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Arcus-M-Alpenflug gewinnen

Beim flieger.news-Wettbewerb können Sie bis Ende 2022 einen unvergesslichen Flug an Bord eines Arcus M durch die Alpen gewinnen.

  • 1. Preis: Arcus-M-Alpenflug im Wert von CHF 550.-
  • 2. bis 3. Preis: je ein flauschiges flieger.news-Softshell-Gilet
  • 4 bis 20. Preis: je ein flieger-news-Souvenir

So machen Sie mit: einfach hier den monatlichen Newsletter anfordern – und Sie nehmen automatisch am Wettbewerb teil.

Die Verlosung findet am 31.12.2022 statt. Die GewinnerInnen werden persönlich benachrichtigt und hier publiziert. Keine Korrespondenz. Keine Barauszahlung. Rechtsweg ausgeschlossen.

Neue Segelflug-Indexliste für die DMSt

Ab 1. Oktober gilt für die DMSt eine neue Segelflug-Indexliste. Damit soll soll ein (möglichst) fairer Vergleich der Leistungen im Segelflug in unterschiedlichen Wetterbedingungen ermöglicht werden. Nachdem die letzte Überarbeitung der Index-Liste für viel Aufruhe sorgte (bspw. wurde der Arcus mit einem Index von 120 leistungsgerecht eingeordnet), sind dieses Jahr nur kleinere Anpassungen erfolgt. Die neue Index-Liste kannst du hier herunterladen.

Was hat sich verändert?

  • Es sind einige ältere Segelflugzeuge in die Liste aufgenommen worden, die vorher nicht vorhanden waren.
  • Die JS1C, ASH 31 MI 21m und die Antares 21E wurden jeweils einen Punkt nach unten gesetzt. Diese Anpassung erfolgte, um einen größeren Abstand zu leistungsfähigeren Flugzeugen der Offenen Klasse (EB 29) herzustellen. Bei der Antares wurden auch Einschränkungen beim Wasserballast berücksichtigt.
  • Letzte Saison wurden die 18m-Flieger ohne Wölbklappen (Discus 2c 18m, LS 8 18m, ASW 28 18m) mit einem Index von 113 berrechnet. Nach einer Evaluierung der Ergebnisse der letzten Saison liegen diese Segelflugzeuge wieder bei 114.
  • Bei Segelflugzeugen von Schempp-Hirth (Discus, Ventus) wird nun auch bei den älteren Generationen zwischen den (schmaleren) a- und (breiteren) b-Rümpfen unterschieden
  • Die alte Standardklasse (ASW 24, Discus) wurde um einen Indexpunkt herabgesetzt, um einen Abstand zur neuen Standardklasse herzustellen. Beispielsweise liegt der Discus b nun bei 106, mit Winglets bei 107, der Discus 2b liegt bei 108 und der Discus 2a bei 109.
  • Bei der DG 1000S und DG 1000T erfolgte durch TM 1000/45 eine Erhöhung des MTOW auf 790 kg. Die DG 1000 wurde um einen Punkt auf 111 hochgesetzt, mit den neuen Außenflügeln liegt sie bei 112 Punkten. Der ‚alte‘ Duo Discus ohne Winglets verbleibt bei 112, der Duo Discus mit Winglets liegt weiter bei 113 Punkten. Quelle: ‚WeGlide‚.

Einfach immer mit dem Wind

Wenn man macht, was man liebt, ist man auch gut darin. Jürg Haas fliegt, beruflich und privat und wurde Dritter bei den Schweizer Meisterschaften im Segelflug. Jürg Haas ist 36 und Pilot aus Leidenschaft. Spricht er über das Fliegen, ist da viel Begeisterung. „Das Faszinierende am Segelflug ist für mich die Verbindung von Natur, Technik und Taktik…“. Vollständiger Beitrag / Quelle: ‚Obersee Nachrichten‚.

Thermikgott und Rauchopfer – wie man die Thermik beschwört

Aufbauender Hochdruck, Radiosonde Payerne mit einer Inversion, ausgeprägter kaum möglich und um dem ganzen noch etwas Pfeffer zu geben, ist auch noch mit einem ausgedehnten Cirrenschirm zu rechnen. Konditionen, bei denen selbst die Vögel zu Fuss unterwegs sind. Trotzdem fanden sich sechs unentwegte GliderCup-Crews ein, top-motiviert, Grosses zu reissen. Die Motivation wurde leider von den Konkurrenzleitern Urs Isler und Markus von der Crone während deren Meteoanalyse jäh gebremst. Die etwas kryptische Bezeichnung „Aufgabe 8“ bedeutete: Startpunkt Durschschlegi; Flüelapass; Hospental; Durschschlegi, über eine Distanz von 256 km. Tönt prima vista nicht nach einer Weltrekorddistanz. Die Wetterprognose liess aber darauf schliessen, dass selbst diese Distanz für den Tag nicht trivial sein würde.

Die ausgeklügelten GliderCup-Taktiken der unterschiedlichen Crews hatten eines gemeinsam, Frühstart war nicht gefragt. Zuerst einmal in aller Ruhe Flugzeug einrichten, Mensch und Maschine auf die Aufgabe vorbereiten, bevor dann attackiert wurde. Zusammen mit meinem Bambini Thomas Kohli hat uns die Geduld um 12:45 verlassen und wir sind optimistisch in einen mit Cirren besetzen Himmel gestartet. Warum hoch schleppen, wenn’s tief auch schon zieht? Auf 1’500 am Regelstein haben wir das Triebwerk eingefahren. Tatsächlich lief es zu Beginn recht gut. Nach einem einstündigen, zermürbenden Kampf mit der schwachen Thermik im Toggenburg mussten wir unseren bleiernen Thermikspender nochmals bemühen. 1 3/4 Stunden nach dem Start konnten wir dann endlich unsere Aufgabe angehen.

Die Churfirsten versteckten sich in den Wolken, deshalb flogen wir in Richtung der wenig einladenden Flumserberge. Siehe da, die funktionierten einwandfrei, wenn auch nicht allzu hoch. So kam es wie es kommen musste, tief sind wir am Vilan vorbeigeflogen, dort gab es noch nicht einmal ein Anzeichen von lebenserhaltenden Konditionen. Hilflosigkeit trieb uns an die Sassauna, wo wir mit 1’500 m ü.M. ankamen. Eine 50minütige Odyssee spielte sich zwischen 1’500 und 1’700 m ü.M. an der Sassauna ab. Endlich wieder einmal auf 1’700 m ü.M. angekommen, flogen wir Richtung Schesaplana. Heinz Erb markierte dort einen Schlauch, in den wir „tous juste“ einfädeln konnten; Danke Heinz nochmals an dieser Stelle.

