und Dominique Langhans schulten im Wechsel auf der ASK 21 und waren schnell beeindruckt davon, wie gut sich die Flugschüler an die neue Umgebung gewöhnt haben und Flug für Flug Fortschritte erzielen konnten. In den späteren Abend- und früheren Morgenstunden beruhigte sich das wechselhafte Wetter dann meist und eröffnete so auch Zeitfenster für die wohl unvergesslichsten Flüge eines jeden Piloten: Die ersten Alleinflüge ohne Fluglehrer.

Am Mittwoch war es für Dirk Furchtbar soweit. Nach einem letzten Checkflug mit Fluglehrer wurden im hinteren Sitz die Gurte verschlossen, der Fallschirm entfernt und der Flugleiter gab dem Windenfahrer durch: „Die ASK 21 ist einsitzig am Bergseil abflugbereit“. Sichtlich erschöpft, aber ebenso glücklich und zufrieden sah man Dirk nach dem dritten Start aus dem Cockpit steigen. Geschafft! Naja fast, denn unumstößlich zusammen mit den ersten Alleinflügen (der sogenannten „A-Prüfung“) hängt eine Zeremonie, durch die Herbert Horbrügger als Fluglehrer auch den Dirk „geführt“ hat. Dann war es aber geschafft, das abendliche Getränk hat sich Dirk verdient: Herzlichen Glückwunsch!

Das jede A-Prüfung besonders ist, zeigte sich dann am Freitag. Denn auch Belana Goll hatte alle Punkte im Ausbildungsnachweis erfolgreich abgehakt und die Fluglehrer waren sich einig: Belana kann das! Da das Wetter ab dem Vormittag thermisch aktiv (also auch ordentlich ruppelig) werden sollte, trafen sich kurzerhand alle FKB-Piloten (und auch unsere motivierten Fliegerfreunde vom Dingel!) morgens früh um 7 Uhr zum Flugbetrieb. Ein zauberhafter, ruhiger Morgen – das perfekte Wetter für die ersten Alleinflüge! Nach einem letzten Check war es dann auch soweit und Belana ließ sich in der ASK 21 zum ersten Mal alleine von der Seilwinde in die Luft ziehen. Überglücklich nahm Belana nach dem dritten Alleinflug die Glückwünsche entgegen, zur Belohnung wartete bereits das Frühstück – es war schließlich noch nicht einmal 9 Uhr! Auch unsere etwas weiter fortgeschrittenen Flugschüler konnten tolle Erfolge erzielen! Alexander Wormuth absolvierte mit Bravour die B-Prüfung. Dies ist die zweite Prüfung auf dem Weg zum Segelflugschein und erfordert bereits fortgeschrittene Flugfähigkeiten, um die erforderlichen Flugaufgaben zu erfüllen. Herzlichen Glückwunsch! Auch Thorge Rumpf und Andreas Inselmann waren viel in der Luft und sammelten reichlich neue Erfahrungen auf diesem besonderen Segelflugplatz. So absolvierte unsere ASK 21 im Fliegerlager 107 Starts und war dabei über 18 Stunden in der Luft und auch unser Schulungseinsitzer wurde 10mal von der Seilwinde in die Luft gezogen.

Streckenflug
Nachdem Dominique Langhans in der DG300 am Montag über 200km geflogen ist und sich ganz fasziniert von der Landschaft gezeigt hat, versprach das Wetter am Freitag noch einmal die Möglichkeit für längere Flüge. Nach dem morgendlichen Wetterbriefing gab es zunächst auch ein „Geländebriefing“. Zwar liegt der Flugplatz Dingel bereits auf ca. 200m über dem Meeresspiegel, zahlreiche großen Wälder und viele Berge in der Region liegen jedoch nochmals höher und machen das Segelfliegen dadurch anspruchsvoll. Das Wetter sollte sich südlich des Flugplatzes etwas besser entwickeln als nördlich. Der Vereinsvorsitzende Lars Bamberger und Klaus Tiedemann in der DG1000, Lenja Goll in der LS4, Jan Jensen in der DG300 und Max Michaelis in der ASG29 entschieden sich daher für südlichere Kurse nach dem Start. Dabei gab es jedoch vieles zu beachten: So sind beispielsweise Außenlandemöglichkeiten, insbesondere im Sauerland und Thüringer Wald, nur sehr begrenzt vorhanden. Ein Vorausschauendes und sehr überlegtes Fliegen war Pflicht. Nach einem langen Flugtag mit Flügen von bis zu 430km (Max Michaelis) waren am Abend alle wieder zu Hause angekommen – erschöpft, aber glücklich. Auch wenn die thermischen Bedingungen hätten besser sein können, das Fliegen im hügeligem Gelände zu trainieren hat nicht nur viel Freude bereitet, sondern den Scheinpilotinnen und -piloten eine Vielzahl neue Erfahrungen gebracht und zur fliegerischen Weiterentwicklung beigetragen.

Bis bald!
Auch am letzten Tag – dem 31. Juli – sind wir noch geflogen. Nach somit acht sehr gut genutzten Flugtagen rollte die ASK21 nach einigen Abschlussflügen direkt zu den Flugzeughängern. Nachdem kurze Zeit später alle Flugzeuge in den Hängern verstaut, die Zelte abgebaut, das Vereinsheim geputzt und alle Rechnungen beglichen wurden, hieß es dann bei Kaffee & Nussecke: Abschied nehmen. Einen herzlichen Dank an die Dingelaner Fliegerfreunde, die uns mit offenen Armen empfangen haben und die gesamte Woche über wunderbare Gastgeber waren. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen! Quelle: ‘Meetingpoint Brandenburg‘.

Wie sich ein Rundflug im Segelflieger anfühlt

Es ist Bergfest der Teilnehmer des Fliegerlagers der Fliegergruppe Plettenberg-Herscheid. Seit einer Woche befinden sie sich im intensiven Flugtraining am Habbel. Nein, das stimmt nicht: Seit einer Woche sollten sie sich am Habbel befinden, doch das Wetter hat es mit ihnen noch weniger gut gemeint als mit mir an diesem Samstag. Der Platz war regelrecht abgesoffen. Da war es wie ein Segen, dass der Fliegerverein aus Attendorn angeboten hat, dass die Herscheider ihren Platz nutzen können, weil diese selbst nicht vor Ort waren. Seit Samstag sind die Flieger wieder zurück in Hüinghausen – und ich durfte hautnah dabei sein. Bevor es jedoch losgeht, steht ein gründlicher Flugzeugcheck auf dem Programm. Das geschehe jeden Morgen, erklärt mir Karl Schröder, der zwei Flugschüler bei ihrer Arbeit beaufsichtigt. Bei dem Flugzeug handelt es sich um einen Segeldoppelsitzer. Das Flugzeug vom Typ ASK 13 hat bereits über 50 Jahre auf dem Buckel – oder den Tragflächen, wie man’s nimmt – doch man sieht es ihm nicht an, denn es wurde in den letzten Monaten generalüberholt und erstrahlt nun in neuem Glanz. Es ist eins von zwei Schulungsflugzeugen der Fliegergruppe Plettenberg-Herscheid. Während am Morgen kontrolliert wird, wird am Abend geputzt: Jede Mücke wird von den Flugzeugen entfernt und das sind mitunter nicht wenige, wie Schröder zu berichten weiß: „Da sind die Puschen bei den Rädern unten schon mal schwarz.“

