Schlagwort-Archiv: Segelflugplatz

Flugplatz-Restaurant Schänis unter neuer Führung

Nach fünf erfolgreichen Jahren gibt Pächter Kilian Senti das Restaurant Segelflugplatz Schänis per Ende Februar 2026 ab.

Die Nachfolge übernimmt Markus Fäh, Inhaber des Landgasthof Sternen in der benachbarten Ortschaft Benken. Für den operativen Betrieb in Schänis setzt er auf ein erfahrenes Team: Karolina Brandenberger verantwortet den Service, die Küche führt künftig Ondrej Šiko. Damit ist die gastronomische Kontinuität am Segelflugplatz gesichert – mit frischen Impulsen und bewährter Qualität.

Motorflugzeug-Sicherheitslandung auf dem Segelflugplatz Ziegenhain

Eine großangelegte Suchaktion nach einem 84jährigen Piloten und seinem Ultraleicht-Flugzeug sorgte für Wirbel. Glücklicherweise war der Pilot mit seinem Flugzeug nicht abgestürzt, sondern hatte eine außerplanmäßige Landung in Ziegenhain eingelegt. Informiert hatte er darüber allerdings niemanden, sodass von einem Flugzeugabsturz ausgegangen wurde, als er über dem Wald bei Schorbach vom Radar verschwand. Der 84-jährige Pilot aus dem Rhein-Sieg-Kreis (Nordrhein-Westfalen) steuerte den Flugplatz in Ziegenhain an, nachdem er einen technischen Defekt an der Propeller-Verstellung seines Ultraleichtflugzeugs (UL) festgestellt hatte. Wie Klaus Schlingmann von der Flugsportvereinigung mitteilt, haben sich die Propeller in die Start-Einstellung zurückgestellt, anstatt in der Reiseflug-Position zu bleiben. „Der Pilot hat sich dann zu einer Sicherheitslandung in Ziegenhain entschlossen“, berichtet er. Laut Internetseite der Vereinigung sind auf dem Segelfluggelände in Ziegenhain Segelflugzeuge, Motorsegler, ULs und Motorflugzeuge zum Schleppen zugelassen. „Bei einer Sicherheits- oder Notlandung hingegen darf man überall und jederzeit landen. Auch auf einem Feld oder einer Wiese“, erklärt Schlingmann. Da habe die Sicherheit des Piloten Vorrang. Seine außerplanmäßige Landung kündigte der 84jährige den Ziegenhainern per Funk an. Nach der sicheren Landung haben Techniker nach der Ursache des Problems gesucht. „Der Mann hatte kein Telefon dabei. Er wurde gefragt, ob man jemanden über seine außerplanmäßige Landung informieren solle“, berichtet Schlingmann. Der Pilot habe verneint, mit der Begründung, dass er alleinstehend sei. Dass man die Zuständigen am Zielflugplatz in Sankt Augustin kontaktieren müsse, habe der Pilot ebenfalls nicht erwähnt.

Radarkontakr bricht über Schorbach ab
Nachdem Kontaktversuche aus Sankt Augustin erfolglos geblieben waren, kontaktierten die Personen wiederum den Startflugplatz in Eisenach. Dort berichtete man davon, dass der 84-Jährige planmäßig gestartet sei. Das letzte Signal des UL wurde über dem Wald bei Schorbach empfangen. „Der Pilot musste die Reiseflughöhe verlassen, um die Sicherheits-Landung einzuleiten. Deswegen wurde er nicht mehr vom Radar erfasst“, erklärt der Vereinsmann weiter. Da das Flugzeug am Zielflugplatz vermisst wurde und der Pilot nicht erreichbar war, wurde die Rettungskette in Gang gesetzt, da eine mögliche Notlage nahe lag. „Die Situation ist unglücklich gelaufen. Aber das Wichtigste ist, dass alles gut gegangen ist“, schließt Michael Sonnekalb.

