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880 Kilometer ohne Zwischenlandung

Pilot Erik Kurtz legt mit dem Segelflieger 880 Kilometer in neun Stunden zurück. Bei der Generalversammlung wird er gewürdigt und bekommt ein Amt. Der Duracher Segelfliegerverein hat seine Generalversammlung nachgeholt und in diesem Rahmen das Führungsduo aus Vorsitzendem Peter Fischer und seinem Stellvertreter Ralf Mittag im Amt bestätigt. Lediglich bei der Person des Schatzmeisters gab es eine Veränderung in der Vorstandschaft: Dem zurückgetretenen Hans Schmid aus Durach folgt der Altusrieder Erik Kurtz nach, der darüber hinaus für seine sportliche Leistung gewürdigt wurde. Ihm gelang in der abgelaufenen Saison ein Flug über 880 Kilometer ohne jede motorische Hilfe, nur mit den Kräften des natürlichen Aufwindes.

Mit dem Segelflieger 880 km in neun Stunden
Die Strecke erflog Kurtz nicht in gerader Linie, sondern in Dreiecksform, um innerhalb eines Gebietes mit gleicher Wetterlage und damit möglichst konstanter thermischer Entwicklung bleiben zu können. Der Flug führte zunächst in östlicher Richtung bis zum Pyhrnpass zwischen Oberösterreich und der Steiermark, von dort südwestlich bis zur zweiten Wendemarke bei St. Moritz und zurück zum Heimatflugplatz Durach. Ohne Zwischenlandung legte Kurtz die Strecke in neun Stunden Flugzeit und Flughöhen von bis zu knapp 4000 Metern und bei bis zu minus zehn Grad zurück.

Mehrere Erfolge bei den Segelflieger-Schulungen
Der Jahresbericht zeigte Erfolge aus der Schulungsgemeinschaft mit der Luftsportgruppe Isny. So erflog sich der Kemptener André Richevaux den Pilotenschein und Katharina Kurtz und Lukas Haslbeck absolvierten erfolgreich ihre ersten Alleinflüge, teilte der Verein mit. Auch der neue Fluglehrer Dorian Liebsch profitiere im Kreis erfahrener Fluglehrer von der Zusammenarbeit. Die Versammlung plädierte für die Weiterführung dieser Schulungsgemeinschaft. Der Vorstand will mit dem Nachbarverein Gespräche über weitere Kooperationsmöglichkeiten führen. Quelle: ‘Allgäuer-Zeitung‘.

Glider Crash Landing: Decision Making and Avoiding Ground Loops

Filmed a number of years ago, this clip shows a glider trying to circle low levels, resulting in a bad landing and crash. We look at a couple of potential factors in this accident, in particular decision making, and keeping the wings level to avoid a ground loop. Source: ‘Youtube / Pure Glide‘.

Über den Wolken zum Vizetitel

Segelfliegen hat mit Fußball eines gemein: Einmal richtig geschnuppert, kann man es nicht mehr lassen. Es macht süchtig, sagen die Aktiven. So geht es auch Dr. Peter Franz von der Segelflieger-Gruppe Gedern. Über seinen Vater, der auch diesem Hobby verfallen war, begeisterte er sich schon im Alter von 14 Jahren für das Fliegen. Seitdem verbringt er jedes freie Wochenende auf dem Flugplatz. Und das mit Erfolg: Kürzlich wurde er für seinen Hessenwertungs-Vizetitel bei dem Deutschen Meisterschaften im Streckensegelflug geehrt.

Inzwischen nutzt der 71jährige, der in Büdingen wohnt, als Privatier seine Freiheit, um bei gutem Segelflugwetter auch während der Woche große Flüge anzugehen. Dabei ist die Sonne sein Motor. Ihre Kraft schafft die Thermik, in der sich die Segelflieger immer wieder kreisend bis an die Kumuluswolken hocharbeiten. Dann kann der Pilot im Gleitflug die Landschaft genießen und Strecke machen. Bei einem Schnitt von circa 100 Kilometern in der Stunde sind Flüge bis über 1000 Kilometer möglich.

Stets auf Suche nach guter Thermik
Dann ist allerdings höchste Konzentration im Cockpit angesagt und immer wieder auch Stress, wenn die Thermik erst in niedriger Höhe gefunden wird. Um so größer ist dann die Freude über einen gelungenen Flug. Franz’ Segelflugzeug der Offenen Klasse hat 21 Meter Spannweite und ist eigenstartfähig, ein Schleppflugzeug wird also nicht benötigt. Dank Motor gelingt es auch, während des Fluges in einer Flaute ohne Thermik Höhe zu gewinnen und so eine gefährliche Außenlandung auf einem Acker zu vermeiden. Im Wettbewerb wird aber nur die geflogene Strecke im reinen Segelflug bis zum Motoreinsatz gewertet. Der Flugweg wird im Rechner über GPS-Daten aufgezeichnet und nach der Landung elektronisch an die Auswertestelle geschickt.

In der Flugsaison 2021 erreichte Franz über 19’000 Kilometer, also fast eine halbe Weltumrundung. Im Rahmen der DMSI (Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug) werden die drei besten Flüge gewertet. Die größte Strecke im reinen Segelflug in seinem Fliegerleben überhaupt legte Peter Franz am 30. Mai als Dreiecksflug zurück. Vom Startplatz Beilngries im Altmühltahl ging es zur ersten Wende nach Regensburg, über die schwäbische Alb zur zweiten Wende – dem Titisee im Schwarzwald. Die dritte Wende lag schließlich in Sichtweite von Gedern. Dann führte der Flug an Nürnberg vorbei wieder nach Regensburg. Dort am späten Nachmittag angekommen, hatte Franz immer noch sehr gute Thermik. Er entschloss sich, nicht wie geplant sofort nach Beilngries zurückzufliegen, sondern den Schenkel Richtung Straubing zu verlängern.

So rückte der Traum, magische 1000 Kilometer im reinen Segelflug zu fliegen, näher. Am Ende fehlten wegen ungünstiger Streckenführung auf dem letzten Schenkel nach Beilngries nur sieben Kilometer. Trotzdem eine beachtliche Leistung, die wesentlich zu der guten Platzierung und dem Vizetitel beitrug. Auf die Frage, wie lange ein Flug über halb Deutschland dauert, antwortete Franz: »Der kann schon über zehn Stunden dauern. Da muss man schon an das Trinken, Essen und anderes denken. Ich habe mir sogar ein Urinal in den Flieger gebaut, das klappt ganz gut und ist angenehmer, als Pampers zu benutzen. Quelle: ‘Kreis-Anzeiger‘.

Zweimal um die Erde

Mit der Aktion ging die diesjährige Flugsaison zu Ende. Und die Landsberger Segelflieger ziehen eine positive Bilanz: Annähernd 2.000 Starts standen dieses Jahr zu Buche. Vom Flugplatz Geratshof aus brechen die weißen Flieger zu weiten Flügen auf. Besonders verlockend: Die Nähe zu den Alpen macht die Region zur idealen Spielwiese für Erlebnisflüge. Bei knapp 900 Kilometern Flugdistanz lag dieses Jahr der Vereinsrekord – erflogen an einem Tag im Juni. Der sportliche Anspruch wird auch dadurch untermauert, dass viele Vereinspiloten ihre Flüge elektronisch dokumentieren: „Zwar werden nur gut ein Zehntel aller Flüge auf diese Weise erfasst“, erklärt Sepp Holzapfel, der Vorsitzende des Segelflugvereins. „Aber alleine diese 260 Flüge addieren sich zu 85.000 geflogenen Kilometern in diesem Jahr – das entspricht mehr als zwei Erdumrundungen. Deutschlandweit liegen wir damit auf Platz 20 von über 900 Vereinen. Ein schöner Beleg, dass wir unser Ziel, viel und weit zu fliegen, mit Leben füllen.“ Klar, dass für solch weite Flüge Sitzfleisch nötig ist: Acht Stunden Flugzeit und mehr sind keine Seltenheit. Ob anspruchsvoller Sport oder einfach erlebnisreiches Hobby: Was alle jenseits der Rekorde eint, ist der Spaß daran, die Welt von oben zu betrachten und elegant und leise dahinzugleiten – klimafreundlich noch dazu.

