Die Segelfluggruppe Lägern (SGL) lädt vom 4. bis 12. Juni 2026 zur Schweizermeisterschaft im Streckenflug nach Schänis ein. Acht Wettbewerbstage versprechen anspruchsvolle Tasks in einem der abwechslungsreichsten Fluggebiete der Schweiz. Anmeldeschluss ist der 15. April 2026.
Der Wettbewerb startet am Donnerstag (Fronleichnam), letzter Wertungstag ist Donnerstag, 11. Juni, die Siegerehrung findet am Freitag, 12. Juni, statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Pilotinnen und Piloten begrenzt, die Klassen werden nach Eingang der Anmeldungen festgelegt. Geflogen und ausgewertet wird über SoaringSpot.
Die Teilnahmegebühr beträgt CHF 250.-, für Junioren CHF 150.-. Für Erstteilnehmer in Schänis ist eine Anmeldung im Airmanager des Flugplatzes erforderlich. Standplatz-Gebühren werden für die SM keine erhoben.
Wichtige Hinweise: Es gibt keinen Rückholservice, Helfer sind selbst zu organisieren. Aufgrund der kurzen Piste können Gewichtsbeschränkungen gelten. FLARM (in der OGN-Datenbank registriert) ist obligatorisch, ACLs („Blitzer“) nach IGC-Reglement sind ab 2026 vorgeschrieben.
Weitere Informationen und Anmeldung über das Anmeldeformular; Fragen beantwortet Beat Straub (beat.straub (at) bluewin.ch).
Der Sportfliegerclub Malmsheim e. V. lädt zu seinen bewährten Streckenflug-Abenden ein. Die Vortragsreihe bietet fundiertes Know-how, spannende Erfahrungsberichte und aktuelle Updates rund um Technik, Luftraum und Sicherheit. Referenten aus Vereinen, Behörden und der Praxis beleuchten zentrale Themen des modernen Fliegens – kompakt, praxisnah und offen für Pilotinnen und Piloten aller Sparten. Die Abende finden dienstags online statt und verbinden Weiterbildung mit gelebter Vereins- und Nachwuchsförderung.
Nach dem erfolgreichen Auftakt im Winter 2024/25 wird der Hessische Luftsportbund auch in diesem Winter wieder ein Online-Streckenflugseminar veranstalten, um mit frischem Schwung in die neue Saison zu starten.
Es wird wieder ein vielseitiges und spannendes Programm geben, das für jeden Ausbildungs- und Trainingsstand etwas bereit hält: Förderflugzeug und Streckenfluglager, Wander-, Wellen- und Hangsegelflug, Wetterbriefing und vieles mehr. Dazu sind alle interessierten Streckenflugpiloten und -pilotinnen eingeladen, egal ob jung oder alt. Das Seminar wird für die Trainer-Weiterbildung (B- und C-Trainer) anrechenbar sein.
Vom 1. bis 8. August 2026 wird der Flugplatz Mauterndorf (LOSM) erneut zum Treffpunkt der Streckensegelflugszene. Der Tauerncup 2026, veranstaltet vom Österreichischen Aero-Club Landesverband Salzburg und dem SFC Lungau, verbindet sportlichen Wettbewerb mit gezielter Nachwuchsförderung. Newcomer profitieren vom direkten Austausch mit erfahrenen Pilotinnen und Piloten der Sportklasse, während ambitionierten Teilnehmern ein attraktiver Wettbewerb nach FAI-Reglement geboten wird.
Geflogen wird in den Klassen 113er und Sportklasse; bei ausreichender Beteiligung wird zudem der Salzburger Landesmeister ermittelt. Die Hochplateaulage des Lungau sowie die Fluggebiete der Hohen Tauern und Nockberge versprechen gerade im Hochsommer eindrucksvolle und leistungsstarke Aufgaben. Ein vielseitiges Rahmen-Programm mit Flugsimulator, Fachvorträgen und Schlechtwetterangeboten sowie Campieren direkt am Flugzeug runden die Woche in gewohnt familiärer Atmosphäre ab.
-> Hier finden Sie den ersten Teil mit den Vorbereitungen bis kurz nach dem Start.
Autor: Martin Knops
Nun ließ Christoph mich zum ersten Mal ans Steuer. Das Wetter hatte bereits wunderbar aufgebaut und so ging es zügig nach Südosten.
Zügig, stressfrei und meist geradeaus. Stressfrei bis auf einen kurzen Moment bei Hessisch Lichtenau. Hatten wir doch zu sehr gepokert?
Hätten wir doch einen der schwächeren Aufwinde auf dem Weg kurbeln sollen? Jetzt hatten wir nur noch 600 Höhenmeter Luft unter den Tragflügeln und so richtig gut sahen die Wolken voraus nicht aus. Ruhig bleiben! Erstmal die Wolke direkt über dem Flugplatz antesten. Wenn es die nicht tut, dann an den schön angestrahlten Hang auf der Ostseite der A44.
Kaum hatte ich diesen Plan B ausgesprochen, da hob es mit Verve den rechten Flügel. Nichts wie rein in diesen herrlichen Bart und ohne weiteres Verlagern mit 3,9 m/s ab in den Orbit! Christoph war begeistert „wie ich den gefunden und sofort zentriert habe“.
Klappt natürlich nicht immer und wahrscheinlich bin ich vorher dreimal an so einem Hammer vorbeigeflogen. Aber tatsächlich war dies in gewisser Weise ein Schlüsselmoment, mit dem man viel erklären kann: Es gibt ein paar Grundregeln, die es zu beachten gilt, um schnell zu sein, schneller als „die anderen“.
Regel 1 betrifft die Flugwegwahl. Im Großen wie im Kleinen. Nicht umsonst hatte ich mich intensiv mit der Streckenplanung beschäftigt, schließlich Großrückerswalde nicht aus touristischen Gründen als Wende gewählt, sondern weil ich überzeugt davon war, so die optimale Strecke zu fliegen.
Die Flugwegwahl ist aber auch im Kleinen entscheidend. Immer wieder beobachte ich Piloten, die sich mit Schmackes aus dem Aufwind ins Blaue stürzen, stur dem imaginären Kursstrich zur deklarierten Wende folgend. Und daneben gibt es Künstler, die konsequent die bestaussehendste Wolke anvisieren, auch wenn diese querab vom Kurs steht. Hier den richtigen Kompromiss zu finden, die beste tragende Linie, die einen am schnellsten und mit dem geringsten Höhenverlust ins Ziel trägt, das ist eine Kunst. Was man sich auf jeden Fall als Richtschnur merken sollte: Umwege lohnen sich! Und: versucht, die Gleitzahl über den Flugweg zu optimieren! Das ist der richtige Leitgedanke.
Der Flugweg ist also entscheidend. Im Großen und im Kleinen. Und auch im ganz Kleinen! Es gibt wahre Meister des „Schwabbelns“. Mario Kießling ist so einer. Mein Teampartner Conrad – immerhin Mitglied der Nationalmannschaft – kam erst vor kurzem aus dem Schwärmen gar nicht heraus, nachdem er mehrere Tage mit Mario geflogen war. Wahnsinn, was der unter einer Wolkenstrasse gegenüber anderen herausholt. Alle Sinne müssen hier geschärft sein: Wolkenkontur und Topographie im Blick, Sonnenstand und Windrichtung im Kopf, alle Erfahrungen aus einem langen Fliegerleben und vom aktuellen Tag präsent, jede Luftbewegung am Knüppel spürend, wird sofort nachgesteuert. Etwas nach rechts, etwas nach links… und wenn dann der Hammer unter die Tragfläche schlägt: Rein und Hochschrauben. Aber nur dann! Ansonsten geht es weiter, immer weiter und auch wenn die Wolke noch so gut aussieht: wir lassen sie hinter uns und steuern die nächste an, wenn sie nicht das erhoffte Steigen bringt! Auch dann, wenn wir einfach nur zu blöd waren, es zu finden. Langes Suchen lohnt sich nicht. Geschwabbelt wird immer, „gesucht“ nur, wenn es voraus keine Perspektive gibt, wenn das Wetter erkennbar schlechter wird oder wenn wir zu tief sind.
Ihr ahnt es bereits: diese Flugwegwahl im Kleinsten, das Steuern im Geradeausflug unter der Wolke, das Schwabbeln: das sind die „entscheidenden Situationen“, in denen ich selbst gerne am Steuer bin. Kurbeln dagegen können andere mindestens genauso gut und das kann ich mir ganz entspannt von hinten angucken ohne zu denken „hätte ich mal“.
Zurück zum Flug. Eigentlich hatten wir die Idee, auf den Thüringer Wald aufzusatteln, diesen komplett mitzunehmen und südöstlich von Hof ins Erzgebirge einzusteigen. Die Wolkenoptik legte dann aber den direkten Weg über Zwickau nahe. So überquerten wir den Thüringer und ließen das westliche Erzgebirge rechts liegen. Voll im Zeitplan erreichten wir Großrückerswalde und wendeten um 14:45 nach exakt 450 km. Wow!
