Schlagwort-Archiv: Meisterschaft

Keine DM der Frauen in 2026

Im Jahr 2026 wird keine Deutsche Meisterschaft der Frauen stattfinden. Stattdessen wird im Oktober 2026 die neue Nationalmannschaft der Frauen gemäß SWO Anlage A bestimmt.

Zusammenfassend bedeutet dies:

  • Die Nationalmannschaft der Frauen wird aus den drei bestplatzierten Pilotinnen der jeweiligen klassenweisen (neuen) Deutschen Rangliste Segelflug in den Klassen Club, Standard und 18m zum Stichtag 30.09.2026 bestimmt.
  • Die nach diesem Verfahren bestimmten Pilotinnen werden am 01.10.2026 informiert und müssen spätestens bis zum 15.10.2026 ihre Nominierung zur Frauen-National-Mannschaft bestätigen.
  • Verzichtet eine Pilotin auf ihre Nominierung, wird entsprechend der jeweiligen klassenweisen (neuen) Deutschen Rangliste Segelflug nachgerückt.

    Quelle: BuKo Segelflug.

Békéscsaba 2025 – Rückblick aus Piloten-Sicht

Autor: Guido Halter

Vom 22. Juli bis Anfang August starteten Rainer Cronjäger und Guido Halter in der 20-m-Doppelsitzerklasse mit einem Arcus T bei der Meisterschaft im ungarischen Békéscsaba. Die Stadt im Südosten Ungarns, nahe der rumänischen Grenze, ist von Mitteleuropa aus in rund 1’100 Kilometern fast vollständig über Autobahnen erreichbar.

Die Trainingstage boten ideale Thermik, um sich mit Flugzeug und Instrumentierung vertraut zu machen. Am Samstag folgte die Eröffnungszeremonie in der Innenstadt, doch schon am Abend zog eine Kaltfront durch. So konnten an den ersten drei Wettbewerbstagen keine Wertungsflüge stattfinden.

Dann drehte das Wetter: Vier starke Wertungstage mit Strecken zwischen 400- und über 500 km brachten spannende Flüge. Am schnellsten war ein 420-km-Task mit 137 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Besonders der dritte Tag stach heraus – mit Platz 2 in der Tageswertung kletterte das Team auf Gesamtrang 4, dicht hinter der Spitze.

Eine weitere Front brachte zwei Ruhetage, die für Ausflüge genutzt wurden. Der fünfte Wertungstag erwies sich als Knackpunkt: niedrige Basis, hohe Wolkenfelder, ein riskanter Entschluss – und schließlich Motorstart in nur 200 Metern Höhe. Damit rutschte das Duo von Platz 4 auf 18 ab, ohne Chance auf die Top 10.

Tags darauf folgte die Antwort: Bei ähnlichen Bedingungen gelang ein Tagessieg. In der Gesamtwertung brachte er eine Verbesserung und die Stimmung des Teams ging damit wieder deutlich nach oben. Die beiden letzten Wettbewerbstage mit Blauthermik endeten mit soliden Mittelfeldplätzen und Rang 17.

Mit 87 Prozent der Siegerpunkte und zwei Podestplätzen in den Tageswertungen zeigten sich die Piloten – abgesehen vom fünften Tag – zufrieden. Békéscsaba bot nicht nur fliegerische Herausforderungen, sondern auch die Gelegenheit, ein neues Gebiet und seine herzliche Gastfreundschaft kennenzulernen.

Zwei Erfolge für den AC Langenselbold

Am vergangenen Wochenende wurden auf dem Fluggelände Bienenfarm im Havelland die Weltmeisterschaften im Kunstflug für historische Flugzeuge ausgetragen. Bei den Vintage Aerobatic World Championships 2025 startete Fluglehrer Christoph Zahn mit einem besonderen Flugzeugtyp: dem „Habicht“. Dieser wurde 1936 von Hans Jakob konstruiert und im Jahr 2001 von Christoph gemeinsam mit seinem Vater originalgetreu als Holzflugzeug nachgebaut. Auf der Bienenfarm, wo der Verein Quax beheimatet ist und historische Luftfahrttechnik gepflegt wird, war der Rahmen für die Oldtimer-Kunstflugweltmeisterschaft ideal. In beiden Kunstflugkategorien konnte Christoph Zahn überzeugen und sich den Titel „Weltmeister im Oldtimerkunstflug“ sichern.

Christoph Zahn – Weltmeister im Oldtimerkunstflug

Parallel dazu fanden auf dem Flugplatz Burg Feuerstein die Qualifikations-Meisterschaften der Clubklasse zur Deutschen Meisterschaft statt. Trotz wetterbedingter Einschränkungen konnte an drei Tagen geflogen werden. Der Ausbildungsleiter des AC Langenselbold, Jan Schäfer, erreichte dort mit der Vereins-LS4 einen Podiumsplatz und gewann Bronze. Damit qualifizierte er sich für die Deutschen Meisterschaften 2026 und wurde zugleich für zwei Jahre in den hessischen D-Kader berufen.

Reinsdorf-Challenge

Vom 22. bis 28. September 2025 verwandelt sich der Flugplatz Reinsdorf (EDOD) südlich von Berlin wieder in ein Mekka für alle Fans des Motorkunstflugs. Denn dann heißt es: „Willkommen zur Reinsdorf-Challenge – der 25. Brandenburgischen Meisterschaft im Motorkunstflug.

Organisiert vom Deutschen Kunstflugverband erwartet Sie eine Woche voller Präzision, Adrenalin und Leidenschaft für den Kunstflug. Auf dem Programm stehen Wertungsflüge in den Kategorien Sportsman, Intermediate und Advanced – mit bekannten, unbekannten und natürlich der ultimativen Reinsdorf Challenge-Kür.

Der Ablauf in Kürze:

  • 22. September (Montag): Anreise, Briefing und erste Trainingsflüge
  • 23. September (Dienstag): Trainingsprogramm
  • 24.–27. September (Mittwoch bis Samstag): Wertungsflüge in allen Kategorien
  • 27. September (Samstagabend): Siegerehrung und gemeinsames Abendessen
  • 28. September (Sonntag): Abreise

Das Ziel:

Geflogen wird um den Titel des Brandenburgischen Meisters – aber auch Einsteiger und Aufsteiger sind ausdrücklich willkommen. Die Reinsdorf Challenge ist nicht nur ein Wettbewerb, sondern auch eine Plattform, um Nachwuchspiloten an den Kunstflug heranzuführen.

