Hervorgehobener Beitrag

Sebastian Kawas harte Landung in Pavullo

Zum ersten Mal in seiner Karriere beschädigte Sebastian Kawa bei einer harten Landung ein Segelflugzeug. Eine Aufarbeitung der Geschehnisse mit Tino Janke von ‚easymemoryitem‚ soll allen PilotInnen helfen, solche Ereignisse zukünftig zu vermeiden.

„Was passiert ist, hat mich selbst sehr überrascht. Zum ersten Mal in meiner Karriere habe ich bei einer harten Landung ein Segelflugzeug beschädigt. Eine sehr unangenehme Erfahrung mit der neuen GP15 am steilen Hang von Pavullo!

Das Terrain im Apennin lädt in vielen Gebieten nicht gerade zum Landen ein. Fast jede geeignete, flache Fläche ist bebaut, die Täler sind V-förmig und in der Mitte befindet sich ein Bach. Felder, sofern vorhanden, befinden sich an steilen Hängen. Somit ist es von vornherein sehr schwer, überhaupt einen geeigneten Landeplatz zu finden.

Was war passiert?
Etwa 30 km vor der Ziellinie, ich befand mich immer noch in großer Höhe, traf ich die Entscheidung, kein Risiko einzugehen und den Motor zu starten. Es war nur ein Trainingstag, an dem keine Punkte gesammelt werden mussten. Nachdem der Start nun schon einige Stunden zurück lag, waren immer noch 75% der elektrischen Leistung vorhanden. Damit konnte ich problemlos nach Hause kommen. Ich überlegte, wie ich die verbleibende Energie am effektivsten zu nutzen war und startete den Motor. Nichts geschah!

Noch hatte ich genug Zeit. Nach einem kurzen Rundumblick machte ich nicht weniger als 10 mögliche Landefelder aus – alle im bergigen Gelände, alle am steilen Hang! Also nahm ich die Sonnenbrille ab und versuchte, den Motor zum Laufen zu bringen. Zuerst dache ich, doch nicht genügend Energie zum Ausfahren des Pylons zu haben und schaltete das Navigationsdisplay aus. Ich startete das System neu und versuchte das Anlassen erneut. Nichts geschah!

Meine Optionen schwanden…
Nach weiteren 15 geflogenen Kilometern waren schließlich nur noch zwei geeignete Felder in Sichtweite. Sehr steil, aber etwas größer als die vorherigen. Da der weitere Verlauf des Tals nicht einsehbar war, entschied ich mich für eine Außenlandung auf einem der beiden gelbbraunen Felder neben einem Bauernhof und einer asphaltierten Straße. Leider stellte sich im Nachhinein heraus, dass dieser Acker sehr holprig war, was sich noch zu den anderen Schwierigkeiten addierte!

Ich bin zuvor bereits auf ähnlich steilen Hügeln gelandet. Auf einigen Segelflugplätzen wie Jeżów Sudecki (Grunau) oder in Bieszczady gibt es Landeflächen mit Neigungen bis zu 11%. Selbst mit einer ASH 25 bin ich (in Bieszczady) an solch einem Hang wie diesem gelandet. Allerdings war dort das Gras weich und eben!

In Italien war die Situation eine andere. Die Oberfläche des Feldes war rau und im Anflugsektor standen Bäume. Um auf einem solchen Feld landen zu können, muss selbst mit einem leichten Segelflugzeug mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h angeflogen werden, um parallel zum Boden abfangen zu können. Schnelle Flugzeuge benötigen hier sogar noch mehr Fahrt! Mit dem leichten Flieger und ohne Wasser umflog ich mit exakt 130 km/h die Bäume im Anflugsektor und verspürte, kurz bevor ich am Boden war, einen harten Stoß – eine Bodenwelle. Das Flugzeug sprang im steilen Winkel nach oben und verlor rasant an Fahrt. Ohne Geschwindigkeit, die ich benötigt hätte, um auch nur irgendetwas an der Situation ändern zu können, sah ich die Baumkronen wieder unter mir. Also warten! Im nächsten Moment war ich wieder am Boden und rutschte ein paar Meter auf dem Rumpf. Daraufhin knackte es unter dem Instrumentenpanel und das Fahrwerk brach ab.

Nicht zu empfehlen!
Im ersten Moment fühlte ich starke Rückenschmerzen und hatte große Schwierigkeiten, aus dem Cockpit aus zu steigen. Nach ein paar Minuten, die ich auf dem Flügel lag, trat etwas Erleichterung ein, da ich glücklicherweise alle meine Glieder bewegen und fühlen konnte. Eigentlich war diese Aktion nicht richtig, da ich jedem in solch einer Situation empfehle, sich nicht so viel zu bewegen – wenn man nicht sicher ist, ob die Wirbelsäule intakt ist.

Ich betrachte es als Unglück, die Bodenwelle bis zum letzten Moment nicht erkannt zu haben. Zum Glück ist die GP14 ein leichter und sehr stabiler Segler, so dass nicht mehr passierte.

Wichtigste Erkenntnis: auch wenn der Motor noch beim Start funktionierte, kann er jederzeit ausfallen. So war es auch bei meiner Landung im Apennin. Nachdem der Motor abgekühlt war, sprang er nicht wieder an, weil der Pylon den Endschalter nicht berührte. Verlasse Dich nie zu 100% auf den Motor!“

Happy Landings, Sebastian Kawa

Download des gesamten Artikels mit Zeichnungen von Sebastian Kawa.

Hunderte Besucher entdecken Flugplatz Leye

Die Vielseitigkeit des Flugsportes entdeckten am Wochenende zahlreiche Besucher auf dem Flugplatz Leye. Der Luftsportverein (LSV) Radevormwald organisierte einen zweitägigen Tag der offenen Tür, der am Samstagnachmittag startete. Besonders interessant waren für alle Besucher die Flugvorführungen, die an beiden Tagen stattfanden und durch versierte Piloten des Rader aber auch des Schwelmer Luftsportvereins durchgeführt wurden. Einer von ihnen ist Sven Schlums, der dem Schwelmer Verein angehört, aber seine Freunde und Kollegen aus Radevormwald immer tatkräftig unterstützt. „Ich habe heute einige Flugvorführungen gezeigt und immer super Feedback bekommen. Kunstflug begeistert auch diejenigen, die nicht selber fliegen“, sagt der Pilot. Er selber hat mit 14 Jahren seinen Segelflugschein gemacht. Das ist schon viele Jahrzehnte her, aber das Interesse an dem Flugsport ist weiterhin groß. „Die Jugendabteilung in unserem Verein ist gut aufgestellt“, sagt Sven Schlums. Quelle: ‚RP-online.de‘.

