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Vom Jura zum Atlantik

Yves Gerster fliegt am Freitag, 11. Juni 2021 in einer DG-400 vom jurassischen Courtelary an die französische Atlantikküste, genauer zur Ile d’Yeu. Originalkommentar im OLC: “Nice gliding adventure. In the morning I had a coffee in Bern and in the evening an ice cream at the beach”. Quelle: ‘OLC‘ und ‘weGlide‘. Etwas hindernisreicher scheint der Rückflug gewesen zu sein.

Standard-Checkliste für Segelflug

Immer wieder erhalte ich Anfragen betreffend einer Standard-Checkliste für den Segelflug. Hier finden Sie eine allgemein verwendbare Basisversion zum kostenlosen Download. Auf allen Druckern im A4-Format ausdruckbar, einmal falten, fertig.

Fricktaler Segelflug-Grand Prix

Die Segelfluggruppe Basel-Fricktal organisiert auf dem Flugplatz in Schupfart erstmals einen Segelflug-Grand Prix. 13 Piloten aus der ganzen Schweiz sind dazu angereist – und müssen erst mal auf den Start warten, weil das Wetter nicht mitspielt. Dann aber geht es doch noch los. Ein Augenschein. Ausgerechnet jetzt ziehen auch noch Schleierwolken auf am Himmel über Schupfart. Es ist 13.47 Uhr an diesem Donnerstagnachmittag, und die ersten Piloten wurden eben in die Luft gezogen, um gleich zum Segelflug-Grand Prix Schupfart 2021 zu starten. Schleierwolken sind nicht das, was sie jetzt gebrauchen können. Sie dämpfen die Sonneneinstrahlung und bremsen so die Thermik und die Segelflieger.

Das Wetter – oder genauer: Bewölkung, Regenzellen und Windrichtungen – beschäftigen die Organisatoren des ersten Segelflug-Grand Prix im Fricktal schon den ganzen Tag. Am Morgen hatte OK-Chef Fredy Zulliger die Route für diesen ersten Wettkampf-Tag festgelegt. Von Schupfart über Courtelary und Moutier im Jura weiter nach Wynigen im Emmental zurück ins Fricktal zum Sonnenberg zwischen Zeiningen und Möhlin und schliesslich via Bad Säckingen zurück nach Schupfart. Gut 185 Kilometer mit fünf Kontrollpunkten, welche die Flieger passieren müssen.

Die Piloten müssen auf den Start warten
Nur eben: Lange ist ungewiss, ob das Wetter mitmacht. Fredy Zulliger sagt mit Blick auf seinen Laptop: «Über dem Jura hängen dicke Wolken. Und auf der Alternativroute in Richtung Schaffhausen droht Regen.» Für die Piloten heisst das: Warten. Einige vertreiben sich die Zeit mit Fachsimpeln, tauschen Tipps aus, besprechen die Eigenheiten der Flugroute – oder erzählen lustige Anekdoten aus dem Leben eines Segelpiloten. Dass eine ausserplanmässige Landung auf einer Wiese schon mal zu einer spontanen Einladung zu einem Grillfest führen kann etwa.

Andere liegen im Schatten unter den Flügeln ihrer Flieger und dösen. Hildi Schönmann, Medienverantwortliche des Events, sagt mit einem Lachen: «Das Warten gehört zu dieser Sportart dazu – sie findet nun mal draussen statt.» Wichtig sei, zum richtigen Zeitpunkt wieder bereit zu sein – dann, wenn OK-Chef Zulliger das Okay zum Start gibt. An diesem Nachmittag ist das kurz vor 13.30 Uhr. Die dicksten Wolken über dem Jura verziehen sich langsam, und vom Mittelland her strömt klarere Luft herein. Mit der Gemütlichkeit und Entspannung ist es nun vorbei im Startbereich: Die Piloten ziehen ihre Fallschirme an, programmieren die GPS-Geräte und checken ein letztes Mal ihre Maschinen. Dann geht es los.

Alle starten gleichzeitig
Nacheinander werden die 13 Piloten in die Luft gezogen. Die Motoren der drei Schleppmaschinen heulen fast im Minutentakt auf. Über dem Thiersteinberg, auf 1200 Metern Höhe, klinken die Segelflieger aus. Per Funk kommt von einem der Piloten in der Luft die Meldung: Steigung zwei Meter pro Sekunde. Eine Entwarnung für die Rennleitung. Denn: Das ist ein guter Wert, ist man sich am Boden einig, trotz Schleierwolken.

Um 14.18 Uhr sind alle Flieger in der Luft. Rund 20 Minuten haben sie nun Zeit, eine ideale Startposition zu finden. Dann gibt Fredy Zulliger über Funk das Startsignal. Dieser Massenstart, ähnlich dem bei einer Regatta, ist eine der Besonderheiten eines Grand Prix. Schönmann erklärt: «Bei anderen Wettfliegen sind die Piloten für sich unterwegs, hier fliegen alle gleichzeitig los und die gleichen Kontrollpunkte an.» Das fasziniert auch die erfahrenen Piloten. So etwa Mark Käppeli, seit Jahren Mitglied des Schweizer Segelflug-Nationalteams und oft an internationalen Wettbewerben im Ausland unterwegs. Er sagt: «Dieser direkte und unmittelbare Vergleich mit den anderen Piloten macht für mich den Reiz aus.» Das und die Herausforderung, die Route in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen. In der Luft hätten die Piloten keinerlei Erholungsphasen, müssten stets die Umgebung beobachten – und schnell Entscheidungen treffen.

Wolken verraten beste Flugroute
Natürlich, um keinem der Konkurrenten zu nahe zu kommen. Wobei jeder Flieger mit einem Alarmsystem ausgestattet ist. Aber auch, um abschätzen zu können, wo die besten Luftverhältnisse herrschen. Immer auf der Suche nach Thermiken, durch die ein Aufsteigen möglich ist oder die Flieger schnell vorwärtskommen, ohne viel Höhe zu verlieren. Pilot Mark Käppeli erklärt: «Es gilt, die Wolken zu lesen – denn ihre Schattierungen und Ränder zeigen an, wie die Luftverhältnisse sind.» Gelingt einem das, sei das ein wahres Glücksgefühl – «das fühlt sich an wie im siebten Himmel, im wahrsten Sinne des Wortes», sagt Hildi Schönmann. Umgekehrt könne ein Fehlentscheid dazu führen, dass man wenig später mit seinem Segler in einer Wiese sitze. Kurz vor 17 Uhr sind die ersten Piloten zurück in Schupfart. Auf einem Monitor konnten die Organisatoren vom Boden aus stets den Rennverlauf verfolgen, dank eines Tracking-Systems. Quelle: ‘Aargauer Zeitung‘.

Erster thermischer 1000er ab Schänis

Am 1. Juni hat der Schänner Segelflieger Martin Bühlmann vom Flugplatz Schänis aus mit einem Segelflugzeug erstmals einen thermischen Segelflug über 1000 Kilometer erflogen.

Nicht der erste 1000er

Segelfliegen funktioniert mit Ausnahme des Schlepps zum Startpunkt ohne Motor. Segelflug nutzt die Windsysteme wie etwa den Föhn oder die thermische Energie der Sonne. Ab Schänis wurden schon mehrere Flüge über 1000 km erflogen. Bei all diesen Flügen hat jedoch immer der Föhn mitgeholfen. Er ist eine entscheidende Hilfe, weil die Piloten schon ab Sonnenaufgang Hangwinde für die ersten 200-300 km nutzen können.