Teilnahmebedingungen:

  • Gültige Lizenz mit Kunstflug-Berechtigung
  • Flugzeuge mit Kunstflug-Zulassung und gültigen Papieren
  • Teilnahmegebühr: 250 € (inkl. Organisationskosten und Abschlussfeier)
  • Maximal 15 Startplätze – also schnell anmelden!

Anmeldung bitte bis 10. September 2025

-> Ausschreibung und Anmeldung

Doppelsitzer DM in Brandenburg

Die 14. große Veranstaltung des Fliegerklubs Brandenburg e.V. begann am 11. August 2025 unter außergewöhnlichen Bedingungen. Was als routinierter Start in die Deutsche Meisterschaft der Doppelsitzerklasse geplant war, entwickelte sich zu einem diplomatischen und logistischen Kraftakt, als bekannt wurde, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky zu einer Digitalkonferenz mit europäischen Regierungsvertretern nach Berlin reisen würde.

Luftraumsperre bremst Segelflugpiloten aus
Die Auswirkungen des Präsidentenbesuchs waren für die 45 angereisten Zweierteams aus ganz Deutschland sofort spürbar. Ab 10 Uhr morgens wurde eine Luftraumsperre verhängt, die bis 23 Uhr andauern sollte. Der Sperrradius von 30 nautischen Meilen (etwa 65 Kilometer) um Berlin erfasste dabei gerade noch den Flugplatz Brandenburg-Mühlenfeld, der sich am Rand der Sperrzone befand. Gemeinsam mit der vor Ort befindlichen Polizei wurde am Vormittag intensiv daran gearbeitet, eine Ausnahme-Genehmigung für den ersten Wettkampftag zu erwirken. Die Bemühungen waren erfolgreich: Ab 12:30 Uhr durften die Segelflugzeuge starten, allerdings nur in westlicher Richtung, weg vom Sperrkreis um Berlin.

Wetter macht den Piloten einen Strich durch die Rechnung
Doch die diplomatischen Hürden waren nicht die einzigen Herausforderungen des Tages. Gegen 13 Uhr starteten nach einem Wetterflieger die ersten drei Doppelsitzer in die Luft. Die Hoffnungen auf einen erfolgreichen ersten Wettkampftag wurden jedoch schnell gedämpft: Die Piloten kehrten nach kurzer Zeit wieder zurück, da das Wetter nicht mitspielte und aufgrund fehlender Thermik an einen erfolgreichen Segelflug nicht zu denken war. Eine erneute Startzeit wurde für 14 Uhr angesetzt, doch wenig später musste der Flugtag neutralisiert werden.

Nach neun Flugtagen präsentiert sich die Schlussrangliste wie folgt:

  1. Rang: Omsels & Leucker, Arcus T
  2. Rang: Theisinger Martin & Frey, Arcus M
  3. Rang: Hillebrand & Meyer, Arcus M

-> Gesamtrangliste.
-> Webseite des Veranstalters

Tradition und Innovation am Himmel über Brandenburg
Die Deutsche Meisterschaft Doppelsitzer 2025 vom 11. bis 23. August ist bereits der 14. große Wettbewerb, den der Fliegerklub Brandenburg ausrichtet. Parallel zur Deutschen Meisterschaft findet das 14. Offene Märkische Vergleichsfliegen statt, was die Bedeutung des Standorts Brandenburg-Mühlenfeld für den deutschen Segelflugsport unterstreicht.

Die 45 teilnehmenden Zweierteams stammen aus ganz Deutschland, mit starker Beteiligung aus Bayern, Baden-Württemberg und Norddeutschland. Für viele Piloten geht es bei dieser Meisterschaft um mehr als nur den Titel: Die Qualifikation für die Nationalmannschaft und damit die Tickets für die nächste Europa- oder Weltmeisterschaft stehen auf dem Spiel.

Moderne Technik für umweltbewussteren Segelflugsport
Der Fliegerklub Brandenburg legt Wert auf die Modernisierung seiner Schleppflugzeuge. Die traditionellen Oberdecker vom Typ „Wilga“, die jahrzehntelang als unermüdliche Schleppflugzeuge im Einsatz waren, wurden durch neue, leisere und treibstoffsparende Fluggeräte vom Typ Breezer B850 ersetzt.

Etwa zwei Drittel der startenden Flugzeuge sind auf diese Schleppflugzeuge angewiesen, um in die Luft zu kommen. Das andere Drittel ist mit Klappmotoren ausgestattet, die einen selbstständigen Start ermöglichen.

Clubklasse-Qualifikation Burg Feuerstein

Vom 31. Juli bis 9. August wurde auf dem Flugplatz Burg Feuerstein der Qualifikations-Wettbewerb für die Clubklasse ausgetragen. Leider konnten nur drei Flugtage gewertet werden.

  1. Rang: Etienne Dollhausen, LS 1
  2. Rang: Moritz Lübstorf, LS 3
  3. Rang: Jan Schaefer, LS 4

-> Gesamte Rangliste

DoSi-DM in Brandenburg an der Havel

Die diesjährige Deutsche Meisterschaft im Segelflug findet zwischen dem 12.8. und 23.08. am Fliegerklub Brandenburg e.V. in Brandenburg an der Havel unter Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Steffen Scheller statt.

Ein spannender Event in der Sportstadt Brandenburg. Der Fliegerklub Brandenburg e.V. freut sich, die besten Pilotinnen und Piloten Deutschlands willkommen zu heissen. Während der zehn Wertungstage messen sich 90 Pilotinnen und Piloten.

