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XCSoar 7.21 released

Version 7.21 is released. Please note, that we currently do not release to the google play store. Google’s policies are a hassle to follow and would need extensive changes to the codebase. If you need an android edition please download it from ANDROID 7.21.

Version 7.21 – 2021/12/11:

  • Data files: Support for AF/AR frequency fields in OpenAir.
  • Devices: fix inverted cruise/circling mode in borgelt and xcvario driver.
  • Kobo: Add support for Clara HD, Control backlight brightness of the Kobo Glo HD.
  • Android: re-enable background location and comply with Google Play Store policy.
  • Windows: Do not delete IGC file on exit.

Über den Wolken zum Vizetitel

Segelfliegen hat mit Fußball eines gemein: Einmal richtig geschnuppert, kann man es nicht mehr lassen. Es macht süchtig, sagen die Aktiven. So geht es auch Dr. Peter Franz von der Segelflieger-Gruppe Gedern. Über seinen Vater, der auch diesem Hobby verfallen war, begeisterte er sich schon im Alter von 14 Jahren für das Fliegen. Seitdem verbringt er jedes freie Wochenende auf dem Flugplatz. Und das mit Erfolg: Kürzlich wurde er für seinen Hessenwertungs-Vizetitel bei dem Deutschen Meisterschaften im Streckensegelflug geehrt.

Inzwischen nutzt der 71jährige, der in Büdingen wohnt, als Privatier seine Freiheit, um bei gutem Segelflugwetter auch während der Woche große Flüge anzugehen. Dabei ist die Sonne sein Motor. Ihre Kraft schafft die Thermik, in der sich die Segelflieger immer wieder kreisend bis an die Kumuluswolken hocharbeiten. Dann kann der Pilot im Gleitflug die Landschaft genießen und Strecke machen. Bei einem Schnitt von circa 100 Kilometern in der Stunde sind Flüge bis über 1000 Kilometer möglich.

Stets auf Suche nach guter Thermik
Dann ist allerdings höchste Konzentration im Cockpit angesagt und immer wieder auch Stress, wenn die Thermik erst in niedriger Höhe gefunden wird. Um so größer ist dann die Freude über einen gelungenen Flug. Franz’ Segelflugzeug der Offenen Klasse hat 21 Meter Spannweite und ist eigenstartfähig, ein Schleppflugzeug wird also nicht benötigt. Dank Motor gelingt es auch, während des Fluges in einer Flaute ohne Thermik Höhe zu gewinnen und so eine gefährliche Außenlandung auf einem Acker zu vermeiden. Im Wettbewerb wird aber nur die geflogene Strecke im reinen Segelflug bis zum Motoreinsatz gewertet. Der Flugweg wird im Rechner über GPS-Daten aufgezeichnet und nach der Landung elektronisch an die Auswertestelle geschickt.

In der Flugsaison 2021 erreichte Franz über 19’000 Kilometer, also fast eine halbe Weltumrundung. Im Rahmen der DMSI (Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug) werden die drei besten Flüge gewertet. Die größte Strecke im reinen Segelflug in seinem Fliegerleben überhaupt legte Peter Franz am 30. Mai als Dreiecksflug zurück. Vom Startplatz Beilngries im Altmühltahl ging es zur ersten Wende nach Regensburg, über die schwäbische Alb zur zweiten Wende – dem Titisee im Schwarzwald. Die dritte Wende lag schließlich in Sichtweite von Gedern. Dann führte der Flug an Nürnberg vorbei wieder nach Regensburg. Dort am späten Nachmittag angekommen, hatte Franz immer noch sehr gute Thermik. Er entschloss sich, nicht wie geplant sofort nach Beilngries zurückzufliegen, sondern den Schenkel Richtung Straubing zu verlängern.

So rückte der Traum, magische 1000 Kilometer im reinen Segelflug zu fliegen, näher. Am Ende fehlten wegen ungünstiger Streckenführung auf dem letzten Schenkel nach Beilngries nur sieben Kilometer. Trotzdem eine beachtliche Leistung, die wesentlich zu der guten Platzierung und dem Vizetitel beitrug. Auf die Frage, wie lange ein Flug über halb Deutschland dauert, antwortete Franz: »Der kann schon über zehn Stunden dauern. Da muss man schon an das Trinken, Essen und anderes denken. Ich habe mir sogar ein Urinal in den Flieger gebaut, das klappt ganz gut und ist angenehmer, als Pampers zu benutzen. Quelle: ‘Kreis-Anzeiger‘.

Kollision mit Windenseil

Während eines Windenstarts kam es zu einer Kollision zwischen einem Segelflugzeug und dem Seilfallschirm und Vorseil des Windenseils, nachdem die Besatzung das Windenseil ausgeklinkt und sich der Seilfallschirm geöffnet hatte und der Windenfahrer das Windenseil einzog.

Die Untersuchung zeigte, dass nach Abbruch eines Windenstarts je nach Ausstattung des Startwindenseils eine Kollision zwischen dem Segelflugzeug und dem aufgeblähten Seilfallschirm und Vorseil weder von der Besatzung noch vom Windenfahrer verhindert werden kann. Um genau dieses Risiko zu reduzieren, wurden in der Lufttüchtigkeits-Anweisung (LTA) Nr. 73-16 des Luftfahrt-Bundesamtes vom Februar 1973 (heute LTA Nr. 1973-016) Vorschriften betreffend Seilfallschirmen und der Seilausstattung erlassen.

