Schlagwort-Archiv: Schempp-Hirth

Sascha Costabel verlässt Schempp-Hirth

Nach fast vier Jahren an der Unternehmensspitze verlässt Geschäftsführer Sascha Costabel Schempp-Hirth. Während seiner Amtszeit hat er wichtige Weichen für die Weiterentwicklung des Unternehmens gestellt und zahlreiche Veränderungsprozesse angestoßen. Unter seiner Führung konnten bedeutende Meilensteine erreicht und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gestärkt werden.

Wer Sascha Costabels Nachfolge antritt, ist aus dem kurzen News-Beitrag auf der Unternehmens-Webseite noch nicht zu erfahren.

250x Ventus

Schempp-Hirth feierte kürzlich in der freigeräumten Auslieferungshalle in Kirchheim/Teck die Übergabe des 250. Ventus-3 an den glücklichen Kunden Ward Gysemans. Der Anlass wird bei Schempp-Hirth nicht nur als Geschäftserfolg des 18- und 15-Meter-Hochleistungssegelflugzeugs betrachtet, es war vor allem ein Moment des Stolzes und der Gemeinschaft, der das Team zusammenbrachte, welches die Herstellung eines solchen modernen, eleganten und effizienten Flugzeugs erst ermöglicht. Nach einer Ansprache der Geschäftsführer Tilo Holighaus und Sascha Costabel, übergab Brigitte Holighaus einen Blumenstrauß. Abschließend versorgten die beiden Geschäftsführer Tilo und Sascha, hinter dem Grill stehend, alle mit leckeren Würstchen, Grill-Gemüse und -Käse.

Rückblick auf WM in Uvalde

Rückblick der Hersteller-Firma Schempp-Hirth auf eine spannende Weltmeisterschaft der großen Klassen (18-Meter, 20-Meter Doppelsitzer und Offene) in Uvalde, Texas.

Am Samstag, den 31. August, gingen die Weltmeisterschaften der 18-Meter, Offenen und 20-Meter Doppelsitzerklasse zu Ende. Bei heißen Temperaturen am Boden lieferten sich die aus allen Teilen der Welt angereisten Top-Piloten auch in der Luft heiße Rennen. Mit Schnittgeschwindigkeiten teilweise jenseits der 160 km/h und Distanzen oft größer als 600 km war es eine Meisterschaft der Superlative. Schnittgeschwindigkeiten unter 130 km/h waren kaum anzutreffen. Die traumhaften Segelflugbedingungen, mit hoher Wolkenbasis, starken Steigwerten und langen Wolkenstraßen, die das im südlichen Texas unweiter der mexikanischen Grenze gelegene Uvalde zu bietet hat, ermöglichten es, an 11 von 14 möglichen Flugtagen zu fliegen. In der Offenen Klasse kamen sogar 12 Wertungstage zustande. 16 der 65 teilnehmenden Teams setzten für das Ringen um den heißbegehrten Weltmeistertitel auf Flugzeuge aus Kirchheim – vier von ihnen in der 18m-Klasse und 12 davon in der Doppelsitzerklasse.

Der Arcus – die bewährte Waffe in der DoSi-Klasse

In der aus 16 Teams bestehenden Doppelsitzerklasse war der Arcus klar das dominierende Flugzeug. Am zweiten Wettbewerbstag machte das Team von unserem Entwickler und Hauptkonstrukteur des Ventus-3E Andreas Lutz und dem mehrfachen Weltmeister Wolfgang Janowitsch den ersten Tagessieg mit einem Arcus. Von da an wurde jeder Tagessieg von einem Arcus-Team erflogen – allerdings mit meistens wechselnden Siegern. Das amerikanische Team mit Sarah Arnold und Karl Striedieck positionierte sich mit ihrem Arcus M durch konstantes Fliegen ab dem dritten Tag auf dem ersten Gesamtplatz, und das, obwohl sie die meisten Tagessiege den anderen überließen. Erst am siebten und zehnten Wertungstag gewannen sie. Ansonsten war mal das französische Team Bouderlique & de Péchy, das niederländische Team Borgmann & Van Houweninge, das australische Team Woolley & Gateley oder mal das österreichische Team Lutz & Janowitsch an der Spitze der Tageswertung. Dadurch, dass Sarah Arnold und Karl Striedieck sich jeden Tag ins vordere Feld flogen, konnten sie ihren ersten Platz bis zum Schluss halten. Am Ende wurden sie mit ihrem Arcus vor dem polnischen Team Rubaj und Matkowski und dem Team aus Österreich Weltmeister. Das ist in doppelter Hinsicht besonders, da Sarah damit die erste Frau ist, die jemals bei einer Weltmeisterschaft der Hauptkonkurrenz gewonnen hat und Karl mit 87 Jahren der mit Abstand älteste Segelflug-Weltmeister aller Zeiten ist. Das polnische Team wurde mit einer ASG 32 Vizeweltmeister, Andreas Lutz und Wolfgang Janowitsch wurden auf dem Arcus M dritter. Bis auf den zweiten Platz waren ausschließlich Arcus-Piloten in der Top 10 – Bemerkenswert.

