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Soaring for Science

Thomas Horz vom SC Lauf verbrachte mit Segelfluglegende Klaus Ohlmann die letzten Monate in Südamerika, um neue Forschungen und Experimente zum Thema „Welle“ zu machen. Über dieses Projekt gibt es hier eine eigene Seite mit Blog, phänomenalen Aufnahmen und Flugberichten. Sicher wird man hiervon in nächster Zeit noch einiges hören, da die Ergebnisse nun aufbereitet und publiziert werden – der Blog ist für passionierte Segelflieger interessant.

„Catch the Wave“

Lux-Aviators schreibt: „Das Fliegen in Fayence hat einmal mehr nicht enttäuscht! Wir hatten die Chance, die Mistralwelle bis auf 4800 m AMSL auszufliegen! Die Aussicht ist einfach atemberaubend, schau Dir das an!

Viel Arbeit für ein paar Sekunden Segelflug

Ein Dutzend Helfer – die als „Gummihunde“ bezeichnete Truppe an den Zugseilen plus Haltemannschaft – war erforderlich, um den Flieger in die Luft zu bringen. Nach anfangs maximal einer Minute endete der Gleitflug im Tal, dann waren wieder etliche Helfer vonnöten, um das rund 130 Kilogramm schwere Flugzeug den Hang hinaufzuschaffen. Manche Landung endete mit Bruch: „Am Wallmichrath ist aber nie jemand ernsthaft zu Schaden gekommen“, so Lohbeck. Der laut Zeitungsbericht „beste Segelflugplatz des Bergischen Landes“ blühte auf, Fliegergruppen aus der ganzen Region nutzten ihn. Zwei Hallen und ein zur Gaststätte umgenutztes Wohnhaus bildeten die Infrastruktur. Die Gleichschaltung unter den Nationalsozialisten bedeutete das Ende der Vereine, im Nationalsozialistischen Fliegerkorps lagen die Schwerpunkte auf der Vorbereitung für die Luftwaffe. Ende 1944 war auf dem Wallmichrath Schluss mit der Segelfliegerei. Nach Kriegsende waren die Alliierten konsequenter als 27 Jahre zuvor – sie verboten jegliches Fliegen. Die verbliebenen sechs Segelflugzeuge waren verschollen, als 1951 das Verbot gelockert und auch in Langenberg wieder geflogen wurde. Doch schon 1952 endete endgültig die Ära des Segelflugs auf dem Wallmichrath – der Start mit Gummiseilen war nicht mehr zeitgemäß, und für Windenstarts und erst recht Flugzeug- oder Autoschlepp war das Gelände, das heute komplett bewaldet ist, vollkommen ungeeignet. Quelle: ‚Westdeutsche Zeitung‚.

Segelflug Video über Lauf-Lillinghof

Jonas August hat im Sommer 2019 zusammen mit vielen anderen Mitgliedern des SFC lauf ein tolles Filmprojekt seines Vereins in der fränkischen Schweiz realisiert. Dabei werden eindrucksvolle Segelflug-Bilder – inklusive Kunstflug – stimmungsvoll ins Szene gesetzt.

Wettbewerb „Erste Rhön“ Quelle des Segelflugs

Vom 8. bis 10. August wird auf der Wasserkuppe ein besonderes Jubiläum gefeiert. Die „Gesellschaft zur Förderung des Segelfluges auf der Wasserkuppe“ wird hier die Leistungen mutiger Segelflugpioniere würdigen, die vor 100 Jahren (15. Juli bis bis 31. August 1920) zur „ersten Rhön“ abhoben. 25 Piloten aus ganz Deutschland nahmen am ersten Segelflugwettbewerb in der Rhön teil. Für den Segelflug begann eine neue Epoche. Unter einfachen und mäßigen Wetterbedingungen hoben die couragierten Piloten mit ihren Ein-, Zwei- und Dreideckern an den Hängen der Wasserkuppe ab. Meist kam man über kurze Hüpfer nicht hinaus. Stark beachtet waren die Flüge von Willy Pelzner, der mit seinem einfachen Hängegleiter Flüge bis zu 500 Meter schaffte. Mut gehörte damals einfach dazu. Eines zeichnete die Segelflugpioniere aus. Sie waren mit Idealismus dabei und lebten ihren Traum. Die Sensation „der ersten Rhön“ schaffte Dipl. Ing. Wolfgang Klemperer. Er flog mit dem „Schwarzen Teufel“ der Flugwissenschaftlichen Vereinigung stolze 1830 Meter weit. Zwei Minuten und 22 Sekunden war er in der Luft. Damit hatte Klemperer den ersten offiziellen Weltrekord im Streckenflug erzielt. Eines zeichnete den ersten Segelflugwettbewerb aus. Kameradschaft wurde gepflegt und es wurden viele Freundschaften geschlossen, die ein Leben lang hielten. Noch etwas Besonders zeichnete den Wettbewerb aus. Am 29. August 1920 wurde ein Denkmal aus Basaltsäulen von den Fliegern der FSV Darmstadt, die den Ersten Weltkrieg überlebten, zusammen mit Teilnehmern des Rhönwettbewerbs eingeweiht. Die Verdienste der Flugpioniere möchte die „Gesellschaft zur Förderung des Segelfluges auf der Wasserkuppe“ nun ausführlich würdigen. So sind am 8. August ab 9 Uhr im Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe Vorträge und Führungen zum Thema „100 Jahre Segelflugwettbewerb“ geplant. Dazu werden Flugsport, Wissenschaft und Technik erläutert. Geschichten aus dieser Epoche wird Herr Jenrich vortragen. Zudem gibt es am 8. und 9. August jeweils eine ganztägige Ausstellung zur 100-jährigen Entwicklung der Segelflugzeuge. Quelle: ‚Lothar Schwark in mainpost.de‚.

