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Nasses Segelfluglager in Zweisimmen

Speziell war der 5. Juli: Drei Einsitzer-Piloten konnten eine Flaute des Rückenwindes zum Starten nützen und wurden mit Wellenflüge auf Höhen bis gegen 5000 Meter belohnt. Die anderen fliegbaren Tage waren von einer tiefen Wolkenuntergrenze und oft marginalen Thermikverhältnissen geprägt. Ausser für die Motorseglerpiloten war die Sicht auf die Gletscher eine Rarität, dafür kamen die üppig fliessenden Wasserfälle umso mehr zur Geltung. Am 6. Juli wurden wir von durchziehenden Schauern und Gewittern überrascht, und zwei Landungen fanden bei marginalen Sichtbedingungen statt. In beiden Fällen waren Fluglehrer an Bord und sorgten durch überlegtes Handeln für sichere Bedingungen.

Ab dem 13. Juli waren die Wetteraussichten für den Rest des Lagers derart schlecht, dass wir bereits am Mittwoch der zweiten Woche wieder ins Unterland fuhren. Schon am Donnerstag der ersten Woche war die Simme so stark angestiegen, dass wir im Unterstand «5» den Motorsegler von Hans Hedinger auf Holzbalken und Bierkisten höherlegen mussten. Das Schleppflugzeug der Gruppe Skylark konnten wir notfallmässig im Holzhangar unterbringen. Ab dem 13. Juli wurde die Hochwassersituation wieder grenzwertig. Entsprechend bescheiden blieben die Flugzeiten unserer Piloten mit total 97.5 Stunden und 87 Landungen. Einen wesentlichen Anteil hatten die Doppelsteuerflüge mit Fluglehrer. Gelegenheit zu Platzvolten gab es an den vielen thermikschwachen Tagen natürlich oft. Die ansässige HB-OLW und die Skylark-Robin D-EAIO waren für uns ca. 15 Stunden in der Luft. Die Erfassung der Flüge erfolgte erstmals über die Webbasierte Software «vereinsflieger.de». Diese bewährte sich sehr gut. Etwas «Computer-Flair» erwies sich allerdings auch hier als nützlich. In unserem Lager waren eine Flugschülerin, drei Flugschüler, zehn Piloten aus der SG Birrfeld, elf aus der SG Skylark sowie je ein Teilnehmer aus der SG Freiburg und aus der SG Thermik angemeldet. Einige von ihnen reisten angesichts der Wetteraussichten gar nicht ins Lager an – oder vorzeitig wieder ab.

Wichtiger Tourismuszweig
Besonders gefreut hat uns der Besuch von Frau Gemeinderatspräsidentin Beatrice Zeller an einem unserer Briefings. Sie überbrachte uns Willkommensgrüsse der Behörden und einen köstlichen Käse aus der Region, welchen wir natürlich umgehend erfolgreich «ins Lagerleben integrierten». In der Region Zweisimmen ist man sehr froh, dass die Segelflieger ausgiebig Ferien machen und Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen sowie die Läden rege frequentiert werden. Wir bedankten uns im Gegenzug für die Gastfreundschaft der Gemeinde und bei der ansässigen Fluggruppe ASGZ. Das Zweisimmenlager hinterlässt immer unvergessliche Erinnerungen. Das zeigte sich, als ehemalige Aktive uns besuchten, ihre Erlebnisse auffrischten und auch gerne mal wieder im Doppelsitzer mitflogen. Auch dieses Jahr hatte das eingespielte Leitungsteam (Christoph Heuberger, Erik Imhof, Werner Trütsch, BJ Minder) selbstlose Helfer an der Hand. Willi von Dach stand mit grosser Übersicht und immer voller Humor als Flugdienstleiter, als Rasenmäher-Pilot und auch als helfende Hand unermüdlich im Einsatz – an dieser Stelle ganz herzlichen Dank!

