Archiv der Kategorie: Segelflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten der Ereignisse im Segelflug.

FSG Feldberg Oberems fusioniert mit Sportfliegerclub Riedelbach

Neue Gesichter beim Sommerlager des Sportfliegerclubs Riedelbach: In einer außerordentlichen Versammlung am 27. Juni im Freien hat der Verein unter Beisein eines Notars die Flugsportgruppe (FSG) Feldberg aus Oberems „geheiratet“. Am Sonntag wurde vom Segelflugplatz Riedelbach aus ein neuer Streckenflugrekord für diesen Startplatz aufgestellt. Tore Graeber legte mit seiner LS7 946 Kilometer in gut neun Stunden zurück. Vom Taunus aus ging es nach Westen an die französische Grenze und von dort in die Gegend von Stuttgart – und anschließend die selbe Strecke wieder zurück. Dies berichtete der Vorsitzende des Sportfliegerclubs (SFC) Riedelbach, Michael Begovici, am Montag zur Halbzeit des wegen Corona abgespeckt stattfindenden Fliegerlagers. Bereits zum 24. Mal in Folge treffen sich in den ersten beiden Wochen der Sommerferien Segelflugbegeisterte zur Ausübung des gemeinsamen Hobbys auf der Riedelbacher Segelfluganlage. In diesem Jahr sind zum ersten Mal die „Neuen“ von der Flugsportgruppe (FSG) Feldberg dabei. Denn am 27. Juni haben beide Vereine in einer außerordentlichen Versammlung im Freien unter Beisein eines Notars die Fusion beschlossen.

„Das war eine sinnvolle Folge der Entwicklung“, betonte Fluglehrer Berthold Wunderlich von der FSG. In Oberems sei der Personalbestand inzwischen so knapp gewesen, dass der Flugbetrieb gefährdet war. „Wie wäre das, wenn…“, diese Frage sei seit rund zwei Jahren im Gespräch gewesen, blickte Begovici zurück. Im Jahr 2019 habe man sich dann etwas intensiver damit beschäftigt. Denn bei der FSG Feldberg habe es bei 23 stimmberechtigten Mitgliedern nur noch etwa zwölf Aktive gegeben, während die Riedelbacher mit 55 Aktiven punkten können. Durch die Corona-Krise habe sich die Entscheidung etwas hingezogen, aber ein gemeinsamer Flugbetrieb habe am 9. Mai in Riedelbach aufgenommen werden können. „Wir sind sofort miteinander klar gekommen“ ergänzte Flugleiter Oliver Böhm. Vier Flugzeuge, zwei Einsitzer und zwei Doppelsitzer sowie einen Traktor haben die Oberemser mit in die „Ehe“ gebracht. Der Traktor war bei den Riedelbachern hochwillkommen. Denn jetzt entfällt das an den Start schieben der Flugzeuge mit mehreren Personen. In Corona-Zeiten hätten sonst die Tragflächen nach jedem Schieben desinfiziert werden müssen. Und mit dem einen Doppelsitzer ist ein baugleiches Schulungsflugzeug, wie es die Riedelbacher haben, hinzugekommen. Quelle: ‚Usinger-Anzeiger‚.

Die Kunst, mit der Luft zu schwimmen

Für Segelflieger gelten die gleiche Gesetze wie für die Vögel – sie sind immer auf der Suche nach warmen Aufwinden. Segelfliegen ist nicht nur ein Hobby, nicht nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung. Segelfliegen – ist das überhaupt ein Sport? Diese Frage höre ich oft. Auf den ersten Blick spricht einiges dagegen: In den meisten modernen Cockpit-Sitzen liege ich schon fast. Die Pedale an den Füßen lassen sich bequem an meine Beinlänge anpassen. Unter mir ein stoßabsorbierendes Sitzkissen. Im Nacken eine gepolsterte Kopfstütze. Klingt komfortabel oder? Na, dann wollen wir mal. Start an der Seilwinde. Beim Start beschleunigt das Flugzeug in wenigen Sekunden von null auf etwa 120 Kilometer pro Stunde. Ich werde in den Sitz gedrückt. Oben klinke ich das Seil aus. Mich verbindet jetzt nichts mehr mit der Erde. Wie lange kann man da eigentlich oben bleiben? Wenn das Wetter passt, fliege ich mehrere Stunden. Dann wird es anstrengend. Im Sommer wird das Cockpit zum Gewächshaus – im Frühjahr oder Herbst werden meine Füße taub vor Kälte. Das klingt jetzt wahrscheinlich nach einem recht einsamen Sport. Stundenlang allein im Cockpit. Segelfliegen klappt aber nur im Team. Alleine komme ich nicht in die Luft. Wenn ich fliege, helfen die anderen Vereinsmitglieder am Boden mit. Am nächsten Tag läuft es andersherum. Für unsere Leidenschaft opfern wir ein ganzes Wochenende. Quelle: ‚Deutschlandfunkkultur.de‚.

Hammelburger Sportsoldat fliegt ganz vorne mit

Für die Segelflug-Sportsoldaten der Bundeswehr stellt die Corona-Pandemie eine Herausforderung dar. Eigentlich wollte man die ganze Saison über an Segelflugmeisterschaften teilnehmen. Wegen der vielen Regelungen und Verfügungen, die durch den weltweiten Ausbruch der Erkrankung erlassen sind, wird daraus nun nichts. Schon im März musste ein Trainingslager in den französischen Alpen vorzeitig abgebrochen werden. Es war nicht einfach, eine Möglichkeit zur Fortsetzung des Trainings zu finden.

Eric Schneider von der Flugsportgruppe Hammelburg ist einer der insgesamt vier Sportsoldaten der Bundeswehr in der Sparte Segelflug Im Mai und Juni hat er die gesamte Gruppe einschließlich dem Segelflug-Bundestrainer Wolli Beyer auf seinen Heimatflugplatz auf der Hohen Lanz eingeladen. Dadurch hat er der Mannschaft laut einer Pressemitteilung der Flugsportgruppe eine willkommene Gelegenheit für ein Trainingslager verschafft. Geografisch betrachtet ist Hammelburg eine hervorragende Ausgangsbasis für Streckensegelflüge in verschiedene Himmelsrichtungen.

In der ersten Trainingswoche im Mai haben die vier Piloten über 12 600 Kilometer Flugstrecke angesammelt, und das, obwohl nicht jeder an jedem Tag in die Luft kam. Je nach Wind und Wetter flog man mal bis zum Schwarzwald, mal an die tschechische Grenze. Auch ein Flug über 900 Kilometer war wieder dabei. Am Sonntag nach Pfingsten versammelte man sich zur zweiten Trainingswoche in Hammelburg. „Heute war ein harter Trainingstag“, erzählt Eric Schneider am Abend nach der Landung. „Alles so, wie es nicht sein soll. Die Wolken tief, wenig Sonneneinstrahlung, viel Wind.“ Man sieht es gelassen. Es wurden zwar keine Rekordflüge hingelegt, aber trotz dieser widrigen Bedingungen konnten sich die vier und ihr Trainer jeweils mehrere Stunden in der Luft halten.

Zeit, die man nicht im Flugzeug verbringen kann, verstreicht nicht tatenlos. Man nutzt solche Momente zur Theorieschulung, Außerdem fühlt man sich bei den Hammelburger Fliegern gut aufgehoben. Paul Wissmann, einer der drei anderen Piloten, ist vollauf zufrieden: „Hammelburg bietet optimale Voraussetzungen in jeder Hinsicht. Die Verfügbarkeit von Schleppmaschinen, Unterkunft, Verpflegung. Es passt einfach alles.“ Auch Bundestrainer Beyer, der durch die Segelfliegerei viel auf der Welt herumgekommen ist, zeigt sich beeindruckt.

Obwohl die Meisterschaft-Events auf diversen Flugplätzen heuer abgesagt sind, gehen die Segelflüge trotzdem in eine Wertung ein. Die wichtigste Plattform hierfür ist der weltweit führende online-Streckenflug-Wettbewerb OLC. Vergleichbar mit anderen Sportarten gibt es hier unter anderem eine erste und zweite Bundesliga und eine U25-Liga. Eine Wertung dort trägt den Namen „Bitterwasser Cup“. Wer die meisten Punkte erfliegt, erhält ein Ticket für einen Trainingsaufenthalt in Bitterwasser. Jedem Segelflieger ist dieses Segelflugzentrum in Namibia ein Begriff. Dort einmal fliegen zu dürfen ist der Wunschtraum vieler. Eric Schneider führt diesen Wettstreit, an dem über 800 Piloten in ganz Deutschland teilnehmen, mit komfortablem Punktevorsprung an. Alle vier Sportsoldaten rangieren unter den ersten Zehn. Quelle: ‚Mainpost.de‚.