In einem steten und sogar runden Aufwind bewegten wir uns zurück ins Geschäft, was im konkreten Fall 2’600 m ü.M. bedeutete. Die Welt gehörte uns wieder, jetzt aber „Deichsel (Knüppel) nach vorne“. Nun begann ein sehr schöner und genussvoller Streckenabschnitt. Den Wendepunkt Flüelapass holten wir uns aus äusserst komfortablen 3’000 m ü.M. Wir flogen auf der Südseite des Albulatals und glitten und glitten und glitten. Am Piz Beverin konnten wir etwas Hangwind nutzen. Lange war unklar, ob wir mit unserer Höhe ins Safiental einfädeln können. Auf der letzten Rille gelang uns dies und der Thermikgott zeigte Erbarmen mit uns, indem er genau dort wo wir ankamen, einen zuverlässigen Schlauch hingstellte; ich habe ihm dies abends mit einem Rauchopfer (Original Krumme) verdankt. Hier eine Bitte an alle SegelflugKolleginen, bitte gedenkt jeweils dem Thermikgott und verdankt ihm gute Aufwinde, es kann durchaus ein Rauchopfer sein. Wir müssen alles dafür unternehmen, den Thermikgott bei Laune zu halten, helft mit! Ab nun lief es relativ unspektakulär bis in die Region Piz Malèr. Da wurde es in einem 4 m/s-Aufwind nochmals richtig spektakulär; ich sage ja, den Thermikgott mit einem Rauchopfer… ich denke, ihr habt es verstanden.

Direct Hospental aus 3’100 m ü.M. – zurücklehnen, wir sind quasi „zu Hause“. Grosser Irrtum. Wir fielen im freien Fall in die Schöllenen-Schlucht. In no time fanden wir uns auf 2’350 m ü.M. im Maderanertal wieder. Rauchopfer während des Fluges sind übrigens eine blöde Idee und ich würde das auf keinen Fall empfehlen. Die Situation schien einigermassen hoffnungslos und die Ideen gingen uns aus. Und „blupp“, Thomas zauberte mitten im Tal einen Schlauch aus dem Ärmel, der uns auf 2’800 m ü.M. brachte, womit unsere Endanflughöhe erreicht war.

Über den Klausenpass im genussvollen Endanflug umrunden wir die Durschschlegi; „Aufgabe geschafft“, mit einer unglaublichen Schnittgeschwindigkeit von 58.14 km/h. Wir mussten uns abends anhören, dass man dies auch mit dem Velosolex hingekriegt hätte; wie heisst es, bei solchen Freunden braucht man keine Feinde.

Drei der angetretenen Crews haben die Aufgabe geschafft. Markus von der Crone mit Bambini Armin Müller haben mit einem Schnitt von 80.14 km/h gewonnen. Thomas Kubli und meine Wenigkeit haben es trotz Velosolex-Geschwindigkeit auf den zweiten Platz geschafft. Roland Hürlimann mit Bambini Peter Böni landeten mit einem Schnitt von 46.3 km/h auf dem dritten Platz. Roland und Peter waren die einzige reine Segelflugcrew, welche die knifflige Aufgabe ohne Versicherung im Gepäck umrundeten. Respekt!

Die Gesamtrangliste bleibt spannend, eine nächste Möglichkeit für Rochaden in der Rangliste bietet der Samstag, 23. Juli. Ich habe jedenfalls alles unternommen, um den Thermikgott positiv zu stimmen! Quelle: ‚Peter Schmid / Flugplatz Schänis‚.

Schweizer Meisterschaften 2022 in Schänis

25 Piloten und eine Pilotin nahmen an der Streckenflug-Schweizermeisterschaft für Segelflugzeuge in Schänis teil. Trotz schwieriger Wetterbedingungen konnte ein anspruchsvolles Programm geflogen werden. Geflogen wurde in den beiden Klassen „Open mixed“ und „15 Meter mixed“. Hier finden Sie Resultate und Bilder.

Open mixed

  1. Gabriel Rossier
  2. Rolf Friedli
  3. Jürg Haas

15 Meter mixed

  1. Simon Gantner
  2. Raphael Lutz
  3. David Roth

Wieder einmal ein gutes Wochenende

Am Wochenende vom 11./12. Juni herrschte recht gutes Segelflugwetter. Jens und Zoom nutzten schon den Freitagnachmittag, da im Schwarzwald gute Thermik angesagt war. Der Start erfolgte um 13.25, die Durchquerung des Mittellandes zwischen 15-1800m war eher müh- und langsam. Ab Jura fing es an, Spass zu machen. Die Basis im Schwarzwald stieg, je weiter nördlich man kam, auf 2500m. Die 130 km nach Freudenstadt und zurück konnten mit >100 km/h Schnitt geflogen werden. Eigentlich wollten wir noch im Jura Richtung Westen fliegen, aber die Thermik war schon am Zerfallen. 399 km in 5 Stunden.

Der Samstag war nicht sehr gut angesagt, aber wie sagt Milan: Fliegen lohnt sich immer! Schalk flog 5h in der LS-4, Elix >3h mit Passagier im Duo und Jens und ich in der ASH. Es war schon mühsam genug, zum Rawilpass zu fliegen. Da im Wallis die Segler auf 2500 m herumtümpelten, verzichteten wir auf das Wallis-Abenteuer und flogen wieder nach Hause.

Am Sonntag waren wieder einmal viele Piloten am Briefing: Neben den SGOW-Piloten drei neue Flugschüler (herzlich Willkommen!) und zwei Schnupperschüler. Es brauchte sogar 2 Fluglehrer. Dennis machte mit den Interessierten Schnupperflüge und Fascht ging mit den drei neuen Flugschülern in die Thermik. Quelle: ‚SG Obwalden‚.

Schweizer Meisterschaft in Schänis

Vom 25. Juni bis 2. Juli organisiert der Flugplatz Schänis am Fusse der Alpen die diesjährige Schweizer Meisterschaft im Segelflug. Nachmeldungen sind hier möglich bis 31. Mai 2022.

Innovatives Alpen-Dreieck

Baptiste Innocent fliegt am 19. April 2022 ab dem südfranzösischen Fayence ein Dreieck von 828 km, 745 km FAI mit den Wendepunkten Interlaken und Glandasse. Was im Umkehrschluss bedeuten würde, dass man sich als (besonders) talentierter Segelflug-Pilot die Urlaube in Südfrankreich sparen kann, schliesslich fliegen nun die Franzosen zu uns Nordeuropäern in den Segelflugurlaub. Gratulation zum tollen Flug, Baptiste!

Online-Ausbildung für Sportzeugen

Wer Rekorde anerkannt oder ein internationales Segelflugleistungsabzeichen erwerben möchte, braucht für den Nachweis der Flugleistung einen Sportzeugen. Die Vorgaben für die Dokumentation hat die International Gliding Commission (IGC) im Sporting-Code festgelegt. Sportzeuge kann sein, wer sich dafür qualifiziert und ein Sportzeugenausweis erworben hat. Die Bundeskommission bietet nun ein einfaches, modernes Verfahren dafür an.

Der Erwerb des Sportzeugenausweises ist online möglich. Dafür werden die Kandidaten per Video geschult und weisen in einem Quiz ihr Wissen nach. Statt wie früher eine mindestens vierstündige Präsenzschulung zu absolvieren, dauert nun die Schulung per Video nur 25 Minuten, das anschließende Quiz als Prüfung ist in zehn Minuten zu schaffen.

