Schlagwortarchiv: Elektroflugzeug

eFlyer 2 absolviert Erstflug

Der vollelektrische Trainingsflugzeug eFlyer 2 von Bye Aerospace hat seinen Erstflug absolviert. Der erste flugfähige Serienprototyp startete am 17. September 2026 mit Cheftestpilot Elliot Seguin am Steuer vom Centennial Airport bei Denver im US-Bundesstaat Colorado. Der Flug dauerte rund fünf Minuten und diente der ersten Beurteilung von Flugverhalten, Aerodynamik und Systemleistung.

Der zweisitzige eFlyer 2 wurde speziell für die Pilotenausbildung entwickelt. Bye Aerospace verfolgt damit das Ziel, die Betriebskosten gegenüber konventionellen Schulflugzeugen deutlich zu reduzieren. Das Flugzeug verfügt über eine Leichtbau-Verbundstruktur und einen vollelektrischen Antrieb. Nach Angaben des Herstellers sollen sich die Betriebskosten von Flugschulen damit um bis zu 80 Prozent reduzieren lassen. Diese Angabe ist als Herstellerprognose zu verstehen.

Elektroantrieb von Safran

Beim eFlyer 2 kommt der Elektromotor ENGINeUS 100 von Safran Electrical & Power zum Einsatz. Der Motor erreicht beim Start mehr als 180 kW und verfügt über eine integrierte Leistungselektronik sowie ein optimiertes Luftkühlsystem. Die ENGINeUS-100-Baureihe wurde 2025 von der EASA zertifiziert, die FAA-Zulassung befindet sich noch im Verfahren.

Der beim Erstflug eingesetzte Antrieb hat bereits mehr als 700 Flugstunden in Erprobungsprogrammen absolviert. Der Flug des eFlyer 2 soll nun weitere Daten für die kommenden Test- und Zertifizierungsschritte liefern.

Für die Pilotenausbildung entwickelt

Bye Aerospace hatte das eFlyer-Programm bereits 2014 gestartet. Der eFlyer 2 ist als zweisitziges Schulflugzeug für die professionelle Pilotenausbildung vorgesehen. Mit dem eFlyer 4 ist zudem ein viersitziges Modell vorgesehen, das unter anderem für die weiterführende Ausbildung und weitere Einsatzbereiche entwickelt wird.

Der Erstflug des eFlyer 2 markiert damit einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem zertifizierten Elektroflugzeug für die allgemeine Luftfahrt. Als Nächstes stehen die weitere Flugerprobung und die Zertifizierung des Flugzeugs im Mittelpunkt.

-> Bye Aerospace Youtube Video

ElectriFly-In in Bern

Vom 11. bis 13. September 2026 findet auf dem Bern Airport (Bundesbasis Belp) das ElectriFly-In Switzerland 2026 statt. Die Veranstaltung, die seit 2022 in Bern ausgerichtet wird, hat sich als einzigartige Plattform für elektrische, hybride und wasserstoffbetriebene Flugzeuge in Europa etabliert. Organisiert wird sie von einer Gemeinschaft aus Luftfahrtbegeisterten und Innovatoren, die sich für eine nachhaltigere Zukunft der Aviation einsetzen.

Das Motto des Anlasses lautet: „Fliegen in die Zukunft – Newsdays zu Flugzeugen mit alternativen Antrieben“. Im Fokus stehen Präsentationen von Flugzeugen mit alternativen Antrieben, Fachvorträge, Netzwerkveranstaltungen und die eTrophy, ein Wettbewerb mit einem Preisgeld von CHF 15.000, gesponsert von Waterjet AG.

Programm Freitag, 11. September 2026
16:30 Uhr: Türöffnung (nur für Gäste mit Einladung)
17:00–20:00 Uhr: Opening/Networking-Event mit Pitch-Talks und Apéro

  • Begrüßung durch:
    Matthias Jauslin (Nationalrat, Präsident Aero-Club Schweiz)
  • Raphael Lanz (Regierungsrat, Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektor Kanton Bern)
  • Jean-Michel With (Gemeindevizepräsident Belp, Vorstand IG Berner Luftverkehr)
  • Urs Ryf (CEO Bern Airport)
  • Pitch-Talks von Milan Aircraft, AeroDelft, Smartflyer, Cellsius, ELECTRIC 131 Bücker Jungmann
  • Moderation: Alex Miescher
     
    Programm Samstag, 12. September 2026
  • 09:30 Uhr: Türöffnung für die Öffentlichkeit
  • 10:00–13:00 Uhr: Mitgliederanlass IGBL
  • Tagesprogramm:
  • Ankünfte der Teilnehmer der eTrophy
  • Schnupperflüge in Elektroflugzeugen
  • Präsentationen elektrischer, hybrider und wasserstoffbetriebener Flugzeuge
  • 16:00 Uhr: THE eTalk – Podiumsgespräch mit Gästen
  • 17:00 Uhr: Vortrag von Uwe Nortmann – „Eine Reise nach Skandinavien mit dem Electra Trainer“
  • 18:00 Uhr: Schließung der Ausstellung

    Programm Sonntag, 13. September 2026
  • 09:30 Uhr: Türöffnung
  • Tagesprogramm:
  • Schnupperflüge in Elektroflugzeugen
  • Präsentationen alternativer Antriebe
  • 10:00–13:00 Uhr: Diverse Fachvorträge
  • 15:00 Uhr: Siegerehrung der eTrophy
    ab 15:30 Uhr: Überführungsflüge der Elektroflugzeuge
  • 16:00 Uhr: Ende des ElectriFly-In Switzerland 2026

Praktische Informationen

  • Eintrittspreise: CHF 10.– (Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren frei)
  • Im Preis inbegriffen: eTalk & Symposium
    Verpflegung: Festivalrestaurant am Haupteingang mit Food-Ständen, Mineralwasser, Bier, Wein und Kaffee
  • Shuttle-Service: Kostenloser eShuttle ab Bahnhof Belp, Terminal Bern Airport und allen Parkplätzen (offeriert von Zollhaus Automobile AG)

Fahrzeiten:

  • Freitag: 16:00–20:00 Uhr
  • Samstag: 09:30–18:00 Uhr
  • Sonntag: 09:30–16:00 Uhr
     
    Das ElectriFly-In Switzerland wurde 2017 in Grenchen ins Leben gerufen und ist seit 2022 am Bern Airport beheimatet. Die Veranstaltung versteht sich als Botschafter der dritten Ära der Luftfahrt – nach Kolben- und Strahltriebwerken folgt nun die Ära der elektrischen Antriebe, alternativen Propulsionssysteme und nachhaltigen Flugtreibstoffe (SAF).

    Ziel ist es, E-Mobilität in der Luftfahrt zu fördern und den Austausch zwischen Experten, Innovatoren und der Öffentlichkeit zu ermöglichen. Neben der statischen Ausstellung und den Schnupperflügen bietet die eTrophy spannende Rennen, während das Symposium und der eTalk Fachvorträge und Diskussionen zu aktuellen Themen der Luftfahrt bieten.

Elektro-Heart X1 hebt erstmals ab

Heart Aerospace hat seinen Demonstrator X1 erstmals rein elektrisch geflogen. Der 27-minütige Testflug in den USA ist ein Entwicklungsschritt für das geplante Regionalflugzeug ES-30.

