Für die Saison 2027 werden vom DAeC weiterhin dringend Ausrichter für Segelflug-Wettbewerbe gesucht. Bewerbungsschluss ist der 31. Juli 2026.
Die Ausrichtung eines Wettbewerbes ist nicht nur eine spannende Herausforderung, sondern auch eine Gelegenheit, den eigenen Verein zu präsentieren und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Aktuell fehlen noch Ausrichter – und ohne ausreichende Bewerbungen werden Wettbewerbe nicht stattfinden:
Vom 5. bis 11. Juli 2026 fanden in Vinon-sur-Verdon (Frankreich) parallel zwei bedeutende Segelflugwettbewerbe statt: Das Championnat de France in den Klassen 18-Meter und Libre sowie der Pre-EGC Vinon 2026 in der Multi-Klasse. Rund 50 Piloten nutzten die thermischen Bedingungen über der Provence und den Südalpen für anspruchsvolle Streckenflüge.
Championnat de France 2026
Das Championnat de France wurde in den Klassen 18-Meter und Libre ausgetragen. Die Wettbewerbswoche bot an sechs Wertungstagen anspruchsvolle Aufgaben, bei denen die Piloten Distanzen von bis zu 665 Kilometern zurücklegten.
In der 18-Meter-Klasse sicherte sich Thierry Boilley den französischen Meistertitel, gefolgt von Omaël Nicolas und Nicolas Bernhard. In der Offenen Klasse (Libre) siegte Didier Hauss vor dem Team Corbillé & Corbillé und dem Team Le Gall & Bruyere.
Ergebnisse 18-Meter-Klasse
Rang
Name
Vorname
Flugzeug
Punkte
1
Boilley
Thierry
JS3 RES 18m
4.667
2
Nicolas
Omaël
JS1 18m
4.591
3
Bernhard
Nicolas
Ventus 3T 18m
4.563
4
Roche
Hugo
JS1 18m
4.451
5
Puyou
Yvon
LS 6 18m
4.169
(Hinweis: Erik Borgmann (4.851 Punkte) und Conrad Hartter (4.389 Punkte) nahmen außer Konkurrenz teil)
Parallel zur französischen Meisterschaft wurde der Pre-EGC als Vorbereitung auf die Europameisterschaft 2027 ausgetragen. In der Multi-Klasse traten internationale Piloten gegeneinander an. Nach fünf Wertungstagen gewann der Italiener Alberto Sironi vor dem Deutschen Patrick Puskeiler und der Spanierin Lucia Esteban Loring.
Überschattet wurden die Wettbewerbe von einem tödlichen Unfall am 9. Juli 2026. Ein 67-jähriger Pilot stürzte während eines Wettbewerbsfluges mit einer Schleicher AS 33 Es (F-CVGD) auf einer Höhe von 2.100 Metern nahe dem Gipfel der Tête de Cuguret (östlich von Jausiers in den Alpes-de-Haute-Provence) ab. Der Pilot kam dabei ums Leben, das Flugzeug wurde zerstört. Die Unfallursache ist noch ungeklärt und wird untersucht.
Nach rund zwei Wochen ist der Euroglide 2026 in Venlo (NL) zu Ende gegangen. Die internationale Streckenflugveranstaltung führte die teilnehmenden Zweierteams über rund 2’500 Kilometer quer durch Europa. Anders als bei klassischen Segelflugmeisterschaften bestimmen die Crews ihre Route, Flugplätze und Übernachtungen weitgehend selbst und müssen sich dabei laufend auf Wetter und Infrastruktur einstellen.
Der Wettbewerb begann wetterbedingt mit Verzögerung. Im weiteren Verlauf verlangten wechselnde Wetterbedingungen, schwache Thermik und teilweise begrenzte Schleppkapazitäten den Teams viel Flexibilität und taktisches Geschick ab. Nach mehreren Flugtagen erreichten die ersten Mannschaften wieder den Zielflugplatz in Venlo.
Den Sieg sicherte sich das australische Team WX. Die weiteren Podestplätze gingen an die deutschen Teams SF und SL. Auf Rang vier folgte das niederländische Team OV, den fünften Platz belegte das deutsche Team BF.
Schlussrangliste Euroglide 2026 (Top 5)
Rang: „WX“ (Matthew Scutter, Australien)
Rang: „SF“ (Stefan Langer, Deutschland)
Rang: „SL“ (Maximilian Schäfer, Klaus Reinhold, Deutschland)
Ramg: „OV“ (Rens van Breokhuijsen, Sander T Hart, Thijs Paré, Wolfert Voet, Niederlande)
Rang: „BF“ (Manfred Schroder, Michael Paul, Klaus Willenbrink, Deutschland)
Der Euroglide wird alle zwei Jahre vom Venlo Eindhoven Gliding Club organisiert und zählt zu den außergewöhnlichsten Segelflugveranstaltungen Europas. Im Mittelpunkt stehen nicht nur fliegerisches Können, sondern auch Streckenplanung, Wettertaktik und Teamarbeit über mehrere Tage hinweg. Fotos: Martin Knops.
Vom 3. bis 7. Juni 2026 fand das traditionelle Stillberghof-Vergleichsfliegen in Donauwörth-Zirgesheim statt. Der Wettbewerb, der nach rund 20 Jahren Pause seit 2022 wieder von der Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim organisiert wird, verzeichnete in diesem Jahr 14 teilnehmende Piloten aus der gastgebenden SFG sowie benachbarten Vereinen.
Der Wettbewerb wurde nach Grand-Prix-Regeln mit Distance-Handicapping ausgetragen. Bei diesem Format fliegen alle Teilnehmer gleichzeitig eine vorgegebene Strecke ab. Der Pilot, der zuerst den Zielflugplatz erreicht, erhält die höchste Punktzahl für den jeweiligen Durchgang. Von den fünf angesetzten Tagen boten drei ausreichende Segelflugbedingungen für Wertungsflüge.
Der erste Wertungstag am Freitag begann aufgrund spät einsetzender Thermik erst kurz vor 17 Uhr. Die Piloten absolvierten einen Rundkurs von etwa 120 Kilometern. Am Wochenende verbesserten sich die Bedingungen deutlich. Am Sonntag, dem fünften und letzten Wertungstag, wurde eine Strecke von 342,85 Kilometern ausgeschrieben, die unter anderem über Kaisheim, Roth, Beratzhausen und Oppingen-Au führte. Neun der 14 Teilnehmer beendeten diese Aufgabe erfolgreich.
David Bauder sichert sich Gesamtsieg In der Gesamtwertung siegte David Bauder (SFG Donauwörth-Monheim) in einem Ventus 3T mit 26 Punkten. Er gewann alle drei ausgetragenen Wertungstage. Den zweiten Platz belegten die Brüder Michael und Andreas Gesell (SFG Donauwörth-Monheim) im Arcus M mit 15 Punkten. Sebastian Langer (SFZ Augsburg) erreichte in einer ASG 29 mit 14 Punkten den dritten Rang. Tim Schmidtlein (Mittelschwäbischer Luftsportverein, ASW 24 WL) folgte mit 13 Punkten auf dem vierten Platz.
Parallel zum lokalen Wettbewerb verzeichnete die SFG Donauwörth-Monheim in der Segelflug-Bundesliga einen Rückschlag. Trotz dreier Wertungsflüge rutschte der Verein nach der achten Runde auf den 24. und damit vorletzten Tabellenplatz ab.