Vizeweltmeister in der 18m-Klasse

Auch in der 18m-Klasse konnten mit Schempp-Hirth-Flugzeugen Erfolge gefeiert werden! Unser ehemaliger Vertriebsmitarbeiter Simon Schröder flog mit dem zweiten produzierten Ventus-3E, dem neuem Elektro-Eigenstarter, und wurde Vizeweltmeister. Weltmeister wurde sein Teampartner Stefan Langer mit einer AS 33. Das deutsche Team konnte sich schon früh auf den vorderen Plätzen platzieren und Simon sicherte sich ab dem vierten Tag, nach einem Tagessieg am dritten und einem knappen zweiten Tagesplatz am vierten Wertungstag, den zweiten Gesamtplatz. Diesen konnte er durch einen weiteren Tagessieg am siebten Tag untermauern und behielt diese tolle Platzierung souverän bis zum Schluss. Peter Harvey aus Großbritannien kam mit seinem Ventus auf den 18. Platz und die beiden italienischen Piloten, Stefano Ghiorzo und Thomas Gostner, belegten die Plätze 22 und 23. Quelle: ‚schempp-hirth.com‚.

Gesamtbericht -> ‚WGC 2024 Uvalde‚.

Schempp-Hirt offeriert Retrofit-Optionen

Neu bietet Schempp-Hirth Retrofit-Optionen für einige Flugzeugtypen an, um sicherzustellen, dass die Segelflugzeuge aus Kirchheim/Teck, auch wenn sie vor weit mehr als 50 Jahren produziert wurden, weiterhin flugtauglich bleiben. Die aktuellen Features, die in die modernen Flugzeuge integrieren werden können, werden auch für bereits produzierte Flugzeuge angeboten. Dies trägt dazu bei, dass SH-Flugzeuge in Zukunft nachhaltige Produkte bleiben und die geliebten Flugzeugtypen nicht als „letzte schlechte Wahl“ für Piloten in der Halle stehen bleiben.

Arcus
Für alle „originalen“ Arcus bietet Schempp-Hirth die Möglichkeit, den „Arcus20“ mit neuen aerodynamischen Features wie Winglets und Stabilisatoren nachzurüsten. Vereinbaren Sie dazu einen Termin mit dem Service- und Wartungsbetrieb in Nabern und kontaktieren Sie Dirk Ströbl für weitere Informationen.

Discus-2c
Eine Nachrüstoption für Vereine: Aufrüstung für Discus-2c zu einem Discus-2c FES. Erhältlich für alle Discus-2c, Discus-2cT und Discus-2c(T) (vorbereitet für Turbo) Varianten. Mit dieser FES-Nachrüstung wird dank der neuen Integration des E-Motors in der Schnauze kein Zentimeter im Cockpit des Discus-2c verloren gehen. Der Discus-2c FES bleibt geräumig wie jeder andere Discus-2c. Die Nachrüstung ist ab Anfang 2024 möglich.

Ventus-2cxa
Ein FES-Retrofit ist auch für Ventus-2cxa möglich. Einige wurden nachgerüstet und fliegen schon erfolgreich.

Ventus-3 Sport-Edition
Mit der kürzlich vorgestellten neuen Variante des E-Selbststarters „Ventus-3ES“ gibt es jetzt eine Nachrüstmöglichkeit für bestehende Ventus-3T und Ventus-3S/Ventus-3(T)S. Die Nachrüstung wird voraussichtlich Ende 2024 kommen.

Duo Discus
Ende 2024 soll mit der Produktion des Duo Discus FES begonnen werden, parallel dazu wird an einer Lösung für die Nachrüstung alter Duo Discus auf Duo Discus FES gearbeitet. Bis jetzt existiert noch kein offizielles Angebot für diese Nachrüstung, das Team in Kircheim ist optimistisch, dass in einigen Monaten eine geeignete technische Lösung für diese Aufrüstung vorgelegt werden kann. Bislang sieht es so aus, dass nur Duo Discus mit Kohlefaserflügeln für diese Nachrüstung in Frage kommen. Ansprech-Partnerin für Anfragen ist Mia Knoop vom SH-Verkaufsteam.