Der Pilot und der Fluglehrer hatten im Rahmen des Breitenförderungskurses gemeinsam drei Flüge in einer DG -1000S absolviert. Zu diesen Flügen mit einer Flugzeit von insgesamt 5:35 h waren sie jeweils im Flugzeugschlepp gestartet. Bei der Vorbereitung zum gemeinsamen Windenstart am 10. Mai 2019 vernahm der Fluglehrer vom Piloten, dass dieser keine Windenstartberechtigung habe und die Duo Discus nicht gut kenne. Der Fluglehrer besprach mit dem Piloten die Fluggeschwindigkeiten beim Windenstart und sagte, dass sie ungefähr 110 km/h erreichen wollten. Dann sollte der Pilot « nicht zu steil anhängen»2, um den Übergangsbogen zu fliegen.

Verlauf:

Die ersten Phasen des Startlaufs – Seilanzug, Anrollen und Abheben verliefen wie für einen Windenstart üblich. Danach steuerte der Pilot das Segelflugzeug nicht in einem sog. “Übergangsbogen” in den Steigflug, sondern behielt eine flache, annähernd horizontale Flugbahn bei, während der das Segelflugzeug eine Höhe von rund 13 m über Grund erreichte (vgl. Abbildung 1). Im Moment, als der Pilot für das Einleiten des Übergangsbogens am Steuerknüppel ziehen wollte, sagte der Fluglehrer, dass die Fluggeschwindigkeit zu gering sei.

Der Fluglehrer klinkte das Windenseil aus und übernahm die Steuerführung. In der Folge öffnete sich der Seilfallschirm vor dem Segelflugzeug. Der Fluglehrer sah diesen rechts unter dem Segelflugzeug nach hinten verschwinden, worauf er die Flug-Geschwindigkeit reduzierte. Nachdem der Windenfahrer erkannt hatte, dass sich der Seilfallschirm geöffnet hatte, zog er nach einem kurzen Zögern das Seil mit «Vollgas» ein, um es vom Segelflugzeug wegzuziehen. Dabei kollidierten Seilfallschirm und Vorseil mit dem rechten Tragflügel des Segelflugzeuges, was der Fluglehrer als kurzzeitige Drehung um die Hochachse nach links wahrnahm. Danach landete er das Segelflugzeug ohne weitere Ereignisse auf der Piste. Die beiden Insassen blieben unverletzt. Der rechte Tragflügel und das rechte Querruder des Segelflugzeuges wurden durch die Kollision mit dem Seilfallschirm und dem Vorseil beschädigt.

Ursachen:

Der schwere Vorfall, bei dem das Segelflugzeug mit dem Seilfallschirm und Vorseil des Windenseils kollidierte, entstand, nachdem die Besatzung während eines Windenstarts Der schwere Vorfall, bei dem das Segelflugzeug mit dem Seilfallschirm und Vorseil des Windenseils kollidierte, entstand, nachdem die Besatzung während eines Windenstarts den Übergang in den Steigflug nicht eingeleitet und das Seil ausgeklinkt hatte. In der Folge gelang es weder der Besatzung, dem aufgeblähten Seilfallschirm und Vorseil auszuweichen, noch dem Windenfahrer, das Seil vom Segelflugzeug wegzuziehen.

Zum schweren Vorfall haben folgende Faktoren beigetragen:

  • Geringe Erfahrung des Piloten mit Windenstarts und keine Erfahrung auf dem Vorfallmuster;
  • Geringe Erfahrung des Fluglehrers mit Windenstarts und wenig Erfahrung bei der Instruktion dieser Startart;
  • Verwendung eines grossen, sich leicht aufblähenden Seilfallschirms;
  • Geringer Abstand zwischen dem Scheitel der Seilfallschirmkappe und der Schleppkupplung am Segelflugzeug.
  • Das allgemein fehlende Bewusstsein hinsichtlich der je nach Startwinde und Seil-Aausstattung mit einem Windenstart einhergehenden Risiken sowie in Bezug auf die Möglichkeiten, diese Risiken zu vermindern, wurde als systemisch beitragen – der Faktor erkannt. Betreiber von Startwinden sollten die grundsätzlichen Überlegungen und Sicherheitsempfehlungen, wie sie in Deutschland seit Jahrzehnten existieren, nachvollziehen sowie auf heutige Gegebenheiten anpassen und umsetzen.

Sicherheitshinweis Nr. 39:
Der Segelflugverband der Schweiz (SFVS) sollte die Betreiber von Startwinden sensibilisieren, dass sie die folgenden Hinweise beachten, individuelle Risikoanalysen durchführen und entsprechende Massnahmen umsetzen:

  • Es sollten nur Seilfallschirme verwendet werden, mit denen eine genügend grosse Seileinzugsgeschwindigkeit erreicht werden kann, um einen geöffneten Seilfallschirm von einem horizontal fliegenden Segelflugzeug in geringer Höhe über Grund wegziehen zu können.
  • Durch Verwendung eines Zwischenseils sollte der Abstand zwischen der Seilfallschirm-Kkappe und der Schleppkupplung des Segelflugzeuges so gross sein, dass die Reaktionszeit für Besatzungen ausreichend ist, um einem sich aufblähenden oder in sich zusammenfallenden Seilfallschirm ausweichen zu können.
  • Die grundsätzlichen Überlegungen und Sicherheitsempfehlungen, wie sie in Deutschland seit Jahrzehnten existieren, sollten Schweizer Betreiber von Startwinden nachvollziehen sowie auf heutige Gegebenheiten anpassen und umsetzen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es bei einem Windenstart zu einer Kollision zwischen dem Segelflugzeug und dem Seilfallschirm und Vorseil kommt, kann durch obige Massnahmen minimiert werden. Als Richtwert für die Auslegung der Seilausstattung können die Segelflugsport-Betriebs-Ordnung (SBO) der Bundeskommission Segelflug des Deutschen Aero Clubs und die Lufttüchtigkeits-Anweisung (LTA)
Nr. 73-16 des Deutschen Luftfahrt-Bundesamtes herangezogen werden. Zudem sollten Notverfahren für Windenfahrer instruiert werden, die dem Zusammenwirken der jeweiligen Systemkomponenten angepasst sind. Quelle / vollständier Schlussbericht: ‘SUST‘.

