Schlagwort-Archive: Schleppflugzeug

Ein Segelflugzeug fällt in Garten

In Vinon-sur-Verdon stürzte ein Segelflugzeug im Garten eines Privathauses auf einen Teil des Briefkastens, vor dem der Besitzer wenige Minuten zuvor noch gestanden hatte. Der 82jährige Pilot mit 30 Jahren Segelflugerfahrung war geschockt, aber unverletzt. Der Sturz könnte auf menschliches Versagen zurückzuführen sein, da das Segelflugzeug sein Schleppflugzeug ausklinkte, bevor es hoch genug war. Das Flugzeug stürzte durch die Baumkronen, machte eine Vierteldrehung und prallte gegen einen großen Ast, wobei ein Flügel in der Mitte geknickt wurde. Die Gendarmerie-Brigade von Rians wurde vom Flugplatz alarmiert und das Büro für Flugtransportuntersuchungen und -analysen wurde zu Ermittlungen gerufen. Glücklicherweise gab es nur Materialschaden und keine Verletzungen. Quelle: ‘VarMatin‘.

Albstädter Husky steigt wieder in den Himmel

Die Power-Schleppe des Luftsportvereins Degerfeld erstrahlt in neuem Glanz. Dieter Schempp und Dietrich Braunschweiger haben viel Zeit investiert, um das Arbeitspferd wieder flott zu machen.

Zwei Mitglieder tun sich hervor
Besonders stolz ist der Verein, da der größte Teil der Grundüberholung von Vereinsmitgliedern gemacht wurde. Weiter heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins: Insbesondere zwei Mitglieder haben mit rund 3000 Arbeitsstunden einen enormen Beitrag zur Umsetzung dieses Projekts geleistet. Dieter Schempp aus Ebingen und Dietrich Braunschweiger aus Bitz sind bereits seit Jahrzehnten Mitglieder des LSV Degerfeld und haben schon den ein oder anderen Flieger wieder als Team in Schuss gebracht.

Gegenseitiges Vertrauen ist wichtig
Die gute Zusammenarbeit im Team und vor allem auch das Vertrauen, dass der andere seinen Part sorgfältig und gewissenhaft erfüllt, ist für die beiden eine Voraussetzung, ohne die ein solches Projekt nicht realisierbar wäre. Aber natürlich gehört auch einiges an Wissen dazu. Dieter Schempp ist Raumausstattermeister. Seit 1973 hat er sich auf die Innenausstattung von Flugzeugen spezialisiert. Sein erstes Flugzeug habe er mit seinem Vater grundüberholt. „Und wenn man so lange im Verein aktiv ist, lernt man natürlich immer wieder dazu und baut sich so ein Repertoire auf“, sagt Schempp.

Wichtiges Wissen um Materialen
Als Mechanikermeister verfügt Dietrich Braunschweiger über ein breites Wissen über die verschiedenen Verhaltensweisen und Besonderheiten verschiedener Materialien. Und auch er hat bereits drei Flugzeuge von Grund auf aufgebaut. „So konnten wir uns super ergänzen“, so Dieter Schempp. Neben Erfahrung und Fachwissen ist für Dietrich Braunschweiger bei einer Grundüberholung aber auch die Genauigkeit sehr wichtig.

„Du darfst nichts dem Zufall überlassen, du willst ja im Nachhinein selbst rein sitzen, also musst du dir deiner Sache schon recht sicher sein.“ Dieter Schempp stimmt ihm da voll zu: „Wir haben jeden Abend das komplette Werkzeug aufgeräumt und geschaut ob etwas fehlt. Ein vergessenes Werkzeug in einem Flugzeug kann später böse enden.“

Beim Auseinanderbauen nicht dabei
Aber trotz jahrelanger Erfahrung, gegenseitigem Vertrauen und Fachwissen brachte diese Grundüberholung auch einige Herausforderungen mit sich. Schwierig war, dass wir selbst beim Auseinanderbauen nicht dabei waren und zu wenige Fotos existieren. Wir hatten also teilweise wenig Infos und Vorlagen, so Schempp.