Diese Schulung mit Quiz eignet sich sowohl für den Ersterwerb als auch für die Verlängerung der Lizenz. Beim Quiz muss der Kandidat mindestens 20 der 22 möglichen Punkte erreichen. Wer beim ersten Anlauf diese Punktzahl nicht schafft, kann das Quiz nochmals durchlaufen. Die Auswertungen des Quizes werden in monatlichen Abständen erfolgen. Bis zur Ausstellung der Sportzeugenausweises kann es vier Wochen dauern, deshalb bitte rechtzeitig diese Schulung inkl. Quiz absolvieren.
Bitte beachten: Fluglehrer sind nicht automatisch Sportzeuge. Schulung und Quiz sind Voraussetzung für die Beantragung bzw. die Verlängerung des Ausweises. Der Sporting Code Annex C empfiehlt, dass neue Sportzeugen entweder mindestens das Leistungsabzeichen in Silber oder sich „für eine gewisse Mindestzeit“ mit dem Sport beschäftigen haben. Die Fluglehrerlizenz ist keine Voraussetzung (war es auch nie). Alle Sportzeugen müssen bis zum 31. März 2023 diese Fortbildung durchlaufen. Die alten Nummern verlieren bei Neuvergabe ihre Gültigkeit, spätestens aber zu diesem Termin. Die Vergabe der neuen Sportzeugenlizenzen erfolgen zentral durch die Geschäftsstelle Bundeskommission Segelflug im DAeC und wird auf seiner Homepage segelflug.aero und im Onlineportal COPILOT veröffentlicht. Quelle: ‚Youtube‘ / ‚Bundeskommission Segelflug‚.

WeGlide mit Bezahl-Abo

Die Segelflug-online-Plattform „WeGlide“ führt ein Bezahl-Abo-Modell ein, um die Weiterarbeit an den ursprünglichen Zielen der online-Plattform finanzieren zu können und eine gern genutzte Segelflug-Webseite zu bauen. Der Segelflug soll insgesamt als Sport gefördert werden, Piloten sollen bei ihrer fliegerischen Weiter-Entwicklung unterstützt werden. Die kostenlose Version und ihre Funktionen soll verbessert werden. WeGlide erwähnt dazu eine 60-Min.-Speed-Auswertung sowie eine Flugphasen-Analyse mit Live-Tracking, Auswertung der Thermikstärke und Gleit-Leistung.

Ü25-Streckenflug-Trainingslager

Vom 2. bis 9. Juli 2022 in Aalen/Elchingen den fliegerischen Horizont erweitern. Dann bietet der BWLV wieder sein Streckenflug-Trainingslager an. Es richtet sich speziell an Pilotinnen und Piloten, die nicht mehr zur ganz jungen Gruppe der Segelflieger gehören. Der Flugplatz Aalen/Elchingen (EDPA) liegt im Thermikparadies von Süddeutschland und bietet die besten Voraussetzungen für große und erlebnisreiche Streckenflüge. Erfahrene Trainer des BWLV vermitteln beim Ü25-Streckenflug-Trainingslager die Grundlagen und das Fine-Tuning für den Streckensegelflug.

Termin: Samstag, 2. Juli, bis Samstag, 9. Juli 2022. Die Anreise ist bereits am Freitag, 1. Juli 2022, erwünscht, da der Samstag voll genutzt werden soll.

Ort: Verkehrslandeplatz Aalen/Elchingen (EDPA)

Programm und Angebot:

  • Flugplatz mit F-Schlepp
  • Einführung in die Besonderheiten verschiedener Fluggebiete
  • Strecken- und Geschwindigkeitsoptimierung
  • Meteorologische Streckenflugplanung
  • Individuelle Trainingsflüge im Doppelsitzer mit Trainer
  • Fliegen in Gruppen von zwei bis drei Flugzeugen mit definierter Aufgabenstellung

Voraussetzungen:

  • Segelfluglizenz
  • mindestens 50 Stunden nach Scheinerhalt
  • mindestens 150 bis 200 Kilometer Flug im Einsitzer geflogen
  • F-Schlepp-Berechtigung und Erfahrung
  • Flugzeug und Helfer/in sind mitzubringen
  • Für Flüge mit Trainer im Doppelsitzer: Mindestens drei Jahre Mitgliedschaft im Förderverein für Strecken-und Wettbewerbssegelflug Baden-Württemberg (SBW)
  • Teilnahme am „BWLV-Streckenflugseminar“ von Karl Eugen Bauder wünschenswert

Kosten:

  • Lehrgangsgebühr 250 Euro, inklusive. Flugplatznutzungs- und Abstellgebühr
  • F-Schlepp 4,35 Euro je Schleppminute
  • Landegebühr Schleppmaschine 4 Euro
  • Camping am Platz: 70 Euro/Person, inklusive Strom und Waschhausbenutzung
  • Einzelzimmer sind im Flugplatzrestaurant vorhanden, müssen aber zeitnah gebucht werden. Quelle: ‚BWLV‚.

Snow shower slalom

On this flight, we were facing a real snow shower slalom. After about 6 hours in the Arcus, I was deep-frozen even though I was wearing multiple layers of skiing clothes at the end of April… Gliding in the Alps is a unique experience every time! Quelle: ‚Youtube / JS‚.

850 km Travel by Glider to the Alps

The most epic glider flight of my 3 days flying adventure. You feel like a tiny bird in-between the huge mountains. Passing the Kitzsteinhorn and Hintertuxer glacier – two stunning ski areas in Austria. Only with the power of nature! Quelle: ‚Stefan Langer, Youtube‚.