Das Flugzeug startete am 12. August am Plattsburgh International Airport im US-Bundesstaat New York. Der bemannte Testflug dauerte 27 Minuten und fand unter einem Sonder-Lufttüchtigkeits-Zeugnis der US-Luftfahrtbehörde FAA für experimentelle Erprobungen statt.

Zum Flugprofil gehörten Rollen, Start, Steigflug, Manöver und Landung. Die X1 erreichte dabei 1.100 Fuß, rund 335 Meter, über Grund. Nach Angaben des Herstellers stellte ihr batterieelektrisches Antriebssystem mehr als ein Megawatt Leistung bereit.

Die Maschine wird von vier Elektromotoren mit Propellern angetrieben. Sie ist 23 Meter lang, hat eine Spannweite von etwa 32 Metern und eine Startmasse von 11.340 Kilogramm. Heart Aerospace und die zitierten Medien bezeichnen sie deshalb als größtes und schwerstes bislang geflogenes vollelektrisches Flugzeug. Diese Einordnung basiert auf Herstellerangaben.

Die X1 ist ein Demonstrator in Originalgröße. Sie soll Aerodynamik, Flugleistungen, elektrische Antriebstechnik und die Erprobungsorganisation für die geplante ES-30 validieren. Die ES-30 soll ein hybrid-elektrisches Regionalflugzeug für bis zu 30 Passagiere werden. Heart Aerospace plant die Flugerprobung eines ersten Vorserienflugzeugs ab 2028; der Dienstbeginn ist nach der aktuellen Planung für 2031 vorgesehen.

MD Aircraft und ST Airborne Systems kooperieren

MD Aircraft GmbH und ST Airborne Systems AB haben am Rande der Farnborough International Airshow 2026 eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet. Ziel ist die Kombination von MD Aircrafts Elektroflugzeug-Technologie mit den Missionsystemen von ST Airborne Systems für Überwachungsaufgaben.

MD Aircraft entwickelt elektrische Regionalflugzeuge, darunter die MDA1 eViator, deren Erstflug für Anfang 2028 und die kommerzielle Zertifizierung für 2030 geplant ist. ST Airborne Systems, ein schwedisches Unternehmen mit 50 Jahren Erfahrung, liefert Systeme für maritime Überwachung, Umweltmonitoring, Ölspill-Erkennung und Brandfrüherkennung.

Die Kooperation soll neue Plattformen für Sondermissionen ermöglichen, die mit herkömmlichen Großflugzeugen bisher nicht realisierbar waren. MD Aircraft bezeichnet das angestrebte Konzept als Flugzeug der „Counter-Class“. Durch die Verbindung emissionsarmer Antriebe mit fortgeschrittener Sensorik soll der ökologische Fußabdruck von Überwachungsoperationen reduziert werden.

AURA AERO an der Kunstflug-WM in Fayence

AURA AERO ist vom 9. bis 11. September 2026 auf der Segelflug-Kunstflug-Weltmeisterschaft vertreten, die vom 2. bis 12. September auf dem Flugplatz Fayence-Tourrettes (LFMF) in Südfrankreich stattfindet.

Der französische Hersteller präsentiert die INTEGRAL R, ein zweisitziges, vollständig zertifiziertes Trainingsflugzeug mit Kunstflug-Eigenschaften. Daneben stellt AURA AERO Flugzeuge für den Segelflugzeugschlepp vor, darunter die INTEGRAL E mit rein elektrischem Antrieb. Das Modell richtet sich an Flugvereine, die ihre Betriebskosten sowie Lärm- und CO₂-Emissionen reduzieren möchten.

Demonstrationsflüge an Bord der INTEGRAL R sind auf Voranmeldung möglich. Kontakt: sales@aura-aero.com

PIMCO und AURA AERO kooperieren

Die Piper Industrial Manufacturing Company (PIMCO), die Fertigungssparte von Piper Aircraft, und der französische Flugzeughersteller AURA AERO haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist die Industrialisierung und Serienproduktion des ERA, eines regionalen Hybrid-Elektroflugzeugs von AURA AERO.

Die Partnerschaft kombiniert die langjährige Erfahrung von PIMCO in der Herstellung und Zertifizierung von Flugzeugstrukturen mit der Technologie von AURA AERO im Bereich hybrid-elektrischer Antriebe. Die Kooperation soll die Lieferkette optimieren und die Produktionsreife des 19-sitzigen ERA sicherstellen. Das Flugzeug ist darauf ausgelegt, Emissionen, Lärm und direkte Betriebskosten zu senken, während Reichweite und Einsatzflexibilität erhalten bleiben.

Für PIMCO bedeutet diese Vereinbarung eine Erweiterung in die Bereiche Advanced Air Mobility (AAM) und nachhaltige Luftfahrt, indem das Unternehmen Produktionskapazitäten für andere Hersteller bereitstellt. Für AURA AERO stärkt die Zusammenarbeit die industrielle Basis für die geplante Serienproduktion.

Mit einem Auftragsbestand von rund 700 Flugzeugen ist die Indienststellung des ERA für das Jahr 2030 vorgesehen. Die Fertigung soll in den Werken von AURA AERO in Daytona Beach, Florida, und in Toulouse, Frankreich, erfolgen.

3 Millionen Euro für Noemi-Testprogramm

Das norwegische Unternehmen Noemi Aerospace hat eine Förderung von 3 Millionen Euro von Innovation Norway für das Flugtestprogramm seines elektrischen Amphibienflugzeugs erhalten. Private Investoren steuern weitere 4 Millionen Euro bei, sodass das Gesamtbudget für diese Entwicklungsphase 7 Millionen Euro beträgt.

Das Programm umfasst Tests am Boden, auf dem Wasser und in der Luft. Ziel ist es, die Leistung des Flugzeugs zu dokumentieren und die Basis für die Zertifizierung sowie den kommerziellen Betrieb zu schaffen.

Am Flughafen Torp Sandefjord (TRF/ENTO) baut Noemi derzeit den ersten Testprototyp in Originalgröße. Die Produktion der Tragflächen ist fortgeschritten, und Komponenten wie Motoren, Wechselrichter sowie Batteriesysteme sind vorhanden. Der Prüfstand für den elektrischen Antriebsstrang wird ab August in Betrieb genommen. Der Rollout des Testflugzeugs ist innerhalb der nächsten 12 Monate geplant, der Erstflug soll bis Ende 2027 stattfinden.

Das Flugzeug ist für den regionalen Passagiertransport ausgelegt und kann ohne neue Infrastruktur von Wasser und Land operieren. Weitere mögliche Einsatzgebiete umfassen Frachttransport, medizinische Evakuierung, Such- und Rettungsmissionen sowie Brandbekämpfung.

Das Projekt zielt darauf ab, eine neue Exportindustrie in Norwegen für die emissionsfreie regionale Luftfahrt aufzubauen. Es kombiniert norwegisches und internationales Fachwissen in den Bereichen Luftfahrt, Verbundwerkstoffe, elektrische Antriebssysteme und Fertigung.

Airbus und MTU planen Wasserstoff-Antrieb

Airbus und MTU Aero Engines wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich wasserstoffbasierter Antriebssysteme ausbauen. Beide Unternehmen haben eine Absichtserklärung zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet, das ein vollelektrisches Wasserstoff-Brennstoffzellen-Triebwerk für die Luftfahrt entwickeln und vermarkten soll.