Kleiner Tierberg macht den Airport

Durchaus Schlimmeres stand zu vermuten, als Steinachs Feuerwehr am Dienstagmittag von der Rettungsleitstelle zu einem Flugzeugabsturz auf den Kleinen Tierberg beordert wurde. Auf dem Berg gegenüber hatte ein aufmerksamer Anwohner zuvor mitbekommen, dass kurz nach 12 Uhr ein Flieger niederging. Der Zeuge hatte daraufhin sofort den Notruf abgesetzt.

Gleichauf mit den Helfern war von der Leitstelle in Zella-Mehlis auch ein Rettungshubschrauber verständigt worden. Vor Ort konnte dann aber rasch Entwarnung gegeben werden. Dass es sich um eine unfreiwillige Landung handelt, ist zwar unbestritten. Doch kommt derlei in der Segelpiloten-Zunft ja durchaus öfter vor. Das bekannte Stichwort lautet: Abbruch der Thermik. Beim Aufsetzen auf der Wiese oberhalb der Brunnenstadt nahm weder der Mann im Cockpit noch seine Maschine Schaden. Wie die Polizei mitteilt, hatte der 22-Jährige zwar den ein oder anderen Baumwipfel im Sinkflug gestreift, doch blieb dies glücklicherweise folgenlos. Wie Einsatzleiter Holger Jacob schildert, setzte wenig später bereits der fliegende Notarzt auf. Es blieb allerdings bei einer nur kurzen Untersuchung des Unverletzten, dann konnte das Helikopter-Team auch flugs wieder abheben.

Aufgebrochen war der 22-Jährige aus Osnabrück am Morgen vom Segelfluplatz Saal/Am Kreuzberg, unweit von Bad Neustadt an der Saale gelegen. Geplant war eigentlich ein ganztägiger Ausflug in Richtung Rhön, der aber wegen des ausbleibenden Aufwindes in Steinach sein vorzeitiges Ende fand. Der einzig nennenswerte Schaden unterm Strich dürfte wohl der Zeitverlust geblieben sein. So dauerte es einige Stunden, bis ein Kollege des 22-Jährigen endlich Steinach erreichte, um Pilot und Fluggerät aus Südthüringen abzuholen. Abgesichert wurde das Geschehen auf dem „Stäniche“ Kurzzeitflughafen von rund 15 Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr. Quelle: ‚Südthüringen.de‘.

Erstflug der DG-1001E neo

Die DG-1001E hat Anfang Juli erfolgreich ihren Erstflug absolviert. Die neue Version der DG-1001 mit FES Antrieb der Fa. LZ Design hob mit Jelmer Wassenaar an Bord zu ihrem Jungfernflug ab. Das Flugzeug flog mit 18m neo Winglets und den kleinen FES-Batterien mit 2x14S und 4,2kWh. Mit der kleinen Batterie sind aktuell etwa 15min Steigflug bei 1m/s möglich, oder alternativ gut eine halbe Stunde Reise-Flug bei 105km/h. Um diese Leistungen deutlich zu steigern warten wir aktuell auf die Freigabe für die großen Batterien. Nach aktuellen EASA Zulassungsvorschriften müssen diese zusätzliche Tests durchlaufen, die noch nicht alle abgearbeitet werden konnten. Die neuen 20m neo Winglets stehen kurz vor ihrer Fertigstellung.

Es konnte bereits auch das erste Flugzeug an seinen Kunden übergeben werden. Der FSR Kraichgau aus Sinsheim darf nun seit letzter Woche eine DG-1001E neo sein Eigen nennen. Das Flugzeug ist neben dem neuen FES System auch mit einer Handicap Steuerung ausgestattet. In Kooperation mit der Aktion Mensch und DG Flugzeugbau konnte der Verein seinem Rolli Flieger Martin Köhl ermöglichen auch bald mit dem neuen Doppelsitzer des Vereins zu fliegen. Aktuell läuft bei DG die Flugerprobung des Kunstfluges mit der DG-1001E neo. Um der Rolle als Allzweckflugzeug möglichst gerecht zu werden wird man die DG-1001E mit 17,2m Spannweite und ohne die FES Batterien auch im Kunstflug einsetzen können.

Sobald die neuen Ansteckflügel verfügbar sind werden wir auch damit beginnen die Vielzahl an Probefluganfragen abzuarbeiten. Wir freuen uns Ihnen dieses wunderschöne Flugzeug bald präsentieren zu können.

Stefan Langer: 5 Crazy Flights in a Glider

Watch the TOP 5 glider flights captured on camera from Stefan Langer. From flying into a funnel cloud in Germany to making a lowpass at the beach of New Zealand and … landing a glider like a fighter jet in Italy?

Hangelar: 17-jährige Segelfliegerin abgestürzt

Ein gerissenes Zugseil ist offenbar verantwortlich für den Absturz eines Segelfliegers am Flugplatz Hangelar. Die 17 Jahre alte Pilotin wurde bei dem Absturz am Samstagnachmittag schwer verletzt. Sie musste aus dem Flieger befreit werden. euerwehr und Rettungsdienst waren am Samstagnachnittag am Flugplatz Hangelar im Einsatz: Dort war um kurz nach 15 Uhr ein Segelflugzeug abgestürzt. Die 17 Jahre alte Pilotin wurde bei dem Absturz schwer verletzt. Offenbar war ein Zugseil beim Start des Segelfliegers gerissen, wie zwei Augenzeugen bestätigten. Demnach sei das Flugzeug gerade mit Seilwinde in die Luft gezogen worden, als das Seil riss. Laut der Augenzeugen sei die Maschine nach links gekippt und ins Trudeln geraten. Die unmotorisierte Maschine stürzte schließlich aus mehreren hundert Metern ab.

Durch Zufall war gerade ein Rettungshubschrauber der deutschen Luftrettung samt Notarzt aus Berlin sowie ein Rettungswagen mit Rettungsassistenten aus Sankt Augustin auf dem Flugplatzgelände. Ein Patient aus Berlin wurde an den Rettungsdienst zum Weitertransport in eine Klinik übergeben, während der Flugunfall passierte. Als die Teams den Absturz sahen, eilten sie direkt an die Unglücksstelle und leisteten Erste Hilfe. Parallel dazu forderten sie weitere Rettungskräfte an.

Die junge Pilotin wurde nach dem Absturz in dem Segelflieger eingeschlossen und musste von den Rettungskräften befreit werden. Rund 60 Feuerwehrkräfte der Einheiten aus Hangelar, Mülldorf, Niederpleis und Menden, ein Notarzt aus Siegburg und Polizeibeamte rückten daraufhin zu dem etwas abgelegenen Bereich des Flugplatzes aus. Mit hydraulischem Schneidgerät trennten die Feuerwehrkräfte den Steuerknüppel der Maschine ab, um die junge Frau befreien zu können. Die schwer verletzte Pilotin wurde nach der Erstversorgung zunächst in einem Rettungswagen weiterbehandelt. Anschließend wurde die junge Pilotin mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Eine Gruppe von Flugschülern, die Augenzeugen des Absturzes wurden, wurden durch einen Notarzt und einen hinzu alarmierten Feuerwehr-Seelsorger vorsorglich betreut.

Experten der Flugsicherung haben die Ermittlungen übernommen. Mit einer Drohne nahm dazu die Feuerwehr Bilder vom Absturzort auf. Nach dem Absturz wurde der Flugbetrieb direkt eingestellt. Dieser sollte auch erst nach Abschluss der Unfallaufnahme durch die Experten wieder aufgenommen werden. Die 17-jährige Pilotin war keine Flugschülerin, sondern hatte bereits ihren Flugschein. Diesen darf man bereits mit 16 Jahren machen. Quelle: ‚General-Anzeiger‚.

Shark-Treffen

Beim Shark-Treffen in Hilzingen steigen Piloten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz in die Lüfte. Wir haben uns auf dem Flugplatz umgesehen und sind schließlich sogar selbst in eines der zwölf Teilnehmer-Flugzeuge gestiegen. Quelle: ‚Südkurier‚.

Segelfliegen: Junioren-Staatsmeisterschaft

Über den Wolken ist die Freiheit nicht immer grenzenlos – Das wissen vor allem die Piloten, die dieser Tage bei den Junioren-Meisterschsaften im Segelfliegen in Timmersdorf bei Leoben mit dabei sind. Sie müssen sich an genaue Wegpunkte halten, um um den Sieg mitfliegen zu können. Bei den Segelflugmeisterschaften geht es einserseits um Geschwindigkeit – und andererseits um Ausdauer. Quelle: ‚ORF‚. Mehr erfahren.

