Hervorgehobener Beitrag

Segelfliegen-Bildkalender 2020 neu von Gabler Media

Der traditionelle Segelfliegen-Bildkalender mit dem bewährten Konzept traumhafter Segelflug-Aufnahmen aller Jahreszeiten auf der Frontseite und spannenden, englisch- und deutschsprachigen Hintergrund-Informationen und Geschichten auf der Kalenderblatt-Rückseite wird neu von Gabler-Media – der Verlegerin des Segelfliegen-Magazins – aufgelegt.

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Er ist ab sofort im Webstore erhältlich – dieser ist auch direkt über den nachfolgend abgebildten QR-Code erreichbar.

Hervorgehobener Beitrag

Sebastian Kawas harte Landung in Pavullo

Zum ersten Mal in seiner Karriere beschädigte Sebastian Kawa bei einer harten Landung ein Segelflugzeug. Eine Aufarbeitung der Geschehnisse mit Tino Janke von ‚easymemoryitem‚ soll allen PilotInnen helfen, solche Ereignisse zukünftig zu vermeiden.

„Was passiert ist, hat mich selbst sehr überrascht. Zum ersten Mal in meiner Karriere habe ich bei einer harten Landung ein Segelflugzeug beschädigt. Eine sehr unangenehme Erfahrung mit der neuen GP15 am steilen Hang von Pavullo!

Das Terrain im Apennin lädt in vielen Gebieten nicht gerade zum Landen ein. Fast jede geeignete, flache Fläche ist bebaut, die Täler sind V-förmig und in der Mitte befindet sich ein Bach. Felder, sofern vorhanden, befinden sich an steilen Hängen. Somit ist es von vornherein sehr schwer, überhaupt einen geeigneten Landeplatz zu finden.

Was war passiert?
Etwa 30 km vor der Ziellinie, ich befand mich immer noch in großer Höhe, traf ich die Entscheidung, kein Risiko einzugehen und den Motor zu starten. Es war nur ein Trainingstag, an dem keine Punkte gesammelt werden mussten. Nachdem der Start nun schon einige Stunden zurück lag, waren immer noch 75% der elektrischen Leistung vorhanden. Damit konnte ich problemlos nach Hause kommen. Ich überlegte, wie ich die verbleibende Energie am effektivsten zu nutzen war und startete den Motor. Nichts geschah!

Noch hatte ich genug Zeit. Nach einem kurzen Rundumblick machte ich nicht weniger als 10 mögliche Landefelder aus – alle im bergigen Gelände, alle am steilen Hang! Also nahm ich die Sonnenbrille ab und versuchte, den Motor zum Laufen zu bringen. Zuerst dache ich, doch nicht genügend Energie zum Ausfahren des Pylons zu haben und schaltete das Navigationsdisplay aus. Ich startete das System neu und versuchte das Anlassen erneut. Nichts geschah!

Meine Optionen schwanden…
Nach weiteren 15 geflogenen Kilometern waren schließlich nur noch zwei geeignete Felder in Sichtweite. Sehr steil, aber etwas größer als die vorherigen. Da der weitere Verlauf des Tals nicht einsehbar war, entschied ich mich für eine Außenlandung auf einem der beiden gelbbraunen Felder neben einem Bauernhof und einer asphaltierten Straße. Leider stellte sich im Nachhinein heraus, dass dieser Acker sehr holprig war, was sich noch zu den anderen Schwierigkeiten addierte!

Ich bin zuvor bereits auf ähnlich steilen Hügeln gelandet. Auf einigen Segelflugplätzen wie Jeżów Sudecki (Grunau) oder in Bieszczady gibt es Landeflächen mit Neigungen bis zu 11%. Selbst mit einer ASH 25 bin ich (in Bieszczady) an solch einem Hang wie diesem gelandet. Allerdings war dort das Gras weich und eben!

In Italien war die Situation eine andere. Die Oberfläche des Feldes war rau und im Anflugsektor standen Bäume. Um auf einem solchen Feld landen zu können, muss selbst mit einem leichten Segelflugzeug mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h angeflogen werden, um parallel zum Boden abfangen zu können. Schnelle Flugzeuge benötigen hier sogar noch mehr Fahrt! Mit dem leichten Flieger und ohne Wasser umflog ich mit exakt 130 km/h die Bäume im Anflugsektor und verspürte, kurz bevor ich am Boden war, einen harten Stoß – eine Bodenwelle. Das Flugzeug sprang im steilen Winkel nach oben und verlor rasant an Fahrt. Ohne Geschwindigkeit, die ich benötigt hätte, um auch nur irgendetwas an der Situation ändern zu können, sah ich die Baumkronen wieder unter mir. Also warten! Im nächsten Moment war ich wieder am Boden und rutschte ein paar Meter auf dem Rumpf. Daraufhin knackte es unter dem Instrumentenpanel und das Fahrwerk brach ab.

Nicht zu empfehlen!
Im ersten Moment fühlte ich starke Rückenschmerzen und hatte große Schwierigkeiten, aus dem Cockpit aus zu steigen. Nach ein paar Minuten, die ich auf dem Flügel lag, trat etwas Erleichterung ein, da ich glücklicherweise alle meine Glieder bewegen und fühlen konnte. Eigentlich war diese Aktion nicht richtig, da ich jedem in solch einer Situation empfehle, sich nicht so viel zu bewegen – wenn man nicht sicher ist, ob die Wirbelsäule intakt ist.

Ich betrachte es als Unglück, die Bodenwelle bis zum letzten Moment nicht erkannt zu haben. Zum Glück ist die GP14 ein leichter und sehr stabiler Segler, so dass nicht mehr passierte.

Wichtigste Erkenntnis: auch wenn der Motor noch beim Start funktionierte, kann er jederzeit ausfallen. So war es auch bei meiner Landung im Apennin. Nachdem der Motor abgekühlt war, sprang er nicht wieder an, weil der Pylon den Endschalter nicht berührte. Verlasse Dich nie zu 100% auf den Motor!“

Happy Landings, Sebastian Kawa

Download des gesamten Artikels mit Zeichnungen von Sebastian Kawa.

