Schlagwort-Archive: segelfliegen

Auf dem Winzerweg Veltlin – Südtirol – Dolomiten

In dieser Fluggebiets-Präsentation stelle ich Ihnen die Besonderheiten der Flugregion zwischen den Lienzer Dolomiten und dem Veltlin vor. Wir streifen dabei durch die unendlichen Kalkzacken der nördlichen Dolomiten, queren das thermisch problematische Bozener Becken und erreichen bei ansteigender Operationshöhe die höchsten Eisgipfel Graubündens im Engadin. Erschliessen Sie sich mit dem ‚Winzerweg‘ durch die Südalpen das Know How, wie Sie das Bozener Becken queren können und erleben Sie zahlreiche landschaftliche Höhepunkte zwischen Lienz und St. Moritz.

Standard-Checkliste für Segelflug

Immer wieder erhalte ich Anfragen betreffend einer Standard-Checkliste für den Segelflug. Hier finden Sie eine allgemein verwendbare Basisversion zum kostenlosen Download. Auf allen Druckern im A4-Format ausdruckbar, einmal falten, fertig.

Auch auf Segelflug-Entzug?

Für den ernsthaften Fall, dass Sie den Beginn der neuen Segelflug-Saison auch kaum erwarten können und an massiven Entzugs-Symptomen leiden, publizieren wir diese Woch ein paar Segelflug-Videos als Gegenmittel. Hilft sicher ein wenig, bis sich der Frühling richtig hervortraut. Dieses hier ist eine Komposition aus vier Segelflügen über Neuseelands einmaliger Landschaft. Aufgenommen von Tobias Read.

Lang. Länger.. Endlos Lange(r)…

Wie man sich, viel zu spät, ohne Wasserballast tief und langsam und unter Ausnützung des schwächsten Heberchens doch noch bei einem Sailplane Grand Prix ins Ziel schleppt, zeigt dieses Video von Stefan Langer vom 5. Wertungstag in Livno 2019. Ein Video so spannend wie ein Krimi.

„Catch the Wave“

Lux-Aviators schreibt: „Das Fliegen in Fayence hat einmal mehr nicht enttäuscht! Wir hatten die Chance, die Mistralwelle bis auf 4800 m AMSL auszufliegen! Die Aussicht ist einfach atemberaubend, schau Dir das an!

Zwischen Mont Blanc und Mittelmeer

Dieses zweieinhalb Minuten lange Video fängt den Spirit des Segelfliegens zwischen dem Mittelmeer und den hohen Französischen Alpen treffend ein. Ideal gegen winterliche Segelflug-Entzugs-Erscheinungen.

Löffingen: Segelflieger 2019 auf Erfolgskurs

„Das Jahr 2019 war für die Segelfluggruppe Reiselfingen erfolgreich, spannend und unfallfrei“, informiert Schriftführer Uwe Baderschneider im Vorfeld der Hauptversammlung. So mischten die Reiselfinger Piloten erneut bei den Deutschen Meisterschaften im Strecken-Segelflug mit. Stefan Karch sicherte sich in der offenen Klasse in Baden-Württemberg die Vizemeisterschaft mit zwei Flügen über 740 Kilometer und einem Flug mit 719 Kilometer. Dies entspricht in der bundesweiten Gesamtwertung Rang neun. Im Doppelsitzer wurde Helge Loschan Baden-Württembergischer Vizemeister. Im vereinseigenen Duo Discus flog er mit Co-Pilot Albert Stumpf und Artur Schuler 613 Kilometer und zweimal 572 Kilometer. Auch dies entspricht bundesweit Rang neun. Vierte Plätze in der baden-württembergischen Wertung flogen Markus Halbig im Doppelsitzer mit Co-Pilot Karl Witt, Rudolf Baderschneider in der 18-Meter-Klasse und Sascha Kaiser in der offenen Klasse. Erstmals boten die Segelflieger in Kooperation mit der Volkshochschule Hochschwarzwald einen Schnupperkurs zum Einstieg in das Segelfliegen an. Trotz schlechtem Wetter wurde das Programm durchgeführt, mit Theorie und auch ein paar Runden in der Luft. Die acht Teilnehmer waren begeistert. Dies veranlasste die Verantwortlichen um Markus Halbig, auch in diesem Jahr wieder einen Kurs anzubieten. Mit einem neuen Flugzeug wurde der Flugzeugpark verjüngt. Nach und nach möchte man die Flugzeuge erneuern. So wurde der Einsitzer verkauft und ein Elektro-Motorsegler mit 18 Meter Spannweite erworben. Im Winter wurde der Rumpf des Oldtimers, der gelbe K8, überholt, bereits zuvor waren die Flügel teilüberholt worden. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Stefan Langer: Low Level Flying at the Beach