Digitale Plattform für Luftfahrtdaten

Der Schweizer Bundesrat hat beschlossen, eine neue Stelle mit Aufbau und Betrieb einer internetbasierten Plattform für die Sammlung der Luftfahrtdaten zu schaffen und die dafür nötigen Gelder zu sprechen. Die neue Plattform dient dazu, die Datenqualität zu verbessern. Gute Luftfahrtdaten sind für die Sicherheit der zivilen und militärischen Luftfahrt essentiell. Bei den Luftfahrtdaten handelt es sich um Geoinformationsdaten, die zum Beispiel für die Erstellung von Luftfahrtkarten notwendig sind und in Cockpitsysteme einfliessen. Sie geben Auskunft über die Struktur von Lufträumen, kennzeichnen Luftfahrthindernisse und werden für die Ausarbeitung von Flugverfahren benötigt. In der Schweiz werden diese Daten heute über diverse analoge Prozesse und Medien gesammelt und bei der Flugsicherung Skyguide und dem BAZL digitalisiert. Da immer mehr Luftfahrdaten in Cockpitsystemen direkt genutzt werden, steigen die Anforderungen an deren Qualität. Daher ist es sinnvoll, die Prozesse zur Sammlung und Anlieferung dieser Daten an die Flugsicherung Skyguide zu verbessern. Quelle: ‚BAZL‚.

Segelfliegertage, Segelflug-Konferenz

Daten und Veranstaltungsorte der Segelfliegertage und der Segelflugkonferenz in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Herbst 2019:

Österreichischen Segelfliegertag
Samstag, 19. Oktober,Wien 22., Bernoullistraße 1, Veranstaltungszentrum Donaustadt.

Deutscher Segelfliegertag
Samstag, 2. November, Freudenstadt, Kurhaus.

Schweizer Segelflug-Konferenz
Samstag, 16. November, Mehrzweckhallte ‚Serafin‘, Baslerstrasse 5, 4242 Laufen BL

Flugtag in Illertissen

Am Flugtag des Illertisser Luftsportvereins wagen sich Besucher der Lebenshilfe und des Kinder- und Jugenshospizes in schwindelerregende Höhen. Viel Sonne gab es beim Flugtag in Illertissen zwar nicht. Doch die Flieger des Luftsportvereins Illertissen hoben dennoch in Richtung Wolkendecke ab. Mit an Board waren keine Profis, sondern Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Lebenshilfe Donau-Iller und des Kinderhospizes im Allgäu. Möglich gemacht hat das der Lions Club Illertissen. „Bereits seit knapp 40 Jahren gibt es die Veranstaltung, bei dem kranke, benachteiligte oder behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene einen Nachmittag lang etwas Außergewöhnliches erleben können,“ erzählt Dietmar Rothdach vom Lions Club. Zusammen mit dem Luftsportverein Illertissen werden jährlich wechselnde Einrichtungen aus der Region eingeladen, einen Tag auf dem Flugplatz in Illertissen zu verbringen. Dabei wird den Besuchern einiges geboten. Mehr Informationen im Originalbericht der ‚Augsburger Allgemeinen‘.

Aus der Traum vom Ein-Euro-Flugplatz

Die Verkaufsanzeige für den Penzinger Fliegerhorst im Internet sorgt für Wirbel. Mittlerweile ist sie wieder aus dem Internet verschwunden. Wie die Bundesbehörde ihr Vorgehen erklärt. Zu schön, um wahr zu sein: Das 270 Hektar große Penzinger Flugplatzgelände wurde seit dem Wochenende von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) auf einem großen Immobilienportal in Internet angeboten (das LT berichtete exklusiv). Als Preis war ein Euro genannt. Am Montagnachmittag war der Traum schon wieder vorbei: Das Online-Inserat wurde zurückgezogen. Dass das Verkaufsangebot auf diese Weise publik wurde, sorgte im Landkreis auch für gewisse Irritationen, wie die für Bayern und Baden-Württemberg zuständige Verkaufsleiterin bei der Bima, Monika Maucher, einräumt. Denn eigentlich laufen ja bereits Gespräche zwischen den staatlichen Immobilienvermarktern und der Gemeinde Penzing und der Stadt Landsberg. Die beiden Kommunen, auf deren Gebiet der ehemalige Flugplatz liegt, haben ein Erstzugriffsrecht auf die frei werdende Militärliegenschaft. Und in fast allen Fällen machen Kommunen auch von diesem Recht Gebrauch. Was sollte also das Verkaufsexposé im Internet bezwecken? „Die Absicht ist ganz einfach“, sagt Maucher dazu, „wir stehen vor der Expo Real 2019, da hat die Bima einen Stand. Und da ging es darum, dass man ein Angebot an Immobilien macht.“ Die Veröffentlichung sei – mit Verweis auf das Erstzugriffsrecht der Kommunen und dem Hinweis, dass der besagte Euro nur ein Platzhalter sei – als Hinweis an Investoren zu sehen, dass in Penzing etwas entstehen könne. Zusätzliche Aufmerksamkeit bei Investoren, meint dagegen der Penzinger Bürgermeister Johannes Erhard, brauche der bisherige Flugplatz eigentlich nicht: „Das Thema ist so präsent und wir werden so oft angefragt, dass wir das Gelände schon zwei- oder dreimal hätten verkaufen können.“ Mehr Informationen im Originalbericht der ‚Augsburger Allgemeinen‘.