103’890 Besucher auf “flieger.news”

Im vergangenen Jahr haben sich auf unserer unabhängigen, privat betriebenen Webseite für den Segel- und Motorflug erstmals mehr als 100’000 Besucher darüber informiert, was beim schönsten aller Hobbies gerade passiert. Sie haben dabei sich fast eine Viertelmillion (236’412) Seiten, Nachrichten, Berichte oder etwa Wetter-Informationen angesehen.

Damit hat sich flieger.news im deutschsprachigen Raum zu einer wichtigen Informationsplattform entwickelt. Gleichzeitig wird sie mit diesen Nutzerzahlen auch eine schlagkräftige und Streuverlust-freie Werbeplattform für alle im Segel- und Motorflug-Markt tätigen Anbieter.

Sind Sie an einem Werbeauftritt auf “flieger.news” interessiert? – Bitte senden Sie uns ein eMail an: “cinque@flieger.news“.

Im eisigen Westwind ans Matterhorn

Einen solchen Start ins neue Jahr wünscht sich manche/r Segelflieger/in. Schon am dritten Tag des Jahres und bei winterlich-eisigen Bedingungen im Hangwind aus den Ostschweizer Voralpen in etwas mehr als fünf Stunden scheinbar mühelos im starken, präfrontalen Westwind das Matterhorn im südlichen Wallis zu erreichen. Finden Sie heraus, wie dieser aussergewöhnliche Flug gelingen konnte und wer im Cockpit sass. Hier geht’s zum vollständigen Bericht.

Final Glide Through Lightning – Scary Thunderstorm in the Mountains!

Cockpit view from one of my scariest flights in a glider as I have to cross a line of thunderstorms over the Rocky Mountains on my final glide back to the airport – conditions are quickly deteriorating. There are now many storm cells with rain, lightning, thunder, and hail in the area that I am looking to navigate while also trying to stay within safe gliding distance of landable airports or fields. The video depicts the third leg of a flight on July 31 2020, attempting to complete my first-ever declared 750km task. It starts just as I am about 430 km into my task, having made excellent progress with an average task speed of 125 kph. So far, I have kept my hopes for a successful task completion alive.

But now, it is quickly becoming evident that I will not be able to complete my task and must shift my focus to return home to Boulder safely. My flying buddies are in similar situations as we seek to advise one another on the best course of action to take. The video provides a cockpit view of the flight with detailed commentary about the critical decisions along the way so viewers can consider their own choices. I also added some comment at the end that discusses how and when I might have avoided getting into this situation, to begin with.

Seeing the lightning right in front of the canopy amplified my stress level, which was already high as I tried to weigh the decision whether to continue or try to hold and wait for the storm to pass through. I can now say from experience that high-stress levels do limit one’s cognitive abilities, especially concerning complex tasks such as piloting a plane. (Look up Yerkes-Dodson Law.) Deep breathing can help reduce stress and bring it back to a level where one can function well. This flight was about 1 1/2 years ago, and I was long unsure whether to publish this video. I ultimately decided to do it because I think there is a lot to learn from this flight. If it helps anyone become a safer pilot, this would far outweigh any harsh criticism that I may get.

Editing disclosure: I did not hear the thunderclaps following the lightning flashes you can see on screen; I added these sound effects to emphasize the psychological impact that the lightning had on me. I slowed down the playback speed of the video during the lightning flashes to make them more visible. The video is recorded by the GoPro camera mounted inside the cockpit on the right side of the canopy. My glider is a Ventus 2cxT 18m high-performance sailplane from Schempp-Hirth. The flight originated and ended at Boulder Municipal Airport (KBDU) – an ideal soaring location for exploring the sky above the Rocky Mountains. Source: ‘Youtube / Clemens Ceipek‘.

Snow shower slalom

On this flight, we were facing a real snow shower slalom. After about 6 hours in the Arcus, I was deep-frozen even though I was wearing multiple layers of skiing clothes at the end of April… Gliding in the Alps is a unique experience every time! Quelle: ‘Youtube / JS‘.

How do Gliders Land in the Mountains?

How do gliders not crash in the mountains? Do we always have somewhere to land? It might look like we can’t land make an outlanding, but there is almost always somewhere safe to land the glider. Source: ‘PureGliding / Youtube‘.

Jetzt zu Segelflug-Qualifikationsmeisterschaften anmelden!