400 Arcus

Am 7. April 2009 fand der Erstflug des Arcus auf der Hahnweide statt und am 4. Dezember 2023 dann ein weiterer Meilenstein des Flugzeuges: das 400. Exemplar wurde im Werk von Schempp-Hirth ausgeliefert! Dazu versammelten sich alle Mitarbeiter mit dem Kunden in der Endmontage, um diesen Erfolg zu feiern. Bei einem kleinen Vesper wurde viel geredet und bewundert, denn kaum einer mag glauben, dass ganze 14 Jahre nach Erstflug schon 400 Stück gebaut wurden! CEO Tilo Holighaus und COO Sascha Costabel hielten Ansprachen. Tilo erzählte über die Historie und die weltweite Beliebtheit des Arcus und dankte allen Mitarbeiten. Er wünschte den neuen Eigentümern viel Freude am Flugzeug und viele Stunden in der Luft. Sascha ging intensiv auf die Mitarbeiter und ihre tolle Arbeit an dem Flugzeug ein. Auf weitere 400 Arcus! Quelle: ‚Schempp-Hirth‚.

Ventus-E-Konzept enthüllt

Ventus als elektrischer Eigenstarter
Schempp-Hirth schreibt auf seiner Webseite: Seit vielen Jahren schon ist der preisgekrönte FES-Antrieb von LZ Design eine elektrische Alternative zum SOLO-Zweitakt Verbrenner ’Turbo‘ mit dem charakteristischen Oehler-5-Blattpropeller. Aber der elektrische Antrieb ist viel mehr als nur eine reine Alternative zum ‘Turbo’: neue Lösungen ziehen oft überraschend neue Ideen nach sich. Diese führen zu neuen Möglichkeiten und diese eröffnen sich mit dem leicht zu bedienenden elektrischen FES-Antrieb mit seinen anklappbaren Propellerblättern an der Rumpfspitze. Deshalb wird der FES heute von vielen Piloten weltweit als „mehr als nur eine Heimkehrhilfe“ gesehen. Es wurde eine neue Art des Fliegens geschaffen, ein wenig vergleichbar wie die E-Bikes, welche eine Erneuerung in den Radsport brachten. Problemlos zugänglich für jeden, der dabei sein möchte, der einfach den schönen Sport genießen oder Neues entdecken und ausprobieren will. Wir sind überzeugt, dass die größere Zahl der Flugzeuge mit FES-Antrieb unseren Sport in den nächsten Jahren nochmals neu gestalten werden – neue Batterien werden diesen Weg unterstützen.

Vor rund 13 Jahren wurde mit dem Arcus E der elektrische Eigenstart noch als eine ausgesprochen große technische Herausforderung angesehen. Doch dieser hat sich mittlerweile – dank des stetigen Fortschritts in der elektrischen Mobilität – zu einer in einer sehr herangereiften Lösung entwickelt. Segelflugzeuge mit elektrischen Antrieb, mit genügend Reichweite und der Möglichkeit zum Eigenstart sind jetzt eine realistische Option. Genau dies setzen wir mit dem Ventus E jetzt um. Es ist nun an der Zeit, dass der Ventus eine elektrische Eigenstarter-Möglichkeit bekommt. Mit dem Wissen und der Erfahrung die wir mit dem Arcus E, dem Ventus-2cxa FES, dem Discus-2c FES und dem Ventus-3 FES sammeln durften, aber auch basierend auf technischen Lösungen, die unsere Konkurrenten bereits zum Einsatz bringen konnten. Die Technologie ist inzwischen reif für die ersten Einsitzer der 18m Klasse – als Eigenstarter und einer akzeptablen Reichweite mit etwa 2000m totalem Höhengewinn. Trotzdem wissen und verstehen wir, dass der eigenstartfähige SOLO-Zweitaktmotor nach wie vor gebraucht wird, u.a weil damit der immer beliebter werdende Wandersegelflug einfach problemloser ist und viele Piloten deutlich mehr als 2000m steigen müssen und trotzdem abends noch heimkommen wollen. Deshalb werden wir in Zukunft diese Option weiterhin anbieten.