Bis hierher hatten wir – gegen den Wind – fast einen 100er Schnitt geschafft. Aber dies sollte nur die Aufwärmrunde sein. Christoph überließ mir mal wieder die Ruder und nun hieß es „Fasten your seatbelts“!
Das Erzgebirge hatte in der Zwischenzeit überentwickelt und es gab kaum noch Sonneneinstrahlung. Aus Erfahrung wusste ich, dass dies kein Grund zur Sorge war, zumindest nicht, solange man ausreichend hoch fliegt. Das Erzgebirge saugt großflächig aus dem Sächsischen Vorland und auch aus der Tschechischen Tiefebene Luft an. Es bildet sich über dem Kamm eine klassische Konvergenzlinie, die auch ohne direkte Sonneneinstrahlung noch gespeist wird. Ideale Schwabbel-Bedingungen! So ging es erstmal eine ganze Zeit im D-Zugtempo geradeaus, bis mich ein absoluter Hammerbart erfolgreich überzeugte, doch einzukreisen: über 800 Höhenmeter in gut drei Minuten mit durchschnittlich 4,1 m/s – da kann man nicht Nein sagen :-). Jetzt reichte es aber auch erstmal mit Kreisen. Über hunderte Kilometer ging es ab jetzt praktisch nur geradeaus! Wie im Rausch, mit teils über 160 km/h Schnittgeschwindigkeit! So erreichten wir Langenfeld um 18:05. Drei Stunden und Zwanzig Minuten für 450 km Luftlinie. Wow!
Schon aus der Ferne erkannten wir eine Thermikboje in der Platzrunde. Wunderbar! Hier würden wir Höhe tanken für den Weiterflug über den Rhein Richtung Aachen. Vielleicht würden es heute sogar 1’100 km werden. Die 1’000 waren in jedem Fall schon so gut wie im Sack – dachten wir.
Bekanntlich kommt Hochmut vor dem Fall. Die avisierte Thermik-Boje entpuppte sich als Täuschkörper. Kein Problem, dann eben der von der Raffinerie gespeiste Aufwind auf der anderen Rheinseite bei Dormagen – nichts! Kein Problem! Bis ins Kraftwerk Neurath schaffen wir es locker. Das hatte allerdings gerade Sendepause! Und schon hingen wir im Nirgendwo in 500 m über Grund. Sollte tatsächlich hier nach 970 Kilometern unsere Reise enden?
So langsam stieg der Puls im Cockpit! Was tun? Über der Sophienhöhe und auf dem weiteren Weg nach Aachen standen noch schöne Wolken in großer Höhe – aber nach den Erfahrungen der letzten 20 Minuten trauten wir dem Braten nicht. Also lieber kleine Brötchen backen und erstmal im besseren Nullschieber kreisen. Das überließ ich gerne Christoph und versuchte, selbst ein wenig zu entspannen. Immerhin ging es jetzt wieder nach oben. Langsam aber sicher.
Nach langen bangen Minuten wagten wir den Sprung zurück zum Kraftwerk, das zwischenzeitlich Energie gespeichert hatte und uns jetzt tatsächlich gen Himmel schleuderte. Wir hatten es geschafft! 1025 km in 9:15 h – was für ein Erlebnis, was für ein Tag! Am Boden wartete bereits das Empfangskomitee mit Sekt und großem Hallo. Wow!
Wenn man erst kurz vor Weihnachten über einen 1000 km Flug von Anfang Mai schreibt, einfach, weil es so viele andere Flugerlebnisse gab, über die zuerst berichtet werden musste, dann war es wohl eine tolle Saison. War es! Toll war aber auch der 9.5.2025. DER Tag des Jahres, wenn nicht der Dekade :-). 45 Tausender sind an diesem Freitag in Deutschland geflogen worden. Dazu Flüge aus der Slowakei bis ins Rheinland – Wahnsinn! Christoph und ich auf unserem Nimbus 2000, sorry: Nimbus 4D, mittendrin. Nach Anlegen diverser Filter (reiner Segelflieger, Windenstart) sogar auf Platz 1 der Wertung :-). Und in meinem Verein hatte ich völlig unabhängig vom Flug im Nimbus meinen Ruf als Wettergott gefestigt. Ganz ohne eigenes Zutun eigentlich. Alles, was es dafür braucht, ist ein Abo bei TopMeteo, Vertrauen in die Vorhersage und ein regelmäßiger Blick in ebendiese. So hatte ich mit drei Tagen Vorlauf diesen Tag des Jahres als solchen angekündigt und alle aufgefordert, Urlaub zu nehmen. An diesem Tag, unbedingt!
Autor: Martin Knops
Kaum hatte ich den Aufruf gestartet, klingelte das Telefon. Christoph dran. Ob ich nicht Lust hätte, mit ihm im Nimbus zu fliegen, statt alleine in meiner JS1. Lust hatte ich! Ich liebe es, doppelsitzig zu fliegen! – Allerdings muss ich zugeben, dass ich es auch liebe, in entscheidenden Situationen selbst die Hand am Knüppel zu haben :-). Was „entscheidende Situationen“ sind, dazu später; vielleicht nicht das, was die meisten sich darunter vorstellen.
Noch etwas dämpfte meine Begeisterung ein wenig: mir tut es weh, an so einem Tag meine eigene VX im Anhänger zu wissen. Sie leidet dann bestimmt sehr! Aber auch dieses Problem löste sich in Luft auf, gelang es mir doch tatsächlich, meinen Schwiegervater zu motivieren. Er würde die JS1 bewegen.
Screenshot
Und so begann ich, fleißig Strecken zu planen. Im Sechs-Stunden Rhythmus immer neue Strecken! Warum alle sechs Stunden? Ganz einfach: Dann gibt es einen neuen Modelllauf und damit eine aktualisierte Wettervorhersage. 6 Uhr, 12 Uhr, 18 Uhr. Mitternacht habe ich ausgelassen :-). Christoph war von jeder Variante begeistert. Schließlich ging es ins Erzgebirge, Großrückerswalde Ziel-Rück.
Starker Wind war nicht angesagt, aber über die Jahre hat sich diese Streckenform einfach zu meinem Favoriten entwickelt: Gegen, oder im Zweifel auch mit dem Wind, so weit die Flügel tragen und dann wieder nach Hause.
Was gibt es Schöneres? Dachte auch Christoph. Einen kleinen Sonderwunsch äußerte er allerdings: einen Punkt im Ausland, in Tschechien sollten wir schon setzen. Kein Problem!
So trafen wir uns um 8 Uhr morgens am Platz. Christoph war sogar schon früher da und hatte bereits alles zum Aufbauen vorbereitet. Für 10 Uhr hatten wir den Start vorgesehen. Wer große Strecken fliegen will, muss früh aufstehen. Nichts ist ärgerlicher, als an so einem Tag zu spät dran zu sein und hektisch den Flieger zusammen zu stecken, während am Himmel bereits die Cumuluswolken locken.
In diese Falle tappten wir nicht und standen bereits deutlich vor 10 Uhr einsam am Windenstart. Einsam? Am Windenstart? Nun ja… 2025 mussten wir ohne „richtige“ Schleppmaschine überleben. Die FK9 als schwachbrüstiges UL schleppte nur 15m Flieger. Diese und etliche Eigenstarter reihten sich in langer Schlange am anderen Flugplatz-Ende auf. Und wir standen einsam am Windenstart.
Die Kirchturmuhr schlug 10 und kein Lüftchen rührte sich, kein Wolkenfetzen zeigte sich am azurblauen Himmel. Warten oder Starten? Wir entschieden uns für letzteres, immer noch blind dem Wetterbericht und dem darin hinterlegten Thermikbeginn 10 Uhr vertrauend. Also einklinken und los!
Wunderbarer Schlepp gegen den Wind auf fast 400 m Höhe. Nachklinken und Kehrtkurve hinter die Waldkante. Wo, wenn nicht hier sollte die erste Thermik des Tages auslösen? Eindrehen, ruhige, runde 2 m/s Steigen! Wir bekamen das Grinsen schon in diesem Moment kaum mehr aus dem Gesicht. Was für ein Start! Schmunzelnd beobachtete ich von meinem hinteren Logensitz aus, wie am gegenüberliegenden Platzende hektische Betriebsamkeit ausbrach. Offensichtlich hatten die Herren (Damen waren leider nicht dabei) am Eigen- und F-Schleppstart zunächst in aller Seelenruhe beobachtet, was wir da so trieben – in toter Luft um 10 Uhr morgens am Windenstart :-). Und so waren wir längst aus 1’400 m Höhe abgeflogen, bevor der erste Eigenstarter sich in den Himmel erhob.
Wie das Nimbus 4-Team den „besten Tag des Jahres“ weiter erlebt, finden Sie hier übermorgen Früh an gleicher Stelle und zur gleichen Zeit.
