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Fahrwerk liess sich nicht ausfahren

Zwei Personen befanden sich an Bord eines Mooney-Kleinflugzeuges, welches am Freitagabend, 10. September, auf dem Orange Municipal Airport von der Landebahn gerutscht war. Nach Angaben der Feuerwehr von Orange blieben der Pilot und der Passagier des Flugzeugs unverletzt, sie verließen das Flugzeug, bevor Hilfe eintraf. Nach einem Aufruf um 18.00 Uhr eines auf dem Rumpf gelandeten Kleinflugzeuges an die Leitstelle von Shelburne wurden alle diensthabenden und nicht diensthabenden Mitarbeiter zu Hilfe aufgerufen. Der Pilot erklärte den Beamten, dass sich das Fahrwerk bei dem Landeversuch nicht ausfahren ließ, und er eine kontrollierte Landung ohne Fahrwerk versuchen musste. Die Hilfskräfte verbrachte danach Stunden damit, das Flugzeug mit Stützen und Airbags aufzurichten. Sie unterstützen das Abschleppunternehmen beim Abtransport des Flugzeuges von der Landebahn. Quelle: ‘22News WWLP.com’.

Fahrwerk vergessen

Die Ursache für den Unfall auf dem Flugplatz Wangen vom September ist geklärt. Ein 53-jähriger Schweizer Pilot wollte am Freitag, 11. September 2020, auf dem Flugplatz Wangen-Lachen zu Trainingszwecken drei Landungen mit Wiederabheben durchführen. Anschliessend hätte mit Flugzeug Mooney M20M «TLS» zu einem Rundflug gestartet werden sollen. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) schreibt dazu: «Bei der dritten Landung setzte das Flugzeug mit eingezogenem Fahrwerk auf der Piste 08 auf. Es rutsche der Piste entlang und kam auf dem rechten Rand der Piste zum Stillstand.» Weder der erfahrene Pilot (über 730 Flugstunden) noch sein Passagier wurden bei diesem Zwischenfall verletzt. Das Flugzeug wurde aber stark beschädigt.

Fahrwerk funktionierte
Die Sust begab sich in der Folge auf die Suche nach der Unfallursache. «Die auf der Piste und am Flugzeug ersichtlichen Spuren belegen, dass das Flugzeug mit eingezogenem Fahrwerk aufgesetzt hat», heisst es im summarischen Bericht, der dieser Tage veröffentlicht worden ist.

Nach der Bergung des Flugzeugs konnte das elektrisch angetriebene Fahrwerk aus- und wieder eingefahren werden. «Es liessen sich weder vor Ort noch während der Instandstellungsarbeiten Hinweise auf vorbestehende technische Mängel finden, die den Unfall hätten beeinflussen oder verursachen können.» Deshalb ist die Schlussfolgerung der Sust klar: «Alles deutet darauf hin, dass das Ausfahren des Fahrwerks vor der Landung vergessen wurde.» Quelle: ‘Linth24‘.

Mooney-Mehrfachlandungen (bouncing)

Um 10:06 Uhr des 11. Juni 2020 startete der Pilot von der Piste 06 in Grenchen (LSZG). Nach einem halbstündigen Rundflug meldete er sich wieder beim Kontrollturm und erhielt die Freigabe für einen Direktanflug auf die Piste 06. Die Landebewilligung erhielt er zusammen mit einer Windangabe von 5 Knoten aus 080 Grad. Um 10:51 Uhr setzte das Flugzeug auf der Piste auf und hob wieder ab. Dies wiederholte sich mehrere Male mit zunehmend hartem Aufsetzen. Im Anschluss rollte der Pilot zum Hangar und stellte fest, dass der Propeller und das Bugfahrwerk beschädigt worden waren.

Spezielle Eigenschaften des Flugzeuges
Flugzeuge der Baureihe Mooney M20 neigen aufgrund ihrer Fahrwerks-Auslegung und dem Einsatz kompakter Federungs- und Dämpfungselemente aus Gummi (landing gear shock disks, vgl. Abbildungen 1) beim Rollen zu Oszillationen um die Querachse. Diese können durch Bodenunebenheiten oder hartes Aufsetzen des Bugfahrwerks bei der Landung ausgelöst werden. Sie neigen deshalb auch stärker als vergleichbare Flugzeuge zu Landeverläufen wie dem vorliegenden.

Betriebliche Aspekte
Der Endanflug erfolgte auf einem Flugweg, der eine normale Landung grundsätzlich zuliess. Zu Beginn des Landevorgangs, auf einer Höhe von 50 ft über Grund, lag die Fluggeschwindigkeit allerdings noch weit über der Hersteller-Vorgabe. Damit war ein Aufsetzen entsprechend der Vorgabe «main wheels first» nicht mehr in einer normalen Landedistanz möglich. Trotzdem wurde das Aufsetzen herbeigeführt, was ein leichtes bouncing zur Folge hatte.

