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Bozen soll „kleiner, regionaler“ Flugplatz bleiben

Mit 93,7 von 100 möglichen Punkten hatte das Landesamt für Finanzaufsicht am 13. Mai der Bietergruppe von Josef Gostner (52 Prozent), René Benko (24) und Hanspeter Haselsteiner (24 Prozent) den Zuschlag für die Flugplatzgesellschaft ABD erteilt. Nachdem alle Dokumente geprüft wurden, läuft seit 19. Juli die 60-Tage-Frist, innerhalb der der Landeshauptmann den Verkauf mit seiner Unterschrift notariell besiegeln muss – und er macht dies am Montag, einen Tag vor Ablauf der Frist. „Wir tun das, was wir immer angekündigt haben, auch wenn es der Stimmungslage vielleicht nicht entspricht, dass Politiker einhalten, was sie sagen, auch wenn es nicht sexy ist“, so der Landeshauptmann. Der Flugplatz koste das Land Südtirol jeden Tag 10.000 Euro an Steuergeldern. „Ab der Unterschrift ist das nicht mehr so“, sagt Kompatscher. Bozen werde ein „kleiner, regionaler“ Flughafen bleiben. „Darüber wird die Landesregierung wachen“, betont Kompatscher. Bleibt zu sagen, dass die Unternehmer in den Flugplatz viele Millionen Euro investieren. Aus Sicherheitsgründen und wie in der Ausschreibung verlangt, soll die Startbahn verlängert werden. Umbauten stehen in der Abfertigungshalle (Schengenraum) sowie am Restaurant an. Bei ihrer Aussprache mit einer SVP-Delegation hatten die Privaten betont, dass Bozen ein „kleiner, regionaler“ Flugplatz bleibe. Es gehe ihnen um ein „Tor zur Welt, das einen Mehrwert für die Wirtschaft und die Bevölkerung“ bringe und deshalb „endlich sicher und zuverlässig funktionieren“ solle. Quelle: ‚Südtirol online‚.

Gebrüder Gostner kaufen Bozener Flugplatz

Die Bietergemeinschaft um die Gebrüder Gostner kann voraussichtlich schon in wenigen Wochen zu 100 Prozent die Flughafenbetreibergesellschaft ABD übernehmen. Der Bozner Flugplatz wird damit privat geführt, berichtet die Tageszeitung Alto Adige. Medienberichten zufolge hat das Land laut Ausschreibung 3,8 Millionen Euro für die Übernahme der Flughafengesellschaft verlangt. Offiziell ist das Angebot der Bietergemeinschaft nicht bekannt, gemunkelt wird allerdings von vier Millionen Euro. Der Energie-Unternehmer Josef Gostner, zu dessen Partnern der österreichische Unternehmer Hans-Peter Haselsteiner mit Wohnsitz in Bozen und der Tiroler Investor Rene Benko zählen, haben sich offiziell zu ihren Plänen noch nicht geäußert. Quelle: ‚Südtirolnews.it‚.

Angebot für Flugplatz Bozen

Am Montag wurde ein weiterer Schritt in der langwierigen Causa des Bozner Flugplatzes vollzogen: Die ABD Holding GmbH, eine Gesellschaft mit Sitz in Bozen mit dem Unternehmer Josef Gostner an der Spitze, hat ihr Kaufangebot unterbreitet. Mehr im Bericht von ‚Südtirol online‘.

Bozener Flughafen ans Land?

Weil der Flughafen Bozen nicht mehr von „nationalem Interesse“ ist, könnte er vom Staat ans Land übergehen. Flughafen-Gegner fordern dies. Doch laut Landesregierung würde es ohnehin nicht viel nützen. So schrieb etwa der Dachverband für Natur- und Umweltschutz vor einigen Wochen in einem offenen Brief: „Sehr geehrter Herr Landeshauptmann, es ist Ihnen sicherlich bekannt, dass es ein Dekret des Staatspräsidenten aus dem Jahre 2015 gibt, welches die Kompetenzen bezüglich Flugplatz Bozen an die Region bzw. Provinz abgeben würde, da dieser weder von strategischem, noch von nationalem Interesse ist. Einem Rückbau statt einem Ausbau dürfte also nichts im Wege stehen. Die Mehrheit der Südtiroler, die bei der Volksabstimmung unter anderem auch gegen das Entwicklungskonzept abgestimmt haben, erwartet dies von Ihnen.“ Mehr im Bericht der ‚Neuen Südtiroler Tageszeitung‘.