-> Webseite des Veranstalters
-> aktuelle Resultate

Drei Tage mussten reichen

Mit nur einem Trainingstag und zwei fliegbaren Wettbewerbstagen fiel das Wetter-Fenster der diesjährigen Qualifikationsmeisterschaften in Varrelbusch knapp aus. Der ursprünglich vom 2. bis 12. Juli angesetzte Wettbewerb forderte Geduld von Teilnehmenden und Organisation – belohnt wurde das Warten mit zwei gelungenen Wertungstagen und überraschend guten Bedingungen.

In der Clubklasse siegte Hauke Schmoranzer (LS4), der sich auch den niedersächsischen Meistertitel sicherte. In der Standardklasse holte Jan Schulz (LS8) den Gesamtsieg, während Meike Müller (LS8) als Landesmeisterin ausgezeichnet wurde. Insgesamt 48 Pilotinnen und Piloten (27 in der Club-, 21 in der Standardklasse) gingen an den Start. Trotz der eingeschränkten Flugtage qualifizierten sich voraussichtlich je neun und acht Teilnehmende für die Deutschen Meisterschaften 2026 – abhängig von den Ergebnissen der anderen Qualifikationen.

Die Flugtage am 9. und 11. Juli boten anspruchsvolle, aber faire Aufgaben mit teils beachtlichen Schnittgeschwindigkeiten, vor allem über der Lüneburger Heide. Die Atmosphäre blieb trotz der wetterbedingten Pausen positiv: In Hangar und Werkstatt wurde gemeinsam diskutiert, gelacht und organisiert. Über 30 Helferinnen und Helfer sorgten mit großem Einsatz täglich für einen reibungslosen Ablauf – sei es an der Winde, im Wettbewerbsbüro oder am Grill. Ein Highlight war der überraschende Besuch eines Marinehelikopters der Bundeswehr, der für eine kurze Flugshow und spannende Gespräche sorgte.

Clubklasse:

  1. Rang: Hauke Schmoranzer, LS4 WL
  2. Rang: Oliver Springer, LS4 Neo
  3. Rang: Leif Eichhorn, LS4 Neo

Standardklasse:

  1. Rang: Jan Schulz, LS 8
  2. Rang: Jonas Meier, LS 8 Neo
  3. Rang: Björn Gintzel, LS 8 Neo

-> Webseite der Veranstalter.
-> Gesamt-Rangliste.

Navigations-Flug: DM 2025 in Marpingen

Die BuKo Motorflug des Deutschen Aero Club e.V. veranstaltet vom 18. bis 21. September 2025 auf dem Sonderlandeplatz in Marpingen zusammen mit dem Aeroclub Saar e.V. die dritte offene Deutsche Meisterschaft im Air Navigation Race.

Ziel der Meisterschaft ist es, grundlegende fliegerische Fähigkeiten der Crews im Navigationsflug unter Wettbewerbsbedingungen zu bewerten und dadurch die Sicherheit im Flugbetrieb zu fördern. Geflogen wird unter Sichtflugbedingungen.

Den Teams soll ein angemessenes Training ermöglicht werden und der Wettbewerb dient als Vorbereitung auf die Teilnahme an internationalen Meisterschaften.

-> Ausschreibung

Französische Segelkunstflug-Meisterschaft

Vom 1. bis 5. Juli 2025 fand im Aeroclub von Fayence die französische Meisterschaft im Segelkunstflug statt, die unter der Schirmherrschaft der Fédération Française de Vol en Planeur (Französischer Segelflugverband) organisiert wurde. An der Veranstaltung nahmen zwölf Piloten teil, darunter auch ein Teilnehmer aus Großbritannien.

Fünf Tage lang traten Teilnehmer in vier Programmen an: Pflicht, Kür und zwei unbekannte Programme. Am Ende des Wettbewerbs wurde Benoît Madrenas zum französischen Meister gekrönt, dank gleichmäßiger und hochstehender Leistung, die ein Endergebnis von 78,7% erreichte.

Spannende Tage über dem Feuerstein

Die Deutsche Meisterschaft in der 18-Meter-Klasse am Flugplatz Feuerstein ist fulminant gestartet – mit schnellen Rennen, fordernden Wetterlagen und beeindruckenden Leistungen. Ein Rückblick auf die ersten sieben Tage des Wettbewerbs:

Tag 1: Auftakt mit Tempo

Zum Auftakt präsentierte sich der Himmel gnädig – das Ergebnis: hohe Schnitte und glückliche Rückkehrer. Mario Kiessling sicherte sich mit 135,93 km/h den ersten Tagessieg, gefolgt von Philip Goralski und Michael Streit

Tag 2: Blau, schnell und souverän

Trotz Blauthermik meisterten alle Piloten die 280-km-Racing-Task nach Meiningen und zurück – ohne Motorhilfe. Tobias Meiler siegte mit 109,42 km/h, dicht gefolgt von Sebastian Huhmann und einem Doppeldritten: Klaus Kalmbach und Conrad Hartter.

Tag 3: Taktisch im AAT

Die Pflicht zur AAT-Aufgabe führte ins ostbayerische Mittelgebirge. Innerhalb von 55 Minuten waren alle in der Luft – eine organisatorische Glanzleistung.
Ein richtig guter Tag im komplett Blauen und ein starker Auftritt von Alexander Schmid, der mit 112,87 km/h auf heimischem Terrain den Tagessieg holte. Matthias Sturm und Philip Goralski komplettierten das Podium. Die Aufgabe über 350 km war bei reiner Blauthermik kein Selbstläufer.

Tag 4: Landefeld statt Ziellinie

Die Racing-Task Richtung Zwickau wurde zum Prüfstein. 14 Piloten mussten den Motor bemühen, einige landeten außen – zum Glück ohne Schäden. Tobias Breithaupt siegte mit 83,33 km/h, gefolgt von Bernd Krimmer sowie Mario Kießling und Klaus Kalmbach auf Rang drei.

Tag 5: Pause für Mensch und Maschine

Nach dem fordernden Vortag gönnte die Wettbewerbsleitung Piloten und Crew eine wohlverdiente Auszeit. Beim abendlichen Bergfest wurde in entspannter Atmosphäre gefeiert.

Tag 6: Windiger Kampf, knapper Sieg

Trotz kräftigem Westwind ging es auf eine 2,5-Stunden-AAT. Michael Petzold gewann mit 91,09 km/h, vor Stephan Bosch und Klaus Kalmbach. Die schwierigen Bedingungen forderten erneut viel von den Teilnehmern.

