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Die mit den Bussarden lautlos kreisen

Wie riecht Flugplatzluft am Heinberg? Raimund Schäfer muss bei dieser Frage lachen. „Nicht wie auf den großen kommerziellen Plätzen. Deshalb kommen die Menschen zu uns – mit dem Rad, mit dem Auto. Um die Ruhe und Idylle, das Familiäre im grünen Warburger Diemeltal ganz nahe dran am Fluggeschehen zu genießen.“ Und ab und zu mal in die Luft zu gehen. Dazu gab es am Pfingst-Wochenende wieder Gelegenheit. Nach zwei Jahren Pause lud der Luftsportverein Warburg zu den Tagen der offenen Tür an die Wethener Straße ein.

Ein Team aus rund 30 aktiven Fliegern des LSV, das den Menschen ihr liebstes Hobby nahebrachte und Werbung fürs Segelfliegen machte. „Wie wir unsere Wochenenden verbringen“, scherzt der Vorsitzende. Es gab auch die Möglichkeit zu spontanen Gastflügen zum Selbstkostenpreis: in einem Motorsegler des Vereins, um gezielt von A nach B zu fliegen „und mal über dem eigenen Haus zu kreisen“. Oder aber im Segelflugzeug.

Der steile Windenstart am Stahlseil und das lautlose Gleiten
Darin sind Flugzeit und Entfernung abhängig von Wetter und Thermik. Der Reiz: „Der steile Windenstart am Stahlseil und das lautlose Gleiten.“ Das schätzt auch der Vorsitzende und schwärmt davon, wie schön es ist, mit der Natur eins zu werden. Denn man orientiere sich auch an den Bussarden, die wie die Segelflieger die Thermik suchen, um Höhe zu gewinnen. „Mit ihnen zu kreisen“, das sei ein Erlebnis. Und: „Ein Mitflug ist immer ein besonders eindrucksvolles Erlebnis.“ Dabei bot der LSV zwei Segelflugzeuge zum Einsteigen: einen modernen Segler und einen historischen: „Eine K 7, Baujahr 1959, liebevoll restauriert und im Eigentum eines Vereinsmitgliedes.“ Quelle: ‘Neue Westfälische Zeitung‘.

LSG Bayreuth ist „Mannschaft des Jahrzehnts

Beim virtuellen Ball des Sports am 31. März haben Sportkuratorium Bayreuth und Nordbayerischer Kurier die Preisträger der Wahl bekannt gegeben: Die Segelflieger der Luftsportgemeinschaft Bayreuth sind Bayreuths Mannschaft des Jahrzehnts! Sportlich gesehen standen die beiden Doppelsiege der Mannschaft in Bundes- und Weltliga 2015 und 2018 für sich, doch um Mannschaft des Jahrzehnts zu werden, war die Stimmenanzahl im Online-Voting entscheidend.

In einem dreistufigen Verfahren standen sich die Mannschaften der Jahre 2010 bis 2019 aus dem Verbreitungsgebiet des Nordbayerischen Kurier gegenüber. Neben den Segelfliegern (Mannschaft des Jahres in den Jahren 2015 und 2018) waren dies die Handballer von HaSpo Bayreuth (2014 und 2019), die Bundesliga-Basketballer von medi bayreuth (2010 und 2017), die Ringer des ASC Bindlach (2011), die Rollstuhl-Basketballer des RSV Bayreuth (2012) und das Eishockey-Tam Bayreuth Tigers (2013 und 2016). Per Online-Voting wurde das Feld in der ersten Runde von sechs auf vier, anschließend von vier auf zwei reduziert. Die Segelflieger konnten schon dabei jeweils als beste abschneiden und auch die vor Publikum spielenden Mannschaften hinter sich lassen.

Für die Finalrunde, die im Juli 2021 stattfand, war lange Zeit nur das Ergebnis in Zahlen bekannt: 10.345 zu 2.663. Der Sieger hatte also rund vier Mal mehr Stimmen als der zweitplatzierte, der Abstand war noch deutlicher als in allen vorherigen Runden. Doch der Bayreuther Sporttag 2021, auf dem die Siegerehrung hätte stattfinden sollen, musste coronabedingt abgesagt werden, auch der Nachholtermin fand nicht statt. Deswegen blieb das Ergebnis bis zum Ball des Sports 2022 geheim.

Umgekehrt war die Coronapandemie aber offenbar auch der Grund, diesen Wettbewerb überhaupt ins Leben zu rufen: Nachdem in vielen Sportarten 2020 keine oder nur wenige Wettbewerbe stattfinden konnten, wollten die Verantwortlichen keinen Mannschaft-des-Jahres-Wettbewerb über 2020 ausloben und sind stattdessen auf die Idee gekommen, die Mannschaften des zurückliegenden Jahrzehnts erneut in ein Rennen um die meisten Stimmen zu schicken. Auch der Ball des Sports konnte wie schon vor zwei Jahren nur in virtueller Form als Videostream stattfinden, aber Vertreter aller potenziellen Preisträger waren im Studio zu Gast. Der Großteil der LSG-Mitglieder hat somit daheim vorm Bildschirm mitgefiebert.

Umso größer war die Spannung, als Moderator Christian Höreth das Mikrofon an Kurier-Chefreporter Otto Lapp und Kurier-Geschäftsführer Serge Schäfers übergab: Die Lokalzeitung hatte das Online-Voting organisiert und die Preise gestiftet, 1.000 Euro für den Siegerverein und den 750 für den Zweitplatzierten. Umso größer war die Freude als sie die Luftsportgemeinschaft als Mannschaft des Jahrzehnts in und um Bayreuth bekannt gaben. Sportlerin des Jahrzehnts wurde die Triathletin und Ironman-Gewinnerin 2019 Anne Haug.

Die beiden Bundesliga-Piloten Martin Brühl und Sebastian Baier waren stellvertretend für das gesamte Team im Studio, um Pokal und Preis entgegen zu nehmen und sich im Namen des gesamten Vereins bei Organisatoren und Sponsor zu bedanken. Quelle: ‘Wiesentbote‘.

BWLV-Position zum Bericht “Luftfahrtverband will alte Hobbypiloten erden”

Im Zusammenhang mit einem Flugunfall am Rande der AERO ist im „Südkurier“ und per Weiterverteilung über die Deutsche Presse Agentur (dpa) auch bundesweit am Samstag, 30. April 2022, ein Presseartikel erschienen, der in den zurückliegenden Tagen große Wogen insbesondere in den sozialen Netzwerken geschlagen hat. In dieser Publikation wurde ein Mitarbeiter des BWLV nicht korrekt zitiert und eine angebliche Meinung des Verbandes publiziert, die falsch ist und die der BWLV so zu keinem Zeitpunkt vertreten hat und vertritt.

Die Stellungnahme der Verbandsführung zu diesem Vorgang finden Sie hier zum Download. Quelle: ‘BWLV’.

Kein Sport für Eliten sondern für Teamplayer

Ein teurer Sport für Snobs? Das Vorurteil kennen sie beim LSV Unna-Schwerte durchaus. Ein Schnupperwochenende beweist das Gegenteil: Segelfliegen im Verein ist bezahlbar und echte Teamarbeit. Schleppseil am Segelflugzeug einhaken, in die Luft ziehen lassen und den Flug genießen? So einfach ist das nicht. Selbst wer letztlich solo über Stunden durch die Luft gleitet, ist davor und danach auf eine Mannschaftsleistung angewiesen. Mit einem Verein im Rücken muss dabei niemand Spitzenverdiener sein oder gar selbst einen Flieger besitzen, um abheben zu können.

Rund 100 Mitglieder zählt der LSV, rund die Hälfte davon ist laut Yves van Hauwermeiren regelmäßig aktiv. Der Pressewart des Vereins ist erst vor drei Jahren zum Segelfliegen gekommen, hat sich damit einen Kindheitstraum erfüllt. „Aber in meinem Alter setze ich mich lieber in die wilde Hilde“, sagt der 77-Jährige und meint damit das motorisierte Leichtflugzeug des Vereins. Über den LSV kann man nämlich sowohl eine Segelfluglizenz als auch eine Ultraleichtfluglizenz erwerben. Die frühesten Starts im Segelflieger sind dabei mit 14 Jahren möglich. Und wer an einem Wochenende bei den Segelfliegern vorbeischaut, sieht Aktive von jung bis alt und aus der ganzen Region am Platz.

Alle Aktiven müssen zusammenarbeiten
Da zieht und schiebt der 67-jährige Bochumer Christian Krafczyk, der seit 1998 im Verein ist, genauso die Fluggeräte aus dem Hangar wie der 14-jährige Caspar Schaefermeyer, der zu Saisonbeginn im Frühjahr zum Verein gestoßen ist. Mehr als ein Dutzend Starts hat der junge Dortmunder mittlerweile gesammelt. An die 60 davon braucht es in der Regel, bis ein Pilot alleine im Cockpit sitzen darf und der Fluglehrer vom Boden aus über Funk die Anweisungen gibt. Frühestens mit 16 Jahren darf man dann die Lizenz anstreben. Jugendliche wie Caspar freuen sich nicht nur auf die Zeit in der Luft: Ist ein Gleiter gelandet, muss er mit einem Auto wieder zum Start gezogen werden. Und weil nur auf dem Vereinsgelände unterwegs, lernen die Jungen mit einem Erwachsenen auf dem Beifahrersitz auch noch die Grundlagen des Autofahrens.

Das Fliegen ist nur ein Teil des umfangreichen Vereinslebens: Zur Praxis gehört natürlich Theorie. Deshalb pauken Flugschüler vornehmlich im Winter, wenn der Flugbetrieb ruht, in Fächern wie Meteorologie, Aerodynamik, Luftrecht oder Navigation. Denn auch wenn Apps mittlerweile auf dem Smartphone beim Navigieren helfen: Wer sich im Luftraum bewegt, muss eine zweidimensionale Karte im Kopf dreidimensional lesen können. „Eine aktuelle Flugnavigationskarte muss immer im Cockpit sein“, sagt Yves van Hauwermeiren.