Reine Sonnenenergie

Am 1. Juni herrschte eine flache Druckverteilung über Europa. Darum hat auch kein Nord- oder Südföhn den Flug von Martin Bühlmann unterstützt. Er hat den Flug einzig mit Aufwinden der Sonneneinstrahlung erzielt. Damit ist dies der erste rein thermische 1000er ab Schänis.

Erst nach Deutschland und Österreich, dann ins Wallis

Martin Bühlmann ist in Schänis am 1. Juni um 10.05 Uhr auf seinen Dreiecksflug gestartet. Dieser führte ihn nach Deutschland zur ersten Wende südlich von Kempten. Den zweiten Wendepunkt umflog er bereits nach drei Stunden Flugzeit in Zell am See. Sein Flugweg führte dann westwärts zur dritten Wende, entlang dem Alpenbogen, vorbei an Innsbruck, Ischgl, Davos und Airolo bis Zermatt. Dort wendete er auf 3’800 m ü.M. und flog zurück Richtung Schänis. Am Mattstock bei Amden schloss er seinen Dreiecksflug nach über 864 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 108 km/h. Weil er zwischen den Aufwinden Höhe gewinnen muss, war er eigentlich zwischen 150 und 200 km/h unterwegs. Seine Verlängerung über 149 km führte in nochmals westwärts bis nahe dem Mittelpunkt der Schweiz bei Sachseln (OW). Um 20:13 landete er wieder in Schänis. Sein 1013 km Dreiecksflug mit Verlängerung dauerte 10 Stunden.

Flugplatz Schänis

Der Flugplatz Schänis ist der grösste Segelflugplatz der Schweiz. Seit 1965 starten hier Segelflüge in den gesamten Alpenraum.

Sicherheitshinweis der Sust

Nach dem Unfall mit einem Segelflugzeug in Sitten, den der Pilot nur mit Glück überlebte hatte, sprechen Experten einen Sicherheitshinweis aus. Die Sust empfiehlt, Segelflugzeuge vor dem Schlepp auf diesem Flugplatz anders zu positionieren.

Auf dem Flugplatz Sitten starten Segelflugzeuge grundsätzlich von der Graspiste. Dabei werden sie vor dem Start mit Flugzeugschlepp so aufgestellt, dass eine Zone innerhalb von 75 Metern von der Mittellinie der Hartbelagpiste frei bleibt. In der Folge muss ein Schleppzug in einer Kurve konvergierend auf die Mittellinie der Graspiste rollen.

Dieses Verfahren sei im Rahmen der Untersuchung als systemisch risikoreich erkannt worden, heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten Abschlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust). Sie empfiehlt, dass die Betriebsverfahren auf Flugplätzen mit Segelflugbetrieb dahingehend angepasst werden, dass die Segelflugzeuge für den Start auf der Mittellinie der Startpiste aufgestellt werden können.

Ins Schlingern geraten
Der Pilot wollte am frühen Nachmittag des 26. Juni 2016 zu einem Segelflug aufbrechen. Sein Nimbus 3 des deutschen Herstellers Schempp-Hirth, ein grosses Segelflugzeug mit 25 Metern Spannweite, sollte von einem Motorflugzeug in die Höhe gezogen werden. Unmittelbar nach dem Anrollen berührte das Segelflugzeug mit einer Flügelspitze den Boden. In der Folge scherte das Segelflugzeug seitlich aus, so dass der Pilot während des weiteren Startlaufs die Kontrolle über das Flugzeug verlor. Es bäumte sich auf, überschlug sich und landete auf dem Dach. Der Pilot erlitt beim Absturz diverse Hautschürfungen und eine tiefe Schnittwunde in der Stirn sowie eine Gehirnerschütterung. Der Unfall war laut Sust «nur zufällig überlebbar».

Startabbruch verpasst
Laut Sust hätte das Segelflugzeug den Start sofort abbrechen müssen, nachdem seine Maschine bei Anrollen in Schlingern geraten war. Die aerodynamischen Kräfte, die mit Ruderausschlägen erzeugt werden können, seien bei den langsamen Geschwindigkeiten oft zu gering, um die Flügel wieder in eine waagrechte Lage zu bringen. Beim Start eines Flugzeugschleppgespanns hält ein Helfer am Boden mit der Hand am Flügel das Segelflugzeug während der ersten Metern in der Waagrechte. Videos zeigen, dass der «Flügelmann» die Tragflächen über mehrere Sekunden in einer annähernd horizontalen Lage hielt, bevor er die Hand vom Flugzeug löste.

Gemäss Bericht gibt es zwei mögliche Ursachen dafür, dass das Flugzeug beim Anrollen unmittelbar nach der Freigabe nach rechts drehte und mit dem Flügel den Boden berührte. Möglicherweise sei das Wasser, das sich als Ballast in den beiden Flügeltanks befand, in den jeweiligen Flügeltanks nicht vollständig ausgeglichen gewesen. Deshalb habe sich das Segelflugzeug um die Längsachse nicht im Gleichgewicht befunden. Ebenfalls denkbar sei, dass der Pilot den Steuerknüppel leicht nach rechts ausgeschlagen hatte, was bei dem starken Gegenwind zu einer unvermittelten Rollbewegung nach rechts führte. Quelle: ‘bluewin‘. Schlussbericht der SUST.

Freie Plätze an RM Schänis

Für die RM in Schänis vom 15. bis 18. Juli sind noch 8 Plätze frei. Das OK freut sich auf weitere Anmeldungen. Wenn Du dich noch nichts ganz bereit fühlst, um an einen Wettbewerb zu fliegen, kannst Du vorgängig am BFK „Einführung in den Wettbewerbsflug“ vom 11.07. bis 14.07.Juli teilnehmen. Hier findest Du weitere Informationen.

New Glider Paradise Mediterranean Sea

“I dedicate this flight to Klaus who brings for me, and I believe for all pilots, dreams, and adventures in our sport. His recent flight to Greece was amazing”. And of course to Baptiste who has designed this flight and piloted all strategic points of our flight, especially in Italy. This FAI triangle of 1’133 km is – due to the very weak waves at Fayence at the beginning of the flight, not a European record. We passed the line at 4’300 meters and we finished at 1’600 Meters. But I think it is one of the most original in Europe. After trying for almost two hours to climb, I proposed to Baptiste to restart the engine of the S12 and to climb up to 4’000 m. The waves were still weak and we decided to start the passage to Corsica at 4’900 m. The circuit was a mix of different flights: Waves in Corsica, Rotor with no waves in Italy, then convergences, cumulus, blue thermal to cross the Italian plain of Pô, then again Waves at the return to the Alps in Val de Suza. The tricky part of the flight was to come back from Italy close to the circuit. Especially when Baptiste managed once, wonderfully to recover some waves in Italy near Pavullo. To fulfill this flight, you need a Glider like the Stemme S12. Source: Gilles Souviron in ‘OLC, online-contest‘.

Von Serres nach Thessaloniki

Klaus Ohlmann fliegt schlicht in einer anderen Liga: Jetzt gelang ihm ein Flug, der für die meisten von uns bislang wohl außerhalb unserer Vorstellung lag. Von Serres in den französischen Seealpen schlug Klaus den Bogen bis tief nach Griechenland und landete nach 15 Stunden Segelflug mit seiner Stemme S10 in Thessaloniki. Ärgerlich dabei: Ein militärisches Beschränkungsgebiet wurde just in dem Moment aktiviert, als ein problemloses Steigen komfortable Höhe versprach. Zehn Minuten mehr wären möglicherweise verhandelbar gewesen.

