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Super Connie bleibt im Schweizer Register

Die „Super Connie“ bleibt in der Schweiz registriert. Das BAZL hätte sie aus dem Luftfahrtregister gelöscht, wenn nicht bis am 21. Dezember 2020 bestätigt worden wäre, dass sie sich in schweizerischem Besitz befindet. Seit dem 18. Dezember ist die HB-RSC auf die Firma Immo Norse AG im zürcherischen Egg eingetragen und nicht mehr auf die Super Constellation Flyers Association (SCFA) in Liquidation. Mit der am 18. Dezember vollzogenen Handänderung bleibt sie im schweizerischen Luftfahrtregister. Dass es sich bei der Immo Norse AG wohl um eine «Briefkastenfirma» handelt, spielt keine Rolle, das BAZL wird die Eigentumsverhältnisse wohl überprüft haben, bevor der Übertrag erfolgen konnte. Am 20. Dezember wurden auch alle ehemaligen SCFA-Mitglieder über den neusten Stand der Dinge von letzten SCFA-Präsident Hans «Breiti» Breitenmoser informiert: Der Vorstand sei die ganze Zeit in engem Austausch mit den Investoren und den Luftfahrtbehörden in der Schweiz, schreibt er. «Denn wie Ihnen, ist auch für uns wichtig, dass die Super Connie unbedingt wieder über dem Schweizer Himmel zu sehen sein wird. Obwohl wir nahe dran sind, konnten wir keine verbindlichen Aussagen über das weitere Vorgehen machen», so Hans Breitenmoser weiter. Es seien auch viele Halbwahrheiten herumgeboten worden. Richtig sei, dass die HB-RSC immer noch in Bremgarten in einem Hangar sicher und trocken gelagert ist. Das sei für das Wiedererlangen des «Permit to fly» im Moment sehr wichtig. Die Connie weiter in Zürich-Kloten zu hangarieren, hätte in sehr kurzer Zeit so viel Geld verschlungen, dass deswegen die SCFA in Liquidation womöglich noch Konkurs gegangen wäre, hält Hans Breitenmoser weiter fest. Die Investoren hätten erneut bestätigt, dass die L-1049 HB-RSC Super Constellation wieder fliegen solle. Im Moment erstellen Ingenieure für alle Komponenten des Flugzeugs die Kostenvoranschläge für die anstehende Restaurierung. Von den Investoren wurde klar entschieden, dass die Connie im Schweizer Register verbleiben müsse und die gesamte Restaurierung unter der Aufsicht unseres Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) zu erfolgen hat. Daher wurden vor Ende Jahr die Eigentumsverhältnisse der HB-RSC definitiv geregelt, damit die Maschine in Schweizer Besitz bleiben wird. Ob die HB-RSC aber wieder abheben könne, hänge von verschiedenen Faktoren ab, fährt Hans Breitenmoser fort: technische Probleme, welche nicht lösbar sind? Wird ein geeigneter Standort gefunden, wo die Restaurierung durchgeführt werden kann? Wollen und können die Investoren das nötige Budget zur Verfügung stellen? Der Entscheid des BAZL Ende Oktober 2020, eine künftige Beschränkung der Anzahl Passagiere bei historischen Luftfahrzeugen gesetzlich zu verankern, stellt eine komplett neue Ausgangslage für eine zukünftige Operation dar. Dies werde sicher einer der wichtigsten Faktoren sein. Trotzdem sei er zuversichtlich, dass das Ziel, die Connie wieder in die Luft zu bekommen, erreicht werden könne, hält Hans Breitenmoser weiter fest. Der Liquidator hätte gerne im Herbst 2020 eine Informationsveranstaltung durchführen wollen. Doch die Covid-19-Pandemie hat das verhindert. Es ist vorgesehen, diese im Frühjahr 2021 nachzuholen. Quelle: ‚Hansjörg Bürgi auf SkyNews.ch‘.

ZDF-Segelflugfilm über Jochen von Kalckreuth

Jochen von Kalckreuth war zu seiner Zeit einer der bekanntesten und erfolgreichsten Segelflieger. Er hat viele Bücher geschrieben. Sein größtes Ziel war, als erster Segelflieger ein FAI-Dreieck über 1000 km zu fliegen. Ein ZDF-Team unter Karl Senne, ebenfalls Pilot, hat seine Versuche im Jahre 1975 begleitet. Die TV-Kameras waren damals noch größer als ein Schuhkarton und wogen mehr als vier kg. Der 45-Minuten-Film lief in der Reihe SPORTSPIEGEL des ZDF. Quelle: Katrin Senne auf youtube.

Sportflugzeug im Westerwald abgestürzt

Das Sportflugzeug war am Dienstag in Bonn-Hangelar gestartet und aus bisher ungeklärter Ursache zwischen Flammersfeld und Seelbach im Westerwald abgestürzt. Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich um ein Sportflugzeug vom Typ Cessna. Die Absturzstelle sei ein abseits gelegenes, von der Straße nicht einsehbares freies Feld, hieß es am Dienstag. Dort sei die in zwei Teile gebrochene Maschine entdeckt worden. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermittle. Der Pilot, ein 55 Jahre alter Mann aus dem Raum Bonn, sei bei dem Absturz alleine im Flugzeug gewesen. Die Ermittlungen zu den Umständen des Absturzes dauerten noch an, sagte der Polizeisprecher. Quelle: ‚SWR‚.

Schweinfurt: Aero-Club wird 70

1950 wurde der Aero-Club gegründet. Warum die Flugtradition viel älter ist, welche Herausforderungen Corona mit sich brachte und warum man für die Zukunft zuversichtlich ist. Der 4. September 1950 war ein besonderer Tag für die Flugbegeisterten in und um Schweinfurt: An diesem Tag wurde der Aero-Club gegründet, der heute 70 Jahre später einer der ältesten noch bestehenden Luftsportvereine in Deutschland ist. Kein Wunder, dass man das Jubiläum gebührend feiern wollte, leider machte das Coronavirus dem einen Strich durch die Rechnung.

Nichtsdestotrotz ist Peter Wiggen, Ausbildungsleiter Motorflug und im Verein für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig, stolz auf das Erreichte und verweist auf die von Michael Fasel erstellte reich bebilderte über 130 Seiten dicke Vereinschronik. Der Aero-Club ist zurecht stolz auf seine Tradition, denn das Fliegen in Schweinfurt faszinierte die Menschen schon vor dem Ersten Weltkrieg, mit den Anfängen der modernen Fliegerei.

Schon 1912 gab es in Oberndorf Schauflüge für die Bevölkerung. In den 1920er-Jahren gründeten dann einige Piloten aus dem Ersten Weltkrieg die Fliegervereinigung Schweinfurt, bei der auch Edgar Dittmar, späteres Gründungsmitglied des Aero-Clubs, dabei war. Das Fluggelände war in Oberndorf. Gerade das Segelfliegen unter anderem auf der Wasserkuppe ist untrennbar mit den Schweinfurter Brüdern Heini und Edgar Dittmar verbunden. Letzterer hat 1928 einen Weltrekord im Segelflug mit 775 Metern Startüberhöhung aufgestellt. Heini Dittmar gelang 1936 die erste Alpenüberquerung per Segelflugzeug, außerdem war er 1937 der erste Segelflugweltmeister. Er war auch der erste Mensch, der 1941 mit dem Raketenflugzeug Me 163 knapp unter der Marke 1000 km/h blieb. Quelle: ‚Mainpost‚.

DLR testet Luftraum-Koordinierung mit Drohnen

Wenn zukünftig Paketdrohnen, Lufttaxis und weitere unbemannte Luftfahrzeuge in unseren Städten fliegen, teilen sie sich den Raum mit den bemannten Luftverkehrssystemen. Um einen sicheren und effizienten Betrieb zwischen den alten und neuen „Verkehrsteilnehmern“ im urbanen Raum zu gewährleisten, müssen viele Randbedingungen beachtet und geklärt werden. Genau damit beschäftigen sich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen im Projekt City-ATM, in dem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit externen Partnern ein Managementkonzept für den Luftraum entwickelt. „Mit dem Projekt City-ATM demonstrieren wir mit externen Partnern ein dichtebasiertes Luftraummanagementkonzept. Es bietet die Grundlage, um die unterschiedlichsten Luftfahrzeuge optimal im Luftraum zu nutzen“, sagt Prof. Dirk Kügler, Leiter des DLR-Instituts für Flugführung.

Gefahr erkennen und beseitigen
Im Herbst 2020 fanden nun am Nationalen Erprobungszentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme in Cochstedt Flugversuche mit dem City-ATM-System statt, bei denen getestet wurde, wie sich mehrere Drohnen beim Auftreten plötzlicher Gefahren sicher handhaben lassen. „Während sich drei Drohnen unserer Institute für Flugführung, Flugsystemtechnik und Kommunikation und Navigation bereits in der Luft befanden, wurde der Ausbruch eines Feuers mit Rauchbomben simuliert“, erklärt Dr. Alexander Kuenz vom DLR-Institut für Flugführung den Ablauf der Versuche. Der sich ausbreitende Rauch wurde von einer speziellen Drohne für Behörden und Organisationen mit Sicherungsaufgaben (BoS), betrieben vom DLR-Institut für Optische Sensorsysteme, entdeckt.

Nachdem das Feuer so erkannt wurde, erstellte der Operator der BoS-Drohne eine Flugverbotszone um das Feuer herum und lud diese Information auf einen zentralen Server der Firma FlyNex hoch. „Über diesen Server erfuhr die Bodenstation für unsere Drohnen von der Gefahrenzone“, erklärt Kuenz. „Das Gebiet wurde in die interne Datenbank eingepflegt, in der auch der lokale Flugverkehr von der DFS bereits eingespeist ist. So wurde unter anderem eine Konflikterkennung und -vermeidung mit den kontrollierten Drohnen ermöglicht.“ Zusätzlich wurde den drei bereits in der Luft befindlichen Drohnen die Gefahrenzone mitgeteilt. Sie erkannten eigenständig, ob sie sich nahe der Gefahrenzone befanden, hielten sofort ihre Position und warteten auf neue Anweisungen von der Bodenstation. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen konnten dann die Drohnen um die Verbotszone herumführen. Die Versuche verliefen erfolgreich und vielversprechend“, freut sich Kuenz.

