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Das plant Geely mit Volocopter

Der chinesische Automobilhersteller Geely ist seit 2019 an dem badischen Flugtaxi-Unternehmen Volocopter beteiligt. Nun verriet das chinesische Unternehmen, welche Pläne hinter der Investition in das deutsche Startup stecken.

Fliegende Autos ab 2024
Der chinesische Automobilhersteller Zhejiang Geely Holding Group (Geely) will in rund drei Jahren mit seiner Luftfahrtsparte in Zusammenarbeit mit Volocopter ein fliegendes Auto auf den chinesischen Markt bringen. Im ersten Schritt sollen hierfür die von Volocopter initiierten Flugtaxis auf dem deutschen Markt zugelassen werden. Die entsprechende Zertifizierung wurde laut “Investmentplattformchina” bereits bei der European Aviation Safety Agency (EASA) beantragt. Demnach erleichtert diese Zulassung in Deutschland bzw. in Europa aufgrund bestehender bilateraler Abkommen die Genehmigung des Einsatzes im chinesischen Luftraum für Geely.

Da die Forschung und Entwicklung des Modells fast fertiggestellt sei, soll bereits in drei Jahren mit einer Markteinführung zu rechnen sein, so Jing Chao gegenüber “The Paper” unter Berufung auf “Investmentplattformchina”: “Daher sind wir zuversichtlich, dass es fliegende Autos in China etwa ab dem Jahr 2024 geben wird”. Zielgruppe sollen neben Geschäftsleuten auch Eventveranstalter, Tourismusanbieter und der Massenmarkt sein, sofern sich die Flugtaxis als normale Verkehrsmittel durchsetzen können. Quelle: ‘Finanzen.net‘.

Volocopter übernimmt DG Flugzeugbau

DG Flugzeugbau GmbH teilt die Geschäftsbereiche neu auf, wendet sich der Zukunft der Mobilität zu und spezialisiert sich weiter im Bereich Segelflug. Holger Back, CEO, und Sebastian Tschorn, Produktionsleiter, der DG Flugzeugbau GmbH werden auch in Zukunft bei DG Flugzeugbau GmbH und DG Aviation GmbH im Führungsteam vertreten sein und die Geschäfte gemeinsam mit Volocopter fortführen. Volocopter übernimmt so die Zertifizierung als Herstellungsbetrieb. Karl-Friedrich Weber, bisheriger Eigentümer von DG Flugzeugbau, tritt seine Anteile ab und läutet damit einen Generationenwechsel ein, der die Marke auf die Zukunft vorbereitet.

Neuer Eigentümer der DG Flugzeugbau GmbH wird die Volocopter GmbH, die damit den für Ihre Produktion wichtigen Zugang zur Zertifizierung als Herstellungsbetrieb erhält. Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Firma auf dem Weg Urban Air Mobility in die Städte dieser Welt zu bringen. Die DG Flugzeugbau GmbH mit ihrem Herstellungsbetrieb bleibt als eigenständige Firma bestehen und ist weiterhin für den Bau von Segelflugzeugen und Motorseglern zuständig. Holger Back bleibt dem Unternehmen im Führungsteam erhalten. DG Aviation GmbH, unter der Leitung von Holger Back und Sebastian Tschorn, betreut zukünftig als zertifizierter Instandhaltungs- und Entwicklungsbetrieb vor allem Segelflugzeuge und Motorsegler sowie ELA-1 Flugzeuge.

Die DG Aviation GmbH wird den Schwerpunkt auf folgende Geschäftsbereiche setzen:

  • Vertrieb und Auslieferung von Flugzeugen der Marken DG und LS
  • Markenübergreifender Service und Wartung für Segelflugzeuge, Motorsegler sowie für ELA-1 Flugzeuge
  • Musterbetreuung aller Flugzeuge der Marken DG und LS
  • Entwicklungs- und Sonderprojekte im Bereich Aviation

Für die bisherigen Kunden von DG-Flugzeugbau ergeben sich aus der neuen Aufteilung heraus keine Veränderungen. Alle Ansprechpartner und Produktionsmitarbeiter werden in Ihrer gewohnten Position bleiben.