40 Jahre Flugerfahrung
Dieter Siepmann-Hücking wird mein Pilot sein. Er fliegt seit über 40 Jahren und ich fühle mich bei ihm gut aufgehoben. Das Segelflugzeug ist inzwischen durchgecheckt und als flugfähig bewertet worden. Ein Auto zieht es über die Wiese zum Startpunkt; Siepmann-Hücking und ich gehen hinterher. Dabei erhalte ich eine Einweisung zum Platz, in der es unter anderem heißt: nicht mitten auf der Bahn gehen. Segelflugzeuge hört man nicht kommen, sodass es zu üblen Kollisionen kommen könnte. Nicht ohne Grund gibt es am Eingang zum Flugplatz auch eine Schranke. Ist diese unten, bedeutet das: Flugbetrieb. Beim Flugzeug angelangt, macht mich Siepmann-Hücking mit selbigem vertraut. Es ist ein bisschen so, wie bei den Urlaubsfliegern: die Sicherheitswesten befinden sich unter dem Sitz, im Fall eines plötzlichen Sauerstoffabfalls fallen automatisch Atemmasken von der Decke. Okay, nicht genauso, aber ein bisschen. Bei den Segelfliegern tragen die Flieger eine Art Rucksack, in dem ein Fallschirm steckt und der gleichzeitig als Sitzkissen dient. Siepmann-Hücking erklärt mir, wie ich das Ding aufzusetzen und festzuschnallen habe. „Keiner will das nutzen“, meint er und mir kommen die Worte meines Vaters in den Sinn, der stets „Besser haben als brauchen!“ sagt. Für Siepmann-Hücking gehört die Sicherheitsunterweisung einfach dazu. Letztendlich läuft es auf vier einfache Schritte hinaus: zwei Griffe, Haube, abschnallen, raus. Doch mein Pilot gibt mir Zuversicht: „Solange ich mit drin bin, werden wir sicher landen!“

Weiter werden mir die verschiedenen Anzeigen, der Fahrten- und der Höhenmesser, erklärt sowie der Steuerknüppel und die Pedale. In dem Doppelsitzer ist alles sowohl vorne als auch hinten vorhanden. Normal sitzt der Schüler vorne, der Lehrer hinten und kann so im Notfall eingreifen. Bei den Rundflügen, wie ich ihn gleich machen werde, sitzt der Pilot vorne, der Gast hinten. Der Höhenmesser wird genullt, sodass die tatsächliche Entfernung zum Boden gemessen wird. In den Bergen oder bei Überlandflügen stellt man ihn auf Meereshöhe ein.

Zwei Wege nach oben
Ein Segelflieger kann niemals allein starten; es ist immer Teamarbeit. Für den Start gibt es zwei Möglichkeiten: mittels Seilwinde oder per Motorflugzeug. Uns wird heute ein Motorflugzeug in die Luft befördern. Verglichen zur Seilwinde ist es zwar etwas umständlicher, aber man hat mehr Möglichkeiten. Während die Seilwinde einen nur auf eine Höhe von circa 300 Meter bringen kann, kann das Motorflugzeug einen theoretisch überallhin bringen, bevor man sich abkoppelt. Michael Liebau ist der Mann, der das Motorflugzeug heute fliegt; eine französische Robin, die optimiert ist für den Schleppflug. Die beiden Flugzeuge werden mit einem Seil verbunden und schon kann es losgehen. Ein Flugschüler gibt Hilfestellung, indem er das Segelflugzeug im Gleichgewicht hält. Ein kurzes Armzeichen, Liebau gibt Gas. Ein Stück über die Wiese, dann erhebt sich das Motorflugzeug und mit ihm der Segelflieger in die Luft.

Es ruckelt und wackelt ganz schön. Das liegt, so erfahre ich später, am herrschenden Südwind. Der geht quer zur Startbahn, sorgt für Verwirbelungen und macht die Handhabung des Flugzeugs etwas schwieriger. „Am liebsten starten und landen wir gegen den Wind“, wird mir erklärt. Nach kurzer Zeit klinken wir uns von dem Motorflugzeug ab und wir segeln allein weiter. „Die schönsten Tage sind die, an denen man die kleinen Schäfchenwolken sieht“, meinte Dieter Siepmann-Hücking vor dem Start. Von Schäfchenwolken ist heute leider weit und breit nichts zu sehen, doch die Aussicht ist dennoch beeindruckend. Wir kreisen über Plettenberg und Hüinghausen. Ich erkenne den Sportplatz in Böddinghausen und kann die Oestertalsperre erspähen. Allerdings stelle ich auch fest, dass ein paar Zentimeter mehr Körpergröße ganz gut wären, denn ich muss mich doch sehr recken, um etwas zu sehen. Was mich erschreckt, ist der Zustand des Waldes, oder vielmehr des nicht mehr vorhandenen Waldes. Von hier oben sieht man die Folgen des Borkenkäferbefalls noch viel deutlicher als am Boden. Und ich verliere schnell die Orientierung. Eine Kurve hier, eine Schleife dort und schon weiß ich nicht mehr, was unter mir liegt. Dabei kenne ich die Gegend; ich bin hier geboren und aufgewachsen. Doch die Perspektive, der weite Blick irritiert: Plötzlich scheint alles so dicht beieinander zu liegen. Da wundert es mich nicht, dass Flugschüler am Anfang immer in Sichtweite ihres Platzes fliegen – und auch später immer eine Wiese im Blick haben, auf der sie bei Bedarf landen können; zumindest, wenn sie eine Flughöhe von 600 Meter unterschreiten. Wir fliegen in einer Höhe von gut 500 Metern, mit einer Geschwindigkeit von etwa 100km/h – so sagen es die Anzeigen. Siepmann-Hücking fragt, ob ich das Steuer auch mal übernehmen wolle? – Klar, wieso nicht!? Nach Anleitung steuere ich uns zunächst in eine Rechtskurve, also: Hebel nach rechts drücken und die rechte Pedale treten. Klappt! Ich probiere auch die anderen Richtungen aus, doch eigentlich bin ich ganz gerne Beifahrer, bzw. Beiflieger.

Das Landen im Loch
Nach etwa 20 Minuten nähern wir uns wieder dem Flugplatz und setzen zur Landung an. Diese setzt sich aus drei Komponenten zusammen: dem Gegen-, dem Querund dem Endanflug. Im Grunde fliegt man erst parallel zur Landebahn, fliegt dann zweiKurven in gleicher Richtung, sodass quasi ein „U“ geflogen wird, bevor man schließlich landet. Dieses „U“ wird „Platzrunde“ genannt und ist „ein absolut wichtiger Sicherheitsfaktor“. Sie schließt aus, dass jeder startet und landet, wie es ihm gerade in den Sinn kommt. Normalerweise wird nämlich immer in die Richtung gelandet, in die auch gestartet wird. Der Flugplatz in Hüinghausen sei ein durchaus schwieriger Platz, erzählt der Vereinsvorsitzende Daniel Gärtner. Die Hänge zu beiden Seiten, das Dorf voraus und der Geländeanstieg hinten machen es so manch einem Flieger schwer. Die denken dann: „Wie kommste jetzt in das Loch da unten?“ Die andere Seite der Medaille ist die: „Wer hier das Fliegen lernt, ist gewappnet“, so Gärtner. Fliegenlernen kann man übrigens schon bereits ab 14 Jahren, also noch bevor man mit einem Mofa auf die Straße darf. Die Fliegergruppe bildet regelmäßig aus. Wer einfach mal an einem Rundflug teilnehmen möchte, kann sich ebenfalls vertrauensvoll an die Fliegergruppe wenden. Es lohnt sich und ist eine besondere Erfahrung, die Heimat mal aus der Vogelperspektive zu sehen. Quelle: ‘come-on.de’.