Der Aero-Club Heppenheim freut sich über eine Erweiterung seines Flugzeug-Parks: Ein Discus 2c wird künftig die Ausbildung und den Streckenflugsport auf ein neues Level heben. Diese Anschaffung stellt nicht nur eine wertvolle Zukunftsinvestition dar, sondern unterstützt auch die wachsende Zahl junger Streckenflugpiloten.
Präsentation des neuen Discus 2c vor beleuchteter Starkenburg.
Die Finanzierung des neuen Flugzeugs wurde durch eine gelungene Kombination aus Eigenmitteln und großzügiger Unterstützung aus der Region gesichert. Besonders hervorzuheben ist das Crowdfunding auf der Plattform „Viele schaffen mehr“ der Volksbank Darmstadt Mainz eG, das mit einer Spende von 4’785 € ein überwältigendes Ergebnis erzielte. Weitere Unterstützung kam von der Sparkasse Starkenburg, die mit einer Spende von 3’000 € sowie durch die Unterstützung der Stadt Heppenheim maßgeblich zum Erfolg beitrugen. Zudem stehen positive Bescheide für weitere Förderungen vom Kreis Bergstraße und dem Landessportbund Hessen in Aussicht.
Der Vorsitzender Max Rüllmann und die Ministerin Diana Stolz posieren neben dem Discus 2c..
Am 13. Oktober 2025 übergab das Land Hessen eine Förderung von 10’000 € an den Verein. Frau Diana Stolz vom Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege würdigte in ihrer Ansprache das ehrenamtliche Engagement des Clubs und seine Bedeutung für die Region.
Der Discus 2c ist nicht nur ein technisches Highlight, sondern auch ein strategischer Gewinn für den Verein. Mit dem neuen Flugzeug wird es für die wachsende Zahl an Flugschülern und Streckenflugpiloten möglich, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Der Aero-Club setzt weiterhin auf die Förderung des Nachwuchses und strebt an, den Segelflugsport für junge Menschen zugänglich und erschwinglich zu halten. Die Unterstützung aus der Gemeinschaft und die gezielte Förderung durch öffentliche Stellen machen den Traum vom Fliegen in der Region lebendig.
Zwei Wochen voller Leidenschaft für den Segelflug: Der Fliegerclub Condor e.V. aus Antersberg blickt auf ein erfolgreiches Sommerlager in Saal an der Saale zurück. Junge Flugschüler und erfahrene Piloten erlebten intensive Flugtage, die eindrucksvoll zeigen, warum Segelfliegen zu den faszinierendsten Luftsportarten zählt.
Tradition trifft Fortschritt Das jährliche Lager beim FSV Grabfeld e.V. ist ein Höhepunkt im Vereinsjahr. „Hier verschmelzen Tradition und moderne Ausbildung zu einem einzigartigen Erlebnis“, sagt Nachwuchspilot Elias Liebl. Morgens herrschten ideale Schulungsbedingungen, nachmittags trugen kräftige Thermiken die Segler auf weite Strecken.
Starke Leistungen des Nachwuchses Mehrere Flugschüler meisterten ihre ersten Alleinflüge, andere legten erfolgreiche Überland- und Prüfungsflüge ab. Insgesamt wurden rund 10’000 Kilometer im Segelflug zurückgelegt – ein Beleg für Motivation und Können. Gemeinschaft spielte dabei eine zentrale Rolle: ob beim Startaufbau, Briefing oder geselligen Abenden.
Moderne Ausbildung vor alpiner Kulisse Mit rund 55 aktiven Mitgliedern, fünf Segelflugzeugen, einem UL und einer Schlepp-Maschine bietet der Verein ideale Bedingungen. Die Nähe zum Wendelstein erlaubt sowohl entspanntes Fliegen im Voralpenland als auch anspruchsvolle Streckenflüge. Neue Förderprogramme, ein Solarunterstand und die Anschaffung einer LS4 markieren den Weg Richtung CO₂-neutralem Betrieb.
Einladung an Interessierte Der Verein sucht engagierte Nachwuchstalente. Ehrenamtliche Fluglehrer begleiten vom ersten Start bis zum Segelflugschein. Dank der guten Bahnanbindung ist der Flugplatz auch für Stadtbewohner gut erreichbar.
Das Lager zeigte eindrucksvoll, wie Technik, Naturerlebnis und Gemeinschaft im Segelflug zusammenfinden – von ersten Alleinflügen und Streckenflügen bis in den Schwarzwald und die Zentralschweiz.
Bereits am frühen Morgen, noch vor dem Frühstück, war «Wetter-Studium» angesagt. Was wir auf den verschiedenen Apps sahen, machte uns nachdenklich – es waren bereits am frühen Nachmittag Gewitter angesagt. Kommen wir heute noch nach Hause? Nun, zuerst einmal frühstücken und dann mit dem Taxi zurück zum Flugplatz in Vinon.
Die Autoren: Roland Hürlimann und Peter Böni (re.)
Die Meteo-Prognose am Briefing war auch nicht vielversprechend: der Flugdienstleiter empfahl allen Piloten dringend, die Segelflugzeuge zu demontieren, da Meteo France heftige Gewitter und Sturmböen angesagt hat.
Da auch die Aussichten für den nächsten Tag nicht vielversprechend waren, haben wir den Entschluss gefasst, zu starten, sobald die Thermik einsetzt und so weit wie möglich in Richtung Heimat zu fliegen. Kurz nach 12 Uhr war dann endlich ein Schlepp-Pilot bereit, uns hochzuziehen – wir waren die Einzigen, die starten wollten…
Startplatz in Vinon
Die Hitze mit mehr als 40° Celsius am Boden, war bereits sehr drückend. Nach kurzer Zeit, d.h. rund 600 m über Grund, konnten wir klinken und lossegeln. Die Thermik spielte mit und wir kamen über das Plateau recht gut vorwärts. Dass heute in dieser Gegend kein Segelflugwetter war, bewies der Flugplatz in Puimoisson – kein einziges Segelflugzeug war für einen Start bereit.
Wir waren noch keine Stunde unterwegs und schon erwischte uns nördlich von Digne-les-Bain ein Ausläufer einer Regenzelle. Der Schauer war kurz und heftig, so dass unsere Druckabnahme nicht mehr funktionierte und die Nadel des Fahrtmesser wie angeklebt stecken blieb.
Die Devise lautete: einfach nur weg hier!!!. Wir umflogen den Blayeul westlich Richtung Gap. Es herrschte eine schwache Nordostströmung und in Richtung Norden war der Himmel noch ziemlich blau, also konnten wir weiterfliegen. Allerdings verfolgte uns der Regen hartnäckig und so war eine Rückkehr nach Süden kein Thema mehr. Dank der guten Vorbereitung konnten wir aber trotzdem relativ entspannt unseren Flug fortsetzen, da wir immer einen Ausweichflugplatz zur Verfügung hatten. Die beiden südlichen Einstiegspunkte der Korridore für den Parc National des Ecrins waren für uns nicht nutzbar, da es dort regnete – also mussten wir das Ecrins-Massiv und den Parc westlich umfliegen.
Ecrins-Massiv
Der Wettergott war uns gnädig gestimmt, wir hatten sehr gute Verhältnisse vor uns und kamen zügig voran – östlich vorbei an Grenoble und Albertville in Richtung Mont Blanc. Allerdings durften wir nicht zurückschauen, der Regen war uns immer dicht auf den Fersen…
Da wir den Parc National des Ecrins westlich umflogen, hatten wir keine Probleme, dem Vogelschutzgebiet Vanoise auszuweichen. Eine Route, die auch wegen den vielen Flugplätze ohne grossen Aussenlande-Problematik, bewältigt werden kann.
Als Entschädigung für die entgangene Barre des Ecrins (der südlichste und westlichste 4000er der Alpen) sind wir mitten durch das Mont Blanc – Massiv geflogen und am Dent du Géant waren noch einige Bergsteiger am Klettern 🙂
Da wurden wieder die alten Erinnerungen wach: z.B. West-Ost-Traversierung des Mont Blanc, Ueberschreitungen des Rocheforts-Grats, Traversierung der Grandes Jorasses, resp. das Erlebnis eines Sonnenaufgangs auf dem Gipfel der Aiguille Verte…
Mont Blanc (4808m) mit Mont Maudit (4494m)Rochefort-Grat mit Grandes Jorasses (Pointe Walker 4208m)Grandes Jorasses (Nordwand)Aiguille Verte (4122m) mit Grande Rocheuse (4102m)
Weiter ging es nach dem Mont Blanc – Massiv via Mont Dolent in Richtung Martigny, da es beim Grossen St. Bernhard-Pass regnete. Auch in den südlichen Walliser-Tälern war es regnerisch und das Matterhorn war deshalb für uns nicht sichtbar. So führte unser Weg dem Haupttal des Wallis entlang nach Osten.
