Die Segelfluggruppe Dittingen zieht eine positive Bilanz ihres Segelfluglagers 2026 in Saanen. Fast während der gesamten Lagerwoche ermöglichten Basishöhen von über 3.000 Metern ausgedehnte Flüge im alpinen Umfeld.
Gute Bedingungen während der Lagerwoche
Die Gruppe reiste mit Wohnwagen und einem Arcus nach Saanen. Während fast der ganzen Woche waren Flüge bei hohen Basishöhen möglich. Lokale Gewitterzellen blieben selten und sorgten vor allem nachts für etwas Abkühlung.
Die täglichen Briefings umfassten die Wetterlage, die Flüge des Vortags und die Flugbewegungen am Saanen Airport. Durch die abgestimmte Organisation konnten die Segelflugzeuge jeweils zügig und sicher starten.
Fliegen und Lagerleben
Neben dem Flugbetrieb gehörten gemeinsame Abendessen und der Erfahrungsaustausch zum Lageralltag. Der direkt am Flugplatz gelegene Campingplatz verkürzte die Wege und verband Unterkunft und Flugbetrieb.
Die Umgebung von Saanen bietet unterschiedliche Anforderungen für den alpinen Segelflug. Erfahrene wie weniger erfahrene Pilotinnen und Piloten fanden Bedingungen vor, um das fliegerische Können weiterzuentwickeln. Die gute Erreichbarkeit von Flugplätzen in den verschiedenen Richtungen erhöht dabei die Handlungsmöglichkeiten bei sich verändernden Bedingungen.
Ein Streckensegelflug von Felix Prattes über der ungarischen Tiefebene zeigte, wie sich eine Konvergenzlinie auch ohne sichtbare Wolken nutzen lässt. Mit einem Twin Astir entstand am Ende eines späten Flugnachmittags eine optimierte Strecke von 111,7 Kilometern.
Blauthermik über der Tiefebene
Der Flug begann am Nachmittag bei wolkenlosem Himmel und hohen Temperaturen. Nach kurzer Suche fand die Crew den ersten Aufwind und erreichte 26 Minuten nach dem Start fast 2.800 Meter Höhe. Damit stand für den anschliessenden Streckenteil eine für die ungarische Tiefebene aussergewöhnlich hohe Basis zur Verfügung.
Im Zentrum des Fluges stand eine Konvergenz- oder Energielinie. Sie besteht aus einer Folge gleichgerichteter Aufwinde und ermöglicht es, im Geradeausflug kaum Höhe zu verlieren. Über dem Flachland ohne Wolken ist sie nicht optisch erkennbar; den Hinweis liefert dort vor allem das Variometer.
Lange Vorflüge ohne Kreisen
Auf dem ersten Vorflug legte der Twin Astir rund zehn Kilometer bei etwa 200 Metern Höhenverlust zurück. Das entsprach rechnerisch einer Gleitzahl von 51. Nach dem westlichsten Punkt südöstlich von Ruzsa drehte die Crew wegen schwächerer Bedingungen im Westen nach Osten ab. Auf einem sieben Kilometer langen Abschnitt betrug der Höhenverlust nur rund 35 Meter.
Der längste Schenkel führte über 35 Kilometer nahezu bis an die serbische Grenze. Auf dem anschliessenden Kurs nach Nordwesten lag das Flugzeug nach etwa 21 Kilometern sogar rund 100 Meter höher als zu Beginn des Abschnitts. Nach dem nördlichsten Punkt bei Kistelek wurde der Rückflug angetreten. Wegen grosser Höhenreserve verlängerte die Crew die Strecke vor der Landung noch einmal. Nach knapp zwei Stunden endete der Flug mit 111,7 Kilometern optimierter Strecke.
Mehrere Schweizer Segelflugorganisationen laden im September zu Passagierflügen und Besucheranlässen ein. Am ersten Septemberwochenende finden in Olten und auf dem Schmerlat bei Neunkirch zwei Veranstaltungen statt; Ende Monat folgen die Segelflug-Passagierflugtage in Schänis. Neben Mitfluggelegenheiten bieten die Veranstalter Einblicke in Flugzeuge, Flugbetrieb und Ausbildung.
Datum
Ort
Anlass
Angebot für Besucher
5.–6. Sept.
Flugplatz Olten, Gheid
Passagierflug-Wochenende
Segelflug-Passagierflüge, Flugzeugausstellung und Informationen zur Ausbildung
5.–6. Sept.
Schmerlat, Neunkirch SH
Flüüger-Fäscht
Rundflüge, Flugvorführungen, Kunstflug, Modellflug und Festwirtschaft
26.–27. Sept.
Flugplatz Schänis
Segelflug-Passagierflugtage
30-minütige Lufttaufen, Segelkunstflug, Simulator und Flugschulinformationen
Olten: Segelflug zum Mitfliegen
Die Segelfluggruppe Olten veranstaltet ihr Passagierflug-Wochenende am 5. und 6. September auf dem Flugplatz im Gheid. Neben den Segelflug-Passagierflügen stehen eine Flugzeugausstellung mit unter anderem ASK 23 und LS-8 sowie Auskünfte über die Segelflugausbildung auf dem Programm. Für die Verpflegung sorgt das Beizli. Ein Flug kostet CHF 50; die Gruppe empfiehlt den Vorverkauf, hält aber ein begrenztes Kontingent für Buchungen vor Ort bereit. Für Passagiere gelten ein Mindestalter von sechs Jahren und ein Höchstgewicht von 100 Kilogramm; Minderjährige müssen von den Eltern begleitet werden.
Schmerlat: Flüüger-Fäscht mit Flugprogramm
Ebenfalls am 5. und 6. September organisiert die Segelfluggruppe Schaffhausen ihr Flüüger-Fäscht auf dem Schmerlat bei Neunkirch. Das Programm umfasst Rundflüge, Motor- und Segelkunstflug, Modellflugvorführungen sowie eine Festwirtschaft. Angekündigt sind Vorführungen mit einer XA-42 Xtreme, einer Boeing Stearman und einem Kunstflugsegelflugzeug Fox; am Sonntagabend ist ein Ballonstart vorgesehen. Für Rundflüge sollen eine Antonov An-2, viersitzige Robin-Flugzeuge und zwei Segelflug-Doppelsitzer zur Verfügung stehen. Der Eintritt ist frei. Für Autos fällt eine Parkgebühr von CHF 10 an; zwischen Löhningen und dem Schmerlat wird ein Shuttlebus angeboten.
Schänis: Lufttaufe oder Segelkunstflug
Der Flugplatz Schänis plant seine Passagierflugtage für den 26. und 27. September. Angeboten wird eine 30-minütige Lufttaufe über der Linthebene für CHF 160 sowie Segelkunstflug für CHF 230; für den Kunstflug nennt der Veranstalter einen regulären Preis von CHF 250. Eine Reservation ist online möglich, alternativ können freie Plätze am Infostand gebucht werden. Ergänzend gibt es einen kostenlosen Segelflug-Simulator, Informationen der Piloten zur Ausbildung und das Flugplatz-Restaurant. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Zahl der Plätze ist jedoch begrenzt.
