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Asperden ist eine spezielle Erlebniswelt

Jens-Uwe Beyer und der neue Vorsitzende, Pressechef Rainer Haas, ließen keinen Zweifel daran, dass ihr Luftsportverein Goch nach den schwierigen Corona-Monaten frischen Wind unter den Flügeln verträgt. „Der Luftsportverein wird in diesen Wochen 60 Jahre jung. Da freuen wir uns besonders über das breite Licht der Öffentlichkeit“, so der einstige Bundeswehr-Berufspilot Beyer. Zusammen mit der Asperdener Flieger-Familie hatten er für diesen Morgen Segler und Einmotorige vor den noch jungen Hangar gezogen – flankiert von einem guten Dutzend Segelflugzeugen. Neun Vereinsflugzeuge zählen die 221 Luftsportler, weitere 40 sind im Privatbesitz und haben hier auf halber Strecke zwischen Goch und dem Ortsteil Kessel eine Heimat. Der deutlichen Nähe zum Nachbarland zuzuschreiben sind die 30 niederländischen Mitglieder, die auf deutscher Seite ihrem Luftsport preiswerter nachgehen können. Beeindruckend sei die ausgeprägte Jugendarbeit im Verein. Natürlich wollen die derzeit 36 jungen Leute das Fliegen lernen. Dazu werden ihnen Schulungen verschiedenster Art geboten. Sie bauen an einem Simulator und sind jährlich gemeinsam auf befreundeten Flugplätzen in Sommerlagern unterwegs. Die Fliegerei sei ein bezahlbares Hobby, unterstrich Rainer Haas und will für den Verein im 60. Jahr auch neue Mitglieder gewinnen.

Segelfliegen ist ein sauberer Sport
„Für uns ist der Luftsportverein Goch mit dem Flugplatz Asperden eine besondere Erlebniswelt für die Region“, begründete Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers den Besuch im Rahmen der aktuellen Sommertour. Nicht zuletzt die regelmäßig stattfindenden ‘Tage der offenen Tür’ mit Tausenden von Besuchern zeigten deutlich das Interesse an diesem sauberen Sport. Für den Gocher Wirtschaftsförderer Rüdiger Wenzel wie für seinen Kollegen Tourismusförderer Lutz Dennstedt handelt sich in Asperden um einen absoluten Vorzeigeverein, dessen Jugendarbeit über den Standort hinaus Anerkennung finde. Quelle: ‘NRZ’.

Seit 85 Jahren geht es in die Luft

Zum 85-jährigen Bestehen des Fluggeländes in Eutingen blickt die neue Luftsportgemeinschaft Hanns Klemm auf die Geschichte zurück. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Wunsch von Flugbegeisterten rund um den Böblinger Flugplatz immer größer, wieder fliegen zu dürfen. Doch das Fluggelände war anfangs noch Gefangenenlager und der Flugbetrieb durch Militärregierungsgesetz untersagt. Die Flugbegeisterten gaben aber nicht auf und gründeten Gruppen. So entstand vor 70 Jahren die Flugsportgruppe Böblingen-Sindelfingen. Die Ehrenamtlichen richteten eine Werkstatt zum Bau von Segelflugzeugen ein.

1951 spaltete sich die Gruppe in den Flugsportverein Sindelfingen und die Flugsportgruppe Böblingen auf. Letztere flog bereits im August mit einem selbstgebauten Schulgleiter auf den Stoppeläckern bei Lehenweiler. Weitere Flüge von Wiesen bei Holzgerlingen, Eutingen, Unterjesingen, Dagersheim und Böblingen folgten, da kein festes Fluggelände gefunden wurde. Die Werkstatt wurde in das Untergeschoss des Böblinger Rathauses verlegt. Flugzeuge wurden gebaut und das Fluggelände auf dem Venusberg bei Aidlingen eingerichtet. 1954 taufte Trude-Maria Klemm das vierte Flugzeug der Flugsportgruppe auf Hanns Klemm, den bekannten Flugzeugbauer. Veranstaltungen wie die Flugtage mit 12 000 Zuschauern und später die Großflugtage wurden von den Ehrenamtlichen umgesetzt.

1957 stellte die Stadtverwaltung Böblingen das Gelände Hulb als Fluggelände zur Verfügung, das die Flugsportgruppe mit der US-Army ausbaute. Baumaßnahmen auf der Hulb wie die einer unterirdischen Tankstation, Erweiterungsbauten und späterem Werkstattneubau prägten die späteren Jahre. Immer mehr Industriebauten entstanden auf der Hulb und so suchte die Flugsportgruppe ein neues Fluggelände. In Echterdingen und auf dem Klippeneck fand sie vorübergehend Start und Landemöglichkeiten, aber keine Dauerlösung. Zweidrittel der Mitglieder schlossen sich anderen Flugsportgruppen an.

1972 fand die Gruppe rund um Eduard Geiger auf dem Eutinger Segelfluggelände eine neue Heimat. Zusammen mit dem Flugsportverein Rottenburg/Horb gründeten die Mitglieder 1973 eine Haltergemeinschaft. Diese hatte jedoch eine große Aufgabe, denn die zerbombte und als wilde Mülldeponie genutzte Fläche musste Instand gesetzt werden, erinnern sich die Mitglieder: “Mit der letzten Geduld, mit viel Geld und vielen Tausenden Arbeitsstunden konnte die Haltergemeinschaft dem wüsten Landstrich ein Fluggelände abringen.” Die Halle wurde in starker Eigenleistung gebaut. Klemm-Flugzeuge wurden saniert, der Hanns-Klemm-Gedächtnisflug mit seltenen Flugzeugen des Flugzeugbauers fand statt und die Segelflug-Landesmeisterschaften 1981 waren auf dem Fluggelände in Eutingen. Quelle: ‘Schwarzwälder-Bote‘.