Deutsche Jugend-Meisterschaft

Ganz ohne Motor, scheinbar ohne Antrieb kreist die Flotte, fast wie ein Schwarm übergroßer Vögel, am Himmel rund um den Flugplatz der Burg Feuerstein. Einer von diesen Piloten ist Patrick Benoist. Der 19-jährige Dobenreuther ist einer von den rund 75 Teilnehmern, die sich noch bis zum 20. August bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften im Segelflug auf Burg Feuerstein messen. Und der einzige Lokalmatador aus dem Landkreis.

Rund 50 Helfer sind im Einsatz, um das Event, das am 9. August offiziell startete, auf die Beine zu stellen. Ein Spektakel, das hoch in den Lüften einige spannende Duelle erahnen lässt. Maximal zwölf Wertungstage hätte es gegeben. Doch das Wetter muss mitspielen, die Thermik für die Segelflieger gut sein. Auch wenn alles gut aussieht, die Sonne scheint, reicht die Thermik oftmals nicht aus. Einige Wertungstage fielen aus.

Bisher scheint Patrick Benoist mit seiner ersten Deutschen Meisterschaft zufrieden zu sein. Er sei noch nicht so erfahren, habe erst rund 400 Flugstunden. Andere Teilnehmer haben über 1000. Mit dabei sind die Besten der Besten, der amtierende Europameister Simon Briel, einige Flieger aus dem Nationalteam. “Man kann viel lernen”, sagt Benoist. Am zweiten Wertungstag flog er in der Standardklasse, in der er startet, auf den zweiten Platz.

Fliegerei in die Wiege gelegt
Das Fliegen ist ihm irgendwie in die Wiege gelegt worden. Die ganze Familie liebt die Fliegerei. Opa, Onkel, Tante, die Cousins – alle sind Piloten. Auch Papa Max steigt privat gerne in den Segelflieger. Bei der Arbeit steuert der Berufspilot auch schonmal einen großen A320, erzählt Patrick. Nur Mama Gisela fliegt nicht selbst. Dafür Sohn Patrick umso mehr. Ob man als Mutter keine Angst hat? “Man stirbt tausend Tode”, sagt sie. Aber das ist sie mittlerweile gewohnt. Seit er 14 ist, hat sie sich mit dem sportlichen Hobby ihres Sohnemanns arrangiert. Später, als er in der Luft ist, verfolgt sie sein Flugzeug auf dem Handy, hat seine Flugdaten im Blick.

Alle zwei Jahre finden die Deutschen Juniorenmeisterschaften im Segelfliegen statt. Aufgrund der Pandemie war der Wettbewerb vergangenes Jahr abgesagt und auf diesen Sommer verschoben worden. Und so kamen zahlreiche Nachwuchspiloten bis 26 Jahren aus dem ganzen Land nach Burg Feuerstein. Auch zwei Gäste aus der Schweiz und Frankreich waren mit am Start. Täglich um zehn Uhr gibt es das Briefing für die Piloten. Dort erfahren sie dann, welche Routen am Tag zu fliegen sind. Wie weit es letztlich geht, hängt vom Wetter ab. Für den vergangenen Samstag war eine Tour Richtung Bayerischer Wald über das Fichtelgebirge und zurück nach Feuerstein geplant. Die Flugzeuge stehen in der Startaufstellung im Osten des Flugplatzes. Die Sonne knallt vom Himmel. Wer ein schattiges Plätzchen sucht, legt sich meist unter die Flügel seines Fliegers.

Die letzten Vorbereitungen vor dem Start laufen. Hier und da werden Flügel poliert. Auch Patrick Benoist legt nochmal Hand an, checkt seine Instrumente, schnallt sich seinen Not-Fallschirm um, der ihn im Fall der Fälle retten soll, und steigt ein. Er wirkt selbstsicher, routiniert. Kein Wunder. Es ist sein Heimatflughafen. Er kenne das Gebiet gut, hat er zuvor gesagt. Und dann geht es los. Die Motoren der Zugmaschinen heulen auf und ziehen die ersten Segelflieger in die Lüfte. Auch Patrick Benoist steigt mit auf. Wenn er oben in der Luft sei, sagt er, und sich im Wettbewerb misst, dann sei er fokussiert. Ganz anders, wenn er allein fliegt. Was das für ihn heiße? “Freiheit”, sagt er.

Knapp 15 Piloten kreisen rund um den Flugplatz, suchen die richtige Thermik, um aufzusteigen, um sich in der Luft halten zu können. Mehrmals wechseln sie die Position, fliegen vom Westen in den Osten, versuchen an Höhe zu gewinnen. Die übrigen Starter bleiben erstmal am Boden. Nach und nach verlieren die Piloten an Höhe, können nicht aufsteigen. Einer nach dem anderen landet wieder. Später am Tag soll dann neutralisiert werden. Das heißt, dass nicht mehr geflogen wird. “Die paar Minuten waren vor allem sehr heiß und stressig, weil alles in niedriger Höhe war und die Thermik sehr schwach beziehungsweise kaum vorhanden”, bilanziert Benoist am Abend. Quelle: ‘Nordbayern.de‘.

Nasses Trainingslager

Drinnen zu lernen, wenn draußen das Wetter schön ist, das mag wohl keiner. Segelflugpilot Tobias Wendling (43) vom Flugsportverein (FSV) Neustadt stand Sonnenschein allerdings nicht als Ausrede zur Verfügung, als er sich im Trainingslager auf dem Flugplatz Winzeln-Schramberg im Schwarzwald vor allem der Theorie widmen musste. Die 16 Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz und Hessen sowie acht Trainer aus dem Luftsportverband Rheinland-Pfalz absolvierten am ersten Tag noch einige Eingewöhnungsflüge. Aber dann hinderten sie tiefe Wolkenschichten und Regengüsse am Segelfliegen.

Weil sie die Praxis nicht üben konnten, büffelten die Piloten extrem viel Theorie: Wie werde ich schneller beim Überlandflug? Die Tücken des Endanfluges auf den Zielflugplatz. Sicherheit beim Wettbewerbsflug. Wie gut kenne ich mein Flugzeug? Das Fliegen mit Wasserballast. So lauteten die Themen im Lehrsaal.

Bei den Kühen landen
Um überhaupt pünktlich im Südschwarzwald anzukommen, sind alle Flugzeuge im Transporthänger nach Winzeln geschafft worden. „Beim Streckensegelflug kann man auch schnell mal bei den Kühen landen, das heißt auf einer Wiese oder einem Acker“, erklärt Bernd Schwehm, Pressereferent des FSV Neustadt, warum Wendlinger und die anderen Piloten nicht im Segelflieger angereist sind. „Dann braucht man den Transportanhänger, um das Sportgerät wieder auf den Flugplatz zurückzuschaffen.“ Der Flugplatz Winzeln-Schramberg und der dort ansässige Luftsportverein Schwarzwald bieten laut Schwehm eine hervorragende Infrastruktur für ein solches Trainingslager oder auch für Urlaubsaufenthalte. Neben der 700 Meter langen Asphaltpiste gibt es mehrere Flugzeughallen, einen Lehrsaal und ein Clubheim. Außerdem seien dort ein Campingplatz und eine Gaststätte.