Vom 23. bis 30. Mai 2026 fand auf dem Fluggelände Hütten-Hotzenwald die 61. Ausgabe des traditionsreichen Hotzenwald-Wettbewerbs statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die hervorragenden Bedingungen über dem Schwarzwald, der Schwäbischen Alb und dem Schweizer Jura für anspruchsvolle Streckenflüge.
Das Wettbewerbsgebiet zählt zu den attraktivsten Segelflugregionen Mitteleuropas und begeistert Jahr für Jahr mit zuverlässiger Thermik, abwechslungsreichen Aufgaben und einer eindrucksvollen Landschaft.
In der Club- und Newcomer-Klasse setzte sich Timo Mayr auf seiner SF 27 MA durch. Rang zwei belegte das Team Schmelz/Dörfler mit der ASK 13, gefolgt von Florian Ruckert auf KA 6 CR.
Die Standard-Klasse gewann Timo Fuchs mit seiner Discus bT vor Alexander Bleitner (LS 6) und Johanna Steil (LS 8).
In der Offenen Klasse sicherte sich Nils Koster auf einer AS 33 18m den Gesamtsieg. Martin Sautter belegte mit seiner Ventus 3E 18m den zweiten Platz, während Felix Wolf auf einer Discus 2c FES 18m das Podest komplettierte.
Über das Christi-Himmelfahrt-Wochenende veranstalteten die Dörnberg Segelflieger die vereinsinterne „Dörnberg Cross Country Challenge“ (DC3). Ziel des Wettbewerbs ist es, junge Piloten an den Streckenflug heranzuführen. Der Spaß und das gemeinsame Fliegen stehen dabei im Vordergrund. Die Wertung ist zweitrangig; Piloten und Flugzeuge können täglich wechseln. Es gibt jeden Tag eine gemeinsame Aufgabe, die von den Teilnehmern abgeflogen wird. Segelflugreferent Bodo Richert organisierte eine Einteilung aus abwechselnden Helfern und Pilotenteams.
Das Wetter war zu Beginn der Challenge herausfordernd. Der erste Tag musste wegen Nässe und Schauern neutralisiert werden. Auch der zweite Tag startete wetterbedingt mit Verzögerung. Erst am späten Mittag starteten die ersten Flugzeuge. Trotz schwieriger Bedingungen gelang den Piloten der Abflug in Richtung Nordwesten. Das Team E3 mit Uwe Kemnitz sicherte sich auf der 145 Kilometer langen Strecke über Dehausen zum Blomberg und zurück den Tagessieg.
Am Samstag stand eine 230 Kilometer lange Aufgabe entlang der Sauerlandkante nach Hirzenhain und über Dehausen sowie Waldeck zurück auf dem Programm. Das Wetter im Bereich der ersten Wende erforderte taktisches Geschick. Das Team E7 mit Klaus-Peter Herzog und Michael Stevens meisterte die Aufgabe als einziges ohne den Einsatz eines Hilfsmotors. Ein Pilot musste sein Flugzeug auf einem Acker landen, die Rückholung verlief routiniert.
Am Sonntag flogen die Teilnehmer eine 130 Kilometer lange Dreiecksaufgabe über Eichsfeld und Sontra. Nach einem Start bei bedecktem Himmel besserten sich die Bedingungen. Das Team E7 mit Kevin Thomas und Christian Ditzel sicherte sich den Tagessieg mit einem schnellen Endanflug.
Der Gesamtsieg der DC3 ging an den Arcus T (E7), der an jedem Tag von unterschiedlichen Piloten geflogen wurde. Neben dem Wettbewerb fand zudem regulärer Schulbetrieb statt. Die Veranstaltung endete mit einer Pokalübergabe. Die nächste DC3 ist für 2027 geplant.
Am Freitag, den 17. April 2026, findet um 16:00 Uhr am Flugplatz Wiener Neustadt Ost (LOAU) ein Einführungslehrgang für Motorflug-Wettbewerbe statt. Die Veranstaltung bietet einen Überblick über allgemeine Motorflugbewerbe sowie das Air Navigation Race (ANR).
Der kostenlose Theoriekurs dauert etwa ein bis eineinhalb Stunden. Teilnehmer erhalten Einblicke in die Regeln und erarbeiten gemeinsam eine Trainingsroute. Kartenmaterial wird zur Verfügung gestellt. Für die Vorbereitung werden ein Kursdreieck, verschiedenfarbige Stifte und ein Marker empfohlen. Ein Flugzeug ist für diesen Teil nicht erforderlich.
Am darauffolgenden Samstag, den 18. April 2026, besteht die Möglichkeit, die geplante Route in der Praxis abzufliegen. Walter Dworschak, Landessektionsleiter Motorflug im ÖAeC/LV NÖ, steht für Fragen, Hilfestellungen und die Auswertung zur Verfügung. Auf Wunsch begleitet er Teilnehmer auch im Cockpit. Für den Flug wird eine gut ablesbare Uhr mit Sekundenanzeige benötigt, Logger können ausgeliehen werden.
Die Veranstaltung richtet sich gleichermaßen an Pilotinnen und Piloten. Da die Teilnehmerzahl aufgrund der Raumgröße begrenzt ist, wird um Anmeldung bei Walter Dworschak per E-Mail (walter_dworschak@hotmail.com) oder WhatsApp (+43 676 6702332) gebeten. Weitere Informationen zum Rahmenprogramm in LOAU sind unter www.fsv2000.at abrufbar.
Der 61. Internationale Hotzenwaldwettbewerb findet in der Pfingstwoche vom 23. bis 30. Mai 2026 statt und wird im IGC-Ranking geführt. Ausgerichtet wird er von der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald mit Unterstützung des Luftsportverbands Baden (LVB).
Anmeldungen sind seit 1. Februar 2026 online möglich. Das Wettbewerbsgebiet umfasst den Schwarzwald, die Schwäbische Alb und den Schweizer Jura, der mit seiner Landschaft und thermischen Qualität besonders reizvoll ist. Das Eröffnungsbriefing findet am Samstag, 23. Mai 2026, um 09:00 Uhr im Briefingraum statt.
Im Jahr 2026 wird keine Deutsche Meisterschaft der Frauen stattfinden. Stattdessen wird im Oktober 2026 die neue Nationalmannschaft der Frauen gemäß SWO Anlage A bestimmt.
Zusammenfassend bedeutet dies:
Die Nationalmannschaft der Frauen wird aus den drei bestplatzierten Pilotinnen der jeweiligen klassenweisen (neuen) Deutschen Rangliste Segelflug in den Klassen Club, Standard und 18m zum Stichtag 30.09.2026 bestimmt.
Die nach diesem Verfahren bestimmten Pilotinnen werden am 01.10.2026 informiert und müssen spätestens bis zum 15.10.2026 ihre Nominierung zur Frauen-National-Mannschaft bestätigen.
Verzichtet eine Pilotin auf ihre Nominierung, wird entsprechend der jeweiligen klassenweisen (neuen) Deutschen Rangliste Segelflug nachgerückt.
Am frühen Samstagmorgen herrschte reges Treiben auf den Bensheimer Stadtwiesen. Segelflugzeuge mit hohem Holzanteil wurden startklar gemacht, und eine ungewöhnlich junge Pilotenmannschaft (Durchschnittsalter ca. 20 Jahre) bereitete sich auf den südhessischen Qualifikationswettbewerb im Jugendvergleichsfliegen vor. 21 junge Piloten und eine Pilotin aus Heppenheim, Vielbrunn, Langenselbold, Bad Nauheim undGastgeber Bensheimzeigten ihr Können in Flugübungen und Ziellandungen vor einer Jury.
