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Pilot besucht betroffene Hauseigentümer

„Es sei gut so, wie es ausgegangen ist“, sagt Horst Wisser mit fester, aber leiser Stimme. Er steht in dem Studio in seinem Wohnhaus, in welches an Pfingstsamstag um 19.30 Uhr ein Kleinflugzeug gekracht ist. „Wir leben beide. Wir haben einen Schutzengel gehabt“, wendet Wisser sich an Hans-Dieter Pahl, den 54-jährigen Piloten, der die Maschine flog. Quelle: ‚Rhein-Zeitung‚.

AS 33 Zulassung im September erwartet

Jahrelang war die ASG 29 national und international ein wichtiger Player im Wettbewerbsgeschehen der 18m-Klasse. Das Nachfolgemodell, die AS 33 – steht offenbar kurz vor der Zulassung. Trotz aller Widrigkeiten infolge der Covid-19-Pandemie und der Reisebeschränkung behördlicher Vertreter ist Schleicher in Poppenhausen zuversichtlich, das Zulassungsverfahren der AS 33 bereits im September abschliessen zu können. In Kürze soll auch der Erstflug der 15m-Variante stattfinden.

Gefährliche Annäherung von PC-24 und Segelflieger

Am Himmel über Neuheim im Kanton Zug sind sich ein Segelflugzeug und eine Pilatus PC-24 gefährlich nahe gekommen. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat daher eine Untersuchung eröffnet. Der Vorfall ereignete sich am 8. Mai auf rund 1500 Metern über Meer, wie aus dem Vorbericht hervorgeht, den die Sust am Dienstag veröffentlichte. Das Segelflugzeug war vom Flugplatz Hausen am Albis mit einem Piloten an Bord zu einem privaten Flug gestartet. Der PC-24 der Pilatus Flugzeugwerke war derweil auf einem technischen Flug unterwegs. Mit zwei Personen an Bord war der Jet vom Flugplatz Buochs aus gestartet, für beide Flugzeuge galten die Sichtflugregeln. Die Sust stuft das Ereignis als «schweren Vorfall» ein. Quelle: ‚Luzerner Zeitung‘.

Elektrosegler AS 34 Me kurz vor der Fertigstellung

Der Erstflug des neuen, eigenstartfähigen Elektroseglers AS 34 Me von Schleicher steht offenbar bevor. Das Konstruktionsteam ist derzeit mit der Feinabstimmung von Bedieneinheit, Motorregler und Batteriemanagementsystem (BMS) sowie den Sicherheitsfeatures beschäftigt. Schleicher setzt bei diesem Elektro-Eigenstarter auf „Eigenstart einfach elektrisch, absolute Unabhängigkeit reduziert auf das Wesentliche“. Damit sollen Piloten angesprochen werden, für die hauptsächlich der Genuss am Fliegen im Vordergrund steht, ohne dabei auf die Vorzüge eines Eigenstarters verzichten zu müssen. Eine einfache Triebwerksbedienung und reduzierter Wartungsaufwand sollen den Fokus auf das eigentlichen Erlebnis Segelflug legen.

Wasserstoff in der Luftfahrt

Lange war Wasserstoff nur ein Forschungsthema, doch jetzt will die Branche das Gas ernsthaft zum Ersatz für Kerosin machen. Die Coronakrise könnte den grünen Wandel beschleunigen. Mitte Juni am britischen Flughafen Cranfield: Eine Gruppe Zuschauer in gelben Warnwesten steht auf dem Rasen, auch die Feuerwehr hat sich mit zwei Einsatzwagen an der Startbahn postiert. Langsam rollt sie los, die blaue Propellermaschine mit sechs Sitzen, auf zu ihrem ersten Testflug, auf in die Zukunft der Luftfahrt. Das Video vom gelungenen Debüt der Kleinmaschine vom Typ Piper Malibu wird später im Internet die Runde machen. Es ist ein wichtiger Erfolg für das britische Start-up ZeroAvia. Dessen Ingenieure haben der Maschine einen neuen Antriebsstrang verpasst: Statt Kerosin tankt sie Strom. Noch stammt der aus Akkus, aber schon beim nächsten großen Testflug im Herbst sollen ihn Brennstoffzellen aus Wasserstoff erzeugen. „Vor einem Jahr sprachen alle in der Branche noch von Batterien”, sagt Julian Renz, Projektmanager bei ZeroAvia. „Jetzt ist Wasserstoff Mittelpunkt der Diskussionen.” Weltweit investieren Staaten und Konzerne in die Massenproduktion des neuen Energieträgers. Allein Deutschland will neun Milliarden Euro in die Wasserstoff-Wirtschaft stecken, und nun hat auch die Europäische Union eine Wasserstoff-Offensive vorgestellt. Ziel dieser Initiativen ist es, das Gas zum Treibstoff des 21. Jahrhunderts zu machen. Erste Züge und Schiffe fahren schon damit, Stahlwerke und Düngemittelfabriken testen Wasserstoff als neuen Energieträger. „Wasserstoff könnte eine Möglichkeit sein, Luftfahrt emissionsfrei weiterzuführen”, sagt Jochen Kaiser, Leiter für visionäre Flugzeugkonzepte beim Münchner Luftfahrt-Think-Tank Bauhaus Luftfahrt. Quelle: ‚Wirtschaftswoche‚.

Deutschland, das neue Namibia

Am Wochenende von Samstag/Sonntag sowie am Montag, 11. bis 13. Juli, wurden von Startplätzen in Deutschland 128 Flüge durchgeführt, die in der Auswertung mehr als 1’000 Punkte-Kilometer ergaben. Deutschland erweist sich damit als neues Segelflugparadies mit möglichen Distanzen, die thermisch vor allem im Winterhalbjahr in der südlichen Hemisphäre geflogen werden. Bild: FAI / facebook.

Übersicht:

  1. Juli: 09 Flüge über 1’000 Punkte-Kilometer
  2. Juli: 91 Flüge über 1’000 Punkte-Kilometer
  3. Juli: 28 Flüge über 1’000 Punkte-Kilometer

Frachtflieger Il-76: Start und Landung auf Erdpiste

Das russische Verteidigungsministerium hat kürzlich ein Video von einem Training der russischen Transportflugzeuge Il-76MD veröffentlicht. Dabei stand der Start und die Landung der Il-76 auf einer Erdpiste im Mittelpunkt. Die Übungen fanden in dem russischen Gebiet Twer statt. Dabei mussten die Piloten mit einem Transportflugzeug des Typs Il-76MD von einer Erdpiste zuerst in die Luft aufsteigen und dann die Maschine auf dieser wieder landen. Die veröffentlichten Aufnahmen zeigen, wie eine Il-76MD von der Start- und Landebahn eines Trainingsplatzes auf eine Erdpiste rollt, von wo aus die Maschine erfolgreich in die Luft aufsteigt. Die Iljuschin Il-76 (NATO-Codename: „Candid“) ist ein schweres Transportflugzeug, das in der Sowjetunion entwickelt wurde und bis heute in Russland hergestellt wird. Das Flugzeug ist in der Lage, schweres militärisches Gerät wie Panzer und Geschütze zu transportieren. Video. Quelle: ‚Sputniknews.com‚.

Glück im Unglück

Am Donnerstagnachmittag, 2. Juli ereignete sich gegen 14.30 Uhr in der Gemeinde Saint-Pons (Alpes-de-Haute-Provence) im Ubaye-Tal ein Segelflugzeug-Unfall. Ein Segelflugzeug stürzte in einem Waldgebiet in einer Höhe von fast 2.000 Metern ab. Der erfahrene Pilot, 64 Jahre alt und deutscher Nationalität, blieb unverletzt. Die Rettungskräfte der Hochgebirgs-Gendarmerie (PGHM) von Jausiers wurden vor Ort vom Hubschrauber der Gendarmerie-Luftsektion (SAG) von Digne-les-Bains unterstützt. Ersten Informationen zufolge geriet der Pilot in Schwierigkeiten und war letztlich zu einer sofortigen Landung gezwungen. Der Pilot wurde von der Feuerwehr zu Kontrolluntersuchungen geführt. Um die genauen Ursachen des Unfalls zu ermitteln, wurde eine Untersuchung eingeleitet und der Brigade de gendarmerie des transports aériens (BGTA) von Marseille-Provence übertragen. Quelle: ‚La Provence‘.

Kurvenreiche Fahrt zum neuen ‘Landewiesen’-Produkt

Was steckt hinter dem neuen, digitalen und gedruckten Katalog alpiner Landemöglichkeiten? Wie kann man in unseren digitalen Zeiten ein Produkt gestalten, das die Schnelligkeit und Übersichtlichkeit eines papierenen Nachschlagewerkes mit didaktisch wertvollen und umfangreichen digitalen Inhalten kombiniert? Wie reist man trotz schärfster COVID-Einschränkungen nach Österreich und Italien? Wie bekommt man seine Drohne wieder aus den elektronischen Abwehrmassnahmen eines Gefängnisses heraus? Warum ist es sinnvoller, alpine Landewiesen in zehn Metern Grund zu überfliegen als sie aus einer Einzelperspektive am Boden zu Fuss zu erkunden? Der Weg zum neuen ‘Landewiesen-Print- und Digitalprodukt war weiter, als «nur» 4’000 Strassenkilometer im Auto zurückzulegen. Er war spannend, lehrreich, herausfordernd, nicht immer fehlerfrei – und ich habe dabei ein viertes Mal von Grund auf Fliegen gelernt.

Wie ihre Besitzer interessieren sich auch diese Bewohnerinnen eines Bauerngutes für den seltsamen Besucher, der mit Leiter, Koffer und Rucksack bewaffnet durch ihr Mittagessen stapft.