„Auf Bestellungen und Betreuungsverträge haben die Änderungen keinerlei Auswirkungen. DG Aviation übernimmt unverändert und wird sich in den Bereichen Entwicklung sowie Service und Wartung weiter spezialisieren. Wir möchten unser traditionelles Geschäft weiter ausweiten und die bestmögliche Lösung im Bereich Luftfahrt für unsere Kunden bieten.“ so Sebastian Tschorn.

Die Änderungen werden im Laufe des Spätsommers wirksam, sobald alle Genehmigungen seitens des LBA und der EASA vorliegen. Die neue Aufteilung ist sowohl für DG als auch für Volocopter eine Win-win-Situation. Volocopter kann parallel zur Produktion der Segelflugzeuge und Motorsegler den Bau des VoloCity vorantreiben. Von den geplanten Investitionen in den Standort profitieren beide Firmen gleicher Maßen.

Holger Back: „DG Flugzeugbau steht seit jeher für Innovation und Fortschritt. Besonders die letzten 10 Jahre waren geprägt durch eine rasche Entwicklung in der Zusammenarbeit mit Volocopter. Wir glauben an die Zukunft dieser neuen Fluggeräte und sind begeistert mit unserem Herstellungsbetrieb nun einen festen Anteil an dieser Revolution zu haben und dabei unser bestehendes Geschäft weiterzuführen.“ Quellen: ‘DG Flugzeugbau‘ und ‘Volocopter‘.

Elektro-Flugtaxi mit 600 km/h und 900 km Reichweite

Das US-Unternehmen Bye Aerospace hat ein achtsitziges Elektroflugzeug vorgestellt, das einst als Flugtaxi auch deutsche Städte miteinander verbinden könnte. Mit 600 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit und 900 Kilometern Reichweite soll es das erste vollelektrische Flugzeug sein, das “Leistung und Sicherheit eines Twin-Turboprop-Flugzeugs” auch ohne CO2 bieten kann.

Die Leistungsdaten des eFlyer 800 stellen eine Flughöhe von knapp elf Kilometern, eine Reisegeschwindigkeit von 520 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 600 km/h in Aussicht. Die Reichweite des Elektro-Flugtaxis soll bis zu 500 nautische Meilen betragen – umgerechnet 926 Kilometer. Außerdem soll es eine Akku-Reserve geben, die eine zusätzliche Flugzeit von 45 Minuten ermöglicht.

Das Flugzeug soll Platz für sechs oder sieben Fluggäste und ein oder zwei Piloten bieten. Zu den Sicherheitsmerkmalen gehören zwei an den Flügeln montierte Elektromotoren mit jeweils zwei redundanten Motorwicklungen, vier redundante Akkupacks und ein kompletter Set Fallschirme. Zu den weiteren geplanten Merkmalen gehören laut Hersteller ein automatisches Notlandungssystem, Geländevermeidung und Streckenführung für die automatische Notlandung sowie eine Option für zusätzliche Solarzellen und ein zusätzlicher Elektromotor für die Fortbewegung auf dem Boden.

Bye Aerospace verspricht sich viel von dem Flugtaxi: Der eFlyer 800 soll nur ein Fünftel der Betriebskosten herkömmlicher zweimotoriger Turboprops haben. “Der eFlyer 800 ist das erste Flugzeug mit vollelektrischer Antriebstechnologie, das die Leistung und Sicherheit eines Twin-Turboprop-Flugzeugs ohne CO2 und mit extrem niedrigen Betriebskosten erreicht”, sagte George E. Bye, CEO von Bye Aerospace. “Diese Art von bemerkenswerter Wirtschaftlichkeit und Leistung wird durch das elektrische Antriebssystem und die fortschrittliche Batteriezellentechnologie ermöglicht, die zu einer deutlich höheren Energiedichte führt.”

Der Antriebsstrang soll vom französischen Triebwerkbauer Safran kommen. Aktuell prüfen beide Unternehmen, welcher Antrieb sich am besten eignen würde. Die Lithium-Schwefel-Akkus für den Flieger sollen vom britischen Unternehmen Oxis Energy bereitgestellt werden.