Kurzes Feldbriefing, im Vordergrund: Jan Schäfer – Fluglehrer AC Langenselbold und Fluglehrerin Hiltrud Garthe – Foto: S. Clermont
Gut organisiert und diszipliniert meisterten die Jugendlichen über 80 Starts in drei Durchgängen. Die Erfahrungs- und Leistungsspanne war groß: vom Anfänger kurz nach der C-Prüfung bis zum Scheininhaber. Auch wenn manches Manöver nicht perfekt verlief, blieb der Spaß im Vordergrund. Ein Teilnehmer fasste es treffend zusammen: „Fliegerisch war das bei mir heute großer Mist, aber es hat richtig Spaß gemacht und ich hab’ tolle neue Freunde kennengelernt.“
Höchste Konzentration beim Ziellanden – Foto: S. Clermont
Nach dem Wettbewerb standen Teamgeist und Feierlaune auf dem Programm. Kreative Aktionen wie der Bau einer temporären „Raumbegrenzungseinheit“ und improvisierte Spielereien mit Alltagsgegenständen sorgten für viel Gelächter und unvergessliche Momente.
v.l. Wettbewerbsleitung Andreas Weskamp, Tim Gerhardt – 2. Platz, Sieger Fabian Rode, Johannes Kläffling – 3. Platz, Lea Balzer Organisatorin, Thorben Triegel Wettbewerbsleitung sowie restliche Teilnehmer – Hintergrund
Am Sonntagmorgen fand die Siegerehrung bei entspanntem Frühstück statt. Den Sonderpreis des Kreises Bergstraße als erfolgreichster Verein gewann der AC Langenselbold. Auf dem Treppchen landeten Fabian Rode 1.Platz, Tim Gerhardt 2.Platz und Johannes Kläffling 3.Platz, aber alle Teilnehmer erhielten wertvolle Sachpreise, gespendet von Luftfahrtunternehmen und lokalen Firmen.
Team Bensheim
Die ersten neun Platzierten treffen sich nun mit ihren Teams zum Hessenentscheid in Seligenstadt-Zellhausen – mit etwas Glück winkt später sogar der Bundesentscheid in Lachen-Speyerdorf.
Während des Wettbewerbs erlebten wir ständige Annäherungswarnungen, gefährliche Situationen und sogar den Vorschlag, dem Beispiel amerikanischer Formations-Kunstflieger zu folgen. Es wurde mit Strafpunkten gedroht, wenn man nicht diszipliniert in einem Pulk in der Thermik kurbelt. Angesichts der Enge, in der die großen und weniger wendigen Flugzeuge operieren mussten, haben die Piloten meiner Meinung nach außergewöhnliches fliegerisches Können bewiesen.
Stimmt mit dieser Art von Wettbewerb etwas Grundlegendes nicht? Anderthalb Stunden an einem Ort zu verharren, nur um den Abflug so weit wie möglich hinauszuzögern, obwohl der optimale Zeitpunkt für den Start längst klar ist? Eine große Gruppe fliegt eine Route, bei der niemand die Führung übernehmen will, weil der Führende unweigerlich mit einem schlechteren Ergebnis bestraft wird.
Leider ist dieses Szenario eine logische Konsequenz aus der Kombination von maximal langen Aufgaben, klarem Wetter und der lückenlosen Echtzeit-Überwachung durch FLARM und Online-Tracking.
Ich persönlich verabscheue diese Art des Fliegens, was aber nicht heißt, dass wir nicht wissen, wie man das Spiel für sich entscheiden kann. Das haben wir am letzten Wettbewerbs-Tag bewiesen, als wir die anderen Teilnehmer geschickt ausgenutzt haben und praktisch als Letzte die Startlinie überquerten.
Hier sind einige Wettbewerbsregeln, welche zu Punkbildungen führen, einfach erklärt im Überblick:
Regel/Faktor
Erklärung
Auswirkung auf die Taktik
Die Aufgabe (Task)
Piloten müssen eine vom Wettbewerbsleiter festgelegte Strecke (z.B. ein Dreieck) so schnell wie möglich abfliegen. Die Tageswertung basiert auf der erreichten Durchschnittsgeschwindigkeit.
Je schneller man die Strecke fliegt, desto besser das Ergebnis.
Der Abflug (Start)
Nach dem Start im F-Schlepp öffnet sich ein „Startfenster“ (oft 1-2 Stunden). Innerhalb dieses Zeitfensters können die Piloten die Startlinie überqueren, wann immer sie wollen. Die Zeitmessung für die Aufgabe beginnt erst beim Überqueren der Startlinie.
Dies gibt den Piloten die Freiheit, auf die besten Wetterbedingungen zu warten.
Thermik und Wetter
Segelflugzeuge sind auf aufsteigende Luftmassen (Thermik) angewiesen, um Höhe zu gewinnen und die Strecke abzufliegen. Die Thermik entwickelt sich im Laufe des Tages und ist oft am Nachmittag am stärksten.
Ein späterer Abflug bedeutet oft stärkere Thermik und somit eine potenziell höhere Durchschnitts-Geschwindigkeit.
Das „Führungs-Handicap“
Der erste Pilot, der eine neue Thermik findet, „markiert“ sie für alle nachfolgenden Piloten. Diese können direkt dorthin fliegen, ohne selbst suchen zu müssen. Der führende Pilot verliert Zeit bei der Suche, während die Verfolger aufholen und von seiner Arbeit profitieren.
Niemand will der Erste sein. Es entsteht ein taktisches „Wartespiel“, bei dem alle versuchen, als Letzte abzufliegen, um von den anderen zu profitieren.
FLARM und Live-Tracking
Das Kollisionswarnsystem FLARM, das die Positionen anderer Flugzeuge anzeigt und Live-Tracking im Internet ermöglicht es Teams am Boden, die Positionen aller Konkurrenten in Echtzeit zu verfolgen und ihren Piloten taktische Anweisungen zu geben.
Dieses „legale Spionieren“ verstärkt das Problem, da jeder genau weiß, wo die anderen sind. Es ist unmöglich, sich unbemerkt abzusetzen.
Nach einem verregneten und kühlen Auftakt zeigte sich endlich der Sommer von seiner fliegbaren Seite – und bescherte den Pilotinnen und Piloten insgesamt vier spannende Wertungstage.
Traditionell klang der letzte Wettbewerbsabend mit einem festlichen Essen aus, zubereitet vom bewährten Wirte-Team der SFG Spaichingen-Aldingen und der SFG Schwenningen. Die beiden Vereine hatten erneut ganze Arbeit geleistet und wurden dafür vom voll besetzten Festzelt mit Standing Ovations gefeiert – ein verdienter Applaus!
Gegen 20:30 Uhr begann die Siegerehrung. Doch zuvor gab es noch erfreuliche Nachrichten für den Nachwuchs: Wie in jedem Jahr wurden 50 % der Startgelder von abgemeldeten Pilot-innen an die Junioren ausgeschüttet. Da erfreulicherweise gleich mehrere Nachwuchspilotinnen und -piloten am Start waren, durften sich BW1, C5, IBD, IGM, NC, O4, QK, SE, SP, SY, TOM und VR jeweils über einen Zuschuss von 105 € freuen.