Gastgeber mit Weltmeister
Auf einer Höhe von 671 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, sei Winzeln ein sehr guter Startplatz, „um die normalerweise hervorragenden und hochreichenden Aufwinde des Schwarzwaldes schon vom frühen Morgen an zu nutzen und so weite Streckenflüge im Segelflug durchzuführen“. Wohl auch deswegen stellten die Winzelner Piloten eine Mannschaft in der Segelflug-Bundesliga, angeführt vom Weltmeister Matthias Sturm, meint Schwehm.

Im Trainingslager folgte dann aber doch noch ein wenig Praxis: entweder im Doppelsitzer mit dem Streckenflugtrainer auf dem Rücksitz oder für die etwas Erfahreneren in Kleingruppen von zwei oder drei Flugzeugen. Sie erflogen den Südschwarzwald und feilten an ihrer Streckenflugtechnik. Viel mehr als drei Stunden Flugzeit schaffte aber niemand an einem Tag. Quelle: ‘Die Rheinpfalz‘.

Simon Briel Junioren-Europameister

Der Allendorfer Segelflieger Simon Briel (25) ist bei den Junioren-Europameisterschaften in Pociunai/Litauen Europameister in der Standardklasse geworden. Nach der errungenen Vize-Weltmeisterschaft im Einzel und in der Mannschaftswertung in Szeged/Ungarn vor zwei Jahren war es der erste Europameistertitel für den jungen Allendorfer, der an der Technischen Hochschule Darmstadt Maschinenbau studiert und sich nach dem Bachelor nun gerade auf seinen Master vorbereitet. „Mal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, ist auch eine tolle Erfahrung“, sagte Simon Briel im Gespräch mit der HNA. Vater Reinhold Briel hatte seinen Sohn begleitet und während des dreiwöchigen Aufenthaltes in Litauen betreut.

Anreise dauerte zwei Tage
Mit seinem Segelflugzeug, einer Discus 2a mit 15 Metern Spannweite, startete Simon Briel erneut in der Standardklasse. „Die Hinfahrt mit dem Flugzeug im Anhänger eines Pkw und einem Wohnmobil über 1450 Kilometer dauerte zwei Tage“, berichtete Briel. Nach einer vom Wetter her „durchwachsenen“ ersten Trainingswoche mit schwülwarmen Temperaturen, aber wenig Thermik, lief es in der zweiten Woche wettermäßig deutlich besser. An fünf Tagen hintereinander konnten die lautlosen Gleiter starten. Sie legten dabei Strecken zwischen 150 und 350 Kilometern zurück. Die Bedingungen in Litauen seien „schwierig“ gewesen, berichtet Simon Briel. Durch den nahen Fluss Memel sei das Klima an dem großen, alten Flugplatz aus Sowjetzeiten sehr feucht. Es habe jedoch eine schöne Eröffnungsfeier mit litauischem Volkstanz und Blasmusik gegeben.

„Bis zum letzten Tag spannend“
Bereits am zweiten Tag der Wertungsflüge setzte sich Simon Briel an die Spitze des Feldes in der Standardklasse und siegte am Ende mit 100 Punkten Vorsprung vor den beiden Engländern Thomas Pawes und Henry Inigo-Jones. „Es war bis zum letzten Tag spannend“, zollte Briel, der corona-bedingt doch noch einmal bei den Junioren starten durfte, auch seinen Konkurrenten Respekt. Durch einen dritten Platz in der Club-Klasse wurde die deutsche Segelflug-Nationalmannschaft am Ende des Wettbewerbs Vize-Europameister in der Mannschaftswertung.

Deutsche Juniorenmeisterschaft in Burg Feuerstein
Für Simon Briel, den erfolgreichen Piloten des Luftsportvereins Ederbergland, ist jetzt erstmal „büffeln“ fürs Studium angesagt. „Nächste Woche schreibe ich eine wichtige Klausur“, erklärte der 25-Jährige. Sein nächstes sportliches Ziel ist nicht mehr weit: Die Deutschen Meisterschaften der Junioren finden ab dem 9. August in Burg Feuerstein bei Bamberg statt. Dort möchte sich Simon Briel erneut für die Weltmeisterschaft qualifizieren, die 2022 in Tschechien stattfindet. Es wäre dann seine letzte Weltmeisterschaft als Junior. Quelle: ‘HNA‘.

Fussballer gehen in die Luft

Für die Neuzugänge des Fußball-Hessenligisten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz Marius Grösch und Moritz Reinhard war der Ausflug am Samstag etwas ganz Besonderes. Denn in Zusammenarbeit mit dem Flugplatz Johannisau erlebten die beiden Spieler einen Rundflug über Fulda. Björn Ludwig vom Aero-Club Rhön erklärt im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS, wie es zu diesem besonderen Projekt gekommen ist: “Der Verein ist an uns herangetreten, ob wir auch Rundflüge anbieten. Da wir als Nachbarn sowieso ein gutes Verhältnis haben, konnten wir das Projekt schnell und unkompliziert umsetzen.” Auch für Grösch (kam vom FC Carl Zeiss Jena) und Reinhard (kam von den Offenbacher Kickers) war der Flug ein besonderes Erlebnis. Zwar frischte der Wind am Samstagvormittag etwas auf, das Fluggefühl für die beiden Neuzugänge beeinträchtigte dies allerdings keineswegs. Für den Aufstiegsanwärter geht es indes in die letzte Phase der Vorbereitung. Bereits in zwei Wochen startet die Saison in der Fußball-Hessenliga. Dort gibt es sofort ein Derby gegen den SV Buchonia Flieden, vor dem Saisonstart hat der letztjährige Tabellenführer der Hessenliga noch ein Testspiel. Auf die Elf von Sedat Gören wartet dann Rot-Weiß Walldorf. Man darf gespannt sein, ob die Barockstadt genauso wie Grösch und Reinhard in der kommenden Saison zum Höhenflug ansetzen wird. Quelle: ‘Osthessen-News‘.

Rieti: Unfall an der Coppa

Vor wenigen Tagen noch Sieger, geriet der Segelflieger des Österreichers Christian D. am vergangenen Sonntag während der Coppa Mediterraneo nahe dem italienischen Rieti ins Trudeln, krachte in einen Berg. Für den 57-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Der internationale Bewerb für Segelflieger im italienischen Rieti findet heuer vom 3. bis 13. August statt. Und für den 57-Jährigen begann die Coppa Mediterraneo verheißungsvoll. Erst vergangenen Freitag zeigte Christian D., was er kann. Der Österreicher, der früher als Manager unter anderem für den US-Bankenriesen Morgan Stanley in London und Singapur tätig war und mittlerweile in Neuseeland lebte, setzte sich in seiner „Antares 23E“ vor einem anderen rot-weiß-roten Piloten als Tagessieger durch.