Laut der Pressemitteilung haben Safran und Oxis bereits die Komponenten für die zwei- und viersitzigen Elektro-Flugzeuge eFlyer 2 und eFlyer 4 geliefert, die für den Flugunterricht und als Lufttaxi eingesetzt werden sollen. Bye Aerospace besitzt jedoch noch keine Zulassung der Luftaufsichtsbehörde Federal Aviation Association (FAA). Quelle: ‘eFahrer.com‘. Video.

Spezieller Flugplatz für Passagier- und Lieferdrohnen

Urban-Air Port bei Coventry
Flugtaxis sollen künftig eine wichtige Rolle im städtischen Verkehr spielen und zum Beispiel dabei helfen, Staus zu vermindern. Dabei fehlt es aktuell allerdings noch an Start- und Landeplätzen, die speziell für Passagier- oder auch Lieferdrohnen ausgelegt sind. Das soll sich jetzt ändern: Nahe dem britischen Coventry entsteht der laut den Machern weltweit erste Flugplatz nur für Lieferdrohnen und elektrisch betriebene Flugtaxis. Dahinter steckt das Unternehmen Urban-Air Port. Dessen Chef Ricky Sandhu erklärt: “Wir haben Flughäfen für Flugzeuge, wir haben Bahnhöfe für Züge, Straßen für Autos. Und nun brauchen wir auch für diese neue Art urbaner Luft-Mobilität eine ganz eigene Infrastruktur. Passagiere müssen in der Lage sein, mit der Infrastruktur zu interagieren: Ankunft, Flugbuchung, Nutzung der Lounge für Luft-Taxi-Passagiere. Wir brauchen also eine eigene Infrastruktur nur für diese Form der Mobilität.”

Flugtaxis aus Deutschland
Einmal in Betrieb, soll der Urban-Air Port Fluggeräte wie die des deutschen Herstellers Volocopter empfangen und den Verkehr abwickeln können. Und auch andere Drohnen-Hersteller stehen laut Sandhu bereits in den Startlöchern. Die britische Regierung fördert das Projekt mit umgerechnet rund 1,3 Millionen Euro, das entspricht etwa der Hälfte der Gesamtkosten. Im November sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Quelle: ‘Euronews‘.

United bestellt 200 Flugtaxis

Der Hersteller Archer soll die Fluggeräte herstellen und hat dafür eine Milliarde US-Dollar erhalten. Archer erhielt einen Auftrag der US-Luftfahrtgesellschaft für das erste kommerzielle Produkt des Startups. Eine zusätzliche Kaufoption besteht für weitere 100 Exemplare für 500 Millionen Dollar. 2024 soll das Flugzeug auf den Markt kommen und eine Reichweite von rund 100 Kilometern besitzen. Vier Passagiere finden darin Platz. Als Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller etwa 240 Kilometer pro Stunde an. Beobachter gehen davon aus, die Luftfahrzeuge sollen den Transfer von Fluggästen zwischen Parkplätzen und Flughäfen bewerkstelligen. Denkbar sei auch der Passagiertransport zwischen nahe gelegenen Städten, etwa zwischen San Francisco und Palo Alto.

Stellantis hilft Archer beim Chassis
Die US-Fluglinie ist nicht das erste Unternehmen, dass dem Drohnenbauer Geld zur Verfügung stellt. Der Automobilkonzern Stellantis, jüngst aus der Fusion zwischen Fiat-Chrysler und der Peugeot-Gruppe entstanden, investiert ebenfalls. Zusätzlich unterstützt er die Konstruktion der eVTOL (electric Vertical Takeoff and Landing). Die Herstellung des Kohlefaserrumpfes der Miniflugzeuge steht dabei im Fokus. Archers erste Personenbeförderungsdrohne steuert noch ein Pilot, später sollen die Taxis autonom fliegen. An ähnlichen Vorhaben sind diverse Autohersteller (etwa Hyundai, Porsche, Rolls Royce) beteiligt.

