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Hirzenhainer Piloten gehen wieder in die Luft

Die Segelflieger aus dem Eschenburger Ortsteil starten auch mit einem neuen Fluggerät in die Saison. Zudem hofft der Verein, sein großes Jubiläum 2023 auch groß feiern zu können. Die Segelflieger in Hirzenhain haben Spielregeln und Hygienepläne – und deswegen können so nun wieder in die Luft gehen. Die Piloten wollten auch unbedingt ihr neues Segelflugzeug ausprobieren: Der Segelfliegerclub (SFC HiHai) hatte Mitte Februar ein doppelsitziges Schulflugzeug vom Typ ASK 21B in Poppenhausen in der Rhön abgeholt. Aber fliegen konnten die Hirzenhainer noch nicht – witterungsbedingt. Den ersten Start vor wenigen Tagen mit dem neuen Segelflieger absolvierten die Fluglehrer Steffen Krause und Achim Schneider. Der Verein hat drei Doppelsitzer und hofft, wenn sich im Laufe der Saison die Coronazahlen verringern dann auch wieder interessierte Gäste mit in die Luft nehmen zu können. 2023 begeht der SFC HiHai sein 100. Jubiläum – und das möchte er groß feiern können. Kontakt: www.sfc-hihai.de. Quelle: ‚Mittelhessen.de‚.

Sie leben den Traum vom Fliegen

Florian Eckert und Vincent Schmidtchen haben kürzlich den „Luftfahrzeugführer Segelflug“ im Sportfliegerclub Malmsheim (SFC), ehemals Leonberg, gemacht. Mit dem Segelflugschein dürfen sich die beiden Amateurpiloten alleine im Sportflugzeug in die Lüfte erheben – vorausgesetzt, Wetter und Thermik spielen mit. Das können die beiden beurteilen, denn umfassende Kenntnisse in Meteorologie, Thermik oder Flugtechnik gehören dazu, wenn man den Flugschein in Händen halten will.

Theoretischer und praktischer Unterricht finden parallel statt, die ersten Stunden im Doppelsitzer mit dem Lehrer. „Zuerst nimmt man mal das Steuer in die Hand, aber nach und nach übernimmt man immer mehr“, erzählt Schmidtchen. Das absolute Highlight ist dann natürlich der erste Alleinflug. „Klar war ich aufgeregt, aber das war so ein Megahammer-Gefühl allein in der Luft, ich habe mich komplett frei gefühlt.“ Vincent Schmidtchens Augen leuchten auf, als er davon erzählt. „Unbeschreiblich.“

„Ich war aufgeregt, aber ich wusste, dass ich’s kann“
Auch Florian Eckert erinnert sich genau an den ersten Alleinflug: „Erst beim Starten habe ich komplett realisiert, dass ich den Flieger jetzt alleine runterbringen muss“, erzählt er lachend, „ich war total aufgeregt, aber ich wusste ja, dass ich’s kann.“ Nach 200 Starts und 72 Stunden Flugzeit ein verdientes Selbstvertrauen des „Schönwetterfliegers“, wie er selbstironisch sagt, zumal der Fluglehrer genau abschätzen kann, wann seine Schüler zum ersten Mal allein in die Lüfte aufsteigen können und die Funkverbindung allzeit steht.

Die beiden jungen Männer arbeiten schon lange daran, ihren Traum vom Fliegen zu verwirklichen. Den Flugplatz kennt der Malmsheimer Vincent Schmidtchen von klein auf, und auch der Rutesheimer Eckert ist schon als Kind hier spazieren gegangen. Mit 16 Jahren haben beide dann Nägel mit Köpfen gemacht, sind in den Segelflugsport eingestiegen und haben die ersten Flugerfahrungen gemacht. „Segelfliegen ist eine kostengünstige Möglichkeit, in den Flugsport einzusteigen“, weiß Eckert. Die Flugzeuge brauchen keinen Sprit, sie stehen im Verein zur Verfügung und werden durch alle Mitglieder fachgerecht gewartet und instandgehalten. „Dazu muss man nicht übermäßig technikaffin sein“, erklärt Eckert weiter. „Durch das gemeinsame Arbeiten lernt man das Flugzeug schnell von innen kennen. Man lernt sehr viel in kurzer Zeit und bekommt nach und nach immer mehr Verantwortung übertragen, das finde ich super.“ Er überlegt kurz und ergänzt: „Aber das System Verein funktioniert nur, wenn alle mithelfen.“

Kein Segelflieger kann alleine aufsteigen
Die Vereinsgemeinschaft ist ein wichtiger Punkt beim SFC, denn kein Segelflieger kann alleine aufsteigen. Zwar kann auch ein Motorflugzeug den Segelflieger in die Lüfte bringen, doch in Malmsheim sind Gewindestarts die Regel. Dazu sind mehrere Helfer vonnöten: ein Gewindefahrer, ein Schlepp-Pilot und ein Flugleiter, der prüft, ob Startbahn und Luftraum frei sind. „Dann geht das richtig steil nach oben, in rund 45 Sekunden steigt man auf 300 m Höhe“, erzählt Schmidtchen, „das ist wie Achterbahnfahren.“ Und dann können mit Hilfe von thermischen Aufwinden Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern erreicht werden. Geübte Segelflieger kommen während eines Fluges mehrere Hundert Kilometer weit, beim Ligafliegen der Segelflug-Bundesliga schafften es die Flieger des SFC im August vergangenen Jahres bis auf die Höhe des Mont-Blanc-Gipfels, mit 4800 Metern der höchste Berg Europas. „Aber im Schnitt fliegen wir mit 90 bis 110 Kilometern in der Stunde“, bringt Schmidtchen den Höhenausflug wieder auf den Boden, über den Schwarzwald, die Schwäbische Alb oder eine Runde über Ulm und zurück. Er hat die Prüfung nach 140 Starts und 37 Flugstunden abgelegt und will weitermachen: „Der Flugschein für den Motorsegler ist der nächste Schritt.“ Das Berufsziel Pilot kommt für den luftfahrtbegeisterten Schüler trotzdem nicht in Frage: „Da macht der Autopilot alles“, sagt er schmunzelnd. Das Fliegen bleibt für ihn ein Hobby, ein Praktikum am Stuttgarter Flughafen ist trotzdem schon fix.

Das Hobby kostet auch Zeit
Eckert will Elektrotechnik studieren, doch natürlich bleibt er dem Fliegen und dem SFC treu. Sein nächster Schritt soll der Schein für den Motorsegler sein, „und dann mal sehen“. Das Hobby kostet Zeit, im Hangar gibt es immer viel zu tun. „Ich bin fast jedes Wochenende dort. Das macht man nur, wenn man dafür brennt.“ Die Begeisterung in Vincent Schmidtchens Stimme ist unüberhörbar. Und Eckert lädt ein: „Wer sich für’s Segelfliegen interessiert, der soll einfach bei uns vorbeikommen, sich alles anschauen und reinschnuppern.“ Quelle: ‚Leonberger Kreiszeitung‚.

Eine luftige Passion

Frühlingswetter bedeutet für Segelfliegerinnen und Segelflieger in Deutschland: Saisonstart! Sehnsüchtig haben sie auf das Ende des Winters gewartet, um wieder in die Luft zu steigen. Trotz der Pandemie ist eine Weltmeisterschaft in Stendal geplant. Saisonstart? Von wegen. Ich biege in die kleine Straße ein, die zum Segelflugplatz Kammermark führt. Hinter Feldern und den paar Häusern des Dorfes taucht die Flugzeughalle auf. Flieger sind aber nicht zu sehen. Eigentlich wollte ich dieses Feature mit einer Reportage vom ersten Flugtag des Jahres beginnen. Die freudig aufgeregte Stimmung meiner Fliegerfreunde einfangen. „Anfliegen“ nennen wir diesen Tag. Der Grund für die Absage, nicht überraschend: die Coronapandemie. Ich schiebe das große Hallentor auf. Dahinter schlummern die Segelflugzeuge in ihren Anhängern. Ich höre Stimmen. Neben dem Eingang vom Haupthaus parkt ein silberner BMW. Ganz alleine scheine ich hier doch nicht zu sein. Julian und Tobias sind Vereinskollegen. Beide in Arbeitshosen. „Wir sind eigentlich nur dabei, Bilder aufzuhängen, Haus durchzuwischen. Halt mal so, dass man nicht reinkommt und denkt: Oh Gott, ich gehe wieder raus.“

Die beiden verschwinden im Haus. Ich habe mir vorgenommen, heute noch ein bisschen Frühjahrsputz an meinem Flugzeug zu betreiben. Mein Blick wandert in Richtung Hangar. Dahinter beginnt der Flugplatz, eine riesige grüne Wiese. In meinem Kopf beginnt ein Film zu laufen – einer meiner vergangenen Flüge… Lesen Sie hier den ganzen Bericht von Lea Eichorn im auf der Webseite des Deutschlandfunks.

