Schlagwort-Archive: segelfliegen

Fit bis ins hohe Alter im Segelflugzeug

Im diesejährigen Fliegerlager 2020 auf dem Flugplatz „Graner Berg“ im hessischen Wolfhagen konnte der ehemalige Segelflieger-Pilot „Philipp“ Werdeker im stolzen Alter von 80 Jahren zusammen mit seinem Sohn und Fluglehrer Jürgen Werdeker von den Lufsportfreunden 2000 Kamen Dortmund e.V. einen unvergesslichen Flug im neuen privaten Duo Discus Xlt D-KKRO genießen.

Zwei Stunden lang flogen Philipp und Jürgen über die beeindruckende Landschaft im Waldecker Land und besuchten mit dem Segelflugzeug den Twistesee, die Eder-Talsperre, sowie das das Kaiser-Wilhelm-Denkmal bei Kassel und das Naturschutzgebiet „Hoher Dörnberg“. Philipp hat hier schon viele Jahre als aktiver Pilot teilgenommen, kennt die Gegend sehr gut und vor einigen Jahren aus Altergründen seinen Flugschein abgegeben. Nun kann er, zusammen mit seinem Sohn, ganz entspannt die Aussicht aus 1.700m Höhe genießen. Das neue Flugzeug wurde erst Ende Februar aus England geholt und hatte gerade noch rechtzeitig zu Beginn es Fliegerlagers die deutsche Verklehrszulassung vom Luftfahrtbundesamt in Braunschweig erhalten. Vater und Sohn hoffen noch auf viele schöne und erlebnisreiche Flüge mit dem neuen Flugzeug, das Jürgen, zusammen mit seinem Freund und Fluglehrerkollegen Andreas Pfeiffer, gekauft hat. Quelle: ‚Lokalkompass.de‘.

„Glücklich, wieder zu fliegen“

Was wie eine geplante Flugzeugentführung anmutet, ist dank Corona der verspätete Start in eine besondere Flugsaison: Auch der Flugsport unterliegt den neuen gesetzlichen Auflagen für Sportvereine. Klaus Koser, zweiter Vorsitzender der Segelfluggruppe Bensheim und promovierter Mediziner, hat diese Auflagen in ein passendes Hygienekonzept umgesetzt: Checklisten und farblich markierte spezielle Desinfektionsmittel gewährleisten, dass jeder Bereich, Fahrzeuge, aber auch die sensiblen Flugzeugcockpits, vorschriftsgemäß desinfiziert werden. Abläufe wurden optimiert. Mit den allgemeingültigen Regeln – Gesichtsmasken, Abstandswahrung und häufiges Händewaschen – schützen sich die Piloten selbst. Einzige Wermutstropfen: Die Vereinskantine und die Aussichtsterrasse müssen geschlossen bleiben. Selbstversorgung ist angesagt, die gemütliche große Runde nach dem Flugbetrieb entfällt. Gastflüge sind genauso wie die doppelsitzige Anfängerschulung leider bis auf Weiteres untersagt, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung. „Die Verfahren waren anfangs noch etwas ungewohnt, aber das hat sich schnell eingespielt. Wir sind einfach glücklich, wieder fliegen zu dürfen,“ schildert der erste Vorsitzende Andre Keller. Fluglehrer Moritz Schmiede ergänzt: „Anders als Autofahrer sind wir Piloten gesetzlich verpflichtet, regelmäßig eine Mindestzahl an Flügen und Überprüfungen zu absolvieren, um kontinuierlich in Übung zu bleiben. Ansonsten wird unsere Lizenz inaktiv. Dann wird es kompliziert.“ Und so genossen die Segelflieger bei tollem Flugwetter begeistert die (fast) grenzenlose Freiheit unter den Wolken: über dem Odenwald, der Pfalz, Kraichgau, Rhön und Frankenland. Quelle: ‚morgenweb.de‚.

Corona-freie Zone

Die Piloten der Fliegergruppen Geislingen, Gingen und Donzdorf warten sehnsüchtig auf Freigabe ihres Sports, bei dem kaum Infektionsrisiko besteht. Einige Vereine geraten in finanzielle Engpässe. Die Piloten aus dem Raum Geislingen hoffen, dass sie schon bald wieder am blauen Himmel ihren Flugbahnen ziehen dürfen. Quelle: ‚SWP.de‚.