Die Gesamtwertung nach vier Wertungstagen im Überblick:
Club-Klasse
MN Simon Gantner – 2.787 Punkte
TOM Felix Neuburger – 2.732 Punkte
E6 Basti Kaiser – 2.575 Punkte Bester Junior: TOM Felix Neuburger
15-Meter-Klasse
OXX Martin Söll – 2.533 Punkte
SR Frederic de Groote – 2.520 Punkte
PJ Philipp Söll – 2.483 Punkte
18-Meter-Klasse
FN Thomas Ingerfurth – 2.017 Punkte
1R Steven Raimond – 2.002 Punkte
2W Martin Wirsch – 1.874 Punkte Bester Klippenecker: 2W Martin Wirsch
Doppelsitzer-Klasse
NH Wouter van Essen / Kevin Dilger – 2.120 Punkte
LV1 Wolfgang Schötz / Joachim Hirt – 2.119 Punkte
TR Timo Protzer / Karl-Heinz Röhm – 1.949 Punkte
Offene-Klasse
4R Yves Schnetzer / Michael Baumeler – 2.063 Punkte
UFO Max Leenders – 2.027 Punkte
PWR Thomas Rineck / Phil Hüwelmann – 1.738 Punkte
Mit einem großen Dank an alle Helferinnen und Helfer, die den Wettbewerb erneut zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben, endete eine großartige Wettbewerbs-Woche.
Save the Date: Der 57. Klippeneck-Segelflug-Wettbewerb findet vom 31. Juli bis 08. August 2026 statt – die Organisatoren freuen sich schon jetzt auf ein Wiedersehen!
Vom 7. bis 11. Juni 2025 konnte in Hütten-Hotzenwald an zwei Wertungstagen der beliebte Streckenflug-Wettbewerb über dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb ausgetragen werden.
Resultate Club- & Newcomer
Rang: Florian Ruckert, SC Uetersen, Ka 6
Rang: Kiefer & Kiefer, MLV Müllheim, Bergfalke
Rang: Oliver Wolfinger, SFZ Königsdorf, Ka 6
Resultate Standard-Klasse
Rang: Timo Fuchs, FG Wolf Hirth, Discus BT
Rang: Marzelin Gross, FG Saulgau, LS 4
Rang: Wolfgang Böhme, FC Bad Berka-Weimar e.V., LS 4
Resultate Offene Klasse
Rang: Kessler & Kluge, FG Wolf Hirth, Duo Discus T WL
Autor: Daniel Große-Verspohl, Pressesprecher des LSV Bayreuth e.V.
Die Fichtelglide 2025 ist nach vier Wertungstagen vorbei – der bisherige Gesamtführende Julius Lübstorf konnte schließlich auch als Gewinner in die Siegerehrung gehen. Der Segelflug-Wettbewerb am Bindlacher Berg ist damit nach einer Woche zu Ende gegangen. Bei allen vier Wertungsflügen war er Zweitplatzierter, am Ende stand er erstmals ganz oben auf dem Treppchen. Dabei hat der Samstag allen Beteiligten einen Streich gespielt: Die Vorhersagen waren vor allem für den späteren Nachmittag ganz gut, doch bis der Start hätte beginnen müssen, hatten sich keine nennenswerten Aufwinde gebildet.
Der 29-jährige Lübstorf von der Akaflieg Frankfurt hatte damit die größte Konstanz unter allen Teilnehmenden bewiesen. Der jeweils erste Tagesplatz war von vier verschiedenen Piloten errungen worden, aber Lübstorf war immer eng dran am Tagessieger: Zuletzt war am Freitag das Feld so eng beisammen, dass die Verrechnung der Flugzeugtypleistung und die Überflughöhe des Zielkreises über den Tagessieg entschieden – Lübstorf lag einen Punkt hinter Tagessieger Leon Bohnenkamp aus Herford.
Eigentlich sollte der Samstag der Entscheidungstag werden: Sportleiter Frederik Köhne hatte eine variable Aufgabe Richtung Thüringer Wald und Unterfranken ausgeschrieben und wollte das Feld wie zuvor am Freitag in die Luft schicken, sobald sich ausreichend Thermik im Umfeld des Flugplatzes entwickelte hatte. Zwei Flugzeuge starteten schließlich als „Schnupperer“, um ihm Informationen über die tatsächliche Aufwind-Entwicklung zu liefern. Beide Flugzeuge mussten jedoch kämpfen, um überhaupt die Höhe halten zu können. Nur sehr vereinzelte Blasen stiegen auf, eindeutig nicht genug, um ein ganzes Feld von Flugzeugen tragen zu können. Das Hoffen auf den Zeitpunkt, an dem die Sonne genug Energie geliefert hat, um großflächig Thermik auszulösen, schwand immer mehr. Kurz bevor die errechnete Deadline 14:30 Uhr erreicht war und einer der beiden Schnupperer sich in den Anflug auf den Flugplatz begeben hat, fiel schließlich die Entscheidung: Selbst wenn später noch was gegangen wäre, wäre die Aufgabe zeitlich nicht mehr machbar gewesen. Mit dem Moment der Neutralisation des letzten Tages wurde auch die Gesamtwertung eingefroren:
Julius Lübstorf stand als Sieger fest, ebenso wie die weiteren Platzierungen. Lutz Hiendlmeier vom LSV Straubing wurde Zweiter, Andreas Friedel vom LSV Cloppenburg, Tagessieger des zweiten Wertungstages, erhielt am Ende Bronze. Mit vier von acht möglichen Wertungstagen hat die Fichtelglide damit die Erwartungen erfüllt. Auch organisatorisch hat das verjüngte Team ein gutes Bild abgeliefert. Wettbewerbs-Leiter Davide Schultz hat den organisatorischen Aufwand spürbar verringert und dennoch bewährte Elemente beibehalten. Sportleiter Frederik Köhne hat mit konsequenten Entscheidungen bewiesen, dass er alle fliegen lassen will, wenn es das Wetter hergibt und mit den frühzeitigen Neutralisationen am bedeckten Pfingstsamstag und verregneten Pfingstsonntag gleich an den ersten beiden Tagen gezeigt, dass er bei hoffnungslosen Wetterlagen die Piloten nicht hinhält. Erst am Pfingstmontag konnte die Fichtelglide damit aktiv beginnen: Mit einer 312 km langen Tagesaufgabe Richtung Oberpfalz (Wendepunkte Roding, Deuerling und Waldmünchen) konnten die 24 Pilotinnen und Piloten aus neun Bundesländern die nordbayerischen Mittelgebirge kennen lernen. Diese für die Clubklasse ordentlich lange Strecke blieb die längste des Wettbewerbs. Mit 88,25 km/h war der Flug von Tagessieger Stephan Schnell (SFSV Haßloch) der schnellste. Lübstorf war mit 86,48 km/h erstmals auf dem Silberplatz des Tagespodests vertreten.
Nachdem der Dienstag wieder wegen unzureichender Sonneneinstrahlung neutralisiert wurde, führte der Mittwoch zum zweiten Wertungsflug: Auf der 203,85 km langen Strecke zum Blessberg im Thüringer Wald und über Wiesau in der Oberpfalz zurück, kam Andreas Friedel vom LSV Cloppenburg auf 93,60 km/h, rückblickend der schnellste Flug des gesamten Wettbewerbs. Lübstorf war jedoch nur 0,13 km/h bzw. 11 Sekunden langsamer und erhielt dafür einen Wertungspunkt weniger.