“Die Suche nach Ausrichtern für die Qualifikationsmeisterschaften der großen Klassen 2022 hat sich ausgesprochen herausfordernd gestaltet”, so die Mitteilung der BuKo. “Schlussendlich konnte eine akzeptable Anzahl an Ausrichtern für alle drei Klassen (18m-, Doppelsitzer- und Offene Klasse) akquiriert werden. Trotzdem befürchten wir, dass es, zumindest in einzelnen Klassen, zu Überbelegungen der Quali-Meisterschaften kommen kann. Die Priorisierung bei der Anmeldung zu den Quali-Meisterschaften führt zu einer Vorauswahl der Teilnehmer gemäß ihrer Platzierung in der Deutschen Rangliste Segelflug. Uns ist bewusst, dass diese Situation für Wettbewerbseinsteiger nicht zufriedenstellend ist. Allerdings sehen wir in der aktuellen Situation des Ausrichtermangels keine bessere Alternative. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Ausrichtern herzlich bedanken, die sich zur Verfügung gestellt haben, 2022 eine Meisterschaft auszurichten”, schreibt die Bundeskommission. Die Anmeldung zu den Quali-Meisterschaften erfolgt vom 15. Dezember 2021 bis 15. Januar 2022 über das Onlineportal COPILOT, hier sind auch die Termine einsehbar. Quelle ‘BWLV‘.

Aufwind verpassen kann kritisch werden

Sehen Sie sich in diesem Video ein eine Situation an, in der ein Pilot den entscheidenden Aufwind verpasst und auf der falschen Seite eines Gebirgszuges “hängen” bleibt. Einer der erstaunlichsten Tage, an denen diesen Sommer von Omarama aus geflogen wurde, mit einem 12’500 Fuß hohen thermischen Aufwind in der Nähe von Queenstown. Herrliche Konvergenzen und Hangflüge in atemberaubender Kulisse. Quelle: ‘PureGliding auf Youtube’.

In der Welle der Adriaküste entlang

Die Welle setzte sich am Wendepunkt Knin bis nach Montenegro oder zumindest Dubrovnik an der Küstenlinie fort (sekundäre, aber stärkste Welle, verstärkt durch die Küstenkämme)! Auf den Bildern kann man deutlich die Fortsetzung der “Fraktuswolken” sehen. Das nächste Mal! Diesmal waren wir mehr im Erkundungs- und Vorsichtsmodus als im Leistungsmodus / im Rennmodus unterwegs. Quelle: ‘WeGlide‘.

Flugsportverein Sontra lässt Saison ausklingen

Mehr als 8000 Streckenkilometer haben die Mitglieder des Flugsport-Vereins in Sontra in der diesjährigen Saison erreicht. So flog zum Beispiel Sebastian Siebert einen 750 Kilometer Streckenflug – er startete in Sontra und flog nur mit thermischen Aufwinden in den Thüringer Wald, dann weiter in den Pfälzer Wald und zurück im sogenannten Dreiecksflug. Dafür brauchte er acht Stunden. Jens Konopka flog in einem sogenannten Wellenaufwind – das sind ruhige Aufwinde bei bestimmten Windrichtungen an Mittelgebirgen bis in große Höhen – bis über 3000 Meter im Bereich Sontra/Werratal und Thüringer Wald.

Zum Saisonausklang trafen sich die Mitglieder des mittelhessischen Vereins für Flugsport nun in Sontra. Dabei standen unter anderem die abgelaufene Saison und Planungen für die kommende Saison auf dem Programm. Aktuell verfügt der Verein über zehn Flugzeuge, davon sind zwei hochmoderne doppelsitzige Segelflugzeuge für die Ausbildung sowie für Gastflüge im Einsatz, heißt es in einer Mitteilung. Außerdem hat der Verein neben den einsitzigen Segelflugzeugen noch drei private Motorsegler (Segelflugzeuge mit Hilfstriebwerk) und das in 2020 angeschaffte doppelsitzige Motorflugzeug Dynamic WT 9. Letzteres hat schon einige Flugstunden hinter sich – so wurden seit der Anschaffung mehr als 200 Stunden geflogen. Besonders hervorzuheben sind laut Verein Flüge von Sontra bis auf die Insel Wangerooge. Die Flugdauer liegt bei etwa 90 bis 100 Minuten. Etwa 50 Prozent der Mitglieder haben inzwischen ihre Lizenz für das Motorflugzeug erworben.

Große Priorität hat die Ausbildung zum Piloten. Der Verein bildet Segelflieger und Ultraleichtpiloten aus. Dazu stehen dem Verein fünf erfahrene Fluglehrer zur Verfügung. Daher konnten auch einige Pilotenanwärter ihre „A-Prüfung“ absolvieren – der erste Alleinflug auf dem Segelflugzeug. Auch die Sicherheit im Flugbetrieb in Sontra spielt eine wichtige Rolle. So finden regelmäßige Flugsicherheitsversammlungen der Mitglieder statt. Dazu gehört auch die Sicherheit der Flugzeuge – diese werden jährlich durch einen externen offiziellen Prüfer auf Flugtauglichkeit geprüft. Für das Jahr 2022 ist das „Maifliegen“ am 1. Mai geplant. Diese Veranstaltung konnte aufgrund der Coronapandemie in den vergangenen beiden Jahren nicht stattfinden. Quelle: ‘Julia Stüber in der HNA’.

LSV Hegenscheid bekommt Geld vom Land NRW

Einige Mitglieder beim “Luftsportverein Hegenscheid” werden wohl bald Luftsprünge machen: Denn es gibt Geld vom Land! 120.000 Euro aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“. Jetzt können die Flugbegeisterten davon eine neue Halle bauen, denn die alte taugt nicht mehr. Von dem Förderprogramm haben schon mehr als 2.500 Sportvereine aus ganz NRW profitiert, die ihre Anlagen sanieren möchten. Quelle: ‘Radio MK’.

