Archiv der Kategorie: Segelflug-News

Übersichtliche Kurznachrichten der Ereignisse im Segelflug.

Im kontrollierten Steigflug aus der Krise

Auf der Hahnweide ist nach wochenlangem Stillstand Leben zurückgekehrt. Die Fliegergruppe Wolf Hirth hat das vom Luftfahrtverband aufgelegte Hygienekonzept noch verfeinert. Der Wiedereinstieg funktioniert offenbar. Dort, wo es seit Mitte März außer einigen Erprobungsflügen und Werkstatttätigkeiten keinerlei Segelflugaktivitäten mehr gab, kehrten am Wochenende schrittweise Leben und Zuversicht zurück. Schon kurz nach acht Uhr herrschte rege Betriebsamkeit auf der Hahnweide. „Alles reibungslos verlaufen“, bilanzierte am Sonntagabend Tilo Holighaus, der nach zweimonatiger Zwangspause gleich mehrfach in die Lüfte stieg. Prächtiges Frühlingswetter mit reichlich Sonnenschein und brauchbare Winde versüßten die Rückkehr – auch für die Mitglieder jener acht anderen Klubs, die das Fluggelände ebenso nutzen. Der Wiedereinstieg dürfte freilich deutlich schwerer fallen als in früheren Zeiten. Tilo Holighaus fügt noch einen weiteren Aspekt hinzu. „Von meinen Flugfreunden in anderen Ländern weiß ich, dass dort der Lockdown teils deutlich härter war als in Deutschland“, so der aktuelle Weltmeister, selbst Radfahren oder Joggen sei dort in vielen Fällen für seine Kollegen nicht erlaubt gewesen. In Deutschland war dies möglich, Holighaus machte reichlich Gebrauch davon – und hatte dabei so manches Aha-Erlebnis. „Speziell beim Radfahren lernte ich Touren und Straßen kennen, von denen ich gar nicht wusste, dass es die gibt“, er habe eben für eine Weile „Naturbeobachtung vom Boden statt aus der Luft“ betrieben. Quelle: ‚Teckbote‚.

Spaichingen: Neue Ausbildungsmaschine

Gleich zwei gute Gründe zur Freude haben derzeit die Piloten der Segelfluggruppe Spaichingen-Aldingen: Zum einen darf seit Montag, 11. Mai, wieder ein Flugbetrieb, wenn auch unter umfassenden Hygieneauflagen, stattfinden; zum anderen konnten sie laut Pressemitteilung schon in der Woche davor endlich ihre neue Ausbildungsmaschine in Empfang nehmen. Die Entscheidung, die bewährte alte Ausbildungsmaschine, Baujahr 1990, eine ASK 21 des Flugzeugherstellers Alexander Schleicher, durch einen neuen Flieger zu ersetzen, wurde schon vor einigen Monaten getroffen. Die Wahl des Vereins fiel auf das direkte Nachfolgemodell, ASK 21 B. Das doppelsitzige Segelflugzeug hat 17 Meter Spannweite und ist nicht nur für den Schulungs- und Übungsflug, sondern auch für Streckenflug und sogar für Kunstflug geeignet, so die Mitteilung. Nun konnte das Flugzeug passend zum, durch die Corona-Pandemie verspäteten, Saisonbeginn beim Hersteller in Poppenhausen nahe der Wasserkuppe abgeholt werden. Die alte ASK21 hatte der Verein bereits im Februar an den Luftsportring Aalen verkauft und samt Transportanhänger übergeben. Einen dicken Wermutstropfen gab es für die Piloten dann doch: Die Zulassungspapiere des neuen Flugzeugs sind noch bei den Behörden und der zweite Doppelsitzer des Vereins wird nach längeren Wartungsarbeiten erst in dieser Woche vom Prüfer freigegeben. Und so mussten die Piloten der Segelfluggruppe Spaichingen-Aldingen am Wochenende noch mit ihrem Reisemotorsegler vorliebnehmen und konnten bei dem schönen Wetter noch nicht das leise Gleiten über der Schwäbischen Alb genießen. Neben den ersten Wochenenden der Flugsaison ist der Corona-Pandemie auch die Generalversammlung der Fliegergruppe zum Opfer gefallen: Sie musste auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Quelle: ‚Schwäbische.de‚.

D-6684 zurück bei den Luftsportfreunden in Wesel

Das Saisonende durfte die heutige D-6684 noch in Holland verbringen, bevor es dann im November zurück an die Römerwardt ging. Zurück?, richtig, der Flugplatz in Wesel ist nicht neu für den Flieger, sie war hier bereits viele Jahre stationiert und wurde von der Segelfluggruppe Duisburg geflogen. Es war also eine Reise zurück zu den Anfängen. Die vielen Jahre und tausende Starts hatten aber auch Spuren hinterlassen. Diese sollten bis zum Start der kommenden Saison beseitigt werden. Malte Hennig investierte daher im Winter hunderte Stunden um mit Vereinskollegen den Flieger technisch wieder in Bestzustand zu versetzen. Nachdem am 14.05.20 die Abnahme durch den Prüfer, also so etwas wie dem Flieger Tüv erfolgte, sollte am Abend des Folgetages, nach weiteren Vorbereitungen, der langersehnte Erstflug unter neuem Kennzeichen erfolgen. Aufgrund des enormen Abeitseinsatzes gebührte diese Ehre Malte Hennig, begleitet durch Fluglehrer Hübers. Nach dem ersten Flug stiegen beide Piloten mit einem breiten Grinsen aus. Das Flugzeug fliegt sich hervorragend, da waren sich beide einig. Davon wollte sich dann natürlich auch Vorsitzender und Ideengeber Kujaht überzeugen. Am letzten Wochenende erfolgte dann die „Übergabe“ an die Vereinsmitgliedschaft. Viele Starts folgten bereits und die positiven Rückmeldungen rissen nicht ab. Die neue, alte ASK 21 ist in Wesel angekommen. Quelle: ‚Lokalkompass.de‚.

Segelflieger wieder am Himmel

Sieben Wochen warteten die Segelflieger aus Oberhausen, Duisburg, Bottrop und Essen auf den Saisonstart 2020. Der 7. Mai war dann endlich der offizielle Beginn der Saison 2020 für die Segelflieger in der Schwarzen Heide. Organisatorisches Talent zwecks Planung der Flugtage ist von den Vorständen der Vereine nach Corona-Bedingungen auch weiterhin besonders gefragt. Aber genug Platz für die Piloten auf dem Flugplatz ist nun wirklich vorhanden. Alle weiteren Informationen über das Fliegen allgemein – und das Fliegen unter Coronabedingungen gibt es unter www.fsv-obdu.de und auf der fb-Seite des Flugsportvereins Oberhausen Duisburg. Quelle: ‚Lokalkompasse.de‚.