Knapp dem Gefängnis entronnen

Anfangs fliesst das Adrenalin gelegentlich in Strömen. Als flächenfliegender Senior sind die Schwebeflug-Eigenschaften einer modernen Multikopter-Kameradrohne, die über eine mit Funktionen gut bepackte Fernbedienung und ein im grellen Sonnenlicht kaum erkennbares Mobilephone-Mäusekino-Display gesteuert wird, unbekanntes Neuland. Mehr als einmal rettet mich anfangs die optische Hinderniserkennung vor einem Totalverlust meiner neuen Drohne. Rückwärts gegen ein Hindernis fliegen, ist ebenfalls kein gutes Konzept. Denn damit übertölpelt man die Hinderniserkennung. Dass Landewiesen sich aus der Luft gleichen, ist auch nicht neu. Nur hilft diese späte Erkenntnis nix, wenn auf dem Display der Ausgangsort nicht mehr erkennbar ist und das kleine Ding hinter einer Baumreihe umhersurrt. Mehr als einmal rettet mich also auch der ‘bring-me-home-button’ aus aussichtsloser Lage – etwa im elektronischen Schutzschirm der ‘Justizvollzugsanstalt Realta’ im Domleschg. Da ich bisher nie mit Gefängnissen zu tun hatte, wäre ich nicht auf den Gedanken gekommen, dass solche Einrichtungen nicht nur gegen Ausbrecher, sondern auch gegen Eindringlinge von aussen geschützt werden. Gerettet hat mich am Ende der verzweifelte Befehl, (aus der elektronischen Schutzzone) zu steigen. Ich habe mir danach längere Zeit überlegt, mit welcher Begründung ich die Drohne wieder aus dem Gefängnis herausgeholt hätte, ohne selbst dort eintreten zu müssen.

Näher ist sicherer

Die ersten Aufnahmen im milden Weihnachtswetter 2019 sind zu Beginn als Neo-Piloten-Aufnahmen erkennbar. Wenn die Drohnen-Kamera überhaupt etwas aufzeichnet. Man kann sie ja elegant durch die Luft bewegen, nur, wenn die Kamera aus- statt eingeschaltet ist, weil der Operateur Kamera- mit Foto-Funktion verwechselt, bleibt am Ende zuhause der PC-Bildschirm trotzdem dunkel. Zum Glück habe ich mir anfangs die etwas näher gelegenen Landewiesen im Zürcher Oberland und im Bündner Rheintal als Ziel vorgenommen. Mit dem Hintergedanken, dass ich auf späteren Fahrten zu den weiter entfernten Landewiesen im Engadin oder in der Surselva sowieso irgendwann nochmals vorbeikomme und fehlerhafte oder unzureichende Aufnahmen korrigieren kann. Das war auch nötig. Irgendwann habe ich auch herausgefunden, warum die japanischen Jagdflieger immer aus der Sonne kommend angegriffen haben. Man sieht schlicht nix, wenn man in die Sonne blickt. Das trifft auch auf Kameras zu. Nur klappt es nicht immer, Sonne, Landewiese und mögliche Anflüge in eine sinnvolle Linie zu bringen. Was sich auch mal in schimmernden Gegenlicht-Effekten niederschlug.

Unschärfen

Dass die weitest entfernte Landewiese abends bei der Bildauswertung auch nach mehrmaligem Scharfstellen nur erkennbar ist, als hätte der Betrachter viel zu viel Alkohol getrunken, trägt auf einer dicht geplanten Reise nach Österreich nicht gerade zu guter Stimmung bei. Ich kann deshalb heute sagen, den Flexenpass und das Lechtal präzise zu kennen. Schöne Gegend. Und die Landewiese in Holzgau ist durchaus empfehlenswert. Eine meiner Favoritinnen!

So geht Essen im Restaurant während der Corona-Epidemie: Vorarlberger ‘Spezialitäten’ aus dem Spar-Supermarkt und als einziger Gast einsam verspiesen auf einem kleinen Hotelzimmer-Balkon.

Spionieren Sie?

Beim vierten Anhalten am Rotlicht beim Holzgauer Dorfeingang hat mich ein Anwohner, vor dessen Haus ich mit meinem Glarner Opeli anhalten musste, spontan angesprochen. Was ich denn hier als Ausländer während einer Pandemie mit meinem seltsamen Nummernschild eigentlich so täte? Ob ich spioniere? Ich sei ihm schon gestern mit meiner grossen Kamera und dem seltsamen Flugdings aufgefallen! Auch hier erkläre ich geduldig meine Absicht. Das mache ich zwischen Weihnachten und Pfingsten auf nahezu jedem Bauernhof. Die Landwirte sind besonders neugierig, wenn man auf ihren Hof fährt. Die Leiter auf meinen Schultern ist ihnen immer besonders suspekt.

Der «Besamungstechniker mit Leiter» unterwegs im Urserental, in dem wenige Tage zuvor gerade noch rechtzeitig für die Aufnahmen die letzten Schneeflecken weggeschmolzen sind.

Und Ihre Leiter?

In Zignau [Tsi Niau] – nicht zu verwechseln mit einem nordvietnamesischen Dorf mit ähnlicher Phonetik – habe ich kaum den Zündschlüssel gedreht und die eben erwähnte Leiter ausgepackt, da stehen schon (grosser) Hund und (kleiner) Meister einen Meter hinter mir. Hmmh – das ist leicht unter meiner üblichen ‘Flucht-Distanz’. Die leicht angespannte Lage mit dem Gebiss vor meinem Gesicht entschärft sich erst mit dem zittrigen Hervorkramen des ‘Landewiesen’-Buches von 2012. Und der Erklärung, dass ich meine Leiter eben bräuchte, um eine bessere Übersicht auf die Landewiese zu gewinnen. Schon 1.5 Meter Höhe machen für die Qualität der Bildergalerie am Boden einen Unterschied.

Ich bin auch ein Besamungs-Techniker

Beim einen oder anderen Landwirt kann ich verhindern, dass die Kühe zur Besamung bereitgestellt werden. Mein schlagfester, silberner Geheimkoffer mit der Drohne drin hat durchaus Ähnlichkeit mit dem wertvollen Reagenzglas-Transportkoffer von SwissGenetics. Auch diese Organisation fährt ältere Modelle (aber von Subaru). Wie auch immer: mit der Leiter, dem silbernen Koffer und einem Kamera-Rucksack falle ich auf einsamen Bauernhöfen natürlich ebenso auf wie auf stark besuchten Sonntags-Spazierwegen etwa im frühlingshaften Emmental.

Dees poaasst!

Unvergesslich wird mir die Reise nach Österreich und Italien auf dem Höhepunkt der Corona-Krise bleiben. Wegen des Einreiseverbotes gerät mein fein austarierter Zeitplan für die Fertigstellung des Buches durcheinander. Da hilft nur, Schicht um Schicht der Grenzbeamten, Ministerien und Zollverwaltungen in Bern, Feldkirch und am Ende Wien abzutragen. Hartnäckigkeit gewinnt! Ich erhalte nach dem xten Versuch, eine für alle Zollbeamten nachvollziehbare Bewilligung zu bekommen, vom österreichischen Bundesministerium für Inneres eine Anleitung, wie ich die Grenze überschreiten darf. Zum Glück habe ich medizinisches Fachpersonal in der Familie. Meine Tochter organisiert mir in der Arztpraxis kurzfristig einen Termin für einen COVID-19-Test. Der darf bei Ein- und Ausreise nicht älter als vier Tage sein. Tests sind zu der Zeit Mangelware und wären nur bei Ansteckungs-Verdachtsfällen erlaubt. Mit dem epidemiologischen Zwischenzeugnis und verschiedenen einschlägigen eMails bewaffnet, nähere ich mich dann eines Morgens zaghaft der Zollstelle in Tisis. Dass ich weitherum der einzige Besucher bin, ist wenig erstaunlich. Entsprechend genau wollen die frierenden Beamten wissen, was mich denn so dringend in ihr Land ziehe. Dann halte ich meine ausgedruckten eMails und das epidemiologisch einwandfreie Zeugnis aus dem Auto-Fenster. Dann geschieht Erstaunliches. Beide Zollbeamten grüssen militärisch – einem entwischt noch die Bemerkung ‘Dees poaasst’! und ich darf mit den besten Wünschen und ‘Viel Vergnügen beim Filmen’ Österreich erobern. Dasselbe widerfährt mir einen Tag später bei der Wieder-Einreise aus Italien an der Grenzstation am Reschenpass. Auch dort sind die vermummten Beamten von den Wiener Stempeln und Papieren beeindruckt und lassen mich anstandslos passieren. Sachen gibt’s!

Günstigste Anti-Viren-Massnahme

Es gibt sowieso Dinge, die gibt’s nur in Österreich. Seltsames beobachte ich da nämlich hinter meiner vorschriftsmässig montierten Viren-Schutzmaske bei einem Tankhalt im Klostertal. Da versucht ein anderer Gast, sein eben getanktes Benzin zu bezahlen. Ohne Maske. Worauf ihn die kurz angebundene Angestellte barsch zurechtweist, dass sie ihn ohne Schutzmaske gar nicht bedienen dürfe. «I hoab oba koane!» tönt es entrüstet von der anderen Seite der improvisierten Plexi-Scheibe. «No, dann müssen’s oan Euro mehr zoalen» – kommt darauf von der Kontrahentin zurück. Eine Maske hat der Schutzbedürftige darauf zwar nicht erhalten, aber er konnte trotzdem zur allseitigen Zufriedenheit seinen Handel abschliessen. Der zusätzliche Euro hat offenbar nachhaltig gegen Viren geholfen.