Flieger dürfen in Kell weiter abheben

Mit der Gründung des Vereins Erholungsgebiet Hochwald begann die Erfolgsgeschichte des Luftsportvereins Hochwald in Kell am See. „Der damalige Verbandsgemeindebürgermeister August Justen und der Landkreis wollten Kell touristisch erschließen und fanden dabei den Segelflugsport als eine sehr gute Idee“, erklärt Steff Hau, Vorsitzender des Luftsportverbandes Rheinland bei der Feier zum 50-jährigen Bestehens eines Vereins. Dessen weitere Existenz ist erst jetzt gesichert. Nach langem juristischem Tauziehen um die Windräder in der Nähe des Flugplatzes können die Mitglieder wieder in eine gesicherte Zukunft schauen. „Der Keller Gemeinderat stellt den Luftsport vor die Windkraft“, lobt auch der Harxheimer FDP-Bundestagsabgeordnete Manuel Höferlin, selbst Motorflugpilot. Kreisbeigeordneter Arnold Schmitt (CDU) hebt die wichtige Rolle des Luftsportvereins in der Touristenregion hervor. Auch Bürgermeister Jürgen Dixius stellt sich vor den Verein: „Hier waren und sind Pioniere am Werk. Segelfliegen ist ein Erlebnis.“ Die Sicherheitsrunde sei im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde jetzt festgeschrieben. Für Hermann Kleber, Präsident des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz, wiegt die Freude am Luftsport den Ärger und die Arbeit auf. Für den Kampf mit den „Windmühlen“ verleiht der Präsident des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz, Ernst Eymann, an Steff Hau den Titel „Don Quichotte von Kell“. Derzeit sind beim Luftsportverein Hochwald Kell 40 Mitglieder aktiv, darunter 15 Flugschüler und vier Fluglehrer. Der Verein besitzt vier Flugzeuge. Quelle: ‚Volksfreund‚.

Pläne für Flugplatz Coburg vom Tisch

Das Planfeststellungsverfahren zum Neubau eines Verkehrslandeplatzes im Coburger Land ist jetzt auch offiziell eingestellt worden. Die Gegner des Projekts jubeln „aus vollem Herzen“. Die Meldung kommt nicht überraschend, und doch hatten vor allem die Gegner eines neuen Flugplatzes bei Meeder sehnsüchtig darauf gewartet, um sich endgültig sicher zu sein: Das Luftamt Nordbayern hat den Bescheid erlassen und das Planfeststellungsverfahren zum Neubau des Verkehrslandeplatzes Coburg eingestellt. Auch Dagmar Escher, die Sprecherin des Bündnisses „Bürger für ihre Region – gegen den neuen Verkehrslandeplatz“ zeigte sich am Mittwoch erleichtert: „Wir sind sehr glücklich über diesen letzten Akt.“ 15 Jahre lang hätten Menschen in acht Bürgerinitiativen für dieses Ziel gekämpft. Außerdem kündigt Escher ein „großes Freudenfest“ an. Vermutlich werde das aber erst in der „warmen Jahreszeit“ stattfinden. Quelle: ‚infranken.de‚.

25’000 Kilometer im Segelflugzeug

Ernst Mick (62) aus Winhöring im Landkreis Altötting zählt zu den umtriebigsten Segelfliegern Deutschlands. Allein 2019 hat er 25.000 Kilometer zurückgelegt. Erst im Alter von 47 Jahren hat Mick so richtig zur Segelfliegerei gefunden. Zuvor war ihm das Hobby wegen einer Rot-Grün-Sehschwäche versagt gewesen. Erst zu Beginn des neuen Jahrtausends wurde diese Vorschrift gelockert. Seitdem ist Mick mit voller Begeisterung dabei. Deutschlandweit zählt er zu den umtriebigsten Piloten. Ganze 25.000 Kilometer hat Ernst Mick heuer per Segelflugzeug zurückgelegt, letztes Jahr waren es sogar 28.000. Zwischen 200 und 350 Stunden verbringt er jährlich in der Luft. „In Arbeitswochen gerechnet, kommt da einiges zusammen“, überlegt der mittlerweile im Ruhestand lebende Ingenieur. Zumal die Flugzeiten eng bemessen sind. Vor allem das späte Frühjahr und der Sommer kommen in Frage. Doch nur, wenn es nicht regnet und Wolken sowie Wind passen. Am Flugplatz in Kirchdorf bei Simbach (Landkreis Rottal-Inn) packt er dann seine in einem Anhänger verstaute Ventus 2cM aus, eine halbe Stunde später kann es schon los gehen. Quelle: ‚Passauer Neue Presse‚. Video.

Fluglotsen am Limit

Fliegen boomt, mit Folgen für die Infrastruktur. Besonders die Fluglotsen arbeiten häufig an der Belastungsgrenze. Und das sorgt für Schuldzuweisungen. Insgesamt rund 2.000 Fluglotsen in Deutschland sorgen für einen reibungslosen Flugverkehr. Ein stressiger Job. Andreas Schick macht ihn schon 17 Jahre. Bis zu elf Maschinen hat er in Langen gleichzeitig im Blick: „Es ist anspruchsvoll, weil man sehr belastungsresistent sein muss. Weil man bei Verkehrsspitzen unter Druck arbeitet und natürlich im Hintergrund weiß, dass Fehler zu Katastrophen führen können.“ Ausgerechnet in diesem sensiblen Bereich arbeiten zu wenig Leute. Derzeit fehlen laut DFS bundesweit rund 250 Fluglotsen. Für Andreas Schick und seine Kollegen bedeutet das mehr Arbeit: „Ich arbeite sehr häufig an der Belastungsgrenze, weil die Verkehrszahlen über einen höheren Zeitraum ausgereizt werden.“ Zu wenig Personal für zu viele Flieger. Ein grundsätzliches Problem: Auch bei den Sicherheitskontrollen und in der Boden- und Gepäckabfertigung fehlt Personal in Deutschland. Und so kommt es immer wieder zu überfüllten Flughäfen, Verspätungen und Flugausfällen. Für die Fluggäste nervig, für die Flugbranche ein Desaster. 80 gestrichene Flüge pro Tag – noch nie gab es so große Probleme wie im Chaosjahr 2018. Und auch in diesem Jahr läuft das System trotz aller Versprechungen von Politik und Luftverkehrswirtschaft im roten Bereich. Bis Oktober, so das Fluggastrechteportal EUclaim, sind fast 18.000 Flüge ausgefallen. Das System stoße an seine Grenzen, sagt der Mobilitätsforscher Prof. Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin. Er spricht von „Notoperationen“, die stattgefunden hätten. Sobald „auch nur ein bisschen was passiert, ist sozusagen das Chaos da“, sagt er. Dass vor allem die Fluglotsen dafür verantwortlich gemacht werden, will Matthias Maas so nicht stehen lassen. Der Chef der Fluglotsengewerkschaft sieht vielmehr eine falsche Personalplanung bei der DFS als Problem: „Das ist der Sparzwang. Sie wollen am Ende ihre Bilanz gut dastehen haben. Man hatte sich einen Fünf-Jahresplan gesetzt – der ging leider nicht auf! Der war also total falsch kalkuliert. Ist für mich ein ganz klarer Managementfehler!“ Quelle: ‚ZDF‚.