Kurz nach dem Fall der innerdeutschen Grenze landeten drei Segelflugzeuge – eine ASW 15, eine ASW 29 und eine Libelle – bei einem Fest auf einem kleinen Flugfeld. Kaffee und Kuchen sorgten für die notwendige Stärkung, doch viel wichtiger war die Begegnung, aus der eine bis heute lebendige Freundschaft entstand: zwischen dem Luftsportclub Nordhalben und dem Aero-Club Bamberg.
Der 1951 gegründete Luftsportclub Nordhalben konnte aufgrund der unmittelbaren Nähe zur innerdeutschen Grenze lange Zeit nicht am Heimatort fliegen. Der Flugbetrieb fand stattdessen in Kulmbach statt. Mit der Grenzöffnung änderte sich die Situation grundlegend.
1991 erfolgte in Titschendorf, auf einem ehemaligen Abschnitt des Grenzstreifens, die erste Landung. Seit 1993 wird dort regelmäßig geflogen, 1997 wurde das Gelände schließlich als Segelfluggelände zugelassen.
Dank des Kontakts von Ludwig S. unterstützt der Aero-Club Bamberg seither regelmäßig die Flugplatzfeste in Titschendorf mit Motor- und Segelflugzeugen. Die Verbindung zwischen beiden Vereinen entwickelte sich dabei weit über gelegentliche Besuche hinaus.
Ein besonderer Höhepunkt war 2009, als der Aero-Club Bamberg sein traditionelles Fluglager in Titschendorf veranstaltete. Nahezu die gesamte Segelflugzeugflotte war dabei. Flugschüler und Scheininhaber konnten auf dem für sie ungewohnten Gelände wertvolle neue Erfahrungen sammeln.
Nach längerer Pause gab es am 8. August 2026 nun wieder ein Wiedersehen mit zahlreichen alten Bekannten. Anlass war das 75-jährige Bestehen des Luftsportclubs Nordhalben. Die Bamberger Flieger waren mit ihren Flugzeugen erneut zu Gast und feierten gemeinsam mit den Freunden aus Nordhalben ein Stück Vereinsgeschichte, das unmittelbar mit der jüngeren deutschen Geschichte verbunden ist.
Was einst mit drei Segelflugzeugen, Kaffee und Kuchen begann, ist heute eine Freundschaft über Vereins- und einst sogar über Staatsgrenzen hinweg. Die Vorfreude ist jedenfalls schon da: Im kommenden Jahr wollen die Bamberger wieder in Thüringen aufschlagen.
Bereits zum elften Mal schlug die Fluggruppe Neuburg Anfang August ihr Fliegerlager in Ellwangen auf. Vom 1. bis 8. August 2026 standen gemeinsamer Flugbetrieb, Schulung, Ausflüge und vor allem das kameradschaftliche Miteinander auf dem Programm. Der herzliche Empfang durch die Fliegergruppe Ellwangen sorgte einmal mehr dafür, dass sich die Neuburger schnell heimisch fühlten.
Schon am ersten Tag wurde bei guten Bedingungen geflogen – im Windenbetrieb und im F-Schlepp. Die folgenden Tage boten hochsommerliches Wetter mit Temperaturen von bis zu 36 Grad. Im täglichen Briefing wurden neben Wetter und Flugplanung auch sicherheitsrelevante Themen besprochen. Gerade bei Hitze, böigem Wind und nachlassender Konzentration am Nachmittag lag ein besonderes Augenmerk auf dem sicheren Umgang mit Flugzeugen und Personen am Flugplatz.
Schulung und Streckenflüge
Besonders die fünf Flugschüler profitierten von den guten Bedingungen und der engagierten Betreuung durch das wechselnde Fluglehrerteam. Für einige war der Windenstart eine Premiere. Leon und Pauline erlebten ihre ersten Starts und waren begeistert: „Ein bisschen wie Achterbahn fahren.“
Auch die fortgeschrittenen Piloten kamen auf ihre Kosten. Mehrere längere Streckenflüge führten unter anderem in Richtung Schwäbische Alb und Bodensee. Norbert absolvierte einen 420-Kilometer-Flug mit einem Schnitt von 107 km/h, während Wolfgang eine ausgeprägte Wolkenstraße nutzte und bis auf Flight Level 100 steigen konnte. Gleichzeitig sorgten die Junioren-Weltmeisterschaften im Segelfliegen im benachbarten Aalen für zusätzliches fliegerisches Interesse. Mehrere Teilnehmer der Weltmeisterschaft landeten im Laufe der Woche in Ellwangen.
Ein besonderes Erlebnis war auch ein Ausflug von Karre und Thomas mit dem Motorsegler an die Mosel. Nach einem Zwischenstopp in Traben-Trarbach und einem Abstecher über Trier ging es wieder zurück Richtung Ellwangen. Wegen knapper Kraftstoffreserven wurde in Mosbach-Lohrbach ein Tankstopp eingelegt, bevor die beiden am späten Nachmittag sicher nach Ellwangen zurückkehrten.
Sommer, Gemeinschaft und ein wenig Abenteuer
Neben dem Flugbetrieb kam die Gemeinschaft nicht zu kurz. Gemeinsame Abendessen mit Nudelpfanne, Gulasch, Chili con Carne, Käsespätzle und Fleischpflanzerln gehörten ebenso zum Lageralltag wie Gitarrenmusik, Freibier und lange Gespräche an der Tafel. Die Kinder waren längst Teil der Mannschaft und halfen zunehmend selbstverständlich beim Flugbetrieb mit.
Auch außerhalb des Flugplatzes gab es einiges zu erleben. Ausflüge führten unter anderem zum Badesee, nach Gunzenhausen und an den Bodensee. Eine De Havilland DH.89 Dragon Rapide, einst bei Swissair im Einsatz, sorgte in Ellwangen für ein besonderes historisches Highlight. Beim Anwerfen der beiden Motoren konnte noch echte Handarbeit beobachtet werden.
Nicht alles verlief nach Plan – glücklicherweise jedoch ohne ernsthafte Folgen. Zwei Seilrisse und ein Fehlstart beim Windenbetrieb boten wertvolle Lerngelegenheiten. Renate absolvierte ihre erste Außenlandung am Fuß des Hesselbergs und konnte das Segelflugzeug sicher auf einem geeigneten Feld absetzen. Mensch und Maschine blieben unversehrt; der Bergungstrupp konnte das Flugzeug anschließend problemlos zurückholen.
Erfolgreicher Abschluss
Am letzten Flugtag sorgte ein besonderer Moment für große Freude: Cornelius absolvierte nach drei tadellosen Flügen seinen ersten Alleinflug. Fluglehrer Wolfgang gratulierte mit einer kurzen Ansprache und einem Blumenstrauß – begleitet von den traditionellen Glückwünschen der Vereinskameraden.