Gliding – Best of Flying 2019

Jahresrückblick-Video von Jochen Strubel aus der Saison 2019 mit der „81“ (LS4) und „XY“ (DuoDiscus XT). Überwiegend im Schwarzwald und Kraichgau ‚rumgeschwabbelt‘.

Sportsoldat zurück im normalen Leben

In seinem Jahr als Sportsoldat bei der Bundeswehr hat sich der Wessumer täglich mit dem Segelfliegen beschäftigt. Jetzt sieht sein Alltag wieder etwas anders aus. Mit über 550 Stunden und 31.100 geflogenen Kilometern im Segelflugzeug beendete Christoph Kahler erfolgreich sein Segelflug-Sportsoldaten-Jahr. Der 21-Jährige Wessumer widmete sich ein Jahr lang seiner großen Leidenschaft: dem Segelfliegen. Möglich war das vor allem durch die Sportfördergruppe Segelflug der Bundeswehr, die junge Nachwuchspiloten unterstützt. Christoph Kahler begann mit 13 Jahren seine Segelflugausbildung bei den Segelfliegern in Stadtlohn. Mit 16 Jahren hielt er bereits seine Pilotenlizenz in den Händen und startete seine Karriere im leistungsorientierten Streckenflug. Um intensiv trainieren und sich weiterentwickeln zu können, entschied sich er für das Sportsoldaten-Jahr. Sein ganzes Jahr war durchgeplant. Zu Beginn stand die militärische Grundausbildung in Hannover. Mit drei weiteren Sportsoldaten war er während der gesamten Zeit in Oerlinghausen stationiert, jedoch vom Soldatendienst freigestellt, sodass das Segelfliegen jeden Tag im Fokus stand. Im Frühjahr ging es dann richtig los: Der erste Stop war ein fünfwöchiges Alpenflugtraining in Puimoisson (Südfrankreich). Während des Sommers nahm er an verschiedenen Wettbewerben unter starker Konkurrenz teil – mit Erfolg. Er erzielte teils sehr gute Platzierungen und qualifizierte sich für die Deutsche Meisterschaften der Junioren 2020. Zwischendurch trainierte er aber auch immer wieder in Oerlinghausen und auf dem Heimatflugplatz Stadtlohn-Vreden. Im Herbst folgte Kahlers persönliches Highlight: Ein zweites Mal in einem Jahr ging es nach Südfrankreich. Da er dort bereits Erfahrungen im Frühjahr gesammelt hatte, waren nun auch anspruchsvollere Flüge möglich. „Eine der schönsten Erinnerung an das Jahr ist ein Flug von Südfrankreich aus, welcher zum Furkapass in die Schweiz ging, mit Wendepunkten wie dem Matterhorn und dem Mont Blanc“, berichtet der 21-Jährige begeistert. Aber auch Flüge in 6.000 Metern über geschlossener Wolkendecke lassen noch heute seine Augen strahlen. Ein perfekter Abschluss war dann seine letzte Station: drei Wochen Segelfliegen in Südafrika. Quelle: ‚Ruhrnachrichten‚.

Im Doppelsitzer durch die Schweizer Alpen

Video über einen Doppelsitzer-Frühlingsflug entlang der Schweizer Voralpen bis Martigny im Wallis und zurück in die Ostschweiz über die Hochalpen-Rennstrecke, den Furkapass und das Vorderrheintal.

DM im Segelflug 2020 in Bayreuth

Das Jahr 2020 hält auch im bayerischen Luftsport einen Höhepunkt bereit: Der Flugplatz Bayreuth-Bindlacher Berg ist Austragungsort der Deutschen Segelflug-Meisterschaften 2020. Bis zu 110 Piloten treten in den Pfingstferien zu einem zwölftägigen Luftrennen durch ganz Süddeutschland an. Darunter sind viele Welt- und Europameister, die mit um die Deutschen Meistertitel kämpfen wollen.

In Bayreuth geht es um die Titel der Offenen, der 18-Meter- und der Doppelsitzerklasse und um den Einzug in die neue Nationalmannschaft. Los geht es am Pfingstsonntag, 31. Mai mit dem Eröffnungsbriefing, es folgen zwölf Wertungstage bis zur Siegerehrung am 13. Juni.