Renningen: Bosch baut, die Flieger suchen weiter

Bei Bosch in Renningen wird kräftig gebaut. Unter anderem entstehen dort ein Gebäude für die Werkfeuerwehr sowie ein Rechenzentrum. Wer angesichts der Bauarbeiten Angst um den Renninger Flugplatz hatte, kann aufatmen. Der wird dem Sportfliegerclub Leonberg vorerst auch weiter zur Verfügung stehen. Eine langfristige Lösung muss trotzdem noch her. Während die Bundeswehr sich auf den Standort bei Nagold weitgehend festgelegt hat, hofft der Leonberger Verein auf andere Alternativen. Eine Möglichkeit wäre natürlich, auf einen bereits existierenden Flugplatz zu gehen. Zum Beispiel existieren welche in Pattonville bei Kornwestheim, in Vaihingen oder Mühlacker. Mit den Nutzern der genannten Standorte hat der Verein auch schon Kontakt aufgenommen. Das Problem ist jedoch: Die Flugplätze liegen von Leonberg ein ganzes Stück entfernt. Das Modell Bundeswehr-Flugverein auf einem Platz war eine sehr gute Lösung. Der Verein setzt daher seine Hoffnung darauf, dass die Bundeswehr doch einen anderen Standort wählt als Nagold. Quelle: ‚Leonberger Kreiszeitung‚.

Aktivisten blockierten Flughafenterminal für Privatjets

Rund 30 (…) Aktivisten sassen am Boden und hielten sich fest, um jegliche Ein- oder Ausfahrt an den drei Zugängen zum Terminal zu verhindern, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort beobachtet hatte. Die anderen hielten Plakate mit weissen Wolken und Fahnen mit ihrem Logo in die Höhe. «Wir verurteilen dieses komplett absurde Verkehrsmittel», sagte Micaël Metry, ein Sprecher der Bewegung. Denn ein Privatjet produziere 20 Mal mehr CO2 als ein normales Passagierflugzeug. Die Bewegung Extinction Rebellion will mit Aktionen zivilen Ungehorsams den Druck auf die Regierungen erhöhen, mehr gegen den Klimawandel zu tun. Die Bewegung fordert unter anderem, dass die nationalen Regierungen sofort den Klimanotstand ausrufen. Die Genfer Polizei stellte den Demonstranten ein Ultimatum von zwei Stunden, um die Blockade aufzulösen. Quelle: ‚SRF‚ sowie ‚NZZ‚ (Bild).

Attraktive Segelflug-Konferenz in Laufen

Etwas mehr als 200 Besucher und ca. 25 Aussteller fanden am Samstag, 16. November, den Weg an die Schweizer Segelflug-Konferenz in Laufen. An der traditionellen Segelflieger-Landsgemeinde stiessen die Vorträge von Sebastian Kawa, dem derzeit besten Segelflugpiloten der Welt, von Dominic Pöppe zum Thema ‚Nurflügler‘, von Sandra Meisser, die über ihren Weg ins Airliner-Cockpit sprach, von Aude Untersee über die Segelflug-Wetterprognose-Software ‚Skysight‘ ebenso auf Interesse wie die üblichen Ehrungen der sportlichen Leistungen. Eine attraktive Aussen-Ausstellung präsentierte den Elektro-Silent und den Shark von Jaroslav Potmesil. Das Team der SG Dittingen unter der Leitung von OK-Chef Thomas Sütterlin hat die Segelflug-Konferenz mit einem Grosseinsatz perfekt organisiert und für ein tolles Stelldichein der Schweizer SegelfliegerInnen gesorgt. Vielen Dank!

Video zum Flugplatz-Einbruch in Hohenems

Vom spektakulären Einbruch in einen Hangar auf dem Flugplatz Hohenems Ende September ist auf youtube nun ein Überwachungs-Video aufgetaucht. Zwei junge Männer wollten damals einen Pilatus PC-12 stehlen und damit gleich in die USA fliegen. Soweit kam es allerdings gar nicht. Die Täter wurden von der Polizei auf frischer Tat ertappt und an Ort und Stelle verhaftet. Hier sehen Sie, wie sie bei ihrem filmreifen Vorhaben vorgegangen sind.

Grefrath-Niershost – neue Piste in Betrieb

Folgende Meldung von Heiko Meertz hat uns eben erreicht: „Unsere Bahn ist jetzt in einem hervorragenden Zustand und für die nächsten Jahre gewappnet“. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Fliegerisches Dankeschön in Unterwössen

Einmal im Jahr sagt die Deutsche Alpensegelflugschule Unterwössen den Menschen und Institutionen im Achental Danke für die gute Zusammenarbeit. Dann bieten sie die Möglichkeit des Einheimischenfliegens für die Bewohner des Achentals, den Rundflug zu stark ermäßigten Preisen. Dazu stellt sich der Flugplatz in den Dienst der Gäste. Piloten und Fluglehrer ließen rund 200 Besucher abheben. „Wir Flieger freuen uns sehr über die starke Resonanz auf unser Angebot“,erzählt Thomas Ager, der geschäftsführende Vorsitzende der DASSU. Quelle: ‚OVB-online.de‚.

Mooney Aircraft am Ende – Entlassungen

Zwei Wochen vor Thanksgiving hat das in Kerrville, Texas, ansässige Unternehmen Mooney Aircraft Berichten zufolge seinen Betrieb eingestellt und sein gesamtes Personal entlassen, berichtet die Kerrville Daily Times. Das Voicemail-System von Mooney meldet: „Zu diesem Zeitpunkt wurden alle Mooney-Mitarbeiter entlassen und wir können deshalb Ihren Anruf nicht entgegennehmen.“ Wir konnten keinen der Mitarbeiter oder das Management von Mooney erreichen und wir verstehen. Für jene, welche die Verkaufszahlen von Mooney in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres verfolgen, ist der Stillstand keine große Überraschung. Laut GAMA-Verkaufsprotokollen verkaufte Mooney in den ersten beiden Quartalen jeweils zwei Acclaim Ultras, nachdem sie 2018 14 Flugzeuge im Wert von 10,7 Millionen US-Dollar verkauft hatte. Verglichen damit verkaufte Cirrus in der ersten Jahreshälfte 2019 203 Flugzeuge, während Mooney’s Produktion hinter Extra, Pipistrel und Quest’s zurückblieb. Bei AirVenture 2018 sagte Mooney, dass es beabsichtigt, in diesem Jahr 20 Flugzeuge zu bauen, dass die Verkaufszahlen 2019 aber auf 40 ansteigen und ab 2020 50 Flugzeuge pro Jahr produziert würden. Die Arbeiter von Mooney wurden 2017 beurlaubt, vier Jahre, nachdem sie die Produktion unter dem neuen Besitzer Soaring America Aircraft wieder aufgenommen hatten. Mooney hatte zuvor fast fünf Jahre lang keine neuen Flugzeuge mehr produziert. Die letzten Acclaim Ultras, welche die Hallen in Kerrville verliessen, wurden mit jeweils fast 850.000 Dollar bewertet.