Tag 7: Anspruchsvoll trotz guter Optik

Das Wetter sah besser aus als es war. Dennoch setzte sich erneut Mario Kießling durch – diesmal mit 118,32 km/h. Platz zwei ging an Andrea Kühl, Rang drei an Stephan Bosch. Der folgende 8. Tag wurde witterungsbedingt neutralisiert.

Zwischenbilanz:
Die DM 2025 zeigt einmal mehr, wie fordernd der Wettbewerb in der 18-Meter-Klasse sein kann – sowohl meteorologisch als auch sportlich. Organisation, Stimmung und sportliche Fairness stimmen – und das nächste Hochdruckgebiet wartet schon.

-> Gesamtergebnis für 18-Meter-Klasse nach Wertungstag 7

Moritz Urwyler ist Junioren-Schweizermeister

Nach vier wetterbedingt abgesagten Wertungstagen gingen am 9. Juni 14 Pilot/-innen, davon zwei Frauen, für den einen, entscheidenden Flug über 501.59km an den Start. Der Flug führte von Buttwil in den Jura zur Vue-des-Alpes, in den Schwarzwald zum Schluchsee und zurück nach Buttwil. Nach einem spannenden Flug platzierten sich die ersten fünf Piloten innerhalb von gerade mal 20 Wertungspunkten.

Nach dem Titelgewinn im Jahr 2023 kann sich Moriz Urwyler von der SG Thun erneut auf dem obersten Podestplatz aufstellen:

  1. Rang: Moritz Urwyler, SG Thun, Discus b
  2. Rang: Nick Bachmann, SG Olten, LS 8
  3. Rang: Fabian Durrer, SG Dittingen, ASW 28

-> Alle Resultate

Österreichische Juniorenmeisterschaft in Kapfenberg

Kapfenberg ist am 5. bis 12. Juli Austragungsort der diesjährigen Österreichischen Juniorenmeisterschaft im Segelflug. Teilnehmen können Piloten/Pilotinnen der Jahrgänge ab 1. Januar 2000 gemäß den offiziellen Richtlinien.

Darüber hinaus sind auch Segelfliegerinnen und -flieger aller Altersgruppen eingeladen, am begleiteten MÜRZ-TAL–Trainings- und Ausbildungslehrgang teilzunehmen. Die Initiative bietet eine ideale Gelegenheit, erste Wettbewerbs-Erfahrungen zu sammeln. Besonders Streckenflug-Neulinge erhalten gezielte Unterstützung, um die Anforderungen unter Wettbewerbs-Bedingungen zu meistern.

-> Ausschreibungs-Unterlagen und Anmeldung

-> Allgemein-Information für die Piloten

Schweizer Segelflug-Wettbewerbe 2025

Regionale- und Schweizer-Meisterschaften 2025
In diesem Jahr finden auf sechs Flugplätzen in der Schweiz Segelflugwettbewerbe statt. Die aktive Teilnahme an diesen Events ist eine einzigartig Gelegenheit, um sich mit anderen Pilotinnen und Piloten zu treffen, gemeinsam zu fliegen und sich fliegerisch weiterzuentwickeln.

Mitmachen, Spass haben
Eine Teilnahme an regionalen Meisterschaften (RM) ist für alle Mitglieder möglich. Die Wettbewerbsklassen werden aufgrund der teilnehmenden Piloten und Flugzeugen definiert. Eine Teilnahme ist auch zu zweit im Doppelsitzer möglich. Mitmachen und Spass kommen vor der Rangierung.

Persönliche Weiterentwicklung
Wer sich mit dem Thema Wettbewerbsflug vertieft befassen will, kann dies in Kombination mit der Teilnahme an der RM im Birrfeld angehen.

Anmeldung
Die organisierenden Segelfluggruppen freuen sich über eine baldige Anmeldung. Auf den folgenden Internetseiten finden Sie weitere Informationen über die Wettbewerbe und Anmeldeformulare:

Information zur Anmeldung zu den DM 2025

Aufgrund der bislang erfolglosen Suche nach Ausrichtern für Deutsche Meisterschaften in der 18 Meter- und der Offenen Klasse wird die Anmeldung für die Deutschen Meisterschaften vorübergehend bis mindestens 15.11. verlängert.

Bereits fest stehen folgende Deutsche Meisterschaften:

  • Deutsche Meisterschaft der Junioren: 26.07.-04.08.2025 in Musbach
  • Deutsche Meisterschaft in der Doppelsitzerklasse: 12.-23.08.2025 in Brandenburg
    (Hinweis: Die DM der Doppelsitzerklasse kann seit 2024 nur noch mit einem festen Copiloten geflogen werden, der bis zum Wettbewerbsbeginn bestimmt werden muss. Ein Wechsel des Copiloten während der Deutschen Meisterschaft ist nicht mehr möglich).

Um Terminsicherheit für alle Teilnehmer zu gewähren und unnötige Abmeldungen nach Veröffentlichung der übrigen Termine zu vermeiden, wird die Anmeldung für alle Deutschen Meisterschaften erst freigeschaltet, sobald alle Ausrichter und damit die Termine und die Anzahl der verfügbaren Plätze feststehen.

Sollten bis dahin Ausrichter für die Deutschen Meisterschaften in der 18 Meter- und der Offenen Klasse gefunden sein, wird die Anmeldung parallel zur Anmeldung zu den Qualifikationsmeisterschaften am 15.11. freigeschaltet. Falls nicht, wird ein neuer geplanter Beginn der Anmeldungen bekanntgegeben. Vereine, die sich die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften in 18m- und/oder Offener Klasse vorstellen können, wenden sich bitte unter segelflug[a]daec.de direkt an die Geschäftsstelle.

Österreichische Junioren-Staatsmeisterschaften

Von 3. bis 10. August fanden in St. Johann in Tirol die ‘Offenen Österreichischen Junioren Staatsmeisterschaften im Streckensegelflug‘ statt, bei denen zehn Pilot/-innen ums „Stockerl“ flogen.