Segelflieger trotz Corona im Aufwind

Viele Vereine zwang die Corona-Pandemie komplett zum Stillstand. Beim Segelflugclub Betzdorf-Kirchen war dies offenbar nicht der Fall, wie nun auf der Jahreshauptversammlung des Vereins hervorgehoben wurde. Kummer bereitet dem Verein allerdings ein Problem, das nichts mit Corona zu tun hat. Auf seiner Jahreshauptversammlung in der Betzdorfer Stadthalle zog der Segelflugclub (SFC) Betzdorf-Kirchen ein positives Fazit des letzten und angefangenen Jahres. Der Vorsitzende, Armin Brast, berichtete laut einer Pressemitteilung des Vereins, dass im Jahr 2020 trotz Corona und damit verbundenem eingeschränktem Flugbetrieb ein Rückgang der rein fliegerischen Aktivitäten nicht zu beklagen war. Nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 konnte zwar erst ab Ende April und unter Beachtung des vorgegebenen Hygienekonzepts wieder eingeschränkt geflogen werden und auch die Flugausbildung durfte erst Mitte Mai wieder starten. Der halbwegs „normale“ Sommer, das gute Wetter und ein zweiwöchiges Fliegerlager in Blaubeuren ließen die Pandemie dann aber zumindest zeitweise in den Hintergrund treten.

Positiv konnte auch Cheffluglehrer und zweite Vorsitzender Wolfgang Ermert für die Saison 2020 von ersten Soloflügen und einigen erfolgreichen Prüfungen zur Pilotenlizenz berichten. Das für alle Mitglieder Wichtigste aber war: Der Flugbetrieb lief auch im Jahr 2020 ohne jegliche Zwischenfälle oder gar Unfälle ab. Und das soll dank des gelebten Sicherheitskonzepts des SFC auch so bleiben. Sobald wieder uneingeschränkter Flugbetrieb und auch Gastflüge möglich sein werden, wird der Verein dies zeitnah auf seiner Webseite mitteilen.

Mittelfristiger Flugplatzausbau bewirkt Lärmreduzierung für Katzwinkler
Auch die Entwicklung der Mitgliederzahl stellte sich trotz reduzierten Möglichkeiten zur Öffentlichkeitsarbeit positiv dar. Im Langzeitvergleich wuchs die Mitgliederzahl von 150 (2006) auf nunmehr 165 (2020). Davon sind 92 aktive Flieger. Neben einigen Abgängen konnte der Verein 13 Neuzugänge in 2020 verzeichnen. Der in vielen Vereinen beklagte Mitgliederschwund konnte damit offenbar langfristig verhindert werden. Allerdings konnten nur ganz wenige kleine Veranstaltungen realisiert werden. Und das große Flugplatzfest musste wiederum verschoben werden und kann frühestens 2022 wieder stattfinden.

Auch der Fortschritt des Flugplatzausbaus mit dem Ziel der Startbahnbegradigung und Verlängerung machte laut SFC gute Fortschritte. Damit wird der Verein mittelfristig weniger Motorschleppflüge benötigen und zumindest für einen Großteil der Schulung auf die kostengünstigere und leisere Windenschleppart umsteigen. Ein paar Jahre wird diese „Sisyphusarbeit“ aber noch dauern. Danach können sich auch die Katzwinkler Bürger über eine beträchtliche Lärmreduzierung freuen, da die Motorflugzeuge dann beim Start im Schnitt schon gut 50 Meter höher über den Ort rausstarten als heute, was den Lärm der ohnehin schon lärmreduzierten Flugmotoren und Propeller nochmal um gut 35 Prozent verringern wird.

Höhepunkt der Saison, wenn auch erst zum Ende hin, war die Ankunft der beiden neuen leistungsfähigeren Segelflugzeuge des Vereins, dem fabrikneuen Doppelsitzer Arcus-T sowie dem gebraucht erworbenen Einsitzer Ventus-2bx. Mit beiden Flugzeugen verfügt der Segelflugclub nun auch wieder über Maschinen, mit denen der Verein erfolgreich bei Wettbewerben mitmischen kann. Sie ersetzten jeweils ältere Modelle, die veräußert wurden.

Segelflugclub kritisiert Steuerpolitik des Bundes
Problematischer als Corona stellte sich für den Verein die verschärfte und restriktivere Steuerpolitik des Bundes dar – eine Entwicklung unter der auch viele andere gemeinnützige Vereine zunehmend zu leiden haben, zumal die angewandten Regelungen rechtlich noch nicht abgesichert sind und jahrelange Diskussionen die Vereine stark verunsichern. „Hier wird das ehrenamtliche Engagement vieler Vereine mit den Füßen getreten und die sichere Zukunftsplanung extrem erschwert. Zu oft müssen die Vereine heute den Rechtsweg gegenüber den Finanzbehörden beschreiten, um zu ihrem Recht zu kommen“, kritisiert der Segelflugclub. Quelle: ‘AK-Kurier‘.

Streckenflugwoche mit Höhen und Hindernissen

Ein Streckenflug ohne Motor? Das klingt wie eine Fahrradtour ohne Kette. Wie legt ein Segelflugzeug ohne Antrieb größere Distanzen zurück? Zunächst einmal setzt es eine einmal gewonnene Höhe sehr effizient in Strecke um. Genau wie ein Fahrrad, das ein Gefälle herunterrollt, erhält es dabei die Geschwindigkeit, die es zum Fliegen braucht. Moderne Segelflugzeuge sind so widerstandsarm, dass sie aus einem km Höhe 40–50 km weit gleiten können. Das reicht, um damit sehr erfolgreich durch die Luft zu reisen. Das immer wieder nötige Steigen besorgt die Thermik.

Leider hatten die Meteorologen gleich zu Beginn keine guten Nachrichten für die Segelflieger, die wie alle anderen auch nach dem langen Lockdown etwas Abwechslung vertragen konnten. Gleich der erste Flugtag fiel buchstäblich ins Wasser. Der Pfingstsonntag ließ einige Flüge in Platznähe zu, an Streckenflüge war aber immer noch nicht zu denken. Aufgrund von starken Regenschauern wurde der Flugbetrieb nachmittags zeitweise unterbrochen und der ein oder andere Pilot bekam bereits in der Luft eine „Dusche“ ab. Erst am Pfingstmontag gab es die Chance für erste Ausflüge, welche überwiegend die geübten Piloten nutzen konnten. Anfängertauglich waren die Bedingungen noch nicht. Zudem mussten die drei folgenden Flugtage wetterbedingt abgeblasen werden. Petrus verlangte den verhinderten Piloten Geduld ab und ihre Familien mussten ob ihrer verhaltenen Laune viel Nachsicht aufbringen.