Weisshorn (4504m) im Hintergrund das Zinalrothorn (4222m)Aletschgletscher
Nach einem weiteren Wechsel der Talseite konnten wir beim Blinnenhorn die notwendige Höhe für den Weiterflug in Richtung Heimat aufbauen. Als wir nördlich vom Piz Medels bei Disentis nochmals einen Aufwind fanden, der uns auf gut 3800m steigen liess, wussten wir, jetzt kommen wir definitiv nach Schänis. Mit Vollgas ging es dann zwischen Tödi und Bifertenstock ins Glarnerland. Wir waren an diesem Tag wiederum etwas mehr als 5 Stunden am Segeln und erreichten für die 550 km Flugstrecke eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h.
Fazit
Es war für mich ein grossartiges Erlebnis mit 2 tollen, spannenden Flügen. Es zeigt sich, dass sich eine seriöse Vorbereitung auf ein solches «Abenteuer» in jeder Hinsicht auszahlt. So kann man viel entspannter den unsicheren Wetterbedingungen begegnen. Es braucht aber zusätzlich auch eine gute Portion Wetterglück, denn thermisch fliegbares Wetter über eine Distanz von mehr als 500 km in den Alpen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ist nicht selbstverständlich.
Happy Landing in Schänis
Vielen Dank an die SG Lägern, welche uns den Arcus zur Verfügung gestellt hat, allen Helfern, Schlepp-Piloten und Ernst Willi, der uns in Vinon bestens betreut hat.
Zwei Wochen lang war am Bensheimer Flugplatz Hochbetrieb: Gemeinsam mit 15 Gästen vom Luftsportverein Delmenhorst und deren sechs Segelflugzeugen absolvierte die Segelfluggruppe Bensheim über 650 Starts, rund 400 Flugstunden und beeindruckende 17’500 Streckenkilometer.
Jede Menge Spaß: Auch wenn Segelfliegen als Einzelsport gilt, braucht man immer eine Mannschaft Fotos: SFG-Bensheim
Neben intensiver Schulung – die Hälfte der Flüge waren Ausbildungsstarts – stand der Gemeinschaftsgeist im Vordergrund. „Wenn das Wetter mal nicht mitspielte, gab’s Theorieunterricht, Schwimmbad oder Spieleabend – da war der Spaß trotzdem groß“, lacht Flugschülerin Luisa Reinhardt.
Gratulationen nach dem ersten Alleinflug: In der Mitte mit dem Wiesenstrauß: Flugschüler Tim Moosmüller
Für mehrere Nachwuchspiloten brachte das Camp entscheidende Meilensteine: Tim Moosmüller (14) flog nach nur zwei Ausbildungsmonaten seinen ersten Alleinflug, ebenso wie Konstantin Scheffler. Hannah Becker gewöhnte sich an den Oldtimer Ka8, Lea Balzer und Jakob Götz schlossen mit der C-Prüfung den zweiten Ausbildungsabschnitt ab. Parallel schulten einige Piloten auf das neue Ultraleicht WT 9 und trainierten F-Schleppstarts.
Gratulation zum ersten Alleinflug: Flugschüler Konstantin Scheffler (mit Strauß) und Fluglehrer (v.l.) Klaus Schaefer, Rainer Wahlig, Sebastian Clermont und Ronny Weber
Auch sportlich setzte Bensheim ein Ausrufezeichen: Lukas Etz legte mit knapp 690 km den längsten Flug zurück, zehn weitere Flüge über 500 km folgten. Mit Platz 1 in der Regionalliga Mitte ist der Wiederaufstieg in die 2. Segelflugbundesliga in Reichweite. Beim Abschlussfest mit Grillschinken aus „Rainers Smoker“ und hausgemachten Spezialitäten wurden die Erlebnisse gefeiert – bis tief in die Nacht.
Wer Lust auf mehr Segelflug-Atmosphäre hat, sollte sich den 16./17. August 2025 merken: Dann lädt das Bensheimer Flugplatzfest zum Staunen und Mitfliegen ein.
Frankreich – für viele Segelflieger ein „weißer Fleck“ auf der fliegerischen Landkarte. Zu Unrecht. Denn westlich des Rheins beginnt ein Terrain, das mit thermischer Qualität, landschaftlicher Vielfalt und fliegerischer Freiheit lockt – wären da nicht die komplexen Luftraumstrukturen und die oft abschreckenden militärischen Sperrgebiete.
Segelflug jenseits des Rheins
Mit sorgfältiger Vorbereitung, Respekt und Mut zur Initiative erschließt sich eine faszinierende Welt: Die Vogesen als thermisch hochinteressante Mittelgebirgskette, das angrenzende Gebiet Richtung Jura, das Flachland Richtung Westen oder gar weiter nach Belgien – weitläufig, wenig frequentiert und in vielen Bereichen überraschend zugänglich.
Wenn die Saison noch nicht einmal zur Hälfte vorbei ist und du schon gleich zwei Tausender geflogen bist – dann darf man sagen: Es läuft! Für Nachwuchspilot Noah Lichter ist 2025 ein Jahr der Superlative. Mit dem OLC-Discus 2cT, sammelt er nicht nur Kilometer, sondern vor allem Erfahrungen, Aha-Momente und jede Menge Sekt-Duschen.
Foto: Tamino Schmidt
März-Wunder und Thermik wie in Namibia
Zu den eindrucksvollsten Flügen zählt für Noah der 17. März: 794 Kilometer rein thermisch im kalendarischen Winter und im Flachland. Möglich wurde das durch ein außergewöhnliches Zusammenspiel meteorologischer Faktoren, das selbst erfahrene Experten ins Staunen versetzte. Meteorologe Bernd Goretzki analysierte den Tag in einem spannenden OLC-Kommentar zusammengefasst so: Eine starke Kaltfront überquerte Ostdeutschland und Polen nach Mitternacht mit Wolken. Das verhinderte die Ausbildung einer nächtlichen Inversion. Schon zum Sonnenaufgang herrschte ungehinderte Einstrahlung, die eingeflossene Luftmasse war extrem kalt und staubtrocken, direkt aus polaren Breiten – und auch in der Höhe so kühl, dass die Schichtung annähernd trockenadiabatisch bis in rund 3’000 Meter reichte. Zusätzlich strömte den ganzen Tag über weiter kalte Höhenluft nach, die den Effekt nochmals verstärkte. Der Nordwind war perfekt: stark genug für eine Kaltfront, aber nicht zu stark, um die Thermik zu stören.
„Die Steigwerte brauchten sich hinter denen in Namibia nicht zu verstecken“, fasst Topmeteo-Meteorologe Bernd Goretzki in seinem Kommentar zusammen. Und: „Solche Bedingungen Mitte März sind extrem selten – aber die Wetterlage war frühzeitig erkennbar.“ Noah nutzte sie perfekt: 794 Kilometer, ohne Wasserballast, bei minus 15 Grad. „Der erste Schenkel hätte vielleicht weiter nach Südwesten gehen sollen, und in Polen habe ich einmal ordentlich abgesessen – aber sonst lief es am Schnürchen“, resümiert er. Und grinst: „War gar nicht mal so schlecht heute.“
Der erste Tausender aus Eferding
Der 12. Mai 2025 wird für Noah unvergesslich bleiben – sein erster Tausender! Auf diesen Moment hatte er lange hingearbeitet, und dass es dann auch noch der weiteste Flug überhaupt von Eferding aus wurde, sorgte für doppelte Freude. Am Boden wurde er mit Sekt empfangen – ein Empfang, wie man ihn sich für so einen Meilenstein nur wünschen kann.
Dabei begann der Tag alles andere als easy. Mit den ersten Flusen stürzt er sich ins Getümmel und arbeitet sich langsam unter den ersten Wölkchen hoch. Der Plan war, Richtung Tschechien zu fliegen, denn dort sollte sich laut Prognose zuerst gute Thermik entwickeln. Tatsächlich war es dann aber der Bayerische Wald, der als erstes zündete. Noah entschied sich trotzdem, die tschechische Ebene anzusteuern – quer durchs Blaue. Ein Feuchteband lag noch über dem Land, was die Thermik unterdrückte, und die erste brauchbare Wolke stand ausgerechnet in der TMA von České Budějovice. Dank Freigabe konnte er dort den rettenden Bart ziehen, sonst wäre es wohl der Motor geworden.
Und dann kam die Belohnung: Tschechien brannte. Zwei Stunden mit einem 145er Schnitt –und einem Grinsen im Cockpit. Der Rückflug auf gleichem Weg verlief nur minimal langsamer. Dann die große Frage: Wie weiterfliegen? Dank wertvoller Tipps von Johannes während des Fluges entschied sich Noah, auf den Bayerischen Wald in Angriff zu nehmen. Der Einstieg war nicht einfach, die Optik schräg, aber unter abgeschatteten Bereichen konnte er noch 2,5 m/s kurbeln und den Flug nach Norden verlängern. Am Ende hat es nicht für ein Dreieck gereicht – aber wen kümmert’s beim ersten Tausender?
1’101 Kilometer, einmal Ostsee und zurück
Das absolute Highlight? Wie noch mehr? Ja das geht. 1’101 Kilometer am 20. Juni. Möglich machte das die lange Tageslicht-Phase, gepaart mit einer starken Luftmasse über Polen. Schon früh am Morgen standen markante Wolken in Richtung Südosten – ein klares Signal, dass viel gehen würde. Die Basis war anfangs verhalten, stieg aber in Polen deutlich an.