Für Klaus Ohlmann ist der Flug von Montag, 17. Mai, mit den drei großen Strecken übers Mittelmeer, die einen erst mal schaudern lassen, ein Stück Weg zu seinem „Gesamtkunstwerk“. „Ich arbeite seit drei Jahren daran“, erklärt der Langstrecken-Sspezialist. Dazu gehören die Exploration der Verbindungen zwischen Alpen und Pyrenäen, die mehr als 200 Kilometer von Südfrankreich übers Mittelmeer nach Korsika, der Sprung von dort über die See nach Mittelitalien ins Lee der Abruzzen und dann der Weiterflug in Wellenaufwinden bis tief in den italienischen Stiefel. Am Montag gelang ihm dazu von Kalabrien der Gleitflug über 280 Kilometer Mittelmeer nach Griechenland. Nach insgesamt rund 300 Kilometer Gleitstrecke fand er wieder Anschluss an Wellensysteme.

Geplant hatte Klaus noch etwas anderes und viel lieber wäre er am Wochenende geflogen, da dann die militärischen Lufträume nicht aktiv sind. Vorgesehen hatte er den Start aus dem Zentralmassiv, von Clermont-Ferrand aus, das war aber am Sonntag bei tiefen Regenwolken nicht anfliegbar. Und auch der Abflug von Serres gestaltete sich am Montag hakelig. Nach dem Start musste noch am Platz der Motor ein weiteres Mal helfen. In Hangwind und schwachen, wenig hochreichenden Wellen schleppte sich der Abflug westlich des Buech-Tals über den Chabre und südlich Sisteron über die Vaumuse, dann Cheval Blanc und das östliche Verdon-Tal in die Fayence-Welle, die es dann aber richtig tat.

Aus den rund 6000 Metern der Fayence-Welle war der Anflug von Korsika gesichert. Nach zwei Traversierungen war das kein Neuland mehr für Klaus. Die Nordspitze der Insel erreichte er in 2100 Metern. Dort warf er sich aber nicht direkt ins Lee und damit weit über die See, sondern nutzte erst einmal die weniger ausgeprägte Welle gleich über dem Hang des Cap Corse. „Ich kam aus 6000 Meter mit einem eiskalten Motor. Das Risiko im Lee in den Rotorbereich einzutauchen und auf das Triebwerk zurückgreifen zu müssen, wollte ich nicht eingehen,“ erklärte Klaus den eingeschobenen verhaltenen Sicherheitsgewinn über dem Cap.

Das nicht unbeträchtliche Risiko einer Wasserlandung nimmt Klaus auch lieber allein auf sich. Für einen Mitflieger möchte er hier nicht verantwortlich sein. Wenn man bei Windgeschwindigkeiten von 60 bi s70 km/h und entsprechendem Wellengang bei dazu wintertiefen Temperaturen zum Wassern gezwungen ist, muss mit allem gerechnet werden. Klaus: „Ich weiß um das Risiko, aber es ist kalkulierbar.“ Und ohne Mitflieger gibt es auf dem zweiten Sitz reichlich Platz für eine Seenot-Rettungsausrüstung.

Die Wetterlagen für solche Flüge sind immer marginal. Die Luftfeuchte kann schnell einen Streich spielen. Bei zu hoher Feuchte versperrt die Bewölkung das Überfliegen und unten hüllt sie im Stau das Relief ein.

Einfach im OLC Wellenflüge anschauen und dort die tragenden Linien für die Kurswahl auszuwerten, das funktioniert für die Flüge außerhalb der Alpen nicht. Es gibt sie schlicht nicht. Klaus orientiert sich an Satellitenbildern und der Wellenvorhersage von Skysight: „Das ist mein Motivationsprogramm“. Für den großen Flug bekam er die Karte aber nicht mehr in sein LX9000. Klaus: „Da habe ich vor dem Start eine halbe Stunde ergebnislos mit meinem iPhone verbastelt.“

„Wenn es in rund 6000 Metern mit mehr als 75 Knoten bläst, dann ist es meist zu feucht“, hat er die Erfahrung gemacht. „Dann sind die Wellen meist abgeflacht und geben kein gescheites Steigen.“ Im nördlichen Italien blies es sogar mit 100 Knoten, auf seinem Kurs blieb Klaus aber frei von Wolken. Klaus: „Die Lücken in der Föhnmauer zu finden ist die eigentliche Schwierigkeit.“

Die Leewelle vom Cap Corse stand diesmal unter blauem Himmel und brachte ihn auf 6000 Meter. Klaus: „Das Anfliegen der Wellenaufwinde mit Geschwindigkeiten bis zu 350 km/h ist immer eine spannende Sache. Da musst du schon eindrehen, wenn das erste Steigen kommt, sonst schießt man viel zu weit.“

Die Premiere, Italien von Korsika aus mit leichter Seitenwindkomponente bei Grosseto nördlich von Rom anzufliegen, hat auf Anhieb funktioniert. Klaus konnte so gleich im guten Teil des Apennin in die Leewellen einsteigen. „Von Norden bis zum Gran Sasso gibt es langgestreckte Wellenbänder, das brummt“, hat er auf Erkundungsflügen schon erfahren und festgestellt: „Der Süden ist komplexer, es gibt nicht so viele Aufreihungen. Dort ist die Bewölkung meist auch relativ dicht, dann sieht man die Berge nicht. Und du musst mit einer ungefähren Vorstellung der Struktur zurechtkommen. Sich da richtig zurechtzufinden, ist noch unheimlich viel Arbeit.““

Und genauso war es dann beim großen Flug. Zudem narrte in Süditalien eine ausgedehnte Wolkenwurst, die nur vermeintlich eine Welle anzeigte. „Rund 500 Meter haben gefehlt,“ ärgerte sich Klaus später, „dann hätte der Anschluss geklappt.“ So verbastelte er sich in geringer Höhe über einer unübersichtlichen, weil zugestauten Hügelgruppe und musste in unter 1000 Meter MSL zum Motor greifen. Nach rund zehn Minuten und weiter im Lee stieg die Stemme dann wieder im Laminaren. Trotz des verständlichen Frusts flog er aber weiter. Es ging ja ganz vordergründig auch darum, fliegerisches Neuland auszukundschaften.

Später, tiefer im Stiefelspann gab es sogar eine Freigabe auf rund 7500 Meter. Hoch genug für 300 Kilometer Gleitflug über die Ägäis bis in die ersten Wellen über Griechenland. Auch dort war das Windfeld noch voll etabliert und hat den Flug in Wellenaufwinden bis Thessaloniki weitergetragen.

Klaus ist jetzt voller Zuversicht, dass die 2000 Kilometer in Europa machbar sind und viele andere Zielflüge überboten werden können: der der Gebrüder Herbaud von Vinon nach Marokko und auch der von Hans-Werner Grosse über 1460 Kilometer von Lübeck nach Biarritz. Sein eigentliches Ziel hatte Klaus auch weiter gesteckt, zwar auch in Griechenland, aber wieder im Mittelmeer: Iraklion auf Kreta für 2000 Kilometer Strecke in gerader Linie.

Die Rückkehr nach Serres war für den Stemme-Piloten nicht das Problem, auch wenn er dafür drei Tage brauchte: Vom überteuerten Thessaloniki teils mit Thermik ins freundliche Dubrovnik, von dort bis an den Alpenrand nach Thiene und dann im „thermischen Genussflug“ über Aosta nach Serres.

