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Tag des Luftsports mit Flugzeugtaufe

Am Samstag, 8. Juni 2024, ab 10 Uhr sind alle Luftsportlerinnen und Luftsportler aus dem BWLV herzlich auf die Hahnweide eingeladen. Dann findet auf dem Sonder-Landeplatz Hahnweide ein Tag des Luftsports statt. Anlass sind die Taufe des ersten Elektro-Flugzeugs des BWLV sowie die 30-jährigen Jubiläen der Hellmut Niethammer Stiftung und des SBW-Fördervereins. Verkehrsminister Winfried Hermann wird die Flugzeugtaufe vornehmen.

Der Baden-Württembergische Luftfahrtverband (BWLV), die Hellmut-Niethammer-Stiftung sowie der Förderverein Strecken- und Wettbewerbssegelflug in Baden-Württemberg (SBW) freuen sich, zahlreiche Gäste am 8. Juni auf der Hahnweide begrüßen zu dürfen. Auch alle Luftsportlerinnen und Luftsportler des BWLV sind zu diesem Anlass herzlich eingeladen!

Taufe der Elektro-Velis
Beginn ist um 10 Uhr mit den Festreden. Im Anschluss wird der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann das erste Elektro-Flugzeug des BWLV, eine Velis Electro, taufen. Das Flugzeug wird künftig an der BWLV-Motorflug-Schule Hahnweide eingesetzt und wurde mit Mitteln der Hellmut-Niethammer-Stiftung angeschafft.

Mit dem Einsatz dieses Flugzeugs möchte der BWLV als Fachverband und Interessen-Vertreter des Luftsports im Land deutlich machen, dass er seinen Beitrag hin zu einem nachhaltigen und klimafreundlichen Fliegen leistet. Dies soll angemessen mit zahlreichen Ehrengästen gewürdigt und gefeiert werden. Beim Tag des Luftsports soll indessen nicht nur der Luftsport insgesamt präsentiert werden. Vielmehr wird auch das 30-jährige Bestehen sowohl der Hellmut Niethammer Stiftung als auch des SBW-Fördervereins gebührend gefeiert. Quelle: ‚BWLV‘.

LSV Warburg lädt zum Tag der offenen Tür ein

Fliegen ist immer ein Erlebnis. Deshalb sind auch die kommenden Pfingstfeiertage die Gelegenheit, einmal den Luftsportverein Warburg auf seinem Fluggelände bei Ossendorf zu besuchen. Der LSV Warburg veranstaltet am Pfingstsonntag, 19. Mai, und Pfingstmontag, 20. Mai, seine Tage der offenen Tür, bei dem Interessierte die Möglichkeit haben, den Luftsport aus der Nähe zu betrachten, Flieger und Flugzeuge in Aktion zu erleben und sogar selbst mitzufliegen.

Antonov-2 aus den 60er-Jahren ausgestellt
Beim Tag der offenen Tür an Pfingsten ist die Gelegenheit, den heimischen Fliegern über die Schulter zu sehen. Am Boden bestaunt werden kann ein beeindruckender Veteran der Luftfahrt, eine Antonov-2 aus den 1960er-Jahren. Es werden sich am Pfingstwochenende aber auch Möglichkeiten bieten, als Fluggast Flüge im Motor- und Segelflug mitzuerleben. Wer jedoch vorerst nur zuschauen möchte, dem wird also ebenfalls etwas geboten. Grill- und Getränkestand sind sicherlich auch gute Argumente für einen Besuch. Waffeln und Kaffee sind ebenso erhältlich. Quelle: ‚Westfalen-Blatt‚.

LSV’s Wolfhagen und Henschel kooperieren

Den Luftsportvereinen fehlt der Nachwuchs. Bevor es zu spät ist, gehen zwei Vereine am Flugplatz Graner Berg jetzt eine Kooperation in Sachen Segelflug ein. Zwei Luftsportvereinigungen (LSV) gehen jetzt in Sachen Segelflug den nächsten Schritt: Nachdem bereits seit der Jahrtausendwende eine Zusammenarbeit zwischen der LSV Wolfhagen und der in Kassel registrierten LSV Henschel Flugzeug-Werke AG bestand, wollen die beiden Vereine diese nun am Graner Berg in Wolfhagen intensivieren.

Die LSV Henschel Flugzeug-Werke AG war 1963 quasi als Betriebssportverein des Henschel-Werks in Kassel entstanden, wie der Erste Vorsitzende Michael Langer erläutert. „Jeder Auszubildende bei Henschel musste Flugpraxis sammeln und später entstand daraus der Verein.“ Zum Unternehmen oder dessen Nachfolgern pflegt der Verein keine Verbindung mehr. Stammflugplatz war lange Zeit der Dörnberg. Nach wie vor sind die Henschelaner ein reiner Segelflugverein.

Die LSV Henschel bringt ihre Erfahrung im Windenstart vom Dörnberg mit: Dabei werden die Segelflieger mit einer Seilwinde in die Luft gehoben. „Am Graner Berg können wir nur den Schlepp-Start anbieten“, erklärt der Erste Vorsitzende der LSV Wolfhagen, Thomas Altmann. Dabei werden die Segelflugzeuge von einem motorgetriebenen Flugzeug in die Luft geschleppt.

Beim Segelflug müssen Piloten zwei Startarten beherrschen
Doch beide Startarten sind wichtig, denn: „Als Segelflugpilot muss man beide Startarten beherrschen“, sagt Michael Langer. In der Vergangenheit arbeiteten die Vereine bereits zusammen, um beide Startvarianten anbieten zu können. Da kaum ein Flugplatz beide Startarten anbieten kann, werden die Vereine künftig, wie üblich, mit anderen Vereinen zusammenarbeiten.

Seit 2017 ist die LSV Henschel nicht mehr am Dörnberg aktiv. Dort gibt es einen weiteren Segelflugverein. „Wir hatten unterschiedliche Auffassungen, wie wir uns weiterentwickeln wollen“, sagt Langer. Daher zog man zeitweilig zum Flugplatz nach Edermünde-Grifte um. Bereits seit 2019 besteht jedoch mit der LSV Wolfhagen am Graner Berg eine gemeinsame Ausbildungsorganisation (DTO), ähnlich einer Flugschule. „Seit 2020 sind wir daher immer mehr am Graner Berg.“ Quelle: ‚HNA‚.

Isnyer Segelflieger an der Hochschule Kempten

Die Luftsportgruppe Isny war Hauptakteurin beim „Infotag Segelflug“ vom Freitag, 19. April in der Hochschule Kempten. Die Veranstaltung sollte nicht nur die Begeisterung für den Segelflugsport wecken, sondern auch jungen Menschen aufzeigen, für welch große Bandbreite von äußerst attraktiven Berufen in der Luft- und Raumfahrt eine Pilotenlizenz für Segelflug die Basis bildet In der Ausstellung von drei Hochleistungs-Segelflugzeugen aus Nachbarvereinen demonstrierten die Isnyer an einem ihrer Flugzeuge den Auf- und Abbau. Neben diesen Aktivitäten im Freigelände lief für die Öffentlichkeit ein interessantes Programmm, bei welchem die Jungpiloten des Vereins, Katharina Kurtz und Fabian Fischer, eine von ihnen erstellte Ton-Bild-Schau über die Faszination des Segelfliegens vorführten. Quelle: ‚Die Schwäbische‚.

Fliegen hautnah erleben

Luftsport zum Anfassen in familiärer Atmosphäre bot am Mittwoch, 1. Mai, der Luftsportverein Wittlage mit seinem Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz in Bohmte. Von 9 Uhr an drehte sich dort alles rund ums Fliegen. Die Veranstaltung hat sich weit über die Grenzen des Altkreises Wittlage hinaus einen Namen gemacht. Ein neues, verjüngtes Vorbereitungsteam der Luftsportler ist angetreten, um die Veranstaltung in gewohnter Weise zu einem Treffen von Luftfahrtbegeisterten zu machen. Neben vielen Mitflugmöglichkeiten gab es Informationen über die Ausbildung zum Privatpiloten für Segel-, Motor-, Ultraleicht- und Modellflug. In aller Ruhe ein Cockpit erklimmen und den Steuerknüppel „rühren“ war am Infostand möglich.

Schnupperflug mit Helikopter
Aktive Piloten beantworteten Fragen zum Flugsport. Außerdem war das Karrierecenter der Bundeswehr auf dem Flugplatz vertreten. Wer einen Hubschrauber selbst steuern wollte, konnte das mit einer Robinson R 44 bei einem Schnupperflug als Pilot mit einem Fluglehrer ausprobieren. Eine Hubschrauberflugschule verlegte dafür ihren Schulungshelikopter zum Flugplatz in Bohmte. Quelle: ‚Westfalen-Blatt‚.

Naturidyll Flugplatz Radolfzell-Stahringen

Der Flugplatz Radolfzell-Stahringen (EDSR) ist ein Paradebeispiel für den gegenseitigen Nutzen, den ein umweltbewusster Verein und ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet voneinander haben können. Der Wert, den das Gelände als Freizeitfläche für Luftsport und andere Freizeitaktivitäten hat, wird durch die Nähe zu der einzigartigen Naturlandschaft gesteigert. Eine Idylle für Menschen und Tiere – hoffentlich für viele Generationen. Menschen, die zum ersten Mal den Flugplatz Radolfzell-Stahringen besuchen, erleben hier, wie gut Flugsport und Naturschutz Hand in Hand gehen. Die ansässige Flugsportvereinigung Radolfzell e.V. (FSVR) ist sich der Verantwortung bewusst, die die Lage des Fluggeländes mit sich bringt. Als erster Verein in Baden-Württemberg erhielt die FSVR das Zertifikat für vorbildlichen Umgang mit der Umwelt. Die Tankanlage ist wassertechnisch völlig isoliert, nur die nötigsten Flächen vor den Hallen sind versiegelt, Lärmschutz ist selbstverständlich.