Übersicht “Alpine Segelfluglager”

Um im Sommer die günstigen thermischen Bedingungen im Hochgebirge zu nutzen, oder im Frühling auf der Alpensüdseite von den vorteilhaften Wetterbedingungen zu profitieren, haben sich die Segelfluggruppen zusammengeschlossen um auf den ausgedienten Militärflugplätzen einen temporären Flugbetrieb zu organisieren. So sind die Alpinen Segelfluglager entstanden, welche in der Schweizer Segelflugszene eine lange Tradition haben. Für viele Segelflieger sind sie der Saisonstart oder der Höhepunkt im Segelflugjahr. Solche Segelfluglager finden statt auf den Flugplätzen:

  • Nötsch (Österreich) – April / Mai
  • Münster (VS) – Juli / August
  • Zweisimmen (BE) – Juli / August
  • Saanen (BE) – Juli / August

Das Sekretariat des SFVS verschickt jedes Jahr die Ausschreibungen und Einladungen an alle Segelfluggruppen in der Schweiz. Nach den Anmeldefristen werden die Lagerbelegungen abgestimmt, zugeteilt und geregelt. Durchgeführt werden die Lager unter der Regie der teilnehmenden Segelfluggruppen. Sie sind auch offen für ausländische Piloten. Informationen dazu erteilt das Sekretariat des SFVS.

Attraktiv sind die Alpinen Segelfluglager nicht nur wegen der phantastischen Szenerie in den Hochalpen, sondern auch wegen den sozialen Kontakten, die über die Grenzen der Segelfluggruppen hinweg geknüpft werden können. Dabei entstehen zahlreiche Freundschaften und stärken so die verschworenen Segelfluggemeinschaft.

Wertvoll sind die Alpinen Fluglager auch für den Newcomer, welcher im Fluglager von den erfahrenen Gebirgspiloten profitieren kann. Das Rüstzeug zum Gebirgssegelflieger kann sich der ambitionierte Neuling unter kundiger Leitung aneignen. So hilft die entspannte Atmosphäre im Fluglager auch die Grenzen der Generationen zu überwinden. Quelle: ‘SFVS‘.

Newsletter der European Gliding Union

Themen des neusten EGU-Newsletters von Dezember 2021:

  • Bericht des Präsidenten
  • EGU-Kongress 2022 in Oslo, Norwegen
  • Part-66L “Recency”-Problematik
  • Airspace & Interoperability
  • Flugsicherheit
  • Part SFCL
  • Medical
  • Umwelt
  • Diversität

Quelle: EGU. Newsletter in Deutsch. Newsletter in English.

Geschwindigkeitsrekord-Versuch über 500 km

Am 6. Juni 2021 starte ich zu einem Streckenflug mit dem Ziel, den Geschwindigkeits-Rekord von Colorado über eine Strecke von 500 km hin und zurück zu brechen. Eine starke Konvergenzlinie hat sich entlang der Rocky Mountains, direkt östlich des Rückens der Kontinentalscheide, gebildet. Sie soll bis nach Wyoming reichen. Also deklariere ich einen Wendepunkt am Robbins Airstrip, etwa 150 km nördlich der Grenze Colorados zu Wyoming. Die Konvergenz sieht stark aus und ist durch Wolken gut gekennzeichnet, aber ich stelle fest, dass der Tag anspruchsvoll ist. Auf beiden Seiten der schmalen Konvergenzlinie gibt es kaum Aufwinde. Schon das Einfliegen in die Konvergenz erweist sich als Herausforderung über den dicht bewaldeten Hügeln über unlandbarem Terrain.

Das Video zeigt den Flug aus der Cockpit-Perspektive mit ausführlichen Kommentaren zu den atmosphärischen Bedingungen. Außerdem werden einige kritische Entscheidungen während des Fluges hervorgehoben, damit die Zuschauer eigene Entscheidungen überdenken können. Mein Segelflugzeug ist ein Ventus 2cxT, 18m, von Schempp-Hirth. Der Flug begann und endete auf dem Boulder Municipal Airport (KBDU) – einem idealen Segelflugplatz zur Erkundung der Front Range Colorados. Quelle: ‘ChessInTheAir auf Youtube‘.

Segelflieger als Brennholz geschmuggelt

Mitten im Hungerelend stellte 1931 Josef Pfister mit einem Flug über 220 Meter den ersten Weitenrekord der Sportflieger Steyr auf. Auch in den Folgejahren blieb der Verein nie am Boden. Aus der Vogelperspektive ist die Welt darunter winzig und klein, auch der Hunger, die Arbeitslosigkeit und der rabenschwarze Tag des 24. Oktober 1931, an dem die Stadt Steyr zahlungsunfähig wurde. Drei Monate zuvor gründeten Piloten aus dem Ersten Weltkrieg und andere Flugpioniere dem Elend zum Trotz den Verein „Sportflieger Steyr“. Auf einer Wiese beim Stadtgut wurden wagemutige Flugschüler in Segelgleitern mit Gummiseilen in die Luft katapultiert. In den Einsitzern bekamen sie nur Ratschläge mit auf den Weg, und dann: „Hals- und Beinbruch!“ Fluglehrer, die neben oder hinter dem Schüler im Doppelsitzer Segelflug unterrichten, gibt es erst seit den Sechzigerjahren. „Bis dahin mussten unsere Vorgänger unglaubliche Hürden bewältigen“, sagt Alexander Koppler, Obmann des heuer 90-jährigen Vereins.