Leidenschaftlicher Flieger und Star der Szene
Der leidenschaftliche Flieger und Star innerhalb der Szene stieg wohl auch am Sonntag gut gelaunt in seine Maschine mit deutscher Kennung. Das Wetter passte, alles deutete auf einen traumhaften Flugtag hin. Doch etwas brachte den Leichtflieger südlich von Rieti ins Trudeln. D. verlor die Kontrolle, sein Flugzeug krachte laut Aussagen anderer Teilnehmer in einen Berg. Für den Austro-Piloten kam jede Hilfe zu spät. Während sich die Bergung der Trümmer in dem unzugänglichen Gebiet schwierig gestaltet, trauern Kollegen um ihren Freund. „Lande sanft, Kamerad“, postete die Innsbrucker Segelflieger Vereinigung auf Facebook. Quelle: ‘Krone.at‘. Bericht in ‘rietinvetrina.it‘.

Segelflug-WM in Frankreich

Seit 8. und noch bis zum 20. August fliegen 115 Teilnehmer im zentralfranzösischen Montluçon-Guérét in der Club-, Standard- und 15-m-Klasse um weltmeisterliche Medaillen. Hier finden Sie die Webseite des Veranstalters, die Tasks und Resultate, die Webseite des Schweizer Teams sowie die aktuellen news auf der facebook-Seite.

Flugzeugschlepp-Unfall: In Waldstück verunglückt

Beim Hochziehen eines Segelfliegers bei Hessisch Lichtenau ist ein Sportflugzeug in ein Waldstück gestürzt. Der Pilot kam ums Leben. Weshalb die Maschine abstürzte, ist noch unklar. Laut Polizei hatte das Motorflugzeug einen Segelflieger vom Flugplatz Hopfelderstraße in die Luft gezogen. Kurz nach dem Ausklinken kippte das schleppende Flugzeug nach links ab und stürzte in ein angrenzendes Waldstück. Das Segelflugzeug konnte unterdessen unbeschadet landen.

Absturzursache ungeklärt
Der Pilot, der als einziger in dem Motorflugzeug saß, erlag noch am Absturzort seinen Verletzungen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, handelt es sich um einen 43-jährigen Mann aus Melsungen (Schwalm-Eder-Kreis). Die Leiche des Mannes soll obduziert werden, um Hinweise auf eine mögliche Ursache des Absturzes zu erhalten. Zudem sei am Donnerstagabend damit begonnen worden, das Flugzeugwrack zu untersuchen. Nach dem Absturz betreuten Notfallseelsorger die Anwesenden vor Ort. Die Kriminalpolizei Eschwege übernahm erste Ermittlungen. Quelle: ‘Hessenschau‘.

Baptiste Innocent: 1500-km-Europarekord

Mit einem Start auf dem Flugplatz von Fayence um sechs Uhr in der Früh und Wendepunkten im Süden Korsikas und auf dem italienischen Festland gelingt Baptiste Innocent mit einem 14-Stunden-Flug ein 1500-km-Dreieck und ein neuer Europarekord – mit erheblichen Streckenteilen über dem offenen Mittelmeer. Quellen: ‘OLC‘ und ‘facebook‘.

Segelflieger aus dem MK fliegen bis an den Rhein

Die Flieger des LSV Hegenscheid nutzen das gute Wetter, wann immer es geht. Das lädt nämlich zum Streckensegelflug ein. „Bei diesem versucht man, durch geschicktes Ausnutzen von Aufwinden eine Strecke von mehreren hundert Kilometern zurückzulegen und am Ende wieder an seinem Startflugplatz zu landen“, erläutert Anna-Laura Geusen vom LSV Hegenscheid. „Da man erstmal klein anfängt und damit auch Flugschüler einen Einblick erhalten, gehören kleinere Streckflüge zur Pilotenausbildung dazu.“ Und so hob am Wochenende auch das doppelsitziges Schulflugzeug ab. Im Cockpit die erst 14-jährige Nina Braselmann, zusammen mit dem Vorsitzenden des LSV, Philipp Hilker. Begleitet wurden sie von Vivian Hilker in einem Einsitzer-Segelflugzeug, die das erste Mal allein „auf Strecke ging“. Auch die fertig ausgebildeten Piloten bestaunten das Sauerland, den Rhein und das Siegerland von oben.
Corona verhagelt Saisonstart nicht

Derzeit bereitet sich der LSV schon auf die nächste Aktion vor: Auf dem Segelflugplatz am Hegenscheid wird vom 31. Juli bis 15. August ein Ferienlager stattfinden, das vor allem den Flugschülern Trainingsmöglichkeiten bietet, um der Pilotenlizenz näher zu kommen. „Man kann bereits mit 13 Jahren mit dem Segelfliegen beginnen“, sagt Geusen. Der Verein freut sich immer über Nachwuchs. Ebenso froh sind die Segelflieger, dass Corona ihnen nicht den Saisonstart verhagelt hat. „Das Fliegen als Outdoor-Sportart war trotz Corona bereits relativ früh wieder möglich“, sagt Anna-Lena Geusen. So starteten sie bereits trotz winterlicher Temperaturen bereits an Ostern und nutzten auch danach jede Gelegenheit, um das Sauerland von oben zu genießen. „Dabei entdeckten sie auch, dass Masken auch Nasen wärmen können“, sagt Geusen schmunzelnd.

Nachwuchs immer willkommen
In der ersten Mai-Woche fand bereits eine Segelkunstflug-Woche statt, wobei sich die Hegenscheider Flieger wortwörtlich um alle Achsen drehten, wenn nicht gerade ein Regen- oder Schneeschauer alle Pläne durchkreuzte. Wer Interesse am Segelfliegen hat, ist dem Hegenscheid willkommen. Quelle: ‘come-on.de‘.

Segelflieger bereiten sich in Elchingen auf die WM vor

Mit Steffen Schwarzer und dem Giengener Bernd Schmid werden auch zwei Piloten des Luftsportrings Aalen in Frankreich dabei sein. Zurzeit trainiert die Segelflug-Nationalmannschaft auf dem Flugplatz in Elchingen. Es sind die Besten der Besten die sich auf dem Härtsfeld für Trainingsflüge, aber auch taktische und organisatorische Aufgaben treffen. Im Fokus: Die WM-Teilnahme 2021. Diese findet für die sogenannten „kleinen Klassen“, also die Flugzeuge mit 15 Meter Spannweite, vom 7. bis 21. August in Montlucon in Frankreich statt. Steffen Schwarzer und David Bauder vom Luftsportring Aalen starten dort in der FAI 15-m-Klasse, sie fliegen einen neuen Ventus 3, der ihnen extra zur WM zur Verfügung gestellt wird. Quelle: ‘Heidenheimer Zeitung‘.