Gliding New Zealand Style – one of these days in New Zealand: No thermals but wind, cliffs, and the ocean! Fasten your seatbelts and enjoy the highspeed coastal flight in a sailplane. Spectacular landscapes are included!

Im Doppelsitzer durch die Schweizer Alpen

Video über einen Doppelsitzer-Frühlingsflug entlang der Schweizer Voralpen bis Martigny im Wallis und zurück in die Ostschweiz über die Hochalpen-Rennstrecke, den Furkapass und das Vorderrheintal.

Segelfliegen an der Volkshochschule

Wer schon immer wissen wollte, wie es sich anfühlt, ohne Motor zu fliegen, welche Naturkräfte ein Flugzeug in der Luft halten, wie die ganze Technik funktioniert und wie der Taunus aus der Vogelperspektive aussieht, der könnte sich für das Seminar „Segelfliegen in Theorie und Praxis“ der Volkshochschule Bad Homburg interessieren. An fünf Abenden am Donnerstag, im Zeitraum vom 27. Februar bis zum 26. März, werden Piloten des Luftsportclubs Bad Homburg (LSC) einen Einblick in ihren Sport geben. Segelflugzeuge fliegen ohne Motor, fast geräuschlos und nur mit der Kraft der Sonne. Von warmer, aufsteigender Luft bis unter die Wolken hochgetragen, gleiten sie anschließend weite Strecken über Land. „Ein sehr schönes, anspruchsvolles und vor allem naturnahes Erlebnis“, wirbt LSC-Pressesprecher Horst Walter Schwager. In dem Kurs lernen die Teilnehmer die Grundlagen von Aerodynamik und Flugwetterkunde (Meteorologie) kennen. Sie erfahren, wie die Segelflugzeuge konstruiert sind, wie Flugzeuginstrumente und Steuerung funktionieren, aber auch, wie ein Segelflieger über der Landschaft navigiert. Ebenso kommen Luftrecht und medizinische Grundlagen zur Sprache. Quelle: ‚Usinger-Anzeiger‘.

Mit Schnupperflug Fliegervirus erhalten

Hans Marthalers Passion ist das Segelfliegen – trotz Berufspiloten- und Motorfluglizenz. Faszinierend findet er als Fluglehrer vor allem die Interaktion zwischen Mensch, Technik und Natur. Alles begann mit einem Segelflugschnupperflug, den Hans Marthaler vor rund 20 Jahren geschenkt bekommen hat. «Da hat mich das Fliegervirus infiziert», erklärt er lachend. Aus der Faszination wurde bald Leidenschaft und so schloss sich der damals 30-Jährige der Segelfluggruppe Solothurn (SGS) an und absolvierte dort die Ausbildung zum Segelflugpiloten. Als schliesslich beim Verein Not am Mann war und zuerst ein Schlepppilot und anschliessend ein Fluglehrer benötigt wurden, machte Marthaler kurzerhand auch noch das Motorflugbrevet, gefolgt von der Ausbildung zum Segelfluglehrer. «Dann habe ich längere Zeit nichts Neues mehr gemacht», erklärt der Berufschullehrer. Dies änderte sich, als ihn seine Anstellung unverhofft über den Grossen Teich führte: Zwei Jahre verbrachte er für die Firma Synthes im US-Bundesstaat Colorado. Dort eignete er sich in seiner Freizeit das Berufspilotenbrevet für mehrmotorige Flugzeuge und Instrumentenflug an. Als Marthaler im Jahre 2010 in die Schweiz zurückkehrte, erwarb er die Berufspilotenlizenz auch hierzulande und hängte sogleich noch den Motorfluglehrer hintendran. «Ich decke mittlerweile als Fluglehrer fast die gesamte Palette ab, nur mit Helikoptern habe ich (noch) nichts am Hut», erzählt der Allrounder. Quelle: ‚Grenchner Tagblatt‚.