Neopren-Sandwich

Noch heute habe ich bei der Erinnerung an diese Episode einen seltsamen Geruch im Gaumen. Weil ich nicht wie gewohnt in einen Gasthof einkehren kann, weil ja alle geschlossen sind, ernähre ich mich auf der Tour zu 20 Vorarlberger und Tiroler Landewiesen ausschliesslich von Sandwiches aller Baumuster. Die schmecken nicht alle gleich gut. Jenes aus der Klostertaler Ein-Euro-Masken-Raststätte riecht etwas unüblich nach Neopren und Gummi. Und zwar noch Stunden, nachdem ich es verspiesen habe. Und das vor und nach der ersten Fahrt über den gerade eben von der Wintersperre geöffneten Flexenpass. Man braucht auch mal Glück. Sonst hätte meine vierfache Fahrt nach Holzgau im Lechtal womöglich auch noch jedes Mal durch den Bregenzer Wald geführt. Das wären ‘nur’ 90 zusätzliche Kilometer gewesen – pro Fahrt!

Eine der wenigen, freien Wiesenflächen im oberen Vinschgau. Leider sind die darin verbauten Sprinkler-Eisenstangen zur Bewässerung der Wiesen ebenso schlecht erkennbar wie die Wassergräben quer zum Hang, in denen das eingebrachte Wasser wieder durch tiefe Gräben abfliesst.

Unlandbares

In meinem Fliegerleben habe ich viermal fliegen gelernt. Zuerst als Flugschüler bei Peter Bregg das Segel- und Motorfliegen. Darauf mit Hanspeter Elmer das Gletscherfliegen. Letztlich im Fluglehrerkurs bei Willi Ritschard sel. nochmals richtig Segelfliegen. Und nun habe ich unerwarteterweise mit der Drohne nochmals aussenlanden gelernt. Ich habe mir danach vorgenommen, beim Streckenfliegen vorsichtiger vorzugehen. Denn wenn man sieht, wo man am Ende bei einem gescheiterten Streckenflug möglicherweise notlanden muss, kriegt man einen Schrecken.

Im oberen Vinschgau bin ich trotz vorbereiteter Google-Earth-Bilder und Swisstopo-Karten drei Stunden durch den ganzen, während der Corona-Quarantäne-Zeit gespenstisch-menschenleeren Talkessel geirrt. Die einzigen freien Wiesenflächen sind nahezu unlandbar. Schlimmer ist, dass man das selbst als Fussgänger kaum erkennen kann. Der Grund ist eine extensive Bewässerung der Wiesen (!). Weil deswegen das Gras meterhoch wächst, sind die darin verbauten Sprinkler-Anlagen auch aus fünf Metern Distanz nicht zu sehen. Geschweige denn aus 150 mAGL. Das ist nur der erste Teil der unangenehmen Wahrheit. Denn das eingebrachte Wasser muss aus den Äckern auch wieder abfliessen. Das erreicht man mit ca. 50 cm tiefen Wassergräben, die alle 50 Meter quer zum leicht geneigten Hang gegraben werden. D.h., im gesamten Vinschgau ist meines Erachtens bis hinunter nach Bolzano nur eine Bruchlandung möglich.

Marcheschloss

Landewiesen in der Nähe dicht besiedelter Räume sind ein besonderes Erlebnis. Im Falle von Hurden und Pfäffikon bin ich längere Zeit durch die millionenteuren Villenquartiere geirrt. Letztlich habe ich die eine, vernünftige Landewiese zwar gefunden, konnte sie aber nicht betreten. Sie liegt in einem Vogelschutzgebiet. Und damit da nicht jeder reintrampelt, ist sie eingezäunt und hat ein Schloss vorgehängt. Das Tor mit dem Schloss ist etwas kompliziert unter der Seedamm-Kanal-Autobrücke zu finden. Wer den Schlüssel besitzt, kann ich nicht herausfinden, aber das Land wird normal landwirtschaftlich genutzt. Also ein lösbares Problem, nachdem man eine Landung nahe am Sumpfgebiet am Zürichsee einwandfrei hinbekommen hat.

Was genau will ich mit ‘Landewiesen’ eigentlich?

Bei all den Abenteuern geht beinahe vergessen, was das Produkt ‘Landewiesen’ überhaupt kann. Die gedruckte Version ist der seit Jahren gewohnte Katalog. Einfach aktuell designt, mit neuen Wiesen, einer Anleitung zum Hanglanden und Hinweisen für das Handling von Eigenstartern – einem neuen ‘Risiko’ für Streckenflieger.

Virtuell aussenlanden

Ganz neu sind hingegen die 150 Drohnen-Videos und rund 1’000 Fotos vom Zustand der Landewiesen am Boden. Da sich ein Datenhaufen von zwei Terrabite nicht abdrucken lässt, sind diese Inhalte nur online verfügbar. Das kostet zwar ein wenig mehr, hilft aber als ideale mentale Vorbereitung auf Aussenlandungen oder als Training.

Ich behaupte, dass man wie im Traum gesteuert sicher aussenlandet, wenn man sich diese Videos anschaut. Ich behaupte auch, dass es lehrreicher ist, eine Wiese am Bildschirm in zehn Metern von vorn bis hinten und zurück zu überfliegen, statt sie vom Rand aus 1.60 bis 1.80 m (Augen-) Höhe zu besuchen. Vom ökologischen Unsinn, dass Hundertschaften von Piloten von Feld zu Feld mit dem Auto quer durch die Alpen pilgern, rede ich bewusst nicht, immerhin leben einige meiner besten Freunde vom Verkauf dieser Vehikel 😊. D.h. auch, dieses Produkt eignet sich hervorragend für Fluglehrer, die ihren Piloten das Aussenlanden sicher beibringen wollen.

Zu besichtigen und erhältlich ist Landewiesen hier.

In diesem Sinne wünsche ich allen Landewiesen-Benutzern von Herzen allzeit ‘happy landings’ – und „hebed Sorg“!

IGOL: Überraschender Rücktritt des Präsidenten

Im Mai dieses Jahres informierte Frido Stutz, seit drei Jahren IGOL-Präsident, den Vorstand per E-Mail über seinen sofortigen Rücktritt. Gründe seien seine berufliche Belastung und Mängel in der Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Frido Stutz ist vor kurzem als Pilot bei Cargolux pensioniert worden. So führte der langjährige Vizepräsident Bruno Scherrer kompetent und engagiert die 35. Mitgliederversammlung im neuen Flieger- und Fahrzeug-Museum Altenrhein. Nach der Begrüssung zahlreicher Ehrenmitglieder blickte er auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Kassier Dani Ritter präsentierte einen erfreulichen Jahresabschluss mit einem positiven Ergebnis und ein ausgeglichenes Budget 2020.

Die Mitglieder-Beiträge bleiben unverändert und erlauben für die Zukunft weitere inte-ressante Aktivitäten. Mit Applaus ist Uschi Menzi in den Vorstand gewählt worden. Die langjährige, erfahrene Treuhänderin und selbst Pilotin ist sowohl mit der IGOL wie auch mit dem AeCOS seit vielen Jahren verbunden und bestens vertraut. Für seine grossen Verdienste um die IGOL und vormalige VPFA ist mit grossem Applaus Peter Thoma mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet worden. Bekannt ist unter anderem sein „Airmail“, das einzigartige Magazin der IGOL. Sein Wirken meist im Hintergrund hat viel zum Erfolg der Ostschweizer Luftfahrt beigetragen. Für den IGOL-Vorstand steht jetzt die Suche nach einem neuen Präsidenten im Vordergrund. Quelle: AeCOS.

Swiss Sailplane Cup in Courtelary

In diesem Jahr wurden die meisten Segelflugwettbewerbe wegen COVID-19 abgesagt. Um trotzdem noch einen Wettbewerb in der Schweiz fliegen zu können, wurde der Swiss Sailplane Cup ins Leben gerufen.

Der Wettbewerb findet vom 27. bis 30 August statt und ist eine IGC-gewertete Regionalmeisterschaft. Um den Organisationsaufwand klein zu halten, ist es ein Minimum-Wettbewerb. Das heisst, dass ausschliesslich Briefing, Task und Schlepp zur Verfügung gestellt wird. Um den Rest kümmern sich die Teilnehmer selber.

Wegen der beschränkten Platzverhältnisse in Courtelary ist die Teilnehmeranzahl auf 16 Flugzeuge limitiert. Falls der Andrang grösser ist, werden wir versuchen, zusätzliches Land zu bekommen, um bis zu 24 Flugzeuge starten lassen zu können.

Auskunft: E-mail: info@swiss-sailplane.ch. Tel: +41 79 390 19 68 (Yves Gerster).

70 Jahre Fluggruppe FFA

1950 beschlossen einige Mitarbeiter der Flug- und Fahrzeugwerke Altenrhein FFA, eine Motorfluggruppe zu gründen. Dort, wo der legendäre P-16 entwickelt wurde, fliegt seither der 1945 gebaute Piper L-4 HB-OFR.

Heute gehören der seit 70 Jahren in der FG-FFA diensttuende Piper HB-OFR und die Cessna 172 HB-CCT zur Flotte des Vereins. Der Piper wird gerne zum Spazierenfliegen benutzt und die Cessna mit Long Range Ausrüstung eignet sich als Reiseclipper. Die Flugzeuge sind seit einiger Zeit im Fliegermuseum Altenrhein hangariert und können dort besichtigt werden. 25 Piloten und 57 Mitglieder sorgen für einen erfolgreichen Club-Betrieb. Weitere Piloten und Mitglieder sind sehr willkommen. Gesamte Chronik lesen.

