Schlagwort-Archive: Flugzeugabsturz

12 Sekunden Geräusche plätschernden Wassers

Vor etwa einem Jahr stürzte eine Piper beim Landeanflug auf den Flugplatz Altenrhein in den Bodensee. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) veröffentlichte nun ihren Bericht zum Flugunfall. Der deutsche Pilot startete seinen Flug an jenem Morgen vom Flugplatz Locarno aus und flog über die Alpen Richtung Bodensee. «Über dem Gebiet um St. Gallen-Altenrhein lag in dieser Zeit dichter Bodennebel. Die Pistensichtweite wurde mit 250 Meter gemeldet», heisst es im summarischen Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust.

Der Deutsche habe einen Anflug zu Trainingszwecken ausführen wollen. Er sah für den Fall eines Durchstartens einen zweiten Instrumentenanflug in Altenrhein und eine Ausweichlandung in Friedrichshafen vor. Doch es kam anders. Beim Landeanflug habe der Pilot durch den Nebel völlig unerwartet die Wasseroberfläche vor sich gesehen. Zwar zog der 70-Jährige noch das Höhensteuer zu sich, doch damit konnte er nichts mehr bewirken – das Flugzeug prallte auf dem Bodensee auf. Der Tower empfing darauf während zwölf Sekunden Geräusche von plätscherndem Wasser. Kontakt zum Piloten konnte keiner mehr hergestellt werden.

Reifen rettete den Piloten
«Der Pilot verliess durch die Tür das Flugzeug, das kurz darauf auf den Seegrund des Bodensees in einer Tiefe von rund 90 Meter sank», heisst es im Bericht weiter. Bei einer Wassertemperatur von fünf Grad habe sich der Pilot am abgetrennten Fahrwerksbein festgehalten, das dank des unbeschädigten Reifens noch an der Wasseroberfläche trieb. Eine Stunde nach dem Absturz wurde der Pilot von einem Fischer gefunden. Stark unterkühlt konnte der Deutsche gerettet und ins Spital gebracht werden. Der Bericht der Sust kommt zum Schluss, dass bei den vorherrschenden Wetterbedingungen kaum Aussicht auf eine Landung bestanden habe und auch der Anflug zu Trainingszwecken anspruchsvoll war. Weil das Flugzeug nach der Bergung im Mai 2021 nicht mehr einem Funktionstest unterzogen werden konnte, wurde der Flug mittels Simulator nachgestellt. Laut dem Bericht erlag der Pilot während des Endanfluges einer sogenannten Zielbindung an die Gleitpfadanzeige, «was ein schwindendes Situationsbewusstsein über den Fortschritt des Anflugs zur Folge hatte.»

Gemäss Sust führte dies dazu, dass er die Entscheidungshöhe des Instrumentenanflugs ausser Acht liess. Spätestens hier hätte der Pilot den Landeversuch abbrechen und durchstarten sollen. Stattdessen befand sich das Flugzeug bis zum Aufprall auf den Bodensee im Sinkflug. Quelle: ‘20 Minuten‘.

Notlandung nach Motorenproblemen

Der Start um 08:31 Uhr auf der Piste 30 verlief nach Angaben des Piloten normal und das Flugzeug hob mit 60 kt von der Piste ab. Nach dem Abheben fuhr der Pilot das Fahrwerk und die Landeklappen ein und schaltete die elektrische Treibstoffpumpe aus, die er jeweils zum Start und zur Landung zuschaltete. Rund 15 Sekunden nach dem Ausschalten der elektrischen Treibstoffpumpe stellte der Pilot einen Leistungsverlust fest. Aufgrund der Hindernis-Situation schaute er sich nach einem geeigneten Aussenlandeplatz um und entschied sich für eine Notlandung auf einem Feld zu seiner Rechten. Er leitete die Rechtskurve ein und fuhr das Fahrwerk aus. Die HB-YHT setzte mit rund 50 kt auf. Beim Ausrollen knickte das Bugfahrwerk, nachdem dieses auf dem weichen Boden aufgesetzt hatte, ein und das Flugzeug überschlug sich.

Weder die Untersuchung des Flugzeuges noch diejenige des Motors des Typs Rotax 912 ULS ergaben Hinweise auf technische Mängel, welche die Wahrnehmung eines Leistungsverlustes durch den Piloten erklären könnten. Da diese Wahrnehmung nach dem Ausschalten der elektrischen Treibstoffpumpe aufgetreten war, wurde die mechanische Treibstoffpumpe einer besonderen Überprüfung unterzogen. Dabei erbrachte sie im gesamten Leistungsbereich des Motors die geforderte Pumpleistung.