Donnerstag und Freitag waren schließlich davon geprägt, dass es zwar Aufwinde gab, diese jedoch keine Wolken mehr bildeten, so genannte Blauthermik, so genannt wegen des blauen Himmels. Diese Aufwinde sind für die Piloten deutlich schwieriger zu finden. Donnerstag gab es für dieses Wetterphänomen eine variable Aufgabe, bei der ein Kreis mit 25 km Radius um Lauscha in Thüringen, ein 25-km-Kreis um Tirschenreuth in der Oberpfalz und ein 20-km-Kreis um Hollfeld zu treffen waren. Am besten gelöst hat diese Aufgabe schließlich Matthias Greiner vom AC Bad Nauheim mit 211,1 km und 83,31 km/h. Lübstorf kam auf 210,98 km und 82,40 km/h und erhielt dafür neun Punkte weniger.
Für den Freitag gab es nochmals eine klassische Rennaufgabe zum Blessberg und zurück mit 128,36 km. Ähnlich wie Samstag war es absehbar, dass die Thermik-Entwicklung erst spät los gehen würde. Sportleiter Köhne hatte sich 14 Uhr als Deadline für den Start des Feldes gelegt. Anders als am Samstag meldeten die Schnupper-Flugzeuge aber um wenige Augenblicke vor 14 Uhr den Durchbruch, so dass das Starterfeld in die Luft gehen konnte. Mit dem schnellsten Flug von Bastian Kaiser (SFG Schwenningen) mit 80,11 km/h zeigte sich auch, dass der Nachmittag sich durchaus brauchbar entwickelt hatte. Tagessieger in einem sehr eng beieinander liegenden Feld wurde jedoch Leon Bohnenkamp vom Herforder VfL, dessen schlechterer Flugzeugtyp in der Wertung ein paar Prozent gegengerechnet bekam. Lübstorf lag schließlich zwischen Kaiser und Bohnenkamp zum vierten Mal auf Tagesplatz zwei. Ohne, dass er den obersten Platz des Treppchens bis dahin betreten durfte, lag er jedoch schon ab dem Mittwoch auf Rang eins der Gesamtwertung und daran hatte sich bis zum Schluss nichts wesentliches mehr geändert.
Neun Teilnehmer der Fichtelglide dürfen wahrscheinlich auf die nächste Deutsche Meisterschaft fahren. Neben Lübstorf, Hiendlmeier, Friedel und Greiner wären dies Christian Gillessen vom SSV Cham, Ex-Bundestrainer Wolli Beyer (FLG Lippe), Thomas Pflug (SFG Bremen), Jan-Hinnerk Scheel (AC von Lübeck) und Frederic Weigert vom EV Erlangen-Nürnberg, nachdem die Neuntplatzierte Selina Mihalyi (LSC Interflug Berlin) außerhalb der Qualifikation angetreten war. Die endgültige Zahl an Qualifikanten ist aber noch abhängig von der definitiven Teilnehmerzahl der anderen drei Qualifikations-Wettbewerbe und der Kapazität des Ausrichters der nächsten DM. In Bayreuth will das neue Organisations-Team auf jeden Fall weiter machen und überlegt schon, welche Wettbewerbsform es als nächstes angehen möchte.
In der ersten Pfingstferienwoche geht es am Bayreuther Flugplatz wieder hoch her: 30 Segelflugzeuge starten bei gutem Wetter jeden Tag zu einem Luftrennen quer durch Süddeutschland. Nur die Besten werden das Ticket für die nächste Deutsche Meisterschaft lösen können. Los geht es am Freitagabend, den 6. Juni, mit dem Eröffnungsbriefing und am Samstag, den 7. Juni mit dem ersten Wertungstag.
Segelflugwettbewerbe werden wie Luftrennen ausgetragen: Morgens erhalten die Piloten eine 100 bis 600 km lange Strecke, definiert durch zu umfliegende markante Punkte, und müssen diese schnellstmöglich umrunden. Die Kunst ist es dabei, immer wieder aufsteigende Luft (Thermik) zu finden und wie ein Vogel mit dieser Luft an Höhe zu gewinnen. Am schnellsten ist am Ende der Pilot, der das beste Verhältnis zwischen Steigen in der Thermik und schnellem Weiterfliegen erreicht hat. Flugzeuge der Clubklasse sind Flugzeuge, die vielfach in Vereinen geflogen werden: Mit einer Spannweite von 15 m entsprechen sie eigentlich der Standardklasse, die Clubklasse umfasst hieraus aber die älteren Modelle, also die „guten Gebrauchten“ – Flugzeuge, die viele Vereine in ihrer Flotte haben. Die Clubklasse bietet somit insbesondere jungen Piloten den Einstieg in den Wettbewerbssegelflug, ebenso nehmen aber auch viele Erfahrene mit ihrem langjährigen Flugzeug an Clubklasse-Wettbewerben teil. Unter den Wettbewerbs-Segelfliegern ist die Clubklasse daher auch zahlenmäßig die beliebteste Wertungsklasse.
Unter den Teilnehmern sind auch wieder einige herausragende Namen wie Ulrike Teichmann (LSV Hofgeismar), langjähriges Mitglied der Frauen-Nationalmannschaft oder der scheidende Bundestrainer Wolli Beyer (FLG Lippe). Ebenso hat sich Bayreuth-Stammgast Jürgen Schuster (AC Ansbach) extra ein Clubklasse-Flugzeug besorgt, um am Bindlacher Berg an den Start gehen zu können. Mit insgesamt sechs Pilotinnen kommt die Fichtelglide auf den höchsten Frauenanteil, der bei Wettbewerben in Bayreuth bisher überhaupt erreicht wurde.
Bayreuth hat am Schnittpunkt von Fichtelgebirge, Frankenwald und Fränkischer Schweiz eine sehr gute Ausgangslage für Segelflug-Wettbewerbe, da in diesen drei Regionen bei gutem Wetter vergleichsweise starke Aufwinde anzutreffen sind. Von dort aus gehen die Strecken häufig entlang der Mittelgebirgsketten Richtung Thüringer Wald, Bayerischer Wald oder Erzgebirge.
Daher umfasst der Wettbewerbsraum fast ganz Süddeutschland und das angrenzende Tschechien: Die äußersten Wendepunkte sind im Norden Clausthal-Zellerfeld im Harz, im Osten Niesky bei Görlitz. St. Georgen im Schwarzwald ist zugleich der südlichste und westlichste Punkt, den Sportleiter Frederik Köhne für die Konstruktion der Strecken zur Auswahl hat.
Der Wettbewerb ist damit der erste große Höhepunkt im Jubiläumsjahr des Vereins: Die Luftsportgemeinschaft Bayreuth feiert dieses Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. Von der Besucherterrasse am alten Terminal aus lassen sich Starts und Landungen gut verfolgen. Gestartet wird ab etwa 11 Uhr, wenn es die Wetterlage zulässt. Innerhalb einer guten Stunde werden dann alle Segelflugzeuge per Flugzeugschlepp in die Luft gebracht. Mit den ersten Landungen ist etwa zwischen 16 und 17 Uhr zu rechnen. Kommen die Flugzeuge gruppenweise wieder, sorgt auch das für spektakuläre Bilder. Auf der Besucherterrasse gibt es auch Informationen über den aktuellen Stand des Wettkampfes und die Meisterschaft allgemein. Zusätzliche Informationen.
Zusätzlich zur bereits bekannten DMSt-Indexliste stellt die Bundeskommission Segelflug nun die DAeC-Indexliste zur Verfügung. Sie geht stärker auf die Anforderungen zentraler Wettbewerbe ein. Darüber hinaus dient die DAeC-Indexliste als Grundlage für die Indexwertungen bei den Qualifikationswettbewerben in den kommenden zwei Jahren.
Die DAeC-Indexliste besteht aus drei Kerneinheiten:
Klassenübergreifende Liste für die indexbereinigten Wertungen über die klassischen Klassengrenzen hinweg.