Segelflugzeug stürzt ab – Pilot wird schwer verletzt

Auf dem Flugplatz Bad Gandersheim kam es am Montag, 13. Juli, zu einem Flugunfall, bei dem ein 65-jähriger Däne schwer verletzt wurde. Der 65-jährige dänische Staatsangehörige wollte demnach gegen 13.30 Uhr mit seinem Segelflugzeug vom Flugplatz Bad Gandersheim zu einem Rundflug starten. Hierzu sollte das Flugzeug mittels einer Seilwinde in die Luft gezogen werden. Offenbar aufgrund einer Fehleinschätzung beim Startvorgang geriet der Segelflieger zunächst in Schräglage, sodass eine der Tragflächen den Untergrund berührte. In der Folge verlor der Pilot die Kontrolle über das Flugzeug und stürzte aus circa 15 Metern Höhe auf das Flugplatzgelände, berichtet die Polizei. Der 65-jährige zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Universitätsmedizin Göttingen gebracht. Am Flugzeug entstand Totalschaden in Höhe von etwa 30.000 Euro. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) wurde über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Die Ermittlungen wurden durch das Polizeikommissariat Bad Gandersheim aufgenommen. Ein technischer Defekt oder Fehlverhalten dritter Personen könne derzeit allerdings ausgeschlossen werden, so die Polizei abschließend. Quelle: ‚Harzkurier‚. Bild: Polizeikommissariat Bad Gandersheim.

AS 33 Zulassung im September erwartet

Jahrelang war die ASG 29 national und international ein wichtiger Player im Wettbewerbsgeschehen der 18m-Klasse. Das Nachfolgemodell, die AS 33 – steht offenbar kurz vor der Zulassung. Trotz aller Widrigkeiten infolge der Covid-19-Pandemie und der Reisebeschränkung behördlicher Vertreter ist Schleicher in Poppenhausen zuversichtlich, das Zulassungsverfahren der AS 33 bereits im September abschliessen zu können. In Kürze soll auch der Erstflug der 15m-Variante stattfinden.

Elektrosegler AS 34 Me kurz vor der Fertigstellung

Der Erstflug des neuen, eigenstartfähigen Elektroseglers AS 34 Me von Schleicher steht offenbar bevor. Das Konstruktionsteam ist derzeit mit der Feinabstimmung von Bedieneinheit, Motorregler und Batteriemanagementsystem (BMS) sowie den Sicherheitsfeatures beschäftigt. Schleicher setzt bei diesem Elektro-Eigenstarter auf „Eigenstart einfach elektrisch, absolute Unabhängigkeit reduziert auf das Wesentliche“. Damit sollen Piloten angesprochen werden, für die hauptsächlich der Genuss am Fliegen im Vordergrund steht, ohne dabei auf die Vorzüge eines Eigenstarters verzichten zu müssen. Eine einfache Triebwerksbedienung und reduzierter Wartungsaufwand sollen den Fokus auf das eigentlichen Erlebnis Segelflug legen.

Deutschland, das neue Namibia

Am Wochenende von Samstag/Sonntag sowie am Montag, 11. bis 13. Juli, wurden von Startplätzen in Deutschland 128 Flüge durchgeführt, die in der Auswertung mehr als 1’000 Punkte-Kilometer ergaben. Deutschland erweist sich damit als neues Segelflugparadies mit möglichen Distanzen, die thermisch vor allem im Winterhalbjahr in der südlichen Hemisphäre geflogen werden. Bild: FAI / facebook.

Übersicht:

  1. Juli: 09 Flüge über 1’000 Punkte-Kilometer
  2. Juli: 91 Flüge über 1’000 Punkte-Kilometer
  3. Juli: 28 Flüge über 1’000 Punkte-Kilometer

Glück im Unglück

Am Donnerstagnachmittag, 2. Juli ereignete sich gegen 14.30 Uhr in der Gemeinde Saint-Pons (Alpes-de-Haute-Provence) im Ubaye-Tal ein Segelflugzeug-Unfall. Ein Segelflugzeug stürzte in einem Waldgebiet in einer Höhe von fast 2.000 Metern ab. Der erfahrene Pilot, 64 Jahre alt und deutscher Nationalität, blieb unverletzt. Die Rettungskräfte der Hochgebirgs-Gendarmerie (PGHM) von Jausiers wurden vor Ort vom Hubschrauber der Gendarmerie-Luftsektion (SAG) von Digne-les-Bains unterstützt. Ersten Informationen zufolge geriet der Pilot in Schwierigkeiten und war letztlich zu einer sofortigen Landung gezwungen. Der Pilot wurde von der Feuerwehr zu Kontrolluntersuchungen geführt. Um die genauen Ursachen des Unfalls zu ermitteln, wurde eine Untersuchung eingeleitet und der Brigade de gendarmerie des transports aériens (BGTA) von Marseille-Provence übertragen. Quelle: ‚La Provence‘.

Kurvenreiche Fahrt zum neuen ‘Landewiesen’-Produkt

Was steckt hinter dem neuen, digitalen und gedruckten Katalog alpiner Landemöglichkeiten? Wie kann man in unseren digitalen Zeiten ein Produkt gestalten, das die Schnelligkeit und Übersichtlichkeit eines papierenen Nachschlagewerkes mit didaktisch wertvollen und umfangreichen digitalen Inhalten kombiniert? Wie reist man trotz schärfster COVID-Einschränkungen nach Österreich und Italien? Wie bekommt man seine Drohne wieder aus den elektronischen Abwehrmassnahmen eines Gefängnisses heraus? Warum ist es sinnvoller, alpine Landewiesen in zehn Metern Grund zu überfliegen als sie aus einer Einzelperspektive am Boden zu Fuss zu erkunden? Der Weg zum neuen ‘Landewiesen-Print- und Digitalprodukt war weiter, als «nur» 4’000 Strassenkilometer im Auto zurückzulegen. Er war spannend, lehrreich, herausfordernd, nicht immer fehlerfrei – und ich habe dabei ein viertes Mal von Grund auf Fliegen gelernt.

Wie ihre Besitzer interessieren sich auch diese Bewohnerinnen eines Bauerngutes für den seltsamen Besucher, der mit Leiter, Koffer und Rucksack bewaffnet durch ihr Mittagessen stapft.

Knapp dem Gefängnis entronnen

Anfangs fliesst das Adrenalin gelegentlich in Strömen. Als flächenfliegender Senior sind die Schwebeflug-Eigenschaften einer modernen Multikopter-Kameradrohne, die über eine mit Funktionen gut bepackte Fernbedienung und ein im grellen Sonnenlicht kaum erkennbares Mobilephone-Mäusekino-Display gesteuert wird, unbekanntes Neuland. Mehr als einmal rettet mich anfangs die optische Hinderniserkennung vor einem Totalverlust meiner neuen Drohne. Rückwärts gegen ein Hindernis fliegen, ist ebenfalls kein gutes Konzept. Denn damit übertölpelt man die Hinderniserkennung. Dass Landewiesen sich aus der Luft gleichen, ist auch nicht neu. Nur hilft diese späte Erkenntnis nix, wenn auf dem Display der Ausgangsort nicht mehr erkennbar ist und das kleine Ding hinter einer Baumreihe umhersurrt. Mehr als einmal rettet mich also auch der ‘bring-me-home-button’ aus aussichtsloser Lage – etwa im elektronischen Schutzschirm der ‘Justizvollzugsanstalt Realta’ im Domleschg. Da ich bisher nie mit Gefängnissen zu tun hatte, wäre ich nicht auf den Gedanken gekommen, dass solche Einrichtungen nicht nur gegen Ausbrecher, sondern auch gegen Eindringlinge von aussen geschützt werden. Gerettet hat mich am Ende der verzweifelte Befehl, (aus der elektronischen Schutzzone) zu steigen. Ich habe mir danach längere Zeit überlegt, mit welcher Begründung ich die Drohne wieder aus dem Gefängnis herausgeholt hätte, ohne selbst dort eintreten zu müssen.