Segelflugpfade durch die Maurienne

Flugregionen-Präsentation:
Segelflugpfade durch die Maurienne – von Briançon nach Aosta

Bei Flugvorbereitungs-Briefings mit Segelflug-Bedingungen, die Flüge von den südfranzösischen Segelflug-Zentren in die Alpen erwarten lassen, tauchen häufig die Ortsbezeichnungen ‘Modane-Tal’ oder ‘Maurienne’ auf. Gelegentlich ist damit der Hinweis von Fliegerkameraden verbunden, dass die Querung dieser Region beim letzten Versuch schwierig gewesen sei und man sich nur mit Mühe zurück in die aktive Luft in den französischen Alpen habe retten können.

Erschliessen Sie sich mit ‚Segelflugpfade durch die Maurienne‚ das Know How, wie Sie dieses thermisch seltsame Tal elegant durchfliegen können.

Sie erhalten nicht nur einen siebenseitigen Beschrieb erprobter Segelflug-Pfade durch die Maurienne, sondern finden im Artikel eingebunden zusätzlich kostenlos ein IGC-File mit einem Beispielflug zum nachfliegen, eine detaillierte Karte mit der geflogenen Route sowie eine Google Earth-Übersicht der Landemöglichkeiten und den Zugang zu OpenAIP-Flugplatzdaten der Region.

Markus Uhlig fliegt im Standard Jantar 1’100 km

Die Wetterlage war ja die letzten Tage allgemein gut und ich plante, mir einen Tag davon herauszupicken. Lieber einen Tag Vollgas geben, als zwei Tage halb nutzen. Da ich am Wochenende noch akut mit dem Bau der Startbahn für den #e2glide-Wettbewerb beschäftigt war, fiel der Sonntag schon mal raus. Laut Prognose hat das aber gepasst, Montag sollte wohl der homogenste Tag werden. Sonntag-Abend dann das Standard-Regime: erstmal umhören, wo am nächsten Tag geflogen wird. Auerbach ist von der thermischen Güte und der Organisation des Flugbetriebes einfach unschlagbar – danke an Pascal und den FK Auerbach für die unkomplizierte Betreuung!! – die Entscheidung fiel also einfach. Nach den fast 1’000 km im letzten Jahr, hatte ich mir vorgenommen, während der längsten Tage immer proforma 1’000 km um 3 WP aufzuschreiben, das es klappen kann, war schon lange klar, man braucht nur den richtigen Tag. Nun war die Frage, wohin – im Westen sollte die Abschirmung und Warmluft den Tag schwierig gestalten. Mithilfe der Topmeteo-Wolkenverteilung und anderen Tools war schnell klar, es geht auf den Fläming! Da 1’000 Kilometer in der Clubklasse schon schwierig zu schaffen sind und ich das Risiko einer Außenlandung nach einem nicht erfolgreichem Flug bezgl. 1’000 km vermeiden wollte, lag die Strecke so, dass in Auerbach erst 950 km voll sind. Wenn man in Auerbach/Eibenstocker Wald nochmal an die Basis kommt und der Endanflug auf die Ottengrüner Heide steht, gleitet man ab und landet erfolgreich außen, und wenn nicht, ist man wenigstens in Auerbach daheim.

Die Strecke stand also schon am Vorabend, früh lief alles nach Schema F: Anreise, Aufbau, Startbetrieb. Das Wetter entwickelte sich wie prognostiziert, Änderungen an der Strecke waren nicht notwendig. Die ersten Flusen standen ab 8.30 Uhr weit oben am Kamm, gegen 9 Uhr war es am Platzbereich zart entwickelt. 9.12 Uhr – Seil straff, Schlepp auf 1’000 m, Abflug holen, reingleiten in den Eibenstocker Wald. Zum Glück haben wir zum Kadertraining im Juni Außenlandefelder angeschaut, ansonsten wäre ich wahrscheinlich bei den schwachen Bedingungen zum Start so tief im bewaldetet Relief nervlich das erste Mal am Ende gewesen. Mit dem Wissen, welche Felder entspannt landbar sind, konnte man aber gelassen die Flusen abklappern. Der Blick nach Osten sah für die Uhrzeit richtig gut aus. Heute könnte der Tag werden! Schnell das Handy ausschalten, eh man durch irgendwelche eintrudelnden Whatsapp-Nachrichten aus dem Konzept gebracht wird.

In Richtung Fichtelberg wurden die Wolken größer und die Basis war bereits angenehm hoch, ich setzte viel Hoffnung auf den Südhang des Erzgebirges. Darüber stand eine Art Aufreihung. Dort angekommen, stellte sich heraus, dass es nur mittelhohe Feuchte oder ähnliches war, was keine gut nutzbare Thermik lieferte. Der zweite Anlauf lief dann nochmal schief, das ich auf Hanghöhe rausgleitend den Weg nach Süden wählte, um eine Außenlandung oben auf dem Berg zu vermeiden. Ein wenig Aufregung, den Tag im thermisch derzeit noch toten Böhmischen Becken zu verhauen, war schon dabei, aber an einer Südrippe gab es dann den erlösenden Bart, welcher mich zurück ins Spiel brachte. Mittlerweile hat mich Pascal in dem aufbauenden Wetter 10 km nördlich eingeholt. Er hatte für den Tag ähnliche Wendepunkte als 720-km-Dreieck ausgeschrieben, so dass wir den Tag mehr oder weniger zusammen fliegen konnten, was ein sehr konstruktives und hilfreiches Infoteam ergab. Bei 11.30 h Flugzeit mit Vollgas war es in einigen Phasen insbesondere am Abend sehr angenehm, zu zweit zu sein und sich in der Führungsposition abzuwechseln, damit der jeweils andere etwas Kraft und Konzentration schöpfen kann.

Bis 11 Uhr konnten wir also mit einem ca. 70er Schnitt in den Tag starten, ab Pirna war das Wetter homogen entwickelt. Ab dann gab es nur noch eine Vorgehensweise: mit Vollgas um die Wendepunkte… eine so homogene Luftmasse habe ich selten erlebt. Der erste WP war unkritisch, der Weg in den Norden mit leichtem Gegenwind ebenso easy, die letzten 50 km unter leichter Abschirmung und Warmluftadvektion. Die zweite Wende bei Stendal lag perfekt an der Wettergrenze, der dritte Schenkel mit Rückenwind lief schnell. Mit Hilfe der Sat-App und Infos aus der Heimat war schnell klar – das Ziel ist realistisch, die Strecke bis nach Hause sieht gut aus. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren, das Wetter voraus sieht gut aus, wir haben 30-60 Min. Puffer auf die 1’000km. Der dritte WP bei Rothenburg war etwas ausgebreitet (EDR Oberlausitz komplett frei laut Langen Info), die Luftmasse hat aber trotzdem gute Steigwerte ermöglicht. Der Blick gen Heimat: Hammer. Gegen 17 Uhr ging die Nachricht an zuhause raus, dass doch bitte jemand nach Auerbach fahren, anhängen und Richtung Westen fahren soll.

Der Einstieg ins Erzgebirge lief easy, dank der hohen Schnittgeschwindigkeit waren wir weit vor der Zeit an der Elbe. Das Erzgebirge hat erwartungsgemäß mit hoher Basis an den klassischen Stellen funktioniert, Auerbach kam in Reichweite, Stück für Stück lief der Endanflug auf die Ottengrüner Heide (Deklaration) rein. Klappt – also abgleiten gen Westen. 19 Uhr Endanflug auf das 1’000km Diplom in der Clubklasse. Dass es so ein Spaziergang wird, hätte ich mir wohl nie erträumt. Der Hänger am Boden war bereits am Haken. Kurz vor der Ottengrüner Heide findet Pascal nochmal einen Bart und fliegt anschließend zurück, um seine Deklaration (720 Dreieck) zu vollenden, die 1’000 hat er auch voll. Glückwunsch und Danke für die Unterstützung!

Wie geht es nun mit mir weiter? Erstmal Aufgabe schließen, und nun die große Frage – zurück und das 800er Dreieck schließen und mit 1’080 km daheim landen oder die Schenkel weiter Richtung Westen ziehen, damit die Klassenrekorde vergrößert werden und vielleicht mit Rückenwind noch die 1’100 km fallen – Entwicklungen stehen in der Richtung noch. Luxusprobleme, über die ich bisher noch nie nachgedacht habe. Die Größe der Klassenrekorde war mir dann wichtiger als die Landung am Startplatz, zumal der Hänger ja schon unterwegs war. Kurz vor Bayreuth steht nochmal eine große Wolke, nochmal an die Basis. Die armen Rückholer… plus auf Bamberg, dort noch weitere Wolken.

Mittlweile ist es 20.15 Uhr, so richtig will mich aber keine Thermik mehr hochbringen. Kurz vor der Landung baut über dem Hafen Bamberg nochmal eine Fluse auf, vielleicht hätte ich mehr Geduld beim Kurbeln des 0,3er gebraucht – die Flusen standen noch 30 Minuten nach der Landung. Mittlerweile ist Daniel aus unserem Verein (der direkt neben dem dortigen Flugplatz wohnt) mit Essen und Bier in Bamberg auf dem Flugplatz, wozu sollte ich mich jetzt 15 Kilometer weiter Westlich im Fränkischen auf den Acker werfen? Dass der Rechner jetzt nur 1’096 km anzeigt, ist egal und geht in allen anderen Erfolgen des Tages eh unter – ab zur Landung. Im Gegenanflug zählt der Rechner weiter- hä? na klar! ich hab ja noch 2 Schenkel! Die Landekurve wird also etwas nach hinten verlegt und schon stehen die 1’102 km – was für ein absolut verrückter Tag, in dieser Größenordnung habe selbst ich mir noch nie zu träumen getraut.