Seil straff – Los geht’s!
Wettbewerbsleiter Christoph Koch schrieb jeden Tag Strecken zwischen Wildem Kaiser und Dachstein aus, welche die Teilnehmenden möglichst schnell im Segelflug bewältigen mussten.

Schwierige Wetterlage
Just in der Wettbewerbswoche wollte das Wetter nicht richtig mitspielen und so schaffte es am ersten Wettbewerbstag nur Daniel Obermeier mit seiner SF27 wieder zurück zum Platz. Der Rest des Feldes musste im bayrischen Alpenvorland außenlanden oder die Aufgabe abbrechen. Auch an den folgenden Tagen war viel Geduld gefragt. Insbesondere die „Rennstrecke“ Pinzgau und Pongau machte es den Pilotinnen und Piloten schwer, da diese aufgrund des starken Windes und der vorangeschrittenen Jahreszeit hinter den Erwartungen blieb. Trotzdem schaffte es die junge Pilotenriege von St. Johann aus, drei gültige Wertungstage zu erfliegen.

Spannung bis zum Schluss
Zu guter Letzt schaffte es Till Berthold vom FSV Sindelfingen den ersten Platz in der Offenen Wertung zu gewinnen. Mit nur sieben Punkten Abstand sicherte sich Daniel Obermeier vom LSV Pfaffenhofen vor der Vertreterin des FC St. Johann, Klara Neumayr den zweiten Platz. In der Junioren-Wertung waren insbesondere die Tiroler Piloten vorne mit dabei. Yves-Vincent Abgrall vom Innsbrucker Segelflieger Verein holte sich den Titel ‚Österreichischer Junioren Staatsmeister‘. Michael Hubmann aus Kufstein und Jonas Hohenegger aus Innsbruck belegten die Plätze zwei und drei. Für den Veranstalter, dem Fliegerclub St. Johann in Tirol (mit dem Österreichischen Aeroclub) war es in diesem Jahr bereits der zweite organisierte Segelflugwettbewerb, jetzt ist bis 2026 Pause. Quelle: ‚MeinBezirk.at‚.

22. FAI Europameisterschaft

Vom 3. bis 17. August 2024 fand im tschechischen Tábor die 22. FAI Europameisterschaft in der 15-m-, Standard- und Clubklasse statt.

Resultate 15-m-Klasse:

  1. Rang: Lukasz Grabowski, SZD-56-2 Diana 2
  2. Rang: Pawel Wojciechowski, Diana 2 FES
  3. Rang: Karel Novak, Ventus 2ax

Resultate Standard-Klasse:

  1. Rang: Robin Sittmann, Discus 2a
  2. Rang: Jan Pavlik, LS 8b
  3. Rang: Miloslav Cink, LS 8b

Resultate Club-Klasse:

  1. Rang: Jacek Flis, LS 3 wl
  2. Rang: Gvidas Sabeckis, ASW 20a
  3. Rang: Tomas Suchanek, ASW 20

-> Gesamtranglisten
-> Webseite der Veranstalter

Französische Meisterschaften in Vinon

Standard- und 15-m-Klasse

  1. Jean-Denis Barrois, JS3 15m
  2. Maximilian Seis, JS3 15 m
  3. Aurélien Doriat, LS 8

20-m-Doppelsitzer-Klasse

  1. Didier Hauss, Duo Discus; (Jürgen Wenzel & Young & Launer, Arcus M, „HC“)
  2. Thierry Boilley, Arcus M
  3. Svobodny & Bellec, Arcus M

Quelle: ‚Soaringspot‚.
„HC“ = Hors Classement, für französische Meisterschaften nicht rangiert.
-> Fotos.

Wettbewerb mit Überraschungen

Ein gelungener Wettbewerb bei bestem Wetter, nur einmal gab es eine kleine Verzögerung, weil es regnete, wir als Ausrichter der Deutschen Meisterschaft Motorkunstflug, die vom 23. bis zum 30. Juni in Welzow stattfand, sind sehr zufrieden. Das Flugplatz-Team Welzow hat uns prima unterstützt, die Organisation hat gut geklappt und auch die Wettbewerbsteilnehmer haben sich sehr diszipliniert verhalten, sodass es keine Verzögerungen und glücklicherweise auch keine Unfälle gab. Beachtlich war auch wieder die Teilnehmerzahl, eine erneute Bestätigung, dass die Aufteilung des Wettbewerbs in zwei Abschnitte ein voller Erfolg ist.

Unter den Gewinnern der fünf Wettbewerbsgruppen fanden sich bekannte genauso wie neue Namen. In der Kategorie Sportsman schaffte es mit Konrad Pausch ein Neuling sogar ganz nach oben aufs Treppchen. Ihm folgten Sebastian Glück auf Platz 2 und Stefan Ziehm auf Platz 3. Besonders bemerkenswert an diesem Wettbewerb ist das Abschneiden von Alexander Stegner auf Platz 4. Alexander ist ein ehemaliger Unlimited-Pilot, der auf einer Fokker Dr. I gestartet ist. Das ist recht spektakulär, weil einige Figuren mit diesem Flugzeug nur sehr schwer und wenig elegant zu fliegen sind.

In der Kategorie Advanced siegte der Pole Maciej Kulaszewski vor dem Deutschen Dietke Clauss. Dritter wurde der Tscheche Jaromir Cihak. Nach der Free Known lagen die deutschen Teilnehmer recht weit zurück, haben anschließend jedoch gut aufgeholt. Auf Platz 4 landete nach überraschend guter Aufholjagd der zweite deutsche Teilnehmer in diesem Feld, David Friedrich.

Eine letzte kleine Überraschung gab es im Freestyle-Wettbewerb, den Marcus Extra vor Florian Bergér gewann, was vermutlich die wenigsten erwartet hätten. Dritter wurde der Luxemburger Cyrial Talon. Quelle: ‚Kunstflugverband.de‚.

-> Alle Ergebnisse.

Bayreuth, DM im Segelflug, Tag 10, 9. Juni 23

->> Rückblick auf den neunten Wertungstag.