Letzte Höhenflüge fallen aus

Der Herforder Verein für Luftfahrt (HVfL) hat an Allerheiligen die Segelflugsaison beendet. Tief über dem Oerlinghauser Flugplatz hängende Wolken und straffer Seitenwind ließen zunächst wenigstens noch einen eingeschränkten Flugbetrieb zu. Später jedoch trieb der Regen die Mitglieder in die Flugzeughalle. Unter großer Beteiligung der Flieger wurden dort die Segelflugzeuge auseinandergebaut und in ihre Transportanhänger verladen. Wie in jedem Jahr versüßte der 2. Vorsitzende des HVfL, Michael Reich, den temporären Abschied von der aktiven Fliegerei mit Stollen, Plätzchen und heißen Getränken. Nun beginnt die Winterarbeit an den Segelflugzeugen im Clubheim des HVfL im Herforder Sportpark Waldfrieden. Die Flugzeuge müssen während der dunklen Jahreszeit gewartet und instandgesetzt werden, um im kommenden März nach der Abnahme durch einen Sachverständigen wieder in den Himmel über Ostwestfalen und weit darüber hinaus zu starten. Quelle: ‚Westfalen-blatt.de‚.

Spektakuläre Segelflieger-Höhenflüge

Dank starker Westwinde über den Taunushängen flogen Segelpiloten des Luftsportclubs Bad Homburg bis 2800 Meter hoch. Vor Kurzem gelangen einigen Segelflugpiloten des Luftsportclub Bad Homburg e.V. (LSC) spektakuläre Höhenflüge bis auf 2800 Meter hinauf. Was sonst nur im Hochgebirge möglich ist, ereignete sich an diesem Tag bei starkem Westwind über den Taunushängen: Stichwort: Wellen-Bildung! Sogenannte Leewellen sind ein Resonanzphänomen: Im Lee, also rückseitig eines angeblasenen Gebirgszuges, können sich bei entsprechend starken Windströmungen Wellen bilden, die sich in immer größere Höhen aufschaukeln. In solch „laminarer“, also gleich mäßig fließender und nach oben steigender Luft, trifft der Segelflieger ein hohes, konstantes Steigen an. Ganz anders als in der sommerlichen Thermik, wo unter Wolken kreisend Aufwindzonen ausgenutzt werden. Durch die hohen Windgeschwindigkeiten von 80 Kilometern pro Stunde und mehr, können die relativ langsam fliegenden Segelflugzeuge scheinbar auf der Stelle stehen, sie bewegen sich über Grund nicht mehr. „Das ist dann ein Gefühl wie auf dem Hochsitz und man kann ich aller Ruhe die Landschaft studierten und genießen“, beschrieb Pressereferent Horst-Walter Schwager dieses Erlebnis. Insgesamt acht solche Wellenflüge wurden am Samstag, 12. Oktober, ab Mittag in einer Aufwindwelle über Neu-Anspach erflogen. Besonders herausragend waren dabei der Flug von Dirk Beerbohm auf der vereinseigenen ASG-29 bis auf 2800 Meter Höhe. „Dafür stand ich natürlich per Funk mit der Frankfurter Flugsicherung im Kontakt und habe mir eine Höhenfreigabe geholt“, berichtete der glückliche Pilot. Denn eigentlich darf man beim LSC wegen des nahen Frankfurter Flughafens nicht höher als 1350 Meter über Grund fliegen – das ist der „Deckel“, wie die Piloten sagen. Voraussetzung für Freigaben darüber ist ein im Flugzeug eingebauter Transponder, sodass die Fluglotsen einen Segelflugzeug genau wie ein Verkehrsflugzeug auf ihrem Kontrollschirm sehen können. Quelle: ‚Usinger-Anzeiger‚.

flieger.news inside: Flugwetter

Wussten Sie, dass flieger.news einen ganzen Webseiten-Bereich für das Flugwetter reserviert? Sie finden darin eine Auswahl an kostenlos erhältlichen 500-mBar-Mittelfrist-Prognosen, Satelliten- und Radarbilder für ganz Mitteleuropa, allgemeine Wetterprognosen (Uni Basel, Meteo France, MeteoSchweiz, Wetter Zentrale oder ZAMG). Aber auch Thermik- und Windprognosen (für Segelflieger) finden Sie hier übersichtlich dargestellt.