Rangierhilfe hing noch am Segelflieger

Schwere Verletzungen hat sich der 40-jährige Pilot eines doppelsitzigen Segelflugzeuges vom Typ Schleicher bei einem Absturz aus rund 30 Metern zugezogen. Der Unfall ereignete sich am Donnerstag gegen 11.30 Uhr auf dem Segelfluggelände im Süden Markdorfs. Wie die Polizei berichtet, war der Pilot alleine im Flugzeug und bemerkte beim Windenstart nicht, dass am Heck die Rangier- und Transporthilfe noch angebracht war. Während der Startphase klinkte sich der Pilot in einer Höhe von etwa 30 Metern vorzeitig vom Zugseil aus. Mutmaßlich deshalb, weil die Hilfe noch am Flugzeug angebracht war. Daraufhin stürzte das Flugzeug ab. Das Flugzeug schlug zunächst mit dem Heck auf und rutschte später rund 65 Meter über die Wiese. Am Rand der Piste kam der Segelflieger schließlich zum Stillstand. Der Pilot wurde unfallbedingt schwer verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht nach derzeitigen Erkenntnissen beim Piloten jedoch nicht. Am Luftfahrzeug entstand Sachschaden in Höhe von rund 50 000 Euro. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Konstanz wurde das Segelflugzeug für weitere Ermittlungen beschlagnahmt. Vor Ort waren neben der Polizei noch Rettungskräfte der Feuerwehr und des DRK. Da der Pilot nicht eingeklemmt worden ist, konnte der Rettungsdienst den 40jährigen schnell aus dem Flugzeug befreien. Quelle: ‚Schwäbische.de‚.

Segelflug-Unfall in Barcelonnette

Der Pilot eines Segelflugzeugs wurde bei dem Absturz seines Flugzeugs am Donnerstag, 21. Mai 2020, gegen 15 Uhr am Ende der Startbahn des Flugplatzes Barcelonnette-Saint-Pons im Ubaye-Tal (Alpes-de-Haute-Provence) schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich während der Landephase.

Der Verunfallte, ein 57jähriger Pilot aus dem Dorf Saint-Pons, erlitt schwere Kopfverletzungen, schaffte es aber, das Flugzeug zu verlassen, das 80 Meter von der Landebahn entfernt notlandete. Das Segelflugzeug kam auf dem Rücken in Höhe der Straße am Ende der Startbahn auf der Ostseite des Flugplatzes zum Stehen.

Der 50jährige wurde von der Feuerwehr übernommen und mit dem Hubschrauber der Gendarmerie ins Krankenhaus von Nord-Marseille evakuiert. Eine Erklärung für den Hergang des Unfalles ist bisher nicht bekannt. Quelle: ‚La Provence‚.

Nobitz: Testgelände für Drohnentechnik

Drohnenexperten wollen den Flugplatz in Nobitz (Altenburger Land) verstärkt als Testgelände für Drohnentechnik profilieren. Hintergrund ist, dass solche unbemannten Fluggeräte in immer mehr Bereichen Einzug halten: In der Land- und Forstwirtschaft ebenso wie bei Einsätzen von Feuerwehr und Polizei, aber auch in der Logistik und im Handwerk. Um den Einsatz zu trainieren oder neue Geräte und Anwendungen zu testen, brauche es Übungsmöglichkeiten, sagte Projektkoordinator Frank Schmitt von der Gemeinde Nobitz. Ein solches Testgelände auf dem Flugplatz-Areal werde derzeit im Rahmen eines vom Bund geförderten Projekts konzeptionell vorbereitet. Quelle: ‚insuedthueringen.de‚. Bild: ‚deacademic.com‚.

Coronavirus: Segelflug in den Alpes-de-Haute-Provence in Gefahr

Den folgenden Bericht publizierte die Zeitung ‚La Provence‚ in der vergangenen Woche.

Nach Angaben des Französischen Segelflugverbandes sind fast 50 Arbeitsplätze durch die Einschränkungen ihrer Tätigkeit gefährdet. Die Alpes-de-Haute-Provence ist für die Segelflieger in Europa ein beliebtes Ziel. Der Club von Vinon-sur-Verdon beispielsweise ist in Bezug auf die Anzahl Lizenzen der führende Klub Frankreichs, jener von Sisteron liegt an fünfter Stelle und im Departement ist ausserdem das Nationale Segelflugzentrum (CNVV) in Château-Arnoux-Saint-Auban angesiedelt. Das ist eine weltweit einzigartige Struktur, die jedes Jahr mehr als 1’000 Auszubildende aus der ganzen Welt betreut. In Frankreich gibt es fast 12’000 Segelflugzeugführer-Lizenz-Inhaber in insgesamt 162 Clubs, darunter stammen 2’300 aus der Region Provence-Hautes-Alpes-Côte d’Azur-Region (PACA), die bei den Lizenz-Inhabern vor der Occitaine an erster Stelle steht.

Fast 1’500 Menschen kommen im Sommer, um hier Segelflugzeuge zu fliegen. „Wir müssen auch daran denken, dass diese Leute nicht allein kommen, sondern mit ihren Familien andere touristische Aktivitäten konsumieren“, sagt Luc Guillot, Direktor des französischen Segelflugverbands (FFVP). Die Saison 2020 verspricht, schwierig zu werden: Jetzt kommen die Gäste wegen der Gesundheitsvorschriften nicht mehr („Lockdown“-Regeln mit 100 km maximaler Bewegungsfreiheit, Schließung der Grenzen)“, erklärt Luc Guillot. Mit der 100-km-Regelung sind wir massiv eingeschränkt, ein Segelflieger macht regelmäßig Flüge von 500 km“. Diese mit der Gesundheitssituation verbundenen Einschränkungen mindern die Attraktivität der Französischen Alpen erheblich.

„In der gegenwärtigen Situation machen wir uns Sorgen um die Arbeitsplätze und um die Fähigkeit der Clubs, den Schock zu absorbieren. Ausbilder, Mechaniker, Sekretariate und Restaurants befinden sich nun in Kurzarbeit. Segelfliegen beschäftigt rund 50 Profis, deren Arbeitsplätze in den Clubs des Departements bedroht sind“, sagt Luc Guillot.

Um eine Erholung zu ermöglichen, hat der Verband Gesundheitsprotokolle für den Empfang von Menschen in den Clubs, sowohl am Boden als auch in der Luft, eingeführt. Der Beruf wartet nun auf die Piloten, die aus Frankreich, Europa und darüber hinaus kommen werden, sobald die Einschränkungen wieder gelockert worden können.