Klassenspezifische Indexlisten für die Standard- und 15m-Klasse für die Qualifikations-Wettbewerbe 2025.
Berechnung Index: Der Index innerhalb der Klasse wird berechnet, indem der Index des Flugzeuges durch den Index des Flugzeuges der Klasse mit dem höchsten Index geteilt wird, wobei eine Grenze bei zirka sieben Prozent gezogen wird. Bei einer größeren Streuung der Flugzeugqualität können Vor- oder Nachteile der Flugzeuge bei bestimmten Wetterbedingungen nicht mehr sinnvoll ausgeglichen werden.
DAeC-Index für Flugzeuge nicht gleich DMSt-Index
Die Flugzeuge haben in der Regel nicht den gleichen Index wie in der DMSt-Indexliste. Dies hat im Wesentlichen zwei Gründe:
Für die Berechnung des Wettbewerbsindex wird ein anderes Wettermodell verwendet. Es berücksichtigt, dass bei Wettbewerben mehr in den besten Stunden des Tages und weniger in den schwachen Morgen- und Abendstunden geflogen wird.
Außerdem werden die Indexwerte durch einen Stauchungsfaktor etwas zur Mitte (100) hin komprimiert. Der Grund dafür ist, dass sich in anderen Indexklassen gezeigt hat, dass die „Pulkbildung“ und die Nutzung der Aufwindinformation durch andere Flugzeuge zu einer leichten Bevorzugung von Flugzeugen mit niedrigem Index führt. Dieser Effekt wird durch den Stauchungsfaktor reduziert.
In dieser ersten Version wurde der Fokus auf die Standard- und 15m-Klasse gelegt, da in diesen Klassen 2025 bereits Qualifikationswettbewerbe anstehen. Gerade im Hinblick auf die Qualifikationsmeisterschaften der Offenen und 18m-Klasse 2026 werden die Bewertungen der Flugzeuge beider Klassen im kommenden Jahr noch einmal detaillierter geprüft. Feedback und Hinweise zu Fehlern in der Rangliste, die über subjektive Meinungen hinausgehen, nimmt die Bundeskommission Segelflug gerne entgegen. (segelflug(at)daec.de) Quelle:‘daec.de‚.
Letztes Jahr hatten einige Piloten um Toni Sibanc die Idee für einen neuen Segelflug-Wettbewerb. Entstanden ist daraus der One Design World Cup.
Dabei werden die Piloten auf gleicher Augenhöhe antreten und in jeder Klasse den exakt gleichen Flugzeugtyp fliegen. Das Wettbewerbs-Format folgt den IGC-Regeln und weist zusätzlich die Besonderheit auf, dass in jeder Klasse sind nur identische Flugzeuge zugelassen sind, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten, bei dem ausschliesslich das Können der Piloten entscheidet.
Die ersten Wettbewerbe werden im Mai in Szatymaz, Ungarn, stattfinden. Die Veranstaltung wird vom 16. bis 23. Mai auf dem Flughafen Szatymaz (Ungarn) stattfinden. Sie steht JS-3- und ASW20-Segelflugzeugen offen.
Der diesjährige Internationale Hotzenwald Wettbewerb vom 07. Juni – 14. Juni 2025, ist ein Freundschaftswettbewerb im Leistungssegelflug und dient der Förderung des Strecken-Segelfluges sowie der Nachwuchsförderung im Leistungssegelflug. Er bietet Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und Leistungsvergleich zwischen Segelfliegern aller Nationen und soll die internationale Freundschaft und Verständigung, insbesondere unter dem fliegerischen Nachwuchs, fördern und pflegen.
Fluggebiet
Das Wettbewerbsgebiet umfasst Schwarzwald, Schwäbische Alb und den Schweizer Jura. Insbesondere der Schweizer Jura übt mit seiner thermischen Qualität und einzigartigen Landschaft auf die Teilnehmer einen besonderen Reiz aus.
Wettbewerbsklassen
Gemischte Club- und Newcomer-Klasse, Standard-Klasse, Offene-Klasse, alle mit Indexwertung. Der Internationale Hotzenwaldwettbewerb wird darüber hinaus im IGC Ranking geführt. Die Punkte aus dem Hotzenwald Wettbewerb zahlen also direkt in die Platzierungen für die IGC Weltrangliste ein.
Full House!
Die Veranstalter sind begeistert – der Jubiläumswettbewerb ist mit 40 von 40 Anmeldungen komplett ausgebucht! Ab sofort können Anmeldungen nur noch auf der Warteliste entgegen genommen werden. Erfahrungsgemäß kommt es im Vorfeld des Wettbewerbs zu etwa 10% Absagen aus unterschiedlichen Gründen. Nachrücker werden in der Reihenfolge der eingegangenen Meldungen berücksichtigt. Quelle: ‚lghotzenwald.de‚.
Ein 61jähriger und sein Co-Pilot flogen am Samstag, 27. Juli 2024, im Kreis Tuttlingen zu Beginn des Klippeneck-Wettbewerbes bei einem Startversuch mit einem Eigenstarter durch einen Zaun. Das Führungs- und Lagezentrum der Polizei Konstanz wurde verständigt, weil ein Segelflugzeug bei der Startphase am Segelfluggelände Klippeneck verunglückt war. Der Segelflieger war mit einem 61-jährigen Piloten und einem Co-Piloten besetzt. Der Start des Fliegers gelang aus bislang unbekannten Gründen nicht. Anstatt abzuheben, krachten die beiden Insassen mit ihrem Fluggerät durch einen Jägerzaun und kamen unmittelbar nach der Start-/ Landebahn zum Stehen.
Pilot und Co-Pilot nach Unfall unverletzt Wie es zu dem Flugunfall kam, ist noch unklar und Gegenstand der derzeitigen Ermittlungen. Die Insassen konnten den Segler selbstständig und unverletzt verlassen. Am Segelflieger selbst entstand ein Gesamtschaden von ca. 20.000 Euro. Quelle: ‚Südwest-Presse‚.
Aufgrund der eingefahrenen Grosswetterlage mit labiler Luftmasse, wechselten sich in der Pfingstwoche längere sonnige Abschnitte mit einzelnen Schauern und Gewittern ab. Mit der grossen Erfahrung und gutem Geschick des Meteorologen Marcus Neubronner, konnten wir dennoch an vier der insgesamt acht Wertungstagen fliegen. Lokale Regenschauer am Titisee im Südschwarzwald vor der Querung der Baar (Hochebene zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb) auf dem Weg zum Wendepunkt auf der Schwäbischen Alb. Jede Aufgabe führte uns durch unterschiedliche Regionen: den Schwarzwald, die Schwäbische Alb, das Donautal, und das Schweizer Mittelland. Diese Flüge waren nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch fliegerisch anspruchsvoll und boten uns die Gelegenheit, Flugrouten zu erkunden, die wir von Dittingen aus selten befliegen.
Unsere Aufgaben an den vier Wertungstagen waren wie folgt: Am ersten Tag flogen wir nach Norden entlang des Schwarzwalds in Richtung Freudenstadt. Am zweiten Tag ging es nach Osten, dem Donautal folgend nach Mengen. Am dritten Tag führte die Route nordostwärts zur Schwäbischen Alb nach Münsingen. Am vierten Tag flogen wir nach Süden über den Jura ins Schweizer Mittelland ins Napfgebiet. Die Aufgaben wurden wegen des labilen Wetters allesamt als Assigned Area Task (AAT) ausgeschrieben.