Flughafen Innsbruck plant Öko-Gebühr für Landungen

Die in der vergangenen Woche kolportierte Schließung des Innsbrucker Flughafens ist offenbar vom Tisch. Bürgermeister Georg Willi (Grüne) arbeitet sich aber nach wie vor am Airport ab, den die Stadt gemeinsam mit dem Land besitzt. „Ich werde als Vertreter des Anteils der Stadt eine Ökologisierung der Landegebühren vorantreiben. In Zeiten des Klimawandels ist das ein Gebot der Stunde“, bestätigt Willi gegenüber dem KURIER einen entsprechenden Bericht der Tiroler Tageszeitung. Obwohl die Pläne noch keine drei Tage alt sind, scheint eine relativ rasche Umsetzung möglich. „Wir sehen das konstruktiv. Wir haben vor 15 Jahren lärmabhängige Landegebühren eingeführt. Es gibt Möglichkeiten, hier weitere Anreize zu schaffen“, sagt Flughafen-Chef Marco Pernetta im KURIER-Gespräch. Eine Adaptierung der Landegebühren müsse vom Verkehrsministerium als oberster Luftfahrtbehörde abgesegnet werden. Für das kommende Jahr geht sich das aufgrund des Fristenlaufs nicht mehr aus. Für 2021 wäre es aber möglich, erklärt Pernetta. Wie die Ökologisierung im Detail aussehen könnte, ist noch völlig offen. Dazu sollen nun Erfahrungen von anderen Flughäfen eingeholt werden. Laut Pernetta werde es wohl auf eine aufkommensneutrale Gebühr hinauslaufen. Das heißt, umweltfreundlichere Flugzeuge würden belohnt, umweltschädlichere bestraft. Das Gesamtaufkommen der Gebühr bliebe gleich. „Das müssen wir aber erst mit der Behörde klären“, sagt Pernetta. Eine ganz konkrete Möglichkeit wäre, Fluglinien zu belohnen, die verstärkt Bio-Treibstoffe einsetzen. Laut dem Flughafen-Chef machte man sich damit bei den Fluglinien nicht unbedingt Feinde. „Es gibt in der Branche große Anstrengungen zur Treibstoffreduktion. Wir haben fortschrittliche Airline-Kunden. Damit haben wir keine Probleme“, sagt er. Vorreiter im deutschsprachigen Raum ist der Flughafen Stuttgart, der seit Anfang Juli Fluglinien mit alternativen Kraftstoffen bei den Landegebühren belohnt. Bestraft werden dagegen ältere Flugzeuge. So verteuert sich die Landung in Stuttgart für eine Boeing 747 beispielsweise von 1.400 auf 9.000 Euro. Flugzeuge mit Elektro-Antrieb dürfen dagegen überhaupt gratis landen. Hintergrund der Stuttgarter Reform ist ebenfalls der Wunsch nach einer Lärmreduktion. Quelle: ‚kurier.at‚.

Weltmeister-Flugzeug zählt jetzt zur Vereinsflotte

Grund zum Feiern bei der Fliegergruppe Wolf Hirth: Im Rahmen einer kleinen Feierstunde haben die Segelflieger auf der Hahnweide ihr neuestes Sportgerät in Empfang genommen. Mit dem Wettbewerbskennzeichen K1 – alle Wolf-Hirth-Flugzeuge tragen das K für Kirchheim – wird ab sofort ein Hochleistungs-Einsitzer vom Typ Ventus 3 in die Luft gehen. Das bei Schempp-Hirth in Kirchheim gebaute Flugzeug bildet ab sofort die Speerspitze der aus insgesamt sieben Segelflugzeugen bestehenden Vereinsflotte, wenn es darum geht, weite Strecken mit größtmöglicher Durchschnittsgeschwindigkeit zurückzulegen. Dass der Ventus 3 mehr als konkurrenzfähig ist, bewies Schempp-Hirth-Geschäftsführer Tilo Holighaus bereits im Sommer dieses Jahres, als er damit die Weltmeisterschaft im Segelflug-Grand-Prix gewann. „Es freut mich, dass wir jetzt ein weltmeisterliches Flugzeug unser Eigen nennen dürfen“, sagt der Erste Vorsitzende der Fliegergruppe, Gunter Sill. Die Anschaffung des Einsitzers sei eine Folge konsequenter Flottenpolitik im Verein, die darauf ausgerichtet sei, den zahlreichen sportlich ambitionierten Piloten stets konkurrenzfähiges Gerät zur Verfügung zu stellen. Allerdings, so Sill, sei der Ventus trotz seiner Leistungsfähigkeit und des stolzen Preises kein „Flugzeug für den Vorstand“. Jeder Pilot mit genug Erfahrung könne mit dem neuen Ventus Spaß haben. „Leistungssport und Breitensport haben bei uns gleichermaßen ihren Platz“, erklärt der Vorsitzende. Quelle: ‚Teckbote‚.

Früher Saisonstart in Namibia

Seit anfangs November werden von den namibischen Segelflugzentren aus wieder täglich weite Streckenflüge jenseits der Tausender-Marke geflogen – für einmal hat die Segelflug-Saison im Süden Afrikas sehr früh begonnen.

Starthilfe für Privatflieger

Flugstreiks wie kürzlich bei Lufthansa quälen vor allem Geschäftsreisende. Aber sie bescheren Privatjetbetreibern regelmäßig Rekordbuchungen. Das kann die angeschlagene Branche gut brauchen. „Seit den frühen Morgenstunden haben wir vermehrt Anfragen im Privatjetbereich erhalten“, sagt Caroline Werf aus der Geschäftsführung des weltweit tätigen Flugzeugvermittlers Air Charter Service. Gerade Topmanager, Anwälte oder Investmentbanker, so Werf, „sind davon abhängig, es pünktlich zu ihren Verpflichtungen zu schaffen.“ Dafür buchen sie dann spontan eine Privatmaschine – auch wenn diese deutlich teurer ist als ein Linienticket. Die Kosten für den persönlichen Flieger liegen in der Regel pro Flugstunde bei bis zu 1000 Euro in einer kleinere Propellermaschine, 3000 bis 5000 Euro für eine achtsitzige mittlere Maschine und 8000 bis 10.000 Euro für eine größere Maschine mit zwölf bis 16 Sitzen, die auch längere Strecken schafft. Bei besonders hoher Nachfrage können die Preise auch das Doppelte betragen. Ähnlich gute Geschäfte wie Air Charter Service haben derzeit auch andere Jetvermittler wie Air Partner und Warren Buffet oder Lutz Helmig. Zum Reich der US-Investorenlegende und seiner Berkshire Hathaway gehört der weltgrößte Privatjetbetreiber Netjets. Der verzeichnet ebenso höhere Aufträge wie Helmig mit seiner DC Aviation. Wieviel mehr die Streik-Buchungen ausmachen, können die Unternehmen auf Anfrage zwar noch nicht sagen. „Aber es ist spürbar“, weiß der Hamburger Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt. So hatten manche Firmen gerade bei Streiks, die wie der Lufthansa-Ausstand vor zwei Wochen kurzfristig angekündigt oder verändert wurden, bis zu 50 Prozent mehr Umsatz. Quelle: ‚Wirtschaftswoche‚.

Segelfliegen am Simulator lernen

Bei der Segelflieger-Ausbildung auf der Wasserkuppe lernen Flugschüler nun auch an einem Simulator. So können sie gefahrlos auch schwierige Situationen trainieren. Mehr Informationen auf der Webseite der Fliegerschule Wasserkuppe.

Gefährliche Laser-Attacke in 5’000 m.ü.M.