Absturz im Gebirge

Am Montag, 18. Mai zog ein 64-jähriger Wiener mit seinem Segelflieger seine Schleifen über dem Gebirge der Schladming-Dachstein-Region. Bei strahlend schönem Wetter kam der Einsitzer plötzlich dem Südosthang des Rossfelds zu nahe, prallte gegen den Fels und zerschellte in zwei Teile. Der Pilot wurde verletzt geborgen.

Voller Bewunderung beobachteten die Wanderer vom 1850 Meter hohen Gipfel des Rossfeldes aus einen Wiener (64), der bei bestem Flugwetter mit seinem Segelflugzeug der Type Hornet seine Schleifen zog. Zuvor war das im Bezirk Liezen wohnhafte Mitglied eines Flugvereins vom Flugplatz Aigen aus gestartet. Der 64-Jährige konnte selbst die Einsatzkräfte rufen, auch eine Augenzeugin schlug Alarm. Sofort rückten die Alpinpolizei, die Bergrettung Schladming, der Rettungshubschrauber Martin 1 und die Feuerwehr aus, um den Verletzten zu bergen. Eine Taubergung war nicht möglich, die Befürchtung war zu groß, dass der Hubschrauber Wrackteile aufwirbeln könnte. Daher barg die Bergrettung den Mann, der dann zum Krankenhaus geflogen wurde. Quelle: ‚Krone.at‚.

Chamer Flugtage 2020 abgesagt

Leicht gemacht hat sich die Vorstandschaft des Segelflug-Sportvereins die Entscheidung nicht. Trotz der zeitintensiven Vorbereitungen der letzten Monate entschied sie sich nun aus Verantwortung gegenüber den Gästen, die Chamer Flugtage heuer entfallen zu lassen. Wegen der Corona-Pandemie hat die bayerische Staatsregierung alle Großveranstaltungen bis mindestens 31. August verboten. Darunter fällt auch noch der für den 30. und 31. August geplante Termin. Die Vorsitzenden Dr. Holger Adam und Roland Hein erklären dazu: „Wir haben Überlegungen verworfen, das Fliegerfest im Laufe des Herbstes nachzuholen. Denn die finanziellen Risiken wären angesichts einer insgesamt unsicheren Lage hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Pandemie, der daraus resultierenden administrativen Maßnahmen sowie des Verhaltens der Gäste unkalkulierbar gewesen. Letztendlich genießt die Gesundheit der Menschen für uns als Verantwortliche oberste Priorität. Diese können wir aber unter den gegebenen Umständen bei einer derart großen Veranstaltung nicht garantieren. Sehr leid tut es uns für unsere zum Teil langjährigen Geschäftspartner. Ihnen, den Sponsoren und Unterstützern sei für ihre vielfältigen Engagements herzlich gedankt.“ Quelle: ‚idowa.de‚.

Mauersegler wohlbehalten zurück

Sie haben vermutlich eine turbulente Reise hinter sich gebracht, die ersten Mauersegler, die wieder oberpfälzischen Boden erreicht haben. Mauersegler gelten als „der“ Sommervogel schlechthin. In der Gegend von München wurden einige Exemplare bereits am vergangen Wochenende gesichtet. „Wir freuen uns über die ersten, jedoch noch recht wenigen Mauersegler, die den Rückflug aus den Überwinterungsgebieten geschafft haben“, sagt Sylvia Weber, LBVMauerseglerexpertin, die die Tiere mit ihrem typischen sichelförmigen Erscheinungsbild auf der Jagd nach Insekten in Isarnähe fliegen gesehen hat. Die Flugkünstler sind aus Afrika zurückgekommen. Wichtig ist es, dass die ortstreuen Mauersegler bei ihrer Rückkehr ihre angestammten Nistplätze wieder beziehen können. Auf diese Weise sparen sie wertvolle Zeit und Energie für die Brut und Aufzucht der Jungvögel in ihrem nur etwa drei- monatigen Aufenthalt in Bayern. Die Himmelsakrobaten, die fast ihr gesamtes Leben im Flug verbringen, kämpfen in Bayern mit zwei Problemen: „Mauersegler ernähren sich ausschließlich von Luftplankton, also Insekten in der Luft. Aufgeräumte Gärten, exotische Zierpflanzen und Spritzmittel verschärfen den zunehmenden Insektenmangel und erschweren die Nahrungssuche“, sagt die LBV-Artenschützerin. Seit 2016 sind die Mauersegler deshalb in der Roten Liste bayerischer Brutvögel in der Kategorie „gefährdet“ eingestuft. Dabei lasse sich die Artenvielfalt auf städtischen Grünflächen leicht erhöhen, indem zum Beispiel viel geschnittene Rasen in Blumenwiesen mit heimischem Saatgut umgewandelt werden. Das ist pflegeleicht und sieht noch dazu schön aus“, so Sylvia Weber. Auch in Privatgärten und auf Balkonen lässt sich viel für die Insekten- und damit auch die Vogelwelt tun. Vor allem heimische Stauden, deren Fruchtstände über den Winter stehen bleiben, eignen sich gut. Sie bieten Insekten einen Überwinterungsplatz. Mauersegler beziehen nach der Rückkehr aus ihren afrikanischen Überwinterungsgebieten jedes Jahr Anfang Mai wieder ihre alten Brutstätten. Mehr und mehr dieser Lebensstätten gehen jedoch bei Sanierungen verloren. „Die wendigen Flieger brüten in kleinen Nischen hoch oben an Gebäuden. Werden diese Hohlräume verschlossen, verlieren die ortstreuen Vögel ihren Brutplatz oder sogar die Brut“, erklärt die Mauerseglerexpertin. Mit dem Projekt „Der Spatz als Botschafter der Stadtnatur“, das vom bayerischen Naturschutzfond gefördert wird, setzt sich der LBV für Flugakrobaten aller Arten ein. Quelle: ‚Nordbayern.de‚.

Zu verkaufen: TOP ASG-29 / 18

Das Flugzeug wurde immer sehr gut versorgt, jährlich poliert und ist überdurchschnittlich leistungsfähig im Vergleich zu anderen ASG-29. Die „F2“ ist mehrfach 1’000-km-erprobt und hat unter anderem Siege bei Deutschen und Belgischen Meisterschaften errungen. Insgesamt 19 Tagessiege. Im Herbst und Winter wurden Anhänger und Flugzeug immer in der Halle abgestellt. Das Flugzeug wurde immer von privaten Besitzern betrieben, Yves Jeanmotte und Bert Schmelzer.