Alternative zum Hubschrauber
Während sich Gutbetuchte bereits mit Helikoptern zu den Flughäfen fliegen lassen, liegt im Transfer mit Flugtaxis eine Alternative. Archer stellt in Aussicht, die Flüge seien sehr viel kostengünstiger. Die Kosten seien vergleichbar mit einer Uber-Fahrt. Der Vize-Chef spricht von drei Dollar pro Passagier-Meile. Außerdem besteht das Potenzial, die Flüge sicherer und leiser zu absolvieren. Die elektrischen Transportmittel erzeugen minimalen Lärm, sagen Befürworter der Technologie. Außerdem emittieren sie weniger Schadstoffe als Hubschrauber. United hofft mit dem Einsatz, die Co2-Bilanz zu verbessern.

Regulation verzögert Projekt
Zu den Herausforderungen der Konstruktion besteht ein weiteres Hindernis: die Genehmigung. Die US-Behörde FAA ist dafür zuständig, neue Flugzeugdesigns abzusegnen. Dem Vernehmen nach dauert das mehrere Jahre. Außerdem muss die Luftverkehrskontrolle umorganisiert werden, um das Flugtaxi-Aufkommen mit dem restlichen Luftverkehr zu koordinieren. Laut dem Vertrag zwischen Archer und United Airlines sind die rechtlichen Voraussetzungen Teil des vorläufigen Kaufvertrags. Quelle: ‘t3n.de‘.

Uber stößt Flugtaxi-Sparte ab

Mit der Entwicklung fliegender Taxis gibt Uber sein zweites Zukunftsprojekt innerhalb weniger Tage auf. Dem einst überaus aggressiv auftretenden Unternehmen macht die Corona-Pandemie zu schaffen. Uber hat nur einen Tag nach seinen Roboterautos auch sein Flugtaxi-Projekt abgestoßen. Die Sparte Uber Elevate wird vom Flugtechnik-Entwickler Joby übernommen, wie die Unternehmen in der Nacht zum Mittwoch mitteilten. Uber wollte mit Elevate seine Plattform zur Fahrdienst-Vermittlung auf Flugtaxis übertragen. Dazu sollten Landeplattformen und sonstige Infrastruktur gehören. Aktuell entwickeln diverse Start-ups, aber auch Branchen-Schwergewichte wie Airbus elektrische Fluggeräte für wenige Passagiere, die in der Luft den Stadtverkehr umgehen sollen. Joby wollte ursprünglich seine Flugtaxis als einer der ersten Anbieter zum Jahr 2023 auf die Uber-Plattform bringen.

Die einst überaus aggressiv auftretende Firma aus San Francisco stößt damit auch ihr zweites kostspieliges Zukunftsprojekt mit unklaren Aussichten ab. Am Montagabend hatte Uber schon mitgeteilt, die hauseigene Einheit zur Entwicklung selbstfahrender Autos an das amerikanische Unternehmen Aurora zu verkaufen. Gleichzeitig erwirbt Uber für 400 Millionen Dollar einen Anteil von 26 Prozent an Aurora. Zudem soll der Vorstandsvorsitzende von Uber, Dara Khosrowshahi, in den Aurora-Aufsichtsrat einziehen. In dem kombinierten Unternehmen wollen Aurora und Uber künftig gemeinsam an der Technik für selbstfahrende Autos arbeiten. Quelle: ‘FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung‘.

Bruchsal wird Volocopter-Basis

Am Flugplatz Bruchsal soll die Firma Volocopter die Möglichkeit erhalten, eigene Fluggeräte zu testen. Ein neuer Bebauungsplan ist von der Stadt auf den Weg gebracht worden, damit sich das Unternehmen Volocopter weiter entwickeln kann. Andere Nutzer des Flugplatzes haben ebenfalls Vorteile. Roland Foos brachte es auf den Punkt: „Es handelt sich ganz klar um Wirtschaftsförderung.“ Der Standort Bruchsal für ein innovatives Unternehmen mit 200 Mitarbeiter werde gestärkt, meinte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler. Alle anderen Mitglieder des Gemeinderats sahen es als ebenso sinnvoll an, einen neuen Bebauungsplan für den Flugplatz Bruchsal aufzustellen. Damit will die Stadt dem Unternehmen Volocopter gute örtliche Startbedingungen für seine elektronischen Flugtaxis schaffen.