Schweiz: ab 11. Mai darf geschult werden

Der Schweizer Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 weitere Lockerungen im Rahmen der COVID-19-Verordnung-2 beschlossen. Demnach werden per 11. Mai 2020 Präsenzveranstaltungen in Ausbildungsstätten wieder zulässig sein, sofern nicht mehr als fünf Personen daran teilnehmen und zudem alle nowendigen Schutzmassnahmen getroffen und umgesetzt werden. D.h., dass personenbezogene Ausbildungstätigkeiten und damit auch die praktische Flugschulung, ab 11. Mai wieder möglich sein werden. Gleiches gilt nach Auffassung des AeCS auch für die theoretische Flugschulung. Das BAZL hat dies inzwischen bestätigt und wird die entsprechende Mitteilung auf seiner Webseite noch publizieren. Die Umsetzung der Schutzkonzepte wird von den Kantonen überprüft. Der Aero-Club der Schweiz hat auf seiner Website eine Liste wichtiger Kriterien für die individuelle Erarbeitung eines Schutzkonzepts für Vereine, Fluggruppen, Infrastrukturen und Flugschulen publiziert.

Über den Wolken ist die Freiheit auch nur beschränkt

„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, blieben darunter verborgen und dann…“ Als Liedermacher Reinhard Mey diese Zeilen textete, im Jahr 1974 war das, hatte er ein fieses Virus sicher nicht im Sinn. Doch wie ist das jetzt, knapp 50 Jahre später? Dürfen die Piloten des Königsdorfer Segelflugzentrums (SFZ) der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen mit einem Steigflug über die Wolken entfliehen? Darüber haben wir uns mit SFZ-Sprecher Mathias Schunk unterhalten.

Herr Schunk, alleine in einem Segelflugzeug kann ich ja niemanden anstecken. Haben die Piloten am SFZ Starterlaubnis?
Eine schwierige Frage, die man nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten kann. Rein luftrechtlich darf man fliegen. Jetzt stellt sich jedoch die Frage: Ist ein Segelfluggelände eine Sportstätte? Sportstätten wie Fußball- oder Golfplätze sind im Zuge der Ausgangsbeschränkungen ja gesperrt worden. Es ist ein Graubereich. Unser Dachverband, der Deutsche Aero-Club, hat momentan allgemein empfohlen, den Flugbetrieb einzustellen. Das haben wir im SFZ allerdings schon vorher getan. Denn was würde der Vater, der im Homeoffice sitzt, und die Mutter, die die daheim ihre Kinder ganztags bei Laune halten muss, denken, wenn hoch über ihnen die Segelflieger ihren Spaß haben?

Sie verzichten also aus Solidarität auf Flüge?
Genau, denn verboten ist das Fliegen nicht. Solo im Segelflugzeug geht die Gefahr, jemand anderen oder sich selbst anzustecken, gegen Null. Andererseits: Dann landest du vielleicht im Segelflieger außen auf irgendeinem Acker, und dann geht’s schon wieder los. Insgesamt ist Sport derzeit ein schwieriges Thema. Eigentlich würde nichts dagegen sprechen, Tennis zu spielen. Da ist man schließlich 15 Meter auseinander. Oder warum soll man nicht auf den Golfplatz gehen – solange man den Mindestabstand einhält? Aber jetzt gilt für alle zunächst einmal das Gleiche, nämlich zu Hause zu bleiben. Wenn die Regierung die Beschränkungen wieder lockert, sollte sie jedoch explizit die Sportarten nennen, die man wieder betreiben darf. Österreich hat im Gegensatz zu Deutschland schon einige Individualsportarten explizit ab 1. Mai wieder freigegeben, unter anderem Bogenschießen, Golf, Tennis und Segelfliegen. Übrigens, da Sie den Punkt Solidarität angesprochen haben: Die AOPA Germany, die Vereinigung der Privatpiloten, hat eine Aktion gestartet, an der sich einige von uns in Königsdorf ebenfalls beteiligen. Es geht darum, in der Corona-Krise dem Katastrophenschutz Flugkapazitäten ehrenamtlich zur Verfügung zu stellen, also beispielsweise dringende Kleinsendungen wie Masken oder Medikamente kurzfristig und unbürokratisch von A nach B zu bringen.