Der Wettbewerbsraum umfasst ganz Süddeutschland und das angrenzende Tschechien: Die äußersten Wendepunkte liegen südlich von Dresden, am Ende des Bayerischen Waldes, bei Kassel, kurz vor Karlsruhe und auf der Schwäbischen Alb.

Unter den angemeldeten Piloten befinden sich natürlich die bisherigen Mitglieder der Nationalmannschaft, angeführt von Weltmeister Michael Sommer (LSV Regensburg) und seinem Vize Felipe Levin (LSV Homberg/Ohm), die aktuell beide Deutsche Meister der Offenen Klasse sind. Eine der spannendsten Fragen wird daher, ob sie das Kunststück eines punktgleichen Wettbewerbs wiederholen können und somit eine gemeinsame Titelverteidigung erreichen.

Wenn Ihnen nicht die anderen Piloten der Offenen einen Strich durch die Rechnung machen: Die ehemaligen Welt- und Europameister Markus Frank (LSR Aalen), Bruno Gantenbrink (LSV Ruhr-Lenne-Iserlohn) und Uli Schwenk (LSV Münsingen) werden den Titelverteidigern sicherlich das Leben schwer machen wollen, ebenso wie die 25 anderen Teilnehmer der Offenen.

In der 18-Meter-Klasse tauchen einige Namen auf, die bislang eher aus anderen Klassen bekannt waren: Die Gastgeber freuen sich vor allem auf ein Wiedersehen mit dem Offene-Klasse-Weltmeister der Bayreuth-WM 1999 Holger Karow (FG Wolf Hirth / LSV Landshut), aber auch Tassilo Bode (LSV Gifhorn), Europameister der Offenen 2002, tritt in der 18-Meter-Klasse an, ebenso wie Ex-Clubklasse-Weltmeister Matthias Sturm (LSV Schwarzwald), Ex-Standardklasse-Europameister Mario Kießling (FG Wolf Hirth) und Frauen-Weltmeisterin Katrin U. Senne (FSV Sindelfingen). In der 18-Meter-Klasse treten insgesamt 40 Piloten an.

In der Doppelsitzerklasse, die erstmals bei einem Wettbewerb in Bayreuth ausgetragen wird, gehen 30 Flieger an den Start, angeführt von Titelverteidiger Markus Geisen (LSV Mönchsheide).

Einzelne Startplätze sind wie jedes Jahr wieder für ausländische Gäste vorgesehen, hier wird sich wohl erst im Vorfeld der diesjährigen WM in Stendal klären, wer die letzte große Gelegenheit zum Training in Deutschland nutzen möchte. Schirmherr der DM ist Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann.

Polieren gehört auch dazu

Spätestens Anfang März haben einige Einsitzer ihre Jahresabnahme, die nach bestimmten Kriterien erfolgt. Abgenommen werden die Segelflugzeuge von speziell ausgebildeten Flugzeugprüfern. Verantwortliche Arbeiten dürfen nur Mitglieder der Fliegergruppe ausführen, die an technischen Lehrgängen des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbands (BWLV) teilgenommen haben. Dazu hat der BWLV vor drei Jahren eine neue technische Betriebs- und Werkstatthalle auf dem Klippeneck (Landkreis Tuttlingen) erstellt. Dort werden nun alle technischen Lehrgänge des Verbands veranstaltet. Flugzeugwarte, Werkstattleiter und Motorenwarte werden dort in teils mehrwöchigen Lehrgängen mit der Materie vertraut gemacht. Neben der praktischen Arbeit wird auch großer Wert auf theoretisches Fachwissen gelegt. Nach dem erfolgreichen Ablegen der Prüfung dürfen dann spezielle Wartungen an den Flugzeugen ausgeführt werden. Größere Reparaturen dürfen aber nur von zugelassenen luftfahrttechnischen Betrieben vorgenommen werden. Von größeren Schäden blieb die FG Freudenstadt zum Glück verschont. So werden in diesem Winter überwiegend Lackschäden ausgebessert, die Bespannung erneuert und Schleppkupplungen sowie Instrumente zur Wartung ausgebaut und zu den Fachfirmen geschickt. Hunderte ehrenamtliche Arbeitsstunden werden bis Anfang März erbracht. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Ohne Winterarbeit keine Flüge

