Im Jahr 2026 wird keine Deutsche Meisterschaft der Frauen stattfinden. Stattdessen wird im Oktober 2026 die neue Nationalmannschaft der Frauen gemäß SWO Anlage A bestimmt.
Zusammenfassend bedeutet dies:
Die Nationalmannschaft der Frauen wird aus den drei bestplatzierten Pilotinnen der jeweiligen klassenweisen (neuen) Deutschen Rangliste Segelflug in den Klassen Club, Standard und 18m zum Stichtag 30.09.2026 bestimmt.
Die nach diesem Verfahren bestimmten Pilotinnen werden am 01.10.2026 informiert und müssen spätestens bis zum 15.10.2026 ihre Nominierung zur Frauen-National-Mannschaft bestätigen.
Verzichtet eine Pilotin auf ihre Nominierung, wird entsprechend der jeweiligen klassenweisen (neuen) Deutschen Rangliste Segelflug nachgerückt.
Die diesjährige Deutsche Meisterschaft im Segelflug findet zwischen dem 12.8. und 23.08. am Fliegerklub Brandenburg e.V. in Brandenburg an der Havel unter Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Steffen Scheller statt.
Ein spannender Event in der Sportstadt Brandenburg. Der Fliegerklub Brandenburg e.V. freut sich, die besten Pilotinnen und Piloten Deutschlands willkommen zu heissen. Während der zehn Wertungstage messen sich 90 Pilotinnen und Piloten.
Am 12. Juli endete die Deutsche Meisterschaft im Segelflug in der Offenen Klasse mit einem starken Ergebnis für die Spitzenpiloten. Der organisierende Flugsportverein Neustadt an der Weinstraße e.V. gratuliert Michael Sommer herzlich zum Titelgewinn.
Die Podestplätze:
1. Platz: Michael Sommer
2. Platz: Enrique Levin
3. Platz: Markus Frank
Der Verein dankt allen Pilotinnen und Piloten, der Wettbewerbsleitung, den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie den treuen Sponsoren.
Die offizielle Wertung ist auf Soaringspot abrufbar.
Ein besonderer Dank gilt der Ortsvorsteherin von Lachen-Speyerdorf, Fabienne Gerau-Frisch, sowie Ernst Eymann, Präsident des Luftsportverbands Rheinland-Pfalz e.V., die der Siegerehrung durch ihre Anwesenheit einen würdigen Rahmen verliehen.
Die Deutsche Meisterschaft in der 18-Meter-Klasse am Flugplatz Feuerstein ist fulminant gestartet – mit schnellen Rennen, fordernden Wetterlagen und beeindruckenden Leistungen. Ein Rückblick auf die ersten sieben Tage des Wettbewerbs:
Tag 1: Auftakt mit Tempo
Zum Auftakt präsentierte sich der Himmel gnädig – das Ergebnis: hohe Schnitte und glückliche Rückkehrer. Mario Kiessling sicherte sich mit 135,93 km/h den ersten Tagessieg, gefolgt von Philip Goralski und Michael Streit
Tag 2: Blau, schnell und souverän
Trotz Blauthermik meisterten alle Piloten die 280-km-Racing-Task nach Meiningen und zurück – ohne Motorhilfe. Tobias Meiler siegte mit 109,42 km/h, dicht gefolgt von Sebastian Huhmann und einem Doppeldritten: Klaus Kalmbach und Conrad Hartter.
Tag 3: Taktisch im AAT
Die Pflicht zur AAT-Aufgabe führte ins ostbayerische Mittelgebirge. Innerhalb von 55 Minuten waren alle in der Luft – eine organisatorische Glanzleistung. Ein richtig guter Tag im komplett Blauen und ein starker Auftritt von Alexander Schmid, der mit 112,87 km/h auf heimischem Terrain den Tagessieg holte. Matthias Sturm und Philip Goralski komplettierten das Podium. Die Aufgabe über 350 km war bei reiner Blauthermik kein Selbstläufer.
Tag 4: Landefeld statt Ziellinie
Die Racing-Task Richtung Zwickau wurde zum Prüfstein. 14 Piloten mussten den Motor bemühen, einige landeten außen – zum Glück ohne Schäden. Tobias Breithaupt siegte mit 83,33 km/h, gefolgt von Bernd Krimmer sowie Mario Kießling und Klaus Kalmbach auf Rang drei.
Tag 5: Pause für Mensch und Maschine
Nach dem fordernden Vortag gönnte die Wettbewerbsleitung Piloten und Crew eine wohlverdiente Auszeit. Beim abendlichen Bergfest wurde in entspannter Atmosphäre gefeiert.