Nur sieben Jahre Pioniertätigkeit waren den Vorvätern in einer Werkstatt gegönnt, die ihnen die verarmte Stadt gratis überließ. An den hölzernen Schlitten und Segelgespannen werkten alle möglichen Leute und Karl Jenschke, der nach Hans Ledwinkas Rückkehr zu Tatra Chefkonstrukteur der Steyr-Werke geworden war. Jenschke konstruierte nicht nur für den Verein ein Motorflugzeug, er war auch selber ein hervorragender Pilot. Für offene Münder sorgte er, als er in einem von ihm umgebauten Segelgleiter „Zögling“ vom Damberg herabschwebte und sanft auf einem Acker am Stadtrand landete. Mit dem Einmarsch der Hitler-Truppen 1938 hatte die Leidenschaft fürs Fliegen ein jähes Ende. Die Nazis verboten sofort die „Sportflieger Steyr“, ihren Hangar übernahm die Flieger-Hitlerjugend.

Fünf Jahre nach Kriegsende wurde der Sportfliegerverein beinahe aus dem Nichts wieder aufgebaut. Die US-Besatzung hatte fast alle Flugzeuge am Flugfeld als „Kriegsgerät“ verbrannt. Einigen Steyrer Fliegern gelang es, in der Nacht einige Segelflugzeuge zu stehlen und in den Scheunen der Bauernhöfe ringsum unter dem Heu zu verstecken. Nachdem die Alliierten den Flugverkehr wieder freigaben, wurde am 2. September 1950 der erste Segelgleiter mit dem Kennzeichen „OE-0014“ am Stadtplatz auf den Namen „Stadt Steyr“ getauft. Einen weiteren Segelflieger schmuggelten die Flieger als Brennholz getarnt aus der russischen Besatzungszone. Heute verfügt der Verein über fünf Segelflugzeuge und zwei Motorflugzeuge. „Gott sei Dank kann heute bei der Beschaffung alles ohne Hindernisse abgehen“, sagt Obmann Koppler. Quelle: ‘Nachrichten.at‘.

Sportfonds-Förderung des Segelflugs

In der kommenden Herbst- oder spätestens in der Frühlingssession 2022 des Grossen Rates des Kanton Berns wird über die Motion „Förderung des Segelflugsports aus dem Sportfonds“ abgestimmt. Die Motion wurde von sechs MotionärInnen aus dem gesamten politischen Spektrum eingereicht (Grün, Die-Mitte, FDP, SVP) und bezweckt, dass der Segelflugsport aus dem kantonalen Sportfonds gefördert wird. Im Kanton Bern gibt es sechs Segelflugvereine (in Bern, Biel, Courtelary, Oberaargau, Thun und Zweisimmen), mit insgesamt fast 320 aktiven SegelflugpilotInnen.

Die Motion bezweckt einerseits die Gleichbehandlung des Segelflugsports mit den andern vom Sportfonds geförderten Sportarten. Anderseits will die Motion die Ungleichbehandlung des Segelflugs zwischen Bern und den übrigen Kantonen, in denen der Segelflugsport ausnahmslos von den jeweiligen Sportfonds unterstützt wird, beseitigen. Die Sportförderung aus den kantonalen Sportfonds ist neutral für die Kantonsfinanzen, da dieser Fonds aus den Swisslos-Beiträgen geäufnet wird.

Der Segelflug erfüllt sämtliche Voraussetzungen für die Förderung aus dem Sportfonds. Die Internetseite https://segelfliegen-bern.ch/swisslos-sportfonds/ der Berner Segelfluggruppen gibt dazu weitere Informationen und Argumente.

  • Der Aero-Club der Schweiz unterstützt die Motion “Förderung des Segelflugsports aus dem Sportfonds” welche in diesen Tagen im Grossen Rat des Kt. Bern behandelt wird
  • Der Aero-Club der Schweiz ist Mitgliedverband von Swiss Olympic und unterstützt die Mitglieder seiner Spartenverbände in ihrer sportlichen Entwicklung. Der Segelflugsport ist bei Swiss Olympic in der Kategorie 4 eingestuft und wird auf vielfältige Weise unterstützt; unter anderem mit einem Beitrag zum Sportförderkonzept, aber auch bei der Ausbildung der Trainer, des Nachwuchses und der Mitglieder der Schweizer Nationalmannschaft, welche dadurch ihre Leistungen steigern und erfolgreich an internationalen Meisterschaften teilnehmen können. Für den Segelflugsport bietet Swiss Olympic einen sog. “Athletenweg”, der die Entwicklung der SportlerInnen vom Breitensport bis hin zum Kader begleitet und fördert.
  • Der Aero-Club der Schweiz und der Segelflugverband stützen sich auf die kantonale Förderung des Segelflugsportes und der lokalen Segelfluggruppen durch die kantonalen Sportämter. Ohne diese Unterstützung und ohne die freiwillige Arbeit unzähliger FluglehrerInnen, TechnikerInnen und ExpertInnen wäre die Ausbildung des Nachwuchses und die Förderung von Spitzenathleten nicht möglich. Besonders hervorzuheben ist, dass Segelflug wie nur wenige andere Sportarten die Generationen verbindet; ist doch der älteste Inhaber einer Swiss Olympic Elite Card ein Segelflugpilot.

Der Aero-Club und der Segelflugverband der Schweiz begrüssen die Bestrebungen der Berner Segelfluggruppen und unterstützen die Motion “Förderung des Segelflugsports aus dem Sportfonds”. Quelle: ‘AeCS‘.