Im Sommer und vor allem bei schönem Wetter sieht man sie in ihren „fliegenden Kisten“ kreisen, auf dem Platz ist reger Flugbetrieb. Doch was machen eigentlich die Reiselfinger Segelflugpiloten im Winter? Der Frage ging die Badische Zeitung einmal nach und stellte fest: Ohne Winterarbeit kein Sommervergnügen! Der Platz sieht verwaist aus, nur zwei Spaziergänger schlendern am Samstag auf dem Segelflug-Lehrpfad. In der beheizten Werkstatt der Segelflieger dagegen herrscht Hochbetrieb: Es wird geschraubt, geschliffen, poliert und lackiert. Die beiden Werkstattleiter Rudolf Baderschneider und Bernd Schulz erklären geduldig technische Details und ihre Tücken, die es zu kontrollieren gilt. Zehn von 35 Aktiven, darunter Hellen Halbig als einzige Frau, sind an diesem Samstag im Arbeitseinsatz. „Sämtliche Flugzeuge werden einer Grundreinigung unterzogen und auf Lack und Verschleißteile geprüft“, sagt Vereinsvorsitzender Markus Halbig. Und das sind in Reiselfingen fünf Segelflugzeuge und ein Ultraleichtflugzeug. Neuralgische Stellen werden ganz genau kontrolliert und eventuell instandgesetzt oder erneuert. Dafür wurden die Tragflächen der Flugzeuge demontiert, so dass zwei Flieger nebeneinander in der vereinseigenen Werkstatt unter die Fittiche genommen werden können. Jedes Flugzeug, das zu Ausbildung genutzt wird, muss einmal im Jahr einem Verbandsprüfer vorgeführt werden. „Das sind bei uns alle Flugzeuge“, sagt Halbig. Der Prüfer schaut, ob alles wieder fachgerecht zusammen gebaut wurde, und ob der Flieger hundertprozentig flugsicher ist. Erst wenn er sein OK gibt, ist das Sportgerät einsatzbereit. Quelle: ‚Badische-Zeitung.de‚.

Breitenförderungskurs ‚Einführung Gebirgsflug‘, Samedan

Datum: Montag, 15. Juni bis Freitag, 26. Juni 2020. Kursziel: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kennt die Grundsätze des sicheren Gebirgssegelfluges und kann sie anwenden. Kurs-Inhalt: Theorie, Ausbildung im Doppelsitzer und anschliessend, bei entsprechender Qualifikation, üben im Einsitzer. Kursteilnehmer: Anzahl ist auf 20 Piloten beschränkt. Der Kurs findet in Zusammenarbeit mit dem DAeC statt. Anfragen sind zu richten an: Christophe Petitpierre, AeCS, Sekretariat SFVS, Lidostrasse 5, 6006 Luzern, Tel: 041 375 01 05, E-Mail: petitpierre[a]aeroclub.ch.

Segelfliegen-Bildkalender 2020 neu von Gabler Media

Der traditionelle Segelfliegen-Bildkalender mit dem bewährten Konzept traumhafter Segelflug-Aufnahmen aller Jahreszeiten auf der Frontseite und spannenden, englisch- und deutschsprachigen Hintergrund-Informationen und Geschichten auf der Kalenderblatt-Rückseite wird neu von Gabler-Media – der Verlegerin des Segelfliegen-Magazins – aufgelegt.

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Er ist ab sofort im Webstore erhältlich – dieser ist auch direkt über den nachfolgend abgebildten QR-Code erreichbar.

Leichtaviatik-Statistik: Positives aus Frankreich

Das französische Ministerium für Zivilluftfahrt hat die Zahlen der nationalen Luftfahrtverbände veröffentlicht. Im Segelflug ging die Zahl der Verbände von 1995 bis 2018 leicht zurück, von 165 auf 159, während die Zahl der Lizenznehmer im Jahr 2018 11’710 betrug. Der Wert ist nahe bei 12’415 Mitgliedern im Jahr 1995, obwohl es von 2000 bis 2013 einen Tiefstand von 9.000 bis 10.000 Lizenznehmern gab. Die Zahl neu erworbener Lizenzen pro Jahr liegt nach wie vor zwischen 400 und 500 und damit weit entfernt von 700 bis 900 in den Jahren 1990-1995. Die Flugzeug-Flotte umfasst 1’800 Segelflugzeuge und Motorsegler, 197 Schlepp-Flugzeuge (wahrscheinlich in den letzten Jahren dank der Ultraleichtflugzeuge gestiegen) und 75 Winden (seit dem Jahr 2’000 kontinuierlich gewachsen). Die jährlichen Flugstunden liegen weiterhin über 200’000 Stunden, verglichen mit mehr als 300’000 in den Jahren 1990-1995. Quelle: ‚planeur.net‚.

Die neue Lust am Segelfliegen

Still und leise hat sich Segelfliegen zu einem echten Höhenflug aufgemacht. Die Vereine freuen sich über mehr Zulauf denn je. Der ‚Kurier‘ war zum Lokalaugenschein auf dem Flugfeld in Langenlebarn bei Tulln, und hoch oben in der Luft. Ein letztes Rumpeln, dann ist man frei. Die Schleppleine wird gelöst, flattert ein wenig im Wind, sinkt ab und wird schließlich eingeholt. Der Motorflieger, der beim Aufstieg mit seinem Propeller für die lustigen Bocksprünge des Segelflugzeugs gesorgt hat, dreht ab, das Fahrwerk wird eingezogen. Stille. Nur das leise Zischen des Windes, aber das stört hier kein bisschen. Wir sind 1.200 Meter über der Erde. Vor uns liegt Wien, man sieht die Silhouette der Stadt, die sich langsam das Attribut „groß“ verdienen will. Die Landschaft unter uns sieht aus wie die perfekt gebaute Kulisse einer Modelleisenbahn. Muckendorf, Zeiselmauer, Königstetten – so weit weg und auch so schön, mit den sauber aufgereihten Häusern, Gärten, den hübschen Wegen, Scheunen und Feldern. Quelle: ‚kurier.at‚ (Registrierung).