Fluglager auf dem Dingel

Die Vorfreude war riesig, als sich am 24. Juli 2021 um die Mittagszeit die ersten FKBler auf dem Flugplatz trafen, um die letzten Vorbereitungen für das Fluglager auf „dem Dingel“ abzuschließen. Nach mehreren Monaten Vorbereitung wurde es nun Zeit, die Flugzeuganhänger an die Autos zu koppeln und sich endlich aufzumachen, gemeinsam eine Woche lang eine neue Region fliegerisch zu erkunden. Das Ziel war der Flugplatz „Der Dingel“ – die Heimat des Luftsportvereins Hofgeismar, nur wenige Kilometer nördlich der Stadt Kassel. Unser Ausbildungsleiter Herbert Horbrügger hat das Fliegen hier in seiner Jugend erlernt und das Fluglager federführend organisiert. Die Resonanz war groß, unter den 13 mitfahrenden Vereinsmitgliedern waren nicht nur Flugschülerinnen und -schüler, sondern auch ausgebildete Scheinpilotinnen und -piloten sowie vier Fluglehrer. Eine bunte Truppe, zwischen 17 und 65 Jahre alt. Mit den beiden Doppelsitzern ASK 21 und DG 1000 sowie den einsitzigen Segelflugzeugen LS 4, DG 300 und Astir wurden gleich fünf Vereinsflugzeuge mit in das Fluglager nach Nordhessen genommen. Ein großer Dank geht an das „Abbauteam“, die die Flugzeuge bereits am 18. Juli abgebaut und abfahrbereit in die Flugzeughänger verstaut hatten. So konnte es am 23. Juli dann direkt losgehen. Nach vierstündiger Fahrzeit erwarteten uns die „Dingelaner“ bereits mit einem (oder zwei) Erfrischungsgetränk(en) und einem leckeren Abendessen. Nach einem langen Corona-Jahr war es da wieder, dieses großartige Gefühl sich auch an anderen Flugplätzen und umgeben von anderen Segelfliegern direkt „zu Hause“ zu fühlen. Man nennt es nicht umsonst auch die „Flieger-Familie“. Fliegerisch waren die ersten Tage für die Eingewöhnung reserviert. Neben den obligatorischen Einweisungsstarts für alle Pilotinnen und Piloten haben wir eine Sicherheitseinweisung gemacht und die Besonderheiten des Flugplatzes besprochen. Für viele von uns „Flachlandfliegern“ aus Brandenburg war viel Neues dabei: Hügel, Berge, Fliegen nach „Luvs“ und „Lees“ und einiges mehr. Da auch der Wind in den kommenden Tagen zunehmen sollte, war es goldrichtig die Wetter- und Windphänomene der regionalen Umgebung genauestens zu briefen – über allem Spaß steht stets ein sicherer Flugbetrieb. Nachdem das FKB-Team am 24. Juli durch die Ankunft der letzten Nachzügler vervollständigt wurde, veranstalteten die heimischen Piloten vom Dingel ein kleines Grill-Fest. Segelflug ist ein Team-Sport, über Tag und auch am Abend.

Schulung
Das Wetter gestaltete sich direkt ab dem ersten Flugtag anspruchsvoll. Unsere Flugschülerin Belana Goll (17) und die Flugschüler Thorge Rumpf (15), Alexander Wormuth (27), Andreas Inselmann (18) und Dirk Furchtbar (53) sammelten, begleitet von einem Fluglehrer, die ersten Flugerfahrungen in der neuen Umgebung und Landeerfahrungen auf einem Flugplatz, der deutlich weniger Platz als das heimische „Mühlenfeld“ bietet. Schnell entwickelten sich Cumulus-Wolken, die durch thermische Aufwinde zwar auch längere Flüge ermöglichten, sich jedoch schnell überentwickelten und für einige Schauer am Nachmittag sorgten. Diese Wetterlage sollte sich auch in den kommenden Tagen bei auffrischendem Wind aus westlichen Richtungen, kaum ändern. Für den thermischen Streckenflug waren die Bedingungen also nicht optimal, für die Schulflüge boten sich hier jedoch gute Trainingsbedingungen. Herbert Horbrügger, Lars Bamberger, Max Michaelis und Dominique Langhans schulten im Wechsel auf der ASK 21 und waren schnell beeindruckt davon, wie gut sich die Flugschüler an die neue Umgebung gewöhnt haben und Flug für Flug Fortschritte erzielen konnten. In den späteren Abend- und früheren Morgenstunden beruhigte sich das wechselhafte Wetter dann meist und eröffnete so auch Zeitfenster für die wohl unvergesslichsten Flüge eines jeden Piloten: Die ersten Alleinflüge ohne Fluglehrer.

Am Mittwoch war es für Dirk Furchtbar soweit. Nach einem letzten Checkflug mit Fluglehrer wurden im hinteren Sitz die Gurte verschlossen, der Fallschirm entfernt und der Flugleiter gab dem Windenfahrer durch: „Die ASK 21 ist einsitzig am Bergseil abflugbereit“. Sichtlich erschöpft, aber ebenso glücklich und zufrieden sah man Dirk nach dem dritten Start aus dem Cockpit steigen. Geschafft! Naja fast, denn unumstößlich zusammen mit den ersten Alleinflügen (der sogenannten „A-Prüfung“) hängt eine Zeremonie, durch die Herbert Horbrügger als Fluglehrer auch den Dirk „geführt“ hat. Dann war es aber geschafft, das abendliche Getränk hat sich Dirk verdient: Herzlichen Glückwunsch!

Das jede A-Prüfung besonders ist, zeigte sich dann am Freitag. Denn auch Belana Goll hatte alle Punkte im Ausbildungsnachweis erfolgreich abgehakt und die Fluglehrer waren sich einig: Belana kann das! Da das Wetter ab dem Vormittag thermisch aktiv (also auch ordentlich ruppelig) werden sollte, trafen sich kurzerhand alle FKB-Piloten (und auch unsere motivierten Fliegerfreunde vom Dingel!) morgens früh um 7 Uhr zum Flugbetrieb. Ein zauberhafter, ruhiger Morgen – das perfekte Wetter für die ersten Alleinflüge! Nach einem letzten Check war es dann auch soweit und Belana ließ sich in der ASK 21 zum ersten Mal alleine von der Seilwinde in die Luft ziehen. Überglücklich nahm Belana nach dem dritten Alleinflug die Glückwünsche entgegen, zur Belohnung wartete bereits das Frühstück – es war schließlich noch nicht einmal 9 Uhr! Auch unsere etwas weiter fortgeschrittenen Flugschüler konnten tolle Erfolge erzielen! Alexander Wormuth absolvierte mit Bravour die B-Prüfung. Dies ist die zweite Prüfung auf dem Weg zum Segelflugschein und erfordert bereits fortgeschrittene Flugfähigkeiten, um die erforderlichen Flugaufgaben zu erfüllen. Herzlichen Glückwunsch! Auch Thorge Rumpf und Andreas Inselmann waren viel in der Luft und sammelten reichlich neue Erfahrungen auf diesem besonderen Segelflugplatz. So absolvierte unsere ASK 21 im Fliegerlager 107 Starts und war dabei über 18 Stunden in der Luft und auch unser Schulungseinsitzer wurde 10mal von der Seilwinde in die Luft gezogen.

Streckenflug
Nachdem Dominique Langhans in der DG300 am Montag über 200km geflogen ist und sich ganz fasziniert von der Landschaft gezeigt hat, versprach das Wetter am Freitag noch einmal die Möglichkeit für längere Flüge. Nach dem morgendlichen Wetterbriefing gab es zunächst auch ein „Geländebriefing“. Zwar liegt der Flugplatz Dingel bereits auf ca. 200m über dem Meeresspiegel, zahlreiche großen Wälder und viele Berge in der Region liegen jedoch nochmals höher und machen das Segelfliegen dadurch anspruchsvoll. Das Wetter sollte sich südlich des Flugplatzes etwas besser entwickeln als nördlich. Der Vereinsvorsitzende Lars Bamberger und Klaus Tiedemann in der DG1000, Lenja Goll in der LS4, Jan Jensen in der DG300 und Max Michaelis in der ASG29 entschieden sich daher für südlichere Kurse nach dem Start. Dabei gab es jedoch vieles zu beachten: So sind beispielsweise Außenlandemöglichkeiten, insbesondere im Sauerland und Thüringer Wald, nur sehr begrenzt vorhanden. Ein Vorausschauendes und sehr überlegtes Fliegen war Pflicht. Nach einem langen Flugtag mit Flügen von bis zu 430km (Max Michaelis) waren am Abend alle wieder zu Hause angekommen – erschöpft, aber glücklich. Auch wenn die thermischen Bedingungen hätten besser sein können, das Fliegen im hügeligem Gelände zu trainieren hat nicht nur viel Freude bereitet, sondern den Scheinpilotinnen und -piloten eine Vielzahl neue Erfahrungen gebracht und zur fliegerischen Weiterentwicklung beigetragen.