Eine persönliche Frage: Sie sind auch Berufspilot bei der Lufthansa. Fliegen sie derzeit?
Die Flotte ist fast komplett stillgelegt, wir sind in Kurzarbeit. Ich hatte aber gerade eine Telefonkonferenz mit meinem Flottenchef. Was ganz neu ist: Wir werden mit Passagierflugzeugen nach Peking und Schanghai fliegen, um Masken und Schutzanzüge hierherzuholen. Für die Fracht werden zu der Kapazität im unteren Laderaum hinten die Economy-Sitze herausgenommen, um mehr Stauraum zu haben. Quelle: ‚Merkur.de‚.

Verschobene Grossanlässe

Die Segelflug-Weltmeisterschaften in Stendal (D) und Châlons-Ecury sur Coole (FRA) wurden beide um ein Jahr verschoben. Offen ist jetzt noch, ob der Kunstflug-WM in Polen dieses Jahr ebenfalls nicht stattfinden kann. Die Junioren Weltmeisterschaft von 2021 wurde bereits zum heutigen Zeitpunkt um ein Jahr auf 2022 verschoben. Hier finden Sie die Original-Webseiten der verschiedenen Wettbewerbe für weitere Informationen: www.wgc2021.de; www.wgc2020.fr; www.wgac2020.pl; www.jwgc2021.cz.

Skitouren und Drachenfliegen in Nordtirol „nicht zielführend“

Das Land Tirol hat nicht nur – wie der österreichische Bund – zu Zurückhaltung und Vorsicht bei Risikosportarten wie Skifahren und Segelfliegen geraten, sondern von diesen weiter strikt abgeraten. Segel- oder Drachenfliegen sei weiterhin „nicht zielführend“, man solle „am Boden bleiben“, appellierte Sportlandesrat Josef Geisler (ÖVP) in einer Videopressekonferenz. Bei Skitouren liege in Nordtirol wiederum eine andere Situation als in anderen Bundesländern vor, argumentierte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Denn rufe eines der Lieblingshobbys vieler Tiroler erst einmal, dann „ist bei uns was los am Berg“, strich Platter den Unterschied heraus. „Es gibt daher eine eindeutige Botschaft, nämlich weiter keine Skitouren zu unternehmen“, betonte der Landeshauptmann. Entsprechende Appelle hatte Platter seit Beendigung der Vollquarantäne in Tirol schon mehrmals abgegeben. Quelle: ‚Sportnews.bz‚.

Standard-Checkliste für Segelflug

Immer wieder erhalte ich Anfragen betreffend einer Standard-Checkliste für den Segelflug. Hier finden Sie eine allgemein verwendbare Basisversion zum kostenlosen Download. Auf allen Druckern im A4-Format ausdruckbar, einmal falten, fertig.

Auf dem Winzerweg Veltlin – Südtirol – Dolomiten

In dieser Fluggebiets-Präsentation stelle ich Ihnen die Besonderheiten der Flugregion zwischen den Lienzer Dolomiten und dem Veltlin vor. Wir streifen dabei durch die unendlichen Kalkzacken der nördlichen Dolomiten, queren das thermisch problematische Bozener Becken und erreichen bei ansteigender Operationshöhe die höchsten Eisgipfel Graubündens im Engadin. Erschliessen Sie sich mit dem ‚Winzerweg‘ durch die Südalpen das Know How, wie Sie das Bozener Becken queren können und erleben Sie zahlreiche landschaftliche Höhepunkte zwischen Lienz und St. Moritz.

Auch auf Segelflug-Entzug?