Tag 6: Windiger Kampf, knapper Sieg
Trotz kräftigem Westwind ging es auf eine 2,5-Stunden-AAT. Michael Petzold gewann mit 91,09 km/h, vor Stephan Bosch und Klaus Kalmbach. Die schwierigen Bedingungen forderten erneut viel von den Teilnehmern.
Tag 7: Anspruchsvoll trotz guter Optik
Das Wetter sah besser aus als es war. Dennoch setzte sich erneut Mario Kießling durch – diesmal mit 118,32 km/h. Platz zwei ging an Andrea Kühl, Rang drei an Stephan Bosch. Der folgende 8. Tag wurde witterungsbedingt neutralisiert.
Zwischenbilanz: Die DM 2025 zeigt einmal mehr, wie fordernd der Wettbewerb in der 18-Meter-Klasse sein kann – sowohl meteorologisch als auch sportlich. Organisation, Stimmung und sportliche Fairness stimmen – und das nächste Hochdruckgebiet wartet schon.
Nach 15 Jahren richtet die Fliegergruppe Freudenstadt wieder eine Segelflug – DM der Junioren aus. Nun wurde der Fliegergruppe von der Bundeskommission Segelflug des Deutschen Aero Club (DAeC) die Segelflug- DM der Junioren in der Standard und Clubklasse zugesprochen. Die findet im Zeitraum vom 26. Juli bis 04.August 2025 in Musbach statt. Je nach Meldeergebnis werden bis zu 75 Teilnehmer zu Luftrennen, vorwiegend über dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb antreten. Je nach Wetterlage sind auch Aufgaben in Richtung Rheinland-Pfalz oder Franken möglich.
Vorsitzender Axel Reich freut sich, dass in Musbach wieder einmal eine große Meisterschaft ausgetragen wird. In den letzten Jahren wurde die Infrastruktur am Flugplatz noch weiter verbessert. So steht den Teilnehmern jetzt auch eine gute Internetverbindung zur Verfügung. Dass das Fluggelände um die 80 Flugzeuge verträgt, belegten die vergangenen Meisterschaften. Nun gilt es für den Verein die passende Mannschaft und Organisationsteam zusammen zu stellen. Neben einem Wettbewerbs-Leiter und Sportleiter und Schlepppiloten, ist auch ein Meteorologe gefragt. Hier hat der Fliegergruppe Freudenstadt bereits der erfahrene Meteorologe Walter Hermann zugesagt. Der hat in Musbach schon mehrere Wettbewerbe begleitet. Hermann ist mit dem Wetter im Schwarzwald gut vertraut und dazu selbst erfahrener Segelflieger.
Mit einer motivierten Jugendgruppe und motivierten Senioren wird Freudenstadt den Teilnehmer gute Bindungen schaffen. Für Marven Gründler, der sich für die Standardklasse qualifiziert hat, wird es nun eine Heim-Meisterschaft. Jakob Schick muss dagegen hoffen, eventuell doch noch als Nachrücker ins Feld der Clubklasse aufrücken zu können. Für die Teilnehmer ist Musbach ein Flugplatz der kurzen Wege. Hier werden sich manche Piloten, die auf vergleichsweise riesigen Flugplätzen im Norden und Osten der Republik beheimatet sind etwas umstellen müssen. Dass das ganze ohne Probleme funktioniert, haben bereits die Segelflug WM 2002 (Clubklasse) und Segelflug WM 2011 (Standard und Clubklasse) anschaulich belegt. Als Segelflug Referent vom Baden-Württembergischen Luftfahrtverband (BWLV) und Beisitzer der DAeC Segelflug-Kommission freut sich Christof Geißler, dass sein Verein die FG Freudenstadt, die Junioren-DM ausrichten darf. Quelle: ‚fg-freudenstadt.de‚.
Hatte ich irgendwo schonmal erwähnt, dass mich den ganzen Wettbewerb eine hartnäckige Erkältung quälte? Nun, im Cockpit fühlte ich mich eigentlich immer fit, ausreichend fit zumindest, aber morgens und nachts hielt mein Husten schonmal den halben Campingplatz vom Schlafen ab. Ein wenig Fieber war wahrscheinlich zwischendurch auch mal dabei – gemessen habe ich lieber nicht.