Erst für den Freitag kündigte sich eine Besserung an. Dann ging es tatsächlich wieder in die Luft. Sebastian Groß stellte je nach Erfahrung der Segelflieger für den Samstag und Sonntag jeweils eine kleine und große Aufgabe von 175 bzw. rund 385 km. Am weitesten flog Frank Lehmann mit 444 km. Von den Nachwuchspiloten erbrachte Philipp Sauer die bemerkenswerteste Leistung als er mit dem vergleichsweise leistungsschwachen Schulungseinsitzer 191 km über Odenwald und Spessart zurücklegte. Insgesamt erreichten alle Piloten zusammen trotz des Wetters eine Gesamtdistanz von 7.002 km. Einerseits markieren diese Distanzen Erfolgserlebnisse, die Faszination des Streckenflugs lässt sich aber nur unzureichend in Zahlen ausdrücken. Es ist ein besonderes Erlebnis, nur getragen durch die Kräfte der Natur zu reisen und sich längere Zeit und über größere Entfernungen in einem anderen Element zu befinden. Trotz Hindernissen hat Sebastian Groß mit der Streckenflugwoche einen Saisonhöhepunkt ins Leben gerufen, der in den kommenden Jahren gerne eine Fortsetzung finden darf. Das Luftreisen „ohne Antrieb“ hat begeistert. Quelle: ‘Main-Echo‘.

Landung im Kleingarten

Glück im Unglück hat am Pfingstmontag der Pilot eines Segelflugzeuges gehabt. Denn der 75-Jährige musste eine Notlandung vollziehen – und das ausgerechnet in einem Kleingartenverein in Helmstedt. Doch der ungewollte Landeplatz in Helmstedt war anscheinend seine Rettung, wie die Polizei mitteilte. Denn nach Aussagen von Zeugen wollte der Pilot gegen 11.40 Uhr mit seinem Segelflieger zur Landung auf dem Gelände des Luftsportverbands am Pastorenweg ansetzen, als er feststellte, dass seine Flughöhe zu gering war. Daraufhin habe er zunächst versucht, über den Gartenverein den Landeplatz zu erreichen. Da er auch dort zu tief unterwegs war, habe er das Segelflugzeug in einer der Parzellen notgelandet. Quelle: ‘News38.de‘.

Glücksmomente für Kranke

Die Abteilung Motorflug des Luftsportvereins Biberach unterstüzt das Projekt Glücksmomente des Roten Kreuzes. So verkaufte der Verein zum Jahreswechsel das erste Mal selbst gestaltete Kalender in Biberach. Hierfür wurden eigens geschossene Bilder von Mitgliedern des Luftsportvereins verwendet. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und die Mitglieder des Luftsportvereins waren sich schnell einig: der Erlös soll einem regionalen Projekt zugute kommen. Deswegen geht der Erlös von 1100 Euro an das Projekt Glücksmomente vom Roten Kreuz in Biberach.

Das Projekt Glücksmomente erfüllt Menschen mit unheilbaren Krankheiten einen letzten Herzenswunsch. Ob ein Ausflug ins Fußballstadion oder in die Berge, ein gemeinsames Mittagessen mit der Familie oder ein Picknick am Bodensee. Die ehrenamtlich Engagierten bringen den Gast sicher mit dem speziell ausgerüsteten Glücksmomentefahrzeug an seinen Wunschort und bescheren ihm und seinen Liebsten einen unvergesslichen Glücksmoment.

Daniela Ruf und Christoph Link vom Glücksmomente-Team des DRK nahmen den Scheck am Flugplatz in Biberach entgegen. Als die Mitglieder des Luftsportvereins von den DRK-Glücksmomenten hörten, zögerten sie nicht lange. Sollte der Wunsch nach einem letzten Rundflug bestehen und das aus medizinischer Sicht möglich sein, stehen sie jederzeit für einen Flug zur Verfügung. „Das ist wirklich eine schöne Geste von den Mitgliedern. Es ist gut zu wissen, dass Menschen uns dabei unterstützen, die Wünsche zu erfüllen. Vielen Dank für die Bereitschaft“, dankte Daniela Ruf im Namen des DRK Biberach den Verantwortlichen des Vereins. Quelle: ‘Schwäbische’.

“Wie ein Vogel durch die Lüfte zu gleiten, ist atemberaubend”

Ein Leben für die Fliegerei: Klaus Hildebrand ist ein echtes Urgestein der Luftsportgruppe Rhönflug Hünfeld. Er war dabei, als der Verein 1961 in seiner heutigen Form gegründet wurde und er erlebte hautnah, wie das Segelfluggelände auf dem Plätzer bei Burghaun entstand. Dieses Jahr feiert Hildebrand sein 60-jähriges Vereinsjubiläum – und so ganz kann er das Fliegen immer noch nicht sein lassen. Denn mit inzwischen 74 Jahren hat Hildebrand immer noch nicht genug, auch wenn es mit dem Fliegen natürlich weniger geworden ist in den letzten Jahren. “In meinem Alter hat man auch ganz gerne mal seine Ruhe”, sagt er lachend, schiebt jedoch gleich hinterher, “aber solange ich noch fit bin, möchte ich noch etwas fliegen.”

Mit 14 das erste Mal alleine
Schließlich ist das seine große Leidenschaft. Wie andere Jungen zum Fußball kommen, kam Hildebrand zum Flugsport. “1950 nahm mich mein Vater das erste Mal mit auf den Flugplatz. Damit war es um mich geschehen. Seitdem ist Fliegen eigentlich mein Leben”, erzählt der 74-Jährige. In den Jahren danach hat er viel erlebt. Mit 14 Jahren saß er das erste Mal alleine in einem Segelflugzeug, es folgten über 4.000 Starts und Landungen und insgesamt rund 1.400 Flugstunden, nebenher bildete er auch noch über 180 Flugschüler aus.

Besonders angetan hatte es ihm das Segelfliegen. “Dieses Gefühl, wie ein Vogel durch die Lüfte zu gleiten, ist atemberaubend”, sagt er. Es sei zwar hoch anstrengend, da man den Luftraum beobachten und die thermischen Aufwinde erkennen müsse, doch genau dies mache auch die Faszination aus. “Das Highlight war ein Flug rund um den Mont Blanc in 5.000 Meter Höhe. Dieses Glück haben nicht viele, da dafür die Witterung optimal sein muss. Bei mir hat alles gepasst”, erzählt er noch heute freudestrahlend. In den letzten 20 Jahren ist Hildebrand aber auch vermehrt Ultraleichtflugzeuge und Motorsegler geflogen. “Das ist einfach bequemer”, sagt er.