Segelflieger-Ehrung in Gersfeld

Die Veranstaltung begann mit einem Sektempfang und nach dem Grußwort des Vorsitzenden Andreas Wenzeck und dem DAeC Präsidenten Stefan Klett wurden die erfolgreichen Piloten der Weltmeisterschaft in Frankreich, vor allem Simon Schröder und Uwe Wahlig als Weltmeister, und die erfolgreichen Junioren der Europameisterschaft in Litauen mit Simon Briel als Europameister geehrt. Zudem wurden diverse Segelflieger für ihre Deutschen Klassenrekorde und Diplome geehrt. Dieses Jahr wurde als Besonderheit ein 1.500 km Diplom von Gerhard Heidebrecht erflogen. Die Deutschen Meister der DMSt durften ebenfalls ihre Ehrungen in Empfang nehmen. Im Anschluss erhielten die diesjährigen Nutzer unserer Förderflugzeuge „IYB“ und „EP“ ihre Urkunden und der Junioren-Streckenflugpreis der DAeC-Bundeskommission Segelflug mit einem Geldpreis in Höhe von 500,00 Euro ging dieses Jahr an Patrick Benoist.

Dieses Jahr wurde noch zwei Ehrungen mit der Dädalus-Medaille, einer der höchsten Auszeichnungen im DAeC, vom Präsidenten Stefan Klett übergeben. Markus Frank erhielt diese Auszeichnung für sein Engagement als jahrelanger Vorsitzender des Referates Spitzensport und Andreas Kühl (leider nicht anwesend) für sein ehrenamtlichen Schaffen und Wirken als Vorsitzender im Referat Regelwerk und in seinem Landesverband Brandenburg. Gerhard Glaessel als Segelflugreferent Hessen ehrte erfolgreiche Spitzensportler aus seinem Bundesland. Die Ehrung der Alten Adler fielen in dieser Präsenzveranstaltung aus. Als Vorträge hörten wir Howard Mills zu dem Thema IGC und Sportzeugen, Patrick Wenzeck referierte über die neuesten Segelflugzeuge der Firma Alexander Schleicher Flugzeugbau und Moritz Althaus gab uns einen Rück- und Ausblick über die neue Plattform WeGlide, mit vielen neuen, interessanten Features und Anwendungen. Quelle: ‘BUKO Segelflug’.

Lösung für Wellenfluggebiete

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH will die verschiedenen Gebiete nur durch Einzelfreigaben zur Segelflugnutzung frei geben. Durch das verlinkte NfL wurde die Luftraumstruktur angepasst. Im Falle der Aktivierung der Gebiete wird ein Luftraum E mitaktiviert. So ist in diesen Sektoren der Wellensegelflug wieder wie bisher möglich. Bitte beachten, dass für die Nutzung und Aktivierung die festgelegten Regeln gelten. Quelle: ‘LV Bayern‘. ‘DFS‘.

Leewellen-Pokal des LSV Ostharz-Aschersleben

Der Vorsitzende des Ascherslebener Luftsportvereins Ostharz, Wolfgang Lieder, ist zufrieden. „Die Welle spielte mit und wir konnten die Leewellen-Pokalserie auch in diesem Jahr wie geplant im Oktober eröffnen“, so Lieder. Je nach Wetterlage werden in den kommenden Monaten weitere Leewellen-Flugtage folgen. Zu denen kommen übrigens immer wieder Segelflieger aus ganz Deutschland – und manchmal sogar von noch weiter her. Abgerechnet wird allerdings immer erst im April, wenn die Pokale – unter anderem für den längsten und den höchsten Flug – dann an die Besten übergeben werden.

So die bisherige Regel. Am morgigen Sonnabend wird davon abgewichen. Da findet auf dem Flugplatz an der Güstener Straße nämlich die Siegerehrung für die besten Wellenflieger der Saison 2019/2020 und 2020/2021 statt. Zwei Jahre lang blieben die Siegerehrungen Opfer der Corona-Pandemie. Jetzt werden sie nachgeholt. Schirmherr der jährlichen Pokal-Flugserie ist übrigens der Ascherslebener Oberbürgermeister Andreas Michelmann. Inzwischen hat aber die 15. Auflage des Wettbewerbs begonnen. Schon in der vergangenen Woche habe man auf eine Wetterlage spekuliert, die das Leewellen- Fliegen möglich macht, so der Vereinschef. Klar war das aber erst am Mittwochmorgen. Einen Tag vor dem vom Wetterdienst vorausgesagten ersten Herbststurm. Schließlich waren es dessen Vorboten, die die Segler in Höhen von über 3.000 Meter beförderten. Zunächst im Schlepp eines Motorfliegers – dann im Ritt auf der Lee-Welle. „Wahrscheinlich wäre es auch diesmal noch höher hinausgegangen, eine amtliche Höhenbeschränkung für den Luftraum ließ das allerdings nicht zu“, so Lieder. Insgesamt waren zum Saisonauftakt elf Segelflieger nach Aschersleben gekommen. Darunter Brandenburger, Dresdner, Niedersachsen, Berliner, Leipziger und Segelflieger aus Mecklenburg-Vorpommern. Einige hatten gehofft, dass die Lee-Welle auch noch am Donnerstag anhalten würde. Die hatte sich dann aber verabschiedet.