Flugzeug

  • Baujahr: 2012
  • Kennzeichen: D-8298
  • Starts: 185
  • Flugstunden: 890
  • Höhenmesser Winter 57mm
  • Fahrtmesser Winter 57mm
  • Rechner LXNAV LX9000
  • Flarm
  • Wifi (Regenradar, etc.)
  • AHRS (künstlicher Horizont)
  • Remote Stick Controller
  • 1. Vario LXNAV V9 Vario
  • 2. Vario LXNAV S7 Vario
  • Flarmdisplay LXNAV FlarmView
  • Funkgerät Funkwerk ATR 8.33
  • Transponder Trig TT21
  • Mückenputzer Pirker + Storka Elektrisch, inkl. Flexiputzer
  • Batterien 2x LiFePo Akku, inkl. Ladegerät
  • Düse Multisondendüse ESA
  • Fallschirm Thinback T204
  • H2O Extra Rumpftank 32 Liter
  • H2O Hecktank, inkl. Füllschlauch
  • H2O Wasserkanister und Pumpe
  • Wettbewerbsmässig abgedichtet, inkl. neue Abdichtungsbänder Winter 16/17
  • Flügelunterseite + Spezialanpassung der Ausblasung zur Leistungssteigerung
  • H2O: Hecktank, inkl. Füllschlauch

Anhänger + Bodenequipment

  • Schleppstange IMI
  • Heckkuller Alexander Schleicher Flugzeugbau
  • Flächenrad Alexander Schleicher Flugzeugbau
  • Flächenstützen 2x IMI
  • Allwetterbezüge Peter Pan Soaring, inkl. Hagelschutz
  • Anhänger Avionic AVG18 / 2012

Der Anhänger wurde innen zusätzlich mit auswaschbaren Antirutschmatten eingekleidet und mit einer ALKO Anti-Schleuder-Kupplung nachgerüstet.

Preis + Verkauf Gesamtpaket: CHF 110’000.-; sowohl die EU-Mwst., wie auch die CH-Mwst. wurden schon bezahlt. Verkaufstermin nach Absprache

Kontaktdaten: Bert Schmelzer; eMail: bert.schmelzer@gmail.com
Standort: Hausen am Albis / LSZN (Region Zürich)

Pilotenfehler Ursache für Flugunfall in Rickenbach

Der tödliche Unfall eines Flugschülers im letzten Sommer bei Rickenbach im Hotzenwald ist auf Fehleinschätzungen des 16 Jahre alten Piloten zurückzuführen. Den Fluglehrer trifft wohl keine Schuld. Dieses Ergebnis geht aus dem nun vorliegenden Abschlussbericht der Bundesstelle für Flugunfall-Untersuchungen hervor. Eine entscheidende Rolle für das Unglück spielte demnach, dass der Flugschüler keine Erfahrung mit Ausnahmesituationen hatte. Der Jugendliche habe auf seinem Rückflug zum Flugplatz an Höhe verloren und noch versucht sein Ziel zu erreichen, als das bereits nicht mehr möglich war. Weil er mit Außen-Landungen nicht ausreichend geübt war, sei es zu Fehleinschätzungen gekommen, heißt es in dem Bericht.

Als der Fluglehrer per Funk von der Situation des Schülers erfuhr, habe dieser zwar entsprechende Anweisungen und Hilfestellungen gegeben, allerdings ohne Kenntnis darüber, wie tief das Segelflugzeug zu diesem Zeitpunkt bereits war. Der Segelflugschüler war am 30. Juli 2019 nach einem längeren Übungsflug über den Hotzenwald nahe des Flugplatzes abgestürzt. Den Aufprall hatte der 16-jährige Jugendliche nicht überlebt. Quelle: ‚SWR‚.

Degerfeld: Neustart mit Wermutstropfen

Die schlechte Nachricht vorweg: Das Flugplatzfest des Luftsportvereins Degerfeld wird 2020 wohl coronabedingt ausfallen. Die Vereinsmitglieder dürfen allerdings endlich wieder in die Lüfte. Aufatmen beim Luftsportverein (LSV) Degerfeld: Nach den Lockerungen der Landesregierung bei den Corona-Beschränkungen kann der Flugbetrieb wieder starten – wenngleich mit großen Auflagen und im kleinen Stil.

Die gute Nachricht des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbands (BLWV), von Vorstand und Ausschuss des LSV sehnlichst erwartet, trudelte am Wochenende ein: Es kann wieder los gehen, jedoch in eingeschränktem Rahmen. Der Dachverband hatte die Vorgaben der neuen Corona-Verordnung für die Luftsportbelange angepasst und den Fliegern das Regelwerk an die Hand gegeben, inklusive Hygiene- und Infektionsschutzbestimmungen. „Corona hat viele Menschen schwer getroffen, auch die Luftfahrt. Nicht nur Airliner standen am Boden, sondern auch die Flugzeuge des LSV Degerfeld mussten trotz des Traumwetters der vergangenen Wochen in den Hallen bleiben“, sagt Guido Voss, Vorsitzender des LSV und im Brotberuf Verkehrspilot. Das sei gerade nach der ohnehin langen Winterpause zu Beginn der Saison „besonders schmerzhaft“ für die Mitglieder gewesen. Ungeachtet dessen habe sich der Verein mit rund 250 Mitgliedern, darunter etwa 120 aktive Privatpiloten, selbstverständlich an die Restriktionen gehalten. „Um so mehr freuen wir uns nun über die erteilte Freigabe“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Der Verein werde die strengen Auflagen umsetzen und sich „gewissenhaft an die Maßgaben des Landes und des BWLV halten“, kündigt der Vorsitzende an. Dazu gehören unter anderem Mund-Nasen-Schutz, Abstandsgebote, Dokumentationspflichten, die Desinfektion der relevanten Teile des Cockpits nach jedem Flug und die Tatsache, dass nur so viele Leute am Platz sind, wie für den Flugbetrieb zwingend notwendig sind. Passagierflüge seien zurzeit nicht möglich. Froh ist der Verein, auch den Ausbildungsbetrieb wieder in kleinem Umfang aufnehmen zu können. Gerade in der Schulung und in der Auffrischung nach der Winterpause seien Flüge mit Lehrer aus Sicherheitsgründen zwingend notwendig. Indessen habe der Verein die coronabedingte Zwangspause gut genutzt, um in Kleinstgruppe und bei Einhaltung der Schutzvorschriften Arbeiten an der Infrastruktur abzuschließen sowie die Start- und Landebahn in Schuss zu bringen. Ein Teil des Flugzeugparks sei wieder vom externen Prüfer abgenommen und – ähnlich wie beim TÜV – für die neue Saison freigegeben.