Wasserkuppe: Weniger fremde Piloten

Das Flugzeug-Unglück im Oktober 2018 hat drei Menschen – eine Mutter (39) und ihre beiden Kinder (11 und 12 Jahre) – aus dem Leben gerissen. Das Unglück hat sich in unterschiedlicher Art und Weise auf den Flugbetrieb auf Hessens höchstem Berg ausgewirkt. Eine Auswirkung ist: Der Verkauf von Gutscheinen für Rundflüge, ein gefragtes Weihnachtsgeschenk in den Vorjahren, ist im Herbst 2018 eingebrochen. Ab dem Frühjahr hat sich dies allerdings wieder normalisiert: Dann seien wieder in alter Zahl Rundflüge gebucht worden. Das berichtet Flugschulleiter Harald Jörges. Auch aufgrund der neuen Bestimmungen, die nach dem Unglück getroffen wurden, hat sich viel geändert. Die neue Regel lautete, dass fremde Piloten nur nach einer Einweisung der Fliegerschule auf der Wasserkuppe landen dürfen. Dadurch ist die Zahl der Landungen fremder Piloten drastisch zurückgegangen, sagt Jörges. „Nur zehn auswärtige Piloten haben im vergangenen Jahr den höchsten deutschen Flugplatz angeflogen.“ In den Jahren zuvor seien es jährlich jeweils rund 500 gewesen. „Für uns ist es nicht weiter schlimm“, sagt er, weist aber darauf hin, dass viele der Crew-Mitglieder Kaffee getrunken, etwas gegessen oder Souvenirs gekauft hätten. Sie seien ein Wirtschaftsfaktor auf der Wasserkuppe. Quelle: ‚Fuldaer Zeitung‚.

Übersicht Segelflug-Unfälle 2019

(Unvollständige) Liste folgenschwerer Ereignisse im Segelflug der vergangene Monate. Bitte fliegen Sie vorsichtig – passen Sie bei jedem Flug von Neuem auf sich auf.

DatumFlugzeugtypOrt
2019_12_02Scheibe SF 25Plettenberg Bay (SA)
2019_11_10Schleicher ASK 21Husbands Bosworth (UK)
2019_11_06Schleicher ASW-15BWaynesville, Warren County (US)
2019_11_03Schleicher ASW-19Ludvíkov, Bruntal (CR)
2019_10_28Schleicher ASK 13Le Havre-Saint-Romain (F)
2019_10_26Schempp-Hirth Ventus cMeranges (ES)
2019_10_19Schleicher ASK 13Ohlstadt-Pömetsried (D)
2019_10_15Rolladen-Schneider LS7-WLPic Saint-Loup (F)
2019_10_12Schleicher ASK 21Porta-Westfalica (D)
2019_10_12SZD-42 Jantar 2BJesenik (CR)
2019_09_25Aquila AT01 (A210)Hahnweide (D)
2019_09_19Schempp-Hirth Discus-2cTBoberg (D)
2019_09_13Schleicher ASH 26 EBarcelonnette (F)
2019_09_11Schleicher ASK 21Itxassou (F)
2019_08_31Grob G104 Speed Astir IIBFadrique/Toledo (ES)
2019_08_25Glaser-Dirks DG-300 ElanWilkeson, WA (USA)
2019_08_17Schleicher ASK 13Borkenberge
2019_08_14Schweizer SGS 2-33APicton Airport (CA)
2019_08_11Scheibe SF 25C-TL Rotax-FalkeFüssen
2019_08_11LAK-17B-FESGarray (ES)
2019_08_11Schleicher ASW 19BHavlíckuv Brod
2019_08_10Ventus 2cxMMonte Vettore, Rieti
2019_08_07'Glider'Cross Fell, Kirkland, Cumbria (UK)
2019_08_06Jonkers JS1-C-21 RevelationUvalde, TX (USA)
2019_08_02Schempp-Hirth Janus BLa Vachette
2019_07_30Arcus MSisteron
2019_07_28Schleicher ASK 21Bad Gandersheim
2019_07_28Discus bTølløse Airfield
2019_07_26Standard Cirrus 75Gwernesney, Monmouthshire
2019_07_26Schleicher ASK 21Black Diamond, AB
2019_07_23SZD-50-3 PuchaczPiotrków Trybunalski Airfield
2019_07_21Grob G102 Astir CSLüneburg
2019_07_21Antares 20EaBlayeul, Haute-Provence
2019_07_20HK-36R Super DimonaWasserkuppe
2019_07_19ASG-32MiComo, Alzate Brianza
2019_07_18SZD-30 PiratPalikije, Lublin
2019_07_18Jantar Standard 3Leszno-Strzyżewice
2019_07_17Phoebus B-1Alvord Desert, OR
2019_07_16LS8-18Cheval-Blanc
2019_07_15Schleicher ASK 13Labécède, Lauragai
2019_07_07Standard CirrusSaint Aubin
2019_07_06IAR IS-29D2Sanpetru Airfield , Brasov
2019_07_06Grob G103 Twin AstirRankin County
2019_07_04Schleicher ASW 19Thaleralm, Brandenberg
2019_07_04Schleicher ASW 19Thaleralm, Brandenberg
2019_07_02Schleicher ASW 20LBad Belzig, Lüsse
2019_07_01Schempp-Hirth Arcus MNephi Municipal Airport, UT
2019_06_30Rolladen-Schneider LS4-aMoriarty, NM
2019_06_23Schleicher ASG-32Arbaz, VS
2019_06_21Grob G103C Twin III AcroHetzleser Berg
2019_06_20Glaser-Dirks DG-300WLWaldleiningen
2019_06_16Ventus 3TBeuren / Hahnweide
2019_06_15Grob AstirKrefeld-Egelsberg
2019_06_15SZD-48-1 Jantar Standard 2Ostrów Airport
2019_06_13Schleicher ASK-21Schliersee, Valepp
2019_06_03SZD-48-3 Jantar Standard 3Bojanowo, Polen
2019_06_02GliderSchmoldow
2019_06_01Grob G103, Twin AstirCentre de Vol à Voile Lyonnais (CVVL)