Klaus: „Die Stemme ist für solche Vorhaben das ideale Werkzeug. Es gibt kein anderes Flugzeug mit dieser Gesamtqualität. Mit meiner Antares hätte ich wohl die besseren Segelflugleistungen gehabt, aber für die Rückkehr wäre sehr viel mehr Zeit einzuplanen gewesen. Allerdings können in Zukunft die von Lange geplanten neuen Batterien deutliche Vorteile für derartige Unternehmungen bringen..“ Quelle: Gerhard Marzinzik im ‘OLC, online-contest‘.

Burg Feuerstein Traingslager des bayerischen D‑Kaders

Der Flugplatz Burg Feuerstein wird vom 28. Mai bis zum 5. Juni zur Heimat für 15 junge bayerische Leistungspiloten und ihre Trainer. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Im August 2021 finden auf dem Flugplatz Burg Feuerstein die Deutschen Segelflug-Meisterschaften der Junioren (DMJ) statt. Zur Vorbereitung auf dieses Ereignis kommen 15 Piloten des bayerischen D‑Kaders vom 28. Mai bis zum 5. Juni zum Training. Unter Anleitung des Bundestrainers Dr. Wolfgang „Wolli“ Beyer und des bayerischen Landestrainers Dr. Claus Triebel lernen die Piloten, die alle unter 25 Jahre alt sind, das Wettbewerbsgebiet und seine Besonderheiten kennen. Vom Feuerstein aus werden die Flüge bei entsprechendem Wetter über den Steigerwald in den Odenwald, von der Rhön bis in den Thüringer Wald und das Erzgebirge sowie über den Bayerischen Wald bis zur Tschechischen Republik reichen. Bestens vorbereitet haben sie gute Chancen, im August um die Titel in der Club- und Standardklasse mitzufliegen. Gleichzeitig mit dem Training des D‑Kaders werden auch noch einige neue B‑Trainer ausgebildet, die nächste Trainer-Generation kann also das Erlernte gleich umsetzen. Die Bedingungen auf dem Flugplatz Burg Feuerstein sind optimal für das Trainingslager: „Hier finden wir alles, was wir brauchen: Genügend Platz für Flugzeuge und Campen, frühen Thermikbeginn und spannende Streckenführung, starke Schleppmaschinen und ein tolles Team, das uns unterstützt“, so Dr. Beyer. Teilnehmer Patrick Benoist, der am Feuerstein beheimatet ist, freut sich: „Endlich kann ich mit meinen Freuden und Teamkameraden aus dem D‑Kader im heimischen Fluggebiet für die Deutsche Meisterschaft trainieren.“ Ursprünglich war das Lager für Anfang Mai geplant, musste aber wegen Corona verschoben werden. Bis zu 800 km ist Patrick dieses Jahr schon am Stück im reinen Segelflug geflogen, im Trainingslager will er seine Erfahrungen erweitern und seine Fähigkeiten weiterentwickeln.

„Wir freuen uns sehr auf den D‑Kader. Zusammen mit den anderen Gästen, die in dieser Zeit vom Feuerstein aus fliegen, können wir alle unsere Systeme testen“, so Tanja Adamski, Operations Managerin der Fränkische Fliegerschule Feuerstein. Seit Monaten arbeitet das Team bereits an der Vorbereitung der DMJ im August. Nach der Absage im vergangenen Jahr sind die Veranstalter dieses Jahr zuversichtlich, den Wettbewerb vom 8. bis 20. August durchführen zu können. 75 Flugzeuge starten dann jeden Morgen am Feuerstein, auch für Zuschauer ein beeindruckendes Schauspiel. Quelle: ‘Wisentbote‘.

20jähriger fliegt 1’000 km

“Alles in allem war es ein toller Tag, an dem ich es nie für möglich gehalten hätte, dass 1000 Kilometer möglich sind”, sagt der junge Gammertinger. “Dass ich mir diesen Traum im Alter von 20 Jahren erfüllen konnte, macht mich natürlich noch glücklicher.” Die 1000 Kilometer mit einem Segelflugzeug zu fliegen, ist wohl das Ziel eines jeden Streckenfliegers. Damit das aber klappt, müssen schon einige Faktoren, vor allem das Wetter, passen. Aber auch der Typ des Segelflugzeugs spiele eine Rolle, erklärt Wissmann. Aktuell darf Paul Wissmann einen “Nimbus 4” fliegen, der vom deutschen Aeroclub gesponsert wird. Aufgrund seiner sehr guten Leistungen im vergangenen Jahr erhält Wissmann diese Förderung. Der “Nimbus 4” biete sich für solche Flüge natürlich an, weil er mit einer Spannweite von 26,4 Metern und sehr guter Gleitzahl geniale Flugeigenschaften besitze und leistungsmäßig das Beste sei, was es überhaupt gebe, erklärt der Segelflieger.

Bis zuletzt unsicher, ob er 1000 Kilometer schafft
Allerdings machte ihm das Wetter bisher häufig einen Strich durch die Rechnung: Die Saison in Albstadt startete mit vielen Regenfällen und häufig schlechtem Wetter. Anfang Mai war die Wettervorhersage endlich so gut, dass sich ein Streckenflug mehr als angeboten hat. Paul Wissmanns Motivation war daher auch sehr hoch und sein Ehrgeiz geweckt. Schon am Abend zuvor baute er das Segelflugzeug auf, sodass er am nächsten Morgen direkt startklar war.

Tatsächlich brachte der nächste Morgen dann aber zunächst mal eine große Enttäuschung: Es war sehr neblig und die Prognosekarten waren deutlich schlechter als vorhergesagt. “Obwohl die Motivation gedämpft war, bin ich dann doch aufs Degerfeld gefahren, habe mit meiner Flugvorbereitung begonnen und mich letztendlich doch entschieden, das zuvor angemeldete Dreieck mit den Wendepunkten Titisee, Schlüchtern und Kehlheim zu fliegen”, berichtet er. “Schon kurz nach dem Start war klar, obwohl es sehr kalt war und mancherorts Regenschauer umflogen werden mussten, dass die Luftmasse super passt.” Dementsprechend sei der Flug bis kurz vor Kehlheim dann auch super gewesen, so Wissmann. Die nächste Ernüchterung wartete jedoch schon: In Kehlheim regnete es, sodass es zu diesem Zeitpunkt unmöglich war, den dritten Wendepunkt anzufliegen, und so musste Wissmann bereits 30 Kilometer vorher wenden. Als er sich dann gegen 18 Uhr wieder über dem Degerfeld befand, war er bereits 800 Kilometer geflogen. “Erst dann kam mir die Idee, dass es heute doch noch klappen kann, die 1000 Kilometer zu knacken”, sagt er. “Allerdings war ich mir bis zuletzt unsicher, weil es ja bereits spät war und ich noch 200 Kilometer vor mir hatte.”

Ein Abstecher am Abend in den Schwarzwald
Wissmann wagte es dennoch und flog von Albstadt erneut in den Schwarzwald, bis hinter Donaueschingen, weiter nach Grabenstetten und wieder zurück nach Albstadt. “Das Gefühl, als ich gewusst habe, ich komme mit 1000 Kilometern heim, ist schon genial gewesen. Es war immer mein Traum, und mit dem ›Nimbus 4‹ bietet sich das natürlich auch an”, sagt der junge Segelflugpilot. Inzwischen hat sich der 20jährige bereits neue Ziele gesteckt und ist fest entschlossen, das Wetter und sein Segelflugzeug in vollem Umfang zu nutzen. Quellen: ‘Schwarzwälder-Bote‘; ‘OLC, online-contest‘.