Die Wolkenstraßen leiteten ihn nach Pila. Dort angekommen standen Ausbreitungen am Himmel und bald 500 Kilometer auf der Uhr. Der gedrehten Windrichtung folgend fliegt Noah nach Pasewalk. „Das erste Mal, dass ich die Ostsee gesehen habe.“ Auf dem Rückweg Richtung Süden wurde die Luft zunehmend trockener, die Thermik schwächer. Die letzten Aufwinde musste er im Blau suchen. Am Kraftwerk Spremberg fand sich dann noch eine Fluse, die ihn auf 2’000 Meter hob – genug, um ins Ziel zu gleiten. Wieder landet er, wieder wartet Sekt. „Das war einfach verrückt.“
Reifen im Discus
Besonders viel gelernt hat Noah in Prievidza. Als Flachlandtiroler erlebte er dort Aha-Momente: etwa, dass sich die Thermik abends ins höhere Gelände zurückzieht – und man 60 Kilometern Endanflug durch tote Luft gleiten kann. Solche Bedingungen kennt man im Flachland nicht. Auch taktisch ist er reifer geworden: nicht ständig tief gehen, das spart Motorstarts und Nerven.
„Der Flieger ist einfach klasse“, sagt Noah über seinen OLC-Discus. „Super wendig, mit Wasser geht’s gut vorwärts, und der Turbo ist Gold wert – gerade beim Probieren.“ Nach einem kurzen Urlaub auf dem Klippeneck steht die Deutsche Meisterschaft Junioren in Musbach auf dem Plan. Im August hofft er auf einen weiteren Wandersegelflug, vielleicht sogar seinen Traumflug von Reinsdorf nach Südfrankreich und zurück.
Marco, Birgit und Domenic von der SG Dittingen planten ursprünglich einen Segelflug-Urlaub im Engadin. Weil mehrere verregnete Dienstage das Windenstart‑Training verhinderten, verlegten sie ihr Vorhaben kurzfristig nach Schänis, etwa auf halber Strecke nach Samedan.
Basis und Umfeld
Als Quartier diente ein Ferienhaus in Amden mit Blick auf den Walensee und die Glarner Alpen. Die Ankunft fiel mit dem Ausbringen von Gülle zusammen; erst nach zwei Tagen hatten sie die Fliegen-Plage im Griff. Die Lage erwies sich jedoch als ideal für abendliche Ausblicke und Flugplanung.
Erste Woche – zähes Hochdruckwetter
Stabiles Hoch sorgte für Badetemperaturen und schwierige Thermik. Wechselnde Winde und aufliegende Wolkenbänke über den Graten machten den Übergang ins Bündnerland unmöglich. Die Mannschaft blieb bei lokalen Flügen, die viel Konzentration forderten.
Zweite Woche – Alpenfliegen vom Feinsten
Gewitter am Samstag brachten Abkühlung; ab Sonntag öffnete sich der Weg ins Bündnerland und ins Engadin. Wer sich, wie die einheimischen Piloten, hoch genug schleppen ließ, kam weit. Überraschend starke Aufwinde fanden sie im Lee des Calanda, neben der Nuna und über dem Walensee. Höhepunkt war der Flug entlang von Piz Palü, Bernina und Biancograt. Als über dem Engadin noch Cumuli standen, glitt das Team vom Nuna aus 4’000 Metern über die Churfirsten direkt nach Schänis, begleitet von absolut ruhiger Luft.
Rückreise
Geplant war ein Heimflug mit dem Arcus nach Dittingen. Verschlechternde Prognosen fürs Mittelland überzeugten sie, den Doppelsitzer per Anhänger zurückzubringen – ein Entschluss, der sich als übervorsichtig erwies, denn das Wetter blieb besser als angekündigt.
Die drei danken dem Flugplatz Schänis für die Möglichkeit, einen Arcus fast zwei Wochen intensiv zu nutzen.
Nach einjähriger Pause kehrte der Luftsportverein Hörbach e.V. in den diesjährigen Osterferien für zwei Wochen zurück nach Serres in die südfranzösischen Seealpen. Die Region präsentierte sich ungewöhnlich winterlich: Eine für die Jahreszeit selten starke Schneedecke sorgte für eindrucksvolle Panoramen und ideale Fotomotive.
Fliegerisch zeigte sich die erste Woche von ihrer besten Seite. Bis auf einen wetterbedingt unfliegbaren Tag konnten die Piloten täglich starten und nutzten das vertraute Fluggebiet intensiv. Gleich zum Auftakt wartete die Thermik mit einer außergewöhnlichen Basis von 4’800 Metern auf – ein Rekordwert für das Frühjahr. Auch die typischen Wellenwetterlagen kamen nicht zu kurz: An zwei Tagen wurden Höhen von rund 5’500 und sogar 6’000 Metern erreicht.
Die zweite Woche verlief wettertechnisch weniger erfreulich. Fünf verregnete Tage – für die ansonsten sonnenverwöhnte Region eher untypisch – schränkten den Flugbetrieb deutlich ein. Die Zeit wurde jedoch sinnvoll genutzt: Mitglieder des Vereins arbeiteten intensiv an Förderanträgen für das geplante E-Windenprojekt und unternahmen Wanderungen in der landschaftlich reizvollen Umgebung.
Trotz der wetterbedingten Einschränkungen zieht der Verein eine positive Bilanz: Die Reise bot eindrucksvolle Flugerlebnisse, produktive Projektarbeit und unvergessliche Naturimpressionen in den französischen Alpen.
Am Wochenende des 3. und 4. Mai fand der interne Streckenflug-Wettbewerb der SG Schaffhausen statt. Zehn angemeldete Pilotinnen und Piloten versprachen einen spannenden Anlass – doch das Wetter machte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung.
Trotz mäßiger Prognosen trafen sich alle Teilnehmenden gut gelaunt bereits vor 9 Uhr auf dem Flugplatz. Im ausführlichen Briefing erläuterte Mike die aktuelle Wetterlage und schlug eine etwa 100 km lange Dreiecksaufgabe in Richtung Süddeutschland vor.
Nach mehreren Startverschiebungen hoben ab 13:30 Uhr die ersten Flugzeuge ab. Doch die erhoffte Thermik blieb aus: Die Wolkenbasis lag deutlich tiefer als angekündigt, Auflockerungen blieben aus, und der Wind zerriss die wenigen Thermikansätze. Immerhin konnten sich die Teilnehmenden am Randen/Hagen in der Luft halten – in der Hoffnung auf Wetterbesserung, die jedoch ausblieb.
Gegen 16 Uhr wurde der Wettbewerb neutralisiert. Einige kehrten direkt zurück zum Flugplatz, andere nutzten die Gelegenheit, das fliegbare Wetter entlang des Randens zu genießen.
Auch der Sonntag fiel wetterbedingt aus. Beim gemütlichen Zusammensitzen zum Abschluss herrschte dennoch eine positive Stimmung.
Ein besonderer Dank gilt Mike für die hervorragende Organisation sowie allen Teilnehmenden, dem Schlepppiloten und den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die diesen Tag möglich gemacht haben.
Im Frühjahr 2025 erlebten junge hessische Segelflieger zwei Wochen intensives Gebirgsflug-Training in Sisteron-Vaumeilh in den französischen Alpen – mit beeindruckenden Wellen-Flügen, anspruchsvollen Hangmanövern und großem Teamgeist. Unterstützt wurde die Maßnahme durch den Hessischen Luftsportbund (HLB), der mit Know-how, Infrastruktur und dem Vereins-Arcus T den jungen Talenten beste Bedingungen bot.
Die Teilnehmer (von rechts nach links): Emil Grebe, Franziska Pawel, Marc Möller, Nuno Ferreira, Quinten Schönwand, Lorenz Dierschke, Thomas Liebert, Oliver Stehr.
Fliegerisches Wachstum bei alpinen Bedingungen
Teilnehmer waren u.a. die D-Kader-Piloten Franziska Pawel, Emil Grebe und Marc Möller sowie Quinten Schönwand und C-Kader-Pilot Nuno Ferreira. Erfahrene Trainer wie Lorenz Dierschke, Thomas Liebert und Oliver Stehr begleiteten die Maßnahme.