Schänis: Pilotinnentag

Sechs Pilotinnen nahmen die Gelegenheit wahr, in die Faszination «Segelfliegen» einzutauchen. Der Event wurde von Susanne Styger, Béatrice Echter, Mirjam Stemmler und Mike Hürlimann aus der SG Lägern organisiert. Dank einer kurzen Regenpause kamen doch noch alle Pilotinnen in den Genuss eines Schnupperfluges. Der Tag begann mit einem Theorieblock von Beat Straub. In der Werkstatt konnten sich die Teilnehmerinnen auch am Simulator üben. Dabei wurden sie von Mitgliedern der SG Lägern betreut. Mit dieser Aktion will die SG Lägern Frauen den Segelflugsport näherbringen.

Thermik aus der Steckdose

Spaziergängern bietet sich zuweilen ein seltsamer Anblick: Auf einem freien Feld steht ein verlassenes Segelflugzeug, das dort augenscheinlich nicht hingehört. Offenbar hat der Pilot sein Ziel verfehlt, er musste an einer Stelle landen, wo er eigentlich nicht wollte. Die Außenlandung auf geeigneten Feldern oder Wiesen blüht ihm bei nachlassenden Aufwinden, der Flugplatz kann dann außer Reichweite geraten. Das klingt stressig für den Segelflugpiloten und ist es auch, die Außenlandung gehört aber zur Ausbildung und wird jährlich Hunderte Male erfolgreich durchgeführt. Viel ärgerlicher als die entgangenen Streckenkilometer wiegt die anschließende Rückholprozedur, für die das Segelflugzeug von der anrückenden Hilfsmannschaft zerlegt und in einem Anhänger verstaut werden muss. Zur Vermeidung solcher Mühsal haben die Konstrukteure längst Antriebe entwickelt, deren Propeller rechtzeitig aus dem Rumpfrücken des Flugzeugs klappt und nach dem Einsatz aerodynamisch günstig wieder darin verschwindet. Der lautlose Flug kann damit weitergehen. Um ihn allein schließlich geht es Segelfliegern, die grundsätzlich nur aufsteigende Luftmassen nutzen wollen, um Höhe zu gewinnen. Oft findet sich diese Thermik unter bilderbuchreif aufquellenden Cumuluswolken, die Segelflugzeuge folglich anziehen wie das Licht die Motten. Optimal im engen Aufwindschlauch kreisend, wird Höhe getankt, um sie im anschließenden Geradeausflug in wertvolle Streckenkilometer umzuwandeln. Von Wolke zu Wolke huschend, sind Distanzen über viele hundert Kilometer kein Hexenwerk, wobei die Flugeigenschaften moderner Segler immer wieder begeistern. Eine Gleitleistung von 50 Kilometern aus eintausend Höhenmetern etwa gehört in der populären Klasse von 18 Meter Spannweite zum guten Ton und euphorisiert im schnellen Geradeausflug mit dem Gefühl, die Maschine würde kaum sinken. Quelle: ‚FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung‘.