Kleine Anekdote am Ende: Trotz relativ langfristig (17 Uhr) angekündigter Rückholtour wurde es dann doch nochmal anstrengend – das Motorrad meines Vaters ist auf dem Weg von Auerbach nach Chemnitz nachts auf der Autobahn stehen geblieben, und so musste der Rückholer rückgeholt werden, auch was Seltenes. Nach Fahrzeugtausch daheim und abholen meines Vaters von der Raststätte hatten wir drei Uhr nachts alles endlich daheim – um fünf Uhr musste er dann schon wieder zur Frühschicht. Wir haben schon ein verrücktes Hobby… Quelle: Markus Uhlig im OLC.

Drogenschmuggler fackeln Jet nach Notlandung ab

Eine BAE 125 mutmaßlicher Drogenschmuggler brannte aus, nachdem sie auf einer Landstraße nahe der Stadt José Maria Morelos im Bundesstaat Quintana Roo landete. Wie das mexikanische Verteidigungsministerium in einer Mitteilung schreibt, ist der Geschäftsflieger von der Besatzung absichtlich in Brand gesteckt worden.

Die Insassen gaben ihr Flugzeug wahrscheinlich auf, weil sie auf der Flucht waren. Zuvor wurde die BAE 125 von Luftfahrzeugen der mexikanischen Luftwaffe abgefangen. Radarüberwachungen zeigten, dass sie unerlaubt aus Südamerika kommend über die Karibik in den mexikanischen Luftraum eingedrungen ist. Laut Medienberichten kreiste in Nähe des gelandeten Privatjets ein Militärhubschrauber, der zuvor das Feuer auf die etwa 39-jährige Maschine eröffnet haben soll.

Unweit des Privatflugzeuges fanden Soldaten einen Geländewagen mit etwa 390 Kilogramm einer «kokainähnlichen weißen Substanz», sagt Mexikos Verteidigungsministerium. Die Drogen haben einen Wert von 109 Millionen Pesos oder umgerechnet 4,3 Millionen Euro. Ob die Besatzung des Jets gefasst worden ist, ist bislang nicht bekannt. Quelle: ‚aerotelegraph.com‚.

Tage der Fluglärm-Pause in Frankfurt sind gezählt

Nach Monaten der Corona-bedingten Ruhe am Frankfurter Himmel ist nun wieder Schluss mit Entspannung. Bürgerinitiativen kritisieren die Nordwestbahn-Öffnung und befürchten eine verheerende Symbolik. Welcher Flieger am Mittwoch als erstes nach 107-tägiger Pause auf der Nordwest-Landebahn hessischen Boden berührte, ist leider nicht bekannt. Auch auf eine Willkommens-Zeremonie mit Fahnen und winkenden Mitarbeitern wurde angesichts der noch immer angespannten Lage verzichtet, wie ein Fraport-Sprecher erklärte. „Es ist noch nicht die Zeit für Jubelszenen.“

Für die Öffnung der seit 23. März stillgelegten Landebahn nördlich der A3 reicht der erwartete Anstieg der Flugzahlen aber schon wieder aus, der Frankfurter Flughafen hat nach der Corona-Delle offiziell wieder drei von vier Anflugs- und Abflugs-Pisten in Betrieb. „Das ist für einen verzögerungsfreien Flugbetrieb notwendig“, teilte der Flughafenbetreiber mit.

Was für Airport und Airlines ein Schritt zurück in die Normalität ist, ist für viele Bewohner Frankfurts und einiger Orte im Taunus ein Rückfall in alte und fast vergessene Fluglärm-Zeiten. Die lange aus dem Blickfeld verschwundenen Flugzeuge, die im Vor-Corona-Zeitalter zum Frankfurter Himmel gehörten wie die Skyline oder Wolken jeder Art, kehren langsam zurück. „Es werden jetzt wieder andere Flugrouten benutzt“, heißt es dazu von der Fraport.

Konkret bedeutet das, dass nun wieder die sogenannte nördliche Gegenanflugroute angesteuert wird und damit wieder Flieger über die südlichen Frankfurter Stadtteile wie Sachsenhausen oder Niederrad hinwegbrettern. Ungestörte Nachmittage auf dem Balkon, am Mainufer oder im Kleingarten gehören der Vergangenheit an. Auswirkungen werden zudem auch in den Taunus-Städtchen Bad Soden, Kelkheim, Schwalbach, Eschborn, Liederbach und Sulzbach spür- und hörbar sein. Auch Flörsheim ist betroffen.

Kritik gibt es wegen der zusätzlichen Lärmbelastung aus der Politik. Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), die sich schon als Kandidatin vor der Oberbürgermeisterwahl 2012 deutlich gegen die 2011 eröffnete Landebahn positioniert hatte, pocht auf eine Benutzung nur in Ausnahmefällen. Das habe die Deutsche Flugsicherung (DFS) so mit der Fluglärmkommission abgesprochen, sagte sie gegenüber hessenschau.de. „Meinetwegen könnten sie die Nordwestbahn gerade wieder bepflanzen.“

Grund für die Wiederaufnahme des Betriebs, den die europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol angeordnet hat, ist die Zunahme der Flugbewegungen in der Ferienzeit. Waren es in der letzten Maiwoche lediglich rund 250 Starts und Landungen pro Tag, wird für Mitte Juli mehr als das Doppelte erwartet. Die Räumung des während der vergangenen Wochen für rund 40 Flieger als Abstellplatz genutzten Landebahn sei „für einen flüssigen Flugbetrieb“ dringend notwendig.

Genau an dieser Stelle bildet sich jedoch Widerstand. Das Bündnis der Bürgerinitiativen (BI), das sich seit Jahren gegen den Flughafenausbau und für ein Nachtflugverbot einsetzt, hält das Nordwestbahn-Comeback für verfrüht und nicht zweckgebunden. „Es gibt dafür keine sachliche Notwendigkeit“, klagte ein Sprecher der Fluglärm-Gegner an. „Die Fraport versucht, krampfhaft zur Normalität zurückzukehren und suggeriert ein falsches Realitätsbild.“

Die Theorie der Initiative: Mehr Landebahnen heißt mehr Flüge. Mehr Flüge heißt mehr Passagiere. Und wenn wieder mehr Menschen fliegen, kann die momentane Situation ja so schlimm nicht sein. „Die wollen, dass wieder mehr Leute in die Flugzeuge steigen.“ Bis es so weit ist, wird es aber noch eine ganze Weile dauern. Zwar rechnet die Fraport in den kommenden Wochen mit einem Anstieg auf knapp 500 Flugbewegungen und 45.000 Passagiere am Tag. Im Vergleich zum Rekordjahr 2019 ist das aber weiterhin nur ein Bruchteil. Vor genau zwölf Monaten gab es täglich rund 1.400 abfliegende oder ankommende Flugzeuge mit insgesamt 230.000 Reisenden. Quelle: ‚Hessenschau‚.

Neuer ‚Landewiesen‘-Katalog soeben erschienen.

In diesen Tagen kommt nach sechsmonatiger Vorbereitung das Nachfolgeprojekt des Aussenlandebuches des Flugplatzes Schänis in neuer Form mit 120 Seiten Umfang frisch aus der Druckerei. Sämtliche Landewiesen sind neu fotografiert und gefilmt, klassifiziert und kommentiert.

‚Landewiesen ist in klassischer Version als gedruckter Katalog erhältlich. Jede Landefeld-Beschreibung enthält einen Kartenausschnitt, eine Skizze mit Hinweisen zu alternativen Landefeldern, einem Überblick-Bild aus 300 m Grund sowie eine Aufnahme aus einem echten Anflug auf 150 m Grund. Die gedruckte Version ist für das schnelle und übersichtliche Finden möglicher Landewiesen auf alpinen und voralpinen Streckenflügen unverzichtbarer Begleiter im Cockpit.

Das klassische ‚Landewiesen‘-Buch wird in der Vollversion mit rund 150 Drohnen-Überflug-Videos und detaillierten Bodenaufnahmen von über 80 Landewiesen zwischen Innsbruck und dem Eiger ergänzt. Diese wichtigen und einmaligen Daten sind in der Vollversion (gedruckter Landewiesen-Katalog plus Videos / Bilder) über einen gesicherten Zugang mit einem persönlichen Schlüssel im Internet sichtbar. Die Überflug-Videos sind ein ideales mentales Training zur Vorbereitung erster Aussenlandungen und eigenen sich für die Ausbildung von Jungpiloten vor den ersten Streckenflügen (auch in der Ebene).

Die ersten Buch-Seiten enthalten neben lehrreichen Hinweisen zur alpinen Streckenflug-Taktik auch Informationen über die Hanglande-Technik und den sinnvollen Einsatz von Hilfstriebwerken und Eigenstartern in den Alpen.