Die sind bereits erfolgreich getestet und ihnen wird eine große Zukunft vorausgesagt. Es gab bereits viele Starts, selbst in Bruchsal. Für die ständigen Fluggenehmigungen sind Fachbehörden zuständig. Bruchsal kann ergänzend den Boden bereiten, damit den Flugtaxis die passende Infrastruktur mitgegeben wird. Dazu zählen Flächen für An- und Abflug und ein Test-Areal. Der Name Volocopter selbst ist im Bebauungsplan nicht genannt, aber die Beschreibung der wirtschaftlichen Aktivitäten machen den Hintergrund deutlich. Und die Gemeinderäte konnten auch kein Geheimnis mehr daraus machen. Quelle: ‘Badische Neueste Nachrichten‘.

Volocopter testet auf Flugplatz Lahr

In drei Jahren soll der Betrieb der Flugtaxis aufgenommen werden. Diese werden derzeit auf dem Lahrer Flugplatzgelände getestet und weiterentwickelt. In zwei bis drei Jahren soll der kommerzielle Start der Volocopter sein, die von einem Bruchsaler Unternehmen auf dem Lahrer Flugplatz entwickelt und getestet werden. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Weiß, Oberbürgermeister Markus Ibert sowie IGZ-Geschäftsführer Daniel Halter besuchten das Unternehmen. “Volocopter möchte der führende Urban-Air-Mobilitätsdienstleister sein”, wird das Unternehmen in dem Pressebericht zitiert, “das bedeutet, dass wir Städte dabei unterstützen, ihre Mobilitätskonzepte durch Flugtaxis nachhaltig zu transformieren. Der Volocopter spart Zeit, ist extrem sicher, emissionsfrei und leise.”

Der Standort Lahr sei dabei eine ideale Erweiterung zum bestehenden Testfeld in Bruchsal. Es gebe ausreichend Platz und die Möglichkeit, insbesondere sogenannte Performancetests auszuführen. Dabei werden längere Strecken und höhere Geschwindigkeiten getestet. Diese Tests sind laut Pressebericht wichtiger Bestandteil auf dem Weg zur Zertifizierung des Flugtaxis durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA). “Die Entscheidung der Landesregierung, ein Testfeld am Flughafen Lahr einzurichten, werte ich als wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit unseres Standortes, das sich nun bestätigt”, wird Oberbürgermeister Ibert in dem Pressebericht zitiert, “es ist eine Chance, technologisch innovative Unternehmen auf unsere Region aufmerksam zu machen.” Und der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Weiß formuliert die Vision, eines Clusters mehrerer sich gegenseitig befruchtender Unternehmen zum Thema Urban Mobility auf dem Lahrer Flughafenareal. In drei Jahren will Volocopter kommerziell an den Markt gehen. Ein weiterer Schwerpunkt sind Weiterentwicklungen und Konzepte, die langfristig das autonome Fliegen ermöglichen sollen. Quelle: ‘Badische Zeitung‘.

DB Schenker steigt bei Volocopter ein

Der Logistikriese investiert in den Flugtaxi-Hersteller Volocopter. Das gaben die beiden Unternehmen am Freitag bekannt. Volocopter entwickelt autonom fliegende, elektrische Ultraleicht-Fluggeräte – für menschliche Passagiere und für Fracht. Mit der DB-Schenker-Investition soll unter anderem die zweite Generation der Lastdrohne Volodrone zur Marktreife geführt werden. Die hatte das Bruchsaler Unternehmen im Oktober präsentiert, sie befindet sich noch in der Testphase. Mit wie viel Geld sich Bahn-Logistiktochter Schenker beteiligt, wurde nicht mitgeteilt. An der aktuellen Finanzierungsrunde nahmen noch weitere Investoren teil. Insgesamt hat Volocopter bislang 122 Millionen Euro von verschiedenen Geldgebern eingesammelt. Mit der Integration der Volodrone in unsere zukünftigen Lieferketten können wir den Wunsch unserer Kunden nach schneller, emissionsneutraler Auslieferung auch an schlecht erreichbaren Orten bedienen“, sagte Jochen Thewes, Vorstandsvorsitzender von DB Schenker. Quelle: ‘Stuttgarter Zeitung’.