Flugplatz Radolfzell-Stahringen existiert seit 1968
Seit 1968 existiert der Flugplatz Radolfzell-Stahringen, etwa fünf Kilometer vom nordwestlichen Ufer des Bodensees entfernt, zunächst als Segelfluggelände, seit 2008 als Sonderlandeplatz. 1981 wurde direkt angrenzend das Naturschutzgebiet „Schanderied“ eingerichtet. Die Riedlandschaft bietet Lebensraum für zahlreiche, zum Teil vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Das westlich gelegene gleichnamige Landschaftsschutzgebiet dient im Wesentlichen als Pufferzone für das Naturschutzgebiet. Die 710 Meter lange Graspiste 01/19 fügt sich nahtlos in die umgebende Landschaft ein, östlich der Piste befindet sich ein Kleingartengelände mit zahlreichen Bäumen und Sträuchern, auf beiden Seiten ist der Platz eingerahmt von Mischwald-Hängen.

Rückzugsraum für Tiere
Die großen Wiesenflächen mit dem anliegenden Feuchtgebiet sind ein idealer Rückzugsraum für Tiere aller Art: Fischreiher, Störche, Hasen, Greifvögel, Krähen, Mäuse, Füchse und Rehe halten sich manchmal sogar während des Flugbetriebs ungeniert auf dem Platz auf. Wildschweine werden durch Zäune am Umgraben der Grasflächen gehindert. Dr. Wolfgang Fiedler, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Möggingen ist Experte für Vogelwanderungen und kennt das Gelände rund um den Flugplatz gut: „Größere Zugvögel ziehen nicht gerne über größere Wasserflächen, deswegen konzentrieren sie sich im Herbst nahe des Fluggeländes und am anderen Ende des Sees am Pfänder, um dann Richtung Südwesten weiterzuziehen.“ Etwa 20 Prozent der großen Rotmilan-Population, die es hier gibt, bleiben inzwischen allerdings auch im Winter vor Ort, und auch Störche gibt es in Radolfzell den ganzen Winter.

Brutgebiet für zahlreiche Vogelarten
Darüber hinaus gibt es viele besondere Vögel im „Schanderied“: Enten können ihre Nester nicht direkt am Bodensee-Ufer bauen – für sie ist das Gebiet zwischen Flugplatz und Bodensee optimal. Auch die Bekassine, ein Schnepfenvogel, ist in der Gegend bekannt, leider gehen die Bestände aus bisher unbekannten Gründen flächendeckend zurück. Vor einigen Jahren wurde eine Brutvogelkartierung im Naturschutzgebiet erstellt, die Dr. Fiedler eine hohe Artendichte zeigt: „Sie finden hier Kiebitz und Wendehals. Mäusebussard und Rotmilan haben Horste in unmittelbarer Flugplatznähe, zahlreiche Wespenbussarde, ab und zu ein Schwarzkehlchen und natürlich Störche sind zu beobachten.“ Die Piste ist wie ein offenes Stück Grünland und wird von allen Arten zur Futtersuche und Jagd genutzt. Im Spätsommer sammeln sich über dem Gelände ganze Storchenschwärme, da wird schon mal der Flugbetrieb kurzzeitig eingestellt, um Mensch und Tier nicht zu gefährden. Durch das zahl- und artenreiche Vorkommen an Greifvögeln sind Anfangspläne für die Errichtung von Windkraftanlagen schnell verworfen worden, wovon auch die FSVR profitiert.

Botanische Besonderheit
Die sensible Naturlandschaft ist eine natürliche Senke, die nur durch einen einzelnen Graben zum Bodensee hin entwässert wird. Biber haben das Gelände weiträumig in Beschlag genommen und eine sagenhafte, botanisch artenreiche Landschaft gestaltet, wie Dr. Fiedler erklärt: „Hier gibt es zahlreiche Orchideenarten und Knabenkräuter, unter anderem hat es nirgends in der Gegend so schöne Bestände des Sumpfglanzkraut. Das sieht sehr unscheinbar aus, ist aber eine Riesen-Besonderheit. Wir hatten erst Sorge, dass die Überschwemmungen durch den Biber die Bestände gefährden könnten, aber das Mikrorelief ist so kleinräumig, dass das Kraut genau an der richtigen Stelle sitzt.“ Mit der Zusammenarbeit mit der FSVR ist der Wissenschaftler zufrieden: „Das regelmäßige Kürzen der Gehölze am Ende der Piste bindet sich gut in den Pflegeplan ein und erhält ein Mosaik aus offeneren Bereichen. Ansonsten würden sich die Gebiete zu einem artenarmen und eintönigen Gehölz entwickeln.“ Auch hier profitieren Mensch und Natur also gleichzeitig.

Paradebeispiel für gegenseitigen Nutzen
Der Flugplatz Radolfzell-Stahringen ist also ein Paradebeispiel für den gegenseitigen Nutzen, den ein umweltbewusster Verein und ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet voneinander haben können. Der Wert, den das Gelände als Freizeitfläche für Luftsport und andere Freizeitaktivitäten hat, wird durch die Nähe zu der einzigartigen Naturlandschaft gesteigert. Eine Idylle für Menschen und Tiere – hoffentlich für viele Generationen. Quelle: ‚DAeC‚.

Bayern will Windkraftanlagen Priorität einräumen

Für große Beunruhigung unter Flugplatzbetreibern und -nutzern sorgte in den letzten Tagen ein Antrag aus Bayern zur Änderung des Luftverkehrsgesetzes. In der Bundesrats-Drucksache mit dem Kürzel 108/24 vom 6. März 24 bittet der Freistaat Bayern, „dass der Bundesrat diesen Antrag gemäß Artikel 76 Absatz 1 GG im Bundestag einbringen möge. Es wird gebeten, den Gesetzentwurf den zuständigen Ausschüssen zur Beratung zuzuweisen.“

Um was geht es? In Deutschland und speziell in Bayern geht der Bau von Windenergieanlagen nicht so schnell voran wie geplant. Oftmals ist der Grund dafür, dass hohe Windenergieanlagen in der Umgebung von Flugplätzen von den Luftfahrtbehörden als Sicherheitsrisiko für den Luftverkehr eingestuft und deshalb nicht realisiert werden. Der Gesetzesantrag hat sich zum Ziel gesetzt, weiterhin die Sicherheit in der Luftfahrt als wichtiges Ziel beizubehalten, aber „das Interesse an der Nutzung der erneuerbaren Energien besonders zu gewichten und zu prüfen, wie die Abwicklung des Luftverkehrs zumutbar angepasst werden kann“.

Dieses Ziel soll erreicht werden, indem die finale Abwägung zwischen den Zielen der Energiewirtschaft und der Luftfahrt der Behörde zur Genehmigung der Windenergieanlage übertragen wird: „Zur Umsetzung der notwendigen Anpassung ist vorgesehen, § 14 Absatz 1 LuftVG dahingehend zu ergänzen, dass für die Genehmigung von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien das „harte“ Erfordernis der Zustimmung der Luftfahrtbehörden durch eine Stellungnahme der zivilen und militärischen Luftfahrtbehörden ersetzt wird, die im Rahmen einer Abwägungsentscheidung zu berücksichtigen ist.“

„Die Entscheidung obliegt zukünftig der für die Erteilung der – regelmäßig immissionsschutzrechtlichen – Genehmigung der Energieanlage zuständigen Behörde. Mit der Beteiligung der Luftfahrtbehörden wird sichergestellt, dass die Beurteilung der luftrechtlichen Fragen, insbesondere welche Anpassungen im Luftverkehr ggf. möglich bzw. erforderlich sind, um die Sicherheit im Luftverkehr ausreichend zu gewährleisten, auf fachlich fundierter Grundlage erfolgen kann.“

Offen gesagt wurden die Luftfahrtverbände einschließlich der AOPA-Germany von dieser bayerischen Gesetzesinitiative völlig überrascht, bislang fand keine Konsultation statt. Auf Bundesebene sind wir Verbände recht gut in Gesetzesvorhaben eingebunden und haben unsere Kontakte, auf Landesebene wird es da schwieriger, schon auf Grund des Faktors 16.

Tatsächlich halten wir diesen Gesetzesentwurf für bedrohlich, und wir werden uns mit unseren Juristen und den anderen Luftfahrtverbänden selbstverständlich eng abstimmen. Sollte der Gesetzesantrag im Bundesrat eine Mehrheit finden, wird er in den Bundestag eingebracht, denn nur dort werden Bundesgesetze verabschiedet. Dieser Prozess wird Zeit benötigen, so dass sich die Verbände in der Zwischenzeit auch positionieren können. Quelle: ‚AOPA Germany‚.

Junioren-WM 2026 in Aalen

Der Luftsportring Aalen hat offiziell den Zuschlag von der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) als Ausrichter der Segelflug Junioren Meisterschaften 2026 erhalten. Die Delegierten tagten in Toulouse in Frankreich. Die Segelflug Weltmeisterschaften der Junioren sollen dann im August 2026 in Elchingen stattfinden. Es werden rund 80 Pilotinnen und Piloten mit ihren Hochleistungssegelflugzeugen und Rückhol-Mannschaften auf den Härtsfeld erwartet. Genau vor einem Jahr hat sich der Luftsportring Aalen offiziell bei der FAI als Ausrichter der Segelflug-Junioren-Meisterschaften 2026 beworben. Damals lagen der Kommission noch weitere Bewerbungen aus Australien und Slowenien vor. Im März 2023 tagte die IGC in Kopenhagen.