Für den ernsthaften Fall, dass Sie den Beginn der neuen Segelflug-Saison auch kaum erwarten können und an massiven Entzugs-Symptomen leiden, publizieren wir diese Woch ein paar Segelflug-Videos als Gegenmittel. Hilft sicher ein wenig, bis sich der Frühling richtig hervortraut. Dieses hier ist eine Komposition aus vier Segelflügen über Neuseelands einmaliger Landschaft. Aufgenommen von Tobias Read.

Lang. Länger.. Endlos Lange(r)…

Wie man sich, viel zu spät, ohne Wasserballast tief und langsam und unter Ausnützung des schwächsten Heberchens doch noch bei einem Sailplane Grand Prix ins Ziel schleppt, zeigt dieses Video von Stefan Langer vom 5. Wertungstag in Livno 2019. Ein Video so spannend wie ein Krimi.

„Catch the Wave“

Lux-Aviators schreibt: „Das Fliegen in Fayence hat einmal mehr nicht enttäuscht! Wir hatten die Chance, die Mistralwelle bis auf 4800 m AMSL auszufliegen! Die Aussicht ist einfach atemberaubend, schau Dir das an!

Zwischen Mont Blanc und Mittelmeer

Dieses zweieinhalb Minuten lange Video fängt den Spirit des Segelfliegens zwischen dem Mittelmeer und den hohen Französischen Alpen treffend ein. Ideal gegen winterliche Segelflug-Entzugs-Erscheinungen.

Löffingen: Segelflieger 2019 auf Erfolgskurs

„Das Jahr 2019 war für die Segelfluggruppe Reiselfingen erfolgreich, spannend und unfallfrei“, informiert Schriftführer Uwe Baderschneider im Vorfeld der Hauptversammlung. So mischten die Reiselfinger Piloten erneut bei den Deutschen Meisterschaften im Strecken-Segelflug mit. Stefan Karch sicherte sich in der offenen Klasse in Baden-Württemberg die Vizemeisterschaft mit zwei Flügen über 740 Kilometer und einem Flug mit 719 Kilometer. Dies entspricht in der bundesweiten Gesamtwertung Rang neun. Im Doppelsitzer wurde Helge Loschan Baden-Württembergischer Vizemeister. Im vereinseigenen Duo Discus flog er mit Co-Pilot Albert Stumpf und Artur Schuler 613 Kilometer und zweimal 572 Kilometer. Auch dies entspricht bundesweit Rang neun. Vierte Plätze in der baden-württembergischen Wertung flogen Markus Halbig im Doppelsitzer mit Co-Pilot Karl Witt, Rudolf Baderschneider in der 18-Meter-Klasse und Sascha Kaiser in der offenen Klasse. Erstmals boten die Segelflieger in Kooperation mit der Volkshochschule Hochschwarzwald einen Schnupperkurs zum Einstieg in das Segelfliegen an. Trotz schlechtem Wetter wurde das Programm durchgeführt, mit Theorie und auch ein paar Runden in der Luft. Die acht Teilnehmer waren begeistert. Dies veranlasste die Verantwortlichen um Markus Halbig, auch in diesem Jahr wieder einen Kurs anzubieten. Mit einem neuen Flugzeug wurde der Flugzeugpark verjüngt. Nach und nach möchte man die Flugzeuge erneuern. So wurde der Einsitzer verkauft und ein Elektro-Motorsegler mit 18 Meter Spannweite erworben. Im Winter wurde der Rumpf des Oldtimers, der gelbe K8, überholt, bereits zuvor waren die Flügel teilüberholt worden. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Stefan Langer: Low Level Flying at the Beach

Gliding New Zealand Style – one of these days in New Zealand: No thermals but wind, cliffs, and the ocean! Fasten your seatbelts and enjoy the highspeed coastal flight in a sailplane. Spectacular landscapes are included!

Im Doppelsitzer durch die Schweizer Alpen

Video über einen Doppelsitzer-Frühlingsflug entlang der Schweizer Voralpen bis Martigny im Wallis und zurück in die Ostschweiz über die Hochalpen-Rennstrecke, den Furkapass und das Vorderrheintal.