Gefährlich nahe am Hang

Bruno Vassel zeigt in diesen zwei Cockpitvideos, wie er (zu) nahe an den Bergen kurbelt und dabei das Segelflugzeug fast in die Felsen und Bäume stürzt. Das erste Video wurde auf dem Mount Nebo in der Nähe von Nephi in Utah aufgenommen. Das zweite Video, ein zu tiefer Bergkreten-Überflug, wurde auf der Westseite des Elkhorn Peak nördlich von Malad Idaho gefilmt. Beide gezeigten Fälle wären reine Pilotenfehler gewesen und Bruno Vassel sagt selber, er habe Glück gehabt, die gefährlichen Momente zu überleben, immerhin seien sie eine gute Lektion gewesen. Man dürfe nicht vergessen, den Wind beim Eindrehen einzuberechnen. Im Video ist eine ASW 20 BL in der 15-Meter-Version im Einsatz.

Segelfliegen-Bildkalender 2020 neu von Gabler Media

Der traditionelle Segelfliegen-Bildkalender mit dem bewährten Konzept traumhafter Segelflug-Aufnahmen aller Jahreszeiten auf der Frontseite und spannenden, englisch- und deutschsprachigen Hintergrund-Informationen und Geschichten auf der Kalenderblatt-Rückseite wird neu von Gabler-Media – der Verlegerin des Segelfliegen-Magazins – aufgelegt.

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Er ist ab sofort im Webstore erhältlich – dieser ist auch direkt über den nachfolgend abgebildten QR-Code erreichbar.

Die neue Lust am Segelfliegen

Still und leise hat sich Segelfliegen zu einem echten Höhenflug aufgemacht. Die Vereine freuen sich über mehr Zulauf denn je. Der ‚Kurier‘ war zum Lokalaugenschein auf dem Flugfeld in Langenlebarn bei Tulln, und hoch oben in der Luft. Ein letztes Rumpeln, dann ist man frei. Die Schleppleine wird gelöst, flattert ein wenig im Wind, sinkt ab und wird schließlich eingeholt. Der Motorflieger, der beim Aufstieg mit seinem Propeller für die lustigen Bocksprünge des Segelflugzeugs gesorgt hat, dreht ab, das Fahrwerk wird eingezogen. Stille. Nur das leise Zischen des Windes, aber das stört hier kein bisschen. Wir sind 1.200 Meter über der Erde. Vor uns liegt Wien, man sieht die Silhouette der Stadt, die sich langsam das Attribut „groß“ verdienen will. Die Landschaft unter uns sieht aus wie die perfekt gebaute Kulisse einer Modelleisenbahn. Muckendorf, Zeiselmauer, Königstetten – so weit weg und auch so schön, mit den sauber aufgereihten Häusern, Gärten, den hübschen Wegen, Scheunen und Feldern. Quelle: ‚kurier.at‚ (Registrierung).

„Rain in the desert“

„Komm in die Wüste haben sie gesagt… Kann man gut segelfliegen, haben sie gesagt… Da regnet es nie… Willkommen im Wassersportparadies Pokweni!“ Bild: Markus Frank auf facebook.

Rekord über den Wolken – Klaus Ohlmann

60 Weltrekorde hält der Segelflieger Klaus Ohlmann, Höhenrekorde, Langstreckenrekorde in den Anden und die Überfliegung des Mount Everest mit dem Segelflugzeug. Für die Wissenschaft fliegt er, um sogenannte Leewellen zu erforschen, die auch bei Linienflügen immer wieder für Turbulenzen sorgen. Ausführliches Interview des WDR mit Klaus Ohlmann.