Elchingen trotzt Schwergewicht
Die Entscheidung wurde damals aber vertagt. Nun tagten die Delegierten nochmals im französischen Toulouse. Der Luftsportring hat sich dabei gegen ein richtiges Schwergewicht in der internationalen Segelflugszene durchgesetzt: Prievidza in der Slowakei. „Wir haben von Anfang an geglaubt, dass wir eine realistische Chance haben“, sagt der Aalener Bernd Schmid unmittelbar nach der Verkündung der Entscheidung. Er hat das Projekt „WM in Elchingen“ in den letzten Monaten immer wieder voran getrieben. Bernd Schmid war gemeinsam mit Tilo Holighaus in Toulouse. Beide haben die Bewerbung für Elchingen präsentiert. Gemeinsam haben sie die Vorzüge von Elchingen hervorgehoben.

Grand-Prix als Generalprobe
Um vorab internationale Wettkampfpraxis zu sammeln, wird der Luftsportring in diesem Jahr einen Qualifikations-Grand Prix ausrichten. Zum ersten Mal wird 2024 also eine internationale Meisterschaft in Elchingen durchgeführt. Die FAI hat dafür Elchingen im Herbst 2023 den Zuschlag erteilt. Ein Grand Prix ist die spektakulärste Wettbewerbs-Form im Streckensegelflug. Die Teilnehmer fliegen alle zum gleichen Zeitpunkt über die Startlinie. Wie bei einer Segelregatta. Die Aufgaben werden in circa zweieinhalb bis drei Stunden bewältigt. Derjenige Pilot, der alle Wendepunkte ordnungsgemäß umrundet und als erster die Ziellinie überquert, ist Tagessieger.

Tägliche Live-Berichterstattung
Es wird eine tägliche Online-Live-Berichterstattung über YouTube geben. „Das wird die optimale Vorbereitung für die Ausrichtung einer Weltmeisterschaft. Wir sind sehr gespannt, wer zu uns nach Elchingen kommen wird“, so Albrecht. Der amtierende Weltmeister der Standardklasse Tom Arscott aus Großbritannien hat bereits zugesagt. Ebenso der ehemalige Weltmeister aus Österreich, Wolfgang Janowitsch. Als Junioren gelten im Segelflug die Piloten unter 25 Jahren. Gerade die Juniorenmeisterschaften sind es, die im Segelflugsport in den letzten Jahren eine enorme Attraktivität erfahren haben. Der Flugstil, die Taktik und nicht zuletzt der Umgang mit den neuesten technischen Möglichkeiten im Cockpit haben bei den Junioren zu einer enormen Leistungssteigerung geführt. Quelle: ‚Schwäbische Post‚.

Zoll: Petition bei der EU eingereicht

Die aktuelle Zoll-Situation ist in Europa selbst unter den Mitgliedsländern uneinheitlich und unübersichtlich, weil sich zahlreiche EU-Länder über die entsprechende EU-Verordnung hinwegsetzen. Ein in der Schweiz lebender EU-Bürger hat deshalb bei der EU eine Petition eingegeben, um hier endlich die geforderte Klarheit und Rechtssicherheit durchzusetzen. Eine Unterstützung der AeCS-Community ist für die Schweiz als Nichtmitglied der EU und aussenstehend der Zollunion durchaus sinnvoll. Danke für das Mitunterzeichnen der Petition. Quelle: ‚AeCS‚.

Jugendleiterseminar für Einsteiger in Bad Blankenburg

Am 25. und 26. November fand das Jugendleiterseminar für Einsteiger in der Landessportschule Bad Blankenburg statt. Die mit 13 Teilnehmer/-innen restlos ausgebuchte Veranstaltung beinhaltete einen einen spannenden Vortrag von Fred Blum. Er konnte den Teilnehmenden mit Hilfe seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Jugendarbeit wertvolle Tipps geben und Fragen beantworten. Im Jugendleiterseminar für Einsteiger ging es vorrangig um die Grundidee eines Jugendleiters und wie er seine Arbeit in einer Jugendgruppe möglichst effektiv und vor allem für ihn selbst auch rechtssicher ausüben kann. Kernthemen sind dabei vor allem „Aufbau einer Jugendgruppe“, „Wie schule ich Einsteiger sinnvoll“, „Leitfaden für die Jugendarbeit“, „Vorstellung der Jugendarbeit“ und „Mit Kindern in Konfliktsituationen arbeiten“. Am Abend des 25. gab es noch einen der wichtigsten Teile des Seminars: den Austausch der einzelnen Teilnehmer. Hierbei ging es vor allem darum, Erfahrungen, Ideen und Wissen mit anderen zu teilen. In einer angeregten Diskussionsrunde wurden verschiedensten Themen besprochen und miteinander gefachsimpelt gelacht und diskutiert. Quelle: ‚DMFV‚.

BWLV-Mitgliederversammlung 2023

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung des BWLV trafen sich am Sonntag, 29. Oktober 2023, rund 200 Teilnehmer aus 62 Luftsportvereinen, Behörden sowie Förderer des Luftsports im SSB-Veranstaltungszentrum Waldaupark Stuttgart. Einstimmig wurden Rechnungsabschluss und Haushalt angenommen sowie das Präsidium entlastet. Die Mitglieder zeigten sich mit der Arbeit des Verbandes sehr zufrieden.

Zunächst richteten mehrere Ehrengäste das Wort an die Versammlung. So sprachen MdL Andreas Schwarz, Vorsitzender der Landtagsfraktion der Grünen in Baden-Württemberg, Andreas Felchle, Präsident des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) sowie Claus Cordes, Präsident des Deutschen Aero Clubs (DAeC) zu den Mitgliedern. Robert Hamm, Leiter des Referats Luftverkehr und Luftsicherheit im Regierungspräsidium Stuttgart, sandte ein Grußwort, das verlesen wurde, da er selbst verhindert war. Darüber hinaus begrüßte BWLV-Präsident Eberhard Laur zahlreiche Ehrengäste.

Goldene Ehrennadel des DAeC für Sigrid Berner
Im Anschluss an sein Grußwort zeichnete DAeC-Präsident Claus Cordes Sigrid Berner mit der Goldenen Ehrennadel des DAeC aus. Sie habe sich mit ihrem langjährigen Engagement als Vizepräsidentin und Schatzmeisterin sehr große Verdienste um den DAeC erworben, so Cordes. Sigrid Berner, die mittlerweile im Stiftungsvorstand der Hellmut Niethammer Stiftung ehrenamtlich engagiert ist, nahm die hohe Ehrung persönlich und mit Dank entgegen. Anschließend ging Präsident Laur in seiner Ansprache auf die wichtigsten Themen im abgelaufenen Jahr ein.

Anbindung des BWLV an die Sportbünde im Land
Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurde die Anbindung der nordbadischen und württembergischen BWLV-Vereine an die Sportbundorganisation im Land erfolgreich abgeschlossen. Laur betonte, die sei für den Luftsport ein bedeutender Schritt: „Das gibt uns Sicherheit und Unterstützung in einer guten Solidargemeinschaft.“ Nun stünden vielfältige Angebote der Sportbünde zur Verfügung, die bei der Vereins- und Verbandsarbeit hilfreich seien.

Der BWLV sei in der Gemeinschaft der Sportbünde sehr gut aufgenommen worden. Bei verschiedenen Gelegenheiten, nicht zuletzt bei einem Sportbundtag im Sommer am Sonderlandeplatz Hahnweide, seien erste gute Kontakte geknüpft worden, die ein gutes Miteinander erkennen ließen. Präsident Laur dankte allen Beteiligten an diesem Prozess sehr herzlich. „Ich bin sicher, der Luftsport wird ein verlässlicher Partner in der Gemeinschaft der Sportbünde sein“, so Laur.

Umwelt- und Klimaschutz im BWLV
Die Themen Klimaschutz und Dekarbonisierung stünden im Luftsport ganz oben auf der Agenda, so der BWLV-Präsident. „Unsere Mobilität wird in der Zukunft mehr und mehr ohne fossile Brennstoffe vonstatten gehen müssen. Dies betrifft auch unsere Antriebe in der Fliegerei“, sagte Eberhard Laur. Die Transformation werde allerdings nicht einfach, denn alternative Antriebe seien in der Luftfahrt schwieriger realisierbar als am Boden. Hier stehe primär der Elektroantrieb im Vordergrund. Weil der Umstieg die Anschaffung von Neuflugzeugen bedinge, sei dies mit hohen Kosten für die Vereine verbunden. Deshalb forderte Laur die Politik auf, hier effiziente Fördermöglichkeiten zu schaffen: „Es ist evident und unerlässlich, auch im Luftsport staatliche Hilfen zu gewähren.“

Es gelte zu beachten, dass die Kleinluftfahrt und der Luftsport stets auch Ideengeber und Motor der gewerblichen Luftfahrt gewesen sei: Die Faserverbundtechnologie sei vor 70 Jahren im Segelflug entwickelt worden, und die ersten Flugzeuge mit Wasserstoff-, Hybrid- und Elektroantrieb seien Klein- und Segelflugzeuge.

Gleichzeitig verwies Laur darauf, dass der Luftsport bereits seit Jahrzehnten einen guten Beitrag zum Naturschutz leiste. Die Fluggelände seien wertvolle Naturreservate und Segelflugzeuge ermöglichten die Überwindung großer Strecken ausschließlich mit der Energie der Sonne und des Windes. Elektroantriebe, die überdies deutliche Verbesserungen beim Schallschutz bringen, seien in der Entwicklung. Der BWLV gehe hier beispielhaft voran: In Kürze werde das erste elektrisch betriebene Motorflugzeug an der Verbands-Motorflugschule auf der Hahnweide in Betrieb genommen. „Dies ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir wollen damit ein Signal in Sachen Klima- und Schallschutz setzen“, so Laur.

