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Segelfluggruppe Bern kann Betrieb vorerst weiterführen

Die Segelfluggruppe (SG) Bern erhält eine Verschnaufpause, da sie ihre Zukunft aufgrund der Erweiterungspläne des Berner Flughafens als gefährdet ansieht.

Atempause für die Segelfluggruppe (SG) Bern, die ihre Existenz durch die Ausbaupläne des Flughafens Bern bedroht sieht: Die Flughafen Bern AG hält ihre Kündigung zwar aufrecht, doch darf die SG ihren Betrieb 2024 und 2025 auf Zusehen hin weiterführen. Denn mit dem Bau der geplanten Photovoltaikanlage sei nicht vor 2026 zu rechnen, teilte die Segelfluggruppe am Freitag mit. Ihre Saison im Belpmoos könne demnach planmässig Anfang März starten. Unabhängig davon verhandelt die SG Bern nach eigenen Angaben weiterhin mit dem bernischen Energiekonzern BKW. Ziel sei es auszuloten, ob auf dem Segelfluggelände eine Koexistenz von Flugbetrieb und Photovoltaik möglich sei, welche die Interessen aller Partner berücksichtige.

Hundert Jahre Tradition in Gefahr
Der Segelflug auf dem Belpmoos geht 2024 in sein 100stes Jahr. Wegen der geplanten Solaranlage erhielt die SG vor knapp einem Jahr die Kündigung. Auf dem Areal des Berner Flughafens bei Belp soll auf einer Fläche von rund 25 Hektaren die grösste Freiflächen-Solaranlage der Schweiz entstehen. Beteiligt daran sind die BKW Energie AG, die Flughafen Bern AG und Energie Wasser Bern. Quelle: ‚Nau.ch‚.

Jubiläumsfest 100 Jahre Segelflug in Bern

Seit 100 Jahren wird in Bern der Segelflugsport ausgeführt. 1923 fand der Segelflug den Weg nach Bern, Luftfahrtpioniere vollführten die ersten Gleitflüge vom Längenberg und Gurten ins Belpmoos. Der „Flugtechnische Verein“, aus welchem später die heutige Segelfluggruppe Bern hervorgeht, wurde im selben Jahr gegründet. Dieses Jubiläum feiert die Segelfluggruppe Bern am 2.September 2023* mit einem Tag der offenen Tür.

Öffnungszeiten: 10:00-18:00 Uhr
Ort: Segelfluggelände auf dem Belpmoos
Anfahrt & Parkmöglichkeiten

Programm:

  • Flugzeugausstellung
  • Segelflugweg zur Geschichte des Segelflugs in Bern
  • Festwirtschaft
  • Segelflugsimulator
  • Gummiseilstarts mit Oldtimern ab Englisberg im Halbstundentakt ab 12:00 Uhr
  • Passagierflüge, eine Platzrunde ab der Winde (im Rahmen der Kapazitäten, nur vor Ort buchbar)

Zukunft der SG Bern ?
Wie bekannt, plant die Flughafen Bern AG (FHB) gemeinsam mit der BKW auf dem Segelfluggelände eine Photovoltaik-Anlage zu errichten. Deshalb erhielt die SG Bern von der FHB auf Ende März 2023 die Kündigung – nach 100 Jahren! Dies bedeutet nicht nur, dass das Segelflugfeld mit unserem traditionsreichen Sportclub und seiner bedeutenden Flugschule, sondern im selben Zug auch die grösste Trocken- und Magerwiese des ganzen Mittellandes zerstört würde! Die SG Bern befürwortet die Stromproduktion aus Sonnenenergie – diese soll auf dafür geeigneten Dächern und Infrastrukturen realisiert werden, welche nachweislich in genügender Menge vorhanden sind. Quelle: ‚Segelfluggruppe Bern‚.

Electrifly-In

Wann: Sa./So., 9./10. September 2023
Wo: Airport Bern
> Programm.

Pionierflugzeuge der Zukunft in Bern erleben
Bereits zum siebten Mal findet am 9. und 10. September 2023 das Electrifly-In Switzerland statt. Das jährliche Get-Together für hybride und elektrische Luftfahrzeuge sowie selbststartende Segelflugzeuge trumpft mit prominenten Gästen wie Bundesrat Guy Parmelin und bringt die Thematik mit einem breiten Informations- und Unterhaltungsangebot der Öffentlichkeit näher.