Schein in zwei Jahren
Diesem Reiz erlagen auch in diesem Jahr wieder einige „Neuzugänge“ – ohnehin ist die Nachwuchsförderung eine wesentliche Säule der Vereins­arbeit. „Jährlich startet rund ein halbes Dutzend Jungpilotinnen und -piloten mit der Ausbildung. Die jungen Mitglieder stellen einen erheblichen Teil unseres rund 80-köpfigen Vereins“, stellt Holzapfel fest. Der Weg ist oft der gleiche: So mancher Zaungast wird neugierig und hebt zu einem Schnupperflug ab – und dieses Erlebnis lässt viele nicht mehr los. Etwa zwei Jahre dauert der Weg bis zum Flugschein. Der Landsberger Verein bietet Camps während der Ferienzeiten an, bei denen täglich geflogen werden kann – ein ziemlicher Turbo für alle, die schnelle Fortschritte erzielen wollen, und die ideale Gelegenheit für Einsteiger, um ihrem Traum vom Flugschein näherzukommen.

Im März oder April – je nach Wetter – startet die nächste Saison. Ein ungestörter Winter­schlaf wird es für die Vereinsflotte aber nicht, denn die nächsten Monate werden die Flugzeuge einer umfassenden Wellness-Behandlung unterzogen. Holzapfel: „Jedes Flugzeug muss jährlich sehr genau gecheckt werden – eine Art Flugzeug-TÜV. Die Wintermonate nutzen wir, um unsere Flotte gründlich zu warten und zu pflegen.“ Damit die eleganten Gleiter auch im nächsten Jahr aufbrechen zu erlebnisreichen Flügen mit unvergesslichen Aussichten. Quelle: ‘Merkur‘.

Adventsfeeling

von Lars Reinhold auf “DerTraumvomFliegen.blog”.

Ich hatte beinahe vergessen, wie besinnlich es ist, Adventssonntage im Cockpit zu verbringen. Im Dezember 20/21 war ich gar nicht geflogen, auch die anderen Monate der Nebensaison hielt sich mein fliegerisches Engagement derbe in Grenzen. Im Frühjahr, bei den ersten beiden Flügen mit der 8E, musste ich mir angesichts eines beinahe vergessenen Fahrwerks und einer ziemlich miesen Landung in Hülben einen entsprechend unterirdischen Trainingsstand eingestehen. Das wollte ich so nicht nochmal erleben.

Durch meinen FI-Lehrgang Ende Oktober war mein Trainingsstand recht solide. Im November passte das Wetter meist nicht, oder ich hatte keine Zeit, sodass es nur für zwei kurze Flüge am 27. November reichte. Also rückte das zweite Adventswochenende in den Fokus.

Am Freitag muss mein Kollege Patrick dran glauben. Schon länger habe ich ihm versprochen, ihn mal mitzunehmen. Er arbeitet in unserer Onlineredaktion und hat ein mir unerklärliches Faible für Flugzeuge aus dem Osten. Und da ist die Liste der Typen, in denen er bereits mitgeflogen ist, beachtlich. Außerdem ist er beim bisher einzigen europäischen Einsatz des fliegenden Observatoriums SOFIA dabei gewesen und hat darüber eine beeindruckende Reportage geschrieben. Nun also als Backseater im Duo Discus. So der Plan. Wäre da nicht die homöopathische Dosis an Luft im Spornrad. Also zunächst Luftpumpe ausm Anhänger gezerrt, festgestellt, dass meine eigene Ventilverlängerung nicht da ist, wo sie sein sollte, und dann auf die Suche nach Ersatz gemacht. An der Motorflugschule sehe ich, wie jemand an einer Cessna den Luftdruck prüft. Fragen kostet nichts, denke ich mir und erkläre, dass ich mal für ein paar Minuten ne Ventilverlängerung brauche. Die Antwort: „Ich habe eine, aber die kriegst du nicht.“ Ich denke zunächst, der will mich verarschen, also Frag ich nochmal nach. „Nö, keine Chance. Ich hab hier schonmal eine verborgt und die nicht wieder bekommen.“ Ganz im Ernst: So viel Arschlochhaftigkeit unter Piloten habe ich noch nie erlebt. Jemandem, der ein Problem hat, Hilfe zu verweigern, obwohl man helfen könnte, das ist so ziemlich das niederträchtigste, was es gibt. Ich hab auch schon Kram verborgt und nie wieder gesehen, aber das würde mich in solch einer Situation nicht davon abhalten, zu helfen. Möge den Typen der Blitz beim Scheißen treffen. Andererseits: Man begegnet sich immer zweimal im Leben. Das nächste mal braucht er vielleicht ne Ventilverlängerung. Dann kann ich sagen: Du nicht, denn du bist ein schlechter Mensch. Und schlechten Menschen helfe ich nicht… Ein Kamerad von den Köngenern kann schließlich helfen, aber es stellt sich heraus, dass das Ventil abgerissen ist, sodass ich erst zu Schempp-Hirth fahren muss, um Ersatzschläuche zu besorgen. Für die ganze Maintenance-Aktion gehen eineinhalb Stunden drauf, als Alarmrotte ist unser Verein also nur bedingt geeignet.

Immerhin kommen wir dann noch auf eine knappe Stunde Flugzeit, weil meinem Passagier irgendwann doch ein wenig mulmig wird, möglicherweise auch deshalb, weil ich mal unvemittelt etwas Überfahrt in Höhe umgesetzt habe… Nunja. Das Fazit fällt dennoch positiv aus, und hätte ich auf der Heimfahrt nicht die richtige Ausfahrt verpasst, hätte ich ihn sogar pünktlich bei seiner Familie abliefern können.

Nur das Teelicht fehlt
Am zweiten Advent zwei Tage später muss ich mich regelrecht zum Fliegen überreden. Am Abend zuvor gabs bei meinem Kunstflug-Kumpel Christian leckere Burger, und es wurde selbstsredend spät (wozu nicht unereheblich beigetragen hatte, dass wir bei Youtube Compilations mit 90er-Musikvideos fanden und uns etliche davon reinzogen…). Sonntag früh lügt der Windfinder was von acht bis zehn Knoten aus Südwest, aber der Blick in die Webcam zeigt einen Windsack mit derben Potenzproblemen. Müde und kein Wind, was soll der Scheiß? Erst als die Kameraden, die ich mit meinem Flugvorhaben heiß gemacht hatte, mir vom Flugplatz ermutigende Beobachtungen bezüglich des Höhenwindes zukommen lassen, finde ich den Weg ins Leben. Frühstück, für den abendlichen Besuch nochmal die Bude saugen und ab zur Hahnweide.

Hier ist Christian bereits voll dabei, sein frisch erworbenes Schätzchen zusammenzustecken. Tatsächlich hatte er einige Wochen zuvor Simons B4 gekauft, und ich muss mir an diesem Geschäft einen nicht unerheblichen Anteil zurechnen lassen, hatte ich ihn doch von dieser Offerte erzählt. Klar war da auch Kalkül dabei, denn mit zwei Kunstfliegern auf der Hahnweide, die dort mit eigenem Flieger turnen, bin ich nicht mehr der alleinige Exot. Wie auch immer, die beiden sind sich einig geworden, ich hatte dann kurz ein schlechtes Gewissen wegen des nicht unerheblichen Schadens, der durch mein Zutun in der Finanzsituation meines Freundes entstanden ist, und Chris hat jetzt ne B4 an der Backe. Manchmal läufts.

Ich zerre mir die K5 aus der Halle, weil ich zu faul bin, die 59 aufzurüsten und eigentich geplant hatte, zwei Gastflüge zu machen. Da die potenziellen Mitflieger aber absagen, nehme ich Marc mit, einen Kumpel von Christian, der schon beim Bayern-DoSi mit dabei war. Dort bin ich wegen Trouble mit meinem Ohr nicht mitgeflogen, saß aber zwei Tage an der Judgeline als Assistent von Linda und habe dabei wahrscheinlich mehr für sauberes Kunstfliegen gelernt als in zehn Trainingsflügen. Weiterhin dabei: Nico in der K9 und JLA vom Aeroclub Stuttgart mit der ASK-13. Zudem sind die Köngener mit ihrer SF-34 und einem Discus 2C am Start.

Aufgrund des Betriebs zieht sich alles hin, in der Luft sind wir erst kurz nach 13 Uhr. Auch wenn die anderen oben bleiben, bin ich zunächst skeptisch, ob das wirklich gut geht. Doch der Hang enttäuscht tatsächlich nicht. Aufgrund des lauen Lüftchens ist das Steigen allerdings eher schwach ausgeprägt, vor allem zwischen der Ruine der Diepoldsburg und dem Gelben Felsen geht es solide, während der Rest des Hangs bis zur Burg Teck eher mäßig trägt. Aber was solls, wir sind schon bei besserm Wetter nicht geflogen, und es macht ja auch irgendwie Spaß, wenn sich der Aufind nicht als idiotensicher präsentiert, sondern wenn man ein bisschen suchen muss, um die ideale Linie zu finden. Eine Viertelstunde nach uns eiert auch die B4 Richtung Teck, und ich kann es mir nicht verkneifen, Christian darauf hinzuweisen, dass Pilatus dem Gerät seinerzeit ein Einziehfahrwerk spendiert hat – was der mit dem Kommentar quittiert, dass es plötzlich überraschend leise sei im Cockpit.