Wasserkuppe: Harald Jörges übergibt an Lukas Schmidt-Nentwig

30 Jahre ist Harald Jörges Fluglehrer, 20 Jahren leitete er die Fliegerschule auf der Wasserkuppe. Am 31. März hat der 65-Jährige aus dem Gersfelder Stadtteil Obernhausen als Leiter aufgehört – aber er wird weiter Piloten ausbilden. Von seinem Geburtsort aus sind es nur wenige Kilometer bis zur Wasserkuppe. Er konnte als kleiner Junge die Segelflieger am Himmel sehen und wollte gerne selbst fliegen. Aber eine Pilotenausbildung hätte 600 Mark gekostet. „Zu viel Geld für uns“, sagte ihm sein Vater. Aber den Traum vom Fliegen erfüllte sich Harald Jörges ein wenig später.

Jörges gehörte Mitte der 70er Jahre zu den ersten Drachenfliegern auf der Wasserkuppe. Aber sein Herz hing an der richtigen Fliegerei mit einem Segel- oder Motorflugzeug. Häufig stand er am Flugplatz und schaute den startenden und landenden Maschinen wehmütig zu. Der Zufall kam ihm zu Hilfe. Eberhard Nüdling, Fluglehrer aus Poppenhausen, vermittelte Harald Jörges eine Stelle als Flugzeugmechaniker bei der Fliegerschule.

Harald Jörges‘ Traum geht in Erfüllung: 1987 lernt er auf der Wasserkuppe das Fliegen.
Und da ergab sich die Gelegenheit, das Fliegen zu erlernen. Das war im Jahr 1987. Jörges wollte aber mehr. Der damalige Fliegerschulleiter Walter Knüttel ermöglichte ihm den Besuch eines Fluglehrer-Lehrgangs. Nach erfolgreichem Abschluss begann er 1991 als Fluglehrer, zehn Jahre später war er Leiter der Fliegerschule. Ein Traum hatte sich für Harald Jörges erfüllt. Einen Traum, den er unter anderem an Sohn Chris Jörges weitergegeben hat, der als Segelflieger seit Sommer 2020 Mitglied im „Club der 1000er“ ist, also 1000 Kilometer am Stück im Segelflugzeug absolviert hat.

Wenn Harald Jörges auf die vergangenen zwei Jahrzehnte zurückblickt, ist der 65-Jährige zufrieden. Er habe dem Fliegen auf der Wasserkuppe den elitären Charakter genommen und es vielen Menschen ermöglicht, Fliegen zu lernen. Ihm ging es immer darum, den Segelflug auf der Wasserkuppe, dem Ort, an dem die ersten Menschen vor 110 Jahren geflogen sind, wieder ins Rampenlicht zu rücken. „Ich wollte den besonderen Charakter, die Strahlkraft herausstellen“, sagt er. „Wir genießen international einen guten Ruf“, erzählt er mit strahlenden Augen.

Landeplatz auf 903 Metern: Wasserkuppe lockt Segelflieger aus aller Welt
Piloten aus aller Herren Länder kommen eigens auf die Wasserkuppe, um an diesem historischen Ort mit dem besonderen Flair zu fliegen. „Was der Petersplatz für die Kirche, ist die Wasserkuppe für den Segelflugsport“, sagte einmal der Leiter des Biosphärenreservates Rhön, Heinrich Heß, anerkennend.

Und Bernd Woide (CDU), Landrat des Kreises Fulda und Präsident der Gesellschaft zur Förderung des Segelflugs auf der Wasserkuppe, sagt: „Harald Jörges ist nicht nur ein hervorragender Segelflieger, ausgezeichneter Fluglehrer und engagierter Leiter der Fliegerschule. Harald Jörges ist für mich Mister Segelflug. Er ist und bleibt das Gesicht des Rhöner Segelflugs.“

Der Landeplatz in 903 Metern Höhe ist der höchstgelegene in Deutschland, die Piloten sind dem Wetter ausgesetzt, haben aber tolle Erlebnisse beim Fliegen über der Rhön. Das macht die Wasserkuppe aus. Regelmäßig schauen Fernsehteams vorbei und berichten über die Besonderheit des Segelfliegens.

Fliegerschule auf der Wasserkuppe: Fünf Motor- und zehn Segelflugzeuge
Die Fliegerschule zählt zu den besten und am meisten besuchten in Deutschland und hat Vorbildcharakter, sagt Jörges. „Viele, auch ausländische Flugschulen, kommen und informieren sich bei uns“, berichtet der scheidende Leiter. „Der Flugzeugpark ist auf dem neuesten Stand.“ In seiner Zeit als Leiter hat er die Zahl der Flugzeuge verdoppelt. Als er anfing, standen fünf Segel- und zwei Motorflugzeuge zur Verfügung. Aktuell sind es fünf Motor- und zehn Segelflugzeuge.

Sein größter Erfolg: Im Jahr 2012 wurde das Flugsportzentrum eingeweiht. Lange hatte Jörges darauf hingearbeitet und immer wieder verdeutlicht, wie wichtig ein repräsentatives und funktionales Gebäude für die Fliegerschule sei. Café, Dachterrasse und Restaurant für die Besucher und vor allem genügend und gut ausgestattete Räume zur Vor- und Nachbereitung der Flugstunden.

Der 65-Jährige nennt beeindruckende Zahlen: In den 20 Jahren, in denen er Verantwortung trug, betreute er 6000 Kunden, also Piloten, die eine Dienstleistung, sei es eine Weiterbildung oder eine Ausbildung, bezahlten. Er selbst absolvierte in dieser Zeit 40.000 Starts und Landungen. Er ist verantwortlich für zehn festangestellte Kräfte, darunter vier Fluglehrer; dazu kommen knapp 30 freie Fluglehrer.

Leiter der Fliegerschule: Von April bis Oktober Arbeit von 7 Uhr morgens bis zum Sonnenuntergang
Aber er sagt auch, die Arbeit als Leiter der Schule sei kein Zuckerschlecken. Von April bis Oktober heißt dies in der Regel Arbeit von morgens 7 Uhr bis zum Sonnenuntergang. Der Leiter ist für fast alles zuständig: die komplette Organisation des Ausbildungs- und Flugbetriebes – an guten Tagen zählt die Wasserkuppe 250 Starts und Landungen. Das muss gut koordiniert sein.

Aber auch das Rasenmähen, die Einteilung der Lehrer, dass die Flugzeuge in einem Top-Zustand sind und auch für Beschwerden ist er zuständig. Den 65-Jährigen stören die vielen Tagestouristen bei schönem Wetter. Einige hielten sich nicht an die Vorgaben, liefen quer über das Flugfeld, obwohl überall Schilder stehen, und begeben sich in Gefahr. Das kann er nicht verstehen.

Flieger seit der Jugend: Neuer Leiter der Fliegerschule wird Lukas Schmidt-Nentwig
Neben insgesamt viel Positivem ist da aber auch der Unfall vom Oktober 2018, als drei Menschen bei einem Flugunfall gestorben sind. Ein Trauma, sagt der 65-Jährige. Das habe aber nichts mit der Fliegerschule zu tun. Die Auflagen sind daraufhin verschärft worden. Wer von außerhalb kommt, muss jetzt vorweisen, dass er oder sie auf dem Sonderlandeplatz eine Einweisung erhalten hat.

Für Harald Jörges beginnt ein neuer Abschnitt. Seit dem 1. April arbeitet er nur noch als Fluglehrer. Darauf freut er sich – ohne Verantwortung für die gesamte Schule zu tragen, die Schüler das Fliegen zu lehren. Sein Nachfolger ist Lukas Schmidt-Nentwig. Der 30-Jährige stammt aus Wiesbaden, erlernte früh das Fliegen und war schon als Jugendlicher im Fliegerlager auf der Wasserkuppe. Die Liebe zum Berg ließ ihn in Fulda studieren, jetzt wohnt er in Abtsroda. Er hat den Vorteil, dass er Jörges immer fragen kann, wenn es Probleme gibt oder er Ratschläge braucht. Damit ist der Übergang gewährleistet. Quelle: ‚Fuldaer Zeitung‚.

Der weiteste Segelflug Europas

Der Bayerische Rundfunk portraitierte in seiner Serie ‚Heimat der Rekorde‚ den Geretsrieder Rekord-Segelflieger Mathias Schunk, der u.a. den weitesten Segelflug Europas erflogen hat. Quelle: ‚Bayerischer Rundfunk‚.

Rintelner Segelflieger wollen im April starten

Die Tore des Hangars sind wieder aufgeschlossen, die Flugzeuge abgestaubt und ganz genau unter die Lupe genommen worden. Bei den Segelfliegern des LSV Rinteln hat die Jahresnachprüfung angestanden. Das Ergebnis: Alles tipptopp! Die Wartungsarbeiten haben wie gewöhnlich bereits im November begonnen. Dieses Mal sah der Zeitplan des Werkstatt-Teams aufgrund der Corona-Pandemie jedoch unter etwas anderen Umständen als sonst. Dadurch durfte nur ein kleiner Personenkreis an den Flugzeugen werkeln, sodass das Team des aktuellen Deutschen Segelflugmeisters gespannt war, ob alle Arbeiten bis zur Jahresnachprüfung bewältigt werden könnten. Das größte Projekt war in diesem Winter der Motorsegler. Er bekam eine neue Innenausstattung und an einigen Stellen eine neue Lackierung verpasst. Pünktlich zur Prüfung Ende Februar war alles geschafft, sodass die Prüferin Marianne Hagemann nichts zu beanstanden hatte. Sie überprüfte unter anderem die Steuerelemente, die Lebenslaufakten oder Risse in der Flugzeughaut. Jede einzelne Maschine kam so durch die Prüfung, lediglich der Motorsegler benötigt noch ein paar Arbeiten. Dafür waren auch alle Fallschirme in einem tadellosen Zustand.