Windenergie
Grundsätzlich unterstütze der Luftsport die Ausbauziele, damit es gelinge, die Energieversorgung im Land zu sichern, so Laur. Gleichwohl betrachte man die Entwicklung mit Sorge, dass mehr und mehr Gebiete für die Errichtung von Windkraftanlagen und insbesondere Windparks ausgewiesen werden, die in der Nähe von Flugplätzen stehen. Hier könne es zu Schwierigkeiten kommen, zumal völlig klar sei, dass Windkraftanlagen mit fast 300 Metern Blattspitzenhöhe in der Nähe von Flugplätzen ein Sicherheitsrisiko darstellen – insbesondere wegen veralteter Abstandsregelungen. Der BWLV fordere wie auch andere Luftfahrtverbände schon lange eine gesetzliche Neuregelung, die variable Abstände zu Flugplätzen vorsieht, entsprechend der Bauhöhe der Windkraftanlage.

Grundsätzlich gelte es, bereits in frühen Planungsstadien mit allen Beteiligten vernünftige Kompromisslösungen zu finden. Eines sei aber klar: „Ziel muss es sein, unsere Flugplätze zu erhalten. Sie sind nicht nur die Basis für die Ausübung unseres Sportes, sondern auch die Basis für unsere gemeinnützigen Luftsportvereine, die in jahrzehntelanger erfolgreicher Vereinsarbeit diese Flugplätze geschaffen haben.“ Der BWLV werde wie bisher schon mit fachlichem Know-How und beratend allen Vereinen zur Seite stehen, die hier mit Problemen konfrontiert werden.

Herausforderungen für den Luftsport
Inflation und steigende Kosten belasteten den Luftsport in großem Maß. Der starke Preisanstieg, den die Energiewende und die Ereignisse des Krieges in der Ukraine mit sich bringen, sei gerade im Flugzeugbau und damit auch im Luftsport gewaltig. Doch Resignation sei nicht angesagt, vielmehr seien neue Ideen gefragt. Eberhard Laur forderte die Vereine auf, zunehmend über Kooperationsmodelle nachzudenken und diese anzustreben, um die Fluggeräte bestmöglich auszulasten. Die gemeinsame Nutzung schaffe Synergien und bringe Kostenvorteile. Hierzu müssten auch Hürden in Köpfen überwunden werden.

Situation im DAeC
Solidarisches Denken sei wichtiger denn je. Dies gelte neben der Vereins- auch für die Verbandsarbeit. Auf Bundesebene beim Deutschen Aero Club (DAeC) sei die Situation leider unverändert schwierig. Es gebe viele unterschiedliche Interessen zwischen Mono-Luftsportverbänden und Luftsport-Landesverbänden, und der spartenübergreifende Zusammenhalt lasse zu wünschen übrig. Die Luftsportler aller Sparten unter einem gemeinsamen Dach zu erhalten, stehe mehr und mehr in Frage.

Dem hielt Laur aber ein klares Bekenntnis zum DAeC entgegen: „Wir als BWLV setzen uns auch weiterhin dafür ein, dass nicht Einzelinteressen in den Vordergrund treten, sondern auf Bundesebene beim Dachverband spartenübergreifende gemeinsame Aufgaben zentral erledigt werden.“ Der BWLV trete dafür ein, dass zur Erledigung dieser Aufgaben ein vernünftiger Beitrag von allen bezahlt werde. Professionelle Arbeit und Dienstleistung erforderten diesen Beitrag. Der Luftsport benötige nicht nur auf Landesebene eine wirksame Interessenvertretung, denn die Luftfahrtgesetzgebung erfolge in Europa und im Bund.

„Der BWLV steht zum Deutschen Aero Club, er steht zu einer starken Interessen-Vertretung des Luftsportes auf Bundesebene unter dem Dach des DAeC. Und der BWLV wird alles daransetzen, dass dieser Deutsche Aero Club erfolgreich und stark in eine gute Zukunft geführt werden kann“, machte Laur deutlich. Er dankte dem gesamten DAeC-Team in Braunschweig für die geleistete Arbeit in schwieriger Zeit.

Standorte des BWLV auf der Hahnweide und am Klippeneck
Sowohl die BWLV-Motorflugschule am Sonderlandeplatz Hahnweide als auch die Jugend- und Weiterbildungsstätte mit Gästehaus und technischem Ausbildungszentrum am Klippeneck seien weiterhin wichtige Standorte der Verbandsarbeit.

Im Frühjahr wurde am Segelfluggelände Klippeneck zusätzlich das Luftsport-Trainingszentrum Klippeneck als weiterer Betriebsteil im Leistungs-Portfolio des Verbandes installiert. Dort würden unter der Leitung von Michael Zistler und mit Unterstützung der am Klippeneck beheimateten Luftsportvereine unterschiedliche fliegerische Aktivitäten wie qualifizierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, Einweisungs- und Übungsflüge, Trainingsmaßnahmen, Sicherheitstrainings sowie Ausbildungen im Segelflug, Motorsegelflug und Ultraleichtflug angeboten. So werde der Standort Klippeneck fliegerisch belebt, berichtete Laur. Er dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz.

Aus- und Weiterbildung/Technik
Nach wie vor sehr gut aufgestellt sei der Verband im Ausbildungsbetrieb. Der ATO-Ausbildungsbetrieb ist und bleibe ein Grundpfeiler der Verbandsarbeit, dem höchste Aufmerksamkeit zukomme. Auch ohne den Technischen Betrieb gehe im BWLV nichts: Die Wartung durch ehrenamtliches Fachpersonal in den Vereinen, das in den Lehrgängen am Klippeneck ausgebildet werde, sei essenziell. „Nur so können wir zu vernünftigen Kosten die Wartung und Instandhaltung sicherstellen und dem dort steigenden Kostendruck einigermaßen begegnen“, sagte der Präsident. Allen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren in der Technik und im Ausbildungsbetrieb dankte Laur für ihr großes Engagement. Quelle: ‚BWLV‚.

IGDL wird zum Luftsportverband Deutschland – „LUVD“

Der deutsche Luftsport tritt in eine neue Ära ein. Mit der Neugestaltung des Luftsportverbands Deutschland e.V. (LUVD), der aus der langjährigen Interessengemeinschaft Deutscher Luftsportverbände (IGDL) hervorgegangen ist, erhalten viele Luftsportverbände jetzt eine aktive Stimme in der Öffentlichkeit. Auf der Mitgliederversammlung am 8. November 2023 wurde der neue Weg beschlossen und dazu eine neue Satzung verabschiedet.

Der LUVD vertritt damit bereits 140.000 Luftsportlerinnen und Luftsportler aus mehreren Luftsportarten. Der Luftsportverband Deutschland ist ein offener und zukunftsorientierter Verband, der die Interessen aller Luftsportverbände im Land vertritt. „Der LUVD steht für einen fairen Zusammenhalt der Luftsportarten mit einer transparenten Struktur und der Anerkennung der Aktivitäten seiner Mitgliedsverbände“, betont Hans Schwägerl, der Präsident des LUVD.

In seiner Rolle als Präsident wird Hans Schwägerl von zwei erfahrenen Vizepräsidenten unterstützt: Charlie Jöst und Dr. Dirk Aue, die verschiedene Bereiche aus den Luftsportarten ergänzen. Jöst erklärt: „Unsere Vision ist es, den Luftsport in seiner Vielfalt zu fördern und jedem Mitgliedsverband eine Stimme zu geben.“ Dr. Dirk Aue, zuständig für Finanzen im Verband, fügt hinzu: „Wir werden eine kosteneffiziente Form der Vertretung der Luftsportverbände sichern. Dabei werden nur die wirklichen Kosten für die Arbeit des LUVD mit seinen Aufgaben als Interessensvertreter transparent und angemessen für die Mitglieder gestaltet.“ Der LUVD ist ein attraktives Angebot an alle interessierten Luftsportverbände in Deutschland.

Vielfalt und Gemeinschaft im Fokus
Der LUVD verfolgt das Ziel, eine starke Gemeinschaft zu schaffen, in der jede Luftsportart und jeder Luftsportverband einen Platz hat. Der Verband fungiert als Dachorganisation für Bundes-Luftsportverbände und Landes-Luftsportverbände und bietet dabei Unterstützung sowie Koordination für alle Mitgliedsverbände. Dabei achtet der LUVD die Autonomie jedes Mitgliedsverbandes und respektiert und fördert sie mit Angeboten zur Kooperation untereinander.

Transparenz und klare Aufgabentrennung als Grundwerte
Im LUVD haben alle Mitgliedsverbände gleiche Rechte und Pflichten. Entscheidungen werden im Konsens getroffen, um ein faires und ausgewogenes Ergebnis zu gewährleisten. Der LUVD wird sich als Hauptaufgabe der Lobbyarbeit und Vertretung des gesamten 2 Luftsports in Politik, Behörden und der Öffentlichkeit widmen. Die Regional- und Facharbeit liegt bei den Mitgliedsverbänden.