Schweiz: Selektion für Nationalmannschaften 2022

Der SFVS nominiert folgende Piloten:

  • EGC, Pociunai, LIT
  • 15m Klasse: Gerster Yves, Käppeli Mark
  • Standard Klasse: Giovanelli Davide
  • WGC, Matkopuszta, HUN
  • Offene Klasse: Gerster Yves, Schönmann René
  • 18m Klasse: Käppeli Mark, Messmer Ulrich
  • Doppelsitzer Klasse: Cronjäger Rainer, Sidler Stefan
  • JWGC, Tabor, CZE
  • Standard Klasse: Jägli Nico, Pitschen Jonas
  • Club Klasse: Zollikofer Pascal
  • WGAC
  • Unlimited: Langenegger Jonas
  • Advanced: Syfrig Christian

Alpen-Trip zum Rundenstart

Die Kirchheimer Segelflieger sind im Mittelfeld in die neue Saison der Segelflug-Bundesliga gestartet. In diesem dezentralen Wettbewerb, an dem Luftsportvereine in ganz Deutschland teilnehmen, geht es darum, innerhalb eines zweieinhalbstündigen Wertungsfensters die höchste Durchschnittgeschwindigkeit zu erreichen. Mit einem Korrekturfaktor, der die unterschiedliche Leistungsfähigkeit verschiedener Segelflugzeugmuster berücksichtigt, ergibt sich aus der Geschwindigkeit eine Punktzahl, die in die Wertung einfließt. Von jedem Verein werden die besten drei Flüge pro Wochenende gewertet.

Bei den Kirchheimern reichte es allerdings nur für zwei Wertungsflüge – die anderen Piloten mussten ihre Klapptriebwerke nutzen, um im Tanz um die Regenschauer überhaupt nach Hause zu kommen. Der punktstärkste Flug gelang einmal mehr Sören Nölke, der 273,6 Kilometer mit einem Schnitt von 109 Kilometer pro Stunde flog. Damit hatte er sogar den zweitbes- ten Flug der Ligawertung in ganz Deutschland. Auch Eric Neubronner konnte Punkte für den Klub holen, er flog gut 173 Kilometer mit einem 70er-Schnitt. Ebenfalls Aufmerksamkeit verdienen die Flüge, die die Hahnweidepiloten mehrheitlich in Richtung Bodensee und Alpen absolvierten.

Einmal Schweiz und zurück
Eine besonders bemerkenswerte Leistung lieferten Andreas Langohr und Nico Lütt ab. Von der Hahnweide aus flogen sie mit ihrem Duo Discus zunächst schnurgerade nach Süden, umrundeten hier den Schweizer Flugplatz Schönis und folgten dann auf Ostkurs dem Kloster- und dem Stanzertal, ehe sie auf Höhe der Gemeinde Imst im Piztal wieder auf Nordkurs gingen. Hier passierten sie wenig später die Zugspitze in einer Entfernung von gut fünf Kilometern, um dann in einem weiten Bogen über Bad Wörishofen und Ulm zurück zur Hahnweide zu gelangen. Aber auch sie mussten auf der Höhe von Laichingen ihr Triebwerk einsetzen, da lokale Schauer die Heimkehr im Segelflug unmöglich machten. Am Ende standen bei ihnen 460 Kilometer und gut sieben Stunden Flugzeit auf dem Logger. Quelle: Lars Reinhold im “Teckboten“.

“Wie ein Vogel durch die Lüfte zu gleiten, ist atemberaubend”

Ein Leben für die Fliegerei: Klaus Hildebrand ist ein echtes Urgestein der Luftsportgruppe Rhönflug Hünfeld. Er war dabei, als der Verein 1961 in seiner heutigen Form gegründet wurde und er erlebte hautnah, wie das Segelfluggelände auf dem Plätzer bei Burghaun entstand. Dieses Jahr feiert Hildebrand sein 60-jähriges Vereinsjubiläum – und so ganz kann er das Fliegen immer noch nicht sein lassen. Denn mit inzwischen 74 Jahren hat Hildebrand immer noch nicht genug, auch wenn es mit dem Fliegen natürlich weniger geworden ist in den letzten Jahren. “In meinem Alter hat man auch ganz gerne mal seine Ruhe”, sagt er lachend, schiebt jedoch gleich hinterher, “aber solange ich noch fit bin, möchte ich noch etwas fliegen.”

Mit 14 das erste Mal alleine
Schließlich ist das seine große Leidenschaft. Wie andere Jungen zum Fußball kommen, kam Hildebrand zum Flugsport. “1950 nahm mich mein Vater das erste Mal mit auf den Flugplatz. Damit war es um mich geschehen. Seitdem ist Fliegen eigentlich mein Leben”, erzählt der 74-Jährige. In den Jahren danach hat er viel erlebt. Mit 14 Jahren saß er das erste Mal alleine in einem Segelflugzeug, es folgten über 4.000 Starts und Landungen und insgesamt rund 1.400 Flugstunden, nebenher bildete er auch noch über 180 Flugschüler aus.

Besonders angetan hatte es ihm das Segelfliegen. “Dieses Gefühl, wie ein Vogel durch die Lüfte zu gleiten, ist atemberaubend”, sagt er. Es sei zwar hoch anstrengend, da man den Luftraum beobachten und die thermischen Aufwinde erkennen müsse, doch genau dies mache auch die Faszination aus. “Das Highlight war ein Flug rund um den Mont Blanc in 5.000 Meter Höhe. Dieses Glück haben nicht viele, da dafür die Witterung optimal sein muss. Bei mir hat alles gepasst”, erzählt er noch heute freudestrahlend. In den letzten 20 Jahren ist Hildebrand aber auch vermehrt Ultraleichtflugzeuge und Motorsegler geflogen. “Das ist einfach bequemer”, sagt er.

Aber auch abseits seines privaten Flugvergnügens hat Hildebrand viel für den Flugsport in Osthessen getan. Er war gerade ein Jahr Mitglied bei der Luftsportgruppe Hünfeld, als der Flugplatz Plätzer in Burghaun 1962 eröffnet wurde. Hildebrand, der lange Jahre auch 1. Vorsitzender des Vereins war, sorgte gemeinsam mit anderen Mitgliedern dafür, dass sich der Flugplatz über die Jahre zu dem entwickelte, was er heute ist. “Wir haben unter anderem zwei Hallen, einen Briefingroom und eine Werkstatt gebaut. Alles in Eigenleistung. Damals hat jeder mit angepackt, die Kameradschaft war schon toll und wir hatten Unterstützung durch die Kommunen, insbesondere der ehemalige Hünfelder Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel hat uns immer sehr unterstützt”, erzählt der bald 75-Jährige.

Von alldem profitiert der Verein noch heute. Anfangs noch 15 Mitglieder stark, sind es inzwischen über 50. Und während andere Flugvereine mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben, ist die Tendenz in Hünfeld sogar leicht steigend. Mit seinem fliegerischen Lebenswerk dürfte Klaus Hildebrand also mehr als zufrieden sein. Quelle: ‘Osthessen-News‘.