Auch die Ausbildung kam zum Abschluss noch einmal voll zum Zug. Ein simulierter Seilriss beim F-Schlepp forderte die Piloten, während Werner seine Auffrischungsschulung auf dem Motorsegler absolvierte. Der drehende Wind erforderte am Nachmittag schließlich einen Wechsel der Startrichtung.
Zum Abschluss traf sich die Gruppe noch einmal zu schwäbischer Küche im Gasthof „Zum Grünen Baum“ in Pfahlheim. Ein von Werner vorbereitetes Rum-Tasting bildete den geselligen Schlusspunkt einer ereignisreichen Woche.
Wiedersehen in Ellwangen
Das Fliegerlager 2026 hinterlässt bei der Fluggruppe Neuburg viele schöne Erinnerungen – an erfolgreiche Ausbildungsflüge, lange Strecken, gemeinsame Erlebnisse und eine außergewöhnliche Kameradschaft.
Ein besonderer Dank gilt den Fliegerfreunden aus Ellwangen für ihre herzliche Gastfreundschaft und das entgegengebrachte Vertrauen. Für die Neuburger steht damit fest: Auch das zwölfte Fliegerlager in Ellwangen darf gerne kommen.
Vom 1. bis 9. August 2026 zog es Patrik Altmann vom Flugsportverein Rosenheim zum Ka-6-Treffen auf den malerischen Flugplatz Aspres-sur-Buëch in Südfrankreich. Was als zwangloses Treffen begeisterter Holzflugzeug-Enthusiasten gedacht war, entwickelte sich für die kleine, sechsköpfige Gruppe zu einer außergewöhnlichen Segelflugwoche.
Mit dabei waren drei Ka-6 aus Basel, Königsdorf und Leverkusen, eine weitere in Serres stationierte Ka-6 sowie eine ASK-13 aus Königsdorf. Aus Rosenheim reisten Tina und Patrik Altmann an, der seine SB 5 E mitgebracht hatte.
Bereits die Starts mit der spritzigen Humbert Tetras als Schleppmaschine waren täglich ein besonderes Erlebnis. Nach dem Ausklinken erwartete die Piloten ein wahres Thermikparadies. Die Südalpen präsentierten sich von ihrer besten Seite und boten hervorragende Bedingungen für ausgedehnten Gebirgssegelflug.
Zu den Höhepunkten gehörte das Soaren unmittelbar an den gewaltigen Felswänden des Pic de Bure. Über den klassischen „Parcours“ führte die Route nach Süden bis zur tief eingeschnittenen, türkisfarbenen Verdon-Schlucht. In nördlicher Richtung ging es entlang der beeindruckenden Eisflanken des Pic du Glacier Blanc bis zur Roche Noire.
Auch sportlich konnte Patrik Altmann mit seiner SB 5 E überzeugen. Ihm gelangen zwei Soloflüge über 220 und 350 Kilometer. Den Höhepunkt der Woche erlebte er jedoch gemeinsam mit Oliver Wolfinger in der ASK-13: An einem perfekten Flugtag erreichte das Duo nach stundenlangem Flug und taktisch anspruchsvoller Routenwahl beeindruckende 501 Kilometer. Der Flug zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial auch in den zeitlosen Doppelsitzern steckt, wenn alpines Wetter und gutes Teamwork zusammenkommen.
Für eine besondere Überraschung sorgten Sylvester und Markus, die von Königsdorf aus mit einem A-Falken nach Aspres flogen. Die Alpenüberquerung mit dem vergleichsweise langsamen Motorsegler und seiner geringen Motorleistung war eine bemerkenswerte fliegerische Leistung und stiess bei den Teilnehmern auf Anerkennung.
Neben den Flugerlebnissen kam auch die Kameradschaft nicht zu kurz. Die Abende wurden gemeinsam auf dem Flugplatz verbracht, geprägt von südfranzösischem Flair, angeregten Gesprächen über Holzflugzeuge und der Analyse der Tagesflüge.
Patrik Altmann zieht ein rundum positives Fazit und bedankt sich bei der Mannschaft in Aspres für die Gastfreundschaft und die hervorragende Organisation. Für ihn steht bereits fest: Die Südalpen werden ihn wiedersehen.
Der Fluglehrerkurs in Amlikon ist abgeschlossen. Sechs Teilnehmer wurden als Fluglehrer brevetiert und kehren nun in ihre jeweiligen Segelfluggruppen zurück.
Vom 26. Juli bis 8. August 2026 führte der Segelflugverband der Schweiz in Amlikon einen FI-Kurs durch. Neben dem morgendlichen Theorieunterricht standen tägliche praktische Flugeinheiten auf dem Programm. Nach Angaben des Verbands ermöglichte das Flugwetter eine intensive fliegerische Ausbildung.
In der ersten Kurswoche übten die Anwärter die Grundlagen der Ausbildung. In der zweiten Woche übernahmen die Instruktoren in Rollenspielen die Rolle von Flugschülern. Unterschiedliche Ausbildungssituationen sollten die angehenden Fluglehrer auf ihre spätere Tätigkeit vorbereiten.
Brevets erhielten Jörg Bächtiger von der SG Nidwalden, Tim Bürgel und Glenn Borer von der SG Dittingen, Christian Dornes von der AFG, Christian Syfrig von der ASSAG sowie Markus Graf von der SG Cumulus. Sie werden künftig in ihren Heimflugschulen ausbilden.
Mit Trainingstagen ab dem 27. August begann gestern in Vinon-sur-Verdon die Vorbereitung auf die fünfte Station der FAI Sailplane Grand Prix Series 13. Die Wertungsflüge sind vom 30. August bis 5. September vorgesehen. Geflogen wird im Umfeld der südlichen Alpen in Südfrankreich.
Das Teilnehmerfeld umfasst Pilotinnen und Piloten aus mehreren europäischen Ländern. Neben Mario Kiessling und Conrad Hartter sind unter anderem der Schweizer Yves Gerster, der Pole Stanisław Biela sowie die Franzosen Didier Hauss und Kévin Faur angekündigt.
Victor Mallick startet in Vinon erstmals bei einem Grand Prix. Der aktuelle Weltmeister der 18-Meter-Klasse will dabei eine Diana 4 fliegen. Didier Hauss geht von seinem Heimatverein aus an den Start. Auch Erik Borgmann, der regelmäßig in Vinon fliegt, und Kévin Faur mit einer JS3 zählen zum Kreis der erfahrenen Grand-Prix-Piloten.
Neben dem sportlichen Wettbewerb sind technische Neuerungen vorgesehen. Zum Veranstaltungsbeginn soll ein 3D-Livetracking für Zuschauer verfügbar sein. Zudem ist in der zweiten Hälfte der Woche die Erprobung eines Live-Bordkamerasystems geplant. Der Umfang des Einsatzes hängt vom Stand und der Zuverlässigkeit der Technik ab.