Vor diesem Hintergrund hätte ich den dienstäglichen Ruhetag besser als solchen genutzt – und geruht. Aber es hielt mich wie üblich nicht auf meinem Stuhl, schon gar nicht in meinem Bett und so musste ich die mehrstündige Regenpause unbedingt zum Golfspielen nutzen. Es gibt wirklich tolle Plätze in der Umgebung, aber so richtig genießen konnte ich das Spiel diesmal nicht. Vielmehr kam ich mir mit meiner schweren Tasche auf dem Rücken bei jedem Anstieg vor wie auf einer Himalaya Expedition. So anstrengend war Golfspielen für mich noch nie gewesen – offensichtlich doch ein Hochleistungssport! Von den Strapazen konnte ich mich am Mittwoch glücklicherweise schon wieder im Cockpit erholen. Der Wetterbericht war gar nicht so schlecht. Passable Wolkenthermik bis 2000 m, starker Ostwind – das kannten wir schon nicht mehr anders – und -schon wieder!- aufziehende Schauer von Osten.
Ausgeschrieben wurden 300 km Richtung West-Süd-West bis hinter Giebelstadt und dann mit einer Wende nördlich Hassfurt wieder zurück nach Bayreuth. Auf den ersten zwei Dritteln der Strecke verlief das Rennen nach einem frühen Abflug praktisch aller Teilnehmer recht unspektakulär, um sich dann zu einem richtigen Krimi zu entwickeln. Spannend und nervenaufreibend für alle Beteiligten, spannend auch für alle Zuschauer und Mitfiebernden. Wir flogen auf eine schwarze Wand zu und die Nervosität wuchs mit jeder Minute. Das war kein isolierter Cumulonimbus, den man hätte umfliegen können, das war eine Wand. Noch regnete es nicht aus diesem Wolkengebirge, aber das war definitiv nur eine Frage der Zeit. Regenradar und Funk versorgten uns denn auch mit der Info, dass es in Bayreuth bereits geregnet hatte. Nun war guter Rat teuer.
Conrad probierte es mit Kreisen unter einem vorgelagerten Wölkchen. Schwach und schwächer werdend – kein Wunder angesichts mangelnder Einstrahlung und der Tatsache, dass die Congestuslinie sicher längst vom Boden her absaugte. Genau darauf setzte ich schließlich und flog -obwohl reichlich tief- auf den schwarzen Kollegen zu. Der muss einfach von unten raus noch ziehen, muss, muss, muss… und tut es glücklicherweise auch! Ich hätte es schon vorher konsequent wagen sollen… Erst als ich sattes Steigen melde, kommt Conrad hinterher. Er hatte dem Braten nicht getraut und freut sich umso mehr über den unverhofften Aufzug ins – zwischenzeitliche – Glück.
Nun entdecken wir weitere Flieger, die einige hundert Meter höher im gleichen Aufwind kreisen. Mehr als 1400 Meter wuchtet uns das Ungetüm in die Höhe und noch während des Steigflugs fangen die Köpfe an zu qualmen. Würde es von hier für einen Endanflug reichen? Es war sauknapp angesichts des massiven Gegenwindes. Mit Thermik ist zumindest auf dem direkten Weg nach Bayreuth nicht mehr zu rechnen – alles abgeschattet und kurz nach dem Regenschauer offensichtlich tot. Nathalie und Peter versuchen es – und kommen nicht an. Markus Frank dagegen gelingt das Kunststück – mit dem Glück des Tüchtigen und der EB29R unter dem Hintern. Über diesen Wunderflieger habe ich mich ja schon öfter in meinen Berichten ausgelassen. Heute machen die wenigen Gleitzahlpunkte mehr den entscheidenden Unterschied…
Aber es gibt noch andere Optionen. Südlich vom Kurs strahlt die Sonne wieder ein und es bilden sich einige zarte Flusen. Hier würde sich möglicherweise doch wieder Thermik entwickeln! Oder sollte man tatsächlich 90° ab vom Kurs unter der mittlerweile partiell ausregnenden Wolkenwand nach Süden fliegen? Auf diesem Weg würde man seine Höhe halten, zumindest den Gleitflug strecken können und Zeit gewinnen. Reinhard Spath wählt diese Variante, Conrad bringt sie auch für uns ins Spiel, aber mir scheint es unsinnig quer zum Kurs zu fliegen, mich locken die Flusen. Hätte, wäre, wenn.
Es waren doch keine 90° sondern eher 70-80°. Der Flug entlang der Wolkenwand verkürzte also geringfügig den Heimweg und so gelingt es Reinhard, auch ohne EB29R knapp, ganz knapp, nach Hause zu kommen.