Flugzeug musste in Wals notlanden

Kurz nach dem Start fiel der Öldruck ab. Der Pilot, der mit einem Flugschüler nach Bayern wollte, entschied sich für eine Notlandung in einem umgepflügten Feld. „Das hätte auch anders ausgehen können“, sagte der Pilot eines Leichtflugzeugs nach einer eher holprigen Notlandung in Wals-Siezenheim. Der Flieger setzte in einem umgepflügten Feld auf. Nachdem es deutlich abgebremst hatte, fiel das Gerät „in Zeitlupe“ um und blieb auf dem Dach liegen. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten sich der Pilot und sein Flugschüler – beide blieben unverletzt – bereits aus dem Wrack befreit. Die Männer wollten nach Eggenfelden (Bayern) nordwestlich von Braunau fliegen. Wenige Minuten nach dem Start sei der Öldruck abgefallen. Der Motor kam zum Stillstand. „Die einzige Entscheidung war: Wo gehen wir runter?“ Die Flughöhe bezifferte der Mann zu diesem Zeitpunkt mit rund 2800 Fuß (850 Meter). „Der Flughafen hat noch angeboten zurückzufliegen. Aber das war nicht mehr möglich.“

Die Bruchlandung rief Dienstagabend den Anrainerschutzverband Salzburg Airport auf den Plan. Obmann Michael Lederer schrieb in einer Aussendung: „Man stelle sich vor, das Sportflugzeug wäre in eines der nur wenige Hundert Meter entfernten Häuser gestürzt. Im letzten Jahr wurden trotz der einmonatigen Flughafensperre mehr als 17.000 private Schulungsflüge in Salzburg geflogen. Nahezu alle davon werden als Platzrunde über Wals-Siezenheim, also über bewohntem Gebiet geflogen. Die Absturzstelle des Sportflugzeugs in Gois ist vom Flughafen ungefähr gleich weit weg wie die Altstadt. Man stelle sich die verheerenden Folgen eines Flugzeugabsturzes (…) in der Salzburger Altstadt vor. Der Anrainerschutzverband fordert ein sofortiges Ende der Sportflugzeuge und der Platzrunden über Wals-Siezenheim und damit die unnötige und verantwortungslose Gefährdung Tausender unschuldiger Menschen in Wals-Siezenheim und Salzburg.“ Quelle: ‚Salzburger Nachrichten‚.

Beim ersten Sonnenstrahl abgehoben

Die Fliegergruppe Wolf Hirth hat den längsten Tag des Jahres mit einem Sonnenaufgangsfliegen gefeiert. Dafür war frühes Aufstehen angesagt: Um 3.20 Uhr räumten etliche Flugschüler und eine Handvoll Lizenzpiloten ihre Flugzeuge aus der Halle, checkten sie durch und brachten die Startwinde in Position. Um 4.38 Uhr Ortszeit wäre der erste Start möglich gewesen – laut Luftverkehrsordnung darf exakt mit dem Beginn der Morgendämmerung mit dem Segelflug begonnen werden – aber der Nebel machte dem Verein einen Strich durch die Rechnung.

Um 4.50 Uhr lichteten sich die Schwaden für einen Moment und boten eine erste Chance. Nur vier Minuten dauerte der Flug, aber Tilo Holighaus und Rainer Rauch bot sich im Cockpit ein faszinierender Blick auf die erwachende Welt am Boden. „Absolut unvergleichlich“, kommentierte Holighaus, der mit tausenden Flugstunden schon viel erlebt hat, das Erlebnis. Und auch Rauch, der extra um diese Uhrzeit als Fluglehrer auf den Platz gekommen war, um mit den Flugschülern in die Luft zu gehen, war begeistert.

Alle anderen hatten Pech: Der Nebel verdichtete sich, und innerhalb kürzester Zeit war an einen Flugbetrieb nicht mehr zu denken. Der Truppe blieb nichts anderes übrig, als das Frühstück vorzuverlegen und zu warten. Rund zwei Stunden später ging es schließlich weiter – noch immer deutlich früher als sonst, denn der Flugbetrieb auf der Hahnweide beginnt normalerweise erst gegen 10 Uhr. Quelle: ‚Teckbote‚.

Henrik Theis fliegt mehr als 1000 Kilometer

Am Dienstag, 7. Juli sorgte Hammerwetter in Deutschland für zahlreiche Spitzenflüge. Auch drei Grabenstetter Piloten nutzten die Gelegenheit: Henrik Theiss, Frederik Widmaier und Jürgen Theiss starteten mit ambitionierten Streckenvorhaben bereits am frühen Vormittag. Allen voran war am Ende Henrik Theiss: Bereits zum zweiten Mal knackte er von Grabenstetten aus die magische Grenze von 1000 Kilometern im reinen Segelflug. Gute Vorbereitung, viel Training, Talent und die richtigen Wetterbedingungen halfen ihm erneut das zu schaffen, wovon viele Segelflieger womöglich ihr ganzes Leben lang träumen. Seinen ursprünglichen Plan hatte er direkt nach dem Start verworfen. „Es sah so aus, als ob der Südschwarzwald und die westliche Alb noch nicht entwickelt waren“, erklärte Theiss. Kurzerhand flog er zunächst in den Osten, da ihn dort die Thermikwolken bereits anlachten. Arnbruck war das neue Ziel, welches er als seinen nächsten Wendepunkt anvisierte. Doch auch dieses Vorhaben wurde von den Wetterbedingungen vor Ort durchkreuzt und so drehte Theiss bei Regensburg um. Er entschloss sich, zwischen Stuttgart und Nürnberg nach Norden zu fliegen. In der Nähe von Bad Neustadt an der Saale wendete Theiss und flog wieder auf die Schwäbische Alb zurück. Ab Ulm hatte sich eine perfekte Wolkenstraße entlang des Donautals in Richtung Westen aufgebaut, dank welcher er in angenehmer Höhe bis nach Neuhausen ob Eck fliegen konnte, wo er wieder kehrt machte. Nach einer weiteren Schleife standen am Ende des Tages sagenhafte 1058,19 Kilometer auf dem Zähler. Pünktlich zum Sonnenuntergang landete Theiss nach 10 Stunden und 48 Minuten Flugzeit überglücklich in Grabenstetten.

Sowohl weltweit als auch innerhalb Deutschlands war der 23-jährige Pilot mit diesem Flug unter den Top 10! Die beiden anderen Grabenstetter Piloten, Jürgen Theiss und Frederik Widmaier, konnten mit 873,19 und 856,10 Kilometern an diesem Tag nicht ganz mit dem Nachwuchstalent mithalten. Doch auch dies sind großartige Leistungen, zu welchen viel Können und Erfahrung gehört. Quelle: ‚SWP‚.

Bottrop: Kleinflugzeug muss notlanden

Am Dienstagvormittag, 07. Juli 2020, musste ein Kleinflugzeug auf einer Bottroper Kreuzung notlanden. Das Manöver ist geglückt – und hat dennoch einen Großeinsatz ausgelöst. Laut der Feuerwehr Bottrop war gegen 11 Uhr ein Notruf wegen eines Flugzeugabsturzes eingegangen. Zwei Notärzte, zwei Rettungswagen sowie zahlreiche Feuerwehrleute wurden daraufhin zur Kreuzung Hofwiese/Packskamp geschickt.

Vort Ort stellten die Rettungskräfte fest, dass die Maschine unversehrt auf der schmalen Straße inmitten zweier Felder zu Boden gebracht worden war. Der Pilot blieb unverletzt. „Alles ist sehr glücklich ausgegangen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Nur eine halbe Stunde nach dem Notruf konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken.

Nach ersten Erkenntnissen haben technische Schwierigkeiten zur Notlandung auf der schwach befahrenen Straße geführt. Der Motor des Kleinflugzeugs soll teilweise ausgesetzt haben. Die genaue Unfallursache wird jetzt ermittelt. Quelle: ‚WDR‘.

In Neumarkt Pilot werden

Drei Männer leben beim Flugsportverein den Traum vom Fliegen. Denn seit April dürfen auch Anfänger unterrichtet werden. Olaf Schumann ist durch Zufall zum Fliegen gekommen. „Ich habe in einem Café ein Handy gefunden, und der Besitzer hat mich zum Dank eine Runde über Neumarkt geflogen. Das war so schön. Das muss ich auch lernen“, sagte er sich. Wie die Flugschüler Udo Dufe und Peter Gleissner, die beim Fototermin verhindert waren, will der 46-Jährige nun den Segelflugschein mit der Berechtigung für Touring-Motorsegler erwerben. Klaus-Peter Weiß, Vorstand der Neumarkter Flieger, sagt: „Wir legen Wert darauf, dass sich praktisch jeder das Fliegen leisten kann“. Gewerbliche Flugschulen verlangten pro Flugstunde bis zu 180 Euro. Seine Vereinsmitglieder zahlen nur 45 Euro.

Fluglehrer Egfried Trautenberg rechnet vor, dass für seine Flugschüler die Lizenz zum Fliegen inclusive Mitgliedsbeitrag und der teueren flugärztlichen Untersuchung in zwei Jahren für 2500 bis 4000 Euro zu haben ist. Die Ausbildung erfordert 20 bis 25 Flugstunden im „SF25cFalke“-Motorsegler mit 80 PS aus dem gut gewarteten, umgebauten VW-Motor im Hangar des Vereins: „Am Ende der ersten Woche können die Schüler alleine fliegen, wenn das Wetter mit macht. Dann müssen sie navigieren lernen und ein intensives Notfalltraining machen.“ Damit seine Schüler auch mit Motorschaden landen lernen, schaltet er in der Luft sogar den Motor aus.

Seine Leidenschaft fürs Fliegen hat der pensionierte Mathe- und Physiklehrer mit zehn Jahren in Hersbruck bei der Taufe eines „Schulgliders“ entdeckt. „Für mich war es schwierig, dort als Heimatvertriebener in den Fliegerverein zu kommen“, erinnert sich der in Karlsbad geborene Pilot mit 61 Jahren Flugerfahrung. „Für mich ist das Fliegen die beste Erholung. Im Flugzeug schalte ich von allem anderen ab. Die Gedankenkreise, die man sonst immer hat, werden durchbrochen“.