In Vinon geht es um Punkte und um die Chance, sich für das Serienfinale zu qualifizieren. Dieses ist vom 9. bis 15. Januar 2028 in Vitacura in Chile angesetzt.
Kerndaten
Information
Wettbewerb
FAI Sailplane Grand Prix, Series 13 – Qualifikation Vinon
Zeitraum
30. August bis 5. September 2026
Ort
Vinon-sur-Verdon, Frankreich
Fluggebiet
Südliche Alpen
Teilnehmerfeld
20 Pilotinnen und Piloten
Deutsche Teilnehmer
Mario Kiessling (Ventus 3T), Conrad Hartter (JS1-C)
Technische Angebote
3D-Livetracking; Erprobung von Live-Bordkameras
Qualifikationsziel
World Sailplane Grand Prix Final, Vitacura, Chile, Januar 2028
Vom 30. Juli bis 2. August 2026 fand auf dem Flughafen Épagny (La Gruyère, Schweiz) die Regionalmeisterschaft im Segelflug (CR Alpes Gruyères 2026) statt. Organisiert wurde der Wettbewerb vom Groupe de Vol à Voile de la Gruyère (GVVG). Insgesamt 18 Teams aus der ganzen Schweiz traten in zwei Klassen an: Mixte (Gemischte Klasse) und Libre (Freie Klasse).
Der Wettbewerb bot ideale Bedingungen für Segelflugbegeisterte, um sich auszutauschen und ihre Fähigkeiten zu messen. Die Aufgaben umfassten Streckenflüge mit Zielvorgaben, die je nach Klasse und Tag variierten. Die Wertung erfolgte über die durchschnittliche Geschwindigkeit (km/h) der geflogenen Aufgaben.
Der CR Alpes Gruyères 2026 war ein erfolgreicher Wettbewerb mit starker Beteiligung und herausfordernden Aufgaben.
Zwei Beispiele aus Dittingen und Schupfart zeigen, wie Segelflugausbildung in der Nordwestschweiz praktisch abläuft. Der persönliche Weg eines jungen Piloten und ein zweiwöchiges Schulungslager stehen dabei für unterschiedliche, aber eng verbundene Formen der Nachwuchsarbeit.
Klassischer Weg in Dittingen
Bei Martin Vögtli begann die Ausbildung an den Flugtagen 2024 der Segelfluggruppe Dittingen. Im Alter von 15 Jahren absolvierte er drei Schnupperflüge mit einem Fluglehrer. Noch im selben Jahr trat er der Schulung bei. Während der Saison 2025 trainierte er an den Wochenenden auf der doppelsitzigen ASK 21. Mit zunehmender Erfahrung übernahm er immer mehr Aufgaben selbst und bereitete sich auf den ersten Alleinflug vor.
Vor der Freigabe musste er unter anderem die Ausleitung aus einer Vrille, das Verhalten bei einem simulierten Seilriss sowie sichere Landungen bei unterschiedlichen Windverhältnissen und stärkerem Verkehr beherrschen. Nachdem zwei Fluglehrer zugestimmt hatten, absolvierte er Ende 2025 mit 16 Jahren seinen ersten Alleinflug. Es folgte die Umschulung auf die einsitzige LS 4 sowie die weitere Ausbildung im Thermik- und Streckenflug.
Im Winter besuchte Vögtli in Grenchen einen Theoriekurs mit neun Fächern. Der Unterricht erstreckte sich über vier Wochenenden und wurde durch Online-Lektionen ergänzt. Zu den behandelten Themen gehörten unter anderem Luftraumstruktur, Kartenkunde und Aerodynamik. Nach dem Theorieabschluss folgte der für die Lizenz erforderliche Solo-Streckenflug über mindestens 50 Kilometer. Die praktische Prüfung bestand er im Juni 2026. Ein Schwerpunkt der Vorbereitung war die Ziellandung innerhalb eines 60 Meter langen Bereichs.
Ausbildungslager in Schupfart
Wie eine konzentrierte praktische Schulung organisiert werden kann, zeigte die Segelfluggruppe Basel Fricktal vom 13. bis 24. Juli 2026 in Schupfart. Am Lager nahmen fünf Flugschüler und eine Flugschülerin im Alter von 14 bis 80 Jahren teil. Hinzu kamen brevetierte Pilotinnen und Piloten sowie ein Schnupperschüler. Zehn Fluglehrer, neun Schlepppiloten und weitere Helfer unterstützten den Betrieb; insgesamt wurden mehr als 100 Schleppstarts durchgeführt.
Der Ausbildungsstand reichte von ersten Flugerfahrungen bis zu Alleinflügen mit Flugaufträgen. Zum Programm gehörten Seilrissübungen sowie Thermik- und Streckenflüge. Während die erste Lagerwoche von grosser Hitze geprägt war, bot die zweite Woche gute thermische Bedingungen. Auch die brevetierten Teilnehmenden nutzten das Lager für Streckenflüge und Einweisungen auf weitere Segelflugmuster.
Beide Beispiele machen den Aufbau der Segelflugausbildung sichtbar: Auf erste Flüge mit Fluglehrer folgen systematisches Training, Alleinflug, Theorie, Streckenflug und praktische Prüfung. Gleichzeitig zeigt die Altersspanne im Lager von Schupfart, dass der Einstieg nicht auf Jugendliche beschränkt ist. Entscheidend sind ein kontinuierlicher Schulungsbetrieb, verfügbare Fluglehrer und die Mitarbeit der Vereinsmitglieder am Boden und in der Luft.
Grzegorz Kokot hat die 113er-Klasse des fünften Tauerncup in Mauterndorf gewonnen. In der Sport Klasse setzte sich Heimo Demmerer durch.
Der Wettbewerb auf dem Flugplatz Mauterndorf fand vom 2. bis 8. August statt. Die Ergebnislisten weisen in beiden Klassen vier Wertungstage aus; die letzte gewertete Aufgabe wurde am 5. August geflogen. Das hochalpine Umfeld im Salzburger Lungau stellte die Teilnehmer vor wechselhafte und gewitteranfällige Wetterbedingungen.
In der 113er-Klasse gewann Grzegorz Kokot auf einer Discus B CS mit 2.084 Punkten. Christian Zelger folgte mit 1.999 Punkten auf einer LS8 15 m. Harald Sturmann wurde auf einer ASW 24 (b) Dritter. Der Abstand zwischen den beiden Spitzenplätzen betrug 85 Punkte.
Kurzrangliste 113er-Klasse
Rang
Nachname
Vorname
Flugzeugtyp
Punkte
1
Kokot
Grzegorz
Discus B CS
2.084
2
Zelger
Christian
LS8 15 m
1.999
3
Sturmann
Harald
ASW 24 (b)
1.884
In der Sport Klasse entschied Heimo Demmerer die Gesamtwertung mit 3.195 Punkten für sich. Er flog einen Ventus 3 18 m Perf. Werner Amann erreichte auf einer AS 33 3.134 Punkte; Sven Kolb wurde auf einer Antares LF20e mit 2.884 Punkten Dritter. Demmerers Vorsprung auf Rang zwei betrug 61 Punkte.