Hahnweide: Nostalgie über den Wolken

Die offizielle Eröffnung erfolgte traditionell mit dem Segelflugzeug Slingsby und Trompetenklängen. Dazu hatte Wolfgang Kizler mit seinem Signalhorn im Segler Platz genommen. „Die Musik kommt allerdings vom Band“, gestand der fliegende Trompeter. „Aus 500 Metern Höhe hört mich ja sonst keiner“, fügt der Musiker mit einem Augenzwinkern dazu. Im Anschluss wurde es laut und spannend. Als erstes zog Walter Eichhorn mit seiner North America T-6 seine Bahnen durch die Lüfte, gefolgt von weiteren waghalsigen Loopings, die das Publikum begeisterten. Eine weitere Besonderheit folgte. Die Dreierformation der Minimoa. Dieses Segelflugzeug aus dem Hause Schempp-Hirth ist mittlerweile zur Rarität geworden, und weltweit gibt es nur noch einige wenige dieser Segler. Umso mehr freuten sich die Flug-Fans, dass sich am Freitag gleich drei dieser Exemplare am Himmel zeigten. Thomas Bader zeigte auf der Extra 330 SC – ein Kunstflugzeug -, was die Freiheit über den Wolken wohl ausmacht. Mit seiner Freestyle Show begeisterte er genauso wie der Kunstflug der Zlin 526. Im Laufe des Tages füllten sich nicht nur die Parkplätze rund um die Hahnweide, auch auf dem Gelände begann es langsam eng zu werden. Die Zuschauer wurden aber mit der Ankunft weiterer Raritäten belohnt. Von den US-Streitkräften kam der einstige Jagdbomber P40, und aus Russland flog die YAK11, ein Jagdflugzeug des Warschauer Pakts, ein. Quelle: ‚Teckbote‚.

Hoffnung auf neues Flugbenzin

„Emissionsarme Luftfahrt“ heißt das Thema, das die 340 angemeldeten Teilnehmern des Tages der Deutschen Luft- und Raumfahrtregionen an der Uni Potsdam umtreibt. Die deutschen Luftverkehrsgesellschaften sind zwar nach Angaben des Bundesverbandes der Luftverkehrswirtschaft BDL effizienter geworden. Seit 1990 ist der durchschnittliche Verbrauch pro Passagier auf 100 Kilometern von 6,3 Liter Kerosin auf 3,58 Liter Kerosin gesunken. Aber zugleich hat sich der Luftverkehr ab deutschen Flughäfen mehr als verdreifacht. Der Kerosinbedarf legte insgesamt um 98 Prozent zu. Bis 2050 wird weltweit mit einer Verdreifachung des Luftverkehrs gerechnet. Die Branche muss Treibhausgas-Ausstoß und Lärm drastisch verkleinern. „Lösen wir dieses Problem nicht, verspielen wir unsere Zukunft“, warnt Andreas Sedlmayr vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie. Diskutiert wird elektrisches Fliegen, eine Kombination von konventionellen Turbinen und Batterien und über neue Treibstoffe. Siemens zum Beispiel entwickelt seit zehn Jahren elektrische Flugmotoren. Doch werden die E-Flieger als Nischenlösung gesehen, für Flugtaxen oder kleine Kurzstreckenflieger. Für das Gros des Verkehrs – die großen Passagiermaschinen – sind E-Motoren keine Lösung. Hersteller wie Rolls Royce setzen eher auf die Verbesserung ihrer konventionellen Triebwerke – 20 bis 30 Prozent Effizienz-Steigerung seien möglich, hieß es in Potsdam. Neue Kraftstoffe sollen hingegen bei Mittel- und Langstrecken einen Durchbruch bringen, vor allem synthetische Treibstoffe. Sie könnten mit Hilfe von Windenergie aus Wasserstoff und aus Kohlendioxid aus der Luft gewonnen werden. Allerdings, so wurde in Potsdam deutlich, steht die Suche nach klimafreundlichen Alternativen ziemlich am Anfang. Die neuen Technologien sind mit vielen ungelösten Problemen verbunden. Neuartige, sparsame und leise Triebwerke sind deutlich größer und schwerer als herkömmliche oder stoßen mehr schädliche Stickoxide aus. Umweltfreundliche Treibstoffe kosten heute um das Zwei- bis Fünffache mehr als Kerosin und werden wohl auch in Zukunft teurer bleiben. Ein Antrieb mit Hilfe von Brennstoffzellen, die Wasserstoff als Treibstoff nutzen, wird von Triebwerksherstellern als Option für die fernere Zukunft gesehen. So setzt die Branche darauf, in allen Dingen – von der Logistik über Materialien bis hin zum fertigen Flugzeug – klimafreundlicher zu werden. Was fehlt, sind revolutionäre Ideen. Quelle: ‚MOZ.de‚.

Kostenloser Flugschein für Auszubildende

Müller Präzisionswerkzeuge lockt Auszubildende mit der Möglichkeit, kostenlos einen Segelflugschein zu machen. Das Unternehmen übernimmt alle Kosten, die mit dem Erwerb des Flugscheins entstehen. Neben den Kosten für den Flugschein trägt Müller Präzisionswerkzeuge zusätzlich auch die Kosten eines Jahresbeitrags für den Aero-Club Idar-Oberstein. „Mit unseren ungewöhnlichen Maßnahmen möchten wir die Attraktivität unseres Ausbildungsprogramms weiter steigern“, so Müller-Präzisionswerkzeuge-Geschäftsführer Mathias Schmidt, der selbst begeisterter Hobby-Pilot ist. „Gleichzeitig freue ich mich, die Faszination Fliegen an unsere jungen Mitarbeiter weitergeben zu können.“ Und auch zu den Aufgaben bei Müller Präzisionswerkzeuge bestehe ein direkter Bezug. „Fliegen hat sehr viel mit technischem Verständnis und konstruktiven Fähigkeiten zu tun“, so Schmidt weiter. „Unsere Mitarbeiter konstruieren und produzieren Hochleistungswerkzeuge, die unter anderem in der Luftfahrttechnik und im Flugzeugbau eingesetzt werden. Neben Automobilherstellern und -zulieferern haben wir viele Kunden aus der zukunftsträchtigen Aerospace-Branche.“ Darüber hinaus zahlt Müller Präzisionswerkzeuge Auszubildenden bereits im 1. Ausbildungsjahr 1080 Euro monatlich und damit mehrere hundert Euro mehr als tariflich vorgesehen. Daneben bietet das Unternehmen unter 18-Jährigen einen kostenlosen Azubi-Shuttle für den täglichen Weg zur Arbeit. Hinzu kommen Prämien bei guten schulischen Leistungen, Fahrgeldzuschuss und Nebenkostenerstattung sowie verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens. Der Mittelständler verspricht auch eine Übernahmegarantie bei guten Leistungen. Quelle: ‚Maschinen-Markt‚.