Er sei immer „ein anderer Mensch“ gewesen, wenn er wieder zurückkam, habe ihn seine Frau ermutigt, als er noch Kurse bei einer gewerblichen fränkischen Fliegerschule gab. Heute unterrichtet Trautenberg in Amberg Segelflug und will nun zusammen mit Michael Jahn, dem zweiten Fluglehrer in Neumarkt, die „eingeschlafene“ Flugschule an der Nürnberger Straße wieder beleben.

„Wir legen Wert auf eine sehr solide Ausbildung“, sagt Jahn. Seine Leidenschaft für die Fliegerei hat schon mit zwei Jahren begonnen. „Da musste mich die Mutter aus dem Fenster halten, wenn Hubschrauber vorbei geflogen sind. Die Initialzündung war dann mit zwölf Jahren die Modellfliegerei.“ Mit achtzehn war Jahn Gründungsmitglied der Berchinger Flugfreunde und mit fünfundzwanzig Jahren ging er in die Luft.

Vor einem Jahr haben die Neumarkter ihre Flugschule nach einer Pause wieder gestartet. Zu Beginn durften sie nur Schüler mit Segelflugschein weiterbilden, aber „seit April ist es uns wieder erlaubt, Fußgänger auszubilden“, freuen sich die Piloten. „Und jetzt dürfen Lehrer und Schüler im Cockpit auch wieder nebeneinandersitzen, natürlich mit Maske. Jeder Pilot desinfiziert nach seinem Flug und der nächste Pilot vor dem Flug“ erklären sie die Corona-Regeln im Motorsegler.

Einige weitere Interessenten haben schon in der Neumarkter Flugschule angeklopft und Vorstand Weiß hofft: „Es wäre erstrebenswert, dass wir das 100-jährige Vereinsjubiläum in 30 Jahren hier in Neumarkt feiern können, obwohl viele schon meinten, den Flugplatz gebe es gar nicht mehr.“ Die Flieger hätten schon einen guten Draht zur Stadt. Die habe sie bei der jüngsten Nutzungsverlängerung des Flugplatzes unterstützt und die Flieger revanchierten sich mit kostenlosen Rundflügen für ein Werbevideo der Stadt. „So wollen wir die nächsten Jahre weiter machen“, heißt es. Quelle: ‚Mittelbayerische‚.

Grenzland Cup 2020

Das traditionelle Kappes Vergleichsfliegen im Mai 2020 musste aufgrund der Corona Pandemie abgesagt werden. Als Alternative richten wir vom 13.7. bis 19.7. den Grenzland Cup 2020 am Grefrather Niershorst aus. Unter Einhaltung des Gesundheitskonzeptes messen sich 40 Teams im Streckensegelflug. Einige Teilnehmer des Grenzland Cup 2020 reisen von weit her an. Ein Segelflug Weltmeister und Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft haben sich angekündigt. Eine tolle Gelegenheit, einmal hautnah weltmeisterliches Fliegen am Niederrhein zu erleben.

Abhängig von der Wetterlage werden beim Grenzland Cup 2020 Strecken von mehreren hundert Kilometern als Aufgabe ausgeschrieben. Ziel ist es, diese Strecken in möglichst kurzer Zeit motorlos zu umrunden und wieder in Grefrath zu landen. Bis in Eifel, Münsterland, Bergisches- und Sauerland können die Flugstrecken reichen.

Beim Grenzland Cup 2020 findet täglich ein Briefing für alle Teilnehmer statt, an dem Strecke und Startzeitpunkt festgelegt wird. Der Start der Segelfugzeuge findet dann in einem möglichst kurzen Zeitfenster – meistens gegen Mittag – statt. Die Wertungen sind täglich nach abschließender Auswertung abrufbar unter https://www.strepla.de/scs.

Stampe JCL-4 verunglückt

Während eines Kunstflugtrainings stürzte am Samstag, 4. Juli 2020, ein Flugzeug des Vereins „Stampe Aéro Passion“ bei La Petite-Robinière in der Nähe des Flughafens von Angers-Marcé ab. Der Unfall hat einen Todesfall und eine schwere Verletzung verursacht. Beim Flugzeug handelt es sich um eine Stampe Aéro Passion, des Kunstflug-Ausbildungszentrums von Angers (CPVA). Beide Opfer sind Mitglieder dieses Clubs. Der Pilot, etwa sechzig Jahre alt, starb. Sein Passagier, ebenfalls in den Sechzigern, ist schwer verletzt.

Das Flugzeug stürzte am Ende des Flugplatzes, etwa 200 Meter von der Departementstraße entfernt, in einem Weizenfeld. Zunächst sicherte die Feuerwehr das Gelände ab, um zu verhindern, dass in diesem besonders trockenen Gebiet ein Feuer ausbricht. Es wird eine Untersuchung durchgeführt, um die Umstände und Ursachen dieses Flugunfalls zu ermitteln.

Der Präsident des Clubs wollte sich zu dem Unfall nicht äußern. Die Mitglieder des Vereins seien schockiert, ebenso alle Personen, die auf dem Flugplatz Marcé und im Museum Espace Air Passion arbeiten oder ehrenamtlich tätig sind. Dort wird seit Samstag eine Sommerausstellung präsentiert, die den Brüdern Pierre und René Gasnier, den Pionieren der Luftfahrt in der Anjou, gewidmet ist. Quelle: ‚ouest-france.fr‚.

„Longest-Day-Fliegen“ auf dem Egelsberg

Fliegen am längsten Tag des Jahres von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang: Die Segelflug-Sportler am Egelsberg haben den Tag der Sommersonnenwende ausgiebig genutzt.

Bereits um 4 Uhr morgens trafen sich die Frühaufsteher des Vereins für Segelflug (VfS) am Hangar, um den Flugtag vorzubereiten. Pünktlich um 5.13 Uhr bei Sonnenaufgang hob dann der erste Segler in den Krefelder Morgenhimmel mit seinen besonderen Lichtverhältnissen ab.

Auch wenn es nicht der ganz brillante Sonnenaufgang war und einige Wolken den Himmel bedeckten, konnten nacheinander alle Piloten das frühe Erlebnis genießen, um in besonders ruhiger Luft über die noch verschlafene niederrheinische Landschaft zu gleiten. Nach einem guten Frühstück hatten sich die Wolken verzogen und es herrschten ideale Wetterbedingungen für viele Ausbildungs- und Streckenflüge. Quelle: ‚RP-online.de‚.

Der Elfer der Lüfte

Sie heißen Mooney M20L, Cessna 182Q und Robin DR400/RP und haben eines gemeinsam: Ihr Motor stammt aus Zuffenhausen. Seit 1988 treibt ein 3,2 Liter großer Sechszylinder-Boxermotor mit Zwangskühlung die drei Kleinflugzeug-Muster mit Platz für einen Piloten und drei Passagiere an. Das Porsche-Aggregat mit dem Namen PFM 3200 leistet in der verlängerten Flugzeugnase beim Start 212 PS und im Reiseflug 200 PS. Doch bevor der Sportwagenmotor in den 80er Jahren den Weg in die Luft antreten konnte, mussten umfangreiche Anpassungen erfolgen. Die Kurbelwelle entsprach der Auslegung des Motors des 911 Turbo 3.3 seit 1977 mit einem Hub von 74,7 Millimetern. Die Bohrung mit 95 Millimetern hingegen bot Porsche in Kombination mit dieser Kurbelwelle erst ab 1984 im 911 Carrera 3.2 an. Aus Gewichtsgründen ist zudem das Lüfterrad aus Magnesium gefertigt. Ein Propellerantrieb sorgt für eine Reduzierung der Triebwerksdrehzahl im Verhältnis 1:0,442, so dass der PFM 3200 beim Start mit 5.300 Umdrehungen pro Minute dreht. An der Propellerwelle liegen zu diesem Zeitpunkt 2.340 Umdrehungen an. Theoretisch passen Zylinderköpfe aus Automobilen, allerdings müssen beim Flugmotor die Ventilsitze angepasst und verschiedene zusätzliche Bohrungen gesetzt werden. Gleichzeitig findet eine Umrüstung des Nockenwellenantriebs von Kette auf Zahnräder statt. Hinzu kommen eine zweite Lichtmaschine und eine Doppelzündung mittels zweier elektronischer Kennfeld-Zündanlagen und je zwei Zündkerzen. Die Doppelzündung folgte im Fahrzeugbau erst mit dem Porsche 964 im Jahr 1988.

Vergleichbare Flugmotoren waren damals und sind bis heute noch mit Magnetzündungen ausgerüstet. Ein Grund für den kommerziellen Misserfolg des Porsche-Motors. Denn während Porsches Zündsystem auf mindestens einen funktionierenden Generator angewiesen ist, funktioniert die Magnetzündung auch ohne externe Stromzufuhr. Fallen also beide Generatoren aus, kann ein Flugzeug mit dem PFM 3200 nur noch eine Stunde mit Batteriestrom weiterfliegen. Ein Nachteil, den die Konkurrenz regelmäßig in die Öffentlichkeit trug.

Das erste Flugzeug, das diesen Motor im Jahr 1982 bekam, war die Cessna 182 Skylane mit dem Kennzeichen D-EIMP. 1985 ergänzte Porsche seine Flotte um einen Flugzeughersteller, dessen Muster sich noch besser für den Motor eignen sollte: Mooney. Insgesamt 40 Maschinen des sportlichen Typs M20L erhielten den PFM 3200. Zwischen 1986 und 1989 gönnen sich zudem eine Handvoll Piloten eine Robin DR400/RP („Remorqueur Porsche“). Der Porsche-Motor kostete damals gut zweieinhalbmal so viel wie die bis dato installierten Aggregate.