Das Gemeinschaftsunternehmen soll Entwicklung, Erprobung, Zertifizierung und spätere Vermarktung des neuen Antriebssystems bündeln. Airbus bringt seine Erfahrung im Flugzeugbau sowie bei Brennstoffzellensystemen und Flüssigwasserstoff ein, MTU steuert ihre Kompetenz in der Triebwerksentwicklung, Integration, Zertifizierung und Instandhaltung bei.

Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und weiterer formaler Verfahren soll das Joint Venture 2027 den Betrieb aufnehmen.

Langfristiges Ziel der Partner ist die Entwicklung des ersten wasserstoffbasierten Brennstoffzellen-Antriebssystems für ein Verkehrsflugzeug. Darüber hinaus wollen Airbus und MTU den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur sowie geeigneter regulatorischer Rahmenbedingungen für die zivile Luftfahrt unterstützen.

Aura Aero übernimmt VoltAero-Assets

Der französische Flugzeughersteller Aura Aero (Toulouse-Francazal) hat am 23. Juni 2026 wesentliche Vermögenswerte des Hybrid-Elektro-Flugzeug-Startups VoltAero übernommen. Dabei handelt es sich nicht um eine vollständige Firmenübernahme, sondern um den Erwerb strategischer Assets.

Was übernommen wurde
Aura Aero erhält den Hybrid-Elektro-Flugdemonstrator Cassio S, Patente, Flugtest-Daten, Prototyping-Kapazitäten, einen Teil des VoltAero-Teams sowie die Industrieinfrastruktur am Standort Rochefort (rund 2.400 m² Nutzfläche mit direktem Rollbahnzugang). Der Cassio S absolvierte seit Beginn der Flugtests im Jahr 2019 über 270 Flüge und legte dabei rund 25.000 Kilometer zurück.

Hintergrund: VoltAero
VoltAero wurde 2017 von Jean Botti gegründet, dem früheren Cheftechniker von Airbus, der zuvor das Airbus-E-Fan-Projekt geleitet hatte. Das Unternehmen entwickelte die Cassio-Familie — Hybrid-Elektro-Flugzeuge mit vier bis zehn Sitzen (Cassio 330, 480, 600). Im Oktober 2025 wurde VoltAero unter gerichtliche Aufsicht gestellt (redressement judiciaire), nachdem erwartete Investitionen ausblieben und das Unternehmen seine Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen konnte. Die eigenständige Weiterentwicklung der Cassio-Baureihe dürfte damit beendet sein.

Bedeutung für Aura Aero
Aura Aero entwickelt neben der zweisitzigen INTEGRAL-Baureihe (konventionell und elektrisch) das 19-sitzige Hybrid-Elektro-Regionalflugzeug ERA sowie das ENBATA-Drohnenprogramm. Die übernommenen VoltAero-Technologien — insbesondere die Erfahrung aus dem Flugbetrieb hybrider Antriebssysteme — sollen direkt in diese Programme einfließen. Der Standort Rochefort soll künftig für Elektroantrieb-Flugtests und das ENBATA-Drohnenprojekt genutzt werden. Aura Aero hat bislang rund 340 Millionen Euro eingeworben, überwiegend aus öffentlichen Fördermitteln in Frankreich und im US-Bundesstaat Florida.

H55 liefert Batterien für Pratt & Whitney

Das Unternehmen H55 hat zertifizierungsfähige Antriebsbatteriemodule an Pratt & Whitney Canada geliefert. Diese Module sind für den RTX Hybrid-Electric Flight Demonstrator bestimmt. Die Lieferung markiert für H55 den Übergang von der Technologieentwicklung zur kommerziellen Produktion von Energiespeichern für die Luftfahrt.

Die Module wurden in einer von den Aufsichtsbehörden genehmigten Produktionsstätte gefertigt. Dies zeigt, dass H55 in der Lage ist, Antriebssysteme für aktive Flugtestprogramme nach industriellen Standards herzustellen.

Sébastien Demont, Mitgründer und CTO von H55, erklärte, dass Flugzeughersteller heute neben der reinen Batterietechnologie auch zertifizierungsfähige Sicherheitsarchitekturen und eine industrialisierte Fertigung benötigen. Die Integration in den Demonstrator von Pratt & Whitney Canada bestätige die Fähigkeit von H55, diese Anforderungen zu erfüllen.

Jean Thomassin von Pratt & Whitney Canada betonte die Bedeutung hybridelektrischer Antriebe zur Verbesserung der Treibstoffeffizienz künftiger Flugzeugplattformen. Die von H55 gelieferten Systeme spielen eine wichtige Rolle bei der Erprobung dieser Technologie im Flug.

H55 hat nach eigenen Angaben bisher mehr als 2.000 Flugstunden mit verschiedenen Elektroflugzeugen absolviert, ohne dass es zu batteriebedingten Zwischenfällen kam. Das Unternehmen hat zudem die vorgeschriebenen Zertifizierungstests für Antriebsbatterien abgeschlossen.

Zehn eViator für Indien

Die MD Aircraft GmbH aus Friedeburg hat eine Absichtserklärung (LOI) mit der indischen Firma Makmor über den Verkauf von zehn Elektroflugzeugen des Typs MDA1 eViator unterzeichnet. Makmor mit Sitz in Bangalore wird damit zu einem regionalen Betreiber für nachhaltige Luftfahrt in Indien.

Der MDA1 eViator ist ein für neun Passagiere ausgelegtes eCSTOL-Flugzeug (electric Conventional Short Take-Off and Landing). Gregor Müller, CEO von MD Aircraft, sieht in der Vereinbarung ein wachsendes globales Interesse an diesem Flugzeugkonzept.

Ravi Andrews, Gründer von Makmor, will mit dem eViator die grüne Luftmobilität in Indien voranbringen. Er bringt Erfahrung aus seiner früheren Tätigkeit bei Honeywell Aerospace und Airbus Defence & Space mit.

MD Aircraft ist ein deutsches Luft- und Raumfahrtunternehmen, das sich auf die Entwicklung von emissionsfreien, leisen und kosteneffizienten Elektroflugzeugen für die regionale Luftmobilität spezialisiert hat. Die ersten Flugtests des MDA1 eViator sind für Anfang 2028 geplant, die kommerzielle Zulassung und Indienst-Stellung für 2030.

Pipistrel Velis Electro in Südkorea zugelassen

Die südkoreanische Luftfahrtbehörde erteilte der Velis Electro das Sicherheitszertifikat für ein Elektroflugzeug in der 77-jährigen Geschichte Südkoreas. Das Flugzeug wird als Leichtflugzeug mit maximalem Startgewicht von 600 kg eingestuft und darf damit offiziell in Südkorea betrieben werden.

Damit setzt Pipistrel seine Vorreiterrolle bei der Elektro-Flugzeugtechnologie auf dem asiatischen Markt fort. „Die Zulassung unterstreicht unsere Innovationskraft und öffnet neue Türen für nachhaltigen Flugverkehr in Asien“, kommentierte Gabriel Massey, CEO von Pipistrel.