Segelfliegen an der Volkshochschule

Wer schon immer wissen wollte, wie es sich anfühlt, ohne Motor zu fliegen, welche Naturkräfte ein Flugzeug in der Luft halten, wie die ganze Technik funktioniert und wie der Taunus aus der Vogelperspektive aussieht, der könnte sich für das Seminar „Segelfliegen in Theorie und Praxis“ der Volkshochschule Bad Homburg interessieren. An fünf Abenden am Donnerstag, im Zeitraum vom 27. Februar bis zum 26. März, werden Piloten des Luftsportclubs Bad Homburg (LSC) einen Einblick in ihren Sport geben. Segelflugzeuge fliegen ohne Motor, fast geräuschlos und nur mit der Kraft der Sonne. Von warmer, aufsteigender Luft bis unter die Wolken hochgetragen, gleiten sie anschließend weite Strecken über Land. „Ein sehr schönes, anspruchsvolles und vor allem naturnahes Erlebnis“, wirbt LSC-Pressesprecher Horst Walter Schwager. In dem Kurs lernen die Teilnehmer die Grundlagen von Aerodynamik und Flugwetterkunde (Meteorologie) kennen. Sie erfahren, wie die Segelflugzeuge konstruiert sind, wie Flugzeuginstrumente und Steuerung funktionieren, aber auch, wie ein Segelflieger über der Landschaft navigiert. Ebenso kommen Luftrecht und medizinische Grundlagen zur Sprache. Quelle: ‚Usinger-Anzeiger‘.

Mit Schnupperflug Fliegervirus erhalten

Hans Marthalers Passion ist das Segelfliegen – trotz Berufspiloten- und Motorfluglizenz. Faszinierend findet er als Fluglehrer vor allem die Interaktion zwischen Mensch, Technik und Natur. Alles begann mit einem Segelflugschnupperflug, den Hans Marthaler vor rund 20 Jahren geschenkt bekommen hat. «Da hat mich das Fliegervirus infiziert», erklärt er lachend. Aus der Faszination wurde bald Leidenschaft und so schloss sich der damals 30-Jährige der Segelfluggruppe Solothurn (SGS) an und absolvierte dort die Ausbildung zum Segelflugpiloten. Als schliesslich beim Verein Not am Mann war und zuerst ein Schlepppilot und anschliessend ein Fluglehrer benötigt wurden, machte Marthaler kurzerhand auch noch das Motorflugbrevet, gefolgt von der Ausbildung zum Segelfluglehrer. «Dann habe ich längere Zeit nichts Neues mehr gemacht», erklärt der Berufschullehrer. Dies änderte sich, als ihn seine Anstellung unverhofft über den Grossen Teich führte: Zwei Jahre verbrachte er für die Firma Synthes im US-Bundesstaat Colorado. Dort eignete er sich in seiner Freizeit das Berufspilotenbrevet für mehrmotorige Flugzeuge und Instrumentenflug an. Als Marthaler im Jahre 2010 in die Schweiz zurückkehrte, erwarb er die Berufspilotenlizenz auch hierzulande und hängte sogleich noch den Motorfluglehrer hintendran. «Ich decke mittlerweile als Fluglehrer fast die gesamte Palette ab, nur mit Helikoptern habe ich (noch) nichts am Hut», erzählt der Allrounder. Quelle: ‚Grenchner Tagblatt‚.

Gefährlich nahe am Hang

Bruno Vassel zeigt in diesen zwei Cockpitvideos, wie er (zu) nahe an den Bergen kurbelt und dabei das Segelflugzeug fast in die Felsen und Bäume stürzt. Das erste Video wurde auf dem Mount Nebo in der Nähe von Nephi in Utah aufgenommen. Das zweite Video, ein zu tiefer Bergkreten-Überflug, wurde auf der Westseite des Elkhorn Peak nördlich von Malad Idaho gefilmt. Beide gezeigten Fälle wären reine Pilotenfehler gewesen und Bruno Vassel sagt selber, er habe Glück gehabt, die gefährlichen Momente zu überleben, immerhin seien sie eine gute Lektion gewesen. Man dürfe nicht vergessen, den Wind beim Eindrehen einzuberechnen. Im Video ist eine ASW 20 BL in der 15-Meter-Version im Einsatz.