Nach dem Wiederabheben des Flugzeuges und der Korrektur des Piloten am Höhensteuer entwickelte sich eine ‘pilot induced oscillation’ in Form eines ‘porpoising’. Mit zunehmend hartem Aufsetzen auf dem Bugfahrwerk kam es schliesslich zu mindestens einer Bodenberührung des Propellers und zur Beschädigung des Bugfahrwerks. Ein solcher Vorgang ist durch Korrekturen am Höhensteuer kaum zu stoppen, weshalb ein Durchstart als geeignetes Mittel einzuleiten ist.

Ausbildung und Flugtraining
Der Pilot verfügte über ein geringes aktuelles Flugtraining. In den zwei Jahren vor der Einweisung auf das Unfallflugzeug war er gar nicht geflogen. Es kann davon ausgegangen werden, dass die kurze Einweisung nicht ausreichte, um einen dem vergleichsweise anspruchsvollen Flugzeug entsprechenden Trainingsstand zu erzielen. Das geringe Training des Piloten kann ausserdem dazu beigetragen haben, dass er sich nicht zu einem Durchstart entschloss.

Schlussfolgerungen
Der Unfall ist darauf zurückzuführen, dass das Flugzeug bei der Landung infolge einer überhöhten Geschwindigkeit in einer dafür ungeeigneten Fluglage auf die Piste aufgesetzt wurde. Das geringe aktuelle Flugtraining des Piloten kann zum Unfallhergang beigetragen haben. Quelle: ‘SUST, Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle).

Der Elfer der Lüfte

Sie heißen Mooney M20L, Cessna 182Q und Robin DR400/RP und haben eines gemeinsam: Ihr Motor stammt aus Zuffenhausen. Seit 1988 treibt ein 3,2 Liter großer Sechszylinder-Boxermotor mit Zwangskühlung die drei Kleinflugzeug-Muster mit Platz für einen Piloten und drei Passagiere an. Das Porsche-Aggregat mit dem Namen PFM 3200 leistet in der verlängerten Flugzeugnase beim Start 212 PS und im Reiseflug 200 PS. Doch bevor der Sportwagenmotor in den 80er Jahren den Weg in die Luft antreten konnte, mussten umfangreiche Anpassungen erfolgen. Die Kurbelwelle entsprach der Auslegung des Motors des 911 Turbo 3.3 seit 1977 mit einem Hub von 74,7 Millimetern. Die Bohrung mit 95 Millimetern hingegen bot Porsche in Kombination mit dieser Kurbelwelle erst ab 1984 im 911 Carrera 3.2 an. Aus Gewichtsgründen ist zudem das Lüfterrad aus Magnesium gefertigt. Ein Propellerantrieb sorgt für eine Reduzierung der Triebwerksdrehzahl im Verhältnis 1:0,442, so dass der PFM 3200 beim Start mit 5.300 Umdrehungen pro Minute dreht. An der Propellerwelle liegen zu diesem Zeitpunkt 2.340 Umdrehungen an. Theoretisch passen Zylinderköpfe aus Automobilen, allerdings müssen beim Flugmotor die Ventilsitze angepasst und verschiedene zusätzliche Bohrungen gesetzt werden. Gleichzeitig findet eine Umrüstung des Nockenwellenantriebs von Kette auf Zahnräder statt. Hinzu kommen eine zweite Lichtmaschine und eine Doppelzündung mittels zweier elektronischer Kennfeld-Zündanlagen und je zwei Zündkerzen. Die Doppelzündung folgte im Fahrzeugbau erst mit dem Porsche 964 im Jahr 1988.

Vergleichbare Flugmotoren waren damals und sind bis heute noch mit Magnetzündungen ausgerüstet. Ein Grund für den kommerziellen Misserfolg des Porsche-Motors. Denn während Porsches Zündsystem auf mindestens einen funktionierenden Generator angewiesen ist, funktioniert die Magnetzündung auch ohne externe Stromzufuhr. Fallen also beide Generatoren aus, kann ein Flugzeug mit dem PFM 3200 nur noch eine Stunde mit Batteriestrom weiterfliegen. Ein Nachteil, den die Konkurrenz regelmäßig in die Öffentlichkeit trug.

Das erste Flugzeug, das diesen Motor im Jahr 1982 bekam, war die Cessna 182 Skylane mit dem Kennzeichen D-EIMP. 1985 ergänzte Porsche seine Flotte um einen Flugzeughersteller, dessen Muster sich noch besser für den Motor eignen sollte: Mooney. Insgesamt 40 Maschinen des sportlichen Typs M20L erhielten den PFM 3200. Zwischen 1986 und 1989 gönnen sich zudem eine Handvoll Piloten eine Robin DR400/RP (“Remorqueur Porsche”). Der Porsche-Motor kostete damals gut zweieinhalbmal so viel wie die bis dato installierten Aggregate.