Segelflieger trotz Corona im Aufwind

Viele Vereine zwang die Corona-Pandemie komplett zum Stillstand. Beim Segelflugclub Betzdorf-Kirchen war dies offenbar nicht der Fall, wie nun auf der Jahreshauptversammlung des Vereins hervorgehoben wurde. Kummer bereitet dem Verein allerdings ein Problem, das nichts mit Corona zu tun hat. Auf seiner Jahreshauptversammlung in der Betzdorfer Stadthalle zog der Segelflugclub (SFC) Betzdorf-Kirchen ein positives Fazit des letzten und angefangenen Jahres. Der Vorsitzende, Armin Brast, berichtete laut einer Pressemitteilung des Vereins, dass im Jahr 2020 trotz Corona und damit verbundenem eingeschränktem Flugbetrieb ein Rückgang der rein fliegerischen Aktivitäten nicht zu beklagen war. Nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 konnte zwar erst ab Ende April und unter Beachtung des vorgegebenen Hygienekonzepts wieder eingeschränkt geflogen werden und auch die Flugausbildung durfte erst Mitte Mai wieder starten. Der halbwegs „normale“ Sommer, das gute Wetter und ein zweiwöchiges Fliegerlager in Blaubeuren ließen die Pandemie dann aber zumindest zeitweise in den Hintergrund treten.

Positiv konnte auch Cheffluglehrer und zweite Vorsitzender Wolfgang Ermert für die Saison 2020 von ersten Soloflügen und einigen erfolgreichen Prüfungen zur Pilotenlizenz berichten. Das für alle Mitglieder Wichtigste aber war: Der Flugbetrieb lief auch im Jahr 2020 ohne jegliche Zwischenfälle oder gar Unfälle ab. Und das soll dank des gelebten Sicherheitskonzepts des SFC auch so bleiben. Sobald wieder uneingeschränkter Flugbetrieb und auch Gastflüge möglich sein werden, wird der Verein dies zeitnah auf seiner Webseite mitteilen.

Mittelfristiger Flugplatzausbau bewirkt Lärmreduzierung für Katzwinkler
Auch die Entwicklung der Mitgliederzahl stellte sich trotz reduzierten Möglichkeiten zur Öffentlichkeitsarbeit positiv dar. Im Langzeitvergleich wuchs die Mitgliederzahl von 150 (2006) auf nunmehr 165 (2020). Davon sind 92 aktive Flieger. Neben einigen Abgängen konnte der Verein 13 Neuzugänge in 2020 verzeichnen. Der in vielen Vereinen beklagte Mitgliederschwund konnte damit offenbar langfristig verhindert werden. Allerdings konnten nur ganz wenige kleine Veranstaltungen realisiert werden. Und das große Flugplatzfest musste wiederum verschoben werden und kann frühestens 2022 wieder stattfinden.

Auch der Fortschritt des Flugplatzausbaus mit dem Ziel der Startbahnbegradigung und Verlängerung machte laut SFC gute Fortschritte. Damit wird der Verein mittelfristig weniger Motorschleppflüge benötigen und zumindest für einen Großteil der Schulung auf die kostengünstigere und leisere Windenschleppart umsteigen. Ein paar Jahre wird diese „Sisyphusarbeit“ aber noch dauern. Danach können sich auch die Katzwinkler Bürger über eine beträchtliche Lärmreduzierung freuen, da die Motorflugzeuge dann beim Start im Schnitt schon gut 50 Meter höher über den Ort rausstarten als heute, was den Lärm der ohnehin schon lärmreduzierten Flugmotoren und Propeller nochmal um gut 35 Prozent verringern wird.

Höhepunkt der Saison, wenn auch erst zum Ende hin, war die Ankunft der beiden neuen leistungsfähigeren Segelflugzeuge des Vereins, dem fabrikneuen Doppelsitzer Arcus-T sowie dem gebraucht erworbenen Einsitzer Ventus-2bx. Mit beiden Flugzeugen verfügt der Segelflugclub nun auch wieder über Maschinen, mit denen der Verein erfolgreich bei Wettbewerben mitmischen kann. Sie ersetzten jeweils ältere Modelle, die veräußert wurden.

Segelflugclub kritisiert Steuerpolitik des Bundes
Problematischer als Corona stellte sich für den Verein die verschärfte und restriktivere Steuerpolitik des Bundes dar – eine Entwicklung unter der auch viele andere gemeinnützige Vereine zunehmend zu leiden haben, zumal die angewandten Regelungen rechtlich noch nicht abgesichert sind und jahrelange Diskussionen die Vereine stark verunsichern. „Hier wird das ehrenamtliche Engagement vieler Vereine mit den Füßen getreten und die sichere Zukunftsplanung extrem erschwert. Zu oft müssen die Vereine heute den Rechtsweg gegenüber den Finanzbehörden beschreiten, um zu ihrem Recht zu kommen“, kritisiert der Segelflugclub. Quelle: ‘AK-Kurier‘.

8 Fluglehrer ausgebildet

8 Kandidaten absolvierten erfolgreich den praktischen Fluglehrerkurs 1-2021 in Amlikon. Während zwei intensiven Wochen stellten die 8 Fluglehrerkandidaten Ihr fliegerisches Können und Ihre Fähigkeit, Wissen in Theorie und Praxis zu vermitteln unter Beweis – mit Erfolg! Quelle: ‘SFVS‘.

Ab 2022 Sportsoldat werden?

Die Bundeswehr ist in der Zusammenarbeit mit dem DOSB einer der größten Förderer des Spitzensports in Deutschland. Spitzensport hat einen hohen gesellschaftspolitischen Wert. Dabei verstehen sich die Spitzensportlerinnen und Spitzensportler als Vorbilder und Botschafter ihrer Sportart für Deutschland wahr. Genau so verhält es sich auch für den Segelflug, der jedoch in der Öffentlichkeit weniger bekannt ist aber für die Bundeswehr einen besonderen Stellenwert geniesst.

Die Sportler/innen der Sportfördergruppe Segelflug werden durch die Sportfördergruppe in Warendorf truppendienstlich betreut und sind fliegerisch an der Segelflugschule Oerlinghausen zu Hause, der zugleich auch der Leistungsstützpunkt des NRW ist. Die Segelflugschule Oerlinghausen wird deine erste Anlaufstelle nach deiner Grundausbildung sein sowie für weitere Trainingsmassnahmen, mit dem Ziel dich auf die zentralen Wettbewerbe bestmöglich vorzubereiten. Neben den zentralen Trainings in Oerlinghausen, werden auch Trainings mit D/C Kader durchgeführt sowie das Alpentraining in Frankreich im Frühjahr und Spätsommer. Der Besuch von internationalen Wettbewerben ist ebenfalls ein Bestandteil deiner Ausbildung.

Wir haben eine Checkliste erstellt, die alle erforderlichen Formulare und Einzelheiten enthält. Diese kannst du hier downloaden. Deine Bewerbung muss bis spätestens 31.08.21 bei der Geschäftsstelle des DAeC eingegangen sein.

Autonomous Electric Glider Project

The result of an innovative partnership launched at the end of 2014, involving the European Gliding Development Association (AEDEVV), Dassault Aviation and the engineering schools of the ISAE Group, the EUROGLIDER project aims to develop an electrically powered two-seater glider for teaching, release and training. As part of the energy transition trend in the aviation sector, EUROGLIDER addresses three issues: operational, environmental and economic. At the focal point of several technological challenges, the project is currently in the experimental test bench phase (ground + flight) and will soon begin preparations for the industrial phase. The ambition of this glider is to be able to carry out complete instruction flights autonomously without having to wait for favorable atmospheric conditions and with full respect for the environment.