Die Husky fliegt sich super
Alles in allem sind die beiden jedoch sehr zufrieden. Dieter Schempp beschreibt den Moment, als die Husky zum ersten Mal wieder abhob als ein großartiges Gefühl. „Da hatte ich richtige Schmetterlinge im Bauch und eine Gänsehaut. Die Husky fliegt sich super schön. Und wenn man weiß, dass man so viel daran gearbeitet hat und jetzt wieder alles tut, das ist einfach super.“

Manches kann immer besser laufen
Dietrich Braunschweiger kann ihm da nur zustimmen: „Klar, manche Sachen hätten immer besser laufen können bei so einem Projekt. Aber der erste Flug war eine innerliche Genugtuung. Man sieht, dass man alles richtig gemacht hat. Und ich persönlich habe auch mehr Vertrauen in Flugzeuge die ich selber aufgebaut habe.“ Mit der Husky hat das Degerfeld nun wieder eine super Schleppmaschine. „Sie ist das perfekte Arbeitspferd, da sie sehr leicht ist und gleichzeitig gut motorisiert“ so Schempp. Quelle: ‘Zollern Alb Kurier‘.

Leiseres Schleppflugzeug beim FSCW

Lange schon klagen Bewohner des Maintals über Ruhestörungen durch das Schleppflugzeug der Segelflieger vom Schenkenturm. Warum der kommende Sommer ruhiger werden könnte. Lange hat es gedauert, doch jetzt scheint das Licht am Ende des Tunnels erreicht. Die leise Schleppmaschine für die Segelflieger ist beim Flugsport-Club Würzburg (FSCW) am Flugplatz Schenkenturm eingetroffen und hat ihre ersten Flüge erfolgreich absolviert, teilt der Club jetzt mit. Es schien eine unendliche Geschichte. Auf der einen Seite die Segelflieger des FSCW am Schenkenturm, die die schönen Wochenenden für ihren Sport nutzen wollten. Auf der anderen Seite die Bewohner des Maintals und des Würzburger Dürrbachtales, denen das Gebrumm der Schleppmaschine, mit der die Flugsportler ihre Segelflieger in den Himmel zogen, oftmals die sonntägliche Ruhe störte.

Und das, obwohl das Motorengeräusch des schon 2011 mit einem teuren Spezialauspuff versehenen Schleppflugzeugs nach Untersuchungen des Luftamtes Nordbayern noch im “zumutbaren Bereich” lag und die Flugsportler an Sonn- und Feiertagen eine freiwillige Mittagspause einlegten. Der angedachte Bau einer leisen Seilwinde für die Segelflieger-Starts scheiterte am Veto der unteren Naturschutzbehörde und des Bund Naturschutz, weil geschützter Trockenrasen die dafür notwendige Verlängerung der Start- und Landebahn nicht erlaubte.

Da half eine Gesetzesänderung, die die maximale Abflugmasse von Ultraleichtflugzeugen auf 600 Kilogramm erhöhte. Mit den dadurch möglichen stärkeren Motoren können diese nun auch mit einer Seileinzugsvorrichtung zum Schleppen von Seglern genutzt werden. “Unser bereits vorhandenes Ultraleichtflugzeug war zu schwach, um die doppelsitzigen Segelflieger schleppen zu können”, erläuterte der zweite Vorsitzende des FSCW, Leopold Buschmann-Gräf. Zudem habe man es aus Gewichtsgründen nicht mit einer solchen Einzugsvorrichtung ausrüsten können. “Darum hätte man jedesmal das Schleppseil am Flugplatz vor der Landung abwerfen müssen, was einen zusätzlichen Anflug erforderlich gemacht hätte”, so Buschmann-Gräf weiter.