Traum vom Fliegen

Der Traum vom Fliegen ist für Alexandre Servais Wirklichkeit geworden. „Seit ich denken kann, will ich Pilot werden“, erzählt der 17-jährige Raerener. Die Royal Belgian Air Cadets haben es ihm nach mehreren Monaten Ausbildung ermöglicht, alleine mit einem Segelflugzeug in die Luft zu gehen. Für viele Teilnehmer ist diese Ausbildung die ideale Vorbereitung auf eine Karriere als Pilot. „Ich will eines Tages etwas mit Luftfahrt machen“, sagt Alexandre Servais. „Am liebsten natürlich als Pilot, aber nicht unbedingt“, ergänzt der Schüler der Pater-Damian-Sekundarschule. Seit der Promotion 2019 gehört er den Royal Belgien Air Cadets an, eine dreijährige Ausbildung, die viele als Vorbereitung auf eine Pilotenkarriere nutzen. Die belgischen Luftkadetten konzentrieren ihre Aktivitäten auf alles, was mit Luftfahrt, Segelflug und Flugzeugen zu tun hat. Es gibt einen niederländischsprachigen und einen französischsprachigen Flügel, die bei gemeinsamen Auftritten den Titel Royal Belgian Air Cadets wählen. Bei einer Recherche im Internet zu einem Vortrag zum Thema Luftwaffe stieß er auf das Angebot für für 15- bis 16-jährige Jugendliche. Quelle: ‚grenzecho.net‚.

Im Flugsimulator zum Segelfliegen

„Ich bin durch den Flugsimulator zum Segelfliegen gekommen“, erzählt Stefan. Nach einem Schnupperfliegen beim Club, 2016, ging es für den Flugschüler fränkisch-brasilianischer Abstammung los. Allein neun Fächer umfasst der theoretische Teil der Ausbildung, mit Wetterkunde, Thermik, Flugphysik, oder Einweisung ins Thema „menschliches Leistungsvermögen“. Auch Verkehrsrecht gehört zum Unterricht. „Wenn zwei Flugzeuge aufeinander zufliegen, weichen beide nach rechts aus.“ Ab 14 kann in Deutschland der Segelflugschein absolviert werden, lange vor dem Autoführerschein. Mit 15 dürfen Schüler ihre Kunststoff-Adler alleine fliegen. Das Clubhaus gehört zum Jungflieger-Dasein ebenso dazu wie geduldiges Warten aufs passende Wetter, oder Ausbesserungsarbeiten in der Werkstatt. An diesem Tag betätigen sich Manfred Zeiß und andere Helfer beim Streichen der Wände. Der Vater von Jakob Zeiß ist begeistertes Mitglied der „Schweinfurter Gleitschirmfreunde“, ebenso wie Mutter Elisabeth. Demnächst will Stefan Roth seiner Schule, dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, einen Einsitzer präsentieren, im Rahmen eines P-Seminars „Physik zum Anfassen“: um Grundschülern die Faszination des Fliegens nahe zu bringen. Quelle: ‚mainpost.de‚.

Wellenfliegen in Jesenik

Fotobericht von Michael Zistler

Ein guter Schluß ziert alles! Und was für einen Abschlussflug wir heute machen durften: mit Superlativen soll man sparsam sein, aber auch heute waren die uns gebotenen Wetter-Szenarien grandios! Die Vorhersage hat relativ gut gepasst, trotzdem waren wir am Anfang etwas skeptisch; zwar waren in der hauptsächlich geschlossenen Bewölkung einige Auflockerungen an den bekannten Stellen und wir schauten etwas genauer auf den Feuchtigkeitsverlauf im Laufe des Tages. Der Start als Nummer 1 war der spannendste für uns hier und es war ein Vergnügen, nach gutem Briefing hinter einem wirklichen Profi zu hängen: Vit Reich pilotierte seine Zlin 42 mit unserem Duo als Anhang präzise in die Lücke der zweiten Schwingung und wir konnten in gutem Steigen bei Erreichen der Tops in 1.800 Metern MSL ausklinken.