Wir dagegen sammeln ein paar Leidensgenossen an den Flusen ein und kämpfen eine geschlagene Stunde in Nullschiebern. Ganz entspannt mal knapp über Landehöhe, mal auch einige hundert Meter höher – dafür dann aber auch etliche Kilometer weiter entfernt vom Ziel – der Windversatz war einfach gnadenlos! Das ganze Schauspiel verfolgten wohl einige übers Life-tracking, aber leider gab es anders als in jedem guten Film kein Happy End. Mehr oder weniger knapp vor der Ziellinie mussten wir schließlich alle den Motor ziehen. Der Fliegergott hatte sich die letzten Tage ganz offensichtlich von uns abgewendet, das Glück uns verlassen… und leider sollte sich das auch am Finaltag nicht ändern. Im Gegenteil. Aber dazu mehr beim nächsten Mal.
Nach zehn Wertungstagen ist die Deutsche Segelflug-Meisterschaft in Bayreuth am Samstag, 10. Juni mit der Siegerehrung zu Ende gegangen. Nach jeweils zehn Wertungsflügen setzten sich in zwei Klassen die Favoriten durch, während in der Doppelsitzerklasse ein junger Teilnehmer alle anderen auf die Plätze verwiesen hat. Der 26-jährige Laurenz Theisinger aus Landau gewinnt die Doppelsitzerklasse, Fünffach-Weltmeister Michael Sommer die Offene Klasse und Standardklasse-Weltmeister Simon Schröder obsiegt in der 18-Meter-Klasse.
Der neue Deutsche Meister und seine Teamflugpartner bilden das Führungstrio der Offenen Klasse: Michael Sommer (1.), Felipe Levin (2.), Oliver Binder (3.)
Simon Schröder strahlt als neuer Deutscher Meister der 18-Meter-Klasse, neben ihm Stefan Langer (2.) und Matthias Sturm (3.)
Alles im Doppelpack: Laurenz Theisinger (1., links) und sein Co-Pilot Georg Theisinger, Martin Theisinger (2., links) und sein Co-Pilot Yannik Frey und Andreas Hillebrand (3., links) und sein Co-Pilot Josef Meyer.
Am Freitag gab es noch einmal schnelle Rennaufgaben Richtung Vogtland und Thüringer Wald: Die Offene Klasse musste über Flossenbürg, Schöneck und Bad Liebenstein eine 397,30 km lange Aufgabe bewältigen. Zum vierten Mal und zum dritten Mal in Folge ging Holger Karow (FG Wolf Hirth & LSV Landshut) mit 130,56 km/h daraus als Tagessieger hervor, mehr als fünf km/h schneller als der Zweitplatzierte amtierende Weltmeister Felipe Levin (LSV Homberg / Ohm). Damit zog Karow, Weltmeister von 1999 und 2003, nach Tagessiegen mit dem neuen Deutschen Meister Michael Sommer (LSV Regensburg) gleich. Doch Karows schwache Platzierung am zweiten Wertungstag sorgte dafür, dass es für ihn in der Gesamtwertung nur zu Rang fünf reichte. Damit konnte er am letzten Tag zumindest Uwe Förster von der LSG Bayreuth überholen, der am Freitag zwar nochmal Tagesfünfter wurde, aber durch Karows Husarenritt auf Gesamtrang sechs abrutschte.
Das Weltmeister-Duo Sommer / Levin, das schon seit Jahren eng im Team fliegt, hat auch am letzten Tag gehalten. Levin wurde mit zwei Sekunden weniger als Sommer Tageszweiter und erhielt dafür einen Punkt mehr, aber die rund 50 Punkte Rückstand, die sich Levin am siebten Wertungstag zugezogen hat, blieben letztlich ausschlaggebend. Allerdings haben die beiden während der DM auch öffentlich kundgetan, dass ihnen die gemeinsame WM-Qualifikation wichtiger ist, als die Frage, wer von ihnen den Deutschen Meistertitel bekommt. Der Deutsche Aero-Club kann sich somit glücklich schätzen, ein eingespieltes Team auf diesem Weltklasse-Niveau zur WM entsenden zu können.