Patrick Benoist, Florian Heilmann sowie Swen Wollschläger und Jan Warnken haben die drei Klassen des Lilienthal Glide 2026 in Lüsse gewonnen.
Der Wettbewerb auf dem Flugplatz Lüsse fand vom 10. bis 18. Juli statt. Regen am letzten vorgesehenen Wettbewerbstag verhinderte eine weitere Wertung, sodass die Siegerehrung auf Freitagabend vorgezogen wurde.
In der 18-Meter-Klasse gewann Patrick Benoist mit 5.790 Punkten. Er startete auf dem DAeC-Förder-Ventus 3T „IYB“ mit 15-Meter-Außenflügeln. Paul Bauer und Jan-Frederic Müller folgten auf den weiteren Podestplätzen.
Kurzrangliste 18-Meter-Klasse
Rang
Nachname
Vorname
Flugzeugtyp
Punkte
1
Benoist
Patrick
Ventus 3T 15 m
5.790
2
Bauer
Paul
ASG 29 E 18 m
5.727
3
Müller
Jan-Frederic
ASG 29 18 m
5.670
Florian Heilmann setzte sich in der Offenen Klasse mit 5.801 Punkten auf einer EB 29DR durch. Norbert Kalisch und Uli Schwenk belegten die Plätze zwei und drei.
Kurzrangliste Offene Klasse
Rang
Nachname
Vorname
Flugzeugtyp
Punkte
1
Heilmann
Florian
EB 29DR
5.801
2
Kalisch
Norbert
EB 29R
5.719
3
Schwenk
Uli
NimEta X
5.668
In der Doppelsitzerklasse gewannen Swen Wollschläger und Jan Warnken auf einem Arcus M mit 5.286 Punkten. Tobias und Stefan Meiler lagen mit 5.284 Punkten nur zwei Punkte zurück. Michael Pfennig und Annette Klossok wurden Dritte.
Der Jena Cup 2026 wurde vom 24. Juli bis 1. August am Flugplatz Jena-Schöngleina als Qualifikationsmeisterschaft im Streckensegelflug ausgetragen. Gewertet wurden die 18-Meter-Klasse, die Offene Klasse und die Doppelsitzerklasse. Nach fünf Wertungstagen endete der Wettbewerb mit Abschlussabend und Siegerehrung am 2. und 3. August.
In der 18-Meter-Klasse gewann Philipp Schulz mit einem Ventus-3T. Die Offene Klasse entschied Martin Petz im Antares 20e für sich. In der Doppelsitzerklasse setzten sich Tobias Ladenburger und Leonard Krohmer im Arcus T durch. Ein Wertungstag war wegen fehlender nutzbarer Thermik neutralisiert worden.
In der Offenen Klasse erzielte Max Leenders mit 4.062 Punkten den dritthöchsten Punktwert, trat jedoch außer Konkurrenz an. Die Rangliste führt deshalb Andreas Kühl auf Rang drei.
Beim FAI Qualifying Sailplane Grand Prix Deutschland am Farrenberg hat Peter Millenaar aus den Niederlanden die Gesamtwertung gewonnen. Conrad Hartter aus Deutschland wurde Zweiter. Beide haben sich damit für das 12. FAI World Sailplane Grand Prix Final in Chile qualifiziert.
Der Wettbewerb wurde vom 9. bis 15. August am Farrenberg bei Mössingen ausgetragen. Im sechsten und letzten Wertungsflug gewann Uwe Wahlig im JS3. Für die 264 Kilometer lange Aufgabe benötigte er 1:42:51 Stunden; das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 153,4 km/h. Hartter folgte in seiner JS1c nach 13 Sekunden. Ulrich Messmer belegte im JS3 den dritten Rang. Alle 20 gestarteten Piloten erreichten das Ziel.
Die Entscheidung um die Gesamtwertung fiel bereits vor dem letzten Flug. Millenaar hatte den fünften Wertungsflug über 302 Kilometer mit 137,6 km/h gewonnen und sich mit zehn Punkten eine Ausgangsposition für die Qualifikation geschaffen. Im abschließenden Rennen genügte ihm Rang sieben.
Millenaar beendete die Serie mit 41 Punkten, Hartter folgte mit 38 Punkten. Stefan Langer wurde mit 29 Punkten Dritter und steht auf der Reserveliste für das Weltfinale. Die ersten beiden der Deutschland-Serie erhalten die direkten Startplätze in Chile.
Die 14. FAI Junior World Gliding Championships sind am Flugplatz Aalen-Elchingen (EDPA) zu Ende gegangen. Bei der vom 2. bis 15. August ausgetragenen Junioren-Weltmeisterschaft wurde in der Standard- und Clubklasse geflogen.
In der Standardklasse setzte sich Max Maslak aus Deutschland mit 6.672 Punkten durch. Der Titelverteidiger gewann vor seinem Teamkollegen Patrick Benoist (6.567 Punkte); Lasse Edslev aus Dänemark folgte mit 6.536 Punkten auf Rang drei.
Die Clubklasse gewann Max Scutchings aus Australien auf einer ASW 20 mit 7.388 Punkten. Nicolas Caudrelier aus Frankreich wurde mit 7.348 Punkten Zweiter, Nils Zitzelsberger aus Deutschland belegte auf einer LS 7 neo mit 7.296 Punkten den dritten Platz.
Nach Angaben des Veranstalters konnten in beiden Klassen jeweils zehn Wertungstage geflogen werden. Der vorgesehene letzte Flugtag entfiel wegen großer Hitze, schwacher Thermik, Gewittern und teils starkem Wind. Insgesamt wurden 73 Außenlandungen registriert; dies entsprach laut Veranstalter weniger als zehn Prozent der Starts.
Auch im Team Cup lag Deutschland vorne. Mit 875,30 Punkten setzte sich die deutsche Mannschaft vor dem Vereinigten Königreich (868,23) und Frankreich (854,82) durch. Die Schweiz wurde Zwölfte mit 761,00 Punkten.
Die LS 8-18 des Dr. Angelika Machinek Förderverein Frauensegelflug e.V. (AMF) steht 2027 wieder zwei engagierten Pilotinnen als Förderflugzeug zur Verfügung. Bewerbungen sind ab sofort möglich, die Frist endet am 30. Oktober 2026.