Das Fliegen ist nur ein Teil des Vereinslebens
Auf der sind dann nicht nur Windräder oder Sendemasten samt Höhen eingetragen. Es sind auch verschiedene Luftkorridore eingezeichnet, die sich auch farblich unterscheiden und dadurch verschiedene Höhenlagen beschreiben. Wenn ein Pilot seine Route plant, muss er nicht nur bedenken wo er fliegen, sondern auch in welchen Höhen er dabei unterwegs sein darf.

„Man muss aber kein Genie sein, um Pilot zu werden. Vor allem braucht es Durchhaltevermögen“, sagt Yves van Hauwermeiren. Viele Mitglieder im Verein seien auch Verkehrspiloten. Für manchen war das Segelfliegen im Jugendalter der Ausgangspunkt für die Berufskarriere und kam erst der Flug- und dann der Führerschein. „Wir haben Mitglieder, die sind jetzt noch keine 30 und fliegen schon Cessna“, weiß der LSV-Pressewart. Wer das erreichen will, muss in der Vereinsarbeit aufgehen: Und die verlangt von allen Mitgliedern quasi alles. Ein halbes Dutzend Maschinen müssen regelmäßig gewartet und gegebenenfalls auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Bevor ein Flieger in die Luft geht, wird der Sitz jeder Schraube kontrolliert. „Niemals will man in der Luft etwa ein Höhenruder verlieren“, sagt etwa Christian Kraftczyk.

Auch die Seilwinde braucht geschultes Personal, das auf einem umgebauten Lkw sitzt und die Maschinen auf Flughöhe bringt. Am Startwagen will wiederum ein Telefon besetzt sein, um mit Flugleitung am Vereinsheim und Windenführern in Kontakt zu bleiben. Viele einzelne Aufgaben müssen ineinandergreifen, damit Piloten im Ein- oder Doppelsitzer ihre Zeit in der Luft genießen können.

Fast 28.000 Landungen und noch immer in Schuss
Durch diese Arbeiten erwirbt man mit der Zeit auch ein ausgesprochenes Verständnis für die Technik. Und das doppelsitzige Schulungsflugzeug ASK 13 zeigt, was möglich ist, wenn die Flieger regelmäßig überholt werden: Die lückenlos geführten Flugbücher zeigen, dass das Anfang der 1970er-Jahre erstmals abgehobene Schulungsflugzeug seitdem knapp 28.000 Mal seine Insassen sicher zu Boden gebracht hat. Wer im Verein fliegen will, zahlt beim LSV neben einer einmaligen Aufnahmegebühr in Höhe von 100 Euro einen monatlichen Mitgliedsbeitrag sowie zweimal im Jahr einen Solidarbeitrag, um Selbstkosten bei etwaigen Schäden über den Verein zu mildern. Dazu kommen Startgebühren und ein Centbetrag pro Minute in der Luft. Im Schnitt kommen laut Vereinsangaben so 50 bis 70 Euro an monatlichen Kosten zusammen.

Höher als die finanziellen Hürden sind beim Luftsport tatsächlich die zeitlichen: Viele aktive Mitglieder verbringen ihre Wochenenden am Flugplatz. Dann gehören zu einem Flugtag aber nicht nur die Aufgaben rund um den Flugbetrieb: Der gemeinsame Kaffee und regelmäßige Grillabende sind ebenso fester Bestandteil des Vereinslebens wie die traditionelle Vereinsfahrt, die die Mitglieder diesen Sommer im August zum Fliegen nach Melle in Niedersachsen führt. Quelle: ‘Hellweger Anzeiger‘.

LSV Hegenscheid bekommt Geld vom Land NRW

Einige Mitglieder beim “Luftsportverein Hegenscheid” werden wohl bald Luftsprünge machen: Denn es gibt Geld vom Land! 120.000 Euro aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“. Jetzt können die Flugbegeisterten davon eine neue Halle bauen, denn die alte taugt nicht mehr. Von dem Förderprogramm haben schon mehr als 2.500 Sportvereine aus ganz NRW profitiert, die ihre Anlagen sanieren möchten. Quelle: ‘Radio MK’.

Fliegen heißt Lernen

„Fliegen heißt Landen“, so heißt es in der Fliegerei. Genauso gut muss es aber heißen „Fliegen heißt Lernen“, denn sowohl in der Verkehrsfliegerei als auch bei den Sportfliegern ist ständige Weiterbildung wichtig, um ein Flugzeug jederzeit sicher und sachgemäß am Boden und in der Luft zu bewegen. Im Luftsportverein Worms e.V. einem von mehreren am Wormser Flugplatz ansässigen Vereinen, werden daher in den Wintermonaten traditionell Weiterbildungen für die Mitglieder angeboten. Diese „Winter-Abende“ gestalten meist Mitglieder des Vereins zu interessanten Themen. Da die Pilotenausbildung viele Facetten aus Physik, Aerodynamik, Meteorologie, Navigation und allgemeiner Technik aufweist, gehen die Themen für die Veranstaltungen niemals aus. Der erste Winterabend im Winter 2021/2022 wurde vom Referenten der Motorflug-Sparte ausgearbeitet und präsentiert. Zunächst ging es um die richtige Behandlung der Flugzeuge beim Ein- und Ausräumen im Hangar des LSV. Zwischen 8 und 11 Meter Spannweite haben die Motorflugzeuge und wiegen leer zwischen gut 300 und Knapp 800 kg. Das Bewegen in der engen Halle will gekonnt sein und jegliche, auch kleinste Kollisionen mit Wänden oder anderen Maschinen beim Rangieren/Hangarieren müssen unter allen Umständen vermieden werden. Wenn das hinterste Flugzeug benötigt wird dauert es oftmals einige Zeit, bevor die davor befindlichen Maschinen aus und wieder eingeräumt sind.

Putzen und Waschen wichtig!
Ebenso wichtig ist das richtige Putzen und Waschen der Maschinen. Dieses Thema war Punkt zwei der Tagesordnung. Gerade im Sommer sorgen Insekten an Tragflügelvorderkanten und auch am Propeller für Störungen in der Aerodynamik und müssen daher sorgfältig, ohne jeglichen Einsatz von Putzmitteln mit klarem Wasser und entsprechenden Utensilien nach jedem Flug entfernt werden. Die schonende Behandlung des Lacks und speziell der empfindlichen Kunststoff-Cockpitscheiben will gelernt sein und zahlt sich letztlich durch Langlebigkeit, Sicherheit und Werterhalt aus. Traditionell werden daher beim LSV Worms 2x im Jahr, Putz- und Waschtage veranstaltet, an denen die Mitglieder die Flugzeuge durch gründliches Säubern und Polieren auf Vordermann bringen.

Ein weiteres Thema des ersten Winterabends war der richtige Umgang mit den Batterien im Flugzeug. Genauso wie auch im Auto sind auch im Flugzeug die Starterbatterien kälteempfindlich und verlieren im Winter deutlich an Leistung. Da sie aus Gewichtsgründen jedoch viel kleiner und leistungsschwächer als Autobatterien sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Motor bei Kälte nicht anspringt noch viel höher. Jeder Flugzeugtyp erfordert dabei einen eigenen Umgang beim Aufladen der Batterie oder wenn externe Starthilfe von außen gegeben werden muss. Hier gibt eine solche Weiterbildung wertvolle Hinweise zur sicheren Durchführung dieses Manövers.

Zum Thema Motoröl
Zum Schluss des Winterabends wurde das Thema Motoröl behandelt. Auch hier muss der Pilot/ die Pilotin Kenntnisse zum korrekten Umgang haben. Beispielsweise gibt es für manche Motoren unterschiedliche Vorschriften und Ölsorten für Sommer- und Winterbetrieb und auch die eigentlich einfache Ölstandskontrolle ist bei manchen Flugzeugen eine Wissenschaft für sich. In den kommenden Winterabenden des LSV Worms werden allgemeine Sicherheitsthemen, Aerodynamik, Flugplanung mit digitalen Tools sowie das Fliegen im Ausland behandelt werden. Quelle: ‘Nibelungen-Kurier.de’.

Aero-Club Mülheim schreibt Rekordzahlen

Der Aero-Club Mülheim an der Ruhr e.V. am Flughafen Essen/Mülheim wird in drei Jahren einhundert Jahre alt. Noch nie in seiner Geschichte war der Flugverein größer als in diesem Jahr und noch nie haben sich so viele Mülheimer und Essener für den Luftsport interessiert. Auf der letzten Jahreshauptversammlung des Luftsportvereins aus Mülheim an der Ruhr stellte die langjährige Geschäftsführerin Gabi Oesterwind die aktuellen Zahlen vor: Insgesamt zählt der Verein 304 Mitglieder, darunter 75 Jugendliche. Das ist Rekord! In Ausbildung befinden sich derzeit 72 Flugschülerinnen und Flugschüler – die Jüngsten sind 13 Jahre alt -, die von 21 ehrenamtlichen Fluglehrern ausgebildet werden. Mit den genannten Zahlen ist der Verein aus Mülheim an der Ruhr einer der größten in ganz Nordrhein-Westfalen. Die mitgliederstärkste Abteilung ist traditionell die der Segelflieger. Normalerweise findet der Flugbetrieb der motorlosen Flugzeuge am Wochenende auf dem Gelände des Flughafens Essen/Mülheim statt.