Oldtimer über dem Blumberger Ried

Ein prächtiges Bild gaben die Oldtimer-Motorsegelflieger aus der Schweiz am Wochenende in Blumberg ab, als die Piloten ihre Flugzeuge in jeweils Dreier und Viererformation den Blumberger Flugplatz anflogen. Zuvor zeigten sie sich über der Kernstadt, Zollhaus und Randen. Auf dem Fluggelände am Ried wurden die Piloten der zwölf zum Teil mehr als 70 Jahre alten Oldtimer-Flugzeuge mit ihren Präsidenten und einigen Angehörigen von Mitgliedern des Blumberger Luftsportvereins gebührend empfangen. Die Oldtimerfreunde aus den Schweizer Luftsportvereinen „Vetecano“ und „Albatros“ Birrfeld im Kanton Aargau, befanden sich auf Deutschlandtour und statteten den Blumberger Freunden einen Besuch ab. Bei der Landung und am späten Nachmittag beim Abflug zogen die Piloten der Oldtimer-Luftfahrzeuge in Formation an den Gastgebern um Kassierer Jürg Eichenberger vorbei. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

AeCS gegen „Proposed Redesign CTR/TMA Zürich“

Der Aero-Club der Schweiz AeCS hat am Freitag 30.8.19 beim Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL seine umfassende und in jeder Hinsicht begründete Stellungnahme zum „Proposed Design“ des Luftraums Zürich deponiert. Ebenso wurden das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK, das Civil Aviation Safety Office CASO und die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle SUST mit dem Schreiben bedient. Ebenfalls mit dem Schreiben und einer Medienmitteilung bedient wurden die Staatskanzleien der Kantone Zürich, Aargau, Basel-Land, Basel-Stadt, Solothurn, Luzern, Schwyz, Zug, Thurgau und Schaffhausen sowie die Landeskanzleien der beiden deutschen Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern. In den letzten Wochen und Monaten hat eine umfassende Analyse durch den AeCS und seine Luftraumexperten mit den betroffenen Regionalverbänden und deren Flugsportgruppen sowie die Luftsportorganisationen im angrenzende Ausland die Nichtdurchführbarkeit in der vorliegenden Form erkannt und bestätigt. Der AeCS weist in seiner umfassenden 12-seitigen Analyse den Entwurf entschieden und begründet zurück und retour an den Absender. Die Beilagen und Stellungnahmen der betroffenen Flugsportorganisationen umfassen weitere, hervorragend begründete 248 Seiten. Grafik: Kurt Oswald.

FES-Segelflugzeug LS8e zu Testflügen in der Schweiz

Von Donnerstag, 3. bis Sonntag. 6. Oktober 2019 wird Holger Back, Geschäftsführer von DG Flugzeugbau in Bruchsal, mit der LS8e die Schweiz besuchen. U.a. sind auch Testflüge ab dem Flugplatz Schänis südlich von Zürich geplant. Aktuell steht der (wetterabhängige) ‚Tourneeplan‘ noch nicht bis ins Detail, wir informieren Sie aber frühzeitig über die Flugdaten und -Orte, wenn Sie sich per eMail als InteressentIn für die Schweizer Testflüge anmelden. Anmeldungen bitte per eMail an ‚cinque [a] flieger.news‘.

Weitere Informationen zum Flugzeug.

Doch kein ‚English only‘ in der Schweiz?

Freizeitpilotinnen und Piloten sollen im Schweizer Luftraum auch in der ortsüblichen Landessprache funken dürfen. Das hat der Nationalrat beschlossen. Damit sollen etwa Segelflieger, die nur auf Sicht fliegen und auf einem Regionalflughafen landen, von der Englisch-Pflicht entbunden werden. Seit Juni dieses Jahres gilt in der Schweiz die Englischpflicht für alle Pilotinnen und Piloten. Laut der Nationalratsmehrheit geht dies aber zu weit und schickaniere Freizeitflieger. Zudem gebe es sowieso Ausnahmen. So werde in Lugano wegen der Nähe zu Italien auch italienisch gesprochen. Der Nationalrat hat eine Motion der Verkehrskommission mit 138 zu 13 Stimmen gutgeheissen, die beim Funken der Hobby-Flieger wieder die ortsüblichen Landessprachen zulässt. Nun ist noch die kleine Kammer, der Ständerat, dran. Quelle: ‚Zentralplus‚.

Flugplatz Lommis: Schliessung befürchtet

Die Motorfluggruppe Thurgau befürchtet eine Einstellung des Flugbetriebs in Lommis. Grund für die mögliche Schliessung des Flugplatzes ist die Ausweitung des Luftraums des Flughafens Zürich. In den Luftraum des Flughafens Zürich dürfen nur diejenigen hineinfliegen, die eine Erlaubnis von der Flugsicherung haben. In Zukunft soll der Luftraum bis ins Toggenburg ausgedehnt werden und in geringerer Höhe beginnen als bisher, schreibt die «Thurgauer Zeitung». Ballonfahrer, Gleitschirmflieger und Segelflieger haben Angst, dass sie sich bald nicht mehr frei in der Luft bewegen können. Beim Flughafen Lommis haben die Verantwortlichen sogar Angst, dass sie den Flugplatz schliessen müssen. Die Flieger müssten in Zukunft tiefer fliegen, was wegen dem Lärm kaum akzeptabel wäre. Zudem leide auch die Sicherheit, wenn die Flugzeuge in tieferen Lagen fliegen. Der Bund zeigt sich derweil erstaunt über die harschen Töne. Der Bund betont, dass es sich beim ausgeweiteten Luftraum erst um einen Entwurf handle. Quelle: ‚Toponline.ch‚.