Bis bald!
Auch am letzten Tag – dem 31. Juli – sind wir noch geflogen. Nach somit acht sehr gut genutzten Flugtagen rollte die ASK21 nach einigen Abschlussflügen direkt zu den Flugzeughängern. Nachdem kurze Zeit später alle Flugzeuge in den Hängern verstaut, die Zelte abgebaut, das Vereinsheim geputzt und alle Rechnungen beglichen wurden, hieß es dann bei Kaffee & Nussecke: Abschied nehmen. Einen herzlichen Dank an die Dingelaner Fliegerfreunde, die uns mit offenen Armen empfangen haben und die gesamte Woche über wunderbare Gastgeber waren. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen! Quelle: ‚Meetingpoint Brandenburg‚.

Segelflieger verbessern in Hattorf ihr Können

Vom 27. Juli bis 6. August fand auf dem Flugplatz in Hattorf zusammen mit dem Luftsportverein Aue/ Hattorf der Streckenfluglehrgang des Luftsportverbands Niedersachsen statt. Es nahmen elf junge Piloten sowie neun Trainer teil. Laut Verein konnten sie schöne Strecken erfliegen, etwa vom Startplatz in Hattorf nach Hildesheim, Kassel oder Bad Frankenhausen.

„Das Segelfliegen lebt von gutem Wetter, wovon in diesem Lehrgang etwas zu wenig vorhanden war. Von zehn Tagen konnten leider nur fünf fliegerisch genutzt werden und das bei eher mäßigen Bedingungen“, berichtet Marian Linke, Pressewart des Vereins. Die Zeit, die nicht im Cockpit genutzt werden konnte, wurde in Theorieeinheiten verbracht. Hierbei wurden Themen wie Meteorologie, Sicherheit beim Fliegen und das Auffinden von Thermik gelehrt. Trotz der schlechten Wetterbedingungen waren alle Piloten sehr zufrieden und konnten ihr fliegerisches Können verbessern und Sicherheit gewinnen.

„Wir sind der einzige Luftsportverein im Landkreis Göttingen. Bei uns wird hauptsächlich Segelflug betrieben. Hierzu haben eine über 1.000 Meter lange Grasbahn, auf der wir entweder an einer Winde oder per Motorflugzeug nach oben gezogen werden. Sind wir einmal in der Luft, fliegen wir mit Hilfe der Sonnenenergie weiter. Wir suchen warme Luft die nach oben steigt und bewegen uns mit ihr in Richtung Himmel“, erklärt Marian Linke. Somit seien die Piloten bei guten Bedingungen durchaus bis zu acht Stunden in der Luft und legen 800 km und mehr zurück. Quelle: ‚Harzkurier‚.

3 (Vereins-) Rekorde an einem Tag

Für ein solches Vorhaben muss alles passen, vor allem die Thermik. Und so fackelten Simon Ehrenschwendtner, Vorsitzender der Fluggruppe Alt-Neuötting, 2. Vorsitzender Arthur Schweighofer, Segelflugreferent Hermann Maurer und das langjährige Mitglied Siegfried Schmelz nicht lange, als sie sahen, dass am Dienstag, 1. Juni, einer dieser wenigen Tage war, an dem alles passte. Sie stiegen in ihre Segelflieger, ließen sich von Schlepperpilot Konrad Baueregger nacheinander in die Luft ziehen und segelten los; ganz ohne Motor, angetrieben durch die Energie der Sonne. Ihr Ziel: die seltene Wetterlage ausnutzen und ganz nebenbei neue Vereinsrekorde aufstellen.

Der erste stand schon am Boden fest und für ihn brauchte es keine Leistung: Bis auf den Segelflugreferenten sind alle der Flieger Rentner, so dass in vier Flugzeugen insgesamt 250 Lebensjahre zeitgleich in der Luft waren. Rekord Nummer zwei und drei standen erst am Ende des Tages fest: Mit zwei Mal über acht Stunden und zwei Mal über fünf Stunden war die „Rentnertruppe“ der Fluggruppe Alt-Neuötting insgesamt 27:03 Stunden in der Luft und flog dabei in Summe 1117 Kilometer. „Das sei ein seltenes Ereignis“, betont Ehrenschwendtner, der sich sicher ist, dass auch das noch nicht erreicht wurde. Der Vorsitzende war es auch, der den dritten Rekord des Dienstags aufstellte: Er war exakt 8:10 Stunden in der Luft. Das habe er in 35 Jahren Segelfliegen noch nicht geschafft, sagt er. Quelle: ‚PNP‚.

Baptiste Innocent: 1500-km-Europarekord

Mit einem Start auf dem Flugplatz von Fayence um sechs Uhr in der Früh und Wendepunkten im Süden Korsikas und auf dem italienischen Festland gelingt Baptiste Innocent mit einem 14-Stunden-Flug ein 1500-km-Dreieck und ein neuer Europarekord – mit erheblichen Streckenteilen über dem offenen Mittelmeer. Quellen: ‚OLC‚ und ‚facebook‚.

Nicht auf dem Holzweg

Jan Lyczywek und Markus Schweiger fliegen ab dem Segelflugzentrum Unterwössen in zwei Holzklasse-Flugzeugen, einer Ka 6 und einem L-Spatz, anfangs Juli während rund acht Stunden dauernden Flügen mehr als 400 km und queren dabei zweimal den Hauptalpenkamm. Quelle: ‚weGlide‘.

Streckenflugwoche mit Höhen und Hindernissen

Ein Streckenflug ohne Motor? Das klingt wie eine Fahrradtour ohne Kette. Wie legt ein Segelflugzeug ohne Antrieb größere Distanzen zurück? Zunächst einmal setzt es eine einmal gewonnene Höhe sehr effizient in Strecke um. Genau wie ein Fahrrad, das ein Gefälle herunterrollt, erhält es dabei die Geschwindigkeit, die es zum Fliegen braucht. Moderne Segelflugzeuge sind so widerstandsarm, dass sie aus einem km Höhe 40–50 km weit gleiten können. Das reicht, um damit sehr erfolgreich durch die Luft zu reisen. Das immer wieder nötige Steigen besorgt die Thermik.