In elf Flugtagen erprobten die Piloten alle Facetten des alpinen Segelflugs:
Thermik-, Hang- und Wellenflüge bis über 5000 Meter
Streckenflüge bis 543 km mit Durchschnittsgeschwindigkeit von 108 km/h (Emil Grebe, jüngster Teilnehmer mit Trainer Dierschke)
Höchster Flug: 5800 m am Pic de Bure (Ferreira & Stehr)
Erster Wellenflug und Sauerstoffeinsatz für mehrere Teilnehmer
Präziser Hangflug an Gache, Chabre und Lure
Zitate aus dem Cockpit
„Der 543-km-Flug war meine bisher längste Strecke – und extrem lehrreich.“ – Emil Grebe „In der Welle zu steigen, ohne sich zu bewegen – das war surreal.“ – Nuno Ferreira „Die Perspektive über den Bergen ist einfach unbeschreiblich.“ – Franziska Pawel
Gemeinschaft & Verantwortung
Ob im Doppelsitzer oder im Teamflug: Vorbereitung, enge Abstimmung mit den Trainern und gemeinsame Nachbesprechungen sorgten für einen enormen Lerneffekt. Auch das soziale Miteinander kam nicht zu kurz – In der geräumigen Unterkunft mit großer Küche und gemütlichem Gemeinschaftsbereich wurde abends gemeinsam gekocht, gegessen – oder virtuell bei „Condor 3“ weitergeflogen.
Die Region um Sisteron zählt zu den anspruchsvollsten und zugleich schönsten Segelfluggebieten Europas. Zwar setzt die Talinversion oft einen späten Thermikbeginn am Platz voraus, aber wer die ersten Höhenmeter überwindet, wird mit atemberaubenden Ausblicken und dynamischem Steigen belohnt. Gestartet wird im F-Schlepp und dann geht es an die typischen Hotspots am Trainon, Authon oder Gache – und je nach Wetterlage auch direkt in die Welle am Chabre und dann zum Pic de Bure.
Fazit: Die Maßnahme war ein voller Erfolg: fliegerisch anspruchsvoll, landschaftlich spektakulär und menschlich bereichernd. Der HLB dankt allen Trainern, Unterstützern und dem AeC Bad Nauheim für ihren Beitrag zum Gelingen.
Das ausgezeichnete Segelflugwetter vom 30. April bis 2. Mai 2025 bescherte den Pilot-innen der Innsbrucker Segelflieger-Vereinigung (ISV) erste Streckenflugerfahrungen, weite Strecken-Flüge und Erfliegen von Leistungsdiplomen und -abzeichen.
Am 30. April absolvierte Bernhard Leitner einen herausragenden 1’000-km-Flug über 1’132 km, Walter Geppert folgte mit 966 km – beide mit eigenstartfähigen Hochleistungsseglern (Ventus 2cm bzw. 3m). Aufgrund von Mäharbeiten konnten an diesem Tag nur eigenstartfähige Flugzeuge starten.
Am Feiertag nutzten 12 ISV-Pilot-innen die frisch gemähten Startflächen. Herausragend waren ein 50-km-Silber-C-Flug nach Kufstein von Janek Szczygielski (K8, 71 km), ein 750-km-Diplomflug von Walter Wartlsteiner (Glasflügel 304) und ein 1’092-km-Flug im Arcus-Doppelsitzer von Benjamin Zoller und Jonas Hochenegger.
Auch der Fenstertag brachte starke Leistungen: Bernhard Leitner flog 1’126 km mit seiner AS 33 Es, Walter Wartlsteiner erreichte 911 km, und Klaus Gadner erfüllte mit einem deklarierten Flug die Anforderungen für die Gold-C-Strecke sowie den Strecken- und Ziel-Diamanten.
Alle Flüge sind auf sis.streckenflug.at dokumentiert – hier wird auch die dezentrale Österreichische Staatsmeisterschaft ausgetragen. Die ISV liegt aktuell auf dem 2. Platz der Vereinswertung. Weitere Infos zu Leistungsabzeichen: onf-segelflug.aeroclub.at.
Am 12. April startete die SG Lägern mit dem ersten Glider Cup des Jahres in die Saison. Die Aufgabe führte vom Sendemast Durschlegi bei Amden als Start- und Zielpunkt über zwei Wendepunkte: das Schweizertor und die Rothornbahn in Lenzerheide.
Wetter und Flugbedingungen
Am Morgen war die Thermik noch nicht fliegbar, doch ab dem Mittag entwickelten sich hervorragende Bedingungen, die es den Piloten ermöglichten, die Aufgabe zügig zu absolvieren. Gegen Abend setzte leichter Föhn ein, der von den später gestarteten Piloten geschickt genutzt wurde, um ihre Flüge zu optimieren.
Die Aufgabe bot sowohl Jungpiloten als auch langjährig erfahrenen Fliegern wertvolle Erkenntnisse und Lernmomente. Die Mischung aus unterschiedlichen Wetterphasen und die Anforderungen der Strecke stellten eine ideale Gelegenheit dar, Flugerfahrung zu vertiefen und die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Abschluss des Wettbewerbstages
Die meisten Piloten hatten die Aufgabe abgeschlossen, bevor der Föhn spürbarer wurde. Nur wenige nutzten ihre Hilfsmotoren, um sicher nach Schänis zurückzukehren. Der Tag fand seinen entspannten Ausklang bei einem wohlverdienten Bier im Flugplatzrestaurant, wo die Teilnehmer den erfolgreichen Auftakt der Wettbewerbs-Saison Revue passieren liessen und ihre Erlebnisse austauschten. Quelle: ‚ flugplatz-schaenis.ch‚.
Der Fliegerclub (FC) St. Johann wurde 2024 jeweils Zweiter bei Alpenliga und neuer Österreichischer Segelflugbundesliga. Die Freude über gute Platzierungen und die Enttäuschung, dass es in beiden Fällen nicht für den ersten Rang gereicht hat, lagen nahe zusammen. Darum hat man sich nun vorgenommen, mit Engagement und Leidenschaft dieses Jahr den anderen Vereinen den Weg an die Spitze schwer zu machen. Dies gilt auch für die anstehenden österreichischen Meisterschaften, die 2025 an zwei Austragungsorten stattfinden werden und an denen der FC St. Johann mit sieben Piloten und einer Pilotin mitmachen wird.
Rückblick auf 2024
Als Premiere 2024 in neuem Format wurde eine Bundesliga im Streckensegelflug ausgetragen. Dabei kämpfen jedes Wochenende alle österreichischen Segelflugvereine um Punkte. Die drei schnellsten Schnittgeschwindigkeiten von Vereinspiloten über ein Zweieinhalb-Stunden-Fenster werden gewertet. Der Fliegerclub St. Johann konnte bereits in der ersten Runde vorlegen und sich auf dem ersten Platz positionieren. Der Frühling fällt in den Kitzbüheler Alpen wettertechnisch oft spektakulär aus und die Wettbewerbspiloten nutzen dies Woche für Woche, um den Vorsprung gegen die Konkurrenz aus Innsbruck, Hohenems, Micheldorf (OÖ) und nicht zuletzt aus Wiener Neustadt auszubauen.
Hochsommer als St. Johanner „Problemzone“
Aus dem Segen wurde aber ein „Fluch“. Im Hochsommer gibt es traditionell den CIM in Rieti sowie darauf folgend die Coppa, zwei internationale Wettbewerbe über dem Apennin in Mittelitalien, also außerhalb des alpinen sowie österreichischen Wertungsraums für die heimischen Ligen.
Dort waren dann auch einige der St. Johanner Leistungsträger dabei und konnten drei Wochen nicht für den Verein punkten. Zu allem Überfluss herrschte dann auch regelmäßig das bekannte Unterländer Regenwetter vor und der Rest des Teams bekam Schwierigkeiten, Punkte zu sammeln. So schmolz der Vorsprung schleichend und der SMSC Micheldorf als verbliebener Hauptkonkurrent konnte sich strategisch vor der letzten Runde nach vorn schieben. Der Showdown war somit angerichtet und St. Johann gewann die letzte Runde mit starken Schnitten. Jedoch war alles zu wenig, weil sich niemand mehr zwischen die Tiroler und die Oberösterreicher einreihen konnte. Knapper hätte es nicht sein können, Micheldorf erreichte 1.426 Punkte, dahinter mit nur fünf Punkten Abstand St. Johann mit 1.421 Punkten.
Im Rahmen des österreichischen Segelflieger-Tages in Niederöblarn am 19. Oktober wurden die Vereine geehrt und man war sich einig: ‚Chapeau‘ und Gratulation an die Gewinner! Nächstes Jahr kommt die Revanche!‘ Die österreichische Segelflug-Bundesliga kann über segelflugbundesliga.at verfolgt werden.
Alpenliga im internationalen Vergleich
Über die österreichischen Grenzen hinaus wird zwischen allen Vereinen im Alpenraum die sogenannte Alpenliga ausgetragen. Mit am Start sind Vereine aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Italien, Slowenien und Österreich. Unter anderem aufgrund seiner Größe mit hunderten Aktiven aus dem süddeutschen Raum mit einer perfekten Ausgangslage in den Nordalpen dominiert seit vielen Jahren das Segelflugzentrum Königsdorf südöstlich des Starnberger Sees diese Wertung, gefordert mittlerweile seit zwei Jahren von den St. Johanner Piloten, die im Vorjahr bis zum zweiten Platz in der Gesamtwertung herankamen und da schon ein Ausrufezeichen setzten.