Die Velis Electro, weltweit das erste typenzertifizierte vollelektrische Flugzeug, bietet emissionsfreie Ausbildung, geräuscharmen Betrieb und benutzerfreundliche Avionik. Nach der ersten Lieferung 2024 an TOFF MOBILITY in Südkorea wurden intensive Tests, Inspektionen und Demonstrationsflüge durchgeführt, die das Sicherheitszertifikat ermöglichten.

Die Velis Electro ist bereits in Europa, Großbritannien, Kanada und den USA zugelassen und festigt mit der neuen südkoreanischen Genehmigung ihre globale Präsenz.

MD Aircraft und flyvbird/VINI kooperieren

MD Aircraft GmbH und flyvbird/VINI wollen bei der Entwicklung eines integrierten Ökosystems für elektrische Regionalmobilität kooperieren. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung eines integrierten digitalen und operativen Ökosystems für elektrische Regionalflüge in Europa. 

Im Zentrum stehen:

  • der MDA1 eViator, ein vollelektrisches, short-field-fähiges Regionalflugzeug der nächsten Generation
  • flyvAI, die KI-gestützte Plattform von flyvbird/VINI für dynamische Routenplanung, Energieoptimierung und operative Entscheidungsunterstützung

Durch die Zusammenarbeit wird die Technik in einem durchgängigen System vereint, das reale Nachfrage, Flugzeugleistung und operativen Betrieb verbindet.

flyvbird bestätigt Interesse an zehn MDA1-Flugzeugen 

flyvbird zeigt Interesse daran, den MDA1 als Schlüsselkomponente für zukünftige elektrische Regionalflüge einzusetzen und unterzeichnet eine Absichtserklärung zum Kauf von zehn Flugzeugen. Dieser Schritt stärkt die Markteinführung des MDA1 eViator und unterstreicht die Bedeutung einer deutsch-europäischen Kooperation in der nachhaltigen Luftfahrt.

MDA Aircraft integriert flyvAI und nutzt VINI als operativen Technikpartner

MD Aircraft bestätigt, dass die flyvAI-Plattform in die Evaluierung und Vorbereitung operativer MDA1-Szenarien eingebunden wird. flyvbird und VINI bauen bereits heute den Markt für Regional- und Advanced Air Mobility aktiv auf.

Pipistrel-Muster erhalten kanadische Zulassung

Transport Canada hat die Musterzulassungen für die Flugzeugtypen Pipistrel Velis Electro, Explorer und Velis Club validiert. Damit können diese Modelle in Kanada registriert und betrieben werden, was insbesondere für Flugschulen von Bedeutung ist.

Die kanadische Luftfahrtbehörde Transport Canada hat die von der EASA erteilten Musterzulassungen für drei Flugzeugmodelle des Herstellers Pipistrel, der zu Textron gehört, für gültig erklärt. Die Validierung betrifft die Modelle Velis Electro, Explorer und Velis Club in ihren aktuell produzierten Versionen.

Velis Electro

Die Pipistrel Velis Electro ist ein zweisitziges, rein elektrisch angetriebenes Flugzeug, das für die Pilotenausbildung konzipiert wurde. Die Lärmemission wird vom Hersteller mit 60 Dezibel angegeben. Das Modell erhielt bereits 2020 die Musterzulassung durch die EASA, gefolgt von der britischen CAA im Jahr 2022 und einer Lufttüchtigkeitsbefreiung der FAA in der Kategorie LSA im Jahr 2024. Der Elektromotor der Velis Electro war das erste elektrische Triebwerk, das 2024 eine Validierung der Musterzulassung in Kanada erhielt. Ein Exemplar wird bereits seit 2022 durch das Waterloo Institute for Sustainable Aeronautics (WISA) in Zusammenarbeit mit dem Waterloo Wellington Flight Centre (WWFC) für Forschungszwecke eingesetzt.

Explorer

Beim Pipistrel Explorer (Virus SW 121A) handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Virus SW 121. Das Flugzeug ist für den Betrieb unter VFR-Bedingungen bei Tag und Nacht sowie für beabsichtigtes Trudeln zugelassen und wird mit einer für den IFR-Betrieb vorbereiteten Avionik ausgeliefert. Die EASA-Musterzulassung für den Explorer wurde 2021 erteilt, basierend auf der ursprünglichen Zertifizierung des Virus SW 121 aus dem Jahr 2016.

Smartflyer und H55 kooperieren

Der Flugzeugbauer Smartflyer AG und H55 SA, Anbieter für zertifizierte elektrische Antriebssysteme, kooperieren. Dabei wird H55 die Batterien für das hybrid-elektrische Flugzeug SF-1 von Smartflyer liefern.

Für Smartflyer ist diese Zusammenarbeit ein entscheidender Fortschritt. Die Batterien von H55 wurden speziell für die Luftfahrt entwickelt und werden die Zertifizierung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) erhalten, was ein Garant für Qualität und Sicherheit ist. Das neueste Batteriesystem von H55 übertrifft die ursprünglich geplante Kapazität, was dem SF-1 eine verbesserte Leistung und zusätzliche operative Flexibilität verleiht.

„Wendepunkt für die Zukunft der emissionsarmen Luftfahrt„
Durch die Bündelung ihrer Kräfte beschleunigen die beiden Schweizer Unternehmen den Übergang zu einer nachhaltigen Luftfahrt. Beide Seiten betonten die gemeinsame Vision von Innovation und Nachhaltigkeit und sehen die Partnerschaft als einen Wendepunkt für die Zukunft der emissionsarmen Luftfahrt. Die Zusammenarbeit unterstreicht die Strategie von H55, modulare Systeme für verschiedenste Anwendungen bereitzustellen, von vollelektrischen Flugzeugen bis zu komplexen Hybridlösungen.

Erstflug nächstes Jahr
Der Erstflug des Demonstrators ist für das Jahr 2026 geplant. Smartflyer, 2016 gegründet, entwickelt ein hybrid-elektrisches Flugzeug mit einem modularen Energie-Speichersystem. H55 wurde vom ehemaligen Führungsteam von Solar Impulse gegründet und ist auf zertifizierte elektrische Antriebs- und Batteriemanagement-Systeme spezialisiert.

Zukunft des Fliegens erleben

Vom 12. bis 14. September 2025 wird die Bundesbasis der Luftwaffe am Bern Airport erneut zum Treffpunkt für Pioniere, Innovatoren und Luftfahrtfans. Das Electrifly-In Switzerland, seit 2017 das erste europäische Fly-in für Elektroflugzeuge, präsentiert aktuelle Entwicklungen in der emissionsarmen und nachhaltigen Luftfahrt – von Elektro- über Hybrid- bis zu Wasserstoffantrieben und Sustainable Aviation Fuel (SAF).

Highlights:

  • Schnupperflüge: Fast geräuschloses, emissionsarmes Fliegen über Bern erleben.
  • Statische Ausstellung: Prototypen und innovative Flugzeuge führender Teams.
  • eTrophy-Wettbewerb: Preisgelder von 15’000 CHF für die längsten Nonstop-Flüge nach Bern.
  • eTalk & Symposium: Diskussionen und Fachvorträge zu Flugzeugtreibstoffen der Zukunft, Elektroflug in der Pilotenausbildung oder internationalen Projekten.