Bevor die Rintelner in die neue Saison der Segelflug-Bundesliga starten, steht noch die obligatorische Flugbetriebsbesprechung an. Dieses Mal durch eine Rund-Mail im Eigenstudium. Dort wird unter anderem auf die Sicherheit beim Fliegen, das richtige Einschätzen des eigenen Leistungsvermögens sowie das Verhalten und Bewegen auf dem Flugplatz hingewiesen. Die neue Saison soll für den aktuellen Meister im April beginnen. Dann soll der Titel der Jahre 2019 und 2020 verteidigt werden. Darüber hinaus nimmt Ende Juni ein Pilot an dem Hahnweide-Wettbewerb in Kirchheim unter Teck teil, Ende Mai starten drei LSV-Piloten/in bei den Deutschen Meisterschaften in Bayreuth und Ende Juni eine Pilotin an den Deutschen Meisterschaften der Frauen in Brandenburg an der Havel. Quelle: ‚Sportbuzzer‚.

AustroControl-Season Opener erstmals online

Am 15. März startet der Austro Control Season Opener 2021. Aufgrund der geltenden COVID19-Einschränkungen heuer unter völlig neuen Rahmenbedingungen und komplett online. Austro Control ist es ein besonderes Anliegen, den Season Opener – trotz der bestehenden Einschränkungen – im Sinne der Sicherheit und einer optimalen Vorbereitung auf die neue Flugsaison heuer stattfinden zu lassen.

So findet der Season Opener 2021 statt: Eine ganze Woche Fachpräsentationen mit Live-Diskussionen. Sechs Themen in fünf Tagen von 15.-19. März 2021.

  • Jeder Thementag mit Videopräsentationen, abrufbar on demand (streambar ab 09.00).
  • Abendliche Online Live-Diskussion und Q&A Session mit unseren Expertinnen und Experten. Die Veranstaltung findet über ZOOM statt.
  • Stellen Sie Ihre Fragen zu den Präsentationen im Vorfeld oder während der Online-Diskussion über die interaktive Diskussionsplattform Slido am jeweiligen Thementag. Zugangscode: #lowx.
  • Vorträge von ExpertInnen der Fachbereiche von Austro Control, des Österreichischen Aeroclubs und der Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (UUB).
  • Und: Spezieller Thementag für unsere Ballonfahrer- und SegelfliegerInnen.

Hier können Sie sich anmelden.

Segelflieger bleibt in Baumkronen hängen

Glück im Unglück hat der Pilot eines Segelflugzeugs im Landkreis Forchheim gehabt. Vermutlich bei einem missglückten Landeanflug auf den Flugplatz Burg Feuerstein ist das Flugzeug in einer Baumkrone hängen geblieben. Der Mann blieb dabei unverletzt. Der Pilot eines Segelflugzeugs ist bei Ebermannstadt mit seiner Maschine in einer Baumkrone hängen geblieben. Nach Angaben der Polizei war der 52-Jährige nach ersten Ermittlungen im Landeanflug in Höhe der Jugendburg Feuerstein. Auf Anfrage des BR sprach die Polizei von einer „Unachtsamkeit des Piloten“, der daraufhin die Kontrolle über den Flieger verlor. Bei der missglückten Landung krachte die Maschine in ein kleines Waldstück und blieb auf etwa fünf Metern Höhe in den Bäumen hängen. Rettungskräfte sicherten das Fluggerät und retteten den Pilot aus seinem Flugzeug. Er blieb nach Angaben der Polizei unverletzt. Quelle: ‚br.de‚.

Frank Neupert geht seit 50 Jahren in die Luft

Dieser Firmenchef geht ganz schnell mal in die Luft. Und das schon seit fünf Jahrzehnten. „Im April steht das Jubiläum an“, sagt der Schweinitzer Frank Neupert. Der Mann ist Segelflieger – also ohne Motor – aus Leidenschaft. Angefangen hat es schon 1970 bei der Gesellschaft für Sport und Technik (GST). „Da habe ich für die Theorie gebüffelt“, erzählt er. Und dann eben vor genau 50 Jahren erfüllt sich der Traum vom Fliegen. Die große Liebe sorgt dann für eine Zwangspause. Die DDR erteilt dem Diplomingenieur Flugverbot, weil er eine Familie gründete. „Ich hatte Westverwandtschaft und galt deshalb als potenzieller Republikflüchtling“, erzählt der Schweinitzer im Gespräch mit der MZ.

Alte Liebe rostet nicht
Erst nach der Wende darf er seine alte Leidenschaft wieder neu entdecken. „Fliegen verlernt man nicht“, sagt der Schweinitzer, der dem Aeroclub Berlin – der Verein hat 120 Mitglieder im Alter von 14 bis 80 Jahren – angehört. Der 64-Jährige startet vom Flugplatz Reinsdorf bei Jüterbog und schwärmt: „Man sieht Berlin und die Lichter von Tropical Island.“ Und auf dem ehemaligen Militärflughafen sei er schneller als seine Mitstreiter aus der Hauptstadt, um sportlich aktiv zu werden. „Es gibt Landesmeisterschaften und auch Deutsche Titelkämpfe“, berichtet der Experte. Wettkämpfe gebe es aller zwei Jahre auch in Holzdorf. Dabei geht es um Schnelligkeit und die richtige Taktik.

„Man muss versuchen, die beste Thermik zu finden“, so Neupert, der das Kunstfliegen als seine zweite Leidenschaft bezeichnet. Auch hier kann das Können der Sportler mit Medaillen bewertet werden. „Segelfliegen war in den 30-er Jahren Volkssport“, erzählt Neupert, der selbst nicht an Wettbewerben teilnimmt. „Ich fliege aus Spaß. Das ist mein Hobby“, sagt er. Er könne das genießen. „Die jungen Leute fliegen forscher“, berichtet er. Deshalb ende die Tour mitunter auf einem Feld. Das sei ihm aber auch schon passiert. „Und zwar während der Ernte, die Arbeiten gingen unbeeindruckt weiter“, berichtet er. Erworben hat er seinen Segelflieger günstig, aber in „einem miserabeln Zustand“. Wer über eine Anschaffung nachdenkt, muss mit einem Preis wie für einen Kleinwagen rechnen. Nach oben sei die Preisklasse offen. Wer aber einem Club angehört, könne ohne eigenen Flieger für etwa 1.000 Euro in der Saison, die von April bis Oktober geht, fliegen. So betrage die Jahresgebühr 360 Euro, jeder Start koste fünf Euro und jede Stunde zwölf Euro. „Im Verein ist die Ausbildung kostenlos“, berichtet Neupert. Die Fluglizenz gelte ein Leben lang. Aber es gebe regelmäßige Checks für Mensch und Technik.

International auch im Job
Neupert selbst ist jährlich 50 Stunden in der Luft. Er kennt etwa 40 Flugplätze in Deutschland, Dänemark Polen oder Tschechien. Allerdings gibt es über das Corona-Jahr 2020 nicht viel zu berichten. Da sei praktisch alles ausgefallen – auch das internationale Oldtimer-Treffen bei Osnabrück. Neupert bedauert dies. Er hat ein Herz für alte Technik, und er hilft in der Region bei der Sanierung eines Kulturdenkmals mit. Seine Firma beliefert Kunden in 30 Ländern und auf allen Kontinenten mit Förderanlagen. Quelle: ‚Mitteldeutsche Zeitung‚.

„Alte Adler“ ehren Jana Schmidt

Jana Schmidt wurde eine besondere Ehre zuteil: Sie erhielt von der Traditionsgemeinschaft „Alte Adler“ den Förderpreis als beste Nachwuchs-Streckenpilotin Deutschlands. Bei dezentralen Wettbewerben werden die Flüge an einem beliebigen Ort durchgeführt, in einer Art Flugschreiber dokumentiert und in einem Internetportal ausgewertet. Im Rahmen der digitalen Jahresabschlussfeier wurden Uwe Wahlig als Vereinsmeister, Jana Schmidt als beste Pilotin und Karsten Piepenburg als bester Juniorpilot geehrt. Christopher Hartmann und Christopher Hoffmann gewannen als Team den „Opa-Wolf-Pokal“ und holten den Wettbewerb mit alten Holzflugzeugen nach Bensheim.