Leider hatten die Meteorologen gleich zu Beginn keine guten Nachrichten für die Segelflieger, die wie alle anderen auch nach dem langen Lockdown etwas Abwechslung vertragen konnten. Gleich der erste Flugtag fiel buchstäblich ins Wasser. Der Pfingstsonntag ließ einige Flüge in Platznähe zu, an Streckenflüge war aber immer noch nicht zu denken. Aufgrund von starken Regenschauern wurde der Flugbetrieb nachmittags zeitweise unterbrochen und der ein oder andere Pilot bekam bereits in der Luft eine „Dusche“ ab. Erst am Pfingstmontag gab es die Chance für erste Ausflüge, welche überwiegend die geübten Piloten nutzen konnten. Anfängertauglich waren die Bedingungen noch nicht. Zudem mussten die drei folgenden Flugtage wetterbedingt abgeblasen werden. Petrus verlangte den verhinderten Piloten Geduld ab und ihre Familien mussten ob ihrer verhaltenen Laune viel Nachsicht aufbringen.

Erst für den Freitag kündigte sich eine Besserung an. Dann ging es tatsächlich wieder in die Luft. Sebastian Groß stellte je nach Erfahrung der Segelflieger für den Samstag und Sonntag jeweils eine kleine und große Aufgabe von 175 bzw. rund 385 km. Am weitesten flog Frank Lehmann mit 444 km. Von den Nachwuchspiloten erbrachte Philipp Sauer die bemerkenswerteste Leistung als er mit dem vergleichsweise leistungsschwachen Schulungseinsitzer 191 km über Odenwald und Spessart zurücklegte. Insgesamt erreichten alle Piloten zusammen trotz des Wetters eine Gesamtdistanz von 7.002 km. Einerseits markieren diese Distanzen Erfolgserlebnisse, die Faszination des Streckenflugs lässt sich aber nur unzureichend in Zahlen ausdrücken. Es ist ein besonderes Erlebnis, nur getragen durch die Kräfte der Natur zu reisen und sich längere Zeit und über größere Entfernungen in einem anderen Element zu befinden. Trotz Hindernissen hat Sebastian Groß mit der Streckenflugwoche einen Saisonhöhepunkt ins Leben gerufen, der in den kommenden Jahren gerne eine Fortsetzung finden darf. Das Luftreisen „ohne Antrieb“ hat begeistert. Quelle: ‚Main-Echo‚.

Zweimal 1000 Kilometer

Sven Lissel und Felix Wolf haben beide am selben Tag jeweils rund 1000 Kilometer am Stück per Segelflieger zurückgelegt – das ist Freiburg-Rekord. Sie kamen bis ins bayrische Franken und zurück. Sven Lissel und Felix Wolf sind seit kurzem stolze Rekordhalter: Es ist ihnen ein heimischer Platzrekord gelungen, nämlich mit zwei am Freiburger Flugplatz gestarteten Segelflugzeugen eine Strecke von jeweils etwa 1000 Kilometern zurückzulegen – Sven Lissel schaffte 1027 und Felix Wolf 980 Kilometer ohne Unterbrechung. Damit haben sie die bisherige Höchstleistung, die nach Angaben der beiden jungen Piloten knapp weniger als 980 km betrug, überboten. Quelle: ‚Badische Zeitung‚ (Registrierung).

New Glider Paradise Mediterranean Sea

„I dedicate this flight to Klaus who brings for me, and I believe for all pilots, dreams, and adventures in our sport. His recent flight to Greece was amazing“. And of course to Baptiste who has designed this flight and piloted all strategic points of our flight, especially in Italy. This FAI triangle of 1’133 km is – due to the very weak waves at Fayence at the beginning of the flight, not a European record. We passed the line at 4’300 meters and we finished at 1’600 Meters. But I think it is one of the most original in Europe. After trying for almost two hours to climb, I proposed to Baptiste to restart the engine of the S12 and to climb up to 4’000 m. The waves were still weak and we decided to start the passage to Corsica at 4’900 m. The circuit was a mix of different flights: Waves in Corsica, Rotor with no waves in Italy, then convergences, cumulus, blue thermal to cross the Italian plain of Pô, then again Waves at the return to the Alps in Val de Suza. The tricky part of the flight was to come back from Italy close to the circuit. Especially when Baptiste managed once, wonderfully to recover some waves in Italy near Pavullo. To fulfill this flight, you need a Glider like the Stemme S12. Source: Gilles Souviron in ‚OLC, online-contest‚.

Ein besonderer Streckensegelflug

von Urs Zimmermann

Für Sonntag, 25. April 2021 verheisst Alptherm fantastisches Streckenflugwetter. Der ganze Alpenhauptkamm ist mehr oder weniger rot eingefärbt. Aus Angst, keinen Sitzplatz zu ergattern, habe ich mich für das 08.15-Uhr-Briefing eingeschrieben und somit meine geliebte ASG 29 auf sicher. Das Segelflugzeug ist schnell aufgerüstet und ich setze mich beim Start an die vorderste Stelle. In der vorderen Reihe setzt wie üblich eine leichte Nervosität ein und um 10.01 Uhr zieht mich die Robin in die Luft.

Erste Zweifel nach Frühstart

Ein Hochleistungsflugzeug, erster am Start und eine fantastische Prognose, da kann ja nichts schiefgehen. Der Schlepp verläuft auffällig ruhig und mir kommen langsam erste Zweifel. Der Himmel ist bis Walenstadt bedeckt, meine einzige Rettung ist, Richtung Osten der Sonne entgegen zu fliegen.

Erst bei Landquart über dem Bahnhof auf 1100m finde ich schwache Aufwinde. Mit einer «stolzen» Höhe von 1’500 m mache ich einen kurzen Abstecher nach Seewis, wo ich keine brauchbare Thermik finde. Die Sonneneinstrahlung ist noch zu schwach und dank leichter Bise ist das „lauwarme Etwas“ zudem zerrissen.

Zweimal durch die Klus von Landquart

Der Trichter zwingt mich zurück nach Bad Ragaz. Bei Pfäfers, dem Kerenzerberg (vom Talwind angeströmter Hang) von Bad Ragaz, kann ich wieder Höhe gewinnen. Pfäfers dient mir nach einem Abstecher vor den Calanda ein zweites Mal als Rettungsanker. Nach erneuter Talquerung versuche ich mich an den Ausläufern des Vilan und der Sassauna, wobei ich mich zweimal durch den Taleinschnitt am Eingang des Prättigau kämpfen muss.

Zähes Ringen

Ich ziehe alle Register und nach geschlagenen zweieinhalb Stunden Grundeln überquere ich an der Sassauna wieder die 2’000-m-Marke. Endlich wird es wieder kühler und ich setze meinen Flug über Davos und das vordere Rheintal fort. In mässiger Thermik fliege ich über den Lukmanier ins Val Bedretto.