Besonders hervorheben möchte ich den Einsatz der Fluglehrer. Werner Trütsch und Pascal Wenker trainierten sowohl «Grünhörner» als auch schon fortgeschrittene Piloten auf dem Duo Discus. Werner besprach fast täglich ein Sicherheitsthema beim Briefing. In der SG Skylark nahmen sich Dominic Gerber und Christian Schmid der lernwilligen Piloten an. In einigen Fällen leiteten die Fluglehrer auch Debriefings nach schwierigeren Situationen, vor allem nach der Überraschung durch die Gewitterzelle am 6. Juli. Das hat sicher dazu beigetragen, dass wir keine Vorfälle zu verzeichnen hatten. Wir haben die Zeit in Zweisimmen trotz rarem Segelflugwetter sehr geschätzt. Die gemeinsamen Mahlzeiten oder Grillabende bei der ASGZ Baracke sorgten für viel Lustiges und Unterhaltsames in unseren Ferien. Zum Schluss geht ein herzlicher Dank an unsere Gastgeber von der Alpinen Segelfluggruppe und der Flugplatzgenossenschaft Zweisimmen. Wir haben wiederum die Infrastruktur frei benützen dürfen und wurden allenthalben unterstützt, insbesondere als das Wasser auf dem Flugplatz und in den Unterständen stieg. Klar, dass wir uns auf die Ausgabe Zweisimmen 2022 schon jetzt sehr freuen. Quelle: ‘Christoph Heuberger im Segelflug-Bulletin‘.

Schweizer Segelflug-Sportzentrum

Auf die Ausschreibung an die Präsidenten der Segelfluggruppen vom 28. September 2020 hat der Schweizer Segelflug-Verband vier Bewerbungen erhalten:

  • Altenrhein
  • Birrfeld
  • Courtelary
  • Schänis

4x um die Erde. Chile-Expedition. Betriebsgebäude.

Jahresbericht 2019 der SG Lägern: Die Piloten der SG Lägern haben in der OLC-Saison 2019 in 536 dokumentierten Flügen unvorstellbare 189‘811 km motorlos zurückgelegt (OLC-Vereins-Statistik weltweit). Sie flogen insgesamt viereinhalb Mal um die Erde. Im Durchschnitt flog jeder 354 km weit. Im Ausnahmejahr davor waren es 389 km. Hier finden Sie den vollständigen Jahresbericht der grössten Schweizer Segelfluggruppe mit Details zur Flugzeug-Nutzung, dem Glidercup, Fluglagern am anderen Ende der Welt und Meisterschafts-Teilnahmen.

Spaichingen: Neue Ausbildungsmaschine

Gleich zwei gute Gründe zur Freude haben derzeit die Piloten der Segelfluggruppe Spaichingen-Aldingen: Zum einen darf seit Montag, 11. Mai, wieder ein Flugbetrieb, wenn auch unter umfassenden Hygieneauflagen, stattfinden; zum anderen konnten sie laut Pressemitteilung schon in der Woche davor endlich ihre neue Ausbildungsmaschine in Empfang nehmen. Die Entscheidung, die bewährte alte Ausbildungsmaschine, Baujahr 1990, eine ASK 21 des Flugzeugherstellers Alexander Schleicher, durch einen neuen Flieger zu ersetzen, wurde schon vor einigen Monaten getroffen. Die Wahl des Vereins fiel auf das direkte Nachfolgemodell, ASK 21 B. Das doppelsitzige Segelflugzeug hat 17 Meter Spannweite und ist nicht nur für den Schulungs- und Übungsflug, sondern auch für Streckenflug und sogar für Kunstflug geeignet, so die Mitteilung. Nun konnte das Flugzeug passend zum, durch die Corona-Pandemie verspäteten, Saisonbeginn beim Hersteller in Poppenhausen nahe der Wasserkuppe abgeholt werden. Die alte ASK21 hatte der Verein bereits im Februar an den Luftsportring Aalen verkauft und samt Transportanhänger übergeben. Einen dicken Wermutstropfen gab es für die Piloten dann doch: Die Zulassungspapiere des neuen Flugzeugs sind noch bei den Behörden und der zweite Doppelsitzer des Vereins wird nach längeren Wartungsarbeiten erst in dieser Woche vom Prüfer freigegeben. Und so mussten die Piloten der Segelfluggruppe Spaichingen-Aldingen am Wochenende noch mit ihrem Reisemotorsegler vorliebnehmen und konnten bei dem schönen Wetter noch nicht das leise Gleiten über der Schwäbischen Alb genießen. Neben den ersten Wochenenden der Flugsaison ist der Corona-Pandemie auch die Generalversammlung der Fliegergruppe zum Opfer gefallen: Sie musste auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Quelle: ‘Schwäbische.de‘.