Wir beäugten unser Loch beim weiteren Steigen skeptisch, ebenso die drei anderen Abstiegsmöglichkeiten in der Nähe. Wir hatten uns geeinigt, zu jedem Zeitpunkt sofort abzusteigen, wenn sich die Anzeichen für ein Schließheute en verdichten würden – oder sich einer von uns nicht mehr wohl fühlen sollte (und zwar ohne Erklärung oder Diskussion)! Gott sei Dank hat sich das Wetter an die Vorhersage gehalten und es trocknete von Höhenmeter zu Höhenmeter weiter ab und wir konnten einen völlig stressfreien Flug aus vollen Zügen geniessen.

Die Wellen standen wegen des Südwindes an anderen Stellen als an den Vortagen, wir konnten sie aber gut finden und ausfliegen. Die meisten Teilnehmer des wavecamps sind heute nach der gestrigen familiären Abschlussfeier abgereist und das Flarm zeigte anfangs gar keinen, später aber auch nur wenig Verkehr. Wir waren heute „nur“ noch 7 Flugzeuge über das Gebiet verteilt und konnten bis auf 5.200 Meter steigen.

Anfangs ernährte sich das Wellen-Eichhörnchen heute sprichwörtlich mühsam, aber die Geduld hat sich mehr als gelohnt: da waren mit zunehmend tieferem Sonnenstand einfach grandiose Perspektiven zu bestaunen mit den Hauptdarstellern der verschiedenen Wolkenformationen in den tieferen und mittleren Stockwerken. Ganz ehrlich: man kann sich wirklich nicht satt sehen daran und es treffen keine Worte diese Eindrücke – muss man einfach erlebt haben!

Morgen stehen wir nochmals bereit, falls das Wetter entgegen der Vorhersage nicht ganz so feucht werden sollte. Es sind sogar Niederschläge prognostiziert, allerdings messerscharf an unserem Aktionsgebiet. Es wird erst morgen eine Entscheidung möglich sein. Egal, wie das morgen laufen wird: wir werden entweder am Samstag oder am Sonntag in aller Ruhe unsere sieben Sachen packen und uns auf den Heimweg begeben. Mit bleibenden Eindrücken, super gemeinsamen Flugerlebnissen als Vater-Sohn-Duo und vor allem in tiefer Dankbarkeit für die Aktivisten des hiesigen Aeroclubs in Jesenik um die Organisatorin Vlasta und den Schlepppiloten um den Vit mit ihren zahlreichen Helfern. Und nicht zu vergessen die unermüdlichen Protagnonisten auf deutscher Seite! Martin Pohl und David Tempel sind nicht nur absolute Könner dieser Flugdisziplin; sie bringen sich hier ein mit Haut und Haar – weit über ihre eigenen fliegerischen Ambitionen hinaus!

Wir alle hoffen sehr, dass die Begeisterung und Faszination fürs Wellenfliegen hier noch lange ausgelebt werden kann – die Vorfreude auf das nächste Jahr ist nicht nur bei uns beiden rießengroß.