Lilium-Prototyp verbrannt

Lilium hat eines seiner zwei Flugtaxi-Prototypen verloren. Bei einem Brand am Donnerstagnachmittag sei der erste Prototyp, den das deutsche Startup hergestellt hatte, in einer Werkshalle in Brand geraten, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Dabei sei er stark beschädigt worden. Der Flieger sei turnusgemäß gewartet worden, als unvermittelt darin ein Feuer ausbrach. Die Werkfeuerwehr des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen, auf dem das Lilium-Werk steht, habe den Brand gelöscht, heißt es in dem Bericht, es sei niemand verletzt worden. Zur Brandursache und welche Bauteile beschädigt wurden, sei nicht bekannt geworden. Das zweite, weiterentwickelte Modell sei nicht beschädigt worden, mit ihm solle die Testreihe fortgesetzt werden, sobald die Brandursache geklärt sei. Das Flugzeug mit 36 elektrischen Jetmotoren in den Tragflächen soll mit 300 km/h eine Stunde lang fliegen können. Die Reichweite des Lilium beziffern die Macher auf 300 km. Quelle: ‘heise.de/newsticker‘.

Toyota investiert USD 400 Mio in Flugtaxis

Joby Aviation und Toyota Ventures kündigen eine Investition in die Entwicklung von Flugtaxis an. Sie umfasst einen Gesamtbetrag von mehr als USD 720 Mio. Joby Aviation wurde 2009 von JoeBen Bevirt gegründet, einem Multi-Contractor-Ingenieur aus Stanford, der ein erstes Vermögen mit Roboterinstrumenten für pharmazeutische Laboratorien verdiente. Er entwickelte zunächst ein erstes zweisitziges Fahrzeug (den S2), von dem es aber nur digitale Bilder zu sehen gab, anders als vom diese Woche präsentierten S4, der als 4sitiges Flugzeug plus Pilot existiert. Die angekündigten Leistungen sind ehrgeizig: Geschwindigkeit 200 mph, Reichweite 150 Meilen. Das Sicherheitsniveau wird nicht bekannt gegeben, aber die EASA setzt die Messlatte für die Betriebssicherheit von Stadtflugtaxis auf das Niveau von klassischen Flugzeugen – das bisher kein Batterie- und Flugtaxi-Hersteller erreicht. Quelle: ‘Aerobuzz.fr‘.

eFlieger für alle

Der ehemalige Google-Manager Sebastian Thrun will Lufttaxis entwickeln, mit denen jeder bald zur Arbeit fliegen kann, anstatt zu fahren. Vor zehn Jahren wurde der schwäbische Professor von Google mit dem Roboterauto-Projekt des Unternehmens beauftragt. Er leitet heute die Firma Kitty Hawk und entwickelt elektrische Flugtaxis. Laut Thrun werden die fliegenden Lufttaxis in den nächsten 10 bis 15 Jahren ihren Betrieb aufnehmen können. Sein Unternehmen arbeitet daran, die Flugtaxis sicher zu machen und die Fertigung in den Griff zu bekommen. „Wir sind überhaupt noch nicht auf der Sicherheitsstufe, auf der wir sein müssen”, bestätigt der Erfinder auf einer Veranstaltung von Burda Media. Die Flugtaxis müssen den rigorosen Anforderungen der Luftfahrtbehörden entsprechen. Dafür wird das neueste Modell, die Heaviside, mit acht Motoren ausgerüstet. Selbst wenn ein Motor komplett ausfällt, stellt das kein Problem für den Flugverkehr dar. Die Lufttaxis werden außerdem mit Fallschirmen ausgerüstet, die in Höhen ab 30 Meter eingesetzt werden können. Die Flugtaxis sollen von Anfang als autonome Fahrzeuge entwickelt werden, weil dies in der Luft leichter umzusetzen ist als auf der Straße. Kitty Hawk will von Anfang an den Flugtaxi-Betrieb selber ausüben, weil es laut Thrun keinen gibt, der den Service für das Unternehmen übernehmen könnte. Laut Thrun haben die autonomen Flugtaxis einen wichtigen Vorteil: Sie entlasten den Verkehr auf dem Boden und können die gewünschte Strecke schneller zurücklegen. Die Technologie hat aber auch Nachteile. Sollten die Temperaturen unter die Frostgrenze fallen, können die Flugtaxis wegen möglicher Eisbildung nicht mehr fliegen. Aus diesem Grund sollen die autonomen Taxis laut dem Professor auch nicht in Wolken oder im Nebel fliegen. Im Moment arbeitet das Unternehmen noch an dem Preis der Flugtaxis. Sie können aktuell noch bis zu 2 Millionen USD kosten, mit einer Produktion in größerem Maßstab sollen die Preise jedoch fallen. Quelle: ‘focus.de‘. Video (Kitty Hawk-Firmen-Website).