Der Event bietet nicht nur Einblicke in modernste Technologien, sondern fördert den Austausch zwischen Experten und Öffentlichkeit. Begleitend gibt es Networking-Veranstaltungen, Formationsflüge, kulinarische Angebote und einen Shuttle-Dienst mit Elektrofahrzeugen.

Die Veranstaltung zeigt, wie die Schweiz aktiv die dritte Ära der Luftfahrt mitgestaltet: weg von Kolbenmotoren und Strahltriebwerken hin zu klimafreundlicher Mobilität in der Luft. Das Electrifly-In Switzerland lädt die Gesellschaft ein, Teil dieser Zukunft zu sein.

Elektroflüge ab Grenchen

Die Flugschule Grenchen offeriert Mitgliedern und Kunden Elektroflüge mit einer Pipistrel Velis. Die Preise sind in der Schulung bei CHF 168.-/Stunde; bzw. CHF 181.60, wenn man sie für private Flüge chartert.

Rundflug-Angebot:
-> Rundflug über die Stadt Grenchen, ca. 20 Minuten, CHF 90.-
-> Elektro-Schnupperflug, CHF 160.-

Whisper Aero und Tennessee Tech entwickeln Elektrosegler

Whisper Aero und die Tennessee Tech University erhalten 500’000 US-Dollar vom Staat Tennessee, um mit dem „Whisper Ultralight“ lautlosen Elektroflug zu demonstrieren. Die modifizierte Swift 3 von Aériane nutzt zwei eQ250-Antriebe von Whisper. Die stattliche Unterstützung stammt aus dem TNECD-Programm zur Förderung der Mobilitätsforschung. Die Swift 3 ist ein einsitziger, elektrisch betriebener Segler mit Gleitzahl 35 und basiert auf einem Nurflügel-Design aus den 1980ern.

Steve Morris, Mitentwickler des Originals, ist Teil des Whisper-Teams. Weltmeister-Pilot Brian Porter fliegt die Tests. Die Propeller wurden bereits in Drohnen für das US-Verteidigungsministerium erprobt. Tennessee Tech übernimmt mit Studierenden die Bodentests. Erste Flüge sollen noch 2025 erfolgen. Für die Flugversuche werden Epic 2.0-Batterien von Electric Power Systems genutzt, die eine Reichweite von bis zu 270 km ermöglichen. Whisper und EPS entwickeln gemeinsam zertifizierbare Elektroantriebe für leichte Flugzeuge.

Elektro-Flugzeug ‚Alice‘: Pause mit Entlassungen

Eviation Aircraft mit Sitz in Arlington musste die meisten seiner Mitarbeiter entlassen und die Arbeit an seinem elektrisch angetriebenen Alice-Flugzeug unterbrechen. Das Flugzeug hatte vor mehr als zwei Jahren seinen ersten und einzigen Flugtest.

Gemäss Eviation-CEO Andre Stein sei eine vorübergehende Pause nötig, um sich darauf zu konzentrieren, „die langfristig richtigen Partnerschaften zu finden, die helfen, den elektronischen kommerziellen Regionalflug zu verwirklichen. Das Unternehmen befindet sich im Besitz der Clermont Group aus Singapur. Sie setzt sich dafür ein, den Flugverkehr durch innovative, elektrische Lösungen zu revolutionieren.

Das vollelektrische Flugzeug machte im September 2022 einen ersten Batterie-betriebenen Testflug vom Flughafen Moses Lake in Washington aus. Seitdem wurde das Design überarbeitet. In seiner aktuellen Konfiguration ist Alice auf neun Passagiere und für Reisen bis 290 Meilen ausgelegt. Es gibt auch Pläne für eine Frachtversion des Flugzeugs. Bisher plante Eviation, das Flugzeug 2027 in Betrieb zu nehmen – aber dieser Zeitplan hänge vom Erfolg beim Finden neuer Partnerschaften ab. Bisher sollen 600 Flugzeuge bestellt sein, darunter Air New Zealand, Cape Air und DHL. Der Gesamtwert der Bestellungen liegt über 5 Milliarden Dollar. Quelle: ‚geekwire.com‚.

„Viceroy“ für klimafreundlichere Küstenreisen

Ist das ein Vogel oder ein Boot?

Flugboote wie diese könnten Städte wie New York und Boston miteinander verbinden. „Ein Seegleiter ist ein vollelektrisches, batteriebetriebenes Flugboot.“ laut Billy Thalheimer. Er ist Mitbegründer und CEO von Regent, einem Unternehmen, das einen zwölfsitzigen Seegleiter namens „Viceroy“ entwickelt.

Er sieht ähnlich aus wie ein Flugzeug. Aber wenn er betrieben wird, schwebt er zunächst auf seinem Rumpf, wie ein Boot. Er steigt auf ein Tragflächenprofil – eine flügelartige Struktur, die ihn leicht über das Wasser hebt. Im offenen Wasser hebt es dann ab und gleitet auf einem Luftkissen nahe der Wasseroberfläche. Das ist das Luftpolster, auf dem Vögel fliegen, wenn sie tief über die Wasseroberfläche fliegen.

Thalheimer sagt, dass Seegleiter eine Möglichkeit sein könnten, schnell zwischen Küstenstädten wie Boston und New York oder LA und San Francisco zu reisen. Da sie mit Strom angetrieben werden, der aus sauberer Energie gewonnen werden kann, haben sie das Potenzial, für das Klima vorteilhafter zu sein als Flugzeuge oder dieselbetriebene Boote.

Die Firma Regent hat einen einsatzfähigen Prototyp des Fahrzeugs fertiggestellt. Thalheimer geht davon aus, dass er innerhalb von drei Jahren mit der kommerziellen Produktion beginnen kann, und plant, das Projekt schließlich auf größere Geräte auszuweiten, die 100 Personen oder mehr befördern können. Quelle: ‚yaleclimateconnections.org‚.

SG Basel erhält AS34 Me

Am Donnerstag. 19. Dezember 24 fuhren Heinz K., Thomas K. und Stephan K. um 7 Uhr morgens in Richtung Wasserkuppe los und trafen um 13 Uhr im Werk der Alexander Schleicher GmbH ein. Neugierig auf ihre neue AS34 Me starteten sie gleich mit der Abnahme und dem Übergabe-Prozedere. Es ist ein wirklich tolles Flugzeug, gefüllt mit viel neuer Technik. Schnell wurde klar, dass das Betreiben und Unterhalten dieses Flugzeuges anspruchsvoll würde. An Stelle von Schläuchen und Seilen dominieren beim Blick in das Rumpfinnere die grosse Batterie, viele dicke Kabel und grosse Stecker. Motorträger und Propeller wirken hingegen fast filigran.

Nach eingehender Instruktion und Diskussion während der Abnahme legten Heinz und Thomas bereits Hand an und montieren die Transport-Schublade für die Montagehilfe unter den Anhänger. Stephan kümmerte sich derweilen um den Papierkram. Neben dem neuen Schmuckstück stand eine aufgebaute AS33 Me und die Abhol-Equipe bekam einen freudigen Vorgeschmack auf das, was sie erwarten wird.