Developing the gliding sector in Europe

The EUROGLIDER project aims to meet the needs expressed by European gliding training centers. An ecological activity by its very nature, gliding nonetheless requires favorable atmospheric conditions to achieve the altitude necessary to perform training flights. Because waiting periods can sometimes be prolonged, nearly 2/3 of newly registered pilots give up before their first solo flight. Thanks to its electric propulsion, the EUROGLIDER will be able to perform a series of several training flights of more than 40 minutes autonomously and without waiting for favorable conditions. It will allow training organizations to multiply by 2 to 3 times the number of training flights per year while reducing the learning period for students.

Improved operating conditions for flying clubs

Thanks to its autonomous takeoff capability, the EUROGLIDER will reduce takeoff costs by 60 to 70% compared to the use of a conventional tow aircraft. Moreover, it will allow flying clubs to better distribute gliding activity by operating the glider throughout the year, depending less on atmospheric conditions. Training centers will be able to ensure a return on their investments but also to better optimize human resources, whether they are professionals or volunteers.

Reducing aviation’s climate footprint

The EUROGLIDER project falls within the scope of the Clean Sky 2 program launched by the European Commission, which aims to achieve industrial implementation of new environment-friendly technologies. With its autonomous takeoff thanks to its decarbonized electric propulsion, i.e. without the help of conventional tow aircraft, the EUROGLIDER will reduce the total take-off weight by 50%. It will also eliminate sources of noise pollution for people living near airfields.

Innovating to overcome construction and design challenges

The EUROGLIDER meets several technological challenges:

  • An energy challenge: to allow an aircraft weighing more than 600 kg to perform a series of flight lessons lasting 40 to 50 minutes with multiple climbs above 1,300 meters without updrafts, thanks to optimized on-board energy density.
  • A construction challenge to meet limits on weight and wing loading: to design a high-performance EASA-certified aerostructure, while reducing the weight of the airframe compared to equivalent non-powered conventional training gliders, and ensuring compatible, controlled production and acquisition costs.
  • A challenge in the overall design for operational use: to allow simple and reliable operation, reproducing all the characteristics and handling qualities as well as the ergonomics of conventional training gliders for student pilots and instructors; to integrate new innovative and efficient training methods and tools; to facilitate maintenance.

2019-2021: the intermediate stage of the Experimental Test Bed demonstrator at the École de l’Air
The objectives of the operating concept of the EUROGLIDER and its flight missions called for design innovations leading to architectural configurations that were unprecedented for a glider. An experimental test bench was therefore developed and flights were carried out by a test pilot according to two series of programs filed with the French civil aviation authority (DGAC), with the support and resources of the French Air and Space Force military school, École de l’Air, on Air Force Base 701 in Salon-de-Provence, under an agreement established with the Air and Space Force Staff.

The results obtained, first with towed flight launches, then with takeoffs and autonomous climbs using on-board electrical energy, were perfectly nominal with regard to the initial objectives in terms of maneuverability, pilot control and performance. They validate the relevance of the operating concept as well as the technical configurations chosen for the EUROGLIDER, and provide technical data for the engineering work for the industrial development phase to come. Quelle: ‘Dassault-Aviation‘.

Staatsmeisterschaft in St.Johann

Nach einigen Jahren Pause richtete der Fliegerclub St. Johann vom 29. Mai bis 5. Juni 2021 wieder die Staatsmeisterschaften im Segelflug in der 15 Meter-Mixed und der Clubklasse aus. Organisatorisch war man durch die mehrmalige Ausrichtung des Kitzbüheler-Alpen-Pokales bestens trainiert und unter diesen Vorzeichen stellte sich Ende Mai tatsächlich auch das erwünschte Flugwetter ein. Gemeldet war in beiden Klassen ein hervorragendes Starterfeld, was spannende Wertungstage garantierte. So waren viele aktuelle und frühere WM-Piloten und mehrmalige Staatsmeister am Start, und mit Guido Achleitner und Michael Rass auch zwei für den FC St. Johann. Erich Hinterholzer als Vierter der letzten Meisterschaft in Dobersberg sowie zwei weitere Piloten ergänzten das starke Vereinsteam.

Unter diesen Rahmenbedingungen konnte sich Guido Achleitner aus Waidring in der 15 Meter-Mixed-Klasse von Anfang an in Szene setzen. Auf einer Schleicher AS 33 war er an vier von sechs Wertungstagen jeweils absolut Schnellster mit Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 127 km/h auf Wertungsstrecken bis deutlich über 500 km! Dies reichte am Ende doch recht souverän mit fast 300 Punkten Vorsprung für einen weiteren Titel in seiner Sammlung, vor dem Oberösterreicher Eduard Supersberger und dem Vorarlberger Werner Amann.

In der Clubklasse, mit Flugzeugen teils aus älterer Konstruktion wurde sportlich gesehen genauso hochwertig um die Ränge gekämpft und es war trotz mehrerer Tagessiege von Peter Hartmann, einem gebürtigen Wörgler, bis zum Ende spannend und offen. Mario Schupfer aus der Steiermark und Michael Rass aus St.Johann, diesmal auf der Vereins-LS4 angetreten ließen nicht locker und Erich Hinterholzer hatte ebenfalls noch kleine Außenseiterchancen auf den Titel. Mitfavorit David Richter-Trumer aus Oberösterreich hatte sich leider schon am zweiten Tag einen Navigationsschnitzer geleistet, der ihm fast Tausend Punkte gekostet hatte und ihm nur mehr Achtungserfolge mit einem Tagessieg ermöglichte. Schlussendlich reichte für Rass ein unglaublicher Tagessieg am letzten Tag für seinen Vorstoß auf Rang zwei. Hartmann blieb somit zum 12. Mal als Staatsmeister ungeschlagen. Hinterholzer war mit „Blech“ in der Clubklasse mehr als zufrieden, der Weg ins Nationalteam dank hervorragender Rangordnungspunkte könnte geebnet sein. Manuel Salcher, ebenfalls vom FC St. Johann, konnte alle selektiven Aufgaben bewältigen und war mit seiner Meisterschaftspremiere und Rang 13. nicht unglücklich, auch wenn ein technisches Problem an Tag eins gleich viele Punkte gekostet hatte.

Der Fliegerclub St. Johann als Veranstalter war letztendlich erleichtert, alle Unwägbarkeiten in der noch anhaltenden Pandemie bewältigt und den Teilnehmern aus ganz Österreich diesen Wettbewerbsraum in den Alpen präsentiert zu haben. Leider waren Zuschauer durch die hohen Auflagen noch nicht möglich. Der Sport wird aber international auf virtuellen Plattformen verfolgt, was eine gute Werbung für die Region garantiert. Weiter geht es für die St. Johanner mit dem traditionell hochwertigen Alpe Adria Cup in Kärnten, wo Michael Rass und Reinhard Haggenmüller als Mitfavoriten antreten werden. Quelle: ‘MeinBezirk.at‘.

Segelflieger aus Neresheim bricht drei Rekorde

Ein Segelflieger aus Neresheim (Ostalb-Kreis) hat mit einem einzigen Flug gleich drei Rekorde gebrochen. Gerrit Illenberger flog in elf Stunden ein Dreieck von über 1.000 Kilometern. Gerrit Illenberger spricht vom 29. Mai 2021. Mehrere Monate hatte er den Rekordflug geplant und eigentlich nur noch auf den richtigen Tag gewartet, bis so eine Strecke möglich sein würde. “Das Spannende am Segelfliegen ist, man weiß eigentlich bis zur Landung nicht, wie es ausgeht”, erzählt der Pilot.