Da Großveranstaltungen nach derzeitiger Lage bis Ende August untersagt bleiben, kann auch das Flugplatzfest nicht wie gewohnt stattfinden. Laut Guido Voss muss es auf jeden Fall verschoben werden, wahrscheinlich sogar auf das nächste Jahr. „Das macht uns sehr traurig, denn das Fest ist für uns die Gelegenheit, der Bevölkerung unseren Sport näher zu bringen und gemeinsam ein tolles Wochenende zu verbringen“, betont der Vorsitzende. Er für seinen Teil hofft auf „baldige Entspannung der Lage“ und wünschte den Mitgliedern, die nun wieder starten dürfen, „viele schöne Stunden am Himmel“. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Winzeln nimmt Betrieb wieder auf

In der ersten Erleichterungsmaßnahme für den Sport sind insbesondere Outdoor-Sportarten ohne Körperkontakt und auch der Luftsport berücksichtigt, da hierbei die geltenden Infektionsschutzregelungen leicht einzuhalten sind. Aufgrund der nach wie vor aktuellen Rahmenbedingungen durch die Covid-19-Pandemie und die in der Corona-Verordnung vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen wurden für die Öffnung vom Vorstand des LSV Schwarzwald strenge Vorgaben für Mitglieder und Piloten erlassen. Seit dem 19. März ruht das Leben auf dem Flugplatz Winzeln-Schramberg – wie auch ein großer Teil des öffentlichen Lebens in Deutschland. Mit dem Erlass der ersten Corona-Verordnung wurden sämtliche Sportstätten, zu denen auch der nicht gewerblich betriebene Flugplatz des LSV Schwarzwald zählt, geschlossen. Sämtliche Aktivitäten wurden eingestellt. Lediglich geschäftlich begründete Flüge einzelner Piloten (etwa der Flug zu einem Geschäftstermin) waren gestattet. Insgesamt waren dies nur wenige Flüge. Für die Wiedereröffnung erließ der Vorstand strenge Hygieneregeln in einem 14-Punkte-Plan. An diese haben sich alle am Flugbetrieb beteiligten Personen bis auf Weiteres zu halten. Neben den allgemein gültigen Abstands- und Hygieneregeln müssen Flugzeuge und anderes Vereinsgerät nach der Nutzung desinfiziert werden. Vereinsräume dürfen nur von maximal zwei Personen gleichzeitig genutzt werden. Außerdem dürfen Flüge in mehrsitzigen Flugzeugen nur mit im gleichen Haushalt lebenden Personen oder maximal einer haushaltsfremden Person durchgeführt werden. Für Besucher, die einen Ausflug zum Flugplatz planen, ist insbesondere zu beachten, dass das Betreten des Geländes untersagt ist und Rundflüge bis auf Weiteres nicht angeboten werden. Der Aufenthalt im Zuschauerbereich um die Fliegerklause ist unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Der Kiosk und der Abholservice bei Ristorante Pizzeria „Da Mario“ Fliegerklause sind freitags und samstags von 15 bis 19.30 Uhr sowie sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Ab dem 18. Mai wird auch die Fliegerklause zu den dann geltenden Rahmenbedingungen wieder öffnen, heißt es in der Mitteilung weiter. Wie in der Luftfahrt üblich, stehe die Sicherheit an oberster Stelle, betont der LSV Schwarzwald. Die Maßnahmen sollen – auch im Sinne der gesellschaftlich wünschenswerten Normalisierung – den Mitgliedern die Ausübung des Luftsports ermöglichen und gleichzeitig sicherstellen, dass eine Krankheitsübertragung vermieden werden kann. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Innsbruck: Segelflieger heben wieder ab

Nach dem Ende der Ausgangsbeschränkungen dürfen ab 1. Mai auch am Flughafen Innsbruck wieder die Segelflieger und Flugsporttreibenden den Flugbetrieb unter Einhaltung der gesundheitsrechtlichen Vorgaben aufnehmen. Die Betriebszeiten sind allerdings eingeschränkt. Der Terminal bleibt weiter geschlossen. Das Alltagsleben nimmt mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen Schritt für Schritt wieder Fahrt auf. „Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, ab dem 1. Mai den Flughafen mit eingeschränkten Betriebszeiten wieder zu öffnen. In einem ersten Schritt wird der Airport täglich von 8 bis 11 Uhr sowie von 16 bis 19 Uhr für alle Nutzer geöffnet sein. Der Terminal bleibt aber weiterhin geschlossen“, erklärte Flughafengeschäftsführer Marco Pernetta am Donnerstag. Der Segelflugbetrieb werde durchgehend von 8 bis 19 Uhr möglich sein, wobei der Zutritt „auf der Nordseite“ auf die neuen Betriebszeiten abgestimmt ist (Zutritt von 7.45 bis 11 Uhr sowie von 15.45 bis 18.30 Uhr). „Weil derzeit noch nicht mit Linien- und Charterflügen zu rechnen ist, wird während der eingeschränkten Betriebszeit nur die Feuerwehrkategorie für kleine Flugzeuge garantiert. Sollten Flüge mit größerem Fluggerät geplant sein, kann der Flughafen mit einer Vorlaufzeit von drei Stunden auch eine höhere Feuerwehrkategorie gewährleisten“, heißt es in der Aussendung. Mit dieser Vorlaufzeit von drei Stunden können weiterhin etwa auch lebensrettende Ambulanzflüge oder Notfallflüge außerhalb der neuen, eingeschränkten Betriebszeiten stattfinden. „Allerdings muss für Flüge außerhalb dieser Zeiten neben der Landegebühr ein zusätzlicher Kostenersatz geleistet werden.“ Quelle: ‚Krone.at‚.

Sicherheitsmitteilung für textile Fallschirmsysteme

Aufgrund der Lockerung der Verordnungen betreffend COVID-19 (SARS-CoV-2), muss darauf hingewiesen werden, inwieweit eine Desinfektion von textilen Luftfahrzeugen (Fallschirmsystemen) zu erfolgen hat, da bei Anwendung von ungeeigneten Mitteln eine erhebliche, aber nicht durch Sichtprüfung auffindbare Beschädigung/Schwächung der Materialien erfolgen kann.