Das vergangene Jahr 2020 war für die Segelflieger in Bensheim voller Überraschungen: Lockdown statt Saisonstart, Maskenpflicht und Desinfektionsmittel im Cockpit, abgesagte zentrale Wettbewerbe, aber auch fantastisches Flugwetter und große Streckenflüge. Alleine an einem Juliwochenende dokumentierten die Bensheimer insgesamt über 11 000 Streckenflugkilometer. Dieses hohe Leistungsniveau spiegelte sich auch in den nationalen Ranglisten der dezentralen Wettbewerbe wieder. Insgesamt fünf Meistertitel und vier Vizemeistertitel gingen nach Bensheim. Quelle: ‚Mannheimer Morgen‚.

ZDF-Segelflugfilm über Jochen von Kalckreuth

Jochen von Kalckreuth war zu seiner Zeit einer der bekanntesten und erfolgreichsten Segelflieger. Er hat viele Bücher geschrieben. Sein größtes Ziel war, als erster Segelflieger ein FAI-Dreieck über 1000 km zu fliegen. Ein ZDF-Team unter Karl Senne, ebenfalls Pilot, hat seine Versuche im Jahre 1975 begleitet. Die TV-Kameras waren damals noch größer als ein Schuhkarton und wogen mehr als vier kg. Der 45-Minuten-Film lief in der Reihe SPORTSPIEGEL des ZDF. Quelle: Katrin Senne auf youtube.

Segelflieger auf der Schäfhalde brauchen unsere Hilfe

(…) die Corona-Pandemie reißt ein Loch in unsere Vereinskasse: Helfen Sie uns jetzt mit einer Spende, um unsere laufenden Kosten weiter finanzieren zu können. Eines der finanziellen Standbeine der Fliegergruppe Heidenheim-Steinheim ist die Vermietung des Vereinsheims für Veranstaltungen. Im Corona-Jahr brach dieser Umsatz um 75% ein. Außerdem fiel ein Großteil der Einnahmen durch Flugzeugvermietung weg. Diese fehlenden Einnahmen machen es uns schwer, die laufenden Kosten für Versicherungen, Gebühren, Ersatzteile und technische Überprüfungen aufzubringen. Hier können Sie den Kameraden auf der Schäfhalde mithelfen. Quelle: ‚Heidenheimer Zeitung‘.

Biberacher Segelflieger trotzen Corona

Die Abteilung Segelflug des Luftsportvereins LSV Biberach hat im Winter 2019/2020 fleißig an den vereinseigenen Segelflugzeugen geschraubt und poliert. Der Schulungsdoppelsitzer ASK21 erhielt ein komplett modernisiertes Cockpit und der Motorsegler Samburo Avo 68 – R 100 bekam eine neue Bespannung der Tragflügel. Wegen Corona konnte ab Mitte März nur noch sehr eingeschränkt und unter strengen Hygienemaßnahmen in der Werkstatt am Flugplatz Birkenhard gearbeitet werden. Allerdings war das Segelfliegen von Mitte März bis Mitte Mai ohnehin nicht mehr möglich. Die Nachwuchs-Förderprogramme wie Jugendlager des BWLV (Baden-Württembergischer Luftsportverband), verschiedene Wettbewerbe und das Gastfluglager fielen dieses Jahr der Pandemie zum Opfer. Als ab Mitte Mai erste Lockerungen in Kraft traten, konnte sich der LSV Biberach im Onlinecontest „OLC“ in Baden-Württemberg immerhin ins vordere Sechstel von 270 Vereinen emporarbeiten. Die größte Strecke gelang mit 770 Kilometern in rund acht Stunden Flugzeit auf der Schwäbischen Alb zwei Jugendlichen im Vereinsdoppelsitzer Duo Discus XL. Einige spannende Flüge führten von Biberach aus in die Alpen bis ins Engadin.

Neun Flugschüler kamen ab Mitte Mai wieder in den Genuß des Ausbildungsbetriebs. Unter Anleitung der ehrenamtlichen Fluglehrer konnte sich eine Flugschülerin im August „freifliegen“. So heißt es, wenn man nach der Schulung mit Fluglehrer die ersten Starts allein durchführt. Der Motorsegler Samburo wurde erstmals im F-Schlepp-Betrieb eingesetzt, fünf Piloten erwarben ihre Schlepp-Berechtigung. Damit kann der Verein künftig leichtere Segelflugzeuge leiser, sparsamer und umweltschonend in die Thermik schleppen. Bei Beschränkung der Personenzahl und mit Abstands- und Hygienemaßnahmen konnte der Flugbetrieb sicher durchgeführt werden, teilt der Verein mit. Das Flugplatzfest im September musste aufgrund der Corona-Auflagen entfallen – ein herber Verlust für die Besucher und für den Verein eine massive finanzielle Einbuße. Dafür gebe es keinen Ausgleich. Auch die Nachwuchsförderung entfiel, wie Informationsstände beim Flugplatzfest oder eine „Marktplatzaktion“ in Biberach, bei der Jugendliche mal einen Segelflieger aus der Nähe sehen können. Quelle: ‚Schwäbische Zeitung‚.

Chamer Segelflieger mit Spitzenleistungen

Die Corona-Pandemie brachte im Frühjahr auch den Vereinsflugbetrieb der Chamer Segelflieger zum Stillstand. Aus diesem Grund begann für sie die Saison auch erst Mitte Mai. Trotzdem gelangen den SSV-Mitgliedern in den darauffolgenden Monaten wieder absolute Spitzenleistungen. Nach den offiziellen Segelflugkriterien, die unter anderem die Flugweite und den Flugzeugtyp berücksichtigen, sammelten sie wieder viele Punkte. In der Bayernwertung OLC landete der SSV Cham mit 16 Piloten und 69 gewerteten Flügen von 295 beteiligten Vereinen auf Platz 42. Der „Tag des Jahres“ ist rückblickend der 21. Mai gewesen, an dem Jonas Blahnik mit einer Strecke von 813 Kilometern der weiteste Segelflug, der bisher vom Chamer Flugplatz aus geflogen worden ist, gelang. Unter allen Seglern stach außerdem Gerhard Sindermann im Verein heraus. Dem technischen Leiter des Vereins gelang mit der Ka6, Baujahr 1961, mit 903 Punkten nicht nur der beste Flug, sondern er landete in der Oldtimer-Wertung OLC weltweit sogar auf dem 3. Platz. Mit seinen sechs besten Flügen schaffte er es zudem in Einzelwertung unter den 1706 gewerteten Piloten auf den 38. Platz. Weitere respektable Ergebnisse erzielten Jonas Blahnik (Rang 235, 4 Flüge) und Christian Gillessen (Rang 342, 3 Flüge).

Große Erfolge konnte auch die Nachwuchsabteilung vermelden. So meisterten die drei Flugschüler Jana Schraml, Janis Gütlhuber und Yannick Laufer mit ihren 50 Kilometer langen Flügen den letzten Meilenstein ihrer Ausbildung. Diese Distanzen wirken im Vergleich zu den erfahrenen Fliegern kurz. Die Neulinge waren aber mit den Schulflugzeugen unterwegs, die nicht auf Leistung, sondern auf Gutmütigkeit und deutlich langsamere Geschwindigkeiten ausgelegt sind. Ein weiteres Highlight im Vereinsjahr war schließlich noch der 8. September, denn Lukas Dobmeier und Gerhard Sindermann lieferten an diesem Tag deutschlandweit die besten zwei Flüge ab. Quelle: ‚Mittelbayerische‚.

Fluglehrer auf der Schulbank

Was fast so aussah, als ob der Segelflieger in der Luft stehen geblieben wäre, gehörte zum Übungsprogramm im Rahmen eines Fortbildungsseminars für Fluglehrer aus ganz Deutschland und der Schweiz am Flugplatz Himmelreich des Aero Clubs Bad Königshofen. Für den Vorsitzenden des Vereins, Alfred Hoffmann,bedeutete die Ausrichtung unter Corona-Bedingungen einen erheblichen Aufwand. Andererseits war damit auch eine tolle Werbung für den Club und Bad Königshofen verbunden, denn die Gäste übernachteten hier, kauften ein und sahen außerdem das gesamte Grabfeld aus der Vogelperspektive, was doch einige sehr begeisterte, wie aus Kommentaren zu entnehmen war. Zufrieden waren auch die Gruppenfluglehrer Günter Goller und Martin Hansen vom Dachverband der bayerischen Luftsportvereine, dem Luftsport Verband Bayern.

Eine kleine Rakete zieht den Fallschirm aus dem Behälter
Von besonderer Bedeutung war die Vorführung eines Gesamtrettungssystems. Zuvor gab es dazu von Steffen Jungkuntz von der Firma Junkers Profly GmbH wichtige Informationen zur rechtzeitigen Betätigung des Rettungsgeräts für den Piloten. Jeder müsse genau wissen, wo der Griff für das Auslösen ist und man dürfe auch nicht zu lange warten, sollte auf die Lage des Flugzeugs achten. Die praktische Vorführung am Flugplatz Himmelreich zeigte den interessierten Fluglehrern dann, dass eine dazugehörige Rakete in Sekundenschnelle auslöst und dabei den Fallschirm aus dem Behälter zieht. Vor Ort waren dazu auch die Verantwortlichen der Bad Königshofener Feuerwehr mit Kommandant Jochen Krug und Marco Hahn vom Feuerwehrverein.