Das Konzept des Ventus E auf einen Blick
Basierend auf vielen Rückmeldungen und Diskussionen mit Piloten, die diese Systeme in den zurückliegenden Flugsaison schon nutzen, hat Schempp-Hirth mit seinem Entwicklungsteam Lösungen auf den Weg gebracht, die auf die Bedürfnisse der Piloten und Flugplatzsituationen bestmöglich zugeschnitten sind. Dazu zählen:

  • Zusammenschluss mit anderen Segelflugzeugherstellern betreffend der Hauptkomponenten des E-Antriebs, des Controllers und der Batterien mit SOLO als derzeit wohl wichtigster Lieferant und langjähriger Entwickler von Antrieben, zusammen mit seinen Partnern. Mit dem Ziel die Kosten niedrig zu halten und von einer langfristigen Bindung zu profitieren. Nur wenige Kilometer weg beheimatet ist SOLO für uns ein Garant für beste und schnelle Unterstützung und für zukünftige Entwicklungen.
  • Herausnehmbare Batterien im Rumpf für einfache Lagerung und Lademöglichkeit an geeigneten (z.B. warmen) Orten um eine Langlebigkeit und bestmögliche Leistungsentnahme auch in kalter Umgebung sicherzustellen. Außerdem bleibt die Montierfreundlichkeit des Flugzeuges und das Handling und die Thermikfühligkeit durch die unverändert leichten Tragflügel erhalten.
  • Betrieb des Antriebs auch mit nur einer Batterie als Heimweghilfe (nicht eigenstartfähig) möglich – niedrigere Flächenbelastung als Option in Wettbewerben oder bei sehr schwachen Wetterbedingungen.
  • weitere Details an denen unser Entwicklungsteam arbeitet:
  • Temperatur Managment – aus dem Wissen heraus, dass thermische Probleme am Antriebsmotor, Controller und den Batterien auftreten können, besonders bei niedriger Last bzw. Geschwindigkeit beim Rollen am Boden
  • richtige Motordimensionierung für besten Wirkungsgrad, Lastreduzierung, Kühlung und um Überdrehzahlen am Propeller zu vermeiden, die Wirkungsgradverlust und Lärm zur Folge hätte.
  • Propelleroptimierung, abgestimmt auf die speziellen E-Motor Anforderungen und zur Lärm- und Wirkungsgradoptimierung.
  • Cockpitergonomie: Bedienung über einen Schieberegler an der seitlichen Cockpitwand um eine stetige und sichere Drehzahleinstellung auch bei böhigen Wetter oder uneben Flugplatzverhältnissen zu ermöglichen.
  • Proof-of-Concept zunächst im Sportrumpf. Eine modulare Integration des Antriebs zukünftig auch in anderen, größeren Rümpfen wird so sichergestellt.

Zukunftweisende Entwicklung:
Die öffentliche Vorstellung des Ventus-E-Konzeptes erfolgte mit großer Resonanz beim Deutschen Segelfliegertag in Freudenstadt. Eingebaut in einem Sportrumpf um zu zeigen, dass zukünftig auch andere Rumpfvarianten möglich sein werden. „Zukunftsweisend“ beschränkt sich aber nicht auf die Integration des E-Antriebs sondern setzt sich auch fort auf alle zugehörende Komponenten dieses Antriebs. Für dieses Ziel entschieden wir uns, mit dem bewährten SOLO-Team und seinen Partnern zusammenzuarbeiten und auf deren Erfahrung aufzubauen. Die E-Mobilität ist eine sehr dynamische Entwicklung. Das bezieht sich vor allem auf die Batterien. Als Beispiel können wir mittlerweile mit der Gen4-Ausführung verbesserte Batterien für mehr Reichweite für alle bisher gebauten FES-Flugzeuge anbieten – eine Technische Mitteilung ist in Arbeit.

Flexibilität bei allen Wetter-Widrigkeiten
Egal bei welchen Wetterbedingungen man fliegen möchte – die flexible SOLO-Lösung, bei der man wählen kann, ob man beide oder nur eine Batterie einbaut, passt das Flugzeug womöglich entscheidend den Bedingungen an. Wie wäre es, mit minimaler Flächenbelastung fliegen zu können und dennoch mit vernünftiger Reichweite sicher nach Hause zu kommen? Dazu braucht man nur eine Batterie auszubauen und schon hat man das bekannte größtmögliche Flächenbelastungsspektrum, vergleichbar mit einem Ventus-3T und kann die Flugeigenschaften dieses beliebten Flugzeugs genießen. Lust auf Eigenstartfähigkeit und Unabhängigkeit und dennoch genügend “Saft” für mehr Reichweite und Höhe? Einfach die zweite Batterie einbauen und Spaß mit einem – dem Ventus-3M vergleichbaren – Flugzeug haben. Quelle: ‚Schempp-Hirth‚.