Ein toller Anlass war auch ein Seminar und der persönliche Austausch mit Uli Schwenk. Als Vize-Weltmeister, Europa- und Deutscher Meister, Grand-Prix-Sieger, Rekordhalter und „Weltbotschafter des Segelfluges“ brachte Uli, welcher selbst als Coach am Wettbewerb in einer ASK 13 in der Club- und Newcomer Klasse teilgenommen hat, einen immensen Erfahrungsschatz mit. Seine Geschichten, Einblicke und Tipps waren äußerst interessant und bereicherten das fliegerische Wissen der Teilnehmer.
Die Atmosphäre während des Wettbewerbs war wie immer sehr entspannt, was wesentlich zu unserem Wohlbefinden beitrug. Die Kameradschaft unter den Teilnehmern war hervorragend, und es machte grossen Spass, Erfahrungen mit anderen Segelfliegern auszutauschen.
Ein besonders interessanter Aspekt des Hotzenwaldwettbewerbs ist, dass er auch für Wettbewerbseinsteiger bestens geeignet ist. Dafür gibt es die „Newcomer Klasse“. Das Wetter wird an diesem Wettbewerb nicht „zurechtgebogen“, was bedeutet, dass nicht fliegbare Tage vernünftig neutralisiert werden. Dadurch bleibt der Wettbewerb fair und sicher für alle Teilnehmer. Zudem bietet der Wettbewerb eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Region im Südschwarzwald kennenzulernen und sich damit auf einen Einstieg in den Schwarzwald aus dem Schweizer Jura, z.B. von Dittingen aus, vorzubereiten.
Kurz nach Abflug mit Flugroute über den Schluchsee mit Blick in Richtung Südosten. Die Sicht war an mehreren Tagen hervorragend. Am Horizont kann man die verschneiten Alpen erkennen. Unser sportlicher Erfolg in dieser Woche hat unsere Erwartungen übertroffen. Mit insgesamt drei Tagessiegen und einem vierten Tagesrang am letzten Wertungstag, konnten wir den Wettbewerb auf dem ersten Gesamtrang von 17 Flugzeugen in der Offenen Klasse abschliessen und durften die Trophäe – eine eindrucksvolle Pyramide aus Schwarzwälder Granit – mit nach Hause nehmen.
Der 59. Hotzenwaldwettbewerb war für uns ein tolles Erlebnis. Die Mischung aus herausfordernden Flugaufgaben, wertvollen Begegnungen und sportlichem Erfolg machte diese Woche zu einem Höhepunkt in dieser noch jungen Segelflugsaison 2024. Wir freuen uns bereits auf zukünftige Wettbewerbe und die Fortsetzung dieser wunderbaren Tradition auf dem Hotzenwald. Quelle: ‚Patrick Misun‚.
Mit einer Rekordbeteiligung von 30 Crews, darunter erstmals einer mit elektrisch betriebenem Luftfahrzeug, und einer großartigen Organisation war die Traditionsveranstaltung im Norden ein rundum gelungener Motorflug-Wettbewerb.
Die Wettbewerbsstrecke führte vom Flugplatz Schleswig-Kropp entgegen dem Uhrzeigersinn über Geest- und Marschlandschaften wieder zurück zum Ausgangspunkt. Auf den 100 Nautischen Meilen waren 13 Checkpunkte sekundengenau zu überfliegen und 18 Streckenbilder zu finden.
Die Crews starteten in drei Wertungsklassen. Sieger der fünf Teams umfassenden Einsteigerklasse wurden Dennis und Andrea Schröder. In der Landeswertung Schleswig-Holstein siegten Rolf und Rouven Oberlöer vor zwölf weiteren Teams mit einem beachtlichen Vorsprung: Sie erhielten 153 Punkte und setzen sich damit deutlich vor den Zweitplatzierten Luis Bertram und Christian Wittich (934 Punkte) ab. Sehr viel knapper fiel das Ergebnis in der 25 Crews starken Wettbewerbsklasse aus. Hier siegten Robert Deppe und Carla Moses mit nur fünf Punkten Abstand vor Arnold und Kilian Grubek.
Zum ersten Mal in der 45-jährigen Geschichte der Rallye zwischen den Meeren nahm mit dem von Uwe Nortmann geflogenen Elektra Trainer ein rein elektrisch betriebenes Luftfahrzeug teil.
Michael Frank-Stever, der bei der Rallye als Schiedsrichter fungierte, freut sich über die rundum gelungene Veranstaltung: „Der Aeroclub Kropp hatte alles perfekt organisiert, wir hatten Glück mit dem Wetter und die Teilnehmer waren durchweg zufrieden.“ Quelle: ‚DAeC, Michael Frank-Stever, Geschäftsführer des LSV Schleswig-Holstein‚,
Es geht um Wetterkenntnisse, Feingefühl und Taktik, wenn Niedersachsens beste Junior-Segelflugpilotinnen und -piloten ins Trainingslager gehen. In diesem Jahr treffen sich die 28 Wettkampfflieger in Oppershausen bei Celle, um ihren fliegerischen Fähigkeiten den letzten Schliff zu geben – vor dem Beginn der anstehenden Wettkämpfe und den Deutschen Meisterschaften im August.
Hannover/Oppershausen – Vom 27. April bis zum 3. Mai wird täglich in Dreier-Teams trainiert. Ein Trainer betreut zwei Wettkampfpiloten. Dabei steht jeden Tag eine andere Aufgabe auf dem Programm, wie etwa ein Streckenflug im Dreieckskurs, wie er bei Wettkämpfen üblich ist. Das Ziel ist, mit der schnellsten Zeit ins Ziel zu kommen. Je nach Wetterbedingungen kann es schon schwierig sein, überhaupt ins Ziel zu kommen. Denn reine Segelflugzeuge haben keinen Motor und müssen Aufwinde finden – sogenannte Thermik, um Höhe zu gewinnen und in der Luft zu bleiben.
Daher bestimmt vor allem die Suche nach Aufwinden die Streckenfliegerei und damit auch das Trainingslager. Um eine solche Thermik – unter Segelfliegern auch Thermikbart oder einfach nur Bart genannt – zu finden, braucht es gute Wetterkenntnisse und viel Feingefühl für das Flugzeug. Außerdem müssen die Trainees die richtigen taktischen Entscheidungen treffen, um möglichst schnell von einem Aufwind zum nächsten zu fliegen. So kosten das Kreisen und Aufsteigen in einer schwachen Thermik viel wertvolle Zeit und es stellt sich die Frage, ob im Lauf der Strecke eine noch bessere Thermik erreichbar ist, bevor das Flugzeug zu viel Höhe verliert.
Obwohl alle D-Kader-Piloten Erfahrung aus hunderten von Flugstunden haben, sind die Herausforderungen jedes Mal groß, denn die Bedingungen sind immer andere. Um realistisch trainieren zu können, fliegen die beiden Trainees in den einzelnen Teams meist voraus, der Trainer hinterher. So können die Kader-Piloten ihre eigenen Entscheidungen treffen, sich aber dennoch jederzeit Feedback vom Trainer holen.
Wie bei den Wettbewerben sind die Segelflugzeuge auch im Trainingslager in Klassen unterteilt. Die Trainees des niedersächsischen D-Kaders fliegen in diesem Trainingslager in zwei Klassen – der Standardklasse und der Clubklasse. Die Piloten in der Standardklasse fliegen die Modelle Ventus, Discus und LS8. Die Piloten in der Clubklasse sind mit den Modellen ASW 19, ASW 20, Libelle, LS1, LS3 und LS4 dabei. In den D-Kader werden alle Pilotinnen und Piloten aufgenommen, die sich bei einem Qualifikationswettbewerb für die Deutsche Junioren-Meisterschaft qualifizieren. Außerdem besteht die Möglichkeit, über einen Nachrückplatz oder herausragende Leistungen in den D-Kader berufen zu werden.