Flüge an der Hamburger Köhlbrandbrücke
Seit 2018 arbeiten mehrere Institute des DLR an der sicheren Integration neuer Luftraumteilnehmer. So gab es bereits im Jahr 2019 Versuche an der Köhlbrandbrücke in Hamburg. „In diesen Flugversuchen gemeinsam mit unseren Partnern haben wir zeigen können, wie die Kooperation und Kommunikation von Drohnen im komplexen Umfeld einer städtischen Brücke schon heute funktioniert“, erklärt Kuenz. „Neben der Erprobung des Gesamtsystems in mehreren Flügen konnte auch die beispielhafte Erkennung feiner Risse erfolgreich demonstriert werden. Der Schiffs- und Straßenverkehr lief dabei weiter.“

100 virtuelle Drohnen
Das Projekt City-ATM läuft noch bis Ende 2021. In der nächsten Versuchskampagne sollen dann einige physikalische, also reale, Drohnen in einem komplexen, größtenteils virtuellen, Verkehrsszenario mit etwa 100 Drohnen bewegt werden. Die Führung erfolgt sowohl vom Boden als auch bordautonom. Bis dahin rüsten die Wissenschaftler die Drohnen noch mit weiterer spezieller Technik aus. Die Versuche sollen Mitte des Jahres 2021 durchgeführt werden. Im Projekt City-ATM arbeiten die DLR-Institute für Flugführung, für Flugsystemtechnik, für Kommunikation und Navigation, für Luft- und Raumfahrtmedizin und für Lufttransportsysteme mit zahlreichen externen Stakeholdern seit 2018 erfolgreich zusammen. Darunter sind die Firmen NXP, FlyNex, DFS, Kopterkraft und Auterion sowie das Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung und die Gesellschaft für Luftverkehrsinformatik. Quelle: ‚Airportzentrale.de‚.

Claus Naumann fliegt nur noch zum Vergnügen

Mehr als 60 Jahre war Claus Dieter Naumann ehrenamtlicher Fluglehrer auf der Schäfhalde, dem Segelflugplatz zwischen Steinheim und Heidenheim. Nun will sich der 83-Jährige anderen Dingen widmen. 60 Jahre lang war er fast jedes Wochenende im Sommer als Fluglehrer im Einsatz: „Jetzt ist genug“, sagt der 83-Jährige. „Jetzt will ich mich endlich mehr um meine Familie kümmern.“ 1950 verschrieb sich Naumann als 13-Jähriger der Fliegerei mit dem Eintritt in die Modellbaugruppe Heidenheim. Mit 16 trat er der damals neu gegründeten Fliegergruppe bei, die ihren Flugplatz nach Kriegsende auf der Schäfhalde bei Steinheim am Albuch wieder in Betrieb genommen hatte. Mit 20 qualifizierte sich Naumann als Werkstattleiter und Flugzeugschweißer. Damals war er der jüngste vom Baden-Württembergischen Luftfahrerverband (BWLV) anerkannte Werkstattleiter. 1960 war er der jüngste Fluglehrer in Baden-Württemberg. Durch seine Fachkenntnisse war Naumann bald auch bei den umliegenden Vereinen ein gefragter Ansprechpartner und das ist er bis heute.

Claus Naumann will der Fliegerei weiter treu bleiben
Ende 2020 hat Claus Naumann seine Fluglehrerlizenz nun nicht erneut verlängert. Der Fliegerei will er jedoch weiterhin treu bleiben, am liebsten fliegt er in den Alpen. Und auch als Werkstattleiter will der 83-Jährige weiter aktiv sein. Nur mehr Zeit mit seiner Ehefrau Helga will er künftig verbringen, auch außerhalb des Flugplatzes. Claus Naumann wurde in seiner Laufbahn auf vielfältige Weise für seine Verdienste ausgezeichnet: Er erhielt unter anderem die Silberne und Goldene Ehrennadel des BWLV, die Goldene Ehrennadel für Segelfluglehrer und das Diplom „Otto Lilienthal“ vom Aeroclub Deutschland verliehen. 2019 erhielt er die Goldene Ehrenamtsnadel der Stadt Heidenheim. Quelle: ‚Heidenheimer Zeitung‚.

Flugzeug bei Pegnitz abgestürzt

In der Nähe von Pegnitz ist am Abend des 23. Dezember ein Privatflugzeug abgestürzt. Der 28-jährige Pilot der einmotorigen Maschine aus dem Raum München konnte nur noch tot aus seinem schwer beschädigten Flugzeug geborgen werden. Was man bisher weiß ist, kurz nach 16 Uhr war der 28-Jährige am Flugplatz in Landshut Richtung Norden gestartet. In Oberfranken brach der Kontakt zu dem Piloten ab, die Maschine, eine Cessna 172, sendete ein Notsignal. Die Polizeieinsatzzentrale startete eine große Suchaktion, mit Polizei, Hubschrauber, Bundeswehrhubschrauber und mehreren Feuerwehren. Letztendlich hat man das zerstörte Flugzeug mit dem getöteten Piloten kurz vor 22 Uhr nordwestlich von Pegnitz an einem Waldrand nicht weit von der A 9 entfernt entdeckt. Jetzt beginnen die Ermittlungen zur Absturzursache, Polizei und eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft waren vor Ort und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen wurde verständigt. Quelle: ‚Radio Plassenburg‚.

Leiseres Schleppflugzeug beim FSCW

Lange schon klagen Bewohner des Maintals über Ruhestörungen durch das Schleppflugzeug der Segelflieger vom Schenkenturm. Warum der kommende Sommer ruhiger werden könnte. Lange hat es gedauert, doch jetzt scheint das Licht am Ende des Tunnels erreicht. Die leise Schleppmaschine für die Segelflieger ist beim Flugsport-Club Würzburg (FSCW) am Flugplatz Schenkenturm eingetroffen und hat ihre ersten Flüge erfolgreich absolviert, teilt der Club jetzt mit. Es schien eine unendliche Geschichte. Auf der einen Seite die Segelflieger des FSCW am Schenkenturm, die die schönen Wochenenden für ihren Sport nutzen wollten. Auf der anderen Seite die Bewohner des Maintals und des Würzburger Dürrbachtales, denen das Gebrumm der Schleppmaschine, mit der die Flugsportler ihre Segelflieger in den Himmel zogen, oftmals die sonntägliche Ruhe störte.

Und das, obwohl das Motorengeräusch des schon 2011 mit einem teuren Spezialauspuff versehenen Schleppflugzeugs nach Untersuchungen des Luftamtes Nordbayern noch im „zumutbaren Bereich“ lag und die Flugsportler an Sonn- und Feiertagen eine freiwillige Mittagspause einlegten. Der angedachte Bau einer leisen Seilwinde für die Segelflieger-Starts scheiterte am Veto der unteren Naturschutzbehörde und des Bund Naturschutz, weil geschützter Trockenrasen die dafür notwendige Verlängerung der Start- und Landebahn nicht erlaubte.

Da half eine Gesetzesänderung, die die maximale Abflugmasse von Ultraleichtflugzeugen auf 600 Kilogramm erhöhte. Mit den dadurch möglichen stärkeren Motoren können diese nun auch mit einer Seileinzugsvorrichtung zum Schleppen von Seglern genutzt werden. „Unser bereits vorhandenes Ultraleichtflugzeug war zu schwach, um die doppelsitzigen Segelflieger schleppen zu können“, erläuterte der zweite Vorsitzende des FSCW, Leopold Buschmann-Gräf. Zudem habe man es aus Gewichtsgründen nicht mit einer solchen Einzugsvorrichtung ausrüsten können. „Darum hätte man jedesmal das Schleppseil am Flugplatz vor der Landung abwerfen müssen, was einen zusätzlichen Anflug erforderlich gemacht hätte“, so Buschmann-Gräf weiter.

Diese Flugzeuge gab es noch nicht auf dem Gebrauchtmarkt
Buschmann-Gräf hatte bereits Anfang Juni 2018 einen Schleppvergleich zwischen der bisherigen Maschine des FSCW und einer zweisitzigen Maschine vom Typ DYNAMIC WT 9-UL des tschechischen Hersteller ISS Aviation organisiert. Dieses Unternehmen hatte seine Maschine als erste für diese Möglichkeit zertifizieren lassen. Vergleichsmessungen des Luftamtes Nordbayern ergaben, dass sich so die Geräuschemissionen um fast zehn Dezibel (dbA) verringern ließen. „Diese Minderung empfindet der Mensch als Halbierung des Lärms“, stellte der Vorsitzende des FSCW, Michael Hoffmann, fest. Also musste eine neue, rund 160 000 Euro teure Maschine her. Das allerdings überstieg die finanziellen Möglichkeiten der Segelflieger des Vereins, auch wenn die alte Maschine zur Finanzierung der neuen verkauft würde. Da half eine allerdings nicht unumstrittene Unterstützung durch die Stadt und den Landkreis Würzburg, die Maintalgemeinden und die Sparkassenstiftung. Auch durch private Spender und Würzburger Unternehmen wurde diese Investition in den Lärmschutz möglich, freut sich der FSCW.

Während der Wintermonate werden die Schlepppiloten auf das neue Flugzeugmuster geschult
Erste Schleppstarts bewiesen die Leistungsfähigkeit sowie die leise Art des neuen „Arbeitstiers“, heißt es in einer Mitteilung des FSCW. Während der Wintermonate werden nun die Schlepppiloten auf das neue Flugzeugmuster geschult. „Wir danken allen, die uns bei der Realisierung dieser Lärmminderungsmaßnahme im Sinne der Bürger im Dürrbachtal und der drei Gemeinden unterstützt haben“, sagt Buschmann-Gräf. Quelle: ‚Mainpost‚.