Dr. Andreas Scheik, seit dem letzten Jahr neu im Vorstand und Vereinspräsident, ergänzt: „Unser alljährlicher Fluglehrgang in Amboise-Dierre in Frankreich hat einen signifikanten Anteil an unserer momentanen Ausbildungsleistung. Besonders unsere jungen Flugschülerinnen und Flugschüler profitieren von der intensiven dreiwöchigen Schulung und machen vor Ort große Fortschritte.“ Scheik erinnert sich auch an das aufwendige online Schulungskonzept während des Lockdowns und die zahlreichen Online-Abende der Jugendgruppe. „Auch aufgrund solcher Bemühungen haben in dieser Zeit kaum Mitglieder den Spaß am Luftsport bei uns verloren.“ Grundsätzlich können alle Mitglieder auf die vereinseigene Flugzeugflotte zurückgreifen. Diese besteht aus zehn Segelflugzeugen, zwei Reisemotorseglern und vier Motorflugzeugen. Nördlich des Flughafens Essen/Mülheim, auf einem gepachteten Gelände, befindet sich zudem noch das Fluggelände der Modellflugabteilung des Aeroclubs.

Constantin Budny, langjähriger Jugendleiter und seit 11 Jahren im Aeroclub, möchte mit dazu beitragen, dass diese vielen positiven Entwicklungen beibehalten werden. Vor kurzem hat er erfolgreich die Fluglehrerausbildung in Oerlinghausen, dem Landesleistungsstützpunkt für Segelflug, abgeschlossen und wird in Zukunft als Segelfluglehrer das ehrenamtliche Ausbildungsteam des Vereins verstärken. Ehrenamtliches Engagement ist für den Sportverein existentiell. Das gilt nicht nur für das Lehrpersonal. Um beispielsweise ein einzelnes Segelflugzeug in die Luft zu bekommen, ist ein ganzes Team erforderlich: Angefangen von Startleiter und Startwindenfahrer bis hin zu den luftfahrtzertifizierten Werkstattleitern, die die Wartung der Flugzeugflotte durchführen – alles im Ehrenamt. Nur so trägt der Aeroclub sich selbst und der Weg zur Piloten-Lizenz bleibt erschwinglich. Die Mitglieder haben beispielsweise in den letzten beiden Jahren über 4.500 Arbeitsstunden mit der Wartung an den Flugzeugen und Vereinsanlagen verbracht. Um auf der einen Seite den Status Quo zu erhalten, aber auf der anderen Seite auch Planungssicherheit und eine Perspektive für die eigenen Mitglieder anbieten zu können, unterstützt und befürwortet der AERO-CLUB Mülheim an der Ruhr e.V. auch die neue Bürgerinitiative „Wir bleiben Flughafen“ seit der Gründung im Frühjahr. Zukünftigen Entwicklungen in der Luftfahrtbranche steht der Verein offen gegenüber. Er hofft, auch weiterhin Menschen aus Mülheim an der Ruhr, Essen und der Region für den Luftsport und die Luftfahrt im Allgemeinen begeistern zu können. Quelle: ‘Online-Zeitung Rhein-Ruhr‘.

„Betriebs-Ausflug“ zu den Segelfliegern

Was haben Seile der Segelflieger mit den Seilen einer Isnyer Firma zu tun? Segelflugzeuge können mit Ausnahme von Selbststartern nur im Windenschlepp oder im Flugzeugschlepp in die Luft kommen, aber immer mit speziellen Seilen. Die Firma Edelrid, die es seit mehr als 150 Jahren gibt, stellt spezielle Seile beispielsweise für den Klettersport und die Arbeitssicherheit her.

Die 200 Mitarbeiter freuen sich jedes Jahr auf drei betriebliche Veranstaltungen, die jedoch durch die Corona-Pandemie jäh ausgebremst wurden. Die Freude war also groß, als es nun hieß: Auf zum Fluggelände der Luftsportgruppe Isny! Zu Fuß marschierten etwa 140 Betriebsangehörige zu den Flugzeughallen, bei denen am Vormittag mit vielerlei Spielen und Aufgaben die Zeit nicht lang wurde wie beim Tauziehen – selbstredend mit firmeneigenen Seilen, den „lebenden Flechtmaschinen“, die dem Tanz um einen Maibaum ähnelten, oder dem Rollen in einer Wanne auf Kartonhülsen und Papierfliegerweitwurf, der allerdings weitgehend dem Ostwind zum Opfer fiel.

Die Mitglieder der Luftsportgruppe Isny stellten nach einem ausgiebigen Buffet ihre doppelsitzigen Segelflugzeuge sowie das Ultraleichtflugzeug an den Start, wo es unter den Besuchern auch einige „Ängstliche“ gab, die jedoch angesichts ihrer mitfliegenden Kolleginnen und Kollegen dann doch in die Flugzeuge einstiegen und nach der Landung voll des Lobes und der Begeisterung waren. Manch einer der Mitflieger war überhaupt das erste Mal in seinem Leben in der Luft. Mit den Segelflugzeugen waren nur relativ kurze Flüge möglich, das Ultraleichtflugzeug war jedoch in der näheren Umgebung unterwegs, „ihre“ Firma in Isny konnten aber die meisten Mitfliegenden erfreut aus der Luft identifizieren. Mit Kunstflieger Florian Hofer von der Luftsportgruppe am Steuer ließ sich ein Mutiger gar im Flugzeugschlepp auf etwa 1000 Meter schleppen, um dann nach Looping und Rollen im Rückenflug die Stadt Isny einmal „andersherum“ zu betrachten, das heißt „grün“ war oben und „blau“ unten. Mehr als zufrieden konnte die große Gruppe gegen Abend wieder nach Hause marschieren angesichts der vielen Eindrücke und kreativen Spiele mit Bezug zu ihrer Firma. Der „Betriebs-Ausflug“ hinterließ nicht nur bei den mithelfenden Mitgliedern der Luftsportgruppe, überwiegend Flugschüler und junge Flugscheininhaber, den Eindruck, dass es „fast wie ein Flugtag“ war. Flug-Betrieb und Flugplatz-Fest gehören schließlich zusammen. Quelle: ‘Schwäbische‘.

Leni ist mit 16 ganz schön „abgehoben“

„Heb’ ab, lerne Segelfliegen.“ Mit diesem Slogan wirbt der Luftsportclub (LSC) Attendorn-Finnentrop eum neue Flugschüler. Auch Leni Wurm hat dies im Sommer 2020 neugierig gemacht. Kürzlich flog sie zum ersten Mal alleine ein Segelflugzeug. Eigentlich wollte ich nur mal mitfliegen, einen kleinen Rundflug über das Sauerland machen“, sagt Leni heute. Ihre Eltern schenkten ihr dann zum 15. Geburtstag einen Segelflug-Schnupperkurs beim LSC. Der Schnupperkurs ist etwa vergleichbar mit einer einmonatigen Probemitgliedschaft, in der man vor Allem das Vereinsleben kennenlernt und seine ersten Schulungsflüge mit Fluglehrer macht. Völlig begeistert von dieser neuen Erfahrung entschied sie sich schnell, dem Verein beizutreten und eine komplette Segelflugausbildung zu machen.

Leni ist immer dabei
In Begleitung und unter Anleitung der Fluglehrer lernte sie Schritt für Schritt, wie man so ein Flugzeug startet, fliegt und sicher wieder landet. Viele Wochenenden verbrachte sie am Flugplatz. Auch im Winter, wenn es darum geht, die Flugzeuge zu pflegen und für die nächste Saison „startklar“ zu machen. Themen wie Technik, Aerodynamik, Meteorologie und Luftrecht wurden und werden ihr auch weiterhin nähergebracht, denn Theorie gehört zur Segelflugausbildung genauso dazu wie das Fliegen selbst.

Am Sonntag, 5. September, waren sich die Fluglehrer vom LSC dann einig: Leni Wurm beherrscht den Segelflieger sicher ohne Eingreifen eines Lehrers. So flog sie dann am Nachmittag zum ersten Mal das Schulungsflugzeug mit 17 Metern Spannweite (Schleicher ASK 21 B) alleine. Mit drei Starts und Landungen zeigte sie bei der sogenannten A-Prüfung, was sie gelernt hat. Sie „flog sich frei“, wie es in der Fliegersprache genannt wird.

„Ein tolles Gefühl“
„Das war ein tolles Gefühl und gleichzeitig extrem aufregend. Plötzlich saß niemand mehr hinter mir, der beobachtete, was ich mache. Ich wusste zwar, dass ich es kann, aber plötzlich so ganz alleine“, erzählt Leni ein bisschen stolz. Von nun an setzt sie ihre weitere Ausbildung häufig alleine im Flugzeug fort. Natürlich stehen ihr die Fluglehrer weiter zur Verfügung und fliegen auch regelmäßig mit, um ihr neue Flugmanöver beizubringen. Quelle: ‘Lokalplus.nrw‘.

Holighaus Medaille für Eberhard Schott

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes (BWLV) trafen sich am Sonntag, 19. September 2021, rund 170 Delegierte aus 67 Luftsportvereinen, Behörden sowie Förderer des Luftsports im „Fliegenden Museum“ am Flugplatz Aalen-Elchingen (EDPA). Hierbei ehrte BWLV-Präsident Eberhard Laur den Konstrukteur und Leistungssegelflieger Eberhard Schott mit einer der höchsten Auszeichnungen, die der Verband vergibt: der Klaus Holighaus Medaille.

Die Auszeichnung ist benannt nach dem 1994 verstorbenen Klaus Holighaus, der wie kaum ein anderer als Ingenieur, Konstrukteur, herausragender Wettbewerbspilot und Leistungsflieger sowie auch als Unternehmer den Luftsport geprägt hat. Der BWLV verleiht die Medaille an Persönlichkeiten für herausragende Leistungen um und im Luftsport in Baden-Württemberg. Bisherige Preisträger waren unter anderem Prof. Dr. Richard Eppler, Peter F. Selinger und Helmut Treiber.