„Gummihunde“ lassen fliegen

Dieser Tage hat der Segelfliegerclub Hirzenhain wieder Gummiseilstarts auf dem Flugplatz absolviert, wie sie früher in den Anfangszeiten der Fliegerei üblich waren. Tobias Hermann, der Segelflugreferent des Vereins, hatte Kontakt mit dem Besitzer einer SG 38 aufgenommen, mit Marcus Diehl aus Nastätten. Diehl ist stolzer Besitzer eines flugfähigen Schulgleiters mit Baujahr 1954. Und diesen wollte er den Hirzenhainer und Hörbacher Fliegern einmal zur Verfügung stellen, um ihnen das Gefühl von Gummiseilstarts und des Fliegens mit viel Wind um die Nase zu ermöglichen. Der Aufbau eines solchen Oldtimers dauert deutlich länger als bei einem modernen Hochleistungssegelflugzeug, sprich eineinhalb Stunden im Gegensatz zu wenigen Minuten. Ein Start mit Gummiseilen ist um ein Vielfaches anstrengender für die Startmannschaft beziehungsweise Helfer als bei einem Winden- oder Flugzeugschleppstart, und es wird viel mehr Personal benötigt. Der Start erfolgt auf das Kommando „Ausziehen! Laufen! Los!“ Die sogenannten „Gummihunde“ nehmen in gleichmäßiger Stärke an den beiden Startseilenden Aufstellung und richten sich genau aus. Das Flugzeug ist dabei in Richtung gegen den Wind gestellt. Die Haltemannschaft am Rumpfende verschafft sich einen festen und sicheren Stand. Dem Startkommando voraus geht die Anfrage des Startleiters „Fertig?“, worauf Pilot, Haltemannschaft und „Gummihunde“ ihm ihre Bereitschaft mit „Fertig!“ zurufen. Auf „Ausziehen!“ gehen die „Gummihunde“ in gleichmäßigen, normalen Schritten vorwärts, bringen dabei das Startseil auf Vorspannung, um auf den Zuruf „Laufen!“ in kräftiges Lauftempo überzugehen. Das Kommando „Los!“ gilt nur für die Haltemannschaft. Die „Gummihunde“ dürfen ihren Laufschritt keineswegs vermindern, bevor das Startseil abgefallen ist. Auch darf das Startseil erst losgelassen werden, wenn sich dieses vom Flugzeug gelöst hat. Die Hüpfer der Segler ergaben Flugzeiten zwischen 2 und 13 Sekunden, die Flughöhen reichten bis auf etwa zweieinhalb Meter, die längste Flugstrecke gut 70 Meter. Quelle: ‚Mittelhessen.de‚.

Tolles Saison-Rückblick-Video

Patrick Gabler zeigt in seinem Video Ausschnitte aus seinen tollen Flügen im Jahr 2019 in den Alpen – Originalton: „ein wunderschönes Jahr mit spannenden Flügen und tollen Erlebnissen“.

Die Faszination des Fliegens wird bleiben

Hier beginnt die Vorbereitung meines Gastfluges: Ich bekomme einen Rucksack mit Fallschirm überreicht, lege die Gurte an, und erhalte eine Einweisung. „Wenn ich ‚Spring‘ sage, musst du die Gurte lösen, das Fenster aufreißen und springen“, erklärt Hanßen. „Es ist allerdings sehr unwahrscheinlich, dass das passiert.“ Meine Merkliste ist folglich überschaubar; ihre hingegen umfasst die aufmerksame Überprüfung von Funkfrequenz, Brems- und Landeklappen sowie Steuerknüppel. „Es ist eine Routine, aber die Faszination bleibt“, beurteilt die 18-Jährige ihr Flugerlebnis. Quelle: ‚Westdeutsche Zeitung‚.

‚Sendung mit der Maus‘ hebt ab

„Die Sendung mit der Maus“ veranstaltet am 3. Oktober wieder ihren bundesweiten Türöffner-Tag. Die Luftsportgemeinschaft Bayreuth ist mit einem Schnuppertag fürs Segelfliegen dabei. 20 Kinder ab 10 Jahren können am diesjährigen Türöffner-Tag in das Erlebnis Segelfliegen hineinschnuppern und begleiten die Piloten einen ganzen Tag am Flugplatz. Beginnend mit dem gemeinsamen Briefing um 9 Uhr, über die Vorbereitung der Flugzeuge für die Starts, die Durchführung des Flugbetriebs bis zum abendlichen Einräumen der Halle können die Teilnehmer alles miterleben, was den Teamsport Segelfliegen ausmacht. Am Türöffner-Tag können Kinder und Familien überall in Deutschland bei freiem Eintritt Sachgeschichten live erleben. Die Anmeldung erfolgt über die Website der Sendung oder per E-Mail an die Adresse pressesprecher@lsg-bayreuth.de. Quelle: ‚infranken.de‚.