Sparsamer Flieger als Antwort auf die Klimakrise

Die Luftfahrt steckt in der Krise. Nicht erst, weil seit Corona kaum noch geflogen wird. Denn schon seit Jahren wächst das Umweltbewusstsein der Menschen und Fliegen ist die mit Abstand klimaschädlichste Form der Fortbewegung. Am Flughafen Leipzig/Halle soll nun ein Flugzeug gebaut werden, das die Entwicklung hin zu einer emissionsfreien Luftfahrt beschleunigen soll. Eigentlich wäre an den Flughäfen jetzt kurz vor Weihnachten viel los. Die einen hätten die Feiertage gern im warmen Süden verbracht, andere wären lieber zurück in die Heimat gekommen, um die Festtage bei ihren Lieben zu verbringen. Doch statt Trubel und Hektik herrscht in den meisten Abflughallen verschlafene Ruhe. Denn wegen der anhaltenden Corona-Pandemie bleiben aktuell rund 90 Prozent aller Flüge am Boden. Mitten in dieser mit Abstand wohl größten Krise in der Geschichte der Luftfahrt stellte Anfang der Woche ein noch junger Flugzeugbauer – die Deutsche Aircraft – ein noch in der Entwicklung steckendes neues Regionalflugzeug vor, dass am Flughafen Leipzig/Halle gebaut werden soll. Die Pläne für den Bau eines Flugzeugs am Airport waren zwar schon länger bekannt, doch mitten in der Corona-Krise hat kaum jemand damit gerechnet, dass das ambitionierte Projekt weiter realisiert wird.

Auslieferung ab 2025
Bereits 2025 sollen nun die ersten Maschinen vom Typ D328eco aus der Produktion auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle an Kunden ausgeliefert werden. Die Kabine des neuen Kurzstreckenfliegers soll bis zu 43 Passagiere Platz bieten. Auch die Leistungsdaten des Fliegers stechen hervor: 600 km/h Reisegeschwindigkeit, 2.000 Kilometer Reichweite, über 9.000 Meter Flughöhe und nur 1.000 Meter Startstrecke. Zusammen mit einem speziell entwickelten Propeller und modernen Triebwerken soll das Flugzeug nicht nur vergleichsweise leise, sondern auch sparsam sein.

Sparsamer als die Lufthansa-Flotte
Wie das Luftfahrtportal „aerotelegraph“ berichtet, rechnet der Flugzeugbauer Deutsche Aircraft mit einem Kerosinverbrauch von 2,6 Liter pro Passagier und 100 Kilometer. Zum Vergleich: Die Kurzstreckenflugzeuge der Lufthansa-Flotte benötigen durchschnittlich fast 6 Liter Kerosin, also mehr als doppelt so viel Treibstoff. Außerdem soll die Maschine problemlos mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden können, die auf Basis von Pflanzenölen oder aus Algen hergestellt werden. Das erklärte Ziel des Flugzeugbauers Deutsche Aircraft ist es, mit dem neuen Flugzeug die ökologische Entwicklung in der Luftfahrt zu beschleunigen. Deutsche Aircraft Chef Dave Jackson ist von den Qualitäten seiner neuen Maschine auch voll und ganz überzeugt. Er meint: „Die D328eco ist die einzige Plattform, die in der Lage ist, den grünen Wandel der Branche voranzutreiben.“

Luftfahrt sucht Wege aus der Klimakrise
Der grüne Wandel ist auch dringend erforderlich. Denn in den letzten Jahren ist immer häufiger von „Flugscham“ die Rede – also dem schlechten Gewissen Flugreisender. Denn in der allgegenwärtigen Klimadiskussion ist auch das Umweltweltbewusst der Fluggäste in den vergangenen Jahren gewachsen. Vor allem auf Kurz- und Regionalverbindungen war das schon vor der Corona-Krise zum Teil deutlich zu spüren. Ein Trend von dem zuletzt vor allem Bahn- und Fernbusunternehmen profitierten. Immerhin ist die Zivilluftfahrt je nach Berechnung für rund zwei bis fünf Prozent des weltweit vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das scheint zwar nicht so viel. Aber die auf den Reiseflughöhen ausgestoßenen Abgase sind wesentlich klimaschädlicher als am Boden. Oft unterschätzt werden vor allem die Kondensstreifen. Sie können beim Fliegen in großen Höhen entstehen und verhindern das Abstrahlen von Licht und Wärme von der Erde ins Weltall. Sie halten praktisch die Wärme wie eine Glocke in der Atmosphäre und verstärken somit die Klimawirkung des Luftverkehrs. Deshalb versucht die Luftfahrt schon seit längerem Wege zu finden, das Fliegen effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Vergangenes Jahr traf sich die Branche daher mit der Bundesregierung am Flughafen Leipzig/Halle zur ersten nationalen Luftfahrtkonferenz. Mit dabei war Bundeskanzlerin Angela Merkel, die für nachhaltige Innovationen in der Branche warb. Eine dieser Innovationen könnte die D328eco sein.

Starthilfe vom Bund für neuen Flieger
Die Bundesregierung scheint von dem neuen Flugzeug überzeugt zu sein. Denn das Projekt erhält einen stattlichen Förderkredit von rund 125 Millionen Euro. Der Luftfahrtkoordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek, erhofft sich davon aber auch eine Stärkung des Luftfahrtstandorts Deutschland. MDR SACHSEN-ANHALT sagte er: „Mit der Entwicklung der D328eco werden Kernkompetenzen im Flugzeugbau in Deutschland wieder erlangt, die wir vor Jahren mit den Insolvenzen von Fokker und Dornier verloren haben.“ Dornier hat einst den Vorgänger der nun vorgestellten D328eco entwickelt und produziert. Es war das bislang letzte Verkehrsflugzeug, das vollständig in Deutschland entwickelt und gebaut wurde. Zwar sind noch heute etwa die Hälfte aller gebauten Maschinen im Einsatz, aber Deutsche Aircraft rechnet in den kommenden Jahren mit einer großen Nachfrage für die Neuauflage des Kurzstrecken-Flugzeugs. Vor allem, weil die D328eco aufgrund ihrer Größe bislang ohne nennenswerte Konkurrenz fliegen würde.

Die Zukunft: Elektrisches Fliegen und Wasserstoff-Antrieb
Luftfahrtkoordinator Jarzombek sieht aber noch eine weitere Marktlücke, in die die D328eco stoßen wird: Denn das neue Flugzeug soll mittelfristig auch ein Technologieträger für alternative Flugzeugantriebe sein. Bislang geht die Bundesregierung davon aus, dass man irgendwann in den kommenden zehn bis 20 Jahren auch hybridelektrisch fliegen kann. Dafür ist die D328eco Jarzombek zufolge genau das richtige Flugzeug: „Wir können hier von der Flugzeuggröße her tatsächlich am ehesten einsteigen, um hybridelektrisch zu fliegen. Denn bevor man am Ende die heute eingesetzten großen Passagiermaschinen elektrifiziert oder mit Wasserstoff betreibt, ist sicherlich noch ein weiterer Weg zu gehen.“ Deutsche Aircraft Konkurrent Airbus scheint da zuversichtlicher. Bis 2035 will der europäische Branchen-Primus ein Passagierflugzeug auf den Markt bringen, das mit Wasserstoff betrieben werden kann. Die Idee, mit Wasserstoff statt Kerosin zu fliegen, ist nicht neu. Schon in den 1980er-Jahren bauten Wissenschaftler in der Sowjetunion ein Passagierflugzeug zum Wasserstoffflieger um. Durchgesetzt hat sich der Antrieb bislang aber nicht. Das liegt auch daran, dass Wasserstoff viermal mehr Volumen als gängiger Treibstoff benötigt. Und Platz ist an Bord von Flugzeugen bekanntlich ein knappes Gut. Branchenbeobachter gehen zudem davon aus, dass für einen Durchbruch der Wasserstoff-Technologie auch die nötige Infrastruktur von der Produktion über die Lagerung bis hin zur Betankung geschaffen werden muss. Elektrische und hybridelektrische Flugzeuge könnten daher eine wichtige Rolle als Brückentechnologie spielen – die zum Teil sogar schon einsatzbereit ist. Denn bereits vor einem Jahr gelang bei Vancouver der erste Flug einer zum Elektroflugzeug umgebauten kleinen Verkehrsmaschine.

Corona-Krise: Unklare Marktsituation für neue Flugzeuge
Ob auch die D328eco diese ökologische Entwicklung in der Luftfahrt nachhaltig beeinflussen kann, wird letzten Endes aber vor allem davon abhängen wie, gut sich die Neuauflage des Dornier-Regionalfliegers in den nächsten Jahren verkaufen wird. Denn auch wenn der Flugverkehr nach der Corona-Krise in den nächsten Monaten wieder zunehmen wird, dürfte es noch Jahre dauern, bis das Vorkrisen-Niveau wieder erreicht ist. Dass die von der Corona-Krise ohnehin bereits finanziell stark belasteten Fluggesellschaften dann gleich in moderne und damit teure Flugzeuge investieren, darf bezweifelt werden. Ob und wenn ja wie viele Vorbestellungen es für das Flugzeug aus Mitteldeutschland bereits gibt, ist unklar. Eine entsprechende Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT bei Deutsche Aircraft blieb bislang unbeantwortet. Quelle: Thomas Tasler im ‚MDR Sachsen-Anhalt‚.

WeGlide mit Beta-Version online

WeGlide ist die neue Flugauswertungs-Software für die Deutsche Meisterschaft im Strecken-Segelflug. Jetzt registrieren und testen. Quelle: ‚WeGlide‚.