Bis zuletzt dran geglaubt
Es seien so viele Faktoren, die dranhängen, die den Rekord verhindern könnten oder die einen dazu zwingen würden, abzubrechen. Aber ganz wichtig sei eben, dass man bis zuletzt daran glaubt, dass man es doch schaffen wird. Illenberger erinnert sich an den entscheidenden Moment: “Letztendlich wusste ich: Okay, es klappt definitiv, als ich meinen letzten Aufwind gefunden habe. Abends, das war der Moment, wo ich wusste: jetzt klappt es definitiv.”

Von der Schwäbischen Alb übern Schwarzwald zur Wartburg
Illenberger erklärt die Strecke: “Neresheim liegt auf der Schwäbischen Alb. Von dort aus geht es die Schwäbische Alb entlang bis in den Schwarzwald. Dort hatte ich meinen ersten Wendepunkt, ganz im Süden, in der Nähe vom Schluchsee. Und dann ging es erst mal auf Nordkurs, also den Schwarzwald entlang, über den Kraichgau, über den Odenwald und den Spessart. Das sind so die typischen Mittelgebirge, wo wir Segelflieger uns gerne aufhalten. Dann ging es über die Rhön, und die zweite Wende war dann an der nördlichen Spitze vom Thüringer Wald, also in die Nähe der Wartburg bei Eisenach. Und von dort aus ging es dann weiter am Thüringer Wald entlang über Fichtelgebirge und Oberpfälzer Wald bis auf die tschechische Seite, wo ich über dem höchsten Berg vom Oberpfälzer Wald – das ist der Cerchov – gewendet habe. Und von dort ging es dann über Regensburg und die Fränkische Alb zurück auf die Schwäbische Alb nach Neresheim.” Quelle: ‘SWR‘.

Abheben mit dem Gummiseil

Am Wochenende des 26./27. Juni folgten Segelpiloten einer 70-jährigen Tradition und hoben ohne Motorflugzeuge und mit reiner Muskelkraft von der Rigi ab. Segelflugzeuge werden normalerweise von Motorflugzeugen in die Höhe gezogen. Mangels dieser Möglichkeit mussten früher aber alternative Startarten herhalten – so zum Beispiel der Gummiseilstart. Dabei wird am Haken der Nase des Seglers ein Gummiseil eingehängt und zirka zehn Personen – sogenannte «Gummihunde» – ziehen an beiden Enden. Sobald eine genügend hohe Spannung erreicht ist, wird das Halteseil gekappt und das Flugzeug rollt los. Durch die relativ geringe Geschwindigkeit, welche entsteht, ist diese Startart nur für Oldtimer-Segelflugzeuge geeignet. Die Stiftung Segel-Flug-Geschichte hat zusammen mit der Rigi-Bahnen AG und der Oldtimer Segelflug Vereinigung (OSV) 2013 und 2015 erneut diese Tradition zelebriert und nach sechs Jahren nun auch wieder an diesem Wochenende. In unserer Bilderreihe sehen Sie ein paar Eindrücke des abenteuerlichen Tages. Quelle: ‘Luzerner Zeitung‘.

Förderflugzeug für junge Piloten

Ein neues Förderprogramm, bei dem es nicht darauf ankommt, wer die schnellste Schnittgeschwindigkeit, die meisten Punkte oder die beste thermische Ausgangssituation hat. Ein Förderprogramm das den Spaß am Streckenflug und die Faszination des „Abenteuers Segelfliegen“ wieder in den Vordergrund rücken soll. Ein Förderprogramm ohne langwierige Bewerbung und ohne komplexe Regeln. Wir dürfen euch vorstellen: Die #SteFlyChallenge 2021.

Der Gewinnerin/ dem Gewinner der #SteflyChallenge 2021, wird im kommenden Jahr das Förderflugzeug des FFS-SH e.V. – der Standard Cirrus „FoxSierra“ – kostenfrei für bis zu vier Wochen durchgängig zur Verfügung gestellt, um damit ihr/ sein eigenes Fliegerabenteuer 2022 verwirklichen zu können. Egal, ob Wandersegelflug, Wettbewerbe oder das Brechen persönlicher Rekorde. Bei der #SteFlyChallenge geht es darum euch bei dem zu unterstützen, was euch am meisten am Segelflug fasziniert, ganz unabhängig von Punkten, Ranglisten oder Leistungsabzeichen. Macht mit und zeigt uns eure Fluggeschichten! So einfach bist du dabei:

  • Teile dein Flugabenteuer auf WeGlide, berichte uns von deinen Flugerlebnissen und sei dabei kreativ. Überzeuge uns und die gesamte Segelflug-Community
  • Schreibe #SteFlyChallenge ins Kommentarfeld und wir wissen, dass du bei unserem Wettbewerb mitmachen möchtest
  • Teilnehmen können alle deutschen Junioren bis 25 Jahre

Die Vergabe: Am Ende der DMST-Saison 2021 sichten wir alle eingegangenen Flüge und wählen unsere und eure Favoriten. Sobald die Finalisten feststehen melden wir uns direkt bei euch, um zu hören, welche Pläne ihr bereits für die kommende Saison geschmiedet habt und wie wir euch mit der „FoxSierra“ dabei unterstützen können. Nachdem wir mit allen Finalistinnen und Finalisten reden konnten, geht es an die Abstimmung. Ein Gremium bestehend aus SteFly, WeGlide und FFS-SH e.V., wählt im Anschluss die Gewinnerin bzw. den Gewinner der #SteFlyChallenge 2021 und gibt sie/ ihn zum ersten November 2021 offiziell über WeGlide bekannt. Quelle: ‘myHeimat.de‘.

Zweimal 1000 Kilometer

Sven Lissel und Felix Wolf haben beide am selben Tag jeweils rund 1000 Kilometer am Stück per Segelflieger zurückgelegt – das ist Freiburg-Rekord. Sie kamen bis ins bayrische Franken und zurück. Sven Lissel und Felix Wolf sind seit kurzem stolze Rekordhalter: Es ist ihnen ein heimischer Platzrekord gelungen, nämlich mit zwei am Freiburger Flugplatz gestarteten Segelflugzeugen eine Strecke von jeweils etwa 1000 Kilometern zurückzulegen – Sven Lissel schaffte 1027 und Felix Wolf 980 Kilometer ohne Unterbrechung. Damit haben sie die bisherige Höchstleistung, die nach Angaben der beiden jungen Piloten knapp weniger als 980 km betrug, überboten. Quelle: ‘Badische Zeitung‘ (Registrierung).

Segelflieger von Flugbedingungen begeistert

Der kleine Flugplatz Lönnewitz in Elbe-Elster verzeichnet wieder besonders viele Starts und Landungen. Segelflieger aus ganz Deutschland haben ihn für ihr Hobby entdeckt. Das Areal hat für sie ideale Bedingungen. 60 Start sind in den vergangenen Tagen auf dem “Konto” des kleinen Flugplatzes in Lönnewitz dazugekommen. Allesamt von Segelflug-Fans aus ganz Deutschland, die sich bei einem zehntägigen Lehrgang ihrem Hobby intensiv gewidmet und viele Erfahrungen gesammelt haben. Quelle: “lr-online.de“.