Näher ist sicherer

Die ersten Aufnahmen im milden Weihnachtswetter 2019 sind zu Beginn als Neo-Piloten-Aufnahmen erkennbar. Wenn die Drohnen-Kamera überhaupt etwas aufzeichnet. Man kann sie ja elegant durch die Luft bewegen, nur, wenn die Kamera aus- statt eingeschaltet ist, weil der Operateur Kamera- mit Foto-Funktion verwechselt, bleibt am Ende zuhause der PC-Bildschirm trotzdem dunkel. Zum Glück habe ich mir anfangs die etwas näher gelegenen Landewiesen im Zürcher Oberland und im Bündner Rheintal als Ziel vorgenommen. Mit dem Hintergedanken, dass ich auf späteren Fahrten zu den weiter entfernten Landewiesen im Engadin oder in der Surselva sowieso irgendwann nochmals vorbeikomme und fehlerhafte oder unzureichende Aufnahmen korrigieren kann. Das war auch nötig. Irgendwann habe ich auch herausgefunden, warum die japanischen Jagdflieger immer aus der Sonne kommend angegriffen haben. Man sieht schlicht nix, wenn man in die Sonne blickt. Das trifft auch auf Kameras zu. Nur klappt es nicht immer, Sonne, Landewiese und mögliche Anflüge in eine sinnvolle Linie zu bringen. Was sich auch mal in schimmernden Gegenlicht-Effekten niederschlug.

Unschärfen

Dass die weitest entfernte Landewiese abends bei der Bildauswertung auch nach mehrmaligem Scharfstellen nur erkennbar ist, als hätte der Betrachter viel zu viel Alkohol getrunken, trägt auf einer dicht geplanten Reise nach Österreich nicht gerade zu guter Stimmung bei. Ich kann deshalb heute sagen, den Flexenpass und das Lechtal präzise zu kennen. Schöne Gegend. Und die Landewiese in Holzgau ist durchaus empfehlenswert. Eine meiner Favoritinnen!

So geht Essen im Restaurant während der Corona-Epidemie: Vorarlberger ‘Spezialitäten’ aus dem Spar-Supermarkt und als einziger Gast einsam verspiesen auf einem kleinen Hotelzimmer-Balkon.

Spionieren Sie?

Beim vierten Anhalten am Rotlicht beim Holzgauer Dorfeingang hat mich ein Anwohner, vor dessen Haus ich mit meinem Glarner Opeli anhalten musste, spontan angesprochen. Was ich denn hier als Ausländer während einer Pandemie mit meinem seltsamen Nummernschild eigentlich so täte? Ob ich spioniere? Ich sei ihm schon gestern mit meiner grossen Kamera und dem seltsamen Flugdings aufgefallen! Auch hier erkläre ich geduldig meine Absicht. Das mache ich zwischen Weihnachten und Pfingsten auf nahezu jedem Bauernhof. Die Landwirte sind besonders neugierig, wenn man auf ihren Hof fährt. Die Leiter auf meinen Schultern ist ihnen immer besonders suspekt.

Der «Besamungstechniker mit Leiter» unterwegs im Urserental, in dem wenige Tage zuvor gerade noch rechtzeitig für die Aufnahmen die letzten Schneeflecken weggeschmolzen sind.

Und Ihre Leiter?

In Zignau [Tsi Niau] – nicht zu verwechseln mit einem nordvietnamesischen Dorf mit ähnlicher Phonetik – habe ich kaum den Zündschlüssel gedreht und die eben erwähnte Leiter ausgepackt, da stehen schon (grosser) Hund und (kleiner) Meister einen Meter hinter mir. Hmmh – das ist leicht unter meiner üblichen ‘Flucht-Distanz’. Die leicht angespannte Lage mit dem Gebiss vor meinem Gesicht entschärft sich erst mit dem zittrigen Hervorkramen des ‘Landewiesen’-Buches von 2012. Und der Erklärung, dass ich meine Leiter eben bräuchte, um eine bessere Übersicht auf die Landewiese zu gewinnen. Schon 1.5 Meter Höhe machen für die Qualität der Bildergalerie am Boden einen Unterschied.

Ich bin auch ein Besamungs-Techniker

Beim einen oder anderen Landwirt kann ich verhindern, dass die Kühe zur Besamung bereitgestellt werden. Mein schlagfester, silberner Geheimkoffer mit der Drohne drin hat durchaus Ähnlichkeit mit dem wertvollen Reagenzglas-Transportkoffer von SwissGenetics. Auch diese Organisation fährt ältere Modelle (aber von Subaru). Wie auch immer: mit der Leiter, dem silbernen Koffer und einem Kamera-Rucksack falle ich auf einsamen Bauernhöfen natürlich ebenso auf wie auf stark besuchten Sonntags-Spazierwegen etwa im frühlingshaften Emmental.

Dees poaasst!

Unvergesslich wird mir die Reise nach Österreich und Italien auf dem Höhepunkt der Corona-Krise bleiben. Wegen des Einreiseverbotes gerät mein fein austarierter Zeitplan für die Fertigstellung des Buches durcheinander. Da hilft nur, Schicht um Schicht der Grenzbeamten, Ministerien und Zollverwaltungen in Bern, Feldkirch und am Ende Wien abzutragen. Hartnäckigkeit gewinnt! Ich erhalte nach dem xten Versuch, eine für alle Zollbeamten nachvollziehbare Bewilligung zu bekommen, vom österreichischen Bundesministerium für Inneres eine Anleitung, wie ich die Grenze überschreiten darf. Zum Glück habe ich medizinisches Fachpersonal in der Familie. Meine Tochter organisiert mir in der Arztpraxis kurzfristig einen Termin für einen COVID-19-Test. Der darf bei Ein- und Ausreise nicht älter als vier Tage sein. Tests sind zu der Zeit Mangelware und wären nur bei Ansteckungs-Verdachtsfällen erlaubt. Mit dem epidemiologischen Zwischenzeugnis und verschiedenen einschlägigen eMails bewaffnet, nähere ich mich dann eines Morgens zaghaft der Zollstelle in Tisis. Dass ich weitherum der einzige Besucher bin, ist wenig erstaunlich. Entsprechend genau wollen die frierenden Beamten wissen, was mich denn so dringend in ihr Land ziehe. Dann halte ich meine ausgedruckten eMails und das epidemiologisch einwandfreie Zeugnis aus dem Auto-Fenster. Dann geschieht Erstaunliches. Beide Zollbeamten grüssen militärisch – einem entwischt noch die Bemerkung ‘Dees poaasst’! und ich darf mit den besten Wünschen und ‘Viel Vergnügen beim Filmen’ Österreich erobern. Dasselbe widerfährt mir einen Tag später bei der Wieder-Einreise aus Italien an der Grenzstation am Reschenpass. Auch dort sind die vermummten Beamten von den Wiener Stempeln und Papieren beeindruckt und lassen mich anstandslos passieren. Sachen gibt’s!

Günstigste Anti-Viren-Massnahme

Es gibt sowieso Dinge, die gibt’s nur in Österreich. Seltsames beobachte ich da nämlich hinter meiner vorschriftsmässig montierten Viren-Schutzmaske bei einem Tankhalt im Klostertal. Da versucht ein anderer Gast, sein eben getanktes Benzin zu bezahlen. Ohne Maske. Worauf ihn die kurz angebundene Angestellte barsch zurechtweist, dass sie ihn ohne Schutzmaske gar nicht bedienen dürfe. «I hoab oba koane!» tönt es entrüstet von der anderen Seite der improvisierten Plexi-Scheibe. «No, dann müssen’s oan Euro mehr zoalen» – kommt darauf von der Kontrahentin zurück. Eine Maske hat der Schutzbedürftige darauf zwar nicht erhalten, aber er konnte trotzdem zur allseitigen Zufriedenheit seinen Handel abschliessen. Der zusätzliche Euro hat offenbar nachhaltig gegen Viren geholfen.

Neopren-Sandwich

Noch heute habe ich bei der Erinnerung an diese Episode einen seltsamen Geruch im Gaumen. Weil ich nicht wie gewohnt in einen Gasthof einkehren kann, weil ja alle geschlossen sind, ernähre ich mich auf der Tour zu 20 Vorarlberger und Tiroler Landewiesen ausschliesslich von Sandwiches aller Baumuster. Die schmecken nicht alle gleich gut. Jenes aus der Klostertaler Ein-Euro-Masken-Raststätte riecht etwas unüblich nach Neopren und Gummi. Und zwar noch Stunden, nachdem ich es verspiesen habe. Und das vor und nach der ersten Fahrt über den gerade eben von der Wintersperre geöffneten Flexenpass. Man braucht auch mal Glück. Sonst hätte meine vierfache Fahrt nach Holzgau im Lechtal womöglich auch noch jedes Mal durch den Bregenzer Wald geführt. Das wären ‘nur’ 90 zusätzliche Kilometer gewesen – pro Fahrt!