Unfassbarer Vorfall am Mittwochabend während eines Fluges von Köln/Bonn nach Hamburg: Auf der Reisehöhe von 5.000 Metern blendete plötzlich ein grüner Laserstrahl die Piloten im Cockpit! Die Flugkapitäne einer Propellermaschine „ATR 42“ (rund 500 km/h schnell) waren für einige Schrecksekunden außer Gefecht gesetzt. Glücklicherweise blieb die Crew unverletzt, konnte weiter fliegen und sicher in Hamburg landen. Die Kripo ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftraum. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wo genau stand der Laserpointer-Attentäter und wer war es? Warum dieses Flugzeug? Und welches Gerät ist so leistungsfähig, bei Dunkelheit und Nässe einen Strahl vertikal auf 5.000 Metern Höhe abzufeuern? „Der Laserpointer muss extrem leistungsstark gewesen sein“, meint Anja Naumann, die für Norddeutschland zuständige Luftfahrtexpertin der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) zum EXPRESS. „Der Laserstrahl muss sich ja auch noch in den Scheiben des Flugzeugs brechen und so viel Wirkung haben, dass das Cockpit hell erleuchtet ist und die Piloten geblendet sind.“ Pech für die Laser-Attentäter: Die Info der FedEx-Piloten über die Attacke war so exakt, dass anhand der Geo-Koordinaten der genaue Tatort ermittelt werden konnte. Der liegt zwischen Bielefeld und Hannover in der Nähe von Hameln, an einem Abzweig der Bundesstraße 83, nahe der Ortschaft Ohr. Die Polizei war kurze Zeit später sogar noch vor Ort, konnte aber keine verdächtigen Personen mehr antreffen. Dennoch wird nun mit Hochdruck gefahndet. Quelle: ‚express.de‚. Bild: ‚merkur.de‚.

Investitionen auf dem Flugplatz Münster-Telgte

Um den Flugplatz Münster-Telgte fit für die nächsten Jahre zu machen, investiert der Aero-Club Münster-Münsterland derzeit viel Geld. Momentan werden die Rollwege saniert, über die die Flugzeuge von den Hallenvorplätzen zur Start- und Landebahn gelangen. Der Aero-Club Münster-Münsterland investiert derzeit viel Geld in den Flugplatz Münster-Telgte, um diesen fit für die nächsten Jahre zu machen. Wie Wolfgang Müller, Präsident des Aero-Clubs, auf WN-Anfrage erläuterte, werden derzeit die sogenannten Rollwege saniert. Das sind die Verbindungswege zwischen den Hallenvorplätzen sowie der Start- und Landebahn. Denn nach rund 40 Jahren, so alt seien die Rollwege und die Startbahn in etwa, hätten sich an einigen Stellen Risse gebildet. Das sei nach Ansicht der Experten wahrscheinlich dadurch bedingt, dass der Unterbau seinerzeit nicht an allen Stellen ausreichend stark ausgeführt worden sei. Das Manko betreffe vor allem den östlichen Bereich der Rollwege. Dort wurde in den vergangenen Tagen bereits, wo notwendig, der Unterbau verstärkt, um Sicherheit für die Zukunft zu haben. Im westlichen Bereich der Rollwege musste die Decke nur abgefräst und anschließend erneuert werden. Die Maßnahme, die rund 100.000 Euro kostet, wird vom Land mit rund 60 Prozent bezuschusst, da es sich um wichtige Sicherheitsmaßnahmen handelt. Der Förderzusage vorausgegangen war nach Angaben des Aero-Clubs ein aufwendiges Prüfverfahren. Während die Rollwege derzeit saniert werden, finden an der Start- und Landebahn keine Arbeiten statt. Dort ist nach Aussagen des Clubs alles in Ordnung. Quelle: ‚azonline.de‚.

Wellenfliegen in Jesenik

Fotobericht von Michael Zistler

Ein guter Schluß ziert alles! Und was für einen Abschlussflug wir heute machen durften: mit Superlativen soll man sparsam sein, aber auch heute waren die uns gebotenen Wetter-Szenarien grandios! Die Vorhersage hat relativ gut gepasst, trotzdem waren wir am Anfang etwas skeptisch; zwar waren in der hauptsächlich geschlossenen Bewölkung einige Auflockerungen an den bekannten Stellen und wir schauten etwas genauer auf den Feuchtigkeitsverlauf im Laufe des Tages. Der Start als Nummer 1 war der spannendste für uns hier und es war ein Vergnügen, nach gutem Briefing hinter einem wirklichen Profi zu hängen: Vit Reich pilotierte seine Zlin 42 mit unserem Duo als Anhang präzise in die Lücke der zweiten Schwingung und wir konnten in gutem Steigen bei Erreichen der Tops in 1.800 Metern MSL ausklinken.

Wir beäugten unser Loch beim weiteren Steigen skeptisch, ebenso die drei anderen Abstiegsmöglichkeiten in der Nähe. Wir hatten uns geeinigt, zu jedem Zeitpunkt sofort abzusteigen, wenn sich die Anzeichen für ein Schließheute en verdichten würden – oder sich einer von uns nicht mehr wohl fühlen sollte (und zwar ohne Erklärung oder Diskussion)! Gott sei Dank hat sich das Wetter an die Vorhersage gehalten und es trocknete von Höhenmeter zu Höhenmeter weiter ab und wir konnten einen völlig stressfreien Flug aus vollen Zügen geniessen.

Die Wellen standen wegen des Südwindes an anderen Stellen als an den Vortagen, wir konnten sie aber gut finden und ausfliegen. Die meisten Teilnehmer des wavecamps sind heute nach der gestrigen familiären Abschlussfeier abgereist und das Flarm zeigte anfangs gar keinen, später aber auch nur wenig Verkehr. Wir waren heute „nur“ noch 7 Flugzeuge über das Gebiet verteilt und konnten bis auf 5.200 Meter steigen.

Anfangs ernährte sich das Wellen-Eichhörnchen heute sprichwörtlich mühsam, aber die Geduld hat sich mehr als gelohnt: da waren mit zunehmend tieferem Sonnenstand einfach grandiose Perspektiven zu bestaunen mit den Hauptdarstellern der verschiedenen Wolkenformationen in den tieferen und mittleren Stockwerken. Ganz ehrlich: man kann sich wirklich nicht satt sehen daran und es treffen keine Worte diese Eindrücke – muss man einfach erlebt haben!