Eberhard Laur ehrte in Eberhard Schott einen Fliegerkameraden, der in ähnlicher Weise wie Klaus Holighaus, nämlich als Konstrukteur, Leistungssegelflieger, aber auch als Luftsportler im Verein Großes geleistet und den Luftsport vorangetrieben hat. Laur erinnerte daran, dass Eberhard Schott in der Fliegergruppe Göppingen auf dem Hornberg das Segelfliegen erlernt habe. Sein Studium an der Universität Stuttgart, das er als Diplom-Ingenieur der Luft- und Raumfahrttechnik abschloss, führte ihn zur Akademischen Fliegergruppe Stuttgart. Dort lernte er beim Bau des Motorseglers FS 26 und des Motorflugzeugs FS 28 die Faser-Kunststoff-Verbundbauweise kennen.

Bereits 1972 reiften die ersten Pläne für ein Segelflugzeug mit im Flug teleskopartig ein- und ausfahrbaren Tragflächen. So war Eberhard Schott bei der Konstruktion der FS 29 dabei. Wenig später holte ihn Klaus Holighaus in seinen Betrieb nach Kirchheim/Teck. Dort war Schott maßgeblich an allen Entwicklungen beteiligt, vom Nimbus über den Diskus und Janus bis hin zum Ventus. Bis 2011 war er Betriebsleiter von Schempp-Hirth. Ebenso leistete Schott auch beim Bau der ersten Windkraftanlagen in Faser-Verbundbauweise Pionierarbeit.

Neben seiner Tätigkeit als Entwicklungsingenieur betrieb er über Jahrzehnte hinweg erfolgreich den Leistungs-Segelflug. So war er 32 Mal beim Hahnweide-Wettbewerb. 13 Mal bei Landes- und Deutschen Meisterschaften sowie sechs Mal beim Rieti-Cup dabei. 1981 gewann er Bronze im Barron Hilton-Cup. Und er fand bei all diesen wichtigen und großen Aktivitäten auch Zeit, um sich ehrenamtlich im Verein und für den Segelflug zu engagieren. Als Präsident der Interessengemeinschaft der Deutschen Akademischen Fliegergruppen (IDA-Flieg) holte er das regelmäßig im Sommer stattfindende Vergleichsfliegen der IDA-Flieg nach Aalen-Elchingen.

1978 wurde er Prüfer Klasse 3 für Faser-Verbund-Kunststoff-Segelflugzeuge und er gehört seither dem technischen Ausschuss und dem Prüferteam der BWLV-Prüforganisation an. 1981 organisierte er den Lehrgang für FVK-Werkstattleiter, den er noch heute begleitet. „Er gehört zu denjenigen, die den Segelflug zu dem mit gemacht haben, was er heute in Deutschland und der Welt ist“, fasste Eberhard Laur die Verdienste des Geehrten zusammen.

(Simone Bürkle)

Asperden ist eine spezielle Erlebniswelt

Jens-Uwe Beyer und der neue Vorsitzende, Pressechef Rainer Haas, ließen keinen Zweifel daran, dass ihr Luftsportverein Goch nach den schwierigen Corona-Monaten frischen Wind unter den Flügeln verträgt. „Der Luftsportverein wird in diesen Wochen 60 Jahre jung. Da freuen wir uns besonders über das breite Licht der Öffentlichkeit“, so der einstige Bundeswehr-Berufspilot Beyer. Zusammen mit der Asperdener Flieger-Familie hatten er für diesen Morgen Segler und Einmotorige vor den noch jungen Hangar gezogen – flankiert von einem guten Dutzend Segelflugzeugen. Neun Vereinsflugzeuge zählen die 221 Luftsportler, weitere 40 sind im Privatbesitz und haben hier auf halber Strecke zwischen Goch und dem Ortsteil Kessel eine Heimat. Der deutlichen Nähe zum Nachbarland zuzuschreiben sind die 30 niederländischen Mitglieder, die auf deutscher Seite ihrem Luftsport preiswerter nachgehen können. Beeindruckend sei die ausgeprägte Jugendarbeit im Verein. Natürlich wollen die derzeit 36 jungen Leute das Fliegen lernen. Dazu werden ihnen Schulungen verschiedenster Art geboten. Sie bauen an einem Simulator und sind jährlich gemeinsam auf befreundeten Flugplätzen in Sommerlagern unterwegs. Die Fliegerei sei ein bezahlbares Hobby, unterstrich Rainer Haas und will für den Verein im 60. Jahr auch neue Mitglieder gewinnen.

Segelfliegen ist ein sauberer Sport
„Für uns ist der Luftsportverein Goch mit dem Flugplatz Asperden eine besondere Erlebniswelt für die Region“, begründete Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers den Besuch im Rahmen der aktuellen Sommertour. Nicht zuletzt die regelmäßig stattfindenden ‘Tage der offenen Tür’ mit Tausenden von Besuchern zeigten deutlich das Interesse an diesem sauberen Sport. Für den Gocher Wirtschaftsförderer Rüdiger Wenzel wie für seinen Kollegen Tourismusförderer Lutz Dennstedt handelt sich in Asperden um einen absoluten Vorzeigeverein, dessen Jugendarbeit über den Standort hinaus Anerkennung finde. Quelle: ‘NRZ’.

Seit 85 Jahren geht es in die Luft

Zum 85-jährigen Bestehen des Fluggeländes in Eutingen blickt die neue Luftsportgemeinschaft Hanns Klemm auf die Geschichte zurück. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Wunsch von Flugbegeisterten rund um den Böblinger Flugplatz immer größer, wieder fliegen zu dürfen. Doch das Fluggelände war anfangs noch Gefangenenlager und der Flugbetrieb durch Militärregierungsgesetz untersagt. Die Flugbegeisterten gaben aber nicht auf und gründeten Gruppen. So entstand vor 70 Jahren die Flugsportgruppe Böblingen-Sindelfingen. Die Ehrenamtlichen richteten eine Werkstatt zum Bau von Segelflugzeugen ein.

1951 spaltete sich die Gruppe in den Flugsportverein Sindelfingen und die Flugsportgruppe Böblingen auf. Letztere flog bereits im August mit einem selbstgebauten Schulgleiter auf den Stoppeläckern bei Lehenweiler. Weitere Flüge von Wiesen bei Holzgerlingen, Eutingen, Unterjesingen, Dagersheim und Böblingen folgten, da kein festes Fluggelände gefunden wurde. Die Werkstatt wurde in das Untergeschoss des Böblinger Rathauses verlegt. Flugzeuge wurden gebaut und das Fluggelände auf dem Venusberg bei Aidlingen eingerichtet. 1954 taufte Trude-Maria Klemm das vierte Flugzeug der Flugsportgruppe auf Hanns Klemm, den bekannten Flugzeugbauer. Veranstaltungen wie die Flugtage mit 12 000 Zuschauern und später die Großflugtage wurden von den Ehrenamtlichen umgesetzt.

1957 stellte die Stadtverwaltung Böblingen das Gelände Hulb als Fluggelände zur Verfügung, das die Flugsportgruppe mit der US-Army ausbaute. Baumaßnahmen auf der Hulb wie die einer unterirdischen Tankstation, Erweiterungsbauten und späterem Werkstattneubau prägten die späteren Jahre. Immer mehr Industriebauten entstanden auf der Hulb und so suchte die Flugsportgruppe ein neues Fluggelände. In Echterdingen und auf dem Klippeneck fand sie vorübergehend Start und Landemöglichkeiten, aber keine Dauerlösung. Zweidrittel der Mitglieder schlossen sich anderen Flugsportgruppen an.

1972 fand die Gruppe rund um Eduard Geiger auf dem Eutinger Segelfluggelände eine neue Heimat. Zusammen mit dem Flugsportverein Rottenburg/Horb gründeten die Mitglieder 1973 eine Haltergemeinschaft. Diese hatte jedoch eine große Aufgabe, denn die zerbombte und als wilde Mülldeponie genutzte Fläche musste Instand gesetzt werden, erinnern sich die Mitglieder: “Mit der letzten Geduld, mit viel Geld und vielen Tausenden Arbeitsstunden konnte die Haltergemeinschaft dem wüsten Landstrich ein Fluggelände abringen.” Die Halle wurde in starker Eigenleistung gebaut. Klemm-Flugzeuge wurden saniert, der Hanns-Klemm-Gedächtnisflug mit seltenen Flugzeugen des Flugzeugbauers fand statt und die Segelflug-Landesmeisterschaften 1981 waren auf dem Fluggelände in Eutingen. Quelle: ‘Schwarzwälder-Bote‘.

Segelflieger trotz Corona im Aufwind

Viele Vereine zwang die Corona-Pandemie komplett zum Stillstand. Beim Segelflugclub Betzdorf-Kirchen war dies offenbar nicht der Fall, wie nun auf der Jahreshauptversammlung des Vereins hervorgehoben wurde. Kummer bereitet dem Verein allerdings ein Problem, das nichts mit Corona zu tun hat. Auf seiner Jahreshauptversammlung in der Betzdorfer Stadthalle zog der Segelflugclub (SFC) Betzdorf-Kirchen ein positives Fazit des letzten und angefangenen Jahres. Der Vorsitzende, Armin Brast, berichtete laut einer Pressemitteilung des Vereins, dass im Jahr 2020 trotz Corona und damit verbundenem eingeschränktem Flugbetrieb ein Rückgang der rein fliegerischen Aktivitäten nicht zu beklagen war. Nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 konnte zwar erst ab Ende April und unter Beachtung des vorgegebenen Hygienekonzepts wieder eingeschränkt geflogen werden und auch die Flugausbildung durfte erst Mitte Mai wieder starten. Der halbwegs „normale“ Sommer, das gute Wetter und ein zweiwöchiges Fliegerlager in Blaubeuren ließen die Pandemie dann aber zumindest zeitweise in den Hintergrund treten.

Positiv konnte auch Cheffluglehrer und zweite Vorsitzender Wolfgang Ermert für die Saison 2020 von ersten Soloflügen und einigen erfolgreichen Prüfungen zur Pilotenlizenz berichten. Das für alle Mitglieder Wichtigste aber war: Der Flugbetrieb lief auch im Jahr 2020 ohne jegliche Zwischenfälle oder gar Unfälle ab. Und das soll dank des gelebten Sicherheitskonzepts des SFC auch so bleiben. Sobald wieder uneingeschränkter Flugbetrieb und auch Gastflüge möglich sein werden, wird der Verein dies zeitnah auf seiner Webseite mitteilen.