RAF-Museum und ‚Landshut‘-Standort neu diskutiert

Die Spezialeinheit GSG 9 befreite 1977 die Geiseln in der entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“. Jetzt soll eine Ausstellung rund um das Flugzeug entstehen, die über den RAF-Terror informiert. Der Museumsstandort am Bodensee lag fest – eigentlich. 1977 wurde die Lufthansa-Maschine „Landshut“ von palästinensischen Extremisten entführt, um die in Stuttgart inhaftierte Führung der Rote Armee Fraktion (RAF) freizupressen. Nach der Ermordung des Piloten Jürgen Schumann stürmte die GSG 9 das Flugzeug und befreite die Geiseln. In der Folge nahmen sich die inhaftierten RAF-Mitglieder im Gefängnis das Leben. Um an den sogenannten „Heißen Herbst“ in Deutschland zu erinnern, soll eine Ausstellung entstehen, die an diese konfliktreiche Zeit erinnert. Zentrales Ausstellungsstück und gleichzeitig Ausstellungsraum: die „Landshut“.

Haushaltsausschuss gegen Kulturstaatsministerin
Obwohl der Haushaltsausschuss des Bundestags Ende November 15 Millionen Euro für die Umsetzung eines Ausstellungskonzepts am Standort Friedrichshafen bewilligt hat, rege sich vor allem Widerstand bei der Bundesregierung, sagt der Journalist Sebastian Engelbrecht. „Namentlich bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Sie traut es einfach den Akteuren in Friedrichshafen nicht zu, so ein wichtiges Projekt auf Dauer zu stemmen.“ Friedrichshafen ist traditionell ein Standort der Luftfahrtindustrie. Dort steht die „Landshut“ seit drei Jahren. David Dornier, der Enkel des Flugzeugpioniers Claude Dornier, hatte es fertiggebracht, das Flugzeug aus Brasilien nach Deutschland zurückzuholen.

Monika Grütters könne sich mehrere Standorte vorstellen, so Engelbrecht: zum einen den ehemaligen Flughafen in Berlin-Gatow, wo sich auch das Militärhistorische Museum der Bundeswehr befindet. Eine weitere Möglichkeit sei der Flughafen Berlin-Tempelhof. Eine dritte Option sehe Grütters am Sitz der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, sagt Engelbrecht. Dort befindet sich Hauptquartier der GSG 9. Die Spezialeinsatztruppe hatte die Landshut 1977 auf dem Flughafen der somalischen Hauptstadt Mogadischu gestürmt und die Geiseln befreit. Und auch eine dezentrale Ausstellung habe Grütters ins Gespräch gebracht: „Vielleicht der verrückteste Vorschlag, mit der Aufteilung der verschiedenen Flugzeugteile, um sie an verschiedenen Orten in Deutschland zu zeigen.“

Zeitzeugen wollen Museum in Tempelhof
Neun ehemalige Geiseln – darunter der Co-Pilot der Maschine, Jürgen Vietor, und die Stewardess Gabriele von Lutzau – haben sich in der Zeitung „Die Welt“ zu Wort gemeldet: „Sie favorisieren den Standort Berlin-Tempelhof. Dort kann die Maschine erst einmal in einem der Hangars restauriert werden und wäre dann ein begehbares Stück Zeitgeschichte.“

Doch es gehe den ehemaligen Geiseln auch darum, den Deutschen Herbst – die Auseinandersetzungen zwischen der Rote Armee Fraktion und dem Staat Bundesrepublik – nachvollziehbar zu machen. „Sie wollen mit einem Museum mahnen und die Erkenntnis vermitteln, wohin Gewalt führen könne. Es soll dann in einem solchen Museum um Fragen gehen, wie entstand die Rote Armee Fraktion? Welche Kontakte hatte sie zu anderen Terrororganisationen und Geheimdiensten – eben zu Palästinensern? Welche Lehren zieht die Gesellschaft heute aus dieser sogenannten bleiernen Zeit?“ Und auch die Leistung der GSG 9 bei der Befreiung solle nach dem Willen der ehemaligen Geiseln in dem Museum gewürdigt werden.

Ereignisse liegen nicht weit zurück
Dass die Debatte um einen Ausstellungsort so energisch und schon so lange geführt werde, hänge auch damit zusammen, dass es sich um ein sehr frisches Stück Zeitgeschichte handele, sagt Engelbrecht: „Die Wunden sind bei allen Beteiligten noch offen. Die Akteure sind zum ganz großen Teil einfach noch am Leben, und viele sind da emotional sehr beteiligt. Und ich denke, dass deshalb die Einigungen da besonders schwerfallen.“ Quelle: ‚Deutschlandfunk‚.

Historisches Flugzeug muss auf Acker

Wegen technischer Probleme musste der Pilot eines historischen Motorflugzeugs seinen Flug über Willich abbrechen. Die Maschine wurde von einem Traktor abgeschleppt. Für die beiden Piloten war es nicht die erste Notlandung. Am Mittwoch, 16. Dezember, musste ein historisches Motorflugzeug, Baujahr 1955, auf einem Acker bei Willich notlanden. Die beiden Insassen wurden nicht verletzt. Dem Piloten gelang es, auf dem weichen Untergrund an der Straße Hursterhöfe zu landen ohne das Flugzeug zu beschädigen. Pilot Olaf Otto von Chamier und Flugzeugbesitzer Hanno Fischer waren von Mönchengladbach aus in Richtung Paderborn gestartet, als etwa drei bis fünf Minuten nach dem Abheben der Motor Zündungsaussetzer hatte. „Wenn wir abgestürzt wären, hätte es keiner gemerkt“, sagt von Chamier. Doch die Notlandung auf dem Feld gelang.

Für den Mönchengladbacher von Chamier, der bereits seit 30 Jahren fliegt, war es bereits die dritte Notlandung. Für den 96-Jährigen Hanno Fischer, der die „RW3“ sogar selbst konstruiert hatte, war es sogar bereits das zwölfte Mal – zuletzt 2017 mit demselben Flugzeug. „Wir sind ein Veteranenteam. Wir haben uns einfach einen schönen Acker gesucht und sind gelandet“, sagt von Chamier. Kurz darauf sei bereits ein Landwirt eingetroffen, der das Geschehen vom Küchenfenster aus beobachtet hatte. Gemeinsam wartete man auf die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sowie auf die Luftaufsicht der Bezirksregierung. Anschließend wurde das Flugzeug mit einem Traktor vom Acker gezogen. Quelle: ‚rp-online.de‚.

Himmlische Spritze ‚gemalt‘

Samy Kramer hat am Mittwoch, 23. Dezember 2020 von Friedrichshafen aus während dem Flug mit einem Motorflugzeug eine Spritze in den Himmel gezeichnet. Wegen dem Corona-Impfstart am 27. Dezember wollte der 20-jährige Pilot damit ein Zeichen setzen. Quelle: ‚Südkurier‚.

Flugzeug-Index überarbeitet

Im Segelflug werden in Klassen mit sehr unterschiedlichen Flugzeugmustern und vor allem bei klassenübergreifenden Starterfeldern Indices herangezogen, um die Flugleistung der Piloten vergleichbar zu machen. Die Sektion Segelflug hat sich nun daran gemacht die bestehenden Indices neu zusammenzufassen. Der größte Vorteil eines eigene Index ist die Möglichkeit diesen kurzfristig innert Jahresfrist auf Beschluss der Sektion zu verbessern oder anzupassen. In der Zukunft wird eine Kommission jährlich gut begründete Anträge prüfen und eine Evaluierung des AUSTROINDEX vornehmen.

Kein Index gewährt in jeder Situation absolute Gerechtigkeit, es ist ein ständiges Annähern. Mit diesem Index hat es der Aeroclub nun selbst in der Hand Nachbesserungen vorzunehmen, auf das Gebirgsfliegen einzugehen und sich von den Hauptindices DMST Index (der eigentlich nur für den Gebrauch innerhalb der Flugzeugklassen gedacht ist) und dem BGA-Index unabhängig zu machen. Auch das Neueinpflegen von Flugzeugtypen kann so schneller erfolgen. Der AUSTROINDEX ist für die Staatsmeisterschaften und Landesmeisterschaften obligatorisch, Veranstalter von CUPs und TALs können den AUSTROINDEX frei wählen und über deren Ausschreibung bekannt geben. Eine Anwendung auf die dezentrale Meisterschaft sis.at ist vorläufig nicht geplant. Quelle: ‚Österreichischer Aeroclub‚.

Segelfliegen im Advent

Während die meisten Segelflugplätze in der kalten Jahreszeit in eine Art Winterschlaf verfallen, wird auf der Hahnweide auch im Winter regelmäßig geflogen. Unlängst haben Mitglieder der Fliegergruppe Wolf Hirth den starken Westwind genutzt, um im Hangaufwind am Teckberg und in Leewellen über der Alb ihrer Leidenschaft nachzugehen. Während vor zwei Wochen fünf Piloten mit drei Flugzeugen bei konstanten Bedingungen sogar ein paar Streckenkilometer machen konnten, reichte es am vergangenen Sonntag nur für einen Start, bevor Regen aufzog und die Segelflieger aufgeben mussten. „Aber genau das ist es, was unseren Verein ausmacht“, sagte FG-Pilot Frank Wollmershäuser nach der Aktion. „Wir stehen nicht am Boden, gucken in den Himmel und rätseln, ob es wohl geht, sondern wir probieren es aus und holen uns so auch im Winter manch wunderschönes Flugerlebnis.“ Für Advents-Feeling sorgte dabei diese Mal ein LED-Teelicht auf dem Instrumenten Panel. „Spaß muss sein“, flachste Wollmershäuser. Die reguläre Flugsaison endete Anfang November, 2020 geht es Ende März wieder mit regelmäßigem Flugbetrieb los. Quelle: ‚Teckbote‚.

Traum-Flugtag gewinnen

Jetzt letzte Chance, einen Traum-Flugtag zu gewinnen, in wenigen Tagen läuft die Ausschreibung aus: alle flieger-Newsletter-Empfänger nehmen am Wettbewerb des Jahres 2020 teil. Sie können dabei folgende Preise gewinnen:

  • 1. Preis: TMG-Traum-Flugtag zum Matterhorn und zu einer Pizza ins Tessin im Wert von CHF 500.-
  • 2. bis 10. Preis: je ein flieger.news-Polo-Shirt
  • 11. bis 25. Preis: je ein flieger-news-Souvenir

So machen Sie mit: einfach hier den monatlichen Newsletter anfordern – und Sie nehmen am Wettbewerb 2020 teil. Die Verlosung findet am 31.12.2020 statt. Die GewinnerInnen werden persönlich benachrichtigt und hier publiziert. Keine Korrespondenz. Keine Barauszahlung. Rechtsweg ausgeschlossen.