Martin Hansen erläuterte in einem Gespräch mit dieser Zeitung, dass diese Auffrischungsseminare für Lehrberechtigte von der Flugsicherheitsbehörde der Europäischen Union für die zivile Luftfahrt EASA vorgeschrieben sind. Alle drei Jahre müssen Fluglehrerinnen und Fluglehrer diese absolvieren. Nachdem mehrere Seminare im Frühjahr aufgrund von Corona bereits ausfallen mussten, sei es nun gut, dass es in Bad Königshofen geklappt hatte. Beim Seminar sind Ausbilder für den Segel- und Motorflug angesprochen. Dabei geht es um Regeln und Gesetze, die Verwendung von Checklisten, Luftfahrzeugschlepp, um Theorie und auch Praxis mit offiziellen Übungen, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind. An oberster Stelle stehe die Sicherheit für den Piloten und seinen Flugschüler und da müsse für den Ernstfall eben geübt werden. Quelle: ‚Mainpost‚.

Überlandflugsaison geht zu Ende

Mit dem anstehenden Herbst verabschiedet sich nach und nach die Thermik, die den Segelfliegern die so begehrten Aufwinde liefert. Bedingt durch Corona konnte ein sehr guter April nicht zum Fliegen genutzt werden. Erste Überlandflüge wurden ab Mitte Mai absolviert. Am 16. Mai legte Joachim Treier (Discus) nach der langen Winter und Corona-Pause schon mal 572 Kilometer vor. Timo Lehrke knackte am 21. Juni mit 702 Kilometer die 700er-Grenze. Als einer der besten Tage des Jahres präsentierte sich der 12. Juli. Lehrke (Discus 2b) trumpfte da mit 883 Kilometer auf, knapp gefolgt von Hansjörg Rothfuß (DG 800), der 856 Kilometer vorlegte. Geißler war mit 795 Kilometer dabei, Popp erflog 691 Kilometer. Nur eine Woche später erflog Lehrke nochmals 723 Kilometer. Flüge über 600 Kilometer schafften Buchthal (666 km), sowie die Doppelsitzer Teams Timo Lehrke/ Constantin Wiegert (669 km) und Joachim Treier/ Tobias Abraham (622 km). Weiter wurden zahlreiche Streckenflüge über 500 Kilometer absolviert. Einig waren sich die Musbacher Überlandflugpiloten, dass dieses Jahr außergewöhnlich gutes Wetter brachte.

Nun beginnt nun die Wellenflugsaison. Dabei nutzen die Segelflieger die aufschwingenden Luftströmungen, die sie bis weit über 5000 Meter tragen können. So sind über dem Nordschwarzwald schon Höhen von über 7600 Meter erflogen worden. Das ganze natürlich mit Genehmigung der Flugsicherung in Langen, die das Wellenfluggebiet Murgtal freigibt. Bei Flügen über 4000 Meter benutzen die Piloten Sauerstoff. In den Wellensystemen wurden selbst im Hochwinter schon Flüge von weit mehr als 500 Kilometer erflogen. Quelle: ‚Schwarzwälder Bote‚.

Segelflieger wollen am Traditions-Hang starten

In den 30er und 40er Jahren galt der Nord-West-Hang in Hirzenhain als „das Rekordgelände“ im Segelflug in Deutschland. Viele Piloten lernten am Hang das Segelfliegen, absolvierten ihre Prüfungen und Bedingungen für Leistungsabzeichen. Die letzten Segelflugstarts der Segelflieger Hirzenhain am Hang sind schon einige Jahre her, weil keine Einweisungsstarts im Doppelsitzer mehr erfolgen konnten, da das passende Segelflugzeug fehlte. Fluglehrer haben die Landungen schon geübt. Weil der Verein nun wieder ein doppelsitziges Holzflugzeug besitzt, können diese Starts wieder stattfinden. Die beiden Fluglehrer Steffen Krause und Tim Schneider haben schon mal mit den Vereins-Oldtimerflugzeugen die Landungen am Nord-West Hang „geübt“. Sie starteten auf dem Flugplatz Hirzenhain mit dem Doppelsitzer K 7 (Baujahr 1966) und flogen erst einmal einige Runden am Hang. Gelandet wurde auf dem Gelände vor der großen Flughalle. Steffen Krause startete auch mit einem einsitzigen Segelflugzeug vom Typ K 8 (Baujahr 1961). Ziel des Vereins ist es nun, wieder am Hang zu starten – mit der Winde oder per Gummiseil. Quelle: ‚Mittelhessen.de‚.

„Habicht“ erfüllt Traum vom Fliegen

Wann immer es das Wetter zulässt, üben Piloten der Heeresflugsportgruppe „Habicht“ mit einsitzigen und doppelsitzigen Segelflugzeugen, sowie Motorflugzeugen, die zum Schleppen der Segelflugzeuge verwendet werden, einer DR 48, und einem besonderen Gustostückerl, einer Piper 18 „Supercub“ das faszinierende Hobby des Fliegens aus. Damit erleben die Mitglieder der Heeresflugsportgruppe nicht nur „grenzenlose Freiheit über den Wolken“, sondern sie können auch einen uralten Traum der Menschheit verwirklichen und die Geheimnisse der dritten Dimension ergründen. Darüber hinaus hat aber diese Freizeitbeschäftigung einen hohen sportlichen und ethischen Wert. Der Pilot muss neben der grundsätzlichen Eignung und den für diese Sportart unerlässlichen theoretischen Voraussetzungen auch eine scharfe Beobachtungsgabe aufweisen. Sowohl für den Segel- als auch für den Motorflieger ist es notwendig, ständig die Natur zu beobachten und buchstäblich Wind und Wetter zu seinen Gunsten auszunützen bzw. daraus entstehende Gefahren vorausschauend zu erkennen und abzuwenden.

Der Segelflieger kann z.B. durch Beobachtung von Wolken die Windbedingungen und durch Flug von Greifvögeln die für ein längeres Verweilen in der Luft unbedingt erforderliche Thermik finden. Ein Flug kann mehrere Stunden dauern, was die volle Konzentrationsfähigkeit des Piloten und eine gute Kondition voraussetzt. Die Heeresflugsportgruppe „Habicht“ erfüllt eine wesentliche Funktion im Rahmen der Personalbetreuung des Bundesheeres. Auch finden Jugendliche, die bei der HFSG Habicht das Fliegen lernen, dadurch den Zugang zu Berufsbildern beim Bundesheer, etwa dem des Piloten, Technikers oder Fluglotsen. Für Mitglieder bietet „Habicht“ die Möglichkeit einer hochwertigen und nachhaltigen Freizeitbeschäftigung nachzugehen. Segelfliegen, nach dem Schlepp ausschließlich die Kraft der Natur zur Energiegewinnung nutzend kann bereits ab dem 15. Lebensjahr erlernt werden. Nach der Covid 19 bedingten vorübergehenden Einstellung des Flugbetriebes in der Segelfliegerischen Hauptsaison konnte nun vor wenigen Wochen der Flugbetrieb unter Einhaltung der erforderlichen Auflagen wieder aufgenommen werden. Quelle: ‚NÖN.at‚.

Supersommer für Segelflieger

Obwohl die Amberger Segelflieger coronabedingt erst Mitte Mai in die Saison 2020 starten konnten, haben sie bis Mitte August bereits 34 500 Kilometer zurückgelegt. Das Wetter hat es heuer gut mit ihnen gemeint. Sieht man sich die Statistik der bisherigen Flüge an, so fällt auf, dass es über den Sommer verteilt viele Tage gab, an denen weite Strecken möglich waren. Das nutzten die Amberger Piloten aus. Viele der Flüge wurden mit hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten geflogen, die durchaus 100 km/h und mehr betragen haben. Insgesamt wurden von den Amberger Fliegern 113 Flüge beim Online-Contest gemeldet, einem dezentralen Wettbewerb, bei dem die Landes- und die Deutschlandmeister in verschiedenen Klassen ermittelt werden.

Mehrfach konnten die Amberger Piloten sogar die 700-Kilometer-Marke überbieten. Thomas Kulzer und David Neumann flogen 704 bzw. 700 Kilometer, dem 21-jährigen Phillip Luyken gelang dies sogar an insgesamt drei Tagen mit 705 Kilometern am 16. Mai, 711 Kilometern am 28. Mai und 707 Kilometern am 12. Juli. Damit hält er den Vereinsrekord. Die meisten dieser großen Strecken führen von Amberg aus an das östliche Ende des Bayerischen Waldes, weit nach Süden auf die Schwäbische Alb und hinauf bis Thüringen. Quelle: ‚Mittelbayerische‚.