Morgen stehen wir nochmals bereit, falls das Wetter entgegen der Vorhersage nicht ganz so feucht werden sollte. Es sind sogar Niederschläge prognostiziert, allerdings messerscharf an unserem Aktionsgebiet. Es wird erst morgen eine Entscheidung möglich sein. Egal, wie das morgen laufen wird: wir werden entweder am Samstag oder am Sonntag in aller Ruhe unsere sieben Sachen packen und uns auf den Heimweg begeben. Mit bleibenden Eindrücken, super gemeinsamen Flugerlebnissen als Vater-Sohn-Duo und vor allem in tiefer Dankbarkeit für die Aktivisten des hiesigen Aeroclubs in Jesenik um die Organisatorin Vlasta und den Schlepppiloten um den Vit mit ihren zahlreichen Helfern. Und nicht zu vergessen die unermüdlichen Protagnonisten auf deutscher Seite! Martin Pohl und David Tempel sind nicht nur absolute Könner dieser Flugdisziplin; sie bringen sich hier ein mit Haut und Haar – weit über ihre eigenen fliegerischen Ambitionen hinaus!

Wir alle hoffen sehr, dass die Begeisterung und Faszination fürs Wellenfliegen hier noch lange ausgelebt werden kann – die Vorfreude auf das nächste Jahr ist nicht nur bei uns beiden rießengroß.

LSV Sauerland auf „Zeitreise“

Bei seiner Jahresabschlussfahrt begab sich der Luftsportverein Sauerland e.V. mit insgesamt 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in diesem Jahr auf Zeitreise. Es ging zum Berg der Flieger, der Wasserkuppe, mit 950 Metern der höchste Berg der Rhön. Sie ist als „Wiege des Segelflugs“ bekannt – fanden hier schließlich bereits 1911 erste Segelflugversuche mit einigen erstaunlichen Fluggeräten statt. Auch die Flieger vom LSV Sauerland übten sich auf einem solchen Fluggerät und wagten bei bestem Wetter eine Zeitreise zurück ins Jahr 1938. Durch einen Fluglehrer vom Oldtimer Segelflugclub erhielten die Flieger eine Einweisung in das Flugzeug vom Typ Schulgleiter (SG38) konstruiert im Jahr 1936. Doch das wird nicht – wie die Segelflugzeuge am Flugplatz in Küntrop – mit einem Motorflugzeug in die Luft gezogen, sondern durch ein Gummiseil. Gemütlicher Flugbetrieb war also nicht angesagt, schließlich wird das Seil per Hand ausgezogen. V-förmig wird das Seil vor dem SG38 ausgelegt, an jeder Seite des Seils stehen mindestens sechs Läufer, früher auch „Gummihunde“ genannt. Hinter dem Flugzeug stehen noch einmal vier Personen – die Haltemannschaft. Auf Kommando des Fluglehrers rennen die Gummihunde dann den Hang hinunter, ist das Seil straff, lässt sie Haltemannschaft das Segelflugzeug los und für den Piloten beginnt dann ein kurzer, aber ganz besonderer Flug. Mehr Infos im Originalbericht im ‚lokalkompasse.de‚.

Kritik nach NetJets-Flugplatzanteils-Verkauf

Die Amerikaner steigen aus, ein neuer Eigentümer aus dem Nachbarbundesland ist schon im Anflug: Die Firma NetJets Europe steht im Begriff, ihren knapp 88-prozentigen Mehrheitsanteil an der Hessischen Flugplatz GmbH Egelsbach (HFG) zu verkaufen. Den größten allgemeinen Verkehrslandeplatz der Bundesrepublik übernehmen wird die Triwo-Gruppe aus Trier, ein Immobilienunternehmen, zu dessen Geschäftsfeldern der Betrieb von Flugplätzen zählt. Beide Seiten sind sich handelseinig, das ist spruchreif und wurde gestern so von NetJets öffentlich gemacht. Als offizieller Übernahmetermin bieten sich der Jahreswechsel und das Ende des HFG-Geschäftsjahrs an, doch im Detail ausgearbeitet und in trockene Tücher gebracht werden soll die Transaktion so bald als möglich im November oder Dezember. Das bringt die beiden Minderheitsgesellschafter, die Kommunen Egelsbach (6,61 Prozent HFG-Anteil) und Langen (5,66), ebenfalls mit an den Tisch. Und nach  Monaten der Funkstille in NetJets-Manier wurden deren Vertreterinnen in der HFG-Gesellschafterversammlung Mitte Oktober kurzfristigst zur Sitzung eingeladen. Die Art und Weise dieses vor vollendete Tatsachen Stellens in Verbindung mit einer weiteren Kapitalerhöhung in Millionenhöhe hat die Juniorpartner einmal mehr vergrätzt. Mehr Infos finden Sie im Originalbericht von ‚op-online.de‚.

In Musbach startet die Wellenflugsaison

Mit auflebenden Südwest- und Nordostwinden startet für die Musbacher Segelflieger wieder die Wellenflugsaison. Je nach Windstärke geht es dabei auf große Höhen. Selbst im Hochwinter sind in den Wellensystemen des Schwarzwalds Streckenflüge von mehr als 500 Kilometern möglich. Bis 7600 Meter und mehr wurden im Lee der Hornisgrinde erflogen. Geschenkt bekommen die Segelflieger bei solchen Flügen allerdings nichts. Es bedarf einer guter Vorbereitung – sowohl mental als auch aus meteorologischer und technischer Sicht. Ab 4000 Meter NN müssen die Piloten über Sauerstoff verfügen. Von Vorteil ist ein zweites System für den Notfall, falls in großen Höhen die Sauerstoffanlage versagt. Zusätzlich sollten die Flugzeuge mit einem Transponder ausgestattet sein, um auf dem Radar sichtbar zu sein. Nur so gibt es bei Bedarf von der Flugsicherung in Langen im Wellenfluggebiet Murgtal Freigaben für die ganz große Höhen. Das Wellenfluggebiet Murgtal wird auf Anfrage der Segelflieger je nach Bedarf und Machbarkeit von Langen aktiviert. Wenn es die Verkehrslage zulässt, haben die Piloten zwischen Freudenstadt der Bacherkreuzung-Offenburg- Nähe Karlsruhe und Pforzheim die Möglichkeit, über die ansonsten maximal möglichen 3000 Meter NN zu steigen. Bei starkem Südwestwind steht die ersten Höhenleiter beim Wittlensweilener Eisenbahnviadukt. Auch das Freudenstädter Krankenhaus ist für die Wellenflieger oft ein Einstiegspunkt, um danach hoch über den Wolken die Freiheit zu genießen. Dabei offenbart sich ein Ausblick bis zu den Alpen und den Vogesen. Mehr im Bericht von Lothar Schwark im ‚Schwarzwälder Boten‚.