Grüner fliegen ohne Treibstoff

In Zeiten des Klimawandels gilt Fliegen als Sünde, die Sportfliegerei sowieso. Grüner fliegen ist jedoch möglich. Unser Autor wagte den Selbstversuch. Himmel, ist mir schlecht! Ich saß da, „fühlte“ an den Kontrollen mit und wusste vor lauter Faszination nicht wohin. Das ist also Segelfliegen. Ich bekam eine Idee davon, warum das ein Sport sein soll. Mein Fluglehrer kämpfte im Wortsinn um jeden Meter Auftrieb. Bei gut 1200 Metern mussten wir Schluss machen. 2000 wären möglich gewesen. In der Nähe das Hamburger Flughafens dürfen wir nicht höher. Einen guten Kilometer Höhe ohne Motor. Wahnsinn. Viel umweltfreundlicher geht Fliegen kaum. Und leiser schon mal gar nicht. Segelfliegen fügt sich so wunderbar in den grünen Zeitgeist. Nach 67 Minuten hatten wir unsere Höhe abgeflogen, gingen in den Gegenanflug parallel zur Landebahn, drehten ein, düsten mit 100 Sachen 30 Meter über die mit Spaziergängern gesprenkelten Boberger Dünen und setzten sanft auf. Ich bin infiziert. Mehr im ausführlichen Bericht von Henry Lübbestedt im ‚Stern‘.

Nürtinger Segelflieger Gast auf dem Bischofsberg

Mit insgesamt sechs Segelflugzeugen, zwei Doppelsitzern und vier Einsitzern, machten sich 20 aktive Nürtinger Piloten Mitte August auf den Weg. Am Sonntag standen zuerst Einweisungsflüge auf dem Doppelsitzer an und danach konnte bei guter Thermik die nähere Umgebung des Flugplatzes erkundigt werden. Die bergige, mit großen Ackerflächen durchsetzter Landschaft bietet beste thermische Bedingungen und auch für weniger erfahrene Piloten eröffnen sich somit interessante Möglichkeiten für Flüge rund um den Flugplatz, beispielsweise zur Wasserkuppe, dem Berg der Segelflieger, nach Suhl in den Thüringer Wald, oder Richtung Schweinfurth und Hassberge. Quelle: ‚NTZ.de‚.

Schlomo, ein Weltmeister und eine Soufflerie

Nach einer heissen Nacht machen wir uns auf den Rückweg aus dem südfranzösischen Segelflug-Leistungszentrum in St.-Auban nach Schänis. Natürlich gelingt bei erschwerenden Rahmenbedingungen wie etwa 43° Celsius Bodentemperatur nicht alles beim ersten Mal. Wie Peter sich aus dem tiefsten Queyras mit einer beinahe archäologischen Bodenübung selber wieder ausgräbt, wer Schlomo, der Malberries-Geniesser ist und wie man sicher einen Weltmeister erkennt, erfahren Sie hier in diesem Bericht unserer Rückreise aus Südfrankreich in die Schweiz.

Unter den Wolken

Im Flugzeug selbst sitzt außer dem Piloten zwar maximal noch eine weitere Person. „Trotzdem, Segelfliegen ist ein Mannschaftssport”, sagt Dechow mit Nachdruck. Denn damit ein Flugzeug in die Luft steigen kann, müssen mindestens fünf weitere Personen anwesend sein – und auch mit anpacken. Flugleiter, Lepofahrer, der die Seile wieder einsammelt, Fluglehrer, Starthelfer, jeder hat seine Aufgabe, die er an einem bestimmten Tag ausübt. Den einsamsten Job hat der Windenfahrer. Der sitzt am anderen Ende der Start- und Landebahn und beaufsichtigt die Winde, mit der die Flieger in die Luft gezogen werden. „Wir haben einen Schichtplan, jedes Vereinsmitglied hat mal Dienst und übernimmt mal jede Schichten”, erklärt Dechow. Denn jeder, der Fliegen möchte, kann das auf dem Flugplatz in Wanlo zu relativ geringen Kosten machen. Dechow möchte mit dem Vorurteil aufräumen, dass Segelfliegen ein elitärer Sport sei. „Im Schnitt zahlt ein Mitglied bei uns im Jahr zwischen 400 und 600 Euro. Das schließt sowohl die Mitgliedschaft als auch die Flüge ein”, sagt er. Das funktioniere aber eben nur, weil alle im Verein ehrenamtlich mit anpacken. Auch ein eigenes Flugzeug wird nicht benötigt, alle Piloten und Schülerkönnen die Vereinsflugzeuge nutzen. Quelle: ‚rp-online.de‘.