Knapp über den Nufenenpass

Foxtrott Tango meldet gute Wetterverhältnisse im Wallis, dorthin will ich eigentlich auch. Mit 2’700 m ü. M. überquere ich den Nufenenpass und bin endlich im Obergoms angelangt. Die klassischen Rippen auf der Nordseite liefern keine brauchbare Thermik und bei Bellwald habe ich nicht genug Höhe, um lange nach Aufwinden zu suchen. Ich fliege in Richtung des Flugplatzes Münster zurück und muss nach einstündigem Kampf im Wallis die Flügel strecken und um 16.58 Uhr auf der Piste 05 aussenlanden. Die Landung verläuft problemlos, glücklicherweise ist nur der untere Teil der Piste noch schneebedeckt.

Starker Bergwind

Nach dem Öffnen des Capot wird mir erst bewusst, wie stark mir der Bergwind von der Furka und vom Grimselpass entgegenbläst. Da der Grossteil des Obergoms noch schneebedeckt ist, wird die gegen Abend schwache Thermik schon früh vom Bergwind verblasen. Kurz nach der Landung erfolgt das obligatorische Foto und der Anruf auf den Flugplatz. Beatrice Echter unterstützt mich liebevoll und sorgt dafür, dass ich den Code für den Segelflug-Hangar erhalte. Die ASG 29 soll darin nächtigen.

Unerreichbarer Hangarplatz hinter den Schneehaufen

Das Unterfangen wird jedoch durch den Schnee auf dem westlichen Teil der Piste vereitelt und die ASG 29 wird am Pistenrand verzurrt. Gerhard Kiechler vom Bauernhof nebenan, er ist gleichzeitig der Gemeindepräsident vom Goms, unterstützt mich dabei tatkräftig und liefert Heringe und Schnur. Auf Anraten von Armin Hürlimann fahre ich mit dem Zug nach Hause und komme um 23.30 Uhr müde in Wädenswil an. Während der Heimfahrt ruft mich Gerhard Wesp an und bietet mir seine Unterstützung an.

Ins Herz der Alpen

Am nächsten Tag machen wir uns mit dem Anhänger auf den 280 km langen Hin- und Rückweg. Er führt über den Hirzelpass, das Zugerland, die Axenstrasse und das Reusstal nach Andermatt und schliesslich nach Realp. Dort verladen wir unser Gefährt und rattern mit der Eisenbahn unter der Furka durch. Nach ein paar weiteren Fahrkilometern erreichen wir schliesslich den Flugplatz Münster.

Die klatschnasse ASG 29 wird getrocknet und die Flügel werden vor dem Verladen gewendet, damit das Wasser aus den Bremsklappenschächten abfliessen kann. Die Hilfsbereitschaft des Gemeindepräsidenten wird nach dem Verladen mit einem kleinen Präsent verdankt. Gerhard übernimmt die Rückfahrt und bringt uns sicher nach Schänis zurück. Hungrig und müde gönnen wir uns ein verdientes Abendessen im Flugplatzrestaurant. Damit findet die Aussenlandung ein Happy End.

Pilot und Flugzeug unversehrt

Ich habe mich über die spontane Hilfsbereitschaft von Gerhard sehr gefreut, es hat die Rückholaktion zu einem lässigen Roadtrip gemacht. Der Anhänger hat die 280 km lange Reise gut überstanden, keine Achse ist gebrochen. Hier gebührt Dank an den unermüdlichen Paul Kläger, er ist seit Jahrzehnten unser Gruppen-Materialwart.

Eine Aussenlandung gehört zum Streckensegelflug dazu, auch wenn sie dank Motor immer seltener wird. Auch 1’000 Flugstunden reichen noch nicht zum Streckenfuchs, hier zählt wirklich Erfahrung. Jeden Tag sind die Wetterverhältnisse anders und die regionale Situation kann sich stündlich ändern. Ausgelernt hat man nie und dies alles macht ja schliesslich die Faszination unseres einmaligen Hobbys aus!

>> online contest / Flugdetails

Alpenquerung real simuliert

Der französische Rekordpilot Baptiste Innocent hat am 7. August 2015 vom Startplatz Fayence in Südostfrankeich an Bord einer ASH 25 einen aussergewöhnlichen Flug bis nahe an die Österreichische Grenze und zurück realisiert. Davon wurde ein realitätsnahes Simulations-Video zusammengestellt, welches die einzelnen Etappen des Fluges miterleben lässt.

DMSt ab 1. Mai

Die Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug (DMSt) wird aufgrund der Corona-Situation nun ab dem 1. Mai 2021 stattfinden. Beginnend mit der Saison 2021 wird der Wettbewerb online über das Portal WeGlide ausgerichtet. Unter weglide.org können Aufgaben deklariert, Flüge hochgeladen und aktuelle Wertungen eingesehen werden. Für Fragen und Anregungen zum Wettbewerb sowie bei Problemen mit dem Meldeportal steht die Kontaktadresse support(a)weglide.org zur Verfügung. Quelle: ‚BUKO‚.

Flugplan & Streckenflug-Ausweis

In welchen unserer Nachbarländer eine Flugplanpflicht besteht, erfähren Sie in diesem Bericht. Die Lage für grenzüberschreitende Segelflüge nach Deutschland und Österreich ist «geregelt»: es gibt keine Flugplanpflicht mehr, dafür muss (ohne Flugplan) der Streckenflugausweis für einen Flug über die Landesgrenze mitgeführt werden (wir empfehlen, dieses Formular zu benutzen, denn der alte Streckenflugausweis ist nicht mehr gültig.

Italien hat vorerst dem Antrag des BAZLs eine negative Antwort gegeben: das Land will erst laufende Flugunfall-Untersuchungen abschliessen. Frankreich hat noch keinen Entscheid getroffen. Vorläufig gilt die Flugplanpflicht für Flüge nach Frankreich. Die Zollbehörden, das BAZL, die DGAC und das französisches Verteidigungsministerium haben in den letzten Monaten verhandelt; die französischen Behörden benötigen mehr Zeit.

Einen Muster-Flugplan für Segelflüge finden Sie hier (Quellen: SFVS und BAZL).

1’500 km über den Pyrenäen

Gil Souviron fliegt am 21. März 2021 gemeinsam mit Baptiste Innocent in einer Stemme S12 über den Pyrenäen und dem Mittelmeer eine Jojo-Strecke von 1’500 km. Quelle: ‚OLC, online contest‚.

Saisonfrühstart bringt mehr als 1’500 km

Eigentlich beginnt die Segelflug-Saison so richtig erst Anfang April – aber warum warten, wenn die Bedingungen passen? Das dachten sich auch sechs Piloten der Fliegergruppe Wolf Hirth und rüsteten am vergangenen Samstag angesichts der vielversprechenden Quellwolken ihre Flugzeuge auf. Und die Mühe sollte sich lohnen: Insgesamt 1544 Kilometer standen am Ende auf den Loggern, wobei einmal mehr Tilo Holighaus seine fliegerische Klasse unter Beweis stellte: Um 10.43 Uhr gestartet, folgte er den Aufwinden der Schwäbischen Alb gen Osten und wendete erst weit hinter Regensburg im Bayerischen Wald. Als er nach knapp sechseinhalb Stunden wieder auf der Hahnweide landete, hatte er 550 Kilometer hinter sich gebracht.