Niershorst: Gitter für die Startbahn

Auf dem Grefrather Flugplatz Niershorst ruht zurzeit der Flugverkehr. Grund sind umfassende Sanierungsarbeiten auf der Start- und Landebahn. Erledigt werden sie von Mitgliedern des Luftsportvereins Niederrhein (LVN) – und zwar ehrenamtlich. Am Sonntag haben sie mit der Arbeit begonnen, am kommenden Wochenende wollen sie fertig sein. Die Idee, die Bahn zu sanieren, habe man bereits vor zwei Jahren gehabt, sagt Meertz, man habe allerdings vor der Realisierung eine Menge Genehmigungen einholen müssen. Nun sei alles mit den beteiligten Behörden abgestimmt, der Naturschutzbund habe zugestimmt, auch die Bezirksregierung habe hervorragend mitgespielt und sich sehr kooperativ verhalten. Bereits vor Jahresfrist begannen die vorbereitenden Arbeiten. Auf einer Fläche von 40 mal 700 Metern wurde Mutterboden aufgetragen, damit jetzt die Gitter problemlos verlegt werden und in den Boden eingewalzt werden können. Quelle: ‚RP-online.de‚.

Segelflugzeug aus Bäumen geborgen

Zwei Wochen hing ein Segelflieger in Baumkronen bei Porta Westfalica fest. Am Dienstag wurde das Flugzeug mit einem Autokran geborgen. Bei einer Notlandung bei Porta Westfalica hatte sich der Segelflieger eines Segelflugvereins im niedersächsischen Lüchow-Dannenberg vor über zwei Wochen in Baumkronen verfangen – 35 Meter über dem Boden. „Es hat alles reibungslos geklappt“, sagte der Sprecher des Luftsportvereins Kreis Lüchow-Dannenberg, Moritz Möller. Die Beschädigung des Flugzeugs halte sich in Grenzen. Er geht davon aus, dass es repariert werden kann. Die Schadenshöhe werde auf 20.000 Euro geschätzt. „Da lohnt sich eine Reparatur.“ Quelle: ‚WAZ‚.

Luftraum muss Allgemeingut bleiben

Der gesamte Luftraum muss weiterhin frei zugängliches Allgemeingut bleiben und darf nicht ausschließlich von den Interessen der unbemannten kommerziellen Luftfahrt dominiert werden. Das fordern der Deutsche Aero Club e.V. (DAeC), die Vereinigung Cockpit e.V. (VC), der Deutsche Hubschrauber Verband e.V. (DHV) und die Bundesvereinigung fliegendes Personal der Polizei e.V. (BfPP) gemeinsam in einem offenen Brief an die EU-Kommissarin für Verkehr, Violeta Bulc, und die Mitglieder des EU-Ausschusses für Verkehr und Tourismus. Anstoß für den offenen Brief: Derzeit erstellt die EASA in einem beschleunigten Verfahren eine Verordnung für den sogenannten U-Space, welcher als Luftraum für die kommerziell genutzte unbemannte Luftfahrt dienen soll. Die bemannte Luftfahrt wurde bei diesem Entstehungsprozesses nicht ausreichend eingebunden und berücksichtigt. Doch Luftfahrt ist “Teamsport”. Und deshalb rufen DAeC, VC, DHV und BfPP die Adressaten des offenen Briefes auf, einen gemeinsamen Workshop abzuhalten, an dem alle Interessensgruppen beteiligt werden. “Ein weiterer Alleingang im Hinblick auf den U-Space steht in völligem Gegensatz zu den Standardized European Rules of the Air und gefährdet die Idee des Single European Sky”, lautet hier das gemeinsame Fazit. “Unglücklicherweise wird das derzeit entstehende Regelwerk für den U-Space von den Interessen der unbemannten kommerziellen Luftfahrt dominiert, also von einem völlig neuen Teilnehmer im Luftraum. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die bemannte Luftfahrt ebendiesen Luftraum seit mehr als 100 Jahren nutzt”, fordert DAeC-Präsident Stefan Klett deshalb. “Wir sind sehr besorgt, dass die angedachten Regulierungen des U-Space die Flugsicherheit beeinträchtigen und den freien Zugang zum Luftraum begrenzen werden. Daher haben wir den aktuellen Entwurf zum U-Space umfassend kommentiert”, ergänzt Habbo Brune, Vorsitzender des DAeC-Bundesausschusses Unterer Luftraum. Alle Unterzeichner des offenen Briefes sind sich einig, dass sich neue Luftraumteilnehmer und damit der U-Space in die bestehenden Luftraum- und Flugsicherungsstrukturen integrieren müssen. Dabei dürfen für die bemannte Luftfahrt keine unnötigen Beschränkungen oder zusätzliche Belastungen entstehen. “Eine völlig abgegrenzte unbemannte Luftfahrt führt in die falsche Richtung und beschneidet nicht nur die Bedürfnisse und Interessen des Luftsports sowie die der Allgemeinen und kommerziellen Luftfahrt. Auch Einsatzflüge von Polizei, Militär und Rettungsdienst sind betroffen“, lautet die einhellige Meinung der Unterzeichner, die auch eine stärkere Einbindung der bemannten Luftfahrt fordern und dazu ihre Kooperation anbieten. Quelle: ‚DAeC‚.

Flugplatz Uetersen/Heist mit 35’000 Flugbewegungen

Er zählt zu den größten öffentlichen Verkehrslandeplätzen in Deutschland – der Flugplatz Uetersen/Heist. Vor allem in den wärmeren Monaten starten und landen hier insbesondere an den Wochenenden Segelflieger, kleine Motorflugzeuge und Hubschrauber am laufenden Band. Jetzt, im Herbst, wird es ruhiger auf dem Gelände und ringsum. Unterdessen zieht Ralph Post, der Geschäftsführer des Flugplatzbetreibers, eine positive Bilanz der Sommersaison. Er erläutert, dass das Unternehmen mit bis zu 35.000 Flugbewegungen im gesamten Jahr seine Position auf den vorderen Plätzen erneut behaupten konnte. Finanziell wird das nach seinen Worten „einen Umsatz von etwa 850.000 Euro“ bedeuten. Die Einnahmen setzen sich nicht nur aus den Landegebühren zusammen, von denen nach seinen Schätzungen etwa 70 Prozent aus den Landungen an den Sommer-Wochenenden stammen. Für Umsatz sorgen auch die Vermietung und Verpachtung von Büros und dem Restaurant in den gesellschaftseigenen Räumlichkeiten und einer Tankstelle für die Flugzeuge. Für Landungen zahlen die Piloten – je nach Gewichtsklasse ihres Flugzeugs – ab 7 Euro. Mehr Informationen im Originalbericht der ‚SHZ‘ (Registrierung).