Um 18 Uhr war alles fertig verpackt und das Team nahm die ersten 200 km in Richtung LSZI unter die Räder. Tags darauf ging es wieder früh los, da die Verzollung in Rheinfelden noch vor dem Mittagessen erledigt sein sollte. Tatsächlich konnte der Zoll kurz vor 12 Uhr passiert werden. Trotz nassem und kalten Wetter warteten am Flugplatz Schupfart ein paar neugierige Piloten, um sich erstmals selber in die AS34 Me zu setzen. Quelle: ‚Barbara Lerch‚.

Wie Volocopter gerettet werden soll

Die Insolvenz des Flugtaxi-Herstellers Volocopter wirft neue Fragen auf: Trotz ambitionierter Pläne und großer Investitionen fehlen entscheidende Zulassungen. Nun sollen Investoren den Markteintritt retten. Doch die Konkurrenz ist nicht weit – und das Vertrauen schwindet. Der Flugtaxi-Hersteller Volocopter hat Insolvenz angemeldet und sucht nach Investoren. Das Amtsgericht Karlsruhe hat Tobias Wahl von Anchor Rechtsanwälte zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, wie das Unternehmen aus dem badischen Bruchsal mitteilte. Der Anwalt kündigte an, bis Ende Februar ein Sanierungskonzept zu entwickeln und dieses mit Investoren umzusetzen. „Das Unternehmen benötigt jetzt eine Finanzierung, die es ermöglicht, die letzten Schritte zum Markteintritt zu gehen.“ Aktuell beschäftigt Volocopter nach eigenen Angaben 500 Mitarbeiter.

Musterzulassung weiter ausstehend
Volocopter fehlt noch immer die Musterzulassung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), um mit den senkrecht startenden vollelektrischen Fluggeräten Passagiere befördern zu dürfen. Trotz des Insolvenzverfahrens, das am zweiten Weihnachtstag eingeleitet wurde, ist die Firma zuversichtlich, die Zulassung im neuen Jahr zu erhalten und den Betrieb aufzunehmen. „Wir sind sowohl technologisch als auch bei der Flugerfahrung sowie im Zertifizierungsprozess im nationalen und internationalen Wettbewerb ganz weit vorne“, erklärte Volocopter-Chef Dirk Hoke, der das Unternehmen Ende Februar verlassen wird.

Parallelen zu Lilium
„Der Geschäftsbetrieb läuft weiter“, teilte eine Sprecherin mit. „Ziel ist der Erhalt der Arbeitsplätze und die Nutzung des Insolvenzverfahrens, um Volocopter zu sanieren und langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen.“ Unter Hoke wurde die Zahl der Mitarbeitenden von rund 700 auf derzeit 500 reduziert. Erst Mitte November hatte Volocopter Oliver Vogelgesang zum Finanzchef ernannt. Dieser war zuvor beim ebenfalls insolventen Elektroflugzeug-Pionier Lilium tätig. Lilium hatte am Heiligabend bekanntgegeben, dass das Investorenkonsortium Mobile Uplift Corporation den Betrieb übernehmen wird. 750 zuvor gekündigte Mitarbeiter sollen einem Sprecher zufolge zurückgeholt werden. Anders als Volocopter wird das Insolvenzverfahren dort in Eigenverwaltung geführt.

Keine staatliche Hilfe
Die CSU-Politikerin Dorothee Bär hatte die Flugtaxi-Branche mit einem Interview vor einigen Jahren ins Rampenlicht gerückt. Doch in Deutschland konnte der Industriezweig keinen großen Durchbruch erzielen. Sowohl Lilium als auch Volocopter hatten in der Vergangenheit wiederholt finanzielle Unterstützung gesucht. Staatliche Hilfe aus Baden-Württemberg und Bayern, die im Laufe des Jahres samt einem geplanten Wechsel des Volocopter-Hauptsitzes in den Freistaat diskutiert wurde, blieb aus. Zuletzt war die Rede von jeweils 50 Millionen Euro vom Bund und Bayern. Stattdessen kam das Geld letztlich von Investoren. Bloomberg berichtete später, dass der chinesische Mischkonzern Geely an einer Übernahme des Flugtaxi-Start-ups Volocopter interessiert sei. Eine Stellungnahme dazu wollte das Unternehmen nicht abgeben.

Nachfolgersuche für den Chefposten
In der aktuellen Erklärung heißt es, zahlreiche Finanzierungsrunden hätten in der Vergangenheit die Entwicklung und den Betrieb vorangetrieben. Bis vor kurzem konnte Volocopter so in einem schwierigen Finanzumfeld bestehen. „Trotz intensiver Bemühungen ist es dennoch nicht gelungen, eine tragfähige Lösung zu finden, um den regulären Betrieb außerhalb eines Insolvenzverfahrens der Volocopter GmbH aufrechtzuerhalten.“ Hoke hatte die Politik für die ausgebliebenen Hilfen kritisiert und ihr mangelnde Unterstützung vorgeworfen: „Natürlich richtet man in einer derart technologisch komplexen und kapitalintensiven Branche wie unserer auch den Blick in Richtung des Staates“, sagte er dem Magazin „Capital“. Dass Hoke im Frühjahr ausscheidet, hängt allerdings nicht mit der Insolvenz zusammen und war bereits länger bekannt. Ex-Daimler-Chef Dieter Zetsche soll als Beiratsvorsitzender einen Nachfolger suchen.

Fokus auf Rettungseinsätze in Deutschland?
Eigentlich wollte Volocopter während der Olympischen Spiele in Paris Passagiere transportieren. Obwohl das Unternehmen noch keine Erlaubnis für den kommerziellen Passagierbetrieb hat, sind die Flugtaxis bereits zu sehen. In Paris gab es Show-Flüge, unter anderem in der Nähe von Schloss Versailles, sowie regelmäßige Testflüge. Auch Piloten dürfen bei Volocopter ausgebildet werden.

Das Unternehmen hat Städte wie Rom und Osaka für künftige Einsätze im Visier. Regelmäßige Flüge in Deutschland haben hingegen keine Priorität, da die Städte hierzulande weniger dicht besiedelt sind und über autarke Nahverkehrsnetze verfügen. In Deutschland kooperiert Volocopter mit der ADAC-Luftrettung, um mögliche Rettungs-Einsätze zu erproben. Obwohl die modernen Fluggeräte als nachhaltig und leise beworben werden, sind sie nicht unumstritten. Eine Analyse des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, die elf Studien untersuchte, kam zu dem Ergebnis, dass Reisezeiten kaum verkürzt würden, während die Kosten sowie die CO2-Emissionen im Vergleich zu E-Autos steigen. „Nützlich kann urbane Luftmobilität vor allem bei Notfalleinsätzen sowie zur Anbindung entlegener Regionen sein.“ Quelle: ‚Deutsche Wirtschafts-Nachrichten‚.

Drohende Insolvenz – Liliums Bankrott-Erklärung

Lilium hat bislang fast 1,5 Milliarden Euro Verluste angehäuft, praktisch ohne Einnahmen zu generieren. Nun geht das Geld aus. Im eigenen Halbjahresbericht warnt der Flugtaxi-Pionier gar vor einer schnellen Insolvenz. Das Schicksal liegt nun endgültig in den Händen des Staates.

Das Schicksal von Lilium entscheidet sich bis spätestens Jahresende. Der Entwickler des Senkrechtstarters mit Elektro-Turbinen zeichnet im jetzt an die US-Börsenaufsicht SEC vorgelegten Halbjahresbericht zwar Fortschritte bei der Entwicklung seiner Modelle – braucht aber dringend weiteres Geld.