Ehe unter Verzweifelten

Lufthansa soll Piloten für Lilium-Flugtaxis ausbilden: Erst kürzlich forderte die Lufthansa ihren Pilotennachwuchs auf, sich wegen der Corona-Krise einen anderen Job zu suchen. Nun hat immerhin der Schulbetreiber Lufthansa Aviation Training ein neues Geschäftsfeld gefunden. Ob das der kriselnden Airline wirklich hilft, ist allerdings fraglich. Der Elektro-Flugtaxi-Entwickler Lilium will die Piloten seiner geplanten Senkrechtstarter von der Lufthansa-Flugschule ausbilden lassen. „Gemeinsam werden Lilium und Lufthansa Aviation Training ein Pilotenauswahl- und Trainingsprogramm entwickeln, um Piloten für den Lilium Jet zu qualifizieren“, teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch in München mit. In der ersten Phase würde dann bereits qualifizierten Verkehrspiloten eine Zusatzausbildung zum Lilium-Piloten angeboten. Das Start-up bemüht sich derzeit um die Entwicklung eines Elektro-Flugtaxis mit fünf Sitzen. Während die meisten Konkurrenzmodelle wie übergroße Drohnen konzipiert sind, soll der Lilium Jet senkrecht starten und landen und die Strecke mithilfe von Tragflächen wie ein konventionelles Flugzeug zurücklegen. 2025 soll laut Unternehmen die Serienproduktion und der Betrieb regionaler Flugdienste starten. Zu den Gesellschaftern des Münchener Startups zählen der chinesische Internetkonzern Tencent und der Tesla-Investor Baillie Gifford. Lilium beschäftigt derzeit rund 350 Mitarbeiter.

Lufthansa notgedrungen auf der Suche nach neuen Ertragsquellen
Lufthansas Flugschule bildet für rund 200 Fluggesellschaften Cockpit- und Kabinenpersonal an weltweit zwölf Trainingsstandorten aus. Ende September hatte der Schulbetreiber Lufthansa Aviation Training seine rund 7000 Flugschüler an der Verkehrsfliegerschule in Bremen aufgefordert, sich einen neuen Berufsweg zu suchen. Auf Jahre hinaus gebe es wegen der Corona-Krise bei den Konzern-Airlines keinen Bedarf an Nachwuchspiloten, begründete ein Sprecher des Schulbetreibers Lufthansa Aviation Training den Appell. Die Lufthansa leidet erheblich unter den Folgen der Corona-Pandemie. Nach drei Quartalen weist das vom Staat gerettete Unternehmen im laufenden Jahr bereits einen Verlust von 5,6 Milliarden Euro aus, Vorstandschef Carsten Spohr (53) streicht Tausende Stellen. Nicht verwunderlich also, dass sich der hauseigene Schulbetreiber nach Wachstumsmöglichkeiten umschaut.

Zweifel an der Machbarkeit
Ob Flugtaxis allerdings wirklich jemals in Serie abheben werden, ist nach wie vor fraglich. Unter Branchenkennern und Wissenschaftlern mehren sich die Zweifel. Schließlich verbrauchen der senkrechte Aufstieg und die Landung viel Energie – und die Leistung der ohnehin schweren Batterien ist noch recht gering, was die Reichweite senkt. Lilium hat bei seiner letzten Finanzierungsrunde umgerechnet 224 Millionen Euro eingesammelt, neue Investoren sind dabei nicht eingestiegen. Die bisherigen Finanziers Tencent, Atomico, Freigeist und LGT beteiligten sich in unbekannter Höhe. Der Fahrdienstvermittler Uber hat schon jetzt offenbar genug von dem Geschäft. Wie das Unternehmen in der Nacht zu Mittwoch mitteilte, werde die Flugtaxi-Sparte Uber Elevate an den Flugtechnikentwickler Joby verkauft.

Welche Unternehmen Flugtaxis entwickeln
Noch hoffen allerdings zahlreiche Unternehmen und Investoren auf das große Geschäft. Der Plan klingt ja auch gut: Angesichts der zunehmend überlasteten Straßen in den Metropolen der Welt sollen die Flugtaxis Pendler in kürzester Zeit ans Ziel bringen. Der elektrische Antrieb soll die Umwelt schonen, der Luftverkehr Staus auflösen.

So ist auch der europäische Flugzeugbauer Airbus mit dabei und testet derzeit seinen City-Airbus auf einem Flugplatz in der Nähe von Ingolstadt. Der City-Airbus ist ein elektrisches Luftfahrzeug mit acht Rotoren, das senkrecht starten und landen kann. Es soll ohne Piloten bis zu vier Passagiere auf festen Routen transportieren und beispielsweise von Stadtzentren zu Flughäfen bringen. Ein echtes Flugtaxi wäre der kleine Passagier-Airbus somit nicht. Denn die Flugroute kann nicht von den Passagieren frei gewählt werden. Die Autobauer Daimler und Geely sind an dem Start-up Volocopter beteiligt, das in Stuttgart bereits Testflüge durchgeführt hat. Die Volocopter-Flugtaxis mit ihren 18 Propellern sollen einmal autonom fliegen – allerdings mit nur einem Passagier. Das badische Unternehmen will seinen ersten kommerziellen Flugtaxi-Dienst innerhalb der nächsten drei Jahre in Singapur auf die Beine stellen. Nach zwei Jahren enger Zusammenarbeit mit der Stadt habe man eine entsprechende Zusage gemacht, teilte das Unternehmen aus Bruchsal am Mittwoch mit. Das erste Angebot werde voraussichtlich eine touristische Route entlang der Küste des Stadtstaates sein. Später könnten dann auch grenzüberschreitende Verbindungen folgen. Die Genehmigung der Behörden für den Flugtaxi-Dienst steht den Angaben zufolge noch aus. Der Stadtstaat wäre das erste Land weltweit, das den regulären Betrieb von Flugtaxis erlaubt. Quelle: ‚Manager Magazin‚.

Unverzichtbar im Cockpit: der ‚Landewiesen‘-Katalog

Übersichtlich, schnell, praktisch.

Die übersichtliche Druck-Version ist für das schnelle Finden möglicher Landewiesen auf alpinen und voralpinen Streckenflügen unverzichtbarer Begleiter im Cockpit. Jede Landefeld-Beschreibung enthält einen Kartenausschnitt, eine Skizze mit Hinweisen zu alternativen Landefeldern, einem Überblick-Bild aus 300 m Grund sowie eine Aufnahme aus einem echten Anflug auf 150 m Grund.

Das ‚Landewiesen‘-Buch wird in der Vollversion mit rund 150 Drohnen-Überflug-Videos und detaillierten Bodenaufnahmen von über 80 Landewiesen zwischen Innsbruck und dem Eiger ergänzt. Diese wichtigen Daten sind gedruckt sowie als Videos / Bilder mit einem gesicherten Zugang im Internet sichtbar. Die Überflug-Videos sind ein ideales mentales Training zur Vorbereitung erster Aussenlandungen und eignen sich zur Piloten-Ausbildung vor ersten Streckenflügen – auch in der Ebene.

Die ersten Buch-Seiten enthalten lehrreiche Hinweisen zur alpinen Streckenflug-Taktik, Informationen über die Hanglande-Technik und den sinnvollen Einsatz von Hilfstriebwerken und Eigenstartern in den Alpen.

Die kuriosesten Meldungen 2020

Das Jahr 2020 stand ganz im Zeichen von Corona. Zu lachen gab es da nichts. Stimmt nicht so ganz. Immer wieder schrieb – wie so oft – das Leben die schönsten Geschichten. Viele auch zum Schmunzeln und Kopfschütteln. Eine Auswahl aus Baden-Württemberg.

Odysse: Ein Hobbypilot verliert bei einem Rundflug die Orientierung – und landet im Hunderte Kilometer entfernten Prag. Der 79-Jährige startet im Mai in Rottweil und kommt in Tschechien drei Stunden später an – auf einer Landebahn, die wegen Wartungsarbeiten gesperrt ist. Auf Funksprüche und rote Lichtsignale reagiert er nicht.

Trockner: Eine Frau scheitert im Januar in der Teeküche eines Altenheimes in St. Georgen (Schwarzwald-Baar-Kreis) mit dem Versuch, ihr nass gewordenes Telefon in einer Mikrowelle zu trocknen. Das schnurlose Gerät verschmort, der Rauch löst den Brandmelder aus.

Fehlgriff: Ein Einbrecher plündert im Oktober eine Vitrine mit Goldbarren in einer Bankfiliale in Bad Herrenalb (Kreis Calw). Doch bei dem vermeintlichen Edelmetall handelte es sich um Attrappen.

Geldregen: In Pforzheim fallen im Februar Geldscheine vom Himmel. Wind wirbelt die mehr als 3000 Euro aus einer Ledermappe durch die Luft. Ein Autofahrer erschrickt und bremst so stark ab, dass ein weiteres Fahrzeug auf seinen Wagen auffährt.

Flaschenpost: Die 13-jährige Paula aus Freiburg gibt im Nordseeurlaub 2002 eine Flaschenpost auf den Weg ins Meer vor Langeoog. Acht Jahre später taucht die wieder auf – hat es aber nicht weit geschafft: Eine Bewohnerin derselben Insel entdeckt den inzwischen zerfledderten Brief. Dank des Internets wird aber auch die Autorin aufgestöbert.

Wäsche: Auf Brautkleider hat es ein Dieb in Freiburg offensichtlich abgesehen. Geschätzt 40 Kleider stehlen der oder die Einbrecher im September aus einem Brautladen.

