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Bei Fliegern Verursacherprinzip anwenden

(Leserbrief zum Artikel „FDP Würzburg: Stadt soll Flugzeugkauf unterstützen„). Dass der städtische Haushalt in diesem Jahr nicht ganz so komfortabel aufgestellt ist wie in den Vorjahren und die Regierung auch keine weiteren Schulden erlaubt, ist kein Geheimnis. Umso mehr verwundert es, dass immer wieder über die Finanzierung eines neuen Schleppflugzeugs für den Flugsportclub Würzburg diskutiert wird. Nicht nur die Stadt, sondern auch mehrere Landkreisgemeinden signalisieren nicht unerhebliche finanzielle Unterstützung für diese Maßnahme, da sie glauben nur so die Lärmbelastung für ihre Bürgerschaft reduzieren zu können. Der Flug“sport“club ist eine private Einrichtung, die sowohl mit ihrer Schleppfliegerei für die Segelflieger als auch durch die startenden Privatflieger erheblich Lärm erzeugt. So entsteht viel Unmut im Umfeld der Schenkenfeldgemeinden. Hinzu kommen die Emissionen durch den Betrieb der Hubschraubertankstelle, die dem Flugsportclub Einnahmen verschafft. Publikumswirksame Extra-Aktionen wie Nikolausflüge, Muttertagsflüge und die höchst gefährdenden Flugtage, sollen weiterhin von der Anwohnerschaft toleriert werden. Wieso also sollten öffentliche Gelder in eine Maßnahme fließen, die dann auf lange Zeit vermeidbare Schadstoffemissionen, Gefährdungen und natürlich weiterhin Lärm erzeugt? Stadt und Landkreis sollten sich nicht in der Weise nötigen lassen, Maßnahmen einer privaten Gruppe von Freizeitfliegern zum Lärmschutz öffentlich zu finanzieren. Stattdessen sollten sie das Verursacherprinzip anwenden und den Flugsportclub verpflichten, zumindest selbst für die längst überfällige Lärmreduktion zu sorgen. Dies wäre ein Signal, dass man die Zeichen der Zeit verstanden hat. Quelle: ‚mainpost.de‚.

FDP Würzburg: Stadt soll Flugzeugkauf unterstützen

Der Flugsportclub Würzburg (FSCW) möchte sich gerne ein neues, leiseres Schleppflugzeug für Segelflieger kaufen, kann aber die Kosten in Höhe von 160’000 Euro für das Ultraleichtflugzeug nicht alleine aufbringen. Die Stadt Würzburg hatte als Zuschuss für den Erwerb der neuen Maschine 25’000 Euro im Haushalt für 2019 eingestellt. Für die an diesem Donnerstag beginnenden Haushaltsberatungen für 2020 (Beginn um 10 Uhr im Ratssaal) beantragt die Stadtratsfraktion von FDP/Bürgerforum, die städtische Förderung auf 50’000 Euro zu verdoppeln, damit der Erwerb des Flugzeugs zeitnah sichergestellt werden kann. FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim Spatz sagte auf Anfrage, dass er den höheren Zuschuss für angemessen und berechtigt halte, weil das neue Flugzeug einen erheblichen Beitrag zur Minderung des Fluglärms leisten werde. Keineswegs handele es sich bei dem städtischen Zuschuss um eine Investition in den Flugsport, sagte Spatz. Das Luftamt Nordbayern hat vor einigen Jahren den Lärm des jetzigen Fliegers gemessen und festgestellt, dass er im zumutbaren Bereich liege. Aus eigener Anschauung könne er bestätigen, dass das neue Flugzeug erheblich leiser fliege als das derzeit im Einsatz befindliche. Diesen subjektiven Eindruck hätten auch Lärmmessungen bestätigt, so der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion. Quelle: ‚mainpost.de‚.

Studierende bauen Schleppflugzeug

Studierende der Universität Stuttgart haben über etliche Jahre in Eigenregie und zahllosen Stunden Arbeit ein Schleppflugzeug für Segelflieger entwickelt und gebaut. Nun steht der Jungfernflug der Maschine unmittelbar bevor. Ira Widmayer steht in der Werkstatt der Akaflieg am Pfaffenwaldringund ist sichtlich zufrieden. „Es ist schon etwas Besonderes, wenn man sagen kann: Wir haben zusammen unser eigenes Flugzeug gebaut“, stellt die 23-jährige Studentin der Luft- und Raumfahrttechnik fest. Damit meint sie nicht den Segelflieger, der, teilweise zerlegt, hinter ihr in der Halle steht. Widmayer spricht vom Motorsegler fs35, der „Harpyie“. Das gute Stück befindet sich derzeit in Schwäbisch Hall und harrt seines Jungfernfluges. Quelle: ‚Stuttgarter Nachrichten‚.