Als Anfang des Jahres die Waldbrände in Los Angeles wüteten, zählte jede Minute. Doch die Neugier eines Drohnenbesitzers zwang ein Löschflugzeug mitten im Einsatz zur Landung. Jetzt zahlt er einen hohen Preis dafür. Das Urteil lautete auf 14 Tage Bundesgefängnis, 30 Tagen Hausarrest und die Zahlung von 156.000 Dollar.
Sein Vergehen? Er flog seine Drohne in einen Super-Scooper-Wasserbomber, der das Palisades-Feuer im Januar bekämpfte, schlug ein Loch in den Flügel des Flugzeugs und legte es lahm, als es dringend gebraucht wurde.
Drohne groundet beim Waldbrand in LA ein Löschflugzeug
Am Morgen des 9. Januar, als die Flammen die Hänge in Pacific Palisades zerstörten, fuhr ein Drohnenbesitzer nach Santa Monica und startete sein Fluggerät vom Dach eines Parkhauses. Er gab später zu, dass er nach dem Haus eines Freundes in der Nähe sehen und den Brandschaden begutachten wollte. Aber seine Drohne flog mehr als 1,5 Meilen in den von der FAA gesperrten Luftraum, direkt auf Flugzeuge zu, die jeweils 1.600 Gallonen Meerwasser transportierten.
Irgendwann verlor er den Kontakt. Die Drohne traf eine Canadair CL-415, die von der Regierung von Quebec geleast wurde, um das Los Angeles County zu unterstützen. Der Aufprall riss ein 3 mal 6 Zoll großes Loch in den Flügel, zwang das Flugzeug außer Dienst und zu kostspieligen Reparaturen. Teile der Drohne wurden am Standort geborgen.
Grosser Schaden
Die Reparatur des Flugzeugs kostete über als 65.000 Dollar. Nachdem Ausfallzeiten und andere Kosten hinzugerechnet wurden, stiegen die Kosten auf etwa 156.000 Dollar. Beim Palisades-Feuer verbrannten mehr als 23.000 Morgen, es zerstörte fast 7.000 Gebäude und tötete zwölf Menschen. Vor diesem Hintergrund ist der Verlust auch nur eines einzelnen Löschflugzeugs verheerend.
Bei der Einigung im Strafverfahren erklärte sich der Drohnenpilot bereit, die Regierung von Quebec sowie die Reparaturfirma zu entschädigen. Er muss zudem 150 Stunden gemeinnützige Arbeit zur Unterstützung der Waldbrandhilfe in Südkalifornien abarbeiten. Im Urteil – zwei Wochen Gefängnis, gefolgt von Hausarrest – berücksichtigte das Gericht ein Schuldeingeständnis, Reue und Kooperation des Drohnenpiloten,