Entschuldigung: Ein Einbrecher steht im Juli in Sankt Blasien (Kreis Waldshut) plötzlich nachts in einem Gästezimmer. Als er das Paar darin sieht, sagt er kurz „Sorry“ und sucht ohne Beute das Weite.

Entdeckungsreise: Ein Waschbär hat es sich im Dezember in einem Schaufenster eines Modegeschäfts in Heidelberg zwischen den Kleidern gemütlich gemacht. Eine Spaziergängerin hat das Tier dort vor Ladenöffnung entdeckt.

Motorradausflug: Mit einem Camping-Hocker und Schwimmhilfen baut ein Mann sein Motorrad zum Familienfahrzeug um. Mit seinen drei Kindern auf der Maschine braust der 51-Jährige im Juli über eine Bundesstraße in der Nähe von Backnang (Rems-Murr-Kreis).

Schilderwald: Zum Schutz des Straßenbahnverkehrs vor Falschparkern setzt Karlsruhe auf Schilderwald. Auf einem kurzen Straßenabschnitt erklären 80 identische Schilder im Sommer, dass Parkende die weiße Linie zwischen Parkplatz und Straßenbahnschienen respektieren sollen. Wegen Bauarbeiten an anderer Stelle fahren für einige Wochen mehr Linien als sonst hierher. Dabei soll kein Stau entstehen.

Himmelserscheinung: Die Netzgemeinde spekuliert im November wild über eine vermeintlich frivole Erscheinung am Himmel über Baden. Zwei Kringel und ein langgezogener Bogen aus Kondensstreifen – hat da jemand etwa einen Penis ins Blau gemalt? Die Auflösung bieder: Zwei Kampfflugzeuge der Bundeswehr haben ein Abfangmanöver simuliert.

Hinweis: „Für alle Autofahrer, die nur ‚Singen und Klatschen‘ in der Schule hatten: Dies ist ein Reisemobilstellplatz. Auch wenn Sie Ihren Namen tanzen können: Hier ist für Pkw Parken verboten.“ Mit diesem Hinweisschild will Michelbach an der Bilz (Kreis Schwäbisch Hall) zwei für Wohnmobile gedachte Parkplätze an der Gemeindehalle von Autos frei halten. „Wir wollen die Menschen humoristisch darauf hinweisen“, erklärt Bürgermeister Werner Dörr im Februar.

Genmaterial: Ein Lokführer entdeckt bei einem Kontrollgang durch eine S-Bahn am Heidelberger Hauptbahnhof eine Kühlbox aus Styropor. Darin: drei Ampullen voller Hamster-DNA. Weil das am Anfang aber unklar ist, rückt im August der Entschärfungsdienst der Bundespolizei an.

Brandheiß: Mitten auf der Autobahn 6 bei Weinsberg (Kreis Heilbronn) fängt die Handtasche einer Mitfahrerin auf einem Motorrad plötzlich Feuer – doch weder die 15-Jährige noch der ein Jahr ältere Fahrer bemerken das. Die Tasche berührte den immer heißer werdenden Auspuff, bis sie zu brennen begann. Ein Autofahrer muss die beiden Teenager im September auf den Brand aufmerksam machen.

Abgeladen: Anstatt sie an ihre Empfänger zu liefern, lädt ein Paketbote im Kreis Konstanz 19 Pakete einfach in einem Gebüsch ab. Die Polizei rätselt im November, was das soll.

Verlust: Auf der Flucht vor der Polizei verliert ein betrunkener Motorradfahrer in Murr (Kreis Ludwigsburg) seinen Beifahrer. Der 29 Jahre alte Sozius erleidet beim Sturz im Juli leichte Verletzungen.

Versenkt: Eigentlich will er nur sein Motorboot ins Wasser lassen – doch rutscht einem Mann im Hafen in Langenargen gleich sein Auto mit in den Bodensee. Als er im Juni noch etwas am Anhänger überprüfen will, setzt sich das Gespann in Bewegung. Zwar taucht das Motorboot wieder auf der Wasseroberfläche auf, das Auto aber bleibt am Grund.

Sportlich: Mitten auf einer Kreuzung in Leonberg (Kreis Böblingen) macht ein betrunkener Mann im März Liegestütze. Eine Polizeistreife entdeckt den 50-Jährigen, der mehr als zwei Promille intus hat.

ABGEWÄHLT: Obwohl sie keinen einzigen Gegenkandidaten hat, verliert Amtsinhaberin Tanja Steinebrunner die Bürgermeisterwahl in Fröhnd (Kreis Lörrach). Der Großteil der Wähler schreibt im November einfach einen anderen Namen auf den Stimmzettel. Auch bei der Neuwahl zwei Wochen später verliert die Bürgermeisterin erneut – diesmal hat sie aber ganz offiziell zwei Gegenkandidaten.

Bunt: Mitten auf die Rasenfläche eines Stadions in Sandhausen (Rhein-Neckar-Kreis) pflanzen Unbekannte im März bis zu Hundert Frühlingsblumen und ein Bäumchen. Rasenpfleger schaffen es, den Platz rechtzeitig vor einem Fußballspiel wieder bespielbar zu machen.

Foto: Ein Traktorfahrer fährt in Leutkirch (Kreis Ravensburg) im April einen Blitzer um und nimmt ihn mit seinem Frontlader mit.

Geköpft: Ein Karlsruher entdeckt im Mai in seinem Garten den abgetrennten Steinkopf einer Statue. Ein Anrufer schildert der Polizei, dass er den Kopf mit engelsähnlicher Optik nahe einer Psychiatrie entdeckt und mitgenommen habe. Weil er keinen Garten besitze, habe er den Fund im Garten des Anwohners in Karlsruhe abgelegt.

Abgedüst: Eine Frau bittet einen Zeitungsausträger in Bermatingen (Bodenseekreis) um eine Mitfahrgelegenheit – und macht sich nach dessen Absage kurzerhand allein in seinem Auto davon. Den Zündschlüssel hatte der Mann stecken sowie die Tür offen gelassen. Die Frau düst im Oktober laut Polizei „mit quietschenden Reifen“ weg und fährt wenig später in Friedrichshafen auf eine Verkehrsinsel.

Gefecht: Mit Klappstühlen gehen zwei Gruppen in Waldenbuch (Kreis Böblingen) aufeinander los. Alle sieben Beteiligte werden bei der Schlägerei im Mai leichte Verletzungen, einer muss ins Krankenhaus.

Eingenickt: Ein Einbrecher bedient sich im April in einer Bäckerei in Hochdorf (Kreis Esslingen) an Getränken und Gebäck – und schläft dann auf einer Bank ein. Mitarbeiter finden den schlafenden 35-Jährigen. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Segelflug-Bildkalender 2021 in neuem Design

Der Segelflug-Bildkalender mit traumhafte Segelflug-Aufnahmen in allen Jahreszeiten auf der Frontseite und spannenden, englisch- und deutschsprachigen Hintergrund-Informationen und Geschichten auf der Kalenderblatt-Rückseite erscheint dieses Jahr in einem überarbeiteten, modernen Design bei Gabler-Media – der Verlegerin des Segelfliegen-Magazins.

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Der Segelflug-Bildkalender 2021 ist ab sofort hier im Webstore erhältlich.

Businessjet schlittert über Landebahn

Am Freitag, 4. Dezember, machte eine Schweizer Cessna am Flughafen Annecy-Mont Blanc wegen Schnees auf der Landebahn eine Bruchlandung. Drei Personen wurden verletzt. Am Freitagnachmittag kam es am Flughafen Annecy-Mont Blanc zu einem Unfall mit einem in der Schweiz registrierten Flugzeug, wie «20 Minuten» berichtet. Wegen des Schneetreibens verfehlte die Cessna die Landebahn und schlitterte über eine Strasse. Erst auf einem Veloweg kam die Maschine zum Stillstand. Verletzt wurden drei Personen, darunter auch der 60-jährige Pilot, der schwere Verletzungen davontrug. Er musste durch die Feuerwehr aus der verunfallten Cessna befreit werden. Bei den beiden anderen Verletzten handelt es sich um zwei französische Passagiere im Alter von 26 und 28 Jahren. Eigentlich hätte der Flug, der in Marseille-Marignane startete, in Genf enden sollen. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse musste der Pilot in Annecy zwischenlanden. Quelle: ‚TeleBasel‚.

Segelfliegen in den französischen Alpen

Zusammenstellung meines Segelflugjahres in den französischen Alpen vom Flugplatz St. Crepin aus. Es war wegen Covid 19 ein kurzes, aber effizientes Jahr! Mithilfe meines Vaters konnte ich eine Pegase kaufen und in der Nähe des Mont Blanc und des Matterhorns fliegen. Ein Traum wurde wahr! Jetzt gilt es nur noch, die nächsten zu verwirklichen! Quelle: Cumulus Production.

Geld von Bill Gates und Jeff Bezos für Wasserstoff-Flugzeug

Das Startup ZeroAvia will bis 2023 serienreife Technik für Wasserstoffantriebe liefern können. Nun hat ZeroAvia eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das kalifornische Startup ZeroAvia, das wasserstoffbetriebene Antriebssysteme für Flugzeuge entwickelt, bekommt in einer Finanzierungsrunde Geld von Fonds, in die Microsoft-Mitgründer Bill Gates und Amazon-Chef Jeff Bezos involviert sind. 21,4 Millionen US-Dollar seien in einer Finanzierungsrunde zusammengekommen, an der Gates‘ Breakthrough Energy Ventures und Bezos‘ Amazon Climate Pledge Fund beteiligt sind, heißt es in einer Mitteilung. ZeroAvia ging außerdem eine Partnerschaft mit British Airways ein und erhielt von der britischen Regierung eine Genehmigung für eine neue Finanzierung um weitere 16,3 Millionen US-Dollar, teilte das Startup mit. Es habe somit seit seinem Bestehen knapp 50 Millionen US-Dollar Investments eingesammelt.