Unterstützung und Förderung
Zusätzlich unterstützt der Verband seine Mitgliedsverbände bei der Erlangung finanzieller und sportlicher Fördermöglichkeiten, der Jugendförderung sowie bei den sicheren und fairen sportlichen Aktivitäten. Durch Koordination und Kommunikation werden die Synergien zwischen den Mitgliedsverbänden gefördert. Mitgliedschaft im LUVD: Offen für alle Luftsportverbände Der LUVD ist offen für alle Luftsportverbände. Dazu lädt er die Verbände ein, Teil dieser starken und engagierten Gemeinschaft zu werden. Unabhängig von ihrer Größe sind alle Verbände willkommen und haben im LUVD gleiche Rechte und Mitspracherecht. Alle sportlichen Aufgaben werden in den jeweiligen Luftsportgruppen der verschiedenen Luftsportarten gestaltet und koordiniert. Diese sind mit Delegierten in der Mitgliederversammlung vertreten.

Kontakt für weitere Informationen:
Luftsportverband Deutschland e.V. (LUVD); eMail: office@luvd.aero | www.luvd.aero

Anmelden zum Hexentreffen 2024

Das nächste Bundestreffen der Luftsportlerinnen findet auf der Hahnweide statt. Am Fuße der Burg Teck und in direkter Nähe zum Flugplatz Hahnweide wird vom 26. bis 28. Januar 2024 das bundesweite Treffen der Luftsportlerinnen – das Hexentreffen 2024 – veranstaltet. Alle Luftsportlerinnen sind herzlich eingeladen ins idyllisch gelegene DEULA-Bildungszentrum, Hahnweidstraße 10, 73230 Kirchheim unter Teck. Nach Anreise am Freitagnachmittag erwartet die Teilnehmerinnen ein Rahmenprogramm am Abend und am Samstag spannende Vorträge sowie viel Zeit zum Netzwerken. Der Sonntag ist als Rahmenprogramm- und Abreisetag vorgesehen. Quelle: ‚BWLV‚.

Bundeswehr unterstützt bei Flugplatzfesten

Die Bundeswehr unterstützt Veranstaltungen von Luftsportvereinen gerne. Bewerbungen für das nächste Jahr müssen bis zum 18. November dieses Jahres eingereicht werden. Quelle/Anmeldeformular: ‚DAeC‚.

Gersthofen lockte mit Segelflieger und Flugsimulator

Bei guter Thermik Kreise über dem Lechtal drehen: Das kann man mit dem Luftsportverein Gersthofen. Beim Tag der offenen Tür gab es ein besonderes Angebot. Flugsimulator und echtes Segelflugzeug – das gab es beim Tag der offenen Tür des Luftsportvereins Gersthofen. Flugbegeisterte konnten im Vereinsheim in Gersthofen einen Segelflieger „Probe sitzen“, die ATIS (automatic terminal information service) abhören und sich mit Instrumenten sowie der Steuerung vertraut machen. Bei Kaffee, Kuchen und Leberkässemmeln gab es für die Gäste ausführliche Informationen zum Flugsport am Augsburger Flughafen. Außerdem konnten die Besucher mit dem virtuellen Segelflieger zu einem Rundflug über Augsburg starten.

Schnupperangebot beim Luftsportverein Gersthofen
Renner des Tages war ein Schnupperflugangebot, bei dem Interessierte für 79 Euro an vier Wochenenden ohne viel Papierkram sechsmal in die Luft gebracht werden. Dazu sind auf der neuen Website mehr Informationen zu finden. Interessierte können sich im Übrigen gerne auch unmittelbar am Flugplatz informieren. Flugbetrieb ist bei gutem Wetter an den Wochenenden und Feiertagen von März bis Oktober jeweils ab 10 Uhr. Quelle: ‚Augsburger Allgemeine‚.

Flugplatzfest in Leverkusen

Rundflüge, Modellflug und Kunstflug am 26. & 27. August 2023: Der Luftsportclub Bayer Leverkusen e.V. öffnet am 26. und 27. August 2023 seine Pforten und lädt Interessierte allen Alters ein, die Faszination des Luftsports aus nächster Nähe zu erleben.

Nach drei Jahren Zwangspause wird es am 26. und 27. August 2023 endlich wieder ein Flugplatzfest am Flugplatz Kurtekotten in Leverkusen geben. Das Organisations-Komitee, geleitet vom zweiten LSC-Vorsitzenden Markus Ley, hat nun die ersten Eckpunkte des abwechslungsreichen Programms bekannt gegeben. Neben mehreren Essens- und Getränkeständen, die zu einem entspannten Tag am Flugplatz einladen, bilden Rundflüge die Eckpfeiler des zweitägigen Programms. Die Besucher können die Faszination des Flugsports hautnah erleben und den Blick über das Rheinland genießen. Diese 15 minütigen Gastflüge werden von erfahrenen LSC-Piloten sowohl im Motorflug als auch im Segelflug angeboten.

Die Zuschauer können sich außerdem über die Darbietungen der Modellflug-Sparte freuen. Die selbstgebauten und ferngesteuerten Flugzeuge werden an beiden Tagen des Flugplatzfestes am Himmel zu sehen sein. Zudem wird es zweimal täglich Kunstflug-Vorführungen geben. Die atemberaubende Luftakrobatik wird u.a. von Uwe Wendt und Nico Nierbgall durchgeführt, zwei der bekanntesten und erfahrensten Namen, wenn es um Airshows, Airraces und Kunstflug-Wettbewerbe geht. Ebenfalls zweimal pro Tag wird eine Greifvogelschau stattfinden.

Save the date: AMF Hexentreffen ’24

Treffen der Luftsportlerinnen vom 26. bis 28. Januar 2024
Das Hexentreffen jährt sich zum 48. Mal. Austragungsort ist, in der Nähe des Flugplatzes Hahnweide, die DEULA Baden-Württemberg gGmbH, Hahnweidstraße 101, 73230 Kirchheim unter Teck. Alle Informationen zum spannenden Programm und Anmeldung demnächst hier.

Luftsport-Verband Bayern e.V. sucht Geschäftsführer/in (m/w/d)

Hast du Lust, die Geschicke unseres Verbandes als Geschäftsführer/in mitzugestalten? Unser langjähriger Geschäftsführer verabschiedet sich in den Ruhestand und wir suchen eine ambitionierte Nachfolge in Vollzeit.

Luftsport-Verband Bayern e.V.
Der Luftsport-Verband Bayern (LVB) ist Bayerns größte Interessenvertretung für den Luftsport in all seinen Formen und fördert den Luftsport in Bayern. Als starke Gemeinschaft der Luftsportvereine schaffen wir Akzeptanz für den Luftsport als Sport und Sporterlebnis. In der Kommunikation mit Öffentlichkeit und Politik nehmen wir insbesondere für den rechtlichen und gesellschaftspolitischen Rahmen eine führende Stellung ein. Unseren Mitgliedsvereinen und Mitgliedern bieten wir ein zeitgemäßes und bedarfsorientiertes Dienstleistungsangebot. Wir betreiben außerdem die größte Flugschule (ATO) in Bayern.

Dein Profil

  • Du teilst unsere Leidenschaft für Sport und Ehrenamt
  • Du hast idealerweise Erfahrung im Vereinsmanagement und betriebswirtschaftliche Kenntnisse oder hast vergleichbare Qualifikationen
  • Du besitzt ausgeprägte Teamfähigkeit und kannst motivieren
  • Du hast Verhandlungsgeschick, verbunden mit einem souveränen und verbindlichem Auftreten
  • Du hast sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Deine Aufgaben

  • Du übernimmst in enger Abstimmung mit dem Vorstand selbständig die Geschäftsführung des Verbands und hast dabei die Führungsverantwortung für die Mitarbeiter/innen (derzeit fünf in Voll- und Teilzeit) der Geschäftsstelle
  • Du unterstützt die Verbandsgremien in der Verbandsarbeit und koordinierst die Planung und Organisation von Tagungen, Sitzungen und Lehrgängen
  • Du steuerst verschiedene Projekte in Zusammenarbeit mit den Sportsparten mit dem Ziel einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Verbandsentwicklung
  • In Abstimmung mit dem Vorstand Finanzen betreust du die Haushaltsplanung sowie die Abwicklung unserer öffentlichen Fördermittel
  • Du vertrittst die Interessen unseres Verbandes gegenüber Dachorganisationen und Behörden und arbeitest dabei eng mit Behörden und Ministerien zusammen
  • Du berätst Mitglieder und ehrenamtliche Mitarbeiter und steuerst die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Unser Angebot

  • Ein krisensicherer Arbeitsplatz mit flexiblen Arbeitszeiten, auch aus dem Homeoffice
  • Verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben
  • Gestaltungsspielraum in einem vielfältigen Verband mit kurzen Entscheidungswegen
  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Konstruktives und freundschaftliches Umfeld im Haupt- und Ehrenamt

Wir freuen uns auf deine elektronische Bewerbung mit Angaben zu deiner Motivation und deinen Gehaltsvorstellungen an herwart.meyer@lvbayern.de.
Luftsport-Verband Bayern e.V. – Prinzregentenstraße 120 – 81677 München

Wochenende voller Vorfreude

Am Wochenende vom 18./19.Februar konnten die Vereinsmitglieder schon eine gute Vorfreude auf die kommende Saison bekommen. Am Samstag wurden wir wieder kulinarisch von Jockels Grünkohl verwöhnt. (Piloten sind auch schon mal hierfür auf der Grambeker Heide gelandet). Es fand außerdem eine Einführungs-Veranstaltung für die Breezer B850 statt. Hierfür wurde ein detaillierter Einblick in das neue Ultra-Leicht Flugzeug und der notwendigen Ausbildung gegeben. Am Sonntag war es dann soweit, dass die Sonne uns ein paar schöne Sonnenstrahlen schenkte. Das Wetter wurde gleich genutzt und einige Starts mit den unterschiedlichen Flugzeug-Typen gemacht: „So kann das Wochenende ausklingen, einfach herrlich…“. Quelle: ‚LSV Grambeker Heide e.V.