Diese Flugzeuge gab es noch nicht auf dem Gebrauchtmarkt
Buschmann-Gräf hatte bereits Anfang Juni 2018 einen Schleppvergleich zwischen der bisherigen Maschine des FSCW und einer zweisitzigen Maschine vom Typ DYNAMIC WT 9-UL des tschechischen Hersteller ISS Aviation organisiert. Dieses Unternehmen hatte seine Maschine als erste für diese Möglichkeit zertifizieren lassen. Vergleichsmessungen des Luftamtes Nordbayern ergaben, dass sich so die Geräuschemissionen um fast zehn Dezibel (dbA) verringern ließen. “Diese Minderung empfindet der Mensch als Halbierung des Lärms”, stellte der Vorsitzende des FSCW, Michael Hoffmann, fest. Also musste eine neue, rund 160 000 Euro teure Maschine her. Das allerdings überstieg die finanziellen Möglichkeiten der Segelflieger des Vereins, auch wenn die alte Maschine zur Finanzierung der neuen verkauft würde. Da half eine allerdings nicht unumstrittene Unterstützung durch die Stadt und den Landkreis Würzburg, die Maintalgemeinden und die Sparkassenstiftung. Auch durch private Spender und Würzburger Unternehmen wurde diese Investition in den Lärmschutz möglich, freut sich der FSCW.

Während der Wintermonate werden die Schlepppiloten auf das neue Flugzeugmuster geschult
Erste Schleppstarts bewiesen die Leistungsfähigkeit sowie die leise Art des neuen “Arbeitstiers”, heißt es in einer Mitteilung des FSCW. Während der Wintermonate werden nun die Schlepppiloten auf das neue Flugzeugmuster geschult. “Wir danken allen, die uns bei der Realisierung dieser Lärmminderungsmaßnahme im Sinne der Bürger im Dürrbachtal und der drei Gemeinden unterstützt haben”, sagt Buschmann-Gräf. Quelle: ‘Mainpost‘.

LSV Asperden wird vom Land gefördert

Insgesamt 70.600 Euro gibt es für den Austausch des Motors im Schulungsflugzeug Robin DR 400 und die Einrichtung eines Jugendschulungsraumes. Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat weitere Fördermaßnahmen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ bekannt gegeben. Von dem Förderprogramm profitieren bereits mehr als 750 Sportvereine aus Nordrhein-Westfalen – und jetzt auch der Luftsportverein Goch: Gefördert werden dort der Austausch des Motors im Schulungsflugzeug Robin DR 400 gegen ein deutlich leiseres Modell und die Einrichtung eines Jugendschulungsraumes im Clubheim in Höhe von 70.604 Euro. „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können“, sagt Milz. Mit dem Programm werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert. Insgesamt 300 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Entsprechend erfreut zeigte sich der Verein. „Durch die neue Ausrüstung kann in Zukunft mit modernsten Kommunikationsmitteln state of the art beim Luftsportverein Goch ausgebildet werden“, sagt Vorsitzende Jens-Uwe Beyer. Der Antrag, der insgesamt über 78.500 Euro gestellt wurde, wird zu 90 Prozent bezuschusst. Dies entspricht der maximalen Fördersumme. Zehn Prozent wird der Verein in Eigenleistung erbringen. Nach Ende der Flugsaison 2020 wird es für den LSV Goch dann heißen: Ärmel hochkrempeln. Der Jugendschulungsraum wird im bestehenden Clubheim gebaut. Die Jugendlichen werden dabei unter Anleitung von Architekt Jochen Kleemann auch einen Teil der Arbeiten selbst organisieren. Die Demontage und der Einbau des neuen Motors wird der LSV in Eigenregie und Teamarbeit durchführen. Eine Gruppe aus fünf aktiven Piloten, die eine entsprechende technische Befähigung hierzu besitzen, werden den Lycoming O 360 A3A gegen ein generalüberholtes Exemplar mit lärmreduzierter Abgasanlage austauschen. Quelle: ‘rp-online.de‘.