Zum Abheben

Flugtaxis, Drohnen, vernetzte Mobilität – das Netzwerk für Urban Air Mobility (UAM) hat seit seiner Gründung im Jahr 2018 schon zwölf Millionen Euro an Fördergeldern gesammelt. Die Daimler-Tochter Volocopter hat in Singapur erfolgreich einen bemannten Testflug durchgeführt. Werden die Lufttaxis und Transportdrohnen, die künftig elektrisch-emissionsfrei weltweit über die Dächer der Metropolen wie Singapur oder Paris schweben? Das Londoner Unternehmen Skyports, in Partnerschaft mit der Daimler-Tochter Volocopter, hat bei dem UAM-Netzwerktreffen die passende Infrastruktur vorgestellt: einen Vertiport für Flugtaxis, wie er nach Singapur auch auf dem Ingolstädter Hauptbahnhof entstehen könnte. Im Rahmen der UAM-Initiative soll ab 2020 untersucht werden, welche Standorte für solche Landeplätze geeignet sind. Ein kompliziertes Vorhaben, wie Skyports-Infrastruktur-Manager Damian Kysely erläuterte. “Die Zertifizierung ist sehr schwierig und wird gerade von der EASA entwickelt.” Der smarte Jungmanager, beseelt von Pioniergeist, erklärte, es brauche eine Vorlaufzeit von zwei bis drei Jahren, um einen Vertiport zu bauen. “Ingolstadt kann unser erster Markt werden”, sagte er. Quelle: ‘Donaukurier.de‘.

Die Zukunft der Luftfahrt

Am 26. November hielt Zukunftsforscher Morell Westermann im Audi-eTron-Experience-Center in Zürich einen fesselnden Vortrag zum Thema ‘Zukunft der Luftfahrt’. Morell ist selber Segelflieger und präsentierte mit ansteckendem Optimismus mehrere spannende Visionen über zukünftige luftige Fortbewegungs-Möglichkeiten. Eine davon ist, dass neue Antriebsarten die Form künftiger Flugobjekte völlig verändert. Damit stehen wir vor ganz neuen Möglichkeiten, wurde doch in der bisherigen Geschichte der Fliegerei die Form des Flugzeuges um den Antrieb herum gebaut.

Neue Antriebsformen eröffnen neue (Transport-) Möglichkeiten. Flugobjekte entwickeln sich von aerodynamischen Hightech-Lösungen hin zu Multikopter-Objekten, bei denen man z.B. die Flugrichtung kaum mehr erkennt, da sie sich ‘schwebend’ fortbewegen. Diese Flugobjekte werden heute zwar im Miniformat, aber dafür gleich millionenfach als Kameradrohnen von erstaunlicher Qualität und mit verblüffenden Funktionen überall auf der Welt gekauft. Sie sind elektrisch angetrieben. Sie haben für ihren Einsatzzweck genügend Reichweite, fliegen erstaunlich hoch, können autonom starten und landen und finden jederzeit zurück nach Hause. Sie sind leicht zu bedienen, auch ohne Pilotenschein.