Vereinsfusion abgeschlossen

Mit Eintragung des verschmolzenen Vereins beim Registergericht am 19.12.2022 ist der formelle Teil der Verschmelzung von Berliner Luftsportclub Lilienthal (BLCL) und dem Luftsportverein Grambeker Heide (LSV) abgeschlossen. Der Prozess, der von den ersten konkreten Gesprächen bis zum Abschluss insgesamt mehr als drei Jahre gedauert hat, war sicherlich anstrengend, aber das Ergebnis war die Mühen wert. Etwas absurd ist allerdings schon, dass wir auf dem Platz die ganze Zeit schon immer mehr zusammengewachsen sind und auch mit den Freuninnen und Freunden des Aeroclubs von Lübeck mittlerweile eine feste Gemeinschaft auf dem Platz bilden, die bürokratischen nforderungen allerdings die ein oder andere Stolperfalle aufwiesen.

Besonderer Dank gehört allen Beteiligten, die sich über die Jahre nicht haben entmutigen lassen: Regina Arlt, die alles dokumentiert hat und immer wieder den Blick auf das Feingedruckte gelenkt hat. Wolfgang Lühr und Stephan Kambach, die als Vorsitzende den Hut aufhatten und immer darauf achteten, alle mitzunhmen und das Ziel am Ende nicht aus den Augen zu verlieren. Die Grambeker Heide geht jetzt in eine neue Zeit. Wahrscheinlich wird man das von aussen erstmal gar nicht so wahrnehmen. Für uns alle ist das ein Riesenschritt und wir freuen uns darauf, die Zukunft der Grambeker Heide als einem ´der schönsten Flugplätze in Schleswig-Holstein in Zukunft weiter zu gestalten. Quelle: ‚LSV Grambeker Heide e.V.‚.

Social Media für Luftsportvereine

Instagram, Tiktok und Facebook: Aktuellen Statistiken zufolge sind alleine in diesen Sozialen Netzwerken rund 80 Millionen Personen bundesweit unterwegs. Wie (Luftsport-) Vereine diese Menschen erreichen können, schilderte Christian Mannsbart, Webmaster und Online-Redakteur des Deutschen Aero Clubs, im Seminar „Pressearbeit und Soziale Medien im Verein“. Der Baden-Württembergischen Luftfahrtverband veranstaltete die Fortbildung, sie fand von Samstag bis Sonntag in der Tagungsstätte auf dem Klippeneck statt. 14 Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren mit von der Partie.

Winter-Wunderland auf dem Klippeneck in der Nähe von Stuttgart. Foto: Christian Mannsbart

Kostenlose Reichweite für eigene Inhalte, Imagegewinn und direkter Austausch mit Mitgliedern und Luftsport-Interessierten zu jeder Tageszeit – diese und viele andere Bausteine machen ein oder mehrere Social Media Profile für Luftsportvereine interessant. Dabei ist es gar nicht nötig, auf jedem Portal „unterwegs“ zu sein. Schließlich nutzen beinahe alle Altersgruppen inzwischen mehrere soziale Medien gleichzeitig. Und auch das Maß an aufgebrachter Zeit darf hier nicht vergessen werden, geschieht die dort geleistete Arbeit für die Vereine doch maßgeblich im Ehrenamt. Und einen Social Media Burnout braucht nun wirklich niemand.

So funktioniert also Social Media für Vereine – Christian Mannsbart, Webmaster und Online-Redakteur des Deutschen Aero Clubs, referiert über Grundlagen, Strategien und Tipps. Foto: Simone Bürkle/BWLV

Reichweite, so lautet die „Währung“ in den Sozialen Medien. Und so bleibt es eine grundlegende Frage, wie diese Reichweite überhaupt aufgebaut und vergrößert werden kann, damit immer mehr Menschen vom jeweiligen Luftsportverein oder gar Luftsport selbst erfahren. Wer in den eigenen Medien (Newsletter, Webseite, schwarzes Brett, Mitgliederzeitschrift, usw.) aber auch auf Veranstaltungen (Fliegerfest, Tag der offenen Tür, Mitgliederversammlung) ankündigt, dass der Verein nun einen eigenen Social Media Auftritt hat, der schafft zumindest schon eine Grundlage.

Für einen erfolgreichen Post, der dem Ausbau der Reichweite dient, bieten sich emotionale Inhalte an, mit denen sich Interessierte oder Luftsporttreibende identifizieren können. Fragen, die beim Erstellen solcher Inhalte helfen können sind etwa:

  • Was mar mein schönstes Erlebnis in der Luft?
  • Wie bin ich überhaupt zum Luftsport gelangt?
  • Was habe ich in meiner Ausbildung erlebt?
  • Was begeistert mich täglich am Luftsport?

Diese Inhalte gilt es am besten in ein Video zu verpacken, das je nach Plattform höchstens 45 bis 90 Sekunden lang sein sollte. Videos werden im Erlangen von Reichweite, bestimmt durch den Algorithmus eines jeden Netzwerks, aktuell bevorzugt. Doch Achtung: Das kann sich ändern. Deshalb empfiehlt sich hier, immer wieder einen Blick auf Social Media Blogs wie Swat.io oder Blog2Social zu werfen. Auch wenn kommerzielle Anbieter diese Blogs betreiben, versprechen sie doch aktuelle und vor allem „wahre“ Informationen.

Doch welche Rolle spielt der Datenschutz? Wie verhalte ich mich im Shitstorm? Und was muss ich noch über den Umgang mit Social Media im (Luftsport-)Verein wissen? Wer mehr erfahren möchte, findet hinter diesem Link den gesamten Vortrag. An dieser Stelle sei ein herzlicher Dank an Simone Bürkle und den BWLV für die Einladung und tolle Organisation gerichtet, sowie an Volker Rath, Redakteur und Präsidialrat im BWLV, der fachkundig über die klassische Pressearbeit informierte. Quelle: ‚DAeC‚.

Bezirkstagungen für die Vereine

Der BWLV lädt herzlich zu den Veranstaltungen in Baden und Württemberg ein!Nach längerer Corona-Pause gibt es in diesem Jahr wieder die Bezirkstagungen für die badischen und die württembergischen Vereine. Diese sind wichtige Dialogforen – hierbei informiert der BWLV über neuesten Entwicklungen sowie über Interessantes und Wissenswertes im Luftsport.

Die Termine stehen bereits fest, bitte vormerken
(weitere Informationen werden noch veröffentlicht).

Bezirkstagung für die württembergischen Vereine: Samstag, 11. März 2023, Vereinsheim des Aero-Clubs Stuttgart (Heßbrühlstraße 40, 70565 Stuttgart-Vaihingen)

Bezirkstagung für die badischen Vereine: Samstag, 18. März 2023, in der Begegnungsstätte Grötzingen (Niddastraße 9, 76229 Karlsruhe)

Beginn ist jeweils um 10 Uhr.

Es wird Neues zur Arbeit im BWLV und im Dachverband DAeC geben. Auch zur Technik, zum ATO-Ausbildungsbetrieb und zur Lizensierung, zu den Aktivitäten unserer Luftsportjugend und zu Themen wie Umwelt und Windenergie erfahren die Teilnehmer alles, was für sie und ihren Verein von Belang ist. Somit werden alle relevanten Informationen, die für Luftsportler wichtig sind, gebündelt und übersichtlich an den Mann gebracht. Der BWLV bittet um rege Teilnahme. Insbesondere die Vereinsvorsitzenden sind gefragt. Wenn diese nicht selbst kommen können, sind auch andere Vereinsvertreter herzlich willkommen. Quelle: ‚BWLV‚.

Professionelle Phraseologie gefördert und gefordert

In der Berufsfliegerei ist kontinuierliches Lernen, Weiterbildung und Auffrischung von Lerninhalten die Basis für exzellente Sicherheit. Aber auch für Privatpiloten gilt das Sprichwort: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom – sobald man aufhört, fällt man zurück“. Darum hatte der Luftsportverein Worms zwei Vertreter der Deutschen Flugsicherung (DFS) aus Langen zu Gast, um das Thema „Sprechfunk mit dem Flug-Informations-Service (FIS)“ ausführlich zu beleuchten. Mehr als 70 Interessierte folgten dem Aufruf und lauschten dem abendfüllenden und interessanten Vortrag von Jan Hendriks und Jens Beppler.

FIS ist ein Angebot der Deutschen Flugsicherung für alle Privatpiloten, die den deutschen Luftraum nutzen. Während des Fluges ruft der verantwortliche Flugzeugführer über eine bestimmte Sprechfunkfrequenz bei „Langen Information“ an. So heißt der offizielle Rufname der FIS. Nach einer standardisierten Anmeldeprozedur ist das Flugzeug, seine genaue Bezeichnung/Typ, die Flughöhe und Position sowie die Intention des Flugs bei FIS gelistet und kann nun über Radar von dort verfolgt werden. Sehen die diensthabenden FIS-MitarbeiterInnen beispielsweise auf dem Radarschirm, dass sich die Flugwege zweier Flugzeuge sehr nahe kommen, sprechen sie die beiden Maschinen gezielt über Funk an und informieren über die mögliche Gefahrenlage.