Aber auch abseits seines privaten Flugvergnügens hat Hildebrand viel für den Flugsport in Osthessen getan. Er war gerade ein Jahr Mitglied bei der Luftsportgruppe Hünfeld, als der Flugplatz Plätzer in Burghaun 1962 eröffnet wurde. Hildebrand, der lange Jahre auch 1. Vorsitzender des Vereins war, sorgte gemeinsam mit anderen Mitgliedern dafür, dass sich der Flugplatz über die Jahre zu dem entwickelte, was er heute ist. “Wir haben unter anderem zwei Hallen, einen Briefingroom und eine Werkstatt gebaut. Alles in Eigenleistung. Damals hat jeder mit angepackt, die Kameradschaft war schon toll und wir hatten Unterstützung durch die Kommunen, insbesondere der ehemalige Hünfelder Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel hat uns immer sehr unterstützt”, erzählt der bald 75-Jährige.

Von alldem profitiert der Verein noch heute. Anfangs noch 15 Mitglieder stark, sind es inzwischen über 50. Und während andere Flugvereine mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben, ist die Tendenz in Hünfeld sogar leicht steigend. Mit seinem fliegerischen Lebenswerk dürfte Klaus Hildebrand also mehr als zufrieden sein. Quelle: ‘Osthessen-News‘.

LSV macht Corona-Schnelltests

Da die Inzidenzahlen landesweit wieder steigen, haben sich die Verantwortlichen des Luftsportvereins Bad Neuenahr Gedanken gemacht, was über das bislang genutzte Hygienekonzept an Schutzmaßnahmen noch möglich ist. So entstand die Idee, vor Beginn des Flugbetriebs, am Wochenende, einen Corona Schnelltest anzubieten. Seit dem 28.03. ist es den Luftsportlern des LSV nun möglich, sich auf dem Flugplatz testen zu lassen. Die Tests werden durch ein Vereinsmitglied, der als Mediziner die vorgeschriebene Qualifikation erworben hat und somit auch Testbescheinigungen ausstellen darf, durchgeführt.

Entsprechend groß war die Resonanz am Sonntag, denn das gute Wetter versprach schöne Flüge mit den vereinseigenen Segel-und Motorflugzeugen. An der Teststation, die in einem Hangar aufgebaut war, wurden dann, unter Beachtung der vorgeschriebenen Hygieneregeln, die Schnelltests gemacht. Die Flieger sind froh, dass die aktuelle Corona Verordnung die Ausübung des Luftsports und die Ausbildung von Piloten zulässt. Der nun angebotene Corona Schnelltest ist eine zusätzliche Maßnahme, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Quelle: ‘Blick aktuell‘.

“Ausgeflogen”

Mit der Eröffnung des Münchner Großflughafens hat der Segelflugplatz bei Pulling schließen müssen. Das Stadtarchiv erinnert an die Attraktion “Lange Haken”. Als im Mai 1992 im Erdinger Moos der neue Münchner Flughafen eröffnet wurde, musste auf der anderen Seite der Isar, im Freisinger Moos, der beliebte Segelflugplatz “Lange Haken” schließen. Knapp drei Jahrzehnte lang waren hier zuvor Luftsportbegeisterte aus Freising und der gesamten Region München zum Flugtraining, zur Ausbildung, zu Wettbewerben oder Flugvorführungen zusammengekommen.

Die Anfänge des Segelflugplatzes, dessen Name sich von einer historischen Flurbezeichnung ableitete, gehen auf die frühen Sechzigerjahre zurück. Die Mitglieder des “Luftsportvereins Freising e.V.” waren damals auf der Suche nach einem Gelände, das sich für die Anlage eines Segelflugplatzes eignete. Zu diesem Zweck hatte der 1951 gegründete Verein bislang eine Wiese bei Pulling genutzt, die von der Fabrikantenfamilie Schlüter zur Verfügung gestellt worden war. Durch den konstanten Zustrom an Segelflugsportlern reichten die Kapazitäten dieses Platzes nicht mehr aus.

Zur gleichen Zeit war der “Aero-Club München” gezwungen, seinen Segelflugplatz in Fröttmaning aufzugeben und sich um eine Alternative zu bemühen. Um ihrem Anliegen stärker Nachdruck zu verleihen, taten sich die beiden Vereine in der Folge zusammen. Tatsächlich zeitigte die Ausschau nach einem Grundstück wie auch nach politischen Unterstützern bald Erfolge: Bezüglich des Standorts kam ein Areal an der Moosach, zwischen den Dörfern Giggenhausen und Pulling, in Betracht; wegen der Aufwinde, die durch die nahen Tertiärhügel gegeben waren, schien die Lage für die Segelfliegerei hier ideal.

Einen einflussreichen Förderer fand der Luftsportverein im damaligen Freisinger Landrat und späteren Justizminister Philipp Held. Zu den tatkräftigen Initiatoren auf Seiten des Luftsportvereins gehörten seinerzeit der Rechtsanwalt Ludwig Huber-Wilhelm, der Lehrer Rudolf Braun und der Arzt Gerhard Völlinger. Bereits 1961 konnten die ersten Grundstückskäufe getätigt werden. 1963 folgte der Bau der 600 Quadratmeter großen Flugzeughalle im Nordosteck des Areals, nahe der Zufahrtsstraße beziehungsweise der Moosach. Die feierliche Einweihung des Flugplatzes fand am 28. Juli desselben Jahres statt.

In den 29 Jahren seines Bestehens war “Lange Haken” immer ein Ort, der in großer Zahl interessierte Laien anzog. Neben den gewöhnlichen Flugtrainings, die man mitverfolgen konnte, organisierte der Luftsportverein seit den Siebziger Jahren mehrmals öffentliche “Flugtage” – große Volksfeste mit Flugshoweinlagen und kulinarischen Angeboten. Der dritte “Großflugtag” auf “Lange Haken” wurde am 18. September 1977 veranstaltet und damit das 25-jährige Bestehen des Luftsportvereins Freising gefeiert (korrekterweise hätte die Feier ein Jahr früher stattfinden müssen). Von diesem Ereignis hat sich im Stadtarchiv Freising ein Plakat erhalten (). Es bildet das Archivstück des Monats April. Das Programm war gespickt mit größeren und kleineren Attraktionen: Es gab verschiedene Flugshows, Fallschirmspringen, Ballonfahrten, eine Flugzeugtaufe und ein Hallenfest mit Tanz. Wie in der Ausgabe vom 20. September 1977 der Freisinger Neuesten Nachrichten (Vorläufer der Freisinger SZ, d. Red.) berichtet wurde, wohnten dem Ereignis trotz niedriger Temperaturen und häufiger Regenschauer etwa 2500 Besucherinnen und Besucher bei. Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, war das Ende des Segelflugplatzes, das durch den geplanten Münchner Flughafen unweigerlich drohte, damals bereits ein Thema.