Autor: Martin Knops

Schreibst du noch einen Bericht zum letzten Tag von Bayreuth? Das wurde ich in den letzten Wochen tatsächlich mehrfach gefragt. Kannst du dich überhaupt noch erinnern?
Ich schreibe noch! Und: keine Sorge. Vielleicht ist es eine besondere Gabe, dass ich mich detailliert an viele meiner Flüge erinnern kann, selbst an solche, die 30 Jahre zurückliegen. Aber selbst wenn ich diese Gabe nicht hätte: DIESEN Flug am 9. Juni 2023, am letzten Wertungstag der DM, diesen Flug würde ich auch dann nie vergessen.

Letzte Vorstellung auch für unseren Meteorologen Bernd Fischer, der uns wirklich klasse durch dieses Wetter geführt hat. Danke, Bernd!

Vor diesem abschließenden zehnten (!) Wertungstag lag ich auf Platz 7, Conrad auf 8. Nach vorne ging nichts mehr. Holger Karow war auf Platz 6 schon fast 300 Punkte enteilt. Aber auch nach hinten waren wir gut abgesichert – dachten wir. Fast 200 Punkte Vorsprung auf Bruno Gantenbrink und Horst Singer sollten reichen. Einfach nur noch locker „das Ding nach Hause fliegen“ war das Motto. Aber wie sagt der Volksmund so schön: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

Kurz vor Abschluss der Startphase sah es in Richtung Nordosten so aus. Für die 18-Meter mit erster Wende Klingenthal und die Doppelsitzer mit erster Wende Adorf war das ungefähr die Kursrichtung. Wir am Platz sind kurz darauf nass geworden, die meisten betroffenen Flugzeuge dürften mit dem Abflug gewartet haben, bis der Schauer durch war.

Die Wettervorhersage hätte uns eine Warnung sein sollen. Wie immer Ostwind, aber auch Überentwicklungen, Schauerlinien die quer durch den Wertungsraum ziehen würden – insgesamt ein Potpourri wie gemacht, um das Feld nochmals richtig durcheinander zu wirbeln und die Spreu vom Weizen zu trennen. Sorgen machte ich mir trotzdem nicht. Ich liebe derartige Wetterlagen – eigentlich. Und selbstbewusst genug bin ich auch, um mich beim Weizen und nicht bei der Spreu zu sehen – eigentlich.

Auf dem Zettel standen fast 400 km. Zunächst ging es 50 km nach Südosten, von dort entlang der Tschechischen Grenze ins Erzgebirge, weiter an die nordwestliche Spitze des Thüringer Waldes und von dort fast auf dem gleichen Weg wieder zurück in die Heimat.

Nach dem Start sog uns ein Congestus direkt auf über 2000 m und bescherte uns einen perfekten Auftakt des Rennens, während die nach uns startende Doppelsitzerklasse arge Probleme hatte, sich überhaupt in der Luft zu halten. Mittlerweile war alles großräumig abgeschattet und im gesamten Fichtelgebirge schauerte es bereits. Bei uns dagegen lief es zunächst wie am Schnürchen. Das änderte sich erstmalig nach der ersten Wende. Conrad erwischte meinen Bart nicht, flog weiter, kreiste schließlich in schwächerem Steigen ein. Schwuppdiwupp waren wir getrennt und stellten unfreiwillig auf Infoteam um. Vielleicht bremste dies meinen Elan, vielleicht war es das auf diesem Streckenabschnitt maue Wetter… in jedem Fall lief es fortan nicht mehr richtig bei mir.

Bald war erkennbar, dass sich über dem Thüringer Wald eine massive Schauerlinie aufbaute. Nicht ortsfest, sondern von Nordost nach Südwest über den Gebirgszug hinwegziehend. Erstmal galt es überhaupt dorthin zu kommen. Aber dann: Luv- oder Leeseitig dran vorbei. Das war die „Million-Dollar-Frage“. Für mich gab es nur eine Antwort: luvseitig war die einzig sinnvolle Option. Auf der Leeseite würde es auch nach Abzug des Regens und bei erneuter Einstrahlung erst verzögert wieder Aufwinde geben.

Conrad, der mich kurz vor dem Sprung in den Thüringer Wald wieder eingeholt hatte, war nicht so überzeugt, folgte aber letztlich doch meiner Einschätzung und machte sich mit mir auf den Weg. Und diese Entscheidung zahlte sich zunächst aus. Die mächtigen Wolkengebirge katapultieren uns regelrecht an die Basis, mit Highspeed jagten wir unter dieser entlang und glitten schließlich etwas vorsichtiger zur Wende vor.

Mittlerweile war die Schauerlinie deutlich nach Westen vorangekommen und die hohe Feuchte der Luftmasse in der mittleren und oberen Troposphäre hatte zu großflächiger Abschirmung geführt. Im Osten, gar nicht so weit „hinter“ dem direkten Weg zurück nach Bayreuth strahlte es aber schon wieder ein. Nach Westen musste man dagegen jetzt richtig weit ausholen, um wieder in thermisch aktives Gebiet zu kommen.

Für mich war es dennoch keine Option „östlich“ zu fliegen. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass hier noch lange „alles tot“ sein würde – und hatte dabei nicht bedacht, dass die „Schauerlinie“ mehr Abschattung als echten Niederschlag brachte und dass damit eben doch die ersten Sonnenstrahlen fast unmittelbar wieder für Thermik sorgten. Fast alle Konkurrenten wählten den östlichen, direkten Weg. Einige bewusst, andere als Hinterherflieger, alle erfolgreich, während Conrad und ich einen Riesen-Umweg nach Südwesten flogen, dabei auch noch übervorsichtig viel Zeit in den ersten schwachen Aufwinden verloren, anstatt – wenn schon, denn schon – mutiger zu den „schönen“ Wolken durchzugleiten und dort tief einzusteigen.

Trotzdem hatten wir gar kein so schlechtes Gefühl als wir schließlich für den sich abzeichnenden Endanflug auf die Platzfrequenz umschalteten. Allerdings gefror uns dann recht bald das Blut in den Adern, denn es wurde schnell klar, dass wir die letzten in der Luft waren, dass wir falsch gepokert und uns damit ganz ans Ende des Feldes katapultiert hatten.