Flug durch die Hölle

Vor 75 Jahren brach am Calanda oberhalb von Felsberg der mutmasslich grösste Waldbrand in der Schweizer Geschichte aus. Rund 477 Hektaren Wald fielen dem Feuer zum Opfer. Weniger bekannt dürfte sein, dass der Waldbrand einer einzigen Person von unmittelbarem Nutzen war. Am Calanda standen gewaltige Rauchmassen, die langsam schleichend, unheimlich still, fast senkrecht zum Himmel strichen. Ein grosses Gebiet des Berghangs brannte lichterloh. Fritz Glur näherte sich dem Hang und spürte eine Luftströmung, die nach oben gegen den Brandherd strich. Er drehte in das Aufwindgebiet ein und konnte seine Höhe von nur noch 190 Metern über der Talsohle halten. In dichten Achterschleifen vor dem Feuer stieg die Spalinger S 22 mit rund 50 Zentimetern pro Sekunde. Bald waren 80 Meter an Höhe gewonnen. Die Steiggeschwindigkeit nahm zu, und Glur wagte sich immer näher zum lodernden Riesenfeuerherd. Sobald er freien Raum hatte, legte er sein Segelflugzeug in steile 360-Grad-Kurven. Dabei durchflog er den Kern des Aufwindschlauchs. Glur schrieb: «Ich erhielt so kräftige Böen, wie ich solche noch nie zuvor in meiner Segelflugpraxis erlebt hatte. Meine Maschine wurde beinahe auseinandergerüttelt, dafür aber zeigte mein Variometer eine Steiggeschwindigkeit von 4 m/Sek!». Der Rauch wurde so dicht, dass Glur zur Sauerstoffmaske greifen und nach den Blindfluginstrumenten fliegen musste. Wenn er etwas näher an den Hang kam, erschien der Rauch in rötlicher Farbe, denn unter ihm loderten die infernalischen Flammen bis zu 50 Metern hoch. Glur schrieb weiter: «Es war ziemlich ungemütlich in diesem tobenden Höllenstrom, und so war meine Freude entsprechend gross, wie ich oben aus der Rauchmasse herauskam und konstatierte, dass ich 1000 Meter Höhe gewonnen hatte. Noch einmal kreiste ich vor dem brennenden Calanda und dachte dabei, dass ich wohl der Einzige war, dem dieser Brand etwas genützt hatte.» Mit der gewonnenen Höhe glitt Fritz Glur nördlich an Chur vorbei ins Gebiet des Hochwang, wo er wieder Anschluss an die Thermik fand und zurück nach Samedan fliegen konnte. Quelle: ‚NZZ‚.

Spektakuläre Segelflieger-Höhenflüge

Dank starker Westwinde über den Taunushängen flogen Segelpiloten des Luftsportclubs Bad Homburg bis 2800 Meter hoch. Vor Kurzem gelangen einigen Segelflugpiloten des Luftsportclub Bad Homburg e.V. (LSC) spektakuläre Höhenflüge bis auf 2800 Meter hinauf. Was sonst nur im Hochgebirge möglich ist, ereignete sich an diesem Tag bei starkem Westwind über den Taunushängen: Stichwort: Wellen-Bildung! Sogenannte Leewellen sind ein Resonanzphänomen: Im Lee, also rückseitig eines angeblasenen Gebirgszuges, können sich bei entsprechend starken Windströmungen Wellen bilden, die sich in immer größere Höhen aufschaukeln. In solch „laminarer“, also gleich mäßig fließender und nach oben steigender Luft, trifft der Segelflieger ein hohes, konstantes Steigen an. Ganz anders als in der sommerlichen Thermik, wo unter Wolken kreisend Aufwindzonen ausgenutzt werden. Durch die hohen Windgeschwindigkeiten von 80 Kilometern pro Stunde und mehr, können die relativ langsam fliegenden Segelflugzeuge scheinbar auf der Stelle stehen, sie bewegen sich über Grund nicht mehr. „Das ist dann ein Gefühl wie auf dem Hochsitz und man kann ich aller Ruhe die Landschaft studierten und genießen“, beschrieb Pressereferent Horst-Walter Schwager dieses Erlebnis. Insgesamt acht solche Wellenflüge wurden am Samstag, 12. Oktober, ab Mittag in einer Aufwindwelle über Neu-Anspach erflogen. Besonders herausragend waren dabei der Flug von Dirk Beerbohm auf der vereinseigenen ASG-29 bis auf 2800 Meter Höhe. „Dafür stand ich natürlich per Funk mit der Frankfurter Flugsicherung im Kontakt und habe mir eine Höhenfreigabe geholt“, berichtete der glückliche Pilot. Denn eigentlich darf man beim LSC wegen des nahen Frankfurter Flughafens nicht höher als 1350 Meter über Grund fliegen – das ist der „Deckel“, wie die Piloten sagen. Voraussetzung für Freigaben darüber ist ein im Flugzeug eingebauter Transponder, sodass die Fluglotsen einen Segelflugzeug genau wie ein Verkehrsflugzeug auf ihrem Kontrollschirm sehen können. Quelle: ‚Usinger-Anzeiger‚.

Früher Saisonstart in Namibia

Seit anfangs November werden von den namibischen Segelflugzentren aus wieder täglich weite Streckenflüge jenseits der Tausender-Marke geflogen – für einmal hat die Segelflug-Saison im Süden Afrikas sehr früh begonnen.

Segelfliegen am Simulator lernen

Bei der Segelflieger-Ausbildung auf der Wasserkuppe lernen Flugschüler nun auch an einem Simulator. So können sie gefahrlos auch schwierige Situationen trainieren. Mehr Informationen auf der Webseite der Fliegerschule Wasserkuppe.

