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Aus Tilo Holighaus‘ Weltmeister-Tagebuch

„Jetzt nicht die Nerven verlieren!“ – Tilo Holighaus hat den FAI Sailplane World Grand Prix deutlich für sich entscheiden können. Welche Gedanken ihm am letzten Wertungstag in La Cerdanya (Spanien) durch den Kopf gingen und wie er am finalen Wettkampftag ein wahres Wechselbad der Gefühle erlebt hat, schildert der Weltmeister hier: Wir stehen heute vor einer Aufgabe, die zunächst nach Südosten an den fast 3.000 Meter hohen Cambre d’Aze geht. Man muss also gleich nach dem Abflug nach rechts weg und unbedingt Höhe machen. Vor dem Abflug nutzte ich die Zeit und schaute mir das mal an – und finde stlich des Skigebiets Molina gar nichts – ja sogar heftiges Fallen über dem Höhenzug. Schnell wieder zurück an den Hausberg, der „untenraus“ zwar gut geht, mich aber nicht ganz auf die erforderliche Abflughöhe bringt. Schon bin ich etwas aufgeregt, da nur noch wenige Minuten zum Countdown der Linienöffnung bleiben und auch der nächste Hang nichts bringt. Zum Glück schaffe ich dann am Ausklinkpunkt gerade noch rechtzeitig die Höhe. Mist – einen Teil meiner Nerven habe ich nun schon vor dem Abflug liegen gelassen… Ob der Rest reicht, um den WM-Titel in trockene Tücher zu fliegen, sehen Sie im spannenden Originalbericht des DAeC.

Innovationen aus dem Segelflug

Airbus‘ A350 und Boeings Dreamliner 787 sind die derzeit effizientesten Langstreckenflugzeuge der Welt. Beide fliegen mit einer Technologie, die an Bord von Segelflugzeugen schon vor Jahrzehnten eingesetzt und erprobt wurde. Zahlreiche Innovationen, die die großen Flugzeugbauer ankündigen, nutzten die Segler lange vor ihnen. Deren Werkstoffe und Flügelprofile sowie Antriebstechniken stehen Modell bei der Entwicklung hocheffizienter Verkehrsmaschinen. Schließlich sind die Segler für herausstechende Leistungen bekannt: Ohne einen Tropfen Sprit kommen sie Tausende Kilometer weit. Wie sie das schaffen, erklärt Tilo Holighaus, Geschäftsführer des Segelflugzeugherstellers Schempp-Hirth in Kirchheim unter Teck bei Stuttgart: „Wir sind einerseits ein sehr technischer Sport, andererseits setzen wir Naturressourcen sparsam ein und nutzen die Naturkräfte intelligent.“ Mehr im Bericht von ‚golem.de‘.