Vier weitere Piloten hatten sich auf der Alb in Richtung Osten versucht, Norman Baum kam dabei auf 238 und Lars Reinhold auf 134 Kilometer. Nico Lütt und David Renton schafften es nicht zurück zur Hahnweide und mussten nach 204 beziehungsweise 126 Kilometern landen und ihre Flugzeuge im Anhänger zurück zum Heimatplatz bringen. Lediglich Albert Kiessling hatte seinen Flugweg gänzlich anders geplant und flog auf der Alb Richtung Osten bis in den Schwarzwald, was ihm eine Strecke von 292 Kilometern bescherte.

Corona sorgt für Fragezeichen
Mit diesem ersten richtigen Thermik-Flugtag im Jahr 2021 können die Kirchheimer Piloten also zufrieden sein. Aber auch wenn die Technik gut gewartet ist und die Segelflieger hoch motiviert sind, ist aktuell unklar, was man von der Saison erwarten kann. Zumal nicht abzusehen ist, wie sich die Corona-Pandemie entwickelt und ob Veranstaltungen wie der traditionelle Hahnweide-Wettbewerb stattfinden können. Quelle: ‚Lars Reinhold im Teckboten‚.

Das Streckenflug-Nachwuchs-Programm GliderCup

Seit 2009 führt der Flugplatz Schänis den GliderCup durch. Die an sechs Tagen pro Saison stattfindende Veranstaltung ist eine begleitete Einführung in den Streckenflug, bei der Nachwuchs-Piloten mit einem „Streckenfuchs“ oder Fluglehrer auf dem hinteren Sitz die Region ausserhalb des gewohnten „Flugplatz-Trichters“ erkunden können.

Andrang beim morgendlichen Briefung und bei der Flugzeugverteilung, die gleichzeitig auch die Teams für die Doppelsitzer-Besatzungen definiert.

Besser einfach, einfach besser…
Seit 2009, dem ersten Durchführungsdatum gelten unverändert folgende Ziele: Mehr fliegen, mehr Spass beim Fliegen, mehr gemeinsam erleben, mehr lernen sowie Logger & Co. sicher bedienen können. Die GliderCup-Spielregeln haben auch im 13. Durchführungsjahr noch auf einem Blatt A4 Platz. Gleichzeitig gelten folgende Grundsätze:

  • Sicherheit: die Aufgaben werden so gewählt, dass sie ohne zusätzliches Risiko oder Zeitdruck geflogen werden können. Der Spass am gemeinsamen ‚Erlebnis Segelfliegen’ ist wichtiger.
  • GliderCup-Flugtage sind ein gesellschaftlicher Anlass; abends findet deshalb ein gemeinsames Nachtessen im Flugplatz-Restaurant statt.
  • GliderCup-Teilnehmer haben keinen Vorrang bei der morgendlichen Flugzeugverteilung und sie geniessen keine Start-Priorität.
  • GliderCup-Aufgaben sind so gewählt, dass man sie auch um 14.00 Uhr noch fliegen kann.
  • Im Doppelsitzer-Team erhalten beide Piloten dieselben Punkte.
  • Um den Umgang mit Segelflug-Planungs-Software und Moving-Map-Systemen zu erleichtern, wird ein Theorie-Abend abgehalten, bei dem ein erfahrener Segelflug-Lehrer auch in die Grundsätze des Alpen-Segelfluges einführt.
  • Der Aufgaben-Katalog ist in den Moving Map-Systemen der Clubflugzeuge gespeichert, damit GliderCup-Teilnehmer/innen die gewünschte Aufgabe einfach aktivieren können.
Beim GliderCup lernen die Teilnehmer/innen, auch mit ungewöhnlichen Bedingungen klarzukommen – hier an einem feuchtlabilen Flugtag mit einer 300-km-Flugaufgabe von Schänis an den Fernsteinsee, nach Zernez im Engadin und zurück an den Ausgangsort.

Standard-Aufgaben-Katalog, einfache Spielregeln
Aus dem im Internet veröffentlichten Aufgabenkatalog von 21 Flugaufgaben wählt der Tages-OK-Chef beim Briefing um 09.00 Uhr eine Flugaufgabe aus. Ein qualifiziertes «moving map-Care team» steht zur Verfügung, das den Teilnehmer/innen beim Programmieren der Aufgabe hilft. Diese wird so gewählt, dass auch ein ‚Rookie’ gute Chancen hat, sie zu vollenden. Startstress wird so vermieden, weil die Aufgabenlänge es zulässt, auch um 14.00 Uhr den Flug noch fliegen. Bei Doppelsitzer-Teams erhalten beide Piloten gleiche Punkte, wenn sie die Aufgabe erfüllt haben. Das hilft, dass erfahrene Streckenfüchse ihr fliegerisches know how in lockerem Rahmen an weniger erfahrene Pilot/innen weitergeben.

Sechs Wertungstage, zwei Reservetage, vier Wertungen
Für die Jahreswertung zählen die vier besten erflogenen Tagesränge. Wie im Automobilrennsport erhalten die ersten acht Rangierten zwischen 10 und 1 Punkt pro Wertungstag gutgeschrieben. Damit bleibt während der Saison eine gewisse Spannung erhalten. Alle Teilnehmer/innen können sich auf ein Souvenir freuen, das am Schlusstag abgegeben wird.

Der GliderCup ist auch ein gesellschaftlicher Anlass
Der soziale Aspekt spielt beim GliderCup ebenfalls eine Rolle. Für den Austausch der gemachten Flug-Erfahrungen findet abends ein gemeinsames Essen statt. Das OK bemüht sich, die Flugaufgaben so auszuschreiben, dass bis zum Debriefing alle PilotInnen zurück sein können. Danach werden gemeinsame Erlebnisse ausgetauscht, beim Fachsimpeln lernen alle TeilnehmerInnen, wie man es auch noch hätte machen können. Dank einer einfachen Auswertung stehen noch am gleichen Abend die Resultate fest und die schnellsten sowie die langsamsten Piloten stellen jeweils ihre gemachten Erfahrungen vor.

Gelegentlich sorgt(e) ein junges Musiker-Duo für musikalische Unterhaltung der «Streckenflug-Helden».

Streckenflug-online-Stammtisch

Late Night Soaring – Zoom-online-Stammtisch: In der ersten Ausgabe auf YouTube diskutierten Benjamin Bachmaier, Mathias Schunk, Armin Behrend und Roland Henz gemeinsam mit Dominik Stifter als Air Traffic Management Manager Operations der Austrocontrol Innsbruck über das Fluggebiet Innsbruck.

Dabei wurde genauer darauf eingegangen, wie die Segelflieger den Controllern die Arbeit erleichtern können und wie man sich am besten bei der Querung des Innsbrucker Luftraums verhält. Quelle: ‚youtube‚.

WeGlide mit Beta-Version online

WeGlide ist die neue Flugauswertungs-Software für die Deutsche Meisterschaft im Strecken-Segelflug. Jetzt registrieren und testen. Quelle: ‚WeGlide‚.