Während der Segelflugplatz “Lange Haken” seit 1992 Geschichte ist, gibt es den traditionsreichen Luftsportverein Freising noch immer, heute allerdings unter dem Namen “Luftsportverein Beilngries e.V.”. Hier konnte 1994 ein neuer Segelflugplatz bezogen werden. Quelle: ‘Süddeutsche Zeitung‘.

Hoffen auf Genehmigung für Elektrostarts

Die Luftsportvereinigung Greiling hat beantragt, dass auf dem örtlichen Flugplatz Elektrostarts dauerhaft genehmigt sind. Der Gemeinderat will vorher aber noch zwei Fragen klären. Vertagt hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Entscheidung über den Antrag der Luftsportvereinigung (LSV) Greiling, Elektrostarts künftig generell zu genehmigen. Bislang wurde die gemeindliche Erlaubnis jeweils für ein Jahr erteilt. Allerdings machte Bürgermeister Anton Margreiter klar, dass es nur noch an Kleinigkeiten hakt: „Insgesamt können wir mit dem praktizierten Elektroflug ganz gut leben. Deshalb bin ich überzeugt, dass, wenn die restlichen Fragen geklärt werden, wir in der nächsten Sitzung auf einen guten Weg kommen.“

Bislang konnten auch die Flieger mit der gegebenen Situation ganz gut leben, doch nun macht ihnen der geplante Bau der Tölzer Nordumgehung einen Strich durch die Rechnung. Da die neue Trasse einen Teil der Landebahn abschneiden wird, verliert der Flugplatz seine Betriebserlaubnis. Um die erneute luftrechtliche Genehmigung zu erlangen, hofft der LSV auf eine Beschleunigung des Verfahrens, wenn künftig das dauerhafte gemeindliche Placet für die Durchführung von Flugbetrieb mit Elektrostarts vorliegt.

„Prinzipiell soll sich ja nichts ändern“, warb der Rathauschef für den Antrag. So soll der Flugbetrieb auch künftig nur für Fluggeräte mit Elektroantrieb zugelassen werden. Zudem gelte weiterhin, dass sich maximal fünf Fluggeräte gleichzeitig in der Luft befinden dürfen. Außen vor bleiben die Ausnahme-Genehmigungen für Motorflug, die bislang an zwei Wochenenden jährlich für Veranstaltungen mit Fallschirm-Springern erteilt worden waren.

„Da brechen wir uns keinen Zacken aus der Krone, wenn wir die dauerhafte Genehmigung erteilen“, befand Zweiter Bürgermeister Christoph Kitterle. Allerdings wollte das Gremium wissen, inwieweit sich eine dauerhafte Flugbetriebs-Erlaubnis auf das neue Genehmigungs-Verfahren auswirken würde: „Wäre das lediglich eine Verzögerung von ein paar Wochen oder würde das Luftamt Süd dann keine Genehmigung erteilen?“

Verhältnis zwischen Fliegern und Gemeinde ist mittlerweile sehr gut
Des Weiteren störten sich einige Gemeinderatsmitglieder daran, dass aus dem Antrag nicht deutlich genug hervorgehe, inwieweit das auch den Betrieb der Modellflug-Gruppe des Vereins mit einschließt und ob Letztere eventuell noch mit den sehr lauten Benzin-Motoren fliegen.

Diese beiden Kernfragen sollen nun noch abgeklärt werden. „Da wollen wir uns einfach nur rückversichern, ob es von unserer Zustimmung abhängt, ob die neue Flugplatz-Betriebserlaubnis nur verzögert oder verhindert wird“, erklärte Margreiter. Insgesamt betonte er, dass das Verhältnis mit den Fliegern mittlerweile „außerordentlich gut ist. Ganz anders als früher, als vieles noch sehr kontrovers diskutiert wurde.“ Quelle: ‘Merkur.de‘.

Hinweise zur Durchführung von Generalversammlungen

Einige Segelfluggruppe haben sich bereits entschieden, ihre Generalversammlungen auf schriftlichem Weg durchzuführen oder zu verschieben in den Sommer 2021. Die alternative Durchführung einer Generalversammlung ohne physische Anwesenheit der Mitglieder ist in der Covid-19 Verordnung des Bundes in Form einer Ausnahmebewilligung geregelt. Es bestehen die Möglichkeiten die Versammlung online durchzuführen mittels Videokonferenz oder in schriftlicher Form mit den wichtigsten Punkten. Alternativ kann die Versammlung auch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, wenn keine sehr dringenden Handlungen notwendig sind.
Der Leitfaden von “Vitamin B” erläutert die wichtigsten Punkte, die dabei beachtet werden müssen. Quelle: ‘SFVS‘.

Erfolgreiches Jahr für Paul Wissmann

Paul Wissmann ist 19 Jahre jung und Segelflieger beim Luftsportverein Degerfeld (LSV). Als Sportsoldat im Segelflug eröffnete sich ihm im vergangen Jahr eine Möglichkeit von der sicher einige Piloten träumen – ein ganzes Jahr fliegen und das auch noch gegen Bezahlung. Mit Erfolg: Er wurde deutscher Vizemeister in der Standardklasse. Im Frühjahr 2018 machte Wissmann seinen Segelflugschein auf dem Degerfeld. Die nächsten eineinhalb Jahre habe er dann nur noch ans Fliegen gedacht. Vor allem der Streckenflug habe ihn total fasziniert, so der 19-jährige. Ihn habe es schon immer beeindruckt, wie man alleine die Energie der Natur nutzen könne um möglichst weite Strecken zu fliegen. Ein besonderer Reiz sei für ihn außerdem, dass man vor jedem Flug nie wisse, was genau passiert. So entstünden immer wieder neue Herausforderungen und Überraschungen. “Das ist einfach genial”, sagt Wissmann.