Segelflieger nach Kollision abgestürzt

Die Ursache des Zusammenstoßes eines Segelfliegers mit einem Propellerflugzeug im Landkreis Neu-Ulm ist weiterhin rätselhaft. «Die Ermittlungen laufen, es müssen noch Vernehmungen durchgeführt werden», sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die beiden Flugzeuge waren am Freitag, 7. August, kurz vor 19.00 Uhr nahe dem Flugplatz Weißenhorn kollidiert – bei klarer Sicht und strahlendem Sonnenschein, wie ein Polizeisprecher nach dem Unfall sagte. Das Segelflugzeug stürzte ab, der 52 Jahre alte Pilot kam ums Leben. Das einmotorige Propellerflugzeug wurde an der rechten Tragfläche schwer beschädigt, konnte jedoch auf dem nahen Flugplatz landen. Der 52 Jahre alte Pilot und sein 73 Jahre alter Begleiter blieben unverletzt. Die Kripo Memmingen ermittelt; auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Memmingen wurde ein Gutachter zur Klärung der Unfallursache hinzugezogen. Auch ein Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) aus Braunschweig war vor Ort. Das Wrack des Segelfliegers wurde in der Nacht zu Samstag geborgen. Ein abgerissenes Teil seiner Tragfläche, das zunächst vermisst wurde, wurde inzwischen ebenfalls gefunden. Auch die Propellermaschine wurde sichergestellt. Sie erlitt laut Polizei einen Totalschaden. Weitere Ergebnisse der Ermittlungen seien frühestens in den nächsten Tagen zu erwarten, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Quelle: ‚Badische Zeitung‚.

„Himmlisches“ Spiel mit den Kräften der Natur

Acht Tage lang gehört der Himmel über der Burg Feuerstein und im weiten Umkreis den Segelfliegern. Beim „Frankensprint“ versuchen die Teilnehmer, die Thermik bestmöglich zu nutzen. Darunter auch ein junger Lokalmatador. Samstagmorgen, 10.30 Uhr: Patrick Benoist steht vor seinem Segelflieger auf dem Flugplatz Feuerstein. Zusammen mit Vater Max füllt der 18-Jährige aus Dobenreuth Wasser in die Flügel, 110 Liter passen in den Tank. „Je schwerer der Flieger, desto mehr Höhe kann ich gewinnen“, erklärt Patrick. Seit vier Jahren fliegt er selbst, hat das Handwerk auf dem Feuerstein gelernt. „Er kennt nichts anderes als die Fliegerei“, sagt sein Vater lächelnd.

Die beiden sind zum Fliegersprint gekommen, einem Wettbewerb, den die Fränkische Fliegerschule EDQE vom 1. bis 8. August veranstaltet. 40 Piloten nehmen mit 35 Segelfliegern an dem Wettbewerb teil. Dabei gibt es zwei Klassen: Die Club-Klasse und die gemischte Klasse. Beide Klassen bekommen täglich eine neue Aufgabe, sie fliegen auf Strecken bis zu 450 Kilometer. Wer am schnellsten ist, bekommt die meisten Punkte in der Wertung.

Bevor es losgehen kann, werden alle Piloten im Briefing über die aktuelle Lage informiert: Aufgrund der Corona-Hygieneregeln müssen Abstände eingehalten werden, auch wird stark auf die Sicherheit geachtet. Das Wetter ist am ersten Wettkampftag alles andere als perfekt: Während jeder Wanderer oder Wochenendausflügler sich – abgesehen von der Hitze – über den Sonnenschein freuen würde, sorgt der wolkenlose Himmel dafür, dass die fürs Segeln wichtigen Aufwinde fehlen – „Blauthermik“ nennt sich das im Segeljargon. Deswegen wurde die Strecke auch abgekürzt.

Für Patrick Benoist ist es der erste Wettbewerb dieser Art. Er tritt in der gemischten Klasse an, die eine knapp 212 Kilometer lange Strecke abfliegt. Vom Feuerstein aus geht es Richtung Nordwesten in Richtung Königsberg, anschließend nach Neustadt bei Coburg, bevor die Segler über Warmensteinach wieder zurück fliegen. Trainiert hat Patrick bereits in den vergangenen Tagen – auch bei Wetterlagen, bei denen man unter normalen Bedingungen nicht fliegen würde. Das ist die Herausforderung an Wettbewerben: Dort wird beinahe immer geflogen. Das Training ist notwendig, weil auch die Konkurrenz beim Frankensprint stark ist.

„Eigentlich hätten aktuell die Deutschen Meisterschaften der Junioren stattfinden sollen. Die wurde abgesagt, weshalb jetzt auch hier ganz viele sehr gute Junioren mitfliegen“, meint der heimische Nachwuchssegelpilot. Trotzdem ist der Wettbewerb nach langer Corona-Zeit bewusst entspannt gestaltet, auch die Regularien wurden etwas gelockert. Deswegen dürfen beispielsweise auch die Piloten im Flieger wechseln, was unter normalen Umständen nicht erlaubt wäre. „Es soll ja Spaß machen“, meint Patrick. Quelle: ‚Nordbayern.de‘.

Die Kunst, mit der Luft zu schwimmen

Für Segelflieger gelten die gleiche Gesetze wie für die Vögel – sie sind immer auf der Suche nach warmen Aufwinden. Segelfliegen ist nicht nur ein Hobby, nicht nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung. Segelfliegen – ist das überhaupt ein Sport? Diese Frage höre ich oft. Auf den ersten Blick spricht einiges dagegen: In den meisten modernen Cockpit-Sitzen liege ich schon fast. Die Pedale an den Füßen lassen sich bequem an meine Beinlänge anpassen. Unter mir ein stoßabsorbierendes Sitzkissen. Im Nacken eine gepolsterte Kopfstütze. Klingt komfortabel oder? Na, dann wollen wir mal. Start an der Seilwinde. Beim Start beschleunigt das Flugzeug in wenigen Sekunden von null auf etwa 120 Kilometer pro Stunde. Ich werde in den Sitz gedrückt. Oben klinke ich das Seil aus. Mich verbindet jetzt nichts mehr mit der Erde. Wie lange kann man da eigentlich oben bleiben? Wenn das Wetter passt, fliege ich mehrere Stunden. Dann wird es anstrengend. Im Sommer wird das Cockpit zum Gewächshaus – im Frühjahr oder Herbst werden meine Füße taub vor Kälte. Das klingt jetzt wahrscheinlich nach einem recht einsamen Sport. Stundenlang allein im Cockpit. Segelfliegen klappt aber nur im Team. Alleine komme ich nicht in die Luft. Wenn ich fliege, helfen die anderen Vereinsmitglieder am Boden mit. Am nächsten Tag läuft es andersherum. Für unsere Leidenschaft opfern wir ein ganzes Wochenende. Quelle: ‚Deutschlandfunkkultur.de‚.

Chris Jörges jetzt 1000er-Pilot

Das herausragend gute Segelflugwetter der letzten Maiwoche nutzte Chris Jörges vom Rhönflug Gersfeld/GFS Wasserkuppe gleich zu zwei 1000-Kilometer-Flügen. Für ihn ging damit ein großer Wunsch in Erfüllung. Chris flog sich in den Club der 1000-Kilometer-Piloten, von denen es in Deutschland nicht viele gibt. Flug eins am 27. Mai erbrachte eine Flugdistanz von 1044 Kilometer. Am 29. Mai erflog der 34-jährige Industriemeister 1023 Kilometer im reinen Segelflug. Ein Tausender in Deutschland ist immer noch eine sehr gute Leistung, außerhalb der Thermik- und Wellenflugparadiese auf der Südhalbkugel der Welt. Zwischen einem Hoch über Skandinavien und Tiefdruckgebiet im Osten floss frische Kaltluft. Die sorgte für langanhaltende Thermik (Aufwinde). Eine gute Flugplanung und viel Erfahrung waren gefragt, um den 1000er zu schaffen. Bei rund zehn Stunden Flugzeit im engen Cockpit sind viel Kondition und Konzentration gefragt. „Wenn man nach rund zehn Stunden Flugzeit aus dem Cockpit steigt, meint man seine eigene Flügel verloren zu haben“, so Chris Jörges humorvoll. Um wieder an Höhe zu gewinnen, muss man steil in engen Aufwinden kreisen, die dem Segelflugzeug die Energie zum weiteren Vorflug verschaffen.

So nutzte Chris Jörges bei seinem ersten Tausender 50 Aufwinde, die im Mittel ein Steigen von 1,94 Meter/Sekunde brachten. Das münzte der Wasserkuppen-Pilot zu einem Schnitt von 104,36 Stundenkilometer um. „Die Sonne ist unser Motor“, so der ASH-26E Pilot. Das Flugzeug verfügt über eine Spannweite von 18 Metern, hat einen Hilfsmotor und ist somit eigenstartfähig. Hergestellt wurde der schnittige Himmelsrenner vom Segelflugwerk Alexander Schleicher in Poppenhausen. Bei beiden 1000er-Flügen nutzte Chris Jörges den Hilfsmotor nur zum Start. Die Flüge wurden detailliert von einem Logger erfasst. Damit kann der Pilot belegen, dass er alle sportlichen Regeln und Vorgaben im Luftraum beachtet hat. Quelle: ‚Mainpost.de‚.