  1. Um eine Beschädigung oder Verminderung der Festigkeit des Material zu verhindern, dürfen keine aggressiven Reinigungsmittel oder Desinfektionsmittel auf Fallschirmmaterial angewendet werden.
  2. Bei der Reinigung und Desinfektion von Arbeitsbereichen, soll dafür gesorgt werden, das Fallschirmsysteme/Materialien nicht damit in Berührung kommen können. Sollten Rückstände vorhanden sein, so können diese unter anderem, mit leichter (ph-Neutraler) Seifenlauge gereinigt werden, dies ist insbesondere der Fall wenn mit Bleichmitteln, Wasserstoffperoxiden oder anderen hoch aggressiven Mitteln desinfiziert wurde. Leichte, rein alkoholhaltige Mitteln beschädigen zwar nicht Nylon Gewebe, jedoch dessen Beschichtung.
  3. Bei Fallschirmsystemen/Material welches mit positiv getesteten oder COVID-19 Verdachtsfällen in Berührung gekommen ist oder einer Verunreinigung vermutlich ausgesetzt wurden sollten diese für mindestens 3 Tage separat gelagert werden und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen für eine weitere Kontamination mit dem Virus zu verhindern.

Fallschirme dürfen nicht in Kontakt mit Desinfektionsmitteln kommen.

Fazit für die Praxis: Wichtig ist, dass bei einer Desinfektion des Flugzeuges das verwendete Reinigungs-Mittel nicht mit Fallschirmen in Berührung kommt. D.h., neben Mikrofon oder Steuerelementen nicht gleich Schnallen, Gurten usw. mit desinfizieren.

Grimming TAL ab 25. Juli

Ab dem 25. Juli bis 1. August soll in Niederöblarn das 3. Grimming TAL und die steirische Meisterschaft im Streckenflug stattfinden. Das ist ein Wettbewerb für Streckenflug-Neulinge und Fortgeschrittene und gemäss Ausschreibung ideal für alle Piloten, die unter fachkundiger Anleitung ihre Kenntnisse im Gebirgs- und Streckenflug vergleichen und verbessern wollen. Hier geht’s zur Anmeldung.

Corona-freie Zone

Die Piloten der Fliegergruppen Geislingen, Gingen und Donzdorf warten sehnsüchtig auf Freigabe ihres Sports, bei dem kaum Infektionsrisiko besteht. Einige Vereine geraten in finanzielle Engpässe. Die Piloten aus dem Raum Geislingen hoffen, dass sie schon bald wieder am blauen Himmel ihren Flugbahnen ziehen dürfen. Quelle: ‚SWP.de‚.

Nur Bussarde in der Thermik

In Musbach findet derzeit kein Flugbetrieb statt. Damit hält sich die Fliegergruppe Freudenstadt an die Maßgaben der Sportverbände und Sportbünde sowie des Deutschen Aeroclubs und des baden-württembergischen Luftfahrtverbands. Sportstätten, Sportanlagen, Spielanlagen und Sporthallen sind zudem auch kraft Gesetz der Corona-Verordnung derzeit geschlossen. Nun hoffen die Segelflieger, wie andere Sportler auch, dass es nach der Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Krise bald Lockerungen für den Sport gibt. Dazu hat der Präsident des DAeC (Deutscher Aero Club) Stefan Klett für die rund 100 000 Luftsportler einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel verfasst, um auf die Belange der Sportler hinzuweisen. Ebenso hat der baden-württembergische Luftfahrtverband (BWLV) ein Schreiben an Ministerpräsident Winfried Kretschmann und an Minister verfasst, um auf die Situation in den 180 Vereinen mit rund 20 000 Mitgliedern – etwa 11 000 davon aktiv – hinzuweisen. Zum Ausdruck kam dabei, dass der BWLV die zwischen Bund und Ländern bis dato abgestimmten Maßnahmen zur Bewältigung der Krise ausdrücklich befürwortet und unterstützt. Die Beschlüsse der Politik trage der Luftsport mit, denn es gehe darum, die insgesamt gute Bewältigung der Krise bestmöglich weiter zu stabilisieren, so BWLV-Präsident Eberhard Laur. Einen Flugbetrieb wie in guten alten Zeiten wird es 2020 für die Mitglieder der Fliegergruppe Freudenstadt sicherlich nicht geben. Die Flieger hoffen, zumindest in kleiner Form Überprüfungs- und Übungsflüge absolvieren zu können. Die sind nach der langen Winterpause eigentlich ein Muss, damit die Flugsicherheit gegeben ist. So hat der BWLV einige Vorschläge an die Landesregierung weitergegeben, die zumindest einen eingeschränkten Flugbetrieb in den Vereinen möglich machen könnten. Da der Luftsport im Freien und auf einer großen Fläche ausgeübt wird, sei es möglich, größtmögliche Mindestabstände einzuhalten. Im Leitfaden für den Wiederbeginn des Luftsports hat der Verband alle wesentlichen Maßnahmen festgehalten, die unter Berücksichtigung der Distanz- und Hygieneregeln der Corona-Verordnung den Infektionsschutz im Luftsport sicherstellen. Quelle: Lothar Schwark im ‚Schwarzwälder Boten‚.

Unverbaubare Aussicht

In keinem anderen Flugzeugtyp ist das Erlebnis des Fliegens so unmittelbar wie in einem Segelflugzeug: Der Pilot sitzt vor den Flügeln unter einer Glashaube und das einzige Geräusch ist das Rauschen des Fahrtwindes. 3’500 Meter über dem Pic de Bure in den Französischen Alpen mit Blick auf den entfernten Mont Blanc. Quelle: ‚Stern.de‘.

Schweiz: Kein flächendeckendes Transponder-Obligatorium

Im Frühling 2019 führte das BAZL bei den involvierten Stakeholdern eine Vernehmlassung über die Einführung einer generellen Transponderpflicht auch für Segelflugzeuge und Ballone durch. Nach einer Abwägung der Vor-und Nachteile hat sich das BAZL entschlossen, auf ein flächendeckendes Obligatorium zu verzichten und dafür Transponder Mandatory Zones (TMZ) in sicherheitskritischen Zonen einzuführen.

In den vergangenen Jahren hatte die SUST mehrere Sicherheitsempfehlungen zu gefährlichen Annäherungen (Airprox) zwischen Luftfahrzeugen im VFR- und IFR-Verkehr ausgesprochen. Dabei wurde empfohlen, auch den Sichtflugverkehr für die Flugsicherung mit Hilfe von Transpondern sichtbar zu machen. Gestützt auf einen Beschluss der Amtsleitung des BAZL führte das Amt im Frühling 2019 ein Stakeholder-Involvement zur Einführung eines flächendeckenden Transponderobligatoriums im gesamten Luftraum E durch.