Zunächst bleiben wir am Teckberg, aber nach einiger Zeit interessiert mich doch, ob und wenn ja wie weit das Lenninger Tal geht. Der Wind hat ne deutliche Südkomponente, zumindest lügt das LX irgendwas in diese Richtung. Aber mit der Höhe, die ich mir inzwischen erflogen habe, kann man’s wagen. Und tatsächlich – bis zur Hälfte trägt der östliche Hang, in jedem Fall halten wir die Höhe problemlos. Erst auf Höhe des Steinbruchs, also etwa fünf Kilometer südlich des Teckberges, nimmt das Saufen zu und wir drehen um.

Während unseres Erkundunsausfluges schieben sich sukzessive Schauer von Westen an den Berg heran und regnen davor ab. Im Laufe der Zeit wird die Sicht immer schlechter, aber der Hang trägt nach wie vor. Jetzt heißt es aufpassen, über Funk informieren wir uns gegenseitig permanent über unsere Position und die Absicht. Christian hat sich halbwegs warm geflogen, und ein kleines bisschen neidisch bin ich schon, als er die B4 einmal um die Längsachse rollen lässt. Den Spaß hatte ich eine gute Woche zuvor auch. Südlich der Linie Teck-Neuffen ist der Luftraum E nicht abgesenkt und beginnt erst in 2500 Fuß AGL, da hat man für Figuren, die kaum Höhe verbrauchen, ein bisschen Spielraum, ohne dass man gleich bei der Flugsicherung ein Fass aufmachen muss wegen Boxanmeldung oder so. Und mit fünf fliegenden Luftraumbeobachtern rundrum war das auch aus Sicht der Flugsicherheit völlig in Ordnung.

Die Graupelschauer lösen sich irgendwann auf und sogar die Sonne steckt ihre Strahlen zwischen den dichten Wolken hindurch. Sofort wird das Gesicht warm, was allerdings die langsam kälter werdenden Füße nur bedingt kompensieren kann. Nach knapp eineinhalb Stunden machen wir uns auf den Weg zurück Richtung Hahnweide, natürlich nicht, ohne die Wanderer auf der Burg Teck nochmal einen mit einem Vorbeiflug zu erfreuen. Es macht einfach Spaß, da vorbei zu zischen und denen zuzuwinken, dann parallel zum Tum die Fahrt wieder in Höhe umzusetzen und 45 Grad nach Links zum Flugplatz abzubiegen.

Dank der asphaltierten 07 bleibt sogar der Flieger sauber, sodass sich die Putzeinlage auf das Wegrubbeln einiger kleiner Dreckspritzer beschränkt. Auch mein Mitflieger ist zufrieden. Gelungener zweiter Advent. Nur das LED-Teelicht hatte ich wieder mal zuhause vergessen. Naja, Gemütlichkeit gibts halt beim nächsten Mal…

Zu nah. Zu langsam. Abgelenkt.

Der Pilot startete eine Minute und 26 Sekunden vor der Geländeberührung die Videoaufnahme mit seinem Mobiltelefon. Dieses führte er mit der rechten Hand, während er mit der linken Hand das Flugzeug steuerte. Es kann davon ausgegangen werden, dass er als Rechtshänder nicht die gleiche Routine im Steuern mit der linken Hand hatte. Die angezeigte Fluggeschwindigkeit betrug sechs Sekunden vor dem Unfall 80 km/h. Diese Geschwindigkeit ist in Geländenähe zu gering. Damit bestanden keine Sicherheitsreserven mehr. Wie die Kameraführung zeigt, war der Pilot an Stellen, bei denen er die drohende Bodenberührung und die zu geringe Geschwindigkeit hätte erkennen können, mit der Videoaufnahme beschäftigt. Die Kameraführung lenkte den Piloten offensichtlich vom Fliegen ab. Die eher tiefe Sitzposition des Piloten schränkte die durch den Instrumentenpilz verdeckte Sicht nach vorne und unten zusätzlich ein. Er konnte ab einem gewissen Zeitpunkt den ansteigenden Grat nicht mehr sehen. Das Fliegen über einem Grat erfordert genügende Geschwindigkeitsreserven, einen ausreichenden Abstand zum Gelände sowie eine aktive Geländebeobachtung. Die im vorliegenden Fall angewandte Flugtaktik entsprach diesen Anforderungen nicht und schuf damit eine wesentliche Voraussetzung zur Entstehung des Unfalls. Quelle: ‘SUST‘.

Antares mit 5’600 Meter Steighöhe

Größtmögliche Leistung, Dynamik und Sicherheit in der Luft und am Boden erleben: Das neue Batteriesystem Antares.RED.3 ist ab Winter 2021/22 verfügbar und verschiebt Horizonte im elektrischen Flugzeugantrieb jenseits aller Erwartungen. Die dritte Batterie-Generation von Lange Aviation für den elektrischen Antrieb der Antares Segelflugzeuge bietet bis zu 60% mehr Energie als das Vorgängersystem. Es bringt die Antares 21E inklusive Selbststart sicher, durchzugsstark, geräuscharm und emissionsfrei auf eine Steighöhe von 5.600 Meter.

Antares.RED in der dritten Generation verbindet erneut stark optimierte, geschützt in die Tragflächen eingebaute Akkus, eine weiterentwickelte Steuerelektronik und ausgefeiltes Power-Management für den elektrischen Antrieb im Flugzeug. Das Batteriesystem von Lange Aviation symbolisiert „Reliable Electric Design“; Pioniergeist, höher und damit weiter zu fliegen als jemals zuvor mit einem eigenstartfähigen elektrischen Segelflugzeug. Autonom starten, unabhängiger sein, schneller laden – so komfortabel wie mit modernsten E-Autos.

60% mehr Energie sorgt für Steighöhe bis 5.600 Meter
Antares folgt ihrer Tradition als weltweit erstes seriengefertigtes Segelflugzeug mit Elektroantrieb und setzt mit RED.3 Akkus und einem neuen Ladegerät erneut höhere Maßstäbe in Performance und Sicherheit. Damit bricht das System abermals Rekorde.

Antares.RED.3 gibt es in zwei Varianten: S-tandard und L-arge. In der L-Variante ist die Anzahl der Einzelzellen pro Batterieblock vergrößert, sie ermöglicht ein Plus von 60% gegenüber dem Vorgängersystem. Eine Antares 21E erreicht mit RED 3 eine rein elektrische Steighöhe inklusive Eigenstart von 5600 m, die Reichweite liegt bei rund 380 km. Damit übertrifft der High-Performance-Flieger seine bisherigen Bestleistungen deutlich.

Die neue Antriebsbatterie ist eine technisch ausgefeilte Kombination aus mehr als eintausend kompakten Li-Ion 21700 Zellen, die in den Tragflächen integriert sind. Die Zellen interagieren mit umfangreichen Messsensoren, Steuerelektronik und dem intelligenten Antares Ladegerät.

Komponenten aus dem Automobilbau
Der technische Fortschritt in der Entwicklung von Batterietechnologie hat dank des E-Mobility-Booms branchenübergreifend an Geschwindigkeit gewonnen. Die Ingenieure von Lange Aviation nutzen diesen Vorteil und übernehmen Innovationen aus der Automobilindustrie zeitnah und nachhaltig in den Flugzeugbau. So gestalten sie „Zero Emission High Performance Aircraft Technology“. Die Verbesserung der Motorflugleistung bei elektrischen Segelflugzeugen ist dabei das Ergebnis der steigenden spezifischen Energiedichte von Batteriezellen einerseits, und dem ungehinderten Abruf von Leistung durch den Elektromotor auf der anderen Seite.

Leistungsfähigkeit und Wert von Antares Flugzeugen steigt mit deren Alter
Das Batteriezellenformat 21700 gilt als zukunftweisend und wird von der Industrie intensiv weiterentwickelt. Diese Investitionssicherheit sorgt dafür, dass Antares Motorsegler mit Antares.RED Batteriesystemen in den nächsten Generationen sogar noch mehr Leistungsreserven haben werden. Mit ihrem nahezu verschleißfreien Elektroantrieb erzielen Antares Motorsegler durch Upgrades ihres Batteriesystems Wertzuwachs und optimale Wiederverkaufswerte.