In der Duracher Pilotengruppe ist jedes Alter vertreten

Unter strengen hygienischen Sicherheitsvorschriften – so darf zum Beispiel in Doppelsitzern nur mit Mund- und Nasenschutz geflogen werden und bei jedem Pilotenwechsel wird das Cockpit desinfiziert – ist seit Kurzem auch der Segelflugsport wieder erlaubt. In einer Altersmischung wie kaum in einer anderen Sportart trifft sich wieder eine Pilotengruppe jedes Wochenende auf dem Flugplatz in Durach. Mit 14 Jahren, dem Mindestalter für den Schulungsbeginn, saß Gregor Nenning zum ersten Mal auf dem Pilotensitz eines Segelflugzeuges. Der Fluglehrer auf dem hinteren Sitz der Schulungsmaschine ermunterte ihn, zunächst nur die Steuerungsbewegungen am Knüppel und an den Pedalen mitzufühlen. Schon nach wenigen Schulungsflügen übernahm der Lehrer nur noch während des Start- und des Landevorganges die vollständige Kontrolle über das Flugzeug, während in der Luft der Schüler die Steuerungsorgane selbst bedienen durfte. So entwickelte er nach und nach das Gefühl, wie ein solches Flugzeug sicher und zuverlässig zu manövrieren ist.

Heute ist Gregor mit 18 Jahren der jüngste Pilot unter den Duracher Segelfliegern, nachdem er vor zwei Jahren die letzten Prüfungen mit hervorragendem Erfolg absolviert hat. Er ist nunmehr dabei, die grandiose Bergwelt der Alpen auf den ersten Erkundungsflügen zu erschnuppern. Seine Kollegen wünschen ihm dazu viel Freude und Erfolg. Einer dieser Kollegen kennt diese Bergwelt bereits wie seine Hosentasche. Er war außerdem dreimal Europameister im Sandbahnrennen, dreimal deutscher Meister im Motorflug, war begeisterter Skiläufer und Allroundsportler, ist aber heute mit 86 Jahren nach eigenen Angaben „am liebsten auf dem Kanapee, weils klemmt“.

Aber Segelflug betreibt er noch immer. Die Rede ist von Wack Hofmeister, der als ältester Segelflugpilot des Vereines so gut wie jedes Wochenende mit seiner „Libelle“ unterwegs ist. Natürlich nicht ganz so extrem wie zu Zeiten, aus denen er gerne erzählt: „Wenn dich die Föhnwelle auf 7000 Meter getrage hat, dann siehst du unter dir etwas, das wie eine kleine Erderhebung aussieht. Erstaunt stellst du fest, dass es sich um den Mont Blanc handelt.“

Aber noch heute fliegt er an guten Tagen ins Engadin oder in die andere Richtung in die von Segelfliegern ebenso beliebte Gegend von Zell am See. Und noch immer schwärmt er nach einem solchen Flug voll Ehrfurcht von der erhabenen Schönheit der alpinen Bergwelt wie sie sich besonders der Perspektive des Fliegenden darstellt. Eines eindrucksvolleren Beweises, dass Segelfliegen ein Sport für ein ganzes Leben ist, bedarf es wohl nicht. Von 18 bis 86 ist bei den Duracher Segelfliegern jedes Alter vertreten und jeder ist herzlich eingeladen, den Pilotenschein für Segelflugzeuge zu machen. Quelle: ‚Kreisbote.de‘.

Mit der DG1000 nach Düsseldorf

Einmal mit der DG1000 nach Düsseldorf fliegen. Das wär’s ja, dachten sich einige Segelflieger vom Luftsportverein Grenzland e.V. Corona-bedingt ist der Verkehr auf NRWs betriebsamsten Airport nahezu gänzlich zum Erliegen gekommen. Was in kommerzieller Hinsicht eine Katastrophe für den Flughafen ist, ist für uns Luftsportler eine Chance, mal Dinge zu tun, die sonst nicht gehen. Mit der DG1000 nach Düsseldorf zum Beispiel.

Normalerweise ist der Einflug mit einem Segelflugzeug (zumal zur Landung) in die Lufträume rund um Düsseldorf kaum möglich. Zu viel Verkehr, zu hoch die Belastung der Lotsen, um ein Flugzeug hineinzulassen, dass vor allem seine Höhe und in der Konsequenz auch seinen Kurs nicht so halten kann, wie es für eine sichere Staffelung hilfreich wäre.

Des Einen Leid – des Anderen Freud. Ein Anruf bei den Lotsen in Düsseldorf brachte die Erkenntnis: ja, aus Sicht der Flugsicherung geht das. Auch die Verkehrsleiter des Flughafens zeigten sich äußerst kooperativ. Ein 30min Zeitfenster für Landung und Rückschlepp wurde uns zugestanden. Reicht locker für ne Landung, ein paar Selfies, nen Schnack mit den Flughafenleuten und den Rückstart. Bei normalem Verkehr wäre eine derart lange Blockade der Piste völlig undenkbar. Jetzt, in diesen verrückten Zeiten, kein Problem. Also: auf geht’s mit der DG1000 nach Düsseldorf. Wie die Geschichte weitergeht, lesen Sie auf der Webseite des LSV Grenzland.

1020 Kilometer in zehn Stunden

Die gute Thermik erlaubte den Segelfliegern herausragende Leistungen. Uli Hoischen vom FSV Oberhausen-Duisburg flog 1’020 Kilometer am Stück. Eben erst kam die Freigabe für den Luftsport, die Segelflieger dürfen seitdem unter Corona-Hygienebedingungen endlich wieder fliegen ( Abstand, Maske, Desinfektion). Danach spielte dann auch das Wetter mit und die Streckenflieger des FSV Oberhausen-Duisburg in der Schwarzen Heide flogen los. Insgesamt 20 Flugzeuge flogen an diesen beiden Tagen knapp 10.000 Streckenkilometer. Die „Eisheiligen“ sorgten bei strahlendem Sonnenschein für eine gute Thermiksteigwerte, gute Flughöhen und für eine Sicht “bis zum Anschlag“. So konnten viele der Piloten – und auch eine Pilotin – schon zu Saisonbeginn Bestleistungen fliegen, Strecken über 500 Kilometer waren (fast) schon Standard. Die Spitzenleistung flog aber Ulli Hoischen (Foto) in seinem Discus 2cT: 1’020 Kilometer! Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 103 km/h schaffte er die Strecke in zehn Stunden. Damit erreichte er den achten Platz in der bundesweiten Tageswertung. Hoischen ist Stadtmeister in unterschiedlichen Klassen. Die Flugsportgemeinschaft Schwarze Heide liegt nach diesen zwei Tagen auf Rang fünf der Vereinswertung. Quelle: ‚nrz.de‚.

Die Welt von oben sehen

Die Liste von Wolfgang Janowitsch’ (58) Erfolgen ist lang: zweimal Vizeweltmeister, fünfmal Europameister und zweimal Weltmeister im Streckensegelflug, dazu kommen etliche Rekordflüge. Der in Baden lebende Janowitsch ist Berufspilot, am Fliegen begeistert ihn der Perspektivenwechsel. Für seine Segelflüge sitzt er auch gerne schon einmal bis zu zehn Stunden im Flugzeug. „Der längste Flug dauerte 14 Stunden. Da bin ich in den Anden mit einem Kollegen 2.300 Kilometer geflogen“, erzählt der amtierende Weltmeister. Nächstes Jahr im Juli findet die nächste WM statt. In der Zwischenzeit hebt Janowitsch vom Heimatflugplatz in Wiener Neustadt ab und reiht sich in einem weltweiten Online-Bewerb in die Top-Ränge ein. „Hier werden weltweit Flüge aufgezeichnet, derzeit bin in da hinter einem Tschechen auf dem zweiten Platz gelistet“, erklärte er im KURIER-Gespräch. Sein jüngstes Meisterstück aus der Vorwoche: Ein Segelflug über 1.033 Kilometer. „Das war eigentlich gar nicht so etwas Besonderes“, gibt sich der 58-Jährige bescheiden. Tatsächlich zeichnete sich der Flug vor allem durch die Strecke aus. Die führte nämlich über den bayrischen Wald sowie die schwäbische und die fränkische Alp. Von Wiener Neustadt weg ging es zunächst nach Matzendorf-Hölles, schließlich nach Bodenmais, Fünfstetten, Bärnau, Gaming, Ritzing und über Wöllersdorf-Steinabrückl wieder zurück nach Wiener Neustadt, wo er nach exakt zehn Stunden landete. „Normalerweise geht Segelfliegen besonders gut in den Bergen, wegen des Windes. Was viele aber nicht wissen: zum Segelfliegen braucht man Aufwind – und der entsteht durch Thermik“, erklärt Janowitsch wieso er diese Strecke wählte. Grundsätzlich sei jetzt die beste Jahreszeit zum Segelfliegen. Im Mai und im Juni seien die Tage lang, zudem sei die sogenannte „labile Luftmasse“ ein Vorteil. „Das heißt, die Meere sind noch kalt, aber warme Luft steigt auf“, schildert der mehrfache Weltmeister. Er schmunzelt: „Das heißt, das typische Badewetter ist eigentlich nicht so das Segelflugwetter.“ Quelle: ‚Kurier.at‚.