Nach Absprache haben Bildjournalist:innen die Möglichkeit, selbst Luftaufnahmen aus unserm Motorsegler zu machen. Außerdem stellen wir Fotos der Veranstaltung zur Verfügung. Auch Interviews mit Trainees und Trainern sind nach Absprach möglich. Die Flugbewegungen der Teilnehmer lassen sich unter diesem Link auch online verfolgen. Hier finden Sie Fotos vom letzten D-Kader-Trainingslager 2018. Auch in diesem Jahr werden wir wieder eigene Fotos am Boden und in der Luft machen und Ihnen anschließend ebenfalls zur Verfügung stellen.
Der Pribina Cup 2024 ging mit sechs Tagen Segelflug-Action zu Ende. In den ersten drei Tagen flogen die Teilnehmer entlang des Südkamms bis nach Skýcov, gefolgt von einem spannenden Übergang in den Norden, der bis nach Vtáčnik reicht. Im weiteren Verlauf des Wettbewerbs zeigten die Piloten ihr Können beim Thermikfliegen, was zu einigen aufregenden Flügen führte.
Die Atmosphäre war von guter Laune geprägt. Die österreichischen Junioren dominierten in der Clubklasse wobei Jakob Schreiber mit seiner LS4 den ersten Platz belegte. In der offenen Klasse konnte Petr Krejcirik mit seiner AS33 die meisten Punkte sammeln.
In den Osterferien vom 18. bis 26. April 2025 findet der nächste Pribina Cup statt. Egal, ob Sie ein erfahrener Pilot oder ein Neuling in diesem Sport sind, jeder ist herzlich zu einer unvergessliche Segelflug-Woche des Segelflugs eingeladen. Resultate.
Letzter Wertungstag mit Siegerehrung Samstag, 24.08.24.
Wertung: Die Austragung wird als Grandprix mit Handicap geflogen:
Flugzeuge mit schwachem Index fliegen mit großen Wendegebieten.
Das Flugzeug mit dem höchsten Index seiner Klasse fliegt mit Beercan-Wende von 1 km.
Ansonsten gelten die Regeln nach internationalem Grandprix-Standard .
Klassen:
Einsteigerklsse mit DAeC Index min. 100 bis max. 113 ohne Wasserballast, Ein- oder Doppelsitzer.
Sportsclass mit DAeC Index ab 108, maximale Flächenbelastung 48Kg /qm. Der Wechsel von einem Piloten im Doppelsitzer wird gern gesehen. Anfänger im Streckenflug sind in der Einsteigerklasse sehr willkommen und werden unterstützt.
Zahl der Teilnehmer:
Maximale Teilnehmerzahl in einer Klasse sind 20 Flugzeuge.
Maximale Kapazität beträgt 35 Flugzeuge.
Start: Gestartet wird im F-Schlepp und im Eigenstart. Briefing: Das Briefing findet beim gemeinsamem Frühstück/Brunch statt.
Verpflegung / Camping: Für 12,- € pro Person kann/sollte täglich am Brunch teilgenommen werden. Im Brunch ist die Bordverpflegung für eure Flüge enthalten, parallel zum Brunch findet das Tagesbriefing statt. Camping am Flugplatz Reinheim ist möglich; € 50.- pro Person.
Der Luftsportring Aalen hat offiziell den Zuschlag von der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) als Ausrichter der Segelflug Junioren Meisterschaften 2026 erhalten. Die Delegierten tagten in Toulouse in Frankreich. Die Segelflug Weltmeisterschaften der Junioren sollen dann im August 2026 in Elchingen stattfinden. Es werden rund 80 Pilotinnen und Piloten mit ihren Hochleistungssegelflugzeugen und Rückhol-Mannschaften auf den Härtsfeld erwartet. Genau vor einem Jahr hat sich der Luftsportring Aalen offiziell bei der FAI als Ausrichter der Segelflug-Junioren-Meisterschaften 2026 beworben. Damals lagen der Kommission noch weitere Bewerbungen aus Australien und Slowenien vor. Im März 2023 tagte die IGC in Kopenhagen.
Elchingen trotzt Schwergewicht Die Entscheidung wurde damals aber vertagt. Nun tagten die Delegierten nochmals im französischen Toulouse. Der Luftsportring hat sich dabei gegen ein richtiges Schwergewicht in der internationalen Segelflugszene durchgesetzt: Prievidza in der Slowakei. „Wir haben von Anfang an geglaubt, dass wir eine realistische Chance haben“, sagt der Aalener Bernd Schmid unmittelbar nach der Verkündung der Entscheidung. Er hat das Projekt „WM in Elchingen“ in den letzten Monaten immer wieder voran getrieben. Bernd Schmid war gemeinsam mit Tilo Holighaus in Toulouse. Beide haben die Bewerbung für Elchingen präsentiert. Gemeinsam haben sie die Vorzüge von Elchingen hervorgehoben.
Grand-Prix als Generalprobe Um vorab internationale Wettkampfpraxis zu sammeln, wird der Luftsportring in diesem Jahr einen Qualifikations-Grand Prix ausrichten. Zum ersten Mal wird 2024 also eine internationale Meisterschaft in Elchingen durchgeführt. Die FAI hat dafür Elchingen im Herbst 2023 den Zuschlag erteilt. Ein Grand Prix ist die spektakulärste Wettbewerbs-Form im Streckensegelflug. Die Teilnehmer fliegen alle zum gleichen Zeitpunkt über die Startlinie. Wie bei einer Segelregatta. Die Aufgaben werden in circa zweieinhalb bis drei Stunden bewältigt. Derjenige Pilot, der alle Wendepunkte ordnungsgemäß umrundet und als erster die Ziellinie überquert, ist Tagessieger.
Tägliche Live-Berichterstattung Es wird eine tägliche Online-Live-Berichterstattung über YouTube geben. „Das wird die optimale Vorbereitung für die Ausrichtung einer Weltmeisterschaft. Wir sind sehr gespannt, wer zu uns nach Elchingen kommen wird“, so Albrecht. Der amtierende Weltmeister der Standardklasse Tom Arscott aus Großbritannien hat bereits zugesagt. Ebenso der ehemalige Weltmeister aus Österreich, Wolfgang Janowitsch. Als Junioren gelten im Segelflug die Piloten unter 25 Jahren. Gerade die Juniorenmeisterschaften sind es, die im Segelflugsport in den letzten Jahren eine enorme Attraktivität erfahren haben. Der Flugstil, die Taktik und nicht zuletzt der Umgang mit den neuesten technischen Möglichkeiten im Cockpit haben bei den Junioren zu einer enormen Leistungssteigerung geführt. Quelle: ‚Schwäbische Post‚.
Die FAI hat die Termine und Austragungsorte der Series 12 herausgegeben. Einer der nationalen Qualifizierungs Wettbewerbe wird vom 26.5. bis 1.6.2024 in Aalen stattfinden. Die Top Piloten dieser Qualifyings werden dann 2025 beim Finale in St. Auban Frankreich gegeneinander um den Titel World SGP Champion antreten. Anmeldeschluss ist in wenigen Tagen der 15. Februar 2024. Hier geht’s zur Anmeldung.