Die Untersuchungsergebnisse lassen keine Aussagen zur Stärke des vom Piloten wahrgenommenen Leistungsverlustes zu. Damit bleibt offen, ob der Flug auch ereignislos hätte fortgesetzt werden können. Der Pilot nutzte eine günstige und sich nur für kurze Zeit bietende Gelegenheit für eine Notlandung. Diese verlief zunächst wunschgemäss; der Schaden ergab sich erst am Ende des Ausrollvorgangs, als das Bugfahrwerk aufgrund der Bodenbeschaffenheit einknickte.

Der Start um 08:31 Uhr auf der Piste 30 verlief nach Angaben des Piloten normal und das Flugzeug hob mit 60 kt von der Piste ab. Nach dem Abheben fuhr der Pilot das Fahrwerk und die Landeklappen ein und schaltete die elektrische Treibstoffpumpe aus, die er jeweils zum Start und zur Landung zuschaltete. Rund 15 Sekunden nach dem Ausschalten der elektrischen Treibstoffpumpe stellte der Pilot einen Leistungsverlust fest. Aufgrund der Hindernis-Situation schaute er sich nach einem geeigneten Aussenlandeplatz um und entschied sich für eine Notlandung auf einem Feld zu seiner Rechten. Er leitete die Rechtskurve ein und fuhr das Fahrwerk aus. Die HB-YHT setzte mit rund 50 kt auf. Beim Ausrollen knickte das Bugfahrwerk, nachdem dieses auf dem weichen Boden aufgesetzt hatte, ein und das Flugzeug überschlug sich.

Weder die Untersuchung des Flugzeuges noch diejenige des Motors des Typs Rotax 912 ULS ergaben Hinweise auf technische Mängel, welche die Wahrnehmung eines Leistungsverlustes durch den Piloten erklären könnten. Da diese Wahrnehmung nach dem Ausschalten der elektrischen Treibstoffpumpe aufgetreten war, wurde die mechanische Treibstoffpumpe einer besonderen Überprüfung unterzogen. Dabei erbrachte sie im gesamten Leistungsbereich des Motors die geforderte Pumpleistung.

Die Untersuchungsergebnisse lassen keine Aussagen zur Stärke des vom Piloten wahrgenommenen Leistungsverlustes zu. Damit bleibt offen, ob der Flug auch ereignislos hätte fortgesetzt werden können. Der Pilot nutzte eine günstige und sich nur für kurze Zeit bietende Gelegenheit für eine Notlandung. Diese verlief zunächst wunschgemäss; der Schaden ergab sich erst am Ende des Ausrollvorgangs, als das Bugfahrwerk aufgrund der Bodenbeschaffenheit einknickte.

Eine besondere Gefährdung hätte sich im Falle eines Brandes ergeben, weil der Pilot den in Rückenlage auf dem Notlandefeld liegenden Tiefdecker nicht aus eigener Kraft verlassen konnte. In einem diesbezüglich vergleichbaren Fall (vgl. Schlussbericht Nr. 2039 zum Unfall der Robin DR400 HB-KOC in Belp) sprach das damalige Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU) die Sicherheitsempfehlung Nr. 403 aus zum Mitführen eines Werkzeuges, das der Zertrümmerung der Cockpithaube dient. Quelle: ‘SUST‘.

Öschlesee: Spektakuläre Bergung

Spektakulär war die Bergung der am Sonntag abgestürzten Cessna 172 am Öschlesee bei Sulzberg. Die knapp eine Tonnen schwere Maschine musste am Sonntag im Öschlesee notlanden. Warum ist noch unklar. Besetzt war die strahlend weiße Maschine mit vier Personen, die den Absturz alle wie durch ein Wunder überlebt haben. Gerettet wurden sie von Anwohnern, die das Flugzeug abstürzen sahen. Mit Tretbooten eilten Menschen sofort zu den Insassen und konnte so die drei Männer und eine Frau schnell an Land bringen und dem Rettungsdienst übergeben.

Befreiung aus dem Schlick: Gar nicht so einfach.
Die einmotorige Maschine sank innerhalb weniger Minuten und bohrte mit dem Motor voran in den schlammigen See. Taucher der Polizei rückten am Montagvormittag an und begannen mit der Bergung des Kleinflugzeug-Wracks. Wichtig war, dass kein Treibstoff in den See gelangt und die Maschine nicht auseinanderbricht. Jeweils zwei Taucher waren im Wasser und befestigten in knapp acht Metern Tiefe zwei Luftkissen an der Maschine, um ihr Auftrieb zu geben und sie so aus dem dichten Schlick zu befreien. Die Luftkissen reichten aus, um das fast 1.000 Kilo schwere Flugzeug an die Oberfläche zu bringen. Quelle: ‘all-in.de‘.