Bewerberinnen müssen mindestens 150 Stunden Flugzeit als PIC in einsitzigen Segelflugzeugen, ein 300 km-Dreieck sowie die Teilnahme an einem Wettbewerb als verantwortliche Pilotin nachweisen, die Mitgliedschaft in einem Verein eines DAeC Landesverbandes und im AMF werden vorausgesetzt. Der Antrag muss außerdem ein Motivationsschreiben der Pilotin sowie eine schriftliche Empfehlung des Vereinsausbildungsleiters oder des Landestrainers beinhalten. Die Vergabe-Entscheidung wird nach Prüfung aller eingegangenen Bewerbungen und persönlichen Gesprächen mit den Bewerberinnen durch den Vorstand des AMF getroffen. Ein pfleglicher Umgang mit dem Flugzeug, Mithilfe bei Wartungsarbeiten und regelmäßige Updates über die Aktivitäten zur Veröffentlichung werden erwartet. Bewerbungsschluss ist der 30.10.2026.
Die LS 8 mit dem Wettbewerbskennzeichen AM1 wird zur Förderung von Segelflugpilotinnen eingesetzt, die über kein eigenes Flugzeug verfügen und keinen Anspruch auf ein anderes Förderflugzeug haben. Die AM1 unterstützt so gezielt Trainingsmaßnahmen und die Teilnahme an Wettbewerben.
Weitere Informationen und das Antragsformular stehen auf der Homepage hier zum Download zur Verfügung.
Die Segelfluggruppe Basel-Fricktal hat am Alpen-Breitenförderungskurs (BFK) in Samedan teilgenommen. Insgesamt 17 Teilnehmer absolvierten die Einweisung ins Gebirgsfluggebiet des Engadins. Als Schulungsflugzeuge standen Duo Discus, DG-1000 und Arcus zur Verfügung.
Das Wetter präsentierte sich während des Kurses atypisch für die Region: Statt des erwarteten Malojawinds dominierte ein überregionaler Nordwind, was die Trainingsbedingungen zwar anspruchsvoller, aber lehrreicher machte. Die Teilnehmer lernten, die jeweils tragenden Hänge situativ zu beurteilen und ihre Flugtaktik entsprechend anzupassen.
Gestartet wurde ausschliesslich an der Winde, betrieben von einem professionellen Team aus Startleiter, Windenfahrer und Tower-Koordination. Nach dem Ausklinken galt es, die Hänge rund um den Flugplatz Samedan zu nutzen und schrittweise die Krete zu überhöhen. Wer die Thermik nicht rechtzeitig fand, kehrte mit Tower-Unterstützung in die Platzrunde zurück – auf einer Piste, die Segelflugzeuge neben Business-Jets und einer PC-7 der Schweizer Luftwaffe beherbergte.
Im Verlauf des Kurses absolvierten die Teilnehmer zusammen 181 Starts und flogen insgesamt 318 Stunden. Neben den Doppelsitzern konnten die Piloten gegen Ende des Kurses auch ihre eigenen Einsitzer einsetzen. Als besonderes Highlight ermöglichte ein österreichisches Ultraleichtflugzeug des Typs Dynamic WT9 ausnahmsweise einige Flugzeugschlepps – in Samedan normalerweise nicht vorgesehen.
Das Kursprogramm umfasste neben den Flügen tägliche Meteo-Briefings sowie theoretische Einheiten zu Windverhältnissen in Alpentälern, menschlichen Leistungsgrenzen und Windenstartechnik. Abgerundet wurde der Kurs mit lokalen Spezialitäten wie Pizzoccheri und Capunet.
Zum diesjährigen praktischen Safety Workshop des Schweizer Segelflug-Verbandes gehört eine Stunde Theorie und anschliessend Praxisflüge mit dem Fox für alle, welche den Übergang in das Rückentrudeln erfahren möchten.
Ausserdem steht ein zweiter SAGA Fluglehrer zur Verfügung, um normales Trudeln und dessen Ausleiten auf dem Vereins Schulungs- Doppelsitzer zu trainieren.
Folgende Vereine planen in diesem Jahr einen praktischen Safety Workshop in Zusammenarbeit mit der SAGA:
Thun, So 23.8.26 (Roman Baumer, Stefan Heldstab) -> Anmeldung
Vom 26. Juli bis zum 1. August 2026 fanden in Villefranche-Tarare die französischen Meisterschaften im Segelflug in der Clubklasse statt. Insgesamt traten 25 Pilotinnen und Piloten zu dem Wettbewerb an.
Während der Wettbewerbswoche konnten fünf Wertungstage erfolgreich durchgeführt werden. Die Streckenlängen variierten dabei je nach Wetterbedingungen zwischen 103 km am ersten Wertungstag und einer anspruchsvollen Aufgabe von 402 km am fünften und letzten Tag.
Nach fünf Wertungstagen sicherte sich Nicolas Bernhard (Association Aéronautique Provence Côte d’Azur) auf einer Pegase mit 2.271 Punkten den ersten Platz in der Gesamtwertung. Den zweiten Platz belegte Nicolas Douchet (Cambrai Planeur Aéro Club) auf einer LS 3a mit 2.245 Punkten, dicht gefolgt von Xavier Tanguy (Armée de l’air et de l’Espace) auf einer LS 4 mit 2.243 Punkten.
Vom Webinar von Ende Juli zu den neuen Überflugsregeln im französischen Vanoise- Nationalpark existiert inzwischen eine in Englisch untertitelte Aufzeichnung. Sie finden Sie hier.
Der Aero-Club Kehrl und der Aero Club Fürth melden erfreuliche Ausbildungserfolge im Juli 2026.
Beim Aero-Club Kehl hat der 16-jährige Max am 8. Juli 2026 seine praktische und theoretische Segelflugprüfung bestanden. Prüfer war Karl-Heinz Beiser. Bereits knapp zwei Wochen zuvor hatte Max den vorgeschriebenen 50-Kilometer-Streckenflug auf einer Ka 6 absolviert. Mit 16 Jahren gehört er zu den jüngsten Inhabern einer Segelfluglizenz in Deutschland – und darf damit voraussichtlich Passagiere mitfliegen, bevor er einen Führerschein machen kann.
Beim Aero Club Fürth absolvierten in derselben Woche gleich drei Flugschüler ihren ersten Alleinflug. Bodo, ein Umschüler vom Motorflug, flog erstmals allein im Segelflugzeug. Helmut, ein ehemaliger Segelflieger, kehrte nach längerer Pause ins Cockpit zurück und meisterte seinen Wiedereinstieg. Harry absolvierte seinen ersten Alleinflug auf dem Motorsegler. Alle drei hatten ihre Ausbildung nach einer intensiven Vorbereitungsphase mit ihren Fluglehrern abgeschlossen.
Der Segelflugzeughersteller Alexander Schleicher GmbH in Poppenhausen (Rhön) hat im Juli 2026 gleich zwei Anlässe zu feiern gehabt: das jährliche Betriebssommerfest sowie das aussergewöhnliche Dienstjubiläum von Seniorchef Edgar Kremer.
75 Jahre Betriebszugehörigkeit
Am 26. Juni 2026 wurde Edgar Kremer von langjährigen Mitarbeitern, Teilen des Betriebsrats und des Konstruktionsteams sowie von Sohn Peter und Enkelin Lena überrascht. Anlass war sein 75-jähriges Betriebsjubiläum — ein in der Branche wohl einmaliger Wert.
