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Schweiz übernimmt neue EU-Luftfahrt-Bestimmungen

Der Gemischte Luftverkehrsausschuss Schweiz-EU hat die Übernahme verschiedener EU-Erlasse durch die Schweiz beschlossen. Die neuen Bestimmungen betreffen die Flugsicherheit und das Management des Flugverkehrs. Der Bundesrat hat die Übernahme dieser Bestimmungen an seiner Sitzung vom 24. November 2021 genehmigt. Sie treten am 1. Februar 2022 in Kraft.

Im Rahmen der Teilnahme am einheitlichen, europäischen Luftraum (Single European Sky) übernimmt die Schweiz einen Beschluss, welcher europaweit geltende Leistungsziele für das Luftverkehrsmanagementnetz festlegt. Gestützt darauf muss die Schweiz nationale Leistungspläne mit verbindlichen Vorgaben für die Bereiche Sicherheit, Umwelt, Kapazität und Kosteneffizienz für die Skyguide AG einreichen. Dies ermöglicht direktere Flugrouten und schont so die Umwelt, erhöht die Pünktlichkeit und reduziert die Kosten eines Fluges.

Auch übernimmt die Schweiz einen Rechtsakt, welcher die zukünftige Einführung eines europäischen Risikoklassifizierungs-Systems ermöglicht. Dieses System bezweckt, sicherheitsrelevante Ereignisse überall in Europa auf gleiche Weise zu definieren und zu klassifizieren, was die Bestimmung von Sofortmassnahmen ermöglicht. Weitere Verordnungen, welche die Schweiz übernimmt, betreffen die Konstruktion und den Einbau von nicht-sicherheitsrelevanten Bauteilen in Luftfahrzeuge. Damit lässt sich der bislang dazu notwendige Verwaltungsaufwand erheblich reduzieren.

Schon heute wendet die Schweiz die sogenannte «EU-Flugsicherheitsliste» an. Sie garantiert den Bürgerinnen und Bürgern die Einhaltung höchster Flugsicherheits-Sstandards. Die aktuelle Version dieser Liste führt Luftfahrtunternehmen auf, für die in der EU Flugverbote oder Betriebsbeschränkungen gelten, weil sie die internationalen Sicherheitsnormen nicht erfüllen. Die Bestimmungen des Abkommens treten in der Schweiz am 1. Februar 2022 in Kraft. Quelle: ‘BAZL‘. Bild: Enaire.

Ernstfall am Himmel

Geht eine Seitentür auf? Schaut ein Maschinengewehr raus? Oder steuert die Maschine im Steilflug auf Davos runter? Dann entscheidet die Bundesrätin, ob der Eindringling abgeschossen wird.” Peter Merz zieht einen in den Bann mit seinen Geschichten, die genau genommen gar keine Geschichten sind, sondern Szenarien darüber, was er und seine Kampfjetpiloten-Kollegen tun müssten, wenn ein Flugzeug, zum Beispiel während des World Economic Forum (WEF) in Davos, unerlaubterweise in den Schweizer Luftraum eindringt. Was geschähe, wenn der fremde Pilot nicht reagiert auf das Nah-heran-Fliegen und das Warnen, das Funken und auch auf “den letzten Zwick an der Geisel”, das Abfeuern von Leuchtfackeln. Wenn also klar wäre, dass kein Missverständnis vorliegt, sondern dass jemand in böser Absicht die Schweizer Lufthoheit und damit die Souveränität des Landes verletzt. “Dann sind wir bereit, unser Land und unsere Demokratie zu verteidigen, mit allem, was wir haben”, sagt der Oberst im Generalstab: “Wir müssen für alle Situationen gewappnet sein, in Friedens- und in Kriegszeiten. Die Armee ist die Lebensversicherung des Staates.”

Deshalb brauche die Schweiz neue Kampfflugzeuge, sagt der Pilot Merz. Deshalb weibelt er, der im Verteidigungsministerium (VBS) das Projekt “Neues Kampfflugzeug” leitet, für ein Ja am 27. September, wenn die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger darüber entscheiden, ob der Bund für maximal sechs Milliarden Franken neue Kampfflugzeuge kaufen soll.

Marionna Schlatter sieht das anders. Die grüne Nationalrätin sagt: “Der militärische Ernstfall, also ein konventioneller Luftkrieg, das ist ein absurd unrealistisches Szenario. Ich würde mich lieber an den wahrscheinlichen Risiken orientieren: dem Klimawandel oder einer Pandemie, wie sie uns in diesem Jahr ziemlich unvorbereitet und dramatisch getroffen hat.” Heute stehen in den Flugzeughangars der Schweizer Armee in Payerne, Emmen und Buochs insgesamt 56 Kampfflieger: 30 F/A-18 Hornet, seit 1996 in Betrieb, 26 F-5E Tiger, mit ihnen wird seit 1978 geflogen. Beide Jets gelten als veraltet.

Das Schweizer Parlament hat dem Kauf von neuen Flugzeugen im Dezember 2019 zugestimmt. Dagegen haben die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), die SP und die Grünen, unterstützt von Greenpeace und mehreren Friedensorganisationen, das Referendum ergriffen. Lesen Sie hier den ganzen Artikel aus ‘Die Zeit’.

Luftraum-Anpassungen 2020 in der Schweiz

Hier finden Sie die aktuellen Veränderungen für das Jahr 2020 im Schweizer Luftraum. Bitte beachten Sie insbesondere die Anpassungen der Segelflugzonen im Engadin aufgrund eines neuen GNSS-Anfluges auf dem Flugplatz Samedan.

Liste neuer Schweizer Frequenzen

Der Flugplatz Schänis publiziert hier eine handliche Liste mit allen neuen Schweizer Flugplatz-Frequenzen des Frühlings 2019, inkl. jene aller TMA’s, CTRs, FIZ. Einfach auszudrucken auf A4, einmal falten und im Cockpit jederzeit bereit haben.

Änderungen im Schweizer Luftraum 2019

Hier finden Sie die neueste Version der gewohnten Luftraum-Präsentation von Kurt Oswald. Es hat für die Saison 2019 nur marginale Änderungen gegeben (was nicht heisst, dass man diese vor dem nächsten Flug nicht studieren soll). Die ehemaligen Segelflugzonen und Segelflugräume heissen nun alle LS-R-xx.

Schweiz: Luftraum-Refresher 2019

Der Luftraum in der Schweiz wird immer komplexer. Deshab ist es wichtig, dass wir vor Flügen über die Luftraumstruktur informiert sind. Luftraumverletzungen können nicht nur äusserst gefährlich sein, sondern werfen ein schlechtes Licht auf unseren wunderbaren Sport. Hier finden Sie die (wenigen) Änderungen für das Jahr 2019.