Der Verlauf verhielt sich ähnlich wie in der österreichischen Bundesliga, da das Reglement und der Wertungsraum Schnittmengen aufweisen. Auch hier übernahmen FC-Flieger gar nicht so überraschend im Juni die Führung. Der Aufschrei der Königsdorfer war über die bayrischen Voralpen und das Kaisergebirge bis nach St. Johann zu vernehmen. Jedoch zeichnet sich der südbayrische Verein durch eine ausgezeichnete Organisation seiner Top-PilotInnen und ein sorgfältiges Erfliegen der Ligawertung aus und so kam es auch hier, wie es kommen muss: nach sechs Runden war der erste Platz wieder abzugeben. Letztlich wurde es für die Tiroler ein weiterer zufriedenstellender zweiter Platz. Schließlich konnte man mit nur neun Piloten die in der Wertung häufig anzutreffenden Königsdorfer fordern. Quelle: ‚meinbezirk.at‚.
Vom 5. bis 12. Juli 2025 findet das siebte Shark-Treffen in WEIZ (LOGW, Österreich), in der Steiermark statt. Der Flugplatz WEIZ liegt südlich der Fischbacher Alpen etwa 40 (Strassen-km) nordöstlich von Graz auf 395 m Seehöhe. Die ideale Ausganglage lädt ein zu grossen Streckenflügen über das Mürz- und Murtal bis hin zur Rennstrecke über den Alpenhauptkamm in alle Richtungen, in den Westen und Südwesten.
Aber auch nach Osten in Richtung Semmering und weiter nördlich in Richtung letzter hoher Berg der Ostalpen – dem Schneeberg – ist eine gern geflogene Route, um einen Streckenflug nach Osten und danach nach Westen durchzuführen.
Besonders interessant ist (z.B. bei sehr tiefer Basis in den Alpen) der Flug Richtung Ungarn ins Flachland. Viele Streckenkilometer wurden von Weiz aus bereits auf diese Weise erflogen. Die Region bietet aufgrund der Segelfliegerei Besonderes – egal ob Sie die Kulinarik geniessen, die Alpen zu Fuss erleben, Alpin-Mountain-Biken oder Flachland-Radeln, ein Besuch lohnt sich.
Jeder Shark-Pilot, Interessenten an einem Shark oder auch einfach Segelflieger, die das Spektakel miterleben wollen, sind herzlich willkommen. Die Shark-Eigner werden gerne ihre Erfahrungen mit Interessierten teilen, das HPH Serviceteam (für kleinere Reparaturen) und Firmenchef Jaroslav Potmesil wird ebenso dabei sein, wie auch der werkseigene TWIN SHARK und FES-Shark (für Probeflüge). Quelle: ‚304shark.info‚.
Regionale- und Schweizer-Meisterschaften 2025 In diesem Jahr finden auf sechs Flugplätzen in der Schweiz Segelflugwettbewerbe statt. Die aktive Teilnahme an diesen Events ist eine einzigartig Gelegenheit, um sich mit anderen Pilotinnen und Piloten zu treffen, gemeinsam zu fliegen und sich fliegerisch weiterzuentwickeln.
Mitmachen, Spass haben Eine Teilnahme an regionalen Meisterschaften (RM) ist für alle Mitglieder möglich. Die Wettbewerbsklassen werden aufgrund der teilnehmenden Piloten und Flugzeugen definiert. Eine Teilnahme ist auch zu zweit im Doppelsitzer möglich. Mitmachen und Spass kommen vor der Rangierung.
Persönliche Weiterentwicklung Wer sich mit dem Thema Wettbewerbsflug vertieft befassen will, kann dies in Kombination mit der Teilnahme an der RM im Birrfeld angehen.
Anmeldung Die organisierenden Segelfluggruppen freuen sich über eine baldige Anmeldung. Auf den folgenden Internetseiten finden Sie weitere Informationen über die Wettbewerbe und Anmeldeformulare:
Der diesjährige Internationale Hotzenwald Wettbewerb vom 07. Juni – 14. Juni 2025, ist ein Freundschaftswettbewerb im Leistungssegelflug und dient der Förderung des Strecken-Segelfluges sowie der Nachwuchsförderung im Leistungssegelflug. Er bietet Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und Leistungsvergleich zwischen Segelfliegern aller Nationen und soll die internationale Freundschaft und Verständigung, insbesondere unter dem fliegerischen Nachwuchs, fördern und pflegen.
Fluggebiet
Das Wettbewerbsgebiet umfasst Schwarzwald, Schwäbische Alb und den Schweizer Jura. Insbesondere der Schweizer Jura übt mit seiner thermischen Qualität und einzigartigen Landschaft auf die Teilnehmer einen besonderen Reiz aus.
Wettbewerbsklassen
Gemischte Club- und Newcomer-Klasse, Standard-Klasse, Offene-Klasse, alle mit Indexwertung. Der Internationale Hotzenwaldwettbewerb wird darüber hinaus im IGC Ranking geführt. Die Punkte aus dem Hotzenwald Wettbewerb zahlen also direkt in die Platzierungen für die IGC Weltrangliste ein.
Full House!
Die Veranstalter sind begeistert – der Jubiläumswettbewerb ist mit 40 von 40 Anmeldungen komplett ausgebucht! Ab sofort können Anmeldungen nur noch auf der Warteliste entgegen genommen werden. Erfahrungsgemäß kommt es im Vorfeld des Wettbewerbs zu etwa 10% Absagen aus unterschiedlichen Gründen. Nachrücker werden in der Reihenfolge der eingegangenen Meldungen berücksichtigt. Quelle: ‚lghotzenwald.de‚.
In diesem Jahr werden erstmals seit vielen Jahren die Staatsmeisterschaften im Strecken-Segelflug an zwei Standorten ausgetragen.
Vom 4. Juli bis 12. Juli 2025, finden in Lesce-Bled (LJBL) Slowenien die Segelflug-Staatsmeisterschaften 2025 der FAI-Klassen: 18m-Klasse, Offene-Klasse und 20m-Mehrsitzer-Klasse statt. Durch führen wird dies der Aeroklub ALC Lesce, 4248 Lesce, Slovenia.
Die Meister der 15m-Klasse, Standard-Klasse und Club-Klasse werden in Niederöblarn am Fuße des Grimming gekürt. Die Meisterschaft findet Anfang August von 2. August – 9. August 2025 statt und wird von der Alpenflugschule Niederöblarn durchgeführt.
Große Freude bei den Segelfliegern des Luftsportverein Grambeker Heide. Trotz des Hallenbrandes und den daraus resultierenden Einschränkungen und des durchwachsenen Wetters der letzten Saison konnten die Piloten des LSV Erfolge in unterschiedlichen Klassen verzeichnen.
Bei der Dezentralen Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug konnte Pilotin Lilian Fröhlich den 2. Platz in der Club-Klasse, Platz 2 in der Juniorenwertung, sowie den 1. Platz in der Frauenwertung erfliegen. In der Offenen Klasse belegte Ralf Behrendt Platz 1. Jan Hinnerk Scheel belegte Platz 2 in der 18-Meter-Klasse, gefolgt von Jörg Arnold auf Platz 4 der DMST.
In der Vereinswertung Senioren belegte das Team Jan Hinnerk Scheel, Ralf Behrendt und Jörg Arnold Platz 1. Jan Hinnerk Scheel konnte sich zudem beim Wettbewerb im Lachen-Speyerdorf für die Deutsche Meisterschaft 2025 qualifizieren.
Die platzierten Piloten wurden auf dem Schleswig-Holsteinischen Segelfliegertag geehrt. Insgesamt haben sich 36 Piloten des LSV Grambeker Heide mit 151 Flügen beteiligt und dabei eine Gesamtstrecke von 47’840 km geflogen. Quelle: ‚grambekerheide.de‚.
Insgesamt acht Gold-, vier Silber- und eine Bronzemedaille haben sie bei der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug abgeräumt.
(v.l.n.r.) Felix Herold, Benedikt Waegele und Timo Pauls nehmen stellvertretend für das Königsdorfer U25 Team die Ehrung zum deutschen Meistertitel in der Junioren Segelflug Bundesliga von Christoph Geissler vom Deutschen Aero Club (dritter von links) entgegen.
Besonders erfolgreich war der Junior Benedikt Waegele, der mehrere Goldmedaillen gewann und für seine Leistungen in die Sportförder-Kompanie der Bundeswehr aufgenommen wurde. Mathias Schunk siegte in der offenen Klasse sowie in der Gesamtwertung und holte eine weitere Goldmedaille in der Mannschaftswertung. Das Juniorenteam des SFZ gewann die U25-Bundesliga zum siebten Mal. Quelle: ‚alpenwelle.de‚. Bilder vom Segelflugzentrum Königsdorf
Aus einem Tag mit schwierigem Wetter das Beste rauszuholen macht mehr Spass, als bei Hammerwetter einen Rekord zu fliegen.