Mittelfristiger Flugplatzausbau bewirkt Lärmreduzierung für Katzwinkler
Auch die Entwicklung der Mitgliederzahl stellte sich trotz reduzierten Möglichkeiten zur Öffentlichkeitsarbeit positiv dar. Im Langzeitvergleich wuchs die Mitgliederzahl von 150 (2006) auf nunmehr 165 (2020). Davon sind 92 aktive Flieger. Neben einigen Abgängen konnte der Verein 13 Neuzugänge in 2020 verzeichnen. Der in vielen Vereinen beklagte Mitgliederschwund konnte damit offenbar langfristig verhindert werden. Allerdings konnten nur ganz wenige kleine Veranstaltungen realisiert werden. Und das große Flugplatzfest musste wiederum verschoben werden und kann frühestens 2022 wieder stattfinden.

Auch der Fortschritt des Flugplatzausbaus mit dem Ziel der Startbahnbegradigung und Verlängerung machte laut SFC gute Fortschritte. Damit wird der Verein mittelfristig weniger Motorschleppflüge benötigen und zumindest für einen Großteil der Schulung auf die kostengünstigere und leisere Windenschleppart umsteigen. Ein paar Jahre wird diese „Sisyphusarbeit“ aber noch dauern. Danach können sich auch die Katzwinkler Bürger über eine beträchtliche Lärmreduzierung freuen, da die Motorflugzeuge dann beim Start im Schnitt schon gut 50 Meter höher über den Ort rausstarten als heute, was den Lärm der ohnehin schon lärmreduzierten Flugmotoren und Propeller nochmal um gut 35 Prozent verringern wird.

Höhepunkt der Saison, wenn auch erst zum Ende hin, war die Ankunft der beiden neuen leistungsfähigeren Segelflugzeuge des Vereins, dem fabrikneuen Doppelsitzer Arcus-T sowie dem gebraucht erworbenen Einsitzer Ventus-2bx. Mit beiden Flugzeugen verfügt der Segelflugclub nun auch wieder über Maschinen, mit denen der Verein erfolgreich bei Wettbewerben mitmischen kann. Sie ersetzten jeweils ältere Modelle, die veräußert wurden.

Segelflugclub kritisiert Steuerpolitik des Bundes
Problematischer als Corona stellte sich für den Verein die verschärfte und restriktivere Steuerpolitik des Bundes dar – eine Entwicklung unter der auch viele andere gemeinnützige Vereine zunehmend zu leiden haben, zumal die angewandten Regelungen rechtlich noch nicht abgesichert sind und jahrelange Diskussionen die Vereine stark verunsichern. „Hier wird das ehrenamtliche Engagement vieler Vereine mit den Füßen getreten und die sichere Zukunftsplanung extrem erschwert. Zu oft müssen die Vereine heute den Rechtsweg gegenüber den Finanzbehörden beschreiten, um zu ihrem Recht zu kommen“, kritisiert der Segelflugclub. Quelle: ‘AK-Kurier‘.

Streckenflugwoche mit Höhen und Hindernissen

Ein Streckenflug ohne Motor? Das klingt wie eine Fahrradtour ohne Kette. Wie legt ein Segelflugzeug ohne Antrieb größere Distanzen zurück? Zunächst einmal setzt es eine einmal gewonnene Höhe sehr effizient in Strecke um. Genau wie ein Fahrrad, das ein Gefälle herunterrollt, erhält es dabei die Geschwindigkeit, die es zum Fliegen braucht. Moderne Segelflugzeuge sind so widerstandsarm, dass sie aus einem km Höhe 40–50 km weit gleiten können. Das reicht, um damit sehr erfolgreich durch die Luft zu reisen. Das immer wieder nötige Steigen besorgt die Thermik.

Leider hatten die Meteorologen gleich zu Beginn keine guten Nachrichten für die Segelflieger, die wie alle anderen auch nach dem langen Lockdown etwas Abwechslung vertragen konnten. Gleich der erste Flugtag fiel buchstäblich ins Wasser. Der Pfingstsonntag ließ einige Flüge in Platznähe zu, an Streckenflüge war aber immer noch nicht zu denken. Aufgrund von starken Regenschauern wurde der Flugbetrieb nachmittags zeitweise unterbrochen und der ein oder andere Pilot bekam bereits in der Luft eine „Dusche“ ab. Erst am Pfingstmontag gab es die Chance für erste Ausflüge, welche überwiegend die geübten Piloten nutzen konnten. Anfängertauglich waren die Bedingungen noch nicht. Zudem mussten die drei folgenden Flugtage wetterbedingt abgeblasen werden. Petrus verlangte den verhinderten Piloten Geduld ab und ihre Familien mussten ob ihrer verhaltenen Laune viel Nachsicht aufbringen.

Erst für den Freitag kündigte sich eine Besserung an. Dann ging es tatsächlich wieder in die Luft. Sebastian Groß stellte je nach Erfahrung der Segelflieger für den Samstag und Sonntag jeweils eine kleine und große Aufgabe von 175 bzw. rund 385 km. Am weitesten flog Frank Lehmann mit 444 km. Von den Nachwuchspiloten erbrachte Philipp Sauer die bemerkenswerteste Leistung als er mit dem vergleichsweise leistungsschwachen Schulungseinsitzer 191 km über Odenwald und Spessart zurücklegte. Insgesamt erreichten alle Piloten zusammen trotz des Wetters eine Gesamtdistanz von 7.002 km. Einerseits markieren diese Distanzen Erfolgserlebnisse, die Faszination des Streckenflugs lässt sich aber nur unzureichend in Zahlen ausdrücken. Es ist ein besonderes Erlebnis, nur getragen durch die Kräfte der Natur zu reisen und sich längere Zeit und über größere Entfernungen in einem anderen Element zu befinden. Trotz Hindernissen hat Sebastian Groß mit der Streckenflugwoche einen Saisonhöhepunkt ins Leben gerufen, der in den kommenden Jahren gerne eine Fortsetzung finden darf. Das Luftreisen „ohne Antrieb“ hat begeistert. Quelle: ‘Main-Echo‘.

Landung im Kleingarten

Glück im Unglück hat am Pfingstmontag der Pilot eines Segelflugzeuges gehabt. Denn der 75-Jährige musste eine Notlandung vollziehen – und das ausgerechnet in einem Kleingartenverein in Helmstedt. Doch der ungewollte Landeplatz in Helmstedt war anscheinend seine Rettung, wie die Polizei mitteilte. Denn nach Aussagen von Zeugen wollte der Pilot gegen 11.40 Uhr mit seinem Segelflieger zur Landung auf dem Gelände des Luftsportverbands am Pastorenweg ansetzen, als er feststellte, dass seine Flughöhe zu gering war. Daraufhin habe er zunächst versucht, über den Gartenverein den Landeplatz zu erreichen. Da er auch dort zu tief unterwegs war, habe er das Segelflugzeug in einer der Parzellen notgelandet. Quelle: ‘News38.de‘.

Glücksmomente für Kranke

Die Abteilung Motorflug des Luftsportvereins Biberach unterstüzt das Projekt Glücksmomente des Roten Kreuzes. So verkaufte der Verein zum Jahreswechsel das erste Mal selbst gestaltete Kalender in Biberach. Hierfür wurden eigens geschossene Bilder von Mitgliedern des Luftsportvereins verwendet. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und die Mitglieder des Luftsportvereins waren sich schnell einig: der Erlös soll einem regionalen Projekt zugute kommen. Deswegen geht der Erlös von 1100 Euro an das Projekt Glücksmomente vom Roten Kreuz in Biberach.

Das Projekt Glücksmomente erfüllt Menschen mit unheilbaren Krankheiten einen letzten Herzenswunsch. Ob ein Ausflug ins Fußballstadion oder in die Berge, ein gemeinsames Mittagessen mit der Familie oder ein Picknick am Bodensee. Die ehrenamtlich Engagierten bringen den Gast sicher mit dem speziell ausgerüsteten Glücksmomentefahrzeug an seinen Wunschort und bescheren ihm und seinen Liebsten einen unvergesslichen Glücksmoment.

Daniela Ruf und Christoph Link vom Glücksmomente-Team des DRK nahmen den Scheck am Flugplatz in Biberach entgegen. Als die Mitglieder des Luftsportvereins von den DRK-Glücksmomenten hörten, zögerten sie nicht lange. Sollte der Wunsch nach einem letzten Rundflug bestehen und das aus medizinischer Sicht möglich sein, stehen sie jederzeit für einen Flug zur Verfügung. „Das ist wirklich eine schöne Geste von den Mitgliedern. Es ist gut zu wissen, dass Menschen uns dabei unterstützen, die Wünsche zu erfüllen. Vielen Dank für die Bereitschaft“, dankte Daniela Ruf im Namen des DRK Biberach den Verantwortlichen des Vereins. Quelle: ‘Schwäbische’.

“Wie ein Vogel durch die Lüfte zu gleiten, ist atemberaubend”

Ein Leben für die Fliegerei: Klaus Hildebrand ist ein echtes Urgestein der Luftsportgruppe Rhönflug Hünfeld. Er war dabei, als der Verein 1961 in seiner heutigen Form gegründet wurde und er erlebte hautnah, wie das Segelfluggelände auf dem Plätzer bei Burghaun entstand. Dieses Jahr feiert Hildebrand sein 60-jähriges Vereinsjubiläum – und so ganz kann er das Fliegen immer noch nicht sein lassen. Denn mit inzwischen 74 Jahren hat Hildebrand immer noch nicht genug, auch wenn es mit dem Fliegen natürlich weniger geworden ist in den letzten Jahren. “In meinem Alter hat man auch ganz gerne mal seine Ruhe”, sagt er lachend, schiebt jedoch gleich hinterher, “aber solange ich noch fit bin, möchte ich noch etwas fliegen.”