D-6684 zurück bei den Luftsportfreunden in Wesel

Das Saisonende durfte die heutige D-6684 noch in Holland verbringen, bevor es dann im November zurück an die Römerwardt ging. Zurück?, richtig, der Flugplatz in Wesel ist nicht neu für den Flieger, sie war hier bereits viele Jahre stationiert und wurde von der Segelfluggruppe Duisburg geflogen. Es war also eine Reise zurück zu den Anfängen. Die vielen Jahre und tausende Starts hatten aber auch Spuren hinterlassen. Diese sollten bis zum Start der kommenden Saison beseitigt werden. Malte Hennig investierte daher im Winter hunderte Stunden um mit Vereinskollegen den Flieger technisch wieder in Bestzustand zu versetzen. Nachdem am 14.05.20 die Abnahme durch den Prüfer, also so etwas wie dem Flieger Tüv erfolgte, sollte am Abend des Folgetages, nach weiteren Vorbereitungen, der langersehnte Erstflug unter neuem Kennzeichen erfolgen. Aufgrund des enormen Abeitseinsatzes gebührte diese Ehre Malte Hennig, begleitet durch Fluglehrer Hübers. Nach dem ersten Flug stiegen beide Piloten mit einem breiten Grinsen aus. Das Flugzeug fliegt sich hervorragend, da waren sich beide einig. Davon wollte sich dann natürlich auch Vorsitzender und Ideengeber Kujaht überzeugen. Am letzten Wochenende erfolgte dann die „Übergabe“ an die Vereinsmitgliedschaft. Viele Starts folgten bereits und die positiven Rückmeldungen rissen nicht ab. Die neue, alte ASK 21 ist in Wesel angekommen. Quelle: ‘Lokalkompass.de‘.

Löffingen: Segelflieger 2019 auf Erfolgskurs

“Das Jahr 2019 war für die Segelfluggruppe Reiselfingen erfolgreich, spannend und unfallfrei”, informiert Schriftführer Uwe Baderschneider im Vorfeld der Hauptversammlung. So mischten die Reiselfinger Piloten erneut bei den Deutschen Meisterschaften im Strecken-Segelflug mit. Stefan Karch sicherte sich in der offenen Klasse in Baden-Württemberg die Vizemeisterschaft mit zwei Flügen über 740 Kilometer und einem Flug mit 719 Kilometer. Dies entspricht in der bundesweiten Gesamtwertung Rang neun. Im Doppelsitzer wurde Helge Loschan Baden-Württembergischer Vizemeister. Im vereinseigenen Duo Discus flog er mit Co-Pilot Albert Stumpf und Artur Schuler 613 Kilometer und zweimal 572 Kilometer. Auch dies entspricht bundesweit Rang neun. Vierte Plätze in der baden-württembergischen Wertung flogen Markus Halbig im Doppelsitzer mit Co-Pilot Karl Witt, Rudolf Baderschneider in der 18-Meter-Klasse und Sascha Kaiser in der offenen Klasse. Erstmals boten die Segelflieger in Kooperation mit der Volkshochschule Hochschwarzwald einen Schnupperkurs zum Einstieg in das Segelfliegen an. Trotz schlechtem Wetter wurde das Programm durchgeführt, mit Theorie und auch ein paar Runden in der Luft. Die acht Teilnehmer waren begeistert. Dies veranlasste die Verantwortlichen um Markus Halbig, auch in diesem Jahr wieder einen Kurs anzubieten. Mit einem neuen Flugzeug wurde der Flugzeugpark verjüngt. Nach und nach möchte man die Flugzeuge erneuern. So wurde der Einsitzer verkauft und ein Elektro-Motorsegler mit 18 Meter Spannweite erworben. Im Winter wurde der Rumpf des Oldtimers, der gelbe K8, überholt, bereits zuvor waren die Flügel teilüberholt worden. Quelle: ‘Schwarzwälder Bote‘.