Wer bezahlt den Notfall-Einsatz?
Wer bezahlt nun den Einsatz an dem Rettungsdienst, Feuerwehren, Katastrophenschutz und zwei SAR-Hubschrauber (Search and Rescue) der Bundeswehr beteiligt waren. Am Ende waren nach Informationen der HNA circa als 200 Helfer vor Ort. Zusätzlich zu örtlichen Wehren wurden aufgrund des großen Suchgebietes Katastrophenschutzzüge aus Neukirchen, Frielendorf, Ottrau, Neuental und Knüllwald hinzugezogen. Außerdem vor Ort ein Betreuungszug und der große Einsatzleitwagen (ELW 2) aus Homberg. Der Einsatz der zivilen Rettungskräfte erfolgte auf Anforderung der Polizei in Amtshilfe. Zu der Frage der Kosten heißte es im dafür maßgeblichen Verwaltungsverfahrensgesetz: Auslagen von Behörden sind von der anfordernden Behörde auf Anforderung zu erstatten, wenn sie im Einzelfall 35 Euro übersteigen. Welche Aufwendungen die Polizei wiederum dem Flieger für den Einsatz in Rechnung stellen könnte, war am Montag von den zuständigen Stellen noch nicht zu erfahren. „Die Kosten sind nun eine privatrechtliche Angelegenheit“, teilte ein Sprecher des RP Kassel am Montag auf Nachfrage mit.

Das RP ist auf dem Gebiete des Luftrechts für den Bereich der Regierungsbezirke Kassel und Gießen zuständig. Das Ultraleichtflugzeug des 84jährigen fällt unter die Kategorie der Luftsportgeräte. Ein Luftfahrtschein für diese Flugzeuge wird von zwei Verbänden in Deutschland ausgestellt: dem Deutschen Ultraleichtflugverband und dem Deutschen Aero Club. Laut des Sprechers sei es nun an dem Verband, der den Schein des 84-Jährigen ausgestellt habe, zu prüfen, ob man den Schein widerrufen müsse. Der Verband könne ebenfalls entscheiden, ob das RP ein Bußgeld erheben oder ein Ordnungswidrigkeits-Verfahren einleiten solle. Klar sei, dass der Pilot laut der Luftverkehrs-Ordnung verpflichtet ist, Start und Ziel anzugeben. Auch seine Plan-Änderung hätte er den Zuständigen am Zielort mitteilen müssen, informierte der Sprecher. Quelle: ‚HNA, Hessische/Niedersächsische Allgemeine‚.

100 Jahre Segelflug beim Spitzerberg

Der Flugplatz Spitzerberg wurde zwar erst 1929 offiziell eröffnet, doch schon fünf Jahre zuvor, 1924, starteten und landeten ganz in der Nähe die ersten Segelflug-Pioniere. Am Samstag, 16. November 2024, wurde an dieses historischen Ereignisses in Hundsheim erinnert.

Gedenkfeier 1924-2024

Vor 100 Jahren starteten die ersten Flieger vom Hundsheimer Kogel und dem Spitzerberg. „Wir Spitzerberger Segelflieger wollten diese historischen Flüge mit einer kleinen Gedenkfeier würdigen“, so Rudi Wenighofer, Obmann des Flugsportzentrums Spitzerberg.

Hintergrundinfos

1924 wurde die Dauer der Flüge noch in Minuten und Sekunden gemessen! Gestartet wurde mittels Gummiseil vom Berg. Gelandet wurde meistens im Tal. Höhengewinne gab es kaum.

2024 – hundert Jahre später: absolute Höhe: 23’200 Meter 2.06.2018 (US) in Argentinien, Strecke: 3’009 km 21.01.2003 (Ger/Aut) in Argentinien, Dauer: 57 h 10 min, 6.- 8.4.1954 (FRA) in Frankreich.

Von „Spitzerbergern“ erflogen: Höhe: 7’050 m (1981), Strecke: 1’001 km (9.05.2006) Dauer: 48 h 48 min (1.-3. 7.1939 Doppelsitzer), 45 h 28 min (19.-21.1942 Einsitzer)
Quelle: ‚austrianwings.ch‚.

Isnyer Segelflieger an der Hochschule Kempten

Die Luftsportgruppe Isny war Hauptakteurin beim „Infotag Segelflug“ vom Freitag, 19. April in der Hochschule Kempten. Die Veranstaltung sollte nicht nur die Begeisterung für den Segelflugsport wecken, sondern auch jungen Menschen aufzeigen, für welch große Bandbreite von äußerst attraktiven Berufen in der Luft- und Raumfahrt eine Pilotenlizenz für Segelflug die Basis bildet In der Ausstellung von drei Hochleistungs-Segelflugzeugen aus Nachbarvereinen demonstrierten die Isnyer an einem ihrer Flugzeuge den Auf- und Abbau. Neben diesen Aktivitäten im Freigelände lief für die Öffentlichkeit ein interessantes Programmm, bei welchem die Jungpiloten des Vereins, Katharina Kurtz und Fabian Fischer, eine von ihnen erstellte Ton-Bild-Schau über die Faszination des Segelfliegens vorführten. Quelle: ‚Die Schwäbische‚.