Nach dem Erhalt des Scheines habe er dann jede freie Minute für den Streckenflug genutzt und sehr schnell immer bessere Ergebnisse erzielt. In dieser Zeit habe er von der Möglichkeit des freiwilligen Wehrdienstes in Form eines Sportsoldaten erfahren. Dass er es jedoch in diesen Kader schaffen würde, konnte er sich zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen.

Im Sommer 2019 ging plötzlich alles ganz schnell. Wissmann gewann in Aalen die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft der Junioren und machte so den Landestrainer auf sich aufmerksam. Dieser habe ihn bestärkt, sich für das Jahr als Sportsoldat zu bewerben. Wissmann gelang es, sich gegen Mitbewerber durchzusetzen, und so begann für ihn im Januar 2020 das Jahr als Sportsoldat. Die Bundeswehr subventioniert mit diesem Modell Sportler die besonders gute Leistungen erbringen, um diese international konkurrenzfähig zu machen.

Wissmann hatte so die Möglichkeit, sich ein Jahr komplett auf den Segelflug zu konzentrieren und an Wettkämpfen teilzunehmen. Corona bedingt fanden jedoch nur wenige statt. Die Leistung in kann sich dennoch sehen lassen. Wissmann legte in diesem Jahr rund 30 000 Flugkilometer zurück und saß 415 Stunden im Cockpit. Sein weitester Flug führte ihn mit 900 Kilometer von Hammelburg über den Thüringer Wald und den Bayrischen Wald nach Albstadt und wieder zurück. Den größten Teil der Flüge absolvierte er in einem Ventus 3, den er für das Jahr zur Verfügung gestellt bekam. “Die Tatsache, dass du jederzeit Zugriff auf so einen tollen und leistungsfähigen Flieger hast ist einfach genial”, freut sich der 19-jährige.

Die Krönung war der deutsche Vizemeistertitel bei den Junioren. Neben diesen sportlichen Leistungen habe er jedoch auch die Möglichkeit gehabt, einen Flug zu erleben, der auf der Buket-List jedes Segelfliegers stehe. Von Garmisch über den Alpenbogen in die Provence und am nächsten Tag wieder zurück. Dies sei für ihn persönlich der schönste Flug gewesen, so Wissmann. Ende Januar endet für Wissmann die Zeit als Sportsoldat. Aufgrund der guten Leistungen darf er sich auch im neuen Jahr über Förderung freuen. Seine Ziele hat er bereits schon vor Augen: Natürlich hofft er auf weitere sportliche Erfolge, möchte dieses unbeschreibliche Gefühl des Fliegens aber gerne weitergeben und daher seine Fluglehrerlizenz machen. Quelle: ‘Schwarzwälder Bote‘.

Lust an hoher Luft

Nicht über, sondern unter den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, so heißt es bei den Segelfliegern in Rotenburg. Der Verein für Luftsport Rotenburg Wümme wurde 1952 gegründet. Der Flugbetrieb startete 1953 in Unterstedt im Weißen Moor. Aus den umliegenden Städten trafen sich die Flugbegeisterten. Die Rotenburger bauten eine Startwinde, die Verdener stellten ein Flugzeug zur Verfügung, mit vereinten Kräften wurde aus einem Feld eine Start- und Landebahn erschaffen. Bereits nach kurzer Zeit bot sich bei den Engländern in der heutigen Von-Düring-Kaserne die Nutzung von Flugplatz und Gebäuden an. Mitte der 60er-Jahre wurde das heutige Vereinsgrundstück an der Zevener Straße mit eigener Flugzeughalle, Werkstätten und Vereinsheim bebaut. Zum Fliegen ging es zuerst über einen Feldweg zum Flugplatz, dann kaufte der Verein selber Land dazu. 100 Mitglieder zählen zum Verein, davon sind 45 bis 50 Aktive und 15 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 25 Jahren dabei. Es stehen fünf Segelflugzeuge und ein Motorsegler zur Verfügung. Vom Schulungsdoppelsitzer über den Schulungseinsitzer bis zum Hochleistungsdoppelsitzer und -einsitzer, mit denen die Mitglieder auch bei Weltmeisterschaften mitfliegen könnten, ist alles dabei. Anfang des Jahres wurde ein neues Schulflugzeug mit den neuesten Standards gekauft. Die Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Segelfliegern übernimmt die Segelfluggemeinschaft in der eigenen Werkstatt selber.

Die Außenstelle Rotenburg des Luftsport-Verbands Niedersachsen bildet Segelflugpiloten aus. Im Alter von 14 Jahren dürfen diese das erste Mal alleine fliegen. Acht Fluglehrer des Vereins wechseln sich wöchentlich mit der Ausbildung ab. Einer dieser Fluglehrer ist Christian Rinn, der 2005 zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde und somit die Nachfolge seines Vaters antrat. Rinn ist auf dem Segelflugplatz groß geworden. Das Besondere für ihn sei die tolle Gemeinschaft, das Füreinander- da-sein, gemeinsam in den Urlaub zu fahren und neue Gebiete zu befliegen. In der Luft sei es die Weite und eine Strecke in einer Zeit zu bewältigen, die mit dem Auto nicht möglich wäre, das fasziniert den 54-Jährigen. „Beim Segelfliegen kommt es auf die richtige Thermik an“, erklärt Christian Rinn. In diesen Breitengraden sei die beste Jahreszeit zum Segelfliegen von April bis August, um das Ziel, so lange wie möglich und große Strecken zu fliegen, zu bewältigen.

Im Verein für Luftsport wird von Ende März bis Ende Oktober noch geflogen, aber die Thermik lässt ab September keine langen Flüge mehr zu. Die besten Voraussetzungen für einen Flugtag sind gegeben, wenn die Nacht kalt war, die Sonnenstrahlen am nächsten Tag den Boden erwärmen. Die erwärmte Luft steigt nach oben, es bilden sich Kumulus-/Schäfchenwolken. Diesen Thermikschlauch, auch Bart genannt, steigen die Segelflieger kreisend nach oben, um an Höhe zu gewinnen. Im anschließenden Gleitflug sinkt das Flugzeug 0,5 bis zwei Meter pro Sekunde bis zum nächsten Thermikschlauch. Bei den neuwertigen Flugzeugen kann zusätzlich Wasser als Ballast in die Tanks der Tragflächen gefüllt werden. Das Flugzeug steigt zwar langsamer in dem Bart, fliegt aber schneller im Gleitflug, deshalb wird das schlechte Steigen gerne in Kauf genommen. Die Segelflugzeuge können mit Hilfe eines Motorflugzeugs in die Luft geschleppt werden. In Rotenburg zieht eine Seilwinde die Flugzeuge nach oben. Diese ist auf einem Lastwagen befestigt und wird von einem 400-PS-starken Dieselmotor angetrieben. Das Kunststoffseil beschleunigt die Segelflugzeuge in zwei Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer und wird in einer Höhe von 600 Metern automatisch ausgeklinkt. Es schwebt an einem Fallschirm langsam zu Boden. Quelle: ‘Kreiszeitung.de‘.