Mit 14 das erste Mal alleine
Schließlich ist das seine große Leidenschaft. Wie andere Jungen zum Fußball kommen, kam Hildebrand zum Flugsport. “1950 nahm mich mein Vater das erste Mal mit auf den Flugplatz. Damit war es um mich geschehen. Seitdem ist Fliegen eigentlich mein Leben”, erzählt der 74-Jährige. In den Jahren danach hat er viel erlebt. Mit 14 Jahren saß er das erste Mal alleine in einem Segelflugzeug, es folgten über 4.000 Starts und Landungen und insgesamt rund 1.400 Flugstunden, nebenher bildete er auch noch über 180 Flugschüler aus.

Besonders angetan hatte es ihm das Segelfliegen. “Dieses Gefühl, wie ein Vogel durch die Lüfte zu gleiten, ist atemberaubend”, sagt er. Es sei zwar hoch anstrengend, da man den Luftraum beobachten und die thermischen Aufwinde erkennen müsse, doch genau dies mache auch die Faszination aus. “Das Highlight war ein Flug rund um den Mont Blanc in 5.000 Meter Höhe. Dieses Glück haben nicht viele, da dafür die Witterung optimal sein muss. Bei mir hat alles gepasst”, erzählt er noch heute freudestrahlend. In den letzten 20 Jahren ist Hildebrand aber auch vermehrt Ultraleichtflugzeuge und Motorsegler geflogen. “Das ist einfach bequemer”, sagt er.

Aber auch abseits seines privaten Flugvergnügens hat Hildebrand viel für den Flugsport in Osthessen getan. Er war gerade ein Jahr Mitglied bei der Luftsportgruppe Hünfeld, als der Flugplatz Plätzer in Burghaun 1962 eröffnet wurde. Hildebrand, der lange Jahre auch 1. Vorsitzender des Vereins war, sorgte gemeinsam mit anderen Mitgliedern dafür, dass sich der Flugplatz über die Jahre zu dem entwickelte, was er heute ist. “Wir haben unter anderem zwei Hallen, einen Briefingroom und eine Werkstatt gebaut. Alles in Eigenleistung. Damals hat jeder mit angepackt, die Kameradschaft war schon toll und wir hatten Unterstützung durch die Kommunen, insbesondere der ehemalige Hünfelder Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel hat uns immer sehr unterstützt”, erzählt der bald 75-Jährige.

Von alldem profitiert der Verein noch heute. Anfangs noch 15 Mitglieder stark, sind es inzwischen über 50. Und während andere Flugvereine mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben, ist die Tendenz in Hünfeld sogar leicht steigend. Mit seinem fliegerischen Lebenswerk dürfte Klaus Hildebrand also mehr als zufrieden sein. Quelle: ‘Osthessen-News‘.

LSV macht Corona-Schnelltests

Da die Inzidenzahlen landesweit wieder steigen, haben sich die Verantwortlichen des Luftsportvereins Bad Neuenahr Gedanken gemacht, was über das bislang genutzte Hygienekonzept an Schutzmaßnahmen noch möglich ist. So entstand die Idee, vor Beginn des Flugbetriebs, am Wochenende, einen Corona Schnelltest anzubieten. Seit dem 28.03. ist es den Luftsportlern des LSV nun möglich, sich auf dem Flugplatz testen zu lassen. Die Tests werden durch ein Vereinsmitglied, der als Mediziner die vorgeschriebene Qualifikation erworben hat und somit auch Testbescheinigungen ausstellen darf, durchgeführt.

Entsprechend groß war die Resonanz am Sonntag, denn das gute Wetter versprach schöne Flüge mit den vereinseigenen Segel-und Motorflugzeugen. An der Teststation, die in einem Hangar aufgebaut war, wurden dann, unter Beachtung der vorgeschriebenen Hygieneregeln, die Schnelltests gemacht. Die Flieger sind froh, dass die aktuelle Corona Verordnung die Ausübung des Luftsports und die Ausbildung von Piloten zulässt. Der nun angebotene Corona Schnelltest ist eine zusätzliche Maßnahme, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Quelle: ‘Blick aktuell‘.

“Ausgeflogen”

Mit der Eröffnung des Münchner Großflughafens hat der Segelflugplatz bei Pulling schließen müssen. Das Stadtarchiv erinnert an die Attraktion “Lange Haken”. Als im Mai 1992 im Erdinger Moos der neue Münchner Flughafen eröffnet wurde, musste auf der anderen Seite der Isar, im Freisinger Moos, der beliebte Segelflugplatz “Lange Haken” schließen. Knapp drei Jahrzehnte lang waren hier zuvor Luftsportbegeisterte aus Freising und der gesamten Region München zum Flugtraining, zur Ausbildung, zu Wettbewerben oder Flugvorführungen zusammengekommen.

Die Anfänge des Segelflugplatzes, dessen Name sich von einer historischen Flurbezeichnung ableitete, gehen auf die frühen Sechzigerjahre zurück. Die Mitglieder des “Luftsportvereins Freising e.V.” waren damals auf der Suche nach einem Gelände, das sich für die Anlage eines Segelflugplatzes eignete. Zu diesem Zweck hatte der 1951 gegründete Verein bislang eine Wiese bei Pulling genutzt, die von der Fabrikantenfamilie Schlüter zur Verfügung gestellt worden war. Durch den konstanten Zustrom an Segelflugsportlern reichten die Kapazitäten dieses Platzes nicht mehr aus.

Zur gleichen Zeit war der “Aero-Club München” gezwungen, seinen Segelflugplatz in Fröttmaning aufzugeben und sich um eine Alternative zu bemühen. Um ihrem Anliegen stärker Nachdruck zu verleihen, taten sich die beiden Vereine in der Folge zusammen. Tatsächlich zeitigte die Ausschau nach einem Grundstück wie auch nach politischen Unterstützern bald Erfolge: Bezüglich des Standorts kam ein Areal an der Moosach, zwischen den Dörfern Giggenhausen und Pulling, in Betracht; wegen der Aufwinde, die durch die nahen Tertiärhügel gegeben waren, schien die Lage für die Segelfliegerei hier ideal.

Einen einflussreichen Förderer fand der Luftsportverein im damaligen Freisinger Landrat und späteren Justizminister Philipp Held. Zu den tatkräftigen Initiatoren auf Seiten des Luftsportvereins gehörten seinerzeit der Rechtsanwalt Ludwig Huber-Wilhelm, der Lehrer Rudolf Braun und der Arzt Gerhard Völlinger. Bereits 1961 konnten die ersten Grundstückskäufe getätigt werden. 1963 folgte der Bau der 600 Quadratmeter großen Flugzeughalle im Nordosteck des Areals, nahe der Zufahrtsstraße beziehungsweise der Moosach. Die feierliche Einweihung des Flugplatzes fand am 28. Juli desselben Jahres statt.

In den 29 Jahren seines Bestehens war “Lange Haken” immer ein Ort, der in großer Zahl interessierte Laien anzog. Neben den gewöhnlichen Flugtrainings, die man mitverfolgen konnte, organisierte der Luftsportverein seit den Siebziger Jahren mehrmals öffentliche “Flugtage” – große Volksfeste mit Flugshoweinlagen und kulinarischen Angeboten. Der dritte “Großflugtag” auf “Lange Haken” wurde am 18. September 1977 veranstaltet und damit das 25-jährige Bestehen des Luftsportvereins Freising gefeiert (korrekterweise hätte die Feier ein Jahr früher stattfinden müssen). Von diesem Ereignis hat sich im Stadtarchiv Freising ein Plakat erhalten (). Es bildet das Archivstück des Monats April. Das Programm war gespickt mit größeren und kleineren Attraktionen: Es gab verschiedene Flugshows, Fallschirmspringen, Ballonfahrten, eine Flugzeugtaufe und ein Hallenfest mit Tanz. Wie in der Ausgabe vom 20. September 1977 der Freisinger Neuesten Nachrichten (Vorläufer der Freisinger SZ, d. Red.) berichtet wurde, wohnten dem Ereignis trotz niedriger Temperaturen und häufiger Regenschauer etwa 2500 Besucherinnen und Besucher bei. Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, war das Ende des Segelflugplatzes, das durch den geplanten Münchner Flughafen unweigerlich drohte, damals bereits ein Thema.

Während der Segelflugplatz “Lange Haken” seit 1992 Geschichte ist, gibt es den traditionsreichen Luftsportverein Freising noch immer, heute allerdings unter dem Namen “Luftsportverein Beilngries e.V.”. Hier konnte 1994 ein neuer Segelflugplatz bezogen werden. Quelle: ‘Süddeutsche Zeitung‘.

Hoffen auf Genehmigung für Elektrostarts

Die Luftsportvereinigung Greiling hat beantragt, dass auf dem örtlichen Flugplatz Elektrostarts dauerhaft genehmigt sind. Der Gemeinderat will vorher aber noch zwei Fragen klären. Vertagt hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Entscheidung über den Antrag der Luftsportvereinigung (LSV) Greiling, Elektrostarts künftig generell zu genehmigen. Bislang wurde die gemeindliche Erlaubnis jeweils für ein Jahr erteilt. Allerdings machte Bürgermeister Anton Margreiter klar, dass es nur noch an Kleinigkeiten hakt: „Insgesamt können wir mit dem praktizierten Elektroflug ganz gut leben. Deshalb bin ich überzeugt, dass, wenn die restlichen Fragen geklärt werden, wir in der nächsten Sitzung auf einen guten Weg kommen.“

Bislang konnten auch die Flieger mit der gegebenen Situation ganz gut leben, doch nun macht ihnen der geplante Bau der Tölzer Nordumgehung einen Strich durch die Rechnung. Da die neue Trasse einen Teil der Landebahn abschneiden wird, verliert der Flugplatz seine Betriebserlaubnis. Um die erneute luftrechtliche Genehmigung zu erlangen, hofft der LSV auf eine Beschleunigung des Verfahrens, wenn künftig das dauerhafte gemeindliche Placet für die Durchführung von Flugbetrieb mit Elektrostarts vorliegt.