Bei der Vernehmlassung wurde das flächendeckende Obligatorium zwar von der Flugsicherung Skyguide, dem Ballonverband oder dem Dachverband Aerosuisse begrüsst, vom Schweizerischen Aero-Club und mehreren Segelflugorganisationen aber abgelehnt. Hauptgegenargumente waren vor allem die fehlende Verhältnismässigkeit sowie der aus Sicht dieser Verbände nicht vorhandene tatsächliche Sicherheitsgewinn.

Das BAZL hat die Einwände gegen ein flächendeckendes Obligatorium analysiert und den Vorteilen gegenübergestellt. Ein generelles Transponder-Obligatorium im gesamten Luftraum E (bis jetzt nur ab 7000ft über Grund für Motorflieger) hätte zwar die Sichtbarkeit des VFR-Verkehrs für die Flugsicherung im Luftraum E und damit auch die Sicherheit erhöht, ohne die bereits komplexe Luftraumstruktur in der Schweiz zusätzlich zu belasten. Auf der anderen Seite bewegen sich viele Segelflieger im Luftraum E in Zonen, wo kaum oder gar kein IFR-Verkehr stattfindet und die Radarabdeckung nicht immer gewährleistet ist

Gemäss den Abklärungen des BAZL sind erst ein Drittel der in der Schweiz immatrikulierten Segelflugzeuge mit Transpondern ausgerüstet. Ein Umrüsten bei Oldtimersegelflugzeugen wäre zum Teil schwierig bis unmöglich. Auch bei Akrobatiksegelflugzeugen stellt sich die Frage nach der Verhältnismässigkeit, da diese Flugzeuge in der Regel nicht für Streckenflüge verwendet werden. Zudem würde die Flugdauer bei Segelflugzeugen durch den zusätzlichen Energiebedarf reduziert. Ein weiterer Punkt betrifft die Berücksichtigung neuer Technologien wie U-Space, die in absehbarer Zeit eingeführt werden.

Aufgrund der eigenen Lagebeurteilung verzichtet das BAZL daher auf das ursprünglich vorgesehene flächendeckende Transponder-Obligatorium für Segelflugzeuge und Ballone sowie auf die Ausdehnung auf den gesamten Luftraum E. Da das Betreiben von Transpondern grundsätzlich ein taugliches Mittel zur Verbesserung der Sicherheit ist, ist die Einführung einer lokalen Transponderpflicht mittels Schaffung von neuen Transponder Mandatory Zones (TMZ) vorgesehen. Diese sollen an Orten errichtet werden, wo ein erhöhtes Risiko von gefährlichen Annäherungen zwischen IFR-und VFR-Verkehr besteht.

Zudem prüft das BAZL zusammen mit Skyguide, wie «listening squawk» als weitere Massnahme zur Erhöhung der Flugsicherheit eingeführt werden soll, nachdem im Ausland damit bereits gute Erfahrungen gemacht wurden. Mit der entsprechenden Transpondereinstellung signalisiert der VFR-Pilot gegenüber der Flugsicherung, dass er hörbereit ist. Entsprechend wird das BAZL ein neues Projekt starten, welches aufgrund einer Risikobeurteilung die geeigneten Lösungen so rasch als möglich umsetzen wird.

Segelflug-Unfall am Bettlachberg

Der Pilot eines Segelflugzeugs hat sich am Sonntag bei einem Flugunfall am Bettlachberg im Kanton Solothurn erhebliche Verletzungen zugezogen. Die Meldung sei kurz nach 14.35 Uhr eingegangen, bestätigte Astrid Bucher, Mediensprecherin der Kantonspolizei Solothurn, eine Meldung von blick.ch. Auf der Onlineplattform war das Video eines Leserreporters zu sehen, das den Moment zeigt, in dem das Segelflugzeug in die Wandfluh prallt. Nach ersten Erkenntnissen hatte das Segelflugzeug zuvor eine Stromleitung touchiert, wie die Kantonspolizei Solothurn am Abend mitteilte. Anschliessend prallte es in die Felswand der Wandfluh in der Region des Bettlacherbergs. Dann stürzte das Flugzeug in den Wald oberhalb des Restaurant Bettlachberg und brach auseinander. Der Pilot war laut Angaben der Kantonspolizei alleine im Segelflugzeug. Er sei mit erheblichen Verletzungen geborgen und von der Rega ins Spital geflogen worden. Für die Bergung des Piloten standen mehrere Patrouillen der Kantonspolizei sowie der Stadtpolizei Grenchen im Einsatz. Aufgeboten worden sei auch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust). Zur Klärung des genauen Hergangs des Unfalls sucht die Polizei Zeugen. Laut blick.ch war das Segelflugzeug eines von drei Flugzeugen, die zuvor gemeinsam auf dem Flugplatz Grenchen SO gestartet seien. Die beiden anderen Segelflugzeuge seien nach dem Absturz unversehrt zum Flugplatz zurückgekehrt. Quelle: ‚TeleBasel‚. Video: ‚Blick / TeleM1‚.

Video: 1000 km im Südföhn

Vor rund einem Jahr, damals noch garantiert virenfrei: ein Flug im Südföhn – 1.000 Kilometer in etwas über zehn Stunden – Impressionen aus dem Cockpit des Unterwössener Föhnfliegers Roland Henz.

Unfreiwilliger Zwischenhalt in Räfiser Landewiese

Ein seltenes Bild bot sich am Sonntagnachmittag auf einem Feld bei Räfis: Auf dem Acker parkierte ein Segelflugzeug. Wie eine Augenzeugin berichtet, steht dieses nicht freiwillig da. Kurz vor 16 Uhr musste der von Norden herkommende Pilot eine Notlandung machen. Wie Florian Schneider, Stellvertretender Leiter Kommunikation der Kantonspolizei St. Gallen, mitteilt, habe der unverletzte Pilot zu Protokoll gegeben, dass er den Hilfsmotor nicht starten konnte. Aufgrund der Motorenprobleme hat der Segelflieger bereits mit der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) Kontakt aufgenommen. Wie Schneider weiter sagt, sei der Fall für die Kapo bereits abgeschlossen. «Es gibt keine strafrechtliche Verfolgung, da niemand verletzt wurde.» Sogar das Segelflugzeug ist nur leicht versehrt. Ausserdem stehe der Pilot mit dem Besitzer des Felds direkt in Kontakt, um mit ihm die bei der Landung verursachten Schäden zu bereinigen. Quelle: ‚St. Galler Tagblatt‚.