Der Lack ist ab

Mit einem Crowdfunding-Projekt will der Luftsportverein Warburg (LSV) die Neulackierung des doppelsitzigen Segelflugzeuges ASK-21 finanzieren. Das Flugzeug wird häufig genutzt und hat Tausende von Starts hinter sich. Das Flugzeug ist für die Ausbildung junger Segelflieger unerlässlich, aber mittlerweile 33 Jahre alt und benötigt eine neue Lackierung, die auch notwendig ist, um strukturelle Schäden zu vermeiden. Die Arbeit wird nur in einem speziellen Betrieb vorgenommen und ist aufwändig. Der Verein wendet sich an Freunde des Flugsports, die gebeten werden, den LSV Warburg mit einer kleinen Spende zu unterstützen. Für jede eingehende Spende steuert die Vereinigte Volksbank – wie auch bei anderen Projekten – einen Betrag zu. Kontakt über Marvin Scheideler vom LSV unter Telefon 0170/3493982. Quelle: ‚Westfalen-Blatt‚.

Oldie-Flieger kommen ins Lager

Die Lufthansa lagert zwei historisch bedeutsame Flugzeuge in Bremen ein. Eine Junkers Ju-52 und eine Lockheed Super Star. So hat es der Vorstand beschlossen. Für Liebhaber historischer Flugzeuge ist es eine schmerzliche Nachricht: Zwei Oldtimer der Lufthansa, eine Junkers Ju-52 – liebevoll „Tante Ju“ genannt – und eine teilrestaurierte Lockheed Super Star, die Ende der 1950er Jahre zwischen Deutschland und Nordamerika verkehrte, werden wohl nie mehr abheben. Sie sollen in Bremen eingelagert werden. Das habe der Vorstand beschlossen, wie Lufthansa am Freitag mitteilte. Später sollen sie in ein Museum gelangen. Welches lässt der Konzern offen. Lufthansa will das Votum als Bekenntnis zur Traditionspflege verstanden wissen: „Die Entscheidung zeigt, dass das Unternehmen dem historischen Wert der beiden Flugzeuge eine sehr hohe Bedeutung einräumt.“ Als Lufthansa zu Jahresbeginn erklärte, den defizitären Flugbetrieb der Ju-52 nicht mehr finanziell zu unterstützen, hatte es einen Aufschrei in der Szene der Flugnostalgiker gegeben. In der Luft waren die Flugzeuge zuletzt sowieso nicht. Die Ju-52 war noch im August 2018 abgehoben, damals rechnete keiner der Unterstützer damit, dass es der letzte Flug gewesen sein könnte. Doch der Instandhaltungsbedarf war hoch. Nach dem Absturz einer Ju-52 in der Schweiz gab es intern wohl auch die Sorge, dass mit einem teuren Geschäft ein Risiko verbunden sei. Der Super-Star-Flieger ist für den Konzern ohnehin zur teuren Angelegenheit geworden. Er wurde aus Altteilen zusammengesetzt und sollte eines Tages mit moderner Technik starten. Weil die Kosten hochschnellten, Schätzungen zufolge auf mehr als 100 Millionen Euro, hatte der Konzern schon die Reißleine gezogen. Die nächste Reise treten Rumpf und Flügel per Schiff an, das sie aus Auburn in den Vereinigten Staaten nach Bremen bringt, wo sie am 5. Oktober ankommen sollen. Quelle: ‚FAZ‚.

Nürtinger Segelflieger Gast auf dem Bischofsberg

Mit insgesamt sechs Segelflugzeugen, zwei Doppelsitzern und vier Einsitzern, machten sich 20 aktive Nürtinger Piloten Mitte August auf den Weg. Am Sonntag standen zuerst Einweisungsflüge auf dem Doppelsitzer an und danach konnte bei guter Thermik die nähere Umgebung des Flugplatzes erkundigt werden. Die bergige, mit großen Ackerflächen durchsetzter Landschaft bietet beste thermische Bedingungen und auch für weniger erfahrene Piloten eröffnen sich somit interessante Möglichkeiten für Flüge rund um den Flugplatz, beispielsweise zur Wasserkuppe, dem Berg der Segelflieger, nach Suhl in den Thüringer Wald, oder Richtung Schweinfurth und Hassberge. Quelle: ‚NTZ.de‚.

St. Florian in Basel

Offensichtlich seien die Debatte um Klimaschutz, „der zunehmende Lärm mit entsprechenden Anrainerreaktionen“ und daraus drohende Einschränkungen, Anlass genug mit der Initiative, hinter der vor allen Wirtschafts- und Tourismusverbände stehen, „eine Lanze für den Flughafen zu brechen“, kommentiert die BISF die Gründung der „Alliance GloBâle“. Zwar könne auch sie fast alle Ziele dieser Allianz unterschreiben. Die Entwicklung hin zu einem Flughafen mit fortschrittlicher Infrastruktur sei eines „der Hauptanliegen der Anrainer“. Ob die „Alliance GloBâle“ das im Sinn habe, bleibe aber unklar. „Erstaunt“ zeigt sich die BISF zum Beispiel über die Haltung der Handelskammer-Allianz in Sachen Betriebszeiten. So hatte sich Letztere von deren pauschalen Kürzungen distanziert und Verbote als „falschen Weg“ bezeichnet. Genau solche seien aber Praxis am EAP und limitierten dessen Wachstum „signifikant“, hält die BISF fest. Indes beträfen diese alle den Schweizer Luftraum. Ein Beispiel sei die Begrenzung der Direktstarts gen Süden auf acht pro Tag. Einen weiteren Widerspruch sieht die BISF darin, dass die Kammer-Allianz die im Schweizer Luftraum geltenden Einschränkungen der Betriebszeiten für den gesamten EAP ausgeschlossen sehen will. Das sei eine „Haltung nach St. Florian“. Der EAP möge expandieren; dann aber möge der Betreiber, sprich die Schweiz, „konsequenterweise“ die Belastung übernehmen. Quelle: ‚Badische Zeitung‘.

Tausende Mercedes auf dem Flugplatz

Ordentlich aufgereiht stehen Tausende Neuwagen von Mercedes-Benz auf der zweieinhalb Kilometer langen Start- und Landebahn des Flughafens Ahlhorn (Landkreis Oldenburg). Der ehemalige Militärflughafen ist als solcher derzeit außer Betrieb und wird stattdessen vom Daimler-Konzern als Abstellplatz für Autos genutzt. Wie verschiedene Medien berichten, können die Autos wegen diverser Mängel nicht an die Kunden ausgeliefert werden. Laut Daimler ist die Zwischenlagerung von Autos jedoch ein ganz normaler Vorgang. Kleinere Nacharbeiten oder die Vorbereitung auf die Markteinführung neuer Modelle könnten Gründe für die Zwischenlagerung sein, teilte der Konzern mit. Quelle: ‚NDR.de‚.