Hier alle Medaillenträger: Vorne die drei Deutschen Meister, von links Simon Schröder, Michael Sommer, Georg und Laurenz Theisinger. Dahinter von links: Andreas Hillebrand, Stefan Langer, Josef Meyer, Martin Theisinger, Yannik Frey, Felipe Levin, Michael Sturm, Oliver Binder.

Tagesletzte und in der Gesamtwertung jeweils noch 2 Plätze abgerutscht auf 9 und 10. Wie bitter! Und doch: es waren zwei fantastische Wochen! Gesegnet vom Wettergott, gesegnet mit einem tollen lokalen Organisationsteam, Kameradschaft, wunderbaren Flügen, tollen Helfern und – trotz dieses letzten Tages – sportlichem Erfolg. Mir hat es richtig viel Spaß gemacht! Auf ein nächstes Mal!

Link zum Flug.
Link zur Wertung.

Deutsche Meisterschaft im UL-Fliegen

Die Bundeskommission Ultraleichtflug informiert am Mittwoch, 12. Juni, um 20 Uhr, über die Deutsche Meisterschaft im Ultraleichtfliegen. Der Wettbewerb findet vom 12. bis 15. September in Bad Saulgau (EDTU) statt. Michael Kania, stellvertretender Vorsitzender der Bundeskommission Ultraleichtflug, führt durch die Online-Veranstaltung. Anmeldung ist nicht erforderlich, die Bundeskommission freut sich über rege Teilnahme. Quelle: ‚DAeC‚.

Resultate der Schweizer Meisterschaft

Auf dem Flugplatz im aargauischen Birrfeld fand vom 14. bis 20. Mai die Schweizer Meisterschaft im Segelflug statt.

Resultate Offene Klasse, 20m Doppelsitzer:

  1. Gabriel Rossier, ASH 31 Mi
  2. Rainer Cronjäger, ASH 31 Mi
  3. Ueli Messmer, Antares 20E

Resultate 15m/mixed-Klasse:

  1. Simon Gantner, LS 4a
  2. Yves Müller, ASW 24 WL
  3. Thomas Küenzi, LS 8

Resultate 18m-Klasse:

  1. Hans Siegrist, ASG 29
  2. Christine Messmer-Buerki, JS3 TJ
  3. Rolf Friedli, AS 23 Es

Niedersachsens beste Junioren beim Hannoverschen Aero-Club

Es geht um Wetterkenntnisse, Feingefühl und Taktik, wenn Niedersachsens beste Junior-Segelflugpilotinnen und -piloten ins Trainingslager gehen. In diesem Jahr treffen sich die 28 Wettkampfflieger in Oppershausen bei Celle, um ihren fliegerischen Fähigkeiten den letzten Schliff zu geben – vor dem Beginn der anstehenden Wettkämpfe und den Deutschen Meisterschaften im August.

Hannover/Oppershausen – Vom 27. April bis zum 3. Mai wird täglich in Dreier-Teams trainiert. Ein Trainer betreut zwei Wettkampfpiloten. Dabei steht jeden Tag eine andere Aufgabe auf dem Programm, wie etwa ein Streckenflug im Dreieckskurs, wie er bei Wettkämpfen üblich ist. Das Ziel ist, mit der schnellsten Zeit ins Ziel zu kommen. Je nach Wetterbedingungen kann es schon schwierig sein, überhaupt ins Ziel zu kommen. Denn reine Segelflugzeuge haben keinen Motor und müssen Aufwinde finden – sogenannte Thermik, um Höhe zu gewinnen und in der Luft zu bleiben.

Daher bestimmt vor allem die Suche nach Aufwinden die Streckenfliegerei und damit auch das Trainingslager. Um eine solche Thermik – unter Segelfliegern auch Thermikbart oder einfach nur Bart genannt – zu finden, braucht es gute Wetterkenntnisse und viel Feingefühl für das Flugzeug. Außerdem müssen die Trainees die richtigen taktischen Entscheidungen treffen, um möglichst schnell von einem Aufwind zum nächsten zu fliegen. So kosten das Kreisen und Aufsteigen in einer schwachen Thermik viel wertvolle Zeit und es stellt sich die Frage, ob im Lauf der Strecke eine noch bessere Thermik erreichbar ist, bevor das Flugzeug zu viel Höhe verliert.

Obwohl alle D-Kader-Piloten Erfahrung aus hunderten von Flugstunden haben, sind die Herausforderungen jedes Mal groß, denn die Bedingungen sind immer andere. Um realistisch trainieren zu können, fliegen die beiden Trainees in den einzelnen Teams meist voraus, der Trainer hinterher. So können die Kader-Piloten ihre eigenen Entscheidungen treffen, sich aber dennoch jederzeit Feedback vom Trainer holen.

Wie bei den Wettbewerben sind die Segelflugzeuge auch im Trainingslager in Klassen unterteilt. Die Trainees des niedersächsischen D-Kaders fliegen in diesem Trainingslager in zwei Klassen – der Standardklasse und der Clubklasse. Die Piloten in der Standardklasse fliegen die Modelle Ventus, Discus und LS8. Die Piloten in der Clubklasse sind mit den Modellen ASW 19, ASW 20, Libelle, LS1, LS3 und LS4 dabei. In den D-Kader werden alle Pilotinnen und Piloten aufgenommen, die sich bei einem Qualifikationswettbewerb für die Deutsche Junioren-Meisterschaft qualifizieren. Außerdem besteht die Möglichkeit, über einen Nachrückplatz oder herausragende Leistungen in den D-Kader berufen zu werden.

Nach Absprache haben Bildjournalist:innen die Möglichkeit, selbst Luftaufnahmen aus unserm Motorsegler zu machen. Außerdem stellen wir Fotos der Veranstaltung zur Verfügung. Auch Interviews mit Trainees und Trainern sind nach Absprach möglich. Die Flugbewegungen der Teilnehmer lassen sich unter diesem Link auch online verfolgen. Hier finden Sie Fotos vom letzten D-Kader-Trainingslager 2018. Auch in diesem Jahr werden wir wieder eigene Fotos am Boden und in der Luft machen und Ihnen anschließend ebenfalls zur Verfügung stellen.