Edgar Kremer hatte am 26. Juni 1951 zunächst als Hilfsarbeiter bei Alexander Schleicher begonnen, ehe er im Oktober desselben Jahres als Schreiner-Lehrling angestellt wurde. 1954 bestand er die Gesellenprüfung, 1965 folgte die Meisterprüfung. Von 1968 an war er Teil der Geschäftsleitung, ab 1994 alleiniger Geschäftsführer. 2003 übergab er die Führung an seine Söhne Peter und Ulrich Kremer.
Joschka Schmeisl, Leiter Herstellung und Konstruktion, überreichte dem bald 90-Jährigen einen Abzug seines Lehrvertrags aus dem Jahr 1951 — ein Dokument, das Kremer als 15-Jähriger unterzeichnet hatte. Sichtlich gerührt erzählte er von harten Lehrjahren, dem Umstieg von Holz auf Kunststoff, prägenden Begegnungen und dem, was sich in 75 Jahren so alles ereignet. Besonders stolz zeigte er sich auf seinen goldenen Meisterbrief.
Edgars Ehefrau Hedwig Kremer — Tochter von Firmengründer Alexander Schleicher — war vorab eingeweiht und hatte den Überraschungsbesuch mit Erfrischungen vorbereitet. Fliegerisch begann Edgar Kremer 1952; bis 2023 sammelte er über 15.000 Flugstunden.
Sommerfest am Werksflugplatz Huhnrain
Wenige Wochen später, am Freitag vor den Betriebsferien, lud das Unternehmen seine Mitarbeitenden zum traditionellen Sommerfest an den Werksflugplatz ein. Geschäftsführer Uli Kremer nutzte den Rahmen, um die frisch ausgelernten Azubis zur bestandenen Prüfung zu beglückwünschen.
Den Mittelpunkt des Abends bildete eine Mitarbeiter-Rallye, ausgearbeitet und begleitet von den Auszubildenden Sarah und Nele. Wer wollte, konnte das Fliegen selbst erleben — entweder im Motorsegler oder in der ASK 21 B (Werknummer 1000), geschleppt von der AS-Schleppmaschine und der ASK 16 des befreundeten Vereins Rhönflug Poppenhausen.
Der Österreichische Aero-Club (ÖAeC) informiert seine Mitglieder mit Schreiben vom 20. Juli 2026 über zwei befristete Luftraumverordnungen im Bereich des Militärflugplatzes Zeltweg.
Hintergrund
Das Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV) hat den ÖAeC informiert, dass zur Aufrechterhaltung der Luftraumüberwachung am Militärflugplatz Zeltweg befristete Verordnungen für die Lufträume LO R 34 und LO R 35 notwendig sind. Hintergrund ist die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft trotz eines aktuellen Personalengpasses in der Luftraumüberwachung sowie ein darauf aufbauendes Safety Assessment des BMLV und des Bundesministeriums für Inneres und Migration (BMIMI).
Regelung seit 1. August 2026
Die Verordnungen gelten seit 1. August 2026 bis 31. Juli 2027 und werden jeweils an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen aktiviert:
Luftraum
Aktivierungshöhe
LO R 34
bis 8.000 ft
LO R 35
bis FL125
Für Segelflugzeuge, Ballone sowie Hänge- und Paragleiter gilt während der Aktivierung ein kategorisches Verbot des Ein-, Aus- und Durchflugs in der MCTR Zeltweg. Sicherheitslandungen werden nötigenfalls durch den Tower Zeltweg genehmigt. Im Gegenzug werden bei Aktivierung der LO R die MTMA 1–5 nicht aktiviert und können ohne Freigabe beflogen werden.
Ausnahmen
Folgende Regelungen bleiben unverändert:
Die bestehenden, veröffentlichten TRAs in der MCTR Zeltweg bleiben ausgenommen.
Der Hängegleiter/Paragleiter-Betrieb kann wie bisher fortgeführt werden; bestehende Betriebsvereinbarungen bleiben gültig bzw. werden an die Verordnungen angepasst.
Modellflugvereine innerhalb der MCTR sind nicht betroffen.
Zukunftslösung: LVR-Novelle
ÖAeC-Präsident DI Wolfgang Malik und Vizepräsident Michael Gaisbacher (Sektion Segelflug / LV Steiermark) halten fest, dass parallel zur Verordnung an einer LVR-Novelle gearbeitet wird. Diese soll künftig eine getrennte Aktivierung des militärischen Luftraums ohne LO R ermöglichen. Für Transponder-ausgerüstete Luftfahrzeuge wäre damit die Freigabe gemäss den bisherigen rechtlichen Bestimmungen wieder möglich. Die Verordnungen LO R 34 und LO R 35 sind hier abrufbar.
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Vom 6. bis 17. Juli 2026 führte die Segelfluggruppe Säntis ihr Sommerlager auf dem Heimflugplatz St. Gallen-Altenrhein durch. Das Wetter zeigte sich wechselhaft: Die erste Lagerwoche bot gute Thermik und ermöglichte Streckenflüge ins Bündner Hochgebirge, ins Allgäu und nach Österreich. Die Jungpiloten sammelten Erfahrungen über dem Appenzellerland. In der zweiten Woche verhinderten Hitze und Gewitterneigung längere Streckenflüge; der Betrieb konzentrierte sich auf Ausbildungsflüge, Umschulungen und Training.
YES-Tage (Young Eagles of Switzerland)
Parallel zum Lager wurden täglich zwei Jugendliche aus dem YES-Programm des Aero-Clubs der Schweiz empfangen. Das Programm richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren. Der Tagesablauf umfasste die Teilnahme am morgendlichen Briefing um 09:00 Uhr, die Vorbereitung der Flugzeuge sowie — bei geeignetem Wetter — einen Passagierflug im Doppelsitzer DG505 über das Appenzellerland und die Bodenseeregion. An einem wetterbedingt eingeschränkten Vormittag wurde die Zeit für Simulatorflüge genutzt.
In diesem Jahr nahmen auffallend viele Mädchen an den YES-Tagen teil. Alle Teilnehmenden erhielten am Ende des Tages ein persönliches Diplom. Die Kosten trugen der Aero-Club der Schweiz, der Aero-Club Ostschweiz sowie die SG Säntis.
Die Segelfluggruppe Basel-Fricktal absolvierte ihr Fluglager 2026 im Rahmen des sechswöchigen SFVS-Lagers in Zweisimmen. Das Wetter spielte weitgehend mit: Lediglich an einem Tag (1. Juli) verhinderten Regenschauer und Gewitter den Flugbetrieb.