Jet-Heimkehrhilfe im Eigenbau

Aufgrund seiner kompakten und modularen Bauweise ist das PSR Jet System geeignet, es in Segelflugzeugen der 15 und 18 m Klasse nachzurüsten. Das PSR Jet System ist die sicherste und leistungsfähigste Heimkehrhilfe und wurde mit dem Luftsportmagazin Flugsicherheitspreis 2018 ausgezeichnet.

Das PSR T01 Jet Triebwerk wurde durch die EASA als Luftfahrtgerät zugelassen (EASA .E.108). Für den Einbau des PSR Jet Systems in Segelflugzeuge bildet eine ergänzende Musterzulassung STC die behördliche Grundlage. Der Einbau kann durch einen Luftfahrttechnischen Betrieb, aber auch als Selbsteinbau nach Technischen Mitteilungen und Arbeitsanweisungen des STC-Halters des entsprechenden Musters erfolgen. Quelle: Pressemeldung von Klaus Meitzner, PSR Jet-System. Kontakt: tech.info@psr-jet-system.com.

Erster Frauen-Segelflug-Schnuppertag

Am 5. Oktober findet auf dem Flugplatz Schänis ein Segelflug-Schnuppertag – für Frauen – statt.
Lerne einen Tag lang einen faszinierenden Sport kennen!

Programm:
• Start 09.45 Uhr auf dem Flugplatz Schänis
• Theorie: Warum funktioniert Segelfliegen?
• Simulator: Theorie gleich am Simulator ausprobieren
• Segelflug auf dem Pilotensitz im Schleppstart mit einer/m erfahrenen Fluglehrer/-in
• Kaffee, Tee und Kuchen während dem ganzen Tag
• Lunch, Abendessen und Getränke
• Shuttle vom Bahnhof Schänis

Kosten: CHF 180.-, alles inbegriffen. Ersatzdatum: Sonntag 6. Oktober. Jünger als 18 oder in Ausbildung: CHF 130.-. Anmeldung hier. Wir freuen uns, Beatrice Echter, Susanne Styger und Mirjam Stemmler.

Flugplatz Schwarze Heide als Wirtschafts-Standort

Unternehmer und Freiberufler hatte die Wirtschaftsgemeinschaft nun zu einer Informationsveranstaltung auf dem Flugplatz Schwarze Heide eingeladen. Hünxes Bürgermeister Dirk Buschmann war ebenso dabei wie seine Stellvertreterin Ingrid Meyer – und Vertreter aus Industrie (Walter Winkelbauer, Referent des Zentralverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie) und Politik (CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik). Zu Beginn der Veranstaltung ging Hans Nover, der Vorsitzende der Wirtschaftsgemeinschaft Hünxe, auf aktuelle Entwicklungen im Bereich der Luftfahrt ein. Demnach würden elektrische wie hybrid-elektrische Antriebe künftig Teil der Luftfahrt werden. Der Erstflug des rein elektrisch betriebenen Kunstflugzeugs „Extra 330 LE“ in Hünxe sei beispielsweise ein wichtiger Meilenstein für den Umstieg auf elektrische Antriebe gewesen, erzählte Nover. Elektroflugzeuge für 80 Personen seien derzeit in der Entwicklung. Darüber hinaus habe die Luftverkehrswirtschaft das klimaneutrale Fliegen zum Ziel erhoben. Schon heute werde in der Raffinerie Heide mit überschüssiger Windenergie aus Wasser und CO2 Kerosin hergestellt. André Hümpel, der Geschäftsführer der Flugplatzes, stellte den Gästen anschließend den Verkehrslandeplatz Schwarze Heide näher vor. Quelle: ‚nrz.de‚.

Ostschweizer Sportflugszene: «Es geht um die Existenz»

Der Linienverkehr rund um den Flughafen Zürich soll mehr Platz erhalten. Die Ostschweizer Sportflugszene geht dagegen auf die Barrikaden: Sie fürchtet, verdrängt zu werden. Es ist einfach zu kompliziert. Zu diesem Schluss kamen die Experten, als sie den Luftraum rund um den Flughafen Zürich unter die Lupe nahmen. Piloten und Fluglotsen müssen mit etwa 20 ineinander verschachtelten Kontrollzonen fertig werden. Das Geflecht erstreckt sich von Basel bis nach Arbon und vom Zugersee bis nach Süddeutschland. Seit Jahren versucht der Bund zusammen mit der Branche, das Durcheinander zu entwirren und mit einem einfacheren System zu ersetzen, das weniger Risiken birgt. Inzwischen läuft der zweite Versuch. Im Frühling schlug das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) eine neue Variante vor – und bereits ist wieder Feuer im Dach. Organisationen aus der Sport- und Leichtaviatik wehren sich, darunter sind auch diverse Ostschweizer Vereine. Der Grund: Der kontrollierte Luftraum – den man nur mit Erlaubnis der Flugsicherung befliegen darf – soll zwar strukturell vereinfacht, aber auch ausgedehnt werden. Er soll vielerorts in geringerer Höhe beginnen als heute und auch horizontal erweitert werden, etwa ins Toggenburg. Deshalb fürchten nun Ballonfahrer, Gleitschirmpiloten, Segelflieger andere Vertreter der Leichtaviatik um ihre Bewegungsfreiheit. Der Tenor in den Rückmeldungen ans Bazl: Der Bund reserviere ohne Not reichlich Platz für die grossen Maschinen, die in Zürich und Dübendorf landen und starten – auf Kosten der Kleinen. Schon jetzt sei der kontrollierte Luftraum «überdimensioniert», schreibt der Aeroclub Ostschweiz. Was nun geplant sei, bedrohe gar einzelne Vereine und Flugplätze in ihrer Existenz. Quelle: ‚St. Galler Tagblatt‘.