Die „Alten Adler“ kommen gerne wieder

Über 80 Mitglieder der „Alten Adler“ führte der Weg bei ihrem Herbsttreffen diesmal nach Kirchheim. Die „Alten Adler“ sind eine Vereinigung von Persönlichkeiten, die sich als Förderer der Luft- und Raumfahrt durch besondere fliegerische Leistungen im zivilen und militärischen Bereich sowie als Forscher, Wissenschaftler, Konstrukteure, Organisatoren, Lehrer und Publizisten in der Luft- und Raumfahrt verdient gemacht haben. Sie fördern den Luftsport in allen Bereichen und unterstützen die Leistungen der Flieger, unter anderem auch die luftfahrtorientierten Arbeiten von „Jugend forscht“.

So stand für die Gruppe neben einem Standrundgang auch „Fliegerisches“ auf dem Programm, mit einem Besuch der Firma Schempp-Hirth. Tilo Holighaus, Eberhard Schott und „Biggo“ Berger führten sie durch die Produktion von Hochleistungs-Flugzeugen, die mit großer Faszination aufgenommen wurde. Nach anschließender Besichtigung der Firma Strassacker in Süßen klang der Abend festlich im Hotel „Fuchsen“ aus.

Am nächsten Tag stellte Helmuth Hirth, der Sohn des Flugzeugpioniers Wolf Hirth, auf der Hahnweide die Flugzeuge des „Fliegenden Museums“ vor, die vorwiegend bei Schempp-Hirth gefertigt wurden. Alle diese Oldtimer sind noch flugfähig und werden häufig vorgeführt. Bei diesem Höhepunkt des Treffens in Kirchheim zog die Gruppe der Luftsportenthusiasten ein klares Fazit: „Die ‚Alten Adler‘ kommen gerne wieder.“ Quelle: ‚Der Teckbote‚.

Selbststartender Ventus E

Schempp-Hirth arbeitet an einem elektrischen Selbststarterkonzept Ventus E. Was vor rund 13 Jahren mit dem Arcus E noch als technische Herausforderung galt, hat sich dank der Entwicklung in der Elektromobilität zu einer ausgereiften Lösung entwickelt. Segelflugzeuge mit Elektroantrieb, ausreichender Reichweite und der Fähigkeit zum Selbststart sind heute eine realistische Option. Schempp-Hirth wird den Ventus E am Deutschen Segelfliegertag am 4. November in Freudenstadt-Musbach vorstellen.

200. Ventus

Am 20. Februar diesen Jahres war es soweit: Schempp-Hirth lieferte das 200. Exemplar des Ventus 3 aus. Das Flugzeug ging an David Bauder, einen der Top-Piloten aus Deutschland, Deutscher Meister und Mitglied der Segelflug-Nationalmannschaft.

Die Geschichte des Ventus begann bei Schempp-Hirth 1980, als der erste Ventus seinen Erstflug absolviert. Er stellte den Nachfolger des Mini Nimbus dar, einem Flugzeug der ersten Rennklasse-Generation, und gewann in den Folgejahren mehrere Weltmeisterschaften in der 15-Meter-Klasse. 1994 erlebte der Ventus 2 seinen Erstflug. Charakteristisch hier der mehrfach nach hinten gepfeilte Flügel. Den Ventus 2 gab es sowohl mit 15 als auch mit 18 Metern Spannweite.

Vor sieben Jahren, am 29. Januar 2016 erfolgte der Erstflug des aktuellen Ventus 3. Nur sieben Jahre nach dem Erstflug sind nun bereits 200 Exemplare des Ventus 3 in verschiedenen Varianten ausgeliefert worden, Anlass genug für eine kleine Feier auf dem Betriebsgelände von Schempp-Hirth in Kirchheim-Teck, auf der David Bauder der Jubiläums-Ventus übergeben wurde. Mit dabei waren drei Generationen aus dem Vertrieb von Schempp-Hirth. Neben dem aktuellen Verkaufsleiter Bernd Weber auch Hans-Georg „Biggo“ Berger – er war mehr als 40 Jahre Leiter des Verkaufs bei Schempp-Hirth – sowie Simon Schröder, amtierender Weltmeister in der Standardklasse, der in diesem Jahr die Nachfolge von Bernd Weber im Vertrieb antreten wird und damit die Mannschaft bei Schempp-Hirth ergänzt. Quelle: ‚Schempp-Hirth‚.