Segelfliegen-Bildkalender 2020 neu von Gabler Media

Der traditionelle Segelfliegen-Bildkalender mit dem bewährten Konzept traumhafter Segelflug-Aufnahmen aller Jahreszeiten auf der Frontseite und spannenden, englisch- und deutschsprachigen Hintergrund-Informationen und Geschichten auf der Kalenderblatt-Rückseite wird neu von Gabler-Media – der Verlegerin des Segelfliegen-Magazins – aufgelegt.

*** Advertorial – sponsored content ***

Er ist ab sofort im Webstore erhältlich – dieser ist auch direkt über den nachfolgend abgebildten QR-Code erreichbar.

Die neue Lust am Segelfliegen

Still und leise hat sich Segelfliegen zu einem echten Höhenflug aufgemacht. Die Vereine freuen sich über mehr Zulauf denn je. Der ‚Kurier‘ war zum Lokalaugenschein auf dem Flugfeld in Langenlebarn bei Tulln, und hoch oben in der Luft. Ein letztes Rumpeln, dann ist man frei. Die Schleppleine wird gelöst, flattert ein wenig im Wind, sinkt ab und wird schließlich eingeholt. Der Motorflieger, der beim Aufstieg mit seinem Propeller für die lustigen Bocksprünge des Segelflugzeugs gesorgt hat, dreht ab, das Fahrwerk wird eingezogen. Stille. Nur das leise Zischen des Windes, aber das stört hier kein bisschen. Wir sind 1.200 Meter über der Erde. Vor uns liegt Wien, man sieht die Silhouette der Stadt, die sich langsam das Attribut „groß“ verdienen will. Die Landschaft unter uns sieht aus wie die perfekt gebaute Kulisse einer Modelleisenbahn. Muckendorf, Zeiselmauer, Königstetten – so weit weg und auch so schön, mit den sauber aufgereihten Häusern, Gärten, den hübschen Wegen, Scheunen und Feldern. Quelle: ‚kurier.at‚ (Registrierung).

„Rain in the desert“

„Komm in die Wüste haben sie gesagt… Kann man gut segelfliegen, haben sie gesagt… Da regnet es nie… Willkommen im Wassersportparadies Pokweni!“ Bild: Markus Frank auf facebook.

Rekord über den Wolken – Klaus Ohlmann

60 Weltrekorde hält der Segelflieger Klaus Ohlmann, Höhenrekorde, Langstreckenrekorde in den Anden und die Überfliegung des Mount Everest mit dem Segelflugzeug. Für die Wissenschaft fliegt er, um sogenannte Leewellen zu erforschen, die auch bei Linienflügen immer wieder für Turbulenzen sorgen. Ausführliches Interview des WDR mit Klaus Ohlmann.

Traum vom Fliegen

Der Traum vom Fliegen ist für Alexandre Servais Wirklichkeit geworden. „Seit ich denken kann, will ich Pilot werden“, erzählt der 17-jährige Raerener. Die Royal Belgian Air Cadets haben es ihm nach mehreren Monaten Ausbildung ermöglicht, alleine mit einem Segelflugzeug in die Luft zu gehen. Für viele Teilnehmer ist diese Ausbildung die ideale Vorbereitung auf eine Karriere als Pilot. „Ich will eines Tages etwas mit Luftfahrt machen“, sagt Alexandre Servais. „Am liebsten natürlich als Pilot, aber nicht unbedingt“, ergänzt der Schüler der Pater-Damian-Sekundarschule. Seit der Promotion 2019 gehört er den Royal Belgien Air Cadets an, eine dreijährige Ausbildung, die viele als Vorbereitung auf eine Pilotenkarriere nutzen. Die belgischen Luftkadetten konzentrieren ihre Aktivitäten auf alles, was mit Luftfahrt, Segelflug und Flugzeugen zu tun hat. Es gibt einen niederländischsprachigen und einen französischsprachigen Flügel, die bei gemeinsamen Auftritten den Titel Royal Belgian Air Cadets wählen. Bei einer Recherche im Internet zu einem Vortrag zum Thema Luftwaffe stieß er auf das Angebot für für 15- bis 16-jährige Jugendliche. Quelle: ‚grenzecho.net‚.