„Protect ahead“: Sicherheitskonzept schützt bei Thermal Runaway
Mit seinen hohen Standards bei integrierter elektronischer Steuerung, Fertigungsqualität und Leistungsüberwachung unterscheidet sich das einzigartige Konzept von Stromspeicher und Power-Management in Antares Flugzeugen und setzt Maßstäbe. Sichtbar wird das an bislang unerreichten Leistungsdaten und vor allem an maximaler Sicherheit: Die gefährlichste Folge eines Fertigungsfehlers in Batteriezellen ist ein Thermal Runaway. Bei einem Thermal Runaway erwärmt sich der Zellinhalt so stark, dass er unter starker Gasentwicklung und hohem Druck aus der Zelle austritt. Das Gemisch aus Zellinhalt und Gas kann Temperaturen bis zu 1.400° C aufweisen, das Gehäuse erwärmt sich auf bis zu 500 °C. Bis zu 14 Liter Gas pro Zelle werden freigesetzt. Antares.RED.3 sorgt dafür, dass ein derartiger Thermal Runaway einer Zelle nahezu folgenlos bleibt. Pilotin bzw. Pilot werden hierüber informiert, das Flugzeug selbst nimmt keinen Schaden. Einzelne, möglicherweise defekte Zellen werden im Zuge der Instandhaltung ausgetauscht.

Batteriezellen kommunizieren mit Steuerungselektronik
Die Vernetzung von Batteriezellen, Steuerelektronik und Piloteninformation innerhalb von Antares.RED läuft bei Lange Aviation unter dem Motto „Human Centric Innovation“; hier geht es darum, Informationstransparenz zu schaffen, vorausschauend Probleme zu erkennen und negative Folgen für Pilot und Fluggerät zu vermeiden. Neben Schäden durch fehlerhafte Zellen beugt das Antares-System auch Gefährdungen durch Bedienungsfehler vor: Batterien können nicht überladen bzw. unsachgemäß nach einer Tiefentladung oder bei zu niedrigen Temperaturen geladen werden.

Zur Kommunikation wird bei den Batteriesystemen sowohl „Daisy Chain“ Technologie als auch CAN Bus verwendet. Die Kommunikation ist durch diese Paarung sehr leistungsfähig und erfüllt höchste Sicherheitsstandards. Über die Bussysteme wird auch die Leistungs-Balancierung der Zellen gesteuert. Optional ist die hochgenaue Messung der Einzelzellentemperatur verfügbar. Das gesamte Antriebssystem und auch die Batterie der dritten Generation erfüllen damit vollumfänglich die Anforderungen an die Personensicherheit.

Auslieferung im Winter 2021/22
Das Antares.RED Batteriesystem wird zukünftig auch in Motorflugzeugen Verwendung finden. Deshalb erfolgt die Zulassung nach den Großluftfahrtnormen ED-79, DO-178C und DO-254. Der zur Anwendung kommende Design Assurance Level ist C (DAL C). Durch die bei DAL C geforderten Verfahren wird eine qualitativ hochwertige und sehr sichere Hard- und Software garantiert. Die Auslieferung startet im Winter 2021/22. Quelle: ‘Lange Flugzeugbau‘.

Winterquartier im Untergrund

Segelflugzeuge sind richtig groß. Wie also bringt man diese Riesen ins Winterquartier unter die Schulturnhalle? Die Fliegergruppe Heidenheim/Steinheim hat den Dreh raus. Die Segelflugzeuge in den Keller unter die Turnhalle des Schillergymnasiums Heidenheim zu bekommen ist wirklich gar nicht einfach: Der Treppenabgang neben der Tischtennisplatte im Innenhof fällt kaum auf. Er ist mit schweren Metallgittern abgedeckt, zwei Vereinsmitglieder drücken von unten gegen die Gitter und entfernen sie nacheinander. Jetzt ist der etwa anderthalb Meter breite Treppenabgang sichtbar – da sollen gleich fünf Segelflugzeuge in Einzelteilen durchpassen. Einen praktischeren Einstieg könnte sich Lehrer und Segelflieger Christoph Weber schon vorstellen. Aber die Vorteile der unterirdischen Werkstatt überwiegen.

Zahlreiche Hände bugsieren den Segelfliegerrumpf in den Keller
Schließlich kommen die Segelflugzeuge auf dem Hof des Heidenheimer Schiller-Gymnasiums an – jeweils ein Rumpf und zwei Tragflächen in insgesamt vier Anhängern. Sie werden behutsam entladen. Und dann wird es spannend: Das größte Einzelteil, der Rumpf des Zweisitzers “Duo Discus”, ist dran. Zahlreiche Hände greifen das Flugzeugteil von allen Seiten und bugsieren es Stufe für Stufe in die Keller-Werkstatt. Links und rechts sind nur wenige Zentimeter Puffer. Sollte der Flieger Schaden nehmen, könnte das teuer werden. Ein neuer Zweisitzer kostet ähnlich viel wie ein Ferrari. Dann ist der Rumpf ohne Schäden im Keller angekommen.

Nach knapp zwei Stunden sind alle Flugzeuge im Keller. In der unterirdischen Werkstatt werden sie in den nächsten Monaten gehegt und gepflegt. Und die Werkstatt selbst verströmt mit ihren Lichtschaltern und Steckdosen aus Bakelit aus den 30er Jahren historisches Flair. Hier seien früher tatsächlich viele Flugzeuge gebaut worden, erzählt Vereinsmitglied Arthur Penk. Er weiß es sehr zu schätzen, Teil der Fliegergruppe Heidenheim/Steinheim zu sein. Quelle: ‘SWR‘.

Wem gehört der Luftraum?

Mag nach §903 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches auch dem Eigentümer die tatsächliche oder rechtliche Verfügungs- und Nutzungsgewalt an einer Sache zustehen, muss er sich zugleich innerhalb gesetzlicher Grenzen bewegen. Diese allerdings sind nicht immer explizit geregelt, sondern unterliegen aktuellen politischen und gesellschaftlichen Abwägungen und gerichtlichen Präzedenzfällen. Ähnlich verhält es sich mit Gütern zur allgemeinen Nutzung. Dem zunehmenden Verkehr im Luftraum soll durch präzise Regelungen, Aktualisierungen und Neuverordnungen Rechnung getragen und von Flugschneisen über Villengegenden bis zur Verletzung internationaler Hoheitsrechte einheitliche Regularien geschaffen werden.

Was zählt zum Luftraum?
Bei der Definition des Luftraums werden zwei Gesichtspunkte berücksichtigt. Danach ist er zunächst schlicht ein freier, mit Luft gefüllter Raum über der Erdoberfläche. Weitere Einteilungen werden anhand seiner unterschiedlichen Gaszusammensetzungen vorgenommen: Bis zu einhundert Kilometer sind seine Atmosphärengase noch gut durchmischt. Dieser Bereich wird als Homosphäre bezeichnet und durch die sogenannte Kármán-Linie von der darüber liegenden Homo- bzw. Turbopause begrenzt. Auf rechtlicher Ebene zählt er zum jeweils unter ihm liegenden Hoheitsgebiet, das wiederum durch nationale Regelungen Einfluss auf seine Nutzung nehmen kann. Bestimmte Bereiche werden der Luftfahrt zur Verfügung gestellt.

Gesetze und Verordnungen
Die Erfüllung des Menschheitstraums Fliegen begann mit einem Gleitflug Otto Lilienthals 1891, wurde durch Motorenflüge der Gebrüder Wright fortgesetzt und findet heute stetige Weiterentwicklungen auf den Gebieten unbemannter Flugobjekte oder in der Raumfahrt. Prognosen deuten auf einen weltweiten Anstieg von vier Milliarden Passagieren innerhalb der kommenden zwei Jahrzehnte und damit einer Fluganzahl von über 50 Millionen im Jahr 2040. Zudem geraten Natur- und Umweltschutz, Lärmpegel und CO²-Emissionen rund um Flughäfen zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Die zahlreichen bereits bestehenden Gesetze und Verordnungen auf regionalen, nationalen und internationalen Ebenen sind insofern unerlässlich, allerdings gerade hinsichtlich des Umgangs mit unbemannten Flugobjekten unter Abwägung ihrer Verhältnismäßigkeit stetigen Neuerungen unterworfen.

Internationaler, nationaler und regionaler Flugverkehr
Der Luftraum über sämtliche einem Staat zugerechneten See- und Landgebiete fällt unter dessen Hoheitsrechte und darf entsprechend von diesem geregelt werden. Unbefugtes Eindringen in einen Luftraum wird im Normalfall als Verletzung landeseigener Hoheitsrechte angesehen. Quelle / gesamter Artikel bei: ‘Wissenschaft.de‘.