Stendal: keine Segelflug-WM

Sieghard Geyhler macht sich keine Mühe, seine Enttäuschung zu verbergen. Bis zum letzten Moment habe man gewartet. Doch letztlich sei man nicht umhingekommen, die Segelflug-Weltmeisterschaft abzusagen. Vom 11. bis zum 31. Juli hätten sich die 60 besten Segelflieger der Welt eigentlich auf dem Flugplatz Stendal-Borstel messen sollen. „Wir haben die Entscheidung am 30. April getroffen. Zuvor hatten wir uns noch mal mit den Behörden in Verbindung gesetzt“, sagt der Vorsitzende des ausrichtenden Aero-Clubs Stendal. Das Infektionsgeschehen und die Infektionsschutzverordnung ließen den Organisatoren am Ende keine andere Wahl.

Stendaler Bürger wären außen vor gewesen
Ohne regelmäßige Testungen wäre zum Beispiel nichts gegangen. Dadurch wäre das Budget wiederum extrem belastet worden. Außerdem hätten die Teilnehmer nach der Anreise mindestens zehn Tage in Quarantäne verbringen müssen. Für die meisten Amateursportler keine Option. Doch selbst, wenn einige Piloten das in Kauf genommen hätten, wäre der Rahmen der Wettkämpfe sehr weit von dem entfernt gewesen, was den Veranstaltern ursprünglich vorschwebte. Eine Weltmeisterschaft nämlich, bei der die Bürger ein Teil des Ganzen gewesen wären.

„Wir wollten mit einer Eröffnungsveranstaltung auf dem Stendaler Marktplatz und einer anschließenden kleinen Flugshow die interessierte Bevölkerung in die Veranstaltung einbinden“, so Sieghard Geyhler. Die Möglichkeit täglich Starts und Landungen nah am Geschehen zu beobachten, wäre aus Sicht der Veranstalter für viele Zuschauer auch sehr interessant gewesen. Die Wettbewerbe quasi unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen, sei keine befriedigende Option gewesen, sagt Sieghard Geyhler. Fast vier Jahre Vorbereitung – 2017 hatte der Verein den Zuschlag erhalten – sind damit hinfällig.

Was dabei besonders bitter ist: Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als das Event aus den gleichen Gründen abgeblasen wurde, ist eine erneute Verschiebung keine Option. „Wegen der langen Planungszeit ist die nächste Weltmeisterschaft bereits vergeben worden. Sie findet in Ungarn statt“, sagt Sieghard Geyhler.

Ob die Segelflug-WM überhaupt einmal in Stendal stattfindet, ist fraglich
Frühestens 2026 käme Stendal wieder als Austragungsort in Frage. Ob sich der Verein dann erneut bewirbt, möchte der Vereinschef aber noch nicht beantworten: „Dafür ist es jetzt zu früh. Wir müssen das Ganze sacken lassen und danach beraten, wie wir jetzt verfahren.“ Es brauche ein bisschen Zeit, um die Enttäuschung zu verarbeiten.

Auch beim Veranstaltungsmanagement der Hansestadt Stendal hat die Absage für betrübte Gesichter gesorgt. „Wir bedauern es sehr, dass dieses einmalige Event nun nicht hier stattfinden kann“, heißt es in einer Pressemitteilung. Gerne hätte man bei dieser Veranstaltung international für Stadt, die Region und den Flugplatz Stendal-Borstel geworben. Trotzdem danke man all jenen, die in den vergangenen Jahren versucht haben, die Weltmeisterschaft zu organisieren. Quelle: ‘Volksstimme.de‘.

1’797 km im Föhn

Am 11. Mai flog Hermann in einer “ASH 31 21m” 1’797 km. Er startete um 3 Uhr 58 (UTC) am Flugplatz Trieben. Sein Flug führte ihn nach Johnsbach, dann nach Bach, Kaiserbrunn, Stanz bei Landeck, Kleinau, Hofhaus und Admont. Um 18:42 Uhr, nach 14:43 h, landete er wieder in Trieben. Damit erflog er sich den zweiten Platz in der Tageswertung der dezentralen Staatsmeisterschaft im Streckensegelflug. Quelle: ‘OLC, online-contest‘ und ‘SIS.at‘.

Alb-Jura-Alpen-Bodensee

Conrad Hartter umrundet vom Farrenberg aus den Bodensee. Nicht nur – sein Flug führt ihn entlang des Juras an den Genfer See, den Schweizer Voralpen entlang zurück nach Vorarlberg und über das Allgäu heim auf den Farrenberg. Quelle: ‘weGlide‘.

1’600 km im Föhn

“Frühstart zu dritt mit Sonnenaufgang, seeeeeehr geil. West-Schenkel zunächst trotz der sehr starken Westkomponente problemlos, auch in der Schweiz ohne Probleme die Freigabe auf FL 200 bekommen. Leider nur bis zum Airway A9, danach runter auf FL 130, was der erste Dämpfer des Tages war und auch ne deutliche Bremse. Trotzdem einigermaßen gut an die erste Wende gekommen.

Mit Rückenwind ging`s dann flott 60 min lang mit einem Speed von 250 km/h bei bis zu 400 km/h Groundspeed vorwärts. Der zweite Schenkel nach Westen dann wieder viel Funk mit den Lotsen und auch diesmal wieder runter. Eine Stunde Bastelei (60 min Speed bei minus 4 km/h) 50 km vor der Wende, die letztlich aber wettertechnisch unanfliegbar war. Also dann eben doch über zwei weitere Wenden nach Hause geflogen und nicht wie ursprünglich geplant im Osten gelandet”. Quelle: ‘OLC, online-contest‘.

Alpenquerung real simuliert

Der französische Rekordpilot Baptiste Innocent hat am 7. August 2015 vom Startplatz Fayence in Südostfrankeich an Bord einer ASH 25 einen aussergewöhnlichen Flug bis nahe an die Österreichische Grenze und zurück realisiert. Davon wurde ein realitätsnahes Simulations-Video zusammengestellt, welches die einzelnen Etappen des Fluges miterleben lässt.

Segelflieger im Acker

Ein Segelflieger aus Nordrhein-Westfalen hat bei einem Freizeitflug auf einem Acker in Schallodenbach (Landkreis Kaiserslautern) eine außerplanmäßige Landung hingelegt. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war nach dem Anruf eines Zeugen, der das Fluggerät auf dem Feld entdeckte, zunächst nicht klar, ob der Flieger möglicherweise abgestürzt war. Wie sich vor Ort herausstellte, war der Pilot am Mittwoch in Leverkusen gestartet und wollte dort ursprünglich auch wieder landen. Allerdings sei die Thermik unterwegs „nicht wie erhofft gewesen“, gab der 34 Jahre alte Mann laut Polizei an. So entschloss er sich den Angaben zufolge am frühen Nachmittag zu einer „kontrollierten Außenlandung“ auf dem nicht bepflanzten Feld. Ein Schaden entstand laut Polizei nicht, der Mann blieb unverletzt. Der Pilot wurde dann von einem Bekannten abgeholt, der das Fluggerät mit einem Anhänger abtransportierte. Quelle: ‘Volksfreund / RP online‘.

Gelungener Saisonstart der Klippenecker Segelflieger

Pünktlich vor Ostern erreicht den Vorstand des Aero-Clubs Klippeneck eine E-Mail des baden-württembergischen Luftfahrtverbandes mit Richtlinien, nach denen ein Flugbetrieb unter den Bedingungen der derzeitigen Corona-Verordnung möglich ist. So organisierten die Segelflieger des Aero-Clubs bereits am Ostersamstag, einen Tag vor der regulären Diensteinteilung, den ersten Flugbetrieb auf dem Segelfluggelände Klippeneck.