Flugplatz Höxter-Holzminden: Positive Bilanz

Zehn Jahre nachdem er den Betrieb auf dem Flugplatz Höxter-Holzminden übernommen hat, zieht der Verein „Luftsport Höxter“ eine positive Bilanz. Die Nachfrage sei kontinuierlich gestiegen, so dass es auf dem Räuschenberg in Höxter-Brenkhausen mittlerweile rund 8.000 Starts- und Landungen pro Jahr gäbe. Dem Verein hätten sich mittlerweile 77 Mitglieder angeschlossen. Jedes Jahr würden auf dem Flugplatz vier bis fünf Piloten an Motorfliegern, und bis zu acht an Segelfliegern ausgebildet. Quelle: ‘Radiohochstift.de‘.

Segelflieger des LSV Gifhorn wollen wieder in die Luft

Der LSV Gifhorn und 17 weitere Luftsport-Vereine, darunter auch der Aero-Club Wolfsburg, wollen wieder in die Lüfte steigen. Gifhorn hat sich am Freitag in einem offenen Brief an den Präsidenten des Deutschen Aero-Clubs, die Präsidentin des Luftsport-Verbandes Niedersachsen und den Vorstandsvorsitzenden des Landessportbundes Niedersachsen gewandt, trotz der Corona-Pandemie Lösungen für eine Wiederaufnahme des Vereinssports auszuarbeiten. „Alle Sportvereine sind sich ihrer Verantwortung bewusst. In den vergangenen Wochen haben wir gezeigt, dass wir die Krise ernst nehmen. Als der Erlass aus Hannover kam, wurden sofort alle Vereinsaktivitäten gestoppt“, sagt Gifhorns Vorsitzender Volker Opitz. Es herrsche Unverständnis darüber, weshalb viele Individualsportarten wie Leichtathletik, Tennis, Rudern oder Luftsport verboten bleiben. „Bei diesen Sportarten ist es möglich, die notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Das Ansteckungsrisiko ist dadurch sehr gering“, sagt Opitz. Die Verbände benötigen laut Opitz „sportartspezifische Verhaltensregeln“, um der Politik zu zeigen, wie Vereinssport in Corona-Zeiten funktionieren kann. Stößt dieses Vorgehen in der Politik auf Zustimmung, könne es gut als Blaupause für andere Landessportbünde dienen. „Unsere Sportler sind zunehmend unzufrieden über den Stillstand und die fehlende Perspektive, dass er in angemessener Zeit beendet wird“, sagt Opitz. Quelle: ‘Sportbuzzer‘.

Corona legt Vereinsflugplätze lahm

Am Dienstagmorgen haben die beiden Luftämter Nord- und Südbayern die Anweisung ausgegeben, dass Modellflug-, Hängegleiter-, Ultraleicht-, Außenstart- und Segelfluggelände sowie Flugschulen als “Einrichtungen, die nicht notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen” geschlossen werden. Dem schließt sich auch der Deutsche Aero Club an. Das bedeutet, dass auch der gesamte Luftsportbetrieb in allen Disziplinen durch die Luftsportvereine vorerst einzustellen ist. “Als Luftsport-Verband Bayern bitten wir daher alle Vereinsverantwortlichen, aber auch alle Luftsportler entsprechend konsequent zu verfahren.” Die Regelungen sollen zunächst bis zum 19. April gelten. Danach will man nach der aktuellen Lage-Einschätzung insbesondere des Robert-Koch-Instituts über das weitere Vorgehen entscheiden. Diese Informationen haben am Dienstag die Flugsportvereine im Landkreis Rhön-Grabfeld erhalten und sofort an ihre Mitglieder weiter geleitet. So auch beim Flugsportverein Grabfeld in Saal an der Saale. Die Vorstandschaft verweist darauf, dass im Rahmen der Corona-Pandemie der Katastrophenfall für Bayern ausgerufen wurde. Das betrifft eben auch Vereinsheime und Sportgelände und damit die Flugsportvereine. Vorsitzender Christian Schön und Fluglehrer Peter Volz verweisen darauf, dass der Flugbetrieb bis auf Weiteres einzustellen ist, Besuche am Fluggelände auf das absolut nötige, unvermeidbare Maß zu beschränken sind und das Vereinsheim geschlossen bleibt. Dies entspricht den Vorgaben der Luftämter, des Bayerischen Luftsportverbandes und des Deutschen Aero Clubs. Das bedeutet auch eine vorübergehende Stilllegung des Vereinslebens. Quelle: ‘Mainpost‘.

COVID-19 und Luftsport in Deutschland

Auch der Deutsche Aero-Club hat für Sie auf dieser Webseite eine Liste von derzeit aktuellen Themen rund um die Virus-Pandemie zusammengestellt. Hier finden Sie Antworten auf Fragen rund um Fristenverlängerungen, Lizenzen, Berechtigungen usw.

Flieger dürfen in Kell weiter abheben

Mit der Gründung des Vereins Erholungsgebiet Hochwald begann die Erfolgsgeschichte des Luftsportvereins Hochwald in Kell am See. „Der damalige Verbandsgemeindebürgermeister August Justen und der Landkreis wollten Kell touristisch erschließen und fanden dabei den Segelflugsport als eine sehr gute Idee“, erklärt Steff Hau, Vorsitzender des Luftsportverbandes Rheinland bei der Feier zum 50-jährigen Bestehens eines Vereins. Dessen weitere Existenz ist erst jetzt gesichert. Nach langem juristischem Tauziehen um die Windräder in der Nähe des Flugplatzes können die Mitglieder wieder in eine gesicherte Zukunft schauen. „Der Keller Gemeinderat stellt den Luftsport vor die Windkraft“, lobt auch der Harxheimer FDP-Bundestagsabgeordnete Manuel Höferlin, selbst Motorflugpilot. Kreisbeigeordneter Arnold Schmitt (CDU) hebt die wichtige Rolle des Luftsportvereins in der Touristenregion hervor. Auch Bürgermeister Jürgen Dixius stellt sich vor den Verein: „Hier waren und sind Pioniere am Werk. Segelfliegen ist ein Erlebnis.“ Die Sicherheitsrunde sei im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde jetzt festgeschrieben. Für Hermann Kleber, Präsident des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz, wiegt die Freude am Luftsport den Ärger und die Arbeit auf. Für den Kampf mit den „Windmühlen“ verleiht der Präsident des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz, Ernst Eymann, an Steff Hau den Titel „Don Quichotte von Kell“. Derzeit sind beim Luftsportverein Hochwald Kell 40 Mitglieder aktiv, darunter 15 Flugschüler und vier Fluglehrer. Der Verein besitzt vier Flugzeuge. Quelle: ‘Volksfreund‘.