Gliding In The Alps

First video with our new Ventus-2a in the Alps from our club in the northern Alps: Habère-Poche (www.planeur74.com/), Sisteron and CNVV Saint-Auban in south alps. What a sailplane and nice flights! My favorite glider so far. Source: ‘Delobel Gliding Channel‘.

Silent 2 über Schwechat

Seit langem schon hatte ich den Traum, einmal mit der Silent 2 Electro über dem Flughafen Wien Schwechat zu fliegen. Mit Corona ergab sich dann ein Zeitfenster, dieses Vorhaben endlich in die Tat umsetzen zu können. Begleite mich auf diesem Abenteuer und sieh, was daraus geworden ist. Am Ende kam alles ein wenig anders als geplant – aber sieh selbst und schau dir das Video bis zum Ende an! Mit diesem Vorhaben konnte ich meine große Leidenschaft – das Segelfliegen – mit meinem Job als Linienpilot kombinieren. Quelle: ‘Youtube‘.

Proximity Flying with LAK 17c FES

Spectacular, proximity flying during the final glide with the electric LAK17c FES. It was the last competition day of the 3rd eGlide competition in Varese, Italy. Racing in the scenic area of Lake Maggiore and Lake Como in Italy and Switzerland is amazing. During eGlide competition flights, we are allowed to use between 1,5 kWh and 3 kWh of electric power. Source: ‘Youtube‘.

Die Mädels stellen sich vor

(…) Heute kommt ein kleines Special von mir in Form eines neuen Blogartikels. Und zwar habe ich mich dazu entschieden, ein paar Mitglieder des Vereins zu interviewen. Heute fange ich mal mit einer von uns drei jungen Frauen an… Quelle: ‘Düsseldorfer Aero-Klub‘.

Beinahe-Zusammenstoss geklärt

“Weil ein Segelflieger ohne eingeschalteten Transponder unterwegs war”, kam es 2016 über Düdingen (FR) fast zu einem Zusammenstoss mit zwei Militärjets. Zu diesem Schluss kommt die Unfalluntersuchungsstelle SUST. Wegen der hohen Geschwindigkeit sei es für Kampfjetpiloten schwierig, andere Luftfahrzeuge rein visuell rechtzeitig zu erkennen, so die SUST. Umso wichtiger ist deshalb die Aufgabe des militärischen Flugverkehrsleiters, der die Piloten rechtzeitig warnt. Dies kann er aber nur, wenn er weiss, wo sich andere Luftverkehrsteilnehmer befinden. Mit dem Signal des Transponders kann die Flugverkehrsleitung ein Luftfahrzeug identifizieren und lokalisieren.

In letzter Sekunde gesehen
Der Segelflieger, der in Saanen losgeflogen war, hatte laut Sust keinen eingeschalteten Transponder an Bord. Die Kampfjets steigen vom Militärflugplatz Payerne (VD) auf. Erst in letzter Sekunde sahen die Piloten einander. Der Segelflieger leitete ein Ausweichmanöver nach unten ein, während der eine Kampfjet nach oben auswich. Der zweite Jet überflog das Geschehen. Die geringste Annäherung der Jets an das Segelflugzeug betrug horizontal 30 m, vertikal 45 m.

«Mischverkehr»
Der Beinahezusammenstoss ereignete sich in einem Luftraum der Klasse E mit «Mischverkehr». Dort gilt das Prinzip «sehen und ausweichen». In der Vergangenheit kam es laut Sust immer wieder zu gefährlichen Annäherungen in solchen Lufträumen. «Häufig waren dabei Luftfahrzeuge involviert, die zwar mit einem Transponder ausgerüstet waren, dieser aber aufgrund eines fehlenden Transponderobligatoriums nicht eingeschaltet war», heisst es im SUST-Bericht. Quelle: ‘SRF‘ sowie ‘SUST‘.

Schnell durch die französischen Alpen

Video von “Fayence Soaring”: Nutzen Sie eine einzigartige Form des Aufwinds und verbessern Sie Ihren Streckensegelflug sowie die Geschwindikeit in den Bergen. Quelle: ‘Youtube‘.

Segelflugzeug aufrüsten

Dieses Video ist in einem Monat über 200’000 Mal auf Youtube betrachtet worden. Es zeigt hauptsächlich, wie attraktiv es sein kann, ein Segelflugzeug aufzurüsten. Quelle: ‘Youtube‘.

Unfall am Kuchelberggrat

Ein 60-jähriger Pilot aus dem Landkreis ist am Mittwoch, 11. August, mit seinem Segelflugzeug an einer Felswand im Bereich des Kuchelberggrates tödlich verunglückt. Die Bergung des Verstorbenen gestaltete sich als äußerst schwierig. Warum der Flieger abstürzte, ermittelt die Kriminalpolizei. Am Mittwoch machte sich der Einheimische mit einem Kleinflugzeug in Ohlstadt zu einem Rundflug auf. Am Abend kehrte er nicht mehr zurück. Jeglicher Kontaktversuch verlief ins Leere. Um 22 Uhr blieb dem Flugbetriebsleiter des Flugplatzes Ohlstadt-Pömetsried nichts anderes mehr übrig, als via Notruf bei der Integrierten Leitstelle den Segelflieger als vermisst zu melden. Sofort suchten der Polizeihubschrauber Edelweiß 3 und ein SAR-63-Helikopter nach dem verschollenen Fluggerät. Sie rechneten den letzten Standort aus: In den Ammergauer Alpen in der Nähe des Kuchelbergkopfes. Bis Donnerstag, 2 Uhr morgens, blieb die Fahndung erfolglos.

Pilot kann lang nicht geborgen werden
Im Laufe des Donnerstagvormittags setzten die Einsatzkräfte die Suche im hochalpinen Gelände sowohl auf bayerischer als auch auf Tiroler Seite mit drei Hubschraubern fort. Um kurz nach 11 Uhr entdeckte die Besatzung des Polizeihelikopters Edelweiß 8 das verunfallte Wrack des vermissten Motorseglers im nördlichen Bereich des Kuchelberggrates. In unmittelbarer Nähe zum Wrack sichtete sie auch den leblosen Körper des Piloten.

Ein Vordringen zur Absturzstelle war selbst für die beiden Polizeibergführer und die drei Einsatzkräfte der Bergwacht Oberammergau aufgrund des extrem steilen und brüchigen Felsgeländes zunächst nicht möglich. Zudem brach der Polizeihubschrauber mehrere Anflugversuche unmittelbar zum Wrack wegen widriger Witterungsbedingungen ab. Eine Rettungstruppe aus fünf Personen musste deshalb vorerst auf dem Grat ausharren. Erst gegen 16 Uhr ließ es das Wetter für kurze Zeit zu, einen Polizeibergführer an einem 50 Meter langen Seil per Rettungswinde vom Hubschrauber aus abzusetzen. Dann konnte endlich der Tote geborgen werden. Zur Klärung der Unfallursache hat die Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen mit Unterstützung von Luftfahrtsachverständigen die Ermittlungen übernommen. Noch sei die Absturzursache unklar, teilt Polizeipressesprecher Martin Emig vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit. Quelle: ‘Merkur‘.

Propeller verloren

Ein vom Flugplatz Schänis aus gestartetes Segelflugzeug mit Hilfsmotor verliert während des Flugs den Propeller. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) stuft den Vorfall als schwer ein.

Es herrscht bestes Flugwetter, als am Montagnachmittag des vergangenen 19. Juli ein Segelflugzeug mit Hilfsmotor mit der Immatrikulation HB-2467 vom Flugplatz Schänis abhebt. Am Steuerknüppel sitzt ein erfahrener 57-jähriger Schweizer Pilot. Das Flugzeug ist ein Zweiplätzer. Der Flieger hängt an der Schleppwinde eines Motorflugzeugs. Nachdem er die nötige Höhe erreicht hat, um mit Aufwinden ohne Motorhilfe weiter steigen zu können, wird das Seil ausgeklinkt. Im Verlaufe des weiteren Flugs startet der Pilot den Hilfsmotor, der sich oben am Segler befindet und der ausgeklappt werden kann. Während des Anlassvorgangs löst sich plötzlich der Propeller vom Motor und fällt in die Tiefe. Er schlägt im Raum Kaltbrunn/Benken im Riet auf. Trotz des Vorfalls, der sich um 17 Uhr ereignet hatte, kann der Pilot das Segelflugzeug anschliessend sicher auf dem Flugplatz Schänis landen. Dies geht aus einem Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) vom 11. August hervor. Sie hat zum verloren gegangenen Propeller eine Untersuchung eröffnet. Das Ergebnis steht noch aus. Die Sust spricht jedoch von einem «schweren Vorfall».