Nachdem alle Flugzeuge über den Winter gewartet, gesäubert und poliert wurden, fieberten die Segelflieger dem Saisonstart entgegen. So organisierten die Segelflieger des Aero-Clubs bereits am Ostersamstag, einen Tag vor der regulären Diensteinteilung, den ersten Flugbetrieb auf dem Segelfluggelände Klippeneck. Die ersten Starts an der 330 PS starken Seilwinde, die ersten Schul- und Überprüfungsflüge der neuen Saison fanden am Samstag noch unter bedecktem Himmel und bei starkem Ostwind statt. Am Morgen des Ostersonntag herrschte bestes Flugwetter mit strahlend blauem Himmel und den ersten Quellwolken. Während einige Segelflieger schon die Einsitzer für die ersten Überlandflüge der Saison aufbauten, machte Fluglehrer Rüdiger Hahn mit der doppelsitzigen ASK 21 einige Flüge mit seinen Flugschülern. Gegen Nachmittag stieg Pilot Willi Eppler zu Hahn in den Flieger. Auf seiner Thermiksuche verschenkte Eppler so viele Höhenmeter, dass es unmöglich erschien, die Landebahn noch zu erreichen.

Die Modellflieger des MFC-Heuberg staunten nicht schlecht, als Eppler sich kurzerhand ihren Modellflugplatz als Landebahn für seine erste Außenlandung des Jahres aussuchte. Nach einer sauberen Landeeinteilung und mit einem versierten Fluglehrer als Backup auf dem hinteren Sitz, legte Eppler eine tadellose Landung auf dem Modellflugplatz hin. Quelle: ‘Schwarzwälder Bote‘.

Giovanellis 1’000er im FlightClub

Mitte März zeigten Davide Giovanelli und Yves Gerster Spitzenleistungen in den Südalpen. Auf der Plattform weGlide fielen die Flüge der beiden Piloten auf. Davide Giovanelli beeindruckte die Segelflug-Community schon am 14. März 2021 mit einem Flug über 1’000 km.

Er erhielt die Ehre, in der ersten Episode von „Flight Club“, einem Segelflug-Podcast lanciert von WeGlide, über seinen bemerkenswerten Flug zu erzählen, seine Flugtaktik zu schildern und Erlebnisse weiterzugeben. Die Episode kann auf gängigen Musik-Streamingdiensten oder direkt unter seinem Flug abgerufen werden. Quelle: ‘weGlide‘.

Neuer Flughafen-Vertrag für Berner Segelflieger

Dank der neuen Vereinbarung dürfte der Feier zum 100-Jahr-Jubiläum des Segelflugs auf dem Belpmoos im Jahr 2023 nichts mehr im Weg stehen. Die Segelfluggruppe (SG) Bern wird im Jahr 2023 voraussichtlich doch das 100-jährige Bestehen des Segelflugs auf dem Belpmoos feiern können: Sie hat von der Flughafen Bern AG einen neuen Vertrag für die Nutzung ihres Areals erhalten. Das ist der neusten Ausgabe der SG-Mitgliederzeitschrift «Glider News» zu entnehmen.

Anfang 2018 war dieses Jubiläum gefährdet: Die Flughafen Bern AG kündigte damals der SG Bern den Mietvertrag für die Flächen in der südwestlichen Ecke des Belper Flughafenareals. Das Unternehmen teilte den Segelfliegern mit, es brauche das Gelände für Immobilienprojekte. Nach der Kündigung prüfte die Segelfluggruppe Bern die Vereinsauflösung, wie Vereinspräsident Stefan Zlot der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage sagte.

Doch dann kam das Grounding der Berner SkyWork Airlines und im vergangenen Jahr verhinderte die Coronapandemie, dass die neue Berner Fluggesellschaft Flybair wirklich Fuss fasste. Die Flughafen Bern AG sistierte deshalb die 4. Ausbauetappe und die Segelflieger konnten bleiben. Im Frühling 2019 hatte die Flughafenbetreiberin noch bekannt gegeben, das Belpmoos solle künftig eine Mobilitätsplattform sein: Eine Plattform für den Flugbetrieb, aber auch für Drohnen, elektronische Flugtaxis und selbstfahrende Autos. Mit dieser Strategie wollte die Flughafen Bern AG in die Zukunft gehen. Dennoch kündigte das Unternehmen der Segelfluggruppe vorsorglich.

Zum Umziehen bereit
Laut SG-Präsident Zlot und SG-Cheffluglehrer Christoph Schläppi ist es der Segelfluggruppe inzwischen gelungen, der Flughafen Bern AG den Wert der Segelfliegerei aufzuzeigen. Beispielsweise demonstriere die SG mit den einmal pro Jahr durchgeführten Windenstarts, dass Flugzeuge auch weitgehend umweltfreundlich in die Luft kämen. Bei diesen Starts befördert eine motorisierte Winde die Flugzeuge an einem langen Seil in die Höhe. Einmal in der Luft, fliegen Segelflugzeuge dank der Energie der Sonne, welche für Aufwinde sorgt. Allerdings kommen Segelflieger bisher meistens mit Hilfe von Schleppflugzeugen in die Luft.

Die Segelfliegerei habe auch stets für Innovationen gesorgt, sagt Schläppi, etwa mit karbonverstärkten Cockpits, wie sie heute im Automobilsport benutzt werden. Zudem hätten viele Motorflugzeugpiloten ihre ersten Flüge in Segelfliegern gemacht.

Das Verhältnis zwischen SG Bern und Flughafen Bern hat sich so weit gebessert, dass die Segelfluggruppe bereit ist, ihre bisherige Start- und Landepiste aufzugeben. Sie ist gewillt, weiter östlich eine Graspiste zu verwenden, welche parallel zur Betonpiste des Belpmooses verläuft. Das sieht die 4. Ausbauetappe des Flughafens so vor. Flughafendirektor Urs Ryf sagt dazu auf Anfrage, sein Unternehmen prüfe momentan noch, ob die ehemalige Graspiste reaktiviert werden solle. Ist der Umzug vollzogen, könnte die Flughafen Bern AG auf dem Segelfliegerareal Immobilienpläne verwirklichen, falls sich solche realisieren lassen.

Luftraum noch neu zuzuteilen
Noch belastet ein Streit um den Luftraum südwestlich von Belp das Verhältnis zwischen Flughafen und SG Bern. Es geht um die Einführung des satellitengestützten Anflugs von Süden her auf die Belpmoos-Piste. Die Flughafen Bern AG will mit diesem Verfahren die Flüge räumlich besser verteilen und den Flughafen flexibler und bei schlechten Witterungsbedingungen besser erreichbar machen. Die Segelfluggruppe Bern – unterstützt unter anderem von Hängegleitern und Ballonfahrern – kämpfte dagegen bis vor Bundesgericht.

Nach Angaben der SG Bern droht das neue Verfahren beispielsweise den Luftraum über dem Gurnigel zu beeinträchtigen, welche unter anderem den Segelfliegern als wichtiger Trainingsraum dient. Nachdem das Bundesgericht im vergangenen Sommer die Einsprache der SG Bern letztinstanzlich ablehnte, will die Flughafen Bern AG das neue Verfahren im Jahr 2024 einführen, wie aus dem neusten Geschäftsbericht hervorgeht.

SG-Cheffluglehrer Schläppi geht beim Aufteilen des Luftraums von einer Verständigung aus. Auch Flughafendirektor Ryf sagt, es gelte, die Luftraumstrukturen «dynamisch zu aktivieren, so dass es auch mit Südanflug ein Nebeneinander geben wird». Die Zusammenarbeit mit der SG Bern sei «gut bis sehr gut», so Ryf. Quelle: ‘Der Bund‘.