Bern: Segelflieger beharren auf Beschwerde

Nun ist nur noch eine Beschwerde gegen den Südanflug auf den Flughafen Bern hängig. Jetzt ist das Bundesgericht am Zug. Von den ursprünglich ein Dutzend Gegnern des Südanflugs auf den Flughafen Bern hat lediglich die Segelfluggruppe Bern eine Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Zwischenverfügung des Bundesgerichts hervor. Die Gemeinden Münsingen und Kiesen sowie weitere Parteien, die mit ihrer Beschwerde gegen das neue Betriebsreglement abgeblitzt waren, haben auf einen Weiterzug verzichtet. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) genehmigte das Reglement im Januar 2018. In der Sache selbst muss das Bundesgericht noch entscheiden. Wann das Urteil gefällt wird, ist nicht bekannt. Quelle: ‘Der Bund‘.

Bern: Wieder mit der Winde in den Wind

Erstmals nach vielen Jahren führte die Segelfluggruppe Bern ihre Windentage im Belpmoos durch. Wie von Geisterhand gezogen setzt sich das Segelflugzeug in Bewegung. Es holpert über die Graspiste, wird immer schneller, kurz darauf hebt es ab und steigt steil in die Luft – mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern je Stunde. Auf etwa 250 Metern Höhe dreht es ab, macht einen Bogen über dem Belpmoos und setzt nach rund fünf Minuten schon wieder auf. Dieses Bild zeigte sich am Wochenende dutzendfach auf dem Flughafen Bern-Belp. Wieder einmal. Traditionell veranstaltet die Segelfluggruppe Bern am Bettagswochenende ihre Windentage. «In den letzten Jahren mussten wir jeweils auf einen anderen Flugplatz ausweichen», sagt Stefan Zlot, Präsident der Segelfluggruppe Bern. Zum Beispiel Yverdon. Wegen «betrieblicher Umstände» hätten sie in Bern jeweils keine Bewilligung erhalten. Nun aber, seit dem Grounding der Fluggesellschaft Skywork, herrscht nicht mehr viel Betrieb im Belpmoos. Und so konnte die Segelfluggruppe erstmals seit über fünfzehn Jahren wieder daheim ihre Winden­tage durchführen – auf der Piste vor dem eigenen Hangar und dem Clubhaus, der Villa Thermik. Die Winde wurde für dieses Wochenende aus Ambri im Tessin nach Belp transportiert. Zlot hofft, dass im Belpmoos künftig regelmässig Windentage durchgeführt werden können. Quelle: ‘Berner Zeitung‘.

Segelfluggruppe Reiselfingen plant Zukunft

Da dem Verein Nachwuchs fehlt, wird eine Kooperation mit der Volkshochschule angestrebt. Schon Schüler können das Fliegen erlernen. Trotz aller sportlicher Erfolge plagen den Verein konkrete Nachwuchssorgen. “Der Verein schrumpft”, informiert Schriftführer Uwe Baderschneider. “Wir schaffen es nicht, junge Menschen für den Segelflug zu begeistern”, bedauert auch Vorsitzender Markus Halbig. Nun gehen die Segelflieger Reiselfingen mit einer neuen Idee an den Start. “Wir werden einige Aktivitäten mit der Volkshochschule Hochschwarzwald anbieten, um so neue Interessenten und neue Mitglieder in allen Altersklassen zu gewinnen”. Mehr erfahren Sie im Bericht des ‘Südkuriers’.