Eine der wenigen, freien Wiesenflächen im oberen Vinschgau. Leider sind die darin verbauten Sprinkler-Eisenstangen zur Bewässerung der Wiesen ebenso schlecht erkennbar wie die Wassergräben quer zum Hang, in denen das eingebrachte Wasser wieder durch tiefe Gräben abfliesst.

Unlandbares

In meinem Fliegerleben habe ich viermal fliegen gelernt. Zuerst als Flugschüler bei Peter Bregg das Segel- und Motorfliegen. Darauf mit Hanspeter Elmer das Gletscherfliegen. Letztlich im Fluglehrerkurs bei Willi Ritschard sel. nochmals richtig Segelfliegen. Und nun habe ich unerwarteterweise mit der Drohne nochmals aussenlanden gelernt. Ich habe mir danach vorgenommen, beim Streckenfliegen vorsichtiger vorzugehen. Denn wenn man sieht, wo man am Ende bei einem gescheiterten Streckenflug möglicherweise notlanden muss, kriegt man einen Schrecken.

Im oberen Vinschgau bin ich trotz vorbereiteter Google-Earth-Bilder und Swisstopo-Karten drei Stunden durch den ganzen, während der Corona-Quarantäne-Zeit gespenstisch-menschenleeren Talkessel geirrt. Die einzigen freien Wiesenflächen sind nahezu unlandbar. Schlimmer ist, dass man das selbst als Fussgänger kaum erkennen kann. Der Grund ist eine extensive Bewässerung der Wiesen (!). Weil deswegen das Gras meterhoch wächst, sind die darin verbauten Sprinkler-Anlagen auch aus fünf Metern Distanz nicht zu sehen. Geschweige denn aus 150 mAGL. Das ist nur der erste Teil der unangenehmen Wahrheit. Denn das eingebrachte Wasser muss aus den Äckern auch wieder abfliessen. Das erreicht man mit ca. 50 cm tiefen Wassergräben, die alle 50 Meter quer zum leicht geneigten Hang gegraben werden. D.h., im gesamten Vinschgau ist meines Erachtens bis hinunter nach Bolzano nur eine Bruchlandung möglich.

Marcheschloss

Landewiesen in der Nähe dicht besiedelter Räume sind ein besonderes Erlebnis. Im Falle von Hurden und Pfäffikon bin ich längere Zeit durch die millionenteuren Villenquartiere geirrt. Letztlich habe ich die eine, vernünftige Landewiese zwar gefunden, konnte sie aber nicht betreten. Sie liegt in einem Vogelschutzgebiet. Und damit da nicht jeder reintrampelt, ist sie eingezäunt und hat ein Schloss vorgehängt. Das Tor mit dem Schloss ist etwas kompliziert unter der Seedamm-Kanal-Autobrücke zu finden. Wer den Schlüssel besitzt, kann ich nicht herausfinden, aber das Land wird normal landwirtschaftlich genutzt. Also ein lösbares Problem, nachdem man eine Landung nahe am Sumpfgebiet am Zürichsee einwandfrei hinbekommen hat.

Was genau will ich mit ‘Landewiesen’ eigentlich?

Bei all den Abenteuern geht beinahe vergessen, was das Produkt ‘Landewiesen’ überhaupt kann. Die gedruckte Version ist der seit Jahren gewohnte Katalog. Einfach aktuell designt, mit neuen Wiesen, einer Anleitung zum Hanglanden und Hinweisen für das Handling von Eigenstartern – einem neuen ‘Risiko’ für Streckenflieger.

Virtuell aussenlanden

Ganz neu sind hingegen die 150 Drohnen-Videos und rund 1’000 Fotos vom Zustand der Landewiesen am Boden. Da sich ein Datenhaufen von zwei Terrabite nicht abdrucken lässt, sind diese Inhalte nur online verfügbar. Das kostet zwar ein wenig mehr, hilft aber als ideale mentale Vorbereitung auf Aussenlandungen oder als Training.

Ich behaupte, dass man wie im Traum gesteuert sicher aussenlandet, wenn man sich diese Videos anschaut. Ich behaupte auch, dass es lehrreicher ist, eine Wiese am Bildschirm in zehn Metern von vorn bis hinten und zurück zu überfliegen, statt sie vom Rand aus 1.60 bis 1.80 m (Augen-) Höhe zu besuchen. Vom ökologischen Unsinn, dass Hundertschaften von Piloten von Feld zu Feld mit dem Auto quer durch die Alpen pilgern, rede ich bewusst nicht, immerhin leben einige meiner besten Freunde vom Verkauf dieser Vehikel 😊. D.h. auch, dieses Produkt eignet sich hervorragend für Fluglehrer, die ihren Piloten das Aussenlanden sicher beibringen wollen.

Zu besichtigen und erhältlich ist Landewiesen hier.

In diesem Sinne wünsche ich allen Landewiesen-Benutzern von Herzen allzeit ‘happy landings’ – und „hebed Sorg“!

Swiss Sailplane Cup in Courtelary

In diesem Jahr wurden die meisten Segelflugwettbewerbe wegen COVID-19 abgesagt. Um trotzdem noch einen Wettbewerb in der Schweiz fliegen zu können, wurde der Swiss Sailplane Cup ins Leben gerufen.

Der Wettbewerb findet vom 27. bis 30 August statt und ist eine IGC-gewertete Regionalmeisterschaft. Um den Organisationsaufwand klein zu halten, ist es ein Minimum-Wettbewerb. Das heisst, dass ausschliesslich Briefing, Task und Schlepp zur Verfügung gestellt wird. Um den Rest kümmern sich die Teilnehmer selber.

Wegen der beschränkten Platzverhältnisse in Courtelary ist die Teilnehmeranzahl auf 16 Flugzeuge limitiert. Falls der Andrang grösser ist, werden wir versuchen, zusätzliches Land zu bekommen, um bis zu 24 Flugzeuge starten lassen zu können.

Auskunft: E-mail: info@swiss-sailplane.ch. Tel: +41 79 390 19 68 (Yves Gerster).

Segelflugpfade durch die Maurienne

Flugregionen-Präsentation:
Segelflugpfade durch die Maurienne – von Briançon nach Aosta

Bei Flugvorbereitungs-Briefings mit Segelflug-Bedingungen, die Flüge von den südfranzösischen Segelflug-Zentren in die Alpen erwarten lassen, tauchen häufig die Ortsbezeichnungen ‘Modane-Tal’ oder ‘Maurienne’ auf. Gelegentlich ist damit der Hinweis von Fliegerkameraden verbunden, dass die Querung dieser Region beim letzten Versuch schwierig gewesen sei und man sich nur mit Mühe zurück in die aktive Luft in den französischen Alpen habe retten können.

Erschliessen Sie sich mit ‚Segelflugpfade durch die Maurienne‚ das Know How, wie Sie dieses thermisch seltsame Tal elegant durchfliegen können.

Sie erhalten nicht nur einen siebenseitigen Beschrieb erprobter Segelflug-Pfade durch die Maurienne, sondern finden im Artikel eingebunden zusätzlich kostenlos ein IGC-File mit einem Beispielflug zum nachfliegen, eine detaillierte Karte mit der geflogenen Route sowie eine Google Earth-Übersicht der Landemöglichkeiten und den Zugang zu OpenAIP-Flugplatzdaten der Region.

Markus Uhlig fliegt im Standard Jantar 1’100 km

Die Wetterlage war ja die letzten Tage allgemein gut und ich plante, mir einen Tag davon herauszupicken. Lieber einen Tag Vollgas geben, als zwei Tage halb nutzen. Da ich am Wochenende noch akut mit dem Bau der Startbahn für den #e2glide-Wettbewerb beschäftigt war, fiel der Sonntag schon mal raus. Laut Prognose hat das aber gepasst, Montag sollte wohl der homogenste Tag werden. Sonntag-Abend dann das Standard-Regime: erstmal umhören, wo am nächsten Tag geflogen wird. Auerbach ist von der thermischen Güte und der Organisation des Flugbetriebes einfach unschlagbar – danke an Pascal und den FK Auerbach für die unkomplizierte Betreuung!! – die Entscheidung fiel also einfach. Nach den fast 1’000 km im letzten Jahr, hatte ich mir vorgenommen, während der längsten Tage immer proforma 1’000 km um 3 WP aufzuschreiben, das es klappen kann, war schon lange klar, man braucht nur den richtigen Tag. Nun war die Frage, wohin – im Westen sollte die Abschirmung und Warmluft den Tag schwierig gestalten. Mithilfe der Topmeteo-Wolkenverteilung und anderen Tools war schnell klar, es geht auf den Fläming! Da 1’000 Kilometer in der Clubklasse schon schwierig zu schaffen sind und ich das Risiko einer Außenlandung nach einem nicht erfolgreichem Flug bezgl. 1’000 km vermeiden wollte, lag die Strecke so, dass in Auerbach erst 950 km voll sind. Wenn man in Auerbach/Eibenstocker Wald nochmal an die Basis kommt und der Endanflug auf die Ottengrüner Heide steht, gleitet man ab und landet erfolgreich außen, und wenn nicht, ist man wenigstens in Auerbach daheim.