LSV Hude kauft Pipistrel Taurus

Mit einem neuen Segelflieger will der Luftsportverein Hude versuchen, sowohl den alten, als auch neuen Mitgliedern eine neue Attraktion zu liefern. Was das 100.000 Euro teure Flugzeug kann, zeigte der LSV am Sonntag. Der Luftsportverein Hude hat sich einen neuen Segelflieger angeschafft – und zwar einen besonderen, wenn den Vereinsmitgliedern zu glauben ist: Der Flieger erfüllt nicht nur alle modernsten technischen Anforderungen und kann mit eigenem Triebwerk alleine in die Luft starten, er besitzt – anders als die meisten Segelflugzeuge – auch zwei Plätze nebeneinander, nicht hintereinander. Der Flieger ist deshalb besonders, weil es sich der Zulassung nach nicht um ein Segelflugzeug handele, sondern um ein Ultraleichtflugzeug. Es könne alles, was ein Segelflugzeug kann – „nur besser“, sagen die Mitglieder. „Es reagiert ungewöhnlich gut aufs Ruder, kann sich sehr gut aufs Wetter anpassen“, so Christoph Hoffmann, der schon die ersten Stunden im Taurus-Cockpit hinter sich gebracht hat. Zunächst sei es ungewohnt, man müsse viel sensibler fliegen. Wer sich aber gewöhnt habe, der komme viel weiter. Quelle: ‚Neue Osnabrücker Zeitung‚.

Kopfüber auf der Schwäbischen Alb

Ein Programm „turnen“ nennen die Segelflieger eine Abfolge von Kunstflug-Figuren. Piloten des Aero Clubs Krefeld haben jetzt über der Schwäbischen Alb im Rahmen eines zweiwöchigen Flieger-Lagers den „Rückenflug“ trainiert. Looping, Rolle oder Kleeblatt: Die Kunstflug-Piloten des Aero Clubs Krefeld haben jetzt das Sommer-Fliegercamp auf der Schwäbischen Alb genutzt, um diese besonderen Figuren zu trainieren. „Wer gern Achterbahn fährt, wird den Kunstflug lieben“, meint Frank Werthebach, Pressebeauftragter des Clubs. Bei einem dieser Kunststückchen in der Luft kann sogar ein Moment der Schwerelosigkeit erzeugt werden – nichts für schwache Nerven oder Mägen. Für die Kunstflieger sind besonders die Morgen- und Abendstunden attraktiv, wenn wenig Thermik herrscht. „Die Maschine wird dann auf rund 1200 Meter hochgeschleppt“, erklärt Werthebach. „Die Kunstflug-Piloten überlegen sich im Vorfeld des Flugs ein Programm, das sie ‚abturnen’, so nennen wir das in der Fliegersprache.“ Dafür wird eine gedachte Box von rund 1000 Meter Kantenlänge zu Grunde gelegt, in der die Piloten die geplante Abfolge von Figuren fliegen. Zwei bis drei Minuten haben sie dafür Zeit, dann ist die „Höhe verbraucht“, wie Werthebach erklärt. Wichtig ist auch die Geschwindigkeit. Die Endgeschwindigkeit einer Figur soll die Startgeschwindigkeit der nächsten Figur sein. Ein Looping wird beispielsweise mit 200 Stundenkilometern geflogen. Nach einer Abfolge von sieben bis zehn Figuren fliegt die Maschine auf rund 400 Metern. „Danach wird in der Regel sofort gelandet, weil der Kunstflug sehr anstrengend ist und der Körper sehr hohen Belastungen ausgesetzt wird“, erklärt Frank Werthebach. Für den „Rückenflug“, bei dem das Segelflugzeug für einige Sekunden auf den Kopf gedreht wird, sei es sehr wichtig, dass der Pilot „ordentlich angeschnallt“ ist und beim Überkopf-Flug somit auch tatsächlich im Sitz bleibt. Das spektakuläre Foto ist mit Hilfe einer auf der Tragfläche fixierten Kamera mit Fernauslöser entstanden. Im Verein haben rund 20 von 100 Piloten den Kunstflug-Schein, drei von ihnen trainieren die Manöver regelmäßig. Quelle: ‚RP-Online.de‚.

Über Borstel wird „gezachert“

Der Platz in Stendal ist super für uns geeignet“, sagt Philipp Rosner. „Uns steht ein großer Platz zur Verfügung und die Zusammenarbeit mit der Flugplatzgesellschaft und dem Aero-Club Stendal klappt hervorragend.“ Idaflieg-Präsident Kai Weber fügt hinzu: „Wir wurden wahnsinnig gut aufgenommen und fühlen uns hier sehr wohl.“ Die Münchener haben zum Sommertreffen wieder ihre Mü-31 mitgebracht, wobei das Mü für München steht und die 31 für die laufende Nummer des Prototyps. Im vorigen Jahr stellte die Aka München dieses Modell erstmals vor. Die erste Idee dafür gab es schon 1997, im Jahr 2005 wurde mit dem Bau begonnen. Der Prototyp basiert zwar auf Serien-Segelflugzeugen, aber daraus geworden ist ein Schulterdecker (veränderte Position der Tragflächen), bei dem der Flügel-Rumpf-Übergang optimiert worden ist. Das Ziel: den Strömungswiderstand zu verringern. „Man hält sich besser oben“, beschreibt es der Maschinenbau-Student für den Laien. „Wir sind jetzt in der Flug­erprobung, um die Zulassung zu erreichen.“ Die Mü-31 absolviert während des Sommertreffen nicht nur Flugleistungsvermessungen, sondern auch die Tests zur Flugeigenschaftsermittlung. Die Fachleute sprechen vom „Zachern“, denn Hans Zacher hat maßgeblich das Programm zur Flugeigenschaftsvermessung mitentwickelt. Quelle: ‚Volksstimme.de‘.