Insgesamt produziert Porsche 180 Exemplare des PFM 3200. Etwa 80 davon finden den Weg in ein Flugzeug. Wiederum nur noch 20 Flugzeuge davon heben weltweit noch ab, von denen allein zwölf in Heubach, 55 Kilometer östlich von Stuttgart, zu finden sind. Aktuell wird in den USA eine Mooney M20L PFM 3200 für 140.000 US-Dollar zum Kauf angeboten. Quelle: ‚Auto Motor und Sport‚.

Diamant an Bord

Michael Wunder Christian Walle, der Vorsitzende des Luftsport Clubs (LSC) Nordhalben, hat seinen ersten Diamanten erflogen. Der leidenschaftliche Segelflieger hat bei seinem Zielstreckenflug, der eine vorgegebene Route mit verschiedenen Wendepunkten und einer Mindestfluglänge von 300 Kilometern vorschreibt, knapp 460 Kilometer hinter sich gebracht. In über fünfeinhalb Stunden ging es vom heimischen Segelflugplatz Titschendorf nach Chemnitz, von dort nach Weiden in der Oberpfalz und schließlich mit einer Zusatzstrecke zurück nach Titschendorf. Christian Walle hat sich mit dem Leistungsabzeichen „Silber C“ bereits vor Jahren die Voraussetzungen für die Diamanten und Diplome erworben. Nunmehr hat der 33-Jährige mit seinem Segelflugzeug LS 4 das erste von drei Diamantabzeichen mit Erfolg abgelegt. Er musste dabei im Vorfeld seinen Zielstreckenflug mit den entsprechenden Wendepunkten anmelden und anschließend einen Antrag an die Landesauswertungsstelle in Thüringen schicken. Überprüft werden derartige Leistungsprüfungen aufgrund der eingereichten GPS-Daten, welche mit eingereicht werden müssen. Darüber hinaus muss ein Zeuge vor Ort den absolvierten Flug mit Unterschrift bestätigen. Neben vielen Aufgaben als Vorsitzender und Fluglehrer hat Christian Walle in diesem Jahr einen weiteren Diamanten im Blick. „Nachdem der Segelflugsport derzeit mit entsprechenden Auflagen wieder möglich ist, möchte ich heuer den Streckendiamanten, der eine angemeldete Flugstrecke von 500 Kilometer vorschreibt, angehen“, sagte er zuversichtlich.

Den dritten Diamanten sowie die Höhe für das Leistungsabzeichen „Gold C“, hier geht es nicht um die Flugsstrecke, sondern um die Flughöhe, kann er auf heimischen Gebiet nicht machen. Die Thermik reicht hier bei weitem nicht aus, so dass er für diese Flüge mit einer Mindesthöhe von 3000 und 5000 Metern, in die Alpen, nach Italien oder Südfrankreich reisen muss. In diesen Gebieten entstehen sogenannte Leewellen, die ein Segelflugzeug bis auf diese Höhen steigen lassen können.

„Da ist schon ein gewisser Aufwand. Man benötigt Atemgeräte und gute Kleidung, schließlich herrschen in diesen Höhen bis zu minus 30 Grad.“ In heimischen Regionen gehe es nur bis zu einer Flughöhe von drei Kilometern über Meeresspiegel. „Die sind schon was Besonderes für unsere bescheidenen Verhältnisse“, sagt Walle. Er verweist dabei auch auf die älteren Vereinsmaschinen, mit denen derartige Leistungsflüge nur schwer durchzuführen sind. Hochmoderne neue Maschinen bieten speziell für Leistungsflüge eine wesentlich bessere Voraussetzungen. Quelle: ‚infranken.de‚.

Junioren-Trainingslager in Schänis

Autor: Harald Kirchberger

Die sehr guten Kontakte zu den Schweizer Junioren und deren Teamchefs Beat Straub und Pascal Brunner gibt es seit einigen Jahren. Viele Schweizer Junioren waren bereits bei uns zu diversen Events zu Gast und nun wurden die Gliding Juniors zur Junioren Schweizermeisterschaft eingeladen. Aufgrund der aktuellen Umstände wurde daraus ein unter Wettbewerbsbedingungen durchgeführtes Trainingslager mit Briefings, Tasks, Debriefings usw. Mit Nico Jägli, Lukas Schneeberger und Lukas Kirchberger waren 3 GlidingJuniors am Start, Paul war als Helfer dabei und durfte mit Mike Hürlimann im Arcus fliegen. Stehen ja in Schänis genug herum… 😉

Das lokale Team rund um Mike und Susann hat das Trainiingslager perfekt vorbereitet und abgewickelt. Wir wurden ausgesprochen freundlich und zuvorkommend empfangen. Die Stimmung unter den (vielen!) Teilnehmern und Coaches war sehr gut. Ein ausgewogenes Gemisch aus Flügen, Analysen, Theorieeinheiten und ein sehr spannender Vortrag von Davide Giovanelli über seinen 1000er – Flug brachte für alle Leistungsstufen einen grossen Gewinn an Wissen … hier den ganzen Bericht lesen.

Helikopter-Rundflüge verbieten…

Helikopter-Rundflüge ohne öffentliches Interesse sollen grundsätzlich verboten werden: in Bruneck, aber auch in ganz Südtirol. Ein Rundflug im Hubschrauber über der Stadt und die umliegenden Berge – das hat durchaus seinen Reiz. Aber bereits mehrmals hat der Gemeinderat von Bruneck in den vergangenen Monaten darüber diskutiert – dabei waren sich Opposition und Mehrheit einig, dass diese Rundflüge in Bruneck nicht angeboten werden sollen.

Jetzt haben Claudia Renzler, Christina Niederkofler Contund Walter Hubervon der Bürgerliste einen Beschlussantrag vorgelegt, um diesen Willen zu untermauern. Die Stoßrichtung: Helikopter-Rundflüge ohne öffentliches Interesse sollen grundsätzlich untersagt werden. „So wie Heliskiing in ganz Südtirol grundsätzlich verboten ist“, heißt es im Antrag, „sollten auch private Rundflüge generell verboten werden.“ Für die Stadt Bozen hat die Landesregierung bereits 1999 einen Beschluss zum Schutz der Gesundheit der im Talkessel von Bozen lebenden Bevölkerung gefasst, dort ist eine drastische Einschränkung von Rundflügen ohne öffentliches Interesse verankert.

Im Gemeinderat von Bruneck ist man sich einig: Diese Vorgehensweise sei richtig. Man solle zumindest den Gemeinden die Möglichkeit geben, auf ihrem Gebiet derlei Beschränkungen vorzunehmen. Bürgermeister Roland Griessmair findet das auch. Und weil er sich der Zustimmung des Gemeinderates bereits sicher war, hat er den Brief an die Landesregierung bereits verschickt. „Der Antrag der Bürgerliste“, sagt er, „wäre gar nicht mehr nötig gewesen. Das ist wie Wasser in die Rienz gießen.“ Auch darin besteht Gemeindepolitik: Wer kann sich später auf die Fahnen schreiben, die Stadt vor Schwärmen von Hubschraubern bewahrt zu haben?

Aber zurück zum Thema. In den vergangenen Jahren und Monaten waren derlei Rundflüge im Helikopter immer stärker zur Mode geworden. Bei Stadt- und Wiesenfesten konnte man vielerorts auch gleich einen Hubschrauberflug buchen. Nicht aber in Bruneck. Dort hat man die privaten Rundflüge nie gern gesehen. Quelle: ‚Tageszeitung.it‚.

Insassen überlebten Bruchlandung

Die beiden Insassen eines Motorflugzeugs kamen bei der unbeabsichtigten Landung im Hochgebirge glimpflich davon. Im Salzburger Lungau ist am Dienstag, 30. Juni, ein Motorflugzeug abgestürzt. Beim Versuch, die Niederen Tauern im Gemeindegebiet von Lessach zu überqueren, verlor das Flugzeug 200 Meter vor dem Zwerfenbergsee an Leistung und prallte aus geringer Höhe gegen den steinigen Boden. Der 63-jährige Pilot aus Oberösterreich blieb unverletzt, sein 66-jähriger Bruder erlitt Verletzungen im Brustbereich.

Wie die Polizei berichtete, waren die beiden Männer gegen 13.15 Uhr in Feldkirchen in Kärnten gestartet und wollten nach Schladming fliegen. Dabei kamen sie mit ihrer Diamond DA20 Katana irrtümlich von der geplanten Route ab. Wegen des Leistungsabfalls dürfte sich der Pilot dann zu einer Notlandung entschieden haben. Das Flugzeug schlitterte nach dem Aufsetzen noch rund 100 Meter weiter und kam dann zum Stillstand. Die beiden Insassen alarmierten nach der Bruchlandung in rund 2.000 Metern Seehöhe mit dem Handy die Einsatzkräfte und übermittelten ihre Standortdaten.

Eine Bergung mit dem Hubschrauber war wegen der starken Bewölkung nicht möglich. Darum gingen die zwei Brüder den Bergrettern entgegen. Am Weg ins Tal wurden die Oberösterreicher von den Helfern angetroffen. Der Verletzte wurde anschließend mit einer Gebirgstrage weiter transportiert und anschließend ins Krankenhaus nach Tamsweg gebracht. Am Flugzeug entstand ein Totalschaden. Das Wrack wird nach der Freigabe durch die Behörden in den nächsten Tagen geborgen werden. Quelle: ‚Kurier.at‚.