Die Strecke stand also schon am Vorabend, früh lief alles nach Schema F: Anreise, Aufbau, Startbetrieb. Das Wetter entwickelte sich wie prognostiziert, Änderungen an der Strecke waren nicht notwendig. Die ersten Flusen standen ab 8.30 Uhr weit oben am Kamm, gegen 9 Uhr war es am Platzbereich zart entwickelt. 9.12 Uhr – Seil straff, Schlepp auf 1’000 m, Abflug holen, reingleiten in den Eibenstocker Wald. Zum Glück haben wir zum Kadertraining im Juni Außenlandefelder angeschaut, ansonsten wäre ich wahrscheinlich bei den schwachen Bedingungen zum Start so tief im bewaldetet Relief nervlich das erste Mal am Ende gewesen. Mit dem Wissen, welche Felder entspannt landbar sind, konnte man aber gelassen die Flusen abklappern. Der Blick nach Osten sah für die Uhrzeit richtig gut aus. Heute könnte der Tag werden! Schnell das Handy ausschalten, eh man durch irgendwelche eintrudelnden Whatsapp-Nachrichten aus dem Konzept gebracht wird.

In Richtung Fichtelberg wurden die Wolken größer und die Basis war bereits angenehm hoch, ich setzte viel Hoffnung auf den Südhang des Erzgebirges. Darüber stand eine Art Aufreihung. Dort angekommen, stellte sich heraus, dass es nur mittelhohe Feuchte oder ähnliches war, was keine gut nutzbare Thermik lieferte. Der zweite Anlauf lief dann nochmal schief, das ich auf Hanghöhe rausgleitend den Weg nach Süden wählte, um eine Außenlandung oben auf dem Berg zu vermeiden. Ein wenig Aufregung, den Tag im thermisch derzeit noch toten Böhmischen Becken zu verhauen, war schon dabei, aber an einer Südrippe gab es dann den erlösenden Bart, welcher mich zurück ins Spiel brachte. Mittlerweile hat mich Pascal in dem aufbauenden Wetter 10 km nördlich eingeholt. Er hatte für den Tag ähnliche Wendepunkte als 720-km-Dreieck ausgeschrieben, so dass wir den Tag mehr oder weniger zusammen fliegen konnten, was ein sehr konstruktives und hilfreiches Infoteam ergab. Bei 11.30 h Flugzeit mit Vollgas war es in einigen Phasen insbesondere am Abend sehr angenehm, zu zweit zu sein und sich in der Führungsposition abzuwechseln, damit der jeweils andere etwas Kraft und Konzentration schöpfen kann.

Bis 11 Uhr konnten wir also mit einem ca. 70er Schnitt in den Tag starten, ab Pirna war das Wetter homogen entwickelt. Ab dann gab es nur noch eine Vorgehensweise: mit Vollgas um die Wendepunkte… eine so homogene Luftmasse habe ich selten erlebt. Der erste WP war unkritisch, der Weg in den Norden mit leichtem Gegenwind ebenso easy, die letzten 50 km unter leichter Abschirmung und Warmluftadvektion. Die zweite Wende bei Stendal lag perfekt an der Wettergrenze, der dritte Schenkel mit Rückenwind lief schnell. Mit Hilfe der Sat-App und Infos aus der Heimat war schnell klar – das Ziel ist realistisch, die Strecke bis nach Hause sieht gut aus. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren, das Wetter voraus sieht gut aus, wir haben 30-60 Min. Puffer auf die 1’000km. Der dritte WP bei Rothenburg war etwas ausgebreitet (EDR Oberlausitz komplett frei laut Langen Info), die Luftmasse hat aber trotzdem gute Steigwerte ermöglicht. Der Blick gen Heimat: Hammer. Gegen 17 Uhr ging die Nachricht an zuhause raus, dass doch bitte jemand nach Auerbach fahren, anhängen und Richtung Westen fahren soll.

Der Einstieg ins Erzgebirge lief easy, dank der hohen Schnittgeschwindigkeit waren wir weit vor der Zeit an der Elbe. Das Erzgebirge hat erwartungsgemäß mit hoher Basis an den klassischen Stellen funktioniert, Auerbach kam in Reichweite, Stück für Stück lief der Endanflug auf die Ottengrüner Heide (Deklaration) rein. Klappt – also abgleiten gen Westen. 19 Uhr Endanflug auf das 1’000km Diplom in der Clubklasse. Dass es so ein Spaziergang wird, hätte ich mir wohl nie erträumt. Der Hänger am Boden war bereits am Haken. Kurz vor der Ottengrüner Heide findet Pascal nochmal einen Bart und fliegt anschließend zurück, um seine Deklaration (720 Dreieck) zu vollenden, die 1’000 hat er auch voll. Glückwunsch und Danke für die Unterstützung!

Wie geht es nun mit mir weiter? Erstmal Aufgabe schließen, und nun die große Frage – zurück und das 800er Dreieck schließen und mit 1’080 km daheim landen oder die Schenkel weiter Richtung Westen ziehen, damit die Klassenrekorde vergrößert werden und vielleicht mit Rückenwind noch die 1’100 km fallen – Entwicklungen stehen in der Richtung noch. Luxusprobleme, über die ich bisher noch nie nachgedacht habe. Die Größe der Klassenrekorde war mir dann wichtiger als die Landung am Startplatz, zumal der Hänger ja schon unterwegs war. Kurz vor Bayreuth steht nochmal eine große Wolke, nochmal an die Basis. Die armen Rückholer… plus auf Bamberg, dort noch weitere Wolken.

Mittlweile ist es 20.15 Uhr, so richtig will mich aber keine Thermik mehr hochbringen. Kurz vor der Landung baut über dem Hafen Bamberg nochmal eine Fluse auf, vielleicht hätte ich mehr Geduld beim Kurbeln des 0,3er gebraucht – die Flusen standen noch 30 Minuten nach der Landung. Mittlerweile ist Daniel aus unserem Verein (der direkt neben dem dortigen Flugplatz wohnt) mit Essen und Bier in Bamberg auf dem Flugplatz, wozu sollte ich mich jetzt 15 Kilometer weiter Westlich im Fränkischen auf den Acker werfen? Dass der Rechner jetzt nur 1’096 km anzeigt, ist egal und geht in allen anderen Erfolgen des Tages eh unter – ab zur Landung. Im Gegenanflug zählt der Rechner weiter- hä? na klar! ich hab ja noch 2 Schenkel! Die Landekurve wird also etwas nach hinten verlegt und schon stehen die 1’102 km – was für ein absolut verrückter Tag, in dieser Größenordnung habe selbst ich mir noch nie zu träumen getraut.

Kleine Anekdote am Ende: Trotz relativ langfristig (17 Uhr) angekündigter Rückholtour wurde es dann doch nochmal anstrengend – das Motorrad meines Vaters ist auf dem Weg von Auerbach nach Chemnitz nachts auf der Autobahn stehen geblieben, und so musste der Rückholer rückgeholt werden, auch was Seltenes. Nach Fahrzeugtausch daheim und abholen meines Vaters von der Raststätte hatten wir drei Uhr nachts alles endlich daheim – um fünf Uhr musste er dann schon wieder zur Frühschicht. Wir haben schon ein verrücktes Hobby… Quelle: Markus Uhlig im OLC.

Neuer ‚Landewiesen‘-Katalog soeben erschienen.

In diesen Tagen kommt nach sechsmonatiger Vorbereitung das Nachfolgeprojekt des Aussenlandebuches des Flugplatzes Schänis in neuer Form mit 120 Seiten Umfang frisch aus der Druckerei. Sämtliche Landewiesen sind neu fotografiert und gefilmt, klassifiziert und kommentiert.

‚Landewiesen ist in klassischer Version als gedruckter Katalog erhältlich. Jede Landefeld-Beschreibung enthält einen Kartenausschnitt, eine Skizze mit Hinweisen zu alternativen Landefeldern, einem Überblick-Bild aus 300 m Grund sowie eine Aufnahme aus einem echten Anflug auf 150 m Grund. Die gedruckte Version ist für das schnelle und übersichtliche Finden möglicher Landewiesen auf alpinen und voralpinen Streckenflügen unverzichtbarer Begleiter im Cockpit.