Im Flugsimulator zum Segelfliegen

„Ich bin durch den Flugsimulator zum Segelfliegen gekommen“, erzählt Stefan. Nach einem Schnupperfliegen beim Club, 2016, ging es für den Flugschüler fränkisch-brasilianischer Abstammung los. Allein neun Fächer umfasst der theoretische Teil der Ausbildung, mit Wetterkunde, Thermik, Flugphysik, oder Einweisung ins Thema „menschliches Leistungsvermögen“. Auch Verkehrsrecht gehört zum Unterricht. „Wenn zwei Flugzeuge aufeinander zufliegen, weichen beide nach rechts aus.“ Ab 14 kann in Deutschland der Segelflugschein absolviert werden, lange vor dem Autoführerschein. Mit 15 dürfen Schüler ihre Kunststoff-Adler alleine fliegen. Das Clubhaus gehört zum Jungflieger-Dasein ebenso dazu wie geduldiges Warten aufs passende Wetter, oder Ausbesserungsarbeiten in der Werkstatt. An diesem Tag betätigen sich Manfred Zeiß und andere Helfer beim Streichen der Wände. Der Vater von Jakob Zeiß ist begeistertes Mitglied der „Schweinfurter Gleitschirmfreunde“, ebenso wie Mutter Elisabeth. Demnächst will Stefan Roth seiner Schule, dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, einen Einsitzer präsentieren, im Rahmen eines P-Seminars „Physik zum Anfassen“: um Grundschülern die Faszination des Fliegens nahe zu bringen. Quelle: ‚mainpost.de‚.

Wellenfliegen in Jesenik

Fotobericht von Michael Zistler

Ein guter Schluß ziert alles! Und was für einen Abschlussflug wir heute machen durften: mit Superlativen soll man sparsam sein, aber auch heute waren die uns gebotenen Wetter-Szenarien grandios! Die Vorhersage hat relativ gut gepasst, trotzdem waren wir am Anfang etwas skeptisch; zwar waren in der hauptsächlich geschlossenen Bewölkung einige Auflockerungen an den bekannten Stellen und wir schauten etwas genauer auf den Feuchtigkeitsverlauf im Laufe des Tages. Der Start als Nummer 1 war der spannendste für uns hier und es war ein Vergnügen, nach gutem Briefing hinter einem wirklichen Profi zu hängen: Vit Reich pilotierte seine Zlin 42 mit unserem Duo als Anhang präzise in die Lücke der zweiten Schwingung und wir konnten in gutem Steigen bei Erreichen der Tops in 1.800 Metern MSL ausklinken.

Wir beäugten unser Loch beim weiteren Steigen skeptisch, ebenso die drei anderen Abstiegsmöglichkeiten in der Nähe. Wir hatten uns geeinigt, zu jedem Zeitpunkt sofort abzusteigen, wenn sich die Anzeichen für ein Schließheute en verdichten würden – oder sich einer von uns nicht mehr wohl fühlen sollte (und zwar ohne Erklärung oder Diskussion)! Gott sei Dank hat sich das Wetter an die Vorhersage gehalten und es trocknete von Höhenmeter zu Höhenmeter weiter ab und wir konnten einen völlig stressfreien Flug aus vollen Zügen geniessen.

Die Wellen standen wegen des Südwindes an anderen Stellen als an den Vortagen, wir konnten sie aber gut finden und ausfliegen. Die meisten Teilnehmer des wavecamps sind heute nach der gestrigen familiären Abschlussfeier abgereist und das Flarm zeigte anfangs gar keinen, später aber auch nur wenig Verkehr. Wir waren heute „nur“ noch 7 Flugzeuge über das Gebiet verteilt und konnten bis auf 5.200 Meter steigen.

Anfangs ernährte sich das Wellen-Eichhörnchen heute sprichwörtlich mühsam, aber die Geduld hat sich mehr als gelohnt: da waren mit zunehmend tieferem Sonnenstand einfach grandiose Perspektiven zu bestaunen mit den Hauptdarstellern der verschiedenen Wolkenformationen in den tieferen und mittleren Stockwerken. Ganz ehrlich: man kann sich wirklich nicht satt sehen daran und es treffen keine Worte diese Eindrücke – muss man einfach erlebt haben!