Kunstflug begeistert bei Flugplatzfest Albstadt

Heuer verhalf herrliches Spätsommerwetter dem LSV Degerfeld am Wochenende zu einem eindrucksvollen und gelungenen Flugplatzfest. Flugkunst in allen Variationen lockte die Besucher in Scharen an. Aus Sicht des gastgebenden Vereins ist diese Traditionsveranstaltung seit Jahren ein Vereinsfest für die Region mit familiärem Charakter. Das zweitägige Programm, über das Moderator Uwe Nestle die Besucher stets fachmännisch und mit so mancher Episode gespickt informierte, hielt zahlreiche Attraktionen am Himmel parat. Absoluter Höhepunkt war dabei die Vorführung der tschechischen Vierer-Kunstflugformation „The Flying Bulls Aerobatic Team“. Mit vier Maschinen des Typs Xtrem Air XA42 zeigte das Team spektakuläre Manöver als Kunstflug der Extraklasse: wahre Luftakrobaten. Seit Jahren gehört das französische „Cap 10-Team“ mit Marianne, Kunstfluglehrerin und siebenfache französische Aerobatic-Medaillengewinnerin, und Partner Adam, die mehr als zehntausend Flugstunden hinter sich haben, mit zu den Höhepunkten. Uwe Nestle bezeichnete deren Kunstflug mit Rauchfahnen als „Liebeserklärung am weißblauen Himmel“. Dazu zählen ebenso die lautlosen Spuren des Segelflugkunstflugs des Franken-Teams. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Linz: ‚No limits in the Air‘

Die Flugsportgruppe Union Linz gestaltet jährlich einen tollen Tag für beeinträchtigte Kinder sowie deren Eltern und Betreuer. Heuer findet dieser am Sonntag, 8. September ab 9.45 Uhr vormittags am Segelflugplatz Linz statt. Um 10 Uhr beginnt der Festakt, bei dem etwa Jessie Ann de Angelo das Lied „Strahlendes Licht“ von der Kinderklangwolke singen wird. Um kurz nach elf Uhr werden Fallschirmspringer mit Rauchpatronen am Flugplatz landen. Um 11.30 Uhr wird mit den Flügen begonnen. Dazwischen locken zahlreiche Spielestationen, bei denen man etwa Papierflieger basteln, Dosen werfen oder Rollstuhl-Hockey spielen kann. Es gibt ganztägige Verpflegung aller Beteiligten und am Abend eine gemütliche Runde mit Showcooking und Einlagen der OÖ. Schuhplattler. „Den ersten Flugtag gab es 2009 mit 40 Teilnehmern, 2018 war unser stärkstes Jahr – wir absolvierten 110 Starts an der Winde“, weiß Regina Stumptner von der Flugsportgruppe Union Linz. Quelle: ‚tips.at‚.

So funktioniert die Segelfliegen-Bundesliga

Vergleichbar ist die Idee der Segelflug-Bundesliga mit der Formel 1 im Motorsport. Es zählt die Geschwindigkeit. In der Bundesliga kämpfen 30 Vereine um den Titel. Pro Saison finden insgesamt 19 Wertungsrunden von Ende April bis Ende August statt. Dokumentiert werden die Flüge über ein GPS-gestütztes Flugschreibersystem. Das Grundprinzip: Die drei schnellsten Flüge eines Vereins über einen Zeitraum von 150 Minuten gelangen pro Runde in die Wertung. Ziel ist es, an einem Tag mit einem Segelflugzeug so viele Kilometer wie möglich ohne Zwischenlandung und mit einer höchstmöglichen Geschwindigkeit innerhalb der 150 Minuten zurückzulegen. Eine Wertungsgeschwindigkeit von mindesten 40 km/h ist erforderlich, um in die Wertung zu kommen. Im Normalfall werden durchschnittliche Geschwindigkeiten zwischen 80 bis 120 km/h erflogen, an Spitzentagen können es auch in unseren Breiten bis zu 150 km/h sein. Der Verein mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit bekommt 20 Punkte, der Zweitplatzierte erhält 19 Punkte usw. Um die Chancengleichheit zu wahren, werden die eingesetzten Flugzeugtypen mit einem höheren Handicap (Index) gewertet, je leistungsfähiger sie von der Gleitzahl her sind. Quelle: ‚NDR‚. Bildquelle: LSV Rinteln.

Fakten zum Lahrer Flugplatz

Wem gehört der Flugplatz? Welche Flüge sind möglich? Was genau besagen die Fluglizenzen? Das 600 Hektar große Areal ist organisatorisch viergeteilt. Ein etwa 320 Hektar großes Industriegebiet im Westteil gehört dem Zweckverband IGP Raum Lahr, das 65 Hektar umfassende Gebiet im Osten sowie das Gebiet Rheinstraße Süd (fünf Hektar) der Stadt Lahr. Bis 2013 war die Flugbetriebsfläche als vierter Teil mit der 3000 Meter langen Landebahn und etwa 210 Hektar großen Fläche im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die sie 2011 zusammen mit den luftverkehrsrechtlichen Genehmigungen zum Verkauf anbot. Im Dezember 2012 kaufte die Stadt Lahr das Flughafengelände, im September 2013 die Betriebslizenzen und das Anlagevermögen. Nutzt die Lahr die Flugbetriebsflächen bis zum Jahr 2028 anders und höherwertiger – also zum Beispiel als Gewerbegebiet –, muss sie an die Bima nachzahlen. Beim Kaufpreis von 3,4 Millionen Euro wären das derzeit rund 2,55 Millionen Euro. Seit dem 1. Oktober 2013 betreibt die Lahrer Flugbetriebs GmbH & Co. KG den Flughafen. Geschäftsführer-Gesellschafter ist der Schwanauer Tunnelbohr-Unternehmer Martin Herrenknecht mit Unterstützung des Europa-Parks Rust. Über die genauen Inhalte gibt die Stadtverwaltung auf BZ-Anfrage keine Auskunft. Der Pachtvertrag sei allerdings nicht befristet. Die Stadt hat eine Kündigungsfrist von sechs Monaten, die Flugbetriebs GmbH als Pächterin von drei Monaten. Der Vertrag ist laut Stadtverwaltung 2016 in Bezug auf die Unterhaltspflicht zugunsten der Flugbetriebsgesellschaft angepasst worden. In diesem Zusammenhang erfolgte die Zusage von Martin Herrenknecht, den Flughafen noch bis 2021 zu betreiben. Seit wenigen Tagen gibt es laut Stadt die Aussage von Herrenknecht, den Flugbetrieb darüber hinaus fortführen zu wollen. „Im Hinblick auf eine langfristige Aufrechterhaltung des Flugbetriebs, einschließlich der notwendigen Investitionen, ist eine Zusage erwünscht, die unabhängig von einer natürlichen Person abgegeben wird“, heißt es in der Stellungnahme. Im Rahmen des Pachtvertrages könnte zum Beispiel die Zahl der Flüge festgeschrieben werden. Quelle: ‚Badische Zeitung‚.