Bei Fliegern Verursacherprinzip anwenden

(Leserbrief zum Artikel “FDP Würzburg: Stadt soll Flugzeugkauf unterstützen“). Dass der städtische Haushalt in diesem Jahr nicht ganz so komfortabel aufgestellt ist wie in den Vorjahren und die Regierung auch keine weiteren Schulden erlaubt, ist kein Geheimnis. Umso mehr verwundert es, dass immer wieder über die Finanzierung eines neuen Schleppflugzeugs für den Flugsportclub Würzburg diskutiert wird. Nicht nur die Stadt, sondern auch mehrere Landkreisgemeinden signalisieren nicht unerhebliche finanzielle Unterstützung für diese Maßnahme, da sie glauben nur so die Lärmbelastung für ihre Bürgerschaft reduzieren zu können. Der Flug“sport“club ist eine private Einrichtung, die sowohl mit ihrer Schleppfliegerei für die Segelflieger als auch durch die startenden Privatflieger erheblich Lärm erzeugt. So entsteht viel Unmut im Umfeld der Schenkenfeldgemeinden. Hinzu kommen die Emissionen durch den Betrieb der Hubschraubertankstelle, die dem Flugsportclub Einnahmen verschafft. Publikumswirksame Extra-Aktionen wie Nikolausflüge, Muttertagsflüge und die höchst gefährdenden Flugtage, sollen weiterhin von der Anwohnerschaft toleriert werden. Wieso also sollten öffentliche Gelder in eine Maßnahme fließen, die dann auf lange Zeit vermeidbare Schadstoffemissionen, Gefährdungen und natürlich weiterhin Lärm erzeugt? Stadt und Landkreis sollten sich nicht in der Weise nötigen lassen, Maßnahmen einer privaten Gruppe von Freizeitfliegern zum Lärmschutz öffentlich zu finanzieren. Stattdessen sollten sie das Verursacherprinzip anwenden und den Flugsportclub verpflichten, zumindest selbst für die längst überfällige Lärmreduktion zu sorgen. Dies wäre ein Signal, dass man die Zeichen der Zeit verstanden hat. Quelle: ‘mainpost.de‘.

FDP Würzburg: Stadt soll Flugzeugkauf unterstützen

Der Flugsportclub Würzburg (FSCW) möchte sich gerne ein neues, leiseres Schleppflugzeug für Segelflieger kaufen, kann aber die Kosten in Höhe von 160’000 Euro für das Ultraleichtflugzeug nicht alleine aufbringen. Die Stadt Würzburg hatte als Zuschuss für den Erwerb der neuen Maschine 25’000 Euro im Haushalt für 2019 eingestellt. Für die an diesem Donnerstag beginnenden Haushaltsberatungen für 2020 (Beginn um 10 Uhr im Ratssaal) beantragt die Stadtratsfraktion von FDP/Bürgerforum, die städtische Förderung auf 50’000 Euro zu verdoppeln, damit der Erwerb des Flugzeugs zeitnah sichergestellt werden kann. FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim Spatz sagte auf Anfrage, dass er den höheren Zuschuss für angemessen und berechtigt halte, weil das neue Flugzeug einen erheblichen Beitrag zur Minderung des Fluglärms leisten werde. Keineswegs handele es sich bei dem städtischen Zuschuss um eine Investition in den Flugsport, sagte Spatz. Das Luftamt Nordbayern hat vor einigen Jahren den Lärm des jetzigen Fliegers gemessen und festgestellt, dass er im zumutbaren Bereich liege. Aus eigener Anschauung könne er bestätigen, dass das neue Flugzeug erheblich leiser fliege als das derzeit im Einsatz befindliche. Diesen subjektiven Eindruck hätten auch Lärmmessungen bestätigt, so der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion. Quelle: ‘mainpost.de‘.

Studierende bauen Schleppflugzeug

Studierende der Universität Stuttgart haben über etliche Jahre in Eigenregie und zahllosen Stunden Arbeit ein Schleppflugzeug für Segelflieger entwickelt und gebaut. Nun steht der Jungfernflug der Maschine unmittelbar bevor. Ira Widmayer steht in der Werkstatt der Akaflieg am Pfaffenwaldringund ist sichtlich zufrieden. „Es ist schon etwas Besonderes, wenn man sagen kann: Wir haben zusammen unser eigenes Flugzeug gebaut“, stellt die 23-jährige Studentin der Luft- und Raumfahrttechnik fest. Damit meint sie nicht den Segelflieger, der, teilweise zerlegt, hinter ihr in der Halle steht. Widmayer spricht vom Motorsegler fs35, der „Harpyie“. Das gute Stück befindet sich derzeit in Schwäbisch Hall und harrt seines Jungfernfluges. Quelle: ‘Stuttgarter Nachrichten‘.