Segelflug-Oldtimer startet in zweites Leben

Alles begann vor drei Jahren, als ein Kollege des Berufspiloten Patrick Martin aus der Segelfluggruppe Basel Fricktal im Hangar des Flugplatzes Schupfart einen alten Flieger entdeckte. In eine schmutzige Plastikblache eingewickelt und eingepfercht zwischen den Dachbalken hing eine Spalinger S18, Baujahr 1937. Der Segler wurde bis 1967 geflogen und dann ausser Betrieb genommen. Dem Flugzeug fehlten mehrere Teile und Instrumente, es hatte offensichtliche Schäden und war unter all dem Schmutz kaum zu erkennen. «Es bot einen traurigen Anblick», sagt Patrick Martin. Für ihn aber war sofort klar, dass das Flugzeug wieder fliegen soll. Untersuchungen am Material zeigten, dass zwar Teile ersetzt und Schäden repariert werden müssen – die Spalinger S18 ansonsten aber «in einem verhältnismässig guten Zustand war», wie Martin sagt. «Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, in diesem Segler zu sitzen», sagt Patrick Martin. Die Spalinger S18 galt zu ihrer Zeit als Spitzensegler und beherrschte die Schweizer Wettbewerbe. Mit den modernen Segelflugzeugen kann sie natürlich nicht mithalten. Mit einer Ausnahme: «Schwache Aufwinde kann sie dank ihrer geringen Geschwindigkeit besser nutzen», sagt Martin und der Stolz ist ihm anzuhören. Quelle: ‚Aargauer Zeitung‚.

Aufregende Hangflug-Tage für Giessener Segelflieger

Die Segelflieger des Flugsportvereins (FSV) Gießen haben die Windsaison eingeläutet. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ermöglichten ihnen die Hänge der Mittelgebirge spektakuläre Flüge. Die Thermiksaison endet für die Gießener Segelflieger mit der schwächer werdenden Sonne in der Regel Ende September oder Anfang Oktober. Aber damit ist nicht Schluss, denn die aufkommenden Herbst- und Winterstürme bieten ab Oktober bis ins kommende Frühjahr ganz besondere Flugerlebnisse. Nicht nur in den Alpen, sondern auch in den Mittelgebirgen werde das schnelle Fliegen an lang gezogenen Gebirgshängen durch den nach oben abgelenkten, starken Wind möglich, vermeldet der Flugsportverein (FSV) Gießen. Einer dieser Hänge ist der Ith bei Hameln (südlich von Hannover) und die Verlängerung im angrenzenden Wesergebirge bis nach Porta Westfalica. Bei starkem Südwestwind ist dieser circa 70 Kilometer lange Hangzug ein beliebtes Ausflugsziel für Segelflieger aus ganz Deutschland. Der FSV Gießen nutzte diese Wetterlage nun für Übungsflüge am Ith. Dabei wurden auch gleich einige Flugschüler in diese besondere Technik des Segelfliegens eingewiesen. Beim Hangflug muss die Flugzeugnase sehr stark in den Wind gedreht werden, um nicht mit dem Wind vom Hang abgetrieben zu werden. Das Flugzeug fliegt also nicht mehr geradeaus, sondern seitlich gedreht nach vorne. Dabei gilt es, die beste Aufwindlinie entlang des Hangs zu finden und auszufliegen. Bei Windgeschwindigkeiten zwischen 40 und 75 Stundenkilometern sei das mitunter eine recht turbulente Angelegenheit, die auch erfahrene Piloten herausfordern kann. Von den beiden 15-jährigen Pilotenanwärterinnen Kirstin Kittel und Leandra Becherer wäre das jedoch sehr gut gemeistert worden. Erschwerend kommt die hohe Flugverkehrsdichte am Ith hinzu. Nicht selten muss man einer ganzen Reihe anderer Segelflugzeuge ausweichen, die dem eigenen Flugzeug auf unterschiedlichen Höhen entgegenkommen. Das erfordert stundenlange Konzentration. Mehr Informationen im Originalbericht des ‚Giessener Anzeigers‚.

30stes OSV-Treffen in Bellechasse

Das 30. Treffen der Oldtimer Segelflug Vereinigung fand wie immer gut gelaunt und in freundlicher Atmosphäre bei der Groupe de Vol à Voile de Fribourg statt. Mehrere Höhepunkte und Neuerungen konnten beobachtet werden, wie z.B. die Ankunft der letzten WLM 1 des Militärluftfahrtmuseums ‚Payerne Clin d’Ailes‘. Das aktuelle Restaurierungsprojekt der AN-66 B, HB-904, wurde von der Studentengruppe Aeropoly an der EPFL in Lausanne vorgestellt. Dieses Langzeitprojekt wird von rund zwanzig Studierenden außerhalb des offiziellen Studiengangs auf freiwilliger Basis nach dem Vorbild der deutschen Akaflieg-Projekte durchgeführt.