Bayreuth, DM im Segelflug, Tag 9, 7. Juni 23

->> Rückblick auf den achten Wertungstag.

Autor: Martin Knops

Hatte ich irgendwo schonmal erwähnt, dass mich den ganzen Wettbewerb eine hartnäckige Erkältung quälte? Nun, im Cockpit fühlte ich mich eigentlich immer fit, ausreichend fit zumindest, aber morgens und nachts hielt mein Husten schonmal den halben Campingplatz vom Schlafen ab. Ein wenig Fieber war wahrscheinlich zwischendurch auch mal dabei – gemessen habe ich lieber nicht.

Vor diesem Hintergrund hätte ich den dienstäglichen Ruhetag besser als solchen genutzt – und geruht. Aber es hielt mich wie üblich nicht auf meinem Stuhl, schon gar nicht in meinem Bett und so musste ich die mehrstündige Regenpause unbedingt zum Golfspielen nutzen. Es gibt wirklich tolle Plätze in der Umgebung, aber so richtig genießen konnte ich das Spiel diesmal nicht. Vielmehr kam ich mir mit meiner schweren Tasche auf dem Rücken bei jedem Anstieg vor wie auf einer Himalaya Expedition. So anstrengend war Golfspielen für mich noch nie gewesen – offensichtlich doch ein Hochleistungssport! Von den Strapazen konnte ich mich am Mittwoch glücklicherweise schon wieder im Cockpit erholen. Der Wetterbericht war gar nicht so schlecht. Passable Wolkenthermik bis 2000 m, starker Ostwind – das kannten wir schon nicht mehr anders – und -schon wieder!- aufziehende Schauer von Osten.

Ausgeschrieben wurden 300 km Richtung West-Süd-West bis hinter Giebelstadt und dann mit einer Wende nördlich Hassfurt wieder zurück nach Bayreuth. Auf den ersten zwei Dritteln der Strecke verlief das Rennen nach einem frühen Abflug praktisch aller Teilnehmer recht unspektakulär, um sich dann zu einem richtigen Krimi zu entwickeln. Spannend und nervenaufreibend für alle Beteiligten, spannend auch für alle Zuschauer und Mitfiebernden. Wir flogen auf eine schwarze Wand zu und die Nervosität wuchs mit jeder Minute. Das war kein isolierter Cumulonimbus, den man hätte umfliegen können, das war eine Wand. Noch regnete es nicht aus diesem Wolkengebirge, aber das war definitiv nur eine Frage der Zeit. Regenradar und Funk versorgten uns denn auch mit der Info, dass es in Bayreuth bereits geregnet hatte. Nun war guter Rat teuer.

Conrad probierte es mit Kreisen unter einem vorgelagerten Wölkchen. Schwach und schwächer werdend – kein Wunder angesichts mangelnder Einstrahlung und der Tatsache, dass die Congestuslinie sicher längst vom Boden her absaugte. Genau darauf setzte ich schließlich und flog -obwohl reichlich tief- auf den schwarzen Kollegen zu. Der muss einfach von unten raus noch ziehen, muss, muss, muss… und tut es glücklicherweise auch! Ich hätte es schon vorher konsequent wagen sollen… Erst als ich sattes Steigen melde, kommt Conrad hinterher. Er hatte dem Braten nicht getraut und freut sich umso mehr über den unverhofften Aufzug ins – zwischenzeitliche – Glück.

Nun entdecken wir weitere Flieger, die einige hundert Meter höher im gleichen Aufwind kreisen. Mehr als 1400 Meter wuchtet uns das Ungetüm in die Höhe und noch während des Steigflugs fangen die Köpfe an zu qualmen. Würde es von hier für einen Endanflug reichen? Es war sauknapp angesichts des massiven Gegenwindes. Mit Thermik ist zumindest auf dem direkten Weg nach Bayreuth nicht mehr zu rechnen – alles abgeschattet und kurz nach dem Regenschauer offensichtlich tot. Nathalie und Peter versuchen es – und kommen nicht an. Markus Frank dagegen gelingt das Kunststück – mit dem Glück des Tüchtigen und der EB29R unter dem Hintern. Über diesen Wunderflieger habe ich mich ja schon öfter in meinen Berichten ausgelassen. Heute machen die wenigen Gleitzahlpunkte mehr den entscheidenden Unterschied…

Aber es gibt noch andere Optionen. Südlich vom Kurs strahlt die Sonne wieder ein und es bilden sich einige zarte Flusen. Hier würde sich möglicherweise doch wieder Thermik entwickeln! Oder sollte man tatsächlich 90° ab vom Kurs unter der mittlerweile partiell ausregnenden Wolkenwand nach Süden fliegen? Auf diesem Weg würde man seine Höhe halten, zumindest den Gleitflug strecken können und Zeit gewinnen. Reinhard Spath wählt diese Variante, Conrad bringt sie auch für uns ins Spiel, aber mir scheint es unsinnig quer zum Kurs zu fliegen, mich locken die Flusen. Hätte, wäre, wenn.

Es waren doch keine 90° sondern eher 70-80°. Der Flug entlang der Wolkenwand verkürzte also geringfügig den Heimweg und so gelingt es Reinhard, auch ohne EB29R knapp, ganz knapp, nach Hause zu kommen.

Wir dagegen sammeln ein paar Leidensgenossen an den Flusen ein und kämpfen eine geschlagene Stunde in Nullschiebern. Ganz entspannt mal knapp über Landehöhe, mal auch einige hundert Meter höher – dafür dann aber auch etliche Kilometer weiter entfernt vom Ziel – der Windversatz war einfach gnadenlos! Das ganze Schauspiel verfolgten wohl einige übers Life-tracking, aber leider gab es anders als in jedem guten Film kein Happy End. Mehr oder weniger knapp vor der Ziellinie mussten wir schließlich alle den Motor ziehen. Der Fliegergott hatte sich die letzten Tage ganz offensichtlich von uns abgewendet, das Glück uns verlassen… und leider sollte sich das auch am Finaltag nicht ändern. Im Gegenteil. Aber dazu mehr beim nächsten Mal.