Insgesamt produziert Porsche 180 Exemplare des PFM 3200. Etwa 80 davon finden den Weg in ein Flugzeug. Wiederum nur noch 20 Flugzeuge davon heben weltweit noch ab, von denen allein zwölf in Heubach, 55 Kilometer östlich von Stuttgart, zu finden sind. Aktuell wird in den USA eine Mooney M20L PFM 3200 für 140.000 US-Dollar zum Kauf angeboten. Quelle: ‘Auto Motor und Sport‘.

Mooney Aircraft reopens after shutdown

After a two-week surprise shutdown from 11 November reported in the January edition of Pilot magazine, Mooney Aircraft has reopened its Kerrville, Texas main manufacturing facility, but it is not clear if the entire workforce has been reinstated or just the production line workers. It appears the company may be seeking – or may have already secured – additional financing to resume production work. Kerrville’s Daily Times newspaper quoted company representative Devan Burns as saying negotiations are underway with an additional investor. The Mooney International Corporation was started in 1929, and founder Al Mooney moved production to Kerrville in 1953, since when the company has had eleven owners (and three bankruptcies), the latest being Chinese investment company Soaring America Aircraft, headquartered in California, who bought Mooney Aircraft in 2013. The company’s fortunes have waned of late. GAMA sales records show that Mooney sold two M20s in each of the first three quarters and four in the third, total sales value $6.48m, after selling fourteen aircraft at a value of $10.7 million in 2018. To put this in context, Cirrus sold 310 aircraft in the first nine months of 2019. Quelle: ‘Pilotweb‘.

Mooney Aircraft am Ende – Entlassungen

Zwei Wochen vor Thanksgiving hat das in Kerrville, Texas, ansässige Unternehmen Mooney Aircraft Berichten zufolge seinen Betrieb eingestellt und sein gesamtes Personal entlassen, berichtet die Kerrville Daily Times. Das Voicemail-System von Mooney meldet: “Zu diesem Zeitpunkt wurden alle Mooney-Mitarbeiter entlassen und wir können deshalb Ihren Anruf nicht entgegennehmen.” Wir konnten keinen der Mitarbeiter oder das Management von Mooney erreichen und wir verstehen. Für jene, welche die Verkaufszahlen von Mooney in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres verfolgen, ist der Stillstand keine große Überraschung. Laut GAMA-Verkaufsprotokollen verkaufte Mooney in den ersten beiden Quartalen jeweils zwei Acclaim Ultras, nachdem sie 2018 14 Flugzeuge im Wert von 10,7 Millionen US-Dollar verkauft hatte. Verglichen damit verkaufte Cirrus in der ersten Jahreshälfte 2019 203 Flugzeuge, während Mooney’s Produktion hinter Extra, Pipistrel und Quest’s zurückblieb. Bei AirVenture 2018 sagte Mooney, dass es beabsichtigt, in diesem Jahr 20 Flugzeuge zu bauen, dass die Verkaufszahlen 2019 aber auf 40 ansteigen und ab 2020 50 Flugzeuge pro Jahr produziert würden. Die Arbeiter von Mooney wurden 2017 beurlaubt, vier Jahre, nachdem sie die Produktion unter dem neuen Besitzer Soaring America Aircraft wieder aufgenommen hatten. Mooney hatte zuvor fast fünf Jahre lang keine neuen Flugzeuge mehr produziert. Die letzten Acclaim Ultras, welche die Hallen in Kerrville verliessen, wurden mit jeweils fast 850.000 Dollar bewertet.

Mit der Mooney zum Vereinstreff

Die EMPOA (European Mooney Pilots and Owners Association) war zu Gast auf dem Fluggelände der Motorfluggruppe Regensburg. Der Flugzeugtyp wurde in den USA in den 50er-Jahren entwickelt. Der Viersitzer gilt als schnellstes Flugzeug mit Kolbenmotor. Mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 400 Kilometern pro Stunde fliegen die Maschinen durch die Luft. Die Jahreshauptversammlung der EMPOA findet jedes Jahr an einem anderen europäischen Ort statt. Organisiert wurde das Mooney-Treffen dieses Jahr vom einheimischen Mitglied Fritz Kaiser aus Bodenwöhr. Er koordinierte an diesem Tag zudem als Fluglotse die Landeanflüge der ankommenden Teilnehmer. Quelle (plus Video vom Fliegertreffen): ‘Mittelbayerische.de‘.

Als die Piloten ihren Fehler bemerkten, war es zu spät

Der Crash eines Kleinflugzeugs mit dem deutschen Politiker Peter Drewes (†64) an Bord letztes Jahr im Glarnerland ist auf Pilotenfehler zurückzuführen. Der deutsche Politiker flog mit einem Flugzeug des Typs Mooney M20K in die Wolken, wo es zu einem Strömungsabriss kam. Dann stürzte die Machine oberhalb von Braunwald GL mit grosser Geschwindigkeit und nahezu senkrecht ab. So beschreibt die Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust den Hergang des Flugzeugabsturzes vom 12. September 2017 im Glarnerland. Mehr über die Unfallursache im Originalbericht des Blick.