Das klassische ‚Landewiesen‘-Buch wird in der Vollversion mit rund 150 Drohnen-Überflug-Videos und detaillierten Bodenaufnahmen von über 80 Landewiesen zwischen Innsbruck und dem Eiger ergänzt. Diese wichtigen und einmaligen Daten sind in der Vollversion (gedruckter Landewiesen-Katalog plus Videos / Bilder) über einen gesicherten Zugang mit einem persönlichen Schlüssel im Internet sichtbar. Die Überflug-Videos sind ein ideales mentales Training zur Vorbereitung erster Aussenlandungen und eigenen sich für die Ausbildung von Jungpiloten vor den ersten Streckenflügen (auch in der Ebene).

Die ersten Buch-Seiten enthalten neben lehrreichen Hinweisen zur alpinen Streckenflug-Taktik auch Informationen über die Hanglande-Technik und den sinnvollen Einsatz von Hilfstriebwerken und Eigenstartern in den Alpen.

Beim ersten Sonnenstrahl abgehoben

Die Fliegergruppe Wolf Hirth hat den längsten Tag des Jahres mit einem Sonnenaufgangsfliegen gefeiert. Dafür war frühes Aufstehen angesagt: Um 3.20 Uhr räumten etliche Flugschüler und eine Handvoll Lizenzpiloten ihre Flugzeuge aus der Halle, checkten sie durch und brachten die Startwinde in Position. Um 4.38 Uhr Ortszeit wäre der erste Start möglich gewesen – laut Luftverkehrsordnung darf exakt mit dem Beginn der Morgendämmerung mit dem Segelflug begonnen werden – aber der Nebel machte dem Verein einen Strich durch die Rechnung.

Um 4.50 Uhr lichteten sich die Schwaden für einen Moment und boten eine erste Chance. Nur vier Minuten dauerte der Flug, aber Tilo Holighaus und Rainer Rauch bot sich im Cockpit ein faszinierender Blick auf die erwachende Welt am Boden. „Absolut unvergleichlich“, kommentierte Holighaus, der mit tausenden Flugstunden schon viel erlebt hat, das Erlebnis. Und auch Rauch, der extra um diese Uhrzeit als Fluglehrer auf den Platz gekommen war, um mit den Flugschülern in die Luft zu gehen, war begeistert.

Alle anderen hatten Pech: Der Nebel verdichtete sich, und innerhalb kürzester Zeit war an einen Flugbetrieb nicht mehr zu denken. Der Truppe blieb nichts anderes übrig, als das Frühstück vorzuverlegen und zu warten. Rund zwei Stunden später ging es schließlich weiter – noch immer deutlich früher als sonst, denn der Flugbetrieb auf der Hahnweide beginnt normalerweise erst gegen 10 Uhr. Quelle: ‚Teckbote‚.

Henrik Theis fliegt mehr als 1000 Kilometer

Am Dienstag, 7. Juli sorgte Hammerwetter in Deutschland für zahlreiche Spitzenflüge. Auch drei Grabenstetter Piloten nutzten die Gelegenheit: Henrik Theiss, Frederik Widmaier und Jürgen Theiss starteten mit ambitionierten Streckenvorhaben bereits am frühen Vormittag. Allen voran war am Ende Henrik Theiss: Bereits zum zweiten Mal knackte er von Grabenstetten aus die magische Grenze von 1000 Kilometern im reinen Segelflug. Gute Vorbereitung, viel Training, Talent und die richtigen Wetterbedingungen halfen ihm erneut das zu schaffen, wovon viele Segelflieger womöglich ihr ganzes Leben lang träumen. Seinen ursprünglichen Plan hatte er direkt nach dem Start verworfen. „Es sah so aus, als ob der Südschwarzwald und die westliche Alb noch nicht entwickelt waren“, erklärte Theiss. Kurzerhand flog er zunächst in den Osten, da ihn dort die Thermikwolken bereits anlachten. Arnbruck war das neue Ziel, welches er als seinen nächsten Wendepunkt anvisierte. Doch auch dieses Vorhaben wurde von den Wetterbedingungen vor Ort durchkreuzt und so drehte Theiss bei Regensburg um. Er entschloss sich, zwischen Stuttgart und Nürnberg nach Norden zu fliegen. In der Nähe von Bad Neustadt an der Saale wendete Theiss und flog wieder auf die Schwäbische Alb zurück. Ab Ulm hatte sich eine perfekte Wolkenstraße entlang des Donautals in Richtung Westen aufgebaut, dank welcher er in angenehmer Höhe bis nach Neuhausen ob Eck fliegen konnte, wo er wieder kehrt machte. Nach einer weiteren Schleife standen am Ende des Tages sagenhafte 1058,19 Kilometer auf dem Zähler. Pünktlich zum Sonnenuntergang landete Theiss nach 10 Stunden und 48 Minuten Flugzeit überglücklich in Grabenstetten.

Sowohl weltweit als auch innerhalb Deutschlands war der 23-jährige Pilot mit diesem Flug unter den Top 10! Die beiden anderen Grabenstetter Piloten, Jürgen Theiss und Frederik Widmaier, konnten mit 873,19 und 856,10 Kilometern an diesem Tag nicht ganz mit dem Nachwuchstalent mithalten. Doch auch dies sind großartige Leistungen, zu welchen viel Können und Erfahrung gehört. Quelle: ‚SWP‚.

Grenzland Cup 2020

Das traditionelle Kappes Vergleichsfliegen im Mai 2020 musste aufgrund der Corona Pandemie abgesagt werden. Als Alternative richten wir vom 13.7. bis 19.7. den Grenzland Cup 2020 am Grefrather Niershorst aus. Unter Einhaltung des Gesundheitskonzeptes messen sich 40 Teams im Streckensegelflug. Einige Teilnehmer des Grenzland Cup 2020 reisen von weit her an. Ein Segelflug Weltmeister und Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft haben sich angekündigt. Eine tolle Gelegenheit, einmal hautnah weltmeisterliches Fliegen am Niederrhein zu erleben.

Abhängig von der Wetterlage werden beim Grenzland Cup 2020 Strecken von mehreren hundert Kilometern als Aufgabe ausgeschrieben. Ziel ist es, diese Strecken in möglichst kurzer Zeit motorlos zu umrunden und wieder in Grefrath zu landen. Bis in Eifel, Münsterland, Bergisches- und Sauerland können die Flugstrecken reichen.

Beim Grenzland Cup 2020 findet täglich ein Briefing für alle Teilnehmer statt, an dem Strecke und Startzeitpunkt festgelegt wird. Der Start der Segelfugzeuge findet dann in einem möglichst kurzen Zeitfenster – meistens gegen Mittag – statt. Die Wertungen sind täglich nach abschließender Auswertung abrufbar unter https://www.strepla.de/scs.

„Longest-Day-Fliegen“ auf dem Egelsberg

Fliegen am längsten Tag des Jahres von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang: Die Segelflug-Sportler am Egelsberg haben den Tag der Sommersonnenwende ausgiebig genutzt.

Bereits um 4 Uhr morgens trafen sich die Frühaufsteher des Vereins für Segelflug (VfS) am Hangar, um den Flugtag vorzubereiten. Pünktlich um 5.13 Uhr bei Sonnenaufgang hob dann der erste Segler in den Krefelder Morgenhimmel mit seinen besonderen Lichtverhältnissen ab.

Auch wenn es nicht der ganz brillante Sonnenaufgang war und einige Wolken den Himmel bedeckten, konnten nacheinander alle Piloten das frühe Erlebnis genießen, um in besonders ruhiger Luft über die noch verschlafene niederrheinische Landschaft zu gleiten. Nach einem guten Frühstück hatten sich die Wolken verzogen und es herrschten ideale Wetterbedingungen für viele Ausbildungs- und Streckenflüge. Quelle: ‚RP-online.de‚.