DG-1001e neo Projekt-Update

Obwohl DG Flugzeugbau sehr früh auf Corona reagiert hat, stellt die aktuelle Situation den Betrieb vor einige Herausforderungen. So sind Verzögerungen im Produktionsablauf leider nicht zu vermeiden. Aber der Prototyp befindet sich in der Endmontage und wird fertig gestellt. Aktuell ist der Segelflug zwar in einigen Bundesländern wieder erlaubt, dies aber nur einsitzig. DG hofft, dass Doppelsitzerflüge demnächst wieder erlaubt werden.

Schweiz: ab 11. Mai darf geschult werden

Der Schweizer Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 weitere Lockerungen im Rahmen der COVID-19-Verordnung-2 beschlossen. Demnach werden per 11. Mai 2020 Präsenzveranstaltungen in Ausbildungsstätten wieder zulässig sein, sofern nicht mehr als fünf Personen daran teilnehmen und zudem alle nowendigen Schutzmassnahmen getroffen und umgesetzt werden. D.h., dass personenbezogene Ausbildungstätigkeiten und damit auch die praktische Flugschulung, ab 11. Mai wieder möglich sein werden. Gleiches gilt nach Auffassung des AeCS auch für die theoretische Flugschulung. Das BAZL hat dies inzwischen bestätigt und wird die entsprechende Mitteilung auf seiner Webseite noch publizieren. Die Umsetzung der Schutzkonzepte wird von den Kantonen überprüft. Der Aero-Club der Schweiz hat auf seiner Website eine Liste wichtiger Kriterien für die individuelle Erarbeitung eines Schutzkonzepts für Vereine, Fluggruppen, Infrastrukturen und Flugschulen publiziert.

Über den Wolken ist die Freiheit auch nur beschränkt

„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, blieben darunter verborgen und dann…“ Als Liedermacher Reinhard Mey diese Zeilen textete, im Jahr 1974 war das, hatte er ein fieses Virus sicher nicht im Sinn. Doch wie ist das jetzt, knapp 50 Jahre später? Dürfen die Piloten des Königsdorfer Segelflugzentrums (SFZ) der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen mit einem Steigflug über die Wolken entfliehen? Darüber haben wir uns mit SFZ-Sprecher Mathias Schunk unterhalten.

Herr Schunk, alleine in einem Segelflugzeug kann ich ja niemanden anstecken. Haben die Piloten am SFZ Starterlaubnis?
Eine schwierige Frage, die man nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten kann. Rein luftrechtlich darf man fliegen. Jetzt stellt sich jedoch die Frage: Ist ein Segelfluggelände eine Sportstätte? Sportstätten wie Fußball- oder Golfplätze sind im Zuge der Ausgangsbeschränkungen ja gesperrt worden. Es ist ein Graubereich. Unser Dachverband, der Deutsche Aero-Club, hat momentan allgemein empfohlen, den Flugbetrieb einzustellen. Das haben wir im SFZ allerdings schon vorher getan. Denn was würde der Vater, der im Homeoffice sitzt, und die Mutter, die die daheim ihre Kinder ganztags bei Laune halten muss, denken, wenn hoch über ihnen die Segelflieger ihren Spaß haben?

Sie verzichten also aus Solidarität auf Flüge?
Genau, denn verboten ist das Fliegen nicht. Solo im Segelflugzeug geht die Gefahr, jemand anderen oder sich selbst anzustecken, gegen Null. Andererseits: Dann landest du vielleicht im Segelflieger außen auf irgendeinem Acker, und dann geht’s schon wieder los. Insgesamt ist Sport derzeit ein schwieriges Thema. Eigentlich würde nichts dagegen sprechen, Tennis zu spielen. Da ist man schließlich 15 Meter auseinander. Oder warum soll man nicht auf den Golfplatz gehen – solange man den Mindestabstand einhält? Aber jetzt gilt für alle zunächst einmal das Gleiche, nämlich zu Hause zu bleiben. Wenn die Regierung die Beschränkungen wieder lockert, sollte sie jedoch explizit die Sportarten nennen, die man wieder betreiben darf. Österreich hat im Gegensatz zu Deutschland schon einige Individualsportarten explizit ab 1. Mai wieder freigegeben, unter anderem Bogenschießen, Golf, Tennis und Segelfliegen. Übrigens, da Sie den Punkt Solidarität angesprochen haben: Die AOPA Germany, die Vereinigung der Privatpiloten, hat eine Aktion gestartet, an der sich einige von uns in Königsdorf ebenfalls beteiligen. Es geht darum, in der Corona-Krise dem Katastrophenschutz Flugkapazitäten ehrenamtlich zur Verfügung zu stellen, also beispielsweise dringende Kleinsendungen wie Masken oder Medikamente kurzfristig und unbürokratisch von A nach B zu bringen.

Eine persönliche Frage: Sie sind auch Berufspilot bei der Lufthansa. Fliegen sie derzeit?
Die Flotte ist fast komplett stillgelegt, wir sind in Kurzarbeit. Ich hatte aber gerade eine Telefonkonferenz mit meinem Flottenchef. Was ganz neu ist: Wir werden mit Passagierflugzeugen nach Peking und Schanghai fliegen, um Masken und Schutzanzüge hierherzuholen. Für die Fracht werden zu der Kapazität im unteren Laderaum hinten die Economy-Sitze herausgenommen, um mehr Stauraum zu haben. Quelle: ‚Merkur.de‚.

Schweizermeisterschaft im Segelflug verschoben

Das Organisationskomitee der SM 2020 hat soeben entschieden, die Schweizer Meisterschaft 2020 in Grenchen um ein Jahr auf 2021 zu verschieben. Bisher hatten sich rund 40 teilnehmenden PilotInnen in die Startliste eingetragen. Die Planung wird eingefroren und Ende Jahr wieder aufgenommen. Ein neues Datum für 2021 wird nach den Sommerferien definiert. Die lückenlose Information soll auf verschiedenen Kanälen gewährleistet werden. Auch die bisher erhaltenen Zahlungen wird das OK buchhalterisch sauber ins 2021 übertragen.

Regionale Flugfunkfrequenzen

Mit der NfL 1-1935-20 gibt die DFS die Festlegung regionaler Flugfunkfrequenzen bekannt, die für die betriebliche Luft-Luft-Kommunikation (bspw. Segelflug-, Drachenflug-, Gleitschirmflug-, Motorflug-, Ultraleichtflug-, sowie Ballonfahrbetrieb) bis zu einer Höhe von FL 100 zur Verfügung stehen. Diese Frequenzen sollen dem kurzzeitigen Austausch betrieblicher Meldungen dienen, welche die Piloten bei der Beurteilung der aktuellen Luftraumsituation unterstützen. Insgesamt stehen der Allgemeinen Luftfahrt damit 12 zusätzliche Frequenzen zur Verfügung.