Bewohntes Gebiet meiden
Ein Fluglehrer des Flugplatzes Schänis, der nicht namentlich genannt werden will, sagt dazu: «Grundsätzlich gilt jeder Flugabbruch als schwerer Vorfall, auch wenn die Pilotin oder der Pilot sicher zum Flugplatz zurückkehren kann.» Der Fluglehrer gibt stellvertretend für den betroffenen Piloten Auskunft. Aber ein Propeller, der einfach so vom Himmel fliegt, der hätte ja Menschen, Tiere, Häuser oder Fahrzeuge treffen können. Der Fluglehrer verneint. Bewohntes Gebiet werde prinzipiell gemieden. Dies, um die Emissionen für Bewohnerinnen und Bewohner möglichst gering zu halten. Die Pilotinnen und Piloten des Flugplatzes Schänis würden in ihrer Ausbildung darauf sensibilisiert, Rücksicht zu nehmen.

Der abgestürzte Propeller ist aus Glasfasern hergestellt und wiegt zwei bis drei Kilogramm. Im Vergleich dazu seien Eisklötze aus grossen Passagiermaschinen viel grösser und würden einiges häufiger vom Himmel fallen, gibt der Fluglehrer zu bedenken.

Nicht voraussehbar
Wie lange der Pilot in der Luft war, welche Route er genau geflogen ist und ob er allein oder zu zweit unterwegs war, kann der Fluglehrer nicht sagen. Auch nicht, weshalb der Pilot den Hilfsmotor startete. Immerhin ging der Absturz des Propellers glimpflich aus. Gemäss Sust wurde niemand verletzt. Das Segelflugzeug wurde beim Unfall leicht beschädigt und es sei nur geringer Landschaden entstanden. Der Vorfall wird auf dem Flugplatz Schänis auch intern untersucht. Über den Grund, weshalb der Propeller vom Motor abgefallen war, kann laut dem Fluglehrer nur spekuliert werden. Es deute aber alles auf eine technische Ursache hin. Vor und während des Flugs seien am Segelflugzeug keine Probleme festgestellt worden, sagt der Fluglehrer. «Zudem hätte der Pilot keinerlei Möglichkeit gehabt, den Verlust des Propellers vorauszusehen oder zu verhindern.»

Vorerst stillgelegt
Das betroffene Flugzeug ist neun Jahre alt, kostet gegen 200 000 Franken und gehört der auf dem Flugplatz Schänis beheimateten Segelfluggruppe Lägern. Die neun Jahre seien noch kein Alter für ein Segelflugzeug, sagt der Fluglehrer weiter. Segelflugzeuge könnten gut und gerne 50 bis 60 Jahre in der Luft sein. Die Wartungsarbeiten erfolgten in Schänis gemäss Herstellervorgaben in sehr kurzen Abständen. Nach jeweils 25 Betriebsstunden würden die Motoren kontrolliert. Gebaut hat das Segelflugzeug die Schempp-Hirth in Kirchheim unter Teck in Deutschland. Dort steht der vorerst stillgelegte Flieger aktuell in einem Hangar, wo er vom Hersteller und in Zusammenarbeit mit der europäischen Luftfahrtbehörde untersucht wird. Besonders interessant macht den Fall des losgelösten Propellers, dass es sich dabei um den ersten bekannten Vorfall dieser Art überhaupt in ganz Europa handelt, wie der Fluglehrer erklärt. Damit sich ein solcher nicht wiederhole, gehe es nun darum, die mögliche Ursache zu finden und zu beheben. Quelle: ‘Südostschweiz‘.

Seilriss an der Winde

In Günterode im Landkreis Eichsfeld ist am Mittwochabend, 25. August, ein Segelflugzeug notgelandet. Die Situation ging glücklicherweise glimpflich aus. Wie die Feuerwehr Günterode mitteilt, ereignete sich der Vorfall am Flugplatz Günterode. Laut Polizeiangaben wurde der Flieger mit einer Winde gestartet. Das Manöver lief leider nicht wie geplant. Wie der MDR schreibt, riss beim Windestart das Seil. Da der Segelflieger noch nicht die erforderliche Mindesthöhe erreicht hatte, musste er den geplanten Flug sofort abbrechen und notlanden. Dabei kam es zu Komplikationen. Beim Versuch, das Flugzeug sicher auf den Boden zu bringen, stieß das Luftfahrzeug mit einem Verkehrsschild zusammen. Die zweiköpfige Crew, die laut MDR-Angaben an Bord war, wurde aber nicht verletzt, allerdings entstand am Flugzeug erheblicher Schaden. Quelle: ‘Tag24.de‘.

LSC Nordhalben: neuer Segler

Der Luftsport-Club Nordhalben baut seinen Flugzeugpark aus. Inzwischen kann der Verein vier Segelflugzeuge sein Eigentum nennen. Das neuste ist ein vom Typ G103 A Twin II Acro. Wie Ausbildungsleiter Christian Walle mitteilte, soll mit diesem Flugzeug die Lücke in der Ausbildung zwischen den am Anfang genutzten Holzfliegern und modernen Kunststofffliegern geschlossen werden. Auch möchte man den neuen Segler dazu nutzen, um die Flugschüler besser in Sachen Streckenflug ausbilden zu können. Mit den Holzfliegern sei dies nur bedingt möglich. Der Verein hat inzwischen sechs Flugschüler, von denen zwei kurz vor der Prüfungsreife stehen. Weitere Flugschüler zeichnen sich nach Angaben von Walle bereits ab. Die zwei Mädchen und vier Jungen sind sehr engagiert und verbringen einen Großteil ihrer Freizeit auf dem Flugplatz, um bei Instandhaltung, Wartung und Pflege von Flugzeugen sowie Flugplatz zu unterstützen. Das neue Fluggerät steht aber natürlich auch für Gäste zur Verfügung, betonte 2. Vorsitzender Max Deckelmann. Als Doppelsitzer bietet es auch die Möglichkeit, das Erlebnis des Fliegens mitzuerleben, ohne selbst Pilot zu sein. Derzeit hat der Verein bereits Gruppe von einem Fliegerverein aus Dänemark zu Gast. Und man habe bereits Anfragen für 2022. Im Anschluss an das Zeltlager mit der Dänischen Gastgruppe will der Luftsport-Club noch eine weitere Woche Flugbetrieb abhalten. In dieser Zeit bietet der Verein auch Gästen die Möglichkeit, im neuen Doppelsitzer mitzufliegen. Deckelmann weist aber darauf hin, dass aktuell eine Voranmeldung nötig ist. Quelle: ‘Neue Presse‘.

Serres: Motorsegler-Unfall

Am Montag, dem 2. August, ereignete sich gegen 17.30 Uhr auf dem Flugplatz Serres-La Bâtie-Montsaléon ein Unfall mit einem Motorsegler. Nach den ersten Erkenntnissen der Feuerwehr kam eine Person, die nach dem Absturz im Flugzeug eingeklemmt war, ums Leben. Rettungskräfte aus den Rettungszentren von Aspres-sur-Buëch, Laragne-Montéglin, Serres und Veynes waren im Einsatz. Im Gegensatz zu einem Segelflugzeug, das eine Winde oder ein Schleppflugzeug benötigt, um zu starten, ist das Motorsegelflugzeug dank eines Hilfsmotors beim Start autonom. Quelle: ‘LeDauphine.com‘. Eintrag in ‘Aviation Safety‘.

Segelflugzeug in Donau gestürzt

Am Donnerstagmittag ist in Linz ein Segelflugzeug im Bereich des Segelflugplatzes in die Donau gestürzt. Der Pilot konnte von couragierten Unfallzeugen gerettet werden, die ins Wasser sprangen, um ihn aus dem Fluss zu ziehen. Das Flugzeug ging kurz darauf unter. Kurz nach dem Start vom Segelflugplatz in Linz-Urfahr stürzte die DG 800, ein einsitziges Motorsegelflugzeug, in die Donau. Laut Augenzeugen fiel der Motor aus. Der 69-jährige Pilot aus Leonding flog zu diesem Zeitpunkt in einer Höhe von rund 60 Metern, versuchte noch zu landen, stürzte dann aber steil in den Fluss. So schildert ein Vereinskollege des Verunglückten, im Interview mit Radio Oberösterreich den Unfall. Der Augenzeuge handelte sofort, fuhr zur Donau und sprang ins Wasser, um den Piloten zu retten. Der schwer verletzte Pilot wurde ins Linzer Unfallkrankenhaus gebracht und wird dort auf der Intensivstation behandelt. Er soll laut Auskunft der Mediziner Rippenbrüche, Lungen- sowie eine Augenverletzung erlitten haben, aber nicht in Lebensgefahr sein.