Es bleibt spannend Nun ist er geschafft, der Einstieg in das Traumwetter im Norden. 30 km/h Gegenwind sind schon ein Wort, aber unter den sich bis zum Horizont abzeichnenden Wolken-Strassen würde ich schon vorankommen. Kehrtkurve um 15:30 Uhr und dann würde mich der Wind im Rekordtempo gen Heimat tragen. Gesagt, getan: entspannt und meist im Geradeausflug ging es westlich an Münster und Osnabrück vorbei bis Delmenhorst. Hier war die Zeit abgelaufen. Zwischendurch hatte ich immer mal wieder das Satellitenbild gecheckt und musste feststellen, dass weiter Schauer durch Sauerland und Rheinland zogen. Vielleicht gab es ein Durchkommen, vielleicht aber auch nicht.. Der Weg über den Niederrhein sah dagegen wesentlich offener aus. Offener und sicherer trotz des abschließenden Streckenabschnitts gegen den Wind zurück nach Langenfeld. Also Umkehrkurve und im Prinzip den gleichen Weg zurück, den ich gekommen war.
17:10 Uhr bei Wesel – Auch in Flugrichtung sieht es leider nichter sooo gut aus, es schauert schon wieder.17:13 Uhr, der Rhein bei Wesel.17:57 Uhr bei Erkelenz
Ganz so entspannt wie gedacht wurde es dann allerdings doch nicht. Bei Wesel schien das gute Wetter zu Ende zu sein. Es lief breit, keine Wolke sah mehr richtig gesund aus und ich musste recht tief herunter, ohne das Vertrauen zu haben, dass es gleich wieder ordentlich hoch gehen würde. Ging es dann aber doch immer wieder, und selbst der Rückflug gegen den Wind klappte problemlos.Insgesamt ein wunderbarer Flug, auf den beim Start niemand einen Pfifferling gewettet hätte. Wie meinte unser Vereinsurgestein Uli noch anerkennend: Er habe schon immer gewusst, dass wir eines Tages 500 km auch im Regen fliegen würden. Jetzt waren es sogar 600!
18:07 Uhr – noch 30 km und das Kraftwerk Neurath im Blick
Für unvergessliche Erlebnisse und die reichliche Ausschüttung von Endorphinen braucht es nicht unbedingt Hammerwetter. Vielmehr macht es gerade in schwierigem Wetter, zwischen Schauern und Abschirmungen, bei starkem Wind, niedriger Basis oder im Blauen unheimlich Spaß, das Maximum aus dem Tag herauszuholen, einfach unserem wunderbaren Hobby zu frönen.
Die Saison 2024 ist ein zähes Unterfangen. Zumindest bis Anfang Juli waren die guten Tage rar gesät, ist so mancher Wettbewerb „ins Wasser gefallen“ und überhaupt: Wasser gab es reichlich. Immer wieder von oben und in einigen Regionen leider auch aus anderen Richtungen. Eine Jahrhundertflut ereignet sich mittlerweile gefühlt alle zwei Monate irgendwo in Europa.
Links die optimistische PDF-Vorhersage und rechts die Wolkenvorhersage
Trotz dieser Wetterkapriolen konnte man im Frühjahr 2024 in Deutschland natürlich auch schön Segelfliegen. Sehr schön sogar!
Links die Windvorhersage und rechts die Niederschlagsvorhersage. Es war doch noch deutlich feuchter südlich des Ruhrgebietes.
Der Glaube ans Wetter
Für mich ging es dieses Jahr am 21.4. los. Erst am 21.4. Länger konnte und wollte ich mit dem Saisonstart einfach nicht warten. Und so bog ich mir den Wetterbericht ein wenig zurecht und setzte die rosarote Brille auf: Am frühen Morgen sollte die letzte Schauerlinie in Langenfeld durchziehen. Danach würde es flott aufmachen, den Rest des Tages trocken bleiben und im frischen Nordostwind sollten sich in der Kaltluft wunderbare Reihungen bilden. Im Norden würde es sogar „noch besser“ werden, so die Verheißungen der Meteorologen.
Außer mir wollte aber so recht niemand an das Wetter glauben und als ich mich morgens um 08:00 Uhr im Nieselregen in Aachen ins Auto setzte und auf dem Weg nach Langenfeld gleich zweimal richtig nass wurde, beschlichen selbst mich leichte Zweifel.
Beim Briefing beschlossen wir dann zunächst, die sich für 10:00 Uhr ankündigende Schauerlinie abzuwarten und vor allem den Platz abzugehen und auf Befahrbarkeit zu prüfen. Wie gesagt: Regen gab es dieses Frühjahr reichlich und trotz Drainagen glich unser Flugplatz zeitweise eher einem Feuchtbiotop.
Letztlich gab es aber grünes Licht und praktisch mit dem ersten sich durch die Stratusdecke kämpfenden Sonnenstrahl ließ ich mich von der Winde in den Himmel zerren. Nach wenigen Kreisen war die Basis erreicht. Also Aufrichten und mit Rückenwind Richtung Südwesten.
Zwischen Plan und Wirklichkeit
Der Plan war, über den Niederrhein den Düsseldorfer Luftraum zu umfliegen und im Norden in das gute Wetter vorzudringen. Dann soweit wie möglich gegen den Wind nach Nord-Nordost und hinter den zwischenzeitlich abgezogenen Schauern über das Sauerland zurück nach Langenfeld. Soweit der Plan.
Unter der wirklich niedrigen Basis ging es zunächst mit Riesenschritten ohne einen einzigen Kreis Richtung Aachen. Querab Weissweiler nach Norden abgedreht lief es fortan quer zum Wind deutlich zäher. Die Wolken lockten mich immer wieder in den Düsseldorfer Luftraum. Ging natürlich nicht. Also wieder quer.
Zwischen Krefeld und Moers quer im Wind unter niedrigen 6 bis 7/8.
Als ich es endlich geschafft hatte soweit nach Norden vorzudringen, dass ich die Nase wieder in den Wind drehen konnte, baute sich vor mir eine Schauerlinie auf. Umdrehen oder hindurchfliegen? Weglide-Copilot zeigte, dass nördlich der Linie fleißig geflogen wurde. Hier war es, das ersehnte Hammerwetter! Also weiter! An den Regen ran. Oft steigt es ja sogar noch im Niederschlag. Diesmal aber nicht! Stattdessen ging es jetzt richtig runter! Ein zurück gab es nun nicht mehr. Links vorne lockte die Sonne und 10 Kilometer weiter im Norden konnte ich sogar die erste vielversprechende Quellung erspähen. Quer- und Seitenruder voll links, durch den Schauer hindurchtauchen und im gestreckten Galopp zum avisierten Auslösepunkt. Leider klebte die Varionadel immer noch am unteren Anschlag. Ich würde aber ankommen. Vielleicht 200m über Grund. Ein Acker stand auch parat. Im Münsterland kann man fliegen, bis das Rad rollt.
Reken im südlichen Münsterland – hinter der Schauerlinie lockt das Hammerwetter
Immer noch falle ich gefühlt ins Bodenlose. Jet zünden oder weiter und im Zweifel direkt auf den Acker? Ich entscheide mich für den Kompromiss, fahre das Triebwerk schonmal aus, zünde aber nicht. So verkürzt sich die Zeit, bis der Jet Schub erzeugt um immerhin 10 Sekunden und die ausgefahrene Düse macht kaum Widerstand. Jetzt hebt es langsam. Ich nehme die Fahrt weiter zurück. Ein Schlag unter die rechte Tragfläche: das ist der erwartete, ersehnte, erhoffte rettende Aufwind. Schon der erste Kreis bringt 2 m/s integriertes Steigen. Wow!
Der zweite Teil des Streckenerlebnisberichtes folgt am Montag, 18.11.2024
Martin Knops Baujahr 1972, begeisterter Segelflieger seit 1987, Fluglehrer, Wettbewerbspilot, passionierter Alpenflieger und Entwicklungsleiter Maschinenbau
Warum? – Weil die Chance, die Energielinien der aufsteigenden Luft zu treffen, höher ist, und man mehr oder weniger frei vom Gelände ist. Diese Regel ist leicht zu verstehen, bis zu dem Moment, in dem man unterhalb der Kämme stecken bleibt und sich im Streckenflug langsam, aber sicher in ein „Game Over“ manövriert.
In diesem Video erfahren Sie, wie diese Regel durch eine falsche Entscheidung außer Kraft gesetzt wurde und wie das Segelflugzeug von starken Winden von den hohen Gipfeln auf den Boden gefegt wurde. Bitte beachten Sie, dass das Video von einem lernenden Segelflieger ist, der seine Erfahrungen und die Magie des Segelfliegens mit Ihnen teilt, einschließlich seiner Fehler, mit dem Ziel, diesen Sport gemeinsam besser und sicherer zu machen. Quelle: ‚youtube.com‚.
Streckenflug im Duo-Discus HB-3411 mit Elia Reidy und Roland Bieri am 20.August 2023, gestartet in Bern, via Wallis, Aletschglestscher, Matterhorn und Aostatal bis zum Lac Mt. Cenis und wieder zurück. Herrliche Bilder zum Mitgleiten im Aufwind mit Gänsegeiern. Quelle: ‚youtube.com‚.