Brände gesichtet – und gemeldet
Auch das Unterstützen in Notfallsituationen oder Infos zu Luftraumdurchquerungen oder -beschränkungen gehören zum Repertoire der Kommunikation. Der Informationsfluss ist in beide Richtungen möglich: Beispielsweise kam es im vergangenen Sommer vielfach – auch in Worms! – zu Meldungen von Bränden, die von Wormser Privatpiloten mit Hilfe von FIS direkt an die zuständige Feuerwehr gemeldet werden konnten. Was sich kommunikativ eigentlich recht einfach anhört, funktioniert in der Praxis – speziell bei hohem Flugaufkommen – nur, wenn jeder sich an gewisse Regeln hält. Einhaltung der Funkdisziplin, d.h. nur wirklich relevante Informationen und Fragen in kurzer standardisierter Form übermitteln ist gefordert. Genau dieser standardisierten Form des Sprechens – im Fachjargon Phraseologie – war ein Großteil des Vortrags gewidmet.

Grundlagen vermittelt, Vorbehalte ausgeräumt
Die beiden DFS-Mitarbeiter erklärten Grundlagen und nahmen allen Anwesenden auch Vorbehalte und Ängste, sich aktiv bei FIS anzumelden und mitzureden. Weitere Themen waren Neuigkeiten und anstehende Änderungen zum Verhalten in verschiedenen speziellen Lufträumen sowie generelle Infos zu sonstigen Aufgaben des FIS. Fazit: Die Teilnehmerzahl von über 70 Personen aus verschiedenen Luftsportvereinen im Umkreis zeigte das Interesse an der deutschen Flugsicherung und auch generell am Flugsport an sich. Sie unterstreicht auch die Bereitschaft der anwesenden Piloten und Pilotinnen, sich immer weiterzubilden und jede Ressource optimal zu nutzen, welche die Sicherheit beim Fliegen verbessern kann. Quelle: ‚Nibelungen-Kurier‚.

LSV Hofgeismar hat neues Ausbildungsflugzeug

Mit einem neuen Ausbildungsflugzeug startet der Luftsportverein Hofgeismar in den Winter – nun beginnt die echte Wintersaison der Segelflieger. Segelfliegen verbindet man mit Sonnenschein und Sommer. Doch auch im Winter hat der Sport seinen Reiz. Das haben die Segelflieger des Luftsportvereins Hofgeismar gerade wieder bei ihrem Winterfliegen auf dem Flugplatz auf dem Dingel erlebt. Das hat sich nämlich zum „Magneten für viele befreundete Pilotinnen und Piloten in Deutschland“ entwickelt, berichtet Ulrike Teichmann. Aus Delmenhorst, Schneverdingen, Dahlem, Warburg, Langenselbold, Laucha und Freiburg kamen Gäste auf den Hofgeismarer Segelflugplatz auf dem Dingel. Gemeinsam absolvierten 34 Hofgeismarer und befreundete Pilotinnen und Piloten um den Jahreswechsel 112 Flüge. Dieses Winterfliegen sei in Deutschland nahezu einzigartig, berichtete Teichmann. „Ich hätte nie gedacht, dass wir mit so vielen Leuten auf dem Flugplatz sein werden und so viel fliegen“, sagte Volker Weisheit (Kassel), seit kurzem Mitglied im Luftsportverein Hofgeismar.

Flugschüler sind vom neuen Ausbildungsflugzeug „Duo Discus XL“ begeistert
Dabei freuten sich die Piloten des Luftsportvereins Hofgeismar besonders über ein neues Flugzeug: Nach eineinhalbjähriger Bauzeit steht dem Verein mit dem „Duo Discus XL“ ein neues, doppelsitzigen Ausbildungsflugzeug zur Verfügung. Vorsitzender Christoph Danders hatte den Flieger aus dem Herstellerbetrieb im schwäbischen Kirchheim unter Teck abgeholt. Zahlreiche Starts auf dem neuen Flugzeug fanden als Ausbildungsflüge statt. Der jüngste und der älteste Flugschüler – Mika Fetters (15) und Magnus Gährken (64) – waren mit Begeisterung bei der Sache. Der längste Flug von etwa dreieinhalb Stunden gelang dem Hofgeismarer Piloten Kai Wicke. Der Verein wurde beim Kauf des neuen Segelfliegers mit EUR 45’000.- unterstützt. Quelle: ‚HNA‚.

Frühstart in die Flugsaison

Bei herrlichem Wetter ist der Markgräfler Luftsportverein am Neujahrstag mit Flügen im Ultraleichtflugzeug Icarus C 42 in die Flugsaison 2023 gestartet, schreibt der Vorsitzende des Luftsportvereins, Arno Breitenfeld, in einer Mitteilung. Beim traditionellen Treffen zum Neujahrskaffee im Clubheim war das Wetter so gut, dass die Piloten spontan das Ultraleichtflugzeug aus der Halle geholt und einige schöne Runden damit gedreht hätten, berichtet Breitenfeld. Dem Flugvergnügen schloss sich dann die Kaffeerunde an, dem Wetter entsprechend im Freien vor der Flugzeughalle. Quelle: ‚Die Oberbadische‚.

Robin 401 für Cloppenburger Flieger

Auch wenn die Maschine einen sechsstelligen Betrag gekostet hat, so bringt sie die aktiven Flieger im Luftsportverein (LSV) Cloppenburg doch zum Schwärmen. Sie bekommen nun ein Fluggerät, das höchsten Ansprüchen genügt und dennoch in einer Weise sparsam fliegt, dass selbst „alte Hasen“ wie Martin Withake begeistert sind. „Der Vogel verbraucht nicht nur die halbe Menge, sondern fliegt auch noch mit handelsüblichem Diesel,“ so der erfahrene Pilot aus Garrel. Tatsächlich sorgt der Kauf einer neuen „Robin 401 155 CDi“ für einen Quantensprung rückwärts bei den Betriebskosten. Das merkten schon Benjamin Sander und Matthias Nagel, die die Robin mit einem vierstündigen Überführungsflug nach Varrelbusch brachten. Die Maschine des französischen Herstellers Robin New Aircraft aus Darois in der Nähe von Dijon wird in Varrelbusch die altgediente Cessna 172 ersetzten. Der robuste Hochdecker war beliebt und zuverlässig, allerdings stammte die Maschine noch aus einer anderen Zeit, in der Verbrauch und Kosten eine geringere Rolle spielten. Die Cessna flog mit Aviation Gasoline (kurz: AvGas), das derzeit deutlich über 3 Euro pro Liter kostet und zudem umständlich beschafft werden muss.

Bis 200 km/h schnell
Im LSV Cloppenburg wird die elegante Robin 401, deren Cockpit wie eine transparente Blase wirkt, künftig für die gemeinschaftliche Nutzung durch die Mitglieder sowie für Strecken- und Gastflüge eingesetzt. Und so erhalten laut Martin Withake nun nach und nach alle interessierten Piloten des Vereins penibel eine Mustereinweisung auf dem neuen Tiefdecker mit den markanten Knickflügeln, denn Sicherheit gilt in Varrelbusch als oberstes Gebot. Für Flieger und Passagiere bietet die Robin 401 eine ausgezeichnete Rundumsicht durch die großen, geformten Fensterflächen. Das Flugzeug ist als Viersitzer ausgelegt und wird bis zu 200 km/h schnell. „Damit sind wir in einer halben Stunde auf den Nordseeinseln“, verspricht Withake.

Sogar Gepäck kann noch zugeladen werden. Die Reichweite beträgt rund 4 Stunden und wenn es der Flugplan erfordert, kann die Maschine auf bis auf 12.000 Fuß steigen, das sind rund 3660 Meter. Martin Withake ist jedenfalls schon gespannt. Von anderen Fliegern weiß er, dass „die Neue“ dank ihrer Knickflügel und des 155 PS starken Dieselmotors Agilität und Stabilität verspricht. Erfreulich für die Menschen am Boden: Auch die Lärmbelästigung verringert sich enorm. Zudem sinkt der Stromverbrauch an Bord, da alle Instrumente mit LEDs beleuchtet werden. Ebenso wichtig ist für ihn aber die neue Motortechnologie: „Wir können die Fliegerei jetzt wesentlich nachhaltiger durchführen, das passt gut in die Zeit“. Quelle: ‚OM-online.de‚.

Gipfeltreffen der BWLV-Luftsportjugend

Spaß haben, Kontakte knüpfen Freundschaften pflegen: All das gibt es auf der Hütte Kalkweil. Trotz weiter schwieriger Coronasituation ist die BWLV-Luftsportjugend schon in den intensiven Vorbereitungen: Das Gipfeltreffen findet von Freitag, 2. Dezember 2022, bis Sonntag, 4. Dezember 2022, statt und soll auch unter den aktuellen Umständen wieder ein Erlebnis der Extraklasse werden. Die Organisatorinnen setzen alles daran, dass dieses Jahr eine Zusammenkunft vor Ort stattfinden kann und freuen sich auf viele Teilnehmer!

Dieses Jahr geht es – für alle gut zu erreichen – in die Mitte von Baden-Württemberg auf die Selbstversorgerhütte Kalkweil in Rottenburg am Neckar. Mitmachen können alle bis zu einem Alter von einschließlich 26 Jahren. Die Teilnahme kostet 50 Euro. Darin enthalten sind Übernachtung, Verpflegung und alle Kosten für Ausflüge etc.

2022 sind wieder Wahlen für die Ämter der Bezirksjugendleiter Nordbaden, Südbaden, Nordwürttemberg und Südwürttemberg und deren Stellvertreter. Wer Interesse an einem Amt hat, kann ganz einfach und unverbindlich eine E-Mail an jugend@bwlv.de schreiben.

Die Anmeldung wird dieses Jahr erstmals über das Online-Verwaltungsportal Vereinsflieger.de abgewickelt (zu finden unter „Seminare“ mit dem Kürzel JUG-0011). Bei Fragen, Wünschen oder Anregungen gerne an Karla Koch wenden (koch@bwlv.de).