„Prinzipiell soll sich ja nichts ändern“, warb der Rathauschef für den Antrag. So soll der Flugbetrieb auch künftig nur für Fluggeräte mit Elektroantrieb zugelassen werden. Zudem gelte weiterhin, dass sich maximal fünf Fluggeräte gleichzeitig in der Luft befinden dürfen. Außen vor bleiben die Ausnahme-Genehmigungen für Motorflug, die bislang an zwei Wochenenden jährlich für Veranstaltungen mit Fallschirm-Springern erteilt worden waren.

„Da brechen wir uns keinen Zacken aus der Krone, wenn wir die dauerhafte Genehmigung erteilen“, befand Zweiter Bürgermeister Christoph Kitterle. Allerdings wollte das Gremium wissen, inwieweit sich eine dauerhafte Flugbetriebs-Erlaubnis auf das neue Genehmigungs-Verfahren auswirken würde: „Wäre das lediglich eine Verzögerung von ein paar Wochen oder würde das Luftamt Süd dann keine Genehmigung erteilen?“

Verhältnis zwischen Fliegern und Gemeinde ist mittlerweile sehr gut
Des Weiteren störten sich einige Gemeinderatsmitglieder daran, dass aus dem Antrag nicht deutlich genug hervorgehe, inwieweit das auch den Betrieb der Modellflug-Gruppe des Vereins mit einschließt und ob Letztere eventuell noch mit den sehr lauten Benzin-Motoren fliegen.

Diese beiden Kernfragen sollen nun noch abgeklärt werden. „Da wollen wir uns einfach nur rückversichern, ob es von unserer Zustimmung abhängt, ob die neue Flugplatz-Betriebserlaubnis nur verzögert oder verhindert wird“, erklärte Margreiter. Insgesamt betonte er, dass das Verhältnis mit den Fliegern mittlerweile „außerordentlich gut ist. Ganz anders als früher, als vieles noch sehr kontrovers diskutiert wurde.“ Quelle: ‘Merkur.de‘.

Hinweise zur Durchführung von Generalversammlungen

Einige Segelfluggruppe haben sich bereits entschieden, ihre Generalversammlungen auf schriftlichem Weg durchzuführen oder zu verschieben in den Sommer 2021. Die alternative Durchführung einer Generalversammlung ohne physische Anwesenheit der Mitglieder ist in der Covid-19 Verordnung des Bundes in Form einer Ausnahmebewilligung geregelt. Es bestehen die Möglichkeiten die Versammlung online durchzuführen mittels Videokonferenz oder in schriftlicher Form mit den wichtigsten Punkten. Alternativ kann die Versammlung auch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, wenn keine sehr dringenden Handlungen notwendig sind.
Der Leitfaden von “Vitamin B” erläutert die wichtigsten Punkte, die dabei beachtet werden müssen. Quelle: ‘SFVS‘.

Erfolgreiches Jahr für Paul Wissmann

Paul Wissmann ist 19 Jahre jung und Segelflieger beim Luftsportverein Degerfeld (LSV). Als Sportsoldat im Segelflug eröffnete sich ihm im vergangen Jahr eine Möglichkeit von der sicher einige Piloten träumen – ein ganzes Jahr fliegen und das auch noch gegen Bezahlung. Mit Erfolg: Er wurde deutscher Vizemeister in der Standardklasse. Im Frühjahr 2018 machte Wissmann seinen Segelflugschein auf dem Degerfeld. Die nächsten eineinhalb Jahre habe er dann nur noch ans Fliegen gedacht. Vor allem der Streckenflug habe ihn total fasziniert, so der 19-jährige. Ihn habe es schon immer beeindruckt, wie man alleine die Energie der Natur nutzen könne um möglichst weite Strecken zu fliegen. Ein besonderer Reiz sei für ihn außerdem, dass man vor jedem Flug nie wisse, was genau passiert. So entstünden immer wieder neue Herausforderungen und Überraschungen. “Das ist einfach genial”, sagt Wissmann.

Nach dem Erhalt des Scheines habe er dann jede freie Minute für den Streckenflug genutzt und sehr schnell immer bessere Ergebnisse erzielt. In dieser Zeit habe er von der Möglichkeit des freiwilligen Wehrdienstes in Form eines Sportsoldaten erfahren. Dass er es jedoch in diesen Kader schaffen würde, konnte er sich zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen.

Im Sommer 2019 ging plötzlich alles ganz schnell. Wissmann gewann in Aalen die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft der Junioren und machte so den Landestrainer auf sich aufmerksam. Dieser habe ihn bestärkt, sich für das Jahr als Sportsoldat zu bewerben. Wissmann gelang es, sich gegen Mitbewerber durchzusetzen, und so begann für ihn im Januar 2020 das Jahr als Sportsoldat. Die Bundeswehr subventioniert mit diesem Modell Sportler die besonders gute Leistungen erbringen, um diese international konkurrenzfähig zu machen.

Wissmann hatte so die Möglichkeit, sich ein Jahr komplett auf den Segelflug zu konzentrieren und an Wettkämpfen teilzunehmen. Corona bedingt fanden jedoch nur wenige statt. Die Leistung in kann sich dennoch sehen lassen. Wissmann legte in diesem Jahr rund 30 000 Flugkilometer zurück und saß 415 Stunden im Cockpit. Sein weitester Flug führte ihn mit 900 Kilometer von Hammelburg über den Thüringer Wald und den Bayrischen Wald nach Albstadt und wieder zurück. Den größten Teil der Flüge absolvierte er in einem Ventus 3, den er für das Jahr zur Verfügung gestellt bekam. “Die Tatsache, dass du jederzeit Zugriff auf so einen tollen und leistungsfähigen Flieger hast ist einfach genial”, freut sich der 19-jährige.

Die Krönung war der deutsche Vizemeistertitel bei den Junioren. Neben diesen sportlichen Leistungen habe er jedoch auch die Möglichkeit gehabt, einen Flug zu erleben, der auf der Buket-List jedes Segelfliegers stehe. Von Garmisch über den Alpenbogen in die Provence und am nächsten Tag wieder zurück. Dies sei für ihn persönlich der schönste Flug gewesen, so Wissmann. Ende Januar endet für Wissmann die Zeit als Sportsoldat. Aufgrund der guten Leistungen darf er sich auch im neuen Jahr über Förderung freuen. Seine Ziele hat er bereits schon vor Augen: Natürlich hofft er auf weitere sportliche Erfolge, möchte dieses unbeschreibliche Gefühl des Fliegens aber gerne weitergeben und daher seine Fluglehrerlizenz machen. Quelle: ‘Schwarzwälder Bote‘.

Lust an hoher Luft

Nicht über, sondern unter den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, so heißt es bei den Segelfliegern in Rotenburg. Der Verein für Luftsport Rotenburg Wümme wurde 1952 gegründet. Der Flugbetrieb startete 1953 in Unterstedt im Weißen Moor. Aus den umliegenden Städten trafen sich die Flugbegeisterten. Die Rotenburger bauten eine Startwinde, die Verdener stellten ein Flugzeug zur Verfügung, mit vereinten Kräften wurde aus einem Feld eine Start- und Landebahn erschaffen. Bereits nach kurzer Zeit bot sich bei den Engländern in der heutigen Von-Düring-Kaserne die Nutzung von Flugplatz und Gebäuden an. Mitte der 60er-Jahre wurde das heutige Vereinsgrundstück an der Zevener Straße mit eigener Flugzeughalle, Werkstätten und Vereinsheim bebaut. Zum Fliegen ging es zuerst über einen Feldweg zum Flugplatz, dann kaufte der Verein selber Land dazu. 100 Mitglieder zählen zum Verein, davon sind 45 bis 50 Aktive und 15 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 25 Jahren dabei. Es stehen fünf Segelflugzeuge und ein Motorsegler zur Verfügung. Vom Schulungsdoppelsitzer über den Schulungseinsitzer bis zum Hochleistungsdoppelsitzer und -einsitzer, mit denen die Mitglieder auch bei Weltmeisterschaften mitfliegen könnten, ist alles dabei. Anfang des Jahres wurde ein neues Schulflugzeug mit den neuesten Standards gekauft. Die Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Segelfliegern übernimmt die Segelfluggemeinschaft in der eigenen Werkstatt selber.

Die Außenstelle Rotenburg des Luftsport-Verbands Niedersachsen bildet Segelflugpiloten aus. Im Alter von 14 Jahren dürfen diese das erste Mal alleine fliegen. Acht Fluglehrer des Vereins wechseln sich wöchentlich mit der Ausbildung ab. Einer dieser Fluglehrer ist Christian Rinn, der 2005 zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde und somit die Nachfolge seines Vaters antrat. Rinn ist auf dem Segelflugplatz groß geworden. Das Besondere für ihn sei die tolle Gemeinschaft, das Füreinander- da-sein, gemeinsam in den Urlaub zu fahren und neue Gebiete zu befliegen. In der Luft sei es die Weite und eine Strecke in einer Zeit zu bewältigen, die mit dem Auto nicht möglich wäre, das fasziniert den 54-Jährigen. „Beim Segelfliegen kommt es auf die richtige Thermik an“, erklärt Christian Rinn. In diesen Breitengraden sei die beste Jahreszeit zum Segelfliegen von April bis August, um das Ziel, so lange wie möglich und große Strecken zu fliegen, zu bewältigen.