Oldtimer über dem Blumberger Ried

Ein prächtiges Bild gaben die Oldtimer-Motorsegelflieger aus der Schweiz am Wochenende in Blumberg ab, als die Piloten ihre Flugzeuge in jeweils Dreier und Viererformation den Blumberger Flugplatz anflogen. Zuvor zeigten sie sich über der Kernstadt, Zollhaus und Randen. Auf dem Fluggelände am Ried wurden die Piloten der zwölf zum Teil mehr als 70 Jahre alten Oldtimer-Flugzeuge mit ihren Präsidenten und einigen Angehörigen von Mitgliedern des Blumberger Luftsportvereins gebührend empfangen. Die Oldtimerfreunde aus den Schweizer Luftsportvereinen “Vetecano” und “Albatros” Birrfeld im Kanton Aargau, befanden sich auf Deutschlandtour und statteten den Blumberger Freunden einen Besuch ab. Bei der Landung und am späten Nachmittag beim Abflug zogen die Piloten der Oldtimer-Luftfahrzeuge in Formation an den Gastgebern um Kassierer Jürg Eichenberger vorbei. Quelle: ‘Schwarzwälder Bote‘.

Walldorfer Luftsportler haben ein Herz für kleine Patienten

Junge Menschen liegen dem AeC Walldorf e.V. besonders am Herzen. Dies nahmen acht Piloten mit sechs Maschinen des Vereins sowie weiteren befreundeten Luftsportlern Mitte Juli zum Anlass, beim 9. Benefizfliegen mit 23 krebskranke Jugendliche und Kindern sowie deren Betreuern des Heidelberger Waldpiraten-Camps zu Rundflügen in die Lüfte zu gehen. Dabei bekamen die Jugendlichen unverwechselbare Eindrücke, die sicherlich noch lange in positiver Erinnerung bleiben. Walldorfs Stadtoberhaupt Christine Staab zeigte sich hocherfreut über das große gesellschaftliche Engagement der Luftsportler. Quelle: ‘WiWa-lokal.de‘.

Essen-Mühlheim: „Endlich siegt die Vernunft!“

„So schnell wie möglich“ oder genauer gesagt spätestens 2034 sollte der Betrieb am Flughafen Essen-Mühlheim eingestellt werden. Bereits 1994 hatte der Stadtrat die Schließung auf den Weg gebracht. Nun könnte eine unerwartete, für den Luftsport und die Allgemeine Luftfahrt allerdings sehr erfreuliche Kehrtwende anstehen. Auf dem Kreisparteitag hatte die CDU Essen jüngsten Medienberichten zufolge in einem Beschluss festgelegt, gemeinsam mit den Parteikollegen aus Mühlheim die bestmögliche Nutzung des Flughafengeländes zu diskutieren und laut WAZ „die Fortführung des Flugbetriebs nicht kategorisch auszuschließen“. „Die Wende in der Diskussion um einen möglichen Erhalt des Flugplatzes Essen zeigt: Endlich siegt die Vernunft und die Zeichen der Zeit in Sachen Infrastruktur, innovative Entwicklung bei der Mobilität, Umweltwert einer solchen Freifläche und gesellschaftliche Rolle des Luftsports werden erkannt. Jahrelanges Engagement der Befürworter für den Erhalt haben sich gelohnt!“, freut sich DAeC-Präsident Stefan Klett. Quelle: ‘DAeC‘.

Füssen: Flieger dürfen aufstocken

Auf dem Füssener Segelfluggelände dürfen sechs Ultraleichtflugzeuge stationiert werden. Einem Antrag des Luftsportvereins Füssen stimmte der Stadtrat zu. Bislang dürfen maximal drei Ultraleichtflugzeuge starten und landen und eigentlich ist der Luftsportverein Füssen mit seinem Flugplatz vor allem für Segelflieger gedacht. Jetzt hat der Verein beim Luftamt Süd der Regierung von Oberbayern eine Aufstockung auf maximal sechs UL-Flugzeuge auf seinem Platz beantragt. Ähnlich wie das Luftamt Süd hat auch die Stadtverwaltung keine Probleme mit dem Antrag des Vereins – wenn dadurch nicht mehr als 2’400 Starts pro Jahr erfolgen werden. Zuletzt waren es 1’180 Starts im Jahr. „Wir sind zur Überzeugung gekommen, dass eine Aufstockung möglich ist“, fasste Bürgermeister Paul Iacob (SPD) eine Besichtigung des Flugplatzes zusammen. Zu einer höheren Lärmbelastung der Anwohner werde es durch mehr UL-Flugzeuge nicht kommen, ergänzte Bauamtsleiter Armin Angeringer. Das hätten Vorführungen bei der Besichtigung gezeigt. „Der Motor ist nur während der Startphase zu hören“, erklärte er. Quelle: ‘Kreisbote’.

LSC Hochtaunus wappnet sich für neue Saison

Winterzeit ist Werkstattzeit beim Luftsportclub Bad Homburg (LSC) – dann werden vor allem die Segel- und Motorflugzeuge repariert, gewartet und auf die jährlich stattfindenden offiziellen Nachprüfungen vorbereitet. Das ist, wie die gesamte Fliegerei, Teamarbeit: Beim LSC gibt es keine bezahlten Kräfte. Das Verhältnis eines Piloten zu seinem Flugzeug ist aber auch sehr viel enger als beispielsweise jenes eines Autofahrers zu seinem Fahrzeug. “Man kann bei einem Problem in der Luft nicht einfach rechts ranfahren, anhalten und nachschauen. Mehr im Bericht des ‘Usinger-Anzeigers’.