20 Sitze, 800 Kilometer
ZeroAvia will ab 2023 Antriebsstränge für Jets mit bis zu 20 Sitzen und 800 Kilometern Reichweite auf den Markt bringen. Mit dem frischen Geld könne es die Entwicklungsarbeiten beschleunigen, teilt ZeroAvia mit. Derzeit zeigten sich gut zehn Airlines interessiert an der Technik des Unternehmens. Bis 2026 sollen Flugzeuge für 80 Passagiere und 800 Kilometer und bis 2030 für 100 Passagiere und 1600 Kilometer Reichweite mit der Wasserstoff-Technik ausgerüstet werden können, lautet die Ziele.

Jets, die mit Brennstoffzellen betrieben werden, will auch Airbus bauen. Der Flugzeughersteller hat dafür kürzlich eine Kooperation mit dem deutschen Automobilzulieferer Elring Klinger geschlossen. Im Rahmen des Projekts ZEROe soll bis 2035 das erste emissionsfreie kommerziell betriebene Flugzeug fertig sein. Ein reiner Batterieantrieb stoße in der Luftfahrt auf längeren Distanzen oder für größere Flugzeuge wegen der eingeschränkten Leistungsdauer und des Gewichts an seine Grenzen, wirbt Elring Klinger für seine Technik. Brennstoffzellen seien hingegen eine leistungsfähige Alternative. Quelle: ‚Heise.de‚.

Segelflug im Wintersturm mit Yves Gerster

Grosse Höhen, tiefe Temperaturen: Flug in den Südwind-Leewellen über den Zentralalpen am 4. Dezember 2020 zur Erkundung der Föhnbedingungen. 3D-Simulation. Video. Quelle: OLC.

Abzug der Flugsicherung?

Für heftige Kritik sorgen Pläne von Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne), die Flugüberwachungsbehörde Austro Control in Wien zu zentralisieren. SPÖ und Gewerkschaft wehren sich gegen den möglichen Abzug vieler Fluglotsen aus den Bundesländern – auch aus Salzburg. Laut internen Briefen gibt es auch Sicherheitsbedenken. Die Flugsicherheit über weiten Teilen Österreichs sei durch die neuen Pläne in Gefahr, betonen die Chef-Fluglotsen der fünf großen Bundesländer-Flughäfen Österreichs in internen und vertraulichen Briefen an die Geschäftsführung von ACG. Diese liegen dem ORF vor. Demnach sollen laut Wiener Management der Austro Control GesmbH (ACG) die fünf Anflugkontrollstellen auf den Airports in Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Graz nach Wien zentralisiert werden. Das ruft massive Sicherheitsbedenken in Kreisen von AC-Lotsen hervor. Dazu kommt nun offizielle Kritik aus der Politik.

Besonderheit alpiner Flughäfen
Nicht nur würden drei Viertel der Arbeitsplätze am Standort Salzburg wegfallen, sondern auch die für diesen Flughafen nötige Expertise, heißt es. Mehr und mehr Fluglotsen würden für den Flughafen Salzburg von Wien aus arbeiten. Das sei vor allem für alpine Flughäfen wie Salzburg und Innsbruck eine Katastrophe, kritisiert der Salzburger SPÖ-Landesparteivorsitzende David Egger. Gerade bei schwierigem Wind und Wetter seien Piloten auf die Unterstützung von regionalen Lotsen mit genauen Ortskenntnissen angewiesen, sagt Kajetan Uriach von der Gewerkschaft Vida: „Es ist wichtig, dass man gerade in der Flugsicherung die Fachleute lokal verankert hat. Sie können Lagen schneller und besser einschätzen als Fachkräfte aus der Ferne – aus Wien über technische Systeme. Deshalb wäre diese Zentralisierung ein Wahnsinn.“

Ressortchef wartet auf Antwort aus Wien
Eigentümer des Salzburger Flughafens sind Stadt und Land Salzburg. Man habe bisher noch keine zufriedenstellende Antwort aus Wien bekommen, sagt der für den Flughafen in der Landesregierung zuständige LHstv. Christian Stöckl (ÖVP): „Aber wir fordern immer wieder ein, dass die Sicherheitsbedenken ernst genommen werden. Entscheidung ist bisher keine gefallen.“

Laut Austro Control wackeln Salzburger Jobs nicht
Aktuell arbeiten auf dem Standort Salzburg 21 ACG-Mitarbeiter. Übrig würden zwischen fünf und zehn Jobs bleiben, befürchtet Uriach. Für das Bundesland wichtige und hochwertige Arbeitsplätze würden wegfallen. Laut Austro Control wackeln jedoch aktuell keine Arbeitsplätze in Salzburg. Generell würden noch verschiedenste Konzepte diskutiert – unter Abwägung der Flugsicherheit und Effizienzsteigerung, sagte dazu ein Sprecher von Austro Control am Donnerstag dem ORF.

Interne Briefe an AC-Management bekannt geworden
Die Chef-Lotsen der fünf großen Flughäfen in den Bundesländern betonen in ihren internen Briefen an die Wiener ACG-Geschäftsführung, dass die seit vielen Jahren bewährte ineinandergreifende Zusammenarbeit zwischen Tower- und Anfluglotsen künftig bundesweit in Gefahr sein könnte. Auf allen Airports seien hochqualifizierte Lotsen miteinander tätig. Diese hätten jeweils mehrfache behördliche Zulassungen für beide Aufgabenbereiche: „Tower“ sowie „An- und Abflugkontrolle“. Diese Teams seien perfekt eingespielt, würden sich abwechseln und ergänzen, so die regionalen Chef-Fluglotsen in ihren vertraulichen Briefen nach Wien. Auf Anfrage des ORF gab es von keinem der Autoren eine Antwort oder Bestätigung.

Sicherheitsbedenken, CO2-Debatte
Eine einzige Zentralstelle in Wien wäre mit den schwierigen Bedingungen über Österreich rasch überfordert, heißt es in einem dieser Schreiben weiter.
Lokale Kompetenz und Wissen gingen verloren. Bei dem neuen Konzept sei aus Kostengründen geplant, dass künftig ein Fluglotse gleichzeitig mehrere Airports in den Bundesländern betreuen soll. Dabei bestehe die Gefahr, dass ein Lotse in Wien etwas übersieht, während er zeitgleich bei einem anderen Airport mit eigener Problemlösung beschäftigt sei. Daran würde auch modernste Computer-Technik nichts ändern. Die geplante Zentralisierung in Wien bringe zudem höhere Belastungen für Umwelt und Klima. Um aus der Ferne in Wien mehr Zeit für Entscheidungen und Anweisungen zu gewinnen, würden Luftfahrzeuge mehr Warteschleifen fliegen oder vor dem Abflug länger auf dem Boden mit laufenden Triebwerken warten müssen. Resultate seien Zeitverluste, höhere Lärmbelastung, zusätzliche CO2-Emissionen und mehr Spritverbrauch.

Neues Konzept „nicht ratsam“
Der Leiter der Salzburger Fluglotsen argumentiert in seinem internen Brief mit massiven Sicherheitsbedenken. Auch in Salzburg stünden Hoch- und Mittelgebirge im direkten Nahbereich des Airport, was gelegentlich sehr rasche Entscheidungen und Anweisungen erfordere. Das sei aus der Ferne mit der nötigen Effizienz nicht möglich. Auch der automatisierte Instrumentenanflug in Salzburg habe hohe Sichtflug-Anteile, was die Verfahren schwieriger mache. Dazu komme ein einzigartiger Verkehrsmix von internationalen Verbindungen, heimischen Linien und privaten Flugzeugen – neben dem Hubschrauberbetrieb von Rettungsorganisationen, Polizei und Privaten und der international bekannten Oldtimer-Flotte im Hangar 7. Der intensive Ski-Charter-Verkehr im Winter erfordere in Salzburg sehr viel lokale Kompetenz bei Flugsicherung und Meteorologie. Das von Wiener Zentralstellen geplante Konzept sei „widersinnig und nicht ratsam für den Standort“, so der Tenor aus Salzburg.

Tiroler, Salzburger verweisen auf schwierige Anflüge
Große Sorgen macht sich zum Beispiel auch der leitende Fluglotse in Innsbruck angesichts des Wetters, das in Westösterreich harten und schnellen Wechseln unterliege. Dazu komme die weltweit einzigartige geografische Lage Innsbrucks im langgezogenen Flusstal-Kessel des Inn. Allein der Anflug von Osten her über Rattenberg sei mehr als 45 Kilometer lang, gesäumt von Hochgebirgen auf beiden Seiten, die im Fall des Falles von der Flugsicherung schnelle Reaktionen erfordern. Dazu kämen extreme Föhn-Wetterlagen, Sommer- und Winterstürme über den Bergen und im Inntal. Weiters seien allein in Tirol der internationale und nationale Flugverkehr mit dem regionalen Betrieb von 35 Hubschrauber-Basen zu koordinieren. Quelle: ORF.

11’092 m.ü.M. in einer DG 303

Am 17. Dezember sind wir ab Inyokern auf eine maximale Höhe von 36’394 ft oder 11’092 m.ü.M. gestiegen. Sehr kalt da oben: -70° F / -57° C. Quelle: OLC und facebook.

AERO 2021 mit vollem Programm am Start

Die Internationale Luftfahrtmesse findet nach einem Jahr Corona-Pause im kommenden Jahr von 21. bis 24. April 2021 auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt. Das Projektteam am Bodensee rechnet mit einer sehr guten Belegung. Wichtige Branchengrößen wie Diamond, Tecnam, Piper, Junkers, Textron sowie Rheinland Air Service (DAHER, Hondajet, Bell-Partnerschaft) haben ihre Präsenz bereits zugesagt und nutzen gerne die AERO, welche eine der wichtigsten internationalen Branchentreffs darstellt: „Wir freuen uns über den lauten, positiven Ruf aus der Branche. Dies unterstreicht die Relevanz der AERO und die Notwendigkeit, sich persönlich auszutauschen“, erklärt Roland Bosch, Bereichsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung. AERO-Projektleiter Tobias Bretzel ist sicher, dass die Fachmesse – unter Beachtung der entsprechenden Hygienevorschriften, mit Maskenpflicht und verpflichtendes Online-Ticketing – gut organisiert stattfinden kann.