Diamant an Bord

Michael Wunder Christian Walle, der Vorsitzende des Luftsport Clubs (LSC) Nordhalben, hat seinen ersten Diamanten erflogen. Der leidenschaftliche Segelflieger hat bei seinem Zielstreckenflug, der eine vorgegebene Route mit verschiedenen Wendepunkten und einer Mindestfluglänge von 300 Kilometern vorschreibt, knapp 460 Kilometer hinter sich gebracht. In über fünfeinhalb Stunden ging es vom heimischen Segelflugplatz Titschendorf nach Chemnitz, von dort nach Weiden in der Oberpfalz und schließlich mit einer Zusatzstrecke zurück nach Titschendorf. Christian Walle hat sich mit dem Leistungsabzeichen „Silber C“ bereits vor Jahren die Voraussetzungen für die Diamanten und Diplome erworben. Nunmehr hat der 33-Jährige mit seinem Segelflugzeug LS 4 das erste von drei Diamantabzeichen mit Erfolg abgelegt. Er musste dabei im Vorfeld seinen Zielstreckenflug mit den entsprechenden Wendepunkten anmelden und anschließend einen Antrag an die Landesauswertungsstelle in Thüringen schicken. Überprüft werden derartige Leistungsprüfungen aufgrund der eingereichten GPS-Daten, welche mit eingereicht werden müssen. Darüber hinaus muss ein Zeuge vor Ort den absolvierten Flug mit Unterschrift bestätigen. Neben vielen Aufgaben als Vorsitzender und Fluglehrer hat Christian Walle in diesem Jahr einen weiteren Diamanten im Blick. „Nachdem der Segelflugsport derzeit mit entsprechenden Auflagen wieder möglich ist, möchte ich heuer den Streckendiamanten, der eine angemeldete Flugstrecke von 500 Kilometer vorschreibt, angehen“, sagte er zuversichtlich.

Den dritten Diamanten sowie die Höhe für das Leistungsabzeichen „Gold C“, hier geht es nicht um die Flugsstrecke, sondern um die Flughöhe, kann er auf heimischen Gebiet nicht machen. Die Thermik reicht hier bei weitem nicht aus, so dass er für diese Flüge mit einer Mindesthöhe von 3000 und 5000 Metern, in die Alpen, nach Italien oder Südfrankreich reisen muss. In diesen Gebieten entstehen sogenannte Leewellen, die ein Segelflugzeug bis auf diese Höhen steigen lassen können.

„Da ist schon ein gewisser Aufwand. Man benötigt Atemgeräte und gute Kleidung, schließlich herrschen in diesen Höhen bis zu minus 30 Grad.“ In heimischen Regionen gehe es nur bis zu einer Flughöhe von drei Kilometern über Meeresspiegel. „Die sind schon was Besonderes für unsere bescheidenen Verhältnisse“, sagt Walle. Er verweist dabei auch auf die älteren Vereinsmaschinen, mit denen derartige Leistungsflüge nur schwer durchzuführen sind. Hochmoderne neue Maschinen bieten speziell für Leistungsflüge eine wesentlich bessere Voraussetzungen. Quelle: ‚infranken.de‚.

Junioren-Trainingslager in Schänis

Autor: Harald Kirchberger

Die sehr guten Kontakte zu den Schweizer Junioren und deren Teamchefs Beat Straub und Pascal Brunner gibt es seit einigen Jahren. Viele Schweizer Junioren waren bereits bei uns zu diversen Events zu Gast und nun wurden die Gliding Juniors zur Junioren Schweizermeisterschaft eingeladen. Aufgrund der aktuellen Umstände wurde daraus ein unter Wettbewerbsbedingungen durchgeführtes Trainingslager mit Briefings, Tasks, Debriefings usw. Mit Nico Jägli, Lukas Schneeberger und Lukas Kirchberger waren 3 GlidingJuniors am Start, Paul war als Helfer dabei und durfte mit Mike Hürlimann im Arcus fliegen. Stehen ja in Schänis genug herum… 😉

Das lokale Team rund um Mike und Susann hat das Trainiingslager perfekt vorbereitet und abgewickelt. Wir wurden ausgesprochen freundlich und zuvorkommend empfangen. Die Stimmung unter den (vielen!) Teilnehmern und Coaches war sehr gut. Ein ausgewogenes Gemisch aus Flügen, Analysen, Theorieeinheiten und ein sehr spannender Vortrag von Davide Giovanelli über seinen 1000er – Flug brachte für alle Leistungsstufen einen grossen Gewinn an Wissen … hier den ganzen Bericht lesen.

Notlandung bei Rundflug über den Pogusch

Ein 84-jähriger Deutscher musste Donnerstag, 2. Juli vermutlich wegen Thermikproblemen mit seinem Segelflieger in St. Marein im steirischen Mürztal notlanden. Das Flugzeug landete auf einer Wiese knapp neben einem Wohnhaus. Der Pilot erlitt schwere Verletzungen, war aber ansprechbar. Er wurde ins Krankenhaus geflogen. Laut Rotem Kreuz (Ortstselle Mariazellerland) ereignete sich der Absturz gegen 13 Uhr.

Der 84-Jährige war gemeinsam mit zwei anderen Piloten am Flugplatz Lanzen in Turnau zu einem Rundflug über den Pogusch gestartet, als es im Bereich St. Marein zu einem folgenschweren Unfall kam. Der Pilot hatte aufgrund veränderter Thermik notlanden müssen, wobei der Segelflieger bei der Ladung in der Wiese erheblich beschädigt wurde. Anrainer bemerkten den Unfall, leisteten Erste Hilfe und setzten die Rettungskette in Gang.

Sanitäter des Roten Kreuzes Bruck-Mürzzuschlag setzten dann die Versorgung bis zum Eintreffen des Notarzthubschraubers fort. Der Pilot wurde in das Landeskrankenhaus Hochsteiermark, Standort Bruck, geflogen. Die anderen beiden Piloten konnten mit ihren Segelfliegern wieder zum Flugplatz nach Turnau zurückkehren. Im Einsatz standen das Rote Kreuz Bruck-Mürzzuschlag mit zwei Rettungswagen und fünf Sanitätern, der Notarzthubschrauber C 17, die Freiwillige Feuerwehr St. Marein sowie die Polizei. Quelle: ‚Krone.at‘.

Reiseführer für Vinon & Provençe

Dieser neunseitige, hier erhältliche Reiseführer liefert Ihnen Informationen, die Sie für Ihren Segelflug-Urlaub im südfranzösischen Segelflug-Zentrum Vinon s/Verdon – auch mit der Familie – brauchen. Was sie wo bekommen, Kontakte, Ferienwohnungen, Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten und Familien-Programme. Der Reiseführer enthält jede Menge direkter Links auf einzelne Anbieter.

EGLIDE-Wettbewerb im Grand Prix Format

Der Fliegerclub Großrückerswalde e.V. veranstaltet vom 28. August bis 5. September 2020 die zweite Auflage des EGLIDE-Wettbewerbs im Grand Prix Format. Nach einem ersten erfolgreichen Wettbewerb in den Bergen des nördlichen Apennins folgt nun die zweite Auflage des Events über dem Weltkulturerbe Erzgebirge. Das Format E2GLIDE hat zum Ziel, die gesammelte Erfahrung vom 1. eglidecontest 2019 in Pavullo/Italien strukturiert aufzugreifen und mit weiteren Ideen zu kombinieren. Der Einsatz von definierten Motorkontingenten während des Wertungsfluges ermöglicht zunehmende Unabhängigkeit von Wettererscheinungen und öffentlichkeitswirksame Renn-Events.

Anfang September werden sich bis zu 20 Teilnehmer in spannenden Luftrennen vom Flugplatz Grossrückerswalde aus um die effizienteste Flugwegwahl duellieren, darunter einige VIPs der Segelflugszene. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Segelflugwettbewerben darf nach dem Regatta-Abflug ein definiertes Energiekontingent genutzt werden, um mithilfe eines Elektromotors Außenlandungen zu vermeiden oder die Durchschnittgeschwindigkeit zu erhöhen. Wer zuerst das Zielband überfliegt, gewinnt den Tag. Überschrittenes Energiekontingent wird mit einer Zeitstrafe belegt. Unter www.e2glide.de finden Sie alle wichtigen Informationen über die Veranstaltung.

Flying Sailplanes & Acrobatics

Video (from Ty Gunnlaugsson) he made back in 2013 but never posted. „I sure had a good time flying sailplanes and doing acrobatics for someone in High School! Feel free to comment if you want to learn more about flying sailplanes.“

Notlandung mit Segelflugzeug

In Friedberg im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld musste Mittwochnachmittag, der 62-jährige Pilot aus Niederösterreich sein Segelflugzeug notlanden. Er und sein 80-jähriger Co-Pilot wurden dabei leicht verletzt. Er und sein 80-jähriger Co-Pilot aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld wurden leicht verletzt. Der 62-Jährige wurde vom Rettungshubschrauber Christophorus 16, der 80-Jährige mit dem Rettungsdienst ins KH Oberwart gebracht. Das Segelflugzeug wurde stark beschädigt. Die Freiwillige Feuerwehr Ehrenschachen stand mit zwei Fahrzeugen und vier Kräften im Einsatz. Quelle: ‚ORF.at‚.