Das Wellenfliegen basiert anders als das Fliegen in der Thermik nicht auf aufsteigenden warmen Luftmassen, sondern auf dem Steigen im Wind. Bläst dieser aus Süd über den Harz, sorgt er auf der Nordseite für Verwirbelungen, die dann in Form einer sogenannten Leewelle nach oben steigen. Dabei ist die vertikale Geschwindigkeit des Windes größer als die Sinkgeschwindigkeit eines Segelflugzeuges. So können die Flugzeuge Höhe gewinnen. Die Leewellen wurden erstmalig im Jahr 1933 durch deutsche Segelflieger im Riesengebirge entdeckt. Bereits 1937 wurden mit Segelflugzeugen Höhen über 7.000 Meter erreicht. Die größte, jemals mit einem Segelflugzeug erreichte Höhe beträgt 14.938 Meter. Das gelang 1989 in der Sierra Nevada. Vom Flugplatz Aschersleben aus gestartet, hatte sich Carsten Lindemann bei einem vorangegangenen Wellenflug schon einmal bis über 7.000 Meter geschraubt, musste den Steigflug dann aber abbrechen, weil ihm der Sauerstoff ausging. Die erste Frau im Nordharzer Wellenflugrevier, das von Aschersleben bis Goslar reicht, dürfte die Quedlinburgerin Evelyn Klocke vom Luftsportverein Ostharz Aschersleben gewesen sein, die es dabei bis auf über 2.000 Meter brachte. Die Zentren des Wellenfliegens lagen früher im Riesengebirge, in der Hohen Tatra, in den österreichischen Alpen und in den spanischen Pyrenäen. Inzwischen ist auch Aschersleben ein Anziehungspunkt für die Wellenflieger geworden. Quelle: ‘MZ‘.

Gut besuchte Segelflug-Konferenz

Am Samstag, 13. November, nahmen rund 280 Gäste an der Schweizer Segelflug-Konferenz in Brugg-Windisch teil. Das reichhaltige Programm mit einer Präsentation von Miguel Iturmendi zum Perlan Projekt, von Thomas Stemmler und Morell Westermann zur Segelflugschulung im Simulator und von Bert Schmelzer zu „Tour de Suisse, ein Streckenflug über (fast) die ganze Schweiz“ sowie über den “elfin 20e / 20.ex – ein Segelflugzeug voll Innovationen für die Zukunft des Segelfliegens” zogen in den Tagen kurz vor der Veranstaltung doch noch die gewünschte Anzahl Anmeldungen und Teilnehmer/innen in die Räume der Fachhochschule Nordwest in Brugg-Windisch.

Im November in den SO-Leewellen zwischen Mittelmeer und Wallis

Was man im November in den Europäischen Alpen mit etwas Südostwind anstellen kann, zeigt Thomas Puthot mit seinem Flug von Dienstag, 9. November. Er startete in einer ASH 31 in Grenoble le Versoud, legte einen ersten Wendepunkt im südfranzösischen Saint-André-les-Alpes, flog nordwestwärts bis zum Col de la Forclaz (Übergang zwischen Chamonix und dem Wallis), um den Flug mit einem JoJo über der Chaîne de Belledonne und dem Mont Blanc abzurunden. Quelle: ‘OLC, online contest‘. Wetterkarten: Météo France, SMA, TopMeteo.

Outlanding WENT WRONG: Landed my Glider in this field

I damaged my Glider in an Outlanding – Junior Gliding Championships… Luckily I received help for my “rescue action” with a telescope transporter from a near farmer. Be careful with those brown fields, they may seem nice from above but may hide some bad surprises as mine did. Back at the airfield my glider got checked and cleared to fly so I can still fly with it for the next few days at the competition. Video.

Standard-Checkliste für Segelflug

Immer wieder erhalte ich Anfragen betreffend einer Standard-Checkliste für den Segelflug. Hier finden Sie eine allgemein verwendbare Basisversion zum kostenlosen Download. Auf allen Druckern im A4-Format ausdruckbar, einmal falten, fertig.

Perlan, Schmelzers Langstrecken und Simulatoren an der SFK

Am 13. November findet im Campus-Saal in Brugg-Windisch die Schweizer Segelflug-Konferenz statt. Unter den Gästen sind Miguel Iturmendi, der über den Stand des Perlan Projects informiert, weiter wird Bert Schmelzer einen seiner Langstreckenflüge präsentieren und Morell Westermann/Thomas Stemmler führen die Besucher in die Welt der Segelflug-Simulatoren ein. Jetzt hier anmelden.

AS 34 Me erfüllt erhöhten Lärmschutz

Mit einem Spitzenwert von nur 53,98 dB(A) erhält die AS 34 Me nun das Zeugnis für erhöhten Lärmschutz. Damit bleibt die AS 34 Me fast 10 dB(A) unter dem von der ASH 31 Mi erreichten Messwert von nur 63,2 dB(A). Der Messwert der ASH 31 Mi war im Eigenstarterbereich ein Spitzenwert, doch die AS 34 Me kann mit ihrem System aus Propeller und Elektromotor diesen Wert noch unterschreiten. Quelle: ‘Alexander Schleicher Flugzeugbau‘.

Deutsche Meisterschaft: Ausschreibungen für 2022

Die Bundeskommission Segelflug im DAeC hat zwei Ausschreibungen für Deutsche Segelflug-Meisterschaften online gestellt. Die Deutsche Segelflugmeisterschaft 2022 in der Club-, Standard- und 15-Meter-Klasse findet vom 6. bis 17. Juni in Zwickau statt. Hier gibt es die Ausschreibung. Die Deutsche Segelflug-Meisterschaft der Frauen findet in Landau vom 19. bis 29. Mai statt. Die Ausschreibung dazu findet sich hier. Die Anmeldung erfolgt bei beiden Meisterschaften über das Online-Portal COPILOT und muss fristgerecht bis zum 15. November 2021 (24 Uhr) eingereicht werden. Quelle: ‘BWLV‘.