Freude über wiedergewonnene Freiheit

Seit etwas mehr als einer Woche ist der Flugplatz Winzeln-Schramberg wieder geöffnet. Das erste Wochenende war durch bestes Flugwetter geprägt, so dass sowohl Motorflieger als auch Segelflieger des LSV Schwarzwald die zurückgewonnene Freiheit ausgiebig genießen konnten. Bereits am ersten Tag der der Öffnung nach dem Lockdown wurden 32 Flüge durchgeführt. In der ersten Woche insgesamt über 160. Die Segelflieger konnten in der ersten Woche und insbesondere am Wochenende den lange zurückgehaltenen sportlichen Ehrgeiz voll ausleben. So wurden in 21 Flügen 10.261 Kilometer zurückgelegt. Der längste Flug von Martin Kühn ging über 844 Kilometer von Fluorn-Winzeln über Bad Kissingen (nördlich von Würzburg) und Kelheim (westlich von Regensburg) wieder zurück an den Heimatflugplatz. Auch der Vatertag wurde intensiv von den Segelfliegern für Ausflüge in Süddeutschland genutzt. An diesem Tag wurden nochmals neun Flüge mit insgesamt über 5000 Kilometern an das Wettbewerbsportal OLC gemeldet. Damit hat sich der LSV Schwarzwald auch sportlich nach der Schließung wieder zurückgemeldet. Wie überall in Deutschland gelten auch am Flugplatz strenge Hygieneregeln, die insbesondere den Einsatz von Mund-Nasen-Masken und vor allem die Einhaltung von den bekannten Abstandsregeln, aber auch spezifische Desinfektionsmaßnahmen am Material vorschreiben. Die Weitläufigkeit des Flugplatzes erleichtert die Einhaltung dieser Regeln. Quelle: ‚Neue Rottweiler Zeitung‚.

Hörbacher Segelflieger: Saisonstart mit Rekorden

Mit einigen Wochen Verspätung sind die Piloten des Luftsportvereins Hörbach in die Segelflugsaison gestartet. Die gute Wetterlage ist den Piloten besonders entgegengekommen, sodass früh in der Saison 2020 viele Streckenflug-Kilometer erflogen werden konnten. Darunter waren auch einige Bestleistungen.

Seit dem 6. Mai wird in Hörbach wieder geflogen. Zuvor war das Fliegen im Verein wegen der Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus nicht möglich gewesen. Umso größer war die Freude, zum verspäteten Auftakt der Flugsaison gleich eine „Hammerwetter-Lage“ zu bekommen. Schon in den ersten beiden Flugwochen konnten mehr als 7500 Strecken-Kilometer erflogen werden – so viel, wie sonst im gesamten ersten Halbjahr.

In diesen beiden Wochen sind verschiedene Bestleistungen erzielt worden. So konnte zu Beginn Jan Naumann seine persönliche Bestleistung auf dem Hochleistungs-Einsitzer Ventus 2b auf 530 Kilometer verbessern. Michael Seibert überbot diese Leistung noch einmal, wobei er mit 667 Kilometern auch den neuen Vereinsrekord auf diesem Flugzeugmuster aufstellte. Felix Laucht flog eine neue Bestleistung auf dem Vereins-Einsitzer Astir CS über 388 Kilometer. Die größte Flugstrecke hat Christian Reeh zurückgelegt. Vom Startplatz ging es zunächst an die deutsch-französische Grenze, von dort weiter nach Nord-Osten bis zum Habichtswald. Nach 747 Kilometern landete Reeh nach 7:58 Stunden mit dem neuen Vereinsrekord auf dem Datenlogger.

Auch im Schulbetrieb konnten einige Leistungen erzielt werden. So gelang Patricia Briers der erste längere Thermikflug auf dem Schulflugzeug ASK-13. Lisa Reuter konnte eine neue Dauer-Flugleistung über 2:30 Stunden im Schulungs-Einsitzer K 8b notieren.

Vereinsvorsitzender Christian Reeh hofft auf eine allmähliche Rückkehr zum normalen Flugbetrieb. Ein geplanter Segelflug-Kurs in Kooperation mit der Lahn-Dill-Akademie musste im März noch abgesagt werden. Es sieht so aus, als könne dieser Kurs demnächst nachgeholt werden. Quelle: ‚Mittelhessen.de‚.

Über Wolken und Viren

Ein Segelflieger huscht in 40 Metern Höhe über die „Flugplatzstraße“, wie die Königsdorfer die Zufahrtsstraße zu ihrem Segelflugzentrum fast schon liebevoll nennen, das Fahrwerk ausgefahren, bereit zur Landung. Es herrscht Betrieb an einem der größten Segelflugplätze Bayerns, viel Betrieb. Es fühlt sich an, als ob der ganze Platz einmal tief durchatmen würde nach der Corona-Zwangspause der vergangenen Monate. Viele Piloten nutzen das gute Wetter an diesem sonnigen Nachmittag, am Startplatz an der Ostseite des Flugplatzes stehen mehrere Segelflieger aufgereiht, vor den Hangars werden die Flugzeuge gepflegt und auf den Start vorbereitet.

Der Pressesprecher des Segelflugzentrums, Mathias Schunk, sitzt entspannt vor dem Hangar der Segelfluggruppe Isartal (SGI). „Alles, was wir vor der Corona-Krise dieses Jahr machen konnten, waren Überprüfungsstarts“ – also Flüge, die allein der technischen Überprüfung der Fluggeräte dienen, beziehungsweise Checkflüge mit Fluglehrern. „Viele Piloten sind dieses Jahr noch gar nicht geflogen. Seit zehn Tagen herrscht am Platz jedoch wieder Betrieb,“erklärt Schunk. Was die Corona-Auflagen angeht, zeigt sich der Pressesprecher entspannt. „In Doppelsitzern“, also Segelflugzeugen mit zwei hintereinander liegenden Sitzen, „darf nur mit Mundschutz geflogen werden. Bei der Flugvorbereitung am Boden gilt ansonsten die 1,5 Meter-Regel“. Zu nah dürfen sich auch die Segelflugpiloten nicht kommen. „Es sei denn, sie leben in einem Haushalt. Dann dürfen sie, so wie die zwei hier, auch ohne Mundschutz fliegen“ sagt Schunk mit Blick auf zwei Piloten, die einem gerade gelandeten Flugzeug entsteigen.

War’s das also mit der Saison 2020 für die Königsdorfer Segelflieger? Mitnichten. Schunk weist zwar darauf hin, dass die Auflagen eingehalten werden müssen – „luftrechtlich haben wir jedoch keine Hürden.“ Genau genommen war der Platz in den vergangenen Monaten auch gar nicht gesperrt. „Wir sind kein Sportplatz im herkömmlichen Sinn, sondern eine Verkehrseinrichtung, die anderen rechtlichen Bestimmungen unterliegt. So fanden während der besonders trockenen Phase im April auch Flüge im Auftrag des Landratsamts zur Brandkontrolle statt.“ Jedoch habe der Deutsche Aero Club und der ihm angegliederte Luftsport-Verband Bayern zu Beginn der Krise eine Empfehlung ausgesprochen, den Flugsport einzustellen. „Daran haben wir uns gehalten“.

Jetzt heißt es jedoch Start frei, ab Pfingsten geht es mit der ersten und zweiten Bundesliga sowie der Landesliga weiter – auch für den 21-Jährigen Jakob Edmaier, eines der Nachwuchstalente der SGI. In den vergangenen Jahren holte Edmaier mit seinen Vereinskollegen vier Mal in Folge den deutschen Junioren-Meisterschaftstitel. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen wird der Gautinger, der beim Mindelheimer Segelflugzeug-Hersteller Grob eine Ausbildung zum Leichtflugzeugbauer macht, vom Bayerischen Luftsport-Verband dieses Jahr mit einem Leihflugzeug gefördert.

Stolz holt Edmaier seinen LS-8-Segelflieger aus dem Transportanhänger. „Um mit diesem Flugzeug gefördert zu werden, musste ich mich bewerben.“ Nur die besten Junioren des D-Kaders kommen in die glückliche Situation, ein Jahr lang mit einem eigenen Flieger trainieren zu können. „Ich teile mir die LS-8 mit Tom Wetzel von der SFG Werdenfels in Ohlstadt“, sagt Edmaier. Dieser werde jedoch noch auf andere Weise unterstützt, wodurch Edmaier das Flugzeug mit 15 Meter Spannweite ganz für sich hat. „Im Herbst 2019 habe ich die Information bekommen, dass ich 2020 mit der LS-8 unterstützt werde. Als dann Corona kam, dachte ich mir nur – was für ein Mist!“ Ausgerechnet dieses Jahr musste der Gautinger bisher auf seinen Leihflieger, der ihm ein optimales, individuelles Training ermöglicht, verzichten. „Das war schon ein Schlag ins Gesicht“.

Doch jetzt kann es weitergehen bei den Königsdorfer Segelfliegern – vorerst. Wie es mit dem beliebten Flugplatzfest Anfang September aussehen wird, traut sich Mathias Schunk noch gar nicht sagen. Die Segelflieger müssen die Dinge eben nehmen, wie sie kommen. Das sind die Pilotinnen und Piloten, die wie wenig andere Sportler vom Wetter abhängig sind, bereits gewohnt. Quelle: ‚Süddeutsche Zeitung‚.