DMSt ab 1. Mai

Die Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug (DMSt) wird aufgrund der Corona-Situation nun ab dem 1. Mai 2021 stattfinden. Beginnend mit der Saison 2021 wird der Wettbewerb online über das Portal WeGlide ausgerichtet. Unter weglide.org können Aufgaben deklariert, Flüge hochgeladen und aktuelle Wertungen eingesehen werden. Für Fragen und Anregungen zum Wettbewerb sowie bei Problemen mit dem Meldeportal steht die Kontaktadresse support(a)weglide.org zur Verfügung. Quelle: ‘BUKO‘.

Thermikparadies Nordwestfrankreich

Denis Flamant hat ab seiner Homebase La Roche sur Yon an der französischen Atlantikküste einen 750-km-Zielrückkehrflug, vorbei am Mont-Saint-Michel bis an den nördlichsten Zipfel der Halbinsel Cotentin (la Hague) realisiert. Dabei war er mit einer mittleren Geschwindigkeit von 100 km/h unterwegs. Quelle: ‘weGlide‘.

Flugplan & Streckenflug-Ausweis

In welchen unserer Nachbarländer eine Flugplanpflicht besteht, erfähren Sie in diesem Bericht. Die Lage für grenzüberschreitende Segelflüge nach Deutschland und Österreich ist «geregelt»: es gibt keine Flugplanpflicht mehr, dafür muss (ohne Flugplan) der Streckenflugausweis für einen Flug über die Landesgrenze mitgeführt werden (wir empfehlen, dieses Formular zu benutzen, denn der alte Streckenflugausweis ist nicht mehr gültig.

Italien hat vorerst dem Antrag des BAZLs eine negative Antwort gegeben: das Land will erst laufende Flugunfall-Untersuchungen abschliessen. Frankreich hat noch keinen Entscheid getroffen. Vorläufig gilt die Flugplanpflicht für Flüge nach Frankreich. Die Zollbehörden, das BAZL, die DGAC und das französisches Verteidigungsministerium haben in den letzten Monaten verhandelt; die französischen Behörden benötigen mehr Zeit.

Einen Muster-Flugplan für Segelflüge finden Sie hier (Quellen: SFVS und BAZL).

Rekordflug fast verschlafen

Auch ein Rekordpilot wie Klaus Ohlmann kämpft gelegentlich mit der Technik, er fliegt aber auch ohne Weckruf noch 1’500 km. Originalkommentar: “What a pity… phone made no wake up call due to empty battery. So I lost one hour of flight time. But nevertheless, it was a great day and connection from Alps via central massif to the Pyrenees worked, even if it was a little bit tricky. Thanks for all the nice work from ATC. Without their help the successful flight would not have been possible“. Quelle: ‘OLC, online contest‘.

1’500 km über den Pyrenäen

Gil Souviron fliegt am 21. März 2021 gemeinsam mit Baptiste Innocent in einer Stemme S12 über den Pyrenäen und dem Mittelmeer eine Jojo-Strecke von 1’500 km. Quelle: ‘OLC, online contest‘.

Neresheimer Piloten bereit für Flugsaison

Der Start der Flugsaison rückt immer näher. Noch ist es relativ ruhig auf dem Fluggelände südlich von Neresheim. Doch der Schein trügt: Hinter den verschlossenen Hallentoren wurden während der Wintermonate unter strenger Einhaltung der vorgegebenen Hygienemaßnahmen alle Flugzeuge bis ins Detail inspiziert, gewartet und auf ihre Flugtüchtigkeit überprüft, sodass diese zu Saisonbeginn zur Verfügung stehen. Die winterlichen Wartungsarbeiten reichen dabei von einfachen Reifenwechseln und der obligatorischen Lackpflege bis hin zur Untersuchung der Steuerung und der Instrumente im Cockpit.

Für aufwändigere Arbeiten, die nicht selbst durchgeführt werden können, wenden sich die Neresheimer an professionelle Flugzeugwerften. So wurde der Schulungsdoppelsitzer, der für gewöhnlich die meisten Starts und Flugstunden auf dem Buckel hat, nach 3000 Flugstunden einer grundlegenden Inspektion in einer Werft unterzogen und steht nun wieder zur Ausbildung von Nachwuchspiloten zur Verfügung.

Aber nicht nur der Schulungsdoppelsitzer als das Arbeitspferd des Vereins, sondern auch die Leistungsflugzeuge wurden den Winter über auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Der einsitzige Hochleistungssegler vom Typ LS8 erhielt neu entwickelte Flügelspitzen, von denen eine deutliche Verbesserung der Flugleistungen zu erwarten sind. Für die Neresheimer Segelflieger gilt es nun also nur noch, auf die warme Frühlingssonne zu warten und dann wieder durchzustarten. Quelle: ‘Schwäbische.de‘.

Flug um die San Francisco Bay

Original-Kommentar von Ramy Yanetz im OLC, online contest: “Another fantastic post frontal day. Started from a pattern tow. This time looked great for going west for another Bay Tour so went to Mt Tamalpais and to the coast near Stinson Beach via Berkeley, Richmond and San Rafael, then to Sonoma, Napa valley and the Mendocinos west of Williams. Turned Goat before heading back to Byron. Down to pattern altitude at Concord but managed to get back up just as the last few clouds were dying“.

Saisonfrühstart bringt mehr als 1’500 km

Eigentlich beginnt die Segelflug-Saison so richtig erst Anfang April – aber warum warten, wenn die Bedingungen passen? Das dachten sich auch sechs Piloten der Fliegergruppe Wolf Hirth und rüsteten am vergangenen Samstag angesichts der vielversprechenden Quellwolken ihre Flugzeuge auf. Und die Mühe sollte sich lohnen: Insgesamt 1544 Kilometer standen am Ende auf den Loggern, wobei einmal mehr Tilo Holighaus seine fliegerische Klasse unter Beweis stellte: Um 10.43 Uhr gestartet, folgte er den Aufwinden der Schwäbischen Alb gen Osten und wendete erst weit hinter Regensburg im Bayerischen Wald. Als er nach knapp sechseinhalb Stunden wieder auf der Hahnweide landete, hatte er 550 Kilometer hinter sich gebracht.

Vier weitere Piloten hatten sich auf der Alb in Richtung Osten versucht, Norman Baum kam dabei auf 238 und Lars Reinhold auf 134 Kilometer. Nico Lütt und David Renton schafften es nicht zurück zur Hahnweide und mussten nach 204 beziehungsweise 126 Kilometern landen und ihre Flugzeuge im Anhänger zurück zum Heimatplatz bringen. Lediglich Albert Kiessling hatte seinen Flugweg gänzlich anders geplant und flog auf der Alb Richtung Osten bis in den Schwarzwald, was ihm eine Strecke von 292 Kilometern bescherte.

Corona sorgt für Fragezeichen
Mit diesem ersten richtigen Thermik-Flugtag im Jahr 2021 können die Kirchheimer Piloten also zufrieden sein. Aber auch wenn die Technik gut gewartet ist und die Segelflieger hoch motiviert sind, ist aktuell unklar, was man von der Saison erwarten kann. Zumal nicht abzusehen ist, wie sich die Corona-Pandemie entwickelt und ob Veranstaltungen wie der traditionelle Hahnweide-Wettbewerb stattfinden können. Quelle: ‘Lars Reinhold im Teckboten‘.