Auf der Bundesbasis der Luftwaffe am Bern Airport steht ein ganzes Wochenende im Zeichen modernster Flugtechnologie. Das Electrifly-In Switzerland, heuer bereits zum zweiten Mal da stattfindend, zeigt Flugbegeisterten der breiten Bevölkerung die Möglichkeiten und Leistungen moderner Flugtechnologie auf.

Breite Palette an Wissen
Im Zentrum der Veranstaltung steht das Fly-In. Dazu ein hochkarätig besetztes Symposium mit spannenden Referaten wie etwa des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Elektroflugzeug-Hersteller Pie Aeronefs oder den Gewinnern des Sustainable Aviation Awards 2023 Kasaero HYFLY. Ergänzt wird das Angebot durch die Ausstellenden im Hangar der Bundesbasis. Hier zeigen verschiedene nationale und internationale Entwicklerteams ihre Projekte und Leistungen auf. Dabei präsentiert Swiss International Air Lines verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte. Der eTalk, ein weiteres Herzstück der Veranstaltung, behandelt die Frage «Wie lange dauert es noch und was braucht es, bis die Ausbildung zur Private Pilot Licence rein elektrisch durchgeführt werden kann?» und rundet den informativen Teil ab.

Technologie interaktiv erleben
Der Anlass bietet neben spannenden Flugvorführungen auch eine Vielzahl anderer Aktivitäten. So haben Besuchende die einzigartige Möglichkeit, selbst die Hand an den Steuerknüppel zu legen und das Gefühl des Fliegens hautnah zu erleben. Erfahrene Fluglehrer stehen bereit, um sie bei eSchnupperflügen in die faszinierende Welt der Lüfte zu begleiten. Ein unvergessliches Erlebnis erwartet diejenigen, die sich auf dieses Abenteuer einlassen. Auch für die jüngsten Gäste gibt es eine Menge Spass und Aufregung zu erleben. Ein speziell für sie konzipierter Mini-Tesla-Parcours wartet darauf, erkundet zu werden. Hier können Kinder ihre Begeisterung für Technologie und Fortbewegung ausleben, während sie die kleinen elektrischen Fahrzeuge durch den Parcours lenken. Quelle: ‚Electrifly-In‚.

Solarpark Belpmoos bekommt Gegenwind

Ein neuer Verein kämpft für den Schutz der grossen Magerwiese auf dem Gelände des Flugplatzes Bern-Belp. Der geplante Solarpark auf dem Belpmoos stösst auf Widerstand: Der Verein Natur-Belpmoos, der dieser Tage gegründet wurde, sorgt sich um die Zukunft der grössten Trocken- und Magerwiese des Mittellandes. Seine Mitglieder leben im Grossraum Bern und haben die unterschiedlichsten beruflichen Hintergründe. An der Gründungsversammlung in Belp vermittelten Photovoltaik-Pionier Urs Muntwyler und Biologin Mary Leibundgut die wissenschaftlichen Grundlagen dafür, welche Auswirkungen ein Solarpark auf Flora und Fauna im Belpmoos hätten.

Für den Verein Natur-Belpmoos ist unbestritten, dass Photovoltaik ein wichtiger Energieträger werden soll. Solarzellen gehörten aber auf dafür geeignete Dächer und Infrastrukturen wie zum Beispiel Lärmschutzwände entlang von Autobahnen, stellt er klar. Es stünden genügend Flächen für einen massiven Ausbau zur Verfügung, so dass anerkannt schützenswerte Gebiete wie das Belpmoos verschont werden könnten. Natur-Belpmoos fordert von der Politik, dass eine übergeordnete Planung im Interesse des Landes vorgenommen wird. Naturschutz und Biodiversität gegen die Energieproblematik auszuspielen, sei der falsche Weg. Mehr Informationen.

Solarpark: Berner Segelflieger gekündigt

Hiobsbotschaft für die Berner Segelfliegerei: Der Flughafen Bern hat der Segelfluggruppe Bern den Vertrag per März 2024 gekündigt – ausgerechnet zum 100-Jahr-Jubiläum. Dies, weil bei der Graspiste eine Freiflächen-Solaranlage entstehen soll. Nun prüft die Segelfluggruppe rechtliche Schritte. Quelle/Podcast: ‚SRF-Regionaljournal‚.