Sollten staatliche Finanzhilfen vom Bund und dem Land Bayern nicht in den nächsten Wochen fest zugesagt sein oder Investoren neues Geld geben, drohen den Angaben zufolge drastische Einschnitte im Geschäftsbetrieb, bis hin zur Anwendung des „geltenden Insolvenzrechts“. Lilium hofft auf Staatsbürgschaften über insgesamt 100 Millionen Euro.

Jede Verschiebung im Zeitplan kostet Geld. Der bemannte Erstflug wurde von Ende dieses Jahres auf Anfang 2025 verschoben. Die Markteinführung ist für 2026 geplant, auch wenn dieses Datum im jüngsten Bericht nicht mehr explizit genannt wird. Erstmals verweist Lilium in einem Börsenbericht auf das Insolvenzrecht.

Der zweite deutsche Entwickler von Flugtaxis, Volocopter, hatte im Frühjahr ebenfalls mit einer Insolvenz gedroht. Durch eine Kapitalspritze der bisherigen Gesellschafter, darunter der chinesischen Geely-Gruppe, konnte dies aber abgewendet werden.

Volocopter hatte auch um Staatshilfe gebeten, was zunächst am Veto von Baden-Württemberg und Bayern scheiterte, während der Bund wohl grünes Licht gab. Bei Lilium ist es umgekehrt. Hier hat Bayern inzwischen eine Haftungsübernahme von 50 Millionen in Aussicht gestellt, während vom Bund der gleiche Betrag im Haushaltsausschuss bisher nicht bewilligt ist.

Liliums Finanz-Dilemma

Das Finanz-Dilemma von Lilium mit Sitz vor den Toren Münchens zeigt sich an wenigen Zahlen. Nach den Angaben an die US-Börsenaufsicht sind bisher Verluste über insgesamt 1,446 Milliarden Euro aufgelaufen – bei praktisch keinen Umsätzen. Allein im ersten Halbjahr 2024 lag der operative Verlust bei 185,9 Millionen Euro (Vorjahres-Zeitraum 128,5 Millionen Euro).

Durch die positive Neubewertung von Finanzanlagen lag der Nettoverlust im ersten Halbjahr bei 86,9 Millionen Euro. Die verfügbaren Finanzmittel (Cash) lagen zur Jahresmitte bei knapp 110 Millionen Euro. Lilium berichtet über fortgeschrittene Gespräche mit dem Bund und Bayern über Finanzhilfen. Die Zustimmung wird in den nächsten Wochen erwartet.

Bis die endgültigen Dokumente erstellt sind, werde es weitere drei bis fünf Wochen dauern. Bisherige Investoren hätten eine Kapitalspritze von 32 Millionen Euro bereits zugesagt und dies zum Teil von den Staatshilfen abhängig gemacht.

Das Unternehmen berichtet über weitere Fortschritte bei der Entwicklung seines E-Flugmodells, das wie ein kleiner Senkrechtstarter-Regionalflieger eingesetzt werden soll. Die ersten drei Modelle sind entweder bereits fertig, oder die Produktion ist angelaufen. Im ersten Halbjahr 2025 soll die Produktion des vierten Modells beginnen.

Als großen Entwicklungserfolg wertet Lilium, dass jetzt der „Power-On“-Meilenstein beim ersten Modell in der endgültigen Konstruktion erreicht wurde. Für die Techniker ist es der Beleg, dass die Stromversorgung samt angeschlossener Elektronik wie geplant funktioniert. Wie bei einigen Elektroautos basiert das Stromnetz auf einer 900-Volt-Architektur, womit die Batterien relativ schnell geladen werden können. Quelle: ‚welt.de‚, Gerhard Hegmann.

„System-Power-on“ für Lilium-Jet

Lilium hat bei der Entwicklung seines elektrischen Jets einen Meilenstein erreicht. „Power-on“ entspricht dem Akzeptanz-Testverfahren der konventionellen Verkehrsflugzeug-Herstellung. In der „Power on“-Phase wird geprüft, wie alle Strukturteile sowie die hydraulischen und elektrischen Systeme in die Zelle eingebaut wurden. Diese Phase schließt die Modifikation des Flugzeugs ab und prüft, ob alles so funktioniert und eingeschaltet werden kann, wie es soll.

  • „System-Power-on“ ist der Start der Bodentest-Kampagne von Lilium Jet.
  • Der erste Lilium Jet, MSN 1, soll die Sicherheit für den ersten pilotierten Flug bestätigen, der für Anfang 2025 geplant ist.
  • MSN 2, das erste Flugzeug, welches Lilium mit einem Piloten an Bord fliegen wird, ist in der Endmontage.

MSN 1 soll Liliums Labor-Testflugzeug „Eisvogel“ werden. Das ist ein voll funktionsfähiges Flugzeug und Bestandteil des Zertifizierungs-Programmes sein, Mit ihm sollen Flug-Sicherheit und Einhaltung der Lufttüchtigkeits-Anforderungen bestätigt werden.

Mit MSN 2, welcher sich ebenfalls in der Endmontage befindet, will Lilium Anfang 2025 mit einem Piloten an Bord fliegen. Der MSN-3-Rumpf ist in Produktion. Lilium will bis zur Typzertifizierung, die für 2026 geplant ist, sechs Testflugzeuge fliegen.

Im August dieses Jahres hat Lilium die erste Phase der elektrischen Integrationstests im firmeneigenen Energiesystem-Labor (EPSL) abgeschlossen. Die Firma hat dort mehrere elektrische Kernfunktionen getestet, darunter Hochspannungs-Verteilung, Niedrigspannungs-Umwandlung und -Verteilung, Gesundheitsberichte und Ladesysteme. Bei der Stromversorgung wird Hochspannung (900 Volt) angewendet und zur Versorgung der Niederspannungs- und Avioniksysteme, einschließlich Cockpit-Display, Flugsteuerung, Kommunikation, Navigation und Überwachungssysteme, transformiert.

EU definiert „SEP-Flugzeuge“ neu

Elektroflugzeuge gelten in der Schweiz ab 1. Februar 2025 lizenzrechtlich als einmotorige Kolbenflugzeuge (single engine piston aircraft). Die EU hat die Lizenzvorschriften angepasst. In den europäischen Vorschriften über Pilotenlizenzen fehlten bisher Bestimmungen für das Fliegen mit Elektroflugzeugen. Ende 2020 hatte das BAZL diese Lücke in verdankenswerter Weise mit einer besonderen Verfügung geschlossen und so Schulung und Betrieb mit Elektroflugzeugen in der Schweiz ermöglicht.

Nun hat die EU ihre Lizenzvorschriften mit der Durchführungsverordnung EU 2024/2076 ergänzt und den Begriff «SEP-Flugzeug» neu definiert. Als solche gelten neu nicht nur Flugzeuge mit einem Kolbenmotor, sondern auch Flugzeuge mit einem Elektromotorsystem oder einem Hybridmotorsystem, das aus Kolben- und Elektromotoren besteht.