Morell Westermann prophezeit in wenigen Jahren eine Flut «Mann- oder mindestens Paket-tragender, autonom gesteuerter Flugobjekte» – unpraktischerweise im gleichen Luftraum, den wir Segelflieger seit Otto Lilienthals ersten Hüpfern nutzen. Bei der Vorstellung tausender herumschwirrender Elektro-Lufttaxis, von Express-Drohnen mit sensibler medizinischer Fracht an Bord oder luftiger, Smartphone-gesteuerter Pizza-Lieferungen bekommt man es als traditioneller Segelflieger mit der Angst zu tun: «Wo ist wohl in wenigen Jahren neben der Zivilluftfahrt, die unseren ‘Playground’ seit Jahren systematisch bedrängt, noch Platz für das beste aller Hobbies?» – Gefragt sind in naher Zukunft also effiziente Flugsport-Verbände und mutige Anführer, die unseren ‘Playground’ gegen laute und leise Angriffe vehement verteidigen werden.

Testflug über Singapur

“Diese Stadt war niemals schüchtern, wenn es darum ging, neue Ideen auf ihre Tauglichkeit zu testen”, sagt Park Byung Joon über die Metropole Singapur. Park ist koreanischer Ökonom und Transportexperte, der im südostasiatischen Stadtstaat Wirtschaft lehrt. Singapur gilt im Bereich der Stadtplanung als Zukunftslabor. Insofern liegt es nahe, dass das deutsche Unternehmen Volocopter, das Flugtaxis entwickelt und erprobt, Pläne für Singapur schmiedet. Der Vorstoß der badischen Drohnen-Pioniere an den Äquator hat aus Sicht des Start-ups noch weitere Vorteile: Singapur gilt als Schaufenster für ganz Asien und bietet so eine günstige Kulisse, um dem Vorhaben autonom gesteuerter Flugtaxis einen weiteren Schub zu geben. Sie hoffen, dass es nur noch zwei bis vier Jahre dauern wird, bis man auf einer “kommerziellen Route” starten könne, wie Duncan Walker sagt. Er ist Geschäftsführer des Unternehmens Skyports, das in Kooperation mit Volocopter die potenziellen Start- und Landeplätze für Flugtaxis entwickelt. Tan Kong Whee von der singapurischen Behörde für wirtschaftliche Entwicklung EDB beschwor die Aussicht auf “weitere aufregende Partnerschaften” mit dem Startup. Allerdings hielt sich der Stadtstaat bislang noch bedeckt, wann und wo eine solche Flugtaxistrecke tatsächlich eingerichtet werden könnte. Quelle: ‘Süddeutsche Zeitung‘.

Airbus forscht am grünen Flugzeug

Schon in gut zehn Jahren will Airbus das vollelektrische Fliegen anbieten. Wie der Konzern dieses Ziel erreichen will – und wie weit die Flugzeugbauer damit sind. Airbus-Chef Guillaume Faury spürt den Druck. Keine Klimadebatte dieser Tage kommt ohne den kritischen Blick auf die Luftfahrt aus. Fliegen wird immer lauter als Klimakiller angeprangert. Kein Verkehrsträger belastet das Klima mehr. Airbus steuert gegen: Am Rande der “Airbus Innovation Days 2019” in Toulouse verkündet der neue Vorstandsvorsitzende seine Prioritätenliste. Ganz oben steht, den Ausstoß von CO2 zu verringern. Aber Guillaume Faury weiß auch, dass das Projekt noch Zeit braucht. Erst einmal wird es darum gehen, alte durch moderne Flugzeuge zu ersetzen. Darüber hinaus könnten durch verbessertes Luftverkehrsmanagement bis zu 15 Prozent des Treibstoffverbrauchs und entsprechend auch CO2-Emissionen eingespart werden. Dazu müsse der Einsatz von nachhaltigen Bio-Treibstoffen ausgebaut werden. Klar ist dem Franzosen aber auch: All das wird allein nicht ausreichen, um das emissionsfreie Fliegen zu erreichen. Quelle: ‘tagesschau.de‘.

Elektro-Flugtaxi hebt erstmals ab

Das deutsche Start-up Lilium plant die Serienfertigung seines elektrischen Flugtaxis. Gründer Daniel Wiegand erklärt in diesem Interview, warum Fliegen bald so billig ist wie Taxifahren, dass Flugzeuge in seiner Vision dank Senkrechtstart in jeder Innenstadt landen werden und Passagiere dort wie an einer heutigen Bushaltestelle zusteigen und in kurzer Zeit in einer anderen Grossstadt landen werden.