Keine Gefahr für Schifffahrt
Die Suche nach der DG 800 wurde am Donnerstagnachmittag ergebnislos abgebrochen. Obwohl ein Echolot und eine Drohne zum Einsatz kamen, konnte das Flugzeug nicht gefunden werden. Der Einsitzer wird in der Nähe der Steyregger Eisenbahnbrücke in einem rund zwei Kilometer langen Flussabschnitt vermutet. Das Flugzeug liege in acht Meter Tiefe und stelle keine Gefahr für die Schifffahrt oder das darunterliegende Kraftwerk Abwinden-Asten dar, sagte die Schifffahrtsaufsicht Linz auf Nachfrage von ORF Oberösterreich. Die Wasserrechtsbehörde bzw. die Flugunfallkommission müssen nun entscheiden, ob weiter nach dem Wrack gesucht werden soll.

Retter zweifacher Schutzengel
Der couragierte Augenzeuge ist übrigens schon erfahren im Retten von Piloten. Er zog erst im Juli des Vorjahres einen verunglückten Kollegen aus dem Wasser. Auch da war der Pilot eines Segelflugzeugs bei Linz in die Donau gestürzt. Der Leondinger sprang, wie beim Unfall Donnerstagmittag, in den Fluss und drehte mit weiteren Ersthelfern die Maschine im Wasser so um, dass sie den Verunglückten bergen konnten. Auch da trug der Lebensretter den schwer verletzten Piloten ans Ufer. Der 52-jährige Pilot überlebte den Flugunfall. Quelle: ‘ORF’.

3 (Vereins-) Rekorde an einem Tag

Für ein solches Vorhaben muss alles passen, vor allem die Thermik. Und so fackelten Simon Ehrenschwendtner, Vorsitzender der Fluggruppe Alt-Neuötting, 2. Vorsitzender Arthur Schweighofer, Segelflugreferent Hermann Maurer und das langjährige Mitglied Siegfried Schmelz nicht lange, als sie sahen, dass am Dienstag, 1. Juni, einer dieser wenigen Tage war, an dem alles passte. Sie stiegen in ihre Segelflieger, ließen sich von Schlepperpilot Konrad Baueregger nacheinander in die Luft ziehen und segelten los; ganz ohne Motor, angetrieben durch die Energie der Sonne. Ihr Ziel: die seltene Wetterlage ausnutzen und ganz nebenbei neue Vereinsrekorde aufstellen.

Der erste stand schon am Boden fest und für ihn brauchte es keine Leistung: Bis auf den Segelflugreferenten sind alle der Flieger Rentner, so dass in vier Flugzeugen insgesamt 250 Lebensjahre zeitgleich in der Luft waren. Rekord Nummer zwei und drei standen erst am Ende des Tages fest: Mit zwei Mal über acht Stunden und zwei Mal über fünf Stunden war die “Rentnertruppe” der Fluggruppe Alt-Neuötting insgesamt 27:03 Stunden in der Luft und flog dabei in Summe 1117 Kilometer. “Das sei ein seltenes Ereignis”, betont Ehrenschwendtner, der sich sicher ist, dass auch das noch nicht erreicht wurde. Der Vorsitzende war es auch, der den dritten Rekord des Dienstags aufstellte: Er war exakt 8:10 Stunden in der Luft. Das habe er in 35 Jahren Segelfliegen noch nicht geschafft, sagt er. Quelle: ‘PNP‘.

Von Bad Schwartau per Flugzeug ins Gefängnis

Im Sommer 1970 überquert Gerhard Littmann aus Bad Schwartau mit seinem Segelflugzeug unfreiwillig die innerdeutsche Grenze. Es ist ein Fehlflug, der seine Familie entzweit. Als Gerhard Littmann im Sommer 1970 die Tür seines Hauses in Bad Schwartau (Kreis Ostholstein) hinter sich zuschlägt, ahnen weder seine Frau noch er selbst, dass sie sich für lange Zeit nicht sehen werden. Das Wetter ist gut. Der damals 44 Jahre alte Littmann ist begeisterter Segelflieger. Er fährt nach Lübeck-Blankensee und hebt kurz darauf mit seinem Segelflugzeug von der Landebahn ab. Dass der Kompass nicht richtig anzeigt, bemerkt der Pilot nicht. Eine Karte hat er nicht dabei. Als er sich über dem Ratzeburger See wähnt, ist Littmann tatsächlich über dem Schaalsee – und durch den verläuft die innerdeutsche Grenze. In diesem Moment beginnt eine deutsch-deutsche Horrorgeschichte.

Innerdeutscher Grenzflug: “Oh je, du bist hier falsch”
Es ist der 13. August, der neunte Jahrestag des Mauerbaus. Die DDR ist an diesem Datum eine Paraden-Republik. Eine Dienstanweisung von Stasi-Chef Erich Mielke sieht die Festnahme von sogenannten Luftraumverletzern vor. Als Littmann merkt: “Oh je, du bist hier falsch”, ist es schon zu spät. Ein Flugzeug von DDR-Streitkräften zwingt ihn zur Notlandung. Die freundliche Begrüßungsstimmung am Boden kippt schnell. Littmann kommt in Untersuchungshaft, wird später zu einem Jahr und acht Monaten Isolationshaft verurteilt. “Ich wäre fast zusammengekippt”, so Littmann 44 Jahre später im Rahmen der NDR Fernseh-Dokumentation “Grenzflieger – Als der Himmel noch geteilt war”. Seine Familie steht fortan im Fokus der Stasi. Unter anderem stellt Littmanns Frau in dem eigenen Geschäft in Bad Schwartau eine junge Verkäuferin an, die sich später als DDR-Agentin entpuppt.

Über 400 unfreiwillige Grenzflieger bis zum Mauerfall 1989
Mit seinem folgenschweren Irrtum steht Gerhard Littmann nicht alleine da: Mehr als 400 westdeutsche Kleinflugzeuge übertreten bis zum Mauerfall 1989 unfreiwillig die innerdeutsche Grenze – meist wegen schlechter Sichtverhältnisse oder Wetterturbulenzen, wenn die Piloten von grenznahen Flugplätzen in Niedersachsen oder Schleswig-Holstein starten. So harmlos die Fehlflüge sind, so harsch reagiert die DDR: Die “Verletzung der Staatsgrenze” hat in der Regel monatelange Inhaftierungen der Piloten in DDR-Gefängnissen zur Folge, Auslieferungsverhandlungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR bis hin zum Häftlingsfreikauf und hohen Kosten für die Rückführung der Flugzeuge. Quelle: ‘NDR‘.

Shark-Treffen 2021

Das von Gustav Remschnig im Jahr 2019 ins Leben gerufene Shark-Treffen fand heuer bereits zum dritten Mal vom 10. bis zum 17. Juli in Beilngries statt. Der schöne und gepflegte Flugplatz am Rande der „Rennstrecke“ Bayrischer Wald war groß genug, um die vielen Teilnehmer unterzubringen. Organisator Vorort war Klaus Gruber. Nach den beiden ersten Shark-Treffen 2019 in Friesach (A) und 2020 in Hilzingen (D) nahmen wiederum etwa 60% mehr – somit also 20 HPH Flugzeuge und etwa 35 Personen daran teil (17 Einsitzer und 3 TWIN SHARK). Aus den benachbarten Ländern waren besonders Schweizer Piloten stark vertreten – sechs Flugzeuge kamen mit HB-Kennung zum Shark-Treffen. Zwei weitere Schweizer Shark-Besitzer mussten leider im letzten Moment absagen – aus beruflichen Gründen. Die kameradschaftlich- freundschaftliche Basis der teilnehmenden Piloten ist sicherlich für die positive Entwicklung des Shark-Treffens verantwortlich. Der Erfahrungsaustausch unter den Besitzern von baugleichen Mustern hat bisher jedem Teilnehmer einen praktischen Nutzen gebracht. Unter der Führung von CEO Jaroslav Potmesil (und Juniorchef Jakub) kam der Produktionsleiter Jaroslav Kopetzky samt dreiköpfigem Technikerteam zum Shark-Treffen, um technisches „Fullservice“ anzubieten. Verschiedene kleinere Reparaturen und Kontrollen wurden an Ort und Stelle KOSTENLOS durchgeführt – und dies je einmal am Beginn UND am Ende des Treffens (!).