Wer die Berechtigung für Elektroflugzeuge neu erwerben will, muss dafür wie bisher eine Unterschiedsschulung mit einem Fluglehrer absolvieren. Erneuert der Pilot seine Klassenberechtigung SEP, so gilt diese auch für Elektroflugzeuge, sofern er innerhalb der letzten zwei Jahre mindestens einen Flug mit einem Elektroflugzeug unternommen hat; in diesem Fall ist also kein zusätzlicher Übungsflug auf einem Elektroflugzeug erforderlich. Die neuen Regeln gelten in der Schweiz ab dem 1. Februar 2025. Quelle: ‚AeCS‚ und ‚EUR-lex‚.

Pipistrels visionärer Ansatz zur Batterie-Technik

Pipistrel widmet sich der aktiven Gestaltung der Zukunft des Fluges. Mit über 15 Jahren engagierter Forschung und Entwicklung arbeitet das Team leidenschaftlich daran, nicht nur die Leistung der Flugzeuge zu steigern, sondern auch einen Weg in eine umweltfreundlichere Zukunft für die Luftfahrt zu bahnen.

Das Pipistrel-Team befasst sich auch mit der Erforschung von Batterien „im zweiten Leben“. Diese zukunftsweisende Strategie unterstreicht das grossse Engagement für Nachhaltigkeit und positioniert Pipistrel als Führungspersönlichkeiten bei der Steuerung des Luftfahrtsektors in Richtung einer Kreislaufwirtschaft. Der Ansatz zur Wiederverwendung von funktionsfähigen Komponenten unterstützt nicht nur die ökologische Nachhaltigkeit, sondern bietet auch wirtschaftliche Vorteile, indem er den Bedarf an neuen Materialien minimiert.

Ein Schlüsselfaktor ist die Entwicklung innovativer Verpackungen von Batterien. Der Elektroflugzeug-Pionier bewegt sich weg von traditionellen Designs und arbeitet daran, Batterien in die Flugzeugstruktur zu integrieren. Dies optimiert nicht nur den Raum, sondern verbessert auch die Gesamtleistung des Flugzeugs, was die Flugzeug-Modelle effizienter macht.

Pipistrel spielt eine zentrale Rolle in den Projekten HighSpin, HELENA und MATISSE – von denen jedes die nächste Generation Batterien untersucht. HighSpin erforscht evolutionäre Verbesserungen, HELENA untersucht Festkörper-Batterien und MATISSE erforscht Strukturbatterien als Konzept. Quelle: ‚pipistrel-aircraft.com‚.

Evia Aero + MD Aircraft: LOI für 10 Elektroflugzeuge

Evia Aero mit Sitz in Bremen und MDA Aircraft aus dem niedersächsischen Friedeburg haben eine Kooperation bei der Entwicklung des CO₂-freien Regionalflugverkehrs der Zukunft vereinbart. Während MD Aircraft bis 2029 mit der MDA1 ein rein batterie-elektrisch angetriebenes, 10-sitziges Flugzeug entwickelt und in den Markt bringt, baut EVIA AERO derzeit eine ausschließlich CO₂-frei operierende Fluggesellschaft auf und sorgt in Zusammenarbeit mit Flugplätzen für die notwendige Infrastruktur am Boden. Für seinen Flugbetrieb hat EVIA AERO nun 10 MDA1-Elektroflugzeuge bei MD Aircraft bestellt.

„Der Klimawandel macht emissions-neutrale Antriebssysteme in der Luftfahrt notwendig“, sagt Florian Kruse, Geschäftsführer von EVIA AERO. Die Lösung seien elektrisch oder mit Wasserstoff betriebene Flugzeuge, die mit vor Ort erzeugter grüner Energie fliegen. „Wir werden in unserer Flotte ausschließlich CO₂-freie Flugzeuge einsetzen. Durch Joint Ventures mit Flughäfen und den Bau von Photovoltaik- und Wasserstoffanlagen sorgen wir gleichzeitig für die notwendige Energie und ertüchtigen Airports für nachhaltige Luftfahrt“, so Kruse. Das mache den Regionalflugverkehr der Zukunft ökologisch und wirtschaftlich möglich und sichere eine verlässliche Konnektivität innerhalb Europas.

565 km im Archaeopterix

Roger Ruppert ist am 20. Juli mit einem Archaeopterix ein Flug von 565 km gelungen. Gestartet ist er mit seinem Elektroantrieb in Schänis. Daraufhin durchflog er die Zentralschweiz, die Nordseite der Walliser-Alpen bis nach Chamonix (F), um auf der Walliser Südseite via Matterhorn, Saas Fee, das Binntal und über die Furka knapp vor Sonnenuntergang beinahe wieder den Startplatz zu erreichen.

Die Landung erfolgte nach einem fast zehnstündigen Flug in der Region Biberbrugg (SZ). Quelle: ‚WeGlide‚. Fotos: ‚Rupert Composite‚.

Electrifly-In Bern

Am Wochenende des 7./8. September findet auf dem Flughafen Bern-Belpmoos ein Electrifly-In statt. Mit dem Anlass will der Veranstalter neue Technologien und Entwicklungen vorstellen, für die Bevölkerung erlebbar machen und aufklären (eSchnupperflüge). Dabei wird geräuschloses und fast emissionsloses Fliegen am Himmel vorgeführt.

Bei der statischen Ausstellung können die innovativen Entwicklungs-Teams ihre Luftfahrzeuge aus der Nähe betrachtet werden. In der Halle der Drittausstellenden befinden sich Zulieferfirmen und es kann intensiv gefachsimpelt werden. In erster ist das Fly-In eine Plattform für Luftfahrzeuge aus den Kategorien HYBRID, ELEKTRISCH und selbststartende Segelflugzeuge. Gäste können ein Preisgeld gewinnen. Eine eTrophy wurde von der Firma WATERJet aus Aarwangen gestiftet.

The Real Adventure Begins

HB-SXA to head to Sion to take up residence:
“This time, the real adventure begins”. Both Raphaël Domjan and Roland Loos, respectively pilot and CEO of the mission, have spoken the same words on two different occasions. As summer 2024 heats, the moment for HB-SXA to take up residence in Sion approaches. This will be a key moment in the SolarStratos mission.

From mid-July, the SolarStratos team will be based at the Valais airport to launch a new altitude record attempt for a manned solar-powered electric aircraft to fly at 10,000 metres or more, marking a new milestone on the journey to the stratosphere. Once the plane is on the tarmac in Sion, and the final tests have been carried out, particularly in thermal winds, the team will go on standby for the right weather window.

A postponement…
Despite seemingly favourable weather conditions on the ground, the flight from Payerne to Sion scheduled for the 17 and then the 18 June had to be postponed. The wind and turbulence over the Sanetsch Pass were too strong to risk it. Our thanks to the media who were waiting for us in Sion for their patience. Some of them, such as Rhône FM, didn’t miss an opportunity to interview Raphaël Domjan about the relocation and the upcoming record attempt.

Already very high – above his hometown!
One of Raphaël Domjan’s recent flights this month saw him soaring at almost 4,000 metres over his native Neuchâtel. He shared his excitement at realising a dream, which sees “innovation and technology working together to preserve our planet”. The SolarStratos pilot took the opportunity to thank all those who are making this adventure possible by sharing his pioneering and exploratory spirit. “Let’s keep aiming for the stars, fuelled by the inexhaustible energy of our dreams, the sun and our thirst for exploration”. Beautifully put. Source: ‚Solarstratos‚.