Pilot schätzte Wetter falsch ein

Der Absturz eines Kleinflugzeugs vor knapp drei Jahren bei Grebenhain (Vogelsberg) geht Untersuchungen zufolge auf schlechtes Wetter und eine falsche Einschätzung durch den Piloten zurück. Der 66-Jährige war bei dem Unglück am 13. Oktober 2017 ums Leben gekommen. Er habe das Risiko durch aufsteigende Nebelwolken und schlechte Sicht unterschätzt, heißt es in dem nun veröffentlichten Bericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Das Flugzeug hatte Baumwipfel gestreift, war dann auf den Waldboden gestürzt und ausgebrannt. Quelle: ‘Hessenschau.de‘. Bild: ‘Fuldaer Zeitung‘.

Glück im Unglück

Am Donnerstagnachmittag, 2. Juli ereignete sich gegen 14.30 Uhr in der Gemeinde Saint-Pons (Alpes-de-Haute-Provence) im Ubaye-Tal ein Segelflugzeug-Unfall. Ein Segelflugzeug stürzte in einem Waldgebiet in einer Höhe von fast 2.000 Metern ab. Der erfahrene Pilot, 64 Jahre alt und deutscher Nationalität, blieb unverletzt. Die Rettungskräfte der Hochgebirgs-Gendarmerie (PGHM) von Jausiers wurden vor Ort vom Hubschrauber der Gendarmerie-Luftsektion (SAG) von Digne-les-Bains unterstützt. Ersten Informationen zufolge geriet der Pilot in Schwierigkeiten und war letztlich zu einer sofortigen Landung gezwungen. Der Pilot wurde von der Feuerwehr zu Kontrolluntersuchungen geführt. Um die genauen Ursachen des Unfalls zu ermitteln, wurde eine Untersuchung eingeleitet und der Brigade de gendarmerie des transports aériens (BGTA) von Marseille-Provence übertragen. Quelle: ‘La Provence’.

Bottrop: Kleinflugzeug muss notlanden

Am Dienstagvormittag, 07. Juli 2020, musste ein Kleinflugzeug auf einer Bottroper Kreuzung notlanden. Das Manöver ist geglückt – und hat dennoch einen Großeinsatz ausgelöst. Laut der Feuerwehr Bottrop war gegen 11 Uhr ein Notruf wegen eines Flugzeugabsturzes eingegangen. Zwei Notärzte, zwei Rettungswagen sowie zahlreiche Feuerwehrleute wurden daraufhin zur Kreuzung Hofwiese/Packskamp geschickt.

Vort Ort stellten die Rettungskräfte fest, dass die Maschine unversehrt auf der schmalen Straße inmitten zweier Felder zu Boden gebracht worden war. Der Pilot blieb unverletzt. “Alles ist sehr glücklich ausgegangen”, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Nur eine halbe Stunde nach dem Notruf konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken.

Nach ersten Erkenntnissen haben technische Schwierigkeiten zur Notlandung auf der schwach befahrenen Straße geführt. Der Motor des Kleinflugzeugs soll teilweise ausgesetzt haben. Die genaue Unfallursache wird jetzt ermittelt. Quelle: ‘WDR’.

Ein Flugzeug, ein Dach und hoher Schaden

Vier Tage nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in ein Hausdach in Langenhahn im Westerwald hat das Technische Hilfswerk mit der Bergung des Wracks begonnen. Zwei Kräne kamen dabei zum Einsatz. Das Haus wurde bei dem Aufprall und der Bergung des Wracks schwer beschädigt. Unter anderem stürzten ein Giebel und der Schornstein ein. Das Flugzeug war am Samstag nach seinem Start auf dem nahen Flugplatz Ailertchen in das Dach gekracht. Der 54-jährige Pilot wurde schwer verletzt. Er kam in eine Spezialklinik. Die beiden Hausbewohner blieben unversehrt. Etwa 30 THW-Helfer, elf Feuerwehrleute und vier Mitarbeiter einer örtlichen Dachdeckerfirma waren an den Arbeiten beteiligt. Quelle und Bildergalerie: ‘Süddeutsche Zeitung‘.

Als die Piloten ihren Fehler bemerkten, war es zu spät

Der Crash eines Kleinflugzeugs mit dem deutschen Politiker Peter Drewes (†64) an Bord letztes Jahr im Glarnerland ist auf Pilotenfehler zurückzuführen. Der deutsche Politiker flog mit einem Flugzeug des Typs Mooney M20K in die Wolken, wo es zu einem Strömungsabriss kam. Dann stürzte die Machine oberhalb von Braunwald GL mit grosser Geschwindigkeit und nahezu senkrecht ab. So beschreibt die Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust den Hergang des Flugzeugabsturzes vom 12. September 2017 im Glarnerland. Mehr über die Unfallursache im Originalbericht des Blick.