Die 15 Lagerteilnehmer flogen mit elf Flugzeugen 110 Flüge und erzielten 433,5 Stunden. Hinzu kamen 26 Flüge der einheimischen Segelfluggruppe ASGZ mit 107,75 Stunden. In der Summe wurden in zwei Wochen 136 Flüge mit über 541 Stunden absolviert. Das eingemietete Schleppflugzeug, eine PA-18-180M Super Cub, absolvierte 101 Schlepps in knapp 25 Stunden — durchschnittlich rund 15 Minuten pro Schlepp.
Die Gruppenflotte umfasste die Doppelsitzer BF3 und FB sowie eine ASW28, eine AS34Me und eine LS8. Privat mitgebrachte Flugzeuge waren zwei Antares-Elektroeigenstarter, eine DG800B, eine Ventus-2cM, eine ASG29 und eine DG300. Die LS8 war mit 18 Flügen und knapp 67 Stunden das meistgeflogene Flugzeug des Lagers. Am ersten Flugtag knickte das Fahrwerk der LS8 «12F» bei einer korrekten Landung ein; ein bereits zuvor verbogener Anlenkhebel war gebrochen. Die Maschine wurde noch in der Nacht gegen die XF von LSZI getauscht und in die Reparatur überführt.
Die Fluggebiete umfassten die klassischen Alpenziele: Wildstrubel, Les Diablerets, Rochers de Naye, Le Moleson, Stockhorn, Niesen, Schilthorn und Gemmipass. Einzelne Teilnehmer erreichten den Pilatus, Grimsel, Furka, Nufenen, Rheinwaldhorn, Matterhorn und den Mont Blanc. Den Höhepunkt setzten am 8. Juli zwei junge einheimische Piloten mit Rekordflügen ab Zweisimmen: 1.008 km und 983 km zwischen Dents du Midi und Pizol.
Das nächste SFVS-Lager in Zweisimmen findet vom 31. Juli bis 14. August 2027 statt.
Am 27. Juni 2026 absolvierten André Bartsch und Daniel vom Brausegeier-Verein Schwarzwald (BVS) einen 711-Kilometer-Streckenflug ab dem Freiburger Flugplatz. Geflogen wurde im vereinseigenen Duo Discus. Während am Boden Temperaturen von fast 40 °C herrschten, lagen die Verhältnisse in 2.500 Metern Höhe mit gut entwickelter Thermikbei rund 15 °C.
Nach dem Start und dem Aufstieg auf 2.700 Meter erkundeten die beiden Piloten zunächst bis kurz vor Schwann-Connweiler den nördlichen Schwarzwald. Auf dem Rückschenkel Richtung Süden zum Flugplatz Hütten-Hotzenwald erreichten sie eine Schnittgeschwindigkeit von 113 km/h. Ein weiterer Vereinskollege flog am selben Tag auf einem anderen Kurs über dem Schwarzwald 621 km mit einer Schnittgeschwindigkeit von 117 km/h.
Der zweite Teil des Fluges führte in den Schweizer Jura. Der Übergang über die thermisch schwierige Rheinebene unter den Lufträumen von Basel und Zürich erforderte taktisches Vorgehen. Im Jura flogen die Piloten am Chasseral vorbei bis westlich von Neuchâtel.
Der Rückweg über den Schwarzwald brachte am Schluchsee noch einen Aufwind auf knapp 3.000 Meter. Das verbleibende Wetterfenster nutzten die Piloten für einen weiteren Nordschenkel, bevor sie den Endanflug mit 711 Kilometern auf dem Bordcomputer einleiteten.
Vom 2. bis 5. Juli 2026 fand auf dem Segelflugplatz Schmerlat in Schaffhausen die Ostschweizer Regionalmeisterschaft (RM) im Streckensegelflug statt. 18 Piloten aus neun Segelfluggruppen traten in zwei Klassen gegeneinander an: der gemischten 15-Meter-Klasse und der Offenen Klasse. Dank stabiler Wetterlage konnte an allen vier Wettbewerbstagen eine Aufgabe geflogen werden.
Die Aufgaben in der 15-Meter-Klasse wurden bis 345 km ausgeschrieben, in der Offenen Klasse bis 409 km. Der Start erfolgte täglich im Flugzeugschlepp, meist um die Mittagszeit. Das Organisations-Komitee stand unter der Leitung von Mike Reiner; Ruedi Demmerle übernahm das Meteobriefing, Peter Ehrat das Tasksetting und den Startbetrieb.
15-Meter-Klasse
Rang
Pilot
Club
Flugzeug
Punkte
1
Simon Gantner
SG Winterthur
LS 4
3597
2
Flurin Schwarzmann
SG Winterthur
LS 4
2896
3
Stefan Gertsch
SG Säntis
DG 300 WL
2892
4
Andy Walti
SG Winterthur
Discus 2b
2883
5
Leonard Zinn
SG Oberaargau
LS 8
2875
Offene Klasse
Rang
Pilot
Club
Flugzeug
Punkte
1
Harry Tanner
LSV Blumberg
Ventus 3M 18m
3609
2
Stefan Rast
SG Cumulus
Ventus 2cM 18m
3590
3
Raffaele Sandrini
SG Knonaueramt
Discus 3M 18m
3344
4
Beat Braendli
SG Winterthur
Ventus 2cxM 18m
3252
5
Roman Buehler
SG Säntis
JS1C TJ 21m
3011
In der 15-Meter-Klasse setzte sich Simon Gantner von der SG Winterthur mit deutlichem Vorsprung durch. In der Offenen Klasse gewann Harry Tanner vom LSV Blumberg knapp vor Stefan Rast (SG Cumulus).
Der Fliegersportclub Nidda hat am 27. Juni 2026 auf seinem Fluggelände am Helmsberg sein 75-jähriges Bestehen gefeiert. Mitglieder, Gäste sowie Vertreter aus Kommunalpolitik, Sport und Luftsport waren zugegen, ebenso befreundete Vereine aus der Region.
Vereinsgeschichte
Gegründet wurde der Verein 1951 – nur wenige Tage nach der Aufhebung des alliierten Flugverbots in Deutschland. 17 flugbegeisterte Niddaer legten damals den Grundstein für den heutigen Club. Die ersten Starts erfolgten mit einem selbstgebauten Schulgleiter am Stehfelder Hang.
1957 zog der Verein an seinen heutigen Standort auf dem Helmsberg um. Seither hat sich der Fliegersportclub kontinuierlich weiterentwickelt. Heute bietet er aktiven Segelflugbetrieb, ehrenamtliche Ausbildung und ein funktionierendes Vereinsleben. Die Segelflugausbildung steht Jugendlichen ab 14 Jahren offen.
Jubiläumsfeier
Der Empfang begann um 16:00 Uhr mit Kaffee und Kuchen, der offizielle Teil startete um 18:00 Uhr. Im Rahmen der Feier wurden langjährige und besonders engagierte Mitglieder ausgezeichnet.
Der Hessische Luftsportbund (HLB) war durch Präsidialratsmitglied und Segelflugreferent Siegfried Samson vertreten. Er überreichte dem Verein die Ehrenplakette in Silber des HLB.