Morgen stehen wir nochmals bereit, falls das Wetter entgegen der Vorhersage nicht ganz so feucht werden sollte. Es sind sogar Niederschläge prognostiziert, allerdings messerscharf an unserem Aktionsgebiet. Es wird erst morgen eine Entscheidung möglich sein. Egal, wie das morgen laufen wird: wir werden entweder am Samstag oder am Sonntag in aller Ruhe unsere sieben Sachen packen und uns auf den Heimweg begeben. Mit bleibenden Eindrücken, super gemeinsamen Flugerlebnissen als Vater-Sohn-Duo und vor allem in tiefer Dankbarkeit für die Aktivisten des hiesigen Aeroclubs in Jesenik um die Organisatorin Vlasta und den Schlepppiloten um den Vit mit ihren zahlreichen Helfern. Und nicht zu vergessen die unermüdlichen Protagnonisten auf deutscher Seite! Martin Pohl und David Tempel sind nicht nur absolute Könner dieser Flugdisziplin; sie bringen sich hier ein mit Haut und Haar – weit über ihre eigenen fliegerischen Ambitionen hinaus!

Wir alle hoffen sehr, dass die Begeisterung und Faszination fürs Wellenfliegen hier noch lange ausgelebt werden kann – die Vorfreude auf das nächste Jahr ist nicht nur bei uns beiden rießengroß.

„Gummihunde“ lassen fliegen

Dieser Tage hat der Segelfliegerclub Hirzenhain wieder Gummiseilstarts auf dem Flugplatz absolviert, wie sie früher in den Anfangszeiten der Fliegerei üblich waren. Tobias Hermann, der Segelflugreferent des Vereins, hatte Kontakt mit dem Besitzer einer SG 38 aufgenommen, mit Marcus Diehl aus Nastätten. Diehl ist stolzer Besitzer eines flugfähigen Schulgleiters mit Baujahr 1954. Und diesen wollte er den Hirzenhainer und Hörbacher Fliegern einmal zur Verfügung stellen, um ihnen das Gefühl von Gummiseilstarts und des Fliegens mit viel Wind um die Nase zu ermöglichen. Der Aufbau eines solchen Oldtimers dauert deutlich länger als bei einem modernen Hochleistungssegelflugzeug, sprich eineinhalb Stunden im Gegensatz zu wenigen Minuten. Ein Start mit Gummiseilen ist um ein Vielfaches anstrengender für die Startmannschaft beziehungsweise Helfer als bei einem Winden- oder Flugzeugschleppstart, und es wird viel mehr Personal benötigt. Der Start erfolgt auf das Kommando „Ausziehen! Laufen! Los!“ Die sogenannten „Gummihunde“ nehmen in gleichmäßiger Stärke an den beiden Startseilenden Aufstellung und richten sich genau aus. Das Flugzeug ist dabei in Richtung gegen den Wind gestellt. Die Haltemannschaft am Rumpfende verschafft sich einen festen und sicheren Stand. Dem Startkommando voraus geht die Anfrage des Startleiters „Fertig?“, worauf Pilot, Haltemannschaft und „Gummihunde“ ihm ihre Bereitschaft mit „Fertig!“ zurufen. Auf „Ausziehen!“ gehen die „Gummihunde“ in gleichmäßigen, normalen Schritten vorwärts, bringen dabei das Startseil auf Vorspannung, um auf den Zuruf „Laufen!“ in kräftiges Lauftempo überzugehen. Das Kommando „Los!“ gilt nur für die Haltemannschaft. Die „Gummihunde“ dürfen ihren Laufschritt keineswegs vermindern, bevor das Startseil abgefallen ist. Auch darf das Startseil erst losgelassen werden, wenn sich dieses vom Flugzeug gelöst hat. Die Hüpfer der Segler ergaben Flugzeiten zwischen 2 und 13 Sekunden, die Flughöhen reichten bis auf etwa zweieinhalb Meter, die längste Flugstrecke gut 70 Meter. Quelle: ‚Mittelhessen.de‚.