Das AERO-Team verzeichnet bereits Mitte Dezember 2020 einen sehr guten internationalen Anmeldestand. Rund 60 Prozent der gemeldeten Aussteller kommen aus dem Ausland. Einen hohen Stellenwert nimmt die e-flight-expo im kommenden Jahr ein. Unter dem Oberbegriff „Nachhaltige Luftfahrt“ werden hier besonders innovative Flugzeuge, alternative Antriebsarten sowie das Thema Ladeinfrastruktur gezeigt. Aktuell prüft der an das Messegelände angrenzende Flughafen Friedrichshafen in einem Pilotprojekt die Umsetzung von Ladestationen für Flugzeuge mit Elektroantrieb. Ziel ist, bereits zur kommenden AERO 2021 eine solche Ladestation in Betrieb zu haben, da bereits konkrete Anfragen seitens Schweizer Piloten bei den AERO-Veranstaltern vorliegen. Diese möchten u.a. mit der neuen Pipistrel Velis Electro, die in der Schweiz bereits zu Schulungszwecken verwendet wird, Friedrichshafen (EDNY) anfliegen.

Die AERO bietet ein komplettes Angebot für alle Bereiche der Allgemeinen Luftfahrt. Präsent sind Fluggeräte von der zivilen Drohne über Segelflugzeuge, Ultraleichtflugzeuge und Gyrocopter, Helikopter und leichte Flugzeuge mit Kolbenmotor oder Propellerturbine bis hin zu Businessjets. Neue Antriebssysteme, modernste Avionik, Dienstleistungen und Zubehör für Piloten sind weitere Schwerpunkte. Diese Themenbereiche finden auch in den AERO Conferences statt und machen Europas größte Veranstaltung der Allgemeinen Luftfahrt dadurch auch zu einer wichtigen Plattform für Wissensaustausch und Weiterbildung.

Auch das neue Datum der AERO South Africa ist nun fixiert, nachdem die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie für dieses Jahr ebenfalls abgesagt wurde: Die Luftfahrtmesse findet von 8. bis 10. Juli 2021 auf dem Flughafen Wonderboom in Pretoria statt. Die AERO Friedrichshafen präsentiert sich zusätzlich außerhalb der klassischen Messezeit im regelmäßigen Turnus mit digitalen Konferenzinhalten. „Damit halten wir den Kontakt zu unseren Ausstellern, Besuchern und sämtlichen Netzwerken bis zum kommenden Messetermin aufrecht und teilen mit der Branche unter #wearega und #aerofriedrichshafen ganzjährig die Faszination Luftfahrt“, erklärt AERO-Projektleiter Tobias Bretzel.

Stimmen zur AERO 2021:
Johannes Graf von Schaesberg, Geschäftsführer Rheinland Air Service:
„Die AERO ist für Rheinland Air Service einer der wichtigsten überregionalen Branchentreffpunkte in unserem europäischen Vertriebsgebiet und deshalb sind wir natürlich auch im kommenden Jahr wieder live vor Ort. Nach einem Jahr auf unfreiwilliger ,Distanz‘ freuen wir uns nun ganz besonders darauf, wieder persönlich mit unseren Kunden ins Gespräch zu kommen. Nichts geht über den gemeinsamen Blick auf unsere Ausstellungsflugzeuge, um sich selbst von der Qualität unserer Flugzeuge zu überzeugen. Und so blicken wir nun voller Vorfreude auf die kommende AERO. Als offizieller Händler für den HondaJet, die TBM Serie von DAHER und die vielseitige Kodiak haben wir unseren Stammplatz in Halle A3 natürlich bereits wieder gebucht und freuen uns auf ein Wiedersehen mit allen interessierten Messebesuchern. Als neuer Händler für den Bell 505 Helikopter in Deutschland freuen wir uns in 2021 ganz besonders auf unseren Messestand in der Halle B5 – hier möchten wir das Publikum einladen, einen Blick auf den hochmodernen Bell 505 Jet Ranger X zu werfen, Fragen zu stellen und sich umfassend zu informieren.“

Vincent Fischer, Leiter Marketing Piper Deutschland AG:
„Die Firmengruppe der Piper Deutschland AG freut sich, dass die AERO in 2021 unter Berücksichtigung eines neuen Hygienekonzeptes vorangetrieben wird. Piper Aircraft, Inc. USA und Piper Deutschland unterstützen das Messeteam und haben gern ihre Teilnahme bestätigt. Wir freuen uns auf die AERO 2021, um mit Partnern, Kunden und Lieferanten neue Wege zu beschreiten.“

Ivo Boscarol, Gründer und General Manager Pipistrel Group:
„Pipistrel hat die AERO Friedrichshafen immer als eines der wichtigsten Events zur Förderung der ‚light and general aviation‘ angesehen. Daher haben wir die Messe von Anfang an nie verpasst – außer in diesem Jahr, als das Corona-Virus uns alle an der Teilnahme hinderte. Wir freuen uns somit auf die AERO 2021, wenn die Veranstaltung wieder in ihrer ganzen Pracht zum Leben erweckt wird, nicht nur zum Erfolg von uns Ausstellern, sondern auch zur Förderung der Luftfahrt im Allgemeinen mit der Europäischen Leitmesse in diesem Bereich. Die AERO Expo, die durch Begleitveranstaltungen wie Konferenzen oder Präsentationen eine einzigartige Anerkennung erhält, ist für uns unverzichtbar. Deshalb werden wir gemeinsam mit den Organisatoren unser Bestes geben, um eine Veranstaltung auf dem Niveau der Vorjahre vorzubereiten, oder sogar besser. Und wussten Sie, dass Pipistrels Flugzeuge den Slogan „Infected by Pipistrel“ tragen? Es ist nicht umsonst – wenn Sie sie einmal probiert haben, sind Sie für Ihr ganzes Leben überwältigt. Die AERO Friedrichshafen hat Pandemien wie Aids und Ebola überlebt und wird sicherlich auch Covid-19 überleben. Wir glauben daher, dass das Pipistrel-Virus-Flugzeug das einzige ,Virus‘ auf der AERO 2021 sein wird!“ Die AERO 2021 beginnt am 21. April und dauert bis zum 24. April 2021.

CH: Ausnahme des Modellflugs von der EU-Drohnenregelung

Als Zweitrat hat die kleine Kammer des Parlaments unter der Leitung des Ständeratspräsidenten am 8.12.2020 die Motion 20.3916 der vorberatenden Kommissionen für Verkehr und Fernmeldewesen debattiert und mit 20 Ja zu 18 Nein-Stimmen bei 4 Enthaltungen nach dem Nationalrat ebenfalls an den Bundesrat überwiesen. Der Bundesrat wird beauftragt, bei der Übernahme der EU-Verordnung 2019/947 den traditionellen Modellflug auszunehmen und unter nationalem Recht zu belassen.

Begründung: aus Sicherheits- und Datenschutzgründen hat EU mit der EU-Verordnung 2019/947 Betriebsregeln für unbemannte Luftfahrzeuge erlassen. Auslöser war das gehäufte und störende Auftreten von Drohnen, die von jedermann überall und ohne aviatische Kenntnisse betrieben werden können. Da diese Regeln für alle unbemannten Luftfahrzeuge gelten, betreffen sie auch den Modellflug. Modellflug ist viel mehr als Hobby und Freizeitaktivität: Er bietet nicht nur Jugendlichen Zugang zur Fliegerei und Technik, sondern ist auch für gewisse Tourismusbetriebe und KMU eine wichtige wirtschaftliche Basis. Zudem sind die Entwicklung umweltschonender Elektromotoren und Energiespeicher oder Verbesserungen im Bereich der Aerodynamik massgeblich auf Erkenntnisse aus dem Modellflugbau zurückzuführen. In der Schweiz betreiben rund 15’000 verantwortungsvolle Menschen den Modellflug-sport. Unfälle mit Schäden oder gar Verletzungen zum Nachteile Dritter sind äusserst selten; der hohe Sicherheitsstandard wird auch von der European Union Aviation Safety Agency (EASA) anerkannt.

Unsere Modellflugvorschriften sind bewährt, einfach und praxisorientiert. Dagegen sind die zwingend anwendbaren und sehr umfangreichen EU-Vorschriften rein administrativer Natur; sie erhöhen die Sicherheit nicht. Wer ein Modellflugzeug betreibt, das schwerer als 250 g oder mit einer Kamera versehen ist, muss sich z.B. vorgängig in ein EU-kompatibles nationales Register eintragen, internet-basierte Trainings absolvieren und Wissensteste bestehen. Flüge mit Modellflugzeugen sind grundsätzlich auf 120 Meter über Grund beschränkt, was gewisse Sparten des Modellflugsports oder Flüge im Gebirge praktisch verunmöglicht. Einzig Flüge, die im Rahmen eines Vereins erfolgen, können von Erleichterungen profitieren, erfordern aber eine entsprechende behördliche Bewilligung. Für Jugendliche, die keinem Verein angehören, gilt ein Mindestalter von 12 Jahren. Grosse Teile des Modellflugs in der Schweiz würden also faktisch einem Vereinszwang unterstellt, was verfassungswidrig wäre.

Bei der Übernahme der EU-Regeln müsste das BAZL u.a. das Register für Modellflugzeugbetreiber sowie eine Internet-basierte Trainings- und Testplattform betreiben, Bewilligungen erteilen und den Modell-flug im eigentlichen Sinne beaufsichtigen. Die staatliche Überwachung nicht sicherheitsrelevanter Sport- und Freizeitaktivitäten ist weder sachgerecht noch mit unserer liberalen Gesetzgebung in Einklang zu bringen und daher nicht zu rechtfertigen. In Hinblick auf die Übernahme der EU-Drohnenregelung wurde den Protagonisten des Modellflugs zudem eine pragmatische Lösung für die Schweiz in Aussicht gestellt mit dem Ziel, den Modellflug im bisherigen Rahmen fortführen zu können. Diese Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Bild: ‚Hahnenmoos.ch‚.