Neue Heimat: Repker Segelflieger steigen von Metzingen aus in Lüfte

Früher starteten sie ihre Flüge von der Repker Schnuckenheide aus: Mittlerweile haben die Mitglieder der Luftsportvereinigung Altkreis Isenhagen (LVI) im Verein für Luftsport (VfL) Südheide eine neue Heimat gefunden. Sie finden dort umfangreiche Möglichkeiten vor, der Ende vergangenen Jahres gegründete VfL sieht sich gut aufgestellt. Der Hauptfokus liegt nun auf der Ausbildung, aber auch auf Wettbewerbs-Ebene ist man aktiv – der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist das Ziel.

Rund 40 LVI-Mitglieder, zur Hälfte Aktive und zur Hälfte fördernde Mitglieder, sind im VfL aufgenommen worden, der aus einer Fusion mit dem FTV Metzingen 2001 hervorgegangen ist. Der VfL setzt mit insgesamt 110 Mitgliedern (45 Aktive, 65 fördernde Mitglieder) seine Sportaktivitäten auf dem Flugplatz Berliner Heide in Metzingen (Landkreis Celle) um. Die Fluktuation war trotz dieses Umbruches gering, lediglich fünf Mitglieder verließen den neuen Verein – deutlich weniger als erwartet, so Vorsitzender David Priestley im IK-Gespräch. Der gesamte Prozess sei von den Mitgliedern sehr positiv begleitet worden – mit einer 90-prozentigen Zustimmung über beide Vereine hinweg gesehen.

Vereine kennen sich gut
Das kommt nicht von ungefähr: Beide Vereine kennen sich seit Beginn der Flugaktivitäten, seit 15 Jahren hat man regelmäßig Kontakt und Austausch gehabt. Immer wieder hat man zusammengearbeitet, insbesondere im Jugendbereich. Seit 2019 wurde der Flugbetrieb gemeinsam koordiniert und umgesetzt. Aus beiden Vereinen habe man das Beste herausgezogen, sagt Priestley, zudem hätten beide Vereine Flugzeuge in den gemeinsamen Park mit eingebracht. So verfügt man jetzt über sieben Flugzeuge (3 Doppelsitzer, 3 Einsitzer und 1 Motorsegler) und hat somit ausreichend Kapazitäten für die Ausbildung. Gerade erst sind sechs Flugschüler neu dazugekommen, was Priestley nach all den Herausforderungen durch die Corona-Zeit als sehr gutes, hoffnungsvolles Signal bezeichnet. Einige Flugzeuge wurden verkauft und das Geld in die Modernisierung von alten Strukturen gesteckt.

Beim VfL ist deutlich Aufbruchsstimmung zu spüren. Es läuft alles sehr gut an, sagt Priestley. Nun müsse man als Verein dran bleiben. Der Fokus wird auf die Ausbildung gesetzt, Luftsport für jedermann ist dabei das Motto. Oft leide die Ausbildung, wenn man sich zu stark auf die Teilnahme an Wettbewerben konzentriere. Beim VfL wird daher auf einen Kompromiss zwischen Spaß und Leistung gesetzt. Ausbildung und der Segelflugsport generell stehen im Mittelpunkt. Spaßfliegerei, Strecken- und/oder Kunstflüge gehören zu den Kernaktivitäten der aktiven Scheinpiloten. Daneben wird auch die Ausbildung von „Fußgängern“ zu Segelflugpiloten weiter vorangetrieben. Quelle: ‚AZ-Online.de‚.

LSV Sauerland: Darum läuft es bei den Segelfliegern so gut

Nachwuchssorgen, welche Nachwuchssorgen? Der LSV Sauerland freut sich über guten Andrang. Was läuft in Höveringhausen besser als anderswo?

Nachwuchssorgen, welche Nachwuchssorgen? Die Segelflieger des LSV Sauerland haben weiter Aufwind. Wo andere Vereine sich mit Sorgen um den Nachwuchs plagen, können die Luftakrobaten sich über neue Schüler freuen. In der vergangenen Woche fand in Höveringhausen ein Ausbildungscamp des LSV Sauerland mit befreundeten Vereinen statt, auch Gäste waren willkommen.

Sieben Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren, welche meist aus Neuenrade, Werdohl und Plettenberg stammen, haben im Juni die spannende Ausbildung des Segelfliegens unter fachkundiger Leitung begonnen. Quelle: ‚Westfalenpost‚.

LSV Kaufbeuren holt 70. Geburtstag nach

Am 13. September 1950 wurde der Luftsportverein Kaufbeuren (LSVK) gegründet. Das sollte eigentlich gefeiert werden, musste jedoch coronabedingt abgesagt werden. Nun will der LSVK am Samstagabend mit Gästen in den Räumen des Luftsportvereins im Fliegerhorst Kaufbeuren und einem Rundflug die Feier nachholen. Über die wechselvollen vergangenen 72 Jahre sprachen wir mit Schriftführer Edmund Weiß.

Gab es bei der Gründung 1950 Probleme: ziviler Flugverkehr auf einem Militärflugplatz?
Edmund Weiß: Die ersten Flüge fanden in Ketterschwang, nördlich von Neugablonz oder im heutigen Haken statt. Mit dem damaligen amerikanischen Flugplatz-Kommandeur wurde die Nutzung des Flugplatzes am Wochenende und an Feiertagen verhandelt. Damit wurden die Startbedingungen für den Verein deutlich verbessert. Heute fliegen wir in enger und guter Abstimmung mit der Bundeswehr und profitieren von der Infrastruktur. Eine geräumte Start- und Landefläche im Winter hat nicht jeder Verein.

Wie war das damals: Musste jedes Mitglied ein Flugzeug besitzen?
Weiß: Damals wie heute ist es nicht notwendig, dass Mitglieder ein eigenes Flugzeug besitzen. Der Verein stellt seinen Mitgliedern Motor- und Segelflugzeuge zur Verfügung. Flugsport, insbesondere der Segelflug, ist ein Teamsport, der ab 14 Jahren möglich ist.

Und wie ist es heute: Reicht ein Modellflugzeug oder was muss ein Interessierter als Eintrittskarte besitzen oder wollen?
Weiß: Als Eintrittskarte genügt die Lust auf das Fliegen, eine normale körperliche Verfassung und das Wollen; die Ausbildung zum Segel-, Motor- oder Ultraleicht-Flugzeugführer zu absolvieren.

Der LSVK ist nun fast 72 Jahre alt. Wie hat sich der Verein in der Zeit gewandelt?
Weiß: Seit der Gründung musste der Flugsportverein einige Male umziehen, bis er an dem heutigen Standort auf dem Fliegerhorst sein zuhause fand. Anfangs nach 1950 wurde nur Segelflug betrieben. Später kam dann Motorflug und Fallschirmspringen hinzu. 1980 fand die Fusion der Bundeswehrsportfluggruppe der TSLw1 mit dem LSVK statt. Heute sind die Fallschirmspringer abgewandert, sodass wir nur noch Segelflug und Motorflug betreiben.

Der Fliegerhorst hat ja eine wechselvolle Geschichte. Das betrifft doch dann auch immer den LSVK?
Weiß: Natürlich gehen militärische und hoheitliche Arbeiten auf dem Gelände des Fliegerhorstes vor. Es gab und gibt Themen, die uns direkt betreffen. Jedoch finden wir hier, dank der guten Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, gute Lösungen.

Dennoch stellt sich die Frage: Ist die Zukunft des LSVK gesichert?
Weiß: Der LSVK ist immer dann direkt betroffen, wenn die Schließung des Standortes droht. Solange die Ausbildung am Eurofighter in Kaufbeuren stattfindet, ist unser Flugbetrieb gesichert.

Zumal viele Mitglieder ja Soldaten sind…
Weiß: Die Mitglieder waren schon immer ein Spiegelbild der Gesellschaft. Der früher recht hohe Anteil an Soldaten ist derzeit etwas rückläufig, jedoch erfreuen sich auch aktive Soldaten, die zu Lehrgängen Kaufbeuren besuchen, an einer Zeitmitgliedschaft und fliegen auf unseren Flugzeugen.

Und wie viele feste Mitglieder hat der LSVK heute und in welchen Sparten?
Weiß: Der Verein hat 158 Mitglieder von 14 bis 82 Jahre, davon 67 aktive Piloten, von denen elf Jugendliche sind. Sparten gibt es bei uns nicht: Wir sind ein Verein und teilen eine Leidenschaft – und die ist das Fliegen. Ob mit Motor oder ohne, das ist egal, Hauptsache fliegen. Wir freuen uns immer über Zuwachs.

Welche Projekte stehen künftig beim LSVK an?
Weiß: Nachdem wir gerade einen modernen und leisen Motorsegler für den Verein gekauft haben, möchten wir in nächster Zukunft unseren Hochleistungsdoppelsitzer im Segelflug durch einen moderneren ersetzen. Dieser wird dann zusätzlich mit einem Elektroantrieb ausgestattet sein. Auch hier wollen wir mit der Zeit gehen und die Vorteile der neuen klimaneutralen Technologien nutzen.

Und: Warum sollte jeder Kaufbeurer Mitglied beim LSVK sein?
Weiß: Als Burone gibt es nichts Schöneres als die Perle im Schwabenland von oben zu betrachten. Diesen Anblick sollte jeder Kaufbeurer gesehen haben. Die Landschaft, das Stadtbild mit dem Fünfknopfturm vor dem alpinen Bergland ist einfach atemberaubend schön. Zusammen die Freiheit über der Stadt genießen: Herrlich! Quelle: ‚Allgäuer Zeitung / Edmund Weiß‚.