Mitte der Woche wurden die Teilnehmer durch den Besuch von Spindelberger Geschäftsführer Felix Hoffmann überrascht. Felix lieferte Ersatzteile und kümmerte sich um alle Cobra Anhänger, dabei justierte er die Flächenhalterungen und die Nasenhalterungen bei JEDEM Anhänger und spendierte je eine Abdeckhaube für die Deichsel. Am Donnerstagabend gab es einen interessanten Vortrag von Felix Hoffmann über die Firma Spindelberger und die diversen COBRA Typen.

Aufgrund der AERO Absage kamen viele interessierte Kunden zum Probefliegen nach Beilngries. Die Möglichkeit der Testflüge mit einem SHARK FES und TWIN SHARK nahmen so viele Leute an, dass man phasenweise an die Kapazitätsgrenze stieß. Obwohl das Wetter keine ganz großen Streckenflüge zuließ, konnten die Probeflüge großteils
„durchgebracht“ werden. Nur an einem einzigen Tag fand kein Fliegen wegen Regens statt – man hatte noch Glück, denn während dieser Woche ereigneten sich im Westen Deutschlands die verheerenden Jahrhundertunwetter.

Die Stimmung unter den Teilnehmern war trotz des eher mäßigen Wetters großartig. Viele neue Freundschaften wurden geknüpft, einige „Fliegerfrauen“ genossen die schöne Landschaft und bewunderten das ungemein gepflegte Städtchen Beilngries. Schiffsfahrten zum Donaudurchbruch oder Ausflüge nach Regensburg wurden bei stark bewölktem Wetter durchgeführt. Abends wurde meistens gemeinsam gegessen, auch hier hat Klaus Gruber sein Organisationstalent beeindruckend unter Beweis gestellt.
Mit dem Versprechen, einander beim nächsten Shark-Treffen wiederzusehen, ging das Treffen gottlob ohne Zwischenfälle am Samstag, den 17.07. zu Ende. Dies war sicherlich der perfekten Organisation von Klaus Gruber und seinem Team sowie des vorbildlichen Verhaltens der Teilnehmer geschuldet. Autor: Gustav Remschnig.

“Grunau-Baby” restauriert

Konstruiert vor 90 Jahren, fertig gebaut vor über 60 Jahren – da bröckelt die Fassade so langsam und die neuesten technischen Standards sind auch nicht gegeben. Gemeint ist das “Grunau-Baby”. Dabei handelt es sich um ein hölzernes, knapp 100 Kilo schweres Segelflugzeug, das seit der Jahrtausendwende auf dem Dümpel in Bergneustadt verweilt und seit 2014 im Besitz des Luftsport Club (LSC) Dümpel ist. Im vergangenen Jahr bat der LSC um Mithilfe zur Restaurierung (OA berichtete). Diese wurde inzwischen beendet und somit konnte der Segler am Freitagnachmittag nach seiner „Wiedergeburt“ wieder zum Flug ansetzen.

“Unser Baby hat Charme und eine Seele. Es fliegt hoffentlich immer weiter und weiter und weiter”, meinte Frank Patt vom LSC. Das Schätzchen der Bergneustädter war in der Vorkriegszeit sehr populär und wurde zwischen 1931 und 1945 mehr als 5.000-mal gebaut. Dabei setzte Konstrukteur Edmund Schneider vor allem auf einen simplen Aufbau, sodass alle Teile mit wenig Werkzeug zusammengesetzt werden können. 60 Jahre Betrieb und 3.600 Starts haben Spuren am Segelflieger hinterlassen. Im vergangenen Herbst haben sich die Volksbank Oberberg und der LSC zusammengetan und eine Initiative ins Leben gerufen, bei der sich knapp 100 Unterstützer vom Verein sowie weitere Flugsportfans beteiligten. Insgesamt kamen 3.850 Euro zusammen, wovon 2.950 Euro gespendet und 900 Euro von der Volksbank dazugegeben wurden.

“Es waren Kleinigkeiten, die aber viel Zeit in Anspruch genommen haben. Trotz der vielen Jahre auf dem Buckel strahlt unser Baby wieder”, so Bastian Koppen vom LSC, der gestern ins Cockpit des Fliegers gestiegen ist. Die rissige Bespannung wurde erneuert, viele Holzverklebungen mussten nachgearbeitet werden und die Steuerelemente wurden überholt. Über 500 Arbeitsstunden investierten drei Mitglieder des LSC zwischen Mai und Dezember 2020, um alles fertigzustellen. Ein motorisiertes Flugzeug zog das “Grunau-Baby” in den Bergneustädter Himmel. Am ersten Juliwochenende können Interessierte den beflügelten Oldtimer und weitere Segelflieger aus nächster Nähe unter die Lupe nehmen. Ein Schnupperwochenende soll allen Flugbegeisterten Ausblicke in Oberbergs Horizonte verschaffen. Quelle: ‘Oberberg aktuell‘.

Segelflieger aus dem MK fliegen bis an den Rhein

Die Flieger des LSV Hegenscheid nutzen das gute Wetter, wann immer es geht. Das lädt nämlich zum Streckensegelflug ein. „Bei diesem versucht man, durch geschicktes Ausnutzen von Aufwinden eine Strecke von mehreren hundert Kilometern zurückzulegen und am Ende wieder an seinem Startflugplatz zu landen“, erläutert Anna-Laura Geusen vom LSV Hegenscheid. „Da man erstmal klein anfängt und damit auch Flugschüler einen Einblick erhalten, gehören kleinere Streckflüge zur Pilotenausbildung dazu.“ Und so hob am Wochenende auch das doppelsitziges Schulflugzeug ab. Im Cockpit die erst 14-jährige Nina Braselmann, zusammen mit dem Vorsitzenden des LSV, Philipp Hilker. Begleitet wurden sie von Vivian Hilker in einem Einsitzer-Segelflugzeug, die das erste Mal allein „auf Strecke ging“. Auch die fertig ausgebildeten Piloten bestaunten das Sauerland, den Rhein und das Siegerland von oben.
Corona verhagelt Saisonstart nicht

Derzeit bereitet sich der LSV schon auf die nächste Aktion vor: Auf dem Segelflugplatz am Hegenscheid wird vom 31. Juli bis 15. August ein Ferienlager stattfinden, das vor allem den Flugschülern Trainingsmöglichkeiten bietet, um der Pilotenlizenz näher zu kommen. „Man kann bereits mit 13 Jahren mit dem Segelfliegen beginnen“, sagt Geusen. Der Verein freut sich immer über Nachwuchs. Ebenso froh sind die Segelflieger, dass Corona ihnen nicht den Saisonstart verhagelt hat. „Das Fliegen als Outdoor-Sportart war trotz Corona bereits relativ früh wieder möglich“, sagt Anna-Lena Geusen. So starteten sie bereits trotz winterlicher Temperaturen bereits an Ostern und nutzten auch danach jede Gelegenheit, um das Sauerland von oben zu genießen. „Dabei entdeckten sie auch, dass Masken auch Nasen wärmen können“, sagt Geusen schmunzelnd.

Nachwuchs immer willkommen
In der ersten Mai-Woche fand bereits eine Segelkunstflug-Woche statt, wobei sich die Hegenscheider Flieger wortwörtlich um alle Achsen drehten, wenn nicht gerade ein Regen- oder Schneeschauer alle Pläne durchkreuzte. Wer Interesse am Segelfliegen hat, ist dem Hegenscheid willkommen. Quelle: ‘come-on.de‘.

Nicht auf dem Holzweg

Jan Lyczywek und Markus Schweiger fliegen ab dem Segelflugzentrum Unterwössen in zwei Holzklasse-Flugzeugen, einer Ka 6 und einem L-Spatz, anfangs Juli während rund acht Stunden dauernden Flügen mehr als 400 km und queren dabei zweimal den Hauptalpenkamm. Quelle: ‘weGlide’.

Segelflugzeug-Bruchlandung

Ein 34jähriger aus Hannover hat am Samstagabend eine Bruchlandung in Lofer im Salzburger Pinzgau verletzt überstanden. Der Mann war im Bereich Chiemsee in Bayern gestartet und wollte in Richtung Zell am See und wieder retour fliegen. Im Grenzgebiet zwischen Waidring (Tirol) und Lofer verlor er stark an Thermik und entschied sich für eine Notlandung. Das Fluggerät setzte steil auf und zerbrach in mehrere Teile, berichtete die Polizei. Der Deutsche geriet kurz nach 20.00 Uhr in Turbulenzen. Herbeigeeilte Retter fanden den Verletzten im Flugzeug sitzend und gesichert. Er war ansprechbar und kam mit dem Rettungshubschrauber ins Uniklinikum Salzburg. Quelle: ‘Die Presse‘.