Michael Sommer kann sich somit in Bayreuth seinen fünften Deutschen-Meister-Titel nach 2005, 2007, 2011 und 2013 sichern. Die 18-Meter-Klasse bekam am letzten Wertungstag die Wendepunkte Klingenthal und Schmalkalden (327,81 km). Stefan Langer (SFG Donauwörth-Monheim) konnte sich mit 126,39 km/h den Tagessieg vor Tobias Breithaupt (LSV Schwarzwald-Baar) sichern. Langer rückte dadurch im Gesamtklassement auf Rang zwei vor und darf nun zur WM fahren. Der Gesamtführende Simon Schröder hat aufgrund seines großen Vorsprungs etwas weniger gepowert und mit einem fünften Tagesplatz mit 120,46 km/h für seine Verhältnisse eher gemütlich den Gesamtsieg heimgeschaukelt. Angesichts von 400 Punkten Vorsprung stand dieser am Freitag allerdings schon nicht mehr richtig zur Debatte. Für Simon Schröder ist es der erste Deutsche Meister-Titel, obwohl er als amtierender Weltmeister einer anderen Klasse angetreten ist.
In der Doppelsitzerklasse blieb es bis zuletzt etwas spannender, da die Piloten in der Spitze näher beisammen lagen und die vorherigen Tagesergebnisse mehr Aufs und Abs der einzelnen Piloten aufwiesen. Für die Doppelsitzer ging es auf dem letzten Wertungsflug nach Adorf im Vogtland und Suhl im Thüringer Wald (264,58 km). Mit Johannes Broering von der LSG Bocholt ging aus diesem Rennen jemand als Tagessieger hervor, der bislang noch nicht auf dem Siegertreppchen stand. Kai Lindenberg (FCS Aschaffenburg) kam noch einmal auf einen zweiten Tagesplatz und befand sich damit in einer guten Position um die Spitze noch einmal anzugreifen, die er bereits einen Tag lang inne hatte. Ab dem sechsten Tag hatte Laurenz Theisinger von der DJK Landau die Spitze inne und konnte sie auch tatsächlich verteidigen: Ein fünfter Tagesplatz mit 98,94 km/h ließ auch hier nichts mehr anbrennen. Sein Onkel Martin Theisinger (ebenfalls DJK Landau) konnte mit einem dritten Tagesplatz den zweiten Gesamtrang absichern und somit zieht die Familie Theisinger mit zwei Doppelsitzer-Teams in die neue Nationalmannschaft ein. Für Laurenz Theisinger ist es der erste Deutsche Meistertitel, sein Co-Pilot und Vater Georg Theisinger hat es bereits drei Mal in der 15-Meter-Klasse geschafft (2005, 2007 und 2009).
Erfreulich ist auch das Abschneiden der drei Pilotinnen bei dieser DM: Natalie Lübben (FCC Berlin) kommt auf Rang 11 von 22 in der Offenen Klasse, Angelika Mayr (SFG Ostheim) auf Gesamtrang 9 von 29 in der Doppelsitzerklasse und Katrin Senne (FSV Sindelfingen), schon zwei Mal Frauen-Weltmeisterin, schafft durch einen vierten Gesamtplatz in der 18-Meter-Klasse den Sprung in die Nationalmannschaft dieser Klasse. Im Segelflug gibt es zwar in einigen Wertungsklassen Frauen-Wettbewerbe, aber keine expliziten Männer-Wettbewerbe, und dass Senne nun in die bislang von männlichen Piloten besetzte allgemeine Nationalmannschaft einzieht, unterstreicht, dass die Pilotinnen die harte Nationalmannschafts-Auswahl über die Deutschen Meisterschaften souverän bestehen können.
Bundestrainer Wolli Beyer ernannte am Ende der Siegerehrung auch sogleich die Mitglieder der neuen Nationalmannschaft. Diese besteht in der Offenen Klasse aus Michael Sommer (LSV Regensburg), Felipe Levin (LSV Homberg/Ohm) und Oliver Binder (SFG Ostheim). Levin darf nun sowohl auf die Europameisterschaft als auch als Titelverteidiger auf die Weltmeisterschaft. In die Nationalmannschaft der 18-Meter-Klasse wurden Simon Schröder (SFV Bad Wörishofen), Stefan Langer (SFG Donauwörth-Monheim), Matthias Sturm (LSV Schwarzwald) und Katrin Senne (FSV Sindelfingen) aufgenommen. In der Doppelsitzerklasse dürfen nun Laurenz Theisinger mit seinem Co-Piloten Georg Theisinger, Martin Theisinger mit seinem Co-Piloten Yannik Frey (alle DJK Landau) und Andreas Hillebrand (Hamburger AC Boberg) mit Co-Pilot Josef Meyer die deutschen Farben international vertreten.