Im Verein für Luftsport wird von Ende März bis Ende Oktober noch geflogen, aber die Thermik lässt ab September keine langen Flüge mehr zu. Die besten Voraussetzungen für einen Flugtag sind gegeben, wenn die Nacht kalt war, die Sonnenstrahlen am nächsten Tag den Boden erwärmen. Die erwärmte Luft steigt nach oben, es bilden sich Kumulus-/Schäfchenwolken. Diesen Thermikschlauch, auch Bart genannt, steigen die Segelflieger kreisend nach oben, um an Höhe zu gewinnen. Im anschließenden Gleitflug sinkt das Flugzeug 0,5 bis zwei Meter pro Sekunde bis zum nächsten Thermikschlauch. Bei den neuwertigen Flugzeugen kann zusätzlich Wasser als Ballast in die Tanks der Tragflächen gefüllt werden. Das Flugzeug steigt zwar langsamer in dem Bart, fliegt aber schneller im Gleitflug, deshalb wird das schlechte Steigen gerne in Kauf genommen. Die Segelflugzeuge können mit Hilfe eines Motorflugzeugs in die Luft geschleppt werden. In Rotenburg zieht eine Seilwinde die Flugzeuge nach oben. Diese ist auf einem Lastwagen befestigt und wird von einem 400-PS-starken Dieselmotor angetrieben. Das Kunststoffseil beschleunigt die Segelflugzeuge in zwei Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer und wird in einer Höhe von 600 Metern automatisch ausgeklinkt. Es schwebt an einem Fallschirm langsam zu Boden. Quelle: ‘Kreiszeitung.de‘.

Flugplatz Höxter-Holzminden: Positive Bilanz

Zehn Jahre nachdem er den Betrieb auf dem Flugplatz Höxter-Holzminden übernommen hat, zieht der Verein „Luftsport Höxter“ eine positive Bilanz. Die Nachfrage sei kontinuierlich gestiegen, so dass es auf dem Räuschenberg in Höxter-Brenkhausen mittlerweile rund 8.000 Starts- und Landungen pro Jahr gäbe. Dem Verein hätten sich mittlerweile 77 Mitglieder angeschlossen. Jedes Jahr würden auf dem Flugplatz vier bis fünf Piloten an Motorfliegern, und bis zu acht an Segelfliegern ausgebildet. Quelle: ‘Radiohochstift.de‘.

Segelflieger des LSV Gifhorn wollen wieder in die Luft

Der LSV Gifhorn und 17 weitere Luftsport-Vereine, darunter auch der Aero-Club Wolfsburg, wollen wieder in die Lüfte steigen. Gifhorn hat sich am Freitag in einem offenen Brief an den Präsidenten des Deutschen Aero-Clubs, die Präsidentin des Luftsport-Verbandes Niedersachsen und den Vorstandsvorsitzenden des Landessportbundes Niedersachsen gewandt, trotz der Corona-Pandemie Lösungen für eine Wiederaufnahme des Vereinssports auszuarbeiten. „Alle Sportvereine sind sich ihrer Verantwortung bewusst. In den vergangenen Wochen haben wir gezeigt, dass wir die Krise ernst nehmen. Als der Erlass aus Hannover kam, wurden sofort alle Vereinsaktivitäten gestoppt“, sagt Gifhorns Vorsitzender Volker Opitz. Es herrsche Unverständnis darüber, weshalb viele Individualsportarten wie Leichtathletik, Tennis, Rudern oder Luftsport verboten bleiben. „Bei diesen Sportarten ist es möglich, die notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Das Ansteckungsrisiko ist dadurch sehr gering“, sagt Opitz. Die Verbände benötigen laut Opitz „sportartspezifische Verhaltensregeln“, um der Politik zu zeigen, wie Vereinssport in Corona-Zeiten funktionieren kann. Stößt dieses Vorgehen in der Politik auf Zustimmung, könne es gut als Blaupause für andere Landessportbünde dienen. „Unsere Sportler sind zunehmend unzufrieden über den Stillstand und die fehlende Perspektive, dass er in angemessener Zeit beendet wird“, sagt Opitz. Quelle: ‘Sportbuzzer‘.

Corona legt Vereinsflugplätze lahm

Am Dienstagmorgen haben die beiden Luftämter Nord- und Südbayern die Anweisung ausgegeben, dass Modellflug-, Hängegleiter-, Ultraleicht-, Außenstart- und Segelfluggelände sowie Flugschulen als “Einrichtungen, die nicht notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen” geschlossen werden. Dem schließt sich auch der Deutsche Aero Club an. Das bedeutet, dass auch der gesamte Luftsportbetrieb in allen Disziplinen durch die Luftsportvereine vorerst einzustellen ist. “Als Luftsport-Verband Bayern bitten wir daher alle Vereinsverantwortlichen, aber auch alle Luftsportler entsprechend konsequent zu verfahren.” Die Regelungen sollen zunächst bis zum 19. April gelten. Danach will man nach der aktuellen Lage-Einschätzung insbesondere des Robert-Koch-Instituts über das weitere Vorgehen entscheiden. Diese Informationen haben am Dienstag die Flugsportvereine im Landkreis Rhön-Grabfeld erhalten und sofort an ihre Mitglieder weiter geleitet. So auch beim Flugsportverein Grabfeld in Saal an der Saale. Die Vorstandschaft verweist darauf, dass im Rahmen der Corona-Pandemie der Katastrophenfall für Bayern ausgerufen wurde. Das betrifft eben auch Vereinsheime und Sportgelände und damit die Flugsportvereine. Vorsitzender Christian Schön und Fluglehrer Peter Volz verweisen darauf, dass der Flugbetrieb bis auf Weiteres einzustellen ist, Besuche am Fluggelände auf das absolut nötige, unvermeidbare Maß zu beschränken sind und das Vereinsheim geschlossen bleibt. Dies entspricht den Vorgaben der Luftämter, des Bayerischen Luftsportverbandes und des Deutschen Aero Clubs. Das bedeutet auch eine vorübergehende Stilllegung des Vereinslebens. Quelle: ‘Mainpost‘.

COVID-19 und Luftsport in Deutschland

Auch der Deutsche Aero-Club hat für Sie auf dieser Webseite eine Liste von derzeit aktuellen Themen rund um die Virus-Pandemie zusammengestellt. Hier finden Sie Antworten auf Fragen rund um Fristenverlängerungen, Lizenzen, Berechtigungen usw.

Flieger dürfen in Kell weiter abheben

Mit der Gründung des Vereins Erholungsgebiet Hochwald begann die Erfolgsgeschichte des Luftsportvereins Hochwald in Kell am See. „Der damalige Verbandsgemeindebürgermeister August Justen und der Landkreis wollten Kell touristisch erschließen und fanden dabei den Segelflugsport als eine sehr gute Idee“, erklärt Steff Hau, Vorsitzender des Luftsportverbandes Rheinland bei der Feier zum 50-jährigen Bestehens eines Vereins. Dessen weitere Existenz ist erst jetzt gesichert. Nach langem juristischem Tauziehen um die Windräder in der Nähe des Flugplatzes können die Mitglieder wieder in eine gesicherte Zukunft schauen. „Der Keller Gemeinderat stellt den Luftsport vor die Windkraft“, lobt auch der Harxheimer FDP-Bundestagsabgeordnete Manuel Höferlin, selbst Motorflugpilot. Kreisbeigeordneter Arnold Schmitt (CDU) hebt die wichtige Rolle des Luftsportvereins in der Touristenregion hervor. Auch Bürgermeister Jürgen Dixius stellt sich vor den Verein: „Hier waren und sind Pioniere am Werk. Segelfliegen ist ein Erlebnis.“ Die Sicherheitsrunde sei im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde jetzt festgeschrieben. Für Hermann Kleber, Präsident des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz, wiegt die Freude am Luftsport den Ärger und die Arbeit auf. Für den Kampf mit den „Windmühlen“ verleiht der Präsident des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz, Ernst Eymann, an Steff Hau den Titel „Don Quichotte von Kell“. Derzeit sind beim Luftsportverein Hochwald Kell 40 Mitglieder aktiv, darunter 15 Flugschüler und vier Fluglehrer. Der Verein besitzt vier Flugzeuge. Quelle: ‘Volksfreund‘.

Oldtimer über dem Blumberger Ried

Ein prächtiges Bild gaben die Oldtimer-Motorsegelflieger aus der Schweiz am Wochenende in Blumberg ab, als die Piloten ihre Flugzeuge in jeweils Dreier und Viererformation den Blumberger Flugplatz anflogen. Zuvor zeigten sie sich über der Kernstadt, Zollhaus und Randen. Auf dem Fluggelände am Ried wurden die Piloten der zwölf zum Teil mehr als 70 Jahre alten Oldtimer-Flugzeuge mit ihren Präsidenten und einigen Angehörigen von Mitgliedern des Blumberger Luftsportvereins gebührend empfangen. Die Oldtimerfreunde aus den Schweizer Luftsportvereinen “Vetecano” und “Albatros” Birrfeld im Kanton Aargau, befanden sich auf Deutschlandtour und statteten den Blumberger Freunden einen Besuch ab. Bei der Landung und am späten Nachmittag beim Abflug zogen die Piloten der Oldtimer-Luftfahrzeuge in Formation an den Gastgebern um Kassierer Jürg Eichenberger vorbei. Quelle: ‘Schwarzwälder Bote‘.

Walldorfer Luftsportler haben ein Herz für kleine Patienten

Junge Menschen liegen dem AeC Walldorf e.V. besonders am Herzen. Dies nahmen acht Piloten mit sechs Maschinen des Vereins sowie weiteren befreundeten Luftsportlern Mitte Juli zum Anlass, beim 9. Benefizfliegen mit 23 krebskranke Jugendliche und Kindern sowie deren Betreuern des Heidelberger Waldpiraten-Camps zu Rundflügen in die Lüfte zu gehen. Dabei bekamen die Jugendlichen unverwechselbare Eindrücke, die sicherlich noch lange in positiver Erinnerung bleiben. Walldorfs Stadtoberhaupt Christine Staab zeigte sich hocherfreut über das große gesellschaftliche Engagement der Luftsportler. Quelle: ‘WiWa-lokal.de‘.